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Deutsche Rohstoff AG

Annual Report Jun 30, 2014

4514_10-k_2014-06-30_20016fc0-dd82-4182-a804-500213513c4b.pdf

Annual Report

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ORGANE DER GESELLSCHAFT

  • Vorstand Dr. Titus Gebel Vorstand, CEO Dr. Thomas Gutschlag – Vorstand, CFO
  • Aufsichtsrat Martin Billhardt (Vorsitzender) Prof. Dr. Gregor Borg Wolfgang Seybold

DEUTSCHE ROHSTOFF KONZERN IM ÜBERBLICK

(Rechnungslegung HGB/ Konzern-Abschluss)

31.12.2013 31.12.2012
in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 17.762 3.095
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.809 658
Jahresergebnis (nach Minderheiten) -8.304 3.145
Liquide Mittel und Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens 50.461 12.258
Eigenkapital 38.894 48.938
Eigenkapitalquote in% 29,6 77,1
Anzahl Aktien in Tsd. (DRAG) 5.322 5.322
Marktkapitalisierung 128.795 66.580

ANGABEN ZUR AKTIE (ZUM 31.12.2013)

Gesamtzahl Aktien 5.322.147
Höhe Grundkapital 5.322.147,00 EUR
Aktionärsstruktur
Management 19,4%
BASF-VC 6,0%
Andere Investoren 74,6%
Börsenhandel/ Börsenplätze XETRA/Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart
ISIN/WKN DE000A0XYG76 /A0XYG7
Entry Standard, Mitglied im Performance-Index TOP 30,
DAX Int. Mid 100-Index und Rhein-Neckar-Index
Designated Sponsors ICF Kursmakler AG
Bankhaus Donner & Reuschel AG

FINANZKALENDER 2014

Bilanzpressekonferenz 03.06.2014
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 06.06.2014
Hauptversammlung 2013 22.07.2014
Bekanntgabe Halbjahres-Ergebnis 2014
(Konzern-Zwischenabschluss) bis 30.09.2014

4 Brief an die Aktionäre

UNTERNEHMEN

JAHRESABSCHLUSS

  • 6 Geschäftstätigkeit und
  • Unternehmensstrategie
  • 8 Projektportfolio und Ressourcenübersicht
  • 16 Öl und Gas
  • 22 Metalle
  • 32 Investor & Public Relations

  • 38 Konzern-Lagebericht

  • 50 Konzern-Bilanz
  • 52 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 53 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 54 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 56 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 60 Konzern-Anhang
  • 72 Bericht des Aufsichtsrats
  • 74 Bestätigungsvermerk
  • 76 Kontaktdaten, Rechtliche Hinweise, Herausgeber

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE DER DEUTSCHE ROHSTOFF AG, SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

der Kurs der Deutsche Rohstoff-Aktie hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Unsere Anleihe handelt sehr stabil und deutlich über 100%. Die Umsätze sowohl in der Aktie als auch der Anleihe waren sehr lebhaft. Offenbar gibt es mehr und mehr Investoren, die unser Geschäftsmodell attraktiv finden und daran teilhaben wollen. Darüber freuen wir uns natürlich.

Der Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy, den wir Anfang März 2014 bekanntgegeben haben und der mittlerweile abgeschossen ist, stellt zweifellos ein besonderes Ereignis für unsere Gesellschaft dar. Acht Jahre nach Gründung haben wir uns als erfolgreiches Unternehmen der Rohstoffbranche etabliert. Tekton Energy war in diesem Sinne ein "Company Maker".

Unser Anteil am Verkaufserlös von USD 200 Mio. in bar bedeutet eine Rendite vor Steuern von über 350% auf unser eingesetztes Eigenkapital in gerade einmal dreieinhalb Jahren. Eine phantastische Leistung unseres Teams in Denver und ein Beweis, wie attraktiv Investitionen im amerikanischen Ölmarkt derzeit sind.

Dr. Thomas Gutschlag, Vorstand Deutsche Rohstoff AG

Aber der Reihe nach: Wie kam es zu diesem Verkauf?

Ende 2013 erhielten wir erstmals ein Angebot unseres Kooperationspartners Extraction Oil & Gas, ein ebenfalls im Wattenberg-Feld tätiges Ölunternehmen. Um auszuloten, ob dieses Angebot marktgerecht war, haben wir mit Hilfe einer spezialisierten Investmentbank ein Bieterverfahren gestartet, in dessen Verlauf wir mehrere Angebote erhalten haben und das ursprüngliche Angebot deutlich verbessern konnten. Am Ende erhielt Extraction den Zuschlag.

Wir haben lange mit unseren amerikanischen Partnern diskutiert, ob wir das Windsor Projekt schon zu einem so relativ frühen Zeitpunkt verkaufen sollen. Angedacht war ein möglicher Verkauf allenfalls nach Abschluss des Bohrprogramms. Am Ende gab die Überlegung den Ausschlag, dass wir unter Ausschluss der im Ölmarkt immer bestehenden Risiken einen wesentlichen Teil des Wertes bereits jetzt bezahlt bekommen. Und das, ohne zusätzliche Mittel im dreistelligen Millionen-Dollar Bereich investieren zu müssen. Damit verfügen wir über erhebliches Kapital, mit dem wir arbeiten können. Und wir sind uns sicher, dass wir gemeinsam mit dem US-Team diesen Erfolg wiederholen können.

Aber auch auf der anderen Seite des Globus, in Australien, haben wir Fortschritte gemacht. Wolfram Camp hat im November den Beginn der kommerziellen Produktion erklärt. Vorausgegangen waren im Laufe des Jahres erhebliche Investitionen in die Aufbereitungsanlage. Die Anlage kann jetzt 50 Tonnen pro Stunde verarbeiten. Die Konzentrat-Produktion konnte stabilisiert werden. Der Umsatz belief sich 2013 auf EUR 8,6 Mio. Leider konnte auch die stabile Produktion keinen postiven Ergebnisbeitrag liefern. Daher haben wir uns entschlossen, im Konzern-Abschluss 2013 eine Wertberichtigung auf die aktivierten Vermögensgegenstände von Wolfram Camp Mining und Tropical Metals in Höhe von EUR 4,4 Mio. und im Einzelabschluss in Höhe von EUR 10 Mio. vorzunehmen.

Von den Explorationsprojekten hat die Seltenerden Storkwitz AG die größten Fortschritte gemacht. Die Produktion von Seltenen Erden aus mineralischen Halden erscheint ab 2016 realistisch. Schon Ende Dezember konnte das Team in Chemnitz erstmals ein Seltenerden-Konzentrat mit 99%iger Reinheit als Produktmuster herstellen. Gespräche mit potentiellen Abnehmern bestätigten die Verkaufsfähigkeit. Unser Ziel ist die kostengünstige und umweltfreundliche Gewinnung von Seltenen Erden in Europa für die europäische Industrie. Das Projekt ist ein schönes Beispiel, wie es gelingen kann, mit unkonventionellen Ideen abseits ausgetretener Pfade Wert zu schaffen.

Robuste Preisentwicklung bei Erdöl und Wolfram

Die Preise der für unseren Umsatz und unsere Ertragslage wesentlichen Rohstoffe Erdöl und Wolfram haben sich im Jahresverlauf positiv entwickelt. Der Preis für das amerikanische Rohöl WTI stieg von knapp USD 93 Anfang des Jahres auf rund USD 108 Ende August 2013. Noch stärker war der Anstieg bei europäischem Wolfram-APT, welches für die Verkäufe unseres Wolfram-Konzentrats maßgeblich ist. Ende des Jahres 2012 kostete APT noch unter USD 300 pro mtu (metric ton unit = 10 kg). Bis Ende August 2013 stieg der Preis um rund 40% auf USD 417 pro mtu, bevor er sich zum Jahresende hin wieder auf USD 365 /mtu abschwächte. Wir sehen die Perspektiven für Erdöl und Wolfram aufgrund der fundamentalen Situation bei beiden Rohstoffen unverändert positiv.

Die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar und zunehmend auch gegenüber dem australischen Dollar hat uns aufgrund der hohen Investitionen, insbesondere in den USA, sehr geholfen, da wir die benötigten Dollar billiger einkaufen konnten. Nachdem die Investitionsphase in beiden Projekten abgeschlossen ist, hoffen wir auf ein Ende der Euro-Stärke. Tatsächlich erwarten alle Beobachter aufgrund der anziehenden Konjunktur in den USA und der weiterhin robusten australischen Wirtschaft, dass die Währungen der beiden Länder wieder aufwerten. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 mussten wir allerdings nicht realisierte Währungsverluste hinnehmen, die in Höhe von rund EUR 7 Mio. das Eigenkapital schmälern.

Deutlicher Anstieg des Umsatzes und des bereinigten EBITDA

Der Konzern-Umsatz sprang im Gesamtjahr auf EUR 17,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,1 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf EUR 3,9 Mio. (Vorjahr 2,3 Mio.), wenn man die Einmalausgaben für die Begebung der Anleihe in Höhe von EUR 2,0 Mio. herausrechnet. Das Konzern-Ergebnis beläuft sich vor allem aufgrund der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 7,3 Mio. auf EUR -7,65 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.).

Die beiden produzierenden Tochtergesellschaften Tekton Energy und Wolfram Camp Mining trugen gleichermaßen zum Umsatz bei. Tekton erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von EUR 9,0 Mio., Wolfram Camp in Höhe von EUR 8,6 Mio. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von über 700% (Tekton) und über 500% (Wolfram Camp).

Die Bilanzsumme ist weiterhin auf jetzt EUR 131,5 Mio. angestiegen. Das Eigenkapital beläuft sich auf EUR 38,9 Mio., die Eigenkapitalquote betrug 29,6%. Der Bestand an liquiden Mitteln von EUR 50,5 Mio. bestätigt die finanzielle Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Konzerns.

Aus dem Tekton-Verkauf fließen der Deutsche Rohstoff AG bzw. der Deutsche Rohstoff USA insgesamt USD 168 Mio. zu. Eigenkapitalquote und liquide Mittel werden sich entsprechend deutlich verbessern bzw. erhöhen.

Was erwarten wir für das laufende Jahr?

Wir werden unsere Strategie nicht wesentlich verändern. Wir sehen unsere Stärken darin, gute Rohstoffprojekte zu identifizieren, zu akquirieren und dann ihren Wert durch Einsatz unseres Know-Hows und unserer Experten zu steigern. Die notwendige Finanzierung werden wir mit Hilfe des Zuflusses aus dem Tekton-Verkauf noch mehr als bisher aus eigenen Mitteln darstellen können. Damit haben wir einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil, denn noch immer ist die Finanzierung insbesondere von jungen Rohstoffunternehmen weltweit schwierig.

Unsere neuen Schwerpunkte sehen wir vor allem bei Erdöl/ Erdgas in den USA, wo wir uns noch stärker engagieren wollen. In Metallprojekte wollen wir derzeit nur investieren, wenn wir die Chance sehen, mit relativ überschaubarem Aufwand hohe Rückflüsse erzielen zu können. Das Haldenprojekt der SES ist ein schönes Beispiel. Wir prüfen

laufend weitere Projekte und sehen gute Chancen, unser Portfolio zu erweitern. Wir setzen uns aber nicht unter Druck, sondern wollen Projekte hoher Qualität erwerben.

Aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen und dem daraus resultierenden Verlust im Einzelabschluss ist es aufgrund von bilanz- und aktienrechtlichen Bestimmungen trotz der vorhandenen, außergewöhnlich hohen Liquidität nicht möglich, für 2013 eine Dividende auszuschütten. Wir beabsichtigen aber, die Aktionäre durch ein Aktienrückkaufprogramm schon in diesem Jahr mittelbar am Erfolg des Tekton-Verkaufs teilhaben zu lassen.

Erfolgreiche acht Jahre, vier davon an der Börse, liegen hinter uns. Die Voraussetzungen für weiteres Wachstum des Unternehmenswerts waren nie besser als jetzt. Wir werden sie nutzen.

ROHSTOFFE SIND ZUKUNFT. BEGLEITEN SIE UNS.

Glückauf aus Heidelberg,

Vorstand, CEO Vorstand, CFO

Dr. Titus Gebel Dr. Thomas Gutschlag

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Die Deutsche Rohstoff AG ist in der Förderung und Exploration von Erdöl- und Erdgas sowie der Förderung und Exploration sogenannter kritischer Metalle tätig. Sie beschränkt sich in ihrer Tätigkeit auf Länder, die über ein stabiles politisches und rechtliches System verfügen. Derzeit befinden sich alle Aktivitäten in Deutschland, Australien, USA und Kanada. Die DRAG ist in diesen Ländern mit Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen präsent. Die Muttergesellschaft in Heidelberg steuert die Gruppe, finanziert die Aktivitäten, entscheidet über Neuinvestitionen und Verkäufe und betreibt die Öffentlichkeitsarbeit. Das operative Geschäft vor Ort verantworten einschlägig qualifizierte Führungskräfte, zumeist Ingenieure und Geologen mit langjähriger Bergbauerfahrung.

Unser Geschäftsmodell besteht darin, interessante Rohstoffprojekte zu identifizieren und zu entwickeln. Wir wollen überdurchschnittliche Renditen für unsere Aktionäre erwirtschaften. Ob die dauerhafte eigene Produktion oder die Veräußerung eines

Handelsstart der Unternehmensanleihe an der Frankfurter Börse

Projektes die bessere Variante darstellt, prüfen wir regelmäßig. In den vergangenen Jahren haben wir mehrere Projekte mit sehr gutem Erfolg entwickelt und veräußert:

  • · Die Rhein Petroleum haben wir Ende 2007 mitgegründet. In zwei Schritten haben wir 70% unserer Beteiligung abgegeben. Der Erlös belief sich auf rund EUR 15 Mio., die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital betrug 198%. Anders ausgedrückt: Wir haben rund EUR 9,8 Mio mit der Investition verdient.
  • · Die Deutsche Rohstoff Australia, welche die Goldmine in Georgetown /Queensland betrieben hat, haben wir im Oktober

2012 verkauft. Der Erlös belief sich auf AUD 16 Mio., die Eigenkapitalrendite betrug 188%.

· Tekton Energy hat im März 2014 einen Verkaufsvertrag für seine wesentlichen Vermögensgegenstände in Colorado unterzeichnet. Die Transaktion bringt uns vor Steuern eine Rendite auf unser investiertes Eigenkapital in Höhe von 365% in nicht einmal vier Jahren.

Weitere Veräußerungen aus unserem Beteiligungsportfolio sind geplant.

Die Deutsche Rohstoff hat sich durch die rege M&A-Tätigkeit der letzten Jahre zu einer auf den Rohstoffsektor spezialisierten Beteiligungsgesellschaft gewandelt. In dieser Rolle fühlen wir uns auch sehr wohl. Wir haben sowohl bei Öl und Gas als auch bei den Metallen einen sehr breiten Erfahrungsschatz, aus dem wir schöpfen können. Wir haben exploriert, Projekte in Produktion gebracht und die Gewinnung der Rohstoffe betrieben. Diese Erfahrung ist enorm wichtig, wenn es um das Erkennen neuer Chancen geht. Nur wenn man weiß, wo die wesentlichen Ertrags- und Kostentreiber bzw. Chancen und Risiken eines Projektes liegen, kann man beurteilen, welcher Kaufpreis angemessen ist. Zusammen mit unserer Fähigkeit, Projekte zu finanzieren und sie auch wieder zu veräußern sehen wir uns sehr gut gerüstet, gute Projekte zu identifizieren und ihren Wert zu steigern. Nicht zuletzt verfügen wir auch über ein exzellentes Team und ein starkes Netzwerk in unserem Sektor.

Das Team der Deutsche Rohstoff

Von links nach rechts: Jenni Reimann (Vorstandssekretariat), Laura Vollmer (Werkstudentin), Anke Hartmeyer (Kaufmännische Leitung), Dr. Jörg Reichert (Leitender Geologe), Dr. Thomas Gutschlag (Vorstand, CFO), Dr. Titus Gebel (Vorstand, CEO), Andy Allenberg (Geologe), Jan-Philipp Weitz (Business Development), Steven Pucknat (Geologe), Anja Ehser (Geologin), Marco Fiedler (Geologe)

PROJEKTPORTFOLIO UND RESSOURCENÜBERSICHT

Im Jahr 2013 ist das Portfolio der DRAG-Tochterfirmen weiter gewachsen und die Ressourcenbasis konnte ebenfalls erweitert werden.

Durch die Verwendung der Mittel aus der Anleihe wurde der Anteil an Tekton Energy bis zum Jahresende auf 72,15% erhöht. Die Gesellschaft selber hat im Mai 2013 zum ersten Mal ein Reservengutachten der renommierten Firma Ryder Scott erhalten. Des Weiteren gelang es Tekton, die eigenen

Flächen im Verlauf des Jahres von 1.900 Acres auf ca. 7.000 Acres zu vergrößern und so neben erfolgreichen Bohrarbeiten die Grundlage für den Verkauf zu schaffen.

Der Anteil an der SES AG sank durch kleinere Anteilsveräußerungen und zwei Kapitalerhöhungen, eine Barkapitalerhöhung über EUR 700.000 und eine Sachkapitalerhöhung über EUR 532.000, auf 50,11% zum Jahresende. Bereits im Jahr 2012 konnte die Gesellschaft das Vorkommen in Storkwitz in eine Ressource nach dem JORC Status umwandeln.

Der Anteil an Tin International veränderte sich nicht und bleibt bei 60,33%. Das Portfolio der Tin International wurde mit der Lizenz Sadisdorf im Januar 2013 um die gleichnamige Lagerstätte erweitert. Die Lizenz hat noch keine Ressource nach dem JORC Standard, es besteht jedoch eine historische Schätzung, die in diesem Jahr den JORC-Status erreichen soll.

Die Rhein Petroleum ist mit 10,00% weiterhin die prozentual kleinste Beteiligung der Deutsche Rohstoff. Für das Wrigley Projekt der Devonian Metals will die DRAG gemeinsam mit Glencore International einen Käufer finden. Der Verkauf der Georgetown Goldmine in Australien ist inzwischen vollständig abgewickelt.

PROJEKTPORTFOLIO ZUM 31. DEZEMBER 2013

(Anteil der Deutsche Rohstoff in Prozent)

Produktion

Exploration und Entwicklung

Heidelberg, der Unternehmenssitz der Deutsche Rohstoff

Das Team der Deutsche Rohstoff im Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla

RESSOURCENÜBERBLICK ZUM 31. DEZEMBER 2013

Projekt Anteil Gesellschaft Rohstoffe Barrel Ressourcenklassifikation
Öl und Gas
Rheingraben
und Bayern
10% Rhein Petroleum Öl und Gas erwartet 2014
Wattenberg 72,15% Tekton Energy Öläquivalent1
Öläquivalent1
Öläquivalent1
1.964.191 Bbl
13.391.200 Bbl
17.344.854 Bbl
Proved, SPE-PRMS2
Probable, SPE-PRMS2
Possible, SPE-PRMS2
Metalle Tonnen
Wolfram Camp 100% Wolfram Camp Mining Wolfram
Molybdän
800.000 mtu3
1.600 t3
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Gottesberg 60% Tin International Zinn
Kupfer
114.000 t
38.000 t
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Geyer 60% Tin International Zinn
Zink
44.000 t
51.000 t
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Indicated – Inferred Resource, JORC4
Sadisdorf 60% Tin International Zinn 20.000 t Schätzung – historische Exploration,
Produktion
Storkwitz 50,11% Seltenerden Storkwitz Seltene Erden
Niob
Seltene Erden
Niob
20.000 t
4.000 t
18.000 t
4.000 t
Indicated – Inferred Resource, JORC4
D2 – D1 GDR Standard
Wrigley 47% Devonian Metals Zink/ Blei 560.000 t Indicated-Inferred Resource
(NI 43-1015
)

1 Die Reserven werden als Barrel Öläquivalent dargestellt, Gas (Kubikfuß) ist gemäß Industriestandard mit dem Faktor 5.600 in Barrel Öläquivalent konvertiert worden.

2 SPE-PRMS: Petroleum Resource Management System der Society of Petroleum Engineers.

3 mtu – metric ton unit – entspricht 10 kg, seit 2012 abgebautes Material ist bereits abgezogen

4 Australischer Standard zur Klassifizierung von Ressourcen – Joint Ore Reserves Committee (JORC)

5 Kanadischer Standard zur Klassifizierung von Ressourcen – National Instrument 43-101

TEKTON ENERGY LLC

(72% DRAG-Anteil zum 31.12.2013)

Tekton Energy erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von EUR 9 Mio. Den größten Umsatzbeitrag leisteten die beiden Horizontalbohrungen Rancho Water Valley 11 und 13, die im Februar und im März 2013 fertiggestellt wurden. Anfang Mai begann die Produktion. Die beiden Bohrungen produzierten zusammen insgesamt über 208.000 Barrel Öl und Öläquivalente (Gase und Kondensate), im Folgenden abgekürzt als BOE. Die Gesamtproduktion 2013, inklusive der 2012 gebohrten neun vertikalen Bohrungen und vor Abzug von Working Interest (Anteil an den Bohrungen) Dritter und Anteilen der Landeigentümer betrug über 250.000 BOE.

Anfang Juni erhielt Tekton erstmals ein Reservengutachten für seine Projektflächen im Wattenberg-Feld. Das Gutachten wurde von Ryder Scott (www.ryderscott.com) erstellt, einem der renommiertesten US-Unternehmen für die Berechnung der Reserven von Öl- und Gaslagerstätten. Für die gesamte von Tekton einlizenzierte Fläche, die auch die Anfang Mai 2013 neu akquirierte Fläche von rund 1.900 acres nördlich von Windsor umfasst, kalkulierte Ryder Scott sichere (proved) Reserven in Höhe von 2 Millionen BOE, wahrscheinliche (probable) Reserven von 13,4 Millionen BOE und zusätzlich mögliche (possible) Reserven von 17,3 Millionen BOE. Der Gasanteil (Kubikfuß) wird dabei industrieüblich durch den Faktor 5.600 geteilt, um das Ölequivalent zu errechnen. Die Reserven berücksichtigen ausschließlich förderbare Reserven und den Tekton zurechenbaren Anteil, die Anteile Dritter sind bereits abgezogen.

Tekton setzte sein Horizontalbohrprogramm (insgesamt 80 Bohrungen) in der zweiten Augusthälfte fort. Die ersten fünf Bohrungen wurden vom Bohrplatz Pavistma South am südlichen Rand der Windsor-Flächen abgeteuft. Sie begannen Anfang Dezember mit der Produktion und erbrachten im ersten Produktionsmonat zusammen 2.500 BOE pro Tag. Sie lagen damit leicht über den Erwartungen. Diese fünf Bohrungen waren Teil einer Kooperation mit Anadarko Petroleum. Beide Partner hatten einen Working Interest von ca. 50% und partizipierten entsprechend an Investitionen und Umsatzerlösen.

Im Anschluss an diese Bohrungen führte Tekton weitere Bohrungen im Windsor-Gebiet durch. Insgesamt wurden in der zweiten Jahreshälfte 2013 zehn Bohrungen

Die Flächen der Tekton Energy liegen in den Gebieten um Windsor, Colorado

abgeteuft. Anfang März 2014 begann die Produktion aus den übrigen fünf Bohrungen, von denen drei vom Bohrplatz Frye Farms und zwei vom Bohrplatz Pavistma abgeteuft worden waren. Die beiden Bohrungen vom Pavistmabohrplatz waren für Tekton die ersten beiden sogenannten Extented Reach Laterals, Bohrungen mit verlängerter horizontaler Strecke und somit größerer Produktion aus der ölführenden Schicht. Ebenfalls im ersten Quartal konnten weitere neun Bohrungen abgeschlossen werden, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes noch nicht in Produktion waren. Im Mai wurden drei Bohrungen vom Raindance Bohrplatz fertiggestellt.

Im Verlauf des Jahres 2013 ist es Tekton gelungen, die bestehenden Flächen in mehreren Schritten zu erweitern. Insgesamt hielt Tekton Ende 2013 rund 7.000 acres.

Earl Norris, VP Exploration Tekton Energy

Die Deutsche Rohstoff finanzierte das Bohrprogramm aus den Erlösen der im Sommer 2013 begebenen Mittelstandsanleihe. Ein Teil der Mittel wurde als Eigenkapital in Tekton investiert, der restliche Anteil, welcher bis zum Verkauf benötigt wurde, konnte als Darlehen weitergegeben werden. Durch das Eigenkapitalinvestment stieg der Anteil der Deutsche Rohstoff AG an Tekton auf 72,15%.

Anfang März 2014 unterzeichnete Tekton einen Verkaufsvertrag für wesentliche Teile der Windsor-Fläche mit folgendem Inhalt: Der Käufer, die Firma Extraction Oil and Gas, bezahlt USD 200 Mio. in bar. Tekton erhält zusätzlich alle Ausgaben, die nach dem 1. Januar verursacht worden sind, zurückerstattet. Im Gegenzug stehen dem Käufer die Umsätze seit Jahresbeginn zu.

Nach der Kaufvereinbarung verbleiben ca. 560 Acres bei Tekton im sogenannten Magpie-Gebiet südlich von Windsor. Für diese Flächen besitzt Extraction ein Vorkaufsrecht, das bis zum Beginn eines Bohrprogramms (spätestens März 2015) ausgeübt werden muss. Bei Ausübung erhält Tekton weitere USD 60 Mio. Tekton hatte für die Flächen eine gesonderte Vereinbarung getroffen, da das Management dieses Gebiet als besonders ertragreich erachtet.

Am 30. Mai 2014 wurde der Abschluss der Transaktion vermeldet. Tekton erhielt neben dem Kaufpreis einen Ausgleichsbetrag in Höhe von weiteren USD 20 Mio. für Titus Gebel mit Jerry Sommer, CEO Tekton Energy

die Ausgabendifferenz seit 1. Januar. Insgesamt konnte Tekton somit einen Zufluss von USD 220 Mio. verbuchen.

Aus dem Erlös zahlte Tekton das von der Deutsche Rohstoff gewährte Darlehen plus Zinsen in Höhe von USD 39 Mio. zurück. Das anschließend und nach Deckung aller offenen Kosten vorhandene Kapital wurde bis auf einen kleinen Teil an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Deutsche Rohstoff USA, die zu 100% zur Deutsche Rohstoff AG gehört, erhielt eine Ausschüttung in Höhe von USD 129 Mio.

Die Deutsche Rohstoff USA übernimmt nach Ausschüttung vom bisherigen Tekton Management weitere Anteile an Tekton, so dass sich die Beteiligungshöhe auf 93% beläuft. Gleichzeitig wird die Gesellschaft in "Elster Oil and Gas" (EOG) umbenannt. Die bei EOG verbleibenden Flächen könnten Kern einer neuen Projektentwicklung werden, falls Extraction seine Kaufoption nicht ausübt.

Im Juni 2014 hat die DRAG zudem gemeinsam mit Bob Gardner und Scott Bailey aus dem bisherigen Tekton Team sowie Dan Berberick, einem erfahrenen Erdölgeologen, die "Cub Creek Energy" neu gegründet. Die Gesellschaft wird vom bisherigen Tekton-Chefingenieur Bob Gardner als CEO geführt. Die DRAG wird im Board durch Titus Gebel, Thomas Gutschlag sowie den Tekton-Gründer Jerry Sommer vertreten und hält derzeit 74% an der Gesellschaft. Ziel der Gesellschaft ist es, Flächen in Ölund Gasfeldern zu sichern, in denen das Cub Creek Team große Erfahrung besitzt, vornehmlich in Colorado, Utah und North Dakota.

Testproduktion auf dem Pavistma-Pad, Windsor

RHEIN PETROLEUM GMBH (10% DRAG)

Die Rhein Petroleum, Heidelberg, begann im Oktober 2013 ihre Probebohrung "Stockstadt 2001" in Deutschland. Die Bohrung im südhessischen Riedstadt-Crumstadt führte bis in eine Tiefe von rund 1.600 Metern. Riedstadt-Crumstadt liegt ca. 50 km südlich von Frankfurt am Main. Die Bohrung endete in den sogenannten "Pechelbronner Schichten", in denen Rhein Petroleum förderungswürdige Mengen an Erdöl vermutete. Dieses Bohrziel wurde in Folge der umfangreichen seismischen Untersuchungen der Rhein Petroleum 2011 und 2012 als vielversprechend definiert. Es liegt im ehemaligen Ölfeld "Stockstadt", aus welchem bis 1994 Öl gefördert wurde und in dem noch signifikante Restreserven erwartet werden.

Eine zweite Bohrung ("Allmend 1") teufte die Rhein Petroleum im November und Dezember 2013 vom gleichen Bohrplatz in Crumstadt ab. Weitere interessante Strukturen konnten im Umfeld des alten Ölfeldes Stockstadt identifiziert werden. Sie sollen ebenfalls erbohrt werden.

Im Mai 2014 gab die Rhein Petroleum bekannt, dass sie nach Abschluss von ersten Produktivitätstests ihre beiden Bohrungen "Stockstadt 2001" und "Allmend 1" in Riedstadt-Crumstadt unter Vorbehalt weiterer Arbeiten vorerst ruhen lässt. Das in der Fachsprache als "Einschließen" bezeichnete Verfahren sichert die Bohrung und erlaubt es, kurzfristig die Arbeiten wieder aufzunehmen. Mit den ersten Produktivitätstests in Stockstadt 2001 konnte nicht die erwartete Menge Öl an die Oberfläche gebracht werden. Daher wird Rhein Petroleum zuerst weitere Auswertungen

Probebohrung der Rhein Petroleum in Riedstadt-Crumstadt

der gewonnenen Daten und Ergebnisse vornehmen. Weitere Untersuchungen und eine zeitlich ausgedehnte Ergiebigkeitsprüfung könnten notwendig sein, um über eine Wiederaufnahme der Ölförderung aus dem Altfeld Stockstadt entscheiden zu können. Gegebenenfalls könnte auch eine weitere Bohrung im Altfeld notwendig sein.

Die Aufsuchungsbohrung "Allmend 1" hat das Vorkommen von Erdöl außerhalb des Altfelds Stockstadt bestätigt. Allerdings werden weitere Bohrungen nötig sein, um genügend weitere Vorkommen in der Umgebung nachzuweisen, um eine Erschließung zu rechtfertigen. Rhein Petroleum bereitet mit "Schwarzbach 1" eine dritte Bohrung bei Riedstadt-Goddelau vor, die auf eine von mehreren aussichtsreichen geologischen Strukturen in der Nähe des Altfelds Stockstadt zielt.

Die Deutsche Rohstoff ist seit September 2012 noch mit 10% an dem Unternehmen beteiligt. Die restlichen Anteile hält Tulip Oil Holding BV, Den Haag, Niederlande, an die die Deutsche Rohstoff Anfang 2011 die Mehrheit veräußert hatte. Aufgrund einer Vereinbarung vom September 2012 zwischen Tulip Oil und Deutsche Rohstoff muss die Deutsche Rohstoff trotz des 10%-Anteils derzeit nur 2,5% der Investitionen der Rhein Petroleum finanzieren.

Wolfram, Molybdän WOLFRAM CAMP MINING PTY LTD UND TROPICAL METALS PTY LTD (je 100% DRAG)

Die Wolfram Camp Mine (WCM) konnte ihre Produktion im Jahr 2013 deutlich steigern und erzielte einen Umsatz in Höhe von EUR 8,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Bis Ende des Jahres wurden ca. 700 Tonnen Wolframkonzentrat produziert und an unseren Abnehmer Global Tungsten & Powders in die USA verschickt. Daneben wurden 40 Tonnen Molybdänkonzentrat (MoS2 ) gewonnen und am Spotmarkt verkauft.

Anfang November gab Wolfram Camp offiziell den Beginn der kommerziellen Produktion bekannt, d. h. die Phase des Aufbaus der Mine galt als abgeschlossen. Ab November wurde deshalb der Aufwand nicht mehr aktiviert, sondern ertragswirksam verbucht. Gleichzeitig begann die reguläre Abschreibung auf die aktivierten Sachanlagen.

Im Dezember 2012 hatte Wolfram Camp eine größere Aufrüstung der Aufbereitungsanlage begonnen, um sie für einen deutlich höheren Durchsatz (49 statt 29 Tonnen pro Stunde) zu ertüchtigen. Gleichzeitig investierte WCM in verschiedene Maschinen, darunter ein hochmoderner Röntgensortierer aus Deutschland, um eine bessere Vorkonzentrierung des Erzes zu erreichen. Seit März 2013 läuft die Anlage mit dem höheren Durchsatz und produziert bis zu vier Tonnen Konzentrat pro Tag. Seit Juli 2013 läuft die Aufbereitungsanlage mit voller Kapazität.

Der Preis für das Wolframkonzentrat war Ende 2012 vor allem aufgrund der Konjunkturschwäche in Europa auf rund USD 280 /mtu (metric ton unit = 10 kg) gefallen, nachdem der Höchstpreis 2011 bei USD 460 /mtu lag. Der Preisverfall zwang WCM vorübergehend dazu, die Produktion einzuschränken, um die Kosten zu senken. Seit Februar 2013 stieg der Preis wieder. Ende August 2013 lag er bei USD 417/mtu um sich zum Jahresende bei ca. USD 380 /mtu einzupendeln.

Im Februar 2013 schloss die DRAG mit dem Abnehmer der Konzentrate, dem US-Unternehmen Global Tungsten & Powders (GTP) einen leicht überarbeiteten Abnahmevertrag. Gleichzeitig übernahm GTP eine erweiterte Darlehensgarantie. Der Kreditrahmen der DRAG bei der Bank Austria wurde um USD 4,85 Mio. auf USD 11 Mio. (EUR 8,24 Mio.) erhöht, die Laufzeit des Kredits bis Ende 2016 verlängert.

Tagebau Wolfram Camp

Die Aufbereitungsanlage in Wolfram Camp, Queensland, Australien

WCM führte ebenfalls weitere Explorationsbohrungen und geophysikalische Untersuchungen in Wolfram Camp und Bamford Hill durch, die signifikantes weiteres Potenzial für eine Verlängerung der Lebensdauer der Mine aufzeigten. Im Dezember 2013 wurde in dem neu entdeckten Teilgebiet "Parrots", das oberhalb des bestehenden Tagebaus liegt, ein zweiter Abbau begonnen. Da die Vererzung in Parrots direkt an der Oberfläche beginnt, ist das Erz/Abraumverhältnis ("strip ratio") sehr günstig. Seit Frühjahr 2014 liegt eine neue Reservenschätzung für den bestehenden Tagebau und Parrotts vor. Unsere Geologen gehen davon aus, dass dort noch 1,44 Millionen Tonnen mit Durchschnittsgehalten von 0,21% Wolfram (WO3) abgebaut werden können. Bei der derzeitigen Verarbeitungsleistung würde allein diese Reserve rund 4 Jahre und damit deutlich länger als bisher gedacht reichen. Darüber hinaus konnten weitere Satellitenlagerstätten rund um den Haupttagebau identifiziert werden. Sie sollen im Laufe des Jahres näher exploriert werden. Aus diesen Satelliten könnte sich eine weitere Verlängerung der Lebensdauer der Mine um mehrere Jahre ergeben. Bezieht man darüber hinaus das Potential mit ein, das sich aus dem bereits konzipierten untertägigen Abbau sowie dem gut explo-

rierten Teilgebiet Bamford Hill ergibt, wird deutlich, das Wolfram Camp auch weit über die bisher geplanten zehn Jahre hinaus produzierten könnte. Völlig unberücksichtigt bleiben bei dieser Betrachtung die rund 350 km2 prospektive Flächen, über die WCM in der Gegend verfügt.

Aufgrund der strategischen Neuausrichtung der DRAG mit dem Schwerpunkt auf Öl und Gas in den USA entschied der Vorstand, Gespräche über einen Verkauf von Wolfram Camp zu beginnen. Seit April 2014 haben sich diese Gespräche konkretisiert. Im Zuge der Bewertung der aktivierten Vermögensgegenstände wurde weiterhin entschieden, eine Abschreibung in Höhe von EUR 4,4 Mio. im Konzern und EUR 10,0 Mio. im Einzelabschluss vorzunehmen.

WOLFRAM – SCHWERES METALL MIT AUSSERGEWÖHNLICHEN EIGENSCHAFTEN

Der Markt für Wolfram ist der kleinste aller Basismetalle. Dennoch ist es ein Metall mit außergewöhnlichen Eigenschaften und einer langen Geschichte, die wie bei vielen Rohstoffen auch mit dem sächsischen Erzgebirge zusammenhängt.

Der Name "Wolfram" geht auf die ersten bekannten Aufzeichnungen über das Material zurück. Im Jahr 1546 publizierte der deutsche Wissenschaftler Georgius Agricola in seinem Buch "De Natura Fossilium" einen Bericht über ein Mineral, das die Bergleute im Erzgebirge oft in Begleitung von Zinn vorfanden. Während des damals angewendeten Schmelzprozesses zur Gewinnung von Zinn wurde durch das schwarze Nebengestein die Ausbringung

Während das chemische Element W ebenfalls diesen Ursprung hat, wird im englischen offiziell der Begriff Tungsten verwendet. Dieser Name wurde dem Wolframmineral Scheelit von seinen Entdeckern in Schweden gegeben und steht für schwer (tung) und Stein (Sten). Wolfram ist aufgrund seiner hohen Dichte fast genauso schwer wie Gold. Die Eigenschaft als Metall wurde jedoch erst im Jahr 1783 von Juan Jose D'Eluhyar nachgewiesen, dem es durch Erhitzen von Erzproben aus der Mine Zinnwald in Sachsen gelang, das Metall herzustellen.

Wolfram ist eines der schwersten und härtesten Metalle und besitzt von allen den mit rund 3.422 Grad Celsius höchsten Schmelzpunkt aller Industriemetalle. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Wolfram aus industriellen Anwendungen verschiedenster Art nicht wegzudenken.

Über 50% der Wolframproduktion wird für Wolframkarbid verwendet, welches für seine extreme Härte von 9,5 auf der Mohs

Georgius Agricola, "Entdecker" des Wolframs, aus Johannes Sambucus, 1574

Wolframit Vererzung Wolfram Camp

und damit 54% des Weltmarkts gestiegen ist, kann immer weniger exportiert werden.

Auch die starken Preisanstiege seit 2008 haben nicht zu einer Verringerung der Abhängigkeit von China durch neue westliche Produzenten beigetragen. Die Europäische Union zählt Wolfram inzwischen zu ihrer Liste der kritischen Rohstoffe . Die wenigen Produzentenländer außerhalb Chinas lassen sich schnell aufzählen (Tabelle). Wolfram Camp gehörte im Jahr 2012 bereits dazu, war jedoch in der Anlaufphase und konnte nur einen sehr geringen Beitrag leisten.

Neben der Produktion aus China und Russland kommt die Produktion aus Afrika und Ländern wie der Mongolei oder Thailand oft aus nicht-industrieller Produktion, kleinen und sogenannten alluvialen Abbaubetrieben. Die industrielle Produktion der westlichen Welt beläuft sich auf ca. 7.000 Tonnen Wolfram, von denen 4.600 Tonnen aus Kanada, Bolivien und Vietnam stammen. Einer der Gründe, warum die EU Wolfram als kritisch erachtet, ist, dass die Wolframhütten der westlichen Welt um das wenige, frei verfügbare Material konkurrieren.

Skala bekannt ist. Wolframkarbid wird allein oder in Verbindung mit anderen Materialien für Schneidegeräte, Bergbau- und Bohrwerkzeuge, Panzerungen und vieles mehr verwendet. Weitere Produkte sind Wolframstahl unter anderem für Hochgeschwindigkeitsschneidegeräte, Rundwerkzeuge, Pressluftwerkzeuge und nichtlegierter Wolfram in Drahtform als Glühdraht in elektrischen Lampen und vielen anderen Geräten.

Die jährliche Wolframproduktion aus Bergbaubetrieben lag im Jahr 2012 bei 80.155 Tonnen Metall und damit mengenmäßig deutlich unterhalb des nächst größeren Metallmarktes, dem Zinnmarkt, mit einer Jahresproduktion von über 300.000 Tonnen. 84% der Produktion kommen aus China und machen den Markt außerhalb des Landes stark abhängig von chinesischen Exportbestimmungen. Da Chinas Anteil am Verbrauch stetig auf zuletzt 43.000 Tonnen

Wolfram Preisentwicklung seit 2005

Produzent Tonnen W
Afrika 1.115
Österreich 705
Bolivien 1.355
Brasilien 185
Kanada 2.195
Mongolei 360
Myanmar 200
Peru 290
Portugal 765
Spanien 555
Thailand 100
Vietnam 1.050
Andere Länder 530
Gesamt 9.405
China 67.550
Russland 3.200
Gesamt 80.155

Wolfram Produktion 2012, Quelle: DERA (Deutsche Rohstoff Agentur), ITIA

Wolfram Angebot & Nachfrage, Quelle: DERA (Deutsche Rohstoff Agentur), ITIA

Das andere große Problem sind die wenigen produktionsnahen neuen Projekte. Aufgrund von Überschussproduktion aus China mussten in den 1990er Jahren viele Projekte Ihre Produktion einstellen. Erst im Jahr 2000 begann China die eigenen Exporte zu kontrollieren. Es dauerte jedoch bis zum Abbau der bis dahin entstandenen Lagerbestände im Jahr 2005, bis der Preis sich wieder an die reale Angebots- und Nachfragesituation anpassen konnte.

Kurz darauf wurde durch die globale Finanzkrise die Finanzierung von Projekten für ein Nischenmetall wie Wolfram stark erschwert. Nach einer Aufwärtsbewegung begann Ende 2011 ein erneuter starker Abschwung im Bergbausektor weltweit.

In den letzten Jahren wurden daher kaum neue Wolframprojekte in Betrieb genommen. Schätzungen von Roskill aus dem Jahr 2011 (Roskill, 2011 Report), dass ab 2013 und 2014 ca. 10.000 Tonnen neuer, jährlicher Produktion hinzukommen, werden vermutlich klar verfehlt werden. Von 11 Minen, die Roskill im Jahr 2013 als neue Produzenten am Markt erwartet hatte, war Wolfram Camp die einzige, die das ganze Jahr in Produktion war. Die große thailändische Nui Phao Mine konnte immerhin ihre Anlaufphase beginnen. Alle anderen Projekte gingen nicht in Produktion und lieferten keine Konzentrate an den Markt.

Unabhängig von der Angebotsseite steigt die Nachfrage nach Wolfram. Vom Tiefstand in 2009 schoss der Verbrauch bis 2011 um ganze 50% in die Höhe. 2012 fiel er leicht auf 76.150 Tonnen, so dass geringfügig mehr produziert als verbraucht wurde. Grundsätzlich ist es in Rohstoffmärkten immer schwierig, die Lagerhaltungsquote und ihren Einfluss auf Angebot und Nachfrage zu messen. Ein weiterer Faktor ist der stetig wachsende Anteil von recycelten Materialien, laut Schätzungen von ITIA (International Tungsten Industrie Association) werden hierdurch die Tonnagen von Angebots- und Nachfrageseite um weitere 30% erweitert.

Seit Ende 2012 ist der Preis unter Schwankungen von USD 30.000 auf momentan ca. USD 36.000 pro Tonne gestiegen. Ein Indikator dafür, dass die Nachfrage wei-

Verteilung der Bergwerke mit Förderung von Wolframerz 2011, Quelle: DERA Rohstoffinformationen 2014, Wolfram

terhin hoch ist. Getrieben vom Wachstum Chinas und der Schwellenländer gehen Marktschätzungen davon aus, dass die Nachfrage nach Wolfram auch in den kommenden Jahren um durchschnittlich 4,5% pro Jahr steigen wird (Roskill Mining Journal, 25 October 2013). Generell weist der Wolframverbrauch eine starke Korrelation mit dem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukt auf.

Auch in Zukunft werden vermutlich viele Projekte ihren geplanten Produktionsbeginn verfehlen. Die Gründe liegen meistens in technischen Schwierigkeiten oder Problemen bei der Finanzierung begründet. Da auf der anderen Seite nicht mit einem starken Zuwachs an Produktion zu rechnen ist, wird die entscheidende Komponente für die Entwicklung von Marktgleichgewicht und Preis die Nachfragesituation sein. Wir gehen von tendenziell steigenden Preisen aus, da es kaum Substitutionsmöglichkeiten für Wolfram gibt. Seit Jahrhunderten sagen Bergleute jedoch: "Vor der Hacke ist es duster!" Manche Dinge kommen also unerwartet, und so verhält es sich auch mit den Rohstoffpreisen.

Zinn TIN INTERNATIONAL PTY LTD (60% DRAG)

Tin International hat im Februar 2013 über ihre 100%ige Tochter Sachsenzinn GmbH, Chemnitz, eine weitere Lizenz im Erzgebirge zugesprochen bekommen. Das Sächsische Oberbergamt erteilte für das Gebiet "Sadisdorf" eine Explorationslizenz für vier Jahre. Tin International setzte sich gegen zwei Mitantragsteller durch. Sadisdorf liegt ungefähr 15 Kilometer nordöstlich von Altenberg. Die nahe gelegene Zinnmine Altenberg war die größte der historischen Metallminen im Erzgebirge. Ebenso wie in Altenberg wurde in Sadisdorf seit dem 15. Jahrhundert Zinn abgebaut. Darüber hinaus wurden auch Kupfer und Molybdän gewonnen.

Im August 2013 erhielt die Sachsenzinn von einem angesehenen, internationalen Ingenieurbüro eine positive Einschätzung des Zinnvorkommens in Sadisdorf im Osterzgebirge. Sachsenzinn geht nach Sichtung der historischen Daten davon aus, dass es möglich ist, in den bisher erkundeten Teilen der Erzkörper bis zu 7 Millionen Tonnen Erz mit wirtschaftlichen Gehalten nachzuweisen. Die Vererzung befindet sich hauptsächlich im Bereich bis 250 Meter unterhalb der Oberfläche, und diese flache Lagerung macht dieses Vorkommen zusätzlich attraktiv. Sie ist entlang der Streichrichtung und auch zur Tiefe hin vermutlich noch erweiterbar. In dem erkundeten Teil der Lagerstätte gibt es Stollen aus früheren Abbauperioden, die teilweise noch begehbar sind und die durch die Sachsenzinn bereits für geologische Erkundungen und Probennahmen genutzt wurden.

Der fortgeschrittene Erkundungsstand und die hervorragende Bestandsbasis verlässlicher Proben für Sadisdorf lässt es nach Auffassung der Gutachter zu, mit geringem Aufwand eine Ressourcenschätzung nach dem international anerkannten australischen JORC-Standard zu erstellen. Diese Arbeiten sind zurzeit im Gange, in den nächsten Monaten wird mit der Veröffentlichung der ersten JORC-Ressource für Sadisdorf gerechnet.

Geologen der Sachsenzinn bei der Arbeit

des Metallinhalts im Erz bei gleichzeitig vergleichweise geringen Kosten für die Aufbereitung erwarten. Die Vorbereitung des Abbaus in Gottesberg geht ebenfalls voran. Eine von Sachsenzinn in Auftrag gegebene Studie hat mögliche Standorte für eine Zinnproduktion im Raum Gottesberg untersucht und belegt die grundsätzliche Machbarkeit auch unter umwelt- und wasserschutzrelevanten Aspekten.

Die Gesellschaft ist aus den vergangenen Kapitalerhöhungen durch Drittinvestoren ausreichend finanziert. Die Sachsenzinn GmbH wird im laufenden Jahr vorrangig das im Februar 2013 neu zugeteilte Lizenzgebiet Sadisdorf weiterentwickeln. Dies vor allem vor dem Hintergrund, Sadisdorf hinsichtlich des Erkundungsstandes und der JORC-Ressourcenschätzung dem restlichen Portfolio der Sachsenzinn anzugleichen, und eine einheitliche Basis zu schaffen. Die bislang recht gut entwickelten Projekte Gottesberg und Geyer werden aber ebenfalls weiter vorangetrieben, wenn auch mit etwas verminderter Geschwindigkeit.

Geologen der Sachsenzinn bei der untertägigen Probennahme in Sadisdorf

Der Preis für Zinn blieb über das Jahr 2013 und auch im ersten Quartal 2014 sehr stabil um 23.000 USD / Tonne. Mittelfristig gehen die meisten Marktbeobachter von steigenden Preisen aus, da weltweit kaum neue Projekte vorhanden sind, die zeitnah in Produktion gehen können, um die Erschöpfung bestehender Bergwerke zu kompensieren.

Seltene Erden SELTENERDEN STORKWITZ AG (50% DRAG)

Die Seltenerden Storkwitz (SES), Chemnitz, konnte im Januar 2013 die historische Ressourcenschätzung für den Erzkörper Storkwitz nach dem australischen JORC-Standard bestätigen. Das gilt sowohl für die Geometrie und den Verlauf des Erzkörpers als auch für die Seltenerden- und Niob-Gehalte und -Mengen. Für den bisher erkundeten und zuletzt 2012 erbohrten Teil der Seltenerden-Lagerstätte Storkwitz (bis 700 Meter Tiefe) ergibt sich ein Erzinhalt von 4,5 Millionen

Tonnen mit einem durchschnittlichen Seltenerd-Oxidgehalt von 0,45 Prozent. Dies entspricht einem Metallinhalt von 20.100 Tonnen Seltenen Erden (SEE). Etwa die Hälfte dieser Menge konnte durch das JORC-Gutachten in die Kategorie "indicated" eingestuft werden, der Rest ist als "inferred" ausgewiesen.

Im Laufe des Jahres 2013 konnte die SES zwei Kapitalerhöhungen erfolgreich abschließen:

· Im Januar wurden im Rahmen einer Barkapitalerhöhung insgesamt 100.118 Aktien zu einem Preis von EUR 7,20 pro Aktie platziert.

· Im September fand eine Sachkapitalerhöhung statt, bei der gegen Ausgabe von 73.839 neuen Aktien eine von der BRAIN AG entwickelte Technologie zur Anreicherung von Scandium mit Hilfe von Mikroorganismen eingelegt wurde.

Ein Geologe der Seltenerden Storkwitz auf einer Gipshalde

Die Seltenerden Storkwitz hat im Berichtszeitraum 2013 einen weiteren, sehr vielversprechenden Geschäftsbereich identifiziert und aufgebaut. Es handelt sich um die Aufbereitung mineralischer Halden, die im Rahmen industrieller Produktionsprozesse an verschiedenen Standorten in Europa, und weltweit, über Jahrzehnte entstanden und gewachsen sind. Einige dieser Halden enthalten nach dem derzeitigen Kenntnisstand abbauwürdige Konzentrationen Seltener Erden bei signifikanten Tonnagen.

Die meisten Haldenstandorte wurden besucht, systematisch beprobt, chemisch analysiert und mineralogisch begutachtet. Auf der Basis der vorliegenden umfangreichen Informationen konnte die SES mehrere Halden identifizieren, bei denen eine Erschließung und Seltenerdengewinnung wirtschaftlich darstellbar erscheint. Verglichen mit Bergbauprojekten sind die zu erwartenden Investitionen und laufenden Kosten für eine Seltenerdenproduktion an den Haldenstandorten deutlich geringer. Das Management der SES ist aufgrund der Ergebnisse zuversichtlich, mittelfristig in die Vermarktung eines hochwertigen Seltenerden-Mischoxids eintreten zu können. Die Gesellschaft arbeitet derzeit an verschiedenen Kooperationsverträgen mit namhaften Partnern, mit denen Teilaspekte des Projektes gemeinsam weiterentwickelt werden sollen. Für Anfang 2015 ist bereits die Erstellung einer Machbarkeitsstudie auf Basis einer nach dem australischen JORC-Standard nachgewiesenen Ressource geplant.

Das Vorkommen Storkwitz, für das die SES bereits 2012 eine Ressourcenschätzung nach JORC erstellen ließ, wird 2014 ebenfalls weiter entwickelt, allerdings mit verminderter Geschwindigkeit. Die vorgesehenen weiteren Bohrungen, die den Erzkörper in größerer Tiefe erkunden sollten, wurden zunächst zugunsten der Weiterentwicklung des Haldenprojektes zurückgestellt. Gleiches gilt für den Börsengang, der insbesondere zur Finanzierung der tiefen Bohrungen in Storkwitz vorgesehen war.

Laborarbeit zur Gewinnung von Seltenen Erden

INVESTOR & PUBLIC RELATIONS

Anleihe

Der wesentliche Fokus der IR- und PR-Arbeit 2013 lag bei unseren Aktivitäten in den USA sowie der Vermarktung der Anleihe. Wir haben ausführlich über das umfangreiche Bohrprogramm von Tekton Energy berichtet. Im Rahmen der Vermarktung der Anleihe fand eine zweiwöchige Roadshow statt, um institutionelle Investoren in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Österreich für eine Zeichnung der Anleihe zu gewinnen. Privatinvestoren wurden mit einem Bündel von Werbemaßnahmen auf die Möglichkeit der Zeichnung aufmerksam gemacht. Erstmals nutzte die Deutsche Rohstoff in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, Werbung auf Facebook zu schalten. Nach dem vorliegenden Feedback war dies eine sehr effektive Art des Marketings.

Analysten-Coverage

Analysten-Berichte sind ein wichtiges Instrument für Investoren und Medien, um sich mit unabhängigen Informationen zur Geschäftsentwicklung einer börsennotierten Gesellschaft zu versorgen. 2013 analysierten First Berlin, ein bankenunabhängiges Unternehmen mit Sitz in Berlin und die LBBW aus Stuttgart die Aktie der Deutsche Rohstoff AG. Der Vertrag mit der LBBW wurde zum Jahresende 2013 gekündigt, da die Zusammenarbeit nicht den Erwartungen entsprach.

Handel der Aktie

Seit dem Handelsbeginn unserer Aktie am 27. Mai 2010 ist die DRAG-Aktie im Entry-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse mit der Wertpapier-Kenn-Nummer WKN: A0XYG7 und ISIN: DE000A0XYG76 einbezogen, das Börsenkürzel lautet DR0. Seit Anfang 2011 gehört die Aktie zum "Entry Standard Performance-Index TOP 30" und mittlerweile auch zum "DAX International Mid-100" sowie zum lokalen "Rhein-Neckar-Index".

Kursentwicklung der Aktie und Umsätze

Die Aktie der Deutsche Rohstoff legte bis Jahresende im Jahresvergleich um rund 94% auf EUR 24,20 zu. Der durchschnittliche Handelsumsatz nahm im Vergleich zu 2012 deutlich von 9.970 Stück auf 13.823 Stück pro Tag zu. Unsere Aktie ist damit die am drittstärksten gehandelte im Entry Standard. Sie hatte einen Anteil von 7,1% am Handelsumsatz aller Entry Standard Werte.

Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft stieg bis Jahresende auf rund EUR 128,8 Mio.

Kursentwicklung der Anleihe

Die Vermarktung der ersten Anleihe der Deutsche Rohstoff erfolgte im Juni und Juli 2013. Das platzierte Volumen belief sich auf zunächst EUR 52,5 Mio. Im Rahmen einer Nachplatzierung konnten weitere EUR 10 Mio. bei institutionellen Anlegern verkauft werden, so dass sich das gesamte Anleihevolumen auf EUR 62,5 Mio. beläuft. Der Kurs der Anleihe stieg bis Jahresende auf 103,30%. Danach pendelte der Kurs in einer relativ engen Spanne zwischen 106 und 109%.

Hauptversammlung 2013 in der Stadthalle Heidelberg

Hauptversammlung und Analystenkonferenzen

Unsere dritte Hauptversammlung als Publikumsgesellschaft fand am 23. Juli 2013 in der Stadthalle in Heidelberg statt. Es nahmen rund 270 Aktionäre teil. Alle Vorschläge der Verwaltung wurden mit großer Mehrheit beschlossen.

Daneben stellte sich die Deutsche Rohstoff wieder auf verschiedenen Kapitalmarktkonferenzen vor. Insbesondere vor und während der Anleiheemission im Juni/ Juli 2013 fanden umfangreiche Präsentationen für in- und ausländische Investoren in mehreren deutschen Städten, in Luxemburg, Zürich und Wien statt.

Die diesjährige Hauptversammlung wird am 22. Juli 2014 im Palatin Best Western Plus Kongresshotel in Wiesloch bei Heidelberg stattfinden.

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft bei der Hauptversammlung 2013

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital von derzeit EUR 5.322.147 ist eingeteilt in ebenso viele Namensaktien. Die beiden Vorstände hielten davon Ende Dezember 2013 19,4%, die BASF-VC 6,0% und weitere institutionelle und private Investoren 74,6%. Die Gesamtzahl der Aktionäre betrug rund 5.000.

Bei einer durchschnittlichen Anzahl Aktien von Stück 5.322.147 in 2013 beläuft sich der Verlust je Aktie auf Basis des Netto-Konzern-Ergebnisses 2013 auf EUR -1,44 (Vorjahr EUR 0,43).

Kreditgeber

Seit Februar 2013 gewährt uns eine europäische Großbank ein Darlehen über nunmehr insgesamt EUR 8,24 Mio. zu günstigen Konditionen. Es dient der Finanzierung von Investitionen in Wolfram Camp. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis Ende 2016 und wird von Ende 2013 bis Ende 2016 getilgt. Daneben bestand von April 2013 bis Ende April 2014 ein Darlehen bei der Commerzbank über EUR 1 Mio., welches wir zwischenzeitlich getilgt haben, ebenso wie zwei Darlehen eines privaten Kreditgebers.

KONZERN-LAGEBERICHT

I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Geschäftsmodell

Die Deutsche Rohstoff AG (kurz: DRAG) ist im Bereich der Förderung und Exploration von Erdöl- und Erdgas sowie der Förderung und Exploration sogenannter kritischer Metalle tätig. Sie beschränkt sich in ihrer Tätigkeit auf Länder, die über ein stabiles politisches und rechtliches System verfügen. Derzeit befinden sich alle Aktivitäten in den USA, Australien, Deutschland und Kanada. Die Deutsche Rohstoff AG ist in diesen Ländern mit Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen präsent. Als Muttergesellschaft steuert sie den Konzern, initiiert neue Projekte, gründet Tochtergesellschaften, finanziert die Aktivitäten bzw. beschafft Finanzierungspartner, entscheidet über Neuinvestitionen sowie Desinvestitionen und betreibt die Öffentlichkeitsarbeit. Das operative Geschäft vor Ort verantworten erfahrene Führungskräfte, zumeist spezialisierte Ingenieure und Geologen mit langjähriger Branchenerfahrung.

In den vergangenen Jahren hat die Deutsche Rohstoff AG ihre Aktivitäten fokussiert. In den ersten Jahren ihres Bestehens entwickelte die Gesellschaft ein recht breites und diversifiziertes Portfolio. Zum 31.12.2013 setzte sich der Deutsche Rohstoff Konzern aus den folgenden Konzern-Gesellschaften zusammen:

Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Zusammensetzung des Konsolidierungskreises nur geringfügige Änderungen. Der Anteil an der Tekton Energy erhöhte sich von 63,9% auf 72,15%, während der Anteil an der Seltenerden Storkwitz AG von rund 60% auf leicht über 50% zurückging. Die im Schaubild dargestellte Rhein Petroleum GmbH sowie die kanadische Devonian Metals werden als Beteiligungen geführt. Rhein Petroleum ist auf dem Gebiet der Erdölsuche und -förderung in Süd-Deutschland aktiv. Devonian Metals exploriert in Wrigley (Kanada) eine Zink-/ Blei-/ Silberlagerstätte.

Im Geschäftsjahr 2013 gab es außerdem drei Neugründungen, an denen sich die Deutsche Rohstoff direkt oder indirekt beteiligt hat, nämlich die Jutland Petroleum GmbH (50%), Heidelberg, die Strategic Resources Development (SRD, 70%), Brisbane, Australien und die Diamond Valley Energy Park (100%, indirekt über Tekton LLC, USA), Windsor, Colorado, USA. Jutland Petroleum wird aufgrund untergeordneter Bedeutung als Beteiligung geführt, SRD und Diamond Valley wurden konsolidiert. Die beiden ersten Gesellschaften verfügten zum Bilanzstichtag aber noch über keinen nennenswerten Geschäftsbetrieb. Diamond Valley verfügte als wesentlichen Vermögensgegenstand über ein Grundstück nahe Windsor, das für die Zwischenlagerung von

38 Konzern-Lagebericht

Erdöl genutzt werden soll. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Konzern Umsatzerlöse aus der Förderung von Erdöl und Erdgas in den USA und aus der Produktion von Wolfram- und Molybdänkonzentraten in Australien. Neben den Erlösen aus der Rohstoffproduktion besteht das Geschäftsmodell aber auch aus dem günstigen Erwerb, der Entwicklung und dem Verkauf von Rohstoffprojekten.

Abnehmer der erzeugten Rohstoffe sind im Falle von Öl Raffinerien und bei Erdgas Gasversorgungsunternehmen, die Pipelinenetze unterhalten. Im Falle von Wolfram werden Konzentrate an Global Tungsten and Powders (GTP), einem der größten Wolframverarbeiter außerhalb Chinas, geliefert.

Bei allen börsengehandelten Rohstoffen (Gold, Silber, Öl, Zinn, Kupfer etc.) stellt die Preisfindung kein Problem dar, da der Käufer den aktuellen Börsenpreis zahlt, insofern das gelieferte Produkt den zuvor vereinbarten Spezifikationen entspricht. In diesen Fällen spielt auch die Wettbewerbsposition eine untergeordnete Rolle, da die Abnehmer in der seit einigen Jahren vorherrschenden Marktsituation, die durch wachsende Nachfrage gekennzeichnet ist, nahezu jede beliebige Menge abnehmen.

Etwas anders ist die Situation bei nicht börsengehandelten Rohstoffen, zum Beispiel Wolfram. Hier haben die Wolfram Camp Mining Pty. Ltd. (WCM) und die Deutsche Rohstoff AG (DRAG) mit GTP einen Abnahmevertrag geschlossen, der eine Laufzeit von 5 Jahren vorsieht. Die Preisfindung für die jeweiligen Wolfram-Lieferungen orientiert sich an veröffentlichten Preisen weltweit aktuell ausgehandelter Kontrakte.

Die Aktien der Deutsche Rohstoff AG werden seit Mai 2010 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Die Marktkapitalisierung betrug zum 31.12.2013 rund EUR 129 Mio.

2. Ziele und Strategien

Im Konzern-Lagebericht für 2012 hatte die Gesellschaft vier Ziele für 2013 / 2014 formuliert, die unverändert fortbestehen. Drei der Ziele waren bereits Ende 2013 als zumindest weitgehend erfüllt anzusehen. Es handelte sich dabei um

· die Sicherung der Finanzierung und die Durchführung des Horizontalbohrprogramms von Tekton Energy in den USA. Aufgrund der erfolgreichen Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen von EUR 62,2 Mio. im Sommer 2013 war die Finanzierung gesichert. Das Bohrprogramm lief seit August 2013 erfolgreich.

  • · Akquisition weiterer Flächen durch Tekton Energy. Auch dieses Ziel wurde bereits erreicht, da der Flächenbestand inzwischen auf 7.000 acres angewachsen ist.
  • · Profitable Produktion von Wolfram und Verlängerung der Lebensdauer: Im November 2013 hat WCM gemeldet, dass Wolfram Camp mit der sogenannten kommerziellen Produktion begonnen hat und die konzeptionelle Lebensdauer der Mine auf 10 Jahre verlängert werden konnte. Jedoch konnte Wolfram Camp entgegen der Erwartungen in 2013 noch keinen positiven Ergebnisbeitrag liefern, sondern erwirtschaftet operativ nochmals einen Verlust.
  • · Sicherung der Finanzierung der Tochtergesellschaften Tin und SES. Das bleibt eine Aufgabe, die zu leisten ist. Die für beide Gesellschaften geplanten Börsengänge konnten bisher nicht realisiert werden.

Der Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy war kein Ziel für 2013. Aufgrund der Tatsache, dass Tekton ein aus Sicht des Vorstands und der Mitgesellschafter ein sehr gutes Angebot erhielt, wurden aber dennoch Verkaufsverhandlungen aufgenommen und im März 2014 zum Abschluss gebracht. Wir verweisen diesbezüglich auf den Punkt III. Nachtragsbericht.

Übergeordnetes Ziel des Konzern-Vorstandes ist die weitere Steigerung des Unternehmenswertes. Auf Sicht von 12 Monaten strebt der Vorstand eine Marktkapitalisierung von EUR 150 bis 200 Mio. an. Der Vorstand möchte dieses Ziel mit einem Bündel von Maßnahmen erreichen:

  • · Verstärkung der Aktivitäten in der Öl- und Gasexploration und Förderung in den USA
  • · Identifizierung und Akquisition von unterbewerteten Projekten im Metallbereich
  • · Akquisition von günstigen Lizenzen im Bereich Metalle

Die Aktivitäten werden sich auch weiterhin im Wesentlichen auf die Kernmärkte USA, Australien, Deutschland und Kanada beschränken. Aufgrund des Verkaufs der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy und des wahrscheinlichen Verkaufs der Konzern-Gesellschaften Wolfram Camp Mining und Tropical Metals wird 2014 und 2015 gegenüber dem Vorjahr die Neuakquisition von Projekten in den Vordergrund treten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf den Punkt III. Nachtragsbericht.

3. Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt nur in sehr geringem Umfang Forschung und Entwicklung, die darauf abzielen, neue Produkte oder Verfahren zu finden. Die Förderung von Erdöl und Erdgas sowie der Erzbergbau greifen in der Regel auf bestehende, frei zugängliche Verfahren zurück. Der Konzern bedient sich hierbei Dienstleistern, die die Arbeiten nach dem aktuellen Stand der Technik durchführen. Eine Ausnahme bildete im vergangenen Jahr die Seltenerden Storkwitz AG (SES AG), die Forschungsaufträge für alternative Verfahren zur Separation Seltener Erden (SEE) aus einem SEE-Mischkonzentrat in Auftrag gegeben hat. Im Berichtsjahr hat der Technologiepartner BRAIN die Technologie "BioRaffinierung" in die Tochtergesellschaft SES im Zuge einer Sacheinlage gegen Aktien der SES eingebracht. Das alleinige Recht zur Nutzung und Verwertung der Technologie wurde als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert (rund. EUR 0,5 Mio.). Dieses Grundkonzept soll in den nächsten Jahren bis zur kommerziellen Nutzung weiterentwickelt werden.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs 2013 mit 3% (Quelle: IWF) und setzte damit ihr moderates Wachstum der Vorjahre fort.

Die Nachfrage nach den Rohstoffen, die von der Deutsche Rohstoff gefördert oder exploriert werden, ist positiv mit dem weltweiten Wirtschaftswachstum korreliert. Insofern führte das Wirtschaftswachstum zu einem Nachfrageanstieg. So erhöhte sich etwa der Verbrauch von Rohöl im Jahresdurchschnitt um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (Quelle: Internationale Energieagentur). Der Preis für amerikanisches Öl der Sorte WTI (West Texas Intermediate), der für Tekton Energy maßgeblich ist, kletterte im Jahresverlauf um knapp 9% auf rund 97 \$ / Barrel. Sehr positiv entwickelte sich auch der Preis für Erdgas, der im Laufe des Jahres um rund 28% anzog. An den Verkäufen von Tekton Energy hat Erdgas allerdings nur einen wertmäßigen Anteil von rund 10%.

Die US Ölindustrie entwickelte sich im vergangenen Jahr weiterhin dynamisch. Die Erdölproduktion stieg von 6,48 Mio. auf ca. 7,5 Mio. Barrel pro Tag (IEA: www.eia.gov/forecasts/steo /report/ us_oil.cfm). Die Vereinigten Staaten sind auf dem besten Weg, Saudi-Arabien als größten Produzenten von Erdöl abzulösen.

Weniger positiv entwickelten sich die Preise für die wesentlichen Metalle. In verschiedenen Teilmärkten beeinflusste ein deutlich gestiegenes Angebot die Preise negativ. So verlor etwa Kupfer im Jahresverlauf knapp 8% an Wert, Nickel sogar 18%. Im ersten Quartal 2014 erholte sich der Nickelpreis aber wieder deutlich Zink und Blei dagegen wiesen eine weitgehend stabile Preisentwicklung auf. Der Goldpreis, dem eine gewisse Signalwirkung für den Sektor zukommt, stürzte 2013 um 28% ab und verzeichnete damit sein schwächstes Jahr seit 1980.

Bei den für die Deutsche Rohstoff Gruppe maßgeblichen Spezialmetallen stellte sich die Preisentwicklung sehr unterschiedlich dar. Der Preis für Wolfram-APT (Ammonium paratungstate, ein Vorprodukt für die verarbeitende Industrie) in Europa, der die Grundlage für die Abnahme der in Wolfram Camp produzierten Konzentrate bildet, konnte von niedrigem Niveau aus bis Jahresende um 25% auf USD 375 /mtu (metric ton unit, entspricht ungefähr 10 Kilogramm) zulegen. Diese Preisentwicklung spiegelt das relativ knappe Angebot an Wolframkonzentraten wieder. Zinn verlor ebenfalls leicht an Wert und schloss knapp unter USD 23.000 pro Tonne. Die Preise für Seltene Erden, die im Verlauf des Jahres 2011 auf zuvor nicht gekannte Höhen geklettert waren, gaben im Laufe des Jahres um weitere 20% nach.

Die Aktienindizes für Öl- und Gasaktien einerseits und Bergbauunternehmen andererseits spiegeln die sehr unterschiedliche Preissituation bei Öl und Gas bzw. Metallen wieder. Während die im S&P Commodity Producers Oil & Gas Exploration & Production Index zusammengefassten Aktien im Jahresverlauf um 12,8% zulegen konnten, verlor der S&P / TSX Global Mining Index seit Anfang 2013 weitere 20%. Die schlechte Entwicklung der Aktien im Metallsektor hatte schon 2012, verstärkt aber 2013 zur Folge, dass insbesondere Unternehmen, die noch nicht produzieren, extreme Schwierigkeiten hatten, sich zu finanzieren. In Kanada und Australien, den beiden Hauptmärkten, die Junior Mining und Junior Exploration Companies in der Vergangenheit nutzen konnten, sind neue Finanzierungen fast zum Erliegen gekommen. Entsprechend erwarten Marktbeobachter, dass sehr viele Unternehmen aus dem Markt ausscheiden werden. Mittelfristig dürfte das zu einem deutlichen Rückgang der Investitionen in die Exploration führen.

2. Geschäftsverlauf

Die Deutsche Rohstoff Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 in zwei Gesellschaften, Tekton Energy und Wolfram Camp Mining, Rohstoffe produziert. Daneben explorierten mehrere Gesellschaften Rohstoffvorkommen mit dem Ziel, der Produktion näher zu kommen bzw. die Werthaltigkeit des jeweiligen Projektes zu steigern.

Tekton Energy schloss im Mai 2013 zwei und im Dezember 2013 weitere fünf Ölquellen an, die im März/April und im September/Oktober 2013 mittels Horizontalbohrungen erbohrt worden waren. Alle Bohrungen waren fündig und förderten mit Raten, die teils deutlich über den Erwartungen lagen. Im Vergleich zur letztjährigen Prognose hat sich der Produktionsbeginn der Bohrungen in der zweiten Jahreshälfte um rund sechs Wochen verzögert.

Tekton produzierte im Laufe des Jahres rund 254.000 Barrel Öläquivalent (BoE), von denen nach Royalties (Umsatzbeteiligungen der Landeigentümer) 63% wirtschaftlich auf die Gesellschaft entfielen. Weitere 5 Horizontalbohrungen begannen im November 2013 und wurden im Februar 2014 angeschlossen. Seit Dezember 2013 standen Tekton über externe Dienstleister 2 Bohrgeräte zur Verfügung, um das umfangreiche Bohrprogramm mit bis zu 75 weiteren Horizontalbohrungen abzuarbeiten. Im Juni 2013 erhielt Tekton erstmals ein Reservegutachten, das Reserven in den Kategorien sicher, wahrscheinlich und möglich ("Proven", "Probable", "Possible") von insgesamt 32,4 Mio. Barrel Öläquivalent bescheinigte. Die sicheren Reserven beliefen sich zu diesem Zeitpunkt auf 1,95 Mio. Barrel. Im ersten Quartal 2014 erhöhten sich im Rahmen einer Aktualisierung des Gutachtens die sicheren Reserven auf rund 7,36 Mio. BoE. Insgesamt war der Geschäftsverlauf bei Tekton Energy sehr erfreulich und übertraf die Erwartungen deutlich. Nach dem im Mai 2014 erfolgten endgültigen Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy plant der Vorstand der Deutsche Rohstoff sein Engagement im US-Öl- und Gassektor zu verstärken und dort einen Schwerpunkt der Konzern-Investitionen zu legen. Wir verweisen diesbezüglich auf den Punkt III. Nachtragsbericht.

Die Deutsche Rohstoff AG platzierte im Juli 2013 erstmals eine Unternehmensanleihe im Entry Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse. Zusammen mit einer Nachplatzierung im August und September 2013 konnten insgesamt rund EUR 62,5 Mio. eingeworben werden. Der Zinssatz der Anleihe beträgt 8%, die Laufzeit 5 Jahre. Die Mittel aus der Anleihe dienten in erster Linie der Finanzierung des Bohrprogramms von Tekton Energy.

Wolfram Camp Mining (WCM) lieferte 2013 durchgehend Container mit Wolframkonzentrat an seinen Abnehmer Global Tungsten and Powders (GTP). In der ersten Jahreshälfte produzierte WCM allerdings mit einer verminderten Kapazität von rund 70%, da die Preise für Wolframkonzentrat zum Jahresende 2012 hin auf unter USD 300 /mtu gefallen waren. Im ersten Quartal 2013 erfolgte außerdem eine Erweiterung und Ertüchtigung der Aufbereitungsanlage, die einen erhöhten Erzdurchsatz von bis zu 49 Tonnen pro Stunde ermöglichte und eine verbesserte Abscheidung von Arsen, Uran und Thorium ermöglichte. Das Darlehen, das zur Finanzierung der weiteren Entwicklung der Mine bei der Bank Austria besteht, wurde auf EUR 8,3 Mio. aufgestockt.

Ab Mai lief die Aufbereitung mit deutlich erhöhtem Durchsatz und erzeugte Konzentrate innerhalb der vorgegeben Spezifikationen. Aufgrund der positiven Ergebnisse im Mai und Juni 2013 und des zwischenzeitlich wieder auf fast USD 400 /mtu gestiegenen Preises beschloss das Board of Directors, ab Juli wieder die volle Kapazität zu nutzen. In den folgenden Monaten gab es weitere Nachrüstungen der Anlage. Im November 2013 erklärte das Management schließlich den Beginn der "kommerziellen Produktion" und damit verbunden die Erwartung, ab diesem Zeitpunkt positive operative Ergebnisse zu erwirtschaften. Die Produktion in Wolfram Camp erwies sich insgesamt auch 2013 als weniger stabil und kalkulierbar als erwartet, so dass der Vorstand Ende 2013 eine Neubewertung der australischen Wolframaktivitäten vornahm. Neben diesen operativen Aspekten hat sich im Verlaufe des Geschäftsjahres gezeigt, dass eine verstärkte Orientierung an den erfolgreichen Öl- und Gasaktivitäten in den USA im Vergleich zu operativen Minen bei geringerem Risiko deutlich höhere Renditen zu erzielen sind. Wir verweisen diesbezüglich auf den Punkt III. Nachtragsbericht.

Die Seltenerden Storkwitz (SES) entwickelte im Laufe des Jahres 2013 einen neuen Geschäftsbereich. Sie identifizierte mineralische Halden an mehreren Standorten in Europa, die aufgrund des verwendeten Ausgangsminerals seltenerdenhaltig sind. Die Beprobung der Halden, Aufbereitungsversuche sowie Wirtschaftlichkeitsrechnungen ergaben ein positives Gesamtbild. Die Gesellschaft beschloss deshalb gegen Ende des Jahres, die Förderung von Seltenen Erden aus mineralischen Halden vorrangig weiterzutreiben. Der für 2013 geplante Börsengang der Gesellschaft wurde zunächst verschoben, da das neue Geschäftsfeld noch nicht ausreichend in die Wertermittlung eines Börsengangs eingeflossen wäre.

Die Rhein Petroleum GmbH bereitete im Laufe des Jahres ihre ersten Bohrungen in den Lizenzgebieten im Rheintal vor. Im vierten Quartal wurden die Bohrungen Stockstadt 2001 und Allmend 1 im Lizenzgebiet Nördlicher Oberrhein abgeteuft. Ebenfalls im vierten Quartal erreichte eine Bohrung des Kooperationspartners GdF Suez bei Karlsruhe-Leopoldshafen die vorgesehene Endteufe. An dieser Bohrung ist Rhein Petroleum mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Die Deutsche Rohstoff leistete für ihren 10%-igen Anteil gemäß der vertraglichen Vereinbarung mit Tulip Oil 2013 eine Finanzierung in Höhe von EUR 450.000 (2,5% der Gesamtfinanzierung) in Form einer Einzahlung in die Kapitalrücklage an die Rhein Petroleum. Die restlichen 97,5% übernahm der Mitgesellschafter Tulip Oil. Der Finanzierungsanteil in Höhe von 7,5%, den Tulip Oil für die Deutsche Rohstoff übernimmt, ist nur aus möglichen Gewinnen oder einem Erlös aus Anteilsverkäufen der Deutsche Rohstoff AG zurückzuführen. Ab dem Jahr 2021 verfällt dieser Anspruch, wenn bis dahin keine Rückführung stattgefunden hat.

Der Käufer der im Oktober 2012 veräußerten Deutsche Rohstoff Australia, die die Georgetown Goldmine in Queensland betrieb, zahlte im Laufe des Jahres 2013 vereinbarungsgemäß in mehreren Raten den vereinbarten Restkaufpreis. Der Verkauf ist damit endgültig abgeschlossen.

Bei der Tin International mit der operativen Tochter Sachsenzinn GmbH stand 2013 das Lizenzgebiet Sadisdorf im Mittelpunkt. Die Lizenz war Anfang 2013 an die Sachsenzinn vergeben worden. Im Laufe des Jahres erfolgte eine umfangreiche Sicherung und Sichtung der vorhandenen Daten.

Im Juli 2013 schüttete die Deutsche Rohstoff AG für das Geschäftsjahr 2012 erstmals eine Dividende in Höhe von 10 Cent pro Aktie aus.

Im Laufe des Jahres kam es zu drei Neugründungen. Die Jutland Petroleum hat Lizenzen für Kohlenwasserstoffe in Deutschland und Dänemark beantragt, von denen die Erste in Dänemark Ende Mai 2014 erteilt wurden. Strategic Resources Development (SRD) will sich die schwierige finanzielle Situation vieler junger Bergbaugesellschaften in Australien zu Nutze machen und günstige Projekte im Metallbereich erwerben. Die Gesellschaft hat Ende 2013 zwei Lizenzen in Queensland erworben. Diamond Valley Energy Park hält ein Grundstück bei Windsor, Colorado, das für die Lagerung und den Weitertransport von Erdöl verwendet werden soll.

Wesentliche Änderungen in den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich 2013 für den Konzern nicht ergeben, ebenso wenig in den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsbedingungen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Ausgewählte Daten zur Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr zum 31.12.2013

2013 2012
HGB in Mio. EUR
Umsatzerlöse 17,8 3,1
Gesamtleistung4 21,1 15,2
Rohertrag1 16,3 15,0
EBITDA2 1,9 2,3
Operatives Ergebnis (EBIT)3 -5,4 0,7
Ergebnis vor Steuern -7,8 0,7
Jahresfehlbetrag /-überschuss -7,7 2,3
  • 1. Rohertrag ist definiert als Gesamtleistung abzüglich der Material-aufwendungen
  • 2. EBITDA ist definiert als Periodenergebnis vor Zinsen, Steuern, vor Abschreibungen auf das materielle und immaterielle Anlagevermögen.
  • 3. EBIT ist definiert als Periodenergebnis vor Zinsen und Steuern.
  • 4. Gesamtleistung ist definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zuzüglich aktivierter Eigenleistungen zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge zuzüglich Erträge aus Veräußerung / Endkonsolidierung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Konzern-Jahresfehlbetrag auf EUR -7,7 Mio. (Vorjahr Konzern-Jahresüberschuss: EUR 2,3 Mio.) bei einer Gesamtleistung von EUR 21,1 Mio. (Vorjahr: EUR 15,2 Mio.). Die Gesamtleistung resultierte zu 84% aus Umsatzerlösen in Höhe von EUR 17,8 Mio. aus der Wolframproduktion der 100%-igen Tochter Wolfram Camp Mining und aus der Erdöl- und Erdgasproduktion der Tekton Energy. Der Jahresverlust beinhaltet Erträge aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge und auf temporäre Differenzen bilanzieller Wertansätze in Höhe von EUR 1,2 Mio. Die steuerlichen Verlustvorträge bestehen sowohl bei den australischen Gesellschaften als auch bei den US-Gesellschaften und der Deutsche Rohstoff AG. In geringem Umfang wurden Umsatzerlöse aus Management-Leistungen erzielt, die für die Rhein Petroleum erbracht wurden.

Bei der Tin International, Sachsenzinn und Seltenerden Storkwitz fielen wie im Vorjahr auch 2013 noch keine Umsatzerlöse an, da es sich um Explorationsgesellschaften handelt.

Die deutschen Konzern-Unternehmen Sachsenzinn GmbH und Seltenerden Storkwitz AG weisen zum 31. Dezember 2013 weiterhin planmäßige Anlaufverluste aus, ebenso die Tochtergesellschaften WCM und TIN International in Australien. Tekton Energy erzielte erstmals einen Gewinn.

Das negative Konzern-Finanzergebnis in Höhe von -EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: - EUR 0,02 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus den Zinsen für die Anleihe, die sich auf rund EUR 2,4 Mio. beliefen.

Bei den Konzern-Gesellschaften Wolfram Camp Mining und Tropical Metals wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. vorgenommen. Davon entfielen bei WCM EUR 1,1 Mio. auf die Position Exploration und Evaluierung und EUR 2,3 Mio. auf technische Anlagen, bei Tropical Metals rund EUR 1 Mio. auf Lizenzen. Sie wurden erforderlich, um die Buchwerte an die erwarteten Nettozuflüsse (DCF-Modell) anzupassen. Die Bewertung reflektiert, dass die australischen Wolframaktivitäten und die Wolframpreise sich als weniger stabil und kalkulierbar erweisen als erwartet. Neben diesen operativen Aspekten hat sich im Verlaufe des Geschäftsjahres gezeigt, dass durch eine verstärkte Orientierung an den erfolgreichen Öl- und Gasaktivitäten in den USA im Vergleich zu operativen Minen bei geringerem Risiko deutlich höhere Renditen zu erzielen sind, so dass parallel zum operativen Betrieb der Mine Verkaufsszenarien analysiert wurden. Wir verweisen ferner auf unsere Ausführungen im Nachtragsbericht.

Den sonstigen betrieblichen Erträgen von EUR 0,84 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.) standen auf Konzern-Ebene sonstige betriebliche Aufwendungen von EUR 8,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vorjahr durch den Verkauf der Georgetown Goldmine geprägt. Einen entsprechenden Veräußerungserlös gab es in 2013 nicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr insbesondere rund EUR 2,0 Mio. Einmalaufwand aus der Begebung der Anleihe. Das Veräußerungsergebnis aus dem anteiligen Verkauf der Anteile an der Seltenerden Storkwitz AG wurde in Anlehnung an DRS 4 erfolgswirksam realisiert (EUR 0,6 Mio.).

Der Personalaufwand (EUR 6,2 Mio., Vorjahr: EUR 5,7 Mio.) stieg im Wesentlichen aufgrund allgemeiner Gehaltssteigerungen sowie Neueinstellungen bei der Tochtergesellschaft WCM.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das komplette Anlagevermögen stiegen gegenüber dem Vorjahr EUR 1,3 Mio. an. Dies ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Produktion bei Tekton Energy zurückzuführen, die entsprechende Abschreibungen nach sich ziehen.

Bei den Sonstigen Steuern handelt es sich um produktionsabhängige Steuern, die auf Öl- und Gaserlöse bei Tekton Energy in den USA angefallen sind.

Die Vorjahresprognose, die von einem positiven Konzern-Ergebnis ausging, das im besten Fall das Niveau von 2011 erreichen sollte, wurde klar verfehlt. Der Grund war zum einen die etwas später als erwartet begonnene Förderung von Öl und Gas in den USA, zum anderen die Tatsache, dass Wolfram Camp entgegen der Erwartung keinen positiven Ergebnisbeitrag lieferte, sondern operativ nochmals einen Verlust erwirtschaftete. Dazu kamen die außerplanmäßige Abschreibung auf Vermögenswerte von WCM und Tropical Metals sowie Währungsverluste.

Finanzlage

Ausgewählte Angaben zur Kapitalflussrechnung

Geschäftsjahr zum 31.12.2013

2013 2012
in Mio. EUR
Cash Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit
-1,8 -3,2
Cash Flow aus der
Investitionstätigkeit
-37,3 - 13,3
Cash Flow aus der
Finanzierungstätigkeit
68,9 17,5
Zu-/Abnahme der liquiden Mittel 29,8 1,0
Finanzmittelfonds zu Beginn des
Geschäftsjahres
10,0 9,0
Finanzmittelfonds am Ende des
Geschäftsjahres
39,8 10,0

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich 2013 auf EUR -1,8 Mio. (2012: -EUR 3,2 Mio.). Die Investitionen insbesondere in das Sachanlagevermögen stiegen 2013 nochmals deutlich an, so dass der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit EUR -37,3 Mio. (Vorjahr: -13,3 Mio. EUR) deutlich negativ ausfiel. Im Wesentlichen handelte es sich um Investitionen bei Tekton Energy und Wolfam Camp sowie in das Finanzanlagevermögen. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr (17,5 Mio. EUR) mit EUR 68,9 Mio. nochmals erheblich angestiegen. Hierin kommt vor allem die Begebung der Unternehmensanleihe in Höhe von 62,5 Mio. EUR zum Ausdruck. Die Deutsche Rohstoff AG platzierte im Juli 2013 erstmals eine Unternehmensanleihe im Entry Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse. Zusammen mit einer Nachplatzierung im August und September 2013 konnten insgesamt rund EUR 62,5 Mio. eingeworben werden. Der Zinssatz der Anleihe beträgt 8%, die Laufzeit 5 Jahre.

Zum 31.12.2013 beliefen sich die liquiden Mittel im Konzern auf EUR 39,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.). Der Finanzmittelfonds entspricht den Guthaben bei Kreditinstituten.

Neue Investitionen werden vorrangig in Projekten getätigt, die einen Rückfluss der investierten Mittel innerhalb von 12–18 Monaten erwarten lassen. Bei großen Projekten, für die langfristig Kapital gebunden werden muss, sucht die Deutsche Rohstoff AG entsprechende Partner, die die Finanzierung und dafür Anteile an den entsprechenden Projekten übernehmen.

Der Deutsche Rohstoff Konzern wird nach Einschätzung des Vorstandes aus heutiger Sicht unverändert und jederzeit in der Lage sein, seine zukünftigen Verpflichtungen zu erfüllen und Investitionen auf Basis einer überdurchschnittlichen Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung vorzunehmen.

Vermögenslage

Ausgewählte Bilanzdaten

Geschäftsjahr zum 31.12.2013

2013 2012
in Mio. EUR
Anlagevermögen 70,5 37,3
Umlaufvermögen 56,7 22,1
Eigenkapital 38,9 49,0
Verbindlichkeiten 90,2 11,6
Rückstellungen 2,0 1,7
Bilanzsumme 131,5 63,5

Die Konzern-Bilanzsumme in Höhe von EUR 131,5 Mio. besteht zu 53,5% bzw. EUR 70,4 Mio. aus Anlagevermögen. Das Sachanlagevermögen ist 2013 von EUR 31,8 Mio auf EUR 57,9 Mio. gestiegen. Davon entfallen EUR 20,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.) auf aktivierte Explorations- und Evaluierungskosten und EUR 2,9 Mio. auf technische Anlagen und Maschinen (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.). Der starke Anstieg der aktivierten Explorations- und Evaluierungskosten geht im Wesentlichen auf die Investitionen von Tekton Energy zurück und umfasst im Wesentlichen Bohrungen, die zum Ende des Berichtsjahres noch nicht angeschlossen waren Daneben spiegelt die Erhöhung der Position "Produzierende Erdölförderanlagen und Minen" den Beginn der "kommerziellen Produktion" der Wolframmine und der Ölförderung in den USA wider.

Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.) bestanden zum 31.12.2013 im Wesentlichen aus Förderrechten und Abbaulizenzen in Höhe von EUR 3,6 Mio. sowie einem Geschäfts- oder Firmenwert (EUR 1,0 Mio.). Die Erhöhung ist insbesondere auf Förderrechte in den USA zurückzuführen.

Im Berichtsjahr wurden bis 2018 laufende USD-Unternehmensanleihen in Höhe von EUR 4,4 Mio. gekauft, die im Anlagevermögen gehalten werden.

Die 47%-ige Beteiligung an der Devonian Metals Inc. in Kanada ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert mit TEUR 1.258 bewertet.

Die 10%-ige Beteiligung an der Rhein Petroleum ist zu fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert mit EUR 2,5 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.).

Vorräte in Form von Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen bzw. Leistungen und fertigen Erzeugnissen bzw. Waren beliefen sich zum 31.12.2013 auf EUR 3,8 Mio. und entfallen im Wesentlichen auf Wolfram- und Molybdänkonzentrate und deren Vorstufen (Vorjahr EUR 3,8 Mio.).

Kurzfristige Forderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr und sonstige Vermögensgegenstände bestanden zum 31.12.2013 in Höhe von EUR 6,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.) Im Vorjahr handelte es sich um Forderungen aus dem Verkauf der Georgetown Goldmine, im Berichtsjahr um Finanzierungsbeiträge von Miteigentümern der Ölproduktion in den USA. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens umfassen eine US-Dollar Anleihe sowie weitere Anleihen, die innerhalb von 12 Monaten wieder veräußert werden sollen. Ihr Wert belief sich im Berichtsjahr auf EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.). Guthaben bei Kreditinstituten bestanden in Höhe von EUR 39,8 Mio. und stiegen aufgrund der noch nicht investierten Mittel aus der Anleiheemission um rund EUR 30 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.) auf steuerlich nutzbare Verlustvorträge vor allem bei der Deutsche Rohstoff AG bilanziert.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist unverändert geprägt von einer guten Eigenkapitalausstattung. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2013 auf EUR 38,9 Mio. (Vorjahr: EUR 48,9 Mio.). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf den Konzern-Jahresfehlbetrag sowie auf deutliche höhere Differenzen aus der Währungsumrechnung aufgrund der Abwertung des australischen Dollars im Vergleich zum Euro zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote hat sich infolge dessen und der Anleiheemission von 77,1% auf 29,6% reduziert.

Die Verbindlichkeiten (EUR 90,2 Mio./ Vorjahr: EUR 11,6 Mio.) bestehen im Wesentlichen aus der Anleihe (EUR 62,2 Mio.), stichtagsbedingten Verbindlichkeiten aus bereits in 2013 erbrachten, aber erst in 2014 abgerechneten Lieferungen und Leistungen bei Tekton Energy (EUR 13,9 Mio.) und Bankdarlehen (EUR 9,2 Mio.).

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich von EUR 1,7 Mio. auf EUR 2,0 Mio.

Im Folgenden gibt die Gesellschaft einen Überblick über weitere Kennzahlen, die insbesondere zur Beurteilung der Schuldendienstfähigkeit von Bedeutung sind. Allerdings handelt es sich um eine Stichtagsbetrachtung zum 31.12.2013. Unter Einbeziehung der Ereignisse nach dem Stichtag, insbesondere den Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy, würden die nachstehenden Kennzahlen ein völlig anderes, sehr positives Bild zeichnen.

Weitere ausgewählte Finanzinformationen Geschäftsjahr zum 31.12.2013

2013 2012
in Mio. EUR
EBIT Interest Coverage Ratio1 n / a 2,4
EBITDA Interest Coverage Ratio2 0,7 8,2
Total DEBT / EBITDA3 37,50 2,87
Total net Debt/ EBITDA4 11,03 -1,45
Risk Bearing Capital5 0,3 0,77
Total Debt/ Capital6 0,65 0,12
  • 1 Verhältnis von EBIT (EBIT ist definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand abzgl. Personalaufwand abzgl. Abschreibungen abzgl. sonstige betriebliche Aufwendungen abzgl. Sonstige Steuern zzgl. Erträge aus Beteiligungen) zu Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen.
  • 2 Verhältnis von EBITDA (EBITDA ist definiert als EBIT zzgl. Abschreibungen) zu Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen.

  • 3 Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten sind definiert als Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus Anleihen zzgl.sonstige zinszahlende Verbindlichkeiten zu EBITDA).

  • 4 Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten (Nettofinanzverbindlichkeiten sind definiert als Total Debt abzgl. Liquide Mittel) zu EBITDA.
  • 5 Verhältnis von Haftmitteln (Haftmittel sind definiert als Eigenkapital zur Bilanzsumme).
  • 6 Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten (Total Debt) zu Finanzverbindlichkeiten zuzüglich Eigenkapital.

Gesamtaussage

Aus Sicht des Vorstandes ist die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns gut. Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt günstig, insbesondere in den USA. Zwar mussten außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Explorationsaufwendungen und technische Anlagen von Wolfram Camp Mining sowie auf die Lizenz der Tropical Metals vorgenommen werden, diese Abschreibungen haben aber auf die grundsätzlich positiven Aussichten des Konzerns keinen wesentlichen Einfluss. Erstmals mit dem Halbjahresabschluss 2014 werden die ausgesprochen positiven Auswirkungen der nach dem Stichtag erfolgten Verkäufe von Vermögensgegenständen bei Tekton Energy sichtbar werden. Dieser Verkauf wird einen erheblichen Gewinn erbringen (vgl. Nachtragsbericht und Prognose), das Eigenkapital erhöhen und die liquiden Mittel des Konzerns auf deutlich über EUR 100 Mio. steigern.

III. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag haben folgende Ereignisse den weiteren Geschäftsverlauf bis Ende Mai 2014 wesentlich beeinflusst:

Der Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy konnte am 30. Mai 2014 erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt flossen der Deutsche Rohstoff AG USD 39 Mio. aus der Rückzahlung des ausgereichten Darlehens inklusive Zinsen bzw. der 100% Tochter Deutsche Rohstoff USA USD 129 Mio. als Ausschüttung auf das investierte Eigenkapital zu. Dieser erfolgreiche Verkauf hat 2014 einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im April 2014 begann die Deutsche Rohstoff mit aussichtsreichen Verhandlungen über den Verkauf ihrer australischen Beteiligungen Wolfram Camp Mining und Tropical Metals. Der Vorstand hatte beschlossen, diese Beteiligungen auf den Prüfstand zu stellen, da sie im Vergleich zu dem Ölgeschäft in den USA weitaus weniger ertragsstark sind. Generell wurde die strategische Entscheidung getroffen, das Öl- und Gasgeschäft in den USA künftig noch stärker auszubauen und sich nur noch selektiv und mit niedrigem Kapitaleinsatz im Metallbergbau zu engagieren. Ein Verkauf unter Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung könnte in 2014 zu einer weiteren Abwertung in nicht unerheblichem Umfang führen.

Da die ersten Produktivitätstests der beiden Bohrungen der Rhein-Petroleum GmbH nicht die erwartete Menge an Öl fördern konnten, wurde im Mai 2014 entschieden, dass die Bohrungen unter Vorbehalt weiterer Arbeiten vorerst ruhen. Der Vorstand sieht aufgrund der Vorbereitung einer aussichtsreichen dritten Bohrung keine dauernde Wertminderung der 10% Beteiligung an der Rhein-Petroleum GmbH. Die weitere Entwicklung der Rhein-Petroleum GmbH ist stark von den weiteren Investitionen des Mehrheitsgesellschafters und dem Erfolg bei weiteren Bohrungen abhängig.

IV. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognose

Nach dem Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy und einem wahrscheinlichen Verkauf von Wolfram Camp Mining und Tropical Metals verändert sich das Aktivitätsportfolio der Gruppe erheblich. Der Schwerpunkt wird 2014 / 2015 auf der Entwicklung neuer Öl- und Gasprojekte in den USA liegen. Daneben werden weiterhin Metallprojekte eine Rolle spielen, vornehmlich die Haldenprojekte der Seltenerden Storkwitz AG. Der Vorstand wird auch weiterhin neue Projekte prüfen. Vor dem Hintergrund der sehr guten Liquiditätsausstattung ist die Gruppe jederzeit handlungsfähig.

Der weltweite Güter- und Energiebedarf und damit die Nachfrage nach Rohstoffen aller Art wird nach Ansicht der Deutsche Rohstoff AG auch mittel- und langfristig weiter zunehmen. Kurzfristig können die Nachfrage nach Rohstoffen und damit auch die Preise allerdings stark schwanken. Insbesondere die Entwicklung Chinas ist für die Rohstoffmärkte von großer Bedeutung, da das Land in vielen Kategorien zum größten Verbraucher von Rohstoffen avanciert ist. Sollte sich das Wachstum in China deutlich verlangsamen, hätte dies vermutlich gravierende Auswirkungen auf den Rohstoffsektor.

Zur internen Steuerung verwendet der Konzern als bedeutsamsten finaziellen Leistungsindikator das Konzern-Ergebnis. Für das Jahr 2014 erwartet der Vorstand aufgrund des Verkaufs der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy ein stark steigendes und wieder deutlich positives Konzern-Ergebnis. Das prognostizierte positive Ergebnis für 2013 wurde verfehlt, da das operative Ergebnis von Tekton Energy aufgrund leichter Projektverzögerung nicht ganz so hoch ausfiel wie erwartet und Wolfram Camp statt einem positiven einen leicht negativen Ergebnisbeitrag lieferte und damit die erwarteten Verluste der übrigen Gesellschaften, insbesondere der Deutsche Rohstoff AG, nicht kompensiert werden konnten. Zusätzlich mussten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände der Wolfram Mine in Australien vorgenommen werden.

2. Risiken und Chancen

Risiken- und Chancenmanagement

Die Deutsche Rohstoff AG betreibt selbst nur ein untergeordnetes operatives Geschäft. Alle wesentlichen Aktivitäten finden in den Tochtergesellschaften statt, die jeweils mit eigenem Management ausgestattet sind. Die Tätigkeit im Bergbau bzw. Öl- und Gassektor unterliegt einer Vielzahl von externen und unternehmensinternen Risiken und Chancen. Wir versuchen Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, ohne die damit verbundenen Risiken zu vernachlässigen bzw. zu unterschätzen. Das Management der Deutsche Rohstoff wie auch die Unternehmensführungen der Konzern-Unternehmen legen besonderen Wert darauf, Risiken rechtzeitig zu identifizieren, die Folgen eines Eintritts des jeweiligen Risikos abzuschätzen, die Eintrittswahrscheinlichkeit laufend zu evaluieren und wenn möglich zu quantifizieren.

Der Vorstand der Holding in Heidelberg nutzt eine Reihe von Instrumenten, um frühzeitig Chancen zu identifizieren und Risiken zu erkennen und gegensteuern zu können:

  • · Die Jahres- Finanzplanung wird für die Holding ebenso wie für die Tochterunternehmen auf monatlicher Basis erstellt und unterliegt einem laufenden Soll-/ Ist-Abgleich. Abweichungen von mehr als 10% werden zum Anlass genommen, die entsprechenden Kosten unmittelbar zu überprüfen oder die Planung ggf. anzupassen.
  • · Das Credit- und Cash Management der Tochtergesellschaften wird jederzeit über die Muttergesellschaft sichergestellt. Auf Basis einer monatlichen Kapital- und Liquiditätsplanung findet eine enge Abstimmung mit den Finanzverantwortlichen statt.
  • · Einmal monatlich erstellen die Tochtergesellschaften einen Bericht der detailliert über Produktion, Exploration, Personal, Sicherheit und Umwelt informiert.
  • · Zwei- bis dreimal monatlich finden ausführliche Telefonkonferenzen mit dem Management der Tochtergesellschaften statt.

In diesen Telefonkonferenzen lässt sich der Vorstand über alle aktuellen Entwicklungen informieren und diskutiert anstehende Maßnahmen.

Im Rahmen von persönlichen Besuchen vor Ort bzw. des Managements von Tochtergesellschaften in Heidelberg besteht darüber hinaus Gelegenheit, umfassend die jeweilige Situation zu besprechen und die nächsten Monate / Jahre operativ zu planen. Solche persönlichen Besuche finden mindestens 2 Mal pro Jahr statt.

Risiken- und Chancen

Die Chancen und Risiken werden in fünf Kategorien eingeteilt:

Umfeldchancen und -risiken Branchenchancen und -risiken Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Sonstige Chancen und Risiken

Das Management der einzelnen Gesellschaften konzentriert sich dabei auf die wesentlichen Chancen und Risiken. Solche wesentlichen Chancen und Risiken werden laufend mit dem Konzern-Vorstand besprochen. Sie sind Gegenstand von regelmäßigen Telefonaten, Berichten, Protokollen sowie Diskussionen bei Vor-Ort Besuchen. Es liegt grundsätzlich in der Verantwortung der jeweils obersten Führungsebene der Tochtergesellschaft, wesentliche Chancen und Risiken einzuschätzen und regelmäßig an die Konzern-Führung zu berichten. Die Konzern-Führung legt gemeinsam mit den Verantwortlichen Maßnahmen fest, um die Risiken zu begrenzen.

Umfeldchancen und -risiken

In diese Kategorie fällt eines der Hauptrisiken, das im Rohstoffgeschäft auftritt, nämlich das Risiko sinkender Preise der produzierten Rohstoffe. Sinkende Preise können erhebliche Auswirkungen auf die Profitabilität des Abbaus und den Liquiditätsbedarf der jeweiligen Konzern-Gesellschaft haben. Falls die erzielbaren Preise pro produzierter Einheit dauerhaft unter die Kosten sinken, die zur Produktion einer solchen Einheit anfallen, kann die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet sein.

Im Bereich des Konzerns Deutsche Rohstoff besteht das Preisrisiko derzeit für Erdöl und Erdgas sowie Wolframkonzentrate. Für Erdöl/ Erdgas berechnet Tekton Energy regelmäßig anhand von Sensitivitätsanalysen, wie sich Ertrag und Cash Flow bei unterschiedlichen Preisen ändern. Sollte der Preis für Erdöl der Sorte WTI nachhaltig unter USD 60 / Barrel fallen, würden sich neue Horizontalbohrungen nicht mehr so schnell amortisieren, wie es das Management unter Chance / Risiko-Gesichtspunkten für sinnvoll hält. Insofern würden bei einem Preisniveau unter dieser Schwelle vermutlich keine neuen Bohrungen mehr abgeteuft werden. Ein solcher Bohrstopp hätte Auswirkungen auf die Ertragslage von Tekton Energy, wäre aber in keinem Fall bestandsgefährdend. Derzeit sieht das Management das Risiko einer solchen Entwicklung aber als gering an. Intern rechnet Tekton Energy mit einem langfristigen Ölpreis von USD 85 / Barrel.

Um die Erträge über einen Zeitraum von 12–15 Monaten teilweise abzusichern, schließt Tekton regelmäßig Terminkontrakte ab. Sie definieren im Rahmen einer sogenannten Costless Collar Strategie eine Unter- und eine Obergrenze, die Tekton zu akzeptieren bereit ist. Auf diese Weise werden derzeit rund 50% der Produktion abgesichert.

Ähnlich wie bei der Öl- und Gasproduktion besteht auch bei der Produktion von Wolframkonzentraten ein Preisrisiko. Sollte der Preis für die Konzentrate dauerhaft unter USD 300 /mtu fallen, sieht das Management ein bestandsgefährdendes Risiko für die betreffende Gesellschaft, die Wolfram Camp Mining. Anders als bei der Ölproduktion muss die Gesellschaft relativ hohe operative Kosten decken, die zudem größtenteils fix sind und nur mit gewissem Vorlauf reduziert werden können.

Bei beiden Gesellschaften beeinflusst umgekehrt ein steigender Preis ganz erheblich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenssituation. Er stellt somit eine wesentliche Chance dar. Der Vorstand sieht gute Chancen, dass es im Laufe des Jahres 2014 und auch 2015 zu steigenden Preisen bei diesen beiden, für den Konzern sehr wichtigen Rohstoffen kommt.

Die Investitionen der Gesellschaft finden im Wesentlichen in US-Dollar und australischen Dollar statt. Das damit einhergehende Währungsrisiko ist erheblich. Im Geschäftsjahr 2013 entstand bei der Währungsumrechnung im Rahmen der Konzern-Erstellung ein Verlust in Höhe von EUR 5 Mio. Dieser Verlust wurde mit dem Eigenkapital verrechnet. Das Management prüft ständig die Möglichkeiten, das Währungsrisiko abzusichern bzw. zu vermindern. Hierzu werden regelmäßig Devisentermingeschäften geschlossen, um einen bestimmten Kurs für Fremdwährungspositionen zu sichern, deren Rückfluss bereits terminiert ist.

Das Management hält das Risiko von Investitionen in US-Dollar für geringer als das Risiko von AUD-Investitionen, da der US-Dollar in den vergangenen Jahren gegenüber dem Euro weit weniger volatil war als der australische Dollar. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für die nächsten Jahre erwartet.

Währungsseitig besteht nach Meinung des Managements die Chance, erhebliche zusätzliche Erträge zu generieren. Sollte sich der Euro, wie von der Mehrzahl der Marktbeobachter erwartet, mittelfristig gegenüber dem US-Dollar abschwächen (vgl. Deutsche Bank, Commerzbank), würde dies eine deutliche Aufwertung der Investitionen sowie höhere Euro-Rückflüsse bedeuten. Des Weiteren werden Wolfram- und Molybdänpreise an Wolfram Camp in USD gezahlt, so dass die anhaltende Schwäche des australischen Dollar zu einem Vorteil für WCM führt, deren Kosten größtenteils in AUD anfallen.

Branchenchancen und -risiken

Da Rohstofflagerstätten ortsgebunden sind, ist grundsätzlich eine hohe Abhängigkeit von den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben. Die Deutsche Rohstoff Gruppe ist deshalb nur in Ländern tätig, in denen von einem stabilen und verlässlichen Rahmen auszugehen ist. Gleichwohl kann es auch in diesen Ländern zu regulatorischen Änderungen kommen, die einen deutlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Projekte haben. Ein solcher Einfluss könnte wirksam werden, falls die Nutzung der Fracking-Technologie in Colorado eingeschränkt würde. Derzeit sieht das Management diese Gefahr allerdings als gering an.

In den vergangenen Jahren bestand aufgrund der boomenden Rohstoffmärkte ein Engpass in der Verfügbarkeit von geeignetem Personal sowie Dienstleistern, insbesondere in Australien. Gegenwärtig scheint dieses Risiko abzunehmen, da viele Projekte insbesondere aufgrund der schlechten Finanzierungsmöglichkeiten auf Eis gelegt wurden. Teilweise kann Wolfram Camp derzeit Ausrüstung, Material und Dienstleistungen sogar billiger einkaufen, als dies noch vor einigen Monaten der Fall war. Wir erwarten für das laufende Jahr keine Verschlechterung dieser Situation.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Im Bereich der Leistungserbringung gibt es bei den fördernden Projekten folgende wesentliche Risiken, die einzeln oder in Kombination auftreten können und jede für sich, insbesondere aber, wenn sie in Kombination auftreten, wesentlichen Einfluss auf Ertrag, Vermögen und Finanzen des Konzerns haben:

Förderraten: Der betriebswirtschaftliche Erfolg der Bohrungen von Tekton Energy hängt von den Förderraten bzw. der insgesamt möglichen Förderung ab, die erzielt werden kann. Liegt das förderbare Volumen deutlich unter 250.000 BoE, ist der Barwert der Bohrung unter Umständen nicht positiv.

Gehalte: Bei Wolfram Camp hängt die Wirtschaftlichkeit wesentlich von den Metallgehalten im Erz ab. Sinkt er unter 0,2%, kann es sein, dass die Mine nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann.

Gewinnbarkeit: Einen wesentlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat bei Wolfram Camp auch die Gewinnbarkeit (recovery), d. h. welcher Anteil des vorhandenen Metalls tatsächlich gewonnen werden kann.

Das Management von Tekton überprüft ständig seine Annahmen hinsichtlich der möglichen Förderraten anhand neuer Ergebnisse, die Tekton selbst oder Wettbewerber, die in der Nähe tätig sind, erzielen. Damit sollen schlechte Bohrergebnisse und Förderraten vermieden werden. Selbstverständlich stellen besser als erwartete Förderraten eine Chance dar, die sich positiv auf die Ertragslage auswirkt. Diese Chance wurde letztlich durch den erfolgreichen Verkauf bereits teilweise realisiert (Siehe Nachtragsbericht).

Um die Risiken bei Wolfram Camp so weit wie möglich zu verringern, hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr weitere Investitionen in die Anlage getätigt. Das Management vor Ort geht deshalb davon aus, in diesem Jahr einen weitgehend stabilen Betrieb gewährleisten zu können. Gleichwohl bleibt das Risiko bestehen, dass die Produktion aufgrund technischer Probleme geringer ausfällt als geplant. Durch den geplanten Verkauf werden die produktiven Risiken eliminiert. Ein endgültiger Verkauf in 2014 könnte zu einer Abwertung der aktivierten Vermögensgegenstände in nicht unerheblichem Umfang führen.

Explorationsergebnisse sind naturgemäß nur eingeschränkt vorhersehbar. Es besteht daher das Risiko, das bei den Explorationsaktivitäten im Konzern Bohrungen oder andere Arten der Exploration nicht so erfolgreich verlaufen wie erhofft. In der Folge könnte der Wert der aktivierten Explorationsaufwendungen sinken oder diese Aufwendungen ganz wertlos werden. Allerdings ist der Einfluss auf den Gesamtkonzern aufgrund der relativ niedrigen aktivierten Bilanzwerte nach Verkauf der Öl- und Gasaktivitäten nicht allzu hoch, in keinem Fall bestandsgefährdend. Umgekehrt können Explorationsergebnisse, die besser sind als erwartet, einen erheblichen positiven Einfluss insbesondere auf die Vermögenslage haben.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Fähigkeit zur Finanzierung der Projektentwicklung ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren in der Rohstoffgewinnung. Die Deutsche Rohstoff AG verfügte Ende 2013 über eine überdurchschnittliche Eigenmittelausstattung und über hohe Barreserven. Dennoch könnte die Muttergesellschaft zusätzliche Finanzmittel aufnehmen müssen, um das laufende Horizontalbohrprogramm von Tekton Energy zu Ende führen zu können oder neue Projekte in den USA zu erwerben. Der Finanzmittelbedarf kann auch aufgrund von Verzögerungen oder Kostensteigerungen in den Projekten höher ausfallen als geplant. Ob es gelingt, zusätzliche finanzielle Mittel zu beschaffen, hängt von dem Erfolg der laufenden und zukünftigen Projekttätigkeiten, den Kapitalmarktbedingungen sowie weiteren Faktoren ab. Sollte es nicht gelingen, Finanzmittel zu günstigen Konditionen oder überhaupt aufzunehmen, könnte das Management möglicherweise gezwungen sein, die betrieblichen Aufwendungen durch Verzögerung, Einschränkung oder Einstellung der Projekt-Entwicklung zu verringern.

Die Deutsche Rohstoff Gruppe versucht dem Finanzierungsrisiko generell durch eine sehr konservative Finanzierungspolitik zu begegnen. Die Reichweite der vorhandenen Barmittel stellt eine wesentliche Steuerungsgröße dar. Mittels fortlaufender Gespräche mit potentiellen Eigen- oder Fremdkapitalgebern wird versucht, weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen, die auch kapitalmarktunabhängig in Anspruch genommen werden können.

Ein bilanzielles Risiko sieht das Management in der Struktur und der Höhe des Anlagevermögens. Es besteht im Wesentlichen aus den Aufwendungen, die für das Bohrprogramm von Tekton Energy in den USA und die Aufnahme der kommerziellen Produktion der Wolfram Camp Mine in Australien notwendig waren. Durch den Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände von Tekton Energy in 2014 besteht bei dieser Gesellschaft kein Risiko mehr. Im Falle Wolfram Camp / Tropical Metals wurde bereits eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine weitere, deutliche Abschreibung könnte mit Abschluss des Verkaufsprozesses erforderlich werden. Wir verweisen ferner auf unsere Ausführungen im Nachtragsbericht.

Einige Konzern-Gesellschaften verfügen über steuerliche Verlustvorträge in nennenswertem Umfang. Der Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der derzeitigen in- und ausländischen Steuergesetzgebung diese Verlustvorträge ohne zeitliche Begrenzung vorgetragen und entsprechend den steuerlichen Rahmenbedingungen (z.B. Mindestversteuerung) zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen genutzt werden können. Sollte die Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge ganz oder vollständig nicht möglich sein, z.B. weil es nicht gelingt, Rohstoffprojekte langfristig mit Gewinn zu betreiben, aufgrund von kurzfristigen Gesetzesänderungen, der Veränderung der Kapitalausstattungen oder Eigentümerstrukturen, sowie sonstiger Ereignisse, würden in Zukunft bei erfolgreicher Entwicklung der jeweiligen Tochterunternehmen auf die erwarteten Gewinne Ertragssteuerzahlungen anfallen. Diese Steuerzahlungen würden die Liquidität belasten und aktivierte latente Steuern wären ggf. in ihrem Wert beeinträchtigt. Der Vorstand überprüft deshalb regelmäßig die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge.

Sonstige Chancen und Risiken

Im Bereich der sonstigen Risiken ist insbesondere das Risiko von Unfällen mit Auswirkungen auf Mitarbeiter oder Dritte sowie die natürliche Umwelt zu nennen. Solche Unfälle können zu Schadensersatzforderungen führen und darüber hinaus den Ruf des Unternehmens beschädigen. Beides kann sich negativ auf die Ertrags- und Vermögenslage auswirken, im Extremfall sogar bestandsgefährdend sein.

Das Management strebt an, Vorfälle im Bereich HSE (Health, Safety, Environment) komplett zu vermeiden. Es gibt klare und detaillierte Regeln, die Mitarbeiter und auch Besucher zu beachten haben. Die Zahl der Vorfälle in diesem Bereich stellt die wesentliche nicht-finanzielle Steuerungsgröße dar.

Gesamtbild der Risikolage

Nach dem Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände der Öl- und Gas Aktivitäten und unter der Annahme des Verkaufs der Tochterunternehmen Wolfram Camp und Tropical Metals würden die Aktiva der Deutsche Rohstoff Gruppe zu einem großen Teil aus Bargeld bestehen. Der überwiegende Teil wird in US-Dollar gehalten. Operative Risiken bestehen außerhalb der beiden produzierenden Gesellschaften nach Ansicht des Vorstands nur im geringen Maße. Die wesentlichen verbleibenden Risiken sind das Währungsrisiko und die Risiken in der Weiterentwicklung der Explorationsgesellschaften. Beide Risiken sind jedoch beherrschbar und selbst im ungünstigsten Fall nicht unternehmensgefährdend. Der Vorstand ist deshalb der Meinung, dass das Unternehmensrisiko insgesamt gering ist. Den beiden Hauptrisiken stehen auch Chancen gegenüber, die sich aus einer günstigen Währungsentwicklung bzw. einer erfolgreichen Projektentwicklung der Explorationsgesellschaften ergibt. Zudem erhält die Gesellschaft durch die sehr gute Liquiditätsausstattung die Möglichkeit, in neue, vielversprechende Aktivitäten zu investieren.

Heidelberg, den 2. Juni 2014

Der Vorstand

Dr. Titus Gebel Dr. Thomas Gutschlag

KONZERN-BILANZ

Aktiva 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3.555.398 1.070.062
2. Geschäfts- oder Firmenwert 985.574 1.166.761
4.540.972 2.236.823
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
1.856.195 68.725
2. produzierende Erdölförderanlagen und Minen 32.801.815 4.088.375
3. Minen im Bau 0 17.208.251
4. Exploration und Evaluierung 20.152.842 4.499.895
5. technische Anlagen und Maschinen 2.872.668 5.662.273
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.101 230.353
57.892.622 31.757.873
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.702.095 3.251.470
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.397.634 0
8.099.729 3.251.470
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.980.616 1.396.629
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.589.545 2.063.530
3. fertige Erzeugnisse und Waren 192.559 370.222
3.762.720 3.830.381
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 978.448 624.438
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 340.940 156.778
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.558.912 5.220.668
6.878.300 6.001.884
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.247.962 2.275.435
IV. Guthaben bei Kreditinstituten 39.815.478 9.983.219
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.259 143.598
D. Aktive latente Steuern 4.157.460 3.970.122
Summe Aktiva 131.532.501 63.450.804
Passiva 31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.322.147 5.322.147
Bedingtes Kapital EUR 2.000.000 (Vj. EUR 2.000.000)
II. Kapitalrücklage 29.628.615 29.219.454
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -6.599.815 -105.452
IV. Konzern-Bilanzgewinn 819.960 9.656.646
V. Anteile anderer Gesellschafter 9.723.486 4.845.694
38.894.392 48.938.488
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.993.241 1.674.717
1.993.241 1.674.717
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen, davon konvertibel EUR 0 62.237.000 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.248.211 4.634.385
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 932.580 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.928.328 2.852.718
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.894.756 4.160.283
90.240.874 11.647.386
D. Passive latente Steuern 403.994 1.190.213
Summe Passiva 131.532.501 63.450.804

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

01.01.–31.12.2013 01.01.–31.12.2012
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.762.000 3.095.441
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
664.490 704.911
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.824.349 3.160.550
4. sonstige betriebliche Erträge 844.646 3.354.762
5. Ertrag aus der Veräußerung /Endkonsolidierung 0 4.842.441
6. Materialaufwand 4.818.548 121.976
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.415.953 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.402.595 121.976
7. Personalaufwand 6.241.134 5.715.684
a) Löhne und Gehälter 6.139.558 5.541.662
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 101.576 174.021
– davon für Altersversorgung EUR 18.523 (Vj. EUR 7.984)
8. Abschreibungen 7.301.555 1.629.052
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.151.555 1.629.052
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 150.000 0
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.129.267 7.011.733
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 344.331 259.979
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 36.852 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.721.769 280.839
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 7.809.309 658.801
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - -
– davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern
EUR -1.165.625 (Vj. EUR - 1.711.280)
-1.165.625 -1.711.280
15. sonstige Steuern 1.011.214 90.533
16. Konzern-Jahresfehlbetrag (-)/-überschuss (+) -7.654.898 2.279.547
17. Auf Anteile anderer Gesellschafter entfallender Gewinn (-)/ Verlust (+) - 649.573 865.665
18. Gewinnvortrag (+) 9.124.431 6.511.433
19. Konzern-Bilanzgewinn 819.960 9.656.646

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

2013 2012
EUR EUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) -7.654.898 2.279.547
– / + Erhaltene / bezahlte Zinsen 35.185 20.860
Periodenergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern -7.619.713 2.300.408
+ / – Abschreibungen / Zuschreibungen auf Anlagevermögen 7.151.555 1.629.052
+ / – Zunahme / Abnahme Rückstellungen 611.817 -239.989
+ / – Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 1.176.629 -1.078.733
–/ + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Deutsche Rohstoff Australia Pty. Ltd. 0 -4.842.441
–/ + Gewinne / Verluste aus dem Teilabgang von weiterhin vollkonsolidierten Unternehmen -506.352 -836.487
–/ + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen 0 -2.125.177
+ / – Erhaltene / bezahlte Zinserträge / Zinsaufwendungen -35.185 -20.860
–/ + Zunahme / Abnahme Vorräte -664.490 -1.646.206
–/ + Zunahme / Abnahme Forderungen Lieferungen und Leistungen -433.000 -94.203
– / + Zunahme / Abnahme Sonst. Vermögensgegenstände + andere Aktiva,
die nicht der Invest.-/ Finanzierungstätigkeit dienen
-773.737 -647.082
+ / – Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen -484.478 2.141.768
+ / – Zunahme / Abnahme Sonst. Verbindlichkeiten + andere Passiva,
die nicht der Invest.-/ Finanzie-rungstätigkeit dienen
-191.272 2.297.623
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.768.228 -3.162.329
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 982.338 982.338
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.554 29.428
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -25.463.389 -23.241.293
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -657.740 -1.069.035
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 5.000.000
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -4.851.547 -1.269.713
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 588.552 8.709.619
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -2.921.497 0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 2.275.435 788.713
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -6.247.962 -2.275.435
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -37.276.594 -13.327.717
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile, etc.) 4.558.469 15.483.359
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minder-heitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb
eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen)
-532.215 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 67.599.890 3.000.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.749.064 -1.010.975
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 68.877.081 17.472.384
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 29.832.259 982.338
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.983.219 9.000.881
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 39.815.478 9.983.219

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenzen
aus Währungs
umrechnung
Ergebnisvortrag
Stand zum 01.01.2012 4.534.120 17.785.425 271.040 -4.305.753
Kapitalerhöhung 788.027 10.401.138
Nicht abgeschlossene
Kapitalerhöhung bei
Tochterunternehmen
Fremdwährungs
umrechnung
-376.492
Umbuchungen 1.032.891 10.817.186
Jahresergebnis
Stand zum 31.12.2012 5.322.147 29.219.454 -105.452 6.511.434
Stand zum 01.01.2013 5.322.147 29.219.454 -105.452 6.511.434
Kapitalerhöhung 409.161
Fremdwährungs
umrechnung
-6.494.363
Umbuchungen 3.145.212
Gewinnausschüttung -532.215
Jahresergebnis
Stand zum 31.12.2013 5.322.147 29.628.615 -6.599.815 9.124.431
Konzern-Eigenkapital Minderheitenkapital Eigenkapital der
DRAG Gruppe
Periodenergebnis
31.096.906 1.994.888 29.102.018 10.817.186
15.461.320 4.272.155 11.189.165
423.202 423.202 0
-322.487 54.005 -376.492
-1.032.891 1.032.891 -10.817.186
2.279.547 -865.665 3.145.212 3.145.212
48.938.488 4.845.694 44.092.794 3.145.212
48.938.488 4.845.694 44.092.794 3.145.212
4.637.380 4.228.219 409.161
-6.494.363 -6.494.363
0 -3.145.212
-532.215 -532.215
-7.654.898 649.573 -8.304.471 -8.304.471
38.894.392 9.723.486 29.170.906 - 8.304.471

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs- und Herstellungskosten

in EUR 01.01.2013 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbli
che Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.664.533 3.579.237 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.354.445 0 0
3.018.978 3.579.237 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
77.488 1.874.859 0
2. produzierende Erdölförderanlagen 4.471.259 17.115.353 0
3. Minen im Bau 17.208.251 0 0
4. Exploration und Evaluierung 4.499.895 17.581.229 0
5. technische Anlagen und Maschinen 6.478.305 1.235.289 0
6. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
314.667 55.669 -4.863
33.049.865 37.862.399 -4.863
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.251.470 450.625 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 4.397.634 0
3.251.470 4.848.259 0
39.320.313 46.289.895 -4.863
31.12.2013 Fremdwährungs
umrechnung
Umgliederungen Veränderung
Konsolidierungskreis
5.011.882 -296.568 64.680 0
1.354.445 0 0 0
6.366.327 -296.568 64.680 0
1.869.533 -82.814 0 0
34.594.738 -2.904.854 15.912.980 0
-1.295.271 -15.912.980 0
21.116.416 -900.028 -64.680 0
6.456.364 -1.257.230 0 0
336.057 -29.416 0 0
64.373.108 -6.469.613 -64.680 0
3.702.095 0 0 0
4.397.634 0 0 0
8.099.729 0 0 0
78.839.164 -6.766.181 0 0

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

in EUR 01.01.2013 Zugänge Abgänge Zuschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
594.471 1.067.888 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 187.684 181.187 0 0
782.155 1.249.075 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
8.763 6.828 0 0
2. produzierende Erdölförderanlagen 382.884 1.507.251 0 0
3. Minen im Bau 0 0 0 0
4. Exploration und Evaluierung 0 1.078.696 0 0
5. technische Anlagen und Maschinen 816.032 3.256.385 0 0
6. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
84.314 53.320 -3.308 0
1.291.993 5.902.480 -3.308 0
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 0 0
2.074.148 7.151.555 -3.308 0
Buchwerte
31.12.2012 31.12.2013 31.12.2013 Fremdwährungs
umrechnung
Umgliederungen Veränderung
Konsolidierungs
kreis
1.070.062 3.555.398 1.456.484 -205.875 0 0
1.166.761 985.574 368.871 0 0 0
2.236.823 4.540.972 1.825.355 -205.875 0 0
68.725 1.856.195 13.338 -2.253 0 0
4.088.375 32.801.815 1.792.923 -97.212 0 0
17.208.251 0 0 0 0 0
4.499.895 20.152.842 963.574 -115.122 0 0
5.662.273 2.872.668 3.583.695 -488.722 0 0
230.353 209.101 126.956 -7.370 0 0
31.757.873 57.892.622 6.480.486 -710.679 0 0
3.251.470 3.702.095 0 0 0 0
4.397.634 0 0 0 0
3.251.470 8.099.729 0 0 0 0
23.864.803 70.533.323 8.305.841 -916.554 0 0

KONZERN-ANHANG

1. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Der Konzern-Abschluss der Deutschen Rohstoff AG wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aus Gründen der Klarheit wurden einzelne Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon Vermerke ebenfalls an dieser Stelle vorgenommen.

Der Konzern-Abschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf ein Euro (EUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzern-Abschluss umfasst die Deutsche Rohstoff AG sowie zwei inländische und acht ausländische Tochterunternehmen. Im Vorjahr umfasste der Konzern-Abschluss zwei inländische und sechs ausländische Tochterunternehmen. Siehe hierzu 5.2. Angaben zum Anteilsbesitz.

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu denen die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung separat im Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der in den Konzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

In Anlehnung an DRS 4 werden Veräußerungsergebnisse aus dem anteiligen Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen unabhängig davon, ob die Beherrschung aufgrund der Anteilsveräußerung endet, erfolgswirksam realisiert.

4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS-METHODE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauer liegt hierbei zwischen 3 und 20 Jahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Explorations- und Abbaulizenzen. Explorationslizenzen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt linear über den erwarteten Gesamtexplorationszeitraum abgeschrieben. Abbaulizenzen werden hingegen linear über die erwartete Restnutzungsdauer der Lagerstätte abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 5 bzw. 12 Jahren planmäßig zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauerschätzung orientiert sich hierbei an den erwarteten Förderzeiträumen und Fördervolumen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden Einzel- und anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Das Sachanlagevermögen enthält die Gliederungspunkte Produzierende Erdölförderanlagen und Minen sowie Minen im Bau aufgrund der Spezifika eines rohstofffördernden Unternehmens. Die produzierenden Erdölförderanlagen betreffen Förderanlagen, die Tekton Windsor im Öl- und Gasfeld "Wattenberg" in Windsor, Colorado (USA), betreibt. Bei den Minen im Bau handelte es sich im Vorjahr um die Wolframmine von Wolfram Camp Mining und Tropical Metals im Bundesstaat Queensland (Australien). Diese Mine befand sich bis Ende Oktober 2013 in der Testphase. Seit November 2013 hat die kommerzielle Produktion begonnen. Die bisherige Position Minen im Bau wurde zu diesem Zeitpunkt in die Position "Produzierende Erdölförderanlagen und Minen" des Anlagevermögens umgegliedert.

Die Gliederung des Sachanlagevermögens enthält des Weiteren einen Gliederungspunkt Exploration und Evaluation. Der Posten beinhaltet Ausgaben der Explorations- und Evaluierungsphase, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem entdeckten, förderbaren Vorkommen stehen und unmittelbar der Gewinnung von Rohstoffen dienen, für die künftige Zahlungsflüsse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Es werden Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten aktiviert.

Ab dem Zeitpunkt des kommerziellen Abbaus bzw. der Förderung erfolgt eine Umgliederung zu den jeweiligen Positionen des Anlagevermögens. Falls sich aufgrund von Ereignissen oder geänderten Umständen herausstellt, dass sich die geschätzten Rohstoff-Vorkommen bzw. -Gehalte als nicht nachhaltig oder wesentlich geringer erweisen oder die Ausbeute nicht für eine wirtschaftliche Förderung ausreicht, werden die betroffenen Vermögensgegenstände ergebniswirksam abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 25 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren. Produzierende Minen werden entsprechend der geschätzten Abbautätigkeit zwischen 10 und 25 Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme hinsichtlich der linearen Abschreibungsmethode besteht bei produzierenden Erdölförderanlagen welche nach dem Grad der Inanspruchnahme abgeschrieben werden. Der Grad der Inanspruchnahmen spiegelt hierbei den wirtschaftlichen Entwertungsverlauf wider.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an selbsterstellen Rohstoffen sind zu Herstellungskosten und fremdbezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden ebenfalls nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente werden als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Gewinne aus Sicherungsgeschäften, die keinem bestimmten Grundgeschäft zugeordnet werden, werden erst bei Fälligkeit realisiert. Unrealisierte Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden ergebniswirksam zurückgestellt, soweit diese nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen sind und die unrealisierten Verluste nicht durch gegenläufige Wertänderungen des Grundgeschäfts kompensiert werden.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens setzten wir zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, an.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Rekultivierungsrückstellungen wurden überwiegend für Feldesräumung und Bohrlochverfüllung gebildet. Es erfolgt hierbei eine ratierliche Ansammlung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen sowie Abzinsungen entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.

Rückstellungen werden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet, sofern für diese innerhalb der nächsten fünf

Tab 5.1. Anlagevermögen

in EUR

Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wurde mittels historischer Kurse umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzern-Eigenkapitals unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

5.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Kapitalkonsolidierung der Tekton Energy Gruppe in den beiden Vorjahren führte 2011 zu einem als Geschäfts- oder Firmenwert aktivierten Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 354, und im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von TEUR 1.000. Im Geschäftsjahr 2013 stieg der Anteil der Deutsche Rohstoff AG an der Tekton Energy Gruppe um weitere 8,25%. Hierdurch konnten stille Reserven in

Projekt/Gesellschaft Rohstoff 2013 2012
Tekton Energy LLC Öl & Gas 17.013.690 900.261
Wolfram Camp Mining Pty Ltd Wolfram 0 832.028
Sachsenzinn GmbH Zinn & Kupfer 1.922.861 1.855.329
Tin International Pty Ltd Zinn 178.355 118.115
Tropical Metals Pty Ltd Wolfram 151.850 118.353
Seltenerden Storkwitz AG Seltene Erden 886.086 675.810
20.152.842 4.499.895

Höhe von TEUR 2.921 in der Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert werden.

Die unter der Position Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ausgewiesenen Abbaulizenzen der Tropical Metals Pty. Ltd. in Höhe von TEUR 1.040 wurden außerplanmäßig in 2013 abgeschrieben. Wir verweisen insoweit auf Punkt 6.3 (Außerplanmäßige Abschreibungen). Die produzierenden Erdölförderanlagen betreffen Öl- und Gasfelder in Nordamerika.

Die Position Mine im Bau beinhaltete im Vorjahr die Wolfram-Molybdän Mine von Wolfram Camp Mining im Bundesstaat Queensland, Australien. Diese Position wurde mit Beginn der kommerziellen Produktion umgegliedert in die Position Produzierende Mine.

Die Position Exploration und Evaluierung setzt sich wie folgt zusammen (siehe Tabelle 5.1.).

5.2. Angaben zum Anteilsbesitz

siehe Tabelle 5.2.

Sitz der
Gesellschaft
inkl. Anteile gemäß § 16 AktG Geschäfts
jahr
Eigenkapital Jahres
ergebnis
direkt
%
indirekt
%
gesamt
%
in LW in LW
Konsolidierte Verbundene Unternehmen
Deutsch Rohstoff AG Heidelberg, Deutschland
Deutsche Rohstoff USA Inc Denver, USA 100,00 100,00 2013
Tekton Energy LLC Denver, USA 72,15 72,15 2013
Tekton Windsor LLC Denver, USA 72,15 72,15 2013
Diamond Valley Energy Park LLC Denver, USA 72,15 72,15 2013
Wolfram Camp Mining Pty Ltd Brisbane, Australien 100,00 100,00 2013
Tropical Metals Pty Ltd Brisbane, Australien 100,00 100,00 2013
Tin International Pty Ltd Brisbane, Australien 60,33 60,33 2013
Strategic Resources
Development Pty Ltd
Brisbane, Australien 70,00 70,00 2013
Sachsenzinn GmbH Chemnitz, Deutschland 60,33 60,33 2013
Seltenerden Storkwitz AG Chemnitz, Deutschland 50,11 50,11 2013
Sonstige Beteiligungen *
Devonian Metals Inc * New Westminster,
Kanada
47,00 2012 / 13 6.391.894 1.454.587
Jutland Petroleum GmbH ** Heidelberg, Deutschland 50,00 2013 21.126 -3.874
Rhein Petroleum GmbH Heidelberg, Deutschland 10,00 2013 2.464.463 -11.687.528

Tab. 5.2. Angaben zum Anteilsbesitz

* Es erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Konzern-Anschaffungskosten, da die Deutsche Rohstoff AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik dieser Gesellschaften ausüben kann.

** Die Gesellschaft wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) zu Konzern-Anschaffungskosten in den "Sonstigen Beteiligungen" angesetzt.

5.3. Vorräte

Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Wolfram- und Molybdänkonzentrate sowie geringe Mengen Gold im Bereich der fertigen Erzeugnisse, sowie abgebaute, aber noch nicht aufbereitete Wolfram- und Molybdänerze im Bereich der unfertigen Erzeugnisse. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden im Wesentlichen Vorstufen der verkaufsfähigen Wolframerze ausgewiesen.

5.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar (siehe Tabelle 5.4. und 5.4.1.).

5.5. Derivative Finanzinstrumente

Es bestehen währungsbezogene und sonstige Geschäfte mit derivativem Charakter (siehe Tabelle 5.5.).

Um die günstigeren Euro-Zinsen zu nutzen, wurde das Darlehen, das die Deutsche Rohstoff AG im Zusammenhang mit der Finanzierung der Wolfram Camp Mine bei der Bank Austria aufgenommen und im Berichtszeitraum aufgestockt hatte, von USD auf EUR umgestellt. Das Darlehen wird aus Verkaufserlösen, die in USD erwirtschaftet werden, bedient. Zur Absicherung des Risikos aus der Währungsschwankung wurde ein sogenannter Cross-Currency Swap abgeschlossen.

Unter den sonstigen Geschäften sind derivative Finanzinstrumente in Form von "costless collars" bestehend aus Put- und Call-Optionen ausgewiesen, die zur Absicherung des aus der Ölproduktion resultierenden Preisrisikos auf der Absatzseite abgeschlossen wurden. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurde verzichtet.

Derivative Finanzinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert auf Basis von veröffentlichten Marktpreisen bewertet. Sofern kein an einem aktiven Markt notierter Preis existiert, wird auf andere geeignete Bewertungsmethoden zurückgegriffen. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden von den entsprechenden Vertragspartnern (Finanzdienstleister) zur Verfügung gestellt, mit denen die Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden. Zur Bestimmung des Marktwerts der Put- und Call-Optionen (costless-collars) zum Bilanzstichtag wurde ebenfalls auf die vom entsprechenden Vertragspartner bereitgestellten Werte zurückgegriffen, die den Marktwert auf Basis einer mark-to-market Bewertung ermittelten.

5.6. Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um vorausbezahlte Versicherungs- und Mietbeträge.

5.7. Latente Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern kam ein Konzern-Steuersatz von ca. 30% zur Anwendung. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.) wurden latente Steueransprüche aktiviert (siehe Tabelle 5.7.).

5.8. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Zum 31. Dezember 2013 entspricht das gezeichnete Kapital von TEUR 5.322 (Vorjahr TEUR 5.322) dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Im Geschäftsjahr gab es bei der Konzern-Muttergesellschaft keine Veränderung im gezeichneten Kapital.

Die Veränderung der Kapitalrücklage im laufenden Jahr in Höhe von TEUR 409 resultiert im Rahmen von Kapitalerhöhungen bei der Tochtergesellschaft Seltenerden Storkwitz AG erfolgten disquotalen Einzahlungen der Minderheitsanteilseigner. Die den Minderheiten zustehenden Eigenkapitalanteile wurden separat dargestellt.

Vom erwirtschafteten Konzern-Eigenkapital unterliegen zum 31. Dezember 2013 TEUR 2.242 (Vorjahr: TEUR 1.265) einer gesetzlichen Ausschüttungssperre nach § 268 Absatz 8 HGB, da die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen.

5.9. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar (siehe Tabelle 5.9.).

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rekultivierung, Personalkosten und ausstehenden Kostenrechnungen.

5.10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten können der Tabelle 5.10. entnommen werden.

Die Position "Anleihen, nicht konvertibel" enthält Verbindlichkeiten aus der Emission einer Unternehmensanleihe in Höhe von rund EUR 62,24 Mio., die die Gesellschaft im Geschäftsjahr begeben hat.

Tab 5.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in EUR < 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 978.448 0 978.448
Forderungen gegen Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 340.940 0 340.940
Sonstige Vermögensgegenstände 5.469.538 89.374 5.558.912
6.878.300

31.12.2012

in EUR < 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leis-tungen 624.438 0 624.438
Forderungen gegen Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis be-steht 156.778 0 156.778
Sonstige Vermögensgegenstände 5.156.347 64.321 5.220.668
6.001.884

Tab 5.4.1. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten folgende Positionen:

2013 2012
Forderung aus Verkauf Deutsche Rohstoff Australia 90.774 4.768.095
Forderungen aus Verkauf Maschine 0 150.000
Kautionen 84.250 86.179
Forderungen gegen das Finanzamt 54.068 70.603
Umsatzsteuerforderungen 31.843 36.721
Derivative Finanzinstrumente 0 605
Ansprüche aus Kostenerstattung 5.134.109 0
Übrige 163.868 108.465
5.558.912 5.220.668

Tab 5.5. Derivative Finanzinstrumente

Kategorie Nominalbetrag Beizulegender
Zeitwert
Buchwert
(sofern vorhanden)
Bilanzposition
(sofern erfasst)
EUR EUR EUR
Währungsbezogene Geschäfte 7.490.636 197.188 0 n /v
Sonstige Geschäfte -24.501 -24.501 Sonstige Rückstellungen

Tab. 5.7. Latente Steuern

in EUR 31.12.2013 31.12.2012
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
– Sachanlagen 274.536 435.215
– Vorräte 0 154.208
– Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 230.575 3.897
– Sonstige Rückstellungen 495.903 267.791
– Verbindlichkeiten 0 395.432
Summe 1.001.014 1.256.542
Latente Steuern auf Verlustvorträge 3.156.446 2.713.580
Summe aktive latente Steuern 4.157.460 3.970.122
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
– Immaterielle Vermögenswerte 31.272 307.051
– Sachanlagen 127.409 883.162
– Verbindlichkeiten 243.732 0
– Rechnungsabgrenzungsposten 1.581 0
Summe passive latente Steuern 403.994 1.190.213
Summe latente Steuern, netto 3.753.466 2.779.909

Tab. 5.9. Sonstige Rückstellungen

in EUR 01.01.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Zinseffekt Währung 31.12.2013
Sonstige
Rückstellungen
1.674.717 -994.094 -10.959 1.616.442 428 -293.293 1.993.241

Tab. 5.10. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit 31.12.2013
in EUR < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Gesamt davon gesichert
Anleihen, nicht konvertibel 0 62.237.000 0 62.237.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.255.698 5.992.512 0 9.248.211 8.239.700
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 932.580 0 0 932.580 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
13.928.328 0 0 13.928.328 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen 0 0 0 0 0
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.894.756 0 0 3.894.756 0
– davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit 2.158 0 0 2.158 0
– davon aus Steuern 102.670 1.278.106 0 1.380.776 0
Restlaufzeit 31.12.2012
in EUR < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Gesamt davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.634.385 0 0 4.634.385 4.634.385
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
2.677.956 174.762 0 2.852.718 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.160.283 0 0 4.160.283 0
– davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit 677 0 0 677 0
– davon aus Steuern 34.103 0 0 34.103 0

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

6.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach Sparten stellen sich wie folgt dar.

in EUR 2013 2012
Gold + Silber 0 4.444
Hightech Metalle 8.579.490 1.421.229
Öl 7.813.407 1.047.302
Gas 1.225.842 59.708
Sonstige 143.261 562.758
17.762.000 3.095.441

Bei den sonstigen Umsatzerlösen handelt es sich unter anderem um Managementdienstleistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die Umsatzerlöse nach Regionen teilen sich wie folgt auf.

in EUR 2013 2012
Deutschland 143.261 565.846
USA 9.039.249 1.999.591
Australien + Asien 8.579.490 530.005
17.762.000 3.095.441

6.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen (siehe Tabelle 6.2.).

Tab. 6.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus dem Abgang weiterhin vollkonsolidierter Unternehmen beinhalten die Erträge aus der Veräußerung von 4,5% der Anteile an der Seltenerden Storkwitz AG in Höhe von EUR 0,6 Mio. Sie wurden in Anlehnung an DRS 4, obwohl weiterhin Beherrschung besteht, erfolgswirksam realisiert.

6.3. Außerplanmäßige Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rund EUR 4,4 Mio. enthalten und entfallen auf Konzessionen (EUR 1,0 Mio.), Exploration (EUR 1,1 Mio.) und Technische Anlagen (EUR 2,3 Mio.) in Australien, um so die Vermögensgegenstände mit dem beizulegenden Wert zu bilanzieren. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

6.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus den folgenden Tabellen (siehe Tabelle 6.4.).

Einen wesentlichen Anteil an den Übrigen Aufwendungen hatten die Kosten, die im Zusammenhang mit der Emission der Unternehmensanleihe angefallen sind. Sie beliefen sich auf rund EUR 2 Mio.

6.5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

in EUR 2013 2012
Ertrag (-)/ Aufwand (+) aus der
Veränderung latenter Steuern
-1.165.625 -1.711.280
-1.165.625 -1.711.280
in EUR 2013 2012
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Finanz-anlagevermögens 0 2.125.177
Erträge aus dem Abgang weiterhin vollkonsolidierter Unternehmen 588.552 836.487
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachan-lagevermögens 0 5.000
Erträge aus Kursgewinnen 107.745 162.852
Übrige sonstige Erträge 148.349 225.246
844.646 3.354.762

Tab. 6.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in EUR 2013 2012
Betriebsaufwand 599.696 100.918
Nicht aktivierungsfähiger Explorations- und Evaluierungsaufwand 427.517 475.535
Verwaltungsaufwand 2.003.741 3.774.975
Vertriebsaufwand 717.839 302.519
Übrige Aufwendungen 4.380.476 2.357.786
8.129.268 7.011.733
zu Betriebsaufwand
Mieten & Leasing 122.438 19.857
Instandhaltung & Fremdreparaturen Grundstücke & Gebäude 406.244 43.763
Gas, Strom, Wasser 71.014 37.297
599.696 100.918
zu Verwaltungsaufwand
Rechts- und Beratungskosten 754.560 2.100.872
Buchführungskosten 86.762 467.521
Versicherungsprämien 184.198 290.777
Kosten des Aufsichtsrats und ähnlicher Organe 59.639 171.979
Mieten & Leasing 176.907 164.599
Abschluss- und Prüfungskosten 315.492 125.657
EDV-Aufwendungen (Mieten, Wartung, Beratung, ) 81.934 76.830
Beiträge 23.511 39.105
Büromaterial 15.872 27.799
Porto- und Telefonkosten, Datenübermittlung 34.621 36.723
Nebenkosten des Geldverkehrs 65.197 33.752
Übrige Verwaltungsaufwendungen 205.046 239.362
2.003.741 3.774.975
zu Vertriebsaufwand
Reisekosten 223.068 193.590
Werbung & Verkaufsförderung 69.996 32.526
Lizenzaufwendungen 234.153 51.025
Übrige Vertriebsaufwendungen 190.622 25.377
717.839 302.519
zu Übrige Aufwendungen
Aufwendungen für Kursverluste 752.839 770.135
Aufwendungen für Personalnebenkosten / Schulungen 3.045 4.314
Fahrzeugkosten 223.560 65.970
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
Abschreibungen auf Forderungen 0 0
Zuführung zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 0 466.708
Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen 10.356 3.813
Aufwendungen für Spenden 20.511 800
Aufwendungen für Mittelstandsanleihe 1.971.029 0
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 1.399.134 1.046.046
4.380.475 2.357.786

* Im Berichtsjahr sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 330 enthalten.

7. SONSTIGE ANGABEN

7.1. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Auf Minderheitsgesellschafter entfallen von den Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 4.695). Außerdem erfolgte bei der Seltenerden Storkwitz AG eine Sachkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 532, die nicht zahlungswirksam war.

Die Einzahlung aus dem Verkauf von Aktien der Seltenerden Storkwitz AG wird unter der Position Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten gezeigt. Des Weiteren ist die Aufdeckung der stillen Reserven im Zusammenhang mit weiteren Anteilerwerben der Deutsche Rohstoff AG an der Tekton Energy Gruppe unter der Position Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten ausgewiesen.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

7.2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

7.3. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Außerbilanzielle Geschäfte

Tab. 7.3. Außerbilanzielle Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (siehe Tabelle 7.3.1.).

Aktienoptionsprogramm

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Deutsche Rohstoff AG vom 22. Juli 2011 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2013 Aktienoptionsprogramme aufzulegen und einmalig oder in mehreren Tranchen bis zu Stück 225.000 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf neue, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im In- und Ausland sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer in- und ausländischen verbundenen Unternehmen auszugeben, und zwar mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption grundsätzlich das Recht zum Bezug von einer neuen Aktie der Gesellschaft gewährt.

Der Vorstand hat mit Beschluss vom 13. September 2011 erstmals von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und 90.000 Aktienoptionen an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im In- und Ausland sowie 28.000 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer in- und ausländischen verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Vorstand hat mit Beschluss vom 3. Januar 2012 abermals von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und 50.000 Aktienoptionen an Mitglieder der Geschäftsführungen der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im In- und Ausland sowie 41.000 Aktienoptionen

in TEUR Zweck Risiken Vorteile
Operating-Leasing Schonung der Liquiditätssituation
und der Verbesserung der Eigenka
pitalquote
Risiken bestehen in der unkündbaren
Grundmietzeit sowie der höheren
Refinanzierungskosten.
Kurze Vertragsbindung, hierdurch
können die Leasinggegenstände bei
eintretendem technischen Fortschritt
ausgetauscht werden.
in EUR Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
2013 Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
2012
Büromiete 158.062 125.564 283.626 110.784 169.951 280.736
Kfz- Leasing 14.405 14.595 29.001 5.100 1.275 6.375
Sonstige 4.333 4.367 8.700 4.200 4.200 8.400
321.326 295.511

Tab. 7.3.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer in- und ausländischen verbundenen Unternehmen ausgegeben.

Nach Ausgabe dieser Aktienoptionen verblieben noch 8.000 Optionen für Mitarbeiter und keine weiteren Optionen für Mitglieder der Geschäftsführungen. Zwischenzeitlich waren drei Mitarbeiter, an die Optionen ausgegeben worden waren, aus der Deutsche Rohstoff AG bzw. verbundenen Unternehmen ausgeschieden. Insgesamt fielen 28.000 Optionen an die Gesellschaft zurück. Zusammen mit den 8.000 Optionen, die im Rahmen der beiden ersten Tranchen nicht ausgegeben worden waren, standen insgesamt 36.000 Optionen zur erneuten Ausgabe zur Verfügung.

Der Vorstand machte am 14. Juni 2013 von der Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch und gab in einer dritten Tranche 32.000 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft aus.

Die Gesellschaft wird den Optionsberechtigten ausschließlich Bezugsaktien gewähren, sofern hierfür die Bedingungen des Aktienoptionsprogramms 2011 erfüllt sein sollten, in diesem Zusammenhang wurde ein Barausgleich ausdrücklich ausgeschlossen. Das Aktienoptionsprogramm hatte keinen Einfluss auf den vorliegenden Jahresabschluss.

Im Zeitpunkt der Gewährung hatten die Aktienoptionen einen Wert in Höhe von TEUR 0 (TEUR 0). Zum Bilanzstichtag beläuft sich dieser Wert auf TEUR 2.705 (Vorjahr: TEUR 178). Der starke Anstieg geht auf den Kursanstieg der Aktie der Deutsche Rohstoff AG zurück.

7.4. Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (siehe Tabelle 7.4.):

Als durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer gilt der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Arbeitnehmer.

7.5. Organe der Gesellschaft

Vorstand Dr. Titus Gebel, Schönau Dr. Thomas Gutschlag, Mannheim

Aufsichtsrat

Martin Billhardt, Cuxhaven (Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender der PNE WIND AG

Prof. Dr. Gregor Borg, Halle, Leiter der Fachgruppe für Petrologie und Lagerstättenforschung an der Universität Halle-Wittenberg

Wolfgang Seybold, Esslingen am Neckar, Bankfachwirt, Geschäftsführer AXINO Investment GmbH

7.6. Gesamtbezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands der Deutschen Rohstoff AG für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betrugen TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 475).

7.7. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats der Deutschen Rohstoff AG für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 39).

7.8. Honorare für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt TEUR 102 und setzt sich aus Abschlussprüferleistungen in Höhe von TEUR 96 und sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 6 zusammen.

Heidelberg, den 2. Juni 2014

Der Vorstand

Dr. Titus Gebel Dr. Thomas Gutschlag

Tab. 7.4. Mitarbeiter 2013 2012
Anzahl der Arbeitnehmer Produktion Verwaltung Gesamt Produktion Verwaltung Gesamt
Arbeiter 65,0 0,0 65,0 48,0 0,0 48,0
Angestellte 0,0 23,0 23,0 0,0 26,0 26,0
Auszubildende 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
65,0 23,0 88,0 48,0 26,0 74,0

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Im Rahmen der Aufgabenerfüllung ist dem Aufsichtsrat vom Vorstand über die Unternehmensplanung, die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie über alle bedeutsamen Geschäftsvorfälle regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich bzw. telefonisch, zeitnah und umfassend berichtet worden. Zu den Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtig sind, sowie zu sonstigen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, hat der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Über die Berichte des Vorstands hinaus unterhielt ich in meiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats ständig Kontakt zum Vorstand und habe mich über die aktuelle Geschäftsentwicklung, insbesondere über die Begebung der Anleihe im Sommer 2013, den Verlauf der Produktion und den Beginn der kommerziellen Produktion durch die Wolfram Camp Mining Pty. Ltd. sowie Tropical Metals Pty. Ltd., den Fortgang und Erfolg der Ölbohrungen von Tekton Energy LLC, der Explorationsgesellschaften Tin International Pty. Ltd. und Seltenerden Storkwitz AG, die Aktivitäten der Beteiligungen Rhein Petroleum GmbH und Devonian Metals, Inc., sowie über weitere wesentliche Geschäftsvorgänge der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der Beratungen

Im Geschäftsjahr 2013 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Sitzungen wurden als Präsenzsitzung abgehalten. Die Sitzung am 21. September 2013 fand in Denver, Colorado, USA, statt, wo sich der Aufsichtsrat auch gleichzeitig ein Bild von den für den Konzern zentralen Aktivitäten der dort ansässigen Tekton Energy machte. Die Gremiumsmitglieder nahmen vollzählig an allen Sitzungen teil. Es wurden keine Ausschüsse gebildet. Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 waren insbesondere folgende Themen:

· die Produktion von Wolfram-Konzentraten in Queensland, Australien, und den Beginn der kommerziellen Produktion im November 2013;

  • · die Durchführung und die Bewertung der Ergebnisse von sieben horizontalen Ölbohrungen der Tekton Energy LLC in Colorado, USA, ab Mai 2013;
  • · die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzern-Abschlusses für das Geschäftsjahr 2012 in der Bilanzsitzung am 4. Juni 2013 nach eingehender Diskussion mit dem Abschluss- und Konzern-Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012;
  • · die Begebung einer Unternehmensanleihe durch die Deutsche Rohstoff AG in einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 62,5 Mio. im Sommer 2013;
  • · der Fortgang der Exploration und der Aufbereitungsversuche bei der Tin International Ltd. und der Seltenerden Storkwitz AG;
  • · die ersten beiden Bohrungen der Beteiligung Rhein Petroleum GmbH im Lizenzgebiet Nördlicher Oberrhein;
  • · die Investitions- und Budgetierungsplanungen für die Geschäftsjahre 2013 und 2014;
  • · die Verlängerung der Vorstandsdienstverträge für Dr. Titus Gebel bis 31. Dezember 2014 und für Dr. Thomas Gutschlag bis 31. Dezember 2018.

Die vom Vorstand aufgestellten Budgetanpassungen für das Geschäftsjahr 2013 und die Budgetplanungen für das Geschäftsjahr 2014 wurden vom Aufsichtsrat detailliert geprüft und gebilligt. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns wurde auf der Basis mittel- und langfristiger Unternehmensplanungen sowie Szenariogegenüberstellungen beraten, überprüft und angepasst. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand erhaltenen Informationen eingehend analysiert, geprüft und mit dem Vorstand beraten. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Risikolage und dem Risikomanagement.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Rohstoff AG sowie ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Grundlage hierfür waren die stets zeitnah zur Verfügung gestellten Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse (bzw. -auswertungen) sowie Abweichungsanalysen.

Der Aufsichtsrat erteilte darüber hinaus in verschiedenen Sitzungen und Beschlüssen seine Zustimmung zu Geschäften, die gemäß dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft oder der Geschäftsordnung für den Vorstand zustimmungspflichtig sind. Es handelte sich dabei insbesondere um die Zustimmung des Aufsichtsrats vom 18. Februar 2013 zur Neufassung des Kreditvertrags mit der Unicredit Bank Austria AG, mit dem das bestehende Darlehen von USD 6,15 Mio. auf USD 11 Mio. und in Euro (EUR 8,3 Mio.) umgewandelt und mittels eines sogenannten Cross Currency Swaps währungsgesichert wurde. In seiner Sitzung vom 13. März 2013 stimmte der Aufsichtsrat der Neugründung der Jutland Petroleum GmbH, Heidelberg, sowie der Strategic Ressources Development, Brisbane, Australien, zu, ebenso mit Beschluss vom 4. Juni 2013 der Begebung einer Mittelstandsanleihe sowie mit Beschluss vom 3. Juli 2013 der Ausgabe weiterer Aktienoptionen an Mitarbeiter der Gesellschaft.

Jahresabschluss, Konzern-Abschluss, Konzern-Lagebericht sowie Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart, Zweigniederlassung Mannheim, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim (EY), wurde am 23. Juli 2013 von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 bestellt und anschließend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Einzel- und Konzern-Abschlusses der Gesellschaft beauftragt. EY hat den vom Vorstand aufgestellten Einzel- und Konzern-Abschluss (einschließlich Konzern-Lagebericht) für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 4. Juni 2014 die besonderen abschlussrelevanten Dokumentationen, insbesondere die Jahresabschluss- und Konzern-Abschlussunterlagen, die dazugehörigen Prüfungsberichte von EY sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats befassten sich in Vorbereitung auf diese Sitzung eingehend mit den genannten Unterlagen. In der Bilanzsitzung wurden der Jahresabschluss, der Konzern-Abschluss, der Konzern-Lagebericht und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns umfassend mit dem Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat hat hierbei den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht jeweils auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit eigenständig geprüft, ebenso den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der zuständige Partner von EY sowie der Prüfungsleiter nahmen ebenfalls an der Bilanzsitzung am 4. Juni 2014 teil. Sie berichteten über die Prüfung, kommentierten die Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Bericht des Aufsichtsrats

Nach eingehender Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzern-Abschlusses sowie des Konzern-Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat hiergegen keine Einwände erhoben, ebenso wenig gegen den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Prüfungsergebnis von EY an und billigte den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss der Deutsche Rohstoff AG. Der Jahresabschluss der Deutsche Rohstoff AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und für ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2013.

Heidelberg, im Juni 2014

Für den Aufsichtsrat

Martin Billhardt Vorsitzender

BESTÄTIGUNGSVERMERK

AN DIE DEUTSCHE ROHSTOFF AG

Wir haben den von der Deutsche Rohstoff AG, Heidelberg, aufgestellten Konzern-Abschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang – und den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und über den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Mannheim, 2. Juni 2014

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Günnewig Hällmeyer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

KONTAKTDATEN

Deutsche Rohstoff AG Friedrich-Ebert-Anlage 24 69117 Heidelberg Deutschland

Telefon +49 6221 87 100 -0 Telefax +49 6221 87 100 -22

[email protected] www.rohstoff.de

Amtsgericht Mannheim HRB-Nummer: 702881

Wertpapierkennnummer WKN A0XYG7 (Aktie) Wertpapierkennnummer WKN A1R07G (Anleihe)

RECHTLICHE HINWEISE

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der Deutsche Rohstoff AG (DRAG) bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, das erfolgreiche Erwerben oder Veräußern von Konzern-Gesellschaften bzw. Beteiligungen, sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von DRAG weder beabsichtigt, noch übernimmt DRAG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor.

HERAUSGEBER

Deutsche Rohstoff AG Friedrich-Ebert-Anlage 24 69117 Heidelberg

Telefon +49 6221 87 100 -0 Telefax +49 6221 87 100 -22

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Dieser Geschäftsbericht wurde am 6. Juni 2014 veröffentlicht.

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