Annual / Quarterly Financial Statement • Oct 9, 2017
Annual / Quarterly Financial Statement
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AKTIVA
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| Euro | Gesamtjahr/Stand Euro |
Euro | Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 12.408,00 | 26.570,00 | ||
| II. Sachanlagen | 44.135,00 | 51.244,00 | ||
| III. Finanzanlagen | 46.342.867,21 | 32.047.710,10 | ||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | 137.089,58 | 54.574,50 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 58.460.398,95 | 3.132.378,01 | ||
| III. Wertpapiere | 3.456.446,32 | 22.497.914,83 | ||
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 7.448.880,99 | 39.325.620,25 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 162.113,09 | 93.653,29 | ||
| D. Aktive latente Steuern | 112.536,84 | 0,00 | ||
| Summe Aktiva | 116.176.875,98 | 97.229.664,98 |
PASSIVA
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| Euro | Gesamtjahr/Stand Euro |
Euro | Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.935.262,00 | 4.943.062,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 25.957.269,11 | 25.957.269,11 | ||
| III. Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 15.313.848,51 | 4.127.307,68 | ||
| B. Rückstellungen | 1.026.034,90 | 749.220,50 | ||
| C. Verbindlichkeiten | 68.944.461,46 | 61.087.602,13 | ||
| D. Passive latente Steuern | 0,00 | 365.203,56 | ||
| Summe Passiva | 116.176.875,98 | 97.229.664,98 |
Allgemeine Angaben
Der Sitz der Gesellschaft Deutsche Rohstoff AG ist in Heidelberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 702881 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.
Die im Berichtsjahr erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) hatte mit Ausnahme der Änderung im Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung und Anhangangaben keine Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss. Insbesondere ergaben sich keine Änderungen aus der Neudefinition der Umsatzerlöse (§277 Abs. 1 HGB)
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.
Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.
Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt.
Die Abschreibungen auf die Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig und nach der linearen Methode vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
Die fertigen Erzeugnisseund Waren sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten angemessene Gemeinkosten berücksichtigen.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Sofern Ausfallrisiken bestehen, werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der Nennbetrag der eigenen Anteile wird offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt und ein darüber hinausgehender Betrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Bestand an eigenen Anteilen ist mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet, sofern für diese innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenständesowie Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz
Angaben zum Anteilsbesitz am 31.12.2016
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| Währung | Beteiligung in % | Eigenkapital in LW | Ergebnis in LW | ||
| Inland | |||||
| Tin International AG | EUR | 61,51 | 1.886.348 | -1.026.773 | |
| Ceritech AG | EUR | 67,86 | 624.421 | -95.921 | |
| Jutland Petroleum GmbH | EUR | 100,00 | 10.570 | -82.556 | |
| Ausland | |||||
| Deutsche Rohstoff USA Inc., USA | USD | 100,00 | 30.444.462 | -896.122 | |
| Elster Oil & Gas LLC, USA | USD | 93,04 | 1) | 11.735.649 | -1.910.906 |
| Diamond Valley Energy Park LLC, USA | USD | 100,00 | 2) | 1.862.472 | 1.521.026 |
| Cub Creek Energy LLC, USA | USD | 79,93 | 1) | 34.968.194 | -2.479.543 |
| Salt Creek Oil & Gas LLC, USA | USD | 90,52 | 1) | 29.841.214 | -1.088.959 |
| Mountain States Reserve Company LLC, USA | USD | 100,00 | 1) | 198.555 | -4.414 |
| Sonstige Unternehmen | |||||
| Devonian Metals Inc., Kanada*) | CAD | 47,00 | 5.446.052 | -74.342 | |
| Almonty Industries Inc., Kanada**) |
CAD | 11,91 | 35.569.000 | - 21.175.000 | |
| Hammer Metals Ltd.,***) Australien |
AUD | 17,84 | 8.977.610 | - 1.045.360 |
*) Zum Abschlussstichtag 30. April 2016
**) Zum Abschlussstichtag 30. September 2016
***) Zum Abschlussstichtag 30. Juni 2016
1) mittelbar über Deutsche Rohstoff USA Inc., USA
2) mittelbar über Elster Oil & Gas LLC, USA
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen setzen sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt zusammen.
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| EUR | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | |
| Tin International AG | 547.033,22 |
| Ceritech AG | 900.000,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | |
| Ceritech AG | 100.263,00 |
| Deutsche Rohstoff USA Inc. | 23.681.298,64 |
| Beteiligungen | |
| Rhein Petroleum GmbH | 2.987.829,20 |
| Devonian Metals Inc. | 500.000,00 |
| Almonty Industries Inc. | 7.561.598,65 |
| Hammer Metals Ltd | 1.564.042,80 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |
| Almonty Industries Inc. | 913.075,24 |
Auf die Anteile an der Ceritech AG wurde eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund dauerhafter Wertminderung in Höhe von EUR 990.395,35 vorgenommen, um den Buchwert mit dem beizulegenden Wert zu bemessen.
Ebenso wurden die Anteile an der Jutland Petroleum GmbH um EUR 127.500 auf einen Wert von EUR 0 außerplanmäßig abgeschrieben, da die Gesellschaft keinen aktiven Geschäftsbetrieb mehr unterhält und insoweit der beizulegende Wert der Anteile mit EUR 0 zu bewerten ist.
Die Beteiligung an der Almonty Industries Inc. wurde in Ausübung des Bewertungswahlrechtes gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB mit dem Buchwert in Höhe von EUR 7.561.598,65 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte ein weiterer Anteilserwerb in Höhe von EUR 133.229,35 (CAD 205.000) zu einem Kurs 0,21 CAD/Aktie (0,13 EUR/Aktie) Dem Buchwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2016 liegt somit ein durchschnittlicher Kurswert von 0,81 CAD pro Aktie bei Anschaffung zugrunde. Der Kurswert zum 31. Dezember 2016 belief sich auf 0,27 CAD/Aktie (0,19 EUR/Aktie), wobei sich der Kurs in den ersten vier Monaten 2017 in einer Bandbreite von CAD 0,25/Aktie (0,18 EUR/Aktie) und CAD 0,35/Aktie (0,25 EUR/Aktie) bewegte. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert ist jedoch unterblieben, da der Nettobarwert pro Aktie - basierend auf Preisvorhersagen von unabhängigen Research-Unternehmen - über den historischen Anschaffungskosten liegt und der Vorstand nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgeht.
Almonty wies im Geschäftsjahr 2016, das am 30. September 2016 endete, erneut einen Verlust aus, der sich auf CAD 21,2 Mio. (EUR 14,9 Mio.) beläuft. Im Wesentlichen entstand der Verlust aufgrund der weiterhin niedrigen Preise und der deshalb notwendigen Abschreibungen auf die Vorräte der Minen in Wolfram Camp und Los Santos sowie Abschreibungen auf die Mine Wolfram Camp. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 (1. Oktober bis 31. Dezember 2016) ergab sich ebenfalls ein Verlust. Er belief sich auf CAD 4,6 Mio. (EUR 3,2 Mio.) Möglicherweise wird Almonty im Geschäftsjahr 2016/2017 wiederum einen Verlust ausweisen.
Durch den Abschluss von Festpreisverträgen Ende 2016/Anfang 2017 konnte das Almonty Management das Preisrisiko zumindest für das Jahr 2017 deutlich reduzieren. Almonty erhält für rund 80% seiner Wolfram-Produktion Preise, die um rund 25% über dem Spotmarkt liegen. Damit ist nach Ansicht des Vorstands der Deutsche Rohstoff AG auch sichergestellt, dass die Gesellschaft einen positiven operativen Cash-Flow erwirtschaftet, der ausreicht, um den laufenden Betrieb der Minen und die Kosten der Almonty Holding zu decken.
Sollte die Phase niedriger Preise über 2017 hinaus anhalten, besteht das Risiko, dass Almonty keine weiteren Festpreisverträge abschließen kann und lediglich die niedrigeren Spotpreise erhält. Das könnte dazu führen, dass die Gesellschaft nicht genügend Rückflüsse erwirtschaftet, um die laufenden Kosten zu decken bzw. die langfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen. Als Folge könnte das Management gezwungen sein, eine oder mehrere Minen zu schließen. Wenn es das Management in seiner solchen Situation nicht schafft, weitere Finanzmittel zu akquirieren, könnte sich ein bestandsgefährdendes Risiko für die Beteiligung Almonty ergeben bzw. wäre in der Folge auch eine Insolvenz der Gesellschaft nicht auszuschließen. Für die Deutsche Rohstoff besteht das Risiko, dass die Aktienbeteiligung, die beiden Wandelschuldverschreibungen und die beiden ausgereichten kurzfristigen Darlehen und damit Vermögensgegenstände in Höhe von rund EUR 16 Mio. im Extremfall wertlos würden und damit außerplanmäßig abzuschreiben wären. Allerdings besteht für die zweite Wandelschuldverschreibung in Höhe von CAD 4 Mio. und die beiden Kurzfristdarlehen in Höhe von je USD 1 Mio. eine Besicherung, die aus heutiger Sicht werthaltig ist.
Der Vorstand der Deutsche Rohstoff AG hält das Risiko einer solchen Entwicklung allerdings für beherrschbar. Der Vorstand sieht das Risiko einer Insolvenz bei unter 25%. Almonty hat durch Zukäufe von Minen und Entwicklungsprojekten seinen Anteil an der Produktion von Wolframkonzentraten außerhalb Chinas und auch der bekannten Reserven deutlich gesteigert. Es ist zu einem der größten Produzenten außerhalb Chinas aufgestiegen. Die Abnahme der produzierten Konzentrate ist langfristig über Lieferverträge mit Global Tungsten and Powders (GTP) gesichert. GTP ist seit Ende April 2017 auch größter Einzelaktionär von Almonty. Die Preise am Spotmarkt gingen in den vergangenen Monaten nach oben und werden nach Ansicht der Marktbeobachter durch die steigende Nachfrage und das knappe Angebot bestimmt. Almonty hat zudem die Produktionskosten pro Einheit deutlich gesenkt und kann deshalb auch niedrigere Preise verkraften.
Die Anteile an der Deutsche Rohstoff USA, Inc. sind zu Anschaffungskosten von EUR 0 angesetzt. Die Ausleihungen an die Deutsche Rohstoff USA, Inc. dienen der Finanzierung der Geschäftsaktivitäten im Erdöl- und Gasbereich in den USA.
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 913.075,24) betreffen die Almonty Industries Inc. und wurden im Januar 2017 um zwei Jahre bis Januar 2019 verlängert.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde eine Anleihe mit Anschaffungskosten von EUR 4.397.634,34 € zurückgezahlt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die folgenden Positionen:
Eine Dividendenausschüttung des verbundenen Unternehmens Deutsche Rohstoff USA Inc. in Höhe von EUR 14.230.148,94 €.
Darlehensforderungen gegen das verbundene Unternehmen Deutsche Rohstoff USA Inc. in Höhe von EUR 39.480.217,25 im Rahmen der Finanzierung der Geschäftsaktivitäten im Erdöl- und Gasbereich in den USA
Darlehensforderungen gegen das verbundene Unternehmen Elster Oil & Gas LLC in Höhe von EUR 3.842.140,21, ebenfalls zur Finanzierung der Geschäftsaktivitäten im Erdöl- und Gasbereich in den USA.
Aufgrund von anstehenden Steuererstattungen auf Ebene der Deutsche Rohstoff USA Inc. sowie von Gewinnprognosen der operativ tätigen US-Tochtergesellschaften und der damit verbundenen Ergebnisabführung an die Deutsche Rohstoff USA Inc. rechnet der Vorstand mit der Rückzahlung dieser Forderungen im Kalenderjahr 2017.
Alle Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als ei-nem Jahr.
Eigenkapital
Das Grundkapital zum 31. Dezember 2016 beträgt EUR 5.063.072,00 und ist eingeteilt in 5.063.072 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien.
Am 29. Juli 2015 hat der Vorstand der Deutsche Rohstoff AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Juli 2013 beschlossen, eigene Anteile im Gegenwert von bis EUR 2 Mio. zu erwerben. Dieser zweite Aktienrückkauf war auf den Zeitraum 3. August 2015 bis 30. Juni 2016 befristet. Der Rückkauf erfolgte über die Börse. Für die zurückgekauften Aktien durfte der Kaufpreis je erworbener Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei letzten Börsenhandelstagen vor der Begründung der Verpflichtung zum Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Bis zum 31. Dezember 2015 wurden insgesamt 120.010 Aktien mit einem rechnerischen Wert am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 zurückgekauft. Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2015 damit 120.010 Stück mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 120.010,00 (2,37 %). Zwischen dem 21. und 31. Dezember 2015 wurden noch weitere 7.800 Aktien mit einem rechnerischen Wert am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 erworben. Da der Erwerbsvorgang aufgrund des Jahreswechsel erst am 6. Januar 2016 abschlossen war, werden diese Aktien erst im Wirtschaftsjahr 2016 ausgewiesen.
Der Zugang an eigenen Aktien im Jahr 2016 ist mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten in Höhe von EUR 14,69 je Aktie (Vorjahr EUR 15,59), somit insgesamt EUR 114.594,78 (Vorjahr: EUR 1.871.397,52), bewertet.
Der Bestand an eigenen Aktien ist mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten in Höhe von EUR 15,54 je Aktie (Vorjahr: EUR 15,59), somit insgesamt EUR 1.985.537,90 (Vorjahr: EUR 1.871.397,52) bewertet.
Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2016 damit 127.810 Stück mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 127.810,00 (2,52 %).
Die eigenen Aktien wurden zum Zweck der flexiblen Steuerung des Kapitalbedarfs der Gesellschaft und der aus Sicht des Vorstands zum Zeitpunkt des Beschlusses nicht angemessenen Bewertung erworben.
Der Nennbetrag der eigenen Anteile wurde gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt (EUR 127.810,00).
Von dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurde ein Betrag in Höhe von EUR 106.794,78 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag der eigenen Anteile und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde in Höhe von EUR 106.794,78 mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Der Betrag der Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf EUR 25.957.269,11.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 24. Juli 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 2.661.073,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2012 wurde das Grundkapital um bis zu EUR 2.000.000,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I).
Das Eigenkapital hat sich nunmehr wie folgt entwickelt.
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| TEUR | 31.12.2015 | Kauf eigener Anteile | Einstellung in Gewinnrück- lagen |
| Gezeichnetes Kapital |
5.063 | - | |
| Eigene Anteile | -120 | -8 | |
| Kapitalrücklage | 25.957 | ||
| Gewinnrücklage | 0 | -107 | 107 |
| Bilanzgewinn | 4.128 | -107 | |
| Gesamt | 35.028 | -115 | 0 |
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| TEUR | Dividende | Jahresüberschuss | 31.12.2016 |
| Gezeichnetes Kapital |
5.063 | ||
| Eigene Anteile | -128 | ||
| Kapitalrücklage | 25.957 | ||
| Gewinnrücklage | 0 | ||
| Bilanzgewinn | -2.714 | 14.007 | 15.314 |
| Gesamt | -2.714 | 14.007 | 46.206 |
Aus der Aktivierung und Passivierung latenter Steuern ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 112.536,84 €.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 15.313.848,51 EUR, eine Dividende in Höhe von EUR 2.961.157,20 und damit eine Dividende für jede der 4.935.262 dividendenberechtigten Stückaktien in Höhe von EUR 0,60 auszuschütten sowie den übrigen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Verbindlichkeiten
Der Posten „Anleihen“ enthält Verbindlichkeiten aus der Emission zweier Unternehmensanleihen in Höhe von insgesamt EUR 66.705.000,00.
Zum 20. Juli 2016 wurde eine neue Anleihe begeben. Diese nicht konvertible Anleihe ist endfällig, besitzt eine Laufzeit bis 20. Juli 2021 und wird mit 5,625% p.a. verzinst. Zum 31. Dezember 2016 beläuft sich das ausstehende Volumen dieser Anleihe auf EUR 50.964.000.
Die erste, ebenfalls nicht konvertible Anleihe, ist auch endfällig, besitzt eine Laufzeit bis 11. Juli 2018 und wird mit 8% p.a. verzinst. Im Berichtsjahr 2016 hat die Gesellschaft Anleihen zum Nominalwert in Höhe von EUR 15.898.000 zurückgekauft und diese eingezogen. Im Zuge der Ausgabe der neuen Anleihe wurden Anleihen zu einem Nominalwert von EUR 19.916.000 in die neuen Anleihe umgetauscht, so dass die erste Anleihe zum 31. Dezember 2016 noch ein ausstehendes Volumen von EUR 15.741.000,00 (Vorjahr: EUR 51.555.000,00) besitzt.
Unter den Verbindlichkeiten war zum 31.12.2015 ein Darlehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 6.400.000,00 ausgewiesen. Das Darlehen ist im Berichtsjahr 2016 in voller Höhe zurückgezahlt worden.
Zudem bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Kontokorrent in Höhe von EUR 146,25.
Bei den übrigen angeführten Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr, wobei hier ein Betrag in Höhe von EUR 1.867.443,68 auf die im Januar fälligen, halbjährlich zu zahlenden Zinsen aus der Unternehmensanleihe entfällt.
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von EUR 0,75 Mio. Die Bürgschaft ist mit einem dinglichen Recht und einer Rückbürgschaft besichert und der Vorstand hält den Eintritt einer Haftung aus der Bürgschaft für äußerst unwahrscheinlich.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 632 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.
Konzernabschluss
Die Deutsche Rohstoff AG erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird auf der Homepage der Deutsche Rohstoff AG (www.rohstoff.de) veröffentlicht.
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 13 (Vorjahr: 13).
Organe
Vorstand: Dr. Thomas Gutschlag, Vorstandsvorsitzender
Dr. Jörg Reichert (bis zum 31. Dezember 2016)
Jan-Philipp Weitz (ab 1. Januar 2017)
Aufsichtsrat: Martin Billhardt (Vorsitzender), Pfäffikon (SZ)/Schweiz
Geschäftsführer Sidlaw GmbH
Prof. Dr. Gregor Borg, Halle
Leiter der Fachgruppe für Petrologie und Lagerstättenforschung an
der Universität Halle-Wittenberg
Wolfgang Seybold, Esslingen am Neckar,
Bankfachwirt, Geschäftsführer Axino Investment GmbH
Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.
Mannheim, den 08. Mai 2017
Dr. Thomas Gutschlag und Jan-Philipp Weitz
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 08. Mai 2017
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