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Deutsche Post AG Interim / Quarterly Report 2022

Aug 5, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Publication

Deutsche Post AG

Bonn

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

HALBJAHRESBERICHT 2022

Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022

und Konzern-Zwischenlagebericht zum

30. Juni 2022

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

GRUNDLAGEN

Organisatorische Veränderungen

Im Berichtszeitraum gab es keine organisatorischen Änderungen, die von wesentlicher Bedeutung für die Struktur des Konzerns waren.

Nikola Hagleitner hat zum 1. Juli 2022 das Vorstandsressort Post & Paket Deutschland von Tobias Meyer übernommen, der nunmehr das Ressort Global Business Services verantwortet.

Ken Allen hat mit Ablauf des 31. Juli 2022 sein Vorstandsmandat von eCommerce Solutions niedergelegt. Neues Vorstandsmitglied mit Zuständigkeit für den Unternehmensbereich eCommerce Solutions ist ab 1. August 2022 Pablo Ciano. Ebenfalls ab August verantwortet John Pearson den Bereich Customer Solutions & Innovation (CSI).

Forschung und Entwicklung

Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Rahmenbedingungen

Die folgenden Zahlen zur Beschreibung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beruhen auf S&P Global Market Intelligence (S&P Global).

Das zweite Quartal 2022 war gekennzeichnet durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch ausgelösten Wirtschaftssanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland. Daraus resultierte ein zusätzlicher Inflationsschub, besonders bei Energie und Nahrungsmitteln. Überdies verhängte China erneut pandemiebedingte Lockdowns in Ballungsräumen.

Diese Entwicklung zwang die Zentralbanken, darunter US Federal Reserve (Fed) und Europäische Zentralbank (EZB), ihre Geldpolitik deutlich zu verschärfen. Die konjunkturelle Dämpfung wurde nur teilweise kompensiert durch die sich erholende Aktivität im Dienstleistungssektor nach der Lockerung pandemiebedingter Restriktionen. Zugleich sorgte dieser Faktor, zusammen mit der Knappheit von Materialien und Arbeitsangebot, für anhaltenden Inflationsdruck.

In den USA hob die Fed den Leitzins Mitte März von 0,25 % auf 0,50 % an und erhöhte im zweiten Quartal das Tempo der geldpolitischen Verschärfung – Mitte Juni stieg die Fed Funds Rate schon auf 1,75 %. Gleichzeitig wertete der US-Dollar gegenüber den meisten Währungen auf.

Chinas Wirtschaftswachstum sank wegen erneuter regionaler Lockdowns im März und April im zweiten Quartal auf nahe null. Ab Mai wurden die Restriktionen schrittweise gelockert, aber das Risiko einer kurzfristigen Rückkehr zu Mobilitätseinschränkungen blieb hoch.

Die Wirtschaftsaktivität in Europa wurde von der geografischen Nähe zur Ukraine und der starken Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland beeinträchtigt. Im zweiten Quartal wurde dies noch teilweise dadurch kompensiert, dass die Konsumnachfrage durch die in der Pandemie angesammelten Ersparnisse gestützt wurde. Allerdings litt das Vertrauen von Unternehmen wie Konsumierenden zur Jahresmitte 2022 zunehmend unter Inflationsraten von um die 8 % und steigenden Befürchtungen hinsichtlich eines drohenden Gasmangels im kommenden Winter. Dies wurde verstärkt durch die geldpolitische Umkehr der EZB.

Deutschlands exportlastige Wirtschaft litt besonders unter den Auswirkungen des Krieges, vor allem im Hinblick auf die Energiesicherheit. Seit seinem Zwischenhoch im Februar ist der ifo-Geschäftsklimaindex wieder auf Werte wie Anfang 2021 gesunken, als die zweite Pandemiewelle ihren Höhepunkt erreichte.

Wesentliche Ereignisse

Im August 2021 hat Deutsche Post DHL Group eine Vereinbarung zur Übernahme der J.F. Hillebrand Group (Hillebrand) unterzeichnet. Nachdem die zuständigen Kartellbehörden die Genehmigung erteilt hatten, wurde der Kaufpreis von 1.452 MIO € Ende März 2022 in voller Höhe geleistet, die Anteile von Hillebrand vollständig übernommen und der Erwerb damit abgeschlossen. Aus der Erstkonsolidierung entstand ein vorläufiger Firmenwert von rund 1,6 MRD €.

Ertragslage

Veränderungen im Portfolio

Im Januar haben wir die Produktionsrechte sowie weitere Vermögenswerte zur Produktion von StreetScooter-Elektrofahrzeugen an die ODIN Automotive, Luxemburg, veräußert.

Die Tochtergesellschaften von Hillebrand wurden im März in den Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight eingegliedert. Darüber hinaus hat sich unser Portfolio im Berichtszeitraum nicht wesentlich geändert.

Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage
H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- --- ---
Konzernumsatz MIO € 38.333 46.622 19.473 24.029
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) MIO € 3.994 4.496 2.083 2.337
Umsatzrendite1 % 10,4 9,6 10,7 9,7
Gewinn nach Kapitalkosten (EAC) MIO € 2.630 2.898 1.394 1.510
Konzernperiodenergebnis2 MIO € 2.482 2.812 1.292 1.461
Ergebnis je Aktie3 2,01 2,30 1,05 1,20
1 EBIT ÷ Umsatz 2 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 3 Unverwässert

Konzernumsatz steigt im Halbjahr um 21,6   %

Im ersten Halbjahr 2022 stieg der Konzernumsatz von 38.333 MIO € auf 46.622 MIO €, auch weil positive Währungseffekte ihn um 1.508 MIO € erhöht haben. Durch die erstmalige Konsolidierung von Hillebrand stieg der Umsatz um 530 MIO €. 77,0 % des Umsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet (Vorjahr: 72,3 %). Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz von 19.473 MIO € auf 24.029 MIO €, ebenfalls unterstützt durch positive Währungseffekte in Höhe von 961 MIO €.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1.333 MIO € deutlich über dem Vorjahresniveau von 942 MIO €, wozu neben höheren Erträgen aus Währungsumrechnung auch Erträge aus der Neubewertung von Verbindlichkeiten beitrugen.

Deutlich höherer Materialaufwand

Der Materialaufwand hat sich deutlich um 6.428 MIO € auf 26.227 MIO € erhöht, maßgeblich durch gestiegene Transportkosten und höhere Preise für Kerosin. Neben Währungseffekten von 1.078 MIO € hat die Konsolidierung von Hillebrand mit 436 MIO € erhöhend gewirkt. Vor allem die gestiegene Anzahl von Beschäftigten erhöhte den Personalaufwand von 11.678 MIO € auf 12.820 MIO €. Die Abschreibungen lagen mit 2.018 MIO € über dem Vorjahreswert von 1.883 MIO €, auch weil der Krieg in der Ukraine Wertminderungen bei unseren russischen Vermögenswerten in Höhe von 31 MIO € erforderlich machte. Davon fielen 24 MIO € im Unternehmensbereich Express und 7 MIO € im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 2.565 MIO € ebenfalls über dem Niveau des Vorjahres (2.153 MIO €), wozu neben höheren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gestiegene Reise-, Bewirtungs- und Bildungskosten beitrugen. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen verringerte sich deutlich: Einem Ertrag von 44 MIO € im Vorjahr stand ein Verlust von 9 MIO € im Berichtszeitraum gegenüber. Das Vorjahr enthielt Erträge im Zusammenhang mit dem Börsengang einer At-Equity-Beteiligung,

> Anhang, Textziffer 9.

Verbessertes Konzern-EBIT

Das EBIT des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2022 um 502 MIO € auf 4.496 MIO €. Vor allem wegen geringerer Belastungen aus der Bewertung der Stock Appreciation Rights (SAR) zum beizulegenden Zeitwert fiel das Finanzergebnis mit

–269 MIO € ebenfalls besser aus als im Vorjahreszeitraum (–319 MIO €). Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg deutlich um 552 MIO € auf 4.227 MIO €. In der Folge nahmen die Ertragsteuern um 197 MIO € auf 1.226 MIO € zu. Die Steuerquote betrug 29,0 % (Vorjahr: 28,0 %).

Konzernperiodenergebnis gestiegen

Das Konzernperiodenergebnis lag im ersten Halbjahr 2022 mit 3.001 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert von 2.646 MIO €. Davon stehen 2.812 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 189 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich unverwässert von 2,01 € auf 2,30 € und verwässert von 1,96 € auf 2,25 €.

Gewinn nach Kapitalkosten (EAC) ver größert

Das EAC vergrößerte sich im ersten Halbjahr 2022 vor allem durch die gestiegene Ertragskraft von 2.630 MIO € auf 2.898 MIO €. Die kalkulatorischen Kapitalkosten wuchsen besonders durch Investitionen in das Sachanlagevermögen der Unternehmensbereiche Express und Post & Paket Deutschland sowie durch einen Anstieg des kurzfristigen Nettovermögens. Zusätzlich trug die Konsolidierung von Hillebrand zu einer Erhöhung der Vermögenswerte bei.

EBIT after Asset Charge

(EAC, Gewinn nach Kapitalkosten)
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– %
--- --- --- ---
EBIT 3.994 4.496 12,6
- Kapitalkosten –1.364 –1.598 –17,2
\= EAC 2.630 2.898 10,2

Unternehmensbereiche

EXPRESS

Kennzahlen Express
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 11.451 13.366 16,7 5.952 6.993 17,5
davon Europe 4.887 5.469 11,9 2.504 2.817 12,5
Americas 2.379 2.959 24,4 1.244 1.561 25,5
Asia Pacific 4.157 4.836 16,3 2.170 2.531 16,6
MEA (Middle East and Africa) 669 762 13,9 336 400 19,0
Konsolidierung/Sonstiges –641 –660 –3,0 –302 –316 –4,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 2.138 2.072 –3,1 1.177 1.101 –6,5
Umsatzrendite (%)1 18,7 15,5 19,8 15,7
Operativer Cashflow 2.884 2.591 –10,2 1.443 982 –31,9
1 EBIT ÷ Umsatz
Express: Umsatz nach Produkten
MIO € je Tag1 H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Time Definite International (TDI) 70,1 79,7 13,7 73,0 83,6 14,5
Time Definite Domestic (TDD) 6,1 6,0 –1,6 6,0 6,1 1,7
1 Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Produktumsätze zu einheitlichen Währungskursen umgerechnet. Diese Umsätze liegen auch der gewichteten Ermittlung der Arbeitstage zugrunde.
Express: Volumina nach Produkten
Tausend Stück je Tag H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Time Definite International (TDI) 1.219 1.146 –6,0 1.232 1.168 –5,2
Time Definite Domestic (TDD) 669 571 –14,6 644 564 –12,4

Umsätze im internationalen Geschäft wachsen weiterhin

Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2022 um 16,7 % auf 13.366 MIO €. Dabei fielen positive Währungseffekte in Höhe von 531 MIO € an, ohne die der Umsatz um 12,1 % wuchs. Hierin schlägt sich auch nieder, dass die Treibstoffzuschläge in allen Regionen höher als im Vorjahr ausfielen. Ohne Währungseffekte und Treibstoffzuschläge wuchs der Umsatz im Halbjahr um 5,6 %. Im Produktbereich TDI stiegen die täglichen Umsätze weiterhin an, während sie im TDD-Bereich zurückgingen. In beiden Produktbereichen verringerten sich die täglichen Sendungsvolumina.

Der in der Region Europe erzielte Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2022 um 11,9 % auf 5.469 MIO €. Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 55 MIO €, ohne die der Umsatz um 13,0 % wuchs. Im Produktbereich TDI verbesserten sich die täglichen Umsätze um 13,8 %. Die täglichen TDI-Sendungsvolumina verringerten sich um 5,9 %. Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 15,9 %; die Sendungsvolumina gingen um 5,0 % zurück.

In der Region Americas erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 24,4 % auf 2.959 MIO €. Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 205 MIO €, ohne die der Umsatz um 15,8 % wuchs. Die TDI-Sendungen pro Tag blieben im Vorjahresvergleich stabil und die täglichen Umsätze legten um 21,8 % zu. Im zweiten Quartal verbesserten sich die Sendungsvolumina um 2,7 % und die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 21,7 %.

In der Region Asia Pacific verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 16,3 % auf 4.836 MIO €. Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 243 MIO €, ohne die der Umsatz um 10,5 % stieg. Im TDI-Bereich stiegen die täglichen Umsätze um 11,1 %, während die Volumina um 7,9 % zurückgingen. Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 10,7 %; die Sendungsvolumina verringerten sich um 8,1 %.

In der Region MEA (Middle East and Africa) stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 13,9 % auf 762 MIO €. Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 48 MIO €, ohne die der Umsatz um 6,7 % wuchs. Die täglichen TDI-Umsätze verbesserten sich um 7,5 %; die täglichen Volumina sanken um 12,4 %. Im zweiten Quartal erhöhten sich die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 12,8 %; die Sendungsvolumina reduzierten sich um 8,3 %.

EBIT leicht unter dem Vorjahreswert

Im ersten Halbjahr 2022 lag das EBIT für den Unternehmensbereich mit 2.072 MIO € um 3,1 % unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Die Umsatzrendite verschlechterte sich von 18,7 % auf 15,5 %. Im zweiten Quartal lag das EBIT für den Unternehmensbereich mit 1.101 MIO € um 6,5 % unter dem Vorjahreswert, auch bedingt durch die regionalen Lockdowns in China.

GLOBAL FORWARDING, FREIGHT

Kennzahlen Global Forwarding, Freight
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 9.987 15.515 55,4 5.235 8.156 55,8
davon Global Forwarding 7.616 12.937 69,9 4.026 6.824 69,5
Freight 2.433 2.646 8,8 1.240 1.369 10,4
Konsolidierung/Sonstiges –62 –68 –9,7 –31 –37 –19,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 528 1.347 >100 312 746 >100
Umsatzrendite (%)1 5,3 8,7 6,0 9,1
Operativer Cashflow 291 1.113 >100 179 695 >100
1 EBIT ÷ Umsatz

Umsatzzuwächse durch hohes Frachtratenniveau

Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2022 deutlich um 55,4 % auf 15.515 MIO €. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 487 MIO € lag der Umsatz um 50,5 % über dem Vorjahresniveau. Im zweiten Quartal 2022 überstieg der Umsatz den Vorjahreswert um 55,8 %. Im Geschäftsfeld Global Forwarding stieg der Umsatz vor allem durch die anhaltend hohen Frachtraten im ersten Halbjahr um 69,9 % auf 12.937 MIO €. Lässt man positive Währungseffekte in Höhe von 515 MIO € unberücksichtigt, betrug der Anstieg 63,1 %. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes Global Forwarding lag mit 2.562 MIO € im ersten Halbjahr ebenfalls signifikant über dem Vorjahresniveau von 1.496 MIO €.

Global Forwarding: Umsatz
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Luftfracht 3.824 5.633 47,3 1.984 2.777 40,0
Seefracht 2.749 5.829 >100 1.494 3.230 >100
Sonstiges 1.043 1.475 41,4 548 817 49,1
Gesamt 7.616 12.937 69,9 4.026 6.824 69,5
Global Forwarding: Volumina
Tausend H1 2021 H1 2022 +/– %
--- --- --- --- ---
Luftfracht Export Tonnen 1.011 986 –2,5
Seefracht TEU1 1.551 1.642 5,9
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit)
Global Forwarding: Volumina
Tausend Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- ---
Luftfracht Export Tonnen 517 477 –7,7
Seefracht TEU1 787 876 11,3
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit)

Erhöhtes Bruttoergebnis in der Luft- und Seefracht

In der Luftfracht verzeichneten wir im ersten Halbjahr 2022 einen Volumenrückgang um 2,5 %, vor allem auf Handelsrouten von und nach China, bedingt durch den Lockdown in Shanghai im zweiten Quartal. Gleichzeitig blieben die Frachtraten auf einem sehr hohen Niveau, wodurch unser Umsatz mit Luftfracht im ersten Halbjahr das Vorjahresniveau um 47,3 % überstieg. Das Bruttoergebnis verbesserte sich um 68,6 %, unter anderem aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Charterflügen. Im zweiten Quartal 2022 stieg der Umsatz mit Luftfracht um 40,0 % und das Bruttoergebnis lag um 67,4 % über dem Vorjahresniveau.

Die in der Seefracht transportierten Volumina lagen im ersten Halbjahr 2022 um 5,9 % über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der > Hillebrand-Akquisition lagen sie 0,6 % unter dem Vorjahr. Die Marktsituation blieb angesichts der weiterhin stark eingeschränkten Verfügbarkeit von freien Frachtkapazitäten angespannt.

Unser Umsatz mit Seefracht hat sich im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt; ohne Hillebrand betrug der Zuwachs 95,6 %. Das Bruttoergebnis verbesserte sich im Halbjahr um mehr als 100 %. Auch im zweiten Quartal 2022 betrug der Umsatzzuwachs über 100 %; ohne Hillebrand lag er bei 85,9 %.

Umsatz im europäischen Landverkehrsgeschäft legt zu

Im Geschäftsfeld Freight stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 8,8 % auf 2.646 MIO €, dabei fielen negative Währungseffekte in Höhe von 29 MIO € an. Bei den Volumen verzeichneten wir einen Rückgang um 3,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes stieg um 6,3 % auf 670 MIO €. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich um 10,4 %, die Volumina gingen um 4,4 % zurück.

Ergebnissituation weiter verbessert

Das EBIT für den Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2022 von 528 MIO € auf 1.347 MIO € mit einer EBIT-Marge von 8,7 %. Im Geschäftsfeld Global Forwarding entspricht das EBIT dabei 49,6 % des Bruttoergebnisses. Im zweiten Quartal stieg das EBIT für den Unternehmensbereich von 312 MIO € auf 746 MIO €.

SUPPLY CHAIN

Kennzahlen Supply Chain
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 6.556 7.884 20,3 3.315 4.069 22,7
davon EMEA (Europe, Middle East and Africa) 3.142 3.521 12,1 1.609 1.766 9,8
Americas 2.443 3.263 33,6 1.217 1.739 42,9
Asia Pacific 986 1.133 14,9 497 578 16,3
Konsolidierung/Sonstiges –15 –33 <–100 –8 –14 –75,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 365 449 23,0 198 244 23,2
Umsatzrendite (%)1 5,6 5,7 6,0 6,0
Operativer Cashflow 384 226 –41,1 143 119 –16,8
1 EBIT ÷ Umsatz

Zweistelliges Umsatzwachstum setzt sich fort

Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2022 um 20,3 % auf 7.884 MIO €. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 376 MIO € lag der Umsatz um 14,5 % höher als im Vorjahr. Es wurden zweistellige Wachstumsraten in allen Regionen und Sektoren erzielt, wobei Consumer, Retail und Auto-mobility die größten Zuwächse verzeichneten. Das Umsatzwachstum beruhte unter anderem auf E-Fulfillment- und Omni-Channel-basierten Lösungen, Zuwächsen im Neugeschäft sowie Vertragsverlängerungen. Im zweiten Quartal 2022 wuchs der Umsatz um 22,7 % auf 4.069 MIO €.

Supply Chain: Umsatz nach Sektoren und Regionen,

H1 2022
Gesamtumsatz: 7.884 MIO €
davon Retail 28 %
Consumer 23 %
Auto-mobility 16 %
Technology 12 %
Life Sciences & Healthcare 12 %
Engineering & Manufacturing 6 %
Others 3 %
davon Europe/Middle East/Africa/Consolidation 45 %
Americas 41 %
Asia Pacific 14 %

Neugeschäft im Wert von 5 71 MIO € abgeschlossen

Im ersten Halbjahr 2022 wurden im Unternehmensbereich mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von 571 MIO € (Umsatz auf Jahresbasis) abgeschlossen. Dies entspricht einem Vertragsvolumen in Höhe von 2 MRD €. Der größte Teil des Neugeschäfts entfiel auf die Sektoren Retail und Consumer und ist maßgeblich E-Fulfillment- und Omni-Channel-basierten Lösungen zuzurechnen. Die annualisierte Vertragsverlängerungsrate blieb konstant hoch.

Ergebnis wachstum hält an

Das EBIT für den Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2022 auf 449 MIO € (Vorjahr: 365 MIO €). Das Ergebniswachstum folgt der anhaltend guten Umsatzentwicklung und wurde begünstigt durch Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung und Standardisierung sowie Neugeschäft mit höhermargigen Lösungen. Die EBIT-Marge für das Halbjahr lag bei 5,7 %. Im zweiten Quartal 2022 betrug das EBIT für den Unternehmensbereich 244 MIO € (Vorjahr: 198 MIO €).

ECOMMERCE SOLUTIONS

Kennzahlen eCommerce Solutions
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 2.888 2.957 2,4 1.434 1.512 5,4
davon Americas 984 1.023 4,0 499 522 4,6
Europe 1.573 1.581 0,5 779 802 3,0
Asia 336 353 5,1 159 187 17,6
Sonstiges/Konsolidierung –5 0 100,0 –3 1 >100
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 233 211 –9,4 116 109 –6,0
Umsatzrendite (%)1 8,1 7,1 8,1 7,2
Operativer Cashflow 405 296 –26,9 175 126 –28,0
1 EBIT ÷ Umsatz

Umsatzplus in allen Regionen

Der im Unternehmensbereich erzielte Umsatz überstieg im ersten Halbjahr 2022 mit 2.957 MIO € den Vorjahreswert um 2,4 %. Er wurde im Berichtszeitraum durch Portfolioanpassungen in Asien um 69 MIO € reduziert. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 129 MIO € lag der Umsatz insgesamt um 2,1 % unter dem Vorjahr. Im zweiten Quartal 2022 erhöhte sich der Umsatz im Unternehmensbereich um 5,4 % auf 1.512 MIO €.

EBIT unter Vorjahr

Das EBIT für den Unternehmensbereich lag im ersten Halbjahr 2022 mit 211 MIO € unter dem Vorjahreswert von 233 MIO €. Dazu haben vor allem rückläufige Mengen im B2C-Geschäft sowie höhere Kosten beigetragen. Die EBIT-Marge für das Halbjahr lag bei 7,1 %. Im zweiten Quartal 2022 belief sich das EBIT für den Unternehmensbereich auf 109 MIO € (Vorjahr: 116 MIO €).

POST & PAKET DEUTSCHLAND

Kennzahlen Post & Paket Deutschland
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 8.719 8.208 –5,9 4.164 3.963 –4,8
davon Post Deutschland 3.872 3.966 2,4 1.838 1.878 2,2
Paket Deutschland 3.506 3.050 –13,0 1.686 1.506 –10,7
International 1.292 1.151 –10,9 617 558 –9,6
Sonstiges/Konsolidierung 49 41 –16,3 23 21 –8,7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 871 597 –31,5 315 242 –23,2
Umsatzrendite (%)1 10,0 7,3 7,6 6,1
Operativer Cashflow 1.105 880 –20,4 494 401 –18,8
1 EBIT ÷ Umsatz

Umsatz unterschreitet Vorjahresniveau

Im ersten Halbjahr 2022 lag der Umsatz im Unternehmensbereich mit 8.208 MIO € um 5,9 % unter dem Vorjahreswert, vor allem durch einen deutlichen Rückgang im deutschen Paketgeschäft sowie bei internationalen Paket- und Briefsendungen. Im zweiten Quartal ging der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 4,8 % zurück.

Differenzierte Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Im Bereich Brief Kommunikation lagen Umsatz und Volumina im ersten Halbjahr 2022 auf dem Niveau des Vorjahres, im zweiten Quartal sogar darüber. Wesentliche Gründe sind die Preiserhöhungen einiger der Regulierung unterliegender Briefprodukte zum 1. Januar 2022, hohe Briefwahlquoten bei den Landtagswahlen im Frühjahr und ein zusätzlicher Arbeitstag.

Im Bereich Dialog Marketing übertrafen Umsatz und Volumina das pandemiebedingt schwache erste Halbjahr des Vorjahres.

Im deutschen Paketgeschäft sanken die Mengen und Umsätze im ersten Halbjahr 2022 um 16,5 % bzw. 13,0 % vor dem Hintergrund des sehr hohen Vorjahresniveaus.

Post & Paket Deutschland: Umsatz
MIO € H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Post Deutschland 3.872 3.966 2,4 1.838 1.878 2,2
davon Brief Kommunikation 2.694 2.701 0,3 1.252 1.272 1,6
Dialog Marketing 824 908 10,2 411 432 5,1
Sonstiges/Konsolidierung Post Deutschland 354 357 0,8 175 174 –0,6
Paket Deutschland 3.506 3.050 –13,0 1.686 1.506 –10,7
Post & Paket Deutschland: Absatz
MIO Stück H1 2021 H1 2022 +/– % Q2 2021 Q2 2022 +/– %
--- --- --- --- --- --- ---
Post Deutschland 6.748 7.083 5,0 3.267 3.361 2,9
davon Brief Kommunikation 3.130 3.152 0,7 1.410 1.464 3,8
Dialog Marketing 3.135 3.463 10,5 1.597 1.653 3,5
Paket Deutschland 946 790 –16,5 457 392 –14,2

Die Konsumlaune kühlte sich infolge von Inflation und zusätzlich nach dem Beginn des Ukraine-Krieges durch Verunsicherung der Konsumierenden ab.

Im Importgeschäft mit Briefen setzte sich der Trend des ersten Quartals mit sinkenden Mengen beim leichtgewichtigen Warenversand aus Asien im zweiten Quartal 2022 fort. Auch beim Import von Paketen konnte das pandemiebedingt sehr hohe Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden. Dies gilt auch für den Export von Dokumenten nach Europa und in den Rest der Welt.

EBIT bleibt hinter starkem Vorjahreshalbjahr zurück

Das EBIT für den Unternehmensbereich blieb im ersten Halbjahr 2022 mit 597 MIO € um 31,5 % hinter dem starken Vorjahreszeitraum zurück, in dem wir pandemiebedingt vor allem höhere Umsätze im Paketgeschäft erzielt haben. Durch striktes Kostenmanagement und Umsatzzuwächse im Bereich Dialog Marketing konnten die EBIT-Auswirkungen des Umsatzrückgangs im Halbjahr zum Teil ausgeglichen werden. Im zweiten Quartal 2022 hat sich die negative EBIT-Entwicklung verglichen mit den ersten drei Monaten deutlich abgeschwächt.

Nachhaltigkeit

Wir arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsfahrplans und an dem Erreichen unserer ESG-Ziele. Die absoluten Treibhausgasemissionen lagen im Berichtszeitraum, bedingt durch den leichten Rückgang des Transportvolumens und durch eine bessere Auslastung des Luftverkehrsnetzes, unter den Vorjahreswerten. Vor dem Hintergrund der aktuell großen Herausforderungen in der Verfügbarkeit von nachhaltigen Kraftstoffen im Luft- und Seetransport liegen wir mit den beschafften Mengen unter unseren Planwerten.

Unsere Klimaschutzziele sind im Einklang mit den Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi) entwickelt und wurden im Juni zur Validierung durch die SBTi eingereicht.

Finanzlage

Ausgewählte Kennzahlen zur Finanzlage
MIO € H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- ---
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. Juni 3.887 3.493 3.887 3.493
Veränderung flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente –630 –61 –1.208 –807
Zahlungsmittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 4.728 4.410 2.238 1.984
Zahlungsmittelabfluss/-zufluss aus Investitionstätigkeit –1.490 201 –684 1.164
Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit –3.868 –4.672 –2.762 –3.955

Aktualisierte Finanzstrategie

Aufbauend auf den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements und in Anbetracht der starken Finanzlage des Konzerns hat der Konzernvorstand im Januar 2022 die Finanzstrategie aktualisiert. Sie berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre auch die Anforderungen der Fremdkapitalgeber und konzentriert sich auf Wertschöpfung durch eine transparente und effektive Kapitalallokation. Sie zielt zudem darauf ab, die finanzielle Flexibilität und die niedrigen Kapitalkosten des Konzerns mit einem hohen Maß an Kontinuität und Vorhersehbarkeit für die Investoren aufrechtzuerhalten und die ESG Roadmap des Konzerns zu unterstützen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein Stand-alone-Ziel-Rating zwischen „Baa1“ und „A3“ bzw. „BBB+“ und „A–“. Die Strategie setzt zudem klare Prioritäten für die Verwendung verfügbarer Liquidität. Sie wird zunächst zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs, zur Finanzierung organischer Investitionen und für reguläre Dividendenzahlungen verwendet. Danach würden zusätzliche Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe sowie anorganisches Wachstum in Betracht gezogen werden. Im Juni wurde unsere Kreditwürdigkeit von Moody’s Investors Service von „A3“ auf „A2“ bei weiterhin stabilem Ausblick hochgestuft. Des Weiteren wurde im April der Ausblick auf unsere Kreditwürdigkeit von Fitch Ratings von stabil auf positiv geändert, @ dpdhl.com.

Solide Liquidität

Zum 30. Juni 2022 verfügte der Konzern über eine berichtete Liquidität in Höhe von 4,0 MRD €, bestehend aus flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 3,5 MRD € und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 0,5 MRD €. Angesichts unserer soliden Liquidität wurde die syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 MRD € nicht in Anspruch genommen. Über die syndizierte Kreditlinie hinaus bestanden zum Stichtag ungenutzte bilaterale Kreditlinien über 1,3 MRD €. Im Berichtszeitraum wurde die im Juni 2012 begebene Anleihe über 0,5 MRD € zurückgezahlt. Zum 30. Juni 2022 standen daher noch neun Anleihen im Gesamtvolumen von 6,2 MRD € und mit einer volumen-gewichteten durchschnittlichen Restlaufzeit von 4,9 Jahren aus.

Investitionen für Vermögenswerte auf Vorjahresniveau

Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 auf 1.362 MIO € (Vorjahr: 1.377 MIO €). Weitere Investitionen in die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte wurden wie geplant vorgenommen. In diesem Zusammenhang wurden zwei Boeing-777-Frachtflugzeuge ausgeliefert und Anzahlungen für die neue Bestellung von sechs weiteren Frachtflugzeugen desselben Typs geleistet. Teilweise entfielen diese Investitionen auf Nutzungsrechte.

Wie sich die Investitionen in Anlageklassen sowie nach Divisionen und Regionen aufteilen, zeigen wir im > Anhang, Textziffer 11 und 16.

Ermittlung des Free Cashflow
MIO € H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- ---
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 4.728 4.410 2.238 1.984
Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 56 49 19 23
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten –1.429 –1.487 –725 –748
Zahlungsmittelabfluss aus der Veränderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten –1.373 –1.438 –706 –725
Abgänge von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 3 64 3 21
Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 –1.381 0 –4
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und anderen Beteiligungen –2 0 0 0
Zahlungsmittelzufluss/-abfluss aus Desinvestitionen/Akquisitionen 1 –1.317 3 17
Einzahlungen aus Leasingforderungen 14 88 7 46
Zinsen aus Leasingforderungen 0 9 0 4
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –1.033 –1.075 –491 –550
Zinsen für Leasingverbindlichkeiten –186 –212 –92 –110
Zahlungsmittelabfluss aus Leasing –1.205 –1.190 –576 –610
Erhaltene Zinsen (ohne Leasing) 33 78 18 57
Gezahlte Zinsen (ohne Leasing) –82 –75 –58 –58
Nettozinszahlungen –49 3 –40 –1
Free Cashflow 2.102 468 919 665

Mittel aus operativer Geschäftstätigkeit gesunken

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank im ersten Halbjahr 2022 von 4.728 MIO € im Vorjahr auf 4.410 MIO €. Das verbesserte EBIT wurde durch gestiegene Ertragsteuerzahlungen und vor allem einen höheren Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital mehr als kompensiert.

Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 201 MIO € gegenüber einem Mittelabfluss von 1.490 MIO € im Vorjahr. Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten fielen in Höhe von 1.381 MIO € an, primär für die Übernahme von Hillebrand. Aus dem Abgang von sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind 210 MIO € zugeflossen, die vor allem aus der Rückzahlung von begebenen Darlehen stammen. Die Veränderung der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte hat zu einem Mittelzufluss von 2.671 MIO € geführt; dem stand im Vorjahr ein Mittelabfluss von 145 MIO € gegenüber. Im Berichtszeitraum wurden hauptsächlich Geldmarktfonds verkauft, um die Dividendenzahlung an die Aktionäre und den Kaufpreis für Hillebrand zu leisten.

Der Free Cashflow ging deutlich von 2.102 MIO € auf 468 MIO € zurück; der Rückgang war wesentlich geprägt durch die Kaufpreiszahlung für Hillebrand. Ohne diesen Netto-Zahlungsmittelabfluss von 1.379 MIO € liegt der Free Cashflow bei 1.847 MIO €.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stieg von 3.868 MIO € auf 4.672 MIO €. Die Dividendenzahlung erhöhte sich für das Geschäftsjahr 2021 um 532 MIO € auf 2.205 MIO €. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sank im Vergleich zum 31. Dezember 2021 leicht von 3.531 MIO € auf 3.493 MIO €.

Vermögenslage

Ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage
31. Dez. 2021 30. Juni 2022
--- --- --- ---
Eigenkapitalquote (Equity Ratio) % 30,7 33,9
Nettofinanzverschuldung MIO € 12.772 16.344
Net Interest Cover1 17,0 22,5
Net Gearing % 39,6 42,1
1 Im ersten Halbjahr

Konzernbilanzsumme erhöht

Zum 30. Juni 2022 lag die Bilanzsumme des Konzerns mit 66.351 MIO € über dem Stand zum 31. Dezember 2021 (63.592 MIO €).

Auf der Aktivseite nahmen die langfristigen Vermögenswerte von 40.858 MIO € auf 43.799 MIO € zu. Vor allem die Erstkonsolidierung von Hillebrand ließ die immateriellen Vermögenswerte um 1.830 MIO € auf 13.906 MIO € steigen. Das Sachanlagevermögen nahm um 1.432 MIO € auf 26.335 MIO € spürbar zu, wobei Investitionen und positive Währungseffekte die Abschreibungen und Abgänge deutlich übertrafen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen erheblich um 260 MIO € auf 847 MIO €, insbesondere da versicherungsmathematische Gewinne das Pensionsvermögen deutlich erhöht haben. Vor allem weil wir Geldmarktfonds verkauft haben, sind die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 3.088 MIO € auf 471 MIO € beträchtlich gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen von 11.683 MIO € auf 13.411 MIO € zu. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 455 MIO € auf 4.043 MIO €. Darin enthalten ist die Abgrenzung des im Voraus bezahlten Jahresbeitrags für die Beamtenpensionen an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation, die zum Bilanzstichtag 160 MIO € betrug. Die flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich leicht um 38 MIO € auf 3.493 MIO €. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte erhöhten sich um 89 MIO € auf 110 MIO €, vornehmlich weil wir beabsichtigen, unser Geschäft in Russland zu verkaufen.

Auf der Passivseite lag das den Aktionären der AG zustehende Eigenkapital mit 21.844 MIO € über dem Niveau des 31. Dezember 2021 (19.037 MIO €): Es wurde durch das Konzernperiodenergebnis, die Neubewertung der Pensionsrückstellungen und Währungseffekte erhöht sowie durch die Dividendenzahlung und Aktienrückkäufe verringert. Vor allem höhere Zinsen ließen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen merklich um 2.169 MIO € auf 2.016 MIO € sinken. Die Finanzschulden lagen mit 20.961 MIO € um 1.064 MIO € über dem Niveau zum Jahresende, vor allem weil die Leasingverbindlichkeiten gestiegen sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 9.556 MIO € auf 9.828 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten vergrößerten sich um 458 MIO € auf 6.596 MIO €, vornehmlich weil die Verbindlichkeiten gegenüber Beschäftigten, zum Beispiel aus Urlaubsansprüchen, zugenommen haben.

Nettofinanzverschuldung steigt auf 16.344 MIO €

Unsere Nettofinanzverschuldung stieg von 12.772 MIO € zum 31. Dezember 2021 auf 16.344 MIO € zum 30. Juni 2022. Die Eigenkapitalquote lag mit 33,9 % über dem Wert zum 31. Dezember 2021 (30,7 %). Die Kennzahl Net Interest Cover nahm von 17,0 auf 22,5 zu. Das Net Gearing belief sich zum 30. Juni 2022 auf 42,1 %.

Nettofinanzverschuldung
MIO € 31. Dez. 2021 30. Juni 2022
--- --- ---
Langfristige Finanzschulden 16.589 17.313
+ Kurzfristige Finanzschulden 2.802 3.052
\= Finanzschulden1 19.391 20.365
- Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.531 3.493
- Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3.088 471
- Positiver Marktwert langfristiger Finanzderivate2 0 57
\= Finanzielle Vermögenswerte 6.619 4.021
Nettofinanzverschuldung 12.772 16.344
1 Abzüglich Finanzschulden mit operativem Charakter

2 In der Bilanz ausgewiesen unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten

PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKEN

Künftige Rahmenbedingungen

Die Fähigkeit der Ukraine, dem russischen Angriff seit Monaten standzuhalten, deutet auf einen länger andauernden militärischen Konflikt hin. Daher ist mit einem Ende der Belastungen der Wirtschaft – unter anderem durch höhere Energiepreise – und des Inflationsdrucks nicht bald zu rechnen. Gleichzeitig zeigen wieder steigende Infektionszahlen, dass es größere Risiken pandemiebedingter Einschränkungen im kommenden Winter geben könnte.

Die Wirtschaftsprognosen werden derzeit in rascher Folge angepasst. Für diesen Bericht beziehen wir uns auf den letzten zum Redaktionsschluss verfügbaren Stand.

S&P Global erwartet für 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von nur noch 2,7 % anstatt der im April bereits auf 3,2 % abgesenkten Prognose. Der IWF rechnet in seiner Juliprognose mit einem Anstieg des Welthandelsvolumens um 4,1 %, weniger als halb so viel wie im Vorjahr. Zur Jahresmitte überwiegen Risiken für die globale Nachfrage, sowohl im Hinblick auf die wachstumsdämpfenden und inflationstreibenden Folgen des Krieges als auch wegen weiterhin bestehender Pandemiegefahren. Eine durchgreifende Erholung interkontinentaler Transporte ist daher nicht vor Mitte 2023 zu erwarten.

In den USA dürfte das durchschnittliche BIP-Wachstum 2022 mit nur 1,4 % besonders niedrig sein.

In China dürfte das BIP trotz des pandemiebedingten Einbruchs im zweiten Quartal insgesamt stärker wachsen (Prognose: 4,0 %), erneute großflächige Lockdowns würden aber vor allem die Prognose für 2023 von aktuell 5,2 % substanziell dämpfen.

Der Euroraum, für den S&P Global ein Wachstum von 2,5 % prognostiziert, profitiert von den späten Lockerungen und fiskalischen Stützungsmaßnahmen. Die Leitzinserhöhung der EZB um 0,50 % am 21. Juli und die Vorankündigung weiterer Zinserhöhungen in den nächsten Monaten verbessern die Chancen für eine Eindämmung der Inflationsdynamik bei gleichzeitig nur mäßiger zusätzlicher Eintrübung der Konjunktur, da Letztere weiterhin vor allem durch Angebotsengpässe und nicht fehlende Nachfrage belastet sein wird.

Für Deutschland hängt viel davon ab, ob Russland zumindest einen Teil seiner vertraglich vereinbarten Gasexporte aufrechterhält und damit eine akute Mangellage abgewendet wird. Die extrem hohen Gaspreise werden die Regierung wohl zu weiteren fiskalischen Stützungsmaßnahmen zwingen. Aktuell wird nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % im laufenden und 1,2 % im folgenden Jahr erwartet.

Prognose

Die Entwicklung des Geschäfts im ersten Halbjahr 2022 hat im Wesentlichen unseren Erwartungen an die Wachstumstendenzen für B2B-Volumina entsprochen; ebenso hat sich im B2C-Geschäft die erwartete Normalisierung gezeigt. Auch die Ungleichgewichte in den internationalen Transportmärkten hielten an. Im zweiten Halbjahr sollte die Normalisierung der B2C-Volumina gegen die hohen Vorjahreswerte geringer ausfallen und eine Trendumkehr zum strukturellen Wachstumspfad beginnen. Das B2B-Geschäft dürfte sich weiter im Spannungsfeld aus Nachfrageentwicklung und Kapazitätsengpässen entwickeln.

Wir erwarten vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin ein Konzern-EBIT in Höhe von rund 8,0 MRD € mit einer Abweichung von maximal + / – 5  %. Dabei erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche unverändert insgesamt ein EBIT von rund 7,0 MRD € mit einer Abweichung von maximal + / – 4  %. Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland gehen wir von einem EBIT von rund 1,5 MRD € mit einer Abweichung von maximal + / – 10  % aus. Der Ergebnisbeitrag der Group Functions wird voraussichtlich bei rund –0,45 MRD € liegen.

Zur besseren Einschätzung, wie sich gegebenenfalls im zweiten Halbjahr die Ausbildung eines – von vielen Marktbeobachtern befürchteten – rezessiven Wirtschaftsumfeldes auf die Ergebnislage im laufenden Jahr auswirken könnte, haben wir verschiedene Szenarien betrachtet. Der Konzern erwartet auch im Falle einer drastischen Abkühlung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2022 ein EBIT in der unteren Hälfte der prognostizierten Spanne, also zwischen 7,6 und 8,0 MRD €. Sollte sich das globale BIP-Wachstum in der zweiten Jahreshälfte nur allmählich verlangsamen, rechnet der Konzern mit einem EBIT in der oberen Hälfte der prognostizierten Spanne, also zwischen 8,0 und 8,4 MRD €. Bei einer gegenüber dem ersten Halbjahr unverändert fortgesetzten Geschäftsentwicklung hält der Konzern sogar ein EBIT oberhalb der prognostizierten Spanne, also von mehr als 8,4 MRD €, für möglich.

Wir beabsichtigen weiterhin, die Investitionen (ohne Leasing) im Jahr 2022 auf rund 4,2 MRD € zu erhöhen. Den Free Cashflow (gerechnet ohne Akquisitionen /Desinvestitionen) erwarten wir bei rund 3,6 MRD € mit einer Abweichung von + / – 5  %.

Chancen und Risiken

In der Gesamtwirkung aller Währungseffekte sehen wir für den Konzern inzwischen nur noch ein Risiko und eine Chance niedriger Bedeutung.

Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, sowohl die direkten Effekte auf unser Geschäft in Russland und der Ukraine als auch indirekte Effekte, wie eine höhere Inflation und die Abschwächung der Weltwirtschaft, stellen für uns derzeit ein Risiko mittlerer Bedeutung dar.

Aus sinkenden Wachstumsraten im Paketgeschäft ergibt sich für uns ebenfalls ein Risiko mittlerer Bedeutung.

Darüber hinaus hat sich die im @ Geschäftsbericht 2021 ab Seite 63 dargestellte Chancen- und Risikosituation des Konzerns im ersten Halbjahr 2022 nicht wesentlich verändert. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Jahr keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

1. Januar bis 30. Juni
MIO € Textziffer H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 4 38.333 46.622 19.473 24.029
Sonstige betriebliche Erträge 5 942 1.333 528 770
Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 6 188 180 151 152
Materialaufwand –19.799 –26.227 –10.216 –13.743
Personalaufwand –11.678 –12.820 –5.840 –6.500
Abschreibungen 7 –1.883 –2.018 –953 –1.009
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 –2.153 –2.565 –1.104 –1.355
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 9 44 –9 44 –7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 3.994 4.496 2.083 2.337
Finanzerträge 75 197 45 105
Finanzaufwendungen –373 –423 –195 –225
Fremdwährungsergebnis –21 –43 –15 –26
Finanzergebnis –319 –269 –165 –146
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.675 4.227 1.918 2.191
Ertragsteuern –1.029 –1.226 –537 –636
Konzernperiodenergebnis 2.646 3.001 1.381 1.555
davon entfielen auf Aktionäre der Deutsche Post AG 2.482 2.812 1.292 1.461
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile 164 189 89 94
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 10 2,01 2,30 1,05 1,20
Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 10 1,96 2,25 1,02 1,17

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1. Januar bis 30. Juni
MIO € H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- ---
Konzernperiodenergebnis 2.646 3.001 1.381 1.555
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden

Veränderung durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen
1.731 2.374 286 1.654
Eigenkapitalinstrumente ohne Umgliederung 12 1 9 –3
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis –173 –191 –104 –99
Gesamt (nach Steuern) 1.570 2.184 191 1.552
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden

Hedge-Rücklagen

Veränderungen aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten
22 34 11 17
Veränderungen aus realisierten Gewinnen und Verlusten 1 –11 –3 –7
Währungsumrechnungsrücklage

Veränderungen aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten
375 768 –105 524
Veränderungen aus realisierten Gewinnen und Verlusten 0 0 0 0
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis –6 –6 –2 –2
Anteil nach der Equity-Methode bilanzierter Unternehmen am sonstigen

Ergebnis (nach Steuern)
1 7 –2 5
Gesamt (nach Steuern) 393 792 –101 537
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 1.963 2.976 90 2.089
Gesamtergebnis 4.609 5.977 1.471 3.644
davon entfielen auf Aktionäre der Deutsche Post AG 4.434 5.768 1.382 3.539
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile 175 209 89 105

BILANZ

MIO € Textziffer 31. Dez. 2021 30. Juni 2022
AKTIVA

Immaterielle Vermögenswerte
11 12.076 13.906
Sachanlagen 11 24.903 26.335
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 48 22
Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 111 114
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 12 1.190 1.145
Sonstige langfristige Vermögenswerte 587 847
Aktive latente Steuern 1.943 1.430
Langfristige Vermögenswerte 40.858 43.799
Vorräte 593 765
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12 3.088 471
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.683 13.411
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.588 4.043
Ertragsteueransprüche 230 259
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.531 3.493
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 13 21 110
Kurzfristige Vermögenswerte 22.734 22.552
SUMME AKTIVA 63.592 66.351
MIO € Textziffer 31. Dez. 2021 30. Juni 2022
PASSIVA

Gezeichnetes Kapital
14 1.224 1.218
Kapitalrücklage 15 3.533 3.522
Andere Rücklagen –733 38
Gewinnrücklagen 15 15.013 17.066
Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnendes Eigenkapital 19.037 21.844
Nicht beherrschende Anteile 462 652
Eigenkapital 19.499 22.496
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.185 2.016
Passive latente Steuern 137 140
Sonstige langfristige Rückstellungen 1.946 1.980
Langfristige Finanzschulden 16.614 17.339
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 304 339
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 23.186 21.814
Kurzfristige Rückstellungen 1.208 1.200
Kurzfristige Finanzschulden 3.283 3.622
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.556 9.828
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.138 6.596
Ertragsteuerverpflichtungen 717 712
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 13 5 83
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 20.907 22.041
SUMME PASSIVA 63.592 66.351

KAPITALFLUSSRECHNUNG

1. Januar bis 30. Juni
MIO € H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- ---
Konzernperiodenergebnis 2.646 3.001 1.381 1.555
Ertragsteuern 1.029 1.226 537 636
Finanzergebnis 319 269 165 146
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 3.994 4.496 2.083 2.337
Abschreibungen 1.883 2.018 953 1.009
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 8 –63 6 –9
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen –35 –7 –56 –67
Veränderung Rückstellungen –78 24 –87 27
Veränderung sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten –20 –47 –4 –22
Erhaltene Dividende 0 5 0 3
Ertragsteuerzahlungen –544 –845 –271 –457
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Änderung des

kurzfristigen Nettovermögens
5.208 5.581 2.624 2.821
Veränderung von Posten der kurzfristigen Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten

Vorräte
–129 –110 –101 –109
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte –1.312 –1.488 –273 –641
Verbindlichkeiten und sonstige Posten 961 427 –12 –87
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 4.728 4.410 2.238 1.984
Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten 3 64 3 21
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 56 49 19 23
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 20 210 8 161
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 79 323 30 205
1. Januar bis 30. Juni
MIO € H1 2021 H1 2022 Q2 2021 Q2 2022
--- --- --- --- ---
Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten 0 –1.381 0 –4
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte –1.429 –1.487 –725 –748
Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen und andere Beteiligungen –2 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte –26 –12 –24 –2
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte –1.457 –2.880 –749 –754
Erhaltene Zinsen 33 87 18 61
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte –145 2.671 17 1.652
Mittelabfluss/-zufluss aus Investitionstätigkeit –1.490 201 –684 1.164
Aufnahme langfristiger Finanzschulden 130 0 130 0
Tilgung langfristiger Finanzschulden –1.808 –1.938 –507 –1.348
Veränderung kurzfristiger Finanzschulden 55 18 –373 2
Sonstige Finanzierungstätigkeit 36 93 32 45
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 8 0 0
An Aktionäre der Deutsche Post AG gezahlte Dividende –1.673 –2.205 –1.673 –2.205
An nicht beherrschende Anteilseigner gezahlte Dividende –27 –29 –15 –16
Erwerb eigener Anteile –313 –332 –206 –265
Zinszahlungen –268 –287 –150 –168
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit –3.868 –4.672 –2.762 –3.955
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel –630 –61 –1.208 –807
Einfluss von Wechselkursänderungen auf flüssige Mittel 35 72 –18 37
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 –49 0 –47
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Berichtsperiode 4.482 3.531 5.113 4.310
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 3.887 3.493 3.887 3.493

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

1. Januar bis 30. Juni Andere Rücklagen
MIO € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Hedge-

Rücklagen
Eigenkapital-

instrumente ohne Um-

gliederung
Währungs-

umrechnungs-

rücklage
--- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2021 1.239 3.519 –17 –27 –1.622
Dividende
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der nicht beherrschenden Anteile
Kapitalerhöhung/-herabsetzung –4 –9
Gesamtergebnis

Konzernperiodenergebnis
Währungsumrechnungsdifferenzen 366
Veränderung durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen
Übrige Veränderungen 17 12
Stand 30. Juni 2021 1.235 3.510 0 –15 –1.256
Stand 1. Januar 2022 1.224 3.533 6 –12 –727
Dividende
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der nicht beherrschenden Anteile
Kapitalerhöhung/-herabsetzung –6 –11
Gesamtergebnis

Konzernperiodenergebnis
Währungsumrechnungsdifferenzen 755
Veränderung durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen
Übrige Veränderungen 17 –1
Stand 30. Juni 2022 1.218 3.522 23 –13 28
1. Januar bis 30. Juni
MIO € Gewinn-

rücklagen
Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnendes Eigenkapital Nicht

beherrschende Anteile
Eigenkapital

gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2021 10.685 13.777 301 14.078
Dividende –1.673 –1.673 –27 –1.700
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0 0
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der nicht beherrschenden Anteile 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung –517 –530 0 –530
–2.203 –27 –2.230
Gesamtergebnis

Konzernperiodenergebnis
2.482 2.482 164 2.646
Währungsumrechnungsdifferenzen 366 11 377
Veränderung durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen 1.557 1.557 0 1.557
Übrige Veränderungen 0 29 0 29
4.434 175 4.609
Stand 30. Juni 2021 12.534 16.008 449 16.457
Stand 1. Januar 2022 15.013 19.037 462 19.499
Dividende –2.205 –2.205 –30 –2.235
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 7 7 0 7
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der nicht beherrschenden Anteile 0 11 11
Kapitalerhöhung/-herabsetzung –746 –763 0 –763
–2.961 –19 –2.980
Gesamtergebnis

Konzernperiodenergebnis
2.812 2.812 189 3.001
Währungsumrechnungsdifferenzen 755 20 775
Veränderung durch Neubewertungen der Nettopensionsrückstellungen 2.185 2.185 0 2.185
Übrige Veränderungen 0 16 0 16
5.768 209 5.977
Stand 30. Juni 2022 17.066 21.844 652 22.496

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

Unternehmensinformation

Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 und wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Grundlagen und Methoden

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen verkürzten Zwischenabschluss erforderlich sind.

Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr 2022 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren grundsätzlich auf denselben, die dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 zugrunde lagen. Abweichungen hierzu bilden die seit dem Geschäftsjahr 2022 erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS, die jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss gehabt haben. Ausführliche Erläuterungen zu den Inhalten finden sich im

@ Geschäftsbericht 2021, Anhang, Textziffer 5.

Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Steuersatz für 2022 erhöhte sich, vor allem weil ein geringerer zusätzlicher Ansatz von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund der Nutzung steuerlicher Verluste im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird.

Gemäß IAS 29 erfüllt die Türkei seit Anfang 2022 die Kriterien für eine kumulative Inflation von mehr als 100 % in einem Dreijahreszeitraum. Aufgrund der unwesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss wurde davon abgesehen, für türkische Gesellschaften eine Rechnungslegung für Hochinflationsländer einzuführen.

2 Konsolidierungskreis

Die folgende Tabelle gibt die Anzahl der zum Konsolidierungskreis der Deutsche Post AG gehörenden Unternehmen an:

Konsolidierungskreis
31. Dez. 2021 30. Juni 2022
--- --- ---
Anzahl der vollkonsolidierten

Unternehmen (Tochterunternehmen)

Inländisch
83 82
Ausländisch 636 690
Anzahl der Unternehmen mit

gemeinschaftlicher Tätigkeit

Inländisch
1 1
Ausländisch 0 0
Anzahl der nach der Equity-Methode

bilanzierten Unternehmen

Inländisch
1 1
Ausländisch 16 18

Der Anstieg der zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften resultierte in erster Linie aus dem Erwerb des Seefrachtspezialisten J.F. Hillebrand Group (Hillebrand) mit seinen rund neunzig Gesellschaften.

Unternehmenserwerbe 2022

Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich folgende Unternehmenserwerbe:

Unternehmenserwerbe 2022
Name Land Segment Kapitalanteil

%
Erwerbszeitpunkt
--- --- --- --- ---
J.F. Hillebrand Group Deutschland Global Forwarding, Freight 100 März 2022

Im März 2022 hat Deutsche Post DHL Group Hillebrand mit rund neunzig Gesellschaften übernommen. Hillebrand ist ein globaler Dienstleister, der sich auf Seefrachtspedition, Transport und Logistik von Getränken, ungefährlichen flüssigen Massengütern und anderen Produkten, deren Transport besondere Sorgfalt erfordert, spezialisiert hat. Der Erwerb ermöglicht Global Forwarding, Freight den Ausbau des Geschäfts in diesem Marktsegment. Im August 2021 hatte Deutsche Post DHL Group eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet und eine Sicherheitsleistung von 100 MIO € hinterlegt. Mit Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden wurde der Kaufpreis von 1.452 MIO € Ende März 2022 in voller Höhe geleistet.

J.F. Hillebrand Group
MIO € Vorläufiger

Zeitwert
--- ---
Langfristige Vermögenswerte 102
Kurzfristige Vermögenswerte 488
Flüssige Mittel 72
AKTIVA 662
Langfristige Verbindlichkeiten und

Rückstellungen
314
Kurzfristige Verbindlichkeiten und

Rückstellungen
489
PASSIVA 803
Vorläufiges Nettovermögen –141
Kaufpreis 1.452
Unterschiedsbetrag 1.593
Nicht beherrschende Anteile 11
Vorläufiger Firmenwert 1.604

Zum jetzigen Zeitpunkt ergibt sich ein vorläufiger, steuerlich nicht abzugsfähiger Firmenwert von rund 1,6 MRD €. Er entfällt insbesondere auf die erwarteten Synergien und Netzwerkeffekte im dynamischen Seefrachtspeditionsmarkt. Die kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe 298 MIO €. Abweichungen zwischen Bruttowert und Buchwert bestanden in Höhe von 21 MIO €.

Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ist aus zeitlichen Gründen noch nicht abgeschlossen. Die Darstellung der finalen Kaufpreisallokation erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Seit dem Zeitpunkt der Konsolidierung haben die Gesellschaften 530 MIO € zum Konzernumsatz sowie 37 MIO € zum Konzern-EBIT beigetragen. Demgegenüber standen Transaktionskosten in Höhe von 20 MIO €. Wären die Gesellschaften schon zum 1. Januar 2022 vollkonsolidiert worden, hätten sie weitere 437 MIO € zum Konzernumsatz bzw. 20 MIO € zum Konzern-EBIT erbracht.

Abgangs- und Entkonsolidierungseffekte

Im ersten Halbjahr 2022 sind folgende Gesellschaften verkauft worden:

Unternehmensverkäufe 2022
Name Land Segment Kapitalanteil

%
Abgangszeitpunkt
--- --- --- --- ---
Wesentliche Unternehmensverkäufe

StreetScooter und Tochtergesellschaften
Deutschland,

Japan, Schweiz
Group Functions 100 Januar 2022
Unwesentliche Unternehmensverkäufe

Greenplan GmbH
Deutschland Group Functions 100 Januar 2022
Véron Grauer AG Schweiz Global Forwarding, Freight 100 März 2022
DHL Global Forwarding Côte d’Ivoire S.A. Elfenbeinküste Global Forwarding, Freight 100 Juni 2022
DHL Global Forwarding (Senegal) S.A. Senegal Global Forwarding, Freight 100 Juni 2022

Am 3. Januar 2022 veräußerte Deutsche Post DHL Group die Produktionsrechte und das vollständige Eigentum an den immateriellen Vermögenswerten zur Produktion von StreetScooter-Elektrotransportern sowie sämtliche Anteile an der StreetScooter Japan K.K. und der StreetScooter Schweiz AG an ODIN Automotive S.à.r.L., Luxemburg. Im Geschäftsjahr 2022 resultierte aus der Veräußerung ein Gewinn in Höhe von 66 MIO €,

> Textziffer 5.

MIO € StreetScooter
Langfristige Vermögenswerte 15
Kurzfristige Vermögenswerte 0
Flüssige Mittel 2
AKTIVA 17
Langfristige Rückstellungen und

Verbindlichkeiten
1
Kurzfristige Rückstellungen und

Verbindlichkeiten
5
PASSIVA 6
Nettovermögen 11
Erhaltene Gegenleistung

in Zahlungsmitteln
67
in Beteiligung an ODIN 10
Entkonsolidierungsgewinn 66

Weiterhin konnte mit den Verkäufen der Greenplan GmbH, Deutschland, einem Anbieter von Routenplanungslösungen, Erträge in Höhe von 3 MIO € und der in der Güterbeförderung tätigen Véron Grauer AG Erträge in Höhe von 5 MIO € erzielt werden. Die Gewinne werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der Verkauf der beiden afrikanischen Gesellschaften ergab einen Verlust von unter 1 MIO €, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird.

3 Wesentliche Geschäftsvorfälle

Aktienrückkauf von bis zu 2 MRD €

Der Vorstand der Deutsche Post AG hat im Februar 2022 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu 50 MIO Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 2 MRD € durchzuführen. Die zurückgekauften Aktien werden entweder eingezogen, für die Bedienung von langfristigen Vergütungsprogrammen für Führungskräfte, etwaigen zukünftigen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder für die Erfüllung möglicher Verpflichtungen aufgrund der Ausübung von Rechten aus der Wandelschuldverschreibung 2017/2025 genutzt. Der Rückkauf über die Börse begann am 8. April 2022 und endet spätestens im Dezember 2024. Das Aktienrückkaufprogramm erfolgt auf Grundlage der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 6. Mai 2021, > Textziffer 14 und 15.

Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung

4 Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern

MIO € H1 2021 H1 2022
Express 11.204 13.084
Global Forwarding, Freight 9.358 14.814
Global Forwarding 7.473 12.699
Freight 1.885 2.115
Supply Chain 6.501 7.849
eCommerce Solutions 2.824 2.888
Post & Paket Deutschland 8.424 7.972
Post Deutschland 3.851 3.947
Paket Deutschland 3.491 3.040
International 1.007 920
Sonstiges 75 65
Group Functions 22 15
Umsatz gesamt 38.333 46.622

5 Sonstige betriebliche Erträge

Der Anstieg der Erträge aus Währungsumrechnung resultiert aus der Volatilität an den Währungsmärkten. Ihnen stehen korrespondierende Aufwendungen gegenüber.

Die Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten enthalten unter anderem den Veräußerungsgewinn des StreetScooter-Geschäfts.

In den übrigen Erträgen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten.

MIO € H1 2021 H1 2022
Erträge aus Währungsumrechnung 156 300
Versicherungserträge 142 169
Erträge aus der Neubewertung von

Verbindlichkeiten
74 160
Erträge aus dem Abgang von

Vermögenswerten
21 99
Erträge aus Operating-Lease-

Verhältnissen
58 72
Erträge aus Vergütungen und

Erstattungen
52 61
Erträge aus der Auflösung von

Rückstellungen
72 54
Erträge aus Sublease-Verhältnissen 36 42
Zuschüsse 55 37
Erträge aus der Ausbuchung von

Verbindlichkeiten
9 24
Erträge aus periodenfremden

Abrechnungen
42 23
Erträge aus Schadenersatz 13 20
Erträge aus Zahlungseingängen auf

abgeschriebene Forderungen
10 9
Erträge aus Derivaten 2 3
Werterhöhungen Forderungen und

sonstige Vermögenswerte
10 0
Übrige Erträge 190 260
Gesamt 942 1.333

6 Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen

MIO € H1 2021 H1 2022
Bestandsveränderungen

Ertrag (+)/Aufwand (–)
67 30
Aktivierte Eigenleistungen 121 150
Gesamt 188 180

Die Bestandsveränderungen betreffen in erster Linie die Immobilienentwicklungsprojekte. Die Erhöhung der aktivierten Eigenleistungen steht im Zusammenhang mit selbsterstellter Software.

7 Abschreibungen

MIO € H1 2021 H1 2022
Abschreibungen auf immaterielle

Vermögenswerte, davon 0 (Vorjahr: 0)

Wertminderungen
95 96
Abschreibungen auf erworbene

Sachanlagen, davon 18 (Vorjahr: 0)

Wertminderungen
786 872
Abschreibungen auf Nutzungsrechte,

davon 17 (Vorjahr: 0) Wertminderungen
1.002 1.050
Wertminderung Firmenwerte 0 0
Abschreibungen 1.883 2.018

Von den Wertminderungen in Höhe von 35 MIO € entfallen 31 MIO € auf russische Gesellschaften. Der Vorstand hat im ersten Halbjahr 2022 beschlossen, das Russlandgeschäft zu veräußern. Vor Umgliederung in die zur Veräußerung stehenden Vermögenswerte und Schulden waren Wertminderungen bei den russischen Vermögenswerten in Höhe von 31 MIO € notwendig,

> Textziffer 13.

Wertminderungen
MIO € H1 2021 H1 2022
--- --- ---
Express

Erworbene Sachanlagen
0 12
Nutzungsrechte 0 12
Global Forwarding, Freight

Erworbene Sachanlagen
0 2
Nutzungsrechte 0 5
Supply Chain

Erworbene Sachanlagen
0 4
Wertminderungen 0 35

8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

MIO € H1 2021 H1 2022
Fremdleistungen für Reinigung und

Überwachung
273 312
Aufwendungen aus

Währungsumrechnung
144 280
Garantie-, Ersatzleistungen und

Entschädigungen
226 244
Sonstige betriebliche Steuern 138 193
Reise- und Bildungskosten 96 152
Aufwendungen für Werbung und

Public Relations
151 148
Aufwendungen aus Versicherungen 100 133
Aufwendungen für Telekommunikation 107 115
Aufwendungen für Zölle 91 108
Büro- und Filialaufwendungen 101 107
Wertberichtigung kurzfristiges Vermögen 75 95
Repräsentations- und Bewirtungskosten 38 78
Beratungskosten

(inklusive Steuerberatung)
55 67
Kosten des Geldverkehrs 50 56
Abrechnung mit der Bundesanstalt für

Post und Telekommunikation
83 51
Aufwendungen für Provisionsleistungen 35 47
Freiwillige soziale Leistungen 36 44
Rechtskosten 31 43
Beiträge und Gebühren 37 41
Abgangsverluste von Vermögenswerten 37 37
Prüfungskosten 14 16
Spenden 12 14
Übrige Aufwendungen 223 184
Gesamt 2.153 2.565

Der Anstieg der Aufwendungen aus Währungsumrechnung resultiert aus der Volatilität an den Währungsmärkten. Ihnen stehen korrespondierende Erträge gegenüber.

In den übrigen Aufwendungen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten.

9 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen

Das im Vorjahr erzielte Ergebnis in Höhe von 44 MIO € entfiel im Wesentlichen auf die Global-E Online Ltd., Israel. Es ergaben sich aufgrund einer im Zusammenhang mit dem Börsengang dieser Gesellschaft stehenden Anteilsverwässerung Erträge aus der Neubewertung in Höhe von 39 MIO €.

10 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 2,30 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 2,01 €).

Unverwässertes Ergebnis je Aktie H1 2021 H1 2022
Auf Aktionäre der Deutsche Post AG entfallendes Konzernperiodenergebnis MIO € 2.482 2.812
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von ausgegebenen Aktien Stück 1.237.575.838 1.222.497.962
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 2,01 2,30

Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt bei 2,25 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 1,96 €).

Verwässertes Ergebnis je Aktie H1 2021 H1 2022
Auf Aktionäre der Deutsche Post AG entfallendes Konzernperiodenergebnis MIO € 2.482 2.812
Zuzüglich Zinsaufwand für die Wandelanleihe MIO € 4 4
Abzüglich Ertragsteuern1 MIO € 0 0
Berichtigtes auf Aktionäre der Deutsche Post AG entfallendes

Konzernperiodenergebnis
MIO € 2.486 2.816
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von ausgegebenen Aktien Stück 1.237.575.838 1.222.497.962
Potenziell verwässernde Aktien Stück 32.314.787 26.371.233
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Aktien für das verwässerte Ergebnis Stück 1.269.890.625 1.248.869.195
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,96 2,25
1 Gerundet unter 1 MIO €

Erläuterungen zur Bilanz

11 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Im ersten Halbjahr 2022 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte), erworbene Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 2.885 MIO € (Vorjahr: 2.750 MIO €).

Investitionen
MIO € 30. Juni 2021 30. Juni 2022
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte

(ohne Firmenwerte)
106 121
Erworbene Sachanlagen

Grundstücke und Bauten
76 117
Technische Anlagen und Maschinen 66 68
Transporteinrichtungen 193 101
Flugzeuge 47 47
IT-Ausstattung 22 26
Betriebs- und Geschäftsausstattung 21 29
Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau
846 853
1.271 1.241
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen

Grundstücke und Bauten
1.033 943
Technische Anlagen und Maschinen 17 18
Transporteinrichtungen 112 166
Flugzeuge 138 388
Geleistete Anzahlungen 73 8
1.373 1.523
Gesamt 2.750 2.885

Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

Firmenwertentwicklung
MIO € 2021 2022
--- --- ---
Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Stand 1. Januar
12.040 12.418
Zugänge aus

Unternehmenszusammenschlüssen
0 1.604
Abgänge –14 –9
Währungsumrechnungsdifferenzen 392 205
Stand 31. Dezember/30. Juni 12.418 14.218
Abschreibungen

Stand 1. Januar
1.042 1.065
Abgänge –13 –5
Wertminderungen 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 36 18
Stand 31. Dezember/30. Juni 1.065 1.078
Bilanzwert 31. Dezember/30. Juni 11.353 13.140

Die Firmenwertzugänge entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von Hillebrand. Die Abgänge betreffen die Gesellschaften Greenplan und Véron Grauer.

12 Finanzielle Vermögenswerte

Die Verringerung der zu Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte betrifft die im Mai 2022 planmäßig ausgelaufenen kurzfristigen Einlagen. Ebenso verringerten sich die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte im Wesentlichen durch den Verkauf von Geldmarktfonds. Die Nettowertminderungen für das erste Halbjahr 2022 betrugen –64 MIO € (Vorjahr: –49 MIO €).

MIO € Langfristig Kurzfristig Gesamt
31. Dez. 2021 30. Juni 2022 31. Dez. 2021 30. Juni 2022 31. Dez. 2021 30. Juni 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte 834 764 1.257 331 2.091 1.095
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 46 57 0 0 46 57
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 310 324 1.831 140 2.141 464
Finanzielle Vermögenswerte 1.190 1.145 3.088 471 4.278 1.616

13 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Nachdem der Konzern zuvor schon die Lieferung von Post und Paketen nach Russland gestoppt hatte, beschloss er als Konsequenz auf die anhaltende Kriegssituation, seine sieben Unternehmen in Russland zu veräußern.

MIO € Vermögenswerte Verbindlichkeiten
31. Dez.

2021
30. Juni

2022
31. Dez.

2021
30. Juni

2022
--- --- --- --- ---
Verkauf von sieben russischen Gesellschaften –

Segmente Express und Global Forwarding, Freight
0 109 0 83
Verkauf der Produktionsrechte von StreetScooter und Tochtergesellschaften – Segment Group Functions 18 0 4 0
Verkauf der Greenplan GmbH, Deutschland – Segment Group Functions 2 0 1 0
Sonstiges 1 1 0 0
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 21 110 5 83

Zwei Gesellschaften sind dem Segment Express und fünf dem Segment Global Forwarding, Freight zugeordnet. Vor Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden die Vermögenswerte in Höhe von 31 MIO € wertgemindert.

Russische Gesellschaften

MIO € 30. Juni 2022
Langfristige Vermögenswerte 0
Kurzfristige Vermögenswerte 60
Flüssige Mittel 49
AKTIVA 109
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 16
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 67
PASSIVA 83

Die zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen beabsichtigten Verkäufe von StreetScooter und Greenplan sind im ersten Quartal 2022 vollzogen worden, > Textziffer 2.

14 Gezeichnetes Kapital und Erwerb eigener Anteile

Zum 30. Juni 2022 hielt die KfW Bankengruppe (KfW) 20,5 % am Grundkapital der Deutsche Post AG. 77,8 % des Aktienbestandes befanden sich im Streubesitz, die restlichen 1,7 % der Aktien im Besitz der Deutsche Post AG.

Das gezeichnete Kapital besteht aus 1.239.059.409 auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 € und ist voll eingezahlt.

Entwicklung gezeichnetes Kapital und eigene Anteile
MIO € 2021 2022
--- --- ---
Gezeichnetes Kapital

Stand 1. Januar
1.239 1.239
Zugang durch bedingte Kapitalerhöhung 0 0
Stand 31. Dezember/30. Juni 1.239 1.239
Eigene Anteile

Stand 1. Januar
0 –15
Erwerb eigener Anteile –20 –9
Ausgabe/Verkauf eigener Anteile 5 3
Stand 31. Dezember/30. Juni –15 –21
Gesamt zum 31. Dezember/30. Juni 1.224 1.218

Die erste Tranche des Aktienrückkaufprogramms startete am 8. April 2022 mit einem maximalen Gesamtvolumen von bis zu 500 MIO €. Der Rückkauf wird bis zum 7. November 2022 auf Basis einer unwiderruflichen Vereinbarung durch einen unabhängigen Finanzdienstleister durchgeführt. Zum 29. Juni 2022 wurde das Gesamtvolumen der ersten Tranche um 300 MIO € auf 800 MIO € bei unverändertem Laufzeitende bis 7. November 2022 erhöht. Bis zum 30. Juni 2022 wurden mit dem Aktienrückkaufprogramm 7.091.809 Aktien für insgesamt 259 MIO € zu einem durchschnittlichen Kaufpreis je Aktie von 36,52 € zurückerworben. Die zurückgekauften Aktien können für die unter > Textziffer 3 genannten Gründe genutzt werden.

Weiterhin wurden im ersten Halbjahr 2022 zur Bedienung der Tranche 2021 und der Matching-Share-Ansprüche aus der Tranche 2017 eigene Anteile für 73 MIO € Anschaffungskosten und zu einem Durchschnittskurs je Aktie von 44,46 € erworben und an die Führungskräfte ausgegeben.

Am 30. Juni 2022 hielt die Deutsche Post AG 21.132.002 eigene Aktien.

15 Rücklagen

Kapitalrücklage
MIO € 2021 2022
--- --- ---
Stand 1. Januar 3.519 3.533
Share Matching Scheme 5 –25
Performance Share Plan –3 13
Employee Share Plan 3 1
Wertänderungen bei Erwerb und Ausgabe eigener Anteile 9 0
Stand 31. Dezember/30. Juni 3.533 3.522

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten insbesondere Änderungen durch Kapitalerhöhungen bzw. -herabsetzungen:

Kapitalerhöhung/-herabsetzung
MIO € 31. Dez. 2021 30. Juni 2022
--- --- ---
Verpflichtung Aktienrückkauf 2022 Tranche I 0 –541
Aktienrückkauf 2022 Tranche I 0 –252
Aktienrückkauf 2021 –982 0
Performance Share Plan 26 0
Wertänderungen bei Erwerb und Ausgabe eigener Anteile –9 0
Employee Share Plan 0 7
Share Matching Scheme –19 42
Sonstiges 3 –2
Gesamt –981 –746

Die erste Tranche des Aktienrückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von bis zu (angepassten) 800 MIO € startete am 8. April 2022 und wird bis zum 7. November 2022 auf Basis einer unwiderruflichen Vereinbarung durch einen unabhängigen Finanzdienstleister durchgeführt. Die sich daraus ergebende Verpflichtung wurde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zu Lasten der Gewinnrücklagen als finanzielle Verbindlichkeit erfasst und um die bis zum 30. Juni 2022 getätigten Rückkäufe vermindert. Die Verpflichtung der noch zu tätigenden Aktienkäufe nach dem 30. Juni 2022 ist in Höhe von 541 MIO € berücksichtigt.

Segmentberichterstattung

16 Segmentberichterstattung

Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € Express Global Forwarding,

Freight
Supply Chain
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H1 2021 2022 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 11.204 13.084 9.358 14.814 6.501 7.849
Innenumsatz 247 282 629 701 55 35
Umsatz gesamt 11.451 13.366 9.987 15.515 6.556 7.884
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 2.138 2.072 528 1.347 365 449
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 2 0 0 1 3
Segmentvermögen2 18.806 19.815 11.536 14.801 8.386 9.468
davon: Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 6 8 20 22 15 17
Segmentverbindlichkeiten2 5.233 5.243 5.012 5.912 3.505 3.562
Netto-Segmentvermögen/-verbindlichkeit2 13.573 14.572 6.524 8.889 4.881 5.906
Capex (erworbene Vermögenswerte) 626 375 50 64 203 214
Capex (Nutzungsrechte) 488 740 86 125 311 379
Capex gesamt 1.114 1.115 136 189 514 593
Planmäßige Abschreibungen 736 812 119 133 416 404
Wertminderungen 0 24 0 7 0 4
Abschreibungen gesamt 736 836 119 140 416 408
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge (–) 253 195 83 64 80 163
Beschäftigte3 106.120 113.674 41.677 45.713 165.596 176.503
1 Inklusive Rundungen 2 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2021 und 30. Juni 2022 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet)
Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € eCommerce Solutions Post & Paket

Deutschland
Group Functions
--- --- --- --- --- --- ---
H1 2021 2022 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 2.824 2.888 8.424 7.972 22 15
Innenumsatz 64 69 295 236 872 889
Umsatz gesamt 2.888 2.957 8.719 8.208 894 904
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 233 211 871 597 –139 –179
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 42 –14
Segmentvermögen2 2.212 2.283 6.902 7.141 5.645 5.710
davon: Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 71 68
Segmentverbindlichkeiten2 876 797 2.631 2.739 1.718 1.732
Netto-Segmentvermögen/-verbindlichkeit2 1.336 1.486 4.271 4.402 3.927 3.978
Capex (erworbene Vermögenswerte) 61 125 266 434 171 150
Capex (Nutzungsrechte) 61 63 6 10 421 206
Capex gesamt 122 188 272 444 592 356
Planmäßige Abschreibungen 84 97 164 167 364 370
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen gesamt 84 97 164 167 364 370
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge (–) 1 11 140 140 –17 112
Beschäftigte3 31.469 31.393 163.075 158.203 12.419 13.236
1 Inklusive Rundungen 2 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2021 und 30. Juni 2022 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet)
Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € Konsolidierung1 Konzern
--- --- --- --- ---
H1 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- ---
Außenumsatz 0 0 38.333 46.622
Innenumsatz –2.162 –2.212 0 0
Umsatz gesamt –2.162 –2.212 38.333 46.622
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) –2 –1 3.994 4.496
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1 0 44 –9
Segmentvermögen2 –72 –78 53.415 59.140
davon: Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen –1 0 111 115
Segmentverbindlichkeiten2 –53 –60 18.922 19.925
Netto-Segmentvermögen/-verbindlichkeit2 –19 –18 34.493 39.215
Capex (erworbene Vermögenswerte) 0 0 1.377 1.362
Capex (Nutzungsrechte) 0 0 1.373 1.523
Capex gesamt 0 0 2.750 2.885
Planmäßige Abschreibungen 0 0 1.883 1.983
Wertminderungen 0 0 0 35
Abschreibungen gesamt 0 0 1.883 2.018
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge (–) 0 1 540 686
Beschäftigte3 0 1 520.356 538.723
1 Inklusive Rundungen 2 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2021 und 30. Juni 2022 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet)
Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € Express Global Forwarding,

Freight
Supply Chain
--- --- --- --- --- --- ---
Q2 2021 2022 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 5.824 6.848 4.928 7.798 3.287 4.053
Innenumsatz 128 145 307 358 28 16
Umsatz gesamt 5.952 6.993 5.235 8.156 3.315 4.069
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 1.177 1.101 312 746 198 244
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 1 0 0 1 2
Capex (erworbene Vermögenswerte) 338 227 29 33 117 102
Capex (Nutzungsrechte) 279 283 32 59 153 197
Capex gesamt 617 510 61 92 270 299
Planmäßige Abschreibungen 373 413 59 70 210 205
Wertminderungen 0 0 0 1 0 0
Abschreibungen gesamt 373 413 59 71 210 205
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge(–) 115 60 45 19 35 69
1 Inklusive Rundung
Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € eCommerce Solutions Post & Paket

Deutschland
Group Functions
--- --- --- --- --- --- ---
Q2 2021 2022 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 1.403 1.477 4.022 3.847 9 7
Innenumsatz 31 35 142 116 450 456
Umsatz gesamt 1.434 1.512 4.164 3.963 459 463
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 116 109 315 242 –34 –104
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 42 –10
Capex (erworbene Vermögenswerte) 42 73 147 261 120 102
Capex (Nutzungsrechte) 40 16 0 3 340 125
Capex gesamt 82 89 147 264 460 227
Planmäßige Abschreibungen 42 50 83 83 185 187
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen gesamt 42 50 83 83 185 187
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge(–) 4 5 61 65 –46 67
1 Inklusive Rundung
Segmente nach Unternehmensbereichen
MIO € Konsolidierung1 Konzern
--- --- --- --- ---
Q2 2021 2022 2021 2022
--- --- --- --- ---
Außenumsatz 0 –1 19.473 24.029
Innenumsatz –1.086 –1.126 0 0
Umsatz gesamt –1.086 –1.127 19.473 24.029
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) –1 –1 2.083 2.337
davon: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1 0 44 –7
Capex (erworbene Vermögenswerte) 1 0 794 798
Capex (Nutzungsrechte) –1 0 843 683
Capex gesamt 0 0 1.637 1.481
Planmäßige Abschreibungen 1 0 953 1.008
Wertminderungen 0 0 0 1
Abschreibungen gesamt 1 0 953 1.009
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) und Erträge(–) –1 0 213 285
1 Inklusive Rundung
Informationen über geografische Regionen
MIO € Deutschland Europa

(ohne Deutschland)
Amerika
--- --- --- --- --- --- ---
H1 2021 2022 2021 2022 2021 2022
Außenumsatz 10.627 10.722 11.133 13.730 7.801 11.023
Langfristige Vermögenswerte1 11.043 11.263 11.308 13.036 8.943 9.971
Capex 966 892 656 850 786 700
Q2
Außenumsatz 5.155 5.252 5.741 7.074 4.011 5.826
Capex gesamt 671 551 341 418 446 311
1 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2021 und 30. Juni 2022
Informationen über geografische Regionen
MIO € Asien-Pazifik Mittlerer Osten/Afrika Konzern
--- --- --- --- --- --- ---
H1 2021 2022 2021 2022 2021 2022
Außenumsatz 7.254 9.093 1.518 2.054 38.333 46.622
Langfristige Vermögenswerte1 5.213 5.461 686 725 37.193 40.456
Capex 274 353 68 90 2.750 2.885
Q2
Außenumsatz 3.781 4.805 785 1.072 19.473 24.029
Capex gesamt 144 160 35 41 1.637 1.481
1 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2021 und 30. Juni 2022
Überleitungsrechnung
MIO € H1 2021 H1 2022
--- --- ---
Gesamtergebnis der berichteten Segmente 4.135 4.676
Group Functions –139 –179
Überleitung zum Konzern/Konsolidierung –2 –1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 3.994 4.496
Finanzergebnis –319 –269
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.675 4.227
Ertragsteuern –1.029 –1.226
Konzernperiodenergebnis 2.646 3.001

17 Angaben zu Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
MIO €
--- --- --- --- --- ---
Klasse Buchwert Zeitwert Level 11 Level 22 Level 33
--- --- --- --- --- ---
30. Juni 2022

Langfristige finanzielle Vermögenswerte
1.145 1.145 324 331 32
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte4 764 764 306
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 381 381 324 25 32
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 471 140 34 106
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte5 331 n. a. n. a. n. a. n. a.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 140 140 34 106
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 17.339 6.526 6.524 2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten4 17.337 6.524 6.524
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2 2 2
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.622 44 44
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten5 3.578 n. a. n. a. n. a. n. a.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 44 44 44
31. Dezember 2021

Langfristige finanzielle Vermögenswerte
1.190 1.202 356 436
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte4 834 846 436
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 356 356 356
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3.088 1.831 1.762 69
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte5 1.257 n. a. n. a. n. a. n. a.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 1.831 1.831 1.762 69
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 16.614 7.314 6.689 624
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten4 16.613 7.313 6.689 623
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1 1 1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.283 12 12
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten5 3.271 n. a. n. a. n. a. n. a.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 12 12 12
1 Notierte Marktpreise 2 Andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Instrumente direkt oder indirekt beobachtbar sind 3 Bewertungsfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren 4 Buchwert enthält auch Leasingforderungen von 458 MIO € (31. Dezember 2021: 410 MIO €) und -verbindlichkeiten von 10.554 MIO € (31. Dezember 2021: 9.841 MIO €) gemäß IFRS 16. Die beizulegenden Zeitwerte der Leasingverbindlichkeiten werden nicht aufgeführt, da sie nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen. 5 Die Angabe des Marktwertes entfällt, da der Buchwert des Finanzinstruments näherungsweise dem Marktwert entspricht (IFRS 7.29a).

In der vorstehenden Tabelle werden ausgewählte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, dargestellt. Zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn Buchwert und beizulegender Zeitwert voneinander abweichen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nicht aufgeführt, da der beizulegende Zeitwert gemäß IFRS 7.29a näherungsweise dem Buchwert entspricht. Außerdem werden die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht aufgeführt, da der beizulegende Zeitwert nicht vom Buchwert abweicht.

Die beizulegenden Zeitwerte werden auf die Fair-Value-Kategorien (Level 1 bis 3) übergeleitet.

Unter Level 1 werden zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Eigenkapitalinstrumente, Schuldinstrumente und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Schuldinstrumente ausgewiesen, deren beizulegende Zeitwerte sich am Markt auf Basis notierter Marktpreise ablesen lassen.

Die Bestimmung der Marktwerte der unter Level 2 fallenden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Rohstoff-, Zins- und Fremdwährungsderivate erfolgt auf Basis der Multiplikatormethode bzw. auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren). Dafür werden am Markt beobachtbare Preisnotierungen (Währungskurse, Zinsen- und Rohstoffpreise) von marktüblichen Informationsplattformen in das Treasury Management System importiert. Die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktionen für ähnliche Instrumente am aktiven Markt wider.

Level 3 enthält im Wesentlichen Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen und Derivaten, die im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen stehen. Die Bewertung erfolgt mittels anerkannter Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung plausibler Annahmen. Die Marktwerte der Derivate sowie der Vermögenswerte und Schulden hängen maßgeblich von Finanzkennzahlen ab. Steigende Finanzkennzahlen führen zu höheren Marktwerten, sinkende zu niedrigeren Marktwerten.

18 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 47 MIO € auf 776 MIO €. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf die bisher unter den Eventualverbindlichkeiten ausgewiesene mögliche Verpflichtung für Ausgleichszahlungen in den USA, @ Geschäftsbericht 2021, Anhang, Textziffer 44, bei der sich die Einschätzung geändert hat. Dementsprechend wird sie in den Eventualverbindlichkeiten nicht weiter berücksichtigt. Weitere wesentliche Änderungen haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht ergeben.

19 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nikola Hagleitner hat zum 1. Juli 2022 das Vorstandsressort Post & Paket Deutschland von Dr. Tobias Meyer übernommen. Dr. Tobias Meyer übernimmt den Bereich Global Business Services. Ken Allen hat mit Ablauf des 31. Juli 2022 sein Vorstandsmandat von eCommerce Solutions niedergelegt. Neues Vorstandsmitglied mit Zuständigkeit für den Unternehmensbereich eCommerce Solutions ist seit dem 1. August 2022 Pablo Ciano. Ebenfalls ab August verantwortet John Pearson den Bereich Customer Solutions & Innovation (CSI). Weitere wesentliche Änderungen haben sich hinsichtlich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht ergeben.

20 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Sonstiges

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bonn, 4. August 2022

Deutsche Post AG

Der Vorstand

Dr. Frank Appel

Oscar de Bok

Pablo Ciano

Nikola Hagleitner

Melanie Kreis

Dr. Tobias Meyer

Dr. Thomas Ogilvie

John Pearson

Tim Scharwath

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die Deutsche Post AG, Bonn

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Post AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity“ (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Düsseldorf, den 4. August 2022

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer

Thomas Schicke, Wirtschaftsprüfer