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Deutsche Post AG Interim / Quarterly Report 2004

Nov 3, 2004

111_10-q_2004-11-03_a3b88f0a-c8b5-4497-a02f-585e915ca879.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht

1. Januar bis 30. September 2004

Die ersten neun Monate 2004

  • Konzern steigert Umsatz um 9,7 % auf 31.714 Mio €
  • LOGISTIK und FINANZ DIENSTLEISTUNGEN sind Haupttreiber für Ergebnisplus um 10,7 % auf 2.257 Mio €
  • Netto-Finanzverschuldung (Postbank at Equity) sinkt auf 332 Mio €
  • Zusätzliche Aufwendungen für Expressgeschäft in den USA beschlossen
  • Maßnahmen aus STAR erzielen Ergebnisbeitrag in Höhe von 296 Mio €; seit Start im November 2002 erbringt Programm akkumuliert 719 Mio €
  • Ergebnisprognosen für Gesamtkonzern für 2004 und 2005 bestätigt
Konzernkennzahlen
1. Jan. bis
30. Sep. 2003
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
Umsatz in Mio € 28.903 31.714 9,7
davon Umsatz International in Mio € 11.912 15.125 27,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) in Mio € 2.039 2.257 10,7
Konzerngewinn in Mio € 869 890 2,4
Operativer Cashflow (Postbank at Equity)1) in Mio € 1.865 1.915 2,7
Ergebnis je Aktie in € 0,78 0,80 2,6

1) Anpassung der Vorjahreszahl: Der Einfluss von Wechselkursänderungen wird nun gesondert bei den Flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gezeigt

Ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage
in der Darstellung Postbank at Equity
31. Dez.
2003
30. Sep.
2004
Veränderung
in %
Netto-Finanzverschuldung in Mio € 2.044 332 –83,8
Net Gearing in % 25,1 4,9

2

Inhalt

2
Die ersten neun Monate 2004
Konzernkennzahlen
Bericht des Vorstands 4
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
4
Geschäftsverlauf
5
Risikobericht
6
Sonstige Angaben
6
Wichtige Ereignisse
7
Wertsteigerungs- und Integrationsprogramm STAR
8
Ausblick
An unsere Aktionäre 10
Aktie und Anleihen
12
Investor Relations
12
Corporate Governance
Unternehmensbereiche 13
Die Segmente auf einen Blick
15
BRIEF
16
EXPRESS
18
LOGISTIK
19
FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
Konzernabschluss 20
Gewinn- und Verlustrechnung
21
Bilanz
22
Kapitalflussrechnung
23
Eigenkapitalentwicklungsrechnung
24
Anhang
29
Abschluss Postbank at Equity
Weitere Informationen 32
Finanzkalender
Impressum
Kontakt

Inhalt

3

Hinweis auf unsere Internetseite

Auf unserer Website http://investorrelations.dpwn.de informieren wir Sie aktuell über wichtige Nachrichten aus dem Konzern sowie über unsere Aktie, unsere Anleihen und unsere Investoren-Veranstaltungen. Zusätzlich stehen Ihnen dort alle Dokumente zum Download zur Verfügung.

Bericht des Vorstands

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der globale Aufschwung hat insbesondere in seinen Kraftzentren USA und China etwas an Fahrt verloren. Die Abschwächung der Weltkonjunktur erklärt sich zum Teil daraus, dass die bisher sehr expansive Wirtschaftspolitik gestrafft wurde. Zusätzlich gedämpft wurde sie von dem starken Anstieg der Rohölpreise. Der Preis eines Barrels (159 Liter) der Sorte Brent übersprang im Oktober 2004 sogar die historische Marke von 50 US-Dollar.

Eine wichtige Konjunkturstütze war in den USA auch im dritten Quartal des Jahres 2004 die Unternehmensnachfrage. Allerdings hat sich dort der Aufschwung seit Jahresbeginn leicht abgeschwächt: Der ölpreisbedingte Kaufkraftentzug bremste den privaten Verbrauch. Zudem zog die amerikanische Notenbank die monetären Zügel leicht an und hob die Leitzinsen im dritten Erhöhungsschritt dieses Jahres auf 1,75 % an.

Die Konjunktur in Japan ist nach wie vor deutlich aufwärts gerichtet. In China verlangsamte sich die Expansion von Produktion und Nachfrage im Berichtszeitraum, nachdem die Regierung seit einem Jahr wiederholt restriktive administrative Maßnahmen ergriffen hat.

Im Euroraum setzte sich die moderate wirtschaftliche Expansion fort, allerdings zeigten sich beträchtliche Unterschiede zwischen den Ländern: Während die Binnennachfrage in Deutschland, Italien und den Niederlanden nur verhalten zunahm, belebte sich vor allem der private Konsum in Spanien und Frankreich. Die Exporte nahmen im gesamten Euroraum zu.

Besonders stark war der Exportzuwachs in Deutschland, wo sich die Wettbewerbsposition einheimischer Produzenten dank der geringeren Preissteigerung verbessert hat. Die anhaltend schwache Entwicklung der Binnennachfrage konnte damit allerdings nur zum Teil kompensiert werden. Der ifo-Geschäftsklimaindex bewegte sich zuletzt seitwärts. Auch die Lage am Arbeitsmarkt hat sich bisher nicht verbessert. Insgesamt fehlt in Deutschland nach Meinung von Wirtschaftsforschungsinstituten die Dynamik früherer Aufschwünge.

Geschäftsverlauf

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte der Konzern seinen Umsatz um 9,7 % auf 31.714 Mio € (im Vorjahr 28.903 Mio €). Wie bereits in der Halbjahresbetrachtung zeigten sich erneut die Unternehmensbereiche EXPRESS und LOGISTIK als Wachstumstreiber; weiter zulegen konnte auch der Unternehmensbereich BRIEF. Gemäß unserer fortschreitenden Internationalisierung stieg der Anteil des im Ausland erwirtschafteten Konzernumsatzes weiter, und zwar von 41,2 % in den ersten neun Monaten des Vorjahres auf nunmehr 47,7 %. Vorangetrieben wurde dieser Anstieg insbesondere durch die Akquisition von Airborne, Inc. im Jahr 2003.

Überwiegend akquisitionsbedingt erhöhte sich der Materialaufwand in der Berichtsperiode um 14,3 % auf 14.933 Mio € (im Vorjahr 13.070 Mio €). Der Personalaufwand stieg mit einer Rate von 7 % weniger stark als der Umsatz und belief sich auf 10.554 Mio € nach 9.865 Mio € in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) verbesserte sich insbesondere durch die gute Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen LOGISTIK und FINANZ DIENSTLEISTUNGEN im Berichtszeitraum um 10,7 % auf 2.257 Mio € (im Vorjahr 2.039 Mio €). Es enthält außerdem einen Nettoertrag in Höhe von rund 75 Mio € aus dem Börsengang der Postbank, der im Juni 2004 erfolgte.

Plangemäß stiegen die Firmenwertabschreibungen im Berichtszeitraum, und zwar um 29,8 % auf 279 Mio € (im Vorjahr 215 Mio €). Einen wesentlichen Anteil daran hatte die Airborne-Akquisition.

Das Finanzergebnis belief sich für die ersten neun Monate 2004 auf –595 Mio € nach –545 Mio € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Veränderung beruht vor allem auf gestiegenen Zinsaufwendungen auf abgezinste Rückstellungen.

Bei einer Steuerquote von rund 30 % weisen wir für den Zeitraum Januar bis September 2004 einen Konzerngewinn von 890 Mio € aus, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug er 869 Mio €. Durch den Börsengang der Postbank stieg die Position Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis von –23 Mio € auf –79 Mio €. Dementsprechend verbesserte sich das Ergebnis je Aktie nur leicht von 0,78 € auf 0,80 €.

Der operative Cashflow belief sich in der Betrachtung "Postbank at Equity" für die Berichtsperiode auf 1.915 Mio € (im Vorjahr 1.865 Mio €).

Die Erlöse aus dem Börsengang der Postbank trugen mit einer Größenordnung von rund 1,6 Mrd € zu einem Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit (Postbank at Equity) bei; dieser betrug 562 Mio €. Im Vorjahr verzeichneten wir einen Mittelabfluss von 2.369 Mio €.

Im Juli 2004 flossen dem Konzern außerdem Erlöse in Höhe von rund 1 Mrd € aus der Umtauschanleihe auf Postbank Aktien und dem Greenshoe zu. Diese spiegeln sich in der Position Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden wider. Insgesamt betrug der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (Postbank at Equity) für die Berichtsperiode 300 Mio € (im Vorjahr Mittelabfluss von 639 Mio €).

Am 30. September 2004 beliefen sich die Flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente (Postbank at Equity) auf 4.553 Mio € (im Vorjahr 846 Mio €).

Dieser deutlich erhöhte Kassenbestand ließ die Netto-Finanzverschuldung (Postbank at Equity) des Konzerns sinken: Hatte sie zum 31. Dezember 2003 noch 2.044 Mio € betragen, belief sie sich zum 30. September 2004 nur noch auf 332 Mio €. Entsprechend verringerte sich das Net Gearing in der Betrachtung "Postbank at Equity" von 25,1 % zum Jahresende 2003 auf 4,9 % zum 30. September 2004.

Die CapEx, die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen (ohne Firmenwerte), wuchs für den Konzern in der Berichtsperiode um 13,1 % auf 995 Mio € (im Vorjahr 880 Mio €). Hier spiegeln sich Investitionen im Unternehmensbereich BRIEF wider, insbesondere in Fahrzeuge und technische Anlagen. Außerdem haben wir im Unternehmensbereich EXPRESS unsere Netzwerkstrukturen verbessert und in den Ausbau des Rechenzentrums in Prag sowie in die Integration von Airborne, Inc. in den USA investiert.

Risikobericht

Im Folgenden berichten wir über maßgebliche Risiken, die sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2003 neu ergeben haben. Die ausführliche Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken für den Konzern finden Sie im Geschäftsbericht 2003 ab Seite 82.

Die EU-Kommission hat gemäß ihrer Pressemitteilung vom 20. Oktober 2004 in einer Entscheidung gegen die Bundesrepublik Deutschland festgestellt, dass die einschlägigen Vorschriften des Postgesetzes mit dem EU-Recht nicht vereinbar seien. Diese Entscheidung bezog sich auf den Teilleistungszugang von Postkonsolidierern (Unternehmen, die Briefsendungen von mehreren Absendern sammeln, bündeln und rabattiert bei der Deutsche Post AG einliefern). Die Bundesrepublik Deutschland ist nunmehr verpflichtet, der EU-Kommission innerhalb von zwei Monaten mitzuteilen, welche Maßnahmen zur Erfüllung des EU-Rechts getroffen wurden.

Das Bundeskartellamt hat ein entsprechendes Verfahren gegen die Deutsche Post AG eröffnet; voraussichtlich in Kürze wird entschieden, dass die Deutsche Post AG verpflichtet wird, Postkonsolidierern den Teilleistungszugang zu gewähren.

Soweit eine derartige Verpflichtung aus den Entscheidungen folgt, können für uns daraus Umsatzeinbußen in den kommenden Jahren maximal in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags jährlich entstehen. Nach unserer Ansicht stehen das Postgesetz und der Umfang der Exklusivlizenz im Einklang mit den gemeinschafts- und wettbewerbsrechtlichen Vorgaben. Der Teilleistungszugang für Postkonsolidierer für Sendungen innerhalb der Grenzen des reservierten Bereichs würde insbesondere gegen die Exklusivlizenz der Deutsche Post AG verstoßen.

Ein von der Monopolkommission erhobener Vorwurf ist Gegenstand eines Auskunftsersuchens, das die EU-Kommission auf Beschwerde eines Dritten hin am 11. Oktober 2004 an die Bundesregierung richtete. Der Vorwurf lautet, dass die Deutsche Post AG gegen das Beihilfeverbot des EU-Vertrags verstoße, indem sie der Deutsche Postbank AG ermögliche, Postfilialen zu nicht marktgerechter Vergütung zu nutzen. Die Deutsche Post AG ist weiterhin der Auffassung, dass dieser Vorwurf nicht zutreffend ist und das von der Deutsche Postbank AG entrichtete Entgelt den wettbewerbs- und beihilferechtlichen Vorgaben des EU-Rechts entspricht.

Das Auskunftsersuchen der EU-Kommission enthält auch Fragen bezüglich des zum 1. Januar 1999 erfolgten Verkaufs der vollen Anteile der Deutsche Postbank AG an die Deutsche Post AG durch den Bund. Die EU-Kommission hatte indes bereits im Rahmen des mit Entscheidung vom 19. Juni 2002 abgeschlossenen Beihilfeverfahrens den Vorwurf eines angeblichen Verkaufs unter Marktpreis untersucht und war damals ausdrücklich zu dem Ergebnis gelangt, dass der Erwerb der Postbank "ohne jede staatliche Beihilfe" erfolgte. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die EU-Kommission diesen Vorwurf wieder aufgreifen wird.

Für beide im Zusammenhang mit dem Auskunftsersuchen stehenden Vorwürfe lässt sich nicht ausschließen, dass die EU-Kommission einen Beihilfetatbestand bejahen wird.

Im Bereich der Informationstechnologie bestehen Risiken vorwiegend im Zuge der Integration der weltweiten Aktivitäten von DHL: Durch die Zentralisierung der IT-Infrastruktur an weltweit drei Standorten besteht grundsätzlich eine höhere Anfälligkeit für Betriebsunterbrechungen, beispielsweise durch Elementarschäden oder menschliches Versagen. Mit einem eigens entwickelten IT-Risikomanagement wirken wir einem Risikoeintritt mit zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen präventiv entgegen.

Zur Absicherung gegen Preisrisiken bei Treibstoffen erheben wir im Expressbereich Zuschläge, deren Höhe abhängig von der Rohstoffpreisentwicklung berechnet wird. Durch einen weiteren Preisanstieg für Flugzeugtreibstoff und Dieselkraftstoff können sich unsere Zuschläge erhöhen und unsere Dienstleistungen entsprechend verteuern. Dadurch kann es zu Nachfrageeinbußen und damit zu Umsatzrückgängen kommen.

Sonstige Angaben

Da Deutsche Post World Net als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, sind hierzu keine nennenswerten Aufwendungen zu berichten.

Die Rahmenbedingungen für den Konzern haben sich nach Ende des Berichtszeitraums nicht wesentlich geändert.

Wichtige Ereignisse

DHL eröffnet neues Frachtzentrum in Hongkong

Der neue zentrale Umschlagplatz am Flughafen von Hongkong ist planmäßig in Betrieb gegangen: Rund 90 Mio € hat DHL in diese wichtige Infrastrukturmaßnahme investiert. Das Frachtzentrum ist das größte und modernste seiner Art in der Region und ein wichtiger Baustein unserer Asienstrategie.

Deutsche Post expandiert in spanischen Briefmarkt

Die Deutsche Post setzt ihre Strategie des Einstiegs in nationale Briefmärkte im Ausland fort und erwirbt rund 38 % der Anteile an der spanischen Unipost. Der größte private Postdienstleister des Landes erreicht mit mehr als zwei Millionen Sendungen täglich gut 70 % der spanischen Bevölkerung.

Deutsche Post baut Netzwerk in Lateinamerika aus

Im Bereich der internationalen Briefdienstleistungen ist Deutsche Post World Net mit der mexikanischen Post SePoMex eine strategische Partnerschaft eingegangen. Das Abkommen ermöglicht es uns, kostengünstige, schnelle und effiziente Versandlösungen von und nach Lateinamerika anzubieten.

Postbank Aktie in Börsenindices aufgenommen

Knapp drei Monate nach ihrer Börseneinführung wurde die Aktie der Deutsche Postbank AG am 20. September 2004 in die Indices MDAX und Dow Jones STOXX 600 aufgenommen.

Nach dem 30. September 2004:

Neue Marke für internationale Briefdienstleistungen

Im Oktober 2004 beginnt der Konzern Deutsche Post World Net damit, seine internationalen Briefdienstleistungen außerhalb Deutschlands unter ein neues Markendach zu stellen: "DHL Global Mail" versinnbildlicht zukünftig im Namen unser weltweites One-Stop-Shopping-Konzept.

Wichtige Ereignisse in der Übersicht

Im 3. Quartal 2004 Nach dem 30. September 2004
10. August Neues Fracht- und Logistik-Center in Hongkong eröffnet 07. Oktober "DHL Global Mail" neue Marke für internationale Briefservices
12. August DHL erhält Logistikauftrag für Samsung in Osteuropa 12. Oktober Lufthansa Cargo und Deutsche Post bauen Zusammenarbeit im
20. September MDAX-Aufnahme der Postbank internationalen Luftpostverkehr aus
24. September Neues europäisches Rechenzentrum von DHL in Prag eröffnet 22. Oktober Börsenzulassung der bisher nicht gehandelten Deutsche Post
28. September Deutsche Post beteiligt sich an spanischer Unipost Aktien
30. September Deutsche Post geht strategische Partnerschaft in Mexiko ein

Wertsteigerungs- und Integrationsprogramm STAR

DHL komplettiert ihre IT-Infrastruktur

Wie geplant, haben wir in Prag ein neues regionales Rechenzentrum eröffnet. Zusammen mit den bestehenden Standorten in Scottsdale, USA, und Kuala Lumpur, Malaysia, verfügt der Express- und Logistikdienstleister DHL nun über drei Zentren in verschiedenen Zeitzonen und kann damit seine Geschäftsaktivitäten weltweit rund um die Uhr technisch unterstützen und sichern. Bis zum Frühjahr 2005 sollen rund 800 Mitarbeiter ihre Arbeit in Prag aufgenommen haben. In das Projekt investiert die Deutsche Post 500 Mio € über einen Zeitraum von fünf Jahren.

DHL setzt auf eigene Luftfrachtkapazitäten

Sowohl "DHL Danzas Air & Ocean" als auch "DHL Global Mail" nutzen verstärkt DHL-Flugzeuge, anstatt Luftfrachtraum extern einzukaufen. Damit erhöhen wir unsere Auslastung, sparen Kosten und verbessern die Cashflow-Position des Konzerns, da weniger liquide Mittel an Dritte abfließen.

Effizienz der Konzernzentrale gesteigert

Nach rund 30 Monaten wurde das Teilprogramm "Corporate Center & Overhead" erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, die Arbeit der Konzernzentrale und interner Dienstleister effizienter zu gestalten. Dies gelang, indem Zentralfunktionen inhaltlich wie organisatorisch neu ausgerichtet, für 15 interne Dienstleister Leistungskataloge definiert und Produktivitätsziele festgelegt wurden. Aus diesen Maßnahmen erwarten wir bis Ende des Jahres 2005 deutliche Ergebnisverbesserungen, die vorwiegend aus der Reduzierung von Beratungs-, IT- und Marketingaufwendungen und der Personalkosten resultieren werden.

Gebündelte Einkaufsaktivitäten sparen Kosten

Mit einer Vielzahl von Teilprojekten gelingt es uns, die Einkaufsaktivitäten des Konzerns zu bündeln. Zwei konkrete Beispiele dafür:

  • Weltweit haben wir die von Geschäftskunden verwendeten Verpackungen standardisiert. Damit tritt DHL nach der Akquisition von Airborne, Inc. den Kunden gegenüber bis auf die Produktebene optisch einheitlich auf. Nunmehr können wir den Bedarf an Verpackungsmaterialien divisionsübergreifend bündeln und von einem Herstellerpool beziehen.
  • Für die Beschaffung von Uniformen und Schutzbekleidung haben wir mittlerweile konzernweit einheitliche Richtlinien festgelegt. Zugleich haben wir die Zahl der Anbieter von mehr als 1.000 auf rund 20 international bekannte Unternehmen verringert. Indem wir Volumina zusammenfassen und die Beschaffungsprozesse vereinfachen, senken wir konzernweit Kosten.

Ergebnisbeitrag aus dem Programm STAR

Eine Reihe von zentralen Projekten hat schneller Erfolge erzielt als ursprünglich geplant, zum Beispiel die konzernweite Beschaffung. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnten wir mit dem Wertsteigerungsprogramm STAR dementsprechend einen Ergebnisbeitrag in Höhe von 296 Mio € erzielen. Seit Beginn des Programms im November 2002 leistete STAR akkumuliert einen Ergebnisbeitrag von 719 Mio €.

7

Akkumulierter Ergebnisbeitrag aus STAR seit November 2002

Ausblick

Im weiteren Jahresverlauf und im Jahr 2005 dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion in den Industrieländern weiter expandieren, wenn auch nicht mehr mit den gleichen Raten wie bisher. Die Wirtschaftsinstitute erwarten, dass der Ölpreis nur langsam wieder sinkt und die Impulse der Geldund Finanzpolitik nachlassen. Dennoch scheinen die konjunkturellen Auftriebskräfte insgesamt so gefestigt zu sein, dass ein Abgleiten der Weltwirtschaft in einen Abschwung nicht erwartet wird.

Die konjunkturelle Expansion in den USA wird sich noch etwas abschwächen. China dürfte es im weiteren Jahresverlauf verstärkt gelingen, die überschäumende Konjunktur allmählich abzukühlen. Die chinesische Importnachfrage wird demnach im nächsten Jahr zwar schwächer zunehmen, der Weltwirtschaft aber immer noch spürbare Impulse geben. Den verringerten Nachfrageanstieg in China wird insbesondere Japan zu spüren bekommen; jedoch dürfte sich hier die Binnenkonjunktur festigen.

Es ist davon auszugehen, dass sich die konjunkturelle Expansion im Euroraum leicht abschwächen wird. Auch für das Jahr 2005 ist nicht mit einer Beschleunigung zu rechnen. Wirtschaftsexperten zufolge erwägt die EZB im kommenden Jahr Zinserhöhungen.

In Deutschland wird für den weiteren Jahresverlauf aufgrund der verbesserten Gewinnaussichten der Unternehmen erwartet, dass sich die Investitionstätigkeit belebt und damit die Inlandsnachfrage steigt. Auch beim privaten Verbrauch sind erste positive Anzeichen erkennbar; diese dürften sich bei einer Besserung am Arbeitsmarkt im nächsten Jahr verstärken. Die insgesamt positiven Konjunkturaussichten trübt derzeit nur der hohe Ölpreis.

Für die vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geltenden Preise der wesentlichen Briefprodukte haben wir am 20. Oktober 2004 den jährlichen Genehmigungsantrag bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) eingereicht. Wie in den Vorjahren werden die Portopreise auf Grundlage der von der RegTP im Jahr 2002 festgelegten Rahmenbedingungen genehmigt (so genanntes Price-Cap-Verfahren). Aufgrund der für die Periode 2005 relevanten niedrigen Preissteigerungsrate werden wir das Entgeltniveau aller Körbe, in denen die genehmigungspflichtigen Dienstleistungen zusammengefasst sind, um durchschnittlich bis zu 0,7 % absenken. Damit sinken auch die Portopreise zum 1. Januar 2005.

Wir gehen unverändert davon aus, für den Unternehmensbereich BRIEF ganzjährig ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) auf dem Niveau des berichteten Vorjahresergebnisses zu erzielen.

In den USA soll durch zusätzliche Aufwendungen die dauerhaft positive Entwicklung von DHL nach der Akquisition von Airborne, Inc. gesichert werden. Unter anderem beabsichtigen wir, das inneramerikanische Transportnetz um weitere Stützpunkte an der West- und Ostküste zu ergänzen, das Marketing zu intensivieren und die Servicequalität zu verbessern. Durch diese zusätzlichen Aufwendungen wird sich der für das Gesamtjahr erwartete Fehlbetrag für die Region "Americas" von 300 Mio € auf bis zu 500 Mio € erhöhen. Für das kommende Jahr ist ein Fehlbetrag von bis zu 300 Mio € zu erwarten. Damit verschiebt sich das Erreichen der Gewinnschwelle vom Jahr 2005 auf das vierte Quartal 2006.

Vor diesem Hintergrund gehen wir für den Unternehmensbereich EXPRESS nicht mehr davon aus, dass sich das EBITA im Vergleich zum berichteten Vorjahreswert um mindestens 20 % erhöht, sondern rechnen jetzt damit, dass es sich um maximal diesen Prozentsatz verringert.

Wir gehen davon aus, dass der Unternehmensbereich LOGISTIK sich auch im weiteren Jahresverlauf positiv entwickeln wird. Daher sehen wir uns in der Lage, die Prognose für das Gesamtjahr anzuheben, und rechnen nun mit einem EBITA, das den berichteten Vorjahreswert um mindestens 25 % übersteigt.

Im Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN bekräftigen wir unsere bisherige Einschätzung, ein um mindestens 15 % über dem berichteten Vorjahreswert liegendes Ergebnis erreichen zu können.

Von dem geänderten Zeitplan für das US-Geschäft unberührt bleibt unsere Ergebnisprognose für den Konzern: Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir weiterhin mit einem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA), das um 7,5 % bis 12,5 % über dem berichteten Vorjahreswert liegt, und für 2005 erwarten wir ein EBITA von mindestens 3,6 Mrd €. Die Mehraufwendungen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von rund 200 Mio € für die Region "Americas" kann der Konzern durch gute operative Ergebnisse in anderen Regionen und Unternehmensbereichen ausgleichen; hier sind insbesondere die Region "Asia Pacific" und der Unternehmensbereich LOGISTIK zu erwähnen.

Außerdem wird das Wertsteigerungsprogramm STAR im Jahr 2004 mit über 800 Mio € einen um mehr als 100 Mio € höheren Ergebnisbeitrag erzielen als bisher erwartet.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigen wir, auch unsere Aktionäre an der positiven Gesamtentwicklung mit einer Dividendenerhöhung teilhaben zu lassen.

9

An unsere Aktionäre

Aktie und Anleihen

Deutsche Post Aktie geriet unter Druck

Auch im dritten Quartal litten die Aktienmärkte unter der anhaltenden Terrorbedrohung und dem erneut gestiegenen Ölpreis. Im Berichtszeitraum verlor der DAX rund 2 % und der Euro STOXX knapp 1 %. Während sich unsere Aktie im ersten Halbjahr von dieser Entwicklung positiv absetzen konnte, gelang ihr dies im dritten Quartal nicht mehr. Für den Berichtszeitraum verzeichnete die Deutsche Post Aktie dadurch einen Verlust von rund 4 % im Vergleich zum Jahresschlusskurs 2003. Am 30. September 2004 betrug ihr Schlusskurs 15,63 €.

Neben den benannten Markteinflüssen beruhte diese Entwicklung auch auf unserer Mitteilung vom 28. September 2004. Darin prognostizierten wir, dass ein dauerhaft erfolgreiches Engagement auf dem amerikanischen Inlands-Expressmarkt weitere Investitionen erfordert und dadurch DHL in der Region "Americas" die Gewinnschwelle erst im Jahr 2006 erreichen wird. Diesen Sachverhalt kommentieren wir ausführlich auf Seite 9.

Eckdaten zu unserer Aktie
1. Jan. bis
30. Sep. 2003
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
Schlusskurs am 30. September in € 14,67 15,63 6,5
Höchstkurs in € 15,82 19,81 25,2
Tiefstkurs in € 8,57 15,18 77,1
Anzahl der Aktien in Stück 1.112.800.000 1.112.800.000
Marktkapitalisierung in Mio € 16.325 17.393 6,5
Ergebnis pro Aktie in € 0,78 0,80 2,6
10

Aktuelle Aktionärsstruktur

Die Frankfurter Wertpapierbörse hat am 22. Oktober 2004 die verbleibenden 556.400.026 Aktien der Deutsche Post AG zum Handel an allen deutschen Wertpapierbörsen zugelassen.

Zum Zeitpunkt unseres Börsengangs im November 2000 bestand die gesetzliche Verpflichtung zu garantieren, dass die Bundesrepublik Deutschland Hauptanteilseigner an der Deutschen Post bleibt. Aus diesem Grund wurden nur 50 %

minus 26 Aktien für den freien Handel zugelassen. Die gesetzlichen Voraussetzungen wurden zwischenzeitlich geändert, Bund und KfW Bankengruppe haben weitere Privatisierungsschritte für die Deutsche Post angekündigt. Konkrete Termine wurden bisher nicht verabschiedet. Wir begrüßen eine weitere Privatisierung ausdrücklich. Dadurch können wir unsere Investorenbasis ausweiten, eine stärkere Gewichtung in den relevanten Börsenindices erzielen und die Liquidität der Aktie erhöhen. Die aktuelle Aktionärsstruktur wird in der unten stehenden Grafik dargestellt.

Anhebungen der Ratings

Im September setzte die Rating-Agentur Standard & Poor's den Ausblick für die Deutsche Post auf "Stabil" herauf. Grund hierfür war die Ankündigung des Konzerns, auch weiterhin seine Finanzstruktur zu stärken sowie Teile der

Nettoerlöse aus dem Börsengang der Postbank zur Reduzierung der Pensionsverpflichtungen und damit auch der Netto-Finanzverschuldung einzusetzen. Moody's folgte im Oktober ebenfalls mit einer Anhebung des Rating-Ausblicks auf "Stabil".

Deutsche Post World Net Ratings
Rating Moody's
Investors Service
Standard & Poor's Fitch Ratings
Langfristig A1 A A+
Ausblick Stabil Stabil Stabil
Kurzfristig P-1 A-1 F1
Letzte Änderung 7. Oktober 2004 14. September 2004 1. August 2004

Eine aktuelle Darstellung unserer Unternehmensanleihen und die Entwicklung der Spreads finden Sie im Internet.

Investor Relations

Am 6. September 2004 fand erneut ein Capital Markets Day statt. Im Fokus standen die Unternehmensbereiche EXPRESS (Regionen "Americas" und "Asia Pacific") und LOGISTIK. Mitglieder des Konzernvorstands und des regionalen Managements präsentierten die bisherigen Ergebnisse sowie die langfristigen Strategien in ihren Bereichen und beantworteten Analystenfragen dazu.

Das Investor-Relations-Team besuchte im dritten Quartal 2004 auf sechs Roadshows Investoren und Analysten in Italien, Irland, Großbritannien, Luxemburg, Deutschland,

Corporate Governance

Gegenüber der Darstellung im Zwischenbericht zum 30. Juni 2004 haben sich zum Thema Corporate Governance im Konzern Deutsche Post World Net lediglich folgende personelle Änderungen bei den Aktionärsvertretern im Aufsichtsrat ergeben:

den USA und Kanada. Darüber hinaus vertrat es unser Unternehmen auf vier Konferenzen im In- und Ausland und stellte sich den Fragen von interessierten Privatanlegern auf der Internationalen Anlegermesse in Düsseldorf.

Im August wurde unsere Website von der unabhängigen Unternehmensberatung SirValuse als beste Investor-Relations-Website der im DAX vertretenen Unternehmen ausgezeichnet. Wesentliche Beurteilungskriterien dabei waren: Umfang und Auffindbarkeit der angebotenen Informationen, Aktualität und Nutzerfreundlichkeit.

Personelle Änderungen im Aufsichtsrat

Austritte Eintritte
zum 31. Juli 2004 Jürgen Sengera zum 10. September 2004 Roland Oetker
zum 15. August 2004 Ulrike Staake Geschäftsführender Gesellschafter
ROI Verwaltungsgesellschaft mbH,
zum 30. September 2004 Dr. Manfred Overhaus Präsident Deutsche Schutzvereinigung
für Wertpapierbesitz e.V.
zum 10. September 2004 Hans Reich
Sprecher des Vorstands der KfW Bankengruppe
zum 11. Oktober 2004 Gerd Ehlers
Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

12

Die Unternehmensbereiche

Die Segmente auf einen Blick

  • BRIEF steigert Umsatz mit weiterem Ausbau der internationalen Briefdienstleistungen
  • EXPRESS verzeichnet in allen Regionen operative Umsatzzuwächse und insgesamt Ergebnisplus trotz belastender Integrationskosten in den USA
  • LOGISTIK setzt positiven Trend fort und legt in Umsatz und Ergebnis deutlich zu
  • FINANZ DIENSTLEISTUNGEN halten stabilen Wachstumskurs im EBITA
in Mio €
BRIEF1), 2) EXPRESS1), 4) LOGISTIK FINANZ DIENST-
LEISTUNGEN1)
Sonstiges/
Konsolidierung1), 2), 4)
Konzern
1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep.
2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004
Außenumsatz 8.801 8.936 10.250 12.869 4.258 4.844 5.513 5.013 81 52 28.903 31.714
Innenumsatz 396 471 132 115 51 79 466 477 –1.045 –1.142 0 0
Umsatz gesamt 9.197 9.407 10.382 12.984 4.309 4.923 5.979 5.490 –964 –1.090 28.903 31.714
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
1.566 1.541 131 148 135 197 356 500 –149 –129 2.039 2.257
Abschreibung Firmenwerte 9 10 137 194 68 74 1 1 0 0 215 279
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
nach Abschreibung Firmenwerte (EBIT)
1.557 1.531 –6 –46 67 123 355 499 –149 –129 1.824 1.978
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 –29 4 0 0 0 0 0 0 –29 4
Segmentvermögen5) 4.055 3) 4.317 11.814 12.351 2.910 3.324 131.080 137.894 –469 3) –733 149.390 157.153
Anteile an assoziierten Unternehmen5) 0 0 63 52 16 11 0 0 0 –3 79 60
Segmentverbindlichkeiten inklusive
unverzinsliche Rückstellungen5)
2.040 3) 2.254 3.678 3.693 1.074 1.147 124.194 130.341 319 3) 534 131.305 137.969
Segmentinvestitionen 232 631 968 803 227 128 125 113 –21 –1 1.531 1.674
Abschreibungen und Abwertungen 306 335 556 620 111 128 199 187 35 46 1.207 1.316
Sonstige nicht zahlungswirksame
Aufwendungen
105 111 82 83 71 10 179 192 70 44 507 440
Mitarbeiter6) 136.028 3) 135.079 129.045 139.233 31.296 30.451 33.490 32.183 10.119 3) 10.493 339.978 347.439

Segmente nach Unternehmensbereichen vom 1. Januar bis zum 30. September

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen

2) Anpassung der Vorjahreszahlen: Zuordnung der Deutsche Post Com GmbH von Sonstiges/Konsolidierung in den Unternehmensbereich BRIEF

3) Anpassung der Vorjahreszahlen: Zuordnung der interServ Gesellschaft für Personal- und Beraterdienstleistungen mbH von dem Unternehmensbereich BRIEF in Sonstiges/Konsolidierung

4) Anpassung der Vorjahreszahlen: Zuordnung der DHL Fulfilment GmbH im Juli 2003 von Sonstiges/Konsolidierung in den Unternehmensbereich EXPRESS

5) Die Bilanzposten Segmentvermögen, Anteile an assoziierten Unternehmen und Segmentverbindlichkeiten werden stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2003 und 30. September 2004, die übrigen

Positionen werden zeitraumbezogen zum 30. September 2003 und 30. September 2004 ausgewiesen

6) Die Mitarbeiterzahl errechnet sich als Durchschnitt für die Geschäftsjahre 2003 und 2004 (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet)

Deutschland Europa ohne
Deutschland
Amerikas Asien/Pazifik Übrige
Regionen
Konzern
1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep. 1. Jan. – 30. Sep.
2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004
Außenumsatz 16.991 16.589 7.587 8.006 2.497 4.810 1.466 1.781 362 528 28.903 31.714
Segmentvermögen1) 126.253 135.039 15.306 13.901 6.445 6.939 819 1.004 567 270 149.390 157.153
Segmentinvestitionen 355 399 751 505 284 648 62 109 79 13 1.531 1.674

Segmente nach Regionen vom 1. Januar bis zum 30. September in Mio €

1) Der Bilanzposten Segmentvermögen wird stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2003 und 30. September 2004, die übrigen Positionen werden zeitraumbezogen zum 30. September 2003 und 30. September 2004 ausgewiesen.

Segmente nach Unternehmensbereichen für das 3. Quartal

in Mio €

BRIEF1), 2) EXPRESS1), 3) LOGISTIK FINANZ DIENST- Sonstiges/ Konzern
LEISTUNGEN1) Konsolidierung1), 2), 3)
3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal
2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004
Außenumsatz 2.856 2.965 3.481 4.296 1.521 1.707 1.798 1.689 52 12 9.708 10.669
Innenumsatz 147 152 49 37 17 32 155 154 –368 –375 0 0
Umsatz gesamt 3.003 3.117 3.530 4.333 1.538 1.739 1.953 1.843 –316 –363 9.708 10.669
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
404 373 28 9 58 81 128 171 –48 –59 570 575
Abschreibung Firmenwerte 3 4 52 62 23 24 1 1 0 0 79 91
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
nach Abschreibung Firmenwerte (EBIT)
401 369 –24 –53 35 57 127 170 –48 –59 491 484
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 –7 –1 0 0 0 0 0 0 –7 –1
Segmentinvestitionen 96 475 395 329 65 45 48 40 –10 –12 594 877
Abschreibungen und Abwertungen 100 113 193 208 37 42 67 60 10 36 407 459
Sonstige nicht zahlungswirksame
Aufwendungen
70 34 27 29 26 6 55 54 –21 34 157 157

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen

2) Anpassung der Vorjahreszahlen: Zuordnung der Deutsche Post Com GmbH von Sonstiges/Konsolidierung in den Unternehmensbereich BRIEF

3) Anpassung der Vorjahreszahlen: Zuordnung der DHL Fulfilment GmbH im Juli 2003 von Sonstiges/Konsolidierung in den Unternehmensbereich EXPRESS

Segmente nach Regionen für das 3. Quartal

in Mio €
Deutschland Europa ohne Amerikas Asien/Pazifik Übrige Konzern
Deutschland Regionen
3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal 3. Quartal
2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004
Außenumsatz 5.571 5.409 2.614 2.660 758 1.755 593 643 172 202 9.708 10.669
Segmentinvestitionen 168 166 350 217 45 439 26 51 5 4 594 877

Unternehmensbereich BRIEF

BRIEF

1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Umsatz gesamt in Mio € 9.197 9.407 2,3 3.003 3.117 3,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
in Mio € 1.566 1.541 –1,6 404 373 –7,7
Umsatzrendite2) in % 17,0 16,4 13,5 12,0
1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen
2) EBITA/Umsatz

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Berichtsstruktur im Unternehmensbereich BRIEF geändert: Seit dem Jahr 2003 führen wir unsere internationalen Briefdienstleistungen nicht mehr im Unternehmensbereich EXPRESS, sondern im Geschäftsfeld "Brief International"; es enthält auch Aktivitäten des bisherigen Geschäftsfelds "Foreign Domestic International". Die Vorjahreszahlen zeigen wir vergleichbar, das heißt entsprechend angepasst.

Im Unternehmensbereich steigerten wir den Umsatz im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 2,3 % auf 9.407 Mio €. Neben dem Zuwachs im Geschäftsfeld "Brief International" trug dazu maßgeblich das Geschäftsfeld

"Direkt Marketing" bei. Die positiven Umsatzentwicklungen in diesen Geschäftsfeldern konnten die Rückgänge im Geschäftsfeld "Brief Kommunikation" deutlich überkompensieren.

Wie unterjährig berichtet, zeigt sich im Geschäftsfeld "Brief Kommunikation" ein Einmaleffekt aus dem Vorjahr, der sich mit rund 80 Mio € veranschlagen lässt: Durch die im Jahr 2002 für den Jahresbeginn 2003 angekündigten Preissenkungen hatten Geschäftskunden seinerzeit Briefsendungen über den Jahreswechsel hinaus verschoben. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass der Umsatz im Geschäftsfeld "Brief Kommunikation" in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 um 2,5 % auf 5.010 Mio € (im Vorjahr 5.141 Mio €) zurückging.

Umsatz je Geschäftsfeld
in Mio €
1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Brief Kommunikation 5.141 5.010 –2,5 1.654 1.596 –3,5
Direkt Marketing 1.970 2.054 4,3 650 670 3,1
Presse Distribution 593 590 –0,5 194 189 –2,6
Brief International/Mehrwertleistungen 1.097 1.282 16,9 358 510 42,5
Innenumsatz 396 471 18,9 147 152 3,4
Gesamt 9.197 9.407 2,3 3.003 3.117 3,8

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen

Brief Kommunikation (AG-Anteil)
in Mio Stück
1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Geschäftskundenbriefe 5.753 5.572 –3,1 1.844 1.776 –3,7
Privatkundenbriefe 1.032 1.038 0,6 338 335 –0,9
Gesamt 6.785 6.610 –2,6 2.182 2.111 –3,3

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen

Direkt Marketing (AG-Anteil)
in Mio Stück
1. Jan. bis 1. Jan. bis Veränderung 3. Quartal 3. Quartal Veränderung
30. Sep. 20031) 30. Sep. 2004 in % 20031) 2004 in %
Infopost/Infobrief 4.737 4.954 4,6 1.577 1.625 3,0
Postwurfsendung/Postwurf Spezial 2.569 2.824 9,9 834 851 2,0
Gesamt 7.306 7.778 6,5 2.411 2.476 2,7

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen

Weiterhin gut entwickeln sich die Umsätze im Geschäftsfeld "Direkt Marketing"; im Berichtszeitraum stiegen sie um 4,3 % von 1.970 Mio € auf 2.054 Mio €. Sowohl das Produkt Infopost als auch die Postwurfsendungen profitierten von einer vermehrten Kundenansprache des Versandhandels. Weiterer Zuwachs für die Infopost entstammte dem Versand der Wahlunterlagen für Landes- und Kommunalwahlen.

Im Geschäftsfeld "Presse Distribution" erreichten wir in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 mit 590 Mio € einen Umsatz auf dem Niveau der Vergleichsperiode (im Vorjahr 593 Mio €).

Mit einer Umsatzsteigerung um 16,9 % konnten wir in den Geschäftsfeldern "Brief International" und "Mehrwertleistungen" hauptsächlich akquisitionsbedingt deutlich zulegen. Erstmalig konsolidiert haben wir die britische Speedmail zum 1. Februar 2004 und die US-amerikanischen Unternehmen SmartMail und QuikPak jeweils zum 30. September 2004 rückwirkend zum 1. Juni bzw. 1. Juli 2004.

Der Ausbau des Geschäftsfelds "Brief International" schreitet weiter voran. Wie als wichtiges Ereignis auf Seite 6 berichtet, vereinbarten wir im September eine zunächst 38%ige Beteiligung an dem spanischen Briefversender Unipost. Nachdem wir bereits in die nationalen Briefmärkte der Niederlande, Großbritanniens und der USA eingestiegen sind, konnten wir damit unsere internationalen Briefaktivitäten weiter ausbauen.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) belief sich im Berichtszeitraum auf 1.541 Mio € und lag damit leicht unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis von 1.566 Mio €.

Dementsprechend fiel die Umsatzrendite, und zwar von 17,0 % auf aktuell 16,4 %.

EXPRESS
1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Umsatz gesamt in Mio € 10.382 12.984 25,1 3.530 4.333 22,7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
in Mio € 131 148 13,0 28 9 –67,9
Umsatzrendite2) in % 1,3 1,1 0,8 0,2
1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International" sowie weitere Produktportfolio-Optimierungen
2) EBITA/Umsatz

Unternehmensbereich EXPRESS

Über unsere internationalen Briefdienstleistungen berichten wir seit dem Jahr 2003 im Unternehmensbereich BRIEF; die Vorjahreszahlen haben wir entsprechend angepasst.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2004 stieg der Umsatz im Unternehmensbereich EXPRESS um 25,1 % auf 12.984 Mio € (im Vorjahr 10.382 Mio €). Den überwiegenden Beitrag an diesem deutlichen Zuwachs leisteten mit 2.443 Mio € Akquisitionen. Hier ist insbesondere die Übernahme von Airborne, Inc. im Jahr 2003 zu nennen. Alle Regionen verzeichneten operative Umsatzzuwächse. Negative Währungseffekte, die überwiegend aus der Region "Americas" stammten, minderten den Umsatz im Berichtszeitraum jedoch um 377 Mio €.

In der Region "Europe" wuchs der Umsatz um 5,0 % auf 8.522 Mio € (im Vorjahr 8.120 Mio €) in der Berichtsperiode. Akquisitionen, insbesondere die der britischen Securicor zum 1. Juli 2003, wirkten sich in Höhe von 224 Mio € für den Zeitraum Januar bis September 2004 umsatzsteigernd aus. Positive Beiträge zur Umsatzentwicklung für die ersten neun Monate leisteten vor allem Deutschland, die Iberische Halbinsel und die Beneluxländer. Im dritten Quartal 2004 sank der Umsatz um 1,5 % auf 2.765 Mio € (im Vorjahr 2.807 Mio €) im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht weitestgehend zurück auf den erfolgten Verkauf der Danzas Chemicals.

In der Region "Americas" konnten wir den Umsatz im Berichtszeitraum von 1.350 Mio € auf 3.246 Mio € deutlich steigern. Maßgebliche Gründe dafür waren die erstmalige Konsolidierung von Airborne, Inc. in den USA zum 31. Dezember 2003 rückwirkend zum 15. August 2003 sowie die Einbeziehung von Loomis in Kanada zum 1. Februar 2003. Insgesamt wirkten sich die getätigten Akquisitionen mit einem Betrag von 2.068 Mio € umsatzerhöhend aus. Negative Währungseffekte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 285 Mio €.

In der Region "Americas" konnten wir nach der Übernahme von Airborne, Inc. in den USA erste Integrationserfolge erzielen, wenngleich die operative Entwicklung derzeit unter unseren Erwartungen liegt und sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert hat. Die Faktoren Produktangebot, Markenbekanntheit und Servicequalität weisen noch Verbesserungspotenzial auf. Im Berichtszeitraum fielen dort Integrationskosten in Höhe von 127 Mio € an. Diese belasteten das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) für die Region "Americas"; es belief sich auf –384 Mio €.

Die Region "Asia Pacific" profitierte im Berichtszeitraum von den weiterhin boomenden Volkswirtschaften Südostasiens, insbesondere China, Südkorea und Indonesien. Der Umsatz stieg um 25,2 % auf 1.442 Mio € (im Vorjahr 1.152 Mio €). Zudem machten sich hier Akquisitionseffekte in Höhe von insgesamt 150 Mio € bemerkbar. Sie begründeten sich im Wesentlichen durch die erstmalige vollständige Einbeziehung der Gesellschaften DHL Sinotrans Express Limited, China, und DHL Korea Limited, Korea, zum 30. Juni 2004 rückwirkend zum 1. Januar. Gegenläufig wirkten erneut negative Wechselkurseffekte in Höhe von 78 Mio €.

Einem positiven Trend folgen weiterhin die "Emerging Markets (EMA)". Sie verzeichneten im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg um 20,5% auf 652 Mio € (im Vorjahr 541 Mio €). Hier profitierten wir von gestiegenen Transportvolumina insbesondere in der Golfregion.

Insgesamt betrug das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) im Berichtszeitraum für den Unternehmensbereich 148 Mio € und lag damit 13,0 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 131 Mio €.

Die Umsatzrendite für das Expressgeschäft außerhalb der Region "Americas" betrug 5,5 %.

Umsatz nach Regionen
in Mio €
1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Europe 8.120 8.522 5,0 2.807 2.765 –1,5
Americas 1.350 3.246 140,4 463 1.097 136,9
Asia Pacific 1.152 1.442 25,2 397 538 35,5
Emerging Markets (EMA) 541 652 20,5 197 226 14,7
Überleitung –781 –878 –12,4 –334 –293 12,3
Gesamt 10.382 12.984 25,1 3.530 4.333 22,7

1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Neustrukturierung des Geschäftsfelds "Brief International", weitere Produktportfolio-Optimierungen sowie Regionalisierung drittvermittelter Umsätze

Unternehmensbereich LOGISTIK

LOGISTIK
1. Jan. bis
30. Sep. 2003
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
2003
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Umsatz gesamt in Mio € 4.309 4.923 14,2 1.538 1.739 13,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
in Mio € 135 197 45,9 58 81 39,7
Umsatzrendite1) in % 3,1 4,0 3,8 4,7
1) EBITA/Umsatz

Der Unternehmensbereich LOGISTIK entwickelt sich weiterhin positiv: In den ersten neun Monaten des Jahres 2004 stieg der Umsatz um 14,2 % auf 4.923 Mio € (im Vorjahr 4.309 Mio €). Beide Geschäftsfelder legten operativ zu. Durch Akquisitionen konnten wir darüber hinaus negative Wechselkurseffekte in Höhe von 97 Mio € weitgehend kompensieren.

Im Geschäftsfeld "DHL Solutions" nahm der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 um 8,5 % auf 1.309 Mio € zu (im Vorjahr 1.207 Mio €). Wachstumsfördernd wirkten sich vor allem gestiegene Volumina in den Sektoren Elektronik/Telekommunikation und Fast Moving Consumer Goods aus.

Im Geschäftsfeld "DHL Danzas Air & Ocean" gelang uns im Berichtszeitraum erneut eine deutliche Umsatzzunahme, und zwar um 16,4 % auf 3.619 Mio € (im Vorjahr 3.108 Mio €). Dieser Zuwachs resultierte operativ aus gestiegenen Volumina sowohl in der Luftfracht als auch in der Seefracht. Hier erhöhten sich teilweise die Frachtraten; da diese aber auch in Europa in US-Dollar gehandelt werden, gerieten sie durch die anhaltende Dollar-Schwäche unter Druck.

Die operative Stärke beider Geschäftsfelder bescherte dem Unternehmensbereich in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 eine deutliche Ergebnisverbesserung: Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) stieg um 45,9 % auf 197 Mio € (im Vorjahr 135 Mio €).

Dementsprechend verbesserte sich die Umsatzrendite um 0,9 Prozentpunkte auf 4,0 % (im Vorjahr 3,1 %).

Umsatz je Geschäftsfeld
in Mio €
1. Jan. bis 1. Jan. bis Veränderung 3. Quartal 3. Quartal Veränderung
30. Sep. 2003 30. Sep. 2004 in % 2003 2004 in %
DHL Solutions 1.207 1.309 8,5 410 467 13,9
DHL Danzas Air & Ocean 3.108 3.619 16,4 1.129 1.273 12,8
Überleitung –6 –5 16,7 –1 –1 0,0
Gesamt 4.309 4.923 14,2 1.538 1.739 13,1

DHL Solutions: Umsatz nach Industriesektoren

in Mio €
1. Jan. bis 1. Jan. bis Veränderung 3. Quartal 3. Quartal Veränderung
30. Sep. 2003 30. Sep. 2004 in % 2003 2004 in %
Automobil 63 66 4,8 16 28 75,0
Pharma/Healthcare 52 34 –34,6 19 16 –15,8
Elektronik/Telekommunikation 447 540 20,8 143 177 23,8
Fast Moving Consumer Goods 405 449 10,9 131 164 25,2
Textilien/Mode 192 185 –3,6 72 68 –5,6
Andere 48 35 –27,1 29 14 –51,7
Gesamt 1.207 1.309 8,5 410 467 13,9

Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN

FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
1. Jan. bis
30. Sep. 20031)
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Veränderung
in %
3. Quartal
20031)
3. Quartal
2004
Veränderung
in %
Umsatz gesamt in Mio € 5.979 5.490 –8,2 1.953 1.843 –5,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
in Mio € 356 500 40,4 128 171 33,6
1) Anpassung der Vorjahreszahlen: Produktportfolio-Optimierungen

Der Unternehmensbereich FINANZ DIENST-LEISTUNGEN umfasst die Postbank, den "Renten Service" und die Filialgruppe.

Die Erlöse des Unternehmensbereichs sanken von 5.979 Mio € im Vorjahr auf nunmehr 5.490 Mio €. Dies ist vor allem auf die rückläufigen Zinserträge der Postbank zurückzuführen. Zur Geschäftsentwicklung der Postbank verweisen wir auf den Zwischenbericht zum 30. September 2004, den die Postbank am 3. November 2004 veröffentlicht hat.

Der Umsatz der Filialgruppe lag leicht unter dem des Vorjahres. Wie bereits zum Halbjahr berichtet, war der Hauptgrund dafür der rückläufige Erwerb von Telefonkarten. Stattdessen laden unsere Kunden die Guthaben ihrer Mobiltelefone am Terminal in der Filiale auf, wodurch lediglich eine Aufladeprovision umsatzwirksam wird.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBITA) des Unternehmensbereichs stieg in den ersten neun Monaten 2004 um 40,4 % auf 500 Mio € (im Vorjahr 356 Mio €).

Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September
in Mio €
Deutsche Post
World Net
1. Jan. bis
30. Sep. 2003
Deutsche Post
World Net
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
Deutsche Post
World Net
3. Quartal
2003
Deutsche Post
World Net
3. Quartal
2004
Umsatzerlöse und Erträge aus Bankgeschäften
28.903
31.714 9.708 10.669
Sonstige betriebliche Erträge
597
844 123 256
Gesamte betriebliche Erträge
29.500
32.558 9.831 10.925
Materialaufwand und Aufwendungen aus Bankgeschäften
–13.070
–14.933 –4.471 –5.071
Personalaufwand
–9.865
–10.554 –3.304 –3.559
Abschreibungen ohne Abschreibung Firmenwerte
–992
–1.037 –328 –368
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–3.534
–3.777 –1.158 –1.352
Gesamte betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibung Firmenwerte
–27.461
–30.301 –9.261 –10.350
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
2.039
2.257 570 575
Abschreibung Firmenwerte
–215
–279 –79 –91
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)
1.824
1.978 491 484
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
–29
4 –7 –1
Sonstiges Finanzergebnis
–516
–599 –156 –173
Finanzergebnis
–545
–595 –163 –174
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.279
1.383 328 310
Ertragsteuern
–387
–414 –102 –93
Periodenergebnis
892
969 226 217
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis
–23
–79 –7 –48
Konzerngewinn
869
890 219 169
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
0,78
0,80 0,20 0,15
Verwässertes Ergebnis je Aktie
0,78
0,80 0,20 0,15

Bilanz

Zum 30. September 2004
in Mio €
Deutsche Post
World Net
Deutsche Post
World Net
31. Dez. 2003 30. Sep. 2004
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte
6.404
6.581
Sachanlagen
8.818
8.596
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
79
60
Andere Finanzanlagen
656
1.003
735 1.063
15.957 16.240
Umlaufvermögen
Vorräte
218
250
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
5.484
6.481
Forderungen und Wertpapiere aus Finanzdienstleistungen
128.928
135.807
Finanzinstrumente des Umlaufvermögens
75
177
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente
3.355
4.625
138.060 147.340
Aktive latente Steuern
916
768
Summe Aktiva
154.933
164.348
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
1.113
1.113
Rücklagen
3.684
4.493
Konzerngewinn
1.309
890
6.106 6.496
Anteile anderer Gesellschafter
59
1.595
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
6.351
6.465
Steuerrückstellungen
1.491
1.631
Andere Rückstellungen
4.831
4.942
12.673 13.038
Verbindlichkeiten
Finanzschulden
4.749
5.381
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.755
2.923
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
123.317
129.335
Andere Verbindlichkeiten
5.274
5.580
136.095 143.219
Summe Passiva
154.933
164.348

Kapitalflussrechnung

Für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September
in Mio €
Deutsche Post Deutsche Post
World Net World Net
1. Jan. bis 1. Jan. bis
30. Sep. 2003 30. Sep. 2004
Ergebnis vor Steuern
1.279
1.383
Zinsergebnis
538
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
1.202
597
1.313
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
2
–21
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen
–342 1)
–24
Rückstellungen
–228
–514
Steuerzahlungen
–46
–60
Ergebnis vor Änderung Nettoumlaufvermögen
2.405
2.674
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten
Vorräte
–17
–31
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
317 1)
–776
Forderungen/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
336
–678
Verbindlichkeiten und sonstige Posten
404
407
Außerordentlicher Posten aus EU-Beihilfeverfahren
–907
0
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
2.538
1.596
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
Abgang von Anteilen an Unternehmen
17
1.535
Anderes Anlagevermögen
196
156
213 1.691
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen
Investitionen in Anteile an Unternehmen
–1.479
–762
Anderes Anlagevermögen
–1.311
–1.018
–2.790 –1.780
Erhaltene Zinsen und Dividenden
39
87
Wertpapiere des Umlaufvermögens
0
–101
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
–2.538
–103
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden
740
1.363
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden
–783
Ausschüttungen und andere Auszahlungen an Unternehmenseigner
–445
–829
–490
Zinszahlungen
–189
–310
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
–677
–266
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel
–677
1.227
Einfluss von Wechselkursänderungen auf flüssige Mittel
–37 1)
0
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes
4
43
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar
2.835
3.355
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. September
2.125
4.625
1) Anpassung der Vorjahreszahl: Der Einfluss von Wechselkursänderungen wird nun gesondert bei den Flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gezeigt

Eigenkapitalentwicklungsrechnung

Für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September
in Mio €
Gezeichnetes Rücklagen Konzern- Eigenkapital
Kapital Kapital- Gewinn- IAS 39 gewinn gesamt
rücklage rücklage Rücklagen
Stand 1. Januar 2003 1.113 356 3.499 –532 659 5.095
Kapitaltransaktionen mit dem Eigner
Kapitaleinlage aus Gesellschaftsmitteln
Dividende –445 –445
Übrige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Währungsumrechnungsdifferenzen –213 –213
Übrige Veränderungen 16 166 182
Ergebnisbezogene Eigenkapitalveränderungen
Einstellung in Gewinnrücklagen 214 –214 0
Konzerngewinn 869 869
Stand 30. September 2003 1.113 356 3.516 –366 869 5.488
Stand 1. Januar 2004 1.113 377 3.615 –308 1.309 6.106
Kapitaltransaktionen mit dem Eigner
Kapitaleinlage aus Gesellschaftsmitteln
Dividende –490 –490
Übrige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Währungsumrechnungsdifferenzen 49 49
Übrige Veränderungen 24 –23 –60 –59
Ergebnisbezogene Eigenkapitalveränderungen
Einstellung in Gewinnrücklagen 819 –819 0
Konzerngewinn 890 890
Stand 30. September 2004 1.113 401 4.460 –368 890 6.496

Anhang (Notes) zum Konzernzwischenabschluss der Deutsche Post AG zum 30. September 2004

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Deutsche Post AG zum 30. September 2004 erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, am Stichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC).

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2003 zu Grunde lagen.

Für weitergehende Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2003, der die Grundlage für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt.

2. Konsolidierungskreis

Die Anzahl der Unternehmen, die der Konsolidierungskreis neben der Deutsche Post AG als Mutterunternehmen umfasst, ist der unten stehenden Tabelle zu entnehmen.

Zum 30. September 2004 wurden die Unternehmen SmartMail, USA, und QuikPak Inc., USA (Asset Deal), vollkonsolidiert.

Konsolidierungskreis
31. Dez.
2003
31. März
2004
30. Juni
2004
30. Sep.
2004
Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen
Inländisch 114 117 119 122
Ausländisch 569 560 557 555
Anzahl der quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen
Inländisch 2 2 2 2
Ausländisch 6 6 5 6
Anzahl der nach Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
Inländisch 5 5 5 5
Ausländisch 35 36 34 34

3. Eigene Aktien und Aktienoptionen

Die Anzahl der für die Konzernführungsebenen 1 bis 3 gewährten Optionen auf Aktien der Deutsche Post AG hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2003 wie folgt entwickelt:

Aktienoptionen
in Stück
Tranche 2001 Tranche 2002 Tranche 2003 Tranche 2004
Ausstehende Aktienoptionen zum 1. Januar 2004 4.399.842 8.300.814 13.000.602 0
Ausstehende Stock Appreciation Rights (SAR) zum 1. Januar 2004 232.416 342.816 731.736 0
Gewährte Optionen 0 0 0 9.328.296
Gewährte SAR 0 0 0 1.116.374
Ausgeübte Optionen 0 0 0 0
Ausgeübte SAR 0 0 0 0
Verfallene Optionen 3.685.154 309.402 413.238 0
Verfallene SAR 194.573 8.862 7.998 0
Ausstehende Aktienoptionen zum 30. September 2004 714.688 1) 7.991.412 12.587.364 9.328.296
Ausstehende SAR zum 30. September 2004 37.843 1) 333.954 723.738 1.116.374

1) Bestand bei Ende Sperrfrist am 14. März 2004: 4.346.593 Stück Aktienoptionen; 231.523 Stück SAR

Am 1. Juli 2004 erhielten Führungskräfte der Ebenen 1 bis 3 weitere Optionen aus dem Aktienoptionsplan 2003 (Tranche 2004). Der Ausübungspreis betrug 17,00 €.

Die Deutsche Post AG hielt zum 30. September 2004 keine eigenen Aktien. Die Deutsche Postbank AG wies zum 30. September eigene Anteile in Höhe von 2,3 Mio € in ihrem Eigenkapital aus. Dies entspricht einer Stückzahl von 80.054 Aktien.

4. Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum 30. September 2004 auf insgesamt 1.855 Mio €. Davon entfallen 1.506 Mio € auf Bürgschaftsverpflichtungen der Deutsche Postbank Gruppe. Zusätzlich bestehen neben den Eventualverbindlichkeiten unwiderrufliche Kreditzusagen seitens der Postbank Gruppe in Höhe von 14.761 Mio €.

5. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich folgendermaßen zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge
in Mio €
30. Sep.
2003
30. Sep.
2004
Erträge aus Finanzanlagen und Versicherungsgeschäft aus Finanzdienstleistungen
48
178
Erträge aus Börsengang Deutsche Postbank AG
0
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen
48
Erlöse aus Leasing, Verpachtung und Vermietungen
69
Versicherungserträge
46
Abgangserträge aus dem Anlagevermögen
56
Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen
104
43
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten
51
41
Erträge aus periodenfremden Abrechnungen
36
27
Erträge aus Vergütungen und Erstattungen
15
25
Erlöse Leistungen Fahrzeugzentren
14
17
Erträge aus Schadenersatz
23
15
Erträge aus Kostenausgleich Wohnungswirtschaft
7
7
Erträge aus aktivierten Eigenleistungen
8
5
Werterhöhungen Forderungen und sonstige Vermögenswerte
14
4
Übrige
58
119
Gesamt
597
844

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Aufwendungen in Mio €

30. Sep.
2003
30. Sep.
2004
Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing 1.067 1.156
Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit 336 385
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 305 321
Reise- und Bildungskosten 243 277
Aufwendungen für Telekommunikation 181 205
Versicherungsaufwendungen 163 202
Sonstige betriebliche Steuern 113 160
Fremdleistungen für Reinigung, Transport, Überwachung
131
157
Risikovorsorge aus Kreditgeschäft aus Finanzdienstleistungen 107 126
Wertberichtigungen Umlaufvermögen 54 80
Zuführung zu den Rückstellungen 98 77
Periodenfremde Aufwendungen 48 74
Repräsentations- und Bewirtungskosten 51 64
Abrechnung mit der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation 76 54
Ersatzleistungen und Entschädigungen 51 53
Freiwillige soziale Leistungen 51 51
Aufwendungen für Provisionsleistungen 22 43
Garantieleistungen 30 33
Sonstige immobilienbezogene Aufwendungen 19 28
Verluste aus Anlagenabgängen 29 25
Beiträge und Gebühren 22 19
Kosten des Geldverkehrs 14 18
Aufwendungen aus Börsengang Deutsche Postbank AG 0 17
Spenden 10 10
Übrige 313 142
Gesamt 3.534 3.777

6. Sonstiges

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2004 wird der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen und zum Ausschluss des Bezugsrechts nebst gleichzeitiger Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 56.000.000,00 € (Bedingtes Kapital III) ermächtigt.

Die bilanzielle Erfassung der Umtauschanleihe in Höhe von 1.082 Mio € (inklusive Greenshoe) im Rahmen des Börsengangs der Deutsche Postbank AG erfolgte zum 2. Juli 2004. Gemäß IAS 39 werden die Anleihe und das Wandlungsrecht gesondert unter den Finanzschulden sowie unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Mit Wirkung vom 14. September 2004 hat die Deutsche Post AG als Nachfolgeschuldnerin der am 2. Juli des Jahres von der Deutsche Post Finance B.V. in Amsterdam emittierten Umtauschanleihe alle Verpflichtungen der Emittentin aus der Ausgabe der Schuldverschreibungen übernommen.

Im dritten Quartal 2004 erfolgte ein teilweiser Rückkauf von Anleihen der Deutsche Post Finance B.V., Niederlande, durch die Deutsche Post AG. Das Volumen zeigt die unten stehende Tabelle.

Im Übrigen verweisen wir auf die ausführlichen Angaben im Anhang des Geschäftsberichts 2003.

Anleihenrückkauf
in Mio €
Nominalwert Marktwert
Anleihe 2007 114 118
Anleihe 2012 71 75
Anleihe 2014 74 76
259 269

Gewinn- und Verlustrechnung (Postbank at Equity)

Für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September
in Mio €
Deutsche Post Deutsche Post Deutsche Post Deutsche Post
World Net World Net World Net World Net
1. Jan. bis
30. Sep. 2003
1. Jan. bis
30. Sep. 2004
3. Quartal
2003
3. Quartal
2004
Umsatzerlöse
24.074
27.374 8.146 9.210
Sonstige betriebliche Erträge
573
663 116 200
Gesamte betriebliche Erträge
24.647
28.037 8.262 9.410
Materialaufwand
–9.445
–11.789 –3.289 –4.064
Personalaufwand
–9.425
–10.120 –3.170 –3.399
Abschreibungen ohne Abschreibung Firmenwerte
–912
–948 –302 –339
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–3.168
–3.384 –1.047 –1.193
Gesamte betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibung Firmenwerte
–22.950
–26.241 –7.808 –8.995
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung Firmenwerte (EBITA)
1.697
1.796 454 415
Abschreibung Firmenwerte
–215
–278 –79 –90
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)
1.482
375 325
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
–29
4 –7 –1
Ergebnis aus Equity-Bewertung Deutsche Postbank Gruppe
190
233 58 66
Sonstiges Finanzergebnis
–494
–579 –146 –170
Finanzergebnis
–333
–342 –95 –105
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.149
1.176 280 220
Ertragsteuern
–258
–257 –54 –37
Periodenergebnis
891
919 226 183
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis
–22
–29 –7 –14
Konzerngewinn
869
890 219 169

Bilanz (Postbank at Equity)

Zum 30. September 2004
in Mio €
Deutsche Post
Deutsche Post
World Net World Net
31. Dez. 2003 30. Sep. 2004
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögenswerte
6.236
6.420
Sachanlagen
7.857
7.662
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
79
60
Beteiligungen an der Deutsche Postbank Gruppe
4.876
2.991
Andere Finanzanlagen
624
897
5.579 3.948
19.672 18.030
Umlaufvermögen
Vorräte
215
247
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
5.298
6.162
Finanzinstrumente des Umlaufvermögens
75
175
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente
2.333
4.553
7.921 11.137
Aktive latente Steuern
352
232
Summe Aktiva
27.945
29.399
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
1.113
1.113
Rücklagen
3.684
4.404
Konzerngewinn
1.309
890
6.106 6.407
Anteile anderer Gesellschafter
45
86
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
5.779
5.826
Steuerrückstellungen
618
670
Andere Rückstellungen
4.573
4.538
10.970 11.034
Verbindlichkeiten
Finanzschulden
4.808
5.417
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.667
2.796
Andere Verbindlichkeiten
3.349
3.659
10.824 11.872
Summe Passiva
27.945
29.399

Kapitalflussrechnung (Postbank at Equity)

Für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September
in Mio €
Deutsche Post
Deutsche Post
World Net World Net
1. Jan. bis 1. Jan. bis
30. Sep. 2003 30. Sep. 2004
Ergebnis vor Steuern
1.149
1.176
Zinsergebnis
512
575
Abschreibungen auf das Anlagevermögen
1.123
1.225
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
2
–23
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen
30 1)
95
Ergebnis aus Equity-Bewertung
–190
–233
Rückstellungen
–249
–500
Steuerzahlungen
–31
–30
Ergebnis vor Änderung Nettoumlaufvermögen
2.346
2.285
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten
Vorräte
–15
–31
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
457 1)
–726
Forderungen/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
0
0
Verbindlichkeiten und sonstige Posten
–16
387
Außerordentlicher Posten aus EU-Beihilfeverfahren
–907
0
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
1.865
1.915
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
Abgang von Anteilen an Unternehmen
8
1.535
Anderes Anlagevermögen
195
153
203 1.688
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen
Investitionen in Anteile an Unternehmen
–1.476
–739
Anderes Anlagevermögen
–1.234
–972
–2.710 –1.711
Erhaltene Zinsen und Dividenden
39
95
Dividende Postbank
99
589
Wertpapiere des Umlaufvermögens
0
–99
Mittelzufluss (im Vorjahr Mittelabfluss) aus der Investitionstätigkeit
–2.369
562
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden
778
1.363
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden
–783
–851
Ausschüttungen und andere Auszahlungen an Unternehmenseigner
–445
–490
Zinszahlungen
–189
–322
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
–639
–300
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel
–1.143
2.177
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes
4
43
Einfluss von Wechselkursänderungen auf flüssige Mittel
–37 1)
0
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar
2.022
2.333
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30. September
846
4.553

1) Anpassung der Vorjahreszahl: Der Einfluss von Wechselkursänderungen wird nun gesondert bei den Flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gezeigt

Finanzkalender

22. März 2005 Veröffentlichung des Geschäftsberichts, Bilanzpressekonferenz und Analysten-Telefon
Konferenz1) zum Geschäftsjahr 2004
09. Mai 2005 Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 31. März 2005, Analysten-Telefon-Konferenz1)
18. Mai 2005 Hauptversammlung2)
19. Mai 2005 Dividendenzahlung
28. Juli 2005 Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. Juni 2005, Pressekonferenz und
Analysten-Telefon-Konferenz1)
10. November 2005 Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2005,
Analysten-Telefon-Konferenz1)
1)
und Live-Übertragung der gesamten Konferenz
2)
und Live-Übertragung der Redebeiträge des Vorstandsvorsitzenden und des Aufsichtsratsvorsitzenden

Alle Angaben sind ohne Gewähr – kurzfristige Änderungen sind vorbehalten

Herausgeber:

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Verantwortlich: Martin Ziegenbalg

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Dieser Zwischenbericht wurde in deutscher und englischer Sprache am 4. November 2004 veröffentlicht.

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen", "das Ziel verfolgen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen.