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Deutsche Lufthansa AG

Quarterly Report Jul 31, 2024

109_rns_2024-07-31_eae8db51-6255-478c-9286-920cae209452.html

Quarterly Report

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Finanzbericht: 34833769

Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft

Köln

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

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KENNZAHLEN

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Jan. -

Juni

2024
Jan. -

Juni

2023
Veränder-

ung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 17.399 16.406 6
davon Verkehrserlöse Mio. € 14.332 13.751 4
Operative Erträge Mio. € 18.807 17.845 5
Operative Aufwendungen Mio. € 18.980 17.010 12
Adjusted EBITDA Mio. € 978 1.911 -49
Adjusted EBIT Mio. € -163 812
EBIT Mio. € -212 777
Konzernergebnis Mio. € -265 414
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalfluss-

rechnung
Bilanzsumme Mio. € 47.233 45.315 4
Eigenkapital Mio. € 9.701 8.091 20
Nettokreditverschuldung Mio. € 5.640 5.914 -5
Netto-Pensionsverpflichtungen Mio. € 2.451 2.312 6
Verhältnis Nettokreditverschuldung +

Netto-Pensionsverpflichtungen

zu Eigenkapital
Quote 45:55 50:50
Operativer Cashflow Mio. € 2.788 3.100 -10
Bruttoinvestitionen 1) Mio. € 1.761 1.773 -1
Nettoinvestitionen Mio. € 1.754 1.871 -6
Adjusted Free Cashflow Mio. € 878 1.071 -18
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge % 5,6 11,6 -6,0 P.
Adjusted EBIT-Marge % -0,9 4,9 -5,8 P.
EBIT-Marge % -1,2 4,7 -5,9 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni) 5,71 9,38 -39
Ergebnis pro Aktie -0,22 0,35
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Juni) Anzahl 100.173 114.773 -13

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April -

Juni

2024
April -

Juni

2023
Veränder-

ung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 10.007 9.389 7
davon Verkehrserlöse Mio. € 8.429 8.043 5
Operative Erträge Mio. € 10.632 10.154 5
Operative Aufwendungen Mio. € 9.969 9.064 10
Adjusted EBITDA Mio. € 1.257 1.639 -23
Adjusted EBIT Mio. € 686 1.085 -37
EBIT Mio. € 659 1.081 -39
Konzernergebnis Mio. € 469 881 -47
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalfluss-

rechnung
Bilanzsumme Mio. € - -
Eigenkapital Mio. € - -
Nettokreditverschuldung Mio. € - -
Netto-Pensionsverpflichtungen Mio. € - -
Verhältnis Nettokreditverschuldung +

Netto-Pensionsverpflichtungen

zu Eigenkapital
Quote - -
Operativer Cashflow Mio. € 1.477 1.519 -3
Bruttoinvestitionen 1) Mio. € 837 773 8
Nettoinvestitionen Mio. € 814 831 -2
Adjusted Free Cashflow Mio. € 573 589 -3
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge % 12,6 17,5 -4,9 P.
Adjusted EBIT-Marge % 6,9 11,6 -4,7 P.
EBIT-Marge % 6,6 11,5 -4,9 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni) - -
Ergebnis pro Aktie 0,39 0,74 -47
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Juni) Anzahl - -

KENNZAHLEN (FORTSETZUNG)

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Jan. -

Juni

2024
Jan. -

Juni

2023
Veränder-

ung in %
Leistungsdaten 2)
Flüge Anzahl 469.625 440.717 7
Fluggäste Tsd. 60.298 55.025 10
Angebotene Sitzkilometer Mio. 153.816 137.960 11
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 124.733 112.696 11
Sitzladefaktor % 81,1 81,7 -0,6 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 8.277 7.289 14
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 4.796 4.192 14
Fracht-Nutzladefaktor % 57,9 57,5 0,4 P.

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April -

Juni

2024
April -

Juni

2023
Veränder-

ung in %
Leistungsdaten 2)
Flüge Anzahl 272.654 255.632 7
Fluggäste Tsd. 35.939 33.296 8
Angebotene Sitzkilometer Mio. 86.945 78.513 11
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 71.460 65.291 9
Sitzladefaktor % 82,2 83,2 -1,0 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 4.467 3.833 17
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 2.537 2.161 17
Fracht-Nutzladefaktor % 56,8 56,4 0,4 P.

1) Ohne Erwerb von Anteilen.

2) Vorjahreszahlen angepasst.Veröffentlichungstag: 31. Juli 2024.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

wir durften im ersten Halbjahr 2024 insgesamt mehr als 60 Millionen Passagiere sicher an ihr jeweiliges Ziel fliegen. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Flugreisen bedeutete das eine deutliche Erhöhung der Kapazität und des Absatzes unserer Passagier-Airlines gegenüber dem Vorjahr.

Das marktweite Kapazitätswachstum verschärfte jedoch den Preisdruck auf die PassagierAirlines, wodurch die Durchschnittserlöse sanken. Zusätzlich wirkten sich die Streiks im ersten Quartal 2024 sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen belastend auf das Ergebnis der Passagier-Airlines, insbesondere Lufthansa Airlines, aus. Lufthansa Airlines hat entsprechend im Rahmen eines Effizienz- und Ergebnissicherungsprogramms Maßnahmen angekündigt, um dem anspruchsvollen Marktumfeld und den steigenden Kosten Rechnung zu tragen.

Die Geschäftsfelder Logistik und Technik erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2024 ein positives Ergebnis, wobei dieses im Geschäftsfeld Logistik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig war.

Insgesamt lag das Adjusted EBIT der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2024 bei -163 Millionen Euro gegenüber 812 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Adjusted EBIT von 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro. Der Ausblick hängt maßgeblich von der Ergebnisentwicklung bei Lufthansa Airlines sowie dem traditionell wichtigen vierten Quartal bei Lufthansa Cargo ab.

Die konsequente Weiterverfolgung unserer Strategie ist der beste Weg, mit der Volatilität unserer Branche Schritt zu halten, denn sie macht uns noch internationaler, noch wettbewerbs- und noch widerstandsfähiger. Anfang Juli haben wir die Genehmigung der EU-Kommission zum geplanten Erwerb von 41 Prozent an ITA Airways unter Auflagen erhalten. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2024 vollzogen werden. Ende Juni startete der Flugbetrieb von Lufthansa City Airlines, mit der wir durch wettbewerbsfähige Zubringerdienste unser Wachstum auf der Langstrecke sichern.

Auch unsere Produkte und Services für die Kundinnen und Kunden haben wir weiter verbessert. Anfang Mai fand der erste Linienflug eines Airbus A350 mit dem neuen Kabinenprodukt Allegris von München nach Vancouver statt. Inzwischen sind vier A350 mit der Allegris-Kabine im Einsatz, und im Schnitt kommt jeden Monat eine weitere dazu. Insgesamt werden wir mehr als 31.000 neue Sitze in die Langstreckenflugzeuge unserer Gruppe einbauen.

Weiterhin haben wir uns im Vorstand neu aufgestellt. Zum 1. Juli 2024 durften wir Grazia Vittadini und Dieter Vranckx als neue Mitglieder im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG begrüßen. Grazia Vittadini übernahm als Chief Technology Officer das Ressort "Technik & IT", das auch den Bereich "Nachhaltigkeit" umfasst. Dieter Vranckx verantwortet das Ressort "Globale Märkte & kommerzielle Steuerung Hubs", dem zusätzlich die Bereiche "Customer Experience" und "Konzernmarkenführung" zugeordnet sind. Darüber hinaus übernimmt Till Streichert ab dem 15. September 2024 die Verantwortung für das Ressort "Finanzen".

Gemeinsam werden wir die Entwicklung der Lufthansa Group vorantreiben und Mehrwert für alle schaffen - für unsere Gäste, für unsere Mitarbeitenden und für unsere Aktionärinnen und Aktionäre.

Vielen Dank, dass Sie uns hierbei begleiten.

Frankfurt, den 30. Juli 2024

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Carsten Spohr Vorsitzender des Vorstands

ZWISCHENLAGEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE UND BRANCHENENTWICKLUNG

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) in 2024

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in % Q1 Q2 Q3 1) Q4 1) Gesamt-

jahr 1)
Welt 2,7 2,6 2,6 2,7 2,7
Europa 0,8 0,9 1,2 1,5 1,1
Deutschland -0,2 0,1 0,2 1,1 0,3
Nordamerika 2,7 2,8 2,0 1,6 2,3
Südamerika 2) 1,1 1,4 1,3 2,3 1,7
Asien/​Pazifik 4,2 3,9 4,4 4,2 4,2
China 5,3 5,0 4,9 4,7 5,0
Naher Osten 0,0 0,6 2,5 4,1 1,6
Afrika 3,4 3,8 3,6 3,9 3,1

Quelle: S&P Global per 15. Juli 2024.

1) Prognosewerte.

2) Exklusive Venezuela.

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Das weltweite Wirtschaftswachstum entwickelte sich im bisherigen Verlauf des Jahres leicht rückläufig; im zweiten Quartal 2024 wuchs die Weltwirtschaft gemäß Daten von S&P Global um 2,6 % gegenüber Vorjahr, nach einem Wachstum von 2,7 % im ersten Quartal 2024; im Gesamtjahr 2023 wuchs die Weltwirtschaft um 2,8 %.
Im Vergleich zur Weltwirtschaft verzeichnete die europäische Wirtschaft insgesamt ein langsameres Wachstum; im zweiten Quartal 2024 lag die Wachstumsrate in Europa bei 0,9 %, nach 0,8 % im ersten Quartal 2024; im Gesamtjahr 2023 lag das Wachstum der europäischen Wirtschaftsleistung bei 0,7 %.
Der Ölpreis (Brent ICE) lag Ende des ersten Halbjahres 2024 bei 85,00 USD/​bbl (Jahresende 2023: 77,04 USD/​bbl); der Durchschnittspreis stieg im ersten Halbjahr 2024 um 4 % auf 83,40 USD/​bbl (Vorjahr: 80,00 USD/​bbl).
Der Jet Fuel Crack, der die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin abbildet, lag im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2024 bei 24,10 USD/​bbl und sank damit im Vorjahresvergleich um 5 % (Vorjahr: 25,39 USD/​bbl).
Der durchschnittliche Kerosinpreis stieg demgegenüber geringfügig um 2 % auf 846,56 USD/​t gegenüber Vorjahr (Vorjahr: 830,44 USD/​t).

ROHÖL-, KEROSIN UND WÄHRUNGSENTWICKLUNG

(Jan. - Juni 2024)

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30.06.2024 Durchschnitt Durchschnitt

Vorjahr
Brent ICE in USD/​bbl 85,00 83,40 80,00
Jet Fuel Crack in USD/​bbl 20,33 24,10 25,39
Kerosin in USD/​t 830,00 846,56 830,44
USD 1 EUR/​USD 1,0713 1,0813 1,0808
JPY 1 EUR/​JPY 172,39 164,45 145,65
CHF 1 EUR/​CHF 0,9628 0,9614 0,9856
CNY 1 EUR/​CNY 7,7843 7,7987 7,4851
GBP 1 EUR/​GBP 0,8473 0,8545 0,8763
CAD 1 EUR/​CAD 1,4655 1,4684 1,4565

Quelle: Bloomberg, Tagesendkurse im Jahresdurchschnitt.

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Der Euro konnte sich im Vergleich zum Vorjahr gegenüber den meisten für die Lufthansa Group relevanten Währungen behaupten; gegenüber dem Japanischen Yen und dem Chinesischen Renminbi wertete der Euro deutlich auf mit 12,9 % beziehungsweise 4,2 %; ebenso gewann der Euro leicht gegenüber dem Kanadischen Dollar mit 0,8 % an Stärke; gegenüber dem Schweizer Franken und Britischen Pfund wertete der Euro um jeweils 2,5 % ab; im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung des US-Dollar blieb der Euro unverändert.
Das anhaltend hohe Zinsniveau der Notenbanken konnte die Entwicklung der Inflation eindämmen; im Juni 2024 lag die Inflationsrate im weltweiten Durchschnitt bei 5,4 %, in Europa bei 2,5 % und in Deutschland bei 2,2 %.
Seit knapp einem Jahr verharrt der Leitzins der US-Notenbank FED auf 5,5 %; dagegen leitete die Europäische Zentralbank im Juni 2024 die erste Zinssenkung von 4,5 % auf 4,25 % ein.

BRANCHENENTWICKLUNG

ABSATZENTWICKLUNG IN DER LUFTFAHRT (Jan. - Mai 2024)

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in % gegenüber Vorjahr Passagierkilometer Fracht-Tonnenkilometer
Europa 11 14
Nordamerika 7 6
Mittel- und Südamerika 10 10
Asien/​Pazifik 25 16
Mittlerer Osten 14 19
Afrika 16 16
Industrie 15 13

Quelle: IATA Air Passenger & Air Freight Figures (Mai 2024).

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Die Absatzentwicklung im globalen Passagiergeschäft konnte sich in den ersten fünf Monaten des Berichtsjahres, für die bislang Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) vorliegen, gegenüber Vorjahr infolge der weiter steigenden Nachfrage verbessern; so stieg die Anzahl der weltweit verkauften Passagierkilometer gemäß IATA in den ersten fünf Monaten 2024 um 15 % gegenüber Vorjahr, in Europa legte der Absatz um 11 % zu; der branchenweite Absatz lag in diesem Zeitraum erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie um 3 % über dem Vorkrisenniveau von 2019; ein aufgrund dieses marktweiten Kapazitätswachstums zunehmender Preisdruck wirkte sich jedoch belastend auf die Erlösentwicklung im Passagiergeschäft aus.
Der globale Markt für Luftfracht wuchs in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2024 deutlich; das starke Wachstum wurde durch den boomenden Online-Handel und Kapazitätsengpässe in der weltweiten Seeschifffahrt unterstützt; so stieg das weltweite Luftfrachtaufkommen (gemessen in verkauften Fracht-Tonnenkilometern) gemäß IATA in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2024 gegenüber Vorjahr um 13 %; damit lag das weltweite Frachtgeschäft um 6 % über dem Vorkrisenniveau.
Der Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen für Flugzeuge (MRO) entwickelte sich weiterhin positiv; so führt die steigende Nachfrage nach Flugreisen zu einer weiter steigenden Nachfrage nach MRO-Leistungen; belastend wirkt sich die anhaltende Materialknappheit am Weltmarkt aus, ausgelöst durch die Lieferverzögerungen bei den Herstellern und Zulieferern von Flugzeugen, Triebwerken und Flugzeugkomponenten.

GESCHÄFTSVERLAUF

GESCHÄFTSVERLAUF IM ÜBERBLICK

Geschäftsverlauf der Lufthansa Group ist wesentlich von den Auswirkungen von Streiks und sinkenden Durchschnittserlösen beeinflusst

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Trotz eines fortgesetzten Kapazitätswachstums hat sich die finanzielle Lage der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2024 deutlich verschlechtert; dabei wirkten sich insbesondere diverse Streiks im ersten Quartal 2024 sowohl von verschiedenen Beschäftigtengruppen der Lufthansa Group als auch von Beschäftigten bei Systempartnern belastend aus; darüber hinaus verschärfte das marktweite Kapazitätswachstum den Preisdruck auf die PassagierAirlines, wodurch die Durchschnittserlöse, insbesondere bei Lufthansa Airlines, sanken.
Die Kapazität im Passagiergeschäft wurde gegenüber Vorjahr um 11 % ausgebaut; im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 entsprach das Angebot 88 %; streikbedingt blieb die Kapazität damit aber hinter der ursprünglichen Planung zurück.
Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse der Lufthansa Group aufgrund des weiteren Ausbaus des Flugprogramms und eines starken Wachstums im Geschäftsfeld Technik um 6 % gegenüber Vorjahr auf 17.399 Mio. EUR (Vorjahr: 16.406 Mio. EUR).
Das Ergebnis der Lufthansa Group verschlechterte sich im ersten Halbjahr 2024 jedoch gegenüber Vorjahr; das Adjusted EBIT lag bei -163 Mio. EUR (Vorjahr: 812 Mio. EUR); neben einem zunehmenden Preisdruck im zweiten Quartal belasteten auch die Streiks das Ergebnis mit rund 450 Mio. EUR; die Adjusted EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei -0,9 % (Vorjahr: 4,9 %).
Die Entwicklung im Geschäftsfeld Logistik war im ersten Halbjahr 2024 von einem herausfordernden Branchenumfeld in der Luftfracht und den Streiks im ersten Quartal 2024 gezeichnet; dennoch wurde ein positives, aufgrund der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr jedoch rückläufiges Ergebnis erzielt.
Das Geschäftsfeld Technik wies angesichts einer unvermindert starken Nachfrage nach MRO-Leistungen im ersten Halbjahr 2024 ein positives Ergebnis aus.

↗ Geschäftsfelder, S. 14.
Trotz des operativen Verlusts war der Adjusted Free Cashflow der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2024 mit 878 Mio. EUR positiv (Vorjahr: 1.071 Mio. EUR); dabei kompensierten vor allem Zuflüsse aus Ticketvorauszahlungen das negative Ergebnis.
Die Bilanz konnte im ersten Halbjahr 2024 weiter gestärkt werden; die Nettokreditverschuldung lag aufgrund des positiven Free Cashflows mit 5.640 Mio. EUR um 42 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 5.682 Mio. EUR); die NettoPensionsverpflichtungen sanken zinssatzbedingt um 225 Mio. EUR auf 2.451 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 2.676 Mio. EUR). ↗ Finanzielle Entwicklung, S. 7.
Der spezifische CO 2-Ausstoß, bezogen auf die geflogenen Passagierkilometer, lag im ersten Halbjahr 2024 bei 89,2 Gramm und damit annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 89,1 Gramm); die positiven Effekte aus der fortgesetzten Flottenmodernisierung konnten die Effekte des leicht rückläufigen durchschnittlichen Sitzladefaktors weitestgehend ausgleichen.

WESENTLICHE EREIGNISSE

Deutsche Lufthansa AG und UFO einigen sich auf langfristigen Vergütungstarifvertrag

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Der Arbeitgeberverband Luftverkehr (AGVL) und die Kabinengewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V. (UFO) haben sich am 11. April 2024 auf einen langfristigen Tarifvertrag für die rund 19.000 Kabinenbeschäftigten von Lufthansa Airlines geeinigt.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von mindestens 36 Monaten bis Dezember 2026 und bietet eine Lohnerhöhung um insgesamt 16,5 % in mehreren Stufen über die Laufzeit.
Zuvor hatte die UFO zu zwei Streiktagen aufgerufen.

Austrian Airlines und Gewerkschaft vida einigen sich auf neuen Kollektivvertrag

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Am 25. April 2024 haben sich Austrian Airlines und die Gewerkschaft vida sowie der Betriebsrat Bord auf einen Kollektivvertrags-Abschluss für rund 2.400 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie rund 1.000 Pilotinnen und Piloten geeinigt.
Der Kollektivvertrag hat eine Laufzeit bis Dezember 2026 und bietet insbesondere durchschnittliche Gehaltssteigerungen von rund 19,4 % in drei Stufen und eine Friedenspflicht während der Laufzeit.

Till Streichert wird neuer Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG

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Am 6. Mai 2024 wurde Till Streichert vom Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG in den Vorstand der Gesellschaft berufen; er übernimmt mit Wirkung zum 15. September 2024 die Verantwortung für das Vorstandsressort "Finanzen".
Till Streichert, zuvor Chief Financial Officer der Amadeus IT Group mit Sitz in Madrid, erhält einen Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren bis zum 14. September 2027.
Die Aufgabenbereiche im Ressort "Finanzen" werden seit dem Ausscheiden von Remco Steenbergen am 7. Mai 2024 kommissarisch von Vorstandsmitglied Michael Niggemann übernommen.

Aktionärinnen und Aktionäre stimmen allen Tagesordnungspunkten der Hauptversammlung zu

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Am 7. Mai 2024 fand die virtuelle Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG statt; die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten mit breiter Mehrheit zu.
Zu den Tagesordnungspunkten zählte unter anderem die Verwendung des Bilanzgewinns, welche die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,30 Euro je Aktie vorsah, sowie die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats; Sara Hennicken, Finanzvorständin der Fresenius Management SE, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt; Dr. Thomas Enders, ehemaliger CEO Airbus SE, Harald Krüger, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Bayerischen Motorenwerke Aktiengesellschaft sowie Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Deutsche Lufthansa AG platziert erfolgreich Anleihe am Kapitalmarkt

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Die Deutsche Lufthansa AG hat am 13. Mai 2024 erfolgreich eine unbesicherte Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 750 Mio. EUR begeben; die Anleihe mit einer Stückelung von 1.000 Euro wird mit 4,0 % pro Jahr verzinst und hat eine Laufzeit bis 21. Mai 2030.
Basis für die vorteilhaften Finanzierungskonditionen ist das Investment-Grade Rating, welches die Deutsche Lufthansa AG inzwischen wieder von allen führenden Ratingagenturen hält.

Grazia Vittadini und Dieter Vranckx nehmen Vorstandstätigkeit auf

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Seit 1. Juli 2024 sind Grazia Vittadini und Dieter Vranckx neue Mitglieder im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG.
Grazia Vittadini, vorher bei Rolls-Royce Holdings plc, London, als Chief Technology Officer und Mitglied des Executive Teams, zuletzt als Sonderberaterin, tätig, übernahm als Chief Technology Officer das Ressort "Technik und IT", das auch die Verantwortung für den Bereich "Sustainability" umfasst.
Dieter Vranckx, bislang CEO von SWISS, verantwortet das Ressort "Globale Märkte und kommerzielle Steuerung Hubs"; dem Ressort werden zusätzlich die Bereiche "Customer Experience" und "Konzernmarkenführung" zugeordnet.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

EU-Kommission genehmigt Beteiligung der Lufthansa Group an ITA Airways vorbehaltlich Auflagen

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Am 3. Juli 2024 hat die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission dem geplanten Erwerb von 41 % der Deutschen Lufthansa AG an ITA Airways vorbehaltlich der Erfüllung von Auflagen zugestimmt; die Transaktion soll im vierten Quartal 2024 vollzogen werden.
Voraussetzung hierfür ist sowohl die vorherige Umsetzung der mit der EU-Kommission verhandelten Zugeständnisse als auch die Zustimmung von weiteren Wettbewerbsbehörden außerhalb der EU; Optionen für den Erwerb der übrigen Anteile an ITA Airways sind zwischen der Lufthansa Group und dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) vereinbart und können frühestens im Laufe des Jahres 2025 ausgeübt werden.
ITA Airways soll nach dem Vollzug der Transaktion als fünfte Netzwerk-Airline eng in die Lufthansa Group integriert werden und dabei ihre Marke ITA Airways beibehalten.

FINANZIELLE ENTWICKLUNG

ERTRAGSLAGE

Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines steigen im Vergleich zum Vorjahr um 4 %

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Das Angebot (angebotene Sitzkilometer) der PassagierAirlines der Lufthansa Group wurde im ersten Halbjahr 2024 um 11 % gegenüber Vorjahr ausgebaut; im Vergleich zum Vorkrisenniveau, also dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019, lag das Angebot bei 88 %; der Absatz (verkaufte Sitzkilometer) stieg gegenüber Vorjahr ebenfalls um 11 %; der Sitzladefaktor sank um 0,6 Prozentpunkte auf 81,1 %; die Verkehrserlöse im Passagiergeschäft stiegen um 5 % auf 12.702 Mio. EUR (Vorjahr: 12.076 Mio. EUR); dabei wirkten sich niedrigere Durchschnittserlöse belastend aus.
Im Frachtgeschäft der Lufthansa Group lag das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) aufgrund gestiegener Belly-Kapazitäten der Passagier-Airlines um 14 % über Vorjahr; der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) stieg gegenüber Vorjahr ebenfalls um 14 %; der Nutzladefaktor stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 57,9 %; die Verkehrserlöse im Frachtgeschäft sanken jedoch aufgrund niedrigerer Durchschnittserlöse um 3 % auf 1.630 Mio. EUR (Vorjahr: 1.675 Mio. EUR).
Insgesamt stiegen die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines im ersten Halbjahr 2024 gegenüber Vorjahr um 4 % auf 14.332 Mio. EUR (Vorjahr: 13.751 Mio. EUR).

Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr um 6 % erhöht

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Die anderen Betriebserlöse stiegen um 16 % auf 3.067 Mio. EUR (Vorjahr: 2.655 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch die gestiegene Geschäftstätigkeit und damit einhergehend höhere Erlöse im Geschäftsfeld Technik.

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ

in % (Jan. - Juni 2024)

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In der Summe von Verkehrserlösen und anderen Betriebserlösen stiegen die Umsatzerlöse um 6 % auf 17.399 Mio. EUR (Vorjahr: 16.406 Mio. EUR); die sonstigen operativen Erträge sanken insbesondere aufgrund geringerer Kursgewinne um 2 % auf 1.408 Mio. EUR (Vorjahr: 1.439 Mio. EUR); die operativen Erträge stiegen um 5 % auf 18.807 Mio. EUR (Vorjahr: 17.845 Mio. EUR).

Operative Aufwendungen liegen 12 % über Vorjahr

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Die operativen Aufwendungen der Lufthansa Group stiegen im ersten Halbjahr 2024 gegenüber Vorjahr um 12 % auf 18.980 Mio. EUR (Vorjahr: 17.010 Mio. EUR); maßgeblich hierfür waren vor allem die Ausweitung des Geschäftsbetriebs und inflationsbedingte Kostensteigerungen.

Der operative Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 10.850 Mio. EUR um 14 % über Vorjahr (Vorjahr: 9.500 Mio. EUR).

Die Aufwendungen für Treibstoff stiegen aufgrund des gestiegenen Verbrauchs infolge des ausgebauten Flugprogramms um 6 % auf 3.836 Mio. EUR (Vorjahr: 3.620 Mio. EUR); teilweise kompensierend wirkte sich der Rückgang der Preise sowohl für Rohöl als auch für Jet Crack (Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin) aus; das Preissicherungsergebnis betrug -7 Mio. EUR (Vorjahr: -193 Mio. EUR).
Die Gebühren stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 12 % auf 2.372 Mio. EUR (Vorjahr: 2.111 Mio. EUR), vor allem aufgrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebs und Preissteigerungen bei den Flughäfen.
Die Aufwendungen für übrige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren stiegen um 24 % auf 1.630 Mio. EUR (Vorjahr: 1.314 Mio. EUR), insbesondere im Geschäftsfeld Technik bedingt durch die gestiegene Geschäftstätigkeit und gestiegene Einkaufspreise; darüber hinaus erhöhten sich die Kosten für ETS-Zertifikate.
Die Aufwendungen für extern bezogene Technikleistungen erhöhten sich um 27 % auf 1.291 Mio. EUR (Vorjahr: 1.016 Mio. EUR), vor allem aufgrund der hohen Kapazitätsauslastung bei Lufthansa Technik, weshalb vermehrt auf externe MRO-Dienstleister zurückgegriffen wurde.

Die Aufwendungen für die Betreuung von Passagieren im Zusammenhang mit vor allem streikbedingten Flugunregelmäßigkeiten stiegen um 25 % auf 127 Mio. EUR (Vorjahr 102 Mio. EUR); direkte Kompensationszahlungen an Passagiere für Flugverspätungen und -ausfälle, die als Erlösschmälerungen erfasst werden, erhöhten sich um 139 % auf 184 Mio. EUR (Vorjahr: 77 Mio. EUR).

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

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in Mio. € Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Verkehrserlöse 14.332 13.751 4
Andere Betriebserlöse 3.067 2.655 16
Umsatzerlöse 17.399 16.406 6
Sonstige operative Erträge 1.408 1.439 -2
Summe operative Erträge 18.807 17.845 5
Materialaufwand 10.850 9.500 14
davon Treibstoff 3.836 3.620 6
davon übrige RHB und bezogene

Waren
1.630 1.314 24
davon Gebühren 2.372 2.111 12
davon Fremdleistungen Technik 1.291 1.016 27
Personalaufwand 4.482 3.981 13
Planmäßige Abschreibungen 1.141 1.099 4
Sonstiger operativer Aufwand 2.507 2.430 3
Summe operative Aufwendungen 18.980 17.010 12
Operatives Beteiligungsergebnis 10 -23
Adjusted EBIT -163 812
Summe Überleitung EBIT -49 -35 -40
EBIT -212 777
Zinsergebnis -120 -172 30
Übrige Finanzposten -35 -74 53
Ergebnis vor Ertragsteuern -367 531
Ertragsteuern 109 -78
Ergebnis aus fortgeführten Ge-

schäftsbereichen
-258 453
Ergebnis aus aufgegebenen Ge-

schäftsbereichen
- -37
Ergebnis nach Ertragsteuern -258 416
Auf Minderheiten entfallendes

Ergebnis
-7 -2 -250
Auf Aktionärinnen der Deutschen

Lufthansa AG entfallendes

Konzernergebnis
-265 414

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Der operative Personalaufwand stieg im ersten Halbjahr 2024 um 13 % auf 4.482 Mio. EUR (Vorjahr: 3.981 Mio. EUR); der Anstieg resultiert insbesondere aus der um 8 % höheren Anzahl der Mitarbeitenden (bereinigt um den Verkauf des Cateringgeschäfts), tariflichen Gehaltssteigerungen und Einmalzahlungen; gegenläufig wirkte der Rückgang der abgegrenzten variablen Vergütungskomponenten.
Die planmäßigen Abschreibungen lagen mit 1.141 Mio. EUR um 4 % über Vorjahr (Vorjahr: 1.099 Mio. EUR) und entfielen im Wesentlichen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke.
Die sonstigen operativen Aufwendungen stiegen um 3 % auf 2.507 Mio. EUR (Vorjahr: 2.430 Mio. EUR), insbesondere aufgrund höherer Fremdwährungsverluste sowie gestiegener Vertriebs- und Marketingkosten und höherer Crewreisekosten infolge der Ausweitung des Flugbetriebs.

Adjusted EBIT sinkt auf -163 Mio. EUR

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Das operative Beteiligungsergebnis lag im ersten Halbjahr 2024 bei 10 Mio. EUR (Vorjahr: -23 Mio. EUR); die Position beinhaltet im Wesentlichen das negative Ergebnis des Sun Express Joint Ventures, welches im ersten Halbjahr 2024 durch positive Ergebnisse anderer Beteiligungen kompensiert wurde.
Damit sank das Adjusted EBIT im ersten Halbjahr 2024 auf -163 Mio. EUR (Vorjahr: 812 Mio. EUR); die Streiks bei verschiedenen Lufthansa Group Gesellschaften sowie externen Systempartnern im ersten Quartal 2024 führten zu direkten und indirekten Ergebnisbelastungen von rund 450 Mio. EUR; die Adjusted EBIT-Marge, also das Verhältnis von Adjusted EBIT zum Umsatz, sank auf -0,9 % (Vorjahr: 4,9 %).

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - Juni)

UND ADJUSTED EBIT-MARGE in % (Jan. - Juni)

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Das EBIT lag im ersten Halbjahr 2024 bei -212 Mio. EUR (Vorjahr: 777 Mio. EUR); im Unterschied zum Adjusted EBIT sind darin im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Verwertung vorgesehene Flugzeuge in Höhe von 13 Mio. EUR, Buchverluste in Höhe von 15 Mio. EUR, personalbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 11 Mio. EUR sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 10 Mio. EUR enthalten; im Vorjahr betrafen die Bereinigungen unter anderem außerplanmäßige Abschreibungen auf zum Verkauf stehende Flugzeuge in Höhe von 27 Mio. EUR sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 18 Mio. EUR.
Das Zinsergebnis verbesserte sich auf -120 Mio. EUR (Vorjahr: -172 Mio. EUR); dabei überkompensierten Erträge aus dem Verkauf kurzfristiger Wertpapiere gestiegene Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen.
Die übrigen Finanzposten beliefen sich auf -35 Mio. EUR (Vorjahr: -74 Mio. EUR); positive Effekte aus der erfolgswirksamen Bewertung der Wandelanleihe wurden durch ineffektive Komponenten der Währungs-Hedges und durch die währungsbedingten Bewertungseffekte bei Finanzschulden, insbesondere Leasingverbindlichkeiten, überkompensiert.
Das Ertragsteuerergebnis belief sich auf 109 Mio. EUR (Vorjahr: -78 Mio. EUR); die effektive Steuerquote für die fortgeführten Geschäftsbereiche lag mit 30 %, im Wesentlichen bedingt durch steuerfreie Erträge sowie gegenläufig durch die Nicht-Aktivierung von latenten Steuern auf negative Ergebnisse bei Gesellschaften mit Verlusthistorie oberhalb des erwarteten Steuersatzes von 25 %.
Damit ergibt sich ein Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von -258 Mio. EUR (Vorjahr: 416 Mio. EUR).
Das auf die Aktionärinnen und Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr 2024 bei -265 Mio. EUR (Vorjahr: 414 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie betrug -0,22 EUR (Vorjahr: 0,35 EUR).

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

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Jan. - Juni 2024 Jan. - Juni 2023
in Mio. € GuV Überleitung

Adjusted EBIT
GuV Überleitung

Adjusted EBIT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 17.399 16.406
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 484 316
Sonstige betriebliche Erträge 929 1.152
davon Erträge aus Buchgewinnen -4 -21
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf -1 -1
davon Auflösung aus Rückstellungen für Restrukturierung/​M&A Projekten und wesentliche Rechtsstreitigkeiten -1 -7
Summe betriebliche Erträge 18.812 -6 17.874 -29
Materialaufwand -10.851 -9.500
davon außerordentlicher Materialaufwand 0 -
Personalaufwand -4.500 -3.986
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/​Planabgeltung 7 -
davon Aufwendungen aus Restrukturierung 11 5
Abschreibungen -1.153 -1.100
davon außerplanmäßige Abschreibungen 13 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.530 -2.488
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf - 29
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 15 13
davon Aufwendungen aus wesentlichen Rechtsstreitigkeiten - -
davon Aufwendungen aus M&A Projekten 10 18
davon außerordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen -1 -1
Summe betriebliche Aufwendungen -19.034 55 -17.074 64
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -222 800
Beteiligungsergebnis 10 -23
EBIT -212 777
Summe Überleitung Adjusted EBIT 49 35
Adjusted EBIT -163 812
Planmäßige Abschreibungen 1.141 1.099
Adjusted EBITDA 978 1.911

FINANZLAGE

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs von AirPlus auf die Finanzlage

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Die Lufthansa Group hat einen Vertrag über den Verkauf der AirPlus Servicekarten GmbH unterzeichnet.
Im Anschluss an den Beschluss zum Verkauf der AirPlus Aktivitäten wurden, den Regelungen des IFRS 5 entsprechend, sämtliche Vermögenswerte und Schulden ab dem 30. Juni 2023 aus den jeweiligen Einzelpositionen der Bilanz in die Positionen "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" sowie "Schulden im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten" umgegliedert.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung beinhaltet weiterhin auch die Geschäftstätigkeit der AirPlus.

Investitionsvolumen sinkt um 1 % gegenüber Vorjahr

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Die Bruttoinvestitionen der Lufthansa Group sanken im ersten Halbjahr 2024 gegenüber Vorjahr um 1 % auf 1.761 Mio. EUR (Vorjahr: 1.773 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen Schlusszahlungen für acht zugegangene Flugzeuge, aktivierte Großwartungsereignisse sowie Anzahlungen auf zukünftige Flugzeugerwerbe.
Insgesamt sank der Nettoabfluss aus der Investitionstätigkeit, unter Berücksichtigung insbesondere von Zahlungen für Flugzeugersatzteile und Einnahmen aus Anlagenverkäufen, Zinsen und Dividenden, um 6 % auf 1.754 Mio. EUR (Vorjahr: 1.871 Mio. EUR).

Operativer Cashflow von 2,8 Mrd. EUR erzielt

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Die Lufthansa Group erzielte im ersten Halbjahr 2024 trotz des negativen operativen Ergebnisses einen positiven Operativen Cashflow in Höhe von 2.788 Mio. EUR; er lag damit jedoch um 10 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3.100 Mio. EUR); die Veränderung basiert im Wesentlichen auf dem Rückgang des EBITDA, der teilweise durch positive Effekte im Working Capital kompensiert wurde.
Der Zufluss aus der Veränderung des Working Capital lag im ersten Halbjahr 2024 bei 2.040 Mio. EUR (Vorjahr: 1.679 Mio. EUR); er stand im Zusammenhang mit höheren Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten, welche im Berichtszeitraum um 2.406 Mio. EUR stiegen (Vorjahr, bereinigt um Reklassifizierungseffekte: 2.412 Mio. EUR); Effekte aus gestiegenen Forderungen und Vertragsvermögensgegenständen sowie geleistete Vorauszahlungen wirkten sich mit -992 Mio. EUR (Vorjahr, bereinigt um Reklassifizierungseffekte: -683 Mio. EUR) aus, gestiegene Verbindlichkeiten mit 685 Mio. EUR (Vorjahr 280 Mio. EUR); die Zunahme steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem saisonal bedingten Anstieg der Verkäufe von Flugdokumenten beziehungsweise mit der gestiegenen Geschäftsaktivität; alle Entwicklungen beinhalten auch die Veränderungen der unter "zum Verkauf stehenden Vermögenswerte und Schulden" ausgewiesenen Bilanzwerte der AirPlus.

ADJUSTED FREE CASHFLOW in Mio. € (Jan. - Juni 2024)

1) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

Adjusted Free Cashflow liegt bei 878 Mio. EUR

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Der Adjusted Free Cashflow sank im ersten Halbjahr 2024 um 18 % auf 878 Mio. EUR (Vorjahr: 1 .071 Mio. EUR); dabei wurde der Rückgang des Operativen Cashflows teilweise durch niedrigere Nettoinvestitionen kompensiert.

Tilgung von Verbindlichkeiten führt zu Mittelabfluss

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Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Abfluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von 1.264 Mio. EUR (Vorjahr: 607 Mio. EUR).
Dieser resultierte aus Tilgungen in Höhe von insgesamt 1.307 Mio. EUR, im Wesentlichen aus Schuldscheindarlehen und Flugzeugfinanzierungen, sowie Zins- und Dividendenzahlungen in Höhe von 717 Mio. EUR; demgegenüber stand der Mittelzufluss aus neuen Finanzierungsmaßnahmen in Höhe von 760 Mio. EUR; dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine EuroBond Anleihe.

Verfügbare Gesamtliquidität liegt bei 10,6 Mrd. EUR

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Die bilanzielle Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren und Termingeldern) lag zum 30. Juni 2024 bei 8.027 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 8.265 Mio. EUR); davon waren 7.479 Mio. EUR zentral bei der Deutschen Lufthansa AG verfügbar; darüber hinaus belief sich der Bestand an liquiden Mitteln der als "zum Verkauf stehend" bilanzierten AirPlus Gruppe auf 82 Mio. EUR.
Außerdem bestanden ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2.549 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 2.097 Mio. EUR); die zentral verfügbare revolvierende Kreditlinie wurde dabei im ersten Quartal 2024 von bisher 2,0 Mrd. EUR auf 2,5 Mrd. EUR aufgestockt.
Insgesamt standen dem Unternehmen damit zum 30. Juni 2024 10.576 Mio. EUR an Liquidität zur Verfügung (31. Dezember 2023: 10.362 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs von AirPlus auf die Vermögenslage

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Gemäß IFRS 5 werden der AirPlus zuzurechnende Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz zum 30. Juni 2024 gesondert unter den Positionen "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" und "Schulden in Verbindung mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten" ausgewiesen.

Bilanzsumme steigt um 1,9 Mrd. EUR

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Die Konzernbilanzsumme stieg zum 30. Juni 2024 gegenüber Jahresende 2023 um 1.912 Mio. EUR auf 47.233 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 45.321 Mio. EUR).

Langfristige Vermögenswerte steigen um 798 Mio. EUR

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Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. Juni 2024 mit 30.570 Mio. EUR um 798 Mio. EUR über dem Niveau vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 29.772 Mio. EUR); dabei verzeichneten insbesondere die Positionen Flugzeuge und Reservetriebwerke (+766 Mio. EUR), reparaturfähige Flugzeugersatzteile (+174 Mio. EUR) und derivative Finanzinstrumente (+70 Mio. EUR) jeweils Anstiege; dem gegenüber stand ein Rückgang von Ausleihungen und Forderungen (-181 Mio. EUR).
Der Wert der Flugzeuge und Reservetriebwerke stieg auf 18.230 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 17.464 Mio. EUR); dabei überstiegen die Investitionen in neue Flugzeuge, Großwartungsereignisse und Anzahlungen auf bestehende Bestellungen die planmäßigen Abschreibungen und Abgänge; die Flotte der Lufthansa Group umfasste zum 30. Juni 2024 insgesamt 728 Flugzeuge (31. Dezember 2023: 721 Flugzeuge).

Kurzfristige Vermögenswerte steigen um 1,1 Mrd. EUR

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Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum 30. Juni 2024 um 1.114 Mio. EUR auf 16.663 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 15.549 Mio. EUR); Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stiegen insbesondere im Zusammenhang mit den Ticketverkäufen um 519 Mio. EUR und die derivativen Finanzinstrumente um 265 Mio. EUR; die Kassen- und Bankguthaben stiegen um 44 Mio. EUR, kurzfristige Wertpapiere und ähnliche Anlagen sanken dagegen um 282 Mio. EUR.
Der Anstieg der zum Verkauf stehenden Vermögenswerte (+376 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus den Vermögenswerten von AirPlus und betraf überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten sinken um 541 Mio. EUR. EUR

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Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken zum 30. Juni 2024 um 541 Mio. EUR auf 15.321 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 15.862 Mio. EUR).
Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 10.813 Mio. EUR um 242 Mio. EUR unter dem Wert vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 11.055 Mio. EUR); der Rückgang basiert im Wesentlichen auf Fristigkeitsreklassifizierungen, die die Neuaufnahmen von Finanzmitteln überstiegen.
Die Netto-Pensionsverpflichtungen, also die Pensionsrückstellungen abzüglich Vermögensüberhängen bei einzelnen Pensionsplänen, welche separat in den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden, lagen mit 2.451 Mio. EUR um 225 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 2.676 Mio. EUR); die Pensionsrückstellungen sanken um 243 Mio. EUR auf 2.652 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 2.895 Mio. EUR); dabei stieg der Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland und Österreich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 % und in der Schweiz um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 %; bei geringen Bewertungseffekten aus den Planvermögen belief sich der positive Gesamteffekt aus der Bewertung auf insgesamt 217 Mio. EUR.

BERECHNUNG NETTOKREDITVERSCHULDUNG

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30.06.2024 31.12.2023 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Anleihen -6.880 -6.224 -11
Schuldscheindarlehen -398 -1.143 65
Kreditlinien -24 -21 -14
Flugzeugfinanzierungen -3.494 -3.802 8
Leasingverbindlichkeiten -2.687 -2.568 -5
Übrige Finanzschulden -173 -185 6
Finanzschulden -13.656 -13.943 2
Übrige Bankverbindlichkeiten -11 -4 -175
Konzernkreditverschuldung -13.667 -13.947 2
Bankguthaben und

Kassenbestände
1.634 1.590 3
Verzinsliche Wertpapiere und ähnliche

Geldanlagen
6.393 6.675 -4
Nettokreditverschuldung -5.640 -5.682 1
Pensionsrückstellungen -2.652 -2.895 8
Pensionsüberschüsse 201 219 -8
Netto-Pensionsverpflichtungen -2.451 -2.676 8
Nettokreditverschuldung

und Netto-Pensionsverpflichtungen
-8.091 -8.358 3

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten steigen um 2,5 Mrd. EUR

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Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen zum 30. Juni 2024 um 2.461 Mio. EUR auf 22.211 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 19.750 Mio. EUR), primär bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus noch nicht ausgeflogenen Flugdokumenten (+2.406 Mio. EUR) aufgrund der saisonal bedingt gestiegenen Ticketverkäufe.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten (+97 Mio. EUR) war im Wesentlichen getrieben durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Kreditkartengeschäft der AirPlus.

Eigenkapital annähernd auf dem Niveau vom Jahresende 2023

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Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2024 mit 9.701 Mio. EUR annähernd auf dem Niveau vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 9.709 Mio. EUR); der Verlust des ersten Halbjahres 2024 wurde durch den Anstieg der Gewinnrücklagen und der übrigen neutralen Rücklagen kompensiert.
Die Nettokreditverschuldung lag aufgrund des positiven Free Cashflows, der Zins- und Dividendenzahlungen überstieg, mit 5.640 Mio. EUR um 42 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2023 (31. Dezember 2023: 5.682 Mio. EUR).
Die Summe aus Nettokreditverschuldung und NettoPensionsverpflichtungen lag im Verhältnis zum Eigenkapital zum 30. Juni 2024 bei 45:55 (31. Dezember 2023: 46:54).
Das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen abzüglich 50 % der 2015 begebenen Hybridanleihe, sank gegenüber Jahresende 2023 um 267 Mio. EUR auf 7.844 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 8.111 Mio. EUR).
Die Kennzahl Adjusted Net Debt/​Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate lag zum 30. Juni 2024 bei 2,0 (31. Dezember 2023: 1,7).

KONZERNFLOTTE - BESTAND VERKEHRSFLUGZEUGE

Lufthansa Airlines inklusive Regionalgesellschaften, Germanwings und Discover Airlines (LH), SWISS inklusive Edelweiss (LX), Austrian Airlines (OS), Brussels Airlines (SN), Eurowings (EW) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.06.2024.

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Hersteller/​Typ LH LX OS SN EW LCAG
Airbus A220 30
Airbus A319 40 15 31
Airbus A320 63 25 29 16 50
Airbus A320neo 35 7 5 4 8
Airbus A321 54 6 6 6 4 1 )
Airbus A321neo 17 4 5
Airbus A330 22 14 10
Airbus A340 33 9
Airbus A350 25 4
Airbus A380 8
Boeing 747 27
Boeing 767 3
Boeing 777 12 6
Boeing 787 5 2
Boeing 777F 17 2 )
Bombardier CRJ 28
Embraer 26 17
Flugzeuge gesamt 383 111 68 45 100 21

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Hersteller/​Typ Konzernflotte davon Lease Veränderung

zum 31.12.23
Veränderung

zum 30.06.23
Airbus A220 30
Airbus A319 86 17 - 2
Airbus A320 183 25 - 2 - 2
Airbus A320neo 59 7 + 4 + 9
Airbus A321 76 4 - 2
Airbus A321neo 26 5 + 1 + 5
Airbus A330 46 4
Airbus A340 42 - 1 - 1
Airbus A350 29 5 + 3 + 8
Airbus A380 8 - 6
Boeing 747 27
Boeing 767 3
Boeing 777 18 2
Boeing 787 7 2 + 2 + 2
Boeing 777F 17 6 + 1
Bombardier CRJ 28
Embraer 43
Flugzeuge gesamt 728 77 + 7 + 12

1) A321P2F operiert von Lufthansa CityLine.

2) Teilweise operiert von Aerologic, davon 2 Flugzeuge in quotaler Zuordnung.

GESCHÄFTSFELDER

GESCHÄFTSFELD PASSAGIER-AIRLINES

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 13.579 12.880 5
davon Verkehrserlöse Mio. € 12.702 12.076 5
Operative Erträge Mio. € 14.051 13.401 5
Operative Aufwendungen Mio. € 14.364 12.907 11
Adjusted EBITDA Mio. € 556 1.303 -57
Adjusted EBIT Mio. € -337 453
EBIT Mio. € -357 422
Adjusted EBIT-Marge % -2,5 3,5 -6,0 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 1.521 1.463 4
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 63.634 58.705 8
Flüge 1) Anzahl 464.217 435.858 7
Fluggäste 1) Tsd. 60.298 55.025 10
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 153.816 137.960 11
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 124.733 112.696 11
Sitzladefaktor % 81,1 81,7 -0,6 P.

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April - Juni

2024
April - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 8.017 7.669 5
davon Verkehrserlöse Mio. € 7.556 7.270 4
Operative Erträge Mio. € 8.265 7.887 5
Operative Aufwendungen Mio. € 7.686 6.910 11
Adjusted EBITDA Mio. € 1.028 1.394 -26
Adjusted EBIT Mio. € 581 965 -40
EBIT Mio. € 563 953 -41
Adjusted EBIT-Marge % 7,2 12,6 -5,4 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 713 689 3
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -
Flüge 1) Anzahl 269.756 253.256 7
Fluggäste 1) Tsd. 35.939 33.296 8
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 86.945 78.513 11
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 71.460 65.291 9
Sitzladefaktor % 82,2 83,2 -1,0 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Bei einem fortdauernden Kapazitätswachstum hat sich die finanzielle Lage der Passagier-Airlines der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2024 insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Streiks im ersten Quartal 2024 sowie des Rückgangs der Durchschnittserlöse infolge des marktweiten Kapazitätswachstums deutlich verschlechtert; darüber hinaus führten die Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge sowie Materialprobleme in Bauteilen von Triebwerken von Pratt & Whitney zu erheblichen finanziellen Belastungen.
Die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines lag im ersten Halbjahr 2024 trotz streikbedingter Flugstreichungen im ersten Quartal um 11 % über Vorjahr, im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 lag sie bei 88 %; die Zahl der Flüge stieg gegenüber Vorjahr um 7 %; der Absatz nahm um 11 % zu; der Sitzladefaktor sank leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 81,1 %.
Die Verkehrserlöse der Passagier-Airlines stiegen vor allem aufgrund der erhöhten Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 5 % auf 12.702 Mio. EUR (Vorjahr: 12.076 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 13.579 Mio. EUR ebenfalls um 5 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 12.880 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse sanken dagegen gegenüber Vorjahr um 3,3 %.
Die Stückerlöse sanken gegenüber Vorjahr um 5,7 %, insbesondere aufgrund der niedrigeren Durchschnittserlöse, aber auch infolge gestiegener Kompensationszahlungen an Passagiere; direkte Kompensationszahlungen für Flugverspätungen und -ausfälle werden als Erlösschmälerungen erfasst und beliefen sich auf 184 Mio. EUR (Vorjahr: 77 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 14.364 Mio. EUR um 11 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 12.907 Mio. EUR); innerhalb der Materialaufwendungen stiegen insbesondere die Gebühren (+243 Mio. EUR) und Aufwendungen für Technikleistungen (+161 Mio. EUR) mengen- und preisbedingt und die Treibstoffaufwendungen (+207 Mio. EUR) mengenbedingt gegenüber Vorjahr; die Personalaufwendungen (+354 Mio. EUR) stiegen aufgrund von tariflichen Gehaltssteigerungen, Einmalzahlungen sowie der um 8 % höheren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitenden, teilweise kompensiert durch gesunkene variable Vergütungskomponenten; die Aufwendungen für die Betreuung von Passagieren im Zusammenhang mit Flugunregelmäßigkeiten stiegen um 25 Mio. EUR auf 127 Mio. EUR (Vorjahr: 102 Mio. EUR).
Die Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen stiegen unter anderem inflationsbedingt um 1,3 % gegenüber Vorjahr.
Das Adjusted EBIT der Passagier-Airlines lag im ersten Halbjahr 2024 bei -337 Mio. EUR (Vorjahr: 453 Mio. EUR), hiervon entfielen -427 Mio. EUR auf Lufthansa Airlines; das EBIT betrug -357 Mio. EUR (Vorjahr: 422 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen stiegen um 4 % auf 1.521 Mio. EUR (Vorjahr: 1.463 Mio. EUR) und wurden im Wesentlichen für Anzahlungen auf Flugzeugbestellungen, Großwartungsereignisse und Schlusszahlungen für neue zugegangene Flugzeuge geleistet.
Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg zum 30. Juni 2024 um 8 % gegenüber Vorjahr auf 63.634 (Vorjahr: 58.705), vor allem aufgrund von Neueinstellungen in den operativen Bereichen infolge des Ausbaus des Geschäftsbetriebs.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2024 Jan. - Juni 2023 Veränderung in % Währungsbereinigte

Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 9,3 9,6 -3,3 -3,1
Stückerlöse (RASK) € Cent 9,0 9,5 -5,7 -5,4
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff

und Emissionsaufwendungen
€ Cent 6,7 6,6 1,3 1,2

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April - Juni 2024 April - Juni 2023 Veränderung in % Währungsbereinigte

Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 9,6 10,0 -3,7 -3,5
Stückerlöse (RASK) € Cent 9,4 9,9 -5,3 -5,2
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff

und Emissionsaufwendungen
€ Cent 6,2 6,2 -0,1 -0,1

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Verkehrserlöse Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - Juni 2024 Veränderung Jan. - Juni 2024 Veränderung Jan. - Juni 2024 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Tsd. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 5.290 8 48.808 10 59.010 11
Amerika 3.493 8 5.524 9 50.919 11
Asien/​Pazifik 1.707 10 2.726 23 26.522 25
Nahost/​Afrika 1.067 -4 3.240 -5 17.365 -3
Nicht zuordenbar 1.145 -11
Gesamtverkehr 12.702 5 60.298 10 153.816 11

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Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - Juni 2024 Veränderung Jan. - Juni 2024 Veränderung
--- --- --- --- ---
in Mio. in % in % in P.
--- --- --- --- ---
Europa 47.337 12 80,2 0,4 P.
Amerika 41.582 9 81,7 -1,7 P.
Asien/​Pazifik 21.689 22 81,8 -2,0 P.
Nahost/​Afrika 14.125 -2 81,3 0,9 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 124.733 11 81,1 -0,6 P.

Lufthansa Airlines¹⁾

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 7.679 7.341 5
Operative Erträge Mio. € 8.003 7.664 4
Operative Aufwendungen Mio. € 8.431 7.510 12
Adjusted EBITDA Mio. € -40 553
Adjusted EBIT Mio. € -427 149
EBIT Mio. € -442 118
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 38.204 35.462 8
Flüge Anzahl 226.594 214.025 6
Fluggäste Tsd. 30.004 27.278 10
Angebotene Sitzkilometer Mio. 87.288 78.042 12
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 70.440 63.448 11
Sitzladefaktor % 80,7 81,3 -0,6 P.

1) Inkl. Regionalpartnern und Discover Airlines.

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Angesichts der Verspätungen bei der Auslieferung weiterer neuer Langstreckenflugzeuge reaktivierte Lufthansa Airlines im Juli 2024 den sechsten Airbus A380, der am Drehkreuz München den Betrieb aufnahm; bis 2025 sollen zwei weitere A380 reaktiviert werden.
Am 1. Mai 2024 fand der erste Linienflug eines Airbus A350 mit der neuen Lufthansa Allegris-Kabine von München nach Vancouver statt; inzwischen sind vier A350 mit der Allegris-Kabine im Einsatz.
Am 26. Juni 2024 startete Lufthansa City Airlines ihren Flugbetrieb mit einem Airbus A320neo auf der Strecke von München nach Birmingham.
Lufthansa Airlines hat im Rahmen eines Effizienz- und Ergebnissicherungsprogramms Maßnahmen angekündigt, um den Auswirkungen des anspruchsvollen Marktumfelds und dem zunehmenden Preisdruck bei gleichzeitig steigenden Kosten entgegenzuwirken; hierzu zählen zum Beispiel die strukturelle Flugplanweiterentwicklung und die stärkere Nutzung von Potenzialen aus Synergien, Vereinfachung und Digitalisierung.
Zur Stärkung der HR-Rolle bei Lufthansa Airlines wurde Astrid Neben mit Wirkung zum 1. Juli 2024 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands von Lufthansa Airlines ernannt; zuvor war Astrid Neben erweitertes Mitglied des Vorstands von Lufthansa Airlines und hatte bereits die vollständige Verantwortung für den Personalbereich der Lufthansa Airlines.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa Airlines stiegen im ersten Halbjahr 2024 aufgrund des Ausbaus des Flugbetriebs um 5 % auf 7.679 Mio. EUR (Vorjahr: 7.341 Mio. EUR); belastend wirkten sich die Streiks im ersten Quartal 2024 sowie sinkende Durchschnittserlöse aufgrund des zunehmenden Preisdrucks infolge des marktweiten Kapazitätswachstums aus; darüber hinaus entwickelte sich das Verkehrsgebiet Asien bei den Durchschnittserlösen schwächer als erwartet.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 8.431 Mio. EUR um 12 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 7.510 Mio. EUR), primär aufgrund des mengenbedingen Anstiegs der Treibstoffaufwendungen, des mengen- und preisbedingten Anstiegs der Gebühren und Aufwendungen für externe Technikleistungen sowie gestiegener Personalaufwendungen infolge des Anstiegs der Anzahl der Mitarbeitenden und höheren Tarifabschlüssen.
Das Adjusted EBIT lag im ersten Halbjahr 2024 bei -427 Mio. EUR (Vorjahr: 149 Mio. EUR); um dem deutlichen Ergebnisrückgang entgegenzuwirken, hat Lufthansa Airlines kurzfristige Maßnahmen zur Senkung der Sach-, Personal- und Projektkosten initiiert; das EBIT betrug im ersten Halbjahr 2024 -442 Mio. EUR (Vorjahr: 118 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf zur Verwertung vorgesehene Flugzeuge.

SWISS¹⁾

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 2.998 2.746 9
Operative Erträge Mio. € 3.127 2.870 9
Operative Aufwendungen Mio. € 2.848 2.521 13
Adjusted EBITDA Mio. € 486 565 -14
Adjusted EBIT Mio. € 279 349 -20
EBIT Mio. € 280 354 -21
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 10.418 9.279 12
Flüge Anzahl 78.094 69.218 13
Fluggäste Tsd. 9.820 8.718 13
Angebotene Sitzkilometer Mio. 29.368 25.733 14
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 24.074 21.421 12
Sitzladefaktor % 82,0 83,2 -1,2 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

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Im April 2024 hat SWISS ihren siebten Airbus A320neo eingeflottet; somit sind aktuell elf der insgesamt geplanten 25 Flugzeuge der A320neo-Familie bei SWISS im Einsatz.
Im Mai 2024 hat SWISS das letzte verbliebene Flugzeug vom Typ Boeing 777 mit AeroSHARK ausgestattet; damit ist nun die gesamte, zwölf Flugzeuge umfassende Flotte mit der innovativen Oberflächen-Technologie im Einsatz; AeroSHARK reduziert den Reibungswiderstand während des Flugs, was wiederum zu einem niedrigeren Kerosinverbrauch und CO 2-Ausstoß führt.
SWISS hat ihren Vorstand neu aufgestellt; seit 1. Mai 2024 ist Oliver Buchhofer COO der Airline; zuvor leitete er den operativen Bereich von SWISS; er fliegt weiterhin als Airbus A330 Kapitän für die Airline; ebenfalls seit 1. Mai 2024 ist Dennis Weber neuer CFO bei SWISS; zuvor leitete er den Investor Relations Bereich der Lufthansa Group; darüber hinaus wird Jens Fehlinger zum 1. Oktober 2024 neuer CEO von SWISS; er folgt auf Dieter Vranckx, der zum 1. Juli 2024 in den Vorstand der Lufthansa Group sowie in den Verwaltungsrat von SWISS wechselte; zuvor war Jens Fehlinger Co-Geschäftsführer von Lufthansa CityLine und baute als Geschäftsführer gleichzeitig die neue Airline Lufthansa City Airlines auf; bis zum Antritt von Jens Fehlinger wird Heike Birlenbach, CCO von SWISS, als CEO ad interim fungieren.
Die Umsatzerlöse von SWISS lagen im ersten Halbjahr 2024 mit 2.998 Mio. EUR aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs um 9 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 2.746 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 13 % auf 2.848 Mio. EUR (Vorjahr: 2.521 Mio. EUR), primär aufgrund höherer Treibstoffaufwendungen, Gebühren und Aufwendungen für die laufende Wartung der Flotte sowie höherer Personalaufwendungen infolge von Lohn- und Gehaltssteigerungen.
Das Adjusted EBIT von SWISS sank im ersten Halbjahr 2024 um 20 % auf 279 Mio. EUR (Vorjahr: 349 Mio. EUR); das EBIT sank um 21 % auf 280 Mio. EUR (Vorjahr: 354 Mio. EUR).

Austrian Airlines

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.070 1.064 1
Operative Erträge Mio. € 1.103 1.093 1
Operative Aufwendungen Mio. € 1.166 1.078 8
Adjusted EBITDA Mio. € -8 70
Adjusted EBIT Mio. € -62 15
EBIT Mio. € -65 15
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 6.204 5.899 5
Flüge Anzahl 55.034 52.641 5
Fluggäste Tsd. 6.498 6.128 6
Angebotene Sitzkilometer Mio. 12.530 11.644 8
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 9.817 9.320 5
Sitzladefaktor % 78,3 80,0 -1,7 P.

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Austrian Airlines treibt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte weiter voran; im Juni 2024 nahmen die ersten beiden Boeing 787-9 "Dreamliner" den Flugbetrieb auf der Langstrecke auf; bis 2028 sollen insgesamt elf Flugzeuge dieses Typs schrittweise die bestehenden Boeing 777- und 767-Flotten ersetzen.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines stiegen im ersten Halbjahr 2024 gegenüber Vorjahr um 1 % auf 1.070 Mio. EUR (Vorjahr: 1.064 Mio. EUR); dabei wirkten sich insbesondere die Streiks im ersten Quartal 2024 belastend auf die Erlösentwicklung aus.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.166 Mio. EUR um 8 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.078 Mio. EUR), insbesondere aufgrund mengen- und preisbedingt höherer Technikaufwendungen.
Das Adjusted EBIT von Austrian Airlines lag im ersten Halbjahr 2024 bei -62 Mio. EUR (Vorjahr: 15 Mio. EUR); das EBIT betrug -65 Mio. EUR (Vorjahr: 15 Mio. EUR).

Brussels Airlines

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 683 705 -3
Operative Erträge Mio. € 705 744 -5
Operative Aufwendungen Mio. € 752 756 -1
Adjusted EBITDA Mio. € 8 41 -80
Adjusted EBIT Mio. € -47 -12 -292
EBIT Mio. € -47 -13 -262
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 3.573 3.372 6
Flüge 1) Anzahl 29.206 30.206 -3
Fluggäste 1) Tsd. 3.907 3.955 -1
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 8.387 8.701 -4
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 6.896 7.083 -3
Sitzladefaktor 1) % 82,2 81,4 0,8 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Brussels Airlines setzt ihre Flottenerneuerung fort; im Juni 2024 hat die Airline ihren vierten A320neo eingeflottet.
Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines sanken im ersten Halbjahr 2024 um 3 % auf 683 Mio. EUR (Vorjahr: 705 Mio. EUR), insbesondere durch Knappheit an Ersatzteilen sowie Wartungs- und Wet-Lease-Kapazitäten.
Die operativen Aufwendungen sanken insbesondere aufgrund niedrigerer Treibstoffaufwendungen um 1 % auf 752 Mio. EUR (Vorjahr: 756 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT von Brussels Airlines lag im ersten Halbjahr 2024 bei -47 Mio. EUR (Vorjahr: -12 Mio. EUR); das EBIT lag ebenfalls bei -47 Mio. EUR (Vorjahr: -13 Mio. EUR).

Eurowings

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.249 1.119 12
Operative Erträge Mio. € 1.285 1.175 9
Operative Aufwendungen Mio. € 1.345 1.174 15
Adjusted EBITDA Mio. € -19 45
Adjusted EBIT Mio. € -87 -34 -156
EBIT Mio. € -89 -34 -162
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 5.235 4.693 12
Flüge Anzahl 75.289 69.768 8
Fluggäste Tsd. 10.070 8.946 13
Angebotene Sitzkilometer Mio. 16.242 13.841 17
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 13.506 11.425 18
Sitzladefaktor % 83,2 82,5 0,7 P.

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Eurowings hat im Mai 2024 einen weiteren A320neo eingeflottet und damit ihre neo-Flotte von insgesamt acht A320neo und fünf A321neo komplettiert.
Eurowings eröffnet neue Basen an den Flughäfen Hannover und Nürnberg; im Zuge des Ausbaus des Angebots werden in Hannover zwei und in Nürnberg ein Airbus A320 fest stationiert.
Eurowings verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 eine starke Nachfrage, insbesondere nach touristischen Flugreisen; die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr mengenbedingt um 12 % auf 1.249 Mio. EUR (Vorjahr: 1.119 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 15 % auf 1.345 Mio. EUR (Vorjahr: 1.174 Mio. EUR), insbesondere aufgrund mengen- und preisbedingt gestiegener Gebühren und Technikaufwendungen sowie höherer Treibstoffaufwendungen infolge der Ausweitung des Flugprogramms und durchschnittlich längeren Flugstrecken.
Das Adjusted EBIT von Eurowings lag im ersten Halbjahr 2024 bei -87 Mio. EUR (Vorjahr: -34 Mio. EUR); darin enthalten ist ein Beteiligungsergebnis der SunExpress von -27 Mio. EUR (Vorjahr: -35 Mio. EUR); das EBIT lag bei -89 Mio. EUR (Vorjahr: -34 Mio. EUR).

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.490 1.535 -3
davon Verkehrserlöse Mio. € 1.388 1.438 -3
Operative Erträge Mio. € 1.527 1.584 -4
Operative Aufwendungen Mio. € 1.528 1.408 9
Adjusted EBITDA Mio. € 111 277 -60
Adjusted EBIT Mio. € 14 188 -93
EBIT Mio. € 14 187 -93
Adjusted EBIT-Marge % 0,9 12,2 -11,3 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 24 156 -85
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 4.194 4.094 2
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 6.569 5.966 10
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 4.071 3.581 14
Nutzladefaktor % 62,0 60,0 2,0 P.

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April - Juni

2024
April - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 799 712 12
davon Verkehrserlöse Mio. € 747 663 13
Operative Erträge Mio. € 815 736 11
Operative Aufwendungen Mio. € 791 705 12
Adjusted EBITDA Mio. € 84 82 2
Adjusted EBIT Mio. € 36 37 -3
EBIT Mio. € 37 38 -3
Adjusted EBIT-Marge % 4,5 5,2 -0,7 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 16 10 60
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 3.555 3.145 13
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 2.163 1.854 17
Nutzladefaktor % 60,8 59,0 1,8 P.

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Die operative und finanzielle Entwicklung im Geschäftsfeld Logistik war im ersten Halbjahr 2024 aufgrund des herausfordernden Marktumfelds in der Luftfracht und Streiks im ersten Quartal rückläufig; die sich abzeichnende Erholung im zweiten Quartal 2024 wurde auch durch das starke E-Commerce Geschäft gestützt.
Das Angebot lag vor allem aufgrund der Ausweitung des Passagierflugbetriebs und der damit verbundenen Ausweitung der Belly-Kapazitäten um 10 % über Vorjahr; der Absatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 14 % gesteigert werden; der Nutzladefaktor stieg um 2,0 Prozentpunkte auf 62,0 % (Vorjahr: 60,0 %); die Durchschnittserlöse sanken jedoch in allen Verkehrsgebieten von Lufthansa Cargo und lagen insgesamt um 15,0 % unter Vorjahr; im Vorjahr hatte insbesondere im ersten Quartal noch eine hohe Nachfrage infolge von globalen Lieferkettenstörungen bei gleichzeitig eingeschränktem Angebot die Ergebnisentwicklung maßgeblich unterstützt.
Die Verkehrserlöse von Lufthansa Cargo sanken im ersten Halbjahr 2024 aufgrund der gesunkenen Durchschnittserlöse sowie der Streiks im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 1.388 Mio. EUR (Vorjahr: 1.438 Mio. EUR); die Umsatzerlöse reduzierten sich ebenfalls um 3 % auf 1.490 Mio. EUR (Vorjahr: 1.535 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen nahmen um 9 % auf 1.528 Mio. EUR zu (Vorjahr: 1.408 Mio. EUR); dabei sind insbesondere Charteraufwendungen und Gebühren aufgrund von Kostensteigerungen, auch aus der Flottenerweiterung, sowie Personalaufwendungen infolge von tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen im Vorjahresvergleich gestiegen.
Das Adjusted EBIT sank damit im ersten Halbjahr 2024 gegenüber Vorjahr auf 14 Mio. EUR (Vorjahr: 188 Mio. EUR).
Das EBIT lag ebenfalls bei 14 Mio. EUR (Vorjahr: 187 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen betrugen im ersten Halbjahr 2024 24 Mio. EUR (Vorjahr: 156 Mio. EUR); im Vorjahr waren insbesondere geleistete Anzahlungen für zwei 777F-Frachtflugzeuge enthalten.
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2024 stieg gegenüber Vorjahr um 2 % auf 4.194 (Vorjahr: 4.094).

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Verkehrserlöse Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - Juni 2024 Veränderung Jan. - Juni 2024 Veränderung Jan. - Juni 2024 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 107 -4 423 32 158 10
Amerika 548 -9 3.012 1 1.749 7
Asien/​Pazifik 614 1 2.636 22 1.879 23
Nahost/​Afrika 119 -2 498 -3 285 6
Gesamtverkehr 1.388 -3 6.569 10 4.071 14

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Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - Juni 2024 Veränderung
--- --- ---
in % in P.
--- --- ---
Europa 37,2 -7,8 P.
Amerika 58,1 2,8 P.
Asien/​Pazifik 71,3 0,7 P.
Nahost/​Afrika 57,2 4,9 P.
Gesamtverkehr 62,0 2,0 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 3.644 3.128 16
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 1.177 1.026 15
Operative Erträge Mio. € 3.869 3.362 15
Operative Aufwendungen Mio. € 3.539 3.061 16
Adjusted EBITDA Mio. € 398 367 8
Adjusted EBIT Mio. € 319 291 10
EBIT Mio. € 306 307 0
Adjusted EBIT-Marge % 8,8 9,3 -0,5 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 69 46 50
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 23.401 21.501 9

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April - Juni

2024
April - Juni

2023
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.874 1.591 18
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 595 518 15
Operative Erträge Mio. € 1.998 1.727 16
Operative Aufwendungen Mio. € 1.790 1.565 14
Adjusted EBITDA Mio. € 242 193 25
Adjusted EBIT Mio. € 203 156 30
EBIT Mio. € 194 172 13
Adjusted EBIT-Marge % 10,8 9,8 1,0 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 38 25 52
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -

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Lufthansa Technik verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen positiven Geschäftsverlauf; die anhaltend hohe Nachfrage nach Flugreisen führt zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen.
Unverändert stellt die anhaltende Materialknappheit am Weltmarkt eine zunehmende Belastung dar, ausgelöst durch die Lieferverzögerungen bei den Herstellern und Zulieferern von Flugzeugen, Triebwerken und Flugzeugkomponenten; darüber hinaus wirken sich auch die Personalknappheit in den produktiven Bereichen sowie die damit zusammenhängenden umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen belastend aus.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa Technik stiegen im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf 3.644 Mio. EUR (Vorjahr: 3.128 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen ebenfalls um 16 % auf 3.539 Mio. EUR (Vorjahr: 3.061 Mio. EUR), im Wesentlichen getrieben durch die mengen- und preisbedingte Erhöhung der Materialaufwendungen und den Anstieg der Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT verbesserte sich um 10 % auf 319 Mio. EUR (Vorjahr: 291 Mio. EUR); das EBIT lag bei 306 Mio. EUR (Vorjahr: 307 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert vorrangig aus Restrukturierungsmaßnahmen.
Die Segmentinvestitionen stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 50 % auf 69 Mio. EUR (Vorjahr: 46 Mio. EUR) und wurden im Wesentlichen für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau geleistet.
Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg zum 30. Juni 2024 gegenüber Vorjahr um 9 % auf 23.401 (Vorjahr: 21.501).

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

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Jan. - Juni

2024
Jan. - Juni

2023
Veränderung

in %
Operative Erträge Mio. € 1.633 1.381 18
Operative Aufwendungen Mio. € 1.761 1.508 17
Adjusted EBITDA Mio. € -46 -55 16
Adjusted EBIT Mio. € -98 -112 13
EBIT Mio. € -116 -132 12
Segmentinvestitionen Mio. € 63 9 600
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 8.944 8.314 8

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April - Juni

2024
April - Juni

2023
Veränderung

in %
Operative Erträge Mio. € 762 619 23
Operative Aufwendungen Mio. € 853 707 21
Adjusted EBITDA Mio. € -52 -53 2
Adjusted EBIT Mio. € -78 -82 5
EBIT Mio. € -81 -93 13
Segmentinvestitionen Mio. € 35 4 775
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -

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Die Lufthansa Group hat am 20. Juni 2023 mit der SEB Kort Bank AB aus Stockholm (Schweden) einen Vertrag über den Verkauf der AirPlus Gruppe unterzeichnet; der Abschluss der Transaktion wird für den 31. Juli 2024 erwartet. ↗ Finanzielle Entwicklung, S. 7.
Die operativen Erträge der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen stiegen im ersten Halbjahr 2024 aufgrund höherer Währungsgewinne sowie gestiegener Umsatzerlöse insbesondere in den Bereichen IT-Diensteistungen und Schulung gegenüber Vorjahr um 18 % auf 1.633 Mio. EUR (Vorjahr: 1.381 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 17 % auf 1.761 Mio. EUR (Vorjahr: 1.508 Mio. EUR), insbesondere aufgrund höherer Währungsverluste und der gestiegenen Geschäftsaktivität der Gesellschaften.
Das Adjusted EBIT lag bei -98 Mio. EUR (Vorjahr: -112 Mio. EUR), unterstützt vor allem von einer Ergebnisverbesserung bei AirPlus und einem positiven Beteiligungsergebnis; das EBIT betrug -116 Mio. EUR (Vorjahr: -132 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2024 stieg gegenüber Vorjahr um 8 % auf 8.944 (Vorjahr: 8.314); in den Konzernfunktionen stieg die Zahl der Mitarbeitenden um 5 %.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2023 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken haben sich folgende wesentliche Konkretisierungen beziehungsweise Entwicklungen ergeben:

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Die Lufthansa Group konnte die aus Materialproblemen in Bauteilen von Pratt & Whitney-Triebwerken der Triebwerksfamilie PW1000G resultierenden Risiken durch erfolgreiche Verhandlungen zur Kompensation der finanziellen Schäden mit Pratt & Whitney signifikant verringern.
Die Eskalation des Nahostkonflikts, zunehmend auch direkt zwischen staatlichen Akteuren, stellt eine Eskalation dar, die signifikante Auswirkungen auf die Sicherheits- und Wirtschaftslage in der ganzen Welt haben kann. Potenzieller finanzieller Schaden für die Deutsche Lufthansa AG kann durch Primäreffekte wie operative Risiken, den Ausfall einzelner oder regionaler Ziel- und Überfluggebiete und die Volatilität von Flugprogrammen entstehen. Insbesondere haben jedoch Sekundäreffekte wie höhere Kosten durch einen steigenden Ölpreis, ein Passagierrückgang, höhere Versicherungsprämien, Mehraufwand für Treibstoff wegen Luftraumsperrungen oder höhere Sicherheitsanforderungen einen potenziell signifikanten Einfluss.
Infolge offener Tarifverträge mit verschiedenen Beschäftigtengruppen innerhalb der Lufthansa Group besteht ein grundsätzliches Risiko von Arbeitskämpfen. Durch die Tarifeinigungen Ende März 2024 mit der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft e. V. (ver.di) für wichtige Beschäftigtengruppen am Boden sowie im April 2024 mit der Kabinengewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V. (UFO) für das Kabinenpersonal der Deutschen Lufthansa AG konnte das Streikrisiko in der Lufthansa Group jedoch relevant reduziert werden. Mit Blick auf diese Tarifverträge besteht das Streikrisiko daher nicht mehr. Erläuterungen zu sonstigen Risiken aus Arbeitskämpfen finden sich im Geschäftsbericht 2023.

Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte und des in der Finanzplanung unterstellten Szenarios werden gegenwärtig keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lufthansa Group gefährden.

PROGNOSEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK

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Für das Jahr 2024 wird gemäß S&P Global ein Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 2,7 % erwartet (Vorjahr: 2,8 %); für Europa wird für das Jahr 2024 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,1 % erwartet (Vorjahr: 0,7 %).
Hinsichtlich des Ölpreises deuten die Terminkurse auf ein leicht fallendes Ölpreisniveau in der zweiten Jahreshälfte 2024 gegenüber dem Stand von Ende Juni 2024 hin; volatile Preisentwicklungen sind jedoch auch für die zweite Jahreshälfte 2024 nicht auszuschließen.

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) ¹⁾

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in % 2024 2025 2026 2027 2028
Welt 2,7 2,7 2,7 2,8 2,8
Europa 1,1 1,7 1,8 1,8 1,8
Deutschland 0,3 1,3 1,7 2,1 1,9
Nordamerika 2,3 1,6 1,7 1,7 1,8
Südamerika 2) 1,7 2,5 2,7 2,9 3,0
Asien/​Pazifik 4,2 4,2 4,0 4,0 3,9
China 5,0 4,6 4,5 4,4 4,4
Naher Osten 1,6 3,1 3,8 3,6 2,7
Afrika 3,1 4,0 4,1 4,2 4,2

Quelle: S&P Global per 15. Juli 2024.

1) Prognosewerte.

2) Exklusive Venezuela.

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Wirtschaftswachstum, Inflation und die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind wesentliche Entscheidungsparameter für die Zentralbanken; diese Faktoren werden somit über die Zinspolitik die Entwicklung der Devisenmärkte beeinflussen; es wird erwartet, dass die US-Notenbank FED die Zinsen erst senkt, wenn sich die Inflation nachhaltig zum 2 %-Ziel bewegt oder sich das Wirtschaftswachstum zu stark abkühlt.
Im Euroraum ist die Inflation zwar zurückgegangen, jedoch liegt diese nach wie vor über dem angestrebten Ziel von 2 %; die Europäische Zentralbank bleibt mit weiteren Zinssenkungen zunächst zurückhaltend; die Analysten sehen zum Ende des Jahres den Euro gegenüber dem US-Dollar unverändert.
Die EU-Kommission prognostiziert für das Jahr 2024 einen Rückgang der Inflationsrate auf 2,5 % in Europa und eine stagnierende Inflation bei 2,4 % in Deutschland.

BRANCHENAUSBLICK

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Die International Air Transport Association (IATA) prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum der weltweit verkauften Passagierkilometer gegenüber Vorjahr um 12 % (Vorjahr: 37 %); im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 läge der branchenweite Absatz damit bei 105 %; dies impliziert, dass das Vorkrisenniveau im Jahr 2024 erstmals wieder überschritten wird.
Für das Frachtgeschäft geht die IATA davon aus, dass die weltweit verkauften Tonnenkilometer im Jahr 2024 um 5 % steigen werden (Vorjahr: Rückgang um 2 %); gegenüber dem Vorkrisenniveau läge der Absatz im Frachtgeschäft damit bei 101 %.
Insgesamt rechnet die IATA für die weltweite Airline-Industrie mit einem Anstieg des Gewinns im Jahr 2024 auf 30,5 Mrd. USD (Vorjahr: 27,4 Mrd. USD).

AUSBLICK LUFTHANSA GROUP

Ausblick ist wesentlichen Unsicherheiten unterworfen

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Angesichts der kurzfristigen Buchungszyklen im Passagiergeschäft und des weitgehend spotmarktgetriebenen Frachtgeschäfts sowie der Unsicherheiten im geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Umfeld unterliegt der Finanzausblick der Lufthansa Group einem hohen Maß an Prognoseunsicherheit.
So ist die operative und finanzielle Entwicklung unter anderem von der weiteren Entwicklung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und des NahostKonflikts beeinflusst, insbesondere was deren Auswirkungen auf die Treibstoffkosten betrifft.
Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Ausblick, insbesondere die Auswirkungen der Inflationsbekämpfung seitens der großen Notenbanken auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung, können die Kundennachfrage potenziell wesentlich beeinflussen.

↗ Chancen- und Risikobericht, S. 22.

Weiterer Ausbau der Kapazität geplant

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Ungeachtet der genannten Unsicherheiten geht die Lufthansa Group davon aus, dass die Nachfrage im Jahr 2024 so stark ist, dass der Absatz weiter gesteigert werden kann; neben dem Privatreisesegment, in dem die Nachfrage voraussichtlich das Vorkrisenniveau übertreffen wird, wird dazu eine weitere Erholung der Nachfrage im Geschäftsreisesegment beitragen; das Flugangebot soll deshalb weiter ausgeweitet werden.
Insgesamt erwartet die Lufthansa Group, dass die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines im Geschäftsjahr 2024 bei rund 92 % der Vorkrisenkapazität des Jahres 2019 liegen wird.
Der Konzern geht dabei davon aus, dass den Airlines der Lufthansa Group im Jahr 2024 bis zu 30 neue Flugzeuge zugehen werden; aufgrund von Produktionsproblemen bei Flugzeugherstellern und deren Zulieferern sowie Verzögerungen bei der Zulassung kommt es allerdings branchenweit immer wieder zu Verspätungen bei geplanten Flugzeugauslieferungen; die Kapazitätsprognose des Unternehmens ist davon jedoch weitestgehend entkoppelt, da zumindest die Einflottung der noch ausstehenden Boeing Langstreckenflugzeuge operativ nicht mehr für dieses Jahr eingeplant ist.

Umsatz der Lufthansa Group wird voraussichtlich deutlich steigen

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Für die Lufthansa Group wird im Geschäftsjahr 2024 ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr erwartet; vor allem der weitere Kapazitätsausbau bei den Passagier-Airlines und das erwartete Wachstum in den Geschäftsfeldern Logistik und Technik werden dafür voraussichtlich maßgeblich sein.
Aufgrund des marktweiten Kapazitätswachstums, das den Preisdruck auf die Passagier-Airlines verschärft, erwartet die Lufthansa Group jedoch einen Rückgang der Durchschnittserlöse gegenüber dem Vorjahr.

Lufthansa Group prognostiziert ein Adjusted EBIT von 1,4 bis 1,8 Mrd. EUR

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Die Lufthansa Group erwartet, dass das Umsatzwachstum durch anhaltende Kostensteigerungen und die Auswirkungen der Streiks im ersten Quartal überkompensiert und somit ein Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wird; insgesamt rechnet die Lufthansa Group für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Adjusted EBIT von 1,4 bis 1,8 Mrd. EUR; der Ausblick hängt maßgeblich von der Ergebnisentwicklung bei Lufthansa Airlines sowie dem traditionell wichtigen vierten Quartal bei Lufthansa Cargo ab.
Die Lufthansa Group hält weiter an der Zielsetzung fest, nachhaltig eine Adjusted EBIT-Marge von mindestens 8 % zu erwirtschaften; der Konzern strebt an, dieses Margenziel so bald wie möglich zu erreichen.

Stabile Ergebnisentwicklung in den Geschäftsfeldern Logistik und Technik erwartet; Passagier-Airlines voraussichtlich rückläufig

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Für das Geschäftsfeld Passagier-Airlines erwartet die Lufthansa Group im Jahr 2024 einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse, basierend auf der starken Nachfrage und dem geplanten Kapazitätsausbau; die Stückerlöse der Passagier-Airlines werden sich voraussichtlich im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich rückläufig gegenüber Vorjahr entwickeln; Skaleneffekte in der Fixkostenbasis aufgrund des Kapazitätsausbaus und Effizienzsteigerungen werden die erwarteten Kostensteigerungen, insbesondere in den Bereichen Personal und Gebühren, und streikbedingte Mehrkosten voraussichtlich nicht vollständig kompensieren; für die Stückkosten der Passagier-Airlines (ohne die Aufwendungen für Treibstoff und Emissionszertifikate) wird dementsprechend ein Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber Vorjahr erwartet, ohne Berücksichtigung von Streikkosten werden sich die Stückkosten voraussichtlich stabil gegenüber Vorjahr entwickeln; für die Passagier-Airlines wird im Geschäftsjahr 2024 ein Adjusted EBIT signifikant unter Vorjahresniveau erwartet; Treiber für den Ergebnisrückgang sind Ineffizienzen insbesondere bei Lufthansa Airlines.
Für das Geschäftsfeld Logistik rechnet die Lufthansa Group nach der marktweiten Normalisierung nach der Corona-Pandemie wieder mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse; inflationsbedingte Kostensteigerungen werden voraussichtlich durch strukturelle Einsparungen und Effizienzsteigerungen teilweise kompensiert werden; damit wird das Adjusted EBIT im Geschäftsfeld Logistik voraussichtlich ungefähr auf Vorjahresniveau liegen.
Für das Geschäftsfeld Technik wird ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse und ein Adjusted EBIT auf Vorjahresniveau erwartet; darin spiegelt sich das andauernde Wachstum des MRO-Markts bei gleichzeitig inflationsbedingten Kostensteigerungen wider.

Adjusted Free Cashflow von deutlich unter 1,0 Mrd. EUR erwartet

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Die Nettoinvestitionen der Lufthansa Group werden im Geschäftsjahr 2024 bei unterstellter Auslieferung der noch ausstehenden Boeing Langstreckenflugzeuge voraussichtlich ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres liegen; die Investitionen werden im Wesentlichen auf Flugzeuginvestitionen entfallen; Zuflüsse aufgrund von Sale-and-Lease-Back-Vereinbarungen werden höhere Bruttoinvestitionen teilweise ausgleichen; Umfang und Zeitpunkt von Sale-and-Lease-Back-Vereinbarungen sind offen und hängen auch mit den Lieferterminen der neuen Flugzeuge zusammen.
Unter Einbezug der prognostizierten Ergebnisentwicklung wird der Adjusted Free Cashflow des Konzerns im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich deutlich unter 1,0 Mrd. EUR liegen, abhängig vor allem von der Ergebnisentwicklung, Ticketvorauszahlungen sowie Flugzeugauslieferungen und -finanzierungen; der Cashflow aus Ticketvorauszahlungen im Jahr 2024 ist vor allem von der Nachfrage- und Ticketpreisentwicklung in der zweiten Jahreshälfte abhängig, die zum Zeitpunkt der Berichtserstellung einer hohen Prognoseunsicherheit unterliegt.

Leichte Verringerung der CO₂-Emissionen pro Passagierkilometer erwartet

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Im Jahr 2024 hat die Lufthansa Group das Ziel, an ihre Fortschritte bei der Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen anzuknüpfen; vor allem die fortgesetzte Flottenmodernisierung wird voraussichtlich einen positiven Effekt auf den spezifischen CO 2-Ausstoß, bezogen auf die geflogenen Passagierkilometer, haben; die Lufthansa Group erwartet deshalb, dass sich die spezifischen CO 2-Emissionen gegenüber Vorjahr leicht verringern werden.

Weitere Details zum Finanzausblick des Konzerns finden sich im ↗ Geschäftsbericht 2023, ab S. 143.

ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Juni 2024 Jan. - Juni 2023 April - Juni 2024 April - Juni 2023
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 14.332 13.751 8.429 8.043
Andere Betriebserlöse 3.067 2.655 1.578 1.346
Umsatzerlöse 17.399 16.406 10.007 9.389
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 484 316 243 192
Sonstige betriebliche Erträge 1) 929 1.152 384 600
Materialaufwand -10.851 -9.500 -5.959 -5.129
Personalaufwand -4.500 -3.986 -2.236 -2.064
Abschreibungen 2) -1.153 -1.100 -583 -555
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) -2.530 -2.488 -1.220 -1.347
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -222 800 636 1.086
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -22 -38 2 -11
Übriges Beteiligungsergebnis 32 15 21 6
Zinserträge 173 105 109 62
Zinsaufwendungen -293 -277 -147 -144
Übrige Finanzposten -35 -74 -49 62
Finanzergebnis -145 -269 -64 -25
Ergebnis vor Ertragsteuern -367 531 572 1.061
Ertragsteuern 109 -78 -99 -187
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen -258 453 473 874
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - -37 - 7
Ergebnis nach Ertragsteuern -258 416 473 881
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 7 2 4 -
Davon auf Aktionärinnen und Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -265 414 469 881
"Unverwässertes" Ergebnis je Aktie in € -0,22 0,35 0,39 0,74
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen n/​a 0,38 n/​a 0,73
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen n/​a -0,03 n/​a 0,01
"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € -0,22 n/​a 0,39 0,66
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen n/​a n/​a n/​a 0,66
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen n/​a n/​a n/​a 0,01

1) Im Kumulativwert sind 22 Mio. EUR (Vorjahr: 38 Mio. EUR) aus der Auflösung von Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

2) Im Kumulativwert sind 0 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen enthalten.

3) Im Kumulativwert sind 27 Mio. EUR (Vorjahr: 29 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen enthalten.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Juni 2024 Jan. - Juni 2023 April - Juni 2024 April - Juni 2023
Ergebnis nach Ertragsteuern -258 416 473 881
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung -60 -28 36 9
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 1 -8 - -1
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve 760 -472 128 -78
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung 134 -168 24 -132
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - - - -
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -1 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -213 137 -38 46
622 -539 149 -156
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 217 -371 -43 -314
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert 1 3 1 3
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - - - -2
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 1 - 1 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -72 126 -34 78
147 -242 -75 -235
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern 769 -781 74 -391
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) 511 -365 547 490
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 8 2 4 -
Davon auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 503 -367 543 490

KONZERNBILANZ

AKTIVA

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2023
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 1) 1.005 1.022 999
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 310 333 302
Flugzeuge und Reservetriebwerke 18.230 17.464 16.753
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 2.622 2.448 2.236
Übriges Sachanlagevermögen 2) 2.910 2.913 2.896
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 453 465 301
Übrige Beteiligungen 239 233 232
Langfristige Wertpapiere 21 20 13
Ausleihungen und Forderungen 787 968 536
Derivative Finanzinstrumente 729 659 831
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 97 79 74
Effektive Ertragsteuerforderungen 112 109 110
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 3.055 3.059 3.065
Langfristige Vermögenswerte 30.570 29.772 28.348
Vorräte 1.039 961 819
Vertragsvermögenswerte 451 312 329
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 4.442 3.923 3.435
Derivative Finanzinstrumente 702 437 550
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 368 235 280
Effektive Ertragsteuerforderungen 149 307 214
Verzinsliche Wertpapiere und ähnliche Geldanlagen 6.393 6.675 7.483 3)
Bankguthaben und Kassenbestände 1.634 1.590 1.242 3)
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 1.485 1.109 2.615
Kurzfristige Vermögenswerte 16.663 15.549 16.967
Bilanzsumme 47.233 45.321 45.315

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

2) Darin sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von 30 Mio. EUR (zum 31.12.2023: 30 Mio. EUR) enthalten.

3) Vorjahreswert angepasst.

PASSIVA

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2023
Gezeichnetes Kapital 3.063 3.063 3.060
Kapitalrücklage 258 258 252
Gewinnrücklagen 3.973 2.514 2.614
Übrige neutrale Rücklagen 2.626 2.151 1.702
Konzernergebnis -265 1.673 414
Anteile der Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 9.655 9.659 8.042
Minderheitenanteile 46 50 49
Eigenkapital 9.701 9.709 8.091
Pensionsrückstellungen 2.652 2.895 2.389
Sonstige Rückstellungen 821 764 738
Finanzschulden 10.813 11.055 12.029
Vertragsverbindlichkeiten 6 26 29
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49 55 21
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 63 67 53
Derivative Finanzinstrumente 368 495 472
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 549 505 503
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 15.321 15.862 16.234
Sonstige Rückstellungen 753 876 761
Finanzschulden 2.843 2.888 2.598
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.037 5.905 5.085
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 7.387 4.981 7.017
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.780 2.770 2.546
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 929 722 730
Derivative Finanzinstrumente 137 263 499
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 578 675 462
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten 767 670 1.292
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 22.211 19.750 20.990
Bilanzsumme 47.233 45.321 45.315

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

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in Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Marktbewert-

ung Finanz-

instrumente
Unterschieds-

betrag aus

Währungs-

umrechnung
Neube-

wertungs-

rücklage

(Sukzessiv-

erwerbe)
Sonstige

neutrale

Rücklagen
Stand am 01.01.2023 3.060 252 913 739 236 346
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -508 -28 - -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - 4 - - -
Stand am 30.06.2023 3.060 252 409 711 236 346
Stand am 01.01.2024 3.063 258 560 1.009 236 346
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - - - - -
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme - - - - - 6
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - 683 -60 - -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - -154 - - -
Stand am 30.06.2024 3.063 258 1.089 949 236 352

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in Mio. € Summe

übrige

neutrale

Rücklagen
Gewinn-

rücklagen
Konzern-

ergebnis
Anteil der

Aktionär:innen

der Deutschen

Lufthansa AG

am Eigenkapital
Nicht

beherr-

schende

Anteile
Gesamt

Eigen-

kapital
Stand am 01.01.2023 2.234 2.068 791 8.405 69 8.474
Umbuchungen - 791 -791 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - - - -21 -21
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -1 -1
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - 414 414 2 416
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -536 -245 - -781 - -781
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse 4 - - 4 - 4
Stand am 30.06.2023 1.702 2.614 414 8.042 49 8.091
Stand am 01.01.2024 2.151 2.514 1.673 9.659 50 9.709
Umbuchungen - 1.314 -1.314 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - -359 -359 -12 -371
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme 6 - - 6 - 6
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - -265 -265 7 -258
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 623 145 - 768 1 769
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse -154 - - -154 - -154
Stand am 30.06.2024 2.626 3.973 -265 9.655 46 9.701

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € Jan. -

Juni

2024
Jan. -

Juni

2023
April -

Juni

2024
April -

Juni

2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn 1.668 1.784 1.340 1.414
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen -367 511 572 1.086
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 1.165 1.158 588 556
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) 56 -4 20 6
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 12 -8 8 -16
Beteiligungsergebnis -10 18 -23 2
Zinsergebnis 120 177 38 85
Erstattete/​Gezahlte Ertragsteuern -29 -110 -15 -99
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -97 -50 -5 -87
Veränderung Trade Working Capital 2.040 1.679 544 132
Veränderung übriger Aktiva/​Passiva -102 -271 -250 -146
Nettozu-/​-abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit 2.788 3.100 1.477 1.519
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.721 -1.758 -820 -762
Investitionen in Finanzanlagen -40 -15 -17 -11
Zugänge/​Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen -231 -200 -139 -115
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen 6 16 6 16
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -19 -13 - -5
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen 43 25 9 4
Zinseinnahmen 176 59 127 36
Erhaltene Dividenden 32 15 20 6
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -1.754 -1.871 -814 -831
Erwerb von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds -7.645 -6.496 -5.152 -3.027
Veräußerung von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds 7.922 5.523 5.728 2.625
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen -1.477 -2.844 -238 -1.233
Kapitalherabsetzung - -1 - -
Aufnahme Finanzschulden 760 202 731 128
Rückführung Finanzschulden -1.307 -493 -1.070 -243
Gewinnausschüttung -371 -22 -361 -13
Zinsausgaben -346 -293 -163 -142
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit -1.264 -607 -863 -271
Nettoab-/​-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten 47 -351 376 15
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen 1 -11 - -7
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06.2024 1.716 1.422 1.716 1.422
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalenten von Gesellschaften, die am 30.06. zum Verkauf stehen 82 180 82 180
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente von Gesellschaften, die am 30.06. nicht zum Verkauf stehen 1.634 1.242 1.634 1.242
Verzinsliche Wertpapiere und ähnliche Geldanlagen 6.393 7.483 1 ) 6.393 7.483 1 )
Flüssige Mittel 8.027 8.725 1) 8.027 8.725 1)
Nettozu-/​-abnahme der flüssigen Mittel 37 180 -247 364

1) Vorjahreswerte angepasst.

ANHANG

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2024 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.

2 Für den Zwischenabschluss bedeutsame Sachverhalte und Aussage zur Unternehmensfortführung

Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group verlief in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 negativ. Dabei wirkten sich insbesondere diverse Streiks sowohl von verschiedenen Beschäftigtengruppen innerhalb des Konzerns als auch von Beschäftigten bei Systempartnern belastend auf das Ergebnis aus. Zusätzlich führte das marktweite Kapazitätswachstum zu einem Preisdruck auf die Passagier-Airlines, infolgedessen, insbesondere bei Lufthansa Airlines, die Durchschnittserlöse sanken, während Inflation und weiter bestehende Lieferkettenprobleme trotz gesteigertem Angebot zu lediglich stabilen Durchschnittskosten führten.

Im Geschäftsfeld Logistik war die operative und finanzielle Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 geprägt von einem herausfordernden Branchenumfeld in der Luftfracht sowie von den bereits erwähnten Streiks. Dennoch wurde ein positives, aufgrund der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr jedoch rückläufiges Adjusted EBIT erzielt. Das Wachstum im Geschäftsfeld Technik beruhte weiterhin auf einer starken Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen.

Im Berichtszeitraum wurde überwiegend aufgrund der positiven Veränderung des Trade Working Capitals ein deutlich positiver Operativer Cashflow erzielt. Im Wesentlichen ist dies durch Zuflüsse aus Ticketverkäufen für nach dem Stichtag durchzuführende Flüge bedingt.

Zum 30. Juni 2024 betrug die zentral der Deutschen Lufthansa AG zur Verfügung stehende Liquidität 7,5 Mrd. EUR. Daneben belaufen sich die dezentralen Bank- und Kassenbestände auf 0,6 Mrd. EUR. Weiterhin steht zum Bilanzstichtag eine revolvierende freie Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd. EUR zur Verfügung. Insgesamt beläuft sich die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group damit auf 10,6 Mrd. EUR.

Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des voraussichtlichen Kundenverhaltens aktualisiert die Lufthansa Group regelmäßig ihre Erfolgs- und Liquiditätsplanung im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter für die erwartete Geschäftsentwicklung. Die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren stellen derzeit die allgemeinen Wirtschaftsaussichten speziell auch in Deutschland, die weiterhin bestehenden Lieferkettenprobleme sowie potenzielle Auswirkungen der politischen Krisen (Ukraine-Krieg, Naher Osten) dar. Weitere Unsicherheiten bestehen im Zusammenhang mit der öffentlichen und politischen Klimaschutzdiskussion.

Unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung sowie der daraus resultierenden Liquiditätsplanung und weiterer potenzieller Finanzierungsmaßnahmen sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auch vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten 18 Monate als gesichert an. Der Konzernabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

3 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

UMSATZERLÖSE

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2024 Europa 1) Nord-

amerika 1)
Mittel-

und Süd-

amerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 12.944 9.051 2.364 224 903 199
Lufthansa German Airlines 7.073
SWISS 2) 2.943
Austrian Airlines 1.027
Brussels Airlines 651
Eurowings 2) 1.250
Logistik 1.388 578 149 44 549 23
Summe 14.332

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in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 203
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 45
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2023 Europa 1) Nord-

amerika 1)
Mittel-

und Süd-

amerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 12.313 8.531 2.305 240 842 193
Lufthansa German Airlines 6.795
SWISS 2) 2.708
Austrian Airlines 1.027
Brussels Airlines 669
Eurowings 2) 1.114
Logistik 1.438 761 166 48 412 17
Summe 13.751

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in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 202
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 34
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2024 Europa 1) Nord-

amerika 1)
Mittel-

und Süd-

amerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 2.467 771 803 89 554 145
Technikleistungen 2.125
Sonstige Betriebserlöse 342
Passagier-Airlines 261 231 14 1 12 1
Logistik 78 45 24 - 6 3
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 261 181 21 11 33 10
EDV-Leistungen 93
Reisemanagement 131
Übrige 37
Summe 3.067

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 105
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Passagier-Airlines 2
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 5
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2023 Europa 1) Nord-

amerika 1)
Mittel-

und Süd-

amerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 2.106 793 667 96 395 108
Technikleistungen 1.763
Sonstige Betriebserlöse 343
Passagier-Airlines 237 208 15 1 10 -
Logistik 73 41 25 - 4 3
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 239 162 21 9 34 9
EDV-Leistungen 84
Reisemanagement 124
Übrige 31
Summe 2.655

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 47
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Passagier-Airlines 3
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 4
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE SOWIE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT EINER UNBESTIMMTEN NUTZUNGSDAUER

Vor dem Hintergrund der wesentlichen Planabweichungen in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (im Folgenden: CGU) Lufthansa German Airlines und der unter dem Buchwert des Eigenkapitals liegenden Marktkapitalisierung der Deutschen Lufthansa AG wurde der Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Lufthansa German Airlines zum Stichtag aktualisiert. Im Bewertungsmodell wurden die Cashflows angepasst, um die aktuell schwache Ergebnisentwicklung sowie zukünftige Herausforderungen im Rahmen eines Turnaround-Programms abzubilden. Während im aktuellen Jahr auch hohe Einmaleffekte im Cashflow berücksichtigt worden sind (Streikeffekte, Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen, verminderte Produktivität), führen in den Folgejahren die geplanten Maßnahmen aus dem Turnaround-Programm zu einem niedrigeren Ergebnispfad, der jedoch die angestrebte Adjusted EBIT Marge von 8 Prozent nachhaltig erreicht. So wurden im Planungszeitraum das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum um 1,9 Prozentpunkte abgesenkt und die EBIDA Margen von bisher 8,0 bis 11,5 Prozent auf 4,5 bis 11,0 Prozent verringert. Der Diskontierungssatz wurde ebenfalls überprüft, die zugrundeliegenden Parameter würden in einer überschlägigen Rechnung zu einer Verringerung führen. In Verbindung mit der unveränderten Wachstumsrate in der ewigen Rente wurde der Impairment Test in einem konservativen Ansatz weiterhin mit dem zum Jahresende 2023 verwendeten Diskontierungssatz gerechnet. Im Rahmen dieses Tests wurde kein Impairment Bedarf bei der CGU Lufthansa Airlines identifiziert. Darüber hinaus ergab sich keine signifikante Änderung der Sensitivitätsangaben, die zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023 veröffentlicht wurden.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Im Berichtszeitraum sind acht neu erworbene Flugzeuge zugegangen, wobei ein Flugzeug weiterhin unter den Anlagen im Bau ausgewiesen wird, da es aufgrund fehlender Betriebsbereitschaft nicht nutzbar ist. Des Weiteren ergaben sich in der Position Zugänge bei den Nutzungsrechten aus dem Lease von zwei Boeing 787-Flugzeugen und der Verlängerung eines bestehenden Lease eines Boeing 777-Frachtflugzeugs.

Für sieben zur konzerninternen Verwertung vorgesehene Airbus A340-Flugzeuge wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 13 Mio. EUR erfasst.

LATENTE STEUERN

Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden weiterhin als werthaltig eingestuft, da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstanden sind und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird. Die aktuelle Eintrübung der Geschäftsaussichten, denen die Geschäftsleitung mit einem Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm begegnet, stellt dabei keine nachhaltige Verschlechterung der Ergebnisplanungen dar. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

Der mit BEPS Pillar II zusammenhängende Steueraufwand betrug im 1. Halbjahr 2024 13 Mio. EUR.

ZUM VERKAUF STEHENDE VERMÖGENSWERTE UND AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

ZUM VERKAUF STEHENDE VERMÖGENSWERTE UND ZUGEHÖRIGE PASSIVA

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2023
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 27 27 56
Flugzeuge und Reservetriebwerke 13 - 287
Grundstücke und Bauten 8 7 261
Übriges Sachanlagevermögen 7 6 166
Finanzanlagevermögen 32 31 79
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.275 931 1.383
Bankguthaben und Kassenbestände 82 78 180
Sonstige Vermögenswerte 41 29 203
1.485 1.109 2.615
Passiva
Pensionsrückstellungen 8 8 31
Sonstige Rückstellungen 36 36 83
davon langfristig 6 6 44
Finanzschulden 271 279 129
davon langfristig 4 3 129
Übrige Verbindlichkeiten 452 347 1.049
davon langfristig - - 48
767 670 1.292

Zum 30. Juni 2024 bestanden Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 1.485 Mio. EUR. Die zugehörigen Passiva beliefen sich auf 767 Mio. EUR.

Die zum Verkauf stehenden Flugzeuge und Reservetriebwerke betrafen fünf CRJ 900-Flug-zeuge. Alle übrigen zum Verkauf stehenden Vermögenswerte und Schulden resultieren aus dem beschlossenen und am 20. Juni 2023 unterzeichneten Vertrag über den Verkauf der AirPlus-Gruppe an die SEB Kort Bank AB aus Stockholm. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt rund 450 Mio. EUR. Die AirPlus-Gruppe ist den weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen zugeordnet. Mit einem Vollzug der Transaktion wird im dritten Quartal 2024 gerechnet.

Zum 30. Juni 2023 wurden die Vermögenswerte und Schulden des im Oktober 2023 veräußerten Segments Catering, der AirPlus-Gruppe sowie sechs Airbus A380-Flugzeuge als zum Verkauf stehend ausgewiesen. Das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betraf das Segment Catering.

Im Konzerneigenkapital sind in den übrigen neutralen Rücklagen 21 Mio. EUR kumulierte Erträge und in der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen 10 Mio. EUR kumulierte Erträge enthalten, die auf die zum Verkauf gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der Airplus-Gruppe entfallen.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland betrug 3,8 % (31. Dezember 2023: 3,6 %), für die Bestimmung der Verpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 1,5 % (31. Dezember 2023: 1,4 %) verwendet.

4 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem im Geschäftsfeld Passagier-Airlines saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Ergebnisse erzielt werden.

5 Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 2.088 2.038
Aus Gewährleistungsverträgen 206 199
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 16 19
2.310 2.256

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 37 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2023: 49 Mio. EUR) verzichtet.

Zum 30. Juni 2024 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 600 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2023: 400 Mio. EUR). Die Erhöhung des Risikopotenzial im Vergleich zum Jahresende ergab sich aufgrund von Diskussionen mit den Finanzbehörden im ersten Halbjahr 2024 zu Verrechnungspreissachverhalten.

Ende Juni 2024 bestand ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 20,3 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Bestellobligo 20,5 Mrd. EUR.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 3. Juli 2024 hat die Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission dem geplanten Erwerb von 41 % der Deutschen Lufthansa AG an ITA Airways vorbehaltlich der Erfüllung von Auflagen zugestimmt. Der Erwerb der Minderheitsbeteiligung in Höhe von 41 % erfolgt durch eine Kapitaleinlage von 325 Mio. EUR durch die Deutsche Lufthansa AG bei ITA Airways. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2024 vollzogen werden. Voraussetzung hierfür ist sowohl die vorherige Umsetzung der mit der EU-Kommission verhandelten Zugeständnisse als auch die Zustimmung von weiteren Wettbewerbsbehörden außerhalb der EU. Optionen zum Transfer der übrigen Anteile an ITA Airways sind zwischen der Lufthansa Group und dem italienischen Finanzministerium (MEF) vereinbart und können frühestens ab 2025 ausgeübt werden.

6 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 30. Juni 2024 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 30.06.2024

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 4.978 1 23 5.002
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 1 - 1
Wertpapiere 4.978 - - 4.978
Beteiligungen - - 23 23
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer

Sicherungsbeziehung sind
- 1.429 - 1.429
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value - 1.164 - 1.164
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Fremdkapitalinstrumente - 1.164 - 1.164
Vermögenswerte gesamt 4.978 2.594 23 7.595

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 30.06.2024

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -590 - -590
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -3 - -3
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer

Sicherungsbeziehung sind
- -503 - -503
Verbindlichkeiten gesamt - -1.096 - -1.096

Bei den Beteiligungen in Stufe 3 werden aus Wesentlichkeitsgründen die Anschaffungskosten als beste Schätzung des Fair Value angesehen.

Zum 31. Dezember 2023 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2023

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 5.160 105 24 5.289
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 2 - 2
Wertpapiere 5.160 103 - 5.263
Beteiligungen - - 24 24
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer

Sicherungsbeziehung sind
- 1.094 - 1.094
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value - 1.136 - 1.136
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Fremdkapitalinstrumente - 1.136 - 1.136
Vermögenswerte gesamt 5.160 2.335 24 7.519

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2023

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -643 - -643
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -7 - -7
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer

Sicherungsbeziehung sind
- -751 - -751
Verbindlichkeiten gesamt - -1.401 - -1.401

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/​Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

FINANZSCHULDEN

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 6.880 6.772 6.224 6.018
Schuldscheindarlehen 399 398 1.143 1.152
Kreditlinien 24 23 21 18
Flugzeugfinanzierungen 3.494 3.633 3.802 3.965
Übrige Finanzschulden 172 162 185 192
Summe 10.969 10.988 11.375 11.345
Leasingverbindlichkeiten 2.687 n.a. 2.568 n.a.
Summe 13.656 13.943

Im Berichtszeitraum wurden drei Schuldscheindarlehen über 746 Mio. EUR getilgt. Des Weiteren wurde im Rahmen des Euro Medium Term Note (EMTN) Programms eine weitere Anleihe über 750 Mio. EUR mit einem Zins von 4,0 % und einer Laufzeit bis 2030 begeben.

7 Ergebnis je Aktie

ERGEBNIS JE AKTIE

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30.06.2024 30.06.2023
"Unverwässertes" Ergebnis je Aktie - 0,22 0,35
Konzernergebnis Mio. € - 265 414
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 1.196.601.197 1.195.485.644

Das verwässerte Ergebnis entsprach dem unverwässerten Ergebnis.

8 Gezeichnetes Kapital

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG beträgt 3.063.342.970,88 EUR. Es ist in 1.196.618.348 vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 EUR eingeteilt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2024 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 6. Mai 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 8. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um 100.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Aktien an die Mitarbeitenden (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis zum 30. Juni 2024 wurde das Grundkapital aufgrund dieser Ermächtigung um insgesamt 2.899.722,24 EUR erhöht, sodass das Genehmigte Kapital B zum Bilanzstichtag noch 97.100.277,76 EUR beträgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Falle des Eintritts der Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage um bis zu 10 % zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre auszuschließen. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen und darf den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreiten. Von der Ermächtigung darf nur in dem Umfang Gebrauch gemacht werden, als dies zu einem Entfall der in § 4 Abs. 3 LuftNaSiG genannten Voraussetzungen erforderlich ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktionärinnen und Aktionäre in dem Umfang, wie es zur Erfüllung der Anforderungen für die Aufrechterhaltung der luftverkehrsrechtlichen Befugnisse erforderlich ist, und in der Reihenfolge des § 5 Abs. 3 LuftNaSiG unter Setzung einer angemessenen Frist mit Hinweis auf die andernfalls mögliche Rechtsfolge, der Aktien nach Maßgabe des § 5 Abs. 7 LuftNaSiG verlustig zu gehen, aufzufordern, sämtliche oder einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu veräußern und die Veräußerung der Gesellschaft unverzüglich nachzuweisen.

BEDINGTES KAPITAL

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel-und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 306.044.326,40 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 9. Mai 2027 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 8. Mai 2028 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionärinnen und Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Zwecke verwenden kann. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2023 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

Zum 30. Juni 2024 belief sich der Bestand an eigenen Aktien unverändert auf 17.246 Stück.

DIVIDENDENZAHLUNG

Nach entsprechendem Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2024 wurden aus dem im Jahresabschluss 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 3.383 Mio. EUR 359 Mio. EUR als Dividende ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende von 0,30 EUR je Stückaktie. Der verbleibende Betrag von 3.024 Mio. EUR wurde in andere Gewinnrücklagen eingestellt.

9 Segmentberichterstattung

Aufgrund des Verkaufs der wesentlichen Aktivitäten der LSG-Group im Jahr 2023 verfügt die Lufthansa Group über keine Catering-Aktivitäten mehr, so dass ab 1. Januar 2024 in der Segmentberichterstattung über die drei berichtspflichtigen Segmente Passagier-Airlines, Logistik und Technik berichtet wird.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 2024

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in Mio. € Passagier-Airlines Logistik Technik Summe berichtspflichtiger

operativer Segmente
Weitere Gesellschaften

und Konzernfunktionen
Überleitung
Außenumsätze 13.205 1.466 2.467 17.138 261 -
davon Verkehrserlöse 12.702 1.388 - 14.090 - 242
Konzerninnenumsätze 374 24 1.177 1.575 266 -1.841
Umsatzerlöse 13.579 1.490 3.644 18.713 527 -1.841
Übrige operative Erträge 472 37 225 734 1.106 -432
Operative Erträge 14.051 1.527 3.869 19.447 1.633 -2.273
Operative Aufwendungen 14.364 1.528 3.539 19.431 1.761 -2.212
davon Materialaufwand 8.547 1.090 2.183 11.820 220 -1.190
davon Personalaufwand 2.950 219 874 4.043 441 -2
davon Abschreibungen 893 97 79 1.069 52 20
davon sonstige Aufwendungen 1.974 122 403 2.499 1.048 -1.040
Operatives Beteiligungsergebnis -24 15 -11 -20 30 -
davon Ergebnis Equity-Bewertung -23 6 -13 -30 8 -
Adjusted EBIT 1) -337 14 319 -4 -98 -61
Überleitungspositionen -20 - -13 -33 -18 2
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -13 - - -13 - 1
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -3 -2 -5 -10 -9 1
Ergebnis Anlagenabgang -7 - -5 -12 1 -
Sonstige Überleitungsposten 3 2 -3 2 -10 -
EBIT -357 14 306 -37 -116 -59
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 7.226 2.324 4.458 14.008 1.812 -388
davon aus Equity-Beteiligungen 220 40 156 416 37 -
Segmentinvestitionen 1.521 24 69 1.614 63 103
davon aus Equity-Beteiligungen - - 8 8 - -
Mitarbeitende zum Stichtag 63.634 4.194 23.401 91.229 8.944 -

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in Mio. € Konzern
Außenumsätze 17.399
davon Verkehrserlöse 14.332
Konzerninnenumsätze -
Umsatzerlöse 17.399
Übrige operative Erträge 1.408
Operative Erträge 18.807
Operative Aufwendungen 18.980
davon Materialaufwand 10.850
davon Personalaufwand 4.482
davon Abschreibungen 1.141
davon sonstige Aufwendungen 2.507
Operatives Beteiligungsergebnis 10
davon Ergebnis Equity-Bewertung -22
Adjusted EBIT 1) -163
Überleitungspositionen -49
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -12
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -18
Ergebnis Anlagenabgang -11
Sonstige Überleitungsposten -8
EBIT -212
Übriges Finanzergebnis -155
Ergebnis vor Ertragsteuern -367
Gebundenes Kapital 2) 15.432
davon aus Equity-Beteiligungen 453
Segmentinvestitionen 1.780
davon aus Equity-Beteiligungen 8
Mitarbeitende zum Stichtag 100.173

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT ↗ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 10, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich liquider Mittel und bestimmter nicht verzinslicher Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 2023

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in Mio. € Passagier-Airlines Logistik Technik Summe berichtspflichtiger

operativer Segmente
Weitere Gesellschaften und

Konzernfunktionen
Überleitung 3)
Außenumsätze 12.540 1.511 2.102 16.153 239 14
davon Verkehrserlöse 12.076 1.438 - 13.514 - 237
Konzerninnenumsätze 340 24 1.026 1.390 201 -1.591
Umsatzerlöse 12.880 1.535 3.128 17.543 440 -1.577
Übrige operative Erträge 521 49 234 804 941 -306
Operative Erträge 13.401 1.584 3.362 18.347 1.381 -1.883
Operative Aufwendungen 12.907 1.408 3.061 17.376 1.508 -1.874
davon Materialaufwand 7.658 984 1.851 10.493 186 -1.179
davon Personalaufwand 2.596 204 755 3.555 426 -
davon Abschreibungen 850 89 76 1.015 57 27
davon sonstige Aufwendungen 1.803 131 379 2.313 839 -722
Operatives Beteiligungsergebnis -41 12 -10 -39 15 1
davon Ergebnis Equity-Bewertung -35 4 -10 -41 4 -1
Adjusted EBIT 1) 453 188 291 932 -112 -8
Überleitungspositionen -31 -1 16 -16 -20 1
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -28 1 1 -26 -1 -1
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -1 -1 - -2 -3 -
Ergebnis Anlagenabgang -8 -1 14 5 2 1
Sonstige Überleitungsposten 6 - 1 7 -18 1
EBIT 422 187 307 916 -132 -7
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 6.240 2.235 4.051 12.526 1.692 137
davon aus Equity-Beteiligungen 90 36 151 277 24 -
Segmentinvestitionen 1.463 156 46 1.665 9 112
davon aus Equity-Beteiligungen - - 9 9 - -
Mitarbeitende zum Stichtag 58.705 4.094 21.501 84.300 8.314 22.159

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in Mio. € Konzern
Außenumsätze 16.406
davon Verkehrserlöse 13.751
Konzerninnenumsätze -
Umsatzerlöse 16.406
Übrige operative Erträge 1.439
Operative Erträge 17.845
Operative Aufwendungen 17.010
davon Materialaufwand 9.500
davon Personalaufwand 3.981
davon Abschreibungen 1.099
davon sonstige Aufwendungen 2.430
Operatives Beteiligungsergebnis -23
davon Ergebnis Equity-Bewertung -38
Adjusted EBIT 1) 812
Überleitungspositionen -35
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -28
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -5
Ergebnis Anlagenabgang 8
Sonstige Überleitungsposten -10
EBIT 777
Übriges Finanzergebnis -246
Ergebnis vor Ertragsteuern 531
Gebundenes Kapital 2) 14.355
davon aus Equity-Beteiligungen 301
Segmentinvestitionen 1.786
davon aus Equity-Beteiligungen 9
Mitarbeitende zum Stichtag 114.773

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT * Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 10, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate), abzüglich liquider Mittel und bestimmter nicht verzinslicher Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten). Die Werte wurden aufgrund neuer Zuordnungen für Passagier-Airlines, Technik und Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen sowie für die Summe angepasst.

3) Aufgrund des Abgangs des Segments Catering im Jahr 2023 geänderte Darstellung in der Übersicht (Spalte Catering sowie entsprechende Eliminierung in der Spalte Überleitung entfällt)

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Juni

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2024 2023
in Mio. € Verkehrs-

erlöse 1)
Andere

Betriebs-

erlöse
Umsatz-

erlöse
Verkehrs-

erlöse 1)
Andere

Betriebs

erlöse
Umsatz-

erlöse
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 9.629 1.228 10.857 9.292 1.204 10.496
davon Deutschland 4.271 407 4.678 4.127 466 4.593
Nordamerika 2.513 862 3.375 2.471 728 3.199
davon USA 2.207 619 2.826 2.184 577 2.761
Mittel- und Südamerika 268 101 369 288 106 394
Asien/​Pazifik 1.452 605 2.057 1.254 443 1.697
Nahost 222 159 381 210 120 330
Afrika 248 112 360 236 54 290
Summe 14.332 3.067 17.399 13.751 2.655 16.406

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

10 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2023 unter ↗ Erläuterung 51 (Geschäftsberichts 2023, S. 255 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im ↗ Vergütungsbericht 2023 (Geschäftsberichts 2023, S. 278 ff.) und unter ↗ Erläuterung 52 des Anhangs zum Konzernabschluss 2023 (Geschäftsbericht 2023, S. 258) beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

11 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die vom IASB bis zum Veröffentlichungsdatum dieses Berichts verabschiedeten Rechnungslegungsstandardänderungen, die für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 1. Januar 2024 beginnen, haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Auswirkungen der im Berichtszeitraum veröffentlichten Standards IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss und IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben sowie die Änderungen an Klassifizierungs-und Bewertungsvorschriften in IFRS 9 konnten noch nicht ermittelt werden. Weitere Informationen zu den bis zum Aufstellungszeitpunkt des Zwischenabschluss beschlossenen Änderungen sind im Konzernanhang zum Konzernabschluss 2023 in ↗ Erläuterung 3 (Geschäftsbericht 2023, S. 166 ff.) dargestellt.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt, den 30. Juli 2024

Der Vorstand

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Carsten Spohr Grazia Vittadini
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands

Chief Technology Officer

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Michael Niggemann Dieter Vranckx
Mitglied des Vorstands

Personal, Logistik & Non-Hub Verkehre, Arbeitsdirektor

Finanzen (interim)
Mitglied des Vorstands

Globale Märkte & Kommerzielle Steuerung Hubs

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

AN DIE DEUTSCHE LUFTHANSA AKTIENGESELLSCHAFT

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss der Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung, sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Eschborn/​Frankfurt am Main, 30. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Bösser Jansen
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

IMPRESSUM

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Venloer Straße 151 - 153

50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Marc-Dominic Nettesheim (Ltg.)

Patrick Winter

Malte Happel

KONTAKT

Marc-Dominic Nettesheim

+ 49 69 696 - 28008

Tim Müller

+ 49 69 696 - 28002

Cornelia Beier

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Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28008

E-Mail: [email protected]

Aktuelle Finanzinformationen im Internet: ↗ www.lufthansagroup.com/​investor-relations

FINANZKALENDER 2024

29. Oktober Veröffentlichung 3. Zwischenbericht Januar - September 2024

FINANZKALENDER 2025

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6. März Veröffentlichung Geschäftsbericht 2024
29. April Veröffentlichung 1. Zwischenbericht Januar - März 2025
6. Mai Lufthansa Hauptversammlung 2025
31. Juli Veröffentlichung 2. Zwischenbericht Januar - Juni 2025
30. Oktober Veröffentlichung 3. Zwischenbericht Januar - September 2025

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2024 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrundeliegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse beziehungsweise Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

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