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Deutsche Lufthansa AG

Quarterly Report Aug 3, 2023

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 33054542

Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft

Köln

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

WE GROW. WE SHAPE. WE LEAD.

Die Lufthansa Group

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz und Ergebnis 1)
Umsatzerlöse Mio. € 16.406 13.002 26
davon Verkehrserlöse Mio. € 13.751 10.668 29
Operative Erträge Mio. € 17.845 13.985 28
Operative Aufwendungen Mio. € 17.010 14.123 20
Adjusted EBITDA Mio. € 1.911 905 111
Adjusted EBIT Mio. € 812 -185
EBIT Mio. € 777 -267
Konzernergebnis Mio. € 414 -325
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 45.315 46.938 -3
Eigenkapital Mio. € 8.091 7.927 2
Nettokreditverschuldung Mio. € 5.914 6.396 -8
Netto-Pensionsverpflichtungen Mio. € 2.312 2.764 -16
Nettokreditverschuldung+Netto-Pensionsverpflichtungen/​Eigenkapital Quote 50:50 54:46
Operativer Cashflow Mio. € 3.100 4.441 -30
Bruttoinvestitionen 2) Mio. € 1.773 1.368 30
Nettoinvestitionen Mio. € 1.871 1.381 35
Adjusted Free Cashflow Mio. € 1.071 2.902 -63
Rentabilitätskennziffern 1)
Adjusted EBITDA-Marge % 11,6 7,0 4,6 P.
Adjusted EBIT-Marge % 4,9 -1,4 6,3 P.
EBIT-Marge % 4,7 -2,1 6,8 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni) 9,38 5,56 69
Ergebnis pro Aktie 0,35 -0,27
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Juni) Anzahl 114.773 106.296 8
Leistungsdaten 3)
Flüge Anzahl 440.857 370.481 19
Fluggäste Tsd. 55.022 42.382 30
Angebotene Sitzkilometer Mio. 137.969 115.649 19
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 112.686 85.940 31
Sitzladefaktor % 81,7 74,3 7,4 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 7.289 6.664 9
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 4.192 4.253 -1
Fracht-Nutzladefaktor % 57,5 63,8 -6,3 P.

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz und Ergebnis 1)
Umsatzerlöse Mio. € 9.389 8.000 17
davon Verkehrserlöse Mio. € 8.043 6.832 18
Operative Erträge Mio. € 10.154 8.541 19
Operative Aufwendungen Mio. € 9.064 8.141 11
Adjusted EBITDA Mio. € 1.639 937 75
Adjusted EBIT Mio. € 1.085 392 177
EBIT Mio. € 1.081 341 217
Konzernergebnis Mio. € 881 259 240
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € - -
Eigenkapital Mio. € - -
Nettokreditverschuldung Mio. € - -
Netto-Pensionsverpflichtungen Mio. € - -
Nettokreditverschuldung+Netto-Pensionsverpflichtungen/​Eigenkapital Quote - -
Operativer Cashflow Mio. € 1.519 2.945 -48
Bruttoinvestitionen 2) Mio. € 773 728 6
Nettoinvestitionen Mio. € 831 744 12
Adjusted Free Cashflow Mio. € 589 2.122 -72
Rentabilitätskennziffern 1)
Adjusted EBITDA-Marge % 17,5 11,7 5,8 P.
Adjusted EBIT-Marge % 11,6 4,9 6,7 P.
EBIT-Marge % 11,5 4,3 7,2 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni) - -
Ergebnis pro Aktie 0,74 0,22 236
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Juni) Anzahl - -
Leistungsdaten 3)
Flüge Anzahl 255.659 234.904 9
Fluggäste Tsd. 33.296 29.209 14
Angebotene Sitzkilometer Mio. 78.520 69.994 12
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 65.289 56.080 16
Sitzladefaktor % 83,2 80,1 3,1 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 3.833 3.524 9
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 2.161 2.116 2
Fracht-Nutzladefaktor % 56,4 60,0 -3,6 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund des beschlossenen Verkaufs der LSG Group. ↗ Anhang, S. 37.

2) Ohne Erwerb von Anteilen.

3) Vorjahreszahlen angepasst.

Veröffentlichungstag: 3. August 2023.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

die Lufthansa Group verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 eine äußerst positive Entwicklung. Die Nachfrage nach Flugreisen bleibt weiterhin hoch, eine Abschwächung ist ungeachtet der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell nicht in Sicht. Entsprechend haben unsere Passagier-Airlines die angebotene Kapazität weiter ausgebaut, in den Sommermonaten auf rund 90% des Vorkrisenniveaus.

Dank der starken Nachfrageentwicklung konnten wir im ersten Halbjahr 2023 ein positives Ergebnis erzielen. Das Adjusted EBIT verbesserte sich von -185 Mio. EUR im Vorjahr auf 812 Mio. EUR. Dabei war das Ergebnis des zweiten Quartals ein Rekord: In keinem zweiten Quartal zuvor war das Adjusted EBIT höher. Alle Geschäftsfelder haben mit einem positiven Ergebnis zu dieser Entwicklung beigetragen. Lediglich im Geschäftsfeld Logistik lag das Ergebnis aufgrund der branchenweiten Normalisierung niedriger als im Vorjahr. Wir konnten außerdem unsere Bilanz weiter stärken und die Verschuldung abbauen.

Zusätzlich zur positiven operativen und finanziellen Entwicklung haben wir weitere wesentliche Fortschritte erzielt. Das zweite Quartal 2023 war ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Lufthansa Group hin zu einer Airline Group. In nur drei Monaten konnten wir drei wichtige M&A-Transaktionen bekanntgeben. Für die LSG Group und AirPlus, die nur wenige Synergien mit unserem Kerngeschäft aufweisen, haben wir neue Eigentümer gefunden und somit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft beider Unternehmen gestellt. Mit der Investition in ITA Airways stärken wir zugleich unser Kerngeschäft weiter, indem wir unseren Marktzugang in Italien erweitern und unser Geschäft international weiter diversifizieren. Unsere "Multi-Hub, Multi-Brand und Multi-AOC"-Strategie bietet optimale Voraussetzungen, um ITA Airways bestmöglich weiter zu entwickeln und umfangreiche Synergieeffekte zu realisieren. Aktuell bereiten wir uns vor, um unmittelbar nach Erhalt der regulatorischen Freigaben die gemeinsame operative Kontrolle zu übernehmen und ITA Airways profitabel zu machen.

Dreh- und Angelpunkt all unserer Aktivitäten ist und bleibt die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Mit umfangreichen Neueinstellungen, operativen Prozessverbesserungen, insbesondere bei digitalen Angeboten, und einer engen Zusammenarbeit mit unseren Systempartnern haben wir dafür gesorgt, dass das Gesamtsystem Flugverkehr in diesem Jahr deutlich stabiler ist als im Vorjahr - obwohl es weiter Engpässe gibt, vor allem bei den Flugsicherungen und Bodenverkehrsdiensten.

Mit voraussichtlich mehr als 30 neuen Flugzeugen im laufenden Jahr setzen wir unsere Flottenmodernisierung weiter fort. Die Vorbereitungen für die Umrüstung der Lufthansa-Langstreckenflotte auf unsere neue Kabinenausstattung "Allegris" laufen auf Hochtouren. Unsere Fluggäste fliegen zukünftig aber nicht nur komfortabler und individueller. Dank unserer neu eingeführten "Green Fares" können sie zudem ihre Reise nachhaltiger gestalten.

Aufgrund der positiven Entwicklungen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres und der aktuellen Buchungslage blicken wir optimistisch auf den Rest des Jahres. Für das Gesamtjahr 2023 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und ein Adjusted EBIT von mindestens 2,6 Mrd. EUR. Damit sind wir auf dem besten Weg, auch unsere für das Jahr 2024 gesteckten Ziele, eine Adjusted EBIT Marge von mindestens 8% und ein Adjusted ROCE von mindestens 10%, zu erreichen.

Wir freuen uns, dass Sie uns hierbei begleiten. Ebenso freuen wir uns darauf, Sie wieder an Bord unserer Flugzeuge zu begrüßen.

Frankfurt, den 1. August 2023

Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstands

Zwischenlagebericht

Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) in 2023

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in % Q1 Q2 Q3 1) Q4 1) Gesamtjahr 1)
Welt 2,3 2,5 2,3 2,5 2,4
Europa 1,0 0,7 0,5 0,6 0,7
Deutschland -0,5 -0,3 -0,8 -0,1 -0,4
Nordamerika 1,8 2,3 1,8 1,4 1,8
Südamerika 2,9 2,1 1,6 1,8 2,1
Asien/​Pazifik 3,4 3,9 4,1 4,8 4,1
China 4,5 6,3 4,6 5,3 5,2
Naher Osten 4,1 2,5 1,3 2,4 2,5
Afrika 2,9 3,6 3,1 3,5 3,3

Quelle: IHS Markit per 19. Juli 2023.

1) Prognosewerte.

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Die Weltwirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2023 gemäß Daten von IHS Markit um 2,5% gegenüber Vorjahr, nach einem Wachstum von 2,3% im ersten Quartal 2023; im Gesamtjahr 2022 wuchs die Weltwirtschaft um 3,1%.
Die europäische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2023 um 0,7%, nach einem Anstieg im ersten Quartal 2023 um 1,0%; im Gesamtjahr 2022 lag das Wachstum der europäischen Wirtschaftsleistung bei 3,7% und damit über dem Niveau der Weltwirtschaft.
Der Ölpreis fiel im ersten Halbjahr 2023 von 85,91 USD/​bbl zum Jahresende 2022 auf 75,41 USD/​bbl am 30. Juni 2023; der Durchschnittspreis lag mit 80,02 USD/​bbl um 24% unter dem Niveau des Vorjahres.
Der Jet Fuel Crack, der die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin abbildet, fiel im Durchschnitt auf 25,37 USD/​bbl (Vorjahr: 37,93 USD/​bbl); der Rückgang resultiert aus einer Entspannung auf den Energiemärkten nach den Verwerfungen in Verbindung mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Der durchschnittliche Kerosinpreis fiel entsprechend um 26% auf 830,44 USD/​bbl gegenüber Vorjahr (Vorjahr: 1.124,78 USD/​bbl).
Der Euro konnte sich im Vergleich zum Vorjahr gegenüber den meisten für die Lufthansa Group relevanten Währungen behaupten; gegenüber dem Japanischen Yen und dem Chinesischen Renminbi wertete der Euro deutlich auf mit 8,5% beziehungsweise 5,8%; ebenso gewann der Euro gegenüber dem Kanadischen Dollar und dem Britischen Pfund mit 4,9% beziehungsweise 4,1% an Stärke; gegenüber dem Schweizer Franken und dem US-Dollar wertete der Euro um 4,5% beziehungsweise 1,0% ab.

ROHÖL-, KEROSIN UND WÄHRUNGSENTWICKLUNG (Jan. - Juni 2023)

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30.06.2023 Durchschnitt Durchschnitt Vorjahr
ICE Brent in USD/​bbl 75,41 80,02 104,81
Kerosin in USD/​t 770,50 830,44 1124,78
USD 1 EUR/​USD 1,0909 1,0808 1,0920
JPY 1 EUR/​JPY 157,44 145,65 134,22
CHF 1 EUR/​CHF 0,9770 0,9856 1,0317
CNY 1 EUR/​CNY 7,9150 7,4851 7,0778
GBP 1 EUR/​GBP 0,8593 0,8763 0,8421
CAD 1 EUR/​CAD 1,4449 1,4564 1,3887

Quelle: Bloomberg, Tagesendkurse im Jahresdurchschnitt.

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Die restriktive Geldpolitik der Notenbanken führte zu einer wieder sinkenden Inflationsrate; im Juni 2023 lag sie im weltweiten Durchschnitt bei 6,4%, in Europa lag die Inflationsrate bei 5,5% und in Deutschland bei 6,4%; die US-Notenbank FED führte ihren Kurs der kontinuierlichen Zinserhöhung weiter fort und hob die Zinsen von 4,5% zu Beginn des Jahres auf 5,25% im Juni 2023 an; im gleichen Zeitraum erhöhte die Europäische Zentralbank den Zins von 2,5% auf 4,0%.

BRANCHENENTWICKLUNG

ABSATZENTWICKLUNG IN DER LUFTFAHRT (Jan. - Mai 2023)

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in % gegenüber Vorjahr Passagierkilometer Fracht-Tonnenkilometer
Europa 33 -11
Nordamerika 22 -11
Mittel- und Südamerika 21 0
Asien/​Pazifik 135 -7
Mittlerer Osten 50 -7
Afrika 66 -5
Industrie 52 -9

Quelle: IATA Air Passenger & Air Freight Figures (Mai 2023).

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Die Absatzentwicklung im globalen Passagiergeschäft konnte sich in den ersten fünf Monaten des Berichtsjahres, für die bislang Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) vorliegen, gegenüber Vorjahr infolge der weiter steigenden Nachfrage deutlich verbessern; dabei war die Entwicklung im Vorjahr noch durch die Auswirkungen der Omikron-Variante des Coronavirus sowie durch temporäre Überlastungen des Luftfahrtsystems belastet; so stieg die Anzahl der weltweit verkauften Passagierkilometer gemäß IATA in den ersten fünf Monaten 2023 um 52% gegenüber Vorjahr, in Europa legte der Absatz um 33% zu; im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 lag der branchenweite Absatz um 11% niedriger.
Der globale Markt für Luftfracht setzte seine Normalisierung nach den Rekordhochs während der Corona-Pandemie fort; beeinflusst von dem rückläufigen Wachstum der Weltwirtschaft und global hohen Lagerbeständen sank das weltweite Luftfrachtaufkommen (gemessen in verkauften Fracht-Tonnenkilometern) gemäß IATA in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2023 gegenüber Vorjahr um 9%; damit lag das weltweite Frachtgeschäft um 7% unter dem Vorkrisenniveau.
Der Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen für Flugzeuge (MRO) entwickelte sich weiterhin positiv; so führt die steigende Nachfrage nach Flugreisen zu einer weiter steigenden Nachfrage nach MRO-Leistungen.

Geschäftsverlauf

GESCHÄFTSVERLAUF IM ÜBERBLICK

Geschäftsverlauf der Lufthansa Group ist von starker Nachfrage nach Flugreisen geprägt

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Die Lufthansa Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 eine positive Entwicklung; die Erholung der Nachfrage nach Flugreisen nach der Corona-Pandemie setzte sich weiter fort; die Kapazität der Passagier-Airlines konnte somit weiter ausgebaut werden; im ersten Halbjahr 2023 lag sie um 19% über Vorjahresniveau, im Vergleich zum Niveau im Jahr 2019 entsprach dies 79%.
Die Umsatzerlöse der Lufthansa Group stiegen vor allem aufgrund des weiteren Ausbaus des Flugprogramms, einer höheren Auslastung und gestiegenen Durchschnittserlösen gegenüber Vorjahr um 26% auf 16.406 Mio. EUR (Vorjahr: 13.002 Mio. EUR).
Das Ergebnis der Lufthansa Group verbesserte sich im ersten Halbjahr 2023 deutlich gegenüber Vorjahr; das Adjusted EBIT stieg auf 812 Mio. EUR (Vorjahr: -185 Mio. EUR); dabei lag das Adjusted EBIT im zweiten Quartal mit 1.085 Mio. EUR auf Rekordniveau, in keinem zweiten Quartal zuvor war es höher; die Adjusted EBIT-Marge lag im ersten Halbjahr 2023 bei 4,9% (Vorjahr: -1,4%).
Alle Geschäftsfelder konnten ein positives Adjusted EBIT im ersten Halbjahr 2023 erzielen; lediglich im Geschäftsfeld Logistik entwickelte sich das Ergebnis aufgrund der branchenweiten Normalisierung rückläufig. ↗ Geschäftsfelder, S. 12.
Der Adjusted Free Cashflow sank im ersten Halbjahr 2023 aufgrund des Rückgangs des Operativen Cashflows und gestiegener Nettoinvestitionen um 63% auf 1.071 Mio. EUR (Vorjahr: 2.902 Mio. EUR); im Vorjahr wurde der Adjusted Free Cashflow in erheblichem Maße von der starken Erholung der Nachfrage unterstützt.
Die Bilanz konnte im ersten Halbjahr 2023 weiter gestärkt werden; die Nettokreditverschuldung lag aufgrund des positiven Free Cashflows mit 5.914 Mio. EUR um 957 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 6.871 Mio. EUR); die Netto-Pensionsverpflichtungen stiegen um 319 Mio. EUR auf 2.312 Mio. EUR gegenüber dem Niveau vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 1.993 Mio. EUR); der Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen sank dabei um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9%. ↗ Finanzielle Entwicklung, S. 6.
Der spezifische CO 2-Ausstoß, bezogen auf die geflogenen Passagierkilometer, lag im ersten Halbjahr 2023 bei 89,0 Gramm und damit 5% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 93,4 Gramm); Grund für den Rückgang gegenüber Vorjahr war im Wesentlichen die bessere Auslastung der Flüge.

WESENTLICHE EREIGNISSE

LSG Group wird an Aurelius Group verkauft

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Die Deutsche Lufthansa AG hat am 4. April 2023 einen Vertrag mit dem Private Equity-Unternehmen Aurelius über den Verkauf der LSG Group unterzeichnet; das Geschäft der LSG Group besteht aus klassischen Catering- sowie Onboard-Retail- und Food-Commerce-Aktivitäten; über den Kaufpreis wurde mit dem Käufer Stillschweigen vereinbart.
Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2023 erwartet, vorbehaltlich der entsprechenden externen Genehmigungen und internen Carve-out-Aktivitäten.
Der Verkauf der Catering-Sparte ist Teil der Strategie des Lufthansa Konzerns, sich stärker auf das Airline-Kerngeschäft zu konzentrieren; die europäischen Aktivitäten der LSG Group wurden bereits 2019 an gategroup verkauft.

Aktionär:innen stimmen allen Tagesordnungspunkten der Hauptversammlung zu

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Am 9. Mai 2023 fand die virtuelle Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG statt.
Die Aktionär:innen stimmten allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu; Karl-Ludwig Kley, amtierender Aufsichtsratsvorsitzender, und Carsten Knobel, Vorsitzender des Vorstands und CEO der Henkel AG & Co. KGaA, wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt; Karl Gernandt, Executive Chairman der Kühne Holding AG, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Lufthansa Group erzielt Einigung über den Erwerb von 41% an ITA Airways

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Die Deutsche Lufthansa AG und das italienische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen haben am 25. Mai 2023 eine Einigung über den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der italienischen Nationalfluglinie ITA Airways erzielt.
Die Deutsche Lufthansa AG wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 41% an ITA Airways für 325 Mio. EUR erhalten; darüber hinaus wurden Optionen zum Kauf der verbleibenden Anteile zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart; der Erwerb der Minderheitsbeteiligung steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden, insbesondere der europäischen Wettbewerbsbehörde.

Lufthansa Group verkauft Payment-Spezialisten AirPlus an SEB Kort

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Die Lufthansa Group hat am 20. Juni 2023 mit der SEB Kort Bank AB aus Stockholm (Schweden) einen Vertrag über den Verkauf der AirPlus Gruppe unterzeichnet; der Kaufpreis beträgt rund 450 Mio. EUR.
AirPlus bleibt auch nach dem Verkauf Mitglied des globalen Zahlungsnetzwerks UATP; der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2024 erwartet, vorbehaltlich der notwendigen Vorbereitungen sowie entsprechenden externen Genehmigungen, vor allem von verschiedenen Finanzaufsichtsbehörden.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZ STICHTAG

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Seit dem 30. Juni 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten ist, die nicht bereits berichtet wurden.

Finanzielle Entwicklung

ERTRAGSLAGE

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs der LSG Group auf die Ertragslage

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Aufgrund des vereinbarten Verkaufs der LSG Group an Aurelius werden in der Gewinn- und Verlustrechnung alle Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich Catering aus den einzelnen Posten separiert und zusammengefasst als Ergebnis nach Steuern in einer Zeile "Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" unmittelbar vor der Zeile "Nettoergebnis" ausgewiesen; hierin enthalten sind ebenfalls Wertanpassungen im Zusammenhang mit der Bewertung nach IFRS 5; die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Verkehrserlöse steigen um 29 % im Vergleich zum Vorjahr

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Das Angebot (angebotene Sitzkilometer) der Passagier-Airlines der Lufthansa Group wurde im ersten Halbjahr 2023 um 19% gegenüber Vorjahr ausgebaut; im Vergleich zum Vorkrisenniveau, also dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019, lag das Angebot bei 79 %; der Absatz (verkaufte Sitzkilometer) stieg gegenüber Vorjahr um 31%; der Sitzladefaktor legte um 7,4 Prozentpunkte auf 81,7% zu; die Verkehrserlöse im Passagiergeschäft stiegen auch aufgrund deutlich höherer Durchschnittserlöse um 52% auf 12.076 Mio. EUR (Vorjahr: 7.944 Mio. EUR).
Das Frachtgeschäft der Lufthansa Group entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 aufgrund der branchenweiten Normalisierung rückläufig; das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) lag aufgrund gesteigerter Belly-Kapazitäten infolge des Nachfrageanstiegs nach Flugreisen um 9% über Vorjahr; im Vergleich zum Vorkrisenniveau lag das Angebot bei 85%; der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) sank jedoch gegenüber Vorjahr um 1%; der Nutzladefaktor lag mit 57,5% um 6,3 Prozentpunkte unter Vorjahr; die Verkehrserlöse im Frachtgeschäft sanken auch aufgrund niedriger Durchschnittserlöse um 39 % auf 1.675 Mio. EUR (Vorjahr: 2.724 Mio. EUR).
Insgesamt stiegen die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 29% auf 13.751 Mio. EUR (Vorjahr: 10.668 Mio. EUR).

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ in % (Jan. - Jun. 2023)

Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr um 26% erhöht

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Die anderen Betriebserlöse stiegen um 14% auf 2.655 Mio. EUR (Vorjahr: 2.334 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch die gestiegene Geschäftstätigkeit und damit einhergehend höhere Erlöse im Geschäftsfeld Technik und bei AirPlus.
In der Summe von Verkehrserlösen und anderen Betriebserlösen stiegen die Umsatzerlöse um 26% auf 16.406 Mio. EUR (Vorjahr: 13.002 Mio. EUR); die sonstigen operativen Erträge stiegen um 46% auf 1.439 Mio. EUR (Vorjahr: 983 Mio. EUR), insbesondere bedingt durch andere aktivierte Eigenleistungen und Fremdwährungsgewinne; die operativen Erträge stiegen um 28% auf 17.845 Mio. EUR (Vorjahr: 13.985 Mio. EUR).

Operative Aufwendungen liegen 20 % über Vorjahr

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Die operativen Aufwendungen der Lufthansa Group stiegen im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 20% auf 17.010 Mio. EUR (Vorjahr: 14.123 Mio. EUR); maßgeblich hierfür waren vor allem die Ausweitung des Geschäftsbetriebs und inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Der operative Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 9.500 Mio. EUR um 23% über Vorjahr (Vorjahr: 7.746 Mio. EUR); dabei stiegen die Aufwendungen für Treibstoff um 15% auf 3.620 Mio. EUR (Vorjahr: 3.138 Mio. EUR); die Veränderung basiert auf dem gestiegenen Verbrauch, während sich der Preis sowohl für Rohöl als auch für Jet Crack (Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin) rückläufig entwickelte; das Preissicherungsergebnis betrug -193 Mio. EUR (Vorjahr: 559 Mio. EUR); Währungseffekte hatten nahezu keinen Einfluss auf den Treibstoffaufwand; die Gebühren stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 26% auf 2.111 Mio. EUR (Vorjahr: 1.677 Mio. EUR), vor allem aufgrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebs.
Der operative Personalaufwand stieg um 19% auf 3.981 Mio. EUR (Vorjahr: 3.349 Mio. EUR); der Anstieg resultiert insbesondere aus tariflichen Gehaltssteigerungen, dem Anstieg der variablen Vergütungskomponenten und dem Wegfall der Kurzarbeit; ebenfalls wirkte sich die um 8% höhere durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden aus; bereinigt um die Mitarbeiterzahlen des aufgegebenen Geschäftsbereichs Catering betrug der Anstieg 5 %.
Die planmäßigen Abschreibungen lagen mit 1.099 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.090 Mio. EUR) und entfielen im Wesentlichen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke.
Die sonstigen operativen Aufwendungen stiegen um 25% auf 2.430 Mio. EUR (Vorjahr: 1.938 Mio. EUR), insbesondere aufgrund gestiegener Vertriebs- und Marketingkosten, höherer Reisekosten infolge der Ausweitung des Flugbetriebs und gestiegener Fremdwährungsverluste.

Adjusted EBIT verbessert sich auf 812 Mio. EUR

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Das operative Beteiligungsergebnis lag im ersten Halbjahr 2023 bei -23 Mio. EUR (Vorjahr: -47 Mio. EUR); die Entwicklung basiert im Wesentlichen auf den verbesserten Ergebnissen der Beteiligungen innerhalb der Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen.
Damit verbesserte sich das Adjusted EBIT auf 812 Mio. EUR (Vorjahr: -185 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge, also das Verhältnis von Adjusted EBIT zum Umsatz, stieg auf 4,9% (Vorjahr: -1,4%).
Das EBIT lag im ersten Halbjahr 2023 bei 777 Mio. EUR (Vorjahr: -267 Mio. EUR); im Unterschied zum Adjusted EBIT sind darin im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen auf zum Verkauf stehende Flugzeuge in Höhe von 27 Mio. EUR sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen in Höhe von 18 Mio. EUR enthalten; Buchverlusten in Höhe von 13 Mio. EUR, im Wesentlichen bei Flugzeugen und Reservetriebwerken, standen Buchgewinne insbesondere durch den Verkauf von Anteilen an Joint Venture Unternehmen in Höhe von 21 Mio. EUR gegenüber; im Vorjahr betrafen die Bereinigungen unter anderem unmittelbar mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in Verbindung stehende Aufwendungen sowie Nettoerträge im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen.
Das Zinsergebnis verbesserte sich unter anderem aufgrund der verringerten Nettokreditverschuldung auf -172 Mio. EUR (Vorjahr: -207 Mio. EUR).
Die übrigen Finanzposten beliefen sich auf -74 Mio. EUR (Vorjahr: 177 Mio. EUR) und beinhalteten insbesondere negative Effekte aus Cashflow Hedges und der erfolgswirksamen Bewertung der Wandelanleihe.
Die Ertragsteuern beliefen sich auf -78 Mio. EUR (Vorjahr: 11 Mio. EUR); im Wesentlichen bedingt durch steuerfreie Erträge lag die effektive Steuerquote für die fortgeführten Geschäftsbereiche bei 15%.

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - Jun.) UND ADJUSTED EBIT-MARGE in % (Jan. - Jun.)

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

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in Mio. € Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022 1)
Veränderung

in %
Verkehrserlöse 13.751 10.668 29
Andere Betriebserlöse 2.655 2.334 14
Umsatzerlöse 16.406 13.002 26
Sonstige operative Erträge 1.439 983 46
Summe operative Erträge 17.845 13.985 28
Materialaufwand 9.500 7.746 23
davon Treibstoff 3.620 3.138 15
davon übrige RHB und bezogene Waren 1.314 1.020 29
davon Gebühren 2.111 1.677 26
davon Fremdleistungen Technik 1.016 783 30
Personalaufwand 3.981 3.349 19
Planmäßige Abschreibungen 1.099 1.090 1
Sonstiger operativer Aufwand 2.430 1.938 25
Summe operative Aufwendungen 17.010 14.123 20
Operatives Beteiligungsergebnis -23 -47 51
Adjusted EBIT 812 -185
Summe Überleitung EBIT -35 -82 57
EBIT 777 -267
Zinsergebnis -172 -207 17
Übrige Finanzposten -74 177
Ergebnis vor Ertragsteuern 531 -297
Ertragsteuern -78 11
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 453 -286
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -37 -35 -6
Ergebnis nach Ertragsteuern 416 -321
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis -2 -4 50
Auf Aktionärinnen der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis 414 -325

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund des beschlossenen Verkaufs der LSG Group. ↗ Anhang, S. 37.

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Damit ergibt sich ein Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 453 Mio. EUR (Vorjahr: -286 Mio. EUR).
Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrifft den vereinbarten Verkauf der LSG Group und liegt bei -37 Mio. EUR (Vorjahr: -35 Mio. EUR); es beinhaltet eine Wertminderung in Höhe von 54 Mio. EUR aufgrund der Differenz zwischen dem erwarteten Verkaufspreis und dem stichtagsbezogenen Nettovermögenswert des Geschäftsbereichs.
Das auf die Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr 2023 bei 414 Mio. EUR (Vorjahr: -325 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie betrug 0,35 EUR (Vorjahr: -0,27 EUR).

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

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Jan. - Juni 2023 Jan. - Juni 2022 1)
in Mio. € GuV Überleitung

Adjusted EBIT
GuV Überleitung

Adjusted EBIT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 16.406 13.002
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 316 180
Sonstige betriebliche Erträge 1.152 901
davon Erträge aus Buchgewinnen -21 -23
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf -1 -
davon Auflösung aus Rückstellungen für Restrukturierung/​M&A Projekten und wesentliche Rechtsstreitigkeiten -7 -75
Summe betriebliche Erträge 17.874 -29 14.083 -98
Materialaufwand -9.500 -7.788
davon außerordentlicher Materialaufwand - 42
Personalaufwand -3.986 -3.384
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/​Planabgeltung - 15
davon Aufwendungen aus Restrukturierung 5 20
Abschreibungen -1.100 -1.110
davon außerplanmäßige Abschreibungen - 20
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.488 -2.021
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf 29 11
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 13 9
davon Aufwendungen aus wesentlichen Rechtsstreitigkeiten - 4
davon Aufwendungen aus M&A Projekten 18 18
davon außerordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen -1 41
Summe betriebliche Aufwendungen -17.074 64 -14.303 180
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 800 -220
Beteiligungsergebnis -23 -47
davon außerplanmäßige Abschreibung auf At-Equity Beteiligungsbuchwerte - -
EBIT 777 -267
Summe Überleitung Adjusted EBIT 35 82
Adjusted EBIT 812 -185
Planmäßige Abschreibungen 1.099 1.090
Adjusted EBITDA 1.911 905

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund des beschlossenen Verkaufs der LSG Group. ↗ Anhang, S. 37.

FINANZLAGE

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs der LSG Group und AirPlus auf die Finanzlage

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Die Lufthansa Group hat Verträge über den Verkauf der Catering Geschäftsaktivitäten und der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH unterzeichnet.
Im Anschluss an den Beschluss zum Verkauf der Catering und AirPlus Aktivitäten wurden, den Regelungen des IFRS 5 entsprechend, sämtliche Vermögenswerte und Schulden zum 31. März 2023 beziehungsweise zum 30. Juni 2023 aus den jeweiligen Einzelpositionen der Bilanz in die Positionen "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" sowie "Schulden im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten" umgegliedert.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung beinhaltet sowohl die fortgeführte als auch die aufgegebene Geschäftstätigkeit; damit sind die Catering und AirPlus Aktivitäten weiterhin enthalten.

Investitionsvolumen steigt um 30% gegenüber Vorjahr

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Die Bruttoinvestitionen der Lufthansa Group stiegen im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 30% auf 1.773 Mio. EUR (Vorjahr: 1.368 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen Schlusszahlungen für zwölf zugegangene Flugzeuge, aktivierte Großwartungsereignisse sowie Anzahlungen auf zukünftige Flugzeugerwerbe.
Insgesamt stieg der Nettoabfluss aus der Investitionstätigkeit, unter Berücksichtigung insbesondere von Zahlungen für Flugzeugersatzteile und Einnahmen aus Zinsen und Dividenden, um 35% auf 1.871 Mio. EUR (Vorjahr: 1.381 Mio. EUR).

Positiver Operativer Cashflow von 3.100 Mio. EUR erzielt

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Die Lufthansa Group konnte im ersten Halbjahr 2023 einen positiven Operativen Cashflow in Höhe von 3.100 Mio. EUR erzielen; er lag damit um 30% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 4.441 Mio. EUR); der Rückgang basiert im Wesentlichen auf dem im Vorjahresvergleich niedrigeren Zufluss aus der Veränderung des Working Capitals (1.679 Mio. EUR, Vorjahr: 3.177 Mio. EUR), welcher den Anstieg des EBITDA überkompensierte; im Vorjahr war dieser aufgrund des starken Anstiegs der Geschäftstätigkeit und daraus resultierenden höheren Ticketvorauszahlungen außerordentlich hoch.
Der Zufluss aus der Veränderung des Working Capitals stand im Zusammenhang mit höheren Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten; diese stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 2.119 Mio. EUR (Vorjahr: 3.328 Mio. EUR); die Forderungen und Vertragsvermögensgegenstände erhöhten sich vor allem aufgrund der anhaltenden Erholung der Geschäftsaktivität bei AirPlus um 397 Mio. EUR während die Verbindlichkeiten und Vertragsverpflichtungen um 122 Mio. EUR stiegen; weiterhin erhöhte sich der Netto-Bestand an sonstigen Vermögenswerten/​-verpflichtungen aus der Leistungserbringung um 129 Mio. EUR; alle Entwicklungen beziehen sich auf die Veränderungen der Bilanzwerte sowohl aus dem fortgeführten als auch aus dem aufgegebenen Geschäft; sonstige bilanzielle Veränderungen mit einem Effekt von -271 Mio. EUR betrafen unter anderem die Auszahlungen variabler Vergütungen.

Adjusted Free Cashflow liegt bei 1.071 Mio. EUR

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Der Adjusted Free Cashflow sank im ersten Halbjahr 2023 aufgrund des Rückgangs des Operativen Cashflows und gestiegener Nettoinvestitionen um 63% auf 1.071 Mio. EUR (Vorjahr: 2.902 Mio. EUR).

Finanzierungstätigkeit führt zu Mittelabfluss

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Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Abfluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von 607 Mio. EUR (Vorjahr: 1.389 Mio. EUR).
Dieser resultierte aus Tilgungen in Höhe von insgesamt 493 Mio. EUR, im Wesentlichen aus Flugzeugfinanzierungen, sowie Zins- und Dividendenzahlungen in Höhe von 315 Mio. EUR; demgegenüber stand der Mittelzufluss aus neuen Finanzierungsmaßnahmen am Kapitalmarkt in Höhe von 202 Mio. EUR; dabei handelte es sich im Wesentlichen um eine Asset Backed Securitiy (ABS) Finanzierung bei AirPlus sowie um eine Flugzeugfinanzierung.

ADJUSTED FREE CASHFLOW in Mio. € (Jan. - Jun. 2023)

1) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

Verfügbare Gesamtliquidität liegt bei 10,8 Mrd. EUR

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Die bilanzielle Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren und Termingeldern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit) lag zum 30. Juni 2023 bei 8.725 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 8.301 Mio. EUR); davon waren 7.957 Mio. EUR zentral bei der Deutschen Lufthansa AG verfügbar; darüber hinaus belief sich der Bestand an liquiden Mitteln im aufgegebenen Geschäftsbereich Catering sowie der als "zum Verkauf stehend" bilanzierten AirPlus Gruppe auf 185 Mio. EUR.
Außerdem bestanden ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2.109 Mio. EUR.
Insgesamt standen dem Unternehmen damit zum 30. Juni 2023 10.834 Mio. EUR an Liquidität aus fortgeführter Geschäftstätigkeit zur Verfügung (31. Dezember 2022: 10.420 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs der LSG Group und AirPlus auf die Vermögenslage

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Gemäß IFRS 5 werden dem Geschäftsfeld Catering und AirPlus zuzurechnende Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz zum 30. Juni 2023 gesondert unter den Positionen "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" und "Schulden in Verbindung mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten" ausgewiesen; das Vorjahr wurde nicht angepasst.
Um einen besseren Vergleich mit dem Vorjahr zu ermöglichen, werden wesentliche Effekte in der nachfolgenden Kommentierung quantifiziert.

Bilanzsumme steigt um rund 2,0 Mrd. EUR

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Die Konzernbilanzsumme stieg zum 30. Juni 2023 gegenüber Jahresende 2022 um 1.980 Mio. EUR auf 45.315 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 43.335 Mio. EUR).

Langfristige Vermögenswerte steigen um 268 Mio. EUR

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Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. Juni 2023 mit 28.348 Mio. EUR um 268 Mio. EUR über dem Niveau vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 28.080 Mio. EUR); dabei stiegen die Flugzeuge und Reservetriebwerke (+863 Mio. EUR), die reparaturfähigen Flugzeugersatzteile (+202 Mio. EUR) sowie die aktiven latenten Steuern aufgrund der negativen Bewertungseffekte bei den Pensionsverpflichtungen und Finanzinstrumenten (+137 Mio. EUR); dem standen ein Rückgang des übrigen Sachanlagevermögens (-435 Mio. EUR), überwiegend infolge der Reklassifizierung des Geschäftsbereichs Catering und von AirPlus, sowie geringere derivative Finanzinstrumente (-289 Mio. EUR) gegenüber.
Der Wert der Flugzeuge und Reservetriebwerke stieg auf 16.753 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 15.890 Mio. EUR); dabei überwogen Investitionen in neue Flugzeuge (drei Boeing 787, sechs Airbus A320 und drei Airbus A321) und Großwartungsereignisse sowie Anzahlungen auf bestehende Bestellungen die planmäßigen Abschreibungen und Abgänge; die Flotte der Lufthansa Group umfasste zum 30. Juni 2023 insgesamt 716 Flugzeuge (31. Dezember 2022: 710 Flugzeuge).

Kurzfristige Vermögenswerte steigen um rund 1,7 Mrd. EUR

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Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum 30. Juni 2023 um 1.712 Mio. EUR auf 16.967 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 15.255 Mio. EUR); bereinigt um die Umgliederung der zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen um 753 Mio. EUR, die liquiden Mittel stiegen um 608 Mio. EUR und die derivativen Finanzinstrumente sanken um 311 Mio. EUR.
Der Anstieg der zum Verkauf stehenden Vermögenswerte (+2.296 Mio. EUR) resultiert aus den Vermögenswerten des Geschäftsbereichs Catering (970 Mio. EUR) sowie AirPlus (1.357 Mio. EUR), von denen insgesamt 640 Mio. EUR vormals langfristiges Vermögen betrafen.

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten sinken um 919 Mio. EUR

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Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken zum 30. Juni 2023 um 919 Mio. EUR auf 16.234 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 17.153 Mio. EUR).
Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 12.029 Mio. EUR um 1.241 Mio. EUR unter dem Wert vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 13.270 Mio. EUR); der Rückgang basiert im Wesentlichen auf Fristigkeitsreklassifizierungen sowie Umgliederungen für die zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche, teilweise kompensiert durch neue Finanzierungsmaßnahmen und Bewertungseffekte.
Die Netto-Pensionsverpflichtungen, also die Pensionsrückstellungen abzüglich Vermögensüberhängen bei einzelnen Pensionsplänen, welche separat in den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden, lagen mit 2.312 Mio. EUR um 319 Mio. EUR über dem Niveau vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 1.993 Mio. EUR); die Pensionsrückstellungen stiegen bewertungsbedingt um 320 Mio. EUR auf 2.389 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 2.069 Mio. EUR); dabei sank der Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland und Österreich um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9%; dieser Effekt wurde durch die positive Wertentwicklung der Planvermögen teilweise kompensiert.

BERECHNUNG NETTOKREDITVERSCHULDUNG

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30.06.2023 31.12.2022 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Anleihen -6.794 -6.659 -2
Schuldscheindarlehen -1.245 -1.242 0
Kreditlinien -23 0
Flugzeugfinanzierungen -4.139 -4.407 6
Leasingverbindlichkeiten -2.229 -2.443 9
Übrige Finanzschulden -197 -400 51
Finanzschulden -14.627 -15.151 3
Übrige Bankverbindlichkeiten -12 -21 43
Konzernkreditverschuldung -14.639 -15.172 4
Bankguthaben und Kassenbestände 1.492 1.790 -17
Wertpapiere 7.233 6.511 11
Nettokreditverschuldung -5.914 -6.871 14
Pensionsrückstellungen -2.389 -2.069 -15
Pensionsüberschüsse 77 76 1
Netto-Pensionsverpflichtungen -2.312 -1.993 -16
Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen -8.226 -8.864 7

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten steigen um rund 3,3 Mrd. EUR

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Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen zum 30. Juni 2023 um 3.282 Mio. EUR auf 20.990 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 17.708 Mio. EUR), primär bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus noch nicht genutzten Flugtickets (+2.119 Mio. EUR) aufgrund der gestiegenen Ticketverkäufe sowie dem Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden (+717 Mio. EUR) bedingt durch Fristigkeitsumgliederungen, die teilweise durch planmäßige Tilgungen sowie Reklassifizierungen der zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche kompensiert wurden; der Anstieg der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten (+1.292 Mio. EUR) war im Wesentlichen auf die Reklassifizierung kurzfristiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen der Geschäftsbereiche Catering und AirPlus (+1.200 Mio. EUR) zurückzuführen.

Eigenkapital sinkt um 383 Mio. EUR

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Das Eigenkapital ist zum 30. Juni 2023 gegenüber Jahresende 2022 um 383 Mio. EUR auf 8.091 Mio. EUR gesunken (31. Dezember 2022: 8.474 Mio. EUR), primär bedingt durch negative ergebnisneutrale Bewertungseffekte bei Finanzinstrumenten und Pensionen, die teilweise durch den Gewinn des ersten Halbjahres 2023 ausgeglichen wurden.
Die Nettokreditverschuldung lag aufgrund des positiven Free Cashflows mit 5.914 Mio. EUR um 957 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2022 (31. Dezember 2022: 6.871 Mio. EUR).
Die Summe aus Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen im Verhältnis zum Eigenkapital lag zum 30. Juni 2023 bei 50:50 (31. Dezember 2022: 51:49).
Das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen abzüglich 50% der 2015 begebenen Hybridanleihe, sank gegenüber Jahresende 2022 um 638 Mio. EUR auf 7.979 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 8.617 Mio. EUR).
Die Kennzahl Adjusted Net Debt/​Adjusted EBITDA lag im ersten Halbjahr 2023 bei 1,7 (31. Dezember 2022: 2,3).

KONZERNFLOTTE - BESTAND VERKEHRSFLUGZEUGE

Lufthansa German Airlines inklusive Regionalgesellschaften, Germanwings und Eurowings Discover (LH), SWISS inklusive Edelweiss (LX), Austrian Airlines (OS), Brussels Airlines (SN), Eurowings (EW) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.06.2023.

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Hersteller/​Typ LH LX OS SN EW LCAG
Airbus A220 30
Airbus A319 36 16 36
Airbus A320 96 31 33 18 57
Airbus A321 74 9 6 7 3
Airbus A330 21 16 9
Airbus A340 34 9
Airbus A350 21
Airbus A380 14
Boeing 747 27
Boeing 767 3
Boeing 777 12 6
Boeing 787 5
Boeing 777F 16 1)
Bombardier CRJ 28
Bombardier Q Series
Embraer 26 17
Flugzeuge gesamt 382 107 65 43 100 19

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Hersteller/​Typ Konzernflotte davon Lease Veränderung

zum 31.12.22
Veränderung

zum 30.06.22
Airbus A220 30
Airbus A319 88 19 - 6
Airbus A320 235 30 + 4 + 9
Airbus A321 99 3 + 3 + 2
Airbus A330 46 4 - 4 - 4
Airbus A340 43
Airbus A350 21 5
Airbus A380 14
Boeing 747 27
Boeing 767 3
Boeing 777 18 2
Boeing 787 5 + 3 + 5
Boeing 777F 16 5
Bombardier CRJ 28
Bombardier Q Series 0 - 3
Embraer 43
Flugzeuge gesamt 716 68 + 6 + 3

1) Teilweise operiert von Aerologic, davon 2 Flugzeuge in quotaler Zuordnung.

Geschäftsfelder

GESCHÄFTSFELD PASSAGIER-AIRLINES

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 12.880 8.976 43
davon Verkehrserlöse Mio. € 12.076 7.944 52
Operative Erträge Mio. € 13.401 9.355 43
Operative Aufwendungen Mio. € 12.907 10.516 23
Adjusted EBITDA Mio. € 1.303 -322
Adjusted EBIT Mio. € 453 -1.200
EBIT Mio. € 422 -1.167
Adjusted EBIT-Marge % 3,5 -13,4 16,9 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 1.463 1.095 34
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 58.705 55.963 5
Flüge 1) Anzahl 435.998 366.095 19
Fluggäste Tsd. 55.022 42.382 30
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 137.969 115.649 19
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 112.686 85.940 31
Sitzladefaktor 1) % 81,7 74,3 7,4 P.

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 7.669 5.956 29
davon Verkehrserlöse Mio. € 7.270 5.431 34
Operative Erträge Mio. € 7.887 6.197 27
Operative Aufwendungen Mio. € 6.910 6.278 10
Adjusted EBITDA Mio. € 1.394 354 294
Adjusted EBIT Mio. € 965 -86
EBIT Mio. € 953 -120
Adjusted EBIT-Marge % 12,6 -1,4 14,0 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 689 485 42
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -
Flüge 1) Anzahl 253.283 232.533 9
Fluggäste Tsd. 33.296 29.209 14
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 78.520 69.994 12
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 65.289 56.080 16
Sitzladefaktor 1) % 83,2 80,1 3,1 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Die operative und finanzielle Performance der Passagier-Airlines der Lufthansa Group hat sich im ersten Halbjahr 2023 aufgrund der weiter gestiegenen Nachfrage nach Flugreisen gegenüber Vorjahr deutlich verbessert; dabei zeigte sich insbesondere im zweiten Quartal eine äußerst positive Entwicklung.
Insgesamt lag die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines im ersten Halbjahr 2023 um 19% über Vorjahr, im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 lag sie bei 79%; die Zahl der Flüge stieg gegenüber Vorjahr um 19%; der Absatz nahm um 31% zu; der Sitzladefaktor lag mit 81,7% um 7,4 Prozentpunkte über Vorjahr.
Die Verkehrserlöse der Passagier-Airlines stiegen vor allem aufgrund der ausgebauten Verkehrsleistung im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 52% auf 12.076 Mio. EUR (Vorjahr: 7.944 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 12.880 Mio. EUR um 43% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 8.976 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse stiegen um 15,2%.
Die Stückerlöse stiegen aufgrund der höheren Durchschnittserlöse und der gestiegenen Auslastung gegenüber Vorjahr um 20,8%; dabei lagen sie 25,2% über dem Vorkrisenniveau im Jahr 2019.
Die operativen Aufwendungen stiegen um 23% auf 12.907 Mio. EUR (Vorjahr: 10.516 Mio. EUR); insbesondere lagen die Aufwendungen für Treibstoff aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs deutlich über dem Vorjahresniveau (+533 Mio. EUR); darüber hinaus stiegen die Gebühren gegenüber Vorjahr (+417 Mio. EUR); die Personalaufwendungen stiegen infolge der um 5% höheren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitenden sowie aufgrund von tariflichen Gehaltssteigerungen und erhöhter variabler Vergütungskomponenten (+483 Mio. EUR).
Die Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen stiegen um 4,1% gegenüber Vorjahr; gegenüber dem Vorkrisenniveau lagen sie um 16,5% höher; inflationsbedingte Kostensteigerungen, zusätzliche Aufwendungen zur Sicherung der operationellen Stabilität im Sommer und negative Skaleneffekte aufgrund des gegenüber dem Vorkrisenniveau weiterhin niedrigeren Angebots konnten durch strukturelle Kostensenkungen weitgehend kompensiert werden.
Die Passagier-Airlines konnten somit im ersten Halbjahr 2023 ein positives Ergebnis erzielen; das Adjusted EBIT verbesserte sich auf 453 Mio. EUR (Vorjahr: -1.200 Mio. EUR).
Das EBIT betrug im ersten Halbjahr 2023 422 Mio. EUR (Vorjahr: -1.167 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert in der Berichtsperiode im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf zum Verkauf stehende Flugzeuge sowie Buchverluste bei Flugzeugen und Reservetriebwerken.
Die Segmentinvestitionen stiegen um 34% auf 1.463 Mio. EUR (Vorjahr: 1.095 Mio. EUR) und wurden im Wesentlichen für Anzahlungen auf Bestellungen, Großwartungsereignisse und neue Flugzeuge geleistet.
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 stieg gegenüber Vorjahr um 5% auf 58.705 (Vorjahr: 55.963), vor allem aufgrund von Neueinstellungen in den operativen Bereichen infolge des Ausbaus des Geschäftsbetriebs.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Währungsbereinigte

Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 9,6 8,3 15,2 15,1
Stückerlöse (RASK) € Cent 9,5 7,9 20,8 20,7
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und

Emissionsaufwendungen
€ Cent 6,6 6,3 4,1 3,4

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Währungsbereinigte

Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 10,0 8,8 13,1 13,7
Stückerlöse (RASK) € Cent 9,9 8,6 14,9 15,6
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und

Emissionsaufwendungen
€ Cent 6,2 5,8 7,2 6,9

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Verkehrserlöse Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - Juni 2023 Veränderung Jan. - Juni 2023 Veränderung Jan. - Juni 2023 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Tsd. in % in Mio. € in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 4.900 43 44.309 28 53.062 15
Amerika 3.232 37 5.068 21 45.832 7
Asien/​Pazifik 1.551 178 2.218 121 21.168 97
Nahost/​Afrika 1.111 38 3.427 27 17.907 13
Nicht zuordenbar 1.282 61
Gesamtverkehr 12.076 52 55.022 30 137.969 19

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Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - Juni 2023 Veränderung Jan. - Juni 2023 Veränderung
--- --- --- --- ---
in Mio. in % in % in P.
--- --- --- --- ---
Europa 42.366 23 79,8 5,5 P.
Amerika 38.200 19 83,3 8,4 P.
Asien/​Pazifik 17.726 131 83,7 12,5 P.
Nahost/​Afrika 14.394 21 80,4 5,4 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 112.686 31 81,7 7,4 P.

Lufthansa German Airlines 1)

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KENNZAHLEN Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 7.341 5.258 40
Operative Erträge Mio. € 7.664 5.497 39
Operative Aufwendungen Mio. € 7.509 6.288 19
Adjusted EBITDA Mio. € 553 -355
Adjusted EBIT Mio. € 149 -798
EBIT Mio. € 118 -760
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 35.462 34.486 3
Flüge Anzahl 214.025 188.228 14
Fluggäste Tsd. 27.278 22.270 22
Angebotene Sitzkilometer Mio. 78.042 67.678 15
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 63.448 50.626 25
Sitzladefaktor % 81,3 74,8 6,5 P.

1) Inkl. Regionalpartnern und Eurowings Discover.

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Lufthansa German Airlines treibt die Modernisierung der Flotte weiter voran und hat am 23. Mai 2023 vier weitere hochmoderne Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350-900 bestellt; die Airline betreibt aktuell 21 Flugzeuge diesen Typs und hält 38 Festbestellungen des hocheffizienten Airbus-Langstreckenflugzeugs.
Zur Erweiterung des Angebots und angesichts der Verspätungen bei der Auslieferung neuer Langstreckenflugzeuge bei gleichzeitig hoher Nachfrage reaktiviert Lufthansa German Airlines die A380-Flotte; am 1. Juni 2023 nahm das erste von insgesamt vier Flugzeugen diesen Typs den Betrieb am Drehkreuz München auf.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Nachfrage nach Flugreisen und höherer Stückerlöse stiegen die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 40% auf 7.341 Mio. EUR (Vorjahr: 5.258 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 7.509 Mio. EUR um 19% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 6.288 Mio. EUR), primär aufgrund des mengenbedingten Anstiegs der Aufwendungen für Treibstoff, höherer Gebühren, gestiegener MRO-Aufwendungen sowie höherer Personalaufwendungen aufgrund von Neueinstellungen, neu verhandelten Tarifabschlüssen und variablen Vergütungskomponenten.
Das Adjusted EBIT lag im ersten Halbjahr 2023 bei 149 Mio. EUR (Vorjahr: -798 Mio. EUR).
Das EBIT betrug 118 Mio. EUR (Vorjahr: -760 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert in der Berichtsperiode im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf zum Verkauf stehende Flugzeuge sowie Buchverluste bei Flugzeugen und Reservetriebwerken.

SWISS 1)

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KENNZAHLEN Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 2.746 1.936 42
Operative Erträge Mio. € 2.870 2.010 43
Operative Aufwendungen Mio. € 2.521 1.965 28
Adjusted EBITDA Mio. € 565 267 112
Adjusted EBIT Mio. € 349 45 676
EBIT Mio. € 354 43 723
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 9.279 8.593 8
Flüge Anzahl 69.218 53.647 29
Fluggäste Tsd. 8.718 6.169 41
Angebotene Sitzkilometer Mio. 25.733 19.622 31
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 21.421 14.303 50
Sitzladefaktor % 83,2 72,9 10,3 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

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SWISS hat ihre Flottenmodernisierung weiter vorangetrieben und ihren dritten Airbus A321neo in Empfang genommen; damit verfügt SWISS über neun Flugzeuge der A320/​321neo Familie, die dank ihrer innovativen Triebwerke einen wichtigen Beitrag zur Umwelt- und Kosteneffizienz von SWISS leisten.
Die Umsatzerlöse von SWISS stiegen im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs und höherer Stückerlöse um 42% auf 2.746 Mio. EUR (Vorjahr: 1.936 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 28% auf 2.521 Mio. EUR (Vorjahr: 1.965 Mio. EUR), primär aufgrund mengenbedingt höherer Aufwendungen für Treibstoff sowie gestiegener Charter- und Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT von SWISS verbesserte sich um 676% auf 349 Mio. EUR (Vorjahr: 45 Mio. EUR); das EBIT lag bei 354 Mio. EUR (Vorjahr: 43 Mio. EUR).

Austrian Airlines

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KENNZAHLEN Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.064 678 57
Operative Erträge Mio. € 1.093 709 54
Operative Aufwendungen Mio. € 1.078 815 32
Adjusted EBITDA Mio. € 70 -45
Adjusted EBIT Mio. € 15 -106
EBIT Mio. € 15 -110
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 5.899 5.609 5
Flüge Anzahl 52.641 39.506 33
Fluggäste Tsd. 6.128 4.169 47
Angebotene Sitzkilometer Mio. 11.644 9.174 27
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 9.320 6.615 41
Sitzladefaktor % 80,0 72,1 7,9 P.

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Austrian Airlines hat die Einflottung der Airbus A320neo im zweiten Quartal 2023 abgeschlossen; die Airline betreibt nun vier Flugzeuge dieses Typs der neuen Generation; dies stellt einen zentralen Hebel zur Reduktion von CO 2-Emissionen im Flugbetrieb dar.
Die Langstreckenflotte von Austrian Airlines soll ab Anfang 2024 mit insgesamt zehn Boeing 787-9 Flugzeugen modernisiert werden; die "Dreamliner" werden ältere Flugzeuge der Flotte ersetzen sowie zur CO2-Reduktion beitragen.
Der Aufsichtsrat von Austrian Airlines hat am 26. Juni 2023 Francesco Sciortino als Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) für weitere fünf Jahre bis zum 31. März 2029 wiederbestellt.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines stiegen im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr aufgrund der ausgeweiteten Verkehrsleistung und höherer Stückerlöse um 57% auf 1.064 Mio. EUR (Vorjahr: 678 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.078 Mio. EUR um 32% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 815 Mio. EUR), insbesondere aufgrund mengenbedingt gestiegener Aufwendungen für Treibstoff sowie höherer Aufwendungen für Gebühren und Personal.
Das Adjusted EBIT von Austrian Airlines lag im ersten Halbjahr 2023 bei 15 Mio. EUR (Vorjahr: -106 Mio. EUR); das EBIT betrug ebenfalls 15 Mio. EUR (Vorjahr: -110 Mio. EUR).

Brussels Airlines

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KENNZAHLEN Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 705 452 56
Operative Erträge Mio. € 744 483 54
Operative Aufwendungen Mio. € 756 572 32
Adjusted EBITDA Mio. € 41 -34
Adjusted EBIT Mio. € -12 -89 87
EBIT Mio. € -13 -89 85
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 3.372 3.225 5
Flüge 1) Anzahl 30.346 22.597 34
Fluggäste Tsd. 3.952 2.727 45
Angebotene Sitzkilometer 1) Mio. 8.710 7.123 22
Verkaufte Sitzkilometer 1) Mio. 7.072 5.144 37
Sitzladefaktor 1) % 81,2 72,2 9,0 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Brussels Airlines hat ihr Management neu aufgestellt; seit dem 15. April 2023 ist Dorothea von Boxberg neue Vorstandsvorsitzende (CEO) der Airline; zuvor war sie CEO bei Lufthansa Cargo; sie folgt auf Peter Gerber, der die Lufthansa Group zum 31. Januar 2023 verlassen hat; darüber hinaus wurde Nina Öwerdieck am 12. Mai 2023 als Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer (CFO) von Brussels Airlines für weitere fünf Jahre wiederbestellt.
Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines stiegen im ersten Halbjahr 2023 aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs und höherer Stückerlöse gegenüber Vorjahr um 56% auf 705 Mio. EUR (Vorjahr: 452 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 32% auf 756 Mio. EUR (Vorjahr: 572 Mio. EUR), primär aufgrund des mengenbedingten Anstiegs der Aufwendungen für Treibstoff und höherer Gebühren.
Der operative Verlust von Brussels Airlines konnte damit im ersten Halbjahr 2023 deutlich reduziert werden; das Adjusted EBIT lag bei -12 Mio. EUR (Vorjahr: -89 Mio. EUR); das EBIT lag bei -13 Mio. EUR (Vorjahr: -89 Mio. EUR).

Eurowings

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KENNZAHLEN Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.119 721 55
Operative Erträge Mio. € 1.175 778 51
Operative Aufwendungen Mio. € 1.174 985 19
Adjusted EBITDA Mio. € 45 -141
Adjusted EBIT Mio. € -34 -239 86
EBIT Mio. € -34 -239 86
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 4.693 4.050 16
Flüge Anzahl 69.768 62.117 12
Fluggäste Tsd. 8.946 7.047 27
Angebotene Sitzkilometer Mio. 13.841 12.052 15
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 11.425 9.252 23
Sitzladefaktor % 82,5 76,8 5,7 P.

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Eurowings hat Anfang Mai 2023 einen Airbus A319 am Flughafen Graz stationiert; Graz ist die zweite Eurowings Basis in Österreich und damit Teil des Wachstumskurses des Value-Carriers und ein weiterer Meilenstein im Rahmen der paneuropäischen Expansion von Eurowings.
Im Rahmen eines Flottentauschs innerhalb der Lufthansa Group hat Eurowings sechs Airbus A321ceo erhalten; darüber hinaus stoßen bis Jahresende 2023 vier fabrikneue Airbus A321neo zur Eurowings Flotte.
Eurowings verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 eine starke Nachfrage nach touristischen Flugreisen und baute ihr Angebot entsprechend aus; die Umsatzerlöse von Eurowings stiegen im Vergleich zum Vorjahr mengen- und preisbedingt um 55% auf 1.119 Mio. EUR (Vorjahr: 721 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 19% auf 1.174 Mio. EUR (Vorjahr: 985 Mio. EUR), primär aufgrund mengenbedingt höheren Treibstoffaufwendungen sowie gestiegenen Gebühren und Personalaufwendungen infolge der Ausweitung des Flugprogramms; darüber hinaus lag das Beteiligungsergebnis der SunExpress entsprechend der Saisonalität des Geschäftsmodells bei -35 Mio. EUR (Vorjahr: -32 Mio. EUR).
Der operative Verlust von Eurowings konnte im ersten Halbjahr 2023 deutlich reduziert werden; Adjusted EBIT und EBIT lagen bei -34 Mio. EUR (Vorjahr: -239 Mio. EUR); ohne Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses der SunExpress stieg das Adjusted EBIT auf 1 Mio. EUR (Vorjahr: -206 Mio. EUR); die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung des Flugprogramms, höheren Durchschnittserlösen und einer besseren Auslastung der Flugzeuge.

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.535 2.426 -37
davon Verkehrserlöse Mio. € 1.438 2.335 -38
Operative Erträge Mio. € 1.584 2.470 -36
Operative Aufwendungen Mio. € 1.408 1.504 -6
Adjusted EBITDA Mio. € 277 1.059 -74
Adjusted EBIT Mio. € 188 977 -81
EBIT Mio. € 187 956 -80
Adjusted EBIT-Marge % 12,2 40,3 -28,1 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 156 221 -29
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 4.094 4.068 1
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 5.966 5.554 7
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 3.581 3.572 0
Nutzladefaktor 1) % 60,0 64,3 -4,3 P.

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 712 1.257 -43
davon Verkehrserlöse Mio. € 663 1.204 -45
Operative Erträge Mio. € 736 1.280 -43
Operative Aufwendungen Mio. € 705 803 -12
Adjusted EBITDA Mio. € 82 524 -84
Adjusted EBIT Mio. € 37 482 -92
EBIT Mio. € 38 475 -92
Adjusted EBIT-Marge % 5,2 38,3 -33,1 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 10 214 -95
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 3.145 2.959 6
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 1.854 1.785 4
Nutzladefaktor 1) % 59,0 60,3 -1,3 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Lufthansa Cargo hat ihr Management neu aufgestellt; seit 15. April 2023 ist Ashwin Bhat neuer Vorstandsvorsitzender (CEO) der Fracht-Airline; er war zuvor Chief Commercial Officer (CCO) von Lufthansa Cargo und folgte auf Dorothea von Boxberg, die neue CEO von Brussels Airlines ist; darüber hinaus ist Frank Bauer seit 1. August 2023 neuer Finanzvorstand und Arbeitsdirektor von Lufthansa Cargo; zuvor leitete er das Controlling und Risikomanagement der Lufthansa Group.
Die operative Entwicklung im Geschäftsfeld Logistik normalisierte sich im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Rekordniveau im Vorjahr; das Angebot lag vor allem aufgrund der Erholung des Passagierflugbetriebs und der damit verbundenen Ausweitung der Belly-Kapazitäten um 7% über Vorjahr; im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 lag das Angebot bei 83%; der Absatz blieb im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau; der Nutzladefaktor sank um 4,3 Prozentpunkte auf 60,0% (Vorjahr: 64,3%); die Durchschnittserlöse sanken in allen Verkehrsgebieten von Lufthansa Cargo und lagen um 38,7% unter Vorjahr; damit lagen sie 51,3% über dem Vorkrisenniveau im Jahr 2019.
Die Verkehrserlöse sanken im ersten Halbjahr 2023 aufgrund der niedrigeren Auslastung und der gesunkenen Durchschnittserlöse im Vergleich zum Vorjahr um 38% auf 1.438 Mio. EUR (Vorjahr: 2.335 Mio. EUR); die Umsatzerlöse sanken um 37% auf 1.535 Mio. EUR (Vorjahr: 2.426 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen reduzierten sich um 6% auf 1.408 Mio. EUR (Vorjahr: 1.504 Mio. EUR); verminderte Charteraufwendungen sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung trugen dazu bei, Personalkostensteigerungen und Inflationseffekte weitgehend zu kompensieren.
Das Adjusted EBIT sank damit im ersten Halbjahr 2023 gegenüber Vorjahr um 81% auf 188 Mio. EUR (Vorjahr: 977 Mio. EUR).
Das EBIT lag mit 187 Mio. EUR um 80% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 956 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen lagen im ersten Halbjahr 2023 bei 156 Mio. EUR (Vorjahr: 221 Mio. EUR) und beinhalteten insbesondere Anzahlungen für bestellte Flugzeuge.
Die Anzahl der Mitarbeitenden lag zum 30. Juni 2023 mit 4.094 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 4.068).

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Verkehrserlöse Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - Juni 2023 Veränderung Jan. - Juni 2023 Veränderung Jan. - Juni 2023 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 112 -24 319 15 143 10
Amerika 599 -47 2.970 -1 1.642 -9
Asien/​Pazifik 606 -34 2.163 20 1.527 12
Nahost/​Afrika 121 -18 514 7 269 0
Gesamtverkehr 1.438 -38 5.966 7 3.581 0

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Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - Juni 2023 Veränderung
--- --- ---
in % in P.
--- --- ---
Europa 45,0 -2,2 P.
Amerika 55,3 -4,9 P.
Asien/​Pazifik 70,6 -5,6 P.
Nahost/​Afrika 52,3 -3,4 P.
Gesamtverkehr 60,0 -4,3 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 3.128 2.591 21
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 1.026 711 44
Operative Erträge Mio. € 3.362 2.763 22
Operative Aufwendungen Mio. € 3.061 2.518 22
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 367 330 11
Adjusted EBIT 1) Mio. € 291 241 21
EBIT 1) Mio. € 307 175 75
Adjusted EBIT-Marge 1) % 9,3 9,3 0,0 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 46 28 64
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 21.501 19.809 9

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.591 1.265 26
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 518 338 53
Operative Erträge Mio. € 1.727 1.369 26
Operative Aufwendungen Mio. € 1.565 1.257 25
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 193 156 24
Adjusted EBIT 1) Mio. € 156 112 39
EBIT 1) Mio. € 172 125 38
Adjusted EBIT-Marge 1) % 9,8 8,9 0,9 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 25 14 79
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -

1) Der Ausweis des Beteiligungsergebnisses des assoziierten Unternehmens "Ameco" erfolgt aufgrund der geänderten Zuständigkeit in der Konzern-Steuerung im Bereich Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

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Lufthansa Technik verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 einen positiven Geschäftsverlauf; die anhaltend große Nachfrage nach Flugreisen führte zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa Technik stiegen demzufolge im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 21% auf 3.128 Mio. EUR (Vorjahr: 2.591 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 22% auf 3.061 Mio. EUR (Vorjahr: 2.518 Mio. EUR), im Wesentlichen getrieben durch die mengen- und preisbedingte Erhöhung des Materialaufwands und den Anstieg des Personalaufwands.
Das Adjusted EBIT verbesserte sich um 21% auf 291 Mio. EUR (Vorjahr: 241 Mio. EUR); die Auswirkungen der Abwertung des US-Dollars sowie inflations- und wachstumsbedingte Kostensteigerungen konnten durch den positiven Geschäftsverlauf kompensiert werden.
Das EBIT lag ebenfalls bei 307 Mio. EUR (Vorjahr: 175 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen stiegen im Berichtszeitraum um 64% auf 46 Mio. EUR (Vorjahr: 28 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 stieg gegenüber Vorjahr um 9% auf 21.501 (Vorjahr: 19.809).

GESCHÄFTSFELD CATERING

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 1.107 857 29
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 36 23 57
Operative Erträge Mio. € 1.125 882 28
Operative Aufwendungen Mio. € 1.121 890 26
Adjusted EBITDA Mio. € 47 25 88
Adjusted EBIT Mio. € 10 -13
EBIT Mio. € -31 -33 6
Adjusted EBIT-Marge % 0,9 -1,5 2,4 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 16 12 33
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 22.159 18.659 19

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 584 484 21
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 20 14 43
Operative Erträge Mio. € 596 496 20
Operative Aufwendungen Mio. € 584 494 18
Adjusted EBITDA Mio. € 34 20 70
Adjusted EBIT Mio. € 16 1 1.500
EBIT Mio. € 15 0
Adjusted EBIT-Marge % 2,7 0,2 2,5 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 7 6 17
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -

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Die Deutsche Lufthansa AG hat am 4. April 2023 mit dem Private Equity-Unternehmen Aurelius einen Vertrag über den Verkauf der LSG Group unterzeichnet; der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2023 erwartet, vorbehaltlich der entsprechenden externen Genehmigungen und internen Carve-out-Aktivitäten; die Ergebnisbeiträge des Catering-Bereichs werden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns separat als "Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit" gezeigt. ↗ Wesentliche Ereignisse, S. 5, Finanzielle Entwicklung, S. 6.
Seit 1. April 2023 ist Holger Fleige neuer Chief Financial Officer (CFO) der LSG Group; zuvor war er Head of Controlling Passage Airlines, Aviation Services & Group ReStructure in der Lufthansa Group; er folgt auf Wilken Bormann, der das Unternehmen verlassen hat.
Die Umsatzerlöse der LSG Group stiegen im ersten Halbjahr 2023 aufgrund der sich in allen Regionen, insbesondere in Nordamerika und Asien, fortsetzenden positiven Geschäftsentwicklung um 29% auf 1.107 Mio. EUR (Vorjahr: 857 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen primär aufgrund von mengen- und preisbedingt höheren Material- und Personalaufwendungen, inklusive Aufwendungen für Fremdpersonal, sowie gestiegener umsatzabhängiger Flughafenentgelte um 26% auf 1.121 Mio. EUR (Vorjahr: 890 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT stieg im ersten Halbjahr 2023 auf 10 Mio. EUR (Vorjahr: -13 Mio. EUR).
Das EBIT betrug -31 Mio. EUR (Vorjahr: -33 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert vorrangig aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 40 Mio. EUR und steht im Zusammenhang mit dem vereinbarten Verkauf des Geschäftsbereichs Catering.
Die Segmentinvestitionen stiegen um 33% auf 16 Mio. EUR (Vorjahr: 12 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 erhöhte sich aufgrund der Geschäftserholung gegenüber Vorjahr um 19% auf 22.159 (Vorjahr: 18.659).

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2023 Jan. - Juni 2022 Veränderung

in %
Operative Erträge Mio. € 1.381 1.136 22
Operative Aufwendungen Mio. € 1.508 1.278 18
Adjusted EBITDA 1) Mio. € -55 -99 44
Adjusted EBIT 1) Mio. € -112 -156 28
EBIT 1) Mio. € -132 -181 27
Segmentinvestitionen Mio. € 9 23 -61
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl 8.314 7.797 7

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April - Juni

2023
April - Juni

2022
Veränderung

in %
Operative Erträge Mio. € 619 618 0
Operative Aufwendungen Mio. € 707 695 2
Adjusted EBITDA 1) Mio. € -53 -56 5
Adjusted EBIT 1) Mio. € -82 -84 2
EBIT 1) Mio. € -93 -107 13
Segmentinvestitionen Mio. € 4 10 -60
Mitarbeitende zum 30.06. Anzahl - -

1) Kennzahlen beinhalten das Beteiligungsergebnis des assoziierten Unternehmens "Ameco", das zuvor im Geschäftsfeld Technik ausgewiesen wurde; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

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Die Lufthansa Group hat am 20. Juni 2023 mit der SEB Kort Bank AB aus Stockholm (Schweden) einen Vertrag über den Verkauf der AirPlus Gruppe unterzeichnet; der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2024 erwartet, vorbehaltlich der notwendigen Vorbereitungen sowie entsprechenden externen Genehmigungen, vor allem von verschiedenen Finanzaufsichtsbehörden. ↗ Wesentliche Ereignisse, S. 5, Finanzielle Entwicklung, S. 6.
Die operativen Erträge der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen stiegen im ersten Halbjahr 2023 aufgrund höherer Währungsgewinne sowie gestiegener Umsatzerlöse insbesondere bei der AirPlus Gruppe und Lufthansa Systems gegenüber Vorjahr um 22% auf 1.381 Mio. EUR (Vorjahr: 1.136 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 18% auf 1.508 Mio. EUR (Vorjahr: 1.278 Mio. EUR), primär aufgrund der gestiegenen Geschäftsaktivität der Gesellschaften; in den Zentralfunktionen blieben die Aufwendungen gegenüber Vorjahr stabil.
Das Adjusted EBIT lag bei -112 Mio. EUR (Vorjahr: -156 Mio. EUR), unterstützt von einer Ergebnisverbesserung bei AirPlus, einem positiven Beteiligungsergebnis sowie einem verbesserten Kursergebnis; das EBIT betrug -132 Mio. EUR (Vorjahr: -181 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. Juni 2023 stieg gegenüber Vorjahr um 7% auf 8.314 (Vorjahr: 7.797); in den Konzernfunktionen sank die Zahl der Mitarbeitenden um 2%.

Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2022 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken haben sich folgende wesentliche Konkretisierungen beziehungsweise Entwicklungen ergeben:

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Die gesundheitliche Gefährdungslage durch das Coronavirus für die Kundinnen und Mitarbeitenden der Lufthansa Group ist mittlerweile durch die zunehmende Bevölkerungsimmunität deutlich reduziert.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird im Jahr 2023 voraussichtlich schwächer ausfallen als noch zu Jahresbeginn erwartet. Anhaltend hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und hohe Energiepreise belasten den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit. Die Lufthansa Group sieht sich somit vor allem im Geschäftsreisesegment einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass Reisekostenbudgets auf Kundenseite reduziert werden. Außerdem könnte die anhaltend hohe Inflation zu höher als erwarteten Kostensteigerungen führen. ↗ Gesamtwirtschaftlicher Ausblick, S. 22.
Bei der Reduzierung der seit Sommer 2022 bekannten Personalengpässe in vielen Gewerken des internationalen Luftverkehrs (unter anderem Sicherheitskontrollen, Bodenverkehrsdienste, Abfertigung und Flugsicherung) wurden wesentliche Fortschritte erzielt. In vielen Bereichen ist jedoch die Qualifizierung der neuen Mitarbeitenden noch nicht abgeschlossen. Zudem ist das Flugaufkommen in verschiedenen europäischen Lufträumen höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie, bei weiterhin angespannten Kapazitäten bei der Flugsicherung. Daher kann es insbesondere in den Sommermonaten zu Flugverspätungen und Flugstreichungen kommen. Damit sind insbesondere für die durchführenden Fluggesellschaften Risiken verbunden, die von Reputationsschäden bis hin zu steigenden Kosten für Entschädigungs- und Unterstützungsleistungen betroffener Passagiere reichen.
Zur Stabilisierung der operationellen Prozesse werden weiterhin kontinuierlich Maßnahmen im Dialog mit Dienstleistern und Systempartnern umgesetzt. So wurden zum Beispiel die planbaren Einschränkungen durch die NATO-Luftwaffenübung "Air Defender" ohne nennenswerte Störungen mit einer stabilen operationellen Performance bewältigt.
Die Lufthansa Group bezieht ihre IT-Infrastruktur überwiegend von unternehmensexternen Dienstleistern. Die mit einer solchen Fremdvergabe naturgemäß einhergehenden operativen und kommerziellen Risiken werden fortlaufend bewertet und gesteuert. Die im ersten Quartal 2023 eingetretenen IT-Ausfälle in der Verantwortung von IT-Dienstleistern wurden intensiv analysiert. Die Erkenntnisse wurden in konkrete Maßnahmen überführt, die in Teilen bereits im Betrieb ihre stabilisierende Wirkung entfalten. Weitere mittel- und langfristige Maßnahmen werden im Rahmen eines dedizierten IT-Stabilisierungs-Projekts implementiert.
Das Streikrisiko bleibt aufgrund offener Tarifverträge im Konzern bestehen. Für die Cockpitbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo AG konnte noch kein neuer Vergütungs- und Manteltarifvertrag mit der Vereinigung Cockpit geschlossen werden. Die Tarifverhandlungen dauern zum Zeitpunkt der Berichtsveröffentlichung an. Mit dem Auslaufen der Friedenspflicht zum 30. Juni 2023 ist das Risiko von Arbeitskampfmaßnahmen deutlich gestiegen. Darüber hinaus bestehen künftig bestreikbare Forderungen der Beschäftigten in Cockpit und Kabine von Eurowings Deutschland und Lufthansa CityLine.
Für das Kabinenpersonal der Deutschen Lufthansa AG, die tariflichen Bodenmitarbeitenden unter anderem der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik AG und Lufthansa Cargo AG sowie alle Mitarbeitenden von SWISS und Austrian Airlines besteht bei den aktuell geschlossenen Vergütungstarifverträgen Friedenspflicht, sodass weiterhin ein reduziertes Streikrisiko in den vorgenannten Bereichen besteht. Ver.di und Ufo haben den Arbeitgeberverband Luftverkehr (AGVL) zu Verhandlungen über eine Inflationsausgleichsprämie aufgefordert. Die Durchsetzung von gewerkschaftlichen Forderungen kann zu einer Steigerung der Personalkosten führen. Auch können Streiks zu Reputationsschäden und spürbaren wirtschaftlichen Belastungen für die Lufthansa Group führen.
Die Lufthansa Group hat seit Beginn 2022 circa 20.000 neue Mitarbeitende eingestellt, um den rasanten Anstieg des Flugverkehrs und die damit einhergehenden personellen Engpässe bestmöglich zu bewältigen. Angesichts der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt stellt sich insbesondere das Recruiting für den Sommer 2024 als herausfordernd dar. Eine nicht ausreichende Anzahl an künftigen Einstellungen würde in einem operationellen Risiko für den Flugbetrieb im Jahr 2024 resultieren, insbesondere in den Sommermonaten.
Einhergehend mit einem zunehmenden Arbeitnehmermarkt werden insbesondere die Verhandlungen über Vergütungstarifverträge und Einsatzbedingungen mit Gewerkschaften herausfordernder; sie sind von anspruchsvollen Forderungen, unter anderem getrieben durch eine hohe Inflation sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, gekennzeichnet. Auch längerfristig werden Forderungen durch einen absehbaren Fachkräftemangel und den Einfluss des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt steigen und dabei dem arbeitgeberseitigen Interesse an flexiblen und wettbewerbsfähigen Personalkosten gegenüberstehen.
Hinsichtlich des Treibstoffpreisrisikos wurde der Zielsicherungsgrad der Treibstoffpreissicherung im ersten Quartal 2023 von zuvor 75% auf 85% angehoben. Seit Ende April 2023 werden zusätzlich zu Rohöl-Optionen auch Gasoil-Optionen gehandelt. Ziel der Treibstoffpreissicherungen ist es, Schutz vor steigenden Treibstoffpreisen zu erlangen, gleichzeitig aber an fallenden Preisen zu partizipieren.
Ryanair hat gegen die Beihilfeentscheidungen, mit denen die Europäische Kommission die Stabilisierungsmaßnahmen für Gesellschaften der Lufthansa Group genehmigt hat, Nichtigkeitsklage beim Gericht der Europäischen Union erhoben. Betroffen sind die Stabilisierungen von der Deutschen Lufthansa AG, der Austrian Airlines AG und der Brussels Airlines SA/​NV in Höhe von insgesamt rund 7,6 Mrd. EUR. Die Klage im Hinblick auf die Beihilfe für Austrian Airlines wurde mittlerweile in der ersten Instanz abgewiesen, Ryanair hat allerdings hiergegen Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof eingelegt. Im Mai 2023 hat das Gericht der Europäischen Union der Nichtigkeitsklage im Hinblick auf die der Deutschen Lufthansa AG vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland gewährte Stabilisierung in Höhe von 6 Mrd. EUR stattgegeben und die entsprechende Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission wegen materieller Rechtsfehler aufgehoben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil oder dem Erlass einer neuen Beihilfeentscheidung besteht Unsicherheit über die rechtlichen Folgen der Aufhebung der Beihilfeentscheidung. Da die Stabilisierungsmaßnahmen bereits beendet sind und die Deutsche Lufthansa AG die ihr vom WSF gewährten Stillen Einlagen bereits vollständig zurückgezahlt hat, besteht kein unmittelbares Rückzahlungsrisiko. Mittelbare Folgen können die Forderung von Rückforderungszinsen für den Zeitraum zwischen Gewährung und Rückzahlung der Stabilisierungsmittel, aber auch der Wegfall der mit der Beihilfegewährung bestehenden Auflagen sein. Der Wegfall dieser Auflagen könnte folglich auch Auswirkungen auf den von der Europäischen Kommission behaupteten Verstoß gegen das Verbot von Dividendenzahlungen von Beteiligungen sowie das Verbot der Quersubventionierung haben. Die Deutsche Lufthansa AG wird gegen das erstinstanzliche Urteil ein Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof einlegen. Ob sich die Europäische Kommission und die Bundesrepublik Deutschland als Streithelfer an dem Rechtsmittel beteiligen und wie der weitere Verfahrensgang bei der Europäischen Kommission im Umgang mit dem Urteil des Gerichts der Europäischen Union ausgestaltet wird, ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht abzusehen. Die Deutsche Lufthansa AG rechnet damit, dass die Europäische Kommission wie in ähnlich gelagerten Fällen ein förmliches Prüfverfahren eröffnet.

Auf Basis der weiter verbesserten Geschäftsentwicklung und des in der Finanzplanung unterstellten Szenarios sieht der Vorstand den Fortbestand der Lufthansa Group nicht gefährdet.

Prognosebericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK

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Für das Jahr 2023 wird gemäß IHS Markit ein Weltwirtschaftswachstum von 2,4% erwartet; im Vorjahr stieg die Weltwirtschaftsleistung um 3,1%; für Europa wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,7% erwartet.

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) 1)

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in % 2023 2024 2025 2026 2027
Welt 2,4 2,4 2,8 2,9 2,8
Europa 0,7 1,0 1,8 1,8 1,7
Deutschland -0,4 0,7 1,6 1,7 1,5
Nordamerika 1,8 1,2 1,5 1,7 1,8
Südamerika 2) 2,1 2,2 2,9 3,0 3,0
Asien/​Pazifik 4,1 4,1 4,2 4,2 4,2
China 5,2 4,8 4,8 4,8 4,7
Naher Osten 2,5 3,3 3,6 2,5 2,6
Afrika 3,3 3,8 4,2 4,2 4,1

Quelle: IHS Markit per 19. Juli 2023.

1) Prognosewerte.

2) Exklusive Venezuela.

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Die Terminkurse deuten auf ein gleichbleibendes Ölpreisniveau in der zweiten Jahreshälfte 2023 gegenüber dem Stand von Ende Juni 2023 hin; volatile Preisentwicklungen sind jedoch auch für die zweite Jahreshälfte 2023 nicht auszuschließen.
Die Entwicklung der Devisenkurse hängt weiterhin stark von der Politik der Zentralbanken ab; weitere Zinsschritte macht die US-Notenbank FED von Konjunkturdaten wie Inflation, Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarktlage abhängig; sobald die Zielinflationsrate erreicht ist, rechnet der Markt mit Zinssenkungen.
Für den Euroraum geht die Europäische Zentralbank von einer anhaltend hohen Inflation aus, sodass bei gleichbleibendem Zinsniveau oder bei weiteren Zinserhöhungen der Euro an Stärke gewinnen sollte; die Analysten sehen zum Ende des Jahres 2023 eine leichte Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar.
Für die Inflationsrate wird gemäß Prognose der EU-Kommission für das Gesamtjahr 2023 ein Rückgang auf 5,8% in Europa und ein Rückgang auf 6,8% in Deutschland erwartet.

BRANCHENAUSBLICK

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Die International Air Transport Association (IATA) hat ihre Prognose für die Entwicklung des Passagierverkehrs im Jahr 2023 im Juni angehoben; sie prognostiziert eine Erholung der weltweit verkauften Passagierkilometer gegenüber Vorjahr um 28% (Vorjahr: 64%), im Vergleich zum Vorkrisenniveau im Jahr 2019 läge der branchenweite Absatz damit bei 88%; die IATA prognostiziert, dass das Vorkrisenniveau wieder im Jahr 2024 erreicht wird.
Für das Frachtgeschäft geht die IATA unverändert davon aus, dass die weltweit verkauften Tonnenkilometer im Jahr 2023 um 4% sinken werden (Vorjahr: Rückgang um 8%); gegenüber dem Vorkrisenniveau läge der Absatz im Frachtgeschäft damit bei 94%.
Insgesamt rechnet die IATA damit, dass die weltweite Airline-Industrie mit einem Gewinn von 9,8 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2023 wieder profitabel sein wird (Vorjahr: Verlust von 3,6 Mrd. USD).

AUSBLICK LUFTHANSA GROUP

Auswirkungen des vereinbarten Verkaufs der LSG Group auf den Finanzausblick

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Der vereinbarte Verkauf der LSG Group an Aurelius wird die finanzielle Entwicklung des Konzerns im Jahr 2023 voraussichtlich nicht wesentlich beeinflussen; die Ergebnisse der LSG Group werden bis zum Abschluss der Transaktion, die im dritten Quartal 2023 erwartet wird, konsolidiert.

Ausblick ist wesentlichen Unsicherheiten unterworfen

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Angesichts der im Vergleich zum Vorkrisenniveau weiterhin verkürzten Buchungszyklen im Passagiergeschäft und des weitgehend spotmarktgetriebenen Frachtgeschäfts sowie der Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld unterliegt der Finanzausblick der Lufthansa Group einem hohen Maß an Prognoseunsicherheit; so ist die operative und finanzielle Entwicklung unter anderem von der weiteren Entwicklung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen insbesondere auf die Treibstoffkosten beeinflusst; Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Ausblick können die Kundennachfrage potenziell wesentlich beeinflussen und zu höheren Kostensteigerungen als erwartet führen. ↗ Chancen- und Risikobericht, S. 20.

Lufthansa Group geht von fortgesetzter Erholung der Nachfrage und weiterem Ausbau des Angebots aus

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Die Lufthansa Group davon aus, dass sich der positive Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2023 auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres fortsetzen wird; die Erwartung stützt sich insbesondere auf die anhaltend hohe Nachfrage, die sich auch im ersten Halbjahr 2023 in Form einer weiterhin positiven Entwicklung bei den Neubuchungen im Passagiergeschäft widerspiegelte.
Insofern geht die Lufthansa Group davon aus, dass die Nachfrage im Jahresverlauf weiter über dem Vorjahr liegen wird; neben dem Privatreisesegment, in dem die Nachfrage voraussichtlich wieder annähernd auf Vorkrisenniveau liegen wird, wird dazu eine weitere Erholung der Nachfrage im Geschäftsreisesegment beitragen.
Das Flugangebot soll deshalb im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 kontinuierlich ausgeweitet werden, vor allem in den Sommermonaten; auf der Langstrecke wird die Kapazitätssteigerung primär vom Ausbau von Verbindungen nach Asien, insbesondere aufgrund der Öffnung großer Märkte wie China und Japan, getrieben.
Insgesamt erwartet die Lufthansa Group, dass die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines im Geschäftsjahr 2023 bei rund 85% des Vorkrisenniveaus des Jahres 2019 liegen wird; gegenüber dem Vorjahr wird die Kapazität damit rund 20% höher liegen.

Lufthansa Group erwartet deutliche Anstiege von Umsatz und Adjusted EBIT

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Für die Lufthansa Group wird im Geschäftsjahr 2023 ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr erwartet; vor allem die weitere Erholung bei den Passagier-Airlines wird dafür voraussichtlich maßgeblich sein.
Vor allem aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung bei den Passagier-Airlines und einer Fortsetzung der positiven Entwicklung im Geschäftsfeld Technik erwartet die Lufthansa Group im Geschäftsjahr 2023 ein Adjusted EBIT von mindestens 2,6 Mrd. EUR.

Deutlich positiver Adjusted Free Cashflow erwartet

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Die Nettoinvestitionen der Lufthansa Group werden im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich zwischen 2,5 und 3 Mrd. EUR liegen.
Unter Einbezug der prognostizierten Ergebnisverbesserung und weiterer Verbesserungen im Working Capital Management wird der Adjusted Free Cashflow des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich deutlich positiv ausfallen, jedoch unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Positiver Ausblick bei den Geschäftsfeldern; Logistik entwickelt sich rückläufig

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Für das Geschäftsfeld Passagier-Airlines erwartet die Lufthansa Group eine Fortsetzung der Erholung und prognostiziert einen Anstieg der Umsatzerlöse, basierend auf der starken Nachfrage und dementsprechend höherer Stückerlöse gegenüber dem Vorjahr; damit wird für die Passagier-Airlines ein deutlich positives Adjusted EBIT erwartet.
Für das Geschäftsfeld Logistik rechnet die Lufthansa Group im Zuge der marktweiten Normalisierung nach der Corona-Pandemie mit einem Rückgang der Frachtraten und demzufolge mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse; die Frachtraten werden aber voraussichtlich weiterhin über dem Vorkrisenniveau liegen; aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs prognostiziert die Lufthansa Group ein Adjusted EBIT deutlich unter Vorjahresniveau.
Für das Geschäftsfeld Technik wird ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse und ein Adjusted EBIT auf Vorjahresniveau erwartet; darin spiegelt sich die andauernde Erholung des MRO-Markts bei gleichzeitig inflationsbedingten Kostensteigerungen wider.
Für das Geschäftsfeld Catering prognostiziert die Lufthansa Group im Zuge der weiteren Markterholung, vor allem in Asien, einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse; für das Adjusted EBIT wird ebenfalls ein deutlicher Anstieg gegenüber Vorjahr erwartet; in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist das Segmentergebnis im Jahr 2023 aufgrund des Verkaufs in der Zeile "Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" enthalten; in das Adjusted EBIT auf Konzernebene fließt es damit nicht mehr ein.

Weitere Details zum Finanzausblick des Konzerns finden sich im ↗ Geschäftsbericht 2022, ab S. 149.

Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
April - Juni

2023
April - Juni

2022
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 13.751 10.668 8.043 6.832
Andere Betriebserlöse 2.655 2.334 1.346 1.168
Umsatzerlöse 16.406 13.002 9.389 8.000
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 316 180 192 64
Sonstige betriebliche Erträge 1) 1.152 901 600 492
Materialaufwand -9.500 -7.788 -5.129 -4.731
Personalaufwand -3.986 -3.384 -2.064 -1.752
Abschreibungen 2) -1.100 -1.110 -555 -551
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) -2.488 -2.021 -1.347 -1.173
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 800 -220 1.086 349
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -38 -58 -11 -17
Übriges Beteiligungsergebnis 15 11 6 9
Zinserträge 105 19 62 1
Zinsaufwendungen -277 -226 -144 -127
Übrige Finanzposten -74 177 62 144
Finanzergebnis -269 -77 -25 10
Ergebnis vor Ertragsteuern 531 -297 1.061 359
Ertragsteuern -78 11 -187 -93
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 453 -286 874 266
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -37 -35 7 -5
Ergebnis nach Ertragsteuern 416 -321 881 261
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 2 4 - 2
Davon auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis 414 -325 881 259
"Unverwässertes" Ergebnis je Aktie in € 0,35 -0,27 0,74 0,22
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,38 -0,24 0,73 0,22
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -0,03 -0,03 0,01 -0,00
"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € n/​a -0,27 0,66 0,22
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen n/​a -0,24 0,66 0,22
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen n/​a -0,03 0,01 -0,00

1) Im Kumulativwert sind 38 Mio. EUR (Vorjahr: 28 Mio. EUR) aus der Auflösung von Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

2) Im Kumulativwert sind 0 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen enthalten.

3) Im Kumulativwert sind 29 Mio. EUR (Vorjahr: 40 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen enthalten.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
April - Juni

2023
April - Juni

2022
Ergebnis nach Ertragsteuern 416 -321 881 261
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung

in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung -28 162 9 117
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum

beizulegenden Zeitwert
-8 -39 -1 -4
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve -472 1.984 -78 952
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung -168 -115 -132 -14
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode

bewerteten Beteiligungen
- 1 - 1
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - -5 - -5
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern 137 -400 46 -215
-539 1.588 -156 832
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung

in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -371 3.937 -314 2.580
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert 3 - 1 -1
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode

bewerteten Beteiligungen
- - - -
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 58 - 4
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern 126 -1290 78 -831
-242 2.705 -235 1.752
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income)

nach Ertragsteuern
-781 4.293 -391 2.584
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) -365 3.972 490 2.845
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallende gesamte Aufwendungen

und Erträge
2 23 - 5
Davon auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte

Aufwendungen und Erträge
-367 3.949 490 2.840

KONZERNBILANZ

KONZERNBILANZ - AKTIVA

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 1) 999 1.055 1.206
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 302 373 395
Flugzeuge und Reservetriebwerke 16.753 15.890 15.963
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 2.236 2.034 1.932
Übriges Sachanlagevermögen 2) 2.896 3.331 3.325
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 301 392 373
Übrige Beteiligungen 232 236 229
Langfristige Wertpapiere 13 37 37
Ausleihungen und Forderungen 536 532 866
Derivative Finanzinstrumente 831 1.120 1.469
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 74 88 83
Effektive Ertragsteuerforderungen 110 64 63
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 3.065 2.928 3.191
Langfristige Vermögenswerte 28.348 28.080 29.132
Vorräte 819 812 732
Vertragsvermögenswerte 329 342 239
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.435 4.102 5.032
Derivative Finanzinstrumente 550 861 1.587
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 280 287 344
Effektive Ertragsteuerforderungen 214 231 240
Wertpapiere 7.233 6.511 6.657
Bankguthaben und Kassenbestände 1.492 1.790 2.708
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 2.615 319 267
Kurzfristige Vermögenswerte 16.967 15.255 17.806
Bilanzsumme 45.315 43.335 46.938

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

2) Darin sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von 30 Mio. EUR (zum 31.12.2022: 30 Mio. EUR) enthalten.

KONZERNBILANZ - PASSIVA

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Gezeichnetes Kapital 3.060 3.060 3.060
Kapitalrücklage 252 252 956
Gewinnrücklagen 2.614 2.068 986
Übrige neutrale Rücklagen 1.702 2.234 3.187
Konzernergebnis 414 791 -325
Anteile der Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 8.042 8.405 7.864
Minderheitenanteile 49 69 63
Eigenkapital 8.091 8.474 7.927
Pensionsrückstellungen 2.389 2.069 3.280
Sonstige Rückstellungen 738 757 773
Finanzschulden 12.029 13.270 14.470
Vertragsverbindlichkeiten 29 30 31
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 21 72 74
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 53 44 31
Derivative Finanzinstrumente 472 394 381
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 503 517 541
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 16.234 17.153 19.581
Sonstige Rückstellungen 761 872 1.009
Finanzschulden 2.598 1.881 1.256
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.085 5.660 5.961
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 7.017 4.898 6.668
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.546 2.682 2.553
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 730 681 889
Derivative Finanzinstrumente 499 489 450
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 462 545 644
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten 1.292 - -
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 20.990 17.708 19.430
Bilanzsumme 45.315 43.335 46.938

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

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in Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Markt-

bewertung

Finanz-

instrumente
Unterschieds-

betrag aus

Währungs-

umrechnung
Neubewertungs-

rücklage

(Sukzessiv-

erwerbe)
Sonstige

neutrale

Rücklagen
Stand am 01.01.2022 3.060 956 946 589 236 363
Umbuchungen - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - 1.430 162 - -4
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - -535 - - -
Stand am 30.06.2022 3.060 956 1.841 751 236 359
Stand am 01.01.2023 3.060 252 913 739 236 346
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -508 -28 - -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - 4 - - -
Stand am 30.06.2023 3.060 252 409 711 236 346

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in Mio. € Summe

übrige

neutrale

Rücklagen
Gewinn-

rücklagen
Konzern-

ergebnis
Anteil der

Aktionärinnen

der Deutschen

Lufthansa

AG am

Eigenkapital
Nicht

beherrschende

Anteile
Gesamt

Eigenkapital
Stand am 01.01.2022 2.134 491 -2.191 4.450 40 4.490
Umbuchungen - -2.191 2.191 - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - -325 -325 4 -321
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 1.588 2.686 - 4.274 19 4.293
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse -535 - - -535 - -535
Stand am 30.06.2022 3.187 986 -325 7.864 63 7.927
Stand am 01.01.2023 2.234 2.068 791 8.405 69 8.474
Umbuchungen - 791 -791 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​Minderheiten - - - - -21 -21
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -1 -1
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - 414 414 2 416
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -536 -245 - -781 - -781
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse 4 - - 4 - 4
Stand am 30.06.2023 1.702 2.614 414 8.042 49 8.091

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Juni

2023
Jan. - Juni

2022
April - Juni

2023
April - Juni

2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn 1.784 2.305 1.414 2.481
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortzuführenden und aufgegebenen

Geschäftsbereiche
511 -334 1.086 356
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 1.158 1.143 556 568
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) -4 13 6 -28
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -8 -13 -16 -3
Beteiligungsergebnis 18 69 2 9
Zinsergebnis 177 212 85 129
Erstattete/​Gezahlte Ertragsteuern -110 -99 -99 -110
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -50 -283 -87 -159
Veränderung Trade Working Capital 1.679 3.177 132 1.885
Veränderung übriger Aktiva/​Passiva -271 556 -146 298
Nettozu-/​-abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit 3.100 4.441 1.519 2.945
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.758 -1.362 -762 -725
Investitionen in Finanzanlagen -15 -6 -11 -3
Zugänge/​Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen -200 -88 -115 -45
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen 16 4 16 4
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen - -4 - -5
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -13 -13 -5 -5
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten,

Sach- und sonstigen Finanzanlagen
25 70 4 22
Zinseinnahmen 59 6 36 4
Erhaltene Dividenden 15 12 6 9
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -1.871 -1.381 -831 -744
Erwerb von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds -6.496 -2.984 -3.027 -2.177
Veräußerung von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds 5.523 1.685 2.625 985
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen -2.844 -2.680 -1.233 -1.936
Kapitalerhöhung - - - -
Kapitalherabsetzung -1 - -1 -
Aufnahme Finanzschulden 202 434 128 272
Rückführung Finanzschulden -493 -1.606 -243 -974
Gewinnausschüttung -22 - -13 -
Zinsausgaben -293 -217 -142 -101
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit -607 -1.389 -271 -803
Nettoab-/​-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten -351 372 15 206
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen -11 25 -7 15
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06.2023 1) 1.422 2.702 1.422 2.702
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalenten von Gesellschaften,

die am 30.06. zum Verkauf stehen
180 - 180 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente von Gesellschaften, die

am 30.06. nicht zum Verkauf stehen
1.242 2.702 1.242 2.702
Wertpapiere 7.233 6.657 7.233 6.657
Flüssige Mittel 8.475 9.359 8.475 9.359
Nettozu-/​-abnahme der flüssigen Mittel 180 1.695 264 1.411

1) Abweichung gegenüber den in der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben und Kassenbeständen ergibt sich aus Termingeldern mit vereinbarter Laufzeit zwischen vier und zwölf Monaten in Höhe von 250 Mio. EUR (Vorjahr: 6 Mio. EUR).

Anhang

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2023 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2023 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.

2 Für den Zwischenabschluss bedeutsame Sachverhalte und Aussage zur Unternehmensfortführung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 weiterhin von einer deutlich zunehmenden Nachfrage nach Flugreisen geprägt. Im Vorjahreszeitraum war die Geschäftstätigkeit noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen und Quarantäneregelungen betroffen. Die schnell zurückkehrende Nachfrage führte bei gleichzeitig herrschender Kapazitätsknappheit auf dem Passagiermarkt zu deutlich gestiegenen Ticketverkaufspreisen. Insgesamt konnten dadurch die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gesteigert werden.

Auf die Liquiditätslage wirkt sich das stark gestiegene Geschäftsvolumen positiv aus. Im Berichtszeitraum wurde aufgrund des positiven Ergebnisses und der weiterhin hohen Zuflüsse aus Ticketverkäufen ein deutlich positiver Operativer Cashflow erzielt, der jedoch unter dem von sehr hohen Zuflüssen aus Ticketverkäufen im Zusammenhang mit der Wiederausweitung der Geschäftstätigkeit geprägten Vorjahreswert liegt.

Zum 30. Juni 2023 betrug die zentral der Deutschen Lufthansa AG zur Verfügung stehende Liquidität 8,0 Mrd. EUR. Daneben belaufen sich die dezentralen Bank- und Kassenbestände auf 0,7 Mrd. EUR. Weiterhin steht zum Bilanzstichtag eine revolvierende freie Kreditlinie in Höhe von 2,1 Mrd. EUR zur Verfügung. Insgesamt beläuft sich die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group damit auf 10,8 Mrd. EUR.

Im März 2023 hat der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG beschlossen, das Segment Catering an das Private Equity-Unternehmen Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA im Rahmen eines Carve-outs zu verkaufen. Die Carve-out-Transaktion umfasst alle klassischen Cateringaktivitäten sowie das Onboard-Retail- und Food-Commerce-Geschäft und betrifft 131 LSG Sky Chefs-Cateringbetriebe in den Regionen Amerika (USA und Lateinamerika), Emerging Markets und Asien-Pazifik sowie sämtliche Marken der LSG Group. Auch der Onboard-Retail-Spezialist Retail InMotion (RiM) mit Sitz in Europa und SCIS Air Security Services in den USA zählen hinzu. Das Russland-Geschäft hingegen ist nicht Teil der Transaktion. Der diesbezügliche Kaufvertrag wurde am 4. April 2023 unterzeichnet. Die europäischen Aktivitäten von LSG Sky Chefs wurden bereits 2019 an gategroup verkauft. Der Verkauf der Catering-Sparte ist Teil der Strategie des Lufthansa Konzerns, sich stärker auf das Airline-Kerngeschäft zu konzentrieren. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2023 erwartet, vorbehaltlich der Erlangung aller erforderlichen externen Genehmigungen und der Finalisierung der internen Carve-out-Aktivitäten.

Die Lufthansa Group hat mit der SEB Kort Bank AB aus Stockholm (Schweden) einen Vertrag über den Verkauf der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt rund 450 Millionen Euro. Die Transaktion umfasst neben der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH in Neu-Isenburg sämtliche internationale Tochtergesellschaften und Niederlassungen von AirPlus. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2024 erwartet, vorbehaltlich der notwendigen Vorbereitungen sowie erforderlichen externen Genehmigungen, vor allem von verschiedenen Finanzaufsichtsbehörden.

Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des voraussichtlichen Kundenverhaltens aktualisiert die Lufthansa Group regelmäßig ihre Erfolgs- und Liquiditätsplanung im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter für die erwartete Geschäftsentwicklung. Die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren stellen derzeit die sich eintrübenden allgemeinen Wirtschaftsaussichten speziell auch in Deutschland, die Erzeuger- und Verbraucherpreisentwicklung, die weiterhin bestehenden Lieferkettenprobleme sowie die mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verbundenen potenziellen politischen Auswirkungen dar. Auch die branchenspezifischen operativen Risikofaktoren bedingt durch die personellen Kapazitätsengpässe bestehen weiterhin.

Unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung sowie der daraus resultierenden Liquiditätsplanung und weiterer potenzieller Finanzierungsmaßnahmen sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auch vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten 18 Monate als gesichert an. Auch Unsicherheiten, welche im Zusammenhang mit der öffentlichen und politischen Klimaschutzdiskussion bestehen, gefährden nach Auffassung des Managements diese Einschätzung nicht. Der Konzernabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

3 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

Die Corona-Pandemie und die weltweit erforderlichen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben die Geschäftstätigkeit des Konzerns in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 massiv beeinträchtigt. Die nunmehr weitgehend entfallenen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen führen im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Ausweitung des Flugverkehrs der Lufthansa Group Gesellschaften. Dementsprechend sind die Erträge und Aufwendungen des Jahres 2023 nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Im Anschluss an den Beschluss zum Verkauf der Catering und der AirPlus Aktivitäten wurden, den Regelungen des IFRS 5 entsprechend, sämtliche Vermögenswerte und Schulden zum 31. März 2023 beziehungsweise zum 30. Juni 2023 aus den jeweiligen Einzelpositionen der Bilanz in die Positionen "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" sowie "Schulden im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten" umgegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte für die Geschäftsaktivitäten des Catering Segments eine Umgliederung der Einzelposten in die Position "Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" mit korrespondierender Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen.

UMSATZERLÖSE

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2023 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und

Südamerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 12.313 8.531 2.305 240 842 193
Lufthansa German Airlines 6.795
SWISS 2) 2.708
Austrian Airlines 1.027
Brussels Airlines 669
Eurowings 2) 1.114
Logistik 1.438 761 166 48 412 17
Summe 13.751

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in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 202
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 34
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2022 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und

Südamerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 3) 8.333 5.886 1.516 182 417 177
Lufthansa German Airlines 3) 4.677
SWISS 2) 1.885
Austrian Airlines 635
Brussels Airlines 417
Eurowings 2) 719
Logistik 2.335 1.232 255 84 698 27
Summe 3) 10.668

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in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 3) 155
Lufthansa German Airlines 3)
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 39
Summe 3)

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

3) Werte aufgrund der Umgliederung des Segments Catering in die aufgegebenen Geschäftstätigkeiten angepasst.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2023 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und

Südamerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 2.106 793 667 96 395 108
Technikleistungen 1.763
Sonstige Betriebserlöse 343
Passagier-Airlines 237 208 15 1 10 -
Logistik 73 41 25 - 4 3
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 239 162 21 9 34 9
EDV-Leistungen 84
Reisemanagement 124
Übrige 31
Summe 2.655

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 47
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Passagier-Airlines 3
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 4
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN2)

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in Mio. € 2022 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und

Südamerika 1)
Asien und

Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 1.880 684 692 50 341 81
Technikleistungen 1.624
Sonstige Betriebserlöse 256
Passagier-Airlines 3) 194 158 27 - 8 3
Logistik 69 42 29 - -3 1
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 191 133 17 7 19 8
EDV-Leistungen 76
Reisemanagement 82
Übrige 33
Summe 3) 2.334

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 32
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Passagier-Airlines 3) -
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 5
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe 3)

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Werte des Geschäftsfeld Catering sind im Abschnitt "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" dargestellt.

3) Werte aufgrund der Umgliederung des Segments Catering in die aufgegebenen Geschäftstätigkeiten angepasst.

AUSSERPLANMÄSSIGE WERTMINDERUNGEN

Infolge von nicht durch Versicherungen abgedeckte Unwetterschäden wurden die Bewertungen für fünf zum Verkauf vorgesehene stillgelegte Airbus A380 um 27 Mio. EUR reduziert. Diese Wertminderung wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Im Berichtszeitraum wurden 12 neu erworbene Flugzeuge aktiviert. Die Lufthansa Group hat im laufenden Geschäftsjahr neu aufgenommene Darlehensmittel im Rahmen von Flugzeugfinanzierungsmodellen in Höhe von 53 Mio. EUR durch ein Flugzeug gesichert.

LATENTE STEUERN

Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren wurden weiterhin als werthaltig eingestuft, da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstanden sind und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

ZUM VERKAUF STEHENDE VERMÖGENSWERTE UND AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Aufgrund der oben genannten Umgliederung der dem Geschäftssegment Catering und der AirPlus Gruppe zuzurechnenden Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ergeben sich wesentliche Veränderungen der Positionen.

Die Umsätze des aufgegebenen Geschäftsbereichs Catering verteilen sich wie folgt auf die Regionen:

AUFGEGEBENES GESCHÄFTSSEGMENT CATERING - ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2023 Europa 1) davon

Deutschland
Nordamerika 1) davon

USA
Mittel- und

Südamerika 1)
Catering 1.059 139 41 696 591 63
Cateringleistungen 896
Erlöse Bordverkauf 117
Sonstige Leistungen 46
2022
Catering 834 113 30 587 527 51
Cateringleistungen 682
Erlöse Bordverkauf 91
Sonstige Leistungen 61

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in Mio. € 2023 Asien und Pazifik 1) Nahost 1) Afrika 1)
Catering 122 20 19
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
2022
Catering 53 15 15
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

In der nachfolgenden Tabelle ist der Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen aufgegliedert. Die Werte zeigen die Geschäftstätigkeit mit Dritten des aufgegebenen Geschäftsbereichs Catering abzüglich der Erlöse und Aufwendungen von Gesellschaften der Lufthansa Group aus konzerninternen Transaktionen mit Gesellschaften aus dem Bereich Catering.

AUFGEGEBENES GESCHÄFTSSEGMENT CATERING - GEWINN UND VERLUST

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in Mio. € 30.06.2023 30.06.2022
Erlöse 1.068 843
Aufwendungen -1.047 -880
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit vor Steuern 21 -37
Ertragsteuern -4 2
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit nach Steuern 17 -35
Wertminderungsaufwand aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten -54 -
Ertragsteuern - -
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -37 -35

Zur Anpassung des Nettovermögens des aufgegebenen Geschäftsbereichs an die erwarteten Zuflüsse aus dem Kaufvertrag war die Erfassung einer Wertminderung von 54 Mio. EUR erforderlich, die im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen wird.

Im dem auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnis ist ein Verlust von 2 Mio. EUR aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (Vorjahr: Ergebnis von 0 Mio. EUR) enthalten.

Im Konzerneigenkapitel sind in den übrigen neutralen Rücklagen 158 Mio. EUR kumulierte Aufwendungen und 20 Mio. EUR kumulierte Erträge enthalten, die auf das aufgegebene Geschäftssegment Catering und die zum Verkauf gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der AirPlus-Gruppe entfallen. Die Aufwendungen betreffen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, während die Erträge in den Marktbewertungsrücklagen enthalten sind.

Zum 30. Juni 2023 bestanden Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 2.615 Mio. EUR. In dieser Position waren sechs auf Termin veräußerte Airbus A380-Flugzeuge mit einem Buchwert von 287 Mio. EUR enthalten, die alle dem Segment Passagier-Airlines zuzurechnen sind. Vermögenswerte von 971 Mio. EUR und Passiva in Höhe von 613 Mio. EUR betreffen die verkauften Aktivitäten der LSG Group. Alle übrigen Vermögenswerte mit einem Betrag von 1.357 Mio. EUR und Passiva von 679 Mio. EUR resultieren aus dem vereinbarten Verkauf der den weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen zugeordneten AirPlus Gruppe.

ZUM VERKAUF STEHENDE VERMÖGENSWERTE UND ZUGEHÖRIGE PASSIVA

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 56 0 0
Flugzeuge und Reservetriebwerke 287 315 248
Grundstücke und Bauten 261 2 11
Übriges Sachanlagevermögen 166 2 -
Finanzanlagevermögen 79 - 8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.383 - -
Bankguthaben und Kassenbestände 180 - -
Sonstige Vermögenswerte 203 - -
2.615 319 267
Passiva
Pensionsrückstellungen 31 - -
Sonstige Rückstellungen 83 - -
davon langfristig 44 - -
Finanzschulden 129 - -
davon langfristig 129 - -
Übrige Verbindlichkeiten 1.049 - -
davon langfristig 48 - -
1.292 - -

Folgende Beträge in der Kapitalflussrechnung sind dem aufgegebenen Geschäftssegment Catering zuzuordnen:

AUFGEGEBENES GESCHÄFTSSEGMENT CATERING - KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € 30.06.2023 30.06.2022
Nettozu-/​-abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit -50 4
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -8 -12
Nettozu-/​-abflüsse aus Geldanlagen -9 -14
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen -17 -26
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit -30 -166

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz, der zur Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland verwendet wurde, betrug 3,9% (31. Dezember 2022: 4,2%). Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 1,9% (31. Dezember 2022: 2,4%) verwendet.

4 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem im Geschäftsfeld Passagier-Airlines saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden.

5 Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 1.465 1.446
Aus Gewährleistungsverträgen 237 249
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 19 19
1.721 1.714

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 69 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2022: 65 Mio. EUR) verzichtet.

Aufgrund tatsächlicher Verständigungen im Rahmen der Betriebsprüfung hinsichtlich der steuerlichen Bewertung reparaturfähiger Ersatzteile sowie konzerninterner Finanzierungen hat sich der Risikobetrag für steuerliche Sachverhalte reduziert. Zum 30. Juni 2023 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 400 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2022: 450 Mio. EUR).

Ende Juni 2023 bestand ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 17,9 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Bestellobligo 16,2 Mrd. EUR. Die Veränderung ergab sich im Wesentlichen aus der Bestellung von 19 Airbus A350 und sieben Boeing 787-9. An- und Abschlusszahlungen sowie Währungseffekte für laufende Bestellungen und Kaufpreisreduktionen wirkten gegenläufig.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 30. Juni 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten ist.

6 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 30. Juni 2023 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 30.06.2023

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 6.125 83 29 6.237
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 83 - 83
Wertpapiere 6.125 - - 6.125
Beteiligungen - - 29 29
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1.300 - 1.300
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 20 1.115 - 1.135
Eigenkapitalinstrumente 20 7 - 27
Fremdkapitalinstrumente - 1.108 - 1.108
Vermögenswerte gesamt 6.145 2.498 29 8.672

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 30.06.2023

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -676 - -676
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -2 - -2
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -969 - -969
Verbindlichkeiten gesamt - -1.647 - -1.647

Bei den Beteiligungen in Stufe 3 werden aus Wesentlichkeitsgründen die Anschaffungskosten als beste Schätzung des Fair Value angesehen.

Zum 31. Dezember 2022 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2022

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 5.415 101 28 5.544
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 101 - 101
Wertpapiere 5.415 - - 5.415
Beteiligungen - - 28 28
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1.880 - 1.880
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 18 1.103 - 1.121
Eigenkapitalinstrumente 18 7 - 25
Fremdkapitalinstrumente - 1.096 - 1.096
Vermögenswerte gesamt 5.433 3.084 28 8.545

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2022

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -621 - -621
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -1 - -1
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -882 - -882
Verbindlichkeiten gesamt - -1.504 - -1.504

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Seit dem zweiten Quartal 2023 werden neben den vorhandenen Rohöl Optionen und Crack Terminsicherungen auch Gasoil Optionen gehandelt. Es handelt sich hierbei um eine Erweiterung der grundsätzlich unveränderten Treibstoffpreissicherungsstrategie. Beide Optionsarten bilden in Summe den Gesamtsicherungsgrad des Exposure "Kerosin", ohne sich zu überschneiden. Diese Gasoil Optionen haben aktuell einen Anteil von ca. 13% am vorhandenen Sicherungsvolumen und deren Marktwert liegt bei ca. 35 Mio. EUR. Die anteilige Sicherung durch "Gasoil" wird eingeführt da diese im Vergleich zu Rohöl physikalisch und preislich näher am Exposure "Kerosin" liegt und der Gasoil Markt für ein Hedging durch Optionen ausreichend liquide ist.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/​Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

FINANZSCHULDEN

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30.06.2023 31.12.2022
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 6.794 6.478 6.659 6.168
Schuldscheindarlehen 1.245 1.220 1.242 1.162
Kreditlinien 23 23 - -
Flugzeugfinanzierungen 4.139 4.274 4.407 4.539
Übrige Finanzschulden 1) 197 227 400 391
Summe 12.398 12.222 12.708 12.260
Leasingverbindlichkeiten 2.229 n.a. 2.443 n.a.
Summe 14.627 15.151

1) Aufgliederung zum 31.12.2022 angepasst.

7 Ergebnis je Aktie

ERGEBNIS JE AKTIE

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30.06.2023 30.06.2022
"Unverwässertes" Ergebnis je Aktie 0,35 - 0,27
Konzernergebnis Mio. € 414 - 325
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 1.195.485.644 1.195.485.644

Bei einem Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 453 Mio. EUR (Vorjahr: -286 Mio. EUR) und aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -37 Mio. EUR (Vorjahr: -35 Mio. EUR) belief sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Tätigkeiten auf 0,38 EUR (Vorjahr: -0,24 EUR) und das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen auf -0,03 EUR (Vorjahr: -0,03 EUR). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird für den Berichtszeitraum nicht angegeben, da es höher ausfallen würde als das unverwässerte Ergebnis je Aktie.

8 Gezeichnetes Kapital

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG beträgt 3.060.443.248,64 EUR. Es ist in 1.195.485.644 vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 EUR eingeteilt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 9. Mai 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionär:innen kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 8. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um 100.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Aktien an die Mitarbeitenden (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionär:innen ist ausgeschlossen.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Falle des Eintritts der Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage um bis zu 10% zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionär:innen auszuschließen. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen und darf den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreiten. Von der Ermächtigung darf nur in dem Umfang Gebrauch gemacht werden, als dies zu einem Entfall der in § 4 Abs. 3 LuftNaSiG genannten Voraussetzungen erforderlich ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktionär:innen in dem Umfang, wie es zur Erfüllung der Anforderungen für die Aufrechterhaltung der luftverkehrsrechtlichen Befugnisse erforderlich ist, und in der Reihenfolge des § 5 Abs. 3 LuftNaSiG unter Setzung einer angemessenen Frist mit Hinweis auf die andernfalls mögliche Rechtsfolge, der Aktien nach Maßgabe des § 5 Abs. 7 LuftNaSiG verlustig zu gehen, aufzufordern, sämtliche oder einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu veräußern und die Veräußerung der Gesellschaft unverzüglich nachzuweisen.

BEDINGTES KAPITAL

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionär:innen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 306.044.326,40EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 9. Mai 2027 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionär:innen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2023 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 8. Mai 2028 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10% des derzeitigen Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionär:innen gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Zwecke verwenden kann. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2023 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

9 Segmentberichterstattung

In der unternehmensinternen Berichterstattung wird die zuvor im Segment Technik dargestellte Aircraft Maintenance and Engineering Corporation (AMECO) seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres den Weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen zugeordnet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Das Segment Catering wird weiterhin als operative Geschäftstätigkeit dargestellt. Die Umgliederung der Ergebnisse der aufgegebenen Geschäftstätigkeit im Segment Catering erfolgt in der Segmentberichterstattung in der Überleitung zum Konzernergebnis. Ebenso werden die Effekte aus dem Wegfall der planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nicht bereits im Segment sondern in der Überleitung zum Konzernergebnis dargestellt.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 2023

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in Mio. € Passagier-Airlines Logistik Technik Catering Summe

berichts-

pflichtiger

operativer

Segmente
Weitere

Gesellschaften

und Konzern-

funktionen
Außenumsätze 12.540 1.511 2.102 1.071 17.224 239
davon Verkehrserlöse 12.076 1.438 - - 13.514 -
Konzerninnenumsätze 340 24 1.026 36 1.426 201
Umsatzerlöse 12.880 1.535 3.128 1.107 18.650 440
Übrige operative Erträge 521 49 234 18 822 941
Operative Erträge 13.401 1.584 3.362 1.125 19.472 1.381
Operative Aufwendungen 12.907 1.408 3.061 1.121 18.497 1.508
davon Materialaufwand 7.658 984 1.851 436 10.929 186
davon Personalaufwand 2.596 204 755 471 4.026 426
davon Abschreibungen 850 89 76 37 1.052 57
davon sonstige Aufwendungen 1.803 131 379 177 2.490 839
Operatives Beteiligungsergebnis -41 12 -10 6 -33 15
davon Ergebnis Equity-Bewertung -35 4 -10 6 -35 4
Adjusted EBIT 1) 453 188 291 10 942 -112
Überleitungspositionen -31 -1 16 -41 -57 -20
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -28 1 1 -41 -67 -1
Pensionssondereffekte & Restrukturierung 5 -1 1 - 5 -3
Ergebnis Anlagenabgang -8 -1 14 - 5 2
Sonstige Überleitungsposten - - - - - -18
EBIT 422 187 307 -31 885 -132
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 6.318 2.235 4.080 476 13.109 1.614
davon aus Equity-Beteiligungen 90 36 151 43 320 24
Segmentinvestitionen 1.463 156 46 16 1.681 9
davon aus Equity-Beteiligungen - - 9 - 9 -
Mitarbeitende zum Stichtag 58.705 4.094 21.501 22.159 106.459 8.314

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in Mio. € Überleitung Konzern
Außenumsätze -1.057 16.406
davon Verkehrserlöse 237 13.751
Konzerninnenumsätze -1.627 -
Umsatzerlöse -2.684 16.406
Übrige operative Erträge -324 1.439
Operative Erträge -3.008 17.845
Operative Aufwendungen -2.995 17.010
davon Materialaufwand -1.615 9.500
davon Personalaufwand -471 3.981
davon Abschreibungen -10 1.099
davon sonstige Aufwendungen -899 2.430
Operatives Beteiligungsergebnis -5 -23
davon Ergebnis Equity-Bewertung -7 -38
Adjusted EBIT 1) -18 812
Überleitungspositionen 42 -35
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 40 -28
Pensionssondereffekte & Restrukturierung - 2
Ergebnis Anlagenabgang 1 8
Sonstige Überleitungsposten 1 -17
EBIT 24 777
Übriges Finanzergebnis -246
Ergebnis vor Ertragsteuern 531
Gebundenes Kapital 2) -339 14.384
davon aus Equity-Beteiligungen -43 301
Segmentinvestitionen 96 1.786
davon aus Equity-Beteiligungen - 9
Mitarbeitende zum Stichtag - 114.773

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT ↗ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 8, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich liquider Mittel und bestimmter nicht verzinslicher Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 2022

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in Mio. € Passagier-Airlines Logistik Technik Catering Summe

berichts-

pflichtiger

operativer

Segmente
Weitere

Gesellschaften

und Konzern-

funktionen
Außenumsätze 8.517 2.404 1.880 834 13.635 191
davon Verkehrserlöse 7.944 2.335 - - 10.279 -
Konzerninnenumsätze 459 22 711 23 1.215 106
Umsatzerlöse 8.976 2.426 2.591 857 14.850 297
Übrige operative Erträge 379 44 172 25 620 839
Operative Erträge 9.355 2.470 2.763 882 15.470 1.136
Operative Aufwendungen 10.516 1.504 2.518 890 15.428 1.278
davon Materialaufwand 6.082 1.102 1.432 343 8.959 118
davon Personalaufwand 2.113 199 669 385 3.366 368
davon Abschreibungen 878 82 89 38 1.087 57
davon sonstige Aufwendungen 1.443 121 328 124 2.016 735
Operatives Beteiligungsergebnis -39 11 -4 3) -5 -37 3) -14 3)
davon Ergebnis Equity-Bewertung -32 3 -7 3) -5 -41 3) -21 3)
Adjusted EBIT 1) -1.200 977 241 3) -13 5 3) -156 3)
Überleitungspositionen 33 -21 -66 -20 -74 -25
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -17 -1 -13 -17 -48 -
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -16 -17 - - -33 -3
Ergebnis Anlagenabgang - - 17 -1 16 -
Sonstige Überleitungsposten 66 -3 -70 -2 -9 -22
EBIT -1.167 956 175 3) -33 -69 3) -181 3)
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 5.352 2.389 3.611 3) 658 12.010 3) 1.499 3)
davon aus Equity-Beteiligungen 66 72 144 3) 47 329 3) 44 3)
Segmentinvestitionen 1.095 221 28 12 1.356 23
davon aus Equity-Beteiligungen - - 9 - 9 -
Mitarbeitende zum Stichtag 55.963 4.068 19.809 18.659 98.499 7.797

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in Mio. € Überleitung 4) Konzern 4)
Außenumsätze -824 13.002
davon Verkehrserlöse 389 10.668
Konzerninnenumsätze -1.321 -
Umsatzerlöse -2.145 13.002
Übrige operative Erträge -476 983
Operative Erträge -2.621 13.985
Operative Aufwendungen -2.583 14.123
davon Materialaufwand -1.331 7.746
davon Personalaufwand -385 3.349
davon Abschreibungen -54 1.090
davon sonstige Aufwendungen -813 1.938
Operatives Beteiligungsergebnis 4 -47
davon Ergebnis Equity-Bewertung 4 -58
Adjusted EBIT 1) -34 -185
Überleitungspositionen 17 -82
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 17 -31
Pensionssondereffekte & Restrukturierung 1 -35
Ergebnis Anlagenabgang -2 14
Sonstige Überleitungsposten 1 -30
EBIT -17 -267
Übriges Finanzergebnis -30
Ergebnis vor Ertragsteuern -297
Gebundenes Kapital 2) -176 13.333
davon aus Equity-Beteiligungen - 373
Segmentinvestitionen 2 1.381
davon aus Equity-Beteiligungen - 9
Mitarbeitende zum Stichtag - 106.296

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT ↗ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 8, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate), abzüglich liquider Mittel und bestimmter nicht verzinslicher Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

3) Werte aufgrund Neuzuordnung der AMECO angepasst.

4) Werte aufgrund der Umgliederung des Segments Catering in die aufgegebenen Geschäftstätigkeiten angepasst.

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Juni

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2023 2022
in Mio. € Verkehrserlöse 1) Andere

Betriebserlöse
Umsatz-

erlöse
Verkehrserlöse 1)2) Andere

Betriebserlöse 2)
Umsatz-

erlöse 2)
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 9.292 1.204 10.496 7.118 1.017 8.135
davon Deutschland 4.127 466 4.593 3.286 396 3.682
Nordamerika 2.471 728 3.199 1.771 765 2.536
davon USA 2.184 577 2.761 1.590 657 2.247
Mittel- und Südamerika 288 106 394 266 57 323
Asien/​Pazifik 1.254 443 1.697 1.115 365 1.480
Nahost 210 120 330 204 93 297
Afrika 236 54 290 194 37 231
Summe 13.751 2.655 16.406 10.668 2.334 13.002

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Werte aufgrund der Umgliederung des Segments Catering in die aufgegebenen Geschäftstätigkeiten angepasst.

10 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2022 unter /​ Erläuterung 50 (Geschäftsberichts 2022, S. 256 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im /​ Vergütungsbericht 2022 (Geschäftsberichts 2022, S. 280 ff.) und unter /​ Erläuterung 51 des Anhangs zum Konzernabschluss 2022 (Geschäftsbericht 2022, S. 259) beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

11 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Vor dem Hintergrund der Ungewissheiten im Zusammenhang mit der Einführung einer globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two) hat der IASB am 23. Mai 2023 Änderungen an IAS 12 veröffentlicht, die eine obligatorische Ausnahme für die Bilanzierung von latenten Steuern aus der Implementierung der Pillar Two-Regelungen vorsehen. Die Lufthansa Group wird diese Ausnahme nach einer Indossierung durch die EU anwenden. Die damit verbundenen Angabepflichten sind erstmals in jährlichen Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, zu erfüllen. In Zwischenberichten, die im Jahr 2023 enden, sind die Angaben noch nicht verpflichtend.

Die übrigen vom IASB bis zum Veröffentlichungsdatum dieses Berichts verabschiedeten Rechnungslegungsstandardänderungen, die für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 1. Januar 2023 beginnen, haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Informationen zu den bis zum Aufstellungszeitpunkt des Zwischenabschluss beschlossenen Änderungen sind im Konzernanhang zum Konzernabschluss 2022 in ↗ Erläuterung 3 (Geschäftsbericht 2022, S. 170 ff.) dargestellt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt, den 1. August 2023

Der Vorstand

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Carsten Spohr

Vorsitzender des Vorstands
Christina Foerster

Mitglied des Vorstands

Markenführung & Nachhaltigkeit
Harry Hohmeister

Mitglied des Vorstands

Global Markets & Network
Detlef Kayser

Mitglied des Vorstands

Flotte & Technologie
Michael Niggemann

Mitglied des Vorstands

Personal & Infrastruktur, Arbeitsdirektor
Remco Steenbergen

Mitglied des Vorstands

Finanzen

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss der Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung, sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Eschborn/​Frankfurt am Main, 2. August 2023

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Bösser

Wirtschaftsprüfer
Jansen

Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Venloer Straße 151 - 153

50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Dennis Weber (Ltg.)

Patrick Winter

Malte Happel

Kontakt

Dennis Weber

+ 49 69 696 - 28008

Svenja Lang

+ 49 69 696 - 28025

Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28008

E-Mail: [email protected]

Aktuelle Finanzinformationen im Internet: ↗ www.lufthansagroup.com/​investor-relations

Finanzkalender 2023

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2. November Veröffentlichung 3. Zwischenbericht

Januar - September 2023

Finanzkalender 2024

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7. März Veröffentlichung Geschäftsbericht 2023
30. April Veröffentlichung 1. Zwischenbericht

Januar - März 2024
7. Mai Lufthansa Hauptversammlung 2024
31. Juli Veröffentlichung 2. Zwischenbericht

Januar - Juni 2024
29. Oktober Veröffentlichung 3. Zwischenbericht

Januar - September 2024

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2023 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "Vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrundeliegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse beziehungsweise Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

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