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Deutsche Lufthansa AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 6, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Deutsche Lufthansa AG

Köln

2. Zwischenbericht 2020

Januar - Juni 2020

Iufthansagroup.com

lufthansagroup.com/investor-relations

Die Lufthansa Group

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse1) Mio. € 8.335 17.416 -52 1.894 9.578
davon Verkehrserlöse1) Mio. € 5.641 13.375 -58 1.102 7.570
Operative Aufwendungen1) Mio. € 12.069 18.162 -34 3.907 9.480
Adjusted EBITDA Mio. € -1.578 1.736 -1.038 1.415
Adjusted EBIT Mio. € -2.899 418 -1.679 754
EBIT Mio. € -3.468 417 -1.846 761
Konzernergebnis Mio. € -3.617 -116 -3.018 -1.493 226
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 39.887 43.094 -7 - -
Eigenkapital Mio. € 5.702 9.166 -38 - -
Eigenkapitalquote % 14,3 21,3 -7,0 P. - -
Nettokreditverschuldung Mio. € 7.314 6.234 17 - -
Pensionsrückstellungen Mio. € 7.422 6.612 12 - -
Operativer Cashflow Mio. € 363 2.393 -85 -1.004 835
Investitionen (brutto)2) Mio. € 897 1.904 -53 127 668
Adjusted Free Cashflow Mio. € -510 269 -1.130 91
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge % -18,9 10,0 -28,9 P. -54,8 14,8
Adjusted EBIT-Marge % -34,8 2,4 -37,2 P. -88,6 7,9
EBIT-Marge % -41,6 2,4 -44,0 P. -97,5 7,9
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni) 8,94 15,07 -41 - -
Ergebnis pro Aktie -7,56 -0,24 -3.050 -3,12 0,48
Leistungsdaten1)
Flüge Anzahl 225.937 575.466 -61 18.730 312.812
Fluggäste Tsd. 23.475 68.973 -66 1.719 39.552
Angebotene Sitzkilometer Mio. 68.604 174.603 -61 4.307 95.150
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 49.512 141.169 -65 2.413 79.236
Sitzladefaktor % 72,2 80,9 -8,7 P. 56,0 83,3
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 5.495 8.553 -36 2.047 4.497
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 3.603 5.262 -32 1.447 2.711
Fracht-Nutzladefaktor % 65,6 61,6 4,0 P. 70,7 60,3
Mitarbeiter
Mitarbeiter (30. Juni) Anzahl 129.356 137.639 -6 - -

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Veränderung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse1) -80
davon Verkehrserlöse1) -85
Operative Aufwendungen1) -59
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Konzernergebnis
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme
Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Nettokreditverschuldung
Pensionsrückstellungen
Operativer Cashflow
Investitionen (brutto)2) -81
Adjusted Free Cashflow
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge -69,6 P.
Adjusted EBIT-Marge -96,5 P.
EBIT-Marge -105,4 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Juni)
Ergebnis pro Aktie
Leistungsdaten1)
Flüge -94
Fluggäste -96
Angebotene Sitzkilometer -95
Verkaufte Sitzkilometer -97
Sitzladefaktor -27,3 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer -54
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer -47
Fracht-Nutzladefaktor 10,4 P.
Mitarbeiter
Mitarbeiter (30. Juni)

1) Vorjahreszahlen angepasst.

2) Ohne Erwerb von Anteilen.

Veröffentlichungstag: 6. August 2020.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Pandemie hat die Luftfahrtindustrie in einem nie dagewesenen Ausmaß getroffen. Kaum eine andere Branche kämpft stärker mit den Auswirkungen der globalen Krise, kaum eine andere wird länger dafür brauchen, sie zu überwinden.

Der Geschäftsverlauf der Lufthansa Group zeigt das deutlich. Im ersten Halbjahr 2020 lagen die Umsatzerlöse mit 8.335 Mio. EUR um 52% unter Vorjahr. Das Adjusted EBIT, unsere wesentliche Ergebniskennzahl, sank von 418 Mio. EUR im Vorjahr auf -2.899 Mio. EUR. Im Jahr 2020 erwarten wir somit einen deutlichen Verlust.

Um die Zahlungsfähigkeit der Lufthansa Group zur erhalten, haben wir mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite von insgesamt 9 Mrd. EUR vereinbart. Die außerordentliche Hauptversammlung und die EU-Kommission haben diesen Maßnahmen zugestimmt. Weiter haben wir vereinbart, dass die Regierungen in der Schweiz, Österreich und Belgien einen Teil der staatlichen Maßnahmen zur Stabilisierung ihrer nationalen Airlines übernehmen werden. Damit ist die Liquidität des Unternehmens - und damit seine Zukunftsfähigkeit - nachhaltig gesichert. Die vollständige Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen inklusive der Zinszahlungen wird das Unternehmen jedoch in den kommenden Jahren stark belasten, zumal wir eine nur langsame Markterholung erwarten. Wir werden deshalb unsere Kosten deutlich und dauerhaft senken.

Zwei Pakete unseres Restrukturierungsprogramms haben wir bereits beschlossen: Mit dem ersten Paket von Anfang April haben wir unter anderem entschieden, die Flotte dauerhaft um 100 Flugzeuge zu verkleinern und den Flugbetrieb der Germanwings nicht wiederaufzunehmen. Maßnahmen des zweiten Pakets von Anfang Juli umfassen die Verkleinerung des Vorstands und der Administration sowie die Reduzierung der Führungspositionen. Weiterhin treiben wir die Verselbständigung der Lufthansa Airline voran. Oberstes Ziel ist es, die staatlichen Kredite und Einlagen schnellstmöglich zurückzuführen.

Mit der Kabinengewerkschaft UFO konnten wir uns bereits auf ein umfassendes Krisenpaket für die Beschäftigten der Lufthansa verständigen, das zu wesentlichen Kostensenkungen führen soll. Mit anderen Sozialpartnern führen wir weiterhin intensive Gespräche, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

Das Marktumfeld wird über Jahre herausfordernd bleiben. In vielen Ländern, vor allem in unseren wichtigen Langstreckenmärkten, gelten weiter Reisebeschränkungen. Dennoch beginnt sich die Nachfrage schrittweise zu erholen, vor allem auf der Kurzstrecke und im Touristik-Segment. Wir bauen deshalb die Flugpläne der Airlines weiter kontinuierlich aus. Bis Ende Oktober bieten wir wieder rund 40% der Kapazität des Vorjahres an. Damit fliegen wir wieder über 90% aller ursprünglich geplanten Kurz- und Mittelstreckenziele und über 70% der Langstreckendestinationen der Group an.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin auf unserem Weg begleiten.

Frankfurt, den 04. August 2020

Der Vorstand

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Carsten Spohr Christina Foerster Harry Hohmeister
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands Ressort Customer, IT & Corporate Responsibility Mitglied des Vorstands Ressort Commercial Passenger Airlines

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Detlef Kayser Michael Niggemann
Mitglied des Vorstands Ressort Airline Resources &

Operations Standards
Mitglied des Vorstands Ressort Personal, Recht und M&A

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) in 2020

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in % Q1 Q2 Q31) Q4 1) Gesamtjahr 1)
Welt -2,3 -9,0 -5,5 -4,2 -5,5
Europa -2,0 -14,6 -9,7 -7,4 -8,5
Deutschland -2,3 -11,4 -6,6 -3,7 -6,0
Nordamerika 0,2 -10,6 -7,4 -6,8 -6,2
Südamerika -1,0 -16,0 -12,1 -10,3 -9,5
Asien/Pazifik -4,8 -3,2 0,0 0,9 -2,1
China -6,7 0,6 4,0 4,0 0,5
Naher Osten -6,1 -13,6 -12,6 -9,7 -10,2
Afrika 1,4 -4,6 -5,3 -5,3 -4,4

Quelle: Global Insight World OverView per 15.07.2020.

1) Prognosewerte.

Die Corona-Pandemie hat weltweit zu einem starken Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt.
Darüber hinaus belasten der Handelsstreit zwischen den USA und China und die unklaren Auswirkungen des Brexit die wirtschaftliche Leistung; die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über ein umfassendes Freihandelsabkommen haben derzeit noch keine erkennbaren Fortschritte erzielt.
Gemäß Daten von Global Insight schrumpfte die Weltwirtschaft im zweiten Quartal 2020 um 9,0% gegenüber Vorjahr; im Gesamtjahr 2019 lag das Weltwirtschaftswachstum noch bei 2,6%.
Asien/Pazifik war mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 3,2% im 2. Quartal die am schwächsten getroffene Weltregion (Gesamtjahr 2019: Wachstum um 4,2%).
Die europäische Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2020 um 14,6% (Gesamtjahr 2019: Wachstum um 1,5%).

ROHÖL-, KEROSIN UND WÄHRUNGSENTWICKLUNG (Jan. -Juni 2020)

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Minimum Maximum Durchschnitt 30.06.2020
ICE Brent in USD/bbl 19,33 68,91 42,02 41,15
Kerosin in USD/t 119,00 659,25 364,34 336,75
USD 1 EUR/USD 1,0667 1,1463 1,1015 1,1243
JPY 1 EUR/JPY 114,57 123,92 119,22 121,23
CHF 1 EUR/CHF 1,0506 1,0866 1,0641 1,0648
CNY 1 EUR/CNY 7,5526 8,0563 7,746 7,9441
GBP 1 EUR/GBP 0,8305 0,9321 0,8740 0,9082

Quelle: Bloomberg, Tagesendkurse im Jahresdurchschnitt.

Der Ölpreis sank im ersten Halbjahr 2020 von 66,00 USD/bbl zum Jahresende 2019 auf 41,15 USD/bbl am 30. Juni 2020; der Durchschnittspreis lag mit 42,02 USD/bbl um 37% unter Niveau des Vorjahreszeitraums.
Der Jet Fuel Crack, der die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin abbildet, lag 72% unter Vorjahr.
Der durchschnittliche Kerosinpreis sank entsprechend um 42% gegenüber Vorjahr.
Der Euro wertete im Vergleich zum Vorjahr gegenüber den meisten für die Lufthansa Group relevanten Fremdwährungen ab: Schweizer Franken: -5.8%, Japanischer Yen: -4.1%, US-Dollar: -2,5%, Chinesischer Renminbi: -1.1%, Britischer Pfund: +0.1%.

BRANCHENENTWICKLUNG

ABSATZENTWICKLUNG IN DER LUFTFAHRT (Jan. - Juni 2020)

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in % gegenüber Vorjahr Passagierkilometer Fracht-Tonnenkilometer
Europa -62 -20
Nordamerika -57 -5
Mittel- und Südamerika -52 -21
Asien/Pazifik -59 -17
Mittlerer Osten -56 -16
Afrika -57 -7
Industrie -58 -15

Quelle: IATA Air Passenger / Air Freight Market Analysis (06/2020).

Der Absatz im Passagiergeschäft ist aufgrund der Corona-Pandemie deutlich eingebrochen; die Anzahl weltweit verkaufter Passagierkilometer sank im ersten Halbjahr 2020 gemäß Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) um 58% gegenüber Vorjahr.
Auch das Frachtgeschäft entwickelte sich rückläufig, wenn auch nicht im gleichen Maße wie das Passagiergeschäft; die Anzahl weltweit verkaufter Tonnenkilometer sank gemäß IATA im ersten Halbjahr 2020 um 15%.
Die Märkte für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen für Flugzeuge (MRO) sowie für Catering in den von der LSG Group bedienten Marktsegmenten Flugverkehr, Zugverkehr und Einzelhandel sind im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls stark von der Coronakrise und der zeitweiligen weitgehenden Einstellung des globalen Flugverkehrs betroffen.

Geschäftsverlauf

Coronakrise belastet Geschäftsverlauf der Lufthansa Group wesentlich

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat den Geschäftsverlauf der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2020 wesentlich belastet.
Dabei hat die Lufthansa Group schnell und entschlossen auf den Ausbruch der Coronakrise reagiert; die angebotene Kapazität wurde zur Vermeidung von weiteren Verlusten deutlich verringert und es wurden umfangreiche Maßnahmen initiiert, um Kosten und Investitionsausgaben zu verringern und die Liquidität zu sichern; seit Anfang Juni wurde das Flugangebot wieder sukzessive ausgebaut; zum Ende des 1. Halbjahres wurde rund 10% der Kapazität des Vorjahres angeboten.
Die Verkehrserlöse sanken im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der rückläufigen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 58% auf 5.641 Mio. EUR, die Umsatzerlöse lagen mit 8.335 Mio. EUR um 52% unter Vorjahr.
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund des mengenbedingten Rückgangs der Materialaufwendungen, insbesondere solche für Treibstoff und Gebühren, sowie der Einführung von Kurzarbeit für große Teile der Belegschaft um insgesamt 34% auf 12.069 Mio. EUR.
Das Adjusted EBIT sank auf -2.899 Mio. EUR (Vorjahr: 418 Mio. EUR), die Adjusted EBIT-Marge lag bei -34,8% (Vorjahr: 2,4%).
Das Konzernergebnis sank auf -3.617 Mio. EUR (Vorjahr: -116 Mio. EUR); es wurde von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Flotte und Firmenwerte sowie der negativen Marktwertentwicklung von Hedges zur Treibstoffkostenabsicherung belastet.
Der Adjusted Free Cashflow (Free Cashflow bereinigt um IFRS 16-Effekt) sank auf -510 Mio. EUR (Vorjahr: 269 Mio. EUR).
Die Nettokreditverschuldung lag mit 7.314 Mio. EUR um 10% über dem Niveau vom Jahresende 2019 (31. Dezember 2019: 6.662 Mio. EUR); die Kennzahl Adjusted Net Debt/12-Monats-Adjusted EBITDA stieg aufgrund des Ergebnisrückgangs und des Anstiegs der Nettokreditverschuldung um 7,5 Punkte auf 10,3 (31. Dezember 2019: 2,8).
Die spezifischen CO2-Emissionen lagen im ersten Halbjahr 2020 bei 9,97 kg pro 100 Passagierkilometer (Gesamtjahr 2019: 9,22 kg); Grund für den Anstieg gegenüber 2019 waren im Wesentlichen die durch den Ausbruch des Coronavirus bedingten Reiseeinschränkungen und Nachfragerückgänge, die zu einer geringeren Auslastung führten, sowie der gesunkene Anteil von Interkontinentalverkehren, bei denen die spezifischen CO2-Emissionen geringer sind.

Wesentliche Ereignisse

EU-Kommission genehmigt Verkauf des Europageschäfts der LSG Group

Die EU-Kommission hat am 3. April 2020 den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group unter Auflagen genehmigt; nach Erfüllung der Auflagen durch den Käufer gategroup soll der Verkauf abgeschlossen werden; der geplante Verkauf der internationalen Aktivitäten der LSG Group wird aufgrund der Coronakrise pausiert. ↑ Geschäftsfeld Catering, S. 22.

Lufthansa ordnet Zuständigkeiten im Vorstand neu

Am 4. April 2020 hat Ulrik Svensson sein Mandat als Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG für das Ressort Finanzen aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 6. April 2020 niedergelegt.
Mit Wirkung zum 26. Juni 2020 hat Thorsten Dirks sein Mandat als Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG, Ressort Digital und Finanzwesen, niedergelegt.
Daraufhin wurde eine neue Geschäftsverteilung für den Vorstand beschlossen; das bisherige Ressort Digital und Finanzwesen wird nicht nachbesetzt; die Zuständigkeiten werden den anderen Vorstandsressorts zugeordnet.
Carsten Spohr verantwortet im Ressort des Vorstandsvorsitzenden bis auf weiteres zusätzlich die Finanzfunktionen; die Position des CFO soll in den kommenden Monaten wiederbesetzt werden; damit sollen perspektivisch wieder die Finanzfunktionen in einem eigenen Ressort gebündelt werden.
Christina Foerster verantwortet das Ressort Customer, IT & Corporate Responsibility und trägt dabei auch die Verantwortung für den Lufthansa Innovation Hub und für den Einkauf.
Harry Hohmeister verantwortet das Ressort Commercial Passenger Airlines.
Detlef Kayser verantwortet das Ressort Airline Resources & Operations Standards, in dem auch die zentrale Steuerung des Restrukturierungs- und Transformationsprogramms angesiedelt ist.
Michael Niggemann verantwortet das Ressort Personal, Recht und M&A.

Lufthansa Group beschließt erstes Restrukturierungspaket

Im Rahmen eines ersten Restrukturierungspakets hat der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG am 7. April 2020 Maßnahmen beschlossen, um die Kapazität der Flugbetriebe an die durch die Krise nachhaltig belastete Kundennachfrage anzupassen; die Maßnahmen umfassen insbesondere die Reduzierung der Flottengröße durch erste Flugzeugstilllegungen und die Einstellung des Flugbetriebs Germanwings.

↑ Geschäftsfelder, S. 14.
Am 7. Juli 2020 hat der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG ein zweites Paket des Restrukturierungsprogramms verabschiedet. ↑ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, S. 8.

Wirtschaftsstabilisierungsfonds, Schweizer und Österreichische Bundesregierung stimmen Stabilisierungspaketen zu

Am 25. Mai 2020 hat der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland dem Stabilisierungspaket für die Deutsche Lufthansa AG zugestimmt; das Paket sieht Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite von bis zu 9 Milliarden Euro vor.
Der WSF hat im Wege einer Kapitalerhöhung Aktien gezeichnet und eine Beteiligung von 20% am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG aufgebaut

↑ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag; darüber hinaus wird der WSF Stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutschen Lufthansa AG leisten, davon werden 4,7 Milliarden Euro im Sinne der Vorschriften des HGB und der IFRS als Eigenkapital eingestuft; schließlich werden die Stabilisierungsmaßnahmen ergänzt durch eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro unter Beteiligung der KfW und privater Banken mit einer Laufzeit von drei Jahren. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Regierungen in der Schweiz, Österreich und Belgien einen Teil der staatlichen Unterstützung für ihre nationalen Airlines übernehmen werden.

↑ Weitere Details zu den Stabilisierungsmaßnahmen: Anhang, S. 32.
Auflagen betreffen insbesondere den Verzicht auf künftige Dividendenzahlungen und Beschränkungen der Managementvergütung; außerdem kann der WSF auf der Basis von Vorschlägen der Deutschen Lufthansa AG zwei Aufsichtsräte zur Wahl benennen, wovon ein Aufsichtsrat Mitglied des Prüfungsausschusses werden soll; außer im Übernahmefall verpflichtet sich der WSF, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung bei den üblichen Beschlüssen ordentlicher Hauptversammlungen nicht auszuüben.
Die von Deutschland gegenüber der EU-Kommission gegebenen Zusagen verpflichten den Konzern, an den Flughäfen Frankfurt und München je einem Wettbewerber zur Stationierung von je bis zu vier Flugzeugen, bis zu 24 Start- und Landerechte (Slots), also rechnerisch drei Start- und drei Landerechte pro Flugzeug und Tag, zu übertragen.
Am 25. Juni 2020 haben sich die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Annahme der Kapitalmaßnahmen und der Beteiligung des WSF an der Deutschen Lufthansa AG ausgesprochen; am gleichen Tag genehmigte die EU-Kommission das Stabilisierungspaket; damit sieht der Vorstand der Gesellschaft den Fortbestand des Konzerns auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung für die nächsten zwölf Monate als gesichert an.
Bereits am 29. April 2020 hat der Schweizer Bund garantierte Kredite für die beiden Schweizer Fluggesellschaften der Lufthansa Group, SWISS und Edelweiss, in Höhe von 1,5 Milliarden Schweizer Franken (circa 1,4 Milliarden Euro) zugesagt; die Mittel dürfen nur bei der SWISS und Edelweiss eingesetzt werden; konzerninterne Dividendenzahlungen müssen für den Zeitraum der Inanspruchnahme des Kredits unterbleiben.
Am 8. Juni 2020 haben sich die österreichische Bundesregierung, die Lufthansa Group und Austrian Airlines auf Eckpunkte für ein Corona-Hilfspaket in Höhe von 600 Millionen Euro für Austrian Airlines verständigt.
Darüber hinaus haben die belgische Regierung und die Lufthansa Group eine grundlegende Einigung über ein Stabilisierungspaket für Brussels Airlines erzielt.

↑ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, S. 8.
Die Unterstützungsleistungen aus der Schweiz, Österreich und Belgien unterliegen dem Vorbehalt der finalen Genehmigung des WSF und der KfW und werden auf das Stabilisierungspaket für die Deutsche Lufthansa AG angerechnet. ↑ Weitere Details zu den Stabilisierungsmaßnahmen: Anhang, S. 32.

Lufthansa Aktie nun im MDAX gelistet

Aufgrund der Kursverluste infolge der Coronakrise und des entsprechenden Rückgangs der Free Float-bereinigten Marktkapitalisierung ist die Lufthansa Aktie seit dem 22. Juni 2020 nicht mehr im DAX30-Index, sondern im MDAX-Index gelistet.

Lufthansa und Unabhängige Flugbegleitergewerkschaft UFO einigen sich auf Krisenpaket

Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich am 24. Juni 2020 auf ein Maßnahmenpaket zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise geeinigt; damit werden bis Ende 2023 Kosteneinsparungen von mehr als einer halben Milliarde Euro erzielt.
Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem das Aussetzen von Vergütungsanhebungen, eine Flugstundenabsenkung bei entsprechender Reduzierung der Vergütung sowie temporär reduzierte Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung.
Darüber hinaus haben sich beide Parteien auf ein Paket freiwilliger Maßnahmen und Abfindungsprogramme geeinigt; hierzu zählen unter anderem unbezahlter Urlaub, freiwillige Maßnahmen zur weiteren Arbeitszeitabsenkung und der geförderte, vorzeitige Wechsel in die Altersversorgung.
Mit dem jetzt beschlossenen Krisenpaket geht das Unternehmen davon aus für die 22.000 Kabinenmitarbeiter der Deutschen Lufthansa AG betriebsbedingte Kündigungen für den Zeitraum der Krise vermeiden zu können; die getroffenen Vereinbarungen benötigen noch die Zustimmung der Mitglieder der UFO.

Austrian Airlines und Brussels Airlines treffen Vereinbarungen mit Mitarbeitern zur Krisenbewältigung

Austrian Airlines konnte am 21. und 22. Mai 2020 Einigungen mit dem Bord- und Bodenpersonal auf einen Krisenbeitrag erzielen; hieraus werden jährliche Einsparungen von 80 Mio. EUR erwartet.
Auch Brussels Airlines hat am 26. Juni 2020 eine Vereinbarung mit den Sozialpartnern für die Mitarbeiter an Bord und am Boden zur Umsetzung von strukturellen Maßnahmen erzielt.

Lufthansa Group baut Kapazitäten wieder aus

Am 29. Juni 2020 sind die Airlines der Lufthansa Group aufgrund der deutlich veränderten Buchungswünsche ihrer Fluggäste von einer kurzfristigen zu einer längerfristigen Flugplanung bis Ende Oktober 2020 übergegangen und haben diese in den Buchungssystemen umgesetzt.
Die Airlines werden somit bis Ende Oktober wieder rund 40% der Kapazität des Vorjahres anbieten; insgesamt sollen dafür bis Ende Oktober über 380 Flugzeuge eingesetzt werden; damit ist wieder die Hälfte der Flotte der Lufthansa Group in der Luft.
Ende Oktober sollen über 90% aller ursprünglich geplanten Kurz- und Mittelstreckenziele und über 70% der Langstreckendestinationen der Group wieder angeflogen werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Rating-Agenturen stufen Bewertung der Lufthansa Group herab

Die Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's haben am 1. Juli 2020 beziehungsweise am 2. Juli 2020 das Bonitätsrating der Lufthansa Group infolge der Ausbreitung des Coronavirus und dessen Auswirkungen von BB+ auf BB beziehungsweise von Ba1 auf Ba2 herabgesetzt; Scope Ratings bestätigte am 14. Juli 2020 das Rating BBB-, damit wird die Lufthansa Group von Scope Ratings weiter im Investment Grade Bereich eingestuft.

WSF baut Beteiligung von 20% am Grundkapital auf

Im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen hat der WSF am 2. Juli 2020 im Wege einer Kapitalerhöhung Aktien gezeichnet und eine Beteiligung von 20% am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG aufgebaut; der Bezugspreis betrug 2,56 Euro je Aktie, so dass sich die Bareinlage auf rund 0,3 Mrd. EUR belief.

Erste Zahlungen aus dem Stabilisierungspaket sind erfolgt

Die Deutsche Lufthansa AG hat bislang insgesamt 2,3 Mrd. EUR aus dem Stabilisierungspaket erhalten; am 2. Juli 2020 flossen 0,3 Mrd. EUR aus der Kapitalerhöhung durch den WSF zu, am 3. Juli 2020 folgten weitere 1,0 Mrd. EUR aus der ersten Tranche der KfW-Fazilität sowie am 9. Juli 2020 ebenfalls 1,0 Mrd. EUR als Stille Beteiligung II seitens des WSF.
Darüber hinaus hat die LSG sowie die LHT Group in den USA bis zum 4. August 2020 Zahlungen im Rahmen des "Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act" ("CARES Act") in einer Gesamthöhe von 170 Mio. USD erhalten.

Lufthansa Group beschließt zweites Paket des Restrukturierungsprogramms

Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat in Folge der Coronakrise am 7. Juli 2020 ein zweites Paket des Restrukturierungsprogramms verabschiedet.
Das umfassende Restrukturierungsprogramm mit dem Titel "ReNew" ist bis Dezember 2023 angelegt und wird von Dr. Detlef Kayser, Vorstand Airline Resources & Operations Standards, geführt; es umfasst auch bereits laufende Restrukturierungsprogramme der Airlines und Servicegesellschaften des Konzerns.
Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Tochterunternehmen im Vergleich zu 2019 verkleinert werden; die Anzahl der Führungskräftestellen soll konzernweit um 20 Prozent reduziert werden; die Administration der Deutschen Lufthansa AG soll um 1.000 Stellen verkleinert werden.
Die Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen soll schnellstmöglich erfolgen, um einen Anstieg der hieraus entstehenden Zinslasten zu vermeiden.
Die Verselbständigung von Lufthansa German Airlines wird vorangetrieben.
Die bereits geplante Reduzierung von Teilflotten und die Bündelung von Flugbetrieben wird umgesetzt - inklusive der touristischen Lang- und Kurzstreckenangebote an den Drehkreuzen Frankfurt und München; allein bei Lufthansa German Airlines wurden bereits 22 Flugzeuge vorzeitig ausgeflottet, darunter sechs Airbus A380, elf A320 und fünf Boeing 747-400.
Die Finanzplanung bis 2023 sieht die Abnahme von maximal 80 neuen Flugzeugen in die Flotten der Lufthansa Group vor; aufgrund der Verschiebung von geplanten Auslieferungen halbiert sich damit das Investitionsvolumen für neue Flugzeuge in diesem Zeitraum.

EU-Kommission stimmt Hilfspaket für Austrian Airlines zu

Am 7. Juli 2020 hat die EU-Kommission ihre Zustimmung für das zwischen der österreichischen Bundesregierung, die Lufthansa Group und Austrian Airlines verhandelte Corona-Hilfspaket in Höhe von 600 Millionen Euro für Austrian Airlines gegeben.
Als Teil des Pakets hat die Deutsche Lufthansa AG nach der Freigabe Austrian Airlines 150 Mio. EUR Eigenkapital zur Verfügung gestellt.

Einigung über Stabilisierungspaket für Brussels Airlines erzielt

Die belgische Regierung und die Lufthansa Group haben eine grundlegende Einigung über ein Darlehen des belgischen Staats in Höhe von 290 Mio. EUR an Brussels Airlines erzielt; dieses wird ergänzt durch einen Eigenkapitalzuschuss der Deutschen Lufthansa AG von 170 Mio. EUR; damit wird die Umsetzung des Turnaround-Programms von Brussels Airlines ermöglicht, um die Airline langfristig profitabel auszurichten; die finale vertragliche Ausgestaltung steht noch aus; darüber hinaus stehen die Maßnahmen noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den WSF und die EU-Kommission.

Finanzielle Entwicklung

ERTRAGSLAGE

Verkehrsleistung ist belastet durch Coronakrise; Verkehrserlöse sinken um 58%

Die Verkehrsleistung der Lufthansa Group Airlines ist infolge der Coronakrise deutlich zurückgegangen; der Absatz (verkaufte Passagierkilometer) sank gegenüber Vorjahr um 65%, das Angebot (angebotene Passagierkilometer) wurde durch Kapazitätsanpassungen um 61% reduziert; der Sitzladefaktor sank um 8,7 Prozentpunkte auf 72,2%.
Das Frachtgeschäft der Lufthansa Group ist insbesondere durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge beeinflusst; um dies zu kompensieren wurden Passagiermaschinen zum Transport von Fracht umgerüstet und eingesetzt; das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) verringerte sich um 36%, der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) sank um 32%; der Nutzladefaktor lag mit 65,6% um 4,0 Prozentpunkte über Vorjahr.
Die Verkehrserlöse sanken aufgrund der rückläufigen Verkehrsleistung um 58% auf 5.641 Mio. EUR (Vorjahr: 13.375 Mio. EUR).

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ

in % (zum 30.06.20201

Umsatzerlöse sinken gegenüber Vorjahr um 52%

Die anderen Betriebserlöse sanken um 33% auf 2.694 Mio. EUR (Vorjahr: 4.041 Mio. EUR), im Wesentlichen krisenbedingt durch rückläufige Erlöse in den Geschäftsfeldern Technik und Catering sowie bei den Gesellschaften AirPlus und Lufthansa Aviation Training.
Die Umsatzerlöse lagen mit 8.335 Mio. EUR um 52% unter Vorjahr (Vorjahr: 17.416 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 50% auf 9.287 Mio. EUR (Vorjahr: 18.492 Mio. EUR).

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

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in Mio. € Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Verkehrserlöse1) 5.641 13.375 -58
Andere Betriebserlöse 2.694 4.041 -33
Umsatzerlöse1) 8.335 17.416 -52
Sonstige operative Erträge 952 1.076 -12
Summe operative Erträge 9.287 18.492 -50
Materialaufwand1) 5.127 9.631 -47
davon Treibstoff 1.321 3.225 -59
davon übrige RHB und bezogene Waren 1.277 1.996 -36
davon Gebühren 1.049 2.219 -53
davon Fremdleistungen Technik 671 978 -31
Personalaufwand 3.612 4.518 -20
Planmäßige Abschreibungen 1.321 1.318 0
Sonstiger operativer Aufwand 2.009 2.695 -25
Summe operative Aufwendungen 12.069 18.162 -34
Beteiligungsergebnis -117 88
Adjusted EBIT -2.899 418
Summe Überleitung EBIT -569 -1 -56.800
EBIT -3.468 417
Zinsergebnis -162 -228 29
Übrige Finanzposten -789 -77 -925
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.419 112
Ertragsteuern 792 -213
Ergebnis nach Ertragsteuern -3.627 -101 -3.491
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 10 -15
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -3.617 -116 -3.018

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Operative Aufwendungen um 34% reduziert

Die operativen Aufwendungen der Lufthansa Group sanken gegenüber Vorjahr insgesamt um 34% auf 12.069 Mio. EUR (Vorjahr: 18.162 Mio. EUR).

Der Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 5.127 Mio. EUR um 47% unter Vorjahr.

Innerhalb des Materialaufwands sanken die Aufwendungen für Treibstoff um 59% auf 1.321 Mio. EUR; die Veränderung basiert im Wesentlichen auf rückläufigen Verbrauchsmengen während die Preise sicherungsbedingt nur leicht gesunken sind; das Preissicherungsergebnis betrug -132 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für andere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sanken mengenbedingt um 36% auf 1.277 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Gebühren sanken gegenüber Vorjahr insbesondere mengenbedingt um 53% auf 1.049 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Fremdleistungen Technik lagen mit 671 Mio. EUR um 31% unter Vorjahr; der Rückgang der Flugaktivitäten wirkte sich erst mit Verzögerung auf die Technikkosten aus.

Der Personalaufwand sank um 20% auf 3.612 Mio. EUR (Vorjahr: 4.518 Mio. EUR), insbesondere aufgrund der Effekte aus der Kurzarbeit, der gegenüber Vorjahr niedrigeren Ergebnisbeteiligung und einer um 3% niedrigeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.

Die planmäßigen Abschreibungen blieben mit 1.321 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 1.318 Mio. EUR).

Die sonstigen operativen Aufwendungen sanken um 25% auf 2.009 Mio. EUR (Vorjahr: 2.695 Mio. EUR), insbesondere aufgrund rückläufiger direkt mit der Geschäftstätigkeit verbundener Kosten wie Reise- und Vertriebsaufwendungen; gegenläufig erhöhten sich die Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand.

Adjusted EBIT und Konzernergebnis sinken krisenbedingt deutlich

Das Adjusted EBIT der Lufthansa Group sank im Vergleich zum Vorjahr auf -2.899 Mio. EUR (Vorjahr: 418 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge lag bei -34,8% (Vorjahr: 2,4%).
Das EBIT betrug -3.468 Mio. EUR (Vorjahr: 417 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT betrug damit -569 Mio. EUR (Vorjahr: -1 Mio. EUR); darin enthalten sind Abschreibungen auf Flugzeuge und Nutzungsrechte an Flugzeugen in Höhe von 300 Mio. EUR, für die eine Wiederaufnahme der operativen Tätigkeit nicht mehr geplant ist; hiervon betroffen waren Lufthansa German Airlines (sechs Airbus A380, fünf Boeing B747, elf A320), Austrian Airlines (drei B767, 13 Dash8-400), Lufthansa Cargo (zwei MD11-Frachter), Eurowings (Nutzungsrechte an 15 Dash8-400) sowie Brussels Airlines (Nutzungsrechte an zwei A330 und acht A319); außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von -157 Mio. EUR betrafen Firmenwerte der Geschäftseinheit LSG US und Eurowings; Joint Venture Beteiligungswerte im Geschäftsbereich Technik wurden aufgrund der krisenbedingt verschlechterten Geschäftsaussichten außerplanmäßig um 62 Mio. EUR wertberichtigt; die zum Verkauf stehende Vermögensgruppe der LSG EU Gesellschaften wurden im Hinblick auf den voraussichtlichen Kaufpreis um 26 Mio. EUR abgeschrieben.
Das Zinsergebnis stieg um 29% auf -162 Mio. EUR (Vorjahr: -228 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund von nicht wiederkehrenden einmaligen Belastungen aus Zinsen auf Betriebsprüfungsergebnisse im Vorjahr.
Die übrigen Finanzposten sanken auf -789 Mio. EUR (Vorjahr: -77 Mio. EUR), insbesondere aufgrund der negativen Marktwertentwicklung von Hedges zur Treibstoffkostenabsicherung, die infolge der notwendig gewordenen Auflösung von Sicherungsbeziehungen im Finanzergebnis ausgewiesen werden.
Die Entlastung aus Ertragsteuern in Höhe von 792 Mio. EUR betraf die Aktivierung von latenten Steuern auf negative Ergebnisse des ersten Halbjahres 2020 (Vorjahr: Steueraufwand von 213 Mio. EUR); die Steuerquote betrug aufgrund der Nicht-Aktivierung von Steuerlatenzen bei Gesellschaften mit Verlusthistorie lediglich 17,9%.
Das Konzernergebnis der Lufthansa Group sank entsprechend auf -3.617 Mio. EUR (Vorjahr: -116 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie lag bei -7,56 EUR (Vorjahr: -0,24 EUR).

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. Juni)

UND ADJUSTED EBIT-MARGE in % (Jan. - Juni)

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019
in Mio. € GuV Überleitung

Adjusted EBlT
GuV Überleitung

Adjusted EBlT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse1) 8.335 - 17.416 -
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 158 - 319 -
Sonstige betriebliche Erträge 797 - 795 -
davon Erträge aus Buchgewinnen - -3 - -13
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf - -1 - -25
Summe betriebliche Erträge 9.290 -4 18.530 -38
Materialaufwand1) -5.127 - -9.631 -
Personalaufwand -3.620 - -4.520 -
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/Planabgeltung - 8 - 2
Abschreibungen -1.783 - -1.329 -
davon außerplanmäßige Abschreibungen - 462 - 11
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.048 - -2.721 -
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf - 29 - -1
davon Aufwendungen aus Buchverlusten - 12 - 27
Summe betriebliche Aufwendungen -12.578 511 -18.201 39
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3.288 - 329 -
Beteiligungsergebnis -180 - 88 -
Außerplanmäßige Abschreibung auf At-Equity Beteiligungsbuchwerte - 62 - -
EBIT -3.468 - 417 -
Summe Überleitung Adjusted EBIT - 569 - 1
Adjusted EBIT - -2.899 - 418
Planmäßige Abschreibungen - 1.321 - 1.318
Adjusted EBITDA - -1.578 - 1.736

1) Vorjahreszahlen angepasst.

FINANZLAGE

Investitionsvolumen liegt um 53% unter Vorjahr

Die Bruttoinvestitionen (ohne Erwerb von Anteilen) der Lufthansa Group sanken vor allem aufgrund der Verschiebung geplanter Flugzeugauslieferungen um 53% auf 897 Mio. EUR (Vorjahr: 1.904 Mio. EUR).

Operativer Cashflow sinkt um 85%; Adjusted Free Cashflow sinkt auf -510 Mio. EUR

Der Operative Cashflow sank gegenüber Vorjahr aufgrund des Rückgangs des Ergebnisses vor Ertragssteuern um 85% auf 363 Mio. EUR (Vorjahr: 2.393 Mio. EUR).
Im Vergleich zum Vorsteuerergebnis fiel der Rückgang aufgrund der nicht-zahlungswirksamen Ergebnisbestandteile niedriger aus; diese umfassten insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlage- und zum Verkauf stehendes Vermögen (553 Mio. EUR; Vorjahr: 11 Mio. EUR) sowie Bewertungseffekte aus Geschäften zur Treibstoffkostensicherung (344 Mio. EUR); ebenso unterstützten der Wegfall von Ertragsteuervorauszahlungen, die Verschiebung von Zahlungen aus sonstigen Steuern und positive Effekte im Working Capital die Entwicklung.
Der Adjusted Free Cashflow (Free Cashflow bereinigt um IFRS 16-Effekt) sank aufgrund der Entwicklung des operativen Cashflows auf -510 Mio. EUR (Vorjahr: 269 Mio. EUR).

Finanzierungstätigkeit führt zu Mittelzufluss

Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Zufluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von 534 Mio. EUR (Vorjahr: Abfluss von 127 Mio. EUR); dieser resultierte aus der Platzierung zweier Schuldscheindarlehen sowie gezogenen Kreditlinien und kurzfristigen Mittelaufnahmen in Höhe von insgesamt 1.784 Mio. EUR, denen im Wesentlichen planmäßige Tilgungen von fünf Schuldscheindarlehen und von Flugzeugfinanzierungen gegenüberstanden (1.126 Mio. EUR).
Die im Rahmen des Stabilisierungspakets mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds vereinbarten Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite sowie die Unterstützungsmaßnahmen in der Schweiz und Österreich kamen bis 30. Juni 2020 noch nicht zur Auszahlung; sie hatten somit keinen Einfluss auf die Entwicklung von Bilanz und Cashflow im ersten Halbjahr 2020.

Liquidität liegt über Vorjahresniveau

Die Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren) stieg gegenüber Vorjahr insbesondere aufgrund der liquiditätssteigernden Maßnahmen um 7% auf 3.659 Mio. EUR (Vorjahr: 3.406 Mio. EUR); davon waren zum Bilanzstichtag 2.828 Mio. EUR zentral verfügbar; die strategische Liquidität in Höhe von 2,1 Mrd. EUR, die bislang in einem Spezialfonds angelegt war, wurde aufgelöst und der operativen Liquidität zugeführt, um sie unmittelbar verfügbar zu machen.

CASHFLOW UND INVESTITIONEN in Mio. € (zum 30.06.2020)

1) Ohne Erwerb von Anteilen.

2) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme sinkt gegenüber Jahresende 2019

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2020 sank gegenüber Jahresende 2019 um 6% auf 39.887 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 42.659 Mio. EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 2% auf 30.761 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 31.374 Mio. EUR); die Veränderung basiert im Wesentlichen aus Abschreibungen des Anlagevermögens, die durch den Anstieg von latenten Ertragssteueransprüchen teilweise kompensiert wurden.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 19% auf 9.126 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 11.285 Mio. EUR); der Rückgang der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Forderungen wurde teilweise durch den Anstieg der liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere, resultierend aus der Netto-Mittelaufnahme und ergebnisneutralen Zuflüssen, kompensiert.
Innerhalb der zum Verkauf stehenden Vermögenswerte in Höhe von 384 Mio. EUR betrafen 321 Mio. EUR die Veräußerungsgruppe der europäischen Catering-Gesellschaften.
Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen um 5% auf 17.268 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 16.417 Mio. EUR), insbesondere aufgrund des Anstiegs von Pensionsverbindlichkeiten.
Die Pensionsverbindlichkeiten stiegen um 11% auf 7.422 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6.659 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des starken Rückgangs der Marktwerte des Deckungsvermögens, nur zum Teil kompensiert durch den um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5% gestiegenen Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen um 6% auf 16.917 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 15.986 Mio. EUR), primär aufgrund der Zunahme der kurzfristig fälligen Finanzschulden, derivativen Finanzinstrumente und Verbindlichkeiten aus nicht genutzten Flugtickets, denen rückläufige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstehen.
Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten in Höhe von 491 Mio. EUR betrafen die Veräußerungsgruppe der europäischen Catering-Gesellschaften.
Das Eigenkapital ist gegenüber Jahresende 2019 um 44% auf 5.702 Mio. EUR gesunken (31. Dezember 2019: 10.256 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des Konzernverlusts und der negativen, ergebnisneutralen Bewertungseffekte bei den Pensionen und Derivaten.

EigenkapitaIquote sinkt um 9,7 Prozentpunkte

Die Eigenkapitalquote ist gegenüber Jahresende 2019 um 9,7 Prozentpunkte auf 14,3% gesunken (31. Dezember 2019: 24,0%).
Die Nettokreditverschuldung lag mit 7.314 Mio. EUR um 10% über dem Niveau vom Jahresende 2019 (31. Dezember 2019: 6.662 Mio. EUR). Das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Pensionsverbindlichkeiten abzüglich 50% der 2015 begebenen Hybridanleihe, stieg gegenüber Jahresende 2019 um 11% auf 14.489 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 13.074 Mio. EUR).
Die Kennzahl Adjusted Net Debt/12-Monats-Adjusted EBITDA stieg aufgrund des Ergebnisrückgangs und des Anstiegs der Nettokreditverschuldung um 7,5 Punkte auf 10,3 (31. Dezember 2019: 2,8).

KONZERNFLOTTE - BESTAND VERKEHRSFLUGZEUGE

Lufthansa German Airlines inklusive Regionalgesellschaften (LH), SWISS inklusive Edelweiss (LX), Austrian Airlines (OS), Brussels Airlines (SN), Eurowings inklusive Germanwings (EW) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.06.2020

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Hersteller/Typ LH LX OS SN EW LCAG
Airbus A220 29
Airbus A319 30 7 22 51
Airbus A320 96 31 29 16 56
Airbus A321 68 9 6 5
Airbus A330 26 1) 16 10
Airbus A340 34 9
Airbus A350 16
Airbus A380 14
Boeing 747 32
Boeing 767 6
Boeing 777 12 6
Boeing 777F 11 2)
Boeing MD-11F 6
Bombardier CRJ 35
Bombardier Q Series 14 15 3)
Embraer 26 17
Flugzeuge gesamt 377 106 85 48 127 17

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Hersteller/Typ Konzernflotte davon Lease Veränderung zum 31.12.19 Veränderung zum 30.06.19
Airbus A220 29
Airbus A319 110 35 -3 -3
Airbus A320 228 36 3 3
Airbus A321 88 2 3
Airbus A330 52 10 -1 -1
Airbus A340 43
Airbus A350 16 1 2
Airbus A380 14
Boeing 747 32
Boeing 767 6
Boeing 777 18 2 2
Boeing 777F 11 4 1
Boeing MD-11F 6 -2 -6
Bombardier CRJ 35
Bombardier Q Series 29 15 -1 -5
Embraer 43
Flugzeuge gesamt 760 104 -3 -4

1) Teilweise operiert von Brussels Airlines (SN) und SunExpress.

2) Teilweise operiert von Aerologic, davon 2 Flugzeuge in quotaler Zuordnung.

3) Operiert von Luftfahrtgesellschaft Walter.

Geschäftsfelder

Die Struktur der Geschäftsfelder wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2020 angepasst.
Brussels Airlines, Germanwings und das Langstreckengeschäft der Eurowings werden seitdem durch die Network Airlines gesteuert und vor diesem Hintergrund dem Geschäftsfeld Network Airlines zugeordnet.
Die Geschäftsaktivitäten der Lufthansa Technik im Bereich Line Maintenance sind auf die Deutsche Lufthansa AG übergegangen und werden in Eigenregie durchgeführt und im Geschäftsfeld Network Airlines erfasst.
Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

GESCHÄFTSFELD NETWORK AIRLINES

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz1) Mio. € 4.531 11.938 -62 498 6.744
davon Verkehrserlöse1) Mio. € 3.858 10.938 -65 252 6.240
Operative Aufwendungen1) Mio. € 7.377 11.917 -38 2.236 6.258
Adjusted EBITDA1) Mio. € -1.460 1.425 -1.064 1.200
Adjusted EBIT1) Mio. € -2.416 488 -1.525 730
EBIT1) Mio. € -2.686 487 -1.527 729
Adjusted EBIT-Marge1) % -53,3 4,1 -57,4 P. -306,2 10,8
Segmentinvestitionen1) Mio. € 664 1.520 -56 66 534
Mitarbeiter zum 30.061) Anzahl 59.953 60.472 -1 - -
Flüge1) Anzahl 185.366 462.403 -60 15.441 251.063
Fluggäste1) Tsd. 19.220 56.316 -66 1.163 32.115
Angebotene Sitzkilometer1) Mio. 63.173 159.167 -60 3.869 86.338
Verkaufte Sitzkilometer1) Mio. 45.230 128.832 -65 1.899 71.898
Sitzladefaktor1) % 71,6 80,9 -9,3 P. 49,1 83,3

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Veränderung in %
Umsatz1) -93
davon Verkehrserlöse1) -96
Operative Aufwendungen1) -64
Adjusted EBITDA1)
Adjusted EBIT1)
EBIT1)
Adjusted EBIT-Marge1) -317,0 P.
Segmentinvestitionen1) -88
Mitarbeiter zum 30.061)
Flüge1) -94
Fluggäste1) -96
Angebotene Sitzkilometer1) -96
Verkaufte Sitzkilometer1) -97
Sitzladefaktor1) -34,2 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die Network Airlines haben ihr Flugangebot infolge der Coronakrise deutlich reduziert und einen großen Teil der Flotte vorübergehend stillgelegt.
Weitere Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität umfassen Personalmaßnahmen wie Kurzarbeit und Einstellungsstopps sowie Sachkostenreduzierungen.
Seit Juni wurde das Flugangebot wieder sukzessive ausgebaut; zum Ende des 1. Halbjahres 2020 wurde 9% der Kapazität des Vorjahres angeboten, bis Ende Oktober soll die Kapazität auf rund 40% ausgebaut werden.
Die Sicherheit und Gesundheit ihrer Passagiere und Mitarbeiter hat für die Network Airlines oberste Priorität; daher wurden und werden fortführend sämtliche Verfahren während der gesamten Reisekette überprüft, um die Sicherheit aller zu gewährleisten; dabei ist die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes vom Einsteigen über den Flug bis zum Aussteigen ein zentraler Baustein im Hygienekonzept.
Um ihren Kunden in der Coronakrise ein Höchstmaß an Flexibilität zu geben, bieten die Network Airlines weiterhin zahlreiche Umbuchungsmöglichkeiten an; darüber hinaus sollen Erstattungen für Flüge, die aufgrund der Coronakrise ausgefallen sind, beschleunigt an die Kunden ausgezahlt werden.
Die Network Airlines bieten ihren Fluggästen zudem unabhängig vom gebuchten Tarif eine Rückfluggarantie auf allen europäischen Strecken und damit zusätzliche Sicherheit an.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 1) Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % April - Juni 2020
Durchschnittserlöse € Cent 7,6 7,8 -3,5 -5,0 10,6
Stückerlöse (RASK) € Cent 7,5 7,6 -1,6 -3,7 15,5
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 9,5 5,6 69,8 67,8 52,6

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April - Juni 2019 1) Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Durchschnittserlöse 8,0 32,7 33,7
Stückerlöse (RASK) 8,0 95,2 87,5
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen 5,3 892,9 884,9

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Entwicklung der Verkehrsgebiete

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - Juni 2020 Veränderung Jan. - Juni 2020 Veränderung Jan. - Juni 2020 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Tsd. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 1.319 -67 14.409 -66 18.269 -61
Amerika 1.146 -66 2.259 -65 23.673 -60
Asien/Pazifik 552 -70 1.195 -67 13.082 -63
Nahost/Afrika 402 -57 1.357 -61 8.149 -55
Nicht zuordenbar 439 -48
Gesamtverkehr 3.858 -65 19.220 -66 63.173 -60

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Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - Juni 2020 Veränderung Jan. - Juni 2020 Veränderung
--- --- --- --- ---
in Mio. in % in % in P.
--- --- --- --- ---
Europa 11.831 -67 64,8 -10,9 P.
Amerika 17.598 -65 74,3 -9,6 P.
Asien/Pazifik 9.724 -67 74,3 -9,6 P.
Nahost/Afrika 6.077 -58 74,6 -4,5 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 45.230 -65 71,6 -9,3 P.
Die Verkehrsleistung der Network Airlines zeigte infolge des Ausbruchs des Coronavirus eine rückläufige Entwicklung; der Absatz sank um 65%, das Angebot und die Zahl der Flüge wurde jeweils um 60% reduziert; der Sitzladefaktor sank um 9,3 Prozentpunkte auf 71,6%.
Die Verkehrserlöse der Network Airlines sanken aufgrund der gesunkenen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 65% auf 3.858 Mio. EUR; die Umsatzerlöse lagen mit 4.531 Mio. EUR um 62% unter Vorjahr.
Die währungsbereinigten Stückerlöse sanken vor allem aufgrund des Rückgangs des Ladefaktors in allen Verkehrsgebieten um 3,7%.
Die operativen Aufwendungen sanken primär mengenbedingt aufgrund geringerer Aufwendungen für Treibstoff, Gebühren und Personal um 38% auf 7.377 Mio. EUR.
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen stiegen um 67,8%; die deutliche Verringerung des Kapazitätsangebots konnte dabei nicht in vollem Umfang durch entsprechende Kostensenkungen kompensiert werden.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -2.416 Mio. EUR (Vorjahr: 488 Mio. EUR); das EBIT betrug -2.686 Mio. EUR (Vorjahr: 487 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen der Flotte in Höhe von 268 Mio. EUR.
Die Segmentinvestitionen wurden um 56% auf 664 Mio. EUR reduziert.

Lufthansa German Airlines1)

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatz2) Mio. € 2.917 7.981 -63
Operative Aufwendungen2) Mio. € 4.904 7.927 -38
Adjusted EBITDA2) Mio. € -1.114 951
Adjusted EBIT2) Mio. € -1.708 361
EBIT2) Mio. € -1.887 361
Mitarbeiter zum 30.06.2) Anzahl 38.993 39.275 -1
Flüge2) Anzahl 115.990 279.858 -59
Fluggäste2) Tsd. 12.071 34.964 -65
Angebotene Sitzkilometer2) Mio. 41.350 104.303 -60
Verkaufte Sitzkilometer2) Mio. 29.586 84.575 -65
Sitzladefaktor2) % 71,6 81,1 -9,5 P.

1) Inkl. Regionalpartnern.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Lufthansa German Airlines verringerte ihr Flugangebot infolge der Coronakrise deutlich; die verbliebenen Flüge erhielten Verbindungen zu bedeutenden internationalen und europäischen Metropolen aufrecht; darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung ein umfangreiches Rückholprogramm durchgeführt, um Reisende aus der ganzen Welt nach Hause zu fliegen; seit Juni werden die angebotenen Flugverbindungen wieder deutlich ausgebaut.
Im Rahmen des ersten Restrukturierungspakets der Lufthansa Group wurden auf der Langstrecke sechs Airbus A380 und fünf Boeing 747-400 und auf der Kurzstrecke elf A320 stillgelegt; dadurch wird die Kapazität von Lufthansa German Airlines an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München langfristig reduziert.
Lufthansa German Airlines hat außerdem die gesamte Airbus A340-600 Flotte, bestehend aus 17 Flugzeugen, vorübergehend stillgelegt; der Einsatz dieser Flugzeuge im regulären Liniendienst ist mindestens für die kommenden ein bis eineinhalb Jahre nicht vorgesehen.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines sanken aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise gegenüber Vorjahr um 63% auf 2.917 Mio. EUR; die operativen Erlöse sanken um 61% auf 3.217 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 4.904 Mio. EUR um 38% unter Vorjahr, primär bedingt durch den mengenbedingten Rückgang der Materialaufwendungen und niedrigere Personalaufwendungen aufgrund von Kurzarbeit.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -1.708 Mio. EUR (Vorjahr: 361 Mio. EUR); das EBIT betrug -1.887 Mio. EUR (Vorjahr: 361 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen der Flotte in Höhe von 178 Mio. EUR.

SWISS1)

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatz2) Mio. € 1.095 2.434 -55
Operative Aufwendungen2) Mio. € 1.505 2.327 -35
Adjusted EBITDA Mio. € -75 411
Adjusted EBIT Mio. € -293 215
EBIT Mio. € -292 215
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 10.475 10.341 1
Flüge Anzahl 32.239 80.818 -60
Fluggäste2) Tsd. 3.602 10.067 -64
Angebotene Sitzkilometer2) Mio. 13.406 30.949 -57
Verkaufte Sitzkilometer2) Mio. 9.747 25.404 -62
Sitzladefaktor % 72,7 82,1 -9,4 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Infolge der Coronakrise hat SWISS ihr Flugprogramm auf ein Minimum reduziert und zwischenzeitlich nur noch eine Langstreckendestination sowie ausgewählte europäische Zentren bedient; zusätzlich wurden Charter-Frachtflüge durchgeführt, um dringend benötigte medizinische Ausrüstung in die Schweiz zu bringen; seit Juni wird das Angebot wieder sukzessive erweitert.
Im Rahmen der bisher größten je durchgeführten Rückholaktion des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten haben SWISS und Edelweiss auf zahlreichen Rückholflügen Passagiere aus der ganzen Welt in die Schweiz geflogen.
Als Teil des ersten Restrukturierungspakets der Lufthansa Group soll die Flottengröße durch die verzögerte Auslieferung der bestellten Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge angepasst und die vorgezogene Ausmusterung älterer Flugzeuge geprüft werden.
Die Umsatzerlöse von SWISS sanken infolge des Ausbruchs des Coronavirus um 55% auf 1.095 Mio. EUR; die operativen Erlöse lagen mit 1.212 Mio. EUR um 52% unter Vorjahr.
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund von mengenbedingt niedrigeren Aufwendungen für Gebühren und Treibstoff um insgesamt 35% auf 1.505 Mio. EUR.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -293 Mio. EUR (Vorjahr: 215 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -292 Mio. EUR (Vorjahr: 215 Mio. EUR).

Austrian Airlines

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatz1) Mio. € 322 973 -67
Operative Aufwendungen1) Mio. € 598 1.065 -44
Adjusted EBITDA Mio. € -153 32
Adjusted EBIT Mio. € -235 -53 -343
EBIT Mio. € -299 -55 -444
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 6.756 6.999 -3
Flüge Anzahl 23.635 66.419 -64
Fluggäste1) Tsd. 1.986 6.711 -70
Angebotene Sitzkilometer1) Mio. 4.598 13.560 -66
Verkaufte Sitzkilometer1) Mio. 3.132 10.585 -70
Sitzladefaktor % 68,1 78,1 -10,0 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Austrian Airlines hat aufgrund der Coronakrise den regulären Flugbetrieb zwischen dem 18. März und dem 14. Juni 2020 komplett eingestellt; weltweite Rückholflüge für österreichische Staatsbürger in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Außenministerium sowie weltweite Frachtflüge für dringend benötigte medizinische Ausrüstung wurden weiterhin durchgeführt; seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs wurde die Kapazität wieder sukzessive erweitert.
Das bestehende Restrukturierungsprogramm bei Austrian Airlines soll aufgrund der Coronakrise noch einmal verschärft werden, unter anderem soll die Flotte verkleinert werden; dabei wurden bereits drei Boeing 767-300 und 13 Bombardier Dash8-400 vorzeitig stillgelegt.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines sanken aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus um 67% auf 322 Mio. EUR; die operativen Erlöse sanken um 64% auf 363 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 598 Mio. EUR um 44% unter Vorjahr, insbesondere aufgrund mengenbedingt gesunkener Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren sowie niedrigerer Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -235 Mio. EUR (Vorjahr: -53 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -299 Mio. EUR (Vorjahr: -55 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen der Flotte in Höhe von 59 Mio. EUR im ersten Quartal 2020.

Brussels Airlines

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 252 684 -63
Operative Aufwendungen Mio. € 463 757 -39
Adjusted EBITDA Mio. € -119 32
Adjusted EBIT Mio. € -182 -36 -406
EBIT Mio. € -211 -36 -486
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 3.729 3.857 -3
Flüge Anzahl 14.114 39.267 -64
Fluggäste Tsd. 1.590 4.855 -67
Angebotene Sitzkilometer Mio. 3.834 10.528 -64
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 2.776 8.402 -67
Sitzladefaktor % 72,4 79,8 -7,4 P.
Brussels Airlines hat infolge der Coronakrise vom 21. März bis 14. Juni 2020 vorübergehend alle planmäßigen Flüge ausgesetzt; eine minimale Flugkapazität wurde noch für Rückholflüge der Regierung und für den Transport von medizinischen Gütern bereitgehalten; seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs baut die Airline ihr Angebot sowohl für Urlaubs- als auch für Geschäftsreisende wieder sukzessive aus.
Das bestehende Restrukturierungsprogramm von Brussels Airlines soll infolge des Ausbruchs des Coronavirus noch einmal intensiviert werden; dabei sollen die Flottengröße um 30% und die Anzahl der Mitarbeiter um 25% reduziert werden. Darüber hinaus hat Brussels Airlines weitere Maßnahmen zur Reduzierung der variablen und fixen Kosten initiiert, um den Auswirkungen der Coronakrise entgegenzuwirken.
Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines sanken infolge der Coronakrise um 63% auf 252 Mio. EUR; die operativen Erlöse lagen mit 281 Mio. EUR um 61% unter Vorjahr.
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund der mengenbedingt gesunkenen Materialaufwendungen um 39% auf 463 Mio. EUR; damit wurde der Effekt aus Rückstellungen, die in Höhe von 47 Mio. EUR für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet wurden, mehr als ausgeglichen.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -182 Mio. EUR (Vorjahr: -36 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -211 Mio. EUR (Vorjahr: -36 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen von Nutzungsrechten an zwei Airbus A330-200 und acht Airbus A319 in Höhe von 29 Mio. EUR.

GESCHÄFTSFELD EUROWINGS

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz1) Mio. € 377 1.047 -64 45 634
davon Verkehrserlöse1) Mio. € 361 1.048 -66 40 634
Operative Aufwendungen1) Mio. € 746 1.290 -42 230 685
Adjusted EBITDA1) Mio. € -254 -68 -274 -133 45
Adjusted EBIT1) Mio. € -358 -188 -90 -183 -14
EBIT1) Mio. € -432 -188 -130 -199 -15
Adjusted EBIT-Marge1) % -95,0 -18,0 -77,0 P. -406,7 -2,2
Segmentinvestitionen1) Mio. € 50 34 47 7 21
Mitarbeiter zum 30.061) Anzahl 3.219 3.608 -11 - -
Flüge1) Anzahl 40.571 113.063 -64 3.289 61.749
Fluggäste1) Tsd. 4.255 12.657 -66 556 7.437
Angebotene Sitzkilometer1) Mio. 5.431 15.436 -65 438 8.812
Verkaufte Sitzkilometer1) Mio. 4.283 12.337 -65 514 7.338
Sitzladefaktor1) % 78,9 2) 80,0 -1,1 P. 117,3 2) 83,3

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Veränderung in %
Umsatz1) -93
davon Verkehrserlöse1) -94
Operative Aufwendungen1) -66
Adjusted EBITDA1)
Adjusted EBIT1) -1.207
EBIT1) -1.227
Adjusted EBIT-Marge1) -404,5 P.
Segmentinvestitionen1) -67
Mitarbeiter zum 30.061)
Flüge1) -95
Fluggäste1) -93
Angebotene Sitzkilometer1) -95
Verkaufte Sitzkilometer1) -93
Sitzladefaktor1) 34,0 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

2) Auf Basis gebuchter Passagiere.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus reduzierte Eurowings das Flugprogramm vorübergehend auf etwa 10% der bisherigen Kapazitäten; seit Juni 2020 stockt Eurowings ihr Flugprogramm für Geschäftsreisende sowie für Urlaubsreisende signifikant auf; bis Ende Oktober soll die Kapazität auf rund 55% ausgebaut werden.
Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen der Coronakrise umfassen die Reduzierung der Zahl der Flugzeuge, Einsparungen im Personalbereich, insbesondere durch Kurzarbeit, Einsparungen bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere liquiditätssichernde Maßnahmen.
Zudem soll die bereits vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, beschleunigt umgesetzt werden; so wurden bereits die Flugbetriebe Germanwings und SunExpress Deutschland eingestellt.
Sicherheit und Gesundheit haben bei Eurowings höchste Priorität; aus diesem Grund hat die Airline umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Gesundheitsschutz entlang der gesamten Reisekette zu erhöhen; dies umfasst umfangreiche neue Hygienestandards vom Flughafen bis zur Ankunft des Passagiers an seinem Ziel; Eurowings hat in diesem Kontext, wie auch andere Airlines der Lufthansa Group, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des Aufenthalts an Bord verpflichtend gemacht.
Darüber hinaus hat Eurowings flexiblere und kundenfreundliche Umbuchungsmöglichkeiten eingeführt; damit kommt Eurowings dem Wunsch vieler Kunden nach, unter den außergewöhnlichen Umständen durch die Ausbreitung des Coronavirus ihre Reisepläne flexibler gestalten zu können.
Zum 1. März 2020 übernahm Jens Bischof den Vorsitz der Geschäftsführung von Eurowings und trat damit die Nachfolge von Thorsten Dirks als CEO von Eurowings an; zuvor war Jens Bischof CEO von SunExpress.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 1) Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % April - Juni 2020
Durchschnittserlöse € Cent 7,1 7,6 -7,6 -7,5 4,8
Stückerlöse (RASK) € Cent 7,9 7,1 10,1 6,2 16,3
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 11,6 6,4 80,3 76,9 48,2

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April - Juni 2019 1) Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Durchschnittserlöse 7,7 -38,4 -38,4
Stückerlöse (RASK) 7,5 116,1 77,8
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen 5,8 725,9 716,8

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die Verkehrsleistung von Eurowings hat sich infolge des Ausbruchs des Coronavirus rückläufig entwickelt; Angebot und Absatz sanken jeweils um 65%, die Zahl der Flüge wurde um 64% reduziert; der Sitzladefaktor sank um 1,1 Prozentpunkte auf 78,9%.
Die Verkehrserlöse sanken aufgrund der gesunkenen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 66% auf 361 Mio. EUR; die Umsatzerlöse lagen mit 377 Mio. EUR um 64% unter Vorjahr.
Die währungsbereinigten Stückerlöse stiegen aufgrund der Optimierung des Netzwerks um 6,2%.
Die operativen Aufwendungen sanken primär bedingt durch niedrigere Aufwendungen für Gebühren, Fremdleistungen Technik und Treibstoff um 42% auf 746 Mio. EUR; damit wurden einmalige Belastungen aus der Insolvenz des Wet-Lease-Partners LGW in Höhe von 24 Mio. EUR kompensiert.
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen stiegen um 76,9%, getrieben durch die deutliche Kapazitätsreduktion, die nur teilweise durch entsprechende Kostensenkungen kompensiert werden konnte.
Das Adjusted EBIT sank auf -358 Mio. EUR (Vorjahr: -188 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -432 Mio. EUR (Vorjahr: -188 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen des Firmenwerts in Höhe von 57 Mio. EUR sowie von Nutzungsrechten für 15 Dash400-8 in Höhe von 15 Mio. EUR, für die keine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mehr vorgesehen ist.
Die Segmentinvestitionen stiegen aufgrund der Zunahme der Aufwendungen für Triebwerksüberholungs-Events um 47% auf 50 Mio. EUR.

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz Mio. € 1.320 1.238 7 766 622
davon Verkehrserlöse Mio. € 1.219 1.158 5 703 581
Operative Aufwendungen Mio. € 1.089 1.286 -15 496 663
Adjusted EBITDA Mio. € 355 91 290 338 30
Adjusted EBIT Mio. € 277 15 1.747 299 -9
EBIT Mio. € 258 9 2.767 299 -10
Adjusted EBIT-Marge % 21,0 1,2 19,8 P. 39,0 -1,4
Segmentinvestitionen Mio. € 89 169 -47 14 34
Mitarbeiter zum 30.06 Anzahl 4.452 4.557 -2 - -
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer1) Mio. 4.770 7.147 -33 1.913 3.790
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer1) Mio. 3.130 4.379 -29 1.325 2.270
Nutzladefaktor1) % 65,6 61,2 4,4 P. 69,3 59,9

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Veränderung in %
Umsatz 23
davon Verkehrserlöse 21
Operative Aufwendungen -25
Adjusted EBITDA 1.027
Adjusted EBIT
EBIT
Adjusted EBIT-Marge 40,4 P.
Segmentinvestitionen -59
Mitarbeiter zum 30.06
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer1) -50
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer1) -42
Nutzladefaktor1) 9,4 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die Verkehrsleistung im Geschäftsfeld Logistik ist infolge des Ausbruchs des Coronavirus insbesondere durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge stark reduziert.
Die Nachfrage nach den verbleibenden Frachtkapazitäten stieg im Verlauf des 1. Halbjahres 2020 an, insbesondere der Transport von medizinischer Schutzausrüstung wurde stark nachgefragt; um der gestiegenen Nachfrage nach Frachtkapazitäten gerecht zu werden und den Wegfall der Belly Kapazitäten zu kompensieren wurden Passagiermaschinen zum Transport von Fracht umgerüstet und eingesetzt.
Insgesamt verringerte sich das Angebot um 33%, der Absatz sank um 29%; der Nutzladefaktor lag mit 65,6% um 4,4 Prozentpunkte über Vorjahr.
Die Verkehrserlöse stiegen im ersten Halbjahr 2020 aufgrund höherer Durchschnittserlöse in allen Verkehrsgebieten um 5% auf 1.219 Mio. EUR gegenüber Vorjahr; die Umsatzerlöse stiegen um 7% auf 1.320 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen sanken um 15% auf 1.089 Mio. EUR aufgrund des mengen- und preisbedingten Rückgangs der Treibstoffaufwendungen, niedrigerer Belly-Aufwendungen gegenüber Konzerngesellschaften und gesunkener Aufwendungen für die Abfertigung; durch das 2019 gestartete Kostensenkungsprogramm ProFlex konnten weitere Personal- und Sachaufwendungen reduziert werden.
Das Adjusted EBIT stieg entsprechend auf 277 Mio. EUR (Vorjahr: 15 Mio. EUR); das EBIT stieg auf 258 Mio. EUR (Vorjahr: 9 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen von zwei MD11 -Frachtern in Höhe von 19 Mio. EUR.
Die Segmentinvestitionen sanken um 47% auf 89 Mio. EUR.

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - Juni 2020 Veränderung Jan. - Juni 2020 Veränderung Jan. - Juni 2020 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 85 -11 243 -37 122 -23
Amerika 496 1 2.256 -32 1.471 -25
Asien/Pazifik 575 24 1.957 -30 1.363 -29
Nahost/Afrika 63 -42 314 -53 174 -50
Gesamtverkehr 1.219 5 4.770 -33 3.130 -29

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Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - Juni 2020 Veränderung
--- --- ---
in % in P.
--- --- ---
Europa 50,0 9,1 P.
Amerika 65,2 5,8 P.
Asien/Pazifik 69,7 1,2 P.
Nahost/Afrika 55,6 3,1 P.
Gesamtverkehr 65,6 4,4 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz1) Mio. € 2.280 3.251 -30 688 1.606
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group1) Mio. € 674 1.105 -39 191 566
Operative Aufwendungen1) Mio. € 2.554 3.154 -19 894 1.577
Adjusted EBITDA1) Mio. € -22 326 -76 158
Adjusted EBIT1) Mio. € -122 235 -126 112
EBIT1) Mio. € -193 235 -194 112
Adjusted EBIT-Marge1) % -5,4 7,2 -12,6 P. -18,3 7,0
Segmentinvestitionen1) Mio. € 71 161 -56 22 83
Mitarbeiter zum 30.061) Anzahl 23.927 22.766 5 - -

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Veränderung in %
Umsatz1) -57
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group1) -66
Operative Aufwendungen1) -43
Adjusted EBITDA1)
Adjusted EBIT1)
EBIT1)
Adjusted EBIT-Marge1) -25,3 P.
Segmentinvestitionen1) -73
Mitarbeiter zum 30.061)

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die Coronakrise belastet auch weiterhin die Entwicklung des MRO-Geschäfts; geplante aber nicht geleistete Flugstunden sowie der sich verstärkende Druck auf die Airlines wirken sich zunehmend auf die Lufthansa Technik aus.
Lufthansa Technik hat Ausnahmegenehmigungen zur Umrüstung von vier Passagiermaschinen von Lufthansa German Airlines zu Frachtmaschinen für den Transport medizinischer Güter beim Luftfahrtbundesamt erwirkt; darüber hinaus befindet sich eine Vielzahl von Projekten für die Umrüstung verschiedene Flugzeugtypen von Passagiermaschinen in Frachtmaschinen in der Umsetzung.
Getroffene Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise umfassen insbesondere Personalmaßnahmen wie die Einführung von Kurzarbeit sowie die Verschiebung von Investitionsprojekten.
Die Umsatzerlöse sanken im ersten Halbjahr 2020 um 30% gegenüber Vorjahr auf 2.280 Mio. EUR; der mengenbedingte Rückgang der Erlöse wurde durch positive Währungseffekte teilweise kompensiert; die Gesamterlöse lagen mit 2.464 Mio. EUR um 26% unter Vorjahr.
Die operativen Aufwendungen sanken um 19% auf 2.554 Mio. EUR; niedrigere Material- und Personalaufwendungen kompensierten Wertberichtigungen von Forderungen.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -122 Mio. EUR (Vorjahr: 235 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -193 Mio. EUR (Vorjahr: 235 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen in Höhe von 62 Mio. EUR auf Beteiligungswerte von Joint Ventures.
Die Segmentinvestitionen wurden um 56% auf 71 Mio. EUR reduziert.

GESCHÄFTSFELD CATERING

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Umsatz Mio. € 814 1.620 -50 154 855
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 163 360 -55 28 193
Operative Aufwendungen Mio. € 1.029 1.628 -37 298 850
Adjusted EBITDA Mio. € -134 90 -110 59
Adjusted EBIT Mio. € -195 33 -140 31
EBIT Mio. € -306 33 -150 30
Adjusted EBIT-Marge % -24,0 2,0 -26,0 P. -90,9 3,6
Segmentinvestitionen Mio. € 21 45 -53 9 28
Mitarbeiter zum 30.061) Anzahl 28.130 36.227 -22 - -

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Veränderung in %
Umsatz -82
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group -85
Operative Aufwendungen -65
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Adjusted EBIT-Marge -94,5 P.
Segmentinvestitionen -68
Mitarbeiter zum 30.061)

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die anhaltende Coronakrise und die weitgehende Einstellung des globalen Flugverkehrs wirken sich maßgeblich auf das weltweite Geschäft der LSG Group aus; kurzfristig beschlossene Maßnahmen zur Begrenzung der finanziellen Auswirkungen umfassen unter anderem Projekt- und Einstellungsstopps, Kurzarbeit sowie vorübergehende Betriebsschließungen.
Im Rahmen eines Zukunfts-Projekts plant die LSG Group das Unternehmen durch die Coronakrise zu führen und gleichzeitig die LSG-Geschäftsstrategie nachhaltig weiterzuentwickeln; Ziel des Projekts ist, das Unternehmen mittelfristig sowohl hinsichtlich seiner administrativen als auch in seiner Netzwerk-Struktur auf Basis der niedrigeren Passagier- und Servicevolumen zu optimieren und das Angebot parallel dazu langfristig an die veränderte Marktsituation anzupassen; mittelfristig sollen die Gesamtkosten um mindestens 30% gesenkt werden.
Die EU-Kommission hat am 3. April 2020 den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group unter Auflagen genehmigt; der Käufer gategroup muss an bestimmten Flughäfen Teile seines bestehenden Geschäftsbetriebs veräußern, bevor das Closing erfolgen kann; aufgrund der dramatischen Auswirkungen des Coronavirus auf die weltweite Tourismus- und Luftfahrtindustrie finden derzeit Gespräche über eine potenzielle Anpassung der kommerziellen Bedingungen der Transaktion statt; der geplante Verkaufsprozess der internationalen Aktivitäten der LSG Group ist auch weiterhin aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus auf die weltweite Tourismus- und Luftfahrtindustrie unterbrochen.
In Folge der drastischen Auswirkungen der Coronakrise hat der LSG-Vorstand die Schließung der Fertigungsstätte in Bor, Tschechien, erwirkt; der Bau eines neuen regionalen Produktionszentrums wurde bis auf Weiteres gestoppt.
Zum 30. Juni 2020 hat Jochen Müller sein Amt als Chief Operating Officer der LSG Group niedergelegt; damit wurde der Vorstand der LSG Group zum 1. Juli 2020 von drei auf zwei Mitglieder verkleinert.
Die Umsatzerlöse der LSG Group sanken gegenüber Vorjahr um 50% auf 814 Mio. EUR, bedingt durch die stark rückläufigen Passagierzahlen der weltweiten Kunden der LSG Group infolge der Coronakrise; die Gesamterlöse sanken um 49% auf 847 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.029 Mio. EUR um 37% unter Vorjahr; umfangreiche Maßnahmen zur Kostenreduktion konnten den dramatischen Umsatzrückgang nur teilweise kompensieren.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -195 Mio. EUR (Vorjahr: 33 Mio. EUR); das EBIT verminderte sich auf -306 Mio. EUR (Vorjahr: 33 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Firmenwertes der LSG Nordamerika in Höhe von 100 Mio. EUR.
Die Segmentinvestitionen sanken um 53% auf 21 Mio. EUR.

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

KENNZAHLEN

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Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in % April - Juni 2020 April - Juni 2019
Operative Erträge Mio. € 1.169 1.284 -9 519 660
Operative Aufwendungen Mio. € 1.288 1.426 -10 562 742
Adjusted EBITDA Mio. € -64 -83 23 -18 -50
Adjusted EBIT Mio. € -122 -135 10 -47 -76
EBIT Mio. € -129 -126 -2 -50 -68
Segmentinvestitionen Mio. € 32 30 7 21 13
Mitarbeiter zum 30.061) Anzahl 9.675 10.009 -3 - -

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Veränderung in %
Operative Erträge -21
Operative Aufwendungen -24
Adjusted EBITDA 64
Adjusted EBIT 38
EBIT 26
Segmentinvestitionen 62
Mitarbeiter zum 30.061)

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Die operativen Erlöse der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen sanken gegenüber Vorjahr insbesondere währungsbedingt um 9% auf 1.169 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.288 Mio. EUR um 10% unter Vorjahr.
Das Adjusted EBIT verbesserte sich entsprechend auf -122 Mio. EUR (Vorjahr: -135 Mio. EUR); dabei wurde die rückläufige Ergebnisentwicklung bei AirPlus und Lufthansa Aviation Training durch Kostensenkungen in den Konzernfunktionen kompensiert; das EBIT sank auf -129 Mio. EUR (Vorjahr: -126 Mio. EUR), die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand für Pensionszusagen an Mitarbeiter der Konzernfunktionen.

Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2019 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken haben sich folgende wesentliche Konkretisierungen beziehungsweise Entwicklungen ergeben:

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich aufgrund der Corona-Pandemie stark verändert. Ausgangssperren, Einreisebeschränkungen, unterbrochene Lieferketten, volatile Rohstoffpreise und sich verschlechternde finanzielle Rahmendaten lassen eine weltweite Rezession befürchten, die weit über den wirtschaftlichen Rückgang in Folge der Finanzkrise 2008/2009 hinausgeht.
Auch wenn es in einigen Ländern bereits zu einem Rückgang der Erkrankungsfälle und einer Wiederaufnahme der Alltagsgeschäfte kommt, haben mehrere Länder den Höhepunkt der Infektionsausbreitung noch nicht erreicht. Außerdem verbleibt das Risiko einer zweiten Ansteckungswelle. In jedem Fall aber wird der internationale Reiseverkehr auch zukünftig nachhaltig von dieser Pandemie und deren Folgen beeinflusst. Die Lufthansa Group bewertet die Lage unter medizinischen-, wirtschaftlichen- und sicherheitstechnischen Aspekten genau und überprüft ihr Geschäftsmodell anhand dieser Erkenntnisse fortlaufend.
Die pandemische Ausbreitung des Coronavirus hat zu einer massiven Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs geführt mit entsprechenden Folgewirkungen für die gesamte Airline-Industrie. Dies hat auch Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen der Lufthansa Group mit anderen Airlines.
Es wurden weitreichende Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung eingeleitet, unter anderem die Einführung von Kurzarbeit, ein teilweises Flottengrounding, Verschiebung von Flugzeugauslieferungen und der Stopp aller nicht betriebsnotwendigen Ausgaben. Mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland wurden Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite im Umfang von bis zu 9 Milliarden Euro vereinbart. In der Schweiz, in Österreich und in Belgien wurden Stabilisierungsmaßnahmen für die Konzern-Airlines vereinbart, die im Grundsatz auf die 9 Milliarden Euro anrechenbar sind. Die finale Genehmigung dieser Maßnahmen durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds steht jedoch jeweils noch aus. Das Unternehmen bereitet außerdem Maßnahmen vor, um den Umfang der Geschäftstätigkeit dauerhaft an die voraussichtlich langfristig niedrigere Nachfrage anzupassen.
Die Ausweitung der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von 12 auf 24 Monate sowie der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen mit den Gewerkschaften (Vereinigung Cockpit e.V. und Ver.di) sowie eine erfolgreiche Urabstimmung der UFO Mitglieder über die vereinbarten Krisenmaßnahmen für die Deutsche Lufthansa AG sind von essentieller Bedeutung. Das Risiko besteht darin, dass bei einer unveränderten Maximalbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von 12 Monaten und bei nicht zielführenden Verhandlungen mit den Tarif- und Betriebspartnern beziehungsweise einer nicht erfolgreichen Urabstimmung der UFO Mitglieder, die erforderlichen Zielvorgaben zur weiteren Kostensenkung und Liquiditätssicherung nicht zu realisieren sind.
Zudem stellen die möglichen finanziellen Einbußen und veränderten Weiterentwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Personalstruktur sowie die verfügbaren Kompetenzen ein Risiko dar. Mittels Maßnahmen zum Erhalt beziehungsweise Steigerung der Attraktivität des Konzerns muss jenem Risiko entgegengewirkt werden, um den Rückgang des Mitarbeiter-Engagements sowie den Verlust von Talenten und des Know-Hows auf ein Mindestmaß zu reduzieren respektive zu verhindern.
Durch die drastische Reduzierung des Flugverkehrs kommt es auch zu tiefgreifenden Veränderungen in den Lieferketten sowohl hinsichtlich der stark verringerten, nachgefragten Mengen als auch der Strukturen, mit dem Risiko, dass nicht nur bestehende Vertragskonstellationen ihre Gültigkeit verlieren, sondern auch Lieferanten ganz oder teilweise ausfallen. Durch kontinuierlichen Dialog mit den kritischen Lieferanten und Nachverhandlungen betroffener Verträge soll das Ausfallrisiko reduziert werden.
Der weitgehend zum Erliegen gekommene Flugverkehr geht auch mit einem deutlich veränderten Treibstoff- und Fremdwährungsexposure einher. Solange der Flugverkehr nicht wieder vollständig aufgenommen wird, steht einem Teil der bestehenden Treibstoffpreis- und Fremdwährungssicherungen kein Grundgeschäft gegenüber. Die Ergebnisse aus diesen Finanzderivaten, die aufgrund des niedrigen Ölpreises aktuell deutlich negativ sind, werden im Finanzergebnis gezeigt.
Es bestehen nach wie vor Unsicherheiten hinsichtlich der mittelfristigen Auswirkungen des Brexits. Die Lufthansa Group befasst sich sowohl mit dem neuen Luftverkehrsabkommen, das derzeit zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich verhandelt wird, als auch mit vorbereitenden Maßnahmen für den Fall, dass ein solches Abkommen nicht bis zum Ablauf der Übergangsphase am 31.12.2020 abgeschlossen ist. Es ist nicht auszuschließen, dass makroökonomische oder regulatorische Veränderungen mittelfristig die finanzielle Entwicklung der Lufthansa Group beeinflussen können.
Aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's die Bonität der Lufthansa Group gesenkt. Aktuell wird die Lufthansa Group bei Standard & Poor's mit "BB" und bei Moody's mit "Ba2" eingestuft. Damit befindet sich das Ratingbei bei den Ratingagenturen im Non-Investment-Grade-Rating Bereich. Bei der Ratingagentur Scope wird die Lufthansa Group weiterhin mit BBB- und damit im Investment-Grade-Rating Bereich eingestuft. Der Ausblick wird von den genannten Ratingagenturen mit "Negativ" angegeben. Bei weiteren Herabstufungen durch die Rating-Agenturen sind negative Auswirkungen auf die Fähigkeit, sich am Kapitalmarkt zu finanzieren, zu erwarten. Diese umfassen eine reduzierte Marktkapazität für die Kapitalaufnahme und steigende Finanzierungskosten.

Auf Basis der vereinbarten Stabilisierungsmaßnahmen, der eingeleiteten Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise und der unterstellten Szenarien sieht der Vorstand den Fortbestand der Lufthansa Group nicht gefährdet.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird im Jahr 2020 gemäß Global Insight infolge der Coronakrise voraussichtlich um 5,5% einbrechen; im Vorjahr wurde noch ein Wachstum von 2,6% erreicht.

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS (BIP) 1)

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in % 2020 2021 2022 2023 2024
Welt -5,5 4,4 3,8 3,4 3,2
Europa -8,5 4,2 3,3 2,1 1,7
Deutschland -6,0 3,9 3,6 2,0 1,3
Nordamerika -6,2 3,7 3,6 3,3 2,8
Südamerika -9,5 3,5 2,9 2,4 2,5
Asien/Pazifik -2,1 5,5 4,6 4,5 4,4
China 0,5 7,8 5,7 5,5 5,3
Naher Osten -10,2 5,8 2,5 3,3 2,8
Afrika -4,4 0,9 3,6 3,5 3,5

Quelle: Global Insight World OverView per 15.07.2020.

1) Prognosewerte.

Die Terminkurse deuten auf leicht steigende Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte 2020 gegenüber dem Stand von Ende Juni 2020 hin; das Ölpreisniveau wird neben den Auswirkungen der globalen Rezession auch durch geopolitische Entwicklungen beeinflusst, daher ist auch für das restliche Jahr 2020 mit volatilen Kerosinpreisen zu rechnen.
Die Währungsentwicklung bis zum Jahresende wird von den weiteren Entwicklungen der Wirtschaftskrise als Folge der Corona-Pandemie abhängen; eine erneute Eskalation der Krise könnte zu einem weiteren Erstarken der sogenannten "Safe Haven Währungen" US-Dollar, Japanischer Yen und Chinesischer Renminbi führen; auch die unterschiedliche Ausprägung fiskal- und geldpolitischer Maßnahmen in den einzelnen Währungsräumen könnte zu Kursbewegungen führen; der Analysten-Konsens erwartet den US-Dollar zum Jahresende leicht schwächer.

Branchenausblick

Die International Air Transport Association (IATA) prognostiziert für das Jahr 2020 aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise einen Rückgang der weltweit verkauften Passagierkilometer um 63%; im Vorjahr wurde ein Wachstum von 4% erzielt.
Für das Frachtgeschäft geht die IATA davon aus, dass die weltweit verkauften Tonnenkilometer Im Jahr 2020 um 17% sinken werden; im Vorjahr lag der Rückgang bei 3%.
Insgesamt rechnet die IATA für die weltweite Airline-Industrie mit einem Verlust von 84 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2020; im Vorjahr wurde ein Gewinn von 26 Mrd. USD erzielt.

Ausblick Lufthansa Group

Die Stabilisierungsmaßnahmen, die mit dem WSF ausgehandelt wurden, sichern den Fortbestand des Unternehmens.
Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Entwicklung der Corona-Krise bleiben weiterhin hoch; dies betrifft insbesondere die Entwicklung von Reisebeschränkungen, vor allem in wichtigen Langstreckenmärkten, und der Kundennachfrage; beides ist abhängig von dem globalen Pandemiegeschehen und dem Kundenvertrauen in ein sicheres Reisen; es ist deshalb weiterhin nicht möglich, einen detaillierten Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2020 zu geben.
Die im Geschäftsbericht 2019 dargelegte Erwartung eines deutlichen Rückgangs von Konzernumsatz und Adjusted EBIT im Geschäftsjahr 2020 gilt insofern unverändert.
Einzig für den Geschäftsbereich Logistik wird eine vom Gesamtkonzern abweichende Entwicklung erwartet; aufgrund deutlich höherer Durchschnittserlöse im Vergleich zum Vorjahr infolge des Wegfalls von Frachtkapazitäten in Passagierflugzeugen wird das Segment voraussichtlich eine höhere Adjusted EBIT-Marge als im Vorjahr erreichen.
Für die spezifischen CO2-Emissionen pro 100 Passagierkilometer wird aufgrund einer geringeren Auslastung sowie dem steigenden Anteil von Kontinentalverkehren am Gesamtverkehr ein Anstieg gegenüber Vorjahr erwartet.
Weitere Details finden sich im Geschäftsbericht 2019, ab S. 106.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Januar - Juni 2020

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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG in Mio. € Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 April - Juni 2020 April - Juni 20191)
Erlöse aus den Verkehrsleistungen1) 5.641 13.375 1.102 7.570
Andere Betriebserlöse 2.694 4.041 792 2.008
Umsatzerlöse1) 8.335 17.416 1.894 9.578
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 158 319 13 168
Sonstige betriebliche Erträge2) 797 795 353 418
Materialaufwand1) -5.127 -9.631 -1.084 -5.130
Personalaufwand -3.620 -4.520 -1.472 -2.279
Abschreibungen3) -1.783 -1.329 -659 -662
Sonstige betriebliche Aufwendungen4) -2.048 -2.721 -745 -1.415
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3.288 329 -1.700 678
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -184 51 -149 55
Übriges Beteiligungsergebnis 4 37 3 28
Zinserträge 33 35 -3 23
Zinsaufwendungen -195 -263 -103 -208
Übrige Finanzposten -789 -77 209 -52
Finanzergebnis -1.131 -217 -43 -154
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.419 112 -1.743 524
Ertragsteuern 792 -213 239 -290
Ergebnis nach Ertragsteuern -3.627 -101 -1.504 234
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 10 -15 11 -8
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -3.617 -116 -1.493 226
"Unverwässertes"/"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € -7,56 -0,24 -3,12 0,48

1) Vorjahreszahlen angepasst.

2) Darin enthalten 17 Mio. EUR (Vorjahr: 14 Mio. EUR) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

3) Darin enthalten 1 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen.

4) Darin enthalten 169 Mio. EUR (Vorjahr: 35 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Januar - Juni 2020

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KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG in Mio. € Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 April - Juni 2020 April - Juni 2019
Ergebnis nach Ertragsteuern -3.627 -101 -1.504 234
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung 27 44 -34 2
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -14 16 4 6
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve -280 506 75 -162
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung 5 282 -128 109
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 2 2 1 1
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -2 12 -1 -4
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern 59 -195 18 -5
-203 667 -65 -53
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -672 -800 -345 -467
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert 5 3 2
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -4 0 -2 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -50 334 144 171
-726 -461 -200 -294
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern -929 206 -265 -347
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) -4.556 105 -1.769 -113
Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 14 -14 13 -4
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge -4.542 91 -1.756 -117

Konzernbilanz

zum 30. Juni 2020

KONZERNBILANZ - AKTIVA

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in Mio.€ 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer1) 1.242 1.395 1.385
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 538 547 521
Flugzeuge und Reservetriebwerke 17.693 18.349 17.956
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 2.135 2.270 2.301
Übriges Sachanlagevermögen 3.928 4.041 4.124
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 506 672 659
Übrige Beteiligungen 257 256 228
Langfristige Wertpapiere 54 53 31
Ausleihungen und Forderungen 414 469 457
Derivative Finanzinstrumente 787 906 1.086
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 100 116 109
Effektive Ertragsteuerforderungen 33 32 37
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 3.074 2.268 2.451
Langfristige Vermögenswerte 30.761 31.374 31.345
Vorräte 920 980 1.001
Vertragsvermögenswerte 209 277 244
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.273 5.417 6.225
Derivative Finanzinstrumente 311 459 416
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 278 245 348
Effektive Ertragsteuerforderungen 92 153 84
Wertpapiere 2.448 1.970 2.406
Bankguthaben und Kassenbestände 1.211 1.415 1.002
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 384 369 23
Kurzfristige Vermögenswerte 9.126 11.285 11.749
Bilanzsumme 39.887 42.659 43.094

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

KONZERNBILANZ - PASSIVA

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in Mio.€ 30.06.2020 31.12.2019 30.06.20191)
Gezeichnetes Kapital 1.224 1.224 1.217
Kapitalrücklage 378 378 343
Gewinnrücklagen 6.108 5.617 5.914
Übrige neutrale Rücklagen 1.531 1.715 1.708
Konzernergebnis -3.617 1.213 -116
Anteile der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 5.624 10.147 9.066
Minderheitenanteile 78 109 100
Eigenkapital 5.702 10.256 9.166
Pensionsrückstellungen 7.422 6.659 6.612
Sonstige Rückstellungen 557 490 512
Finanzschulden 8.131 8.396 7.573
Vertragsverbindlichkeiten 23 25 22
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 212 76 140
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 36 32 51
Derivative Finanzinstrumente 284 128 138
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 603 611 639
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 17.268 16.417 15.687
Sonstige Rückstellungen 675 794 797
Finanzschulden 2.819 1.634 2.038
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.282 5.351 5.967
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 4.499 4.071 5.602
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.654 2.675 2.623
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 403 382 490
Derivative Finanzinstrumente 625 137 184
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 469 402 540
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögensgegenständen 491 540 -
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 16.917 15.986 18.241
Bilanzsumme 39.887 42.659 43.094

1) Vorjahreszahlen angepasst.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

zum 30. Juni 2020

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ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Marktbewertung Finanzinstrumente Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung Neubewertungsrücklage (Sukzessiverwerbe) Sonstige neutrale Rücklagen
Stand am 01.01.2019 1.217 343 237 388 236 324
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen - - -9 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -
Konzern- / Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - 614 44 - 15
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - -141 - - -
Stand am 30.06.2019 1.217 343 701 432 236 339
Stand am 01.01.2020 1.224 378 624 503 236 352
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -
Konzern- / Minderheitenergebnis - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -230 27 -
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - 19 - - -
Stand am 30.06.2020 1.224 378 413 530 236 352

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in Mio. € Summe übrige neutrale Rücklagen Gewinnrücklagen Konzernergebnis Anteil der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital Minderheitenanteile Gesamt Eigenkapital
Stand am 01.01.2019 1.185 4.588 2.163 9.496 110 9.606
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen -9 1.792 -1.783 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - -380 -380 -24 -404
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern- / Minderheitenergebnis - -116 -116 15 -101
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 673 -466 - 207 -1 206
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse -141 - - -141 - -141
Stand am 30.06.2019 1.708 5.914 -116 9.066 100 9.166
Stand am 01.01.2020 1.715 5.617 1.213 10.147 109 10.256
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen - 1.213 -1.213 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten - - - - -17 -17
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern- / Minderheitenergebnis - - -3.617 -3.617 -10 -3.627
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -203 -722 - -925 -4 -929
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse 19 - - 19 - 19
Stand am 30.06.2020 1.531 6.108 -3.617 5.624 78 5.702

Konzern-Kapitalflussrechnung

Januar - Juni 2020

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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG in Mio. € Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 April - Juni 2020 April - Juni 2019
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn1) 1.431 1.434 1.853 1.240
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.419 112 -1.743 524
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 1.782 1.304 659 657
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) 49 44 27 22
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 9 14 3 -4
Beteiligungsergebnis 180 -88 146 -83
Zinsergebnis 162 228 106 184
Erstattete/Gezahlte Ertragsteuern 112 -560 91 -183
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 385 9 -626 10
Veränderung Trade Working Capital 1.434 1.452 -437 -29
Veränderung übriger Aktiva/Passiva 669 -122 770 -263
Operativer Cashflow 363 2.393 -1.004 835
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -883 -1.888 -120 -659
Investitionen in Finanzanlagen -14 -16 -7 -9
Zugänge/Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen 86 -211 58 -131
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen -1 - -1 -
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen - 3 - 3
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -5 -49 -2 -24
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen 84 60 28 24
Zinseinnahmen 47 38 3 23
Erhaltene Dividenden 13 121 10 110
Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -673 -1.942 -31 -663
Erwerb von Wertpapieren/Geldanlagen in Fonds -5.450 -1.567 -2.232 -1.124
Veräußerung von Wertpapieren/Geldanlagen in Fonds 5.040 809 3.199 709
Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen -1.083 -2.700 936 -1.078
Kapitalerhöhung - - - -
Transaktionen durch Minderheiten - - - -
Aufnahme Finanzschulden 1.784 2.432 284 1.690
Rückführung Finanzschulden -1.126 -2.112 -745 -1.265
Gewinnausschüttung -17 -404 -17 -387
Zinsausgaben -107 -43 -64 -29
Nettozu-/-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 534 -127 -542 9
Nettoab-/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten -186 -434 -610 -234
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen -8 - -6 -6
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06.2) 1.237 1.000 1.237 1.000
Abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten von Gesellschaften, die am 30.06. zum Verkauf stehen 26 - 26 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente von Gesellschaften, die am 30.06. nicht zum Verkauf stehen2) 1.211 1.000 1.211 1.000
Wertpapiere 2.448 2.406 2.448 2.406
Flüssige Mittel 3.659 3.406 3.659 3.406
Nettozu-/-abnahme der flüssigen Mittel 274 237 -1.480 88

1) Betrag zum 01.01.2020 (01.04.2020) enthält 16 (26) Mio. EUR, die zum 31.12.2019 (31.03.2020) unter den Vermögenswerten zum Verkauf ausgewiesen wurden.

2) Abweichung gegenüber den in der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben und Kassenbeständen ergibt sich aus Termingeldern mit vereinbarter Laufzeit zwischen vier und zwölf Monaten in Höhe von 0 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR).

ANHANG

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2020 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2020 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

Mit der Zustimmung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland vom 25. Mai 2020 zum Stabilisierungspaket für die Deutsche Lufthansa AG und der Zustimmung der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG zu den mit dem WSF vereinbarten Kapitalmaßnahmen auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni 2020 sowie dem Abschluss der zugehörigen Verträge mit dem WSF am 29. Juni 2020 und der KfW am 1. Juli 2020 sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung für die nächsten zwölf Monate als gesichert an. Der Zwischenabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Das Unterstützungspaket sieht ein Gesamtvolumen von bis zu 9 Mrd. EUR vor und setzt sich zusammen aus einer Kapitalbeteiligung von 20 % in Höhe von 0,3 Mrd. EUR, einer stillen Einlage mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von 4,7 Mrd. EUR (Stille Beteiligung I), einer stillen Einlage mit Fremdkapitalcharakter in Höhe von 1 Mrd. EUR (Stille Beteiligung II) sowie einem überwiegend staatlich gesicherten Kreditrahmen von 3 Mrd. EUR. Im Falle einer Inanspruchnahme von staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen in Belgien, Österreich und der Schweiz reduziert sich die Stille Beteiligung I bzw. der Kreditrahmen entsprechend.

Bestimmte Teilbeträge aus der Stillen Beteiligung II können im Falle einer Übernahme, einer Verwässerungssituation oder bei Ausbleiben von Kuponzahlungen auf die Stille Beteiligung I in Aktien gewandelt werden. Des Weiteren sieht der Rahmenvertrag mit dem WSF umfassende Informations- und Prüfrechte für den WSF und Verhaltensverpflichtungen für die Lufthansa Gruppe in Bezug auf die Aussetzung von Dividendenzahlungen, die Begrenzung der Managementvergütungen, den Verzicht auf Beteiligungserwerbe, die Abgabe von bis zu 24 Slots an den Flughäfen Frankfurt und München und eine nachhaltige Geschäftspolitik vor. Im Zusammenhang mit dem Kreditrahmen wurden dem Bankenkonsortium Sicherheiten in Form von Beteiligungen an einer Reihe von Flugzeugbesitzgesellschaften gestellt. Unter der Voraussetzung der vollen Rückzahlung der Stillen Einlagen durch das Unternehmen sowie eines Mindestveräußerungspreises von 2,56 Euro je Aktie zuzüglich einer jährlichen Verzinsung von 12%, verpflichtet sich der WSF zum vollständigen Verkauf seines Aktienbesitzes bis zum 31. Dezember 2023 zum Marktpreis.

Bereits am 29. April 2020 hatte der Schweizer Bund garantierte Kreditlinien für die beiden Schweizer Fluggesellschaften der Lufthansa Group, SWISS und Edelweiss, in Höhe von 1,5 Milliarden Schweizer Franken (circa 1,4 Milliarden Euro) zugesagt; die Fazilität wird von einem Konsortium Schweizer Banken zu marktüblichen Konditionen gewährt und hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen; sie wird vom Schweizer Bund zu 85% garantiert und ist durch Aktien von SWISS und Edelweiss, die von der Deutschen Lufthansa AG gehalten werden, abgesichert; die Mittel dürfen nur bei der SWISS und Edelweiss eingesetzt werden; konzerninterne Dividendenzahlungen müssen für den Zeitraum der Inanspruchnahme des Kreditrahmens unterbleiben. Die Kreditlinie steht noch unter dem Zustimmungsvorbehalt des WSF und der KfW.

Des Weiteren haben sich die österreichische Bundesregierung, Lufthansa und Austrian Airlines am 8. Juni 2020 auf Eckpunkte für ein Corona-Hilfspaket in Höhe von 600 Millionen Euro für Austrian Airlines verständigt, dessen Genehmigung durch die EU Kommission zum 30.06.2020 noch ausstand. Die Maßnahmen sehen einen Eigenkapitalzuschuss bei Austrian Airlines in Höhe von 300 Mio. EUR vor, welcher jeweils zur Hälfte durch die Lufthansa und den österreichischen Staat bereitgestellt wird sowie eine Fremdkapitalfinanzierung von 300 Mio. EUR. Der Eigenbeitrag von Lufthansa in Höhe von 150 Mio. EUR wird durch einen Gesellschafterzuschuss von der Lufthansa über die bestehende Holdingstruktur an Austrian Airlines geleistet. Der Beitrag des österreichischen Staates von ebenfalls 150 Mio. EUR wird als nachrangiges Darlehen ausgestaltet, für das im weiteren Jahresverlauf bei endgültigem Schadensnachweis eine Rückzahlungsverzichtserklärung erwartet wird. Voraussetzung für den Beitrag ist der Nachweis, dass Austrian Airlines durch COVID-19 ein Schaden von mindestens 150 Mio. EUR entstanden ist. Diese Bestätigung wurde erbracht. Für den Fremdkapitalbestandteil wurde am 25. Juni 2020 mit einem österreichischen Bankenkonsortium eine Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. EUR vereinbart. Diese Kredite garantiert der österreichische Staat im Rahmen der österreichischen COVID Sondergesetze zu 90 Prozent. Darüber hinaus sollen dem Bankenkonsortium 38 Flugzeuge verpfändet werden. Die Kredite haben eine Laufzeit bis 2025. Die Maßnahmen stehen noch unter dem Zustimmungsvorbehalt des WSF und der KfW.

In den USA trat am 27. März 2020 der "Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act" ("CARES Act") in Kraft, der die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID19-Pandemie mindern soll. Die LSG Group hat am 3. April 2020 Anträge für das in dem Gesetz enthaltene Payroll Support Program für drei Gesellschaften über 307 Mio. USD und die LHT Group Anträge für vier Gesellschaften über 50 Mio. USD beim U.S. Department of the Treasury eingereicht. Aufgrund des großen Anfragevolumens wird derzeit mit einer Zuteilung für das Geschäftsjahr 2020 für die LSG Group von Darlehen mit einem Betrag von 79 Mio. USD und Zuschüssen in Höhe von 135 Mio. USD und für die LHT Group mit einer Zuteilung von Darlehen mit einem Betrag von 11 Mio. USD und Zuschüssen von 19 Mio. USD gerechnet. Die Unterstützung ist an die Aufrechterhaltung eines definierten Beschäftigungsniveaus geknüpft. Eine finale Einigung stand zum Stichtag noch aus.

Ebenso werden mit dem belgischen Staat Verhandlungen über Unterstützungsmaßnahmen für Brussels Airlines geführt, die jedoch zum Stichtag noch nicht abgeschlossen waren. ↑ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, S. 36.

2 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

UMSATZERLÖSE

Aufgrund der IFRIC-Agenda-Entscheidung vom 17. September 2019 sind Entschädigungszahlungen für Flugausfälle und -verspätungen nicht mehr aufwandswirksam zu erfassen, sondern führen zu einer Reduktion der Verkehrserlöse. Die Lufthansa Group hat diese Änderung zum 31. Dezember 2019 umgesetzt. Infolge dieser Anpassung haben sich die zum 30. Juni 2019 berichteten Verkehrserlöse um 107 Mio. EUR reduziert.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa1) Nordamerika1) Mittel- und Südamerika1) Asien und Pazifik1) Nahost1)
Network Airlines 4.059 2.794 651 90 357 86
Lufthansa German Airlines 2.486
SWISS2) 1.044
Austrian Airlines 294
Brussels Airlines 235
Eurowings2» 363 358 3 1 1 -
Logistik 1.219 533 132 42 481 10
Summe 5.641

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in Mio. € Afrika1)
Network Airlines 81
Lufthansa German Airlines
SWISS2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings2» -
Logistik 21
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2019 Europa1) Nordamerika1) Mittel- und Südamerika1) Asien und Pazifik1) Nahost1)
Network Airlines2)3) 11.166 7.298 2.042 235 1.114 274
Lufthansa German Airlines3) 7.265
SWISS2I 2.367
Austrian Airlines 893
Brussels Airlines3) 641
Eurowings2)3) 1.051 1.022 16 2 8 2
Logistik 1.158 580 133 48 343 15
Summe 13.375

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in Mio. € Afrika1)
Network Airlines2)3) 203
Lufthansa German Airlines3)
SWISS2I
Austrian Airlines
Brussels Airlines3)
Eurowings2)3) 1
Logistik 39
Summe

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1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.
2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.
3) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Umgliederung der Brussels Airlines, der Germanwings GmbH und des Langstreckengeschäfts der Eurowings in die Network Airlines.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa1) Nordamerika1) Mittel- und Südamerika1) Asien und Pazifik1) Nahost1)
Technik 1.606 691 404 70 305 81
Technikleistungen 1.352
Sonstige Betriebserlöse 254
Catering 651 100 390 35 94 18
Cateringleistungen 554
Erlöse Bordverkauf 31
Sonstige Leistungen 66
Network Airlines 182 154 10 1 12 3
Eurowings 3 3 - - - -
Logistik 86 63 18 - 2 3
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen 166 116 16 6 18 7
EDV-Leistungen 86
Reisemanagement 51
Übrige 29
Summe 2.694

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in Mio. € Afrika1)
Technik 55
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 14
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines 2
Eurowings -
Logistik -
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen 3
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2019 Europa1) Nordamerika1) Mittel- und Südamerika1) Asien und Pazifik1) Nahost1)
Technik 2.146 969 528 150 369 91
Technikleistungen 1.835
Sonstige Betriebserlöse 311
Catering 1.260 228 662 75 227 35
Cateringleistungen 1.064
Erlöse Bordverkauf 79
Sonstige Leistungen 117
Network Airlines2) 302 244 21 2 24 5
Eurowings2) 2 2 - - - -
Logistik 57 34 20 - - 3
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 274 199 25 6 33 8
EDV-Leistungen 89
Reisemanagement 141
Übrige 44
Summe 4.041

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in Mio. € Afrika1)
Technik 39
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 33
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines2) 6
Eurowings2) -
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 3
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Anpassung aufgrund veränderter Zuordnung der Brussels Airlines, Germanwings GmbH und des Langstreckengeschäfts der Eurowings in die Network Airlines.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für die Austrian Airlines in Österreich wurden einem Bankenkonsortium Pfandrechte an 27 Flugzeugen eingeräumt, eine Inanspruchnahme der zugesagten Kreditlinie ist allerdings bis zum 30. Juni 2020 noch nicht erfolgt.

LATENTE STEUERN

Für die in Deutschland entstandenen Verluste des Geschäftsjahres wurden in voller Höhe latente Steuern aktiviert. Da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstehen und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird, wird von einer vollen Werthaltigkeit ausgegangen. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Zum 30. Juni 2020 bestehen Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 384 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen mit 321 Mio. EUR um die mit Kaufvertrag vom 6./7. Dezember 2019 an die gategroup Holding AG veräußerten Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe "Europäische Geschäftsaktivitäten der LSG Group". Auf diese Veräußerungsgruppe entfielen auch sämtliche Passiva, die unter den zum Verkauf stehenden Vermögenswerten zugeordneten Schulden in Höhe von 491 Mio. EUR ausgewiesen werden. Am 3. April hat die europäische Kartellbehörde der Transaktion unter Auflagen zugestimmt. Deren Erfüllung wird durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Corona-Auswirkungen verzögert und hinsichtlich einiger Umsetzungspunkte wurden Verhandlungen mit der Gate-Gruppe aufgenommen. Mit dem Vollzug wird nunmehr im 3. Quartal 2020 gerechnet. Auf Basis der aktuellen Kaufpreisschätzung ergibt sich zum 30. Juni 2020 zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 26 Mio. EUR.

Darüber hinaus sind in dieser Position zur Veräußerung vorgesehene Flugzeuge und Reservetriebwerke mit einem Buchwert von 61 Mio. EUR enthalten. Hierunter befanden sich drei Boeing MD 11, fünf Boeing B747, drei Boeing B767, ein Airbus A321, elf Airbus A320 sowie 14 Dash 8-400.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz, der zur Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland verwendet wurde, betrug 1,5 %. Zum 31. Dezember 2019 betrug dieser Zinssatz 1,4 %. Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 0,35 % (31. Dezember 2019: 0,3 %) verwendet. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der negativen Wertentwicklung bei den Planvermögen. Des Weiteren wurden dem Planvermögen für die deutschen Pensionspläne im Berichtszeitraum 95 Mio. EUR für geleistete Rentenzahlungen entnommen.

VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN AUS NICHT AUSGEFLOGENEN FLUGDOKUMENTEN

In den Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten in Höhe von 4.499 Mio. EUR ist ein Betrag von 1.139 Mio. EUR enthalten, für den Kunden zum Abschlussstichtag Erstattungsansprüche geltend gemacht haben. Aufgrund des weiterhin stark eingeschränkten Flugprogramms ist mit weiteren Rückforderungen zu rechnen.

ÄNDERUNGEN VON SCHÄTZUNGEN

Aufgrund der fast vollständigen Einstellung des Passagierflugbetriebs, die nur schrittweise und über einen noch ungewissen Zeitraum zurückgenommen werden kann, sind die weiteren Nutzungspläne für alle Flottenbestandteile in Überarbeitung. Neben verzögerten Neuauslieferungen ist auch davon auszugehen, dass Teile der Flotte nicht mehr in den operativen Betrieb zurückkehren, sondern direkt einer Verwertung zugeführt werden. Weiterhin behalten sich die Gesellschaften vor, Flugzeuge temporär stillzulegen, um auf geänderte Rahmenbedingungen dann kurzfristig mit der Wiedereingliederung reagieren zu können. Aufgrund der aktuellen Flottenplanung und der Beschlusslage der Geschäftsführungen ist konkret für fünf Boeing B747 und elf Airbus A320 der Lufthansa German Airlines, für drei Boeing B767 und 13 Bombardier Dash 8-400 der Austrian Airlines, für 15 geleaste Bombardier Dash 8-400 der Eurowings sowie für zwei geleaste Airbus A330 und acht geleaste Airbus A319 der Brussels Airlines von einer endgültigen Stilllegung auszugehen. Weiterhin werden sechs Airbus A380-800, die bereits an Airbus mit voraussichtlichen Übergangsterminen in 2022 und 2023 verkauft wurden, nicht mehr in den operativen Betrieb zurückkehren. Die betroffenen Flugzeuge und Nutzungsrechte an Flugzeugen wurden einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der auf Basis von voraussichtlichen Verwertungspreisen bzw. aufgrund fehlender weiterer Nutzungswerte der Leasingverträge zu Abschreibungen in Höhe von insgesamt 281 Mio. EUR geführt hat.

Dem Risiko für weitere, bisher noch nicht konkret entschiedene Flottenstilllegungen wurde im Rahmen der Werthaltigkeitstest für die jeweiligen Geschäftseinheiten insgesamt Rechnung getragen.

Neben den Werthaltigkeitsüberprüfungen für einzelne Vermögenswerte wurden aufgrund des Vorliegens eines sogenannten "triggering event" für alle wesentlichen Geschäftseinheiten im 1. Quartal 2020 Werthaltigkeitstests auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Basis hierfür bildeten die aktualisierten Cash- und Ergebnisplanungen. Diese sehen ein sich nur langsam erholendes Geschäftsumfeld bis 2023 vor. Im Vergleich zu den zum Jahresende 2019 durchgeführten Tests wurde ein um 1%-Punkt höherer Diskontierungszinssatz ermittelt sowie ein auf 1% reduziertes Wachstum ab dem Ende des Planungszeitraums unterstellt. Weiterhin wurden die Ergebnisgrößen im "Terminal value" einem zusätzlichen Stressszenario ausgesetzt. Als Ergebnis ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf bei den Einheiten Eurowings sowie LSG Nordamerika. Der Goodwill der Eurowings in Höhe von 57 Mio. EUR wurde vollständig, der Goodwill der LSG Nordamerika wurde um 100 Mio. EUR teilweise wertberichtigt. Mit Ausnahme der Austrian Airlines, die im Test-Szenario keinen weiteren Puffer auswies, ergaben die Tests der sonstigen Geschäftseinheiten keine Wertminderungsindikation, auch wenn der Diskontierungssatz um 0,5 %-Punkte erhöht, beziehungsweise die Testparameter Wachstumsannahme oder EBITDA-Marge um jeweils 0,5 %-Punkte gesenkt wurden. Entscheidenden Einfluss auf die Risikosituation haben die Dauer der sogenannten "Ramp-up-Phase" sowie das sich dann anschließende Niveau der Geschäftstätigkeit und Profitabilität der Geschäftseinheiten.

Aufgrund von stark veränderten Rahmenbedingungen und dadurch zu korrigierenden Gewinnerwartungen wurden auch wesentliche At-equity Beteiligungswerte auf ihre Werthaltigkeit getestet. Für die Beteiligung an der Sun Express ergab der Test unter analogen Risikoadjustierungen wie oben genannt, keinen Abschreibungsbedarf. Aufgrund der absehbar stark reduzierten Anzahl von operierenden Airbus A380 Flugzeugen, für deren Ersatzteilausrüstung das Joint Venture Spairliners im MRO Segment tätig ist, wurde eine Vollabschreibung in Höhe von 26 Mio. EUR des verbliebenen Buchwertes vorgenommen. Hier sehen die Planungen keine insgesamt positiven Wertbeiträge für die Zukunft. Für das Joint Venture Xeos, das Triebwerkswartungen anbietet, werden zur Zeit Verhandlungen über die weitere Geschäftsausrichtung mit dem Mitgesellschafter geführt. Auf Basis von gewichteten Szenario-Rechnungen und einem um 2 Prozentpunkte erhöhten Diskontierungsfaktor ergab der Test eine Abschreibung von 36 Mio. EUR.

Durch die weitgehende Einstellung des operativen Flugbetriebs haben sich die Einkäufe von Kerosin sowie die Zahlungsströme in fremder Währung erheblich reduziert. Hierdurch sind von April bis Juni für eine Vielzahl von Sicherungsgeschäften in diesen Bereichen die Grundgeschäfte weggefallen und werden auch in näherer Zukunft weitere Grundgeschäfte voraussichtlich nicht vorliegen, so dass eine Beendigung der Bilanzierung nach den Grundsätzen für Hedge-Accounting gemäß IFRS 9 notwendig ist. Vergleiche hierzu auch die Ausführungen unter ↑ Erläuterung 5 (Finanzinstrumente).

SONSTIGE STAATLICHE UNTERSTÜTZUNGSMAßNAMEN

Im ersten Halbjahr 2020 wurden insgesamt staatliche Zuschüsse in Höhe von 175 Mio. EUR vereinnahmt. Sie entfallen im Wesentlichen auf die Erstattung von gezahlten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsabgaben im Zusammenhang mit Kurzarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz und sind aufwandsmindernd im Personalaufwand erfasst. Darüber hinaus wurden Verbindlichkeiten aus Einfuhrumsatzsteuern zum Stichtag in Höhe von 246 Mio. EUR zur Zahlung in 2021 gestundet.

Neben den Beträgen, die den Unternehmen im Rahmen der Kurzarbeit gewährt werden, erfolgen auch direkte staatliche Unterstützungen der Mitarbeiter in Form von Gehaltsersatzleistungen.

3 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist normalerweise vor allem durch die Geschäftsfelder Network Airlines und Eurowings saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden.

Aufgrund der Auswirkungen der Covid19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 ist ein insgesamt massiver Rückgang des Geschäftsvolumens eingetreten, bei dem keine saisonalen Effekte mehr erkennbar sind.

4 Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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in Mio. € 30.06.2020 31.12.2019
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften1) 879 935
Aus Gewährleistungsverträgen 345 378
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 22 47
1.246 1.360

1) Vorjahreszahl angepasst.

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 56 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2019: 55 Mio. EUR) verzichtet.

Zum 30. Juni 2020 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 200 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2019: 200 Mio. EUR).

Ende Juni 2020 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 14,5 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2019 betrug das Bestellobligo 14,6 Mrd. EUR. Im Zuge der Neuverhandlung der kontrahierten Flugzeugbeschaffungen aufgrund der Corona-Krise wurden Liefertermine im Vergleich zum 31. Dezember 2019 für einen Teil der Bestellungen auf spätere Zeitpunkte verschoben.

Rating-Agenturen stufen Bewertung der Lufthansa Group herab

Die Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's haben am 1. Juli 2020 beziehungsweise am 2. Juli 2020 das Bonitätsrating der Lufthansa Group infolge der Ausbreitung des Coronavirus und dessen Auswirkungen von BB+ auf BB beziehungsweise von Ba1 auf Ba2 herabgesetzt; Scope Ratings bestätigte am 14. Juli 2020 das Rating BBB-, damit wird die Lufthansa Group von Scope Ratings weiter im Investment Grade Bereich eingestuft.

WSF baut Beteiligung von 20% am Grundkapital auf

Im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen hat der WSF am 2. Juli 2020 im Wege einer Kapitalerhöhung Aktien gezeichnet und eine Beteiligung von 20% am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG aufgebaut; der Bezugspreis betrug 2,56 Euro je Aktie, so dass sich die Bareinlage auf rund 0,3 Mrd. EUR belief.

Erste Zahlungen aus dem Stabilisierungspaket sind erfolgt

Die Deutsche Lufthansa AG hat bislang insgesamt 2,3 Mrd. EUR aus dem Stabilisierungspaket erhalten; am 2. Juli 2020 flossen 0,3 Mrd. EUR aus der Kapitalerhöhung durch den WSF zu, am 3. Juli 2020 folgten weitere 1,0 Mrd. EUR aus der ersten Tranche der KfW-Fazilität sowie am 9. Juli 2020 ebenfalls 1,0 Mrd. EUR als Stille Beteiligung II seitens des WSF.
Darüber hinaus hat die LSG sowie die LHT Group in den USA bis zum 4. August 2020 Zahlungen im Rahmen des "Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act" ("CARES Act") in einer Gesamthöhe von 170 Mio. USD erhalten.

Lufthansa Group beschließt zweites Paket des Restrukturierungsprogramms

Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat in Folge der Coronakrise am 7. Juli 2020 ein zweites Paket des Restrukturierungsprogramms verabschiedet.
Das umfassende Restrukturierungsprogramm mit dem Titel "ReNew" ist bis Dezember 2023 angelegt und wird von Dr. Detlef Kayser, Vorstand Airline Resources & Operations Standards, geführt; es umfasst auch bereits laufende Restrukturierungsprogramme der Airlines und Servicegesellschaften des Konzerns.
Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Tochterunternehmen im Vergleich zu 2019 verkleinert werden; die Anzahl der Führungskräftestellen soll konzernweit um 20 Prozent reduziert werden; die Administration der Deutschen Lufthansa AG soll um 1.000 Stellen verkleinert werden.
Die Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen soll schnellstmöglich erfolgen, um einen Anstieg der hieraus entstehenden Zinslasten zu vermeiden.
Die Verselbständigung von Lufthansa German Airlines wird vorangetrieben.
Die bereits geplante Reduzierung von Teilflotten und die Bündelung von Flugbetrieben wird umgesetzt - inklusive der touristischen Lang- und Kurzstreckenangebote an den Drehkreuzen Frankfurt und München; allein bei Lufthansa German Airlines wurden bereits 22 Flugzeuge vorzeitig ausgeflottet, darunter sechs Airbus A380, elf A320 und fünf Boeing 747-400.
Die Finanzplanung bis 2023 sieht die Abnahme von maximal 80 neuen Flugzeugen in die Flotten der Lufthansa Group vor; aufgrund der Verschiebung von geplanten Auslieferungen halbiert sich damit das Investitionsvolumen für neue Flugzeuge in diesem Zeitraum.

EU-Kommission stimmt Hilfspaket für Austrian Airlines zu

Am 7. Juli 2020 hat die EU-Kommission ihre Zustimmung für das zwischen der österreichischen Bundesregierung, die Lufthansa Group und Austrian Airlines verhandelte Corona-Hilfspaket in Höhe von 600 Millionen Euro für Austrian Airlines gegeben.
Als Teil des Pakets hat die Deutsche Lufthansa AG nach der Freigabe Austrian Airlines 150 Mio. EUR Eigenkapital zur Verfügung gestellt.

Einigung über Stabilisierungspaket für Brussels Airlines erzielt

Die belgische Regierung und die Lufthansa Group haben eine grundlegende Einigung über ein Darlehen des belgischen Staats in Höhe von 290 Mio. EUR an Brussels Airlines erzielt; dieses wird ergänzt durch einen Eigenkapitalzuschuss der Deutschen Lufthansa AG von 170 Mio. EUR; damit wird die Umsetzung des Turnaround-Programms von Brussels Airlines ermöglicht, um die Airline langfristig profitabel auszurichten; die finale vertragliche Ausgestaltung steht noch aus; darüber hinaus stehen die Maßnahmen noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den WSF und die EU-Kommission.

5 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1:

Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 30. Juni 2020 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 30.06.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 2.448 25 - 2.473
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 25 - 25
Wertpapiere 2.448 - - 2.448
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1.073 - 1.073
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value - 22 - 22
Eigenkapitalinstrumente - 22 - 22
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Vermögenswerte gesamt 2.448 1.120 - 3.568

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 30.06.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -337 - -337
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -572 - -572
Verbindlichkeiten gesamt - -909 - -909

Zum 30. Juni 2020 lagen aufgrund des Corona-bedingten Rückgangs der Flugleistungen in der Treibstoffpreis- und der operativen Währungssicherung weiterhin Übersicherungen vor, so dass Sicherungsbeziehungen, die bisher im Hedge Accounting designiert waren, vorzeitig beendet werden mussten. Auf Basis aktueller Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf wurde die Höhe des verbleibenden Treibstoffbedarfs und des Fremdwährungsexposures bestimmt. Für das darüberhinausgehende Volumen an abgeschlossenen Sicherungsgeschäften wurden Sicherungsbeziehungen dedesigniert und die kumulierte Marktwertänderung in Höhe von -284 Mio. EUR aus der Marktbewertungsrücklage in das Finanzergebnis umgegliedert. Davon entfiel ein Aufwand von 301 Mio. EUR auf Treibstoffpreissicherungen und ein Ertrag von 17 Mio. EUR auf operative Währungssicherungen. Die entsprechenden Sicherungsgeschäfte werden bis zu ihrer Fälligkeit als freistehende Derivate erfolgswirksam über die GuV bilanziert. Daneben beläuft sich das realisierte Ergebnis von bereits zum Q1 beendeten Sicherungsbeziehungen in der Treibstoffpreissicherung auf einen Aufwand von 480 Mio. EUR und in der operativen Währungssicherung auf einen Ertrag von 18 Mio. EUR. Der gesamte Ergebniseffekt aus beendeten Sicherungsbeziehungen beläuft sich somit auf -746 Mio. EUR. Im Rahmen der Realisierung solcher Geschäfte flossen bisher insgesamt 420 Mio. EUR ab.

Bestände in Höhe von 220 Mio. EUR an CO2-Emissionszertifikaten wurden im Rahmen von sogenannten "Repo-Geschäften" am Markt veräußert und gleichzeitig wieder zurückgekauft, so dass das wirtschaftliche Eigentum weiterhin besteht.

Darüber hinaus wurden langfristige Devisensicherungsgeschäfte vorzeitig realisiert, wodurch liquide Mittel in Höhe von 392 Mio. EUR generiert wurden. Die Beträge verbleiben bis zur Durchführung der Grundgeschäfte in der Marktbewertungsrücklage und werden dann den korrespondierenden Investitionen zugeordnet.

Zum 31. Dezember 2019 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2019

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 359 13 - 372
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 12 - 12
Wertpapiere 359 1 - 360
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1.352 - 1.352
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value - 1.632 - 1.632
Eigenkapitalinstrumente - 22 - 22
Fremdkapitalinstrumente - 1.610 - 1.610
Vermögenswerte gesamt 359 2.997 - 3.356

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2019

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -67 - -67
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -199 - -199
Verbindlichkeiten gesamt - -266 - -266

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

FINANZSCHULDEN

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30.06.2020 31.12.2019
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 1.338 1.195 1.094 1.026
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.993 2.945 2.110 2.150
Sonstige Verbindlichkeiten 3.891 3.724 3.954 3.883
Summe 8.222 7.864 7.158 7.059
Leasingverbindlichkeiten 2.728 n.a. 2.872 n.a.
Summe 10.950 n.a. 10.030 n.a.

6 Ergebnis je Aktie

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ERGEBNIS JE AKTIE 30.06.2020 30.06.2019
"Unverwässertes" / "Verwässertes" Ergebnis je Aktie - 7,56 - 0,24
Konzernergebnis Mio. € - 3.617 - 116
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 478.194.257 475.210.712

7 Gezeichnetes Kapital

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um 306.044.326,40 EUR auf 1.530.221.624,32 EUR durch die Ausgabe von 119.548.565 auf den Namen lautenden Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die Aktien wurden durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zum Nennbetrag von 2,56 EUR gezeichnet. Die Kapitalerhöhung wurde mit der Eintragung in das Handelsregister am 2. Juli 2020 wirksam.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 450.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 30.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien an die Mitarbeiter (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis zum 30. Juni 2020 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung Aktien mit einem Nennbetrag von insgesamt 7.637.832 EUR ausgegeben.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 102.014.776,32 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 im Falle der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots iSv § 10 WpÜG oder im Falle einer Kontrollerlangung iSv §§ 35 iVm 29 WpÜG. für die Stille Einlage II-A zu einem Ausübungskurs von 2,56 EUR je Aktie gewährt wurden. Für den Fall einer Veräußerung der Stillen Einlage II-A an einen nichtstaatlichen Erwerber steht dem Erwerber das Umtauschrecht jederzeit zu.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 897.985.223,68 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 zum Zwecke des Verwässerungsschutzes und oder des Kuponschutzes für die Stille Einlage II-B gewährt wurden. Die neuen Aktien werden bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Verwässerungsschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 10 %, bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Kuponschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 5,25 % begeben. Sofern die Stille Einlage II B abgetreten wird, entfallen die Umtauschrechte.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die gemäß einem Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 6. Mai 2024 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2019 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde der im Jahresabschluss 2019 ausgewiesene Bilanzgewinn von 298 Mio. EUR vollständig in die Gewinnrücklage eingestellt.

8 Segmentberichterstattung

Aufgrund der IFRIC-Agenda-Entscheidung vom 17. September 2019 sind Entschädigungszahlungen für Flugausfälle und -verspätungen nicht mehr aufwandswirksam, sondern umsatzkürzend zu erfassen. Die Lufthansa Group hat diese Änderung retrospektiv zum 31. Dezember 2019 umgesetzt, so dass sich eine Anpassung der Vorjahreswerte in Form einer gleichlautenden Reduktion der Verkehrserlöse und Materialaufwendungen ergab.

Die Segmentierung wurde gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 geändert. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2020 wird Brussels Airlines, Germanwings und das Langstreckengeschäft der Eurowings durch die Network Airlines Gruppe gesteuert und vor diesem Hintergrund dem Segment Network Airlines zugeordnet. Die Geschäftsaktivitäten der Lufthansa Technik im Bereich Line Maintenance sind zum 1. Januar 2020 auf die Deutsche Lufthansa AG übergegangen und werden in Eigenregie durchgeführt und im Segment Network Airlines erfasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Aus den geänderten Segmentzuordnungen ergaben sich für das Vorjahr für das Geschäftsfeld Network Airlines eine Erhöhung der Umsatzerlöse um 878 Mio. EUR sowie eine Verschlechterung des Adjusted EBIT um 77 Mio. EUR. Die Vorjahreszahlen im Geschäftsbereich Technik veränderten sich bei den Umsatzerlösen um -169 Mio. EUR und beim Adjusted EBIT um -8 Mio. EUR.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 2020

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 4.241 366 1.305 1.606 651 8.169
davon Verkehrserlöse 3.858 361 1.219 - - 5.438
Konzerninnenumsätze 290 11 15 674 163 1.153
Umsatzerlöse 4.531 377 1.320 2.280 814 9.322
Übrige operative Erträge 451 75 31 184 33 774
Operative Erträge 4.982 452 1.351 2.464 847 10.096
Operative Aufwendungen 7.377 746 1.089 2.554 1.029 12.795
davon Materialaufwand 3.277 427 702 1.346 345 6.097
davon Personalaufwand 1.880 93 188 648 446 3.255
davon Abschreibungen 956 104 78 100 61 1.299
davon sonstige Aufwendungen 1.264 122 121 460 177 2.144
Beteiligungsergebnis -21 -64 15 -32 -13 -115
davon Ergebnis Equity-Bewertung -19 -64 7 -33 -13 -122
Adjusted EBIT1) -2.416 -358 277 -122 -195 -2.814
Überleitungspositionen -270 -74 -19 -71 -111 -545
Außerplanmäßige Abschreibung/Zuschreibung -268 -73 -19 -65 -111 -536
Pensionssondereffekte - - - -2 - -2
Ergebnis Anlagenabgang -2 -1 - -4 - -7
EBIT -2.686 -432 258 -193 -306 -3.359
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital2) 11.721 1.191 2.167 5.110 1.300 21.489
davon aus Equity-Beteiligungen 35 115 56 181 115 502
Segmentinvestitionen 664 50 89 71 21 895
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 4 - 4
Mitarbeiter zum Stichtag 59.953 3.219 4.452 23.927 28.130 119.681

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in Mio. € Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 166 - 8.335
davon Verkehrserlöse - 203 5.641
Konzerninnenumsätze 83 -1.236 -
Umsatzerlöse 249 -1.236 8.335
Übrige operative Erträge 920 -742 952
Operative Erträge 1.169 -1.978 9.287
Operative Aufwendungen 1.288 -2.014 12.069
davon Materialaufwand 118 -1.088 5.127
davon Personalaufwand 358 -1 3.612
davon Abschreibungen 58 -36 1.321
davon sonstige Aufwendungen 754 -889 2.009
Beteiligungsergebnis -3 1 -117
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 1 -121
Adjusted EBIT1) -122 37 -2.899
Überleitungspositionen -7 -17 -569
Außerplanmäßige Abschreibung/Zuschreibung 1 -17 -552
Pensionssondereffekte -6 - -8
Ergebnis Anlagenabgang -2 - -9
EBIT -129 20 -3.468
Übriges Finanzergebnis -951
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.419
Gebundenes Kapital2) 1.548 -571 22.466
davon aus Equity-Beteiligungen 5 -1 506
Segmentinvestitionen 32 -25 902
davon aus Equity-Beteiligungen - - 4
Mitarbeiter zum Stichtag 9.675 - 129.356

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT □ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 3, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Juni 20191)

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 11.468 1.053 1.215 2.146 1.260 17.142
davon Verkehrserlöse 10.938 1.048 1.158 - - 13.144
Konzerninnenumsätze 470 -6 23 1.105 360 1.952
Umsatzerlöse 11.938 1.047 1.238 3.251 1.620 19.094
Übrige operative Erträge 440 74 39 100 30 683
Operative Erträge 12.378 1.121 1.277 3.351 1.650 19.777
Operative Aufwendungen 11.917 1.290 1.286 3.154 1.628 19.275
davon Materialaufwand 6.728 901 872 1.924 692 11.117
davon Personalaufwand 2.390 131 207 726 637 4.091
davon Abschreibungen 937 120 76 91 57 1.281
davon sonstige Aufwendungen 1.862 138 131 413 242 2.786
Beteiligungsergebnis 27 -19 24 38 11 81
davon Ergebnis Equity-Bewertung 16 -19 9 33 11 50
Adjusted EBIT2) 488 -188 15 235 33 583
Überleitungspositionen -1 - -6 - - -7
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung 20 1 -10 1 12
Pensionssondereffekte -1 - - - -1 -2
Ergebnis Anlagenabgang -20 -1 4 - - -17
EBIT 487 -188 9 235 33 576
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital3) 11.028 1.377 2.100 5.581 1.557 21.643
davon aus Equity-Beteiligungen 43 130 61 306 150 690
Segmentinvestitionen 1.520 34 169 161 45 1.929
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 36 - 36
Mitarbeiter zum Stichtag 60.472 3.608 4.557 22.766 36.227 127.630

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in Mio. € Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 274 - 17.416
davon Verkehrserlöse - 231 13.375
Konzerninnenumsätze 124 -2.076 -
Umsatzerlöse 398 -2.076 17.416
Übrige operative Erträge 886 -493 1.076
Operative Erträge 1.284 -2.569 18.492
Operative Aufwendungen 1.426 -2.539 18.162
davon Materialaufwand 139 -1.625 9.631
davon Personalaufwand 430 -3 4.518
davon Abschreibungen 52 -15 1.318
davon sonstige Aufwendungen 805 -896 2.695
Beteiligungsergebnis 7 - 88
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 1 51
Adjusted EBIT2) -135 -30 418
Überleitungspositionen 9 -3 -1
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung 6 -3 15
Pensionssondereffekte - - -2
Ergebnis Anlagenabgang 3 - -14
EBIT -126 -33 417
Übriges Finanzergebnis -305
Ergebnis vor Ertragsteuern 112
Gebundenes Kapital3) 1.928 -253 23.318
davon aus Equity-Beteiligungen 6 -37 659
Segmentinvestitionen 30 -6 1.953
davon aus Equity-Beteiligungen - - 36
Mitarbeiter zum Stichtag 10.009 - 137.639

1) Werte angepasst.

2) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT □ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 3, im Zwischenlagebericht.

3) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) und abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Juni 2020

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in Mio. € Europa davon Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und Südamerika Asien/Pazifik
Verkehrserlöse1) 3.685 1.676 786 714 133 839
Andere Betriebserlöse 1.127 394 838 671 112 431
Umsatzerlöse 4.812 2.070 1.624 1.385 245 1.270

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse1) 96 102 5.641
Andere Betriebserlöse 112 74 2.694
Umsatzerlöse 208 176 8.335

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Juni 2019

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in Mio. € Europa davon Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und Südamerika Asien/Pazifik
Verkehrserlöse 1) 8.900 4.173 2.191 1.968 285 1.465
Andere Betriebserlöse 1.676 511 1.256 1.048 233 653
Umsatzerlöse 10.576 4.684 3.447 3.016 518 2.118

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse 1) 291 243 13.375
Andere Betriebserlöse 142 81 4.041
Umsatzerlöse 433 324 17.416

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

9 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2019 unter / Erläuterung 48 (Geschäftsberichts 2019, S. 219 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im / Vergütungsbericht 2019 (Geschäftsberichts 2019, S. 115 ff.) und unter ↑ Erläuterung 49 des Anhangs zum Konzernabschluss 2019 (Geschäftsbericht 2019, S. 222) beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

10 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die vom IASB herausgebrachten Änderungen für die Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2020 beginnen, haben derzeit keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Informationen zu den Änderungen sind im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2019, Erläuterung 2 "Neue Standards in der internationalen Rechnungslegung nach IFRS und Interpretationen", S. 144 ff. dargestellt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt, den 04. August 2020

Der Vorstand

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Carsten Spohr Christina Foerster Harry Hohmeister
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands

Ressort Customer, IT &

Corporate Responsibility
Mitglied des Vorstands

Ressort Commercial

Passenger Airlines

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Detlef Kayser Michael Niggemann
Mitglied des Vorstands

Ressort Airline Resources &

Operations Standards
Mitglied des Vorstands

Ressort Personal, Recht und M&A

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss der Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung, sowie Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Eschborn/Frankfurt am Main, 4. August 2020

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Prof. Dr. Hayn Keller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Venloer Straße 151 - 153

50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Dennis Weber (Ltg.)

Patrick Winter

Kontakt

Dennis Weber

+ 49 69 696 - 28001

Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28001

Telefax: + 49 69 696 - 90990

E-Mail: [email protected]

Aktuelle Finanzinformationen im Internet:

↑ www.lufthansagroup.com/investor-relations

Finanzkalender 2020/2021

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2020 2021
5. Nov. Veröffentlichung 3. Zwischenbericht 4. Mrz. Veröffentlichung Geschäftsbericht 2020
Januar - September 2020 29. Apr. Veröffentlichung 1. Zwischenbericht Januar - März 2021
5. Aug. Veröffentlichung 2. Zwischenbericht Januar - Juni 2021
28. Okt. Veröffentlichung 3. Zwischenbericht Januar - September 2021

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2020 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "Vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen -insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrunde liegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet. Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.