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Deutsche Lufthansa AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 2, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Deutsche Lufthansa AG

Köln

2. Zwischenbericht 2016

Lufthansa Group

2. Zwischenbericht Januar - Juni 2016

Adjusted EBIT steigt um 61 Mio. EUR auf 529 Mio. EUR / Konzern-Marge steigt auf 3,5 Prozent Gesamtkosten sinken schneller als Treibstoffkosten Lufthansa Passage wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung Höhere finanzielle Stabilität erreicht / Terroranschläge in Europa und wirtschaftliche Unsicherheit belasten Vorausbuchungen auf Langstrecken nach Europa deutlich / Prognose für das Adjusted EBIT daher auf "unter Vorjahr" reduziert / Konsequente Umsetzung der Strategie

Die Lufthansa Group

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Kennzahlen Lufthansa Group Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 15 042 15 365 - 2,1 8 126 8 392
davon Verkehrserlöse* Mio. € 11 637 12 181 - 4,5 6 402 6 734
EBIT Mio. € 518 463 11,9 567 607
Adjusted EBIT Mio. € 529 468 13,0 582 635
EBITDA Mio. € 1 361 1 316 3,4 1 018 1 084
Konzernergebnis Mio. € 429 954 - 55,0 437 529
Kennzahlen zu Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 35 054 33 088 5,9 - -
Eigenkapitalquote % 10,4 17,5 - 7,1 P. - -
Nettokreditverschuldung Mio. € 2 499 2 363 5,8 - -
Operativer Cashflow Mio. € 2 193 2 527 - 13,2 1 091 1 133
Investitionen (brutto) Mio. € 1 167 1 498 - 22,1 559 683
Rentabilitäts- und Wertschaffungskennzahlen
EBIT-Marge % 3,4 3,0 0,4 P. 7,0 7,2
Adjusted EBIT-Marge % 3,5 3,0 0,5 P. 7,2 7,6
EBITDA-Marge % 9,0 8,6 0,4 P. 12,5 12,9
Lufthansa Aktie
Quartalsabschlusskurs 10,53 11,57 - 9,0 - -
Ergebnis pro Aktie 0,92 2,06 - 55,3 0,94 1,14
Leistungsdaten*
Fluggäste Tsd. 51 287 50 925 0,7 28 955 29 364
Angebotene Sitzkilometer Mio. 138 086 132 572 4,2 75 294 73 654
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 105 559 103 857 1,6 58 524 59 166
Sitzladefaktor % 76,4 78,3 - 1,9 P. 77,7 80,3
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 7 315 7 293 0,3 3 873 3 827
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 4 809 4 933 - 2,5 2 508 2 519
Fracht-Nutzladefaktor % 65,7 67,6 - 1,9 P. 64,7 65,8
Angebotene Gesamt-Tonnenkilometer Mio. 21 079 19 672 7,2 11 342 10 635
Verkaufte Gesamt-Tonnenkilometer Mio. 15 172 14 432 5,1 8 241 7 864
Gesamt-Nutzladefaktor % 72,0 73,4 - 1,4 P. 72,7 73,9
Flüge Anzahl 502 651 490 887 2,4 270 196 264 810
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 122 799 119 357 2,9 122 799 119 357

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Kennzahlen Lufthansa Group Veränderung

in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse - 3,2
davon Verkehrserlöse* - 4,9
EBIT - 6,6
Adjusted EBIT - 8,3
EBITDA - 6,1
Konzernergebnis -17,4
Kennzahlen zu Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme -
Eigenkapitalquote -
Nettokreditverschuldung -
Operativer Cashflow - 3,7
Investitionen (brutto) - 18,2
Rentabilitäts- und Wertschaffungskennzahlen
EBIT-Marge - 0,2 P.
Adjusted EBIT-Marge - 0,4 P.
EBITDA-Marge - 0,4 P.
Lufthansa Aktie
Quartalsabschlusskurs -
Ergebnis pro Aktie - 17,5
Leistungsdaten*
Fluggäste - 1,4
Angebotene Sitzkilometer 2,2
Verkaufte Sitzkilometer - 1,1
Sitzladefaktor - 2,6 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1,2
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer - 0,4
Fracht-Nutzladefaktor - 1,1 P.
Angebotene Gesamt-Tonnenkilometer 6,6
Verkaufte Gesamt-Tonnenkilometer 4,8
Gesamt-Nutzladefaktor - 1,3 P.
Flüge 2,0
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 30.06. 2,9

* Vorjahreszahlen angepasst. Veröffentlichungstag: 2. August 2016.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

An unsere Aktionäre

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Lufthansa Group kann auf ein zufriedenstellendes erstes Halbjahr 2016 zurückblicken: Das Adjusted EBIT, unsere führende Prognosekennzahl, liegt über Vorjahr, gegenüber Jahresende haben wir unsere Nettokreditverschuldung reduziert und unsere finanzielle Stabilität hat sich erhöht. Die Stückkosten bei den Passagier-Airlines sinken und mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO haben wir einen Tarifabschluss erzielt, der die Zukunftsfähigkeit der Lufthansa Group weiter stärkt.

Trotz dieser Erfolge mussten wir vor wenigen Wochen unsere Prognose für das Gesamtjahr reduzieren. Statt eines Adjusted EBIT "leicht über Vorjahr" erwarten wir nun ein Adjusted EBIT "unter Vorjahr". Insbesondere aufgrund der wiederholten Terroranschläge in Europa und der seit der Bekanntgabe der ursprünglichen Prognose im März gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit haben die Vorausbuchungen vor allem auf Langstreckenverbindungen nach Europa deutlich nachgelassen. Eine vollständige Aufholentwicklung halten wir aus heutiger Sicht deshalb für nicht mehr wahrscheinlich. Wir erwarten nun eine deutlich schwächere Entwicklung bei den Passagier-Airlines. Gleichzeitig sind wir sicher, die Kostenposition unserer Airlines weiter zu verbessern. Das ist gerade jetzt wegen der von externen Einflussfaktoren getriebenen Erlösentwicklung noch wichtiger geworden. Wir werden daher konsequent weiter daran arbeiten, die Strukturen und Kostenpositionen unserer Gruppe nachhaltig wettbewerbsfähig zu gestalten.

Dazu haben wir bereits vor zwei Jahren das Programm "7to1 - Our Way Forward" ins Leben gerufen. Anhand von sieben Handlungsfeldern arbeiten wir in den drei strategischen Säulen unseres Unternehmens - Netzwerk-Airlines, Direktverkehre und Aviation Services - sowie in den administrativen Strukturen kontinuierlich an Verbesserungen.

So haben wir bei den Netzwerk-Airlines das Produkt kontinuierlich aufgewertet. Ab Oktober 2016 beginnt bei der Lufthansa Passage als erster europäischer Netzwerk-Airline nun die Ausstattung der Kurz- und Mittelstreckenflotte mit Internetinfrastruktur. Auch im Ausbau unseres Destinations- und Partnerschaftsportfolios für unsere Kunden sowie in den verschiedenen Bereichen der Digitalisierung schreitet die Entwicklung zügig voran. Die Buchungen über digitale Kanäle steigen stetig an und damit auch die Nachfrage nach individuell buchbaren Services. Hier wollen wir unser Angebot für unsere Kunden weiter verbessern. Die operativen Kosten senken wir durch die kontinuierliche Modernisierung der Flotte, durch die Reduzierungen von Gebühren und Entgelten sowie durch neue Tarifverträge und die konsequente Prozessorientierung, die zu Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen führt. Hierdurch haben wir in den kommerziellen Funktionen der Netzwerk-Airlines bereits 22 Prozent der Führungspositionen abgebaut.

Unser größtes Wachstumsfeld liegt im Geschäftsfeld Direktverkehre mit unserer Zweitmarke Eurowings. Der Austausch der Regionalflotte durch Flugzeuge der A320-Familie, der erfolgreiche Start der Langstreckenverbindungen und der Aufbau der neuen Basis in Wien zeigen die Geschwindigkeit, mit der wir das Unternehmen entwickeln. Im zweiten Halbjahr werden wir entscheiden, ob wir mit einer Übernahme der verbleibenden Anteile an Brussels Airlines auch anorganisches Wachstum forcieren werden.

Alle großen Service-Gesellschaften arbeiten derzeit an Wachstumsinitiativen und Effizienzprogrammen gleichermaßen. Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und die LSG Group haben jeweils ambitionierte Restrukturierungsvorhaben vorgelegt, mit denen das laufende Wachstum auch zukünftig mit auskömmlichen Margen unterlegt werden soll.

An der Verschlankung der administrativen Strukturen arbeiten wir derzeit. Im zweiten Halbjahr werden wir auch hier - wie bei den operativen Prozessen der Passagier-Airlines bereits erfolgt - eine Reorganisation auf den Weg bringen, die es uns erlaubt, effizienter, schneller und vor allem auch günstiger zu operieren.

Die Zukunftssicherung der Lufthansa Group ist und bleibt - nach Sicherheit - unser oberstes Unternehmensziel. Bitte schenken Sie uns auch weiterhin Ihr Vertrauen und bleiben Sie uns gewogen.

Der Vorstand, 29. Juli 2016

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Carsten Spohr Karl Ulrich Garnadt Harry Hohmeister
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Eurowings und Aviation Services Hub Management

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Simone Menne Dr. Bettina Volkens
Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Finanzen Personal und Recht

Lufthansa Aktie

Zum Ende des ersten Halbjahres 2016 notierte die Lufthansa Aktie bei 10,53 EUR. Gegenüber Jahresende ging der Kurs um 27,7 Prozent zurück. Der Vergleichsindex DAX sank im selben Zeitraum um 9,9 Prozent. Neben der allgemein angespannten politischen Lage war das negative Votum Großbritanniens zum zukünftigen Verbleib in der Europäischen Union ("Brexit") ein wesentlicher Treiber der besonders schwachen Kursentwicklung der europäischen Airline-Aktien.

Zum 30. Juni 2016 empfahlen sechs Analysten die Lufthansa Aktie zum Kauf, elf Analysten empfahlen die Aktie zu halten und zehn zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 13,02 EUR.

Die Lufthansa Aktie befand sich zum Ende des ersten Halbjahres unverändert zu 100 Prozent in Streubesitz. 65,2 Prozent der Aktien wurden von deutschen Investoren gehalten. Größter Einzelaktionär war Templeton Global Advisors Limited mit 10,1 Prozent.

Aktionärsstruktur nach Nationalitäten Stand zum 30.06.2016 in %

Streubesitz: 100 %

Aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur werden regelmäßig auf der Webseite i www.lufthansagroup.com/investor-relations zur Verfügung gestellt.

Kursverlauf der Lufthansa Aktie, indiziert auf 31.12.2015, im Vergleich zum DAX und zu Wettbewerbern, in %

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Lage

BIP-Wachstum 2016 gegenüber Vorjahr

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in % Q1 Q2* Q3* Q4* Gesamtjahr*
Welt 2,5 2,5 2,4 2,5 2,5
Europa 1,9 1,9 1,7 1,3 1,7
Deutschland 1,6 1,6 1,6 1,5 1,6
Nordamerika 2,0 1,6 1,7 2,0 1,8
Südamerika - 1,4 - 1,1 - 0,9 - 0,2 - 0,8
Asien / Pazifik 4,6 4,7 4,6 4,5 4,6
China 6,7 6,6 6,4 6,2 6,5
Naher Osten 2,0 2,2 2,4 2,5 2,3
Afrika 2,2 2,3 2,3 2,5 2,3

Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2016.

* Prognosewerte.

Die Weltwirtschaft ist im zweiten Quartal um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das Wachstum im Vorjahr betrug 2,7 Prozent. Die am stärksten wachsende Weltregion war Asien / Pazifik mit einer Wachstumsrate von 4,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: 4,7 Prozent). Die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Ländern ist trotz zunehmender politischer Unsicherheiten mit einem Wachstum um 1,9 Prozent (Vorjahreszeitraum: 1,9 Prozent) insgesamt weiterhin stabil. In Nordamerika wuchs die Wirtschaft um 1,6 Prozent (Vorjahreszeitraum: 2,6 Prozent). In Lateinamerika schrumpfte die Wirtschaft dagegen um 1,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: + 0,2 Prozent).

Das negative Votum bei der Volksabstimmung in Großbritannien zum zukünftigen Verbleib in der Europäischen Union ("Brexit") hat große Verunsicherung auf den weltweiten Märkten ausgelöst. Die weitere Entwicklung und der Einfluss auf die Luftverkehrsbranche werden vom Ausgang der noch nicht aufgenommenen Austrittsverhandlungen der Europäischen Union mit Großbritannien abhängen. Die Lufthansa Group erwirtschaftet rund 5 Prozent ihres Umsatzes in Großbritannien.

Der Ölpreis ist im ersten Halbjahr 2016 von 37,22 USD / bbl auf 49,68 USD / bbl angestiegen. Der Durchschnittspreis betrug 41,20 USD / bbl und lag um 30,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig bewegte sich der Jet Fuel Crack, die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin, auf einem rund 45,5 Prozent niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Insgesamt sank der durchschnittliche Kerosinpreis um 33,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Das Preissicherungsergebnis der Lufthansa Group belastete das Ergebnis aufgrund des gesunkenen Ölpreises mit 571 Mio. EUR. Die Treibstoffkosten der Lufthansa Group betrugen für das erste Halbjahr insgesamt 2,3 Mrd. EUR (-20,3 Prozent).

Der Treibstoffpreis ist ein zentraler Faktor in der Kostenentwicklung der Lufthansa Group. Um die sich daraus ergebenden Risiken zu begrenzen, betreibt das Unternehmen für den Treibstoff ein systematisches Risikomanagement mit regelbasierter Sicherungsstrategie mit einem Zeithorizont von bis zu 24 Monaten. Dadurch ergeben sich auch Zeiträume, in denen keine positiven Ergebnisbeiträge oder auch Ergebnisbelastungen mit der Treibstoffpreissicherung einhergehen.

Rohöl-, Kerosin- und Währungsentwicklung

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Minimum Maximum Durchschnitt 30.06.2016
ICE Brent in USD/bbl 27,88 52,51 41,20 49,68
Kerosin in USD/t 260,50 483,50 386,10 462,25
USD 1 EUR/USD 1,0746 1,1527 1,1162 1,1073
JPY 1 EUR/JPY 112,4000 131,8200 124,4136 114,27
CHF 1 EUR/CHF 1,0790 1,1145 1,0958 1,08215
CNY 1 EUR/CNY 7,0095 7,4834 7,2959 7,3712
GBP 1 EUR/GBP 0,7329 0,8354 0,7786 0,83458

Die Entwicklung des Euros gegenüber den für die Lufthansa Group relevanten Währungen zeigt im Vergleich zum Vorjahr ein gemischtes Bild. Der Wechselkurs zum US-Dollar blieb auf einem konstanten Niveau. Auf der Erlösseite wirkte sich die Abwertung des Euros gegenüber dem Japanischen Yen um 7,3 Prozent positiv aus. Dagegen verteuerte sich der Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi um 5,2 Prozent und gegenüber dem Schweizer Franken um 3,7 Prozent. Die Aufwertung des Euros gegenüber dem Britischen Pfund fiel mit 6,3 Prozent besonders deutlich aus. Dies ist vor allem auf die erhöhte Unsicherheit im Rahmen des Brexit-Referendums zurückzuführen. Die Lufthansa Group hatte im April 2016 den Sicherungsgrad im Britischen Pfund erhöht, um mögliche negative Auswirkungen auf der Erlösseite zu reduzieren. Währungseffekte entlasteten das EBIT im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr insgesamt mit 57 Mio. EUR.

Der für die Diskontierung der Pensionsverbindlichkeiten relevante Rechnungszins sank seit Jahresbeginn von 2,8 Prozent auf 1,6 Prozent zum 30. Juni 2016. Im Wesentlichen bedingt durch diesen stichtagsbezogenen Bewertungseffekt stiegen die Pensionsrückstellungen gegenüber dem Jahresabschluss 2015 um 63,3 Prozent auf 10,8 Mrd. EUR.

Branchenentwicklung

Das anhaltende weltweite Wirtschaftswachstum wirkte sich positiv auf die globale Nachfrage nach Flugreisen aus. Nach Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) stiegen die weltweit verkauften Passagierkilometer in den ersten fünf Monaten des Jahres um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Nach wie vor wiesen Fluggesellschaften aus dem Mittleren Osten das stärkste Wachstum aus. Sie konnten in den ersten fünf Monaten des Jahres 11,2 Prozent mehr Passagierkilometer als im Vorjahr absetzen. Airlines aus Afrika wuchsen um 9,7 Prozent, Airlines aus Asien um 8,1 Prozent und europäische Fluggesellschaften um 3,9 Prozent. Nordamerikanische Airlines erzielten ein Wachstum von 3,6 Prozent und Fluggesellschaften aus Lateinamerika ein Wachstum von 3,3 Prozent. Europäische Airlines berichteten nach mehreren Terroranschlägen in Europa und einer allgemein steigenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit über eine zunehmende Kurzfristigkeit bei Buchungen und einer sinkenden Nachfrage vor allem auf Langstreckenverbindungen nach Europa.

Im Gegensatz zum Passagiergeschäft zeigte das Frachtgeschäft eine rückläufige Entwicklung. So sanken die weltweit verkauften Tonnenkilometer in den ersten fünf Monaten des Jahres um 0,5 Prozent. Regional war die Entwicklung noch stärker differenziert als im Passagiergeschäft. Airlines aus dem Mittleren Osten erzielten mit 5,9 Prozent auch hier das größte Wachstum. Anbieter aus Europa konnten um 2,9 Prozent zulegen. Anbieter aus Afrika verzeichneten dagegen einen Rückgang um 1,1 Prozent, Anbieter aus Nordamerika um 2,3 Prozent, Anbieter aus Asien um 3,4 Prozent und Anbieter aus Lateinamerika um 4,0 Prozent. Insgesamt ist der Markt aber von starken Überkapazitäten geprägt, die wiederum Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben.

Die positive Entwicklung im Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen an Flugzeugen setzt sich fort. Für das Jahr 2016 wird ein Wachstum des Markts gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent erwartet. Regional wird das Wachstum in Asien mit 10,2 Prozent besonders stark ausgeprägt sein. In der Region Amerika wird das Wachstum mit 1,6 Prozent hingegen unterdurchschnittlich ausfallen. Das Wachstum in den Regionen Europa, Afrika und Mittlerer Osten wird bei 5,4 Prozent liegen und insbesondere durch den Wachstumsmarkt Mittlerer Osten bestimmt werden.

Die unverändert weltweit zunehmenden Passagiervolumina führen weiterhin zu einem Anstieg der Nachfrage nach Bordservicekonzepten. Gleichzeitig verändert sich der Airline-Catering-Markt gravierend und mit hoher Geschwindigkeit. Wesentliche Ursachen hierfür sind die Veränderung der Airlines-Servicekonzepte hin zu Bordverkaufsprogrammen, gekoppelt mit vielfältigen Bordunterhaltungsprogrammen, der anhaltende Kostendruck der Fluggesellschaften sowie die Segmentierung ihrer Nachfrage in unterschiedliche Leistungspakete wie Produktion, Zusammenstellung und Anlieferung.

Geschäftsverlauf

Die Lufthansa Group verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres insgesamt eine positive Entwicklung. Der Umsatz ist zwar im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund geringerer Verkehrserlöse bei den Airlines gesunken, das Adjusted EBIT konnte jedoch gesteigert werden. Die Verbesserung beruhte im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung der Passage Airline Gruppe, welche insbesondere auf das gute Ergebnis der Lufthansa Passage zurückzuführen ist. Treiber der positiven Geschäftsentwicklung waren im Vorjahresvergleich sinkende Treibstoffkosten und sinkende Stückkosten sowie der Entfall negativer Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum. Vor allem Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik verzeichneten im Betrachtungszeitraum eine deutlich rückläufige Ergebnisentwicklung.

Wesentliche Ereignisse

Das im Jahr 2014 initiierte strategische Arbeitsprogramm "7to1 - Our Way Forward" umfasst die sieben Handlungsfelder "Kundenorientierung und Qualitätsfokus',, "Neue Konzepte für Wachstum", "Innovation und Digitalisierung", "Effiziente und effektive Organisation", "Kultur und Führung", "Wertbasierte Steuerung" und "Kontinuierliche Effizienzsteigerung", um das Ziel "Lufthansa - Erste Wahl für Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Partner" zu erreichen. Zwei Jahre nach dem Start des Programms konnten bereits eine Vielzahl von Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern umgesetzt und wesentliche Ziele erreicht werden. Zukünftig soll der Fokus noch stärker auf die Bereiche Qualität, Effizienz und Innovation gelenkt werden.

Die Netzwerk-Airlines konnten wichtige Weichen stellen, um die Erlösqualität nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig wurden Maßnahmen umgesetzt, die nachhaltig zur Kostenoptimierung beitragen sollen. So wurde unter anderem die Flottenerneuerung vorangetrieben und die Reorganisation der kommerziellen Prozesse umgesetzt. Die Harmonisierung der IT-Systeme macht ebenfalls Fortschritte. Eurowings hat die Umflottung ihrer Kurzstreckenflotte erfolgreich eingeleitet und den Flugbetrieb am neuen Standort in Wien gestartet.

Neben bedeutenden Wachstumsprojekten wurden auch bei den Service-Gesellschaften umfassende Effizienzprogramme initiiert oder fortgeführt: Lufthansa Cargo hat ein umfassendes Kostensenkungsprogramm gestartet, das die jährlichen Personal- und Dienstleistungskosten um 80 Mio. EUR reduzieren soll. Lufthansa Technik hat mit der Gewerkschaft ver.di über Maßnahmen zur Effizienzsteigerung verhandelt, um die Triebwerksüberholung am Standort Hamburg aufrecht zu erhalten. Zur Sicherstellung profitablen und nachhaltigen Wachstums plant die LSG Group das Outsourcing von Teilbereichen beziehungsweise die Schließung von dezentralen Betrieben mit entsprechenden Folgen für die Betriebe und ihre Mitarbeiter in Europa.

Zum 31. August 2016 wird Simone Menne, Mitglied des Vorstands und CFO, auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden. Als Nachfolger wurde Ulrik Svensson, derzeitiger CEO der schwedischen Melker Schörling AB und ehemaliger CFO der SWISS International Airlines, vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 zum Mitglied des Vorstands mit Zuständigkeit für das Finanzressort bestellt.

Lufthansa Passage und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben am 5. Juli 2016 erklärt, die Schlichtungsempfehlung des Schlichters Matthias Platzeck annehmen zu wollen. Die Tarifpartner hatten zuvor rund zwei Jahre über alle offenen Tarifverträge sowie zahlreiche weitere Themen verhandelt. Die Zustimmung der Mitglieder der UFO steht noch aus. Weitere Informationen finden sich im Kapitel "Lufthansa Passage" auf S. 12.

Finanzielle Entwicklung

Ertragslage

Umsatz und Erträge

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group erhöhten im ersten Halbjahr 2016 die Verkehrsleistung im Passagiergeschäft gegenüber dem Vorjahr. Angebot und Absatz im Passagiergeschäft konnten um 4,2 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent gesteigert werden. Es wurden 0,7 Prozent mehr Passagiere befördert. Die Verkehrsleistung im Frachtgeschäft ging zurück. Die individuellen Leistungskennzahlen der einzelnen Segmente werden in den jeweiligen Kapiteln erläutert.

Umsatz und Erträge

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Verkehrserlöse* 11 637 12 181 - 4,5
Andere Betriebserlöse* 3 405 3 184 6,9
Umsatzerlöse 15 042 15 365 - 2,1
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 58 99 - 41,4
Sonstige betriebliche Erträge 1 174 1 500 - 21,7
Summe betriebliche Erträge 16 274 16 964 - 4,1

* Vorjahreszahlen angepasst.

Die Verkehrserlöse des Konzerns verminderten sich um insgesamt 4,5 Prozent auf 11,6 Mrd. EUR. Einer um 1,1 Prozent gestiegenen Menge standen dabei geringere Preise (- 4,1 Prozent) und negative Währungseffekte (-1,5 Prozent) gegenüber. Von den Verkehrserlösen entfielen 10,5 Mrd. EUR (- 2,7 Prozent) auf die Passage Airline Gruppe und 939 Mio. EUR (-19,5 Prozent) auf das Geschäftsfeld Logistik.

Anteil der Geschäftsfelder am Außenumsatz in % (zum 30.06.2016)

Mit 3,4 Mrd. EUR lagen die anderen Betriebserlöse um 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Davon erwirtschaftete das Geschäftsfeld Technik 1,7 Mrd. EUR (+ 8,2 Prozent), Catering 1,2 Mrd. EUR (+ 6,5 Prozent) und Sonstige wie im Vorjahr 134 Mio. EUR. Auf die Gesellschaften der Passage Airline Gruppe und des Geschäftsfelds Logistik entfielen 335 Mio. EUR (+ 5,3 Prozent) der anderen Betriebserlöse.

Insgesamt gingen die Umsatzerlöse des Konzerns um 2,1 Prozent auf 15,0 Mrd. EUR zurück. Der preis- und währungsbedingte Rückgang der Verkehrserlöse wurde durch die Zunahme der anderen Betriebserlöse nur teilweise kompensiert. In der folgenden Grafik ist die Umsatzentwicklung der letzten fünf Jahre dargestellt. Der Anteil der Passage Airline Gruppe am Gesamtumsatz verminderte sich im ersten Halbjahr auf 73,2 Prozent (- 0,4 Prozentpunkte). Die Umsatzverteilungen nach Geschäftsfeldern und Regionen finden sich in der Segmentberichterstattung ab S. 34.

Umsatz in Mio. € (Jan. - Juni)

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 326 Mio. EUR auf 1,2 Mrd. EUR. Verminderten Kursgewinnen (- 349 Mio. EUR) standen dabei im Wesentlichen erhöhte Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (+ 52 Mio. EUR) gegenüber. Die übrigen Positionen zeigen im Einzelnen keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr.

Die gesamten betrieblichen Erträge gingen um 690 Mio. EUR oder 4,1 Prozent auf 16,3 Mrd. EUR zurück.

Aufwendungen

Die betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im ersten Halbjahr um insgesamt 788 Mio. EUR (- 4,8 Prozent) auf 15,7 Mrd. EUR. Dabei verzeichnete die Lufthansa Group beim Materialaufwand einen Rückgang um insgesamt 4,2 Prozent auf 8,3 Mrd. EUR. Innerhalb des Materialaufwands sanken die Treibstoffkosten um 20,3 Prozent auf 2,3 Mrd. EUR. Den nach Sicherung um 22,6 Prozent geringeren Treibstoffpreisen standen dabei die gestiegene Menge (+ 2,0 Prozent) und die Entwicklung des US-Dollars (+ 0,3 Prozent) aufwandserhöhend gegenüber.

Die Aufwendungen für die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe legten im Wesentlichen mengen- und währungsbedingt um 8,1 Prozent auf 1,7 Mrd. EUR zu.

Die Gebühren stiegen um 0,9 Prozent auf 2,8 Mrd. EUR. Erwähnenswert ist hierbei der Anstieg der Sicherheitsgebühren um 11,3 Prozent. Der Aufwand für die Luftverkehrsteuer lag mit 178 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Die übrigen bezogenen Leistungen stiegen unter anderem aufgrund erhöhter Charteraufwendungen (+ 33,3 Prozent) um insgesamt 6,1 Prozent auf 1,5 Mrd. EUR.

Der Personalaufwand legte um 1,6 Prozent auf 4,0 Mrd. EUR zu. Ausgehend von einer um 2,8 Prozent auf 122.410 erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist dies vor allem auf wechselkursbedingte Aufwandsentlastungen sowie zinssatzbedingt geringere Zuführungen zu Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen blieben mit 843 Mio. EUR (- 0,9 Prozent) unter Vorjahr. Die Abschreibungen auf Flugzeuge erhöhten sich vor allem aufgrund neu zugegangener Flugzeuge um 2,8 Prozent auf 634 Mio. EUR. Darüber hinaus waren zum 30. Juni 2016 außerplanmäßige Abschreibungen von insgesamt 54 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 85 Mio. EUR) vorzunehmen. Diese entfielen mit 51 Mio. EUR auf vier Airbus A340-600 und sieben Boeing 737300, die zum Verkauf vorgesehen sind. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres betrafen mit 65 Mio. EUR bereits getätigte Investitionen im Zusammenhang mit dem Projektaufwand für ein mögliches neues Frachtzentrum am Flughafen Frankfurt.

Aufwendungen

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Materialaufwand 8 283 8 644 - 4,2
davon Treibstoff 2 337 2 934 - 20,3
davon Gebühren 2 778 2 752 0,9
davon Operating Lease 30 24 25,0
Personalaufwand 3 984 3 923 1,6
Abschreibungen 843 851 - 0,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2 636 3 116 - 15,4
Summe betriebliche Aufwendungen 15 746 16 534 - 4,8

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 480 Mio. EUR auf 2,6 Mrd. EUR. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem geringere Kursverluste (- 546 Mio. EUR), denen insbesondere erhöhte Aufwendungen für EDV-Vertriebssysteme (+ 63 Mio. EUR) sowie Kosten für Werbung und Verkaufsförderung (+ 28 Mio. EUR) gegenüberstanden. Die übrigen Positionen zeigen im Einzelnen keine nennenswerten Veränderungen gegenüber Vorjahr.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich im ersten Halbjahr um 98 Mio. EUR auf 528 Mio. EUR.

Das Beteiligungsergebnis verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 43 Mio. EUR auf -10 Mio. EUR. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren die Ergebnisbeiträge von SunExpress (- 24 Mio. EUR) und SN Airholding (- 22 Mio. EUR). Aufgrund geringerer Zinserträge war auch das Zinsergebnis rückläufig (- 80 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus den übrigen Finanzposten ging auf 114 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 572 Mio. EUR) zurück. Es entfiel mit 104 Mio. EUR auf gestiegene Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als Handelsgeschäfte anzusehen sind. Im Vorjahr waren in dieser Position unter anderem Erträge von 503 Mio. EUR aus der Realisierung zuvor erfolgsneutral zu verbuchender Zuschreibungen auf die Anteile an JetBlue erfasst.

Adjusted EBIT und Konzernergebnis in Mio. € (Jan. - Juni)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigt die Entwicklungen des betrieblichen und des Beteiligungsergebnisses und betrug zum Ende des ersten Halbjahres 518 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 463 Mio. EUR). Nach Bereinigung um Ergebniseffekte aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen, der Bewertung und dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens sowie vorzunehmenden Impairments ergab sich ein Adjusted EBIT von 529 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 468 Mio. EUR).

Überleitung Ergebnisse

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Jan. - Juni 2016 Jan. - Juni 2015
in Mio. € GuV Überleitung

Adjusted

EBIT
GuV Überleitung

Adjusted

EBIT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 15 042 - 15 365 -
Bestandsveränderungen 58 - 99 -
Sonstige betriebliche Erträge 1 174 - 1 500 -
davon Erträge aus Buchgewinnen - 501 - 55
davon Zuschreibungen Anlagevermögen 0* - 4
Summe betriebliche Erträge 16 274 - 50 16 964 - 59
Materialaufwand - 8 283 - - 8 644 -
Personalaufwand - 3 984 - - 3 923 -
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand /

Planabgeltung
0* - 32
Abschreibungen - 843 - 851
davon außerplanmäßige Abschreibungen 54 85
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2 636 - 3 116
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen

zum Verkauf
- 1 2
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 9
Summe betriebliche Aufwendungen - 15 746 61 - 16 534 64
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 528 - 430 -
Beteiligungsergebnis - 10 - 33 -
EBIT 518 463
Summe Überleitung Adjusted EBIT 11 5
Adjusted EBIT 529 468
Abschreibungen (aus betrieblichem Ergebnis) 843 - 851 -
Abschreibungen auf Finanzanlagen, Wertpapiere

und Vermögenswerte zum Verkauf
- 2 -
EBITDA 1 361 - 1 316 -

* Gerundet unter 1 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verminderte sich um 483 Mio. EUR auf 498 Mio. EUR. Nach Abzug von Ertragsteuern (58 Mio. EUR; Vorjahreszeitraum: 13 Mio. EUR) sowie auf Minderheiten entfallenden Ergebnisanteilen (11 Mio. EUR; Vorjahreszeitraum: 14 Mio. EUR) ergab sich ein Konzernergebnis von 429 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 954 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,92 EUR (Vorjahreszeitraum: 2,06 EUR).

Cashflow und Investitionen

Im ersten Halbjahr 2016 erwirtschaftete der Konzern einen operativen Cashflow von 2,2 Mrd. EUR, 334 Mio. EUR weniger als im Vorjahr. Ausgehend von einem um 483 Mio. EUR geringeren Ergebnis vor Ertragsteuern ergaben sich aus der Eliminierung zahlungsunwirksamer Abschreibungen sowie der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnender Ergebnisse Entlastungen des operativen Cashflows von insgesamt 135 Mio. EUR.

Die Bereinigung des Ergebnisses um erfolgs-, aber nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie die Veränderung der gezahlten Ertragsteuern führten in der Überleitung zum operativen Cashflow zu einer weiteren Verbesserung um 477 Mio. EUR. Belastend für den operativen Cashflow wirkte sich demgegenüber die Veränderung des Trade Working Capitals (- 421 Mio. EUR) aus.

Die Bruttoinvestitionen im ersten Halbjahr 2016 lagen mit 1,2 Mrd. EUR um 22,1 Prozent unter dem Vorjahr. Davon entfielen 885 Mio. EUR auf insgesamt 26 Flugzeuge: fünf B777ER, eine A330, eine A321, 18 A320 und eine C Series. Außerdem sind in diesem Investitionsvolumen Flugzeuganzahlungen und -überholungen enthalten. In übrige Sachanlagen wurden weitere 187 Mio. EUR investiert. Von den übrigen Investitionen entfielen 50 Mio. EUR auf immaterielle Vermögenswerte. Investitionen in Finanzanlagen von insgesamt 45 Mio. EUR betrafen Anteilserwerbe und Darlehensgewährungen. Aus Zu- und Abgängen bei den reparaturfähigen Ersatzteilen ergaben sich Nettoabflüsse von 88 Mio. EUR.

Der Finanzmittelbedarf wurde teilweise durch Zins- und Dividendeneinnahmen (insgesamt 108 Mio. EUR) sowie durch Einnahmen aus der Veräußerung von Vermögenswerten beziehungsweise Tilgungen auf gewährte Darlehen in Höhe von insgesamt 51 Mio. EUR gedeckt. Aus dem Erwerb und der Veräußerung kurzfristiger Wertpapiere und Fonds ergaben sich Mittelabflüsse von 712 Mio. EUR. Für die Investitionstätigkeit und Geldanlagen wurden somit insgesamt Nettozahlungsmittel von 1,8 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum: 1,9 Mrd. EUR) eingesetzt.

Der Free Cashflow, der sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Nettoinvestitionen ermittelt, lag bei 1,1 Mrd. EUR und damit 103 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Aus dem Saldo aller Finanzierungsmaßnahmen ergab sich insgesamt ein Abfluss von Nettozahlungsmitteln in Höhe von 96 Mio. EUR. Einer Neuaufnahme von Finanzmitteln (743 Mio. EUR) standen Tilgungen von 505 Mio. EUR, Zinsausgaben in Höhe von 95 Mio. EUR sowie Gewinnausschüttungen an Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG und Minderheitsgesellschafter von 240 Mio. EUR gegenüber.

Die Zahlungsmittel erhöhten sich insgesamt um 306 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR. Darin enthalten sind wechselkursbedingte Abwertungen des Zahlungsmittelbestands von 9 Mio. EUR. Die Innen-finanzierungsquote lag bei 187,9 Prozent (Vorjahreszeitraum: 168,7 Prozent). Die flüssigen Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere erhöhten sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 4,1 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum: 3,4 Mrd. EUR). Die detaillierte Kapitalflussrechnung befindet sich auf S. 29.

Cashflow und Investitionen in Mio. € (zum 30.06.2016)

Finanz- und Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2016 um 2,6 Mrd. EUR oder 8,0 Prozent gegenüber dem Jahresende 2015. Dabei stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 980 Mio. EUR, während die kurzfristigen Vermögenswerte um 1,6 Mrd. EUR zulegten.

Im langfristigen Vermögen stieg die Position Flugzeuge und Reservetriebwerke um 117 Mio. EUR auf 14,7 Mrd. EUR. Der Rückgang der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen um 41 Mio. EUR resultierte aus den anteilig zu erfassenden Ergebnisbeiträgen sowie im Berichtszeitraum vereinnahmten Dividenden. Ausleihungen und Forderungen verminderten sich vor allem tilgungsbedingt um 60 Mio. EUR. Der Anstieg der derivativen Finanzinstrumente ist vorwiegend auf höhere Marktwerte aus Treibstoffpreissicherungen zurückzuführen. Die Zunahme der Ansprüche aus aktiven latenten Steuern um 835 Mio. EUR resultiert vornehmlich aus dem erheblichen Anstieg der Pensionsrückstellungen, vor allem aufgrund des von 2,8 Prozent auf 1,6 Prozent gesunkenen Diskontierungssatzes.

Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die Forderungen saison- und abrechnungsbedingt um insgesamt 598 Mio. EUR auf 5,0 Mrd. EUR. Der Rückgang der kurzfristigen Finanzderivate (-105 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Marktwerten aus Devisensicherungen, denen erhöhte Marktwerte aus Treibstoffpreissicherungen gegenüberstehen. Die flüssigen Mittel - bestehend aus kurzfristigen Wertpapieren sowie Bankguthaben und Kassenbeständen - erhöhten sich aufgrund eines positiven Free Cashflows um insgesamt 998 Mio. EUR auf 4,1 Mrd. EUR. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verminderte sich von 72,5 Prozent zum Jahresende 2015 auf nunmehr 69,9 Prozent.

Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital (inklusive der Anteile der Minderheitsgesellschafter) zum Ende des ersten Halbjahres um 2,2 Mrd. EUR auf 3,6 Mrd. EUR. Ausgehend von einem positiven Nachsteuerergebnis von 429 Mio. EUR resultierte dieser Rückgang mit 3,0 Mrd. EUR aus dem erfolgsneutralen Anstieg der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus wurden an die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG Dividenden in Höhe von 232 Mio. EUR ausgeschüttet. Höhere Marktwerte von Finanzinstrumenten - vor allem aus Treibstoffpreissicherungen - erhöhten demgegenüber das Eigenkapital um 622 Mio. EUR. Bei einer gleichzeitig um 8,0 Prozent gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote damit gegenüber dem Jahresende 2015 von 18,0 Prozent auf 10,4 Prozent.

Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen verzeichneten eine erhebliche Zunahme um 4,1 Mrd. EUR auf 18,2 Mrd. EUR, während die kurzfristigen Fremdmittel um 753 Mio. EUR auf 13,2 Mrd. EUR zulegten. Innerhalb der langfristigen Fremdmittel stiegen die Pensionsrückstellungen vor allem aufgrund des von 2,8 Prozent auf 1,6 Prozent gesunkenen Diskontierungszinssatzes um 4,2 Mrd. EUR auf nunmehr 10,8 Mrd. EUR. Der Rückgang der negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente (-197 Mio. EUR) betraf überwiegend Treibstoffpreissicherungen.

Innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen verminderten sich die sonstigen Rückstellungen um 164 Mio. EUR. Vor allem saison- und abrechnungsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (+ 85 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten (+1,4 Mrd. EUR). Die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente sanken überwiegend aufgrund geringerer negativer Marktwerte aus Treibstoffpreissicherungen um insgesamt 696 Mio. EUR.

Die Nettokreditverschuldung lag zum 30. Juni 2016 bei 2,5 Mrd. EUR (Jahresende 2015: 3,3 Mrd. EUR). Die dynamische Tilgungsquote als Verhältnis eines adjustierten operativen Cashflows zur Nettokreditverschuldung inklusive Pensionsrückstellungen belief sich auf 23,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 28,0 Prozent).

Berechnung Nettokreditverschuldung

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30. Juni

2016
31. Dez.

2015
Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 1 296 1 079 20,1
Anleihen 1 763 1 749 0,8
Übrige langfristige Finanzschulden 3 488 3 542 - 1,5
6 547 6 370 2,8
Übrige Bankverbindlichkeiten 43 70 - 38,6
Konzernkreditverschuldung 6 590 6 440 2,3
Bankguthaben und Kassenbestände 1 408 1 099 28,1
Wertpapiere 2 683 1 994 34,6
Nettokreditverschuldung 2 499 3 347 - 25,3
Pensionsrückstellungen 10 823 6 626 63,3
Nettokreditverschuldung und Pensionen 13 322 9 973 33,6

Konzernflotte - Bestand Verkehrsflugzeuge

Lufthansa Passage und Regionalgesellschaften (LH), SWISS (LX), Austrian Airlines (OS), Eurowings (EW) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.06.2016

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Hersteller/Typ LH LX OS EW LCAG Konzernflotte
Airbus A319 35 5 7 38 85
Airbus A320 76 28 16 19 139
Airbus A321 64 9 6 79
Airbus A330 23 17 40
Airbus A340 42 13 55
Airbus A380 14 14
Boeing 737 7 7
Boeing 747 32 32
Boeing 767 6 6
Boeing 777 5 5 5 15
Boeing MD-11F 14 14
Bombardier CRJ 35 35
Bombardier Q Series 18 18
Bombardier C Series 1 1
Avro RJ 16 16
Embraer 36 7 43
Fokker F70 5 5
FokkerF100 11 11
Flugzeuge gesamt 364 94 81 57 19 615

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Hersteller/Typ davon

Finance

Lease
davon

Operating

Lease
Veränderung

zum 31.12.2015
Veränderung

zum 30.06.2015
Airbus A319 12 4 - -
Airbus A320 19 1 + 18 + 19
Airbus A321 2 + 1 + 1
Airbus A330 1 4 + 3 + 5
Airbus A340 3 1 - 2 - 2
Airbus A380 - -
Boeing 737 -7 - 13
Boeing 747 - - 4
Boeing 767 2 - -
Boeing 777 1 + 5 + 5
Boeing MD-11F - - 2
Bombardier CRJ - - 4
Bombardier Q Series - -
Bombardier C Series + 1 + 1
Avro RJ 6 - - 2
Embraer - -
Fokker F70 - 1 - 1
FokkerF100 - 3 - 4
Flugzeuge gesamt 40 16 + 15 - 1

Geschäftsfelder

Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe

Kennzahlen Passage Airline Gruppe

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz Mio. € 11 302 11 642 - 2,9 6 230 6 485
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 294 337 - 12,8 143 176
EBIT Mio. € 393 277 41,9 458 530
Adjusted EBIT Mio. € 441 249 77,1 508 503
EBITDA1) Mio. € 1 089 911 19,5 834 858
Segmentinvestitionen2) Mio. € 932 1 375 - 32,2 347 658
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 56 119 55 298 1,5 56 119 55 298
Fluggäste2) Tsd. 51 287 50 925 0,7 28 955 29 364
Flüge2) Anzahl 498 257 486 321 2,5 267 890 262 550
Angebotene Sitzkilometer2) Mio. 138 086 132 572 4,2 75 294 73 654
Verkaufte Sitzkilometer2) Mio. 105 559 103 857 1,6 58 524 59 166
Sitzladefaktor2) % 76,4 78,3 - 1,9 P. 77,7 80,3
Durchschnittserlöse2) € Cent 9,9 10,4 - 4,3 9,9 10,2
Stückerlöse (RASK) € Cent 7,6 8,1 - 6,6 7,7 8,2
Stückkosten (CASK) € Cent 8,3 9,1 - 9,4 8,0 8,5

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Veränderung

in %
Umsatz - 3,9
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group - 18,8
EBIT - 13,6
Adjusted EBIT 1,0
EBITDA1) - 2,8
Segmentinvestitionen2) - 47,3
Mitarbeiter zum 30.06. 1,5
Fluggäste2) - 1,4
Flüge2) 2,0
Angebotene Sitzkilometer2) 2,2
Verkaufte Sitzkilometer2) - 1,1
Sitzladefaktor2) - 2,6 P.
Durchschnittserlöse2) - 2,7
Stückerlöse (RASK) - 5,9
Stückkosten (CASK) - 6,3

1) Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Geschäftstätigkeit

Die Passagierbeförderung ist das größte Geschäftsfeld der Lufthansa Group. Die Fluggesellschaften Lufthansa Passage, SWISS, Austrian Airlines und Eurowings gehören zur Passage Airline Gruppe. Das Portfolio wird ergänzt durch weitere strategische Beteiligungen an Brussels Airlines und SunExpress. Die Eurowings wird ab dem Geschäftsjahr 2016 als eigenständige Geschäftseinheit innerhalb der Passage Airline Gruppe separat berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Durch die gemeinsame Abstimmung der Airlines untereinander schafft der Airline-Verbund hohe Synergien. Die Passage Airline Gruppe kann durch die Multi-Hub-Strategie ihren Passagieren ein umfassendes Streckenangebot bieten, verbunden mit höchster Reiseflexibilität. Das über die internationalen Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel bediente Streckennetz umfasst 301 Destinationen in 100 Ländern.

Markt und Wettbewerb

Die Situation im europäischen Luftverkehr ist angespannt. Vor allem die Vorausbuchungen für Flüge nach Europa sind nach den Terroranschlägen in Europa deutlich belastet. Das US Department of State hat eine Reisewarnung in die Länder der Europäischen Union für den Zeitraum von Juni bis August 2016 herausgegeben. Die Buchungen von Reisegruppen aus China und anderen asiatischen Ländern in die Europäische Union erleben derzeit ein erhöhtes Stornierungsaufkommen. Darüber hinaus entwickeln sich aufgrund der politisch und wirtschaftlich instabilen Situation auch die Buchungszahlen von und nach Südamerika deutlich negativ.

Strukturell wird das Langstreckengeschäft nach wie vor von aggressiv expandierenden, staatlichen Fluggesellschaften aus der Golf- und Bosporusregion und den daraus resultierenden Überkapazitäten insbesondere zwischen Europa und Asien belastet. Die Passage Airline Gruppe begegnet dieser Entwicklung mit umfangreichen Maßnahmen.

So wird die organisatorische Zusammenführung der Airlines weiter vorangetrieben. In diesem Zusammenhang haben die Netzwerk-Airlines wichtige Maßnahmen umgesetzt. Die Flottenerneuerung wurde bei allen Airlines fortgeführt und die Reorganisation der kommerziellen Prozesse abgeschlossen. Die Harmonisierung der IT-Systeme macht ebenfalls Fortschritte. Dadurch werden weitere Synergien geschaffen.

Des Weiteren hat der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG unter anderem im Mai 2016 beschlossen, die Flugschulen der Lufthansa Group in Deutschland, in der Schweiz und in den USA künftig unter dem Dach der "European Flight Academy" (EFA) zu bündeln. Diese soll den Airlines der Lufthansa Group sowie externen Fluggesellschaften eine standardisierte Pilotenausbildung auf durchgängig hohem Qualitätsniveau zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Die Ausbildung erfolgt an den bestehenden Flugschulen.

Die im vergangenen Jahr neu ausgerichtete Vertriebsstrategie entfaltet Wirkung. Die eingeführte Distribution Cost Charge (DCC), die für jedes über ein globales Reservierungssystem im Markt ausgestellte Ticket erhoben wird, wird vom Markt akzeptiert.

Gleichzeitig hat der Anteil der Direktbuchungen bei den Netzwerk-Airlines kontinuierlich zugenommen. Die Verhandlungen über Direktbuchungen mit Kunden, Reiseveranstaltern, Reisebüroketten und Technologieanbietern zeigen stetige Erfolge. Darüber hinaus werden Zusatzleistungen wie Upgrades oder Gepäckleistungen beziehungsweise Hotels, Mietwagen und Versicherungen stärker nachgefragt.

Geschäftsverlauf und operative Entwicklung

Die Passage Airline Gruppe konnte ihr Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Jahres verbessern. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Adjusted EBIT um 192 Mio. EUR beziehungsweise 77,1 Prozent auf 441 Mio. EUR. Die Entwicklung der im Verbund agierenden Passagier-Airlines zeigt sich differenziert. Lufthansa Passage und Austrian Airlines konnten das Adjusted EBIT um 281 Mio. EUR beziehungsweise 16 Mio. EUR steigern und damit positiv zu dem Ergebnis der Passage Airline Gruppe beitragen. Der Rückgang des Adjusted EBIT von SWISS und Eurowings in Höhe von 47 Mio. EUR und 67 Mio. EUR belastete dagegen das Ergebnis der Passage Airline Gruppe.

Die Fluggesellschaften der Passage Airline Gruppe konnten im ersten Halbjahr 2016 die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 51,3 Mio. steigern. Die Zahl der Flüge erhöhte sich um 2,5 Prozent. Die angebotenen Sitzkilometer stiegen um 4,2 Prozent, vornehmlich durch den Einsatz von größeren Flugzeugen. Die verkauften Sitzkilometer lagen um 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Sitzladefaktor sank um 1,9 Prozentpunkte auf 76,4 Prozent.

Die Durchschnittserlöse sanken um 4,3 Prozent. Die Verkehrserlöse verminderten sich um 2,7 Prozent.

Im Verkehrsgebiet Europa blieb der Absatz nahezu unverändert. Die Durchschnittserlöse stiegen um 0,3 Prozent. Die Verkehrserlöse erhöhten sich um 0,2 Prozent. In der Region Amerika konnte der Absatz um 5,6 Prozent gesteigert werden. Die Durchschnittserlöse sanken um 8,7 Prozent. Die Verkehrserlöse verminderten sich um 3,6 Prozent. In der Region Asien / Pazifik lag der Absatz um 0,5 Prozent über Vorjahr. Die Durchschnittserlöse verminderten sich um 6,8 Prozent. Die Verkehrserlöse sanken um 6,3 Prozent. Im Verkehrsgebiet Nahost /Afrika ist der Absatz um 5,3 Prozent zurückgegangen. Die Durchschnittserlöse verminderten sich um 3,8 Prozent. Die Verkehrserlöse sanken um 8,9 Prozent.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Ausgehend von einer in angebotenen Sitzkilometern gemessenen um 4,2 Prozent erhöhten Verkehrsleistung verzeichnete das Geschäftsfeld im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres einen Absatzanstieg um 1,6 Prozent. Bei gleichzeitig geringeren Preisen (- 2,9 Prozent) sowie negativen Währungseffekten (-1,4 Prozent) ergab sich insgesamt ein Rückgang der Verkehrserlöse um 2,7 Prozent auf 10,5 Mrd. EUR.

Die übrigen betrieblichen Erträge verminderten sich um 191 Mio. EUR auf 571 Mio. EUR. Der Rückgang war insbesondere auf die um 223 Mio. EUR geringeren Kursgewinne zurückzuführen, während sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 21 Mio. EUR erhöhten. Die betrieblichen Gesamterträge reduzierten sich um 4,3 Prozent auf 11,9 Mrd. EUR.

Die betrieblichen Aufwendungen sanken im Vorjahresvergleich um 5,7 Prozent auf 11,4 Mrd. EUR. Dabei ging der Materialaufwand um 7,8 Prozent auf insgesamt 6,9 Mrd. EUR zurück. Innerhalb des Materialaufwands fielen die Treibstoffkosten vor allem preisbedingt um 19,6 Prozent, während die Gebühren insgesamt um 1,4 Prozent zulegten. Hier sind insbesondere die erhöhten Sicherheitsgebühren (+11,3 Prozent) und Abfertigungsgebühren (+ 3,0 Prozent) zu nennen. Ursache für den Rückgang der übrigen bezogenen Leistungen (- 4,4 Prozent) waren vor allem geringere Aufwendungen für bezogene Technikleistungen (-13,4 Prozent), denen höhere Charteraufwendungen (+ 64,4 Prozent) gegenüberstanden.

Ausgehend von einer um 1,3 Prozent erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stieg der Personalaufwand um 1,0 Prozent. Die Zunahme des Personals wurde teilweise durch wechselkursbedingte Aufwandsentlastungen sowie zinssatzbedingt geringere Zuführungen zu Pensionsrückstellungen kompensiert.

Die Abschreibungen stiegen um 9,8 Prozent auf 696 Mio. EUR. Während die planmäßigen Flugzeugabschreibungen um 2,9 Prozent zulegten, stiegen die übrigen Abschreibungen deutlich um 45 Mio. EUR auf 100 Mio. EUR an. Ursache hierfür waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 51 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 5 Mio. EUR), die auf zum Verkauf vorgesehene vier A340-600 und sieben B737-300 vorzunehmen waren.

Entwicklung der Verkehrsgebiete

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Passage Airline Gruppe Nettoverkehrserlöse

in Mio. € Außenumsatz
Fluggäste

in Tsd.
Angebotene Sitzkilometer

in Mio.
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 4 871 0,2 40 919 0,7 45 174 2,6
Amerika 3 125 - 3,6 5 156 4,8 49 407 9,8
Asien/Pazifik 1 775 - 6,3 3 142 - 0,5 32 076 2,2
Nahost/Afrika 725 - 8,9 2 070 - 6,0 11 428 - 6,0
Gesamtverkehr 10 496 - 2,7 51 287 0,7 138 086 4,2

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Passage Airline Gruppe Verkaufte Sitzkilometer

in Mio.
Sitzladefaktor

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in P.
--- --- --- --- ---
Europa 32 633 0,0 72,2 - 1,9
Amerika 39 150 5,6 79,2 - 3,2
Asien/Pazifik 25 311 0,5 78,9 - 1,3
Nahost/Afrika 8 465 - 5,3 74,1 0,5
Gesamtverkehr 105 559 1,6 76,4 - 1,9

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um insgesamt 188 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf geringere Kursverluste (- 303 Mio. EUR) zurückzuführen, denen unter anderem gestiegene Kosten für EDV-Vertriebssysteme (+ 64 Mio. EUR) und erhöhte Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung (+ 34 Mio. EUR) gegenüberstanden.

Das Beteiligungsergebnis von - 44 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: - 4 Mio. EUR) entfiel im Wesentlichen auf SunExpress und SN Airholding.

Insgesamt ergab sich daraus ein EBIT von 393 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 277 Mio. EUR). Nach Bereinigung um Ergebniseffekte aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens sowie vorzunehmenden außerplanmäßigen Abschreibungen führte dies zu einem Adjusted EBIT von 441 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 249 Mio. EUR).

Die Segmentinvestitionen lagen mit 932 Mio. EUR um 32,2 Prozent unter dem Vorjahreswert und wurden im Wesentlichen für neues Fluggerät geleistet. Im Rahmen der fortlaufenden Flottenmodernisierung gingen der Passage Airline Gruppe im ersten Halbjahr 26 neue Flugzeuge zu. Detaillierte Erläuterungen dazu sind ab S. 34 zu finden.

Lufthansa Passage

Kennzahlen Lufthansa Passage1)

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni2)

2015
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 7 405 7 691 - 3,7
EBIT Mio. € 354 101 250,5
Adjusted EBIT Mio. € 387 106 265,1
EBITDA Mio. € 840 529 58,8
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 37 093 37 260 - 0,4
Fluggäste Tsd. 29 690 30 006 - 1,1
Flüge Anzahl 268 348 264 889 1,3
Angebotene Sitzkilometer Mio. 90 566 89 069 1,7
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 69 313 69 782 - 0,7
Sitzladefaktor % 76,5 78,3 - 1,8 P.

1) Inkl. Regionalpartnern.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Lufthansa Passage ist die größte deutsche Fluggesellschaft mit den Drehkreuzen Frankfurt und München. Auch die Regionalfluggesellschaften CityLine und Air Dolomiti sind Teil der Lufthansa Passage. Insgesamt bedienen die Fluglinien der Lufthansa Passage ein Streckennetz von 203 Zielen in 74 Ländern.

Lufthansa Passage strebt die Qualitätsführerschaft in ihren Märkten an. Dafür werden kontinuierlich Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Kundenservice entlang der gesamten Reisekette identifiziert und umgesetzt. So wurde im März 2016 die Einführung des Signature Service in der Business Class auf der gesamten Langstreckenflotte der Lufthansa Passage abgeschlossen.

Im Januar 2016 übernahm Lufthansa Passage als erster Kunde weltweit die A320neo. In diesem Jahr sollen insgesamt fünf A320neo an Lufthansa Passage übergeben und in Frankfurt stationiert werden. Im Vergleich zur bisherigen A320 ist die A320neo deutlich leiser und verbraucht 15 Prozent weniger Treibstoff bei einem entsprechend geringeren CO2 -Ausstoß.

Im Oktober 2016 werden die ersten Flugzeuge der Kurz- und Mittelstreckenflotte mit Breitband-Internet an Bord ausgerüstet sein. Sukzessive wird bis voraussichtlich Mitte 2018 die gesamte A320-Flotte mit der innovativen Technologie ausgestattet.

Anfang Juli 2016 haben Lufthansa Passage und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Mitglieder, den Schlichtungsvorschlag im Tarifkonflikt angenommen. Damit wurde langfristig Tariffrieden vereinbart. Der Vergütungstarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019, die Tarifverträge zur Alters- und Übergangsversorgung bis 2023. Das System der Alters- und Übergangsversorgungen sieht die vollständige Umstellung von einem leistungsorientierten in ein beitragsorientiertes System vor. Darüber hinaus haben die Tarifpartner bis 2023 verschiedene Konfliktlösungsmechanismen vereinbart. So kann das Unternehmen zum Beispiel bei einem angekündigten Vollstreik einen Schlichter anrufen und einen möglichen Arbeitskampf in einen verpflichtenden Schlichtungsprozess überführen. Weitere Bestandteile der Schlichtungsvereinbarung betreffen moderate Vergütungsanhebungen, die Umstellung auf eine neue, qualifikationsabhängige Vergütungsstruktur, eine nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Kostenmonitoring sowie eine Beschäftigungsgarantie für alle Kabinenmitarbeiter von Lufthansa Passage bis 2021.

In den ersten sechs Monaten des Jahres verringerte sich die Anzahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent. Das Angebot an Sitzkilometern stieg um 1,7 Prozent, die verkauften Sitzkilometer sanken jedoch um 0,7 Prozent. Der Sitzladefaktor ging somit um 1,8 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent zurück. In Verbindung mit gesunkenen Verkehrserlösen (- 3,7 Prozent) führte dies zu einer Verringerung der Durchschnittserlöse (- 3,0 Prozent).

Lufthansa Passage erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 7,4 Mrd. EUR. Dies ist ein vornehmlich preis- und währungsbedingter Rückgang um 3,7 Prozent. Die Aufwendungen lagen um 8,1 Prozent unter Vorjahr. Insbesondere die Treibstoffkosten sanken im Vorjahresvergleich preisbedingt deutlich. Zudem gingen die Technikleistungen für Produkt-Umbaumaßnahmen wesentlich zurück. Gegenläufig wirkten erhöhte Abschreibungen aufgrund der Flottenmodernisierung. Das EBIT für das erste Halbjahr lag bei 354 Mio. EUR und verbesserte sich damit um 250,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Das Adjusted EBIT konnte um 265,1 Prozent auf 387 Mio. EUR gesteigert werden.

SWISS

Kennzahlen SWISS1)

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 2 094 2 204 - 5,0
EBIT Mio. € 131 211 - 37,9
Adjusted EBIT Mio. € 131 178 - 26,4
EBITDA Mio. € 261 341 - 23,5
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 9 359 8 806 6,3
Fluggäste Tsd. 8 266 8 266 0,0
Flüge Anzahl 82 492 80 367 2,6
Angebotene Sitzkilometer Mio. 24 834 23 504 5,7
Verkaufte Sitzkilometer2) Mio. 19 270 19 010 1,4
Sitzladefaktor % 77,6 80,9 - 3,3 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

Weitere Informationen zur SWISS unter www.swiss.com.

2) Vorjahreszahl angepasst.

SWISS ist die nationale Fluggesellschaft der Schweiz und bedient gemeinsam mit der Schwestergesellschaft Edelweiss Air ab den Flughäfen Zürich und Genf ein Streckennetz von weltweit 136 Destinationen in 53 Ländern. Die separat geführte Fracht-Division Swiss WorldCargo bietet ein umfassendes Airport-to-Airport-Dienstleistungsangebot für hochwertige Güter und betreuungsintensive Fracht zu 130 Destinationen in über 80 Ländern an.

SWISS hat ihre Flottenmodernisierung im ersten Halbjahr konsequent vorangetrieben. Im Februar nahm sie das erste von inzwischen fünf Langstreckenflugzeugen vom Typ B777-300ER in Betrieb. Insgesamt sechs Flugzeuge werden 2016 eingeflottet und ebenfalls dazu genutzt, die A340-Flotte teilweise zu ersetzen. Mit der B777-300ER bietet SWISS ihren Passagieren erstmals Telefonie und Internet an Bord. Auf der Kurz- und Mittelstrecke wird ab Juli 2016 die neue Bombardier C Series den Avro RJ100 ersetzen.

Darüber hinaus hat SWISS auch am Boden ihr Angebot im Premium-Segment weiter ausgebaut und neue First Class, Business Class und Senator Lounges am Flughafen Zürich eröffnet.

Der starke Schweizer Franken wirkt sich immer stärker auf die Schweizer Luftfahrtindustrie aus. Der Wettbewerb nutzt die entstandenen Spielräume zur Preissenkung und verstärkt damit den Druck auf die Erlöse.

Infolgedessen führt SWISS weiterhin Maßnahmen zur Effizienzsteigerung durch. Im Jahr 2016 stehen dabei insbesondere die Einflottung der neuen Flugzeuge sowie die mit dem Flughafen Zürich ausgehandelten Gebührensenkungen im Vordergrund.

In den ersten sechs Monaten des Jahres blieb die Zahl der von SWISS beförderten Passagiere konstant. Das Angebot an Sitzkilometern wurde gegenüber Vorjahr um 5,7 Prozent ausgeweitet, die verkauften Sitzkilometer stiegen um 1,4 Prozent. Der Sitzladefaktor sank um 3,3 Prozentpunkte auf 77,6 Prozent.

Im ersten Halbjahr sanken die Umsatzerlöse von SWISS größtenteils währungsbedingt auf 2,1 Mrd. EUR (- 5,0 Prozent). Die Aufwendungen gingen um 4,5 Prozent auf 2,1 Mrd. EUR zurück. Das EBIT sank um 37,9 Prozent auf 131 Mio. EUR. Der gegenüber Vorjahr signifikante Rückgang ist wesentlich auf Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen.

Austrian Airlines

Kennzahlen Austrian Airlines1)

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 972 952 2,1
EBIT Mio. € 1 - 17
Adjusted EBIT Mio. € - 1 - 17 94,1
EBITDA Mio. € 55 36 52,8
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 6 223 6 019 3,4
Fluggäste2) Tsd. 5 092 4 982 2,2
Flüge Anzahl 65 103 61 456 5,9
Angebotene Sitzkilometer2) Mio. 11 426 11 016 3,7
Verkaufte Sitzkilometer2) Mio. 8 362 8 266 1,2
Sitzladefaktor % 73,2 75,0 - 1,9 P.

1) Weitere Informationen zu Austrian Airlines unter www.austrian.com.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von 115 Destinationen in 46 Ländern.

Die Modernisierung der Flotte schreitet voran. Bis Ende Juni 2016 wurden bereits sechs der insgesamt 17 Flugzeuge des Typs Embraer eingeflottet, die schrittweise die 21 Fokker-Flugzeuge ersetzen.

Insbesondere durch die Umflottung und die damit verbundenen Pilotenschulungen kam es in den letzten Monaten wiederholt zu Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr. Austrian Airlines begegnete dem unter anderem mit einer Ausdünnung des Sommerflugplans und dem Abschluss von Wet-Lease-Vereinbarungen mit Nordica, Condor und SunExpress Deutschland.

Die Geschäftsentwicklung ist verhalten, die Wettbewerbssituation am Drehkreuz Wien ist weiterhin angespannt. Austrian Airlines reagiert darauf mit fortlaufendem Kapazitätsmanagement sowie dem Ausbau des deutsch-österreichischen Nachbarschaftsverkehrs.

In den ersten sechs Monaten des Jahres beförderte Austrian Airlines 2,2 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die angebotenen Sitzkilometer stiegen um 3,7 Prozent. Die verkauften Sitzkilometer konnten um 1,2 Prozent gesteigert werden. Der Sitzladefaktor lag im ersten Halbjahr bei 73,2 Prozent (-1,9 Prozentpunkte).

Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines lagen im ersten Halbjahr 2016 mit 972 Mio. EUR um 2,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Aufwendungen stiegen um 1,1 Prozent auf 1,1 Mrd. EUR. Geringeren Treibstoff- und Technikkosten sowie einem erheblichen positiven Einmaleffekt aus dem Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit dem Flughafen Wien standen Mehrkosten aus zusätzlich benötigtem Personal, der erhöhten Schulungsleistung aufgrund der Embraer-Einflottung sowie aus dem stärkeren US-Dollar gegenüber. Das EBIT stieg im ersten Halbjahr um 18 Mio. EUR auf 1 Mio. EUR. Das Adjusted EBIT verbesserte sich um 16 Mio. EUR auf -1 Mio. EUR.

Eurowings

Kennzahlen Eurowings*

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 922 854 8,0
EBIT Mio. € - 89 - 22 - 304,5
Adjusted EBIT Mio. € - 89 - 22 - 304,5
EBITDA Mio. € - 61 1
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 3 444 3 213 7,2
Fluggäste Tsd. 8 239 7 671 7,4
Flüge Anzahl 82 314 79 609 3,4
Angebotene Sitzkilometer Mio. 11 259 8 984 25,3
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 8 614 6 799 26,7
Sitzladefaktor % 76,5 75,7 0,8 P.

* Weitere Informationen zu Eurowings unter www.eurowings.com.

Eurowings ist im wachsenden Geschäftssegment preissensibler Direktverbindungen aktiv und bedient unter anderem von den Flughäfen Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin, Hamburg und Hannover ein Streckennetz von 123 Destinationen in 36 Ländern.

Eurowings erweitert das Angebot auch außerhalb Deutschlands. Neben dem Wachstum am Standort Köln wurde eine weitere Basis am Flughafen Wien eingerichtet. In den nächsten Jahren soll Eurowings zu einem führenden europäischen Anbieter im Direktverkehr ausgebaut werden.

Auch der Ausbau der Langstrecke schreitet weiter voran. Mit inzwischen vier Langstreckenflugzeugen vom Typ A330 werden vor allem touristisch geprägte Ziele angeflogen. Die sehr gute Auslastung sowie die guten Durchschnittserlöse zeigen, dass Direktflüge auf der Langstrecke großes Potenzial bieten.

Die im Jahr 2015 begonnene Umflottung von 23 Flugzeugen des Typs CRJ900 in ebenso viele Flugzeuge des Typs A320 verläuft planmäßig. Bis Ende des ersten Halbjahres 2016 wurden bereits 13 Flugzeuge ersetzt. Die Umflottung soll bis Anfang 2017 abgeschlossen sein.

In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg die Anzahl der weltweit durch Eurowings beförderten Passagiere um 7,4 Prozent. Die angebotenen Sitzkilometer wurden gegenüber Vorjahr um 25,3 Prozent ausgeweitet, die verkauften Sitzkilometer sind um 26,7 Prozent angestiegen. Der Sitzladefaktor ist um 0,8 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent gestiegen.

Im ersten Halbjahr stiegen die Umsatzerlöse von Eurowings mengenbedingt um 8,0 Prozent auf 922 Mio. EUR. Die Aufwendungen stiegen um 11,7 Prozent auf 1,0 Mrd. EUR. Das EBIT sank um 67 Mio. EUR auf - 89 Mio. EUR, dies unter anderem bedingt durch einmalige Projektkosten, Anlaufschwierigkeiten im Langstreckenverkehr und einen Rückgang der Durchschnittserlöse. Das Adjusted EBIT sank ebenfalls um 67 Mio. EUR auf - 89 Mio. EUR.

Geschäftsfeld Logistik

Kennzahlen Logistik

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz Mio. € 976 1 207 - 19,1 496 593
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 12 13 - 7,7 5 6
EBIT Mio. € - 46 - 16 - 187,5 - 27 - 68
Adjusted EBIT Mio. € - 45 50 - 26 - 2
EBITDA1) Mio. € - 4 88 - 6 18
Segmentinvestitionen2) Mio. € 15 95 - 84,2 9 30
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 4 509 4 660 - 3,2 4 509 4 660
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer2) Mio. 6 038 6 122 - 1,4 3 200 3 238
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer2) Mio. 4 022 4 148 - 3,0 2 104 2 132
Nutzladefaktor2) % 66,6 67,7 - 1,1 P. 65,8 65,9

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Veränderung

in %
Umsatz - 16,4
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group - 16,7
EBIT 60,3
Adjusted EBIT - 1 200,0
EBITDA1)
Segmentinvestitionen2) - 70,0
Mitarbeiter zum 30.06. - 3,2
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer2) - 1,2
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer2) - 1,3
Nutzladefaktor2) - 0,1 P.

1) Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Geschäftstätigkeit

Lufthansa Cargo ist der Spezialist für das Logistikgeschäft der Lufthansa Group. Neben Lufthansa Cargo gehören die auf das Management von Luftfrachtcontainern spezialisierte Jettainer Gruppe und die Beteiligung an der Frachtfluggesellschaft AeroLogic zum Geschäftsfeld Logistik. Lufthansa Cargo hält darüber hinaus Beteiligungen an verschiedenen Abfertigungsgesellschaften sowie an time:matters, einem auf besonders eilige oder komplexe Logistikaufgaben spezialisierten Unternehmen.

Neben den eigenen Frachtflugzeugen und gecharterten Frachterkapazitäten vermarktet Lufthansa Cargo auch die Frachtkapazitäten der Passagierflugzeuge von Lufthansa Passage, Austrian Airlines und Eurowings. Insgesamt bietet Lufthansa Cargo Verbindungen zu mehr als 300 Zielen in rund 100 Ländern an.

Markt und Wettbewerb

Der globale Luftfrachtmarkt bleibt weiterhin hart umkämpft. Vor allem Airlines aus der Golf- und Bosporusregion erhöhen ihre Frachtkapazitäten insbesondere durch zahlreiche neue Passagierflugzeuge. Das globale Luftfrachtangebot wächst stärker als die Nachfrage. Dadurch sind zuletzt erhebliche Überkapazitäten entstanden, die die Erlöse von Lufthansa Cargo sehr negativ beeinflussen. In diesem Marktumfeld bietet Lufthansa Cargo Dienstleistungen mit höchster Qualität und reagiert mit einem flexiblen Kapazitätsmanagement und einem umfassenden Effizienzprogramm auf die geänderten Marktbedingungen.

Geschäftsverlauf und operative Entwicklung

Lufthansa Cargo steuert der herausfordernden Marktlage entschlossen entgegen und hat in der ersten Jahreshälfte die Unternehmensstrategie an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Unter dem Titel "Cargo eVolution" formuliert das Unternehmen den Anspruch, weltweit erste Wahl für Luftfracht zu sein.

Vier wesentliche Handlungsfelder sollen dazu beitragen. Erstens soll das Kerngeschäft erneuert und gestärkt werden, indem schlankere Prozesse und eine moderne und flexible Infrastruktur die Kosten dauerhaft senken sollen. Hierzu wurde bereits im Herbst 2015 ein umfassendes Kostensenkungsprogramm gestartet, das die jährlichen Personal- und Dienstleisterkosten um 80 Mio. EUR reduzieren soll. Zudem sollen durch innovative Produkte und besondere Kundennähe die Erlöse perspektivisch wieder gesteigert werden. Zweitens werden durch neue Dienstleistungen zusätzliche Kundensegmente erschlossen, etwa über das Produkt myAirCargo, das Transportl ösungen für Privatpersonen anbietet. Drittens wird das engmaschige und weitreichende Netzwerk durch den Ausbau von Kooperationen weiter wachsen. Viertens wird das Unternehmen weiterhin die digitale Vernetzung entlang der gesamten Logistikkette vorantreiben.

Zur Verbesserung des Nutzladefaktors und mit Blick auf die gewachsenen Kapazitäten im Luftfrachtmarkt hat Lufthansa Cargo zum Jahreswechsel 2015 / 2016 zwei Frachter vom Typ MD-11F vorläufig stillgelegt. Mit fünf Maschinen vom Typ B777F und zwölf MD-11 sind für das Unternehmen aktuell 17 eigene Frachtflugzeuge im Einsatz.

Zum Start des Sommerflugplans Ende März 2016 hat Lufthansa Cargo den Vertrieb der Frachtraumkapazitäten der Eurowings aufgenommen. Damit wird das Netzwerk um weitere Zielorte ab dem Flughafen Köln ergänzt.

Die seit Dezember 2014 bestehende Kooperation mit der japanischen All Nippon Airways (ANA) umfasst ab Juli 2016 auch das gesamte europäische Zubringernetz von Lufthansa Passage. Die Kapazitäten auf den unter die Kooperation fallenden Strecken werden von beiden Partnern gemeinsam vermarktet, wodurch den Kunden attraktivere und flexiblere Angebote unterbreitet werden können.

Im Mai 2016 wurde ein Vertrag über eine enge, bilaterale Zusammenarbeit zwischen Lufthansa Cargo und Cathay Pacific Cargo geschlossen. Künftig werden beide Airlines bei Netzplanung und Vertrieb, Buchung, IT und Handling auf ihren Strecken zwischen Hongkong und Europa kooperieren. Im gemeinsamen Streckennetz können dadurch wöchentlich über 140 Direktflüge zwischen Hongkong und 13 europäischen Zielen angeboten werden.

Die angebotenen Tonnenkilometer der Lufthansa Cargo sanken um 1,4 Prozent, die transportierten Tonnenkilometer sanken um 3,0 Prozent, sodass sich der Nutzladefaktor im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 1,1 Prozentpunkte verringerte.

Im Verkehrsgebiet Europa stieg der Absatz um 3,6 Prozent. Die Durchschnittserlöse sanken um 15,1 Prozent. Die Verkehrserlöse verminderten sich um 12,0 Prozent. Im Verkehrsgebiet Amerika sank der Absatz um 7,2 Prozent. Die Durchschnittserlöse verminderten sich um 17,2 Prozent. Die Verkehrserlöse sanken um 23,1 Prozent. Im Verkehrsgebiet Asien / Pazifik stieg der Absatz um 1,8 Prozent. Die Durchschnittserlöse verminderten sich um 18,0 Prozent. Die Verkehrserlöse verminderten sich um 16,4 Prozent. Im Verkehrsgebiet Nahost / Afrika sank der Absatz um 8,6 Prozent. Die Durchschnittserlöse verminderten sich um 14,7 Prozent. Die Verkehrserlöse sanken um 22,4 Prozent.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Umsatz von Lufthansa Cargo ist aufgrund der Überkapazitäten im Markt und damit einhergehender geringerer Verkehrserlöse im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 19,1 Prozent auf 976 Mio. EUR zurückgegangen. Die anderen Betriebserlöse sanken aufgrund geringerer Abfertigungserlöse auf 29 Mio. EUR (-12,1 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen insbesondere wegen eines höheren Fremdwährungsergebnisses mit 30 Mio. EUR um 100,0 Prozent über Vorjahresniveau. Die betrieblichen Gesamterlöse sanken somit wegen der geringeren Verkehrserlöse auf insgesamt 1,0 Mrd. EUR (-17,7 Prozent).

Die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vorjahresvergleich um 14,8 Prozent auf 1,1 Mrd. EUR. Der Materialaufwand nahm um 12,4 Prozent auf 691 Mio. EUR ab. Innerhalb dieser Position reduzierte sich der Treibstoffaufwand vor allem preisbedingt auf 111 Mio. EUR (- 33,1 Prozent). Der Technikaufwand stieg aufgrund einer höheren Anzahl an Wartungsereignissen auf 63 Mio. EUR (+ 6,8 Prozent) an. Der Charteraufwand sank um 9,8 Prozent auf 305 Mio. EUR, die Gebühren auf 139 Mio. EUR (- 6,7 Prozent). Der Personalaufwand sank zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 203 Mio. EUR. Der Anstieg aufgrund von Tarifeffekten konnte durch den Mengenrückgang überkompensiert werden. Die Abschreibungen sanken um 59,6 Prozent auf 42 Mio. EUR, wobei im Vorjahr die außerplanmäßigen Abschreibungen der aktivierten Projektkosten im Zusammenhang mit der Verschiebung des geplanten Neubaus des Frachtterminals in Frankfurt (LCCneo) enthalten waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken vor allem aufgrund von geringeren Kursverlusten auf 129 Mio. EUR (-12,2 Prozent).

Das Beteiligungsergebnis stieg insbesondere aufgrund von positiven Ergebnisbeiträgen der nach der Equity-Methode bilanzierten Tochtergesellschaften um 8,3 Prozent auf 13 Mio. EUR.

Das im Vorjahr durch außerplanmäßige Abschreibungen belastete EBIT verminderte sich um 30 Mio. EUR auf - 46 Mio. EUR. Das Adjusted EBIT sank um 95 Mio. EUR auf - 45 Mio. EUR.

Die Investitionen verringerten sich im Berichtszeitraum um 84,2 Prozent auf 15 Mio. EUR, was vor allem aus dem Ende der An- und Abschlusszahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf der B777F-Flugzeuge im Vorjahr resultierte.

Entwicklung der Verkehrsgebiete

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Lufthansa Cargo Nettoverkehrserlöse

in Mio. €

Außenumsatz
Angebotene Fracht-

Tonnenkilometer

in Mio.
Verkaufte Fracht-

Tonnenkilometer

in Mio.
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 88 - 12,0 343 3,4 168 3,6
Amerika 387 - 23,1 2 763 - 1,0 1 743 - 7,2
Asien/Pazifik 381 - 16,4 2 357 - 2,4 1 819 1,8
Nahost/Afrika 83 - 22,4 575 - 1,8 293 - 8,6
Gesamtverkehr 939 - 19,5 6 038 - 1,4 4 022 - 3,0

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Lufthansa Cargo Fracht-Nutzladefaktor

in %
Jan. - Juni

2016
Veränderung

in P.
--- --- ---
Europa 48,8 0,1
Amerika 63,1 - 4,2
Asien/Pazifik 77,2 3,2
Nahost/Afrika 50,9 - 3,8
Gesamtverkehr 66,6 - 1,1

Geschäftsfeld Technik

Kennzahlen Technik

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz Mio. € 2 538 2 556 - 0,7 1 248 1 307
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 815 963 - 15,4 409 482
EBIT Mio. € 204 268 - 23,9 117 162
Adjusted EBIT Mio. € 204 268 - 23,9 117 162
EBITDA* Mio. € 256 318 - 19,5 143 187
Segmentinvestitionen Mio. € 95 42 126,2 60 23
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 20 657 20 036 3,1 20 657 20 036

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Veränderung

in %
Umsatz - 4,5
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group - 15,1
EBIT - 27,8
Adjusted EBIT - 27,8
EBITDA* - 23,5
Segmentinvestitionen 160,9
Mitarbeiter zum 30.06. 3,1

* Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.

Geschäftstätigkeit

Lufthansa Technik ist der weltweit führende herstellerunabhängige Anbieter von Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen (Maintenance, Repair & Overhaul - MRO) für zivile, kommerzielle Flugzeuge. Zur Lufthansa Technik Gruppe gehören weltweit 31 technische Instandhaltungsbetriebe. Das Unternehmen ist direkt und indirekt an 55 Gesellschaften beteiligt.

Markt und Wettbewerb

Seit Jahresbeginn stellten weltweit sechs Airlines mit insgesamt 14 Flugzeugen den Flugbetrieb ein, 14 Start-ups mit 26 Flugzeugen nahmen den Betrieb auf. Die weiterhin angespannte Finanzlage der Fluggesellschaften sowie wachsende MRO-Kapazitäten führen zu anhaltend hohem Preisdruck im MRO-Geschäft.

Zu den wichtigsten Wettbewerbern der Lufthansa Technik zählen Flugzeug-, Triebwerks- und Geräte-OEMs (Original Equipment Manufacturer) sowie MRO-Betriebe anderer Fluggesellschaften und unabhängige Anbieter. Zudem ist der Markt weiterhin von Konsolidierungen, sowohl auf der Wettbewerber- als auch auf der Kundenseite, geprägt.

Profitables organisches Wachstum und Wachstum durch strategische Partnerschaften und Akquisitionen bleiben in den kommenden Jahren wesentliche Ziele von Lufthansa Technik. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Übernahme des britischen Unternehmens FLYdocs, welches mit seinen digitalen Services Flugzeugbetreiber bei der Verwaltung von Flugzeug- und Wartungsdokumentationen unterstützt. FLYdocs schafft die Voraussetzung für die Entwicklung weiterer innovativer Produkte für Kunden von Lufthansa Technik.

Geschäftsverlauf und operative Entwicklung

Lufthansa Technik konnte im ersten Halbjahr 2016 19 neue Kunden gewinnen und 167 neue Verträge mit einem Vertragsvolumen von 1,2 Mrd. EUR für 2016 und die Folgejahre abschließen. Im Berichtszeitraum wurde die Anzahl der im Rahmen von Exklusivverträgen betreuten Flugzeuge auf 3.954 erhöht.

So übernimmt Lufthansa Technik unter anderem die technische Betreuung der neuen Langstreckenflotte von Eurowings. Für bis zu sieben Großraumflugzeuge des Typs A330-200 der Airline werden Leistungen wie Komponentenversorgung, Flugzeugwartung, Engineering und die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien erbracht.

Am 22. Juli 2016 haben sich Lufthansa Technik und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gremien über die Zukunft der Triebwerksüberholung am Standort Hamburg geeinigt. Durch die Einführung verschiedener Maßnahmen zur Effizienzsteigerung können langfristig 1.300 Arbeitsplätze gesichert werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, rund 80 Mio. EUR in den Standort zu investieren, um Flugzeugtriebwerke der neuesten Generation technisch überholen und instand setzen zu können.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Umsatzerlöse lagen im ersten Halbjahr 2016 mit 2,5 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (- 0,7 Prozent). Während die Umsätze mit Konzerngesellschaften insbesondere aufgrund der im Vorjahr erfolgreich abgeschlossenen Erneuerung der Langstreckenkabine von Lufthansa Passage rückläufig waren (-15,4 Prozent), konnte der Außenumsatz um 8,2 Prozent auf 1,7 Mrd. EUR gesteigert werden. Die sonstigen operativen Erträge lagen mit 120 Mio. EUR unter dem Vorjahr (-17,8 Prozent).

Die betrieblichen Aufwendungen lagen mit 2,5 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (+ 0,7 Prozent). Der Materialaufwand stieg im Wesentlichen preisbedingt um 8,3 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR, der Personalaufwand blieb mit 651 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (+ 0,3 Prozent).

Das Beteiligungsergebnis sank um 20,0 Prozent auf 8 Mio. EUR.

Im Berichtszeitraum sank das EBIT um 23,9 Prozent auf 204 Mio. EUR. Das Adjusted EBIT sank ebenfalls um 23,9 Prozent auf 204 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall positiver Einmaleffekte nach der abgeschlossenen Kabinenerneuerung von Lufthansa Passage im Vorjahr.

Die Investitionen stiegen um 126,2 Prozent auf 95 Mio. EUR.

Geschäftsfeld Catering

Kennzahlen Catering

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz Mio. € 1 526 1 448 5,4 807 776
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 313 309 1,3 167 171
EBIT Mio. € 26 16 62,5 26 17
Adjusted EBIT Mio. € 24 26 - 7,7 28 29
EBITDA1) Mio. € 61 60 1,7 43 45
Segmentinvestitionen2) Mio. € 28 39 - 28,2 15 24
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 35 571 33 614 5,8 35 571 33 614

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Veränderung

in %
Umsatz 4,0
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group - 2,3
EBIT 52,9
Adjusted EBIT - 3,4
EBITDA1) - 4,4
Segmentinvestitionen2) - 37,5
Mitarbeiter zum 30.06. 5,8

1) Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

Geschäftstätigkeit

Die LSG Group ist nach Marktanteil, Qualität und Innovationskraft weltweiter Marktführer im Airline-Catering. Das Unternehmen umfasst 155 Einzelgesellschaften und ist an 211 Flughäfen in 50 Ländern präsent. Das Produktportfolio für Fluggesellschaften wird fortlaufend erweitert. Der Fokus liegt dabei zum einen auf verbraucherorientierten Bordverkaufsprogrammen, die Speisen und Getränke, Boutiqueartikel und auch virtuelle Produkte umfassen. Zum anderen investiert das Unternehmen in den Ausbau seiner Kompetenzen in den Bereichen Beschaffung und Entwicklung von Bordservice-Equipment sowie die Internationalisierung des Betreibens von Airport-Lounges. Gleichzeitig festigt die LSG Group ihre Positionierung in angrenzenden Segmenten wie Dienstleistungen für Zugbetreiber und Lieferungen an Einzelhandelsketten.

Markt und Wettbewerb

Das Nachfrageverhalten der Fluggesellschaften ist geprägt durch die Veränderung ihrer Servicekonzepte hin zu Bordverkauf, die Segmentierung der einzukaufenden Leistungen auf unterschiedliche Lieferanten sowie hohen Preisdruck. Die LSG Group positioniert sich in diesem Umfeld durch ein einzigartiges Leistungsportfolio sowie hohe Qualitätsorientierung. Zudem wurden umfangreiche Veränderungen in den reifen Märkten Europas eingeleitet, um auch hier wieder nachhaltig profitabel zu wachsen. Dazu zählen das geplante Outsourcing des Bereichs Spüle im Betrieb Frankfurt International sowie die geplanten Schließungen der Betriebe in Dresden zum Jahresende 2016 und in Bremen zum Jahresende 2017. Die im ersten Halbjahr angekündigte geplante Übernahme der gategroup durch HNA Aviation schafft eine Basis für die weitere Konsolidierung der Airline-Catering-Branche.

Geschäftsverlauf und operative Entwicklung

Im Februar 2016 hat die LSG Group die Akquisition der verbleibenden Anteile an Retail inMotion sowie aller Unternehmensanteile an Media inMotion abgeschlossen. Zu den Kernkompetenzen dieser Unternehmen zählen vor allem die Beschaffung und der Vertrieb von Retailprodukten, das Management von Bordverkaufsprogrammen, der durchgängige IT-Support dieser Programme durch unternehmenseigene Software sowie Hardware- und Softwarelösungen für vielfältige Bordunterhaltungsprogramme.

Auf der World Travel Catering & Onboard Services Expo wurde die LSG Group als neue Unternehmensmarke vorgestellt, welche als Dachmarke für das umfangreiche Portfolio des Unternehmens fungiert und gleichzeitig die Differenzierung der verschiedenen Aktivitäten in ihren jeweiligen Märkten ermöglicht. LSG Sky Chefs bleibt als zentrale Catering-Marke für das Kerngeschäft bestehen.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Catering konnten in der ersten Jahreshälfte gesteigert werden. Sie erhöhten sich trotz negativer Wechselkurseffekte vor allem volumenbedingt, unter anderem aufgrund der Eröffnung eines neuen Betriebs in Chicago, gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 1,5 Mrd. EUR. Veränderungen im Kreis der einbezogenen Gesellschaften trugen mit 19 Mio. EUR zum Umsatzanstieg bei. Der Außenumsatz stieg um 6,5 Prozent auf 1,2 Mrd. EUR. Der Innenumsatz wuchs um 1,3 Prozent auf 313 Mio. EUR. Die sonstigen Erträge lagen mit 36 Mio. EUR um 9,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt erhöhten sich die Gesamterlöse um 5,5 Prozent auf 1,6 Mrd. EUR. Die betrieblichen Gesamtaufwendungen waren mit 1,5 Mrd. EUR 5,3 Prozent höher als im Vorjahr. Der Materialaufwand stieg vornehmlich aufgrund des erhöhten Umsatzvolumens um 5,3 Prozent auf 658 Mio. EUR. Der Personalaufwand stieg um 8,1 Prozent auf 590 Mio. EUR. Neben einer auftragsbezogen gestiegenen Mitarbeiteranzahl trugen auch tariflich bedingte Lohnsteigerungen in der Region Nordamerika sowie Restrukturierungsaufwendungen in der Region Europa zum Anstieg des Personalaufwands bei. Die Abschreibungen lagen mit 35 Mio. EUR vor allem aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen im Vorjahr um 20,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich hauptsächlich durch das höhere Geschäftsvolumen auf 259 Mio. EUR erhöht (+ 3,6 Prozent).

Das Beteiligungsergebnis lag mit 6 Mio. EUR um 6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die LSG Group konnte in der ersten Jahreshälfte das EBIT um 62,5 Prozent auf 26 Mio. EUR steigern. Das Adjusted EBIT sank um 7,7 Prozent auf 24 Mio. EUR.

Die Investitionen sanken um 28,2 Prozent auf 28 Mio. EUR.

Sonstige

Sonstige

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Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
Veränderung

in %
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Umsatz Mio. € 215 262 - 17,9 111 110
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 81 128 - 36,7 42 44
EBIT Mio. € - 45 - 100 55,0 - 8 - 19
Adjusted EBIT Mio. € - 81 - 140 42,1 - 44 - 47
EBITDA* Mio. € - 8 - 80 90,0 - 13 - 10
Segmentinvestitionen Mio. € 10 8 25,0 5 3
Mitarbeiter zum 30.06. Anzahl 5 943 5 749 3,4 5 943 5 749

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Veränderung

in %
Umsatz 0,9
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group - 4,5
EBIT 57,9
Adjusted EBIT 6,4
EBITDA* - 30,0
Segmentinvestitionen 66,7
Mitarbeiter zum 30.06. 3,4

* Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.

Der Bereich Sonstige umfasst die Service- und Finanzgesellschaften sowie IT-Gesellschaften und die zentralen Konzernfunktionen der Lufthansa Group.

Entwicklung der Gesellschaften

AirPlus ist einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen, die das Bezahlen und Auswerten von Geschäftsreisen ermöglichen.

Seit Dezember 2015 gilt in der EU eine neue Verordnung, die eine Senkung der Kreditkartengebühr, der sogenannten Interchange Fee, vorsieht. Um die dadurch verursachten geringeren Einnahmen aufzufangen, hat AirPlus im April 2016 sein Kartenangebot um die auf Transaktionsgebühren basierende AirPlus Travel Expense Card erweitert.

Bei Lufthansa Systems GmbH & Co. KG ist die Entwicklung von Applikationen zur Optimierung von Geschäftsprozessen für ihre mehr als 300 Airline-Kunden ein Tätigkeitsschwerpunkt. Darüber hinaus wird der Beratungs- und Dienstleistungsbereich kontinuierlich ausgebaut. Auf das weiterhin große Interesse an Inflight Entertainment-Angeboten reagiert Lufthansa Systems mit ihrer flexiblen BoardConnect Portable-Lösung, die unter anderem Eurowings ab Sommer 2016 einsetzen wird.

Lufthansa Industry Solutions hat seine strategische Positionierung als IT-Partner für die digitale Transformation von Unternehmen weiter ausgebaut. So erweitert der Dienstleister für IT-Beratung und Systemintegration seine Kompetenzen insbesondere in den Bereichen Internet of Things und Big Data Analytics kontinuierlich und baut sein Angebots- und Leistungsportfolio für seine mehr als 200 Kunden dahingehend aus.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Das EBIT von AirPlus lag mit 56,0 Mio. EUR aufgrund von sonstigen Erträgen aus dem Abgang von Beteiligungen deutlich über dem Vorjahreswert (+ 93,1 Prozent). Das Adjusted EBIT lag, bedingt durch die sinkenden Einnahmen bei der Interchange Fee, um 30,5 Prozent unter dem Vorjahr.

Unter Einbeziehung der zugehörigen Beteiligungen erzielten die Nachfolgegesellschaften der früheren Lufthansa Systems AG im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 7 Mio. EUR und lagen damit 54 Mio. EUR unter dem Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen auf eine diesen Gesellschaften im letzten Jahr zuzurechnende positive Kaufpreisanpassung im Rahmen des Verkaufs des Infrastrukturbereichs der ehemaligen Lufthansa Systems AG an die IBM-Gruppe zurückzuführen. Das Adjusted EBIT lag bei 13 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 19 Mio. EUR).

Die Gesamterlöse der Konzernfunktionen lagen mit 486 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (- 30,2 Prozent). Die betrieblichen Aufwendungen sanken auf 615 Mio. EUR (- 32,0 Prozent). Das EBIT belief sich auf -129 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: - 209 Mio. EUR), das Adjusted EBIT erreichte -129 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: - 208 Mio. EUR). Das bessere Ergebnis ist im Wesentlichen durch höhere Kursgewinne im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Für den gesamten Bereich Sonstige war der Berichtszeitraum weiterhin geprägt durch ein positives Kursergebnis, welches in diesem Segment verbucht wird. Die Gesamterlöse sanken auf 1,1 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum: 1,4 Mrd. EUR), während die betrieblichen Aufwendungen auf 1,1 Mrd. EUR sanken (Vorjahreszeitraum: 1,5 Mrd. EUR). Das EBIT betrug - 45 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -100 Mio. EUR), das Adjusted EBIT - 81 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -140 Mio. EUR).

Chancen- und Risikobericht

Die Lufthansa Group sieht sich vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Stets aktuelle Managementsysteme sorgen dafür, dass diese frühzeitig erkannt und gesteuert werden können. Ausführliche Informationen zum Chancen- und Risikomanagement-System und zur Chancen- und Risikosituation der Lufthansa Group finden Sie im "Geschäftsbericht 2015" ab S. 69.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 haben sich im Vergleich dazu folgende wesentliche Veränderungen ergeben:

Der Brexit birgt zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken für die Lufthansa Group.

Die Bedrohungslage für den zivilen Luftverkehr ist angesichts der allgemein angespannten Sicherheitslage und der ersten Anschläge auf zivile Luftfahrzeuge seit über zehn Jahren (Metrojet / Ägypten, Daallo Airlines / Somalia) gestiegen. Exponiert sind neben Flügen aus kritischen Drittstaaten vor allem auch öffentliche Bereiche der Flughäfen, wie die Anschläge in Brüssel und Istanbul zeigen. Das steigende Terrorismusrisiko in Deutschland und Europa kann neben den unmittelbaren Gefährdungen erhöhte regulatorische Sicherheitsanforderungen sowie weitere Einschränkungen der Reisefreiheit (Schengen, Visa-Erfordernisse) und damit zusätzlichen Aufwand nach sich ziehen. Auch negative Auswirkungen auf das Buchungsverhalten sind insbesondere bei weiteren Anschlägen zu erwarten.

Das Risiko aus Cyber-Angriffen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der permanente technologische Fortschritt lässt die Zahl digitaler Einbruchsversuche ansteigen. Mit dieser Herausforderung gilt es umzugehen. Auch künftig sind weitere Investitionen und Abwehrmaßnahmen zur Cyber-Security notwendig.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist weiterhin sehr volatil. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 hat sich die Reduzierung des Bewertungszinssatzes für die zu bilanzierenden Pensionsverpflichtungen belastend ausgewirkt. Die erhöhten Pensionsverpflichtungen haben einen negativen Einfluss auf die Finanzkennzahlen, wodurch die Gefahr besteht, das Investment Grade Rating bei Standard & Poor's zu verlieren. Langfristige Entlastungen entstehen durch die Umstellung des Versorgungsmodells von Defined Benefit auf Defined Contribution.

Mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO konnten im Rahmen einer Schlichtung Anfang Juli 2016 die wesentlichen offenen Fragen der Alters- und Übergangsversorgung, der Vergütung, aber auch beispielsweise der künftigen Streitbeilegung für Lufthansa Passage in Tarifverträgen geklärt werden. Weiterhin offen sind wesentliche Fragen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, zum Beispiel bei der Alters- und Übergangsversorgung. Allerdings befindet man sich derzeit in konstruktiven, vertraulichen Gesprächen.

Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte werden gegenwärtig keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lufthansa Group gefährden.

Nachtragsbericht

Lufthansa Passage und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben am 5. Juli 2016 in Berlin erklärt, dass sie die Schlichtungsempfehlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck annehmen. Neben einer Einigung zum Vergütungstarifvertrag umfasst die Schlichtungsempfehlung auch die Umstellung der Alters- und Übergangsversorgung für das Kabinenpersonal von einem Defined-Benefit-System auf ein Defined-Contribution-System. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird dies zu einer Verminderung der im Konzernabschluss zu erfassenden Pensionsrückstellungen führen, die im oberen dreistelligen Millionenbereich anzusiedeln ist. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards wird der deutlich überwiegende Teil der Entlastung im laufenden Geschäftsjahr ergebniswirksam als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zu erfassen sein und wirkt sich damit positiv auf das EBIT, nicht aber auf das Adjusted EBIT aus.

Am 22. Juli 2016 haben sich Lufthansa Technik und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gremien über die Zukunft der Triebwerksüberholung am Standort Hamburg geeinigt. Durch die Einführung verschiedener Maßnahmen zur Effizienzsteigerung können langfristig 1.300 Arbeitsplätze gesichert werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, rund 80 Mio. EUR in den Standort zu investieren, um Flugzeugtriebwerke der neuesten Generation technisch überholen und instand setzen zu können.

Prognosebericht

BIP-Wachstum

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in % 2016* 2017* 2018* 2019* 2020*
Welt 2,5 2,7 3,1 3,2 3,3
Europa 1,7 1,2 1,7 1,7 1,8
Deutschland 1,6 1,4 1,6 1,5 1,6
Nordamerika 1,8 2,4 2,4 2,3 2,3
Südamerika - 0,8 1,2 2,5 3,2 3,4
Asien / Pazifik 4,6 4,5 4,8 4,9 4,9
China 6,5 6,2 6,4 6,4 6,5
Naher Osten 2,3 3,0 3,7 4,1 4,4
Afrika 2,3 3,3 3,9 4,1 4,4

Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2016.

* Prognosewerte.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Nach einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent im Jahr 2015 wird für das Geschäftsjahr 2016 derzeit mit einem Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet. Ursache für diese im Vergleich zum Vorjahr geringfügig schwächere wirtschaftliche Entwicklung ist unter anderem die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA und China. Die am stärksten wachsende Weltregion ist Asien / Pazifik mit einer erwarteten Wachstumsrate von 4,6 Prozent, gefolgt von Afrika mit 2,3 Prozent. Für Nordamerika wird ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet, während für die südamerikanische Wirtschaft von einer Schrumpfung um 0,8 Prozent ausgegangen wird.

Für Europa wird 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent prognostiziert. Zu den erwartet wachstumsstärksten Ländern Europas zählen Irland mit 4,1 Prozent, Polen mit 3,4 Prozent, Schweden mit 3,1 Prozent und Spanien mit 2,9 Prozent. Für Deutschland wird eine Wachstumsrate von 1,6 Prozent prognostiziert.

Hinsichtlich der Ölpreisentwicklung deuten die Terminkurse auf eine Erwartung leicht steigender Preise. Insgesamt wird das Ölpreisniveau jedoch weiterhin durch geopolitische Entwicklungen beeinflusst werden. Es ist daher auch für das restliche Jahr 2016 mit volatilen Kerosinpreisen zu rechnen.

Die Entwicklung des Euros wird unter anderem maßgeblich von den weiteren Entwicklungen im Rahmen der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union abhängen. Aufgrund der erhöhten Unsicherheit ist mit einer hohen Volatilität in den Währungsmärkten zu rechnen. Die Analystenmehrheit geht von einer Fortsetzung der Schwäche des Britischen Pfunds mindestens bis Jahresende 2016 aus. Im US-Dollar, Chinesischen Renminbi, Japanischen Yen und Schweizer Franken erwartet der Consensus eine Seitwärtsbewegung der Kurse, mit einer leichten Tendenz zu einer Stärkung des Euros gegenüber diesen Währungen.

Branchenausblick

Die IATA rechnet unter Berücksichtigung der Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum mit einem Wachstum der weltweit verkauften Passagierkilometer um 6,2 Prozent für 2016 (Vorjahreszeitraum: 7,4 Prozent), welches sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich darstellen soll. Der Branchenverband prognostiziert das höchste Wachstum für den Mittleren Osten (11,2 Prozent), gefolgt von Asien / Pazifik (8,5 Prozent), Europa (4,9 Prozent), Afrika (4,5 Prozent), Südamerika (4,2 Prozent) und Nordamerika (4,0 Prozent).

Ausblick Lufthansa Group

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres hat sich das Gesamtergebnis der Lufthansa Group mit einer Ergebnissteigerung gegenüber dem erfolgreichen Vorjahr gut entwickelt. Die Qualität der Ergebnisverbesserung war jedoch nicht zufriedenstellend. Von den operativen Geschäftsfeldern konnte lediglich die Passage Airline Gruppe und dort unter Herausrechnung von Einmaleffekten wiederum nur Lufthansa Passage das Ergebnis verbessern.

SWISS erzielte in einem sehr anspruchsvollen Umfeld einen Ergebnisrückgang im Rahmen der Prognose. Austrian Airlines erzielte eine Ergebnisverbesserung. Unter Herausrechnung eines positiven Einmaleffekts aus einer Transaktion mit dem Flughafen Wien wäre das Ergebnis jedoch rückläufig gewesen. Das Ergebnis von Eurowings litt unter Einmalaufwendungen für die Integration der verschiedenen Flugbetriebe und Folgekosten von operationellen Anlaufschwierigkeiten der Langstreckenflüge. Brussels Airlines und SunExpress, die wesentlichen Beteiligungen im Geschäftsfeld Passage Airlines, waren in ihren Heimatmärkten unmittelbar von starken geopolitischen Einflüssen betroffen und konnten das Niveau ihrer Vorjahresergebnisse ebenfalls nicht halten.

In den weiteren Geschäftsfeldern verzeichnete Lufthansa Cargo einen starken Ergebnisrückgang aufgrund erheblicher Überkapazitäten im Markt. Lufthansa Technik litt unter geringeren Erlösen bei neuen Aufträgen und konnte auch aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der Produktmaßnahmen bei Lufthansa Passage und der damit einhergehenden Umsatzrückgänge im Vorjahresvergleich das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht halten. Die LSG Group entwickelte sich stabil. Das Geschäftsfeld Sonstige zeigte im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich positive Entwicklung, insbesondere aufgrund im Vorjahresvergleich gesunkener Kursverluste.

Die Lufthansa Group bewegte sich im ersten Halbjahr noch im Rahmen der operativen und finanziellen Prognose vom Beginn des Geschäftsjahres.

Lufthansa Group erwartet nun ein Adjusted EBIT unter Vorjahr

Insbesondere aufgrund der wiederholten Terroranschläge in Europa und der seit der Bekanntgabe der ursprünglichen Prognose im März gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit haben die Vorausbuchungen vor allem auf Langstreckenverbindungen nach Europa deutlich nachgelassen. Eine vollständige Aufholentwicklung hält der Vorstand aus heutiger Sicht für nicht mehr wahrscheinlich. Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat deshalb beschlossen, trotz der über Vorjahr liegenden Ergebnisse im ersten Halbjahr die Gesamtjahresprognose für das Adjusted EBIT von "leicht über Vorjahr" auf "unter Vorjahr" abzusenken.

Prognose: Entwicklung Kennzahlen Passage Airline Gruppe

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Werte 2015 Prognose 2016
Flüge (Anzahl) + 0,2 % + 1,4 %*
Kapazität (ASK) + 2,2 % + 5,4 %*
Absatz (RPK) + 2,7 % geringer als Kapazitätswachstum*
Sitzladefaktor (SLF) + 0,3 P. rückläufig*
Preisniveau (Durchschnittserlöse)1) - 3,5 % deutlich rückläufig
Stückerlöse (RASK)1) - 3,0 % deutlich rückläufig,

- 8 % bis - 9 % im zweiten Halbjahr*
Stückkosten (CASK, exkl. Treibstoff)1) + 2,4 % rückläufig,

- 2 % bis - 3 % im zweiten Halbjahr*

* Prognose gegenüber Geschäftsbericht 2015 geändert.

1) Währungsbereinigt.

Insbesondere im dritten Quartal erwartet der Vorstand eine deutlich schwächere Entwicklung der Stückerlöse im Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe. Der Vorstand geht nun von währungsbereinigten Stückerlösen im zweiten Halbjahr von - 8 bis - 9 Prozent aus. Das geplante Kapazitätswachstum der Passagier-Airlines im Gesamtjahr wird von 6,0 auf 5,4 Prozent abgesenkt. An seiner Prognose sinkender, um Währungseffekte und Treibstoffkosten bereinigter Stückkosten von ca. - 2 bis - 3 Prozent im zweiten Halbjahr hält der Vorstand unverändert fest. Die Treibstoffkosten werden im zweiten Halbjahr nach aktueller Hochrechnung um ca. 350 Mio. EUR sinken. Die anderen Geschäftsfelder erwarten für das zweite Halbjahr kumuliert ein Ergebnis auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Etwaige Restrukturierungskosten sind in den genannten Zahlen bereits enthalten.

Übergeordnete Makrorisiken durch gesamtwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen bestehen unverändert fort und stellen nach wie vor eine Unsicherheit für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung vor allem der Passage Airline Gruppe dar.

Insbesondere die Entwicklung der Passage Airline Gruppe wird im zweiten Halbjahr schwächer erwartet

Aufgrund der zuvor beschriebenen Veränderungen im Markt und der wesentlichen nachteiligen externen Einflussfaktoren erwartet Lufthansa Passage für das Gesamtjahr 2016 nun ein Adjusted EBIT unter Vorjahr. Kontinuierliche Initiativen auf Ertrags- und Kostenseite sowie eine enge Steuerung von Kapazitäten führen unter anderem zu einer positiven Entwicklung der Stückkosten, die allerdings die deutlich unter Vorjahr liegende Nachfrage insgesamt nicht kompensieren kann.

SWISS erwartet für 2016 insbesondere aufgrund der besonderen Währungssituation im Schweizer Franken unverändert ein Adjusted EBIT unter Vorjahr. Die zuvor beschriebenen Veränderungen im Markt und der wesentlichen nachteiligen externen Einflussfaktoren werden das Ergebnis aber stärker belasten als zu Jahresbeginn noch angenommen.

Austrian Airlines erwartet für 2016 unverändert ein Adjusted EBIT über Vorjahr. Treiber der Ergebnisverbesserung ist ein wesentlicher Ertrag aus einem Finanzierungsleasing mit dem Flughafen Wien. Darüber hinaus wirken kontinuierliche Initiativen auf Ertrags- und Kostenseite sowie eine enge Steuerung von Kapazitäten und Vermarktungsaktivitäten positiv, indem sie vor allem die Entwicklung der Stückerlöse stärken sollen. Die zuvor beschriebenen Veränderungen im Markt und der wesentlichen nachteiligen externen Einflussfaktoren werden das Ergebnis aber stärker belasten als zu Jahresbeginn noch angenommen.

Eurowings erwartet für 2016 unverändert ein negatives Adjusted EBIT. Treiber für die negative Ergebnisentwicklung sind vor allem Einmalkosten im Zusammenhang mit dem weiteren Aufbau der Eurowings-Gruppe sowie Kosten für die Erweiterung des Standorts Wien und der Langstreckenverbindungen. Die zuvor beschriebenen Veränderungen im Markt und die wesentlichen nachteiligen externen Einflussfaktoren werden das Ergebnis aber stärker belasten als zu Jahresbeginn noch angenommen.

Die Ergebnisentwicklung bleibt wesentlich abhängig von der Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds in den Märkten der Passage Airline Gruppe. Alle Airlines der Passage Airline Gruppe sind in der Lage, ihre Kapazitäten an nachhaltige Veränderungen in der Nachfrage anzupassen. Volatile Ölpreise, Wechselkursrisiken sowie Kapazitäts- und Preisentwicklung im Markt sowie Streikrisiken werden das Ergebnisniveau darüber hinaus bestimmen. Die im Geschäftsbericht 2015 genannten Annahmen für die operative Entwicklung der Passage Airline Gruppe wurden mit der Anpassung der Prognose verändert.

Übrige Geschäftsfelder erwarten stark unterschiedliche Ergebnisentwicklung

Lufthansa Cargo reagiert auf die schwache Markt- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr mit einem umfassenden strukturellen Kostensenkungsprogramm und einer angepassten strategischen Ausrichtung. Aufgrund der aktuellen Ergebnisentwicklung erwartet Lufthansa Cargo für 2016 nun ein negatives Adjusted EBIT.

Lufthansa Technik erwartet für 2016 unverändert ein Adjusted EBIT deutlich unter Vorjahr. Wesentliche Gründe hierfür sind nicht wiederkehrende positive Ergebniseffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr und der zunehmende Preisdruck im MRO-Geschäft mit der Folge reduzierter Margen, Restrukturierungskosten sowie Kosten für Wachstumsprojekte, insbesondere Innovations- und Technologieprojekte.

Die LSG Group erwartet für 2016 unverändert einen Umsatz leicht über und ein Adjusted EBIT leicht unter Vorjahr. Das Ergebnis wird durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veränderung des Geschäftsmodells mit Fokus auf Europa belastet werden. Die eingeleiteten Programme zur Effizienzsteigerung sowie der Ausbau der Aktivitäten in angrenzenden Märkten werden weiter vorangetrieben.

Ergebnisprognosen 2016 Lufthansa Group und Geschäftsfelder

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Umsatz Adjusted EBIT
Umsatz 2015

in Mio. €
Prognose

für 2016
Adjusted EBIT

2015

in Mio. €
Prognose

für 2016
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
Lufthansa Passage 17 944 970 unter Vorjahr*
SWISS 4 542 429 unter Vorjahr*
Austrian Airlines 2 102 52 über Vorjahr*
Eurowings negatives Ergebnis*
Überleitung - 89 54
Passage Airline Gruppe 24 499 unter Vorjahr* 1 505 unter Vorjahr*
Logistik 2 355 unter Vorjahr* 74 negatives Ergebnis*
Technik 5 099 leicht über Vorjahr 454 deutlich unter Vorjahr
Catering 3 022 leicht über Vorjahr 99 leicht unter Vorjahr*
Sonstige 484 - 370 deutlich über Vorjahr
Innenumsätze / Überleitung - 3 403 55
Lufthansa Group 32 056 unter Vorjahr* 1 817 unter Vorjahr*

* Prognose gegenüber Geschäftsbericht 2015 geändert.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Januar - Juni 2016

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in Mio. € Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015*
April - Juni

2016
April - Juni

2015*
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 11 637 12 181 6 402 6 734
Andere Betriebserlöse 3 405 3 184 1 724 1 658
Umsatzerlöse 15 042 15 365 8 126 8 392
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 58 99 27 23
Sonstige betriebliche Erträge 1 174 1 500 552 663
Materialaufwand - 8 283 - 8 644 -4 347 - 4 667
Personalaufwand - 3 984 - 3 923 - 2 027 - 2 001
Abschreibungen - 843 - 851 - 451 - 477
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2 636 - 3 116 - 1 331 - 1 370
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 528 430 549 563
Ergebnis aus at equity bewerteten Finanzanlagen - 23 15 8 28
Übriges Beteiligungsergebnis 13 18 10 16
Zinserträge 22 117 13 23
Zinsaufwendungen - 156 - 171 - 80 - 79
Übrige Finanzposten 114 572 23 74
Finanzergebnis - 30 551 - 26 62
Ergebnis vor Ertragsteuern 498 981 523 625
Ertragsteuern - 58 - 13 - 80 - 88
Ergebnis nach Ertragsteuern 440 968 443 537
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis - 11 - 14 - 6 - 8
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis 429 954 437 529
"Unverwässertes" / "Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € 0,92 2,06 0,94 1,14

* Vorjahreszahlen angepasst.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Januar - Juni 2016

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in Mio. € Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Ergebnis nach Ertragsteuern 440 968 443 537
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung - 33 287 21 - 46
Folgebewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 21 - 548 - 22 - 28
Folgebewertung von Cashflow Hedges 821 571 773 44
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - 4 6 - 1 6
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 4 4 - 2 - 3
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern - 178 - 130 - 173 - 1
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen - 3 998 830 - 2 643 3 707
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen innerhalb von Veräußerungsgruppen - - 19 - -
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - 9 - - 9 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern 992 - 209 641 - 1 009
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern - 2 434 792 - 1 415 2 670
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) - 1 994 1 760 - 972 3 207
Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge - 7 - 18 - 4 - 5
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge - 2 001 1 742 - 976 3 202

Konzernbilanz

zum 30. Juni 2016

Aktiva

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in Mio. € 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer* 1 258 1 235 1 254
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 443 422 403
Flugzeuge und Reservetriebwerke 14 708 14 591 14 563
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 1 422 1 388 1 244
Übriges Sachanlagevermögen 2 187 2 173 2 086
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 479 520 466
Übrige Beteiligungen 169 201 166
Langfristige Wertpapiere 24 15 30
Ausleihungen und Forderungen 456 516 519
Derivative Finanzinstrumente 1 292 1 234 1 171
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 14 12 13
Effektive Ertragsteuerforderungen 19 19 33
Latente Ertragsteuer-Erstattungsansprüche 2 035 1 200 1 193
Langfristige Vermögenswerte 24 506 23 526 23 141
Vorräte 786 761 715
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 4 987 4 389 4 796
Derivative Finanzinstrumente 335 440 625
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 190 158 179
Effektive Ertragsteuerforderungen 71 85 106
Wertpapiere 2 683 1 994 2 260
Bankguthaben und Kassenbestände 1 408 1 099 1 223
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 88 10 43
Kurzfristige Vermögenswerte 10 548 8 936 9 947
Bilanzsumme 35 054 32 462 33 088

* Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

Passiva

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in Mio. € 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Gezeichnetes Kapital 1 193 1 189 1 185
Kapitalrücklage 203 187 170
Gewinnrücklagen 63 1 612 1 894
Übrige neutrale Rücklagen 1 667 1 082 1 507
Konzernergebnis 429 1 698 954
Anteile der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 3 555 5 768 5 710
Minderheitenanteile 77 77 73
Eigenkapital 3 632 5 845 5 783
Pensionsrückstellungen 10 823 6 626 6 580
Sonstige Rückstellungen 496 526 617
Finanzschulden 5 069 5 031 5 080
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 132 121 107
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 217 1 223 1 263
Derivative Finanzinstrumente 110 307 221
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 385 346 297
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 18 232 14 180 14 165
Sonstige Rückstellungen 911 1 075 933
Finanzschulden 1 478 1 339 712
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4 932 4 847 4 953
Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 4 295 2 901 4 563
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 965 918 1 002
Derivative Finanzinstrumente 525 1 221 863
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 84 136 112
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus zum Verkauf stehenden Vermögensgruppen - - 2
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13 190 12 437 13 140
Bilanzsumme 35 054 32 462 33 088

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

zum 30. Juni 2016

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in Mio. € Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Markt-

bewertung Finanz-

instrumente
Unterschieds-

betrag aus

Währungs-

umrechnung
Neu-

bewertungs-

rücklage

(Sukzessiv-

erwerbe)
Sonstige

neutrale

Rücklagen
Stand am 31.12.2014 1 185 170 407 364 236 314
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/

Minderheitenergebnis
- - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -107 287 - 6
Stand am 30.06.2015 1 185 170 300 651 236 320
Stand am 31.12.2015 1 189 187 -76 604 236 318
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen 4 16 - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/

Minderheitenergebnis
- - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - 622 - 33 - - 4
Stand am 30.06.2016 1 193 203 546 571 236 314

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in Mio. € Summe

übrige

neutrale

Rücklagen
Gewinn-

rücklagen
Konzern-

ergebnis
Anteil der

Aktionäre

der Deutschen

Lufthansa

AG am

Eigenkapital
Minder-

heiten-

anteile
Gesamt

Eigenkapital
Stand am 31.12.2014 1 321 1 237 55 3 968 63 4 031
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen - - - - - -
Umbuchungen - 55 - 55 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - - - -7 -7
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -1 -1
Konzern-/

Minderheitenergebnis
- - 954 954 14 968
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 186 602 - 788 4 792
Stand am 30.06.2015 1 507 1 894 954 5 710 73 5 783
Stand am 31.12.2015 1 082 1 612 1 698 5 768 77 5 845
Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen - - - 20 1 21
Umbuchungen - 1 466 -1 466 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten - - - 232 - 232 - 8 - 240
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/

Minderheitenergebnis
- - 429 429 11 440
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 585 - 3 015 - - 2 430 - 4 - 2 434
Stand am 30.06.2016 1 667 63 429 3 555 77 3 632

Konzern-Kapitalflussrechnung

Januar - Juni 2016

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in Mio. € Jan. - Juni

2016
Jan. - Juni

2015
April - Juni

2016
April - Juni

2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 01.01. 996 828 1 096 825
Ergebnis vor Ertragsteuern 498 981 523 625
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 843 847 451 474
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) 52 40 27 18
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen - 42 - 46 - 37 - 24
Beteiligungsergebnis 10 - 33 - 18 - 44
Zinsergebnis 134 54 67 56
Erstattete / Gezahlte Ertragsteuern -73 - 139 - 58 - 74
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge - 216 - 627 - 93 - 236
Veränderung Trade Working Capital 989 1 410 249 416
Veränderung übriger Aktiva / Passiva - 2 40 - 20 -78
Operativer Cashflow 2 193 2 527 1 091 1 133
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 1 122 - 1 447 - 517 - 671
lnvestitionen in Finanzanlagen - 13 - 49 - 12 - 10
Zugänge /Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen - 88 - 185 - 80 - 77
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen 26 0* 26 0*
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen 0* - 84 0* 6
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen - 32 - 1 - 30 - 1
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen 0* - 1 0* - 1
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen 51 56 19 35
Zinseinnahmen 83 160 26 36
Erhaltene Dividenden 25 44 22 38
Nettozu- /-abflüsse aus der Investitionstätigkeit - 1 070 - 1 507 - 546 - 645
Erwerb von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds - 813 - 492 - 537 - 86
Veräußerung von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds 101 67 33 39
Nettozu- /-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen - 1 782 - 1 932 - 1 050 - 692
Kapitalerhöhung - - - -
Transaktionen durch Minderheiten 1 - 0* 0*
Aufnahme langfristiger Finanzschulden 743 201 738 19
Rückführung langfristiger Finanzschulden - 505 - 434 - 301 - 116
Gewinnausschüttung - 240 - 7 - 235 - 3
Zinsausgaben - 95 - 94 - 38 - 36
Nettozu- /-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit - 96 - 334 164 - 136
Nettoab- /-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten 315 261 205 305
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen - 9 34 1 - 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06.1) 1 302 1 123 1 302 1 123
Wertpapiere 2 683 2 260 2 683 2 260
Flüssige Mittel 3 985 3 383 3 985 3 383
Nettozu- /-abnahme der flüssigen Mittel 995 770 710 342

* Gerundet unter 1 Mio. EUR.

1) Enthält keine Termingelder mit vereinbarter Laufzeit zwischen drei und zwölf Monaten (2016: in Höhe von 106 Mio. EUR, 2015: in Höhe von 100 Mio. EUR).

Anhang

1) Angewendete Standards und Konsolidierungskreisveränderungen

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2016 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zugrunde lagen. Die erstmals ab 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht wesentlich verändert. Die einzelnen Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2015 beziehungsweise 30. Juni 2015 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Sie hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im Zuge einer Überarbeitung der Definition von Nebenerlösen im Flugbetrieb wurden bestimmte, eng mit der Flugleistung zusammenhängende Nebenerlöse ab dem 1. Januar 2016 innerhalb der Umsatzerlöse von den anderen Betriebserlösen in die Verkehrserlöse umgegliedert. Die Vorjahreszahlen einschließlich der Angaben zu Yields und Durchschnittserlösen wurden entsprechend angepasst, die Verkehrserlöse im ersten Halbjahr 2015 wurden um 58 Mio. EUR höher, die anderen Betriebserlöse um 58 Mio. EUR geringer ausgewiesen.

Veränderung Konsolidierungskreis im Zeitraum 01.07.2015 bis 30.06.2016

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Name, Sitz Zugang

zum
Abgang

zum
Grund
Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe
Eurowings Aviation GmbH, Köln 17.07.15 Gründung
Eurowings Europe GmbH, Wien-Flughafen, Österreich 03.09.15 Gründung
LHAMIP LIMITED, Dublin, Irland 01.12.15 Erstmals konsolidiert
ORIX Himalia Corporation Ltd., Tokio, Japan 15.12.15 Gründung
ORIX Miranda Corporation Ltd., Tokio, Japan 15.12.15 Gründung
Yamasa Aircraft LH12 Kumiai Ltd., Okayama, Japan 15.12.15 Gründung
LHAMIW LIMITED, Dublin, Irland 01.02.16 Erstmals konsolidiert
Lufthansa Asset Management Leasing GmbH, Frankfurt am Main 10.03.16 Gründung
Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 31, Salzburg, Österreich 04.04.16 Gründung
TraviAustria GmbH, Wien, Österreich 22.10.15 Verkauf
Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 9, Salzburg, Österreich 14.11.15 Fusion
Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 1, Salzburg, Österreich 01.12.15 Fusion
Raffles Leasing Ltd., Hamilton, Bermuda 30.12.15 Auflösung
Syracuse Ltd., Hamilton, Bermuda 30.12.15 Auflösung
Geschäftsfeld Logistik
LHAMIC LIMITED, Dublin, Irland 31.07.15 Erstmals konsolidiert
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Zulu oHG, Grünwald 28.12.15 Fusion
Geschäftsfeld Catering
Retail inMotion Limited, Dublin, Irland 05.02.16 Anteilsaufstockung von

40 auf 100 Prozent
MIM IFE Limited, Dublin, Irland 05.02.16 Kauf
UAB Airo Catering Services Lietuva, Vilnius, Litauen 21.07.15 Verkauf
LSG Sky Chefs Nürnberg GmbH, Neu-Isenburg 01.09.15 Fusion
Sonstige
LHAMIH LIMITED, Dublin, Irland 31.07.15 Erstmals konsolidiert

2) Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung

Zum Verkauf stehende Vermögenswerte

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in Mio. € 30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Vermögenswerte
Flugzeuge und Reservetriebwerke 83 5 28
Finanzanlagevermögen - - -
Sonstiges 5 5 15
Eigenkapital / Schulden in Verbindung mit Vermögenswerten, die zum Verkauf stehen
Eigenkapital - - -
Schulden - - 2

Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur Bilanz, zur Kapitalflussrechnung und zur Segmentberichterstattung sind darüber hinaus im Zwischenlagebericht auf S. 3-19 zu finden.

3) Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem durch das Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs in der Regel niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden.

4) Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Haftungsverhältnisse

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in Mio. € 30.06.2016 31.12.2015
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 838 843
Aus Gewährleistungsverträgen 697 872
Aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 41 47
1 576 1 762

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 52 Mio. EUR (31.12.2015: 51 Mio. EUR) verzichtet.

Ende Juni 2016 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen und für immaterielle Vermögenswerte von 15,8 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2015 betrug das Bestellobligo 16,5 Mrd. EUR.

Lufthansa Passage und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben am 5. Juli 2016 in Berlin erklärt, dass sie die Schlichtungsempfehlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck annehmen. Neben einer Einigung zum Vergütungstarifvertrag umfasst die Schlichtungsempfehlung auch die Umstellung der Alters- und Übergangsversorgung für das Kabinenpersonal von einem Defined-Benefit-System auf ein Defined-Contribution-System. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird dies zu einer Verminderung der im Konzernabschluss zu erfassenden Pensionsrückstellungen führen, die im oberen dreistelligen Millionenbereich anzusiedeln ist. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards wird der deutlich überwiegende Teil der Entlastung im laufenden Geschäftsjahr ergebniswirksam als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zu erfassen sein und wirkt sich damit positiv auf das EBIT, nicht aber auf das Adjusted EBIT aus.

Am 22. Juli 2016 haben sich Lufthansa Technik und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gremien über die Zukunft der Triebwerksüberholung am Standort Hamburg geeinigt. Durch die Einführung verschiedener Maßnahmen zur Effizienzsteigerung können langfristig 1.300 Arbeitsplätze gesichert werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, rund 80 Mio. EUR in den Standort zu investieren, um Flugzeugtriebwerke der neuesten Generation technisch überholen und instand setzen zu können.

5) Finanzinstrumente und Finanzschulden

Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Vermögenswerte 30.06.2016

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über Gewinn- und Verlustrechnung

Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate
- 275 - 275
Finanzielle Vermögenswerte über Gewinn- und Verlustrechnung gesamt - 275 - 275
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1 352 - 1 352
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Eigenkapitalinstrumente
226 85 - 311
Fremdkapitalinstrumente - 2 388 - 2 388
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gesamt 226 2 473 - 2 699
Vermögenswerte gesamt 226 4 100 - 4 326

Die zum 31. Dezember 2015 in Bewertungsstufe 3 gezeigten finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 24 Mio. EUR sind abgegangen.

Verbindlichkeiten 30.06.2016

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung - 95 - 95
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 540 - 540
Verbindlichkeiten gesamt - 635 - 635

Zum 31. Dezember 2015 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

Vermögenswerte 31.12.2015

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über Gewinn- und Verlustrechnung

Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate
- 259 - 259
Finanzielle Vermögenswerte über Gewinn- und Verlustrechnung gesamt - 259 - 259
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1 415 - 1 415
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Eigenkapitalinstrumente
238 51 24 313
Fremdkapitalinstrumente - 1 714 - 1 714
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gesamt 238 1 765 24 2 027
Vermögenswerte gesamt 238 3 439 24 3 701

Verbindlichkeiten 31.12.2015

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung - 85 - 85
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1 443 - 1 443
Verbindlichkeiten gesamt - 1 528 - 1 528

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

Finanzschulden

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten / Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung von zugänglichen Marktinformationen (Reuters) ermittelt.

Finanzschulden

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30.06.2016 31.12.2015
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 1 763 1 784 1 749 1 789
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 296 1 300 1 079 1 095
Leasingverbindlichkeiten und sonstige Darlehen 3 488 3 606 3 542 3 663
6 547 6 690 6 370 6 547

6) Ergebnis je Aktie

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30.06.2016 30.06.2015
"Unverwässertes" Ergebnis je Aktie 0,92 2,06
Konzernergebnis Mio. € 429 954
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 464 538 697 462 772 266
"Verwässertes" Ergebnis je Aktie 0,92 2,06
Konzernergebnis Mio. € 429 954
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 464 538 697 462 772 266

7) Gezeichnetes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2016 wurde der im Jahresabschluss 2015 ausgewiesene Bilanzgewinn von 232 Mio. EUR ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende für das Geschäftsjahr 2015 von 0,50 EUR je Stückaktie.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 28. April 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 29.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien an die Mitarbeiter (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2015 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 28. April 2020 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals beschränkt. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

8) Segmentberichterstattung

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern Januar - Juni 2016

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in Mio. € Passage

Airline

Gruppe
Logistik Technik Catering Summe

berichts-

pflichtige

operative

Segmente
Sonstige
Außenumsätze 11 008 964 1 723 1 213 14 908 134
davon Verkehrserlöse 10 496 939 - - 11 435 -
Konzerninnenumsätze 294 12 815 313 1 434 81
Umsatzerlöse 11 302 976 2 538 1 526 16 342 215
Übrige betriebliche Erträge 571 30 120 36 757 865
Betriebliche Erträge 11 873 1 006 2 658 1 562 17 099 1 080
Betriebliche Aufwendungen 11 436 1 065 2 462 1 542 16 505 1 132
davon Materialaufwand 6 902 691 1 389 658 9 640 79
davon Personalaufwand 2 281 203 651 590 3 725 263
davon Abschreibungen 696 42 52 35 825 17
davon sonstige Aufwendungen 1 557 129 370 259 2 315 773
Beteiligungsergebnis - 44 13 8 6 - 17 7
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 44 11 6 4 - 23 1
EBIT 393 - 46 204 26 577 - 45
davon Überleitungspositionen
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung - 51 - 1 - - 2 - 54 - 1
Pensionssondereffekte - - - - - -
Ergebnis Anlagenabgang 3 0* 0* 4 7 37
Adjusted EBIT1) 441 - 45 204 24 624 - 81
Summe der Adjustments
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital2) 11 013 1 117 3 529 1 349 17 008 1 375
davon aus At-Equity-Beteiligungen 113 48 193 119 473 6
Segmentinvestitionen3) 932 15 95 28 1 070 10
davon aus At-Equity-Beteiligungen - - - - - -
Mitarbeiter zum Stichtag 56 119 4 509 20 657 35 571 116 856 5 943

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in Mio. € Überleitung Konzern
Außenumsätze - 15 042
davon Verkehrserlöse 202 11 637
Konzerninnenumsätze - 1 515 -
Umsatzerlöse - 1 515 15 042
Übrige betriebliche Erträge - 390 1 232
Betriebliche Erträge - 1 905 16 274
Betriebliche Aufwendungen - 1 891 15 746
davon Materialaufwand - 1 436 8 283
davon Personalaufwand - 4 3 984
davon Abschreibungen 1 843
davon sonstige Aufwendungen - 452 2 636
Beteiligungsergebnis - - 10
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 1 - 23
EBIT - 14 518
davon Überleitungspositionen
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung 2 - 53
Pensionssondereffekte - -
Ergebnis Anlagenabgang - 2 42
Adjusted EBIT1) - 14 529
Summe der Adjustments - 11
Übriges Finanzergebnis - 20
Ergebnis vor Ertragsteuern 498
Gebundenes Kapital2) 862 19 245
davon aus At-Equity-Beteiligungen - 479
Segmentinvestitionen3) 87 1 167
davon aus At-Equity-Beteiligungen - -
Mitarbeiter zum Stichtag - 122 799

* Gerundet unter 1 Mio. EUR.

1) Zur Überleitung vom EBIT zum Adjusted EBIT siehe Seite 7 des Zwischenlageberichts.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

3) Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen sowie in at equity bewertete Beteiligungen - unter "Konzern" sind sämtliche Investitionen ausgewiesen.

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern Januar - Juni 2015

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in Mio. € Passage

Airline

Gruppe
Logistik Technik Catering Summe

berichts-

pflichtige

operative

Segmente
Sonstige
Außenumsätze 11 305 1 194 1 593 1 139 15 231 134
davon Verkehrserlöse4) 10 792 1 166 - - 11 958 -
Konzerninnenumsätze 337 13 963 309 1 622 128
Umsatzerlöse 11 642 1 207 2 556 1 448 16 853 262
Übrige betriebliche Erträge 762 15 146 33 956 1 090
Betriebliche Erträge 12 404 1 222 2 702 1 481 17 809 1 352
Betriebliche Aufwendungen 12 123 1 250 2 444 1 465 17 282 1 468
davon Materialaufwand 7 486 789 1 282 625 10 182 85
davon Personalaufwand 2 258 210 649 546 3 663 263
davon Abschreibungen 634 104 50 44 832 18
davon sonstige Aufwendungen 1 745 147 463 250 2 605 1 102
Beteiligungsergebnis - 4 12 10 0* 18 16
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 5 11 9 - 15 1
EBIT 277 -16 268 16 545 - 100
davon Überleitungspositionen
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung - 5 - 66 - - 9 - 80 - 3
Pensionssondereffekte 32 - - - 32 -
Ergebnis Anlagenabgang 1 0* 0* -1 0* 43
Adjusted EBIT1) 249 50 268 26 593 -140
Summe der Adjustments
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital2) 10 269 1 167 3 161 1 313 15 910 1 340
davon aus At-Equity-Beteiligungen 88 47 199 126 460 6
Segmentinvestitionen3) 1 375 95 42 39 1 551 8
davon aus At-Equity-Beteiligungen - - - - - -
Mitarbeiter zum Stichtag 55 298 4 660 20 036 33 614 113 608 5 749

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in Mio. € Überleitung Konzern
Außenumsätze - 15 365
davon Verkehrserlöse4) 223 12 181
Konzerninnenumsätze - 1 750 -
Umsatzerlöse - 1 750 15 365
Übrige betriebliche Erträge - 447 1 599
Betriebliche Erträge - 2 197 16 964
Betriebliche Aufwendungen - 2 216 16 534
davon Materialaufwand - 1 623 8 644
davon Personalaufwand - 3 3 923
davon Abschreibungen 1 851
davon sonstige Aufwendungen - 591 3 116
Beteiligungsergebnis - 1 33
davon Ergebnis Equity-Bewertung - 1 15
EBIT 18 463
davon Überleitungspositionen
Außerplanmäßige Abschreibung / Zuschreibung - - 83
Pensionssondereffekte - 32
Ergebnis Anlagenabgang 3 46
Adjusted EBIT1) 15 468
Summe der Adjustments - 5
Übriges Finanzergebnis 518
Ergebnis vor Ertragsteuern 981
Gebundenes Kapital2) 223 17 473
davon aus At-Equity-Beteiligungen - 466
Segmentinvestitionen3) - 61 1 498
davon aus At-Equity-Beteiligungen - -
Mitarbeiter zum Stichtag - 119 357

* Gerundet unter 1 Mio. EUR.

1) Zur Überleitung vom EBIT zum Adjusted EBIT siehe Seite 7 des Zwischenlageberichts.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

3) Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen sowie in at equity bewertete Beteiligungen - unter "Konzern" sind sämtliche Investitionen ausgewiesen.

4) Vorjahreszahlen angepasst.

Angaben nach Regionen Januar - Juni 2016

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in Mio. € Europa davon

Deutschland
Nord-

amerika
davon USA Mittel- und

Südamerika
Asien /

Pazifik
Verkehrserlöse* 7 683 3 616 1 877 1 702 290 1 324
Andere Betriebserlöse 1 328 464 998 791 146 651
Umsatzerlöse 9 011 4 080 2 875 2 493 436 1 975

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in Mio. € Nahost Afrika Summe
Verkehrserlöse* 298 165 11 637
Andere Betriebserlöse 158 124 3 405
Umsatzerlöse 456 289 15 042

* Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

Angaben nach Regionen Januar - Juni 20151)

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in Mio. € Europa davon

Deutschland
Nord-

amerika
davon USA Mittel- und

Südamerika
Asien /

Pazifik
Verkehrserlöse2) 7 739 3 543 2 007 1 815 406 1 501
Andere Betriebserlöse 1 244 494 859 671 174 588
Umsatzerlöse 8 983 4 037 2 866 2 486 580 2 089

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in Mio. € Nahost Afrika Summe
Verkehrserlöse2) 344 184 12 181
Andere Betriebserlöse 174 145 3 184
Umsatzerlöse 518 329 15 365

1) Vorjahreswerte angepasst.

2) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

9) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2015 unter "Erläuterung 44" ab S. 179 dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im "Vergütungsbericht" des Geschäftsberichts 2015 ab S. 96 und unter "Erläuterung 45" ab S. 181 des Konzernanhangs 2015 beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Der Vorstand, 29. Juli 2016

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Carsten Spohr Karl Ulrich Garnadt Harry Hohmeister
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Eurowings und Aviation Services Hub Management

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Simone Menne Dr. Bettina Volkens
Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Finanzen Personal und Recht

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Lufthansa AG, Köln

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Deutschen Lufthansa AG, Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Düsseldorf, den 29. Juli 2016

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Petra Justenhoven Dr. Bernd Roese
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Von-Gablenz-Str. 2- 6

50679 Köln

Registereintragung:

Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Andreas Hagenbring (Ltg.)

Anne Katrin Brodowski

Patrick Winter

Konzept und Gestaltung

HGB Hamburger Geschäftsberichte

GmbH & Co. KG, Hamburg

ISSN 1616-0231

Kontakt

Andreas Hagenbring

+ 49 69 696-28001

Frédéric Depeille

+ 49 69 696-28013

Patricia Minogue

+ 49 69 696 - 28003

Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28001

Telefax: + 49 69 696 - 90990

E-Mail: [email protected]

Geschäftsberichte in deutscher und englischer Sprache können über unseren Bestellservice im Internet -

www.lufthansagroup.com/investor-relations - oder

unter oben genannter Adresse angefordert werden.

Aktuelle Finanzinformationen im Internet:

www.lufthansagroup.com/investor-relations

Finanzkalender 2016 / 2017

2016

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2. Nov. Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - September 2016

2017

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16. März Veröffentlichung Geschäftsbericht 2016
27. April Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - März 2017
5. Mai Hauptversammlung in Hamburg
2. Aug. Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - Juni 2017
26. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - September 2017

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2016 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrundeliegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Zwischenbericht als Synonyme verwendet. Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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