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Deutsche Lufthansa AG — Annual Report 2016
Jun 21, 2017
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Annual Report
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| ### Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft #### Köln ### Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 #### An unsere Aktionäre ### Bericht des Aufsichtsrats #### Sehr geehrte Damen und Herren, auch im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die Aufgaben wahrgenommen, für die er nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnungen verantwortlich ist: die Mitglieder des Vorstands zu bestellen, deren Arbeit zu überwachen und sie beratend zu begleiten. Die Berichtspflichten des Vorstands und das Erfordernis zum Erlass eines Katalogs zustimmungspflichtiger Geschäfte sind im Gesetz definiert und in der Geschäftsordnung für den Vorstand konkretisiert. Der Vorstand hat uns zeitnah und umfassend über das Wettbewerbsumfeld, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie alle strategischen und wichtigen operativen Entscheidungen informiert. Die größeren Investitions- und Beteiligungsvorhaben sowie die geplanten Maßnahmen zur Konzernfinanzierung wurden mit uns abgestimmt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich die Protokolle der Vorstandssitzungen eingesehen und mit dem Vorstandsvorsitzenden laufend die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert. Im Jahr 2016 hat sich der Aufsichtsrat zu insgesamt sechs Sitzungen am 16. März, 27. April, 9. Juni, 1. Juli, 28. September und 7. Dezember getroffen. Im Dezember haben wir die Effizienz unserer Arbeit turnusgemäß geprüft und gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben, die auf der Internetseite der Lufthansa Group unter i www.lufthansa-group.com/entsprechenserklaerung zu finden ist. Im Mittelpunkt unserer Sitzungen standen die wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie die Strategie der Lufthansa Group. Besonderes Augenmerk galt dabei den Belastungen durch die mehrmaligen Streiks der Piloten bei Lufthansa Passage, dem Umsetzungsstand beim strategischen Arbeitsprogramm "7to1 - Our Way Forward" sowie dem Angebotsausbau und den diversen Optionen zur Nutzung von Wachstumsoptionen bei Eurowings. Zugestimmt haben wir dem Erwerb beziehungsweise Lease je eines Boeing 777-Flugzeugs für Swiss International Air Lines beziehungsweise Austrian Airlines und der Beschaffung von bis zu elf PW1100G-Reservetriebwerken durch Lufthansa Technik. Ebenfalls zugestimmt wurde der Ausübung der Call-Option zum Erwerb der restlichen 55 Prozent der Anteile an der SN Airholding SA / NV, dem Abschluss von Wet-Lease-Verträgen mit Air Berlin PLC & Co. KG über insgesamt 38 Flugzeuge sowie dem Abschluss eines Joint Ventures der Lufthansa Technik AG mit der MTU Aero Engines AG. Frau Christine Behle hat im Zusammenhang mit dem im April 2016 von der Gewerkschaft ver.di durchgeführten Streik im öffentlichen Dienst und den damit verbundenen Beeinträchtigungen für den Flugbetrieb der Lufthansa Group auf diversen deutschen Flughäfen aus formalen Gründen einen Interessenkonflikt angezeigt, der jedoch nicht dauerhaft gewesen ist und keine Konsequenzen nach sich gezogen hat. Weitere potenzielle Interessenkonflikte wurden im Jahr 2016 nicht angezeigt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat nur an der Hälfte oder weniger der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, teilgenommen. Die Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse betrug insgesamt 99 Prozent. Turnusmäßig hat uns der Vorstand über die Veränderungen der Aktionärsstruktur, die Entwicklung der Lufthansa Aktie, die Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie über die Dotierung und Rendite des Lufthansa Pensionsfonds unterrichtet. Zu den übernahmerechtlichen Angaben des Vorstands im zusammengefassten Lagebericht gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sind keine weiteren Stellungnahmen erforderlich. In einer außerordentlichen Sitzung am 1. Juli 2016 folgte der Aufsichtsrat einer entsprechenden Empfehlung des Präsidiums und ernannte Herrn Ulrik Svensson mit Wirkung ab 1. Januar 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands, Ressort Finanzen. Herr Svensson ist damit Nachfolger von Frau Simone Menne, die das Unternehmen Ende August 2016 auf eigenen Wunsch verlassen hat. Der Aufsichtsrat hatte diesem Wunsch auf Empfehlung des Präsidiums in einer außerordentlichen Sitzung am 9. Juni 2016 entsprochen. In den vier Jahren ihrer Amtszeit hat Frau Menne mit großem Engagement und Sachverstand das Wachstum der Lufthansa Group finanziell sichergestellt und sich damit um die Entwicklung unseres Unternehmens verdient gemacht. Ebenfalls auf eine entsprechende Empfehlung des Präsidiums bestellte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 7. Dezember 2016 Herrn Thorsten Dirks mit Wirkung ab 1. Mai 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands, Ressort Eurowings und Aviation Services. Herr Dirks wird damit Nachfolger von Herrn Karl Ulrich Garnadt, der aus Altersgründen nicht mehr für eine Verlängerung seiner am 30. April 2017 endenden Vorstandsbestellung zur Verfügung steht. Herr Garnadt blickt auf eine 38-jährige, erfolgreiche und vielfältige Karriere als Lufthanseat zurück. In den drei Jahren seiner Amtszeit als Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG hat er vor allem den Aufbau der Eurowings und deren Integration in die Lufthansa Group vorangetrieben und sich damit um die Entwicklung unseres Unternehmens verdient gemacht. Als Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand hatte der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr 30 Prozent und als erste Frist zur Erreichung der Zielgröße den 31. Dezember 2016 festgelegt. Wegen der Vakanz der Position des Finanzvorstands liegt der Frauenanteil im Vorstand zum 31. Dezember 2016 bei 25 Prozent, nach Eintritt Herrn Svenssons ab dem 1. Januar 2017 bei 20 Prozent. Das gesteckte Ziel, das bis zum Ausscheiden von Frau Menne mit einem Frauenanteil von 40 Prozent erfüllt war, wird damit zum Stichtag nicht mehr erreicht. Bei der Suche nach Nachfolgern für Frau Menne und Herrn Garnadt wurde besonderes Augenmerk auf Kandidatinnen gelegt; es war auch jeweils eine Frau auf der Shortlist der vier am besten geeigneten Kandidaten. Unter Beachtung des jeweils erstellten Anforderungsprofils und unter Würdigung der Persönlichkeit sowie der beruflichen Erfahrungen, Erfolge und Kompetenzen haben sich jedoch die Herren Svensson und Dirks als die für das Unternehmen beste Wahl herausgestellt. Für den Zeitraum ab 1. Januar 2017 hat der Aufsichtsrat die grundsätzliche Zielgröße von 30 Prozent für den Frauenanteil im Vorstand bestätigt und als Frist für deren Erreichung den 31. Dezember 2021 festgelegt. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden. Das Präsidium hat 2016 siebenmal, der Nominierungsausschuss einmal getagt. Der Prüfungsausschuss hat 2016 siebenmal, davon viermal im Beisein der Wirtschaftsprüfer, getagt. Im Prüfungsausschuss wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Finanzvorstand erörtert. Ferner befasste sich der Ausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des Internen Kontroll-, des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Dazu wurden regelmäßig Berichte über Risikomanagement, Compliance und die Prüftätigkeit der Konzernrevision zur Kenntnis genommen. Eingehend erörtert wurden auch die schwierige wirtschaftliche Lage im Geschäftsfeld Logistik, die Auswirkungen des niedrigen Rechnungszinses auf die Bilanzstruktur und das Investment Grade Rating, die operative Konzernplanung 2017 bis 2019, die finanziellen Folgen der Ausübung der Call-Option auf die restlichen 55 Prozent der Anteile an der SN Airholding SA / NV, die Chancen und Risiken aus dem Abschluss von Wet-Lease-Verträgen mit Air Berlin PLC & Co. KG über insgesamt 38 Flugzeuge sowie das Thema "Cyber Security". Über die Tätigkeit der Ausschüsse wurde jeweils zu Beginn der nächsten Aufsichtsratssitzung informiert. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. April 2016 hat Frau Dr. Nicola Leibinger-Kammüller ihr Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Sie war acht Jahre Mitglied des Aufsichtsrats und hat in den Diskussionen im Aufsichtsrat als geschäftsführende Gesellschafterin eines weltweit führenden Familienunternehmens der deutschen Vorzeigebranche Maschinenbau viele von persönlichen Erfahrungen geprägte Impulse gegeben und dabei stets die Interessen der Gesellschaft, der Aktionäre und der Mitarbeiter vertreten. Der Aufsichtsrat dankt ihr für ihren Rat und ihre loyale Unterstützung. Als ihre Nachfolgerin wurde Frau Martina Merz in den Aufsichtsrat gewählt. Die von der Hauptversammlung 2016 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, ist vom Aufsichtsrat beauftragt worden, den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und das Risikofrüherkennungssystem zu prüfen. Der Prüfungsausschuss hat die von PricewaterhouseCoopers vorgelegte Unabhängigkeitserklärung zur Kenntnis genommen und die Schwerpunkte der Abschlussprüfung abgestimmt. Während der Prüfung sind keine möglichen Ausschluss- oder Befangenheitsgründe aufgetreten. Der Konzernabschluss wurde nach Maßgabe der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Wirtschaftsprüfer haben den Jahres- und den Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2016 entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Prüfer haben weiter bestätigt, dass das vom Vorstand etablierte Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Während der Abschlussprüfung haben die Prüfer keine Tatsachen festgestellt, die der Entsprechenserklärung widersprechen. Der Prüfungsausschuss hat Anfang März 2017 die Prüfungsberichte in Anwesenheit der beiden den Bestätigungsvermerk unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer mit dem Finanzvorstand eingehend erörtert. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben die Prüfer über ihre Prüfungsergebnisse berichtet und Fragen beantwortet. Den Jahres- und Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und den zusammengefassten Lagebericht haben wir eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Jahres- und Konzernabschluss wurden gebilligt. Damit ist der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2016 der Deutschen Lufthansa AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen. Das Geschäftsjahr 2016 konnte trotz eines schwierigen Umfelds mit einem im langjährigen Vergleich guten Ergebnis abgeschlossen werden. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Lufthansa Group für die geleistete Arbeit und ihr dabei gezeigtes persönliches Engagement. Frankfurt, 15. März 2017 Für den Aufsichtsrat Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender |
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