Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Deutsche Lufthansa AG Annual Report 2013

Aug 1, 2014

109_rns_2014-08-01_a94969b7-b457-4b0e-bd53-725ac15562d7.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Luitpoldhütte Aktiengesellschaft

Amberg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Lagebericht

Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Luitpoldhütte AG ist ein mittelständisches Unternehmen der Gießereibranche mit Sitz in Amberg (nördliche Oberpfalz, Bayern). Es wurde 1883 als Hochofenwerk gegründet. Nach mehreren Restrukturierungen produziert das Unternehmen heute mit gesamt ca. 500 Mitarbeitern anspruchsvolle Motorblöcke, Getriebegehäuse und Kältekompressoren aus Grauguss und Sphäroguss. Zu den Kunden gehören ausschließlich global agierende Kunden der Landmaschinenindustrie sowie der Truck- und Off Highway Industrie, die sowohl durch Produktionsstätten als auch durch Vertriebsgesellschaften weltweit vertreten sind. Darunter befinden sich neben dem AGCO-Konzern, GE (beide USA) und Case New Holland (I), Caterpillar (USA), Liebherr (Schweiz) sowie Tognum, um nur die Bedeutendsten zu nennen. Die Wettbewerbssituation verschärft sich zunehmend, da unsere Kunden verstärkt Teile auch in „best cost countries“ anfragen und auch deshalb, weil die Wettbewerber in den letzten Jahren Know-How aufgebaut haben. Dass die Luitpoldhütte AG dabei eine sehr gute Marktposition inne hat zeigt die sehr hohe Exportquote von über 80% und die Tatsache, dass sich das gefertigte Produktspektrum immer stärker hin zu kernintensiveren Produkten verschiebt. Das Unternehmen wird durch ein dreiköpfiges Vorstandsgremium (seit 01.01.2014) geführt und ist entsprechend der im Unternehmen ablaufenden Prozesse nach einer Stab-Linien-Organisationsstruktur aufgebaut. Eine Unterteilung in verschiedene Geschäftsbereiche wird nicht vorgenommen.

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Forschung und- Entwicklung spielen in der Luitpoldhütte eine geringere Bedeutung, da bei den Produkten viele Vorgaben bereits durch die Kunden eingebracht werden. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zielt größtenteils auf die Optimierung der Produktionsprozesse und Kosten ab.

Als Lieferant von schweren Eisenmetallprodukten ist die Luitpoldhütte AG stark abhängig von Rohstoff- und Energiekosten. Sowohl die Verfügbarkeit als auch die zum Teil stark volatile Preisentwicklung beeinflussen die Geschäftstätigkeit enorm.

Die sich daraus ergebenden Herausforderungen erfordern kontinuierlich Maßnahmen und Aktivitäten zu deren Bewältigung. Im Bereich Kernmacherei beispielsweise werden laufend Versuche zur Verbesserung der Gussqualität (Vermeidung von nicht kalkuliertem Putzaufwand) unternommen. Diese Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit den Lieferanten und den Kunden durchgeführt. In 2013 wurden verstärkt Aktivitäten zur Reduzierung des Material- und des Energieverbrauchs gestartet. Die Luitpoldhütte AG arbeitet zurzeit an der Altsandregenerierung. Damit wird auch den zukünftig ansteigenden Deponiekosten Rechnung getragen.

Als weltweiter Lieferant von technisch anspruchsvollen Gussteilen entwickelt die Luitpoldhütte AG ihre Produktionsprozesse hinsichtlich Qualität, Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und hohem Kundennutzen ständig weiter. Die Investition in einen optimierten Prozess zur Herstellung von Sphäroguss befindet sich in Vorbereitung. Damit wird die Reproduzierbarkeit spezifischer Prozesse gewährleistet und die Vorgaben prozesssicher eingehalten.

1. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die Weltkonjunktur hat im Verlauf des Jahres 2013 deutlich an Schwung gewonnen. Allerdings expandierte die Weltwirtschaft nach der sehr geringen Dynamik im zweiten Halbjahr 2012 auch noch zu Beginn des ablaufenden Jahres nur schwach. Daher dürfte das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2013 mit 2,9 im Prozent nochmals langsamer gestiegen sein als im Jahr zuvor, in dem mit 3,1 Prozent bereits eine sehr mäßige Zunahme verzeichnet worden war. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ging die Zuwachsrate vor allem wegen einer merklich schwächeren Expansion in den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vorjahr nochmals etwas zurück. Hier spielte die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Parteienstreit um die Finanzpolitik sowie die resultierende deutliche finanzpolitische Straffung eine wichtige Rolle. Im zweiten Halbjahr belebte sich die US-Konjunktur ungeachtet neuerlicher Irritationen durch die Politik spürbar. Im Euroraum belastet die notwendige Bereinigung von Verschuldungsexzessen weiterhin die Nachfrage und zwingt zu strukturellen Veränderungen auf der Angebotsseite, die kurzfristig mit Einkommenseinbußen verbunden sind und Konsumenten wie Investoren verunsichern. Immerhin wurde die Rezession im Sommerhalbjahr überwunden, auch wenn die konjunkturelle Belebung zunächst noch sehr zaghaft ausfiel. Im Jahresergebnis schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum nochmals, wenngleich etwas weniger stark als im Jahr zuvor. Noch stärker als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verringerte sich die Zuwachsrate der Produktion in den Schwellenländern. Neben den fehlenden Impulsen von der Nachfrage aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften macht sich inzwischen bemerkbar, dass sich das zugrunde liegende Wachstumstempo infolge von binnenwirtschaftlichen Problemen offenbar verlangsamt hat. In einer Reihe von Ländern kam es zudem im Sommer zeitweise zu erheblichen Kapitalabflüssen, weil Investoren angesichts der angekündigten Einleitung einer geldpolitischen Wende in den Vereinigten Staaten die Risiken ihrer Anlagen zu vermindern suchten. Aber auch in den Schwellenländern hat sich die wirtschaftliche Dynamik nach der Jahreswende wieder verstärkt. Betrachtet man die Entwicklung im Verlauf, hellt sich das Bild freilich deutlich auf. Im dritten Quartal 2013 wurde mit 4,4 % die höchste Zuwachsrate der Weltproduktion seit Ende 2010 verzeichnet. Darauf dass diese Expansion kein Ausreißer war, deutet der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität hin, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird. Er signalisiert für das Schlussquartal des Jahres sogar eine noch größere Dynamik der Produktion.

Die Industrieproduktion ist in der Welt insgesamt im Verlauf des Jahres zwar etwas beschleunigt gestiegen, ihre Dynamik ist aber nach wie vor verhalten. Im September war sie 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor und hat damit nur wenig rascher zugenommen als Bruttoinlandsprodukt. Die Schwellenländer verzeichnen zwar nach wie vor einen stärkeren Anstieg der Industrieproduktion als die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In den Schwellenländern blieb der Ausstoß der Industrie aber sogar hinter der gesamtwirtschaftlichen Expansionsrate zurück, während er in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften merklich schneller stieg als das Bruttoinlandsprodukt. Hierzu trug vor allem ein Aufschwung in der Industrie in den Vereinigten Staaten und in besonderem Maße in Japan bei, während die Industrieproduktion im Euroraum weiter deutlich zurückging. Vergleichsweise schwach entwickelte sich im bisherigen Verlauf des Jahres der Welthandel, auch wenn er zuletzt etwas angezogen hat. Dabei beschleunigte sich die Expansion im Außenhandel allerdings lediglich in den Schwellenländern deutlich. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist die Dynamik nach wie vor gering.

(Quelle: BDG Bericht zur Volkswirtschaft, Februar 2014)

Die Hauptabnehmerbereiche der Luitpoldhütte AG

Fahrzeugbau

NKW Europa

In 2013 wurden in der EU insgesamt 1,711 Mill. neue LKW zugelassen. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 1 %. Dies ist das drittniedrigste Niveau seit 1997. Spanien und das vereinigte Königreich konnten deutliche Plusraten verbuchen (9,7 % bzw. 14,5 %). Demgegenüber registrierten Deutschland (-2,0 %), Frankreich (-3,7 %) sowie Italien (-11,7 %) starke Rückgänge bei den Neuzulassungen.

NKW Deutschland

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 3 % weniger LKWs bis 6t neu zugelassen, entsprechend 218.930 Einheiten. Die schwere Klasse über sechs Tonnen hielt das 2012er Niveau mit 80.540 Einheiten. Positiv entwickelte sich der Bus Markt mit einem Anstieg um 13 % auf 5.830 Neuzulassungen. Produktionsdaten stehen aufgrund statistischer Geheimhaltung (reduzierte Herstellerzahl) nicht zur Verfügung.

Bauwirtschaft

Europa

Die Bautätigkeit in 2013 dürfte in 13 der 19 Mitgliedsländer rückläufig gewesen sein.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland insgesamt hat im Jahr 2013 mit 95,3 Mrd. Euro um 2,5 % höher gelegen als in 2012. Das reale BIP-Wachstum lag in 2013 bei nur 0,4 %; daher waren keine Investitionsimpulse für den Wirtschaftsbau zu erwarten.

Der Öffentliche Bau hat im dritten Quartal 2013 überproportional zugelegt, nämlich um 9,6 % gegenüber 6,3 % im Durchschnitt aller Bausparten. Für die weitere Entwicklung im Öffentlichen Bau ist vor allem die Haushaltssituation der Gebietskörperschaften maßgeblich. Was die kommunale Ebene angeht, so scheinen sich hier die Investitionsspielräume zu verbessern, ohne dass sie als gut bezeichnet werden könnten.

(Quelle: BDG Bericht zur Volkswirtschaft, Februar 2014)

2. Gießereien

Das Jahr 2013 wurde von den deutschen Gießereien mit einer unter dem 2012er Volumen liegenden Gussproduktion beendet. Im Bereich der Eisen- und Stahlgießereien, zu dem die Luitpoldhütte zuzuordnen ist, ergab sich ein Rückgang um 4,3 % auf 4,101 Mio. t. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber ein Plus von 3,6 %, entsprechend 1,023 Mio. t.

Die Gießereiindustrie erwirtschaftete in 2013 einen Produktionswert (Umsatz plus Eigenguss) von ca. 7,511 Mrd. Euro auf der Fe-Seite (minus 4,3 %) sowie 5,524 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite (plus 3,6 %).

Die Auftragsbestände für die gesamte Gießereibranche sind stabilisiert. Die Kapazitätsauslastung liegt Anfang des 1. Quartal 2014 bei 82,6 %. Dieser Wert liegt leicht über dem Vorjahresniveau.

(Daten vorläufig, Stand 10.02.2014)

NE-Metallguss

Die deutschen NE-Metallgießereien produzierten in Jahr 2013 mit 1,023 Mio. t 3,6 % mehr als im Vorjahr.

Die Fertigung in den Aluminiumgießereien stieg dabei im Jahr 2013 um 4,2 % auf 882.600 t. Im Sandguss wurde mit 104.500 t um 11,0 % mehr abgegossen. Im Kokillengussverfahren errechnete sich ein Fertigungsniveau von ca. 275.100 t. Dies entspricht annähernd (minus 0,3 %) dem 2012er Niveau. Die Druckgießereien meldeten demgegenüber ein Produktionsplus von 6,1 % auf 499.500 t. Der Abguss von Magnesiumlegierungen lag 2013 mit 16.200 t um 1,4 % unter dem Volumen vom Vorjahr.

Die Produktion von Komponenten aus Kupfer und Kupferlegierungen fiel demgegenüber in 2013 mit 68 500 t um 10,6 % geringer aus. Im Sandgussverfahren wurde mit 23.700 t um 14,7 % weniger gefertigt. Die Kokillengießer registrierten bei einem Fertigungsniveau von 10.800 t einen Produktionsanstieg um 21,7 %. Im Schleudergussverfahren wurden über 2.200 t hergestellt (minus 13,9 %). Im Strangguss wurden 29.200 t vergossen (- 13,3 %).

Der Abguss von Komponenten aus Zinklegierungen fiel in 2013 im Vergleich zu 2012 mit 56.100 t um 17,1 % höher aus (bitte beachten: durch Statistikrevision ergibt sich ein signifikant höheres Volumen als in früheren berichten!).

Im Gesamtjahr 2013 ergab sich bei den NE-Metallgießereien ein Orderplus von 4,3 %. Das Bestellvolumen lag bei 1,084 Mio. t.

Die direkte Exportquote des Gesamtjahres 2013 lag bei 14 %. Das Niveau erreichte 136.900 t. Auf die Aluminiumgusskomponenten entfallen 118.900 t, entsprechend einem Anteil von 86,9 %.

Die Orderreserven lagen Ende Dezember 2013 bei knapp 357.000 t.

Da NE-Metallgießereien ein Frühindikator für Eisengießereien sind, plant die Luitpoldhütte AG ebenfalls einen Anstieg der abgesetzten Menge in 2014.

(Quelle: BDG Bericht zur Volkswirtschaft, Februar 2014)

3. Lage der Luitpoldhütte AG im Jahr 2013

Die wesentlichen Key Performance Indicators für das Unternehmen sind der Umsatz, der Absatz und der erzielte Jahresüberschuss.

Abweichend zur budgetierten Menge in Höhe von 55.081 t für das Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2013 wurden 58.319 t abgesetzt (+ 5,9 %). Stärker als geplant wurden 4 und 6 Zylindermotoren von Sisu sowie Getriebegehäuse für CNH Brasilien produziert. Jedoch ging vor allem im letzten Quartal die Nachfrage etwas zurück, so dass ein noch höherer Absatz nicht erreicht werden konnte.

3.1. Ertragslage

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2013 bei EUR 86,3 Mio. (Vorjahr EUR 89,5 Mio.). Neben dem leicht rückläufigen Absatz waren auch geringere Aufschläge im Verkaufspreis aufgrund von Preisgleitklauseln ausschlaggebend für den Umsatzrückgang. Der Exportanteil betrug 83,5 % (Vorjahr 87,1 %). Wesentliche Kennzahlen entwickelten sich zum Vorjahr bzw. zum vorherigen Kalenderjahr wie folgt:

- Veränderung der Absatzmenge -2,7 % (GJ: 58.319 t; Vj. 59.961 t)
- Veränderung des Umsatzes -3,5 % (GJ: T€ 86.302; Vj. T€ 89.470)
- Veränderung des Jahresüberschuss +266,0 % (GJ: T€ 893; Vj. T€ 244)

Die gesunkene Absatzmenge führte zu einem Umsatzrückgang um T€ 1.736. Aufgrund von niedrigeren Zuschlägen über die Preisgleitklausel, reduzierte sich der Umsatz um weitere 1.740 T€. Der Umsatzrückgang aus den Preisgleitklauseln führte allerdings ebenfalls zu einer Entlastung des Materialaufwands in gleicher Höhe. Aufgrund effizienzsteigernder Maßnahmen konnte trotz verringertem Umsatz ein höherer Jahresüberschuss erzielt werden.

Periodenergebnis

Die Verbesserung des Jahresüberschuss um EUR 0,7 Mio. ist hauptsächlich auf durchgesetzte Preiserhöhungen bei Kunden zurückzuführen. Ein weiterer positiver Effekt resultiert aus einer Steuerrückzahlung aufgrund einer Betriebsprüfung in Höhe von EUR 0,4 Mio.

Die eingeschlagene Strategie - weg von ertragsschwachen, einfachen Gussteilen hin zu schwerem, technisch anspruchsvollem Guss - wurde im Berichtszeitraum beibehalten.

Entwicklung bei den Umsatzerlösen 4.12.2011 2012 2013
Mio. € Mio. € Mio. €
--- --- --- ---
Eigenerzeugnisse 69,1 87,7 82,7
Modelle 1,4 1,9 3,6
Material- und Personalaufwand 4.12.2011 2012 2013
% % %
Materialaufwandsquote 55,4 58,0 53,8
Personalaufwandsquote 25,9 28,6 31,9

Aufgrund des gestiegenen Einsatzes von eigenem Personal statt Leihpersonal reduzierte sich die Materialaufwandsquote und die Personalaufwandsquote stieg. In der Summe beider Quoten ist eine Verbesserung von 0,9 % aufgrund effizienzsteigernder Maßnahmen zu erkennen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um EUR 1,0 Mio. auf EUR 1,0 Mio.. Die Reduzierung ergibt sich hauptsächlich aus niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. und einem in 2012 realisierten Ertrag aus einem Vertrag mit dem Konzern in Höhe von EUR 0,2 Mio..

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um EUR 1,5 Mio.. Die Ursache liegt in gesunkenen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,4 Mio., gesunkenen Frachtkosten, aufgrund eines geringeren Anteils an Geschäften mit Nordamerika in Höhe von EUR 0,6 Mio., sowie verringerten Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,4 Mio.

Das Zinsergebnis verschlechterte sich von T€ -454 auf T€ -533. Dieser lag insbesondere an höheren Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Finanzierungen.

Im Rahmen der Umstellung auf BilMoG ergibt sich bei den Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag von T€ 1.347. Dieser Zusatzaufwand wird über 15 Jahre über die Buchung im außerordentlichen Aufwand im neutralen Ergebnis zugeführt. Die jährliche Belastung beläuft sich auf T€ 90.

Nach Berücksichtigung von Steuern und Steuerrückzahlungen, aufgrund einer Steuerprüfung der Jahre 2008 bis 2011, von T€ 105 (Vorjahr T€ -297) ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 893 (Vorjahr: T€ 244).

Der Auftragsbestand am 31.12.2013 betrug EUR 42,3 Mio. und bewegt sich somit annähernd auf Vorjahresniveau.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von rd. EUR 35,7 Mio. auf rd. EUR 31,7 Mio. vermindert. Der größte Teil dieser Reduzierung resultiert aus dem Abbau des Anlagevermögens aufgrund der Finanzierung von EUR 1,5 Mio. der Investitionen über einen Leasingvertrag.

Sachanlagen -3,4 Mio. €
Vorräte -0,3 Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1,4 Mio. €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen +0,0 Mio. €
Sonstige Forderungen +0,5 Mio. €
Bankguthaben +0,6 Mio. €
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten +0,0 Mio. €

Den Investitionen in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,2 Mio.) stehen Abschreibungen von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) gegenüber. In 2013 wurden keine größeren Investitionsprojekte realisiert wohingegen in 2012 Investitionen in Lärmschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 1,3 Mio. zur Umsetzung der Nachtschichtproduktion erforderlich waren und ebenso in ein Gussputzzentrum (EUR 1,1 Mio. in 2012) zur rationelleren Herstellung der Gussteile investiert wurde.

Die Investitionsschwerpunkte lagen in den Bereichen:

Ersatz 0,3 Mio. €
Kapazität 0,3 Mio. €
Produktivität 0,4 Mio. €
Sonstige Investitionen 0,3 Mio. €

Die Passivseite zeigt gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich Veränderungen in den Positionen:

Eigenkapital +0,9 Mio. €
Rückstellungen -2,2 Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1,0 Mio. €
Sonstige Verbindlichkeiten -0,1 Mio. €
Langfristige Bankverbindlichkeiten -0,7 Mio. €
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten -0,9 Mio. €

Die Veränderung des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2013 ist auf den im Geschäftsjahr erzielten Gewinn zurückzuführen. Die Rückstellungen haben sich im Wesentlichen in folgenden Bereichen verändert:

Lfd. Jahr

(T€)
Vorjahr

(T€)
Veränderung

(T€)
Rückstellungen für Pensionen 5.618 5.430 +188
Rückstellungen für Rekultivierung 1.875 2.920 -1.045
Rückstellung für Deponie 693 693 +0
Personalrückstellungen 2.731 2.497 +234
Steuerrückstellungen 29 945 -916
Übrige Rückstellungen 1.197 1.892 -695
Gesamt 12.143 14.377 -2.234

Die Abnahme der Rückstellung für Rekultivierung ist in der Inanspruchnahme begründet. Die Steuerrückstellungen wurden an die aktuellen Steuerverpflichtungen angepasst, wobei bereits geleistete Steuervorauszahlungen in Abzug gebracht wurden. Der Abbau resultiert aus Zahlungen der Steuerschulden. Bei den sonstigen Rückstellungen verminderte sich hauptsächlich die Rückstellung für Kürzungen und Gewährleistungen (T€ -524). Dies ist auf die qualitätssteigernden Maßnahmen des Geschäftsjahres zurückzuführen.

Die Bilanzkennzahlen veränderten sich wie folgt:

2013 2012
Anlagevermögen 37,5 % 42,7 %
Umlaufvermögen 62,3 % 57,1 %
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 0,2 %
Eigenkapital 32,1 % 26,0 %
Rückstellungen 38,3 % 40,3 %
Verbindlichkeiten 29,6 % 33,7 %

3.3. Finanzlage

Die Finanzlage wird anhand einer Kapitalflussrechnung erläutert und zeigt einen Anstieg der liquiden Mittel um EUR 0,6 Mio. auf EUR 0,9 Mio.

Die Veränderung der Cashflows ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:

2013

(T€)
2012

(T€)
Periodenergebnis 893 244
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.104 2.897
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 30 0
Veränderung langfristiger Rückstellungen 164 334
Veränderung der Vorräte -302 -855
Veränderung Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 958 4.918
Veränderung Rechnungsabgrenzungsposten 14 10
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -3.484 -5.153
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.981 2.395
Einzahlungen aus Anlagenabgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.541 2
Investitionen in das Anlagevermögen -1.322 -5.242
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 219 --5,240
Einzahlungen aus Finanzkrediten 500 2.818
Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten -2.078 -1.969
Auszahlung für Dividende 0 -847
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.578 2
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 622 -2.843
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode +10.565 320 3.163
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 942 320

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2013

(T€)
2012

(T€)
Guthaben bei Kreditinstituten 941 319
Kassenbestand 1 1
942 320

Erläuterungen:

Forderungen/Verbindlichkeiten

Aufgrund der Inanspruchnahme von Factoring und zeitnaher Zahlung von Verbindlichkeiten um Skonti zu nutzen sind beide Bereiche gefallen.

Finanzkredite

Zur Finanzierung wurde ein unechtes Pensionsgeschäft mit einem Rahmen in Höhe von EUR 4,5 Mio., die mit Forderungen besichert sind abgeschlossen. Der Vertrag endet am 31.03.2015. Parallel wurde am 25.10.2013 ein Factoring Vertrag mit Eurofactor mit einem Gesamthöchstbetrag in Höhe von EUR 10,0 Mio. abgeschlossen. Der Vertrag endet nach Ablauf von 36 Monaten. Weiterhin wurden zur Finanzierung zwei Maschinen im Sale- and Leaseback Verfahren in Höhe von gesamt EUR 2.095.489,37 umgesetzt. Zusätzlich steht der Luitpoldhütte ein Kontokorrentkreditrahmen der Commerzbank in Höhe von EUR 1,0 Mio. zur Verfügung. Dadurch ist die Luitpoldhütte in der Lage die bestehenden Finanzkredite vertragsgemäß zu tilgen und ihre Zahlungsverpflichtungen mindestens für die nächsten 24 Monate zu erfüllen.

3.4. Belegschaftsstand

Die durchschnittliche Belegschaftszahl (ohne Auszubildende) hat sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 7 Mitarbeiter erhöht. Sie lag bei 491 Beschäftigten und gliedert sich in 59 (Vorjahr 56) Angestellte und 432 (Vorjahr 428) gewerbliche Arbeitnehmer.

3.5. Umweltschutz und Energieeffizienz

Umweltschutz und Energieeffizienz sind von enormer Bedeutung für die Luitpoldhütte AG. In den vergangenen Jahren und auch in 2013 mussten mehr als 60.000 t entsorgt werden. Bei der Energie verursacht der Stromverbrauch die höchsten Kosten. Jährlich werden mehr als 30 GWh benötigt. Deshalb werden in den Bereichen Umweltschutz, Entsorgung und Energiemanagement laufend Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Reduzierung von Entsorgungsmengen durchgeführt. Im Bereich Energiemanagement wurde im Juni 2013 die Zertifizierung nach ISO 50001 erfolgreich absolviert und als integriertes Managementsystem mit der ISO 9001 und 14001 eingeführt. Dies ist unter Anderem eine Voraussetzung für die teilweise Befreiung von der EEG Umlage.

Im Februar 2014 wurde das integrierte Managementsystem der Luitpoldhütte AG von externen Auditoren zertifiziert.

Der wichtigste Vorteil des Managementsystems für unser Unternehmen besteht in der erleichterten Identifizierung von Einsparmöglichkeiten von Energie und Materialverbrauch durch einen objektiven Monitoring-Prozess. Des Weiteren kann die LH AG einen nachweisbaren Beitrag zur nachhaltigen kontinuierlichen Verbesserung liefern und so unser ökologisches Image verbessern.

Im Bereich der Abfallentsorgung werden laufend in Zusammenarbeit mit Vertretern der Entsorgerbranche die verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten bzw. -wege zur besseren Verwertung des Abfallmaterials analysiert.

Die jährliche Überprüfung der Prozesssicherheit und des Arbeits- und Umweltschutzes ist ein wichtiger Aspekt in der Firmenpolitik.

4. Nachtragsbericht

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013 stellt der Vorstand der Luitpoldhütte die Hälfte des Jahresüberschusses in Höhe von € 446.595,19 in die anderen Gewinnrücklagen ein und schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 568.821,72 € auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

für das Geschäftsjahr 01.01.2013 bis 31.12.2013

Den Bericht gemäß § 312 AktG über unsere Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir erstattet und mit folgender Erklärung abgeschlossen:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden und verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.“

6. Prognose, sowie wesentliche Chancen und Risiken

6.1. Darstellung der Risiken

Das in der Luitpoldhütte AG implementierte Risikomanagementsystem wird vom Risikobeauftragten geführt und von den einzelnen Risikomanagern kontinuierlich überwacht. Die Ermittlung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe. Die sich daraus ergebenden Risiken werden in Klassen eingeteilt und, falls erforderlich, Maßnahmen eingeleitet. Jährlich erfolgt eine Aktualisierung und Analyse aller Risiken. Sobald ein neues Risiko von der Geschäftsführung, dem Risikobeauftragten oder den einzelnen Risikomanagern erkannt wird, oder sich ein bereits bekanntes Risiko sich verändert, fließt dies sofort ins Risikomanagement ein.

Risiken im Absatzbereich

Die Luitpoldhütte AG liefert weltweit Gussteile an Kunden mit höchsten Qualitätsansprüchen. Die Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen mit Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft, der Wettbewerbssituation und volatilen Rohstoff- und Energiekosten konfrontiert. Länger andauernde konjunkturell bedingte Nachfrageschwächen, zum Beispiel ein 10%iger Absatzrückgang, würden eine Verringerung der Ertragskraft um EUR 2,4 Mio. bedeuten. Die Luitpoldhütte AG, die diesem Risiko eine mittlere Bedeutung beimisst, schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit eines 10%igen Absatzrückgangs mit 25% ein. Das Unternehmen würde dann zunächst mit dem Abbau von Leiharbeit und dem Einsatz von unternehmensweiter Kurzarbeit reagieren. Ungeachtet dessen erfordert die Abhängigkeit von der Weltkonjunktur in Zukunft zusätzliche Anstrengungen zur Erhöhung der Produktivität und weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Material- und Energieverbrauchs.

Risiken im Forderungsbereich

Um die Risiken im Forderungsmanagement durch einen Forderungsausfall zu minimieren, wird eine Kreditversicherung beibehalten.

Risiken im Entsorgungsbereich

Die Entsorgung von prozessbedingten Abfallstoffen (z.B. Altsand und Schlacke) nimmt für die Luitpoldhütte AG in der Zukunft immer stärker an Bedeutung zu. Die bisherige Hauptentsorgungsmöglichkeit wird bis circa Mitte 2015 erschöpft sein. Damit muss der zu entsorgende Altsand und die Schlacke zu einer weiter entfernten Deponie transportiert werden. Zusätzliche Kosten in Höhe von circa EUR 1,0 Mio. per anno sind damit von der Gesellschaft in Zukunft zu verkraften, sollte keine günstigere Alternative gefunden werden. Die Luitpoldhütte AG rechnet mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 90% und misst diesem Risiko eine mittlere Bedeutung bei.

Risiken im Qualitätsbereich

Um den ständig wachsenden Qualitätsanforderungen unserer Kunden gerecht zu werden bzw. um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind wir darauf angewiesen, die Qualifikation unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu erhöhen. Durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen gewährleisten wir ein Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter, das den Anforderungen unserer Kunden entspricht.

Die hohen Qualitätsansprüche, denen sich die Luitpoldhütte AG stellt, kommen durch unsere Zertifizierung nach DIN ISO 9001,

ISO 14001 und ISO 50001 zum Ausdruck. Jährlich werden die Prozesse auditiert, damit der erreichte Standard weiterhin eingehalten oder verbessert werden kann.

Grundsätzlich sind wir zur Qualitätsabsicherung und zur Absicherung unserer Prozesse gezwungen auf die Zertifizierung unserer Lieferanten zu bestehen und die Prozesse, Lieferfähigkeit und wirtschaftliche Situation unserer Lieferanten stärker zu hinterfragen. Mit unserem, das ganze Unternehmen umfassenden Controlling inklusive unserem Risikomanagementprozess und der damit verfügbaren Transparenz sind wir in der Lage, die Geschäftsentwicklung der Luitpoldhütte AG zu planen, zu koordinieren und zu steuern. Damit werden frühzeitig Fehlentwicklungen identifiziert. Geeignete Maßnahmen zum Gegensteuern können somit schnellst möglich definiert und umgesetzt werden.

In der Planung für das Geschäftsjahr 2014 wurden Qualitätskosten auf dem bestehenden Niveau aus dem Jahr 2013 eingeplant, so dass die Eintrittswahrscheinlich dieses Risikos sehr gering ist.

Sonstige Risiken

Im Jahr 2013 beantragte die Luitpoldhütte AG auf Basis §§ 40 ff. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG2012) eine Begrenzung der EEG Umlage. Der Begrenzungsbescheid wurde am 12.09.2013 erteilt. Damit ist die LH AG im Geschäftsjahr 2014 fast vollständig von der EEG Umlage befreit. Allerdings wurde am 17.12.2013 in Brüssel ein Verfahren gegen Deutschland wegen des Verdachts auf unzulässige Beihilfen eröffnet. Die Behörde beanstandet, dass stromintensive Betriebe weitgehend von der Finanzierung des Ausbaus von Solar-, Wind- und Biomasse-Anlagen befreit sind. Dies könnte ein „selektiver Vorteil“ sein. Am Ende könnte Brüssel eine Änderung des EEG-Gesetzes von der Bundesregierung fordern und gewährte Vorteile bei der EEG-Umlage von der Industrie zurückverlangen. Die umstrittenen Rabatte gelten trotz des Verfahrens zunächst unverändert weiter. Das Brüsseler Verfahren enthält keine Aussetzungsanordnung, die den Vollzug des EEG-Gesetzes unmittelbar gestoppt hätte. Eine Nachforderung der EEG-umlage würde eine Verschlechterung des Jahresüberschuss von 1,2 Mio. € bedeuten. Der geplante Jahresüberschuss würde sich von 2,2 Mio. € auf 1,0 Mio. € reduzieren.

Wesentliche Risiken aus Zinsänderungen sind nicht ersichtlich.

6.2. Darstellung der Chancen

Chancen im Absatzbereich

Im 1. Quartal 2014 wird eine Potentialanalyse und ein darauf abgestimmtes Optimierungskonzept durch KWFC GmbH, Augsburg durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist die Produktionskapazität auf zunächst 175.000 abgeformte Kästen zu steigern, zeitgleich Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Produktivität und Reduzierung des Materialverbrauchs zu definieren und schließlich gezielt Ersatzinvestitionen zu planen, damit in Zukunft die Produktionssicherheit gewährleistet ist.

Parallel laufen seit einiger Zeit verstärkt Akquisetätigkeiten dazu, um die freie Kapazität mit Aufträgen zu füllen. Einige namhafte und Neukunden haben Anfragen bei der LH platziert. Weiterhin werden alle Anstrengungen unternommen Teile zurückzugewinnen, die bereits in der Vergangenheit von der Luitpoldhütte AG produziert wurden und in der Zeit der Unterkapazität Mitte 2011 bis Mitte 2012 von Kunden verlagert wurden. Diese Maßnahme ist von mittlerer Bedeutung und kann schnell zu zusätzlichen Deckungsbeiträgen im Jahr 2014 führen. Die Luitpoldhütte AG strebt in der Zukunft eine um circa 25% durchschnittlich höhere Auslastung zu deutlich geringeren variablen Herstellkosten an. Gelingt diese Auslastungserhöhung kann dies frühestens ab 2018 eine Steigerung des jährlichen Umsatzes um circa EUR 23,2 Mio. und eine Verbesserung des Deckungsbeitrages um circa EUR 5,4 Mio. bedeuten, ein durchschnittliches Verkaufspreis- und Deckungsbeitragsniveau vorausgesetzt. Flankiert wird diese Strategie mit der Absicht, unseren Kunden verstärkt auch Sphäroguss zu deutlich wirtschaftlicheren Konditionen anbieten zu können. Dazu muss einerseits der Herstellungsprozess verbessert werden sowie auch andererseits in neue Maschinen und Anlagen investiert werden.

Chancen im Bereich des Materialaufwands

Vor dem Hintergrund der zunehmend steigenden Energiekosten beabsichtigt die LH AG im Jahr 2014 unter Berücksichtigung der vorhandenen Energiequellen und der notwendigen Energieformen wie Dampf, Warmwasser, Kühlwasser, Druckluft, Abwärme und Strom ein nachhaltiges Energiekonzept zu erarbeiten, welches für die kommenden 10 bis 15 Jahre einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Umgang mit diesen Energieformen für die LH AG sicherstellt.

Sonstige Chancen

Die bereits in 2011 gestartete Initiative Strong Focus zur Verbesserung der Performance in allen Unternehmensbereichen wurde vor allem gegen Ende 2012 erheblich intensiviert. In 2013 wurden mit Hilfe dieser Initiative deutliche Verbesserungen zum Beispiel beim Hochlauf des Maus Gussputzzentrums, bei Prozessverbesserungen sowie bei der Einsparung von Energie erreicht. Diese Initiative nimmt in Zukunft weiter an Bedeutung zu. Kontinuierlich wird nach erfolgreichem Abschluss von ergebnisverbessernden bzw. nach ergebnissichernden Projekten die Projektpipeline wieder gefüllt. Wir schätzen die Chance der Ergebnisverbesserung aus dem Performance-Verbesserungsprogramm als hoch ein.. Außerdem wird in 2014 auch der KVP Prozess wieder aufgegriffen und in die Strong Focus Initiative integriert. Im Februar wurde die Schulungsmaßnahme gestartet und bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Damit sind 11 Instruktoren ausgebildet. Diese werden dann in der 2. Jahreshälfte weitere Mitarbeiter schulen und der KVP Prozess wird definiert und regelmäßig seitens der Vorstandschaft begutachtet werden.

Das in der 2. Jahreshälfte 2012 erfolgreich im Bereich Kreditorenbuchhaltung eingeführte Dokumententenmanagementsystem Docuware wurde in 2013 in weiteren Bereichen wie zum Beispiel im Vertrieb und im Einkauf erfolgreich eingeführt. Dieses System wird im Jahr 2014 bei weiteren Abteilungen (Materialanforderungen, Investitionsanträge etc.) eingeführt, um einen Workflow ergänzt und reduziert damit nochmals deutlich den Platzbedarf sowie führt zu verkürzten Prozesszeiten und reduzierten Büromaterialkosten und ist deshalb von mittlerer Bedeutung für die Luitpoldhütte AG.

Im Jahr 2013 wurde das Projekt „Betriebsdatenerfassung Einführung“ planmäßig vorangetrieben. Der aktuelle Zeitplan sieht die vollständige Umsetzung bis Ende des Jahres 2014 vor. Zwischenziele wie zum Beispiel die Anbindung der maschinellen Anlagen werden schon früher erreicht und damit für Teilfertigungsbereiche wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Produktionskosten gewonnen. Die Ziele Verbesserung der ganzheitlichen Kostenrechnung und Steigern der Transparenz der gesamten Produktkosten als Grundlage für strategische Entscheidungen sowie daraus resultierende Optimierungen werden bis Ende 2014 bzw. Beginn 2015 erreicht.

6.3. Prognose

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich zum Jahreswechsel 2013/2014 aufgehellt. Faktoren, die die Weltkonjunktur in den vergangenen beiden Jahren spürbar belasteten, haben an Bedeutung verloren. In den Vereinigten Staaten ist der Konsolidierungsprozess offenbar so weit vorangekommen, dass die davon ausgehenden dämpfenden Wirkungen nunmehr spürbar nachlassen, und eine Verständigung im politischen Streit um Haushalt und Staatsverschuldung ist in Reichweite. Im Euroraum hat sich das Vertrauen in den Bestand des Währungsgebiets gefestigt, die ergriffenen strukturellen Anpassungsmaßnahmen beginnen Früchte zu tragen und das Vertrauen von Haushalten und Unternehmen in die Zukunft nimmt nach und nach wieder zu. So kann nun die sehr expansive Geldpolitik ihre Wirkung allmählich stärker entfalten. Hinzu kommt, dass die Finanzpolitik im Großen und Ganzen deutlich weniger restriktiv ausgerichtet sein wird als in den vergangenen Jahren. Schließlich sind die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten, die zur Mitte des Jahres 2013 die Perspektiven für viele Schwellenländer verdüsterten, relativ gut überstanden worden, und in wichtigen Schwellenländern hat die Konjunktur zuletzt an Fahrt aufgenommen.

(Quelle: BDG Bericht zur Volkswirtschaft, Februar 2014)

Die Hauptabnehmerbereiche der Luitpoldhütte AG

Fahrzeugbau

NKW Europa

Die Prognosen gehen von einem leichten Rückgang für die EU im ersten Halbjahr aus, da aufgrund der Euro6 Einführung (Norm zur Senkung von Abgasen) zum Jahreswechsel Käufe in 2013 vorgezogen wurden. Danach kann eine moderate Erholung erhofft werden. Trucks in den USA dürften gut laufen. Demgegenüber ist für den chinesischen Markt aufgrund seiner Abhängigkeit von der Baukonjunktur eher von einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau auszugehen.

Bauwirtschaft

Europa

In 2014 werden die gesamten Bauleistungen in den 19 Ländern, welche im Euroconstruct-Netzwerk organisiert sind voraussichtlich wieder zunehmen. Die im November 2013 vorgelegte Prognose geht von einem Plus von nahezu 1 % aus. 2014 werden in »lediglich« sechs Ländern Einbußen erwartet. Neben Portugal und Spanien zählen hierzu Tschechien und die Slowakei, aber auch die beiden »Schwergewichte« Frankreich und Italien. Während der Umfang des Nichtwohnhochbaus in diesem Jahr etwa auf dem Niveau des Vorjahres verharren dürfte, werden die anderen beiden Baubereiche – der Wohnungsbau sowie der Tiefbau - jeweils moderat zulegen können.

Der Anstieg in diesem Jahr folgt auf kräftige Rückgänge in den Jahren 2012 und 2013, als die Bautätigkeit im EUROCONSTRUCTGebiet um insgesamt gut 5 % bzw. rund 3 % zurückgefahren wurde.

Ausblick Gießerei-Industrie gesamt

Für den Pkw Markt kann im kommenden Jahr sowohl in Asien, dem nord- und südamerikanischen Markt, als auch, auf niedrigem Niveau, in Europa mit Zuwachsraten kalkuliert werden. Der Local Content Sog zieht aber weiter Fertigung in die Kundenmärkte ab. Für die deutsche Inlandsfertigung könnte sich daher eine im globalen Maßstab leicht unterdurchschnittliche, nichts desto trotz positive Entwicklung abzeichnen. Der NKW Markt kann im Frühjahr evtl. einen kleinen Rückprall verspüren aufgrund vorgezogener Käufe im Herbst 2013. Die Erwartungen des Maschinenbaus von plus 3 % für das kommende Jahr verteilen sich heterogen auf die fast 40 Teilsparten.

Beide Kundengruppen stehen für ca. 80-85 % der Gießereiproduktion in Deutschland. In der Summe sollte für die Gießereien ein Plus von ca. 3 % herausspringen können.

(Quelle: BDG Bericht zur Volkswirtschaft, Februar 2014)

Die Luitpoldhütte AG budgetierte für das Jahr 2014 eine Steigerung der abgesetzten Tonnage um ca. 2.000 Tonnen auf 60.546 Tonnen (2013: 58.319 Tonnen). Diese Steigerung führt zusammen mit einer Veränderung im geplanten Produktmix zu einem gesteigerten Umsatz in Höhe von 93,3 Mio. €. Auf Basis dieser Umsatzzahlen wird gegenüber 2013, ohne die Entlastung aus der Befreiung der EEG Umlage, eine stabile Jahresüberschussentwicklung erwartet, da die zusätzlichen Deckungsbeiträge die gestiegenen Kosten kompensieren. Ausschlaggebend für deutliche Verbesserung des erwarteten Jahresüberschuss auf 2,1 Mio. € ist, dass die Befreiung von der EEG Umlage rechtskräftig wird. Die Befreiung bedeutet eine Verbesserung des Jahresüberschuss um 1,2 Mio. €.

Vor diesem Hintergrund der kontinuierlich steigenden globalen Wettbewerbssituation, der stetig steigenden Energie- und Personalkosten und die im globalen Kontext stehenden Materialkosten ist die zunehmende Fokussierung auf Produktivitätssteigerungen in Kombination mit einer Auslastungserhöhung die zwingende Notwendigkeit der strategischen Neuausrichtung. Diese muss vehement und mit Erfolg angegangen werden. Die zu Beginn 2014 begonnene Analyse der bestehenden Infrastruktur hinsichtlich Produktivitätspotentiale und erforderlichen Ersatzinvestitionen wird die Roadmap der Luitpoldhütte AG sein, um diese Herausforderungen zu meistern.

Die Nachfrage nach neuen Materialqualitäten mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Gewicht und Festigkeit steigen an. Zur wirtschaftlichen Herstellung dieser Materialqualitäten wird im Jahr 2014 in Equipment zur optimierten Herstellung dieser Qualitäten investiert. Damit sind die Anpassungen der Infrastruktur an die konjunkturelle Entwicklung der Hauptkunden und an neueste Entwicklungen in unserer Branche perspektivisch gesehen geschaffen. Dies bedeutet neben der Steigerung der Attraktivität der Luitpoldhütte als Lieferant auch die Deckung steigender Fixkosten sowie die Erhöhung der Flexibilität und damit Absicherung der hervorragenden Wettbewerbssituation.

Insgesamt plant die Luitpoldhütte AG im Jahr 2014 definierte Ersatz- und Kleinstinvestitionen in Höhe von 1,6 Mio. €. Für weitere 3,0 Mio. € wird in 2014 die Finanzierungsgrundlage vorbereitet. Mit dieser Finanzierung sollen im Jahr 2014 die aus der Infrastrukturanalyse entstehenden Ersatzinvestitionen, Rationalisierungsinvestitionen und Investitionen in Technologie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit finanziert werden, wobei sich heute schon abzeichnet, dass der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit aufgrund der Auswahl der geeigneten Technik und der zum Teil langen Lieferzeiten und der kurzen Zeitfenster zur Inbetriebnahme eher in 2015 liegen wird.

Neben dem vertraglich vereinbarten Factoringrahmen in Höhe von 10 Mio. € mit einer Laufzeit von 3 Jahren strebt die Luitpoldhütte ein langfristiges Darlehen mit einer Laufzeit von 4-6 Jahren an. Dazu finden derzeit Gespräche mit maßgeblichen Kreditinstituten statt. Darüber hinaus liegen der Gesellschaft verbindliche Zusagen von verschiedenen Leasinggesellschaften mit einem Rahmen von gesamt mehr als 5 Mio. € vor.

Amberg, den 28. März 2014

Luitpoldhütte Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Thomas Fessl

Heinz Wiesnet

Thomas Lehner

Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände II.1. 215.957,55 100.472,55
II. Sachanlagen II.1. 11.660.787,45 15.129.498,01
III. Finanzanlagen II.2. 23.536,39 23.536,39
11.900.281,39 15.253.506,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte II.3. 7.592.855,76 7.894.440,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände II.4. 11.221.848,00 12.179.812,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 942.484,72 320.422,56
19.757.188,48 20.394.674,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten II.5. 62.533,56 76.555,76
31.720.003,43 35.724.737,62
Passiva
Anhang 31.12.2013 31.12.2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital II.6.1. 1.702.000,00 1.702.000,00
II. Kapitalrücklage II.6.2. 3.351.115,38 3.351.115,38
III. Gewinnrücklagen II.6.3. 4.575.215,72 4.128.620,53
IV. Bilanzgewinn II.6.4. 568.821,72 122.226,52
10.197.152,82 9.303.962,43
B. Rückstellungen II.7. 12.142.913,30 14.377.118,84
C. Verbindlichkeiten II.8. 9.379.937,31 12.043.656,35
31.720.003,43 35.724.737,62

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang GJ 2013 GJ 2012
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse III.1. 86.301.806,44 89.470.363,87
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 133.799,40 473.190,79
3. Sonstige betriebliche Erträge III.2. 1.016.949,74 1.979.745,23
4. Materialaufwand: III.3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -44.631.424,66 -47.065.125,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.801.800,21 -4.842.776,89
5. Personalaufwand III.4.
a) Löhne und Gehälter -22.304.326,43 -20.329.479,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.241.598,26 -5.179.135,51
(davon für Altersversorgung € 213.260,12; Vorjahr € 218.983,83)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.104.128,63 -2.897.417,86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen III.5. -8.958.595,22 -10.523.827,45
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge III.6. 10.231,47 23.392,12
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00 )
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen III.7. -543.056,93 -477.861,26
(davon an verbundene Unternehmen € 392,40; Vorjahr € 592,17)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 877.856,71 631.068,35
11. Außerordentliche Aufwendungen -89.769,00 -89.769,00
12. Außerordentliches Ergebnis III.8. -89.769,00 -89.769,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 156.349,97 -253.368,45
14. Sonstige Steuern -51.247,29 -43.477,86
15. Jahresüberschuss 893.190,39 244.453,04
16. Gewinnvortrag 122.226,52 0,00
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -446.595,19 -122.226,52
18. Bilanzgewinn 568.821,72 122.226,52

Anhang

I. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Von dem Wahlrecht selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter zu aktivieren wurde nicht Gebrauch gemacht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von € 150,00 bis € 1.000,00 werden nach dem Jahr des Zugangs auf 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert unter € 150,00 Euro werden direkt in den Aufwand gebucht.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Der Berechnung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre
Bauten 25 - 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Sinkt der beizulegende Zeitwert nachhaltig unter den Buchwert, wird eine entsprechende Wertberichtigung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu den historischen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Das in der Gießerei verwendete Kreislaufmaterial wurde mit dem stichtagsbezogenen Marktpreis für Gussbruch abzüglich der Kosten für die Zertrümmerung bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Herstellungskosten ohne Verlade- und Vertriebskosten. In die Herstellungskosten sind die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Herstellungskosten wurden dabei als Planherstellungskosten ermittelt. Abweichungen von der Planbeschäftigung wurden durch entsprechende Zu- und Abschläge berücksichtigt. Leerkosten werden nicht berücksichtigt. Die so ermittelten Kosten entsprechen den Istkosten. Lag der Nettoerlös, vermindert um die Verlade- und Vertriebskosten, unter den Herstellungskosten wurde dieser so ermittelte niedrigere beizulegende Zeitwert der Bewertung zu Grunde gelegt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2013 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 4,91 %. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % jährlich und Rentensteigerungen mit 2 % jährlich berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit 0 % unterstellt. Unberücksichtigt in der Pensionsrückstellung blieb eine Verpflichtung für die ein Rückgriffsanspruch gegenüber der TUI Deutschland GmbH besteht. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,91 %, p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Der Gehaltstrend wurde mit 2,5 % angenommen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen und ungeregelte Fälle bis zur gemäß Betriebsvereinbarung geregelten verpflichtenden Grenze, gebildet.

Die Verpflichtungen aus der Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung dieses Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert wird wie folgt ermittelt: Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen je Mitarbeiter gemäß Mitteilung der Sicherungsgesellschaft dar.

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,91% p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen zum notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend der voraussichtlichen Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitadäquaten Durchschnittszins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede von Bilanzposten in der Handelsbilanz und Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive (T€ 375) und passive latente Steuern (T€ 1) werden saldiert. Die latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen.

Aktive latente Steuern wurden zum Bilanzstichtag aufgrund des Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuer liegt ein effektiver Steuersatz von 28,08 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25 % für die Gewerbesteuer).

Währungskursumrechnung

Die Währungskursumrechnung erfolgt grundsätzlich gemäß § 256a HGB. Alle Umsätze mit Kunden und Lieferanten wurden in Euro getätigt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist nachfolgender Übersicht zu entnehmen. Angaben zum Anteilsbesitz:

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
%
--- --- --- ---
Novaterra GmbH, Amberg 100,00 26.608,74 170,09

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis sind dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 entnommen. Die Novaterra GmbH, Amberg, hat keine aktive Geschäftstätigkeit.

3. Vorräte

31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.836.541,42 3.526.725,26
Unfertige Erzeugnisse 1.929.195,15 1.614.388,61
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.618.219,19 2.799.226,33
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -791.100,00 -45.900,00
7.592.855,76 7.894.440,20

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.867.105,48 10.290.485,31
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 199.346,50 246.704,61
Sonstige Vermögensgegenstände 2.155.396,02 1.642.622,23
11.221.848,00 12.179.812,15

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände über € 0,00 (im Vorjahr: € 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 639 (im Vorjahr: T€ 712) und Forderungen gegenüber einer Factoringgesellschaft aus verkauften Forderungen in Höhe von T€ 941 (im Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen für gelieferte Gussprodukte in Höhe von T€ 124 (im Vorjahr: T€ 162) und Modelle in Höhe von T€ 75 (im Vorjahr: T€ 85).

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position betrifft überwiegend abgegrenzte Versicherungsaufwendungen.

6. Eigenkapital

6.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital von nominell € 1.702.000,00 ist in 74.000 Stammaktien zu je nominell € 23,00 aufgeteilt. Bedingtes oder genehmigtes Kapital ist nicht vorhanden.

6.2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von € 3.351.115,38 wurde im Geschäftsjahr 1984/1985 zur Deckung künftiger Verluste gebildet; es handelt sich um eine Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4.

6.3. Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Gesamtbetrag
--- --- --- ---
31. Dezember 2012 170.200,00 3.958.420,53 4.128.620,53
31. Dezember 2013 170.200,00 4.405.015,72 4.575.215,72

6.4. Gewinnverwendung

Die Gewinnverwendung des Vorjahres ist unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2013 stellt der Vorstand der Luitpoldhütte die Hälfte des Jahresüberschusses in Höhe von € 446.595,19 in die anderen Gewinnrücklagen ein und schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 in Höhe von € 568.821,72 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Rückstellungen

31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Rückstellungen für Pensionen 5.618.268,00 5.430.423,00
Steuerrückstellungen 29.342,39 945.449,35
Sonstige Rückstellungen 6.495.302,91 8.001.246,49
12.142.913,30 14.377.118,84

Gemäß Vereinbarung vom 14. Mai 1991 wurden Versorgungszusagen im Innenverhältnis auf den Salzgitter-Konzern übertragen und werden jetzt von der TUI Deutschland GmbH, Hannover, getragen. Da die Luitpoldhütte Aktiengesellschaft, Amberg, im Außenverhältnis aus den Pensionszusagen verpflichtet bleibt, in gleicher Höhe aber ein Rückgriffsanspruch gegen die Salzgitter Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Salzgitter, hat, ist dieser Anspruch in Höhe von € 384.977,00 (Vorjahr € 388.533,00) bei den Pensionsverpflichtungen nicht berücksichtigt worden.

Die Steuerrückstellungen wurden für Körperschaftssteuer, Soli und Gewerbesteuer auf den nach Abzug des verrechenbaren Verlustvortrags verbleibenden Gewinn gebildet. Als Steuersatz für die Körperschaftssteuer wurden 15 %, für den Soli 5,5 % auf die Körperschaftssteuer und für die Gewerbesteuer 12,36 % angewandt. Bereits geleistete Steuervorauszahlungen wurden in Abzug gebracht.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rekultivierungs-, Entsorgungs- und Sanierungsverpflichtungen insbesondere aufgrund von öffentlich-rechtlichen Auflagen (€ 2.567.519,44, Vorjahr € 3.612.964,16), personalbezogene Rückstellungen (€ 2.730.584,54, Vorjahr € 2.497.184,71), Gewährleistungsverpflichtungen (€ 780.228,69, Vorjahr € 1.303.974,61), sowie ausstehende Rechnungen (€ 63.598,21, Vorjahr € 168.138,50). Die personalbezogenen Rückstellungen beinhalten insbesondere Urlaubsansprüche und Zeitguthaben der Arbeitnehmer, Verpflichtungen aus ergebnisabhängigen Zusagen an Mitarbeiter für Vorjahr, Rückstellung für Altersteilzeitverhältnisse, für Berufsgenossenschaftsbeiträge und für Dienstjubiläen.

Die Rückstellung für Altersteilzeitarbeitsverhältnisse berücksichtigt alle Aufstockungsbeträge aus geregelten Altersteilzeitarbeitsverhältnissen sowie die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Erfüllungsrückstände. Das mit den Altersteilzeitverpflichtungen (€ 1.686.723,36; Vorjahr: € 1.393.481,88) saldierte Deckungsvermögen beträgt € 631.360,83 (Vorjahr € 327.208,71). Der Zeitwert entspricht dabei den Anschaffungskosten. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen sind von untergeordneter Bedeutung.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. April 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von T€ 1.347. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (T€ 1.347) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 wurden T€ 90 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf T€ 987.

8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeiten Gesamt
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2013
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.068.087,76

(3.491.317,88)
0,00

(155.000,00)
0,00

(0,00)
2.068.087,76

(3.646.317,88)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.751.627,14

(5.738.147,71)
0,00

(0,00)
0,00

(0,00)
4.751.627,14

(5.738.147,71)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.608,75

(26.438,66)
0,00

(0,00)
0,00

(0,00)
26.608,75

(26.438,66)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.027.909,70

(2.326.172,30)
505.703,94

(306.579,80)
0,00

(0,00)
2.533.613,66

(2.632.752,10)
--davon aus Steuern-- 243.284,01

(248.011,51)
0,00

(0,00)
0,00

(0,00)
243.284,01

(248.011,51)
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit-- 105.663,72

(6.432,51)
0,00

(0,00)
0,00

(0,00)
105.663,72

(6.432,51)
8.874.233,37

(11.582.076,55)
505.703,94

(461.579,80)
0,00

(0)
9.379.937,31

(12.043.656,35)

(in Klammern Vorjahreszahlen)

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen mit einer Restverpflichtung per 31. Dezember 2013 in Höhe von T€ 155 enthalten. Zur Sicherheit wurden die finanzierten Maschinen übereignet (Raumsicherungsvertrag/ Sicherungsübereignungsvertrag). Desweiteren wurde ein unechtes Pensionsgeschäft, welches mit Forderungen abgesichert wurde, in Höhe von T€ 1.179, ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von T€ 500 und ein Kontokorrentkredit in Höhe von T€ 233 in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten (T€ 27) gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus einem von Novaterra GmbH gewährtem Darlehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von T€ 835 enthalten. Als Sicherheit dienen die finanzierten Maschinen.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von T€ 2.633 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, davon sind T€ 940 innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Verträgen handelt es sich um diverse Anlagen und Maschinen, wie Stapler, Firmenwägen, Druckerpool. Der größte Posten ist das Maus Gussputzzentrum mit einer nicht in der Bilanz angesetzten Restverbindlichkeit von € 1.503.272,94.

Die Miet- und Leasingverträge enden bis 2018. Aus dem Bestellobligo resultieren in Summe T€ 987 an finanziellen Verpflichtungen im Folgejahr.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2013 2012
Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- ---
Geschäftsbereiche
Getriebegehäuse für Traktoren 38,9 45,1 36,8 41,2
Getriebegehäuse für Baumaschinen 8,6 10,0 12,9 14,4
Motorenblöcke 19,3 22,4 16,5 18,4
Kompressorenguss 3,4 3,9 3,8 4,2
Motorenanbauteile 12,2 14,1 16,9 18,9
Gegengewichte und sonstiger Eigenguss 0,3 0,3 0,7 0,8
Modelle 3,6 4,2 1,9 2,1
86,3 100,0 89,5 100,0
2013 2012
Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- ---
Regionen
Inland 14,2 16,5 11,6 13,0
Ausland 72,1 83,5 77,9 87,0
86,3 100,0 89,5 100,0

Die Auslandsumsätze wurden zu etwa 60,0 % (im Vorjahr: 55,7 %) in Mitgliedsländern der Europäischen Union erzielt. Die restlichen Auslandsumsätze betreffen im Wesentlichen Kunden in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Umsatz mit Konzernunternehmen betrug 0,7 Mio. € (im Vorjahr: 0,4 Mio. €). Dies entspricht einen Anteil am Gesamtumsatz von 0,8 % (im Vorjahr: 0,4 %).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 1.017 (im Vorjahr: T€ 1.980). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 296 (im Vorjahr: T€ 888), Lohnzuschüsse vom Arbeitsamt T€ 122 (T€ 216), Ausbuchung nicht in Abzug gebrachter Gutschriften T€ 417 (T€ 371) und Versicherungsentschädigungen T€ 23 (T€ 207). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 769 enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich hauptsächlich um Auflösung nicht benötigter Rückstellungen in Höhe von T€ 296 und um verjährte Gutschriften in Höhe von T€ 394. an Kunden, die nicht in Anspruch genommen wurden

Die Währungskursgewinne betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Alle Umsätze mit Kunden und Lieferanten wurden in Euro getätigt.

3. Materialaufwand

2013 2012
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.631.424,66 47.065.125,50
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.801.800,21 4.842.776,89
46.433.224,87 51.907.902,39

Bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind Energiekosten für Gas und Strom in Höhe von € 5.843.469,91 (Vorjahr: € 5.567.849,17) enthalten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten vor allem Fremdlöhne.

4. Personalaufwand

2013 2012
--- --- ---
Löhne und Gehälter 22.304.326,43 20.329.479,19
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.241.598,26 5.179.135,51
27.545.924,69 25.508.614,70
davon für Altersversorgung 213.260,12 218.983,83

Der anteilige Zinsaufwand in Höhe von T€ 343 aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung und der Rückstellung für Jubiläumsleistungen ist unter Zinsaufwand ausgewiesen.

Vom Arbeitsamt erstattete Zuschüsse (T€ 122; im Vorjahr: T€ 216) zur Altersteilzeit und Wiedereingliederung von Mitarbeitern werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der sonstige betriebliche Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

- Verwaltungsaufwendungen: 1.425 T€ (Vj.: 1.805 T€)
- Leasingaufwendungen: 757 T€ (Vj.: 475 T€)
- Vertriebsaufwendungen: 199 T€ (Vj.: 196 T€)
- Frachtkosten: 917 T€ (Vj.: 1.462 T€)
- Instandhaltungsaufwendungen: 2.592 T€ (Vj.: 2.963 T€)
- Sondermüllbeseitigung: 1.297 T€ (Vj.: 1.688 T€)
- Sonstige Betriebsausgaben: 1.772 T€ (Vj.: 1.935 T€)
SUMME 8.959 T€ (Vj.: 10.524 T€)

Die Währungskursverluste betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Alle Umsätze mit Kunden und Lieferanten wurden in Euro getätigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten das Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 76, andere Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 9, Steuerberatungsleistungen T€ 33 sowie sonstige Leistungen in Höhe von T€ 11. Periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen T€ 10 (im Vorjahr: T€ 23) Zinsen aus Bankguthaben.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für langfristige Darlehen (T€ 27), Zinsaufwand für die Aufzinsung von Rückstellungen (T€ 343), Zinsen für kurzfristige Finanzierung aus einem unechten Pensionsgeschäft (T€ 136) und Zinsaufwand für Finance Lease Verträge (T€ 35) enthalten.

8. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge

Der außerordentliche Aufwand in Höhe von T€ 90 (Vorjahr T€ 90) resultiert in Höhe von T€ 90 aus der Umstellung der Bewertung von Pensionen gemäß BilMoG

9. Steuern

Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres wurde ein Steueraufwand in Höhe von T€ 251 berücksichtigt. Die Effekte aus einer Betriebsprüfung der Jahre 2008 bis 2011 führten zu einer Steuererstattung in Höhe von T€ 407, was zu einem positiven Ergebnis für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 156 führte.

IV. Sonstige Angaben

1. Mehrheitsbeteiligung

Die JSC Cheboksary Aggregate Works, Cheboksary, Russland, hält eine Mehrheitsbeteiligung von 74,0 % an der Luitpoldhütte Aktiengesellschaft, Amberg.

2. Aufsichtsrat der Luitpoldhütte AG, Geschäftsjahr Jan. – Dez. 2013

2.1. Anteilseignerseite

Albert Bakov, First Vice-President of “Concern Tractor Plants",
Andrey Sapelin, Deputy Chairman of State Corporation‚ Bank for Development an Foreign Economic Affairs (Vnesheconombank) (bis 19.04.2013),
Anna Bolotina, Beraterin des geschäftsführenden Direktors von OA CHAZ, Aufsichtsratsvorsitzende,
Boris Minakov, stellvertretender Abteilungsleiter Unternehmenskontrolle (Vensheconombank) (seit 19.04.2013),
Frieder Jooß, Ministerialrat, (Freistaat Bayern/Minderheitsaktionär),
Grigory Bolotin, Manager (seit 13.12.2013),
Mirco Basic, Manager (bis 28.11.2013)

2.2. Arbeitnehmerseite

Bertin Eichler, Gewerkschaftsfunktionär a.D., (seit 03.12.2013),

Christian Zwack, Betriebsratsvorsitzender der Luitpoldhütte AG,

Christiane Berger, Dipl.-Volkswirtin, stellvertretende Vorsitzende DGB Bayern, (bis 28.10.2013),

Hans Messer, stellvertr. Betriebsratsvorsitzender der Luitpoldhütte AG,
Horst Ott, Gewerkschaftsfunktionär,
Fritz Schindele, Rechtsanwalt, stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender,

2.3. Neutrales Mitglied

Dr. Gerhard Richter, Vorstandsmitglied der IMU-Institut e.V.

2.4. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf € 54.059,71.

3. Vorstand der Luitpoldhütte AG, Geschäftsjahr Jan. – Dez. 2013

Dr. Thomas Fessl, Diplomingenieur Maschinenbau, Vorstandsvorsitzender
Heinz Wiesnet, Betriebswirt VWA, Arbeitsdirektor,
Thomas Lehner, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Finanzvorstand (seit 01.01.2014)

3.1. Gesamtbezüge des Vorstands

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3.2. Ehemalige Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge € 156.549,00.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind entsprechend der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 01. April 2010 gebildet. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Die Rückstellung in voller Höhe beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf € 2.135.539,00.

4. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während den Geschäftsjahren beschäftigten Mitarbeiter:

2013 2012
Anzahl Anzahl
--- --- ---
Angestellte 59 56
Gewerbliche Arbeitnehmer 432 428
Auszubildende 22 19
513 503

5. Konzernverhältnisse und Geschäfte mit nahestehenden Personen

Der Jahresabschluss der Luitpoldhütte-Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der JSC Cheboksary Aggregate Works in Russland, einbezogen. Oberstes Mutterunternehmen ist die Machinery & Industrial Group N.V., Amsterdam/Niederlande. Der Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens ist bei Machinery & Industrial Group N.V., Kingsfordweg 151, 1043GR Amsterdam, Niederlande erhältlich.

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, an denen die oberste Muttergesellschaft oder ihre Tochtergesellschaften mehrheitlich oder maßgeblich beteiligt sind.

Amberg, den 28. März 2014

Luitpoldhütte Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Thomas Fessl

Heinz Wiesnet

Thomas Lehner

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 865.232,92 94.727,97 108.424,16 64.238,48 1.004.146,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.856.515,65 60.100,08 0,00 137.417,88 18.779.197,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.644.554,77 558.515,99 1.791.057,61 2.670.763,43 57.323.364,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.358.142,87 359.801,29 12.790,00 185.126,41 8.545.607,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.912.271,77 248.710,79 -1.912.271,77 0,00 248.710,79
86.771.485,06 1.227.128,15 -108.424,16 2.993.307,72 84.896.881,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.536,39 0,00 0,00 0,00 23.536,39
87.660.254,37 1.321.856,12 0,00 3.057.546,20 85.924.564,29
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2013
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 764.760,37 87.661,13 64.232,48 788.189,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.395.323,43 230.447,49 84.594,70 16.541.176,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.478.020,06 1.971.459,72 1.152.680,74 51.296.799,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.768.643,56 814.560,29 185.085,23 5.398.118,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
71.641.987,05 3.016.467,50 1.422.360,67 73.236.093,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
72.406.747,42 3.104.128,63 1.486.593,15 74.024.282,90
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 215.957,55 100.472,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.238.021,63 2.461.192,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.026.565,90 7.166.534,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.147.489,13 3.589.499,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 248.710,79 1.912.271,77
11.660.787,45 15.129.498,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.536,39 23.536,39
11.900.281,39 15.253.506,95

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Luitpoldhütte Aktiengesellschaft, Amberg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 28. März 2014

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Klaus Schuster, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Michel, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde am 11. April 2014 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013 (01.01.2013 - 31.12.2013) über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle eingehend unterrichtet; aufgrund dieser Berichte und der erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Luitpoldhütte AG zum 31. Dezember 2013 wurde durch den Abschlussprüfer PWC geprüft. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk liegt vor. Mit dem Ergebnis der Prüfung ist der Aufsichtsrat einverstanden.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Abschluss geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung werden keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt.

Der Bericht des Vorstandes gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Abschlussprüfer geprüft; die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den hierüber gefertigten Bericht des Wirtschaftsprüfers geprüft. Einwendungen gegen diese Prüfungen werden seitens des Aufsichtsrats nicht erhoben.

Der Abschlussprüfer erteilte am 28.03.2014 zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Luitpoldhütte Aktiengesellschaft, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichende sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für die geleistete Arbeit.

Amberg, den 11. April 2014

*Anna Bolotina

Im Namen des Aufsichtsrats der Luitpoldhütte AG*

Auszug aus dem Protokoll der

außerordentlichen Hauptversammlung vom 11.04.2014

Die Unterzeichneten sind 74% Aktionäre der Luitpoldhütte AG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Amberg unter HR B 20, und halten eine außerordentliche Hauptversammlung (Vollversammlung) der Luitpoldhütte AG ab.

Für das Geschäftsjahr 2013 wurde ein Bilanzgewinn in Höhe von 893.190,39 € ausgewiesen. Die Hälfte des Bilanzgewinns (446.595,19 €) wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Empfehlung des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, den verbleibenden Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 568.821,72 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Hauptversammlung stimmte folgendermaßen ab:

Abstimmung: % Dafür
74 % Dagegen

Beschlussfassung: Der Bilanzgewinn in Höhe von 568.821,72 € wird an die Aktionäre ausgeschüttet.

Amberg, den 11.04.2014

CHAZ Cheboksary Aggregate Works