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Deutsche Bank AG

Quarterly Report Apr 29, 2021

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Quarterly Report

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Ergebnisübersicht zum 31. März 2021

  • Inhalt 2 Zusammenfassung der Konzernergebnisse
  • Konzernergebnisse
  • Segmentergebnisse
  • Konzernbilanz
  • Strategie
  • Ausblick
  • Risiken und Chancen
  • Informationen zur Risikolage
  • Zusätzliche Informationen
  • Vorstand und Aufsichtsrat
  • Investitionen und Desinvestitionen
  • Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • Grundlage der Erstellung/Effekt aus Änderungen der Bilanzierungsmethoden
  • Auswirkungen von COVID-19
  • Auswirkungen aus der Transformation der Deutschen Bank
  • Erträge insgesamt
  • Ergebnis je Aktie
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Rückstellungen 47 Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen
  • Impressum

Zusammenfassung der Konzernergebnisse

1. Quartal
2021 2020
Konzernziele
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital)1 7,4 % –0,3 %
Bereinigte Kostenbasis abzüglich der Transformationskosten, in Mrd. €2 5,3 5,5
Aufwand-Ertrag-Relation3 77,1 % 88,8 %
Harte Kernkapitalquote 13,7 % 12,8 %
Verschuldungsquote (Vollumsetzung) 4,6 % 4,0 %
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge insgesamt, in Mrd. € 7,2 6,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft, in Mrd. € 0,1 0,5
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt, in Mrd. € 5,6 5,6
Ergebnis vor Steuern, in Mrd. € 1,6 0,2
Gewinn/Verlust (–) nach Steuern, in Mrd. € 1,0 0,1
Den Deutsche Bank Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach Steuern, in Mrd. € 0,9 −0,0
Bilanz4
Bilanzsumme, in Mrd. € 1.317 1.491
Netto-Vermögenswerte (bereinigt), in Mrd. € 987 994
Forderungen (Bruttowert von Wertberichtigungen für Kreditausfälle), in Mrd. € 440 459
Durchschnittliche Forderungen (Bruttowert von Wertberichtigungen für Kreditausfälle), in Mrd. € 433 440
Einlagen, in Mrd. € 578 567
Wertberichtigungen für Kreditausfälle, in Mrd. € 4,8 4,3
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital, in Mrd. € 56 56
Ressourcen4
Risikogewichtete Aktiva, in Mrd. €. 330 341
Davon: Risikogewichtete Aktiva für operationelle Risiken, in Mrd. € 66 72
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote, in Mrd. € 1.105 1.248
Materielles Nettovermögen, in Mrd. €5 50 50
Liquiditätsreserven, in Mrd. € 243 205
Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) 84.389 86.667
Niederlassungen 1.863 1.921
Quoten
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbaren Eigenkapital)1 6,6 % –0,3 %
Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Basispunkten im Verhältnis zu den durchschnittlichen Forderungen 6 46
prozentuales Verhältnis von Forderungen zu Einlagen 76,2 % 80,9 %
Verschuldungsquote (Übergangsregelung) 4,7 % 4,1 %
Mindestliquiditätsquote 146 % 133 %
Aktieninformationen
Ergebnis je Aktie (unverwässert) € 0,48 € 0,02
Ergebnis je Aktie (verwässert) € 0,47 € 0,02
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert)5 € 26,77 € 26,19
Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert)5 € 23,86 € 23,27

1 Basierend auf dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach Abzug der für den AT1-Kupon angenommenen Abgrenzungsbeträge. Weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten.

2 Die Überleitung der bereinigten Kostenbasis ist im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen/ Bereinigte Kosten" dieses Dokuments zu finden.

3 Die Aufwand-Ertrag-Relation ist der prozentuale Anteil der Zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt an der Summe aus Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft und Zinsunabhängigen Erträgen.

4 Zum Ende der Berichtsperiode.

5 Weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Konzernergebnisse

Deutliches Gewinnwachstum in allen Geschäftsbereichen

Der Gewinn vor Steuern betrug im ersten Quartal 2021 1,6 Mrd. €, nach 206 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Gewinn nach Steuern lag bei 1,0 Mrd. €, nach 66 Mio. € im Vorjahr. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital des Konzerns belief sich im ersten Quartal auf 7,4 %, während sie im Vorjahresquartal bei -0,3 % gelegen hatte. Die Aufwand-Ertrag-Relation betrug 77 %. Im ersten Quartal fielen Bankenabgaben von 571 Mio. € für das Gesamtjahr 2021 an.

Die Kernbank (ohne die Einheit zur Freisetzung von Kapital) konnte ihren Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 2,0 Mrd. € mehr als verdoppeln. Dies war vor allem auf ein deutliches Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr in allen vier Geschäftsbereichen zurückzuführen. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital betrug in der Kernbank 10,9 %, nach 4,9 % im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich von 77 % im Vorjahresquartal auf 71 % im ersten Quartal 2021. Der bereinigte Gewinn vor Steuern betrug 2,2 Mrd. €. Er war damit ebenfalls mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal. Darin nicht enthalten sind Sondereffekte bei den Erträgen, Umbaukosten, Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen. Die bereinigte Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital betrug 11,9 %.

Verluste der Einheit zur Freisetzung von Kapital fast halbiert

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit, CRU) verzeichnete im ersten Quartal einen Verlust vor Steuern von 410 Mio. €. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust vor Steuern 765 Mio. € betragen. Diese Verbesserung war zum Teil auf Erträge von 81 Mio. € im ersten Quartal zurückzuführen, nach negativen Erträgen von 57 Mio. € im Vorjahresquartal. Kosten für den Risikoabbau im ersten Quartal konnten durch positive Erträge aus dem Verkauf von Positionen, die Auflösung von Rückstellungen angesichts des Marktumfelds sowie ein positives operatives Ergebnis ausgeglichen werden.

Zudem verringerten sich die zinsunabhängigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 % auf 498 Mio. €. Dies war vor allem auf den Rückgang der bereinigten Kosten (ohne Umbaukosten) um 36 % auf 422 Mio. € zurückzuführen. Darin spiegeln sich im Vergleich zum Vorjahr niedrigere interne Kostenzuweisungen, die Zuweisung von Bankenabgaben und ein geringerer Personalaufwand wider.

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital machte weitere Fortschritte beim Abbau der risikogewichteten Aktiva (RWA). Sie lagen zum Ende des Quartals bei 34 Mrd. €. Das entspricht einem Rückgang von 24 % gegenüber dem Stand am Ende des ersten Quartals 2020 von 44 Mrd. €. Der Bilanzabbau von 1,5 Mrd. € im ersten Quartal wurde durch Modelleffekte und höhere kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (Credit Value Adjustments, CVA) ausgeglichen. In den risikogewichteten Aktiva sind 23 Mrd. € für operationelle Risiken enthalten. Die Verschuldungsposition (Leverage Exposure) lag zum Ende des ersten Quartals bei 81 Mrd. €, nachdem sie im Vorjahresquartal bei 118 Mrd. € und im vierten Quartal 2020 bei 72 Mrd. € gelegen hatte. Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal war vor allem darauf zurückzuführen, dass der Einheit, wie bei der Investorenveranstaltung (Investor Deep Dive) im Dezember angekündigt, stufenweise ein größerer Anteil an den zentralen Liquiditätsreserven zugewiesen wird. Hinzu kamen höhere Positionen im Hedgefonds-Geschäft. Gedämpft wurde der Anstieg der Verschuldungsposition durch einen weiteren Bilanzabbau, das Auslaufen von Positionen, Marktbewegungen und andere Effekte.

Erträge: Finanzierung und Beratung von Kunden in einem positiven Marktumfeld

Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14 % auf 7,2 Mrd. €. Damit sind die Quartalserträge so hoch wie zuletzt im ersten Quartal 2017, obwohl sich die Bank aus nicht strategischen Geschäftsfeldern zurückgezogen hat. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erträge vor allem dank eines Anstiegs der Erträge in der Kernbank um 12 % auf 7,2 Mrd. €.

In ihren Kerngeschäftsbereichen verzeichnete die Deutsche Bank folgende Ertragsentwicklung:

  • Die Erträge der Unternehmensbank sanken gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 1,3 Mrd. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte stiegen sie um 2 %. Die Belastungen durch die niedrigen Zinsen konnten ausgeglichen werden: Einerseits konnte die Bank Preise auf Einlagen weiter anpassen; bis zum Quartalsende galten neue Vereinbarungen für Einlagen von 83 Mrd. €. Andererseits nutzte sie das laufende Programm der Europäischen Zentralbank für gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (Targeted Long-Term Refinancing Operation, TLTRO III). Die Voraussetzungen für das Programm hatte die Bank durch zusätzliches Kreditwachstum erfüllt. Die Erträge im Bereich Corporate Treasury Services gingen um 1 % zurück. Bereinigt um Währungseffekte stiegen sie jedoch um 2 %, was unter anderem auf das TLTRO-III-Programm, die Preisanpassungen bei Einlagen und Portfoliomaßnahmen zurückzuführen war. Die Erträge im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) verringerten sich um 3 %. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Erträge um 3 %, da das Wachstum der Gebühreneinnahmen im Bereich Trust and Agency Services den Rückgang bei Wertpapierdienstleistungen (Securities Services) aufgrund niedrigerer Zinsen mehr als ausglich. Die Erträge mit Geschäftskunden (Business Banking) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1 %, trotz der Belastungen durch die niedrigen Zinsen.
  • In der Investmentbank stiegen die Erträge im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf 3,1 Mrd. €. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen wuchsen sie um 34 % auf 2,5 Mrd. €. Dies war vor allem auf das Wachstum im Kredithandel und im Finanzierungsgeschäft zurückzuführen. Hingegen normalisierten sich die Erträge im Handel mit Zinsprodukten, im Geschäft mit Schwellenländern und im Währungshandel gegenüber den außerordentlichen Werten des Vorjahres. Im Emissions- und Beratungsgeschäft legten die Erträge um 40 % zu, auf 644 Mio. €. Dies war vor allem auf ein deutliches Wachstum im Aktienemissionsgeschäft zurückzuführen, einschließlich einer hohen Marktaktivität bei Spezialunternehmen für Übernahmezwecke (Special Purpose Acquisition Companies, SPACs). Im Anleihenemissionsgeschäft trug der Anstieg im Bereich Leveraged Debt Capital Markets zum Wachstum bei. Die Deutsche Bank konnte im Emissions- und Beratungsgeschäft ihren Marktanteil gegenüber dem Vorjahr um 30 Basispunkte steigern (Quelle: Dealogic). Das Ertragswachstum wurde mit einem weiterhin disziplinierten Einsatz von Ressourcen erreicht: Die risikogewichteten Aktiva verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4 %; die Aufwand-Ertrag-Relation ging von 63 % im Vorjahresquartal auf 52 % zurück.
  • In der Privatkundenbank beliefen sich die Erträge auf 2,2 Mrd. € und waren gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der anhaltende Margendruck aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurde durch ein weiteres geschäftliches Wachstum ausgeglichen. Der Geschäftsbereich erzielte im ersten Quartal ein Rekordergebnis von 15 Mrd. € im Nettoneugeschäft. Darin enthalten waren Nettomittelzuflüsse in Anlageprodukte von 9 Mrd. € und Nettoneukredite im kundenbezogenen Geschäft von 4 Mrd. €. In der Privatkundenbank Deutschland stiegen die Erträge um 1 %. In der Internationalen Privatkundenbank sanken sie gegenüber dem Vorjahr zwar um 1 %, bereinigt um Sonder- und Währungseffekte lagen sie aber ebenfalls um 1 % über dem Vorjahresniveau. Der Bereich konnte im ersten Quartal zudem vom TLTRO-III-Programm und von höheren Provisionseinnahmen im Versicherungsgeschäft profitieren. Insgesamt stiegen die verwalteten Vermögen im ersten Quartal um 26 Mrd. € auf 519 Mrd. €. Damit lagen sie erstmals seit 2017 über einer halben Billion €. Dabei verzeichnete die Privatkundenbank das fünfte Quartal in Folge Nettomittelzuflüsse bei Anlageprodukten. Auch Kurssteigerungen und Wechselkurseffekte steigerten die verwalteten Vermögen.
  • In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stiegen die Erträge im ersten Quartal um 23 % auf 637 Mio. €. Die Einnahmen aus Verwaltungsgebühren blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Der Geschäftsbereich profitierte dabei vom vierten Quartal in Folge mit Nettozuflüssen und einem positiven Marktumfeld, wodurch der branchenweite Margendruck ausgeglichen werden konnte. Auch Marktwertanpassungen bei Garantien wirkten sich positiv auf die Erträge aus. Die performancebezogenen und transaktionsabhängigen Gebühren haben sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Das verwaltete Vermögen stieg im ersten Quartal um 28 Mrd. € auf das Rekordniveau von 820 Mrd. €. Darin spiegeln sich das günstige Marktumfeld sowie positive Währungseffekte wider. Die Nettozuflüsse betrugen im ersten Quartal 1 Milliarde €; Zuwächsen bei passiven und alternativen Produkten standen Abflüsse bei Geldmarktfonds mit niedrigen Margen gegenüber, da Investoren wieder Anlageprodukte mit höherem Risiko bevorzugten.

Kosten liegen weiter im Plan

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im ersten Quartal um 1 % auf 5,6 Mrd. €. Darin enthalten waren Bankenabgaben von 571 Mio. €, die gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 % stiegen, sowie Umbaukosten von 116 Mio. € (plus 38 %). Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten, Bankenabgaben und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft sanken dagegen um 4 % auf 4,7 Mrd. €. Somit hat die Bank auf dieser Basis ihre bereinigten Kosten dreizehn Quartale in Folge im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal gesenkt. Die Mitarbeiterzahl belief sich zum Ende des Quartals auf 84.389 (in Vollzeitstellen gerechnet). Dies entspricht einem Rückgang um 2.278 Vollzeitstellen seit dem ersten Quartal 2020.

Deutliche Verbesserung bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im ersten Quartal auf 69 Mio. €. Dies bedeutet einen Rückgang von 86 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Damals hatte sie bei 506 Mio. € gelegen. Sie entspricht auf annualisierter Basis 6 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens. Die Vorsorge für leistungsgestörte Kredite (Phase 3 / Stage 3) ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 40 % zurück. Dies war zum Teil auf geringere Wertberichtigungen und zum Teil auf Auflösungen bei der Risikovorsorge für bestimmte Engagements zurückzuführen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging zudem durch Auflösungen bei Krediten zurück, die von den Kunden noch bedient wurden (Stage 1 und 2). Dies war auf den verbesserten gesamtwirtschaftlichen Ausblick zurückzuführen.

Die Bank steuert Kapital und Bilanz weiterhin konservativ

Die harte Kernkapitalquote (CET 1) stieg im ersten Quartal auf 13,7 %. Das harte Kernkapital profitierte dabei vom Nachsteuergewinn. Dem gegenüber stand eine Abgrenzung für künftige Dividenden von 300 Mio. €, für aktienbasierte Vergütungen und andere Effekte.

Die risikogewichteten Aktiva (RWA) stiegen im ersten Quartal geringfügig von 329 Mrd. € auf 330 Mrd. €. Dies war größtenteils auf Währungseffekte zurückzuführen. Wie erwartet stiegen die risikogewichteten Aktiva im ersten Quartal im Zusammenhang mit der gezielten Überprüfung interner Modelle (TRIM) durch die Europäische Zentralbank um 4 Mrd. €. Die Bank erwartet aufgrund der endgültigen Entscheidung zu TRIM und anderer aufsichtsrechtlicher Änderungen einen weiteren Anstieg der risikogewichteten Aktiva. Dies wird sich im zweiten Quartal voraussichtlich mit zusätzlich rund 80 Basispunkten negativ auf die harte Kernkapitalquote auswirken.

Die Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) verringerte sich gegenüber dem vierten Quartal 2020 um acht Basispunkte auf 4,6 %. Darin sind gewisse Zentralbankguthaben nicht enthalten. Einschließlich dieser Zentralbankguthaben hätte die Verschuldungsquote bei 4,2 % gelegen, ein Rückgang von 12 Basispunkten gegenüber dem vierten Quartal 2020. Grund dafür ist ein Anstieg der Verschuldungsposition um 2 % im ersten Quartal. Dieses war vor allem auf Währungseffekte sowie höhere Handelsvolumina und Nettoneukredite zurückzuführen. Basierend auf Übergangsregelungen fiel die Verschuldungsquote gegenüber dem vierten Quartal 2020 um acht Basispunkte auf 4,7 %.

Die Liquiditätsreserven blieben gegenüber Ende 2020 stabil bei 243 Mrd. €. Die Liquiditätsdeckungsquote lag bei 146 %. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 70 Mrd. € gegenüber den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Weitere Fortschritte bei nachhaltigen Finanzierungen und Anlagen

Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal weitere Fortschritte bei nachhaltigen Finanzierungen und Anlagen erzielt. Das Volumen stieg um 25 Mrd. € auf insgesamt 71 Mrd. €. Das ist der bisher höchste Anstieg in einem Quartal. Ende des vierten Quartals 2020 hatte das Volumen noch bei 46 Mrd. € gelegen.

Fortschritte im ersten Quartal 2021:

  • Die Deutsche Bank emittierte ihre zweite grüne Anleihe: Dabei handelte es sich um ein auf US-Dollar lautendes vorrangiges, bevorrechtigtes Anleihe-Instrument mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Volumen lag bei 800 Mio. US-Dollar. Damit kann die Deutsche Bank beispielsweise Projekte mit energieeffizienten Gewerbeimmobilien refinanzieren.
  • In Zusammenarbeit mit der New Development Bank in Schanghai hat die Deutsche Bank zum ersten Mal eine Schwellenländer-Panda-Anleihe (Emerging Markets Panda Bond) an den Markt gebracht. Die Anleihe war in Renminbi denominiert. Der Kupon betrug 3,22 %. Ziel ist es, nachhaltige Aktivitäten im Zusammenhang mit allen 17 Zielen der Vereinigten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung (UN Sustainable Development Goals) zu finanzieren. Die Anleihe wurde nach den "UNDP Sustainable Development Goals Impact Standards" für Anleihen emittiert und hatte ein Volumen von 5 Mrd. Renminbi im chinesischen "Onshore"-Anleihemarkt.
  • Die Deutsche Bank hat 750 Mio. US-Dollar mittels einer vorrangigen, nicht bevorrechtigten Anleihe in New York aufgenommen. Dabei arbeitete die Bank mit zusätzlichen Vertriebspartnern zusammen, die im Besitz und unter der Führung von Managementteams stehen, die sich aus Frauen, Minderheiten oder kriegsversehrten Veteranen zusammensetzen. Mit dieser Transaktion unterstreicht die Deutsche Bank ihr Engagement für Vielfalt und Teilhabe in der Finanzindustrie.
  • Die Unternehmensbank und die Internationale Privatkundenbank haben für ihre Kunden grüne Einlagen eingeführt. Dabei geht es um Cash-Management-Lösungen in Form von Termineinlagen, mit denen grüne Vermögenswerte der Bank finanziert werden. Damit verbindet die Deutsche Bank geschäftliche Anforderungen ihrer Kunden mit deren Nachhaltigkeitszielen. Um dieses Angebot zu nutzen, müssen die Kunden unter anderem bestimmte ESG-Ratings erreichen.

Konzernergebnisse im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Davon:
Unternehmensbank (CB) 1.313 1.325 −11 −1
Investmentbank (IB) 3.097 2.354 744 32
Privatkundenbank (PB) 2.178 2.167 11 0
Asset Management (AM) 637 519 118 23
Abbaueinheit (CRU) 81 −57 138 N/A
Corporate & Other (C&O) −74 43 −116 N/A
Erträge insgesamt 7.233 6.350 882 14
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 69 506 −437 −86
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 2.631 2.689 −58 −2
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 2.926 2.875 52 2
Wertminderungen auf Geschäfts
oder Firmenwert und sonstige
immaterielle Vermögenswerte 0 0 −0 N/A
Restrukturierungsaufwand 17 74 −57 −77
Zinsunabhängige Aufwendungen
insgesamt 5.574 5.638 −64 −1
Ergebnis vor Steuern 1.589 206 1.383 N/A
Ertragsteueraufwand/-ertrag (–) 552 141 411 N/A
Gewinn/Verlust (–) nach Steuern 1.037 66 972 N/A
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis 36 23 12 53
Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen
zurechenbares Konzernergebnis 1.002 43 959 N/A
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis 94 86 8 9
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 908 −43 951 N/A
Harte Kernkapitalquote 13,7 % 12,8 % 0,9 Ppkt N/A
Verschuldungsquote (Vollumsetzung) 4,6 % 4,0 % 0,7 Ppkt N/A
Verschuldungsquote (Übergangsregelung) 4,7 % 4,1 % 0,7 Ppkt N/A
Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €)1 440 459 −19 −4
Einlagen (in Mrd. €)1 578 567 11 2
Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €)1 1.354 1.158 196 17
Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet)1 84.389 86.667 −2.278 −3

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wird in der aktuellen Unternehmensstruktur gezeigt. 1 Zum Quartalsende.

Kernbank im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Unternehmensbank (CB) 1.313 1.325 −11 −1
Investmentbank (IB) 3.097 2.354 744 32
Privatkundenbank (PB) 2.178 2.167 11 0
Asset Management (AM) 637 519 118 23
Corporate & Other (C&O) −74 43 −116 N/A
Erträge insgesamt 7.152 6.407 744 12
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 77 492 −416 −84
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 2.591 2.637 −46 −2
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 2.468 2.233 235 11
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle
Vermögenswerte 0 0 −0 N/A
Restrukturierungsaufwand 16 73 −56 −78
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 5.076 4.944 132 3
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 N/A
Ergebnis vor Steuern 1.999 971 1.028 106
Summe der Aktiva (in Mrd. €)1 1.141 1.200 −59 −5
Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €)1 438 455 −18 −4
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)1 83.945 86.090 −2.145 −2

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende.

Segmentergebnisse

Unternehmensbank (CB)

Die Unternehmensbank erzielte im ersten Quartal einen Gewinn vor Steuern von 229 Mio. €, ein Anstieg von 90 % gegenüber 121 Mio. € im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 69 % auf 266 Mio. €.

Die Erträge sanken im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf 1,3 Mrd. €. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Erträge jedoch um 2 %. Dabei konnte die Unternehmensbank Belastungen durch die niedrigen Zinsen durch positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm, Preisanpassungen bei Einlagen, Maßnahmen zur Bilanzsteuerung und die positive Geschäftsentwicklung ausgleichen. Die Provisionseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3 %. Zum Ende des Quartals gab es Vereinbarungen über Preisanpassungen bei Einlagen von 83 Mrd. €, nach 78 Mrd. € zum Ende des vierten Quartals 2020. Die Preisanpassungen auf Einlagen führten im ersten Quartal zu Erträgen von 74 Mio. €. Die Einnahmen lagen damit höher als beim Investorentag im Dezember 2020 auf annualisierter Basis erwartet. Darüber hinaus kam die Unternehmensbank bei ihrer Strategie für den Zahlungsverkehr für Online-Marktplätze voran und hat die Kooperation mit Mastercard ausgebaut.

Die Erträge im Bereich Corporate Treasury Services sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf 796 Mio. €. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Erträge jedoch um 2 %. Dabei konnten positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm, Preisanpassungen auf Einlagen, Maßnahmen zur Bilanzsteuerung und die positive Geschäftsentwicklung Belastungen aufgrund der niedrigen Zinsen ausgleichen.

Die Erträge im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) sanken um 3 % auf 327 Mio. €. Bereinigt um Währungseffekte stiegen sie um 3 %. Dabei konnte ein Ertragsrückgang im Bereich Wertpapierdienstleistungen (Security Services) aufgrund der niedrigen Zinsen in wichtigen Märkten durch höhere Gebühreneinnahmen im Bereich Trust and Agency Services ausgeglichen werden.

Die Erträge im Bereich Geschäftskunden (Business Banking) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 190 Mio. €. Belastungen aufgrund der niedrigen Zinsen konnten durch Preisanpassungen bei Einlagen und positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm ausgeglichen werden.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 1,1 Mrd. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten stiegen im Jahresvergleich ebenfalls um 1 %. Höhere Bankenabgaben konnten nur teilweise durch den Stellenabbau und Sparmaßnahmen bei Sachkosten sowie Währungseffekte ausgeglichen werden.

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft verzeichnete die Bank im ersten Quartal eine Nettoauflösung von 20 Mio. €, nach einer Vorsorge von 106 Mio. € im Vorjahr. Diese Entwicklung war auf einen verbesserten gesamtwirtschaftlichen Ausblick und Auflösungen bei bestimmten Engagements zurückzuführen.

Ergebnisse der Unternehmensbank im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Corporate Treasury Services 796 800 −5 −1
Institutional Client Services 327 336 −9 −3
Business Banking 190 188 2 1
Erträge insgesamt 1.313 1.325 −11 −1
davon:
Zinsüberschuss 707 703 4 1
Provisionsüberschuss 547 531 16 3
Sonstige Erträge 59 91 −31 −35
Risikovorsorge im Kreditgeschäft −20 106 −127 N/A
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 274 280 −7 −2
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 818 812 6 1
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 N/A
Restrukturierungsaufwand 12 5 7 148
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 1.104 1.097 7 1
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 N/A
Ergebnis vor Steuern 229 121 109 90
Summe der Aktiva (in Mrd. €)1 246 245 1 0
Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €)1 117 131 −14 −10
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)1 7.558 7.889 −331 −4

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende.

Investmentbank (IB)

Der Gewinn vor Steuern betrug im ersten Quartal 1,5 Mrd. €, ein Anstieg von 134 % im Vergleich zu 637 Mio. € im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg um 149 % auf 1,5 Mrd. €.

Die Erträge lagen im ersten Quartal bei 3,1 Mrd. €, ein Anstieg von 32 % im Vergleich zum Vorjahr. Ohne Sondereffekte stiegen die Erträge um 34 %. Das Ertragswachstum spiegelt eine positive Entwicklung in diversen Geschäftsfeldern sowie die weiteren Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie wider.

Die Erträge im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) stiegen um 34 % auf 2,5 Mrd. €. Dies war maßgeblich auf das Finanzierungsgeschäft und den Kredithandel zurückzuführen. Hier stiegen die Erträge erheblich – das lag an der starken Entwicklung im ersten Quartal und daran, dass sich ein Bewertungsverlust aus Marktverwerfungen im ersten Quartal 2020 nicht wiederholte. Die Erträge im Geschäft mit Zinsprodukten, Währungen und Schwellenländern sanken, da sich das Marktumfeld nach der außergewöhnlich hohen Volatilität im ersten Quartal 2020 normalisierte. Dennoch zeigte sich das Geschäft widerstandsfähig und ist in bestimmten Bereichen im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen.

Die Erträge im Beratungs- und Emissionsgeschäft stiegen um 40 % auf 644 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Erträge im Emissionsgeschäft deutlich, da die Erträge über alle Geschäftsfelder hinweg zunahmen. Dabei bewegten sich die Börsengänge von Spezialunternehmen für Übernahmezwecke (SPAC) auf Rekordniveau, und auch insgesamt wuchs das Geschäft mit Erstnotierungen und mit Folgetransaktionen. Das Ertragswachstum im Anleihenemissionsgeschäft war vor allem auf die Erholung im Bereich Leveraged Debt Capital Markets und eine positive Entwicklung bei Supranationals, Sovereigns and Agencies (SSA) zurückzuführen. Im Beratungs-und Emissionsgeschäft steigerte die Investmentbank laut Dealogic ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 30 Basispunkte. Bei der Emission von Euro-Anleihen für SSA-Kunden lag die Deutsche Bank mit einem Marktanteil von 7,9 % im ersten Quartal weltweit auf Platz 3 (Quelle: Dealogic). Die Erträge im Beratungsgeschäft sanken im Jahresvergleich. Bereinigt um Nettoeffekte aus Absicherungsgeschäften stiegen sie jedoch.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 9 % auf 1,6 Mrd. €, was vor allem auf eine höhere Zuweisung von Bankenabgaben zurückzuführen war. Ohne Bankenabgaben waren die zinsunabhängigen Aufwendungen nahezu unverändert. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 52 %, nach 63 % im Vorjahr.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im ersten Quartal bei nahezu null, da Auflösungen aufgrund des verbesserten gesamtwirtschaftlichen Ausblicks Ausfälle bei leistungsgestörten Krediten (Phase 3 / Stage 3) ausglichen.

Ergebnisse der Investmentbank im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Fixed Income, Currency (FIC) Sales & Trading 2.478 1.854 624 34
Debt-Emissionsgeschäft 385 368 17 5
Equity-Emissionsgeschäft 196 20 176 N/A
Beratung 63 71 −8 −11
Emissionsgeschäft und Beratung 644 459 185 40
Sonstige −25 41 −66 N/A
Erträge insgesamt 3.097 2.354 744 32
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 0 243 −242 −100
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 492 495 −3 −1
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 1.113 977 136 14
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 N/A
Restrukturierungsaufwand 1 4 −3 −77
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 1.605 1.475 130 9
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 1 −1 2 N/A
Ergebnis vor Steuern 1.490 637 853 134
Summe der Aktiva (in Mrd. €)1 574 653 −79 −12
Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €)1 71 87 −16 −18
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)1 4.279 4.324 −45 −1

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende.

Privatkundenbank (PB)

Der Gewinn vor Steuern stieg im ersten Quartal um 92 % auf 274 Mio. €. Im Vorjahr hatte er bei 143 Mio. € gelegen. Der bereinigte Gewinn vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 43 % auf 297 Mio. €. Dies spiegelt weitere Kostensenkungen, eine geringere Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie stabile Erträge trotz erheblicher Belastungen durch das niedrige Zinsniveau wider.

Die Erträge blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 2,2 Mrd. €. Bereinigt um Währungseffekte stiegen sie um 2 %. Die Belastungen durch das niedrige Zinsniveau konnten durch weiteres geschäftliches Wachstum weitgehend ausgeglichen werden: Der Geschäftsbereich verzeichnete im ersten Quartal ein Nettoneugeschäft von 15 Mrd. €. Darin enthalten waren Nettoneukredite im kundenbezogenen Geschäft von 4 Mrd. € und Nettomittelzuflüsse bei Anlageprodukten von 9 Mrd. €. Damit machte die Privatkundenbank deutliche Fortschritte mit Blick auf ihr Ziel, im Gesamtjahr 2021 insgesamt mehr als 30 Mrd. € an Nettoneukrediten und Nettomittelzuflüssen in die verwalteten Vermögen zu erreichen. Der Bereich konnte im ersten Quartal zudem vom TLTRO-III-Programm und von höheren Provisionseinnahmen im Versicherungsgeschäft profitieren.

In der Privatkundenbank Deutschland stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 1,3 Mrd. €. Dabei glichen höhere Erträge im Kreditgeschäft, positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm und höhere Provisionseinnahmen bei Anlage- und Versicherungsprodukten die Auswirkungen des anhaltenden Margendrucks im Einlagengeschäft mehr als aus.

Die Erträge in der Internationalen Privatkundenbank sanken gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 831 Mio. €. Bereinigt um Sonder- und Währungseffekte stiegen sie jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 1 %. Der Bereich verzeichnete Wachstum bei Anlageprodukten, das auch auf gezielte Neueinstellungen von Kundenberatern in den vorausgegangenen Quartalen zurückzuführen war. Zudem trugen Kreditwachstum und positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm dazu bei, die Belastungen durch das niedrige Zinsniveau mehr als auszugleichen.

Die verwalteten Vermögen stiegen im ersten Quartal um 26 Mrd. €. Neben Nettomittelzuflüssen von 10 Mrd. €, davon 9 Mrd. € in Anlageprodukte, trugen steigende Marktwerte und Währungseffekte zur Erhöhung der verwalteten Vermögen bei.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 1,8 Mrd. €. Die Belastungen aus dem Umbau des Geschäfts verringerten sich von 81 Mio. € im Vorjahr auf 47 Mio. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaubelastungen sanken um 3 % auf 1,8 Mrd. €. Hauptgründe dafür waren die weiterhin strikte Kostendisziplin und Einsparungen aus dem Umbau des Geschäftsbereichs einschließlich des Stellenabbaus. Dem standen höhere Kosten für die Einlagensicherung gegenüber.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 29 % auf 98 Mio. €. Der Rückgang war zum Teil auf die Auflösung früher gebildeter Rückstellungen zurückzuführen, da sich der gesamtwirtschaftliche Ausblick verbesserte. Außerdem profitierte der Geschäftsbereich von einer strikten Risikodisziplin und der hohen Qualität des Kreditbuchs. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie konnten so mehr als ausgeglichen werden.

Ergebnisse der Privatkundenbank im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Privatkundenbank Deutschland 1.346 1.331 15 1
Internationale Privatkundenbank 831 836 −4 −1
IPB Personal Banking1 229 221 8 4
IPB Private Banking2 and Wealth Management 602 615 −13 −2
Erträge insgesamt 2.178 2.167 11 0
davon:
Zinsüberschuss 1.172 1.190 −19 −2
Provisionsüberschuss 889 846 43 5
Sonstige Erträge 117 131 −14 −11
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 98 139 −40 −29
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 719 739 −20 −3
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 1.084 1.085 −1 −0
Wertminderungen auf Geschäfts
oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 N/A
Restrukturierungsaufwand 2 62 −60 −96
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 1.805 1.886 −81 −4
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss 0 −0 0 N/A
Ergebnis vor Steuern 274 143 132 92
Summe der Aktiva (in Mrd. €)3 296 263 33 12
Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €)3 242 228 14 6
Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €)3 519 442 78 18
Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) 10 1 10 N/A
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)3 29.522 31.113 −1.590 −5

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Inklusive Gewerbekunden und Selbstständige in Italien, Spanien und Indien

2 Inklusive Geschäfts- und Firmenkunden in Italien, Spanien und Indien

3 Zum Quartalsende

Asset Management (AM)

In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stieg der Gewinn vor Steuern im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 66 % auf 183 Mio. €. Bereinigt um Umbaukosten sowie Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen stieg der Gewinn vor Steuern um 61 % auf 190 Mio. €.

Die Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 23 % auf 637 Mio. €. Dies war vor allem auf positive Marktwertanpassungen bei Garantien und auf höhere performanceabhängige Gebühren zurückzuführen. Die Einnahmen aus Verwaltungsgebühren blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Der Geschäftsbereich profitierte dabei vom vierten Quartal in Folge mit Nettozuflüssen und einem positiven Marktumfeld, wodurch der anhaltende branchenweite Margendruck ausgeglichen werden konnte.

Die Nettozuflüsse betrugen im ersten Quartal 1 Milliarde €. Nettozuflüssen bei passiven, alternativen und aktiv gemanagten Produkten (ohne Geldmarktfonds) von 10 Mrd. € standen Abflüsse bei Geldmarktfonds mit niedrigen Margen gegenüber, da Investoren in dem positiven Marktumfeld wieder stärker Anlageprodukte mit höherem Risiko bevorzugten.

Das verwaltete Vermögen stieg im ersten Quartal um 28 Mrd. € auf das Rekordniveau von 820 Mrd. €. Darin spiegeln sich das günstige Marktumfeld sowie positive Währungseffekte wider. Zudem profitierte der Bereich von Nettozuflüssen.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 8 % auf 405 Mio. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten stiegen um 9 % auf 399 Mio. €. Dieser Anstieg lag in erster Linie an einem höheren Personalaufwand, der sich vor allem aus einer höheren aufgeschobenen Vergütung im Zusammenhang mit der positiven Aktienkursentwicklung der DWS seit dem ersten Quartal 2020 sowie aus Investitionen ergab. Dem standen zum Teil geringere allgemeine Verwaltungskosten dank der laufenden Maßnahmen zur Kostensenkung gegenüber. Die Aufwand-Ertrag-Relation für Asset Management verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte auf 64 %.

Ergebnisse Asset Management im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge:
Managementgebühren 547 553 –6 –1
Erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge 40 17 22 130
Sonstige 50 –51 101 N/A
Erträge insgesamt 637 519 118 23
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –0 1 –1 N/A
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 216 173 43 25
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 188 197 –9 –4
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 –0 N/A
Restrukturierungsaufwand 1 3 –2 –71
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 405 374 32 8
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 49 35 14 40
Ergebnis vor Steuern 183 110 73 66
Summe der Aktiva (in Mrd. €)1 10 10 1 7
Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €)1 820 700 120 17
Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) 1 −2 3 N/A
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)1 3.945 3.889 56 1

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende.

Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit)

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital verzeichnete im ersten Quartal einen Verlust vor Steuern von 410 Mio. €. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust vor Steuern 765 Mio. € betragen. Diese Verbesserung war zum Teil auf Erträge von 81 Mio. € im ersten Quartal zurückzuführen, nach negativen Erträgen von 57 Mio. € im Vorjahresquartal. Kosten für den Risikoabbau im ersten Quartal konnten durch positive Erträge aus dem Verkauf von Positionen, die Auflösung von Rückstellungen angesichts des Marktumfelds sowie ein positives operatives Ergebnis ausgeglichen werden.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 % auf 498 Mio. €. Dies war insbesondere auf den Rückgang der bereinigten Kosten (ohne Umbaukosten) um 36 % auf 422 Mio. € zurückzuführen, vor allem weil interne Kostenzuweisungen, die Zuweisung von Bankenabgaben und der Personalaufwand geringer ausfielen als im Vorjahr.

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital machte weitere Fortschritte beim Abbau der risikogewichteten Aktiva (RWA). Diese betrugen zum Ende des Quartals 34 Mrd. € und gingen gegenüber dem Stand zum Ende des ersten Quartals 2020 von 44 Mrd. € um 24 % zurück. Der Bilanzabbau von 1,5 Mrd. € während des ersten Quartals wurde durch Modelleffekte und einen CVA Anstieg ausgeglichen. In den risikogewichteten Aktiva sind 23 Mrd. € für operationelle Risiken enthalten.

Die Verschuldungsposition (Leverage Exposure) lag zum Ende des ersten Quartals bei 81 Mrd. €, nachdem sie im Vorjahresquartal bei 118 Mrd. € und im vierten Quartal 2020 bei 72 Mrd. € gelegen hatte. Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal war vor allem darauf zurückzuführen, dass der Einheit – wie bei der Investorenveranstaltung der Bank im Dezember 2020 angekündigt – stufenweise ein größerer Anteil an den zentralen Liquiditätsreserven zugewiesen wird. Dazu kamen höhere Positionen im Hedgefonds-Geschäft. Dies glich die Verringerung der Verschuldungsposition aufgrund des weiteren Bilanzabbaus, des Auslaufens von Positionen, von Marktbewegungen und anderen Effekten mehr als aus.

Ergebnisse der Einheit zur Freisetzung von Kapital im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge insgesamt 81 −57 138 N/A
Risikovorsorge im Kreditgeschäft −7 14 −21 N/A
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 40 52 −12 −24
Sachaufwand und sonstiger Aufwand 458 641 −183 −29
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 N/A
Restrukturierungsaufwand 0 1 −1 −61
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 498 695 −196 −28
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 N/A
Ergebnis vor Steuern −410 −765 355 −46
Summe der Aktiva (in Mrd. €)1 176 291 –115 –40
Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet)1 444 577 –133 –23

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende.

Corporate & Other (C&O)

Corporate & Other wies im ersten Quartal einen Verlust vor Steuern von 178 Mio. € aus, nach einem Verlust vor Steuern von 40 Mio. € im Vorjahr.

Der Bereich verzeichnete im ersten Quartal negative Erträge von 74 Mio. €, nach positiven Erträgen von 43 Mio. € im Vorjahr. Dies war vor allem auf einen negativen Beitrag aus Unterschieden in der Bewertung oder im Zeitverlauf in Verbindung mit negativen Marktwertanpassungen von Absicherungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung der Bank zurückzuführen. Im Vorjahresquartal war dieser Beitrag aufgrund einer höheren Marktvolatilität dagegen positiv ausgefallen. Belastungen für Refinanzierung und Liquidität führten zu negativen Erträgen von 36 Mio. €. Im Vorjahr hatten sie minus 63 Mio. € betragen.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen betrugen im ersten Quartal 156 Mio. €, nach 112 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ergab sich vor allem aus Umbaubelastungen im Zusammenhang mit beschleunigten Sparmaßnahmen bei von der Bank genutzten Immobilien. Dazu kamen höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Aktivitäten für Anteilseigner, vor allem aufgrund von Restrukturierung und Abfindungen, die nicht auf die Geschäftsbereiche aufgeteilt wurden. Die Aufwendungen für höher als geplante Infrastrukturkosten, bei denen der Unterschiedsbetrag in Corporate & Other verbucht wird, gingen auf 13 Mio. € zurück, nach 51 Mio. € im Vorjahr.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden vom Gewinn vor Steuern der Geschäftsbereiche abgezogen und im Bereich Corporate & Other ausgeglichen. Sie summierten sich im ersten Quartal auf 50 Mio. €, verglichen mit 33 Mio. € im Vorjahr. Der größte Teil entfiel auf die DWS.

Ergebnisse Corporate & Other im Überblick

1. Quartal
in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
2021 2020 Absolute
Verän
derung
Verän
derung
in %
Erträge insgesamt −74 43 −116 N/A
Risikovorsorge im Kreditgeschäft −2 4 −6 N/A
Zinsunabhängige Aufwendungen:
Personalaufwand 892 950 −59 −6
Sachaufwand und sonstiger Aufwand −735 −837 102 −12
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 N/A
Restrukturierungsaufwand 0 −1 1 −100
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt 156 112 45 40
Anteile ohne beherrschenden Einfluss −50 −33 −17 50
Ergebnis vor Steuern −178 −40 −139 N/A
Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet)1 38.641 38.875 –234 –1

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

1 Zum Quartalsende

Konzernbilanz

Aktiva

in Mio. € 31.3.2021 31.12.2020
Barreserven und Zentralbankeinlagen 179.981 166.208
Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken) 11.797 9.130
Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften
(Reverse Repos) 8.650 8.533
Forderungen aus Wertpapierleihen 37 0
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Handelsaktiva 109.830 107.929
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 290.488 343.455
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte 84.090 76.121
Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte 158 437
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte insgesamt 484.566 527.941
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle
Vermögenswerte 41.671 55.834
Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen 1.062 901
Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten 435.362 426.995
Sachanlagen 5.457 5.549
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.852 6.725
Sonstige Aktiva1 134.800 110.399
Steuerforderungen aus laufenden Steuern 958 986
Steuerforderungen aus latenten Steuern 5.934 6.058
Summe der Aktiva 1.317.126 1.325.259

Passiva

in Mio. € 31.3.2021 31.12.2020
Einlagen 577.796 568.031
Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) 3.022 2.325
Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen 1.536 1.697
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen
Handelspassiva 51.521 44.316
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 275.572 327.775
Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen 47.911 46.582
Investmentverträge 547 526
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen insgesamt 375.552 419.199
Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen 4.723 3.553
Sonstige Passiva1 136.244 114.208
Rückstellungen 2.734 2.430
Steuerverbindlichkeiten aus laufenden Steuern 771 574
Steuerverbindlichkeiten aus latenten Steuern 560 561
Langfristige Verbindlichkeiten 149.296 149.163
Hybride Kapitalinstrumente 1.334 1.321
Summe der Verbindlichkeiten 1.253.569 1.263.063
Stammaktien, ohne Nennwert, rechnerischer Nominalwert 2,56 € 5.291 5.291
Kapitalrücklage 40.401 40.606
Gewinnrücklagen 11.126 10.014
Eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten −35 −7
Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung, nach Steuern −693 −1.118
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 56.089 54.786
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 5.825 5.824
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 1.642 1.587
Eigenkapital insgesamt 63.557 62.196
Summe der Passiva 1.317.126 1.325.259

1 Enthalten sind die zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen.

……

Entwicklung der Aktiva und Verbindlichkeiten

Zum 31. März 2021 verringerte sich die Bilanzsumme von 1,3 Bio. € geringfügig um 8,1 Mrd. € (oder 0,6 %) im Vergleich zum Jahresende 2020.

Haupttreiber der Gesamtbewegung waren Rückgänge von positiven und negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten um 53,0 Mrd. € bzw. 52,2 Mrd. €, überwiegend aufgrund von Bewegungen in Zinssätzen.

Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte verringerten sich um 14,2 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund einer Neugewichtung unserer strategischen Liquiditätsreserve unter Berücksichtigung veränderter Marktbedingungen. Dies trug zum Anstieg von 16,4 Mrd. € der Barreserven, Zentralbankeinlagen und Einlagen von Kreditinstituten bei.

Sonstige Aktiva erhöhten sich um 24,4 Mrd. €, hauptsächlich getrieben durch einen Anstieg von 20,4 Mrd. € von Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung. Dies war hauptsächlich auf einen saisonalen Anstieg der Handelsaktivitäten im Vergleich zu niedrigen Aktivitäten zum Jahresende zurückzuführen, und wurde durch einen Rückgang der Forderungen aus Bar- und Ausgleichzahlungen in Höhe von 10,2 Mrd. € teilweise ausgeglichen. Der saisonale Effekt spiegelte sich ebenfalls in einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung um 14,6 Mrd. € wider, der maßgeblich zur Erhöhung der sonstigen Passiva um 22,5 Mrd. € beigetragen hat.

Einlagen erhöhten sich um 9,8 Mrd. €, überwiegend aufgrund geringerer Konsumausgaben im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie sowie aufgrund temporärer Anstiege im Trust and Agency Geschäft unserer Unternehmensbank.

Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten stiegen um 8,4 Mrd. €, hauptsächlich aus Wechselkursveränderungen sowie dem anhaltenden Wachstum in Immobilienfinanzierungen in Deutschland in unserer Privatkundenbank.

Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) sowie Wertpapierleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zum beizulegenden Zeitwert, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte bewertet werden, erhöhten sich um 8,3 Mrd. €, aufgrund gestiegener Kundenaktivitäten im aktuellen Marktumfeld.

Handelspassiva erhöhten sich um 7,2 Mrd. €, hauptsächlich bedingt durch gestiegener Kundennachfrage und Marktchancen.

Die Gesamtveränderung der Bilanz beinhaltete einen Anstieg in Höhe von 20,3 Mrd. € aus Wechselkursveränderungen, hauptsächlich bedingt durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Effekte sind in den Veränderungen pro Bilanzposition enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden.

Liquidität

Die Gesamtliquiditätsreserven beliefen sich zum 31. März 2021 auf 242,9 Mrd. €, ein leichter Rückgang gegenüber 243,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Das Kreditwachstum in allen Geschäftsbereichen und Emissionsrückzahlungen wurden durch einen Anstieg der Einlagen in den stabilen Geschäftsbereichen ausgeglichen.

Eigenkapital

Zum 31. März 2021 erhöhte sich das Eigenkapital einschließlich Anteile ohne beherrschenden Einfluss gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 1,4 Mrd. €. Dieser Anstieg war auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, darunter auf den in der Berichtsperiode erzielten Jahresüberschuss von 1,0 Mrd. €, einen positiven Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 657 Mio. € nach Steuern, der hauptsächlich aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro resultierte, sowie auf Neubewertungsgewinne in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen in Höhe von 112 Mio. € nach Steuern. Diese Faktoren wurden teilweise durch nicht realisierte Nettoverluste aus zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 249 Mio. € nach Steuern ausgeglichen.

Strategie

Der folgende Abschnitt enthält aktuelle Informationen zu den im ersten Quartal 2021 erzielten Fortschritten bei der Umsetzung unserer Strategie und sollte in Verbindung mit dem Abschnitt "Strategie" im Lagebericht des Geschäftsberichts für das Jahr 2020 gelesen werden.

Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie

Nachdem wir im Juli 2019 die strategische Transformation der Bank bekanntgegeben und die Meilensteine für 2020 erreicht haben, legen wir nun den Schwerpunkt auf die dritte Phase unserer Strategieumsetzung, nachhaltige Profitabilität. Dank der bisher erzielten Fortschritte und unserer anhaltend disziplinierten Umsetzung sind wir auf einem guten Weg, die für 2022 angestrebten Meilensteine zu erreichen, indem wir unser Geschäft ausbauen und zugleich Kostendisziplin und Kontrolle über unser Risiko- und Bilanzmanagement aufrechterhalten. Wir haben im ersten Quartal 2021 unseren Vorstand danach ausgerichtet, Kundenorientierung, Effizienz und bereichsübergreifende Zusammenarbeit voranzutreiben. In der Privatkundenbank haben wir die Verhandlungen mit dem Betriebsrat zur weiteren Optimierung unseres Filialnetzes abgeschlossen. Wie auf unserem Investorentag im Dezember 2020 angekündigt, haben wir in unserer Unternehmensbank die Erträge ab dem ersten Quartal 2021 in einer neuen Aufteilung ausgewiesen, um das Geschäft enger an den Kundengruppen auszurichten.

Fortsetzung des Ertragswachstums in unserer Kernbank

Im ersten Quartal 2021 haben wir in unseren Kerngeschäften erhebliche Fortschritte erzielt. Die Erträge in unserer Kernbank beliefen sich im ersten Quartal 2021 auf 7,2 Mrd. €, ein Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erträge im Konzern beliefen sich in demselben Zeitraum auf 7,2 Mrd. €, ein Anstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Unternehmensbank konnte Belastungen durch die niedrigen Zinsen durch positive Effekte aus dem TLTRO-III-Programm, Preisanpassungen bei Einlagen, Maßnahmen zur Bilanzsteuerung und die positive Geschäftsentwicklung ausgleichen. Die Investmentbank steigerte im Berichtsquartal Erträge um über 32 %, getrieben durch eine starke Performance im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) und Marktanteilsgewinnen im Beratungs- und Emissionsgeschäft. Die Privatkundenbank hat Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds durch anhaltendes Geschäftswachstum erfolgreich ausgeglichen und auf Nettobasis neue Kundenkredite und berichtete Nettozuflüsse auf die verwalteten Vermögenswerte dazugewonnen. Die Vermögensverwaltung (Asset Management) hat im Quartal weiterhin Nettozuflüsse in ihre Wachstumsbereiche erzielt, die jedoch teilweise durch Nettomittelabflüsse bei Geldmarktprodukten ausgeglichen wurden, da die Anleger an die Finanzmärkte zurückkehrten.

Anhaltende Erfolge bei der Umsetzung der Kosteneinsparungsziele

Wir konzentrieren uns weiterhin stark auf die Kosten. Im ersten Quartal 2021 lagen die Zinsunabhängigen Aufwendungen bei 5,6 Mrd. €, was einem Rückgang um 64 Mio. € (1 %) gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft beliefen sich im Berichtsquartal auf 5,2 Mrd. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 109 Mio. € (2 %).

In der nächsten Phase unseres Umbaus erwarten wir weitere Einsparungen durch zentrale und divisionale Maßnahmen, z.B. durch die Überprüfung unserer Immobilienportfolien und Effizienzsteigerungen durch Automatisierung. Einige dieser Maßnahmen wurden als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie angepasst. Trotz höherer Gebühren zum Einheitlichen Abwicklungsfonds als erwartet und ungeplanter Beiträge zur deutschen gesetzlichen Einlagensicherung arbeiten wir daran, unser Ziel der bereinigten Kosten ohne Transformationskosten in Höhe von 16,7 Mrd. € im Jahr 2022 zu erreichen.

Die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit)

Im ersten Quartal 2021 führte die CRU ihr Programm zum Abbau von Vermögenswerten sowie die Übertragung von Kunden aus dem Hedgefonds- und Electronic Equities-Geschäft der Deutschen Bank fort und senkte gleichzeitig Kosten.

Die risikogewichteten Aktiva beliefen sich zum Ende des ersten Quartals 2021 auf 34 Mrd. €, ein Rückgang um 24 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der im ersten Quartal 2021 erzielte Risikoabbau von 1,5 Mrd. € wurde teilweise durch Modelleffekte und Inflation bei der Anpassung der Kreditbewertung (CVA) ausgeglichen.

Die Verschuldungsposition betrug zum Ende des ersten Quartals 2021 81 Mrd. €, ein Rückgang von 31 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2021 wurde der Einheit ein zusätzlicher Anteil an den zentralen Liquiditätsreserven in Höhe von 13 Mrd. € zugewiesen sowie höheren Positionen im Hedgefonds-Geschäft. Dies hat die Reduzierungen von 9,4 Mrd. € aus Risikoabbau und anderen Auswirkungen überkompensiert.

Im ersten Quartal 2021 gingen die Zinsunabhängigen Aufwendungen in der CRU im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2 Mrd. € bzw. 28 % zurück, was auf geringere bereinigte Kosten, einschließlich geringerer Umbaukosten, zurückzuführen ist. Die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten sanken um 0,2 Mrd. € (36 %) gegenüber dem Vorjahresquartal. Ursache hierfür waren verminderte Allokationen von Servicekosten, geringere Bankenabgaben und ein niedrigerer Personalaufwand.

Konservatives Bilanzmanagement

Wir bleiben entschlossen, unsere Bilanz konservativ zu gestalten, während wir unseren strategischen Umbau fortsetzen und durch die COVID-19-Pandemie steuern. Zum Ende des ersten Quartals 2021 lag unsere harte Kernkapitalquote bei 13,7 % und damit im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Ende des Vorjahres beziehungsweise um 330 Basispunkte über den regulatorischen CET1-Anforderungen. Für das Jahr 2022 streben wir weiterhin an, unsere harte Kernkapitalquote über 12,5 % zu halten.

Der sogenannte CRR Quick Fix, also die Entscheidung der EZB, bestimmte Zentralbankreserven aufgrund der COVID-19- Pandemie vorübergehend aus der Berechnung der Verschuldungsgröße auszuschließen, begünstigte die Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) und führte zu einem Anstieg auf 4,6 % zum Ende des ersten Quartals 2021. Ohne die Quick Fix-Anpassung läge die Verschuldungsquote (Vollumsetzung) bei 4,2 %.

Die Liquiditätsreserven lagen am Ende des ersten Quartals 2021 bei 243 Mrd. €, im Wesentlichen unverändert, da das Kreditwachstum in allen Geschäftsbereichen und Rückzahlungen von Emissionen durch die Erhöhung der Einlagen in den stabilen Geschäftsbereichen ausgeglichen wurden. Die Liquiditätsdeckungsquote stieg im ersten Quartal 2021 auf 146 %, ein Überschuss von 70 Mrd. € im Vergleich zu den regulatorischen Anforderungen.

Wir sind der Ansicht, dass unsere Risikoniveaus konservativ sind mit einem Value-at-Risk (VaR) von € 43 Mio. zum Ende des ersten Quartals 2021, basierend auf dem im vierten Quartal 2020 implementierten Historischen Simulationsmodell.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für das erste Quartal 2021 betrug sechs Basispunkte auf Jahresbasis als Prozentsatz der durchschnittlichen Kredite, eine besser als erwartet ausgefallene Verringerung aufgrund eines verbesserten makroökonomischen Umfelds. Für das gesamte Jahr 2021 erwarten wir eine Risikovorsorge im Kreditgeschäft von rund 25 Basispunkten als Prozentsatz unserer erwarteten durchschnittlichen Kredite, da sich die Wirtschaft erholt und sich die Bedingungen normalisieren. Wir halten an unseren strengen Vergabestandards und unserem strikten Risikorahmenwerk fest. Weitere Einzelheiten zur Berechnung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft sind dem Abschnitt "Risikobericht" im Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Die Deutsche Bank setzte ihre Nachhaltigkeitsstrategie im ersten Quartal 2021 weiter um. Zu den wichtigsten Erfolgen des ersten Quartals 2021 zählen die Emission unserer zweiten grünen Anleihe und der Start eines an Firmenkunden gerichteten Programms für grüne Einlagen. Darüber hinaus trat die Deutsche Bank der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) bei. PCAF wird uns dabei helfen, die mit unserem Geschäft verbundenen Treibhausgasemissionen auf eine Weise zu messen und offenzulegen, die den Vergleich mit unseren Mitbewerbern erlaubt. Als Unterzeichner der Klima-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors haben wir außerdem zugesichert, unsere Kreditportfolios an den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten.

Unsere Finanzziele

Unsere wichtigsten finanziellen Ziele sind:

Finanzielle Ziele für 2022

  • Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von 8 % auf Konzernebene
  • Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von über 9 % für die Kernbank
  • Bereinigte Kosten ohne Transformationskosten in Höhe von 16,7 Mrd. €
  • Aufwand-Ertrag-Relation von 70 %
  • Harte Kernkapitalquote von über 12,5 %
  • Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) von circa 4,5 %

Die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft können unsere Fähigkeit, unsere finanziellen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen, da ihre ultimativen Auswirkungen nach wie vor schwer vorherzusagen sind.

Bereinigte Kosten, bereinigte Kosten ohne Transformationskosten, bereinigte Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft, die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) sowie die Verschuldungsquote (Vollumsetzung) sind nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen. Die Definitionen dieser Kennzahlen und Überleitungen zu den zugrunde liegenden IFRS-Kennzahlen finden Sie im Abschnitt "Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" in diesem Bericht.

Unsere Unternehmensbereiche

Der folgende Abschnitt sollte im Zusammenhang mit dem Abschnitt Deutsche Bank: Unsere Organisation" in "Die Geschäftsentwicklung" des Geschäftsberichts 2020 gelesen werden.

Unternehmensbank

Die Unternehmensbank setzte ihre strategischen Ziele im ersten Quartal 2021 weiter erfolgreich um. Im Rahmen unserer Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen des herausfordernden Zinsumfelds haben wir Erträge von rund 74 Mio. € aus Preisanpassungen bei Einlagen erzielt, womit sich der Gesamtbetrag der Einlagen im Rahmen von Gebührenvereinbarungen auf circa 83 Mrd. € beläuft. Wir arbeiten weiter auf unser Ziel hin, die Gebühreneinnahmen im Geschäft mit Plattformen, FinTechs und eCommerce-Kunden in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln. Wir haben unsere Strategie für das Clearing von Zahlungen über Online-Marktplätze verfeinert und unsere Partnerschaft mit Mastercard erweitert, um unsere Ziele in diesem Bereich zu erreichen. Durch die Auflage grüner Einlagen im ersten Quartal 2021 decken unsere nachhaltigen Finanzierungen inzwischen alle Produkte im Firmenkundengeschäft ab. Außerdem haben wir den Dialog zur ESG-Transformation ausgeweitet und unsere Interaktion mit externen ESG-Interessengruppen deutlich intensiviert, um ESG-Ökosysteme zu schaffen. Während wir unser Geschäft mit Kunden weltweit ausbauen, wollen wir weiterhin solide Risikomanagementgrundsätze anwenden, um die hohe Qualität unseres Kreditportfolios und strenge Kreditvergabestandards zu erhalten sowie einen Missbrauch unserer Produkte und Dienstleistungen zur Begehung von Finanzdelikten zu verhindern.

Investmentbank

Im ersten Quartal 2021 konnte die Investmentbank auf der positiven Dynamik aus dem Geschäftsjahr 2020 aufbauen und erneut ein starkes Ergebnis erzielen. Wir sind nach wie vor entschlossen, unsere wesentlichen strategischen Prioritäten umzusetzen, und erzielten dabei greifbare Ergebnisse: ein stetiges Ertragswachstum, einen kontrollierten Ansatz für den Kapitaleinsatz, eine weitere Optimierung der Kostenbasis und einen verstärkten Fokus auf die Kontrollumgebung. Im Emissions- und Beratungsgeschäft nutzten wir unsere Stärke im Bereich Debt Origination und unsere Kompetenzen im Bereich Equity Capital Markets, was zu signifikant höheren Erträgen im ersten Quartal 2021 und globalen Marktanteilsgewinnen führte. Die Bereiche Trading, Credit Trading und Financing von Fixed Income & Currencies (FIC) profitierten von einer robusten bereinigten Geschäftsentwicklung und dem Wegfall der im Vorjahr verzeichneten Marktwertverluste infolge von Marktverwerfungen. Im übrigen FIC-Handelsgeschäft blieben die Aktivitäten nicht auf den hohen Niveaus des ersten Quartals 2020, weshalb die Erträge erwartungsgemäß geringer ausfielen. Nichtsdestotrotz setzten wir die strategische Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche fort. Gleichzeitig blieb die Senkung von Kosten eine entscheidende Priorität für den Bereich. Wir verfolgten den disziplinierten Ansatz für das Kostenmanagement weiter. Dabei legten wir einen nachhaltigen Fokus auf Front-to-Back-Kosteneinsparungen, vor allem im Hinblick auf die Transformation von Prozessen und Plattformen im Rahmen des Reengineering-Programms von FIC. Schließlich entwickelten wir unseren bereichsübergreifenden Fokus auf ESG weiter. Wir erzielten anhaltende Fortschritte bei den Transaktionsvolumina in den Bereichen Debt Capital Markets und FIC Financing und entwickelten zu diesem Zweck innovative Produkte und Lösungen in FIC Trading. Ferner behaupteten wir laut Dealogic unsere Top-5-Position auf dem Markt für grüne Anleihen.

Privatkundenbank

Die Transformation der Privatkundenbank Deutschland ist auf einem guten Weg und verzeichnete im ersten Quartal 2021 eine dynamische Entwicklung. Auf der Ertragsseite sahen wir eine anhaltend hohe Nachfrage nach strategischen Kernprodukten wie im Bereich Baufinanzierung und Anlageprodukte. Im Berichtsquartal wiesen wir starke Nettozuflüsse in Anlageprodukte aus und profitierten dabei auch von der Konversion von Einlagen in Anlageprodukte sowie der Einführung von Verwahrentgelten für große Einlagevolumina. Das Konsumentenkreditgeschäft war in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld mit geringer Kundennachfrage konfrontiert. Die Fortschritte in der Umsetzung unserer strategischen Agenda materialisieren sich zunehmend in unserer Kostenbasis. Wir haben Betriebsratsverhandlungen zur weiteren Optimierung unseres Filialnetzes abgeschlossen, welche die Schließung von 200 Filialen bis 2022 und einen entsprechenden Abbau von Mitarbeitern in beiden Marken mit sich bringt. Bei der Postbank wurde bereits die Hälfte der für dieses Jahr geplanten Filialschließungen abgeschlossen. Um unsere digitalen Kapazitäten auszubauen, haben wir weitere Vertriebs- und Serviceprozesse digitalisiert und nutzen weiterhin Wachstumspotenzial in Digitalkanälen. Unsere Maßnahmen tragen dazu bei, dass das digitale Angebot der Privatkundenbank Deutschland stärker am Markt wahrgenommen wird. So wurde die App der Deutschen Bank beispielsweise als beste Mobile Banking App ausgezeichnet.

In der Internationalen Privatkundenbank (IPB) setzen wir weiter auf Wachstum in unseren strategischen Kernmärkten, indem wir unser Werteversprechen stärken und uns auf unsere Kernkundengruppen fokussieren. Wir haben unsere Flagshiplösung, die Strategic Asset Allocation, in Italien, Spanien und Belgien für Kunden im Private und Personal Banking erfolgreich eingeführt und konnten weitere qualifizierte Kundenbetreuer in strategischen Kernmärkten für uns gewinnen. Wir haben unsere Kosteneffizienz verbessert, indem wir unser Netzwerk an Filialen und Bürostandorten optimiert haben, unser Produktangebot fokussiert und unsere Plattform digitalisiert haben. Darüber hinaus haben wir durch die Ernennung eines neuen Head of IPB Americas und die Zusammenlegung der Führungspositionen in den Bereichen Lending und Advisory & Sales unsere Führungsebene gestärkt.

Seit Jahresbeginn konnten wir ein starkes Wachstum der ESG-Volumina in beiden Geschäftsbereichen verzeichnen. Nachdem wir ESG-Kriterien in unsere Anlagemethodik, Produkte und Prozesse integriert haben beginnen wir nun, unseren Kunden verstärkt ESG-Lösungen näherzubringen.

Asset Management

Die Vermögensverwaltungsbranche entwickelt sich konstant weiter und ist geprägt von einem verschärften Wettbewerb, anhaltendem Margendruck, technologischen Umwälzungen und erhöhter Marktvolatilität. Wir sind davon überzeugt, dass uns unser breites Angebot leistungsstarker Produkte und Anlagelösungen eine starke Basis für die Steigerung des verwalteten Vermögens und der Profitabilität bietet. Unsere überarbeiteten mittelfristigen Ziele für Nettomittelzuflüsse und die Aufwand-Ertrags-Relation orientieren sich an den Themenfeldern Transformation, Wachstum und Führung. Die Kontrolle der Kosten ist nach wie vor von grundlegender Bedeutung, um unsere Geschäftsstrategie umzusetzen und eine Wertschöpfung für die Aktionäre zu gewährleisten. Im ersten Quartal 2021 haben wir ein Rahmenwerk mit funktionalen Rollen eingeführt, um die Art und Weise unserer Zusammenarbeit zu ändern und zu optimieren. Dazu wurden Unternehmenstitel und hierarchisches Denken aufgehoben, um eine klar leistungsorientierte Unternehmenskultur zu fördern. Darüber hinaus investieren wir weiterhin in die Digitalisierung, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in einer sich schnell entwickelnden Branche zu steigern und das DWS-Erlebnis für unsere Kunden und Mitarbeiter zu verbessern, wie die neu eingeführte On-Demand-Videoplattform DWS+ zeigt. Letztendlich ist es unser Ziel, ein führender europäischer Vermögensverwalter mit globaler Reichweite zu werden. Dies wollen wir erreichen, indem wir zum Experten und Marktführer für nachhaltiges Investieren, passive und margenstarke Anlagen und Lösungen werden. Daher hat unsere Strategie, in diesen spezifischen Produktlinien und Regionen gezielt zu wachsen, sowie das organische Wachstum weiterhin höchste Priorität. Insbesondere erkennen wir die Bedeutung von ESG-Investitionen als Wachstumsmotor sowohl für die DWS als auch für die Asset-Management-Branche im nächsten Jahrzehnt. Dies spiegelt sich bereits in unseren neuen Produkteinführungen wider - die wir als Reaktion auf die Kundennachfrage und im Einklang mit den Markterwartungen entwickeln - und die weiterhin stark zu unserer positiven Dynamik bei den Nettomittelaufkommen beitragen, wie wir in diesem Quartal gesehen haben.

Ausblick

Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die Aktualisierungen unseres Ausblicks für den Konzern und unsere Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2021 und sollte in Zusammenhang mit dem Ausblick im Lagebericht des Geschäftsberichts 2020 gelesen werden.

Ausblick auf Gesamtwirtschaft und Bankenbranche

Seit Anfang des Jahres 2020 sind das makroökonomische Umfeld und der Bankensektor von der COVID-19-Pandemie geprägt. Nach den starken BIP-Rückgängen in den wichtigsten Industrieländern im Jahr 2020 erwarten wir eine starke wirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2021, da sich die Einführung der COVID-19-Impfungen beschleunigt, die Beschränkungen im Zusammenhang mit COVID-19 gelockert werden und die aufgestaute Nachfrage zum Tragen kommt. Zusätzliche fiskalische Anreize bestehen insbesondere in den Volkswirtschaften der Vereinigten Staaten (USA) und der Europäischen Union (EU). Wir gehen davon aus, dass das US-BIP bereits im zweiten Quartal 2021 wieder auf dem Niveau vor COVID-19 liegen wird und der Euroraum die durch COVID-19 verursachten BIP-Verluste bis Ende des Jahres 2021 wieder wettmachen wird.

Die Aussichten für den globalen Bankensektor im Jahr 2021 werden weiterhin von der COVID-19-Pandemie und dem Beginn einer wirtschaftlichen Erholung beeinflusst. Eine Reihe von Trends, die das Bankgeschäft im Jahr 2020 dominiert haben, könnten sich umkehren. Insgesamt wird erwartet, dass sich die Rentabilität der Banken von den starken Rückgängen im Jahr 2020 erholt, da rückläufige Rückstellungen für Kreditverluste das teilweise herausfordernde Ertragsumfeld mehr als ausgleichen werden.

Es gibt eine Reihe von Risiken für unseren globalen Wirtschaftsausblick. Die anhaltenden Herausforderungen von COVID-19 und die Möglichkeit weiterer Lockdowns im Jahr 2021 könnten die wirtschaftliche Dynamik erheblich dämpfen. Wachsende Staatsschulden könnten sich auch auf die Gesamtwirtschaft der Eurozone auswirken. Spannungen im internationalen Handel, einschließlich bevorstehender Handelsverhandlungen zwischen den USA und der EU, könnten sich negativ auf die globalen Wirtschaftsaussichten auswirken. Darüber hinaus könnten zunehmende geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, in Russland / der Ukraine und im Verhältnis zu China, weitere Unsicherheiten schaffen.

Ausblick für die Deutsche Bank

Im Juli 2019 haben wir eine strategische Transformation der Deutschen Bank bekannt gegeben, mit der wir uns wieder darauf konzentrieren wollen, eine nachhaltige Rentabilität zu erzielen und unseren Aktionären bessere Renditen zu bieten. Das makroökonomische, steuerliche und regulatorische Umfeld hat sich jedoch seitdem infolge der COVID-19-Pandemie verändert. Dieses veränderte Umfeld hat sich bereits auf unsere Ertragslage, Kapitalquoten und den unseren Zielen zugrunde liegenden Kapitalplan ausgewirkt und könnte sich auch im Jahr 2021 weiterhin darauf auswirken, wenn auch voraussichtlich in einem geringeren Ausmaß als im Vorjahr. Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden wir unsere Strategie im Jahr 2021 und darüber hinaus weiter diszipliniert umsetzen; dabei legen wir den Schwerpunkt auf eine Verbesserung der nachhaltigen Rentabilität durch Ertragswachstum in unserer Kernbank unter Beibehaltung der Kosten- und Kapitaldisziplin.

Wir sind entschlossen, unsere Finanzziele für das Jahr 2022 zu erreichen, insbesondere eine Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von 8 % für den Konzern und von über 9 % für unsere Kernbank. Im Jahr 2021 ist es unser Ziel, auf die 2020 erzielten Fortschritte aufzubauen, einschließlich einiger gezielter Investitionen.

Für das Jahr 2021 erwarten wir, dass die Erträge im Konzern und in der Kernbank im Vergleich zum Vorjahr in etwa unverändert bleiben werden, da die negativen Auswirkungen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und die Folgen der COVID-19-Pandemie durch strategische Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Ertragswachstums ausgeglichen werden dürften. Der leicht bessere Ausblick für das Jahr 2021 spiegelt unser starkes Ergebnis im ersten Quartal wider.

Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir, dass die Erträge der Unternehmensbank im Vergleich zum Vorjahr in etwa unverändert bleiben, da unsere strategischen Wachstumsinitiativen und die Vorteile aus dem TLTRO-III-Programm der EZB die Folgen der COVID-19-Pandemie und das herausfordernde Zinsumfeld ausgleichen dürften. Wir gehen davon aus, dass die Erträge in Corporate Treasury Services im Wesentlichen unverändert bleiben werden, da die Vorteile des TLTRO-III-Programms der EZB, die Preisanpassungen bei Einlagen sowie die erwartete Erholung der globalen Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte die Nachteile des negativen Zinsumfeldes ausgleichen dürften. Für Institutional Client Services wird erwartet, dass die Erträge im Wesentlichen unverändert bleiben, was durch das Wachstum in den Bereichen Corporate Trust and Depositary Receipts unterstützt wird. Dies wird teilweise aufgezehrt durch negative Auswirkungen von Zinssenkungen in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum im ersten Quartal 2021 und das Auslaufen bestimmter Kundenmandate im Bereich Securities Services. Wir gehen davon aus, dass die Erträge aus dem Business Banking im Wesentlichen unverändert bleiben werden, da Neubewertungsmaßnahmen, Kreditinitiativen, die Ausweitung unseres Nichtbankenangebots und die Vorteile des TLTRO-III-Programms der EZB die Nachteile des Negativzinsumfelds ausgleichen sollten.

Für das Jahr 2021 erwarten wir, dass die Erträge in der Investmentbank im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Wir gehen davon aus, dass die Erträge in Sales & Trading (FIC) für das laufende Jahr im Vergleich zu 2020 im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Dem Kredithandel (Credit Trading) ist ein sehr guter Start in das Jahr gelungen, und wir werden versuchen, das Produktangebot in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Unser Finanzierungsgeschäft wird sich auf diszipliniertes Risikomanagement und gezielten Ressourceneinsatz konzentrieren. Es wird erwartet, dass Rates and Global Emerging Markets weiterhin auf dem Erfolg ihres im Jahr 2020 neu ausgerichteten Geschäfts aufbauen, während unser Devisengeschäft weiterhin seine Technologie und die Partnerschaft mit der Unternehmensbank nutzen wird. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass diese Geschäftsfelder von einer ähnlich extremen Volatilität profitieren werden, wie sie durch die COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 zu beobachten war; dies wird sich auf die Erträge im Jahresvergleich auswirken. Im Beratungs- und Emissionsgeschäft erwarten wir, dass die Erträge im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 im Wesentlichen unverändert bleiben. Wir gehen davon aus, dass unser Debt-Origination-Geschäft auf den Erfolgen des Jahres 2020 bei Investment-Grade-Schuldtiteln aufbauen wird, das Volumen an Anleiheemissionen und die Gebührenpools in diesem Jahr jedoch niedriger sein werden. Unser Leveraged-Loan-Geschäft hat im ersten Quartal von einer weiteren Belebung des Leveraged-Loan-Marktes profitiert, und wir gehen davon aus, dass sich dies fortsetzen wird. Im Bereich Equity Origination werden wir versuchen, unsere Stärke aus dem ersten Quartal 2021 beizubehalten, in dem der gesamte Bereich gewachsen ist. Im Beratungsgeschäft konzentrieren sich die Investitionen auf die Betreuung von Kunden in Wachstumssektoren, in denen die Bank einen Wettbewerbsvorteil hat.

Wir erwarten, dass die Erträge in der Privatkundenbank im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Die negativen Auswirkungen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds sollten durch geschäftliches Wachstum und durch ausgewählte Preisanpassungsmaßnahmen sowie durch positive Effekte aus dem TLTRO III-Programm der EZB ausgeglichen werden. Für die Privatkundenbank in Deutschland erwarten wir ebenfalls, dass die Erträge gegenüber 2020 im Wesentlichen unverändert bleiben. Der anhaltende Margendruck im Einlagengeschäft und ein geringerer Ergebnisbeitrag aus zentralen Treasury-Allokationen sollten durch ein anhaltendes Wachstum im Kreditgeschäft, höhere Provisionserträge im Anlage- und Versicherungsgeschäft sowie durch ausgewählte Preisanpassungen ausgeglichen werden. Auch in der Internationalen Privatkundenbank gehen wir davon aus, dass die Erträge im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben. Wir erwarten fortgesetztes geschäftliches Wachstum im Anlage- und Kreditgeschäft. Diese Entwicklung wird unterstützt durch gezielte Neueinstellungen von Kundenberatern insbesondere in dem Kundensegment Private Banking and Wealth Management. Das daraus resultierende Ertragswachstum sollte die negativen Auswirkungen aus dem Niedrigzinsumfeld und einen niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem Abbau von Altbeständen ausgleichen. Wir gehen davon aus, dass wir unser geschäftliches Wachstum in einem sich normalisierenden Marktumfeld weiter ausbauen können. Die Entwicklung der verwalteten Vermögen wird dabei in hohem Maße von Marktparametern einschließlich der Entwicklung von Wechselkursen abhängen. Insgesamt erwarten wir im Jahr 2021 höhere Volumina im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2021 werden in der Vermögensverwaltung (Asset Management) höhere Erträge als im Jahr 2020 erwartet. Die Managementgebühren werden im Jahresvergleich voraussichtlich höher sein, da wir davon ausgehen, dass positive Effekte, die sowohl aus Nettozuflüssen als auch aus einer günstigen Marktentwicklung resultieren, den Margendruck mehr als ausgleichen. Die Performance- und Transaktionsgebühren dürften im Vergleich zu 2020 höher sein, jedoch weiterhin 3-5 % des Gesamtertrages ausmachen. Die sonstigen Erträge werden voraussichtlich deutlich höher ausfallen, hauptsächlich aufgrund einer prognostizierten Verbesserung des beizulegenden Zeitwerts von Garantien. Wir rechnen damit, dass das verwaltete Vermögen Ende 2021 aufgrund von Nettomittelzuflüssen leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Wir erwarten anhaltende Nettomittelzuflüsse in gezielte Wachstumsbereiche bei passiven und alternativen Anlagen. Diese Entwicklung wird durch strategische Partnerschaften und Produktinnovationen, darunter zusätzliche ESG-Angebote, weiter befördert.

Wir erwarten, dass die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit) im Jahr 2021 negative Erträge ausweisen wird, getrieben durch Auswirkungen des Risikoabbaus, Finanzierungskosten, Kosten für Absicherungsgeschäfte und Marktwertanpassungen. Wir erwarten weiter, dass diese teilweise durch positive Erträge im Zusammenhang mit der Rückvergütung betrieblicher Aufwendungen des Hedgefonds-Geschäfts und einen geringen Ertrag aus Kreditportfolios ausgeglichen werden können.

Corporate & Other wird im Jahr 2021 weiterhin von Bewertungs- und Zeitunterschieden bei Positionen betroffen sein, die wirtschaftlich abgesichert sind, jedoch nicht die Rechnungslegungsanforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen. In Corporate & Other werden sich auch bestimmte Übergangskosten, vorwiegend im Zusammenhang mit Änderungen unseres internen Rahmenwerks für Verrechnungspreise, auswirken, die im Jahr 2021 voraussichtlich rund 250 Mio. € betragen werden.

Wir beabsichtigen, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft im Jahr 2021 weiter zu senken. Der Rückgang dürfte sich vorwiegend aus den laufenden Auswirkungen der bereits umgesetzten Maßnahmen sowie aus der Durchführung weiterer Maßnahmen, insbesondere in unseren Infrastrukturfunktionen und der Privatkundenbank, ergeben. Wir planen für das Jahr 2021 weitere Investitionen in Höhe von rund 300 Mio. €, hauptsächlich in die Integration unserer IT in Deutschland. Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir umbaubedingte Aufwendungen von rund 1 Mrd. €. Die Durchführung unserer Kostensenkungsmaßnahmen und Investitionspläne für das Jahr 2021 steht im Einklang mit dem Zielwert von 16,7 Mrd. € für unsere bereinigten Kosten ohne Umbaukosten im Jahr 2022. Unserem Ziel liegt unter anderem die Annahme zugrunde, dass unsere Beiträge zum Einheitlichen Abwicklungsfonds (SRF) im Jahr 2022 rund 0,3 Mrd. € betragen werden, was dem ursprünglichen Zielvolumen des Einheitlichen Abwicklungsausschusses (SRB) entspricht. Für das Jahr 2021 hat der SRB mitgeteilt, dass sich die Beiträge zum SRF entgegen unseren Annahmen weiter an der dynamischen Interpretation der Zielausstattung von 1 % der gedeckten Einlagen ab 2023 ausrichten. Eine weitere Erhöhung der Gesamtzielausstattung des SRB würde sich entsprechend negativ auf unsere bereinigten Kosten ohne Umbaukosten auswirken. Eine Erhöhung der angenommenen Beiträge zur deutschen gesetzlichen Einlagensicherung nach der Insolvenz von Greensill führte im ersten Quartal 2021 zu zusätzlichen Kosten, und wir erwarten, dass diese Beiträge auch in den kommenden Quartalen unsere Kosten beeinflussen.

Wir erwarten, dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für 2021 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Aussichten und des weiterhin strikten Risikomanagements erheblich niedriger ausfallen wird. Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir eine Risikovorsorge im Kreditgeschäft von rund 25 Basispunkten unseres erwarteten durchschnittlichen Kreditvolumens. Weitere Einzelheiten zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste (ECL) finden sich im Abschnitt "Risikoinformationen "in diesem Bericht.

Wir erwarten im Jahr 2021 negative Auswirkungen auf unsere harte Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) infolge der noch ausstehenden aufsichtsrechtlichen Entscheidungen und Regeländerungen, vor allem aus den endgültigen TRIM-Beschlüssen und anderen aufsichtsrechtlichen Ereignissen, die zu höheren risikogewichteten Aktiva (RWA) führen und im zweiten Quartal 2021 erwartet werden. Dies führt voraussichtlich zu einem leichten Anstieg der RWA und einem damit verbundenen negativen Einfluss von rund 80 Basispunkten auf die CET 1 Ratio. Ansonsten sollten die RWA im Wesentlichen unverändert bleiben, weil sich gezieltes Wachstum in unserer Kernbank und der anhaltende Abbau von Risiken in der Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit) in etwa ausgleichen sollten. Das harte Kernkapital dürfte leicht ansteigen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die harte Kernkapitalquote im Verlauf des Jahres 2021 über 12,5 % bleiben wird.

Wir erwarten einen Anstieg unserer Verschuldungsposition im Juni 2021, da der vorübergehende Ausschluss bestimmter Guthaben der Zentralbanken des Eurosystems aus der Implementierung des so genannten CRR Quick Fix ausläuft und der so genannte Standardansatz für das Gegenparteiausfallrisiko (SA-CCR) als neuer Maßstab für Bilanzpositionen eingeführt wird. Wir erwarten aus der Übertragung unseres Prime-Finance-Geschäfts an BNP Paribas bis zum Jahresende 2021 positive Effekte für die Verschuldungsposition in der Capital Release Unit, obwohl wir im Laufe des Jahres aufgrund der Einführung von SA-CCR eine gewisse Inflation sehen werden. Wir gehen davon aus, dass die Reduzierung der Verschuldungsposition in der CRU ein gezieltes Wachstum in ausgewählten Bereichen in unserer Kernbank ermöglichen wird. Infolgedessen erwarten wir, dass unsere Verschuldungsquote bis zum Jahresende 2021 im Vergleich zum Jahresende 2020 leicht niedriger sein wird. Wir arbeiten weiter daran, unser Ziel einer Verschuldungsquote von 4,5 % bis zum Jahresende 2022 zu erreichen.

Die bereinigten Kosten, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft sowie die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, sind nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen. Die Definitionen und Überleitungen der finanziellen Messgrößen sind im Kapitel "Ergänzende Informationen (nicht testiert): Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieser Ergebnisübersicht zu finden.

Zu den Risiken für unseren Ausblick zählen die potenziellen Folgen makroökonomischer und geopolitischer Unsicherheiten für unser Geschäftsmodell, einschließlich der Unsicherheiten rund um die Dauer und Erholung von der COVID-19-Pandemie. Die Unsicherheiten rund um die Geldpolitik der Zentralbanken (beispielsweise in Bezug auf das Zinsumfeld), die laufenden regulatorischen Entwicklungen (beispielsweise die Finalisierung des Basel-III-Rahmenwerks), Ereignisrisiken und eine geringere Kundenaktivität stellen ebenfalls Risiken dar.

Risiken und Chancen

Die Entwicklungen in den drei Monaten bis zum 31. März 2021 haben unsere Einschätzung der Risiken und Chancen, denen unsere Geschäftsaktivitäten ausgesetzt sind, wie in unserem Geschäftsbericht 2020 dargestellt, nicht wesentlich verändert.

Obwohl sich die globalen Wirtschaftsaussichten verbessert haben, hatten wir weiterhin mit Gegenwind durch die Auswirkungen von COVID-19, sowie sich erhöhende politische Risiken, zu kämpfen. Während die jüngsten, in der Öffentlichkeit diskutierten Zahlungsausfälle zu erheblichen Reaktionen an den Kapitalmärkten geführt haben, betrachten wir diese derzeit als idiosynkratrisch und gehen nicht davon aus, dass sie einen wesentlichen direkten Einfluss auf uns haben werden.

Makroökonomische und Marktbedingungen

Wie oben im Abschnitt "Ausblick" erwähnt, gehen wir davon aus, dass sich das makroökonomische Geschäfts- und operative Umfeld im Laufe des Jahres 2021 verbessern wird, sobald die Weltwirtschaft eine starke Erholung erfährt.

Dennoch bleiben einige Abwärtsrisiken durch die anhaltenden COVID-19 Infektionswellen, das Auftauchen neuer und ansteckender Virusstämmen und neuerliche Lockdown-Maßnahmen insbesondere in Europa bestehen. Die Pandemie sorgt weiterhin für Unsicherheit, was Volkswirtschaften und unser Geschäft erheblich beeinträchtigt hat. Wir erwarten, dass diese Unsicherheit mit steigenden Impfraten abnimmt. Die meisten Länder haben ihre Impfprogramme im ersten Quartal 2021 vollständig gestartet, und im zweiten Quartal 2021 werden weitere Fortschritte erwartet, sobald die Impfstoffproduktion weiter zunimmt. Es besteht jedoch nach wie vor Ungewissheit darüber, wie schnell die Bevölkerungen geimpft werden können. Darüber hinaus kann im Hinblick auf die schrittweise Auslieferung und Verfügbarkeit von Impfstoffen in der ganzen Welt die zugrundeliegende Erholungsrate von Land zu Land variieren. Zusätzlich könnten neue Lockdown-Maßnahmen, deren Art, Dauer und Intensität nicht vollständig vorhersehbar sind, mögliche positive wirtschaftliche Auswirkungen der Impfstoffe zunichtemachen.

Im Laufe des Jahres 2020 beobachteten wir eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage, die sich auch in unserer erhöhten Risikovorsorge im Kreditgeschäft für 2020 widerspiegelt. Maßnahmen der Zentralbanken, Regierungen und verschiedener anderer Institutionen tragen weiterhin dazu bei, einige der kurzfristigen Auswirkungen abzumildern, und zahlreiche Länder haben unterstützende Maßnahmen (z. B. sozialpolitische Programme oder Moratorien) sowie staatlich geförderte Kreditprogramme für Unternehmen eingeführt. Bislang beobachten wir in wichtigen Märkten wie den USA, China und Deutschland die positiven Auswirkungen dieser Unterstützungsmaßnahmen, welche eine wirtschaftliche Erholung noch weiter unterstützen könnten.

Ungeachtet des jüngsten signifikanten Anstiegs der Renditen von U.S.-Staatsanleihen hat die COVID-19-Pandemie das "lower for longer"-Zinsumfeld insbesondere in Europa verlängert. Dies hat zu weiteren Druck auf die Zinsmargen der Banken geführt, und eine länger anhaltende Niedrigzinsphase in der Eurozone könnte unsere Rentabilität und Bilanzentwicklung erheblich beeinträchtigen. Während unsere Erträge angesichts des Umfangs unserer auf Euro lautenden Kredit- und Einlagenbücher besonders zinsempfindlich sind, kann sich das Niedrigzinsumfeld auch auf andere Bilanzpositionen auswirken, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Für bestimmte risikofreie Instrumente, insbesondere deutsche Staatsanleihen, sind die Zinssätze weiterhin negativ.

Das Niedrigzinsumfeld hat auch zu erhöhten Bewertungen von Risikoanlagen geführt, da Investoren nach Rendite suchen, mit besonderem Fokus auf den Technologiesektor. Im ersten Quartal 2021 umfasste dies eine konzertierte Aktion von Privatanlegern, die zu einem Short-Squeeze bei ausgewählten Werten führte. Diese Trends erhöhen das Risiko einer signifikanten Kurskorrektur, die möglicherweise durch Verzögerungen bei der Verbreitung von Impfstoffen, eine geringere Wirksamkeit von Impfstoffen und/oder einen Anstieg der Zinssätze ausgelöst werden könnte. Auch haben wir größere, idiosynkratrische Kreditereignisse einzelner Adressen gesehen, die die Notwendigkeit der Beibehaltung robuster Kriterien für die Kreditvergabe unterstreichen. Die Risiken werden durch eine hohe Verschuldung, einen Mangel an Liquidität in einigen Bereichen des Kapitalmarktes und eine Lockerung der globalen Kriterien für die Kreditvergabe verstärkt. Widrige Marktbedingungen, ungünstige Preise und Volatilität, einschließlich erheblicher Wechselkursschwankungen (und daraus resultierender Umrechnungseffekte), sowie eine zurückhaltende Anleger- und Kundenstimmung können in Zukunft unsere Umsätze und Erträge sowie das rechtzeitige und vollständige Erreichen unserer strategischen Ambitionen und Ziele wesentlich und nachteilig beeinflussen.

Wenn die Verbreitung eines COVID-19-Impfstoffs erfolgreich anhält in Verbindung mit geld- und fiskalpolitischer Unterstützung, könnte die zu erwartende wirtschaftliche Erholung und Belebung der Konjunktur mittelfristig deutlich anziehen. Dies wiederum könnte dazu führen, dass sich die Inflation bei Verbraucherpreisen und Vermögenswerten in den wichtigsten fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich schneller als erwartet beschleunigt. Während dies ein gewisses Aufwärtspotenzial für unsere Geschäftsaktivitäten und den Nettozinsertrag schaffen könnte, kann ein ungeordneter starker Anstieg der Anleiherenditen eine Abwärtskorrektur bei Aktien und anderen hoch bewerteten Risikoanlagen auslösen. Während es wahrscheinlich ist, dass die Zentralbanken handeln würden, um die Marktvolatilität einzudämmen, könnten potenzielle Erhöhungen der kurzfristigen Zinssätze und eine rasche Einschränkung der quantitativen Stützungsprogramme dazu führen, dass sich eine Reihe von Risiken materialisieren, wie z. B. die Ausweitung der Kreditrisikoprämien, was die Handelsergebnisse negativ beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus könnten wir ein erhöhtes Kontrahenten-Kreditrisiko bei Derivaten, erhöhte Kreditrisiken bei stark fremdfinanzierten Kunden und Schwellenländern mit externen Ungleichgewichten sowie ein Inflationsrisiko in Bezug auf Pensionsfondsvermögen sehen.

Politische Risiken

In Bezug auf den Brexit gibt es weiterhin Ungewissheit, da die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU über ihre künftigen Beziehungen fortgesetzt werden, insbesondere im Hinblick auf Finanz- und andere Dienstleistungen, die nicht umfassend durch das bestehende Abkommen abgedeckt sind. Wir haben bei der Prudential Regulation Authority und der Financial Conduct Authority, unseren britischen Aufsichtsbehörden, die Genehmigung beantragt, weiterhin regulierte Tätigkeiten in Großbritannien ausüben zu dürfen (die zuvor gemäß den Bestimmungen des europäischen Passes ausgeübt wurden) und fallen weiterhin unter das sogenannte "Temporary Permissions regime". Sollte es uns nicht gelingen, die Zulassung als Drittlandsniederlassung zu erhalten, könnte dies negative Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere Ertragslage oder unsere strategischen Pläne haben. Ohne eine Äquivalenz zwischen den Regelungen der EU und des Vereinigten Königreichs für Finanzdienstleistungen werden wir außerdem in unserer Fähigkeit eingeschränkt sein, Finanzdienstleistungen in und aus dem Vereinigten Königreich zu erbringen.

Die Spannungen zwischen USA und China haben in einer Vielzahl von Bereichen weiter zugenommen, darunter der Autonomiegrad von Hongkong, Menschenrechte, Cybersicherheit und andere Bereiche. Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen, Exportbeschränkungen und Investitionsbeschränkungen gegen chinesische Unternehmen und Beamte verhängt, und China hat in begrenzterem Umfang Sanktionen gegen U.S.-Unternehmen und Beamte verhängt und ein Rahmenwerk zur Blockierung von Vorschriften eingeführt, die auf die extraterritoriale Durchsetzung von Sanktionen abzielen. Ebenso hat die EU Sanktionen gegen China in Bezug auf Menschenrechtsfragen (im Besonderen den Umgang mit der Minderheit der Uiguren in Xinjiang) verhängt, die von China mit Sanktionen gegen Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEPs) und eine deutsche Denkfabrik erwidert wurden. Obwohl wir die Auswirkungen dieser eskalierenden Maßnahmen auf unser Geschäft oder unsere finanziellen Ziele nicht vorhersagen können, könnten die Auswirkungen wesentlich und nachteilig sein.

Andere geopolitische Risiken, die sich negativ auf unser Geschäftsumfeld oder unsere finanziellen Ziele auswirken könnten, sind die Spannungen im Südchinesischen Meer und zwischen den USA und China wegen Taiwan sowie das Eskalationspotenzial im Nahen Osten wegen des iranischen Atomprogramms nach den jüngsten Schritten zu einer höheren Urananreicherung. Die USA und die EU haben außerdem Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Vergiftung und Inhaftierung des Oppositionsführers Nawalny verhängt; weitere Sanktionen gegen Russland könnten in anderen Konfliktbereichen bevorstehen.

Nach wichtigen Landtagswahlen in Deutschland im März finden am 26. September 2021 Bundestagswahlen statt. Meinungsumfragen deuten derzeit darauf hin, dass verschiedene Koalitionen mit Parteien aus der politischen Mitte möglich sein könnten. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, die deutsche Politik wird sehr wahrscheinlich pro-europäisch bleiben.

Informationen zur Risikolage

Zusammenfassende Risikobewertung

Wie oben in den Abschnitten "Ausblick" sowie "Risiken und Chancen" erwähnt, gehen wir davon aus, dass sich das makroökonomische Geschäfts- und operative Umfeld im Laufe des Jahres 2021 verbessern wird, sobald die Weltwirtschaft eine starke Erholung erfährt; die Abwärtsrisiken bleiben jedoch erhöht.

Wegen der beispiellosen Natur der COVID-19-Pandemie wird die Prognoseunsicherheit noch für einige Zeit auf ungewöhnlich hohem Niveau verbleiben. Für uns als Bank bleibt als Arbeitshypothese, dass sich verzögerte Auswirkungen der COVID-19- Rezession weiter entfalten werden und dass das niedrige Zinsumfeld in der Eurozone für mehrere Quartale anhalten wird.

Das Auftauchen neuer und ansteckenderer Virusmutanten und neuerliche Lockdown-Maßnahmen, insbesondere in Europa, haben das Potenzial, die wirtschaftliche Erholung zu beeinträchtigen. Die meisten Länder haben ihre Impfprogramme im ersten Quartal 2021 vollständig gestartet, und im zweiten Quartal 2021 werden weitere Fortschritte erwartet, sobald die Impfstoffproduktion weiter zunimmt. Es besteht jedoch nach wie vor Ungewissheit darüber, wie schnell die Bevölkerungen geimpft werden können. Darüber hinaus kann im Hinblick auf die schrittweise Auslieferung und Verfügbarkeit von Impfstoffen in der ganzen Welt die zugrunde liegende Erholungsrate von Land zu Land variieren.

Ungeachtet des jüngsten signifikanten Anstiegs der Renditen von US-Staatsanleihen hat die Pandemie auch das "lower for longer" Zinsumfeld insbesondere in Europa verlängert. Dies kann unsere Netto-Zinseinnahmen (NII) und andere zinssensitive Geschäftsaktivitäten beeinflussen. Anhaltend niedrigere Zinsen haben außerdem erhöhte Marktbewertungen unterstützt, da Investoren nach Rendite suchen. Damit erhöht sich das Risiko deutlicher Preiskorrekturen, die möglicherweise breitere Marktinstabilitäten auslösen könnten.

Wir erwarten, dass die höhere Verschuldung von Unternehmen und Staaten eine Hinterlassenschaft der Pandemie sein wird. Derzeit werden die Risiken problematischer und ausfallender Kredite teilweise durch die großzügige Unterstützung seitens der Fiskal- und Geldpolitik gemindert. Allerdings wird die Rücknahme dieser Unterstützung im Laufe der Zeit Kreditrisiken erhöhen.

Darüber hinaus haben wir mehrere große, idiosynkratrische Ereignisse auf dem Markt beobachtet. Diese verdeutlichen die Notwendigkeit robuster Kriterien für die Kreditvergabe, eines unabhängigen und proaktiven Risikomanagements sowie von Governance- und Kontrollstandards.

Sofern die COVID-19 Impfkampagnen erfolgreich weiterlaufen und die geld- als auch die fiskalpolitische Unterstützung bestehen bleibt, können sich Weltwirtschaft und Reflation mittelfristig deutlich erholen. Folglich könnte sich die Inflation von Verbraucher- und Vermögenspreisen in den entwickelten Volkswirtschaften substantiell schneller beschleunigen als erwartet. Während dies einiges Aufwärtspotential für unsere Geschäftsaktivitäten und Netto-Zinseinnahmen bietet, könnte ein ungeordneter, scharfer Anstieg der Anleiherenditen eine Abwärtskorrektur von Aktien und anderen hochbewerteten Risikoaktiva auslösen und die Kreditrisiken hochverschuldeter Kunden erhöhen.

Geopolitische Risiken sind nach wie vor erhöht, unter anderem im Hinblick auf die tiefe Spaltung in der US-amerikanischen Gesellschaft, die angespannten Beziehungen zwischen den USA und China in Bezug auf den internationalen Handel und andere Politikbereiche, populistische Bewegungen in verschiedenen EU-Ländern und die laufenden Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU über ihre künftigen Beziehungen, z. B. im Hinblick auf Finanz- und andere Dienstleistungen, die nicht vollständig durch das bestehende Abkommen gedeckt sind. Weitere geopolitische Risiken, die sich negativ auf unser Geschäftsumfeld auswirken könnten, sind das Sanktionsrisiko in Bezug auf Russland, Spannungen im Südchinesischen Meer und das Eskalationspotenzial im Nahen Osten im Hinblick auf das iranische Atomprogramm, nachdem sich der Iran geweigert hat, die jüngsten Schritte in Richtung einer höheren Urananreicherung zurückzunehmen.

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Risiken sind wir einer Vielzahl von Finanzrisiken ausgesetzt, einschließlich aber nicht ausschließlich Adressenausfallrisiken sowie möglicher indirekter Auswirkungen auf uns oder plötzlichen Marktschocks, die sich auf unsere Kredit- und Marktrisikoprofile auswirken, sowie nichtfinanziellen Risiken, unter anderem in der operativen und IT-Infrastruktur, der Transaktionsabwicklung, und den Risiken von Drittanbietern aber auch durch externen Betrug.

Die möglichen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere Bilanz und Rentabilität werden durch Portfolio-Reviews und Stresstests bewertet. Stresstests werden auch eingesetzt, um die Belastbarkeit der strategischen Pläne der DB zu testen. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen, dass die derzeit verfügbaren Kapital- und Liquiditätsreserven in Kombination mit den vorhandenen Gegenmaßnahmen ausreichen, die Auswirkungen dieser Risiken im Falle eines Auftretens abzufangen.

Wichtige Risikokennzahlen

Der folgende Abschnitt enthält qualitative und quantitative Angaben zu Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und sonstigen Risiken und ihrer Entwicklung im ersten Quartal 2021. Angaben gemäß Säule-3 des Basel 3-Rahmenwerks, die in der Europäischen Union durch die Capital Requirements Regulation (CRR) implementiert wurden und durch EBA-Technical Standards oder die EBA-Richtlinie ergänzt werden, sind in unserem separaten Säule-3-Bericht enthalten, der auf unserer Website hinterlegt ist.

Weitere Details zu den wesentlichen Risikokategorien und zur Steuerung unserer wesentlichen Risiken finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2020 im Kapitel "Risikobericht".

Die folgenden ausgewählten Risikokennzahlen und die zugehörigen Metriken sind wichtiger Bestandteil unseres ganzheitlichen Risikomanagements über alle Risikoarten. Die Harte Kernkapitalquote (CET 1-Ratio), die Ökonomische Kapitaladäquanzquote (ECA), die Verschuldungsquote (Leverage Ratio), die Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, TLAC), Mindestanforderungen an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (Minimum Requirements for Own Funds and Eligible Liabilities, MREL), die Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) und die Netto-Liquiditätsposition unter Stress (Stressed Net Liquidity Position, sNLP) sind übergeordnete Metriken und integraler Bestandteil unserer strategischen Planung, des Risikoappetit-Rahmenwerks, unserer Stresstests (außer LCR, TLAC und MREL) und der Sanierungs- und Abwicklungsplanung, die unser Vorstand mindestens einmal jährlich überprüft und genehmigt.

Harte Kernkapitalquote (CET 1-Ratio) Risikogewichtete Aktiva
31.3.2021 13,7 % 31.3.2021 329,8 Mrd. €
31.12.2020 13,6 % 31.12.2020 329,0 Mrd. €
Ökonomische Kapitaladäquanzquote Ökonomischer Kapitalbedarf
31.3.2021 194 % 31.3.2021 26,7 Mrd. €
31.12.2020 179 % 31.12.2020 28,6 Mrd. €
Verschuldungsquote (Vollumsetzung) Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote
31.3.2021 4,6 % 31.3.2021 1.105 Mrd. €
31.12.2020 4,7 % 31.12.2020 1.078 Mrd. €
Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC) Mindestanforderungen an Eigenmitteln und
31.3.2021 (nach risikogewichteter Aktiva) 32,30 % berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL)
31.3.2021 (nach Risikoposition der 9,64 % 31.3.2021 10,49 %
Verschuldungsquote) 31.12.2020 10,69 %
31.12.2020 (nach risikogewichteter Aktiva) 31,99 %
31.12.2020 (nach Risikoposition der 9,76 %
Verschuldungsquote)
Netto-Liquiditätsposition unter Stress (sNLP)
Mindestliquiditätsquote (LCR) 31.3.2021 47,7 Mrd. €
31.3.2021 146 % 31.12.2020 43,0 Mrd. €
31.12.2020 145 %

Risikogewichtete Aktiva

Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich

31.3.2021
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Insgesamt
Kreditrisiko 55.040 77.204 68.290 6.216 6.703 19.223 232.676
Abwicklungsrisiko 0 9 0 0 2 4 14
Kreditrisikobezogene
Bewertungsanpassung (CVA) 52 5.137 47 128 2.527 76 7.967
Marktrisiko 468 18.427 449 34 1.508 2.217 23.102
Operationelles Risiko 5.842 25.723 8.187 3.395 22.912 0 66.059
Insgesamt 61.403 126.499 76.973 9.773 33.652 21.520 329.819
31.12.2020¹
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Insgesamt
Kreditrisiko 50.785 70.761 68.353 6.224 7.215 19.372 222.708
Abwicklungsrisiko 0 0 0 0 1 54 56
Kreditrisikobezogene
Bewertungsanpassung (CVA) 75 6.302 92 198 1.599 125 8.392
Marktrisiko 385 24.323 548 31 1.470 2.139 28.897
Operationelles Risiko 6.029 27.115 8.081 3.544 24.130 0 68.899
Insgesamt 57.273 128.502 77.074 9.997 34.415 21.690 328.951

1 Die Aufteilung der Divisionen für den 31. Dezember 2020 wurde gegenüber den früheren Veröffentlichungen aktualisiert, um die aktuelle Divisionsstruktur widerzuspiegeln.

Unsere RWA betrugen 329,8 Mrd. € zum 31. März 2021 im Vergleich zu 329,0 Mrd. € zum Jahresende 2020. Die Erhöhung von 0,9 Mrd. € resultierte hauptsächlich aus den Kreditrisiko-RWA, welche teilweise durch die RWA für Marktrisiken und für operationelle Risiken kompensiert wurden. Der Anstieg der Kreditrisiko-RWA um 10,0 Mrd. € ergab sich hauptsächlich aus der angestrebten Überprüfung unserer internen Modelle, welche zu mehreren Methodenverbesserungen in allen Geschäftsbereichen führte. Außerdem trug das Geschäftswachstum in unserer Unternehmens-, Investment- und Privatkundenbank zum Anstieg bei. Zusätzlich erhöhten sich die Kreditrisiko-RWA um 3,4 Mrd. € aufgrund von Wechselkursschwankungen. Dies wurde durch Verringerungen von RWA in unserer Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit) und Corporate & Other teilweise kompensiert. Die Marktrisiko-RWA sanken um 5,8 Mrd. € und resultierten vornehmlich aus den VaR- und SVaR-Komponenten, welche 62 % der RWA für Marktrisiken umfassten (14,2 Mrd. € von einer Gesamtsumme von 23,1 Mrd. €). Der verbleibende Anteil resultierte aus dem inkrementellen Risikoaufschlag und dem Marktrisiko-Standardansatz (welcher Verbriefungen, Langlebigkeitsrisiko und bestimmte Investmentfonds (collective investment undertakings (CIUs)) beinhaltet). Der Rückgang der risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko um 2,8 Mrd. € ist maßgeblich beeinflusst durch ein verbessertes internes Verlustdatenprofil, das in unser internes Kapitalmodell einfließt. Dieser Effekt wurde teilweise durch aktualisierte externe Verluste und Szenarien kompensiert.

Hartes Kernkapital (Überleitung zum bilanziellen Eigenkapital)

in Mio. € 31.3.2021 31.12.2020
Eigenkapital per Bilanzausweis 56.089 54.786
Dekonsolidierung/Konsolidierung von Gesellschaften 265 265
Davon:
Kapitalrücklage 0 0
Gewinnrücklage 265 265
Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung nach Steuern 0 0
Eigenkapital in der aufsichtsrechtlichen Bilanz 56.354 55.050
Minderheitsbeteiligungen (zulässiger Betrag in konsolidiertem CET 1) 825 805
Abgrenzung für Dividenden und AT1-Kupons1 −642 −242
Umkehreffekt der Dekonsolidierung/Konsolidierung der Position "Kumulierte sonstige erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung, nach Steuern", während der Übergangsphase 0 0
Hartes Kernkapital vor aufsichtsrechtlichen Anpassungen 56.538 55.613
Prudentielle Filter −1.882 −1.542
Davon:
Zusätzliche Bewertungsanpassungen −1.758 −1.430
Anstieg des Eigenkapitals durch verbriefte Vermögenswerte −0 −1
Rücklagen aus Gewinnen oder Verlusten aus zeitwertbilanzierten Geschäften zur Absicherung von
Zahlungsströmen und durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten −123 −111
Aufsichtsrechtliche Anpassungen in Zusammenhang mit nicht realisierten Gewinnen und Verlusten gemäß
Art. 467 und 468 CRR 0 0
Aufsichtsrechtliche Anpassungen −9.362 −9.186
Davon:
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte (abzüglich der damit verbundenen
Steuerverbindlichkeiten) (negativer Betrag) −4.751 −4.635
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche −1.328 −1.428
Negative Beträge aus der Berechnung der erwarteten Verlustbeträge −247 −99
Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds (abzüglich der damit verbundenen Steuerverbindlichkeiten)
(negativer Betrag) −860 −772
Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in Instrumenten des Harten Kernkapitals von anderen
Unternehmen der Finanzbranche, an denen das Institut eine wesentliche Beteiligung hält 0 0
Verbriefungspositionen, nicht in risikogewichteten Aktiva enthalten 0 0
Sonstiges2 −2.176 −2.252
Hartes Kernkapital3 45.294 44.885

1 Die Anrechnung von Zwischengewinnen erfordert gemäß Artikel 26 (2) der Verordnung (EU) No 575/2013 i.V.m. EZB Beschluss (EU) 2015\656 eine Genehmigung der EZB. 2 Beinhaltet 0,4 Mrd. € Kapitalabzug wirksam seit April 2019 und 0,3 Mrd. € wirksam seit Oktober 2016 basierend auf einer regelmäßigen Überprüfung durch die EZB und enthält mit Wirkung ab Januar 2018 einen Kapitalabzug in Höhe von derzeit 0,9 Mrd. € gemäß EZB-Vorgabe zu unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Einheitlichen Abwicklungsfonds und der Einlagensicherung sowie 0,6 Mrd. € Kapitalabzug, wirksam von Dezember 2020, basierend auf der aufsichtsrechtlichen Empfehlung der EZB zu regulatorischen Bewertungsanpassungen für ausgefallene Forderungen. IFRS 9-Übergangsbestimmungen gemäß Artikel 473a CRR führten zum 31. März 2021 zu einem Anstieg des Harten Kernkapitals um 29 Mio. €.

3 Das Harte Kernkapital, ausgewiesen zum 31. Dezember 2020, wurde angepasst, um eine Dividendenzahlung von null zu berücksichtigen.

Zum 31. März 2021 stieg unsere Harte Kernkapitalquote auf 13,7 % gegenüber 13,6 % zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg resultierte aus einer Erhöhung des Harten Kernkapitals um 0,4 Mrd. € im Vergleich zum Jahresende 2020, zum Teil kompensiert durch die oben genannte Erhöhung der risikogewichteten Aktiva. Der Anstieg des Harten Kernkapitals um 0,4 Mrd. € ergab sich im Wesentlichen aus unserem positiven Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mrd. €, welcher teilweise durch die Abgrenzungen von Dividenden auf Stammaktien sowie des AT 1-Kupons für das erste Quartal 2021 um insgesamt 0,4 Mrd. € reduziert wurde. Dieses steht im Einklang mit dem EZB-Beschluss (EU) 2015/656 zur Erfassung von Zwischenoder Jahresendgewinnen im Harten Kernkapital (CET 1) entsprechend Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (EZB/2015/4). Ein weiterer Anstieg ergab sich aus positiven Effekten im Zusammenhang mit Währungsumrechnungsanpassungen in Höhe von 0,7 Mrd. €, begleitet durch einige negative Wechselkurseffekte auf Kapitalabzugspositionen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Darüber hinaus wurden diese positiven Auswirkungen zum Teil durch negative Effekte aus höheren regulatorischen Anpassungen im Rahmen der Prudentiellen Filter in Höhe von 0,3 Mrd. € (im Wesentlichen Zusätzliche Bewertungsanpassungen aufgrund der Wiederaufnahme der Vorkrisen-Methodik) sowie durch Auswirkungen aus der Aktienvergütung von 0.3 Mrd. € ausgeglichen.

Ökonomische Kapitaladäquanzquote und gesamter ökonomischer Kapitalbedarf

Die ökonomische Kapitaladäquanzquote betrug zum 31. März 2021 194 % im Vergleich zu 179 % zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg der Quote ergab sich aus dem Rückgang des ökonomischen Kapitalbedarfs und dem Anstieg des Kapitalangebots.

Der gesamte ökonomische Kapitalbedarf betrug zum 31. März 2021 26,7 Mrd. €, im Vergleich zu 28,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang um 1,9 Mrd. € wurde durch den reduzierten ökonomischen Kapitalbedarf für Marktrisiken, Geschäftsrisiken und operationelle Risiken verursacht. Der ökonomische Kapitalbedarf für Marktrisiken reduzierte sich um 1,4 Mrd. €, vor allem aufgrund des gesunkenen Zinsrisikos innerhalb von Treasury mit Auswirkungen auf das Marktrisiko bei Nichthandelsaktivitäten und geringeren Beständen in der Investment Bank mit Auswirkungen auf das Marktrisiko bei Handelsaktivitäten. Der ökonomische Kapitalbedarf für Geschäftsrisiken reduzierte sich um 0,3 Mrd. €, vor allem aufgrund einer niedrigeren strategischen Risikokomponente unter Berücksichtigung des verbesserten Ergebnisausblicks für die nächsten 12 Monate. Der ökonomische Kapitalbedarf aus operationellen Risiken reduzierte sich um 0,2 Mrd. €, vor allem aufgrund eines geringfügig niedrigeren Verlustprofils. Der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken blieb unverändert.

Das ökonomische Kapitalangebot betrug zum 31. März 2021 51,7 Mrd. € im Vergleich zu 51,1 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg um 0,6 Mrd. € ist hauptsächlich zurückzuführen auf das Nettoergebnis von 1,0 Mrd. €, welches teilweise durch die höheren Kapitalabzüge für aufsichtliche Korrekturposten (vor allem Zusätzliche Bewertungsanpassungen) in Höhe von 0,3 Mrd. € und andere Verrechnungen in Höhe von 0,1 Mrd. € ausgeglichen wurde.

Verschuldungsquote und Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote

Zum 31. März 2021 betrug unsere Verschuldungsquote auf Basis einer Vollumsetzung 4,6 %, verglichen mit 4,7 % zum 31. Dezember 2020, unter Berücksichtigung des Kernkapitals auf Basis einer Vollumsetzung in Höhe von 51,0 Mrd. € im Verhältnis zur anzuwendenden Gesamtrisikopositionsmessgröße in Höhe von 1.105 Mrd. € zum 31. März 2021 (50,6 Mrd. € sowie 1.078 Mrd. € per 31. Dezember 2020).

Im Laufe des ersten Quartals 2021 erhöhte sich unsere Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote um 27 Mrd. € auf 1.105 Mrd. €, im Wesentlichen durch Derivate, deren Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote sich um 16 Mrd. € (7 Mrd. € ohne Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivategeschäften), erhöhte, hauptsächlich durch höhere Aufschläge für den potenziellen künftigen Wiederbeschaffungswert. Zusätzlich stiegen außerbilanzielle Positionen um 7 Mrd. € an, was mit höheren Nominalwerten bei unwiderruflichen Kreditzusagen korrespondiert. Des Weiteren spiegelte der Gesamtanstieg auch die Entwicklung unserer Bilanz wider (siehe Abschnitt "Entwicklung der Aktiva und Verbindlichkeiten" für zusätzliche Informationen): Forderungen aus dem Kreditgeschäft wuchsen um 9 Mrd. € und Bilanzpositionen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften, Wertpapierleihen und Prime-Brokerage-Geschäften) erhöhten sich um 7 Mrd. €. Dies wurde teilweise durch zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte kompensiert, die sich um 14 Mrd. € verringerten. Forderungen aus Wertpapierkassageschäften stiegen um 4 Mrd. € auf Netto Basis – trotz eines Anstiegs um 28 Mrd. € von saisonbedingt niedrigem Niveau zum Jahresende auf Brutto-Basis.

Der Anstieg unserer Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote im Laufe des ersten Quartals 2021 enthielt einen Währungseffekt in Höhe von 19 Mrd. €, der hauptsächlich auf der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro beruht. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Effekte sind auch in den Veränderungen pro Position der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden.

Bei Berücksichtigung der Übergangsregelungen betrug die Verschuldungsquote 4,7 % verglichen mit 4,8 % zum 31. Dezember 2020, unter Berücksichtigung des Kernkapitals auf Basis der Übergangsregelungen in Höhe von 52,1 Mrd. € im Verhältnis zur anzuwendenden Gesamtrisikopositionsmessgröße in Höhe von 1.105 Mrd. € per 31. März 2021 (51,7 Mrd. € sowie 1.078 Mrd. € per 31. Dezember 2020).

Wir wenden weiterhin die "Quick fix"-Änderung der CRR (Verordnung (EU) 2020/873, Artikel 500b) an, welche durch den Beschluss der EZB (EU) 2020/1306 genehmigt wurde. Diese Änderung erlaubt den vorübergehenden Ausschluss bestimmter Risikopositionen gegenüber Zentralbanken und steuerte einen Rückgang von 101 Mrd. € bei. Ohne diesen vorübergehenden Ausschluss betrug unsere Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote 1.206 Mrd. € zum 31. März 2021, mit einer entsprechenden Verschuldungsquote von 4,2 % auf Basis einer Vollumsetzung und 4,3 % bei Berücksichtigung der Übergangsregelungen.

Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) und Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC)

TLAC und MREL

in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben) 31.3.2021 31.12.2020
Aufsichtsrechtliche Kapitalbestandteile von TLAC/MREL
Hartes Kernkapital (CET 1) 45.294 44.885
Zusätzliches Kernkapital (AT1) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind 6.848 6.848
Ergänzungskapital (T2) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind
Ergänzungskapital (T2) Instrumente, vor TLAC/MREL Anpassungen 8.005 6.944
Ergänzungskapital (T2) Instrumente, Anpassungen für TLAC/MREL 671 518
Ergänzungskapital (T2) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind 8.676 7.462
Aufsichtsrechtliche Kapitalbestandteile von TLAC/MREL insgesamt 60.818 59.195
Andere Bestandteile von TLAC/MREL
Vorrangige nicht bevorzugte Verbindlichkeiten 45.721 46.048
Bestände an Instrumenten der zulässigen Verbindlichkeiten anderer G-SIIs (nur TLAC) 0
Total Loss Absorbing Capacity (TLAC) 106.539 105.243
Addieren Bestände an Instrumenten der zulässigen Verbindlichkeiten anderer G-SIIs (nur TLAC) 0 0
Verfügbare Eigenmittel und zulässige Verbindlichkeiten (untergeordnet MREL) 106.539 105.243
Vorrangige bevorzugte Verbindlichkeiten 4.204 3.658
Available Minimum Own Funds and Eligible Liabilites (MREL) 110.743 108.901
Risikogewichtete Aktiva 329.819 328.951
Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote 1.105.000 1.078.000
Verbindlichkeiten und Eigenmittel nach aufsichtsrechtlichem netting insgesamt (TLOF) 1.055.268 1.018.744
TLAC Quote
TLAC Quote (als % der risikogewichteten Aktiva) 32,30 31,99
TLAC Anforderung (als % der risikogewichteten Aktiva) 20,53 20,52
TLAC Quote (als % der Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote) 9,64 9,76
TLAC Anforderung (als % der Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote) 6,00 6,00
TLAC Überschuss über die risikogewichtete Aktiva bezogene Anforderung 38.827 37.747
TLAC Überschuss über die Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote bezogene Anforderung 40.239 40.563
Nachrangige MREL Quote
nachrangige MREL Quote (als % von TLOF) 10,10 10,33
nachrangige MREL Anforderung (als % von TLOF) 6,11 6,11
Überschuss über die nachrangige MREL Anforderung 42.062 42.999
MREL Quote
MREL Quote (als % von TLOF) 10,49 10,69
MREL Anforderung (als % von TLOF) 8,58 8,58
Überschuss über die MREL Anforderung 20.201 21.494

TLAC

Zum 31. März 2021 betrug die Verlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, "TLAC") 106,5 Mrd. €, was einer Quote von 32,3 % der RWA und von 9,64 % der Verschuldungspositionen entspricht, im Vergleich zum 31. Dezember 2020 betrug die Verlustabsorptionsfähigkeit 105,2 Mrd. €, entsprechend einer Quote von 31,99 % der RWA und von 9,76% der Verschuldungspositionen. Damit verfügen wir über einen komfortablen Puffer ihrer Verlustabsorptionsfähigkeit, der 38,8 Mrd. € über unserer TLAC-Anforderung von 67,7 Mrd. € (Maximum aus 20,53 % der RWA und 6,0 % der Verschuldungspositionen) liegt.

MREL

Zum 31. März 2021 betrugen die Gesamten Verbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, "TLOF") 1.055,3 Mrd. € und das verfügbare MREL 110,7 Mrd. €, was einer Quote von 10,49% entspricht, im Gegensatz zu TLOF von 1.018,7 Mrd. €, MREL von 108,9 Mrd. € und einer Quote von 10,69 % zum 31. Dezember 2020. Damit verfügt die Deutsche Bank über einen komfortablen Puffer, der 20,2 Mrd. € über unserer MREL-Anforderung liegt.

Mindestliquiditätsquote (LCR)

Die LCR zum 31. März 2021 liegt bei 146 % oder 70 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100 %. Im Vergleich dazu lag die LCR zum 31. Dezember 2020 bei 145 % oder 66 Mrd. € Liquiditätsüberschuss. Der Anstieg war in erster Linie auf den Ersatz fällig werdender Emissionen durch längerfristige Emissionen zurückzuführen. Andere Bewegungen im Geschäftsportfolio haben sich gegenseitig ausgeglichen.

Netto-Liquiditätsposition unter Stress (sNLP)

Die gruppeninterne acht Wochen Netto-Liquiditätsposition unter Stress (sNLP) erhöhte sich um 4,7 Mrd. €, von 43,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2020 auf 47,7 Mrd. € zum 31. März 2021. Der Nettoanstieg der sNLP war in erster Linie auf den Ersatz fällig werdender Emissionen durch längerfristige Emissionen zurückzuführen. Andere Bewegungen im Geschäftsportfolio wurden durch methodologische Änderungen, die im Laufe des Quartals implementiert wurden, ausgeglichen.

Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie

IFRS 9 - Anwendung von zukunftsgerichteten Informationen

Im Geschäftsjahr 2020 bestand der nach Ansicht unseres Managements repräsentativste Ansatz zur Schätzung der Erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Losses; ECL) vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie darin, das Gewicht einiger kurzfristiger Makroökonomischen Variablen zu reduzieren und hier langfristigere Durchschnittswerte zugrunde zu legen. Auf dieser Basis hatte die Deutsche Bank das Standard IFRS 9 ECL Modell durch ein Management Overlay angepasst. Dieses Overlay basierte auf der Durchschnittsbildung der Prognosen für BIP und Arbeitslosenquote für die nächsten drei Jahre. Diese bildeten dann die Grundlage für die Kreditrisikovorsorge der Bank zum Jahresende 2020. Weitere Details zum IFRS 9 Expected Credit Loss Model der Deutschen Bank finden Sie im Geschäftsbericht 2020 der Deutschen Bank im Abschnitt "IFRS 9 Impairment Approach".

Im ersten Quartal 2021 beschloss das Management, diesen Ansatz nicht weiter zu verfolgen, da die Prognosen der makroökonomischen Variablen (MEV's) wieder an Relevanz gewonnen haben und einen realistischen wirtschaftlichen Ausblick im aktuellen COVID-19-Umfeld bieten. Ergänzend wurden weitere COVID-19 bezogene Overlays gebildet, die unten näher beschrieben werden.

Die nachstehenden Tabellen enthalten die MEVs, die als zukunftsgerichteten Informationen in unserem ECL-Modell für das erste Quartal 2021 und für das Jahr zum 31. Dezember 2020 berücksichtigt wurden. Die ECL-Berechnung für das erste Quartal 2021 basiert auf der Durchschnittsbildung der Prognosen für BIP, Arbeitslosenquote sowie bestimmte Wechselkurse und Zinssätze über vier aufeinanderfolgende Quartale, bezogen auf einen Zweijahreshorizont (Standard IFRS 9 Modell), während die ECL-Berechnung für das Jahresende 2020 auf der Durchschnittsbildung dieser MEVs über die nächsten 3 Jahre basierte.

Zum März 2021¹
Jahr 1
(4 Quartals
durchschnitt)
Jahr 2
(4 Quartals
durchschnitt)
Credit - ITX Europe 125 45,04
FX - EUR/USD 1,21
BIP - Eurozone 4,54 % 4,12 %
BIP - Deutschland 3,66 % 3,86 %
BIP - Italien 4,69 % 3,95 %
BIP - USA 5,96 % 4,00 %
Rate - U.S. Treasury 2y 0,21 %
Arbeitslosigkeit - Eurozone 8,62 % 8,27 %
Arbeitslosigkeit - Deutschland 4,42 % 4,06 %
Arbeitslosigkeit - Italien 10,08 % 9,94 %
Arbeitslosigkeit - Spanien 17,02 % 15,92 %
Arbeitslosigkeit - USA 5,65 % 4,49 %

1 Jahr 1 entspricht Q1 2021 bis Q4 2021, Jahr 2 entspricht Q1 2022 bis Q4 2022; MEV per 22. März 2021

Zum Dezember 20201,2
Jahr 1
(4 Quartals
durchschnitt)
Jahr 2
(4 Quartals
durchschnitt)
Jahr 3
(4 Quartals
durchschnitt)
Credit - ITX Europe 125 52,81
FX - EUR/USD 1,20
BIP - Eurozone 1,38 % 4,37 % 2,32 %
BIP - Deutschland 1,54 % 4,01 % 2,08 %
BIP - Italien 1,92 % 3,80 % 1,93 %
BIP - USA 2,80 % 3,35 % 2,29 %
Rate - U.S. Treasury 2y 0,17 %
Arbeitslosigkeit - Eurozone 8,86 % 8,35 % 7,94 %
Arbeitslosigkeit - Deutschland 4,30 % 3,95 % 3,72 %
Arbeitslosigkeit - Italien 10,65 % 10,38 % 9,85 %
Arbeitslosigkeit - Spanien 17,89 % 16,32 % 15,49 %
Arbeitslosigkeit - USA 6,40 % 5,19 % 4,46 %

1 Zinssätze, Wechselkurs- und Kreditspreads gemäß der Veröffentlichung vom 7. Dezember; aktualisierte Prognosen von BIP und Arbeitslosigkeit vom 16. Dezember 2020 2 Jahr 1 entspricht Q4 2020 bis Q3 2021, Jahr 2 entspricht Q4 2021 bis Q3 2022 und Jahr 3 gleich Q4 2022 bis Q3 2023

Im vierten Quartal 2020 wendete der Konzern ein weiteres Management-Overlay an, um die verbleibenden Unsicherheiten in den makroökonomischen Prognosen als Folge der COVID-19-Pandemie zu berücksichtigen. Im ersten Quartal 2021 behielt der Konzern einen Teil dieses Overlays bei, da weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der Fähigkeit von Kreditnehmern bestehen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, insbesondere in Bezug auf Moratorien, die 2021 auslaufen werden (z. B. in Spanien und Italien). Unsicherheiten zum Jahresende 2020 über eine dritte COVID-19 Welle, die sich auf Volkswirtschaften wie die USA auswirkt, und Unsicherheiten über die verbesserten makroökonomischen Prognosen sind im ersten Quartal 2021 nicht eingetreten und machen eine Anpassung anhand eines Overlays nicht mehr erforderlich. Ergänzend verweisen wir auf unsere Erläuterungen zu den Veränderungen der Indikatoren für einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos im folgenden Abschnitt.

Der Konzern hat außerdem ein neues, zeitlich begrenztes Overlay gebucht, um die Auswirkungen von zwei Anpassungen des IFRS-9-Modells bereits im ersten Quartal abzubilden. Diese Anpassungen sollen voraussichtlich erst im zweiten Quartal technisch umgesetzt werden. Die erste Anpassung bezieht sich auf die Einführung einer granulareren Portfoliosegmentierung im FLI-Modell. Die zweite Anpassung betrifft die Indikatoren, die einen Übergang von Stufe 1 nach Stufe 2 auslösen. Diese Anpassung wird grundsätzlich zu einem früheren Übergang von Stufe 1 nach Stufe 2 führen. Beide Anpassungen betreffen in erster Linie Kunden in der Corporate Bank und Investment Bank..

Unter Berücksichtigung der oben genannten Overlays wies der Konzern im ersten Quartal 2021 eine Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 69 Mio. € aus, was eine deutliche Reduzierung im Vergleich zu 251 Mio. € im vierten Quartal 2020 und 506 Mio. € im ersten Quartal 2020 darstellt. Die Veränderung der Risikovorsorge spiegelt hauptsächlich die folgenden Effekte wider: 111 Mio. € Auflösungen aus der Veränderung der makroökonomischen Variablen einschließlich der Auswirkungen der zuvor genannten Management-Overlays, 16 Mio. € aufgrund verschlechterter Eingangsparameter in die ECL-Berechnung und 165 Mio. € für ausgefallene Kunden, hauptsächlich in der Privatkundenbank und Investmentbank.

Modellsensitivität

Um die Sensitivität unseres Modells in Bezug auf künftige Änderungen der makroökonomischen Variablen (MEVs) zu veranschaulichen, haben wir die Auswirkungen der ECL für die Stufen 1 und 2 in einer Abwärts- und Aufwärtsverschiebung über alle in der ECL-Berechnung verwendeten Szenarien berechnet. Beide Verschiebungen werden auf die MEV-Prognosen zum 31. März 2021 angewandt, indem MEV-Werte nach unten und nach oben spezifiziert werden, die alle entweder eine Standardabweichung über oder unter den Basisprognosen liegen, z.B. durch eine Reduzierung der prognostizierten BIP-Raten um durchschnittlich 2 %punkte. Die ECL für Stufe 3 ist davon nicht betroffen und wird in der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt, da ihre Modellierung unabhängig von den makroökonomischen Szenarien ist.

Die Abwärtsverschiebung führte zu einer Erhöhung der ECL um 420 Mio. €, während die Aufwärtsverschiebung die ECL um 210 Mio. € reduzierte. Alle Berechnungen wurden unter Berücksichtigung von Mittelungen über vier aufeinander folgende Quartale (BIP und Arbeitslosenquoten) durchgeführt. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt keine Änderungen, die wir an unseren Management Overlays aufgrund der Verwendung unterschiedlicher MEVs vorgenommen haben könnten

Fokus Industrien im Licht der COVID-19 Pandemie

Es wird erwartet, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 stark erholen wird, was zu einer Verbesserung der Ertragslage von Unternehmen führen wird. Allerdings wird es eine erhebliche Streuung der Erholung zwischen einzelnen Sektoren geben, wobei bestimmte Branchen stärkere Auswirkungen der Covid-19 Pandemie erfahren werden. Die wesentlichen Fokus Industrien machen in etwa 10% des Kreditbuches und in etwa 43 % der Stage 3 Wertberichtigungen für Kredit der Gruppe im ersten Quartal 2021 aus. Weitere Details über "Fokus Industrien angesichts der COVID-19 Pandemie" der Deutsche Bank entnehmen Sie bitte dem Deutsche Bank Jahresabschluss 2020:

  • Gewerbliche Immobilienkunden (CRE) (28 Mrd. € Kreditengagement zum 31. März 2021; 27 Mrd. € zum 31. Dezember 2020): Das Engagement im Bereich CRE beträgt 6 % des gesamten Kreditportfolios und umfasst die Commercial Real Estate Group (€ 18 Mrd. ), das CRE Engagement in der Region Asien Pazifik in der Investmentbank (APAC CRE, € 4 Mrd. ) und des regresslosen CRE Geschäfts in der Geschäftskundenbank (€ 6 Mrd. ). Das Risikoprofil des Portfolios verbesserte sich leicht im ersten Quartal 2021, während das Volumen der neuen Kreditänderungsanträge zurück ging. Moderate Relationen zwischen den Darlehnssummen zum Wert der Sicherheiten (Loan-to-Value) von durchschnittlich in etwa 60% bieten einen erheblichen Puffer, um Rückgänge bei Sicherheitenwerten aufzufangen.
  • Öl & Gas (€ 8 Mrd. Kreditengagement zum 31. März 2021; € 7 Mrd. zum 31. Dezember 2020): Unser Kreditengagement in diesem Sektor ist circa um € 1 Milliarde im Vergleich zum 31. Dezember 2020 gestiegen und macht in etwa 2 % unseres gesamten Kreditbuches aus. Die Preise für Öl und Gas haben sich, unterstützt durch das Festhalten der OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder) an den Förderquoten, im ersten Quartal 2021 weiter erholt. Während das Rohölpreisniveau derzeit die Margen der Branche stützt, bleiben die Aussichten und vor allem die langfristigen Perspektiven gedämpft. Unser Portfolio ist auf die widerstandsfähigeren großen Öl- und Gas Konzerne und die nationalen Erdölgesellschaften mit mehr als 80 % unserer netto Kreditlimite mit Investment Grad bewerteten Kunden, fokussiert.
  • Einzelhandel (ohne Lebensmittel und Verbrauchsgüter) (€ 4 Mrd. Kreditengagement zum 31. März 2021; € 4 Mrd. zum 31. Dezember 2020): Die Auswirkungen der Pandemie kamen zu den strukturellen Herausforderungen denen sich die Einzelhandelsbranche gegenübersieht noch hinzu und hält den Druck auf schwächere Marktteilnehmer in der Branche aufrecht. Die Portfoliorisiken werden durch die Konzentration auf starke globale Marken mit ungefähr 2/3 der netto Kreditlimite für Investment Grade Bereich eingestuften Kunden, gemildert.
  • Luftfahrtbranche (€ 3 Mrd. Kreditengagement zum 31. März 2021; € 3 Mrd. zum 31. Dezember 2020): Der Sektor befindet sich in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Während sich die Aussichten für 2021 verbessert haben, wird die Rückkehr zum Passagieraufkommen auf Vorkrisenniveau erst in einigen Jahren erwartet. Das Portfolio profitiert durch einen erheblichen Anteil von besicherten Flugzeugfinanzierungen mit Schwerpunkt auf neuere und liquidere Flugzeug. Das ungesicherte Portfolio ist auf nationale Fluggesellschaften in entwickelten Märkten fokussiert, von denen viele von starken staatlichen Unterstützungspaketen profitieren.
  • Reise- und Freizeitindustrie (€ 2 Mrd. Kreditengagement zum 31. März 2021; € 2 Mrd. zum 31. Dezember 2020): Die Branche wurde von einem sehr starken Rückgang sowohl bei Geschäfts- als auch bei Privatreisen während der Lockdowns, getroffen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Volumina in naher Zukunft wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. Unser Portfolio ist auf die Branchenführer im Hotel- und Casinosegment, welche hauptsächlich auf dem US Markt ansässig sind, ausgerichtet.

Stattliche und private Moratorien und öffentliche Garantiesysteme im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandamie

Im Jahr 2020 veröffentlichte die EBA Leitlinien zur "Anwendung der Definition von Zahlungsausfall in Bezug auf die Behandlung notleidender Umstrukturierungen", neben Leitlinien zur Behandlung von staatlichen und privaten Moratorien für Kreditrückzahlungen, die im Zusammenhang der COVID-19-Krise. Weitere Einzelheiten zu der Stellungnahme und den Leitlinien der EBA finden Sie im Geschäftsbericht 2020 der Deutschen Bank unter "IFRS 9 - Anwendung der EBA-Leitlinien zu Default, Forbearance sowie legislativen und nicht-legislativen Moratorien und öffentlichen Garantiesystemen im Lichte der COVID-19-Pandemie".

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über aktive und abgelaufene Forderungen, die EBA-konformen Moratorien unterliegen, Forderungen, die COVID-19-bezogenen Forbearance-Maßnahmen unterliegen, und neu begründete Forderungen, die einem öffentlichen Garantiesystem unterliegen, im Kontext der COVID-19-Pandemie zum 31. März 2021 und 31. Dezember 2020.

31.3.2021 31.12. 2020
in Mio. € Kredite und
Vorschüsse, die
EBA-konformen
Moratorien
unterliegen
Kredite und
Vorschüsse, die
COVID-19-
bezogenen
Forbearance
Maßnahmen
unterliegen
Neu
aufgenommene
Kredite und
Vorschüsse, die
im Rahmen der
COVID-19-Krise
öffentlichen
Garantiesysteme
n unterliegen1
Kredite und
Vorschüsse, die
EBA-konformen
Moratorien
unterliegen
Sonstige Kredite
und Vorschüsse,
die COVID-19-
bezogenen
Forbearance
Maßnahmen
unterliegen
Neu
aufgenommene
Kredite und
Vorschüsse, die
im Rahmen der
COVID-19-Krise
öffentlichen
Garantiesysteme
n unterliegen
Corporate Bank 596 2.899 2.552 610 2.956 2.362
Investment Bank 109 4.270 60 107 4.353 60
Private Bank 7.193 998 1.321 7.499 1.113 1.124
Capital Release Unit 416 23 0 432 0 0
Total 8.314 8.190 3.933 8.649 8.424 3.546

Überblick über aktive und ausgelaufene Moratorien und Garantiesysteme im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie

1 Beinhaltet nicht 0.3 Mrd. € zum 31 März 2020 und 0,2 Mrd. € zum 31 Dezember 2020, da diese Darlehen die Durchgangskriterien für Finanzinstrumente nach IFRS 9 erfüllen und somit ausgebucht werden können.

EBA-konforme Moratorien: Das Moratorium für SME und Corporates in Italien sollte ursprünglich am 30. September 2020 enden, wurde aber bis Juni 2021 weiter verlängert. Auch die spanische Regierung hat die legislativen spanischen Moratorien für SME und Corporates bis 2021 verlängert.

Nicht-legislative Moratorien: In Italien wurde ein neues nicht-legislatives Moratorium zur Unterstützung von Konsumentenfinanzierungskunden von Januar 2021 bis Ende März 2021 eingeführt.

Im ersten Quartal 2021 hat sich die Anzahl der Kunden und Volumina, die unter Moratorien stehen, aufgrund von Rückzahlungen deutlich reduziert, ausgehend von den Höchstständen im zweiten Quartal 2020. Zum 31. März 2021 sind nur noch 1,2 Mrd. € an Moratorien aktiv. Alle anderen sind bereits ausgelaufen. Mehr als 94 % dieser Kunden, die die Moratorien in Anspruch genommen haben, haben die Zahlungen inzwischen wieder aufgenommen. Der Übergang wird aktiv gemanagt, wobei wir jeden Privatkunden kontaktieren, um sicherzustellen, dass die Kunden sich dessen bewusst sind und in der Lage sind, die Zahlungen wieder aufzunehmen, bevor sie die Moratorien verlassen.

Neu ausgereichte Kredite und Forderungen, die einem öffentlichen Garantiesystem unterliegen: Der Konzern hat bis März 2021 ca. € 3,9 Mrd. an Krediten unter dem öffentlichen Garantiesystem vergeben; in den meisten Fällen liegen die Laufzeiten der neu vergebenen Kredite und Darlehen zwischen zwei und fünf Jahren. Etwa € 2 Mrd. der Kredite wurden in Deutschland über von der KfW gesponserte Programme vergeben, wovon € 0,3 Mrd. ausgebucht wurden, da die Bedingungen des Kredits und der Garantie die Kriterien für eine Ausbuchung gemäß IFRS 9 erfüllten. Weitere € 1,4 Mrd. wurden in Spanien und € 0,5 Mrd. in Luxemburg vergeben. Zum 31. März 2021 werden 98.9 % der Kredite, für die öffentliche Garantien gewährt wurden, planmäßig zurückgezahlt.

Aufschlüsselung Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 und Stufen

31.3.2021
Staatliche und private Moratorien Forbearance Maßnahmen im
Zusammenhang mit COVID-19
Staatliche Garantiesysteme
in Mio. € Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Stufe 1 6.060 −17 5.158 −13 3.075 −3
Stufe 2 1.810 −54 2.108 −48 794 −5
Stufe 3 445 −101 924 −137 63 −6
Insgesamt 8.315 −172 8.190 −197 3.932 −13

31.12.2020
Staatliche und private Moratorien Forbearance Maßnahmen im
Zusammenhang mit COVID-19
Staatliche Garantiesysteme
in Mio. € Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Bruttobuchwert Erwartete
Kreditausfälle
Stufe 1 6.464 −23 5.746 −18 3.135 −3
Stufe 2 1.872 −63 1.994 −54 360 −4
Stufe 3 313 −69 684 −80 51 −4
Insgesamt 8.649 −155 8.424 −152 3.546 −11

COVID-19-bezogene Forbearance-Maßnahmen: Bis zum 31. März 2021 wurden COVID-19-Stundungsmaßnahmen für Kredite in Höhe von 8,2 Mrd. € gewährt die ein breites Spektrum von Änderungen ausgewählter Covenants im jeweiligen Kreditvertrag bis hin zu Zahlungsaufschüben widerspiegeln.

Wir verwalten und überwachen weiterhin die aktuellen und zukünftigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf diese Forderungen. Es gab bisher keine wesentlichen wirtschaftlichen Verluste in Bezug auf freiwillige COVID-19-Forbearance, bei der die Deutsche Bank eine Reihe von Maßnahmen, einschließlich Verlängerungen von tilgungsfreien Zeiten, anbietet. Von den Krediten, die sich im COVID-19 Forbearance befinden, sind nur ca. 11 % des Exposures in Höhe von 8,2 Mrd. € nach der Durchführung der Maßnahmen ausgefallen. Da die COVID-19 Forbearance-Maßnahmen auf Kunden mit einem positiven Ausblick nach der Krise angewendet werden, erwarten wir unter der Annahme einer normalisierten wirtschaftlichen Erholung keine signifikanten Verschiebungen dieser Vermögenswerte. Darüber hinaus bleibt die wirtschaftliche Erholung in Bezug auf die Teilnahme der Deutschen Bank an öffentlichen Garantiesystemen zum 31. März 2021 gering.

Qualität von Vermögenswerten

Dieser Abschnitt beschreibt die Qualität von Schuldinstrumenten, die einer Wertminderung unterliegen. Diese bestehen unter IFRS 9 aus Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet werden, Finanzinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI), sowie außerbilanziellen Kreditzusagen wie zum Beispiel Kreditzusagen und Finanzgarantien (im Folgenden zusammenfassend als "Vermögenswerte" bezeichnet) zusammensetzen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Forderungsbetrag und die Risikovorsorge je Klasse der finanziellen Vermögenswerte, aufgeschlüsselt in Stufen gemäß der IFRS 9 Anforderungen.

Überblick über wertminderungsrelevante Finanzielle Vermögenswerte

31.3.2021 31.12.2020
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 3
POCI
Insgesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 3
POCI
Insgesamt
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete finanzielle
Vermögenswerte¹
Bruttobuchwert 672.883 38.413 10.886 1.641 723.824 651.941 35.372 10.655 1.729 699.697
Wertminderungen für
Kreditausfälle²
478 633 3.686 153 4.950 544 648 3.614 139 4.946
Zum beizulegenden
Zeitwert über die sonstige
erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung
bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Beizulegender Zeitwert 41.295 265 111 0 41.671 55.566 163 105 0 55.834
Wertminderungen für
Kreditausfälle
14 8 5 0 27 12 6 2 0 20
Außerbilanzielle
Verpflichtungen
Bruttobuchwert 263.202 8.873 2.066 22 274.164 251.545 8.723 2.587 1 262.856
Wertminderungen für
Kreditausfälle³
138 67 200 0 405 144 74 200 0 419

1 Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten, Barreserven und Zentralbankeinlagen, Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken), Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos), Forderungen aus Wertpapierleihen sowie einzelne

Bestandteile der Sonstigen Aktiva. 2 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 4 Mio. € zum 31. März 2021 und 5 Mio. € zum 31. Dezember 2020.

3 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 5 Mio. € zum 31. März 2021 und 4 Mio. € zum 31. Dezember 2020.

Zusätzliche Informationen

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat am 29. März 2021 folgende Veränderungen zum 1. Mai 2021 beschlossen:

  • Rebecca Short wird neues Mitglied des Vorstands. Sie wird Chief Transformation Officer und übernimmt diese Rolle von Fabrizio Campelli. Außerdem übernimmt sie die Verantwortung für die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit).
  • Fabrizio Campelli übernimmt von Christian Sewing die Verantwortung für die Investmentbank und die Unternehmensbank.
  • Christian Sewing übernimmt von Fabrizio Campelli die Verantwortung für die Personalabteilung.
  • Frank Kuhnke wird die Deutsche Bank zum 30. April 2021 verlassen. Seine derzeitigen Chief Operating Officer Zuständigkeiten werden dann von anderen Mitgliedern des Vorstands übernommen.

Aufsichtsrat

Stefan Viertel ist seit 1. Januar 2021 als Arbeitnehmervertreter Mitglied im Aufsichtsrat. Er ist gewähltes Ersatzmitglied und ersetzt Stephan Szukalski, der am 31. Dezember 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, für den Rest seiner Amtszeit.

Gerd Alexander Schütz legt sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats zur Hauptversammlung am 27. Mai 2021 nieder. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung am 27. Mai 2021 vorschlagen, Frank Witter als seinen Nachfolger in den Aufsichtsrat zu wählen.

Investitionen und Desinvestitionen

In den ersten drei Monaten 2021 hat der Konzern keine wesentlichen Investitionen und Desinvestitionen getätigt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten.

Grundlage der Erstellung / Effekt aus Änderungen der Bilanzierungsmethoden

Die vorliegende Ergebnisübersicht beinhaltet die Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main sowie ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "Konzern", "Deutsche Bank" oder "DB") für die am 31. März 2021 beendete dreimonatige Berichtsperiode und wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Diese Ergebnisübersicht basiert auf den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie vom International Accounting Standards Board ("IASB") veröffentlicht und durch die Europäische Union ("EU") in europäisches Recht übernommen wurden.

Die Ergebnisübersicht des Konzerns ist nicht testiert und beinhaltet die Konzernbilanz zum 31. März 2021, die zugehörige Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die am 31. März 2021 beendete dreimonatige Berichtsperiode sowie zusätzliche Angaben (Grundlage der Erstellung/ Effekt aus Änderungen der Bilanzierungsmethoden).

Dieser Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem testierten Konzernabschluss der Deutschen Bank für das am 31. Dezember 2020 beendete Geschäftsjahr gelesen werden, der mit Ausnahme der in der Angabe "Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften" dargelegten erstmals angewandten Rechnungslegungsvorschriften, nach den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen und wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen aufgestellt wurde.

Der Konzern wendet die IFRS-Regelungen für die Absicherung des beizulegenden Zeitwerts auf Portfoliosicherungsbeziehungen für Zinsänderungsrisiken (Makrosicherungsbeziehungen) gemäß der IAS 39 EU carve out-Version an. Die Absicht der Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version ist die Angleichung der Konzernbilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit der Risikomanagementpraxis des Konzerns und der Bilanzierungspraxis von wichtigen Vergleichsunternehmen in der Europäischen Union. Unter der IAS 39 EU carve out-Version kann eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen auf Sichteinlagen angewendet werden. Des Weiteren wird Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen nur erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt. Somit wird Ineffektivität in Fällen, in denen die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über den originär designierten Beträge in einer Zeitperiode liegt, nicht erfasst. Die seitens des IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen können auf Sichteinlagen nicht angewendet werden. Darüber hinaus wird Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung nach den von IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über oder unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt.

Für die am 31. März 2021 beendete dreimonatige Berichtsperiode hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen negativen Effekt auf die Nettoerträge und den Gewinn vor Steuern von 316 Mio. € und auf die Nettoerträge und den Gewinn nach Steuern von 207 Mio. €. Für die Vergleichsperiode im Jahr 2020 hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen positiven Effekt auf die Nettoerträge und den Gewinn vor Steuern von 132 Mio. € und auf die Nettoerträge und den Gewinn nach Steuern von 70 Mio. €. Das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten werden auch auf Basis der IAS 39 EU carve out-Version berichtet. Der Effekt auf den Gewinn nach Steuern beeinflusst auch die Kalkulation des harten Kernkapital und hatte einen negativen Effekt von ungefähr 6 Basispunkten zum 31. März 2021 und einen positiven Effekt von ungefähr 2 Basispunkten zum 31. März 2020. Die Bilanzierung für die Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Makrosicherungsbeziehungen im Rahmen der IAS 39 EU carve out-Version wird angewandt, um das bilanzielle Risiko sowohl positiver als auch negativer Veränderungen der Zinssätze in den einzelnen Laufzeitbereichen zu minimieren und dadurch die Volatilität der ausgewiesenen Erträge aus den Treasury-Aktivitäten zu reduzieren.

Die Erstellung von Finanzinformationen gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen, insbesondere in Bezug auf die COVID-19 Krise. Die veröffentlichten Ergebnisse können nicht notwendigerweise als Indikatoren für ein zu erwartendes Gesamtergebnis des Geschäftsjahres gewertet werden.

Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Nachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind und in den ersten drei Monaten 2021 zur Anwendung kamen.

Interest Rate Benchmark Reform (Amendments to IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 and IFRS 16)

Zum 1. Januar 2021 setzte der Konzern Änderungen zu IFRS 9, "Financial Instruments" ("IFRS 9"), IAS 39, "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ("IAS 39"), IFRS 7, "Financial Instruments: Disclosures" ("IFRS 7"), IFRS 4, "Insurance Contracts" ("IFRS 4") und IFRS 16, "Leases" ("IFRS 16") als Phase 2 des IASB-Projekts zu möglichen Auswirkungen der Reform der Interbank Offered Rate ("IBOR") auf die Finanzberichterstattung um.

Die Änderungen der Phase 2 beziehen sich auf den Ersatz von Referenzzinssätzen und adressieren somit Sachverhalte, die die Finanzberichterstattung beeinflussen können, wenn ein Referenzzinssatz tatsächlich durch einen anderen Referenzzins ersetzt wird. Sie berücksichtigen Modifizierungen von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten sowie bestimmte Vorschriften in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Änderungen führen eine praktische Erleichterung für die durch die Reform erforderlichen Modifizierungen ein (Modifizierungen, die als direkte Folge der IBOR-Reform erforderlich sind und auf einer wirtschaftlich gleichwertigen Grundlage vorgenommen werden). Diese Modifizierungen werden durch Anpassung des Effektivzinssatzes bilanziert. Alle anderen Modifizierungen werden auf Basis der bestehenden IFRS-Vorschriften bilanziert. Ein ähnliches praktisches Hilfsmittel wird für die Bilanzierung durch Leasingnehmer unter Anwendung von IFRS 16 eingeführt. Gemäß der Änderungen wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht allein aufgrund der IBOR-Reform eingestellt. Die Sicherungsbeziehungen (und die damit verbundene Dokumentation) müssen geändert werden, um Modifizierungen des Grundgeschäfts, des Sicherungsinstruments und des abgesicherten Risikos widerzuspiegeln. Geänderte Sicherungsbeziehungen müssen alle Kriterien für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, einschließlich der Effektivitätsvorschriften. Die Änderungen erfordern auch zusätzliche Anhangangaben, um es den Adressaten zu ermöglichen, die Art und das Ausmaß der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, denen das Unternehmen ausgesetzt ist und wie es mit diesen Risiken umgeht, sowie den Fortschritt des Unternehmens beim Übergang von den IBOR-Sätzen zu alternativen Referenzzinssätzen bzw. wie das Unternehmen diesen Übergang bewältigt, zu verstehen.

Der Konzern hat in 2018 ein konzernweites Umstellungsprogramm zur IBOR & EU Referenzzinssatzregulierung aufgesetzt, um einen reibungslosen Übergang von LIBOR und anderen IBOR zu den neuen risikofreien Zinssätzen (RFRs) zu bewältigen. Das Programm wird vom Chief Financial Officer ("CFO") gesponsert und wird von Führungskräften aus allen Geschäftsbereichen, Regionen und Infrastrukturbereichen unterstützt. Das Programm hat sich auf die Ermittlung und Quantifizierung von Risikopositionen gegenüber verschiedenen Referenzzinssätzen, die Bereitstellung der Möglichkeit zum Handel mit Produkten, die auf alternative RFRs verweisen, und die Bewertung bestehender Verträge, die auf IBORs Bezug nehmen, konzentriert. Zu den Bemühungen gehört auch die Ermittlung möglicher Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Optionen zur Abschwächung dieser Auswirkungen, beispielsweise durch eine Folgenanalyse der Reform und ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung. Fortschrittsberichte werden monatlich dem IBOR-Lenkungsausschuss des Konzerns und dem CFO zur Verfügung gestellt. Der Konzern arbeitet weiterhin eng mit Regulierungsbehörden und Branchenverbänden zusammen, um die Auswirkungen zu managen. Die Aufsicht über das Programm zur Vorbereitung auf den Übergang war ein Hauptschwerpunkt neben den Aktivitäten in allen drei internen Bereichen, deren Aufgabe es ist, Risiken und Störungen für die Kunden zu minimieren (so genannte "lines of defense").

Der Konzern hat signifikante auf IBOR-bezogene Positionen, vor allem mit Finanzinstrumenten, und viele dieser Kontrakte sind nach 2021 fällig. Die Konzernrisikopositionen ergeben sich aus Derivaten, die der Konzern eingeht, um Märkte für Kunden zu bilden und unsere Risiken abzusichern, sowie aus Darlehen und Einlagen, Anleihen und Verbriefungen. Die Planung des Konzerns für die IBOR-Umstellung geht von der Grundannahme aus, dass der LIBOR bis Ende 2021 mit ausreichender Markteinführung von RFRs abgelöst wird, die einen tragfähigen Ersatz bieten. Der Konzern hat detaillierte Pläne, Prozesse und Verfahren zur Unterstützung des Übergangs bis zu dem geplanten Zeitpunkt der Einstellung eingeführt. Als der Stichtag für die Einstellung bestimmter USD-LIBOR-Angebote bis Ende Juni 2023 verlängert wurde, wurden die Pläne des Konzerns entsprechend aktualisiert. In diesen Szenarien gibt es eine Reihe von Abhängigkeiten, die nicht der Kontrolle des Konzerns unterliegen, was zu einer erheblichen Unsicherheit führt.

Im Rahmen des Programms hat der Konzern eine umfassende Risikobewertung durchgeführt, die regelmäßig aktualisiert wird und die wichtigsten inhärenten Risiken und mögliche Maßnahmen zur Risikominderung ermittelt hat. Zu den wichtigsten Risiken zählen strategische Geschäftsrisiken, rechtliche Risiken und Compliance-Risiken, Verhaltensrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken, Kreditrisiken, operationelle Risiken, Übergangsrisiken, Modellrisiken, Rechnungslegungs-, Finanzberichterstattungs- und Steuerrisiken, Informationssicherheits- und Technologietransformationsrisiken.

Der Konzern setzt die Implementierung seiner Pläne fort, um die Risiken im Zusammenhang mit der erwarteten Einstellung der Ermittlung der IBOR-Referenzzinssätze, einschließlich LIBOR, zu mindern. In diesem Zusammenhang, hat der Konzern

  • die "Fallback-Sprache" für LIBOR-bezogene Instrumente überprüft oder überprüft sie derzeit. Dazu gehört auch die, Entwicklung neuer Rahmenbedingungen, die eingeführt wurden, um die möglichen Auswirkungen von schwer überzuleitenden Positionen zu quantifizieren, die als sogenannte "tough legacy" bezeichnet werden;
  • aktive, funktionsübergreifende und adäquate Kanäle, um sicherzustellen, dass mit RFRs-verbundene Produkte auch weiterhin angemessen seinen Kunden angeboten werden und deren Interesse an der Umstellung auf RFRs-bezogene Produkte abgeschätzt werden können. Anfang 2020 wurde ein Beratungsgremium für Verhaltensrisiken ("Conduct Risk Advisory Forum") eingerichtet, das alle für den IBOR-Übergang relevanten Verhaltensrisikoarten (einschließlich neuer Risiken und aktuellem Plan) erörtern und überprüfen soll;
  • die Absicht, weiterhin mit Regulierungsbehörden, Normensetzern und Arbeitsgruppen der Bankbranche in Bezug auf die zusätzlichen Elemente, für die Erleichterungen in Betracht gezogen werden, zusammenzuarbeiten.

Der Konzern entwickelt weiterhin Infrastrukturverbesserungen und bewertet potenzielle Übergangsrisiken neben relevanten Stressszenarien. Der Konzern setzt bei der Durchführung neuer Transaktionen nach Möglichkeit proaktiv die effektivste Fallback-Sprache ein.

Trotz der bedeutenden, insbesondere in Finanzinstrumenten gehaltenen IBOR-Positionen des Konzerns, hatte die Umsetzung der Änderungen zum Zeitpunkt der Überleitung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 4, "Insurance Contracts"

Zum 1. Januar 2021 setzte der Konzern Änderungen zu IFRS 4, "Insurance Contracts" um, die das festgelegte Auslaufen der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 auf Geschäftsjahre verschieben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Umsetzung der Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgenden Rechnungslegungsvorschriften waren zum 31. März 2021 noch nicht in Kraft getreten und kamen daher in den ersten drei Monaten 2021 nicht zur Anwendung.

IFRS 17, "Insurance Contracts"

Im Mai 2017 veröffentlichte das IASB IFRS 17, "Insurance Contracts" ("IFRS 17"), der die bilanziellen Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Anhangangaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards regelt. IFRS 17 ersetzt die Vorschriften des IFRS 4, die Unternehmen die Möglichkeit zur weiteren Anwendung von nationalen Bilanzierungsvorschriften gegeben hatten. Dies führte zur Anwendung einer Vielzahl von verschiedenen Bilanzierungsansätzen. IFRS 17 löst dieses, durch IFRS 4 erzeugte Problem der mangelnden Vergleichbarkeit von Finanzabschlüssen, indem es für alle Versicherungsverträge eine einheitliche Bilanzierung vorschreibt und somit sowohl für Investoren als auch Versicherungsunternehmen Nutzen schafft. Versicherungsverpflichtungen werden unter Anwendung von aktuellen Werten statt historischen Anschaffungskosten bilanziert. Die Informationen werden laufend angepasst und geben den Adressaten von Finanzabschlüssen somit entscheidungsnützlichere Informationen. IFRS 17 tritt für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Basierend auf den derzeitigen Geschäftsaktivitäten des Konzerns wird erwartet, dass die Umsetzung von IFRS 17 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

Im Juni 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 17, um Bedenken und Umsetzungsherausforderungen zu adressieren, die in Bezug auf IFRS 17 identifiziert wurden, nachdem der Standard 2017 herausgegeben wurde. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

IFRS 16 "Leases"

Im März 2021 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 16, "Leases" ("IFRS 16"), die eine bisher vorgesehene Ausnahme verlängern, die Leasingnehmer von der Beurteilung befreien, ob eine auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession, bei der eine Verringerung der Leasingzahlungen nur Zahlungen betrifft, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällig waren (und nicht nur Zahlungen, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig waren), als Modifikation des Leasingvertrags behandelt werden muss. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, auch in Abschlüssen, die am 31 März 2021 noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben sind. Die Änderung steht auch für Zwischenberichte zur Verfügung. Die Umsetzung der Änderungen wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets"

Im Mai 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 37, "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" ("IAS 37"), die klarstellen, welche Kosten ein Unternehmen berücksichtigt, wenn es beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Änderungen legen fest, dass die "Kosten der Vertragserfüllung" sich aus den "Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen" zusammensetzen. Bei den Kosten, die sich direkt auf einen Vertrag beziehen, kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrages handeln oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

IAS 1, "Presentation of Financial Statements"

Im Januar 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1, "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-Current", ("IAS 1"). Sie stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basiert, die zum Bilanzstichtag vorliegen. Die Klassifizierung hängt somit nicht von den Erwartungen ab, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen stellen auch klar, dass sich die Erfüllung einer Schuld auf die Übertragung von Barmitteln, Eigenkapitaltiteln oder sonstigen Vermögenswerten oder Leistungen an die Gegenpartei bezieht. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

Änderungen der IFRS 2018–2020 ("Improvements to IFRS 2018–2020 Cycles")

Im Mai 2020 veröffentlichte das IASB im Rahmen seines Annual-Improvements-Projektes "Improvements to IFRS 2018–2020 Cycles" mehrere Änderungen bestehender IFRS. Diese umfassen Änderungen, die in Rechnungslegungsänderungen für den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen als auch in terminologischen oder redaktionellen Korrekturen resultieren. Die Änderungen beziehen sich auf IFRS 1, "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 9 "Financial Instruments" ("IFRS 9"), IFRS 16 "Leases" und IAS 41 "Agriculture". Die Änderung zu IFRS 9 stellt klar, welche Gebühren ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob eine finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht werden soll, berücksichtigt. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

Geschäftsbereiche

Beginnend mit dem ersten Quartal 2021 berichtet die Unternehmensbank ihr Erträge in drei Kategorien: Institutional Client Services, Corporate Treasury Services und Business Banking. Institutional Client Services umfasst Cash Management für institutionelle Kunden, Trust and Agency Services sowie Wertpapierdienstleistungen, die vormals alle in der globalen Transaktionsbank ("Global Transaction Banking") berichtet wurden. Corporate Treasury Services bietet Mittelstands- und Großunternehmenskunden das gesamte Lösungsspektrum in den Bereichen Handels- und Unternehmensfinanzierung sowie Corporate Cash Management an, die vormals in "Global Transaction Banking" und im Firmenkundengeschäft in Deutschland ("Commercial Banking Germany") berichtet wurden. Business Banking - vormals im "Commercial Banking Germany" berichtet - fasst kleine Unternehmen und Unternehmer zusammen und bietet eine weitgehend standardisierte Produktpalette an und wurde. Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt. Zusätzlich wurden während der Berichtsperiode weitere divisionale Änderungen aufgrund von Managemententscheidungen eingeführt.

Auswirkungen von COVID-19

In diesem Abschnitt geben wir Auskunft zu Themen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie.

Moratorien, Regierungshilfen und Zuschüsse

Im Folgenden werden die Auswirkungen auf den Konzern durch die Beteiligung an Moratorien, staatlichen Hilfsprogrammen sowie den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der EZB im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zusammengefasst.

Staatliche und private Schulden-Moratorien

Während der ersten drei Monate des Jahres 2021 beteiligte sich der Konzern sowohl an staatlichen als auch nichtstaatlichen Darlehensmoratorien, hauptsächlich in Bezug auf seine Privat- und Geschäftskreditportfolios. Nach Gewährung der Moratorien wurde der Buchwert der Darlehen geändert, indem die neuen erwarteten Cashflows geplant und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontiert wurden. Die Differenz im Buchwert wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung als Verlust bei den Zinserträgen verbucht. Der Betrag war für den Konzern nicht materiell.

Staatliche Hilfe durch Garantien und geförderte Kredite für von COVID-19 betroffene Kreditnehmer

Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat eine Reihe von Staaten Programme aufgelegt, die Garantien für Kreditnehmer anbieten, die von COVID-19 betroffen sind. Der Konzern hat etwa 3,9 Mrd. € an Darlehen bereitgestellt, von denen 0,3 Mrd. € für eine Ausbuchung qualifizieren, da diese Darlehen die Durchleitungskriterien für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 erfüllen. Diese neu vergebenen Kredite und Darlehen, die einem staatlichen Garantiesystem unterliegen, werden hauptsächlich von der staatlichen Förderbank KfW sowie über ähnliche Kreditgarantien der Luxembourg Public Investment Bank und des spanischen Ministeriums für Wirtschaft und digitale Transformation (MINECO) besichert.

Auswirkungen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III)

Der EZB-Rat hat eine Reihe von Änderungen an den Bedingungen seines Refinanzierungsprogramms für gezielte längerfristige Refinanzierungsoperationen III (TLTRO III) beschlossen, um die Bereitstellung von Krediten an private Haushalte und Unternehmen angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen und der erhöhten Unsicherheit durch die COVID-19-Pandemie zu unterstützen.

Der Basiszinssatz im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms ist der Durchschnitt des Hauptrefinanzierungssatzes, mit Ausnahme des Zeitraums vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2022, in dem ein Abschlag von 50 Basispunkten gilt ("Basiszinssatzabschlag"). Der im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms geltende Zinssatz kann durch "neue Kreditrabatte", die gelten, wenn bestimmte Nettokreditschwellen eingehalten werden, weiter gesenkt werden. Dementsprechend zahlen Banken, deren zulässige Nettokreditvergabe zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2021 0 % übersteigt, einen um 0,5 % niedrigeren Zinssatz als der durchschnittliche Zinssatz für Einlagenfazilitäten für Kredite zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 23. Juni 2021. Der Zinssatz jenseits des Zeitraums vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2021 entspricht dem durchschnittlichen Zinssatz für die Einlagenfazilität (derzeit -0,5 %), mit Ausnahme des Zeitraums vom 24. Juni 2021 bis 23. Juni 2022, in dem Banken einen um 0,5 % niedrigeren Zinssatz zahlen als der durchschnittliche Zinssatz für Einlagenfazilitäten für Kreditaufnahmen, sofern die zulässige Nettokreditvergabe zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. Dezember 2021 0 % übersteigt.

Der Konzern bilanziert den Basiszinssatzabschlag und die neuen Kreditrabatte gemäß IAS 20 als Zuwendungen der öffentlichen Hand. Die Erträge aus den Zuwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen und erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass der Konzern den Zuschuss erhält und die an die Zuschüsse geknüpften Bedingungen erfüllen wird. Zum 31. März 2021 erfüllte der Konzern die Voraussetzungen für die Erfassung des Basiszinssatzabschlags und des neuen Kreditabschlags für den Zeitraum vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2021. Der Konzern wendet einen Gesamtzinssatz von -1 % an, der für das erste Quartal 2021 zu einem Zinsertrag von 179 Mio. € führte. Zum 31. März 2021 hat der Konzern im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms 40,8 Mrd. € aufgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert, sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter und mit begrenzter Nutzungsdauer werden jährlich im vierten Quartal oder häufiger auf Wertminderung überprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert wertgemindert sein könnte. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) auf Werthaltigkeit überprüft. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden ebenfalls auf Ebene der ZGE getestet, da sie typischerweise keine Mittelzuflüsse generieren, die unabhängig von denen anderer Vermögenswerte sind. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes getestet.

Zum 31. März 2021 wurde eine qualitative Bewertung durchgeführt, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung zu diesem Stichtag vorlagen. Diese Bewertung ergab keine Hinweise für eine Wertminderung des Geschäftsoder Firmenwerts des Konzerns und der Vermögensverwaltungsverträge im Publikumsfondsgeschäft, die unter den nicht abzuschreibenden immateriellen Vermögenswerten der ZGE Asset Management ausgewiesen sind.

Im Rahmen der Bewertung wurden die Annahmen und ihre Sensitivitäten der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Geschäftsund Firmenwerts überprüft und ergaben keinen Anhaltspunkt für eine Wertminderung. Die Überprüfung der wichtigsten Bewertungsparameter und ihrer Sensitivitäten der Vermögensverwaltungsverträge im Publikumsfondsgeschäft ergab, dass der erzielbare Betrag im Wesentlichen dem Buchwert entspricht. Entsprechend wird das Management die Hauptannahmen (z.B. verwaltetes Vermögen) und ihre Sensitivitäten weiterhin regelmäßig überwachen, da Veränderungen zu einer Wertminderung in der Zukunft führen könnten.

Auswirkungen aus der Transformation der Deutschen Bank

Am 7. Juli 2019 gab die Deutsche Bank eine Reihe von Maßnahmen zur Transformation ihrer Geschäftsbereiche und ihrer Organisation bekannt. Die unmittelbaren und die sekundären Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die Ergebnisse und die Vermögenslage des Konzerns sind nachstehend dargestellt.

Wertminderungen und Abschreibungen auf selbsterstellte Software

Im Einklang mit der Ankündigung der Transformation überprüfte der Konzern die aktuelle Plattformsoftware und die in Entwicklung befindliche Software, die den von der Transformation betroffenen Geschäftseinheiten zugeordnet ist. Die entsprechende Neubewertung der erzielbaren Beträge führte zu einer Wertminderung selbsterstellter Software in Höhe von 0 Mio. € und 17 Mio. € für das jeweilige erste Quartal 2021 bzw. 2020.

Darüber hinaus hat der Konzern Abschreibungen auf Software im Zusammenhang mit der strategischen Transformation in Höhe von 25 Mio. € und 47 Mio. € für das jeweilige erste Quartal 2021 bzw. 2020 erfasst. Die Wertminderungen sowie Softwareabschreibungen sind im Verwaltungsaufwand des Konzernergebnisses in 2021 und 2020 enthalten.

Wertminderung von Nutzungsrechten an Vermögenswerten und andere damit verbundene Auswirkungen

Der Konzern erfasste Wertminderungen, beschleunigte oder höhere Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Vermögenswerten (RoU), Wertminderungen und beschleunigte Abschreibungen auf Mietereinbauten und Einrichtungen, Rückstellungen für belastende Verträge bezüglich Mietnebenkosten, Rückbaukosten und sonstige Umzugskosten in Höhe von 61 Mio. € und 8 Mio. € für das jeweilige erste Quartal 2021 bzw. 2020. Einige dieser Kosten im Zusammenhang mit inkrementellen oder beschleunigten Entscheidungen sind durch Veränderungen unserer erwarteten Geschäftstätigkeit aufgrund der COVID-19 Pandemie getrieben.

Bewertungsanpassung latenter Steueransprüche

In jedem Quartal werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steueransprüche einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Transformation wurden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steueransprüche in den betroffenen Jurisdiktionen, wie den USA und Großbritannien, angepasst, und führten zu einer Bewertungsanpassung in Höhe von 0 Mio. € und 5 Mio. € für das jeweilige erste Quartal 2021 bzw. 2020.

Restrukturierungs- und Abfindungsaufwendungen

Der Konzern hat für das jeweilige erste Quartal 2021 bzw. 2020 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 17 Mio. € und 74 Mio. € erfasst. Wir betrachten sämtlichen Restrukturierungsaufwand, der nach der Ankündigung zur Transformation der Deutschen Bank am 7. Juli 2019 anfällt, als mit dieser Ankündigung und der daraus resultierenden Neuorganisation und dem Neuzuschnitt unserer Geschäftsaktivitäten in Verbindung stehend. Dieser Aufwand beinhaltet sowohl Abfindungszahlungen und Aufwand zur beschleunigten Amortisation von noch nicht amortisierten aufgeschobenen Vergütungskomponenten aufgrund der Verkürzung der zukünftigen Restdienstzeiten als auch Aufwendungen für vorzeitige Kündigungen von Immobilienmietverträgen. 152 Vollzeitkräfte waren von der Neuorganisation und den Veränderungen während des ersten Quartals 2021 betroffen.

Zusätzlich zu den Restrukturierungsaufwendungen erfasste der Konzern Abfindungen in Höhe von 41 Mio. € und 14 Mio. € für das jeweils erste Quartal 2021 bzw. 2020.

Sonstige Transformationsbedingte Aufwendungen

Im Rahmen der strategischen Transformation hat der Konzern sonstige transformationsbedingte Aufwendungen einschließlich Aufwendungen für Wirtschaftsprüfung, Buchhaltung & Steuern, Beratungskosten und IT-Bratungskosten in Höhe von 30 Mio. € und 12 Mio. € für die ersten drei Monate 2021 bzw. 2020 erfasst.

Erträge insgesamt

1. Quartal
in Mio. € 2021 2020
Zinsen und ähnliche Erträge 4.234 5.467
Zinsaufwendungen 1.433 2.216
Zinsüberschuss 2.801 3.251
Provisionsüberschuss 2.739 2.439
Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen 1.324 395
Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 0 60
Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten 107 125
Ergebnis aus nach der Equitymethode bilanzierten Beteiligungen 25 15
Sonstige Erträge/Verluste (–) 236 65
Zinsunabhängige Erträge insgesamt 4.432 3.099
Erträge insgesamt 7.233 6.350

Ergebnis je Aktie

1. Quartal
2021 2020
Ergebnis je Aktie:
Unverwässert € 0,48 € 0,02
Verwässert € 0,47 € 0,02
Anzahl der Aktien in Millionen:
Gewichteter Durchschnitt der ausstehenden Aktien – Nenner für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie
(unverwässert) 2.096,2 2.121,3
Bereinigter gewichteter Durchschnitt der ausstehenden Aktien nach angenommener Wandlung – Nenner für die
Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) 2.139,7 2.200,6

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Quartal
in Mio. € 2021 2020
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigter Gewinn/ Verlust (-) nach Steuern 1.037 66
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung
Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden
Neubewertungsgewinne/ -verluste (-) in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen, vor Steuern 212 367
Auf das Kreditrisiko zurückzuführendes Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen
Verpflichtungen, vor Steuern 5 31
Ertragsteuern auf Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden −100 −273
Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden
oder werden können
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern −251 173
Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor
Steuern −107 −125
Derivate, die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme absichern
Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern 27 −3
Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor
Steuern −7 −1
Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte
Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern 0 0
Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor
Steuern 0 0
Anpassungen aus der Währungsumrechnung
Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern 670 −13
Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor
Steuern −2 0
Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen
Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern 0 −0
Ertragsteuern auf Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden oder werden
können 125 −60
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung, nach Steuern 570 98
Gesamtergebnis, nach Steuern 1.608 164
Zurechenbar:
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 69 34
Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen 1.539 130

Rückstellungen

Der Konzern wies zum 31. März 2021 in seiner Bilanz Rückstellungen in Höhe von 2,7 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,4 Mrd. €) aus. Diese betreffen operationelle Risiken, zivilrechtliche Verfahren, Prozesse mit Aufsichtsbehörden, Restrukturierungen, Wertminderungen für Kreditausfälle für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft und Sonstige, einschließlich Bankenabgaben. Der in unserem Geschäftsbericht 2020 enthaltene Konzernabschluss beschreibt in Anhangangabe 19 "Risikovorsorge im Kreditgeschäft" und Anhangangabe 27 "Rückstellungen" unsere Rückstellungen zum 31. Dezember 2020.

Zivilrechtliche Verfahren und Prozesse mit Aufsichtsbehörden

In den Rückstellungen zum 31. März 2021 enthalten sind Rückstellungen für zivilrechtliche Verfahren in Höhe von 0,4 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,4 Mrd. €) und für Prozesse mit Aufsichtsbehörden in Höhe von 0,4 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,5 Mrd. €). Für bestimmte Fälle, bei denen der Konzern einen Mittelabfluss für wahrscheinlich hält, wurden keine Rückstellungen ausgewiesen, da der Konzern die Höhe des potenziellen Mittelabflusses nicht zuverlässig einschätzen konnte.

Für die Verfahren der Bank, bei denen eine verlässliche Schätzung möglich ist, schätzt der Konzern derzeit, dass sich zum 31. März 2021 die zukünftigen Verluste, deren Eintritt nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, bei zivilrechtlichen Verfahren auf insgesamt rund 2,1 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,1 Mrd. €) und bei aufsichtsbehördlichen Verfahren auf rund 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,2 Mrd. €) belaufen. In diesen Beträgen sind auch die Verfahren berücksichtigt, bei denen der Konzern möglicherweise gesamtschuldnerisch haftet beziehungsweise erwartet, dass eine solche Haftung von Drittparteien übernommen wird. Bei anderen signifikanten zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden nimmt der Konzern an, dass ein Mittelabfluss zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, seine Höhe jedoch nicht zuverlässig einzuschätzen ist, sodass diese Fälle in der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten nicht berücksichtigt sind. Bei wiederum anderen signifikanten zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden geht der Konzern davon aus, dass die Möglichkeit eines Mittelabflusses nicht ausgeschlossen ist, und hat daher weder eine Rückstellung gebildet noch diese Fälle bei der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt.

Anhangangabe 27 "Rückstellungen" im Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2020 enthält im Abschnitt "Laufende Einzelverfahren" Beschreibungen zu zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden, für die der Konzern wesentliche Rückstellungen gebildet hat oder für die es wesentliche Eventualverbindlichkeiten gibt, die mehr als unwahrscheinlich sind oder für die die Möglichkeit eines wesentlichen Geschäfts- oder Reputationsrisikos besteht; ähnliche Sachverhalte werden zusammengefasst und einige Sachverhalte bestehen aus einer Reihe von Verfahren oder Ansprüchen. Zu den offengelegten Sachverhalten gehören Sachverhalte, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts mehr als gering ist, für die der Konzern jedoch den möglichen Verlust nicht zuverlässig schätzen kann.

Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen

Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Kennzahlen des bisherigen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows des Konzerns, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter eingeschlossener oder ausgeschlossener Beträge im Vergleich zu den am ehesten vergleichbaren und gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.

Eigenkapitalrendite-Quoten

Der Konzern berichtet die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital) und die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital), von denen jede eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße darstellt.

Die Eigenkapitalrenditen nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) werden als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses nach Abzug der AT1 Koupons am durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital ermittelt.

Das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis nach Abzug der AT1 Koupon Zahlungen auf Segmentebene ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und ist definiert als Konzernergebnis ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis und nach Abzug der AT1 Koupon Zahlungen, die den Segmenten entsprechend dem ihnen allokierten durchschnittlichen materiellen Eigenkapital zugerechnet werden. Auf Konzernebene spiegelt es die berichtete effektive Steuerquote des Konzerns wider. Diese belief sich für das erste Quartal 2021 auf 35 % (erstes Quartal 2020: 68 %). Für die Segmente belief sich die verwendete Steuerquote in 2021 und allen Berichtsperioden im Geschäftsjahr 2020 auf 28 %.

Das materielle Eigenkapital auf Konzernebene wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem Eigenkapital in der Konzernbilanz subtrahiert werden. Das materielle Eigenkapital der Segmente wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem den Segmenten allokierten Eigenkapital subtrahiert werden. Das Eigenkapital und das materielle Eigenkapital werden mit Durchschnittswerten ausgewiesen.

Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Messgrößen des durchschnittlichen materiellen Eigenkapitals die Vergleiche zu unseren Wettbewerbern vereinfacht, und bezieht sich auf diese Messgrößen bei den berichteten Eigenkapitalrenditequoten für den Konzern. Jedoch ist das durchschnittliche materielle Eigenkapital keine nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und die Messgrößen des Konzerns sollten nicht mit denen anderer Unternehmen verglichen werden, ohne die Unterschiede in der Berechnung zu berücksichtigen.

Die Überleitung der vorstehenden Quoten wird in der folgenden Tabelle beschrieben:

1. Quartal 2021
in Mio. € Corporate Investment Private Asset Capital Corporate & Konzern
(sofern nicht anders angegeben) Bank Bank Bank Management Release Unit Other insgesamt
Ergebnis vor Steuern 229 1.490 274 183 −410 −178 1.589
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
(–)
165 1.073 197 132 −295 −235 1.037
Den Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss zurechenbares
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 36 36
Den Deutsche Bank-Aktionären und
Zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilen
zurechenbares Konzernergebnis 165 1.073 197 132 −295 −271 1.002
Zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilen
zurechenbares Konzernergebnis 18 42 21 3 9 0 94
Den Deutsche Bank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis 147 1.031 176 129 −304 −271 908
Durchschnittliches den Deutsche
Bank-Aktionären zurechenbares
Eigenkapital 10.077 23.287 12.526 4.593 4.837 0 55.320
Abzüglich:
Durchschnittliche Geschäfts- oder
Firmenwerte und sonstige
immaterielle Vermögenswerte1 692 1.084 1.267 2.869 109 0 6.021
Durchschnittliches materielles
Eigenkapital 9.385 22.203 11.259 1.724 4.728 0 49.298
Eigenkapitalrendite nach Steuern
(basierend auf dem durchschnittlichen
den Deutsche Bank Aktionären
zurechenbaren Eigenkapital) 5,8 % 17,7 % 5,6 % 11,2 % −25,2 % N/A 6,6 %
Eigenkapitalrendite nach Steuern
(basierend auf dem durchschnittlichen
materiellen Eigenkapital) 6,3 % 18,6 % 6,3 % 29,9 % −25,7 % N/A 7,4 %
N/A – Nicht aussagekräftig
1. Quartal 2020
in Mio. € Corporate Investment Private Asset Capital Corporate & Konzern
(sofern nicht anders angegeben)
Ergebnis vor Steuern
Bank
121
Bank
637
Bank
143
Management
110
Release Unit
−765
Other
−40
insgesamt
206
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
(–) 87 459 103 79 −551 −111 66
Den Anteilen ohne beherrschen den
Einfluss zurechenbares
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 23 23
Den Deutsche Bank-Aktionären und
Zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilen
zurechenbares Konzernergebnis 87 459 103 79 −551 −134 43
17 36 17 3 12 0 86
70 423 85 76 −563 −134 −43
Durchschnittliches den Deutsche
Bank-Aktionären zurechenbares
Eigenkapital 10.108 22.343 11.319 4.886 7.268 0 55.924
Abzüglich:
Durchschnittliche Geschäfts- oder
Firmenwerte und sonstige
immaterielle Vermögenswerte1 510 1.258 1.276 3.046 153 0 6.242
Durchschnittliches materielles
Eigenkapital 9.598 21.085 10.043 1.840 7.115 0 49.681
Eigenkapitalrendite nach Steuern
(basierend auf dem durchschnittlichen
den Deutsche Bank Aktionären
zurechenbaren Eigenkapital) 2,8 % 7,6 % 3,0 % 6,2 % −31,0 % N/A −0,3 %
Eigenkapitalrendite nach Steuern
(basierend auf dem durchschnittlichen
materiellen Eigenkapital) 2,9 % 8,0 % 3,4 % 16,6 % −31,7 % N/A −0,3 %

N/A – Nicht aussagekräftig

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

Kernbank

Die Kernbank repräsentiert den Konzern abzüglich der Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit).

in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben)
1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Ergebnis vor Steuern - Konzern 1.589 206
Ergebnis vor Steuern - CRU −410 −765
Ergebnis vor Steuern - Kernbank 1.999 971

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Kernbank.

in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben) 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Ergebnis vor Steuern 1.999 971
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (–) 1.333 616
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis 36 23
Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen
zurechenbares Konzernergebnis 1.297 593
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis 85 73
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 1.212 520
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 50.483 48.656
Zuzüglich (abzüglich): Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte
und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.912 6.090
Durchschnittliches materielles
Eigenkapital 44.571 42.566
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen
den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) 9,6 % 4,3 %
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen
materiellen Eigenkapital) 10,9 % 4,9 %

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des bereinigten Ergebnis vor Steuern der Kernbank.

in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben) 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Ergebnis vor Steuern 1.999 971
Sondereffekte bei den Erträgen −9 −52
Transformationskosten 104 55
Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0
Restrukturierung und Abfindungszahlungen 57 84
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 2.151 1.059

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zu der Bereinigten Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) der Kernbank.

in Mio. €
(sofern nicht anders angegeben) 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 1.212 520
Sondereffekte bei den Erträgen −9 −52
Transformationskosten 104 55
Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0
Restrukturierung und Abfindungszahlungen 57 84
Steuerliche Bereinigungen −44 7
Davon: Steuereffekte zu den oben genannten Bereinigungspositionen1 −43 −24
Davon: Bereinigungen für Effekte aus aktienbasierter Vergütung −1 26
Davon: Bereinigungen für Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen - 5
Bereinigtes den Deutsche Bank Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach Steuern 1.321 614
Durchschnittliches materielles Eigenkapital 44.571 42.566
Bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital)
%
11,9 % 5,8 %

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt

1 Bereinigungen vor Steuern unterliegen einer Steuerquote von 28 %

Transformationskosten

Transformationskosten oder Umbaukosten sind Teil der bereinigten Kosten und haben einen direkten Bezug zu der Transformation der Deutschen Bank als Folge der am 7. Juli 2019 angekündigten strategischen Neuausrichtung sowie zu zusätzlichen beziehungsweise beschleunigten Maßnahmen aufgrund der Veränderungen unserer geplanten Geschäftsaktivitäten aufgrund der COVID-19 Pandemie. Sie beinhalten die transformationsbezogene Wertminderung von Software und Immobilien, die vierteljährliche Softwareamortisation sowie sonstige Transformationskosten wie Rückstellungen für belastende Verträge oder Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Strategieumsetzung. In der Tabelle sind die Transformationskosten in der jeweiligen Kostenkategorie dargestellt.

in Mio. € 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Personalaufwand 2 0
Informationstechnologie 44 72
Beratungs- und ähnliche Dienstleistungen 7 3
Mieten 62 8
Kommunikation, Datenadministration, Marketing 1 0
Sonstige 0 1
Transformationskosten 116 84

Bereinigte Kosten

Die bereinigte Kostenbasis ist eine Kernfinanzkennzahl und eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Zinsunabhängigen Aufwendungen. Die bereinigte Kostenbasis wird errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Zinsunabhängigen Aufwendungen um (i) Wertberichtigungen auf den Geschäftsoder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen angepasst werden. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Zinsunabhängigen Aufwendungen ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Kosten im Zusammenhang mit unseren Bereichen ermöglicht. Um die Entwicklung unserer Kosteninitiativen ohne Aufwendungen zu zeigen, die in direktem Zusammenhang mit der Transformation der Deutschen Bank infolge der am 7. Juli 2019 angekündigten Strategie stehen, präsentiert der Konzern auch bereinigte Kosten ohne Transformationskosten, bei denen die oben beschriebenen Transformationskosten von den bereinigten Kosten abgezogen werden.

Darüber hinaus haben BNP Paribas und die Deutsche Bank eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um den Prime Finance und Electronic Equities-Kunden der Deutschen Bank einen kontinuierlichen Service zu bieten. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Deutsche Bank die Plattform weiter betreiben, bis die Kunden zu BNP Paribas migriert werden können, und BNP Paribas erstattet der Deutschen Bank bestimmte Aufwendungen des übertragenen Geschäfts. Um die Entwicklung unserer Kosteninitiativen zu zeigen, die nicht nur Transformationskosten, sondern auch diese erstattungsfähigen Aufwendungen ausschließen, präsentiert der Konzern bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft.

1. Quartal 2021
Corporate Investment Private Asset Capital Corporate & Konzern
in Mio. € Bank Bank Bank Management Release Unit Other insgesamt
Zinsunabhängige Aufwendungen
insgesamt 1.104 1.605 1.805 405 498 156 5.574
Wertberichtigungen auf Geschäfts
oder Firmenwerte und
sonstige immaterielle
Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0
Rechtsstreitigkeiten
(Aufwendungen/Auflösungen) −0 12 1 0 64 0 78
Restrukturierung und
Abfindungszahlungen 25 7 11 6 0 8 58
Bereinigte Kostenbasis 1.080 1.586 1.792 400 434 147 5.439
Transformationskosten 11 13 36 1 12 43 116
Bereinigte Kosten vor
Transformationskosten 1.068 1.573 1.756 399 422 104 5.322
Erstattungsfähige Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Hedgefonds 77
Geschäft
Bereinigte Kosten vor
Transformationskosten und
erstattungsfähigen Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Hedgefonds
Geschäft 5.245
1. Quartal 2020
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Konzern
insgesamt
Zinsunabhängige Aufwendungen
insgesamt 1.097 1.475 1.886 374 695 112 5.638
Wertberichtigungen auf Geschäfts
oder Firmenwerte und
sonstige immaterielle
Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0
Rechtsstreitigkeiten
(Aufwendungen/Auflösungen) −0 1 2 −0 1 11 14
Restrukturierung und
Abfindungszahlungen 10 −2 66 7 3 3 88
Bereinigte Kostenbasis 1.087 1.476 1.817 367 691 98 5.536
Transformationskosten 26 14 15 0 29 0 84
Bereinigte Kosten vor
Transformationskosten 1.062 1.462 1.803 366 661 98 5.452
Erstattungsfähige Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Hedgefonds 98
Geschäft
Bereinigte Kosten vor
Transformationskosten und
erstattungsfähigen Aufwendungen im
Zusammenhang mit dem Hedgefonds
Geschäft 5.354

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten

Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sind eine Finanzkennzahl und eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Erträge. Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten werden errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Erträge um Sondereffekte angepasst werden, die im Allgemeinen außerhalb der üblichen Art oder dem üblichen Umfang des Geschäfts liegen und eine genaue Beurteilung der operativen Leistung der Einheiten verzerren können. Herausgerechnet werden DVA und wesentliche Transaktionen oder Ereignisse, die entweder einmaliger Natur sind oder zu einem Portfolio verbundener Transaktionen oder Ereignisse gehören, bei denen die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Erträge ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Erträge im Zusammenhang mit unseren Bereichen ermöglicht. Der im dritten Quartal 2019 ausgewiesene DVA-Effekt beinhaltet eine Aktualisierung der DVA-Bewertungsmethode.

1. Quartal 2021
Corporate Investment Private Asset Capital Corporate & Konzern
in Mio. € Bank Bank Bank Management Release Unit Other insgesamt
Erträge 1.313 3.097 2.178 637 81 −74 7.233
Bewertungsanpassungen für das
eigene Kreditrisiko (DVA)
- IB Sonstige Erträge / CRU 0 −15 0 0 2 0 −13
Änderung der Bewertung eines
Investments
- FIC S&T 0 0 0 0 0 0 0
Abwicklungsaktivitäten bei Sal.
Oppenheim
- Internationale Privatkundenbank
(IPB) 0 0 24 0 0 0 24
Erträge ohne Berücksichtigung von
Sondereffekten 1.313 3.112 2.153 637 79 −74 7.222
1. Quartal 2020
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Konzern
insgesamt
Erträge 1.325 2.354 2.167 519 −57 43 6.350
Bewertungsanpassungen für das
eigene Kreditrisiko (DVA)
- IB Sonstige Erträge / CRU
0 46 0 0 24 0 70
Änderung der Bewertung eines
Investments
- FIC S&T
0 −10 0 0 0 0 −10
Abwicklungsaktivitäten bei Sal.
Oppenheim
- Internationale Privatkundenbank
(IPB)
0 0 16 0 0 0 16
Erträge ohne Berücksichtigung von
Sondereffekten
1.325 2.318 2.151 519 −81 43 6.275

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

Erträge bereinigt um Währungseffekte

Erträge bereinigt um Währungseffekte werden errechnet, indem die Erträge der Vorjahresperiode, die in anderen Währungen als dem Euro generiert wurden, mit dem Währungskurs der aktuellen Geschäftsperiode in Euro umgerechnet werden. Diese bereinigten Zahlen sowie die darauf basierenden prozentualen Veränderungen zwischen den Berichtsperioden dienen der Informationen über die Entwicklung der zugrunde liegenden Geschäftstätigkeit.

Bereinigtes Ergebnis vor Steuern

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern wird errechnet, indem das nach IFRS ermittelten Ergebnis vor Steuern um Sondereffekte bei den Erträgen, Transformationskosten, Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte sowie um Kosten für Restrukturierung und Abfindungszahlungen angepasst wird. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung des Ergebnis vor Steuern ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Profitabilität im Zusammenhang mit unseren operativen Bereichen ermöglicht.

1. Quartal 2021
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Konzern
insgesamt
Ergebnis vor Steuern 229 1.490 274 183 −410 −178 1.589
Sondereffekte bei den Erträgen 0 15 −24 0 −2 0 −11
Transformationskosten 11 13 36 1 12 43 116
Wertminderung auf Geschäfts- oder
Firmenwerte und sonstige immaterielle
Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0
Restrukturierung und
Abfindungszahlungen 25 7 11 6 0 8 58
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 266 1.526 297 190 (400) (127) 1.752
1. Quartal 2020
in Mio. € Corporate
Bank
Investment
Bank
Private
Bank
Asset
Management
Capital
Release Unit
Corporate &
Other
Konzern
insgesamt
Ergebnis vor Steuern 121 637 143 110 -765,04505 −40 206
Sondereffekte bei den Erträgen 0 −36 −16 0 −24 0 −76
Transformationskosten 26 14 15 0 29 0 84
Wertminderung auf Geschäfts- oder
Firmenwerte und sonstige immaterielle
Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0
Restrukturierung und
Abfindungszahlungen 10 −2 66 7 3 3 88
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 157 614 207 118 (756) (37) 303

Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.

Netto Vermögenswerte (bereinigt)

Die Netto Vermögenswerte (bereinigt) sind definiert als Bilanzsumme nach IFRS nach Berücksichtigung rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsvereinbarungen, Aufrechnung von erhaltenen und gestellten Barsicherheiten sowie Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Netto Vermögenswerte (bereinigt) die Vergleiche zu unseren Mitbewerbern vereinfacht.

in Mrd. €
(sofern nicht anders angegeben) 31.3.2021 31.12.2020
Bilanzsumme 1.317 1.325
Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Derivate (inkl. zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate sowie
nach "zum Verkauf bestimmte Forderungen" reklassifizierte Derivate) 227 266
Abzüglich: Erhaltene / gestellte Barsicherheiten für Derivate 64 83
Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte 1 1
Abzüglich: Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften 37 12
Netto-Vermögenswerte (bereinigt) 987 963

Nettovermögen und materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert)

Das Nettovermögen und das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) sind finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Sie werden von Investoren und Analysten als verlässliche Kennzahlen zur Beurteilung der Kapitaladäquanz genutzt. Das Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert). Das materielle Nettovermögen ergibt sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital abzüglich der Position "Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte". Das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) entspricht dann dem materiellen Nettovermögen dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert).

Materielles Nettovermögen

in Mio. € 31.3.2021 31.12.2020
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital (Nettovermögen) 56.089 54.786
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte1 −6.105 −5.997
Materielles Nettovermögen 49.984 48.789

1 Ohne Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, die dem teilweisen Verkauf der DWS zuzurechnen sind.

Ausstehende Stammaktien (unverwässert)

in Mio.
(sofern nicht anders angegeben) 31.3.2021 31.12.2020
Anzahl ausgegebene Stammaktien 2.066,8 2.066,8
Aktien im Eigenbestand −3,7 −1,3
Gewährte Aktienrechte (unverfallbar) 32,1 38,6
Ausstehende Stammaktien (unverwässert) 2.095,2 2.104,1
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € 26,77 26,04
Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € 23,86 23,19

Voll umgesetzte regulatorische Messgrößen

Unsere regulatorischen Aktiva, Risikopositionswerte, risikogewichtete Aktiva, regulatorisches Kapital und regulatorische Quoten, die sich hieraus ergeben, werden für aufsichtsrechtliche Zwecke berechnet und basieren innerhalb dieses Dokuments auf den Regelungen gemäß CRR/CRD, wie sie derzeit anwendbar ist.

Wir verwenden in diesem Bericht bestimmte Zahlen auf der Grundlage der CRR-Definition von Eigenmittelinstrumenten anwendbar für Zusätzliches Kernkapital (AT1) und Ergänzungskapital (T2) und darauf basierende Messgrößen, einschließlich Kernkapital (T1), Gesamtkapital und Verschuldungsquote) auf Basis einer "Vollumsetzung". Wir berechnen diese Größen nach "Vollumsetzung" ohne Anwendung der Übergangsregelungen für die Eigenmittelinstrumente, die von der gegenwärtig geltenden CRR/CRD vorgegeben werden. Für CET 1-Instrumente sind keine Übergangsregelungen anzuwenden.

Übergangsbestimmungen sind weiterhin anwendbar für Instrumente des AT und T2. Für Kapitalinstrumente, die am oder vor dem 31. Dezember 2011 emittiert wurden und nicht mehr als AT1- oder T2-Kapital qualifizieren bei Vollanwendung der heute gültigen CRR/CRD, gelten Bestandsschutzregelungen während der Übergangsphase. Diese Instrumente unterliegen einem schrittweisen Auslaufen zwischen 2013 und 2022 mit einer Anerkennungsobergrenze von 30 % in 2019, 20 % in 2020 und 10 % in 2021 (in Bezug auf das Portfolio, das sich für den Bestandsschutz qualifiziert und am 31. Dezember 2012 bereits emittiert war). Die derzeit gültige CRR, die seit dem 27. Juni 2019 anwendbar ist, beinhaltet weitere Übergangsbestimmungen für AT1 und T2-Instrumente, die vor dem 27. Juni 2019 emittiert wurden. Hierunter bestehen für AT1- und T2- Instrumente, die von Zweckgesellschaften emittiert wurden, Bestandsschutzregelungen bis zum 31. Dezember 2021. Darüber hinaus gelten für AT1- und T2-Instrumente, die bestimmte neue Kriterien nicht erfüllen, die seit dem 27. Juni 2019 anwendbar sind, Bestandsschutzregelungen bis zum 26. Juni 2025. Instrumente, die unter britischer Gesetzgebung emittiert wurden, und die nicht alle CRR-Bedingungen erfüllen, als Großbritannien die Europäische Union verlassen hat, sind nach unserer Definition der Vollumsetzung ebenfalls ausgeschlossen. Unsere Kernkapital- und RWA-Größen zeigen keine Unterschiede mehr bei Anwendung der heute gültigen CRR/CRD im Vergleich zur CRR/CRD bei Vollumsetzung, basierend auf unserer Definition von "Vollumsetzung".

Wir sind der Ansicht, dass diese Messgrößen nach Vollumsetzung nützliche Informationen für Investoren darstellen, da sie den Fortschritt hin zur Anwendung der aufsichtsrechtlichen Kapitalstandards widerspiegeln. Weiterhin haben viele unserer Wettbewerber Messgrößen ebenfalls in Vollumsetzung angegeben. Da die Annahmen und Schätzungen unserer Wettbewerber über die Implementierung der "Vollumsetzung" variieren kann, sind unsere Kennzahlen nach Vollumsetzung möglicherweise nicht mit ähnlich bezeichneten Messgrößen unserer Wettbewerber vergleichbar.

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Veröffentlichung Veröffentlicht am 28. April 2021 Hinweis in Bezug auf zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und die Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 12. März 2021 unter der Überschrift "Risk Factors" im Detail dargestellt.

2021 Wichtige Termine

27.Mai 2021 Hauptversammlung

28.Juli 2021 Zwischenbericht zum 30.Juni 2021

27.Oktober 2021 Ergebnisübersicht zum 30.September 2021

2022

Wichtige Termine

3.Februar 2022 Vorläufiges Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021

11.März 2022 Geschäftsbericht 2021 und Form 20-F

27.April 2022 Ergebnisübersicht zum 31.März 2022

19.Mai 2022 Hauptversammlung

27.Juli 2022 Zwischenbericht zum 30.Juni 2022

26.Oktober 2022 Ergebnisübersicht zum 30.September 2022

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