Earnings Release • Nov 8, 2021
Earnings Release
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Finanzbericht: 29174765
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||
|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernziele | ||||
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) 1 | 1,5 % | 1,5 % | 4,8 % | 0,2 % |
| Aufwand-Ertrag-Relation 2 | 88,9 % | 87,3 % | 81,7 % | 87,2 % |
| Harte Kernkapitalquote | 13,0 % | 13,3 % | 13,0 % | 13,3 % |
| Verschuldungsquote (Vollumsetzung) | 4,8 % | 4,4 % | 4,8 % | 4,4 % |
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Erträge insgesamt, in Mrd. € | 6,0 | 5,9 | 19,5 | 18,6 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft, in Mrd. € | 0,1 | 0,3 | 0,3 | 1,5 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt, in Mrd. € | 5,4 | 5,2 | 15,9 | 16,2 |
| Bereinigte Kostenbasis abzüglich der Transformationskosten, in Mrd. € 3 | 4,7 | 4,8 | 14,6 | 15,2 |
| Ergebnis vor Steuern, in Mrd. € | 0,6 | 0,5 | 3,3 | 0,8 |
| Gewinn/Verlust (-) nach Steuern, in Mrd. € | 0,3 | 0,3 | 2,2 | 0,4 |
| Den Deutsche Bank Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach Steuern, in Mrd. € | 0,2 | 0,2 | 1,8 | 0,1 |
| Bilanz 4 | ||||
| Bilanzsumme, in Mrd. € | 1.326 | 1.388 | 1.326 | 1.388 |
| Netto-Vermögenswerte (bereinigt), in Mrd. € 5 | 1.002 | 995 | 1.002 | 995 |
| Forderungen (Bruttowert von Wertberichtigungen für Kreditausfälle), in Mrd. € | 456 | 433 | 456 | 433 |
| Durchschnittliche Forderungen (Bruttowert von Wertberichtigungen für Kreditausfälle), in Mrd. € | 449 | 434 | 440 | 440 |
| Einlagen, in Mrd. € | 586 | 575 | 586 | 575 |
| Wertberichtigungen für Kreditausfälle, in Mrd. € | 4,8 | 4,8 | 4,8 | 4,8 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital, in Mrd. € | 57 | 55 | 57 | 55 |
| Ressourcen 4 | ||||
| Risikogewichtete Aktiva, in Mrd. €. | 351 | 325 | 351 | 325 |
| Davon: Risikogewichtete Aktiva für operationelle Risiken, in Mrd. € | 65 | 70 | 65 | 70 |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote, in Mrd. € | 1.105 | 1.101 | 1.105 | 1.101 |
| Materielles Nettovermögen, in Mrd. € 5 | 51 | 49 | 51 | 49 |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte (HQLA), in Mrd. € | 217 | 224 | 217 | 224 |
| Liquiditätsreserven, in Mrd. € | 249 | 253 | 249 | 253 |
| Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) | 84.512 | 86.984 | 84.512 | 86.984 |
| Niederlassungen | 1.805 | 1.915 | 1.805 | 1.915 |
| Quoten | ||||
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) 1 | 1,4 % | 1,3 % | 4,3 % | 0,1 % |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Basispunkten im Verhältnis zu den durchschnittlichen Forderungen | 10 | 25 | 8 | 47 |
| prozentuales Verhältnis von Forderungen zu Einlagen | 77,9 % | 75,3 % | 77,9 % | 75,3 % |
| Verschuldungsquote (Übergangsregelung) | 4,9 % | 4,5 % | 4,9 % | 4,5 % |
| Mindestliquiditätsquote | 137 % | 151 % | 137 % | 151 % |
| Aktieninformationen | ||||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | € 0,15 | € 0,13 | € 0,83 | € -0,00 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | € 0,14 | € 0,13 | € 0,81 | € -0,00 |
| Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) 5 | € 27,32 | € 26,07 | € 27,32 | € 26,07 |
| Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) 5 | € 24,46 | € 23,21 | € 24,46 | € 23,21 |
1 Basierend auf dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach AT1-Kupon. Weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten.
2 Die Aufwand-Ertrag-Relation ist der prozentuale Anteil der Zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt an der Summe aus Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft und Zinsunabhängigen Erträgen.
3 Die Überleitung der bereinigten Kostenbasis ist im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen/ Bereinigte Kosten" dieses Dokuments zu finden.
4 Zum Ende der Berichtsperiode.
5 Weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Der Konzern hat im dritten Quartal seinen Vorsteuergewinn auf 554 Mio. € gesteigert, 15 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Darin berücksichtigt sind 583 Mio. € an Umbaukosten. Der bereinigte Vorsteuergewinn, der die umbaubedingten Effekte und Sonderfaktoren nicht berücksichtigt, stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39 % auf 1,2 Mrd. €. Der Nachsteuergewinn lag im dritten Quartal bei 329 Mio. €, ein Plus von 6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Der Großteil der Umbaukosten im dritten Quartal entfällt auf Technologieausgaben, von denen rund 450 Mio. € auf Vertragsänderungen und Abschreibungen auf Software zurückgehen, die vor allem mit der Migration von IT-Anwendungen der Deutschen Bank in die Cloud zusammenhängen.
90 % aller umbaubedingten Belastungen, die bis Ende 2022 erwartet werden, sind bereits verarbeitet. Die Deutsche Bank bekräftigt ihre Absicht, bis Ende 2021 den Großteil der noch verbleibenden umbaubedingten Belastungen zu verbuchen.
Sowohl der Vorsteuergewinn als auch der bereinigte Vorsteuergewinn beinhalten durch das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom April 2021 zur aktiven Zustimmung bei Preisänderungen für Kontogebühren im dritten Quartal eine Belastung von 98 Mio. €, dabei handelt es sich im Wesentlichen um nicht vereinnahmte Erträge. Dieser Effekt dürfte ab dem vierten Quartal 2021 wesentlich niedriger ausfallen, da inzwischen bereits für rund zwei Drittel der betroffenen Konten die geforderte aktive Zustimmung vorliegt. Diese werden im vierten Quartal wirksam.
In den ersten neun Monaten 2021 lag der Vorsteuergewinn bei 3,3 Mrd. €, obwohl Umbaukosten von 798 Mio. € und Belastungen von rund 324 Mio. € im Zusammenhang mit dem BGH-Urteil zu Buche schlugen. Letztere setzen sich zusammen aus 192 Mio. € an entgangenen Erträgen und 131 Mio. € an Rückstellungen für Rechtsfälle. Im gleichen Zeitraum 2020 hatte der Vorsteuergewinn bei 846 Mio. € gelegen, wobei 283 Mio. € an Umbaukosten angefallen waren. Der bereinigte Vorsteuergewinn, der Umbaukosten und Sonderfaktoren bei den Erträgen ausklammert - nicht aber die Folgen des BGH-Urteils - lag bei 4,3 Mrd. €, im Vergleich zu 1,5 Mrd. € in den ersten drei Quartalen 2020.
Der Gewinn nach Steuern war in den ersten neun Monaten mit 2,2 Mrd. € mehr als fünfmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum (435 Mio. €). Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital betrug 4,3 % gegenüber 0,1 % im Vorjahreszeitraum. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (Return on Tangible Equity, RoTE) stieg von 0,2 % auf 4,8 %. Die bereinigte Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei 6,6 %.
Dabei konnten alle vier Kerngeschäftsfelder ihre Eigenkapitalrendite (RoTE) in den ersten neun Monaten des Jahres steigern:
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| • | Unternehmensbank: 7,0 % nach 3,2 % im Vorjahreszeitraum |
| • | Investmentbank: 13,5 % nach 10,6 % |
| • | Privatkundenbank: 2,7 % nach minus 1,8 % |
| • | Vermögensverwaltung: 28,3 % nach 20,3 % |
Die Aufwand-Ertrag-Relation des Konzerns lag bei 82 %, ein Rückgang gegenüber 87 % in den ersten neun Monaten 2020.
In der Kernbank, die alle vier Geschäftsbereiche ohne die Einheit zur Freisetzung von Kapital (CRU) umfasst, lag der Vorsteuergewinn im dritten Quartal bei 898 Mio. € und damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals von 909 Mio. € - obwohl hier im abgelaufenen Quartal 570 Mio. € an Umbaukosten einflossen. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich Umbaukosten von 66 Mio. €. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 23 % auf 1,5 Mrd. €. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) betrug in diesem Quartal 3,9 %, bereinigt waren es 7,3 %.
In den ersten neun Monaten des Jahres nahm der Vorsteuergewinn der Kernbank um 64 % auf 4,3 Mrd. € zu; der bereinigte Vorsteuergewinn stieg ebenfalls um 64 % auf 5,2 Mrd. €. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital betrug 7,5 % nach 4,3 % im Vorjahresquartal. Das Ziel der Kernbank für 2022 liegt bei über 9,0 %. Die bereinigte Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital lag bereits in den ersten neun Monaten bei 9,4 %.
Die CRU verzeichnete im abgelaufenen Quartal einen Verlust vor Steuern in Höhe von 344 Mio. €, das waren 19 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Zu dieser Verbesserung trug vor allem bei, dass die zinsunabhängigen Aufwendungen um 19 % auf 312 Mio. € zurückgingen.
Die CRU setzte ihre Fortschritte beim Portfolioabbau im dritten Quartal fort. Die Verschuldungsposition (Leverage Exposure) sank von 71 Mrd. € auf 61 Mrd. €, vor allem durch einen weiteren Abbau von Portfolien sowie den Transfer von Kundenbeziehungen im Geschäft mit Hedgefonds. Die Bank strebt an, ihr Ziel dieser Verschuldungsposition von 51 Mrd. € zum Jahresende 2022 bereits zum Jahresende 2021 zu erreichen oder zu übertreffen. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken weiter auf 30 Mrd. € - und lagen damit bereits unter dem Ziel von 32 Mrd. € zum Jahresende 2022.
In den ersten neun Monaten verbuchte die CRU einen Verlust vor Steuern von 1,0 Mrd. €, das waren 43 % weniger als die 1,8 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund war auch hier der Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen um 32 % auf 1,1 Mrd. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten sanken um 37 % auf 901 Mio. €, nach 1,4 Mrd. € im Vorjahreszeitraum.
Seit dem dritten Quartal 2020 hat die CRU ihre Verschuldungsposition um 32 % reduziert, von 90 Mrd. € auf 61 Mrd. €. Gleichzeitig gingen die risikogewichteten Aktiva um 23 % zurück, von 39 Mrd. € auf 30 Mrd. €.
Die Erträge des Konzerns betrugen im dritten Quartal 6,0 Mrd. €, ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum - trotz sich normalisierender Märkte und Niedrigzinsen und entgangener Erträge von 96 Mio. € durch das BGH-Urteil. Die Erträge der Kernbank stiegen ebenfalls um 2 % auf 6,1 Mrd. €.
In den ersten neun Monaten des Jahres legten die konzernweiten Erträge um 5 % auf 19,5 Mrd. € zu. Die Erträge der Kernbank stiegen um 4 % auf ebenfalls 19,5 Mrd. €.
Die Erträge in den vier Kerngeschäftsbereichen der Deutschen Bank verteilten sich im dritten Quartal wie folgt:
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| • | Unternehmensbank: Die Erträge waren mit 1,3 Mrd. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Ein höheres Geschäftsvolumen sowie Preisanpassungen bei Einlagen glichen Zinsbelastungen ebenso aus wie einen Rückgang episodischer Effekte um 59 Mio. € gegenüber dem Vorjahresquartal; zu diesen ihrem Charakter nach episodischen Effekten zählten Portfoliomaßnahmen, Wertaufholungen im Zusammenhang mit Absicherungen des Kreditportfolios sowie andere einmalige Ereignisse. Bereinigt um die episodischen Effekte stiegen die Erträge leicht an. Im dritten Quartal 2021 wurden keine Sondereffekte bei den Erträgen verzeichnet. Zum Quartalsende bestanden für Einlagen im Volumen von 94 Mrd. € Gebührenvereinbarungen, gegenüber 88 Mrd. € zum Ende des zweiten Quartals. Diese trugen 96 Mio. € zu den Erträgen im abgelaufenen Quartal bei. Das Kreditvolumen wuchs im dritten Quartal um 3 Mrd. €. Die Erträge der ersten neun Monate sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 % auf 3,8 Mrd. €. Bereinigt um ihrem Charakter nach episodische Erträge und Wechselkurseffekte waren die Erträge in etwa unverändert. |
| • | Investmentbank: Die Erträge gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 % auf 2,2 Mrd. € zurück. Dabei sanken die Erträge im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) um 12 % auf 1,6 Mrd. €. Deutlich höheren Erträgen im Finanzierungsgeschäft standen geringere Erträge im Kreditgeschäft, bei Zinsprodukten und aus dem Währungshandel gegenüber. Grund hierfür war, dass ein solides Kundengeschäft von ungünstigeren Marktbedingungen und einer geringeren Volatilität überlagert wurde. Die Erträge im Geschäft mit Schwellenländern legten aufgrund von Verbesserungen in verschiedenen Regionen zu. Das Emissions- und Beratungsgeschäft legte um 22 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 648 Mio. € zu, was auf Wachstum bei der Emission von Schuldtiteln und Aktien sowie im Beratungsgeschäft zurückging. Die Erträge der ersten neun Monate stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 % auf 7,7 Mrd. €. Die Deutsche Bank war in diesem Zeitraum mit einem Marktanteil von 8,7 % die Nummer eins im Emissions- und Beratungsgeschäft in Deutschland (Quelle: Dealogic). Sie wurde zudem vom Magazin The Banker bei den Investment Banking Awards 2021 als "Beste Investmentbank in Westeuropa" ausgezeichnet. |
| • | Privatkundenbank: Die Erträge sanken um 2 % auf 2,0 Mrd. €. Sie waren stabil, wenn man sie um Sondereffekte und die 94 Mio. € an entgangenen Erträgen aus dem BGH-Urteil bereinigt. Die Erträge in der Privatkundenbank Deutschland gingen um 6 % zurück, stiegen aber um 1 %, wenn man sie um die Folgen des BGH-Urteils bereinigt. Die Erträge in der Internationalen Privatkundenbank legten um 6 % zu, und um 1 % ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten. Das Nettoneugeschäft betrug 9 Mrd. €, darunter 5 Mrd. € an Nettozuflüssen in Anlageprodukte und 3 Mrd. € an Nettoneukrediten im Kundengeschäft. Die Erträge der ersten neun Monate lagen bei 6,2 Mrd. €. Sie steigen damit um 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, trotz der Auswirkungen des BGH-Urteils in Höhe von 188 Mio. €. Das Nettoneugeschäft betrug im Jahresverlauf 38 Mrd. € - und liegt damit bereits über dem Ziel von mehr als 30 Mrd. € für das Gesamtjahr 2021. Darin enthalten waren Nettozuflüsse in Anlageprodukte von 22 Mrd. € und Nettoneukredite im Kundengeschäft von 11 Mrd. €. |
| • | Vermögensverwaltung ( Asset Management): Die Erträge stiegen um 17 % auf 656 Mio. € - der höchste Stand seit sieben Quartalen. Hauptgrund dafür waren die höchsten Einnahmen aus Verwaltungsgebühren seit mehr als sechs Jahren. Die Vermögensverwaltung verzeichnete im sechsten Quartal in Folge Nettozuflüsse und profitierte von der Marktwerte-Entwicklung in einem günstigen Umfeld. Die Nettozuflüsse betrugen 12 Mrd. €, wozu alle Vermögensklassen beitrugen. Darin enthalten sind Zuflüsse von 5 Mrd. € in ESG-Anlagen - der höchste Quartalswert im Jahr 2021. Die Nettozuflüsse und positive Wechselkursentwicklungen führten zu einem Anstieg des verwalteten Vermögens um 21 Mrd. € auf einen Rekordwert von 880 Mrd. €. Seit dem dritten Quartal 2020 ist das verwaltete Vermögen um 121 Mrd. € gestiegen, davon gingen 46 Mrd. € auf Nettozuflüsse zurück. In den ersten neun Monaten stiegen die Erträge um 18 % auf 1,9 Mrd. €. Die Nettozuflüsse lagen bei 33 Mrd. €, darunter 13 Mrd. € in ESG-Anlagen. |
Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im dritten Quartal um 4 % auf 5,4 Mrd. €; davon waren 583 Mio. € Umbaukosten. Letztere gingen in erster Linie auf Vertragsänderungen und Abschreibungen auf Software zurück, die vor allem mit der Migration von IT-Anwendungen der Deutschen Bank in die Cloud zusammenhängen. Beides soll in den kommenden Quartalen die laufenden Kosten senken. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten verringerten sich gegenüber dem Vorquartal um 3 % auf 4,7 Mrd. €.
Die Zahl der Mitarbeiter * innen stieg gegenüber dem zweiten Quartal um 715 auf 84.512 (in Vollzeitstellen gerechnet). Gezielte Neueinstellungen in wachsenden Geschäftsfeldern sowie die Eingliederung von externen Mitarbeiter * innen wurden weitestgehend ausgeglichen durch Maßnahmen zum Stellenabbau und sonstige Abgänge. Der Anstieg der Vollzeitstellen im dritten Quartal geht daher vor allem auf die jährliche Einstellung von Hochschulabsolvent * innen zurück. Seit Ende September 2020 wurde die Zahl der Mitarbeiter * innen um knapp 2.500 Vollzeitstellen reduziert - trotz gezielter Neueinstellungen, Internalisierung und des Zugangs von Hochschulabsolvent * innen.
In den ersten neun Monaten des Jahres sanken die zinsunabhängigen Aufwendungen um 2 % auf 15,9 Mrd. € - obwohl sich die Umbaukosten fast verdreifacht haben, und zwar auf 798 Mio. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 % auf 14,6 Mrd. €.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 57 % auf 117 Mio. € zurück. Dazu trug das positive Marktumfeld ebenso bei wie die hohe Qualität des Kreditbuchs und eine strikte Risikodisziplin. Die Vorsorge für leistungsgestörte Kredite (Stage 3) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51 % auf 199 Mio. €. Dem gegenüber standen Auflösungen von 82 Mio. € bei Krediten, die noch bedient wurden (Stage 1 und 2). Grund war ein stabilerer gesamtwirtschaftlicher Ausblick.
In den ersten neun Monaten sank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 83 % auf 261 Mio. €. Das entspricht auf annualisierter Basis 8 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens - im Vergleich zu 47 Basispunkten in den ersten neun Monaten 2020.
Die harte Kernkapitalquote (CET 1) lag zum Quartalsende entsprechend des Ausblicks der Bank bei 13,0 %, gegenüber 13,2 % drei Monate zuvor. Diese Entwicklung ist vor allem zurückzuführen auf erwartungsgemäß höhere risikogewichtete Aktiva als Folge methodischer Änderungen durch die Regulierung. Außerdem stiegen die RWA auch durch ein wachsendes Kundengeschäft, was in weiten Teilen durch geringere RWA mit Bezug auf das operationelle Risiko ausgeglichen wurde. Letzteres hängt mit einem verbesserten Risikoprofil der Bank zusammen. Zum Ende des dritten Quartals enthielt das harte Kernkapital Kapitalabzüge für Dividenden von 641 Mio. €.
Die Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) lag im dritten Quartal unverändert bei 4,8 %. Der kontinuierliche Fortschritt beim Abbau der Verschuldungsposition in der CRU wurde durch Wechselkurseffekte aufgezehrt. Auf Basis der Übergangsregeln lag die Verschuldungsquote bei 4,9 %.
Die Liquiditätsreserven stiegen im dritten Quartal auf 249 Mrd. €, im Vergleich zu 254 Mrd. € zum Ende des zweiten Quartals. Darin enthalten waren liquide Mittel hoher Qualität in Höhe von 217 Mrd. €. Die Liquiditätsdeckungsquote lag bei 137 % und damit über der Zielmarke der Deutschen Bank von 130 %. Die vorläufige strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio) betrug im dritten Quartal 123 %. Sie lag damit über dem Deutsche-Bank-Zielkorridor von 115 bis 120 % sowie um 109 Mrd. € über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
Zum 30. September 2021 erreichten nachhaltige Finanzierungen und Anlagen (ESG) ein kumuliertes Volumen von 125 Mrd. € seit Anfang 2020 (ohne DWS). Damit übertrifft die Deutsche Bank bereits ihr Ziel von 100 Mrd. € zum Jahresende 2021 und ist auf Kurs, ihr Ziel von 200 Mrd. € zum Jahresende 2023 zu erreichen.
Allein im dritten Quartal 2021 beliefen sich die nachhaltigen Finanzierungen und Anlagen auf 27 Mrd. € (ohne DWS) und damit in etwa auf dem Niveau des Rekordvolumens im Vorquartal. Dazu trugen die Geschäftsbereiche wie folgt bei:
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| • | Die Unternehmensbank steuerte im dritten Quartal 3 Mrd.€ an nachhaltigen Finanzierungen bei, wodurch sich das kumulierte Volumen auf 18 Mrd. € erhöhte |
| • | In der Investmentbank betrug das Volumen an Kapitalmarktemissionen und nachhaltigen Finanzierungen im zweiten Quartal 17 Mrd. €, wodurch das kumulierte Volumen auf 73 Mrd. € stieg. Seit Jahresbeginn 2021 rangiert die Deutsche Bank gemessen am Transaktionsvolumen unter den Top 5-Häusern weltweit bei ESG-bezogenen Emissionen, nachdem sie im Jahr 2020 auf Rang 8 gelegen hatte. |
| • | In der Privatkundenbank stieg das nach ESG-Standards verwaltete Vermögen im dritten Quartal um fünf Mrd. €. Dazu kam 1 Mrd. € an nachhaltigen Krediten. Das kumulierte Volumen erhöhte sich damit auf 34 Mrd. €. |
Beispiele für Fortschritte in den Geschäftsbereichen:
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| • | Die Deutsche Bank war Konsortialführerin (Bookrunner) bei vier der sechs größten ESG-Anleiheemissionen im Quartal weltweit gemessen am Nennwert (Quelle: Dealogic). |
| • | Sie war an drei Premieren grüner Staatsanleihen in führender Rolle beteiligt - darunter eine Anleihe über zehn Milliarden britische Pfund für das britische Schuldenmanagement (UK Debt Management Office) und eine grüne Fünf-Milliarden-Euro-Anleihe für das Königreich Spanien. |
| • | Die Bank führte zum ersten Mal ein grünes Pensionsgeschäft aus (green purchase agreement) mit einem Volumen von 20 Millionen britische Pfund. |
| • | Sie sammelte zum ersten Mal mit einem so genannten grünen Formosa Bond (Taiwan) 200 Mio. US$ ein, womit Projekte im Bereich erneuerbarer Energien und höherer Energieeffizienz finanziert werden. |
| • | Die Unternehmensbank hat ihr Angebot für den deutschen Mittelstand ausgeweitet und ihre Expertise ausgebaut, Kredite zu strukturieren, die an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft sind. |
| • | Die Privatkundenbank hat "Blue Economy Funds" eingeführt, um Regionen zu unterstützen, die besonders von einem steigenden Meeresspiegel betroffen sein könnten. |
Die Deutsche Bank wurde erstmals von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur EcoVadis überprüft (Sustainable Procurement Maturity Review) und als "proaktiv" eingestuft. Die Bank hat zudem einen Plan, bis 2024 ihren eigenen Betrieb durch sogenannte Grünstromzertifikate (Energy Attribute Certificates) zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die kumulierten ESG-Volumina umfassen nachhaltige Finanzierungen (Flow) und Investitionen (Stock) in der Unternehmensbank, Investmentbank und Privatkundenbank vom 1. Januar 2020 bis heute, wie auf dem Nachhaltigkeitstag (Sustainability Deep Dive) der Deutschen Bank vom 20. Mai 2021 dargelegt. Zu den einbezogenen Produkten gehören Kapitalmarktemissionen (nur unter Konsortialführung), nachhaltige Finanzierungen und verwaltetes Vermögen zum Periodenende. Die kumulierten Volumina und Ziele beinhalten nicht die verwalteten ESG-Vermögen innerhalb der DWS, die diese separat berichtet.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Davon: | ||||||
| Unternehmensbank (CB) | 1.255 | 1.255 | 1 | 0 | 3.798 | 3.920 |
| Investmentbank (IB) | 2.227 | 2.364 | −137 | −6 | 7.718 | 7.394 |
| Privatkundenbank (PB) | 1.999 | 2.036 | −37 | −2 | 6.195 | 6.162 |
| Asset Management (AM) | 656 | 563 | 93 | 17 | 1.919 | 1.631 |
| Abbaueinheit (CRU) | −36 | −36 | 0 | −1 | 21 | −159 |
| Corporate & Other (C&O) | −61 | −243 | 182 | −75 | −140 | −373 |
| Erträge insgesamt | 6.040 | 5.938 | 102 | 2 | 19.510 | 18.575 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 117 | 273 | −156 | −57 | 261 | 1.540 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 2.520 | 2.663 | −142 | −5 | 7.703 | 7.997 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 2.840 | 2.336 | 504 | 22 | 8.128 | 7.810 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | N/A | 3 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | 5 | 185 | −179 | −97 | 107 | 382 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 5.369 | 5.183 | 186 | 4 | 15.941 | 16.189 |
| Ergebnis vor Steuern | 554 | 482 | 72 | 15 | 3.308 | 846 |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) | 225 | 173 | 52 | 30 | 1.114 | 411 |
| Gewinn/Verlust (-) nach Steuern | 329 | 309 | 20 | 6 | 2.194 | 435 |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 23 | 31 | −8 | −26 | 92 | 87 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 306 | 278 | 28 | 10 | 2.102 | 348 |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 112 | 96 | 16 | 16 | 308 | 286 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 194 | 182 | 12 | 7 | 1.794 | 62 |
| Harte Kernkapitalquote | 13,0 % | 13,3 % | -0,3 Ppkt | N/A | 13,0 % | 13,3 % |
| Verschuldungsquote (Vollumsetzung) | 4,8 % | 4,4 % | 0,3 Ppkt | N/A | 4,8 % | 4,4 % |
| Verschuldungsquote (Übergangsregelung) | 4,9 % | 4,5 % | 0,3 Ppkt | N/A | 4,9 % | 4,5 % |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 456 | 433 | 24 | 5 | 456 | 433 |
| Einlagen (in Mrd. €) 1 | 586 | 575 | 11 | 2 | 586 | 575 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 1 | 1.435 | 1.250 | 185 | 15 | 1.435 | 1.250 |
| Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 84.512 | 86.984 | −2.472 | −3 | 84.512 | 86.984 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Davon: | ||
| Unternehmensbank (CB) | −122 | −3 |
| Investmentbank (IB) | 324 | 4 |
| Privatkundenbank (PB) | 32 | 1 |
| Asset Management (AM) | 288 | 18 |
| Abbaueinheit (CRU) | 181 | N/A |
| Corporate & Other (C&O) | 232 | −62 |
| Erträge insgesamt | 935 | 5 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −1.279 | −83 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −294 | −4 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 318 | 4 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −274 | −72 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | −248 | −2 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.462 | N/A |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) | 703 | 171 |
| Gewinn/Verlust (-) nach Steuern | 1.759 | N/A |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 5 | 6 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 1.754 | N/A |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 21 | 8 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 1.732 | N/A |
| Harte Kernkapitalquote | -0,3 Ppkt | N/A |
| Verschuldungsquote (Vollumsetzung) | 0,3 Ppkt | N/A |
| Verschuldungsquote (Übergangsregelung) | 0,3 Ppkt | N/A |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 24 | 5 |
| Einlagen (in Mrd. €) 1 | 11 | 2 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 1 | 185 | 15 |
| Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | −2.472 | −3 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wird in der aktuellen Unternehmensstruktur gezeigt.
1 Zum Quartalsende.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Corporate Bank (CB) | 1.255 | 1.255 | 1 | 0 | 3.798 | 3.920 |
| Institutional Client Services | 2.227 | 2.364 | −137 | −6 | 7.718 | 7.394 |
| Private Bank (PB) | 1.999 | 2.036 | −37 | −2 | 6.195 | 6.162 |
| Asset Management (AM) | 656 | 563 | 93 | 17 | 1.919 | 1.631 |
| Corporate & Other (C&O) | −61 | −243 | 182 | −75 | −140 | −373 |
| Erträge insgesamt | 6.076 | 5.974 | 101 | 2 | 19.489 | 18.735 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 121 | 266 | −145 | −55 | 297 | 1.490 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 2.498 | 2.620 | −122 | −5 | 7.606 | 7.856 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 2.549 | 1.997 | 552 | 28 | 7.155 | 6.379 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | N/A | 3 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | 8 | 183 | −175 | −96 | 109 | 379 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 5.057 | 4.799 | 258 | 5 | 14.873 | 14.615 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | 898 | 909 | −12 | −1 | 4.319 | 2.630 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 1.173 | 1.150 | 23 | 2 | 1.173 | 1.150 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 454 | 429 | 24 | 6 | 454 | 429 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 84.123 | 86.486 | −2.363 | −3 | 84.123 | 86.486 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Corporate Bank (CB) | −122 | −3 |
| Institutional Client Services | 324 | 4 |
| Private Bank (PB) | 32 | 1 |
| Asset Management (AM) | 288 | 18 |
| Corporate & Other (C&O) | 232 | −62 |
| Erträge insgesamt | 754 | 4 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −1.194 | −80 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −251 | −3 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 777 | 12 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −270 | −71 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 259 | 2 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | −0 | N/A |
| Ergebnis vor Steuern | 1.690 | 64 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 23 | 2 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 24 | 6 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | −2.363 | −3 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Zum Quartalsende.
Der Gewinn vor Steuern in der Unternehmensbank stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57 % auf 292 Mio. €, der höchste Quartalsgewinn seit Beginn der Transformation der Deutschen Bank im Jahr 2019. Der bereinigte Gewinn vor Steuern nahm um 33 % auf 317 Mio. € zu. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital stieg von 5,1 % auf 7,8 %.
Die Erträge betrugen im dritten Quartal 1,3 Mrd. € und waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Bereinigt um ihrem Charakter nach episodische Effekte, die 59 Mio. € niedriger ausfielen als im Vorjahr, darunter deutlich geringere Portfoliomaßnahmen und Auflösungen von Rückstellungen im Zusammenhang mit Kreditabsicherungen, stiegen die Erträge leicht an. Im dritten Quartal 2021 wurden keine Sondereffekte bei den Erträgen verzeichnet. Die Unternehmensbank konnte die negativen Auswirkungen niedriger Zinsen mehr als ausgleichen durch Wachstumsinitiativen sowie weitere Fortschritte bei neu vereinbarten Preismodellen, die am Quartalsende Einlagen mit einem Wert von 94 Mrd. € erfassten. Drei Monate zuvor waren es 88 Mrd. €. Die neuen Preismodelle trugen im dritten Quartal 96 Mio. € zu den Erträgen bei.
Im Bereich Corporate Treasury Services stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 1 % auf 755 Mio. €. Neu vereinbarte Preismodelle und Wachstumsinitiativen glichen das negative Zinsumfeld, geringere Portfoliomaßnahmen sowie niedrigere Auflösungen im Zusammenhang mit Kreditabsicherungen mehr als aus.
Im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) stiegen die Erträge dank einer insgesamt soliden Geschäftsentwicklung gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 % auf 326 Mio. €. Die Erträge im Bereich Geschäftskunden sanken um 6 % auf 174 Mio. €, da das negative Zinsumfeld hier einen stärkeren Effekt hatte als das Geschäftswachstum und Fortschritte bei Preisvereinbarungen.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5 % auf 973 Mio. €, was vor allem auf niedrigere Restrukturierungsaufwendungen und Abfindungen sowie niedrigere Kosten für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen war. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten sanken um 1 % auf 947 Mio. €.
Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft verzeichnete die Bank im dritten Quartal eine Nettoauflösung von 10 Mio. € im Vergleich zu einer Vorsorge von 41 Mio. € im Vorjahresquartal. Grund waren anhaltend geringe Wertminderungen und Auflösungen bei Stage 1 und Stage 2 Krediten.
In den ersten neun Monaten verdoppelte sich der Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 772 Mio. €. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg um 76 % auf 862 Mio. €. Der Anstieg ging vor allem zurück auf die geringere Risikovorsorge im Kreditgeschäft und auf niedrigere Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Dem gegenüber standen leicht niedrigere Erträge als Folge von um 86 Mio. € geringerer ihrem Charakter nach episodische Effekte, darunter deutlich geringere Portfoliomaßnahmen und Auflösungen von Rückstellungen im Zusammenhang mit Kreditabsicherungen sowie mit weiteren einmaligen Ereignisse und ungünstigere Wechselkursentwicklungen. In den ersten neun Monaten 2021 wurden bei den Erträgen keine Sondereffekte verzeichnet. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital stieg von 3,2 % auf 7,0 %.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Corporate Treasury Services | 755 | 750 | 5 | 1 | 2.301 | 2.387 |
| Institutional Client Services | 326 | 320 | 7 | 2 | 952 | 969 |
| Business Banking | 174 | 185 | −10 | −6 | 545 | 564 |
| Erträge insgesamt | 1.255 | 1.255 | 1 | 0 | 3.798 | 3.920 |
| davon: | ||||||
| Zinsüberschuss | 645 | 705 | −60 | −9 | 1.895 | 2.230 |
| Provisionsüberschuss | 550 | 506 | 44 | 9 | 1.630 | 1.548 |
| Sonstige Erträge | 61 | 44 | 17 | 39 | 273 | 143 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −10 | 41 | −51 | N/A | −50 | 291 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 352 | 353 | −1 | −0 | 1.067 | 1.055 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 614 | 651 | −37 | −6 | 1.985 | 2.158 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | N/A | 3 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | 4 | 25 | −20 | −82 | 21 | 30 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 973 | 1.028 | −55 | −5 | 3.076 | 3.243 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | 292 | 185 | 106 | 57 | 772 | 387 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 251 | 246 | 5 | 2 | 251 | 246 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 119 | 115 | 5 | 4 | 119 | 115 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 13.577 | 13.544 | 33 | 0 | 13.577 | 13.544 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Corporate Treasury Services | −86 | −4 |
| Institutional Client Services | −18 | −2 |
| Business Banking | −18 | −3 |
| Erträge insgesamt | −122 | −3 |
| davon: | ||
| Zinsüberschuss | −335 | −15 |
| Provisionsüberschuss | 82 | 5 |
| Sonstige Erträge | 131 | 92 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −341 | N/A |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | 12 | 1 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | −173 | −8 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −9 | −29 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | −166 | −5 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | N/A |
| Ergebnis vor Steuern | 386 | 100 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 5 | 2 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 5 | 4 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 33 | 0 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Zum Quartalsende.
Der Gewinn vor Steuern sank im dritten Quartal Vergleich zum Vorjahresquartal auf 861 Mio. €, die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital ging auf 9,7 % zurück. Dies ist auf niedrigere Erträge im Vergleich zum sehr starken Vorjahresquartal zurückzuführen, was stärker zu Buche schlug als die geringeren zinsunabhängigen Aufwendungen und die geringere Risikovorsorge im Kreditgeschäft.
Die Erträge sanken im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 6 % auf 2,2 Mrd. €. Darin spiegelt sich wider, dass die Marktbedingungen herausfordernder waren als vor einem Jahr. Dies konnte zum Teil durch höhere Erträge im Finanzierungsgeschäft und Emissions- und Beratungsgeschäft ausgeglichen werden.
Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) sanken die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 12 % auf 1,6 Mrd. €. Starkes Wachstum im Finanzierungsgeschäft wurde durch Rückgänge im Geschäft mit Zinsprodukten und im Währungs- und Kredithandel mehr als ausgeglichen. Trotz stabilen Kundengeschäfts wirkten sich in diesem Bereich das herausfordernde Marktumfeld sowie eine geringere Volatilität aus. Die Erträge im Geschäft mit Schwellenländern stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal dank guter Ergebnisse in verschiedenen Regionen.
Im Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 22 % auf 648 Mio. €. Die Erträge im Anleihe-Emissionsgeschäft legten zu, da der Bereich Leveraged Debt Capital Markets deutlich von einer hohen Aktivität an den Märkten profitierte. Dies glich die Normalisierung im Geschäft mit Anleihen guter Bonität (Investment Grade) mehr als aus. Die Erträge aus dem Geschäft mit Aktienemissionen nahmen zu, gestützt von größerer Aktivität bei bestimmten Geschäften mit Börsenmänteln (De-SPACing) sowie dem Gewinn von Marktanteilen bei Börsengängen. Die Erträge aus dem Beratungsgeschäft stiegen ebenfalls deutlich, was auf weiterhin hohe Aktivität bei Fusionen und Übernahmen zurückzuführen ist.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1 % auf 1,3 Mrd. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten1 gingen um 3 % zurück.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im dritten Quartal bei 37 Mio. € gegenüber 53 Mio. € im Vorjahresquartal, das entspricht auf annualisierter Basis 19 Basispunkte des durchschnittlichen Kreditvolumens. Die Risikovorsorge profitierte davon, dass es weniger Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gab.
In den ersten neun Monaten stieg der Gewinn vor Steuern um 32 % auf 3,4 Mrd. €. Der bereinigte Gewinn vor Steuern nahm um 35 % auf 3,5 Mrd. € zu. Der Anstieg ging zurück auf ein Plus bei den Erträgen von 4 % auf 7,7 Mrd. € sowie einen Rückgang der Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 94 % auf 39 Mio. €. Dies glich den Anstieg der nicht zinsunabhängigen Aufwendungen um 3 % auf 4,3 Mrd. € mehr als aus, was größtenteils auf im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zuweisungen von Bankenabgaben zurückzuführen ist. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 10,6 % auf 13,5 %.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Fixed Income, Currency (FIC) Sales & Trading | 1.585 | 1.805 | −220 | −12 | 5.865 | 5.686 |
| Debt-Emissionsgeschäft | 416 | 372 | 44 | 12 | 1.200 | 1.185 |
| Equity-Emissionsgeschäft | 114 | 95 | 19 | 20 | 427 | 230 |
| Beratung | 118 | 65 | 53 | 82 | 299 | 169 |
| Emissionsgeschäft und Beratung | 648 | 531 | 117 | 22 | 1.926 | 1.585 |
| Sonstige | −5 | 29 | −34 | N/A | −73 | 124 |
| Erträge insgesamt | 2.227 | 2.364 | −137 | −6 | 7.718 | 7.394 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 37 | 53 | −17 | −31 | 39 | 660 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 521 | 562 | −41 | −7 | 1.587 | 1.609 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 821 | 791 | 30 | 4 | 2.697 | 2.535 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | −0 | 4 | −4 | N/A | 12 | 19 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 1.342 | 1.357 | −15 | −1 | 4.296 | 4.162 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | −12 | −0 | −12 | N/A | −13 | 5 |
| Ergebnis vor Steuern | 861 | 954 | −93 | −10 | 3.396 | 2.567 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 596 | 592 | 4 | 1 | 596 | 592 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 80 | 73 | 7 | 10 | 80 | 73 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 7.359 | 7.448 | −89 | −1 | 7.359 | 7.448 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Fixed Income, Currency (FIC) Sales & Trading | 179 | 3 |
| Debt-Emissionsgeschäft | 14 | 1 |
| Equity-Emissionsgeschäft | 197 | 86 |
| Beratung | 130 | 77 |
| Emissionsgeschäft und Beratung | 342 | 22 |
| Sonstige | −197 | N/A |
| Erträge insgesamt | 324 | 4 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −621 | −94 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −22 | −1 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 163 | 6 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −7 | −38 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 134 | 3 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | −18 | N/A |
| Ergebnis vor Steuern | 829 | 32 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 4 | 1 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 1 | 7 | 10 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | −89 | −1 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Beginnend mit dem zweiten Quartal 2021 berichtet die Investment Bank Wertaufhellungsgewinne und -verluste aus Collateralized Loan Obligations ("CLO") in der Ertragskategorie "Sonstige". Bisher wurden diese Gewinne und Verluste im "Fixed Income, Currency (FIC) Sales & Trading" und "Emissionsgeschäft und Beratung" berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
1 Zum Quartalsende.
Die Privatkundenbank wies im dritten Quartal einen Gewinn vor Steuern von 158 Mio. € aus, der bereinigte Gewinn vor Steuern ohne Umbaukosten lag bei 181 Mio. €.
Die Erträge sanken im dritten Quartal um 2 % auf 2,0 Mrd. €, was auf die bereits genannten 94 Mio. € an entgangenen Erträgen durch das BGH-Urteil zurückzuführen ist. Dies wurde zum Teil ausgeglichen durch Erträge von 34 Mio. € höhere Erträge aus Sondereffekten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Sal. Oppenheim. Bereinigt um diese Effekte blieben die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil. Die anhaltend negativen Effekte aus Niedrigzinsen konnten durch fortgesetztes Geschäftswachstum ausgeglichen werden: Das Nettoneugeschäft lag im Quartal bei 9 Mrd. €; darin enthalten waren Nettozuflüsse in Anlageprodukte von 5 Mrd. € und Nettoneukredite im Kundengeschäft von 3 Mrd. €.
Die Erträge der Privatkundenbank Deutschland sanken um 6 % auf 1,2 Mrd. €, bereinigt um die Effekte aus dem BGH-Urteil stiegen sie jedoch um 1 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Höhere Krediterträge und Provisionseinnahmen aus dem Geschäft mit Anlageprodukten glichen den anhaltenden Margendruck im Einlagengeschäft aus.
In der Internationalen Privatkundenbank stiegen die Erträge um 6 % auf 803 Mio. €, bereinigt um Sondereffekte im Zusammenhang mit der Abwicklung von Sal. Oppenheim nahmen sie um 1 % zu. Kontinuierliches Wachstum bei Anlageprodukten und im Kreditgeschäft glich die Belastungen aus dem niedrigen Zinsumfeld mehr als aus. Dabei wirkte sich die Neueinstellung von Kundenbetreuern in den vorangegangenen Quartalen positiv aus.
Das verwaltete Vermögen stieg im dritten Quartal um 6 Mrd. € auf 541 Mrd. €. Dies geht hauptsächlich auf Nettozuflüsse von 6 Mrd. € zurück, vor allem in Anlageprodukte.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 6 % auf 1,7 Mrd. €, was zum Teil daran lag, dass die umbaubedingten Kosten von 191 Mio. € auf 64 Mio. € zurückgingen. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten blieben in etwa stabil bei 1,7 Mrd. €, da die Einsparungen aus dem Umbau, einschließlich Stellenabbau, durch höhere Ausgaben für Technologie, steigende Kosten aus interner Verrechnung sowie steigende Aufwendungen für die Einlagensicherung ausgeglichen wurden.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging gegenüber dem Vorjahr um 47 % auf 92 Millionen Euro zurück, was 15 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens entspricht. Sie profitierte von der Auflösung eines "Management Overlay" im Zusammenhang mit Moratorien, strikter Risikodisziplin sowie der hohen Qualität des Kreditbuchs.
In den ersten neun Monaten betrug der Vorsteuergewinn 417 Mio. € gegenüber einem Verlust von 114 Mio. € im Vorjahreszeitraum, der durch die COVID-19-Pandemie sowie höhere Aufwendungen für die Umsetzung der Transformation belastet war. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg in den ersten neun Monaten um 90 Prozent auf 561 Mio. € - trotz einer Belastung von mehr als 300 Mio. € durch das BGH-Urteil. Dazu trugen eine niedrigere Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie weitere Kosteneinsparungen bei.
Das Nettoneugeschäft in den ersten neun Monaten betrug 38 Mrd. € und lag damit deutlich über dem Ziel der Privatkundenbank für das Gesamtjahr 2021 von mehr als 30 Mrd. €. Im Neugeschäft enthalten waren 22 Mrd. € Nettozuflüsse in Anlageprodukte sowie 11 Mrd. € neue Kundenkredite.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Privatkundenbank Deutschland | 1.196 | 1.276 | −81 | −6 | 3.741 | 3.818 |
| Internationale Privatkundenbank | 803 | 759 | 43 | 6 | 2.454 | 2.344 |
| IPB Personal Banking 1 | 224 | 228 | −5 | −2 | 681 | 650 |
| IPB Private Banking 2 and Wealth Management | 579 | 531 | 48 | 9 | 1.773 | 1.694 |
| Erträge insgesamt | 1.999 | 2.036 | −37 | −2 | 6.195 | 6.162 |
| davon: | ||||||
| Zinsüberschuss | 1.149 | 1.186 | −38 | −3 | 3.468 | 3.505 |
| Provisionsüberschuss | 735 | 741 | −5 | −1 | 2.361 | 2.265 |
| Sonstige Erträge | 114 | 109 | 6 | 5 | 365 | 392 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 92 | 174 | −82 | −47 | 307 | 538 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 692 | 728 | −35 | −5 | 2.093 | 2.194 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 1.053 | 982 | 72 | 7 | 3.303 | 3.226 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | 3 | 151 | −148 | −98 | 74 | 318 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 1.749 | 1.861 | −112 | −6 | 5.470 | 5.738 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | −0 | −93 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | 158 | 0 | 157 | N/A | 417 | −114 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 3 | 308 | 283 | 25 | 9 | 308 | 283 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 3 | 250 | 234 | 16 | 7 | 250 | 234 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 3 | 541 | 477 | 65 | 14 | 541 | 477 |
| Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) | 6 | 5 | 1 | 28 | 27 | 11 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 3 | 28.927 | 30.684 | −1.757 | −6 | 28.927 | 30.684 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Privatkundenbank Deutschland | −77 | −2 |
| Internationale Privatkundenbank | 110 | 5 |
| IPB Personal Banking 1 | 31 | 5 |
| IPB Private Banking 2 and Wealth Management | 79 | 5 |
| Erträge insgesamt | 32 | 1 |
| davon: | ||
| Zinsüberschuss | −37 | −1 |
| Provisionsüberschuss | 96 | 4 |
| Sonstige Erträge | −26 | −7 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −231 | −43 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −101 | −5 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 76 | 2 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −243 | −77 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | −268 | −5 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 32 |
| Ergebnis vor Steuern | 531 | N/A |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 3 | 25 | 9 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft (vor Risikovorsorge, in Mrd. €) 3 | 16 | 7 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 3 | 65 | 14 |
| Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) | 15 | 136 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 3 | −1.757 | −6 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Inklusive Gewerbekunden und Selbstständige in Italien, Spanien und Indien
2 Inklusive Geschäfts- und Firmenkunden in Italien, Spanien und Indien
3 Zum Quartalsende
Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 % auf 193 Mio. €. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital lag bei 26,6 %. Der bereinigte Gewinn vor Steuern nahm um 16 % auf 198 Mio. € zu.
Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 % auf 656 Mio. €. Dies ging vor allem auf höhere Einnahmen bei Verwaltungsgebühren zurück - dank einer guten Entwicklung der Märkte sowie Nettozuflüssen im sechsten Quartal in Folge.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 % auf 412 Mio. €. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten nahmen um 17 % auf 406 Mio. € zu. Dieser Anstieg ging vor allem auf höhere Aufwendungen für die variable Vergütung zurück, auf gestiegene Servicekosten aufgrund des gewachsenen verwalteten Vermögens sowie auf Investitionen in Wachstumsinitiativen. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag wie im Vorjahr bei 63 %.
Die Nettozuflüsse betrugen im dritten Quartal 12 Mrd. €, mit deutlichen Zuflüssen in allen drei Anlageklassen (aktive, passive und alternative Anlagen) und Regionen.
Das verwaltete Vermögen stieg während des Quartals um 21 Mrd. € auf einen Rekordwert von 880 Mrd. €, was auf die starken Nettozuflüsse und günstige Wechselkurseffekte zurückging, ebenso wie auf einen leicht positiven Effekt durch die Marktentwicklung.
In den ersten neun Monaten 2021 stieg der Gewinn vor Steuern in der Vermögensverwaltung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 387 Mio. € um 44 % auf 556 Mio. €. Der Anstieg war vorwiegend dem deutlichen Wachstum der Verwaltungsgebühren zuzuordnen, die von günstigen Marktentwicklungen und Nettozuflüssen profitierten. Weiterhin trugen sonstige Erträge zum Wachstum bei, die auf eine günstige Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts von Garantien und bei anderen Marktbewertungen im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Dazu kam ein gestiegener Beitrag aus der Beteiligung der DWS am chinesischen Vermögensverwalter Harvest Fund Management. Die Nettozuflüsse erreichten ein Rekordniveau von 33 Mrd. € in den ersten neun Monaten, die verwalteten Vermögen stiegen in diesem Zeitraum um 87 Mrd. €.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge: | ||||||
| Managementgebühren | 609 | 524 | 85 | 16 | 1.740 | 1.585 |
| Erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge | 27 | 20 | 7 | 37 | 85 | 57 |
| Sonstige | 20 | 18 | 1 | 6 | 93 | -12 |
| Erträge insgesamt | 656 | 563 | 93 | 17 | 1.919 | 1.631 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | -0 | 2 | -2 | N/A | 1 | 2 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 193 | 182 | 11 | 6 | 611 | 558 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 219 | 173 | 46 | 27 | 599 | 559 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | -0 | -1 | 0 | -90 | 2 | 10 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 412 | 354 | 58 | 16 | 1.212 | 1.127 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 51 | 44 | 7 | 16 | 149 | 114 |
| Ergebnis vor Steuern | 193 | 163 | 30 | 18 | 556 | 387 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 10 | 10 | 0 | 4 | 10 | 10 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 1 | 880 | 759 | 121 | 16 | 880 | 759 |
| Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) | 12 | 11 | 1 | 14 | 33 | 17 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 4.041 | 3.882 | 159 | 4 | 4.041 | 3.882 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge: | ||
| Managementgebühren | 155 | 10 |
| Erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge | 28 | 50 |
| Sonstige | 104 | N/A |
| Erträge insgesamt | 288 | 18 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | -1 | -38 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | 53 | 10 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 40 | 7 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | -0 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | -8 | -82 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 85 | 8 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 34 | 30 |
| Ergebnis vor Steuern | 169 | 44 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 0 | 4 |
| Verwaltetes Vermögen (in Mrd. €) 1 | 121 | 16 |
| Nettomittelzu-/-abflüsse (in Mrd. €) | 16 | 96 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 159 | 4 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Zum Quartalsende.
Die Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit, CRU) verzeichnete im dritten Quartal einen Verlust vor Steuern von 344 Mio. €. Das ist deutlich weniger als der Verlust vor Steuern von 427 Mio. € im Vorjahresquartal. Die Verbesserung geht vor allem auf niedrigere zinsunabhängige Aufwendungen zurück.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 312 Mio. €. Hauptgrund waren niedrigere interne Zuweisungen von Service-Kosten sowie geringere Personal- und Sachaufwendungen. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten gingen um 27 % auf 244 Mio. € zurück.
Die CRU wies negative Erträge von 36 Mio. € aus, ebenso viel wie im Vorjahresquartal. Dies spiegelt Effekte aus der Refinanzierung, dem Risikomanagement und dem Portfolio-Abbau wider. Teilweise ausgeglichen wurden diese durch positive Erträge, die durch Kostenerstattungen im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft anfielen.
Die CRU reduzierte ihre Verschuldungsposition im dritten Quartal um 10 Mrd. € auf 61 Mrd. €, was auf die anhaltenden Fortschritte beim Abbau des Portfolios sowie des Hedgefondsgeschäft zurückgeht.
Die risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken zum Ende des Quartals auf 30 Mrd. € und waren damit niedriger als der Zielwert für das Jahresende 2022 in Höhe von 32 Mrd. €. Der verbleibende Bestand setzt sich zusammen aus 22 Mrd. € an RWA für operationelle Risiken und 8 Mrd. € für Kredit- und Marktrisiken.
Seit der Gründung nach dem zweiten Quartal 2019 hat die CRU ihre Verschuldungsposition um 76 % oder 188 Mrd. € reduziert, die risikogewichteten Aktiva gingen um 53 % oder 34 Mrd. € zurück.
In den ersten neun Monaten verzeichnete die CRU einen Verlust vor Steuern von 1,0 Mrd. €, das waren 43 % weniger als der Verlust von 1,8 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund war, dass die zinsunabhängigen Aufwendungen um 32 % auf 1,1 Mrd. € zurückgingen. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten sanken um 37 % auf 901 Mio. €. Die Erträge lagen in den ersten neun Monaten bei 21 Mio. €, eine Verbesserung um 181 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge insgesamt | −36 | −36 | 0 | −1 | 21 | −159 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −3 | 7 | −11 | N/A | −35 | 50 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 23 | 43 | −21 | −48 | 97 | 140 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 292 | 339 | −47 | −14 | 972 | 1.431 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | −3 | 2 | −5 | N/A | −2 | 3 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 312 | 384 | −72 | −19 | 1.068 | 1.574 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | −0 |
| Ergebnis vor Steuern | −344 | −427 | 83 | −19 | −1.011 | −1.784 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | 153 | 238 | -85 | -36 | 153 | 238 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 389 | 498 | -109 | -22 | 389 | 498 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge insgesamt | 181 | N/A |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −85 | N/A |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −43 | −31 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | −459 | −32 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −4 | N/A |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | −506 | −32 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | N/A |
| Ergebnis vor Steuern | 772 | −43 |
| Summe der Aktiva (in Mrd. €) 1 | -85 | -36 |
| Mitarbeiter (in Front Office Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | -109 | -22 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Zum Quartalsende.
Corporate & Other wies im dritten Quartal einen Verlust vor Steuern in Höhe von 605 Mio. € aus, verglichen mit einem Verlust von 393 Mio. € im Vorjahresquartal.
Der Bereich verzeichnete negative Erträge in Höhe von 61 Mio. €, nach negativen Erträgen von 243 Mio. € im dritten Quartal 2020. Hauptgrund für die Verbesserung war ein positiver Beitrag von 65 Mio. € aus Unterschieden in der Bewertung oder im Zeitverlauf, vor allem durch Refinanzierungsstrukturen in Fremdwährungen und durch Basiseffekte bei Zinsen. Im Vorjahresquartal war ein negativer Beitrag in Höhe von 177 Mio. € angefallen. Erträge im Zusammenhang mit Refinanzierung und Liquidität waren im dritten Quartal mit 47 Mio. € negativ, gegenüber negativen Erträgen von 24 Mio. € im Vorjahresquartal.
Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal von 199 Mio. € auf 581 Mio. €. Der Anstieg war vor allem zurückzuführen auf Umbaukosten von 495 Mio. €, die in Corporate & Other verbucht wurden. Die Kosten gehen zum Teil auf Vertragsänderungen und Abschreibungen auf Software zurück, die vor allem mit der Migration von IT-Anwendungen der Deutschen Bank in die Cloud zusammenhängen. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Aktivitäten für Anteilseigner, die gemäß den OECD-Richtlinien zum Transfer Pricing nicht auf die Geschäftsbereiche aufgeteilt wurden, betrugen 94 Mio. € im Vergleich zu 107 Mio. € im Vorjahresquartal.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden vom Gewinn vor Steuern der Geschäftsbereiche abgezogen und im Bereich Corporate & Other ausgeglichen. Sie summierten sich im dritten Quartal auf 39 Mio. €, verglichen mit 44 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der größte Teil entfiel auf die DWS.
In den ersten neun Monaten 2021 belief sich der Verlust vor Steuern auf 822 Mio. €, nach 597 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Anstieg des Verlusts vor Steuern ergab sich vor allem aus höheren Umbaukosten. Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum war der Beitrag von Unterschieden in der Bewertung oder im Zeitverlauf in den ersten neun Monaten 2021 positiv.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 2021 | 2020 | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge insgesamt | −61 | −243 | 182 | −75 | −140 | −373 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 2 | −5 | 7 | N/A | −1 | −1 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||||||
| Personalaufwand | 741 | 795 | −54 | −7 | 2.248 | 2.442 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | −160 | −599 | 440 | −73 | −1.429 | −2.101 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand | −0 | 3 | −3 | N/A | −0 | 3 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 581 | 199 | 382 | 193 | 818 | 344 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | −39 | −44 | 5 | −12 | −135 | −119 |
| Ergebnis vor Steuern | −605 | −393 | −212 | 54 | −822 | −597 |
| Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | 30.219 | 30.928 | -709 | -2 | 30.219 | 30.928 |
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Absolute Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Erträge insgesamt | 232 | −62 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | −0 | 28 |
| Zinsunabhängige Aufwendungen: | ||
| Personalaufwand | −195 | −8 |
| Sachaufwand und sonstiger Aufwand | 672 | −32 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | N/A |
| Restrukturierungsaufwand | −3 | N/A |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 474 | 138 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | −16 | 14 |
| Ergebnis vor Steuern | −226 | 38 |
| Mitarbeiter (in Vollzeitkräfte umgerechnet) 1 | -709 | -2 |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Zum Quartalsende
Aktiva
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| in Mio. € | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Barreserven und Zentralbankeinlagen | 196.892 | 166.208 |
| Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken) | 7.570 | 9.130 |
| Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) | 8.752 | 8.533 |
| Forderungen aus Wertpapierleihen | 223 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||
| Handelsaktiva | 121.016 | 107.929 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 277.147 | 343.455 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte | 81.179 | 76.121 |
| Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte | 134 | 437 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte insgesamt | 479.476 | 527.941 |
| Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte | 32.564 | 55.834 |
| Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen | 1.081 | 901 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten | 451.433 | 426.995 |
| Sachanlagen | 5.317 | 5.549 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.725 | 6.725 |
| Sonstige Aktiva 1 | 129.088 | 110.399 |
| Steuerforderungen aus laufenden Steuern | 1.057 | 986 |
| Steuerforderungen aus latenten Steuern | 5.880 | 6.058 |
| Summe der Aktiva | 1.326.058 | 1.325.259 |
| Passiva | ||
| in Mio. € | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
| Einlagen | 585.748 | 568.031 |
| Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) | 2.077 | 2.325 |
| Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen | 1.166 | 1.697 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||
| Handelspassiva | 56.272 | 44.316 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 264.168 | 327.775 |
| Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen | 59.389 | 46.582 |
| Investmentverträge | 557 | 526 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen insgesamt | 380.386 | 419.199 |
| Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen | 3.128 | 3.553 |
| Sonstige Passiva 1 | 134.798 | 114.208 |
| Rückstellungen | 2.507 | 2.430 |
| Steuerverbindlichkeiten aus laufenden Steuern | 794 | 574 |
| Steuerverbindlichkeiten aus latenten Steuern | 526 | 561 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 147.961 | 149.163 |
| Hybride Kapitalinstrumente | 1.034 | 1.321 |
| Summe der Verbindlichkeiten | 1.260.123 | 1.263.063 |
| Stammaktien, ohne Nennwert, rechnerischer Nominalwert 2,56 € | 5.291 | 5.291 |
| Kapitalrücklage | 40.493 | 40.606 |
| Gewinnrücklagen | 12.182 | 10.014 |
| Eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten | −16 | −7 |
| Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung, nach Steuern | −715 | −1.118 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 57.235 | 54.786 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 7.067 | 5.824 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.634 | 1.587 |
| Eigenkapital insgesamt | 65.935 | 62.196 |
| Summe der Passiva | 1.326.058 | 1.325.259 |
1 Enthalten sind die zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen.
Zum 30. September 2021 stieg die Bilanzsumme von 1,3 Bio. € geringfügig um 0,8 Mrd. € (oder 0,1 %) im Vergleich zum Jahresende 2020 an.
Barreserven, Zentralbankeinlagen und Einlagen bei Kreditinstituten stiegen um 29,1 Mrd. €, in erster Linie bedingt durch den Erlös ausgewählter Verkäufe unserer zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 23,3 Mrd. €, als Ergebnis unserer Neuausrichtung unserer strategischen Liquiditätsreserve unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation.
Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten stiegen um 24,4 Mrd. €, hauptsächlich aus Finanzierungen im Bereich Fixed Income & Currencies (FIC) in unserer Investmentbank sowie aus dem anhaltenden Wachstum in Immobilienfinanzierungen in Deutschland in unserer Privatkundenbank und aus dem Bereich Corporate Treasury Services in unserer Unternehmensbank.
Sonstige Aktiva erhöhten sich um 18,7 Mrd. €, hauptsächlich getrieben durch einen Anstieg von 20,6 Mrd. € von Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung. Dies war hauptsächlich auf einen saisonalen Anstieg der Handelsaktivität im Vergleich zu niedrigen Aktivitäten zum Jahresende zurückzuführen, und wurde durch einen Rückgang der Forderungen aus Bar- und Ausgleichszahlungen in Höhe von 11,7 Mrd. € im Zusammenhang mit zurückgehenden Derivatepositionen teilweise ausgeglichen. Der saisonale Effekt spiegelte sich ebenfalls in einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung um 15,1 Mrd. € wider, der maßgeblich zur Erhöhung der sonstigen Passiva um 20,6 Mrd. € beigetragen hat.
Handelsaktiva und Handelspassiva erhöhten sich um 13,1 Mrd. € bzw. 12,0 Mrd. €, hauptsächlich bedingt durch gestiegene Kundennachfrage und Marktchancen gegen Ende des dritten Quartals.
Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) sowie Wertpapierleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zum beizulegenden Zeitwert, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte bewertet werden, erhöhten sich um 7,6 Mrd. €, aufgrund gestiegener Kundenaktivitäten im aktuellen Marktumfeld. Die entsprechenden Verbindlichkeiten erhöhten sich um 11,5 Mrd. €, was hauptsächlich auf die Marktnachfrage zurückzuführen war.
Einlagen erhöhten sich um 17,7 Mrd. €, überwiegend in unserer Unternehmensbank, mit dem größten Beitrag aus dem Trust and Agency-Geschäft, sowie in unserer Privatkundenbank, aufgrund geringer Konsumausgaben in der ersten Jahreshälfte.
Diese Erhöhungen wurden mehr als ausgeglichen durch einen Rückgang von positiven und negativen Marktwerten aus derivativer Finanzinstrumente um 66,3 Mrd. € bzw. 63,6 Mrd. €, hauptsächlich in Zinssatz- und Devisenprodukten, vornehmlich aufgrund von Marktschwankungen.
Die Gesamtveränderung der Bilanz beinhaltet einen Anstieg in Höhe von 25,0 Mrd. € aus Wechselkursänderungen, hauptsächlich bedingt durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Diese durch Wechselkursänderungen bedingten Effekte sind in den Veränderungen pro Bilanzposition enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden.
Die Gesamtliquiditätsreserven, wie in der Delegierten Verordnung (EU) 2015/61 definiert, beliefen sich zum 30. September 2021 auf 217,3 Mrd. €, eine Steigerung von 4,7 Mrd. € gegenüber 212,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Die Bank unterhält zusätzliche zentralbankfähige hochliquide Aktiva, die sich nicht als hochwertige liquide Vermögenswerte (HQLA) qualifizieren oder die den Transferrestriktionen gemäß der HQLA-Definition unterliegen. Diese zusätzlichen liquiden Mittel beliefen sich zum 30. September 2021 auf 31,2 Mrd. €, so dass die gesamten Liquiditätsreserven der Bank 248,5 Mrd. € betrugen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf eine weitere Teilnahme am TLTRO-Programm der EZB und erhöhte Einlagen zurückzuführen, wobei der Anstieg durch die erhöhte Kreditvergabe in Deutschland weitgehend ausgeglichen wurde. Die LCR betrug im dritten Quartal 2021 137 %, damit liegt die Bank mit 59 Mrd. € über der regulatorischen Mindestanforderung.
Zum 30. September 2021 erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 3,7 Mrd. €. Dieser Anstieg war auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, darunter der in der Berichtsperiode erzielte Jahresüberschuss von 2,2 Mrd. €, die am 9. Mai 2021 neu emittierten zusätzlichen Eigenkapitalbestandteile (zusätzliche Tier-1-Wertpapiere, die nach IFRS als Eigenkapital behandelt werden) in Höhe von 1,25 Mrd. €, auf einen positiven Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 790 Mio. € nach Steuern, der hauptsächlich aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro resultierte, sowie auf Neubewertungsgewinne in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen in Höhe von 431 Mio. € nach Steuern. Diese Faktoren wurden teilweise ausgeglichen durch Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalbestandteile in Höhe von 363 Mio. € und nicht realisierte Nettoverluste aus zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 356 Mio. € nach Steuern.
Der folgende Abschnitt enthält aktuelle Informationen über die Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie im dritten Quartal 2021 und sollte in Verbindung mit dem Abschnitt "Strategie" im Zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichtes 2020 gelesen werden.
In der dritten Phase unserer strategischen Transformation konzentrieren wir uns weiterhin auf Effizienz, Kontrolle und nachhaltige Rentabilität. Angesichts der kontinuierlichen Fortschritte und unserer disziplinierten Umsetzung sind wir zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um unsere finanziellen und regulatorischen Zielsetzungen für das Jahr 2022 zu erreichen. Die bisher erzielten Fortschritte wurden auch von den Rating-Agenturen anerkannt. Nach Moody's Verbesserung ihrer Ratings für die Deutsche Bank im August 2021 folgte Fitch im September 2021 und hob ebenfalls ihre Ratings für die Deutsche Bank an, wobei beide Ratingagenturen ihre positiven Aussichten für die Deutsche Bank aufrechterhielten.
Im dritten Quartal 2021 haben wir weiterhin nachhaltige Finanzierungen und Investitionen ermöglicht. Die Deutsche Bank hat ihre erste grüne Formosa-Anleihe, eine in Taiwan verkaufte Fremdwährungsanleihe, erfolgreich platziert und damit 200 Mio. US$ aufgenommen. Dies ist die erste US-Dollar denominierte Green Bond-Anleihe, die jemals von einer internationalen Bank in einer doppelten Notierung an einer Börse in Taiwan und Luxemburg begeben wurde. Die Transaktion untermauert die Entschlossenheit und das Engagement der Deutschen Bank in den Bereichen Umweltschutz, Soziales und Governance (Environmental, Social and Governance, ESG). Die Erlöse aus dieser Transaktion werden zur Finanzierung von Projekten im Bereich umweltfreundliche Energien, einschließlich Vorhaben im Bereich erneuerbare Energien, beitragen.
Darüber hinaus haben die Deutsche Bank und die Zurich Versicherungsgruppe in Italien ("Zurich") im August 2021 eine Vereinbarung getroffen, in der Zurich das Netzwerk von Finanzberatern der Deutschen Bank in Italien erwerben wird. Durch diese Transaktion werden Kunden in den Genuss der erweiterten Partnerschaft zwischen der Deutschen Bank und Zurich kommen, um ein breiteres Angebot marktführender Investment-, Versicherungs-, Bank- und Finanzdienstleistungen zu erhalten. Darüber hinaus erwarb die Deutsche Bank im September 2021 den in Berlin ansässigen Zahlungsdienstleister Better Payment Germany GmbH. Mit dieser Übernahme wollen wir unseren Marktanteil bei der Zahlungsabwicklung und -abnahme ausbauen. Darüber hinaus haben wir uns kürzlich auf eine langfristige strategische Partnerschaft mit BlackFin Capital Partners geeinigt, um gemeinsam die digitale Investitionsplattform zu entwickeln und Vertriebspartnern, institutionellen Anlegern und Privatkunden umfassende digitale Investitionslösungen und Dienstleistungen anzubieten.
Während wir uns dem Abschluss unserer Strategie "Antreten, um zu gewinnen" ("Compete to win") im nächsten Jahr nähern, erwarten wir für das Jahr 2022 Erträge auf Konzernebene von mindestens € 25 Mrd. Im dritten Quartal 2021 lagen die Erträge für den Konzern bei € 6 Mrd., ein Anstieg um 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Erträge der Kernbank lagen bei 6,1 Mrd. €, 2 % mehr als im Jahresvergleich.
Die Unternehmensbank führte die Umsetzung ihrer verschiedenen Initiativen fort, um das Ertragswachstum voranzutreiben. Im laufenden Quartal wurden weitere Fortschritte bei der Durchführung von Preisanpassungen sowie bei der Ausweitung der Produktpalette für Handelsunternehmen erzielt. In den vergangenen anderthalb Jahren hat die Investmentbank eine sehr starke Leistung erzielt, zumal wir immer wieder sehen, wie mehr Kunden auf die Plattform zurückkommen, auch in Folge durch die Rating-Upgrades. Die Privatkundenbank hat ein sehr starkes Wachstum des Geschäftsvolumens zu verzeichnen, insbesondere im Kreditgeschäft und bei den verwalteten Vermögen (AuM). Im Asset Management sind die Erträge auf Jahresbasis höher als erwartet.
Die Zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im dritten Quartal 2021 auf € 5,4 Mrd., ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 4 %. Der Anstieg des Quartals war insbesondere auf zusätzliche Transformationskosten in Höhe von 0,6 Mrd. € zurückzuführen, die hauptsächlich auf die Erfassung von technologiebezogenen Aufwendungen zurückzuführen waren, darunter rund 450 Mio. € im Zusammenhang mit einer Vertragsabwicklung und der Wertminderung von aktivierter Software, die hauptsächlich durch deren Migration in die Cloud ausgelöst wurden, wodurch in zukünftigen Quartalen die laufenden Kosten sinken dürften. Einschließlich dieser Belastungen wurden inzwischen 90 % der insgesamt erwarteten transformationsbedingten Aufwendungen erfasst. Wir sind weiterhin entschlossen, die meisten der verbleibenden erwarteten transformationsbedingten Auswirkungen bis zum Jahresende 2021 abzuschließen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 betrugen die Zinsunabhängigen Aufwendungen 15,9 Mrd. €, was einem Rückgang um 2 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.
Die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft betrugen im Quartal 4,6 Mrd. €, ein Rückgang um 3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 auf 14,4 Mrd. €, was einem Rückgang um 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Im dritten Quartal 2021 setzte die Capital Release Unit (CRU) ihr Programm zur Reduzierung von Vermögenswerten sowie die Übertragung von Kunden aus dem Hedgefonds- und Electronic Equities-Geschäft der Deutschen Bank fort.
Die CRU nutzte günstige Marktbedingungen für eine weitere Reduzierung des Portfolios und hat eine Reihe alter oder konzentrierter Positionen beendet. Die CRU setzte auch in diesem Quartal die Übertragung von Kunden aus dem Hedgefonds-Geschäft fort und übertrug im Rahmen des Gesamtplans für den Abschluss der Transaktion bis zum Jahresende 2021 einen wesentlichen Betrag an Kundenguthaben. Seit dem zweiten Quartal 2019 hat die CRU die Verschuldungsposition um 76 % bzw. 188 Mrd. € und RWA um 53 % bzw. 34 Mrd. € verringert.
Wir sind nach wie vor entschlossen, unsere Bilanz konservativ zu verwalten, während wir unsere strategische Transformation umsetzen und durch die COVID-19-Pandemie steuern. Am Ende des dritten Quartals 2021 lag unsere harte Kernkapitalquote bei 13,0 % und damit 58 Basispunkte niedriger als Ende 2020 und 258 Basispunkte über den regulatorischen CET 1-Anforderungen. Für das Jahr 2022 streben wir weiterhin an, unsere harte Kernkapitalquote über 12,5 % zu halten.
Die Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) betrug am Ende des dritten Quartals 2021 4,8 % und wurde durch die am 28. Juni 2021 in Kraft getretenen CRR-Änderungen und den Beschluss 2021/1074 der EZB positiv beeinflusst. Insgesamt ermöglichen diese Effekte den Banken den vorübergehenden Ausschluss bestimmter anrechenbarer Risikopositionen gegenüber Zentralbanken bis März 2022 und damit den durch den CRR Quick Fix im dritten Quartal 2020 vorübergehend eingeführten Ausschluss fortzusetzen. Ohne diesen Ausschluss läge die Verschuldungsquote (Vollumsetzung) bei 4,4 %.
Das Value-at-Risk (VaR) belief sich am Ende des dritten Quartals 2021 auf € 33 Mio., was unser konservatives Risikoniveau bestätigt.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im dritten Quartal 2021 belief sich auf 117 Mio. €, weniger als die Hälfte im Vergleich zum dritten Quartal 2020. Für das gesamte Jahr 2021 erwarten wir eine Risikovorsorge im Kreditgeschäft von weniger als 15 Basispunkten als Prozentsatz unserer erwarteten durchschnittlichen Kredite, die niedriger sind als unsere frühere Prognose und ein günstiges makroökonomisches Umfeld widerspiegeln. Wir halten an unseren strengen Vergabestandards und unserem strikten Rahmenwerk für das Risikomanagement fest. Weitere Einzelheiten zur Berechnung der erwarteten Kreditausfälle (Expected Credit Losses - ECLs) sind dem Abschnitt "Risikobericht" im Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen.
Seit 2019 ist Nachhaltigkeit ein zentraler Pfeiler unserer Unternehmensstrategie "Antreten, um zu gewinnen" ". Wir haben die wichtigsten Maßnahmen und Ziele zur Stärkung von ESG bei der Deutschen Bank festgelegt - im Dialog mit unseren Kunden, in unseren eigenen Aktivitäten und in allen unseren Prozessen. Nachhaltigkeit ist ein bedeutend wachsender und integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur.
Im dritten Quartal 2021 haben wir weitere Fortschritte bei der Umsetzung unseres in 2020 bekanntgegeben Ziels gemacht, weltweit ein Volumen von 200 Mrd. € für nachhaltige Finanzierungen und Investments im Bereich Environmental, Social and Governance (ESG) zu erreichen. Davon entfallen 105 Mrd. € auf die Investmentbank, 30 Mrd. € auf die Unternehmensbank und 86 Mrd. € auf die Privatkundenbank. So haben wir zum Beispiel drei grüne Staatsanleihen arrangiert, darunter eine grüne Anleihe für das britische Debt Management Office in Höhe von 10 Mrd. GBP Darüber hinaus haben wir unseren ersten Green-Pension-Vertrag mit einem Volumen von 20 Mio. GBP abgeschlossen und unsere erste grüne Formosa-Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. US $ erfolgreich platziert.
Wir arbeiten weiter an der Umsetzung weiterer Schwerpunktbereiche unserer Nachhaltigkeitsstrategie und haben einen Gleitpfad bis zum Jahr 2024 hin zu 100 % erneuerbarer Energie mittels Energieattribut-Zertifikaten festgelegt, um das 2020 gesetzte Ziel für unseren eigenen Betrieb zu erreichen. Über unsere Forschungsplattform dbSustainability haben wir schließlich Beiträge zur Biodiversität, zu den Emissionen des Anwendungsbereichs 3 und zu Umweltbelangen für energieintensive Sektoren veröffentlicht, die unsere Entschlossenheit beweisen, sich als Denkführer voll in die Diskussionen über ESG-Themen einzubringen.
Unsere wichtigsten finanziellen und regulatorischen Ziele für 2022 sind:
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| • | Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von 8 % auf Konzernebene |
| • | Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von über 9 % für die Kernbank |
| • | Aufwand-Ertrag-Relation von 70 % |
| • | Harte Kernkapitalquote von über 12,5 % |
| • | Verschuldungsquote (bei Vollumsetzung) von circa 4,5 % |
Während die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zurückgegangen sind, sind Beeinträchtigungen nach der Pandemie durch anhaltende Störungen globaler Lieferketten, steigende Energiepreise und höhere Inflation entstanden. Die letztlichen Auswirkungen dieser Symptome sind nach wie vor schwer vorherzusagen und könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unsere finanziellen und regulatorischen Ziele zu erreichen.
Die bereinigten Kosten, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft, die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, sowie die Verschuldungsquote (Vollumsetzung) sind nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen. Die Definitionen dieser Kennzahlen und Überleitungen zu den zugrunde liegenden IFRS-Kennzahlen finden Sie unter "Ergänzende Informationen (ungeprüft): Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts.
Der folgende Abschnitt sollte im Zusammenhang mit dem Abschnitt "Deutsche Bank: Unsere Organisation" in "Die Geschäftsentwicklung" des Geschäftsberichts 2020 gelesen werden.
Die Unternehmensbank setzte ihre strategischen Ziele im dritten Quartal 2021 weiter erfolgreich um. Wir haben Erträge in Höhe von 96 Mio. € aus Preisanpassungen bei Einlagen erzielt, wodurch sich der Gesamtbetrag der Einlagen im Rahmen von Gebührenvereinbarungen auf 94 Mrd. € erhöhte. Wir setzten unser Wachstum im Fintech- und Plattformgeschäft mit neuen Mandaten und Kunden fort. Wir haben unsere ersten Merchant Solutions-Produkte auf den Markt gebracht und haben mit Fiserv, einem weltweit führenden Anbieter von Zahlungs- und Finanzdienstleistungstechnologie, die im zweiten Quartal 2021 angekündigte Zusammenarbeit aufgenommen. Um unsere Produktpalette zu erweitern und den Marktanteil bei der Zahlungsabwicklung und -abnahme zu erhöhen, haben wir im dritten Quartal 2021 die Better Payment Germany GmbH, einen in Berlin ansässigen Zahlungsdienstleister, übernommen. Schließlich haben wir uns darauf konzentriert, den ESG-bezogenen Übergangsdialog mit unseren Kunden und unser Engagement mit externen ESG-Stakeholdern in verschiedenen Brancheninitiativen ständig auszubauen.
Die Investmentbank erzielte im dritten Quartal 2021 weiterhin robuste Geschäftserfolge und solide Ergebnisse. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (Fixed Income & Currencies, "FIC") sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahr im Zuge der Normalisierung des Marktes gesunken. Trotz des Marktumfelds haben wir jedoch weiterhin unsere strategischen Prioritäten in einer Reihe von Entwicklungsbereichen weiter umgesetzt. Das neue Modell der institutionellen Kundenbetreuung (Institutional Client Coverage) trug dazu bei, den Zuwachs bei elektronischen Marktanteilen über die einzelnen Produkte im europäischen Zinsgeschäfts und europäischen Anleihen hinweg anzukurbeln. Im Geschäft mit Zinsprodukten haben wir die Entwicklung unseres Geschäfts mit Staaten, Supranationalen und Agenturen (SSA) fortgesetzt. Die Deutsche Bank liegt mit einem Anteil von 5 % im bisherigen Jahresverlauf auf der Basis des anteiligen Bookrunner-Volumens an dritter Stelle. Dies bedeutet eine Verbesserung von drei Rängen und 60 Basispunkten beim Marktanteil gegenüber dem Vorjahr. Unser Finanzierungsgeschäft konzentriert sich weiterhin auf einen gezielten und disziplinierten Kapitaleinsatz, wobei unser Kreditbuch das zweite Quartal in Folge anstieg. Im Emissions- und Beratungsgeschäft (Origination & Advisory, "O&A") setzte sich die Dynamik fort, so dass das Geschäft das siebte Quartal ein Wachstum im Jahresvergleich verzeichnete. Im Laufe des Quartals haben wir weitere strategische Neueinstellungen in unseren Betreuungsteams vorgenommen, um die Generierung weiterer Erträge für O&A zu unterstützen und auszubauen. Unser FIC-Reengineering-Programm steigert weiterhin die Effizienz im gesamten Bereich und konzentriert sich auf die Automatisierung von Front-to-Back-Prozessen einschließlich der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer E-Trading-Fähigkeiten. Schließlich konzentrieren wir uns weiter auf Nachhaltigkeit (ESG). Im Laufe des Quartals haben wir den ersten Green-Repo-Vertrag in der Branche abgeschlossen und hielten gemäß Dealogic eine Top-5-Platzierung auf Gebührenbasis weltweit für ESG-bezogene Schuldverschreibungen seit Jahresbeginn.
In der Privatkundenbank Deutschland (PB GY) haben wir weitere Fortschritte bei der Transformation gemacht und konnten ein positives drittes Quartal 2021 verzeichnen. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, des BGH-Urteils zu Kontogebühren und geringerer Kundenaktivität im Bereich der Konsumentenfinanzierung sahen wir eine starke Nachfrage nach strategischen Kernprodukten wie Baufinanzierungen und Anlageprodukten. Unser verwaltetes Vermögen wuchs aufgrund positiver Marktentwicklungen, Zuflüssen und der Umschichtung von Einlagen hin zu Anlageprodukten weiter an. Darüber hinaus haben wir bei der Bearbeitung von BGH-Fällen erhebliche Fortschritte erzielt. Bis Ende September 2021 haben wir uns bei 62% der betroffenen Kontoverträgen Zustimmungsvereinbarungen von unseren Kunden eingeholt. Dies wird im vierten Quartal 2021 ertragswirksam. Die Transformation der Privatkundenbank Deutschland ist zudem weiter vorangeschritten. Für 800 weitere Mitarbeiter wurden agile Arbeitsmethoden zur Effizienzsteigerung eingeführt.
In unserer Internationalen Privatkundenbank (IPB) haben wir Fortschritte in der Transformation des Geschäftsmodells gemacht, um so unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir haben in allen Kernmärkten neue hochqualifizierte Kundenberater eingestellt, die zum Wachstum im Private Banking und Wealth Management beitragen. Darüber hinaus haben wir Zuflüsse, insbesondere im Bereich der strategischen Asset-Allokation (Strategic Asset Allocation), verzeichnen können, sowie die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen/ Unternehmer weiter ausgebaut. In Italien haben wir die Neupositionierung unseres regionalen Geschäfts angekündigt, zu der auch die Vereinbarung über den Verkauf unseres Netzwerks der Deutsche Bank Finanzberater an Zurich Italien gehört. Darüber hinaus haben wir unser Filialnetz in Italien und Spanien optimiert und die Effizienz unserer gesamten Front-to-Back-Organisation gesteigert.
Die Privatkundenbank ist auf einem guten Weg, die auf dem Sustainability Deep Dive im Mai 2021 angekündigten Ziele für nachhaltige Finanzierungen zu erreichen. Im Berichtsquartal haben wir Produkte wie neue Mandate für diskretionäre Vermögensverwaltung in verschiedenen Regionen der Privatkundenbank eingeführt und unser Beratungsangebot erweitert (z. B. Fonds mit Schwerpunkt auf "Blue Economy" und die Einführung von ESG-ETFs).
Die Vermögensverwaltungsbranche befindet sich in einem Wandel, der von verschärftem Wettbewerb, anhaltendem Margendruck, technologischen Umwälzungen und erhöhter Marktvolatilität geprägt ist. Wir sind davon überzeugt, dass uns unser breites Angebot leistungsstarker Produkte und Anlagelösungen eine starke Basis für die Steigerung des verwalteten Vermögens sowie der Profitabilität bietet. Unsere überarbeiteten mittelfristigen Ziele für Nettomittelzuflüsse und die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation orientieren sich an den Themenfeldern Transformation, Wachstum und Führung. Unser Ziel ist es, in die Transformation zu investieren, um weitere Effizienz und Wachstum zu erzielen. Hierbei wollen wir unsere Kernplattform und unsere Richtlinien neu ausrichten, sodass sie auf unser Treuhandgeschäft sowie unsere Kunden zugeschnitten sind. Dieser Transformationsprozess dauert noch an, doch das Fundament für eine eigenständige Technologieplattform ist im laufenden Quartal weiter vorangeschritten. Im dritten Quartal spielte die Einführung neuer Produkte für den weiteren Ausbau unseres diversifizierten Portfolios und insbesondere auch für die Beibehaltung unserer positiven Dynamik eine wichtige Rolle. Unser Ziel ist es, ein führender europäischer Vermögensverwalter mit globaler Reichweite und einer klaren, differenzierten Führungsposition in den Bereichen ESG, Passive und margenstarke Strategien zu werden. Daher hat unsere Strategie, in diesen spezifischen Produktlinien und Regionen zu wachsen sowie das organische Wachstum weiterhin höchste Priorität. Wir haben uns kürzlich auf eine langfristige strategische Partnerschaft mit BlackFin Capital Partners geeinigt, um gemeinsam die digitale Investitionsplattform weiterzuentwickeln und Vertriebspartnern, institutionellen Anlegern und Privatkunden umfassende digitale Investitionslösungen und Dienstleistungen anzubieten.
Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die aktuellen Aussichten für den Konzern und unsere Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2021 und sollte in Verbindung mit dem Outlook-Abschnitt im kombinierten Geschäftsbericht 2020 gelesen werden.
Die Weltwirtschaft hat im Sommer 2021 eine starke Erholung verzeichnet, die voraussichtlich bis Ende des Jahres 2021 anhalten wird. Allerdings schreitet die wirtschaftliche Erholung langsamer voran als erwartet, da regionale Ausbrüche der COVID-19 Pandemie Störungen in den globalen Lieferketten verursachen und die vergleichsweise synchrone Erholung vieler Volkswirtschaften zu Engpässen auf der Angebotsseite führte, die sich voraussichtlich erst Anfang des Jahres 2022 normalisieren werden. In diesem Zusammenhang hat sich das BIP-Wachstum in China im dritten Quartal 2021 gegenüber dem zweiten Quartal 2021 deutlich verlangsamt, da die chinesische Wirtschaft unter den finanziellen Schwierigkeiten von Immobilienentwicklern und Energieknappheit leidet. Es wird erwartet, dass die COVID-19-Impfungen weiter fortgesetzt werden. Die fiskalische Unterstützung sollte weiterhin stark sein, insbesondere in den USA und der EU. Die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank dürften bis Ende 2021 in ihrer Geldpolitik expansiv bleiben. Gleichzeitig bereiten sie die Märkte zunehmend auf eine allmähliche Rückführung der Anleihekaufprogramme vor. Die US-Wirtschaft hat ihren Höchststand vor COVID-19 überschritten, das BIP-Wachstum dürfte 2021 bei 5,6 % liegen. In der Eurozone wird ein BIP-Wachstum von 4,9 % erwartet, während die Weltwirtschaft 2021 um 5,9 % wachsen dürfte.
Unsere Prognosen bezüglich der Bankenbranche für den Rest des Jahres könnten durch eine Reihe von pandemiebedingten und ökonomischen Risiken beeinträchtigt werden.. In den hoch entwickelten Volkswirtschaften könnte eine sehr niedrige Risikovorsorge im Kreditgeschäft den Druck auf die Erträge aufwiegen, was zu einer deutlichen Erholung der Rentabilität für das Gesamtjahr führen dürfte. Die jüngsten Trends werden sich fortsetzen, darunter eine gedämpfte Unternehmenskreditvergabe und eine lebhafte Hypothekenkreditvergabe, insbesondere in Europa. Die Fiskal- und Geldpolitik wird wahrscheinlich weitere Schritte unternehmen, um ihre Sofortmaßnahmen schrittweise zu beenden, ein Prozess, der weit in das kommende Jahr hinein reichen könnte. In der EU werden sich die Regulierungsberatungen auf die endgültige Umsetzung von Basel III konzentrieren, sobald der Legislativvorschlag der Europäischen Kommission veröffentlicht ist.
Unsere weltwirtschaftlicher Ausblick unterliegt einer Reihe von Risiken. Die anhaltenden Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie könnten die wirtschaftliche Dynamik erheblich dämpfen. Obwohl die Impfprogramme voranschreiten, könnte eine neue Mutation des Virus oder Hindernisse bei der Umsetzung der Programme den Zeitpunkt, an dem die Herdenimmunität erreicht wird, beeinträchtigen. Aus wirtschaftlicher Sicht könnte ein anhaltendes Überschießen der Inflation bis in das Jahr 2022 zu stärkeren Reaktionen seitens der Zentralbanken führen. Sollten sich die angebotsseitigen Engpässe zu Beginn des Jahres 2022 nicht normalisieren, würde dies insbesondere die Industrieproduktion verlangsamen und damit auch zu einer Herabstufung der Wachstumsprognosen führen. Darüber hinaus könnten die wirtschaftliche Entwicklung in China und zunehmende geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, in Russland/der Ukraine und mit China, für weitere Unsicherheit sorgen.
Im Juli 2019 haben wir eine strategische Transformation der Deutschen Bank bekannt gegeben, mit der wir uns wieder darauf konzentrieren wollen, eine nachhaltige Rentabilität zu erzielen und unseren Aktionären bessere Renditen zu bieten. Das makroökonomische, steuerliche und regulatorische Umfeld hat sich jedoch seitdem infolge der COVID-19-Pandemie verändert. Dieses veränderte Umfeld hat sich bereits auf unsere Ertragslage, Kapitalquoten und den unseren Zielen zugrunde liegenden Kapitalplan ausgewirkt und könnte sich auch im Jahr 2021 weiterhin darauf auswirken, wenn auch voraussichtlich in einem geringeren Ausmaß als im Vorjahr. Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden wir unsere Strategie im Jahr 2021 und darüber hinaus weiter diszipliniert umsetzen; dabei legen wir den Schwerpunkt auf eine Verbesserung der nachhaltigen Rentabilität durch Ertragswachstum in unserer Kernbank unter Beibehaltung der Kosten- und Kapitaldisziplin. Angesichts der kontinuierlichen Fortschritte und unserer disziplinierten Umsetzung sind wir zuversichtlich, dass wir im Wesentlichen auf dem richtigen Weg sind, um unsere Finanzziele für das Jahr 2022 zu erreichen.
Im Jahr 2021 dürften die Erträge des Konzerns und der Kernbank im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben. Dabei dürfte das Ertragswachstum aus umgesetzten strategischen Initiativen Auswirkungen aus dem nach wie vor herausfordernden Zinsumfeld und der COVID-19-Pandemie ausgleichen. Für 2022 erwarten wir Erträge für den Konzern von mindestens € 25 Mrd.
Für das Gesamtjahr 2021 erwarten wir, dass die Erträge der Unternehmensbank im Vergleich zum Vorjahr in etwa unverändert bleiben, da unsere strategischen Wachstumsinitiativen und die Vorteile aus dem TLTRO-III-Programm der EZB das herausfordernde Zinsumfeld ausgleichen dürften. Wir gehen davon aus, dass auch die Erträge in Corporate Treasury Services im Wesentlichen unverändert bleiben werden, da die Vorteile des TLTRO-III-Programms der EZB, die Preisanpassungen bei Einlagen sowie die erwartete Erholung der globalen Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte die Nachteile des Negativzinsumfeldes ausgleichen dürften. Für Institutional Client Services wird erwartet, dass die Erträge im Wesentlichen unverändert bleiben, was durch das Wachstum in den Bereichen Corporate Trust and Depositary Receipts unterstützt wird. Dies wird teilweise aufgezehrt durch negative Auswirkungen von Zinssenkungen in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum im ersten Quartal 2020 und das Auslaufen bestimmter Kundenmandate im Bereich Securities Services. Wir gehen davon aus, dass die Erträge aus dem Business Banking im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger ausfallen werden, was den Gegenwind aus dem negativen Zinsklima widerspiegelt.
Für das Jahr 2021 erwarten wir, dass die Erträge in der Investmentbank für das Gesamtjahr aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben, sich aber leicht verbessern sollten. Wir gehen davon aus, dass die Erträge in Sales & Trading (FIC) für das laufende Jahr im Vergleich zu 2020 im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Das Finanzierungsgeschäft erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres sehr starke Ergebnisse mit gestiegener Nettozinsmarge und einer erfolgreich genutzten starken Kapitalmarktaktivität. Den Fokus auf diszipliniertes Risikomanagement und zielgerichteten Ressourceneinsatz werden wir auch im weiteren Jahresverlauf beibehalten. Der Kredithandel (Credit Trading) konnte auf einem guten Start in das Jahr aufbauen, insbesondere im Bereich der Distressed Businesses. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass die zugrunde liegenden Marktbedingungen im vierten Quartal weniger günstig sein werden als im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft mit Zinsprodukten und das Geschäft mit Schwellenländern können auf dem im Vorjahr erzielten Erfolg ihres neu ausgerichteten Geschäfts aufbauen, wenngleich sich die Marktaktivität im Vergleich zum erhöhten Niveau von 2020 wieder normalisiert hat. Die Erträge aus dem Devisengeschäft wurden durch geringe Volatilität und engere Spreads während des zweiten und dritten Quartals beeinflusst, doch am Ende des dritten Quartals kam es zu einer Belebung der Geschäftstätigkeit und der Bereich ist gut aufgestellt, um dies für sich zu nutzen, sollte die Entwicklung anhalten. Für das Emissions- und Beratungsgeschäft erwarten wir höhere Erträge im Jahr 2021 verglichen mit dem Vorjahr, was dem prognostizierten Rekordniveau des Gebührenaufkommens in diesem Bereich entspricht. Im Bereich Debt Origination konnten wir unsere Stärke beibehalten und unsere Marktanteile gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Leveraged-Loans-Markt ist weiterhin sehr aktiv und hat somit geholfen, den Rückgang der Emissionen von Investment-Grade-Anleihen von den Höchstständen im Jahr 2020 mehr als auszugleichen. Im Aktienemissionsgeschäft wollen wir an die starken ersten neun Monaten des Jahres 2021 anknüpfen, wobei der Bereich durch eine robuste De-SPAC-Pipeline weiter unterstützt wird. Das Beratungsgeschäft profitierte von den intensiven M&A-Aktivitäten im bisherigen Jahresverlauf. Die angekündigten Transaktionen haben sich im abgelaufenen Quartal gegenüber dem dritten Quartal 2020 nahezu verdoppelt.
Für die Privatkundenbank erwarten wir, dass sich die Herausforderungen des aktuellen Zinsumfelds sowie die Normalisierung des Marktumfelds und der Kundenaktivität nach den negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Vorjahr weiter fortsetzen werden.
Wie in unserem Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 beschrieben, hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass die derzeitigen Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Banken, die eine Zustimmung des Kunden fingieren, im Verhältnis zu Verbrauchern unwirksam sind. In Folge des Urteils haben wir im zweiten Quartal 2021 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten hauptsächlich für mögliche Rückerstattungen von Gebühren gebildet und die Vereinnahmung derartiger Gebühren bis zur Umsetzung von Preisvereinbarungen ausgesetzt. Die daraus resultierende Ertragsreduktion setzte sich im dritten Quartal in vergleichbarer Höhe fort. Ab dem vierten Quartal erwarten wir einen deutlich geringeren Effekt, da inzwischen bereits für rund zwei Drittel der betroffenen Konten die geforderte aktive Zustimmung vorliegt
Insgesamt bleibt unsere Erwartung, dass die Erträge in der Privatkundenbank im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Effekte aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und die oben genannten negativen Auswirkungen des BGH-Urteils auf die Erträge sollten weitgehend durch geschäftliches Wachstum und in geringerem Maße auch durch höhere Erträge aus dem TLTRO III-Programm der EZB ausgeglichen werden.
In der Privatkundenbank Deutschland erwarten wir, dass die Erträge im Vergleich zu 2020 trotz der negativen Auswirkungen des BGH-Urteils im Wesentlichen unverändert bleiben. Der anhaltende Margendruck im Einlagengeschäft und ein geringerer Ergebnisbeitrag aus zentralen Treasury-Allokationen werden durch anhaltendes Wachstum im Kreditgeschäft und höhere Provisionserträge im Anlage- und Versicherungsgeschäft ausgeglichen.
In der Internationalen Privatkundenbank gehen wir davon aus, dass die Erträge im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben. Wir erwarten fortgesetztes geschäftliches Wachstum im Anlage- und Kreditgeschäft. Diese Entwicklung wird unterstützt durch gezielte Neueinstellungen von Kundenberatern insbesondere in dem Kundensegment Private Banking and Wealth Management. Das daraus resultierende Ertragswachstum sollte die negativen Auswirkungen aus dem Niedrigzinsumfeld ausgleichen.
Wir gehen davon aus, dass wir das geschäftliche Wachstum in der Privatkundenbank weiter ausbauen können. Die Entwicklung der verwalteten Vermögen wird dabei in hohem Maße von Marktparametern einschließlich der Entwicklung von Wechselkursen abhängen. Insgesamt erwarten wir im Jahr 2021 höhere Volumina im Vergleich zum Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2021 wird mit höheren Erträgen im Asset Management im Vergleich zu 2020 gerechnet. Die Managementgebühren werden im Jahresvergleich voraussichtlich höher sein, da wir sowohl durch Nettomittelzuflüsse als auch durch günstige Marktentwicklungen eine anhaltend positive Wirkung erwarten, die den Margenrückgang übersteigt. Die Performance- und Transaktionsgebühren sollten im Vergleich zu 2020 deutlich höher sein. Die sonstigen Erträge werden voraussichtlich erheblich höher ausfallen, hauptsächlich aufgrund einer Verbesserung des beizulegenden Zeitwerts von Garantien und höheren Gewinnen aus Beteiligungen. Wir rechnen damit, dass das verwaltete Vermögen Ende des Jahres 2021 aufgrund von Nettomittelzuflüssen sowie der Marktentwicklung über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Wir erwarten anhaltende Nettomittelzuflüsse in den zielgerichteten Wachstumsbereichen der passiven und alternativen Anlagen, die durch strategische Allianzen und Produktinnovationen, einschließlich weiterer ESG-Angebote, noch verstärkt werden.
Wir erwarten, dass die Einheit zur Freisetzung von Kapital ( Capital Release Unit - CRU) im Jahr 2021 weiterhin negative Erträge ausweisen wird, getrieben durch Auswirkungen des Risikoabbaus, Finanzierungskosten, Kosten für Absicherungsgeschäfte und Marktwertanpassungen, die teilweise durch Erträge aus der Erstattung betrieblicher Aufwendungen für die Übertragung des Hedgefonds-Geschäfts und einen geringen Ertrag aus Kreditportfolios ausgeglichen werden können.
Corporate & Other wird auch 2021 durch Bewertungs- und Zeitunterschiede von Positionen beeinflusst werden, die zwar wirtschaftlich abgesichert sind, jedoch nicht den Rechnungsanforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen. In Corporate & Other werden sich Transformationskosten und bestimmte Übergangskosten auswirken, die vorwiegend im Zusammenhang mit Änderungen unseres internen Rahmenwerks für Verrechnungspreise stehen und die im Jahr 2021 voraussichtlich rund 250 Mio. € betragen werden.
Wir steuern die Kostenbasis des Konzerns nach unserem Ziel der Aufwand-Ertrag-Relation. Wir konzentrieren uns auf die Steuerung kontrollierbarer Kosten, um die Auswirkungen von volumengetriebenen Ausgaben und Investitionen in Kontrollen auszugleichen. Die zusätzlichen Kostenmaßnahmen, die derzeit durchgeführt werden, dürften zu geschätzten zusätzlichen transformationsbedingten Effekten von insgesamt 0,7 Mrd. € führen, einschließlich der im dritten Quartal erfassten, technologiebezogenen Abgaben. Auf der Grundlage unserer überarbeiteten Leitlinien erwarten wir für das gesamte Jahr 2021 umbaubedingte Aufwendungen von insgesamt rund 1,6 Mrd. €, wobei die Einspareffekte der neuen Initiativen ab dem vierten Quartal 2021 sichtbar werden. In naher Zukunft erwarten wir Verbesserungen bei den bereinigten Kosten, vor allem aufgrund der Auswirkungen der bereits umgesetzten Maßnahmen sowie aus der Durchführung weiterer Reduzierungen, insbesondere in unseren Infrastrukturfunktionen und der Privatkundenbank. Die oben genannten inkrementellen Maßnahmen könnten nicht ausreichen, um die Auswirkungen der volumenbedingten Ausgaben und Investitionen in Kontrollen im Jahr 2021 vollständig auszugleichen. Wir bekräftigen unser Ziel für 2022 für eine Aufwand-Ertrag-Relation von 70 %.
Wir erwarten, dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für 2021 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Aussichten und des weiterhin strikten Risikomanagements erheblich niedriger ausfallen wird. Getrieben durch ein anhaltend günstiges makroökonomisches Umfeld bekräftigen wir unsere Erwartung einer Risikovorsorge im Kreditgeschäft von weniger als 15 Basispunkten als Prozentsatz unserer erwarteten durchschnittlichen Kredite für das gesamte Jahr 2021. Weitere Einzelheiten zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste (ECL) finden sich im Abschnitt "Risikoinformationen" in diesem Bericht.
Wir gehen davon aus, dass unsere harte Kernkapitalquote (CET 1) im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr leicht sinkt, aber über 12,5 % bleiben wird. Wir erwarten höhere RWA durch regulatorische Änderungen und aufsichtsrechtliche Entscheidungen sowie ein selektives Wachstum unserer Kernbank, das durch den anhaltenden Abbau von Risiken in der Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit) und geringere operationelle RWA ausgeglichen wird. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die harte Kernkapitalquote im Verlauf des Jahres 2021 über 12,5 % bleiben wird.
Für das Jahr 2021 rechnen wir mit einer im Wesentlichen unveränderten Verschuldungsposition. Wir erwarten aus dem Abschluss der Übertragung unseres Prime Finance-Geschäfts auf BNP Paribas bis zum Jahresende 2021 positive Effekte für die Verschuldungsposition in der Capital Release Unit. Die Reduzierung der Verschuldungsposition in der Capital Release Unit dürfte ein gezieltes Wachstum in ausgewählten Bereichen in unserer Kernbank ermöglichen. Infolgedessen erwarten wir, dass unsere Verschuldungsquote bis zum Jahresende 2021 im Wesentlichen unverändert bleiben wird. Wir arbeiten weiter daran, unser Ziel einer Verschuldungsquote von rund 4,5 %, bis zum Jahresende 2022 zu erreichen.
Die bereinigten Kosten, die bereinigte Kosten ohne Transformationskosten, die bereinigten Kosten ohne Transformationskosten und erstattungsfähige Aufwendungen für Prime Finance, die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, sowie die Verschuldungsquote (Vollumsetzung) sind nicht nach IFRS ermittelte Messgrößen. Die Definition dieser Kennzahlen und Überleitungen zu den zugrunde liegenden IFRS Kennzahlen finden Sie im Abschnitt * Ergänzende Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" in diesem Bericht.
Zu den Risiken für unseren Ausblick zählen die potenziellen Folgen makroökonomischer und globaler geopolitischer Unsicherheiten für unser Geschäftsmodell, einschließlich der Unsicherheiten rund um die Dauer und Erholung von der COVID-19-Pandemie. Die Unsicherheiten rund um die Geldpolitik der Zentralbanken (beispielsweise in Bezug auf das Zinsumfeld), die laufenden regulatorischen Entwicklungen (beispielsweise die Finalisierung des Basel-III-Rahmenwerks), Ereignisrisiken und eine geringere Kundenaktivität stellen ebenfalls Risiken dar.
Die Entwicklungen in den neun Monaten bis zum 30. September 2021 haben unsere Einschätzung der Risiken und Chancen, denen unsere Geschäftsaktivitäten ausgesetzt sind, wie in unserem Geschäftsbericht 2020 dargestellt, nicht wesentlich verändert. Wesentliche Quartalsentwicklungen werden im Folgenden hervorgehoben.
Auch wenn sich die globalen Wirtschaftsaussichten für 2021 verbessert haben, gibt es weiterhin Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von COVID-19 sowie durch anhaltende Probleme in den Lieferketten in Verbindung mit steigenden Energiepreisen. Die politischen, beziehungsweise damit zusammenhängenden Risiken sind nach wie vor hoch, wobei China in den letzten Wochen zunehmend in den Fokus gerückt ist. Mit Blick auf weitere Risiken erwarten die Aufsichtsbehörden weiterhin ein schnelleres Tempo und eine höhere Qualität bei der Verbesserung unserer Kontrollen zur Verhinderung von Finanzkriminalität. Was die Chancen anbelangt, so haben sowohl FitchRatings als auch Moody's Investors Service unsere Ratings, unter Beibehaltung ihres "positiven Ausblick" für die Ratings der Deutsche Bank, heraufgestuft. Diese Ankündigungen können dazu beitragen, unsere Finanzierungskosten zu senken und unsere Rentabilität zu verbessern.
Wie in den vorangegangenen Abschnitten über den "Ausblick" erwähnt, hat sich im Zuge der starken Erholung der Weltwirtschaft das makroökonomische, geschäftliche und operative Umfeld im Laufe des Jahres 2021 verbessert.
Allerdings sind die Abwärtsrisiken nach wie vor hoch, da langanhaltende COVID-19-Infektionswellen und eine mögliche Welle im Winter auf der Nordhalbkugel die Aussichten für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte negativ beeinflussen könnten. Die Pandemie sorgt nach wie vor für Unsicherheit, was die großen Volkswirtschaften und unsere Tätigkeit erheblich beeinträchtigt hat. Abgesehen vom möglichen Auftreten neuer und infektiöserer Virusstämme gehen wir davon aus, dass diese Unsicherheit mit dem weiteren Anstieg der Impfraten nachlässt, auch wenn viele Schwellenländer weiterhin zurückliegen. Infolgedessen können der Zeitrahmen und die Stärke der wirtschaftlichen Erholung von Land zu Land variieren. Auch die Strenge von Auflagen zur sozialen Distanzierung oder Lockdown-Maßnahmen sind nicht vollständig vorhersehbar, da sie je nach länderspezifischen Pandemiebedingungen und politischen Präferenzen variieren würden.
Wir nähern uns aus einer geld- und fiskalpolitischen Perspektive einem entscheidenden Wendepunkt, da sich die politischen Entscheidungsträger Gedanken darüber machen, wann und wie sie die Konjunkturmaßnahmen zurückfahren, was zu wirtschaftlichen und Finanzmarktrisiken führen kann. Das Niedrigzinsumfeld hat zu erhöhten Bewertungen von Risikoanlagen, insbesondere bei US-Aktien, einschließlich des Technologiesektors, geführt. Damit steigt das Risiko einer erheblichen Kurskorrektur, wenn die Leitzinsen schneller und stärker als derzeit erwartet ansteigen. Eine verzögerte Straffung würde die überhöhten Bewertungen an den Märkten wahrscheinlich weiter verschärfen und den Druck auf die Zinsmargen der Banken erneut erhöhen. Eine länger anhaltende Niedrigzinsphase in der Eurozone könnte unsere Rentabilität und die Entwicklung unserer Bilanz erheblich beeinträchtigen. Während unsere Einnahmen aufgrund des Umfangs unserer auf Euro lautenden Kredit- und Einlagenbücher besonders zinsempfindlich sind, kann sich das Niedrigzinsumfeld auch auf andere Bilanzpositionen auswirken, die zum Zeitwert bilanziert werden. Auch bleiben die Zinssätze für bestimmte risikofreie Instrumente, insbesondere deutsche Staatsanleihen, negativ.
Der Druck auf die Lieferketten lässt nicht nach, so steigen zum Beispiel die Transportkosten, und es gibt einen anhaltenden weltweiten Mangel an Halbleitern. Die Materialkosten für Rohstoffe sind nach wie vor hoch, was vor allem auf die rasante Erholung in den Vereinigten Staaten und China im Anschluss an den pandemiebedingten Einbruch und das Wachstum der Infrastrukturausgaben (einschließlich politisch motivierter Projekte) zurückzuführen ist. Darüber hinaus verschärft der Arbeitskräftemangel den Druck auf die Lieferketten. In jüngster Zeit sind die Erdgaspreise auf Rekordhochs gestiegen, was die Versorgungsunternehmen, insbesondere im Vereinigten Königreich, unter Druck setzt. Mehrere kleine Versorger sind im Vereinigten Königreich in den letzten Wochen ausgefallen, und im Laufe des Winters werden weitere Ausfälle erwartet. Wenn die hohen Energiepreise anhalten, sind negative Auswirkungen auf die britische Wirtschaft (insbesondere auf das verarbeitende Gewerbe, die Stahl- und die Lebensmittelindustrie) möglich. Auf den EU-Märkten ist mit einer ähnlichen Dynamik zu rechnen, wenn auch weniger extrem als im Vereinigten Königreich. Der anhaltende Preisanstieg kann sich negativ auf die Qualität des unseres Portfolios von Versorgungsunternehmen auswirken.
Die Kombination aus starker Nachfrage und Lieferkettenunterbrechungen sowie die steigenden Energiepreise haben den Preisdruck in vielen Volkswirtschaften erhöht. Zwar wird erwartet, dass die großen Zentralbanken ihre außerordentlichen geldpolitischen Anreize langsam zurücknehmen werden, doch besteht nach wie vor die Gefahr, dass sich die Inflation bei Verbraucherpreisen und Vermögenswerten in den wichtigsten entwickelten Volkswirtschaften deutlich schneller als erwartet beschleunigt. Während dies ein gewisses Aufwärtspotenzial für unsere Geschäftsaktivitäten und den Nettozinsertrag schaffen könnte, kann ein ungeordneter starker Anstieg der Anleiherenditen eine Abwärtskorrektur bei Aktien und anderen hoch bewerteten Risikoanlagen auslösen. Während es wahrscheinlich ist, dass die Zentralbanken handeln würden, um extreme Marktvolatilität einzudämmen, könnten potenzielle frühere und stärkere Erhöhungen der kurzfristigen Zinssätze und eine rasche Einschränkung der quantitativen Stützungsprogramme dazu führen, dass sich eine Reihe von Risiken materialisieren, wie z. B. die Ausweitung der Kreditrisikoprämien, was wiederum Handelsergebnisse negativ beeinflussen könnte. Darüber hinaus könnten wir ein erhöhtes Kontrahenten-Kreditrisiko bei Derivaten, erhöhte Kreditrisiken bei stark fremdfinanzierten Kunden und Schwellenländern mit externen Ungleichgewichten sowie ein Inflationsrisiko in Bezug auf Pensionsfondsvermögen beobachten. Weiter gefasst könnte sich dies auf die Bewertung unserer Aktiva und Passiva auswirken und zu Veränderungen in der Zusammensetzung unserer Bilanz führen.
Die Risiken im Zusammenhang mit China nehmen weiter zu, da die Befürchtungen über einen möglichen ungeordneten Zahlungsausfall des zweitgrößten chinesischen Bauträgers zu einem erheblichen Druck auf andere chinesische Immobilienentwickler führen. Die Ereignisse in China könnten, insbesondere wenn sie zu einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen, zu einem Katalysator für eine breitere Marktkorrektur werden, die zu höheren Verlusten, einschließlich höherer Kreditverluste, in unserem gesamten Portfolio führen könnte.
Wir haben auch größere, idiosynkratische Kreditereignisse bei einzelnen Namen gesehen, die die Notwendigkeit unterstreichen, robuste Standards bei der Kreditvergabe beizubehalten. Die Risiken werden durch hohe Verschuldung, einen Mangel an Liquidität in einigen Marktsegmenten und eine Lockerung globaler Standards zur Kreditvergabe verstärkt. Nachteilige Marktbedingungen, ungünstige Preise und Volatilität, einschließlich erheblicher Wechselkursschwankungen (und daraus resultierender Umrechnungseffekte), sowie eine zurückhaltende Anleger- und Kundenstimmung können in Zukunft unsere Umsätze und Erträge sowie das rechtzeitige und vollständige Erreichen unserer strategischen Ziele wesentlich und nachteilig beeinflussen.
In Bezug auf den Brexit besteht weiterhin Ungewissheit, da die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU über ihre künftigen Beziehungen fortgesetzt werden. Die Spannungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU haben im Hinblick auf die Umsetzung des Nordirland-Protokolls zugenommen. Eine weitere Eskalation könnte dazu führen, dass die EU-Zölle auf Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich erhebt oder, im schlimmsten Fall, das gesamte Brexit-Abkommen aussetzt. Im Hinblick auf Finanz- und andere Dienstleistungen, die nicht umfassend durch das bestehende Abkommen abgedeckt sind haben wir bei der Prudential Regulation Authority und der Financial Conduct Authority, unseren britischen Aufsichtsbehörden, die Genehmigung beantragt, weiterhin regulierte Tätigkeiten in Großbritannien ausüben zu dürfen (die zuvor gemäß den Bestimmungen des europäischen Passes ausgeübt wurden) und fallen weiterhin unter das sogenannte "Temporary Permissions regime". Sollte es uns nicht gelingen, die Zulassung als Drittlandsniederlassung zu erhalten, könnte dies negative Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere Ertragslage oder unsere strategischen Pläne haben. Ohne eine Äquivalenz zwischen den Regelungen der EU und des Vereinigten Königreichs für Finanzdienstleistungen werden wir außerdem in unserer Fähigkeit eingeschränkt sein, Finanzdienstleistungen in und aus dem Vereinigten Königreich zu erbringen. Da die Diskussionen über eine dauerhafte Äquivalenz ins Stocken geraten sind, hat sich der Fokus nun auf das bevorstehende Ende der vorübergehenden Äquivalenz für Clearingstellen oder zentrale Gegenparteien (CCP) im Vereinigten Königreich im Juni 2022 verlagert. Dies könnte dazu führen, dass wir unseren Zugang zu den wichtigsten CCPs im Vereinigten Königreich verlieren, sofern wir nicht rechtzeitig gegensteuern. Obwohl wir Maßnahmen zur Bewältigung dieses Risikos ergriffen haben, sind wir möglicherweise nicht in der Lage, die nachteiligen Auswirkungen auf unser Geschäft vollständig abzumildern.
Die Spannungen zwischen den USA und China sind in vielen Bereichen weiterhin erhöht, darunter Handels- und Technologiefragen, Hongkong, Taiwan, Menschenrechte, Cybersicherheit und weitere Bereiche. Die USA haben Sanktionen, Exportbeschränkungen und Investitionsbeschränkungen gegen chinesische Unternehmen und Beamte verhängt, China hat Sanktionen gegen US-Unternehmen und Beamte verhängt und ein Rahmenwerk zur Blockierung von Vorschriften eingeführt, die auf die extraterritoriale Durchsetzung von Sanktionen abzielen. Ebenso hat die EU Sanktionen gegen China in Bezug auf Menschenrechtsfragen (d.h. den Umgang mit der Minderheit der Uiguren in Xinjiang) verhängt, die von China mit Sanktionen gegen Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) und eine deutsche Denkfabrik erwidert wurden. Obwohl es nicht möglich ist, die Auswirkungen dieser eskalierenden Maßnahmen auf unser Geschäft oder unsere finanziellen Ziele vorherzusagen, könnten die Auswirkungen wesentlich und nachteilig sein.
Andere geopolitische Risiken, die sich negativ auf unser Geschäftsumfeld und unsere finanziellen Ziele auswirken könnten, sind das Eskalationspotenzial im Nahen Osten im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm, sollte eine Einigung zwischen den USA und dem Iran über eine Rückkehr zum JCPOA (Iran-Atomabkommen) scheitern. In Bezug auf Russland bleibt die Möglichkeit härterer Sanktionen trotz der Wiederaufnahme hochrangiger Gespräche in den letzten Monaten hoch. Sanktionen gegen Weißrussland, die auf ein aggressives Vorgehen gegen Dissidenten zurückzuführen sind, werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf uns haben.
Am 26. September 2021 fanden in Deutschland die Bundestagswahlen statt. Noch sind Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung im Gange, doch wir erwarten keine größeren Auswirkungen auf die Deutsche Bank.
Im dritten Quartal 2021 haben wir mehrere positive Ratingentscheidungen beobachtet. Am 1. Juli 2021 bestätigte DBRS Ratings GmbH (DBRS Morningstar) unsere Ratings und änderte den Trend aller langfristigen Ratings von negativ auf stabil. Die positive Änderung unseres Trends zu stabil ("Stable") spiegelt die Fortschritte beim Abbau von Risiken und bei der Umsetzung unseres Transformationsprogramms wider. Am 4. August 2021 verbesserte Moody's alle Ratings der Deutschen Bank, einschließlich des Counterparty Ratings und des Long-Term Deposit Ratings der Deutsche Bank, das auf A2 (von A3) angehoben wurde, sowie das Non-Preferred Senior Unsecured Debt Rating, das auf Baa2 (von Baa3) heraufgesetzt wurde. Die kurzfristigen Einlagen- und Kontrahentenratings der Deutsche Bank wurden auf P1 (von P2) angehoben. Außerdem wurden alle Ratings der Deutschen Bank von Moody's wieder mit einem "positiven Ausblick" versehen. Darüber hinaus stufte FitchRatings am 23. September 2021 das langfristige Emittentenausfallrating (IDR) der Deutsche Bank von BBB auf BBB+ herauf. Zudem werden das Derivative Kontrahentenrating, das langfristige Einlagenrating und das Rating der vorrangigen Schuldtitel der Deutsche Bank von BBB+ auf A- angehoben. Außerdem belässt FitchRatings seinen positiven Ausblick für diese höheren Ratings bei. Nach diesen Ankündigungen haben sich unsere Bonitätsprämien deutlich reduziert.
In diesem Jahr hat die Deutsche Bank an zwei großen regulatorischen Stresstests teilgenommen, dem Dodd-Frank Act Stress Test (DFAST) 2021 und dem regulatorischen Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Die EBA hat die Ergebnisse des Stresstests am 30. Juli 2021 veröffentlicht. Wie in den Vorjahren handelte es sich bei dem EBA-Stresstest nicht um einen Test welcher bestanden oder nicht bestanden werden musste. Gemäß ihren Standardverfahren betrachtet die EZB unsere quantitative Leistung im negativen Szenario als einen Beitrag zur Überprüfung der Höhe der Säule-2-Leitlinien in ihrer SREP-Bewertung für 2021 und unsere qualitative Leistung als einen Aspekt bei der ganzheitlichen Überprüfung der Säule-2-Anforderungen. Wie aus dem veröffentlichten adversen makroökonomischen Szenario und dem Marktschock zu entnehmen ist, wurde der Bankensektor mit dem schwersten Szenario aller bisher durchgeführten europäischen Stresstests getestet.
Was aufsichtsrechtliche Reformen anbelangt, so erwarten wir die Veröffentlichung der Richtlinie über die endgültige Fassung von Basel III in der EU am 27. Oktober 2021. Wir erwarten für 2025 höhere Kapitalanforderungen, hauptsächlich aufgrund höherer risikogewichteter Aktiva und in späteren Jahren einen weiteren Anstieg der Kapitalanforderungen durch die Einführung der neuen Output-Untergrenze.
Der Fokus von Regierung, Regulierungsbehörden und Gesellschaft auf Klima- und Umweltrisiken nimmt weiter zu, was die Transitionsrisiken für kohlenstoffintensive Sektoren wahrscheinlich beschleunigen wird. Auch akute physische Risiken treten immer häufiger auf (z. B. die jüngsten Überschwemmungen in Deutschland). Wir sehen Nachhaltigkeit als eine große Chance für die Bank, unsere Kunden bei der Finanzierung ihres Übergangs zu unterstützen. Wenn es uns nicht gelingt, geeignete Geschäftsstrategien und Kontrollrahmen zu entwickeln, könnte dies unser Geschäft durch entgangene Ertragschancen, erhöhte Risiken für unsere Bilanz und Reputationsrisiken erheblich beeinträchtigen.
Infolge der IBOR-Reformprojekte wurden alternative und robuste Benchmark-Zinssätze oder so genannte risikofreie Zinssätze ("RFR") geschaffen. Einige Reformen sind bereits in Kraft, während andere noch umgesetzt werden müssen oder in Erwägung gezogen werden. Mit Wirkung vom 2. Oktober 2019 hat der Administrator des EONIA die Art und Weise, wie er den EONIA berechnet, geändert, so dass er nun auf dem kurzfristigen Euro-Satz ("€STR") basiert. Der EONIA wird ab dem 3. Januar 2022 nicht mehr existieren. Diese Reformen können dazu führen, dass sich die IBOR anders als in der Vergangenheit entwickeln oder ganz verschwinden, oder sie können andere Folgen haben, die nicht vollständig vorhersehbar sind.
Wir unterliegen nach wie vor einer Anzahl von Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Durchsetzungsverfahren und Untersuchungen sowie steuerlichen Untersuchungen.
Die Regulierung in Bezug auf Finanzkriminalitätsrisiken entwickelt sich ständig weiter und führt zu immer höheren Anforderungen an Banken. Unterschiede in den verschiedenen Ländern erhöhen zudem die Komplexität. Dies stellt die Deutsche Bank aufgrund ihrer globalen Aufstellung und Vernetzung vor besondere Herausforderungen. Wir führen einen regelmäßigen Dialog mit unseren Aufsichtsbehörden. In diesem Dialog haben uns die Aufsichtsbehörden signalisiert, dass sie von der Bank erwarten, dass sie ihre Kontrollen schneller und in höherer Qualität verbessert. Wir können diese Kritik nachvollziehen und setzen Ressourcen für unser klares Ziel ein, diese Erwartungen zu erfüllen. Nach organisatorischen Änderungen in diesem Jahr bündelt das Chief Administrative Office nun die Abteilungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (AFC) und Compliance mit dem Business Selection and Conflicts Office, der Rechtsabteilung, Regulatory Affairs und dem Chief Remediation Office. Ziel der geänderten Organisationsstruktur ist es in allen Bereichen, insbesondere bei der Bekämpfung der Finanzkriminalität, effektiver zu werden und unsere Zusammenarbeit mit den Regulierungs- und Aufsichtsbehörden zu konsolidieren, um ihre Anforderungen zentral zu verwalten.
Unsere Strategie zielt darauf ab, die Renditen für unserer Aktionäre im Laufe der Zeit wesentlich zu verbessern und unsere Bilanz und andere Ressourcen für Aktivitäten einzusetzen, die mit unserem Kundenbeziehungen und unserer Risikobereitschaft vereinbar sind. Dies schließt die Ausschüttung von Gewinnen an unsere Aktionäre ein, sofern dies der Deutsche Bank AG Einzelabschlusses nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) zulässt. Die Fortschritte könnten zusätzlich stimuliert werden, wenn die Märkte positiv auf unsere Umstrukturierungsbemühungen, die Heraufstufung des Deutsche Bank-Ratings und eine nachhaltige Ertragsentwicklung über mehrere Quartale hinweg reagieren. Dies könnte wiederum die Refinanzierungskosten senken und die Rentabilität der Bank weiter steigern.
Die Personalfluktuation ist wieder auf das Niveau vor der COVID-19 Pandemie zurückgekehrt, und wir beobachten insbesondere die Entwicklungen in den USA und APAC. Während sich die aktuellen Trends im Einklang mit historischen Entwicklungen bewegen, d.h. ein hohe Fluktuation im dritten Quartal beobachten wir diese weiterhin sehr genau, um zu prüfen, ob sich die Trends im vierten Quartal in Übereinstimmung mit den gängigen Erwartungen, verringern werden. Sollten sich die Trends auf dem derzeitigen Niveau fortsetzen, könnte eine anhaltend höhere Fluktuation für die Gruppe von Nachteil sein, auch weil die Gewinnung neuer Talente in der Regel mit Verzögerungen und potenziell höheren Kosten verbunden ist.
Wir konzentrieren uns weiterhin in der gesamten Bank auf das Thema Nachhaltigkeit und sehen in diesem Bereich in allen unseren Kerngeschäftsbereichen Wachstumschancen, da das Handeln unserer Kunden im Hinblick auf den Klimawandel weiter an Bedeutung gewinnt.
Wir erfassen latente Steueransprüche für zukünftige steuerliche Sachverhalte, die sich aus temporären Differenzen zwischen den bilanzierten Buchwerten bestehender Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren jeweiligen steuerlichen Bemessungsgrundlagen, ungenutzten steuerlichen Verlusten und ungenutzten Steuerguthaben ergeben. In dem Maße, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um die Gesamtheit oder Teile unserer latenten Steueransprüche zu nutzen, müssen wir die Buchwerte reduzieren. Verringerungen des Betrags der latenten Steueransprüche aus einer Schätzungsänderung hatten und können in Zukunft wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Profitabilität, unser Eigenkapital und unsere Finanzlage haben. Steuerliche Gesetzesänderungen können ebenso Auswirkungen auf die Höhe der latenten Steueransprüche zur Folge haben. Derzeit schlägt die US-Regierung grundsätzliche Änderungen in der US Besteuerung vor. Auf nationaler Ebene zeichnet sich eine Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes von 21 % auf bis zu 28 % ab. Auf internationaler Ebene sehen die Vorschläge auch Änderungen der Base Erosion Anti-Abuse Tax (BEAT) vor. Die neuen Regelungen könnten bereits im Laufe der nächsten Monate in Kraft treten. Sollte der Körperschaftsteuersatz erhöht werden, würden wir einen einmaligen Steuerertrag aus der Neubewertung der latenten Steueransprüche in den USA zum höheren Satz realisieren. Eine Erhöhung des Steuersatzes würde in der Zukunft auch zu einem Anstieg des effektiven Steuersatzes der Gruppe führen.
Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslage im Bereich der Informationssicherheit können Cyberangriffe, die zu Technologieversagen, Sicherheitsverstößen, unbefugtem Zugriff, Datenverlust, Datenzerstörung oder Nichtverfügbarkeit von Diensten oder Nichtzugänglichkeit von Systemen mit Daten führen können, sowohl uns direkt als auch indirekt über unsere Kunden oder von Dritten erbrachte Dienstleistungen betreffen.
Größere Technologietransformationen in unseren Geschäftsbereichen werden über dedizierte Programme durchgeführt. Eine dieser Initiativen ist UNITY, die darauf abzielt, unsere IT-Landschaft durch die Migration von IT-Systemen der ehemaligen Postbank in solche der Geschäftsbereiche der Deutschen Bank zu vereinfachen. Die Initiative steht Anfang 2022 vor wichtigen Meilensteinen. Die damit verbundenen Risiken bei der Programmdurchführung werden sorgfältig gesteuert, um das Risiko zu mindern, dass der erwartete Nutzen nicht in vollem Umfang erreicht wird
Wie oben in den Abschnitten Ausblick sowie Risiken und Chancen erwähnt, hat sich das makroökonomische, geschäftliche und operative Umfeld im Laufe des Jahres 2021 verbessert, da die Weltwirtschaft eine starke Erholung erlebt hat. Jedoch bleiben die Abwärtsrisiken für die Wirtschaftstätigkeit und Finanzmärkte erhöht, da neue COVID-Fälle verzeichnet werden, Probleme in der Lieferkette und steigende Energiepreise akuter werden und politische Risiken, auch ausgehend von China, zunehmen.
Wir nähern uns aus einer geld- und fiskalpolitischen Perspektive einem entscheidenden Wendepunkt, da sich die politischen Entscheidungsträger Gedanken darüber machen, wann und wie sie die Konjunkturmaßnahmen zurückfahren, was zu wirtschaftlichen und Finanzmarktrisiken führen kann. Renditen von Staatsanleihen haben, wenn auch von extrem niedrigen Niveau aus, angefangen zu steigen, da der Inflationsdruck und die Inflationserwartungen zugenommen haben. Es wird erwartet, dass die wichtigsten Zentralbanken die außerordentlich akkommodierende geldpolitische Unterstützung langsam zurückfahren werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Verminderung beim Tempo der Anleihenkäufe unter dem Pandemie-Notfallkaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme) angekündigt. Die US-Notenbank (Federal Reserve) hat ihre Bereitschaft signalisiert, die Ankäufe von Vermögenswerten noch in diesem Jahr zu reduzieren und zugleich ihre mittlere Zinserwartung für den Prognosezeitraum angehoben. DB Research hat seine Erwartung für eine erste Anhebung der Zinsen durch die Bank of England auf Februar 2022 vorgezogen, und rechnet nun mit einem Start der Federal Reserve im Dezember 2022, gefolgt von schrittweisen Erhöhungen der Zinssätze in 2023 und 2024.
Niedrige Renditen von Staatsanleihen haben auch zu erhöhten Bewertungen an den Kapitalmärkten geführt, insbesondere bei US-Aktien. Dies birgt das Risiko einer signifikanten Kurskorrektur, wenn die Zinsen aufgrund des zunehmenden Inflationsdrucks wesentlich ansteigen sollten, was eine breitere Instabilität der Finanzmärkte auslösen könnte. Dies könnte auch zu einem Abwärtsdruck auf andere hoch bewertete Risikoanlagen sowie zu erhöhten Kreditrisiken für Kunden mit einem hohen Fremdfinanzierungsanteil führen. Ein weiteres politisches Kräftemessen im US-Kongress über die Anhebung der Schuldenobergrenze, um das Risiko eines Zahlungsausfalls der US-Regierung abzuwenden, könnte ebenfalls zu einer größeren Volatilität der Finanzmärkte führen.
Wir erwarten, dass die höhere Verschuldung von Unternehmen und Staaten eine Hinterlassenschaft der Pandemie sein wird. Derzeit werden die Risiken von Kreditproblemen und Zahlungsausfällen teilweise durch die großzügige Unterstützung seitens der Fiskal- und Geldpolitik gemindert, aber die eventuelle Rücknahme dieser Unterstützung könnte den Druck auf die Kredite mit der Zeit erhöhen. Außerdem haben wir seit Beginn dieses Jahres mehrere große idiosynkratrische Ereignisse auf dem Markt beobachtet. Diese verdeutlichen die Notwendigkeit robuster Kriterien für die Kreditvergabe, eines unabhängigen und proaktiven Risikomanagements sowie von soliden Governance- und Kontrollstandards.
Der Druck auf die Lieferkette lässt nicht nach, beispielsweise steigen Transportkosten rapide und es kommt weltweit zu einer langwierigen Verknappung von Halbleitern. Die Rohstoffkosten sind nach wie vor hoch, was auf die rasche Erholung der USA und Chinas von der pandemiebedingten Flaute und das Wachstum der Infrastrukturausgaben (einschließlich politisch motivierter Projekte) zurückzuführen ist. Darüber hinaus verschärft der Arbeitskräftemangel den Druck auf die Lieferkette. Da die Erdgaspreise auf Rekordhöhen gestiegen sind, haben einige britische Versorgungsunternehmen bereits Konkurs angemeldet. Die steigenden Energiepreise werden voraussichtlich auch im kommenden Winter ein Schwerpunktthema bleiben.
Risiken im Zusammenhang mit China haben weiter zugenommen mit der Sorge um einen potentiellen ungeordneten Zahlungsausfall des zweitgrößten chinesischen Bauträgers, was zu einem erheblichen Druck auf andere chinesische Bauträger und zu negativen Auswirkungen auf die globalen Märkte führen würde. Diese Befürchtungen könnten sich noch verstärken, wenn sich das Wirtschaftswachstum in China stärker als erwartet verlangsamt. Bislang waren die Auswirkungen auf unser Portfolio, aufgrund unserer begrenzten Engagements im chinesischen Immobiliensektor, überschaubar.
Geopolitische Risiken bleiben eine Bedrohung für die Finanzmärkte und unser Geschäftsumfeld. Dazu gehören die angespannten Beziehungen zwischen den USA und China im internationalen Handel und dem Technologiesektor, das Risiko einer (unbeabsichtigten) Eskalation im Südchinesischen Meer und rund um Taiwan, die tiefe Spaltung der US-Gesellschaft, populistische Bewegungen in verschiedenen EU-Ländern und die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Reibungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU in Bezug auf ihre künftige Beziehung, z. B. hinsichtlich des Nordirland-Protokolls und Finanz- und anderen Dienstleistungen, die nicht vollständig durch das bestehende Abkommen abgedeckt sind. Weitere geopolitische Risiken, die sich negativ auf unser Geschäftsumfeld auswirken könnten, sind das Sanktionsrisiko in Bezug auf Russland und indirekt das Potenzial einer erneuten Eskalation im Nahen Osten in Bezug auf das iranische Atomprogramm, sollte eine Einigung zwischen den USA und dem Iran über eine Rückkehr zum Iran-Atomabkommen nicht zustande kommen.
Deutschland hielt seine Parlamentswahl am 26. September 2021 ab. Obwohl die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung noch im Gange sind, erwarten wir keine wesentliche Auswirkung auf die Deutsche Bank.
Wir stellen fest, dass die klimabedingten Transitions- und physischen Risiken weiter zunehmen und wir setzen unseren Weg fort, Nachhaltigkeit in unser Risikomanagement zu integrieren und dafür unsere bewährten und gut entwickelten Fähigkeiten im breiteren Risikomanagementspektrum zu nutzen. Wir haben dies in einer Zeit getan, in der die Aufmerksamkeit von Interessengruppen gegenüber den Transitionsplänen und dem Kontrollrahmen der Bank gestiegen ist. In diesem Zusammenhang wurden die jüngsten Vorwürfe des "Greenwashings" gegen die DWS entschieden zurückgewiesen.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Risiken sind wir einer Vielzahl von Finanzrisiken ausgesetzt, einschließlich aber nicht ausschließlich Adressenausfallrisiken sowie möglicher indirekter Auswirkungen auf uns, oder plötzlichen Marktschocks, die sich auf unsere Kredit- und Marktrisikoprofile auswirken. Außerdem bestehen nichtfinanzielle Risiken, einschließlich der operativen und IT-Infrastruktur, der Transaktionsabwicklung, und den Risiken von Drittanbietern, aber auch durch externen Betrug.
Die möglichen Auswirkungen dieser Risiken auf unsere Bilanz und Rentabilität werden durch Portfolio-Reviews und Stresstests bewertet. Stresstests werden auch eingesetzt, um die Belastbarkeit der strategischen Pläne der DB zu testen. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen, dass die derzeit verfügbaren Kapital- und Liquiditätsreserven in Kombination mit den vorhandenen Gegenmaßnahmen ausreichen, die Auswirkungen dieser Risiken im Falle ihres Eintretens abzufangen.
Der folgende Abschnitt enthält qualitative und quantitative Angaben zu Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und sonstigen Risiken und ihrer Entwicklung im ersten Halbjahr 2021. Angaben gemäß Säule-3 des Basel 3-Rahmenwerks, die in der Europäischen Union durch die Capital Requirements Regulation (CRR) implementiert wurden und durch EBA-Technical Standards oder die EBA-Richtlinie ergänzt werden, sind in unserem separaten Säule-3-Bericht enthalten, der auf unserer Website hinterlegt ist.
Die europäische Verordnung (EU) 2019/876 und die Richtlinie (EU) 2019/878 nahmen Anpassungen in der CRR/CRD vor, die zu verschiedenen Änderungen des regulatorischen Rahmenwerks führten, die für unsere Berichtserstattung zum 30. Juni 2021 erstmalig anwendbar sind: Ein neuer Standardansatz zur Bestimmung des Gegenparteiausfallrisikos (SA-CRR) wurde eingeführt, welcher die Markbewertungsmethode zur Bestimmung des Positionswertes für Derivate, die nicht in den Anwendungsbereich der Internen-Modelle-Methode fallen, ersetzt. Zusätzlich wurde ein neues Rahmenwerk für die Bestimmung der Risikogewichte für Bankbuchanlagen in Investmentanteile (Organismen für gemeinsame Anlagen, OGA) und der Beiträge zum Ausfallfonds einer zentralen Gegenpartei eingeführt. Darüber hinaus wurde eine verbindliche Anforderung an die Verschuldungsquote in Höhe von 3 % als Verhältnis aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße eingeführt. Des Weiteren liegt jetzt eine verbindliche Anforderung an die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, "NSFR") in Höhe von 100 % vor, die Banken verpflichtet, ein stabiles Refinanzierungsprofil im Verhältnis zu bilanziellen und außerbilanziellen Risikopositionen sicherzustellen.
Im dritten Quartal 2021 führte die Gruppe die neue Ausfalldefinition ein, die aus zwei EBA-Leitlinien besteht, d. h. einem technischen EBA-Standard zur Wesentlichkeitsschwelle für überfällige Kreditverpflichtungen (umgesetzt mit der EZB-Verordnung (EU) 2018/1845) und den EBA-Leitlinien für die Anwendung der Ausfalldefinition, nachdem die EZB im Juli 2021 ihre Genehmigung erteilt hat. Diese beiden neuen Anforderungen werden im Folgenden gemeinsam als neue Ausfalldefinition (nDoD) bezeichnet. Die nDoD ersetzt die Ausfalldefinition unter Basel II und wird auf alle wichtigen Risikokennzahlen im gesamten Ergebnisbericht angewendet, einschließlich als Auslöser für Stufe 3 nach IFRS 9.
Seit dem 30. Juni 2020 wendet der Konzern die Übergangsvorschriften in Bezug auf IFRS 9 ein, wie das in der derzeitig gültigen CRR/CRD für alle Harten Kernkapitalgrößen vorgesehen ist. Weitere Details zu den wesentlichen Risikokategorien und zur Steuerung unserer wesentlichen Risiken finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2020 im Kapitel "Risikobericht".
Die folgenden ausgewählten Risikokennzahlen und die zugehörigen Metriken sind wichtiger Bestandteil unseres ganzheitlichen Risikomanagements über alle Risikoarten. Die Harte Kernkapitalquote (CET 1-Ratio), die Ökonomische Kapitaladäquanzquote (ECA), die Verschuldungsquote (Leverage Ratio), die Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, TLAC), Mindestanforderungen an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (Minimum Requirements for Own Funds and Eligible Liabilities, MREL), die Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) und die Netto-Liquiditätsposition unter Stress (Stressed Net Liquidity Position, sNLP) sind übergeordnete Metriken und integraler Bestandteil unserer strategischen Planung, des Risikoappetit-Rahmenwerks, unserer Stresstests (außer LCR, TLAC und MREL) und der Sanierungs- und Abwicklungsplanung, die unser Vorstand mindestens einmal jährlich überprüft und genehmigt. Zukünftig wird auch die neu eingeführte strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) einen Bestandteil des ganzheitlichen Risikomanagements der Bank darstellen.
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| Harte Kernkapitalquote (CET 1-Ratio) | |
|---|---|
| 30.9.2021 | 13,0 % |
| 31.12.2020 2 | 13,6 % |
| Ökonomische Kapitaladäquanzquote | |
| 30.9.2021 | 190 % |
| 31.12.2020 | 179 % |
| Verschuldungsquote (Vollumsetzung) | |
| 30.9.2021 | 4,8 % |
| 31.12.2020 | 4,7 % |
| Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC) | |
| 30.9.2021 (nach risikogewichteter Aktiva) | 31,00 % |
| 30.9.2021 (nach Risikoposition der Verschuldungsquote) | 9,84 % |
| 31.12.2020 (nach risikogewichteter Aktiva) | 31,99 % |
| 31.12.2020 (nach Risikoposition der Verschuldungsquote) | 9,76 % |
| Mindestliquiditätsquote (LCR) | |
| 30.9.2021 | 137 % |
| 31.12.2020 | 145 % |
| Risikogewichtete Aktiva | |
| 30.9.2021 | 350,7 Mrd. € |
| 31.12.2020 | 329,0 Mrd. € |
| Ökonomischer Kapitalbedarf | |
| 30.9.2021 | 26,3 Mrd. € |
| 31.12.2020 | 28,6 Mrd. € |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote | |
| 30.9.2021 | 1.105 Mrd. € |
| 31.12.2020 | 1.078 Mrd. € |
| Mindestanforderungen an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) | |
| 30.9.2021 | 10,59 % |
| 31.12.2020 | 10,69 % |
| Netto-Liquiditätsposition unter Stress (sNLP) | |
| 30.9.2021 1 | 64,5 Mrd. € |
| 31.12.2020 | 43,0 Mrd. € |
| Strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) 3 | |
| 30.9.2021 | 123% |
1 Berechnungsmethode hat sich geändert. Eine detaillierte Beschreibung ist im Kapitel "Netto-Liquiditätsposition unter Stress (sNLP)".
2 Das Harte Kernkapital und in Zusammenhang stehende Kennziffern, ausgewiesen zum 31. Dezember 2020, wurde angepasst, um eine Dividendenzahlung von null zu berücksichtigen.
3 Vorläufige NSFR. Die NSFR wurde als neue Mindestanforderung mit Wirkung vom 28. Juni 2021 durch die CRR-Ergänzungen eingeführt. Aus diesem Grund zeigen wir keine Vergleichswerte.
Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich
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| 30.9.2021 | 30.9.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditrisiko | 56.246 | 89.650 | 77.144 | 10.815 | 6.478 | 17.362 | 257.694 |
| Abwicklungsrisiko | 0 | 1 | 0 | 0 | 3 | 13 | 17 |
| Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA) | 128 | 4.794 | 123 | 216 | 1.214 | 61 | 6.537 |
| Marktrisiko | 235 | 19.815 | 56 | 32 | 780 | 954 | 21.872 |
| Operationelles Risiko | 5.743 | 25.329 | 8.098 | 3.431 | 22.012 | 0 | 64.613 |
| Insgesamt | 62.353 | 139.589 | 85.421 | 14.495 | 30.487 | 18.389 | 350.733 |
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| 31.12.2020 1 | 31.12.2020 1 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditrisiko | 50.995 | 70.551 | 68.353 | 6.224 | 7.215 | 19.372 | 222.708 |
| Abwicklungsrisiko | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 54 | 56 |
| Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA) | 75 | 6.302 | 92 | 198 | 1.599 | 125 | 8.392 |
| Marktrisiko | 385 | 24.323 | 548 | 31 | 1.470 | 2.139 | 28.897 |
| Operationelles Risiko | 6.029 | 27.115 | 8.081 | 3.544 | 24.130 | 0 | 68.899 |
| Insgesamt | 57.483 | 128.292 | 77.074 | 9.997 | 34.415 | 21.690 | 328.951 |
1 Die Aufteilung der Divisionen für den 31. Dezember 2020 wurde gegenüber den früheren Veröffentlichungen aktualisiert, um die aktuelle Divisionsstruktur widerzuspiegeln.
Unsere RWA betrugen 350,7 Mrd. € zum 30. September 2021 im Vergleich zu 329,0 Mrd. € zum Jahresende 2020. Der Anstieg um 21,8 Mrd. € resultierte aus den Kreditrisiko-RWA, welche teilweise durch die RWA für Marktrisiken und für operationelle Risiko sowie für Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen (CVA) kompensiert wurden. Der Anstieg der Kreditrisiko-RWA um 35,0 Mrd. € war in erster Linie auf die RWA-Inflation zurückzuführen, die durch die gezielte Überprüfung interner Modelle "Targeted Review of Internal Models (TRIM)" der Europäischen Zentralbank ausgelöst wurde und zu Methodenverbesserungen für große Unternehmen, Banken/Finanzinstitute und Fremdfinanzierungen in Höhe von 15,5 Mrd. € führte. Darüber hinaus ergab sich eine regulatorische Erhöhung aufgrund der Implementierung der CRR-Änderungen mit Wirkung zum 28. Juni 2021, welche sich auf 6,3 Mrd. € belief und die Einführung der EBA-Leitlinie zur Definition von Zahlungsausfällen in Höhe von 8,1 Mrd. €. Außerdem trug das Geschäftswachstum in unseren Kerngeschäftsbereichen zum Anstieg bei. Zusätzlich erhöhten sich die Kreditrisiko-RWA aufgrund von Wechselkursschwankungen um 4,4 Mrd. €. Dies wurde teilweise durch RWA-Senkungen innerhalb unserer Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit) und Corporate & Other ausgeglichen. Die Marktrisiko-RWA sanken um 7,0 Mrd. €, in erster Linie bedingt durch die VaR-Komponente aufgrund des schrittweisen Auslaufs der COVID19-Volatilität und einer Aktualisierung des VaR/SVaR-Modells. Diese Rückgänge wurden teilweise durch eine Erhöhung des SVaR infolge des COVID-19-Szenarios und einem Anstieg des Marktrisiko-Standardansatzes (für Verbriefungen, Langlebigkeitsrisiko und bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen (OGA)) ausgeglichen. Der Auslauf der COVID19-Volatilität hat auch zu einer Verbesserung unserer CVA-RWA geführt, die in den letzten neun Monaten um 1,9 Mrd. € gesunken sind. Der Rückgang der risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko um 4,3 Mrd. € ist maßgeblich beeinflusst durch ein verbessertes internes Verlustdatenprofil, das in unser internes Kapitalmodell einfließt. Dieser Effekt wurde teilweise durch aktualisierte externe Verluste und Szenarien ausgeglichen.
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| in Mio. € | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Eigenkapital per Bilanzausweis | 57.235 | 54.786 |
| Dekonsolidierung/Konsolidierung von Gesellschaften | 265 | 265 |
| Davon: | ||
| Kapitalrücklage | 0 | 0 |
| Gewinnrücklage | 265 | 265 |
| Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung nach Steuern | 0 | 0 |
| Eigenkapital in der aufsichtsrechtlichen Bilanz | 57.499 | 55.050 |
| Minderheitsbeteiligungen (zulässiger Betrag in konsolidiertem CET 1) | 893 | 805 |
| Abgrenzung für Dividenden und AT1-Kupons 1 | −820 | −242 |
| Umkehreffekt der Dekonsolidierung/Konsolidierung der Position "Kumulierte sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung, nach Steuern", während der Übergangsphase | 0 | 0 |
| Hartes Kernkapital vor aufsichtsrechtlichen Anpassungen | 57.572 | 55.613 |
| Prudentielle Filter | −1.776 | −1.542 |
| Davon: | ||
| Zusätzliche Bewertungsanpassungen | −1.738 | −1.430 |
| Anstieg des Eigenkapitals durch verbriefte Vermögenswerte | −0 | −1 |
| Rücklagen aus Gewinnen oder Verlusten aus zeitwertbilanzierten Geschäften zur Absicherung von Zahlungsströmen und durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten | −39 | −111 |
| Aufsichtsrechtliche Anpassungen in Zusammenhang mit nicht realisierten Gewinnen und Verlusten gemäß Art. 467 und 468 CRR | 0 | 0 |
| Aufsichtsrechtliche Anpassungen | −10.163 | −9.186 |
| Davon: | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte (abzüglich der damit verbundenen Steuerverbindlichkeiten) (negativer Betrag) | −4.814 | −4.635 |
| Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche | −1.572 | −1.428 |
| Negative Beträge aus der Berechnung der erwarteten Verlustbeträge | −588 | −99 |
| Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds (abzüglich der damit verbundenen Steuerverbindlichkeiten) (negativer Betrag) | −888 | −772 |
| Direkte, indirekte und synthetische Positionen des Instituts in Instrumenten des Harten Kernkapitals von anderen Unternehmen der Finanzbranche, an denen das Institut eine wesentliche Beteiligung hält | 0 | 0 |
| Verbriefungspositionen, nicht in risikogewichteten Aktiva enthalten | 0 | 0 |
| Sonstiges 2 | −2.302 | −2.252 |
| Hartes Kernkapital | 45.633 | 44.885 |
1 Die Anrechnung von Zwischengewinnen erfordert gemäß Artikel 26 (2) der Verordnung (EU) No 575/2013 i.V.m. EZB Beschluss (EU) 2015\656 eine Genehmigung der EZB.
2 Beinhaltet 0,4 Mrd. € Kapitalabzug wirksam seit April 2019 und 0,3 Mrd. € wirksam seit Oktober 2016 basierend auf einer regelmäßigen Überprüfung durch die EZB und enthält mit Wirkung ab Januar 2018 einen Kapitalabzug in Höhe von derzeit 1,1 Mrd. € gemäß EZB-Vorgabe zu unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Einheitlichen Abwicklungsfonds und der Einlagensicherung sowie 0,6 Mrd. € Kapitalabzug basierend auf regulatorischen Bewertungsanpassungen für ausgefallene Forderungen (davon 578 Mio. € aus aufsichtsrechtlicher Empfehlung der EZB und 7 Mio. € gemäß Artikel 36 (1) (m) und Artikel 47 (c) der CRR). Mit Wirkung vom 30. Juni 2021 ergibt sich ein weiterer Kapitalabzug in Höhe von 19 Mio. € aus den Mindestwertzusagen gemäß Artikel 36 (1) (n) CRR. IFRS 9-Übergangsbestimmungen gemäß Artikel 473a CRR führten zum 30. September 2021 zu einem Anstieg des Harten Kernkapitals um 29 Mio. €.
Zum 30. September 2021 fiel unsere Harte Kernkapitalquote auf 13,0 % gegenüber 13,6 % zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang resultierte aus der oben genannten Erhöhung der risikogewichteten Aktiva, teilweise ausgeglichen durch einen Anstieg des Harten Kernkapitals um 0,7 Mrd. € im Vergleich zu Jahresende 2020. Der Anstieg des Harten Kernkapitals um 0,7 Mrd. € ergab sich im Wesentlichen aus unserem positiven Konzernergebnis in Höhe von 2,1 Mrd. € zum 30. September 2021, welcher teilweise durch die Abgrenzungen durch Abzüge von Dividenden auf Stammaktien sowie des AT 1-Kupons um insgesamt 0,8 Mrd. € reduziert wurde. Dieses steht im Einklang mit dem EZB-Beschluss (EU) 2015/656 zur Erfassung von Zwischen- oder Jahresendgewinnen im Harten Kernkapital (CET 1) entsprechend Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (EZB/2015/4). Ein weiterer Anstieg ergab sich aus positiven Effekten im Zusammenhang mit Währungsumrechnungsanpassungen in Höhe von 0,8 Mrd. €, gekürzt um Wechselkurseffekte auf Kapitalabzugspositionen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Darüber hinaus wurden diese positiven Auswirkungen zum Teil ausgeglichen durch negative Effekte aus höheren regulatorischen Anpassungen im Rahmen der Prudentiellen Filter in Höhe von 0,3 Mrd. € (im Wesentlichen Zusätzliche Bewertungsanpassungen aufgrund der Wiederaufnahme der Vorkrisen-Methodik), durch gestiegene Kapitalabzüge aus negativen Beträgen in Höhe von 0,5 Mrd. €, die aus der Berechnung der erwarteten Verlustbeträge resultierten, und durch nicht realisierte Verluste in Höhe von 0,4 Mrd. €, im Wesentlichen verursacht durch steigende Zinssätze sowie einer Ausweitung der Kreditrisikoprämien.
Die ökonomische Kapitaladäquanzquote betrug zum 30. September 2021 190 % im Vergleich zu 179 % zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg der Quote ergab sich aus dem Rückgang des ökonomischen Kapitalbedarfs, was teilweise durch eine geringere Kapitalversorgung kompensiert wurde.
Der gesamte ökonomische Kapitalbedarf betrug zum 30. September 2021 26,3 Mrd. € im Vergleich zu 28,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang um 2,3 Mrd. € wurde durch den reduzierten ökonomischen Kapitalbedarf für Geschäftsrisiken, Marktrisiken und operationelle Risiken verursacht, teilweise ausgeglichen durch geringere Vorteile aus der Risikoartendiversifikation und einem höheren Bedarf an ökonomischem Kapital für Kreditrisiken. Der ökonomische Kapitalbedarf für Geschäftsrisiken reduzierte sich um 2,5 Mrd. €, vor allem aufgrund einer niedrigeren strategischen Risikokomponente unter Berücksichtigung des verbesserten Ergebnisausblicks für die nächsten 12 Monate. Der ökonomische Kapitalbedarf für Marktrisiken reduzierte sich um 0,6 Mrd. €, vor allem aufgrund des gesunkenen Zinsänderungsrisikos innerhalb von Treasury. Der ökonomische Kapitalbedarf aus operationellen Risiken reduzierte sich um 0,3 Mrd. €, vor allem aufgrund eines niedrigeren internen Verlustprofils. Die Vorteile aus der Risikoartendiversifikation verringerten sich um 0,9 Mrd. € und spiegelten damit die vorgenannten Reduzierungen im zugrunde liegenden Profil der Risikoarten wider. Der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken erhöhte sich um 0,3 Mrd. €, was in erster Linie auf die qualifizierte Anwendung der Ergebnisse der gezielten Überprüfung der internen Modelle (Targeted Review of Internal Models/TRIM) durch die Europäische Zentralbank in unseren ökonomischen Kapitalmodellen zurückzuführen ist.
Das ökonomische Kapitalangebot betrug zum 30. September 2021 50,0 Mrd. € im Vergleich zu 51,1 Mrd. € zum 31. Dezember 2020. Der Rückgang um 1,1 Mrd. € ist im Wesentlichen auf die Entscheidung zurückzuführen, Instrumente des zusätzlichen Eigenkapitals in Höhe von 2,3 Mrd. € sukzessive nicht mehr im ökonomischen Kapitalangebot zu berücksichtigen. Gleichzeitig führten Anstiege der Kapitalabzüge in Höhe von 1,2 Mrd. € hauptsächlich aus einem höheren Fehlbetrag zwischen Wertberichtigungen und erwartetem Verlust, aufsichtsrechtliche Filter (zusätzliche Bewertungsanpassungen), latente Steueransprüche und Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds zu einem weiteren Rückgang. Diese negativen Effekte wurden teilweise ausgeglichen durch einen Anstieg unseres Eigenkapitals nach IFRS in Höhe von 2,4 Mrd. € (hauptsächlich aufgrund unseres Nettogewinns in Höhe von 2,1 Mrd. € sowie positiven Effekten aus Währungsumrechnungsanpassungen in Höhe von 0,8 Mrd. €, teilweise ausgeglichen durch nicht realisierte Verluste in Höhe von 0,4 Mrd. €).
Zum 30. September 2021 betrug unsere Verschuldungsquote auf Basis einer Vollumsetzung 4,8 %, verglichen mit 4,7 % zum 31. Dezember 2020, unter Berücksichtigung des Kernkapitals auf Basis einer Vollumsetzung in Höhe von 52,7 Mrd. € im Verhältnis zur anzuwendenden Gesamtrisikopositionsmessgröße in Höhe von 1.105 Mrd. € zum 30. September 2021 (50,6 Mrd. € sowie 1.078 Mrd. € per 31. Dezember 2020).
Im Laufe der ersten neun Monate von 2021 erhöhte sich unsere Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote um 27 Mrd. € auf 1.105 Mrd. €, im Wesentlichen durch die Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote für die übrigen Bilanzpositionen, die sich um 17 Mrd. € erhöhten. Dies spiegelte die Entwicklung unserer Bilanz (siehe Abschnitt "Entwicklung der Aktiva und Verbindlichkeiten" für zusätzliche Informationen) und bestimmte Auswirkungen der CRR-Änderungen mit Wirkung zum 28. Juni 2021 wider: das bilanzielle Wachstum bei Forderungen aus dem Kreditgeschäft wurde teilweise durch Auswirkungen der CRR-Änderungen kompensiert, was zu einem Anstieg um 16 Mrd. € führte, nicht-derivative Handelsaktiva erhöhten sich um 14 Mrd. €, Barreserven und Zentralbankeinlagen sowie Einlagen bei Kreditinstituten erhöhten sich um 10 Mrd. €. Forderungen aus Wertpapierkassageschäften stiegen um 4 Mrd. € auf Netto-Basis - trotz eines Anstiegs um 31 Mrd. € von saisonbedingt niedrigem Niveau zum Jahresende auf Brutto-Basis. Diese Anstiege wurden teilweise durch zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanziellen Vermögenswerte kompensiert, die sich um 23 Mrd. € verringerten. Außerbilanzielle Positionen stiegen um 13 Mrd. € an, was mit höheren Nominalwerten bei unwiderruflichen Kreditzusagen und der Auswirkung der CRR-Änderungen korrespondiert. Des Weiteren erhöhten sich Bilanzpositionen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften, Wertpapierleihen und Prime-Brokerage-Geschäften) um 4 Mrd. €, entsprechend der Entwicklung auf der Bilanz. Zusätzlich verringerte sich die Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote für Derivate um 7 Mrd. € (ohne Abzüge von Forderungen für in bar geleistete Nachschüsse bei Derivategeschäften).
Der Anstieg unserer Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote im Laufe der ersten neun Monate von 2021 enthielt einen Währungseffekt in Höhe von 25 Mrd. €, der hauptsächlich auf der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro beruht. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Effekte sind auch in den Veränderungen pro Position der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden.
Bei Berücksichtigung der Übergangsregelungen betrug die Verschuldungsquote 4,9 % verglichen mit 4,8 % zum 31. Dezember 2020, unter Berücksichtigung des Kernkapitals auf Basis der Übergangsregelungen in Höhe von 53,8 Mrd. € im Verhältnis zur anzuwendenden Gesamtrisikopositionsmessgröße in Höhe von 1.105 Mrd. € per 30. September 2021 (51,7 Mrd. € sowie 1.078 Mrd. € per 31. Dezember 2020).
Wir schließen bestimmte Risikopositionen gegenüber Zentralbanken in Höhe von 104 Mrd. € zum 30. September 2021, auf Basis von Artikel 429a (1) (n) CRR und dem Beschluss der EZB 2021/1074, aus. Da wir von der Ausnahme Gebrauch machen, schreibt Artikel 429a (7) CRR vor, dass die anzuwendende Mindest-Verschuldungsquote auf 3,2% erhöht werden muss. Es ist zu beachten, dass bis 1. Quartal 2021 eine ähnliche Ausnahme basierend auf Artikel 500b CRR angewandt wurde. Ohne den vorübergehenden Ausschluss der Risikopositionen gegenüber Zentralbanken betrug unsere Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote 1.209 Mrd. € zum 30. September 2021, mit einer entsprechenden Verschuldungsquote von 4,4 % auf Basis einer Vollumsetzung und 4,4 % bei Berücksichtigung der Übergangsregelungen.
TLAC und MREL
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Aufsichtsrechtliche Kapitalbestandteile von TLAC/MREL | ||
| Hartes Kernkapital (CET 1) | 45.633 | 44.885 |
| Zusätzliches Kernkapital (AT1) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind | 8.118 | 6.848 |
| Ergänzungskapital (T2) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind | ||
| Ergänzungskapital (T2) Instrumente, vor TLAC/MREL Anpassungen | 7.451 | 6.944 |
| Ergänzungskapital (T2) Instrumente, Anpassungen für TLAC/MREL | 1.013 | 518 |
| Ergänzungskapital (T2) Instrumente, die laut TLAC/MREL Rahmenwerk berücksichtigungsfähig sind | 8.464 | 7.462 |
| Aufsichtsrechtliche Kapitalbestandteile von TLAC/MREL insgesamt | 62.215 | 59.195 |
| Andere Bestandteile von TLAC/MREL | ||
| Vorrangige nicht bevorzugte Verbindlichkeiten | 46.506 | 46.048 |
| Bestände an Instrumenten der zulässigen Verbindlichkeiten anderer G-SIIs (nur TLAC) | 0 | - |
| Total Loss Absorbing Capacity (TLAC) | 108.721 | 105.243 |
| Addieren Bestände an Instrumenten der zulässigen Verbindlichkeiten anderer G-SIIs (nur TLAC) | 0 | 0 |
| Verfügbare Eigenmittel und zulässige Verbindlichkeiten (untergeordnet MREL) | 108.721 | 105.243 |
| Vorrangige bevorzugte Verbindlichkeiten | 5.150 | 3.658 |
| Available Minimum Own Funds and Eligible Liabilites (MREL) | 113.871 | 108.901 |
| Risikogewichtete Aktiva | 350.733 | 328.951 |
| Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote | 1.104.845 | 1.078.277 |
| Verbindlichkeiten und Eigenmittel nach aufsichtsrechtlichem netting insgesamt (TLOF) | 1.075.044 | 1.018.744 |
| TLAC Quote | ||
| TLAC Quote (als % der risikogewichteten Aktiva) | 31,00 | 31,99 |
| TLAC Anforderung (als % der risikogewichteten Aktiva) | 20,52 | 20,52 |
| TLAC Quote (als % der Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote) | 9,84 | 9,76 |
| TLAC Anforderung (als % der Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote) | 6,00 | 6,00 |
| TLAC Überschuss über die risikogewichtete Aktiva bezogene Anforderung | 36.735 | 37.747 |
| TLAC Überschuss über die Gesamtrisikoposition der Verschuldungsquote bezogene Anforderung | 42.430 | 40.547 |
| Nachrangige MREL Quote | ||
| nachrangige MREL Quote (als % von TLOF) | 10,11 | 10,33 |
| nachrangige MREL Anforderung (als % von TLOF) | 6,11 | 6,11 |
| Überschuss über die nachrangige MREL Anforderung | 43.036 | 42.999 |
| MREL Quote | ||
| MREL Quote (als % von TLOF) | 10,59 | 10,69 |
| MREL Anforderung (als % von TLOF) | 8,58 | 8,58 |
| Überschuss über die MREL Anforderung | 21.632 | 21.494 |
Zum 30. September 2021 betrug die Verlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, "TLAC") 108,7 Mrd. €, was einer Quote von 31,0 % der RWA und von 9,84 % der Verschuldungspositionen entspricht. Zum 31. Dezember 2020 betrug die Verlustabsorptionsfähigkeit 105,2 Mrd. € und die Quote entsprechend 32,0 % der RWA und 9,76% der Verschuldungspositionen. Damit verfügen wir über einen komfortablen Puffer der Verlustabsorptionsfähigkeit, der 36,7 Mrd. € über unserer TLAC-Anforderung liegt.
Zum 30. September 2021 betrugen die Gesamten Verbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, "TLOF") 1.075,0 Mrd. € und das verfügbare MREL 113,9 Mrd. €, was einer Quote von 10,59 % entspricht, im Gegensatz zu TLOF von 1.018,7 Mrd. €, MREL von 108,9 Mrd. € und einer Quote von 10,69 % zum 31. Dezember 2020. Damit verfügt die Deutsche Bank über einen komfortablen Puffer, der 21,6 Mrd. € über unserer MREL-Anforderung liegt.
Die LCR zum 30. September 2021 liegt bei 137 % oder 59 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100 %. Im Vergleich dazu lag die LCR zum 31. Dezember 2020 bei 145 % oder 66 Mrd. € Liquiditätsüberschuss. Die Verringerung des Überschusses ist hauptsächlich auf den Anstieg der Kreditvergabe in Deutschland und auf erhöhte Abflüsse für vertragliche Verpflichtungen zurückzuführen, und wird weitestgehend durch eine weitere Teilnahme am TLTRO der EZB sowie höhere Einlagen kompensiert.
Die LCR zum 30. September 2021 liegt bei 137 % oder 59 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100 %. Im Vergleich dazu lag die LCR zum 31. Dezember 2020 bei 145 % oder 66 Mrd. € Liquiditätsüberschuss. Die Verringerung des Überschusses ist hauptsächlich auf den Anstieg der Kreditvergabe in Deutschland und auf erhöhte Abflüsse für vertragliche Verpflichtungen zurückzuführen, und wird weitestgehend durch eine weitere Teilnahme am TLTRO der EZB sowie höhere Einlagen kompensiert.
Die NSFR erfordert von einer Bank ein stabiles Refinanzierungsprofil im Verhältnis zu ihren bilanziellen und außerbilanziellen Aktivitäten. Die Quote ist definiert als der Betrag der verfügbaren stabilen Refinanzierung (Anteil von Eigen- und Fremdmitteln, die als eine stabile Quelle der Refinanzierung angesehen werden) im Verhältnis zu dem Betrag, der für eine stabile Refinanzierung (eine Funktion der Liquiditätseigenschaften der verschiedenen gehaltenen Anlageklassen) erforderlich ist. Die NSFR betrug zum 30. September 2021 123 % beziehungsweise hatte einen Überschuss von mehr als 109 Mrd. € über der regulatorischen Mindestanforderung (beides vorläufige Ergebnisse).
In den neun Monaten bis zum 30. September 2021 wendet der Konzern weiterhin denselben Ansatz zur Ermittlung der Risikovorsorgen IFRS 9 an, wie er im Geschäftsbericht 2020 der Deutschen Bank erläutert ist. Als Teil des allgemeinen Kontroll- und Steuerungsrahmens des Konzerns bewertet die Deutsche Bank in jedem Berichtszeitraum, ob ein Management Overlay erforderlich ist. Im Rahmen dieser Modellüberwachung wird geprüft, ob es Risiken gibt, die nicht im Modell erfasst sind, wie z. B. eine plötzliche Veränderung des makroökonomischen Umfelds, die Identifizierung von Modellgrenzen oder routinemäßige Modellverbesserungen, die noch nicht vollständig berücksichtigt wurden. Insgesamt stellt der Modellüberwachungsrahmen sicher, dass die Gruppe zu jedem Berichtszeitpunkt die beste Schätzung der erwarteten Kreditverluste durch das Management meldet.
Im Jahr 2020 bestand nach Ansicht des Managements der repräsentativste Ansatz für die Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECLs) während der COVID-19-Pandemie darin, das Gewicht der kurzfristigen Prognosen zu reduzieren und angepasste Modellinputs abzuleiten, die auf längerfristigen Durchschnittswerten basieren. Aus diesem Grund wendete die Gruppe im Jahr 2020 ein Overlay auf ihr Standardmodell nach IFRS 9 an.
Anfang 2021 stellte das Management fest, dass dieser Ansatz nicht mehr erforderlich war, da die Prognosen der makroökonomischen Variablen (MEV's) wieder an Relevanz gewonnen hatten. Infolgedessen wendete der Konzern das oben genannte Overlay nach dem Ende des Geschäftsjahres 2020 nicht weiter an und kehrte 2021 zu ihrem Standard-IFRS-9-Ansatz zurück.
Die nachstehenden Tabellen enthalten die MEVs, die als zukunftsgerichteten Informationen in unserem ECL-Modell zum 30. September 2021 (mit einem granulareren Ansatz) und zum 31. Dezember 2020 (mit einem Dreijahresdurchschnitt) berücksichtigt wurden.
Angewandte zukunftsgerichtete Informationen
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| Zum September 2021 1 | ||
|---|---|---|
| Jahr 1 (4 Quartalsdurchschnitt) | Jahr 2 (4 Quartalsdurchschnitt) | |
| --- | --- | --- |
| Rohstoffe - Gold | 1798,70 | 1728,80 |
| Rohstoffe - WTI | 67,10 | 64,90 |
| Credit - CDX Emerging Markets | 171,90 | 206,70 |
| Credit - CDX High Yield | 284,80 | 315,00 |
| Credit - CDX IG | 53,40 | 56,90 |
| Credit - High Yield Index | 3,50 | 3,90 |
| Credit - ITX Europe 125 | 53,80 | 61,80 |
| Equity - MSCI Asia | 1619,00 | 1632,00 |
| Equity - Nikkei | 29735,00 | 31210,00 |
| Equity - S&P500 | 4456,00 | 4778,00 |
| BIP - Entwickelte Länder Asien | 6,26 % | 5,83 % |
| BIP - Schwellenländer | 6,11 % | 5,21 % |
| BIP - Eurozone | 7,39 % | 3,44 % |
| BIP - Deutschland | 4,62 % | 2,48 % |
| BIP - Italien | 5,26 % | 2,55 % |
| BIP - USA | 5,23 % | 3,05 % |
| Hauspreise - Commercial Real Estate Index | 310,20 | 338,10 |
| Arbeitslosigkeit - Eurozone | 7,70 % | 7,40 % |
| Arbeitslosigkeit - Deutschland | 3,50 % | 3,20 % |
| Arbeitslosigkeit - Italien | 9,80 % | 9,50 % |
| Arbeitslosigkeit - Japan | 2,90 % | 2,70 % |
| Arbeitslosigkeit - Spanien | 15,10 % | 14,00 % |
| Arbeitslosigkeit - USA | 4,70 % | 4,00 % |
1 Jahr 1 entspricht Q2 2021 bis Q1 2022, Jahr 2 entspricht Q2 2022 bis Q1 2023.
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| Zum Dezember 2020 1.2 | |||
|---|---|---|---|
| Jahr 1 (4 Quartalsdurchschnitt) | Jahr 2 (4 Quartalsdurchschnitt) | Jahr 3 (4 Quartalsdurchschnitt) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Credit - ITX Europe 125 | 52,81 | − | − |
| FX - EUR/USD | 1,20 | − | − |
| BIP - Eurozone | 1,38 % | 4,37 % | 2,32 % |
| BIP - Deutschland | 1,54 % | 4,01 % | 2,08 % |
| BIP - Italien | 1,92 % | 3,80 % | 1,93 % |
| BIP - USA | 2,80 % | 3,35 % | 2,29 % |
| Rate - U.S. Treasury 2y | 0,17 % | − | - |
| Arbeitslosigkeit - Eurozone | 8,86 % | 8,35 % | 7,94 % |
| Arbeitslosigkeit - Deutschland | 4,30 % | 3,95 % | 3,72 % |
| Arbeitslosigkeit - Italien | 10,65 % | 10,38 % | 9,85 % |
| Arbeitslosigkeit - Spanien | 17,89 % | 16,32 % | 15,49 % |
| Arbeitslosigkeit - USA | 6,40 % | 5,19 % | 4,46 % |
1 Zinssätze, Wechselkurs- und Kreditspreads gemäß der Veröffentlichung vom 7. Dezember 2020; aktualisierte Prognosen von BIP und Arbeitslosigkeit vom 16. Dezember 2020.
2 Jahr 1 entspricht Q4 2020 bis Q3 2021, Jahr 2 entspricht Q4 2021 bis Q3 2022 und Jahr 3 gleich Q4 2022 bis Q3 2023.
Im dritten Quartal 2021 wendete die Gruppe die folgenden Overlays auf ihre IFRS9-Modellergebnisse an:
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| • | Modelkalibrierung: Im zweiten Quartal 2021 wendete die Gruppe ein Management-Overlay an, um signifikante Veränderungen bestimmter makroökonomischer Variablen (MEV) (insbesondere des BIP) gegenüber dem Vorjahr zu berücksichtigen, die als außerhalb des kalibrierten Bereichs liegend identifiziert wurden. Da das Modell nicht für solche extremen Schwankungen kalibriert war, bestand das Risiko, dass das Modell die Höhe der erwarteten Kreditverluste, die zum Berichtszeitpunkt erforderlich sind, unterschätzt. Ab dem dritten Quartal 2021 haben sich die jährlichen Bewegungen dieser MEVs außerhalb des kalibrierten Bereichs leicht verringert (d. h. einige der MEV-Bewegungen liegen nun näher am kalibrierten Bereich). Infolgedessen war zum Berichtszeitpunkt ein etwas geringerer Overlay erforderlich. |
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| • | Verbleibende COVID19- Unsicherheiten: Während des dritten Quartals setzte die Gruppe die Überwachung der mit Moratorien belegten Kredite in Spanien und Italien fort. Die Gruppe sammelte in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 positive Erfahrungen mit Kreditnehmern in Deutschland, die ihre Moratorien beendeten und ihre normalen Zahlungsverpflichtungen nachkamen. Dies veranlasste die Gruppe, im dritten Quartal 2021 eine individuelle Bewertung von Kunden mit Moratorien in Italien und Spanien vorzunehmen. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Bewertung ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass das Risiko der Zahlungsunfähigkeit dieser Kreditnehmer nach Ablauf der Moratorien erheblich gesunken ist. Daher ist nach Ansicht des Managements das Overlay in Bezug auf die Moratorien in Spanien und Italien zum 30. September 2021 nicht mehr erforderlich. |
| • | Erforderliche Rekalibrierung in Folge der Einführung der neuen Ausfalldefinition: Im dritten Quartal 2021 hat die Deutsche Bank die neue Ausfalldefinition (nDoD) eingeführt, die den Auslöser für Stufe 3 im IFRS 9 Rahmenwerk der Deutschen Bank darstellt. Die neue Ausfalldefinition besteht aus zwei EBA-Leitlinien, einem technischen EBA-Standard zur Wesentlichkeitsschwelle für überfällige Kreditverpflichtungen (umgesetzt mit der EZB-Verordnung (EU) 2018/1845) und den EBA-Leitlinien für die Anwendung der Ausfalldefinition. |
| • | Die Einführung des nDoD wirkte sich nur auf die Privatbank aus, wo die Anzahl der Stufe-3-Fälle in den homogenen Portfolios zunahm, was zu einem Anstieg der ECLs führte. Die Umsetzung der nDoD wirkte sich nur auf Kunden mit unwesentlichen Verlusterwartungen aus. Das Management ist der Ansicht, dass dies zu einer Überbewertung der ECLs in Stufe 3 führte und die Verlusterwartungen für die betroffenen Portfolios zum Berichtszeitpunkt nicht widerspiegelte. Infolge der nDoD-Implementierung muss der Loss Given Default (LGD)-Parameter im Modell neu kalibriert werden. Dies ist jedoch erst für das Jahr 2022 zu erwarten, sobald eine ausreichende Menge an Kreditausfallerfahrungen für eine statistische Rekalibrierung zur Verfügung steht. Im dritten Quartal 2021 wurde ein Overlay verbucht, um die Auswirkungen der LGD-Rekalibrierung zu beschleunigen. |
Die oben beschriebenen Overlays und ihre Auswirkungen auf das Ergebnis des dritten Quartals sind für die Gruppe nicht wesentlich.
Die Gruppe wies im dritten Quartal 2021 eine gesamte Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von 117 Mio. € aus (75 Mio. € im zweiten Quartal 2021), was einen Rückgang gegenüber den 273 Mio. € im dritten Quartal 2020 darstellt. Die Veränderungen gegenüber dem Vorquartal resultieren hauptsächlich aus: Höhere Risikovorsorge in Höhe von 199 Mio. € für ausgefallene Kunden, hauptsächlich in der Privatbank, die teilweise durch 13 Mio. € Auflösungen aus der Einbeziehung von Forward-Looking-Informationen auf der Grundlage der letzten verbesserten Konsensprognose und der Auswirkungen der oben beschriebenen Management-Overlays sowie Reduzierung von 69 Mio. € in Stufe 1 und Stufe 2, hauptsächlich aufgrund von Übertragungen von Wertberichtigungen für Kreditausfälle in die Stufe 3 in der Privatbank in Folge der Umsetzung der nDoD.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 betrug die Risikovorsorge im Kreditgeschäft 261 Mio. €, was deutlich unter den 1,5 Mrd. € liegt, die im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 verbucht wurden und das insgesamt verbesserte Kreditumfeld widerspiegelt.
Um die Sensitivität unseres Modells in Bezug auf künftige Änderungen der makroökonomischen Variablen (MEVs) zu veranschaulichen, haben wir die Auswirkungen der ECL für die Stufen 1 und 2 in einer Abwärts- und Aufwärtsverschiebung über alle in der ECL-Berechnung verwendeten Szenarien berechnet. Beide Verschiebungen werden auf die MEV-Prognosen zum 30. September 2021 angewandt, indem MEV-Werte nach unten und nach oben spezifiziert werden, die alle entweder eine Standardabweichung über oder unter den Basisprognosen liegen, z.B. durch eine Reduzierung der prognostizierten BIP-Raten um durchschnittlich 2 Prozentpunkte. Die ECL für Stufe 3 ist davon nicht betroffen und wird in der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt, da ihre Modellierung unabhängig von den makroökonomischen Szenarien ist.
Die ECL für Stufe 3 wird nicht durch die Sensitivitätsanalyse beeinflusst und ist nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigte, da ihre Modellierung unabhängig von makroökonomischen Szenarien ist. Die Abwärtsverschiebung führte zu einer Erhöhung der ECL um 387 Mio. € (31. Dezember 2020: 500 Mio. €), während die Aufwärtsverschiebung die ECL um 188 Mio. € (31. Dezember 2020: 258 Mio. €) reduzierte. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt keine Änderungen, die wir an unseren Management Overlays aufgrund der Verwendung unterschiedlicher MEVs vorgenommen haben könnten
Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich in Zusammenhang mit dem Fortschritt bei der COVID-Impfung in den ersten neun Monaten 2021 in den wichtigsten Volkswirtschaften beschleunigt, was die Ertragslage von Unternehmen weiter unterstützen dürfte. Allerdings gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede in der Erholung zwischen einzelnen Sektoren, wobei bestimmte Branchen stärker von der COVID-19 Pandemie betroffen sind.
Die wesentlichen Fokus Industrien machen in etwa 9 % des Kreditbuches und in etwa 33 % der Stage 3 Wertberichtigungen für Kredit der Gruppe in den zum 30. September 2021 endenden neun Monaten aus. Weitere Details über "Fokus Industrien angesichts der COVID-19 Pandemie" der Deutsche Bank entnehmen Sie bitte dem Deutsche Bank Jahresabschluss 2020:
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| • | Gewerbliche Immobilienkunden (CRE) (31 Mrd. € Kreditengagement zum 30. September 2021; 27 Mrd. € zum 31. Dezember 2020): Das Engagement im Bereich CRE beträgt 7 % des gesamten Kreditportfolios und umfasst die Commercial Real Estate Group (19 Mrd. €), das CRE Engagement in der Region Asien Pazifik in der Investmentbank (APAC CRE, 6 Mrd. €) und des regresslosen CRE Geschäfts in der Geschäftskundenbank (6 Mrd. €). Das Risikoprofil des Portfolios hat sich im dritten Quartal 2021 mäßig verbessert da die globale Wirtschaft und CRE Märkte ihre Erholung fortgesetzt haben und der US-Gastgewerbesektor von einer starken Sommerreisesaison profitierte. Das Tempo neuer Kreditmodifikationen hat sich weiter verlangsamt. Moderate Relationen zwischen den Darlehnssummen zum Wert der Sicherheiten (Loan-to-Value) von durchschnittlich in etwa 60 % bieten einen erheblichen Puffer, um Rückgänge bei Sicherheitenwerten aufzufangen. |
| • | Einzelhandel (ohne Lebensmittel und Verbrauchsgüter) (4 Mrd. € Kreditengagement zum 30. September 2021; 4 Mrd. € zum 31. Dezember 2020): Der Sektor profitiert von der Wiedereröffnung nach einer längeren Zeit der COVID-bedingten Einschränkungen. Einige Segmente leiden jedoch derzeit unter Lieferengpässen und die Pandemie hat die strukturellen Herausforderungen, denen sich der Sektor gegenübersieht, noch verstärkt. Die Portfoliorisiken werden durch die Konzentration auf starke globale Marken mit ungefähr zwei Drittel der netto Kreditlimite für die im Investment Grade Bereich eingestuften Kunden, gemildert. |
| • | Luftfahrtbranche (3 Mrd. € Kreditengagement zum 30. September 2021; 3 Mrd. € zum 31. Dezember 2020): Obwohl es erste Anzeichen für eine Erholung im Sektor gibt, blieb das Verkehrsaufkommen deutlich unter dem Niveau von 2019. Eine Rückkehr zum Passagieraufkommen auf Vorkrisenniveau wird erst in einigen Jahren erwartet. Das Portfolio profitiert durch einen erheblichen Anteil von besicherten Flugzeugfinanzierungen mit Schwerpunkt auf neuere und gängigere Flugzeugmodelle. Das ungesicherte Portfolio ist auf nationale Fluggesellschaften in entwickelten Märkten fokussiert, von denen viele von starken staatlichen Unterstützungspaketen profitieren. |
| • | Reise- und Freizeitindustrie (2 Mrd. € Kreditengagement zum 30. September 2021; 2 Mrd. € zum 31. Dezember 2020): Die Branche wurde von einem sehr starken Rückgang sowohl von Geschäfts- als auch Privatreisen während der Lockdowns, getroffen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Volumina in naher Zukunft wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. Unser Portfolio ist auf die Branchenführer im Hotel- und Casinosegment, welche hauptsächlich auf dem US-Markt ansässig sind, ausgerichtet. |
In 2020 veröffentlichte die EBA ihre Leitlinien zu staatlichen und privaten Moratorien für Kreditrückzahlungen, die im Zusammenhang der COVID-19-Krise angewendet wurden. Details hierzu wurden im Geschäftsbericht 2020 der Deutsche Bank im Kapitel "Staatliche und private Moratorien und öffentliche Garantiesysteme im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandamie" beschrieben.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über aktive und abgelaufene Forderungen, die EBA-konformen Moratorien unterliegen, Forderungen, die COVID-19-bezogenen Forbearance-Maßnahmen unterliegen, und neu begründete Forderungen, die einem öffentlichen Garantiesystem unterliegen, im Kontext der COVID-19-Pandemie zum 30. September 2021 und 31. Dezember 2020.
Überblick über aktive und ausgelaufene Moratorien und Garantiesysteme im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie
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| 30.9.2021 | 31.12.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Kredite und Vorschüsse, die EBA-konformen Moratorien unterliegen | Kredite und Vorschüsse, die COVID-19-bezogenen Forbearance-Maßnahmen unterliegen | Neu aufgenommene Kredite und Vorschüsse, die im Rahmen der COVID-19-Krise öffentlichen Garantiesystemen unterliegen 1 | Kredite und Vorschüsse, die EBA-konformen Moratorien unterliegen | Sonstige Kredite und Vorschüsse, die COVID-19-bezogenen Forbearance-Maßnahmen unterliegen | Neu aufgenommene Kredite und Vorschüsse, die im Rahmen der COVID-19-Krise öffentlichen Garantiesystemen unterliegen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Corporate Bank | 545 | 2.723 | 2.644 | 610 | 2.956 | 2.362 |
| Investment Bank | 108 | 3.737 | 60 | 107 | 4.353 | 60 |
| Private Bank | 6.614 | 1.064 | 1.554 | 7.499 | 1.114 | 1.124 |
| Capital Release Unit | 389 | 2 | 0 | 433 | 0 | 0 |
| Total | 7.655 | 7.526 | 4.258 | 8.649 | 8.424 | 3.546 |
1 Beinhaltet nicht 0,3 Mrd. € zum 30 September 2020 und 0,3 Mrd. € zum 31 Dezember 2020, da diese Darlehen die Durchgangskriterien für Finanzinstrumente nach IFRS 9 erfüllen und somit ausgebucht werden können.
Aufschlüsselung Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 und Stufen
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| 30.9.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staatliche und private Moratorien | Forbearance Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 | Staatliche Garantiesysteme | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | 5.524 | −11 | 3.545 | −6 | 3.504 | −2 |
| Stufe 2 | 1.447 | −37 | 2.897 | −40 | 656 | −7 |
| Stufe 3 | 684 | −150 | 1.084 | −117 | 99 | −11 |
| Insgesamt | 7.655 | (199) | 7.526 | (163) | 4.258 | (20) |
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| 31.12.2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staatliche und private Moratorien | Forbearance Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 | Staatliche Garantiesysteme | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle | Bruttobuchwert | Erwartete Kreditausfälle |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | 6.464 | −23 | 5.746 | −18 | 3.135 | −3 |
| Stufe 2 | 1.872 | −63 | 1.994 | −54 | 360 | −4 |
| Stufe 3 | 313 | −69 | 684 | −80 | 51 | −4 |
| Insgesamt | 8.649 | −155 | 8.424 | −152 | 3.546 | −11 |
COVID-19-bezogene Forbearance-Maßnahmen: Zum 30. September 2021 wurden COVID-19-Forbearance-Maßnahmen für ausstehende Forderungen in Höhe von 7.5 Mrd. € gewährt, die ein breites Spektrum an Konzessionen widerspiegeln, von Änderungen der Vertragsbedingungen einschließlich Covenants im jeweiligen Kreditvertrag über die Verlängerung tilgungsfreier Zeiträume bis hin zu Zahlungsaufschüben. Zum 30. September 2021 sind mehr als 85 % der Kunden immer noch leistungsfähig und die Bank befindet sich weiterhin auf einem stabilen ECL-Niveau, wobei mehr als die Hälfte der Maßnahmen aus Vertragsmodifikationen besteht, die keinen Bezug zu Zahlungsaufschüben haben. Alle gestundeten Forderungen müssen so lange als gestundet klassifiziert werden, bis sie eine 24-monatige Bewährungszeit durchlaufen haben.
EBA-konforme Moratorien: Das Moratorium für SME und Unternehmen in Italien sollte ursprünglich am 30. September 2020 enden, wurde aber bis Dezember 2021 verlängert. Auch die spanische Regierung hat die staatlichen Moratorien für SME und Unternehmen bis 2021 verlängert. Alle privaten Moratorien, die in Italien im Januar 2021 bis März 2021 zur Unterstützung der privaten Haushalte eingeführt wurden, sind ausgelaufen.
Im ersten Halbjahr 2021 hat sich die Anzahl der Kunden und Volumina, die unter Moratorien stehen, aufgrund von Rückzahlungen deutlich reduziert, der Höhepunkt war im zweiten Quartal 2020. Zum 30. September 2021 sind nur noch 0,7 Mrd. € Kreditvolumen, hauptsächlich in Italien, unter einem Moratorium aktiv. Alle anderen sind bereits ausgelaufen. Mehr als 91 % dieser Kunden, die die Moratorien in Anspruch genommen haben, haben die Zahlungen inzwischen wieder aufgenommen. Kredite im Moratorium werden aktiv betreut, die Bank geht aktiv auf jeden Privatkunden zu, und informiert diese, dass sie die Zahlungen auch vor dem Ende des Moratoriums wieder aufnehmen können.
Neu ausgereichte Kredite und Forderungen, die einem öffentlichen Garantiesystem unterliegen: Der Konzern hat bis September 2021 ca. 4,5 Mrd. € an Krediten unter dem öffentlichen Garantiesystem vergeben; in den meisten Fällen liegen die Laufzeiten der neu vergebenen Kredite und Darlehen zwischen zwei und fünf Jahren. Etwa 2,4 Mrd. € der Kredite wurden in Deutschland über von der KfW gesponserte Programme vergeben, wovon 0,3 Mrd. € ausgebucht wurden, da die Bedingungen des Kredits und der Garantie die Kriterien für eine Ausbuchung gemäß IFRS 9 erfüllten. Weitere 1,5 Mrd. € wurden in Spanien und 0,5 Mrd. € in Luxemburg vergeben. Zum 30.September 2021 werden 99,4 % der Kredite, für die öffentliche Garantien gewährt wurden, planmäßig zurückgezahlt.
Dieser Abschnitt beschreibt die Qualität von Schuldinstrumenten, die einer Wertminderung unterliegen. Diese bestehen unter IFRS 9 aus Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet werden, Finanzinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI), sowie außerbilanziellen Kreditzusagen wie zum Beispiel Kreditzusagen und Finanzgarantien (im Folgenden zusammenfassend als "Vermögenswerte" bezeichnet) zusammensetzen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Forderungsbetrag und die Risikovorsorge je Klasse der finanziellen Vermögenswerte, aufgeschlüsselt in Stufen gemäß der IFRS 9 Anforderungen.
Überblick über wertminderungsrelevante Finanzielle Vermögenswerte
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| 30.9.2021 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 3 POCI | Insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 1 | |||||
| Bruttobuchwert | 693.895 | 39.690 | 11.350 | 1.339 | 746.273 |
| davon: Kredite | 405.874 | 38.275 | 10.762 | 1.323 | 456.234 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle 2 | 411 | 550 | 3.786 | 180 | 4.928 |
| davon: Kredite | 392 | 548 | 3.682 | 175 | 4.797 |
| Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beizulegender Zeitwert | 32.101 | 354 | 109 | 0 | 32.564 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle | 15 | 11 | 8 | 0 | 34 |
| Außerbilanzielle Verpflichtungen | |||||
| Bruttobuchwert | 269.921 | 15.759 | 2.512 | 11 | 288.202 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle 3 | 95 | 137 | 184 | 0 | 415 |
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| 31.12.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 3 POCI | Insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 1 | |||||
| Bruttobuchwert | 651.941 | 35.372 | 10.655 | 1.729 | 699.697 |
| davon: Kredite | 385.422 | 34.537 | 10.138 | 1.710 | 431.807 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle 2 | 544 | 648 | 3.614 | 139 | 4.946 |
| davon: Kredite | 522 | 647 | 3.506 | 133 | 4.808 |
| Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beizulegender Zeitwert | 55.566 | 163 | 105 | 0 | 55.834 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle | 12 | 6 | 2 | 0 | 20 |
| Außerbilanzielle Verpflichtungen | |||||
| Bruttobuchwert | 251.545 | 8.723 | 2.587 | 1 | 262.856 |
| Wertminderungen für Kreditausfälle 3 | 144 | 74 | 200 | 0 | 419 |
1 Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten, Barreserven und Zentralbankeinlagen, Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken), Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos), Forderungen aus Wertpapierleihen sowie einzelne Bestandteile der Sonstigen Aktiva.
2 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 5 Mio. € zum 30. September 2021 und 5 Mio. € zum 31. Dezember 2020.
3 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 5 Mio. € zum 30. September 2021 und 4 Mio. € zum 31. Dezember 2020.
Im Vorstand gibt es im dritten Quartal keine Veränderungen.
Im Aufsichtsrat gibt es im dritten Quartal keine Veränderungen.
In den ersten neun Monaten 2021 hat der Konzern die folgenden wesentlichen Desinvestitionen getätigt:
Im August 2021 unterzeichnete die Deutsche Bank SpA eine Vereinbarung über den Verkauf ihres Finanzberaternetzes in Italien (Deutsche Bank Financial Advisors) an Zürich Italy. Die Transaktion muss von der Regulierungsbehörde genehmigt werden, es wird erwartet, dass sie 2022 abgeschlossen ist.
Im September 2021 haben sich DWS und BlackFin Capital Partners (BlackFin) auf eine langfristige strategische Partnerschaft geeinigt, um die digitale Investitionsplattform gemeinsam zu einem Plattform-Ökosystem zu entwickeln, das Vertriebspartnern, institutionellen Anlegern und Privatkunden umfassende digitale Anlagelösungen und Dienstleistungen anbietet. Es wurde vereinbart, dass DWS seine digitale Investitionsplattform in ein Joint Venture mit BlackFin einbringen wird, wobei eine Beteiligung von 30 Prozent beibehalten wird. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Zum 30. September 2021 hat die Gruppe die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Transaktionsperimeter als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe eingestuft. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2022 erwartet.
Der Konzern tätigte in den ersten neun Monaten 2021 keine wesentlichen Investitionen.
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten.
Die vorliegende Ergebnisübersicht beinhaltet die Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main sowie ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "Konzern", "Deutsche Bank" oder "DB") für die am 30. September 2021 beendete neunmonatige Berichtsperiode und wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Diese Ergebnisübersicht basiert auf den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie vom International Accounting Standards Board ("IASB") veröffentlicht und durch die Europäische Union ("EU") in europäisches Recht übernommen wurden.
Die Ergebnisübersicht des Konzerns ist nicht testiert und beinhaltet die Konzernbilanz zum 30. September 2021, die zugehörige Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die am 30. September 2021 beendete neunmonatige Berichtsperiode sowie zusätzliche Angaben (Grundlage der Erstellung/ Effekt aus Änderungen der Bilanzierungsmethoden).
Dieser Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem testierten Konzernabschluss der Deutschen Bank für das am 31. Dezember 2020 beendete Geschäftsjahr gelesen werden, der mit Ausnahme der in der Angabe "Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften" dargelegten erstmals angewandten Rechnungslegungsvorschriften, nach den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen und wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen aufgestellt wurde.
Der Konzern wendet die IFRS-Regelungen für die Absicherung des beizulegenden Zeitwerts auf Portfoliosicherungsbeziehungen für Zinsänderungsrisiken (Makrosicherungsbeziehungen) gemäß der IAS 39 EU carve out-Version an. Die Absicht der Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version ist die Angleichung der Konzernbilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit der Risikomanagementpraxis des Konzerns und der Bilanzierungspraxis von wichtigen Vergleichsunternehmen in der Europäischen Union. Unter der IAS 39 EU carve out-Version kann eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen auf Sichteinlagen angewendet werden. Des Weiteren wird Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen nur erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt. Somit wird Ineffektivität in Fällen, in denen die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über den originär designierten Beträgen in einer Zeitperiode liegt, nicht erfasst. Die seitens des IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen können auf Sichteinlagen nicht angewendet werden. Darüber hinaus wird Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung nach den von IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über oder unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt.
Für die am 30. September 2021 beendete dreimonatige Berichtsperiode hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen positiven Effekt auf den Gewinn vor Steuern von 45 Mio. € und auf den Gewinn nach Steuern von 28 Mio. €. Für die Vergleichsperiode im Jahr 2020 hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen negativen Effekt auf den Gewinn vor Steuern von 12 Mio. € und den Gewinn nach Steuern von 9 Mio. €. Für die am 30. September 2021 beendete neunmonatige Berichtsperiode hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen negativen Effekt auf den Gewinn vor Steuern von 276 Mio. € und auf den Gewinn nach Steuern von 187 Mio. €. Für die Vergleichsperiode im Jahr 2020 hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen positiven Effekt auf den Gewinn vor Steuern von 65 Mio. € und den Gewinn nach Steuern von 38 Mio. €. Das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten werden auch auf Basis der IAS 39 EU carve out-Version berichtet. Für die am 30. September 2021 beendete neunmonatige Berichtsperiode hatte die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version einen negativen Effekt auf das harte Kernkapital von ungefähr 5 Basispunkt und einen positiven Effekt von ungefähr 1 Basispunkt für die am 30. September 2020 beendete Vergleichsperiode.
Die Erstellung von Finanzinformationen gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen, insbesondere in Bezug auf die COVID-19 Pandemie. Die veröffentlichten Ergebnisse können nicht notwendigerweise als Indikatoren für ein zu erwartendes Gesamtergebnis des Geschäftsjahres gewertet werden.
Im dritten Quartal 2019 hat der Konzern seinen Ansatz zur Modellierung der erwarteten Kreditausfälle ("ECL") unter IFRS 9 verfeinert. Insbesondere hat der Konzern seinen Ansatz angepasst, um eine neue regulatorische Ausfalldefinition zu berücksichtigen, die er zum Zwecke seiner ECL-Modellierung unter IFRS 9 nutzt. Dies führte zu Migrationen von Krediten zwischen den Wertminderungsstufen unter IFRS 9, so dass bestimmte Transaktionen in Stufe 3 transferiert wurden. Dies führt zu einer erforderlichen Nachkalibrierung des Ausfallverlustfaktors im ECL-Modell. Während die LGD-Nachkalibrierung im ECL-Modell weiterhin implementiert wird, wurde im dritten Quartal 2021 eine Modellüberlagerung erfasst, um die erwartete LGD-Auswirkung zu berücksichtigen. Während die Einführung der neuen Ausfalldefinition eine Schätzungsänderung in Bezug auf die ECL des Konzerns darstellt, ist der Gesamteffekt nach Berücksichtigung der daraus resultierenden LGD-Nachkalibrierung nicht wesentlich. Für weitere Angaben siehe die Abschnitte "Ermittlung der Risikovorsorge nach IFRS 9" und "Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie" sowie die Informationen zur Risikolage.
Nachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind und in den ersten neun Monaten 2021 zur Anwendung kamen.
Zum 1. Januar 2021 setzte der Konzern Änderungen zu IFRS 9, "Financial Instruments" ("IFRS 9"), IAS 39, "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ("IAS 39"), IFRS 7, "Financial Instruments: Disclosures" ("IFRS 7"), IFRS 4, "Insurance Contracts" ("IFRS 4") und IFRS 16, "Leases" ("IFRS 16") als Phase 2 des IASB-Projekts zu möglichen Auswirkungen der Reform der Interbank Offered Rate ("IBOR") auf die Finanzberichterstattung um. Der Konzern setzte die Anforderungen der Phase 1 zum 1. Januar 2019 um. Obwohl der Weg zur IBOR-Umstellung, wie der Zeitpunkt der Einstellung der Ermittlung des IBOR und für einige Verträge die Ersatzrate und die Anpassung der Kreditrisikoprämie weit fortgeschritten sind, verbleiben einige Unsicherheiten so dass die Erleichterungen der Phase 1 weiter Anwendung finden.
Die Änderungen der Phase 2 beziehen sich auf den Ersatz von Referenzzinssätzen und adressieren somit Sachverhalte, die die Finanzberichterstattung beeinflussen können, wenn ein Referenzzinssatz tatsächlich durch einen anderen Referenzzins ersetzt wird. Sie berücksichtigen Modifizierungen von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten sowie bestimmte Vorschriften in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Änderungen führen eine praktische Erleichterung für die durch die Reform erforderlichen Modifizierungen ein (Modifizierungen, die als direkte Folge der IBOR-Reform erforderlich sind und auf einer wirtschaftlich gleichwertigen Grundlage vorgenommen werden). Diese Modifizierungen werden durch Anpassung des Effektivzinssatzes bilanziert. Alle anderen Modifizierungen werden auf Basis der bestehenden IFRS-Vorschriften bilanziert. Ein ähnliches praktisches Hilfsmittel wird für die Bilanzierung durch Leasingnehmer unter Anwendung von IFRS 16 eingeführt. Gemäß den Änderungen wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht allein aufgrund der IBOR-Reform eingestellt. Die Sicherungsbeziehungen (und die damit verbundene Dokumentation) müssen geändert werden, um Modifizierungen des Grundgeschäfts, des Sicherungsinstruments und des abgesicherten Risikos widerzuspiegeln. Geänderte Sicherungsbeziehungen müssen alle Kriterien für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, einschließlich der Effektivitätsvorschriften. Die Änderungen erfordern auch zusätzliche Anhangangaben, um es den Adressaten zu ermöglichen, die Art und das Ausmaß der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, denen das Unternehmen ausgesetzt ist und wie es mit diesen Risiken umgeht, sowie den Fortschritt des Unternehmens beim Übergang von den IBOR-Sätzen zu alternativen Referenzzinssätzen bzw. wie das Unternehmen diesen Übergang bewältigt, zu verstehen.
Der Konzern hat in 2018 ein konzernweites Umstellungsprogramm zur IBOR & EU Referenzzinssatzregulierung aufgesetzt, um einen reibungslosen Übergang von LIBOR und anderen IBOR zu den neuen risikofreien Zinssätzen (RFRs) zu bewältigen. Das Programm wird vom Chief Financial Officer ("CFO") gesponsert und wird von Führungskräften aus allen Geschäftsbereichen, Regionen und Infrastrukturbereichen unterstützt. Das Programm hat sich auf die Ermittlung und Quantifizierung von Risikopositionen gegenüber verschiedenen Referenzzinssätzen, die Bereitstellung der Möglichkeit zum Handel mit Produkten, die auf alternative RFRs verweisen, und die Bewertung bestehender Verträge, die auf IBORs Bezug nehmen, konzentriert Fortschrittsberichte werden monatlich dem IBOR-Lenkungsausschuss des Konzerns und dem CFO zur Verfügung gestellt. Die Aufsicht über das Programm zur Vorbereitung auf den Übergang war ein Hauptschwerpunkt neben den Aktivitäten in allen drei internen Bereichen, deren Aufgabe es ist, Risiken und Störungen für die Kunden zu minimieren (so genannte "lines of defense").
Der Konzern hat signifikante auf IBOR-bezogene Positionen, vor allem mit Finanzinstrumenten, und viele dieser Kontrakte sind nach 2021 fällig. Die Konzernrisikopositionen ergeben sich aus Derivaten, die der Konzern eingeht, um Märkte für Kunden zu bilden und unsere Risiken abzusichern, sowie aus Darlehen und Einlagen, Anleihen und Verbriefungen. Der Konzern hat detaillierte Pläne, Prozesse und Verfahren, die die Umstellung zum geplanten
Der Konzern hat detaillierte Pläne, Prozesse und Verfahren zur Unterstützung des Übergangs bis zu dem geplanten Zeitpunkt der Einstellung aufgesetzt.
Im Rahmen des Programms hat der Konzern eine umfassende Risikobewertung durchgeführt, die regelmäßig aktualisiert wird und die wichtigsten inhärenten Risiken und mögliche Maßnahmen zur Risikominderung ermittelt hat. Zu den wichtigsten Risiken zählen strategische Geschäftsrisiken, rechtliche Risiken und Compliance-Risiken, Verhaltensrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken, Kreditrisiken, operationelle Risiken, Übergangsrisiken, Modellrisiken, Rechnungslegungs-, Finanzberichterstattungs- und Steuerrisiken, Informationssicherheits- und Technologietransformationsrisiken.
Der Konzern setzt die Implementierung seiner Pläne fort, um die Risiken im Zusammenhang mit der erwarteten Einstellung der Ermittlung der IBOR-Referenzzinssätze, einschließlich LIBOR, zu mindern. In diesem Zusammenhang, hat bzw. ist der Konzern
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| • | die "Fallback-Sprache" für LIBOR-bezogene Instrumente überprüft. Dazu gehört auch die, Entwicklung neuer Rahmenbedingungen, die eingeführt wurden, um die möglichen Auswirkungen von schwer überzuleitenden Positionen zu quantifizieren, die als sogenannte "tough legacy" bezeichnet werden; |
| • | aktive, funktionsübergreifende und adäquate Kanäle, um sicherzustellen, dass mit RFRs-verbundene Produkte auch weiterhin angemessen seinen Kunden angeboten werden und deren Interesse an der Umstellung auf RFRs-bezogene Produkte abgeschätzt werden können. Anfang 2020 wurde ein Beratungsgremium für Verhaltensrisiken ("Conduct Risk Advisory Forum") eingerichtet, das alle für den IBOR-Übergang relevanten Verhaltensrisikoarten (einschließlich neuer Risiken und aktuellem Plan) erörtern und überprüfen soll; |
| • | die Umstellung seiner Zinsrisiko Hedge Accounting Programme auf die risikofreien Zinssätze geplant und durchgeführt; |
| • | proaktiv auf seine Kunden zugegangen, um die Umstellung von Finanzinstrumenten auf die neuen RFRs zu erleichtern und zu unterstützen |
Trotz der bedeutenden, insbesondere in Finanzinstrumenten gehaltenen IBOR-Positionen des Konzerns, hatte die Umsetzung der Änderungen zum Zeitpunkt der Überleitung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
Im dritten Quartal 2021 hat der Konzern gute Fortschritte bei seinen Umstellungsaktivitäten gemacht, insbesondere in Bezug auf IBORs, deren Veröffentlichung am 31. Dezember 2021 endet. Insbesondere hat der Konzern
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| • | seinen Kunden die Mehrheit der Produkte auf einer dem RFR äquivalenten Basis angeboten; |
| • | die Mehrzahl seiner bilateralen Derivateverträge in einer Fallback-Sprache formuliert; |
| • | bei der Durchführung neuer IBOR-basierter Transaktionen nach Möglichkeit proaktiv die effektivste Fallback-Sprache eingesetzt; |
| • | die IBOR-Umstellung mit der Mehrzahl seiner institutionellen und Unternehmenskunden besprochen; |
| • | aktiv viele existierende Verträge mit Kunden von IBOR auf RFR umgestellt; |
| • | seine Risiko- und Preisarchitektur von GBP LIBOR und CHF LIBOR auf SONIA und beziehungsweise SARON überführt, inklusive der entsprechenden Kapitalkalkulationen; |
| • | die kommende Änderung seiner Hedge Dokumentation für die Umstellung von GBP LIBOR, CHF LIBOR und EONIA auf SONIA, SARON und beziehungsweise ESTR genehmigt, sodass er den Umstellungsprozess des gehedgten Risikos für seine Hedge Accounting -Beziehungen auf die RFRs weiterführen kann. |
Während die Industrie von IBOR auf RFR umstellt wird erwartet, dass sich die Marktliquidität von IBOR basierten Finanzinstrumenten reduziert und von RFR basierten Finanzinstrumenten erhöht. Die Bewertung von Finanzinstrumenten wird entsprechend mit Bezug auf die RFRs abgeleitet. Es wird nicht erwartet, dass dieses eine wesentliche Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wird. In einigen Rechtsräumen und Währungen entwickeln sich mehrere Referenzzinssätze, die für bestimmte Finanzinstrumente umgesetzt werden. Der Konzern prüft diese Referenzzinssätze und wird die Marktentwicklungen im Laufe der Zeit beobachten.
Zum 1. Januar 2021 setzte der Konzern Änderungen zu IFRS 4, "Insurance Contracts" um, die das festgelegte Auslaufen der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 auf Geschäftsjahre verschieben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Umsetzung der Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Zum 30. August 2021 setzte der Konzern Änderungen zu IFRS 16, "Leases" ("IFRS 16") um, die eine bisher vorgesehene Ausnahme verlängern, die Leasingnehmer von der Beurteilung befreien, ob eine auf die Covid-19-Pandemie bezogene Mietkonzession, bei der eine Verringerung der Leasingzahlungen nur Zahlungen betrifft, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällig waren (und nicht nur Zahlungen, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig waren), als Modifikation des Leasingvertrags behandelt werden muss. Die Umsetzung der Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die nachfolgenden Rechnungslegungsvorschriften waren zum 30. September 2021 noch nicht in Kraft getreten und kamen daher in den ersten neun Monaten 2021 nicht zur Anwendung.
Im Mai 2017 veröffentlichte das IASB IFRS 17, "Insurance Contracts" ("IFRS 17"), der die bilanziellen Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Anhangangaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards regelt. IFRS 17 ersetzt die Vorschriften des IFRS 4, die Unternehmen die Möglichkeit zur weiteren Anwendung von nationalen Bilanzierungsvorschriften gegeben hatten. Dies führte zur Anwendung einer Vielzahl von verschiedenen Bilanzierungsansätzen. IFRS 17 löst dieses, durch IFRS 4 erzeugte Problem der mangelnden Vergleichbarkeit von Finanzabschlüssen, indem es für alle Versicherungsverträge eine einheitliche Bilanzierung vorschreibt und somit sowohl für Investoren als auch Versicherungsunternehmen Nutzen schafft. Versicherungsverpflichtungen werden unter Anwendung von aktuellen Werten statt historischen Anschaffungskosten bilanziert. Die Informationen werden laufend angepasst und geben den Adressaten von Finanzabschlüssen somit entscheidungsnützlichere Informationen. IFRS 17 tritt für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Basierend auf den derzeitigen Geschäftsaktivitäten des Konzerns wird erwartet, dass die Umsetzung von IFRS 17 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.
Im Juni 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 17, um Bedenken und Umsetzungsherausforderungen zu adressieren, die in Bezug auf IFRS 17 identifiziert wurden, nachdem der Standard 2017 herausgegeben wurde. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.
Im Mai 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 37, "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" ("IAS 37"), die klarstellen, welche Kosten ein Unternehmen berücksichtigt, wenn es beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Änderungen legen fest, dass die "Kosten der Vertragserfüllung" sich aus den "Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen" zusammensetzen. Bei den Kosten, die sich direkt auf einen Vertrag beziehen, kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrages handeln oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Im Mai 2021 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 12, "Income Taxes" ("IAS 12"). Sie ändern die Behandlung von Latenten Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen und führen eine Ausnahme von der Nichterfassung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden beim erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld (sogenannte "initial recognition exemption") ein, die in IAS 12.15(b) und IAS 12.24 geregelt ist. Danach gilt die Ausnahmeregelung vom Ansatz latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden nicht für Transaktionen, bei denen beim erstmaligen Ansatz abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen entstehen, die zu latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüchen in gleicher Höhe führen. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.
Im Januar 2020 und Juli 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1, "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-Current", ("IAS 1"). Sie stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basiert, die zum Bilanzstichtag vorliegen. Die Klassifizierung hängt somit nicht von den Erwartungen ab, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen stellen auch klar, dass sich die Erfüllung einer Schuld auf die Übertragung von Barmitteln, Eigenkapitaltiteln oder sonstigen Vermögenswerten oder Leistungen an die Gegenpartei bezieht. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.
Im Mai 2020 veröffentlichte das IASB im Rahmen seines Annual-Improvements-Projektes "Improvements to IFRS 2018-2020 Cycles" mehrere Änderungen bestehender IFRS. Diese umfassen Änderungen, die in Rechnungslegungsänderungen für den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen als auch in terminologischen oder redaktionellen Korrekturen resultieren. Die Änderungen beziehen sich auf IFRS 1, "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 9 "Financial Instruments" ("IFRS 9"), IFRS 16 "Leases" und IAS 41 "Agriculture". Die Änderung zu IFRS 9 stellt klar, welche Gebühren ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob eine finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht werden soll, berücksichtigt. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Beginnend mit dem ersten Quartal 2021 berichtet die Unternehmensbank ihr Erträge in drei Kategorien: Institutional Client Services, Corporate Treasury Services und Business Banking. Institutional Client Services umfasst Cash Management für institutionelle Kunden, Trust and Agency Services sowie Wertpapierdienstleistungen, die vormals alle in der globalen Transaktionsbank ("Global Transaction Banking") berichtet wurden. Corporate Treasury Services bietet Mittelstands- und Großunternehmenskunden das gesamte Lösungsspektrum in den Bereichen Handels- und Unternehmensfinanzierung sowie Corporate Cash Management an, die vormals in "Global Transaction Banking" und im Firmenkundengeschäft in Deutschland ("Commercial Banking Germany") berichtet wurden. Business Banking - vormals im "Commercial Banking Germany" berichtet - fasst kleine Unternehmen und Unternehmer zusammen und bietet eine weitgehend standardisierte Produktpalette an und wurde.
Beginnend mit dem zweiten Quartal 2021 berichtet die Investment Bank Wertaufhellungsgewinne und -verluste aus Collateralized Loan Obligations ("CLO") in der Ertragskategorie "Sonstige". Bisher wurden diese Gewinne und Verluste im "Fixed Income, Currency (FIC) Sales & Trading" und "Emissionsgeschäft und Beratung" berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
Zusätzlich wurden während der Berichtsperiode weitere divisionale Änderungen aufgrund von Managemententscheidungen eingeführt. Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
In diesem Abschnitt geben wir Auskunft zu Themen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie.
Im Folgenden werden die Auswirkungen auf den Konzern durch die Beteiligung an Moratorien, staatlichen Hilfsprogrammen sowie den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der EZB im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zusammengefasst.
Während der ersten sechs Monate des Jahres 2021 beteiligte sich der Konzern sowohl an staatlichen als auch nichtstaatlichen Darlehensmoratorien, hauptsächlich in Bezug auf seine Privat- und Geschäftskreditportfolios. Nach Gewährung der Moratorien wurde der Buchwert der Darlehen geändert, indem die neuen erwarteten Cashflows geplant und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontiert wurden. Die Differenz im Buchwert wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung als Verlust bei den Zinserträgen verbucht. Der Betrag war für den Konzern nicht materiell.
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat eine Reihe von Staaten Programme aufgelegt, die Garantien für Kreditnehmer anbieten, die von COVID-19 betroffen sind. Der Konzern hat etwa 4,5 Mrd. € an Darlehen bereitgestellt, von denen 0,3 Mrd. € für eine Ausbuchung qualifizieren, da diese Darlehen die Durchleitungskriterien für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 erfüllen. Diese neu vergebenen Darlehen und Vorschüsse, die einem staatlichen Garantiesystem unterliegen, werden hauptsächlich von der staatlichen Förderbank KfW sowie über ähnliche Kreditgarantien der Luxembourg Public Investment Bank und des spanischen Ministeriums für Wirtschaft und digitale Transformation (MINECO) besichert.
Der EZB-Rat hat eine Reihe von Änderungen an den Bedingungen seines Refinanzierungsprogramms für gezielte längerfristige Refinanzierungsoperationen III (TLTRO III) beschlossen, um die Bereitstellung von Krediten an private Haushalte und Unternehmen angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen und der erhöhten Unsicherheit durch die COVID-19-Pandemie zu unterstützen.
Der Basiszinssatz im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms ist der Durchschnitt des Hauptrefinanzierungssatzes, mit Ausnahme des Zeitraums vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2022, in dem ein Abschlag von 50 Basispunkten gilt ("Basiszinssatzabschlag"). Der im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms geltende Zinssatz kann durch "neue Kreditrabatte", die gelten, wenn bestimmte Nettokreditschwellen eingehalten werden, weiter gesenkt werden. Dementsprechend zahlen Banken, deren zulässige Nettokreditvergabe zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2021 0 % übersteigt, einen um 0,5 % niedrigeren Zinssatz als der durchschnittliche Zinssatz für Einlagenfazilitäten für Kredite zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 23. Juni 2021. Der Zinssatz jenseits des Zeitraums vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2021 entspricht dem durchschnittlichen Zinssatz für die Einlagenfazilität (derzeit -0,5 %), mit Ausnahme des Zeitraums vom 24. Juni 2021 bis 23. Juni 2022, in dem Banken einen um 0,5 % niedrigeren Zinssatz zahlen als der durchschnittliche Zinssatz für Einlagenfazilitäten für Kreditaufnahmen, sofern die zulässige Nettokreditvergabe zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. Dezember 2021 0 % übersteigt.
Zum 30. September 2021 hat der Konzern im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungsprogramms 44,7 Mrd. € aufgenommen. Der Konzern bilanziert den Basiszinssatzabschlag und die neuen Kreditrabatte gemäß IAS 20 als Zuwendungen der öffentlichen Hand. Der Ertrag aus den Zuwendungen wird im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Konzern erfasst den Ertrag aus dem TLTRO III-Refinanzierungsprogramms in den Berichtsperioden in denen die Zuwendungen beabsichtigt sind, den Konzern für entsprechende Fremdkapitalkosten zu entschädigen. Der Ertrag wird erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass der Konzern den Zuschuss erhält und die an die Zuschüsse geknüpften Bedingungen erfüllen wird. Zum 30. September 2021 erfüllte der Konzern die Voraussetzungen für die Erfassung des Basiszinssatzabschlags und des neuen Kreditabschlags für den Zeiträume vom 24. Juni 2020 bis 23. Juni 2021 und vom 24. Juni 2021 bis 23. Juni 2022. Im Ergebnis wendet der Konzern einen Gesamtzinssatz von -1 % an, der für die am 30. September 2021 beendete neunmonatige Berichtsperiode zu einem Zinsertrag von 380 Mio. € und für die am 30. September 2021 beendete dreimonatige Berichtsperiode zu einem Zinsertrage von 98 Mio. € führte.
Der Geschäfts- oder Firmenwert, sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter und mit begrenzter Nutzungsdauer werden jährlich im vierten Quartal oder häufiger auf Wertminderung überprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert wertgemindert sein könnte. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) auf Werthaltigkeit überprüft. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden ebenfalls auf Ebene der ZGE getestet, da sie typischerweise keine Mittelzuflüsse generieren, die unabhängig von denen anderer Vermögenswerte sind. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes getestet.
Zum 30. September 2021 wurde eine Bewertung durchgeführt, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung zu diesem Stichtag vorlagen. Diese Bewertung ergab keine Hinweise für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts des Konzerns oder der Vermögensverwaltungsverträge im Publikumsfondsgeschäft, die unter den nicht abzuschreibenden sonstigen immateriellen Vermögenswerten der ZGE Asset Management ausgewiesen sind.
Im Rahmen der Bewertung wurden die Annahmen und ihre Sensitivitäten der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts überprüft und ergaben keinen Anhaltspunkt für eine Wertminderung. Die Überprüfung der wichtigsten Bewertungsparameter und ihrer Sensitivitäten der Vermögensverwaltungsverträge im Publikumsfondsgeschäft ergab, ebenfalls kein Hinweis auf eine Wertminderung.
Nach dem Erwerb eines Zahlungsdienstleisters (Better Payment Germany GmbH) im September 2021 hatte der Konzern im Rahmen der Kaufpreisallokation zunächst einen der ZGE Unternehmensbank (UB) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3 Mio. € erfasst. Aufgrund der spezifischen Bewertung der UB CGU zum Bilanzstichtag wurde der neue Geschäfts- oder Firmenwert als wertgemindert betrachtet und im dritten Quartal 2021 vollständig abgeschrieben.
Am 7. Juli 2019 gab die Deutsche Bank eine Reihe von Maßnahmen zur Transformation ihrer Geschäftsbereiche und ihrer Organisation bekannt. Die unmittelbaren und die sekundären Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die Ergebnisse und die Vermögenslage des Konzerns sind nachstehend dargestellt.
Im Einklang mit der Ankündigung der Transformation überprüfte der Konzern die aktuelle Plattformsoftware und die in Entwicklung befindliche Software, die den von der Transformation betroffenen Geschäftseinheiten zugeordnet ist. Die entsprechende Neubewertung der erzielbaren Beträge führte zu einer Wertminderung selbsterstellter Software in Höhe von 130 Mio. € und 0 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 und 130 Mio. € und 33 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020. Der Großteil der Wertminderung von Software in Höhe von 130 Mio. € steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der Implementierung von Cloud Computing.
Darüber hinaus hat der Konzern Abschreibungen auf Software im Zusammenhang mit der strategischen Transformation in Höhe von 371 Mio. € und 40 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 erfasst und 422 Mio. € und 133 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020. Die Belastungen für 2021 beinhalten 346 Mio. €, die im Zusammenhang mit der Beendigung eines IT-Servicevertrags im September 2021 stehen, sowie Abschreibungen auf Software. Die Wertminderungen sowie Softwareabschreibungen sind im Verwaltungsaufwand des Konzernergebnisses in 2021 und 2020 enthalten.
Der Konzern erfasste Wertminderungen, beschleunigte oder höhere Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Vermögenswerten (RoU), Wertminderungen und beschleunigte Abschreibungen auf Mietereinbauten und Einrichtungen, Rückstellungen für belastende Verträge bezüglich Mietnebenkosten, Rückbaukosten und sonstige Umzugskosten in Höhe von 40 Mio. € und 50 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 und 141 Mio. € und 71 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020. Einige dieser Kosten im Zusammenhang mit inkrementellen oder beschleunigten Entscheidungen sind durch Veränderungen unserer erwarteten Geschäftstätigkeit aufgrund der COVID-19 Pandemie getrieben.
In jedem Quartal werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steueransprüche einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Transformation wurden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steueransprüche in den betroffenen Jurisdiktionen, wie den USA und Großbritannien, angepasst, und führten zu einer Bewertungsanpassung in Höhe von -21 Mio. € und -10 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020. Für die ersten neun Monate 2021 und 2020 beliefen sich die jeweiligen Beträge auf 0 Mio. € und 25 Mio. €.
Der Konzern hat für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5 Mio. € und 185 Mio. € erfasst und 107 Mio. € und 382 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020. Wir betrachten sämtlichen Restrukturierungsaufwand, der nach der Ankündigung zur Transformation der Deutschen Bank am 7. Juli 2019 anfällt, als mit dieser Ankündigung und der daraus resultierenden Neuorganisation und dem Neuzuschnitt unserer Geschäftsaktivitäten in Verbindung stehend. Dieser Aufwand beinhaltet sowohl Abfindungszahlungen und Aufwand zur beschleunigten Amortisation von noch nicht amortisierten aufgeschobenen Vergütungskomponenten aufgrund der Verkürzung der zukünftigen Restdienstzeiten als auch Aufwendungen für vorzeitige Kündigungen von Immobilienmietverträgen. 443 Vollzeitkräfte waren von der Neuorganisation und den Veränderungen während der ersten neun Monate 2021 betroffen.
Zusätzlich zu den Restrukturierungsaufwendungen erfasste der Konzern Abfindungen in Höhe von 33 Mio. € und 58 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 und 111 Mio. € und 134 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020.
Sonstige Transformationsbedingte Aufwendungen
Im Rahmen der strategischen Transformation hat der Konzern sonstige transformationsbedingte Aufwendungen einschließlich Aufwendungen für Wirtschaftsprüfung, Buchhaltung & Steuern, Beratungskosten und IT-Bratungskosten in Höhe von 41 Mio. € und 15 Mio. € für das jeweilige dritte Quartal 2021 bzw. 2020 erfasst und 105 Mio. € und 47 Mio. € für die jeweiligen ersten neun Monate 2021 bzw. 2020.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.147 | 3.992 | 12.331 | 13.950 |
| Zinsaufwendungen | 1.374 | 1.371 | 4.099 | 4.989 |
| Zinsüberschuss | 2.772 | 2.621 | 8.232 | 8.961 |
| Provisionsüberschuss | 2.634 | 2.299 | 7.946 | 6.965 |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen | 670 | 852 | 2.990 | 1.949 |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten | 0 | 94 | 5 | 327 |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten | 59 | 50 | 188 | 237 |
| Ergebnis aus nach der Equitymethode bilanzierten Beteiligungen | −8 | 22 | 56 | 82 |
| Sonstige Erträge/Verluste (-) | −87 | 1 | 93 | 55 |
| Zinsunabhängige Erträge insgesamt | 3.267 | 3.317 | 11.279 | 9.614 |
| Erträge insgesamt | 6.040 | 5.938 | 19.510 | 18.575 |
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||
|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis je Aktie: 1,2 | ||||
| Unverwässert | € 0,15 | € 0,13 | € 0,83 | € −0,00 |
| Verwässert | € 0,14 | € 0,13 | € 0,81 | € −0,00 |
| Anzahl der Aktien in Millionen: | ||||
| Gewichteter Durchschnitt der ausstehenden Aktien - Nenner für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert) | 2.096,4 | 2.104,2 | 2.096,3 | 2.110,0 |
| Bereinigter gewichteter Durchschnitt der ausstehenden Aktien nach angenommener Wandlung - Nenner für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) | 2.143,6 | 2.157,3 | 2.139,8 | 2.110,0 |
1 Im Zusammenhang mit jeweils zum April gezahlten Kupons auf Zusätzliche Tier-1-Anleihen wurde das Ergebnis in 2021 um 363 Mio. € und in 2020 um 349 Mio. € vor Steuern angepasst. Die gezahlten Kupons auf Zusätzliche Tier-1-Anleihen sind nicht Bestandteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses und müssen daher gemäß IAS 33 bei der Berechnung abgezogen werden. Die Anpassung führt zu einer Verlustsituation bei der Berechnung des "Ergebnis" je Aktie" in den ersten neun Monaten 2020.
2 Aufgrund der Verlustsituation in den ersten neun Monaten 2020 werden potenziell verwässernde Aktien grundsätzlich nicht für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt, da diese nach angenommener Wandlung den Nettoverlust je Aktie verringern würden. In einer Gewinnsituation hingegen wäre der bereinigte gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien nach angenommener Wandlung in den ersten neun Monaten um 66,9 Millionen Aktien höher gewesen.
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| 3. Quartal | Jan. − Sep. | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigter Gewinn/ Verlust (-) nach Steuern | 329 | 309 | 2.194 | 435 |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | ||||
| Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | ||||
| Neubewertungsgewinne/ -verluste (-) in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen, vor Steuern | 67 | −293 | 565 | −133 |
| Auf das Kreditrisiko zurückzuführendes Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen Verpflichtungen, vor Steuern | −7 | −88 | −19 | 36 |
| Ertragsteuern auf Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | 13 | 159 | −126 | 73 |
| Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden oder werden können | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern | −27 | 107 | −327 | 498 |
| Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor Steuern | −59 | −50 | −188 | −237 |
| Derivate, die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme absichern | ||||
| Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern | 0 | 2 | 23 | −15 |
| Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor Steuern | −18 | 1 | −38 | 0 |
| Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte | ||||
| Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anpassungen aus der Währungsumrechnung | ||||
| Unrealisierte Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern | 319 | −805 | 784 | −1.254 |
| Realisierte Gewinne (-)/ Verluste der Periode, die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, vor Steuern | −2 | 0 | −14 | 0 |
| Nach der Equitymethode bilanzierte Beteiligungen | ||||
| Gewinne/ Verluste (-) der Periode, vor Steuern | 1 | −1 | −5 | 0 |
| Ertragsteuern auf Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden oder werden können | 49 | −11 | 227 | −118 |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung, nach Steuern | 335 | −978 | 882 | −1.150 |
| Gesamtergebnis, nach Steuern | 664 | −669 | 3.076 | −715 |
| Zurechenbar: | ||||
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 43 | −6 | 139 | 41 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen | 621 | −664 | 2.937 | −756 |
Der Konzern wies zum 30. September 2021 in seiner Bilanz Rückstellungen in Höhe von 2,5 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,4 Mrd. €) aus. Diese betreffen operationelle Risiken, zivilrechtliche Verfahren, Prozesse mit Aufsichtsbehörden, Restrukturierungen, Wertminderungen für Kreditausfälle für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft und Sonstige, einschließlich Bankenabgaben. Der in unserem Geschäftsbericht 2020 enthaltene Konzernabschluss beschreibt in Anhangangabe 19 "Risikovorsorge im Kreditgeschäft" und Anhangangabe 27 "Rückstellungen" unsere Rückstellungen zum 31. Dezember 2020.
Zivilrechtliche Verfahren und Prozesse mit Aufsichtsbehörden
In den Rückstellungen zum 30. September 2021 enthalten sind Rückstellungen für zivilrechtliche Verfahren in Höhe von 0,6 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,4 Mrd. €) und für Prozesse mit Aufsichtsbehörden in Höhe von 0,4 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,5 Mrd. €). Für bestimmte Fälle, bei denen der Konzern einen Mittelabfluss für wahrscheinlich hält, wurden keine Rückstellungen ausgewiesen, da der Konzern die Höhe des potenziellen Mittelabflusses nicht zuverlässig einschätzen konnte.
Für die Verfahren der Bank, bei denen eine verlässliche Schätzung möglich ist, schätzt der Konzern derzeit, dass sich zum 30. September 2021 die zukünftigen Verluste, deren Eintritt nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, bei zivilrechtlichen Verfahren auf insgesamt rund 1,9 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,1 Mrd. €) und bei aufsichtsbehördlichen Verfahren auf rund 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2020: 0,2 Mrd. €) belaufen. In diesen Beträgen sind auch die Verfahren berücksichtigt, bei denen der Konzern möglicherweise gesamtschuldnerisch haftet beziehungsweise erwartet, dass eine solche Haftung von Drittparteien übernommen wird. Bei anderen signifikanten zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden nimmt der Konzern an, dass ein Mittelabfluss zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, seine Höhe jedoch nicht zuverlässig einzuschätzen ist, sodass diese Fälle in der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten nicht berücksichtigt sind. Bei wiederum anderen signifikanten zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden geht der Konzern davon aus, dass die Möglichkeit eines Mittelabflusses nicht ausgeschlossen ist, und hat daher weder eine Rückstellung gebildet noch diese Fälle bei der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt.
Anhangangabe 27 "Rückstellungen" im Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2020 enthält im Abschnitt "Laufende Einzelverfahren" Beschreibungen zu zivilrechtlichen Verfahren und Prozessen mit Aufsichtsbehörden, für die der Konzern wesentliche Rückstellungen gebildet hat oder für die es wesentliche Eventualverbindlichkeiten gibt, die mehr als unwahrscheinlich sind oder für die die Möglichkeit eines wesentlichen Geschäfts- oder Reputationsrisikos besteht; ähnliche Sachverhalte werden zusammengefasst und einige Sachverhalte bestehen aus einer Reihe von Verfahren oder Ansprüchen. Zu den offengelegten Sachverhalten gehören Sachverhalte, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts mehr als gering ist, für die der Konzern jedoch den möglichen Verlust nicht zuverlässig schätzen kann.
BGH. Am 27. April 2021 urteilte der Bundesgerichtshof (BGH), dass bestimmte Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank für Verbraucher, wonach die Zustimmung des Kunden nach Benachrichtigung des Kunden und Verstreichen einer Widerspruchsfrist angenommen wird, unwirksam seien. Der Konzern erhielt die schriftliche Begründung dieses Urteils am 27. Mai 2021. Die strittigen Klauseln waren in der deutschen Bankenbranche weit verbreitet. Der BGH hob die Entscheidungen der Vorinstanzen - des Landgerichts Köln und des Oberlandesgerichts Köln - auf, die die von einem Verband von Verbraucherschützern eingereichte Klage abgewiesen hatten. Aufgrund dieses Urteils sind auf Basis dieses Änderungsmechanismus eingeführte oder erhöhte Gebühren möglicherweise unwirksam, und Verbraucher können die Rückzahlung entsprechender Bankgebühren für den Zeitraum ab 2018 einfordern. Der Konzern bildete eine als Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten qualifizierte Rückstellung im zweiten Quartal dieses Jahres in dieser Angelegenheit.
Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Kennzahlen des bisherigen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows des Konzerns, die durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter eingeschlossener oder ausgeschlossener Beträge im Vergleich zu den am ehesten vergleichbaren und gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.
Der Konzern berichtet die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital) und die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital), von denen jede eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße darstellt.
Die Eigenkapitalrenditen nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) werden als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses nach Abzug der AT1 Koupons am durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital ermittelt.
Das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis nach Abzug der AT1 Koupon Zahlungen auf Segmentebene ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und ist definiert als Konzernergebnis ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis und nach Abzug der AT1 Koupon Zahlungen, die den Segmenten entsprechend dem ihnen allokierten durchschnittlichen materiellen Eigenkapital zugerechnet werden. Auf Konzernebene spiegelt es die berichtete effektive Steuerquote des Konzerns wider. Diese belief sich für das dritte Quartal 2021 auf 41 % (drittes Quartal 2020: 36 %). Für die ersten neun Monate 2021 belief sich die berichtete effektive Steuerquote auf 34 % (erste neun Monate 2020: 49 %). Für die Segmente belief sich die verwendete Steuerquote in 2021 und allen Berichtsperioden im Geschäftsjahr 2020 auf 28 %.
Das materielle Eigenkapital auf Konzernebene wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem Eigenkapital in der Konzernbilanz subtrahiert werden. Das materielle Eigenkapital der Segmente wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem den Segmenten allokierten Eigenkapital subtrahiert werden. Das Eigenkapital und das materielle Eigenkapital werden mit Durchschnittswerten ausgewiesen.
Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Messgrößen des durchschnittlichen materiellen Eigenkapitals die Vergleiche zu unseren Wettbewerbern vereinfacht, und bezieht sich auf diese Messgrößen bei den berichteten Eigenkapitalrenditequoten für den Konzern. Jedoch ist das durchschnittliche materielle Eigenkapital keine nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und die Messgrößen des Konzerns sollten nicht mit denen anderer Unternehmen verglichen werden, ohne die Unterschiede in der Berechnung zu berücksichtigen.
Die Überleitung der vorstehenden Quoten wird in der folgenden Tabelle beschrieben:
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| 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 292 | 861 | 158 | 193 | −344 | −605 | 554 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) | 210 | 620 | 114 | 139 | −248 | −506 | 329 |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23 | 23 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 210 | 620 | 114 | 139 | −248 | −529 | 306 |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 21 | 51 | 25 | 4 | 10 | 0 | 112 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 189 | 569 | 88 | 134 | −257 | −529 | 194 |
| Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 10.365 | 24.536 | 12.648 | 4.914 | 4.369 | 0 | 56.832 |
| Abzüglich: Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 | 739 | 1.108 | 1.251 | 2.893 | 92 | 0 | 6.082 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 9.627 | 23.428 | 11.397 | 2.021 | 4.277 | 0 | 50.750 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) | 7,3 % | 9,3 % | 2,8 % | 10,9 % | −23,6 % | N/A | 1,4 % |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 7,8 % | 9,7 % | 3,1 % | 26,6 % | −24,1 % | N/A | 1,5 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen.
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| 3. Quartal 2020 | 3. Quartal 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 185 | 954 | 0 | 163 | −427 | −393 | 482 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) | 133 | 687 | 0 | 117 | −308 | −321 | 309 |
| Den Anteilen ohne beherrschen den Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 | 31 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 133 | 687 | 0 | 117 | −308 | −352 | 278 |
| 18 | 44 | 20 | 3 | 11 | 0 | 96 | |
| 116 | 643 | −20 | 114 | −319 | −352 | 182 | |
| Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 9.692 | 23.293 | 11.499 | 4.657 | 5.748 | 0 | 54.889 |
| Abzüglich: Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 | 630 | 1.062 | 1.235 | 2.961 | 138 | 0 | 6.026 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 9.062 | 22.231 | 10.265 | 1.696 | 5.610 | 0 | 48.863 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) | 4,8 % | 11,0 % | −0,7 % | 9,8 % | −22,2 % | N/A | 1,3 % |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 5,1 % | 11,6 % | −0,8 % | 26,8 % | −22,7 % | N/A | 1,5 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen.
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| Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 772 | 3.396 | 417 | 556 | −1.011 | −822 | 3.308 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) | 556 | 2.445 | 300 | 401 | −728 | −780 | 2.194 |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 92 | 92 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 556 | 2.445 | 300 | 401 | −728 | −872 | 2.102 |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 59 | 140 | 70 | 11 | 28 | 0 | 308 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 497 | 2.305 | 231 | 389 | −756 | −872 | 1.794 |
| Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 10.251 | 23.848 | 12.570 | 4.719 | 4.607 | 0 | 55.994 |
| Abzüglich: Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 | 716 | 1.090 | 1.258 | 2.884 | 100 | 0 | 6.047 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 9.535 | 22.758 | 11.312 | 1.835 | 4.507 | 0 | 49.947 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) | 6,5 % | 12,9 % | 2,4 % | 11,0 % | −21,9 % | N/A | 4,3 % |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 7,0 % | 13,5 % | 2,7 % | 28,3 % | −22,4 % | N/A | 4,8 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen.
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| Jan. - Sep. 2020 | Jan. - Sep. 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 387 | 2.567 | −114 | 387 | −1.784 | −597 | 846 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) | 278 | 1.848 | −82 | 279 | −1.284 | −604 | 435 |
| Den Anteilen ohne beherrschen den Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 87 | 87 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 278 | 1.848 | −82 | 279 | −1.284 | −691 | 348 |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 54 | 125 | 59 | 10 | 37 | 0 | 286 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 224 | 1.723 | −141 | 268 | −1.322 | −691 | 62 |
| Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 9.953 | 22.815 | 11.414 | 4.780 | 6.484 | 0 | 55.446 |
| Abzüglich: Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 | 581 | 1.146 | 1.257 | 3.015 | 149 | 0 | 6.147 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 9.372 | 21.669 | 10.157 | 1.765 | 6.335 | 0 | 49.299 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) | 3,0 % | 10,1 % | −1,6 % | 7,5 % | −27,2 % | N/A | 0,1 % |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 3,2 % | 10,6 % | −1,8 % | 20,3 % | −27,8 % | N/A | 0,2 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen.
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 194 | 182 | 1.794 | 62 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | −26 | −3 | −61 | −97 |
| Transformationskosten | 583 | 104 | 798 | 283 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | 0 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 38 | 243 | 219 | 515 |
| Steuerliche Bereinigungen | −188 | −82 | −269 | −183 |
| Davon: Steuereffekte zu den oben genannten Bereinigungspositionen 1 | −168 | −96 | −269 | −197 |
| Davon: Bereinigungen für Effekte aus aktienbasierter Vergütung | 1 | 24 | 0 | −11 |
| Davon: Bereinigungen für Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen | −21 | −10 | 0 | 25 |
| Bereinigtes den Deutsche Bank Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach Steuern | 605 | 443 | 2.485 | 581 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 50.750 | 48.863 | 49.947 | 49.299 |
| Bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 4,8 % | 3,6 % | 6,6 % | 1,6 % |
1 Bereinigungen vor Steuern unterliegen einer Steuerquote von 28 %.
Die Kernbank repräsentiert den Konzern abzüglich der Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit).
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern - Konzern | 554 | 482 | 3.308 | 846 |
| Ergebnis vor Steuern - CRU | −344 | −427 | −1.011 | −1.784 |
| Ergebnis vor Steuern - Kernbank | 898 | 909 | 4.319 | 2.630 |
Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Kernbank.
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 898 | 909 | 4.319 | 2.630 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) | 577 | 617 | 2.922 | 1.719 |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | 23 | 31 | 92 | 87 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 554 | 586 | 2.830 | 1.633 |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 102 | 85 | 280 | 249 |
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 451 | 501 | 2.551 | 1.384 |
| Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 52.463 | 49.141 | 51.387 | 48.963 |
| Zuzüglich (abzüglich): Durchschnittliche Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.990 | 5.888 | 5.947 | 5.999 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 46.473 | 43.253 | 45.440 | 42.964 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) | 3,4 % | 4,1 % | 6,6 % | 3,8 % |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 3,9 % | 4,6 % | 7,5 % | 4,3 % |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des bereinigten Ergebnisses vor Steuern der Kernbank.
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 898 | 909 | 4.319 | 2.630 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | −29 | −6 | −63 | −99 |
| Transformationskosten | 570 | 66 | 760 | 162 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | 0 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 41 | 239 | 214 | 505 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 1.482 | 1.208 | 5.233 | 3.198 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zu der Bereinigten Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) der Kernbank.
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 451 | 501 | 2.551 | 1.384 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | −29 | −6 | −63 | −99 |
| Transformationskosten | 570 | 66 | 760 | 162 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | 0 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 41 | 239 | 214 | 505 |
| Steuerliche Bereinigungen | −184 | −70 | −256 | −145 |
| Davon: Steuereffekte zu den oben genannten Bereinigungspositionen 1 | −164 | −84 | −256 | −159 |
| Davon: Bereinigungen für Effekte aus aktienbasierter Vergütung | 1 | 24 | 0 | −11 |
| Davon: Bereinigungen für Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen | −21 | −10 | 0 | 25 |
| Bereinigtes den Deutsche Bank Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach Steuern | 852 | 730 | 3.208 | 1.807 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 46.473 | 43.253 | 45.440 | 42.964 |
| Bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) | 7,3 % | 6,8 % | 9,4 % | 5,6 % |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt
1 Bereinigungen vor Steuern unterliegen einer Steuerquote von 28 %
Transformationskosten oder Umbaukosten sind Teil der bereinigten Kosten und haben einen direkten Bezug zu der Transformation der Deutschen Bank als Folge der am 7. Juli 2019 angekündigten strategischen Neuausrichtung sowie zu zusätzlichen beziehungsweise beschleunigten Maßnahmen aufgrund der Veränderungen unserer geplanten Geschäftsaktivitäten aufgrund der COVID-19 Pandemie. Sie beinhalten die transformationsbezogene Wertminderung von Software und Immobilien, die vierteljährliche Softwareamortisation sowie sonstige Transformationskosten wie Rückstellungen für belastende Verträge oder Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Strategieumsetzung. In der Tabelle sind die Transformationskosten in der jeweiligen Kostenkategorie dargestellt.
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| in Mio. € | 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2020 | Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Personalaufwand | 2 | 2 | 6 | 6 |
| Informationstechnologie | 537 | 46 | 628 | 188 |
| Beratungs- und ähnliche Dienstleistungen | 9 | 6 | 25 | 13 |
| Mieten | 33 | 47 | 135 | 67 |
| Kommunikation, Datenadministration, Marketing | 1 | 1 | 3 | 6 |
| Sonstige | 2 | 2 | 2 | 3 |
| Transformationskosten | 583 | 104 | 798 | 283 |
Die bereinigte Kostenbasis ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Zinsunabhängigen Aufwendungen. Die bereinigte Kostenbasis wird errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Zinsunabhängigen Aufwendungen um (i) Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen angepasst werden. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Zinsunabhängigen Aufwendungen ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Kosten im Zusammenhang mit unseren Bereichen ermöglicht. Um die Entwicklung unserer Kosteninitiativen ohne Aufwendungen zu zeigen, die in direktem Zusammenhang mit der Transformation der Deutschen Bank infolge der am 7. Juli 2019 angekündigten Strategie stehen, präsentiert der Konzern auch bereinigte Kosten ohne Transformationskosten, bei denen die oben beschriebenen Transformationskosten von den bereinigten Kosten abgezogen werden.
Darüber hinaus haben BNP Paribas und die Deutsche Bank eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um den Prime Finance und Electronic Equities-Kunden der Deutschen Bank einen kontinuierlichen Service zu bieten. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Deutsche Bank die Plattform weiter betreiben, bis die Kunden zu BNP Paribas migriert werden können, und BNP Paribas erstattet der Deutschen Bank bestimmte Aufwendungen des übertragenen Geschäfts. Um die Entwicklung unserer Kosteninitiativen zu zeigen, die nicht nur Transformationskosten, sondern auch diese erstattungsfähigen Aufwendungen ausschließen, präsentiert der Konzern bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft.
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| 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 973 | 1.342 | 1.749 | 412 | 312 | 581 | 5.369 |
| Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) | 1 | 18 | 9 | 0 | 57 | −0 | 85 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 10 | 11 | 16 | 4 | −3 | −0 | 38 |
| Bereinigte Kostenbasis | 960 | 1.313 | 1.724 | 408 | 257 | 581 | 5.243 |
| Transformationskosten | 12 | 12 | 48 | 2 | 14 | 495 | 583 |
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten | 947 | 1.301 | 1.676 | 406 | 244 | 86 | 4.660 |
| Erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 71 | ||||||
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 4.589 |
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| 3. Quartal 2020 | 3. Quartal 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 1.028 | 1.357 | 1.861 | 354 | 384 | 199 | 5.183 |
| Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) | 15 | −5 | 2 | −1 | 6 | 2 | 20 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 39 | 5 | 183 | 7 | 4 | 4 | 243 |
| Bereinigte Kostenbasis | 975 | 1.357 | 1.676 | 347 | 374 | 192 | 4.921 |
| Transformationskosten | 15 | 21 | 8 | 1 | 38 | 23 | 104 |
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten | 960 | 1.336 | 1.668 | 347 | 336 | 170 | 4.816 |
| Erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 89 | ||||||
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 4.728 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
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| Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 3.076 | 4.296 | 5.470 | 1.212 | 1.068 | 818 | 15.941 |
| Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) | 3 | 35 | 138 | 1 | 123 | 11 | 311 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 53 | 42 | 103 | 10 | 5 | 6 | 219 |
| Bereinigte Kostenbasis | 3.018 | 4.219 | 5.230 | 1.202 | 939 | 801 | 15.408 |
| Transformationskosten | 34 | 37 | 141 | 3 | 38 | 545 | 798 |
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten | 2.983 | 4.182 | 5.088 | 1.199 | 901 | 256 | 14.610 |
| Erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 232 | ||||||
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 14.378 |
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| Jan. - Sep. 2020 | Jan. - Sep. 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt | 3.243 | 4.162 | 5.738 | 1.127 | 1.574 | 344 | 16.189 |
| Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) | 95 | −2 | 79 | −1 | 16 | 12 | 199 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 59 | 19 | 385 | 32 | 11 | 8 | 515 |
| Bereinigte Kostenbasis | 3.088 | 4.144 | 5.274 | 1.096 | 1.548 | 324 | 15.474 |
| Transformationskosten | 44 | 62 | 73 | 1 | 121 | (19) | 283 |
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten | 3.044 | 4.082 | 5.201 | 1.095 | 1.426 | 342 | 15.191 |
| Erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 278 | ||||||
| Bereinigte Kosten vor Transformationskosten und erstattungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hedgefonds-Geschäft | 14.913 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sind eine Finanzkennzahl und eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Erträge. Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten werden errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Erträge um Sondereffekte angepasst werden, die im Allgemeinen außerhalb der üblichen Art oder dem üblichen Umfang des Geschäfts liegen und eine genaue Beurteilung der operativen Leistung der Einheiten verzerren können. Herausgerechnet werden DVA und wesentliche Transaktionen oder Ereignisse, die entweder einmaliger Natur sind oder zu einem Portfolio verbundener Transaktionen oder Ereignisse gehören, bei denen die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Erträge ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Erträge im Zusammenhang mit unseren Bereichen ermöglicht.
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| 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 1.255 | 2.227 | 1.999 | 656 | −36 | −61 | 6.040 |
| Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) - IB Sonstige Erträge / CRU | 0 | −12 | 0 | 0 | −3 | 0 | −15 |
| Änderung der Bewertung eines Investments - FIC S&T | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim - Internationale Privatkundenbank (IPB) | 0 | 0 | 41 | 0 | 0 | 0 | 41 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten | 1.255 | 2.239 | 1.958 | 656 | −33 | −61 | 6.014 |
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| 3. Quartal 2020 | 3. Quartal 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 1.255 | 2.364 | 2.036 | 563 | −36 | −243 | 5.938 |
| Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) - IB Sonstige Erträge / CRU | 0 | 10 | 0 | 0 | −2 | 0 | 7 |
| Änderung der Bewertung eines Investments - FIC S&T | 0 | −10 | 0 | 0 | 0 | 0 | −10 |
| Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim - Internationale Privatkundenbank (IPB) | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten | 1.255 | 2.365 | 2.029 | 563 | −34 | −243 | 5.935 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
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| Jan. - Sep. 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 3.798 | 7.718 | 6.195 | 1.919 | 21 | −140 |
| Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) - IB Sonstige Erträge / CRU | 0 | −37 | 0 | 0 | −3 | 0 |
| Änderung der Bewertung eines Investments - FIC S&T | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim - Geschäft mit Vermögenskunden (Global) | 0 | 0 | 100 | 0 | 0 | 0 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten | 3.798 | 7.755 | 6.094 | 1.919 | 24 | −140 |
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| Jan. - Sep. 2021 | |
|---|---|
| in Mio. € | Konzern insgesamt |
| --- | --- |
| Erträge | 19.510 |
| Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) - IB Sonstige Erträge / CRU | −39 |
| Änderung der Bewertung eines Investments - FIC S&T | 0 |
| Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim - Geschäft mit Vermögenskunden (Global) | 100 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten | 19.449 |
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| Jan. - Sep. 2020 | Jan. - Sep. 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 3.920 | 7.394 | 6.162 | 1.631 | −159 | −373 | 18.575 |
| Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) - IB Sonstige Erträge / CRU | 0 | 29 | 0 | 0 | −1 | 0 | 28 |
| Änderung der Bewertung eines Investments - FIC S&T | 0 | 21 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21 |
| Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim - Geschäft mit Vermögenskunden (Global) | 0 | 0 | 48 | 0 | 0 | 0 | 48 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten | 3.920 | 7.344 | 6.114 | 1.631 | −158 | −373 | 18.478 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Erträge bereinigt um Währungseffekte werden errechnet, indem die Erträge der Vorjahresperiode, die in anderen Währungen als dem Euro generiert wurden, mit dem Währungskurs der aktuellen Geschäftsperiode in Euro umgerechnet werden. Diese bereinigten Zahlen sowie die darauf basierenden prozentualen Veränderungen zwischen den Berichtsperioden dienen der Informationen über die Entwicklung der zugrunde liegenden Geschäftstätigkeit.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern wird errechnet, indem das nach IFRS ermittelten Ergebnis vor Steuern um Sondereffekte bei den Erträgen, Transformationskosten, Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte sowie um Kosten für Restrukturierung und Abfindungszahlungen angepasst wird. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung des Ergebnis vor Steuern ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Profitabilität im Zusammenhang mit unseren operativen Bereichen ermöglicht.
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| 3. Quartal 2021 | 3. Quartal 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 292 | 861 | 158 | 193 | −344 | −605 | 554 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | 0 | 12 | −41 | 0 | 3 | 0 | −26 |
| Transformationskosten | 12 | 12 | 48 | 2 | 14 | 495 | 583 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 10 | 11 | 16 | 4 | −3 | −0 | 38 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 317 | 896 | 181 | 198 | (330) | (110) | 1.152 |
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| 3. Quartal 2020 | 3. Quartal 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 185 | 954 | 0 | 163 | −427 | −393 | 482 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | 0 | 1 | −6 | 0 | 2 | 0 | −3 |
| Transformationskosten | 15 | 21 | 8 | 1 | 38 | 23 | 104 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 39 | 5 | 183 | 7 | 4 | 4 | 243 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 239 | 981 | 185 | 171 | (383) | (366) | 826 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
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| Jan. - Sep. 2021 | Jan. - Sep. 2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 772 | 3.396 | 417 | 556 | −1.011 | −822 | 3.308 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | 0 | 37 | −100 | 0 | 3 | 0 | −61 |
| Transformationskosten | 34 | 37 | 141 | 3 | 38 | 545 | 798 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 53 | 42 | 103 | 10 | 5 | 6 | 219 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 862 | 3.511 | 561 | 569 | (965) | (271) | 4.267 |
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| Jan. - Sep. 2020 | Jan. - Sep. 2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Corporate Bank | Investment Bank | Private Bank | Asset Management | Capital Release Unit | Corporate & Other | Konzern insgesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 387 | 2.567 | −114 | 387 | −1.784 | −597 | 846 |
| Sondereffekte bei den Erträgen | 0 | −51 | −48 | 0 | 1 | 0 | −97 |
| Transformationskosten | 44 | 62 | 73 | 1 | 121 | −19 | 283 |
| Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restrukturierung und Abfindungszahlungen | 59 | 19 | 385 | 32 | 11 | 8 | 515 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 490 | 2.598 | 296 | 421 | (1.650) | (607) | 1.548 |
Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend der aktuellen Unternehmensstruktur dargestellt.
Im zweiten Quartal 2021 haben wir eine pro-forma Berichterstattung als eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße eingeführt, in der Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen für die Erträge, das Ergebnis vor Steuern sowie die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) der Privatkundenbank adjustiert werden. Wir haben diese Angaben eingeführt, um die Vergleichbarkeit der operativen Trends zu Vorquartalen zu erhöhen. Zudem gehen wir davon aus, dass diese negativen Effekte zeitlich begrenzt sind und erwarten, dass mit einem Großteil unserer Kunden bis zum Jahresende Preisvereinbarungen geschlossen werden können.
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| in Mio. € (sofern nicht anders angegeben) | 3. Quartal 2021 | Jan. - Sep. 2021 |
|---|---|---|
| Erträge | 1.999 | 6.195 |
| BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen - nicht vereinnahmte Erträge | 94 | 188 |
| darin: Privatkundenbank Deutschland - BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen - nicht vereinnahmte Erträge | 93 | 186 |
| Erträge ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 2.092 | 6.382 |
| darin: Privatkundenbank Deutschland - Erträge ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 1.289 | 3.927 |
| Sondereffekte aus Erträgen | -41 | -100 |
| Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten und ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 2.052 | 6.282 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 181 | 561 |
| BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen - nicht vereinnahmte Erträge | 94 | 188 |
| BGH-Urteil - zusätzliche bereinigte Kosten | 0,4 | 0,4 |
| BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen - Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten | 1 | 129 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 276 | 878 |
| Bereinigtes Ergebnis ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 199 | 633 |
| Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis | - | - |
| Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis | 25 | 70 |
| Bereinigtes den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen | 174 | 563 |
| Durchschnittliches materielles Eigenkapital | 11.397 | 11.312 |
| Bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) ohne Effekte aus dem BGH-Urteil zu Preisvereinbarungen (in %) | 6,1 % | 6,6 % |
| Ausgewiesene Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) (in %) | 3,1% | 2,7 % |
Die Netto Vermögenswerte (bereinigt) sind definiert als Bilanzsumme nach IFRS nach Berücksichtigung rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsvereinbarungen, Aufrechnung von erhaltenen und gestellten Barsicherheiten sowie Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Netto Vermögenswerte (bereinigt) die Vergleiche zu unseren Mitbewerbern vereinfacht.
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| in Mrd. € (sofern nicht anders angegeben) | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.326 | 1.325 |
| Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Derivate (inkl. zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate sowie nach "zum Verkauf bestimmte Forderungen" reklassifizierte Derivate) | 220 | 266 |
| Abzüglich: Erhaltene / gestellte Barsicherheiten für Derivate | 62 | 83 |
| Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte | 1 | 1 |
| Abzüglich: Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften | 41 | 12 |
| Netto-Vermögenswerte (bereinigt) | 1.002 | 963 |
Das Nettovermögen und das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) sind finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Sie werden von Investoren und Analysten als verlässliche Kennzahlen zur Beurteilung der Kapitaladäquanz genutzt. Das Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert). Das materielle Nettovermögen ergibt sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital abzüglich der Position "Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte". Das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) entspricht dann dem materiellen Nettovermögen dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert).
Materielles Nettovermögen
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| in Mio. € | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital (Nettovermögen) | 57.235 | 54.786 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 | −5.990 | −5.997 |
| Materielles Nettovermögen | 51.245 | 48.789 |
1 Ohne Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, die dem teilweisen Verkauf der DWS zuzurechnen sind.
Ausstehende Stammaktien (unverwässert)
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| in Mio. (sofern nicht anders angegeben) | 30.9.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Anzahl ausgegebene Stammaktien | 2.066,8 | 2.066,8 |
| Aktien im Eigenbestand | −1,7 | −1,3 |
| Gewährte Aktienrechte (unverfallbar) | 29,9 | 38,6 |
| Ausstehende Stammaktien (unverwässert) | 2.095,0 | 2.104,1 |
| Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € | 27,32 | 26,04 |
| Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € | 24,46 | 23,19 |
Unsere regulatorischen Aktiva, Risikopositionswerte, risikogewichtete Aktiva, regulatorisches Kapital und regulatorische Quoten, die sich hieraus ergeben, werden für aufsichtsrechtliche Zwecke berechnet und basieren innerhalb dieses Dokuments auf den Regelungen gemäß CRR/CRD, wie sie derzeit anwendbar ist.
Wir verwenden in diesem Bericht bestimmte Zahlen auf der Grundlage der CRR-Definition von Eigenmittelinstrumenten anwendbar für Zusätzliches Kernkapital (AT1) und Ergänzungskapital (T2) und darauf basierende Messgrößen, einschließlich Kernkapital (T1), Gesamtkapital und Verschuldungsquote) auf Basis einer "Vollumsetzung". Wir berechnen diese Größen nach "Vollumsetzung" ohne Anwendung der Übergangsregelungen für die Eigenmittelinstrumente, die von der gegenwärtig geltenden CRR/CRD vorgegeben werden. Für CET 1-Instrumente sind keine Übergangsregelungen anzuwenden.
Übergangsbestimmungen sind weiterhin anwendbar für Instrumente des AT und T2. Für Kapitalinstrumente, die am oder vor dem 31. Dezember 2011 emittiert wurden und nicht mehr als AT1- oder T2-Kapital qualifizieren bei Vollanwendung der heute gültigen CRR/CRD, gelten Bestandsschutzregelungen während der Übergangsphase. Diese Instrumente unterliegen einem schrittweisen Auslaufen zwischen 2013 und 2022 mit einer Anerkennungsobergrenze von 30 % in 2019, 20 % in 2020 und 10 % in 2021 (in Bezug auf das Portfolio, das sich für den Bestandsschutz qualifiziert und am 31. Dezember 2012 bereits emittiert war). Die derzeit gültige CRR, die seit dem 27. Juni 2019 anwendbar ist, beinhaltet weitere Übergangsbestimmungen für AT1- und T2-Instrumente, die vor dem 27. Juni 2019 emittiert wurden. Hierunter bestehen für AT1- und T2- Instrumente, die von Zweckgesellschaften emittiert wurden, Bestandsschutzregelungen bis zum 31. Dezember 2021. Darüber hinaus gelten für AT1- und T2-Instrumente, die bestimmte neue Kriterien nicht erfüllen, die seit dem 27. Juni 2019 anwendbar sind, Bestandsschutzregelungen bis zum 26. Juni 2025. Instrumente, die unter britischer Gesetzgebung emittiert wurden, und die nicht alle CRR-Bedingungen erfüllen, als Großbritannien die Europäische Union verlassen hat, sind nach unserer Definition der Vollumsetzung ebenfalls ausgeschlossen. Unsere Kernkapital- und RWA-Größen zeigen keine Unterschiede mehr bei Anwendung der heute gültigen CRR/CRD im Vergleich zur CRR/CRD bei Vollumsetzung, basierend auf unserer Definition von "Vollumsetzung".
Wir sind der Ansicht, dass diese Messgrößen nach Vollumsetzung nützliche Informationen für Investoren darstellen, da sie den Fortschritt hin zur Anwendung der aufsichtsrechtlichen Kapitalstandards widerspiegeln. Weiterhin haben viele unserer Wettbewerber Messgrößen ebenfalls in Vollumsetzung angegeben. Da die Annahmen und Schätzungen unserer Wettbewerber über die Implementierung der "Vollumsetzung" variieren kann, sind unsere Kennzahlen nach Vollumsetzung möglicherweise nicht mit ähnlich bezeichneten Messgrößen unserer Wettbewerber vergleichbar.
Deutsche Bank
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Hauptversammlungshotline:
(0800) 100-4798
Veröffentlichung
Veröffentlicht am 27. Oktober 2021
Hinweis in Bezug auf zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.
Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und die Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 12. März 2021 unter der Überschrift "Risk Factors" im Detail dargestellt.
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