Quarterly Report • Aug 12, 2021
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer


Mit der Marke ReifenDirekt ist die Delticom AG das führende Unternehmen in Europa für die Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern.
Das Produktportfolio für Privat- und Geschäftskunden umfasst ein beispiellos großes Sortiment aus mehr als 600 Marken und über 18.000 Reifenmodellen für Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen komplettieren das Produktangebot. In 73 Ländern betreibt die Gesellschaft 351 Onlineshops sowie Onlinevertriebsplattformen und betreut darüber mehr als 16 Mio. Kunden.
Zum Service gehört, dass die bestellten Produkte auf Wunsch des Kunden zur Montage zu einem der weltweit rund 37.000 Servicepartner von Delticom geschickt werden können.
Das Unternehmen mit Sitz in Hannover, Deutschland, ist vornehmlich in Europa und den USA tätig und besitzt umfassendes Know-how beim Aufbau und Betrieb von Onlineshops, in der Internet-Kundenakquise, in der Internetvermarktung sowie beim Aufbau von Partnernetzwerken.
Seit der Gründung 1999 hat Delticom eine umfassende Expertise bei der Gestaltung effizienter und systemseitig voll integrierter Bestell- und Logistikprozesse aufgebaut. Eigene Läger gehören zu den wesentlichen Assets der Gesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2020 hat die Delticom AG einen Umsatz von rund 541 Mio. € generiert. Zum Ende des letzten Jahres waren 177 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Die Aktien der Delticom AG sind seit Oktober 2006 im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet (ISIN DE0005146807).
| Kennzahlen | 01.01.2021 | 01.01.2020 | -/+ | |
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2021 | 30.06.2020 | (%, %p) | ||
| Umsatz | Mio. € | 249,3 | 238,0 | +4,7 |
| Gesamtleistung | Mio. € | 265,8 | 246,9 | +7,6 |
| Bruttomarge1 | % | 22,9 | 23,7 | -0,8 |
| Rohertrag2 | Mio. € | 73,5 | 65,3 | +12,6 |
| EBITDA | Mio. € | 8,0 | -1,5 | +643,4 |
| EBITDA-Marge | % | 3,2 | -0,6 | +3,8 |
| EBIT | Mio. € | 2,7 | -6,2 | +144,5 |
| Periodenüberschuss | Mio. € | 1,0 | -5,9 | +117,8 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,08 | -0,47 | +117,4 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 239,0 | 176,7 | +35,2 |
| Vorräte | Mio. € | 68,3 | 61,5 | +11,0 |
| Investitionen3 | Mio. € | 0,6 | 0,9 | -40,9 |
| Eigenkapital | Mio. € | 32,2 | 2,4 | +1248,3 |
| Eigenkapitalquote | % | 13,5 | 1,4 | +12,1 |
| Eigenkapitalrendite | % | 3,2 | -245,3 | +248,5 |
| Liquidität4 | Mio. € | 4,8 | 4,8 | +0,1 |
(1) Rohertrag ohne sonstige betriebliche Erträge in % vom Umsatz
(2) Rohertrag inklusive sonstige betriebliche Erträge
(3) Investitionen in Sachlagen und immaterielle Anlagen (ohne Akquisitionen)
(4) Liquidität = flüssige Mittel + Liquiditätsreserve
Umsatz 249 Mio. € H1 2020: 238 Mio. €
Umsatz im Kerngeschäft
+6,5 %
yoy
Positives EBITDA in Höhe von
8,0 Mio. €
H1 2020: -1,5 Mio. €
Verbesserung der EBIT-Marge auf 1,1 %
Positives Konzernergebnis in Höhe von
H1 2020: -2,6 %
1,0 Mio. € H1 2020: -5,9 %
16,3 Mio. €
Erhöhung des Eigenkapitals um
Eigenkapitalquote per 30.06.2021: 13,5 %
Reifenhandel Auch wenn vom Handel in Richtung der Verbraucher im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hierzulande 8,4 % mehr Reifen abgesetzt werden konnten, so liegt das deutsche Pkw-Ersatzreifengeschäft nach Ablauf der ersten sechs Monate des laufenden Jahres insgesamt dennoch deutlich hinter dem Vor-Pandemie-Niveau zurück. Gemäß Schätzungen des Herstellerverbands European Tyre and Rubber Manufacturers' Association (ETRMA) und des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WdK) wurden gemessen am entsprechenden Vergleichszeitraum H1 2019 – und damit vor dem coronabedingt starken Einbruch im ersten Halbjahr 2020 – in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres insgesamt 13,5 % weniger Pkw-Reifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Einem Rückgang im Geschäft mit Sommerreifen um 19,2 % im Vergleich zum bereits im ersten Halbjahr 2019 um mehr als 6 % rückläufigen Absatz steht ein Anstieg im Geschäft mit Ganzjahresreifen um 21,2 % gegenüber. Der Absatz im Geschäft mit Winterreifen fiel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 34,3 % geringer aus.
Mit Blick auf den europäischen Ersatzreifenmarkt zeigen die Marktdaten der ETRMA ein ähnliches Bild für die Reifenindustrie. Im volumenmäßig größten Teilsegment Consumer-Reifen (Pkw-, SUV- und Llkw-Reifen) wurden im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019 auf Halbjahressicht 1,9 % weniger Reifen nachgefragt. Dies entspricht einem Rückgang um rund 2 Mio. Stück. Die deutlich höhere Nachfrage in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr spiegelt auf europäischer Ebene die Erwartungshaltung einer Rückkehr zur Normalität wider, nach dem coronabedingt starken Einbruch der Absatzzahlen im vergangenen Jahr um mehr als 20 % bzw. mehr als 22 Mio. Reifen.
Onlinehandel Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) ist der Umsatz im heimischen Onlinehandel nach starken Nachholeffekten zwischen Januar und März im zweiten Quartal diesen Jahres um 19,4 % auf 24,1 Mrd. € gestiegen. Im Zeitraum von April bis Juni 2020 hatten die mit der Pandemie-Entwicklung für die Verbraucher einhergehenden Restriktionen bereits zu einer verstärkten Onlinenachfrage und dementsprechend zu einem überdurchschnittlich hohen Umsatzwachstum von 16,5 % im Vergleich zu 2019 geführt. Damit setzt sich der Wachstumstrend kontinuierlich fort. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag der Umsatz im E-Commerce hierzulande um 23,2 % über Vorjahr.
Konzern Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Onlineverkauf von Ersatzreifen für Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen komplettieren das Produktangebot.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 249 Mio. €, ein Anstieg um 4,7 % nach 238 Mio. € im Vergleichszeitraum. Der Umsatzbeitrag der im Verlauf des letzten Jahres eingestellten Randaktivitäten belief sich im H1 2020 auf rund 4 Mio. €. Dementsprechend wurde im Kerngeschäft in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein Wachstum von 6,5 % erzielt. Nach dem pandemiebedingten Absatzeinbruch im europäischen Pkw-Ersatzreifengeschäft im letzten Jahr fällt die Erholung in den einzelnen Ländern Europas in den ersten sechs Monaten 2021 noch sehr uneinheitlich aus. Im Berichtszeitraum lag der Fokus der Gesellschaft unverändert auf der Generierung ausreichend profitabler Umsätze.


Q1 Insgesamt erzielte die Delticom-Gruppe im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 102 Mio. € (Q1 20: 93 Mio. €, +9,9 %). Die im Jahresverlauf 2020 geschlossenen Randaktivitäten hatten im Q1 2020 noch mit 3,5 Mio. € zum Konzernumsatz beigetragen. Entsprechend wurde im Q1 2021 im Kerngeschäft ein Wachstum von mehr als 14 % erzielt. Anders als im Jahr zuvor sorgten frühlingshafte Temperaturen bereits zu Ende März zu einem vorgezogenen Start in die Sommerreifensaison. Zudem fiel Ostern in diesem Jahr auf Anfang April und lag somit zwei Wochen früher als im letzten Jahr. Ostern stellt für viele sicherheitsbewusste Autofahrer den Zeitpunkt für den Wechsel auf Sommerreifen gemäß der Faustformel "von Ostern bis Oktober" dar, in Abhängigkeit von der vorherrschenden Wetterlage und den damit einhergehenden Straßenverhältnissen. Aufgrund der beschriebenen Vorzieheffekte war das Geschäft im März besonders stark.
Q2 Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 147 Mio. €, ein Anstieg um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q2 2020: 145 Mio. €). Bereinigt um den Umsatzbeitrag der im Jahresverlauf 2020 geschlossenen Randaktivitäten beläuft sich das Wachstum im Kerngeschäft im Q2 2021 auf 1,6 %. Aufgrund der beschriebenen Vorzieheffekte in den klassischen Umrüstländern – Länder, in denen aufgrund der variierenden Witterungsverhältnisse typischerweise ein Wechsel der Bereifung im Sommer und im Winter stattfindet – und einem entsprechend starken Märzgeschäft fiel die Nachfrage im April schwächer aus als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die COVID-19-Pandemie und die in diesem Zusammenhang auftretenden Virusmutationen halten die Welt nach wie vor in Atem. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens und der Schwierigkeiten bei der Verteilung der Impfstoffe war das Leben der europäischen Verbraucher vielerorts bis weit in das zweite Quartal eingeschränkt. Mit steigenden Impfquoten und rückläufigen Inzidenzwerten haben die europäischen Staaten die monatelangen Restriktionen im Verlauf des zweiten Quartals vorsichtig gelockert. Wenngleich die Ersatzreifennachfrage in Europa in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt an Dynamik gewonnen hat, so fällt die Erholung in den einzelnen Ländern Europas uneinheitlich aus. In ausgewählten Ländern, denen nach dem Saisonhochpunkt im Länderportfolio eine wichtige Rolle in Bezug auf den weiteren Saisonverlauf zukommt, war die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal nach wie vor eher gedämpft.
Regionale Verteilung Das Unternehmen ist weltweit in 73 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 175 Mio. € (H1 20: 168 Mio. €, +3,9 %) erzielt. Auf die Nicht-EU-Länder entfiel in H1 21 ein Umsatz von 74 Mio. € (H1 20: 70 Mio. €, +6,6 %). Aufgrund des Brexit werden die seit dem 01.01.2021 in Großbritannien erzielten Umsätze unter Nicht-EU geführt.
in Tsd. €
| H1'21 | % | +% | H1'20 | % | +% | H1'19 | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 249.270 | 100,0 | 4,7 | 238.032 | 100,0 | -16,4 | 284.561 | 100,0 |
| Regionen | ||||||||
| Länder der EU | 174.982 | 70,2 | 3,9 | 168.338 | 70,7 | -20,3 | 211.251 | 74,2 |
| Nicht-EU-Länder | 74.288 | 29,8 | 6,6 | 69.694 | 29,3 | -4,9 | 73.310 | 25,8 |
Kundenzahlen Bei den nachfolgend dargestellten Kundenzahlen handelt es sich um die Kundenzahlen in unserem Kerngeschäft - dem Onlinehandel mit Reifen in Europa. In den ersten sechs Monaten 2021 haben 331 Tausend Bestandskunden (H1 20: 399 Tausend, –17,1 %) zum wiederholten Mal Reifen in einem der Onlineshops der Delticom-Gruppe gekauft. Die Bestandskunden werden nur einmal im Berichtszeitraum gezählt, unabhängig von der Anzahl der in diesem Zeitraum getätigten Käufe.
Die Anzahl der im H1 21 in Europa gewonnenen Neukunden liegt mit 455 Tausend (H1 20: 457 Tausend, –0,4 %) nahezu auf Vorjahresniveau. Seit Unternehmensgründung haben damit mehr als 16 Mio. Kunden in unseren Onlineshops eingekauft. Auf Halbjahressicht liegt die Anzahl der aktiven Käufer (Neukunden und Wiederkäufer) um 8,2 % unter dem Vergleichszeitraum. In den zurückliegenden Monaten hat die Gesellschaft den Fokus unverändert auf die Steigerung der Profitabilität über alle Online-Absatzkanäle hinweg gelegt. Vor dem Hintergrund der ergriffenen Maßnahmen konnte der durchschnittliche Umsatz je Kunde in den ersten sechs Monaten gegenüber Vorjahr erneut gesteigert werden.
Materialaufwand Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren (vorwiegend Reifen) erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 192 Mio. € (H1 20: 182 Mio. €, +5,9 %). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) belief sich im H1 2021 auf 77,1 % (H1 2020: 76,3 %).
Personalaufwand Im Durchschnitt beschäftigte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 176 Mitarbeiter (H1 20: 207). Zum Stichtag 30.06.2021 waren insgesamt 179 Mitarbeiter für die Gruppe tätig (30.06.2020: 188). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 7,0 Mio. € (H1 20: 7,5 Mio. €). Der Rückgang um 7,2 % resultiert im Wesentlichen aus der Schließung nicht profitabler Tochtergesellschaften im letzten Jahr und dem damit einhergehenden Personalabbau. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) belief sich im H1 21 auf 2,8 % (H1 20: 3,2 %).
Transportkosten Größte Einzelposition innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten. Sie beliefen sich im Berichtszeitraum auf 23,7 Mio. € nach 24,1 Mio. € im Vergleichszeitraum. Der Rückgang um 1,7 % geht vornehmlich mit einer veränderten Ausweispflicht einher. Für Teile des Geschäfts zählen die Transportkosten nun zum Wareneinsatz und müssen dort entsprechend erfasst werden. Im Geschäftsjahr 2020 war diese Anpassung im Dezember im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung rückwirkend für das Gesamtjahr vorgenommen worden. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf 9,5 % (H1 20: 10,1 %, vor Reklassifizierung). Ohne Berücksichtigung des veränderten Ausweises liegt die Transportkostenquote im H1 2021 mit 10,1 % vom Umsatz auf Vorjahresniveau.
Abschreibungen Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 5,3 Mio. € nach 4,7 Mio. € im H1 20. Der Anstieg um 12,7 % geht mit den Abschreibungen auf die Nutzungsrechte für das langfristig ausgerichtete Mietverhältnis des neuen Lagerstandorts im Dreiländereck einher.
Finanzen und Recht Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf
6,0 Mio. €, nach 6,3 Mio. € im Vorjahr (-4,6 %). Durch Kosteneinsparungen in
Höhe von 0,8 Mio. € im Zusammenhang mit der Restrukturierung konnten die
Kosten aus der erfolgreichen Kapitalerhöhung, welche nicht über das Eigenka-
pital passivierbar waren, sowie gestiegene Prüf- und Abschlusskosten kompen-
siert werden.
Bruttomarge Das Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum eine Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) von 22,9 %, nach 23,7 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Bruttomarge ist nicht operativer Natur. Für Teile des Geschäfts müssen die Transportkosten aufgrund einer veränderten Ausweispflicht seit dem letzten Jahr im Wareneinsatz erfasst werden, wie bereits im Zusammenhang mit den Transportkosten erläutert. Diese Umgliederung führt im Vorjahresvergleich zu einem entsprechenden Effekt in der Bruttomarge. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag der Fokus unverändert auf der Generierung ausreichend profitabler Umsätze.
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum um 86,1 % auf 16,5 Mio. € (H1 20: 8,9 Mio. €). Bei Erträgen in Höhe von 2,8 Mio. € handelt es sich um Einmaleffekte. Im Rahmen eines Grundstücksverkaufs einer Tochtergesellschaft wurde ein Ertrag in Höhe von 0,3 Mio. € erzielt. Weitere 2,4 Mio. € sind Erfolgsbeiträge aus Projektgeschäften. Ein guter Teil stammt hierbei aus dem bereits zum Ende des letzten Geschäftsjahres realisierten Projekt, dessen erfolgswirksamer Beitrag allerdings nicht vollständig im Geschäftsjahr 2020 erfasst werden konnte. Aus dem operativen Geschäft heraus werden regelmäßig Marketingzuschüsse, Erlöse aus Transportverlusten und sonstige Erlöse erzielt, welche aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im H1 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum deutlich gestiegen sind. Die Gewinne aus Währungskursdifferenzen betrugen 2,0 Mio. € (H1 20: 1,4 Mio. €, +36,8 %). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Sie betrugen im H1 21 insgesamt 1,5 Mio. € (H1 20: 1,9 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,4 Mio. € (H1 20: –0,4 Mio. €).
Rohertrag Angesichts des Umsatzanstiegs und der Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge belief sich der Rohertrag auf 73,5 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 65,3 Mio. € (+12,6 %). Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 266 Mio. € (H1 20: 247 Mio. €) betrug der Rohertrag 27,7 % (H1 20: 26,5 %).
EBITDA Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für das zweite Quartal fällt mit 7,0 Mio. € (Q2 2020: 3,8 Mio. €, +82,3 %) deutlich höher aus als im Vorquartal (Q1 2021: 1,1 Mio. €, Q1 2020: –5,3 Mio. €). Das EBITDA beläuft sich im Berichtszeitraum insgesamt auf 8,0 Mio. € (H1 20: –1,5 Mio. €, +643,4 %). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,2 % (H1 20: –0,6 %). Auf Halbjahressicht wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen durch Restrukturierungskosten in Höhe von 3,0 Mio. € (H1 2020: 3,9 Mio. €) belastet. Dank der erzielten Einmaleffekte innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge konnte die Kostenbelastung aus der Restrukturierung im Berichtszeitraum nahezu vollständig kompensiert werden.

EBIT Angesichts der Profitabilitätssteigerung beläuft sich das EBIT im Berichtszeitraum auf 2,7 Mio. € nach –6,2 Mio. € im H1 20, eine Verbesserung um 8,9 Millionen €. Die Umsatzrendite (EBIT in Prozent vom Umsatz) beträgt 1,1 % (H1 20: –2,6 %). Für das zweite Quartal ergibt sich ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 4,4 Mio. € (Q2 2020: 1,5 Mio. €, +193,6 %) nach –1,7 Mio. € im Q1 2021 (Q1 2020: –7,7 Mio. €, +78,2 %).
Finanzergebnis Der Finanzertrag belief sich für die ersten sechs Monate auf 46 Tsd. € (H1 20: 33 Tsd. €). Dem stand ein Finanzaufwand von 1,2 Mio. € gegenüber (H1 20: 1,3 Mio. €). Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und der damit einhergehenden Entlastung der Kreditlinien konnte die Zinsbelastung aus den Finanzverbindlichkeiten im Berichtszeitraum reduziert werden. Dem steht allerdings eine höhere Zinsbelastung aus der Leasingbilanzierung gemäß IFRS 16 für den neuen Lagerstandort gegenüber. Das Finanzergebnis liegt mit –1,2 Mio. € entsprechend auf Vorjahresniveau (H1 20: –1,2 Mio. €).
Ertragsteuern Das Steuerergebnis für die ersten sechs Monate belief sich auf –0,5 Mio. € (H1 20: 1,5 Mio. €). Im Vorjahr war das Steuerergebnis im Wesentlichen aufgrund latenter Steuern positiv ausgefallen.
Konzernergebnis Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von –5,9 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,08 € (H1 20: –0,47 €). Damit ist die Gesellschaft bereits nach Ablauf des ersten Halbjahres auf Konzernebene wieder profitabel.
Die Tabelle Verkürzte GuV fasst wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
| H1'21 | % | +% | H1'20 | % | +% | H1'19 | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 249.270 | 100,0 | 4,7 | 238.032 | 100,0 | -16,4 | 284.561 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16.491 | 6,6 | 86,1 | 8.859 | 3,7 | -38,8 | 14.473 | 5,1 |
| Gesamtleistung | 265.761 | 106,6 | 7,6 | 246.891 | 103,7 | -17,4 | 299.034 | 105,1 |
| Materialaufwand | -192.245 | -77,1 | 5,9 | -181.573 | -76,3 | -18,3 | -222.150 | -78,1 |
| Rohertrag | 73.516 | 29,5 | 12,6 | 65.318 | 27,4 | -15,0 | 76.884 | 27,0 |
| Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-6.992 | -2,8 | -7,2 | -7.531 | -3,2 | -19,3 | -9.332 | -3,3 |
| -58.497 | -23,5 | -1,3 | -59.264 | -24,9 | -16,8 | -71.227 | -25,0 | |
| EBITDA | 8.028 | 3,2 | 643,4 | -1.477 | -0,6 | -59,8 | -3.674 | -1,3 |
| Abschreibungen | -5.283 | -2,1 | 12,7 | -4.688 | -2,0 | -31,0 | -6.795 | -2,4 |
| EBIT | 2.745 | 1,1 | 144,5 | -6.166 | -2,6 | -41,1 | -10.469 | -3,7 |
| Finanzergebnis (netto) | -1.203 | -0,5 | -1,6 | -1.223 | -0,5 | 243,9 | -356 | -0,1 |
| EBT | 1.542 | 0,6 | 120,9 | -7.389 | -3,1 | -31,7 | -10.825 | -3,8 |
| Ertragsteuern | -501 | -0,2 -132,7 | 1.533 | 0,6 | -46,5 | 2.864 | 1,0 | |
| Konzernergebnis | 1.040 | 0,4 | 117,8 | -5.856 | -2,5 | -26,4 | -7.961 | -2,8 |
Zum Stichtag 30.06.2021 betrug die Bilanzsumme 239,0 Mio. € (31.12.2020: 199,8 Mio. €, 30.06.2020: 176,7 Mio. €).
Anlagevermögen Der Rückgang des Anlagevermögens im Berichtszeitraum von 99,4 Mio. € am 31.12.2020 um 6,4 Mio. € auf 93,0 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung von Nutzungsrechten nach IFRS 16.
Vorräte Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang haben sich die Bestände um 31,5 Mio. € auf 68,3 Mio. € erhöht (31.12.2020: 36,9 Mio. €). Im Stichtagsvergleich fallen die Vorräte um 6,8 Mio. € höher aus (30.06.2020: 61,5 Mio. €). Aufgrund der erweiterten Lagerkapazität und vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation hat die Gesellschaft etwas früher als im Jahr zuvor mit der Winterbevorratung begonnen. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 30.06.2021 auf 28,6 % (31.12.2020: 18,5 %, 30.06.2020: 34,8 %).
Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve, allerdings sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Der Forderungsbestand belief sich zum zurückliegenden Quartalsende auf 47,8 Mio. € (31.12.2020: 33,3 Mio. €, 30.06.2020: 23,5 Mio. €). Der deutliche Anstieg seit Jahresbeginn resultiert im Wesentlichen aus den übrigen sonstigen Forderungen, da die Auszahlung der Einnahmen aus der Bezugsrechts-Kapitalerhöhung erst Anfang Juli erfolgt ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich am Bilanzstichtag auf 19,5 Mio. € (31.12.2020: 19,1 Mio. €, 30.06.2020: 14,2 Mio. €).
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden seit Jahresanfang von 69 Mio. € um 15,0 Mio. € auf 84 Mio. € ausgeweitet. Im Stichtagsvergleich fallen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 19,5 Mio. € höher aus (30.06.2020: 64,3 Mio. €). Der Anstieg im Stichtagsvergleich geht zu einem guten Teil mit der zeitlich vorgezogenen Winterbevorratung einher. Der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme betrug 35,1 % (31.12.2020: 34,5 %, 30.06.2020: 36,4 %).
in Tsd. €
| 30.06.21 | % | +% | 31.12.20 | % | 30.06.20 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 118.001 | 49,4 | -4,8 | 124.009 | 62,1 | 86.792 | 49,1 |
| 92.984 | 38,9 | -6,4 | 99.388 | 49,8 | 72.845 | 41,2 |
| 25.018 | 10,5 | 1,6 | 24.620 | 12,3 | 13.947 | 7,9 |
| 120.954 | 50,6 | 59,7 | 75.758 | 37,9 | 89.889 | 50,9 |
| 68.326 | 28,6 | 85,3 | 36.865 | 18,5 | 61.540 | 34,8 |
| 47.788 | 20,0 | 43,7 | 33.258 | 16,6 | 23.513 | 13,3 |
| 4.840 | 2,0 | -14,1 | 5.635 | 2,8 | 4.836 | 2,7 |
| 238.956 | 100,0 | 19,6 | 199.767 | 100,0 | 176.681 | 100,0 |
| 77.566 | 32,5 | 19,7 | 64.816 | 32,4 | 29.631 | 16,8 |
| 32.183 | 13,5 | 117,4 | 14.801 | 7,4 | 2.387 | 1,4 |
| 45.383 | 19,0 | -9,3 | 50.015 | 25,0 | 27.244 | 15,4 |
| 115 | 0,0 | -2,6 | 118 | 0,1 | 382 | 0,2 |
| 45.268 | 18,9 | -8,8 | 49.611 | 24,8 | 26.316 | 14,9 |
| 0 | 286 | 0,1 | 546 | 0,3 | ||
| 161.390 | 67,5 | 19,6 | 134.951 | 67,6 | 147.049 | 83,2 |
| 4.834 | 2,0 | 36,4 | 3.544 | 1,8 | 4.843 | 2,7 |
| 156.555 | 65,5 | 19,1 | 131.407 | 65,8 | 142.207 | 80,5 |
| 238.956 | 100,0 | 19,6 | 199.767 | 100,0 | 176.681 | 100,0 |
| 0,0 -100,0 |
Liquidität Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 30.06.2021 auf 4,8 Mio. € (31.12.2020: 5,6 Mio. €, 30.06.2020: 4,8 Mio. €). Die Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) belief sich zum Stichtag 30.06.2021 auf –50,1 Mio. € (31.12.2020: –38,9 Mio. €, 30.06.2020: –55,7 Mio. €). Aufgrund der Saisonalität des Geschäfts und der Zahlungsziele im Reifenhandel ist die Kreditlinien-Inanspruchnahme zur Jahresmitte typischerweise am höchsten. Zum Bilanzstichtag war der Liquiditätszufluss aus der Bezugsrechts-Kapitalerhöhung noch ausstehend. Wäre der Nettozufluss (Bruttoemissionserlös nach Abzug von Provisionen und Kosten) in Höhe von 7,6 Mio. € noch im Juni erfolgt, so wäre die Netto-Liquidität am Bilanzstichtag entsprechend höher ausgefallen.
Eigenkapital Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 32,2 Mio. € (31.12.2020: 14,8 Mio. €, 30.06.2020: 2,4 Mio. €). Mittels der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhungen konnte das Eigenkapital der Gesellschaft um 16,3 Mio. € erhöht werden. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 13,5 % (31.12.2020: 7,4 %).
Laufende Geschäftstätigkeit Aufgrund des zeitlich vorgezogenen Lagerbestandsaufbaus und der entsprechenden Entwicklung im Working Capital verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für H1 21 auf –15,6 Mio. € (H1 20: 6,9 Mio. €).
Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im H1 21 auf 0,4 Mio. € (H1 20: 0,7 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 0,2 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (H1 20: 0,2 Mio. €). Bei den im ersten Halbjahr 2021 getätigten Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Ausstattungsinvestitionen in unsere Läger sowie um Software. Im Rahmen des Grundstücksverkaufs einer Tochtergesellschaft wurde ein Verkaufserlös in Höhe von rund 0,8 Mio. € erzielt. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit 0,2 Mio. € (H1 20: –0,9 Mio. €).
Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum insgesamt 14,6 Mio. €. Seit Jahresbeginn wurden im Zusammenhang mit dem Lagerbestandsaufbau die Kreditlinien um 10,4 Mio. € ausgeweitet. Ferner wurden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 4,3 Mio. € in Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 zurückgeführt. Aus der erfolgreichen Platzierung der bezugsrechtsfreien Kapitalerhöhung resultierte ein Nettozufluss in Höhe von 8,4 Mio. €. Der Mittelzufluss aus der Bezugsrechts-Kapitalerhöhung ist erst im Juli 2021 erfolgt.
Konzernstruktur Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 30.06.2021 vollkonsolidiert sind:
| Tochtergesellschaft | Status |
|---|---|
| All you need GmbH, Hannover (Deutschland) | in Schließung |
| DeltiCar SAS, Ensisheim (Frankreich) | nicht operativ tätig |
| Delticom North America Inc., Benicia (USA) | aktiv |
| Delticom OE S.r.l., Timisoara (Rumänien) | aktiv |
| Delticom TOV, Lwiw (Ukraine) | in Schließung |
| Delticom Russland OOO, Moskau (Russland) | aktiv |
| DeltiLog Ltd., Witney (Großbritannien) | aktiv |
| DeltiLog GmbH, Hannover (Deutschland) | aktiv |
| DS Road GmbH, Pratteln (Schweiz) | aktiv |
| Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) | aktiv |
| Gigatires LLC, Benicia, (USA) | aktiv |
| Gourmondo Food GmbH, Hannover (Deutschland) | in Liquidation |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) | aktiv |
| Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) | aktiv |
| Tireseasy LLC, Benicia (USA) | aktiv |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) | aktiv (in Verschmelzung) |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) | aktiv |
| Toroleo Tyres GmbH, Sarstedt (Deutschland) | aktiv |
| Toroleo Tyres TT GmbH und Co. KG, Sarstedt (Deutschland) | aktiv |
| TyresNET GmbH, München (Deutschland) | aktiv |
Mit Geschäftsanteilskauf und -abtretungsvertrag vom 30.06.2021 veräußerte Delticom ihre Anteile an der Extor GmbH. Hieraus ergab sich ein Gewinn aus der Entkonsolidierung von 5 Tsd. €.
Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Status der
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Darstellungen zum Risikomanagement und eine Übersicht sowohl zu bestandsgefährdenden als auch zu wesentlichen Einzelrisiken und -chancen finden sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 auf Seite 67ff.
Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2020 hat sich die Risikoposition nicht wesentlich geändert.
Anschlussfinanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft ist aufgrund der Sanierungsvereinbarung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 gesichert. Das Management arbeitet gemeinsam mit den künftigen Finanzierungspartnern derzeit an den wesentlichen Eckpunkten der Anschlussfinanzierung. Diese Gespräche verlaufen äußerst konstruktiv und befinden sich auf einem guten Weg. Mit der erfolgreichen Platzierung der Kapitalerhöhungen im Juni des laufenden Jahres wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein der Sanierung erreicht. Durch die Kapitalerhöhungen wird das Eigenkapital der Gesellschaft nachhaltig gestärkt. Mittels des Liquiditätszuflusses aus den Kapitalerhöhungen werden die Kreditlinien zudem weiter entlastet, zusätzlich zu den erzielten Effekten aus der guten operativen Entwicklung, der Optimierung des Working Capital Managements und den seit Sanierungsbeginn erfolgreich umgesetzten Sanierungsmaßnahmen. Der Finanzierungsbedarf für die Folgejahre wird sich entsprechend deutlich verringern. Derzeit überprüft die Gesellschaft erneut ihre Mittelfristplanung, welche auf Wunsch der Finanzierungspartner auf dem vorliegenden Halbjahresabschluss und der Bestätigung der Wirtschaftsprüfer aufsetzen wird. Sobald die überarbeitete Mittelfristplanung vorliegt und die Sanierung durch den Sanierungsberater für beendet erklärt wurde, kann die Anschlussfinanzierung mit den Finanzierungspartnern weiter vorangetrieben und finalisiert werden. Das Management der Gesellschaft rechnet mit einem erfolgreichen Abschluss der Anschlussfinanzierung bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres.
Weltwirtschaft Das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung (IfW) rechnet für das laufende Jahr mit einer sehr kräftigen Expansion der Weltwirtschaft. So soll sich die wirtschaftliche Aktivität mit dem Abschwächen der Coronapandemie und der Aufhebung der zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen während des Sommers auch dort wieder erholen, wo sie zwischendurch spürbar gesunken war. Angesichts zunehmender Impffortschritte und der damit einhergehenden Reduktion von Infektionsrisiken erwartet das IfW für die zweite Jahreshälfte 2021 eine fortschreitende Normalisierung der Rahmenbedingungen auch für die besonders kontaktintensiven Wirtschaftszweige wie dem Tourismus, dem Reiseverkehr und dem Unterhaltungsgewerbe. Der private Konsum soll vor dem Hintergrund von niedrigen Zinsen und einkommenssichernden Maßnahmen der Finanzpolitik ebenfalls kräftig zulegen und die Erholung stützen. Insgesamt gehen die Experten des IfW für das laufende Jahr von einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts um 6,7 % aus.
Eurozone Schätzungen des IfW zufolge soll auch die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum im Sommerhalbjahr kräftig wachsen und zum Jahresende 2021 ihr Vorkrisenniveau überschreiten. Vor dem Hintergrund der inzwischen rasch voranschreitenden Impfkampagnen, der Saisonalität und der Infektionsschutzmaßnahmen ist das Infektionsgeschehen in ganz Europa auf dem Rückzug. Dies ermöglicht es den Mitgliedsstaaten, die noch bestehenden Restriktionen nach und nach zurückzunehmen. Zuwächse sind über den Sommer zum Großteil aus den bislang noch besonders beeinträchtigten Dienstleistungsbereichen sowie beim privaten Konsum zu erwarten. Gleichzeitig stützt eine weiterhin expansive Ausrichtung der Finanzpolitik die Konjunktur. Das IfW geht alles in allem für den Euroraum von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 5,3 % im Gesamtjahr aus.
Deutschland Auch in Deutschland hängt die Entwicklung der Konjunktur seit dem Ausbruch der Coronapandemie vornehmlich von den zum Infektionsschutz ergriffenen Maßnahmen ab. Das IfW geht davon aus, dass die wirtschaftliche Aktivität hierzulande im weiteren Verlauf dieses Jahres in hohem Tempo ausgeweitet und ihr Vorkrisenniveau wieder überschreiten wird. Vor dem Hintergrund der Zurücknahme der pandemiebedingten Beschränkungen rechnen die Experten damit, dass die Aktivität insbesondere in jenen Bereichen wieder schnell zunehmen wird, die zuvor besonders belastet waren. So sollen an erster Stelle der Handel und kontaktintensive Dienstleistungen durch steigende Konsumabgaben der privaten Haushalte profitieren. Unter der Annahme, dass bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres alle nennenswerten pandemiebedingten Restriktionen nach und nach aufgehoben werden, geht das IfW für 2021 von einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 3,9 % aus.
Für das EBITDA im Gesamtjahr planen wir in Abhängigkeit vom Umsatz unverändert mit einer Spanne von 16 Mio. € und 20 Mio. €. Wir gehen davon aus, dass mit Überschreitung des unteren Endes der Umsatzprognose das EBITDA entsprechend direkt steigt. Auch in der zweiten Jahreshälfte ist mit Ergebnisbeiträgen aus Projektentwicklungen zu rechnen, welche die Belastungen aus der Restrukturierung kompensieren werden. Wenngleich diese Ergebnisbeiträge höher ausfallen werden als im H1 2021, so wird der Beitrag im H2 2021 dennoch deutlich geringer sein als der zum Ende des letzten Jahres realisierte Ergebnisbeitrag. Auch im weiteren Jahresverlauf wird unser Fokus auf der Generierung ausreichend profitabler Umsätze liegen.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,0 Mio. € angefallen. Die Höhe der Restrukturierungsaufwendungen im Gesamtjahr 2021 wird maßgeblich davon abhängen, wann im Verlauf des zweiten Halbjahres der Abschluss der Anschlussfinanzierung erfolgt. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich die zu Jahresbeginn auf insgesamt 4 Mio. € bezifferten Restrukturierungsaufwendungen im Gesamtjahr auf rund 5 Mio. € belaufen werden. Die Gesellschaft wird weiterhin alle Anstrengungen unternehmen mit dem Ziel, den ursprünglichen Planwert nicht wesentlich zu überschreiten.
| 01.01.2021 | 01.01.2020 | |
|---|---|---|
| in Tausend € | – 30.06.2021 | – 30.06.2020 |
| Umsatz | 249.270 | 238.032 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16.491 | 8.859 |
| Gesamtleistung | 265.761 | 246.891 |
| Materialaufwand | -192.245 | -181.573 |
| Rohertrag | 73.516 | 65.318 |
| Personalaufwand | -6.992 | -7.531 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | -5.283 | -4.688 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | -1.641 | -1.818 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -56.856 | -57.446 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 2.745 | -6.166 |
| Finanzaufwand | -1.250 | -1.257 |
| Finanzertrag | 46 | 33 |
| Finanzergebnis (netto) | -1.203 | -1.223 |
| Ergebnis von Steuern (EBT) | 1.542 | -7.389 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -501 | 1.533 |
| Konzernergebnis | 1.040 | -5.856 |
| davon entfallen auf: | ||
| Anteile in Fremdbesitz | 53 | 78 |
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 986 | -5.934 |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,08 | -0,47 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,08 | -0,47 |
| 01.01.2021 | 01.01.2020 | |
|---|---|---|
| in Tausend € | – 30.06.2021 | – 30.06.2020 |
| Konzernergebnis | 1.040 | -5.856 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres | ||
| Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen | 67 | -31 |
| Wertänderung, die künftig über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegegliedert werden | ||
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 67 | -31 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.107 | -5.887 |
| Auf Anteile im Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | 80 | 81 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 1.027 | -5.968 |
| in Tausend € | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 118.001 | 124.009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 38.954 | 39.678 |
| Nutzungsrechte | 45.685 | 50.409 |
| Sachanlagen | 8.343 | 9.294 |
| Finanzanlagen | 2 | 8 |
| Latente Steueransprüche | 8.938 | 8.850 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 16.080 | 15.770 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 120.954 | 75.758 |
| Vorräte | 68.326 | 36.865 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 19.510 | 19.090 |
| Sonstige Vermögenswerte | 28.178 | 14.065 |
| Ertragsteuerforderungen | 100 | 104 |
| Flüssige Mittel | 4.840 | 5.635 |
| Summe Vermögenswerte | 238.956 | 199.767 |
| in Tausend € | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 32.183 | 14.801 |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG | 31.160 | 13.807 |
| Gezeichnetes Kapital | 14.831 | 12.463 |
| Kapitalrücklage | 47.667 | 33.739 |
| Aktienoptionsprogramm | 193 | 214 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge | -213 | -280 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Konzernbilanzverlust | -31.517 | -32.529 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 1.023 | 994 |
| Summe Schulden | 206.773 | 184.966 |
| Langfristige Schulden | 45.383 | 50.015 |
| Langfristige Finanzschulden | 45.268 | 49.611 |
| Langfristige Rückstellungen | 115 | 118 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 286 |
| Kurzfristige Schulden | 161.390 | 134.951 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 54.976 | 44.490 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 4.017 | 2.702 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 83.853 | 68.830 |
| Steuerverpflichtungen | 817 | 842 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 17.726 | 18.086 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 238.956 | 199.767 |
| 01.01.2021 | 01.01.2020 | |
|---|---|---|
| in Tausend € | -30.06.2021 | -30.06.2020 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 2.745 | -6.166 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | 5.283 | 4.688 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 1.312 | 1.101 |
| Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen | 445 | 0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | -1.788 | -1.957 |
| Veränderung der Vorräte | -31.461 | 1.410 |
| Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der | -4.572 | 9.428 |
| Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | ||
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der | 14.356 | -468 |
| Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | ||
| Erhaltene Zinsen | 46 | 10 |
| Gezahlte Zinsen | -1.558 | -1.115 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -384 | 0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -15.576 | 6.931 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 770 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -371 | -698 |
| Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte | -187 | -246 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 212 | -944 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen | 8.425 | 0 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 10.398 | 0 |
| Tilgung von Finanzschulden | -4.255 | -6.493 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 14.568 | -6.493 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 1 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 5.635 | 5.339 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -795 | -503 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.840 | 4.836 |
| Währungs | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeich | Aktien | umrech | Gewinn | Konzern | Anteile | Summe | |||
| netes | Kapital | options | nungs | rück | bilanz | in Fremd | Eigen | ||
| in Tausend € | Kapital | rücklage | plan | rücklage | lagen | verlust | Summe | besitz | kapital |
| Stand am 1. Januar 2020 |
|||||||||
| 12.463 | 33.739 | 231 | 46 | 200 | -38.354 | 8.325 | -51 | 8.274 | |
| Veränderung von Minderheitsanteilen |
-909 | -909 | 909 | 0 | |||||
| Konzernergebnis | -5.934 | -5.934 | 78 | -5.856 | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern |
-32 | -2 | -34 | 3 | -31 | ||||
| Gesamtergebnis nach Steuern |
-32 | -5.936 | -5.968 | 81 | -5.887 | ||||
| Stand am 30. Juni 2020 |
12.463 | 33.739 | 231 | 14 | 200 | -45.199 | 1.448 | 939 | 2.387 |
| Stand am 1. Januar 2021 |
12.463 | 33.739 | 214 | -280 | 200 | -32.529 | 13.807 | 994 | 14.801 |
| Aktienoptionen | -21 | -21 | 0 | -21 | |||||
| Veränderung von Minderheitsanteilen |
51 | 51 | -51 | 0 | |||||
| Kapitalerhöhung | 2.368 | 13.928 | 16.296 | 0 | 16.296 | ||||
| Konzernergebnis | 986 | 986 | 54 | 1.040 | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern |
67 | -27 | 40 | 26 | 66 | ||||
| Gesamtergebnis nach Steuern |
67 | 959 | 1.027 | 80 | 1.107 | ||||
| Stand am 30. Juni 2021 |
14.831 | 47.667 | 193 | -213 | 200 | -31.517 | 31.160 | 1.023 | 32.183 |
Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover mit der Registernummer HRB58026 eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.
Delticom ist Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Kompletträder. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst mehr als 600 Marken und rund 18.000 Reifenmodelle für Pkw und Motorräder sowie Kompletträder. Kunden können die bestellten Produkte zur Montage auch zu einem der weltweit rund 37.000 Werkstattpartner der Delticom AG schicken lassen.
Ausführliche Informationen über das Berichtsunternehmen sind im Lagebericht des Geschäftsberichts 2020 im Abschnitt Geschäftstätigkeit sowie im Abschnitt Organisation dargestellt.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021 waren im Durchschnitt 176 Arbeitnehmer beschäftigt (davon im Durchschnitt 2 Auszubildende und Praktikanten). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Weil die meisten Autofahrer ihre Winterreifen bereits mit dem ersten Schneefall und damit in den letzten Monaten eines Jahres kaufen, fällt das erste Quartal meist etwas schwächer aus. Das zweite Jahresviertel dagegen gibt sich traditionell umsatzstark: Oft sind die Temperaturen im April und Mai schon vergleichsweise hoch und das teils angenehm warme Wetter führt bei vielen Pkw-Fahrern zum Kauf neuer Sommerreifen.
Das dritte Quartal schließlich flacht typischerweise wieder etwas ab: Im Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft wird der Absatz etwas schwächer. In den meisten Ländern Europas zeigt sich das letzte Quartal dann meist auch als das umsatzstärkste. In der dunklen Jahreszeit werden die Straßenverhältnisse schwieriger, die Bremswege verlängern sich – und vielen Autofahrern wird die Notwendigkeit neuer Reifen ganz direkt bewusst. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich.
Der vorliegende Halbjahresabschluss zum 30.06.2021 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Zur Anwendung kamen alle am Abschlussstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS Standards, insbesondere IAS 34 (Zwischenberichterstattung).
Nach IAS 34 sind in einem Zwischenfinanzbericht mindestens folgende Angaben erforderlich:
Der Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss notwendigen Erläuterungen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2020 zu sehen. Der Geschäftsbericht 2020 steht auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations bzw. unter nachfolgenden Link zum Download bereit:
www.delti.com/Investor_Relations/Delticom_Geschaeftsbericht_2020.pdf
Der beizulegende Zeitwert der vorhandenen Finanzinstrumente entspricht bei sämtlichen Bilanzpositionen näherungsweise dem Buchwert. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" in Höhe von 440 Tsd. € (31.12.2020: 16 Tsd. €) sowie der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten" in Höhe von 32 Tsd. € (31.12.2020: 602 Tsd. €) sind in der Fair Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet. Fair Values der Hierarchiestufe 3 liegen wie in Vorjahren nicht vor. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte wurden in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.
Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten für Zahlungen entspricht der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Die Ertragsteuern der Gewinn- und -Verlustrechnung werden im Zwischenabschluss nach IAS 34.30c mittels einer Steuerquote ermittelt und beinhalten im Wesentlichen Steueraufwendungen aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie aus der Kapitalerhöhung.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft elf inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Zwischenabschluss vollkonsolidiert wurden.
Die folgenden Unternehmen wurden im laufenden Geschäftsjahr voll konsolidiert:
| Status |
|---|
| in Schließung |
| nicht operativ tätig |
| aktiv |
| aktiv |
| in Schließung |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| in Liquidation |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv (in Verschmelzung) |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
| aktiv |
Mit Geschäftsanteilskauf und -abtretungsvertrag vom 30. Juni 2021 veräußerte Delticom ihre Anteile an der Extor GmbH. Hieraus ergab sich ein Gewinn aus der Entkonsolidierung von 5 Tsd. €.
Die im vorliegenden Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2020.
Zum 1. Juni 2021 erfolgte eine bezugsrechtsfreie Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 1.246.333 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien zu einem Platzierungspreis von € 7,12. Darüber hinaus erfolgte am 24. Juni 2021 eine Bezugsrechts-Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 1.121.697 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien zu einem Platzierungspreis von € 7,12. Somit erhöhte sich das gezeichnete Kapital der Delticom AG auf nunmehr 14.831 Tsd. €. Unter Berücksichtigung von Emissionskosten sowie darauf entfallender latenter Steuern (insgesamt 565 Tsd. €) erhöhte sich die Kapitalrücklage der Delticom AG um 13.928 Tsd. € auf 47.667 Tsd. €. Der Mittelzufluss der Bezugsrechts-Kapitalerhöhung erfolgte nach dem 30. Juni 2021, so dass eine entsprechende Forderung unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten auszuweisen ist.
Detaillierte Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung und der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Kapitel Geschäftsverlauf und Ertragslage im Konzernzwischenlagebericht. Das Kapitel Finanzund Vermögenslage enthält weitere Informationen zur Bilanz sowie zur Kapitalflussrechnung.
Die Mehrheit der Verkaufsverträge (und die daraus resultierenden Umsatzerlöse) bestehen zwischen Delticom und privaten Endkunden. Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf dem E-Commerce. Die Umsätze werden nach geografischen Regionen in die Länder der EU und Nicht-EU-Länder kategorisiert. Aufgrund der kurzen Zahlungsziele und eines umfassenden Monitorings ist eine Kategorisierung des Zahlungsausfallrisikos nicht erforderlich. Die verkauften E-Commerce-Produkte führen vertragsseitig zu eindeutig identifizierbaren Leistungsverpflichtungen.
Die Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich die Erlöse aus Warenlieferungen an Kunden für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis 30.06.2021, hiervon 95.538 Tsd. € (H1 2020: 85.495 Tsd. €) Umsatzerlöse im Inland.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
| in Tausend € | HJ'21 | HJ'20 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 23.731 | 24.143 |
| Lagerhandlingkosten | 4.299 | 3.844 |
| Gebühren Kreditkarten | 1.768 | 2.017 |
| Externe Werbekosten | 8.904 | 8.396 |
| Operations-Center | 4.423 | 4.529 |
| Mieten und Betriebskosten | 1.319 | 725 |
| Finanzen und Recht | 5.993 | 6.279 |
| IT und Telekommunikation | 1.421 | 1.701 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 1.532 | 1.887 |
| Übrige | 3.465 | 3.925 |
| Summe | 56.856 | 57.446 |
Von den Aufwendungen für Finanzen und Recht entfallen 3.039 Tsd. € (H2 2020: 3.884 Tsd. €) auf Restrukturierungskosten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Rechts- und Beratungskosten, die im direkten Zusammenhang mit der Restrukturierung entstehen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,08 € (H1 2020: –0,47 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich ebenfalls auf 0,08 € (H1 2020: –0,47 €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 1.040.454,27 € (H1 2020: –5.855.568,65 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 12.701.519 Stück (H1 2020: 12.463.331 Stück) ermittelt.
Im Berichtszeitraum wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Die Wartezeit beträgt bei allen gewährten Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Grundsätzlich müssen sämtliche ausgegebenen Aktien für die Berechnung des verwässerten EPS berücksichtigt werden, sofern die Aktienoptionen einen verwässernden Effekt haben. Zum 30.06.2021 lagen 2.187 Aktien aus der Tranche vom 17.04.2019 vor, deren Ausübungspreis unter dem Kurswert lag, sodass diese Tranche in die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie einbezogen wurde. Dementsprechend war hierfür der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der vorhandenen Stammaktien sowie die Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten (insgesamt 12.703.706 Aktien) zu berücksichtigen. Der sich im H1 21 ergebende Verwässerungseffekt ist geringfügig, sodass sich 0,08 € sowohl für das unverwässerte als auch für das verwässerte Ergebnis je Aktie ergeben.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 wurde keine Dividende gezahlt (Vorjahr: 0 €).
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG (Kategorie Personen in Schlüsselpositionen) sowie die Binder GmbH und Prüfer GmbH (Kategorie Maßgeblicher Einfluss auf das berichtende Unternehmen). Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Im Zwischenberichtszeitraum haben sich keine Änderungen mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage ergeben.
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum 31.12.2020.
Eventualschulden und -forderungen bestanden am Abschlussstichtag nicht.
Die Finanzierung der Gesellschaft ist aufgrund der Sanierungsvereinbarung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 gesichert. Das Management arbeitet gemeinsam mit den künftigen Finanzierungspartnern derzeit an den wesentlichen Eckpunkten der Anschlussfinanzierung. Diese Gespräche verlaufen äußerst konstruktiv und befinden sich auf einem guten Weg. Mit der erfolgreichen Platzierung der Kapitalerhöhungen im Juni des laufenden Jahres wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein der Sanierung erreicht. Durch die Kapitalerhöhungen wird das Eigenkapital der Gesellschaft nachhaltig gestärkt. Mittels des Liquiditätszuflusses aus den Kapitalerhöhungen werden die Kreditlinien zudem weiter entlastet, zusätzlich zu den erzielten Effekten aus der guten operativen Entwicklung, der Optimierung des Working Capital Managements und den seit Sanierungsbeginn erfolgreich umgesetzten Sanierungsmaßnahmen. Der Finanzierungsbedarf für die Folgejahre wird sich entsprechend deutlich verringern. Derzeit überprüft die Gesellschaft erneut ihre Mittelfristplanung, welche auf Wunsch der Finanzierungspartner auf dem vorliegenden Halbjahresabschluss und der Bestätigung der Wirtschaftsprüfer aufsetzen wird. Sobald die überarbeitete Mittelfristplanung vorliegt und die Sanierung durch den Sanierungsberater für beendet erklärt wurde, kann die Anschlussfinanzierung mit den Finanzierungspartnern weiter vorangetrieben und finalisiert werden. Das Management der Gesellschaft rechnet mit einem erfolgreichen Abschluss der Anschlussfinanzierung bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres.
Die unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesene Forderung aus der Bezugsrechts-Kapitalerhöhung in Höhe von 7.986 Tsd. € ist im Juli voll gezahlt worden. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag vorgefallen.
Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Auf der Webseite https://www.delti.com/Investor_Relations/entsprechungserklaerung.html finden sich die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 11.08.2021
(Der Vorstand)
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Delticom AG, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Status der Anschlussfinanzierung" der ausgewählten erläuternden Anhangangaben sowie in Abschnitt "Risikobericht" des Konzernzwischenlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand des Konzerns von der erfolgreichen Fortsetzung der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen sowie dem erfolgreichen Abschluss einer Anschlussfinanzierung abhängig ist. Wie in Abschnitt "Status der Anschlussfinanzierung" und Abschnitt "Risikobericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Urteile zum verkürzten Konzernzwischenabschluss und zum Konzernzwischenlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Hannover, den 11. August 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Martin Schröder ppa. Michael Meseberg Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

| WKN | 514680 |
|---|---|
| ISIN | DE0005146807 |
| Reuters / Bloomberg | DEXGn.DE / DEX GR |
| Indexmitglied | CDAX, CLXP, D1BL, 4N83, |
| CXPR, 4N9U, I1RC, PXAP, | |
| NX20 | |
| Aktiengattung | Stückaktien |
| Transparenz-Segment | Prime Standard |
| 11.11.2021 | Q3-Mitteilung |
| 22. - 24.11.2021 | Eigenkapitalforum |
| Frankfurt | |
| 01.01.2021 – 30.06.2021 |
01.01.2020 – 31.12.2020 |
||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Aktien | 14.831.361 | 12.463.331 |
| Kurs am ersten Handelstag 1 | € | 6,24 | 4,56 |
| Kurs am letzten Handelstag1 | € | 9,20 | 5,96 |
| Kursentwicklung1 | % | +47,4 | +30,7 |
| Höchst-/Tiefstkurs1 | € | 9,34 / 6,24 |
6,20 / 2,10 |
| Marktkapitalisierung2 | Mio. € | 136,4 | 74,3 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) | Aktien | 24.624 | 12.412 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,08 | 0,55 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,08 | 0,55 |
(1) Auf Basis der Schlusskurse
(2) Auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende
| Schätzungen für 2021 | Schätzungen für 2022 | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | EBITDA | EBIT | EBIT | EPS | Umsatz | EBITDA | EBIT | EBIT | EPS | ||||
| Institut Analyst |
Empfehlung Kursziel |
(€m) | (€m) | (€m) | (%) | (€) | (€m) | (€m) | (€m) | (%) | (€) | ||
| Metzler | Jürgen Pieper | Buy | 15,00 | 580,0 | 25,0 | 15,0 | 2,6 | 0,54 | 615,0 | 31,0 | 21,0 | 3,4 | 1,13 |
| Quirin | Daniel Kukalj | Buy | 16,00 | 568,0 | 17,0 | 6,0 | 1,1 | 0,24 | 611,0 | 24,0 | 12,0 | 2,0 | 0,57 |
| Mittelwert | 15,50 | 574,0 | 21,0 | 10,5 | 1,9 | 0,39 | 613,0 | 27,5 | 16,5 | 2,7 | 0,85 |
Stand: 06.07.2021
| Herausgeber | Delticom AG |
|---|---|
| Brühlstraße 11 |
|
| 30169 Hannover |
|
| Deutschland | |
| Kontakt Investor Relations |
Melanie Becker |
| Brühlstraße 11 |
|
| 30169 Hannover |
|
| Telefon: +49 511 93634-8903 |
|
| E-Mail: [email protected] |
|
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.