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Delticom AG — Management Reports 2015
May 27, 2016
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Management Reports
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Publication

Delticom AG
Hannover
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Konzernlagebericht der Delticom AG
Grundlagen des Konzerns
Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör. Im Geschäftsbereich E-Commerce sind wir in 45 Ländern mit 245 Onlineshops tätig.
Organisation
Mit durchschnittlich 129 Mitarbeitern ist Delticom ein vergleichsweise schlankes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben sind an Operations-Center ausgelagert. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette.
Rechtliche Konzernstruktur
Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2015 vollkonsolidiert sind:
| • | Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
| • | Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| • | Delticom SA, Durban (Südafrika) |
| • | Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien) |
| • | Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) |
| • | Gigatires LLC, Kalifornien (USA) |
| • | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Price Genie LLC, Kalifornien (USA) |
| • | Reife tausend1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Tireseasy LLC, Delaware (USA) |
| • | Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) |
| • | Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) |
| • | Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld (Deutschland) |
| • | Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld (Deutschland) |
| • | TyresNET GmbH, München (Deutschland) |
| • | Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.
Vorstand und Aufsichtsrat
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Vorstand
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.
Frauenanteil
Für die Delticom AG als nicht mitbestimmte Aktiengesellschaft ist eine Mindestzielgröße für eine Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand gesetzlich nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 05.05.2015 nach einer ausführlichen Erörterung beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat auf dem aktuellen Prozentsatz von null Prozent zu belassen.
Darüber hinaus war und ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass der derzeitige Vorstand der Delticom AG sehr erfolgreich arbeitet und beabsichtigt daher nicht, die Zusammensetzung des Vorstandes zu ändern. Der Aufsichtsrat der Delticom AG hat daher beschlossen, das Ziel für die Frauenquote für den Vorstand bei dem damals aktuellen Prozentsatz in Höhe von 20 Prozent zu belassen. Der Frauenanteil soll auch zum 30.06.2017 null Prozent (Aufsichtsrat) bzw. 20 Prozent (Vorstand) betragen.
Externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung
Fahrzeugbestand, Fahrleistung, Ersatzzyklus
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Das Unternehmen ist aber nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes.
Auf den Straßen Europas fahren mehr als 249 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei knapp 10 Jahren. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten – insbesondere Benzinpreise – haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Preis und Mix
Umsatz und Marge eines Reifenhändlers werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Wetterabhängige Nachfrage
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da Delticom europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.
Regulatorische Einflüsse
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
EU-Reifenlabel
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ steht dabei für die beste und ein rotes „G“ für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Delticom informiert seine Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
DEX
Delticom hat im Sommer 2012 eine Online-Befragung unter mehr als 40.000 Endverbrauchern in 15 europäischen Ländern zum Reifenlabel durchgeführt, um zu erfahren, wie die europäischen Autofahrer die einzelnen Labelkriterien bei der Kaufentscheidung gewichten. Basierend auf diesen Umfrageergebnissen haben wir für Sommer – und Ganzjahresreifen den sogenannten DEX (Delticom Effizienzklassen Index) entwickelt, der exklusiv in den Onlineshops der Delticom zu finden ist. Bei diesem Index handelt es sich um ein Sterne-Bewertungssystem, welches die kumulierten Werte der einzelnen Label-Kriterien des jeweiligen Reifens und die Gewichtung dieser Kriterien durch die Gesamtheit der Kunden kombiniert. Mit dem DEX als weitere Filtermöglichkeit kann der passende Reifen unter den Gesichtspunkten der Reifenlabel-Kriterien in unseren Onlineshops noch komfortabler und schneller ausfindig gemacht werden. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden damit eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Interpretation der Labelkriterien an.
Reifendruckkontrollsysteme (RDKS)
RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Indirekte Systeme
Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.
Direkte Systeme
Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.
RDKS zur Differenzierung
Delticom hat die angeschlossenen Servicepartner frühzeitig über die Veränderungen der Arbeitsabläufe beim Reifenservice durch RDKS informiert. Die Spezialisierung als RDKS-Werkstatt bietet den Partnern die Möglichkeit, sich durch Know-how und Service vom Wettbewerb zu differenzieren und durch weitere Dienstleistungen zusätzliche Erträge zu generieren.
Kompletträder
Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Delticom verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgt kompetent durch unsere Montagespezialisten.
Wettbewerbsposition
Geringe Markteintrittsbarrieren
In einigen Ländern bieten manche Reifenhändler und Werkstattketten ihre Waren mittlerweile auch über das Internet an – ein zusätzlicher Vertriebskanal, der das stationäre Hauptgeschäft ergänzt. Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Online-Handel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal im Reifenhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.
First-Mover
Als „First-Mover” haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Derzeit ist Delticom, gemessen an den über das Internet erzielten Umsatzerlösen, deutlich größer als die Wettbewerber und im Gegensatz zu diesen in ganz Europa tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Nachfrage gut ausgeglichen werden.
Schlanke Wertschöpfungskette
Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 42.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Die niedrige Kostenbasis verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass Delticom aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden Reifenhändlern im Internet gehören wird.
Marktumfeld
Markt für Ersatzreifen
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für Delticom ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20 % auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich – nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen – für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd.€.
Lieferkette
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren – wie in vielen anderen Produktgruppen auch – zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als „Broker“ und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.
Reifenhandel im Internet
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2015 europaweit etwa 10 % der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei 13-14 %. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf bis zu 20 % steigen.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an dieser nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren – und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Wichtige Geschäftsprozesse
Einkauf
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Kundengewinnung
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -Optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher Reifen kaufen kann. Mittels TV-Kampagnen macht Tirendo auf den Onlinereifenkauf aufmerksam. Zudem informiert unsere PR-Abteilung die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Reifenkaufs.
Customer Capital
Seit Gründung des Unternehmens haben über 9,5 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 8,3 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Lagerlogistik
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut. 2015 hat Delticom den Mietvertrag für ein Lager beendet, um in Zukunft mit niedrigeren Kosten zu arbeiten. In den anderen Lägern wurde die Umschlagshäufigkeit entsprechend erhöht.
Transportlogistik
Die in den Onlineshops verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Bestellprozess und Auftragsabwicklung
Bei Delticom werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software angestoßen. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen sind in Operations-Center ausgelagert.
Produkte
Ersatzreifen
Delticom erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Onlineshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
Saisonale Sortimente
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
Innovative Produkte
In den letzten Jahren fragten unsere Kunden vermehrt Ultra-High-Performance-Reifen und innovative Produkte wie Run-Flat-Reifen nach. Das Interesse an ökologisch nachhaltigen Produkten nimmt stetig zu. Daher können unsere Kunden bei uns auch Reifen kaufen, die helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
Zubehör und Ersatz- und Verschleißteile
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Geschäftsmodell
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.
E-Commerce
Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen und Autozubehör über 245 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken.
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Das Unternehmen ist in 45 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt die Gesellschaft den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Großhandel
Im Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland.
Mitarbeiter
135 Mitarbeiter
Zum Stichtag 31.12.2015 waren insgesamt 135 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, davon 127 bei Delticom (inkl. Azubis) und 8 bei Tirendo. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 129 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 247). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden. Die deutliche Reduzierung des durchschnittlichen Personalbestands im Jahresverlauf geht im Wesentlichen mit der Restrukturierung bei Tirendo einher. Im Zuge der vollständigen Integration von Tirendo in die Delticom-Gruppe wurde der Personalbestand beginnend ab der zweiten Jahreshälfte 2014 schrittweise reduziert.
Aus- und Weiterbildung
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bietet Delticom seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2015 absolvierten insgesamt 10 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2015 waren insgesamt 8 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 10).
Eigenverantwortung
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
IT-Infrastruktur
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die ausgelagerten Operations-Center mit ein.
Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 AktG)
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: „Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden.“
Grundzüge des Vergütungssystems
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
| • | erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung, |
| • | erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, |
| • | variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. |
Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom AG. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2015 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Erklärung zur Unternehmensführung
Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.
Unternehmenssteuerung und Strategie
Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Verkauf von Ersatzreifen und Autozubehör in Europa. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält für das Geschäft mit Endkunden keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.
Unternehmensinternes Steuerungssystem
Finanzielle Ziele
Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
| • | Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen. |
| • | Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen. |
Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.
Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.
Liquidität
Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.
Nichtfinanzielle Ziele
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwickulng der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.
Kundenzahlen
Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2015 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.264 Tausend über Vorjahr (2014: 1.016 Tausend). Solche Kunden, die im letzten Jahr sowohl bei Delticom als auch bei Tirendo erstmals gekauft haben, werden nicht doppelt geführt. Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 685 Tausend Bestandskunden (2014: 617 Tausend, Ermittlung nach neuer Methodik) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.
Lieferfähigkeit
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Auftragsabwicklung
Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.
Effizientes Lagerhandling
Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off-Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-Augen-Prinzip).
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Strategie
Das Management beabsichtigt, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Online-Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen. Der Geschäftsbereich E-Commerce soll auch in den kommenden Jahren weiterhin stark zum Unternehmenswachstum beitragen.
Fokus
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Andere Produkte, Regionen und Zielgruppen entwickeln wir bevorzugt organisch aus unserem Geschäft heraus. Sollten sich Opportunitäten für Zukaufe ergeben, dann werden wir diese prüfen.
Nur online
Im Geschäftsbereich E-Commerce verkaufen wir ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.
Optimiertes Sourcing
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lägern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Liquiditätsmanagement
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.
Verlässliche Partner
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Reifen schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellt Delticom seinen Kunden ein Netzwerk mit tausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung sind in Operations-Center ausgelagert.
Forschung und Entwicklung
Eigene Software
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Testmärkte
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Wirtschaftsbericht
Rahmenbedingungen 2015
Die globale Konjunktur war 2015 durch eine Reihe von Einflussfaktoren belastet. Insbesondere im letzten Quartal dämpften ein stark gesunkener Ölpreis, die gestiegene Unsicherheit an den Börsen, eine weiterhin nur zaghafte konjunkturelle Erholung in Europa sowie die strukturellen Herausforderungen Chinas und weiterer Schwellenländer das weltweite Wirtschaftswachstum.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Europa
Die Flüchtlingskrise und ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU stellen die Staatengemeinschaft vor neue Herausforderungen. Dessen ungeachtet hat Europa in 2015 den moderaten Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote ist im Währungsraum im letzten Jahr zwar weiter gesunken. Nichtsdestotrotz fiel die Lage an den lokalen Arbeitsmärkten nach wie vor uneinheitlich aus. Während krisengeplagte Länder wie Spanien oder Portugal einen deutlichen Rückgang der Erwerbslosen verzeichnen konnten, verharrte die Arbeitslosigkeit in Frankreich weiter auf Rekordniveau. Die Stimmung und die Konsumbereitschaft der Verbraucher variierten entsprechend zwischen den Mitgliedsländern.
Deutschland
Die Konsumbereitschaft der deutschen Verbraucher blieb auch im letzten Jahr der wesentliche Wachstumstreiber der heimischen Wirtschaft, dank der guten Arbeitsmarktlage und steigender Beschäftigung. Neben dem Konsum stellte auch der starke Außenhandel, getrieben vom niedrigen Eurokurs, eine weitere Konjunkturstütze dar. Die deutsche Wirtschaft wuchs im europäischen Vergleich im letzten Jahr überdurchschnittlich.
Branchenspezifische Entwicklungen
Ersatzreifengeschäft
Für das europäische Ersatzreifengeschäft rechnen Experten für das abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem leichten Absatzplus. In Deutschland hingegen hat sich die Hoffnung des Reifenhandels auf eine positive Trendwende im Geschäft mit privaten Endkunden in 2015 erneut nicht erfüllt.
Sommerrreifengeschäft
Aufgrund des wechselhaften Wetters zu Jahresbeginn lag das Sommereifengeschäft in den ersten drei Monaten hinter dem Vorjahr zurück, in welchem frühlingshafte Temperaturen bereits im März frühzeitig die Umrüstsaison eingeläutet hatten. Aber auch im zweiten Quartal setzte sich der negative Absatztrend weiter fort. Auf Halbjahressicht wurden gemäß der Branchenverbände hierzulande 8,2 % weniger Sommerreifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Auch im dritten Quartal blieben die Abverkaufszahlen hinter dem Vorjahresquartal zurück.
Winterreifengeschäft
Deutschlandweit kalte Temperaturen gepaart mit ersten Schneefällen in höheren Lagen hatten im Oktober einen frühen Start in das Winterreifengeschäft begünstigt. Auf Monatssicht verfehlte der Handel ein zweistelliges Absatzplus im Geschäft mit Winterreifen nur knapp. Die Hoffnung des Handels auf eine auf Gesamtjahressicht positive Absatzentwicklung, zumindest im Geschäft mit Winterreifen, schwand im weiteren Verlauf des Schlussquartals aufgrund ungewöhnlich milder Temperaturen allerdings zunehmend.
Zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine verbindlichen Aussagen über die Stückzahlenentwicklung im Geschäft mit Winterreifen vor. In einer ersten vorsichtigen Schätzung zu Beginn diesen Jahres geht der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur Handwerk e.V. davon aus, dass das Winterreifengeschäft national betrachtet auch 2015 hinter den Zahlen des Vorjahres zurückgeblieben ist.
Geschäftsverlauf und Ertragslage
Umsatz
Konzern
Delticom, Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Kfz-Neuteile, darunter Motorenöle, Autoersatzteile und Autozubehör runden das Angebot ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste die Delticom-Gruppe insgesamt Umsätze in Höhe von 559,8 Mio. €, ein Anstieg um 11,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 501,7 Mio. €.
E-Commerce
Über die 245 Onlineshops wurde im Geschäftsbereich E-Commerce ein Umsatz von 551.3 Mio. € erzielt (2014: 493,4 Mio. €). Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 98,5 %, im Vergleich zu 98,3 % im entsprechenden Vorjahres- Zeitraum.
Regionale Verteilung
Das Unternehmen ist weltweit in 45 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 434.4 Mio. € (+13,5 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern tätig, aber auch in den USA. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2015 ein Umsatz von 125,4 Mio. € (+5,5 %).
Saisonalität
Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.
Umsatzentwicklung

1. Quartal
Trotz des zögerlichen Wechsels der Verbraucher auf Sommerreifen in Folge des wechselhaften Wetters, fiel der Umsatz in den ersten drei Monaten mit 111,3 Mio € um 18,1 % höher aus als im Vergleichszeitraum (Q1 14: 94,3 Mio. €).
2. Quartal
Nach einem schwachen Jahresauftakt konnte das Ersatzreifengeschäft im deutschen Reifenhandel auch im zweiten Quartal nicht an das Vorjahr anknüpfen: Gemäß der Branchenverbände wurden 5,4 % weniger Sommerreifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Entgegen diesem Markttrend erlöste Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 138,8 Mio. € (Q2 14: 131,8 Mio. €), eine Steigerung um 5,3 % gegenüber dem Vorjahreswert.
3. Quartal
Auch im dritten Quartal setzte sich der negative Absatztrend im heimischen Reifenhandel weiter fort. Dessen ungeachtet erzielte Delticom im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 104,0 Mio. € (Q3 14: 88,1 Mio. €), gegenüber dem Vergleichszeitraum ein Anstieg um 18,1 %.
4. Quartal
Kalte Temperaturen begünstigten hierzulande zu Beginn des vierten Quartals einen frühen Start in das Winterreifengeschäft. Trotz deutlich höherer Absatzzahlen im Oktober wurden im weiteren Verlauf des Schlussquartals die Hoffnungen des Handels auf eine Absatzsteigerung im Geschäft mit Winterreifen enttäuscht. Vorläufige Marktzahlen zeigen eine rückläufige Absatzentwicklung auch für die letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015. Delticom hingegen ist es auch im Schlussquartal gelungen, gegen den Markttrend zu wachsen. Insgesamt erzielte die Gesellschaft im vierten Quartal einen Umsatz von 205,6 Mio. € (Q4 14: 187,6 Mio. €, +9,6 %).
Wesentliche Aufwandspositionen
Materialaufwand
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 427,6 Mio. € (2014: 378,9 Mio. €, +12,9 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 75,5 % auf 76,4 %.
Transportkosten
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 44,6 Mio. € um 21,3 % auf 54,1 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Länder-Mix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,7 % (2014: 8,9 %).
Kosten der Lagerhaltung
Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum leicht von 7,1 Mio. € im Vorjahr um 1,5 % auf 7,2 Mio. €. Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 18,2 % auf 5,5 Mio. € (2014: 4,7 Mio. €). Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 1,0 % nahezu auf Vorjahresniveau (2014: 0,9 %). Zum Jahresende 2015 wurde der Mietvertrag für ein Lager beendet.
Personalaufwand
Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 129 Mitarbeiter, nach 247 im Vorjahr. Im Zuge der vollständigen Integration von Tirendo wurde der Personalbestand in der Gruppe ab der zweiten Jahreshälfte 2014 schrittweise reduziert. Aufgrund der deutlichen Reduzierung des Personalbestands belief sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum auf 9,5 Mio. €, ein Rückgang um 39,4 % gegenüber dem Vorjahreswert von 15,6 Mio. €. Der Personalaufwand für das abgeschlossene Geschäftsjahr beinhaltet Einmalaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. €. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,7 % (2014: 3,1 %).
| in Tausend € | 2015 | % | +% | 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 559.792 | 100,0 | 11,6 | 501.701 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.843 | 2,5 | 14,7 | 12.072 |
| Gesamtleistung | 573.635 | 102,5 | 11,7 | 513.773 |
| Materialaufwand | -427.567 | -76,4 | 12,9 | -378.853 |
| Rohertrag | 146.068 | 26,1 | 8,3 | 134.919 |
| Personalaufwand | -8.541 | -1,7 | -45,2 | -15.599 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -121.618 | -21,8 | 16,9 | -104.031 |
| EBITDA vor Einmalaufwendungen | 15.909 | 0,0 | 4,3 | 15.289 |
| Einmalaufwendungen | -1.630 | 0,0 | 0 | 0 |
| EBITDA | 14.279 | 2,6 | -6,6 | 15.289 |
| Abschreibungen | -7.734 | -1,6 | -9,3 | -8.255 |
| EBIT nach planmäßigen Abschreibungen | 6.545 | 1,0 | -3,4 | 7.034 |
| Außerplanmäßige Abschreibung Lager | -950 | 0,0 | 0 | 0 |
| EBIT | 5.595 | 0,0 | -20,5 | 7.034 |
Marketing
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 27,2 Mio. € (2014: 24,2 Mio. €). Hierin enthalten sind Einmalaufwendungen für eine Radiokampagne in Höhe von 368 Tausend €. Der Marketingaufwand im Verhältnis zum Umsatz entspricht einer Quote von 4,9 % (2014: 4,8 %). Im vierten Quartal wurden 11,4 Mio. € für Marketingmaßnahmen ausgegeben, ein Anstieg um 29,2 % gegenüber dem Vorjahr (Q4 14: 8,8 Mio. €). Der Aufwand im Verhältnis zum Umsatz im Schlussquartal betrug 5,5 % (Q4 14: 4,7 %).
Abschreibungen
Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 8,3 Mio. € um 5,2 % auf 8,7 Mio. € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen im geschlossenen Lager in Lehrte in Höhe von 950 Tausend € im Hl 15. Bei Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mio. € handelt es sich um sogenannte PPA-Abschreibungen (2014: 5,2 Mio. €).
Ergebnisentwicklung
Bruttomarge
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,6 %, nach 24,5 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Um die selbstgesteckten Absatzziele zu erreichen, hat Delticom in den Onlineshops attraktivere Verkaufspreise angeboten. Für Q4 15 belief sich die quartalsweise Bruttomarge im Konzern auf 23,1 % (Q4 14: 23,3 %).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 14,7 % auf 13,8 Mio. € (2014:12,1 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 3,6 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2014: 2,6 Mio. €).
Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2015: 4,1 Mio. €, 2014: 2,4 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,6 Mio. € (2014:0,2 Mio. €).
Rohertrag
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 8,2 % von 135,0 Mio. € auf 146,1 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 573,6 Mio. € (2014: 513,8 Mio. €) betrug der Rohertrag 25,5 % (2014: 26,3 %).
EBITDA
Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 15,3 Mio. € auf 14,3 Mio. €. Der Rückgang um 6,6 % geht im Wesentlichen mit Einmalaufwendungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr einher. Das EBITDA vor Einmalaufwendungen belief sich auf 15,9 Mio.€.
Im Q4 15 erzielte die Delticom-Gruppe ein EBITDA in Höhe von 5,7 Mio. €, nach 7,3 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Rückgang um 1,6 Mio. € bzw. um 21,8 % resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Bruttomarge im Schlussquartal und dem Anstieg der volumenabhängigen Kosten aufgrund des höheren Absatzes.
EBITDA

EBIT
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 5,6 Mio. € (2014: 7,0 Mio. €, -20,0 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,0 % (2014: 1,4 %). Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Übernahme identifizierten immateriellen Vermögenswerte belasteten das EBIT im Berichtszeitraum mit 4,6 Mio. €. Für das EBIT im vierten Quartal ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von 5,2 Mio. € ein Rückgang um 24,0 % auf 4,0 Mio. € oder 1,9 % vom Umsatz (Q4 14: 2,8 %).
| in € Tausend | 2015 |
|---|---|
| EBITDA vor Einmalaufwendungen | 15.909 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3.134 |
| EBITDA vor Einmalaufwendungen, PPA und außerplanmäßige Abschreibungen | 12.775 |
| Einmalaufwand Personal | 912 |
| Einmalaufwand Lager | 350 |
| Einmalaufwand Radiokampagne | 368 |
| PPA-Abschreibungen | 4.600 |
| Außerplanmäßige Abschreibung Lager | 950 |
| EBIT | 5.595 |
Finanzergebnis
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 22 Tsd. € (2014: 34 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 429,8 Tsd. € gegenüber (2014: 800,8 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -407,9 Tsd. € (2014: -766,3 Tsd. €).
Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 1,8 Mio. € (2014: 3,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 35,1 % (2014: 54,4 %).
Konzernergebnis und Dividende
Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2015 betrug 3,4 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 2,9 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,28 € (unverwässert, 2014: 0,24 €), ein Anstieg um 16,6 %. Im Q4 15 wurde ein Periodenergebnis von 2,8 Mio. € erzielt (Q4 14: 3,8 Mio. €).
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 03.05.2016 eine Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,25 €).
Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
Verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| in Tausend € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | % | +% | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 559.792 | 100,0 | 11,6 | 501.701 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.843 | 2,5 | 14,7 | 12.072 |
| Gesamtleistung | 573.635 | 102,5 | 11,7 | 513.773 |
| Materialaufwand | -427.567 | -76,4 | 12,9 | -378.853 |
| Rohertrag | 146.068 | 26,1 | 8,3 | 134.919 |
| Personalaufwand | -9.453 | -1,7 | -39,4 | -15.599 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -122.336 | -21,8 | 17,6 | -104.031 |
| EBITDA | 14.279 | 2,6 | -6,6 | 15.289 |
| Abschreibungen | -8.685 | -1,6 | 5,2 | -8.255 |
| EBIT | 5.595 | 1,0 | -20,5 | 7.034 |
| Finanzergebnis (netto) | -408 | -0,1 | -46,8 | -766 |
| EBT | 5.187 | 0,9 | -17,2 | 6.268 |
| Ertragsteuern | -1.822 | -0,3 | -46,6 | -3.411 |
| Konzernergebnis | 3.365 | 0,6 | 17,8 | 2.857 |
| in Tausend € | ||||
|---|---|---|---|---|
| % | +% | 2013 | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 100,0 | -0,8 | 505.542 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,4 | 123,4 | 5.404 | 1,1 |
| Gesamtleistung | 102,4 | 0,6 | 510.946 | 101,1 |
| Materialaufwand | -75,5 | -0,4 | -380.306 | -75,2 |
| Rohertrag | 26,9 | 3,3 | 130.640 | 25,8 |
| Personalaufwand | -3,1 | 38,1 | -11.292 | -2,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -20,7 | 7,1 | -97.165 | -19,2 |
| EBITDA | 3,0 | -31,1 | 22.184 | 4,4 |
| Abschreibungen | -1,6 | 90,2 | -4.340 | -0,9 |
| EBIT | 1,4 | -60,6 | 17.844 | 3,5 |
| Finanzergebnis (netto) | -0,2 | 492,6 | -129 | 0,0 |
| EBT | 1,2 | -64,6 | 17.715 | 3,5 |
| Ertragsteuern | -0,7 | -44,6 | -6.160 | -1,2 |
| Konzernergebnis | 0,6 | -75,3 | 11.555 | 2,3 |
Gesamtaussage des Vorstands zur Ertragslage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unser Fokus auf Prozess- und Kostenoptimierungen entlang der Wertschöpfungskette, um die Delticom für zukünftiges Wachstum zu rüsten. Das Internet als Vertriebskanal gewinnt im Reifenhandel immer weiter an Bedeutung. Trotz des schwierigen Marktumfelds ist es uns im Geschäftsbereich E-Commerce gelungen, den Vorjahresumsatz um 11,8 % zu übertreffen (2015: 551,3 Mio. €, 2014: 493,4 Mio. €) und damit unsere Marktposition als Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör weiter auszubauen.
Auf Gesamtjahressicht verschlechterte sich das EBITDA von 15,3 Mio. € auf 14,3 Mio. €. Der Rückgang um 6,6 % begründet sich im Wesentlichen durch Einmalaufwendungen, die im Zuge der im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur Kostenoptimierung angefallen sind. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 3,4 Mio. € oder 0,28 € je Aktie – nach einem Vorjahresergebnis von 2,9 Mio. €. Aufgrund des 2014 eingeschlagenen Restrukturierungskurses und mit Abschluss der vollständigen Integration von Tirendo in die Gruppe konnte Delticom im abgelaufenen Geschäftsjahr die im Unternehmen vorhandenen Stärken einmal mehr unter Beweis stellen. In allen Bereichen des Geschäfts ist es uns gelungen, den Umsatz gegenüber Vorjahr zu steigern. Zudem hat Delticom ihre Position als Kostenführer im europäischen Online-Reifenhandel zusätzlich gestärkt.
Die internationale Ausrichtung des Geschäfts und das umfassende Produktangebot machen uns von Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend unabhängig. Mit Blick auf die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns ist Delticom für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.
Finanz- und Vermögenslage
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Investitionen
Sachanlagen
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2015 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1,0 Mio. € (2014: 0,7 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattung.
Immaterielle Vermögenswerte
Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 1,3 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Software-Erweiterungen und Lizenzen.
Working Capital
Working Capital
Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -12,5 Mio. € um 11,0 Mio. € oder um 87,9 % auf -1,5 Mio. € verringert.
Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Quartal zu Quartal für die letzten zwei Jahre.
Working Capital

Forderungen
Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 18,6 Mio. € (31.12.2014: 14,5 Mio. €). Der Forderungsanstieg begründet sich durch das gegenüber Vorjahr höhere Geschäftsvolumen im vierten Quartal. Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresende entfiel ein geringerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2014 waren dadurch zum 31.12.2015 mehr bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 3,8 Mio. € unter Vorjahr lagen (31.12.2014: 5,3 Mio. €). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 0,8 Mio. € um 1,8 Mio. € geringer aus (31.12.2014: 2,6 Mio.€).
In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 6,6 Mio. € zum 31.12.2014 auf 14,0 Mio. € zum 31.12.2015. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) erhöhte sich von 4,5 auf 6,7 Tage.
Vorräte
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 5,6 Mio. € auf 61,8 Mio. € erhöht (31.12.2014: 56,2 Mio. €).
Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 99,5 Mio. €, ein Rückgang um 17,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 117,4 Mio. €. Um den Lagerumschlag zu erhöhen, hat Delticom in Zusammenarbeit mit den Partnern die Anlieferzeitpunkte im letzten Jahr weiter optimiert. Bei dem Lagerbestand zum 31.12.2015 handelt es sich neben einem Restbestand an Winterreifen bereits auch um Sommerware.
Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Absatzentwicklung hat sich 2015 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 50,4 Tage deutlich verringert (2014: 62,1 Tage).
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 77,6 Mio. € um 2,3 Mio. € höher aus (31.12.2014: 75,3 Mio. €).
Cashflow
Gewöhnliche Geschäftstätigkeit
Aufgrund der Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit -8,7 Mio. € deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum (2014: 36,7 Mio. €).
Investitionstätigkeit
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,0 Mio. € (2014: 0,7 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 1,3 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2014: 1,0 Mio. €) und weitere 0,4 Mio. € in finanzielle Vermögenswerte (2014: 10 Tausend €) investiert. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -2,6 Mio. € (Vorjahr: -1,6 Mio. €).
Finanzierungstätigkeit
Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -7,6 Mio. €. Diese beinhaltet neben den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von -3,0 Mio. € weitere -4,6 Mio. € aus der Tilgung vor Finanzschulden.
Liquidität gemäß Cashflow
Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität aus dem Cashflow im Jahresverlauf entwickelt hat.
Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2014 von 29,9 Mio. €. Hinzugerechnet werden das Konzernergebnis in Höhe von 3,4 Mio. € und der Saldo aus nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 6,7 Mio. €. Die Mittelbindung im Net Working Capital sank um 11,0 Mio. €. Zusätzlich wurden in weiteren Bilanzpositionen 7,7 Mio. € weniger Finanzmittel gebunden. Abzüglich des Cashflow aus Investitionstätigkeit, der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Tilgung von Finanzschulden ergibt sich zum 31.12.2015 eine Liquidität in Höhe von 11,5 Mio. €. Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von 7,1 Mio. € (31.12.2014: 25,3 Mio. €).
Free Cashflow
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von 35,0 Mio. € auf -11,7 Mio. € gesunken.
Liquiditätsbrücke

Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2015 mit 160,0 Mio. € um 2,4 % unter dem Vorjahreswert von 164,0 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.
Aufteilung der Bilanzsumme

Verkürzte Konzernbilanz
| in Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.15 | % | +% | 31.12.14 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 52.010 | 32,5 | -10,5 | 58.135 |
| Anlagevermögen | 50.507 | 31,6 | -11,3 | 56.952 |
| sonstige Vermögenswerte | 1.504 | 0,9 | 27,1 | 1.183 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 107.963 | 67,5 | 5,8 | 105.872 |
| Vorräte | 61.845 | 38,7 | 10,1 | 56.151 |
| Forderungen | 34.634 | 21,6 | 95,7 | 19.745 |
| Liquidität | 11.484 | 7,2 | -61,7 | 29.975 |
| Bilanzsumme | 159.974 | 100,0 | 0,0 | 164.007 |
| Passiva | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 63.350 | 39,6 | -5,4 | 66.943 |
| Eigenkapital | 51.270 | 32,0 | 1,9 | 50.293 |
| Fremdkapital | 12.080 | 7,6 | -27,4 | 16.651 |
| Rückstellungen | 368 | 0,2 | 4,8 | 351 |
| Verbindlichkeiten | 11.712 | 7,4 | -28,1 | 16.300 |
| Kurzfristige Schulden | 96.623 | 61,4 | 3,7 | 97.064 |
| Rückstellungen | 2.315 | 1,4 | -2,2 | 2.367 |
| Verbindlichkeiten | 94.308 | 60,0 | 3,8 | 94.698 |
| Bilanzsumme | 159.974 | 100,0 | 0,0 | 164.007 |
| in Tsd. € | |||
|---|---|---|---|
| % | 31.12.13 | % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 35,4 | 66.698 | 37,7 |
| Anlagevermögen | 34,7 | 64.368 | 36,4 |
| sonstige Vermögenswerte | 0,7 | 2.330 | 1,3 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 64,6 | 110.322 | 62,3 |
| Vorräte | 34,2 | 72.841 | 41,1 |
| Forderungen | 12,0 | 26.158 | 14,8 |
| Liquidität | 18,3 | 11.323 | 6,4 |
| Bilanzsumme | 100,0 | 177.020 | 100,0 |
| Passiva | |||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 40,8 | 64.635 | 36,5 |
| Eigenkapital | 30,7 | 51.679 | 29,2 |
| Fremdkapital | 10,2 | 12.957 | 7,3 |
| Rückstellungen | 0,2 | 252 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten | 9,9 | 12.704 | 7,2 |
| Kurzfristige Schulden | 59,2 | 112.385 | 63,5 |
| Rückstellungen | 1,4 | 2.028 | 1,1 |
| Verbindlichkeiten | 57,7 | 110.357 | 62,3 |
| Bilanzsumme | 100,0 | 177.020 | 100,0 |
Langfristig gebundenes Vermögen
Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen von 58,1 Mio. € auf 52,0 Mio. €. Der Rückgang des Anlagevermögens von 57,0 Mio. € auf 50,5 Mio. € geht im Wesentlichen mit den PPA-Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte einher. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2015 lediglich 4,0 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 5,5 %).
Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2015: 1,5 Mio. €, 31.12.2014: 1,2 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 1,0 Mio. € (31.12.2014: 0,7 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen der Tochtergesellschaft Delticom North America Inc. resultieren.
Vorräte
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 5,7 Mio. € oder 10,1 % auf 61,8 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage – Working Capital detailliert dargestellt.
Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 18,6 Mio. € und fielen damit um 28,2 % höher aus als im Vorjahr (31.12.2014: 14.5 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 13,5 Mio. € erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 254,0 % von 3,3 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Die Veränderung resultiert aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 75,4 % auf 34.5 Mio. € (Vorjahr: 19,7 Mio. €).
Liquidität
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 18,5 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand zum 31.12.2015 11,5 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €).
Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte um 2,0 %. Der Anstieg um 2,1 Mio. € begründet sich vorrangig durch den höheren Vorratsbestand, die höheren Forderungen und den deutlich niedrigeren Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 64,6 % auf 67,5 %.
Kurzfristige Finanzierungsmittel
Auf der Passivseite verminderten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 0,4 Mio. € oder 0,5 % auf 96,6 Mio. € (31.12.2014: 97,1 Mio. €). Die Rückstellungen verringerten sich um 0,1 Mio. € oder 2,2 % auf 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf Gewerbesteuerrückstellungen für das Ergebnis der in 2015 umfirmierten RD Reifendirekt GmbH & Co. KG in Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG.
Innerhalb der 94,3 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 entfielen 78,5 Mio. € oder 49,1 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 75,9 Mio. € sind diese damit um 3,4 % gestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,8 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €) entfielen 3,8 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 5,3 Mio. €) und 0,8 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 2,6 Mio. €).
Fremdkapital
Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 12,1 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 10,9 Mio. € (31.12.2014: 15,4 Mio. €), latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. € (31.12.2014: 0,9 Mio. €) sowie langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 0,2 Mio. € sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 4,4 Mio. € zurückgeführt.
Eigenkapital und Eigenkapitalquote
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 1,0 Mio. € oder 1,9 % auf 51,3 Mio. € (Vorjahr: 50,3 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 30,7 % auf 32,0 %. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 112,4 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2015 zu 56,4 % durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 59,2 %).
Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben – Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Delticom übergibt außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz -Kurzfristige Vermögenswerte – (15) Forderungen.
Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage
Breiter finanzieller Spielraum
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gruppe verfügt über genügend Liquidität (11,5 Mio. € am 31.12.2015, Vorjahr: 29,9 Mio. €). Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum
Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Einzelabschluss Delticom AG
Kurzfassung nach HGB
Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.
Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel „Unternehmenssteuerung und Strategie“ wie für den Delticom-Konzern.
Ertragslage der Delticom
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 252,0 Mio. € (2014: 221,6 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 252,0 Mio. € reduziert wurden. Nachfolgend „bereinigter Umsatz“ genannt.
Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe 769,6 Mio. €, der bereinigte Umsatz betrug 517,6 Mio. €, ein Anstieg um 11,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 463,7 Mio. €.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum signifikant um 25,2 % auf 22,0 Mio. € (2014: 17,5 Mio. €). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus erhaltenen Marketingzuschüssen und Erträgen für Lizenzen immaterieller Vermögensgegenstände von der Tirendo Holding. Außerdem sind in dem Posten Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 3,3 Mio. € enthalten (2014: 2,4 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2015: 3,8 Mio. €, 2014: 2,2 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf -0,5 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €).
Wesentliche Aufwandspositionen
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 252,0 Mio. € führen im Bereich des Materialaufwands ebenso zu einem verzerrten Vergleich. Der Materialaufwand zu der Umsatzsumme beträgt 252,0 Mio. €. Die stattfindenden Lagereinkäufe der Delticom in 2015 wurden zu Einkaufspreisen ohne Aufschlag weiterveräußert. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend „bereinigter Materialaufwand“ genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, wo der Materialaufwand Grundlage ist, wie z.B. Bruttomarge, Verwendung.
Materialaufwand
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 391,8 Mio. € (2014: 354,3 Mio. €, +10,6 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 76,4 % auf 75,7 %.
Transportkosten
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 43,0 Mio. € um 19,3 % auf 51,3 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 9,9 % (2014: 9,3 %).
Kosten der Lagerhaltung
Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 4,6 Mio. € im Vorjahr um 17,9 % auf 5,4 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz bewegte sich mit 1,0 % auf Vorjahresniveau (2014:1,0 %).
Personalaufwand
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 115 Mitarbeiter (2014: 145). Der Personalaufwand belief sich auf 8,1 Mio. € (2014: 9,3 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,6 % (2014: 2,0 %).
Marketing
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 19,3 Mio. €, nach 14,1 Mio. € für 2014. Dies entspricht einer Quote von 3,7 % vom bereinigten Umsatz (2014: 3,0 %).
Abschreibungen
Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum von 5,8 Mio. € um 2,4 % auf 5,6 Mio. €.
Ergebnisentwicklung
Bruttomarge
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 24,3 % nach 23,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Rohertrag
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 16,4 % von 127,0 Mio. € auf 147,8 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 539,6 Mio. € (2014: 481,2 Mio. €) betrug der Rohertrag 27,4 % (2014: 26,4 %).
EBITDA
Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 21,6 Mio. € auf 16,0 Mio. € und damit um 26,2 %.
EBIT
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 10,3 Mio. € (2014: 15,9 Mio.€, 34,9%). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 2,0 % (2014: 3,4 %).
Finanzergebnis
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 3,1 Mio. € (2014: 4,8 Mio. €). Hier enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 3,1 Mio. € (2014: 4,7 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Pnebo GmbH.
Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 1,4 Mio. € (2014: 2,2 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 34,6 % (2014: 26,7 %).
Ergebnis und Dividende
Das Ergebnis 2015 betrug 2,6 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 6,0 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,22 € (2014: 0,50 €).
| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 769.621 | 685.322 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.960 | 17.541 |
| Materialaufwand | -643.823 | -575.904 |
| Personalaufwand | -8.121 | -9.337 |
| Abschreibungen | -5.645 | -5.786 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -123.660 | -95.975 |
| Erträge aus Beteiligungen | 3.144 | 4.748 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23 | 85 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -8.974 | -11.714 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -537 | -795 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.989 | 8.186 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.382 | -2.186 |
| Jahresüberschuss | 2.607 | 5.999 |
| Gewinnvortrag | 15.737 | 12.724 |
| Bilanzgewinn | 18.344 | 18.724 |
Finanz- und Vermögenslage der Delticom AG
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Investitionen
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2015 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio. € (2014: 0,5 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um IT-Hardware und Büroausstattung. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 0,4 Mio. € (2014: 0,1 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2015 mit 178,6 Mio. € um 3,0 % über dem Vorjahreswert von 173,4 Mio. €.
Langfristig gebundenes Vermögen
Auf der Aktivseite vermindert sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 67,8 Mio. € auf 62,0 Mio. €. Die Senkung um 8,6 % begründet sich fast ausschließlich durch planmäßige Abschreibungen innerhalb der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände.
Vorräte
Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 10,7 Mio. € (2014: 7,6 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware. Grund ist die Verlagerung des gesamten Lagerbestands an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH.
Forderungen
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 76,9 Mio. € (2014: 61,9 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 56,5 Mio. € und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9,9 Mio. € sind um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr gefallen (2014:10,2 Mio. €).
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 13,4 Mio. € (2014: 4,0 Mio. €) erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 303,4 % von 3,0 Mio. € auf 12,1 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende.
Liquidität
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 16,3 Mio. €. Zum 31.12.2015 betrug die „bilanzielle Liquidität“ 5,1 Mio. € (2014: 21,4 Mio. €, -76,0 %).
Insgesamt erhöhte sich die Summe des Umlaufvermögens von 105,1 Mio. € um 10,4 % auf 116,0 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig trotz der gesunkenen flüssigen Mittel durch erhöhte Erstattungsansprüche aus Steuern zum Bilanzstichtag.
Latente Steueransprüche
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,1 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 5,5 Mio. € oder 4,7 % auf 121,8 Mio. €. Die Rückstellungen blieben hierbei nahezu auf Vorjahresniveau mit 3,3 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).
Innerhalb der 118,5 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 entfielen 70,8 Mio. € oder 39,6 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 68,0 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert nur leicht angestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) entfielen 3,3 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 4,7 Mio. €) und 0,3 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten ausländische Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 15,1 Mio. € (2014: 19,8 Mio. €) beinhalten einen Investitionskredit in Höhe von 0,4 Mio. € (2014: 1,4 Mio. €) sowie aufgenommene Annuitäten-Darlehen mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren in Höhe von 14,7 Mio. € (2014: 18,4 Mio. €)
Eigenkapital
Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 0,4 Mio. € oder 0,7 % auf 56,7 Mio. € (2014: 57,1 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung der Eigenkapitalquote von 32,9 % auf 31,7 %.
Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben – Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
| in Tausend € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 61.975 | 67.808 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.110 | 10.444 |
| Sachanlagen | 4.743 | 7.387 |
| Finanzanlagen | 50.122 | 49.977 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.730 | 49.977 |
| Beteiligungen Eigenkapital Verfahren | 392 | 0 |
| Umlaufvermögen | 116.050 | 105.078 |
| Vorräte | 10.702 | 7.608 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.858 | 10.154 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 76.942 | 61.889 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13.407 | 4.019 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.141 | 21.408 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 402 | 362 |
| Aktive latente Steuern | 148 | 174 |
| Aktiva | 178.575 | 173.423 |
| in Tausend € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 56.704 | 57.083 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.945 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | 26.215 | 26.215 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Bilanzgewinn | 18.344 | 18.724 |
| Rückstellungen | 3.293 | 3.513 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 40 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.293 | 3.473 |
| Verbindlichkeiten | 118.532 | 112.827 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.142 | 19.790 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.260 | 4.703 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 70.769 | 68.007 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.183 | 14.637 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.179 | 5.690 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 46 | 0 |
| Passiva | 178.575 | 173.423 |
Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage
Breiter finanzieller Spielraum
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über genügend Liquidität (5,1 Mio. € am 31.12.2015, 31.12.2014: 21,4 Mio. €). Die Gesellschaft erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum
Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Risikobericht
Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.
Prognose
Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Nachtragsbericht
Nachfolgend werden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt.
Delticom AG erwirbt Anteile an Lebensmittel-Online-Händlern
Die Delticom AG hat am 23.02.2016 90 % der Anteile an Gourmondo Food GmbH, München („Gourmondo“) und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH („ES Food“), Hannover, gekauft. Die beiden Gesellschaften sind im Bereich des Online-Handels für Lebensmittel tätig. Gourmondo und ES Food betreiben mehr als 10 Domains, darunter gourmondo.de, gourmondo.nl, alnatura-shop.de, lebensmittel.de und supermarkt.at. Die ES Food unterhält darüber hinaus ein hochmodernes automatisiertes Lagersystem.
Miterworben wurde die Ringway GmbH, eine 80 %-ige Tochtergesellschaft der ES Food, welche einen neuartigen 3D-Onlineshop entwickelt hat und vermarktet.
Gleichzeitig mit dem Vollzug des Kaufvertrages hat die Delticom AG ein der Gourmondo Food GmbH gewährtes Gesellschafterdarlehen sowie die für den Betrieb der E-Food Online-Shops erforderlichen Software-Rechte käuflich erworben.
Verkäuferinnen waren die Prüfer GmbH, Hannover, und direkte oder indirekte 100 %-ige Tochtergesellschaften der Prüfer GmbH.
Der Kaufpreis betrug insgesamt 30 Mio. €. Dieser beinhaltet Vermögensgegenstände der ES Food GmbH in Höhe von rund 21,4 Mio. €, die sich ca. hälftig aus materiellen und immateriellen Vermögenswerten zusammensetzen, den Kaufpreis für 90 % der Gourmondo Food GmbH in Höhe von ca. 2 Mio. € sowie Darlehen an Gourmondo Food GmbH in Höhe von 6,6 Mio. €. Die Kaufpreisallokation wird derzeit durchgeführt und innerhalb der kommenden Wochen finalisiert.
Von dem Gesamtkaufpreis in Höhe von 30 Mio. € wurden 18,5 Mio. € in bar bezahlt, 1,5 Mio. € durch Übernahme einer Bankverbindlichkeit von Gourmondo und 10 Mio. € durch Ausgabe neuer Delticom Aktien an eine der Verkäuferinnen, die Seguti GmbH (eine 100 %-ige Tochter der Prüfer GmbH). Der Wert der neuen Delticom Aktien wurde auf der Basis des dreimonatigen gewichteten Durchschnittskurses der Delticom Aktie bis einschließlich 22.02.2016 berechnet. Die Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlage durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 wurde am 23.02.2016 von Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG beschlossen.
Durch diese Akquisition verstärkt Delticom ihre Kompetenzen im Bereich Logistik und expandiert in vielversprechende Bereiche des Online-Lebensmittelhandels.
Im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Transaktion wurde eine Vereinbarung zwischen der Prüfer GmbH und der Binder GmbH getroffen, wonach die Prüfer GmbH 800.000 von der Binder GmbH gehaltene Delticom Aktien für einen Kaufpreis von 25 € pro Aktie (Gesamtkaufpreis: 20 Mio. €) erwirbt. Damit hat die Prüfer GmbH den gesamten Bar-Kaufpreis in Höhe von 18,5 Mio. €, den die Verkäuferinnen von Delticom erhalten haben, in Delticom Aktien investiert und darüber hinaus Delticom Aktien für 1,5 Mio. € erworben.
Die Prüfer GmbH hält nunmehr unmittelbar bzw. mittelbar 4.308.308 Delticom Aktien (34,57 % des Grundkapitals) und die Binder GmbH 2.186.861 Delticom Aktien (17,55 % des Grundkapitals). Der existierende Pool-Vertrag zwischen der Prüfer GmbH, Herrn Dr. Andreas Prüfer, der Binder GmbH und Herrn Rainer Binder bleibt bestehen.
Risiko – und Chancenbericht
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Sich bietende Chancen versuchen wir frühzeitig zu erkennen und gewinnbringend zu ergreifen. Um Risiken rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Definitionen
Risiken und Chancen
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Risikomanagement
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
| • | den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen), |
| • | die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder |
| • | Risiken zu vermeiden. |
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.
System zur Risikofrüherkennung
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
| • | wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, |
| • | diese Risiken zu analysieren und zu bewerten, |
| • | Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und |
| • | Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren. |
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter „Risikomanagement“ im weiteren Sinne zusammengefasst.
Risikobewertung
Betrachtungszeitraum 12 Monate
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.
Meldeschwellen
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2015 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
Brutto-/Nettorisiko
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.
Risk Support Team
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als „Risk Support Team“ die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Riskmanager
Der im Bereich Projektmanagement angesiedelte Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Vorstand
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Erweiterter Risikokonsolidierungskreis
Der Risikokonsolidierungskreis beinhaltet auch Tirendo. Durch die Übernahme im Geschäftsjahr 2013 sind im Konzern keine neuen Risiken hinzugekommen. Die bereits erkannten Risiken haben sich im Hinblick auf die potentielle Schadenshöhe erhöht.
Keine Segmentierung
Der überwiegende Teil des Umsatzes wird im Segment E-Commerce generiert. Das Segment Großhandel fällt dementsprechend bei der Risikobetrachtung kaum ins Gewicht und wird daher nicht gesondert ausgewiesen.
Kommunikation und Berichterstattung
Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.
Software
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt
Risikoinventur
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Wesentliche Einzelrisiken und -chancen
Strategische Risiken
Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst stark und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie -Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, aber auch die Partnerschaften im In- und Ausland schrittweise weiterentwickeln.
Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts und die Erschließung weiterer geografischer Regionen birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch, hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Branchenspezifische Risiken
Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit digitalen Dienstleistungen.
Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank der neuen Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.
Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Reifen von einem Alternativ-Lieferanten.
Wettbewerbsspezifische Risiken
Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen. Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen. Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Es könnte sein, dass die vielerorts hohen Arbeitslosenzahlen im Verlauf der nächsten Monate den Konsum weiter belasten. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkws einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen Verbraucher vermehrt nach preisgünstigen Alternativen im Internet. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce Trend profitieren wird.
Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Personalrisiken
Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operation-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung “S@ferShopping” untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
IT-Risiken
Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.
Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.
Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral im Reifenhandel ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Autofahrer in Europa rezessionsbedingt weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Rechtliche Risiken
Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, Urheber-, Vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Gesamtaussage zur Risikosituation
Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
Rechnungslegungsbezogenes IKS und RMS
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Organisation
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Rolle des Vorstands und Aufsichtsrats
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Konzernrechnungslegung
Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
| • | IT-gestützte Arbeitsabläufe |
| • | allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden |
| • | Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| • | Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben |
| • | konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss |
| • | Konsolidierungskreis |
Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
IT-gestützte Arbeitsabläufe
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des „Vier-Augen-Prinzips“ kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Ausblick
Während das europäische Ersatzreifengeschäft in 2015 nach Meinung von Experten ein leichtes Absatzplus verzeichnete, wurden im deutschen Reifenhandel gemäß erster Schätzungen der Branchenverbände nochmal weniger PKW-Ersatzreifen von den Verbrauchern nachgefragt als im bereits schwachen Vorjahr 2014.
Prognosebericht
Gesamtjahresprognose 2015 im Jahresverlauf angepasst
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 bestand hinsichtlich der Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft im Jahresverlauf noch erhebliche Unsicherheit. In unserer Jahresprognose im März trugen wir diesem Umstand Rechnung und formulierten das Ziel, den Absatz gegenüber Vorjahr steigern zu wollen. Unter der Annahme eines deflationären Preisumfelds hielten wir es allerdings für möglich, dass ein erzieltes Absatzplus nicht zwangsläufig zu mehr Umsatz führt. Für den Gesamtjahresumsatz 2015 strebten wir absolut mindestens die Höhe des Vorjahres an (2014: 501,7 Mio. €). Für das EBITDA setzten wir uns mindestens die Höhe des vorangegangen Geschäftsjahres (2014:15,3 Mio. €) als Ziel.
H1
Obwohl sich das Wetter zu Jahresbeginn wechselhaft zeigte, erzielten wir im ersten Quartal einen Umsatz von 111,3 Mio. €, ein Anstieg um 18,1 %. Nach einem Umsatzplus von 5,3 % im zweiten Quartal (Q2 15: 138,8 Mio. €, Q2 14: 131,8 Mio. €) lag der Umsatz auf Halbjahressicht mit 250,2 Mio. € um 10,7 % über Vorjahr (Hl 14: 226,1 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich für die ersten sechs Monate auf 6,6 Mio. € (Hl 14: 6,2 Mio. €, +6,4 %). Trotz der auf Halbjahressicht erzielten Steigerung von Umsatz und EBITDA hielten wir mit Vorlage der Halbjahreszahlen an unserer Gesamtjahresprognose fest, da dem vierten Quartal hinsichtlich Umsatz und Profitabilität im Gesamtjahr eine sehr wichtige Rolle zukommt. Nach einem hierzulande rückläufigen Sommerreifengeschäft erachteten wir es im Falle eines erneut milden Winters für möglich, dass die Preise im Reifenhandel in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich unter Druck geraten könnten.
Q3
Mit 104,0 Mio. € Umsatz im dritten Quartal (Q3 14: 88,1 Mio. €, +18,1 %), lag der Umsatz in der Gruppe für die gesamten neun Monate um 12,7 % über Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach den ersten neun Monaten auf 8,6 Mio. € (9M 14: 8,0 Mio. €, +7,3 %).
Prognose im November angepasst
Kalte Temperaturen und erste Schneefälle in Teilen von Deutschland animierten Anfang Oktober viele Autofahrer zu einem frühen Wechsel auf Winterreifen. Aufgrund des weiteren Umsatzwachstums im Oktober hoben wir Anfang November die Prognose für den Gesamtjahresumsatz an. In unserer Planung rechneten wir für das Gesamtjahr nunmehr mit Umsatzerlösen zwischen 530 Mio. € und 540 Mio. €. Aufgrund milder Temperaturen Anfang November war die weitere Geschäftsentwicklung zu diesem Zeitpunkt allerdings weiter unsicher. Wir hielten es Anfang November für möglich, in den verbleibenden Wochen des Jahres nicht an die Umsätze des Vorjahres anknüpfen zu können.
Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bestätigte das Management die Gesamtjahresprognose. Unverändert zielten wir mindestens das EBITDA des Vorjahres in Höhe von 15,3 Mio. € an.
Umsatzprognose übertroffen
Ein erneuter Wintereinbruch sorgte Ende November dafür, dass die Nachfrage nach Winterreifen nochmal anzog. Auch im Dezember schwächten die Bestelleingänge trotz des ungewöhnlich milden Wetters weniger stark ab, als wir erwartet hatten. Dementsprechend überschritt der im Gesamtjahr 2015 erzielte Umsatz mit 559,8 Mio. € die obere Spanne der Umsatzprognose von 540 Mio. €
EBITDA leicht verfehlt
Mit einem EBITDA für das Gesamtjahr in Höhe von 14,3 Mio. € haben wir die Zielsetzung von 15,3 Mio. € leicht verfehlt. Grund hierfür sind einmalige Personalaufwendungen im vierten Quartal, die sowohl im Zusammenhang mit dem Weggang des ehemaligen Vorstandsmitglieds Sascha Jürgensen als auch durch Abfindungszahlungen an andere ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaft entstanden sind.
Tirendo
Für Tirendo sind wir in unserer Prognose zu Jahresbeginn davon ausgegangen, im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 aufgrund der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen den Break-even Punkt zu erreichen. Diese Zielsetzung haben wir zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres erreicht.
Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Wenngleich der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognose zu Jahresbeginn leicht gesenkt hat, wird für 2016 weiterhin mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Nach Meinung der Experten stellen die schwächere Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern, ein niedriger Ölpreis und die Zinswende in den USA allerdings ein steigendes Risiko für die weltweite Konjunktur dar.
Zwar hat sich zu Jahresbeginn das Konsumklima in den krisengeplagten Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone deutlich aufgehellt. Jedoch steht der Währungsraum vor einer Vielzahl ungelöster Herausforderungen. Neben der Flüchtlingskrise und einem drohenden Brexit wird auch der Ölpreisverfall zunehmend mit Sorge betrachtet. Die anhaltend niedrigere Teuerung im Währungsraum könnte nach Meinung von Experten die europäische Konjunktur in den kommenden Monaten zunehmend belasten.
In Deutschland sind die Verbraucher aufgrund der guten Arbeitsmarktlage weiterhin zuversichtlich gestimmt. Auch im laufenden Jahr bleibt der private Konsum wesentliche Stütze der heimischen Wirtschaft. Eine nachlassende Nachfrage aus den Schwellenländern wird von der exportgetriebenen inländischen Wirtschaft hingegen zunehmend mit Sorge betrachtet.
Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht für das laufende Jahr noch erhebliche Unsicherheit bezüglich der Markt- und Preisentwicklung. Nach einem leichten Absatzplus im europäischen Ersatzreifengeschäft in 2015, gehen wir auch für 2016 von einer ähnlichen Entwicklung aus.
Aufgrund der europaweit kalten Temperaturen konnte das Sommerreifengeschäft bislang nicht von einem frühen Start profitieren. Die Abverkaufspreise liegen aktuell unter dem Niveau des Vorjahres. Die Preisentwicklung in den kommenden Wochen wird wesentlich vom Verlauf der Sommersaison abhängen.
Experten rechnen ab Mitte des Jahres mit steigenden Rohstoffkosten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Annahme erfüllen wird. Über eine mögliche Preisentwicklung im Geschäft mit Winterreifen sind so früh im Jahr noch keine verlässlichen Aussagen möglich.
Keine strukturellen Knappheiten
Wir rechnen weder kurz- noch mittelfristig mit strukturellen Knappheiten im Markt. Saisonbedingte Engpässe in einzelnen Dimensionen, Marken oder Reifenkategorien sind im Reifenhandel nicht unüblich und können auch für das laufende Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.
Reifenhandel
Für Deutschland hat der BRV bislang noch keine Schätzung für das laufende Jahr veröffentlicht. Nach erneut rückläufigen Absatzzahlen im abgeschlossenen Geschäftsjahr ruhen die Hoffnungen des Reifenhandels einmal mehr auf einer anziehenden Nachfrage im laufenden Jahr.
Prognose 2016
Positive Neukundenentwicklung
Im Reifenhandel ist der Anteil online verkaufter Reifen mit 10-15 % je nach Land noch vergleichsweise gering. Für viele Autofahrer in Europa ist es inzwischen selbstverständlich, die Reifenpreise vor einem Kauf online abzufragen. Als Marktführer werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr von diesem Trend profitieren. Über unsere unterschiedlichen Shops sprechen wir verschiedene Käufergruppen an. In unserer Planung für das laufende Jahr rechnen wir damit, wieder mehr als 1 Million Neukunden über die Delticom-Shops gewinnen zu können.
Wiederkäufer
Mit Blick auf den mehrjährigen Ersatzzyklus gehen wir davon aus, einen Teil der über die letzten Jahre gewonnenen Neukunden in 2016 als Wiederkäufer in unseren Shops begrüßen zu können. Dementsprechend sollte sich auch die Anzahl der Wiederkäufer auf Gesamtjahressicht weiter positiv entwickeln.
Umsatz und EBITDA Reifen & Autozubehör sollten sich erhöhen
Die Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft können wir zu Beginn des laufenden Jahres kaum abschätzen. Unser Ziel ist es, den Absatz auch in 2016 gegenüber Vorjahr zu steigern und unsere Marktführerschaft weiter auszubauen. Wir rechnen damit, dass sich der Umsatz mit Reifen und Autozubehör im laufenden Geschäftsjahr auf ca. 600 Mio. € erhöhen wird. Aufgrund von Kosteneinsparungen im Bereich Personal, Marketing und Logistik erachten wir ein EBITDA von 18 Mio. € im Gesamtjahr bei positivem Geschäftsverlauf als erreichbar. Das EBIT sollte in unserem Kerngeschäft von 5,6 Mio. € auf über 13 Mio. € steigen. Diese deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses bedingt sich durch geringere PPA-Abschreibungen resultierend aus dem Kauf von Tirendo und dem Wegfall der Sonderabschreibung auf Sachanlagen.
Food
Im Bereich Food, der Ende Februar 2016 akquiriert wurde, rechnen wir für das Gesamtjahr 2016 mit einem Umsatz in Höhe von ca. 20 – 30 Mio. €. Das EBITDA sollte gemäß unserer Planung bei ca. -2 Mio. € liegen. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnen wir mit einem EBIT von ca. -5 Mio. €. Da die Kaufpreisallokation aktuell noch nicht final abgeschlossen ist, kann die voraussichtliche Höhe der PPA-Abschreibungen bislang nur grob geschätzt werden.
Vorräte
Delticom verfolgt auch für 2016 die Strategie, sich möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation ausreichend Ware für das kommende Wintergeschäft zu sichern. Wir nehmen dabei in Kauf, dass wir – ähnlich wie im vergangenen Jahr auch – den Vorratsaufbau in den kommenden Quartalen zumindest teilweise durch kurzfristige Inanspruchnahme eingeräumter Kreditlinien finanzieren werden.
Investitionen
Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Diese Investitionen werden wie in 2015 im Verhältnis zum Umsatz vergleichsweise niedrig ausfallen. Unser Ziel ist es, auch mit steigendem Auftragsvolumen die Ware schnellstmöglich an die Versanddienstleister zu übergeben, um unsere Kunden auch zu Saisonspitzenzeiten weiterhin innerhalb weniger Werktage zu beliefern.
Liquidität
Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln. Aufgrund drohender Negativzinsen für Sichteinlagen werden wir zum Ende des laufenden Geschäftsjahres – wie bereits in 2015 geschehen – ein aktives Liquiditätsmanagement betreiben, um nicht zu hohe flüssige Mittel am Abschlussstichtag auf den Konten vorzuhalten.
Mittelfristiger Ausblick
Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal erhält auch der Online-Reifenkauf seitens der Konsumenten Rückenwind. Branchen-Experten prognostizieren dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen nach Schätzungen des BRV auf 15 bis 22 % steigen. Als Marktführer in einem wachsenden Vertriebskanal werden wir weiterhin von diesem Trend profitieren.
Kernmarkt Europa
Delticom betreibt aktuell in 45 Ländern Onlineshops. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern werden die Ersatzreifenmärkte infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.
Das Geschäftsmodell der Delticom ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und unsere Marktstellung als Europas führender Online-Reifenhändler behaupten und weiter ausbauen. Delticom wird unserer Einschätzung nach auch in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.
Die Delticom-Aktie
Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2015 auf einem Kurs von 20,90 €.
Entwicklung der Aktienmärkte
Börsenjahr 2015
Trotz eines unruhigen weltwirtschaftlichen Umfeldes hat sich der deutsche Aktienmarkt in 2015 stabil entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der DAX mit 9.764,73 Punkten ins neue Jahr. Am 10.04.2015 erreichte der deutsche Leitindex den Höchststand von 12374,73 Punkten. Am 24.09.2015 markierte er mit 9427,64 Punkten den niedrigsten Kursstand. Zu Jahresende schloss der DAX mit 10743,01 Punkten. Insgesamt stieg der DAX damit um 978,28 Punkte oder 10,0 %.
Entwicklung der Delticom-Aktie (DEX)
Benchmarks
Wir ziehen den Dow Jones STOXX Total Market Index General Retailers (DJSGR) als Vergleichsmaßstab für die Entwicklung von DEX heran. Der DJSGR umfasst große europäische Non-Food-Einzelhändler.
Wir verwenden bei DJSGR wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 05.05.2015 beschlossene Dividende für 2014 in Höhe von 0,25 € je Aktie. Die Grafik Kursperformance zeigt, wie sich DEX und DJSGR seit Anfang 2015 im Jahresverlauf entwickelt haben.
Kursverlauf
Nach einem Jahresanfangskurs von 18,61 € markierte DEX am 29.01.2015 den Jahrestiefstkurs von 16,46 €. Am 07.08.2015 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 25,00 €. DEX beendete das Börsenjahr 2015 bei 20,81 €. Die Marktkapitalisierung stieg im Jahresverlauf von 226,0 Mio. € auf 248,6 Mio. €.
Kursperformance 2015

Indizes
Indizes
Neben dem DAX Composite Index (CDAX) geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:
| • | DAX International Mid 100 |
| • | GEX (German Entrepreneur Index) |
| • | DAXplus Family Index |
| • | NISAX 20 |
Ergebnis je Aktie und Dividendenvorschlag
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €).
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 03.05.2016 eine gegenüber dem Vorjahr um 100,0 % höhere Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,25 €).
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur der Delticom AG hat sich im Laufe des letzten Jahres nicht grundlegend verändert.
Aktionärsstruktur

Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorstand und Rainer Binder als Vorsitzender des Aufsichtsrats hielten auch in 2015 über 50 % der ausstehenden Aktien.
Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.
Coverage
Insgesamt 6 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 04.03.2016):
| • | Frank Schwope, NORD/LB (Buy) |
| • | Andreas Riemann, Commerzbank (Hold) |
| • | Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe (Hold) |
| • | Christian Schwenkenbecher, Hauck & Aufhäuser (Sell) |
| • | Marc-René Tonn, Warburg (Hold) |
| • | Timo Buss, Montega (Hold) |
Investor-Relations-Aktivitäten
Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.
Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2015 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Konferenz in München. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.
Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter www.delti.com/Investor_Relations/index.html stellen wir Geschäfts- und Quartalsberichte und Präsentationen zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:
Melanie Gereke
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Telefon: +49-511-93634-8903
E-Mail: [email protected]
Kennzahlen der Delticom-Aktie
| 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Aktien | 11.945.250 | 11.945.250 |
| Kurs am ersten Handelstag1 | € | 18,61 | 30,98 |
| Kurs am letzten Handelstag1 | € | 20,81 | 18,92 |
| Kursentwicklung1 | % | +11,9 | -38,9 |
| Höchst-/Tiefstkurs1 | € | 25,00/16,46 | 38,41/14,55 |
| Marktkapitalisierung2 | Mio. € | 248,6 | 226,0 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRÄ) | Aktien | 9.748 | 21.574 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,28 | 0,24 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,28 | 0,24 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 4,29 | 4,21 |
(1) auf Basis der Schlusskurse
(2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende
Übernahmerechtliche Angaben (§ 315 Abs. 4 HGB)
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Nr. 1: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.
Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 1/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.
Nr. 2: Beschränkung, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Nr. 3: 10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen
Direkte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Nr. 4
Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Nr. 5
Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Nr. 6: Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Nr. 7: Befugnisse des Vorstands, insbesondere zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 „Höhe und Einteilung des Grundkapitals“ der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
a) Genehmigtes Kapital 2011
Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Nach teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung – die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist am 01.03.2016 erfolgt – besteht sie noch in Höhe von 5.401.639 €.
b) Bedingte Kapitalia
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hatte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2011).
Das bedingte Kapital 1/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Die vorgenannte Ermächtigung und das bedingte Kapital 1/2011 wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2014 aufgehoben.
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend „W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 11/2011).
Das bedingte Kapital M/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandel- und Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital M/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2014). Das bedingte Kapital 1/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
c) Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und zur Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluß der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bisher kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, („Referenztage“) um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Schlusspreis“ ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Stichtag“ ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Nr. 8
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht.
Nr. 9
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Delticom AG, Hannover
Bilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
| EUR | 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.110.275,00 | 10.444.096,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 2.409.115,00 | 3.849.490,00 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.333.800,51 | 3.537.753,18 | |
| 4.742.915,51 | 7.387.243,18 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.730.495,66 | 49.977.076,90 | |
| 2. Beteiligungen | 391.543,90 | 0,00 | |
| 50.122.039,56 | 49.977.076,90 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| Waren | 10.701.987,55 | 7.608.044,31 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.857.527,67 | 10.154.143,20 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 76.942.361,38 | 61.888.554,72 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 13.407.065,40 | 4.019.168,41 | |
| 100.206.954,45 | 76.061.866,33 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.140.608,68 | 21.408.340,57 | |
| 116.049.550,68 | 105.078.251,21 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 402.065,64 | 361.589,13 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 147.959,30 | 174.336,49 | |
| 178.574.805,69 | 173.422.592,91 | ||
| Passiva | |||
| EUR | 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.945.250,00 | 11.945.250,00 | |
| (bedingtes Kapital: EUR 5.840.000; Vj. EUR 5.840.000) | |||
| II. Kapitalrücklage | 26.214.537,10 | 26.214.537,10 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 199.673,00 | 199.673,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 18.344.480,61 | 18.723.852,25 | |
| 56.703.940,71 | 57.083.312,35 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 0,00 | 39.714,63 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 3.293.016,74 | 3.473.003,39 | |
| 3.293.016,74 | 3.512.718,02 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.141.621,39 | 19.790.012,51 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.259.915,77 | 4.703.425,32 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 70.768.794,75 | 68.006.701,30 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.182.988,70 | 14.636.588,74 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.178.813,37 | 5.689.834,67 | |
| - davon aus Steuern EUR 3.260.776,91 (Vj. EUR 3.230.811,52) | |||
| 118.532.133,98 | 112.826.562,54 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 45.714,26 | 0,00 | |
| 178.574.805,69 | 173.422.592,91 |
Delticom AG, Hannover Gewinn- und Verlustrechnung für 2015
| EUR | 2015 EUR |
2014 EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 769.621.179,67 | 685.321.919,92 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 21.960.451,43 | 17.541.125,21 | |
| 791.581.631,10 | 702.863.045,13 | ||
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | 643.821.957,44 | 575.902.397,60 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 845,42 | 1.922,00 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 7.133.677,56 | 8.213.895,69 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 987.230,39 | 1.122.857,96 | |
| davon für Altersversorgung EUR 21.054,92 (Vj. EUR 42.115,05) | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 5.644.915,84 | 5.785.696,96 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 123.660.328,27 | 95.974.864,63 | |
| 781.248.954,92 | 687.001.634,84 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 3.143.525,51 | 3.546.946,39 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23.392,28 | 85.445,95 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 536.901,76 | 795.061,09 | |
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 0,00 | 1.200.796,31 | |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 8.973.681,39 | 11.713.738,91 | |
| 6.343.665,36 | 7.675.611,35 | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.989.010,82 | 8.185.798,94 | |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.382.069,96 | 2.186.416,96 | |
| 1.382.069,96 | 2.186.416,96 | ||
| 14. Jahresüberschuss | 2.606.940,86 | 5.999.381,98 | |
| 15. Gewinnvortrag | 15.737.539,75 | 12.724.470,27 | |
| 16. Bilanzgewinn | 18.344.480,61 | 18.723.852,25 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
Delticom AG, Hannover
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt worden und berücksichtigt die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember festgelegt.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erläuterungen zu der Bilanz
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibung der hier aktivierten Internet-Domains wird bis auf den Internet-Domains der übernommenen Tirendo-Gruppe eine einheitliche Nutzungsdauer von 20 Jahren anstelle von 5 Jahren zugrunde gelegt. Software wird über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Den enthaltenen Markenrechten an Tirendo wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Aktivierte Rechte rund um die Werbefunktion der Person Sebastian Vettel für Tirendo sind zum 31.12.2015 mit Vertragsende komplett abgeschrieben.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über 3 bis 33 Jahre. Für Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden die zeitgenauen Jahresabschreibungssätze angesetzt (pro-rata-temporis). Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand €410 nicht übersteigen. Eine Ausnahme bilden die gesamten Anschaffungskosten von Reifengestellen. Einzeln betrachtet sind sie einer selbstständigen Nutzung fähig und übersteigen auch nicht den Nettobetrag von €410 je Vermögensgegenstand, jedoch wird aufgrund des hohen Anschaffungsvolumens und einer absehbaren, längeren Nutzungsfähigkeit je Gestell eine betriebsbedingte Nutzungsdauer von 5 Jahren angesetzt.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für erfolgte außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Ersatzteile für die Fördertechnik und unterwegs befindliche Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine angemessene Pauschalwertberichtigung.
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und Valutaverbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Zugangstag oder mit dem höheren Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag passiviert.
Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,82% zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,99 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus den Gewerbesteuerhebesätzen von 460%, 440%, und 410% unter Berücksichtigung der Zerlegungskriterien nach §§28 ff. GewStG.
C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzposten im Geschäftsjahr ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen, welche Bestandteil des Anhangs ist.
Die Finanzanlagen sind betragsmäßig gegenüber dem Vorjahr nahezu identisch und weisen kaum Veränderungen auf, obwohl die Delticom AG sich zum 31.07.2015 von Ihrer Beteiligung an der Tyrepac Pte. Ltd. in Singapur getrennt hat. Neue Beteiligungen innerhalb dieser werden in Abschnitt D unter „verbundene Unternehmen und Beteiligungen“ aufgeführt.
Unter den Vorräten werden im Abschlussjahr neben einem kleinen Anteil an Ersatzteilen für die Fördertechnik T€ 152 (Vorjahr T€ 152) nur noch unterwegs befindliche Waren der Delticom AG ausgewiesen, da der gesamte Lagerbestand an Reifen die Tochtergesellschaft Pnebo GmbH hält.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.858 | 10.154 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 76.942 | 61.889 |
| (davon aus Lieferungen und Leistungen T€ 68.329; Vorjahr T€ 57.152) | ||
| (davon aus Umsatzsteuerguthaben T€ 8.080; Vorjahr T€ 3.020) | ||
| (davon aus Darlehensgewährung T€ 533; Vorjahr T€ 515) | ||
| (davon aus Ergebnisabführungsvertrag T€ 0; Vorjahr T€ 1.201) | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13.407 | 4.019 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 0; Vorjahr T€ 14) | ||
| Summe | 100.207 | 76.062 |
Der größte Posten innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus der Forderung gegen die Pnebo GmbH in Höhe von T€ 56.448 (Vorjahr T€ 41.616).
Die flüssigen Mittel in Höhe von T€ 5.141 (Vorjahr T€ 21.408) stellen ausschließlich Bank- und Kassenbestände dar.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 148 (Vorjahr T€ 174) resultieren größtenteils aus Bilanzansatzunterschieden der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz, die im Rahmen von Betriebsprüfungen der Vorjahre im Bereich der Nutzungsdauern verschiedener Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entstanden sind, aus einem Bilanzansatzunterschied der Rückstellung für Retouren und aus einer nach § 5 Abs. 4a EStG steuerrechtlich nicht zulässigen Drohverlustrückstellung.
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26. Oktober 2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien), mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf EUR 11.839.440. Am 6. Mai 2011 sowie am 2. Mai 2013 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 2. Mai 2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigen, auf EUR 11.859.440, und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.945.250. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 1/2011 um EUR 518.081 auf EUR 12.463.331.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
10% der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. AktG. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Befugnisse des Vorstands, insbesondere zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 „Höhe und Einteilung des Grundkapitals“ der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Genehmigtes Kapital
Die ordentliche Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 2. Mai 2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 5.919.720 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10. Juni 2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Nach teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung – die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist am 01.03.2016 erfolgt – besteht sie noch in Höhe von EUR 5.401.639.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend „W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 200.000.000 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 5.300.000 nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 um bis zu EUR 5.300.000 durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 11/2011). Das bedingte Kapital 11/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 11/2011 wurde am 10. Juni 2011 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 540.000 durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2014). Das bedingte Kapital 1/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, („Referenztage“) um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
„Schlusspreis“ ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
„Stichtag“ ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
Es läuft derzeitig kein neues Aktienoptionsprogramm, nachdem im Jahr 2014 das ehemalige Vorstandsmitglied Frank Schuhardt alle seine Optionsrechte ausgeübt hat.
Die Kapitalrücklage beträgt € 26.214.537,10 (Vorjahr € 26.214.537,10) und umfasst Beträge im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 (€ 24.860.737,00; Vorjahr € 24.860.737,00) und Nr. 2 (€ 1.353.800,10; Vorjahr€ 1.353.800,10) HGB.
Der Bilanzgewinn zum Stichtag hat sich wie folgt entwickelt:
| Bilanzgewinn 2014 | 18.723.852,25 |
| Gewinnausschüttung | -2.986.312,50 |
| Jahresüberschuss 2015 | 2.606.940,86 |
| Bilanzgewinn 2015 | 18.344.480,61 |
Der Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von € 15.737.539,75 (Vorjahr € 12.724.470,27).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.293 (Vorjahr T€ 3.473) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für folgende Bereiche:
| 31.12.2015 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 1.318 | 1.035 |
| Umweltauflagen | 642 | 998 |
| Ausstehende Rechnungen | 342 | 435 |
| Retouren | 246 | 245 |
| Frachten | 95 | 100 |
| Übrige | 650 | 660 |
| 3.293 | 3.473 |
Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt nach Laufzeiten auf:
| Gesamt | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| T€ | bis zu 1 Jahr T€ |
1 bis 5 Jahre T€ |
mehr als 5 Jahre T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.142 | 4.204 | 9.688 | 1.250 |
| (Vorjahr) | (19.790) | (4.423) | (12.867) | (2.500) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.260 | 3.260 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (4.703) | (4.703) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 70.769 | 70.769 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (68.007) | (68.007) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.183 | 25.183 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (14.637) | (14.637) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.179 | 4.179 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (5.690) | (5.690) | (0) | (0) |
| - davon aus Steuern | 3.261 | 3.231 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (3.231) | (3.231) | (0) | (0) |
| 118.533 | 107.595 | 9.688 | 1.250 | |
| (112.827) | (97.460) | (12.867) | (2.500) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In Höhe von T€ 3.207 (Vorjahr T€ 2.883), Verbindlichkeiten für Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 19.487 (Vorjahr T€ 11.714) und Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr in Höhe von T€ 2.489 (Vorjahr T€ 40).
Alle Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Finanzinstrumente
Der nachfolgenden Tabelle können die zum Stichtag gehaltenen derivativen Finanzinstrumente mit den entsprechenden Marktwerten entnommen werden:
| USD | SEK | PLN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte positiv | 52.675 | 45.004 | 370 | 3.088 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte negativ | -103.715 | -10.347 | 0 | -81 | -206 | 0 |
| HKD | GBP | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte positiv | 0 | 0 | 3.549 | 0 |
| Devisentermingeschäfte negativ | 0 | -566 | 0 | 0 |
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Währungssicherungskontrakte mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten. Die Bewertung erfolgt anhand von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen. Die Nominalwerte der Devisentermingeschäfte betragen insgesamt USD -5,6 Mio. (Vorjahr -7,5 Mio.), SEK -4,6 Mio. (Vorjahr -1,4 Mio.), PNL -0,3 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.), HKD 0,0 Mio. (Vorjahr 2,9 Mio.) und GBP -0,6 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.). Die negativen Nominalwerte bei den Währungen USD und SEK in 2014 resultieren aus Verkaufsüberhängen gegenüber den Käufen in diesen Währungen. Das gleiche gilt für die negativen Nominalwerte in den Währungen USD, SEK, PLN und GBP für das Jahr 2015.
In Höhe der negativen Marktwerte wurde zum Stichtag eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von T€ 104 (Vorjahr T€ 11) passiviert. In Höhe der positiven Marktwerte wurde kein Buchwert ausgewiesen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
| EU T€ |
übriges Ausland T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 658.916 | 110.705 | 769.621 |
In der Summe der Umsatzerlöse in Höhe von T€ 769.621 sind T€ 251.992 (Vorjahr T€ 221.632) an Umsatzerlösen aus Verkäufen von Lagerware der Delticom AG an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Umlagen und sonstige Weiterbelastungen an Tochterunternehmen von T€ 8.787 (Vorjahr T€ 6.133), Werbekostenzuschüsse von T€ 5.943 (Vorjahr T€ 5.121) sowie Kurserträge von T€ 3.287 (Vorjahr T€ 2.360) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Transporte von T€ 51.286 (Vorjahr T€ 42.990), Marketing von T€ 19.339 (Vorjahr T€ 14.140), Lagerhandling von T€ 5.406 (Vorjahr T€ 4.584), Kursdifferenzen von T€ 3.745 (Vorjahr T€ 2.173), Operations-Center von T€ 7.373 (Vorjahr T€ 6.025), Miete und Betriebskosten von T€ 6.966 (Vorjahr T€ 6.601) und Kreditkartengebühren von T€ 4.272 (Vorjahr T€ 3.809).
Aus Beteiligungen erhielt die Delticom AG Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen von T€0 (Vorjahr T€ 1.201), Gewinnausschüttungen der Delticom Tyres Ltd. in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 761) und der Delticom North America Inc. in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 58) sowie eine Vorabentnahme aus der Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 3.144 (Vorjahr T€ 2.727).
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 23 (Vorjahr T€ 85) beinhalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 8 (Vorjahr T€ 66).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 537 (Vorjahr T€ 795) angefallen.
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 8.974 (Vorjahr T€ 11.714) stellen fast ausschließlich den Verlustausgleich gegenüber der Pnebo GmbH dar, der aus dem Ergebnisabführungsvertrag resultiert. Der Vorjahreswert resultierte zu 100 % aus dem Verlustausgleich gegenüber der Tirendo Holding GmbH.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Körperschaftsteuer von T€ 857 (Vorjahr T€ 1.290), Gewerbesteuer von T€ 495 (Vorjahr T€ 895), anrechenbare ausländische Quellensteuer von T€ 3 (Vorjahr T€ 0) und Kapitalertragsteuer von T€ 0 (Vorjahr T€ 2). für das laufende Geschäftsjahr. Außerdem beinhaltet dieser Posten einen latenten Steueraufwand von T€26 (Vorjahr T€ 14), der den Bilanzposten der angesetzten aktiven latenten Steuern für zukünftige Steuerentlastungen schmälert.
D. Ergänzende Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen
Wesentliche künftige finanzielle Verpflichtungen i.S. von § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus:
| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 8.056 | 8.006 |
| Mietverpflichtungen | 24.497 | 39.907 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 4.704 | 5.484 |
| Gesamt | 37.257 | 53.397 |
Nach Laufzeiten ergibt sich nachfolgende Aufteilung:
| Bestellobligo für Waren | Mietverpflichtungen | Übrige finanzielle Verpflichtungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| bis zu einem Jahr | 8.056 | 8.006 | 3.951 | 6.408 | 1.673 | 1.817 |
| 1 bis zu 5 Jahre | 0 | 0 | 12.938 | 22.635 | 2.623 | 2.683 |
| mehr als 5 Jahre | 0 | 0 | 7.608 | 10.864 | 408 | 984 |
| Gesamt | 8.056 | 8.006 | 24.497 | 39.907 | 4.704 | 5.484 |
Zusätzlich bürgt die Delticom AG selbstschuldnerisch für die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH gegenüber einem Warenlieferanten mit einem Betrag von € 2.000.000 (Bestellobligo zum Stichtag T€ 453 (Vorjahr T€ 338)). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit als gering einzuschätzen.
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl
Bei der Delticom AG waren im Berichtsjahr durchschnittlich 115 (Vorjahr 133) Mitarbeiter beschäftigt. Hier enthalten waren im Durchschnitt 7 (Vorjahr 8) Auszubildende.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Rainer Binder
Aufsichtsratsvorsitzender
Unternehmer, Hannover
Michael Thöne-Flöge
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Unternehmer, Peine
Herr Thöne-Flöge ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Opticland GmbH, Nürnberg.
Alan Revie
Aufsichtsratsmitglied
Unternehmer, Hamilton / Großbritannien
Herr Revie ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Axle Group Holdings Limited, Glasgow.
Vorstand
Susann Dörsel-Müller, Peine;
Vorstand, Montagepartner, Nutzfahrzeuge, Speciality
Philip von Grolman, Hemmingen;
Vorstand, Einkauf, Operations, Nordamerika
Sascha Jürgensen, Hannover;
Vorstand, DeltiParts, Business Development
Mit Wirkung zum 20. Oktober 2015 hat Herr Sascha Jürgensen sein Vorstandsmandat niedergelegt.
Andreas Prüfer, Hannover;
Vorstand, Finanz- und Rechnungswesen, Corporate Communications, IT, Risikomanagement, Distribution
Thierry Delesalle, Wunstorf,
Vorstandsmitglied seit 01.01.2015, B2C PKW-Reifen und Kompletträder Westeuropa sowie Marketing.
Bezüge der Leitungsorgane
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
Susann Dörsel-Müller
Montagepartner / Nutzfahrzeuge / Specialty
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 106 | 139 | 106 | 139 | 139 | 139 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 106 | 139 | 106 | 139 | 139 | 139 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 8 | 10 | 7 | 16 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 8 | 10 | 7 | 16 | 0 | 500 |
| Summe | 114 | 149 | 113 | 155 | 139 | 639 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 114 | 149 | 113 | 155 | 139 | 639 |
Philip von Grolman
Einkauf / Operations / Nordamerika
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 270 | 243 | 270 | 243 | 243 | 243 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 270 | 243 | 270 | 243 | 243 | 243 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 57 | 70 | 48 | 114 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 57 | 70 | 48 | 114 | 0 | 500 |
| Summe | 327 | 313 | 318 | 357 | 243 | 743 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 327 | 313 | 318 | 357 | 243 | 743 |
Sascha Jürgensen
DeltiParts / Business Development
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 175 | 177 | 175 | 221 | 221 | 221 |
| Nebenleistungen | 4 | 8 | 0 | 2 | 2 | 2 |
| Summe | 179 | 185 | 175 | 223 | 223 | 223 |
| Einjährige variable Vergütung | 35 | 0 | 0 | 540 | 540 | 540 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 10 | 13 | 9 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 10 | 13 | 9 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 224 | 198 | 184 | 773 | 763 | 1.263 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 2 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 227 | 200 | 184 | 774 | 764 | 1.264 |
Thierry Delesalle
Deltiparts / Marketing / Tirendo / Pricing / Business Unit / Distribution
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 0 | 158 | 0 | 158 | 158 | 158 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 158 | 0 | 158 | 158 | 158 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 27 | 0 | 27 | 0 | 27 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 8 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 0 | 0 | 0 | 8 | 0 | 527 |
| Summe | 0 | 185 | 0 | 185 | 158 | 685 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 0 | 185 | 0 | 185 | 158 | 685 |
Andreas Pruefer (Entry 01.01.2014)
Finanzen / Communication / IT / Risk / Distribution
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 32 | 97 | 227 | 0 | 750 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 0 | 32 | 97 | 227 | 0 | 750 |
| Summe | 475 | 507 | 572 | 702 | 475 | 1.225 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 475 | 507 | 572 | 702 | 475 | 1.225 |
Rainer Binder (Exit 31.12.2013)
Vorstandsvorsitzender
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 238 | 0 | 238 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 238 | 0 | 238 | 0 | 0 | 0 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 114 | 89 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwikung | 114 | 89 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 352 | 89 | 238 | 0 | 0 | 500 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 352 | 89 | 238 | 0 | 0 | 500 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | langfristige Anreizwirkung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Susann Dörsel Müller | 106 | 139 | 0 | 0 | 7 | 16 |
| Philip von Grolman | 270 | 243 | 0 | 0 | 48 | 114 |
| Sascha Jürgensen | 175 | 221 | 0 | 0 | 9 | 0 |
| Andreas Prüfer | 475 | 475 | 0 | 0 | 97 | 227 |
| Thierry Delesalle | 0 | 158 | 0 | 27 | 0 | 8 |
| Summe | 1.026 | 1.236 | 0 | 27 | 161 | 365 |
Frank Schuhardt erhielt in 2014 eine Abfindung in Höhe von 700 Tsd. € ausgezahlt. Darüber hinaus erhielt er im Zuge der Ausübung der Aktienoptionen (Bezüge aus langfristiger Anreizwirkung) 1.720 Tsd. €. Rainer Binder erhielt im Rahmen der mehrjährigen variablen Vergütung aus seiner ehemaligen Vorstandstätigkeit in 2015 89 Tsd. € ausgezahlt.
Im Geschäftsjahr 2015 sind damit für kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandmitglieder von 1.263 Tsd. € (Vorjahr 1.026 Tsd. €), für Abfindungen von 584 Tsd. € (Vorjahr 700 Tsd. €) sowie für andere langfristige, erfolgsabhängige Leistungen von 365 Tsd. € (Vorjahr 161 Tsd. €) angefallen. Zum 31.12.2015 bestehen für die langfristig fälligen Leistungen Rückstellungen von 325 Tsd. € sowie für Abfindungsleistungen an Sascha Jürgensen Verbindlichkeiten von 584 Tsd. €. Die Auszahlung der Abfindungsleistungen erfolgt in 2016.
Dem Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2015 Bezüge in Höhe von T€ 50 (Vorjahr T€ 50) gewährt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Honorare für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, werden im Konzernabschluss dargestellt.
Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 147.959.30 | 174.336.49 |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 147.959,30 | 174.336,49 |
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen
Die Delticom AG ist zu jeweils 100 % an der Delticom Tyres Ltd. mit Sitz in Oxford / Großbritannien, an der umfirmierten Toroleo Tyres GmbH (ehemals Reifendirekt GmbH) mit Sitz in Schönefeld, an der umfirmierten Delticom OE S.R.L (ehemals NETIXS.R.L.) mit Sitz in Timisoara / Rumänien, an der Tirendo Holding GmbH mit Sitz in Berlin, an der umfirmierten Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG (ehemals RD Reifendirekt GmbH & Co. KG) in Schönefeld, an der OOO Delticom Shina mit Sitz in Moskau, an den Gesellschaften Deltiparts GmbH, Reife tausend1 GmbH und an der Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH alle mit Sitz in Hannover, beteiligt. Mit der zuletzt genannten Gesellschaft wurde mit der Delticom AG als herrschendes Unternehmen am 26. März 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Mit der Tirendo Holding GmbH wurde ein Ergebnisabführungsvertrag am 18. März 2014 abgeschlossen. Darüber hinaus besteht ab 2015 eine 100 % Beteiligung an den neu gegründeten Firmen Giga GmbH mit Sitz in Hamburg und an der Delti-Vorrat-1 GmbH mit Sitz in Hannover.
Darüber hinaus ist die Delticom AG mit 75 % an der Delticom North America Inc. mit Sitz in Benicia / USA beteiligt, mit 90 % an der TyresNet GmbH mit Sitz in München und mit 49 % an der OOO Delticom Russland mit Sitz in Moskau / Russland.
Die Beteiligung von 50,9 % an der Tyrepac Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur, die wiederum 100 % Anteile an der Hong Kong Tyrepac Ltd. mit Sitz in Hong Kong und der Guangzhou Tyrepac Trading Ltd. mit Sitz in Guangzhou (China) hielt, wurde zum 31.07.2015 veräußert.
Über die Delticom North America Inc., an der die Delticom AG 75 % der Anteile hält, ist die Delticom AG mit 100 % an der Wholesale Tire and Automotive Inc. mit Sitz in Benicia / USA, mit 100 % an der Tireseasy LLC mit Sitz in Delaware / USA und mit 100 % an der Gigatires LLC und der Price Genie LLC mit Sitz in Kalifornien / USA beteiligt.
Über die Delticom OE S.R.L an der die Delticom AG 100 % der Anteile hält, ist sie mit 100 % an der Delticom (PTY) Ltd. South Africa mit Sitz in Durban / Südafrika beteiligt.
Durch die Beteiligung an der Tirendo Holding GmbH ist die Delticom AG zu 100 % an der Tirendo Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin und den Auslandsgesellschaften Tirendo AT GmbH mit Sitz in Wien, Tirendo France SARL mit Sitz in Paris, Tirendo Netherlands B.V. mit Sitz in Den Haag, Tirendo Poland sp.z.o.o. mit Sitz in Warschau und Tirendo Switzerland GmbH mit Sitz in Zug beteiligt.
| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Umrechnungskurs € |
in Tsd | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Unmittelbar | ||||
| Delticom Tyres Ltd., Oxford | 100,0 | GBP | 0.7350 | 422 |
| Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld | 100,0 | EUR | 50 | |
| Delticom OE S.R.L., Timisoara | 100,0 | RON | 4.5229 | 3.948 |
| Delticom North America Inc., Benicia | 75,0 | USD | 1.0892 | 4.638 |
| OOO Delticom Shina, Moskau | 100,0 | RUB | 80,4168 | 172 |
| OOO Delticom Russland, Moskau | 49,0 | RUB | 80,4168 | 31.487 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover | 100,0 | EUR | 41 | |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin | 100,0 | EUR | 3.563 | |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld | 100,0 | EUR | 1 | |
| DeltiParts GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 31 | |
| Reife tausend1 GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 38 | |
| Giga GmbH, Hamburg | 100,0 | EUR | 300 | |
| TyresNet GmbH, München | 90,0 | EUR | 559 | |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 25 | |
| Mittelbar | ||||
| Wholesale Tire and Automotive Inc. Benicia | 100,0 | USD | 1.0892 | 92 |
| Tireseasy LLC, Delaware | 100,0 | USD | 1.0892 | 905 |
| Gigatires LLC, Kalifornien | 100,0 | USD | 1.0892 | 23 |
| Price Genie LLC, Kalifornien über Delticom North America Inc., Benicia | 100,0 | USD | 1.0892 | 59 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin | 100,0 | EUR | -3.720 | |
| Tirendo AT GmbH, Wien | 100,0 | EUR | -27 | |
| Tirendo France SARL, Paris | 100,0 | EUR | -25 | |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag | 100,0 | EUR | -91 | |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau | 100,0 | PLN | 4,2636 | -140 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug über Tirendo Holding GmbH, Berlin | 100,0 | CHF | 1,0822 | -73 |
| Delticom (PTY) Ltd. South Africa, Durban über Delticom OE S.R.L., Timisoara | 100,0 | ZAR | 16,9831 | 970 |
Ergebnis vor phasengleicher Gewinnverlagerung
| Name und Sitz | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | Stichtag der vorliegenden Information | |
|---|---|---|---|
| in Tsd | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Unmittelbar | |||
| Delticom Tyres Ltd., Oxford | GBP | 335 | 31.12.2015 |
| Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld | EUR | -1 | 31.12.2015 |
| Delticom OE S.R.L., Timisoara | RON | -4.240 | 31.12.2015 |
| Delticom North America Inc., Benicia | USD | 115 | 31.12.2015 |
| OOO Delticom Shina, Moskau | RUB | -543 | 31.12.2015 |
| OOO Delticom Russland, Moskau | RUB | ||
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover | EUR | 0 | 31.12.2015 |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin | EUR | 0 | 31.12.2015 |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld | EUR | 2.923 " | 31.12.2015 |
| DeltiParts GmbH, Hannover | EUR | 6 | 31.12.2015 |
| Reife tausend1 GmbH, Hannover | EUR | 13 | 31.12.2015 |
| Giga GmbH, Hamburg | EUR | 275 | 31.12.2015 |
| TyresNet GmbH, München | EUR | 59 | 31.12.2015 |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover | EUR | 0 | 31.12.2015 |
| Mittelbar | |||
| Wholesale Tire and Automotive Inc. Benicia | USD | -26 | 31.12.2015 |
| Tireseasy LLC, Delaware | USD | -95 | 31.12.2015 |
| Gigatires LLC, Kalifornien | USD | -2 | 31.12.2015 |
| Price Genie LLC, Kalifornien über Delticom North America Inc., Benicia | USD | -41 | 31.12.2015 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin | EUR | -71 | 31.12.2015 |
| Tirendo AT GmbH, Wien | EUR | -22 | 31.12.2014 |
| Tirendo France SARL, Paris | EUR | 3 | 31.12.2014 |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag | EUR | -23 | 31.12.2014 |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau | PLN | -28 | 31.12.2014 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug über Tirendo Holding GmbH, Berlin | CHF | -40 | 31.12.2014 |
| Delticom (PTY) Ltd. South Africa, Durban über Delticom OE S.R.L., Timisoara | ZAR | 0 | 31.12.2015 |
Ergebnis vor phasengleicher Gewinnverlagerung
Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 17. März 2015 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.
Am Abschlussstichtag bestehen an der Delticom AG die nachfolgend aufgeführten Beteiligungen, für die Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes gemacht worden sind. Die Angaben stellen die nach § 26 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes veröffentlichten Inhalte der Mitteilungen oder deren Übersetzungen dar; die dort enthaltenen Angaben zur absoluten Anzahl der Stimmrechte des jeweiligen Mitteilungspflichtigen respektive zur Gesamtzahl aller Stimmrechte an der Delticom AG und das prozentuale Verhältnis der beiden zueinander beziehen sich auf den Zeitpunkt der Abgabe der Mitteilungen und sind unter Umständen aufgrund nachfolgender Kapitalmaßnahmen überholt:
Zum Abschlussstichtag noch relevante Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vor 2015
Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
EdgePoint Investment Group Inc., Toronto, Kanada, hat uns am 5. Dezember 2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 3. Dezember 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,04 % (597.185 Stimmrechte) beträgt. Davon sind EdgePoint Investment Group Inc. 5,04 % (597.185 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von den 5,04 % (597.185 Stimmrechte) sind EdgePoint Investment Group Inc. 3,79 % (449.515 Stimmrechte) auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von den 5,04 % (597.185 Stimmrechte) werden zudem 0,71 % (84.700 Stimmrechte) auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.
Capital Income Builder, Los Angeles, USA, hat uns am 11. Dezember 2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 9. Dezember 2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,31 % (274.190 Stimmrechte) beträgt.
Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 16. Dezember 2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 11. Dezember 2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 % (355.519 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Capital Research and Management Company 2,99 % gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hält mehr als 3 % der Stimmrechte an der Delticom AG.
The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 16. Dezember 2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 11. Dezember 2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 % (355.519 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind The Capital Group Companies, Inc. 2,99 % (355.519 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Kein individueller Fonds hält mehr als 3 % der Stimmrechte an der Delticom AG.
Meldepflichtige:
Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc., New York, USA
Veröffentlichung vom 4. April 2014
Die Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc., New York, USA, hat uns am 3. April 2014 nach § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 31. März 2014 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,02 % (595.279 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind der Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc. 5,02 % (595.279 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Meldepflichtige
Prüfer GmbH, Hannover
Andreas Prüfer
Binder GmbH, Hannover
Rainer Binder
Veröffentlichungen vom 25. Juni 2014
Die Prüfer GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
0,20 % der Stimmrechte (das entspricht 24.261 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
25,03% der Stimmrechte (das entspricht 2.990.122 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Binder GmbH, Hannover.
Herr Andreas Prüfer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover.
49,86 % der Stimmrechte (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) sind Herrn Prüfer gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover,
- Binder GmbH, Hannover.
Die Binder GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover.
Herr Rainer Binder, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 24,83 % der Stimmrechte (das entspricht 2.965.861 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Binder GmbH, Hannover.
49,86 % der Stimmrechte (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) sind Herrn Binder gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover
- Binder GmbH, Hannover.
Die Prüfer GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 0,20 % der Stimmrechte (das entspricht 24.261 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Davon sind ihr 25,21 % der Stimmrechte (das entspricht 3.011.122 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Binder GmbH, Hannover.
Herr Andreas Prüfer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover.
50,04 % der Stimmrechte (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) sind Herrn Prüfer gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover,
- Binder GmbH, Hannover.
Die Binder GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Prüfer GmbH, Hannover.
Herr Rainer Binder, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 20.06.2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04% (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,01 % der Stimmrechte (das entspricht 2.986.861 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
- Binder GmbH, Hannover.
50,04 % der Stimmrechte (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) sind ihm zudem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: -Prüfer GmbH, Hannover
- Binder GmbH, Hannover
Meldepflichtige
Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main
Veröffentlichungen vom 25. Juni 2014
Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns am 23. Juni 2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 6,21 % (736.281 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind der Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung 0,01 % (1.034 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Meldepflichtige:
TAM UK Holdings Limited, London, United Kingdom
Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, United Kingdom
Threadneedle Holdings Limited, London, United Kingdom
Threadneedle Asset Management Limited, London, United Kingdom
Threadneedle Asset Management UK Ltd, London, United Kingdom
Veröffentlichungen vom 8. Oktober 2014
Die Threadneedle Asset Management Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. (Korrektur der Veröffentlichung vom 25. Januar 2013)
Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. (Korrektur der Veröffentlichung vom 25. Januar 2013)
Die Threadneedle Asset Management UK Ltd, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat.
Die TAM UK Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat.
Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat.
Die Threadneedle Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat.
Die Threadneedle Asset Management Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat.
Veröffentlichungen vom 17. Oktober 2014 (Korrekturen der Veröffentlichungen vom 8. Oktober 2014)
Die TAM UK Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Threadneedle Holdings Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Threadneedle Asset Management Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Threadneedle Asset Management UK Ltd, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 2,99 % (das entspricht 353.649 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG im Geschäftsjahr 2015
Meldepflichtige:
BNY Mellon Service KapitalanlageGesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Veröffentlichung vom 07. Juli 2015
Die BNY Mellon Service KapitalanlageGesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07.07.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 03.07.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,06% (das entspricht 365953 Stimmrechten) betragen hat.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards auf.
Vorschlag der Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von € 18.344.480,61 bzw. dem nicht unter die Ausschüttungssperre fallenden Betrag von € 18.196.521,31 einen Betrag von €6.231.665,50 d.h. €0,50 pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von € 12.112.815,11 auf neue Rechnung vorzutragen.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hannover, 11. März 2016
Thierry Delesalle
Susann Dörsel-Müller
Philip von Grolman
Andreas Prüfer
Anlagenspiegel
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DER DELTICOM AG, HANNOVER, IM GESCHÄFTSJAHR 2015
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.633.600,24 | 442.607,10 | 200.000,00 | 0,00 | 15.876.207,34 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.766.913,29 | 0,00 | 1.805.006,90 | 0,00 | 3.961.906,39 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.788.958,64 | 430.307,07 | 257.359,36 | 0,00 | 12.961.906,35 |
| 18.555.871,93 | 430.307,07 | 2.062.366,26 | 0,00 | 16.923.812,74 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 50.062.076,90 | 590.612,75 | 837.193,99 | 0,00 | 49.815.495,66 |
| Beteiligungen | 0,00 | 391.543,90 | 0,00 | 0,00 | 391.543,90 |
| 50.062.076,90 | 982.156,65 | 837.193,99 | 0,00 | 50.207.039,56 | |
| 84.251.549,07 | 1.855.070,82 | 3.099.560,25 | 0,00 | 83.007.059,64 |
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.189.504,24 | 3.748.652,10 | 172.224,00 | 0,00 | 8.765.932,34 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.917.423,29 | 376.694,00 | 741.325,90 | 0,00 | 1.552.791,39 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.251.205,46 | 1.519.569,74 | 142.669,36 | 0,00 | 10.628.105,84 |
| 11.168.628,75 | 1.896.263,74 | 883.995,26 | 0,00 | 12.180.897,23 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 |
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 | |
| 16.443.132,909,00 | 5.644.915,84 | 1.056.219,26 | 0,00 | 21.031.829,57 |
| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.110.275,00 | 10.444.096,00 |
| SACHANLAGEN | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.409.115,00 | 3.849.490,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.333.800,51 | 3.537.753,18 |
| 4.742.915,51 | 7.387.243,18 | |
| FINANZANLAGEN | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.730.495,66 | 49.977.076,90 |
| Beteiligungen | 391.543,90 | 0,00 |
| 50.122.039,56 | 49.977.076,90 | |
| 61.975.230,07 | 67.808.416,08 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild, von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar,
Hannover, den 11, März 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer