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Delticom AG

Management Reports May 26, 2015

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Management Reports

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Delticom AG

Hannover

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Zusammengefasster (Konzern-) Lagebericht der Delticom AG

Grundlagen des Konzerns

Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führender Reifenhändler im Internet. Im Geschäftsbereich E-Commerce sind wir in 42 Ländern mit 163 Onlineshops tätig.

Organisation

Mit durchschnittlich 247 Mitarbeitern ist Delticom ein vergleichsweise schlankes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben sind an Operations-Center ausgelagert. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette.

Rechtliche Konzernstruktur

Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2014 vollkonsolidiert sind:

Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld (Deutschland)
Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland)
Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien)
Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien)
Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA)
Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA)
Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland)
Toroleo Tyres TT GmbH & Co.KG, Schönefeld (Deutschland)
Deltiparts GmbH i.G., Hannover (Deutschland)
Reife tausend1 GmbH i.G., Hannover (Deutschland)
Tyrepac Pte. Ltd., Singapur

Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.

Die Anteilsbesitze an der Delticom North America Inc. liegen zu 75% bei der Delticom AG. Die Anteilsbesitze an der Tochtergesellschaft Wholesale Tire and Automotive Inc. liegen zu 100% bei der Delticom AG.

Tyrepac Pte. Ltd., Singapur wurde erstmalig mit dem Q4-Abschluss im Delticom-Konzern konsolidiert.

Vorstand und Aufsichtsrat

Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.

Vorstand

Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.

Externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung

Fahrzeugbestand, Fahrleistung, Ersatzzyklus

Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Das Unternehmen ist aber nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes.

Auf den Straßen Europas fahren mehr als 246 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei etwa 8 Jahren, wovon 63% jünger als 10 Jahre sind. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.

Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten – insbesondere Benzinpreise – haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.

Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.

Preis und Mix

Umsatz und Marge eines Reifenhändlers werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.

Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.

Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.

Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.

Wetterabhängige Nachfrage

Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.

Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.

In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.

Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.

Da Delticom europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.

Regulatorische Einflüsse

Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.

EU-Reifenlabel

Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.

Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.

Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ steht dabei für die beste und ein rotes „G“ für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.

Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.

Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.

Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Delticom informiert seine Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.

DEX

Delticom hat im Sommer 2012 eine Online-Befragung unter mehr als 40.000 Endverbrauchern in 15 europäischen Ländern zum Reifenlabel durchgeführt, um zu erfahren, wie die europäischen Autofahrer die einzelnen Labelkriterien bei der Kaufentscheidung gewichten. Basierend auf diesen Umfrageergebnissen haben wir für Sommer- und Ganzjahresreifen den sogenannten DEX (Delticom Effizienzklassen Index) entwickelt, der exklusiv in den Onlineshops der Delticom zu finden ist. Bei diesem Index handelt es sich um ein Sterne-Bewertungssystem, welches die kumulierten Werte der einzelnen Label-Kriterien des jeweiligen Reifens und die Gewichtung dieser Kriterien durch die Gesamtheit der Kunden kombiniert. Mit dem DEX als weitere Filtermöglichkeit kann der passende Reifen unter den Gesichtspunkten der Reifenlabel-Kriterien in unseren Onlineshops noch komfortabler und schneller ausfindig gemacht werden. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden damit eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Interpretation der Labelkriterien an.

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS)

RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.

Indirekte Systeme

Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.

Direkte Systeme

Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.

RDKS zur Differenzierung

Delticom hat die angeschlossenen Servicepartner frühzeitig über die Veränderungen der Arbeitsabläufe beim Reifenservice durch RDKS informiert. Die Spezialisierung als RDKS-Werkstatt bietet den Partnern die Möglichkeit, sich durch Know-How und Service vom Wettbewerb zu differenzieren und durch weitere Dienstleistungen zusätzliche Erträge zu generieren.

Kompletträder

Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Delticom verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgt kompetent durch unsere Montagespezialisten.

Wettbewerbsposition

Geringe Markteintrittsbarrieren

In einigen Ländern bieten manche Reifenhändler und Werkstattketten ihre Waren mittlerweile auch über das Internet an – ein zusätzlicher Vertriebskanal, der das stationäre Hauptgeschäft ergänzt. Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Online-Handel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal im Reifenhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.

First-Mover

Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Derzeit ist Delticom, gemessen an den über das Internet erzielten Umsatzerlösen, deutlich größer als die Wettbewerber und im Gegensatz zu diesen in ganz Europa tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Nachfrage gut ausgeglichen werden.

Schlanke Wertschöpfungskette

Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 40.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.

Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Die niedrige Kostenbasis verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.

Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass Delticom aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden Reifenhändlern im Internet gehören wird.

Marktumfeld

Markt für Ersatzreifen

Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für Delticom ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60% aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20% Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.

Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20% auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich – nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen – für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd. €.

Lieferkette

Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren – wie in vielen anderen Produktgruppen auch – zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.

Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.

Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.

Reifenhandel im Internet

In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.

Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2014 europaweit knapp 8% der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.

In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 11%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommende Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 20 Prozent steigen.

Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an dieser nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren – und den Markt wesentlich mitzuprägen.

Wichtige Geschäftsprozesse

Einkauf

Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.

Kundengewinnung

Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).

Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher Reifen kaufen kann. Mittels TV-Kampagnen macht Tirendo auf den Onlinereifenkauf aufmerksam. Zudem informiert unsere PR-Abteilung die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Reifenkaufs.

Customer Capital

Seit Gründung des Unternehmens haben über 8,3 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 7,3 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.

Lagerlogistik

Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.

Transportlogistik

Die in den Onlineshops verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.

Bestellprozess und Auftragsabwicklung

Bei Delticom werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software angestoßen. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen sind in Operations-Center ausgelagert.

Produkte

Ersatzreifen

Delticom erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Onlineshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.

Saisonale Sortimente

In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahres-zeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.

Innovative Produkte

In den letzten Jahren fragten unsere Kunden vermehrt Ultra-High-Performance-Reifen und innovative Produkte wie Run-Flat-Reifen nach. Das Interesse an ökologisch nachhaltigen Produkten nimmt stetig zu. Daher können unsere Kunden bei uns auch Reifen kaufen, die helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Zubehör und Ersatz- und Verschleißteile

Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.

Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.

E-Commerce

Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen über 163 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist ReifenDirekt. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken.

Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Das Unternehmen ist in 42 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt die Gesellschaft den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA und seit Ende 2010 auch in Asien.

Großhandel

Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland.

Mitarbeiter

188 Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2014 waren insgesamt 188 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, davon 150 bei Delticom (inkl. Azubis) und 38 bei Tirendo in Berlin. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 247 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 179). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.

Aus- und Weiterbildung

Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bietet Delticom seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.

Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2014 absolvierten insgesamt 10 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2014 waren insgesamt 7 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 10).

Eigenverantwortung

Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.

Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.

IT-Infrastruktur

Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die ausgelagerten Operations-Center mit ein.

Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 AktG)

Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Grundzüge des Vergütungssystems

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung,
erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile,
variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom AG. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/ Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2014 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.

Erklärung zur Unternehmensführung

Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Websitewww.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.

Unternehmenssteuerung und Strategie

Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Verkauf von Ersatzreifen in Europa. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält für das Geschäft mit Endkunden keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Finanzielle Ziele

Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:

Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen.
Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen.

Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.

Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.

Liquidität

Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.

Nichtfinanzielle Ziele

Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwickung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar.

Kundenzahlen

Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2014 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.016 Tausend leicht unter Vorjahr (2013: 1.037 Tausend). Delticom hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr die Methodik zur Ermittlung der Kundenzahlen verändert. Der Vorjahreswert weicht dementsprechend von der Zahl im Geschäftsbericht 2013 ab. Solche Kunden, die im letzten Jahr sowohl bei Delticom als auch bei Tirendo erstmals gekauft haben, werden nicht doppelt geführt. Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 744 Tausend Bestandskunden (2013: 633 Tausend, Ermittlung nach neuer Methodik) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.

Lieferfähigkeit

Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.

Auftragsabwicklung

Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.

Effizientes Lagerhandling

Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-Augen-Prinzip).

Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.

Strategie

Das Management beabsichtigt, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Online-Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen. Der Geschäftsbereich E-Commerce soll auch in den kommenden Jahren weiterhin stark zum Unternehmenswachstum beitragen.

Fokus

Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen an private Endkunden in Europa. Andere Produkte, Regionen und Zielgruppen entwickeln wir bevorzugt organisch aus unserem Geschäft heraus.

Wir gehen davon aus, dass Delticom auch in Zukunft weniger durch Zukäufe, sondern vorrangig organisch wachsen wird. Sollten sich jedoch Opportunitäten ergeben, dann werden wir diese prüfen.

Nur online

Im Geschäftsbereich E-Commerce verkaufen wir ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.

Optimiertes Sourcing

Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.

Liquiditätsmanagement

Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.

Verlässliche Partner

Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Reifen schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellt Delticom seinen Kunden ein Netzwerk mit Tausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung sind in Operations-Center ausgelagert.

Forschung und Entwicklung

Eigene Software

Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.

Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.

Testmärkte

Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen 2014

Während sich das Weltwirtschaftsklima nach einem verhaltenen Jahresauftakt bis zum Sommer zunehmend aufgehellt hatte, erlitt der weltwirtschaftliche Aufschwung im weiteren Verlauf des Jahres einen Dämpfer. In allen Regionen trübte sich das Wirtschaftsklima in der zweiten Jahreshälfte ein. Insbesondere im Euroraum geriet die Erholung zunehmend ins Stocken. Die Wirtschaftsleistung in den Mitgliedsländern des Währungsraums zeigte sich auch in 2014 weiter uneinheitlich.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Europa

Während sich in einzelnen Krisenländern die Konjunktur langsam stabilisierte, fehlte es dem Aufschwung in anderen Ländern weiterhin an Dynamik. Insbesondere in Frankreich und Italien blieb die Lage angespannt: eine hohe Staatsverschuldung, steigende Arbeitslosenzahlen und ein schwaches Wirtschaftswachstum kennzeichneten im Jahresverlauf das gesamtwirtschaftliche Bild.

Deutschland

Auch in Deutschland hat sich die Konjunktur im Jahresverlauf abgekühlt. Zwar deuteten verschiedene Konjunkturindikatoren in der zweiten Jahreshälfte auf eine gewisse Verunsicherung der heimischen Verbraucher hin. Allen Befürchtungen zum Trotz erwies sich der private Konsum jedoch erneut als wesentlicher Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft. Eine stabile Arbeitsmarktlage, die positive Einkommensentwicklung und niedrige Zinsen stützten die Konsumlaune der Verbraucher.

Branchenspezifische Entwicklungen

Ersatzreifengeschäft

Die Erwartungen auf eine Trendwende im Ersatzreifengeschäft haben sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr nicht erfüllt.

Sommerreifengeschäft

Frühlingshafte Temperaturen bereits im März hatten dem Reifenhandel im ersten Quartal ein deutliches Absatzplus beschert. Im zweiten Quartal sorgten rückläufige Absatzzahlen allerdings für Ernüchterung. Auch im dritten Quartal blieben die Abverkaufszahlen hinter dem Vorjahresquartal zurück, nicht zuletzt, weil der Handel nicht von einem frühen Start in das Wintergeschäft profitieren konnte.

Milder Winter

Die Hoffnungen auf eine hohe Verbrauchernachfrage nach Winterreifen wurden im Verlauf des vierten Quartals zunehmend enttäuscht. Die milde Witterung ermöglichte erneut ein Aufschieben des Reifenersatzes. Zwar veranlassten anhaltende Schneefälle zum Jahresende den einen oder anderen Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen. Allerdings konnte das positive Jahresendgeschäft das bis dahin aufgelaufene Absatzminus nicht ausgleichen.

Gemäß erster Schätzungen der Branchenverbände im Januar 2015 wurden im Gesamtjahr 2014 im deutschen Reifenhandel 13,3% weniger Winterreifen abgesetzt. Aufgrund dieses deutlichen Rückgangs fielen die Absatzzahlen im deutschen Ersatzreifengeschäft trotz des leichten Absatzplus im Geschäft mit PKW-Sommerreifen von 2,5% insgesamt nochmals geringer aus als im bereits schwachen Vorjahr 2013.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Tirendo

Im Geschäftsjahr 2013 hat Delticom sämtliche Geschäftsanteile des in Berlin ansässigen Online-Reifenhändlers Tirendo Holding GmbH und aller Tochtergesellschaften erworben. Die Tirendo Holding GmbH und die Tirendo Deutschland GmbH (beide Gesellschaften nachfolgend zusammen als Tirendo bezeichnet) werden ab dem Erwerbszeitpunkt 16.09.2013 im Delticom-Konzern vollkonsolidiert.

Umsatz

Konzern

Delticom, Europas führender Internet-Reifenhändler, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste die Delticom-Gruppe insgesamt Umsätze in Höhe von 501,7 Mio. €, ein Rückgang um 0,8% gegenüber dem Vorjahreswert von 505,5 Mio. €.

E-Commerce

Über die 163 Onlineshops wurde im Geschäftsbereich E-Commerce ein Umsatz von 493,4 Mio. € erzielt (2013: 493,1 Mio. €). Auf die Tirendo-Shops entfiel im Berichtszeitraum ein Umsatz von 39,6 Mio. €. Bezogen auf den Tirendo-Umsatz im Gesamtjahr 2013 von 43,7 Mio. € entspricht dies einem Rückgang um 9,4%. Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 98,3%, im Vergleich zu 97,5% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Regionale Verteilung

Das Unternehmen ist weltweit in 42 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 382,8 Mio. € (–0,2%) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern tätig, aber auch in den USA. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2014 ein Umsatz von 118,9 Mio. € (–2,5%).

Saisonalität

Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.

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1. Quartal

Frühlingshafte Temperaturen im März hatten den einen oder anderen Autofahrer dazu veranlasst, schon vor Ostern auf Sommerreifen umzurüsten. Im Geschäft mit Sommerreifen lag der Absatz dementsprechend deutlich über Vorjahr. Mit 94,3 Mio. € fiel der Umsatz in den ersten drei Monaten um 16,0% höher aus als im Vergleichszeitraum (Q113: 81,3 Mio. €).

2. Quartal

Nach einem deutlichen Absatzplus im ersten Quartal, hat sich das Geschäft mit Sommerreifen im zweiten Quartal merklich abgekühlt. In Deutschland wurden gemäß Schätzungen der Wirtschaftsverbände im Q2 knapp 7% weniger Sommerreifen als im Vorjahr vom Handel abgesetzt. Insgesamt erlöste Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 131,8 Mio. € (Q213: 130,9 Mio. €), eine Steigerung um 0,6% gegenüber dem Vorjahreswert.

3. Quartal

Neben einer anhaltenden Nachfrageschwäche im Geschäft mit Sommerreifen profitierte der Reifenhandel im dritten Quartal nicht von einem frühen Start in die Wintersaison. Delticom erzielte im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 88,1 Mio. € (Q313: 96,9 Mio. €), gegenüber dem Vergleichszeitraum ein Rückgang um 9,1%.

4. Quartal

Anhaltend milde Temperaturen bis weit in den Dezember sorgten für einen schleppenden Verlauf des Winterreifengeschäfts. Wenngleich zum Jahresende wetterbedingt verstärkt Winterreifen nachgefragt wurden, konnte diese Entwicklung das bis dahin abgelaufene Absatzminus im Geschäft mit Winterreifen nicht mehr ausgleichen. Erste vorläufige sell-out Zahlen der Branchenverbände indizieren auf Gesamtjahressicht einen Absatzrückgang im Geschäft mit Winterreifen um mehr als 10%. Insgesamt erzielte Delticom im vierten Quartal einen Umsatz von 187,6 Mio. € (Q4 13: 196,5 Mio. €, –4,5%). Ein Teil der zum Jahresende eingegangenen Bestellungen konnte aufgrund der Feiertage erst zu Beginn des neuen Jahres ausgeliefert werden. Tirendo erzielte im Schlussquartal einen Umsatz von 17,7 Mio. € (Q4 13: 18,1 Mio. €, –1,9%).

Wesentliche Aufwandspositionen

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 378,9 Mio. € (2013: 380,3 Mio. €, –0,4%). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 75,2% auf 75,5%.

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Trotz des leichten Umsatzrückgangs hat Delticom im Berichtszeitraum mehr Reifen abgesetzt als im Vorjahr. Der Anstieg der Transportkosten von 43,6 Mio. € um 2,4% auf 44,6 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Länder-Mix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 8,9% (2013: 8,6%).

Kosten der Lagerhaltung

Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6,8 Mio. € im Vorjahr um 4,9% auf 7,1 Mio. €. Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 13,0% auf 4,7 Mio. € (2013: 4,1 Mio. €). Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 0,9% nahezu auf Vorjahresniveau (2013: 0,8%).

Personalaufwand

Zum Stichtag 31.12.2014 waren insgesamt 188 Mitarbeiter im Konzern angestellt, davon 150 bei Delticom (inkl. Auszubildende) und 38 bei Tirendo (inkl. Praktikanten). Zum Halbjahresstichtag 30.06.2014 war die Anzahl der im Konzern angestellten Mitarbeiter mit insgesamt 300 noch deutlich höher ausgefallen. Im Zuge der vollständigen Integration von Tirendo wurde der Personalbestand in der Gruppe im Verlauf des zweiten Halbjahres schrittweise reduziert. Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 247 Mitarbeiter (2013: 179), davon 111 bei Tirendo in Berlin. Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 15,6 Mio. € (2013: 11,3 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 3,1% (2013: 2,2%).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 24,2 Mio. €, nach 21,1 Mio. € für 2013. Dies entspricht einer Quote von 4,8% vom Umsatz (2013: 4,2%). Im vierten Quartal wurden 8,8 Mio. € für Marketingmaßnahmen ausgegeben, eine Reduzierung um 18,0% gegenüber dem Vorjahr (Q4 13: 10,7 Mio. €). Der Aufwand im Verhältnis zum Umsatz im Schlussquartal betrug 4,7% (Q4 13: 5,5%). Von den Marketingaufwendungen im Q4 sind 3,1 Mio. € Tirendo zuzuordnen (Q4 13: 5,8 Mio. € –47,6%). Die Reduzierung der Tirendo-Marketingausgaben im Schlussquartal resultiert aus der Optimierung bestehender Kampagnen und der damit einhergehenden Effizienzsteigerung. Der Erfolg einzelner Maßnahmen wird eng kontrolliert und der Marketing-Mix flexibel gesteuert.

Abschreibungen

Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 4,3 Mio. € um 90,2% auf 8,3 Mio. € an. Hierbei handelt es sich mit 5,2 Mio. € mehrheitlich um sogenannte PPA-Abschreibungen. Eine Übersicht der im Rahmen der Kaufpreisallokation (PPA) identifizierten immateriellen Vermögenswerte und deren erwartete Nutzungsdauer wird im Anhang des vorliegenden Geschäftsberichts dargestellt.

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 24,5%, nach 24,8% im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für Q414 belief sich die quartalsweise Bruttomarge im Konzern auf 23,3% (Q4 13: 25,6%). Um die selbstgesteckten Absatzziele zu erreichen, hat Delticom im Schlussquartal in den Onlineshops attraktivere Verkaufspreise angeboten. In den Tirendo-Shops wurden im Schlussquartal die erzielten Kosteneinsparungen in Form verbesserter Preise an die Kunden weitergegeben.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 123,4% auf 12,1 Mio. € (2013: 5,4 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 2,6 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2013: 2,8 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2014: 2,4 Mio. €, 2013: 2,9 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2013: –0,2 Mio. €).

Rohertrag

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 3,3% von 130,6 Mio. € auf 134,9 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 513,8 Mio. € (2013: 510,9 Mio. €) betrug der Rohertrag 26,3% (2013: 25,6%).

EBITDA

Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 22,2 Mio. € auf 15,3 Mio. €. Der Rückgang um 31,1% geht mit der gestiegenen Kostenbasis nach der Tirendo-Übernahme einher.

Im Q414 erzielte die Delticom-Gruppe ein EBITDA in Höhe von 7,3 Mio. €, nach 10,2 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Rückgang um 2,9 Mio. € bzw. um 28,4% resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Bruttomarge im Schlussquartal. Das EBITDA von Tirendo belief sich im Schlussquartal auf –3,2 Mio. € nach –4,5 Mio. € im Q413. Die Verbesserung um 1,3 Mio. € begründet sich vorrangig durch die optimierte Kostenstruktur insbesondere im Marketing.

EBIT

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 7,0 Mio. € (2013: 17,8 Mio. €, –60,6%). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,4% (2013: 3,5%). Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Übernahme identifizierten immateriellen Vermögenswerte belasteten das EBIT im Berichtszeitraum mit 5,2 Mio. €. Für das EBIT im vierten Quartal ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von 8,1 Mio. € ein Rückgang um 35,8% auf 5,2 Mio. € oder 2,8% vom Umsatz (Q4 13: 4,1%).

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Finanzergebnis

Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 34 Tsd. € (2013: 49 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 800,8 Tsd. € gegenüber (2013: 178,0 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug –766,3 Tsd. € (2013: –129 Tsd. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 3,4 Mio. € (2013: 6,2 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 54,4% (2013: 34,8%). In der Berichtsperiode ist ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) zwischen der Delticom AG und der Tirendo Holding GmbH abgeschlossen worden. Dadurch sind die steuerlichen Verlustvorträge per 31.12.2013 der Tirendo Holding GmbH während der Dauer des EAV nicht mit Gewinnen verrechenbar. Die aktiven latenten Steuern per 31.12.2013, die aufgrund dieser steuerlichen Verlustvorträge gebildet wurden, sind im Berichtszeitraum erfolgswirksam aufgelöst worden. Aufgrund dieses Sachverhalts weicht die Steuerquote im Berichtszeitraum von der normalen Steuerquote des Delticom-Konzerns ab.

Konzernergebnis und Dividende

Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2014 betrug 2,9 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 11,6 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,24 € (unverwässert, 2013: 0,97 €), ein Rückgang um 75,0%. Im Q414 wurde ein Periodenergebnis von 3,8 Mio. € erzielt (Q4 13: 5,4 Mio. €).

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 05.05.2015 eine gegenüber dem Vorjahr um 50,0% niedrigere Dividende von 0,25 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).

Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.

Verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Tsd. € 2014 % +% 2013
Umsatz 501.701 100,0 -0,8 505.542
Sonstige betriebliche Erträge 12.072 2,4 123,4 5.404
Gesamtleistung 513.773 102,4 0,6 510.946
Materialaufwand -378.853 -75,5 -0,4 -380.306
Rohertrag 134.919 26,9 3,3 130.640
Personalaufwand -15.599 -3,1 38,1 -11.292
Sonstige betriebliche Aufwendungen -104.031 -20,7 7,1 -97.165
EBITDA 15.289 3,0 -31,1 22.184
Abschreibungen -8.255 -1,6 90,2 -4.340
EBIT 7.034 1,4 -60,6 17.844
Finanzergebnis (netto) -766 -0,2 492,6 -129
EBT 6.268 1,2 -64,6 17.715
Ertragsteuern -3.411 -0,7 -44,6 -6.160
Konzernergebnis 2.857 0,6 -75,3 11.555

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in Tsd. € % +% 2012 %
Umsatz 100,0 10,8 456.379 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 1,1 44,0 3.753 0,8
Gesamtleistung 101,1 11,0 460.133 100,8
Materialaufwand -75,2 12,2 -338.932 -74,3
Rohertrag 25,8 7,8 121.201 26,6
Personalaufwand -2,2 28,8 -8.768 -1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -19,2 26,0 -77.119 -16,9
EBITDA 4,4 -37,2 35.313 7,7
Abschreibungen -0,9 61,4 -2.689 -0,6
EBIT 3,5 -45,3 32.624 7,1
Finanzergebnis (netto) 0,0 -5,9 -137 0,0
EBT 3,5 -45,5 32.487 7,1
Ertragsteuern -1,2 -40,4 -10.330 -2,3
Konzernergebnis 2,3 -47,9 22.157 4,9

Gesamtaussage des Vorstands zur Ertragslage

Das erste volle Geschäftsjahr nach Übernahme von Tirendo kann als ein Übergangsjahr bezeichnet werden. Mit der Übernahme von Tirendo haben wir den Weg für zukünftiges Wachstum geebnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unser Fokus auf der vollständigen Integration von Tirendo zur Hebung vorhandener Synergien im Unternehmen sowie auf Prozess- und Kostenoptimierungen entlang der Wertschöpfungskette. Das Internet als Vertriebskanal gewinnt im Reifenhandel zunehmend an Bedeutung. Trotz des schwierigen Marktumfelds ist es uns im Geschäftsbereich E-Commerce gelungen, an den Vorjahresumsatz heranzureichen (2014: 493,4 Mio. €, 2013: 493,1 Mio. €).

Auf Gesamtjahressicht verschlechterte sich das EBITDA von 22,2 Mio. € auf 15,3 Mio. €. Der Rückgang um 31,1% begründet sich im Wesentlichen durch die höhere Kostenbasis nach der Tirendo-Übernahme. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 2,9 Mio. € oder 0,24 € je Aktie – nach einem Vorjahresergebnis von 11,6 Mio. €. Trotz des Ergebnisrückgangs um 75,3% hat sich unser Geschäftsmodell auch 2014 bewährt: Aufgrund des eingeschlagenen Restrukturierungskurses bei Tirendo und den erzielten Kosteneinsparungen konnten wir im vierten Quartal attraktivere Preise anbieten.

Die internationale Ausrichtung des Geschäfts und das umfassende Produktangebot machen uns von Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend unabhängig. Mit Blick auf die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns ist Delticom für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.

Finanz- und Vermögenslage

Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmenbilanziell gut aufgestellt.

Investitionen

Sachanlagen

Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2014 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,7 Mio. € (2013: 0,5 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 1,0 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Software-Erweiterungen und Lizenzen.

Working Capital

Working Capital

Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von 4,2 Mio. € um 16,8 Mio. € oder um 395,3% auf –12,5 Mio. € verringert.

Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Quartal zu Quartal für die letzten zwei Jahre.

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Forderungen

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 14,5 Mio. € (31.12.2013: 11,3 Mio. €). Aufgrund der Schneefälle zum Jahresende entfiel ein größerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2013 waren dadurch zum 31.12.2014 weniger bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 5,3 Mio. € über Vorjahr lagen (31.12.2013: 3,7 Mio. €). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 2,6 Mio. € um 0,9 Mio. € höher aus (31.12.2013: 1,7 Mio. €).

In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 5,8 Mio. € zum 31.12.2013 auf 6,6 Mio. € zum 31.12.2014. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) erhöhte sich von 3,4 auf 4,5 Tage.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 16,7 Mio. € auf 56,2 Mio. € verringert (31.12.2013: 72,8 Mio. €).

Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 117,4 Mio. €, ein Rückgang um 3,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 120,7 Mio. €. Trotz des milden Winterwetters konnte ein großer Teil der in den Vorquartalen eingelagerten Reifen abverkauft werden.

Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Absatzentwicklung hat sich 2014 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 62,1 Tage deutlich verringert (2013: 70,5 Tage).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 75,3 Mio. € um 0,9 Mio. € höher aus (31.12.2013: 74,4 Mio. €).

Cashflow

Gewöhnliche Geschäftstätigkeit

Insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit 36,7 Mio. € deutlich besser als im Vergleichszeitraum (2013: 8,1 Mio. €).

Investitionstätigkeit

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,7 Mio. € (2013: 0,5 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 1,0 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit –1,6 Mio. € (Vorjahr: –43,3 Mio. €). Für das Eigenkapital von Tirendo (abzüglich Cash) war in 2013 ein Gegenwert von 42,3 Mio. € gezahlt worden.

Finanzierungstätigkeit

Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von –16,9 Mio. €. Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 5,9 Mio. € sowie 22,9 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Kapitalzuführung durch die Ausübung von Aktienoptionen in Höhe von 1,2 Mio. € sowie Kapitaltransaktionen mit Minderheiten in Höhe von 0,7 Mio. € gegenüber.

Liquidität gemäß Cashflow

Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität aus dem Cashflow im Jahresverlauf entwickelt hat.

Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2013 von 11,5 Mio. €. Hinzugerechnet werden das Konzernergebnis in Höhe von 2,9 Mio. € und der Saldo aus nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 11,1 Mio. €. Die Mittelbindung im Net Working Capital sank um 16,8 Mio. €. Zusätzlich wurden in weiteren Bilanzpositionen 6,3 Mio. € weniger Finanzmittel gebunden. Abzüglich des Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013 zuzüglich des Saldos aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzschulden ergibt sich zum 31.12.2014 eine Liquidität in Höhe von 29,9 Mio. €. Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von 25,3 Mio. € (31.12.2013: –10,3 Mio. €).

Free Cashflow

Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von –35,2 Mio. € auf 35,0 Mio. € gestiegen.

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Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2014 mit 164,0 Mio. € um 7,4% unter dem Vorjahreswert von 177,0 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.

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Verkürzte Konzernbilanz

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in Tsd. € 31.12.14 % +% 31.12.13 % 31.12.12 %
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 58.135 35,4 –17,5 66.698 30,2 15.391 37,7
Anlagevermögen 56.952 34,7 –14,1 64.368 28,4 14.540 36,4
sonstige Vermögenswerte 1.183 0,7 –71,4 2.330 1,8 852 1,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 105.872 64,6 –34,9 110.322 69,8 140.982 62,3
Vorräte 56.151 34,2 –53,5 72.841 51,8 74.107 41,1
Forderungen 19.745 12,0 –39,8 26.158 14,1 20.707 14,8
Liquidität 29.975 18,3 225,9 11.323 3,9 46.168 6,4
Wertpapiere 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 29.975 18,3 225,9 11.323 3,9 46.168 6,4
Bilanzsumme 164.007 100,0 –29,6 177.020 100,0 156.374 100,0
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 66.943 40,8 23,8 64.635 23,2 65.560 36,5
Eigenkapital 50.293 30,7 8,6 51.679 19,9 62.636 29,2
Fremdkapital 16.651 10,2 114,0 12.957 3,3 2.924 7,3
Rückstellungen 351 0,2 12,1 252 0,1 154 0,1
Verbindlichkeiten 16.300 9,9 118,3 12.704 3,2 2.770 7,2
Kurzfristige Schulden 97.064 59,2 –45,8 112.385 76,8 90.814 63,5
Rückstellungen 2.367 1,4 26,4 2.028 0,8 2.177 1,1
Verbindlichkeiten 94.698 57,7 –46,5 110.357 76,0 88.637 62,3
Bilanzsumme 164.007 100,0 –29,6 177.020 100,0 156.374 100,0

Langfristig gebundenes Vermögen

Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen von 66,7 Mio. € auf 58,1 Mio. €. Der Rückgang des Anlagevermögens von 64,4 Mio. € auf 57,0 Mio. € geht im Wesentlichen mit den PPA-Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte von ursprünglichen 17,5 Mio. € einher. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2014 lediglich 5,5% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 6,0%)

Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2014: 1,2 Mio. €, 31.12.2013: 2,3 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 0,7 Mio. € (31.12.2013: 1,9 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen der Tochtergesellschaft Delticom North America Inc. resultieren.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 16,7 Mio. € oder 22,9% auf 56,2 Mio. € zurückgeführt. Die Gründe für den Rückgang sind unter Finanz- und Vermögenslage – Working Capital detailliert dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 14,5 Mio. € und fielen damit um 28,7% höher aus als im Vorjahr (31.12.2013: 11,3 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 4,7 Mio. € verringerten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 67,4% von 10,1 Mio. € auf 3,3 Mio. €. Die Veränderung resultiert aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Insgesamt ging die gesamte Forderungsposition um 24,5% auf 19,7 Mio. € (Vorjahr: 26,2 Mio. €) zurück.

Liquidität

Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Zugang von 18,7 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand zum 31.12.2014 29,9 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €).

Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte um 4,0% zurück. Der Rückgang um 4,5 Mio. € begründet sich vorrangig durch den deutlich geringeren Vorratsbestand und den höheren Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 62,3% auf 64,6%.

kurzfristige Finanzierungsmittel

Auf der Passivseite verringerten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 15,3 Mio. € oder 13,6% auf 97,1 Mio. € (31.12.2013: 112,4 Mio. €). Die Rückstellungen stiegen um 0,3 Mio. € oder 16,7% auf 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf Gewerbesteuerrückstellungen für das Ergebnis der in 2014 umfirmierten RD Reifendirekt GmbH & Co. KG in Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG.

Innerhalb der 94,7 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 entfielen 75,9 Mio. € oder 46,3% der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 74,7 Mio. € sind diese damit um 1,6% gestiegen.

In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,4 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €) entfielen 5,3 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 3,7 Mio. €) und 2,6 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 1,7 Mio. €).

Fremdkapital

Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 16,7 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 15,4 Mio. € (31.12.2013: 11,0 Mio. €), latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. € (31.12.2013: 1,7 Mio. €) sowie langfristigen Rückstellungen in Höhe von 351 Tsd. € (Vorjahr: 252 Tsd. €). Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 17,2 Mio. € zurückgeführt sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 4,3 Mio. € aufgenommen.

Eigenkapital und Eigenkapitalquote

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 1,4 Mio. € oder 2,7% auf 50,3 Mio. € (Vorjahr: 51,7 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 29,2% auf 30,7%. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 113,1 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2014 zu 59,2% durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 47,1%).

Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben – Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Delticom übergibt außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz – Kurzfristige Vermögenswerte – (15) Forderungen.

Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage

Breiter finanzieller Spielraum

Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gruppe verfügt über genügend Liquidität (29,9 Mio. € am 31.12.2014, Vorjahr: 11,5 Mio. €). Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum

Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Einzelabschluss Delticom AG

Kurzfassung nach HGB

Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.

Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel „Unternehmenssteuerung und Strategie“ wie für den Delticom-Konzern.

Ertragslage der Delticom AG

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 221,6 Mio. € (2013: 147,6 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 221,6 Mio. € reduziert wurden. Nachfolgend „bereinigter Umsatz“ genannt.

Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe 685,3 Mio. €, der bereinigte Umsatz betrug 463,7 Mio. €, eine Reduzierung um 1,9% gegenüber dem Vorjahreswert von 472,5 Mio. €.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum signifikant um 80,1% auf 17,5 Mio. € (2013: 9,7 Mio. €). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus erhaltenen Marketingzuschüssen und Erträgen für Lizenzen immaterieller Vermögensgegenstände von der Tirendo Holding. Außerdem sind in dem Posten Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,4 Mio. € enthalten (2013: 2,7 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2014: 2,2 Mio. €, 2013: 2,8 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2013: –0,1 Mio. €).

Wesentliche Aufwandspositionen

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 221,6 Mio. € führen im Bereich des Materialaufwands ebenso zu einem verzerrten Vergleich. Der Materialaufwand zu der Umsatzsumme beträgt 221,6 Mio. €. Die stattfindenden Lagereinkäufe der Delticom in 2014 wurden zu Einkaufspreisen ohne Aufschlag weiterveräußert. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend „bereinigter Materialaufwand“ genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, wo der Materialaufwand Grundlage ist, wie z.B. Bruttomarge, Verwendung.

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 354,3 Mio. € (2013: 362,1 Mio. €, –2,2%). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 76,6% auf 76,4%.

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Trotz des leichten Umsatzrückgangs hat Delticom im Berichtszeitraum mehr Reifen abgesetzt als im Vorjahr. Der Anstieg der Transportkosten von 42,0 Mio. € um 2,5% auf 43,0 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 9,3% (2013: 8,9%).

Kosten der Lagerhaltung

Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 4,1 Mio. € im Vorjahr um 12,7% auf 4,6 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz bewegte sich mit 1,0% nahezu auf Vorjahresniveau (2013: 0,9%).

Personalaufwand

Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 145 Mitarbeiter (2013: 138). Der Personalaufwand belief sich auf 9,3 Mio. € (2013: 9,4 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum wie im Vorjahr 2,0% (2013: 2,0%).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 14,1 Mio. €, nach 13,7 Mio. € für 2013. Dies entspricht einer Quote von 3,0% vom bereinigten Umsatz (2013: 2,9%).

Abschreibungen

Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 2,9 Mio. € um 101,6% auf 5,8 Mio. € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen auf die von Tirendo in 2013 erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände.

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,6% nach 23,4% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Rohertrag

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 5,7% von 120,1 Mio. € auf 127,0 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 481,2 Mio. € (2013: 482,2 Mio. €) betrug der Rohertrag 26,4% (2013: 24,9%).

EBITDA

Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 22,2 Mio. € auf 21,6 Mio. € und damit um 2,4%.

EBIT

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 15,9 Mio. € (2013: 21,6 Mio. €, –26,7%). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 3,4% (2013: 4,6%).

Finanzergebnis

Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 4,8 Mio. € (2013: 5,4 Mio. €). Hier enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 4,7 Mio. € (2013: 5,2 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Tirendo Holding GmbH.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 2,2 Mio. € (2013: 8,7 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 26,7% (2013: 32,2%). Die Steuerquote fällt unüblich niedrig für die Delticom aus, da in der Steuerbilanz der Ertrag aus Beteiligungen der Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG in Höhe von 2.727 Tsd. € nicht mit Gewerbesteuer belegt wurde, da dieses in der Personengesellschaft selbst erfolgte.

Ergebnis und Dividende

Das Ergebnis 2014 betrug 6,0 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 18,2 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,50 € (2013: 1,54 €).

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in Tausend € 01.01.2014 – 31.12.2014 01.01.2013 – 31.12.2013
Umsatzerlöse 685.322 620.090
Sonstige betriebliche Erträge 17.541 9.739
Materialaufwand –575.904 –509.736
Personalaufwand –9.337 –9.425
Abschreibungen –5.786 –2.870
Sonstige betriebliche Aufwendungen –95.975 –86.160
Erträge aus Beteiligungen 4.748 5.200
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85 220
Aufwendungen aus Verlustübernahme –11.714 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –795 –165
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.186 26.893
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –2.186 –8.668
Jahresüberschuss 5.999 18.225
Gewinnvortrag 12.724 429
Bilanzgewinn 18.724 18.654

Finanz- und Vermögenslage der Delticom AG

Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Investitionen

Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2014 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,5 Mio. € (2013: 0,4 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattung. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 0,1 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2014 mit 173,4 Mio. € um 8,5% unter dem Vorjahreswert von 189,4 Mio. €.

Langfristig gebundenes Vermögen

Auf der Aktivseite vermindert sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 72,9 Mio. € auf 67,8 Mio. €. Die Senkung um 7,0% begründet sich fast ausschließlich durch planmäßige Abschreibungen innerhalb der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände.

Vorräte

Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 7,6 Mio. € (2013: 8,4 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware. Grund ist die Verlagerung des gesamten Lagerbestands an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH ab Mitte 2013.

Forderungen

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 61,9 Mio. € (2013: 80,3 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 41,6 Mio. € und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,2 Mio. € sind um 19,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2013: 8,5 Mio. €).

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 4,0 Mio. € (2013: 13,6 Mio. €) reduzierten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 75,4% von 12,1 Mio. € auf 3,0 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem geminderten Vorsteuerüberhang zum Jahresende.

Liquidität

Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Zugang von 16,1 Mio. €. Zum 31.12.2014 betrug die "bilanzielle Liquidität“ 21,4 Mio. € (2013: 5,3 Mio. €, +307,0%).

Insgesamt reduzierte sich die Summe des Umlaufvermögens von 116,0 Mio. € um 9,4% auf 105,1 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig durch gesunkene Forderungen gegen verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag.

Latente Steueransprüche

Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,2 Mio. € (2013: 0,2 Mio. €) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Auf der Passivseite verringerten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 17,3 Mio. € oder 13,0% auf 116,3 Mio. €. Die Rückstellungen alleine sanken um 33,5% oder 1,8 Mio. € auf 3,5 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €).

Innerhalb der 112,8 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 entfielen 68,0 Mio. € oder 39,2% der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 67,5 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert quasi unverändert.

In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) entfielen 4,7 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 3,3 Mio. €) und 2,4 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 1,5 Mio. €).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19,8 Mio. € (2013: 32,4 Mio. €) beinhalten einen Investitionskredit in Höhe von 1,4 Mio. € (2013: 2,3 Mio. €) sowie aufgenommene Annuitäten-Darlehen mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren in Höhe von 18,4 Mio. €.

Eigenkapital

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 1,3 Mio. € oder 2,3% auf 57,1 Mio. € (2013: 55,8 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 29,5% auf 32,9%.

Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte

Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben – Sonstige finanzielle Verpflichtungen.

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in Tausend € 31.12.2014 31.12.2013
Anlagevermögen 67.808 72.942
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.444 14.083
Sachanlagen 7.387 8.980
Finanzanlagen 49.977 49.878
Umlaufvermögen 105.078 115.993
Vorräte 7.608 8.377
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.154 8.487
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.889 80.253
Sonstige Vermögensgegenstände 4.019 13.617
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.408 5.260
Rechnungsabgrenzungsposten 362 324
Aktive latente Steuern 174 188
Aktiva 173.423 189.447

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in Tausend € 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 57.083 55.799
Gezeichnetes Kapital 11.945 11.859
Kapitalrücklage 26.215 25.085
Gewinnrücklagen 200 200
Bilanzgewinn 18.724 18.654
Rückstellungen 3.513 5.281
Steuerrückstellungen 40 0
Sonstige Rückstellungen 3.473 5.281
Verbindlichkeiten 112.827 128.367
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.790 32.697
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.703 3.304
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 68.007 67.525
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.637 19.409
Sonstige Verbindlichkeiten 5.690 5.432
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
Passiva 173.423 189.447

Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage

Breiter finanzieller Spielraum

Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über genügend Liquidität (21,4 Mio. € am 31.12.2014, 31.12.2013: 5,3 Mio. €). Die Gesellschaft erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum

Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Risikobericht

Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.

Prognose

Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.

Nachtragsbericht

Nachfolgend werden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt.

Veränderungen im Management

Am 18.11.2014 hat der Aufsichtsrat Thierry Delesalle mit Wirkung zum 01.01.2015 in den Vorstand bestellt.

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Risikobericht

Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.

Definitionen

Risiken und Chancen

Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.

Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.

Risikomanagement

Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,

den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen),
die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder
Risiken zu vermeiden.

Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.

System zur Risikofrüherkennung

Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,

wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen,
diese Risiken zu analysieren und zu bewerten,
Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und
Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren.

Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.

Risikobewertung

Betrachtungszeitraum 24 Monate

Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 24 Monaten zugrunde.

Meldeschwellen

Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2014 existenzgefährdende (10 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).

Brutto-/Nettorisiko

In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.

Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.

Risk Support Team

Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.

Riskmanager

Der im Bereich Projektmanagement angesiedelte Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.

Vorstand

Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.

Erweiterter Risikokonsolidierungskreis

Der Risikokonsolidierungskreis wurde in 2014 um Tirendo erweitert. Durch die Übernahme sind im Konzern keine neuen Risiken hinzugekommen. Die bereits erkannten Risiken haben sich im Hinblick auf die potentielle Schadenshöhe erhöht.

Keine Segmentierung

Der überwiegende Teil des Umsatzes wird im Segment E-Commerce generiert. Das Segment Großhandel fällt dementsprechend bei der Risikobetrachtung kaum ins Gewicht und wird daher nicht gesondert ausgewiesen.

Kommunikation und Berichterstattung

Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.

Software

Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Risikoinventur

Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.

Wesentliche Einzelrisiken

Strategische Risiken

Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst stark und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie – Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.

Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, aber auch die Partnerschaften im In- und Ausland schrittweise weiterentwickeln.

Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.

Branchenspezifische Risiken

Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.

Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.

Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.

Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.

Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.

Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Reifen von einem Alternativ-Lieferanten.

Wettbewerbsspezifische Risiken

Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen. Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.

Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen. Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Es könnte sein, dass die vielerorts hohen Arbeitslosenzahlen im Verlauf der nächsten Monate den Konsum weiter belasten. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen.

Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.

Personalrisiken

Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.

Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.

IT-Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.

Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.

Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.

Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.

Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.

Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral im Reifenhandel ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Autofahrer in Europa rezessionsbedingt weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.

Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.

Rechnungslegungsbezogenes IKS und RMS

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Organisation

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.

Rolle des Vorstands und Aufsichtsrats

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Konzernrechnungslegung

Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:

IT-gestützte Arbeitsabläufe
allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden
Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung
Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben
konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss
Konsolidierungskreis

Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

IT-gestützte Arbeitsabläufe

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.

Ausblick

Das europäische Ersatzreifengeschäft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht von einer Trendwende profitieren. Aufgrund des milden Winters und damit einhergehender schwacher Winterreifenverkäufe gehen Experten davon aus, dass die Absatzzahlen auf Gesamtjahressicht nicht an das bereits schwache Vorjahr anknüpfen konnten.

Prognosebericht

Gesamtjahresprognose 2014 im Jahresverlauf angepasst

In unserer Prognose zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres planten wir für den Fall, dass sich Markt- und Wetterbedingungen nicht wesentlich besser darstellen als in 2013 auf Gesamtjahressicht mit einem Umsatzplus von 10% (Umsatz 2013: 505,5 Mio. €). Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) strebten wir absolut gesehen mindestens die Höhe des Vorjahres an (2013: 22,2 Mio. €).

H1

Frühlingshafte Temperaturen hatten dem Reifenhandel im ersten Quartal ein deutliches Absatzplus beschert. Im zweiten Quartal blieb jedoch das Sommerreifengeschäft vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Auf Halbjahressicht lag der Umsatz der Delticom-Gruppe um 6,5% über Vorjahr (Umsatz Q1: +16,0%, Umsatz Q2: +0,6%). Wenngleich Tirendo im ersten Halbjahr nicht im erwarteten Umfang zum Wachstum in der Gruppe beigetragen hatte, hielten wir mit Vorlage der Halbjahreszahlen an unserer ursprünglichen Planung für das Gesamtjahr fest. Allerdings erachteten wir unsere Zielsetzung zu diesem Zeitpunkt bereits als ambitionierter als noch zu Jahresbeginn. Unsere Prognose beruhte nunmehr auf der Annahme einer gegenüber Vorjahr stärkeren Winterreifennachfrage.

Q3

Auch im dritten Quartal zeigte sich das Ersatzreifengeschäft vielerorts schwach. Der Handel konnte zudem nicht von einem frühen Start in das Wintergeschäft profitieren. Im dritten Quartal fiel der Umsatz um 9,1% geringer aus als im Vorjahr. Für die gesamten neun Monate lag der Umsatz in der Gruppe um 1,6% über Vorjahr.

Prognose im November angepasst

Sicherheitsbewusste Autofahrer rüsten gemäß der Faustformel von Oktober bis Ostern ihr Fahrzeug um. Ein erster Auftragspeak im Oktober ist dementsprechend nicht ungewöhnlich. Für den weiteren Geschäftsverlauf im vierten Quartal kommt dem Wetter eine wichtige Rolle zu, da vielen Autofahrern die Notwendigkeit neuer Reifen erst bei schwierigen Straßenverhältnissen direkt bewusst wird. Zudem sind in Deutschland Winterreifen nur bei winterlichen Straßenverhältnissen gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund des anhaltend milden Wetters und der Marktlage in den ersten neun Monaten entschlossen wir uns Anfang November dazu, unsere Gesamtjahresprognose anzupassen. Mit Blick auf den unklaren Geschäftsverlauf in den verbleibenden Wochen bis Jahresende, planten wir den Gesamtjahresumsatz in einer Bandbreite von 500 Mio. € bis 520 Mio. €. In Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation und der damit einhergehenden Preisentwicklung im Handel sahen wir für das EBITDA im Geschäftsjahr 2014 nunmehr eine Spanne von voraussichtlich 15 Mio. € bis 20 Mio. € als erreichbar an.

Umsatz wetterbedingt erwartungsgemäß

Aufgrund der Preisentwicklung zum Jahresende hat die Steigerung des Absatzvolumens nicht in gleichem Umfang zu höherem Umsatz geführt. Schneefälle Ende Dezember sorgten für ein verstärktes Jahresendgeschäft. Aufgrund der Feiertage wurden jedoch nicht alle Bestellungen noch im alten Jahr ausgeliefert. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Effekte liegt der Gesamtjahresumsatz in der Gruppe mit 501,7 Mio. € am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite.

EBITDA

Um unsere Absatzziele zu erreichen, haben wir im vierten Quartal attraktivere Verkaufspreise in den Shops angeboten. Am Jahresende überschritt das EBITDA für das Gesamtjahr mit 15,3 Mio. € leicht die untere Zielgrenze von 15 Mio. €.

Tirendo

Ab der zweiten Jahreshälfte haben wir uns auf die vollständige Integration von Tirendo im Delticom-Konzern konzentriert, um in der Gruppe von Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen zu profitieren. Die Integration ging mit einer schrittweisen Reduzierung des Personalbestands bei Tirendo einher. Ende Januar diesen Jahres waren in Berlin 19 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl entspricht damit der im Q3-Bericht 2014 prognostizierten Anzahl von ca. 20 Mitarbeitern ab dem Jahr 2015. Auch die angekündigten Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen im Marketing wurden im vierten Quartal erreicht: Der Marketingaufwand bei Tirendo betrug im Schlussquartal 3,1 Mio. €. Trotz des Rückgangs um 47,6% lag der Umsatz mit 17,7 Mio. € nur leicht unter Vorjahr (Q4 13: 18,1 Mio. €, –1,9%).

Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Führende Konjunkturforschungsinstitute rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einer Erholung in der Eurozone, allerdings auf niedrigem Niveau. Neben geringen Zinsen und dem günstigen Euro trägt auch der niedrige Ölpreis zu einer Stabilisierung der Konjunktur bei. Fallende Preise schüren allerdings zunehmend die Sorgen vor einer Deflation. Um die Inflation im Währungsraum zu erhöhen, hat die EZB ein milliardenschweres Anleiheprogramm aufgelegt. Mit Hilfe dieser Maßnahme sollen sowohl die Investitionen von Unternehmen als auch der Konsum der Verbraucher angekurbelt werden.

Zu Jahresbeginn hat sich die Stimmungslage der europäischen Verbraucher aufgehellt. Dennoch zeigt sich die Erholung in der Eurozone weiterhin äußerst fragil. Experten rechnen für das laufende Jahr zwar insgesamt mit einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt, allerdings bleibt die Zahl der Arbeitslosen vielerorts weiter hoch. Eine Verschärfung der Griechenlandkrise oder des Ukrainekonflikts könnten die wirtschaftliche Erholung im Währungsraum zusätzlich gefährden.

Zukünftige branchenspezifische Entwicklungen

Zum aktuellen Zeitpunkt besteht für das laufende Jahr noch erhebliche Unsicherheit bezüglich der Markt- und Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft. Für Sommerware haben einige Hersteller bereits Preissenkungen angekündigt, bedingt durch die niedrigen Ölpreise und entsprechend Ihrer Zielsetzung zur Marktpositionierung. Um die Reifenhersteller in den USA vor der chinesischen Konkurrenz zu schützen, belegt die US-Regierung in China produzierte Reifen seit Ende des letzten Jahres mit unterschiedlichen Einfuhrzöllen. Der BRV geht dementsprechend davon aus, dass chinesische Reifenhersteller versuchen werden, ihren Absatz in Europa zu steigern.

Keine strukturellen Knappheiten

Wir rechnen weder kurz- noch mittelfristig mit strukturellen Knappheiten im Markt. Saisonbedingte Engpässe in einzelnen Dimensionen, Marken oder Reifenkategorien sind im Reifenhandel nicht unüblich und können auch für das laufende Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.

Reifenhandel

Basierend auf der schwachen Absatzentwicklung im letzten Jahr sind Überbestände in der Lieferkette zumindest für Winterware nicht auszuschließen. Die Entwicklung der Verkaufspreise in den kommenden Monaten wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Ersatzreifennachfrage in Europa entwickelt. Für Deutschland geht der BRV in einer ersten vorsichtigen Schätzung davon aus, dass sich die Situation der Branche auch 2015 nicht durchgreifend verbessern wird.

Prognose 2015

Positive Neukundenentwicklung

Im Reifenhandel ist der Anteil online verkaufter Reifen noch vergleichsweise gering. Gleichzeitig kommen immer mehr Autofahrer ins Internet und suchen nach günstigen Angeboten. Als Marktführer werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr von diesem Trend profitieren. Über die Tirendo-Shops sprechen wir zusätzliche Käufergruppen an. In unserer Planung für das laufende Jahr rechnen wir damit, mehr als 1 Million Neukunden über die Delticom-Shops gewinnen zu können.

Wiederkäufer

Mit Blick auf den mehrjährigen Ersatzzyklus gehen wir davon aus, einen Teil der über die letzten Jahre gewonnenen Neukunden in 2015 als Wiederkäufer in unseren Shops begrüßen zu können. Dementsprechend sollte sich auch die Anzahl der Wiederkäufer auf Gesamtjahressicht weiter positiv entwickeln.

Umsatz und EBITDA (absolut) auf Vorjahresniveau

Hinsichtlich der Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft besteht für das laufende Jahr erhebliche Unsicherheit. Unser Ziel ist es, den Absatz gegenüber Vorjahr zu steigern und unsere Marktführerschaft weiter auszubauen. Unter der Annahme eines deflationären Preisumfelds halten wir es für möglich, dass ein erzieltes Absatzplus nicht zwangsläufig zu mehr Umsatz führt. Für das laufende Geschäftsjahr streben wir im Umsatz absolut mindestens die Höhe des Vorjahres an. Ein höherer Absatz in Stück geht mit einem Anstieg der volumenabhängigen Kosten einher. Sollten diese in 2015 stärker steigen als der Umsatz, dann könnte ein positiver Volumeneffekt gegebenenfalls ergebnisbelastend wirken. Dessen ungeachtet zielen wir für das EBITDA im Gesamtjahr absolut mindestens das Ergebnis aus 2014 an.

Tirendo

Die Integration von Tirendo im Delticom-Konzern ist weitestgehend abgeschlossen. Vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten ergriffenen Maßnahmen gehen wir davon aus, dass Tirendo bereits im Verlauf diesen Jahres den Break-even Punkt erreichen wird.

Vorräte

Delticom verfolgt auch für 2015 die Strategie, sich möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation ausreichend Ware für das kommende Wintergeschäft zu sichern. Wir nehmen dabei in Kauf, dass wir – ähnlich wie im vergangenen Jahr auch – den Vorratsaufbau in den kommenden Quartalen zumindest teilweise durch kurzfristige Inanspruchnahme eingeräumter Kreditlinien finanzieren werden.

Investitionen

Wir benötigen im laufenden Jahr keine zusätzlichen Lagerflächen. Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Diese Investitionen werden wie in 2014 im Verhältnis zum Umsatz vergleichsweise niedrig ausfallen. Unser Ziel ist es, auch mit steigendem Auftragsvolumen die Ware schnellstmöglich an die Versanddienstleister zu übergeben, um unsere Kunden auch zu Saisonspitzenzeiten weiterhin innerhalb weniger Werktage zu beliefern.

Liquidität

Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln.

Mittelfristiger Ausblick

Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal erhält auch der Online-Reifenkauf seitens der Konsumenten Rückenwind. Branchen-Experten prognostizieren dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen nach Schätzungen des BRV auf 15 bis 22 Prozent steigen. Als Marktführer in einem wachsenden Vertriebskanal werden wir weiterhin von diesem Trend profitieren.

Kernmarkt Europa

Delticom betreibt aktuell in 42 Ländern Onlineshops. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern werden die Ersatzreifenmärkte infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.

Das Geschäftsmodell der Delticom ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und unsere Marktstellung als Europas führender Online-Reifenhändler behaupten und weiter ausbauen. Delticom wird unserer Einschätzung nach auch in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.

Die Delticom-Aktie

Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2014 auf einem Kurs von 18,92 €. DEX ist ein stabiles Mitglied im deutschen Kleinwerteindex SDAX.

Entwicklung der Aktienmärkte

Börsenjahr 2014

Trotz des herausfordernden Umfeldes haben sich die Aktienmärkte in 2014 stabil entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der deutsche Leitindex mit 9.400 Punkten ins neue Jahr. Am 05.12.2014 erreichte der deutsche Leitindex am 05.12.2014 den Höchststand von 10.087 Punkten. Am 15.10.2014 markierte er mit 8.572 Punkten den niedrigsten Kursstand. Zu Jahresende schloss der DAX mit 9.806 Punkten. Insgesamt stieg der DAX damit um 406 Punkte oder 4,3%.

SDAX im Plus

Mit einer Performance von +5,1% bewegte sich der SDAX auf ähnlichem Niveau wie der DAX. Er startete bei 6.835 Punkten und gewann zum Jahresendstand von 7.186 insgesamt 352 Punkte.

Entwicklung der Delticom-Aktie (DEX)

Benchmarks

Neben dem SDAX, in dem Delticom seit dem 22.12.2008 vertreten ist, ziehen wir den Dow Jones STOXX Total Market Index General Retailers (DJSGR) als weiteren Vergleichsmaßstab für die Entwicklung von DEX heran. Der DJSGR umfasst große europäische Non-Food-Einzelhändler.

Wir verwenden bei SDAX und DJSGR wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 29.04.2014 beschlossene Dividende für 2013 in Höhe von 0,50 € je Aktie. Die Grafik Kursperformancezeigt, wie sich DEX, SDAX und DJSGR seit Anfang 2014 im Jahresverlauf entwickelt haben.

Kursverlauf

Nach einem Jahresanfangskurs von 30,98 € markierte DEX am 15.10.2014 den Jahrestiefstkurs von 14,55 €. Am 07.04.2014 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 38,41 €. DEX beendete das Börsenjahr 2014 bei 18,92 €. Die Marktkapitalisierung fiel im Jahresverlauf von 370,0 Mio. € auf 226,0 Mio. €.

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Indizes

Ranking im SDAX

DEX ist seit dem 22.12.2008 Mitglied im SDAX. Die Zugehörigkeit zum SDAX bestimmt die Deutsche Börse nach der Rangliste Cash Market: Monthly Index Ranking – MDAX, die die Marktkapitalisierung des Freefloats und das Handelsvolumen der Aktien im MDAX und SDAX berücksichtigt. Der Rang von DEX beim Kriterium "Marktkapitalisierung" war zum Jahresende 109 (2013: 90). Beim Kriterium "Handelsvolumen" belegte DEX den Rang 85 (2013: 71).

Neben dem SDAX und CXPR geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:

DAX International Mid 100
GEX (German Entrepreneur Index)
DAXplus Family Index
NISAX 20

Ergebnis je Aktie und Dividendenvorschlag

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,24 € (Vorjahr: 0,97 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,24 € (Vorjahr: 0,97 €).

Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 2.857.280,93 € (Vorjahr: 11.554.642,36 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 05.05.2015 eine gegenüber dem Vorjahr um 50,0% niedrigere Dividende von 0,25 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Delticom AG hat sich im Laufe des letzten Jahres nicht grundlegend verändert.

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Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorstand und Rainer Binder als Vorsitzender des Aufsichtsrats hielten auch in 2014 über 50% der ausstehenden Aktien.

Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.

Coverage

Insgesamt 7 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 04.03.2015):

Frank Schwope, NORD/LB (Buy)
Stefan Wimmer, Bankhaus Metzler (Sell)
Tim Rokossa, Deutsche Bank (Hold)
Christian Ludwig, Bankhaus Lampe (Hold)
Christian Schwenkenbecher, Hauck & Aufhäuser (Sell)
Marc-René Tonn, Warburg (Hold)
Tim Kruse, Montega (Hold)

Investor-Relations-Aktivitäten

Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.

Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2014 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Konferenz in London. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.

Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter www.delti.com/Investor_Relations stellen wir Geschäfts- und Quartalsberichte und Präsentationen zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:

Melanie Gereke

Brühlstraße 11

30169 Hannover

Telefon: +49-511-93634-8903

E-Mail: [email protected]

Kennzahlen der Delticom-Aktie

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01.01.2014 – 31.12.2014 01.01.2013 – 31.12.2013
Anzahl Aktien Aktien 11.945.250 11.859.440
Kurs am ersten Handelstag1 30,98 32,88
Kurs am letzten Handelstag1 18,92 32,00
Kursentwicklung1 % –38,9 –2,7
Höchst-/Tiefstkurs1 38,41 / 14,55 42,87 / 31,43
Marktkapitalisierung2 Mio. € 226,0 379,5
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) Aktien 22.308 19.435
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,24 0,97
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,24 0,97
Eigenkapital je Aktie 4,21 4,36

(1) auf Basis der Schlusskurse (2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende

Übernahmerechtliche Angaben (§ 315 Abs. 4 HGB)

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Nr. 1: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.

Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.

Nr. 2: Beschränkung, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.

Nr. 3: 10% der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.

Nr. 4

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.

Nr. 5

Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung: Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.

Nr. 6: Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.

Nr. 7: Befugnisse des Vorstands, insbesondere zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.

a) Genehmigtes Kapital 2011

Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Baroder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.

b) Bedingte Kapitalia

Die Hauptversammlung vom 30.08.2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29.08.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 um insgesamt bis zu 100.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006).

Das bedingte Kapital I/2006 diente ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 01.09.2006 im Handelsregister eingetragen.

Aufgrund der von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000,00 €. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurde am 10.06.2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Delticom AG vom 29.04.2014 wurde das bedingte Kapital I/2006 insoweit aufgehoben, als es einen Betrag von 85.810,00 € überstieg. Aufgrund der bereits in Nr.1 dargestellten Ausübung von 105.810 Optionsrechten, die zum Bezug von 105.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt berechtigten, ist das bedingte Kapital I/2006 nunmehr vollständig ausgeschöpft.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hatte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011).

Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Die vorgenannte Ermächtigung und das bedingte Kapital I/2011 wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2014 aufgehoben.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend "W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.

Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011).

Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.

c) Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und zur Verwendung eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.05.2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsenhandelstag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.

Nr. 8

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht.

Nr. 9

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.

Konzernabschluss

der Delticom AG

Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Tausend € 01.01.2014 - 31.12.2014 01.01.2013 - 31.12.2013
Umsatz 501.701 505.542
Sonstige betriebliche Erträge 12.072 5.404
Gesamtleistung 513.773 510.946
Materialaufwand -378.853 -380.306
Rohertrag 134.919 130.640
Personalaufwand -15.599 -11.292
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -8.255 -4.340
Sonstige betriebliche Aufwendungen -104.031 -97.165
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 7.034 17.844
Finanzaufwand -801 -178
Finanzertrag 34 49
Finanzergebnis (netto) –766 –129
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.268 17.715
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.411 -6.160
Konzernergebnis 2.857 11.555
davon entfallen auf:
Anteile in Fremdbesitz -44 0
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.901 11.555
unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,24 0,97
verwässertes Ergebnis je Aktie 0,24 0,97

Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 01.01.2014 - 31.12.2014 01.01.2013 - 31.12.2013
Konzernergebnis 2.857 11.555
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres
Wertänderungen, die künftig nicht über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden
Veränderungen aus der Währungsumrechnung 296 -179
Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden
Net Investment Hedge Reserve
Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst -25 45
Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve 8 -14
Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen 279 –149
Gesamtergebnis der Periode 3.136 11.406
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis -95 0
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 3.231 11.406

Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend € 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 58.135 66.698
Immaterielle Vermögenswerte 47.949 52.826
Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) 8.978 10.708
Finanzanlagen 25 833
Latente Steueransprüche 705 1.867
Sonstige langfristige Forderungen 478 463
Kurzfristige Vermögenswerte 105.872 110.322
Vorräte 56.151 72.841
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.489 11.260
Sonstige Vermögenswerte 4.707 12.594
Ertragsteuerforderungen 549 2.305
Flüssige Mittel 29.975 11.323
Summe Vermögenswerte 164.007 177.020
Passiva
in Tausend € 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 50.293 51.679
Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG 49.305 51.679
Gezeichnetes Kapital 11.945 11.859
Kapitalrücklage 25.372 24.446
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 128 –150
Gewinnrücklagen 200 200
Konzernbilanzgewinn 11.659 15.324
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital 988 0
Summe Schulden 113.715 125.341
Langfristige Schulden 16.651 12.957
Langfristige Finanzschulden 15.367 11.038
Langfristige Rückstellungen 351 252
Latente Steuerverbindlichkeiten 933 1.667
Kurzfristige Schulden 97.064 112.385
Steuerrückstellungen 845 182
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.521 1.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.920 74.703
Kurzfristige Finanzschulden 4.424 21.659
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 14.354 13.994
Summe Eigenkapital und Schulden 164.007 177.020

Konzernkapitalflussrechnung

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in Tausend € 01.01.2014 – 31.12.2014 01.01.2013 – 31.12.2013
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 7.034 17.844
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 8.255 4.340
Veränderung der sonstigen Rückstellungen –226 200
Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen 29 –234
Veränderung der Vorräte 16.690 1.266
Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.642 –4.033
Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.631 –2.851
Erhaltene Zinsen 34 49
Gezahlte Zinsen –873 –109
Gezahlte Ertragsteuern –563 –8.400
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36.655 8.071
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 44 328
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen –676 –550
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 3
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen –993 –719
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen –10 –5
Auszahlung für den Erwerb konsolidierter Tochterunternehmen (abzüglich erworbener liquider Mittel) 0 –42.343
Cashflow aus Investitionstätigkeit –1.634 –43.287
Gezahlte Dividenden der Delticom AG –5.930 –22.510
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen 1.215 147
Kapitaltransaktionen mit Minderheiten 732 0
Aufnahme von Finanzschulden 10.000 30.442
Tilgung von Finanzschulden –22.907 –7.529
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –16.890 549
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands 296 –179
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 11.323 46.168
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 18.427 –34.846
Konsolidierungskreisänderungen 225 0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 29.975 11.323

Nachrichtlich: Netto-Liquidität

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in Tausend € 01.01.2014 - 31.12.2014 01.01.2013 - 31.12.2013
Liquidität am Anfang der Periode 11.500 46.346
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 18.427 -34.846
Liquidität am Ende der Periode 29.927 11.500
Netto-Liquidität am Anfang der Periode –21.197 43.191
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 18.427 -34.846
Veränderungen der Finanzschulden 12.907 -29.542
Netto-Liquidität am Ende der Periode 10.137 –21.197
Netto-Liquidität bezogen auf kurzfristige Finanzschulden:
Netto-Liquidität am Anfang der Periode –10.337 45.263
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 18.427 -34.846
Veränderungen der kurzfristen Finanzschulden 17.236 -20.754
Netto-Liquidität am Ende der Periode 25.326 –10.337
Netto-Liquidität bezogen auf lagfristige Finanzschulden:
Netto-Liquidität am Anfang der Periode 285 43.918
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 18.427 -34.846
Veränderungen der langfristen Finanzschulden -4.329 -8.788
Netto-Liquidität am Ende der Periode 14.383 285

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsum-rechnungsrücklage Net Investment Hedge Reserve Gewinnrücklagen
Stand am 1. Januar 2013 11.847 24.311 -2 0 200
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 12
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 135
Gezahlte Dividende
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -179 31
Gesamtergebnis nach Steuern -179 31
Stand am 31. Dezember 2013 11.859 24.446 -181 31 200
Stand am 1. Januar 2014 11.859 24.446 -181 31 200
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 86
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 1.129
Veränderungen aus Transaktionen zwischen Anteilseignern -203
Gezahlte Dividende
Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 296 -17
Gesamtergebnis nach Steuern 296 -17
Stand am 31. Dezember 2014 11.945 25.372 115 13 200

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in Tausend € Konzernbilanz-gewinn Summe Anteile in Fremdbesitz Summe Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2013 26.279 62.636 0 62.636
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 12 12
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 135 135
Gezahlte Dividende -22.510 -22.510 -22.510
Konzernergebnis 11.555 11.555 11.555
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -149 -149
Gesamtergebnis nach Steuern 11.555 11.406 11.406
Stand am 31. Dezember 2013 15.324 51.679 0 51.679
Stand am 1. Januar 2014 15.324 51.679 0 51.679
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 86 86
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 1.129 1.129
Veränderungen aus Transaktionen zwischen Anteilseignern 0 -203 935 732
Gezahlte Dividende -5.930 -5.930 -5.930
Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften -687 -687 148 -539
Konzernergebnis 2.901 2.901 -44 2.857
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 51 330 -51 279
Gesamtergebnis nach Steuern 2.953 3.231 -95 3.136
Stand am 31. Dezember 2014 11.659 49.304 988 50.292

Konzernanhang

der Delticom AG

Allgemeine Angaben

Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.

Delticom verkauft Reifen über 163 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist ReifenDirekt – im deutschsprachigen E-Commerce eine bekannte Marke.

Das Unternehmen ist weltweit in 42 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.

Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 12.03.2015 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Delticom AG stellt gemäß § 315a HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.

Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr.1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delticom.

Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).

Standards, die im Berichtsjahr zum ersten Mal angewendet werden (Angabepflicht nach IAS 8.28):

Amendments to IAS 32 – Financial Instruments: Die Änderungen behalten das derzeit gemäß IAS 32 geltende Saldierungsmodell bei, wonach ein Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert in der Bilanz nur gegen eine finanzielle Verbindlichkeit aufrechnen darf, wenn gegenwärtig ein durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Saldierung vorliegt und zudem die Absicht besteht, den Vermögenswert und die Verbindlichkeit saldiert zu erfüllen oder beide Bilanzpositionen simultan abzuwickeln. Die Änderungen stellen klar, dass der Anspruch auf Saldierung gegenwärtig bestehen muss – das heißt, dass dieser Anspruch nicht von einem Ereignis in der Zukunft abhängig sein darf. Außerdem muss der Anspruch für alle Kontrahenten sowohl im gewöhnlichen Geschäftsverlauf als auch bei Ausfall, Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit rechtlich durchsetzbar sein. Die Änderungen klären darüber hinaus, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen (wie beispielsweise über Clearing-Stellen), die sowohl i) Kredit- und Liquiditätsrisiken eliminieren als auch ii) Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeiten, der Nettoaufrechnung gleichzusetzten sind; würden demzufolge das IAS 32-Kriterium erfüllen. Zudem verlangen die geänderten IAS 32 Vorschriften umfangreichere Angaben. Die Angaben beinhalten insbesondere quantitative Informationen zu erfassten Finanzinstrumenten, die in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet wurden sowie zu Finanzinstrumenten, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen, ungeachtet dessen, ob sie verrechnet wurden oder nicht. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Amendments to IAS 36 - Impairment of Assets: Mit dem an dem 01.01.2014 anzuwendenden IFRS 13 wird in IAS 36 eine Vorschrift eingeführt, den erzielbaren Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Anhang anzugeben, der entweder ein bedeutender Geschäfts- oder Firmenwert oder bedeutende immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zugeordnet sind. Diese Angabepflicht besteht unabhängig davon, ob im Berichtsjahr eine Wertminderung oder Wertaufholung vorgenommen wurde. Mit den im Mai 2013 veröffentlichten Änderungen wird klargestellt, dass diese Angabepflicht nur für solche zahlungsmittelgenerierende Einheiten besteht, für die in der Berichtsperiode eine Wertminderung oder Wertaufholung erfasst wurde und deren erzielbarer Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung basiert. Daneben werden bei Vorliegen einer Wertminderung bzw. Wertaufholung zusätzliche Abgabepflichten für solche nicht-finanzielle Vermögenswerte eingeführt, deren erzielbarer Betrag auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung ermittelt wurde. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IAS 39 – Financial Instruments: Infolge der veröffentlichen Änderung führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund gesetzlicher Anforderungen nicht zu einer Auflösung der Sicherungsbeziehung, wenn die Novation infolge eines neuen Gesetzes oder der Einführung eines Gesetzes vorgeschrieben wird. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Amendments to IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 – Investment Properties: Durch dieses Amendment werden Unternehmen, die die Defintion einer Investmentgesellschaft erfüllen, von der Verpflichtung befreit, die von ihnen beherrschten Portfoliounternehmen in Wege der Vollkonsolidierung in ihren Abschluss einzubeziehen und bilanzieren ihren Anteil als Finanzinstrument. Stattdessen sind die entsprechenden Beteiligungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Darüber hinaus wurden neue Angabevorschriften für Investmentgesellschaften in IFRS 12 eingefügt. Als Nichtinvestmentgesellschaft ist die Delticom AG von diesen Änderungen nicht betroffen.

Amendments to IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 - Transitory guidelines: Durch diese Amendments wird klargestellt, dass der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 der Beginn der Berichtsperiode ist, in welcher der Standard erstmals angewendet wird. Dies hat zur Folge, dass Entscheidungen, ob Investments nach IFRS 10 zu konsolidieren sind oder nicht, zu Beginn dieser Periode zu treffen sind.

Darüber hinaus wird festgelegt, dass bei erstmaliger Anwendung der neuen Konsolidierungsregeln, Vergleichsangaben für die zwingenden Angabepflichten des IFRS 12 im Zusammenhang mit Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen nur für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode zwingend anzugeben sind. Die Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden sogar vollständig von der Verpflichtung zur Angabe von Vergleichszahlen ausgenommen. Der überarbeitete Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRS 10 – Consolidated financial statements: IFRS 10 ersetzt die in IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ und SIC-12 „Konsolidierung-Zweckgesellschaften“ enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. IAS 27 wird in „Einzelabschlüsse“ umbenannt; der Standard behandelt zukünftig nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die bestehenden Leitlinien für Einzelabschlüsse bleiben unverändert. IFRS 10 ändert die Definition von Beherrschung dahin gehend, dass zur Beurteilung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Diese Definition wird durch umfassendere Anwendungsleitlinien gestützt, die verschiedene Arten aufzeigen, wie ein berichtendes Unternehmen ein anderes Unternehmen beherrschen kann. Die geänderte Definition von Beherrschung setzt Verfügungsgewalt und variable wirtschaftliche Erfolge für das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen wirtschaftlichen Erfolge haben. Wirtschaftliche Erfolge können positiv, negativ oder beides sein. Die Verfügungsgewalt ist auf der Grundlage der gegenwärtigen Tatsachen und Umstände festzustellen und kontinuierlich zu beurteilen. Die Tatsache, dass ein Beherrschungsverhältnis von vornherein nur vorübergehend bestehen soll, befreit nicht von der Konsolidierungspflicht dieses vom Investor beherrschten Beteiligungsunternehmens. Auch muss die Verfügungsgewalt nicht notwendigerweise tatsächlich ausgeübt werden. Verfügungsgewalt kann mittels Stimmrechten oder sonstigen vertraglichen Rechten nachgewiesen werden. Auch eine Kombination aus beidem kann dem Investor Verfügungsgewalt geben. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn ein Investor mehr als 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält und keine sonstigen gegenteiligen Vereinbarungen oder Umstände vorliegen. IFRS 10 enthält außerdem Leitlinien zu Schutzrechten. Schutzrechte allein können einem Investor keine Verfügungsgewalt geben. Ebenso können Schutzrechte nicht die Verfügungsgewalt einer anderen Person einschränken. Der neue Standard enthält auch Leitlinien zu Prinzipal-Agenten-Beziehungen. Ein Entscheidungsträger kann beispielsweise im Auftrag einer anderen Partei oder eine Gruppe von Parteien tätig werden. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRS 11 – Joint Agreement: IFRS 11 ersetzt IAS 31 „ Anteile an Gemeinschaftsunternehmen“ und schafft die bisherige Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab. Die zwingende Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen erfolgt künftig gemäß den Vorschriften des IAS 28, der sich bislang ausschließlich mit assoziierten Unternehmen befasste und dessen Anwendungsbereich nunmehr auf die Bilanzierung von Gemeinschaftunternehmen ausgedehnt wurde. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRS 12 – Informations about shares in other companies: IFRS 12 verpflichtet Unternehmen, Angaben zum Wesen von Beteiligungen, den damit verbundenen Risiken und den Auswirkungen auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu veröffentlichen. Diese Angaben sind für Tochterunternehmen, Joint Arrangements, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte Zweckgesellschaften erforderlich. Für die Delticom AG ergeben sich hierdurch keine erweiterten Anhangangaben.

IAS 27 – Separate Financial Statements (revised 2011): IFRS 12 verpflichtet Unternehmen, Angaben zum Wesen von Beteiligungen, den damit verbundenen Risiken und den Auswirkungen auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu veröffentlichen. Diese Angaben sind für Tochterunternehmen, Joint Arrangements, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte Zweckgesellschaften erforderlich. Für die Delticom AG ergeben sich hierdurch keine erweiterten Anhangangaben.

IAS 28 – Shares on associated companies and joint ventures (revised 2011): Der überarbeitete Standard beinhaltet die Vorschriften zu gemeinschaftlich geführten Unternehmen, die nach der Veröffentlichung von IFRS 11 at equity bewertet werden. Für die Delticom AG ergeben sich hierdurch keine Änderungen.

IFRIC 21 – Charges: IFRIC 21 beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragssteuern im Sinne des IAS 12 oder Beträge, die nur im Namen einer staatlichen Einrichtung abgeführt werden und klärt insbesondere, wann Verpflichtungen zur Zahlung derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zu erfassen sind. Diese Änderungen von IFRIC 21 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

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Standard/ Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU-Kommission am 31.12.14 voraussichtliche Auswirkungen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 01.01.16 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 16/ IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" 01.01.16 nein keine
IAS 16/ IAS 41 Landwirtschaft - "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" 01.01.16 nein keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - "Änderungen Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" 01.07.14 nein keine
IAS 27 Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschuss 01.01.16 ja keine
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.18 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRS 10, IFRS 12/IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.16 nein keine
IFRS 10/ IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 01.01.16 nein keine
IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben an Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit 01.01.16 nein keine
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.07.16 nein keine
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.07.17 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRIC 21 Abgaben 17.06.14 ja keine wesentlichen Auswirkungen

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft sieben inländische und sieben ausländische Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss vollkonsolidiert wurden.

Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hat sich im Berichtszeitraum durch folgende Zugänge seit dem 01.01.2014 verändert:

Deltiparts GmbH i.G., Hannover (Deutschland)
Reife tausend1 GmbH i.G., Hannover (Deutschland)
Tyrepac Pte. Ltd., Singapur

Folgende Gesellschaften werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS39 bilanziert:

OOO Delticom Shina, Moskau (Russland) an der Delticom 100 % der Anteile hält
Tirendo France SAS, Paris (Frankreich)
Tirendo Netherlands B.V., Den Haag (Niederlande)
Tirendo AT GmbH, Wien (Österreich)
Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz)
Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau (Polen)

Darüber hinaus hält Delticom AG nach den Kapitalerhöhungen bei der Delticom North America Inc. nur noch 75% an der Gesellschaft.

Konsolidierungsmethoden

Tochterunternehmen sind alle wesentlichen Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die übertragenen Gegenleistungen geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen kontrolliert werden, waren nicht auszuweisen.

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3

Identifizierbare und ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert.

Nach dem Kauf der Tirendo-Gruppe in 2013 ergaben sich in 2014 keine neuen Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3. Die in 2013 erfolgte vorläufige Kaufpreisallokation wurde in 2014 ohne Änderungen finalisiert.

Mit der Akquisition ergänzt Delticom das bestehende Shop-Portfolio um eine weitere starke Marke, mit der auch zusätzliche Käufergruppen angesprochen werden können. Dabei kann Tirendo auf das langjährige Branchen- und Logistiknetzwerk der Delticom-Gruppe in Hannover zurückgreifen. Die europäischen Autofahrer werden somit noch mehr als bislang von den Vorteilen und der Einfachheit eines Kaufs in den Onlineshops der Gruppe profitieren. Entlang der Wertschöpfungskette werden in den kommenden Jahren die komplementären Stärken von Delticom und Tirendo genutzt werden, um eine gute Balance zwischen Wachstum und Profitabilität zu erzielen.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Langfristige Vermögenswerte 20.769
davon aktive latente Steuern 3.050
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.400
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 556
Flüssige Mittel 1.257
Summe Vermögenswerte 23.982
Passive latente Steuern 5.299
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 135
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.062
Sonstige kurzfristige Schulden 7.225
davon Gesellschafterdarlehn 6.629
Summe Schulden 15.721
Nettovermögen 8.262
Geschäfts- oder Firmenwert 35.338
Gesamtkaufpreis 43.600

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte mit einem Wert von insgesamt 17,5 Mio. € und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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in Tausend € Beizulegender Zeitwert Nutzungsdauer in Jahren
Kundenbeziehungen 615 5
Marken 8.223 5
Vertriebs- u. -ähnliche Rechte 6.539 2
Software 2.167 5

Nach vollständiger Integration der Tirendo-Gruppe ist als wertbestimmende zahlungsmittelgenerierende Einheit der Delticom-Konzern heranzuziehen. Der Goodwill ist steuerlich nicht amortisierbar.

Segmentberichterstattung

Abweichend zum Geschäftsbericht 2013 wurde im Berichtszeitraum das Managementreporting dahingehend geändert, dass es keine Unterscheidung in die bisher dargestellten Segmente E-Commerce und Großhandel gibt.

Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen: Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Onlineverkauf von Reifen. Im E-Commerce werden Reifen an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 163 Shops (Vorjahr: 137) in 42 Ländern vertrieben. Weitere Geschäftsfelder, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).

Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.

Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.

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Land Mittelkurs zum Bilanzstichtag 1 € = gewichteter Jahresdurchschnittskurs 1 € =
Großbritannien 0,7818 GBP 0,8062 GBP
USA 1,2166 USD 1,3290 USD
Rumänien 4,4845 RON 4,4397 RON

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung von Erwerben

Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.

Geschäfts- oder Firmenwert

Für die Bewertung des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes wurde ein Diskontierungszinssatz von 7,24% sowie ein Wachstumsabschlag von 1% angewendet.

Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag (Netto-Verkaufserlös) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.

Im Delticom-Konzern ist die zahlungsmittelgenerierende Einheit die gesamte Delticom-Gruppe, sodass aufgrund des Geschäftsmodells juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.

Basis für die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposal) ist die vom Management erstellte Planung für das Delticom-Kerngeschäft. Diese Planung basiert auf der Annahme, dass E-Commerce im Reifenhandel in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeit eines weiter zunehmenden Wettbewerbs wurde für die Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenfalls berücksichtigt. Die Planung basiert ferner auf den Annahmen, dass Delticom die Position als Europas führender Onlinereifenhändler weiter behaupten wird und die Kostenstruktur durch zusätzliche Automatisierungen und Outsourcing schlank bleibt. Die Planungsperiode erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren. Bezüglich der Annahmen im Detailplanungszeitraum verweisen wir auf den Prognosebericht, der Teil des Lageberichts ist. Für die Folgejahre werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Eine realistisch mögliche Veränderung der berücksichtigten Annahmen führt zu keinem Wertminderungsbedarf.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind zu Herstellungskosten angesetzt. Sie werden ebenfalls linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt in der sie anfallen.

Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Internet Domains 20
EDV-Software 3–5

Hinzu kommen die bereits beschriebenen Nutzungsdauern für die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte.

Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Mietereinbauten 12–33
Maschinen 4–15
Geschäftsausstattung 3–15
Büroeinrichtung 3–15

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.

Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume – der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses – abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. 2014 ist Delticom keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.

Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS32 und IAS39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für die Klassifizierung ist der Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, maßgeblich. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Ein finanzieller Vermögenswert wird der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswertezugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsgeschäfte qualifiziert sind. Die Kategorie hat zwei Unterkategorien: finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalteneingeordnet wurden, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswertedesigniert wurden.

Darlehen und Forderungensind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner ohne die Absicht bereitstellt, diese Forderungen zu handeln.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionensind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertesind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und nicht einer anderen Kategorie zugeordnet werden.

Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem das Unternehmen Vertragspartei wird.

Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerteangehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt.

Vermögenswerte der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerteund erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswertewerden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungenund bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionenwerden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswertewerden in der Periode der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertewerden – sofern keine dauernde Wertminderung vorliegt – im Eigenkapital erfasst. Werden Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert, so sind die im Eigenkapital enthaltenen kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerteklassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als Indikator dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.

Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten. Fremdkapitalkosten waren nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.

Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 31,12% (Vorjahr: 31,67%) bewertet.

Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist gem. IAS12.53 nicht zulässig.

Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 15,3% (Vorjahr: 15,9%) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0% (Vorjahr: 15,0%) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) auf die Körperschaftsteuer.

Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.

Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.

Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.

Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.

Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.

Bei einem Net Investment Hedge werden währungskursbedingte Schwankungen des Nettovermögens ausländischer Geschäftsbetriebe durch derivative oder nicht-derivative Finanzinstrumente abgesichert, indem der effektive Teil der währungskursbedingten Schwankungen der Sicherungsinstrumente in die Net Investment Hedge Reserve im Eigenkapital eingestellt wird und so die währungskursbedingten Schwankungen des Nettovermögens der ausländischen Geschäftsbetriebe kompensiert werden.

Bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der bis dahin in der Net Investment Hedge Reserve ausgewiesene Betrag erfolgswirksam erfasst.

Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(1) Umsatzerlöse

Sonstige Erlöse werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Für den Zeitraum vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014:

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in Tausend € Länder der EU USA und sonstige Gesamt
Umsatz 382.822 118.878 501.701

Für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013:

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in Tausend € Länder der EU USA und sonstige Gesamt
Umsatz 383.592 121.950 505.542

(2) Sonstige betriebliche Erträge

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in Tausend € 2014 2013
Erträge aus Kursdifferenzen 2.599 2.752
Versicherungsentschädigungen 31 3
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 13 237
Übrige 9.428 2.413
Summe 12.072 5.404

Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vorrangig aus den gestiegenen Marketingzuschüssen, sonstigen Erlösen und Erlösen aus Transportverlusten.

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von 378,9 Mio. € (Vorjahr: 380,3 Mio. €) resultiert ausschließlich aus verkaufter Handelsware.

(4) Personalaufwand

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in Tausend € 2014 2013
Löhne und Gehälter 13.789 9.827
Soziale Abgaben 1.769 1.421
Altersversorgung und Unterstützung 42 44
Summe 15.599 11.292

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund seiner ihm durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.

Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 880 Tsd. € (Vorjahr: 633 Tsd. €), werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

2014 hatte Delticom im Durchschnitt 247 Mitarbeiter (Vorjahr: 179 Mitarbeiter). Der Anstieg resultiert aus der erstmaligen ganzjährigen Berücksichtigung der Mitarbeiter der Tirendo-Gruppe.

(5) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen

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in Tausend € 2014 2013
Auf immaterielle Vermögenswerte 5.872 1.827
Auf Sachanlagen 2.383 2.513
Summe 8.255 4.340

Außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment Tests (IAS36) waren nicht erforderlich. Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte resultiert aus der erstmaligen, ganzjährigen Abschreibung der Effekte aus der Kaufpreisallokation im Rahmen des Erwerbs der Tirendo-Gruppe.

(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tausend € 2014 2013
Ausgangsfrachten 44.622 43.568
Lagerhandlingkosten 4.656 4.119
Gebühren Kreditkarten 4.257 4.105
Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen 2.134 2.102
Externe Werbekosten 24.203 21.061
Operations-Center 6.051 5.204
Mieten und Betriebskosten 7.137 6.803
Finanzen und Recht 3.715 3.749
IT und Telekommunikation 1.637 1.442
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 2.387 2.914
Übrige 3.233 2.098
Summe 104.031 97.165

Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover, Berlin und München sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses.

Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt "Sonstige Angaben" erläutert.

(7) Finanzergebnis

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in Tausend € 2014 2013
Finanzaufwand 801 178
Finanzertrag 34 49
Summe –766 –129

Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden. Aufgrund der Aufnahme von Kreditverbindlichkeiten in 2013 kamen die Zinsaufwendungen dafür in 2014 voll zum Tragen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die erfolgswirksamen Steuern vom Einkommen und Ertrag ergeben sich aus:

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2014 2013
in Tausend € Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Laufende Ertragsteuern 2.802 116 2.918 8.714 113 8.827
Latente Ertragsteuern 460 33 493 –2.536 –131 –2.667
Gesamt 3.262 149 3.411 6.178 –18 6.160
davon periodenfremd –14 1 –13 0 2 2

Im Berichtsjahr wurden –6 Tsd. € (Vorjahr: 14 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:

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2014 2013
in Tausend € aktive latente Steuern passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern
--- --- --- --- ---
Verlustvorträge 493 0 1.496 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 26 480 243 1.051
Sachanlagen 12 64 14 107
Vorräte 0 144 0 601
Forderungen 0 12 0 12
Sonstige Aktiva 0 15 0 20
Langfristige Rückstellungen 0 0 20
Kurzfristige Rückstellungen 99 0 115 0
Verbindlichkeiten 9 323 9 4
Sonstige Passiva 277 106 132 14
Gesamt 916 1.144 2.011 1.810
Saldierung –211 –211 –143 –143
Bilanzansatz 705 933 1.867 1.667

Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:

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in Tausend € 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.268 17.715
Ertragsteuersatz Delticom AG 31,12% 31,67%
Erwarteter Steueraufwand 1.951 5.610
Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand
Anpassung an abweichenden Steuersatz 70 69
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 351 474
Periodenfremde Ertragsteuern –18 2
Effekt aus Verlustvorträgen 1.049 0
Sonstige Steuereffekte 8 5
Summe der Anpassungen 1.460 550
Tatsächlicher Steueraufwand 3.411 6.160

Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. In der Berichtsperiode ist ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) zwischen der Delticom AG und der Tirendo Holding GmbH abgeschlossenen worden. Dadurch sind die steuerlichen Verlustvorträge per 31.12.2013 der Tirendo Holding GmbH während der Dauer des EAV nicht mit Gewinnen verrechenbar. Die aktiven latenten Steuern per 31.12.2013, die aufgrund dieser steuerlichen Verlustvorträge gebildet wurden, sind im Berichtszeitraum erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlustrechnung aufgelöst worden.

Auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 9,0 Mio. € wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da ihr Bestand rechtlich unsicher ist und sich noch in Klärung befindet. Aufgrund der bestehenden erheblichen rechtlichen Zweifel zum Bilanzstichtag blieben die auf diese Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern ohne Ansatz.

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,24 € (Vorjahr: 0,97 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,24 € (Vorjahr: 0,97 €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 2.857.280,93 € (Vorjahr: 11.554.642,36 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 11.917.119 Stück (Vorjahr: 11.855.440 Stück) ermittelt.

Bis zum 30.04.2014 lagen 15.810 potenzielle Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen) aus der Tranche vom 22.11.2007, 37.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 08.05.2008, 17.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 25.11.2008 sowie 15.000 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 30.03.2009 vor.

Die Ausübungspreise der Tranchen vom 22.11.2007, 08.05.2008, 25.11.2008 und 30.03.2009 lagen unter dem durchschnittlichen Kurswert seit Ausgabe der entsprechenden Optionen. Daher wurden alle Tranchen in das verwässerte Ergebnis je Aktie des Vorjahres einbezogen.

In der aktuellen Berichtsperiode ist kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen. Dementsprechend entspricht das verwässerte Ergebnis dem des unverwässerten Ergebnisses. Bezüglich des Vorjahres wurde zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie gemäß IAS33 als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 11.554.642,36 € sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Vorjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück verwendet.

Erläuterungen zur Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

(10) Immaterielle Vermögenswerte

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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken Selbsterstellte Software
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2014 35.338 615 8.223 0
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 356
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 35.338 615 8.233 356
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 0 36 480 0
Zugänge 0 123 1.646 10
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 0 159 2.126 10
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 35.338 456 6.108 346

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in Tausend € Vertriebs- und -ähnliche Rechte Domains EDV-Software Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2014 6.539 1.261 3.653 55.630
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Zugänge 0 12 615 993
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 6.539 1.271 3.975 56.625
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 935 475 878 2.804
Zugänge 3.207 63 824 5.872
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 4.142 538 1.702 8.676
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 2.397 733 2.274 47.949

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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken Selbsterstellte Software
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 0 0 0 0
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 35.338 615 8.223 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 35.338 615 8.223 0
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 0 0 0 0
Zugänge 0 36 480 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 0 36 480 0
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 35.338 579 7.744 0

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in Tausend € Vertriebs- und -ähnliche Rechte Domains EDV-Software Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 0 1.260 777 2.037
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 6.539 0 2.167 52.884
Zugänge 0 6 713 719
Abgänge 0 –5 –4 –9
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 6.539 1.261 3.654 55.631
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 0 414 569 984
Zugänge 935 63 313 1.827
Abgänge 0 –2 –4 –6
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 935 475 878 2.805
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 5.604 786 2.775 52.826

(11) Sachanlagen

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2014 1.180 5.814 12.813 0 19.806
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0 0
Zugänge 4 4 671 5 684
Abgänge 0 0 –102 0 –102
Umbuchungen 0 0 5 –5 0
Stand 31. Dezember 2014 1.183 5.818 13.386 0 20.388
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 146 1.490 7.462 0 9.098
Zugänge 24 451 1.908 0 2.383
Abgänge 0 0 –58 0 –58
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 2 –3 –14 0 –14
Stand 31. Dezember 2014 172 1.939 9.298 0 11.408
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 1.011 3.880 4.089 0 8.979

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 1.180 5.772 12.811 0 19.763
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 105 0 105
Zugänge 0 42 519 0 561
Abgänge 0 0 –623 0 –623
Währungsumrechnung 1 0 10 0 11
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 1.180 5.814 12.813 0 19.806
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 115 1.076 5.912 0 7.103
Zugänge 24 414 2.075 0 2.513
Abgänge 0 0 –529 0 –529
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 146 1.490 7.462 0 9.098
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 1.033 4.324 5.351 0 10.708

Das Sachanlagevermögen beinhaltet die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume in Hannover und Berlin sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung.

(12) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 531 Tsd. € (Vorjahr: 1.779 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(13) Sonstige langfristige Forderungen

Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.

Kurzfristige Vermögenswerte

(14) Vorräte

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in Tausend € 2014 2013
Reifen 47.525 63.276
Sonstiges Zubehör 881 1.143
Unterwegs befindliche Ware 7.745 8.422
Gesamt 56.151 72.841

Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen gemäß den Incoterms 2000 und 2010.

Im Berichtsjahr wurden 278.832 Tsd. € (Vorjahr: 280.967 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Veranlagungsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 2014 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.489 11.260
davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 0 0
davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 0 530

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Tausend

Buchwert Am Bilanzstichtag überfällig und nicht wertberichtigt
zum 31.12.2014 14.489 7.926
zum 31.12.2013 11.260 5.254

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in Tausend € Nicht wertberichtigt und überfällig seit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kleiner 30 Tage 30 bis 60 Tage 60 bis 90 Tage 90 bis 180 Tage größer 180 Tage Wertberichtigt
--- --- --- --- --- --- ---
zum 31.12.2014 5.941 1.450 528 4 3 2.205
zum 31.12.2013 4.458 644 146 3 2 2.227

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend € 2014 2013
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 2.227 1.271
Konsolidierungskreisänderungen 0 333
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2.074 1.973
Auflösungen –85 –43
Verbrauch von Wertberichtigungen –2.011 –1.307
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 2.205 2.227

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in Tausend € 2014 2013
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen –60 –10
Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen 16 17

(16) Sonstige Vermögenswerte

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in Tausend € 2014 2013
Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern 3.290 10.084
Guthaben bei Lieferanten 611 256
Abgrenzungsposten 442 400
Sonstige Finanzmitteldisposition 0 505
übrige kurzfristige Forderungen 365 1.349
Summe 4.707 12.594

Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 48 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 63 Tsd. €).

(17) Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die gezahlten Ertragsteuern des Berichtsjahres.

(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und Schecks ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend € 2014 2013
Kasse 3 2
Guthaben bei Kreditinstituten 29.972 11.321
Summe 29.975 11.323

Eigenkapital

(19) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.

Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.

Die Hauptversammlung vom 30.08.2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29.08.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 um insgesamt bis zu 100.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006).

Das bedingte Kapital I/2006 diente ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 01.09.2006 im Handelsregister eingetragen.

Aufgrund der von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000,00 €. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurde am 10.06.2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Delticom AG vom 29.04.2014 wurde das bedingte Kapital I/2006 insoweit aufgehoben, als es einen Betrag von 85.810,00 € überstieg. Aufgrund der bereits dargestellten Ausübung von 105.810 Optionsrechten, die zum Bezug von 105.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt berechtigten, ist das bedingte Kapital I/2006 nunmehr vollständig ausgeschöpft.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hatte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011).

Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Die vorgenannte Ermächtigung und das bedingte Kapital I/2011 wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2014 aufgehoben.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend "W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.

Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011).

Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.05.2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsenhandelstag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.

(20) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie Rücklagen aus dem Aktienoptionsprogramm.

Am 30.04.2014 erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Ausübung von 85.810 Optionsrechten, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt um 1.129.236,10 €.

Die Delticom AG hat einem ehemaligen Mitglied des Vorstands im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms Optionsrechte mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingeräumt. Die Zusage basiert auf den Optionsbedingungen vom 09.08.2007.

Grundsätzlich können die Optionen jeweils in einem Zeitraum von sechs Wochen nach Bekanntgabe der endgültigen Quartalsergebnisse oder der endgültigen Ergebnisse des vorangegangenen Geschäftsjahres ausgeübt werden.

Voraussetzung für die Ausübung eines Optionsrechts ist, dass der ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes, in dem das Optionsrecht ausgeübt wird, mindestens 120% des Ausübungspreises beträgt.

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4. Tranche 3. Tranche 2. Tranche 1. Tranche
Ausgabedatum 30.03.2009 25.11.2008 08.05.2008 22.11.2007
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis 12,88 € 12,23 € 13,19 € 19,81 €
Anzahl ausgegebener Optionen 15.000 37.500 37.500 15.810
Anzahl ausgeübter Optionen 15.000 37.500 37.500 15.810
Anzahl verfallener Optionen 0 0 0 0
Ausstehend zum 31.12.2014 0 0 0 0
Ausübbar zum 31.12.2014 0 0 0 0

Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen wurden mit Hilfe eines Binomialmodells ermittelt. Hierbei werden mittels eines binomialen Entscheidungsbaums mögliche Entwicklungen der Aktie der Delticom AG modelliert.

Der Ansatz der erwarteten Volatilität basiert auf den historischen Kursdaten der Aktie der Delticom AG. Die erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte ergibt sich aus der Restlaufzeit des Dienstvertrags des ehemaligen Mitglieds des Vorstands. Der risikolose Zinssatz wurde auf Basis von Zinssätzen für (hypothetische) Null-Kupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko mit entsprechenden Restlaufzeiten bestimmt.

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4. Tranche 3. Tranche 2. Tranche 1. Tranche
Beizulegender Zeitwert je Option zum Gewährungszeitpunkt 3,18 € 3,27 € 3,75 € 6,47 €
Beizulegender Gesamtzeitwert der Optionsrechte zum Gewährungszeitpunkt 47.700,00 € 122.500,00 € 140.750,00 € 102.291,00 €
Zu berücksichtigender Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr 2014 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte 3,36 Jahre 3,70 Jahre 4,25 Jahre 4,71 Jahre
Erwartete durchschnittliche jährliche Dividendenrendite je Stückaktie 5,00% 5,00% 5,00% 3,00%
Risikoloser Zinssatz 1,80% 2,57% 4,31% 3,90%
Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt 13,63 € 12,83 € 13,41 € 19,65 €
Ausübungspreis 12,88 € 12,23 € 13,19 € 19,81 €
Erwartete Volatilität 42,00% 44,00% 45,00% 45,00%

(21) Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge

Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der Tochtergesellschaften Delticom Tyres Ltd., Delticom OE S.R.L., Tyrepac Pte. Ltd. Singapur, Delticom North America Inc. sowie Wholesale Tire and Automotive Inc. wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beeinhaltet die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve.

(22) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage besteht ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß § 150 AktG bei der AG zu bilden ist.

(23) Bilanzgewinn

Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Schulden

(24) Finanzschulden

Bei den Finanzschulden handelt es sich um mittelfristige Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.

(25) Rückstellungen

Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:

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in Tausend € 01.01.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2014
Steuerrückstellungen 182 121 0 784 845
Sonstige Rückstellungen langfristig 252 2 0 101 351
Sonstige Rückstellungen 1.846 973 271 920 1.521
Gesamt 2.281 1.096 271 1.805 2.718

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Kosten für zu erwartende Stornierungen von Kundenbestellungen im Versandgeschäft innerhalb der Rückgabefrist, noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr.

Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Der Abzinsungsprozentsatz beträgt 5,5% (Vorjahr: 5,5%). Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern des Berichtsjahres und werden nicht abgezinst.

(26) Latente Steuerverbindlichkeiten

Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 480 Tsd. € (Vorjahr: 1.051 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 2014 2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.920 74.703
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 24 9
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 0 0

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.13 Wertansatz Bilanznach IAS 39
in Tausend € Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 11.323 11.323
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 11.260 11.260
Sonstige Forderungen LaR 1.465 1.465
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 833 833
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FAHfT 63 63
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 74.703 74.703
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 1.913 1.913
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 32.697 32.697
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FLHfT 3 3
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR) 24.048 24.048
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 833 833
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) 63 63
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 109.313 109.313
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) 3 3

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Fair Value 31.12.13 Buchwert 31.12.14 Fair Value 31.12.14
in Tausend €
--- --- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.323 LaR 29.975 29.975 29.975
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.260 LaR 14.489 14.489 14.489
Sonstige Forderungen 1.465 LaR 1.241 1.241 1.241
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 833 AfS 25 25 25
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) 63 FAHfT 48 48 48
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74.703 FLAC 75.920 75.920 75.920
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.913 FLAC 2.598 2.598 2.598
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 32.697 FLAC 19.811 19.811 19.811
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) 3 FLHfT 11 11 11
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR) 24.048 45.705 45.705 45.705
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 833 25 25 25
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) 63 48 48 48
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 109.313 98.330 98.330 98.330
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) 3 11 11 11

Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend € 2014 2013
Darlehen und Forderungen (LaR) –1.425 –3.036
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FAHfT + FLHfT) 201 250
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) –1.216 427
davon Zinsergebnis –615 –34
Summe –2.441 –2.359

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligungen. Der Buchwert der derivaten Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.

Die Finanzinstrumente der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 25 Tsd. €, der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 48 Tsd. € sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 11 Tsd. € haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.

Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) liegen ausschließlich bei den langfristigen Finanzschulden vor. Da sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns als auch die Zinskonditionen für den Delticom-Konzern nicht wesentlich verändert haben, entspricht der Buchwert der Finanzschulden näherungweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.

Die Nettogewinne und -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.

Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.

Des Weiteren enthält der Bilanzposten 11 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 3 Tsd. €).

Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

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in Tausend € 2014 2013
Umsatzsteuer 4.831 6.334
Erhaltene Anzahlungen 5.255 3.666
Guthaben von Kunden 2.603 1.744
Sozialversicherungsbeiträge 9 0
Lohn- und Kirchensteuer 269 418
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.387 1.831
Summe 14.354 13.994

Sonstige Angaben

Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:

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in Tausend € 2014 2013
Bestellobligo für Waren 8.006 13.712
Übrige finanzielle Verpflichtungen 49.111 55.412
Gesamt 57.116 69.124

Delticom mietet Büroräume und Parkplätze in Hannover, Berlin und München sowie Lagerhallen für Handelsware an 3 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17.3. Der Vertrag über die Büroräume in Hannover läuft bis zum 31.12.2017, der Vertrag in Berlin läuft bis zum 31.03.2015 und der Vertrag in München bis zum 14.11.2015. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 31.12.2015, 31.03.2019 und 31.07.2023.

Des Weiteren besteht ein Leasingverhältnis für einen Pkw im Rahmen eines Operating-Leasings. Das Pkw-Leasingverhältnis endet im Juli 2018 nach 35-monatiger Laufzeit.

Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating-Leasingverhältnissen betragen:

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in Tausend € 2014 2013
bis zu einem Jahr 6.408 6.096
2 Jahre bis zu 5 Jahre 22.635 21.622
mehr als 5 Jahre 10.864 13.407
Gesamt 39.907 41.125

Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.

Die Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS39.71 ff. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.

Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 4 Monaten (Vorjahr: 4 Monate).

Risikomanagement

Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.

Währungsrisiko

Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in EUR existiert. Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro den um 10% an Wert gewonnen bzw. um 10% an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.

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Währung 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2014) Ergebnis +10%

in Tsd. €
Ergebnis –10%

in Tsd. €
CHF 1,2024 –412 462
CZK 27,7434 –17 19
DKK 7,4457 –28 34
GBP 0,7818 –351 359
HKD 9,4373 –47 43
HRK 7,6610 –13 16
HUF 314,9587 –57 54
LTL 3,4528 –10 13
NOK 9,0144 –29 29
PLN 4,2902 –103 97
RON 4,4845 –70 84
SEK 9,4275 –112 112
SGD 1,6074 –81 100
USD 1,2166 –10 37
Sonstige n/a –16 19

Zinsänderungsrisiko

Für den Zahlungsmittelbestand besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn in Höhe von –2 Tsd. €, bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust von –2 Tsd. €. Die in Relation zum Bestand an Zahlungsmitteln geringen Zinssensitivitäten sind auf zumeist nicht verzinsliche Bestände an Zahlungsmitteln zurückzuführen. Neben den Bankbeständen wird der Investitionskredit in die Sensitivitätsanlayse einbezogen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Darüber hinaus wird eine Liquiditätsreserve für ungeplante Mindereingänge oder Mehrausgänge vorgehalten. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen sowie Geldmarktfonds vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.

Kreditrisiko

Delticom liefert Reifen und Felgen an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen beträgt 1.639 Tsd. € (Vorjahr: 1.485 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10% und 15%.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu "Organe der Gesellschaft".

Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Konsolidierungskreis. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsoldierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.

Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS24 sind:

Binder GmbH (Anzahl der Aktien 2.986.861, 25,00 % der Anteile)
Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 2.990.227, 25,03 % der Anteile)

Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Aufsichtsratsvorsitzender seit 01.01.2014), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Vorstand seit 01.01.2014), Hannover, über die Prüfer GmbH und die Seguti GmbH nach § 22 IS. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i.S.d.§ 22 II S.1 WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).

Verkauf von Waren

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in Tausend € 2014 2013
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 3 2
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) 0 1.543

Einkauf von Waren und Dienstleistungen

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in Tausend € 2014 2013
von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 321 278

Die Zeile Einkauf von Waren und Dienstleistungen der Kategorie Personen in Schlüsselpositionen enthält 103 Tsd. € für Beratungsleistungen einer Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist Rainer Binder. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.

Im Geschäftsjahr 2014 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern:

Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Montagepartner, Nutzfahrzeuge, Speciality
Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, Einkauf, Operations, Nordamerika
Sascha Jürgensen, Hannover: Vorstand, DeltiParts, Business Development
Andreas Püfer, Hannover (seit 01.01.2014); Vorstand, Finanz- und Rechnungswesen, Corporate Communications, IT, Risikomanagement, Distribution
Thierry Delesalle, Wunstorf, (ab dem 01.01.2015); Vorstand, B2C PKW-Reifen und Kompletträder Westeuropa und Marketing

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.

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Susann Dörsel-Müller Montagepartner/ Nutzfahrzeuge/Specialty
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 102 106 102 106 106 106
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 102 106 102 106 106 106
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 8 11 7 0 500
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 8 11 7 0 500
Summe 102 114 112 113 106 606
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 102 114 112 113 106 606

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Philip von Grolman Einkauf/ Operations/ Nordamerika
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 220 270 220 270 270 270
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 220 270 220 270 270 270
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 57 77 48 0 500
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 57 77 48 0 500
Summe 220 327 297 318 270 770
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 220 327 297 318 270 770

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Sascha Jürgensen DeltiParts, Business Development
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 130 175 130 175 175 175
Nebenleistungen 0 4 0 0 8 8
Summe 130 179 130 175 183 183
Einjährige variable Vergütung 0 35 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 10 14 9 9 500
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 10 14 9 9 500
Summe 130 224 144 184 192 683
Versorgungsaufwand 0 2014 (Min)2 0 0 2 2
Gesamtvergütung 130 227 144 184 195 686

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Andreas Prüfer (Eintritt 01.01.2014) Finanzen/ Communication/ IT / Risk / Distribution
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 0 475 0 475 475 475
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 0 475 0 475 475 475
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 97 0 750
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 0 0 97 0 750
Summe 0 475 0 572 475 1.225
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 0 475 0 572 475 1.225

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Rainer Binder (Austritt 31.12.2013) Vorstandsvorsitzender
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 475 238 475 238 238 238
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 475 238 475 238 238 238
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 114 155 0 0 0
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 114 155 0 0 0
Summe 475 352 630 238 238 238
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 475 352 630 238 238 238

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Frank Schuhardt (Austritt: 31.12.2013) Finanzen/ IT
in Tausend € Zufluesse Zuwendungen
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2013 2014 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300 0 300 0 0 0
Abfindung 0 700 700 0 0 0
Summe 300 700 1.000 0 0 0
Einjährige variable Vergütung 50 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 1.720 0 0 0 0
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 0 0 0 0 0 0
Aktienoptionen 0 1.720 0 0 0 0
Summe 350 2.420 1.000 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 350 2.420 1.000 0 0 0

Im Geschäftsjahr 2014 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

Rainer Binder, Unternehmer, Hannover: Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender
Alan Revie, Unternehmer, Hamilton / Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied
Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Hannover: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Im Geschäftsjahr 2014 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Rainer Binder auf 35 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 10 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €) und Alan Revie auf 5 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €).

Dividende

Die Hauptversammlung hat am 29.04.2014 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2013 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 5.929.720,00 € (0,50 € pro Aktie, Vorjahr 1,90 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 12.724.470,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorschlag der Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Delticom AG in Höhe von 18.723.852,25 € einen Betrag von 2.986.312,50 €, d.h. 0,25 € pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von 15.737.539,75 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Anteilsbesitz

Vollkonsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil

in %
Name, Sitz, Land 2014 2013
--- --- ---
Delticom Tyres Ltd., Oxford, Großbritannien 100 100
Delticom O.E. S.R.L., Timisoara, Rumänien 100 100
Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld, Deutschland 100 100
Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld, Deutschland 100 100
Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA 75 100
Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia, Kalifornien, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. 100 100
Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland 100 100
Tirendo Holding GmbH, Berlin, Deutschland 100 100
Tyrepac Pte. Ltd., Singapur 50,9 50,9
Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong - 100°% Tochterunternehmen der Tyrepac Pte. Ltd. 100 100
Guangzhou Tyrepac Trading Ltd., Guangzhou (China) - 100°% Tochterunternehmen der Tyrepac Pte. Ltd. 100 100
Deltiparts GmbH i.G., Hannover, Deutschland 100 0
Reife tausend1 GmbH i.G., Deutschland 100 0
Tirendo Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100

Nicht konsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil

in %
Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Informationen
Name, Sitz, Land 2014 2013 in Tausend Währung in Tausend Währung
--- --- --- --- --- --- --- ---
OOO Delticom Shina, Moskau, (Russland) 100 100 198 RUB –393 RUB 31.12.2014
Tirendo France SARL, Paris, Frankreich - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100 –25 EUR –3 EUR 31.12.2014
Tirendo Netherlands B.V., Den Haag, Niederlande – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100 –91 EUR –23 EUR 31.12.2014
Tirendo AT GmbH, Wien, Österreich – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100 –27 EUR –22 EUR 31.12.2014
Tirendo Switzerland GmbH, Zug, Schweiz – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100 –73 CHF –40 CHF 31.12.2014
Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau, Polen – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100 –140 PLN –28 PLN 31.12.2014

Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH sowie die Tirendo Holding GmbH haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.

Honorar des Abschlussprüfers

In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:

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in Tausend € 2014 2013
Abschlussprüfungen 110 101
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 23 27
Steuerberatungsleistungen 43 16
Sonstige Leistungen 0 2
Gesamt 176 145

Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 09.03.2015 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten Liquidität beinhaltet zusätzlich zum Finanzmittelbestand grundsätzlich auch Wertpapiere.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hannover, den 12. März 2015

Thierry Delesalle

Philip von Grolman

Andreas Prüfer

Susann Dörsel-Müller

Sascha Jürgensen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Delticom AG, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 13. März 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Delticom AG gemäß § 161 AktG

1. Die Delticom AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 18.03.2014 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013, veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10.06.2013, bis einschließlich 29.09.2014 mit folgenden Abweichungen entsprochen:

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, wurde nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 das System der Vorstandsvergütung grundlegend überarbeitet und ein differenziertes, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung genügendes System geschaffen. Hierbei unterliegt die Summe aus Erfolgs- und Ermessenstantieme einem zweifachen Cap. Es ist jedoch weder ein Cap für die Gesamtvergütung, noch für jede variable Vergütungskomponente einzeln oder Nebenleistungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dieses System einen angemessenen Schutz vor ausufernden Vergütungen zu Lasten der Gesellschaft bietet und möchte daher im Interesse der Regelungskonstanz von erneuten Änderungen absehen, wenn er diese nicht für zwingend erforderlich erachtet.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden. Dementsprechend wurde auch den weiteren Empfehlungen in Ziffer 5.3 des Kodex betreffend Aufsichtsratsausschüsse nicht entsprochen.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und dabei insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen, wurde nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex gegeben. Dementsprechend wurde auch den an die Zielsetzung anknüpfenden Empfehlungen gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex, dass Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien diese Ziele berücksichtigen sollen und dass die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden sollen, nicht entsprochen.

2. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24.06.2014 hat die Delticom AG seit ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 30.09.2014 und wird die Delticom AG auch zukünftig mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 das System der Vorstandsvergütung grundlegend überarbeitet und ein differenziertes, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung genügendes System geschaffen. Hierbei unterliegt die Summe aus Erfolgs- und Ermessenstantieme einem zweifachen Cap. Es ist jedoch weder ein Cap für die Gesamtvergütung, noch für jede variable Vergütungskomponente einzeln oder Nebenleistungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dieses System einen angemessenen Schutz vor ausufernden Vergütungen zu Lasten der Gesellschaft bietet und möchte daher im Interesse der Regelungskonstanz von erneuten Änderungen absehen, wenn er diese nicht für zwingend erforderlich erachtet.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den weiteren Empfehlungen in Ziffer 5.3 des Kodex betreffend Aufsichtsratsausschüsse entsprochen.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und dabei insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat und wird sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex gegeben. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den an die Zielsetzung anknüpfenden Empfehlungen gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex, dass Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien diese Ziele berücksichtigen sollen und dass die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden sollen, entsprochen.

Hannover, den 17. März 2015

Andreas Prüfer, Vorstandsmitglied

Philip von Grolman, Vorstandsmitglied

Susann Dörsel-Müller, Vorstandsmitglied

Sascha Jürgensen, Vorstandsmitglied

Thierry Delesalle, Vorstandsmitglied

Rainer Binder, Aufsichtsratsvorsitzender

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