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Delticom AG — Interim / Quarterly Report 2012
Sep 6, 2012
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Interim / Quarterly Report
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Delticom AG
Hannover
Halbjahresfinanzbericht vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012
Konzernzwischenlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen: Die erste Jahreshälfte ging mit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten einher. Auch für die Realwirtschaft blieb die Eskalation der Euro-Krise nicht ohne Folgen: Ein schwaches Wirtschaftswachstum, der harte Sparkurs der Regierungen und hohe Arbeitslosigkeit prägen vielerorts das gesamtwirtschaftliche Bild. Angesichts der zunehmenden Abwärtsrisiken und des nachlassenden Inflationsdrucks zu Anfang des dritten Quartals hat die Europäische Zentralbank den Leitzins erstmals auf unter 1 % gesenkt.
Die sich immer weiter verschärfende Krise droht auch auf die Kernländer Europas durchzuschlagen, so dass sich die konjunkturellen Frühindikatoren im zweiten Quartal wieder verschlechterten. In Deutschland bewegt sich die Beschäftigung allerdings weiterhin auf hohem Niveau. Daher ist hier trotz gestiegener Konjunkturängste das Umfeld für die Konsumneigung nach wie vor günstig, wenngleich die hohen Benzinpreise belasten.
Entwicklung des Reifenmarktes: Die Verschlechterung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen blieb auch für die Reifenproduzenten nicht ohne Folgen. Einerseits war das Erstausrüstungsgeschäft in Europa rückläufig, andererseits wurden bislang auch deutlich weniger Ersatzreifen vom europäischen Handel nachgefragt. Einige Hersteller haben in den zurück liegenden Monaten mit Kapazitätsanpassungen reagiert.
Zu Jahresbeginn waren die Rohstoffpreise zunächst nochmal angestiegen. Allerdings hat sich die Situation zum Ende des ersten Quartals etwas entspannt. Niedrigere Beschaffungskosten für Naturkautschuk und Rohöl halfen den Reifenherstellern, die rückläufige Mengenentwicklung zumindest teilweise auszugleichen.
Auch der europäische Reifenhandel bekam die Marktschwäche in den letzten Monaten voll zu spüren. Europaweit ist das Geschäft mit Sommerreifen bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Für Deutschland liegen mit der Tendenzauswertung einer Händlerbefragung durch den BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V.) erste Zahlen vor. Demnach muss für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres mit einem Umsatzrückgang bei Sommerreifen von etwa 15 % gerechnet werden.
Geschäftsverlauf und Ertragslage
Umsatz
Konzern: Delticom, Europas führender Internet-Reifenhändler, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste das Unternehmen einen Umsatz von 193,3 Mio. €, ein Minus von –2,5 % nach 198,3 Mio. € im Vergleichszeitraum.
E-Commerce: Der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce sank im Vorjahresvergleich in den 127 Onlineshops um –2,7 % von 190,1 Mio. € auf 184,9 Mio. €. Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 95,7 %, im Vergleich zu 95,9 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnten in H1 12 360 Tausend Neukunden (H1 11: 411 Tausend, –12,2 %) gewonnen werden. Im gleichen Zeitraum haben 266 Tausend Bestandskunden (H1 11: 258 Tausend, +3,4 %) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.
Großhandel: Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland. Der Segmentumsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 2,1 % auf 8,4 Mio. €, nach einem Vorjahresumsatz von 8,2 Mio. €.
Umsatz nach Segmenten und Regionen
in Tsd. €
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| H1'12 | % | +% | H1'11 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 193.270 | 100,0 | –2,5 | 198.293 | 100,0 | 11,8 |
| Primäre Segmente | ||||||
| E-Commerce | 184.910 | 95,7 | –2,7 | 190.108 | 95,9 | 12,0 |
| Großhandel | 8.360 | 4,3 | 2,1 | 8.185 | 4,1 | 7,3 |
| Regionen | ||||||
| EU | 139.945 | 72,4 | –7,6 | 151.386 | 76,3 | 6,7 |
| Rest | 53.325 | 27,6 | 13,7 | 46.906 | 23,7 | 32,2 |
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| H1'10 | % | |
|---|---|---|
| Umsatz | 177.317 | 100,0 |
| Primäre Segmente | ||
| E-Commerce | 169.686 | 95,7 |
| Großhandel | 7.631 | 4,3 |
| Regionen | ||
| EU | 141.828 | 80,0 |
| Rest | 35.489 | 20,0 |
Saisonalität: Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.
Umsatzentwicklung
pro Quartal, in Mio. €

Aufgrund geringerer Schneefälle zu Jahresbeginn startete Delticom im Vergleich zum Vorjahr zunächst etwas schwächer ins neue Jahr. Auch das europäische Sommerreifengeschäft im zweiten Quartal blieb vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt erzielte Delticom im Q2 12 Umsätze in Höhe von 107,8 Mio. € (Q2 11: 112,9 Mio. €), ein Rückgang von –4,6 %.
Regionale Verteilung: Das Unternehmen ist weltweit in 41 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 139,9 Mio. € (–7,6 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Ländern wie der Schweiz und Norwegen tätig, aber auch in den USA. Auf die Nicht-EU-Länder entfiel in H1 12 ein Umsatz von 53,3 Mio. € (+13,7 %).
Wesentliche Aufwandspositionen
Materialaufwand: Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand. Hier werden die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst. Der Rückgang im Berichtszeitraum um –1,9 % von 144,9 Mio. € auf 142,2 Mio. € (73,6 % vom Umsatz) ist im Wesentlichen auf die schwache Umsatzentwicklung zurückzuführen. Der Materialaufwand im Bereich E-Commerce reduzierte sich um –2,2 % von 137,7 Mio. € auf 134,7 Mio. €. Im Bereich Großhandel wuchs der Materialaufwand in H1 12 um 3,2 % auf 7,5 Mio. € (H1 11: 7,2 Mio. €).
Transportkosten: Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Delticom lässt die verkauften Reifen von den Lagerstandorten abholen und zu den Kunden oder Montagepartnern liefern. Die Transportkosten lagen im Berichtszeitraum mit 16,2 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz hat sich von 8,2 % auf 8,4 % erhöht.
Kosten der Lagerhaltung: Mit der Ausweitung der Lagerfläche erhöhte sich auch der Aufwand für Mieten und Betriebskosten von 1,9 Mio. € im Vorjahr um 63,5 % auf 3,0 Mio. €. Die direkten Kosten der Lagerhaltung gingen um 23,9 % auf 1,6 Mio. € zurück (H1 11: 2,2 Mio. €), weil im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen einige Zeit- und Leiharbeiter in Festanstellung übernommen wurden.
Personalaufwand: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 142 Mitarbeiter (H1 11: 108). Der Grund für den Anstieg liegt im Aufbau von qualifiziertem Personal für das im Q2 des letzten Jahres eröffnete neue Großlager. Der Personalaufwand belief sich auf 4,4 Mio. € (H1 11: 3,5 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) in Höhe von 2,3 % hat sich gegenüber Vorjahr folglich erhöht (H1 11: 1,8 %).
Marketing: Der Marketingaufwand für das erste Halbjahr belief sich auf 4,3 Mio. €, nach 3,9 Mio. € in H1 11. Dies entspricht einer Quote im Verhältnis zum Umsatz von 2,2 % nach 2,0 % im H1 11. Im zweiten Quartal wurde mit 2,1 % vom Umsatz mehr als im Vorjahr für Marketing ausgegeben, um den Abverkauf zum Hochpunkt der Sommerreifensaison zu unterstützen (Q2 11: 1,7 %).
Abschreibungen: Im Zuge des schrittweisen Ausbaus der Lagerkapazität und der dafür notwendigen Ausstattungsinvestitionen stiegen die Abschreibungen von 0,8 Mio. € in 2011 um 63,7 % auf 1,3 Mio. € an. Die wertmäßig geringen Abschreibungen zeigen, dass das Geschäft der Delticom nach wie vor wenig kapitalintensiv ist.
Ergebnisentwicklung
Bruttomarge: Nach einem wetterbedingt schwachen Saisonauftakt ist das Sommerreifengeschäft auch im zweiten Quartal europaweit deutlich hinter den Erwartungen des Reifenhandels zurückgeblieben. Trotz eines schwierigen Marktumfelds wurde im Berichtszeitraum eine Bruttomarge von 26,4 % erzielt, nach 26,9 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) belief sich im Q2 12 auf 26,9 % nach 27,7 % im Q2 11.
Ein Teil des Rückgangs kann durch den zunehmenden Preisdruck in Folge der schwachen Nachfrage erklärt werden. Wesentlicher für die Margenentwicklung war in den zurückliegenden Monaten jedoch die Entwicklung der eigenen Bestände an Sommerreifen; sie wurden im Zuge der Marktschwäche stark runtergefahren. Dadurch ist der Anteil der von Großhändlern adhoc bezogenen Fremdware gestiegen, die meist zu geringeren Bruttomargen verkauft wird als Eigenware.
Aktuell hält Delticom niedrigere Sommerreifenbestände als in den vergangenen Jahren.
Sonstige betriebliche Erträge: Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Berichtszeitraum um –33,7 % auf 2,1 Mio. € zurück (H1 11: 3,1 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 1,0 Mio. € mehrheitlich um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (H1 11: 2,3 Mio. €), die insbesondere durch die Bewegungen im EUR/USD Wechselkurs beeinflusst werden. Währungsverluste aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die der zugeordneten Hedges weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (H1 12: 2,5 Mio. €, H1 11: 2,7 Mio. €).
Rohertrag: Im Berichtszeitraum reduzierte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um –5,9 % von 56,5 Mio. € auf 53,2 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 195,3 Mio. € (H1 11: 201,4 Mio. €) betrug der Rohertrag 27,2 % (H1 11: 28,0 %).
EBIT: Das EBIT verschlechterte sich im Berichtszeitraum um –29,2 % von 18,7 Mio. € auf 13,2 Mio. €, hauptsächlich aufgrund der höheren Personalkosten und Mieten. Dies entspricht einer Umsatzrendite (EBIT-Marge in Prozent vom Umsatz) in Höhe von 6,9 % (H1 11: 9,4 %). Für das zweite Quartal ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von 12,8 Mio. € ein Rückgang um 23,1 % auf 9,8 Mio. €. Die EBIT-Marge betrug 9,1 % (Q2 11: 11,3 %).
Die Grafik EBIT zeigt die Entwicklung des Konzernergebnisses vor Finanzergebnis und Steuern in den zurückliegenden Quartalen.
EBIT
pro Quartal, in Mio. €

Finanzergebnis: Aufgrund anhaltend tiefer Euro-Geldmarktzinsen verharrte der Finanzertrag im H1 12 mit 23 Tsd. € auf niedrigem Niveau (H1 11: 92 Tsd. €). Zur Finanzierung von Teilen des Warenbestands wurden im Berichtszeitraum Kreditlinien in Anspruch genommen. Der Finanzaufwand stieg dadurch auf 109 Tsd. € an (H1 11: 13 Tsd. €). Insgesamt betrug das Finanzergebnis –86 Tsd. € (H1 11: 79 Tsd. €).
Ertragsteuern: Der Ertragsteueraufwand für die ersten sechs Monate belief sich auf 4,4 Mio. € (H1 11: 6,0 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 33,2 % (H1 11: 32,1 %).
Konzernergebnis: Das Konzernergebnis betrug im Berichtszeitraum 8,8 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 12,7 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie ging von 1,08 € (H1 11, unverwässert) auf 0,74 € zurück – ein Minus von –31,1 %.
Verkürzte GuV
in Tsd. €
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| H1'12 | % | +% | H1'11 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 193.270 | 100,0 | –2,5 | 198.293 | 100,0 | 11,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.068 | 1,1 | –33,7 | 3.118 | 1,6 | –7,7 |
| Gesamtleistung | 195.338 | 101,1 | –3,0 | 201.411 | 101,6 | 11,5 |
| Materialaufwand | 142.171 | 73,6 | –1,9 | 144.922 | 73,1 | 12,0 |
| Rohertrag | 53.167 | 27,5 | –5,9 | 56.488 | 28,5 | 10,2 |
| Personalaufwand | 4.374 | 2,3 | 25,4 | 3.489 | 1,8 | 9,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 34.212 | 17,7 | 2,2 | 33.486 | 16,9 | 8,5 |
| EBIT | 13.247 | 6,9 | –29,2 | 18.700 | 9,4 | 12,6 |
| Abschreibungen | 1.332 | 0,7 | 63,7 | 814 | 0,4 | 33,7 |
| EBITDA | 14.580 | 7,5 | –25,3 | 19.514 | 9,8 | 13,4 |
| Finanzergebnis (netto) | –86 | 0,0 | –209,3 | 79 | 0,0 | 83,9 |
| EBT | 13.161 | 6,8 | –29,9 | 18.779 | 9,5 | 12,8 |
| Ertragsteuern | 4.370 | 2,3 | –27,6 | 6.033 | 3,0 | 12,4 |
| Konzernergebnis | 8.791 | 4,5 | –31,0 | 12.746 | 6,4 | 13,0 |
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| H1'10 | % | |
|---|---|---|
| Umsatz | 177.317 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.377 | 1,9 |
| Gesamtleistung | 180.694 | 101,9 |
| Materialaufwand | 129.427 | 73,0 |
| Rohertrag | 51.267 | 28,9 |
| Personalaufwand | 3.191 | 1,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 30.867 | 17,4 |
| EBIT | 16.600 | 9,4 |
| Abschreibungen | 609 | 0,3 |
| EBITDA | 17.209 | 9,7 |
| Finanzergebnis (netto) | 43 | 0,0 |
| EBT | 16.643 | 9,4 |
| Ertragsteuern | 5.368 | 3,0 |
| Konzernergebnis | 11.275 | 6,4 |
Die Tabelle Verkürzte GuV fasst wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
Finanz- und Vermögenslage
Bilanzstruktur
Zum Stichtag 30.06.2012 betrug die Bilanzsumme 182,2 Mio. € (31.12.2011: 166,4 Mio. €). Die Tabelle Verkürzte Konzernbilanz zeigt die geringe Kapitalintensität des Geschäftsmodells.
Verkürzte Konzernbilanz
in Tsd. €
Aktiva
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| 30.06.12 | % | +% | 31.12.11 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristig gebundenes Vermögen | 15.792 | 8,7 | –5,3 | 16.669 | 10,0 | 63,9 |
| Anlagevermögen | 15.124 | 8,3 | –6,1 | 16.098 | 9,7 | 66,8 |
| sonstige Vermögenswerte | 669 | 0,4 | 17,1 | 571 | 0,3 | 10,8 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 166.360 | 91,3 | 11,1 | 149.695 | 90,0 | 7,6 |
| Vorräte | 135.056 | 74,1 | 26,8 | 106.492 | 64,0 | 103,9 |
| Forderungen | 23.617 | 13,0 | 12,4 | 21.006 | 12,6 | 9,9 |
| Liquidität | 7.687 | 4,2 | –65,4 | 22.197 | 13,3 | –67,3 |
| Wertpapiere | 0 | 0,0 | 0 | 0,0 | –100,0 | |
| Flüssige Mittel | 7.687 | 4,2 | –65,4 | 22.197 | 13,3 | –66,8 |
| Bilanzsumme | 182.152 | 100,0 | 9,5 | 166.364 | 100,0 | 11,4 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 52.795 | 29,0 | –33,3 | 79.108 | 47,6 | 10,8 |
| Eigenkapital | 49.397 | 27,1 | –34,6 | 75.480 | 45,4 | 5,8 |
| Fremdkapital | 3.398 | 1,9 | –6,3 | 3.628 | 2,2 | 7879,6 |
| Rückstellungen | 42 | 0,0 | 38,1 | 30 | 0,0 | –33,9 |
| Verbindlichkeiten | 3.356 | 1,8 | –6,7 | 3.597 | 2,2 | |
| Kurzfristige Schulden | 129.357 | 71,0 | 48,2 | 87.256 | 52,4 | 11,9 |
| Rückstellungen | 2.356 | 1,3 | –64,1 | 6.560 | 3,9 | –21,7 |
| Verbindlichkeiten | 127.001 | 69,7 | 57,4 | 80.696 | 48,5 | 16,0 |
| Bilanzsumme | 182.152 | 100,0 | 9,5 | 166.364 | 100,0 | 11,4 |
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| 31.12.10 | % | |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 10.169 | 6,8 |
| Anlagevermögen | 9.654 | 6,5 |
| sonstige Vermögenswerte | 516 | 0,3 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 139.178 | 93,2 |
| Vorräte | 52.227 | 35,0 |
| Forderungen | 19.117 | 12,8 |
| Liquidität | 67.834 | 45,4 |
| Wertpapiere | 1.036 | 0,7 |
| Flüssige Mittel | 66.798 | 44,7 |
| Bilanzsumme | 149.348 | 100,0 |
| Passiva | ||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 71.387 | 47,8 |
| Eigenkapital | 71.341 | 47,8 |
| Fremdkapital | 45 | 0,0 |
| Rückstellungen | 45 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0,0 |
| Kurzfristige Schulden | 77.961 | 52,2 |
| Rückstellungen | 8.379 | 5,6 |
| Verbindlichkeiten | 69.582 | 46,6 |
| Bilanzsumme | 149.348 | 100,0 |
Vorräte: Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 28,6 Mio. € oder 26,8 % auf 135,1 Mio. € gesteigert (31.12.2011: 106,5 Mio. €). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren die Vorräte noch um 51,1 Mio. € erhöht worden.
Forderungen: Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve, jedoch sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Der Forderungsbestand war zum Stichtag 30.06.2012 3,4 % größer als zum Ende des Vorjahres (31.12.2011: 10,1 Mio. €). Insgesamt beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30.06.2012 auf 10,5 Mio. €.
Verbindlichkeiten: Im Zuge des Bestandsaufbaus wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verlauf des Geschäftsjahres von 68,2 Mio. € um 28,1 Mio. € auf 96,4 Mio. € erhöht, was einer Steigerung um 41,2 % entspricht. Zum 30.06.2012 entfielen daher innerhalb der 127,0 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten 96,4 Mio. € oder 52,9 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände wurden zusätzlich kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 21,7 Mio. € aufgenommen.
Working Capital: Die Kapitalbindung im Working Capital belief sich zum Stichtag auf 45,4 Mio. € (30.06.2011: 44,5 Mio. €). Seit Jahresanfang wurde die Kapitalbindung im Working Capital um lediglich 1,0 Mio. € oder 2,2 % auf 45,4 Mio. € erhöht (31.12.2011: 44,4 Mio. €). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war der Anstieg noch um 42,7 Mio. € deutlich höher ausgefallen.
Liquidität: Die Liquidität (flüssige Mittel und Liquiditätsreserve) belief sich zum 30.06.2012 auf 7,7 Mio. € (30.06.2011: 6,2 Mio. €, 31.12.2011: 22,2 Mio. €). Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von –18,0 Mio. € (30.06.2011: 0,9 Mio. €).
Cashflow
Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität über die letzten 12 Monate entwickelt hat.
Liquiditätsbrücke
in Mio. €

Gewöhnliche Geschäftstätigkeit: Aufgrund der positiven Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit für den Berichtszeitraum mit –0,5 Mio. € deutlich besser als im Vorjahr (H1 11: –30,2 Mio. €).
Investitionen: Im Zuge der Erweiterung der Lagerkapazität wurden wesentliche Ausstattungsinvestitionen bereits im letzten Jahr vorgenommen. Daher beliefen sich in diesem Jahr die Investitionen in Sachanlagen bisher lediglich auf 0,3 Mio. €, deutlich weniger als die 4,4 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zuzüglich der Investitionen in immaterielle Anlagegegenstände in Höhe von 68 Tsd. € waren in H1 12 insgesamt 0,4 Mio. € der Investitionen zahlungswirksam (Capex, H1 11: 4,5 Mio. €).
Finanzierungstätigkeit: Delticom hat im H1 12 für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von –34,9 Mio. € ausgezahlt. Zusammen mit den kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 21,7 Mio. € betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum insgesamt –13,7 Mio. €.
Organisation
Konzernstruktur: Der Konzern umfasste zum 30.06.2012 die folgenden Tochtergesellschaften:
| ― | Reifendirekt GmbH, Hannover |
| ― | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover |
| ― | Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien) |
| ― | NETIX S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| ― | Delticom North America Inc., Wilmington (Delaware, USA) |
| ― | Tyrepac Pte. Ltd., Singapur |
| ― | Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong |
An der Tyrepac und (mittelbar) an deren Tochtergesellschaft hält Delticom AG eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 50,9 %. Für die anderen Tochterunternehmen liegen sämtliche Anteilsbesitze zu 100 % bei der Delticom AG.
Mitarbeiter: Im Berichtszeitraum waren im Durchschnitt 142 Personen im Unternehmen beschäftigt (H1 11: 108), davon 8 Auszubildende und Praktikanten. Das Geschäft wird überwiegend aus der Zentrale am Standort Hannover betrieben.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Risikobericht
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Darstellungen zum Risikomanagement und eine Liste wesentlicher Einzelrisiken finden sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2011 auf Seite 42ff.
Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2011 hat sich die Risikoposition nicht wesentlich geändert. Bestandsgefährdende Einzelrisiken existieren nicht, und die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft dar.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Immer mehr Staaten in der Eurozone drohen in eine Rezession abzugleiten. Vielerorts ist die Konjunktur ins Stocken geraten. Zudem leidet die Industrie unter rückläufigen Auftragseingängen. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Beschäftigung: Im Juni erreichte die Arbeitslosigkeit im Euroraum ihren vorläufigen Höchststand. Trotz einer nachlassenden Dynamik zeigt sich der heimische Arbeitsmarkt bislang jedoch stabil. Dessen ungeachtet mehrt sich unter den Verbrauchern aber die Angst, dass auch die deutsche Wirtschaft auf kurz oder lang in den Krisenstrudel gezogen wird. Im Zuge des sich eintrübenden Konsumklimas werden sich die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel weiter verschlechtern.
Inflation: Trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Nachfrage liegt die Teuerungsrate in der Eurozone unverändert über dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank. Sie hat im Juli die Zinsen auf ein historisch niedriges Niveau gesenkt und in den letzten Wochen weitere geldpolitische Maßnahmen angekündigt. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Schuldenkrise auch in den kommenden Monaten für eine anhaltende Schwäche der EUR/USD-Kurse sorgen wird. Dies könnte kurzfristig über gestiegene Energiekosten die Inflation anheizen. Höhere Benzinpreise führen zumindest kurzfristig dazu, dass Autobesitzer weniger fahren und später ihre Reifen wechseln.
Reifenhandel: Im ersten Halbjahr ist die Nachfrage nach PKW-Sommerreifen europaweit deutlich hinter den Erwartungen des Reifenhandels zurück geblieben. Eine Trendwende im weiteren Verlauf des dritten Quartals ist wenig wahrscheinlich. Wir haben in den zurückliegenden Wochen unsere Bestände an Sommerreifen weiter abgebaut.
Bislang hat sich der Handel nur vorsichtig mit Winterware bevorratet, da die Bestände nach dem milden Winter im letzten Jahr höher als üblich sind. Wie sich die Winterreifenpreise in Europa in den nächsten Monaten entwickeln werden wird maßgeblich vom Wetter abhängen.
Zumindest in Deutschland haben sich in diesem Jahr offensichtlich mehr Autofahrer als gewöhnlich dazu entschlossen, nicht auf Sommerreifen umzurüsten. Wir gehen davon aus, dass sich das Winterreifengeschäft zumindest um einen Teil der ausgebliebenen Umrüstungen erhöhen wird.
EU Label: Nach dem 01.07.2012 produzierte Reifen müssen entsprechend EU-Bestimmungen mit einem Label versehen werden, das Effizienzklassen für Nassbremsen, Rollwiderstand und Außengeräusche vorschreibt. Der Handel ist europaweit ab dem 01.11.2012 verpflichtet, die Kunden auf das Label aufmerksam zu machen, sofern die Reifen vom Produzenten gekennzeichnet sind. Experten weisen darauf hin, dass die Labelwerte vergleichsweise wenig Aussagekraft für Winterreifen haben. Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr das Label für die Kaufentscheidung der Kunden nur eine geringe Rolle spielen wird.
Prognose: Nachdem das erste Halbjahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, planen wir nun mit einer Umsatzsteigerung von etwa 5 % für das Gesamtjahr. Nur bei sehr gutem Winterwetter wird die EBIT-Marge 9 % überschreiten können, da der höhere Fixkostenblock auch in der zweiten Jahreshälfte das Ergebnis belasten wird.
Wir erwarten, dass sich die Nettoliquidität von Delticom im dritten Quartal positiv entwickeln wird, da die Bevorratung für die anstehende Wintersaison bereits größtenteils abgeschlossen ist. Bei weiterhin niedriger Investitionstätigkeit sollte sich auch der Free Cashflow zum Jahresende hin weiter verbessern.
Mittelfristiger Ausblick: Mittelfristig erwarten wir hinsichtlich Umsatz und Ergebnis weiterhin zweistellige jährliche Wachstumsraten. Delticom wird unserer Einschätzung nach in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.
Konzernzwischenabschluss
Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| in Tausend € | 01.01.2012 – 30.06.2012 | 01.01.2011 – 30.06.2011 | 01.04.2012 – 30.06.2012 | 01.04.2011 – 30.06.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 193.270 | 198.293 | 107.786 | 112.939 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.068 | 3.118 | 1.377 | 1.784 |
| Gesamtleistung | 195.338 | 201.411 | 109.163 | 114.723 |
| Materialaufwand | –142.171 | –144.922 | –78.745 | –81.698 |
| Rohertrag | 53.167 | 56.488 | 30.418 | 33.024 |
| Personalaufwand | –4.374 | –3.489 | –2.173 | –1.745 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –1.332 | –814 | –661 | –447 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –34.212 | –33.486 | –17.766 | –18.072 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 13.247 | 18.700 | 9.819 | 12.761 |
| Finanzaufwand | –109 | –13 | –66 | –10 |
| Finanzertrag | 23 | 92 | 16 | 50 |
| Finanzergebnis (netto) | –86 | 79 | –49 | 39 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 13.161 | 18.779 | 9.770 | 12.800 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –4.370 | –6.033 | –3.297 | –4.110 |
| Konzernergebnis | 8.791 | 12.746 | 6.472 | 8.690 |
| davon entfallen auf: | ||||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 8.791 | 12.746 | ||
| unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,74 | 1,08 | ||
| verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,74 | 1,07 |
Gesamtergebnisrechnung
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| in Tausend € | 01.01.2012 – 30.06.2012 | 01.01.2011 – 30.06.2011 | 01.04.2012 – 30.06.2012 | 01.04.2011 – 30.06.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 8.791 | 12.746 | 6.472 | 8.690 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres | ||||
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 76 | –88 | 0 | –65 |
| Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Available for Sale" | ||||
| Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst | 0 | 3 | 0 | 2 |
| Erfolgswirksame Realisierung aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0 | –17 | 0 | –17 |
| Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Veränderungen | 0 | 4 | 0 | 5 |
| Summe der erfolgsneutral erfassen Erträge und Aufwendungen | 76 | –97 | 0 | –76 |
| Gesamtergebnis der Periode | 8.867 | 12.649 | 0 | 8.614 |
Konzernbilanz
Aktiva
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| in Tausend € | 30.06.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| langfristige Vermögenswerte | 15.792 | 16.669 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.023 | 1.032 |
| Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) | 13.275 | 14.241 |
| Finanzanlagen | 825 | 825 |
| Latente Steueransprüche | 224 | 215 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 444 | 356 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 166.360 | 149.695 |
| Vorräte | 135.056 | 106.492 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.494 | 10.146 |
| Sonstige Vermögenswerte | 13.123 | 10.860 |
| Flüssige Mittel | 7.687 | 22.197 |
| Summe Vermögenswerte | 182.152 | 166.364 |
Passiva
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| in Tausend € | 30.06.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 49.397 | 75.480 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.847 | 11.847 |
| Kapitalrücklage | 24.311 | 24.311 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge | 126 | 50 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Konzernbilanzgewinn | 12.913 | 39.072 |
| Summe Schulden | 132.755 | 90.884 |
| Langfristige Schulden | 3.398 | 3.628 |
| langfristige Finanzschulden | 2.700 | 3.150 |
| Langfristige Rückstellungen | 42 | 30 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 656 | 447 |
| Kurzfristige Schulden | 129.357 | 87.256 |
| Steuerrückstellungen | 374 | 3.839 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1.982 | 2.721 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 96.374 | 68.250 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 22.955 | 1.244 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.672 | 11.202 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 182.152 | 166.364 |
Konzernkapitalflussrechnung
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| in Tausend € | 01.01.2012 – 30.06.2012 | 01.01.2011 – 30.06.2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 13.247 | 18.700 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1.332 | 814 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | –727 | –282 |
| Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen | 14 | 2 |
| Veränderung der Vorräte | –28.564 | –51.081 |
| Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | –2.700 | –1.025 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 24.581 | 7.258 |
| Erhaltene Zinsen | 24 | 92 |
| Gezahlte Zinsen | –97 | –13 |
| Gezahlte Ertragsteuern | –7.635 | –4.638 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –525 | –30.173 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 35 | 2 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | –339 | –4.436 |
| Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 1 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | –68 | –93 |
| Veränderungen der Liquiditätsreserve | 0 | 993 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –372 | –3.532 |
| Gezahlte Dividenden der Delticom AG | –34.950 | –32.203 |
| Einzahlungen aus Kapitalzuführungen | 0 | 98 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 21.711 | 5.232 |
| Tilgung von Finanzschulden | –450 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –13.689 | –26.874 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 76 | –88 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 22.197 | 66.798 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | –14.510 | –60.667 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.687 | 6.131 |
| nachrichtlich: | ||
| Liquidität am Anfang der Periode | 22.197 | 67.834 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | –14.510 | –60.667 |
| Veränderungen der Liquiditätsreserve | 0 | –993 |
| Liquidität am Ende der Periode | 7.687 | 6.174 |
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 17.803 | 67.834 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | –14.510 | –60.667 |
| Veränderungen der Liquiditätsreserve | 0 | –993 |
| Veränderungen der Finanzschulden | –21.261 | –5.232 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | –17.968 | 942 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungsumrechnungsrücklage | Neubewertungsrücklage |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2011 | 11.839 | 24.216 | –169 | 10 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 8 | |||
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 90 | |||
| Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen | 6 | |||
| Gezahlte Dividende | ||||
| Gesamtergebnis der Periode | –88 | –9 | ||
| Stand am 30. Juni 2011 | 11.847 | 24.311 | –257 | 0 |
| Stand am 1. Januar 2012 | 11.847 | 24.311 | 50 | |
| Gezahlte Dividende | ||||
| Gesamtergebnis der Periode | 76 | |||
| Stand am 30. Juni 2012 | 11.847 | 24.311 | 126 | 0 |
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| Angesammelte Ergebnisse | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzgewinn | insgesamt | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2011 | 200 | 35.246 | 35.446 | 71.341 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 8 | |||
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 90 | |||
| Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen | 6 | |||
| Gezahlte Dividende | –32.203 | –32.203 | –32.203 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 12.746 | 12.746 | 12.649 | |
| Stand am 30. Juni 2011 | 200 | 15.788 | 15.988 | 51.891 |
| Stand am 1. Januar 2012 | 200 | 39.072 | 39.272 | 75.480 |
| Gezahlte Dividende | –34.950 | –34.950 | –34.950 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 8.791 | 8.791 | 8.867 | |
| Stand am 30. Juni 2012 | 200 | 12.913 | 13.112 | 49.397 |
Konzernanhang
Segmentergebnisse
H1 11
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| in Tausend € | E-Commerce | Großhandel | nicht zugeordnet | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 190.108 | 8.185 | 0 | 198.293 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.904 | 114 | 100 | 3.118 |
| Materialaufwand | –137.695 | –7.228 | 0 | –144.922 |
| Rohertrag | 55.317 | 1.071 | 100 | 56.488 |
| Personalaufwand | –1.711 | –226 | –1.551 | –3.489 |
| Abschreibungen | –743 | 0 | –70 | –814 |
| davon auf Sachanlagen | –671 | 0 | –45 | –717 |
| davon auf immaterielle Vermögenswerte | –72 | 0 | –25 | –97 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –31.997 | –321 | –1.168 | –33.486 |
| davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | –615 | 0 | 0 | –615 |
| Segmentergebnis | 20.866 | 524 | –2.689 | 18.700 |
| Finanzergebnis (netto) | 79 | |||
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –6.033 | |||
| Konzernergebnis | 12.746 |
H1 12
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| in Tausend € | E-Commerce | Großhandel | nicht zugeordnet | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 184.910 | 8.360 | 0 | 193.270 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.938 | 100 | 29 | 2.068 |
| Materialaufwand | –134.715 | –7.456 | 0 | –142.171 |
| Rohertrag | 52.134 | 1.004 | 29 | 53.167 |
| Personalaufwand | –2.153 | –341 | –1.880 | –4.374 |
| Abschreibungen | –1.275 | –1 | –57 | –1.332 |
| davon auf Sachanlagen | –1.226 | –1 | –30 | –1.256 |
| davon auf immaterielle Vermögenswerte | –49 | 0 | –27 | –76 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –32.603 | –277 | –1.332 | –34.212 |
| davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | –683 | 0 | 0 | –683 |
| Segmentergebnis | 16.103 | 385 | –3.241 | 13.247 |
| Finanzergebnis (netto) | –86 | |||
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –4.370 | |||
| Konzernergebnis | 8.791 |
Berichtsunternehmen
Delticom ist Europas führender Internet-Reifenhändler. Gegründet im Jahr 1999, betreibt das Unternehmen aus Hannover heute 127 Onlineshops in 41 Ländern. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst neben Pkw-Reifen, Motorradreifen, Leicht-Lkw- und Lkw-Reifen, Busreifen, Spezialreifen, Fahrradreifen, Kompletträder (vormontierte Reifen auf Felgen) auch ausgesuchte Pkw-Ersatzteile und Zubehör, Motoröl und Batterien. Ausführliche Informationen über das Berichtsunternehmen sind im Lagebericht des Geschäftsberichts 2011 im Abschnitt Geschäftstätigkeit sowie im Abschnitt Organisation dargestellt.
Saisonale Effekte
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Weil die meisten Autofahrer ihre Winterreifen bereits mit dem ersten Schneefall und damit in den letzten Monaten eines Jahres kaufen, fällt das erste Quartal meist etwas schwächer aus. Das zweite Jahresviertel dagegen gibt sich traditionell umsatzstark: Oft sind die Temperaturen im April und Mai schon vergleichsweise hoch und das teils angenehm warme Wetter führt bei vielen Pkw-Fahrern zum Kauf neuer Sommerreifen.
Das dritte Quartal schließlich flacht typischerweise wieder etwas ab: Im Übergang von Sommer- auf Winterreifengeschäft wird der Absatz etwas schwächer. In den meisten Ländern Europas zeigt sich das letzte Quartal dann meist auch als das umsatzstärkste. In der dunklen Jahreszeit werden die Straßenverhältnisse schwieriger, die Bremswege verlängern sich – und vielen Autofahrern wird die Notwendigkeit neuer Reifen ganz direkt bewusst.
Grundlagen der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Quartalsabschluss zum 30.06.2012 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Zur Anwendung kamen alle am Abschlussstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS Standards, insbesondere IAS 34 (Zwischenberichterstattung).
Die im Konzernjahresabschluss 2011 erläuterten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden sind, da sich keine für Delticom einschlägigen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden Standards ergaben, auch in diesem Zwischenabschluss angewendet worden und gelten entsprechend.
Der Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Jahresabschluss notwendigen Erläuterungen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Jahresabschluss zum 31.12.2011 zu sehen. Der Geschäftsbericht 2011 steht auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations bzw. unter nachfolgenden Link zum Download bereit:
www.delti.com/Investor_Relations/Delticom_Geschaeftsbericht_2011.pdf
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft zwei inländische und drei ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Zwischenabschluss vollkonsolidiert wurden. Die Tochtergesellschaft Tyrepac Pte. Ltd. Singapur sowie die mittelbare Tochtergesellschaft Hongkong Tyrepac Ltd., Hong Kong werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS 39 bilanziert. Im Vergleich zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 ergibt sich keine Änderung im Konsolidierungskreis.
Ungewöhnliche Sachverhalte
Es haben sich keine wesentlichen Sachverhalte ereignet, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflussen und die auf Grund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit für das Geschäft der Delticom AG ungewöhnlich sind. Die Geschäftsentwicklung wird im Zwischenlagebericht erläutert.
Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Kapitalflussrechnung
Detaillierte Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung und der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Kapitel Geschäftsverlauf und Ertragslage im Konzernzwischenlagebericht. Das Kapitel Finanz- und Vermögenslage enthält weitere Informationen zur Bilanz sowie zur Kapitalflussrechnung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
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| in Tausend € | H1'12 | H1'11 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 16.158 | 16.198 |
| Lagerhandlingkosten | 1.646 | 2.164 |
| Gebühren Kreditkarten | 1.496 | 1.633 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | 683 | 615 |
| Externe Werbekosten | 4.321 | 3.936 |
| Operations-Center | 2.630 | 2.334 |
| Mieten und Betriebskosten | 3.034 | 1.855 |
| Finanzen und Recht | 410 | 995 |
| IT und Telekommunikation | 578 | 372 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 2.452 | 2.667 |
| Übrige | 803 | 716 |
| Summe | 34.212 | 33.486 |
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,74 € (H1 11: 1,08 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,74 € (H1 11: 1,07 €).
Erläuterungen zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 8.790.724,62 € (Vorjahr: 12.745.543,59 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 11.847.440 Stück (Vorjahr: 11.840.890 Stück) ermittelt.
Im Berichtszeitraum lagen 15.810 potenzielle Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen) aus der Tranche vom 22.11.2007 sowie 37.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 08.05.2008, 29.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 25.11.2008 und 15.000 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 30.03.2009 vor.
Die Ausübungspreise der Tranchen vom 22.11.2007, 08.05.2008, 25.11.2008 und 30.03.2009 lagen unter dem durchschnittlichen Kurswert seit Ausgabe der entsprechenden Optionen. Daher wurden alle Tranchen in das verwässerte Ergebnis je Aktie einbezogen.
Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde gemäß IAS 33 als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 8.790.724,62 € (Vorjahr: 12.745.543,59 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.
Dividende
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 wurde am 02.05.2012 eine Dividende von 2,95 € pro Aktie gezahlt (Vorjahr: 2,72 €).
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG (Kategorie Personen in Schlüsselpositionen), die Mehrheitsgesellschafter Binder GmbH und Prüfer GmbH (Kategorie Maßgeblicher Einfluss auf das berichtende Unternehmen), sowie nicht konsolidierte Tochtergesellschaften (Kategorie Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften). Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Im Zwischenberichtszeitraum haben sich keine Änderungen mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage ergeben.
Von nahestehenden Unternehmen der Kategorie Personen in Schlüsselposition wurden im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von 443 Tsd. € (H1 11: 840 Tsd. €) eingekauft, sowie Waren und Dienstleistungen in Höhe von 1 Tsd. € (H1 11: 620 Tsd. €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an diese nahestehenden Unternehmen belaufen sich auf 0 Tsd. € (H1 11: 129 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 88 Tsd. € (H1 11: 362 Tsd. €).
Von nahestehenden Unternehmen der Kategorie Nicht konsolidierte Tochterunternehmen wurden im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von 0 Tsd. € (H1 11: 106 Tsd. €) eingekauft, sowie Waren und Dienstleistungen in Höhe von 848 Tsd. € (H1 11: 408 Tsd. €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an diese nahestehenden Unternehmen belaufen sich auf 715 Tsd. € (H1 11: 408 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 0 Tsd. € (H1 11: 106 Tsd. €).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualschulden und -forderungen
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentliche Änderungen im Vergleich zum 31.12.2011. Eventualschulden und -forderungen bestanden am Abschlussstichtag nicht.
Zahl der Mitarbeiter
Vom 01.01.2012 bis zum 30.06.2012 waren im Durchschnitt 142 Arbeitnehmer beschäftigt (davon 8 Auszubildende und Praktikanten). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG
Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Auf der Webseite www.delti.com/Investor_Relations/Entsprechungserklaerung.html finden sich die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 09.08.2012
Rainer Binder
Susann Dörsel-Müller
Philip von Grolman
Sascha Jürgensen
Frank Schuhardt
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Delticom AG, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, den 09.08.2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer