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Delticom AG Interim / Quarterly Report 2011

Aug 23, 2011

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Interim / Quarterly Report

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Delticom AG

Hannover

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011

Konzernzwischenabschluss vom 1. Januar 2011 bis 30. Juni 2011

Konzernzwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Zwar ist die Weltwirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2011 weiter gewachsen, jedoch hat sich das Wachstumstempo im zweiten Quartal leicht abgeschwächt. Die Gründe dafür liegen zum einen in der stockenden US-Konjunktur. Zum anderen haben steigende Rohstoffpreise die weltweite Inflation weiter angeheizt.

Europa

Auch die europäische Wirtschaft als Ganzes befindet sich noch immer im Aufwind. In den zurückliegenden Monaten haben die Kernländer die Peripherie weiter hinter sich gelassen. Steigende Lebenshaltungskosten, die dramatische Schuldenkrise einiger europäischer Staaten und damit einhergehende fiskalische Lasten sowie die Angst vor weiteren Rückschlägen drücken auf das Konsumklima.

Entwicklung des Reifenmarktes

Auf den weltweiten Rohöl- und Naturkautschukmärkten bleibt die Lage aufgrund der hohen, volatilen Preise angespannt. Um die gestiegenen Kosten zumindest teilweise auszugleichen, haben einige Reifenhersteller auch im zweiten Quartal Preiserhöhungen vorgenommen und für die nächsten Monate weitere angekündigt. Trotzdem konnten die Reifenhersteller in diesem Jahr erheblich mehr Sommerreifen an den Handel verkaufen als noch im letzten Jahr. Der starke Anstieg war dabei nicht nur der schwachen Vorjahresbasis geschuldet, sondern auch den hohen Erwartungen des Reifenhandels an die diesjährige Sommerreifensaison. Europas Autofahrer haben sich jedoch bislang mit dem Reifenkauf erstaunlich schwer getan. In einigen Ländern scheint das Geschäft sogar enttäuschend verlaufen zu sein. Verlässliche Marktdaten über Abverkäufe und verbleibende Bestände an Sommerreifen in den einzelnen Handelsstufen liegen bislang allerdings noch nicht vor.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Wechsel der Methode für die Vorratsbewertung

Die Methode für die Bewertung des Vorratsvermögens wurde in der Berichtsperiode vom einfach gewogenen Durchschnitt auf den gleitend gewogenen Durchschnitt umgestellt. Wir gehen davon aus, dass durch den Methodenwechsel die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage genauer dargestellt wird. Beim gleitend gewogenen Durchschnitt wird das Vorratsvermögen enger an den tatsächlichen Einkaufspreisen bewertet, da bei dieser Bewertungsmethode sowohl Zugänge als auch Abgänge berücksichtigt werden, während beim einfach gewogenen Durchschnitt lediglich die Zugänge berücksichtigt werden.

Wie von IAS 8 vorgeschrieben, wurde der Methodenwechsel retrospektiv ab 01.01.2010 vorgenommen. Der vorliegende Lagebericht verwendet deshalb für 2010 anstelle des ursprünglich berichteten Zahlenwerks nun die entsprechend angepassten Werte. Dies erlaubt den direkten Vergleich mit der aktuellen Berichtsperiode.

Umsatz

Delticom, Europas führender Internet-Reifenhändler, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste das Unternehmen einen Umsatz von 198,3 Mio. €, ein Plus von 11,8% nach 177,3 Mio. € im Vergleichszeitraum.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel. Die Tabelle Umsatz nach Segmenten zeigt die Umsatzentwicklung der beiden Segmente E-Commerce und Großhandel im Mehrjahresvergleich.

Umsatz nach Segmenten

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H1'11 % +% H1'10 % +%
Umsatz 198.293 100,0 11,8 177.317 100,0 27,4
Primäre Segmente
E-Commerce 190.108 95,9 12,0 169.686 95,7 29,7
Großhandel 8.185 4,1 7,3 7.631 4,3 –8,7
Regionen
EU 151.386 76,3 6,7 141.828 80,0 23,9
Rest 46.906 23,7 32,2 35.489 20,0 43,8

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H1'09 %
Umsatz 139.156 100,0
Primäre Segmente
E-Commerce 130.794 94,0
Großhandel 8.362 6,0
Regionen
EU 114.479 82,3
Rest 24.677 17,7

E-Commerce

Der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce legte im Vorjahresvergleich in den 122 Onlineshops um 12,0% von 169,7 Mio. € auf 190,1 Mio. € zu. Insgesamt konnten in H1'11 411 Tausend Neukunden (H1'10: 436 Tausend, –5,8%) gewonnen werden. Im gleichen Zeitraum haben 258 Tausend Bestandskunden (H1'10: 226 Tausend, +13,9%) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.

Großhandel

Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland. Der Segmentumsatz erhöhte sich um 7,3% auf 8,2 Mio. €, nach einem Vorjahresumsatz von 7,6 Mio. €. Im Berichtszeitraum betrug der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz 95,9%, im Vergleich zu 95,7% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Regionale Verteilung

Das Unternehmen ist weltweit in 40 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 151,4 Mio. € (+6,7%) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Ländern wie der Schweiz und Norwegen tätig, aber auch in den USA. Auf die Nicht-EU-Länder entfiel in H1'11 ein Umsatz von 46,9 Mio. € (+32,2%).

Saisonalität

Aufgrund geringerer Schneefälle zu Jahresbeginn startete Delticom im Vergleich zum Vorjahr zunächst etwas schwächer ins neue Jahr. Auch das Sommerreifengeschäft ist im europäischen Reifenhandel vielerorts hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bei Delticom konnte ein guter Mai den vergleichsweise schwachen April nur mühsam aufwiegen. Seit Juni hat sich der Reifenabsatz gegenüber Vorjahr allerdings wieder beschleunigt.

Insgesamt erzielte Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 112,9 Mio. € (Q2'10: 102,9 Mio. €), trotz starker Vorjahresbasis ein Plus von +9,8%.

Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.

Umsatzentwicklung

pro Quartal, in Mio. €

Wesentliche Aufwandspositionen

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand. Hier werden die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst. Der Anstieg um 12,0% von 129,4 Mio. € auf 144,9 Mio. € (73,1% vom Umsatz) ist im Wesentlichen auf den erhöhten Umsatz zurückzuführen. Der Materialaufwand im Bereich E-Commerce stieg um 12,2% von 122,7 Mio. € auf 137,7 Mio. €. Im Bereich Großhandel wuchs der Materialaufwand in H1'11 um 8,1% auf 7,2 Mio. € (H1'10: 6,7 Mio. €).

Personalaufwand

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 108 Mitarbeiter (H1'10: 96). Der Personalaufwand belief sich auf 3,5 Mio. € (H1'10: 3,2 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) in Höhe von 1,8% hat sich gegenüber Vorjahr kaum verändert (H1'10: 1,8%).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug 3,9 Mio. € nach 3,6 Mio. € für H1'10. Er stieg daher zwar um 10,2% an, blieb aber im Verhältnis zum Umsatz mit einer Quote von 2,0% auf Vorjahresniveau (H1'10: 2,0%).

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Delticom lässt die verkauften Reifen von den Lagerstandorten abholen und zu den Kunden oder Montagepartnern liefern. Mit dem höheren Geschäftsvolumen stiegen im Berichtszeitraum daher auch die Transportkosten von 15,8 Mio. € um 2,2% auf 16,2 Mio. €. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz hat sich von 8,9% auf 8,2% verringert, unter anderem durch den relativen Anstieg der Umsätze in Folge höherer Verkaufspreise.

Ergebnisentwicklung

Die Tabelle Verkürzte GuV fasst wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.

Verkürzte GuV

in Tsd. €

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H1'11 % +% H1'10 % +%
Umsatz 198.293 100,0 11,8 177.317 100,0 27,4
Sonstige betriebliche Erträge 3.118 1,6 –7,7 3.377 1,9 74,4
Gesamtleistung 201.411 101,6 11,5 180.694 101,9 28,1
Materialaufwand 144.922 73,1 12,0 129.427 73,0 26,1
Rohertrag 56.488 28,5 10,2 51.267 28,9 33,3
Personalaufwand 3.489 1,8 9,3 3.191 1,8 12,8
Sonstige betriebliche Aufwendun- gen 33.486 16,9 8,5 30.867 17,4 23,1
EBIT 18.700 9,4 12,6 16.600 9,4 62,9
Abschreibungen 814 0,4 33,7 609 0,3 71,7
EBITDA 19.514 9,8 13,4 17.209 9,7 63,2
Finanzergebnis (netto) 79 0,0 83,9 43 0,0 –76,2
EBT 18.779 9,5 12,8 16.643 9,4 60,5
Ertragsteuern 6.033 3,0 12,4 5.368 3,0 59,9
Konzernergebnis 12.746 6,4 13,0 11.275 6,4 60,8

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H1'09 %
Umsatz 139.156 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.936 1,4
Gesamtleistung 141.092 101,4
Materialaufwand 102.640 73,8
Rohertrag 38.452 27,6
Personalaufwand 2.829 2,0
Sonstige betriebliche Aufwendun- gen 25.079 18,0
EBIT 10.190 7,3
Abschreibungen 354 0,3
EBITDA 10.545 7,6
Finanzergebnis (netto) 180 0,1
EBT 10.370 7,5
Ertragsteuern 3.358 2,4
Konzernergebnis 7.012 5,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im ersten Halbjahr um –7,7% auf 3,1 Mio. € zurück (H1'10: 3,4 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 2,3 Mio. € mehrheitlich um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (H1'10: 2,7 Mio. €), die hauptsächlich durch die Bewegungen im EUR/USD Wechselkurs beeinflusst werden.

Währungsdifferenzen

Aus der Beschaffung entstehen regelmäßig Fremdwährungspositionen. Diese werden durch Forward-Geschäfte abgesichert. Den Währungsgewinnen stehen daher prinzipiell Währungsverluste in gleicher Höhe gegenüber. Währungsverluste aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die der zugeordneten Hedges weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (H1'11: 2,7 Mio. €, H1'10: 1,9 Mio. €).

Die Gewinne und Verluste müssen aufgrund der Dauer der entsprechenden Grundgeschäfte oft in unterschiedlichen Quartalen ausgewiesen werden, gleichen sich aber über die Zeit hinweg aus. Im Q2'11 betrug der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten 0,3 Mio. € (Q2'10: 0,3 Mio. €), auf den gesamten Berichtszeitraum gerechnet –0,4 Mio. € (H1'10: 0,8 Mio. €).

Rohertrag gestiegen, Marge etwas niedriger

In einem Umfeld steigender Einkaufspreise ist es Delticom durch frühzeitige Warenbeschaffung gelungen, den Preisauftrieb etwas abzumildern. Die Preiserhöhungen im Einkauf konnte Delticom zumindest teilweise an die Endkunden weitergegeben. Im Ergebnis verbesserte sich der Rohertrag im Berichtszeitraum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 10,2% von 51,3 Mio. € auf 56,5 Mio. €. Die Rohertragsmarge (als Verhältnis von Rohertrag zu Gesamtleistung) verringerte sich leicht von 28,4% auf 28,0%.

Profitabilität verbessert

Nachdem das Konzernergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) im zweiten Quartal des letzten Jahres bereits deutlich auf 11,3 Mio. € gesteigert werden konnte (+43,9%), verbesserte es sich in diesem Jahr nochmals um +13,2% auf 12,8 Mio. €. Dies entspricht einer quartalsmäßigen Umsatzrendite (EBIT-Marge) von 11,3% (Q2'10: 11,0%).

Für das gesamte erste Halbjahr ergibt sich damit ein EBIT von 18,7 Mio. € (H1'10: 16,6 Mio. €), ein Plus von 12,6% bei einer EBIT-Marge von 9,4% (H1'10: 9,4%).

Grafik EBIT zeigt die Entwicklung der zurückliegenden Quartale.

EBIT

pro Quartal, in Mio. €

Finanzergebnis weiter niedrig

Aufgrund anhaltend geringer Euro-Geldmarktzinsen verharrte das Finanzergebnis auf niedrigem Niveau. Im Berichtszeitraum belief es sich auf lediglich 79 Tsd. € (H1'10: 43 Tsd. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand war 6,0 Mio. € (H1'10: 5,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 32,1% (H1'10: 32,3%).

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis im ersten Halbjahr betrug 12,7 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 11,3 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie konnte von 0,95 € (H1'10, unverwässert) auf 1,08 € gesteigert werden – ein Plus von 13,0%.

Dividende für Geschäftsjahr 2010

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 wurde am 04.05.2011 eine Dividende von 2,72 € pro Aktie gezahlt (Vorjahr: 1,70 €). Dies entspricht einer Dividendensumme von 32,2 Mio. € (Vorjahr: 20,1 Mio. €).

Finanz- und Vermögenslage

Cashflow

Gewöhnliche Geschäftstätigkeit

Delticom hat im zweiten Quartal planmäßig ein neues Großlager in Betrieb genommen. Mit dem beschleunigten Aufbau der Lagerbestände auf 103,3 Mio. € (31.12.2010: 52,2 Mio. €) stieg das Net Working Capital auf 44,5 Mio. € an (31.12.2010: 1,8 Mio. €). Der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit fiel für den Berichtszeitraum daher mit –30,2 Mio. € deutlich geringer aus als im Vorjahr (H1'10: 3,5 Mio. €).

Mehr Investitionen

Im Zuge des Ausbaus der Lagerkapazität hat Delticom in der ersten Jahreshälfte 4,4 Mio. € in Sachanlagen investiert, deutlich mehr als die 1,2 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zuzüglich der Investitionen in immaterielle Anlagegegenstände in Höhe von 93 Tsd. € waren in H1'11 insgesamt 4,5 Mio. € der Investitionen zahlungswirksam (Capex, H1'10: 1,2 Mio. €).

Finanzierungstätigkeit

Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgrund der Auszahlung der Dividende (–32,2 Mio. €), Einzahlungen aus der Ausnutzung von Kreditlinien (5,2 Mio. €) und eine Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen (0,1 Mio. €).

Liquiditätsbrücke

in Mio. €

Liquidität

Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung für 2010 in Höhe von 32,2 Mio. € betrug die Liquidität (flüssige Mittel und Liquiditätsreserve) zum 30.06.2011 6,2 Mio. € (30.06.2010: 22,8 Mio. €, 31.12.2010: 67,8 Mio. €). Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von 0,9 Mio. €.

Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität über die letzten 12 Monate entwickelt hat.

Bilanzstruktur

Zum Stichtag 30.06.2011 betrug die Bilanzsumme 143,5 Mio. € (31.12.2010: 149,3 Mio. €). Die Tabelle Verkürzte Konzernbilanz zeigt die geringe Kapitalintensität des Geschäftsmodells.

Verkürzte Konzernbilanz

in Tsd. €

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30.06.11 % +% 31.12.10 % +%
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 13.960 9,7 37,3 10.169 6,8 47,2
Anlagevermögen 13.363 9,3 38,4 9.654 6,5 45,8
sonstige Vermögenswerte 596 0,4 15,7 516 0,3 78,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen 129.534 90,3 –6,9 139.178 93,2 39,3
Vorräte 103.308 72,0 97,8 52.227 35,0 21,9
Forderungen 20.052 14,0 4,9 19.117 12,8 16,3
Liquidität 6.174 4,3 –90,9 67.834 45,4 66,9
Wertpapiere 43 0,0 –95,8 1.036 0,7 –65,9
Flüssige Mittel 6.131 4,3 –90,8 66.798 44,7 77,6
Bilanzsumme 143.494 100,0 –3,9 149.348 100,0 39,8
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 52.120 36,3 –27,0 71.387 47,8 20,4
Eigenkapital 51.891 36,2 –27,3 71.341 47,8 21,3
Fremdkapital 229 0,2 404,6 45 0,0 –90,6
Rückstellungen 36 0,0 –21,1 45 0,0 7,8
Verbindlichkeiten 194 0,1 0 0,0 –100,0
Kurzfristige Schulden 91.374 63,7 17,2 77.961 52,2 63,9
Rückstellungen 9.308 6,5 11,1 8.379 5,6 136,6
Verbindlichkeiten 82.066 57,2 17,9 69.582 46,6 58,0
Bilanzsumme 143.494 100,0 –3,9 149.348 100,0 39,8

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31.12.09 %
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 6.910 6,5
Anlagevermögen 6.621 6,2
sonstige Vermögenswerte 289 0,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 99.938 93,5
Vorräte 42.858 40,1
Forderungen 16.438 15,4
Liquidität 40.642 38,0
Wertpapiere 3.039 2,8
Flüssige Mittel 37.603 35,2
Bilanzsumme 106.848 100,0
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 59.276 55,5
Eigenkapital 58.794 55,0
Fremdkapital 482 0,5
Rückstellungen 42 0,0
Verbindlichkeiten 440 0,4
Kurzfristige Schulden 47.573 44,5
Rückstellungen 3.542 3,3
Verbindlichkeiten 44.031 41,2
Bilanzsumme 106.848 100,0

Vorräte planmäßig höher

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Aufgrund der größeren Lagerkapazität konnten die Bestände seit Jahresanfang um 51,1 Mio. € oder 97,8% auf 103,3 Mio. € erhöht werden (31.12.2010: 52,2 Mio. €).

Forderungen

Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve, jedoch sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Der Forderungsbestand war zum zurückliegenden Quartalsende 8,5% größer als zum Ende des Vorjahres (31.12.2010: 10,9 Mio. €). Insgesamt beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 11,9 Mio. €.

Verbindlichkeiten parallel zum Bestandsaufbau erhöht

Im Zuge des Bestandsaufbaus wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verlauf des Geschäftsjahres von 53,6 Mio. € um 12,3 Mio. € auf 65,9 Mio. € erhöht, was einer Steigerung um 22,9% entspricht. Zum 30.06.2011 entfielen daher innerhalb der 82,1 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten 65,9 Mio. € oder 45,9% der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Organisation

Konzernstruktur

Der Konzern umfasste zum 30.06.2011 die folgenden Tochtergesellschaften:

Reifendirekt GmbH, Hannover
Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover
Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien)
NETIX S.R.L., Timisoara (Rumänien)
Delticom North America Inc., Wilmington (Delaware, USA)
Tyrepac Pte. Ltd., Singapur
Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong

An der Tyrepac und (mittelbar) an deren Tochtergesellschaft hält Delticom AG eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 50,9%. Für die anderen Tochterunternehmen liegen sämtliche Anteilsbesitze zu 100% bei der Delticom AG.

108 Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum waren im Durchschnitt 108 Personen im Unternehmen beschäftigt (H1'10: 96), davon 9 Auszubildende und Praktikanten. Das Geschäft wird überwiegend aus der Zentrale am Standort Hannover betrieben.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Risikobericht

Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Darstellungen zum Risikomanagement und eine Liste wesentlicher Einzelrisiken finden sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2010 auf Seite 42ff.

Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2010 hat sich die Risikoposition nicht wesentlich geändert. Bestandsgefährdende Einzelrisiken existieren nicht, und die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft dar.

Prognosebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Ökonomen gehen davon aus, dass sich die europäische Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte weiter abkühlen wird. Zum einen, weil die EU-Kernstaaten allmählich in einen moderateren Aufschwung übergehen. Zum anderen gefährden die sich verschärfenden Schuldenkrisen im Euroraum und in den USA und die lahmende US-Konjunktur zusehends die Weltwirtschaft. Zudem verringern die politischen Risiken die Konsumneigung der Verbraucher.

Reifen bleiben teuer

Da an den Rohstoffmärkten die Preise unverändert auf hohem Niveau verharren, werden Reifen auch im zweiten Halbjahr teuer bleiben. Einige Reifenhersteller haben uns mitgeteilt, dass sie in den kommenden Monaten ihre Preise weiter erhöhen müssen. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft bei normalem Geschäftsverlauf steigende Einkaufspreise an die Endkunden weiterreichen können.

Engpässe nicht ausgeschlossen

Nach einigen schneereichen Wintern in Folge und den für die Branche vorteilhaften letztjährigen Gesetzesänderungen trifft – normales Winterwetter vorausgesetzt – auch in diesem Jahr eine steigende Winterreifennachfrage auf begrenzte Produktionskapazitäten der Hersteller. Zwar wird die Industrie in den kommenden Monaten weitere Fertigungsstätten in Betrieb nehmen, die Situation hinsichtlich der Warenverfügbarkeit wird sich aber voraussichtlich erst im kommenden Jahr entspannen. Experten können daher auch für die diesjährige Wintersaison nicht ausschließen, dass es wieder Engpässe geben wird. Wir erwarten jedoch nicht, dass sich die Preise knappheitsbedingt ähnlich stark verteuern werden wie im letzten Winter.

Zusätzliche Lagerkapazität

Um sowohl im kommenden Winter als auch zu zukünftigen Saisonhöhepunkten lieferfähig zu sein, haben wir im zweiten Quartal unser bislang größtes Lager eröffnet. Mit dieser zusätzlichen Kapazität ist es uns besser als erwartet gelungen, Delticom für die zweite Jahreshälfte zu bevorraten. Anders als im letzten Jahr können wir damit unseren Kunden durch den gesamten Winter hindurch Reifen zu attraktiven Preisen anbieten.

Investitionen

Wir werden auch in der zweiten Jahreshälfte weiter in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik im neuen Großlager investieren. In den ersten sechs Monaten verlief die Lagerausstattung planmäßig. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer Investitionssumme von 6,5 Mio. €.

Liquidität

Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Liquidität zum 31.12.2011 nur unter erheblicher Unsicherheit geschätzt werden. Stichtagseffekte wie zum Jahresende 2010 können wir grundsätzlich nicht ausschließen. Durch die höhere Kapitalbindung im Working Capital gehen wir allerdings davon aus, dass sich die Liquidität zum Jahresende auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Jahren nach dem Börsengang bewegen wird.

Unveränderte Prognose

Trotz der starken Vorjahresbasis sollte Delticom bei normalem Winterwetter im vierten Quartal sowohl Menge als auch Umsatz steigern können. Für 2011 rechnen wir unverändert mit einem Umsatzplus um die 10%, bei einer gegenüber 2010 um etwa einen Prozentpunkt niedrigeren EBIT-Marge.

Mittelfristig erwarten wir hinsichtlich Umsatz und Ergebnis weiterhin zweistellige jährliche Wachstumsraten. Delticom wird unserer Einschätzung nach in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.

Konzernzwischenabschluss

Alle Werte zum 30.06.10, 31.12.10 und 30.06.11 wurden aufgrund eines Methodenwechsels gemäß IAS 8 angepasst, s. Anhang Wechsel der Methode für die Vorratsbewertung. Da die Vorratsbewertung zum 01.04.2011 angepasst wurde, beinhalten die Werte zum 30.06.11 nur die Anpassungen aus Q1'11. Q2'11 beinhaltet keine Anpassungen.

Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Tausend € 01.01.2011 – 30.06.2011 01.01.2010 – 30.06.2010 01.04.2011 – 30.06.2011 01.04.2010 – 30.06.2010
Umsatz 198.293 177.317 112.939 102.863
Sonstige betriebliche Erträge 3.118 3.377 1.784 2.083
Gesamtleistung 201.411 180.694 114.723 104.947
Materialaufwand –144.922 –129.427 –81.698 –74.087
Rohertrag 56.488 51.267 33.024 30.860
Personalaufwand –3.489 –3.191 –1.745 –1.616
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –814 –609 –447 –314
Sonstige betriebliche Aufwendungen –33.486 –30.867 –18.072 –17.660
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 18.700 16.600 12.761 11.270
Finanzaufwand –13 –18 –10 –13
Finanzertrag 92 60 50 30
Finanzergebnis (netto) 79 43 39 17
Ergebnis vor Steuern (EBT) 18.779 16.643 12.800 11.286
Steuern vom Einkommen und Ertrag –6.033 –5.368 –4.110 –3.647
Konzernergebnis 12.746 11.275 8.690 7.639
davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 12.746 11.275
unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,08 0,95
verwässertes Ergebnis je Aktie 1,07 0,95

Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 01.01.2011 – 30.06.2011 01.01.2010 – 30.06.2010 01.04.2011 – 30.06.2011 01.04.2010 – 30.06.2010
Konzernergebnis 12.746 11.275 8.690 7.639
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres
Veränderungen aus der Währungsumrechnung –88 25 –65 13
Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Available for Sale"
Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst 3 2 2 0
Erfolgswirksame Realisierung aus dem Verkauf von Wertpapieren –17 –22 –17 –22
Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Veränderungen 4 7 5 7
Summe der erfolgsneutral erfassen Erträge und Aufwendungen –97 11 –76 –2
Gesamtergebnis der Periode 12.649 11.286 8.614 7.637

Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend € 30.06.2011 31.12.2010
langfristige Vermögenswerte 13.960 10.169
Immaterielle Vermögenswerte 1.106 1.112
Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) 11.439 7.724
Finanzanlagen 818 818
Latente Steueransprüche 255 169
Sonstige langfristige Forderungen 341 347
Kurzfristige Vermögenswerte 129.534 139.178
Vorräte 103.308 52.227
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.857 10.928
Sonstige Vermögenswerte 8.195 8.189
Wertpapiere 43 1.036
Flüssige Mittel 6.131 66.798
Summe Vermögenswerte 143.494 149.348
Passiva
in Tausend € 30.06.2011 31.12.2010
Eigenkapital 51.891 71.341
Gezeichnetes Kapital 11.847 11.839
Kapitalrücklage 24.311 24.216
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge –256 –159
Gewinnrücklagen 200 200
Konzernbilanzgewinn 15.788 35.246
Summe Schulden 91.604 78.006
Langfristige Schulden 229 45
Langfristige Rückstellungen 36 45
Latente Steuerverbindlichkeiten 194 0
Kurzfristige Schulden 91.374 77.961
Steuerrückstellungen 7.381 6.179
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.927 2.200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.875 53.615
Finanzverbindlichkeiten 5.232 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.959 15.967
Summe Eigenkapital und Schulden 143.494 149.348

Konzernkapitalflussrechnung

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in Tausend € 01.01.2011 – 30.06.2011 01.01.2010 – 30.06.2010
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 18.700 16.600
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 814 609
Veränderung der sonstigen Rückstellungen –282 40
Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen 2 –2
Veränderung der Vorräte –51.081 –28.846
Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –1.025 –3.386
Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.258 25.152
Erhaltene Zinsen 92 60
Gezahlte Zinsen –13 –18
Gezahlte Ertragsteuern –4.638 –6.708
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –30.173 3.502
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 2 10
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen –4.436 –1.170
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 1 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen –93 –69
Veränderungen der Liquiditätsreserve 993 2.005
Cashflow aus Investitionstätigkeit –3.532 776
Gezahlte Dividenden der Delticom AG –32.203 –20.127
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen 98 0
Ein- / Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden 5.232 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –26.874 –20.127
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands –88 25
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 66.798 37.603
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands –60.667 –15.824
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.131 21.779
nachrichtlich:
Liquidität am Anfang der Periode 67.834 40.642
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands –60.667 –15.824
Veränderungen der Liquiditätsreserve –993 –2.005
Liquidität am Ende der Periode 6.174 22.813
Finanzverbindlichkeiten 5.232 0
Netto-Liquidität am Ende der Periode 942 0

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnungsrücklage Neubewertungsrücklage
Stand am 1. Januar 2010 11.839 24.112 –124 23
Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen 66
Gezahlte Dividende
Gesamtergebnis der Periode 25 –14
Stand am 30. Juni 2010 11.839 24.178 –99 9
Stand am 1. Januar 2011 11.839 24.216 –169 10
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 8
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 90
Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen 6
Gezahlte Dividende
Gesamtergebnis der Periode –88 –9
Stand am 30. Juni 2011 11.847 24.311 –257 0

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Angesammelte Ergebnisse
in Tausend € Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn insgesamt Summe Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2010 200 22.744 22.943 58.794
Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen 66
Gezahlte Dividende –20.127 –20.127 –20.127
Gesamtergebnis der Periode 11.275 11.275 11.286
Stand am 30. Juni 2010 200 13.891 14.091 50.019
Stand am 1. Januar 2011 200 35.246 35.446 71.341
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 8
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 90
Erhöhung Kapitalrücklage durch Aktienoptionen 6
Gezahlte Dividende –32.203 –32.203 –32.203
Gesamtergebnis der Periode 12.746 12.746 12.649
Stand am 30. Juni 2011 200 15.788 15.988 51.891

Konzernanhang

Segmentergebnisse

H1'10

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in Tausend € E-Commerce Großhandel nicht zugeordnet Konzern
Umsatz 169.686 7.631 0 177.317
Sonstige betriebliche Erträge 411 64 2.903 3.377
Materialaufwand –122.744 –6.684 0 –129.427
Rohertrag 47.353 1.012 2.903 51.267
Personalaufwand –1.328 –193 –1.669 –3.191
Abschreibungen –529 0 –79 –609
davon auf Sachanlagen –462 0 –55 –517
davon auf immaterielle Vermögenswerte –67 0 –24 –92
Sonstige betriebliche Aufwendungen –27.449 –464 –2.954 –30.867
davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen –719 –91 0 –811
Segmentergebnis 18.046 354 –1.800 16.600
Finanzergebnis (netto) 43
Steuern vom Einkommen und Ertrag –5.368
Konzernergebnis 11.275

H1'11

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in Tausend € E-Commerce Großhandel nicht zugeordnet Konzern
Umsatz 190.108 8.185 0 198.293
Sonstige betriebliche Erträge 2.904 114 100 3.118
Materialaufwand –137.695 –7.228 0 –144.922
Rohertrag 55.317 1.071 100 56.488
Personalaufwand –1.711 –226 –1.551 –3.489
Abschreibungen –743 0 –70 –814
davon auf Sachanlagen –671 0 –45 –717
davon auf immaterielle Vermögenswerte –72 0 –25 –97
Sonstige betriebliche Aufwendungen –31.997 –321 –1.168 –33.486
davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen –615 0 0 –615
Segmentergebnis 20.866 524 –2.689 18.700
Finanzergebnis (netto) 79
Steuern vom Einkommen und Ertrag –6.033
Konzernergebnis 12.746

Wechsel der Methode für die Vorratsbewertung

Die Bewertung des Vorratsvermögens wurde in der Berichtsperiode vom einfach gewogenen Durchschnitt auf den gleitend gewogenen Durchschnitt umgestellt. Wir gehen davon aus, dass durch den Methodenwechsel die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage genauer dargestellt wird. Beim gleitend gewogenen Durchschnitt wird das Vorratsvermögen enger an den tatsächlichen Einkaufspreisen bewertet, da bei dieser Bewertungsmethode sowohl Zugänge als auch Abgänge berücksichtigt werden, während beim einfach gewogenen Durchschnitt lediglich die Zugänge berücksichtigt werden.

Wie von IAS 8 vorgeschrieben, wurde der Methodenwechsel retrospektiv vorgenommen. Allerdings wurde keine erfolgsneutrale Änderung der Vorjahresanfangsbilanz vorgenommen, da die Berechnung des gleitend gewogenen Durchschnitts rückwirkend für 2009 mit den vorhandenen Datenbeständen nicht möglich ist. Die retrospektive Berechnung beginnt am 01.01.2010. Sämtliche daraus resultierende Änderungen des Vorratsvermögens wurden in der Vergleichsperiode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Materialaufwand dargestellt. Für die Ergebnisänderungen wurden latente Steuern gebildet.

In den folgenden Tabellen enthält die Spalte veröffentlicht die im letzten Jahr veröffentlichten Werte. Die Spalte –/+ (IAS 8) beinhaltet die Änderungen in €, die sich nach Anwendung der neuen Bewertungsmethode gegenüber der alten ergeben. Die Spalte angepasst ist das Ergebnis dieser Änderungen, zeigt also diejenigen Werte, die sich ergeben hätten, wenn Delticom schon in den entsprechenden Vorperioden die neue Bewertungsmethode angewendet hätte.

Da die neue Bewertungsmethode erst im zweiten Quartal des laufenden Jahres eingeführt wurde, ergeben sich in der Bilanz für Q1'11 folgende Anpassungen:

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in Tausend € 31.03.2011 veröffentlicht 31.03.2011 –/+ (IAS 8) 31.03.2011 angepasst
Aktiva
Latente Steueransprüche 438 –112 327
Vorräte 83.271 349 83.621
Passiva
Konzernbilanzgewinn 39.064 238 39.301

Die bilanziellen Auswirkungen der retrospektiven Anwendung der neuen Bewertungsmethode per 31.12.2010 sind wie folgt:

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in Tausend € 31.12.2010 veröffentlicht 31.12.2010 –/+ (IAS 8) 31.12.2010 angepasst
Aktiva
Latente Steueransprüche 346 –178 169
Vorräte 51.671 556 52.227
Passiva
Konzernbilanzgewinn 34.867 379 35.246

Die folgende Tabelle zeigt die Positionen, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung für Q1'11 durch den Methodenwechsel berührt werden:

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in Tausend € 01.01.2011 – 31.03.2011 veröffentlicht 01.01.2011 – 31.03.2011 –/+ (IAS 8) 01.01.2011 – 31.03.2011 angepasst
Materialaufwand –63.017 –207 –63.224
Steuern vom Einkommen und Ertrag –1.989 66 –1.923
Konzernergebnis 4.196 –141 4.055
unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,35 –0,01 0,34
verwässertes Ergebnis je Aktie 0,35 –0,01 0,34

Die Auswirkungen der retrospektiven Anwendung der neuen Bewertungsmethode für 2010 auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnungen für Q1'10 und die Vergleichsperiode H1'10 des aktuellen Berichtszeitraums sind wie folgt:

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in Tausend € 01.01.2010 – 31.03.2010 veröffentlicht 01.01.2010 – 31.03.2010 –/+ (IAS 8) 01.01.2010 – 31.03.2010 angepasst
Materialaufwand –54.798 –543 –55.340
Steuern vom Einkommen und Ertrag –1.895 173 –1.721
Konzernergebnis 4.005 –369 3.635
unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,34 –0,03 0,31
verwässertes Ergebnis je Aktie 0,34 –0,03 0,30

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in Tausend € 01.01.2010 – 30.06.2010 veröffentlicht 01.01.2010 – 30.06.2010 –/+ (IAS 8) 01.01.2010 – 30.06.2010 angepasst
Materialaufwand –129.296 –132 –129.427
Steuern vom Einkommen und Ertrag –5.410 42 –5.368
Konzernergebnis 11.364 –90 11.275
unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,96 –0,01 0,95
verwässertes Ergebnis je Aktie 0,95 –0,01 0,95

Die in den vorangegangenen Tabellen dargestellten Anpassungen der Materialaufwendungen wurden innerhalb der Segmentergebnisse ausschließlich dem Segment E-Commerce zugerechnet. In der Spalte Konzern der Segmentberichterstattung wurde die Position Steuern vom Einkommen und Ertrag entsprechend angepasst.

Abgesehen von den oben dargestellten Änderungen der Konzernergebnisse hat der Wechsel der Bewertungsmethode keinen Einfluss auf die Gesamtergebnisrechnung der jeweiligen Perioden.

Innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung wurden die Positionen Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern sowie Veränderung der Vorräte in den einzelnen Perioden angepasst. Die Änderungen entsprechen jeweils betragsmäßig den Änderungen im Materialaufwand. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verändert sich durch den Methodenwechsel daher nicht.

In der Eigenkapitalveränderungsrechnung wurde der Konzernbilanzgewinn und damit auch die Summe Eigenkapital zum 30.06.2010 um -90 Tsd. € und der Vortrag per 01.01.2011 um 379 Tsd. € angepasst.

Berichtsunternehmen

Delticom ist Europas führender Internet-Reifenhändler. Gegründet im Jahr 1999, betreibt das Unternehmen aus Hannover heute 122 Onlineshops in 40 Ländern. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst neben Pkw-Reifen, Motorradreifen, Leicht-Lkw- und Lkw-Reifen, Busreifen, Spezialreifen, Fahrradreifen, Kompletträder (vormontierte Reifen auf Felgen) auch ausgesuchte Pkw-Ersatzteile und Zubehör, Motoröl und Batterien. Ausführliche Informationen über das Berichtsunternehmen sind im Lagebericht des Geschäftsberichts 2010 im Abschnitt Geschäftstätigkeit sowie im Abschnitt Organisation dargestellt.

Saisonale Effekte

In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Weil die meisten Autofahrer ihre Winterreifen bereits mit dem ersten Schneefall und damit in den letzten Monaten eines Jahres kaufen, fällt das erste Quartal meist etwas schwächer aus. Das zweite Jahresviertel dagegen gibt sich traditionell umsatzstark: Oft sind die Temperaturen im April und Mai schon vergleichsweise hoch und das teils angenehm warme Wetter führt bei vielen Pkw-Fahrern zum Kauf neuer Sommerreifen.

Das dritte Quartal schließlich flacht typischerweise wieder etwas ab: Im Übergang von Sommer- auf Winterreifengeschäft wird der Absatz etwas schwächer. In den meisten Ländern Europas zeigt sich das letzte Quartal dann meist auch als das umsatzstärkste. In der dunklen Jahreszeit werden die Straßenverhältnisse schwieriger, die Bremswege verlängern sich – und vielen Autofahrern wird die Notwendigkeit neuer Reifen ganz direkt bewusst.

Grundlagen der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Quartalsabschluss zum 30.06.2011 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Zur Anwendung kamen alle am Abschlussstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS Standards, insbesondere IAS 34 (Zwischenberichterstattung).

Die im Konzernjahresabschluss 2010 erläuterten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden sind, da sich keine für Delticom einschlägigen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden Standards ergaben, auch in diesem Zwischenabschluss angewendet worden und gelten entsprechend.

Der Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Jahresabschluss notwendigen Erläuterungen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Jahresabschluss zum 31.12.2010 zu sehen. Der Geschäftsbericht 2010 steht auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations bzw. unter nachfolgenden Link zum Download bereit:

www.delti.com/Investor_Relations/Delticom_Geschaeftsbericht_2010.pdf

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft zwei inländische und drei ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Zwischenabschluss vollkonsolidiert wurden. Die Tochtergesellschaft Tyrepac Pte. Ltd. Singapur wird aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS 39 bilanziert. Das gleiche gilt für die am 15.04.2011 von der Tyrepac Pte. Ltd. Singapur gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft Hongkong Tyrepac Ltd., Hong Kong. Im Vergleich zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 ergibt sich keine Änderung im Konsolidierungskreis.

Ungewöhnlichen Sachverhalte

Delticom hat im Berichtszeitraum in Verbindung mit der Eröffnung eines neuen Großlagers die Vorratsbestände erheblich aufgebaut, von 52,2 Mio. € zum 31.12.2010 auf 103,3 Mio. € zum 30.06.2011. Das Unternehmen muss eigene Warenbestände halten, um auch zu Saisonhöhepunkten lieferfähig zu sein. Zur Finanzierung von Teilen dieser Bestände hat Delticom erstmalig Kreditlinien in Höhe von 5,2 Mio. € in Anspruch genommen.

Darüber hinaus haben sich keine anderen wesentlichen Sachverhalte ereignet, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflussen und die auf Grund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit für das Geschäft der Delticom AG ungewöhnlich sind. Die Geschäftsentwicklung wird im Zwischenlagebericht erläutert.

Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Kapitalflussrechnung

Detaillierte Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung und der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Kapitel Geschäftsverlauf und Ertragslage im Konzernzwischenlagebericht. Das Kapitel Finanz- und Vermögenslage enthält weitere Informationen zur Bilanz sowie zur Kapitalflussrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen

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in Tausend € H1'11 H1'10
Ausgangsfrachten 16.198 15.843
Lagerhandlingkosten 2.164 1.939
Gebühren Kreditkarten 1.633 1.267
Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen 615 811
Externe Werbekosten 3.936 3.571
Operations-Center 2.334 1.844
Mieten und Betriebskosten 1.855 1.615
Finanzen und Recht 995 1.115
IT und Telekommunikation 372 346
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 2.667 1.913
Übrige 716 604
Summe 33.486 30.867

Eigenkapital

Die Delticom AG hat Frank Schuhardt (CFO) im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms Optionsrechte mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingeräumt. Die Zusage basiert auf den Optionsbedingungen vom 09.08.2007. Herr Schuhardt hat am 05.05.2011 aus der Tranche vom 25.11.2008 8.000 Optionen ausgeübt. Der Ausübungspreis betrug 12,23 € je Stückaktie. Dadurch erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 8.000,00 € auf 11.847.440,00 €. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um 89.840,00 € auf 24.311.378,69 €.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 1,08 € (H1'10: 0,95 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 1,07 € (H1'10: 0,95 €).

Erläuterungen zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 berechnet. Im Berichtszeitraum lagen 15.810 potenzielle Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen) aus der Tranche vom 22.11.2007, 37.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 08.05.2008, 29.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 25.11.2008 sowie 15.000 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 30.03.2009 vor. Die Ausübungspreise der Tranchen vom 22.11.2007, 08.05.2008, 25.11.2008 und 30.03.2009 liegen unter dem durchschnittlichen Kurswert seit Ausgabe der entsprechenden Optionen. Daher werden alle Tranchen in das verwässerte Ergebnis je Aktie einbezogen.

Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 12.745.543,59 € (H1'10: 11.274.703,02 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien verwendet, insgesamt 11.840.890 Aktien (H1'10: 11.839.440 Aktien). Für das verwässerte Ergebnis je Aktie wurde als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien zuzüglich der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten verwendet, insgesamt 11.945.250 Aktien (H1'10: 11.929.440 Aktien).

Dividende

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 wurde am 04.05.2011 eine Dividende von 2,72 € pro Aktie gezahlt (Vorjahr: 1,70 €).

Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG (Kategorie Personen in Schlüsselpositionen), die Mehrheitsgesellschafter Binder GmbH und Prüfer GmbH (Kategorie Maßgeblicher Einfluss auf das berichtende Unternehmen), sowie nicht konsolidierte Tochtergesellschaften (Kategorie Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften). Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Im Zwischenberichtszeitraum haben sich keine Änderungen mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage ergeben.

Von nahestehenden Unternehmen der Kategorie Personen in Schlüsselposition wurden im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von 840 Tsd. € (H1'10: 690 Tsd. €) eingekauft, sowie Waren und Dienstleistungen in Höhe von 620 Tsd. € (H1'10: 1.531 Tsd. €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an diese nahestehenden Unternehmen belaufen sich auf 129 Tsd. € (H1'10: 1.304 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 362 Tsd. € (H1'10: 194 Tsd. €).

Von nahestehenden Unternehmen der Kategorie Nicht konsolidierte Tochterunternehmen wurden im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von 106 Tsd. € (H1'10: 0 Tsd. €) eingekauft, sowie Waren und Dienstleistungen in Höhe von 408 Tsd. € (H1'10: 0 Tsd. €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an diese nahestehenden Unternehmen belaufen sich auf 408 Tsd. € (H1'10: 0 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 106 Tsd. € (H1'10: 0 Tsd. €).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualschulden und -forderungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentliche Änderungen im Vergleich zum 31.12.2010. Eventualschulden und -forderungen bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Zahl der Mitarbeiter

Vom 01.01.2011 bis zum 30.06.2011 waren im Durchschnitt 108 Arbeitnehmer beschäftigt (davon 9 Auszubildende und Praktikanten). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Auf der Webseite www.delti.com/entsprechungserklaerung.html finden sich die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hannover, den 09.08.2011

Rainer Binder

Philip von Grolman

Frank Schuhardt

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Delticom AG, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Delticom AG, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 30. Juni 2011, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Hannover, den 9. August 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss

Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt.