Annual Report • Aug 2, 2019
Annual Report
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bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig beraten und fortlaufend überwacht sowie die ihm sonst nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Wir ließen uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Vom Vorstand haben wir monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, insbesondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Alle Beschlüsse wurden im Berichtszeitraum einstimmig gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum Herr Rainer Binder, Herr Michael Thöne-Flöge und Herr Alan Revie an. Herr Rainer Binder ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Michael Thöne-Flöge stellvertretender Vorsitzender sowie Finanzexperte im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG. Ebenso sind die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.
Wiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Ein wesentliches Thema war der Erwerb der Gesellschaft All you need GmbH von der Deutschen Post DHL Group. In diesem Zusammenhang wurde die Ergänzung des Portfolios der Delticom AG im Bereich eFood einschließlich der Vorteile, aber auch der Herausforderungen und Risiken, die sich daraus ergeben, besprochen.
Im Geschäftsjahr 2018 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben, zum Teil im Wege der Telefonkonferenz. 13 Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.
In unserer ersten Sitzung am 20.03.2018 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des 2017 erzielten Bilanzgewinns befasst. In dieser Sitzung haben wir uns auch für einen Wechsel des Abschlussprüfers entschieden. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 08.05.2018 verabschiedet.
In der Sitzung am 08.05.2018 hat der Vorstand über die Geschäfts- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns berichtet. Ebenso wurde die Vornahme einer redaktionellen Änderung der Satzung der Delticom AG beschlossen.
In der Sitzung am 18.09.2018 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2018. Auch wurde über den Nutzen der Akquisition der Firma All you need GmbH von der Deutschen Post DHL Group und die damit verbundene Ergänzung der Produktpalette im Bereich eFood diskutiert. Ferner haben wir - wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen.
In der letzten ordentlichen Sitzung am 04.12.2018 hat uns der Vorstand über den Gang der Geschäfte berichtet. Ferner haben wir über die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten und dieser zugestimmt. In der gleichen Sitzung haben wir den vollständigen Risikobericht zur Kenntnis genommen und uns von der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Zudem haben wir erneut Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands zum Bezug von Aktienoptionen eingeladen.
Neben den vier ordentlichen Sitzungen wurden 13 Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.
Diese betrafen:
| ― | die Ausgabe von Optionsrechten an Bezugsberechtigte und die Festlegung der Ausübungspreise (05.01.2018), |
| ― | die Zustimmung zur Gewährung eines Darlehens an die DeltiCar SAS (10.01.2018), |
| ― | die Zustimmung zu einer Änderung der Satzung der TyresNet GmbH (11.01.2018), |
| ― | die Zustimmung zu dem Erwerb von Gesellschaftsanteilen an der Gigatires LLC durch die Tochtergesellschaft Delticom North America Inc. (26.01.2018), |
| ― | die Zustimmung zu einer Änderung der Satzung der Delti-Vorrat-1 GmbH (jetzt: DeltiStorage GmbH) (17.02.2018), |
| ― | den Kauf von Grundstücken nebst Lagerhallen durch die DeltiStorage GmbH (17.02.2018, 21.02.2018), |
| ― | die Auflösung des Dienstvertrages und den Widerruf der Bestellung als Vorstand von Herrn Thierry Delesalle (29.08.2018, 05.09.2018 und 07.09.2018), |
| ― | die Anpassung des Dienstvertrages von Herrn Philip von Grolman (31.08.2018), |
| ― | die Neuaufteilung der Vorstandsressorts (06.09.2018) und |
| ― | die Ausgabe von Optionsrechten an Bezugsberechtigte (28.12.2018). |
Am 20.03.2018 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.
Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts im Sinne von Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.
Der Aufsichtsrat hat sich im Beisein des Abschlussprüfers intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichten für das Geschäftsjahr 2018 beschäftigt, insbesondere dem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2018, sowie dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns und dem Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018. Vertreter des Abschlussprüfers berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, jeweils für das Geschäftsjahr 2018, wurden uns so rechtzeitig vorgelegt, dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Prinzenstraße 23, 30159 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel.
Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2018 durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2018, vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat am 25.06.2019 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner am 25.06.2019 dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns im Jahr 2018 angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.
Hannover, den 25. Juni 2019
Rainer Binder
Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Delticom-Gruppe ist in 77 Ländern mit 469 Onlineshops und- vertriebsplattformen tätig.
Mit durchschnittlich 235 Mitarbeitern ist die Delticom-Gruppe ein extrem effizient aufgestelltes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben übernehmen OperationCenter. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette. Kooperationen mit Partnerunternehmen ermöglichen es uns, die Bedürfnisse unserer Kunden ganzheitlich zu erfüllen.
Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2018 vollkonsolidiert sind:
| ― | All you need GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | DeltiCar SAS, Paris (Frankreich) |
| ― | Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| ― | Delticom TOV, Kiew (Ukraine) |
| ― | Delticom Japan GK (Tokio, Japan) - zu 100 % im Besitz der Delticom OE SRL |
| ― | Delticom Russland OOO, Moskau (Russland) |
| ― | Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | DeltiStorage GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: Delti-Vorrat-1 GmbH) |
| ― | DeltiLog Ltd., Witney (Großbritannien) (vormals: DeltiTrade Ltd.) |
| ― | DeltiLog GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: DeltiTrade GmbH) |
| ― | Extor GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) |
| ― | Gigatires LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Gourmondo Food GmbH, München (Deutschland) |
| ― | MobileMech GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: Reife tausend1 GmbH) |
| ― | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Tireseasy LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | TyresNet GmbH, München (Deutschland) |
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Delticom-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit erweitert. Mit AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, wurde das Produktangebot im Bereich Automotive vervollständigt. Zudem betreibt Delticom
nun auch die Onlineshops von Gourmondo, einem Onlineanbieter für qualitativ hochwertige Lebensmittel. Über die DeltiLog GmbH (ehemals DeltiTrade GmbH) hat Delticom ihre Kompetenz im Bereich hocheffizienter E-Commerce-Logistik komplettiert. Mit der Übernahme des Online-Supermarkts Allyouneed Fresh von der Deutschen Post DHL Group hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Aktivitäten im Bereich eFood erweitert. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts am Konzernumsatz werden nachfolgend vornehmlich die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Pkw-Ersatzreifengeschäft dargestellt.
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Die Anzahl der Internetnutzer nimmt weltweit stetig zu und damit auch die Anzahl der Onlinekäufer. Der "Global Digital Report 2019" geht davon aus, dass 2018 bereits 86 % der europäischen Bevölkerung online sind, ein Anstieg um 7,6 % gegenüber dem Vorjahr. Im Rahmen der Studie gaben allein 86% der heimischen Internetnutzer an, im letzten Monat einen Onlinekauf getätigt zu haben. Der Händlerbund Ecommerce Europe rechnet damit, dass der Umsatz des europäischen E-Commerce in 2018 bereits mehr als 535 Mrd. € betragen hat.
Die Delticom-Gruppe ist aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes. Auf den Straßen Europas fahren mehr als 250 Millionen Autos. Gemäß dem Herstellerverband ACEA ist die Pkw-Flotte in der EU in den vergangenen fünf Jahren um 5,7 % gewachsen, ein Zuwachs von rund 14 Millionen Pkw.
Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt in Europa bei knapp 11 Jahren. In Deutschland, dem Land mit der größten Pkw-Flotte innerhalb der EU, sind die Fahrzeuge mit einem Durchschnittsalter von rund 9 Jahren im europäischen Vergleich noch relativ jung. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Selbst im Falle sinkender Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren weiter steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 km. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Trotz eines langsameren Wachstums als in den Vorjahren setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Trend weg von traditionellen Autos hin zu SUV (Sport Utility Vehicles) europaweit fort. Im vergangenen Jahr wurden in Europa mehr als 5,4 Millionen SUV zugelassen. Das waren 19 % mehr als 2017, der Marktanteil nahm von 29,2 % auf 34,6 % zu.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Automotive sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Umsatz und Marge eines E-Commerce-Unternehmens werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung im Reifenhandel ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai bzw. nach den Osterfeiertagen viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da die Delticom-Gruppe europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots über den Onlinereifenhandel hinaus wird mittelfristig zusätzlich zu einer Verringerung der Saisonalität beitragen.
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde. Demnach durften Kraftfahrzeuge bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein.
Im Sinne des Verbrauchers und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurde mit der zweiundfünfzigsten Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften, welche am 01.06.2017 in Kraft getreten ist, die Winterreifendefinition neugefasst und präzisiert. Als Winterreifen gelten dementsprechend nur noch solche Reifen, die mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sind. Damit werden erstmals verbindliche Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit von Winterreifen bei schneebedeckten Straßen festgelegt. M+S-Reifen, die bis zum 31.12.2017 hergestellt wurden, dürfen bis 30.09.2024 (auch bei winterlichen Bedingungen) weiter verwendet werden. Bei nicht adäquater Bereifung wird neben dem Autofahrer nun auch der Fahrzeughalter zur Verantwortung gezogen, wenn er zulässt oder sogar anordnet, dass sein Fahrzeug bei Schnee oder Glatteis ohne Winterreifen unterwegs ist.
In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes "A" steht dabei für die beste und ein rotes "G" für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Die Delticom-Gruppe informiert ihre Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.
Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.
Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgen kompetent durch unsere Montagespezialisten.
Der Lebensmittelhandel unterliegt strengen Kontrollen. Bei dem HACCP-Konzept handelt es sich um ein klar strukturiertes und auf präventive Maßnahmen ausgerichtetes Konzept, welches der Vermeidung von Gefahren im Zusammenhang mit Lebensmitteln dient, die zu einer Erkrankung oder Verletzung von Konsumenten führen können.
Da Delticom keine offenen Lebensmittel handelt und auch kein lebensmittelverarbeitender Betrieb ist, sind die Kontrollpunkte begrenzt. Letztere umfassen im Wesentlichen Kontrollen hinsichtlich gereinigter Transportfahrzeuge (bei Selbstabholung), Temperaturmessungen beim Wareneingang (dokumentiert auf den Lieferscheinen), Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums, Temperaturkontrollen der Kühlzellen, Versand von intakt verpackten Lebensmitteln (Stichprobenkontrolle), Testlieferungen von gekühlter und tiefgekühlter Ware mit Temperaturdatenlogger, Schädlingsmonitoring und die Reinigung der Fazilitäten nach Reinigungsplan und mit ausgewählten Reinigungsmitteln laut Vorgabe. Delticom hat einen dedizierten HACCP-Beauftragten, der mit der Durchführung und Sicherstellung der Kontrollpunkte beauftragt ist.
Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Onlinehandel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Der E-Commerce-Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt liegt mittlerweile gemäß dem "Global E-Commerce Report 2018" schätzungsweise bei knapp 4%. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Dank ihres Multi-Shop-Ansatzes kann Delticom die individuellen Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen und einem zunehmenden Wettbewerb auch zukünftig weiter standhalten. Die fortlaufende Erweiterung des Angebots um Serviceleistungen und neue Produktgruppen trägt zu einer verbesserten Kundenbindung bei und bietet für die kommenden Jahre zusätzliches Cross-Selling-Potenzial.
Als "First Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Im Gegensatz zu vielen anderen E-Commerce-Unternehmen ist die Delticom-Gruppe in ganz Europa und darüber hinaus tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Reifennachfrage gut ausgeglichen werden.
Für viele E-Commerce-Unternehmen stellt der grenzüberschreitende Handel nach wie vor eine Herausforderung dar. Neben einer Anpassung der Website-Gestaltung an lokale Anforderungen, Produktbeschreibungen und Kundensupport in der jeweiligen Landessprache, Abwicklung von Zahlungen in Fremdwährung und dem richtigen Angebot an gängigen und sicheren Zahlungsweisen spielen auch der grenzüberschreitende Versand, Zollbestimmungen und lokale Steuergesetze eine entscheidende Rolle. Die Delticom-Gruppe verfügt über viele Jahre Erfahrung im grenzüberschreitenden Onlinehandel und vertreibt ihre Produkte aktuell in 77 Ländern.
Wir konzentrieren uns auf den Onlinehandel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von rund 40.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Unsere hochgradig effiziente Aufstellung verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass die Delticom-Gruppe aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden E-Commerce-Unternehmen im Geschäftsfeld Reifen gehören wird.
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für den Delticom-Konzern ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Knapp ein Drittel der weltweiten Ersatzreifennachfrage entfällt auf Europa, gut ein Viertel auf Nordamerika und etwa 35% auf Asien. Die Nachfrage in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich - nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen - für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd. €.
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren - wie in vielen anderen Produktgruppen auch - zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Onlineanbieter.
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen und das Heranwachsen einer zunehmend internetaffinen Kundenbasis gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2018 europaweit knapp 13% der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 13%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Onlineverkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachspotenzial: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 20 % steigen.
Zudem verfügt Delticom mit rund 40.000 Montagepartnern weltweit über ein einmaliges Netzwerk, welches den Kundenanforderungen in Bezug auf den Reifenwechsel vollumfänglich Rechnung trägt.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an einer nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren - und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Experten beziffern das jährliche Marktvolumen im europäischen Ersatzteilemarkt auf über 100 Mrd. €. Die Internetpenetration ist gemäß einer aktuellen Studie des Vereins Freier Ersatzteilemarkt e.V. (VREI), und des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens 2HMforum mit 4-5% (skandinavische Länder und Frankreich) und 8 % (Deutschland) allerdings derzeit noch niedriger als im Reifenhandel. In Summe erwarten die Experten in den nächsten Jahren Online-Anteile von bis zu 18%. Die Delticom-Gruppe vertreibt bereits seit vielen Jahren auch ausgewählte Autoersatzteile und Zubehör in den Onlineshops. Dank unseres Kleinteile-Lagers können wir die Logistikprozesse für unser Ersatzteilegeschäft weiter optimieren und kosteneffizienter gestalten, um von einer Zunahme des Onlineanteils in den kommenden Jahren zu profitieren.
Der europäische Lebensmitteleinzelhandel erzielt jährlich einen Umsatz von ca. einer Billion €. 2016 wurden europaweit Lebensmitteleinkäufe von rund 9 Mrd. € online getätigt, dies entspricht einer Penetrationsrate von knapp 1%. Wachstumsraten und Marktdurchdringung sind in den europäischen Ländern aktuell noch sehr unterschiedlich. Gemäß einer aktuellen Studie steht Großbritannien mit einem Onlineanteil von rund 8% am Lebensmitteleinzelhandel aktuell hinsichtlich eFood an erster Stelle, dicht gefolgt von Frankreich mit rund 6%. In Deutschland, dem größten Lebensmitteleinzelmarkt in Europa, fällt der Onlineanteil mit weniger als 2 % aktuell noch vergleichsweise gering aus.
Für die kommenden Jahre prognostizieren Experten dem europäischen Online Lebensmittelhandel attraktive Wachstumschancen. Eine wesentliche Hürde für Online-Lebensmittelhändler ist die kostengünstige und effiziente Logistikabwicklung. Delticom betreibt ein hochmodernes und nahezu vollautomatisiertes Kleinteile-Lager, welches diese Anforderungen bestmöglich erfüllt, und bietet ihre Dienstleistungen in diesem Bereich auch für Dritte an.
Der Gebrauchtwagenmarkt in Europa hat ein jährliches Marktvolumen von ca. 300 Mrd. €. Für viele Autokäufer sind Online-Verkaufsplattformen inzwischen zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Hierzulande informieren sich laut einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Stuttgarter Prüfkonzerns Dekra bereits 78 % der Gebrauchtwagenkäufer im Vorfeld der Anschaffung über Internetportale. Etwa jeder dritte informiert sich nicht nur online, sondern kauft auch im Netz.
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Onlinemarketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher einkaufen kann. Unsere PR-Abteilung informiert die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Onlinekaufs.
Seit Gründung des Unternehmens haben über 13,6 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 12,2 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.
Die verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Innerhalb der Delticom-Gruppe werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software ausgeführt. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen übernehmen Operation-Center, welche durch sichere Verbindungen an unsere Systeme angebunden sind.
Der Delticom-Konzern erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Webshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa, prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Delticom vertreibt über die Gourmondo-Onlineshops hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel in ausgewählten Ländern. Auf Lebensmittel.de und Allyouneed-fresh.de finden Privat- und Geschäftskunden ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Die Gesellschaft verfügt über ein hochmodernes und vollautomatisiertes Lagersystem für eine effiziente Logistik und Warenkommissionierung.
Der Gebrauchtwagenmarkt ist einer der großen Märkte, die bislang noch nicht in ihrem vollumfänglichen Prozess durch das Internet durchdrungen sind. In Westeuropa werden jährlich rund 28 Millionen gebrauchte Fahrzeuge veräußert. Da etwa die Hälfte aller europäischen Gebrauchtwagenverkäufe über Anzeigen und damit ohne Zwischenhändler durchgeführt wird, erzielt nicht jeder Fahrzeugverkäufer zwingend das beste Ergebnis. In Frankreich betreibt Delticom die Domain AutoPink.com.
Kaufinteressenten erhalten über diese Webseiten einen Zugang zu hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aus dem Flottenbestand großer Unternehmen als auch zu Privatkundenfahrzeugen. Potenzielle Verkäufer profitieren von einer umfassenden und kostenlosen Bewertung des Fahrzeugs und erhalten nach dem Kontrollcheck vor Ort direkt ein Ankaufsangebot zu einem fairen und marktgerechten Preis.
Die Delticom-Gruppe verkauft Reifen, Autozubehör, Gebrauchtfahrzeuge und Lebensmittel über Onlineshops und -vertriebsplattformen an private und gewerbliche Endkunden. Den Schwerpunkt unseres Geschäfts bildet der Online-Reifenhandel. Der umsatzstärkste Reifenshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken. Mit den Gourmondo-Onlineshops, in denen qualitativ hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel angeboten werden, ist Delticom einer der führenden Onlineanbieter für Gourmetlebensmittel in Deutschland. In Frankreich betreibt die Gesellschaft eine der führenden Domains für den Online-Gebrauchtwagenhandel mit privaten und gewerblichen Kunden.
Der Delticom-Konzern erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Reifengeschäft mit fremder Ware verkaufen wir auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Produkte werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Online-Reifenshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Die Delticom-Gruppe ist in 77 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzen wir den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Zum Stichtag 31.12.2018 waren insgesamt 346 Mitarbeiter (inkl. Auszubildender) im Delticom-Konzern beschäftigt. Aufgrund der Übernahme von Allyouneed Fresh ist die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (2017: 204). Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 235 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 185). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2018 absolvierten insgesamt 8 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2018 waren insgesamt 10 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 11).
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die Operation-Center mit ein.
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
| ― | erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung, |
| ― | erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, |
| ― | variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. |
Die variablen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung beinhalten sowohl die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile als auch die Ausgabe von Aktienoptionen.
Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom-Gruppe. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt. Diese Vergütungsbestandteile unterliegen einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Bonus-/Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2018 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.04.2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft am 28.12.2016 beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von bis zu 135.000 Stückaktien in mehreren Tranchen zu beziehen. Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer zu je gleichen Teilen beschlossen.
Ferner hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft am 21.11.2017 beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien der zweiten Tranche zu beziehen. Am 05.01.2018 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe von Optionsrechten aus dieser zweiten Tranche an die Mitglieder des Vorstands Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer zu je gleichen Teilen beschlossen.
Ferner hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft am 04.12.2018 beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien der dritten und letzten Tranche zu beziehen. Am 28.12.2018 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe von Optionsrechten aus dieser dritten Tranche an die Mitglieder des Vorstands Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman und Andreas Prüfer zu je gleichen Teilen beschlossen.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre, beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Weitere Angaben über die Corporate Governance sowie die nach § 289f und § 315d HGB geforderten Angaben enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Webseite www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.
Die Delticom-Gruppe zählt auf ihrem Geschäftsgebiet zu den führenden E-Commerce-Unternehmen in Europa. Unsere Kunden profitieren von einem breiten Produkt- und Serviceangebot zu optimierten Preisen. Den vertrieblichen Schwerpunkt bildet der Onlineverkauf von Reifen und Autozubehör. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Reifenlagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen.
Wir steuern das Gesamtunternehmen mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
| ― | Umsatz und Umsatzwachstum werden für die Gruppe erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen. |
| ― | Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen. |
Für Delticom als Ganzes sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamtkonzern die wesentlichen Steuerungsgrößen.
Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.
Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwicklung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.
Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2018 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.372 Tausend über Vorjahr (2017: 1.350 Tausend). Damit hat die Gesellschaft ihre zu Jahresbeginn formulierte Zielsetzung, mehr als 1 Mio. Neukunden von ihren Produkten und Preis-Leistungsangeboten im Berichtsjahr überzeugen zu können, übertroffen. Neben den Neukunden tragen auch Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 699 Tausend Bestandskunden (2017: 729 Tausend) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Seit Unternehmensgründung haben mehr als 13,6 Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft.
Die Delticom-Gruppe erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.
Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off-Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-AugenPrinzip).
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen E-Commerce. Fundierte Kenntnisse im Bereich des Onlinemarketings und die hochmoderne IT-Infrastruktur tragen wesentlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei. Dank unseres Multi-Shop-Ansatzes können wir nicht nur die Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen, sondern zudem auch schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren.
Das Marktvolumen im europäischen Ersatzreifenhandel beträgt jährlich mehr als 10 Mrd. €, der Onlineanteil liegt derzeit bei ca. 13%. Mit einem Onlineumsatz im Kerngeschäft Automotive von jährlich mehr als einer halben Mrd. € ist Delticom klarer Marktführer. Ziel der Delticom-Gruppe ist es, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen, um mittel- und langfristig das Umsatz- und Ertragspotenzial weiter zu steigern.
Dank unseres Multishop-Konzepts erreichen wir heute bereits verschiedene Zielgruppen. Die Internetpenetration ist in den einzelnen europäischen Märkten, in denen wir tätig sind, in Bezug auf den Onlinereifenhandel allerdings noch sehr unterschiedlich. Für die Zukunft bietet das Internet und der Internethandel in Europa dementsprechend weiterhin Wachstumspotential. Es gilt daher, den Konzern heute so zu positionieren und die notwendigen Strukturen dafür zu schaffen, um zukünftige Wachstumschancen weiterhin nutzen zu können.
Für ein nachhaltiges und profitables Wachstum stellt die kontinuierliche Verbesserung der Kosteneffizienz eine wesentliche Zielgröße dar. Das Unternehmen wird dementsprechend in den kommenden Jahren weiter in die Automatisierung und Optimierung ihrer Prozesslandschaft investieren, um nicht nur die Marktsondern auch die bestehende Kostenführerschaft zu behaupten und weiter auszubauen.
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen und Autozubehörteilen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Durch die fortlaufende Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots weiten wir unsere Kernkompetenzen auf weitere Geschäftsfelder aus. Dies wird mittelfristig wesentlich zum Erfolg des Gesamtunternehmens beitragen. Derzeit ist der erzielte Umsatz mit Produkten außerhalb der Reifen noch vergleichsweise gering. Die Gesellschaft hat in den zurückliegenden Jahren allerdings die Grundlagen dafür geschaffen, den Umsatz in diesen Produktbereichen zukünftig weiter zu steigern.
Wir verkaufen ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten. Auch mittel- und langfristig wird der vertriebliche Schwerpunkt der Delticom-Gruppe auf dem Onlinehandel und dem ergänzenden Angebot von E-Commerce-Serviceleistungen liegen.
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Um die Wachstums- und Profitabilitätsziele mittel- bis langfristig zu erreichen, wird Delticom weiterhin in die Lagerinfrastruktur investieren. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Zu den Kernkompetenzen der Gesellschaft zählt die weitestgehend automatisierte und hocheffiziente Warenkommissionierung und Distribution. Kurze Lieferzeiten und eine geringe Fehllieferungsquote zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Innovative Weiterentwicklungen und fortlaufende Prozessoptimierungen sind unerlässlich, um zukünftiges Wachstum zu sichern und unseren Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen.
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Waren schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellen wir unseren Kunden ein Netzwerk mit Zehntausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung übernehmen Operation-Center.
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Delticom entwickelt Software für E-Commerce (Shopsysteme und Backendsysteme) und technische Logistiksysteme durch eigene Mitarbeiter, kauft aber auch Entwicklungsleistungen zu.
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Die Weltwirtschaft befand sich 2018 weiterhin auf einem Wachstumspfad, angesichts der zunehmenden handelspolitischen Konflikte hat sich die globale Konjunktur jedoch seit dem Frühjahr vergangenen Jahres abgekühlt. In Schwellenländern wie Indien und Russland konnte die Wirtschaft ihr Expansionstempo zuletzt nicht halten und in Japan ging die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2018 sogar zurück. Demgegenüber wuchs die chinesische Wirtschaft dynamisch und auch in Brasilien beschleunigte sich das Wachstum wieder. In den USA profitierte die Konjunktur weiter von der Steuerreform.
Auch das Tempo der europäischen Wirtschaft verringerte sich auf Ganzjahressicht. Hier belasteten insbesondere die Gefahr eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens, Proteste gegen die Regierungspolitik in Frankreich und die Haushaltspolitik in Italien die Konjunktur.
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat im Jahresverlauf 2018 ebenfalls an Dynamik verloren. Neben dem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld lagen die Ursachen hierfür in den Produktions- und Auslieferproblemen der Autoindustrie wegen des Übergangs auf einen neuen Zulassungsstandard sowie in der Einschränkung der Binnenschifffahrt wegen zu niedriger Flusspegel. Zudem dämpften Sondereffekte wie die Grippewelle oder Streiks die Konjunktur. Ungeachtet dessen stellte der private Konsum angesichts einer guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung im abgelaufenen Jahr erneut eine wichtige Konjunkturstütze dar.
E-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung. Laut des Bundesverbands ECommerce und Versandhandel (bevh) wird in Deutschland mittlerweile jeder siebte Euro im E-Commerce ausgegeben. Die Branche konnte den Umsatz 2018 um gut 11 % auf 65 Mrd. € steigern. Und auch die Häufigkeit von Onlinekäufen nimmt zu: Jeder dritte Verbraucher hierzulande bestellt mittlerweile mindestens ein Mal in der Woche Waren in einem Onlineshop.
Nachdem die Absatzentwicklung im deutschen Ersatzreifengeschäft schon bis einschließlich November vergangenen Jahres mehr oder weniger von einem rückläufigen bzw. bestenfalls stagnierenden Absatztrend gekennzeichnet war, brachte auch der Dezember keine Wende mehr. Trotz der zunehmenden Nachfrage nach Ganzjahresreifen und 4x4-/Offroadreifen lag der Absatz im deutschen Pkw Ersatzreifengeschäft laut dem Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) und des Herstellerverbands ETRMA auf Ganzjahressicht insgesamt 2,8 % unter dem Vorjahr.
Der seit einigen Jahren anhaltende Konsolidierungsprozess im europäischen Ersatzreifenmarkt schritt auch in 2018 weiter voran. Niedrige Margen lasten Experten zufolge nicht nur auf dem Reifeneinzelhandel, sondern insbesondere auch auf dem Reifengroßhandel. Um wettbewerbsfähig bleiben und erfolgreiches organisches Wachstum sicherstellen zu können, gab es vor dem Hintergrund des kompetitiven Marktumfelds im vergangenen Jahr weitere Übernahmen, Beteiligungen und Insolvenzen entlang der Reifenhandelskette.
Anders als im entsprechenden Vorjahresquartal sorgten anhaltend kalte Temperaturen in den ersten drei Monaten des abgelaufenen Jahres hierzulande für einen verzögerten Start in die Sommerreifensaison. Die winterlichen Wetterverhältnisse im ersten Quartal hatten viele Autofahrer dazu veranlasst, die Umrüstung des Fahrzeugs auf Sommerreifen hinauszuschieben. Demzufolge lief das Sommerreifengeschäft erst nach den Osterfeiertagen Anfang April an. Trotz Nachholeffekt im zweiten Quartal wurden gemäß Schätzungen von Marktexperten in der ersten Jahreshälfte insgesamt 5,4% weniger Sommerreifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Der negative Absatztrend setzte sich in den darauffolgenden Monaten fort. Laut WdK und ETRMA ging der Absatz von Sommerreifen vom Handel an den Verbraucher hierzulande gegenüber 2017 um 6,8% zurück.
Milde Temperaturen zum Ende des dritten Quartals verhinderten einen frühen Start in die Winterreifensaison. Erst mit kühleren Temperaturen in der letzten Oktoberhälfte hat das Winterreifengeschäft an Dynamik gewonnen. Marktexperten schätzen, dass deutschlandweit im Oktober 9,4 % mehr Winterreifen als im Vergleichszeitraum 2017 vom Handel an den Verbraucher abgesetzt wurden. Auf Gesamtjahressicht wurden vom heimischen Reifenhandel laut WdK und ETRMA im letzten Jahr insgesamt 4,8% weniger Winterreifen an die Verbraucher abgesetzt.
Der deutsche Einzelhandel profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut von der Kauflust der Verbraucher und konnte 2018 seinen Umsatz gemäß des Branchenverbands HDE um 2,3% auf 525 Mrd. € und damit zum neunten Mal in Folge steigern. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel wuchs laut der Gesellschaft für Konsumforschung im Vergleich zu 2017 um 1,2 % auf rund 186 Mrd. €.
Die Delticom AG hat am 27.09.2018 mit der Deutschen Post DHL Group einen Vertrag über den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der All you need GmbH, eine 100 %-ige Tochter der Deutschen Post DHL Group, geschlossen. Seit dem 01.11.2018 betreibt die Delticom AG die Geschäfte des in Berlin ansässigen Online-Supermarkts. Die All you need GmbH ist Inhaber der Domain Allyouneed-fresh.de.
Mit der Akquisition von Allyouneed Fresh ergänzt Delticom nach dem Erwerb der eFood- und Logistikgesellschaften Gourmondo und DeltiLog (ehemals DeltiTrade) im Jahr 2016 ihre Produktpalette im Bereich eFood. Unter allyouneedfresh.de wird das Geschäft mit Online-Lebensmitteln neben Gourmondo.de weiter fortgeführt.
Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Onlineverkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Autoteile und Zubehör, Gebrauchtwagen, hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel sowie Logistik- und Servicedienstleistungen runden das Produktangebot ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste der Delticom-Konzern insgesamt Umsätze in Höhe von 645,7 Mio. €, ein Rückgang um 3,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 667,7 Mio. €.
Die Gruppe ist weltweit in 77 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 490,3 Mio. € (2017: 518,4 Mio. €, -5,4 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern und in den USA tätig. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2018 ein Umsatz von 155,4 Mio. € (2017: 149,3 Mio. €, +4,1%). Der Umsatzanstieg in den Nicht-EU-Ländern resultiert vornehmlich aus der positiven Geschäftsentwicklung in den USA.
Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Umsätze je Halbjahr.

Anhaltend kalte Temperaturen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hatten - anders als im Jahr zuvor - viele Autofahrer dazu veranlasst, die Umrüstung des Fahrzeugs auf Sommerreifen hinauszuzögern. Dementsprechend lief das Sommerreifengeschäft in diesem Jahr erst nach den Osterfeiertagen Anfang April an. Bedingt durch die anhaltend winterlichen Wetterverhältnisse zu Jahresbeginn erzielte die Delticom-Gruppe im ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt Umsätze in Höhe von 110,8 Mio. € (Q117: 126,8 Mio. €, -12,6%).
Mit steigenden Temperaturen hat das Sommerreifengeschäft nach Ostern an Fahrt aufgenommen. Trotz des Nachholeffekts ist es uns nicht gelungen, den rückläufigen Umsatz des ersten Quartals vollständig aufzuholen. Im zweiten Quartal hat die Gesellschaft die Abverkäufe in ihrem Kerngeschäft entsprechend ihrer Profitabilitätsziele gesteuert und erlöste insgesamt einen Umsatz von 179,7 Mio. € (Q2 17: 170,3 Mio. €, +5,5 %).
Im ersten Halbjahr 2018 erzielte die Delticom-Gruppe einen Umsatz von insgesamt 290,5 Mio. €, ein Rückgang um 2,2 % gegenüber dem Vergleichszeitraum (H117: 297,1 Mio. €).
Der Sommer 2018 war in Europa von meteorologischen Extremereignissen geprägt: Temperaturrekorde und Hitzewellen, Dürren aber auch intensive Starkniederschläge prägten die europäische Wetterlage. Weite Teile Skandinaviens verzeichneten den wärmsten Juli seit Aufzeichnungsbeginn. Frankreich registrierte den drittwärmsten Juli seit 1900, während die Schweiz die niederschlagsärmste Periode seit fast 100 Jahren vermeldete. Großbritannien erlebte die drittlängste Hitzewelle inklusive eines neuen Rekords hinsichtlich der Anzahl aufeinanderfolgender Tage mit über 30 Grad Celsius. Auch in Deutschland prägte ein langanhaltender warmer und trockener Witterungsverlauf mit einer intensiven Hitzeperiode den Sommer im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch der September 2018 war hierzulande über weite Strecken von einer hochsommerlichen Großwetterlage geprägt. In 2017 hatte sich der letzte Monat des dritten Quartals wettertechnisch bereits von der herbstlichen Seite gezeigt. Aufgrund der milden Temperaturen zum Ende des dritten Quartals konnten wir in unserem Kerngeschäft nicht von einem frühen Start in die Winterreifensaison profitieren. Erst mit den kühleren Temperaturen in der letzten Oktoberhälfte hat das Winterreifengeschäft an Dynamik gewonnen. Der Umsatz lag im zweiten Halbjahr mit 355,2 Mio. € um 4,2 % unter dem Vorjahr (H2 17: 370,6 Mio. €).
In Vorbereitung auf das Winterreifengeschäft im vierten Quartal 2018 haben wir im Jahresverlauf durch entsprechende Investitionen die technische Versandkapazität im Reifenlager Sehnde erhöht. Allerdings konnte die erweiterte Kapazität im vierten Quartal nicht vollständig ausgeschöpft werden. Neben den dargestellten wetterbedingten Effekten standen wir vor der Herausforderung, dass geschultes Fachpersonal europaweit aufgrund der guten Arbeitsmarktlage nicht rechtzeitig zur Wintersaison zu bekommen war. Zudem begründet sich der Umsatzrückgang in H2 18 dadurch, dass die Gesellschaft anders als im Vorjahr die Preise im Schlussquartal 2018 im weiteren Saisonverlauf nicht gesenkt hat.
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 505,1 Mio. € (2017: 530,3 Mio. €, -4,8 %). Die Materialaufwandsquote (Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen) verringerte sich im Vorjahresvergleich von 79,4% auf 78,2%.
Zum Stichtag 31.12.2018 waren insgesamt 346 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Konzern angestellt. Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 235 Mitarbeiter (2017: 185). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 15,9 Mio. € (2017: 10,9 Mio. €). Der Anstieg begründet sich zum einen durch die Erweiterung des Mitarbeiterstamms im Zuge der Akquisition von Allyouneed Fresh. Zum Zeitpunkt der Übernahme Anfang November 2018 waren bei Allyouneed Fresh insgesamt 110 Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalbestand wurde in den darauffolgenden Monaten in Berlin im Zuge der Restrukturierung schrittweise reduziert und lag Ende Mai 2019 bei 41 Mitarbeitern.
Auch die Abfindungszahlung an das ehemalige Vorstandsmitglied Thierry Delesalle begründet zudem einen Teil des Anstiegs der Personalkosten. Des Weiteren wurden im Jahresverlauf weitere Mitarbeiter eingestellt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Lagerpersonal, welches zuvor über Leih- oder Zeitarbeit für Delticom tätig war. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,5% (2017: 1,6%).
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Trotz des Absatzrückgangs fielen die Transportkosten im Berichtszeitraum mit 61,9 Mio. € nur um 1,2 % niedriger aus als im Vergleichszeitraum (2017: 62,7 Mio. €).
Der Länder-Mix im Umsatz und die damit einhergehenden Lieferwege wirken sich maßgeblich auf die Transportkosten aus. Zudem rücken wir wetterbedingt mit dem Winterreifengeschäft immer näher an das Weihnachtsgeschäft. Dies führt zusammen mit Preiserhöhungen seitens einiger Kurier-, Express- und Paketdienste für bestimmte Destinationen zu einem Anstieg der Transportkosten vornehmlich im vierten Quartal 2018 gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum.
Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6,6 Mio. € im Vorjahr um 12,1% auf 7,4 Mio. €. Die Gesellschaft hat ab Mitte 2017 ein weiteres Lager angemietet, in welchem die vor der Saison eingekauften Reifen bis zum Abverkauf zwischengelagert werden. Die Kosten für dieses Lager sind folglich in 2018 auf Gesamtjahressicht enthalten. Des Weiteren wurde zur Jahresmitte ein kleineres Lager in Frankreich in Betrieb genommen. Durch die Akquisition von Allyouneed Fresh fallen zudem zusätzliche Mietkosten für das übernommene Lager in Tschechien und die Büroflächen im Zentrum von Berlin an.
Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 16,1% auf 9,3 Mio. € (2017: 8,0 Mio. €). Der Anstieg begründet sich vornehmlich durch Umlagerungskosten im Zusammenhang mit der Schließung, Umlagerung und Eröffnung neuer Läger. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz liegt mit 1,4 % leicht über dem Vorjahresniveau (2017: 1,2 %).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 33,0 Mio. €, nach 28,2 Mio. € für 2017. Dies entspricht einem Anteil von 5,1% am Umsatz (2017: 4,2%). Delticom vertreibt ihre Produkte neben den reinen Onlineshops auch zunehmend über weitere Online-Vertriebskanäle. Dies zeigt sich in gestiegenen Kosten für entsprechende Verkaufsprovisionen und Listing-Gebühren für die verschiedenen Portale. Zudem hat die Gesellschaft in 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Geld in Online-Werbung investiert mit dem Ziel, in einem kompetitiven Marktumfeld die Sichtbarkeit und die Bekanntheit der Onlineshops weiter zu steigern. Nicht alle im letzten Jahr ergriffenen Marketing-Maßnahmen konvertierten in entsprechenden Umsatzzuwachs. Im Verlauf des Winterreifengeschäfts wurde die Marketingstrategie entsprechend angepasst und weniger effiziente Aktivitäten eingestellt.
Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf 4,9 Mio. €, nach 4,7 Mio. € im Vorjahr (+5,2 %). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus angefallenen Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition von Allyouneed Fresh.
Die Forderungsverluste betrugen im Berichtszeitraum 5,1 Mio. €, nach 2,8 Mio. € in 2017. Der Anstieg um 79,4 % begründet sich vornehmlich aus der Abstimmung und Bereinigung offener Posten. Zudem wurde das Forderungsmanagement in Hinblick auf säumige Kunden im letzten Jahr weiter gestrafft.
Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 7,2 Mio. € um 8,8% auf 7,9 Mio. €. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte beliefen sich auf 5,3 Mio. € (2017: 5,0Mio.€). Höhere Abschreibungen aufgrund der getätigten Investitionen wurden durch den planmäßigen Wegfall der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von Tirendo zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres teilweise kompensiert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 2,6 Mio. € (2017: 2,2 Mio. €).
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 21,8 %, nach 20,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Anders als im Jahr zuvor hat die Gesellschaft die Preise im Schlussquartal nicht gesenkt, wodurch die Bruttomarge im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt erhöht werden konnte.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 47,4% auf 38,1 Mio. € (2017: 25,8 Mio. €). Der Anstieg resultiert vornehmlich aus Erträgen in Zusammenhang mit der Akquisition von Allyouneed Fresh in Höhe von 11,4 Mio. €. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge nicht zuletzt auch Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 3,5 Mio. € (2017: 2,6 Mio. €). Währungsverluste weisen wir innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2018: 3,2 Mio. €, 2017: 3,6 Mio. €). Die in 2018 realisierten Währungsverluste ergeben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar. Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,3 Mio. € (2017: -1,0 Mio.€).
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 9,5% von 163,2 Mio. € auf 178,7 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 683,8 Mio. € (2017: 693,5 Mio. €) betrug der Rohertrag 26,1 % (2017: 23,5 %).
Das EBITDA verringerte sich im Berichtszeitraum von 9,3 Mio. € auf 9,0 Mio. €, ein Rückgang um 3,3%. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr beträgt 1,4% (2017: 1,4%).
In der ersten Jahreshälfte wurde zunehmend deutlich, dass die Marktbedingungen im europäischen Reifenhandel aufgrund eines anhaltenden Konsolidierungsprozesses weiterhin schwierig bleiben. Inwieweit sich unsere Preispolitik der ersten sechs Monate im weiteren Jahresverlauf und insbesondere im Wintergeschäft marktseitig durchsetzen lässt, war nach Ablauf der ersten sechs Monate mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Gleichzeitig gab es zur Jahresmitte basierend auf dem damaligen Projektstand die Erkenntnis, dass bei einer möglichen Übernahme von Allyouneed Fresh ein ergebnisstützender Ertrag in der zweiten Jahreshälfte erzielt werden könnte.
Für Delticom als Ganzes sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamtkonzern die wesentlichen Steuerungsgrößen. Basierend auf dem Kenntnisstand zur Jahresmitte wurden unter Abwägung der Chancen und Risiken operative Entscheidungen für die zweite Jahreshälfte getroffen. Hierzu zählten neben verschiedenen Marketing-Tests unter anderem auch die Erweiterung der Lager- und Versandkapazitäten und die damit einhergehende Anpassung interner Prozessabläufe.
Die erhöhte Kostenbasis in der zweiten Jahreshälfte resultiert neben der Abfindungszahlung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied vornehmlich aus erhöhten Forderungsverlusten im Zusammenhang mit der Bereinigung offener Posten und einem deutlichen Anstieg der Marketingaufwendungen bei gleichzeitig rückläufigem Umsatz in unserem Kerngeschäft. Diese höheren Aufwendungen wurden durch die im Zusammenhang mit der Übernahme von Allyouneed Fresh sonstigen erzielten betrieblichen Erträge vollständig kompensiert.
In den ersten sechs Monaten 2018 lag das erzielte EBITDA mit 6,8 Mio. € um 37,1 % über dem Vergleichszeitraum (H117: 5,0 Mio. €). Die EBITDA-Marge für H118 betrug 2,3 % (H117: 1,7 %). In den Jahren 2016 und 2017 waren Transportkosten zu hoch ausgewiesen worden, sodass das operative Ergebnis in diesen beiden Jahren entsprechend zu niedrig ausfiel. Im H118 erfolgte die entsprechende Korrektur. Die Verbesserung des EBITDA auf Halbjahressicht resultiert in Teilen aus diesem Effekt.
In der zweiten Jahreshälfte wurde ein EBITDA in Höhe von 2,2 Mio. € erzielt, nach 4,3 Mio. € im H2 17 (-50,2 %). Damit beläuft sich die in der zweiten Jahreshälfte erzielte EBITDA-Marge auf 0,6%, nach 1,2% im Vergleichszeitraum. Durch die im Zusammenhang mit der Übernahme von Allyouneed Fresh erzielten sonstigen betrieblichen Erträge wurde die erhöhte Kostenbasis im H2 18 ausgeglichen.
Das in 2018 erzielte EBIT betrug 1,1 Mio. €, ein Rückgang um 46,3 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 2,0 Mio. €). Die Umsatzrendite (Verhältnis von EBIT zu Umsatzerlösen) für das abgeschlossene Geschäftsjahr belief sich auf 0,2 % (2017: 0,3 %).

Im Berichtszeitraum wurde ein Finanzertrag in Höhe von 22 Tsd. € erzielt (2017: 160Tsd.€). Dem stand ein Zinsaufwand von 689 Tsd. € gegenüber (2017: 539 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -668 Tsd. € (2017: -379 Tsd. €).
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 2,1 Mio. € (2017: 0,5Mio. €). Die Steuerquote betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 493,1% (2017: 32,5%). Diese Entwicklung resultiert vornehmlich aus der Berücksichtigung von latenten Steueraufwendungen (insgesamt 1,5 Mio. €), insbesondere im Zusammenhang mit Verlustvorträgen.
Aufgrund des hohen Steueraufwands im Konzernabschluss 2018 fällt das Konzernergebnis mit -1,7 Mio. € bzw. -0,13 € je Aktie im Vorjahresvergleich deutlich niedriger aus (2017: 1,1 Mio. € bzw. 0,09 € je Aktie). Das für die Ausschüttung relevante Ergebnis der Delticom AG für das abgeschlossene Geschäftsjahr ist mit -3,4 Mio. € bzw. -0,27 € je Aktie negativ (2017: 5,2 Mio. € bzw. 0,42 € je Aktie).
Vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung im letzten Jahr und mit Blick auf die im laufenden Jahr anstehenden Investitionen, die erforderlich sind, um die Strukturen dafür zu schaffen, auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückzukehren, haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, der Hauptversammlung am 12.08.2019 vorzuschlagen, für das abgeschlossene Geschäftsjahr keine Dividende auszuschütten. Dieser Schritt geht mit der klaren Zielsetzung einher, die Ertragskraft der Delticom AG zu stärken, um die Aktionäre zukünftig wieder am Geschäftserfolg der Delticom teilhaben zu lassen.
Die Tabelle Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
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| 2018 | % | +% | 2017 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 645.724 | 100,0 | -3,3 | 667.712 | 100,0 | 10,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 38.064 | 5,9 | 47,4 | 25.827 | 3,9 | 25,3 |
| Gesamtleistung | 683.788 | 105,9 | -1,4 | 693.539 | 103,9 | 10,6 |
| Materialaufwand | -505.100 | -78,2 | -4,8 | -530.311 | -79,4 | 13,8 |
| Rohertrag | 178.688 | 27,7 | 9,5 | 163.228 | 24,4 | 1,3 |
| Personalaufwand | -15.893 | -2,5 | 45,6 | -10.916 | -1,6 | 8,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -153.829 | -23,8 | 7,5 | -143.039 | -21,4 | 5,2 |
| EBITDA | 8.965 | 1,4 | -3,3 | 9.273 | 1,4 | -38,4 |
| Abschreibungen | -7.871 | -1,2 | 8,8 | -7.237 | -1,1 | -7,8 |
| EBIT | 1.094 | 0,2 | -46,3 | 2.036 | 0,3 | -71,8 |
| Finanzergebnis (netto) | -668 | -0,1 | 76,0 | -379 | -0,1 | -37,8 |
| EBT | 426 | 0,1 | -74,3 | 1.657 | 0,2 | -74,9 |
| Ertragsteuern | -2.102 | -0,3 | 289,9 | -539 | -0,1 | -74,9 |
| Konzernergebnis | -1.676 | -0,3 | -249,9 | 1.118 | 0,2 | -74,9 |
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| 2016 | % | |
|---|---|---|
| Umsatz | 606.586 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 20.619 | 3,4 |
| Gesamtleistung | 627.205 | 103,4 |
| Materialaufwand | -466.106 | -76,8 |
| Rohertrag | 161.099 | 26,6 |
| Personalaufwand | -10.057 | -1,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -135.982 | -22,4 |
| EBITDA | 15.060 | 2,5 |
| Abschreibungen | -7.847 | -1,3 |
| EBIT | 7.213 | 1,2 |
| Finanzergebnis (netto) | -610 | -0,1 |
| EBT | 6.604 | 1,1 |
| Ertragsteuern | -2.149 | -0,4 |
| Konzernergebnis | 4.455 | 0,7 |
In einem schwierigen Marktumfeld bezogen auf das europäische Ersatzreifengeschäft wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein Konzernumsatz von 645,7 Mio. € erzielt (2017: 667,7 Mio. €, -3,3%). Trotz des marktbedingt ungünstigen Geschäftsverlaufs ist Delticom unverändert Marktführer im europäischen Online-Reifenhandel. Der Umsatzrückgang geht maßgeblich mit der im letzten Jahr verfolgten Preispolitik in unserem Kerngeschäft einher. Im Gegensatz zu 2017 hat Delticom die Preise im vierten Quartal nicht gesenkt, wodurch die Bruttomarge im Gesamtjahr von 20,6 % auf 21,8 % gesteigert wurde. Hierdurch konnte die im Vorjahresvergleich gestiegene Kostenbasis in unserem Kerngeschäft allerdings nur in Teilen ausgeglichen werden.
Insbesondere der deutliche Anstieg der Marketingkosten im Vorjahresvergleich, nahezu unveränderte Transportkosten trotz Umsatzrückgang, der Anstieg der Forderungsverluste sowie die Abfindungszahlung an das ehemalige Vorstandsmitglied wirkten in unserem Kerngeschäft ergebnisbelastend.
Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Akquisition und dem Turnaround defizitärer Start-ups aufgebaut. Die klare Fokussierung auf Kosten- und Prozessoptimierungen entlang der Wertschöpfungskette sind im Rahmen der Restrukturierung maßgeblich, um nachhaltig profitable Geschäftsmodelle innerhalb eines überschaubaren Zeithorizonts aufzubauen. Die Übernahme von Allyouneed Fresh im letzten Jahr unterstreicht zudem, dass Delticom in der Lage ist, vorhandene Opportunitäten in Hinblick auf die Erreichung der Unternehmens- und Profitabilitätsziele zu ergreifen.
Der Umstand, dass sich das EBITDA der Delticom-Gruppe im abgeschlossenen Geschäftsjahr trotz rückläufigem Umsatz nur von 9,3 Mio. € um 3,3% auf 9,0 Mio. € verringert hat, resultiert vornehmlich aus den im Zusammenhang mit der Übernahme von Allyouneed Fresh erzielten sonstigen betrieblichen Erträgen, durch welche die höhere Kostenbasis in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen wurde. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf -1,7 Mio. € - nach einem Vorjahresergebnis von 1,1 Mio. € ein Rückgang um 249,9 %.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven E-Commerce-Geschäftsmodell ist das Unternehmen bilanziell gut aufgestellt.
Bei den für 2018 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 7,2 Mio. € (2017: 4,8 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ersatz- und Ausstattungsinvestitionen in unsere Läger. Zudem hat die Gesellschaft im April 2018 ein Grundstück inklusive Gebäude zu einem Kaufpreis in Höhe von 1,0 Mio. € erworben, um dort eine Produktionsstätte für hochmoderne Logistik-Anlagen zu errichten.
Darüber hinaus investierte die Gesellschaft im Berichtszeitraum 3,5 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte (2017: 3,1 Mio. €). Bei den in 2018 getätigten Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Software.
Die Summe der in 2018 getätigten Investitionen in Höhe von 10,7 Mio. € liegt damit über den im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen (7,9 Mio. €).
Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Forderungen werden sowohl um erhaltene Anzahlungen von Kunden als auch um die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden gekürzt. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -17,4 Mio. € um 2,3 Mio. € auf -15,1 Mio. € erhöht.
Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Halbjahr zu Halbjahr für die letzten drei Jahre.

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, stichtagsbezogene Effekte sind jedoch unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 24,3 Mio. € (31.12.2017: 24,4 Mio. €). Feiertagesbedingt waren zum Jahresende mehr bezahlte Aufträge als im Vorjahr noch nicht zugestellt. Dementsprechend lagen die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 7,8 Mio. € über dem Vorjahr (31.12.2017: 7,0Mio. €). Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden blieb im Stichtagsvergleich mit 0,3 Mio. € nahezu unverändert (31.12.2017: 0,3 Mio. €).
In Summe verringerte sich die Kapitalbindung in den Forderungen - gekürzt um erhaltene Anzahlungen und Guthaben von Kunden - im Working Capital von 17,1 Mio. € zum 31.12.2017 auf 16,2 Mio. € zum 31.12.2018. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den durchschnittlichen Umsatz pro Tag) erhöhte sich im Vorjahresvergleich leicht auf 9,4 (2017: 9,1).
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 19,8 Mio. € auf 99|6 Mio. € erhöht (31.12.2017: 79,8 Mio. €). Der Anstieg resultiert aus einem im Vorjahresvergleich höheren Vorratsbestands an Winterware bedingt durch den schwachen Saisonverlauf. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Winters zu Beginn des laufenden Jahres konnten wir den Bestand an Winterreifen in den Monaten Januar, Februar und März weiter reduzieren.
Bedingt durch den unterjährig höheren Vorratsbestands und des rückläufigen Absatzes hat sich 2018 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 64,8 Tage erhöht (2017: 49,1 Tage).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 130,9 Mio. € um 16,6 Mio. € höher aus (31.12.2017: 114,3 Mio. €).
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Berichtszeitraum mit -11,7 Mio. € deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum (2017: 15,4 Mio. €). Diese Entwicklung resultiert vornehmlich aus dem geringeren Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Stichtagsvergleich, dem höheren Vorratsbestand und höheren Ertragssteuerzahlungen in 2018 im Vergleich zum Vorjahr.
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,2 Mio. € (2017: 4,3Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 3,5 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2017: 3,1 Mio. €). Den Auszahlungen stehen Inflows aus der Übernahme von Allyouneed Fresh aufgrund des negativen Kaufpreises und der übernommenen Barmittel in Höhe von 5,6 Mio. € gegenüber. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -3,1 Mio. € (Vorjahr: -7,4 Mio. €).
Die Delticom-Gruppe verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 14,3 Mio. € (2017: -10,8 Mio. €). Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 1,2 Mio. € sowie 3,6 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Inanspruchnahmen von Kreditlinien in Höhe von 19,1 Mio. € gegenüber.
Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2017 von 3,9 Mio. €. Der Saldo aus zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands belief sich im Berichtszeitraum auf -0,5 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Liquidität 3,4 Mio. €. Zum Stichtag verfügte die Gruppe über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von -23,9 Mio. €. Ausgangspunkt ist die Netto-Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden zu Jahresbeginn in Höhe von -4,4 Mio. € zuzüglich der Veränderung des Finanzmittelbestands um -0,5 Mio. € und der Ausweitung kurzfristiger Finanzschulden im Stichtagsvergleich um -19,1 Mio. €.
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von 8,0 Mio. € auf -14,8 Mio. € gesunken.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2018 mit 232,5 Mio. € um 14,9 % über dem Vorjahreswert von 202,4 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.

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| 31.12.18 | % | +% | 31.12.17 | % | 30.06.17 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 85.858 | 36,9 | 8,2 | 79.364 | 39,2 | 77.469 |
| Anlagevermögen | 81.369 | 35,0 | 9,0 | 74.619 | 36,9 | 73.346 |
| sonstige Vermögenswerte | 4.490 | 1,9 | -5,4 | 4.745 | 2,3 | 4.124 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 146.677 | 63,1 | 19,3 | 122.992 | 60,8 | 138.863 |
| Vorräte | 99.586 | 42,8 | 24,8 | 79.811 | 39,4 | 90.601 |
| Forderungen | 43.687 | 18,8 | 11,2 | 39.300 | 19,4 | 45.215 |
| Liquidität | 3.404 | 1,5 | -12,3 | 3.881 | 1,9 | 3.046 |
| Bilanzsumme | 232.535 | 100,0 | 14,9 | 202.356 | 100,0 | 216.332 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 56.490 | 24,3 | -8,8 | 61.947 | 30,6 | 60.162 |
| Eigenkapital | 49.254 | 21,2 | -7,0 | 52.940 | 26,2 | 52.706 |
| Fremdkapital | 7.236 | 3,1 | -19,7 | 9.007 | 4,5 | 7.456 |
| Rückstellungen | 252 | 0,1 | -20,4 | 317 | 0,2 | 252 |
| Verbindlichkeiten | 6.547 | 2,8 | -20,9 | 8.274 | 4,1 | 7.204 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 437 | 0,2 | 4,9 | 416 | 0,2 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 176.045 | 75,7 | 25,4 | 140.408 | 69,4 | 156.170 |
| Rückstellungen | 1.330 | 0,6 | -18,9 | 1.639 | 0,8 | 2.050 |
| Verbindlichkeiten | 174.715 | 75,1 | 25,9 | 138.769 | 68,6 | 154.120 |
| Bilanzsumme | 232.535 | 100,0 | 14,9 | 202.356 | 100,0 | 216.332 |
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| % | |
|---|---|
| Aktiva | |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 35,8 |
| Anlagevermögen | 33,9 |
| sonstige Vermögenswerte | 1,9 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 64,2 |
| Vorräte | 41,9 |
| Forderungen | 20,9 |
| Liquidität | 1,4 |
| Bilanzsumme | 100,0 |
| Passiva | |
| Langfristige Finanzierungsmittel | 27,8 |
| Eigenkapital | 24,4 |
| Fremdkapital | 3,4 |
| Rückstellungen | 0,1 |
| Verbindlichkeiten | 3,3 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Kurzfristige Schulden | 72,2 |
| Rückstellungen | 0,9 |
| Verbindlichkeiten | 71,2 |
| Bilanzsumme | 100,0 |
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen von 79,4 Mio. € auf 85,9 Mio. €. Der Anstieg des Anlagevermögens von 74,6 Mio. € auf 81,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens seit Jahresbeginn von 17,3 Mio. € um 4,3 Mio. € auf 21,7 Mio. € durch die Investitionen in unsere Läger und die übernommenen Sachanlagen von Allyouneed Fresh. Zudem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Grundstück inklusive Gebäude für die Errichtung einer Produktionsstätte für hochmoderne Logistik-Anlagen erworben. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2018 9,3 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 8,6 %). Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte von 57,1 Mio. € auf 59,7 Mio. € resultiert vornehmlich aus der Akquisition von Allyouneed Fresh.
Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2018: 4,5 Mio. €, 31.12.2017: 4,7 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 4,0 Mio. € (31.12.2017: 4,3 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen resultieren.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 19,8 Mio. € oder 24,8% auf 99,6 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage - Working Capital detailliert dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 24,3 Mio. € und fielen damit um 0,3% niedriger aus als im Vorjahr (31.12.2017: 24,4 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 12,8 Mio. € (2017: 14,8 Mio. €) verringerten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 17,1 % von 11,9 Mio. € auf 9,8 Mio. €. Diese Veränderung resultiert aus verringerten Umsatzsteuerforderungen zum Jahresende. Die Ertragsteuerforderungen fallen im Vorjahresvergleich mit 6,7 Mio. € um 6,5 Mio. € höher aus (2017: 0,1 Mio. €). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis der Delticom AG. Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 11,2 % auf 43,7 Mio. € (Vorjahr: 39,3 Mio. €).
Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Nettoabgang von 0,5 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand am Abschlussstichtag 3,4 Mio. € (31.12.2017: 3,9 Mio. €). Aufgrund der Saisonalität und der Zahlungstermine im Reifenhandel unterliegt die Liquidität unterjährig erheblichen Schwankungen.
Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte von 123,0 Mio. € um 19,3 % auf 146,7 Mio. €. Der Anstieg um 23,7 Mio. € begründet sich vorrangig durch den höheren Vorratsbestand zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 60,8 % auf 63,1 %.
Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 35,6 Mio. € oder 25,4% auf 176,0 Mio. € (31.12.2017: 140,4 Mio. €). Die Rückstellungen sanken um 0,3 Mio. € oder 18,9% auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio.€).
Innerhalb der 174,7 Mio.€ an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2018 entfielen 131,4 Mio. € oder 56,5 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 114,4 Mio. € sind diese damit um 14,9 % gestiegen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 27,1 Mio. €, ein Anstieg um 19,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (2017: 8,0Mio.€). Aufgrund der im Reifenhandel typischen Zahlungstermine und der schwächeren Geschäftsentwicklung im Schlussquartal 2018 wurden für die Bezahlung der eingelagerten Winterreifen bestehende Kreditlinien in höherem Umfang als im Jahr zuvor in Anspruch genommen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 16,2 Mio. € (Vorjahr: 16,4 Mio. €) entfielen 7,8 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 7,0 Mio. €) und 0,3 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 3,7 Mio. € (31.12.2017: 7,3Mio. €), langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. € (31.12.2017: 0,3 Mio. €), sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. € (31.12.2017: 0,4 Mio. €) sowie latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mio. € (31.12.2017: 1,0 Mio. €).
Delticom hat im Berichtszeitraum die kurzfristigen Finanzschulden um 19,1 Mio. € erhöht sowie die langfristigen Finanzschulden um 3,6 Mio. € reduziert.
Die Summe aus langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden belief sich am Bilanzstichtag auf 30,9 Mio. €, eine Steigerung um 15,5 Mio. € im Stichtagsvergleich (31.12.2017: 15,3 Mio. €). Der Anteil zinstragender Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme betrug zum Stichtag 13,3% (31.12.2017: 7,6%).
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 3,7 Mio.€ oder 7,0% auf 49,3 Mio. € (Vorjahr: 52,9 Mio. €). Der Rückgang resultiert vorrangig aus dem verringerten Bilanzgewinn. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 26,2 % auf 21,2 %. Die Summe aus Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Finanzanlagen und Vorratsvermögen in Höhe von 181,0 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2018 zu 31,2% durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 40,1%).
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben - Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Wir übergeben außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz -Kurzfristige Vermögenswerte - (15) Forderungen.
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen. Es bestehen keine Covenants.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Ergänzend zur Berichterstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.
Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel "Unternehmenssteuerung und Strategie" wie für den Delticom-Konzern.
Die Delticom AG hat im angeschlossenen Geschäftsjahr keine eigenen Aktien gehalten oder erworben. Über die Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und zur Verwendung eigener Aktien verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Einzelabschlusses der Delticom AG für das Geschäftsjahr 2018.
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel + Logistik mbH (nachfolgend "Pnebo" genannt) verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betrugen 273,9 Mio. € (2017: 297,9 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 273,9 Mio. € reduziert wurden, nachfolgend "bereinigter Umsatz" genannt.
Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe von 799,2 Mio. € (2017: 862,8 Mio. €), der bereinigte Umsatz betrug 525,3 Mio. € (2017: 564,9 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum signifikant um 80,9 % auf 4,8 Mio. € (2017: 2,7 Mio. €). Der Anstieg begründet sich zu einem guten Teil aus der Realisierung von Ansprüchen aus Transportverlusten. Größte Position in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,7 Mio. € (2017: 2,1 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2018: 2,6 Mio. €, 2017: 2,9 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,1 Mio. € (2017: -0,8 Mio. €).
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 273,9 Mio. € (2017: 297,9 Mio. €) wurden ohne Verkaufsmarge erzielt. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend "bereinigter Materialaufwand" genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, in denen der Materialaufwand Grundlage ist, wie z. B. Bruttomarge, Verwendung.
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 389,4 Mio. € (2017: 427,5 Mio. €, -8,9 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 75,7 % auf 74,1 %.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Rückgang der Transportkosten von 55,7 Mio. € um 7,2 % auf 51,7 Mio. € geht auf das geringere Geschäftsvolumen zurück. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 9,8 % (2017: 9,9 %).
Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 7,1 Mio. € im Vorjahr um 8,7% auf 7,7 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz betrug 1,5% (2017: 1,3%).
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 144 Mitarbeiter (2017: 117). Der Personalaufwand erhöhte sich durch einige Neueinstellungen und die Abfindungszahlung an das ehemalige Vorstandsmitglied Thierry Delesalle auf 10,0 Mio. € (2017: 7,4Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,9% (2017: 1,3%).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 24,4 Mio. €, nach 20,4 Mio. € für 2017. Dies entspricht einem Anteil von 4,6 % am bereinigten Umsatz (2017: 3,6 %).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen im Berichtszeitraum von 3,7 Mio. € um 19,8 % auf 4,5 Mio. €. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen aus den getätigten Investitionen in die Ausstattung der Läger sowie Software.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 25,9% nach 24,3% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 0,4% von 140,1 Mio. € auf 140,7 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 530,1 Mio. € (2017: 567,6 Mio. €) betrug der Rohertrag 26,5 % (2017: 24,7 %).
Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 15,7 Mio. € auf 10,3 Mio. € und damit um 34,2 %. Der Rückgang resultiert aus dem verringerten Umsatz bei gleichzeitig höherer Kostenbasis.
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 5,9 Mio. € (2017: 12,0 Mio. €, -51,0%). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,1% (2017: 2,1%).
Die Erträge aus Beteiligungen blieben mit 1,4 Mio. € im Berichtszeitraum nahezu unverändert (2017: 1,4Mio. €). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen verringerten sich von 1,7 Mio. € in 2017 um 86,0 % auf 0,2 Mio. € in 2018. Der Betrag der Verlustübernahme belief sich auf 11,7 Mio. € (2017: 5,3 Mio. €)
Hinsichtlich der Ertragsteuern ergibt sich für den Berichtszeitraum ein Ertrag von 2,1 Mio. €. In 2017 betrug der Ertragsteueraufwand 2,6 Mio. €. Der Effekt im abgeschlossenen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus der aktuellen Ergebnisentwicklung sowie einem latenten Steuerertrag. Dieser wird in der Bilanz als Aktive latente Steuern ausgewiesen und repräsentiert insbesondere die steuerlichen Verlustvorträge aus dem abgeschlossenen Geschäftsjahr.
Das Ergebnis 2018 betrug -3,4 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 5,2 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von -0,27 € (2017: 0,42 €). Hinsichtlich der Dividende verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht.
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| in Tausend € | 01.01.2018 - 31.12.2018 | 01.01.2017 - 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 799.201 | 862.771 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.831 | 2.670 |
| Materialaufwand | -663.322 | -725.333 |
| Personalaufwand | -9.967 | -7.434 |
| Abschreibungen | -4.457 | -3.719 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -120.423 | -116.999 |
| Erträge aus Beteiligungen | 1.388 | 1.414 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 470 | 277 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -182 | 0 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -11.704 | -5.306 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.535 | -2.280 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 242 | 1.732 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.093 | -2.591 |
| Ergebnis nach Steuern | -3.364 | 5.201 |
| Gewinnvortrag | 19.301 | 15.347 |
| Bilanzgewinn | 15.936 | 20.548 |
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2018 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 3,8 Mio. € (2017: 3,9 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um die Erweiterung der Versandkapazität in unseren Lägern. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 2,8 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.
Bei den Investitionen in Finanzanlagen handelt es sich vornehmlich um an Tochtergesellschaften gewährte Intercompany-Darlehen.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2018 mit 246,2 Mio. € um 3,3% über dem Vorjahreswert von 238,2 Mio. €.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 108,5 Mio. € auf 113,9 Mio. €. Der Anstieg um 5,0% begründet sich fast ausschließlich durch die getätigten Investitionen sowie gewährte Intercompany-Darlehen an Tochtergesellschaften.
Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 20,8 Mio. € (2017: 9,3 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 78,3 Mio. € (2017: 93,4 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo betragen 75,4 Mio. € (2017: 89,9 Mio. €) und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,0 Mio. € sind um 14,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken (2017: 14,1 Mio. €).
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 16,7 Mio. € (2017: 10,7 Mio. €) erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 65,9% von 9,3 Mio. € auf 15,5 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuer-Rückforderungen zum Jahresende.
Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Nettoabfluss von 0,2 Mio. €. Zum 31.12.2018 betrug die "bilanzielle Liquidität" 1,1 Mio. € (2017: 1,3 Mio. €, -14,4 %).
Die Summe des Umlaufvermögens von 128,9 Mio. € blieb im Vorjahresvergleich nahezu unverändert (2017: 128,9 Mio. €).
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 2,7 Mio. € (2017: 0,2 Mio. €) der aktiven gegenüber den passiven latenten Steuern aktiviert.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 7,5 Mio. € oder 4,4 % von 169,3 Mio. € auf 176,8 Mio. €. Die Rückstellungen allein verringerten sich um 26,6% oder 0,8 Mio. € auf 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €).
Innerhalb der 174,7 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2018 (2017: 166,4 Mio. €) entfielen 109,5 Mio. € oder 44,5 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 98,8 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert um 10,7 Mio. € oder 10,9 % gestiegen.
Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 30,8 Mio. € (2017: 15,3 Mio. €) beinhalten langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,7 Mio. € (2017: 7,3 Mio. €). Der übrige Teil der Finanzverbindlichkeiten ist kurzfristiger Natur.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 4,6 Mio. € oder 6,7 % auf 64,3 Mio. € (2017: 68,9 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 28,9 % auf 26,1 %.
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben - Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 113.934 | 108.549 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.103 | 6.567 |
| Sachanlagen | 8.842 | 6.441 |
| Finanzanlagen | 98.989 | 95.541 |
| Umlaufvermögen | 128.928 | 128.905 |
| Vorräte | 20.791 | 9.307 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.042 | 14.138 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 78.306 | 93.428 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 16.691 | 10.748 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.098 | 1.283 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 602 | 567 |
| Aktive latente Steuern | 2.700 | 195 |
| Aktiva | 246.164 | 238.215 |
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 64.295 | 68.907 |
| Gezeichnetes Kapital | 12.463 | 12.463 |
| Kapitalrücklage | 35.696 | 35.696 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Bilanzgewinn | 15.936 | 20.548 |
| Passiver Ausgleichsposten | 5.000 | 0 |
| Rückstellungen | 2.105 | 2.868 |
| Steuerrückstellungen | 32 | 971 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.073 | 1.896 |
| Verbindlichkeiten | 174.703 | 166.441 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.824 | 15.278 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.039 | 4.267 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 109.535 | 98.816 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 24.440 | 44.115 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.865 | 3.965 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 60 | 0 |
| Passiva | 246.164 | 238.215 |
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft erhält von ihren Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.
Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
| ― | den möglichen Schaden zu verringern (z. B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen), |
| ― | die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z. B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder |
| ― | Risiken zu vermeiden. |
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
| ― | wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, |
| ― | diese Risiken zu analysieren und zu bewerten, |
| ― | Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und |
| ― | Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren. |
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2018 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.
Die Delticom-Gruppe ist gegen Risiken verschiedenster Art versichert und arbeitet mit namhaften Versicherern zusammen. Zu den versicherten Risiken gehören neben Elementarrisiken (Feuer, Explosion, Überflutung, Sturm und Erdbeben) auch diverse operative Risiken, wie beispielsweise Kreditversicherungen im Geschäft mit gewerblichen Händlerkunden zur Begrenzung des Zahlungsausfallrisikos.
Als E-Commerce Unternehmen ist die Delticom-Gruppe zudem IT-Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Diesen begegnen wir mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog:
| ― | Maßnahmen zum Schutz gegen unberechtigte Systemzugriffe: Ein komplexer Passwortschutz sichert alle webbasierten Anwendungen. Unsere Server sind nur über vorgelagerte Loadbalancer/Firewalls erreichbar, der Zugang zu den Servern ist auf wenige Personen begrenzt und wird durch Sicherheitspersonal überwacht. Auf interne Systeme kann von außerhalb des Firmennetzwerkes nur mit gültigem VPN-Zertifikat zugegriffen werden. Der TÜV und ein PCI-Auditor führen darüber hinaus regelmäßig einen unabhängig Schwachstellenscan auf allen Servern durch. |
| ― | Maßnahmen zum Schutz gegen Manipulation von Programmen/Daten durch Mitarbeiter: Durch ein Changemanagementsystem und 4-Augen-Prinzip in der Programmierung wird dieses Risiko begrenzt. Mögliche Manipulationen können über Änderungshistorien jederzeit nachvollzogen werden. User haben in Applikationen nur auf solche Teilbereiche Zugriff, die zur täglichen Aufgabenbewältigung notwendig sind. Mittels eines umfassendes Berechtigungskonzepts werden die Zugänge zu den eingesetzten Applikationen verwaltet |
| ― | Ausfall der IT-Landschaft durch Programmierfehler: Diesem Risiko wird durch ein umfangreiches Testing auf Entwicklungsebene entgegengewirkt. Mögliche Fehler können so bereits vor Livebetrieb entdeckt werden. |
| ― | Durch einen technischen Ausfall sind Applikationen oder Onlineshops nicht mehr erreichbar: Trotz hohem Stand der Technik kann es zum Ausfall diverse Bauteile kommen. Unsere Systeme und Server sind redundant ausgelegt. Bei einem Ausfall von einem Gerät/Dienst übernimmt automatisch ein Notfallsystem. Die Systeme werden softwaregestützt überwacht, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. |
Delticom ist ein schlankes Unternehmen und in hohem Maße von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens abhängig. Zur Begrenzung des Personalrisikos werden eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen:
| ― | Kurze Abstimmungs- und Entscheidungswege: Die flache Organisationshierarchie innerhalb der Delticom-Gruppe sichert kurze Abstimmungs- und Entscheidungswege. Es finden regelmäßig Meetings statt (sowohl abteilungsintern als auch bereichsübergreifend), um den Informationsaustausch sicherzustellen und das im Unternehmen vorhandene Know-how zu bündeln und gezielt zu nutzen. |
| ― | Newsletter: Mittels Newsletter werden alle Mitarbeiter regelmäßig über wichtige Änderungen und Neuerungen innerhalb der Delticom-Gruppe informiert. In speziellen Personalnewslettern informiert die Personalabteilung der Delticom zudem über wichtige Personalthemen. |
| ― | Dokumentationen: Dank der im Einsatz befindlichen Kollaborationssoftware wird Wissen zentral erfasst und historisiert. Mittels Arbeits- und Verfahrensanweisungen erhalten Mitarbeiter einen definierten Handlungsrahmen. |
| ― | Schulungen und Trainings: Durch Schulungen, Trainings und Seminare wird der Wissensaufbau und die individuelle Leistung der Mitarbeiter gezielt gefördert. |
| ― | Mitarbeitergespräche: Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche erhalten Mitarbeiter und Führungskräfte die Möglichkeit, sich jenseits des Tagesgeschäfts auszutauschen, gemeinsam über die Zusammenarbeit und gegenseitige Erwartungen zu sprechen und sich Feedback zu geben, damit sich alle Beteiligten weiterentwickeln können. |
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom verschiedenen operativen Risiken ausgesetzt. Diesen wirken wir mit einer Reihe von Maßnahmen entgegen.
| ― | Marktrisiken: Aufgrund der internationalen Ausrichtung unseres Geschäfts ist das Marktrisiko begrenzt. Relevante Konjunkturindikatoren und Branchenberichte werden für die Einschätzung möglicher zukünftiger Entwicklungen herangezogen und analysiert. Hierdurch werden Marktrisiken und -chancen frühzeitig erkannt. |
| ― | Währungsrisiken: Die Treasury-Abteilung sichert Fremdwährungsgeschäfte ab, um das Risiko von Währungsschwankungen zu minimieren. Darüber hinaus führt Delticom eine Vielzahl von Bankkonten im Ausland, auf welche die Kunden überweisen. Für Zahlungseingänge in Fremdwährungen besteht größtenteils ein natürlicher Hedge durch Zahlungsausgänge in gleicher Währung. |
| ― | Forderungsausfälle: Delticom bietet den Kunden eine Vielzahl von Zahlungsmöglichkeiten in den Onlineshops an. Ausfallgefährdete Zahlungsarten, bei denen die Bezahlung erst nach Auslieferung der Ware erfolgt, bedürfen eines umfassenden Maßnahmenkatalogs, um das Forderungsausfall- und Betrugsrisiko zu begrenzen. Im Bereich der Zahlungsabwicklung arbeiten wir mit namhaften Dienstleistern zusammen und haben darüber hinaus ein internes Scoring-System im Einsatz, um ausfallgefährdete Aufträge frühzeitig zu erkennen. |
| ― | Kundenunzufriedenheit durch ungeschultes Personal: Delticom arbeitet mit Call Center Dienstleistern im In- und Ausland zusammen. Die jeweiligen Schicht- und Abteilungsleiter werden regelmäßig durch Fachpersonal von Delticom geschult und geben das Wissen entsprechend weiter. Die Call-Center Mitarbeiter haben darüber hinaus jederzeit Zugriff auf Dokumentationen, Handbücher und Verfahrensanweisungen. Service Level Agreements regeln den Erfüllungsgrad der von den Dienstleistern zu erbringenden Serviceleistung. Die Einhaltung dieser Service Level Agreements und der definierten KPIs wird kontinuierlich von Delticom überwacht. |
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf vier Eckpfeiler: Risk-Support-Team, Riskmanager, Interne Risiko-Revision und Vorstand.
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk-Support-Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Der Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Die Interne Risiko-Revision ist für die Prüfung des Risikomanagements verantwortlich. Dabei wird die Wirksamkeit des Risikomanagements im Allgemeinen und der eingesetzten Methoden und Gegenmaßnahmen im Speziellen überprüft.
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Für alle Tochtergesellschaften gilt, dass keine wesentlichen Risiken identifiziert werden konnten, die sich existenzbedrohend auf die Delticom-Gruppe auswirken können. Die Risikosteuerung erfolgt über die Muttergesellschaft. Da die Tochtergesellschaften im Wesentlichen lediglich Vertriebsgesellschaften sind, findet keine separate Risikobetrachtung der Töchter statt. Diese Entscheidung wird vom Riskmanager jährlich neu bewertet. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts resultieren die Risiken im Wesentlichen aus unserem Kerngeschäft. Die Risiken aus dem operativen Geschäft der neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche unterscheiden sich nicht wesentlich von den Risiken im Reifengeschäft. Die Tochtergesellschaften sind über den Vorstand ins Risikomanagement einbezogen.
Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Riskmanagers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware.
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk-Support-Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Nach erfolgter jährlicher Risikoinventur wählt die unabhängige Interne RisikoRevision mehrere erkannte Risiken aus. Anschließend werden die Bruttorisiko-Einschätzung und die Wirksamkeit der implementierten Gegenmaßnahmen bei diesen Risiken überprüft. Neue Erkenntnisse werden an den Riskmanager berichtet und im Risikomanagementsystem aktualisiert. Der Revisionsverantwortliche erstellt hierzu ein Protokoll zur Dokumentation und berichtet dem Vorstand.
Nachfolgend werden die wesentlichen Einzelrisiken und -chancen mit einer Meldeschwelle zwischen 2,5 Mio. € bis 20,0 Mio. € dargestellt, absteigend sortiert nach Schadenserwartung.
Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import-/Export-Geschäft verfügen.
Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie - Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, Partnerschaften im In- und Ausland und unser Produkt- und Serviceangebot schrittweise weiterentwickeln.
Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts, die Erschließung weiterer geografischer Regionen und die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.
Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Verbraucher in Europa verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce-Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit Dienstleistungen.
Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingter Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir - entsprechend gekennzeichnet - in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Wesentliche Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank Innovationen und neuer Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Die Nachfrage nach Elektroautos könnte steigen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden laut dem Electric Vehicle Index weltweit erstmals 2 Millionen Elektroautos verkauft. Mehr als die Hälfte der verkauften E-Autos entfiel dabei auf den chinesischen Markt. In Europa ist die Nachfrage nach Elektroautos in 2018 um 38% gegenüber Vorjahr angestiegen. Weltweit waren gemäß der Studie erstmals mehr als 5 Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs. Wenngleich die Anzahl nach wie vor noch vergleichsweise gering ist, gehen Experten davon aus, dass der Anteil von Pkw mit alternativen Antriebsformen mittel- bis langfristig weiter zunehmen wird. Allerdings wird selbst im Falle steigender Neuzulassungszahlen alternativ betriebener Kraftfahrzeuge der Flottenbestand in Europa auch mittelfristig mehrheitlich mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sein.
Dessen ungeachtet wird sich der Automotive-Aftermarket langfristig dennoch verändern. So birgt der Trend zum Elektroauto das Risiko, dass die Nachfrage nach Produkten, welche direkt oder indirekt mit dem Verbrennungsmotor zu tun haben - wie beispielsweise Motorenöl, Bremsen und Auspuffanlagen - abnehmen wird. Gleichzeitig besteht aber die Chance, zukünftig spezielle Teile für Elektroautos zu verkaufen. Hinsichtlich der Frage, wie der Trend zu E-Autos langfristig die Ersatzreifennachfrage beeinflussen wird, sind sich Experten zum aktuellen Zeitpunkt noch uneins. Während manche Stimmen davon ausgehen, dass sich im Falle von Elektroautos der Abrieb und damit der Reifenverschleiß erhöhen wird, halten es andere für ebenso wahrscheinlich, dass es Regelsysteme geben wird, die das Anfahren und Bremsen so sanft machen, dass es weniger Abrieb geben wird.
Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.
Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Waren von einem Alternativlieferanten.
Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen.
Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen.
Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen. Immer mehr Verbraucher suchen im Internet nach preisgünstigen Alternativen. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce-Trend profitieren wird.
Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operation-Center werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.
Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom in der internen Rechtsabteilung Anwälte und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Delticom besitzt ein umfangreiches und gut integriertes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB)
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzernrechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
| ― | IT-gestützte Arbeitsabläufe |
| ― | allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden |
| ― | Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| ― | Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben |
| ― | konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss |
| ― | Konsolidierungskreis |
Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Delticom-Gruppe mit einem Gesamtjahresumsatz in einer Spanne zwischen 660 Mio. € und 690 Mio. €, einhergehend mit einem EBITDA zwischen 8 Mio. € und 12,5 Mio. €. Auch im laufenden Jahr wird unser Augenmerk weiterhin auf der richtigen Balance zwischen Umsatzwachstum und Ergebnisbeitrag liegen. Dieses Jahr werden wir Prozesse weiter automatisieren, um Kosten zu senken. Hierbei helfen Softwareprojekte, aber auch die Investitionen in automatisierte technische Anlagen in unseren Lägern.
Die Delticom-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 645,7 Mio. €. Damit haben wir unsere Zielsetzung hinsichtlich eines Konzernumsatzes für 2018 in Höhe von 690 Mio. € nicht erreicht. Der Umsatzrückgang im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 3,3% ist zum einen bedingt durch einen im Vorjahresvergleich verhältnismäßig milden Winter und unsere Preispolitik im Schlussquartal. Anders als im Jahr zuvor haben wir im Verlauf des vierten Quartals die Preise in den Onlineshops nicht gesenkt. Zudem war es angesichts der guten Arbeitsmarktlage in Europa im letzten Jahr schwierig, benötigtes Fachpersonal rechtzeitig zur Wintersaison zu bekommen. Dies hatte zur Folge, dass die im Jahresverlauf vorgenommene Erweiterung der Versandkapazität in unseren Lagern in den wichtigen ersten Wochen der Wintersaison nicht voll zum Tragen kommen konnten.
Auch unsere zu Jahresbeginn formulierte Zielsetzung hinsichtlich eines EBITDA in Höhe von rund 14 Mio. € haben wir nicht erreicht. Der Grund hierfür liegt zum einen in deutlich höheren Marketingausgaben. Zum anderen führten Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Bereinigung offener Forderungsposten, der Akquisition von Allyouneed Fresh und dem Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsmitglieds Thierry Delesalle zu einer erhöhten Kostenbasis.
Bedingt durch unsere Preispolitik insbesondere im Schlussquartal, verbesserte sich die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) von 20,6% auf 21,8%. Trotz dieser Verbesserung konnte die höhere Kostenbasis in unserem Kerngeschäft bei gleichzeitig rückläufigem Umsatz nicht vollständig ausgeglichen werden.
In den zurückliegenden Jahren hat die Gesellschaft führendes Know-how in Hinblick auf den Erwerb und die Restrukturierung defizitärer Start-Ups aufgebaut. Unsere klare Fokussierung auf Kosten- und Prozessoptimierungen befähigt uns dazu, innerhalb eines überschaubaren Zeithorizonts verlusttragende Gesellschaften auf einen profitablen Wachstumskurs zu führen. Hierdurch sind wir in der Lage, vorhandene Opportunitäten zur Erreichung der kurz- und mittelfristigen Unternehmens- und Profitabilitätsziele zu ergreifen. Die Übernahme von Allyouneed Fresh im letzten Jahr unterstreicht diese Stärke.
Das im Konzern erzielte EBITDA belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 9,0 Mio. € nach 9,3 Mio. € im entsprechenden Vergleichszeitraum. Der Umstand, dass sich das EBITDA trotz rückläufigem Umsatz nur um 3,3% verringert hat, resultiert maßgeblich aus der Übernahme von Allyouneed Fresh und den in diesem Zusammenhang erzielten sonstigen betrieblichen Erträgen, durch welche die gestiegene Kostenbasis in unserem Kerngeschäft kompensiert wurde. Das Konzernergebnis betrug -1,7 Mio. € oder -0,13 € je Aktie - nach einem Vorjahresergebnis von 1,1 Mio. € ein Rückgang um 249,9%. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen mit einem erhöhten latenten Steueraufwand im Zusammenhang mit Verlustvorträgen einher.
Angesichts des schwelenden Handelskonflikts zwischen den USA und China rechnen Experten damit, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in 2019 zwar fortsetzen wird, allerdings mit einer nachlassenden Dynamik. Führende Wirtschafts- und Konjunkturforschungsinstitute haben demzufolge vor kurzem ihre Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr gesenkt.
Auch für die Wirtschaftsleistung im Euroraum wird für 2019 im Vergleich zu 2018 ein nachlassendes Tempo erwartet. Sorgen um die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich, ein viel diskutierter und ergebnisoffener Brexit sowie mögliche Folgen aus der bevorstehenden Europa-Wahl könnten dazu führen, dass sich die Konjunktur nochmal schwächer entwickeln wird als aktuell prognostiziert.
Vor dem Hintergrund einer eingetrübten Weltkonjunktur soll sich der Aufwärtstrend in Deutschland im laufenden Jahr zwar weiter fortsetzen, allerdings auf einem schwächeren Niveau. Experten sehen den Konsum nicht zuletzt dank kräftiger Lohnzuwächse erneut als wichtigste Triebkraft der heimischen Konjunktur.
Der Trend Richtung E-Commerce wird auch künftig weiter zunehmen. Laut des "Global Digital Report 2019" nutzen heutzutage bereits rund 4,4 Milliarden Menschen und damit knapp 60 % der Weltbevölkerung das Internet. Dies ist ein Anstieg von 9,1% gegenüber dem Vorjahr. Im Zuge dessen entdecken immer mehr Verbraucher die Vorteile des Onlinekaufs. Im Rahmen der Studie gaben 75 % der Internetnutzer weltweit an, im letzten Monat einen Onlinekauf getätigt zu haben. Laut dem "Global E-Commerce Report 2018" wurden im abgelaufenen Jahr schätzungsweise bereits knapp 2 Bio. € im weltweiten Einzelhandel online umgesetzt, ein Anstieg um 14,3% gegenüber 2017. Damit machen die online getätigten Einzelhandelsumsätze aktuell knapp 4% des weltweiten Bruttosozialprodukts aus.
Der heimische Ersatzreifenmarkt war 2018 leicht rückläufig. Nach Meinung des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WdK) soll der Ersatzreifenmarkt im laufenden Jahr zumindest stabil bleiben. Die Onlinepenetration im Ersatzreifengeschäft hierzulande liegt derzeit bei ca. 13%. In einer Studie rechnet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) damit, dass dieser Anteil bis 2020 auf 15 bis 20 % steigen könnte.
Auch der Onlinekauf von Autozubehör und -ersatzteilen erfreut sich steigender Beliebtheit. In einer Studie der puls Marktforschung GmbH gaben 84% der Befragten an, bereits Onlineportale für den Autoteile-Kauf genutzt zu haben. 2016 waren es noch 72%. Delticom vertreibt über ihre Onlineshops auch mehr als 500.000 Autoteile und Zubehörartikel und verfügt über ein breites Netzwerk an weltweit rund 40.000 Montagepartnern.
Der Gesamtumsatz mit gebrauchten Pkw hierzulande lag 2018 laut dem Branchenreport der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) bei 84,7 Mrd. €, ein Anstieg um 3,2 % gegenüber dem Vorjahreswert von 82,1 Mrd. €. Auch in diesem Bereich wird das Internet als Informationsquelle zunehmend wichtiger: Vier von fünf Gebrauchtwagenkäufern haben der Studie zufolge vor dem Kauf online recherchiert. Zwei Drittel haben eine Gebrauchtwagen-Börse im Netz besucht. Und jeder Vierte kauft einen Gebrauchtwagen bereits direkt online. Delticom akquirierte 2016 die wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink, einem in Frankreich beheimateten Onlineanbieter für Gebrauchtwagen.
In unserem Testmarkt Frankreich lernen wir die Besonderheiten des Online-Gebrauchtwagenhandels mit dem Ziel kennen, potenzielle Synergieeffeke in Verbindung mit unserem Kerngeschäft bestmöglich zu nutzen. Der Anteil des Geschäfts mit gebrauchten Pkw am Konzernumsatz ist aktuell noch vergleichsweise gering und das bilanzielle Risiko dementsprechend vernachlässigbar.
In Deutschland soll der Umsatz im Einzelhandel nach Aussage des Handelsverbands Deutschland (HDE) in 2019 um 2,0 % auf 535,5 Mrd. € steigen. Laut des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) hat der Umsatz im Onlinehandel mit Lebensmitteln hierzulande im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20 % auf knapp 1,4 Mrd. € zugelegt. Allerdings ist der Anteil am gesamten Lebensmitteleinzelhandel mit knapp 2,0 % derzeit noch gering. Laut bevh soll mit weiteren Wachstumsraten von jährlich etwa 20% im Jahr 2020 die Zwei-Milliarden-EuroUmsatzhürde im eFood übersprungen werden. In anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien liegt der Online-Anteil mit rund 6 % bzw. rund 8% bereits deutlich höher.
Gemäß einer Studie von Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat rund ein Drittel (33%) der Verbraucher hierzulande den Lebensmitteleinkauf schon einmal online erledigt und würde das auch wieder tun. Fast genauso viele (32 %) haben das zwar noch nicht getan, können sich aber durchaus vorstellen, es einmal auszuprobieren. Derzeit stellen vor allem die Logistik der Lieferungen und die damit verbundenen Kosten die Online-Lebensmittelhändler noch vor Herausforderungen. Delticom betreibt ein hochmodernes und automatisches Kleinteilelager, welches diese Anforderungen bestmöglich erfüllt, und bietet ihre Dienstleistungen in diesem Bereich auch für Dritte an.
Von der zunehmenden Bedeutung des Internets als Vertriebskanal wird Delticom als Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet der effizienten Lagerlogistik auch zukünftig profitieren. Um in unserem Kerngeschäft das vorhandene Markt- und Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren weiter ausschöpfen zu können, werden wir weiter in die Automatisierung und den Ausbau unserer Reifen-Lagerlogistik investieren. Die erweiterten Kapazitäten werden voraussichtlich Ende 2020 vollumfänglich zur Verfügung stehen. Für das laufende Jahr rechnen wir auch vor dem Hintergrund des anhaltenden Konsolidierungseffekts im europäischen Reifenhandel damit, einen Konzernumsatz in einer Spanne zwischen 660 Mio. € und 690 Mio. € erreichen zu können.
Dank ihres Multi-Shop-Ansatzes spricht die Delticom-Gruppe verschiedene Kundengruppen an und erfüllt damit die unterschiedlichen Anforderungen der Onlinekäufer. Darüber hinaus erschließen wir zunehmend auch weitere Onlinevertriebskanäle zur Gewinnung zusätzlicher Käuferschichten. Aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung gehen wir davon aus, auch im laufenden Geschäftsjahr mehr als 1 Mio. Neukunden von unseren Produkten und Preis-Leistungs-Angeboten überzeugen zu können.
Seit Unternehmensgründung haben mehr als 13,6 Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr damit, einen Teil dieser über die letzten Jahre gewonnenen Kunden erneut in einem unserer Onlineshops begrüßen zu dürfen. Dementsprechend sollte sich die Anzahl der Wiederkäufer auf Gesamtjahressicht positiv entwickeln.
Der Aufbau und die Marktetablierung unserer zukunftsweisenden Start-ups werden auch in diesem Jahr das Ergebnis der Delticom-Gruppe belasten. Umso wichtiger ist es daher, dass wir in unserem Kerngeschäft Automotive auch in diesem Jahr den Fokus weiterhin auf Profitabilität legen. Im laufenden Jahr werden wir relevante Prozessschritte mit dem Ziel der Kostensenkung weiter automatisieren. Des Weiteren haben wir zu Beginn des laufenden Jahres die wesentlichen Projekte in Hinblick auf Umsatz und Ergebnis identifiziert, auf deren Umsetzung wir unsere Ressourcen im laufenden Jahr allokieren werden. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Maßnahmen rechnen wir damit, im Gesamtjahr ein EBITDA zwischen 8 Mio. € und 12,5 Mio. € erreichen zu können.
Für das laufende Jahr planen wir, in die Erweiterung und technische Ausstattung unserer Lagerinfrastruktur zu investieren. Darüber hinaus werden wir auch Softwareinvestitionen tätigen. Die Höhe der Investitionen im Gesamtjahr wird sich zwischen 5 Mio. € und 15 Mio. € belaufen. Dazu ist geplant über Leasing und Verkäufe den Investitionsbetrag wieder auszugleichen.
Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau bzw. -abbau gestalten. Zum Jahresende hin sollte sich die Liquidität ähnlich wie im abgeschlossenen Geschäftsjahr entwickeln. Wir gehen davon aus, dass im laufenden Jahr Kreditlinien in gleicher Höhe wie im Vorjahr und somit in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.
Die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Logistik und Produkten -auch Industrie 4.0 genannt - schreitet weiter voran. Dank unserer Start-ups können wir nicht nur zusätzliche Serviceleistungen anbieten, sondern richten uns frühzeitig auf die zunehmende Bedeutung von miteinander verknüpften Einkaufs- und Logistikkanälen aus, um auch zukünftig die Kundenanforderungen bestmöglich zu erfüllen.
Weltweit verlagert sich die Informationsbeschaffung in raschem Tempo in Richtung online. Folglich wird auch der Onlinekauf autonaher Produkte in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Immer mehr Anbieter im Automotive-Aftermarket streben sowohl hinsichtlich des Zugangs zum Kunden als auch in Hinblick auf das Einkaufsvolumen das Erreichen einer kritischen Masse an, um auch zukünftig von Skalenvorteilen zu profitieren. Big Data und moderne Analyseverfahren gewinnen hierbei eine immer größere Bedeutung.
Delticom hat sich frühzeitig auf die anstehenden Veränderungen in ihrem Automotive-Kerngeschäft eingestellt. Um auch zukünftig von Größenvorteilen profitieren zu können, werden wir in den kommenden Jahren unsere Marktposition im europäischen Online-Automotive-Aftermarket weiter ausbauen. Das sich verändernde Online-Einkaufsverhalten der Verbraucher und aktuelle Markttrends behalten wir dabei stets im Blick.
Darüber hinaus wird Delticom ihre Marktposition im Bereich eFood und Logistik in den kommenden Jahren festigen. Das über die letzten zwei Jahre gewonnene Know-how auf dem Gebiet der hochautomatisierten und effiziente Lagerlogistik im Bereich Fast Moving Consumer Goods (FMCG) werden wir in Lösungen für unser Automotive-Kerngeschäft überführen, um auch hier unsere Marktstellung in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Aufgrund ihrer soliden Bilanz, ihrer langjährigen Erfahrung im E-Commerce und ihrer marktführenden Stellung im europäischen Online-Reifenhandel ist Delticom für weiteres Wachstum bestens gerüstet.
Der Vorstand der Delticom AG berichtet nachfolgend zu den Angaben im Lagebericht für die Delticom AG und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 unter Berücksichtigung der Erkenntnisse und Ereignisse bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB wie folgt:
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440 €, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.
Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die direkte und indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 34 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung: Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. AktG. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Die Hauptversammlung vom 02.05.2017 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 01.05.2022 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 6.231.665 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 6.231.665 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, soweit die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien insgesamt 20 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung.
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Die neuen Aktien sollen dann von mindestens einem Kreditinstitut oder mindestens einem nach §53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen auszuschließen, soweit die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien insgesamt 20% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung,
| ― | um etwaige Spitzen zu verwerten, |
| ― | soweit es zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Delticom AG oder von Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte oder nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustünde, |
| ― | wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß oder in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind (1) diejenigen Aktien anzurechnen, welche zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten ausgegeben werden oder auszugeben sind, sofern und soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, und (2) eigene Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden. |
Das genehmigte Kapital 2017 wurde am 17.05.2017 in das Handelsregister eingetragen. Es besteht sonst kein genehmigtes Kapital.
Aus dem in § 5 Abs. 7 der Satzung enthaltenen bedingten Kapital II/2011 können keine Aktien mehr ausgegeben werden, weil dieses ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 unter Tagesordnungspunkt 9 Lit. b) durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden, diente. Vorgenannter Ermächtigungsbeschluss ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen, ohne dass von ihm Gebrauch gemacht wurde.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Am 05.01.2018 wurden insgesamt 18.337 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2018 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Ferner wurden am 17.12.2018 insgesamt 16.660 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 28.12.2018 insgesamt 24.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre, beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28.04.2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, ("Referenztage") um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden, als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Beide Aktienoptionspläne sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (in den Optionsbedingungen definiert als direkter oder indirekter Erwerb von mindestens 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft durch eine natürliche oder juristische Person oder eine Mehrzahl von abgestimmt handelnden natürlichen oder juristischen Personen) die auf Basis dieser Optionspläne ausgegebenen Aktienoptionen sofort ausübbar werden, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen und das Erfolgsziel erreicht ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Am 05.01.2018 wurden insgesamt 18.337 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2018 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Ferner wurden am 17.12.2018 insgesamt 16.660 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 28.12.2018 insgesamt 24.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre, beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
Hannover, den 19.06.2019
Susann Dörsel-Müller
Philip v. Grolman
Andreas Prüfer
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| in Tausend € | Anhang | 01.01.2018- 31.12.2018 | 01.01.2017- 31.12.2017 * |
|---|---|---|---|
| Umsatz | (1) | 645.724 | 667.712 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 38.064 | 25.827 |
| Gesamtleistung | 683.788 | 693.539 | |
| Materialaufwand | (3) | -505.100 | -530.311 |
| Rohertrag | 178.688 | 163.228 | |
| Personalaufwand | (4) | -15.893 | -10.916 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (5) | -7.871 | -7.237 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | -5.084 | -2.833 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6) | -148.745 | -140.206 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 1.094 | 2.036 | |
| Finanzaufwand | -689 | -539 | |
| Finanzertrag | 22 | 160 | |
| Finanzergebnis (netto) | (7) | -668 | -379 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 426 | 1.657 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8) | -2.102 | -539 |
| Konzernergebnis | -1.676 | 1.118 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Anteile in Fremdbesitz | -221 | -342 | |
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | -1.455 | 1.460 | |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie | (9) | -0,13 | 0,09 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie | (9) | -0,13 | 0,09 |
* Gliederung angepasst im Zuge der Erstanwendung des IFRS 9
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| in Tausend € | 01.01.2018 - 31.12.2018 | 01.01.2017 - 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1.676 | 1.118 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres | ||
| Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen | 160 | -413 |
| Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 176 | -391 |
| Net Investment Hedge Reserve | ||
| Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst | -23 | -37 |
| Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve | 7 | 11 |
| Gesamtergebnis der Periode | -1.516 | 705 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | -377 | -451 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | -1.139 | 1.156 |
Aktiva
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| in Tausend € | Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 85.858 | 79.364 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (10) | 59.671 | 57.073 |
| Sachanlagen | (11) | 21.688 | 17.346 |
| Finanzanlagen | 10 | 201 | |
| nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 0 | 197 | |
| sonstige Finanzanlagen | 10 | 4 | |
| Latente Steueransprüche | (12) | 4.033 | 4.303 |
| Sonstige langfristige Forderungen | (13) | 457 | 441 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 146.677 | 122.992 | |
| Vorräte | (14) | 99.586 | 79.811 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 24.283 | 24.364 |
| Sonstige Vermögenswerte | (16) | 12.753 | 14.786 |
| Ertragsteuerforderungen | (17) | 6.650 | 150 |
| Flüssige Mittel | (18) | 3.404 | 3.881 |
| Summe Vermögenswerte | 232.535 | 202.356 | |
| Passiva | |||
| in Tausend € | Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Eigenkapital | 49.254 | 52.940 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG | 49.148 | 52.355 | |
| Gezeichnetes Kapital | (19) | 12.463 | 12.463 |
| Kapitalrücklage | (20) | 33.739 | 33.739 |
| Aktienoptionsprogramm | (19) | 103 | 71 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge | (21) | 374 | 231 |
| Gewinnrücklagen | (22) | 200 | 200 |
| Konzernbilanzgewinn | (23) | 2.269 | 5.651 |
| Anteile in Fremdbesitz | 106 | 585 | |
| Summe Schulden | 183.281 | 149.415 | |
| Langfristige Schulden | 7.236 | 9.006 | |
| Langfristige Finanzschulden | (24) | 3.750 | 7.312 |
| Langfristige Rückstellungen | (25) | 252 | 317 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (26) | 2.797 | 961 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 437 | 416 | |
| Kurzfristige Schulden | 176.045 | 140.408 | |
| Steuerrückstellungen | (25) | 401 | 1.041 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (25) | 929 | 599 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (27) | 131.408 | 114.392 |
| Kurzfristige Finanzschulden | (24) | 27.119 | 8.009 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (29) | 16.188 | 16.367 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 232.535 | 202.356 |
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| in Tausend € | 01.01.2018 - 31.12.2018 | 01.01.2017 - 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 1.094 | 2.036 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 7.871 | 7.237 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -1.190 | -66 |
| Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen | 111 | 0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | -5.802 | 0 |
| Veränderung der Vorräte | -18.599 | -17.065 |
| Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -3.538 | -4.600 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 17.008 | 31.659 |
| Erhaltene Zinsen | 22 | 160 |
| Gezahlte Zinsen | -689 | -539 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -7.997 | -3.438 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -11.708 | 15.384 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 1.913 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -7.213 | -4.312 |
| Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens | 114 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte | -3.530 | -3.086 |
| Mittelzufluss aus dem Erwerb einer Tochtergesellschaft | 5.634 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -3.082 | -7.398 |
| Gezahlte Dividenden der Delticom AG | -1.246 | -6.232 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 12 | 0 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 19.110 | 5.000 |
| Tilgung von Finanzschulden | -3.562 | -9.567 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 14.313 | -10.799 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 0 | 8 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 3.881 | 6.686 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -477 | -2.813 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 3.404 | 3.881 |
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| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungsumrechnungsrücklage | Net Investment Hedge Reserve |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 12.463 | 33.739 | 606 | 41 |
| Ausgleich des Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen | ||||
| Gezahlte Dividende | ||||
| Aktienoptionen | ||||
| Konzernergebnis | ||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -391 | -25 | ||
| Gesamtergebnis nach Steuern | -391 | -25 | ||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 12.463 | 33.739 | 215 | 16 |
| Stand am 1. Januar 2018 | 12.463 | 33.739 | 215 | 16 |
| Gezahlte Dividende | ||||
| Aktienoptionen | ||||
| Veränderungen von Minderheitenanteilen | ||||
| Konzernergebnis | ||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 159 | -16 | ||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 159 | -16 | ||
| Stand am 31. Dezember 2018 | 12.463 | 33.739 | 374 | 0 |
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| in Tausend € | Aktienoptionsplan | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 0 | 200 |
| Ausgleich des Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen | ||
| Gezahlte Dividende | ||
| Aktienoptionen | 71 | |
| Konzernergebnis | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | ||
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 71 | 200 |
| Stand am 1. Januar 2018 | 71 | 200 |
| Gezahlte Dividende | ||
| Aktienoptionen | 32 | |
| Veränderungen von Minderheitenanteilen | ||
| Konzernergebnis | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | ||
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||
| Stand am 31. Dezember 2018 | 103 | 200 |
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| in Tausend € | Konzernbilanzgewinn | Summe | Anteile in Fremdbesitz | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 10.303 | 57.352 | 1.119 | 58.471 |
| Ausgleich des Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen | 8 | 8 | -83 | -75 |
| Gezahlte Dividende | -6.232 | -6.232 | -6.232 | |
| Aktienoptionen | 71 | 0 | 71 | |
| Konzernergebnis | 1.460 | 1.460 | -342 | 1.118 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 112 | -304 | -109 | -413 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 1.572 | 1.156 | -451 | 705 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 5.651 | 52.355 | 585 | 52.940 |
| Stand am 1. Januar 2018 | 5.651 | 52.355 | 585 | 52.940 |
| Gezahlte Dividende | -1.246 | -1.246 | -1.246 | |
| Aktienoptionen | 32 | 0 | 32 | |
| Veränderungen von Minderheitenanteilen | -854 | -854 | -102 | -956 |
| Konzernergebnis | -1.455 | -1.455 | -221 | -1.676 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 173 | 316 | -156 | 160 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -1.282 | -1.139 | -377 | -1.516 |
| Stand am 31. Dezember 2018 | 2.269 | 49.148 | 106 | 49.254 |
Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover mit der Registernummer HRB58026 eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.
Delticom ist Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst allein im Reifengeschäft mehr als 100 Marken und über 25.000 Modelle von Reifen für Pkw, Motorräder, Lkw, Nutzfahrzeuge und Busse sowie Kompletträder. Kunden können die bestellten Produkte zur Montage auch zu einem der weltweit rund 40.000 Servicepartner der Delticom AG schicken lassen. Über 500.000 Autoteile und Zubehörartikel, darunter Motorenöle, Schneeketten oder Batterien, runden das Angebot ab. Mit dem Einstieg in den Online-Gebrauchtwagenhandel wurde das Angebot im Bereich Automotive vervollständigt. Damit hat sich die Delticom AG in diesem Bereich von einem klassischen Onlinehändler zu einem Online-Lösungsanbieter entwickelt. Im Bereich eFood bietet die Delticom AG ein umfassendes Sortiment aus rund 20.000 verschiedenen Lebensmitteln an.
Das Unternehmen ist weltweit in 77 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Waren werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite MontagepartnerNetz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 19.06.2019 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Delticom AG stellt gemäß § 315e HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.
Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delticom.
Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).
Die Delticom-Gruppe hat zum 1. Januar 2018 erstmals IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) sowie IFRS 9 (Finanzinstrumente) angewendet. Weitere, ab 1. Januar 2018 anzuwendende Standards, die jedoch auf den Abschluss der Delticom AG keinen wesentlichen Einfluss haben, sind:
| ― | Einstufung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen (Änderungen zu IFRS 2) |
| ― | Anwendung des IFRS 9 mit IFRS 4 Versicherungsverträgen (Änderung zu IFRS 4) |
| ― | Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Änderung zu IAS 40) |
| ― | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 bis 2016 (Änderungen zu IFRS 1 und IAS 28) |
| ― | IFRIC 22 Geschäfte in fremder Währung und geleistete Vorauszahlungen |
IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen fest, um zu bestimmen, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt IAS 18 Erträge, IAS 11 Fertigungsaufträge und zugehörige Interpretationen.
Gemäß IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde die Kontrolle über die Waren oder Dienstleistungen erlangt. Die Festlegung des Zeitpunkts des Kontrollwechsels - zu einem bestimmten Zeitpunkt oder im Zeitablauf - erfordert Ermessensentscheidungen. Die Umsatzerlöse betreffen nahezu ausschließlich die Kategorie "Verkauf von Gütern".
Die Umstellung auf IFRS 15 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 sowie auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns und auf das Gesamtergebnis zum 31. Dezember 2018.
Im Bereich E-Commerce bestehen Rückgaberechte. In Vorjahren hatte Delticom die Umsatzerlöse vollständig berücksichtigt und eine gesonderte Rückstellung für die voraussichtlichen Rückgabeverpflichtungen gebildet. Gemäß IFRS 15 reduziert Delticom die Umsatzerlöse um den Betrag der erwarteten Rückgaben und erfasst diesen als "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten". Daneben wird ein Aktivposten für die erwartete Rücklieferung der Waren bilanziert. Delticom schätzt die Höhe der Rücksendungsquote weiterhin auf der Grundlage der historischen Daten, die gegebenenfalls auf aktuelle Verkaufszahlen angepasst werden, um die Rückgaben neu verkaufter Artikel zu schätzen. Die Auswirkungen dieser Anpassungen sind unwesentlich.
Für weitere Erläuterungen siehe den Abschnitt (1) Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden.
IFRS 9 regelt die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht finanziellen Posten. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente: Erfassung und Messung. Der Konzern wendet im Hinblick auf das Hedge Accounting das Wahlrecht im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an und wendet weiterhin die Vorschriften des IAS 39 für das Hedge Accounting an.
In Übereinstimmung mit den neuen Anforderungen des IFRS 9 klassifiziert die Delticom Finanzinstrumente in die folgenden Kategorien: "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet". IFRS 9 führt ein neues Modell zur Bestimmung der Wertminderung auf Basis erwarteter Kreditausfälle ein. Erwartete Kreditausfälle werden zu jedem Bilanzstichtag auf Basis der verfügbaren Informationen aktualisiert. Die Einführung des neuen Wertminderungsmodells hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 sowie auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns und auf das Gesamtergebnis im Geschäftsjahr 2018.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Kategorien und Buchwerte von Finanzinstrumenten sowie die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf das Konzerneigenkapital:
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| in Tausend € | Bewertungskategorien nach IAS 39 | Bewertungskategorien nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2017 IAS 39 | Buchwert 01.01.2018 IFRS 9 |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Kredite und Forderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.881 | 3.881 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 24.364 | 24.364 |
| Sonstige Forderungen/Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.922 | 2.922 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Zur Veräußerung verfügbar | FVOCI-Eigenkapitalinvestments | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte (Zu Handelszwecken gehalten) | Zu Handelszwecken gehalten | Zwingend zum FVTPL | 1 | 1 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 114.392 | 114.392 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Sonstige Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.697 | 3.697 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | Sonstige Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 15.321 | 15.321 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Zu Handelszwecken gehalten) | Zu Handelszwecken gehalten | Zwingend zum FVTPL | 240 | 240 |
Infolge der Einführung von IFRS 9 hat der Konzern Folgeänderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses umgesetzt, wonach eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten in einem separaten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen ist. Zuvor hatte der Konzern die Wertminderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt. Demzufolge hat der Konzern nach IAS 39 erfasste Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 2.833 Tsd. € aus den sonstigen Aufwendungen in den Posten "Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen" umgegliedert.
Darüber hinaus hat der Konzern Folgeänderungen zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben auf die Anhangsangaben für das Geschäftsjahr 2018 angewendet. Diese wurden jedoch im Allgemeinen nicht auch auf die Vergleichsinformationen angewendet.
Die Delticom-Gruppe wird zum 1. Januar 2019 erstmals IFRS 16 (Leasingverhältnisse) anwenden. Weitere in der Zukunft anzuwendende Standards, die jedoch auf den Abschluss der Delticom AG keinen wesentlichen Einfluss haben werden, sind:
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| Anwendungspflicht | Standard / Interpretation |
|---|---|
| 01.01.2019 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung (Änderung zu IFRS 9) |
| Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Änderung zu IAS 28) | |
| Planänderung, -kürzung oder -abgeltung (Änderung zu IAS 19) | |
| Jährliche Verbesserungen 2015 - 2017 - verschiedene Standards | |
| Unsicherheit bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung (IFRIC 23) |
Delticom ist verpflichtet, IFRS 16 Leasingverhältnisse ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Delticom hat die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss geschätzt. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des Standards am 1. Januar 2019 können sich bis zu dem Zeitpunkt ändern, wo Delticom ihren ersten Abschluss vorlegt, der diesen Standard enthält.
IFRS 16 führt ein einheitliches Bilanzierungsmodell für Leasingnehmer ein. Ein Leasingnehmer bilanziert einen Vermögenswert mit einem Nutzungsrecht, der sein Recht zur Verwendung des zugrunde liegenden Vermögenswerts darstellt, sowie eine Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung darstellt, Leasingzahlungen zu leisten. Für kurzfristige Leasingverträge und Leasingverträge mit geringem Wert bestehen Ausnahmeregelungen. Für den Leasinggeber ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen - d. h. Leasinggeber klassifizieren Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse.
IFRS 16 ersetzt die bisherigen Standards und Interpretationen zu Leasingverhältnissen "IAS 17 Leasingverhältnisse", "IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält", "SIC-15 Mietleasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" und "SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".
Delticom wird neue Vermögenswerte und Schulden für Operating-Leasingverhältnisse von Lagerhallen sowie Lager- und Büroeinrichtungen erfassen (siehe Abschnitt Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen). Die Art der mit diesen Leasingverhältnissen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen wird sich ändern, da nunmehr Abschreibungen auf Vermögenswerte mit Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten vorzunehmen sind.
Bisher hat Delticom die Leasingaufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse periodengerecht über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst und Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur in dem Umfang erfasst, in dem ein zeitlicher Unterschied zwischen den tatsächlichen Leasingzahlungen und dem erfassten Aufwand bestand.
Auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen schätzt Delticom, dass zum 1. Januar 2019 zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 28.306 Tsd. € sowie zusätzliche Vermögenswerte (Nutzungsrechte) von etwa 28.306 Tsd. € bilanziert werden. Das EBITDA wird sich somit erhöhen, da die operativen Leasingaufwendungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken. Dafür erhöhen sich bzgl. des Jahresergebnisses die Abschreibungen und Zinsaufwendungen.
Delticom plant, IFRS 16 mit dem modifizierten retrospektiven Ansatz am 1. Januar 2019 erstmals anzuwenden. Daher wird der kumulierte Effekt der Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 als Anpassung der Eröffnungswerte der Gewinnrücklagen angesetzt, ohne dass Vergleichsinformationen angepasst werden müssen. Die Leasingverbindlichkeit wird zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen mit dem Zinssatz zum Zeitpunkt der Erstanwendung (0,8 bis 1,1%) bewertet. Der dazugehörige Vermögenswert wird mit dem Betrag bewertet, der der Leasingverbindlichkeit entspricht. Leasingverträge mit einer Restlaufzeit von 12 Monaten oder weniger sowie mit Beträgen von untergeordneter Bedeutung werden nicht als Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 bilanziert.
Die nachfolgenden Änderungen der IFRS wurden bisher noch nicht von der EU übernommen:
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| Anwendungspflicht | Standard / Interpretation |
|---|---|
| Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards | |
| 01.01.2020 | Änderungen zu IFRS 3 Definition der Geschäftstätigkeit |
| Änderungen IAS 1 und IAS 8 zur Definition von Wesentlichkeit | |
| 01.01.2021 | IFRS 17 Versicherungsverträge |
| Noch offen | Änderung IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Geschäftsunternehmen |
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft 15 inländische und 9 ausländische Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss vollkonsolidiert wurden.
Im Geschäftsjahr 2018 hat Delticom 100% der Anteile an der All you need GmbH, Berlin, von der Deutschen Post DHL Group erworben.
Am 23. März 2018 erwarb Delticom darüber hinaus 51 % der Anteile an der Delticom Russland OOO, Moskau, Russland, sodass die Delticom AG nunmehr alleiniger Eigentümer der Gesellschaft ist. Die Delticom Russland OOO war bisher im Rahmen der Equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Tochtergesellschaften Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia, USA, sowie die Price Genie LLC, Benicia, USA, wurden im Geschäftsjahr 2018 liquidiert.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.
Der Überschuss der übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die übertragenen Gegenleistungen geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird nach nochmaliger Überprüfung der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen nicht kontrolliert werden, werden separat ausgewiesen.
Identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert. Ein eventueller Gewinn aus einem Unternehmenszusammenschluss wird nach nochmaliger Überprüfung sofort ergebniswirksam erfasst.
Die übertragene Gegenleistung enthält keine Beträge im Zusammenhang mit bereits bestehenden Beziehungen. Solche Beträge werden ergebniswirksam erfasst.
Die Delticom AG hat sämtliche Geschäftsanteile an der All you need GmbH (AYN), Berlin, von der Deutschen Post DHL Group erworben. Mit Wirkung vom 31. Oktober 2018 hält Delticom somit 100 % an der AYN und hat damit die beherrschende Stellung gegenüber der Gesellschaft erlangt. Durch die Akquisition wird der Marktanteil der Delticom-Gruppe erhöht und Skaleneffekte durch die Integration von AYN in den Konzern genutzt.
Delticom erhielt aufgrund der fortlaufenden Verlustsituation der Gesellschaft von der Deutschen Post DHL Group für den Kauf der AYN 5,0 Mio € (negativer Kaufpreis).
In den zwei Monaten des Geschäftsjahres bis zum 31. Dezember 2018 trug AYN einen Umsatz von 2.145 Tsd. € und einen Verlust von 5 Tsd. € zum Ergebnis des Konzerns bei. Wenn die Akquisition am 1. Januar 2018 stattgefunden hätte, schätzt das Management, dass der Konzernumsatz von AYN 20.838 Tsd. € betragen hätte und der Beitrag von AYN zum Konzernergebnis des Geschäftsjahres -615 Tsd. € gewesen wäre. Die Deutsche Post DHL Group hat im Oktober 2018 an die AYN einen Ertragszuschuss in Höhe von 15.230 Tsd. € gezahlt. Diese Transaktion wurde in die Ermittlung dieser Angabe einbezogen. Delticom hat seit Erwerb diverse Kostensenkungsmaßnahmen vorgenommen, um die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft positiv zu gestalten.
Die folgende Aufstellung fasst die berücksichtigten Zeitwerte der zum Erwerbszeitpunkt erworbenen Vermögenswerte und Schulden zusammen:
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| in Tausend € | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 6.016 |
| Sachanlagen | 1.539 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.471 |
| Finanzanlagen | 6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 1.177 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 855 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 634 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 78 |
| Verbindlichkeiten | |
| Steuer und sonstige Rückstellungen | -640 |
| Erhaltenene Anzahlungen | -35 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -856 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -55 |
| Passive latente Steuern | -738 |
| Nettovermögen | 6.436 |
| Erhaltene Gegenleistung | 5.000 |
| Ertrag aus Unternehmenserwerb | 11.436 |
Sämtliche vorstehenden Zeitwerte wurden i.S.d. IFRS 3.45 vorläufig bewertet. Der Ertrag aus dem Unternehmenserwerb ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Das Markenrecht wurde nach dem "Relief-from-Royalty"-Ansatz (Lizenzpreisanalogie) bewertet. Bei dieser Methode werden die abgezinsten geschätzten Lizenzzahlungen berücksichtigt, die voraussichtlich durch den Besitz des Markenrechts vermieden werden.
Die erworbene IT-Plattform wurde mit den Wiederbeschaffungskosten bewertet. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Servicekapazität eines Vermögenswerts ersetzt wird, indem entweder dieser Vermögenswert von einem Käufer erworben oder ein Ersatz mit vergleichbarem Nutzen hergestellt wird. Dabei ist es aus wirtschaftlichen Gründen nicht relevant, für einen bestehenden Vermögenswert mehr zu zahlen als den Wert des Ersatzes oder der Reproduktion.
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| in Tausend € | Buchwert 31.10.2018 | Beizulegender Zeitwert 31.10.2018 | Differenz |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.344 | 3.803 | 2.459 |
| Markenrecht | 0 | 1.369 | 1.369 |
| IT-Plattform | 1.344 | 2.434 | 1.090 |
Am 23. März 2018 erwarb die Delticom AG 51 % der Anteile der Delticom Russland OOO, Moskau, zu einem Verkaufspreis von 51 € und wurde somit zum alleinigen Gesellschafter. Das im Konzernabschluss der Delticom zu berücksichtigende Nettovermögen zu Zeitwerten der Delticom Russland OOO betrug zum Kaufzeitpunkt 85 Tsd. €. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind von untergeordneter Bedeutung.
Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen: Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Onlineverkauf von Reifen, Autozubehör, Gebrauchtwagen, Lebensmitteln sowie in der Erbringung von Logistikdienstleistungen. Im E-Commerce werden Waren an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 469 Onlineshops und- vertriebsplattformen in 77 Ländern vertrieben. Steuerungsgrößen sind Umsatz und EBITDA auf Gesamtkonzern-Ebene. Weitere Geschäftsfelder neben E-Commerce, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht.
Die vom Vorstand bewerteten Wirtschaftsindikatoren werden im Konzernabschluss aufgrund der ähnlichen wirtschaftlichen Merkmale des Onlinehandels zusammengefasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).
Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.
Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.
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| Land | Mittelkurs zum Bilanzstichtag 1 € = | gewichteter Jahresdurchschnittskurs 1 € = |
|---|---|---|
| Großbritannien | 0,9011 GBP | 0,8847 GBP |
| USA | 1,1443 USD | 1,1810 USD |
| Rumänien | 4,6598 RON | 4,6540 RON |
| Russland | 79,3913 RUB | 74,0435 RUB |
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.
Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.
Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.
Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages legt Delticom den Nutzungswert zugrunde. Basis für die Bewertung des Nutzungswertes (value in use) ist die vom Management erstellte Planung für das Delticom-Geschäft. Diese Planung basiert auf der Annahme, dass E-Commerce im Reifenhandel in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeit eines weiter zunehmenden Wettbewerbs wurde für die Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenfalls berücksichtigt.
Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Konjunktureinflüssen, Margen und Umsatzwachstum, angemessen sind. Die verwendeten Inputfaktoren stützen sich auf Marktdaten. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.
Für die Bewertung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 35,3 Mio. € auf Gesamtkonzernebene wurde ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 7,9%, eine durchschnittliche EBITDA-Marge von 2,3%, ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 6,2% sowie ein Wachstumsabschlag von 1,0% angewendet.
Die Planung basiert ferner auf den Annahmen, dass Delticom die Position als Europas führender OnlineReifenhändler weiter behaupten wird und die Kostenstruktur durch zusätzliche Automatisierungen und Outsourcing schlank bleibt. Die Planungsperiode erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren zzgl. einer ewigen Rente. Hierbei werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst.
Das budgetierte EBITDA basiert auf den Erwartungen der zukünftigen Ergebnisse, wobei die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigt wurden. Das Umsatzwachstum wurde unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Wachstums der letzten fünf Jahre und des geschätzten Umsatz- und Preiswachstums für die nächsten fünf Jahre prognostiziert.
Der geschätzte erzielbare Betrag überstieg den Buchwert um rund 15 Mio. €. Das Management hat festgestellt, dass eine mögliche Änderung zweier wesentlicher Annahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die folgende Tabelle zeigt den Betrag, um den sich diese beiden Annahmen einzeln ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht.
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| In Prozentpunkten | 2018 |
|---|---|
| Umsatzwachstum | -1,6 |
| EBITDA Marge | -0,1 |
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind zu Herstellungskosten angesetzt. Sie werden ebenfalls linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden aufgrund der fehlenden Aktivierungsvoraussetzungen nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen. Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Internet Domains | 3-20 |
| EDV-Software | 3-10 |
| Kundenbeziehungen | 5-10 |
| Marken | 5-10 |
| Vertriebs,- und ähnliche Rechte | 2 |
Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Lagerausstattung | 12-33 |
| Maschinen | 4-14 |
| Geschäftsausstattung | 3-15 |
| Büroeinrichtung | 3-15 |
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.
Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.
Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. Delticom ist keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.
Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ― | FVOCI-Schuldinstrumente (Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden) |
| ― | FVOCI-Eigenkapitalinvestments (Eigenkapitalinvestments, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden) |
| ― | FVTPL (zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust) |
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
| ― | Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und |
| ― | die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
| ― | Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte und |
| ― | seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann der Konzern unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien ("accounting mismatch") zu beseitigen oder signifikant zu verringern.
Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
| ― | die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäftsmodell gehaltenen finanziellen Vermögenswerte) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden |
| ― | Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten. |
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte durch Übertragungen, die nicht zur Ausbuchung führen, sind in Einklang damit, dass der Konzern die Vermögenswerte weiterhin bilanziert, für diesen Zweck keine Verkäufe.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet.
Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und einer Gewinnmarge.
Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:
| ― | bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden |
| ― | Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden |
| ― | vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und |
| ― | Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken. |
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann.
Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist.
Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL - Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten - Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.
Schuldinstrumente zu FVOCI - Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Eigenkapitalinvestments zu FVOCI - Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden.
Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behält.
Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.
Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Der Konzern hält derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Eingebettete Derivate werden unter bestimmten Voraussetzungen vom Basisvertrag getrennt und separat bilanziert.
Derivate werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden Derivate mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sich daraus ergebende Änderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.
Zum Beginn der designierten Sicherungsbeziehungen dokumentiert der Konzern die Risikomanagementziele und -strategien, die er im Hinblick auf die Absicherung verfolgt. Der Konzern dokumentiert des Weiteren die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument und ob erwartet wird, dass sich Veränderungen der Zahlungsströme des gesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments kompensieren.
Wenn ein Derivat als ein Instrument zur Absicherung von Zahlungsströmen (cash flow hedge) designiert ist, wird der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis erfasst und kumuliert in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen eingestellt. Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, ist begrenzt auf die kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Grundgeschäfts (berechnet auf Basis des Barwertes) seit Absicherungsbeginn. Ein unwirksamer Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivats wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.
Wenn eine abgesicherte erwartete Transaktion später zum Ansatz eines nicht finanziellen Postens, wie etwa Vorräte, führt, wird der kumulierte Betrag aus der Rücklage für Sicherungsbeziehungen und der Rücklage für Kosten der Absicherung direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Postens einbezogen, wenn dieser bilanziert wird.
Bei allen anderen abgesicherten erwarteten Transaktionen wird der kumulierte Betrag, der in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen und die Rücklage für die Kosten der Absicherung eingestellt worden ist, in dem Zeitraum oder den Zeiträumen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten zukünftigen Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen.
Wenn die Absicherung nicht mehr die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllt oder das Sicherungsinstrument verkauft wird, ausläuft, beendet wird oder ausgeübt wird, wird die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung prospektiv beendet.
Wenn die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zahlungsströmen beendet wird, verbleibt der Betrag, der in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen eingestellt worden ist, im Eigenkapital, bis - für eine Sicherungstransaktion, die zur Erfassung eines nicht finanziellen Postens führt - dieser Betrag in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Postens bei der erstmaligen Erfassung einbezogen wird oder - für andere Absicherungen von Zahlungsströmen - dieser Betrag in dem Zeitraum oder den Zeiträumen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird, in denen die abgesicherten erwarteten zukünftigen Zahlungsströme den Gewinn der Verlust beeinflussen.
Falls nicht mehr erwartet wird, dass die abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme eintreten, werden die Beträge, die in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen und die Rücklage für Kosten der Absicherung eingestellt worden sind, unmittelbar in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Wenn ein derivatives Instrument oder eine nicht derivative finanzielle Verbindlichkeit als ein Sicherungsinstrument zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert wird, wird der wirksame Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsinstruments (im Falle von Derivaten) oder der Wechselkursdifferenzen (für Nicht-Derivate), im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage für Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Der unwirksame Teil der Veränderungen im beizulegenden Zeitwert des Sicherungsinstruments bei Derivaten oder der Wechselkursdifferenzen des Nicht-Derivates wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Der Betrag, der im sonstigen Ergebnis erfasst ist, wird als Umgliederungsbetrag bei der Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs in den Gewinn oder Verlust umgebucht.
Die Vorgehensweise, die für die Vergleichsinformationen für 2017 angewendet worden ist, ist ähnlich zu der 2018 angewendeten Vorgehensweise.
Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten. Fremdkapitalkosten waren nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.
Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und vereinzelt Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.
Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 32,54% (Vorjahr: 32,54%) bewertet.
Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist gem. IAS 12.53 nicht zulässig.
Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 16,7% (Vorjahr: 16,7%) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0% (Vorjahr: 15,0%) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) auf die Körperschaftsteuer.
Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Mittels der bestmöglichen Schätzung werden potenzielle Steuerrisiken und unsichere Steueransprüche bewertet.
Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Der zur Ermittlung des Barwerts verwendete Diskontierungszinssatz ist ein Zinssatz vor Steuern, der die aktuellen Markteinschätzungen des Zeitwerts und der für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Aufzinsung der Rückstellung wird als Zinsaufwand erfasst. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen, deren Umfang unwesentlich ist, werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in die Kontrolle des Kunden übergegangen sind. Der Übergang der Kontrolle ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.
Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.
Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.
Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte ihrer immateriellen Vermögenswerte und ihres Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.
Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.
Delticom bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste (ECL) für:
| ― | finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
| ― | Schuldinstrumente bewertet zu FVOCI und |
| ― | Vertragsvermögenswerte. |
Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte werden immer in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts bewertet.
Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen des Konzerns und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen, beruhen.
Zu jedem Berichtsstichtag beurteilt Delticom, ob finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und Schuldtitel zum FVOCI in ihrer Bonität beeinträchtigt und somit ausfallgefährdet sind. Ein finanzieller Vermögenswert gilt als ausfallgefährdet, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswertes haben.
Der Nachweis, dass ein finanzieller Vermögenswert ausfallgefährdet ist, beinhaltet die folgenden beobachtbaren Daten:
| ― | erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Kreditnehmers oder Emittenten; |
| ― | ein Ausfall; |
| ― | die Restrukturierung eines Darlehens durch den Konzern zu Bedingungen, die der Konzern sonst nicht berücksichtigen würde; |
| ― | es ist wahrscheinlich, dass der Kreditnehmer in Konkurs geht oder eine Reorganisation stattfindet; |
| ― | oder das Verschwinden eines aktiven Marktes für ein Wertpapier aufgrund finanzieller Schwierigkeiten. |
Der Konzern betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen, wenn:
| ― | es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtung vollständig an den Konzern zahlen kann, ohne dass der Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) zurückgreifen muss oder |
| ― | der finanzielle Vermögenswert über mehr als 90 Tage überfällig ist. |
Abhängig von der Entwicklung des Kreditrisikos, das einem finanziellen Vermögenswert innewohnt, müssen erwartete Kreditverluste (ECLs) entweder als 12-Monats-ECLs oder Lifetime-ECLs berechnet werden. Lifetime ECLs sind die ECLs, die sich aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments ergeben und zu erfassen sind, wenn sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit dem erstmaligen Ansatz deutlich erhöht hat.
12-Monats-ECLs sind der Teil der ECLs, der sich aus Ausfallereignissen, die innerhalb der kommenden 12 Monate nach dem Bilanzstichtag (oder eines kürzeren Zeitraums, wenn die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als 12 Monate beträgt) möglich sind, ergeben. Abweichend vom allgemeinen Vorgehen werden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Auftragsbestände grundsätzlich in Höhe von Lifetime-ECLs bewertet (vereinfachte Vorgehensweise).
Der bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten maximal zu berücksichtigende Zeitraum ist die maximale Vertragslaufzeit, in der der Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt ist.
Erwartete Kreditverluste sind die wahrscheinlichkeitsgewichteten Schätzungen der Kreditverluste. Kreditverluste werden als Barwert der Zahlungsausfälle (das heißt die Differenz zwischen den Zahlungen, die einem Unternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen, die das Unternehmen voraussichtlich einnimmt) bemessen. Erwartete Kreditverluste werden mit dem Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Auftragsbestände werden ECLs auf Portfoliobasis ermittelt. Die Vermögenswerte werden nach Überfälligkeit gruppiert und die ECLs werden auf der Grundlage historischer Ausfallraten und Prognosen über das wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die Gegenparteien befinden und tätig sind (z.B. Länderrisiko), geschätzt.
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen. Zum aktuellen Bilanzstichtag sind die erwarteten Kreditverluste (ECL) auf finanzielle Vermögenswerte von unwesentlicher Bedeutung für die Gruppe.
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.
Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Vorstand des Mutterunternehmens, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.
Die Umsatzerlöse bestehen ausschließlich aus Erlösen aus Kundenverträgen und betreffen nahezu ausschließlich die Kategorie "Verkauf von Gütern". Weitere Erlöse aus Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung.
Für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 490.323 | 155.401 | 645.724 |
Für den Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 518.372 | 149.340 | 667.712 |
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden:
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.283 | 24.364 |
| Erhaltene Anzahlungen von Kunden | -7.816 | -6.957 |
| Summe | 16.467 | 17.407 |
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem der Kunde die Kontrolle über die Waren ausübt und diese in Besitz nimmt. Dies geschieht in der Regel, wenn der Kunde die Ware erhält. Der ausgewiesene Umsatz wird um die erwarteten Rücklieferungen angepasst, die basierend auf den historischen Daten geschätzt werden. Die erwarteten Rücklieferungen sind nicht signifikant.
Die Kunden verwenden drei Zahlungsmethoden: Vorauszahlung, Zahlung bei Wareneingang sowie, für bestimmte Kunden und gemäß der Kreditrisikopolitik, Zahlung bei Fälligkeit. Die ersten beiden Methoden werden hauptsächlich verwendet, die dritte Methode wird selten genutzt.
Weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Abschnitt (15) enthalten. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen werden als Umsatzerlöse berücksichtigt, wenn die Kontrolle über die Waren an den Kunden übergeben wird, was üblicherweise bei Lieferung der Waren erfolgt.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kursdifferenzen | 3.509 | 2.564 |
| Versicherungsentschädigungen | 26 | 40 |
| Sonstige Erträge AYN | 11.436 | 0 |
| Übrige | 23.094 | 23.224 |
| Summe | 38.064 | 25.827 |
Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vorrangig aus den gestiegenen Marketingzuschüssen, Erlösen aus Transportverlusten und sonstigen Erlösen.
Der Materialaufwand in Höhe von 505,1 Mio. € (Vorjahr: 530,3 Mio. €) resultiert ausschließlich aus bezogener Handelsware.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 13.708 | 9.223 |
| Soziale Abgaben | 1.937 | 1.392 |
| Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente | 49 | 103 |
| Altersversorgung und Unterstützung | 199 | 198 |
| Summe | 15.893 | 10.916 |
Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund ihrer ihr durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.
Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 800 Tsd. € (Vorjahr: 627 Tsd. €) wurden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.
Die Angaben zum Aktienoptionsprogramm sind unter dem Punkt Eigenkapital enthalten.
2018 hatte Delticom im Durchschnitt 235 Mitarbeiter (Vorjahr: 185 Mitarbeiter).
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Auf immaterielle Vermögenswerte | 5.292 | 5.011 |
| Auf Sachanlagen | 2.579 | 2.226 |
| Summe | 7.871 | 7.237 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment-Tests (IAS 36) waren in 2018 wie im Vorjahr nicht erforderlich.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 61.934 | 62.699 |
| Lagerhandlingkosten | 9.341 | 8.046 |
| Gebühren Kreditkarten | 5.956 | 5.719 |
| Externe Werbekosten | 33.000 | 28.244 |
| Operations-Center | 10.165 | 10.239 |
| Mieten und Betriebskosten | 7.359 | 6.566 |
| Finanzen und Recht | 4.892 | 4.651 |
| IT und Telekommunikation | 4.060 | 3.959 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 3.235 | 3.558 |
| Übrige | 8.804 | 6.524 |
| Summe sonstige betriebliche Aufwendungen | 148.745 | 140.206 |
Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses.
Die Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen (5.084 Tsd. €; Vorjahr: 2.833 Tsd. €) waren im Vorjahr noch innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt und werden nunmehr als separate Position in der Gewinn- und Verlustrechnung geführt.
Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt Sonstige Angaben erläutert.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Finanzaufwand | 689 | 539 |
| Finanzertrag | 22 | 160 |
| Summe | -668 | -379 |
Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden.
Die Finanzaufwendungen betreffen überwiegend Zinsaufwendungen für Bankdarlehen.
Die Ertragsteuern ergeben sich aus:
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| 2018 | 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufende Ertragsteuern | 454 | 129 | 583 | 2.975 | 22 | 2.997 |
| Latente Ertragsteuern | 1.636 | -117 | 1.519 | -2.335 | -123 | -2.458 |
| Gesamt | 2.090 | 12 | 2.102 | 640 | -101 | 539 |
Im Berichtsjahr wurden -5 Tsd. € (Vorjahr: -7 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.
Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | aktive latente Steuern | passive latente Steuern | aktive latente Steuern | passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verlustvorträge | 3.792 | 0 | 5.536 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 763 | 3.142 | 45 | 2.391 |
| Sachanlagen | 5 | 78 | 6 | 86 |
| Vorräte | 0 | 133 | 8 | 0 |
| Forderungen | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Langfristige Rückstellungen | 26 | 0 | 1 | 0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 0 | 0 | 63 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 2 | 31 | 0 |
| Sonstige Passiva | 9 | 4 | 135 | 0 |
| Gesamt | 4.595 | 3.360 | 5.825 | 2.483 |
| Saldierung | -563 | -563 | -1.522 | -1.522 |
| Bilanzansatz | 4.032 | 2.797 | 4.303 | 961 |
Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 426 | 1.657 |
| Ertragsteuersatz Delticom AG | 32,54% | 32,54% |
| Erwarteter Steueraufwand | 139 | 539 |
| Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand | ||
| Anpassung an abweichenden Steuersatz | -59 | 4 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 248 | 155 |
| Periodenfremde Ertragsteuern | 405 | -26 |
| Steuerfreie Erträge | -3.720 | 0 |
| Veränderung nicht angesetzter aktiver latenter Steuern | 5.089 | -117 |
| Sonstige Steuereffekte | 0 | -16 |
| Summe der Anpassungen | 1.963 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 2.102 | 539 |
Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden jeweils Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge (BEAV) zwischen der Delticom AG und und der TyresNet GmbH sowie der Delticom AG und der DeltiStorage GmbH abgeschlossen. Es bestehen bereits Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der DeltiLog GmbH, Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Giga GmbH und Deltiparts GmbH. Mit der Tirendo Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV).
Die Überleitungsposition "Steuerfreie Erträge" bezieht sich auf Erträge im IFRS-Konzernabschluss aus der Akquisition der AYN in Höhe von 11,4 Mio. €, denen weder ein latenter noch laufender Steueraufwand gegenübersteht.
Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €) entfallen in Höhe von 2,4 Mio. € auf Verluste des laufenden Jahres bei der Delticom AG, die auf Grund von Einmaleffekten in 2018 (höhere Marketingaufwendungen, Forderungsverluste sowie Abfindungszahlungen) entstanden sind, die sich in künftigen Jahren nicht wiederholen. Die Delticom AG weist keine Verlusthistorie auf und die Nutzung der unverfallbaren Verlustvorträge ist in künftigen Jahren aufgrund von positiven steuerlichen Ergebnissen wahrscheinlich. Die übrigen aktiven latenten Steuern in Höhe von 1,4 Mio. € auf Verlustvorträge entfallen auf Gesellschaften, die bereits in den Vorjahren und im laufenden Jahr die Verlustvorträge teilweise genutzt haben sowie mit positiven steuerlichen Ergebnissen in künftigen Jahren rechnen bzw. bei denen passive latente Steuern vorhanden sind.
Im Berichtsjahr wurden in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von rund 3,9 Mio. € nicht angesetzt, da ihr Bestand zum Bilanzstichtag rechtlich unsicher und die Nutzung in künftigen Jahren nicht wahrscheinlich ist. Zudem wurden auf Verluste des laufenden Jahres in Höhe von 3,8 Mio. € keine aktiven latenten Steuern von 1,2 Mio. € angesetzt. Die nicht angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf Gesellschaften in Frankreich, in Deutschland und in Russland. Insgesamt wurden auf 15,7 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €) unverfallbare körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt -0,13 € (Vorjahr: 0,09 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf -0,13 € (Vorjahr: 0,09 €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von -1.675.893,95 € (Vorjahr: 1.117.760,32 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 12.463.331 Stück (Vorjahr: 12.463.331 Stück) ermittelt.
Im Berichtszeitraum wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Die Wartezeit beträgt bei allen gewährten Aktienoptionen vier Jahre, beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Grundsätzlich müssen sämtliche ausgegebenen Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt werden, sofern die Aktienoptionen einen verwässernden Effekt haben. Dieser liegt vor, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien unter dem durchschnittlichen Marktpreis der im Umlauf befindlichen Stammaktien in der Betrachtungsperiode liegt. Es besteht kein Verwässerungseffekt in 2018.
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Geleistete Anzahlungen |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 35.338 | 4.343 | 11.162 | 2.555 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 1.369 | 0 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 0 | 0 | 2.983 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -115 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | -3.401 |
| Währungskursumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 35.338 | 4.344 | 12.531 | 2.022 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 0 | 1.425 | 7.596 | 155 |
| Zugänge | 0 | 421 | 1.826 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | -155 |
| Währungskursumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 0 | 1.846 | 9.422 | 0 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 35.338 | 2.498 | 3.108 | 2.022 |
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| in Tausend € | Vertriebs- und -ähnliche Rechte | Domains | Software | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 6.539 | 5.074 | 16.833 | 81.844 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 21 | 3.081 | 4.471 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 67 | 480 | 3.530 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -115 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 3.401 | 0 |
| Währungskursumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 6.539 | 5.162 | 23.795 | 89.730 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 6.539 | 1.067 | 7.989 | 24.771 |
| Zugänge | 0 | 256 | 2.789 | 5.292 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 155 | 0 |
| Währungskursumrechnung | 0 | 0 | -4 | -4 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 6.539 | 1.323 | 10.929 | 30.059 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 0 | 3.839 | 12.866 | 59.671 |
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Geleistete Anzahlungen |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2017 | 35.338 | 4.343 | 11.151 | 356 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 0 | 0 | 2.549 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 11 | -350 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 35.338 | 4.343 | 11.162 | 2.555 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2017 | 0 | 847 | 5.657 | 155 |
| Zugänge | 0 | 578 | 1.939 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 0 | 1.425 | 7.596 | 155 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 | 35.338 | 2.918 | 3.566 | 2.400 |
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| in Tausend € | Vertriebs- und -ähnliche Rechte | Domains | Software | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2017 | 6.539 | 5.011 | 16.018 | 78.756 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 63 | 474 | 3.086 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 341 | 2 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 6.539 | 5.074 | 16.833 | 81.844 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2017 | 6.539 | 822 | 5.741 | 19.761 |
| Zugänge | 0 | 243 | 2.251 | 5.011 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 2 | -3 | -1 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 6.539 | 1.067 | 7.989 | 24.771 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 | 0 | 4.007 | 8.844 | 57.073 |
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 1.204 | 15.614 | 19.347 | 36.165 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 731 | 809 | 1.540 |
| Zugänge | 1.595 | 822 | 4.795 | 7.212 |
| Abgänge | 0 | -343 | -2.008 | -2.351 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 2.799 | 16.824 | 22.943 | 42.566 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2018 | 258 | 5.601 | 12.960 | 18.819 |
| Zugänge | 62 | 1.259 | 1.258 | 2.579 |
| Abgänge | 0 | -189 | -326 | -515 |
| Umbuchungen | -2 | -4 | 1 | -5 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 318 | 6.667 | 13.893 | 20.878 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 2.481 | 10.157 | 9.050 | 21.688 |
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2017 | 1.183 | 15.591 | 14.594 | 0 | 31.368 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 42 | 260 | 4.572 | 0 | 4.875 |
| Abgänge | 0 | -40 | 0 | 0 | -40 |
| Währungsumrechnung | -21 | -197 | 181 | 0 | -37 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 1.204 | 15.614 | 19.347 | 0 | 36.165 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2017 | 231 | 4.266 | 12.113 | 0 | 16.610 |
| Zugänge | 27 | 1.367 | 832 | 0 | 2.226 |
| Abgänge | 0 | -41 | 0 | 0 | -41 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 9 | 15 | 0 | 24 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 258 | 5.601 | 12.960 | 0 | 18.819 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 | 946 | 10.013 | 6.387 | 0 | 17.346 |
Das Sachanlagevermögen beinhaltet überwiegend die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung. Als Sicherheit für das Darlehen werden 7,2 Mio. € verwendet.
Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 2.162 Tsd. € (Vorjahr: 4.065 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Reifen und Zubehör | 72.961 | 63.427 |
| Unterwegs befindliche Ware | 21.565 | 9.773 |
| Sonstige | 5.060 | 6.610 |
| Gesamt | 99.587 | 79.811 |
Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen bei Kontrollübergang.
Im Berichtsjahr wurden 263.276 Tsd. € (Vorjahr: 219.355 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Aus der verlustfreien Bewertung ergaben sich Wertminderungen in Höhe von 121 Tsd. €. Darüber hinausgehende Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.283 | 24.364 |
| davon Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 0 | 0 |
| davon Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 0 |
Informationen zum Kredit- und Marktrisiko der Gruppe sowie zu den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den "Sonstige Erläuterungen" enthalten.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern | 9.832 | 11.864 |
| Guthaben bei Lieferanten | 516 | 64 |
| Abgrenzungsposten | 687 | 625 |
| übrige kurzfristige Forderungen | 1.719 | 2.233 |
| Summe | 12.753 | 14.786 |
Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 42 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 1 Tsd. €).
Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die erwarteten Steuererstattungen für das Geschäftsjahr 2018.
Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und vereinzelt Schecks ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Kasse | 4 | 4 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.400 | 3.878 |
| Summe | 3.404 | 3.881 |
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen (vollständig eingezahlt). Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440 €, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.
Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 1. Mai 2022 durch ein oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 6.231.665 (in Worten: sechs Millionen zweihunderteinunddreißigtausendsechshundertfünfundsechzig) neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 6.231.665 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen unter Ausnutzung des bedingten Kapitals I/2014 zu gewähren.
Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt, unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.04.2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Am 05.01.2018 wurden insgesamt 18.337 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2018 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Ferner wurden am 17.12.2018 insgesamt 16.660 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 28.12.2018 insgesamt 24.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben.
Die Begünstigten des Aktienoptionsprogramms haben Anspruch auf eine Stückaktie der Delticom AG für jedes Optionsrecht, das sie durch Zahlung des Preises erhalten ("Ausübungspreis"). Gemäß den an bestimmte Mitarbeiter gerichteten Schreiben hat der Aufsichtsrat beschlossen, ihnen Optionsrechte zu gewähren. Die Begünstigten dürfen ihre Optionsrechte nur ausüben, wenn ihr jeweiliger maximaler Gewinn aus der Ausübung der Optionen den Betrag von 1.000.000 € pro Begünstigtem pro Jahr nicht übersteigt. Die Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der gewichtete Durchschnitt der letzten fünf Schlusskurse vor dem Tag der Ausübung der Option mindestens 130% des Ausübungspreises beträgt.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre, beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28.04.2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt wird unabhängig mittels einer angepassten Form des Black-Scholes-Modells ermittelt, das ein Monte-Carlo-Simulationsmodell enthält, das den Ausübungspreis, die Laufzeit der Option, die Auswirkung der Verwässerung (sofern wesentlich), den Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung und die erwartete Kursvolatilität der zugrunde liegenden Aktie, die erwartete Dividendenrendite, den risikofreie Zinssatz für die Laufzeit der Option sowie die Korrelationen und Volatilitäten der Vergleichsunternehmen berücksichtigt.
Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptionen wurden folgende Annahmen getroffen:
| ― | Dividendenrendite: 3% |
| ― | Volatilität der Aktien, basierend auf historischen Daten: 30% |
| ― | risikoloser Zinssatz: -0,05 % |
Basierend auf dieser Grundlage ergibt sich ein beizulegender Zeitwert von 2,88 € je Aktienoption für die Anfang 2018 gewährten gewährten Aktienoptionen sowie von 1,91 € je Aktienoption für Ende 2018 gewährten Aktienoptionen. Dieser Betrag wird über die Haltefrist als Aufwand und der entsprechende Gegenwert direkt im Eigenkapital erfasst. Der Gesamtaufwand für alle im Berichtsjahr gewährten Aktienoptionen unter Berücksichtigung latenter Steuern beläuft sich auf 49 Tsd. €.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen ("Referenztage"), um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder am letzten Börsenhandelstag im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden, als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie Rücklagen aus dem Aktienoptionsprogramm. Darüber hinaus erhöhte sich die Kapitalrücklage im Zuge des Kaufs der eFood- und Logistikgesellschaften in 2016 durch Ausgabe von 518.081 Stückaktien zu einem Aktienkurs am Erwerbszeitpunkt von 17,15 € (8,4 Mio. €).
Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der ausländischen Tochtergesellschaften nebst Tochtergesellschaften wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beinhaltete die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve, die im aktuellen Geschäftsjahr aufgelöst wurde.
Die Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß § 150 AktG bei der AG zu bilden ist.
Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
Die Stimmrechtsanteile, die auf Minderheitsgesellschafter entfallen, sind aus der Anteilsbesitzliste ersichtlich. Der auf Minderheiten entfallene Anteil am Konzernergebnis beträgt -221 Tsd. €. Auf die Darstellung zusammengefasster Finanzinformationen für Tochterunternehmen wird aus Gründen von Unwesentlichkeit verzichtet.
Die Finanzschulden setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 3.750 | 7.312 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 27.119 | 8.009 |
| Summe | 30.869 | 15.321 |
Bei den Finanzschulden handelt es sich um mittelfristige Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.
Die langfristigen Darlehen haben eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren.
Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:
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| in Tausend € | 01.01.2018 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 1.041 | 939 | 126 | 425 | 401 |
| Sonstige Rückstellungen langfristig | 317 | 193 | 6 | 134 | 252 |
| Sonstige Rückstellungen | 599 | 369 | 834 | 1.533 | 929 |
| Gesamt | 1.957 | 1.501 | 966 | 2.092 | 1.582 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen und darüber hinaus u. a. noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr. Der Zinseffekt aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen ist von untergeordneter Bedeutung.
Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen. Die Rückstellungen werden mittels laufzeitadäquater Zinssätze abgezinst.
Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 2.376 Tsd. € (Vorjahr: 684 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 131.408 | 114.392 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 0 | 0 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 31 |
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend € | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 286 | -424 |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FVTPL) | -666 | 196 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -676 | -1.546 |
| Davon Zinsergebnis | -683 | -201 |
Die Entwicklung der Wertansätze der Finanzinstrumente in der Bilanz ist aus der folgenden Aufstellung ersichtlich:
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| Buchwert 31.12.18 | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Beizulegender Zeitwert 31.12.18 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Fortgeführte Anschaffungskosten (AC) | Fair Value erfolgsneutral (FVOCI) | Fair Value erfolgswirksam (FVTPL) | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.404 | 3.404 | 3.404 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.283 | 24.283 | 24.283 | ||
| Sonstige Forderungen | 2.914 | 2.914 | 2.914 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 42 | 0 | 0 | 42 | 42 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 131.408 | 131.408 | 0 | 0 | 131.408 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 4.602 | 4.602 | 0 | 0 | 4.602 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 30.869 | 30.869 | 0 | 0 | 30.869 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 0 | 0 | 30 | 30 |
| Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 30.601 | 30.601 | 0 | 0 | 30.601 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FVTPL) | 42 | 0 | 0 | 42 | 42 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 162.784 | 162.784 | 0 | 0 | 162.784 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FVTPL) | 30 | 0 | 0 | 30 | 30 |
Der Fair Value der sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten entfällt auf kurzfristige und langfristige Bankdarlehen. Aufgrund der kurzen Laufzeit und der teilweisen unterjährigen Anpassung von Zinssätzen entspricht der Buchwert der kurzfristigen Bankdarlehen dem Fair Value. Dies gilt auch für die langfristigen Bankdarlehen.
Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligungen. Der Buchwert der derivaten Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.
Die Finanzinstrumente der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 42 Tausend € (2017: 1 Tausend €) sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 30 Tausend € (2017: 251 Tausend €) haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.
Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Da sich sowohl die wirtschaftliche Lage des Konzerns als auch die Zinskonditionen für den Delticom-Konzern nicht wesentlich verändert haben und die Zinskonditionen annähernd dem Marktniveau entsprechen, entspricht der Buchwert der Finanzschulden näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).
Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie), liegen nicht vor.
Delticom erfasst Übertragungen zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie am Ende des Berichtszeitraums, in dem die Änderung eingetreten ist. Während des Geschäftsjahres 2018 fanden keine derartigen Übertragungen statt.
Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.
Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden, deren Fair Value ergebniswirksam erfasst wird, enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.
Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.
Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.
Des Weiteren enthält der Bilanzposten 30 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 240 Tsd. €), die innerhalb von einem Jahr fällig werden.
Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuer | 3.770 | 5.715 |
| Erhaltene Anzahlungen | 7.816 | 6.957 |
| Guthaben von Kunden | 296 | 288 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 101 | 122 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 212 | 125 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.992 | 3.160 |
| Summe | 16.188 | 16.367 |
Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.
Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 18.381 | 17.201 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 48.655 | 46.315 |
| Gesamt | 67.036 | 63.516 |
Delticom mietet Büroräume und Parkplätze sowie Lagerhallen für Handelsware an 9 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17.3. Die Verträge über die Büroräume in Hannover laufen bis zum 31.12.2020. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 30.06.2020, 31.12.2020, 31.01.2021, 31.12.2021, 29.02.2023, 31.07.2023, 29.02.2028 und 30.06.2029.
Des Weiteren bestand ein Leasingverhältnis für einen Pkw im Rahmen eines Operating-Leasings. Das Pkw-Leasingverhältnis endete im Juli 2018 nach 35-monatiger Laufzeit.
Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating-Leasingverhältnissen betragen:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 5.804 | 5.901 |
| 2 Jahre bis zu 5 Jahre | 17.353 | 22.838 |
| mehr als 5 Jahre | 6.217 | 2.874 |
| Gesamt | 29.374 | 31.613 |
Der Betrag der Zahlungen aus Leasingverhältnissen, der als Aufwand erfasst wurde, belief sich im Geschäftsjahr auf 7,3 Mio. €.
Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.
Die Derivate erfüllen, mit Ausnahme der Net Investment Hedge Reserve, nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39.71 ff. oder IFRS 9. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.
Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 6 Monaten (Vorjahr: 6 Monate).
Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.
Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in € existiert.
Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt. Nach Möglichkeit nutzt Delticom die natürliche Absicherung von Währungen: Zuflüsse in Fremdwährungen werden zur Deckung der Abflüsse in Fremdwährungen verwendet.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro um 10 % an Wert gewonnen bzw. um 10 % an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.
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| Währung | 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2018) | Ergebnis +10% in € |
Ergebnis -10% in € |
Nettoexposure |
|---|---|---|---|---|
| CHF | 1,126 | -697 | 697 | -6.973 |
| DKK | 7,466 | -10 | 10 | -98 |
| GBP | 0,898 | 8.359 | -8.359 | 83.594 |
| NOK | 9,912 | -866 | 866 | -8.662 |
| PLN | 4,294 | -76 | 76 | -760 |
| RON | 4,654 | -4 | 4 | 44 |
| RUB | 79,796 | 2 | -2 | 20 |
| SEK | 10,163 | -3.737 | 3.737 | 37.373 |
| USD | 1,145 | -42.857 | 42.857 | 428.574 |
| Sonstige | n/a | 310 | -310 | 3.096 |
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| Währung | 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2017) | Ergebnis +10% in € |
Ergebnis -10% in € |
Nettoexposure |
|---|---|---|---|---|
| CHF | 1,171 | -1.796 | 1.796 | -18 |
| DKK | 7,445 | -49 | 49 | -480 |
| GBP | 0,888 | -1.773 | 1.773 | -17.731 |
| NOK | 9,828 | -893 | 893 | -9 |
| PLN | 4,179 | 465 | -465 | 4.650 |
| RON | 4,660 | -14 | 14 | 154 |
| RUB | 69,101 | 184 | -184 | 1.840 |
| SEK | 9,820 | 1.851 | -1.851 | -18.511 |
| USD | 1,201 | -96.785 | 96.785 | 967.859 |
| Sonstige | n/a | 65 | -65 | 1 |
Für variabel verzinsliche Finanzinstrumente besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust in Höhe von 18 Tsd. € (Vorjahr: 37Tsd.€), bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn von 18 Tsd. € (Vorjahr: 37Tsd.€). In die Sensitivitätsanalyse wurden sowohl Bankbestände als auch variabel verzinsliche Finanzschulden einbezogen.
Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tagesgeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.
Im Folgenden werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag einschließlich geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um nicht diskontierte Bruttobeträge inklusive vertraglicher Zinszahlungen, jedoch ohne Darstellung der Auswirkung von Verrechnungen:
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| in Tausend € | Vertragliche Zahlungsströme | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | Buchwert | Gesamt | 2 Monate oder weniger | 2-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 24.203 | 24.503 | 24.503 | 0 | 0 | 0 |
| Bankdarlehen | 6.666 | 6.914 | 441 | 2.573 | 2.544 | 1.357 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 131.408 | 131.408 | 131.408 | 0 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 30 | 30 | 0 | 0 | 0 |
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| in Tausend € | Vertragliche Zahlungsströme |
|---|---|
| 2018 | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 0 |
| Bankdarlehen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
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| in Tausend € | Vertragliche Zahlungsströme | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | Buchwert | Gesamt | 2 Monate oder weniger | 2-12 Monate | 1-2 Jahre | 2-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 3.550 | 3.693 | 3.693 | 0 | 0 | 0 |
| Bankdarlehen | 11.771 | 12.200 | 438 | 4.250 | 4.367 | 3.145 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 114.392 | 114.392 | 114.392 | 0 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 240 | 240 | 240 | 0 | 0 | 0 |
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| in Tausend € | Vertragliche Zahlungsströme |
|---|---|
| 2017 | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 0 |
| Bankdarlehen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
Delticom liefert Waren an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen beträgt 3.835 Tsd. € (Vorjahr: 1.998 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10% und 15%.
Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für den Konzern, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Es ergibt sich im Wesentlichen aus den Forderungen gegen Kunden.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und der Vertragsvermögenswerte entsprechen dem maximalen Kreditrisiko.
Die erfolgswirksam erfassten Wertberichtigungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte lauten wie folgt:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen | -4.175 | -505 |
| Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen | 142 | 46 |
Das Kreditrisiko der Delticom wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale jedes Kunden beeinflusst. Aufträge, bei denen Kunden nicht im Voraus bezahlen, werden automatisch anhand komplexer Regeln geprüft und gesperrt. Bei gesperrten Bestellungen führt das Kreditrisikoteam eine manuelle Prüfung durch.
Der Konzern begrenzt sein Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Festlegung einer Kreditlimitpolitik. Es ist eine maximale Zahlungsfrist von 30 Tagen für Privat- und Firmenkunden festgelegt.
Der Konzern verlangt keine Sicherheiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.
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| in Tausend € | 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| Nicht in der Bonität beeinträchtigt | Bonität beeinträchtigt | Gesamtsumme | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtbuchwert | 23.429 | 3.882 | 27.311 | 26.604 |
| Wertberichtigungen | -3.028 | -2.240 | ||
| Gesamt | 24.283 | 24.364 |
Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 2.240 | 2.350 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 3.992 | 2.328 |
| Auflösungen | -121 | -221 |
| Verbrauch von Wertberichtigungen | -3.083 | -2.217 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 3.028 | 2.240 |
Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu "Organe der Gesellschaft".
Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Anteilsbesitz. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.
Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS 24 sind:
| ― | Binder GmbH (Anzahl der Aktien 2.133.561, 17,12 % der Anteile) |
| ― | Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 4.427.671, 35,52 % der Anteile) |
Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Aufsichtsratsvorsitzender seit 01.01.2014), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Vorstand seit 01.01.2014), Hannover, über die Prüfer GmbH und die Seguti GmbH nach § 34 I S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i. S. d. § 34 II S. 1 WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 3 | 9 |
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) | 0 | 6 |
Einkauf von Waren und Dienstleistungen
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| in Tausend € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 500 | 1.091 |
| von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) | 0 | 0 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.
Im Geschäftsjahr 2018 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern:
| ― | Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Großkundengeschäft (B2B) Pkw-Reifen Europa/Food, Flottengeschäft, Montagepartner, Konsumentengeschäft B2C/B2B Reifen, Spezialreifen und NFZ, Zweirad, Recht, Personal |
| ― | Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, Nordamerika, Einkauf Reifen Pkw und Spezialreifen, Transport/Logistik Services |
| ― | Andreas Prüfer, Hannover: Vorstand, Logistik Zentrallager, Konsumentengeschäft (B2C) Pkw Osteuropa mit Österreich, Finanzen, IT, Corporate Communications, Riskmanagement |
| ― | Thierry Delesalle, Wunstorf: Vorstand bis 05.09.2018, Konsumentengeschäft B2C Westeuropa, Onlinemarketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa, Kategoriemanagement |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
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| Susann Dörsel-Müller Großkundengeschäft (B2B) PKW Reifen Europa/ Food/ Flottengeschäft/ Rädereinlagerung/ Großhandel/ Montagepartner/ Mobile Montage/ Konsumentengeschäft B2C/B2B Spezialreifen/ NFZ/ Zweirad/ Recht/ Personal/ PNEBO | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Tausend € | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 240 | 240 | 240 | 240 | 240 | 240 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 240 | 240 | 240 | 240 | 240 | 240 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 16 | 24 | 60 | 58 | 0 | 531 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 16 | 24 | 30 | 27 | 0 | 500 |
| Gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 30 | 31 | 0 | 31 |
| Summe | 256 | 264 | 300 | 298 | 240 | 771 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 256 | 264 | 300 | 298 | 240 | 771 |
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| Philip von Grolman Nordamerika/Einkauf Reifen PKW/ NFZ (Nutzfahrzeuge)/Spezialreifen/ Transport/Logistik Services/ Lager Z | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Tausend € | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 68 | 69 | 98 | 93 | 0 | 531 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 68 | 69 | 68 | 62 | 0 | 500 |
| Gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 30 | 31 | 0 | 31 |
| Summe | 311 | 312 | 341 | 336 | 243 | 774 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 311 | 312 | 341 | 336 | 243 | 774 |
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| Thierry Delesalle (bis 05.09.2018) Konsumentengeschäft B2C Westeuropa exkl. B2C Motorad/ Online Marketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa/ Kategorie-Management/ TyresNET/ ReifenTEST | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Tausend € | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 240 | 220 | 240 | 220 | 220 | 220 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 240 | 220 | 240 | 220 | 220 | 220 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 13 | 24 | 60 | 42 | 0 | 515 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 13 | 24 | 30 | 27 | 0 | 500 |
| Gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 30 | 15 | 0 | 15 |
| Summe | 253 | 244 | 300 | 262 | 220 | 735 |
| Versorgungsaufwand | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 0 |
| Gesamtvergütung | 254 | 245 | 301 | 263 | 221 | 735 |
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| Andreas Prüfer Logistik Zentrallager/ Toroleo/ Konsumentengeschäft (B2C) PKW Osteuropa mit Österreich/ Finanzen/ IT/ Corporate Communications/ Business Development/ Operation Center/ Supply Chain (B2B/B2C) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Tausend € | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 137 | 139 | 166 | 155 | 0 | 781 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 137 | 139 | 136 | 124 | 0 | 750 |
| Gewährte Aktienoptionen | 0 | 0 | 30 | 31 | 0 | 31 |
| Summe | 612 | 614 | 641 | 630 | 475 | 1.256 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 612 | 614 | 641 | 630 | 475 | 1.256 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente mit langfristiger Anreizwirkung sowie einer anteilsbasierten Vergütung zusammen, die im Folgenden dargestellt sind:
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| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | langfristige Anreizwirkung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Susann Dörsel-Müller | 240 | 240 | 27 | 30 | 31 | 30 |
| Philip von Grolman | 243 | 243 | 62 | 68 | 31 | 30 |
| Thierry Delesalle | 220 | 240 | 27 | 30 | 15 | 30 |
| Andreas Prüfer | 475 | 475 | 124 | 136 | 31 | 30 |
| Gesamt | 1.178 | 1.198 | 240 | 264 | 108 | 120 |
Darüber hinaus erhielt Thierry Delesalle in 2018 eine Abfindung in Höhe von insgesamt 635 Tsd. €.
Im Geschäftsjahr 2018 sind kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandsmitglieder von 1.178 Tsd. € (Vorjahr 1.198 Tsd. €) sowie andere langfristig fällige Leistungen von 240 Tsd. € (Vorjahr: 264 Tsd. €) angefallen. Die anteilsbasierte Vergütung beläuft sich auf insgesamt 108 Tsd. € (Vorjahr: 120 Tsd.
Der Bestand der gewährten Aktienoptionen hat sich für die Vorstandsmitglieder wie folgt entwickelt:
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| in Tausend € | ´1. Tranche 05.01.2017 | ´2. Tranche 10.01.2018 | ´3. Tranche 28.12.2018 | Gesamtbestand 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Susann Dörsel-Müller | 8.000 | 8.000 | 8.000 | 24.000 |
| Philip von Grolman | 8.000 | 8.000 | 8.000 | 24.000 |
| Thierry Delesalle | 8.000 | 8.000 | 0 | 16.000 |
| Andreas Prüfer | 8.000 | 8.000 | 8.000 | 24.000 |
Die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt der an die Vorstandsmitglieder gewährten Aktienoptionen stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend € | Zeitwert 1. Tranche 05.01.2017 | Zeitwert 2. Tranche 10.01.2018 | Zeitwert 3. Tranche 28.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Susann Dörsel-Müller | 30.000 | 23.040 | 15.280 |
| Philip von Grolman | 30.000 | 23.040 | 15.280 |
| Thierry Delesalle | 30.000 | 23.040 | 0 |
| Andreas Prüfer | 30.000 | 23.040 | 15.280 |
Die beizulegenden Zeitwerte je Aktie zum jeweiligen Gewährungszeitpunkt betrugen 3,75 € (05.01.2017), 2,88 € (10.01.2018) und 1,91 € (28.12.2018).
Wertveränderungen aufgrund von Änderungen der Ausübungsbedingungen waren nicht zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2018 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
| ― | Rainer Binder, Unternehmer, Hannover: Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender |
| ― | Alan Revie, Unternehmer, Hamilton/Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied |
| ― | Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Hannover: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
Im Geschäftsjahr 2018 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Rainer Binder auf 50 Tsd. € (Vorjahr: 50 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 20 Tsd. € (Vorjahr: 20 Tsd. €) und Alan Revie auf 10 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €). Dies umfasst ausschließlich eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Die Hauptversammlung hat am 08.05.2018 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2017 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 1.246.333,10 € (0,10 € pro Aktie, Vorjahr: 0,50 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 19.301.275,72 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 12.08.2019 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn in Höhe von 15.936 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, die Tirendo Holding GmbH, die Giga GmbH, die Deltiparts GmbH, die TyresNet GmbH, die DeltiLog GmbH, die MobileMech GmbH sowie die DeltiStorage GmbH haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.
Die Tirendo Deutschland GmbH sowie die Gourmondo Food GmbH nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB so weit wie möglich in Anspruch.
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| Festkapital Anteil in % |
||
|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| All you need GmbH, Berlin | 100 | 0 |
| DeltiLog Ltd., Oxford, Großbritannien (vormals DeltiTrade Ltd.) | 100 | 100 |
| DeltiLog GmbH, Hannover, Deutschland (vormals DeltiTrade GmbH) | 100 | 100 |
| Delticom O.E. S.R.L., Timisoara, Rumänien | 100 | 100 |
| DeltiCar SAS, Paris, Frankreich | 100 | 100 |
| Extor GmbH, Hannover, Deutschland - (über DeltiLog GmbH) | 60 | 60 |
| Gourmondo Food GmbH, München, Deutschland | 88 | 90 |
| Delticom Russland OOO, Moskau, Russland | 100 | 49 |
| Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch, Deutschland | 100 | 100 |
| Ringway GmbH, Hannover, Deutschland -(über DeltiLog GmbH) | 100 | 80 |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch, Deutschland | 100 | 100 |
| Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA | 75 | 75 |
| Tyreseasy LLC, Wilmington Delaware, USA - (über Delticom North America Inc.) | 100 | 100 |
| Giga Tyres LLC, Benicia, Kalifornien, USA - (über Delticom North America Inc.) | 100 | 100 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin, Deutschland | 100 | 100 |
| Delticom Japan GK, Tokio (Japan) (über Delticom O.E. SRL) | ||
| Delticom TOV, Lwiw (Ukraine) (über Delticom O.E. SRL) | 99 | 99 |
| Deltiparts GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| MobileMech GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland - (über Tirendo Holding GmbH) | 100 | 100 |
| TyresNET GmbH, München, Deutschland | 100 | 100 |
| DeltiStorage GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Giga GmbH, Hamburg, Deutschland | 100 | 100 |
Zum 31.12.2018 wurden keine Beteiligungsgesellschaften at equity konsolidiert. Die Delticom Russland OOO, die im Vorjahr noch at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurde, wird nunmehr im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt.
Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.
In 2018 wurden für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:
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| in Tausend € | 2018 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 140 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamt | 140 |
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung, die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses, die Prüfung des Abhängigkeitsberichts sowie die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Delticom AG.
Der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 liegt vor Abschluss der prüferischen Durchsicht des Halbjahresberichts zum 30. Juni 2018 vor, sodass der Aufsichtsrat keinen Mehrwert in einem nachgängigen Abschluss der prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses sieht. Da das Zahlenwerk ohnehin im geprüften Jahresabschluss aufgeht, wird es daher aufgrund einer Kostenersparnis für Delticom als sachgerecht erachtet, vom Abschluss der prüferischen Durchsicht des Halbjahresberichts 2018 abzusehen.
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 19.03.2019 abgegeben und den Aktionären am 27.03.2019 auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten.
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| in Tausend € | 31.12.2017 | Zahlungswirksame Veränderungen | Nicht-zahlungswirksame Veränderungen | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erwerbe | Wechselkursbedingte Änderungen | Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Bankdarlehen | 7.312 | -3.562 | 0 | 0 | 0 | 3.750 |
| Kurzfristige Bankdarlehen | 8.009 | 19.110 | 0 | 0 | 0 | 27.119 |
| Leasingverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zur Sicherung langfristiger Ausleihungen gehaltene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 15.321 | 15.548 | 0 | 0 | 0 | 30.869 |
Hannover, den 19.06.2019
Susann Dörsel-Müller
Philip v. Grolman
Andreas Prüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, 25. Juni 2019
Der Vorstand
An die Delticom AG, Hannover
Wir haben den Konzernabschluss der Delticom AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern Gewinn- und Verlust Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Delticom AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist (im Folgenden: Konzernlagebericht), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungs-leistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" unter Ziffer 10.
Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 35,3 Mio und stellt mit 15,2 % der Bilanzsumme einen erheblichen Anteil an den Vermögenswerten dar.
Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird jährlich auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages legt Delticom primär den Nutzungswert zugrunde. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 31. Dezember 2018.
Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung für die nächsten fünf Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz.
Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen hat die Gesellschaft keinen Wertminderungsbedarf festgestellt. Die Sensitivitätsberechnungen der Gesellschaft ergaben jedoch, dass eine für möglich gehaltene Änderung der Wachstumsrate oder EBITDA-Marge eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag verursachen würde.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind.
Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit dem vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft anhand eigener Berechnungen auf Angemessenheit beurteilt.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir mögliche Veränderungen wesentlicher Parameter auf den erzielbaren Betrag untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben.
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind.
Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft liegen innerhalb akzeptabler Bandbreiten und sind insgesamt ausgewogen.
Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Angaben zum Erwerb der All you need GmbH finden sich im Konzernanhang im Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3".
Am 31. Oktober 2018 erwarb die Delticom AG die All you need GmbH, Berlin. Der Erwerb erfolgte unter Zuzahlung von EUR 5,0 Mio. durch den Veräußerer an die Delticom AG. Unter Berücksichtigung des erworbenen Nettovermögens zu Zeitwerten in Höhe von EUR 6,4 Mio ergab sich zunächst ein passivischer Unterschiedsbetrag, sogenannter negativer Goodwill. Der Unterschiedsbetrag wurde zum Erwerbszeitpunkt als Gewinn in Höhe von EUR 11,4 Mio realisiert, nachdem die gesetzlichen Vertreter nochmal beurteilten, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden richtig identifiziert wurden.
Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden nach IFRS 3 im Regelfall zum beizulegenden Zeitwert am Tag des Erwerbs angesetzt.
Identifikation und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind komplex und beruhen auf ermessensbehafteten Annahmen des Vorstands.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden unzutreffend bzw. nicht vollständig identifiziert bzw. fehlerhaft bewertet sind. Außerdem besteht das Risiko, dass die Angaben im Konzernanhang nicht vollständig und sachgerecht sind.
Unter Einbezug unserer eigenen Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Identifikations- und Bewertungsverfahren beurteilt. Dafür haben wir uns zunächst durch Befragungen des Vorstands, von Mitarbeitern des Finanzbereichs und der Rechtsabteilung sowie durch Würdigung der relevanten Verträge ein Verständnis von der Erwerbstransaktion verschafft.
Das Gesamtentgelt in Form der Zuzahlung durch den Veräußerer haben wir mit dem zugrunde liegenden Kaufvertrag und den Zahlungsnachweisen abgestimmt.
Wir haben den Prozess der Identifikation der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden vor dem Hintergrund unserer Kenntnisse des Geschäftsmodells der All you need GmbH auf Übereinstimmung mit den Anforderungen nach IFRS 3 gewürdigt. Die verwendeten Bewertungsverfahren haben wir auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen untersucht.
Wesentliche Verträge der erworbenen Gesellschaft haben wir hinsichtlich nachteiliger Vertragskonditionen geprüft und beurteilt, ob die übernommenen Schulden vollständig bilanziert sind.
Die erwartete Umsatzentwicklung haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Die der Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zugrundeliegenden Annahmen haben wir hinsichtlich der Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Die zur Bewertung von immateriellen Vermögenswerten herangezogenen Lizenzraten haben wir mit Referenzwerten aus einschlägigen Datenbanken verglichen. Die den Kapitalkosten zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Beurteilung der rechnerischen Richtigkeit haben wir unter risikoorientierten Gesichtspunkten ausgewählte Berechnungen nachvollzogen. Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zum Erwerb der All you need GmbH vollständig und sachgerecht sind.
Die der Identifikation und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zugrunde liegende Vorgehensweise ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zugrundeliegenden wesentlichen Annahmen und Parameter sind angemessen und die Darstellung im Konzernanhang ist vollständig und sachgerecht.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Die Delticom AG hat in 2016 die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Online-Lebensmittelhandel und Logistik erworben. Beide zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben seit ihrem Erwerb sowie im Berichtsjahr Verluste erwirtschaftet. Somit liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung der in diesen beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ausgewiesenen Vermögenswerte vor.
Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Vermögenswerten, ermittelt die Gesellschaft zum Abschlussstichtag den erzielbaren Betrag und vergleicht diesen mit dem jeweiligen Buchwert. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich eine Wertminderung. Der erzielbare Betrag wird als Nutzungswert anhand des Discounted Cash Flow-Verfahrens ermittelt. Die Wertminderung bei einzelnen Vermögenswerten ist auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten auf Ebene der einzelnen Vermögenswerte begrenzt.
Die Werthaltigkeitsprüfung der Vermögenswerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Zahlungsmittelflüsse sowie die verwendeten Abzinsungssätze.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Online-Lebensmittelhandel und Logistik befinden sich seit der Akquisition im Geschäftsjahr 2016 in einer Verlustsituation. Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Sachanlagen nicht werthaltig sind.
Wir haben uns durch Erläuterungen von Mitarbeitern des Rechnungswesens ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Identifizierung von Anhaltspunkten auf Wertminderung sowie der Ermittlung der erzielbaren Beträge verschafft.
Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir neben der rechnerischen Richtigkeit und IFRS-Konformität der Bewertungsmodelle der Gesellschaft die Angemessenheit der darin einfließenden wesentlichen Annahmen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsmittelflüsse und übrigen wesentlichen Parameter mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Die Angemessenheit der Annahmen wurde auch, sofern verfügbar, mit externen Markteinschätzungen verglichen. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den später tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.
Die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie, die spezifischen Risikozuschläge und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen wesentlicher Parameter auf den erzielbaren Betrag untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben.
Die der Werthaltigkeitsprüfung für Vermögenswerte zugrunde liegende Vorgehensweise einschließlich des Bewertungsmodells steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die verwendeten Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Angaben zu latenten Steueransprüchen und -schulden finden sich im Konzernanhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" unter Ziffer 8.
Im Konzernabschluss der Delticom AG zum 31. Dezember 2018 werden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 4,0 Mio ausgewiesen.
Für die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern schätzt die Delticom AG ein, inwieweit die bestehenden latenten Steueransprüche in den folgenden Berichtsperioden genutzt werden können. Die Realisation dieser Ansprüche setzt voraus, dass in Zukunft in ausreichendem Maße steuerliches Einkommen erwirtschaftet wird. Bestehen begründete Zweifel an der künftigen Nutzbarkeit der ermittelten latenten Steueransprüche, werden aktive latente Steuern nicht angesetzt bzw. bereits gebildete aktive latente Steuern wertberichtigt.
Die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist in hohem Maße von der Einschätzung und den Annahmen der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die operative Entwicklung der einzelnen Gesellschaften abhängig und daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Des Weiteren ist die Realisation vom jeweiligen steuergesetzlichen Umfeld abhängig.
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Delticom AG aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 3,8 Mio aktiviert, welche im Wesentlichen aus dem Berichtsjahr 2018 resultieren.
Nach Einschätzung der Delticom AG wird sich die Ertragslage der betroffenen Konzerngesellschaften ab dem kommenden Jahr wieder auf das Niveau der Vorjahre verbessern, so dass eine Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf die entstandenen Verlustvorträge möglich ist.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Einschätzung der Delticom AG nicht angemessen ist und die angesetzten aktiven latenten Steuern nicht werthaltig sind.
Zur Beurteilung der Steuersachverhalte haben wir unsere Steuerspezialisten in die Prüfung einbezogen. Zunächst haben wir uns kritisch mit den temporären Differenzen zwischen den IFRS- und den Steuerbilanz-Buchwerten auseinandergesetzt. Außerdem haben wir die Verlustvorträge zu den Steuerbescheiden und den Steuerberechnungen für das aktuelle Geschäftsjahr abgestimmt sowie außerbilanzielle Korrekturen gewürdigt.
Wir haben die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Basis der durch die Gesellschaft aufgestellten unternehmensinternen Prognosen der zukünftigen steuerlichen Einkommenssituation beurteilt und die zugrunde gelegten Annahmen kritisch gewürdigt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den später tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.
Die Einschätzung der Delticom AG zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage von Konzerngesellschaften mit Verlustvorträgen haben wir uns vom Vorstand erläutern lassen. In diesem Zusammenhang haben wir die Ursachen der Ergebnisverbesserung analysiert und die Nachhaltigkeit der zu versteuernden Ergebnisse beurteilt.
Die dem Ansatz der aktiven latenten Steuern zugrunde liegenden Annahmen sind insgesamt angemessen.
Zu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 der Delticom AG weist Umsatzerlöse in Höhe von EUR 645,7 Mio aus. Zu den Umsatzerlösen tragen im Wesentlichen der Verkauf diverser Handelsprodukte an Privatkunden sowie gewerbliche Abnehmer über das Internet bei, wobei der überwiegende Teil der erzielten Umsatzerlöse mit Privatpersonen erzielt wird. Die seitens der Delticom AG erzielten Umsatzerlöse stellen Massentransaktionen dar und prägen die Ertragslage der Gesellschaft. Die Abwicklung und Überwachung dieser Transaktionen durch die Delticom AG erfolgt IT-gestützt.
Die Delticom AG erfasst Umsätze aus dem Verkauf der Produkte, wenn sie durch Übertragung eines zugesagten Vermögenswerts auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Die Leistungsverpflichtung wird zum Zeitpunkt der Übertragung der Produkte auf den Kunden erfüllt wird und die Umsatzrealisation erfolgt daher zeitpunktbezogen.
Aufgrund der Massentransaktionen bestehen erhöhte Anforderungen an die IT-Systeme sowie an die Prozesse zur Sicherstellung der periodengerechten Umsatzrealisierung.
Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr zu hoch und somit nicht periodengerecht erfasst werden.
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzerlösrealisierung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf Abwicklung und Realisation der Umsatzerlöse einschließlich der zum Einsatz kommenden IT-Systeme geprüft.
Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen und externen Liefernachweisen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsätze, die im Dezember 2018 erfasst wurden.
Darüber hinaus wurden für die zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeglichenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gewerblicher Abnehmer Saldenbestätigungen eingeholt, die auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählt wurden. Für ausgebliebene Rückmeldungen der Saldenbestätigungsaktion wurden alternative Prüfungshandlungen vorgenommen, indem die Umsatzerlöse unter anderem mit den zugrundeliegenden Bestellungen, Rechnungen und Liefernachweisen sowie den eingegangenen Zahlungen abgestimmt wurden. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeglichenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen privater Kunden wurden für auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Einzellieferungen innerhalb der Umsatzerlöse unter anderem mit den zugrundeliegenden Bestellungen, Rechnungen und Liefernachweisen sowie den eingegangenen Zahlungen abgestimmt.
Die Vorgehensweise der Delticom AG bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht. Sonstige Information
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellte Erklärung zur Unternehmensführung sowie die uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichtes, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften (sowie der IFRS insgesamt) ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der Delticom AG, Hannover, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefan Luther.
Hannover, den 19. Juni 2019
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Luther, Wirtschaftsprüfer
gez. Kompio, Wirtschaftsprüfer
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