Annual Report • Jul 17, 2017
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig beraten und fortlaufend überwacht sowie die ihm sonst nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Wir ließen uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Vom Vorstand haben wir monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, insbesondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Bis auf die Beschlussfassungen außerhalb von Sitzungen am 22.02.2016 und 23.02.2016 im Zusammenhang mit dem Erwerb der Firmen Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH, bei denen sich Herr Binder seiner Stimme enthielt, wurden alle Beschlüsse im Berichtszeitraum einstimmig gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen.
Dem Aufsichtsrat gehörten mithin im Berichtszeitraum Herr Rainer Binder (Vorsitzender), Herr Michael Thöne-Flöge (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Alan Revie an. Die Neuwahl des Aufsichtsrats fand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 03.05.2016 statt. In der sich unmittelbar anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Herr Binder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Michael Thöne-Flöge zum stellvertretenden Vorsitzenden sowie zum unabhängigen Finanzexperten bestimmt. Das in § 100 Abs. 5 AktG vorgesehene Kriterium der Unabhängigkeit des Finanzexperten wurde mit Wirkung zum 17.06.2016 gestrichen. Nunmehr sieht § 100 Abs. 5 AktG das zusätzliche Kriterium vor, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein müssen. Auch dieses Kriterium erfüllt der Aufsichtsrat der Gesellschaft nach Auffassung seiner Mitglieder bereits, obwohl es nach der maßgeblichen Übergangsregelung derzeit für den Aufsichtsrat der Delticom AG noch nicht zwingend ist. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.
Wiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Wesentliches Thema war die Erweiterung des Geschäftsmodells auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln sowie Dienstleistungen im Bereich Logistik. Die Chancen, aber auch die Herausforderungen an Produkte und Geschäftsmodelle, die sich daraus ergeben, wurden ausgiebig diskutiert. Im Ergebnis bestand Einigkeit dahingehend, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln durch die enorme Größe des Marktes interessant sei und sehr viel Potenzial zum Wachstum biete.
Mit dem Erwerb von 90 % der Anteile an der Gourmondo Food GmbH und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH hat die Delticom einen wichtigen Schritt auf diesem Gebiet getätigt. Die Delticom hat damit ihre Kompetenzen im Bereich Logistik gestärkt und ihre Tätigkeit in den vielversprechenden Bereich des Online-Lebensmittelhandels expandiert. Der Aufsichtsrat hat dieser Transaktion am 23.02.2016 zugestimmt.
Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben, zum Teil im Wege der Telefonkonferenz. Zwölf Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.
In unserer ersten ordentlichen Sitzung vom 15.03.2016 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des 2015 erzielten Bilanzgewinns befasst. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 03.05.2016 verabschiedet. Zudem haben wir die Berechnungsgrundlage der variablen Komponenten bei den Dienstverträgen von Frau Dörsel-Müller und Herrn Delesalle erhöht.
In der Sitzung am 03.05.2016 hat der Aufsichtsrat zunächst im Anschluss an die Neuwahl der Mitglieder durch die Hauptversammlung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sodann hat der Vorstand über die Geschäfts- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns berichtet.
In der Sitzung am 20.09.2016 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2016. Ferner haben wir -wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen. Wir haben darüber hinaus der öffentlichen Ausschreibung für den Abschlussprüfer unter Beachtung der Anforderungen der geänderten Europäischen Abschlussprüferrichtlinie 2014/56/EU (AP-RiLi), der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (EU-VO) und deren nationaler Umsetzung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 und einer geringfügigen Änderung bei den Vorstandsressorts zugestimmt.
In der letzten ordentlichen Sitzung am 15.11.2016 hat uns der Vorstand über den Gang der Geschäfte berichtet. Wir haben ferner über die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten und dieser zugestimmt.
Neben den vier ordentlichen Sitzungen wurden zwölf Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst:
Diese betrafen die Neuaufteilung der Vorstandsressorts (25.01.2016), verschiedene Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Erwerb der Lebensmittel-Onlinehändler Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH (ein Beschluss am 22.02.2016 und zwei Beschlüsse am 23.02.2016), die Gründung der Giga-tires LLC (25.04.2016), die Erhöhung der Grundvergütung zweier Vorstandsmitglieder (16.06.2016), die Gewährung eines Darlehens an die ES Food GmbH (19.08.2016), Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse (12.09.2016), den Kauf wesentlicher Vermögenswerte des Onlinehändlers für Gebrauchtwagen AutoPink (11.10.2016), eine Änderung des Transaktionsvertrages betreffend den vorgenannten Erwerb der Lebensmittel-Onlinehändler (29.11.2016) sowie die Einführung von Aktienoptionsplänen sowohl für Mitarbeiter der Delticom AG als auch Mitglieder des Vorstands der Delticom AG und die Einladung der Bezugsberechtigten (27.12.2016 bzw. 28.12.2016). Die Ausgabe der Optionsrechte und die Festlegung der Ausübungspreise erfolgte im Anschluss an das Berichtsjahr.
Am 15.03.2016 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.
Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts im Sinne von Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.
Zu im Geschäftsjahr 2016 aufgetretenen Interessenkonflikten und deren Behandlung berichtet der Aufsichtsrat wie folgt:
Da die Prüfer GmbH plante, gleichzeitig mit und in Abhängigkeit von dem Abschluss des Kaufvertrages mit der Delticom AG betreffend die Veräußerung der Lebensmittel-Onlinehändler Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH, von der Binder GmbH, deren einziger Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende von Delticom, Herr Rainer Binder, ist, eine signifikante Anzahl von Aktien an der Delticom AG zu erwerben, enthielt sich Herr Binder aufgrund seiner mittelbaren Betroffenheit und des damit einhergehenden möglichen Interessenkonfliktes bei allen Beschlussfassungen im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Gesellschaften der Stimme.
Die Abschlussbesprechung mit dem Abschlussprüfer, in der die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers vorbesprochen wurden, fand am 17.03.2017 statt. Unrichtigkeiten, Verstöße gegen Gesetz oder Satzung sowie bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt.
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21.03.2017 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichten für das Geschäftsjahr 2016 beschäftigt, insbesondere dem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2016, sowie dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns und dem Abhängigkeitsbericht. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, jeweils für das Geschäftsjahr 2016, wurden uns rechtzeitig vorgelegt, so dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fuhrberger Straße 5, 30625 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel.
Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2016 durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Bei der Sitzung am 21.03.2017 berichteten Vertreter des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2016, vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns im Jahr 2016 angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.
Hannover, den 21. März 2017
Rainer Binder
Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führendes E-Commerce Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Delticom-Gruppe ist in 68 Ländern mit 387 Onlineshops und -vertriebsplattformen tätig.
Mit durchschnittlich 156 Mitarbeitern ist die Delticom-Gruppe ein extrem effizient aufgestelltes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben übernehmen Operations-Center. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette. Kooperationen mit Partnerunternehmen ermöglichen es uns, die Bedürfnisse unserer Kunden ganzheitlich zu erfüllen.
Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2016 vollkonsolidiert sind:
| ― | DeltiCar SAS, Paris (Frankreich) |
| ― | Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| ― | Delticom SA, Durban (Südafrika) |
| ― | Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | DeltiTrade Ltd., Oxford (Großbritannien) (vormals: Delticom Tyres Ltd.) |
| ― | DeltiTrade GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: ES Food GmbH) |
| ― | Extor GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) |
| ― | Gigatires LLC, Benicia, (Kalifornien, USA) |
| ― | Gourmondo Food GmbH, München (Deutschland) |
| ― | MobileMech GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: Reife tausend1 GmbH) |
| ― | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Price Genie LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Tireseasy LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres TT GmbH & Co.KG, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | TyresNet GmbH, München (Deutschland) |
| ― | Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.
Für die Delticom AG als nicht mitbestimmte Aktiengesellschaft ist eine Mindestzielgröße für eine Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand gesetzlich nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 05.05.2015 nach einer ausführlichen Erörterung beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat auf dem Prozentsatz von null Prozent zu belassen.
Darüber hinaus war und ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass der derzeitige Vorstand der Delticom AG sehr erfolgreich arbeitet, und beabsichtigt daher nicht, die Zusammensetzung des Vorstandes zu ändern. Der Aufsichtsrat der Delticom AG hat daher beschlossen, das Ziel für die Frauenquote für den Vorstand bei dem damals aktuellen Prozentsatz in Höhe von mindestens 20 Prozent zu belassen. Der Frauenanteil soll auch zum 30.06.2017 null Prozent (Aufsichtsrat) bzw. mindestens 20 Prozent (Vorstand) betragen.
Mit dem Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhandel, hat die Delticom-Gruppe im Berichtszeitraum ihr Produktangebot im Bereich Automotive vervollständigt. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft seit dem letzten Jahr auch die Onlineshops von Gourmondo, einem Onlineanbieter für qualitativ hochwertige Lebensmittel. Mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der DeltiTrade GmbH (ehemals ES Food GmbH) hat Delticom ihre Kompetenz im Bereich hocheffizienter E-Commerce-Logistik komplettiert. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts am Konzernumsatz werden nachfolgend vornehmlich die wesentlichen Einflussfaktoren auf das PKW-Ersatzreifengeschäft dargstellt.
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Gemäß dem "Global B2C E-commerce Report 2016" wurden 2015 schätzungsweise 7 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes online erzielt. 45% der Weltbevölkerung älter als 15 Jahre verfügt bereits über einen Internetzugang. In Europa und Nordamerika fällt die Quote mit 75 % bzw. 78 % deutlich höher aus. Mit dem demografischen Wandel werden zunehmend internetaffine Käuferschichten erschlossen.
Die Delticom-Gruppe ist aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes. Auf den Straßen Europas fahren mehr als 249 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei etwa 10 Jahren, wovon 63-% jünger als 10 Jahre sind. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten - insbesondere Benzinpreise - haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Umsatz und Marge eines E-Commerce Unternehmens werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung im Reifenhandel ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da die Delticom-Gruppe europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots über den Onlinereifenhandel hinaus wird mittelfristig zusätzlich zu einer Verringerung der Saisonalität beitragen.
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes "A" steht dabei für die beste und ein rotes "G" für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Die Delticom-Gruppe informiert ihre Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.
Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.
Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgt kompetent durch unsere Montagespezialisten.
Der Lebensmittelhandel unterliegt strengen Kontrollen. Bei dem HACCP handelt es sich um ein klar strukturiertes und auf präventive Maßnahmen ausgerichtetes Konzept, welches der Vermeidung von Gefahren im Zusammenhang mit Lebensmitteln dient, die zu einer Erkrankung oder Verletzung von Konsumenten führen können.
Da Delticom keine offenen Lebensmittel handelt und auch kein lebensmittelverarbeitender Betrieb ist, sind die Kontrollpunkte begrenzt. Letztere umfassen im Wesentlichen Kontrollen hinsichtlich gereinigter Transportfahrzeuge (bei Selbstabholung), Temperaturmessungen beim Wareneingang (dokumentiert auf den Lieferscheinen), Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums, Temperaturkontrollen der Kühlzellen, Versand von intakt verpackten Lebensmitteln (Stichprobenkontrolle), Testlieferungen von gekühlter und tiefgekühlter Ware mit Temperaturdatenlogger, Schädlingsmonitoring und die Reinigung der Facilitäten nach Reinigungsplan und mit ausgewählten Reinigungsmitteln laut Vorgabe. Delticom hat einen dedizierten HACCP-Beauftragten, der mit der Durchführung und Sicherstellung der Kontrollpunkte beauftragt ist.
Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Onlinehandel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Der E-Commerce-Anteil am gesamteuropäischen Bruttosozialprodukt liegt mittlerweile schätzungsweise bei knapp 3%. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Dank ihres Multi-Shop Ansatzes kann Delticom die individuellen Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen und einem zunehmenden Wettbewerb auch zukünftig weiter standhalten. Die fortlaufende Erweiterung des Angebots um Serviceleistungen und neue Produktgruppen trägt zu einer verbesserten Kundenbindung bei und bietet für die kommenden Jahre zusätzliches Cross-Selling Potenzial.
Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Im Gegensatz zu vielen anderen E-Commerce Unternehmen ist die Delticom-Gruppe in ganz Europa und darüber hinaus tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Reifennachfrage gut ausgeglichen werden.
Für viele E-Commerce Unternehmen stellt der grenzüberschreitende Handel nach wie vor eine Herausforderung dar. Neben einer Anpassung der Website-Gestaltung an lokale Anforderungen, Produktbeschreibungen und Kundensupport in der jeweiligen Landessprache, Abwicklung von Zahlungen in Fremdwährung und dem richtigen Angebot an gängigen und sicheren Zahlungsweisen, spielen auch der grenzüberschreitende Versand, Zollbestimmungen und lokale Steuergesetze eine entscheidende Rolle. Die Delticom-Gruppe verfügt über viele Jahre Erfahrung im grenzüberschreitenden Onlinehandel und vertreibt ihre Produkte aktuell in 68 Ländern.
Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 43.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Unsere hochgradig effiziente Aufstellung verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass die Delticom-Gruppe aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden E-Commerce Unternehmen im Geschäftsfeld Reifen gehören wird.
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: Zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für den Delticom-Konzern ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20% auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich - nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen - für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd.€.
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren - wie in vielen anderen Produktgruppen auch - zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen und dem Heranwachsen einer zunehmend internetaffinen Kundenbasis gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2016 europaweit knapp 13% der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 13%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommende Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 20 Prozent steigen.
Zudem verfügt Delticom mit über 43.000 Montagepartnern weltweit über ein einmaliges Netzwerk, welches den Kundenanforderungen in Bezug auf den Reifenwechsel vollumfänglich Rechnung trägt.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an einer nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren - und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Experten beziffern das jährliche Marktvolumen im europäischen Ersatzteilemarkt auf über 100 Mrd. €. Die Internetpenetration ist mit weniger als 5% allerdings deutlich niedriger als im Reifenhandel. Die Delticom-Gruppe vertreibt bereits seit vielen Jahren auch ausgewählte Autoersatzteile und Zubehör in den Onlineshops. Mit dem im abgeschlossenen Geschäftsjahr erworbenen Kleinteile-Lager können wir die Logistikprozesse für unser Ersatzteilegeschäft weiter optimieren und kosteneffizienter gestalten, um von einer Zunahme des Onlineanteils in den kommenden Jahren zu profitieren.
Der europäische Lebensmitteleinzelhandel erzielt jährlich einen Umsatz von ca. einer Billion €. 2016 wurden europaweit Lebensmitteleinkäufe von rund 9 Mrd. € online getätigt, dies entspricht einer Penetrationsrate von knapp 1%. Wachstumsraten und Marktdurchdringung sind in den europäischen Ländern aktuell noch sehr unterschiedlich. Mit einem Onlineanteil von 5% am Lebensmitteleinzelhandel steht Großbritannien aktuell hinsichtlich eFood an erster Stelle, dicht gefolgt von Frankreich mit rund 4%. In Deutschland, dem größten Lebensmitteleinzelmarkt in Europa, fällt der Onlineanteil mit rund 1 % aktuell noch vergleichsweise gering aus.
Für die kommenden Jahre prognostizieren Experten dem europäischen Online-Lebensmittelhandel attraktive Wachstumschancen. Eine wesentliche Hürde für Online-Lebensmittelhändler ist die kostengünstige und effiziente Logistikabwicklung. Delticom betreibt ein hochmodernes und nahezu vollautomatisiertes Kleinteile-Lager, welches diese Anforderungen bestmöglich erfüllt und bietet ihre Dienstleistungen in diesem Bereich auch für Dritte an.
Der Gebrauchtwagenmarkt in Europa hat ein jährliches Marktvolumen von ca. 300 Mrd. €. Für viele Autokäufer sind Online-Verkaufsplattformen inzwischen zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Hierzulande informieren sich bereits rund 70 % der Gebrauchtwagenkäufer im Vorfeld der Anschaffung über Internetportale. Gemäß aktuellen Studien können sich mindestens ein Viertel aller heimischen Autokäufer vorstellen, bei einem guten Angebot / Preis den nächsten PKW im Internet zu kaufen. In der jüngeren, internetaffinen Zielgruppe fällt der Anteil deutlich höher aus.
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher einkaufen kann. Unsere PR-Abteilung informiert die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Onlinekaufs.
Seit Gründung des Unternehmens haben über 10,8 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 9,5 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.
Die verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert.
Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Innerhalb der Delticom-Gruppe werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software abgewickelt. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen übernehmen OperationsCenter, welche durch sichere Verbindungen an unsere Systeme angebunden sind.
Der Delticom-Konzern erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Webshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Delticom vertreibt über die Gourmondo-Onlineshops hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel in ausgewählten Ländern. Auf Lebensmittel.de finden Privat- und Geschäftskunden ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Die Gesellschaft verfügt über ein hochmodernes und vollautomatisiertes Lagersystem für eine effiziente Logistik und Warenkommissionierung.
Der Gebrauchtwagenmarkt ist einer der großen Märkte, der bislang noch nicht in seinem vollumfänglichen Prozess durch das Internet durchdrungen ist. In Westeuropa werden jährlich rund 28 Millionen gebrauchte Fahrzeuge veräußert. Da etwa die Hälfte aller europäischen Gebrauchtwagenverkäufe über Anzeigen und damit ohne Zwischenhändler durchgeführt wird, erzielt nicht jeder Fahrzeugverkäufer zwingend das beste Ergebnis. In Frankreich betreibt Delticom die Domains AutoPink.com und Facilicar.com.
Kaufinteressenten erhalten über diese Webseiten einen Zugang zu hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aus dem Flottenbestand großer Unternehmen als auch zu Privatkundenfahrzeugen. Potentielle Verkäufer profitieren von einer umfassenden und kostenlosen Bewertung des Fahrzeugs und erhalten nach dem Kontrollcheck vor Ort direkt ein Ankaufsangebot zu einem fairen und marktgerechten Preis.
Die Delticom-Gruppe verkauft Reifen, Autozubehör, Gebrauchtfahrzeuge und Lebensmittel über 387 Onlineshops und-vertriebsplattformen an private und gewerbliche Endkunden. Den Schwerpunkt unseres Geschäfts bildet der Onlinereifenhandel. Der umsatzstärkste Reifenshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken. Mit den Gourmondo-Onlineshops, in denen qualitativ hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel angeboten werden, ist Delticom einer der führenden Onlineanbieter für Gourmetlebensmittel in Deutschland. In Frankreich betreibt die Gesellschaft die führenden Domains für den Online-Gebrauchtwagenhandel mit privaten und gewerblichen Kunden.
Der Delticom-Konzern erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Reifengeschäft mit fremder Ware verkaufen wir auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Produkte werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlinereifenshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Die Delticom-Gruppe ist in 68 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzen wir den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Zum Stichtag 31.12.2016 waren insgesamt 174 Mitarbeiter (inkl. Azubis) im Delticom-Konzern beschäftigt. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 156 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 129). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2016 absolvierten insgesamt 11 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2016 waren insgesamt 11 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 7).
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die Operations-Center mit ein.
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
| ― | erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung, |
| ― | erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, |
| ― | variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. |
Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom-Gruppe. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/ Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Zu den variablen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung zählt unter anderen auch die Ausgabe von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands (Aktienoptionen).
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien in mehreren Tranchen zu beziehen. Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website zum Download zur Verfügung steht.
Die Delticom-Gruppe zählt auf ihrem Geschäftsgebiet zu den führenden E-Commerce Unternehmen in Europa. Unsere Kunden profitieren von einem breiten Produkt- und Serviceangebot zu optimierten Preisen. Den vertrieblichen Schwerpunkt bildet der Onlineverkauf von Reifen und Autozubehör. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.
Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
| ― | Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen. |
| ― | Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen. |
Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.
Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.
Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwickung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar.
Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2016 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.297 Tausend über Vorjahr (2015: 1.264 Tausend). Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 704-Tausend Bestandskunden (2015: 685 Tausend) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Seit Unternehmensgründung haben mehr als 10,8 Millionen in einem unserer Onlineshops eingekauft.
Die Delticom-Gruppe erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.
Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-AugenPrinzip).
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen E-Commerce. Fundierte Kenntnisse im Bereich des Onlinemarketings und die hochmoderne IT-Infrastruktur tragen wesentlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei. Dank unseres Multi-Shop-Ansatzes können wir nicht nur die Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen, sondern zudem auch schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren.
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen und Autozubehörteilen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Durch die fortlaufende Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots weiten wir unsere Kernkompetenzen auf weitere Geschäftsfelder aus. Dies wird mittelfristig wesentlich zum Erfolg des Gesamtunternehmens beitragen.
Wir verkaufen ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Zu den Kernkompetenzen der Gesellschaft zählt die weitestgehend automatisierte und hocheffiziente Warenkommissionierung und Distribution. Kurze Lieferzeiten und eine geringe Fehllieferungsquote zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Innovative Weiterentwicklungen und fortlaufende Prozessoptimierungen sind unerlässlich, um zukünftiges Wachstum zu sichern und unseren Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen.
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Waren schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellen wir unseren Kunden ein Netzwerk mit Zehntausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung übernehmen Operations-Center.
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Die Weltwirtschaft setzte ihren moderaten Wachstumskurs auf Ganzjahressicht weiter fort. Mit dazu bei trug die gemäßigte aber stetig zunehmende Wirtschaftsleistung der Europäischen Union. Auch die Wirtschaft in der Vereinigten Staaten hatte im zweiten Halbjahr 2016 wieder mehr Fahrt aufgenommen. Darüber hinaus verzeichnete China ein sich zwar tendenziell abschwächendes, aber vergleichsweise hohes Wachstum.
Das Brexit-Votum, vermehrter Terror in Europa, das gescheiterte Verfassungsreferendum in Italien und die anhaltende Flüchtlingskrise stellten die Staatengemeinschaft 2016 vor neue Herausforderungen. Dessen ungeachtet verzeichnete die Wirtschaft in der Euro-Zone im abgelaufenen Geschäftsjahr ein robustes Wachstum. Jedoch fiel die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten nach wie vor uneinheitlich aus. Dank sinkender Arbeitslosenzahlen stützten Frankreich und Spanien mit leicht verbesserten Wachstumsraten den Aufwärtstrend.
Das kräftigste Wachstum der deutschen Wirtschaft seit fünf Jahren in Höhe von 1,9% wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vom privaten Konsum getragen: Eine geringe Inflation, niedrige Zinsen, steigende Löhne und eine historisch günstige Arbeitsmarktlage sorgten für ein positives Konsumklima. Die Ausgaben des Staates für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge stellten eine weitere Stütze der heimischen Konjunktur dar.
E-Commerce als Geschäftsmodell gewinnt immer stärker an Bedeutung. So meldet beispielsweise der Versandhandelsverband bevh hierzulande für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Wachstum im Online-Handel von 12,5 % auf rund 53 Mrd. €. Neben Kleidung kauften Kunden auch Elektronikartikel und Telekommunikation besonders gerne online. Ein Wachstum wiesen auch bisher eher umsatzschwächere Warensegmente auf, wie beispielsweise Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs.
Über die Absatzentwicklung im PKW-Ersatzreifengeschäft mit privaten Endkunden sind sich Experten uneinig. So rechnet der Bundesverband Reifenhandel- und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) in ersten Schätzungen hierzulande mit einem Absatzminus von 1 % im volumenmäßig wichtigsten Segment PKW-Reifen, wohingegen der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) von einem Rückgang von knapp 3% ausgeht.
Aufgrund anhaltend kalter Temperaturen zu Jahresbeginn konnte der Reifenhandel nicht von einem frühen Start in das Sommerreifen-Geschäft profitieren. Viele Autofahrer schoben die Umrüstung des Fahrzeugs bis nach Ostern hinaus. Trotz des Nachholeffektes im April setzte sich der negative Absatztrend weiter fort. Für PKW-Sommerreifen inklusive Ganzjahresreifen schätzt der WdK den Absatz vom Handel an den Verbraucher hierzulande auf Ganzjahressicht um 2,9% niedriger ein als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2015.
Anhaltend warme Temperaturen im September verhinderten 2016 einen frühen Start in die Wintersaison. So wurden im deutschen Reifenhandel laut des WdK im September rund 20 % und im Oktober rund 15 % weniger Winterreifen als im entsprechenden Vorjahresmonat vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Trotz des Nachholeffektes im November schätzt der WdK den Absatz von Winterreifen vom Handel an den Verbraucher auf Ganzjahressicht um 2,7 % niedriger ein als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2015.
Die Einzelhändler fuhren hierzulande dank der Konsumfreude der Deutschen in 2016 ein Umsatzplus im Vergleich zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2015 ein. Allein im Bereich Lebensmittel wurden auf Ganzjahressicht laut der Gesellschaft für Konsumforschung rund 176 Mrd. € umgesetzt, ein Plus von rund 2 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Delticom AG hat am 23.02.2016 90 % der Anteile an der Gourmondo Food GmbH, München, ("Gourmondo") und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH, Hannover, erworben. Die ES Food GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr in die DeltiTrade GmbH ("DeltiTrade") umfirmiert. DeltiTrade ist hauptsächlich eine Logistikgesellschaft, die kleinteilige Waren effizient einlagert, kommissioniert und versendet. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft den Shop Lebensmittel.de. Gourmondo vertreibt seit 2002 unter gourmondo.de Delikatessen, Feinkost, Wein und andere hochwertige Lebensmittel. Zusätzlich betreibt Gourmondo auch Alnatura-shop.de.
Mit der Akqusition der beiden Gesellschaften hat Delticom ihre Logistikkompetenz erweitert und einen wichtigen strategischen Schritt getätigt, um ihre Marktstellung im europäischen E-Commerce zukünftig weiter auszubauen. Delticom ist nunmehr in der Lage, kleinteilige Waren effizient zu vermarkten und erweitert mit Gourmondo ihr Produktangebot im E-Commerce.
Im November des abgeschlossenen Geschäftsjahres hat Delticom die wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, für rund eine halbe Million € erworben. Bei den erworbenen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um die beiden Marken AutoPink und Facilicar mit den entsprechenden Domains, dem Kundenstamm sowie vorhandene IT-Systeme und Verträge.
Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Online-Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Autoteile und Zubehör, Gebrauchtwagen, hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel sowie Servicedienstleistungen runden das Produktangebot ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste der Delticom-Konzern insgesamt Umsätze in Höhe von 606,6 Mio. €, ein Anstieg um 8,4% gegenüber dem Vorjahreswert von 559,8 Mio. €.
Die Gruppe ist weltweit in 68 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 470,3 Mio. € (2015: 434,4 Mio. €, +8,3 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern und in den USA tätig. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2016 ein Umsatz von 136,3 Mio. € (2015: 125,4 Mio. €,+8,7 %). In den USA hat die Gesellschaft den Umsatz gegenüber Vorjahr verdoppelt. Der Umsatzanstieg in den Nicht-EU Ländern resultiert vornehmlich aus der positiven Geschäftsentwicklung in den USA.
Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Umsätze je Halbjahr.
pro Halbjahr, in Mio. €

Aufgrund anhaltend kalter Temperaturen hat das Sommerreifengeschäft 2016 erst nach den Osterfeiertagen Ende März mit den einsetzenden frühlingshaften Temperaturen an Dynamik gewonnen. In den ersten sechs Monaten des abgeschlossenen Geschäftsjahres erzielte die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 275,1 Mio. €, eine Steigerung um 10,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum (H115: 250,2 Mio. €).
Vielerorts in Europa herrschsten zum Ende des dritten Quartals noch sommerliche Temperaturen. Der September 2016 war zusammen mit 2006 hierzulande der wärmste Septembermonat seit Beginn der flächendeckenden Messung im Jahr 1881. Mittels vorgezogener Marketingaufwendungen und Frühkäufer-Angebote war es der Delticom-Gruppe im Q3 16 gelungen, verstärkt auf die Onlineshops aufmerksam zu machen und trotz ungewöhnlich milder Temperaturen den einen oder anderen Autofahrer frühzeitig zum Kauf neuer Winterreifen zu animieren. Mit den kälteren Temperaturen und den damit schwieriger werdenden Straßenverhältnissen wurde ab Oktober vielen Autofahrern die Notwendigkeit neuer Winterreifen bewusst. Mitte November und damit vier Wochen später als im vorangegangen Jahr erreichte das Winterreifengeschäft den saisonalen Höhepunkt. In den restlichen Wochen des Jahres zeigte sich der Winter vielerorts mild. Entsprechend ihrer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops gesteuert. Der Umsatz lag im zweiten Halbjahr mit 331,5 Mio. € um 7,1 % über Vorjahr (H2 15: 309,6 Mio. €).
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 466,1 Mio. € (2015: 427,6 Mio. €, +9,0 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich leicht von 76,4 % auf 76,8 %.
Zum Stichtag 31.12.2016 waren insgesamt 174 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Konzern angestellt. Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 156 Mitarbeiter (2015: 129). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 10,1 Mio. € (2015: 9,5Mio.€). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) ist im Vorjahresvergleich mit 1,7 % nahezu unverändert (2015: 1,7 %).
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 54,1 Mio. € um 11,5 % auf 60,4 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Länder-Mix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,9% (2015: 9,7%).
Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten verringerte sich im Berichtszeitraum von 7,2 Mio. € im Vorjahr um 17,7% auf 6,0 Mio. €. Seit Februar des letzten Jahres betreibt die Gesellschaft neben den beiden Reifenlagern auch ein hochmodernes Kleinteile-Lager. Die 2016 erzielte Kosteneinsparung in Höhe von 1,3-Mio.-€ resultiert aus der planmäßigen Schließung eines Reifenlagers zum Ende des Geschäftsjahres 2015.
Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 30,5% auf 7,2 Mio. € (2015: 5,5Mio.€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der höheren Umschlagshäufigkeit in den Reifenlagern und der Hinzunahme des Kleinteile-Lagers. Zudem sind zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 noch Einmalkosten im Zusammenhang mit der Schließung eines Reifenlagers zu Ende 2015 angefallen. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 1,2% nahezu auf Vorjahresniveau (2015: 1,0%).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 26,0 Mio. €, nach 27,2 Mio. € für 2015. Dies entspricht einer Quote von 4,3% vom Umsatz (2015: 4,9%). In der ersten Jahreshälfte wurden noch Fernsehwerbespots für die Tirendo-Shops ausgestrahlt. Da der Werbevertrag Mitte des Jahres auslief und nicht verlängert wurde, profitierte die Delticom-Gruppe auf Gesamtjahressicht planmäßig von entsprechenden Kosteneinsparungen.
Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf 4,8 Mio. € (2015: 4,1 Mio. €). Der Anstieg um 0,8 Mio. € bzw. 19,6 % resultiert im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften.
Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum von 8,7 Mio. € um 9,6% auf 7,8 Mio. €. Der Rückgang der Abschreibungen um 0,8 Mio. € resultiert vornehmlich aus einer im Vorjahr vorgenommenen Sonderabschreibung. Im Delticom-Konzern wurde 2015 in Vorbereitung zur Schließung eines Lagers eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 950 Tausend € auf die an diesem Lagerstandort eingesetzten Sorter und Verpackungsmaschinen vorgenommen.
Die zusätzlichen PPA-Abschreibungen auf die im Rahmen der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften erworbenen Vermögenswerte werden durch die Ende 2015 ausgelaufenen PPA-Abschreibungen auf Vertriebs- u. -ähnliche Rechte von Tirendo vollständig kompensiert. Eine Übersicht der im Rahmen der Kaufpreisallokation (PPA) identifizierten immateriellen Vermögenswerte und deren erwartete Nutzungsdauer wird im Konzernanhang des vorliegenden Geschäftsberichts dargestellt.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,2 %, nach 23,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten des abgeschlossenen Geschäftsjahres hatte die Gruppe den Fokus klar auf Volumen- und Umsatzwachstum gelegt, um in einem kompetitiven Umfeld ihre Marktstellung weiter auszubauen. Aus dieser Position der Stärke heraus und entsprechend ihrer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops gesteuert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 48,9% auf 20,6 Mio. € (2015: 13,8 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 3,2 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2015: 3,6 Mio. €). Währungsverluste weisen wir innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2016: 3,0 Mio. €, 2015: 4,1 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2015: -0,5 Mio. €).
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 10,3 % von 146,1 Mio. € auf 161,1 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 627,2 Mio. € (2015: 573,6 Mio. €) betrug der Rohertrag 25,7 % (2015: 25,5 %).
Das EBITDA erhöhte sich im Berichtszeitraum von 14,3 Mio. € auf 15,1 Mio. €. Die Steigerung um 5,5 % resultiert im Wesentlichen aus den erzielten Kosteneinsparungen im Bereich Marketing und bei den Mietaufwendungen, durch welche der Anstieg der umsatz- und volumenabhängigen Kosten kompensiert werden konnte. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr beträgt 2,5 % (2015: 2,6 %). Ohne die Einmalaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition im Februar 2016, wäre das EBITDA im Gesamtjahr entsprechend höher ausgefallen.
In den ersten sechs Monaten lag das erzielte EBITDA mit 6,1 Mio. € um 7,6% unter dem Vergleichszeitraum. Die EBITDA-Marge für H116 betrug 2,2 % (H115: 2,6%). In der zweiten Jahreshälfte hat die Delticom-Gruppe das EBITDA von 7,7 Mio. € um 15,6 % auf 8,9 Mio. € gesteigert. Dies entspricht einer EBITDA-Marge im H2 16 von 2,7 % (H2 15: 2,5 %).
Aufgrund der niedrigeren Abschreibungen stieg das EBIT im Berichtszeitraum um +28,9 % auf 7,2 Mio. € (2015: 5,6 Mio. €). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,2% (2015: 1,0%).
pro Halbjahr, in Mio. €

Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 22 Tsd. € (2015: 22Tsd.€). Dem stand ein Zinsaufwand von 632 Tsd. € gegenüber (2015: 430 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -610 Tsd. € (2015: -408 Tsd. €).
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 2,1 Mio. € (2015: 1,8 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 32,5 % (2015: 35,1 %).
Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2016 betrug 4,5 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 3,4 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,36 € (verwässert und unverwässert, 2015: 0,28 €), ein Anstieg um 27,6%.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 02.05.2017 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).
Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
in Tsd. €
scroll
| 2016 | % | +% | 2015 | % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 606.586 | 100,0 | 8,4 | 559.792 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 20.619 | 3,4 | 48,9 | 13.843 | 2,5 |
| Gesamtleistung | 627.205 | 103,4 | 9,3 | 573.635 | 102,5 |
| Materialaufwand | -466.106 | -76,8 | 9,0 | -427.567 | -76,4 |
| Rohertrag | 161.099 | 26,6 | 10,3 | 146.068 | 26,1 |
| Personalaufwand | -10.057 | -1,7 | 6,4 | -9.453 | -1,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -135.982 | -22,4 | 11,2 | -122.336 | -21,9 |
| EBITDA | 15.060 | 2,5 | 5,5 | 14.279 | 2,6 |
| Abschreibungen | -7.847 | -1,3 | -9,6 | -8.685 | -1,6 |
| EBIT | 7.213 | 1,2 | 28,9 | 5.595 | 1,0 |
| Finanzergebnis (netto) | -610 | -0,1 | 49,5 | -408 | -0,1 |
| EBT | 6.604 | 1,1 | 27,3 | 5.187 | 0,9 |
| Ertragsteuern | -2.149 | -0,4 | 18,0 | -1.822 | -0,3 |
| Konzernergebnis | 4.455 | 0,7 | 32,4 | 3.365 | 0,6 |
Die Delticom-Gruppe hat auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut von dem zunehmenden Trend Richtung E-Commerce profitiert. Mit 606,6 Mio. €, eine Steigerung um 46,8 Mio. € bzw. 8,4 % gegenüber Vorjahr, haben wir den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt.
Auf Gesamtjahressicht verbesserte sich das EBITDA von 14,3 Mio. € auf 15,1 Mio. €. Damit hat das im Geschäftsjahr 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm im Berichtszeitraum planmäßig zum gewünschten Ergebnis geführt und maßgeblich dazu beigetragen, den Anstieg der Umsatz- und volumenabhängigen Kosten zu kompensieren. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 4,5 Mio. € oder 0,36 € je Aktie - nach einem Vorjahresergebnis von 3,4 Mio. € ein Anstieg um 32,4 %.
Die internationale Ausrichtung des Geschäfts und die Erweiterung unseres Produkt- und Serviceangebots machen uns von Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend unabhängig. Mit Blick auf die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns sind wir für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven E-Commerce Geschäftsmodell ist das Unternehmen bilanziell gut aufgestellt.
Am 23.02.2016 hat die Delticom-Gruppe zu einem Kaufpreis von insgesamt 30 Mio. € im Wesentlichen 90% der Anteile an der Gourmondo Food GmbH, München ("Gourmondo") und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH, Hannover, gekauft.
Die ES Food GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr in die DeltiTrade GmbH umfirmiert ("DeltiTrade"). Ferner hat Delticom im November des letzten Jahres im Rahmen eines Assets Deals zu einem Preis von rund einer halben Million € die wesentlichen Vermögenswerte von Autopink erworben, einem in Frankreich beheimateten Online-Anbieter für Gebrauchtwagen.
Bei den für 2016 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 10,7 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um das im Rahmen der Akquisition im Februar 2016 erworbene automatisierte Lagersystem zur effizienten Kommissionierung und Lagerung von Einzelstücken und Kleinteilen. Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir zudem fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Reifenlagern.
Darüber hinaus investierte die Gesellschaft im Berichtszeitraum 22,4 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um die im Rahmen der Akquisition von Gourmondo und DeltiTrade übernommenen Vermögenswerte. Eine detaillierte Auftstellung der erworbenen Vermögenswerte befindet sich auf Seite 96 des Konzern-Anhangs für das Geschäftsjahr 2016.
Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -1,5 Mio. € um 8,1 Mio. € auf -9,6 Mio. € verringert.
Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Halbjahr zu Halbjahr für die letzten drei Jahre.
in Mio. €

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 20,4 Mio. € (31.12.2015: 18,6 Mio. €). Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresende entfiel ein geringerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2015 waren dadurch zum 31.12.2016 mehr bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 3,4 Mio. € unter Vorjahr lagen (31.12.2015: 3,8 Mio.€). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 0,9 Mio. € um 0,1 Mio. € höher aus (31.12.2015: 0,8 Mio. €).
In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 14,0 Mio. € zum 31.12.2015 auf 16,1 Mio. € zum 31.12.2016. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) erhöhte sich von 6,7 auf 9,1 Tage.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 0,9 Mio. € auf 62,7 Mio. € erhöht (31.12.2015: 61,8 Mio. €). Der leichte Anstieg resultiert vornehmlich aus dem zusätzlichen Lagerbestand im Kleinteile-Lager, unter anderem von Gourmondo.
Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 97,5 Mio. €, ein Rückgang um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 99,5 Mio. €. Trotz des milden Winterwetters konnte ein großer Teil der in den Vorquartalen eingelagerten Reifen abverkauft werden.
Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Absatzentwicklung hat sich 2016 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 48,9 Tage verringert (2015: 50,4 Tage).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 88,4 Mio. € um 11,0 Mio. € höher aus (31.12.2015: 77,3 Mio. €).
Aufgrund der Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit 19,7 Mio. € deutlich besser als im Vergleichszeitraum (2015: -8,7 Mio. €).
Die Gesellschaft hat 19,9 Mio. € des Kaufpreises für die Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften in bar entrichtet. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,6 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 2,5 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2015: 1,3 Mio. €. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -22,9 Mio. € (Vorjahr: -2,6 Mio. €).
Die Delticom-Gruppe verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1,5 Mio. € (2015: -7,6 Mio. €). Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 6,2 Mio. € sowie 3,8 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzschulden in Höhe von 8,5 Mio. € gegenüber.
Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2015 von 11,5 Mio. €. Der Saldo aus zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands belief sich im Berichtszeitraum auf -4,7 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Liquidität 6,7 Mio. €. Zum Stichtag verfügte die Gruppe über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von -6,2 Mio. € (31.12.2015: 7,1Mio.€).
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von -11,3 Mio. € auf -3,2 Mio. € gestiegen.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2016 mit 183,3 Mio. € um 14,6% über dem Vorjahreswert von 160,0 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.
in Mio. €


in Tsd. €
scroll
| 31.12.16 | % | +% | 31.12.15 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 78.298 | 42,7 | 50,5 | 52.010 | 32,5 | 2,9 |
| Anlagevermögen | 74.003 | 40,4 | 46,5 | 50.507 | 31,6 | 2,3 |
| sonstige Vermögenswerte | 4.295 | 2,3 | 185,6 | 1.504 | 0,9 | 22,0 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 104.967 | 57,3 | -2,8 | 107.963 | 67,5 | 49,0 |
| Vorräte | 62.746 | 34,2 | 1,5 | 61.845 | 38,7 | 60,9 |
| Forderungen | 35.535 | 19,4 | 2,6 | 34.634 | 21,6 | 10,4 |
| Liquidität | 6.686 | 3,6 | -41,8 | 11.484 | 7,2 | 101,0 |
| Bilanzsumme | 183.264 | 100,0 | 14,6 | 159.974 | 100,0 | 34,0 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 68.811 | 37,5 | 8,6 | 63.350 | 39,6 | -2,5 |
| Eigenkapital | 58.471 | 31,9 | 14,0 | 51.270 | 32,0 | -6,0 |
| Fremdkapital | 10.340 | 5,6 | -14,4 | 12.080 | 7,6 | 12,4 |
| Rückstellungen | 341 | 0,2 | -7,3 | 368 | 0,2 | -14,5 |
| Verbindlichkeiten | 9.999 | 5,5 | -14,6 | 11.712 | 7,3 | 13,3 |
| Kurzfristige Schulden | 114.453 | 62,5 | 18,5 | 96.623 | 60,4 | 58,0 |
| Rückstellungen | 2.156 | 1,2 | -6,9 | 2.315 | 1,4 | 108,6 |
| Verbindlichkeiten | 112.297 | 61,3 | 19,1 | 94.308 | 59,0 | 56,7 |
| Bilanzsumme | 183.264 | 100,0 | 14,6 | 159.974 | 100,0 | 34,0 |
scroll
| 31.12.14 | % | |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 58.135 | 35,4 |
| Anlagevermögen | 56.952 | 34,7 |
| sonstige Vermögenswerte | 1.183 | 0,7 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 105.872 | 64,6 |
| Vorräte | 56.151 | 34,2 |
| Forderungen | 19.745 | 12,0 |
| Liquidität | 29.975 | 18,3 |
| Bilanzsumme | 164.007 | 100,0 |
| Passiva | ||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 66.943 | 40,8 |
| Eigenkapital | 50.293 | 30,7 |
| Fremdkapital | 16.651 | 10,2 |
| Rückstellungen | 351 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten | 16.300 | 9,9 |
| Kurzfristige Schulden | 97.064 | 59,2 |
| Rückstellungen | 2.367 | 1,4 |
| Verbindlichkeiten | 94.698 | 57,7 |
| Bilanzsumme | 164.007 | 100,0 |
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen von 52,0 Mio. € auf 78,3 Mio. €. Der Anstieg des Anlagevermögens von 50,5 Mio. € auf 74,0 Mio. € geht im Wesentlichen mit der Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte von 43,6 Mio. € um 15,4 Mio. € auf 59,0 Mio. € im Rahmen der Akquisitionen einher. Durch den Erwerb der Kleinteile-Logistikanlage hat sich zudem das Sachanlagevermögen seit Jahresbeginn von 6,5 Mio. € um 8,3 Mio. € auf 14,8 Mio. € erhöht. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2016 8,1% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 4,0%)
Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2016: 4,3 Mio. €, 31.12.2015: 1,5 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 3,8 Mio. € (31.12.2015: 1,0 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen von Tochtergesellschaften resultieren.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 0,9 Mio. € oder 1,5 % auf 62,7 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage - Working Capital detailliert dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 20,4 Mio. € und fielen damit um 10,0% höher aus als im Vorjahr (31.12.2015: 18,6 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 12,6 Mio. € (2015: 13,5 Mio. €) verringerten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 13,5 % von 11,6 Mio. € auf 10,1 Mio. €. Diese Veränderung resultiert aus einem verminderten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Die Ertragsteuerforderungen sind im Vorjahresvergleich mit 2,5 Mio. € nahezu unverändert (2015: 2,5 Mio. €). Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 2,6% auf 35,5 Mio. € (Vorjahr: 34,6 Mio. €).
Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 4,8 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand am Abschlussstichtag 6,7 Mio. € (31.12.2015: 11,5 Mio. €). Aufgrund der Saisonalität und der Zahlungstermine im Reifenhandel unterliegt die Liquidität unterjährig erheblichen Schwankungen. In der Saisonspitze verfügte die Delticom-Gruppe 2016 über einen Cash-Bestand von 60 Mio. €.
Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte von 108,0 Mio. € um 2,8 % auf 105,0 Mio. € zurück. Der Rückgang um 3,0 Mio. € begründet sich vorrangig durch den niedrigeren Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verringerte sich von 67,5 % auf 57,3%.
Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 17,8 Mio. € oder 18,5% auf 114,5 Mio. € (31.12.2015: 96,6 Mio. €). Die Rückstellungen sanken um 0,2 Mio. € oder 6,9% auf 2,2 Mio. € (Vorjahr: 2,3Mio.€). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €). Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf Körperschaftssteuerrückstellungen für das Ergebnis der Delticom AG in 2016.
Innerhalb der 112,3 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfielen 89,0 Mio. € oder 48,6% der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 78,2 Mio. € sind diese damit um 13,8% gestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €) entfielen 3,4 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 3,8 Mio. €) und 0,9 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 0,8 Mio. €).
Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 10,3 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 7,2 Mio. € (31.12.2015: 10,9 Mio. €), langfristigen Rückstellungen in Höhe von 341 Tsd. € (31.12.2015: 368 Tsd. €) sowie latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mio. € (31.12.2015: 0,8 Mio. €). Der deutliche Anstieg der latenten Steuerverbindlichkeiten resultiert aus der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften.
Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 8,5 Mio. € aufgenommen sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 3,8 Mio. € zurückgeführt.
Die Summe aus langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden belief sich am Bilanzstichtag auf 19,9 Mio. €. ein Anstieg um 4,8 Mio. € im Stichtagsvergleich (31.12.2015: 15,1 Mio. €). Der vergleichsweise geringe Anteil zinstragender Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme (31.12.2016: 11,0%, 31.12.2015: 9,4%) unterstreicht die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft. Obwohl 18,5 Mio. € des Kaufpreises für die eFood- und Logistikgesellschaften in bar entrichtet wurden und weitere 1,5 Mio. € an liquiden Mitteln zur Ablösung einer übernommenen Bankverbindlichkeit abgeflossen sind, hat Delticom im Anschluss an die Akquisition keine langfristigen Finanzschulden aufgenommen.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 7,2 Mio. € oder 14,0 % auf 58,5 Mio. € (Vorjahr: 51,3 Mio. €).
10 Mio. € des Kaufpreises für die eFood- und Logistikgesellschaften wurde durch die Ausgabe von 518.081 neuen Delticom-Aktien mit einem Nennwert von 1 € je Aktie an eine der Verkäuferinnen bezahlt. Hierdurch hat sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft entsprechend um 518.081 € erhöht. Am Erwerbstag 23.02.2016 belief sich der Schlusskurs der Delticom-Aktie auf 17,15 €. Die Differenz zwischen Nennbetrag und Schlusskurs in Höhe von 8,4 Mio. € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,0% auf 31,9%. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 136,7 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2016 zu 50,3% durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 56,4%).
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben - Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Wir übergeben außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz - Kurzfristige Vermögenswerte - (15) Forderungen.
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.
Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wird seit dem 01.01.2016 verpflichtend angewendet. Eine rückwirkende Anpassung des für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten Einzelabschlusses ist nicht erfolgt.
Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel "Unternehmenssteuerung und Strategie" wie für den Delticom-Konzern.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 273,0 Mio. € (2015: 252,0 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 273,0 Mio. € reduziert wurden, nachfolgend "bereinigter Umsatz" genannt.
Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe 796,1 Mio. € (2015: 769,6 Mio. €), der bereinigte Umsatz betrug 523,1 Mio. €.
Durch die Einführung von BilRUG im Berichtszeitraum wurden ausgewählte Positionen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in den Umsatz verschoben. Aufgrund dieser Umgliederung fällt der Umsatz 2016 um knapp 20 Mio. € höher aus.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum signifikant um 79,9 % auf 4,4 Mio. € (2015: 22,0 Mio. €). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der erstmaligen Anwendung vom BilRUG im Berichtszeitraum, wodurch der überwiegende Teil der sonstigen betrieblichen Erträge in den Umsatz umgegliedert sind. Größte Position in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,5 Mio. € (2015: 3,3 Mio.€). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2016: 2,3 Mio. €, 2015: 3,8 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2015: -0,6 Mio.€).
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 273,0 Mio. € führen im Bereich des Materialaufwands ebenso zu einem verzerrten Vergleich. Der Materialaufwand zu der Umsatzsumme beträgt 273,0 Mio. €. Die stattfindenden Lagereinkäufe der Delticom in 2016 wurden zu Einkaufspreisen ohne Aufschlag weiterveräußert. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend "bereinigter Materialaufwand" genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, wo der Materialaufwand Grundlage ist, wie z.B. Bruttomarge, Verwendung.
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 377,4 Mio. € (2015: 391,8 Mio. €, -3,7 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 75,7 % auf 72,2 %.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 51,3 Mio. € um 7,0 % auf 54,9 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 10,5 % (2015: 9,9 %).
Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 5,4 Mio. € im Vorjahr um 15,9% auf 6,3 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz betrug 1,2% (2015: 1,0%).
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 109 Mitarbeiter (2015: 115). Der Personalaufwand belief sich auf 7,2 Mio. € (2015: 8,1 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,4% (2015: 1,6%).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 19,0 Mio. €, nach 19,3 Mio. € für 2015. Dies entspricht einer Quote von 3,6 % vom bereinigten Umsatz (2015: 3,7%).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sanken im Berichtszeitraum von 5,6 Mio. € um 27,5% auf 4,1 Mio. €. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen aus dem Auslaufen der Abschreibungen auf Vertriebs- u. -ähnliche Rechte im Vorjahr.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,6% nach 23,4% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 1,6% von 147,8 Mio. € auf 150,1 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 527,5 Mio. € (2015: 539,6 Mio. €) betrug der Rohertrag 28,5% (2015: 27,4%).
Das EBITDA stieg im Berichtszeitraum von 16,0 Mio. € auf 28,0 Mio. € und damit um 75,4 %.
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 23,9 Mio. € (2015: 10,3 Mio. €, +131,6 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 4,6 % (2015: 2,0 %).
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 3,4 Mio. € (2015: 3,2 Mio. €). Hier enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 2,1 Mio. € (2015: 3,1 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Tochtergesellschaften, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 4,4 Mio. € (2015: 1,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 31,9 % (2015: 34,6 %).
Das Ergebnis 2016 betrug 9,5 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 2,6 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,76 € (2015: 0,22 €).
scroll
| in Tausend € | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 796.098 | 769.621 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.413 | 21.960 |
| Materialaufwand | -650.418 | -643.823 |
| Personalaufwand | -7.223 | -8.121 |
| Abschreibungen | -4.092 | -5.645 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -114.844 | -123.660 |
| Erträge aus Beteiligungen | 2.122 | 3.144 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 62 | 23 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -12.872 | -8.974 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -573 | -537 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.220 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.427 | -1.382 |
| Ergebnis nach Steuern | 9.465 | 2.607 |
| Gewinnvortrag | 12.113 | 15.737 |
| Bilanzgewinn | 21.578 | 18.344 |
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2016 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio. € (2015: 0,4 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattung. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 2,1 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.
Bei den Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 32,6 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €) handelt es sich vornehmlich um die Beteiligungen an Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food) in Höhe von 22,1 Mio. € sowie um an Tochtergesellschaften gewährte Intercompany-Darlehen in Höhe von 10,5 Mio. €.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2016 mit 218,3 Mio. € um 22,2 % über dem Vorjahreswert von 178,6 Mio. €.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 62,0 Mio. € auf 92,7 Mio. €. Der Anstieg um 49,6 % begründet sich fast ausschließlich durch die Beteiligungen an Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food) und aus gewährten Intercompany Darlehen an Tochtergesellschaften.
Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 7,5 Mio. € (2015: 10,7 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware. Grund ist die Verlagerung des gesamten Lagerbestands an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH ab Mitte 2015.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 99,3 Mio. € (2015: 76,9 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 82,9 Mio. € und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,2 Mio. € sind um 24,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2015: 9,9 Mio. €).
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 4,8 Mio. € (2015: 13,4 Mio. €) reduzierten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 80,5 % von 12,1 Mio. € auf 2,4 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem geminderten Vorsteuerüberhang zum Jahresende.
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 4,1 Mio. €. Zum 31.12.2016 betrug die "bilanzielle Liquidität" 1,1 Mio. € (2015: 5,1 Mio. €, -79,1 %).
Insgesamt erhöhte sich die Summe des Umlaufvermögens von 116,0 Mio. € um 7,6% auf 124,9 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig durch gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Bilanzstichtag.
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,1 Mio. € (2015: 0,1 Mio. €) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 26,5 Mio. € oder 21,7% auf 148,4 Mio. €. Die Rückstellungen alleine stiegen um 8,1 % oder 0,3 Mio. € auf 3,6 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €).
Innerhalb der 144,8 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfielen 78,9 Mio. € oder 36,2 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 70,8 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert um 8,2 Mio. € oder 11,5 % gestiegen.
Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19,9 Mio. € (2015: 15,1 Mio. €) beinhalten langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,2 Mio. € (2015: 10,9 Mio. €). Der übrige Teil der Finanzverbindlichkeiten ist kurzfristiger Natur.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 13,2 Mio. € oder 23,3 % auf 69,9 Mio. € (2015: 56,7 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert aus der Herausgabe von 518.081 neuer Aktien im Gesamtwert von 10 Mio. € an eine der Verkäuferinnen im Rahmen der Akquisition von Gourmondo und DeltiTrade. Die Dotierung der Kapitalrücklage erfolgte hierbei mit dem dreimonatigen gewichteten Durchschnittskurses der Delticom Aktie bis einschließlich 22.02.2016. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 31,8% auf 32,0%.
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben - Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
scroll
| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 92.743 | 61.975 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.568 | 7.110 |
| Sachanlagen | 3.486 | 4.743 |
| Finanzanlagen | 82.690 | 50.122 |
| Umlaufvermögen | 124.864 | 116.050 |
| Vorräte | 7.455 | 10.702 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.222 | 9.858 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 99.324 | 76.942 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 4.790 | 13.407 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.072 | 5.141 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 538 | 402 |
| Aktive latente Steuern | 148 | 148 |
| Aktiva | 218.293 | 178.575 |
scroll
| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 69.938 | 56.704 |
| Gezeichnetes Kapital | 12.463 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | 35.696 | 26.215 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Bilanzgewinn | 21.578 | 18.344 |
| Rückstellungen | 3.559 | 3.293 |
| Steuerrückstellungen | 1.068 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.490 | 3.293 |
| Verbindlichkeiten | 144.794 | 118.532 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.888 | 15.142 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.568 | 3.260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.966 | 70.769 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.939 | 25.183 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.433 | 4.179 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 46 |
| Passiva | 218.293 | 178.575 |
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt über eine hohe Innenfinanzierungskraft und erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.
Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder wurden zu Jahresbeginn vom Aufsichtsrat der Delticom wie folgt verlängert:
| ― | Thierry Delesalle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Susann Dörsel-Müller wurde mit Wirkung vom 20. März 2018 bis zum Ablauf des 19. März 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Philip von Grolman wurde mit Wirkung vom 9. August 2017 bis zum Ablauf des 8. August 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Andreas Prüfer wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft und mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2017 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.
Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
| ― | den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen), |
| ― | die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder |
| ― | Risiken zu vermeiden. |
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
| ― | wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, |
| ― | diese Risiken zu analysieren und zu bewerten, |
| ― | Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und |
| ― | Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren. |
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2016 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Der Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Für alle Tochtergesellschaften gilt, dass keine wesentlichen Risiken identifiziert werden konnten, die sich existenzbedrohend auf die Delticom-Gruppe auswirken können. Die Risikosteuerung erfolgt über die Muttergesellschaft. Da die Tochtergesellschaften im Wesentlichen lediglich Vertriebsgesellschaften sind, findet keine separate Risikobetrachtung der Töchter statt. Diese Entscheidung wird vom Risk Manager jährlich neu bewertet. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts resultieren die Risiken im Wesentlichen aus unserem Kerngeschäft heraus. Die Risiken aus dem operativen Geschäft der in 2016 neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche unterscheiden sich nicht wesentlich von den Risiken im Reifengeschäft. Die Tochtergesellschaften sind über den Vorstand ins Risikomanagement einbezogen.
Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Nachfolgend werden die wesentlichen Einzelrisiken und -chancen mit einer Meldeschwelle zwischen 2,5 Mio. € bis 20,0 Mio. € dargestellt, absteigend sortiert nach Schadenserwartung.
Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.
Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie - Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, Partnerschaften im In- und Ausland und unser Produkt- und Serviceangebot schrittweise weiterentwickeln.
Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts, die Erschließung weiterer geografischer Regionen und die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.
Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Verbraucher in Europa weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit Dienstleistungen.
Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir - entsprechend gekennzeichnet - in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.
Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Waren von einem Alternativ-Lieferanten.
Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen. Immer mehr Verbraucher suchen im Internet nach preisgünstigen Alternativen. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce-Trend profitieren wird.
Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centem werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.
Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
| ― | IT-gestützte Arbeitsabläufe |
| ― | allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden |
| ― | Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| ― | Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben |
| ― | konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss |
| ― | Konsolidierungskreis |
Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Delticom-Gruppe mit einem Gesamtjahresumsatz von 650 Mio. € einhergehend mit einer Steigerung des EBITDA auf mindestens 16 Mio. €. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht noch Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der europäischen Ersatzreifenmärkte im laufenden Jahr. Für den Konzernumsatz im laufenden Jahr planen wir mit einem Anstieg gegenüber Vorjahr um mehr als 7 %. Ungeachtet weiterer Kosten für den Ausbau der neuen Geschäftsbereiche plant das Management die EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau zu halten.
Unser zu Jahresbeginn erklärtes Ziel für 2016 war es, den Absatz in Stück gegenüber Vorjahr zu steigern. Für die Delticom-Gruppe planten wir auf Gesamtjahressicht mit einem Umsatz in einer Spanne von 620-630 Mio. € einhergehend mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 16 Mio. € nach 14,3 Mio. € im Vorjahr.
Obwohl das Sommerreifengeschäft aufgrund anhaltend kalter Temperaturen erst nach den Osterfeiertagen Ende März an Dynamik gewann, ist es uns in den ersten sechs Monaten 2016 gelungen, den Umsatz um 10 % auf 275 Mio. € zu steigern. Unser Fokus hatte in der ersten Jahreshälfte klar auf Volumen- und Umsatzwachstum gelegen, um in einem kompetitiven Umfeld unsere Marktstellung weiter auszubauen. Das im H1 16 erzielte EBITDA fiel mit 6,1 Mio. € um 7,6 % geringer aus als im Vergleichszeitraum.
Aufgrund anhaltend warmer Temperaturen im September erreichte das Winterreifengeschäft erst Mitte November und damit vier Wochen später als im vorangegangen Jahr den saisonalen Höhepunkt. In den restlichen Wochen des Jahres zeigte sich der Winter vielerorts mild. Entsprechend unserer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 haben wir in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops über die Preissetzung gesteuert. Mit 332 Mio. € lag der Umsatz im H2 16 um 7 % über Vorjahr. Das EBITDA wurde in der zweiten Jahreshälfte um knapp 16 % auf 8,9 Mio. € gesteigert.
Aufgrund ihrer langjährigen Markterfahrung und der flexiblen Reaktionsmöglichkeit auf kurzfristige Änderungen im Kundenverhalten und in der Wettbewerbssituation konnte die Delticom-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 sich bietende Chancen hinsichtlich Umsatzsteigerung und Ergebnisbeitrag gezielt nutzen. Wenngleich wir mit 607 Mio. € aufgrund des milden Winters unser Umsatzziel vom Jahresanfang nicht ganz erreicht haben, konnten wir den Umsatz 2016 dennoch um mehr als 8 % steigern. In unserem Kerngeschäft sind wir gegen den Markttrend gewachsen.
Das in 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr planmäßig zum gewünschten Ergebnis geführt. Die Steigerung des EBITDA um 5,5 % gegenüber Vorjahr resultiert vornehmlich aus reduzierten Marketing- und Mietaufwendungen, durch welche der Anstieg der volumenabhängigen Kosten kompensiert werden konnte. Wesentlicher Grund, weshalb das EBITDA im Gesamtjahr mit 15,1 Mio. € unter unserer ursprünglichen Planung liegt, sind Einmalaufwendungen im Berichtszeitraum, vornehmlich Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 0,6 Mio. € im Zusammenhang mit der Akquisition der eFood- und Logistik-Gesellschaften.
Experten gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft ihr moderates Wachstum auch 2017 weiter fortsetzen wird. Dennoch stellt Chinas lahmende Wirtschaft sowie die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der US-Wirtschaftspolitik nach den Wahlen des neuen Präsidenten ein steigendes Risiko für die globale Konjunktur dar.
Für den Euro-Raum rechnet der IWF auch dank sinkender Arbeitslosenzahlen im laufenden Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,6%. Angesichts der anstehenden Verhandlungen über den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, einer wachsenden Inflationsgefahr durch den steigenden Ölpreis, anstehende Wahlen in Frankreich und Deutschland sowie möglicher Neuwahlen in Italien und Spanien könnte sich die Stimmung der europäischen Verbraucher im Laufe des Jahres eintrüben.
Hierzulande soll sich der Aufschwung 2017 weiter fortsetzen. Dank steigender Beschäftigung dürften auch in diesem Jahr die Ausgaben des Staates und kauffreudige Verbraucher die wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur bleiben.
45 % der Weltbevölkerung älter als 15 Jahre verfügt bereits über einen Internetzugang. In Europa, dem geografischen Kernmarkt der Delticom-Gruppe, liegt dieser Anteil bereits bei 75 %. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung entdecken immer mehr Verbraucher weltweit die Vorteile des Onlinekaufs. Schätzungsweise 7 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes werden heute bereits online erzielt. Deutschland zählt in Europa zu den drei größten E-Commerce-Märkten. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) rechnet für den heimischen Online-Handel für 2017 mit einem zweistelligen Zuwachs von rund 11 %.
Das europäische Ersatzreifengeschäft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht von einer Trendwende profitieren. Aufgrund des milden Winters 2016/17 und damit einhergehender schwacher Winterreifenverkäufe gehen Experten davon aus, dass die Absatzzahlen auf Gesamtjahressicht nicht an das bereits schwache Vorjahr anknüpfen konnten. Während die Onlinepenetration im Ersatzreifengeschäft in Europa aktuell bereits bei ca. 13 % liegt, fällt der Onlineanteil im Markt für Autoersatzteile und Zubehör mit derzeit ca. 5 % noch vergleichsweise gering aus.
Der Bundesverband Reifenhandel- und Vulkaniseurhandwerk geht davon aus, dass der Anteil online verkaufter Reifen hierzulande bis 2020 auf 15-20 % steigen wird. Damit ist in unserem Kernmarkt weiterhin Wachstumspotential vorhanden. Durch den Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte von Autopink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, hat Delticom im letzten Jahr ihr Produktangebot im Automotive erweitert. Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt wurde in 2015 mit einem Marktvolumen von rd. 80 Mrd. € beziffert wobei sich bereits ca. 70 % der Käufer vor dem Kauf online informieren und 35 % derzeit das Internet konkret im Kaufprozess nutzen.
Hierzulande soll der Umsatz im Einzelhandel laut des Handelsverbands Deutschland (HDE) 2016 um 2 % auf 492 Milliarden Euro steigen. Diese Annahme gilt auch für den Lebensmitteleinzelhandel. Experten sind sich einig, dass eFood in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Eine wesentliche Hürde im Onlinegeschäft mit Lebensmitteln stellt derzeit allerdings noch die teure Warenkommissionierung und Distribution dar. Delticom betreibt seit dem letzten Jahr ein hochmodernes Kleinteile-Lager und bietet ihre Dienstleistungen im Bereich der effizienten E-Commerce-Logistik auch Dritten an.
Dank ihres Multi-Shop Ansatzes spricht die Delticom-Gruppe verschiedene Kundengruppen an und erfüllt damit die unterschiedlichen Anforderungen der Onlinekäufer. Aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung gehen wir davon aus, auch im laufenden Geschäftsjahr mehr als 1 Mio. Neukunden von unserem Leistungsangebot überzeugen zu können.
Seit Unternehmensgründung haben mehr als 10,8 Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr damit, einen Teil dieser über die letzten Jahren gewonnenen Kunden erneut in einem unserer Onlineshops begrüßen zu dürfen und planen dementsprechend auch für das laufende Geschäftsjahr mit einer Steigerung unserer Wiederkäuferzahlen gegenüber Vorjahr.
Unser Ziel für das laufenden Geschäftsjahr ist es, die im letzten Jahr neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche noch stärker im Gesamtunternehmen zu verzahnen, um entlang unserer gesamten E-Commerce-Wertschöpfungskette von weiterem Know-How Transfer zu profitieren. Wir gehen zudem davon aus, dass wir aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung auch in diesem Jahr von der zunehmenden Erschließung internetaffiner Zielgruppen profitieren werden. Dementsprechend planen wir für das laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 650 Mio. €.
Aussagen zur Preisentwicklung in unserem Kerngeschäft Reifen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Dennoch rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem EBITDA im Gesamtkonzern von mindestens 16 Mio. €.
Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir hier mit Ersatzinvestitionen in Höhe von 1 Mio. €. Darüber hinaus planen wir auch für andere Teilbereiche unseres E-Commerce-Geschäfts mit Investitionen, wie beispielsweise in der IT. Die Gesamtsumme der Investitionen wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich auf 3 Mio. € belaufen.
Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau- bzw. -abbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln.
Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal wird die Delticom-Gruppe auch mittelfristig von dem stetig zunehmenden E-Commerce-Trend profitieren. Die Ausweitung unseres Produktangebots und der Launch neuer Onlineshops in weiteren Ländern gepaart mit unserer langjährigen E-Commerce-Vertriebskompetenz bietet für die Zukunft zudem weiteres Wachstumspotenzial.
Delticom betreibt aktuell weltweit in 68 Ländern Onlineshops und -vertriebsplattformen. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern sind wir heute bereits mit Onlinereifenshops vertreten. Diese Märkte werden infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen mittelfristig immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.
Das Geschäftsmodell der Delticom-Gruppe ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und so unsere Marktstellung in den verschiedenen Geschäftsbereichen auch zukünftig weiter ausbauen.
Delticom macht derzeit Voruntersuchungen hinsichtlich der Errichtung einer hochmodernen Reifenlogistik im Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Schweiz und wird voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr in den mehrjährigen Planungsprozess einsteigen.
Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2016 auf einem Kurs von 17,89 €.
Trotz eines herausfordernden Umfeldes haben sich die Aktienmärkte in 2016 stabil entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der deutsche Leitindex mit 10.283 Punkten ins neue Jahr. Am 30.12.2016 erreichte der deutsche Leitindex den Höchststand von 11.481 Punkten, mit denen er gleichzeitig zum Jahresende schloss. Am 11.02.2016 markierte er mit 8.753 Punkten den niedrigsten Kursstand. Insgesamt stieg der DAX damit um 1.198 Punkte oder 11,6 %.
Wir ziehen den STOXX® Europe 600 Retail (SXRP) als Vergleichsmaß für die Entwicklung von DEX heran. Der SXRP enthält große europäische Einzelhandelsunternehmen, darunter auch große Onlinehändler.
Wir verwenden beim SXRP wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 03.05.2016 beschlossene Dividende für 2015 in Höhe von 0,50 € je Aktie. Die Grafik Kursperformance zeigt, wie sich DEX und SXRP seit Anfang 2016 im Jahresverlauf entwickelt haben.
Nach einem Jahresanfangskurs von 20,83 € markierte DEX am 07.03.2016 den Jahrestiefstkurs von 14,49 €. Am 04.01.2016 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 20,83 €. DEX beendete das Börsenjahr 2016 bei 17,89 €. Die Marktkapitalisierung fiel im Jahresverlauf von 248,8 Mio. € auf 223,0 Mio. €.
indiziert, Volumen in Stück (XETRA)

Neben dem DAX Composite Index (CDAX) geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:
| ― | Classic All Share |
| ― | DAXplus Family Index |
| ― | DAXsubsector Retail Internet |
| ― | DAXsubsector All Retail Internet |
| ― | GEX (German Entrepreneurial Index) |
| ― | NISAX 20 |
| ― | Prime All Share |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,36 € (Vorjahr: 0,28 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,36 (Vorjahr: 0,28 €).
Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 4.454.802,83 € (Vorjahr: 3.365.072,95 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien von 12.389.319 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 02.05.2017 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).
Im Frühjahr 2016 akquirierte die Delticom AG die beiden eFood- und Logistikgesellschaften Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food). 10 Millionen € des Kaufpreises in Höhe von 30 Millionen € wurde durch Ausgabe von 518.081 neuer Delticom Aktien an eine der Verkäuferinnen, die Seguti GmbH (eine 100 %ige Tochter der Prüfer GmbH) bezahlt. Dies hatte eine Erhöhung des Stammkapitals von 11.945.250 auf 12.463.331 Aktien zur Folge. Darüber hinaus erwarb die Prüfer GmbH 800.000 von der Binder GmbH gehaltene Delticom Aktien für einen Kaufpreis von 25 Euro pro Aktie (Gesamtkaufpreis: 20 Mio. EUR).
Nach Vollzug der Transaktion und des Aktienkaufvertrags zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH sowie Eintragung der Sachkapitalerhöhung im Handelsregister hält die Prüfer GmbH nunmehr unmittelbar bzw. mittelbar 4.292.547 Delticom-Aktien (34,64 % des Grundkapitals) und die Binder GmbH 2.196.061 Delticom-Aktien (17,62 % des Grundkapitals).
Aktienbesitz in % der 12.463.331 Aktien, Stand 31.12.2016

Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorstand und Rainer Binder als Vorsitzender des Aufsichtsrats hielten auch in 2016 über 50 % der ausstehenden Aktien.
Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.
Insgesamt 4 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 10.03.2016):
| ― | Frank Schwope, NORD/LB (Sell) |
| ― | Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe (Sell) |
| ― | Marc-Rene Tonn, Warburg (Hold) |
| ― | Timo Busse, Montega (Hold) |
Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.
Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2016 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Roadshow in den USA. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.
Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter stellen wir Geschäftsberichte, Quartalsmitteilungen und Präsentationen zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:
Melanie Gereke
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Telefon: +49-511-93634-8903
E-Mail: [email protected]
scroll
| 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Aktien | 12.463.331 | 11.945.250 |
| Kurs am ersten Handelstag1 | € | 20,83 | 18,61 |
| Kurs am letzten Handelstag1 | € | 17,89 | 20,81 |
| Kursentwicklung1 | % | -14,1 | 11,9 |
| Höchst-/Tiefstkurs1 | € | 20,83 / 14,49 | 25 / 16,46 |
| Marktkapitalisierung2 | Mio. € | 223,0 | 248,6 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) | Aktien | 5.724 | 9.748 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,36 | 0,28 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,36 | 0,28 |
(1) auf Basis der Schlusskurse
(2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende
Der Vorstand der Delticom AG berichtet nachfolgend zu den Angaben im Lagebericht für die Delticom AG und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 unter Berücksichtigung der Erkenntnisse und Ereignisse bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts gemäß §289 Abs. 4 und Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5, Abs. 4 HGB wie folgt:
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.
Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um EUR 518.081 auf EUR 12.463.331.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung: Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß §6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen. Es besteht auch sonst kein genehmigtes Kapital.
Aus dem in § 5 Abs. 7 der Satzung enthaltenen bedingten Kapital II/2011 können keine Aktien mehr ausgegeben werden, weil dieses ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 unter Tagesordnungspunkt 9 lit. b) durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden, diente. Vorgenannter Ermächtigungsbeschluss ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen, ohne dass von ihm Gebrauch gemacht wurde.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 540.000 durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 135.000 Aktien in mehreren Tranchen zu beziehen.
Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 32.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen. Die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Dr. Andreas Prüfer haben mit Bezugserklärung vom 06.01.2017, die sie jeweils zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, ausgeübt.
Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Aufsichtsratsbeschluss der Gesellschaft, mit dem das Angebot des Bezugsberechtigten, ihm das jeweilige Optionsrecht einzuräumen, angenommen wird. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben.
Noch nicht ausgeübte, aber noch bis zum 28. April 2019 ausübbare Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 103.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft, bestehen fort.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28. April 2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, ("Referenztage") um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten Börsenhandelstag im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Beide Aktienoptionspläne sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (in den Optionsbedingungen definiert als direkter oder indirekter Erwerb von mindestens 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft durch eine natürliche oder juristische Person oder eine Mehrzahl von abgestimmt handelnden natürlichen oder juristischen Personen) die auf Basis dieser Optionspläne ausgegebenen Aktienoptionen sofort ausübbar werden, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen und das Erfolgsziel erreicht ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
AKTIVA
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.567.589,00 | 7.110.275,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 2.098.774,00 | 2.409.115,00 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.387.197,51 | 2.333.800,51 | |
| 3.485.971,51 | 4.742.915,51 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 71.783.780,12 | 49.730.495,66 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.514.391,96 | 0,00 | |
| 3 Beteiligungen | 391.543,90 | 391.543,90 | |
| 82.689.715,98 | 50.122.039,56 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| Waren | 7.455.171,99 | 10.701.987,55 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.221.849,84 | 9.857.527,67 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 99.324.216,89 | 76.942.361,38 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 4.790.169,19 | 13.407.065,40 | |
| 116.336.235,92 | 100.206.954,45 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 1.072.256,90 | 5.140.608,68 | |
| 124.863.664,81 | 116.049.550,68 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 537.720,59 | 402.065,64 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 147.959,30 | 147.959,30 | |
| 218.292.621,19 | 178.574.805,69 | ||
| PASSIVA | |||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12.463.331,00 | 11.945.250,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 35.696.456,10 | 26.214.537,10 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 199.673,00 | 199.673,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 21.578.253,59 | 18.344.480,61 | |
| 69.937.713,69 | 56.703.940,71 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.068.488,74 | 0,00 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.490.218,42 | 3.293.016,74 | |
| 3.558.707,16 | 3.293.016,74 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.887.740,88 | 15.141.621,39 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.568.252,25 | 3.259.915,77 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.965.892,42 | 70.768.794,75 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.938.808,93 | 25.182.988,70 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.433.385,37 | 4.178.813,37 | |
| - davon aus Steuern EUR 2.026.477,08 (Vj. EUR 3.260.776,91) | |||
| 144.794.079,85 | 118.532.133,98 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 2.120,49 | 45.714,26 | |
| 218.292.621,19 | 178.574.805,69 |
scroll
| EUR | 2016 EUR |
2015 EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 796.098.280,20 | 769.621.179,67 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.412.519,45 | 21.960.451,43 | |
| 800.510.799,65 | 791.581.631,10 | ||
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | 650.417.749,49 | 643.821.957,44 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 447,00 | 845,42 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 6.359.162,23 | 7.133.677,56 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 863.492,98 | 987.230,39 | |
| davon für Altersversorgung EUR 21.054,92 (Vj. EUR 42.115,05) | |||
| 5. Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 4.092.062,84 | 5.644.915,84 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 114.843.918,47 | 123.660.328,27 | |
| 776.576.833,01 | 781.248.954,92 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 2.121.974,91 | 3.143.525,51 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 61.627,50 | 23.392,28 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 573.240,00 | 536.901,76 | |
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.220.108,31 | 0,00 | |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 12.872.416,94 | 8.973.681,39 | |
| 10.041.946,22 | 6.343.665,36 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.426.581,94 | 1.382.069,96 | |
| 4.426.581,94 | 1.382.069,96 | ||
| 13. Ergebnis nach Steuern | 9.465.438,48 | 2.606.940,86 | |
| 14. Jahresüberschuss | 9.465.438,48 | 2.606.940,86 | |
| 15. Gewinnvortrag | 12.112.815,11 | 15.737.539,75 | |
| 16. Bilanzgewinn | 21.578.253,59 | 18.344.480,61 |
Der Jahresabschluss der Delticom AG, Hannover (Amtsgericht Hannover HR B 58026,) zum 31. Dezember 2016 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt worden und berücksichtigt die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
Dieses Gliederungsschema ist im Vergleich zum Vorjahr durch erstmalige Anwendung der u. a. durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB in folgenden Punkten neu: Streichung der bisherigen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis", Einfügung des Postens "Ergebnis nach Steuern" zwischen den Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und "sonstige Steuern".
Infolge erstmaliger Anwendung der u. a. durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 nicht mit denen im Geschäftsjahr 2015 vergleichbar. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umsatzerlöse i. H. von 769.621 T€ ausgewiesen. Unter Anwendung der nach § 277 Abs. 1 HGB n. F. neu gefassten Definition wären im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse i. H. von 786.236 T€ ausgewiesen worden.
Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember festgelegt.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibung der hier aktivierten Internet-Domains wird bis auf die Internet-Domains der übernommenen Tirendo-Gruppe eine einheitliche Nutzungsdauer von 20 Jahren anstelle von 5 Jahren zugrunde gelegt. Software wird über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Den enthaltenen Markenrechten an Tirendo wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Aktivierte Rechte rund um die Werbefunktion der Person Sebastian Vettel für Tirendo sind zum 31.12.2015 mit Vertragsende komplett abgeschrieben.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über 3 bis 33 Jahre. Für Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden die zeitgenauen Jahresabschreibungssätze angesetzt (pro-rata-temporis). Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand € 410 nicht übersteigen. Eine Ausnahme bilden die gesamten Anschaffungskosten von Reifengestellen. Einzeln betrachtet sind sie einer selbstständigen Nutzung fähig und übersteigen auch nicht den Nettobetrag von € 410 je Vermögensgegenstand, jedoch wird aufgrund des hohen Anschaffungsvolumens und einer absehbaren, längeren Nutzungsfähigkeit je Gestell eine betriebsbedingte Nutzungsdauer von 5 Jahren angesetzt.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für erfolgte außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Ersatzteile für die Fördertechnik und unterwegs befindliche Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine angemessene Pauschalwertberichtigung.
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und Valutaverbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Zugangstag oder mit dem höheren Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag passiviert.
Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,54 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,71 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus den Gewerbesteuerhebesätzen von 480 % und 440 %, unter Berücksichtigung der Zerlegungskriterien nach §§ 28 ff. GewStG.
Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten von Anlage- und Umlaufvermögen nicht einbezogen.
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzposten im Geschäftsjahr ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen, welche Bestandteil des Anhangs ist.
Die Finanzanlagen sind um neu erworbene Beteiligungen in Höhe von insgesamt TEUR 22.062 angewachsen. Neue Beteiligungen innerhalb dieser werden in Abschnitt D unter "verbundene Unternehmen und Beteiligungen" aufgeführt.
Unter den Vorräten werden im Abschlussjahr neben einem kleinen Anteil an Ersatzteilen für die Fördertechnik T€ 152 (Vorjahr T€ 152) nur noch unterwegs befindliche Waren der Delticom AG ausgewiesen, da der gesamte Lagerbestand an Reifen die Tochtergesellschaft Pnebo GmbH hält.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.222 | 9.858 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 99.324 | 76.942 |
| (davon aus Lieferungen und Leistungen T€ 88.508; Vorjahr T€ 68.329) | ||
| (davon aus Umsatzsteuerguthaben T€ 9.507; Vorjahr T€ 8.080) | ||
| (davon aus Darlehensgewährung T€ 89; Vorjahr T€ 533 | ||
| (davon aus Ergebnisabführungsvertrag T€ 1.220; Vorjahr T€ 0) | ||
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 0) | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 4.790 | 13.407 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 1,5; | ||
| Summe | 116.336 | 100.207 |
Der größte Posten innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus der Forderung gegen die Pnebo GmbH in Höhe von T€ 82.946 (Vorjahr T€ 56.448).
Die flüssigen Mittel in Höhe von T€ 1.072 (Vorjahr T€ 5.141) stellen ausschließlich Bank- und Kassenbestände dar.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 148 resultieren größtenteils aus Bilanzansatzunterschieden der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz, die im Rahmen von Betriebsprüfungen der Vorjahre im Bereich der Nutzungsdauern verschiedener Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entstanden sind, aus einem Bilanzansatzunterschied der Rückstellung für Retouren, aus einer steuerlich abweichend zu bewertenden Umweltrückstellung und aus einer nach § 5 Abs. 4a EStG steuerrechtlich nicht zulässigen Drohverlustrückstellung.
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26. Oktober 2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien), mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf EUR 11.839.440. Am 6. Mai 2011 sowie am 2. Mai 2013 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 2. Mai 2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigen, auf EUR 11.859.440, und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.945.250. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um EUR 518.081 auf EUR 12.463.331.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. AktG. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen. Es besteht auch sonst kein genehmigtes Kapital.
Aus dem in § 5 Abs. 7 der Satzung enthaltenen bedingten Kapital II/2011 können keine Aktien mehr ausgegeben werden, weil dieses ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 unter Tagesordnungspunkt 9 lit. b) durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden, diente. Vorgenannter Ermächtigungsbeschluss ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen, ohne dass von ihm Gebrauch gemacht wurde.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 540.000 durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 135.000 Aktien in mehreren Tranchen zu beziehen. Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 32.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen. Die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Dr. Andreas Prüfer haben mit Bezugserklärung vom 06.01.2017, die sie jeweils zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, ausgeübt.
Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Aufsichtsratsbeschluss der Gesellschaft, mit dem das Angebot des Bezugsberechtigten, ihm das jeweilige Optionsrecht einzuräumen, angenommen wird. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben.
Noch nicht ausgeübte, aber noch bis zum 28. April 2019 ausübbare Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 103.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft, bestehen fort.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28. April 2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, ("Referenztage") um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12 2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Beide Aktienoptionspläne sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (in den Optionsbedingungen definiert als direkter oder indirekter Erwerb von mindestens 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft durch eine natürliche oder juristische Person oder eine Mehrzahl von abgestimmt handelnden natürlichen oder juristischen Personen) die auf Basis dieser Optionspläne ausgegebenen Aktienoptionen sofort ausübbar werden, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen und das Erfolgsziel erreicht ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar.
Die Kapitalrücklage beträgt € 35.696.456,10 (Vorjahr € 26.214.537,10) und umfasst Beträge im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 (€ 34.342.656,00; Vorjahr € 24.860.737,00) und Nr. 2 (€ 1.353.800,10 Vorjahr € 1.353.800,10) HGB.
Der Bilanzgewinn zum Stichtag hat sich wie folgt entwickelt:
scroll
| Bilanzgewinn 2015 | 18.344.480,61 |
| Gewinnausschüttung | -6.231.665,50 |
| Jahresüberschuss 2016 | 9.465.438,48 |
| Bilanzgewinn 2016 | 21.578.253,59 |
Der Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von € 12.112.815,11 (Vorjahr € 15.737.539,75).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.412 (Vorjahr T€ 3.293) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für folgende Bereiche:
scroll
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 733 | 1.318 |
| Umweltauflagen | 338 | 642 |
| Ausstehende Rechnungen | 643 | 342 |
| Retouren | 151 | 246 |
| Frachten | 236 | 95 |
| Übrige | 389 | 650 |
| 2.490 | 3.293 |
Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt nach Laufzeiten auf:
scroll
| Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr T€ |
über 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.387 | 7.500 | |
| (Vorjahr) | (4.204) | (9.688) | (1.250) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.568 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (3.260) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.966 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (70.769) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.939 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (25.183) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.433 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (4.179) | (0) | (0) |
| - davon aus Steuern | 2.026 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (3.261) | (0) | (0) |
| 137.293 | 7.500 | 0 | |
| (107.595) | (9.688) | (1.250) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In Höhe von T€ 415 (Vorjahr T€ 3.207), Verbindlichkeiten für Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 32.487 (Vorjahr T€ 19.487) und Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 2.489).
Alle Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Der nachfolgenden Tabelle können die zum Stichtag gehaltenen derivativen Finanzinstrumente mit den entsprechenden Marktwerten entnommen werden:
scroll
| USD | SEK | PLN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte positiv | 242.101 | 52.675 | 0 | 370 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte negativ | -37.562 | -103.715 | 0 | 0 | 0 | -206 |
scroll
| GBP | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 € |
31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte positiv | 0 | 3.549 |
| Devisentermingeschäfte negativ | -5.332 | 0 |
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Währungssicherungskontrakte mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten. Die Bewertung erfolgt anhand von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen. Die Nominalwerte der Devisentermingeschäfte betragen insgesamt USD -11,6 Mio. (Vorjahr -5,6 Mio.), SEK 0 Mio. (Vorjahr -4,6 Mio.), PNL 0 Mio. (Vorjahr -0,3 Mio.) und GBP -0,6 Mio. (Vorjahr -0,6 Mio.). Die negativen Nominalwerte bei den Währungen USD und SEK in 2015 resultieren aus Verkaufsüberhängen gegenüber den Käufen in diesen Währungen. Das gleiche gilt für die negativen Nominalwerte in den Währungen USD, und GBP für das Jahr 2016.
In Höhe der negativen Marktwerte wurde zum Stichtag eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von T€ 43 (Vorjahr T€ 104) passiviert. In Höhe der positiven Marktwerte wurde kein Buchwert ausgewiesen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
scroll
| EU T€ |
übriges Ausland T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 691.044 | 105.054 | 796.098 |
In der Summe der Umsatzerlöse in Höhe von T€ 796.098 sind T€ 272.988 (Vorjahr T€ 251.992) an Umsatzerlösen aus Verkäufen von Lagerware der Delticom AG an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten im Wesentlichen Kurserträge von T€ 2.551 (Vorjahr T€ 3.287), Versicherungsentschädigungen T€ 83 (Vorjahr (T€30), periodenfremde Erträge T€ 894 (Vorjahr T€ 210) sowie Erträge aus Entschädigungszahlungen T€ 705 (Vorjahr T€ 471).
Im Posten sonstige betriebliche Erträge sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge), wie folgt enthalten:
scroll
| T€ | |
|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 850 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 26 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 18 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Transporte von T€ 54.846 (Vorjahr T€ 51.286), Marketing von T€ 19.523 (Vorjahr T€ 19.339), Lagerhandling von T€ 6.385 (Vorjahr T€ 5.406), Kursdifferenzen von T€ 2.313 (Vorjahr T€ 3.745), Operations-Center von T€ 7.945 (Vorjahr T€ 7.373), Miete und Betriebskosten von T€ 4.921 (Vorjahr T€ 6.966) und Kreditkartengebühren von T€ 3.594 (Vorjahr T€ 4.271).
Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Aufwendungen), wie folgt enthalten:
scroll
| T€ | |
|---|---|
| Buchverluste aus Anlagenabgängen | 33 |
| Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen | 1.170 |
Aus Beteiligungen erhielt die Delticom AG Gewinnausschüttungen der DeltiTrade Ltd. (vormals: Delticom Tyres Ltd.) in Höhe von T€ 393 (Vorjahr T€ 0) sowie eine Gewinnvereinnahmung aus der Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 1.729 (Vorjahr T€ 3.144).
Die Erträge aus der Ergebnisabführung betreffen die Giga GmbH.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 62 (Vorjahr T€ 23) beinhalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 40 (Vorjahr T€ 8).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 573 (Vorjahr T€ 537) angefallen. Diese beinhalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr T€ 0).
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 12.872 (Vorjahr T€ 8.974) stellen fast ausschließlich den Verlustausgleich gegenüber der Pnebo GmbH dar, der aus dem Ergebnisabführungsvertrag resultiert.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im wesentlichen Körperschaftsteuer von T€ 2.163 (Vorjahr T€ 857) und Gewerbesteuer von T€ 2.073 (Vorjahr T€ 495) für das laufende Geschäftsjahr. Außerdem beinhaltet dieser Posten einen latenten Steueraufwand von T€ 0 (Vorjahr T€ 26), der den Bilanzposten der angesetzten aktiven latenten Steuern für zukünftige Steuerentlastungen schmälert. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Steuernachzahlungen aus Betriebsprüfung für die Jahre 2011 - 2013 in Höhe von T€ 191 enthalten.
Wesentliche künftige finanzielle Verpflichtungen i.S. von § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus:
scroll
| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 6.709 | 8.056 |
| Mietverpflichtungen | 20.536 | 24.497 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 16.099 | 4.704 |
| Gesamt | 50.053 | 37.257 |
scroll
| Bestellobligo für Waren | Mietverpflichtungen | Übrige finanzielle Verpflichtungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| bis zu einem Jahr | 6.709 | 8.056 | 3.882 | 3.951 | 6.736 | 1.673 |
| 1 bis zu 5 Jahre | 0 | 0 | 12.123 | 12.938 | 8.751 | 2.623 |
| mehr als 5 Jahre | 0 | 0 | 4.531 | 7.608 | 612 | 408 |
| Gesamt | 6.709 | 8.056 | 20.536 | 24.497 | 16.099 | 4.704 |
Überdies hat die Delticom AG für ihre Forderungen nebst Zinsen einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe eines Teilbetrages von EUR 50.000,00 hinter alle derzeitigen und zukünftigen Gläubigern der Tirendo Holding GmbH erklärt.
Gegenüber der Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH hat die Delticom AG einen Garantiebrief in Höhe von EUR 50.000,00.
Des Weiteren bestehen harte Patronatserklärungen zugunsten folgender Gesellschaften:
―
Delticom OE s.r.l.:
| ― | gegenüber Alcar Deutschland GmbH. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit der Delticom OE gegenüber Alcar Deutschland GmbH in Höhe von EUR 181.920,24. |
| ― | gegenüber der GoodYear Dunlop Tyres Romania. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit gegenüber GoodYear Dunlop Tyres Romania in Höhe von EUR 15.963,78. |
―
DeltiTrade GmbH (vormals: ES Foods GmbH):
| ― | gegenüber der Seguti GmbH als Vermieter. Die Delticom AG verpflichtet sich die DeltiTrade GmbH finanzielle stets so auszustatten, dass diese ihrer Verpflichtung aus dem Mietverhältnis jederzeit nachkommen kann. |
―
DeltiCar SAS
| ― | gegenüber Google Paris. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit gegenüber Google Paris in Höhe von EUR 13.316,10. |
Bei der Delticom AG waren im Berichtsjahr durchschnittlich 109 (Vorjahr 115) Mitarbeiter beschäftigt. Davon:
| ― | 99 Vollzeitbeschäftigte |
| ― | 3 Teilzeitbeschäftigte |
| ― | 7 Auszubildende |
Rainer Binder
Aufsichtsratsvorsitzender
Unternehmer, Hannover
Michael Thöne-Flöge
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Unternehmer, Peine
Herr Thöne-Flöge ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Opticland GmbH, Nürnberg.
Alan Revie
Aufsichtsratsmitglied
Unternehmer, Hamilton / Großbritannien
Herr Revie ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Axle Group Holdings Limited, Glasgow.
Susann Dörsel-Müller, Peine;
Vorstand, Großkundengeschäft )B2B) PKW Reifen Europa/Food, Flottengeschäft, Montagepartner, Konsumentengeschäft B2C/B2B Reifen, Spezialreifen und NFZ, Zweirad
Philip von Grolman, Hemmingen;
Vorstand, Nordamerika, Einkauf Reifen PKW sowie KFZ (Nutzfahrzeuge) und Spezialreifen, Transport/Logistik Services,
Andreas Prüfer, Hannover;
Vorstand, Logistik Zentrallager, Konsumentengeschäft (B2C) PKW Osteuropa mit Österreich, Finanzen/Recht(IT/Personal, Corporate Communications, Risik Management.
Thierry Delesalle, Wunstorf,
Vorstand, Konsumentengeschäft B2C Westeuropa, Online Marketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa, Kategorie-Management.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 139 | 195 | 139 | 195 | 195 | 195 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 139 | 195 | 139 | 195 | 195 | 195 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 10 | 10 | 16 | 30 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 10 | 10 | 16 | 30 | 0 | 500 |
| Summe | 149 | 205 | 155 | 225 | 195 | 695 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 149 | 205 | 155 | 225 | 195 | 695 |
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 70 | 70 | 114 | 156 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 70 | 70 | 114 | 156 | 0 | 500 |
| Summe | 313 | 313 | 357 | 399 | 243 | 743 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 313 | 313 | 357 | 399 | 243 | 743 |
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 158 | 210 | 158 | 210 | 210 | 210 |
| Nebenleistungen | 0 | 4 | 0 | 4 | 4 | 4 |
| Summe | 158 | 214 | 158 | 214 | 214 | 214 |
| Einjährige variable Vergütung | 27 | 30 | 27 | 30 | 30 | 30 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 3 | 8 | 30 | 30 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 0 | 3 | 8 | 30 | 30 | 500 |
| Summe | 185 | 247 | 185 | 274 | 274 | 744 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 185 | 185 | 275 | 275 | 745 |
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 32 | 86 | 227 | 313 | 0 | 750 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 32 | 86 | 227 | 313 | 0 | 750 |
| Summe | 507 | 561 | 702 | 788 | 475 | 1.225 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 507 | 561 | 702 | 788 | 475 | 1.225 |
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 89 | 51 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 89 | 51 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 89 | 51 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 89 | 51 | 0 | 0 | 0 | 500 |
scroll
| Zuflüsse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 177 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abfindung | 0 | 540 | 540 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 8 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Summe | 185 | 46 | 223 | 46 | 46 | 46 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 198 | 586 | 763 | 46 | 46 | 546 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 200 | 587 | 764 | 47 | 47 | 547 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
scroll
| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | langfristige Anreizwirkung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Susann Dörsel Müller | 195 | 139 | 0 | 0 | 30 | 16 |
| Philip von Grolman | 243 | 243 | 0 | 0 | 156 | 114 |
| Sascha Jürgensen | 44 | 221 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andreas Prüfer | 475 | 475 | 0 | 0 | 313 | 227 |
| Thierry Delesalle | 210 | 158 | 30 | 27 | 30 | 8 |
| Summe | 1.167 | 1.236 | 30 | 27 | 529 | 365 |
Im Geschäftsjahr 2016 sind für kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandmitglieder von 1.167 Tsd. € (Vorjahr 1.236 Tsd. €) sowie für andere langfristige, erfolgsabhängige Leistungen von 529 Tsd. € (Vorjahr 365 Tsd. €) angefallen. Zum 31.12.2016 bestehen für die langfristig fälligen Leistungen Rückstellungen von 295 Tsd. €.
Dem Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2016 Bezüge in Höhe von T€ 100 (Vorjahr T€ 50) gewährt.
Die Honorare für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, werden im Konzernabschluss dargestellt.
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
scroll
| 2016 | |
|---|---|
| Aktive latente Steuern | 147.959,30 |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 147.959,30 |
Die Delticom AG ist zu jeweils 100 % an der umfirmierten DeltiTrade Ltd. (ehemals Delticom Tyres Ltd.) mit Sitz in Oxford / Großbritannien, an der umfirmierten Toroleo Tyres GmbH (ehemals Reifendirekt GmbH) mit Sitz in Gadebusch, an der umfirmierten Delticom OE S.R.L (ehemals NETIX S.R.L.) mit Sitz in Timisoara / Rumänien, an der Tirendo Holding GmbH mit Sitz in Berlin, an der umfirmierten Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG (ehemals RD Reifendirekt GmbH & Co. KG) in Gadebusch, an den Gesellschaften Deltiparts GmbH, an der umfirmierten Gesellschaft MobileMech GmbH (ehemals: Reife tausend1 GmbH), der Giga GmbH mit Sitz in Hamburg, an der Delti-Vorrat-1 GmbH mit Sitz in Hannover, der DeltiTrade GmbH (vormals ES FOOD GmbH) mit Sitz in Hamburg und an der Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH mit Sitz in Hannover, beteiligt. Mit der zuletzt genannten Gesellschaft wurde mit der Delticom AG als herrschendes Unternehmen am 26. März 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Mit der Tirendo Holding GmbH wurde ein Ergebnisabführungsvertrag am 18. März 2014 abgeschlossen. Darüber hinaus besteht ab 15. März 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Giga GmbH und der Deltiparts GmbH.. Seit 18. November 2016 besteht eine 100% Beteiligung an der Delticar SAS mit Sitz in Paris, Frankreich.
Darüber hinaus ist die Delticom AG mit 75 % an der Delticom North America Inc. mit Sitz in Benicia / USA beteiligt, mit 90 % an der TyresNet GmbH mit Sitz in München und mit 49 % an der OOO Delticom Russland mit Sitz in Moskau / Russland. Zudem werden 90% der Anteile an der Gourmondo GmbH mit Sitz in München gehalten.
Über die Delticom North America Inc., an der die Delticom AG 75 % der Anteile hält, ist die Delticom AG mit 100 % an der Wholesale Tire and Automotive Inc. mit Sitz in Benicia / USA, mit 100 % an der Tireseasy LLC mit Sitz in Delaware / USA und mit 100 % an der Gigatires LLC und der Price Genie LLC mit Sitz in Kalifornien / USA beteiligt.
Über die Delticom OE S.R.L an der die Delticom AG 100 % der Anteile hält, ist sie mit 100 % an der Delticom (PTY) Ltd. South Africa mit Sitz in Durban / Südafrika beteiligt.
Über die DeltiTrade GmbH, an der die Delticom AG 100% der Anteile hält, ist die Delticom AG mit 60% bzw. 80% an der Extor GmbH sowie der Ringway GmbH mit Sitz in Hannover beteiligt.
Durch die Beteiligung an der Tirendo Holding GmbH ist die Delticom AG zu 100 % an der Tirendo Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin und den Auslandsgesellschaften Tirendo Netherlands B.V. mit Sitz in Den Haag, Tirendo Poland sp.z.o.o. mit Sitz in Warschau und Tirendo Switzerland GmbH mit Sitz in Zug beteiligt.
scroll
| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nach Berücksichtigung von Ergebnisabführungsverträgen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Umrechnungskurs € |
in Tsd | in Tsd | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unmittelbar | ||||||
| Delticom Tyres Ltd., Oxford | 100,0 | GBP | 0,8581 | 46 | GBP | -40 |
| Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch | 100,0 | EUR | 23 | EUR | -26 | |
| Delticom OE S.R.L., Timisoara | 100,0 | RON | 4.5427 | 4.399 | RON | 403 |
| Delticom North America Inc., Benicia | 75,0 | USD | 1.0568 | 4.613 | USD | -24 |
| OOO Delticom Russland, Moskau | 49,0 | RUB | 64,7667 | 39.204 | RUB | -21.880 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover | 100,0 | EUR | 41 | EUR | 0 | |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin | 100,0 | EUR | 3.563 | EUR | 0 | |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch | 100,0 | EUR | 1 | EUR | 1.729" | |
| DeltiParts GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 31 | EUR | 0 | |
| Reife tausendl GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 38 | EUR | 1 | |
| Giga GmbH, Hamburg | 100,0 | EUR | 300 | EUR | 0 | |
| TyresNet GmbH, München | 90,0 | EUR | 628 | EUR | 69 | |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 24 | EUR | -1 | |
| Delticar SAS, Paris | 100,0 | EUR | -55 | EUR | -105 | |
| Gigatires LLC, Kalifornien | 100,0 | USD | 1.0568 | 17 | USD | -6 |
| Deltitrade GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 15.267 | EUR | -3.183 | |
| Gourmondo Food GmbH, Munich | 90,0 | EUR | -4.607 | EUR | -2.103 | |
| Mittelbar | ||||||
| Wholesale Tire and Automotive Inc. Benicia | 100,0 | USD | 1.0568 | 85 | USD | -7 |
| Tireseasy LLC, Delaware | 100,0 | USD | 1.0568 | 759 | USD | -145 |
| Price Genie LLC, Kalifornien über Delticom North America Inc., Benicia | 100,0 | USD | 1.0568 | 81 | USD | -53 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin | 100,0 | EUR | -4.127 | EUR | -406 | |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag | 100,0 | EUR | -114 | EUR | -22 | |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau | 100,0 | PLN | 4,4180 | -157 | PLN | -16 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug über Tirendo Holding GmbH, Berlin | 100,0 | CHF | 1,0754 | -93 | CHF | -20 |
| Delticom (PTY) Ltd. South Africa, Durban über Delticom OE S.R.L., Timisoara | 100,0 | ZAR | 14,4950 | 970 | ZAR | 0 |
| Extor GmbH, | 60,0 | EUR | -32 | EUR | -57 | |
| Ringway GmbH, Hannover über Deltitrade GmbH | 80,0 | EUR | 2.208 | EUR | -516 |
scroll
| Name und Sitz | Stichtag der vorliegenden Information |
|---|---|
| Unmittelbar | |
| Delticom Tyres Ltd., Oxford | 31.12.2016 |
| Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch | 31.12.2016 |
| Delticom OE S.R.L., Timisoara | 31.12.2016 |
| Delticom North America Inc., Benicia | 31.12.2016 |
| OOO Delticom Russland, Moskau | 31.12.2016 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover | 31.12.2016 |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin | 31.12.2016 |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch | 31.12.2016 |
| DeltiParts GmbH, Hannover | 31.12.2016 |
| Reife tausendl GmbH, Hannover | 31.12.2016 |
| Giga GmbH, Hamburg | 31.12.2016 |
| TyresNet GmbH, München | 31.12.2016 |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover | 31.12.2016 |
| Delticar SAS, Paris | 31.12.2016 |
| Gigatires LLC, Kalifornien | 31.12.2016 |
| Deltitrade GmbH, Hannover | 31.12.2016 |
| Gourmondo Food GmbH, Munich | 31.12.2016 |
| Mittelbar | |
| Wholesale Tire and Automotive Inc. Benicia | 31.12.2016 |
| Tireseasy LLC, Delaware | 31.12.2016 |
| Price Genie LLC, Kalifornien über Delticom North America Inc., Benicia | 31.12.2016 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin | 31.12.2016 |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag | 31.12.2015 |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau | 31.12.2015 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug über Tirendo Holding GmbH, Berlin | 31.12.2015 |
| Delticom (PTY) Ltd. South Africa, Durban über Delticom OE S.R.L., Timisoara | 31.12.2016 |
| Extor GmbH, | 31.12.2016 |
| Ringway GmbH, Hannover über Deltitrade GmbH | 31.12.2016 |
" Ergebnis vor phasengleicher Gewinnvereinnahmung
Am Abschlussstichtag bestehen an der Delticom AG die nachfolgend aufgeführten Beteiligungen, für die Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes gemacht worden sind. Die Angaben stellen die nach § 26 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes veröffentlichten Inhalte der Mitteilungen oder deren Übersetzungen dar; die dort enthaltenen Angaben zur absoluten Anzahl der Stimmrechte des jeweiligen Mitteilungspflichtigen respektive zur Gesamtzahl aller Stimmrechte an der Delticom AG und das prozentuale Verhältnis der beiden zueinander beziehen sich auf den Zeitpunkt der Abgabe der Mitteilungen und sind unter Umständen aufgrund nachfolgender Kapitalmaßnahmen überholt:
EdgePoint Investment Group Inc., Toronto, Kanada, hat uns am 5. Dezember 2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 3. Dezember 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,04 % (597.185 Stimmrechte) beträgt. Davon sind EdgePoint Investment Group Inc. 5,04 % (597.185 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von den 5,04 % (597.185 Stimmrechte) sind EdgePoint Investment Group Inc. 3,79 % (449.515 Stimmrechte) auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von den 5,04 % (597.185 Stimmrechte) werden zudem 0,71 % (84.700 Stimmrechte) auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.
Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc., New York, USA
Die Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc., New York, USA, hat uns am 3. April 2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 31. März 2014 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,02 % (595.279 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind der Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc. 5,02 % (595.279 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Prüfer GmbH, Hannover
Andreas Prüfer
Binder GmbH, Hannover
Rainer Binder
Die Prüfer GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
0,20 % der Stimmrechte (das entspricht 24.261 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
25,03% der Stimmrechte (das entspricht 2.990.122 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
Herr Andreas Prüfer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover. |
49,86 % der Stimmrechte (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) sind Herrn Prüfer gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover, |
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
Die Binder GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover. |
Herr Rainer Binder, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 49,86 % (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 24,83 % der Stimmrechte (das entspricht 2.965.861 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
49,86 % der Stimmrechte (das entspricht 5.956.088 Stimmrechten) sind Herrn Binder gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover |
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
Die Prüfer GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 0,20 % der Stimmrechte (das entspricht 24.261 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Davon sind ihr 25,21 % der Stimmrechte (das entspricht 3.011.122 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
Herr Andreas Prüfer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover. |
50,04 % der Stimmrechte (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) sind Herrn Prüfer gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover, |
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
Die Binder GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 20. Juni 2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04 % (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 25,03 % der Stimmrechte (das entspricht 2.990.227 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Prüfer GmbH, Hannover. |
Herr Rainer Binder, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 20.06.2014 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 50,04% (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihm 25,01 % der Stimmrechte (das entspricht 2.986.861 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt:
| ― | Binder GmbH, Hannover. |
50,04 % der Stimmrechte (das entspricht 5.977.088 Stimmrechten) sind ihm zudem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: - Prüfer GmbH, Hannover
| ― | Binder GmbH, Hannover |
Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main
Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns am 23. Juni 2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 17. Juni 2014 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 6,21 % (736.281 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind der Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung 0,01 % (1.034 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
BNY Mellon Service KapitalanlageGesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Die BNY Mellon Service KapitalanlageGesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07.07.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 03.07.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,06% (das entspricht 365953 Stimmrechten) betragen hat.
BadenWürttembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland
LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland
Die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.12.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 30.11.2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 376077 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 3.02 % (das entspricht 376077 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die BadenWürttembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.12.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland am 30.11.2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 376077 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 3.02 % (das entspricht 376077 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Gesellschaft stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards auf.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder wurden zu Jahresbeginn vom Aufsichtsrat der Delti-com wie folgt verlängert:
| ― | Thierry Delesalle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Susann Dörsel-Müller wurde mit Wirkung vom 20. März 2018 bis zum Ablauf des 19. März 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Philip von Grolman wurde mit Wirkung vom 9. August 2017 bis zum Ablauf des 8. August 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Andreas Prüfer wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft und mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2017 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von € 21.578.253,59 bzw. dem nicht unter die Ausschüttungssperre fallenden Betrag von € 21.430.294,29 einen Betrag von € 6.231.665,50 d.h. € 0,50 pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von € 15.198.628,79 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hannover, den 21. März 2017
Der Vorstand der Delticom AG
scroll
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.876.207,34 | 2.146.385,42 | 0,00 | 0,00 | 18.022.592,76 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.961.906,39 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.961.906,39 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.961.906,35 | 178.939,42 | 41.898,00 | 0,00 | 13.098.947,77 |
| 16.923.812,74 | 178.939,42 | 41.898,00 | 0,00 | 17.060.854,16 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.815.495,66 | 22.085.146,73 | 31.862,27 | 0,00 | 71.868.780,12 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 10.514.391,96 | 0,00 | 0,00 | 10.514.391,96 |
| Beteiligungen | 391.543,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 391.543,90 |
| 50.207.039,56 | 32.599.538,69 | 31.862,27 | 0,00 | 82.774.715,98 | |
| 85.153.446,06 | 34.924.863,53 | 73.760,27 | 0,00 | 117.858.162,90 |
scroll
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.765.932,34 | 2.689.071,42 | 0,00 | 0,00 | 11.455.003,76 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.552.791,39 | 310.341,00 | 0,00 | 0,00 | 1.863.132,39 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.628.105,84 | 1.092.650,42 | 9.006,00 | 0,00 | 11.711.750,26 |
| 12.180.897,23 | 1.402.991,42 | 9.006,00 | 0,00 | 13.574.882,65 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 | |
| 23.720.900,99 | 4.092.062,84 | 9.006,00 | 0,00 | 25.114.886,41 |
scroll
| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.567.589,00 | 7.110.275,00 |
| SACHANLAGEN | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.098.774,00 | 2.409.115,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.387.197,51 | 2.333.800,51 |
| 3.485.971,51 | 4.742.915,51 | |
| FINANZANLAGEN | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 71.783.780,12 | 49.730.495,66 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.514.391,96 | 0,00 |
| Beteiligungen | 391.543,90 | 391.543,90 |
| 82.689.715,98 | 50.122.039,56 | |
| 92.743.276,49 | 61.975.230,07 |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 21. März 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer
ppa. Hanno Karlheim, Wirtschaftsprüfer
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.