Annual Report • Jul 27, 2017
Annual Report
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig beraten und fortlaufend überwacht sowie die ihm sonst nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Wir ließen uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Vom Vorstand haben wir monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, insbesondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Bis auf die Beschlussfassungen außerhalb von Sitzungen am 22.02.2016 und 23.02.2016 im Zusammenhang mit dem Erwerb der Firmen Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH, bei denen sich Herr Binder seiner Stimme enthielt, wurden alle Beschlüsse im Berichtszeitraum einstimmig gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen.
Dem Aufsichtsrat gehörten mithin im Berichtszeitraum Herr Rainer Binder (Vorsitzender), Herr Michael Thöne-Flöge (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Alan Revie an. Die Neuwahl des Aufsichtsrats fand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 03.05.2016 statt. In der sich unmittelbar anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Herr Binder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Michael Thöne-Flöge zum stellvertretenden Vorsitzenden sowie zum unabhängigen Finanzexperten bestimmt. Das in § 100 Abs. 5 AktG vorgesehene Kriterium der Unabhängigkeit des Finanzexperten wurde mit Wirkung zum 17.06.2016 gestrichen. Nunmehr sieht § 100 Abs. 5 AktG das zusätzliche Kriterium vor, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein müssen. Auch dieses Kriterium erfüllt der Aufsichtsrat der Gesellschaft nach Auffassung seiner Mitglieder bereits, obwohl es nach der maßgeblichen Übergangsregelung derzeit für den Aufsichtsrat der Delticom AG noch nicht zwingend ist. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.
Wiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Wesentliches Thema war die Erweiterung des Geschäftsmodells auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln sowie Dienstleistungen im Bereich Logistik. Die Chancen, aber auch die Herausforderungen an Produkte und Geschäftsmodelle, die sich daraus ergeben, wurden ausgiebig diskutiert. Im Ergebnis bestand Einigkeit dahingehend, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln durch die enorme Größe des Marktes interessant sei und sehr viel Potenzial zum Wachstum biete.
Mit dem Erwerb von 90 % der Anteile an der Gourmondo Food GmbH und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH hat die Delticom einen wichtigen Schritt auf diesem Gebiet getätigt. Die Delticom hat damit ihre Kompetenzen im Bereich Logistik gestärkt und ihre Tätigkeit in den vielversprechenden Bereich des Online-Lebensmittelhandels expandiert. Der Aufsichtsrat hat dieser Transaktion am 23.02.2016 zugestimmt.
Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben, zum Teil im Wege der Telefonkonferenz. Zwölf Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.
In unserer ersten ordentlichen Sitzung vom 15.03.2016 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des 2015 erzielten Bilanzgewinns befasst. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 03.05.2016 verabschiedet. Zudem haben wir die Berechnungsgrundlage der variablen Komponenten bei den Dienstverträgen von Frau Dörsel-Müller und Herrn Delesalle erhöht.
In der Sitzung am 03.05.2016 hat der Aufsichtsrat zunächst im Anschluss an die Neuwahl der Mitglieder durch die Hauptversammlung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sodann hat der Vorstand über die Geschäfts- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns berichtet.
In der Sitzung am 20.09.2016 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2016. Ferner haben wir -wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen. Wir haben darüber hinaus der öffentlichen Ausschreibung für den Abschlussprüfer unter Beachtung der Anforderungen der geänderten Europäischen Abschlussprüferrichtlinie 2014/56/EU (AP-RiLi), der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (EU-VO) und deren nationaler Umsetzung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 und einer geringfügigen Änderung bei den Vorstandsressorts zugestimmt.
In der letzten ordentlichen Sitzung am 15.11.2016 hat uns der Vorstand über den Gang der Geschäfte berichtet. Wir haben ferner über die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten und dieser zugestimmt.
Neben den vier ordentlichen Sitzungen wurden zwölf Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst:
Diese betrafen die Neuaufteilung der Vorstandsressorts (25.01.2016), verschiedene Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Erwerb der Lebensmittel-Onlinehändler Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH (ein Beschluss am 22.02.2016 und zwei Beschlüsse am 23.02.2016), die Gründung der Giga-tires LLC (25.04.2016), die Erhöhung der Grundvergütung zweier Vorstandsmitglieder (16.06.2016), die Gewährung eines Darlehens an die ES Food GmbH (19.08.2016), Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse (12.09.2016), den Kauf wesentlicher Vermögenswerte des Onlinehändlers für Gebrauchtwagen AutoPink (11.10.2016), eine Änderung des Transaktionsvertrages betreffend den vorgenannten Erwerb der Lebensmittel-Onlinehändler (29.11.2016) sowie die Einführung von Aktienoptionsplänen sowohl für Mitarbeiter der Delticom AG als auch Mitglieder des Vorstands der Delticom AG und die Einladung der Bezugsberechtigten (27.12.2016 bzw. 28.12.2016). Die Ausgabe der Optionsrechte und die Festlegung der Ausübungspreise erfolgte im Anschluss an das Berichtsjahr.
Am 15.03.2016 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.
Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts im Sinne von Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.
Zu im Geschäftsjahr 2016 aufgetretenen Interessenkonflikten und deren Behandlung berichtet der Aufsichtsrat wie folgt:
Da die Prüfer GmbH plante, gleichzeitig mit und in Abhängigkeit von dem Abschluss des Kaufvertrages mit der Delticom AG betreffend die Veräußerung der Lebensmittel-Onlinehändler Gourmondo Food GmbH und ES Food GmbH, von der Binder GmbH, deren einziger Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende von Delticom, Herr Rainer Binder, ist, eine signifikante Anzahl von Aktien an der Delticom AG zu erwerben, enthielt sich Herr Binder aufgrund seiner mittelbaren Betroffenheit und des damit einhergehenden möglichen Interessenkonfliktes bei allen Beschlussfassungen im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Gesellschaften der Stimme.
Die Abschlussbesprechung mit dem Abschlussprüfer, in der die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers vorbesprochen wurden, fand am 17.03.2017 statt. Unrichtigkeiten, Verstöße gegen Gesetz oder Satzung sowie bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt.
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21.03.2017 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichten für das Geschäftsjahr 2016 beschäftigt, insbesondere dem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2016, sowie dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns und dem Abhängigkeitsbericht. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, jeweils für das Geschäftsjahr 2016, wurden uns rechtzeitig vorgelegt, so dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fuhrberger Straße 5, 30625 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel.
Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2016 durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Bei der Sitzung am 21.03.2017 berichteten Vertreter des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2016, vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns im Jahr 2016 angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.
Hannover, den 21. März 2017
Rainer Binder
Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führendes E-Commerce Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Delticom-Gruppe ist in 68 Ländern mit 387 Onlineshops und -vertriebsplattformen tätig.
Mit durchschnittlich 156 Mitarbeitern ist die Delticom-Gruppe ein extrem effizient aufgestelltes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben übernehmen Operations-Center. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette. Kooperationen mit Partnerunternehmen ermöglichen es uns, die Bedürfnisse unserer Kunden ganzheitlich zu erfüllen.
Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2016 vollkonsolidiert sind:
| ― | DeltiCar SAS, Paris (Frankreich) |
| ― | Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| ― | Delticom SA, Durban (Südafrika) |
| ― | Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | DeltiTrade Ltd., Oxford (Großbritannien) (vormals: Delticom Tyres Ltd.) |
| ― | DeltiTrade GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: ES Food GmbH) |
| ― | Extor GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) |
| ― | Gigatires LLC, Benicia, (Kalifornien, USA) |
| ― | Gourmondo Food GmbH, München (Deutschland) |
| ― | MobileMech GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: Reife tausend1 GmbH) |
| ― | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Price Genie LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Tireseasy LLC, Benicia (Kalifornien, USA) |
| ― | Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | Toroleo Tyres TT GmbH & Co.KG, Gadebusch (Deutschland) |
| ― | TyresNet GmbH, München (Deutschland) |
| ― | Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.
Für die Delticom AG als nicht mitbestimmte Aktiengesellschaft ist eine Mindestzielgröße für eine Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand gesetzlich nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 05.05.2015 nach einer ausführlichen Erörterung beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat auf dem Prozentsatz von null Prozent zu belassen.
Darüber hinaus war und ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass der derzeitige Vorstand der Delticom AG sehr erfolgreich arbeitet, und beabsichtigt daher nicht, die Zusammensetzung des Vorstandes zu ändern. Der Aufsichtsrat der Delticom AG hat daher beschlossen, das Ziel für die Frauenquote für den Vorstand bei dem damals aktuellen Prozentsatz in Höhe von mindestens 20 Prozent zu belassen. Der Frauenanteil soll auch zum 30.06.2017 null Prozent (Aufsichtsrat) bzw. mindestens 20 Prozent (Vorstand) betragen.
Mit dem Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhandel, hat die Delticom-Gruppe im Berichtszeitraum ihr Produktangebot im Bereich Automotive vervollständigt. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft seit dem letzten Jahr auch die Onlineshops von Gourmondo, einem Onlineanbieter für qualitativ hochwertige Lebensmittel. Mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der DeltiTrade GmbH (ehemals ES Food GmbH) hat Delticom ihre Kompetenz im Bereich hocheffizienter E-Commerce-Logistik komplettiert. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts am Konzernumsatz werden nachfolgend vornehmlich die wesentlichen Einflussfaktoren auf das PKW-Ersatzreifengeschäft dargstellt.
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Gemäß dem "Global B2C E-commerce Report 2016" wurden 2015 schätzungsweise 7 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes online erzielt. 45% der Weltbevölkerung älter als 15 Jahre verfügt bereits über einen Internetzugang. In Europa und Nordamerika fällt die Quote mit 75 % bzw. 78 % deutlich höher aus. Mit dem demografischen Wandel werden zunehmend internetaffine Käuferschichten erschlossen.
Die Delticom-Gruppe ist aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes. Auf den Straßen Europas fahren mehr als 249 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei etwa 10 Jahren, wovon 63-% jünger als 10 Jahre sind. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten - insbesondere Benzinpreise - haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Umsatz und Marge eines E-Commerce Unternehmens werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung im Reifenhandel ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da die Delticom-Gruppe europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots über den Onlinereifenhandel hinaus wird mittelfristig zusätzlich zu einer Verringerung der Saisonalität beitragen.
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes "A" steht dabei für die beste und ein rotes "G" für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Die Delticom-Gruppe informiert ihre Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.
Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.
Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgt kompetent durch unsere Montagespezialisten.
Der Lebensmittelhandel unterliegt strengen Kontrollen. Bei dem HACCP handelt es sich um ein klar strukturiertes und auf präventive Maßnahmen ausgerichtetes Konzept, welches der Vermeidung von Gefahren im Zusammenhang mit Lebensmitteln dient, die zu einer Erkrankung oder Verletzung von Konsumenten führen können.
Da Delticom keine offenen Lebensmittel handelt und auch kein lebensmittelverarbeitender Betrieb ist, sind die Kontrollpunkte begrenzt. Letztere umfassen im Wesentlichen Kontrollen hinsichtlich gereinigter Transportfahrzeuge (bei Selbstabholung), Temperaturmessungen beim Wareneingang (dokumentiert auf den Lieferscheinen), Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums, Temperaturkontrollen der Kühlzellen, Versand von intakt verpackten Lebensmitteln (Stichprobenkontrolle), Testlieferungen von gekühlter und tiefgekühlter Ware mit Temperaturdatenlogger, Schädlingsmonitoring und die Reinigung der Facilitäten nach Reinigungsplan und mit ausgewählten Reinigungsmitteln laut Vorgabe. Delticom hat einen dedizierten HACCP-Beauftragten, der mit der Durchführung und Sicherstellung der Kontrollpunkte beauftragt ist.
Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Onlinehandel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Der E-Commerce-Anteil am gesamteuropäischen Bruttosozialprodukt liegt mittlerweile schätzungsweise bei knapp 3%. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Dank ihres Multi-Shop Ansatzes kann Delticom die individuellen Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen und einem zunehmenden Wettbewerb auch zukünftig weiter standhalten. Die fortlaufende Erweiterung des Angebots um Serviceleistungen und neue Produktgruppen trägt zu einer verbesserten Kundenbindung bei und bietet für die kommenden Jahre zusätzliches Cross-Selling Potenzial.
Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Im Gegensatz zu vielen anderen E-Commerce Unternehmen ist die Delticom-Gruppe in ganz Europa und darüber hinaus tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Reifennachfrage gut ausgeglichen werden.
Für viele E-Commerce Unternehmen stellt der grenzüberschreitende Handel nach wie vor eine Herausforderung dar. Neben einer Anpassung der Website-Gestaltung an lokale Anforderungen, Produktbeschreibungen und Kundensupport in der jeweiligen Landessprache, Abwicklung von Zahlungen in Fremdwährung und dem richtigen Angebot an gängigen und sicheren Zahlungsweisen, spielen auch der grenzüberschreitende Versand, Zollbestimmungen und lokale Steuergesetze eine entscheidende Rolle. Die Delticom-Gruppe verfügt über viele Jahre Erfahrung im grenzüberschreitenden Onlinehandel und vertreibt ihre Produkte aktuell in 68 Ländern.
Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 43.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Unsere hochgradig effiziente Aufstellung verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass die Delticom-Gruppe aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden E-Commerce Unternehmen im Geschäftsfeld Reifen gehören wird.
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: Zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für den Delticom-Konzern ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20% auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich - nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen - für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd.€.
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren - wie in vielen anderen Produktgruppen auch - zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen und dem Heranwachsen einer zunehmend internetaffinen Kundenbasis gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2016 europaweit knapp 13% der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 13%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommende Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 20 Prozent steigen.
Zudem verfügt Delticom mit über 43.000 Montagepartnern weltweit über ein einmaliges Netzwerk, welches den Kundenanforderungen in Bezug auf den Reifenwechsel vollumfänglich Rechnung trägt.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an einer nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren - und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Experten beziffern das jährliche Marktvolumen im europäischen Ersatzteilemarkt auf über 100 Mrd. €. Die Internetpenetration ist mit weniger als 5% allerdings deutlich niedriger als im Reifenhandel. Die Delticom-Gruppe vertreibt bereits seit vielen Jahren auch ausgewählte Autoersatzteile und Zubehör in den Onlineshops. Mit dem im abgeschlossenen Geschäftsjahr erworbenen Kleinteile-Lager können wir die Logistikprozesse für unser Ersatzteilegeschäft weiter optimieren und kosteneffizienter gestalten, um von einer Zunahme des Onlineanteils in den kommenden Jahren zu profitieren.
Der europäische Lebensmitteleinzelhandel erzielt jährlich einen Umsatz von ca. einer Billion €. 2016 wurden europaweit Lebensmitteleinkäufe von rund 9 Mrd. € online getätigt, dies entspricht einer Penetrationsrate von knapp 1%. Wachstumsraten und Marktdurchdringung sind in den europäischen Ländern aktuell noch sehr unterschiedlich. Mit einem Onlineanteil von 5% am Lebensmitteleinzelhandel steht Großbritannien aktuell hinsichtlich eFood an erster Stelle, dicht gefolgt von Frankreich mit rund 4%. In Deutschland, dem größten Lebensmitteleinzelmarkt in Europa, fällt der Onlineanteil mit rund 1 % aktuell noch vergleichsweise gering aus.
Für die kommenden Jahre prognostizieren Experten dem europäischen Online-Lebensmittelhandel attraktive Wachstumschancen. Eine wesentliche Hürde für Online-Lebensmittelhändler ist die kostengünstige und effiziente Logistikabwicklung. Delticom betreibt ein hochmodernes und nahezu vollautomatisiertes Kleinteile-Lager, welches diese Anforderungen bestmöglich erfüllt und bietet ihre Dienstleistungen in diesem Bereich auch für Dritte an.
Der Gebrauchtwagenmarkt in Europa hat ein jährliches Marktvolumen von ca. 300 Mrd. €. Für viele Autokäufer sind Online-Verkaufsplattformen inzwischen zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Hierzulande informieren sich bereits rund 70 % der Gebrauchtwagenkäufer im Vorfeld der Anschaffung über Internetportale. Gemäß aktuellen Studien können sich mindestens ein Viertel aller heimischen Autokäufer vorstellen, bei einem guten Angebot / Preis den nächsten PKW im Internet zu kaufen. In der jüngeren, internetaffinen Zielgruppe fällt der Anteil deutlich höher aus.
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher einkaufen kann. Unsere PR-Abteilung informiert die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Onlinekaufs.
Seit Gründung des Unternehmens haben über 10,8 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 9,5 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.
Die verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert.
Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Innerhalb der Delticom-Gruppe werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software abgewickelt. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen übernehmen OperationsCenter, welche durch sichere Verbindungen an unsere Systeme angebunden sind.
Der Delticom-Konzern erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Webshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Delticom vertreibt über die Gourmondo-Onlineshops hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel in ausgewählten Ländern. Auf Lebensmittel.de finden Privat- und Geschäftskunden ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Die Gesellschaft verfügt über ein hochmodernes und vollautomatisiertes Lagersystem für eine effiziente Logistik und Warenkommissionierung.
Der Gebrauchtwagenmarkt ist einer der großen Märkte, der bislang noch nicht in seinem vollumfänglichen Prozess durch das Internet durchdrungen ist. In Westeuropa werden jährlich rund 28 Millionen gebrauchte Fahrzeuge veräußert. Da etwa die Hälfte aller europäischen Gebrauchtwagenverkäufe über Anzeigen und damit ohne Zwischenhändler durchgeführt wird, erzielt nicht jeder Fahrzeugverkäufer zwingend das beste Ergebnis. In Frankreich betreibt Delticom die Domains AutoPink.com und Facilicar.com.
Kaufinteressenten erhalten über diese Webseiten einen Zugang zu hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aus dem Flottenbestand großer Unternehmen als auch zu Privatkundenfahrzeugen. Potentielle Verkäufer profitieren von einer umfassenden und kostenlosen Bewertung des Fahrzeugs und erhalten nach dem Kontrollcheck vor Ort direkt ein Ankaufsangebot zu einem fairen und marktgerechten Preis.
Die Delticom-Gruppe verkauft Reifen, Autozubehör, Gebrauchtfahrzeuge und Lebensmittel über 387 Onlineshops und-vertriebsplattformen an private und gewerbliche Endkunden. Den Schwerpunkt unseres Geschäfts bildet der Onlinereifenhandel. Der umsatzstärkste Reifenshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken. Mit den Gourmondo-Onlineshops, in denen qualitativ hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel angeboten werden, ist Delticom einer der führenden Onlineanbieter für Gourmetlebensmittel in Deutschland. In Frankreich betreibt die Gesellschaft die führenden Domains für den Online-Gebrauchtwagenhandel mit privaten und gewerblichen Kunden.
Der Delticom-Konzern erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Reifengeschäft mit fremder Ware verkaufen wir auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Produkte werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlinereifenshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Die Delticom-Gruppe ist in 68 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzen wir den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Zum Stichtag 31.12.2016 waren insgesamt 174 Mitarbeiter (inkl. Azubis) im Delticom-Konzern beschäftigt. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 156 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 129). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2016 absolvierten insgesamt 11 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2016 waren insgesamt 11 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 7).
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die Operations-Center mit ein.
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
| ― | erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung, |
| ― | erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, |
| ― | variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. |
Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom-Gruppe. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/ Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Zu den variablen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung zählt unter anderen auch die Ausgabe von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands (Aktienoptionen).
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien in mehreren Tranchen zu beziehen. Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website zum Download zur Verfügung steht.
Die Delticom-Gruppe zählt auf ihrem Geschäftsgebiet zu den führenden E-Commerce Unternehmen in Europa. Unsere Kunden profitieren von einem breiten Produkt- und Serviceangebot zu optimierten Preisen. Den vertrieblichen Schwerpunkt bildet der Onlineverkauf von Reifen und Autozubehör. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.
Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
| ― | Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen. |
| ― | Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen. |
Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.
Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.
Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwickung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar.
Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2016 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.297 Tausend über Vorjahr (2015: 1.264 Tausend). Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 704-Tausend Bestandskunden (2015: 685 Tausend) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Seit Unternehmensgründung haben mehr als 10,8 Millionen in einem unserer Onlineshops eingekauft.
Die Delticom-Gruppe erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.
Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-AugenPrinzip).
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen E-Commerce. Fundierte Kenntnisse im Bereich des Onlinemarketings und die hochmoderne IT-Infrastruktur tragen wesentlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei. Dank unseres Multi-Shop-Ansatzes können wir nicht nur die Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen, sondern zudem auch schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren.
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen und Autozubehörteilen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Durch die fortlaufende Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots weiten wir unsere Kernkompetenzen auf weitere Geschäftsfelder aus. Dies wird mittelfristig wesentlich zum Erfolg des Gesamtunternehmens beitragen.
Wir verkaufen ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Zu den Kernkompetenzen der Gesellschaft zählt die weitestgehend automatisierte und hocheffiziente Warenkommissionierung und Distribution. Kurze Lieferzeiten und eine geringe Fehllieferungsquote zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Innovative Weiterentwicklungen und fortlaufende Prozessoptimierungen sind unerlässlich, um zukünftiges Wachstum zu sichern und unseren Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen.
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Waren schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellen wir unseren Kunden ein Netzwerk mit Zehntausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung übernehmen Operations-Center.
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Die Weltwirtschaft setzte ihren moderaten Wachstumskurs auf Ganzjahressicht weiter fort. Mit dazu bei trug die gemäßigte aber stetig zunehmende Wirtschaftsleistung der Europäischen Union. Auch die Wirtschaft in der Vereinigten Staaten hatte im zweiten Halbjahr 2016 wieder mehr Fahrt aufgenommen. Darüber hinaus verzeichnete China ein sich zwar tendenziell abschwächendes, aber vergleichsweise hohes Wachstum.
Das Brexit-Votum, vermehrter Terror in Europa, das gescheiterte Verfassungsreferendum in Italien und die anhaltende Flüchtlingskrise stellten die Staatengemeinschaft 2016 vor neue Herausforderungen. Dessen ungeachtet verzeichnete die Wirtschaft in der Euro-Zone im abgelaufenen Geschäftsjahr ein robustes Wachstum. Jedoch fiel die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsstaaten nach wie vor uneinheitlich aus. Dank sinkender Arbeitslosenzahlen stützten Frankreich und Spanien mit leicht verbesserten Wachstumsraten den Aufwärtstrend.
Das kräftigste Wachstum der deutschen Wirtschaft seit fünf Jahren in Höhe von 1,9% wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vom privaten Konsum getragen: Eine geringe Inflation, niedrige Zinsen, steigende Löhne und eine historisch günstige Arbeitsmarktlage sorgten für ein positives Konsumklima. Die Ausgaben des Staates für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge stellten eine weitere Stütze der heimischen Konjunktur dar.
E-Commerce als Geschäftsmodell gewinnt immer stärker an Bedeutung. So meldet beispielsweise der Versandhandelsverband bevh hierzulande für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Wachstum im Online-Handel von 12,5 % auf rund 53 Mrd. €. Neben Kleidung kauften Kunden auch Elektronikartikel und Telekommunikation besonders gerne online. Ein Wachstum wiesen auch bisher eher umsatzschwächere Warensegmente auf, wie beispielsweise Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs.
Über die Absatzentwicklung im PKW-Ersatzreifengeschäft mit privaten Endkunden sind sich Experten uneinig. So rechnet der Bundesverband Reifenhandel- und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) in ersten Schätzungen hierzulande mit einem Absatzminus von 1 % im volumenmäßig wichtigsten Segment PKW-Reifen, wohingegen der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) von einem Rückgang von knapp 3% ausgeht.
Aufgrund anhaltend kalter Temperaturen zu Jahresbeginn konnte der Reifenhandel nicht von einem frühen Start in das Sommerreifen-Geschäft profitieren. Viele Autofahrer schoben die Umrüstung des Fahrzeugs bis nach Ostern hinaus. Trotz des Nachholeffektes im April setzte sich der negative Absatztrend weiter fort. Für PKW-Sommerreifen inklusive Ganzjahresreifen schätzt der WdK den Absatz vom Handel an den Verbraucher hierzulande auf Ganzjahressicht um 2,9% niedriger ein als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2015.
Anhaltend warme Temperaturen im September verhinderten 2016 einen frühen Start in die Wintersaison. So wurden im deutschen Reifenhandel laut des WdK im September rund 20 % und im Oktober rund 15 % weniger Winterreifen als im entsprechenden Vorjahresmonat vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Trotz des Nachholeffektes im November schätzt der WdK den Absatz von Winterreifen vom Handel an den Verbraucher auf Ganzjahressicht um 2,7 % niedriger ein als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2015.
Die Einzelhändler fuhren hierzulande dank der Konsumfreude der Deutschen in 2016 ein Umsatzplus im Vergleich zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2015 ein. Allein im Bereich Lebensmittel wurden auf Ganzjahressicht laut der Gesellschaft für Konsumforschung rund 176 Mrd. € umgesetzt, ein Plus von rund 2 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Delticom AG hat am 23.02.2016 90 % der Anteile an der Gourmondo Food GmbH, München, ("Gourmondo") und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH, Hannover, erworben. Die ES Food GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr in die DeltiTrade GmbH ("DeltiTrade") umfirmiert. DeltiTrade ist hauptsächlich eine Logistikgesellschaft, die kleinteilige Waren effizient einlagert, kommissioniert und versendet. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft den Shop Lebensmittel.de. Gourmondo vertreibt seit 2002 unter gourmondo.de Delikatessen, Feinkost, Wein und andere hochwertige Lebensmittel. Zusätzlich betreibt Gourmondo auch Alnatura-shop.de.
Mit der Akqusition der beiden Gesellschaften hat Delticom ihre Logistikkompetenz erweitert und einen wichtigen strategischen Schritt getätigt, um ihre Marktstellung im europäischen E-Commerce zukünftig weiter auszubauen. Delticom ist nunmehr in der Lage, kleinteilige Waren effizient zu vermarkten und erweitert mit Gourmondo ihr Produktangebot im E-Commerce.
Im November des abgeschlossenen Geschäftsjahres hat Delticom die wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, für rund eine halbe Million € erworben. Bei den erworbenen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um die beiden Marken AutoPink und Facilicar mit den entsprechenden Domains, dem Kundenstamm sowie vorhandene IT-Systeme und Verträge.
Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Online-Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Autoteile und Zubehör, Gebrauchtwagen, hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel sowie Servicedienstleistungen runden das Produktangebot ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste der Delticom-Konzern insgesamt Umsätze in Höhe von 606,6 Mio. €, ein Anstieg um 8,4% gegenüber dem Vorjahreswert von 559,8 Mio. €.
Die Gruppe ist weltweit in 68 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 470,3 Mio. € (2015: 434,4 Mio. €, +8,3 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern und in den USA tätig. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2016 ein Umsatz von 136,3 Mio. € (2015: 125,4 Mio. €,+8,7 %). In den USA hat die Gesellschaft den Umsatz gegenüber Vorjahr verdoppelt. Der Umsatzanstieg in den Nicht-EU Ländern resultiert vornehmlich aus der positiven Geschäftsentwicklung in den USA.
Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Umsätze je Halbjahr.
pro Halbjahr, in Mio. €

Aufgrund anhaltend kalter Temperaturen hat das Sommerreifengeschäft 2016 erst nach den Osterfeiertagen Ende März mit den einsetzenden frühlingshaften Temperaturen an Dynamik gewonnen. In den ersten sechs Monaten des abgeschlossenen Geschäftsjahres erzielte die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 275,1 Mio. €, eine Steigerung um 10,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum (H115: 250,2 Mio. €).
Vielerorts in Europa herrschsten zum Ende des dritten Quartals noch sommerliche Temperaturen. Der September 2016 war zusammen mit 2006 hierzulande der wärmste Septembermonat seit Beginn der flächendeckenden Messung im Jahr 1881. Mittels vorgezogener Marketingaufwendungen und Frühkäufer-Angebote war es der Delticom-Gruppe im Q3 16 gelungen, verstärkt auf die Onlineshops aufmerksam zu machen und trotz ungewöhnlich milder Temperaturen den einen oder anderen Autofahrer frühzeitig zum Kauf neuer Winterreifen zu animieren. Mit den kälteren Temperaturen und den damit schwieriger werdenden Straßenverhältnissen wurde ab Oktober vielen Autofahrern die Notwendigkeit neuer Winterreifen bewusst. Mitte November und damit vier Wochen später als im vorangegangen Jahr erreichte das Winterreifengeschäft den saisonalen Höhepunkt. In den restlichen Wochen des Jahres zeigte sich der Winter vielerorts mild. Entsprechend ihrer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops gesteuert. Der Umsatz lag im zweiten Halbjahr mit 331,5 Mio. € um 7,1 % über Vorjahr (H2 15: 309,6 Mio. €).
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 466,1 Mio. € (2015: 427,6 Mio. €, +9,0 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich leicht von 76,4 % auf 76,8 %.
Zum Stichtag 31.12.2016 waren insgesamt 174 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Konzern angestellt. Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 156 Mitarbeiter (2015: 129). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 10,1 Mio. € (2015: 9,5Mio.€). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) ist im Vorjahresvergleich mit 1,7 % nahezu unverändert (2015: 1,7 %).
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 54,1 Mio. € um 11,5 % auf 60,4 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Länder-Mix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,9% (2015: 9,7%).
Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten verringerte sich im Berichtszeitraum von 7,2 Mio. € im Vorjahr um 17,7% auf 6,0 Mio. €. Seit Februar des letzten Jahres betreibt die Gesellschaft neben den beiden Reifenlagern auch ein hochmodernes Kleinteile-Lager. Die 2016 erzielte Kosteneinsparung in Höhe von 1,3-Mio.-€ resultiert aus der planmäßigen Schließung eines Reifenlagers zum Ende des Geschäftsjahres 2015.
Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 30,5% auf 7,2 Mio. € (2015: 5,5Mio.€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der höheren Umschlagshäufigkeit in den Reifenlagern und der Hinzunahme des Kleinteile-Lagers. Zudem sind zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 noch Einmalkosten im Zusammenhang mit der Schließung eines Reifenlagers zu Ende 2015 angefallen. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 1,2% nahezu auf Vorjahresniveau (2015: 1,0%).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 26,0 Mio. €, nach 27,2 Mio. € für 2015. Dies entspricht einer Quote von 4,3% vom Umsatz (2015: 4,9%). In der ersten Jahreshälfte wurden noch Fernsehwerbespots für die Tirendo-Shops ausgestrahlt. Da der Werbevertrag Mitte des Jahres auslief und nicht verlängert wurde, profitierte die Delticom-Gruppe auf Gesamtjahressicht planmäßig von entsprechenden Kosteneinsparungen.
Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf 4,8 Mio. € (2015: 4,1 Mio. €). Der Anstieg um 0,8 Mio. € bzw. 19,6 % resultiert im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften.
Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum von 8,7 Mio. € um 9,6% auf 7,8 Mio. €. Der Rückgang der Abschreibungen um 0,8 Mio. € resultiert vornehmlich aus einer im Vorjahr vorgenommenen Sonderabschreibung. Im Delticom-Konzern wurde 2015 in Vorbereitung zur Schließung eines Lagers eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 950 Tausend € auf die an diesem Lagerstandort eingesetzten Sorter und Verpackungsmaschinen vorgenommen.
Die zusätzlichen PPA-Abschreibungen auf die im Rahmen der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften erworbenen Vermögenswerte werden durch die Ende 2015 ausgelaufenen PPA-Abschreibungen auf Vertriebs- u. -ähnliche Rechte von Tirendo vollständig kompensiert. Eine Übersicht der im Rahmen der Kaufpreisallokation (PPA) identifizierten immateriellen Vermögenswerte und deren erwartete Nutzungsdauer wird im Konzernanhang des vorliegenden Geschäftsberichts dargestellt.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,2 %, nach 23,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten des abgeschlossenen Geschäftsjahres hatte die Gruppe den Fokus klar auf Volumen- und Umsatzwachstum gelegt, um in einem kompetitiven Umfeld ihre Marktstellung weiter auszubauen. Aus dieser Position der Stärke heraus und entsprechend ihrer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops gesteuert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 48,9% auf 20,6 Mio. € (2015: 13,8 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 3,2 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2015: 3,6 Mio. €). Währungsverluste weisen wir innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2016: 3,0 Mio. €, 2015: 4,1 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2015: -0,5 Mio. €).
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 10,3 % von 146,1 Mio. € auf 161,1 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 627,2 Mio. € (2015: 573,6 Mio. €) betrug der Rohertrag 25,7 % (2015: 25,5 %).
Das EBITDA erhöhte sich im Berichtszeitraum von 14,3 Mio. € auf 15,1 Mio. €. Die Steigerung um 5,5 % resultiert im Wesentlichen aus den erzielten Kosteneinsparungen im Bereich Marketing und bei den Mietaufwendungen, durch welche der Anstieg der umsatz- und volumenabhängigen Kosten kompensiert werden konnte. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr beträgt 2,5 % (2015: 2,6 %). Ohne die Einmalaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition im Februar 2016, wäre das EBITDA im Gesamtjahr entsprechend höher ausgefallen.
In den ersten sechs Monaten lag das erzielte EBITDA mit 6,1 Mio. € um 7,6% unter dem Vergleichszeitraum. Die EBITDA-Marge für H116 betrug 2,2 % (H115: 2,6%). In der zweiten Jahreshälfte hat die Delticom-Gruppe das EBITDA von 7,7 Mio. € um 15,6 % auf 8,9 Mio. € gesteigert. Dies entspricht einer EBITDA-Marge im H2 16 von 2,7 % (H2 15: 2,5 %).
Aufgrund der niedrigeren Abschreibungen stieg das EBIT im Berichtszeitraum um +28,9 % auf 7,2 Mio. € (2015: 5,6 Mio. €). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,2% (2015: 1,0%).
pro Halbjahr, in Mio. €

Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 22 Tsd. € (2015: 22Tsd.€). Dem stand ein Zinsaufwand von 632 Tsd. € gegenüber (2015: 430 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -610 Tsd. € (2015: -408 Tsd. €).
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 2,1 Mio. € (2015: 1,8 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 32,5 % (2015: 35,1 %).
Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2016 betrug 4,5 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 3,4 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,36 € (verwässert und unverwässert, 2015: 0,28 €), ein Anstieg um 27,6%.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 02.05.2017 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).
Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
in Tsd. €
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| 2016 | % | +% | 2015 | % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 606.586 | 100,0 | 8,4 | 559.792 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 20.619 | 3,4 | 48,9 | 13.843 | 2,5 |
| Gesamtleistung | 627.205 | 103,4 | 9,3 | 573.635 | 102,5 |
| Materialaufwand | -466.106 | -76,8 | 9,0 | -427.567 | -76,4 |
| Rohertrag | 161.099 | 26,6 | 10,3 | 146.068 | 26,1 |
| Personalaufwand | -10.057 | -1,7 | 6,4 | -9.453 | -1,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -135.982 | -22,4 | 11,2 | -122.336 | -21,9 |
| EBITDA | 15.060 | 2,5 | 5,5 | 14.279 | 2,6 |
| Abschreibungen | -7.847 | -1,3 | -9,6 | -8.685 | -1,6 |
| EBIT | 7.213 | 1,2 | 28,9 | 5.595 | 1,0 |
| Finanzergebnis (netto) | -610 | -0,1 | 49,5 | -408 | -0,1 |
| EBT | 6.604 | 1,1 | 27,3 | 5.187 | 0,9 |
| Ertragsteuern | -2.149 | -0,4 | 18,0 | -1.822 | -0,3 |
| Konzernergebnis | 4.455 | 0,7 | 32,4 | 3.365 | 0,6 |
Die Delticom-Gruppe hat auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut von dem zunehmenden Trend Richtung E-Commerce profitiert. Mit 606,6 Mio. €, eine Steigerung um 46,8 Mio. € bzw. 8,4 % gegenüber Vorjahr, haben wir den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt.
Auf Gesamtjahressicht verbesserte sich das EBITDA von 14,3 Mio. € auf 15,1 Mio. €. Damit hat das im Geschäftsjahr 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm im Berichtszeitraum planmäßig zum gewünschten Ergebnis geführt und maßgeblich dazu beigetragen, den Anstieg der Umsatz- und volumenabhängigen Kosten zu kompensieren. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 4,5 Mio. € oder 0,36 € je Aktie - nach einem Vorjahresergebnis von 3,4 Mio. € ein Anstieg um 32,4 %.
Die internationale Ausrichtung des Geschäfts und die Erweiterung unseres Produkt- und Serviceangebots machen uns von Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend unabhängig. Mit Blick auf die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns sind wir für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven E-Commerce Geschäftsmodell ist das Unternehmen bilanziell gut aufgestellt.
Am 23.02.2016 hat die Delticom-Gruppe zu einem Kaufpreis von insgesamt 30 Mio. € im Wesentlichen 90% der Anteile an der Gourmondo Food GmbH, München ("Gourmondo") und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH, Hannover, gekauft.
Die ES Food GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr in die DeltiTrade GmbH umfirmiert ("DeltiTrade"). Ferner hat Delticom im November des letzten Jahres im Rahmen eines Assets Deals zu einem Preis von rund einer halben Million € die wesentlichen Vermögenswerte von Autopink erworben, einem in Frankreich beheimateten Online-Anbieter für Gebrauchtwagen.
Bei den für 2016 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 10,7 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um das im Rahmen der Akquisition im Februar 2016 erworbene automatisierte Lagersystem zur effizienten Kommissionierung und Lagerung von Einzelstücken und Kleinteilen. Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir zudem fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Reifenlagern.
Darüber hinaus investierte die Gesellschaft im Berichtszeitraum 22,4 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um die im Rahmen der Akquisition von Gourmondo und DeltiTrade übernommenen Vermögenswerte. Eine detaillierte Auftstellung der erworbenen Vermögenswerte befindet sich auf Seite 96 des Konzern-Anhangs für das Geschäftsjahr 2016.
Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -1,5 Mio. € um 8,1 Mio. € auf -9,6 Mio. € verringert.
Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Halbjahr zu Halbjahr für die letzten drei Jahre.
in Mio. €

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 20,4 Mio. € (31.12.2015: 18,6 Mio. €). Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresende entfiel ein geringerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2015 waren dadurch zum 31.12.2016 mehr bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 3,4 Mio. € unter Vorjahr lagen (31.12.2015: 3,8 Mio.€). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 0,9 Mio. € um 0,1 Mio. € höher aus (31.12.2015: 0,8 Mio. €).
In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 14,0 Mio. € zum 31.12.2015 auf 16,1 Mio. € zum 31.12.2016. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) erhöhte sich von 6,7 auf 9,1 Tage.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 0,9 Mio. € auf 62,7 Mio. € erhöht (31.12.2015: 61,8 Mio. €). Der leichte Anstieg resultiert vornehmlich aus dem zusätzlichen Lagerbestand im Kleinteile-Lager, unter anderem von Gourmondo.
Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 97,5 Mio. €, ein Rückgang um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 99,5 Mio. €. Trotz des milden Winterwetters konnte ein großer Teil der in den Vorquartalen eingelagerten Reifen abverkauft werden.
Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Absatzentwicklung hat sich 2016 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 48,9 Tage verringert (2015: 50,4 Tage).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 88,4 Mio. € um 11,0 Mio. € höher aus (31.12.2015: 77,3 Mio. €).
Aufgrund der Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit 19,7 Mio. € deutlich besser als im Vergleichszeitraum (2015: -8,7 Mio. €).
Die Gesellschaft hat 19,9 Mio. € des Kaufpreises für die Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften in bar entrichtet. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,6 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 2,5 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2015: 1,3 Mio. €. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -22,9 Mio. € (Vorjahr: -2,6 Mio. €).
Die Delticom-Gruppe verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1,5 Mio. € (2015: -7,6 Mio. €). Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 6,2 Mio. € sowie 3,8 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzschulden in Höhe von 8,5 Mio. € gegenüber.
Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2015 von 11,5 Mio. €. Der Saldo aus zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands belief sich im Berichtszeitraum auf -4,7 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Liquidität 6,7 Mio. €. Zum Stichtag verfügte die Gruppe über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von -6,2 Mio. € (31.12.2015: 7,1Mio.€).
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von -11,3 Mio. € auf -3,2 Mio. € gestiegen.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2016 mit 183,3 Mio. € um 14,6% über dem Vorjahreswert von 160,0 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.
in Mio. €


in Tsd. €
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| 31.12.16 | % | +% | 31.12.15 | % | +% | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 78.298 | 42,7 | 50,5 | 52.010 | 32,5 | 2,9 |
| Anlagevermögen | 74.003 | 40,4 | 46,5 | 50.507 | 31,6 | 2,3 |
| sonstige Vermögenswerte | 4.295 | 2,3 | 185,6 | 1.504 | 0,9 | 22,0 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 104.967 | 57,3 | -2,8 | 107.963 | 67,5 | 49,0 |
| Vorräte | 62.746 | 34,2 | 1,5 | 61.845 | 38,7 | 60,9 |
| Forderungen | 35.535 | 19,4 | 2,6 | 34.634 | 21,6 | 10,4 |
| Liquidität | 6.686 | 3,6 | -41,8 | 11.484 | 7,2 | 101,0 |
| Bilanzsumme | 183.264 | 100,0 | 14,6 | 159.974 | 100,0 | 34,0 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 68.811 | 37,5 | 8,6 | 63.350 | 39,6 | -2,5 |
| Eigenkapital | 58.471 | 31,9 | 14,0 | 51.270 | 32,0 | -6,0 |
| Fremdkapital | 10.340 | 5,6 | -14,4 | 12.080 | 7,6 | 12,4 |
| Rückstellungen | 341 | 0,2 | -7,3 | 368 | 0,2 | -14,5 |
| Verbindlichkeiten | 9.999 | 5,5 | -14,6 | 11.712 | 7,3 | 13,3 |
| Kurzfristige Schulden | 114.453 | 62,5 | 18,5 | 96.623 | 60,4 | 58,0 |
| Rückstellungen | 2.156 | 1,2 | -6,9 | 2.315 | 1,4 | 108,6 |
| Verbindlichkeiten | 112.297 | 61,3 | 19,1 | 94.308 | 59,0 | 56,7 |
| Bilanzsumme | 183.264 | 100,0 | 14,6 | 159.974 | 100,0 | 34,0 |
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| 31.12.14 | % | |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 58.135 | 35,4 |
| Anlagevermögen | 56.952 | 34,7 |
| sonstige Vermögenswerte | 1.183 | 0,7 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 105.872 | 64,6 |
| Vorräte | 56.151 | 34,2 |
| Forderungen | 19.745 | 12,0 |
| Liquidität | 29.975 | 18,3 |
| Bilanzsumme | 164.007 | 100,0 |
| Passiva | ||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 66.943 | 40,8 |
| Eigenkapital | 50.293 | 30,7 |
| Fremdkapital | 16.651 | 10,2 |
| Rückstellungen | 351 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten | 16.300 | 9,9 |
| Kurzfristige Schulden | 97.064 | 59,2 |
| Rückstellungen | 2.367 | 1,4 |
| Verbindlichkeiten | 94.698 | 57,7 |
| Bilanzsumme | 164.007 | 100,0 |
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen von 52,0 Mio. € auf 78,3 Mio. €. Der Anstieg des Anlagevermögens von 50,5 Mio. € auf 74,0 Mio. € geht im Wesentlichen mit der Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte von 43,6 Mio. € um 15,4 Mio. € auf 59,0 Mio. € im Rahmen der Akquisitionen einher. Durch den Erwerb der Kleinteile-Logistikanlage hat sich zudem das Sachanlagevermögen seit Jahresbeginn von 6,5 Mio. € um 8,3 Mio. € auf 14,8 Mio. € erhöht. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2016 8,1% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 4,0%)
Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2016: 4,3 Mio. €, 31.12.2015: 1,5 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 3,8 Mio. € (31.12.2015: 1,0 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen von Tochtergesellschaften resultieren.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 0,9 Mio. € oder 1,5 % auf 62,7 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage - Working Capital detailliert dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 20,4 Mio. € und fielen damit um 10,0% höher aus als im Vorjahr (31.12.2015: 18,6 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 12,6 Mio. € (2015: 13,5 Mio. €) verringerten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 13,5 % von 11,6 Mio. € auf 10,1 Mio. €. Diese Veränderung resultiert aus einem verminderten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Die Ertragsteuerforderungen sind im Vorjahresvergleich mit 2,5 Mio. € nahezu unverändert (2015: 2,5 Mio. €). Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 2,6% auf 35,5 Mio. € (Vorjahr: 34,6 Mio. €).
Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 4,8 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand am Abschlussstichtag 6,7 Mio. € (31.12.2015: 11,5 Mio. €). Aufgrund der Saisonalität und der Zahlungstermine im Reifenhandel unterliegt die Liquidität unterjährig erheblichen Schwankungen. In der Saisonspitze verfügte die Delticom-Gruppe 2016 über einen Cash-Bestand von 60 Mio. €.
Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte von 108,0 Mio. € um 2,8 % auf 105,0 Mio. € zurück. Der Rückgang um 3,0 Mio. € begründet sich vorrangig durch den niedrigeren Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verringerte sich von 67,5 % auf 57,3%.
Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 17,8 Mio. € oder 18,5% auf 114,5 Mio. € (31.12.2015: 96,6 Mio. €). Die Rückstellungen sanken um 0,2 Mio. € oder 6,9% auf 2,2 Mio. € (Vorjahr: 2,3Mio.€). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €). Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf Körperschaftssteuerrückstellungen für das Ergebnis der Delticom AG in 2016.
Innerhalb der 112,3 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfielen 89,0 Mio. € oder 48,6% der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 78,2 Mio. € sind diese damit um 13,8% gestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €) entfielen 3,4 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 3,8 Mio. €) und 0,9 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 0,8 Mio. €).
Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 10,3 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 7,2 Mio. € (31.12.2015: 10,9 Mio. €), langfristigen Rückstellungen in Höhe von 341 Tsd. € (31.12.2015: 368 Tsd. €) sowie latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mio. € (31.12.2015: 0,8 Mio. €). Der deutliche Anstieg der latenten Steuerverbindlichkeiten resultiert aus der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften.
Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 8,5 Mio. € aufgenommen sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 3,8 Mio. € zurückgeführt.
Die Summe aus langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden belief sich am Bilanzstichtag auf 19,9 Mio. €. ein Anstieg um 4,8 Mio. € im Stichtagsvergleich (31.12.2015: 15,1 Mio. €). Der vergleichsweise geringe Anteil zinstragender Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme (31.12.2016: 11,0%, 31.12.2015: 9,4%) unterstreicht die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft. Obwohl 18,5 Mio. € des Kaufpreises für die eFood- und Logistikgesellschaften in bar entrichtet wurden und weitere 1,5 Mio. € an liquiden Mitteln zur Ablösung einer übernommenen Bankverbindlichkeit abgeflossen sind, hat Delticom im Anschluss an die Akquisition keine langfristigen Finanzschulden aufgenommen.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 7,2 Mio. € oder 14,0 % auf 58,5 Mio. € (Vorjahr: 51,3 Mio. €).
10 Mio. € des Kaufpreises für die eFood- und Logistikgesellschaften wurde durch die Ausgabe von 518.081 neuen Delticom-Aktien mit einem Nennwert von 1 € je Aktie an eine der Verkäuferinnen bezahlt. Hierdurch hat sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft entsprechend um 518.081 € erhöht. Am Erwerbstag 23.02.2016 belief sich der Schlusskurs der Delticom-Aktie auf 17,15 €. Die Differenz zwischen Nennbetrag und Schlusskurs in Höhe von 8,4 Mio. € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,0% auf 31,9%. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 136,7 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2016 zu 50,3% durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 56,4%).
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben - Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Wir übergeben außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz - Kurzfristige Vermögenswerte - (15) Forderungen.
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.
Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wird seit dem 01.01.2016 verpflichtend angewendet. Eine rückwirkende Anpassung des für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten Einzelabschlusses ist nicht erfolgt.
Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel "Unternehmenssteuerung und Strategie" wie für den Delticom-Konzern.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 273,0 Mio. € (2015: 252,0 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 273,0 Mio. € reduziert wurden, nachfolgend "bereinigter Umsatz" genannt.
Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe 796,1 Mio. € (2015: 769,6 Mio. €), der bereinigte Umsatz betrug 523,1 Mio. €.
Durch die Einführung von BilRUG im Berichtszeitraum wurden ausgewählte Positionen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in den Umsatz verschoben. Aufgrund dieser Umgliederung fällt der Umsatz 2016 um knapp 20 Mio. € höher aus.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum signifikant um 79,9 % auf 4,4 Mio. € (2015: 22,0 Mio. €). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der erstmaligen Anwendung vom BilRUG im Berichtszeitraum, wodurch der überwiegende Teil der sonstigen betrieblichen Erträge in den Umsatz umgegliedert sind. Größte Position in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,5 Mio. € (2015: 3,3 Mio.€). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2016: 2,3 Mio. €, 2015: 3,8 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,2 Mio. € (2015: -0,6 Mio.€).
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 273,0 Mio. € führen im Bereich des Materialaufwands ebenso zu einem verzerrten Vergleich. Der Materialaufwand zu der Umsatzsumme beträgt 273,0 Mio. €. Die stattfindenden Lagereinkäufe der Delticom in 2016 wurden zu Einkaufspreisen ohne Aufschlag weiterveräußert. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend "bereinigter Materialaufwand" genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, wo der Materialaufwand Grundlage ist, wie z.B. Bruttomarge, Verwendung.
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 377,4 Mio. € (2015: 391,8 Mio. €, -3,7 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 75,7 % auf 72,2 %.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 51,3 Mio. € um 7,0 % auf 54,9 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 10,5 % (2015: 9,9 %).
Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 5,4 Mio. € im Vorjahr um 15,9% auf 6,3 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz betrug 1,2% (2015: 1,0%).
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 109 Mitarbeiter (2015: 115). Der Personalaufwand belief sich auf 7,2 Mio. € (2015: 8,1 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,4% (2015: 1,6%).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 19,0 Mio. €, nach 19,3 Mio. € für 2015. Dies entspricht einer Quote von 3,6 % vom bereinigten Umsatz (2015: 3,7%).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sanken im Berichtszeitraum von 5,6 Mio. € um 27,5% auf 4,1 Mio. €. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen aus dem Auslaufen der Abschreibungen auf Vertriebs- u. -ähnliche Rechte im Vorjahr.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,6% nach 23,4% im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 1,6% von 147,8 Mio. € auf 150,1 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 527,5 Mio. € (2015: 539,6 Mio. €) betrug der Rohertrag 28,5% (2015: 27,4%).
Das EBITDA stieg im Berichtszeitraum von 16,0 Mio. € auf 28,0 Mio. € und damit um 75,4 %.
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 23,9 Mio. € (2015: 10,3 Mio. €, +131,6 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 4,6 % (2015: 2,0 %).
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 3,4 Mio. € (2015: 3,2 Mio. €). Hier enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 2,1 Mio. € (2015: 3,1 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Tochtergesellschaften, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 4,4 Mio. € (2015: 1,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 31,9 % (2015: 34,6 %).
Das Ergebnis 2016 betrug 9,5 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 2,6 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,76 € (2015: 0,22 €).
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| in Tausend € | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 796.098 | 769.621 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.413 | 21.960 |
| Materialaufwand | -650.418 | -643.823 |
| Personalaufwand | -7.223 | -8.121 |
| Abschreibungen | -4.092 | -5.645 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -114.844 | -123.660 |
| Erträge aus Beteiligungen | 2.122 | 3.144 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 62 | 23 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -12.872 | -8.974 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -573 | -537 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.220 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.427 | -1.382 |
| Ergebnis nach Steuern | 9.465 | 2.607 |
| Gewinnvortrag | 12.113 | 15.737 |
| Bilanzgewinn | 21.578 | 18.344 |
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2016 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio. € (2015: 0,4 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattung. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 2,1 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.
Bei den Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 32,6 Mio. € (2015: 1,0 Mio. €) handelt es sich vornehmlich um die Beteiligungen an Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food) in Höhe von 22,1 Mio. € sowie um an Tochtergesellschaften gewährte Intercompany-Darlehen in Höhe von 10,5 Mio. €.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2016 mit 218,3 Mio. € um 22,2 % über dem Vorjahreswert von 178,6 Mio. €.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 62,0 Mio. € auf 92,7 Mio. €. Der Anstieg um 49,6 % begründet sich fast ausschließlich durch die Beteiligungen an Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food) und aus gewährten Intercompany Darlehen an Tochtergesellschaften.
Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 7,5 Mio. € (2015: 10,7 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware. Grund ist die Verlagerung des gesamten Lagerbestands an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH ab Mitte 2015.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 99,3 Mio. € (2015: 76,9 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 82,9 Mio. € und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,2 Mio. € sind um 24,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2015: 9,9 Mio. €).
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 4,8 Mio. € (2015: 13,4 Mio. €) reduzierten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 80,5 % von 12,1 Mio. € auf 2,4 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem geminderten Vorsteuerüberhang zum Jahresende.
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 4,1 Mio. €. Zum 31.12.2016 betrug die "bilanzielle Liquidität" 1,1 Mio. € (2015: 5,1 Mio. €, -79,1 %).
Insgesamt erhöhte sich die Summe des Umlaufvermögens von 116,0 Mio. € um 7,6% auf 124,9 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig durch gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Bilanzstichtag.
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,1 Mio. € (2015: 0,1 Mio. €) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 26,5 Mio. € oder 21,7% auf 148,4 Mio. €. Die Rückstellungen alleine stiegen um 8,1 % oder 0,3 Mio. € auf 3,6 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €).
Innerhalb der 144,8 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfielen 78,9 Mio. € oder 36,2 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 70,8 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert um 8,2 Mio. € oder 11,5 % gestiegen.
Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19,9 Mio. € (2015: 15,1 Mio. €) beinhalten langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,2 Mio. € (2015: 10,9 Mio. €). Der übrige Teil der Finanzverbindlichkeiten ist kurzfristiger Natur.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 13,2 Mio. € oder 23,3 % auf 69,9 Mio. € (2015: 56,7 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert aus der Herausgabe von 518.081 neuer Aktien im Gesamtwert von 10 Mio. € an eine der Verkäuferinnen im Rahmen der Akquisition von Gourmondo und DeltiTrade. Die Dotierung der Kapitalrücklage erfolgte hierbei mit dem dreimonatigen gewichteten Durchschnittskurses der Delticom Aktie bis einschließlich 22.02.2016. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 31,8% auf 32,0%.
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben - Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
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| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 92.743 | 61.975 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.568 | 7.110 |
| Sachanlagen | 3.486 | 4.743 |
| Finanzanlagen | 82.690 | 50.122 |
| Umlaufvermögen | 124.864 | 116.050 |
| Vorräte | 7.455 | 10.702 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.222 | 9.858 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 99.324 | 76.942 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 4.790 | 13.407 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.072 | 5.141 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 538 | 402 |
| Aktive latente Steuern | 148 | 148 |
| Aktiva | 218.293 | 178.575 |
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| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 69.938 | 56.704 |
| Gezeichnetes Kapital | 12.463 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | 35.696 | 26.215 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Bilanzgewinn | 21.578 | 18.344 |
| Rückstellungen | 3.559 | 3.293 |
| Steuerrückstellungen | 1.068 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.490 | 3.293 |
| Verbindlichkeiten | 144.794 | 118.532 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.888 | 15.142 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.568 | 3.260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.966 | 70.769 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.939 | 25.183 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.433 | 4.179 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 46 |
| Passiva | 218.293 | 178.575 |
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt über eine hohe Innenfinanzierungskraft und erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.
Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder wurden zu Jahresbeginn vom Aufsichtsrat der Delticom wie folgt verlängert:
| ― | Thierry Delesalle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Susann Dörsel-Müller wurde mit Wirkung vom 20. März 2018 bis zum Ablauf des 19. März 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Philip von Grolman wurde mit Wirkung vom 9. August 2017 bis zum Ablauf des 8. August 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Andreas Prüfer wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft und mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2017 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.
Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
| ― | den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen), |
| ― | die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder |
| ― | Risiken zu vermeiden. |
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
| ― | wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, |
| ― | diese Risiken zu analysieren und zu bewerten, |
| ― | Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und |
| ― | Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren. |
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2016 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Der Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Für alle Tochtergesellschaften gilt, dass keine wesentlichen Risiken identifiziert werden konnten, die sich existenzbedrohend auf die Delticom-Gruppe auswirken können. Die Risikosteuerung erfolgt über die Muttergesellschaft. Da die Tochtergesellschaften im Wesentlichen lediglich Vertriebsgesellschaften sind, findet keine separate Risikobetrachtung der Töchter statt. Diese Entscheidung wird vom Risk Manager jährlich neu bewertet. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Onlinereifengeschäfts resultieren die Risiken im Wesentlichen aus unserem Kerngeschäft heraus. Die Risiken aus dem operativen Geschäft der in 2016 neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche unterscheiden sich nicht wesentlich von den Risiken im Reifengeschäft. Die Tochtergesellschaften sind über den Vorstand ins Risikomanagement einbezogen.
Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Nachfolgend werden die wesentlichen Einzelrisiken und -chancen mit einer Meldeschwelle zwischen 2,5 Mio. € bis 20,0 Mio. € dargestellt, absteigend sortiert nach Schadenserwartung.
Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.
Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie - Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, Partnerschaften im In- und Ausland und unser Produkt- und Serviceangebot schrittweise weiterentwickeln.
Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts, die Erschließung weiterer geografischer Regionen und die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.
Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Verbraucher in Europa weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit Dienstleistungen.
Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir - entsprechend gekennzeichnet - in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.
Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Waren von einem Alternativ-Lieferanten.
Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen. Immer mehr Verbraucher suchen im Internet nach preisgünstigen Alternativen. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce-Trend profitieren wird.
Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centem werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.
Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
| ― | IT-gestützte Arbeitsabläufe |
| ― | allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden |
| ― | Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| ― | Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben |
| ― | konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss |
| ― | Konsolidierungskreis |
Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Unser zu Jahresbeginn erklärtes Ziel für 2016 war es, den Absatz in Stück gegenüber Vorjahr zu steigern. Für die Delticom-Gruppe planten wir auf Gesamtjahressicht mit einem Umsatz in einer Spanne von 620-630 Mio. € einhergehend mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 16 Mio. € nach 14,3 Mio. € im Vorjahr.
Obwohl das Sommerreifengeschäft aufgrund anhaltend kalter Temperaturen erst nach den Osterfeiertagen Ende März an Dynamik gewann, ist es uns in den ersten sechs Monaten 2016 gelungen, den Umsatz um 10 % auf 275 Mio. € zu steigern. Unser Fokus hatte in der ersten Jahreshälfte klar auf Volumen- und Umsatzwachstum gelegen, um in einem kompetitiven Umfeld unsere Marktstellung weiter auszubauen. Das im H1 16 erzielte EBITDA fiel mit 6,1 Mio. € um 7,6 % geringer aus als im Vergleichszeitraum.
Aufgrund anhaltend warmer Temperaturen im September erreichte das Winterreifengeschäft erst Mitte November und damit vier Wochen später als im vorangegangen Jahr den saisonalen Höhepunkt. In den restlichen Wochen des Jahres zeigte sich der Winter vielerorts mild. Entsprechend unserer Absatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2016 haben wir in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops über die Preissetzung gesteuert. Mit 332 Mio. € lag der Umsatz im H2 16 um 7 % über Vorjahr. Das EBITDA wurde in der zweiten Jahreshälfte um knapp 16 % auf 8,9 Mio. € gesteigert.
Aufgrund ihrer langjährigen Markterfahrung und der flexiblen Reaktionsmöglichkeit auf kurzfristige Änderungen im Kundenverhalten und in der Wettbewerbssituation konnte die Delticom-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 sich bietende Chancen hinsichtlich Umsatzsteigerung und Ergebnisbeitrag gezielt nutzen. Wenngleich wir mit 607 Mio. € aufgrund des milden Winters unser Umsatzziel vom Jahresanfang nicht ganz erreicht haben, konnten wir den Umsatz 2016 dennoch um mehr als 8 % steigern. In unserem Kerngeschäft sind wir gegen den Markttrend gewachsen.
Das in 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr planmäßig zum gewünschten Ergebnis geführt. Die Steigerung des EBITDA um 5,5 % gegenüber Vorjahr resultiert vornehmlich aus reduzierten Marketing- und Mietaufwendungen, durch welche der Anstieg der volumenabhängigen Kosten kompensiert werden konnte. Wesentlicher Grund, weshalb das EBITDA im Gesamtjahr mit 15,1 Mio. € unter unserer ursprünglichen Planung liegt, sind Einmalaufwendungen im Berichtszeitraum, vornehmlich Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 0,6 Mio. € im Zusammenhang mit der Akquisition der eFood- und Logistik-Gesellschaften.
Experten gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft ihr moderates Wachstum auch 2017 weiter fortsetzen wird. Dennoch stellt Chinas lahmende Wirtschaft sowie die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der US-Wirtschaftspolitik nach den Wahlen des neuen Präsidenten ein steigendes Risiko für die globale Konjunktur dar.
Für den Euro-Raum rechnet der IWF auch dank sinkender Arbeitslosenzahlen im laufenden Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,6%. Angesichts der anstehenden Verhandlungen über den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, einer wachsenden Inflationsgefahr durch den steigenden Ölpreis, anstehende Wahlen in Frankreich und Deutschland sowie möglicher Neuwahlen in Italien und Spanien könnte sich die Stimmung der europäischen Verbraucher im Laufe des Jahres eintrüben.
Hierzulande soll sich der Aufschwung 2017 weiter fortsetzen. Dank steigender Beschäftigung dürften auch in diesem Jahr die Ausgaben des Staates und kauffreudige Verbraucher die wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur bleiben.
45 % der Weltbevölkerung älter als 15 Jahre verfügt bereits über einen Internetzugang. In Europa, dem geografischen Kernmarkt der Delticom-Gruppe, liegt dieser Anteil bereits bei 75 %. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung entdecken immer mehr Verbraucher weltweit die Vorteile des Onlinekaufs. Schätzungsweise 7 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes werden heute bereits online erzielt. Deutschland zählt in Europa zu den drei größten E-Commerce-Märkten. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) rechnet für den heimischen Online-Handel für 2017 mit einem zweistelligen Zuwachs von rund 11 %.
Das europäische Ersatzreifengeschäft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht von einer Trendwende profitieren. Aufgrund des milden Winters 2016/17 und damit einhergehender schwacher Winterreifenverkäufe gehen Experten davon aus, dass die Absatzzahlen auf Gesamtjahressicht nicht an das bereits schwache Vorjahr anknüpfen konnten. Während die Onlinepenetration im Ersatzreifengeschäft in Europa aktuell bereits bei ca. 13 % liegt, fällt der Onlineanteil im Markt für Autoersatzteile und Zubehör mit derzeit ca. 5 % noch vergleichsweise gering aus.
Der Bundesverband Reifenhandel- und Vulkaniseurhandwerk geht davon aus, dass der Anteil online verkaufter Reifen hierzulande bis 2020 auf 15-20 % steigen wird. Damit ist in unserem Kernmarkt weiterhin Wachstumspotential vorhanden. Durch den Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte von Autopink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, hat Delticom im letzten Jahr ihr Produktangebot im Automotive erweitert. Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt wurde in 2015 mit einem Marktvolumen von rd. 80 Mrd. € beziffert wobei sich bereits ca. 70 % der Käufer vor dem Kauf online informieren und 35 % derzeit das Internet konkret im Kaufprozess nutzen.
Hierzulande soll der Umsatz im Einzelhandel laut des Handelsverbands Deutschland (HDE) 2016 um 2 % auf 492 Milliarden Euro steigen. Diese Annahme gilt auch für den Lebensmitteleinzelhandel. Experten sind sich einig, dass eFood in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Eine wesentliche Hürde im Onlinegeschäft mit Lebensmitteln stellt derzeit allerdings noch die teure Warenkommissionierung und Distribution dar. Delticom betreibt seit dem letzten Jahr ein hochmodernes Kleinteile-Lager und bietet ihre Dienstleistungen im Bereich der effizienten E-Commerce-Logistik auch Dritten an.
Dank ihres Multi-Shop Ansatzes spricht die Delticom-Gruppe verschiedene Kundengruppen an und erfüllt damit die unterschiedlichen Anforderungen der Onlinekäufer. Aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung gehen wir davon aus, auch im laufenden Geschäftsjahr mehr als 1 Mio. Neukunden von unserem Leistungsangebot überzeugen zu können.
Seit Unternehmensgründung haben mehr als 10,8 Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr damit, einen Teil dieser über die letzten Jahren gewonnenen Kunden erneut in einem unserer Onlineshops begrüßen zu dürfen und planen dementsprechend auch für das laufende Geschäftsjahr mit einer Steigerung unserer Wiederkäuferzahlen gegenüber Vorjahr.
Unser Ziel für das laufenden Geschäftsjahr ist es, die im letzten Jahr neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche noch stärker im Gesamtunternehmen zu verzahnen, um entlang unserer gesamten E-Commerce-Wertschöpfungskette von weiterem Know-How Transfer zu profitieren. Wir gehen zudem davon aus, dass wir aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung auch in diesem Jahr von der zunehmenden Erschließung internetaffiner Zielgruppen profitieren werden. Dementsprechend planen wir für das laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 650 Mio. €.
Aussagen zur Preisentwicklung in unserem Kerngeschäft Reifen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Dennoch rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem EBITDA im Gesamtkonzern von mindestens 16 Mio. €.
Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir hier mit Ersatzinvestitionen in Höhe von 1 Mio. €. Darüber hinaus planen wir auch für andere Teilbereiche unseres E-Commerce-Geschäfts mit Investitionen, wie beispielsweise in der IT. Die Gesamtsumme der Investitionen wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich auf 3 Mio. € belaufen.
Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau- bzw. -abbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln.
Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal wird die Delticom-Gruppe auch mittelfristig von dem stetig zunehmenden E-Commerce-Trend profitieren. Die Ausweitung unseres Produktangebots und der Launch neuer Onlineshops in weiteren Ländern gepaart mit unserer langjährigen E-Commerce-Vertriebskompetenz bietet für die Zukunft zudem weiteres Wachstumspotenzial.
Delticom betreibt aktuell weltweit in 68 Ländern Onlineshops und -vertriebsplattformen. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern sind wir heute bereits mit Onlinereifenshops vertreten. Diese Märkte werden infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen mittelfristig immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.
Das Geschäftsmodell der Delticom-Gruppe ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und so unsere Marktstellung in den verschiedenen Geschäftsbereichen auch zukünftig weiter ausbauen.
Delticom macht derzeit Voruntersuchungen hinsichtlich der Errichtung einer hochmodernen Reifenlogistik im Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Schweiz und wird voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr in den mehrjährigen Planungsprozess einsteigen.
Trotz eines herausfordernden Umfeldes haben sich die Aktienmärkte in 2016 stabil entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der deutsche Leitindex mit 10.283 Punkten ins neue Jahr. Am 30.12.2016 erreichte der deutsche Leitindex den Höchststand von 11.481 Punkten, mit denen er gleichzeitig zum Jahresende schloss. Am 11.02.2016 markierte er mit 8.753 Punkten den niedrigsten Kursstand. Insgesamt stieg der DAX damit um 1.198 Punkte oder 11,6 %.
Wir ziehen den STOXX® Europe 600 Retail (SXRP) als Vergleichsmaß für die Entwicklung von DEX heran. Der SXRP enthält große europäische Einzelhandelsunternehmen, darunter auch große Onlinehändler.
Wir verwenden beim SXRP wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 03.05.2016 beschlossene Dividende für 2015 in Höhe von 0,50 € je Aktie. Die Grafik Kursperformance zeigt, wie sich DEX und SXRP seit Anfang 2016 im Jahresverlauf entwickelt haben.
Nach einem Jahresanfangskurs von 20,83 € markierte DEX am 07.03.2016 den Jahrestiefstkurs von 14,49 €. Am 04.01.2016 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 20,83 €. DEX beendete das Börsenjahr 2016 bei 17,89 €. Die Marktkapitalisierung fiel im Jahresverlauf von 248,8 Mio. € auf 223,0 Mio. €.
indiziert, Volumen in Stück (XETRA)

Neben dem DAX Composite Index (CDAX) geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:
| ― | Classic All Share |
| ― | DAXplus Family Index |
| ― | DAXsubsector Retail Internet |
| ― | DAXsubsector All Retail Internet |
| ― | GEX (German Entrepreneurial Index) |
| ― | NISAX 20 |
| ― | Prime All Share |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,36 € (Vorjahr: 0,28 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,36 (Vorjahr: 0,28 €).
Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 4.454.802,83 € (Vorjahr: 3.365.072,95 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien von 12.389.319 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 02.05.2017 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €).
Im Frühjahr 2016 akquirierte die Delticom AG die beiden eFood- und Logistikgesellschaften Gourmondo und DeltiTrade (ehemals ES Food). 10 Millionen € des Kaufpreises in Höhe von 30 Millionen € wurde durch Ausgabe von 518.081 neuer Delticom Aktien an eine der Verkäuferinnen, die Seguti GmbH (eine 100 %ige Tochter der Prüfer GmbH) bezahlt. Dies hatte eine Erhöhung des Stammkapitals von 11.945.250 auf 12.463.331 Aktien zur Folge. Darüber hinaus erwarb die Prüfer GmbH 800.000 von der Binder GmbH gehaltene Delticom Aktien für einen Kaufpreis von 25 Euro pro Aktie (Gesamtkaufpreis: 20 Mio. EUR).
Nach Vollzug der Transaktion und des Aktienkaufvertrags zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH sowie Eintragung der Sachkapitalerhöhung im Handelsregister hält die Prüfer GmbH nunmehr unmittelbar bzw. mittelbar 4.292.547 Delticom-Aktien (34,64 % des Grundkapitals) und die Binder GmbH 2.196.061 Delticom-Aktien (17,62 % des Grundkapitals).
Aktienbesitz in % der 12.463.331 Aktien, Stand 31.12.2016

Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorstand und Rainer Binder als Vorsitzender des Aufsichtsrats hielten auch in 2016 über 50 % der ausstehenden Aktien.
Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.
Insgesamt 4 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 10.03.2016):
| ― | Frank Schwope, NORD/LB (Sell) |
| ― | Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe (Sell) |
| ― | Marc-Rene Tonn, Warburg (Hold) |
| ― | Timo Busse, Montega (Hold) |
Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.
Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2016 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Roadshow in den USA. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.
Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter stellen wir Geschäftsberichte, Quartalsmitteilungen und Präsentationen zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:
Melanie Gereke
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Telefon: +49-511-93634-8903
E-Mail: [email protected]
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| 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Aktien | 12.463.331 | 11.945.250 |
| Kurs am ersten Handelstag1 | € | 20,83 | 18,61 |
| Kurs am letzten Handelstag1 | € | 17,89 | 20,81 |
| Kursentwicklung1 | % | -14,1 | 11,9 |
| Höchst-/Tiefstkurs1 | € | 20,83 / 14,49 | 25 / 16,46 |
| Marktkapitalisierung2 | Mio. € | 223,0 | 248,6 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) | Aktien | 5.724 | 9.748 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,36 | 0,28 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,36 | 0,28 |
(1) auf Basis der Schlusskurse
(2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende
Der Vorstand der Delticom AG berichtet nachfolgend zu den Angaben im Lagebericht für die Delticom AG und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 unter Berücksichtigung der Erkenntnisse und Ereignisse bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts gemäß §289 Abs. 4 und Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5, Abs. 4 HGB wie folgt:
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.
Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um EUR 518.081 auf EUR 12.463.331.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung: Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß §6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen. Es besteht auch sonst kein genehmigtes Kapital.
Aus dem in § 5 Abs. 7 der Satzung enthaltenen bedingten Kapital II/2011 können keine Aktien mehr ausgegeben werden, weil dieses ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 unter Tagesordnungspunkt 9 lit. b) durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden, diente. Vorgenannter Ermächtigungsbeschluss ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen, ohne dass von ihm Gebrauch gemacht wurde.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 540.000 durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 135.000 Aktien in mehreren Tranchen zu beziehen.
Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 32.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen. Die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Dr. Andreas Prüfer haben mit Bezugserklärung vom 06.01.2017, die sie jeweils zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, ausgeübt.
Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Aufsichtsratsbeschluss der Gesellschaft, mit dem das Angebot des Bezugsberechtigten, ihm das jeweilige Optionsrecht einzuräumen, angenommen wird. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben.
Noch nicht ausgeübte, aber noch bis zum 28. April 2019 ausübbare Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 103.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft, bestehen fort.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28. April 2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, ("Referenztage") um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten Börsenhandelstag im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Beide Aktienoptionspläne sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (in den Optionsbedingungen definiert als direkter oder indirekter Erwerb von mindestens 50% der Stimmrechte an der Gesellschaft durch eine natürliche oder juristische Person oder eine Mehrzahl von abgestimmt handelnden natürlichen oder juristischen Personen) die auf Basis dieser Optionspläne ausgegebenen Aktienoptionen sofort ausübbar werden, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen und das Erfolgsziel erreicht ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
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| in Tausend € | Anhang | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | (1) | 606.586 | 559.792 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 20.619 | 13.843 |
| Gesamtleistung | 627.205 | 573.635 | |
| Materialaufwand | (3) | -466.106 | -427.567 |
| Rohertrag | 161.099 | 146.068 | |
| Personalaufwand | (4) | -10.057 | -9.453 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (5) | -7.847 | -8.685 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6) | -135.982 | -122.336 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 7.213 | 5.595 | |
| Finanzaufwand | -632 | -430 | |
| Finanzertrag | 22 | 22 | |
| Finanzergebnis (netto) | (7) | -610 | -408 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6.604 | 5.187 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8) | -2.149 | -1.822 |
| Konzernergebnis | 4.455 | 3.365 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Anteile in Fremdbesitz | -278 | 9 | |
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 4.733 | 3.356 | |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie | (9) | 0,36 | 0,28 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie | (9) | 0,36 | 0,28 |
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| in Tausend € | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 4.455 | 3.365 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres | ||
| Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 56 | 435 |
| Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst | 53 | -13 |
| Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve | -17 | 4 |
| Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen | 92 | 426 |
| Gesamtergebnis der Periode | 4.547 | 3.791 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | -236 | 195 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 4.783 | 3.596 |
Aktiva
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| in Tausend € | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 78.298 | 52.010 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (10) | 58.998 | 43.607 |
| Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) | (11) | 14.758 | 6.474 |
| Finanzanlagen | 247 | 425 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 246 | 392 | |
| sonstige Finanzanlagen | 2 | 33 | |
| Latente Steueransprüche | (12) | 3.796 | 992 |
| Sonstige langfristige Forderungen | (13) | 499 | 511 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 104.967 | 107.963 | |
| Vorräte | (14) | 62.746 | 61.845 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 20.425 | 18.576 |
| Sonstige Vermögenswerte | (16) | 12.567 | 13.517 |
| Ertragsteuerforderungen | (17) | 2.543 | 2.541 |
| Flüssige Mittel | (18) | 6.686 | 11.484 |
| Summe Vermögenswerte | 183.264 | 159.974 | |
| Passiva | |||
| in Tausend € | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Eigenkapital | 58.471 | 51.270 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG | 57.351 | 49.915 | |
| Gezeichnetes Kapital | (19) | 12.463 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | (20) | 33.739 | 25.372 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge | (21) | 647 | 554 |
| Gewinnrücklagen | (22) | 200 | 200 |
| Konzernbilanzgewinn | (23) | 10.302 | 11.844 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 1.120 | 1.355 | |
| Summe Schulden | 124.793 | 108.703 | |
| Langfristige Schulden | 10.340 | 12.080 | |
| Langfristige Finanzschulden | (24) | 7.188 | 10.938 |
| Langfristige Rückstellungen | (25) | 341 | 368 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (26) | 2.811 | 775 |
| Kurzfristige Schulden | 114.453 | 96.623 | |
| Steuerrückstellungen | (25) | 1.516 | 1.323 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (25) | 641 | 992 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (27) | 89.003 | 78.200 |
| Kurzfristige Finanzschulden | (24) | 12.700 | 4.204 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (29) | 10.594 | 11.904 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 183.264 | 159.974 |
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| in Tausend € | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 7.213 | 5.595 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 7.847 | 8.685 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -455 | -34 |
| Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen | 11 | -93 |
| Veränderung der Vorräte | 1.460 | -5.693 |
| Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 148 | -12.534 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 7.506 | -429 |
| Erhaltene Zinsen | 22 | 22 |
| Gezahlte Zinsen | -632 | -430 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3.396 | -3.782 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.724 | -8.693 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 22 | 69 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -551 | -957 |
| Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte | -2.533 | -1.310 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -400 |
| Auszahlung für den Erwerb konsolidierter Tochterunternehmen (abzüglich erworbener liquider Mittel) | -19.858 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -22.920 | -2.598 |
| Gezahlte Dividenden der Delticom AG | -6.232 | -2.986 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 8.500 | 0 |
| Tilgung von Finanzschulden | -3.754 | -4.649 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1.486 | -7.635 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | -116 | 435 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 11.484 | 29.975 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -4.682 | -18.491 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.686 | 11.484 |
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| in Tausend € | 01.01.2016 - 31.12.2016 | 01.01.2015 - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Liquidität am Anfang der Periode | 11.484 | 29.975 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -4.682 | -18.491 |
| Liquidität am Ende der Periode | 6.686 | 11.034 |
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | -3.705 | 10.137 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -4.682 | -18.491 |
| Veränderungen der Finanzschulden | -4.710 | 4.649 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | -13.213 | -3.705 |
| Netto-Liquidität bezogen auf kurzfristige Finanzschulden: | ||
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 7.055 | 25.326 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -4.682 | -18.491 |
| Veränderungen der kurzfristen Finanzschulden | -8.496 | 220 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | -6.240 | 7.055 |
| Netto-Liquidität bezogen auf langfristige Finanzschulden: | ||
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 321 | 14.383 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -4.682 | -18.491 |
| Veränderungen der langfristen Finanzschulden | 3.750 | 4.429 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | -727 | 321 |
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| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungs- umrechnungs- rücklage |
Net Investment Hedge Reserve | Gewinnrücklagen | Konzern- bilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2015 | 11.945 | 25.372 | 115 | 13 | 200 | 11.659 |
| Gezahlte Dividende | -2.986 | |||||
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | ||||||
| Entkonsolidierung Tochtergesellschaften | 0 | |||||
| Konzernergebnis | 3.356 | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 435 | -9 | -186 | |||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 435 | -9 | 3.170 | |||
| Stand am 31. Dezember 2015 | 11.945 | 25.372 | 550 | 4 | 200 | 11.843 |
| Stand am 1. Januar 2016 | 11.945 | 25.372 | 550 | 5 | 200 | 11.844 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 518 | |||||
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 8.367 | |||||
| Gezahlte Dividende | -6.232 | |||||
| Konzernergebnis | 4.733 | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 56 | 36 | -42 | |||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 56 | 36 | 4.691 | |||
| Stand am 31. Dezember 2016 | 12.463 | 33.739 | 606 | 41 | 200 | 10.303 |
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| in Tausend € | Summe | Anteile in Fremdbesitz | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2015 | 49.305 | 988 | 50.293 |
| Gezahlte Dividende | -2.986 | -2.986 | |
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | 217 | 217 | |
| Entkonsolidierung Tochtergesellschaften | -45 | -45 | |
| Konzernergebnis | 3.356 | 9 | 3.365 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 240 | 186 | 426 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.596 | 195 | 3.791 |
| Stand am 31. Dezember 2015 | 49.915 | 1.355 | 51.270 |
| Stand am 1. Januar 2016 | 49.916 | 1.355 | 51.271 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 518 | 518 | |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 8.367 | 8.367 | |
| Gezahlte Dividende | -6.232 | -6.232 | |
| Konzernergebnis | 4.733 | -278 | 4.455 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 50 | 42 | 92 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 4.783 | -236 | 4.547 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 57.352 | 1.119 | 58.471 |
s.a. Anhang 19 - 23
Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover mit der Registernummer HRB58026 eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.
Delticom ist Europas führendes E-Commerce Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst allein im Reifengeschäft mehr als 100 Marken und über 25.000 Modelle von Reifen für Pkw, Motorräder, Lkw, Nutzfahrzeuge und Busse sowie Kompletträder. Kunden können die bestellten Produkte zur Montage auch zu einem der weltweit über 43.000 Servicepartner der Delticom AG schicken lassen. Über 300.000 Autoteile und Zubehörartikel, darunter Motorenöle, Schneeketten oder Batterien, runden das Angebot ab. Mit dem Einstieg in den Online-Gebrauchtwagenhandel wurde das Angebot im Bereich Automotive vervollständigt. Damit hat sich die Delticom AG in diesem Bereich von einem klassischen Onlinehändler zu einem Online-Lösungsanbieter entwickelt. Im Bereich eFood bietet die Delticom AG ein umfassendes Sortiment aus rund 20.000 verschiedenen Lebensmitteln an.
Das Unternehmen ist weltweit in 68 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Waren werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 21.03.2017 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Delticom AG stellt gemäß § 315a HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.
Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delticom.
Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts Anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).
Standards, die im Berichtsjahr zum ersten Mal angewendet werden (Angabepflicht nach IAS 8.28):
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission am 31.12.16 | Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012-2014 | 01.01.16 | ja | keine | |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010-2012 | 01.01.16 | ja | keine | |
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 01.01.16 | ja | keine |
| IAS 16/ IAS 38 | Immaterielle-Vermögenswerte - "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" | 01.01.16 | ja | keine |
| IAS 16/ IAS 41 | Landwirtschaft - "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" | 01.01.16 | ja | keine |
| IFRS 10, IFRS 12/ IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 01.01.16 | ja | keine |
| IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerben an Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit | 01.01.16 | ja | keine |
Standards, die noch nicht von der EU übernommen worden:
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission am 31.12.16 | voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 01.01.17 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 12 | Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten | 01.01.17 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen | 01.01.18 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer - "Änderungen Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" | 01.01.2016 | nein | keine |
| IFRS 4 | Anwendung von IFRS 9 'Finanzinstrumente' gemeinsam mit IFRS 4 'Versicherungsverträge' | 01.01.18 | nein | keine |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.16 | nein | keine |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.18 | ja | keine wesentlichen Auswirkungen |
| Erläuterung von IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.18 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen | |
| IFRS 10/ IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 01.01.16 | auf unbestimmte Zeit verschoben | keine |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.19 | nein | wesentliche Auswirkungen |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014-2016 | 01.01.16 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen | |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 01.01.18 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 40 | Klassifizierung von Immobilien | 01.07.18 | nein | keine |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | 01.01.18 | ja | keine wesentlichen Auswirkungen |
IFRS 9 - Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist.
IFRS 15 - legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Des Weiteren wird die Bilanzierung von Vertragskosten konkretisiert. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist.
IFRS 16 - regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen. Die bisher nach IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanz- und Operating-Leasingverträgen entfällt künftig für den Leasingnehmer. IFRS 16 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2019 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung möglich ist, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird.
Die Umsetzung erfolgt spätestens im Jahr der erstmalig verpflichtenden Anwendung. Die Auswirkungen von IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 werden derzeit noch analysiert. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen erwarten wir für die Anwendung des IFRS 9 und des IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisgrößen. Durch IFRS 16 wird insbesondere das EBITDA gesteigert, da bestimmte Leasingaufwendungen künftig in den Abschreibungen und im Zinsergebnis auszuweisen sind.
Für die übrigen neuen Standards wird mit Ausnahme neuer bzw. modifizierter Anhangangaben bei der erstmaligen Anwendung mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss gerechnet.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft vierzehn inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss vollkonsolidiert wurden.
Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hat sich aufgrund von Erwerben bzw. Neugründungen durch folgende Zugänge seit dem 01.01.2016 vergrößert:
| ― | DeltiTrade GmbH (ehemals ES Food GmbH), Hannover (Deutschland) |
| ― | Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Extor GmbH, Hannover (Deutschland) |
| ― | Gourmondo Food GmbH, München (Deutschland) |
| ― | DeltiCar SAS, Paris (Frankreich) |
Darüber hinaus hält Delticom an der in 2015 neu gegründeten OOO Delticom Russland, Moskau, Russland 49 % der Anteile. Sie wird gemäß der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf eine Angabe der zusammengefassten Finanzinformationen wird aufgrund von Unwesentlichkeit verzichtet.
Folgende Gesellschaften werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS39 bilanziert:
| ― | Tirendo Netherlands B.V., Den Haag (Niederlande) |
| ― | Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz) |
| ― | Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau (Polen) |
Tochterunternehmen sind alle wesentlichen Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.
Der Überschuss der übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die übertragenen Gegenleistungen geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen kontrolliert werden, werden separat ausgewiesen.
Identifizierbare und ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert.
Am 23. Februar 2016 übernahm Delticom 100% der Anteile von der ES Food GmbH und 90% der Anteile von der Gourmondo Food GmbH. Der Kaufpreis betrug 22,3 Mio. €. Zum Erwerbszeitpunkt besaß ES Food 80% der Anteile an der Ringway GmbH. Daneben wurden ein Gesellschafter- und ein Bankdarlehen der Gourmondo GmbH in Höhe von 6,6 Mio. € abgelöst. Der nach IFRS 3 ermittelte Gesamtbetrag von 28,9 Mio. € wurde mit 20,0 Mio. € in bar und durch Ausgabe von 518.081 neuen Aktien der Delticom AG bezahlt. Verkäuferinnen der erworbenen Gesellschaften waren die Prüfer GmbH, Hannover, und direkte oder indirekte 100 %ige Tochtergesellschaften der Prüfer GmbH (nahestehende Personen).
Der Erwerb der Unternehmen ist Teil der Entwicklungsstrategie des Geschäftsbereiches E-Commerce, wodurch Delticom ihre Logistikkompetenz ausbaut und nunmehr in der Lage ist, kleinteilige Waren effizient zu vermarkten. Darüber hinaus wurden mit Gourmondo weitere Produktgruppen hinzugewonnen. Die Unternehmen sind bisher in Deutschland, Österreich und Holland tätig, wobei eine weitere Internationalisierung geplant ist.
Die Erstkonsolidierung wurde am Erwerbsstichtag durchgeführt.
Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt stellen sich gemäß der finalen Kaufpreisverteilung wie folgt dar:
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| in Tausend € | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 30.848 |
| davon latente Steuern | 1.022 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 2.361 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 304 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 28 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 142 |
| 33.683 | |
| Verbindlichkeiten | |
| Latente Steuern | 2.827 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 78 |
| Bankkredite und Überziehungskredite | 1.500 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.117 |
| Erhaltenene Anzahlungen | 124 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.651 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 48 |
| Summe Verbindlichkeiten | 11.345 |
| Nettovermögen | 22.338 |
| Passivischer Unterschiedsbetrag | -62 |
| Minderheitsaktien | -8 |
| Kaufpreis | 22.268 |
| Abgelöste Darlehen | 6.617 |
| Gesamtkaufpreis* | 28.885 |
* Anpassung auf den Stichtagskurs zum Erwerbszeitpunkt (1.115 Tausend €)
Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurde ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 62 Tausend € ermittelt, welcher erfolgswirksam vereinnahmt wurde.
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten langfristigen Vermögenswerte des Anlagevermögens mit einem Wert von insgesamt 29,8 Mio. € und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
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| in Tausend € | Beizulegender Zeitwert | Nutzungsdauer in Jahren |
|---|---|---|
| Domains | 1.801 | 3 |
| Kundenbeziehungen | 3.577 | 3 |
| Marken | 2.683 | 10 |
| Software und Lizenzen | 12.006 | 3-10 |
| Sachanlagen | 9.759 | 10 |
| Summe | 29.826 |
Die Bruttobeträge der erworbenen Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die nicht beherrschenden Anteile sind mit ihrem Anteil am identifizierbaren Nettovermögen angesetzt. Anschaffungsnebenkosten von 0,6 Mio € sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zwischen dem Erwerbszeitpunkt und dem 31. Dezember 2016 trugen die erworbenen Unternehmen mit 16,0 Mio. € zum Umsatz und mit -5,0 Mio. € zum Gewinn der Delticom bei. Hätte der Erwerb zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden, hätten die Unternehmen einen Beitrag zum Umsatz bzw. Gewinn von 18,1 Mio. € bzw. -5,1 Mio. € geleistet.
Im Geschäftsjahr 2016 sind Einmalaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. € angefallen, darunter Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Akquisition in Höhe von 0,6 Mio. € sowie einmalige Aufwendungen durch nachgelagerte Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Schließung eines Lagers in Höhe von 0,1 Mio. €. Ohne Berücksichtigung dieser Einmalaufwendungen und dem negativen EBITDA-Beitrag der neuen Geschäftsbereiche hat Delticom 2016 in ihrem Kerngeschäft ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen in Höhe von 18,7 Mio. € erzielt (2015: 15,9 Mio. €, vor Einmalaufwendungen).
Die DeltiCar SAS (Frankreich), eine 100% Tochter der Delticom AG, hat am 18. November 2016 im Rahmen eines Asset Deals die wesentlichen Vermögenswerte von AutoPink (Frankreich) zu einem Preis von 570 Tausend € aus der Insolvenzmasse erworben. Diese umfassen neben den beiden Marken AutoPink und Facilicar auch die entsprechenden Domains, den Kundenstamm sowie vorhandene IT-Systeme und Verträge. Bei AutoPink handelt es sich um einen in Frankreich beheimateten Online-Anbieter für Gebrauchtwagen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2008 gegründet und betreibt die Domains AutoPink.com und facilicar.com.
Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Transaktion für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Delticom-Gruppe wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf eine detaillierte Kaufpreisallokation verzichtet.
Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen: Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Onlineverkauf von Reifen, Autozubehör, Gebrauchtwagen, Lebensmittel sowie in der Erbringung von Logistikdienstleistungen. Im E-Commerce werden Waren an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 387 Onlineshops und -vertriebsplattformen in 68 Ländern vertrieben. Wesentliche Steuerungsgröße ist das EBITDA auf Gesamtkonzern-Ebene. Umsatz und Umsatzwachstum werden auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Weitere Geschäftsfelder neben E-Commerce, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht.
Die von der Geschäftsführung bewerteten Wirtschaftsindikatoren werden im Konzernabschluss aufgrund der ähnlichen wirtschaftlichen Merkmale des Onlinehandels zusammengefasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).
Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.
Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.
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| Land | Mittelkurs zum Bilanzstichtag 1 € = | gewichteter Jahresdurchschnittskurs 1 € = |
|---|---|---|
| Großbritannien | 0,8526 GBP | 0,8189 GBP |
| USA | 1,0520 USD | 1,1069 USD |
| Rumänien | 4,5383 RON | 4,4912 RON |
| Russland | 64,4543 RUB | 74,1410 RUB |
| Südafrika | 14,4541 ZAR | 16,2903 ZAR |
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.
Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.
Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.
Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages legt Delticom den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zugrunde. Basis für die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposal) ist die vom Management erstellte Planung für das Delticom-Kerngeschäft. Diese Planung basiert auf der Annahme, dass E-Commerce im Reifenhandel in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeit eines weiter zunehmenden Wettbewerbs wurde für die Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenfalls berücksichtigt.
Die Planung basiert ferner auf den Annahmen, dass Delticom die Position als Europas führender Online-Reifenhändler weiter behaupten wird und die Kostenstruktur durch zusätzliche Automatisierungen und Outsourcing schlank bleibt. Die Planungsperiode erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren. Hierbei werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst.
Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Konjunktureinflüssen, Margen und Umsatzwachstum, angemessen sind. Die verwendeten Inputfaktoren sind aus Marktdaten abgeleitet (Level 2 der Fair-value-Hierarchie). Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.
Für die Bewertung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes wurde ein Diskontierungszinssatz von 6,7 % sowie ein Wachstumsabschlag von 1,0 % angewendet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind zu Herstellungskosten angesetzt. Sie werden ebenfalls linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt in der sie anfallen.
Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Internet Domains | 3-20 |
| EDV-Software | 3-10 |
| Kundenbeziehungen | 5-10 |
| Marken | 5-10 |
| Vertriebs,- und ähnliche Rechte | 2 |
Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Lagerausstattung | 12-33 |
| Maschinen | 4-14 |
| Geschäftsausstattung | 3-15 |
| Büroeinrichtung | 3-15 |
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.
Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.
Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. 2016 ist Delticom keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.
Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für die Klassifizierung ist der Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, maßgeblich. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.
Ein finanzieller Vermögenswert wird der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsgeschäfte qualifiziert sind. Die Kategorie hat zwei Unterkategorien: finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte designiert wurden.
Darlehen und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter- oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner ohne die Absicht bereitstellt, diese Forderungen zu handeln.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und nicht einer anderen Kategorie zugeordnet werden.
Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem das Unternehmen Vertragspartei wird.
Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt.
Vermögenswerte der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden in der Periode der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden - sofern keine dauernde Wertminderung vorliegt - im Eigenkapital erfasst. Werden Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert, so sind die im Eigenkapital enthaltenen kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als Indikator dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.
Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten. Fremdkapitalkosten waren nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.
Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.
Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 32,54% (Vorjahr: 31,90%) bewertet. Die Auswirkungen des geänderten Steuersatzes sind unwesentlich.
Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist gem. IAS 12.53 nicht zulässig.
Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 16,7% (Vorjahr: 15,8%) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0% (Vorjahr: 15,0%) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) auf die Körperschaftsteuer.
Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Mittels der bestmöglichen Schätzung werden potentielle Steuerrisiken und unsichere Steueransprüche bewertet.
Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.
Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.
Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.
Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.
Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.
Bei einem Net Investment Hedge werden währungskursbedingte Schwankungen des Nettovermögens ausländischer Geschäftsbetriebe durch derivative oder nicht-derivative Finanzinstrumente abgesichert, indem der effektive Teil der währungskursbedingten Schwankungen der Sicherungsinstrumente in die Net Investment Hedge Reserve im Eigenkapital eingestellt wird und so die währungskursbedingten Schwankungen des Nettovermögens der ausländischen Geschäftsbetriebe kompensiert werden.
Bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der bis dahin in der Net Investment Hedge Reserve ausgewiesene Betrag erfolgswirksam erfasst.
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.
Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.
Sonstige Erlöse werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 470.321 | 136.265 | 606.586 |
Für den Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 434.376 | 125.416 | 559.792 |
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kursdifferenzen | 3.157 | 3.582 |
| Versicherungsentschädigungen | 164 | 30 |
| Buchgewinne aus Anlagenabgängen | 22 | 69 |
| Übrige | 17.275 | 10.162 |
| Summe | 20.619 | 13.843 |
Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vorrangig aus den gestiegenen Marketingzuschüssen, Erlösen aus Transportverlusten und sonstigen Erlösen.
Der Materialaufwand in Höhe von 466,1 Mio. € (Vorjahr: 427,6 Mio. €) resultiert ausschließlich aus verkaufter Handelsware.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.676 | 8.309 |
| Soziale Abgaben | 1.309 | 1.119 |
| Altersversorgung und Unterstützung | 71 | 24 |
| Summe | 10.057 | 9.453 |
Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund seiner ihm durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.
Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 397 Tsd. € (Vorjahr: 518 Tsd. €), wurden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.
2016 hatte Delticom im Durchschnitt 156 Mitarbeiter (Vorjahr: 129 Mitarbeiter). Der Anstieg resultiert aus der Akquisition der neuen Gesellschaften.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Auf immaterielle Vermögenswerte | 5.449 | 5.664 |
| Auf Sachanlagen | 2.398 | 3.021 |
| Summe | 7.847 | 8.685 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment Tests (IAS 36) waren in 2016 nicht erforderlich. Im Vorjahr war eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 950 Tausend € im Zuge der Schließung eines Lagers zum Jahresende auf die dort eingesetzten Sorter und Verpackungsmaschinen zu berücksichtigen.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 60.355 | 54.126 |
| Lagerhandlingkosten | 7.180 | 5.502 |
| Gebühren Kreditkarten | 5.307 | 5.020 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | 2.395 | 1.354 |
| Externe Werbekosten | 25.955 | 27.231 |
| Operations-Center | 8.992 | 7.555 |
| Mieten und Betriebskosten | 5.959 | 7.244 |
| Finanzen und Recht | 4.846 | 4.051 |
| IT und Telekommunikation | 4.618 | 2.386 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 2.950 | 4.092 |
| Übrige | 7.425 | 3.773 |
| Summe | 135.982 | 122.336 |
Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses. Bei den übrigen Aufwendungen handelt es sich beispielsweise um Verkaufsprovisionen, Fortbildungs- und Reisekosten, Personalbeschaffung etc.
Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt "Sonstige Angaben" erläutert.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Finanzaufwand | 632 | 430 |
| Finanzertrag | 22 | 22 |
| Summe | -610 | -408 |
Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden.
Die Ertragsteuern ergeben sich aus:
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| 2016 | 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufende Ertragsteuern | 4.711 | 7 | 4.718 | 2.074 | 135 | 2.209 |
| Latente Ertragsteuern | -2.002 | -567 | -2.569 | -369 | -19 | -388 |
| Gesamt | 2.709 | -560 | 2.149 | 1.706 | 116 | 1.822 |
| davon periodenfremd | 194 | -457 | -263 | 0 | 1 | 1 |
Im Berichtsjahr wurden -19 Tsd. € (Vorjahr: -3 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.
Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | aktive latente Steuern | passive latente Steuern | aktive latente Steuern | passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verlustvorträge | 4.071 | 0 | 604 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 27 | 2.669 | 40 | 171 |
| Sachanlagen | 16 | 61 | 16 | 60 |
| Vorräte | 8 | 71 | 8 | 111 |
| Forderungen | 0 | 654 | 0 | 12 |
| Sonstige Aktiva | 205 | 0 | 0 | 18 |
| Langfristige Rückstellungen | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 74 | 0 | 135 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 20 | 0 | 52 | 415 |
| Sonstige Passiva | 142 | 123 | 259 | 111 |
| Gesamt | 4.563 | 3.578 | 1.115 | 898 |
| Saldierung | -767 | -767 | -123 | -123 |
| Bilanzansatz | 3.796 | 2.811 | 992 | 775 |
Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.604 | 5.186 |
| Ertragsteuersatz Delticom AG | 32,54% | 31,90% |
| Erwarteter Steueraufwand | 2.149 | 1.654 |
| Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand | ||
| Anpassung an abweichenden Steuersatz | 0 | 1 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 146 | 166 |
| Periodenfremde Ertragsteuern | -263 | 1 |
| Effekt aus Verlustvorträgen | 0 | 0 |
| Sonstige Steuereffekte | -117 | 0 |
| Summe der Anpassungen | 0 | 168 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 2.149 | 1.822 |
Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. In 2016 ist ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) zwischen der Delticom AG, der GIGA GmbH und der Deltiparts GmbH abgeschlossen worden. Der EAV beinhaltete in der laufenden Zeitspanne folgende Gesellschaften: Delticom AG, Tirendo Holding Gmbh, Pnebo GmbH, Giga GmbH und Deltiparts GmbH.
Auf unverfallbare körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 9,0 Mio. € wurden wie im Vorjahr keine aktiven latenten Steuern gebildet, da ihr Bestand rechtlich unsicher ist und sich noch in Klärung befindet. Aufgrund der bestehenden erheblichen rechtlichen Zweifel zum Bilanzstichtag blieben die auf diese Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern ohne Ansatz.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,36 € (Vorjahr: 0,28 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,36 € (Vorjahr: 0,28 €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 4.454.802,83 € (Vorjahr: 3.365.072,95 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 12.389.319 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) ermittelt.
In der aktuellen Berichtsperiode ist kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen.
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Selbsterstellte Software | Vertriebs- und -ähnliche Rechte | Domains |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar 2016 | 35.338 | 615 | 8.223 | 356 | 6.539 | 1.273 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 3.728 | 2.928 | 0 | 0 | 3.723 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 35.338 | 4.343 | 11.151 | 356 | 6.539 | 5.011 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2016 | 0 | 282 | 3.773 | 155 | 6.486 | 603 |
| Zugänge | 0 | 565 | 1.884 | 0 | 53 | 220 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 0 | 847 | 5.657 | 155 | 6.539 | 822 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 | 35.338 | 3.496 | 5.494 | 201 | 0 | 4.189 |
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| in Tausend € | EDV-Software | Gesamt |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| Stand 1. Januar 2016 | 5.588 | 57.933 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 7.927 | 18.307 |
| Sonstige Zugänge | 2.503 | 2.518 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 16.018 | 78.756 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1. Januar 2016 | 3.027 | 14.326 |
| Zugänge | 2.714 | 5.435 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 5.741 | 19.761 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 | 10.277 | 58.998 |
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Selbsterstellte Software | Vertriebs- und -ähnliche Rechte | Domains |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar 2015 | 35.338 | 615 | 8.233 | 356 | 6.539 | 1.273 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 35.338 | 615 | 8.223 | 356 | 6.539 | 1.272 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2015 | 0 | 159 | 2.126 | 10 | 4.142 | 539 |
| Zugänge | 0 | 123 | 1.647 | 145 | 2.344 | 68 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -4 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 0 | 282 | 3.773 | 155 | 6.486 | 603 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 35.338 | 333 | 4.461 | 201 | 53 | 666 |
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| in Tausend € | EDV-Software | Gesamt |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| Stand 1. Januar 2015 | 4.278 | 56.623 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 |
| Sonstige Zugänge | 1.310 | 1.310 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 5.588 | 57.933 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1. Januar 2015 | 1.699 | 8.674 |
| Zugänge | 1.337 | 5.664 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | -8 | -12 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 3.027 | 14.326 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 2.561 | 43.607 |
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2016 | 1.183 | 5.821 | 13.730 | 0 | 20.734 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 9.501 | 646 | 0 | 10.147 |
| Zugänge | 0 | 269 | 282 | 0 | 551 |
| Abgänge | 0 | 0 | -64 | 0 | -64 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 1.183 | 15.591 | 14.594 | 0 | 31.368 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2016 | 204 | 3.207 | 10.849 | 0 | 14.260 |
| Zugänge | 21 | 1.040 | 1.336 | 0 | 2.397 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | -34 | 0 | -34 |
| Währungsumrechnung | 5 | 19 | -37 | 0 | -13 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 231 | 4.266 | 12.113 | 0 | 16.611 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 | 952 | 11.325 | 2.481 | 0 | 14.758 |
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 1.183 | 5.818 | 13.386 | 0 | 20.388 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 300 | 657 | 0 | 957 |
| Abgänge | 0 | -297 | -313 | 0 | -610 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 1.183 | 5.821 | 13.730 | 0 | 20.734 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 172 | 1.939 | 9.298 | 0 | 11.409 |
| Zugänge | 24 | 1.271 | 1.726 | 0 | 3.021 |
| Abgänge | 0 | 0 | 147 | 0 | 147 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 8 | -3 | -28 | 0 | -23 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 204 | 3.207 | 10.849 | 0 | 14.260 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 979 | 2.614 | 2.882 | 0 | 6.475 |
Das Sachanlagevermögen beinhaltet die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung.
Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 3.041 Tsd. € (Vorjahr: 528 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Reifen | 44.565 | 47.972 |
| Sonstiges Zubehör | 10.664 | 3.137 |
| Unterwegs befindliche Ware | 7.517 | 10.736 |
| Gesamt | 62.746 | 61.845 |
Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen gemäß den Incoterms 2000 und 2010.
Im Berichtsjahr wurden 264.532 Tsd. € (Vorjahr: 257.205 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.425 | 18.576 |
| davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 0 | 2 |
| davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 0 |
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| in Tausend € | Nicht wertberichtigt und überfällig seit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Buchwert | Am Bilanzstichtag überfällig und nicht wertberichtigt | kleiner 30 Tage | 30 bis 60 Tage | 60 bis 90 Tage | 90 bis 180 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2016 | 20.425 | 9.075 | 6.706 | 1.633 | 726 | 6 |
| zum 31.12.2015 | 18.576 | 5.251 | 4.318 | 718 | 208 | 5 |
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| in Tausend € | Nicht wertberichtigt und überfällig seit | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | größer 180 Tage | Wertberichtigt |
| --- | --- | --- |
| zum 31.12.2016 | 4 | 2.350 |
| zum 31.12.2015 | 2 | 2.596 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 2.596 | 2.205 |
| Konsolidierungskreisänderungen | -19 | 0 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 2.364 | 1.327 |
| Auflösungen | -30 | -6 |
| Verbrauch von Wertberichtigungen | -2.560 | -930 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 2.350 | 2.596 |
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen | -30 | -11 |
| Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen | 20 | 14 |
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern | 10.093 | 11.645 |
| Guthaben bei Lieferanten | 617 | 862 |
| Abgrenzungsposten | 522 | 499 |
| übrige kurzfristige Forderungen | 1.335 | 511 |
| Summe | 12.567 | 13.517 |
Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 242 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 57 Tsd. €).
Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die erwarteten Steuererstattungen aus Vorjahren.
Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und Schecks ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kasse | 5 | 5 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 6.681 | 11.479 |
| Summe | 6.686 | 11.484 |
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.859.440 und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.945.250. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um EUR 518.081 auf EUR 12.463.331.
Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen. Es besteht auch sonst kein genehmigtes Kapital.
Aus dem in § 5 Abs. 7 der Satzung enthaltenen bedingten Kapital II/2011 können keine Aktien mehr ausgegeben werden, weil dieses ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 unter Tagesordnungspunkt 9 lit. b) durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben wurden, diente. Vorgenannter Ermächtigungsbeschluss ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen, ohne dass von ihm Gebrauch gemacht wurde.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 540.000 durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 135.000 Aktien in mehreren Tranchen zu beziehen.
Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 32.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft je zu gleichen Teilen beschlossen. Die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Dr. Andreas Prüfer haben mit Bezugserklärung vom 06.01.2017, die sie jeweils zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, ausgeübt.
Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Aufsichtsratsbeschluss der Gesellschaft, mit dem das Angebot des Bezugsberechtigten, ihm das jeweilige Optionsrecht einzuräumen, angenommen wird. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben.
Noch nicht ausgeübte, aber noch bis zum 28. April 2019 ausübbare Optionsrechte zum Bezug von insgesamt 103.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft, bestehen fort.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28. April 2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, ("Referenztage") um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten Börsenhandelstag im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot angepasst werden abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie Rücklagen aus dem Aktienoptionsprogramm. Im Zuge des Kaufs der eFood- und Logistikgesellschaften erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Ausgabe von 518.081 Stückaktien zu einem Aktienkurs am Erwerbszeitpunkt von 17,15 € (8,4 Mio. €).
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft und mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2017 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts. Voraussetzung für die Ausübung eines Optionsrechts ist, dass der ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes, in dem die Option ausgeübt wird, mindestens 130% des Ausübungspreises beträgt (Erfolgsziel). Der bei Ausübung des Optionsrechts zu zahlende Ausübungspreis beträgt für die Arbeitnehmer 17,78 € und für die Vorstände 17,61 €.
Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der Tochtergesellschaften DeltiTrade Ltd., Delticom OE S.R.L., Delticom North America Inc., Wholesale Tire and Automotive Inc., Price Genie LLC, Giga Tyres LLC, Tyreseasy LLC nebst Tochergesellschaften wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beeinhaltet die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve.
Die Gewinnrücklage besteht ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß § 150 AktG bei der AG zu bilden ist.
Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
Die Finanzschulden setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 7.188 | 10.938 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 12.700 | 4.204 |
| Summe | 19.888 | 15.142 |
Bei den Finanzschulden handelt es sich um mittelfristige Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.
Die Laufzeitanalyse der langfristigen Darlehen ist nachfolgend dargestellt:
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| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Weniger als 1 Jahr | 3.750 | 3.750 |
| Weniger als 5 Jahre | 3.438 | 7.188 |
| Summe | 7.188 | 10.938 |
Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:
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| in Tausend € | 01.01.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 1.323 | 546 | 341 | 1.079 | 1.515 |
| Sonstige Rückstellungen langfristig | 368 | 100 | 0 | 74 | 342 |
| Sonstige Rückstellungen | 992 | 328 | 547 | 523 | 640 |
| Gesamt | 2.683 | 974 | 888 | 1.676 | 2.497 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Kosten für zu erwartende Stornierungen von Kundenbestellungen im Versandgeschäft innerhalb der Rückgabefrist, noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr.
Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Der Abzinsungsprozentsatz beträgt 5,5% (Vorjahr: 5,5%). Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern des Berichtsjahres und werden nicht abgezinst.
Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 2.252 Tsd. € (Vorjahr: 247 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
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| in Tausend € | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 89.003 | 78.200 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 0 | 232 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 37 | 0 |
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.15 | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value 31.12.15 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 11.484 | 11.484 | 11.484 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 18.576 | 18.576 | 18.576 | ||
| Sonstige Forderungen | LaR | 1.872 | 1.872 | 1.872 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 33 | 33 | 33 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FAHfT | 57 | 57 | 57 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 78.200 | 78.200 | 78.200 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 4.837 | 4.837 | 4.837 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 15.145 | 15.145 | 15.145 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FLHfT | 104 | 104 | 104 | ||
| Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen (LaR) | 31.932 | 31.932 | 31.932 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 33 | 33 | 33 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) | 57 | 57 | 57 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 98.182 | 98.182 | 98.182 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) | 104 | 104 | 104 |
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.16 | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value 31.12.16 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 6.686 | 6.686 | 6.686 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 20.425 | 20.425 | 20.425 | ||
| Sonstige Forderungen | LaR | 2.473 | 2.473 | 2.473 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 2 | 2 | 2 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FAHfT | 242 | 242 | 242 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 89.003 | 89.003 | 89.003 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 4.545 | 4.545 | 4.545 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 4.365 | 4.365 | 4.365 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FLHfT | 31 | 31 | 31 | ||
| Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen (LaR) | 29.584 | 29.584 | 29.584 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 2 | 2 | 2 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) | 242 | 242 | 242 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 97.913 | 97.913 | 97.913 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) | 31 | 31 | 31 |
Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (LaR) | 119 | -1.835 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FAHfT + FLHfT) | 204 | -11 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | -998 | -1.370 |
| davon Zinsergebnis | -567 | -389 |
| Summe | -675 | -3.216 |
Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligungen. Der Buchwert der derivaten Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.
Die Finanzinstrumente der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 242 Tausend € sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 31 Tausend € haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.
Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Da sich sowohl die wirtschaftliche Lage des Konzerns als auch die Zinskonditionen für den Delticom-Konzern nicht wesentlich verändert haben und die Zinskonditionen annähernd dem Marktniveau entsprechen, entspricht der Buchwert der Finanzschulden näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).
Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) liegen nicht vor.
Die Nettogewinne und -verluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.
Die Nettogewinne und -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.
Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.
Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.
Des Weiteren enthält der Bilanzposten 31 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 104 Tsd.€).
Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuer | 3.452 | 5.213 |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.419 | 3.769 |
| Guthaben von Kunden | 946 | 835 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 37 | 4 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 59 | 39 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.671 | 2.044 |
| Summe | 10.594 | 11.904 |
Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.
Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 6.709 | 8.056 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 36.636 | 29.202 |
| Gesamt | 43.345 | 37.258 |
Delticom mietet Büroräume und Parkplätze sowie Lagerhallen für Handelsware an 3 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17.3. Der Vertrag über die Büroräume in Hannover läuft bis zum 31.12.2017. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 31.12.2019, 31.07.2023 und 01.06.2029.
Des Weiteren besteht ein Leasingverhältnis für einen Pkw im Rahmen eines Operating-Leasings. Das Pkw-Leasingverhältnis endet im Juli 2018 nach 35-monatiger Laufzeit.
Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating-Leasingverhältnissen betragen:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 3.882 | 3.951 |
| 2 Jahre bis zu 5 Jahre | 12.123 | 12.938 |
| mehr als 5 Jahre | 4.531 | 7.608 |
| Gesamt | 20.536 | 24.497 |
Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.
Die Derivate erfüllen, mit Ausnahme der Net Investment Hedge Reserve, nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39.71 ff. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.
Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 6 Monaten (Vorjahr: 4 Monate).
Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.
Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in EUR existiert. Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro den um 10% an Wert gewonnen bzw. um 10% an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.
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| Währung | 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2016) | Ergebnis +10% in € |
Ergebnis -10% in € |
|---|---|---|---|
| CHF | 1,0754 | 4.388 | -4.388 |
| DKK | 7,4341 | 79 | -79 |
| GBP | 0,8581 | 1.637 | -1.637 |
| NOK | 9,0901 | -77 | 77 |
| PLN | 4,4180 | -231 | 231 |
| RON | 4,5427 | 188 | -188 |
| RUB | 64,7667 | 6.370 | -6.370 |
| SEK | 9,5656 | -1.049 | 1.049 |
| USD | 1,0568 | -42.412 | 42.412 |
| Sonstige | n/a | 170 | -170 |
Für den Zahlungsmittelbestand besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn in Höhe von 18 Tsd. €, bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust von -18 Tsd.€. Die in Relation zum Bestand an Zahlungsmitteln geringen Zinssensitivitäten sind auf zumeist nicht verzinsliche Bestände an Zahlungsmitteln zurückzuführen. Neben den Bankbeständen wird der Investitionskredit in die Sensitivitätsanlayse einbezogen.
Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tagesgeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.
Delticom liefert Waren an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen beträgt 1.110 Tsd. € (Vorjahr: 2.110 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10% und 15%.
Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu "Organe der Gesellschaft".
Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Anteilsbesitz. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsoldierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.
Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS 24 sind:
| ― | Binder GmbH (Anzahl der Aktien 2.186.861, 17,50 % der Anteile) |
| ― | Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 4.308.308, 34,60 % der Anteile) |
Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Aufsichtsratsvorsitzender), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Vorstand), Hannover, über die Prüfer GmbH und die Seguti GmbH nach § 22 I S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i. S. d. § 22 II S. 1 WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 4 | 2 |
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) | 1 | 0 |
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 709 | 232 |
| von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) | 0 | 0 |
Die Zeile Einkauf von Waren und Dienstleistungen der Kategorie Personen in Schlüsselpositionen enthält 22 Tsd. € für Beratungsleistungen einer Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist Rainer Binder. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.
Zum Erwerb der eFood- und Logistikgesellschaften verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3. Es bestehen keine ausstehenden Salden aus der Transaktion und folglich auch keine Wertberichtigungen. Zu den übernommenen Verpflichtungen im Rahmen der Transaktion verweisen wir auf die Darstellung der Ermittlung des Nettovermögens unter der oben genannten Stelle.
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.
Im Geschäftsjahr 2016 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern:
| ― | Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Großkundengeschäft (B2B) PKW Reifen Europa/Food, Flottengeschäft, Montagepartner, Konsumentengeschäft B2C/B2B Reifen, Spezialreifen und NFZ, Zweirad |
| ― | Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, Nordamerika, Einkauf Reifen PKW sowie NFZ (Nutzfahrzeuge) und Spezialreifen, Transport/Logistik Services |
| ― | Andreas Püfer, Hannover, Vorstand, Logistik Zentrallager, Konsumentengeschäft (B2C) PKW Osteuropa mit Österreich, Finanzen/Recht/IT/Personal, Corporate Communications, Risk Management |
| ― | Thierry Delesalle, Wunstorf, Vorstand, Konsumentengeschäft B2C Westeuropa, Online Marketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa, Kategorie-Management |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 139 | 195 | 139 | 195 | 195 | 195 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 139 | 195 | 139 | 195 | 195 | 195 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 10 | 10 | 16 | 30 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 10 | 10 | 16 | 30 | 0 | 500 |
| Summe | 149 | 205 | 155 | 225 | 195 | 695 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 149 | 205 | 155 | 225 | 195 | 695 |
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 | 243 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 70 | 70 | 114 | 156 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 70 | 70 | 114 | 156 | 0 | 500 |
| Summe | 313 | 313 | 357 | 399 | 243 | 743 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 313 | 313 | 357 | 399 | 243 | 743 |
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 158 | 210 | 158 | 210 | 210 | 210 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 158 | 210 | 158 | 210 | 210 | 210 |
| Einjährige variable Vergütung | 27 | 30 | 27 | 30 | 30 | 30 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 3 | 8 | 30 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 0 | 3 | 8 | 30 | 0 | 500 |
| Summe | 185 | 243 | 193 | 270 | 240 | 740 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 185 | 244 | 193 | 271 | 241 | 741 |
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 177 | 44 | 221 | 44 | 44 | 44 |
| Abfindung | 0 | 540 | 540 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 8 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Summe | 185 | 46 | 223 | 46 | 46 | 46 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 198 | 586 | 763 | 46 | 46 | 546 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 200 | 587 | 764 | 47 | 47 | 547 |
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 32 | 86 | 227 | 313 | 0 | 750 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 32 | 86 | 227 | 313 | 0 | 750 |
| Summe | 507 | 561 | 702 | 788 | 475 | 1.225 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 507 | 561 | 702 | 788 | 475 | 1.225 |
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 89 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 89 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 89 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 89 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
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| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | langfristige Anreizwirkung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Susann Dörsel-Müller | 195 | 139 | 0 | 0 | 30 | 16 |
| Sascha Jürgensen | 44 | 221 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Philip von Grolman | 243 | 243 | 0 | 0 | 156 | 114 |
| Thierry Delesalle | 210 | 158 | 30 | 27 | 30 | 8 |
| Andreas Prüfer | 475 | 475 | 0 | 0 | 313 | 227 |
Im Geschäftsjahr 2016 sind damit kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandsmitglieder von 1.123 Tsd. € (Vorjahr 1.236 Tsd. €), erfolgsabhängige Vergütungen von 30 Tsd. € (Vorjahr 27 Tsd. €) sowie andere langfristige, erfolgsabhängige Leistungen von 529 Tsd. € (Vorjahr 365 Tsd. €) angefallen.
Im Geschäftsjahr 2016 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
| ― | Rainer Binder, Unternehmer, Hannover: Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender |
| ― | Alan Revie, Unternehmer, Hamilton / Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied |
| ― | Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Hannover: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
Im Geschäftsjahr 2016 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Rainer Binder auf 50 Tsd. € (Vorjahr: 35 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 15 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €) und Alan Revie auf 5 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd.€).
Die Hauptversammlung hat am 03.05.2016 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2015 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 6.231.665,50 € (0,50 € pro Aktie, Vorjahr 0,25 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 5.611.985,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Delticom AG in Höhe von 10,3 Mio. € einen Betrag von 6.231.665,50 €, d.h. 0,50 € pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von 4.070.511,60 € auf neue Rechnung vorzutragen.
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| Festkapital Anteil in % |
||
|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- |
| DeltiTrade Ltd., Oxford, Großbritannien (vormals Delticom Tyres Ltd.) | 100 | 100 |
| DeltiTrade GmbH, Hannover, Deutschland (vormals ES Food GmbH) | 100 | 0 |
| Delticom O.E. S.R.L., Timisoara, Rumänien | 100 | 100 |
| DeltiCar SAS, Paris, Frankreich | 100 | 0 |
| ES Food GmbH, Hannover, Deutschland (nunmehr Delti Trade GmbH) | 100 | 0 |
| Extor GmbH, Hannover, Deutschland | 60 | 0 |
| Gourmondo Food GmbH, München, Deutschland | 90 | 0 |
| Delticom Südafrika, Durban, Südafrika - 100 % Tochterunternehmen der Delticom OE S.R.L. | 100 | 100 |
| Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld, Deutschland | 100 | 100 |
| Ringway GmbH, Hannover, Deutschland | 80 | 0 |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld, Deutschland | 100 | 100 |
| Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA | 75 | 75 |
| Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia, Kalifornien, USA -100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. | 100 | 100 |
| Tyreseasy LLC, Wilmington Delaware, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc | 100 | 100 |
| Price Genie LLC, Benicia, California, USA - 100 % Tochterunternehmen de Delticom North America Inc. | 100 | 100 |
| Giga Tyres LLC, Benicia, California, USA - 100 % Tochterunternehmen de Delticom North America Inc. | 100 | 100 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin, Deutschland | 100 | 100 |
| Deltiparts GmbH i.G., Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| MobileMech GmbH, Hannover, Germany (vormals Reifetausend1 GmbH) | 100 | 100 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 |
| TyresNET GmbH, München, Deutschland | 90 | 90 |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Giga GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
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| Festkapital Anteil in % |
Eigenkapital | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | Stichtag der vorliegenden Informationen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2016 | 2015 | in tausend | Währung | in tausend | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Delticom Russland, Moskau, Russland | 49 | 49 | 39.204 | RUB | -21.880 | 31.12.2016 |
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| Festkapital Anteil in % |
Eigenkapital | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2016 | 2015 | in Tausend | Währung | in Tausend | Währung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag, Niederlande - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | 100 | 100 | -114 | EUR | -22 | EUR |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug, Schweiz - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 | -93 | CHF | -20 | CHF |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau, Polen - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 | -157 | PLN | -16 | PLN |
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| Stichtag der vorliegenden Informationen | |
|---|---|
| Name, Sitz, Land | |
| --- | --- |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag, Niederlande - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | 31.12.2015 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug, Schweiz - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 31.12.2015 |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau, Polen - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 31.12.2015 |
Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, die Tirendo Holding GmbH, die Giga GmbH und die Deltiparts GmbH haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.
In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:
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| in Tausend € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 209 | 157 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 2 | 2 |
| Steuerberatungsleistungen | 2 | 45 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Gesamt | 213 | 204 |
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 21.03.2017 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten Liquidität beinhaltet zusätzlich zum Finanzmittelbestand grundsätzlich auch Wertpapiere.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder wurden zu Jahresbeginn vom Aufsichtsrat der Delticom wie folgt verlängert:
| ― | Thierry Delesalle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Susann Dörsel-Müller wurde mit Wirkung vom 20. März 2018 bis zum Ablauf des 19. März 2021 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Philip von Grolman wurde mit Wirkung vom 9. August 2017 bis zum Ablauf des 8. August 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
| ― | Andreas Prüfer wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 erneut zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. |
Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft und mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.
Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2017 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.
Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 21. März 2017
Der Vorstand der Delticom AG
Wir haben den von der Delticom AG, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 21. März 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer
ppa. Hanno Karlheim, Wirtschaftsprüfer
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