Annual Report • May 30, 2016
Annual Report
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Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör. Im Geschäftsbereich E-Commerce sind wir in 45 Ländern mit 245 Onlineshops tätig.
Mit durchschnittlich 129 Mitarbeitern ist Delticom ein vergleichsweise schlankes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben sind an Operations-Center ausgelagert. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette.
Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2015 vollkonsolidiert sind:
| • | Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
| • | Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) |
| • | Delticom SA, Durban (Südafrika) |
| • | Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien) |
| • | Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) |
| • | Gigatires LLC, Kalifornien (USA) |
| • | Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Price Genie LLC, Kalifornien (USA) |
| • | Reife tausend1 GmbH, Hannover (Deutschland) |
| • | Tireseasy LLC, Delaware (USA) |
| • | Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) |
| • | Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) |
| • | Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld (Deutschland) |
| • | Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld (Deutschland) |
| • | TyresNET GmbH, München (Deutschland) |
| • | Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) |
Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.
Für die Delticom AG als nicht mitbestimmte Aktiengesellschaft ist eine Mindestzielgröße für eine Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand gesetzlich nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 05.05.2015 nach einer ausführlichen Erörterung beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat auf dem aktuellen Prozentsatz von null Prozent zu belassen.
Darüber hinaus war und ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass der derzeitige Vorstand der Delticom AG sehr erfolgreich arbeitet und beabsichtigt daher nicht, die Zusammensetzung des Vorstandes zu ändern. Der Aufsichtsrat der Delticom AG hat daher beschlossen, das Ziel für die Frauenquote für den Vorstand bei dem damals aktuellen Prozentsatz in Höhe von 20 Prozent zu belassen. Der Frauenanteil soll auch zum 30.06.2017 null Prozent (Aufsichtsrat) bzw. 20 Prozent (Vorstand) betragen.
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Das Unternehmen ist aber nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes.
Auf den Straßen Europas fahren mehr als 249 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei knapp 10 Jahren. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten – insbesondere Benzinpreise – haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Umsatz und Marge eines Reifenhändlers werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da Delticom europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ steht dabei für die beste und ein rotes „G“ für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Delticom informiert seine Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
Delticom hat im Sommer 2012 eine Online-Befragung unter mehr als 40.000 Endverbrauchern in 15 europäischen Ländern zum Reifenlabel durchgeführt, um zu erfahren, wie die europäischen Autofahrer die einzelnen Labelkriterien bei der Kaufentscheidung gewichten. Basierend auf diesen Umfrageergebnissen haben wir für Sommer – und Ganzjahresreifen den sogenannten DEX (Delticom Effizienzklassen Index) entwickelt, der exklusiv in den Onlineshops der Delticom zu finden ist. Bei diesem Index handelt es sich um ein Sterne-Bewertungssystem, welches die kumulierten Werte der einzelnen Label-Kriterien des jeweiligen Reifens und die Gewichtung dieser Kriterien durch die Gesamtheit der Kunden kombiniert. Mit dem DEX als weitere Filtermöglichkeit kann der passende Reifen unter den Gesichtspunkten der Reifenlabel-Kriterien in unseren Onlineshops noch komfortabler und schneller ausfindig gemacht werden. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden damit eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Interpretation der Labelkriterien an.
RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.
Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.
Delticom hat die angeschlossenen Servicepartner frühzeitig über die Veränderungen der Arbeitsabläufe beim Reifenservice durch RDKS informiert. Die Spezialisierung als RDKS-Werkstatt bietet den Partnern die Möglichkeit, sich durch Know-how und Service vom Wettbewerb zu differenzieren und durch weitere Dienstleistungen zusätzliche Erträge zu generieren.
Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Delticom verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgt kompetent durch unsere Montagespezialisten.
In einigen Ländern bieten manche Reifenhändler und Werkstattketten ihre Waren mittlerweile auch über das Internet an – ein zusätzlicher Vertriebskanal, der das stationäre Hauptgeschäft ergänzt. Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Online-Handel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal im Reifenhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Als „First-Mover” haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Derzeit ist Delticom, gemessen an den über das Internet erzielten Umsatzerlösen, deutlich größer als die Wettbewerber und im Gegensatz zu diesen in ganz Europa tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Nachfrage gut ausgeglichen werden.
Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 42.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Die niedrige Kostenbasis verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass Delticom aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden Reifenhändlern im Internet gehören wird.
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für Delticom ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20 % auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich – nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen – für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd. €.
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren – wie in vielen anderen Produktgruppen auch – zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als „Broker“ und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2015 europaweit etwa 10 % der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei 13-14 %. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf bis zu 20 % steigen.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an dieser nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren – und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -Optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher Reifen kaufen kann. Mittels TV-Kampagnen macht Tirendo auf den Onlinereifenkauf aufmerksam. Zudem informiert unsere PR-Abteilung die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Reifenkaufs.
Seit Gründung des Unternehmens haben über 9,5 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 8,3 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut. 2015 hat Delticom den Mietvertrag für ein Lager beendet, um in Zukunft mit niedrigeren Kosten zu arbeiten. In den anderen Lägern wurde die Umschlagshäufigkeit entsprechend erhöht.
Die in den Onlineshops verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Bei Delticom werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software angestoßen. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen sind in Operations-Center ausgelagert.
Delticom erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Onlineshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
In den letzten Jahren fragten unsere Kunden vermehrt Ultra-High-Performance-Reifen und innovative Produkte wie Run-Flat-Reifen nach. Das Interesse an ökologisch nachhaltigen Produkten nimmt stetig zu. Daher können unsere Kunden bei uns auch Reifen kaufen, die helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.
Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen und Autozubehör über 245 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken.
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Das Unternehmen ist in 45 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt die Gesellschaft den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Im Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland.
Zum Stichtag 31.12.2015 waren insgesamt 135 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, davon 127 bei Delticom (inkl. Azubis) und 8 bei Tirendo. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 129 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 247). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden. Die deutliche Reduzierung des durchschnittlichen Personalbestands im Jahresverlauf geht im Wesentlichen mit der Restrukturierung bei Tirendo einher. Im Zuge der vollständigen Integration von Tirendo in die Delticom-Gruppe wurde der Personalbestand beginnend ab der zweiten Jahreshälfte 2014 schrittweise reduziert.
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bietet Delticom seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2015 absolvierten insgesamt 10 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2015 waren insgesamt 8 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 10).
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die ausgelagerten Operations-Center mit ein.
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: „Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden.“
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
| • | erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung, |
| • | erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, |
| • | variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. |
Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom AG. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2015 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.
Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Verkauf von Ersatzreifen und Autozubehör in Europa. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält für das Geschäft mit Endkunden keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.
Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
| • | Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen. |
| • | Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen. |
Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.
Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.
Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwicklung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.
Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2015 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.264 Tausend über Vorjahr (2014: 1.016 Tausend). Solche Kunden, die im letzten Jahr sowohl bei Delticom als auch bei Tirendo erstmals gekauft haben, werden nicht doppelt geführt. Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 685 Tausend Bestandskunden (2014: 617 Tausend, Ermittlung nach neuer Methodik) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.
Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off-Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-Augen-Prinzip).
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Das Management beabsichtigt, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Online-Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen. Der Geschäftsbereich E-Commerce soll auch in den kommenden Jahren weiterhin stark zum Unternehmenswachstum beitragen.
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Andere Produkte, Regionen und Zielgruppen entwickeln wir bevorzugt organisch aus unserem Geschäft heraus. Sollten sich Opportunitäten für Zukaufe ergeben, dann werden wir diese prüfen.
Im Geschäftsbereich E-Commerce verkaufen wir ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lägern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Reifen schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellt Delticom seinen Kunden ein Netzwerk mit tausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung sind in Operations-Center ausgelagert.
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Die globale Konjunktur war 2015 durch eine Reihe von Einflussfaktoren belastet. Insbesondere im letzten Quartal dämpften ein stark gesunkener Ölpreis, die gestiegene Unsicherheit an den Börsen, eine weiterhin nur zaghafte konjunkturelle Erholung in Europa sowie die strukturellen Herausforderungen Chinas und weiterer Schwellenländer das weltweite Wirtschaftswachstum.
Die Flüchtlingskrise und ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU stellen die Staatengemeinschaft vor neue Herausforderungen. Dessen ungeachtet hat Europa in 2015 den moderaten Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote ist im Währungsraum im letzten Jahr zwar weiter gesunken. Nichtsdestotrotz fiel die Lage an den lokalen Arbeitsmärkten nach wie vor uneinheitlich aus. Während krisengeplagte Länder wie Spanien oder Portugal einen deutlichen Rückgang der Erwerbslosen verzeichnen konnten, verharrte die Arbeitslosigkeit in Frankreich weiter auf Rekordniveau. Die Stimmung und die Konsumbereitschaft der Verbraucher variierten entsprechend zwischen den Mitgliedsländern.
Die Konsumbereitschaft der deutschen Verbraucher blieb auch im letzten Jahr der wesentliche Wachstumstreiber der heimischen Wirtschaft, dank der guten Arbeitsmarktlage und steigender Beschäftigung. Neben dem Konsum stellte auch der starke Außenhandel, getrieben vom niedrigen Eurokurs, eine weitere Konjunkturstütze dar. Die deutsche Wirtschaft wuchs im europäischen Vergleich im letzten Jahr überdurchschnittlich.
Für das europäische Ersatzreifengeschäft rechnen Experten für das abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem leichten Absatzplus. In Deutschland hingegen hat sich die Hoffnung des Reifenhandels auf eine positive Trendwende im Geschäft mit privaten Endkunden in 2015 erneut nicht erfüllt.
Aufgrund des wechselhaften Wetters zu Jahresbeginn lag das Sommerreifengeschäft in den ersten drei Monaten hinter dem Vorjahr zurück, in welchem frühlingshafte Temperaturen bereits im März frühzeitig die Umrüstsaison eingeläutet hatten. Aber auch im zweiten Quartal setzte sich der negative Absatztrend weiter fort. Auf Halbjahressicht wurden gemäß der Branchenverbände hierzulande 8,2 % weniger Sommerreifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Auch im dritten Quartal blieben die Abverkaufszahlen hinter dem Vorjahresquartal zurück.
Deutschlandweit kalte Temperaturen gepaart mit ersten Schneefällen in höheren Lagen hatten im Oktober einen frühen Start in das Winterreifengeschäft begünstigt. Auf Monatssicht verfehlte der Handel ein zweistelliges Absatzplus im Geschäft mit Winterreifen nur knapp. Die Hoffnung des Handels auf eine auf Gesamtjahressicht positive Absatzentwicklung, zumindest im Geschäft mit Winterreifen, schwand im weiteren Verlauf des Schlussquartals aufgrund ungewöhnlich milder Temperaturen allerdings zunehmend.
Zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine verbindlichen Aussagen über die Stückzahlenentwicklung im Geschäft mit Winterreifen vor. In einer ersten vorsichtigen Schätzung zu Beginn diesen Jahres geht der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur Handwerk e.V. davon aus, dass das Winterreifengeschäft national betrachtet auch 2015 hinter den Zahlen des Vorjahres zurückgeblieben ist.
Delticom, Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Kfz-Neuteile, darunter Motorenöle, Autoersatzteile und Autozubehör runden das Angebot ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste die Delticom-Gruppe insgesamt Umsätze in Höhe von 559,8 Mio. €, ein Anstieg um 11,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 501,7 Mio. €.
Über die 245 Onlineshops wurde im Geschäftsbereich E-Commerce ein Umsatz von 551,3 Mio. € erzielt (2014: 493,4 Mio. €). Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 98,5 %, im Vergleich zu 98,3 % im entsprechenden Vorjahres- Zeitraum.
Das Unternehmen ist weltweit in 45 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 434,4 Mio. € (+13,5 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern tätig, aber auch in den USA. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2015 ein Umsatz von 125,4 Mio. € (+5,5 %).
Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.
Umsatzentwicklung

Trotz des zögerlichen Wechsels der Verbraucher auf Sommerreifen in Folge des wechselhaften Wetters, fiel der Umsatz in den ersten drei Monaten mit 111,3 Mio € um 18,1 % höher aus als im Vergleichszeitraum (Q1 14: 94,3 Mio. €).
Nach einem schwachen Jahresauftakt konnte das Ersatzreifengeschäft im deutschen Reifenhandel auch im zweiten Quartal nicht an das Vorjahr anknüpfen: Gemäß der Branchenverbände wurden 5,4 % weniger Sommerreifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Entgegen diesem Markttrend erlöste Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 138,8 Mio. € (Q2 14: 131,8 Mio. €), eine Steigerung um 5,3 % gegenüber dem Vorjahreswert.
Auch im dritten Quartal setzte sich der negative Absatztrend im heimischen Reifenhandel weiter fort. Dessen ungeachtet erzielte Delticom im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 104,0 Mio. € (Q3 14: 88,1 Mio. €), gegenüber dem Vergleichszeitraum ein Anstieg um 18,1 %.
Kalte Temperaturen begünstigten hierzulande zu Beginn des vierten Quartals einen frühen Start in das Winterreifengeschäft. Trotz deutlich höherer Absatzzahlen im Oktober wurden im weiteren Verlauf des Schlussquartals die Hoffnungen des Handels auf eine Absatzsteigerung im Geschäft mit Winterreifen enttäuscht. Vorläufige Marktzahlen zeigen eine rückläufige Absatzentwicklung auch für die letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015. Delticom hingegen ist es auch im Schlussquartal gelungen, gegen den Markttrend zu wachsen. Insgesamt erzielte die Gesellschaft im vierten Quartal einen Umsatz von 205,6 Mio. € (Q4 14: 187,6 Mio. €, +9,6 %).
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 427,6 Mio. € (2014: 378,9 Mio. €, +12,9 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 75,5 % auf 76,4 %.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 44,6 Mio. € um 21,3 % auf 54,1 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Länder-Mix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,7 % (2014: 8,9 %).
Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum leicht von 7,1 Mio. € im Vorjahr um 1,5 % auf 7,2 Mio. €. Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 18,2 % auf 5,5 Mio. € (2014: 4,7 Mio. €). Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 1,0 % nahezu auf Vorjahresniveau (2014: 0,9 %). Zum Jahresende 2015 wurde der Mietvertrag für ein Lager beendet.
Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 129 Mitarbeiter, nach 247 im Vorjahr. Im Zuge der vollständigen Integration von Tirendo wurde der Personalbestand in der Gruppe ab der zweiten Jahreshälfte 2014 schrittweise reduziert. Aufgrund der deutlichen Reduzierung des Personalbestands belief sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum auf 9,5 Mio. €, ein Rückgang um 39,4 % gegenüber dem Vorjahreswert von 15,6 Mio. €. Der Personalaufwand für das abgeschlossene Geschäftsjahr beinhaltet Einmalaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. €. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,7 % (2014: 3,1 %).
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| in Tausend € | 2015 | % | +% | 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 559.792 | 100,0 | 11,6 | 501.701 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.843 | 2,5 | 14,7 | 12.072 |
| Gesamtleistung | 573.635 | 102,5 | 11,7 | 513.773 |
| Materialaufwand | -427.567 | -76,4 | 12,9 | -378.853 |
| Rohertrag | 146.068 | 26,1 | 8,3 | 134.919 |
| Personalaufwand | -8.541 | -1,7 | -45,2 | -15.599 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -121.618 | -21,8 | 16,9 | -104.031 |
| EBITDA vor Einmalaufwendungen | 15.909 | 0,0 | 4,3 | 15.289 |
| Einmalaufwendungen | -1.630 | 0,0 | 0 | 0 |
| EBITDA | 14.279 | 2,6 | -6,6 | 15.289 |
| Abschreibungen | -7.734 | -1,6 | -9,3 | -8.255 |
| EBIT nach planmäßigen Abschreibungen | 6.545 | 1,0 | -3,4 | 7.034 |
| Außerplanmäßige Abschreibung Lager | -950 | 0,0 | 0 | 0 |
| EBIT | 5.595 | 0,0 | -20,5 | 7.034 |
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 27,2 Mio. € (2014: 24,2 Mio. €). Hierin enthalten sind Einmalaufwendungen für eine Radiokampagne in Höhe von 368 Tausend €. Der Marketingaufwand im Verhältnis zum Umsatz entspricht einer Quote von 4,9 % (2014: 4,8 %). Im vierten Quartal wurden 11,4 Mio. € für Marketingmaßnahmen ausgegeben, ein Anstieg um 29,2 % gegenüber dem Vorjahr (Q4 14: 8,8 Mio. €). Der Aufwand im Verhältnis zum Umsatz im Schlussquartal betrug 5,5 % (Q4 14: 4,7 %).
Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 8,3 Mio. € um 5,2 % auf 8,7 Mio. € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen im geschlossenen Lager in Lehrte in Höhe von 950 Tausend € im Hl 15. Bei Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mio. € handelt es sich um sogenannte PPA-Abschreibungen (2014: 5,2 Mio. €).
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 23,6 %, nach 24,5 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Um die selbstgesteckten Absatzziele zu erreichen, hat Delticom in den Onlineshops attraktivere Verkaufspreise angeboten. Für Q4 15 belief sich die quartalsweise Bruttomarge im Konzern auf 23,1 % (Q4 14: 23,3 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 14,7 % auf 13,8 Mio. € (2014:12,1 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 3,6 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2014: 2,6 Mio. €).
Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2015: 4,1 Mio. €, 2014: 2,4 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf 0,6 Mio. € (2014:0,2 Mio. €).
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 8,2 % von 135,0 Mio. € auf 146,1 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 573,6 Mio. € (2014: 513,8 Mio. €) betrug der Rohertrag 25,5 % (2014: 26,3 %).
Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 15,3 Mio. € auf 14,3 Mio. €. Der Rückgang um 6,6 % geht im Wesentlichen mit Einmalaufwendungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr einher. Das EBITDA vor Einmalaufwendungen belief sich auf 15,9 Mio. €.
Im Q4 15 erzielte die Delticom-Gruppe ein EBITDA in Höhe von 5,7 Mio. €, nach 7,3 Mio. € im Vorjahresquartal. Der Rückgang um 1,6 Mio. € bzw. um 21,8 % resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Bruttomarge im Schlussquartal und dem Anstieg der volumenabhängigen Kosten aufgrund des höheren Absatzes.
EBITDA

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 5,6 Mio. € (2014: 7,0 Mio. €, -20,0 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 1,0 % (2014: 1,4 %). Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Übernahme identifizierten immateriellen Vermögenswerte belasteten das EBIT im Berichtszeitraum mit 4,6 Mio. €. Für das EBIT im vierten Quartal ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von 5,2 Mio. € ein Rückgang um 24,0 % auf 4,0 Mio. € oder 1,9 % vom Umsatz (Q4 14: 2,8 %).
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| in € Tausend | 2015 |
|---|---|
| EBITDA vor Einmalaufwendungen | 15.909 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3.134 |
| EBITDA vor Einmalaufwendungen, PPA und außerplanmäßige Abschreibungen | 12.775 |
| Einmalaufwand Personal | 912 |
| Einmalaufwand Lager | 350 |
| Einmalaufwand Radiokampagne | 368 |
| PPA-Abschreibungen | 4.600 |
| Außerplanmäßige Abschreibung Lager | 950 |
| EBIT | 5.595 |
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 22 Tsd. € (2014: 34 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 429,8 Tsd. € gegenüber (2014: 800,8 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -407,9 Tsd. € (2014: -766,3 Tsd. €).
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 1,8 Mio. € (2014: 3,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 35,1 % (2014: 54,4 %).
Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2015 betrug 3,4 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 2,9 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,28 € (unverwässert, 2014: 0,24 €), ein Anstieg um 16,6 %. Im Q4 15 wurde ein Periodenergebnis von 2,8 Mio. € erzielt (Q4 14: 3,8 Mio. €).
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 03.05.2016 eine Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,25 €).
Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.
Verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| in Tausend € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | % | +% | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 559.792 | 100,0 | 11,6 | 501.701 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.843 | 2,5 | 14,7 | 12.072 |
| Gesamtleistung | 573.635 | 102,5 | 11,7 | 513.773 |
| Materialaufwand | -427.567 | -76,4 | 12,9 | -378.853 |
| Rohertrag | 146.068 | 26,1 | 8,3 | 134.919 |
| Personalaufwand | -9.453 | -1,7 | -39,4 | -15.599 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -122.336 | -21,8 | 17,6 | -104.031 |
| EBITDA | 14.279 | 2,6 | -6,6 | 15.289 |
| Abschreibungen | -8.685 | -1,6 | 5,2 | -8.255 |
| EBIT | 5.595 | 1,0 | -20,5 | 7.034 |
| Finanzergebnis (netto) | -408 | -0,1 | -46,8 | -766 |
| EBT | 5.187 | 0,9 | -17,2 | 6.268 |
| Ertragsteuern | -1.822 | -0,3 | -46,6 | -3.411 |
| Konzernergebnis | 3.365 | 0,6 | 17,8 | 2.857 |
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| in Tausend € | ||||
|---|---|---|---|---|
| % | +% | 2013 | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 100,0 | -0,8 | 505.542 | 100,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,4 | 123,4 | 5.404 | 1,1 |
| Gesamtleistung | 102,4 | 0,6 | 510.946 | 101,1 |
| Materialaufwand | -75,5 | -0,4 | -380.306 | -75,2 |
| Rohertrag | 26,9 | 3,3 | 130.640 | 25,8 |
| Personalaufwand | -3,1 | 38,1 | -11.292 | -2,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -20,7 | 7,1 | -97.165 | -19,2 |
| EBITDA | 3,0 | -31,1 | 22.184 | 4,4 |
| Abschreibungen | -1,6 | 90,2 | -4.340 | -0,9 |
| EBIT | 1,4 | -60,6 | 17.844 | 3,5 |
| Finanzergebnis (netto) | -0,2 | 492,6 | -129 | 0,0 |
| EBT | 1,2 | -64,6 | 17.715 | 3,5 |
| Ertragsteuern | -0,7 | -44,6 | -6.160 | -1,2 |
| Konzernergebnis | 0,6 | -75,3 | 11.555 | 2,3 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unser Fokus auf Prozess- und Kostenoptimierungen entlang der Wertschöpfungskette, um die Delticom für zukünftiges Wachstum zu rüsten. Das Internet als Vertriebskanal gewinnt im Reifenhandel immer weiter an Bedeutung. Trotz des schwierigen Marktumfelds ist es uns im Geschäftsbereich E-Commerce gelungen, den Vorjahresumsatz um 11,8 % zu übertreffen (2015: 551,3 Mio. €, 2014: 493,4 Mio. €) und damit unsere Marktposition als Europas führender Onlinehändler für Reifen und Autozubehör weiter auszubauen.
Auf Gesamtjahressicht verschlechterte sich das EBITDA von 15,3 Mio. € auf 14,3 Mio. €. Der Rückgang um 6,6 % begründet sich im Wesentlichen durch Einmalaufwendungen, die im Zuge der im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur Kostenoptimierung angefallen sind. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 3,4 Mio. € oder 0,28 € je Aktie – nach einem Vorjahresergebnis von 2,9 Mio. €. Aufgrund des 2014 eingeschlagenen Restrukturierungskurses und mit Abschluss der vollständigen Integration von Tirendo in die Gruppe konnte Delticom im abgelaufenen Geschäftsjahr die im Unternehmen vorhandenen Stärken einmal mehr unter Beweis stellen. In allen Bereichen des Geschäfts ist es uns gelungen, den Umsatz gegenüber Vorjahr zu steigern. Zudem hat Delticom ihre Position als Kostenführer im europäischen Online-Reifenhandel zusätzlich gestärkt.
Die internationale Ausrichtung des Geschäfts und das umfassende Produktangebot machen uns von Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend unabhängig. Mit Blick auf die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns ist Delticom für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2015 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1,0 Mio. € (2014: 0,7 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager sowie um Büroausstattung.
Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 1,3 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Software-Erweiterungen und Lizenzen.
Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -12,5 Mio. € um 11,0 Mio. € oder um 87,9 % auf -1,5 Mio. € verringert.
Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Quartal zu Quartal für die letzten zwei Jahre.
Working Capital

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 18,6 Mio. € (31.12.2014: 14,5 Mio. €). Der Forderungsanstieg begründet sich durch das gegenüber Vorjahr höhere Geschäftsvolumen im vierten Quartal. Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresende entfiel ein geringerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2014 waren dadurch zum 31.12.2015 mehr bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 3,8 Mio. € unter Vorjahr lagen (31.12.2014: 5,3 Mio. €). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 0,8 Mio. € um 1,8 Mio. € geringer aus (31.12.2014: 2,6 Mio.€).
In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 6,6 Mio. € zum 31.12.2014 auf 14,0 Mio. € zum 31.12.2015. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) erhöhte sich von 4,5 auf 6,7 Tage.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 5,6 Mio. € auf 61,8 Mio. € erhöht (31.12.2014: 56,2 Mio.€).
Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 99,5 Mio. €, ein Rückgang um 17,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 117,4 Mio. €. Um den Lagerumschlag zu erhöhen, hat Delticom in Zusammenarbeit mit den Partnern die Anlieferzeitpunkte im letzten Jahr weiter optimiert. Bei dem Lagerbestand zum 31.12.2015 handelt es sich neben einem Restbestand an Winterreifen bereits auch um Sommerware.
Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Absatzentwicklung hat sich 2015 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 50,4 Tage deutlich verringert (2014: 62,1 Tage).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 77,6 Mio. € um 2,3 Mio. € höher aus (31.12.2014: 75,3 Mio. €).
Aufgrund der Entwicklung im Working Capital war der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit -8,7 Mio. € deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum (2014: 36,7 Mio. €).
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,0 Mio. € (2014: 0,7 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 1,3 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2014: 1,0 Mio. €) und weitere 0,4 Mio. € in finanzielle Vermögenswerte (2014: 10 Tausend €) investiert. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -2,6 Mio. € (Vorjahr: -1,6 Mio. €).
Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -7,6 Mio. €. Diese beinhaltet neben den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von -3,0 Mio. € weitere -4,6 Mio. € aus der Tilgung vor Finanzschulden.
Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität aus dem Cashflow im Jahresverlauf entwickelt hat.
Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2014 von 29,9 Mio. €. Hinzugerechnet werden das Konzernergebnis in Höhe von 3,4 Mio. € und der Saldo aus nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 6,7 Mio. €. Die Mittelbindung im Net Working Capital sank um 11,0 Mio. €. Zusätzlich wurden in weiteren Bilanzpositionen 7,7 Mio. € weniger Finanzmittel gebunden. Abzüglich des Cashflow aus Investitionstätigkeit, der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Tilgung von Finanzschulden ergibt sich zum 31.12.2015 eine Liquidität in Höhe von 11,5 Mio. €. Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von 7,1 Mio. € (31.12.2014: 25,3 Mio. €).
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von 35,0 Mio. € auf -11,7 Mio. € gesunken.
Liquiditätsbrücke

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2015 mit 160,0 Mio. € um 2,4 % unter dem Vorjahreswert von 164,0 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.
Aufteilung der Bilanzsumme

Verkürzte Konzernbilanz
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| in Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.15 | % | +% | 31.12.14 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 52.010 | 32,5 | -10,5 | 58.135 |
| Anlagevermögen | 50.507 | 31,6 | -11,3 | 56.952 |
| sonstige Vermögenswerte | 1.504 | 0,9 | 27,1 | 1.183 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 107.963 | 67,5 | 5,8 | 105.872 |
| Vorräte | 61.845 | 38,7 | 10,1 | 56.151 |
| Forderungen | 34.634 | 21,6 | 95,7 | 19.745 |
| Liquidität | 11.484 | 7,2 | -61,7 | 29.975 |
| Bilanzsumme | 159.974 | 100,0 | 0,0 | 164.007 |
| Passiva | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 63.350 | 39,6 | -5,4 | 66.943 |
| Eigenkapital | 51.270 | 32,0 | 1,9 | 50.293 |
| Fremdkapital | 12.080 | 7,6 | -27,4 | 16.651 |
| Rückstellungen | 368 | 0,2 | 4,8 | 351 |
| Verbindlichkeiten | 11.712 | 7,4 | -28,1 | 16.300 |
| Kurzfristige Schulden | 96.623 | 61,4 | 3,7 | 97.064 |
| Rückstellungen | 2.315 | 1,4 | -2,2 | 2.367 |
| Verbindlichkeiten | 94.308 | 60,0 | 3,8 | 94.698 |
| Bilanzsumme | 159.974 | 100,0 | 0,0 | 164.007 |
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| in Tsd. € | |||
|---|---|---|---|
| % | 31.12.13 | % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 35,4 | 66.698 | 37,7 |
| Anlagevermögen | 34,7 | 64.368 | 36,4 |
| sonstige Vermögenswerte | 0,7 | 2.330 | 1,3 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 64,6 | 110.322 | 62,3 |
| Vorräte | 34,2 | 72.841 | 41,1 |
| Forderungen | 12,0 | 26.158 | 14,8 |
| Liquidität | 18,3 | 11.323 | 6,4 |
| Bilanzsumme | 100,0 | 177.020 | 100,0 |
| Passiva | |||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 40,8 | 64.635 | 36,5 |
| Eigenkapital | 30,7 | 51.679 | 29,2 |
| Fremdkapital | 10,2 | 12.957 | 7,3 |
| Rückstellungen | 0,2 | 252 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten | 9,9 | 12.704 | 7,2 |
| Kurzfristige Schulden | 59,2 | 112.385 | 63,5 |
| Rückstellungen | 1,4 | 2.028 | 1,1 |
| Verbindlichkeiten | 57,7 | 110.357 | 62,3 |
| Bilanzsumme | 100,0 | 177.020 | 100,0 |
Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen von 58,1 Mio. € auf 52,0 Mio. €. Der Rückgang des Anlagevermögens von 57,0 Mio. € auf 50,5 Mio. € geht im Wesentlichen mit den PPA-Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte einher. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2015 lediglich 4,0 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 5,5 %).
Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2015: 1,5 Mio. €, 31.12.2014: 1,2 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 1,0 Mio. € (31.12.2014: 0,7 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen der Tochtergesellschaft Delticom North America Inc. resultieren.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 5,7 Mio. € oder 10,1 % auf 61,8 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage – Working Capital detailliert dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 18,6 Mio. € und fielen damit um 28,2 % höher aus als im Vorjahr (31.12.2014: 14,5 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 13,5 Mio. € erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 254,0 % von 3,3 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Die Veränderung resultiert aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 75,4 % auf 34.5 Mio. € (Vorjahr: 19,7 Mio. €).
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 18,5 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand zum 31.12.2015 11,5 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €).
Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte um 2,0 %. Der Anstieg um 2,1 Mio. € begründet sich vorrangig durch den höheren Vorratsbestand, die höheren Forderungen und den deutlich niedrigeren Bestand an flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 64,6 % auf 67,5 %.
Auf der Passivseite verminderten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 0,4 Mio. € oder 0,5 % auf 96,6 Mio. € (31.12.2014: 97,1 Mio. €). Die Rückstellungen verringerten sich um 0,1 Mio. € oder 2,2 % auf 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Der Anstieg basiert im Wesentlichen auf Gewerbesteuerrückstellungen für das Ergebnis der in 2015 umfirmierten RD Reifendirekt GmbH & Co. KG in Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG.
Innerhalb der 94,3 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 entfielen 78,5 Mio. € oder 49,1 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 75,9 Mio. € sind diese damit um 3,4 % gestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,8 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €) entfielen 3,8 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 5,3 Mio. €) und 0,8 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 2,6 Mio. €).
Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 12,1 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 10,9 Mio. € (31.12.2014: 15,4 Mio. €), latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. € (31.12.2014: 0,9 Mio. €) sowie langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 0,2 Mio. € sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 4,4 Mio. € zurückgeführt.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 1,0 Mio. € oder 1,9 % auf 51,3 Mio. € (Vorjahr: 50,3 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 30,7 % auf 32,0 %. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 112,4 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2015 zu 56,4 % durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 59,2 %).
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben – Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Delticom übergibt außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz -Kurzfristige Vermögenswerte – (15) Forderungen.
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gruppe verfügt über genügend Liquidität (11,5 Mio. € am 31.12.2015, Vorjahr: 29,9 Mio. €). Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.
Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel „Unternehmenssteuerung und Strategie“ wie für den Delticom-Konzern.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 252,0 Mio. € (2014: 221,6 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 252,0 Mio. € reduziert wurden. Nachfolgend „bereinigter Umsatz“ genannt.
Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe 769,6 Mio. €, der bereinigte Umsatz betrug 517,6 Mio. €, ein Anstieg um 11,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 463,7 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum signifikant um 25,2 % auf 22,0 Mio. € (2014: 17,5 Mio. €). Die starke Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus erhaltenen Marketingzuschüssen und Erträgen für Lizenzen immaterieller Vermögensgegenstände von der Tirendo Holding. Außerdem sind in dem Posten Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 3,3 Mio. € enthalten (2014: 2,4 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2015: 3,8 Mio. €, 2014: 2,2 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf -0,5 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €).
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 252,0 Mio. € führen im Bereich des Materialaufwands ebenso zu einem verzerrten Vergleich. Der Materialaufwand zu der Umsatzsumme beträgt 252,0 Mio. €. Die stattfindenden Lagereinkäufe der Delticom in 2015 wurden zu Einkaufspreisen ohne Aufschlag weiterveräußert. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend „bereinigter Materialaufwand“ genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, wo der Materialaufwand Grundlage ist, wie z.B. Bruttomarge, Verwendung.
Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 391,8 Mio. € (2014: 354,3 Mio. €, +10,6 %). Die Materialaufwandsquote verringerte sich im Vorjahresvergleich von 76,4 % auf 75,7 %.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 43,0 Mio. € um 19,3 % auf 51,3 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 9,9 % (2014: 9,3 %).
Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 4,6 Mio. € im Vorjahr um 17,9 % auf 5,4 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz bewegte sich mit 1,0 % auf Vorjahresniveau (2014:1,0 %).
Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 115 Mitarbeiter (2014: 145). Der Personalaufwand belief sich auf 8,1 Mio. € (2014: 9,3 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,6 % (2014: 2,0 %).
Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 19,3 Mio. €, nach 14,1 Mio. € für 2014. Dies entspricht einer Quote von 3,7 % vom bereinigten Umsatz (2014: 3,0 %).
Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum von 5,8 Mio. € um 2,4 % auf 5,6 Mio. €.
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 24,3 % nach 23,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 16,4 % von 127,0 Mio. € auf 147,8 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 539,6 Mio. € (2014: 481,2 Mio. €) betrug der Rohertrag 27,4 % (2014: 26,4 %).
Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 21,6 Mio. € auf 16,0 Mio. € und damit um 26,2 %.
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 10,3 Mio. € (2014: 15,9 Mio.€, 34,9%). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 2,0 % (2014: 3,4 %).
Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 3,1 Mio. € (2014: 4,8 Mio. €). Hier enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 3,1 Mio. € (2014: 4,7 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die Pnebo GmbH.
Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 1,4 Mio. € (2014: 2,2 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 34,6 % (2014: 26,7 %).
Das Ergebnis 2015 betrug 2,6 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 6,0 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,22 € (2014: 0.50 €).
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| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 769.621 | 685.322 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.960 | 17.541 |
| Materialaufwand | -643.823 | -575.904 |
| Personalaufwand | -8.121 | -9.337 |
| Abschreibungen | -5.645 | -5.786 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -123.660 | -95.975 |
| Erträge aus Beteiligungen | 3.144 | 4.748 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23 | 85 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -8.974 | -11.714 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -537 | -795 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.989 | 8.186 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.382 | -2.186 |
| Jahresüberschuss | 2.607 | 5.999 |
| Gewinnvortrag | 15.737 | 12.724 |
| Bilanzgewinn | 18.344 | 18.724 |
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2015 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio. € (2014: 0,5 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um IT-Hardware und Büroausstattung. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 0,4 Mio. € (2014: 0,1 Mio. €) in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2015 mit 178,6 Mio. € um 3,0 % über dem Vorjahreswert von 173,4 Mio. €.
Auf der Aktivseite vermindert sich das langfristig gebundene Vermögen gegenüber der Vorjahresbasis von 67,8 Mio. € auf 62,0 Mio. €. Die Senkung um 8,6 % begründet sich fast ausschließlich durch planmäßige Abschreibungen innerhalb der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände.
Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 10,7 Mio. € (2014: 7,6 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware. Grund ist die Verlagerung des gesamten Lagerbestands an das Tochterunternehmen Pnebo GmbH.
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 76,9 Mio. € (2014: 61,9 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 56,5 Mio. € und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9,9 Mio. € sind um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr gefallen (2014:10,2 Mio. €).
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 13,4 Mio. € (2014: 4,0 Mio. €) erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 303,4 % von 3,0 Mio. € auf 12,1 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende.
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 16,3 Mio. €. Zum 31.12.2015 betrug die „bilanzielle Liquidität“ 5,1 Mio. € (2014: 21,4 Mio. €, -76,0 %).
Insgesamt erhöhte sich die Summe des Umlaufvermögens von 105,1 Mio. € um 10,4 % auf 116,0 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig trotz der gesunkenen flüssigen Mitteln durch erhöhte Erstattungsansprüche aus Steuern zum Bilanzstichtag.
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,1 Mio. € (2014: 0,2 Mio. €) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 5,5 Mio. € oder 4,7 % auf 121,8 Mio. €. Die Rückstellungen blieben hierbei nahezu auf Vorjahresniveau mit 3,3 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).
Innerhalb der 118,5 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2015 entfielen 70,8 Mio. € oder 39,6 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 68,0 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert nur leicht angestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) entfielen 3,3 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 4,7 Mio. €) und 0,3 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten ausländische Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).
Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 15,1 Mio. € (2014: 19,8 Mio. €) beinhalten einen Investitionskredit in Höhe von 0,4 Mio. € (2014: 1,4 Mio. €) sowie aufgenommene Annuitäten-Darlehen mit Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren in Höhe von 14,7 Mio. €(2014: 18,4 Mio. €)
Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 0,4 Mio. € oder 0,7 % auf 56,7 Mio. € (2014: 57,1 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung der Eigenkapitalquote von 32,9 % auf 31,7 %.
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben – Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
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| in Tausend € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 61.975 | 67.808 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.110 | 10.444 |
| Sachanlagen | 4.743 | 7.387 |
| Finanzanlagen | 50.122 | 49.977 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.730 | 49.977 |
| Beteiligungen Eigenkapital Verfahren | 392 | 0 |
| Umlaufvermögen | 116.050 | 105.078 |
| Vorräte | 10.702 | 7.608 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.858 | 10.154 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 76.942 | 61.889 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13.407 | 4.019 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.141 | 21.408 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 402 | 362 |
| Aktive latente Steuern | 148 | 174 |
| Aktiva | 178.575 | 173.423 |
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| in Tausend € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 56.704 | 57.083 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.945 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | 26.215 | 26.215 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Bilanzgewinn | 18.344 | 18.724 |
| Rückstellungen | 3.293 | 3.513 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 40 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.293 | 3.473 |
| Verbindlichkeiten | 118.532 | 112.827 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.142 | 19.790 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.260 | 4.703 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 70.769 | 68.007 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.183 | 14.637 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.179 | 5.690 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 46 | 0 |
| Passiva | 178.575 | 173.423 |
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über genügend Liquidität (5,1 Mio. € am 31.12.2015, 31.12.2014: 21,4 Mio. €). Die Gesellschaft erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.
Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Nachfolgend werden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt.
Die Delticom AG hat am 23.02.2016 90 % der Anteile an Gourmondo Food GmbH, München („Gourmondo“) und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH („ES Food“), Hannover, gekauft. Die beiden Gesellschaften sind im Bereich des Online-Handels für Lebensmittel tätig. Gourmondo und ES Food betreiben mehr als 10 Domains, darunter gourmondo.de, gourmondo.nl, alnatura-shop.de, lebensmittel.de und supermarkt.at. Die ES Food unterhält darüber hinaus ein hochmodernes automatisiertes Lagersystem.
Miterworben wurde die Ringway GmbH, eine 80 %-ige Tochtergesellschaft der ES Food, welche einen neuartigen 3D-Onlineshop entwickelt hat und vermarktet.
Gleichzeitig mit dem Vollzug des Kaufvertrages hat die Delticom AG ein der Gourmondo Food GmbH gewährtes Gesellschafterdarlehen sowie die für den Betrieb der E-Food Online-Shops erforderlichen Software-Rechte käuflich erworben.
Verkäuferinnen waren die Prüfer GmbH, Hannover, und direkte oder indirekte 100 % -ige Tochtergesellschaften der Prüfer GmbH.
Der Kaufpreis betrug insgesamt 30 Mio. €. Dieser beinhaltet Vermögensgegenstände der ES Food GmbH in Höhe von rund 21,4 Mio. €, die sich ca. hälftig aus materiellen und immateriellen Vermögenswerten zusammensetzen, den Kaufpreis für 90 % der Gourmondo Food GmbH in Höhe von ca. 2 Mio. € sowie Darlehen an Gourmondo Food GmbH in Höhe von 6,6 Mio. €. Die Kaufpreisallokation wird derzeit durchgeführt und innerhalb der kommenden Wochen finalisiert.
Von dem Gesamtkaufpreis in Höhe von 30 Mio. € wurden 18,5 Mio. € in bar bezahlt, 1,5 Mio. € durch Übernahme einer Bankverbindlichkeit von Gourmondo und 10 Mio. € durch Ausgabe neuer Delticom Aktien an eine der Verkäuferinnen, die Seguti GmbH (eine 100 %-ige Tochter der Prüfer GmbH). Der Wert der neuen Delticom Aktien wurde auf der Basis des dreimonatigen gewichteten Durchschnittskurses der Delticom Aktie bis einschließlich 22.02.2016 berechnet. Die Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlage durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 wurde am 23.02.2016 von Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG beschlossen.
Durch diese Akquisition verstärkt Delticom ihre Kompetenzen im Bereich Logistik und expandiert in vielversprechende Bereiche des Online-Lebensmittelhandels.
Im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Transaktion wurde eine Vereinbarung zwischen der Prüfer GmbH und der Binder GmbH getroffen, wonach die Prüfer GmbH 800.000 von der Binder GmbH gehaltene Delticom Aktien für einen Kaufpreis von 25 € pro Aktie (Gesamtkaufpreis: 20 Mio. €) erwirbt. Damit hat die Prüfer GmbH den gesamten Bar-Kaufpreis in Höhe von 18,5 Mio. €, den die Verkäuferinnen von Delticom erhalten haben, in Delticom Aktien investiert und darüber hinaus Delticom Aktien für 1,5 Mio. € erworben.
Die Prüfer GmbH hält nunmehr unmittelbar bzw. mittelbar 4.308.308 Delticom Aktien (34,57 % des Grundkapitals) und die Binder GmbH 2.186.861 Delticom Aktien (17,55 % des Grundkapitals). Der existierende Pool-Vertrag zwischen der Prüfer GmbH, Herrn Dr. Andreas Prüfer, der Binder GmbH und Herrn Rainer Binder bleibt bestehen.
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Sich bietende Chancen versuchen wir frühzeitig zu erkennen und gewinnbringend zu ergreifen. Um Risiken rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
| • | den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen), |
| • | die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder |
| • | Risiken zu vermeiden. |
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
| • | wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen, |
| • | diese Risiken zu analysieren und zu bewerten, |
| • | Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und |
| • | Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren. |
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter „Risikomanagement“ im weiteren Sinne zusammengefasst.
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2015 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als „Risk Support Team“ die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Der im Bereich Projektmanagement angesiedelte Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Der Risikokonsolidierungskreis beinhaltet auch Tirendo. Durch die Übernahme im Geschäftsjahr 2013 sind im Konzern keine neuen Risiken hinzugekommen. Die bereits erkannten Risiken haben sich im Hinblick auf die potentielle Schadenshöhe erhöht.
Der überwiegende Teil des Umsatzes wird im Segment E-Commerce generiert. Das Segment Großhandel fällt dementsprechend bei der Risikobetrachtung kaum ins Gewicht und wird daher nicht gesondert ausgewiesen.
Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst stark und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie -Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, aber auch die Partnerschaften im In- und Ausland schrittweise weiterentwickeln.
Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts und die Erschließung weiterer geografischer Regionen birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch, hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit digitalen Dienstleistungen.
Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.
Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank der neuen Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.
Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Reifen von einem Alternativ-Lieferanten.
Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen. Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen. Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Es könnte sein, dass die vielerorts hohen Arbeitslosenzahlen im Verlauf der nächsten Monate den Konsum weiter belasten. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkws einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen Verbraucher vermehrt nach preisgünstigen Alternativen im Internet. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce Trend profitieren wird.
Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operation-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung „S@ferShopping“ untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.
Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.
Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral im Reifenhandel ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Autofahrer in Europa rezessionsbedingt weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, Urheber-, Vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
| • | IT-gestützte Arbeitsabläufe |
| • | allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden |
| • | Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| • | Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben |
| • | konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss |
| • | Konsolidierungskreis |
Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des „Vier-Augen-Prinzips“ kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Während das europäische Ersatzreifengeschäft in 2015 nach Meinung von Experten ein leichtes Absatzplus verzeichnete, wurden im deutschen Reifenhandel gemäß erster Schätzungen der Branchenverbände nochmal weniger PKW-Ersatzreifen von den Verbrauchern nachgefragt als im bereits schwachen Vorjahr 2014.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 bestand hinsichtlich der Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft im Jahresverlauf noch erhebliche Unsicherheit. In unserer Jahresprognose im März trugen wir diesem Umstand Rechnung und formulierten das Ziel, den Absatz gegenüber Vorjahr steigern zu wollen. Unter der Annahme eines deflationären Preisumfelds hielten wir es allerdings für möglich, dass ein erzieltes Absatzplus nicht zwangsläufig zu mehr Umsatz führt. Für den Gesamtjahresumsatz 2015 strebten wir absolut mindestens die Höhe des Vorjahres an (2014: 501,7 Mio. €). Für das EBITDA setzten wir uns mindestens die Höhe des vorangegangen Geschäftsjahres (2014:15,3 Mio. €) als Ziel.
Obwohl sich das Wetter zu Jahresbeginn wechselhaft zeigte, erzielten wir im ersten Quartal einen Umsatz von 111,3 Mio. €, ein Anstieg um 18,1 %. Nach einem Umsatzplus von 5,3 % im zweiten Quartal (Q2 15: 138,8 Mio. €, Q2 14: 131,8 Mio. €) lag der Umsatz auf Halbjahressicht mit 250,2 Mio. € um 10,7 % über Vorjahr (Hl 14: 226,1 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich für die ersten sechs Monate auf 6,6 Mio. € (Hl 14: 6,2 Mio. €, +6,4 %). Trotz der auf Halbjahressicht erzielten Steigerung von Umsatz und EBITDA hielten wir mit Vorlage der Halbjahreszahlen an unserer Gesamtjahresprognose fest, da dem vierten Quartal hinsichtlich Umsatz und Profitabilität im Gesamtjahr eine sehr wichtige Rolle zukommt. Nach einem hierzulande rückläufigen Sommerreifengeschäft erachteten wir es im Falle eines erneut milden Winters für möglich, dass die Preise im Reifenhandel in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich unter Druck geraten könnten.
Mit 104,0 Mio. € Umsatz im dritten Quartal (Q3 14: 88,1 Mio. €, +18,1 %), lag der Umsatz in der Gruppe für die gesamten neun Monate um 12,7 % über Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach den ersten neun Monaten auf 8,6 Mio. € (9M 14: 8,0 Mio. €, +7,3 %).
Kalte Temperaturen und erste Schneefälle in Teilen von Deutschland animierten Anfang Oktober viele Autofahrer zu einem frühen Wechsel auf Winterreifen. Aufgrund des weiteren Umsatzwachstums im Oktober hoben wir Anfang November die Prognose für den Gesamtjahresumsatz an. In unserer Planung rechneten wir für das Gesamtjahr nunmehr mit Umsatzerlösen zwischen 530 Mio. € und 540 Mio. €. Aufgrund milder Temperaturen Anfang November war die weitere Geschäftsentwicklung zu diesem Zeitpunkt allerdings weiter unsicher. Wir hielten es Anfang November für möglich, in den verbleibenden Wochen des Jahres nicht an die Umsätze des Vorjahres anknüpfen zu können.
Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bestätigte das Management die Gesamtjahresprognose. Unverändert zielten wir mindestens das EBITDA des Vorjahres in Höhe von 15,3 Mio. € an.
Ein erneuter Wintereinbruch sorgte Ende November dafür, dass die Nachfrage nach Winterreifen nochmal anzog. Auch im Dezember schwächten die Bestelleingänge trotz des ungewöhnlich milden Wetters weniger stark ab, als wir erwartet hatten. Dementsprechend überschritt der im Gesamtjahr 2015 erzielte Umsatz mit 559,8 Mio. € die obere Spanne der Umsatzprognose von 540 Mio. €
Mit einem EBITDA für das Gesamtjahr in Höhe von 14,3 Mio. € haben wir die Zielsetzung von 15,3 Mio. € leicht verfehlt. Grund hierfür sind einmalige Personalaufwendungen im vierten Quartal, die sowohl im Zusammenhang mit dem Weggang des ehemaligen Vorstandsmitglieds Sascha Jürgensen als auch durch Abfindungszahlungen an andere ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaft entstanden sind.
Für Tirendo sind wir in unserer Prognose zu Jahresbeginn davon ausgegangen, im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 aufgrund der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen den Break-even Punkt zu erreichen. Diese Zielsetzung haben wir zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres erreicht.
Wenngleich der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognose zu Jahresbeginn leicht gesenkt hat, wird für 2016 weiterhin mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Nach Meinung der Experten stellen die schwächere Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern, ein niedriger Ölpreis und die Zinswende in den USA allerdings ein steigendes Risiko für die weltweite Konjunktur dar.
Zwar hat sich zu Jahresbeginn das Konsumklima in den krisengeplagten Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone deutlich aufgehellt. Jedoch steht der Währungsraum vor einer Vielzahl ungelöster Herausforderungen. Neben der Flüchtlingskrise und einem drohenden Brexit wird auch der Ölpreisverfall zunehmend mit Sorge betrachtet. Die anhaltend niedrigere Teuerung im Währungsraum könnte nach Meinung von Experten die europäische Konjunktur in den kommenden Monaten zunehmend belasten.
In Deutschland sind die Verbraucher aufgrund der guten Arbeitsmarktlage weiterhin zuversichtlich gestimmt. Auch im laufenden Jahr bleibt der private Konsum wesentliche Stütze der heimischen Wirtschaft. Eine nachlassende Nachfrage aus den Schwellenländern wird von der exportgetriebenen inländischen Wirtschaft hingegen zunehmend mit Sorge betrachtet.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht für das laufende Jahr noch erhebliche Unsicherheit bezüglich der Markt- und Preisentwicklung. Nach einem leichten Absatzplus im europäischen Ersatzreifengeschäft in 2015, gehen wir auch für 2016 von einer ähnlichen Entwicklung aus.
Aufgrund der europaweit kalten Temperaturen konnte das Sommerreifengeschäft bislang nicht von einem frühen Start profitieren. Die Abverkaufspreise liegen aktuell unter dem Niveau des Vorjahres. Die Preisentwicklung in den kommenden Wochen wird wesentlich vom Verlauf der Sommersaison abhängen.
Experten rechnen ab Mitte des Jahres mit steigenden Rohstoffkosten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Annahme erfüllen wird. Über eine mögliche Preisentwicklung im Geschäft mit Winterreifen sind so früh im Jahr noch keine verlässlichen Aussagen möglich.
Wir rechnen weder kurz- noch mittelfristig mit strukturellen Knappheiten im Markt. Saisonbedingte Engpässe in einzelnen Dimensionen, Marken oder Reifenkategorien sind im Reifenhandel nicht unüblich und können auch für das laufende Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.
Für Deutschland hat der BRV bislang noch keine Schätzung für das laufende Jahr veröffentlicht. Nach erneut rückläufigen Absatzzahlen im abgeschlossenen Geschäftsjahr ruhen die Hoffnungen des Reifenhandels einmal mehr auf einer anziehenden Nachfrage im laufenden Jahr.
Im Reifenhandel ist der Anteil online verkaufter Reifen mit 10-15 % je nach Land noch vergleichsweise gering. Für viele Autofahrer in Europa ist es inzwischen selbstverständlich, die Reifenpreise vor einem Kauf online abzufragen. Als Marktführer werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr von diesem Trend profitieren. Über unsere unterschiedlichen Shops sprechen wir verschiedene Käufergruppen an. In unserer Planung für das laufende Jahr rechnen wir damit, wieder mehr als 1 Million Neukunden über die Delticom-Shops gewinnen zu können.
Mit Blick auf den mehrjährigen Ersatzzyklus gehen wir davon aus, einen Teil der über die letzten Jahre gewonnenen Neukunden in 2016 als Wiederkäufer in unseren Shops begrüßen zu können. Dementsprechend sollte sich auch die Anzahl der Wiederkäufer auf Gesamtjahressicht weiter positiv entwickeln.
Die Preisentwicklung im europäischen Ersatzreifengeschäft können wir zu Beginn des laufenden Jahres kaum abschätzen. Unser Ziel ist es, den Absatz auch in 2016 gegenüber Vorjahr zu steigern und unsere Marktführerschaft weiter auszubauen. Wir rechnen damit, dass sich der Umsatz mit Reifen und Autozubehör im laufenden Geschäftsjahr auf ca. 600 Mio. € erhöhen wird. Aufgrund von Kosteneinsparungen im Bereich Personal, Marketing und Logistik erachten wir ein EBITDA von 18 Mio. € im Gesamtjahr bei positivem Geschäftsverlauf als erreichbar. Das EBIT sollte in unserem Kerngeschäft von 5,6 Mio. € auf über 13 Mio. € steigen. Diese deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses bedingt sich durch geringere PPA-Abschreibungen resultierend aus dem Kauf von Tirendo und dem Wegfall der Sonderabschreibung auf Sachanlagen.
Im Bereich Food, der Ende Februar 2016 akquiriert wurde, rechnen wir für das Gesamtjahr 2016 mit einem Umsatz in Höhe von ca. 20 – 30 Mio. €. Das EBITDA sollte gemäß unserer Planung bei ca. -2 Mio. € liegen. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnen wir mit einem EBIT von ca. -5 Mio. €. Da die Kaufpreisallokation aktuell noch nicht final abgeschlossen ist, kann die voraussichtliche Höhe der PPA-Abschreibungen bislang nur grob geschätzt werden.
Delticom verfolgt auch für 2016 die Strategie, sich möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation ausreichend Ware für das kommende Wintergeschäft zu sichern. Wir nehmen dabei in Kauf, dass wir – ähnlich wie im vergangenen Jahr auch – den Vorratsaufbau in den kommenden Quartalen zumindest teilweise durch kurzfristige Inanspruchnahme eingeräumter Kreditlinien finanzieren werden.
Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Diese Investitionen werden wie in 2015 im Verhältnis zum Umsatz vergleichsweise niedrig ausfallen. Unser Ziel ist es, auch mit steigendem Auftragsvolumen die Ware schnellstmöglich an die Versanddienstleister zu übergeben, um unsere Kunden auch zu Saisonspitzenzeiten weiterhin innerhalb weniger Werktage zu beliefern.
Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln. Aufgrund drohender Negativzinsen für Sichteinlagen werden wir zum Ende des laufenden Geschäftsjahres – wie bereits in 2015 geschehen – ein aktives Liquiditätsmanagement betreiben, um nicht zu hohe flüssige Mittel am Abschlussstichtag auf den Konten vorzuhalten.
Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal erhält auch der Online-Reifenkauf seitens der Konsumenten Rückenwind. Branchen-Experten prognostizieren dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen nach Schätzungen des BRV auf 15 bis 22 % steigen. Als Marktführer in einem wachsenden Vertriebskanal werden wir weiterhin von diesem Trend profitieren.
Delticom betreibt aktuell in 45 Ländern Onlineshops. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern werden die Ersatzreifenmärkte infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.
Das Geschäftsmodell der Delticom ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und unsere Marktstellung als Europas führender Online-Reifenhändler behaupten und weiter ausbauen. Delticom wird unserer Einschätzung nach auch in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.
Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2015 auf einem Kurs von 20,90 €.
Trotz eines unruhigen weltwirtschaftlichen Umfeldes hat sich der deutsche Aktienmarkt in 2015 stabil entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der DAX mit 9.764,73 Punkten ins neue Jahr. Am 10.04.2015 erreichte der deutsche Leitindex den Höchststand von 12374,73 Punkten. Am 24.09.2015 markierte er mit 9427,64 Punkten den niedrigsten Kursstand. Zu Jahresende schloss der DAX mit 10743,01 Punkten. Insgesamt stieg der DAX damit um 978,28 Punkte oder 10,0 %.
Wir ziehen den Dow Jones STOXX Total Market Index General Retailers (DJSGR) als Vergleichsmaßstab für die Entwicklung von DEX heran. Der DJSGR umfasst große europäische Non-Food-Einzelhändler.
Wir verwenden bei DJSGR wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 05.05.2015 beschlossene Dividende für 2014 in Höhe von 0,25 € je Aktie. Die Grafik Kursperformance zeigt, wie sich DEX und DJSGR seit Anfang 2015 im Jahresverlauf entwickelt haben.
Nach einem Jahresanfangskurs von 18,61 € markierte DEX am 29.01.2015 den Jahrestiefstkurs von 16,46 €. Am 07.08.2015 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 25,00 €. DEX beendete das Börsenjahr 2015 bei 20,81 €. Die Marktkapitalisierung stieg im Jahresverlauf von 226,0 Mio. € auf 248,6 Mio. €.
Kursperformance 2015

Neben dem DAX Composite Index (CDAX) geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:
| • | DAX International Mid 100 |
| • | GEX (German Entrepreneur Index) |
| • | DAXplus Family Index |
| • | NISAX 20 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €).
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 03.05.2016 eine gegenüber dem Vorjahr um 100,0 % höhere Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,25 €).
Die Aktionärsstruktur der Delticom AG hat sich im Laufe des letzten Jahres nicht grundlegend verändert.
Aktionärsstruktur

Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorstand und Rainer Binder als Vorsitzender des Aufsichtsrats hielten auch in 2015 über 50 % der ausstehenden Aktien.
Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.
Insgesamt 6 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 04.03.2016):
| • | Frank Schwope, NORD/LB (Buy) |
| • | Andreas Riemann, Commerzbank (Hold) |
| • | Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe (Hold) |
| • | Christian Schwenkenbecher, Hauck & Aufhäuser (Sell) |
| • | Marc-René Tonn, Warburg (Hold) |
| • | Timo Buss, Montega (Hold) |
Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.
Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2015 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Konferenz in München. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.
Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter www.delti.com/Investor_Relations/index.html stellen wir Geschäfts- und Quartalsberichte und Präsentationen zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:
Melanie Gereke
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Telefon: +49-511-93634-8903
E-Mail: [email protected]
Kennzahlen der Delticom-Aktie
scroll
| 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Aktien | 11.945.250 | 11.945.250 |
| Kurs am ersten Handelstag1 | € | 18,61 | 30,98 |
| Kurs am letzten Handelstag1 | € | 20,81 | 18,92 |
| Kursentwicklung1 | % | +11,9 | -38,9 |
| Höchst-/Tiefstkurs1 | € | 25,00 / 16,46 | 38,41 / 14,55 |
| Marktkapitalisierung2 | Mio. € | 248,6 | 226,0 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) | Aktien | 9.748 | 21.574 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,28 | 0,24 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 0,28 | 0,24 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 4,29 | 4,21 |
(1) auf Basis der Schlusskurse (2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Quartalsende
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf EUR 11.847.440, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.
Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 1/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10 % der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 „Höhe und Einteilung des Grundkapitals“ der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Nach teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung – die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist am 01.03.2016 erfolgt – besteht sie noch in Höhe von 5.401.639 €.
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hatte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2011).
Das bedingte Kapital 1/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Die vorgenannte Ermächtigung und das bedingte Kapital 1/2011 wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.04.2014 aufgehoben.
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend ,,W/0-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 11/2011).
Das bedingte Kapital M/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandel- und Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital M/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2014). Das bedingte Kapital 1/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluß der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bisher kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, („Referenztage“) um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Schlusspreis“ ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Stichtag“ ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, gibt es nicht.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots: Solche Vereinbarungen hat die Gesellschaft nicht abgeschlossen.
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| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Umsatz | 559.792 | 501.701 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.843 | 12.072 |
| Gesamtleistung | 573.635 | 513.773 |
| Materialaufwand | -427.567 | 378.853 |
| Rohertrag | 146.068 | 134.919 |
| Personalaufwand | -9.453 | -15.599 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -8.685 | -8.255 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -122.336 | -104.031 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 5.595 | 7.034 |
| Finanzaufwand | -430 | -801 |
| Finanzertrag | 22 | 34 |
| Finanzergebnis (netto) | -408 | -766 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.187 | 6.268 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.822 | -3.411 |
| Konzernergebnis | 3.365 | 2.857 |
| davon entfallen auf: | ||
| Anteile in Fremdbesitz | 9 | -44 |
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 3.356 | 2.901 |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,28 | 0,24 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,28 | 0,24 |
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| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 3.365 | 2.857 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden Veränderungen aus der Währungsumrechnung | 435 | 296 |
| Net Investment Hedge Reserve Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst | -13 | -25 |
| Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve | 4 | 8 |
| Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen | 426 | 279 |
| Gesamtergebnis der Periode | 3.791 | 3.136 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | 195 | -95 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 3.596 | 3.231 |
Aktiva
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| in Tausend € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 52.010 | 58.135 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 43.607 | 47.949 |
| Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) | 6.474 | 8.978 |
| Finanzanlagen | 425 | 25 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 392 | 0 |
| Sonstige Finanzanlagen | 33 | 25 |
| Latente Steueransprüche | 992 | 705 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 511 | 478 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 107.963 | 105.872 |
| Vorräte | 61.845 | 56.151 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.576 | 14.489 |
| Sonstige Vermögenswerte | 13.517 | 4.707 |
| Ertragsteuerforderungen | 2.541 | 549 |
| Flüssige Mittel | 11.484 | 29.975 |
| Summe Vermögenswerte | 159.974 | 164.007 |
| Passiva | ||
| in Tausend € |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Eigenkapital | 51.270 | 50.293 |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG | 49.915 | 49.305 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.945 | 11.945 |
| Kapitalrücklage | 25.372 | 25.372 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge | 554 | 128 |
| Gewinnrücklagen | 200 | 200 |
| Konzernbilanzgewinn | 11.844 | 11.659 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 1.355 | 988 |
| Summe Schulden | 108.703 | 113.715 |
| Langfristige Schulden | 12.080 | 16.651 |
| Langfristige Finanzschulden | 10.938 | 15.367 |
| Langfristige Rückstellungen | 368 | 351 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 775 | 933 |
| Kurzfristige Schulden | 96.623 | 97.064 |
| Steuerrückstellungen | 1.323 | 845 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 992 | 1.521 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.200 | 75.920 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 4.204 | 4.424 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 11.904 | 14.354 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 159.974 | 164.007 |
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| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 5.595 | 7.034 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 8.685 | 8.255 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -34 | -226 |
| Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen | -93 | 29 |
| Veränderung der Vorräte | -5.693 | 16.690 |
| Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -12.534 | 4.642 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -429 | 1.631 |
| Erhaltene Zinsen | 22 | 34 |
| Gezahlte Zinsen | -430 | -873 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3.782 | -563 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -8.693 | 36.655 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 69 | 44 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -957 | -676 |
| Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.310 | -993 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -400 | -10 |
| Auszahlung für den Erwerb konsolidierter Tochterunternehmen (abzüglich erworbener liquider Mittel) | 0 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.598 | -1.634 |
| Gezahlte Dividenden der Delticom AG | -2.986 | -5.930 |
| Einzahlungen aus Kapitalzuführungen | 0 | 1.215 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 0 | 732 |
| Aufnahme von Finanzschulden | 0 | 10.000 |
| Tilgung von Finanzschulden | -4.649 | -22.907 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -7.635 | -16.890 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 435 | 296 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 29.975 | 11.323 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -18.491 | 18.427 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 225 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 11.484 | 29.975 |
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| in Tausend € | 01.01.2015- 31.12.2015 | 01.01.2014- 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Liquidität am Anfang der Periode | 29.927 | 11.500 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -18.491 | 18.427 |
| Liquidität am Ende der Periode | 11.436 | 29.927 |
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 10.137 | -21.197 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -18.491 | 18.427 |
| Veränderungen der Finanzschulden | 4.649 | 12.907 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | -3.705 | 10.137 |
| Netto-Liquidität bezogen auf kurzfristige Finanzschulden: | ||
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 25.326 | -10.337 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -18.491 | 18.427 |
| Veränderungen der kurzfristen Finanzschulden | 220 | 17.236 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | 7.055 | 25.326 |
| Netto-Liquidität bezogen auf langfristige Finanzschulden: | ||
| Netto-Liquidität am Anfang der Periode | 14.383 | 285 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -18.491 | 18.427 |
| Veränderungen der langfristen Finanzschulden | 4.429 | -4.329 |
| Netto-Liquidität am Ende der Periode | 321 | 14.383 |
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| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungsumrechnungsrücklage | Net investment Hedge Reserve | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2014 | 11.859 | 24.446 | -181 | 31 | 200 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 86 | ||||
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 1.129 | ||||
| Veränderungen aus Transaktionen zwischen Anteilseignern | -203 | ||||
| Gezahlte Dividende | |||||
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | |||||
| Konzernergebnis | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 296 | -17 | |||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 296 | -17 | |||
| Stand am 31. Dezember 2014 | 11.945 | 25.372 | 115 | 13 | 200 |
| Stand am 1. Januar 2015 | 11.945 | 25.372 | 115 | 13 | 200 |
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | 0 | ||||
| Entkonsolidierung Tochtergesellschaften | 0 | ||||
| Gezahlte Dividende | |||||
| Konzernergebnis | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 435 | -9 | |||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 435 | -9 | |||
| Stand am 31. Dezember 2015 | 11.945 | 25.372 | 550 | 5 | 200 |
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| in Tausend € | Konzernbilanzgewinn | Summe | Anteile in Fremdbesitz | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2014 | 15.324 | 51.679 | 0 | 51.679 |
| Stückaktien aus Kapitalerhöhung | 86 | 86 | ||
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 1.129 | 1.129 | ||
| Veränderungen aus Transaktionen zwischen Anteilseignern | 0 | -203 | 935 | 732 |
| Gezahlte Dividende | -5.930 | -5.930 | -5.930 | |
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | -687 | -687 | 148 | -539 |
| Konzernergebnis | 2.901 | 2.901 | -44 | 2.857 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 51 | 330 | -51 | 279 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 2.953 | 3.231 | -95 | 3.136 |
| Stand am 31. Dezember 2014 | 11.659 | 49.304 | 988 | 50.292 |
| Stand am 1. Januar 2015 | 11.659 | 49.304 | 988 | 50.292 |
| Erstkonsolidierung Tochtergesellschaften | 0 | 217 | 217 | |
| Entkonsolidierung Tochtergesellschaften | 0 | -45 | -45 | |
| Gezahlte Dividende | -2.986 | -2.986 | 0 | -2.986 |
| Konzernergebnis | 3.356 | 3.356 | 9 | 3.365 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -186 | 240 | 186 | 426 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.170 | 3.596 | 195 | 3.791 |
| Stand am 31. Dezember 2015 | 11.843 | 49.915 | 1.355 | 51.270 |
Die Delticom AG (nachfolgend „AG“ genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend „Delticom“ genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.
Delticom verkauft Reifen und Zubehörteile über 245 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist www.reifendirekt.de – im deutschsprachigen E-Commerce eine bekannte Marke.
Das Unternehmen ist weltweit in 45 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.
Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 11.03.2016 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
Delticom AG stellt gemäß § 315a HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.
Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens, – Finanz- und Ertragslage der Delticom.
Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).
Standards, die im Berichtsjahr zum ersten Mal angewendet werden (Angabepflicht nach IAS 8.28):
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU- Kommission am 31.12.2015 | Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2011-2013)2 | 2015 | ja | keine | |
| IFRIC 21 | Abgaben | 2015 | ja | Keine wesentlichen Auswirkungen |
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:
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| Standard / interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU- Kommission am 31.12.2015 | voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2010-2012)2 | 01.01.16 | ja | Anhangangaben | |
| Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2012-2014)2 | 01.01.16 | ja | keine | |
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 01.01.16 | ja | keine |
| IAS16/ IAS 38 | Immaterielle Vermögenswerte – "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 01.01.16 | ja | keine |
| IAS 16/ IAS 41 | Landwirtschaft – "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" | 01.01.16 | ja | keine |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer – "Änderungen Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" | 01.01.16 | ja | keine |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.18 | nein | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 10, IFRS 12/ IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 01.01.16 | nein | keine |
| IFRS 10/ IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | verschoben | nein | keine |
| IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerben an Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit | 01.01.16 | nein | keine |
| IAS 12 | Änderungen-Ansatz aktiver lententer Steuern auf unrealisierte Verluste | 01.01.18 | nein | nicht absehbar |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.18 | nein | Keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.19 | nein | Wesentliche Auswirkungen |
IFRS 9 – Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist.
IFRS 15 – legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Des Weiteren wird die Bilanzierung von Vertragskosten konkretisiert. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2018 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist.
IFRS 16 – regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen. Die bisher nach IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanz- und Operating- Leasingverträgen entfällt künftig für den Leasingnehmer. IFRS 16 ist erstmals eines am 1. Januar 2019 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung möglich ist, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird.
Die Umsetzung erfolgt spätestens im Jahr der erstmalig verpflichtenden Anwendung. Die Auswirkungen von IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 werden derzeit noch analysiert. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen erwarten wir für die Anwendung des IFRS 9 und des IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisgrößen. Durch IFRS 16 wird insbesondere das EBITDA gesteigert, da bestimmte Leasingaufwendungen künftig in den Abschreibungen und im Zinsergebnis auszuweisen sind.
Für die übrigen neuen Standards wird mit Ausnahme neuer bzw. modifizierter Anhangangaben bei der erstmaligen Anwendung mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss gerechnet.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft sieben inländische und sieben ausländische Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss vollkonsolidiert wurden.
Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hat sich im Berichtszeitraum durch folgende Zugänge aufgrund von Neugründungen seit dem 01.01.2015 vergrößert:
| • | Price Genie LLC (USA) |
| • | Giga Tyres LLC USA) |
| • | Tireseasy LLC (USA) |
| • | Delti-Vorrat-1 (Deutschland) |
| • | Giga GmbH (Deutschland) |
| • | TyresNET GmbH (Deutschland) |
| • | Delticom Südafrika (Südafrika) |
Die folgenden Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2015 verkauft und entsprechend entkonsolidiert:
| • | Tyrepac Pte. Ltd., Singapur |
| • | Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong |
| • | Guangzhou Tyrepac Trading Ltd., Guangzhou (China) |
Darüberhinaus hält Delticom an der in 2015 neu gegründeten 000 Delticom Russland, Moskau, Russland 49 % der Anteile. Sie wird gemäß der at Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf eine Angabe der zusammengefassten Finanzinformationen wird aufgrund von Unwesentlichkeit verzichtet.
Folgende Gesellschaften werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS 39 bilanziert:
| • | 000 Delticom Shina, Moskau (Russland, an der Delticom 100 % der Anteile hält) |
| • | Tirendo France SAS, Paris (Frankreich) |
| • | Tirendo Netherlands B.V., Den Haag (Niederlande) |
| • | Tirendo AT GmbH, Wien (Österreich) |
| • | Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz) |
| • | Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau (Polen) |
Tochterunternehmen sind alle wesentlichen Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.
Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.
Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen kontrolliert werden, werden separat ausgewiesen.
Identifizierbare und ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert.
Nach dem Kauf der Tirendo-Gruppe in 2013 ergaben sich in 2015 keine neuen Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3.
In 2016 erfolgte die Akquisition der ES Food GmbH und der Gourmondo GmbH. Weitere Ausführungen hierzu erfolgen im Abschnitt „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“.
Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen: Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Onlineverkauf von Reifen und Autoteilen. Im E-Commerce werden Reifen an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 245 Shops (Vorjahr: 163) in 45 Ländern vertrieben. Weitere Geschäftsfelder, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).
Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.
Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.
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| Land | Mittelkurs zum 31.12.2015 1€ = | gewichteter Jahresdurchschnittskurs 1€ = |
|---|---|---|
| Großbritannien | 0,7350 GBP | 0,7264 GBP |
| USA | 1,0907 USD | 1,0892 USD |
| Rumänien | 4,5229 RON | 4,4458 RON |
| Russland | 80,4168 RUB | 79,9458 RUB |
| Südafrika | 16,9831 ZAR | 16,9435 ZAR |
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.
Bilanzierung von Erwerben
Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.
Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages legt Delticom den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zugrunde. Basis für die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposal) ist die vom Management erstellte Planung für das Delticom-Kerngeschäft. Diese Planung basiert auf der Annahme, dass E-Commerce im Reifenhandel in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeit eines weiter zunehmenden Wettbewerbs wurde für die Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenfalls berücksichtigt. Die Planung basiert ferner auf den Annahmen, dass Delticom die Position als Europas führender Onlinereifenhändler weiter behaupten wird und die Kostenstruktur durch zusätzliche Automatisierungen und Outsourcing schlank bleibt. Die Planungsperiode erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren. Hierbei werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst.
Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Konjunktureinflüssen, Margen und Umsatzwachstum, angemessen sind. Die verwendeten Inputfaktoren sind aus Marktdaten abgeleitet (Level 2 der Fair value Hierarchie). Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.
Nach der Restrukturierung bei Tirendo liegt die Steuerung des operativen Geschäfts, sämtlicher Entscheidungen hinsichtlich der strategischen Ausrichtung sowie die Kontrolle von Tirendo vollumfänglich in der Hand des Delticom Managements. Vormals bei Tirendo bestehende zentrale Prozesse wurden in diejenigen der Delticom integriert. Im Delticom-Konzern ist die zahlungsmittelgenerierende Einheit dementsprechend die gesamte Delticom-Gruppe, sodass aufgrund des Geschäftsmodells juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst werden.
Für die Beurteilung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes wurde ein Diskontierungszinssatz von 7,68 % sowie ein Wachstumsabschlag von 1 % angewendet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind zu Herstellungskosten angesetzt. Sie werden ebenfalls linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Internet Domains | 20 |
| EDV-Software | 3-5 |
| Kundenbeziehungen | 5 |
| Marken | 5 |
| Vertriebs – und ähnliche Rechte | 2 |
Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:
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| betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Lagerausstattung | 12-33 |
| Maschinen | 4-14 |
| Geschäftsausstattung | 3-15 |
| Büroeinrichtung | 3-15 |
Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.
Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.
Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume – der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses – abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. 2015 ist Delticom keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.
Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für die Klassifizierung ist der Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, maßgeblich. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.
Ein finanzieller Vermögenswert wird der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsgeschäfte qualifiziert sind. Die Kategorie hat zwei Unterkategorien: finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte designiert wurden.
Darlehen und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner ohne die Absicht bereitstellt, diese Forderungen zu handeln.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und nicht einer anderen Kategorie zugeordnet werden.
Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem das Unternehmen Vertragspartei wird.
Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt.
Vermögenswerte der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden in der Periode der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden – sofern keine dauernde Wertminderung vorliegt – im Eigenkapital erfasst. Werden Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert, so sind die im Eigenkapital enthaltenen kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, Wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als Indikator dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.
Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.
Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.
Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 31,90 % (Vorjahr: 31,12 %) bewertet.
Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.
Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -Verbindlichkeiten ist gem. IAS 12.53 nicht zulässig.
Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 15,8 % (Vorjahr: 15,3 %) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) auf die Körperschaftsteuer.
Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.
Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäfts Vorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.
Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.
Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.
Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.
Bei einem Net Investment Hedge werden währungskursbedingte Schwankungen des Nettovermögens ausländischer Geschäftsbetriebe durch derivative oder nicht-derivative Finanzinstrumente abgesichert, indem der effektive Teil der währungskursbedingten Schwankungen der Sicherungsinstrumente in die Net Investment Hedge Reserve im Eigenkapital eingestellt wird und so die währungskursbedingten Schwankungen des Nettovermögens der ausländischen Geschäftsbetriebe kompensiert werden.
Bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der bis dahin in der Net Investment Hedge Reserve ausgewiesene Betrag erfolgswirksam erfasst.
Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.
Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.
(1) Umsatzerlöse
Sonstige Erlöse werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen
Für den Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 434.376 | 125.416 | 559.792 |
Für den Zeitraum vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014:
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| in Tausend € | Länder der EU | USA und sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 382.822 | 118.878 | 501.701 |
(2) Sonstige betriebliche Erträge
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kursdifferenzen | 3.582 | 2.599 |
| Versicherungsentschädigungen | 30 | 31 |
| Buchgewinne aus Anlagenabgängen | 69 | 13 |
| Übrige | 10.162 | 9.428 |
| Summe | 13.843 | 12.072 |
Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren vorrangig aus Marketingzuschüssen, Mieterträgen, sonstigen Erlösen und Erlösen aus Transportverlusten.
(3) Materialaufwand
Der Materialaufwand in Höhe von 427,6 Mio. € (Vorjahr: 378,9 Mio. €) resultiert ausschließlich aus verkaufter Handelsware.
(4) Personalaufwand
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.309 | 13.789 |
| Soziale Abgaben | 1.119 | 1.769 |
| Altersversorgung und Unterstützung | 24 | 42 |
| Summe | 9.453 | 15.599 |
Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund seiner ihm durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.
Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 518 Tsd. € (Vorjahr: 880 Tsd. €), werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.
2015 hatte Delticom im Durchschnitt 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 247 Mitarbeiter). Der Rückgang resultiert aus den Restrukturierungen im Delticom-Konzern.
(5) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Auf immaterielle Vermögenswerte | 5.664 | 5.872 |
| Auf Sachanlagen | 3.021 | 2.383 |
| Summe | 8.685 | 8.255 |
Delticom hat ein Lager zum Ende des laufenden Geschäftsjahres geschlossen. In diesem Zusammenhang erfolgte in der Berichtsperiode eine außerplanmäßige Abschreibung der an diesem Standort bisher eingesetzten Sorter und Verpackungsmaschinen in Höhe von 950 Tsd. €. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment – Tests (IAS 36) waren nicht erforderlich.
(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 54.126 | 44.622 |
| Lagerhandlingkosten | 5.502 | 4.656 |
| Gebühren Kreditkarten | 5.020 | 4.257 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | 1.354 | 2.134 |
| Externe Werbekosten | 27.231 | 24.203 |
| Operations-Center | 7.555 | 6.051 |
| Mieten und Betriebskosten | 7.244 | 7.137 |
| Finanzen und Recht | 4.051 | 3.715 |
| IT und Telekommunikation | 2.386 | 1.637 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 4.092 | 2.387 |
| Übrige | 3.773 | 3.233 |
| Summe | 122.336 | 104.031 |
Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses. Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt „Sonstige Angaben“ erläutert.
(7) Finanzergebnis
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Finanzaufwand | 430 | 801 |
| Finanzertrag | 22 | 34 |
| Summe | -408 | -766 |
Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden.
(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die erfolgswirksamen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich aus:
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| 2015 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufende Ertragsteuern | 2.074 | 135 | 2.209 | 2.802 | 116 | 2.918 |
| Latente Ertragsteuern | -369 | -19 | -388 | 460 | 33 | 493 |
| Gesamt | 1.706 | 116 | 1.822 | 3.262 | 149 | 3.411 |
| davon periodenfremd | 0 | 1 | 1 | -14 | 1 | -13 |
Im Berichtsjahr wurden -3 Tsd. € (Vorjahr: -6 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.
Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:
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| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | aktive latente Steuern | passive latente Steuern | aktive latente Steuern | passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verlustvorträge | 604 | 0 | 493 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 40 | 171 | 26 | 480 |
| Sachanlagen | 16 | 60 | 12 | 64 |
| Vorräte | 8 | 111 | 0 | 144 |
| Forderungen | 0 | 12 | 0 | 12 |
| Sonstige Aktiva | 0 | 18 | 0 | 15 |
| Langfristige Rückstellungen | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 135 | 0 | 99 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 52 | 415 | 9 | 323 |
| Sonstige Passiva | 259 | 111 | 277 | 106 |
| Gesamt | 1.115 | 898 | 916 | 1.144 |
| Saldierung | -123 | -123 | -211 | -211 |
| Bilanzansatz | 992 | 775 | 705 | 933 |
Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5,186 | 6.268 |
| Ertragsteuersatz Delticom AG | 31,90% | 31,12% |
| Erwarteter Steueraufwand | 1.654 | 1.951 |
| Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand | ||
| Anpassung an abweichenden Steuersatz | 1 | 70 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 166 | 351 |
| Periodenfremde Ertragsteuern | 1 | -18 |
| Effekt aus Verlustvorträgen | 0 | 1.049 |
| Sonstige Steuereffekte | 0 | 8 |
| Summe der Anpassungen | 168 | 1.460 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 1.822 | 3.411 |
Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. In 2014 ist ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) zwischen der Delticom AG und der Tirendo Holding GmbH abgeschlossenen worden. Dadurch sind die steuerlichen Verlustvorträge per 31.12.2014 der Tirendo Holding GmbH während der Dauer des EAV nicht mit Gewinnen verrechenbar. Die aktiven latenten Steuern per 31.12.2014, die aufgrund dieser steuerlichen Verlustvorträge gebildet wurden, sind im Vorjahr erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aufgelöst worden.
Auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 9,0 Mio. € wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da ihr Bestand rechtlich unsicher ist und sich noch in Klärung befindet. Aufgrund der bestehenden erheblichen rechtlichen Zweifel zum Bilanzstichtag blieben die auf diese Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern ohne Ansatz.
(9) Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,28 € (Vorjahr: 0,24 €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 3.365.072,95 € (Vorjahr: 2.857.280,93 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.917.119 Stück) ermittelt.
Bis zum 30.04.2014 lagen 15.810 potenzielle Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen) aus der Tranche vom 22.11.2007, 37.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 08.05.2008, 17.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 25.11.2008 sowie 15.000 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 30.03.2009 vor.
Die Ausübungspreise der Tranchen vom 22.11.2007, 08.05.2008, 25.11.2008 und 30.03.2009 lagen unter dem durchschnittlichen Kurswert seit Ausgabe der entsprechenden Optionen. Daher wurden alle Tranchen in das verwässerte Ergebnis je Aktie des Vorjahres einbezogen.
In der aktuellen Berichtsperiode ist kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen. Dementsprechend entspricht das verwässerte Ergebnis dem des unverwässerten Ergebnisses. Bezüglich des Vorjahres wurde zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie gemäß IAS 33 als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 2.857.280,93 € sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Vorjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück verwendet.
(10) Immaterielle Vermögenswerte
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Selbsterstellte Software |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01. Januar 2015 | 35.338 | 615 | 8.223 | 356 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 35.338 | 615 | 8.223 | 356 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01. Januar 2015 | 0 | 159 | 2.126 | 10 |
| Zugänge | 0 | 123 | 1.647 | 145 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 0 | 282 | 3.773 | 155 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 35.338 | 333 | 4.461 | 202 |
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| in Tausend € | ähnliche Rechte | Domains | EDV-Software | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01. Januar 2015 | 6.539 | 1.273 | 4.278 | 56.623 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 1.310 | 1.310 |
| Abgänge | 0 | -1 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 6.539 | 1.272 | 5.588 | 57.933 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01. Januar 2015 | 4.142 | 539 | 1.699 | 8.674 |
| Zugänge | 2.344 | 68 | 1.337 | 5.664 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | -4 | -8 | -12 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 6.486 | 603 | 3.027 | 14.326 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 53 | 669 | 2.561 | 43.607 |
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| in Tausend € | Goodwill | Kundenbeziehungen | Marken | Selbsterstellte Software |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01. Januar 2014 | 35.338 | 615 | 8.223 | 0 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 356 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 35.338 | 615 | 8.223 | 356 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01. Januar 2014 | 0 | 36 | 480 | 0 |
| Zugänge | 0 | 123 | 1.646 | 10 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 0 | 159 | 2.126 | 10 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 | 35.338 | 456 | 6.098 | 346 |
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| in Tausend € | ähnliche Rechte | Domains | EDV-Software | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01. Januar 2014 | 6.539 | 1.261 | 3.653 | 55.630 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 12 | 615 | 993 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 6.539 | 1.273 | 4.268 | 56.625 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01. Januar 2014 | 935 | 475 | 878 | 2.804 |
| Zugänge | 3.207 | 63 | 824 | 5.872 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 4.142 | 538 | 1.702 | 8.676 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 | 2.397 | 734 | 2.566 | 47.949 |
(11) Sachanlagen
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01. Januar 2015 | 1.183 | 5.818 | 13.386 | 0 | 20.388 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 300 | 657 | 0 | 957 |
| Abgänge | 0 | -297 | -313 | 0 | -610 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 1.183 | 5.821 | 13.730 | 0 | 20.735 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 01. Januar 2015 | 172 | 1.939 | 9.298 | 0 | 11.408 |
| Zugänge | 24 | 1.271 | 1.726 | 0 | 3.021 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 8 | -3 | -28 | 0 | -23 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 204 | 3.207 | 10.849 | 0 | 14.260 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 | 979 | 2.614 | 2.882 | 0 | 6.475 |
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| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01. Januar 2014 | 1.180 | 5.814 | 12.813 | 0 | 19.806 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 4 | 4 | 671 | 5 | 684 |
| Abgänge | 0 | 0 | -102 | 0 | -102 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 5 | -5 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 1.183 | 5.818 | 13.386 | 0 | 20.388 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 01. Januar 2014 | 146 | 1.490 | 7.462 | 0 | 9.098 |
| Zugänge | 24 | 451 | 1.908 | 0 | 2.383 |
| Abgänge | 0 | 0 | -58 | 0 | -58 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 2 | -3 | -14 | -14 | |
| Stand 31. Dezember 2014 | 172 | 1.939 | 9.298 | 0 | 11.409 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 | 1.011 | 3.880 | 4.089 | 0 | 8.979 |
Das Sachanlagevermögen beinhaltet die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume in Hannover sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung.
(12) Latente Steuern
Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 528 Tsd. € (Vorjahr: 531 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
(13) Sonstige langfristige Forderungen
Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.
(14) Vorräte
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Reifen | 47.972 | 47.525 |
| Sonstiges Zubehör | 3.137 | 881 |
| Unterwegs befindliche Ware | 10.736 | 7.745 |
| Gesamt | 61.845 | 56.151 |
Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen gemäß den Incoterms 2000 und 2010.
Im Berichtsjahr wurden 257.205 Tsd. € (Vorjahr: 278.832 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Veranlagungsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.
(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.576 | 14.489 |
| davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 2 | 0 |
| davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 0 |
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| in Tausend € | Nicht wertberichtigt und überfällig seit | |||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Buchwert | Am Bilanzstichtag überfällig und nicht wertberichtigt | kleiner 30 Tage | 30 bis 60 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2015 | 18.576 | 5,251 | 4.318 | 718 |
| zum 31.12.2014 | 14.489 | 7.926 | 5.941 | 1.450 |
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| in Tausend € | Nicht wertberichtigt und überfällig seit | |||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 60 bis 90 Tage | 90 bis 180 Tage | größer 180 Tage | Wertberichtigt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2015 | 208 | 5 | 2 | 2.596 |
| zum 31.12.2014 | 528 | 4 | 3 | 2.205 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 2.205 | 2.227 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 |
| Zuführungen (/Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 1.327 | 2.074 |
| Auflösungen | -6 | -85 |
| Verbrauch von Wertberichtigungen | -930 | -2.011 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 2.596 | 2.205 |
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen | -11 | -60 |
| Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen | 14 | 16 |
(16) Sonstige Vermögenswerte
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern | 11.645 | 3.290 |
| Guthaben bei Lieferanten | 862 | 611 |
| Abgrenzungsposten | 499 | 442 |
| Sonstige Finanzmitteldisposition | 0 | 0 |
| übrige kurzfristige Forderungen | 511 | 365 |
| Summe | 13.517 | 4.707 |
Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 57 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 48 Tsd. €).
(17) Ertragsteuerforderungen
Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die gezahlten Ertragsteuern des Berichtsjahres.
(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und Schecks ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kasse | 5 | 3 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 11.479 | 29.972 |
| Summe | 11.484 | 29.975 |
(19) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.
Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440 €, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 1/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen. Nach teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung – die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist am 01.03.2016 erfolgt – besteht sie noch in Höhe von 5.401.639 €.
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend „W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011).
Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1/2014). Das bedingte Kapital 1/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital 1/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen, („Referenztage“) um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Schlusspreis“ ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten. Schlusskurs oder letzten im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. „Stichtag“ ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.
Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
(20) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie Rücklagen aus dem Aktienoptionsprogramm.
Am 30.04.2014 erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Ausübung von 85.810 Optionsrechten, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt um 1.129.236,10 €.
Die Delticom AG hat einem ehemaligen Mitglied des Vorstands im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms Optionsrechte mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingeräumt. Die Zusage basiert auf den Optionsbedingungen vom 09.08.2007.
Grundsätzlich können die Optionen jeweils in einem Zeitraum von sechs Wochen nach Bekanntgabe der endgültigen Quartalsergebnisse oder der endgültigen Ergebnisse des vorangegangenen Geschäftsjahres ausgeübt werden.
Voraussetzung für die Ausübung eines Optionsrechts ist, dass der ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes, in dem das Optionsrecht ausgeübt wird, mindestens 120 % des Ausübungspreises beträgt.
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| 4. Tranche | 3. Tranche | 2. Tranche | 1. Tranche | |
|---|---|---|---|---|
| Ausgabedatum | 30.03.2009 | 25.11.2008 | 08.05.2008 | 22.11.2007 |
| Laufzeit | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Sperrfrist | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Ausübungspreis | 12,88 € | 12,33 € | 13,19 € | 19,81 € |
| Anzahl ausgegebener Optionen | 15.000 | 37.500 | 37.500 | 15.810 |
| Anzahl ausgeübter Optionen | 15.000 | 37.500 | 37.500 | 15.810 |
| Anzahl verfallener Optionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausstehend zum 31.12.2015 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausübbar zum 31.12.2015 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen wurden mit Hilfe eines Binomialmodells ermittelt. Hierbei werden mittels eines binomialen Entscheidungsbaums mögliche Entwicklungen der Aktie der Delticom AG modelliert.
Der Ansatz der erwarteten Volatilität basiert auf den historischen Kursdaten der Aktie der Delticom AG. Die erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte ergibt sich aus der Restlaufzeit des Dienstvertrags des ehemaligen Mitglieds des Vorstands. Der risikolose Zinssatz wurde auf Basis von Zinssätzen für (hypothetische) Null-Kupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko mit entsprechenden Restlaufzeiten bestimmt.
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| 4. Tranche | 3. Tranche | 2. Tranche | 1. Tranche | |
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert je Option zum Gewährungszeitpunkt | 3,18 € | 3.27 € | 3.75 € | 6.47 € |
| Beizulegender Gesamtzeitwert der Optionsrechte zum Gewährungszeitpunkt | 47.700,00 € | 122.500,006 | 140.750,00 € | 102.291,00 € |
| Zu berücksichtigender Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr 2015 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte | 3,36 Jahre | 3,70 Jahre | 4,25 Jahre | 4,71 Jahre |
| Erwartete durchschnittliche jährliche Dividendenrendite je Stückaktie | 5,00 % | 5,00 % | 5,00 % | 3,00 % |
| Risikoloser Zinssatz | 1,80 % | 2,57 % | 4,31 % | 3,90 % |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt | 13,63 € | 12,83 € | 13,41 € | 19,65 € |
| Ausübungspreis | 12,88 € | 12,23 € | 13,19 € | 19,81 € |
| Erwartete Volatilität | 42,00 % | 44,00 % | 45,00 % | 45,00 % |
Nach Ausübung der verbliebenen Aktienoptionen durch Frank Schuhardt sind seit 2014 keine weiteren Aktienoptionen mehr vorhanden.
(21) Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge
Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der Tochtergesellschaften Delticom Tyres Ltd., Delticom OE S.R.L., Delticom North America Inc. sowie ihrer Tochtergesellschaften wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beinhaltet die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve.
(22) Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklage besteht ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß § 150 AktG bei der AG zu bilden ist.
(23) Bilanzgewinn
Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
(24) Finanzschulden
Bei den Finanzschulden handelt es sich um mittelfristige Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.
(25) Rückstellungen
Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:
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| in Tausend € | 01.01.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 845 | 0 | 0 | 477 | 1.323 |
| Sonstige Rückstellungen langfristig | 351 | 110 | 0 | 127 | 368 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.521 | 808 | 48 | 327 | 992 |
| Gesamt | 2.718 | 918 | 48 | 931 | 2.683 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Kosten für zu erwartende Stornierungen von Kundenbestellungen im Versandgeschäft innerhalb der Rückgabefrist, noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr.
Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Der Abzinsungsprozentsatz beträgt 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %). Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern des Berichtsjahres und werden nicht abgezinst.
(26) Latente Steuerverbindlichkeiten
Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 247 Tsd. € (Vorjahr: 480 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.
(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78.200 | 75.920 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 232 | 24 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 0 |
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.14 | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value 31.12.14 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 29.975 | 29.975 | 29.975 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 14.489 | 14.489 | 14.489 | ||
| Sonstige Forderungen | LaR | 1.241 | 1.241 | 1.241 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 25 | 25 | 25 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FAHfT | 48 | 48 | 48 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 75.920 | 75.920 | 75.920 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 2.598 | 2.598 | 2.598 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 19.811 | 19.811 | 19.811 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FLHfT | 11 | 11 | 11 | ||
| Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen (LaR) | 45.705 | 45.705 | 45.705 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 25 | 25 | 25 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) | 48 | 48 | 48 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 98.329 | 98.329 | 98.329 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) | 11 | 11 | 11 |
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.15 | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Fair Value 31.12.15 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 11.484 | 11.484 | 11.484 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 18.576 | 18.576 | 18.576 | ||
| Sonstige Forderungen | LaR | 1.872 | 1.872 | 1.872 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 33 | 33 | 33 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FAHfT | 57 | 57 | 57 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 78.200 | 78.200 | 78.200 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | FLAC | 4.837 | 4.837 | 4.837 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 15.145 | 15.145 | 15.145 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) | FLHfT | 104 | 104 | 104 | ||
| Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen (LaR) | 31.932 | 31.932 | 31.932 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 33 | 33 | 33 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) | 57 | 57 | 57 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 98.182 | 98.182 | 98.182 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) | 104 | 104 | 104 |
Die Nettogewinne beziehungsweise -Verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen (LaR) | -1.835 | -1.425 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FAHfT+ FLHfT) | -11 | 201 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | -1.370 | -1.216 |
| davon Zinsergebnis | -389 | -615 |
| Summe | -3.215 | -2.440 |
Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligungen. Der Buchwert der derivaten Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.
Die Finanzinstrumente der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 425 Tsd. €, der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 57 Tsd. € sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 104 Tsd. € haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.
Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Da sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns als auch die Zinskonditionen für den Delticom-Konzern nicht wesentlich verändert haben und die Zinskonditionen annähernd dem Marktniveau entsprechen, entspricht der Buchwert der Finanzschulden näherungweise dem beizulegenden Zeitwert (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).
Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) liegen nicht vor.
Die Nettogewinne und -Verluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.
Die Nettogewinne und -Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.
Die Nettogewinne und -Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.
(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.
Des Weiteren enthält der Bilanzposten 104 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 11 Tsd. €).
Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuer | 5.213 | 4.831 |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.769 | 5.255 |
| Guthaben von Kunden | 835 | 2.603 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 4 | 9 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 39 | 269 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.044 | 1.387 |
| Summe | 11.904 | 14.354 |
Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.
Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 8.056 | 8.006 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 29.202 | 49.111 |
| Gesamt | 37.258 | 57.117 |
Delticom mietet Büroräume und Parkplätze in Hannover sowie Lagerhallen für Handelsware an 2 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17.3. Der Vertrag über die Büroräume in Hannover läuft bis zum 31.12.2017. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 31.03.2019 und 31.07.2023.
Des Weiteren besteht ein Leasingverhältnis für einen Pkw im Rahmen eines Operatingleasings. Das Pkw-Leasingverhältnis endet im Juli 2018 nach 35-monatiger Laufzeit.
Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating- Leasingverhältnissen betragen:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 3.951 | 6.408 |
| 2 Jahre bis zu 5 Jahre | 12.938 | 22.635 |
| mehr als 5 Jahre | 7.608 | 10.864 |
| Gesamt | 24.498 | 39.907 |
Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.
Die Derivate erfüllen, mit Ausnahme der Net investment hedge reserve, nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39.71 ff. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.
Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 6 Monaten (Vorjahr: 4 Monate).
Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.
Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in EUR existiert. Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro den um 10 % an Wert gewonnen bzw. um 10 % an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.
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| Währung | 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2015) | Ergebnis +10 % in Tsd. € |
Ergebnis -10% in Tsd.€ |
|---|---|---|---|
| CHF | 1,0822 | -215 | 215 |
| CZK | 27,0283 | -19 | 19 |
| DKK | 7,4616 | -14 | 14 |
| GBP | 0,7350 | -158 | 142 |
| HRK | 7,6514 | -14 | 14 |
| HUF | 315,2762 | -15 | 15 |
| LTL | 3,4528 | -1 | 1 |
| NOK | 9,5991 | -16 | 16 |
| PLN | 4,2636 | -157 | 156 |
| RON | 4,5229 | -13 | 13 |
| SEK | 9,1831 | -138 | 156 |
| SGD | 1,5397 | -56 | 56 |
| USD | 1,0892 | -822 | 718 |
| Sonstige | n/a | -29 | 29 |
Für den Zahlungsmittelbestand besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn in Höhe von -2 Tsd. €, bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust von 2 Tsd. €. Die in Relation zum Bestand an Zahlungsmitteln geringen Zinssensitivitäten sind auf zumeist nicht verzinsliche Bestände an Zahlungsmitteln zurückzuführen. Neben den Bankbeständen wird der Investitionskredit in die Sensitivitätsanlayse einbezogen.
Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Darüber hinaus wird eine Liquiditätsreserve für ungeplante Mindereingänge oder Mehrausgänge vorgehalten. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen sowie Geldmarktfonds vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.
Delticom liefert Reifen und Felgen an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen beträgt 2.110 Tsd. € (Vorjahr: 1.639 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10 % und 15 %.
Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu „Organe der Gesellschaft“.
Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Konsolidierungskreis. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsoldierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.
Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS 24 sind:
| • | Binder GmbH (Anzahl der Aktien 2.986.861, 25,00 % der Anteile) |
| • | Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 2.990.227, 25,03 % der Anteile) |
Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Aufsichtsratsvorsitzender), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Vorstand), Hannover, über die Prüfer GmbH und die Seguti GmbH nach § 22 I S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i. S. d. § 22 II S. 1 WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).
Verkauf von Waren
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 2 | 3 |
| an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) | 0 | 0 |
Einkauf von Waren und Dienstleistungen
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) | 232 | 321 |
Die Zeile Einkauf von Waren und Dienstleistungen der Kategorie Personen in Schlüsselpositionen enthält 38 Tsd. € für Beratungsleistungen einer Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist Rainer Binder. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.
Im Geschäftsjahr 2015 bestand der Vorstand ausfolgenden Mitgliedern:
| • | Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Montagepartner, Nutzfahrzeuge, Speciality |
| • | Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, Einkauf, Operations, Nordamerika |
| • | Sascha Jürgensen, Hannover: Vorstand, DeltiParts, Business Development (bis 20.10.2015) |
| • | Andreas Püfer, Hannover: Vorstand, Finanz- und Rechnungswesen, Corporate Communications, IT, Risikomanagement, Distribution |
| • | Thierry Delesalle, Wunstorf, (ab dem 01.01.2015): Vorstand, B2C PKW-Reifen und Kompletträder Westeuropa und Marketing |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
Susann Dörsel-Müller
Montagepartner / Nutzfahrzeuge / Specialty
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 106 | 139 | 106 | 139 | 139 | 139 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 106 | 139 | 106 | 139 | 139 | 139 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 8 | 10 | 7 | 16 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 8 | 10 | 7 | 16 | 0 | 500 |
| Summe | 114 | 149 | 113 | 155 | 139 | 639 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 114 | 149 | 113 | 155 | 139 | 639 |
Philip von Grolman
Einkauf / Operations / Nordamerika
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 270 | 243 | 270 | 243 | 243 | 243 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 270 | 243 | 270 | 243 | 243 | 243 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 57 | 70 | 48 | 114 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 57 | 70 | 48 | 114 | 0 | 500 |
| Summe | 327 | 313 | 318 | 357 | 243 | 743 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 327 | 313 | 318 | 357 | 243 | 743 |
Sascha Jürgensen
DeltiParts / Business Development
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 175 | 177 | 175 | 221 | 221 | 221 |
| Nebenleistungen | 4 | 8 | 0 | 2 | 2 | 2 |
| Summe | 179 | 185 | 175 | 223 | 223 | 223 |
| Einjährige variable Vergütung | 35 | 0 | 0 | 540 | 540 | 540 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 10 | 13 | 9 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 10 | 13 | 9 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 224 | 198 | 184 | 773 | 763 | 1.263 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 2 | 0 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 227 | 200 | 184 | 774 | 764 | 1.264 |
Thierry Delesalle
Deltiparts / Marketing / Tirendo / Pricing / Business Unit / Distribution
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 0 | 158 | 0 | 158 | 158 | 158 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 158 | 0 | 158 | 158 | 158 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 27 | 0 | 27 | 0 | 27 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 8 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 0 | 0 | 0 | 8 | 0 | 527 |
| Summe | 0 | 185 | 0 | 185 | 158 | 685 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 0 | 185 | 0 | 185 | 158 | 685 |
Andreas Pruefer (Entry 01.01.2014)
Finanzen / Communication / IT / Risk / Distribution
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 | 475 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 32 | 97 | 227 | 0 | 750 |
| Komponente mit langfr. Anreizwirkung | 0 | 32 | 97 | 227 | 0 | 750 |
| Summe | 475 | 507 | 572 | 702 | 475 | 1.225 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 475 | 507 | 572 | 702 | 475 | 1.225 |
Rainer Binder (Exit 31.12.2013)
Vorstandsvorsitzender
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| Zufluesse | Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 (Min) | 2015 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 238 | 0 | 238 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 238 | 0 | 238 | 0 | 0 | 0 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 114 | 89 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Komponente mit langfr.Anreizwirkung | 114 | 89 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| Summe | 352 | 89 | 238 | 0 | 0 | 500 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 352 | 89 | 238 | 0 | 0 | 500 |
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.
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| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | langfristige Anreizwirkung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Susann Dörsel Müller | 106 | 139 | 0 | 0 | 7 | 16 |
| Philip von Grolman | 270 | 243 | 0 | 0 | 48 | 114 |
| Sascha Jürgensen | 175 | 221 | 0 | 0 | 9 | 0 |
| Andreas Prüfer | 475 | 475 | 0 | 0 | 97 | 227 |
| Thierry Delesalle | 0 | 158 | 0 | 27 | 0 | 8 |
| Summe | 1.026 | 1.236 | 0 | 27 | 161 | 365 |
Frank Schuhardt erhielt in 2014 eine Abfindung in Höhe von 700 Tsd. € ausgezahlt. Darüber hinaus erhielt er im Zuge der Ausübung der Aktienoptionen (Bezüge aus langfristiger Anreizwirkung) 1.720 Tsd. €. Rainer Binder erhielt im Rahmen der mehrjährigen variablen Vergütung aus seiner ehemaligen Vorstandstätigkeit in 2015 89 Tsd. € ausgezahlt.
Im Geschäftsjahr 2015 sind damit für kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandmitglieder von 1.263 Tsd. € (Vorjahr 1.026 Tsd. €), für Abfindungen von 584 Tsd. € (Vorjahr 700 Tsd. €) sowie für andere langfristige, erfolgsabhängige Leistungen von 365 Tsd. € (Vorjahr 161 Tsd. €) angefallen. Zum 31.12.2015 bestehen für die langfristig fälligen Leistungen Rückstellungen von 325 Tsd. € sowie für Abfindungsleistungen an Sascha Jürgensen Verbindlichkeiten von 584 Tsd. €. Die Auszahlung der Abfindungsleistungen erfolgt in 2016.
Im Geschäftsjahr 2015 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
| • | Rainer Binder, Unternehmer, Hannover: Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender |
| • | Alan Revie, Unternehmer, Hamilton / Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied |
| • | Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Hannover: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
Im Geschäftsjahr 2015 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Rainer Binder auf 35 Tsd. € (Vorjahr: 35 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 10 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €) und Alan Revie auf 5 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €).
Die Hauptversammlung hat am 05.05.2015 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2014 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 5.929.720,00 € (0,25 € pro Aktie, Vorjahr 0,50 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 12.724.470,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Delticom AG in Höhe von 18.344.480,61 € einen Betrag von 6.231.665,50 €, d.h. 0,50 € pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von 12.112.815,11 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Vollkonsolidierte Gesellschaften:
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| Festkapital Anteil in % |
||
|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| Delticom Tyres Ltd., Oxford, Großbritannien | 100 | 100 |
| Delticom O.E. S.R.L., Timisoara, Rumänien | 100 | 100 |
| Delticom Südafrika, Durban, Südafrika -100 % Tochterunternehmen der Delticom OE S.R.L. | 100 | 0 |
| Toroleo Tyres GmbH, Schönefeld, Deutschland | 100 | 100 |
| Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Schönefeld, Deutschland | 100 | 100 |
| Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA | 75 | 75 |
| Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia, Kalifornien, USA -100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. | 100 | 100 |
| Tyreseasy LLC, Wilmigton Delaware, USA – 100% Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. | 100 | 0 |
| Price Genie LLC, Benicia, Kalifornien, USA – 100% Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. | 100 | 0 |
| Giga Tyres LLC, Benicia, Kalifornien, USA – 100% Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. | 100 | 0 |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Tirendo Holding GmbH, Berlin, Deutschland | 100 | 100 |
| Deltiparts GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 100 |
| Reife tausend1 GmbH, Deutschland | 100 | 100 |
| Tirendo Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 |
| TyresNET GmbH, München, Deutschland | 90 | 0 |
| Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 0 |
| Giga GmbH, Hannover, Deutschland | 100 | 0 |
At equity konsolidierte Gesellschaften:
scroll
| Festkapital Anteil in % |
Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2015 | 2014 | in Tausend | Währung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Delticom Russland, Moskau, Russland | 49 | 0 | 31,487 | RUB |
scroll
| Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | Stichtag der vorliegenden Informationen | ||
|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | in Tausend | Währung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Delticom Russland, Moskau, Russland | 0 | RUB | 31.12.2015 |
Nicht konsolidierte Gesellschaften:
scroll
| Festkapital Anteil in % |
Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | 2015 | 2014 | in Tausend | Währung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| OOO Delticom Shina, Moskau, (Russland) | 100 | 100 | 198 | RUB |
| Tirendo France SARL, Paris, Frankreich – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | 100 | 100 | -25 | EUR |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag, Niederlande – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | 100 | 100 | -91 | EUR |
| Tirendo AT GmbH, Wien, Österreich – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 | -27 | EUR |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug, Schweiz – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 | -73 | CHF |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau, Polen – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | 100 | 100 | -140 | PLN |
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| Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | Stichtag der vorliegenden Informationen | ||
|---|---|---|---|
| Name, Sitz, Land | in Tausend | Währung | |
| --- | --- | --- | --- |
| OOO Delticom Shina, Moskau, (Russland) | -393 | RUB | 31.12.2014 |
| Tirendo France SARL, Paris, Frankreich – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | -3 | EUR | 31.12.2014 |
| Tirendo Netherlands B.V., Den Haag, Niederlande – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo GmbH Holding GmbH | -23 | EUR | 31.12.2014 |
| Tirendo AT GmbH, Wien, Österreich – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | -22 | EUR | 31.12.2014 |
| Tirendo Switzerland GmbH, Zug, Schweiz – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | -40 | CHF | 31.12.2014 |
| Tirendo Poland Sp.z.o.o., Warschau, Polen – 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH | -28 | PLN | 31.12.2014 |
Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH sowie die Tirendo Holding GmbH haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.
In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:
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| in Tausend € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen | 130 | 110 |
| Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | 29 | 23 |
| Steuerberatungsleistungen | 45 | 43 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Gesamt | 203 | 176 |
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 17.03.2015 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten Liquidität beinhaltet zusätzlich zum Finanzmittelbestand grundsätzlich auch Wertpapiere.
Die Delticom AG hat am 23.02.2016 90 % der Anteile an Gourmondo Food GmbH, München („Gourmondo“) und 100 % der Anteile an der ES Food GmbH („ES Food“), Hannover, gekauft. Die beiden Gesellschaften sind im Bereich des Online-Handels für Lebensmittel tätig. Gourmondo und ES Food betreiben mehr als 10 Domains, darunter gourmondo.de, gourmondo.nl, alnatura-shop.de, lebensmittel.de und supermarkt.at. Die ES Food unterhält darüber hinaus ein hochmodernes automatisiertes Lagersystem.
Miterworben wurde die Ringway GmbH, eine 80 % ige Tochtergesellschaft der ES Food, welche einen neuartigen 3D-Onlineshop entwickelt hat und vermarktet.
Gleichzeitig mit dem Vollzug des Kaufvertrages hat die Delticom AG ein der Gourmondo Food GmbH gewährtes Gesellschafterdarlehen sowie die für den Betrieb der eFood Online-Shops erforderlichen Software-Rechte käuflich erworben.
Verkäuferinnen waren die Prüfer GmbH, Hannover, und direkte oder indirekte 100 % ige Tochtergesellschaften der Prüfer GmbH.
Der Kaufpreis betrug insgesamt 30 Mio. €. Dieser beinhaltet Vermögensgegenstände der ES Food GmbH in Höhe von rund 21,4 Mio. €, die sich ca. hälftig aus materiellen und immateriellen Vermögenswerten zusammensetzen, den Kaufpreis für 90 % der Gourmondo Food GmbH in Höhe von ca. 2 Mio. € sowie Darlehen an Gourmondo Food GmbH in Höhe von 6,6 Mio. €. Die Kaufpreisallokation wird derzeit durchgeführt und innerhalb der kommenden Wochen finalisiert.
Von dem Gesamtkaufpreis in Höhe von 30 Mio. € wurden 18,5 Mio. € in bar bezahlt, 1,5 Mio. EUR durch Übernahme einer Bankverbindlichkeit von Gourmondo und 10 Mio. € durch Ausgabe von 518.081 Delticom Aktien an eine der Verkäuferinnen, die Seguti GmbH (eine 100 % ige Tochter der Prüfer GmbH). Der Wert der neuen Delticom Aktien wurde auf der Basis des dreimonatigen gewichteten Durchschnittskurses der Delticom Aktie bis einschließlich 22.02.2016 berechnet. Die Ausgabe der neuen Aktien gegen Sacheinlage durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 wurde am 23.02.2016 von Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG beschlossen.
Durch diese Akquisition verstärkt Delticom ihre Kompetenzen im Bereich Logistik und expandiert in vielversprechende Bereiche des Online-Lebensmittelhandels.
Im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Transaktion wurde eine Vereinbarung zwischen der Prüfer GmbH und der Binder GmbH getroffen, wonach die Prüfer GmbH 800.000 von der Binder GmbH gehaltene Delticom Aktien für einen Kaufpreis von 25 € pro Aktie (Gesamtkaufpreis: 20 Mio. EUR) erwirbt. Damit hat die Prüfer GmbH den gesamten Bar-Kaufpreis in Höhe von 18,5 Mio. €, den die Verkäuferinnen von Delticom erhalten haben, in Delticom Aktien investiert und darüber hinaus Delticom Aktien für 1,5 Mio. € erworben.
Die Prüfer GmbH hält nunmehr unmittelbar bzw. mittelbar 4.308.308 Delticom Aktien (34,57 % des Grundkapitals) und die Binder GmbH 2.186.861 Delticom Aktien (17,55 % des Grundkapitals halten). Der existierende Pool-Vertrag zwischen der Prüfer GmbH, Herrn Dr. Andreas Prüfer, der Binder GmbH und Herrn Rainer Binder bleibt bestehen.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, 11. März 2016
Thierry Delesalle
Susann Dörsel-Müller
Philip von Grolman
Andreas Prüfer
Wir haben den von der Delticom AG, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-Veränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 11. März 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig beraten und fortlaufend überwacht sowie die ihm sonst nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Wir ließen uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Vom Vorstand haben wir monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, ins besondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Bis auf die Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vom 12.12.2015 und der Sitzung zur strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft durch Erweiterung des Geschäftsmodells auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln am 09.10.2015, bei denen sich Herr Binder seiner Stimme enthielt, wurden alle Beschlüsse im Berichtszeitraum einstimmig gefasst.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum Herr Rainer Binder (Vorsitzender), Herr Michael Thöne-Flöge (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Alan Revie an. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2015 insbesondere mit der Frage der Erweiterung des Geschäftsmodells auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln, die im Jahr 2016 dann durch den Erwerb der in diesem Bereich bereits tätigen und ganz bzw. mehrheitlich von der Prüfer GmbH gehaltenen Gesellschaften Gourmondo Feod GmbH und ES Feod GmbH erfolgte. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit dieser Neuausrichtung beschäftigt und hält den Erwerb der Gesellschaften für einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum strategischen Ziel, die Umsätze außerhalb der Automobilindustrie zu erhöhen.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2015 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben, zum Teil im Wege der Telefonkonferenz. Neun Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.
In unserer ersten ordentlichen Sitzung vom 17.03.2015 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des 2014 erzielten Bilanzgewinns befasst. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 05.05.2015 verabschiedet.
In der Sitzung am 05.05.2015 hat der Vorstand über die Geschäfts- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich in der Sitzung mit der Frauenquote im Aufsichtsrat und Vorstand beschäftigt und beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat und im Vorstand auch zum 30.06.2017 bei den aktuellen Prozentsätzen zu belassen (0% für den Aufsichtsrat und 20% für den Vorstand).
In der Sitzung am 08.09.2015 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2015. Ferner haben wir - wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen. In dieser Sitzung haben wir aufgrund der außerordentlichen Leistungen von Herrn Delesalle im Bereich eCommerce eine Erhöhung der Vergütung von Herrn Delesalle sowie die Gewährung einer Ermessenstantieme an ihn beschlossen. In dieser Sitzung hat der Vorstand uns zudem erstmals von seiner Intention berichtet, das Geschäftsmodell der Delticom auf den Bereich des Onlinehandels mit Lebensmitteln auszuweiten und von der Akquisitionsmöglichkeit betreffend die mehrheitlich (teilweise mittelbar) von der Prüfer GmbH gehaltene in diesem Bereich tätige Gruppe berichtet.
Die Frage einer strategischen Neuausrichtung von Delticom durch Erweiterung des Geschäftsmodells auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln erörterte der Aufsichtsrat anschließend ausführlich in einer eigens hierfür einberufenen Sitzung am 09.10.2015. Der Vorstand hat seine Überlegungen zu der Neuausrichtung in einem ausführlichen Strategiepapier niedergelegt und dem Aufsichtsrat vor der Sitzung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat das Strategiepapier eingehend studiert und intensiv diskutiert. Im Ergebnis bestand Einigkeit dahingehend, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln durch die enorme Größe des Marktes interessant sei und sehr viel Potenzial zum Wachstum biete. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend der strategischen Neuausrichtung durch Ausweitung des Produktsortiments auf den Onlinehandel mit Lebensmitteln zugestimmt und den Vorstand beauftragt, Verhandlungen mit den Verkäufern der Zielgesellschaften aufzunehmen. Herr Binder hat sich bei der Abstimmung seiner Stimme enthalten.
In der letzten ordentlichen Sitzung am 17.11.2015 hat uns der Vorstand über den Gang der Geschäfte und über das Risikomanagement der Gesellschaft berichtet. Wir haben ferner über die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten sowie der Neuaufteilung der Vorstandsressorts zugestimmt.
Neben den vier ordentlichen Sitzungen wurden die folgenden neun Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst:
Im schriftlichen Verfahren haben wir am 14.01.2015 die aufgrund der Ausübung von Optionsrechten im Geschäftsjahr 2014 erforderliche Anpassung der Satzung betreffend Grundkapital und bedingtes Kapital beschlossen.
Am 15.01.2015 haben wir die Reduzierung der Arbeitszeit um einen halben Tag mit entsprechender Verminderung des Vergütungsanspruches des Vorstandsdienstvertrages mit Herrn von Grolman beschlossen und der geänderten Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2015 und der Neugründung der Giga GmbH zugestimmt.
Am 27.02.2015 haben wir der Gründung der Delticom SA Ltd. in Südafrika und am 04.06.2015 der Gründung der TyresNET GmbH zugestimmt.
Am 23.06.2015 haben wir einer Neufassung der Satzung der Deltiparts GmbH zugestimmt.
Am 22.07.2015 stimmten wir der Gründung von zwei Gesellschaften durch der Tochtergesellschaft Delticom North America zu.
Am 23.07.2015 stimmten wir einem Mietvertrag zur Nutzung einer Außenfläche für die Lagerung von Gestellen zwischen Delticom und der Seguti GmbH zu. Einziger Gesellschafter der Seguti GmbH ist die Prüfer GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter Herr Prüfer ist. Am selben Tag erteilten wir unsere Zustimmung zu dem Verkauf sämtlicher von Delticom gehaltener Geschäftsanteile (50,9%) an der Beteiligungsgesellschaft Tyre Pac.
Mit Schreiben vom 20.10.2015 hat Herr Sascha Jürgensen sein Amt als Vorstandsmitglied niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat mit gleichem Datum seine Zustimmung zur vorzeitigen Beendigung des Amtes und zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages im schriftlichen Verfahren erteilt.
Der letzte Beschluss im schriftlichen Verfahren erfolgte am 12.12.2015 und betraf die Ver längerung eines Beratervertrages zwischen der Delticom AG und der BCT Binder Consulting and Trade GmbH, deren Geschäftsführer und Alleingesellschafter Herr Binder ist. Der Beratungsvertrag umfasst Leistungen außerhalb des Bereichs der Tätigkeiten, die Herrn Binder als Aufsichtsratsmitglied obliegen. Bei der Beschlussfassung hat sich Herr Binder seiner Stimme enthalten.
Corporate Governance
Am 17.03.2015 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.Delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.
Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Sinne von Ziffer 3.1O des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.
Zu im Geschäftsjahr 2015 aufgetretenen Interessenkonflikten und deren Behandlung berichtet der Aufsichtsrat wie folgt:
Da die Prüfer GmbH plante, gleichzeitig mit und in Abhängigkeit von dem Abschluss des Kaufvertrages mit der Delticom AG betreffend die Veräußerung der von der Prüfer GmbH (teilweise Mittelbar) ganz bzw. mehrheitlich gehaltenen, im Bereich Onlinelebensmittelhandel tätigen Gesellschaften, von der Binder GmbH, deren einziger Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende von Delticom, Herr Rainer Binder, ist, eine signifikante Anzahl von Aktien an der Delticom AG zu erwerben, enthielt sich Herr Binder aufgrund seiner mittelbaren Betroffenheit und des damit einhergehenden möglichen Interessenkonfliktes bei allen Beschlussfassungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der im Onlinelebensmittelhandel tätigen Gesellschaften der Stimme.
Wie bereits erläutert, hat der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren am 12.12.2015 der Verlängerung des Beratungsvertrags zwischen der Delticom und der BCT Binder Consulting and Trade GmbH zugestimmt, deren Geschäftsführer und Alleingesellschafter Herr Rainer Binder ist. Der Beratungsvertrag umfasst Leistungen außerhalb des Bereichs der Tätigkeiten, die Herrn Binder als Aufsichtsratsmitglied obliegen. Bei beiden Beschlussfassungen hat sich Herr Binder seiner Stimme enthalten.
Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen.
Rechnungslegung
Die Abschlussbesprechung mit dem Abschlussprüfer, in der die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers vorbesprochen wurden, fand am 14.03.2016 statt. Es wurden keine Unrichtigkeiten, Verstöße gegen Gesetz oder Satzung oder bestandsgefährdende Risiken festgestellt.
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15.03.2016 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichten für das Geschäftsjahr 2015 beschäftigt, insbesondere dem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2015, sowie dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns und dem Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2015. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, jeweils für das Geschäftsjahr 2015, wurden uns so rechtzeitig vorgelegt, dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer Pricewaterho useCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft, Fuhrberger Straße 5, 30625 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. Es bestehen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.
Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2015 durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Vertreter des Abschlussprüfers berichteten in der Sitzung vom 15.03.2016 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschl uss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2015, vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns im Jahr 2015 angeschlossen .
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.
Hannover, den 15.03.2016
Rainer Binder, Aufsichtsratsvorsitzender
Michael Thöne-Flöge, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
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