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Delticom AG — Annual Report 2012
Apr 15, 2013
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Annual Report
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Delticom AG
Hannover
Jahresabschluss zum 31.12.2012
Lagebericht
Geschäftstätigkeit
Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führender Reifenhändler im Internet. Im Geschäftsbereich E-Commerce sind wir in 35 Ländern mit 115 Onlineshops tätig.
Geschäftsfelder
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.
E-Commerce
Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen über 115 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist ReifenDirekt – im deutschsprachigen E-Commerce eine bekannte Marke.
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.
In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.
Das Unternehmen ist in 35 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen.
Großhandel
Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland.
Produkte
Ersatzreifen
Delticom erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Onlineshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.
Saisonale Sortimente
In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.
Innovative Produkte
In den letzten Jahren fragten unsere Kunden vermehrt Ultra-High-Performance-Reifen und innovative Produkte wie Run-Flat-Reifen nach. Das Interesse an ökologisch nachhaltigen Produkten nimmt stetig zu. Daher können unsere Kunden bei uns auch Reifen kaufen, die helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
Zubehör und Ersatz- und Verschleißteile
Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.
Marktumfeld
Markt für Ersatzreifen
Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für Delticom ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60% aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20% Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.
Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20% auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich – nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen – für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mindestens 11 Mrd. €.
Lieferkette
Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren – wie in vielen anderen Produktgruppen auch – zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.
Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.
Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.
Reifenhandel im Internet
In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.
Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2012 europaweit nicht wesentlich mehr als 6 % der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.
In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell noch unter 10%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. So gaben in einer Studie des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) 19,2% (Vorjahr: 16,5%) der Befragten an, zukünftig Reifen über das Internet kaufen zu wollen. Bei der jüngeren und internetaffineren Zielgruppe fiel der Wert mit 31,0% (Vorjahr: 30,8%) noch deutlich höher aus.
Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an dieser nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren – und den Markt wesentlich mitzuprägen.
Wettbewerbsposition
Geringe Markteintrittsbarrieren
In einigen Ländern bieten manche Reifenhändler und Werkstattketten ihre Waren mittlerweile auch über das Internet an – ein zusätzlicher Vertriebskanal, der das stationäre Hauptgeschäft ergänzt. Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Online-Handel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal im Reifenhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.
First-Mover
Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Derzeit ist Delticom, gemessen an den über das Internet erzielten Umsatzerlösen, deutlich größer als die Wettbewerber und im Gegensatz zu diesen in ganz Europa tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Nachfrage gut ausgeglichen werden.
Schlanke Wertschöpfungskette
Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 30.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.
Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Die niedrige Kostenbasis verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.
Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass Delticom aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden Reifenhändlern im Internet gehören wird.
Wirtschaftliche und regulatorische Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung
Fahrzeugbestand, Fahrleistung, Ersatzzyklus
Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Das Unternehmen ist aber nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes.
Auf den Straßen Europas fahren mehr als 224 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei etwa 8 Jahren, wovon 70 % jünger als 10 Jahre sind. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer steigt. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.
Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten – insbesondere Benzinpreise – haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.
Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.
Preis und Mix
Umsatz und Marge eines Reifenhändlers werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.
Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.
Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.
Wetterabhängige Nachfrage
Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.
Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.
In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.
Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.
Da Delticom europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.
Regulatorische Einflüsse
Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Nachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrsregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.
EU-Reifenlabel
Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.
Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.
Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ steht dabei für die beste und ein rotes „G“ für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.
Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.
Mit der Verordnung verfolgt die europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz und ermöglicht Pkw-Haltern gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften zu suchen.
Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden.
Delticom informiert seine Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.
Experten haben in der letzten Wintersaison verstärkt darauf hingewiesen, dass das EU-Reifenlabel in Bezug auf Winterreifen nur über eine bedingte Aussagefähigkeit verfügt. Im Winter sind andere Produkteigenschaften des Reifens in Hinblick auf Sicherheit und ein stabiles Fahrverhalten wesentlicher, als die vom Label erfassten Kriterien: Rollwiderstand, Nasshaftung, externes Rollgeräusch. Dies mag einer der Gründe sein, weshalb dem Reifenlabel im letzten Winter unseres Erachtens nach im Rahmen der Kaufentscheidung vieler Autofahrer keine primäre Rolle zukam.
Für Sommerware begrüßen wir das Reifenlabel: es sorgt für mehr Transparenz und erleichtert den Kunden die Kaufentscheidung, da die Produkte mit Blick auf die Labelkriterien vergleichbar werden. Wir gehen davon aus, dass das Reifenlabel in der anstehenden Sommersaison in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewinnen wird.
Branchenexperten vermuten, dass das EU-Reifenlabel den Anteil an Premiummarken im europäischen Markt erhöhen könnte.
Unternehmenssteuerung und Strategie
Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Verkauf von Ersatzreifen in Europa. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält für das Geschäft mit Endkunden keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBIT sind gleichberechtigte Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.
Unternehmensinternes Steuerungssystem
Finanzielle Ziele
Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:
Umsatz und Umsatzwachstum der Gruppe werden entlang der Segmentierung nach E-Commerce und Großhandel erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen.
Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen.
Für Delticom als Ganzes ist das operative Vorsteuerergebnis (EBIT) die wesentliche Steuerungsgröße.
Nichtfinanzielle Ziele
Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts:
Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert.
In der Lager- und Transportlogistik verwenden wir Leistungskennzahlen wie Durchfluss, Lieferzeiten, Altersstrukturanalysen und Umschlagshäufigkeiten.
Die Effizienz des Online-Marketings hat wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Das Marketing wird mit Kennzahlen aus dem Bereich der "Web Analytics" und des Suchmaschinenmarketings gesteuert.
Wir vereinbaren mit unseren Logistik- und Outsourcingpartnern sogenannte "Service Level Agreements" (SLA), welche prozessspezifische Kennzahlen und Schwellenwerte definieren.
Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.
Wesentliche Kennzahlen sind auf der vorderen Umschlagseite des Geschäftsberichts abgedruckt.
Strategie
Das Management beabsichtigt, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Online-Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen. Der Geschäftsbereich E-Commerce soll auch in den kommenden Jahren weiterhin stark zum Unternehmenswachstum beitragen.
Fokus
Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen an private Endkunden in Europa. Andere Produkte, Regionen und Zielgruppen entwickeln wir bevorzugt organisch aus unserem Geschäft heraus.
Wir gehen davon aus, dass Delticom auch in Zukunft nicht durch Zukäufe sondern organisch wachsen wird. Sollten sich jedoch Opportunitäten ergeben, dann werden wir sie prüfen.
Nur online
Im Geschäftsbereich E-Commerce verkaufen wir ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Unsere jeweiligen Zielgruppen sprechen wir mit kostengünstiger Online-Werbung an. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.
Optimiertes Sourcing
Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und unterstützt das Working Capital Management. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.
Verlässliche Partner
Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Reifen schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellt Delticom seinen Kunden ein Netzwerk mit Tausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung sind in Operations-Center ausgelagert.
Großhandel
Im Segment Großhandel erwartet die Gesellschaft in den kommenden Jahren kein wesentliches Wachstum, verfolgt aber strategisch wichtige Ziele: Zum einen erhält Delticom aus diesem Bereich Informationen über den Markt, zum anderen können wir auch kurzfristig größere Volumina bewegen und zügig in neuen Ländern Fuß fassen.
Organisation
Mit 141 Mitarbeitern – größtenteils am Standort Hannover – ist Delticom ein schlankes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben sind an Operations-Center ausgelagert. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette.
Rechtliche Unternehmensstruktur
Die Delticom AG ist zum 31.12.2012 an folgenden Tochtergesellschaften beteiligt:
Reifendirekt GmbH, Hannover (Deutschland)
Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland)
Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien)
NETIX S.R.L., Timisoara (Rumänien)
Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA)
Tyrepac Pte. Ltd., (Singapur)
Hongkong Tyrepac Ltd., (Hong Kong)
OOO Delticom Shina, Moskau (Russland)
Mit Ausnahme von den Gesellschaften Tyrepac Pte. Ltd und OOO Delticom Shina liegen sämtliche Anteilsbesitze an den Tochterunternehmen zu 100% bei der Delticom AG. An der Tyrepac Pte. Ltd., Singapur und deren Tochter in Hongkong hält die Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 50,9 %. An der OOO Delticom Shina hält die Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 99,0%.
Delticom betreibt das Geschäft überwiegend aus der Zentrale am Standort Hannover.
Vorstand und Aufsichtsrat
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.
Vorstand
Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstandes statt.
Grundzüge des Vergütungssystems
Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30. April 2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung,
erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile,
variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom AG. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/ Malussystem.
Dem Finanzvorstand Schuhardt wurde als variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusätzlich die Teilnahme an einem Aktienoptionsprogramm ermöglicht. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2012 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.
Erklärung zur Unternehmensführung
Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung gestellt ist.
Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 AktG)
Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Mitarbeiter
141 Mitarbeiter
Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 141 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr: 113). Im Laufe des Jahres haben wir schwerpunktmäßig in der Logistik neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt. Die Lagerhaltung und die Auslieferung der Artikel sind zentrale Geschäftsprozesse im Unternehmen. Auch im IT-Bereich bauen wir weiter Personal auf, um in dem sich schnell entwickelnden Umfeld innovationsfähig zu bleiben.
Aus- und Weiterbildung
Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bietet Delticom seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.
Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2012 haben 4 junge Menschen bei uns eine Ausbildung begonnen. Zum Jahresende 2012 waren insgesamt 8 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 12).
Eigenverantwortung
Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.
Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.
IT-Infrastruktur
Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die ausgelagerten Operations-Center mit ein.
Wichtige Geschäftsprozesse
Einkauf
Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.
Kundengewinnung
Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).
Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher Reifen kaufen kann. Unsere PR-Abteilung informiert daher regelmäßig über die Vorteile des Onlinekaufs und macht Verbraucher auf unsere Shops aufmerksam.
Insgesamt haben wir im letzten Jahr 785 Tausend Neukunden (Vorjahr: 851 Tausend, –7,7 %) hinzugewinnen können.
Customer Capital
Seit Gründung des Unternehmens haben über 5,7 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 4,9 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Die Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.
Im letzten Geschäftsjahr haben 454 Tausend Bestandskunden (Vorjahr: 417 Tausend, +8,9 %) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft – angesichts des langen Ersatzzyklus im Reifengeschäft eine erfreuliche Zahl, die in den nächsten Jahren weiter steigen sollte.
Lagerlogistik
Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.
Transportlogistik
Die in den Onlineshops verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.
Bestellprozess und Auftragsabwicklung
Bei Delticom werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software angestoßen. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen sind in Operations-Center ausgelagert.
Forschung und Entwicklung
Eigene Software
Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.
Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.
Testmärkte
Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.
Liquiditätsmanagement
Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die starke Bilanz ist ein Eckpfeiler unserer Geschäftsbeziehungen zu großen Lieferanten. Das Geschäftsmodell ist ertragsstark und gleichzeitig wenig kapitalintensiv. Delticom verfügt seit dem Börsengang im Jahr 2006 über ausreichende finanzielle Mittel, trotz der seit Jahren verfolgten Vollausschüttungspolitik.
Treasury-Abteilung
Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich unter anderem folgender Instrumente der Liquiditätssteuerung:
Zahlungsabwicklung. Delticom ist mit Onlineshops in 37 Ländern tätig. Dies führt zu einem kleinteiligen Zahlungsverkehr mit Partnerbanken im In- und Ausland. Wo immer möglich, verwenden wir Cash Pooling, um Verbindlichkeiten aus Kontokorrent zu vermeiden.
Akkreditive. Ein Teil der Einkäufe von Handelsware wird über Importakkreditive abgewickelt.
Hedging. Handelsgeschäfte in Fremdwährungen werden zentral abgesichert. Der Hedge wird im Zeitablauf immer genauer an den voraussichtlichen Zahlungseingang oder -ausgang angepasst.
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Im Treasury werden die von Lieferanten eingeräumten Zahlungsziele überwacht. Es entscheidet ferner, ob und welche Verbindlichkeiten vorfristig abgelöst werden.
Geldanlage. Wir prüfen laufend die Konditionen von Termingeld und anderen Anlageformen wie Staatsanleihen und Geldmarktfonds. Hierbei beschränken wir uns auf Emittenten hoher Bonität und verteilen die Gelder auf unterschiedliche Adressen, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
Liquiditätsreserve. Ein Teil der verfügbaren Liquidität kann in die sogenannte "Liquiditätsreserve" eingestellt werden. Diese dient einerseits als Risikovorsorge für außergewöhnliche Belastungen, andererseits, um bei Akquisitionsmöglichkeiten schnell handeln zu können. Die Liquiditätsreserve beläuft sich mindestens auf den in der Bilanz als Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesenen Betrag. Je nach Marktlage kann sie auch kurzlaufende Termingelder enthalten, die in der Bilanz gemäß HGB den Zahlungsmitteln zugerechnet würden.
Kreditlinien. Mit einigen unserer Bankpartner haben wir Barlinien vereinbart. Bestehende Avallinien können teilweise bei Bedarf in Barlinien umgewandelt werden.
Liquiditätsplanung
Grundlage der Liquiditätssteuerung ist die vom Vorstand jeweils zum Jahresende für das Folgejahr verabschiedete Jahresplanung. Sie bildet den Rahmen für rollierende mittelfristige Planungen von Ein- und Auszahlungen. Die Liquiditätsplanung wird durch einen Katalog von Maßnahmen ergänzt, die bei Erreichen von Melde- und Sicherheitsbeständen ergriffen werden.
Rahmenbedingungen 2012
Die Weltwirtschaft konnte 2012 nicht auf einen Wachstumspfad zurückkehren. Konjunkturelle Probleme und die anhaltende europäische Staatsschuldenkrise prägten das gesamtwirtschaftliche Bild. Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Rahmenbedingungen hat sich die Konsumneigung in weiten Teilen Europas eingetrübt. Auch der Reifenhandel bekam diese Nachfrageschwäche zu spüren: 2012 wurden nochmals deutlich weniger Reifen abgesetzt als im schon schwachen Vorjahr.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Europa
Europa ist im vergangenen Jahr erneut in eine Rezession gerutscht. Der harte Sparkurs der Regierungen, schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Arbeitslosigkeit und unsichere Einkommenserwartungen belasteten das Konsumklima. Im weiteren Verlauf des Jahres wurden zunehmend auch die Kernländer Europas vom Abschwung erfasst.
Deutschland
Auch in Deutschland drückten steigende Energiepreise und die nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt auf die Stimmung, aber die Beschäftigung liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Ergebnis konnte die deutsche Wirtschaft trotz spürbarer Nervosität von einer stabilen privaten Nachfrage profitieren.
Entwicklung des Ersatzreifengeschäfts
Insgesamt brachte 2012 nicht den vom Reifenhandel erhofften Aufschwung, sondern ein deutliches Umsatzminus.
Sommerreifengeschäft wieder enttäuschend
Zunächst blieb – ähnlich wie schon im Jahr zuvor – das Sommerreifengeschäft europaweit hinter den Erwartungen zurück. So geht der BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.) in einer ersten Einschätzung für Deutschland von einem Volumenrückgang um 12,8% bei Sommerreifen aus. In den meisten anderen europäischen Ländern war die Entwicklung ähnlich negativ.
Sehr schwaches Winterreifengeschäft
Der sich damit schon in der ersten Jahreshälfte abzeichnende zyklische Abschwung verschärfte sich dann nochmals im vierten Quartal. Milde Temperaturen und eine anhaltende Kaufzurückhaltung vieler Autofahrer ließen die Absatzzahlen im europäischen Winterreifengeschäft einbrechen. Aufgrund der gut gefüllten Lager und des zunehmenden Wettbewerbs auch unter Online-Händlern kamen vielerorts die Preise zusätzlich unter Druck.
Geschäftsverlauf und Ertragslage
Für Delticom war 2012 ein herausforderndes Jahr. In einem schwierigen Marktumfeld wurde ein Umsatz von 441,0 Mio. € (–5,2 %) erzielt. Das EBIT belief sich auf 31,7 Mio. € (2011: 51,0 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug 7,2 %.
Umsatz
Umsatz
Delticom erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe von 441,0 Mio. €, ein Minus von 5,2 % gegenüber dem Vorjahreswert von 465,2 Mio. €. In Folge der schlechten Marktlage gingen die Umsätze insbesondere in den zyklischeren Geschäftsbereichen deutlich zurück. So brach der Großhandelsumsatz auf Gesamtjahressicht um 43,0 % ein und betrug für 2012 noch 13,5 Mio. € (2011: 23,7 Mio. €).
E-Commerce
Auch im Geschäftsbereich E-Commerce kamen die Verkäufe an Geschäftskunden (B2B) stark unter Druck. Aufgrund stabiler Verkäufe an Endkunden (B2C) ging der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce im Vorjahresvergleich jedoch lediglich um 3,2 % von 441,5 Mio. € auf 427,5 Mio. € zurück. Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 96,9 %, im Vergleich zu 94,9 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Aufgrund der schwachen Marktlage lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 785 Tausend unter Vorjahr (2011: 851 Tausend). Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 454 Tausend Bestandskunden (2011: 417 Tausend, +8,9 %) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft.
Regionale Verteilung
Das Unternehmen ist weltweit in 35 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 333,8 Mio. € (–9,4 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern tätig, aber auch in den USA. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2012 ein Umsatz von 107,2 Mio. € (+10,8 %).
1. Quartal
Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Verkauf von Winterreifen zu Jahresbeginn mangels Schnee marktweit hinter den Erwartungen zurück. Vor Ostern war es zudem für einen guten Start in die Umrüstsaison zu kalt. Die niedrigen Temperaturen hielten viele Autofahrer davon ab, frühzeitig auf Sommerreifen umzurüsten. Insgesamt erzielte Delticom im ersten Quartal Umsätze in Höhe von 81,9 Mio. € (Q1 11: 81,6 Mio. €), trotz starker Vorjahresbasis ein Plus von 0,4 %.
2. Quartal
Entgegen den Erwartungen vieler Marktteilnehmer verlief das europäische Sommerreifengeschäft auch im zweiten Quartal vielerorts enttäuschend. Insgesamt erlöste Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 104,0 Mio. € (Q2 11: 110,1 Mio. €), ein Minus von 5,5% gegenüber dem Vorjahr.
3. Quartal
Auch im dritten Quartal konnte der europäische Ersatzmarkt keine Trendwende verzeichnen. Einem enttäuschenden Sommerreifengeschäft folgte ein Start in die Wintersaison, der deutlich schwächer ausfiel als im Jahr zuvor. In diesem schwierigen Marktumfeld ging der Umsatz im dritten Quartal um 13,4% auf 83,5 Mio. € (Q3 11: 96,4 Mio. €) zurück.
4. Quartal
Erste vorläufige Zahlen der Branchenverbände zeigen, dass der Reifenfachhandel im vergangenen Winter nochmals deutlich weniger Reifen abgesetzt hat als im schon schwachen Vorjahr 2011.
Dies blieb bei Delticom für das Geschäft mit gewerblichen Kunden nicht ohne Folgen: Sowohl im B2B-E-Commerce als auch im Großhandel ging der Umsatz im Q4 deutlich zweistellig zurück. Insgesamt setzte Delticom im Schlussquartal 171,6 Mio. € um (Q4 11: 177,2 Mio. €, –3,1%). Dank der positiven Entwicklung im Endkundengeschäft lag dabei der Quartalsumsatz im Segment E-Commerce mit 168,8 Mio. € nur leicht unter Vorjahr (Q4 11: 171,6 Mio. €, –1,7%).
Im Geschäft mit privaten Endkunden (B2C) konnte Delticom den Absatz im Q4 trotz milden Winterwetters und eines starken Wettbewerbsdrucks wieder steigern. Der B2C-Anteil betrug über 80% am E-Commerce-Umsatz. Somit ist es der Gesellschaft im Schlussquartal 2012 zumindest teilweise gelungen, sich den schwachen Marktbedingungen zu entziehen.
Wesentliche Aufwandspositionen
Materialaufwand
Der Materialaufwand ging im Berichtszeitraum von 340,6 Mio. € in 2011 um 2,9 % auf 330,6 Mio. € zurück. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 73,2 % auf 75,0 %. Im Bereich E-Commerce verringerte sich der Materialaufwand um 0,4 % von 319,8 Mio. € auf 318,5 Mio. € und betrug somit 74,5 % vom Segmentumsatz (Vorjahr: 72,4 %).
Im Bereich Großhandel reduzierte sich der Materialaufwand im Berichtszeitraum um 41,9 % auf 12,1 Mio. € (Vorjahr: 20,8 Mio. €), was einer Materialaufwandsquote von 89,3 % vom Großhandelsumsatz entspricht (Vorjahr: 87,6 %).
Personalaufwand
Die Geschäftsprozesse im Unternehmen sind zu guten Teilen automatisiert und werden von den Mitarbeitern fortlaufend verbessert. Neue Kolleginnen und Kollegen wurden im Verlauf des Geschäftsjahres schwerpunktmäßig für das in 2011 eröffnete Großlager eingestellt. Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 141 Mitarbeiter (2011: 113).
Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) in Höhe von 2,0 % ist im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2011: 1,5 %).
Abschreibungen
Wir überprüfen unsere Bestände an Handelswaren routinemäßig auf Überalterung. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Delticom musste in den vergangenen Jahren keine Handelsware wegen Überalterung abschreiben.
Die Abschreibungen betreffen daher ausschließlich das ausgewiesene Anlagevermögen. Bedingt durch die niedrige Kapitalintensität des Geschäfts waren die Abschreibungen mit 2,7 Mio. € weiterhin relativ gering (Vorjahr: 2,1 Mio. €).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Insgesamt sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 74,8 Mio. € um –0,3 Mio. € oder –0,5 % auf 75,1 Mio. €.
Transportkosten
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Delticom lässt die verkauften Reifen von den Lagerstandorten abholen und zu den Kunden oder Montagepartnern liefern.
Der Anstieg der Transportkosten im Berichtszeitraum von 36,0 Mio. € um 2,1 % auf 36,8 Mio. € ist vorrangig auf den höheren E-Commerce Anteil am Gesamtumsatz zurückzuführen. Delticom erfasst auch die in einzelnen Ländern anfallenden Gebühren für Altreifenentsorgung in den Transportkosten.
Der Anteil der Transportkosten am Umsatz betrug 8,3 % (2011: 7,7 %). In 2011 war die Quote insbesondere aufgrund des Preiseffekts im Umsatz niedriger ausgefallen.
Kosten der Lagerhaltung
Die direkten Kosten der Lagerhaltung gingen von 5,0 Mio. € um 26,7 % auf 3,7 Mio. € zurück, weil im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen einige Zeitarbeiter in Festanstellung übernommen wurden. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz reduzierte sich von 1,1 % im Vorjahr auf 0,8 %.
Mit der Ausweitung der Lagerkapazität erhöhte sich der Aufwand für Mieten und Betriebskosten im Berichtszeitraum von 4,9 Mio. € in 2011 um 24,8 % auf 6,1 Mio. €.
Marketing
Der Marketingaufwand betrug 10,7 Mio. €, nach 9,1 Mio. € für 2011. Dies entspricht einer Quote von 2,4 % vom Umsatz (2011: 2,0 %). Das Unternehmen hat im letzten Jahr planmäßig mehr als im Vorjahr für Marketing ausgegeben, um den Abverkauf in einem schwierigen Marktumfeld zu unterstützen.
Operations-Center
Die Hotlines der Onlineshops und ausgewählte Teile der Kunden- und Lieferantenprozesse sind an externe Dienstleister ausgelagert. Der entsprechende Aufwand stieg im Berichtszeitraum von 4,9 Mio. € auf 5,1 Mio. € (+4,0 %). Grund für den Anstieg war der Aufbau zusätzlichen Personals sowie ein generell gestiegenes Lohnkostenniveau.
Forderungsausfälle
Im Vorjahresvergleich haben sich die Forderungsausfälle von 0,9 Mio. € um 36,1 % auf 1,2 Mio. € erhöht. Im Geschäft mit gewerblichen Endkunden unterliegt die Kreditvergabe strikten Regeln um das Zahlungsausfallrisiko zu begrenzen. Der Anstieg der Forderungsausfälle geht daher hauptsächlich mit dem höheren B2C-Anteil am E-Commerce-Umsatz einher. Dort sind die Forderungsausfälle rezessionsbedingt gestiegen, da sich die wirtschaftliche Situation privater Konsumenten im letzten Jahr vielerorts verschlechtert hat.
Währungsverluste
Aus der Beschaffung entstehen regelmäßig Fremdwährungspositionen, größtenteils in US-Dollar. Diese werden durch Forward-Geschäfte abgesichert.
Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Sie betrugen 2012 3,4 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). Den Verlusten stehen prinzipiell Währungsgewinne in gleicher Höhe gegenüber, wobei die Gewinne und Verluste aufgrund der Dauer der entsprechenden Grundgeschäfte teilweise in unterschiedlichen Quartalen ausgewiesen werden. Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf –1,8 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €).
Ergebnisentwicklung
Bruttomarge
Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 25,0 %, nach 26,8 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ein Teil des Rückgangs kann durch den im Jahresverlauf zunehmenden Preisdruck in Folge der schwachen Nachfrage erklärt werden. Ein weiterer wesentlicher Grund war die Entwicklung der eigenen Bestände an Sommerreifen; sie wurden im Zuge der Marktschwäche stark runtergefahren. Dadurch ist der Anteil der von Großhändlern adhoc bezogener Fremdware gestiegen, die meist zu geringeren Bruttomargen verkauft wird als Eigenware.
Zur Steigerung des Absatzvolumens waren aus Kundensicht attraktivere Preise als im Vorjahr notwendig. Nach Meinung des Bundesverbands Reifenfachhandel (BRV) musste der Handel im letzten Jahr bei Winterreifen aufgrund der schwachen Nachfrage und vollen Lägern die Preise zu Lasten der Profitabilität um einige Prozente senken. Auch bei Delticom fiel die im Schlussquartal erzielte Bruttomarge mit 24,6 % deutlich niedriger aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q4 11: 28,6 %).
In den beiden Geschäftsbereichen E-Commerce und Großhandel werden unterschiedliche Bruttomargen erzielt. Wie üblich war die Bruttomarge im E-Commerce mit 25,5 % (2011: 27,6 %) höher als im Großhandel (10,7 %, 2011: 12,4 %).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen im Berichtszeitraum mit 7,6 Mio. € deutlich geringer aus als im Vorjahr (2011: 10,5 Mio. € oder –27,1 %). Maßgeblich für diese Entwicklung war der Rückgang der Gewinne aus Währungskursdifferenzen von 5,9 Mio. € in 2011 auf 1,6 Mio. € in 2012.
Rohertrag
Im Berichtszeitraum verringerte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 12,6 % von 135,1 Mio. € auf 118,1 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 448,7 Mio. € (2011: 475,7 Mio. €) fiel der Rohertrag mit 26,3 % niedriger aus als im Vorjahr (2011: 28,4 %).
EBIT
Für 2012 konnte Delticom ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von 31,7 Mio. € erzielen (2011: 51,0 Mio. €). Der Rückgang um 38,0 % gegenüber dem Vorjahreswert lässt sich im Wesentlichen zurückführen auf die niedrigere Bruttomarge, gestiegene Fixkosten und negative Währungseffekte. Die EBIT-Marge betrug 7,2 % (2011: 11,0 %).
Finanzergebnis
Die Finanzerträge beliefen sich für den Berichtszeitraum auf 1.009 Tsd. € (2011: 301 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand aufgrund von Finanzierungskosten für die Lagerbestände in Höhe von 182 Tsd. € gegenüber (2011: 127 Tsd. €). Insgesamt betrug das Finanzergebnis 827 Tsd. € (2011: 174 Tsd. €).
Steuern
Der Ertragsteueraufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 16,4 Mio. € auf 10,2 Mio. €. Dies entspricht einer Steuerquote von 31,5 % (2011: 32,0 %).
Ergebnis und Dividende
Das Ergebnis 2012 betrug 22,3 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 34,8 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,88 € (unverwässert, 2011: 2,94 €), einem Rückgang um 36,1 %.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 30.04.2013 eine gegenüber dem Vorjahr um 35,6 % niedrigere Dividende von 1,90 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 2,95 €).
Gesamtaussage des Vorstands zur Ertragslage
Für Delticom war 2012 ein herausforderndes Jahr. In einem schwierigen Marktumfeld wurde ein Umsatz von 441,0 Mio. € erzielt (2011: 465,2 Mio. €, –5,2 %). Maßgeblich für den Umsatzrückgang war die zyklische Schwäche des Geschäfts, insbesondere mit gewerblichen Kunden: Sowohl im B2B-E-Commerce als auch im Großhandel ging der Umsatz auf Gesamtjahressicht deutlich zweistellig zurück. Im Kerngeschäft mit privaten Endkunden ist es Delticom im abgeschlossenen Geschäftsjahr entgegen dem Markttrend gelungen, den Umsatz gegenüber Vorjahr leicht zu steigern. Dank der positiven Entwicklung im Endkundengeschäft betrug der Umsatz im Kernsegment E-Commerce im Berichtszeitraum 427,5 Mio. € (2011: 441,5 Mio. €, –3,2 %).
Auf Gesamtjahressicht verschlechterte sich das EBIT von 51,0 Mio. € um 38,0 % auf 31,7 Mio. €, hauptsächlich aufgrund höherer Fixkosten. Insgesamt belief sich das Ergebnis auf 22,3 Mio. € oder 1,88 € je Aktie – nach einem Vorjahresergebnis von 34,8 Mio. €. Trotz des Ergebnisrückgangs um 36,1 % hat sich unser Geschäftsmodell einmal mehr bewährt: Auch in schwierigen Marktsituation kann Delticom schnell reagieren, sich bietende Absatzchancen ergreifen und dabei profitabel bleiben.
Finanz- und Vermögenslage
Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Die Liquidität ist nach wie vor auskömmlich, trotz eigener Lagerhaltung und entsprechendem Vorratsaufbau. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Investitionen
Im Berichtszeitraum hat Delticom Investitionen in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. € getätigt (Vorjahr: 10,3 Mio. €).
Strategische Bedeutung des Lagergeschäfts
Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Durch die Lagerung von Reifen können wir darüber hinaus auch im Einkauf Skaleneffekte erzielen und flexibel Opportunitäten im In- und Ausland ausnutzen.
Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Produkte können so schneller und zu geringeren Kosten für den Versand vorbereitet werden. Ferner vereinfachen Investitionen in die Lagerinfrastruktur auch die Zusammenarbeit mit den für Delticom tätigen Transportdienstleistern. Dies zahlt sich insbesondere zu den saisonalen Höhepunkten des Reifenhandels aus.
Investitionen
Im Zuge der Erweiterung der Lagerkapazität waren wesentliche Ausstattungsinvestitionen bereits in 2011 vorgenommen worden. Bei den für 2012 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1,1 Mio. € (2011: 8,2 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager.
Wir haben entschieden, ein kleineres Lager nicht weiter zu betreiben. Es wurde bereits zu Anfang 2012 geschlossen. Im weiteren Verlauf des Jahres ist – bis auf kleinere Satellitenläger im Ausland – kein weiterer Lagerausbau geplant.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 0,2 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Software sowie Web-Domains von E-Commerce-Shops mit ergänzenden Sortimenten.
Abschreibungen von niedriger Basis gestiegen
Im Zuge des schrittweisen Ausbaus der Lagerkapazität und der dafür notwendigen Ausstattungsinvestitionen stiegen die planmäßigen Abschreibungen von 2,1 Mio. € in 2011 um 26,8 % auf 2,7 Mio. € an. Die wertmäßig geringen Abschreibungen zeigen, dass das Geschäft der Delticom nach wie vor wenig kapitalintensiv ist.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2012 mit 153,4 Mio. € um 5,8 % unter dem Vorjahreswert von 162,8 Mio. €.
Langfristig gebundenes Vermögen
Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen – ausgehend von der niedrigen Vorjahresbasis von 18,9 Mio. € – um 5,2 % auf 18,0 Mio. €.
Das Anlagevermögen ging um 5,8 % auf 17,6 Mio. € zurück. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2012 lediglich 7,2 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 7,8 %).
Wenig kapitalintensiv trotz höherer Lagerkapazität
Das Anlagevermögen stieg um 75,6% auf 18,7 Mio. €. Dabei entfiel im Zuge des Ausbaus der Lagerkapazität der überwiegende Teil auf Zugänge im Sachanlagevermögen. Trotz des deutlichen Anstiegs macht das Sachanlagevermögen zum 31.12.2011 lediglich 7,8% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 4,5%).
Latente Steueransprüche
Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 213 Tsd. € (2011: 146 Tsd.) der aktiven gegenüber der passiven latenten Steuern aktiviert.
Vorräte
Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 32,8 Mio. € oder 31,9 % auf 70,1 Mio. € zurückgeführt.
Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 9,1 Mio. € und fielen damit um 7,4 % niedriger aus als im Vorjahr (31.12.2011: 9,8 Mio. €). Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 11,4 Mio. € erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 13,3 % von 8,6 Mio. € auf 9,8 Mio. €.
Liquidität
Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Zugang von 24,2 Mio. €. Somit betrug die "bilanzielle Liquidität" zum 31.12.2012 44,9 Mio. € (Vorjahr: 20,8 Mio. €).
Insgesamt ging das Umlaufvermögen mit –5,8 % parallel zur Umsatzentwicklung zurück. Der Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich leicht von 88,4 % auf 88,3 %.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Auf der Passivseite erhöhten sich die die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 3,3 Mio. € oder 3,7 % auf 93,5 Mio. €. Die Rückstellungen gingen um 4,1 Mio. € oder 45,5 % auf 5,0 Mio. € zurück (Vorjahr: 9,1 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €).
Innerhalb der 88,5 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2012 entfielen 74,8 Mio. € oder 48,7 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 68,0 Mio. € sind diese damit um 6,8 Mio. € oder 9,9 % gestiegen.
In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) entfielen 4,0 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 2,6 Mio. €) und 1,5 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 1,7 Mio. €).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) beinhalten einen Investitionskredit in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €).
Eigenkapital und Eigenkapitalquote
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 12,7 Mio. € oder 17,5 % auf 59,9 Mio. € (Vorjahr: 72,6 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Eigenkapitalquote von 44,6 % auf 39,1 %. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 87,7 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2012 zu 68,3 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 59,7 %).
Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang im Abschnitt D Ergänzende Angaben – Sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Delticom verkauft außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute.
Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage
Breiter finanzieller Spielraum
Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt über genügend Liquidität (44,9 Mio. € am 31.12.2012, Vorjahr: 20,8 Mio. €). Die bilanzielle Stärke hatte im letzten Jahr einen positiven Einfluss auf das Working Capital Management: Zur Finanzierung von Teilen des Lagerbestandsaufbau haben wir häufiger als im Jahr zuvor eingeräumte Zahlungsziele in Anspruch genommen.
Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum
Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte - nämlich des Anlagevermögens - in Höhe von 11,5 % an der Bilanzsumme zeigt die weiterhin geringe Kapitalintensität. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.
Risikobericht
Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken erkennen.
Definitionen
Risiken und Chancen
Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.
Wir verfügen über kein eigenständiges Chancenmanagementsystem.
Risikomanagement
Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,
den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen),
die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder
Risiken zu vermeiden.
Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und wir den möglichen Schaden im Ernstfall verkraften können.
System zur Risikofrüherkennung
Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,
wesentliche und die Existenz bedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen,
diese Risiken zu analysieren und zu bewerten,
Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und
Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren.
Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.
Risikobewertung
Betrachtungszeitraum 24 Monate
Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 24 Monaten zugrunde.
Meldeschwellen
Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2012 existenzgefährdende (10 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).
Bruttorisiko
In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.
Nettorisiko
Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet und regelmäßig priorisiert werden.
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.
Risk Support Team
Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.
Riskmanager
Der im Bereich Projektmanagement angesiedelte Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.
Vorstand
Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.
Kommunikation und Berichterstattung
Für das regelmäßige Risikoreporting ist der Riskmanager zuständig. Zusätzlich sind alle Mitarbeiter angehalten, bei Bedarf Risiken im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung auch direkt an den Vorstand zu berichten.
Software
Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Risikoinventur
Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.
Wesentliche Einzelrisiken
Strategische Risiken
Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst stark und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie – Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Mehr an Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.
Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, aber auch die Partnerschaften im In- und Ausland schrittweise weiterentwickeln.
Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.
Branchenspezifische Risiken
Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Wir erwarten, dass die saisonalen Effekte mit der weiteren Internationalisierung schwächer werden, da in vielen Teilen Europas Winterreifen klimabedingt keine wesentliche Rolle spielen. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.
Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.
Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.
Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen ist durch ausreichende Finanzmittel auch bei hohen Lagerbeständen jederzeit zahlungsfähig.
Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.
Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.
Das Reifenlabel schafft zusätzliche Transparenz und könnte die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen. Seit dem 01.11.2012 müssen Händler ihre Kunden gemäß EU-Reifenlabel vor dem Reifenkauf hinsichtlich Rollwiderstandsbeiwert, Nasshaftung und Geräuschemission informieren. Hierdurch werden Reifen bezüglich der genannten Kriterien vergleichbar. Es besteht die Möglichkeit, dass zukünftig verstärkt Reifen mit guten Labelwerten nachfragt werden und sich damit der durchschnittliche Warenkorb ändert. Andererseits sind zur Erlangung guter Labelwerte hohe Forschungsaufwendungen und Änderungen an den Inputfaktoren erforderlich, was wiederum zu einer Stützung des Preisniveaus im Markt führen könnte. Nach Meinung von Branchenexperten kommt dem Reifenlabel bei Winterreifen eine geringere Bedeutung zu als bei Sommerware, da im Winter andere Eigenschaften des Reifens mit Blick auf die Sicherheit von wesentlich größerer Bedeutung sind als die vom Label erfassten Kriterien.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.
In den letzten Jahren sind die Reifenpreise meist stabil entwickelt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.
Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Im weltweiten Einkauf minimieren wir mit Akkreditiven das unmittelbare Ausfallrisiko. Das Risiko ist mittelbar auch deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Reifen von anderer Seite.
Wettbewerbsspezifische Risiken
Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen. Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.
Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen. Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Es könnte sein, dass die hohen Lebenshaltungskosten und steigende Arbeitslosenzahlen im Verlauf der nächsten Monate den Konsum zusätzlich belasten. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. PKW-Halter könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen, zumindest in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten.
Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.
Personalrisiken
Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV Süd jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.
Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.
IT-Risiken
Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme, Servicedienstleister und Zulieferer redundant ausgelegt. Sollten Dienstleister oder Lieferanten IT-bedingt ausfallen, so ist mindestens ein weiterer in der Lage, die Aufgaben mit zu übernehmen. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.
Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.
Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und andere technische Maßnahmen abgesichert.
Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.
Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.
Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral im Reifenhandel ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Autofahrer in Europa rezessionsbedingt weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.
Rechtliche Risiken
Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betriebt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.
Gesamtaussage zur Risikosituation
Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risiken- und Chancenmanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.
Rechnungslegungsbezogenes IKS und RMS
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den Rechnungslegungsprozess (§289 Abs. 5 HGB)
In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:
Organisation
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.
Rolle des Vorstands und Aufsichtsrats
Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.
Rechnungslegung
Der Rechnungslegungsprozess der Delticom AG ist zentral organisiert. Das Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Jahresabschlüsse gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB). Wir haben hierzu Richtlinien für die folgenden Themen aufgestellt.
allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden
Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht
konkrete formale Anforderungen an den Abschluss
Zusätzlich geben die Richtlinien konkrete Anweisungen, wie der Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.
IT-gestützte Arbeitsabläufe
Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.
Ausblick
Rückblickend verlief 2012 für den europäischen Reifenhandel deutlich schlechter als erwartet. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es Delticom auf Gesamtjahressicht nicht gelungen, hinsichtlich Umsatz und Ergebnis an das Vorjahr anzuknüpfen. Für das erste Halbjahr rechnen wir für das Kernsegment E-Commerce mit einem Umsatzwachstum von bis 10% gegenüber Vorjahr. Für das Gesamtjahr kann Delticom bei positivem Geschäftsverlauf den Vorjahresumsatz übertreffen.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Aufgrund anhaltender Schneefälle ist das Geschäft in den ersten Wochen des laufenden Jahres zufriedenstellend angelaufen. Andererseits hat sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung die Wetterlage noch nicht aufgehellt. Erfahrungsgemäß gewinnt das Sommerreifengeschäft erst mit anhaltend frühlingshaften Temperaturen an Dynamik. Aus den bisherigen Absatzzahlen können daher noch keine generellen Aussagen über den weiteren Geschäftsverlauf abgeleitet werden.
Prognosebericht
Prognose 20121: Analyse der Abweichungen
In unserer Planung für 2012 waren wir ursprünglich von einem Umsatzanstieg von etwa 10 % gegenüber Vorjahr ausgegangen. Unter der Annahme stabiler Margen hielten wir es zu Jahresbeginn für möglich, das Ergebnis entsprechend der prognostizierten Umsatzentwicklung steigern zu können.
Gesamtjahresprognose zweimal revidiert
Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Sommerreifengeschäfts gerieten die Preise dann im weiteren Verlauf des zweiten Quartals zunehmend unter Druck, sodass wir uns dazu entschlossen, unsere Bestände an Sommerware zu reduzieren und den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz zu erhöhen. Im Zuge der schwachen Nachfrage entschieden wir uns im Juli, unsere Prognose für das Gesamtjahr an die schwierigen Marktbedingungen anzupassen. Zu diesem Zeitpunkt hielten wir eine Umsatzsteigerung von etwa 5% weiterhin für möglich. Eine EBIT-Marge von über 9% sahen wir allerdings nur noch unter der Annahme eines sehr guten Winterwetters als erreichbar an.
Nachdem im dritten Quartal der europäische Ersatzreifenmarkt nochmals deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und der Reifenhandel – anders als im Jahr zuvor – nicht von einem frühen Start ins Wintergeschäft profitieren konnte, mussten wir zu Beginn des vierten Quartals die Umsatzprognose ein weiteres Mal revidieren. Zudem nahmen wir das EBIT-Ziel vor dem Hintergrund der herausfordernden Marktlage auf 7%-8% zurück.
Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für das laufende Geschäftsjahr bestehen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklungen in Europa weiterhin erhebliche Unsicherheiten. Aufgrund der restriktiven Finanzpolitik im Euroraum sind die Aussichten für die Wirtschaftsleistung und die Beschäftigung verhalten.
Nachdem sich die deutsche Wirtschaft bislang robust gezeigt hatte, gerät sie nun zunehmend in den Einfluss der Eurokrise. Wenngleich Experten davon ausgehen, dass die Talsohle im letzten Jahr durchschritten wurde, so droht im Währungsraum dennoch eine weitere Rezession.
Zukünftige branchenspezifische Entwicklungen
Keine strukturellen Knappheiten
Viele Reifenhersteller haben über die letzten Jahre in neue Produktionsstandorte investiert und ihre Produktionskapazitäten erweitert. Vor diesem Hintergrund rechnen wir weder kurz- noch mittelfristig mit strukturellen Knappheiten im Markt. Saisonbedingte Engpässe in einzelnen Dimensionen, Marken oder Reifenkategorien sind im Reifenhandel nicht unüblich und können auch für das laufende Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.
Beschaffungspreise
Sowohl für Naturkautschuk als auch beim Rohöl hat sich das Preisniveau im letzten Jahr entspannt. Für die kommenden Monate rechnen Experten weiterhin mit stabilen Inputpreisen. Nicht zuletzt auch mit Blick auf das aktuelle Marktumfeld gibt es daher weder beschaffungs- noch absatzseitig Gründe für Preiserhöhungen.
Reifenhandel
Experten sind sich uneins darüber, wie sich der Ersatzbedarf in Europa im laufenden Geschäftsjahr entwickeln wird. Während einzelne Marktteilnehmer von einem leichten Anstieg der Nachfrage ausgehen, so gibt es auch Stimmen, die 2013 als bestenfalls richtungsloses Übergangsjahr bezeichnen.
Gerade für Deutschland zeichnet sich derzeit noch kein einheitliches Stimmungsbild ab. Viele Händler befürchten, dass sich der negative Trend auch in 2013 weiter fortsetzen wird. Branchenverbände hingegen haben in einer ersten vorsichtigen Schätzung zu Jahresbeginn geäußert, dass der deutsche Markt im laufenden Jahr wenigstens wieder an das Niveau von 2009 heranreichen könnte.
Reifenlabel
Seit dem 01.11.2012 sind europäische Reifenhändler verpflichtet, beim Verkauf eines ab dem 01.07.2012 produzierten Neureifens über dessen Eigenschaften hinsichtlich Rollwiderstand, Nasshaftung und Rollgeräusch zu informieren. Im letzten Winter kam dem so genannten Reifenlabel noch keine wesentliche Bedeutung zu, und noch ist unklar, in welchem Ausmaß das Label die Kaufentscheidung im Sommergeschäft beeinflussen wird.
Auch für die Folgejahre bleibt abzuwarten, inwieweit das Reifenlabel zu einer Verschiebung der Nachfrage hin zu solchen Reifen mit durchweg guten Eigenschaften in den Bewertungskategorien führen wird. Sollte sich die Qualität in den nächsten Jahren weiter erhöhen und die Kunden bessere Reifen auch bei höheren Preisen bevorzugen, dann könnte das Label helfen, das Preisniveau im europäischen Reihenhandel zu stützen.
Prognose 2013
Umsatzplus von bis zu 10% im ersten Halbjahr
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Reifennachfrage nicht verlässlich für einen längeren Zeitraum vorhergesagt werden kann. Angesichts der oben dargestellten Unwägbarkeiten ist zum aktuellen Zeitpunkt jede Gesamtjahresprognose mit erheblicher Unsicherheit behaftet, insbesondere hinsichtlich des Winterreifengeschäfts.
Für das erste Halbjahr mit seinem Schwerpunkt im Sommerreifengeschäft rechnen wir im E-Commerce-Kernsegment mit einem Umsatzanstieg von bis zu 10%. Für das Gesamtjahr kann Delticom bei positivem Geschäftsverlauf den Vorjahresumsatz übertreffen. Unabhängig von der Branchenentwicklung gehen wir davon aus, dass Delticom auch 2013 wieder schneller wachsen wird als der Gesamtmarkt.
Steuerquote 32%
Besondere Steuereffekte sind für 2013 nicht zu erwarten. Wir planen mit einer Steuerquote von 32% (2012: 31,5%).
Vorräte
Delticom verfügt über ausreichende Lagerkapazitäten. Auch im laufenden Geschäftsjahr werden wir unsere Strategie der frühen Bevorratung beibehalten, um zu Saisonspitzenzeiten lieferfähig zu sein. Im laufenden Jahr werden wir in geringerem Umfang als 2012 unterjährige Kreditlinien zur Finanzierung von Teilen des Lagerbestandsaufbaus in Anspruch nehmen.
Capex
Wir benötigen im laufenden Jahr keine zusätzlichen Lagerflächen. Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Wie schon 2012 werden die Investitionen in 2013 im Verhältnis zum Umsatz vergleichsweise niedrig ausfallen.
Liquidität
Zum jetzigen Zeitpunkt kann die Liquiditätsentwicklung im Jahresverlauf nur unter erheblicher Unsicherheit geschätzt werden. Delticom ist hinsichtlich der Bevorratung für das Wintergeschäft noch nicht soweit fortgeschritten wie zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr. Über die kommenden Quartale werden wir den Lageraufbau maßgeblich vorantreiben. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität dennoch positiv entwickeln.
Mittelfristplanung
Auch mittelfristig weitere Lagerkapazität erforderlich
Wir wollen genügend große Warenbestände halten, um auch zu Saisonhöhepunkten lieferfähig zu sein. Indem wir in unsere Lagerinfrastruktur investieren, können wir schneller liefern, bei gleichzeitig reduzierten Kosten. Mittelfristig werden wir die Kapazität parallel zum Umsatz vergrößern. Dies bedeutet, dass auch der Capex in gleichem Maße weiter wachsen wird.
Kernmarkt Europa
Delticom betreibt aktuell in 35 Ländern Onlineshops. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern werden die Ersatzreifenmärkte infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.
Produktsortiment
Delticom ist Europas führender Internetreifenhändler. Unser vertrieblicher Schwerpunkt sind Pkw-Ersatzreifen im B2C-Geschäft. Darüber hinaus treiben wir die Internationalisierung der übrigen Produktgruppen (wie beispielsweise Motorradreifen, Lkw-Reifen, Kompletträder, Automobilzubehör und Ersatzteile) weiter voran.
Mittelfristiger Ausblick
Der Anteil online verkaufter Reifen ist nach wie vor vergleichsweise gering, allerdings gewinnt das Internet als Absatzkanal im Reifenhandel zunehmend an Bedeutung. Das Geschäftsmodell der Delticom ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und unsere Marktstellung als Europas führender Online-Reifenhändler behaupten und weiter ausbauen.
Mittelfristig erwarten wir hinsichtlich Umsatz und Ergebnis weiterhin zweistellige jährliche Wachstumsraten. Delticom wird unserer Einschätzung nach somit auch in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.
Die Delticom-Aktie
Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2012 auf einem Kurs von 32,30 € und erzielte damit über das Jahr eine Performance von –50,3 %. DEX ist ein stabiles Mitglied im deutschen Kleinwerteindex SDAX.
Entwicklung der Aktienmärkte
Positives Börsenjahr trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten
2012 stand unter dem Einfluss der europäische Staatschuldenkrise und einer abflachenden Weltkonjunktur. Durch die Folgen der Eurokrise waren die ersten Monate vor allem durch eine hohe Volatilität geprägt. Erst die Aussage von EZB-Chef Mario Draghi „alles Erforderliche zu tun um den Euro zu erhalten“, führte zu einer Entspannung an den Aktienmärkten. Auch der anhaltende US-amerkianische Haushaltstreit konnte ein insgesamt positives Börsenjahr nicht mehr trüben.
Der DAX entwickelte sich entsprechend den gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten des vergangenen Jahres. 2012 startete der deutsche Leitindex mit einem Tageseröffnungskurs von 5.900 Punkten ins neue Jahr, was gleichzeitig den niedrigsten Kursstand des Jahres bedeutete. Nachdem der weitere Jahresverlauf von einem volatilen Aufwärtstrend geprägt war, erreichte der deutsche Leitindex am 20.12.2012 den Höchststand von 7.672 Punkten. Am Jahresende schloss der DAX mit 7.612 Punkten. Insgesamt stieg der DAX damit um 1.712 Punkte oder 29,0 %.
SDAX im Plus
Mit einer Performance von +18,8 % bewegte sich der SDAX auf ähnlichem Niveau wie der DAX. Er startete bei 4.417 Punkten und gewann zum Jahresendstand von 5.249 insgesamt 832 Punkte.
Entwicklung der Delticom-Aktie (DEX)
Benchmarks
Neben dem SDAX, in dem Delticom seit 22.12.2008 vertreten ist, ziehen wir den Dow Jones STOXX Total Market Index General Retailers (DJSGR) als weiteren Vergleichsmaßstab für die Entwicklung von DEX heran. Der DJSGR umfasst große europäische Non-Food-Einzelhändler.
Wir verwenden bei SDAX und DJSGR wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 30.04.2012 beschlossene Dividende für 2011 in Höhe von 2,95 € je Aktie.
Kursverlauf
Nach einem Jahresanfangskurs von 67,00 € markierte DEX am 06.02.2012 den Jahreshöchstkurs von 82,51 €. Im weiteren Verlauf des Jahres verlor die Aktie deutlich an Boden. Mit der Bekanntgabe rückläufiger Geschäftszahlen im Oktober verlor die Aktie nochmals an Wert. Am 17.12.2012 markierte die Aktie den Jahrestiefstkurs von 30,74 €. Vermutlich in Folge des überraschend milden Winterwetters kam der Kurs im weiteren Verlauf des Schlussquartals weiter unter Druck.
DEX beendete das Börsenjahr 2012 bei 32,30 €. Inklusive Dividendenanteil betrug die Gesamtperformance –50,3 %. Die Marktkapitalisierung fiel im Jahresverlauf von 793,8 Mio. € auf 382,7 Mio. €.
Indizes
Ranking im SDAX
DEX ist seit 22.12.2008 Mitglied im SDAX. Die Zugehörigkeit zum SDAX bestimmt die Deutsche Börse nach der Rangliste Cash Market: Monthly Index Ranking – MDAX, die die Marktkapitalisierung des Freefloats und das Handelsvolumen der Aktien im MDAX und SDAX berücksichtigt. Der Rang von DEX beim Kriterium "Marktkapitalisierung" war zum Jahresende 77 (2011: 77). Beim Kriterium "Handelsvolumen" belegte DEX den Rang 87 (2011: 87).
Neben dem SDAX und CXPR geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:
· DAX International 100
· GEX (German Entrepreneur Index)
· DAXplus Family Index
· NISAX20
· FAZ-Index
Ergebnis je Aktie und Dividendenvorschlag
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 1,88 € (Vorjahr: 2,94 €).
Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 22.257.156,01 € (Vorjahr: 34.846.287,52 €) sowie als Nenner die Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.847.440 Stück (Vorjahr: 11.847.440 Stück) verwendet.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 30.04.2013 eine gegenüber dem Vorjahr um –35,6 % geringere Dividende von 1,90 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 2,95 €).
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur der Delticom AG hat sich im Laufe des letzten Jahres nicht grundlegend verändert.
Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rainer Binder als Vorstandsvorsitzender hielten auch in 2012 über 50 Prozent der Aktien.
Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegebe CoverageInsgesamt 11 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 29.02.2012):
· Frank Schwope, NORD/LB (Buy)
· Jürgen Pieper, Bankhaus Metzler (Buy)
· Andreas Inderst, Exane BNP Paribas (Outperform)
· Alexandra Schlegel, Berenberg Bank (Hold)
· Tim Rokossa, Deutsche Bank (Sell)
· Christian Ludwig, Bankhaus Lampe (Hold)
· Dennis Schmitt, Commerzbank (Reduce)
· Christopher Johnen, HSBC (Underweight)
· Jennifer Gaußmann, Cheuvreux (Underperform)
· Sascha Berresch, Hauck & Aufhäuser (Hold)
· Philip Watkins, Citi (Neutral)
· Hendrik Emrich, Montega (Hold)
Investor-Relations-Aktivitäten
Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.
Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf insgesamt 4 Roadshows und Konferenzen in Frankfurt, München, London, Zürich und Genf. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.
Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter www.delti.com/Investor_Relations stellen wir Geschäfts- und Quartalsberichte und Präsentationen zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:
Übernahmerechtliche Angaben (§ 289 Abs. 4 HGB)
Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital. Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt um 8.000 Aktien. Das Grundkapital beträgt daher nun 11.847.440,00 € und ist in 11.847.440 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie eingeteilt.
Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.
Direkte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht, ebenso keine besonders gestaltete Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 84 ff. Aktiengesetz. § 6 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in § 5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§ 71 ff. AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.
Genehmigtes Kapital 2011
Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.
Bedingtes Kapital I/2006
Die Hauptversammlung vom 30.08.2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29.08.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 um insgesamt bis zu 100.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006).
Das bedingte Kapital I/2006 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 01.09.2006 im Handelsregister eingetragen.
Bei der von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000,00 €. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurde am 10.06.2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Aufgrund der bereits dargestellten Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft durch das Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt berechtigten, beträgt das bedingte Kapital I/2006 nunmehr noch 292.000,00 €.
Bedingtes Kapital I/2011
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011).
Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.
Bedingtes Kapital II/2011
Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend „W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011).
Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.
Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und zur Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.05.2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsentag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.
Wesentliche konditionierte Vereinbarungen der Gesellschaft
Im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft werden die Aktienoptionsrechte des Vorstandsmitglieds Frank Schuhardt gemäß den Optionsbedingungen sofort ausübbar, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos. Die erste Tranche an Aktienoptionen in Höhe von 15.810 Stück wurde am 22.11.2007, die zweite Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 08.05.2008, die dritte Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 25.11.2008 und die vierte Tranche von 15.000 Stück wurde am 30.03.2009 ausgegeben. Die Sperrfrist beträgt bei sämtlichen Aktienoption zwei Jahre.
Dementsprechend war die Wartezeit für diese Tranchen zum Bilanzstichtag abgelaufen und die ausgegebenen Optionsrechte wären bei einem Kontrollwechsel sofort ausübbar, wobei sich die Zahl der Aktienoptionen aus der dritten Tranche durch die bei Nr. 1 beschriebene Ausübung von Optionsrechten durch Herrn Schuhardt zwischenzeitlich auf 29.500 verringert hat.
Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
Bilanz
AKTIVA
scroll
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.013.786,00 | 997.778,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 4.684.213,37 | 4.938.386,02 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.421.674,51 | 7.717.994,51 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 21.900,00 |
| 11.105.887,88 | 12.678.280,53 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.522.577,93 | 5.055.740,05 |
| 17.642.251,81 | 18.731.798,58 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Waren | 70.079.813,82 | 102.849.569,59 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.377.528,84 | 9.495.451,72 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 738.639,96 | 349.120,59 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 11.156.461,18 | 10.134.899,02 |
| 20.272.629,98 | 19.979.471,33 | |
| III. Wertpapiere | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere | 0,00 | 0,00 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 44.937.512,51 | 20.765.341,01 |
| 135.289.956,31 | 143.594.381,93 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 297.920,25 | 334.860,58 |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 213.137,26 | 145.863,62 |
| Summe Aktiva | 153.443.265,63 | 162.806.904,71 |
| Passiva | ||
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.847.440,00 | 11.839.440,00 |
| (bedingtes Kapital: EUR 5.892.000; Vj. EUR 4.644.720) | ||
| II. Kapitalrücklage | 24.950.577,00 | 24.950.577,00 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 199.673,00 | 199.673,00 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 |
| 199.673,00 | 199.673,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 22.939.487,63 | 35.632.279,62 |
| 59.937.177,63 | 72.629.969,62 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 310.462,20 | 3.571.064,12 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 4.663.568,53 | 5.547.360,79 |
| 4.974.030,73 | 9.118.424,91 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.154.378,51 | 4.394.101,97 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.025.905,21 | 2.617.316,13 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72.379.807,65 | 65.698.227,75 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.421.052,10 | 2.335.194,82 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.541.213,77 | 5.967.169,48 |
| - davon aus Steuern EUR 4.949.129,38 (Vj. EUR 4.159.421,64 ) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.455,04 (Vj. EUR 6.097,94) | ||
| 88.522.357,24 | 81.012.010,15 | |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 9.700,03 | 46.500,03 |
| Summe Passiva | 153.443.265,63 | 162.806.904,71 |
Gewinn- und Verlustrechnung
scroll
| 2012 EUR |
2011 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 441.022.750,64 | 465.197.197,95 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 7.637.132,61 | 10.480.812,47 |
| 448.659.883,25 | 475.678.010,42 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | 330.489.220,18 | 340.530.877,80 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 99.615,16 | 57.409,08 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 7.476.989,28 | 6.168.628,61 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.126.183,91 | 986.246,67 |
| davon für Altersversorgung EUR 31.981,48 (Vj. EUR 22.744,77) | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.697.539,44 | 2.126.694,32 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 75.111.802,78 | 74.769.320,05 |
| 417.001.350,75 | 424.639.176,53 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 963.702,54 | 173.766,31 |
| davon aus verbundenen Unternehmen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages EUR 173.766,31 (Vj. EUR 125.350,64) | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 45.694,34 | 127.598,29 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 182.031,87 | 127.205,72 |
| 827.365,01 | 174.158,88 | |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 32.485.897,51 | 51.212.992,77 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10.228.741,50 | 16.391.166,83 |
| 10.228.741,50 | 16.391.166,83 | |
| 12. Jahresüberschuss | 22.257.156,01 | 34.821.825,94 |
| 13. Gewinnvortrag | 682.331,62 | 785.992,10 |
| 14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 0,00 | 24.461,58 |
| 15. Bilanzgewinn | 22.939.487,63 | 35.632.279,62 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. Abs. 3 HGB) aufgestellt worden und berücksichtigt die ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember festgelegt.
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erläuterungen zu der Bilanz
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibung der hier aktivierten Internet-Domains wird eine einheitliche Nutzungsdauer von 20 Jahren zugrunde gelegt. Software wird über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über 3 bis 1533 Jahre. Für Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden die zeitgenauen Jahresabschreibungssätze angesetzt (pro-rata-temporis). Geringwertige Anlagegüter, die einen Betrag von 150 Euro nicht übersteigen, werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr vollständig als Aufwand erfasst. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Vermögensgegenstand € 410 nicht übersteigen. Eine Ausnahme bilden die gesamten Anschaffungskosten von Reifengestellen. Einzeln betrachtet sind sie einer selbstständigen Nutzung fähig und übersteigen auch nicht den Nettobetrag von € 410 je Vermögensgegenstand, jedoch wird aufgrund des hohen Anschaffungsvolumens und einer absehbaren, längeren Nutzungsfähigkeit je Gestell eine betriebsbedingte Nutzungsdauer von 5 Jahren angesetzt.Vermögensgegenstände, die 150 Euro aber nicht 1.000 Euro übersteigen, werden nach § 6 Abs. 2a EStG bewertet..
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für erfolgte außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Hier fand die gleitend gewogene Durchschnittsmethode Anwendung. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenn-stände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine angemessene Pauschalwertberichtigung.
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
werden zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs am Tage der Einbuchung oder mit dem niedrigeren Briefkurs vom Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch individuelle Abwertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine angemessene Pauschalwertberichtigung.
Die Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Bankguthaben in Fremdwährungen werden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Stichtagskurs bewertet.Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive / passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand / Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des ErfüllungsbBetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Verbindlichkeiten werden mit dem ErfüllungsbetragRückzahlungsbetrag angesetzt und Valutaverbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Zugangstag oder mit dem höheren DevisenkassamittelkursGeldkurs vom Bilanzstichtag passiviert.
Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,67 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,84 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus den Gewerbesteuerhebesätzen von 460 %, 430 % und 395 % unter Berücksichtigung der Zerlegungskriterien nach §§ 28 ff.GewStG.
C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzposten im Geschäftsjahr ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen, welche Bestandteil des Anhangs ist.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.378 | 9.495 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 739 | 349 |
| (davon aus Lieferungen und Leistungen T€ 342; Vorjahr T€ 175) | ||
| (davon aus Darlehensgewährung T€ 385; Vorjahr T€ 0) | ||
| (davon aus Ergebnisabführungsvertrag T€ 12; Vorjahr T€ 174) | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11.156 | 10.135 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 97; Vorjahr T€ 62) | ||
| 20.273 | 19.979 |
Die flüssigen Mittel in Höhe von T€ 44.938 (Vorjahr T€ 20.765) stellen ausschließlich Bank- und Kassenbestände dar.
Die aktiven latenten Steuern resultieren größtenteils aus Bilanzansatzunterschieden der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz, die im Rahmen von Betriebsprüfungen der Vorjahre im Bereich der Nutzungsdauern verschiedener Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entstanden sind, aus einem Bilanzansatzunterschied der Rückstellung für Retouren und aus einer nach § 5 Abs. 4a EStG steuerrechtlich nicht zulässigen Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 29.
Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26. Oktober 2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien), mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital. Am 6. Mai 2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt um 8.000 Aktien. Das Grundkapital beträgt daher nun 11.847.440,00 € und ist in 11.847.440 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie eingeteilt.
Bedingtes und genehmigtes Kapital
Die ordentliche Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 2. Mai 2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10. Juni 2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.
Die Hauptversammlung vom 30. August 2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29. August 2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2006 um insgesamt bis zu 100.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006). Das bedingte Kapital I/2006 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 1. September 2006 im Handelsregister eingetragen. Aufgrund der von der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000 €. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurde am 10. Juni 2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Aufgrund der bereits bei Nr. 1 dargestellten Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt, beträgt das bedingte Kapital I/2006 nunmehr noch 292.000,00 €.
Die Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat an Stelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 2. Mai 2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000 € durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011). Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10. Juni 2011 im Handelsregister eingetragen.
Die Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Mai 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend "W/O-Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 5.300.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 um bis zu 5.300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011). Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10. Juni 2011 im Handelsregister eingetragen.
Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsenhandelstag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden
Die Delticom AG hat einem Mitglied des Vorstands Optionsrechte mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingeräumt. Die Zusage basiert auf den Optionsbedingungen vom 09. August 2007. Grundsätzlich können die Optionen jeweils in einem Zeitraum von sechs Wochen nach Bekanntgabe der endgültigen Quartalsergebnisse oder der endgültigen Ergebnisse des vorangegangenen Geschäftsjahres ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung eines Optionsrechts ist, dass der ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes, in dem das Optionsrecht ausgeübt wird, mindestens 120 % des Ausübungspreises beträgt.
Im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (in den Optionsbedingungen definiert als direkter oder indirekter Erwerb von mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft durch eine natürliche oder juristische Person oder eine Mehrzahl von abgestimmt handelnden natürlichen oder juristischen Personen) werden die Aktienoptionsrechte des Vorstandsmitglieds Frank Schuhardt gemäß den Optionsbedingungen sofort ausübbar, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos. Die erste Tranche an Aktienoptionen in Höhe von 15.810 Stück wurde am 22. November 2007, die zweite Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 8. Mai 2008, die dritte Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 25. November 2008 und die 4. Tranche in Höhe von 15.000 Stück wurde am 30. März 2009 ausgegeben. Die Sperrfrist beträgt bei sämtlichen Aktienoptionsplänen zwei Jahre. Dementsprechend ist die Wartezeit für alle Tranchen zum Bilanzstichtag abgelaufen und die ausgegebenen Optionsrechte wären bei einem Kontrollwechsel sofort ausübbar, wobei sich die Zahl der Aktienoptionen aus der dritten Tranche durch die beim gezeichneten Kapital beschriebene Ausübung von Optionsrechten durch Herr Schuhardt in 2011 auf 29.500 verringert hat.
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| Aktienoptionsbestand | 4.Tranche | 3.Tranche | 2.Tranche | 1.Tranche |
|---|---|---|---|---|
| Ausgabedatum | 30.03.2009 | 25.11.2008 | 08.05.2008 | 22.11.2007 |
| Laufzeit | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Sperrfrist | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Ausübungspreis | 12,88 € | 12,23 € | 13,19 € | 19,81 € |
| Anzahl ausgegebener Optionen | 15.000 | 37.500 | 37.500 | 15.810 |
| Anzahl ausgeübter Optionen | 0 | 8.000 | 0 | 0 |
| Anzahl verfallener Optionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausstehend zum 31.12.2012 | 15.000 | 29.500 | 37.500 | 15.810 |
| Ausübbar zum 31.12.2012 | 15.000 | 29.500 | 37.500 | 15.810 |
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| Bewertungsparameter der Aktienoptionen | 4.Tranche | 3.Tranche | 2.Tranche | 1.Tranche |
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert je Option zum Gewährungszeitpunkt | 3,18 € | 3,27 € | 3,75 € | 6,47 € |
| Beizulegender Gesamtzeitwert der Optionsrechte zum Gewährungszeitpunkt | 47.700,00 € | 122.500,00 € | 140.750,00 € | 102.291,00 € |
| Zu berücksichtigender Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr 2012 | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte | 3,36 Jahre | 3,70 Jahre | 4,25 Jahre | 4,71 Jahre |
| Erwartete durchschnittliche jährliche Dividendenrendite je Stückaktie | 5,00% | 5,00% | 5,00% | 3,00% |
| Risikoloser Zinssatz | 1,80% | 2,57% | 4,31% | 3,90% |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt | 13,63 € | 12,83 € | 13,41 € | 19,65 € |
| Ausübungspreis | 12,88 € | 12,23 € | 13,19 € | 19,81 € |
| Erwartete Volatilität | 42,00% | 44,00% | 45,00% | 45,00% |
Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen wurden mit Hilfe eines Binomialmodells ermittelt. Hierbei werden mittels eines binomialen Entscheidungsbaums mögliche Entwicklungen der Aktie der Delticom AG modelliert.
Der Ansatz der erwarteten Volatilität basiert auf den historischen Kursdaten der Aktie der Delticom AG. Die erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte ergibt sich aus der Restlaufzeit des Dienstvertrags des Mitglieds des Vorstands. Der risikolose Zinssatz wurde auf Basis von Zinssätzen für (hypothetische) Null-Kupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko mit entsprechenden Restlaufzeiten bestimmt.
Die Kapitalrücklage beträgt € 24.950.577,00 (Vorjahr € 24.950.577,00) und umfasst Beträge im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 (€ 24.860.737,00) und Nr. 2 (€ 89.840,00) HGB.
Der Bilanzgewinn zum Stichtag hat sich wie folgt entwickelt:
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| Bilanzgewinn 2011 | 35.632.279,62 |
| Gewinnausschüttung | -34.949.948,00 |
| Jahresüberschuss 2012 | 22.257.156,01 |
| Bilanzgewinn 2012 | 22.939.487,63 |
Der Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von € 682.331,62 (Vorjahr € 785.992,10).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 4.664 (Vorjahr T€ 5.547) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für folgende Bereiche:
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| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Frachten | 1.200 | 183 |
| Umweltauflagen | 1.134 | 986 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 655 | 616 |
| Ausstehende Rechnungen | 625 | 1.433 |
| Retouren | 275 | 325 |
| Rechtsstreitigkeiten | 261 | 1.329 |
| Drohverluste aus Absicherungsgeschäften | 29 | 87 |
| Übrige | 485 | 588 |
| 4.664 | 5.547 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten solche aus Liefrungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthält ein Darlehen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von € 3.150.000,00 (Vorjahr € 4.050.000,00).
Alle anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert und innerhalb eines Jahres fällig.
Finanzinstrumente
Der nachfolgenden Tabelle können die zum Stichtag gehaltenen derivativen Finanzinstrumente mit den entsprechenden Marktwerten entnommen werden:
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| USD | GBP | PLN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermin-geschäfte positiv | 58.293 | 431.088 | 185 | 25.451 | 103 | 0 |
| Devisentermin-geschäfte negativ | -27.688 | -85.333 | -87 | -1.534 | -942 | 0 |
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| SEK | SGD | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermin-geschäfte positiv | 1.208 | 0 | 1.682 | 0 |
| Devisentermin-geschäfte negativ | -21 | 0 | 0 | 0 |
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Währungssicherungskontrakte mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten. Die Bewertung erfolgt anhand von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen. Die Nominalwerte der Devisentermingeschäfte betragen insgesamt USD 8,9 Mio. (Vorjahr 20,8 Mio.), GBP 0,03 Mio. (Vorjahr 1,1 Mio.), PLN 0,9 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.), SEK 2,2 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.) und SGD -0,1 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.). Der negative Nominalwert bei der Währung SGD resultiert aus einem Verkaufsüberhang gegenüber den Käufen in dieser Währung.
In Höhe der negativen Marktwerte wurde zum Stichtag eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von T€ 29 (Vorjahr T€ 87) passiviert.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
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| EU T€ |
übriges Ausland T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 333.793 | 107.230 | 441.023 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen stellt sich wie folgt dar:
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| Großhandel T€ |
E-Commerce T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 13.518 | 427.505 | 441.023 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Umlagen und sonstige Weiterbelastungen an Tochterunternehmen von T€ 2.425 (Vorjahr T€ 2.635), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 1.542 (Vorjahr T€ 82) sowie Kurserträge von T€ 1.606 (Vorjahr T€ 5.861) enthalten. Davon resultieren T€ 146 (Vorjahr T€ 607) dieser Kurserträge aus der Währungsumrechnung gem. § 256a HGB.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Transporte von T€ 36.770 (Vorjahr T€ 35.997), Marketing von T€ 10.666 (Vorjahr T€ 9.097), Lagerhandling von T€ 3.105 (Vorjahr T€ 4.602), Kursdifferenzen von T€ 3.427 (Vorjahr T€ 5.784), Operations-Center von T€ 5.131 (Vorjahr T€ 4.933), Miete und Betriebskosten von T€ 6.060 (Vorjahr T€ 4.855) und Kreditkartengebühren von T€ 3.429 (Vorjahr T€ 3.480). Von den T€ 3.427 an Kursverlusten resultieren T€ 214 (Vorjahr T€ 57) aus der Währungsumrechnung gem. § 256a HGB.
Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen von T€ 331 (Vorjahr T€ 174) sowie eine Gewinnausschüttung der Delticom Tyres Ltd. in Höhe von T€ 632 (Vorjahr T€ 0).
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 46 (Vorjahr T€ 128) beinhalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen von T€ 1 (Vorjahr T€ 0).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Körperschaftsteuer von T€ 5.031 (Vorjahr T€ 7.981), Gewerbesteuer von T€ 5.149 (Vorjahr T€ 8.206) und Kapitalertragsteuer von T€ 9 (Vorjahr T€ 58) für das laufende Geschäftsjahr sowie weitere Ertragssteuerzahlungen von T€ 107 (Vorjahr T€ 5) für das Vorjahr oder frühere Jahre aufgrund einer Betriebsprüfung. Außerdem beinhaltet dieser Posten einen latenten Steueraufwand von T€ -67 (Vorjahr T€ 141) der den Bilanzposten der angesetzten aktiven latenten Steuern für zukünftige Steuerentlastungen schmälert.
D. Ergänzende Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen
Wesentliche künftige finanzielle Verpflichtungen i.S. von § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus:
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| in Tausend € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Bestellobligo für Waren | 5.177 | 18.442 |
| Mietverpflichtungen | 46.582 | 48.289 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 7.599 | 3.082 |
| Gesamt | 59.358 | 69.813 |
Nach Laufzeiten ergibt sich nachfolgende Aufteilung:
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| Bestellobligo für Waren | Mietverpflichtungen | Verpflichtungen € |
Übrige finanzielle € |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| bis zu einem Jahr | 5.177 | 18.442 | 5.853 | 5.726 | 2.059 | 1.184 |
| 1 bis zu 5 Jahre | 0 | 0 | 22.461 | 22.034 | 3.980 | 1.898 |
| mehr als 5 Jahre | 0 | 0 | 18.269 | 20.529 | 1.560 | 0 |
| Gesamt | 5.177 | 18.442 | 46.582 | 48.289 | 7.599 | 3.082 |
Zusätzlich bürgt die Delticom AG selbstschuldnerisch für die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH gegenüber einem Warenliefereranten mit einem Betrag von € 2.000.000 (Bestellobligo zum Stichtag T€ 10 (Vorjahr T€ 3)). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit als gering einzuschätzen.
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl
Bei der Delticom AG waren im Berichtsjahr durchschnittlich 141 (Vorjahr 113) Angestellte beschäftigt.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Dr. Andreas Prüfer
Aufsichtsratvorsitzender
Unternehmer, Hannover
Michael Thöne-Flöge
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Unternehmer, Peine
Herr Thöne-Flöge ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Opticland GmbH, Nürnberg.
Alan Revie
Aufsichtsratsmitglied
Unternehmer, Hamilton / Großbritannien
Herr Revie ist Mitglied eines einem Aufsichtsrat vergleichbaren Kontrollgremiums, nämlich in dem Verwaltungsrat bei der Axle Group Holdings Limited, Glasgow.
Vorstand
Der Aufsichtsrat hat am 20. März 2012 mit Susann Dörsel-Müller und Sascha Jürgensen zwei weitere Personen in den Vorstand bestellt. Dem Vorstand gehören nunmehr nachfolgende Personen an:
Rainer Binder, Hannover; Vorstandsvorsitzender, Einkauf
Susann Dörsel-Müller, Peine;Vorstand, Großhandel, Operations-Center, B2B
Philip von Grolman, Hemmingen;Vorstand, B2C, Marketing, Nordamerika
Sascha Jürgensen, Hannover;Vorstand, Logistik, Personal
Frank Schuhardt, Hannover;Vorstand, Finanzen, Recht, IT
Bezüge der Leitungsorgane
Die Bezüge des Vorstands setzen sich in 2012 aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Komponente zusammen.
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| erfolgsunabhängige Vergütung | erfolgsabhängige Vergütung | |||
|---|---|---|---|---|
| 2012 T€ |
2011 T€ |
2012 T€ |
2011 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rainer Binder | 300 | 300 | 200 | 275 |
| Susann Dörsel-Müller | 80 | 0 | 14 | 0 |
| Philip von Grolman | 165 | 127 | 100 | 137 |
| Sascha Jürgensen | 101 | 0 | 18 | 0 |
| Frank Schuhardt | 246 | 210 | 100 | 137 |
Dem Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2012 Bezüge in Höhe von T€ 50 (Vorjahr T€ 50) gewährt.
Honorar des Abschlussprüfers
In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:
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| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungen | 71 | 76 |
| Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | 24 | 24 |
| Steuerberatungsleistungen | 12 | 11 |
| Sonstige Leistungen | 25 | 5 |
| 132 | 116 |
Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 213.137,26 | 145.863,62 |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 213.137,26 | 145.863,62 |
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen
Die Delticom AG ist zu jeweils 100 % an der Delticom Tyres Ltd. mit Sitz in Oxford/Großbritannien, an der Reifendirekt GmbH mit Sitz in Hannover, an der NETIX S.R.L. mit Sitz in Timisoara / Rumänien, an der Delticom North America Inc. mit Sitz in Benicia / USA und an der Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH mit Sitz in Hannover, beteiligt. Mit der zuletzt genannten Gesellschaft wurde mit der Delticom AG als herrschendes Unternehmen am 26. März 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Darüber hinaus ist die Delticom AG mit 99 % an der neu gegründeten OOO Delticom Shina, Moskau sowie mit 50,9 % an der Tyrepac Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur beteiligt, die wiederum 100 % der Anteile an der Hong Kong Tyrepac Ltd. mit Sitz in Hong Kong hält.
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| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital % |
Eigenkapital in Tausend | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | in Tausend | Stichtag der vorliegenden Information | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Unmittelbar | |||||||
| Delticom Tyres Ltd., Oxford | 100,0 | GBP | 912 | GBP | 339 | 31.12.2012 | |
| Reifendirekt GmbH, Hannover | 100,0 | EUR | 49 | EUR | 1 | 31.12.2012 | |
| NETIX S.R.L., Timisoara | 100,0 | RON | 5.179 | RON | 30 | 31.12.2012 | |
| Delticom North America Inc., Benicia | 100,0 | USD | 3.940 | USD | -303 | 31.12.2012 | |
| OOO Delticom Shina, Moskau | 99,0 | RUB | 10 | RUB | -4 | 31.12.2012 | |
| Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover | 100,0 | EUR | 41 | EUR | 331 | * | 31.12.2012 |
| Tyrepac Pte. Ltd., Singapur | 50,9 | SGD | 1.080 | SGD | -133 | 31.12.2012 | |
| Mittelbar | |||||||
| Hong Kong Tyrepac Ltd. | 50,9 | HKD | 223 | HKD | 160 | 31.12.2012 | |
| über Tyrepac Pte. Ltd., Singapur |
* Ergebnis vor Ergebnisabführung/Verlustübernahme
Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 20. März 2012 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.
Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Am Abschlussstichtag bestehen an der Delticom AG die nachfolgend aufgeführten Beteiligungen, für die Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes gemacht worden sind. Die Angaben stellen die nach § 26 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes veröffentlichten Inhalte der Mitteilungen oder deren Übersetzungen dar; die dort enthaltenen Angaben zur absoluten Anzahl der Stimmrechte des jeweiligen Mitteilungspflichtigen respektive zur Gesamtzahl aller Stimmrechte an der Delticom AG und das prozentuale Verhältnis der beiden zueinander beziehen sich auf den Zeitpunkt der Abgabe der Mitteilungen und sind unter Umständen aufgrund nachfolgender Kapitalmaßnahmen überholt:
Zum Abschlussstichtag noch relevante Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vor 2012
Die Prüfer GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass ihr am 25. Oktober 2006, dem Tag der erstmaligen Zulassung der Aktien an der Delticom AG zum amtlichen Markt, mehr als 50 % der Stimmrechte an der Delticom AG zustanden, nämlich 2.148.055 von 3.946.480 Stimmrechten (54,43 %), wovon der Prüfer GmbH 1.099.907 von 3.946.480 Stimmrechten (27,87 %) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen waren.
Herr Dr. Andreas Prüfer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass ihm persönlich am 25. Oktober 2006, dem Tag der erstmaligen Zulassung der Aktien an der Delticom AG zum amtlichen Markt, mehr als 50 % der Stimmrechte an der Delticom AG zustanden, nämlich 2.148.055 von 3.946.480 Stimmrechten (54,43 %). Davon waren ihm 54,43 % nach§ 22 Abs. 2 WpHG und davon auch 27,87 % nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die Binder GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass ihr am 25. Oktober 2006, dem Tag der erstmaligen Zulassung der Aktien an der Delticom AG zum amtlichen Markt, mehr als 50 % der Stimmrechte an der Delticom AG zustanden, nämlich 2.148.055 von 3.946.480 Stimmrechten (54,43 %), wovon der Binder GmbH 1.048.148 von 3.946.480 Stimmrechten (26,56 %) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen waren.
Herr Rainer Binder, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass ihm am 25. Oktober 2006, dem Tag der erstmaligen Zulassung der Aktien an der Delticom AG zum amtlichen Markt, mehr als 50 % der Stimmrechte an der Delticom AG zustanden, nämlich 2.148.055 von 3.946.480 Stimmrechten (54,43 %). Davon waren ihm 54,43 % nach § 22 Abs. 2 WpHG und davon auch 26,56 % nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG im Geschäftsjahr 2012
American Funds Insurance Series Global Small Capitalization Fund, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Oktober 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 18. Oktober 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,46% (das entspricht 291.384 Stimmrechten) beträgt.
American Funds Insurance Series Global Small Capitalization Fund, Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. April 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 18. April 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechteüberschritten hat und zu diesem Tag 3,09% (das entspricht 366.500 Stimmrechten) beträgt.
Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. August 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 2. August 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,05% (das entspricht 361.512 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 3,05% (das entspricht 361.512 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. August 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 2. August 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,05% (das entspricht 361.512 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 3,05% (das entspricht 361.512 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. August 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 2. August 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,04% (das entspricht 360.356 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 3,04% (das entspricht 360.356 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die EdgePoint Investment Group Inc., Toronto, Kanada, hat uns am 31. Oktober 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 30. Oktober 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,396% (402.310 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der EdgePoint Investment Group Inc. 3,396% (402.310 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von den 3,396% (402.310 Stimmrechte) werden zudem 0,679% (80.500 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet.
SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Oktober 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Oktober 2012 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,92% (das entspricht 346.504 Stimmrechten) beträgt.
SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Oktober 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 9. Oktober 2012 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 4,74% (das entspricht 561.399 Stimmrechten) beträgt.
Die The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 20. November 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 15. November 2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,54% (301.517 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der The Capital Group Companies, Inc. 2,54% (301.517 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen.
Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 20. November 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 15. November 2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,54% (301.517 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Capital Research and Management Company 2,54% (301.517 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 2. November 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 26. Oktober 2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,85% (574.488 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der The Capital Group Companies, Inc. 4,85% (574.488 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen.
Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 2. November 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 26. Oktober 2012 die Schwelle von 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 4,85% (574.488 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Capital Research and Management Company 4,85% (574.488 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 4. Oktober 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 28. September 2012 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,99% (1.184.025 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der The Capital Group Companies, Inc. 9,99% (1.184.025 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen.
Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 5. Oktober 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 28. September 2012 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,99% (1.184.025 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der Capital Research and Management Company 9,99% (1.184.025 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 6. September 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 1. September 2012 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,16% (1.203.640 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 10,16% (1.203.640 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 und Satz 3 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:
- SMALLCAP World Fund, Inc.
- American Funds Insurance Series - Global Small Capitalization Fund.
Diese Stimmrechtsmitteilung von The Capital Group Companies Inc. ist ausschließlich auf eine interne Reorganisation der The Capital Group Companies, Inc. und ihrer Tochtergesellschaften zurückzuführen. Bereits veröffentlichte Stimmrechtsmitteilungen von Capital Research and Management Company, SMALLCAP World Fund, Inc. und American Funds Insurance Series - Global Small Capitalization Fund werden hiervon nicht berührt.
Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns am 4. Dezember 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 29. November 2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,95% (349.767 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 2,95% (349.767 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns am 25. September 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 21. September 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,01% (356.373 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 3,01% (356.373 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Delticom AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: - Treadneedle Investment Funds ICVC.
Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, hat uns am 25. September 2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 21. September 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und zu diesem Tag 3,01% (356.373 Stimmrechte) beträgt.
Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG nach dem Abschlussstichtag und vor Aufstellung des Jahresabschlusses
Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,99% (das entspricht 353.649 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,90% (das entspricht 343.551 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,90% (das entspricht 343.551 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. Januar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Delticom AG, Hannover, Deutschland, am 23. Januar 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,90% (das entspricht 343.551 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihr 2,90% (das entspricht 343.551 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards auf.
Vorschlag der Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von € 22.939.487,63 den nicht unter die Ausschüttungssperre fallenden Betrag von € 22.510.136,00, d.h. € 1,90 pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von € 429.351,63 auf neue Rechnung vorzutragen.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
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| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.857.244,42 | 179.921,15 | 1.536,15 | 0,00 | 2.035.629,42 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.586.535,06 | 181.434,36 | 0,00 | 0,00 | 5.767.969,42 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | |||||
| ausstattung | 12.114.440,63 | 905.499,28 | 445.835,07 | 45.237,00 | 12.619.341,84 |
| Geleistete Anzahlungen | 21.900,00 | 23.337,00 | 0,00 | -45.237,00 | 0,00 |
| 17.722.875,69 | 1.110.270,64 | 445.835,07 | 0,00 | 18.387.311,26 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.140.740,05 | 634.808,75 | 167.970,87 | 0,00 | 5.607.577,93 |
| 5.140.740,05 | 634.808,75 | 167.970,87 | 0,00 | 5.607.577,93 | |
| 24.720.860,16 | 1.925.000,54 | 615.342,09 | 0,00 | 26.030.518,61 |
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| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 859.466,42 | 163.911,15 | 1.534,15 | 0,00 | 1.021.843,42 |
| SACHANLAGEN | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 648.149,04 | 435.607,01 | 0,00 | 0,00 | 1.083.756,05 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | |||||
| ausstattung | 4.396.446,12 | 2.098.021,28 | 296.800,07 | 0,00 | 6.197.667,33 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.044.595,16 | 2.533.628,29 | 296.800,07 | 0,00 | 7.281.423,38 | |
| FINANZANLAGEN | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 |
| 85.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000,00 | |
| 5.989.061,58 | 2.697.539,44 | 298.334,22 | 0,00 | 8.388.266,80 |
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| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.013.786,00 | 997.778,00 |
| SACHANLAGEN | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.684.213,37 | 4.938.386,02 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | ||
| ausstattung | 6.421.674,51 | 7.717.994,51 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 21.900,00 |
| 11.105.887,88 | 12.678.280,53 | |
| FINANZANLAGEN | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.522.577,93 | 5.055.740,05 |
| 5.522.577,93 | 5.055.740,05 | |
| 17.642.251,81 | 18.731.798,58 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hannover, den 08. März 2013
Delticom AG
Der Vorstand
Rainer Binder
Susann Dörsel-Müller
Philip von Grolman
Sascha Jürgensen
Frank Schuhardt
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Delticom AG, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 8. März 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer