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Delignit AG

Interim / Quarterly Report Aug 30, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Seite 1 von 21 Seiten

Inhalt

Delignit-Konzern auf einen Blick 3
Grußwort des Vorstands 4
Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom
01.01. bis 30.06.2013 der Delignit AG, Blomberg
6
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 6
2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 6
3. Marktumfeld des Delignit-Konzerns 9
4. Organisation 9
5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11
6. Sicherungsgeschäfte 12
7. Vergütungsbericht 12
8. Risikobericht 12
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit–Konzerns 14
10. Nachtragsbericht 16
11. Sonstige Angaben 16
12. Prognosebericht 17
Delignit-IFRS-Konzern-Zwischenbilanz (ungeprüft) 20
Delignit-IFRS-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft) 20
Angaben zur Bilanzierung 21
Finanzkalender 21
Kontakt 21

Delignit-Konzern auf einen Blick

Geschäftshalbjahr (01.01.-30.06.) 2013
IFRS
2012
IFRS
Δ 2012
2013
2011
IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 17.391 17.747 -2,0 % 14.171
Betriebsleistung 17.509 17.893 -2,1 % 14.279
Materialaufwand -10.000 -10.498 -4,7 % -7.495
Personalaufwand -4.826 -4.807 0,4 % -4.928
EBITDA 1.515 1.523 -0,5 % 1.024
EBITDA-Marge 8,7 % 8,5 % 0,1 %* 7,2 %
EBIT 1.074 1.101 -2,5 % 625
EBIT-Marge 6,1 % 6,2 % 0,0 %* 4,4 %
EBT 985 978 0,7 % 406
EBT-Marge 5,6 % 5,5 % 0,2 %* 2,8 %
Konzernergebnis 633 675 -6,2 % 242
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0 % 8.193.900
eps in € 0,08 0,08 0,03
Bilanzzahlen jeweils per 30.06. T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 11.411 11.882 -4,0 % 12.702
Kurzfristige Vermögenswerte 10.988 10.397 5,7 % 10.306
Darin enthaltene liquide Mittel 1.681 1.477 13,8 % 2.159
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0 % 8.194
Sonstiges Eigenkapital 2.943 2.049 43,6 % 1.101
Eigenkapital ingesamt 11.137 10.243 8,7 % 9.295
Eigenkapitalquote 49,7 % 46,0 % 3,7 %* 40,4 %
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.489 6.462 -15,1 % 8.462
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.773 5.574 3,6 % 5.251
Bilanzsumme 22.399 22.279 0,5 % 23.008
Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) -862 -2.221 -61,2 % -3.554
Mitarbeiter (Stichtag 30.06.)
Deutschland 211 212 -0,5 % 186

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Delignit-Konzern kann auf eine konstante Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2013 zurückblicken. Wie bereits von uns eingangs des Jahres erwartet, lag der Umsatz des Halbjahres mit 17,4 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahreswert von 17,7 Mio. Euro. Angesichts deutlich rückläufiger Zulassungszahlen in unserem Kernmarkt der leichten Nutzfahrzeuge in Deutschland von 9,0 % sehen wir diese stabile Entwicklung als Bestätigung der erfolgreichen Geschäftsausrichtung. Der Delignit-Konzern hat somit seine Marktposition nicht nur halten, sondern erneut weiter ausbauen können.

Bewährt hat sich dabei die Strategie "mehr Umsatz pro Fahrzeug". Die seit dem zweiten Halbjahr 2012 zusätzlich angelaufene Serienbelieferung mit Seitenwänden hat bereits jetzt maßgeblich zu einer erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie beigetragen. Dank dieses Effektes konnten wir zudem die verhaltene Anfrage- und Ordertätigkeit im Bereich Technological Applications weitestgehend kompensieren. Nach der sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung im Vorjahr hat hier vor allem der Bereich Building Equipment, aber auch der Bereich Spezialanwendungen Umsatzrückgänge verzeichnet.

Mit einem EBITDA von 1,5 Mio. Euro lag auch das operative Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Wir freuen uns über diese stabile Profitabilität bei einem veränderten Produktmix. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende des Halbjahres auf 1,7 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote betrug 49,7 %. Aus dieser Position der finanziellen Stärke heraus haben wir ein Investitionsprogramm im Volumen von insgesamt 1,5 Mio. Euro für 2013 aufgesetzt, um die Kapazitäten zu modernisieren und zu erweitern.

Wir sehen für den Delignit-Konzern aufgrund der Strategie, "technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs" zu vermarkten, mittelfristig wieder die Chance, dynamisches Umsatzwachstum zu generieren. So steht für 2014 der Beginn einer weiteren Serienbelieferung im Nutzfahrzeugmarkt auf der Agenda. Im zweiten Halbjahr 2013 gehen wir unverändert von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus.

Wir möchten uns abschließend bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz der vergangenen Monate bedanken. Unseren Geschäftspartnern sowie Ihnen als unseren Aktionären und Aktionärinnen gilt unser besonderer Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Entwicklung Ihrer Delignit AG auch in Zukunft eng begleiten.

Blomberg, im August 2013

Mit unseren herzlichsten Grüßen

Markus Büscher Thorsten Duray

Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2013 der Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Die Delignit AG bildet mit ihren Tochtergesellschaften den Delignit-Konzern.

Der Delignit-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit-Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil- und Schienenverkehrsindustrie als auch in der Sicherheitstechnik. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Innovation in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf Buchenholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das operative Geschäft des Delignit-Konzerns umfasst die Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Der Geschäftsverlauf zu Beginn des Jahres 2013 war gemessen an der Wirtschaftsleistung in Deutschland von einer annähernden Stagnation gekennzeichnet. Nach einem leichten Anstieg in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 fiel das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 wieder auf sein Ausgangsniveau zurück. Im ersten Quartal 2013 verblieb das Bruttoinlandsprodukt auf diesem Niveau. Nach einer dynamischen Wachstumsphase in den Jahren 2009 und 2010 konnte das Bruttoinlandsprodukt damit seit Anfang des Jahres 2011 nur noch geringfügig gesteigert werden. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Der Auftragseingang des verarbeitenden Gewerbes im zweiten Quartal 2013 lässt eine leichte Nachfragebelebung erkennen. Nachdem der Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2012 mehrfach unter die Marke 100 (Basisindex für das Jahr 2010) gefallen war, wurde dieser Wert im ersten und zweiten Quartal 2013 nicht wieder unterschritten. Die Auftragseingänge der Industrie erhöhten sich im Juni 2013 vorläufigen Angaben zur Folge sogar preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 3,8 %. Der Umfang an Großaufträgen war im Juni überdurchschnittlich hoch. Dabei erfolgte der Anstieg insbesondere im Bereich der Investitionsgüter (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Nach den Umfrageergebnissen des ifo-Investitionstests für das westdeutsche verarbeitende Gewerbe vom Herbst 2012 wollen rund drei Fünftel der am Investitionstest teilnehmenden Unternehmen im Jahr 2013 mehr investieren als im Vorjahr. Dagegen planen 31,0 % der Unternehmen eine Kürzung ihres Investitionsbudgets. Ein wesentlicher Impuls für Wirtschaftswachstum aus dem Investitionsverhalten lässt sich hieraus nicht ableiten (Quelle: ifo-Institut).

Der ifo-Geschäftklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft ist seit Jahresbeginn allerdings deutlich gestiegen, nachdem er von seinem Stand aus Februar 2011 mit einem Wert von 115,0 (Index 2005 = 100) bis zum Dezember 2012 kontinuierlich gesunken war. Saisonbereinigt stieg der Indexwert allerdings wieder seit Dezember 2012 von 102,5 auf 106,2 im Juli 2013. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich seit Dezember 2012 wieder kontinuierlich verbessert. "Die Unternehmen blicken nach wie vor verhalten optimistisch in die Zukunft. Am Konjunkturhimmel zeigen sich nur wenige Wolken" (Quelle: Ifo-Institut). Dabei erwarten die Unternehmen weiterhin expansive Impulse vom Auslandsgeschäft.

Die speziellen Zielmärkte des Delignit-Konzerns, also die Märkte im Geschäftsbereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich unterjährig im ersten Halbjahr 2013 jedoch zum Teil deutlich negativ entwickelt.

Die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge sanken in Europa im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 %. Bereits im Gesamtjahr 2012 waren die Zulassungszahlen in diesem Bereich um 13,3 % gesunken. Von dem Rückgang besonders betroffen waren die Märkte in Frankreich, Niederlande und Italien. Im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge sanken die Zulassungszahlen um 12,6 %, nachdem bereits im Vorjahr die Zulassungszahlen um 9,4 % zurückgegangen waren. Einen maßgeblichen Anteil an dem Rückgang hatten wiederum die Länder Frankreich und Italien.

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit-Konzern relevanten deutschen Markt sanken im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,0 % (gesamtes Vj. - 6,0 %), während im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen sogar um 13,3 % sanken (gesamtes Vj. - 9,6 %) (Quelle: ACEA). Damit hat sich in Deutschland der Abwärtstrend bei den Zulassungszahlen sowohl bei den leichten wie auch bei den schweren Nutzfahrzeugen verstärkt fortgesetzt.

Die Umsatzentwicklung im Holzgewerbe bewegte sich ebenfalls leicht in den negativen Bereich. Die Umsätze sanken in den ersten fünf Monaten 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 %. Dabei verloren die Umsätze im Bereich der Holzwerkstoffe 0,9 %. Das Geschäftsklima im Holzgewerbe hat sich im ersten Halbjahr 2013 insgesamt verschlechtert. Die Geschäftserwartungen sind jedoch seit Juni 2013 wieder deutlich angestiegen.

Die Umsatzerlöse des Delignit-Konzerns erreichten im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 17.391 T€ nach 17.747 T€ im Vorjahr. Der Umsatz konnte damit trotz der beschriebenen gegenläufigen Marktentwicklungen annähernd gehalten werden und reduzierte sich nur um 2,0 %, nachdem er noch im Vorjahreszeitraum um 25,2 % gesteigert werden konnte. Somit ist es dem Delignit-Konzern erneut gelungen, seinen Marktanteil nicht nur zu halten, sondern sogar in schwächeren Märkten Marktanteile zu gewinnen.

Im Geschäftsbereich Automotive konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 2,0 % (gesamtes Vj. 12,6 %) gesteigert werden. Maßgeblich waren hierfür im Wesentlichen die erhöhten OEM–Liefermengen und die Einführung neuer Produkte im Bereich der Laderaumschutzsysteme. Insbesondere ist hier der seit dem zweiten Halbjahr 2012 zu Umsatz führende neue Serienliefervertrag zur Ausstattung von Fahrzeugen mit Seitenwänden zu erwähnen, der zur Umsatz- und Auslastungsstabilisierung beigetragen hat. Gegenläufig ist ein Serienliefervertrag für schwere Nutzfahrzeuge zum zweiten Halbjahr 2012 ausgelaufen. Insgesamt konnte die Strategie des steigenden Umsatzes pro Fahrzeug durch Hinzunahme weiterer technischer Lösungen erfolgreich umgesetzt werden.

Im Geschäftsbereich Technological Applications konnte der signifikante Umsatzzuwachs des vergangenen Jahres nicht fortgesetzt werden. Ausschlaggebend hierfür war im Bereich Building Equipment eine deutliche Zurückhaltung im Investitionsverhalten der Endabnehmer. Größere Neuinvestitionen sowohl im Inland als auch im Ausland wurden verschoben oder in ihren weiteren Planungen gestoppt, wohl auch im Hinblick auf die beschriebene Verunsicherung hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Auch im Bereich der Spezialanwendungen konnte der Vorjahresumsatz nicht wieder erreicht werden. Maßgeblich hierfür war eine generelle Zurückhaltung bei neuen Projektgeschäften.

Durch die annähernd stabile Umsatzentwicklung und die fortgesetzte Optimierung der betrieblichen Abläufe konnte wiederum ein deutlich positives Konzernergebnis auf Vorjahresniveau erreicht werden. Trotz der saisonal bedingten Bevorratung des für die Produktion benötigten Rundholzes im Frühjahr verschlechterte sich der Verschuldungsgrad gegenüber dem Abschlussstichtag zum 31. Dezember 2012 nur geringfügig von 712 T€ auf 862 T€. Maßgeblich hierfür waren Investitionen in das working capital in Höhe von 1.453 T€.

Gegenüber dem Vorjahresstichtag per 30. Juni 2012 konnte die Nettobankverschuldung erneut deutlich um 1.359 T€ verringert werden.

3. Marktumfeld des Delignit-Konzerns

Analog zu der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung begann das erste Halbjahr 2013 für den Delignit-Konzern zunächst sehr verhalten, die Ordertätigkeit nahm dann aber im Laufe der Monate zu. Kumuliert konnte der Gesamtumsatz des Delignit-Konzerns trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds annähernd auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Dabei wurde die Umsatzstabilität im Wesentlichen durch das Wachstum im Geschäftsbereich "Automotive" gewährleistet.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit-Konzern auf Basis seiner holzbasierten Produkte, die sich besonders durch technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte - Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid) - im ersten Halbjahr 2013 weitere Marktanteile sichern konnte. Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz und insbesondere durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz hat der Delignit-Konzern die Rahmenbedingungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2016, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Finanzen und Rechnungswesen, Recht, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen mehrheitlich zum Konzern gehörenden Gesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

c. Beteiligungsunternehmen

Die Delignit AG war am 30. Juni 2013 direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

* Anzahl der Mitarbeiter

Mit Kaufvertrag vom 19. Juni 2013 hat die Delignit AG 25,0 % ihrer Anteile an der S.C. Cildro S.A. an ein lokales Beteiligungsunternehmen veräußert. Die Delignit AG hält per 30.06.2013 damit 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro S.A.

Darüber hinaus hat die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG mit Kaufvertrag vom 19. Juni 2013 ebenfalls 25,0 % ihrer Anteile an der S.C. Cildro Plywood S.R.L. an ein lokales Beteiligungsunternehmen verkauft. Die Delignit AG hält per 30.06.2013 damit indirekt 24,0 % der Anteile an der S.C. Cildro Plywood S.R.L.

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig. Die Auftragslage im ersten Halbjahr 2013 führte zu einer stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand blieb nahezu unverändert. Zum 30. Juni 2013 wurden 211 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Darüber hinaus wurden im Laufe des ersten Halbjahres bis zu 33 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit-Konzern blickt trotz eines schwierigen Marktumfelds auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2013 zurück. Oberstes Ziel war es, basierend auf den gewonnen Marktanteilen die Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter auf die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern, ohne dabei die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe zu gefährden.

Der Delignit-Konzern hat im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 17.391 T€ (Vj. 17.747 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 17.509 T€ (Vj. 17.893 T€).

Die Materialkosten betrugen 57,1 % der Betriebsleistung und liegen damit unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 58,7 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 4.826 T€ (Vj. 4.807 T€) verbucht worden und haben sich damit nur unwesentlich verändert. Die Personalquote erhöhte sich geringfügig auf 27,6 % nach 26,9 % im Vorjahreszeitraum. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 103 T€ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies resultierte insbesondere aus erhöhten Instandhaltungsmaßnahmen für die Verbesserung der Maschinenleistungen. Das EBITDA beträgt 1.515 T€ und liegt damit auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen lagen im ersten Halbjahr 2013 bei 441 T€, so dass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 1.074 T€ (Vj. 1.101 T€) erreicht wurde.

Das Eigenkapital des Delignit-Konzerns beträgt zum 30. Juni 2013 11.137 T€ und führt zu einer erhöhten Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 49,7 % (Vj. 46,0 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit-Konzerns beträgt zum Stichtag 1.681 T€ (Vj. 1.477 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 2.543 T€ (Vj. 3.698 T€). Durch einen deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnte die Nettoverschuldung des Delignit-Konzerns im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr weiter von 2.221 T€ auf 862 T€ reduziert werden. Die generierte Liquidität wurde unter anderem auch dazu verwendet, die Kapazitäten zu erweitern und weiter zu optimieren. Die Investitionssumme belief sich im ersten Halbjahr 2013 auf 584 T€.

Die Vorräte beliefen sich auf 7.277 T€ nach 6.885 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum 30. Juni 2013 auf 10.988 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit-Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

• Die Serienbelieferung der OEM-Kunden ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit des Delignit-Konzerns. Dem ist mit dem weiteren Ausbau anderer Kunden in dieser oder artverwandter Branchen, aber auch in der Aufrechterhaltung der verbliebenen Geschäftsbereiche zu begegnen.

  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • o Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Holz wird als Rohstoff im gesamten Konsumentenverhalten und auch im Bereich der Energieversorgung eine stetig steigende Bedeutung erfahren. Durch die vermehrte Verwendung von Holz als Energieträger und durch parallel weiter steigende Ölpreise muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich ansteigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit-Konzern mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen".
  • o Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.
  • Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss davon ausgegangen werden, dass es im Bereich der Zulieferer zu weiteren Insolvenzen kommen wird. Diesem Risiko wird damit begegnet, dass für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert wird.
  • Auf den Absatzmärkten kann es zum einen auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können. Zum anderen muss die anhaltende Schwäche auf den Zielmärkten des Delignit-Konzerns als Risiko betrachtet werden.
  • Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es nach Jahren der Zurückhaltung im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken, und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des

Delignit-Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern.

Diesen Risiken begegnet der Delignit-Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

  • Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
  • Vertragsmanagement: Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.
  • Der Delignit-Konzern reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein intensives Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
  • Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten maßvoll und zielgerichtet erweitern.

9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit-Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit-Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit-Konzern gezielt weiterverfolgt. Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

  • Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:
  • Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung der Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit-Konzern beabsichtigt, im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Für das Geschäftsjahr 2013 sollen verstärkt Produkte und Anwendungslösungen im Geschäftsbereich Technological Applications qualifiziert werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • o Geographische Übertragung

Die insbesondere im Geschäftsbereich Automotive erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. Parallel sollen insbesondere die Produktgruppen "Gebäudeausstattungen" und "Spezialanwendungen" aus dem Geschäftsbereich Technological Applications weltweit vermarktet werden. Hier soll auf die Erfolge des Geschäftsjahres 2012 aufgebaut werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation angepasst als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

o Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktenwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. So sollen insbesondere gewichtsoptimierte Verbundwerkstoffe und Produktzertifikate auf artverwandte Anwendungsgebiete übertragen werden.

Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung wird als Megatrend erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu

nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.

Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes genutzt werden: Der Delignit-Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen. Folgende Argumente lassen dabei eine unverändert positive Beurteilung des Rohstoffeffektes zu:

  • o Seit dem Kopenhagener Abkommen aus 2009 gelten auch die Holzwerkstoffe als CO2-Speicher. Man kann davon ausgehen, dass diese Entscheidung auch zu weiteren Forschungsaktivitäten und zu einer weiteren Förderung des Rohstoffes Holz führen wird. Ferner kann festgestellt werden, dass Kundenanforderungen und Beschaffungsrichtlinien vermehrt in Richtung ökologisch verträgliche und nachhaltige Produkte formuliert werden.
  • o Die Inventurauswertungen des deutschen Forstes (erstellt aufgrund der Vereinbarungen zum Kyoto-Abkommen) stellen fest, dass der Zuwachs an Laubholz unverändert unter dem Verbrauch durch Nutzung liegt. Insbesondere in dem Kernrohstoff der Delignit, der Buche, liegt die Nutzung noch deutlich unter dem jährlichen Zuwachs (Nutzung = 87,0 % des nutzbaren Nachwuchses; Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut).

Um den ökologischen Aspekt weiter zu unterstreichen, hat sich die Produktionsgesellschaft, die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG nach den Richtlinien der FSCund PEFC-Standards im Geschäftsjahr 2012 zertifizieren lassen.

10. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

11. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.194 T€ ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.097 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

Des Weiteren ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 dazu ermächtigt, ab dem 08. Juli 2010 bis zum 06. Juli 2015 eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Ebenfalls ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

12. Prognosebericht

Die Situation in der Gesamtwirtschaft bleibt schwierig zu prognostizieren.

So berichtet die Bundesagentur für Arbeit, dass die deutsche Wirtschaft nach der Schwäche im Winterhalbjahr im zweiten Quartal 2013 spürbar gewachsen ist. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird zurzeit besonders stark von Sondereinflüssen überlagert. Die Bedeutung der Staatsschuldenkrise bleibt groß und ändert sich mit der aktuellen Situation der Krisenländer. Der lange und feuchte Winter führte zu einer bisher schwachen Bausaison. Das Hochwasser in den Flusssystemen von Elbe und Donau sorgte regional für Produktionsausfälle, die Schadensbeseitigung wird aber Investitionen und Konsum beschleunigen. In dieser Gemengelage deuten die Indikatoren auf eine wesentliche konjunkturelle Verbesserung hin. Die Konjunkturerwartungen sind verhalten positiv; zumindest könnte die bisherige Wachstumsschwäche überwunden werden. Auch der deutsche Arbeitsmarkt scheint die schwache wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate gut zu verkraften. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Das Vorjahresniveau wird deutlich überschritten. Fast alle Bundesländer verzeichneten im Vorjahresvergleich einen Beschäftigungsanstieg; nach Branchen gab es ein kräftiges Plus bei wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Gesundheits- und Sozialwesen sowie ein deutliches Minus in der Arbeitnehmerüberlassung (Monatsbericht Juli 2013 der Bundesagentur für Arbeit). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres 2013 habe ausschließlich jahreszeitliche Gründe und sei üblich. Dabei fiel die Zunahme der Arbeitslosigkeit sogar geringfügig schwächer aus als in den vergangenen Jahren. Der Indikator für die Arbeitskräftenachfrage, der BA-X, liege aber im Juli 2013 14 Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Binnenwirtschaftlich zeigt sich die konjunkturelle Schwäche nach wie vor an den rückläufigen Investitionen. Wenn die Verunsicherung infolge der Eurokrise nachlässt, dürfte bei den Investitionen ein gewisser Nachholbedarf realisiert werden.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli 2013 nochmals angestiegen. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage hat im Juli 2013 ebenfalls zugenommen.

Die Aufhellung der Erwartungsindikatoren und die partielle Beruhigung der Kapitalmärkte setzen ebenfalls Signale für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Der private Konsum stabilisiert die Wirtschaft weiterhin, denn ein hoher Beschäftigungsstand und die guten Lohnabschlüsse tragen zu einer hohen Konsumneigung bei.

Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden des Delignit-Konzerns im Geschäftsbereich Automotive zeigen für das zweite Halbjahr 2013 eine stabile Abrufsituation auf.

Der Geschäftsbereich Technological Applications wird weiterhin durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft bestimmt. Die ausgeprägte Vorsicht in Europa im investiven Bereich führt zu einer verhaltenen Anfrage- und Ordertätigkeit. Sollten sich jedoch die positiven Stimmungsindikatoren und Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft als berechtigt herausstellen, geht der Delignit-Konzern in diesem Bereich von positiven Impulsen und wieder wachsenden Umsätzen für die Zukunft aus.

Für den weiteren Geschäftsverlauf in 2013 erwartet der Vorstand der Delignit AG aufgrund der nach wie vor positiven Erwartungen an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung gute Rahmenbedingungen für das Unternehmen. Durch die verstärkten Absatzbemühungen bei den technischen Produkten, insbesondere auf internationaler Ebene, und die Bearbeitung neuer Märkte und Absatzkanäle geht der Vorstand der Delignit AG für das Jahr 2013 unverändert von einem stabilen Umsatzniveau aus. Auf Basis vorliegender Anfragen zu Großprojekten und Serienbelieferungsaufträgen, die ab 2014 zu Lieferumfängen führen können, bereitet der Vorstand die Gesellschaft durch zielgerichtete Investitionen auf Wachstumsimpulse für das Geschäftsjahr 2014 vor.

Blomberg, den 16. August 2013

Vorstandsvorsitzender Vorstand

Markus Büscher Thorsten Duray

Delignit-IFRS-Konzern-Zwischenbilanz (ungeprüft)

AKTIVA 30.06.2013 30.06.2012
T€ T€
Langfristige Vermögenswerte 11.411 11.882
Kurzfristige Vermögenswerte 10.988 10.397
Bilanzsumme 22.399 22.279
PASSIVA 30.06.2013 30.06.2012
T€ T€
Langfristige Verbindlichkeiten 5.489 6.462
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.773 5.574
Eigenkapital 11.137 10.243
Bilanzsumme 22.399 22.279

Delignit-IFRS-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

30.06.2013 30.06.2012
T€ T€
Umsatzerlöse 17.391 17.747
Betriebsleistung 17.509 17.893
EBITDA 1.515 1.523
EBIT 1.074 1.101
EBT 985 978
Konzernergebnis 633 675
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Angaben zur Bilanzierung

Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2013 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechts nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 30. Juni 2013 geltenden IFRS-Standards und Interpretationen.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Delignit AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Sie sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Bilanz wurde gemäß IFRS 1.51 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Finanzkalender

Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2013

Geschäftsbericht 2013: bis Ende Mai 2014

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 E-Mail: [email protected] www.delignit.com

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