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Delignit AG

Earnings Release Aug 29, 2017

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Earnings Release

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Halbjahresbericht 2017

www.delignit.com

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 3
Delignit Konzern auf einen Blick 4
Grußwort des Vorstands 5
Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom
01.01. bis 30.06.2017 der Delignit AG, Blomberg
7
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 7
2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 7
3. Marktumfeld des Delignit Konzerns 8
4. Organisation 9
5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11
6. Sicherungsgeschäfte 12
7. Risikobericht 12
8. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns 13
9. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 14
10. Nachtragsbericht 14
11. Sonstige Angaben 14
12. Prognosebericht 15
IFRS-Konzernzwischenbilanz der Delignit AG (ungeprüft)
Blomberg zum 30. Juni 2017
17
IFRS-Konzernhalbjahresergebnisrechnung (ungeprüft)
für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017
der Delignit AG
17
Angaben zur Bilanzierung 18
Finanzkalender 18
Kontakt 18

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:

Zielmarkt Automotive:

Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung. In der Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.

Zielmarkt Technological Applications:

Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u. a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z. B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).

Delignit Konzern auf einen Blick

Geschäftshalbjahr (01.01. - 30.06.) 2017 2016 ∆ 2017/ 2015
IFRS IFRS 2016 IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 27.088 24.412 11,0% 22.947
Betriebsleistung 27.390 24.918 9,9% 23.444
Materialaufwand -15.529 -14.898 4,2% -13.847
Personalaufwand -7.570 -6.623 14,3% -6.221
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.819 -1.660 9,6% -1.529
EBITDA 2.472 1.737 42,3% 1.847
EBITDA-Marge 9,0 % 7,0 % 2,1%* 7,9 %
EBIT 1.749 1.060 65,0% 1.105
EBIT-Marge 6,4 % 4,3 % 2,1%* 4,7 %
EBT 1.646 968 70,0% 991
EBT-Marge 6,0 % 3,9 % 2,1%* 4,2 %
Konzernhalbjahresergebnis 1.056 698 51,3% 635
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0% 8.193.900
eps in € 0,13 0,09 51,3% 0,08
Bilanzzahlen T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 17.109 15.436 10,8% 13.653
Kurzfristige Vermögenswerte 16.977 16.371 3,7% 13.118
Darin enthaltene liquide Mittel 432 1.452 -70,2% 714
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0% 8.194
Sonstiges Eigenkapital 7.394 6.179 19,7% 5.115
Eigenkapital ingesamt 15.588 14.373 8,5% 13.309
Eigenkapitalquote 45,7 % 45,2 % 0,5%* 49,7 %
Langfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen 6.919 7.764 -10,9% 5.517
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen 11.579 9.670 19,7% 7.945
Bilanzsumme 34.085 31.807 7,2% 26.771
Nettofinanzschulden (net debt (-) / net
cash (+)) -5.803 -7.450 -22,1% -4.628
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)
Deutschland 329 311 5,8% 281

*Veränderung in Prozentpunkten

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Delignit AG hat sich im ersten Halbjahr 2017 wie prognostiziert und damit sehr erfreulich entwickelt. Unser Unternehmen konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis neue Bestmarken verzeichnen. Der Umsatz stieg um 11,0 % auf 27,1 Mio. €, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, verbesserte sich überproportional um 42,3 % auf 2,5 Mio. €, das Konzernhalbjahresergebnis konnte sogar um über 50 % auf jetzt 1,1 Mio. € gesteigert werden.

Neben dem positiven Geschäftsverlauf hat sich die Delignit AG im ersten Halbjahr aber auch strategisch sehr erfreulich weiterentwickelt. Zum einen schafft unser im vergangenen Jahr aufgesetztes sechs Millionen Euro starkes Investitionsprogramm die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Ein Teil der Maschineninvestitionen konnte bereits im ersten Halbjahr 2017 seinen Beitrag an der Realisierung der Umsatzsteigerung leisten. Zum anderen konnten wir weitere bedeutende Aufträge abschließen. Im Bereich Automotive möchten wir hier exemplarisch die Beauftragung durch die Deutschlandtochter eines internationalen Automobilkonzerns für die Laderaumausstattung von Transporter-Sondermodellen nennen. Hier kommt unsere Komplettlösung, bestehend aus Transporterboden, Seitenwand sowie Zurrschienen inklusive Befestigungstechnik, zum Einsatz. Des Weiteren möchten wir die beiden mehrjährigen Beauftragungen für die Ausstattung von Pick-up-Modellen erwähnen. Dabei geht es uns hierbei weniger um die Auswirkungen auf die Umsatz- oder Ertragsseite dieser beiden Aufträge, sondern vielmehr freuen wir uns mit diesen Lieferumfängen dokumentiert zu sehen, dass wir unsere Strategie zur Übertragung des Geschäftsmodells auch aus Anwendungssicht erfolgreich umsetzen können. Zusammengenommen sehen wir diese Beauftragungen als eine weitere Bestätigung unserer Entwicklungstätigkeit der vergangenen Jahre, bei der wir getreu dem Motto "mehr Umsatz pro Fahrzeug" ergänzende Produkte zum Laderaumschutz und zur Ladungssicherung entwickelt haben.

Im Bereich Technological Applications möchten wir die beiden Neubeauftragungen durch die europäische Tochtergesellschaft eines internationalen asiatischen Konzerns hervorheben. Hier liefern wir die in den vergangenen Jahren entwickelten innovativen System-Bodenlösungen für Regionalzüge sowie für Hochgeschwindigkeitszüge.

Für das Gesamtjahr 2017 bestätigen wir vor dem Hintergrund der erfreulichen Entwicklung des ersten Halbjahres unsere Prognose, dass wir ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 % anstreben bei einer gleichzeitigen Verbesserung der EBITDA-Marge auf einen Korridor zwischen 7,5 bis 8,3 %.

Unseren Mitarbeitern möchten wir für ihren vorbildlichen Einsatz auch im ersten Halbjahr 2017 herzlich danken. Unser Dank gilt zudem unseren Geschäftspartnern und nicht zuletzt Ihnen, unseren Aktionären. Bleiben Sie uns gewogen.

Blomberg, im August 2017

Mit unseren herzlichsten Grüßen

Markus Büscher Thorsten Duray

Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme in leichten Nutzfahrzeugen, Kofferraumladeboden in PKWs und Systemböden für Zugausstattungen eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im ersten Halbjahr 2017 durch eine leicht zunehmende Dynamik gekennzeichnet. So wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0,6 % gegenüber dem vierten Quartal 2016. In der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres war das Bruttoinlandsprodukt mit + 0,2 % im dritten und mit + 0,4 % im vierten Quartal etwas moderater gewachsen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland wie auch aus dem Ausland. Insbesondere die Investitionen zogen zum Jahresbeginn deutlich an. In Maschinenausrüstungen wurde 1,2 % mehr investiert als im vierten Quartal 2016. Die Bauinvestitionen – begünstigt unter anderem durch die milde Witterung – stiegen sogar um 2,3 %. Zudem steigerten die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben um 0,3 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Trotz der weiterhin bestehenden globalen Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten konnte der deutsche Außenhandel im ersten Quartal 2017 erneut gute Zuwächse erreichen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 1,3 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im vierten Quartal 2016.

Auch der Optimismus der deutschen Unternehmen für das zweite Halbjahr 2017 hat deutlich zugenommen. Der ifo Geschäftsklimaindex für die deutsche Wirtschaft erreichte im Juli 2017 mit 116,0 Punkten den dritten Rekordwert in Folge. Die Unternehmen waren seit der Wiedervereinigung noch nie zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate verbesserte sich. Die Kapazitätsauslastung stieg deutlich um 0,7 % auf 86,7 % (Quelle: ifo Institut).

Die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das erste Halbjahr 2017 stabile Wachstumsraten aus. Im Vergleich zum vierten Quartal 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im ersten Quartal 2017 um 0,5 % gestiegen. Nach einer vorläufigen Schnellschätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, wird das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2017 nochmals um 0,6 % gegenüber dem ersten Quartal 2017 ansteigen (Quelle: Eurostat).

Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns im Bereich Automotive haben sich im ersten Halbjahr 2017 unterschiedlich entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen im Zeitraum von Januar bis Juni um 4,7 %, nachdem noch im gleichen Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 13,2 % erreicht worden war. In Europas größten Märkten stiegen die Zulassungszahlen in Spanien um 16,3 % und in Frankreich um 6,4 %. Eine negative Tendenz zeigte sich bei den Zulassungszahlen im zweitgrößten europäischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge, und zwar in Großbritannien. Hier sanken die Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 %. Insgesamt haben die Zulassungszahlen in der überwiegenden Anzahl der europäischen Märkte weiter zugelegt, die Wachstumsdynamik ließ aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich nach (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern noch immer bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 3,3 % (Vj. 10,9 %) (Quelle: ACEA).

Im Bereich der Holzwerkstoffindustrien reduzierte sich der Umsatz von Januar bis Mai 2017 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei konnte der Umsatzrückgang im Inland nicht durch den gestiegenen Auslandsumsatz in Höhe von 2,3 % kompensiert werden. Insgesamt setzte sich damit der bereits im zweiten Halbjahr 2016 zu erkennende Negativtrend fort (Quelle: Statistisches Bundesamt).

3. Marktumfeld des Delignit Konzerns

Im ersten Halbjahr 2017 konnten die Umsatzerlöse im Delignit Konzern deutlich um 11,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Der Umsatz erreichte mit 27.088 T€ den bisher höchsten Wert eines Halbjahres. Ausgehend vom ersten Halbjahr 2010 hat sich der Umsatz im Mehrjahresvergleich durchschnittlich um 10,3 % erhöht.

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 um 12,2 % (Vj. 1,3 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den neu angelaufenen Serienaufträgen für Fahrzeughersteller.

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ebenfalls weiteres Umsatzwachstum erreicht werden. Nach einer bereits deutlichen Steigerung von 22,3 % im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 nochmals um 7,8 % gesteigert werden.

Aus geografischer Sicht kann festgestellt werden, dass der Delignit Konzern sein Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2017 in den Exportmärkten generiert hat, während der innerdeutsche Umsatz leicht rückläufig war. So konnte die Exportquote im ersten Halbjahr 2017 auf 38,7 % gesteigert werden (Vj. 28,6 %), was einem Exportumsatz von 10.470 T€ (Vj. 6.981 T€) entspricht.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner in der Regel holzbasierten Produkte im ersten Halbjahr 2017 weiterhin erfolgreich und teilweise im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (zum Beispiel Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2: Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte stärkere Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in den Hauptversammlungen vom 10. Juli 2012 und 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

c. Beteiligungsunternehmen

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 318 Mitarbeiter auf 329 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 55 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im ersten Halbjahr 2017 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Jahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2017 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.

Der Delignit Konzern hat im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 27.088 T€ (Vj. 24.412 T€) erreicht und bewegt sich somit innerhalb der Prognose. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 27.390 T€ (Vj. 24.918 T€).

Die Materialkosten betrugen 56,6 % der Betriebsleistung und liegen somit unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 59,8 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 7.570 T€ (Vj. 6.623 T€) verbucht worden. Dabei sind die Personalkosten vornehmlich durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern angestiegen. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung konnte die Personalquote jedoch mit 27,6 % annähernd auf dem Vorjahresniveau von 26,6 % gehalten werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sind gegenüber dem Vorjahr um 9,6 % angestiegen. Im Wesentlichen waren gestiegene Instandhaltungs- und Wartungsaufwendungen aufgrund einer höheren Maschinenauslastung der Grund für den Kostenanstieg. Trotz des absoluten Kostenanstiegs konnte die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr mit 6,6 % annähernd stabil gehalten werden (Vj. 6,7 %).

Das EBITDA beträgt 2.472 T€ (Vj. 1.737 T€) und konnte somit um 42,3 % gesteigert werden.

Die Abschreibungen lagen im ersten Halbjahr 2017 bei 723 T€ (Vj. 677 T€), sodass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 1.749 T€ (Vj. 1.060 T€) erreicht wurde.

Das Eigenkapital des Delignit Konzerns stieg zum 30. Juni 2017 auf 15.588 T€ (Vj. 14.373 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 45,7 % (Vj. 45,2 %).

Der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital hat sich in den letzten Jahren stetig von 37,2 % im ersten Halbjahr 2010 auf 45,7 % im ersten Halbjahr 2017 der Bilanzsumme verbessert.

Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 432 T€ (Vj. 1.452 T€). Der Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Investitionen sowie der umsatzbedingten Erhöhung der Vorräte zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 6.235 T€ (Vj. 8.902 T€). Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 5.803 T€ (Vj. 7.450 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 2.178 T€ kurzfristige Darlehen und 4.057 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen konnten weiter auf einem niedrigen Niveau gehalten werden und liegen zwischen 0,9 % und 4,2 %.

Die Vorräte beliefen sich auf 11.261 T€ nach 9.761 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen. Das Anlagevermögen belief sich zum 30. Juni 2017 auf 17.109 T€ (Vj. 15.436 T€) und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie aus Löhne und Gehälter.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Risikobericht

Die Risiken für die geschäftliche Entwicklung des Delignit Konzerns sind ausführlich im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 beschrieben, der auf der Internetseite der Delignit AG eingesehen werden kann. Seit dem 31.12.2016 haben sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den dargestellten Chancen und Risiken ergeben.

8. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Parallel richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierenden, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wird daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.

Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Auch zukünftig sollen weitere intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • o Geographische Übertragung Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung aus dem Geschäftsjahr 2016 soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.
  • o Übertragung aus Anwendungssicht Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.

  • Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung werden unverändert als Trend und Treiber erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und zuletzt auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.

  • Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen.

9. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:

  • Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Hieran wird stetig im Rahmen eines bestehenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gearbeitet.
  • Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt durch eine intensive Ausbildung von Jugendlichen, Weiterbildung in allen Konzernbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards und gezielte Förderung des Führungsnachwuchses.
  • Der Vorstand hat Umwelt- und Klimaschutz als ein wichtiges Unternehmensziel festgelegt. Neben den beispielsweise bereits umgesetzten Standards der PEFC-Normen sind die Unternehmen des Delignit Konzerns nach DIN ISO 50001 zertifiziert.

10. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

11. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Barund/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.

12. Prognosebericht

Auch für das zweite Halbjahr 2017 ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft trotz verschiedener Unsicherheiten überwiegend positiv.

So teilte die Europäische Kommission in ihrer Frühjahrsprognose im Mai 2017 mit, dass die wirtschaftliche Erholung in Europa nunmehr in das fünfte Jahr geht und alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union inzwischen erreicht hat. Für 2017 und 2018 geht die Europäische Kommission von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von 1,7 % beziehungsweise 1,8 % aus. In Deutschland dürfte das Wachstum im Jahr 2017 bei 1,6 % bzw. bei 1,9 % im Jahr 2018 liegen. Durch die gleichzeitige Erholung der Konjunktur in zahlreichen Industrie- und Schwellenländern hat die Weltwirtschaft seit Ende 2016 an Dynamik gewonnen, sodass auch hieraus positive Impulse für den Euroraum zu erwarten seien (Quelle: Frühjahrsprognose 2017 der Europäischen Kommission).

Einen weiteren positiven Beitrag zum Wachstum des europäischen Bruttoinlandsprodukts erwartet die Europäische Kommission aus der Verringerung der Arbeitslosigkeit. Im Euroraum wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote von 9,4 % im Jahr 2017 auf 8,9 % im Jahr 2018 fallen wird.

Zu den wirtschaftlichen Aussichten teilt die Europäische Kommission mit, dass diese weiterhin von einer hohen Unsicherheit geprägt sind. Insgesamt sind die Risiken zwar ausgewogener als im Winter, haben aber dennoch einen negativen Einfluss auf die Wirtschaftserwartung. Externe Risiken hängen zum Beispiel mit der künftigen US-amerikanischen Wirtschafts- und Handelspolitik und weiteren geopolitischen Spannungen zusammen. Auch die wirtschaftliche Anpassung Chinas, die Solidität des europäischen Bankensektors und die anstehenden Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über den Austritt des Landes aus der EU stellen ebenso Abwärtsrisiken in der Prognose dar (Quelle: Frühjahrsprognose 2017 der Europäischen Kommission).

Die Bundesregierung stellt in ihrer Frühjahrsprojektion im April 2017 fest, dass die deutsche Wirtschaft trotz globaler Unwägbarkeiten wächst und auf Wachstumskurs bleibt. Für 2017 wird mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,5 % gerechnet und für 2018 nochmals eine Steigerung in Höhe von 1,6 %. Die gute Lage am Arbeitsmarkt und der kräftige Beschäftigungsaufbau sorgen für eine solide Binnenwirtschaft (Quelle: Frühjahrsprojektion 2017 der Bundesregierung).

Für die Delignit AG haben sich gegenüber dem Prognosebericht zum 31. Dezember 2016 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Die Delignit AG sieht durch die im Geschäftsjahr 2016 erreichten Folgebeauftragungen sowie Neubeauftragungen aus dem Bereich Automotive gute Rahmenbedingungen für dynamisches Wachstum im Geschäftsjahr 2017 in diesem Marktbereich. Auch in den Märkten der Technological Applications konnte die Kundenbasis weiter verbreitert werden. Dies insbesondere dank der Neuaufträge im Bereich der Schienenverkehrslösungen.

Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen sowie der stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten geht die Delignit AG weiterhin davon aus, den Umsatz im gesamten Geschäftsjahr 2017 um 10 bis 15 % gegenüber dem Vorjahr steigern zu können. Die EBITDA-Marge soll sich dabei, auch abhängig vom effektiven Produktmix, zwischen 7,5 bis 8,3 % bewegen.

Blomberg, im August 2017

Markus Büscher Thorsten Duray Vorstandsvorsitzender Vorstand

IFRS-Konzernzwischenbilanz der Delignit AG (ungeprüft) Blomberg zum 30. Juni 2017

AKTIVA 30.06.2017 30.06.2016
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Langfristige Vermögenswerte 17.109 15.436
Kurzfristige Vermögenswerte 16.976 16.371
Bilanzsumme 34.085 31.807
PASSIVA 30.06.2017 30.06.2016
T€ T€
Langfristige Verbindlichkeiten 6.919 7.764
Kurzfristige Verbindlichkeiten 11.578 9.670
Eigenkapital 15.588 14.373
Bilanzsumme 34.085 31.807

IFRS-Konzernhalbjahresergebnisrechnung (ungeprüft) für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017 der Delignit AG

30.06.2017 30.06.2016
T€ T€
Umsatzerlöse 27.088 24.412
Betriebsleistung 27.390 24.918
EBITDA 2.472 1.737
EBIT 1.749 1.060
EBT 1.646 968
Konzernhalbjahresergebnis 1.056 698
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Angaben zur Bilanzierung

Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2017 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechts nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechenden zum 30. Juni 2017 geltenden IFRS-Standards und Interpretationen. Den Halbjahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Delignit AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Sie sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Bilanz wurde gemäß IFRS 1.51 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Finanzkalender

Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2017

Geschäftsbericht 2017: Ende Mai 2018

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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