Earnings Release • Aug 29, 2014
Earnings Release
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| Delignit-Konzern auf einen Blick | 3 |
|---|---|
| Grußwort des Vorstands | 4 |
| Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2014 der Delignit AG, Blomberg |
5 |
| 1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft | 5 |
| 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen | 5 |
| 3. Marktumfeld der Delignit AG | 7 |
| 4. Organisation | 8 |
| 5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 10 |
| 6. Sicherungsgeschäfte | 11 |
| 7. Bericht über Chancen und Risiken | 11 |
| 8. Strategische Ausrichtung | 11 |
| 9. Nachtragsbericht | 12 |
| 10. Sonstige Angaben | 12 |
| 11. Prognosebericht | 13 |
| IFRS-Konzernzwischenbilanz der Delignit AG (ungeprüft) Blomberg zum 30. Juni 2014 |
14 |
| IFRS-Konzernhalbjahresergebnisrechnung (ungeprüft) für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2014 der Delignit AG |
14 |
| Angaben zur Bilanzierung | 15 |
| Finanzkalender | 15 |
| Kontakt | 15 |
| Geschäftshalbjahr (01.01. - 30.06.) | 2014 IFRS |
2013 IFRS |
∆ 2014 /2013 |
2012 IFRS |
|---|---|---|---|---|
| Ergebniszahlen | T€ | T€ | % | T€ |
| Umsatzerlöse | 22.722 | 17.391 | 30,7% | 17.747 |
| Betriebsleistung | 23.110 | 17.509 | 32,0% | 17.893 |
| Materialaufwand | -13.793 | -10.000 | 37,9% | -10.498 |
| Personalaufwand | -5.634 | -4.826 | 16,7% | -4.807 |
| EBITDA | 2.055 | 1.515 | 35,6% | 1.523 |
| EBITDA-Marge | 8,9 % | 8,7 % | 0,2%* | 8,5 % |
| EBIT | 1.316 | 1.074 | 22,5% | 1.101 |
| EBIT-Marge | 5,7 % | 6,1 % | -0,4%* | 6,2 % |
| EBT | 1.200 | 985 | 21,8% | 978 |
| EBT-Marge | 5,2 % | 5,6 % | -0,4%* | 5,5 % |
| Konzernhalbjahresergebnis | 781 | 633 | 23,4% | 675 |
| Anzahl Aktien | 8.193.900 | 8.193.900 | 0,0% | 8.193.900 |
| eps in € | 0,10 | 0,08 | 23,4% | 0,08 |
| Bilanzzahlen | T€ | T€ | % | T€ |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.360 | 11.411 | 25,8% | 11.882 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 12.990 | 10.988 | 18,2% | 10.397 |
| Darin enthaltene liquide Mittel | 1.097 | 1.681 | -34,7% | 1.477 |
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 8.194 | 8.194 | 0,0% | 8.194 |
| Sonstiges Eigenkapital | 4.539 | 2.943 | 54,2% | 2.049 |
| Eigenkapital ingesamt | 12.733 | 11.137 | 14,3% | 10.243 |
| Eigenkapitalquote | 46,6 % | 49,7 % | -3,2%* | 46,0 % |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 5.945 | 5.489 | 8,3% | 6.462 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 8.672 | 5.773 | 50,2% | 5.574 |
| Bilanzsumme | 27.350 | 22.399 | 22,1% | 22.279 |
| Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) | -3.619 | -862 | 319,8% | -2.221 |
| Mitarbeiter (Stichtag 30.06.) | ||||
| Deutschland | 272 | 211 | 28,9% | 212 |
*Veränderung in Prozentpunkten
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
es ist eine erfreuliche Entwicklung, die wir in diesem Halbjahresbericht kommentieren dürfen. Der Umsatz konnte um rund 31 % auf 22,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 17,4 Mio. €) gesteigert werden. Zu diesem deutlichen Zuwachs haben auch die zum 01. Oktober 2013 zugekauften und erstmals konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH beigetragen. Aber auch der originäre Umsatz lag um mehr als 14 % über dem Vorjahr. Damit konnte die Delignit AG in den ersten sechs Monaten 2014 deutlich schneller als der relevante Markt wachsen. Wir haben also unserer Einschätzung nach erneut Marktanteile hinzugewinnen können.
Die Ergebnisentwicklung zeigt, dass dieser Umsatzzuwachs nicht auf Kosten der Marge erzielt wurde. Mit einem EBITDA von 2,1 Mio. € konnten wir den Vorjahreswert um fast 36 % steigern. Ein überproportionaler Zuwachs, auf den wir ohne Frage stolz sind.
Auch für das zweite Halbjahr 2014 haben wir uns ehrgeizige Ziele gesteckt. Auf den für uns relevanten Leitmessen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover und Innotrans in Berlin werden wir im September das aktuelle Leistungsspektrum der Delignit AG in diesen Märkten präsentieren. Wir werden aber auch unsere Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung weiter vorantreiben und Serienanläufe aus den vermeldeten Großaufträgen zu stemmen haben.
Die erfolgreiche Entwicklung der Delignit AG wäre ohne unsere erfahrenen und engagierten Mitarbeiter, die täglich durch ihren Einsatz und durch ihre Professionalität für die Zufriedenheit unserer Kunden sorgen, nicht möglich. An dieser Stelle möchten wir uns daher bei all unseren Mitarbeitern für ihre Unterstützung bedanken. Bedanken möchten wir uns aber auch für die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei unseren Geschäftspartnern, aber auch bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre für das entgegengebrachte Vertrauen.
Blomberg, im August 2014
Mit unseren herzlichsten Grüßen
Markus Büscher Thorsten Duray
Konzernlagebericht für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2014 Delignit AG, Blomberg
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft
Der Delignit-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit-Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil- und Luftfahrtindustrie als auch in der Sicherheitstechnik. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Innovation in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2 neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das operative Geschäft des Delignit-Konzerns umfasst die Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Seit dem 01. Oktober 2013 gehören die Gesellschaften DHK automotive GmbH sowie die HTZ Holztrocknung GmbH, beide in Oberlungwitz (Sachsen) angesiedelt, zum Konzernverbund. Seitdem wird auf gleicher strategischer Grundlage, also auf Basis nachwachsender Rohstoffe, auch das PKW-Segment bedient.
Der Geschäftsverlauf in Deutschland zu Beginn des Jahres 2014 war gemessen an der Wirtschaftsleistung von einem erfreulichen Wachstum gekennzeichnet. Nach einer positiven Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 konnte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (Basisindex für das Jahr 2005 = 100) sogar im vierten Quartal nochmals gesteigert werden. Diese Entwicklung setzte sich im ersten Quartal 2014 verstärkt fort. Wurden im Jahr 2013 Wachstumsraten in Höhe von 0,3 % bis 0,7 % pro Quartal erreicht, erhöhte sich die Wachstumsrate im ersten Quartal 2014 auf 0,8 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Der Auftragseingang des verarbeitenden Gewerbes lässt insbesondere in den beiden letzten Quartalen des Jahres 2013 eine deutliche Belebung erkennen. Nachdem der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang für das verarbeitende Gewerbe (Basisindex für das Jahr 2010 = 100) in den ersten beiden Quartalen des Jahres annähernd stagnierte, legte dieser Wert in den letzten beiden Quartalen deutlich auf 112,9 Punkte im Dezember 2013 zu. Der Index stabilisierte sich zunächst zu Beginn des Jahres 2014, fiel dann aber seit März 2014 wieder deutlich auf 109,3 Punkte im Juni ab. (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Ähnlich wie das Bruttoinlandsprodukt entwickelten sich die Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft ist seit Beginn des Jahres 2013 deutlich von 100,4 auf 107,4 Punkte im Dezember 2013 gestiegen (Basisindex 2005 = 100). Im ersten Quartal 2014 stabilisierte sich der Geschäftsklimaindex auf diesem Niveau, fiel dann aber im Juni auf 104,8 Punkte deutlich ab. Zwar wird die aktuelle Geschäftslage als unverändert gut bewertet, jedoch ließ der Optimismus bezüglich des zukünftigen Geschäftsverlaufs deutlich nach. "Die deutsche Wirtschaft befürchtet mögliche Auswirkungen der Krisen in der Ukraine und im Irak" (Quelle: Ifo-Institut).
Die speziellen Zielmärkte der Delignit AG, also die Märkte im Geschäftsbereich Automotive und in der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im ersten Halbjahr 2014 erfreulich entwickelt.
Die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge stiegen in Europa im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 %. Besondere Zuwachsraten verzeichneten insbesondere die größeren Märkte in Südeuropa, wie Spanien (+ 39,0 %), Italien (+ 15,0 %) aber auch Portugal (+ 60,4 %) (Quelle: ACEA).
Die Zulassungszahlen in dem für die Delignit AG relevanten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 % (Quelle: ACEA). Damit hat sich in Europa und in Deutschland im ersten Halbjahr eine erfreuliche Trendwende bei den Zulassungszahlen ergeben.
Eine ähnlich erfreuliche Entwicklung hat sich auch bei den Zulassungszahlen im PKW-Markt ergeben. So stiegen die Zulassungszahlen in Europa im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 %. In Deutschland erhöhten sich die Zulassungszahlen mit 2,4 % allerdings unterdurchschnittlich (Quelle: ACEA).
Im Bereich der Holzwerkstoffindustrie stieg der Umsatz der Furnier-, Sperrholz-, Holzfaserplatten- und Spanplattenwerke um 8,5 % auf 2,0 Mrd. € (Zeitraum Januar bis Mai). Insbesondere der Auslandsumsatz trug mit einem Wachstum von 13,3 % hierzu bei (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Die Umsatzerlöse der Delignit AG erreichten im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 22.722 T€ nach 17.391 T€ im Vorjahr, was einem Umsatzanstieg von 30,7 % entspricht. Ein Teil des Umsatzwachstums in Höhe von 2.838 T€ wurde durch die zum 01. Oktober 2013 zugekauften und erstmals konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH generiert. Entsprechend konnte aber auch der originäre Umsatz der Delignit AG um 14,3 % und damit erneut deutlich über den Zuwachsraten des für den Delignit AG relevanten Markts zulegen. Somit ist es der Delignit AG erneut gelungen, ihren Marktanteil nicht nur zu halten, sondern weitere Marktanteile zu gewinnen.
Im Geschäftsbereich Automotive konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2014 um 40,4 % (gesamtes Vj. 11,2 %) gesteigert werden. Maßgeblich waren hierfür im Wesentlichen die aus den zugekauften Gesellschaften hinzugekommenen Umsätze im PKW-Bereich, die erhöhten OEM– Liefermengen und weitere Umsatzzuwächse im Bereich neuer technischer Anwendungen und Fahrzeugausstattungen. Insgesamt konnte die Strategie des steigenden Umsatzes pro Fahrzeug durch die Hinzunahme weiterer technischer Lösungen erfolgreich umgesetzt werden.
Im Geschäftsbereich Technological Applications konnte nach dem Einbruch im Vorjahreszeitraum wieder ein Umsatzzuwachs von 11,6 % (gesamtes Vj. -10,6 %) erreicht werden. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen eine deutliche Belebung der Nachfragetätigkeit und anziehende Umsätze im Bereich der Projektgeschäfte im Ausland, und hier insbesondere im asiatischen Raum.
Durch die deutlich gestiegene Betriebsleistung konnte das Konzernhalbjahresergebnis um 23,4 % auf 781 T€ verbessert werden. Aufgrund des saisonal bedingten höheren working capitals verschlechterte sich die Nettobankverschuldung gegenüber dem Abschluss zum 31. Dezember 2013 von 1.887 T€ auf 3.619 T€. Maßgeblich hierfür waren die saisonal bedingte höhere Bevorratung des für die Produktion benötigten Rundholzes, der Abbau von Lieferantenverbindlichkeiten sowie der wachstumsbedingte Aufbau von Kundenforderungen.
Parallel zu der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung begann das erste Halbjahr 2014 für die Delignit AG sehr schwungvoll. Kumuliert liegt der Gesamtumsatz zum Stichtag per 30. Juni 2014 um 30,7 % über dem Vorjahresniveau. Dabei wurde das Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen der Delignit AG generiert.
Aufgrund des überproportionalen Wachstums der Delignit AG in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Entwicklung in ihren Zielmärkten kann die Marktpositionierung des Konzerns als gut bis sehr gut angesehen werden. Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr ihre Marktposition nicht nur gehalten, sondern ihren Marktanteil nach Schätzung der Gesellschaft nochmals weiter ausbauen können.
Als weiteres Indiz für die gute Marktpositionierung der Delignit AG steht auch die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden in allen Geschäftsbereichen. Insbesondere im Projektgeschäft hat sich die Delignit AG durch ihre Präsenz am Markt und durch ihre erfolgreiche Systemlösungskompetenz ein hohes Ansehen verschafft, das auch international immer mehr anerkannt wird. Dies wird insbesondere dadurch bestätigt, dass die technologischen Produkte der Delignit AG verstärkt aus dem Ausland angefragt werden.
Im Bereich der Schienenverkehrslösungen konnte das gute Umsatzniveau des Vorjahres annähernd gehalten werden. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich die Delignit AG ein weltweit hohes Ansehen verschafft, so dass sie an den wesentlichen Ausschreibungen beteiligt wird. Mit der Beauftragung für das Großprojekt Intercity Express Programm (IEP) aus Mai 2014 durch die Hitachi Rail Europe konnte erstmals ein Großauftrag als Systemlösung gewonnen werden. Die technischen Entwicklungen in den vorangegangenen Geschäftsjahren sollen auch Dank dieses Auftrages zu einem zusätzlichen Umsatzbeitrag und somit zu einer weiteren Diversifizierung und Absicherung des Geschäfts führen.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Delignit AG auf Basis ihrer holzbasierten Produkte, die sich besonders durch technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte - Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid) - im ersten Halbjahr 2014 weitere Marktanteile sichern konnte. Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz und insbesondere durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz hat die Delignit AG die Rahmenbedingungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2016, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
Die Delignit AG war am 30. Juni 2014 direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:
Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.
Die gute Auftragslage während des Geschäftshalbjahres führte zu einer guten Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 258 Mitarbeitern auf 272 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr bis zu 35 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.
Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im ersten Halbjahr 2014 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im ersten Halbjahr 2014 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.
Die Delignit AG blickt auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2014 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die beiden neu erworbenen Gesellschaften zu integrieren, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter auf die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei galt es, die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.
Der Delignit-Konzern hat im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 22.722 T€ (Vj. 17.391 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 23.110 T€ (Vj. 17.509 T€) und konnte somit um 32,0 % gesteigert werden.
Die Materialkosten betrugen 59,7 % der Betriebsleistung und liegen damit über dem Vorjahresniveau in Höhe von 57,1 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 5.634 T€ (Vj. 4.826 T€) verbucht worden und sind insbesondere bedingt durch die höhere Mitarbeiteranzahl gestiegen. Die Personalquote sank allerdings aufgrund der überproportional gestiegenen Betriebsleistung von 27,6 % im Vorjahreszeitraum auf 24,4 % im Berichtszeitraum. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vorwiegend aufgrund der neu konsolidierten Unternehmen um 460 T€ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBITDA beträgt 2.055 T€ und liegt damit um 540 T€ oder 35,6 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen lagen im ersten Halbjahr 2014 bei 739 T€ (Vj. 441 T€), so dass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 1.316 T€ (Vj. 1.074 T€) erreicht wurde.
Das Eigenkapital des Delignit-Konzerns beträgt zum 30. Juni 2014 12.733 T€ und führt zu einer Eigenkapitalquote von 46,6 % (Vj. 49,7 %) an der Bilanzsumme. Der Finanzmittelbestand des Delignit-Konzerns beträgt zum Stichtag 1.097 T€ (Vj. 1.681 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 4.716 T€ (Vj. 2.543 T€). Durch einen saisonal bedingten Anstieg des working capitals ist die Nettoverschuldung des Delignit-Konzerns seit Jahresbeginn von 1.887 T€ auf 3.619 T€ angestiegen. Das Investitionsvolumen belief sich im ersten Halbjahr 2014 auf 534 T€.
Die Vorräte beliefen sich auf 7.626 T€ nach 7.277 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen valutiert zum 30. Juni 2014 auf 14.360 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.
Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900. Gemäß Geschäftsbericht der MBB Industries AG, Berlin, werden - wie im Vorjahr - 76,1 % der Aktien per 30. Juni 2014 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9 %.
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt die Delignit AG bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
Die Chancen und Risiken für die geschäftliche Entwicklung des Delignit-Konzerns sind ausführlich im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 beschrieben, der auf der Internetseite der Delignit AG eingesehen werden kann.
Seit dem 31.12.2013 haben sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den dargestellten Chance und Risiken ergeben.
Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt die Delignit AG zwei ökologisch getriebene Trends:
Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungsund Systemkompetenz wurde daher bei der Delignit AG gezielt weiterverfolgt. Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung: Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung der Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Die Delignit AG beabsichtigt, im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive werden zur IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover und im Bereich der Schienenanwendungen im Rahmen der Messe Innotrans in Berlin vorgestellt.
Übertragung des Geschäftsmodells:
o Geographische Übertragung
Die insbesondere im Geschäftsbereich Automotive erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. Parallel sollen insbesondere die Produktgruppen "Gebäudeausstattungen" und "Spezialanwendungen" aus dem Geschäftsbereich Technological Applications weltweit vermarktet werden.
o Übertragung aus Anwendungssicht
Die Vielzahl der Produktenwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. So sollen insbesondere gewichtsoptimierte Verbundwerkstoffe und Produktzertifikate auf artverwandte Anwendungsgebiete übertragen werden.
Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Die Delignit AG erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen.
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.097 T€ gegen Barund/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).
Ebenfalls ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen.
Die Situation in der Gesamtwirtschaft bleibt schwierig zu prognostizieren. So berichtet die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht für Juli 2014, dass sich die deutsche Wirtschaft auf einem unsicheren Wachstumspfad befinde. Nach einem saison- und kalenderbereinigten Zuwachs des realen Bruttoinlandprodukts im ersten Quartal 2014 um 0,8 % dürfte sich die gute Entwicklung im zweiten Quartal fortgesetzt, aber abgeschwächt haben. Zwar schätzten die Unternehmen ihre Geschäftslage immer noch als gut ein, aber die Industrieproduktion sei zuletzt zurückgegangen. Der Start in das dritte Quartal sei ausgesprochen verhalten. Zunehmend deutlich werde der Einfluss der außenwirtschaftlichen Unsicherheit infolge der Unruhen in Nahost und der Krise in der Ukraine. Im Juli verschlechterte sich die Lageeinschätzung der Betriebe erstmals seit einem Jahr recht deutlich. Auch die Eintrübung der Konjunkturerwartungen, die bereits seit dem Jahreswechsel schrumpfen, setze sich ungebremst fort.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli 2014 auf 108,0 Punkte gesunken, nach 109,7 Punkten im Vormonat. Das ist der dritte Rückgang in Folge. Insbesondere fielen die Exportaussichten der Unternehmen auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. "Die geopolitischen Spannungen belasten die deutsche Wirtschaft". (Hans Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts).
Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden der Delignit AG zeigen für das zweite Halbjahr 2014 eine stabile Produktionsplanung auf. Im Geschäftsbereich Automotive kann daher mit einer stabilen Auslastung und einem stabilen Umsatz gerechnet werden. Dabei muss in der Prognose für das zweite Halbjahr jedoch berücksichtigt werden, dass in den Monaten Juli und August urlaubsbedingt umfangreiche Werksschließungen bei den Kunden durchgeführt werden, sowie auch zum Jahresende wieder mit längerfristigen Abstellmaßnahmen über die Weihnachtsfeiertage zu rechnen ist.
Der Bereich Technological Applications wird insbesondere durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft bestimmt. Das verbesserte Geschäftsklima im investiven Bereich führte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Belebung der Anfragetätigkeit. Die Effekte der jüngsten Eintrübungen in den Indizes der Weltkonjunktur bleiben abzuwarten.
Insgesamt erwartet der Vorstand der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2014 weiterhin eine deutliche Umsatzerhöhung auf erstmalig mehr als 40 Mio. €. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014 werden weiter intensivierte Bemühungen in der Produktentwicklung und die vermeldeten Neuaufträge zu nicht unerheblichen Anstrengungen in der Organisation führen.
Blomberg, den 18. August 2014
Markus Büscher Thorsten Duray Vorstandsvorsitzender Vorstand
IFRS-Konzernzwischenbilanz der Delignit AG (ungeprüft) Blomberg zum 30. Juni 2014
| AKTIVA | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.360 | 11.411 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 12.990 | 10.988 |
| Bilanzsumme | 27.350 | 22.399 |
| PASSIVA | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5.945 | 5.489 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.672 | 5.773 |
| Eigenkapital | 12.733 | 11.137 |
| Bilanzsumme | 27.350 | 22.399 |
IFRS-Konzernhalbjahresergebnisrechnung (ungeprüft) für das Geschäftshalbjahr vom 01.01. bis 30.06.2014 der Delignit AG
| 30.06.2014 | 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | 22.722 | 17.391 |
| Betriebsleistung | 23.110 | 17.509 |
| EBITDA | 2.055 | 1.515 |
| EBIT | 1.316 | 1.074 |
| EBT | 1.200 | 985 |
| Konzernhalbjahresergebnis | 781 | 633 |
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Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2014 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechts nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 30. Juni 2014 geltenden IFRS-Standards und Interpretationen.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Delignit AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Sie sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Die Bilanz wurde gemäß IFRS 1.51 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Finanzkalender
Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2014
Geschäftsbericht 2014: bis Ende Mai 2015
Kontakt
Investor Relations
Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 E-Mail: [email protected] www.delignit.com
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