Annual Report • May 23, 2023
Annual Report
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Finanzbericht: 32445151

Inhalt
Kurzporträt des Delignit Konzerns
Delignit Konzern auf einen Blick
Grußwort des Vorstands
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Delignit AG, Blomberg
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Marktumfeld des Delignit Konzerns
Organisation
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Sicherungsgeschäfte
Vergütungsbericht
Risikobericht
Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns
Nachhaltigkeit / Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Sonstige Angaben
Prognosebericht
IFRS-Konzernbilanz 2021 der Delignit AG
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021 der Delignit AG
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2021 der Delignit AG
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2021 der Delignit AG
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 der Delignit AG
Methoden und Grundsätze
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Sonstige Pflichtangaben
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2021 der Delignit AG Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2021 der Delignit AG
Finanzkalender
Kontakt
Impressum
Kurzporträt des Delignit Konzerns
Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO 2 -neutralen Rohstoff Holz.
Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.
Diese finden Verwendung in Form von spezifischen - zumeist einbaufertigen - Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.
Das operative Geschäft des Delignit Konzerns ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:
Zielmarkt Automotive:
Der Zielmarkt Automotive ist in die Produktgruppen LCV (Transporter, engl. light commercial vehicle), Reisemobile und PKW (engl. passenger cars) aufgeteilt. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Herstellung und der Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) wie auch der Nachrüstung (After Sales) umfangreiche Verwendung. Für den Reisemobile-Bereich werden Interieur-Ausstattungen wie z. B. Schranksysteme geliefert. Im Bereich PKW kommen z. B. Kofferraumabdeckungen bei namhaften OEMs zur Verwendung.
Zielmarkt Technological Applications:
Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment (Gebäudeausstattung), Compressed Wood (Kunstharzpressholz), Railfloor (Schienenfahrzeugausrüstungen) und Spezialanwendungen aufgeteilt. Im Bereich Building Equipment werden z. B. Fußbodenlösungen für die Herstellwerke der Automobilhersteller wie auch für Warenverteilzentren sowie Buchen-Multiplex-Sortimente über den Holzhandel geliefert. Der Bereich Compressed Wood fasst hoch- und mittelverdichtete Materialien zusammen, die für Anwendungen im Anlagen-, Maschinen- und Transformatorenbau zum Einsatz kommen. Der Bereich Railfloor bedient die Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Bodensystemlösungen zur Erfüllung internationaler Brandschutz- und Schallschutzkonzepte. Im Bereich Spezial sind diverse Sonderprodukte für Anwendungen z. B. im Modellbau sowie für Musikinstrumente und Sportgeräte zusammengefasst.
Delignit Konzern auf einen Blick
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| Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) | 2021 IFRS | 2020 IFRS | Δ 2021/ 2020 |
|---|---|---|---|
| Ergebniszahlen | T€ | T€ | % |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 68.328 | 58.693 | 16,4 % |
| Betriebsleistung | 70.728 | 57.414 | 23,2 % |
| Materialaufwand | -40.639 | -31.119 | 30,6 % |
| Personalaufwand | -17.744 | -15.398 | 15,2 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.704 | -5.278 | 27,0 % |
| EBITDA | 5.641 | 5.619 | 0,4 % |
| EBITDA-Marge | 8,0 % | 9,8 % | -1,8 % * |
| EBIT | 3.315 | 3.030 | 9,4 % |
| EBIT-Marge | 4,7 % | 5,3 % | -0,6 % * |
| EBT | 3.167 | 2.779 | 14,0 % |
| EBT-Marge | 4,5 % | 4,8 % | -0,4 % * |
| Konzernjahresergebnis | 2.337 | 2.083 | 12,2 % |
| Anzahl Aktien | 8.193.900 | 8.193.900 | 0,0 % |
| EPS in € | 0,29 | 0,25 | 12,2 % * |
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| Bilanzzahlen | T€ | T€ | % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 17.426 | 18.257 | -4,6 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 22.140 | 19.593 | 13,0 % |
| Darin enthaltene liquide Mittel | 241 | 4.898 | -95,1 % |
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 8.194 | 8.194 | 0,0 % |
| Sonstiges Eigenkapital | 15.609 | 13.477 | 15,8 % |
| Eigenkapital ingesamt | 23.803 | 21.671 | 9,8 % |
| Eigenkapitalquote | 60,2 % | 57,3 % | 2,9 % * |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 4.927 | 6.527 | -24,5 % |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 10.836 | 9.652 | 12,3 % |
| Bilanzsumme | 39.566 | 37.850 | 4,5 % |
| Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) | -6.430 | -3.658 | 75,8 % |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) | |||
| Deutschland | 391 | 370 | 5,7 % |
* Veränderung in Prozentpunkten, Rundungsdifferenzen aufgrund Nachkommastellen
Grußwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
mit großer Sorge verfolgen wir das Geschehen in der Ukraine. Wir sehen in der täglichen Berichterstattung das entsetzliche Leid der betroffenen Zivilbevölkerung. Dieser gilt in diesen Wochen unsere volle Solidarität. Wir hoffen, dass die diplomatischen Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft zu einer schnellen und nachhaltigen Konfliktlösung führen.
Der Erfolg des Delignit Konzerns als exportorientiertes Unternehmen ist eng an weltwirtschaftliche Entwicklungen geknüpft. Das Geschäftsjahr 2021 hat jedoch auch gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Rahmenbedingungen grundsätzlich in der Lage sind, den eingeschlagenen Wachstumspfad fortzusetzen. Mit einem Konzernumsatz in Höhe von 68,3 Mio. € konnten wir die im März 2021 veröffentlichte Umsatzprognose erfreulicherweise erreichen. Damit wurde der Vorjahresumsatz von 58,7 Mio. € sehr deutlich um 16 % übertroffen und abermals ein Umsatzrekord aufgestellt. Trotz gestiegener Rohstoffkosten und Betriebsunterbrechungen bei den vom Halbleitermangel betroffenen OEM-Kunden konnte das EBITDA gegenüber dem Vorjahr mit rund 5,6 Mio. € (Vj. 5,6 Mio. €) stabil gehalten werden. Bezogen auf die Betriebsleistung liegt die EBITDA-Marge bei rund 8,0 % (Vj. 9,8 %) und damit leicht unter der prognostizierten Marge von 9 %.
Wie bereits im herausfordernden Vorjahr 2020 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Delignit Konzern in 2021 unterjährig sehr unterschiedlich. Das erste Halbjahr war vor allem vom rasanten wirtschaftlichen Aufschwung im Zuge der schrittweisen Lockerung der Covid-Maßnahmen geprägt. Auch der Delignit Konzern profitierte erheblich von den starken Nachholeffekten in der Automobilindustrie und konnte das erste Halbjahr mit einem neuen Halbjahresumsatzrekord und einer gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigerten Profitabilität beenden. Im weiteren Jahresverlauf verlor die wirtschaftliche Erholung jedoch spürbar an Fahrt. Dies lag zum einen an einer zunehmenden Verschärfung der globalen Lieferkettenprobleme, die es der Industrie nahezu unmöglich machten, den hohen Auftragsbestand in den Büchern abzuarbeiten. Erschwerend kam zum anderen die rasante Verbreitung der neuen Covid-Varianten Delta und Omikron hinzu, welche zahlreiche Regierungen dazu veranlasste, die Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen zurückzunehmen und viele kontaktintensive Dienstleistungsbranchen erneut herunterzufahren.
Insbesondere die Automobilindustrie wurde hart von den Turbulenzen entlang der globalen Lieferketten getroffen. Vor allem die äußerst angespannte Versorgungssituation mit Halbleitern erwies sich erneut als Achillesferse für die Automobilindustrie und führte bei nahezu allen Herstellern wiederholt zu meist abrupten Produktionsunterbrechungen, welche sich auch bei uns durch starke Schwankungen in den Abrufzahlen und die Notwendigkeit kurzfristiger Produktionsunterbrechungen sowie partieller Kurzarbeit bemerkbar machten. Diese geringe Planungssicherheit führte zwangsläufig zu hohen Effizienzverlusten in unseren Werken und wirkte sich nachteilig auf die Ergebnislage des Konzerns aus. Neben der verschärften Situation auf Kundenseite wurde unsere Profitabilität zudem durch dynamische Teuerungseffekte auf den internationalen Rohstoffmärkten beeinträchtigt. Diese Kostensteigerungen können zwar in der Regel an die Endkunden weitergegeben werden, allerdings häufig erst mit einem Zeitversatz, sodass die Profitabilität zumindest zeitweise belastet wird.
Eine gegenläufige und über das gesamte Geschäftsjahr 2021 fortlaufend positive Entwicklung zeigte sich beim Serienlieferauftrag im Bereich der Reisemobile. Getrieben von einer weiterhin steigenden Marktnachfrage nach individuellen und autarken Reiseformen konnte das Geschäft mit den Freizeitmobilen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden und die schwächere durch Halbleitermangel bedingte Abrufsituation im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge so zumindest teilweise kompensieren.
Damit schließt in Saldo erneut ein sehr herausforderndes Geschäftsjahr, welches dem letzten in seiner Wechselhaftigkeit in nichts nachsteht. Auch unserer engagierten Belegschaft hat das Jahr dadurch wieder ein besonders hohes Maß an Flexibilität und Durchhaltevermögen abgefordert. Dank des großartigen Einsatzes und des außergewöhnlichen Engagements unserer gesamten Belegschaft konnten sich unsere Kunden immer auf den Delignit Konzern verlassen. Dafür gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erneut ein großer Dank.
Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 ist mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden. Wir sind mit einem unverändert sehr gut gefüllten Auftragsbuch in das Jahr gestartet und bleiben optimistisch, mit unseren innovativen und ökologisch nachhaltigen Produktentwicklungen weitere Marktpotenziale erschließen zu können. Gleichwohl belastet der andauernde Russland-Ukraine-Krieg die ohnehin noch stark von den Pandemiefolgen gezeichnete europäische Wirtschaft erheblich und besitzt damit das Potenzial, auch unsere Geschäftsentwicklung zu beeinträchtigen. Vor dem Hintergrund der außerordentlich hohen Unsicherheit rechnen wir zwar noch immer mit einem leichten Umsatzwachstum, gehen jedoch von einer etwas niedrigeren EBITDA-Marge als in den Vorjahren aus. Sobald eine zuverlässigere Einschätzung der Auswirkungen auf den Delignit Konzern möglich ist, werden wir unsere Prognose entsprechend konkretisieren.
Trotz der vielfältigen Herausforderungen im abgeschlossenen sowie dem laufenden Geschäftsjahr möchten wir die sich uns bietenden Chancen der wirtschaftlichen Transformation nutzen und an unsere bisherigen Erfolge anknüpfen. Wir würden uns freuen, wenn Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, uns auf diesem Weg begleiten.
Blomberg, im März 2022
Mit unseren herzlichsten Grüßen
Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray, Vorstand
Der Vorstand
Markus Büscher
Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.
Thorsten Duray
Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.
1. Berichterstattung
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.
Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 16. März 2021, 15. Juni 2021, 14. September 2021 sowie der am 16. November 2021 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.
Besonderer Schwerpunkt im Rahmen des regelmäßigen Austauschs des Aufsichtsrats mit dem Vorstand wurde im Geschäftsjahr 2021 auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, die gestiegenen Rohstoffpreise sowie die Betriebsunterbrechungen bei den vom Halbleitermangel betroffenen OEM-Kunden gelegt. Dabei wurden fortwährend Aspekte und Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Belegschaft, der Status der internationalen Märkte und ihre erwartete weitere Entwicklung sowie der Stand und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur bestmöglichen Erhaltung der wirtschaftlichen Substanz des Unternehmens diskutiert.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen befasst und hierzu mit dem Vorstand diskutiert. Derzeit bestehen sowohl der Aufsichtsrat der Delignit AG (drei Mitglieder) als auch der Vorstand (zwei Mitglieder) ausschließlich aus männlichen Personen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass das maßgebliche Kriterium bei der Führungskräfteauswahl die fachliche und persönliche Eignung sein muss. Gleichwohl ist es das Ziel, bei Neubesetzungen in den Organen verstärkt auf Diversität zu achten. Bei den Wahlvorschlägen für die anstehenden Neuwahlen des Aufsichtsrats der Delignit AG auf der Hauptversammlung 2022 wird dieses Ziel entsprechend Berücksichtung finden.
2. Organisation
Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesem Grund vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Anton Breitkopf, Gert-Maria Freimuth sowie Dr. Christof Nesemeier. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde zuletzt in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2017 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Personelle Veränderungen ergaben sich in der Aufsichtsratssitzung am 15. Juni 2021. In der Sitzung unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung 2021 wählten die Mitglieder Herrn Gert-Maria Freimuth zum Vorsitzenden des Gremiums. Herr Freimuth folgte als Vorsitzender auf Herrn Dr. Christof Nesemeier, der seinen Vorsitz im Zuge einer Neuverteilung von Aufgaben bei dem Hauptaktionär der Delignit AG, der Berliner MBB SE, auf eigenen Wunsch abgab. Weiterhin hat das Gremium Herrn Anton Breitkopf zum stellvertretenen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Sämtliche der drei Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt, bestellt.
3. Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2021 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2021 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2021 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 25. März 2022 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 25. März 2022 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 29. März 2022 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 29. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft in einem außerordentlich herausfordernden Geschäftsjahr 2021.
Blomberg, den 29. März 2022
Gert-Maria Freimuth, Aufsichtsratsvorsitzender
Der Aufsichtsrat
Gert-Maria Freimuth
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Gert-Maria Freimuth ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin. Zudem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, und der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.
Anton Breitkopf
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Anton Breitkopf ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG. Er hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1998 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford.
Dr. Christof Nesemeier
Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Dr. Christof Nesemeier ist Mitglied des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Executive Chairman (Verwaltungsratsvorsitzender und Geschäftsführender Direktor) der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE, Tostedt, und der Friedrich Vorwerk Management SE, Tostedt, sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Aumann AG, Beelen. Herr Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Neben Herrn Freimuth ist er Gründungsaktionär der MBB SE.
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft
Der Delignit Konzern entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische Werkstoffe und Systemlösungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Als anerkannter Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant führender Automobilkonzerne ist der Delignit Konzern u. a. Weltmarktführer für die Belieferung der Automobilindustrie mit Laderaumschutz- und Ladungssicherungs-Systemen zur Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge. Mit einer branchenweit einmaligen Anwendungsvielfalt und Fertigungstiefe bedient der Delignit Konzern zahlreiche weitere Technologiebranchen, z. B. als weltweiter Systemlieferant namhafter Schienenfahrzeugkonzerne. Die Delignit-Lösungen verfügen über außergewöhnliche technische Eigenschaften und werden des Weiteren u. a. als Kofferraumladeboden in PKWs, Interieur-Ausstattungen für Reisemobile, Spezialböden für Fabrikations- und Logistikhallen sowie zur Verbesserung des Sicherheitsstandards von Gebäuden eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert überwiegend auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO 2 -neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse (WKN: A0MZ4B).
2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Nach der pandemiebedingten Rezession im Jahr 2020 und dem daraus resultierenden 3,4 % niedrigeren globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr kehrte die Weltwirtschaft im Jahr 2021 auf den Erholungspfad zurück und konnte mit einem Anstieg des BIP um 5,9 % ein deutlich positives Wachstum ausweisen (Quelle: World Bank, BMWK). Weltweite Konjunkturprogramme mit einem Schwerpunkt in der Europäischen Union (EU) und den USA sowie eine inzwischen auf das pandemische Geschehen eingestellte Arbeitswelt sorgten dafür, dass der bereits zum Ende des Jahres 2020 eingesetzte weltweite Aufschwung weiter fortgesetzt werden konnte. Einen maßgeblichen Beitrag zu der positiven Konjunkturentwicklung lieferten Impfstoffe, die ab Dezember 2020 in den ersten Ländern eine Zulassung erhielten und mit einem teils rasanten Tempo global ausgerollt wurden.
Der weltweit nahezu gleichzeitige wirtschaftliche Aufschwung stellte die Industrie global indessen vor substantielle Herausforderungen. Eine rasch steigende Nachfragekurve und hohe Auftragseingänge trafen auf noch immer erheblich gestörte internationale Logistikketten sowie gedrosselte Produktionskapazitäten. Die Auswirkungen zeigten sich in Form von weitreichenden Versorgungsengpässen und teils massiven Teuerungsspiralen zahlreicher industrieller Vorprodukte und Rohstoffe. Insbesondere der globale Mangel an Halbleiterprodukten sorgte für eine deutliche Ausbremsung der Industrieproduktion, allen voran in der Automobilindustrie. Der dadurch ohnehin verlangsamte Aufschwung der Industrieproduktion erhielt einen zusätzlichen Dämpfer durch die sich ab Juli 2021 rasant verbreitende Delta-Variante des Coronavirus, ab Dezember zudem durch die Omikron-Variante, welche vielerorts zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen führten und insbesondere durch die entschiedenen Eindämmungsmaßnahmen in China den internationalen Seehandel erheblich beeinträchtigten. Diese Faktoren sorgten in Summe dafür, dass die Erholung der Weltkonjunktur trotz einer anhaltend positiven Nachfragesituation in der zweiten Jahreshälfte weltweit an Dynamik verlor.
Auch die Wirtschaft der Europäischen Union konnte sich in 2021 mit einer unerwarteten Geschwindigkeit von dem starken pandemiebedingten Wirtschaftseinbruch in 2020 erholen, wobei sich auch hier unterjährig eine sehr unterschiedliche Wachstumsdynamik zeigte. Im ersten Quartal 2021 verharrte die Wirtschaft noch auf dem Niveau des vierten Quartals 2020. Erst im zweiten und dritten Quartal zeigte sich mit fortschreitendem Impffortschritt und einer sukzessiven Lockerung der Kontaktbeschränkungen eine deutlich positive Wachstumsdynamik mit Veränderungsraten von 2,1 % bzw. 2,2 % gegenüber den jeweiligen Vorquartalen. Dadurch konnte die Europäische Wirtschaft nahezu wieder zum Vorkrisenniveau aufschließen. Das vierte Quartal war zunehmend stark von den Engpässen und Störungen in den globalen Lieferketten geprägt, sodass sich das Wirtschaftswachstum mit einer Rate von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal auch hier deutlich verlangsamte. Auf das Gesamtjahr gerechnet geht Eurostat sowohl für die Europäische Union als auch für die Eurozone von einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr aus (Quelle: Eurostat). Der rasche wirtschaftliche Aufschwung und die damit verbundenen Ressourcen- und Materialengpässe führten in der Europäischen Union, wie auch in den anderen großen Wirtschaftsräumen, zu historisch hohen Inflationsraten. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2021 bei 5,3 %, gegenüber 5,2 % im November. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 0,3 % betragen (Quelle: Eurostat). Den höchsten Beitrag zur jährlichen Inflation leisten dabei die Energiepreise, welche im Jahresverlauf teils drastische Preisentwicklungen erlebten und im Europäischen Durchschnitt um 26 % stiegen (Quelle: Eurostat).
In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 2,7 % gestiegen, nach einem Rückgang von 4,6 % im Vorjahr (Quelle: BMWK). Somit konnte das Vorkrisenniveau trotz einer wieder angezogenen Konjunktur noch nicht wieder erreicht werden. Neben einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung im ersten Quartal (-1,7 % gegenüber dem Vorquartal) lag ein wesentlicher Treiber für das im europäischen Vergleich relativ geringe Gesamtwachstum in einem überraschend schwachen vierten Quartal (-0,7 % gegenüber dem Vorquartal) (Quelle: Eurostat). Die Gründe hierfür liegen auch hier sowohl in den aufgrund der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Virusvariante erneut erforderlichen Kontaktbeschränkungen als auch in den anhaltenden Produktionsschwierigkeiten in der Industrie aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe. Insbesondere der Mangel an wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen bremsten den wirtschaftlichen Aufschwung im Industriestandort Deutschland trotz sehr hoher Auftragsbestände empfindlich. Nach Angaben des ifo Instituts gaben in einer Umfrage im November 2021 fast 75 % der befragten Industrieunternehmen an, von Produktionseinschränkungen durch Rohstoff- und Vormaterialmangel betroffen zu sein (Quelle: ifo Institut / Destatis). Die anhaltende Mangelsituation sowie die stark angestiegenen Energiepreise führten auch in Deutschland zu einem starken Preisdruck. Die Inflationsrate erreichte in Dezember 2021 5,3 % und kletterte damit auf den höchsten Stand seit Juni 1992. Bezogen auf das Gesamtjahr 2021 lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 3,1 % (Quelle: BMWK).
Auch die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive sowie der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im vergangenen Jahr in Saldo positiv entwickelt. Sowohl die Klasse der Nutzfahrzeuge, als auch die Holzwerkstoffindustrie konnten im Jahr 2021 ein positives Wachstum ausweisen und die deutlichen Rückgänge aus dem Vorjahr so zumindest teilweise wieder aufholen. Gleichzeitig wiesen beide Märkte vor dem Hintergrund der globalen Lieferkettenprobleme eine hohe Volatilität auf, sodass sich auch unterjährig sehr unterschiedliche Verläufe zeigten.
Die Zulassungszahlen in der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge konnten in der Europäischen Union im Jahr 2021 mit knapp 1,6 Mio. zugelassenen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutliches Wachstum von 8,5 % aufweisen (Vj. 1,4 Mio.). Während diese Entwicklung grundsätzlich positiv zu bewerten ist, ist hierbei zu berücksichtigen, dass die Ausgangsbasis nach einem Rückgang der Zulassungszahlen im Zuge der Covid-19-Pandemie in 2020 um 17,6 % gegenüber dem Vorjahr sehr gering ausgefallen ist. Die europäischen Märkte für leichte Nutzfahrzeuge zeigten in 2021 dabei sehr unterschiedliche Veränderungen. Während die meisten großen Märkte, wie etwa Frankreich (+7,5 %) oder Italien (+14,7 %), im Jahresvergleich teils deutliche Steigerungen der Zulassungszahlen ausweisen, verzeichnen andere Großmärkte, wie etwa Spanien (-4,0 %) oder Deutschland (-0,8 %), dahingegen zurückgehende Zahlen. Insgesamt lässt sich in der Europäischen Union im Jahresverlauf ein deutlich abflachender Trend erkennen. Nach einem sehr dynamischen Wachstum der Zulassungszahlen im ersten Halbjahr 2021 von 38,1 % gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zeigte das zweite Halbjahr eine stark negative Entwicklung mit einem Rückgang der Zulassungszahlen von -14,0 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hierfür ist im Wesentlichen der Mangel an Halbleitern und weiteren Vorprodukten verantwortlich, der sich im Segment der leichten Nutzfahrzeuge besonders stark bemerkbar machte und die Automobilhersteller in der zweiten Jahreshälfte zu einer deutlichen Einschränkung der Fahrzeugproduktion zwang (Quelle: ACEA). Die Zulassungszahlen im größten Einzelmarkt des Delignit Konzerns, dem deutschen Markt, sanken im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 0,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch hier zeigten sich die Zulassungszahlen nach einem starken ersten Halbjahr (+23 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) im zweiten Halbjahr stark rückläufig (-18,5 %), sodass der deutsche Markt für das Gesamtjahr in Summe ein leicht negatives Wachstum aufweist (Quelle: ACEA). Im PKW-Markt brachen die Zulassungszahlen im Gesamtjahr 2021 in der Europäischen Union (-2,4 %) und Deutschland (-10 %) ebenfalls spürbar ein. Auch hier resultierte die akute Knappheit von Vor- und Zwischenprodukten, insbesondere von Halbleitern, in erheblichen Produktionsrückgängen und einem Einbruch der Absatzzahlen (Quelle: VDA).
Im Holzgewerbe liegen die Umsätze im Zeitraum von Januar bis November 2021 bei einem Wachstum von 22,9 % deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch im Segment der Holzwerkstoffe zeigte sich in den ersten elf Monaten des Jahres 2021 ein deutlich positiver Trend mit einer Steigerung der Umsätze um 23,5 % gegenüber dem Vorjahr. Nach einem bereits positiven ersten Quartal zogen die Umsätze insbesondere im zweiten und dritten Quartal stark an und sorgten damit für ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum, sowohl im Inland als auch bei den Auslandsumsätzen. Ein wesentlicher Teil der Veränderungsrate ist dabei auf die im Jahresverlauf 2021 drastisch gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen (Quelle: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie). Vor dem Hintergrund einer rasant gestiegenen Holznachfrage, insbesondere aus der ausländischen Bauwirtschaft, sowie verschiedener temporärer Störungen und Kapazitätsengpässe entlang der internationalen Lieferkette war es auf dem Holzmarkt im zweiten Quartal 2021 weltweit teils zu massiven Versorgungslücken und Preissteigerungen gekommen, die sich erst im Verlauf der zweiten Jahreshälfte schrittweise stabilisierten.
3. Marktumfeld des Delignit Konzerns
Die Geschäftsentwicklung des Delignit Konzerns verlief in den beiden Halbjahren im Vergleich zum Vorjahr jeweils sehr unterschiedlich. Während der Umsatz im ersten Halbjahr im Zuge der schrittweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen und des damit verbundenen Wirtschaftsaufschwungs um mehr als 40 % gesteigert werden konnte, lag das zweite Halbjahr mit einem Rückgang von -3,2 % leicht unter dem Vorjahreswert. Die abnehmende Entwicklung lässt sich insbesondere auf den Halbleitermangel in der Automobilindustrie zurückführen, der bei wichtigen Kunden des Delignit Konzerns im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge im Jahresverlauf immer wieder zu unerwarteten Werksschließungen führte. Darüber hinaus machte sich die zunehmende Verbreitung der Covid-19-Varianten Delta und Omikron ab dem Sommer 2021 auch im Delignit Konzern deutlich bemerkbar und führte zu stark erhöhten Krankenquoten und dadurch zu einer teils erheblich geminderten Produktionsleistung. Die schwächere Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte konnte zumindest teilweise durch den Produktbereich der Reisemobillösungen abgefedert werden, welcher über den gesamten Jahresverlauf hinweg ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr generieren konnte. Trotz der schwächeren zweiten Jahreshälfte konnten die Umsätze auf Ganzjahressicht kumuliert um 16,4 % auf 68.328 T€ gesteigert werden (Vj. 58.693 T€), was einem neuen Umsatzrekord für den Delignit Konzern entspricht.
Seit dem Geschäftsjahr 2010 hat sich der Umsatz des Delignit Konzerns dank des erneut starken Umsatzwachstums in 2021 um jährlich durchschnittlich 9,3 % erhöht:

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz des Delignit Konzerns in 2021 nach einem pandemiebedingten Rückgang um 71 % im vorherigen Geschäftsjahr um 17,9 % auf 60.227 T€ (Vj. 51.064 T€) gesteigert werden. Das deutliche Wachstum ist dabei insbesondere auf ein sehr starkes erstes Halbjahr zurückzuführen, in dem sich die bereits zum Ende des Vorjahres registrierten deutlichen Nachholeffekte aus der Covid-19-Pandemie weiter fortsetzten und zu hohen Abrufen seitens der OEM-Kunden führten. Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 lag der Umsatz im Zielmarkt Automotive dadurch 48 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In der zweiten Jahreshälfte verschärfte sich der globale Mangel an wichtigen Vorprodukten, insbesondere Halbleitern, allerdings zunehmend und führte bei fast sämtlichen OEM-Kunden des Delignit Konzerns wiederholt zu sehr kurzfristigen Produktionseinschränkungen und Werksschließungen. Die dadurch vielfach unvorhersehbaren Schwankungen in den Lieferabrufen führten bei dem Delignit Konzern trotz zeitnaher Anpassung des Produktionsprogramms und Nutzung des Instruments der Kurzarbeit teils zu erheblichen Produktivitätsverlusten und Umsatzausfällen. Trotz dieser starken Beeinträchtigungen schloss das zweite Halbjahr nur rund 4 % unter dem starken Vorjahr, was insbesondere auf ein beständig starkes Wachstum im Geschäftsbereich der Reisemobillösungen zurückzuführen ist.

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte nach einem deutlichen Umsatzrückgang um 18,8 % im Vorjahr wieder ein leichtes Umsatzwachstum erzielt werden. Auf Ganzjahressicht stieg der Umsatz um 6,2 % von 7.629 T€ auf 8.101 T€. Wichtiger Treiber der positiven Entwicklung war dabei ein deutliches Wachstum in der Produktgruppe Building Equipment (Gebäudeausstattung), in der vornehmlich Fußbodenlösungen für Automobilwerke oder Warenverteilzentren entwickelt und gefertigt werden. Ferner konnte auch die Produktgruppe Compressed Wood (Kunstharzpressholz) eine positive Entwicklung erzielen und damit zum Umsatzwachstum beitragen. Mit einem Wachstum von 78 % im ersten Halbjahr und 4,4 % im zweiten Halbjahr gegenüber den jeweiligen Vorjahreshalbjahren konnte in den Zielmärkten der Technological Applications, anders als im Zielmarkt Automotive, in beiden Halbjahren eine positive Entwicklung erzielt werden.

Der Exportumsatz konnte aufgrund einer gestiegenen Nachfrage aus dem Ausland im Geschäftsjahr 2021 um 18,0 % auf 37.933 T€ (Vj. 32.153 T€) gesteigert werden. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch einen erneut substantiellen Ausbau des USA-Geschäfts getrieben. Insgesamt ist die Exportquote des Delignit Konzerns dadurch von 54,8 % im Vorjahr auf 55,5 % gestiegen.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass sich der Umsatz des Delignit Konzerns vor dem Hintergrund des stark von den Folgewirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere in Bezug auf die Funktionsfähigkeit und Verlässlichkeit der internationalen Lieferketten, geprägten Markumfelds vergleichsweise positiv entwickelt hat. Dies gilt sowohl für den wichtigsten Zielmarkt Automotive als auch für den Zielmarkt Technological Applications.
Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte überproportionale Umsatzwachstum belegt die hervorragende Marktpositionierung des Delignit Konzerns.

Seine innovativen holzbasierten Produkte zeichnen sich durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch besondere ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO 2 : Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Der zunehmende Trend hin zu nachwachsenden Rohstoffen, gepaart mit einer herausragenden Anwendungs- und Systemkompetenz, schaffen für den Delignit Konzern beste Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Erfolgskurses.
4. Organisation
a. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Gert-Maria Freimuth, Herrn Anton Breitkopf und Herrn Dr. Christof Nesemeier. Er wurde in seiner derzeitigen Zusammensetzung erstmalig bei Gründung der Gesellschaft am 9. Juli 2007 gewählt und in den Hauptversammlungen vom 10. Juli 2012 sowie vom 20. Juni 2017 jeweils wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Gert-Maria Freimuth (Vj. Dr. Christof Nesemeier) zum Vorsitzenden und Herrn Anton Breitkopf zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.
b. Vorstand
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Markus Büscher, obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet als Vorstand die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Aktualisierung der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 13. Juli 2007 ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 25. August 2020 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2023 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
c. Beteiligungsunternehmen
Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

d. Mitarbeiter
Die durch den Mangel an Elektronikkomponenten verursachten temporären Werksschließungen der OEM-Kunden führten zu schwankenden Produktionsauslastungen und, insbesondere im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres, zur zeitweisen Nutzung des Instruments der Kurzarbeit. Im Hinblick auf eine grundsätzlich erhöhte Umsatz- und Betriebsleistung wurde der Personalbestand im Vergleich zum Jahresbeginn von 370 Mitarbeiter auf 391 Mitarbeiter gesteigert. Darüber hinaus wurden bis zu 60 Leiharbeiter beschäftigt (Vj. 51), um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an externe Unternehmen abgedeckt.

Bei den Gesellschaften des Delignit Konzerns handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2021 fortgesetzt. Die Gesellschaften des Delignit Konzerns haben auch im Geschäftsjahr 2021 weiterhin ausgebildet und werden dieses wichtige Instrument zur Gewinnung von qualifizierten Nachwuchskräften weiter nutzen und konsequent ausbauen.
5. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Der Delignit Konzern blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2021 zurück. Nachdem Anfang der Jahres die Anpassung der Kapazitäten an die dynamisch gestiegene Nachfrage höchste Priorität hatte, standen im weiteren Verlauf zunehmend Materialteuerungen und Produktionsunterbrechungen aufgrund von Werksschließungen vieler OEMs infolge des Mangels an Elektronikkomponenten im Fokus.
Ertragslage
Der Delignit Konzern hat im Jahr 2021 einen Umsatz in Höhe von 68.328 T€ (Vj. 58.693 T€) erzielt und weist damit zum Stichtag einen Umsatzanstieg von 16,4 % aus. Damit wurde auch der Umsatz aus dem Vor-Coronajahr 2019 um 3.968 T€ oder 6,2 % übertroffen. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 70.728 T€ (Vj. 57.414 T€) und ist damit um 23,2 % gestiegen.
Die Materialaufwendungen betrugen 575 % der Betriebsleistung und liegen damit über dem Vorjahresniveau von 54,2 %. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der dynamischen Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte, bei denen zahlreiche Rohstoffe von teils erheblichen Teuerungen getroffen waren, zum anderen in einer Veränderung des Produktmixes.
Die Personalaufwendungen betrugen 17.744 T€ nach 15.398 T€ im Vorjahr. Sie stiegen damit um 2.346 T€, wobei jedoch der Anteil an der Betriebsleistung um 1,7 Prozentpunkte auf 25,1 % (Vj. 26,8 %) gesenkt werden konnte. Das Instrument der Kurzarbeit spielte im Jahr 2021 lediglich eine untergeordnete Rolle.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ("SBA") sind gegenüber dem Vorjahr um 1.427 T€ gestiegen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf einen starken Anstieg der Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen. Die SBA-Quote stieg leicht auf 9,5 % nach 9,2 % im Vorjahr.
Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.641 T€ (Vj. 5.619 T€) und ist trotz des gestiegenen Umsatzes nur um 0,4 % gestiegen (Vj. um 16,6 % gestiegen). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 8,0 % bezogen auf die Betriebsleistung im Vergleich zu 9,8 % im Vorjahr. Hierzu haben insbesondere Beschaffungspreiserhöhungen, verstärkte Instandhaltungsmaßnahmen, Ineffizienzen in der Fertigung durch kurzfristig notwendig gewordene Abstellmaßnahmen und der Anstieg der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zu Herstellungskosten von 1.759 T€ (Vorjahr -1.864 €) beigetragen.
Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2021 bei 2.326 T€ leicht unterhalb dem Vorjahresniveau mit 2.589 T€. Nachdem im Vorjahr keine wesentlichen Investitionen vorgenommen wurden, wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 1.663 T€ im Wesentlichen im Bereich technischer Anlagen und Maschinen getätigt.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich das EBIT entsprechend auf 3.315 T€ nach 3.030 T€ im Vorjahr.
Im Bereich der Produktentwicklung sind im Geschäftsjahr 2021 die hierfür aufgewandten Kosten weiterhin zukunftsorientiert auf hohem Niveau. Für externe Entwicklungsaufträge und Zertifizierungen sind Kosten in Höhe von 243 T€ (Vj. 151 T€) verbucht worden. Hinzu kommen Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern direkt als Aufwand verbucht.
Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen inkl. Geschäfts- und Firmenwert auf 16.435 T€ (Vj. 17.098 T€). Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die Vorräte stiegen auf 15.933 T€ nach 11.101 T€ im Vorjahr. Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen um 2.031 T€ auf 5.188 T€ ist bedingt durch hohe Umsätze in den letzten beiden Monaten des Geschäftsjahres. Die sonstigen Forderungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 341 T€ auf 778 T€.
Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern. Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 23.803 T€ (Vj. 21.671 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 60,2 % (Vj. 573 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:

Finanzlage
Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 241 T€ (Vj. 4.898 T€). Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 4.056 T€ (Vj. 5.341 T€), wovon 2.973 T€ kurzfristig sind. Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 6.430 T€ (Vj. 3.658 T€). Die Erhöhung der Nettoverschuldung trotz Erhöhung des Jahresergebnisses ist im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg des Vorratsvermögens zurückzuführen.
Nachdem im vorigen Geschäftsjahr die Investitionsmaßnahmen stark zurückgefahren wurden, wurden in 2021 wiederum umfangreiche Investitionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbau zusätzlicher Produktionskapazitäten getätigt. Der Mittelabfluss aus Investitionsmaßnahmen im Jahr 2021 betrug 1.663 T€ nach 469 T€ im Vorjahr.
Insgesamt führten das EBITDA und der Anstieg des Working Capital zu einem negativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.073 T€ (Vj. positive 6.264 T€).
Der Delignit Konzern verfügt über hinreichende Kreditlinien zur Finanzierung des Working Capital. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
6. Sicherungsgeschäfte
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Dies gilt auch für die US-amerikanische Delignit North America Inc., die lediglich für bezogene Dienstleistungen innerhalb der USA in Fremdwährung abrechnet. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang hat, betreibt der Delignit Konzern bislang keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
7. Vergütungsbericht
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung und über eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrags. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg.
Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Beschreibung des virtuellen Aktienoptionsprogramms finden sich im Anhang des Konzernabschlusses.
8. Risikobericht
Unsere Risikopolitik besteht darin, bestehende Chancen bestmöglich zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur dann einzugehen, wenn damit ein entsprechender Ertrag erzielt werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Im Nachfolgenden werden Risiken beschrieben, die potenziell eine negative Auswirkung auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Planungszeitraum des Delignit Konzerns haben können. Die Risiken sind unterteilt in gesamtwirtschaftliche, strategische und operative Risiken.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die im Folgenden beschriebenen Risiken zählen zu den wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken des Delignit Konzerns.
• Inflation
Vor dem Hintergrund der weltweit expansiven Geld- und Fiskalpolitik der vergangenen Jahre sowie der infolge der Covid-19-Pandemie eingesetzten weltweiten Nachholeffekte bei der Nachfrage, akuten Materialengpässen und Energiepreissteigerungen können sich Inflationserwartungen weiter erhöhen und die zuletzt gestiegenen Inflationsraten in unseren relevanten Wirtschaftsräumen stabilisieren bzw. weiter anziehen. Die Preissteigerungen können sich in erhöhten Produktionskosten niederschlagen, gleichzeitig können steigende Preise die Kaufkraft und somit die Nachfrage nach Unternehmensprodukten dämpfen. In Summe kann eine nachhaltig hohe Inflation die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlangsamen und unseren Geschäftserfolg durch ansteigende Kosten im Bereich des Materialeinkaufs und des Personals sowie durch eine mittelfristig gedämpfte Nachfrage beeinträchtigen.
• Russland-Ukraine-Krieg
Der jüngst ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2022 gravierend verändert. Wenngleich die Auswirkungen auf die Wirtschaft aufgrund der hohen Dynamik zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig abzuschätzen sind und maßgeblich vom weiteren Verlauf des Kriegs sowie den Reaktionen der internationalen Gemeinschaft abhängen, sehen wir bereits jetzt ein Risiko, dass der weitere Geschäftsverlauf durch die Auswirkungen der Auseinandersetzung, etwa in Form von unterbrochenen Lieferketten oder weiteren Energiepreisteuerungen, negativ beeinflusst wird.
• Covid-19-Pandemie
Zu Beginn des Jahres 2022 zeichnet sich vor dem Hintergrund einer sich stabilisierenden Infektionslage eine deutliche Entspannung der Kontakt- und sonstigen Beschränkungen im öffentlichen Leben ab. Eine sich erneut verschärfende Gefährdungslage der Covid-19-Pandemie, etwa durch neu auftretende Virusvarianten sowie damit einhergehende verschärfte Eindämmungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand national wie international kann erhebliche negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Gesamtlage bis hin zur Rezession haben und stellt dementsprechend ein Risiko für den Geschäftserfolg des Delignit Konzerns dar.
Strategische Risiken
Die im Folgenden beschriebenen Risiken zählen zu den wesentlichen strategischen Risiken des Delignit Konzerns.
• Kundenrisiken
Der zunehmende Umfang an OEM-Serienbelieferungen ist marktstrategisch von höchster Bedeutung. Dadurch erhöht sich jedoch zwangsläufig die Abhängigkeit des Delignit Konzerns von einzelnen Großkunden und der Automobilindustrie insgesamt. Bei den bedeutenden (Groß-)Kunden besteht grundsätzlich das Risiko einer Insolvenz, der Streichung des Kreditlimits oder kurzfristige Produktionsunterbrechungen aufgrund Störungen der Lieferketten. Ferner agiert der Delignit Konzern grundsätzlich in einem Wettbewerbs intensiven Umfeld. Daraus ergibt sich das Risiko, dass sich bestehende oder potenzielle (Groß-)Kunden alternativen Lösungen zuwenden, sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann. Damit einhergehende Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können. Der Gefahr eines Klumpenrisikos auf Kundenseite wird mit der stetigen Diversifikation des Kundenportfolios in dieser oder artverwandten Branchen begegnet. Weiterhin gilt es zur Vermeidung von Kundenabwanderungen, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen ständig weiter zu steigern.
• Internationalisierung
Aus der fortschreitenden Internationalisierungsstrategie des Delignit Konzerns resultieren länderspezifische Risiken. Durch die Verkettung internationaler Warenflüsse, insbesondere bei den OEM-Kunden, aber auch bei Lieferanten können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen. Darüber hinaus können internationale Trends bzw. Regularien (beispielsweise WLTP) oder auch der zunehmende internationale Protektionismus zu Marktveränderungen führen, auf die nur zeitverzögert reagiert werden kann und die dementsprechend zeitweise einen negativen Einfluss auf unser Exportgeschäft haben können. Hierbei ist insbesondere die Geschäftstätigkeit der US-amerikanischen Delignit North America Inc. im NAFTA-Raum zu nennen, aus der sich regionale bzw. länderspezifische Risiken, Haftungsrisiken und auch Währungskursrisiken ergeben können.
Operative Risiken
Die im Folgenden beschriebenen Risiken zählen zu den wesentlichen operativen Risiken des Delignit Konzerns.
● Beschaffungs-/Preisrisiken
Der Einkauf des Delignit Konzerns sichert die Versorgung der Unternehmen mit erforderlichen Vorprodukten, Dienstleistungen, Energie und sämtlichen sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ab. Dabei stehen die Qualität, die Kostensicherheit und die Zuverlässigkeit der Lieferanten im Mittelpunkt. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den wesentlichen Lieferanten, eine vorausschauende Beschaffungsstrategie sowie eine enge logistische Anbindung wird die Versorgungssicherheit kontinuierlich beobachtet und verbessert. Dennoch bestehen grundsätzlich Beschaffungsrisiken. So kann es unerwartet bei wichtigen Lieferanten zu einem temporären oder vollständigen Ausfall kommen, etwa infolge einer Insolvenz oder einer Unterbrechung der Lieferkette infolge von unvorhergesehenen geopolitischen, klimatischen, rechtlichen oder sonstigen Ereignissen. Zudem kann es aufgrund von temporären Mangelsituationen zu erheblichen Preisteuerungen kommen, die nur zeitversetzt an die Kunden weitergegeben werden können und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Delignit Konzerns daher stark beeinträchtigen können.
Insbesondere vor dem Hintergrund der noch immer stark durch die Covid-19-Pandemie beeinträchtigten internationalen Lieferketten sehen wir für das Geschäftsjahr 2022 ein erhöhtes Beschaffungsrisiko sowohl für uns, als auch unsere wesentlichen OEM-Kunden. Doch auch der jüngst eskalierte Russland-Ukraine-Krieg besitzt das Potenzial, die internationalen Lieferketten, entweder durch Sanktionen oder unterbrochene Lieferketten, nachhaltig zu stören und dadurch sowohl die Verfügbarkeit als auch die Preise der für uns und unsere Kunden erforderlichen Produktionsgüter dramatisch zu beeinflussen. So gehen wir bei der für uns wichtigen Rundholzversorgung etwa zukünftig von steigenden Kosten und einer zumindest temporären Verknappung aus. Etwaige Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs treffen dabei auf eine ohnehin angespannte Marktlage infolge von Forstschäden durch extreme Wettereinflüsse und Borkenkäferbefall in den letzten Jahren sowie eine zunehmend verkürzte Erntesaison. Hinzu kommt eine perspektivisch weiter zunehmende Bedeutung des Rohstoffs Holz als Energieträger, die in Konkurrenz zu einer technologischen Nutzung tritt und damit zu einer weiteren Verknappung des Angebots führt. Zwar sind die Preise für den Delignit Konzern für das Geschäftsjahr abgesichert, dennoch erwarten wir insbesondere beim Transport spürbare Teuerungen. Dessen ungeachtet sehen wir unsere Rundholzversorgung aufgrund einer diversifizierten Beschaffungsbasis und eines hohen Anteils der von klimatischen Schäden weniger betroffenen Holzart Buche als gut an. Aufgrund der zuletzt dramatischen Preisentwicklungen an den Energiemärkten sowie der Möglichkeit einer Verknappung von Öl und Erdgas infolge des Russland-Ukraine-Kriegs rechnen wir zudem nicht nur mit weiterhin deutlich steigenden Energiekosten, sondern sehen zudem das Risiko von Engpässen und Teuerungen bei den von uns eingesetzten Leim- und Oberflächenfilmsystemen sowie bei sämtlichen sonstigen rohölbasierten Produkten oder energieintensiven Grundmaterialien.
• Lieferfähigkeit
Durch sich verändernde Umweltbedingungen kann die Lieferfähigkeit des Delignit Konzerns beeinflusst oder die Produktion zeitweise gehemmt werden. So können Stürme, Starkregen oder sonstige unerwartet auftretende Schäden an Gebäuden und Produktionsmitteln führen. Ferner können Epidemien oder Pandemien zu Massenerkrankungen unter dem Personalbestand und dadurch zu erheblichen Störungen der Produktionsabläufe führen.
• (Führungs-)Personalrisiko
Aufgrund der demografischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese können eventuell nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden. Personalrisiken wie Fluktuation, Krankenstand bzw. Know-how-Verlust, Demotivation, unzureichende Qualifikation und Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte versucht der Konzern mit modernen Personalinstrumenten zu begegnen. Der mögliche Ausfall einer leitenden Position stellt darüber hinaus naturgemäß ein gewisses Risiko dar.
• Sonderkostenbelastungen
Aufgrund vermehrter Serienanläufe kann es auch infolge der zunehmenden Komplexität zu Kostenbelastungen kommen, die nicht oder nur zeitversetzt an den Kunden weitergegeben werden können. Beispielsweise seien hier Sachverhalte wie unerwartete Produktionsunterbrechungen (intern und extern), erhöhter Ausschuss, notwendiger Mehrarbeitsaufwand und zuzukaufende Beratungsdienstleistungen genannt.
Die hier beschriebenen Risiken und die potenziellen Auswirkungen auf das eigene Geschäft beobachtet der Delignit Konzern kontinuierlich und begegnet ihnen mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien Folgende genannt:
• Qualitätsmanagementsystem
Die Gesellschaften verfügen über funktionale und zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme (z. B. ISO 9001, ISO 14001).
• Vertragsmanagement
Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.
• Personalentwicklung
Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz. Zur Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen werden Fort- und Weiterbildungsprogramme angeboten.
• Betriebliche Investitionstätigkeit
Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Fertigungskapazitäten sichern, Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.
• Lieferantenmanagement
Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, mindestens eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns
Die Unternehmensstrategie setzt unverändert auf diverse Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern insbesondere zwei ökologisch getriebene Trends:
• Einerseits das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
• Andererseits einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.
Auch der forstwirtschaftliche Trend in Europa und Deutschland von Nadelwäldern hin zu Misch- und reinen Laubwäldern wird mittelfristig als Chance begriffen, da es die Versorgung mit Rundhölzern sicherstellen kann.
Des Weiteren richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierender (wie bspw. CO 2 -Flottenverbrauch in der Automobilbranche) Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wird daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.
Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:
Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Auch im Geschäftsjahr 2022 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
• Übertragung des Geschäftsmodells:
Geografische Übertragung
Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung in den vergangenen Jahren soll entsprechend angeknüpft werden.
Übertragung aus Anwendungssicht
Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Daher werden laufend Möglichkeiten geprüft, wie die besonderen technologischen Eigenschaften der Produkte und Werkstoffe des Delignit Konzerns in weiteren Anwendungsfeldern in und außerhalb der Automotivemärkte erfolgreich übertragen werden kann.
• Auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung werden unverändert als Trend und Treiber erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das vorhandene Prozess-Know-how und die hohe Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
● Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskade" zu nutzen.
• Die Wachstumsstrategie beruht auf einer Diversifikation in Nischen, basierend auf einer technologischen Marktführerschaft:

Zusammengefasst sieht sich der Konzern aufgrund der Balance von Chancen und Risiken gut aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen und Ziele.
10. Nachhaltigkeit / Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht der Delignit Konzern sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise.
Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:
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| • | Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Hieran wird stetig im Rahmen eines bestehenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gearbeitet. |
| • | Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt durch eine intensive Ausbildung von Jugendlichen, Weiterbildung in allen Konzernbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards und gezielte Förderung des Führungsnachwuchses. |
| • | Der Vorstand hat Umwelt- und Klimaschutz als ein wichtiges Unternehmensziel festgelegt. Neben den beispielsweise bereits umgesetzten Standards der PEFC-Normen besteht ein Energiemanagementsystem, welches nach DIN ISO 50001 und ein Umweltmanagementsystem, welches nach DIN ISO 14001 zertifiziert ist. |
| • | Als zukunftsorientierter Arbeitgeber ist sich der Delignit Konzern seiner sozialen, ethischen und ökologischen Verantwortung bewusst. Ein auf der Website der Delignit AG verfügbarer Verhaltenscodex (Code of Conduct) umfasst die wesentlichen Unternehmenswerte. |
| • | Die Umsatzerlöse und die EBITDA-Marge werden als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung und Erfolgsmessung des Delignit Konzerns verwendet. Nichtfinanzielle Leitungsindikatoren werden nicht zur direkten operativen Unternehmenssteuerung verwendet. |
11. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
12. Sonstige Angaben
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2020 ist der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. August 2025 einmalig oder mehrmalig bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Die in der Hauptversammlung der Delignit AG vom 26. August 2015 beschlossene Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2015) endet mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2020), soweit von der bestehenden Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2015) noch kein Gebrauch gemacht worden ist.
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 25. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. August 2025 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen. Wandelschuldverschreibungen können auch Wandlungspflichten enthalten. Die Schuldverschreibungen können insgesamt oder in Tranchen ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2020).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 3. Juni 2024 unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes (§ 53 a AktG) eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, ausgeübt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handelns in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
13. Prognosebericht
• Rahmenbedingungen
Der Delignit Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 trotz der erheblichen Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie auf die internationalen Lieferketten, insbesondere in der Automobilbranche, einen Umsatz von 68.328 T€ erzielt, bei einer EBITDA-Marge (bezogen auf die Betriebsleistung) von 8,0 %. Damit wurde die im März 2021 veröffentlichte Umsatzprognose von über 67 Mio. € erreicht, die prognostizierte Marge von über 9,0 % hingegen leicht unterschritten.
Die im nachfolgenden Teil des Prognoseberichts getroffenen Aussagen basieren auf der von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung des Delignit Konzerns. Grundlage dieser Planung sind die gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie zur Entwicklung der Leitmärkte. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf einem Kenntnisstand zu Beginn des Jahres 2022.
• Wirtschaftliches Umfeld des Prognoseteils
Für das Jahr 2022 sind die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland zwar weiterhin überwiegend positiv, haben sich nach dem unerwarteten Angriff Russlands auf die Ukraine jedoch erheblich eingetrübt und bleiben mit hohen Risiken und Unsicherheiten behaftet.
Die Europäische Kommission rechnet in ihrer Winterprognose 2022 für die EU, wie auch das Euro-Wirtschaftsgebiet, in 2022 aktuell noch mit einer Veränderung des Bruttoinlandsprodukts von 4,0 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Winterprognose der Europäischen Kommission). Unter der Annahme eines zunehmend abflachenden Infektionsgeschehens und einer schrittweisen Auflösung der bestehenden Versorgungsengpässe wird insbesondere in der zweiten Jahreshälfte mit einem deutlichen Anziehen des Wirtschaftswachstums gerechnet. Diese Einschätzung berücksichtigt allerdings noch nicht die Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs, sodass das tatsächliche Wachstum erwartungsgemäß deutlich geringer ausfallen dürfte. Auch in Deutschland wird infolge des Kriegsausbruchs nunmehr eine spürbare Verlangsamung der Rückkehr zum Vor-Covid-Niveau erwartet. Während die deutsche Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion 2022 für das Jahr noch mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 3,6 % und damit einem leicht höheren Wachstum als in 2021 rechnet, wurden die Wachstumsprognosen vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs inzwischen teils deutlich nach unten korrigiert (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht des BMWK). Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) beziffert die ökonomischen Folgekosten des Russland-Ukraine-Krieges für Deutschland in 2022 und 2023 etwa auf insgesamt rund 90 Mrd. €, wodurch sich das durch das Institut prognostizierte Wirtschaftswachstum in 2022 von ursprünglich 4,0 % auf nunmehr 2,1 % spürbar reduziert. Erst im nächsten Jahr dürfte die geminderte Produktionsleistung zum Teil nachgeholt werden, sodass sich für 2023 ein erwartetes Wirtschaftswachstum von 3,5 % ergibt (Quelle: ifW Kiel).
Die Europäische wie auch die deutsche Konjunktur sind dabei aktuell stark gegenläufigen Kräften ausgesetzt. Den kräftigen Auf- und Nachholeffekten im Zuge einer erwartungsgemäß sukzessiven Entspannung des Covid-Infektionsgeschehens im Laufe des Jahres stehen erhebliche Turbulenzen aus dem Russland-Ukraine-Krieg gegenüber, deren Nachhaltigkeit zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht vollständig abzuschätzen sind. Insbesondere Dauer und Ausmaß der durch den Krieg zusätzlich verschärften Lieferengpässe und Materialknappheit werden einen erheblichen Einfluss auf die Wachstumsdynamik in 2022 haben. Eine weitere Verzögerung oder gar Verstärkung der Lieferkettenprobleme oder des Mangels wichtiger Vorprodukte oder Energieträger könnte das Wachstum der europäischen Wirtschaft längerfristig empfindlich verlangsamen. Auch der weitere Verlauf der Covid-19-Pandemie stellt nach wie vor eine hohe Unsicherheit dar. Zwar ist aufgrund des stetigen Impffortschritts in den meisten Ländern der europäischen Union eine schrittweise Entspannung des Infektionsgeschehens zu erwarten. Sollte es - etwa aufgrund des Aufkommens neuartiger Virus-varianten - im Jahresverlauf allerdings zu weiteren Infektionswellen und Einschränkungen wichtiger Wirtschaftszweige kommen, könnte dies eine erneute Eintrübung der Wirtschaftslage bedeuten. Ein weiteres Risiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union besteht in einer beschleunigten Inflation. In ihrer Winterprognose rechnet die Europäische Kommission für 2022 in der EU mit einer Inflation von 3,9 % (Quelle: Winterprognose der Europäischen Kommission). Insbesondere aufgrund der zuletzt noch einmal deutlich gestiegenen Energiepreise haben sich die Inflationserwartungen seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges jedoch noch einmal deutlich erhöht. So rechnet das IfW Kiel inzwischen mit einer Teuerungsrate von 5,8 % und damit dem historisch höchsten Wert im wiedervereinigten Deutschland (Quelle: ifW Kiel).
• Prognose des Delignit Konzerns
Der Ausblick für den Delignit Konzern ist weiterhin positiv, wenngleich auch mit einem hohen Maß an Unsicherheit verbunden. Das Unternehmen ist mit einem sehr gut gefüllten Auftragsbuch in das Jahr 2022 gestartet und registriert über seine Zielmärkte hinweg eine anhaltend hohe Nachfrage nach ökologischen Werkstoffen und Systemlösungen. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand grundsätzlich gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Erfolgskurses mit jährlich zweistelligem Umsatzwachstum und einer kontinuierlichen Steigerung der EBITDA-Marge.
Gleichwohl belastet der andauernde Russland-Ukraine-Krieg die ohnehin noch stark von den Pandemiefolgen gezeichnete europäische Wirtschaft erheblich und besitzt damit das Potenzial, auch die Geschäftsentwicklung des Delignit Konzerns zu beeinträchtigen. Die Auswirkungen können dabei negativ ausfallen, etwa in Form von allgemeiner konjunktureller Unsicherheit, einer Verschärfung der bereits bestehenden Lieferkettenprobleme oder der Verteuerung von Rohstoffen und Energieträgern. Sie können jedoch auch positiv ausfallen, etwa durch die Möglichkeit zur Erschließung neuer strategischer Absatzmärkte, die infolge des Kriegs vor langfristigen Versorgungsengpässen stehen. Vor dem Hintergrund der außerordentlich hohen Unsicherheit rechnet der Vorstand zwar noch immer mit einem leichten Umsatzwachstum, geht jedoch von einer etwas niedrigeren EBITDA-Marge als in den Vorjahren aus. Sobald eine zuverlässigere Einschätzung der Auswirkungen auf den Delignit Konzern möglich ist, wird der Vorstand seine Prognose entsprechend konkretisieren.
Blomberg, den 25. März 2022
Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray, Vorstand
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Vorräte | III. 1. | 15.933 | 11.101 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III. 2. | 5.187 | 3.157 |
| 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | III. 3. | 1 | 0 |
| 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte | III. 4. | 778 | 437 |
| 5. Liquide Mittel | III. 5. | 241 | 4.898 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 22.140 | 19.593 | |
| B. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | III. 6. | 2.178 | 2.178 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | III. 7. | 922 | 1.096 |
| 3. Sachanlagen | III. 8. | 13.335 | 13.824 |
| 4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | III.10. | 702 | 846 |
| 5. Aktive latente Steuern | III. 11. | 289 | 313 |
| Langfristige Vermögenswerte | 17.426 | 18.257 | |
| Aktiva, gesamt | 39.566 | 37.850 |
PASSIVA
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| Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen | III. 12./14. | 2.445 | 2.059 |
| 2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | III. 13. | 2.973 | 3.627 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | III. 13. | 3.651 | 2.180 |
| 4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | III. 15. | 1.767 | 1.786 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 10.836 | 9.652 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | III.16. | 1.013 | 1.100 |
| 2. Sonstige langfristige Rückstellungen | III.12. | 80 | 174 |
| 3. Passive latente Steuern | III.11. | 669 | 865 |
| 4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | III.13. | 1.083 | 1.714 |
| 5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | III.15. | 2.082 | 2.674 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 4.927 | 6.527 | |
| C. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | III. 17. | 8.194 | 8.194 |
| 2. Kapitalrücklagen | III. 18. | 1.063 | 1.063 |
| 3. Gewinnrücklagen | III. 19. | 4.000 | 3.000 |
| 4. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge | -609 | -594 | |
| 5. Rücklage aus Währungsumrechnung | 33 | -20 | |
| 6. Konzern-Ergebnisvortrag | 11.122 | 10.028 | |
| Eigenkapital | 23.803 | 21.671 | |
| Passiva, gesamt | 39.566 | 37.850 |
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| 2021 | 2020 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | IV. 1. | 68.328 | 58.693 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | IV. 2. | 641 | 585 |
| 3. Bestandsveränderungen | 1.759 | -1.864 | |
| 4. Materialaufwand | IV. 3. | -40.639 | -31.119 |
| 5. Personalaufwand | IV. 4. | -17.744 | -15.398 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen | IV. 5. | -2.326 | -2.589 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV. 6. | -6.704 | -5.278 |
| 8. Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 3.315 | 3.030 | |
| 9. Zinsaufwendungen | IV. 7. | -148 | -251 |
| 10. Finanzergebnis | -148 | -251 | |
| 11. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 3.167 | 2.779 | |
| 12. Ertragsteuern | IV. 8. | -764 | -630 |
| 13. Sonstige Steuern | IV. 8. | -66 | -66 |
| 14. Konzernjahresergebnis | 2.337 | 2.083 | |
| 15. Ergebnis je Aktie in € | IV. 9. | 0,29 | 0,25 |
| 16. Konzernjahresergebnis | 2.337 | 2.083 | |
| 17. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsverpflichtungen | II. 15. | -15 | 7 |
| 18. Sonstiges Konzernergebnis | -15 | 7 | |
| 19. Konzerngesamtergebnis inklusive OCI | 2.322 | 2.090 |
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| 2021 | 2020 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| 20. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsverpflichtungen | 15 | -7 | |
| 21. Konzerngesamtergebnis exklusive OCI | 2.337 | 2.083 | |
| 22. Ergebnisvortrag | 10.028 | 7.946 | |
| 23. Einstellung in die Gewinnrücklagen | -1.000 | 0 | |
| 24. Dividendenausschüttung | -246 | 0 | |
| 25. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge | 3 | 0 | |
| 26. Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag | 11.122 | 10.029 |
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| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | |
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 31. Dezember 2019 | 8.194 | 1.063 | 3.000 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2020 | 8.194 | 1.063 | 3.000 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 1.000 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 0 | 0 | 1.000 |
| Stand 31. Dezember 2021 | 8.194 | 1.063 | 4.000 |
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| Rücklage Pensionen (OCI) | Währungsumrechnung | Konzernergebnisvortrag | Konzerneigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31. Dezember 2019 | -601 | 1 | 7.945 | 19.602 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | 7 | -21 | 0 | -14 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 2.083 | 2.083 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 7 | -21 | 2.083 | 2.069 |
| Stand 31. Dezember 2020 | -594 | -20 | 10.028 | 21.671 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | -246 | -246 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | -15 | 53 | 3 | 41 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 2.337 | 2.337 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | -1.000 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | -15 | 53 | 1.094 | 2.132 |
| Stand 31. Dezember 2021 | -609 | 33 | 11.122 | 23.803 |
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| 1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 3.315 | 3.030 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.326 | 2.589 |
| Abnahme (-)/Zunahme (+) der Rückstellungen | 736 | 31 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -82 | -60 |
| Zwischensumme | 6.295 | 5.590 |
| Veränderung des Working Capital: | ||
| Abnahme (+)/Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -7.194 | 3.460 |
| Abnahme (-)/Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva | 1.159 | -2.596 |
| Zwischensumme | -6.035 | 864 |
| Ertragsteuerzahlungen | -1.333 | - 190 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -1.073 | 6.264 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen | -2 | -16 |
| Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen | -1.661 | -453 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.663 | -469 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Dividenden | -246 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -1.285 | -1.903 |
| Auszahlung für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit | -243 | -242 |
| Zinsauszahlungen | -148 | -251 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.922 | -2.396 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | ||
| (Summe der einzelnen Cashflows) | -4.658 | 3.399 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 4.898 | 1.499 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode | 241 | 4.898 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 241 | 4.898 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 241 | 4.898 |
I. Methoden und Grundsätze
Grundlegende Informationen zur Bilanzierung
1. Informationen zum Unternehmen
Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.
Der IFRS-Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) zum 31. Dezember 2021 wird voraussichtlich am 29. März 2022 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens (größter Konsolidierungskreis), der MBB SE, Berlin, HRB 165458, Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, einbezogen.
2. Rechnungslegungsgrundsätze
Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315e HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.
Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2021 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.
Anwendung von neuen und geänderten Standards
Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2021 erstmalig verpflichtend oder freiwillig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.
Die folgenden Änderungen wurden geprüft, und, soweit verpflichtend, im Konzernabschluss der Delignit AG berücksichtigt:
Anzuwenden ab dem 01.01.2021:
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| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht im Geschäftsjahr | Übernahme durch EU-Kommission | Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 / IAS 39 / IFRS 7 / IFRS 4 / IFRS 16 Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2 | 2021 | Ja | Keine |
| IFRS 4 Extension of the Temporary Exemption from Applying IFRS 9 | 2021 | Ja | Keine |
Es wurden für das Geschäftsjahr 2021 keine weiteren Vorgaben zum ersten Mal übernommen, die wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Anzuwenden ab dem 01.01.2022 oder später:
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| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht im Geschäftsjahr | Übernahme durch EU-Kommission | Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| IFRS 3 Reference to the Conceptual Framework | 2022 | Ja | Keine |
| IAS 37 Onerous Contracts - Costs of Fulfilling a Contract | 2022 | Ja | Keine |
| IAS 16 PP&E: Proceeds before Intended Use | 2022 | Ja | Keine |
| AIP 2018 - 2020 Improvements to IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 and IAS 41 | 2022 | Ja | Keine |
| IFRS 17 Including Amendments to IFRS 17 | 2023 | Ja | Keine |
| IAS 1, IFRS Practice Statement 2 Classification of Liabilities as Current or Non-current including Defferal of Effective Date, Accounting Methods | 2023 | Ja | Keine |
| IAS 8 Definition of estimates | 2023 | Ja | Keine |
| IAS 12 Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a Single Transaction | 2023 | Ja | Keine |
| IFRS 10, IAS 28 Sales or contributions of assets between an investor and its associate/joint venture | noch offen | Ja | Keine |
3. Konsolidierung
Konsolidierungskreis
Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:
Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
Delignit North America Inc., Atlanta/Georgia, USA (100,0 %)
Die Blomberger Holzindustrie GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 von ihrem Wahlrecht nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, die Vorschriften des Sechsten Titels des Ersten Unterschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buchs des HGB (§§ 289-289a HGB) und des Vierten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des HGB (§§ 325 bis 329 HGB) nicht anzuwenden.
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind.
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| • | S.C. Cildro Plywood S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (24,0 %) |
| • | S.C. Cildro S.A., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (17,9 %) |
Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der ebenfalls in 2010 entkonsolidierten S.C. Cildro Service S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien.
Konsolidierungskreis
Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
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| Name | Sitz | Anteil in % |
|---|---|---|
| Blomberger Holzindustrie GmbH | Blomberg | 100 |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH | Blomberg | 100 |
| Delignit Immobiliengesellschaft mbH | Blomberg | 100 |
| DHK automotive GmbH | Oberlungwitz | 100 |
| Delignit North America Inc. | Atlanta/ Georgia, USA | 100 |
Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden aus Gründen der Unwesentlichkeit mit fortgeführten Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen:
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| Name | Sitz | Anteil | Eigenkapital * | Ergebnis * |
|---|---|---|---|---|
| in % | RON | RON | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| S.C. Cildro Plywood S.R.L. | Drobeta Turnu Severin, Rumänien | 24 | 11.730.462 | 816.627 |
| S.C. CILDRO S.A. | Drobeta Turnu Severin, Rumänien | 18 | 23.758.830 | 298.732 |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft S.C. Cildro Services S.R.L. | Drobeta Turnu Severin, Rumänien | 100 | 2.393.230 | 559.955 |
*Vorläufige, ungeprüfte Zahlen des Geschäftsjahres 2021
Konsolidierungsgrundsätze
Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Kalenderjahres.
Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.
Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.
Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Allgemeines
Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Kurzfristige Vermögenswerte beinhalten solche, die innerhalb des ordentlichen Geschäftsbetriebs und normalen Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder realisiert werden, in der Regel innerhalb von zwölf Monaten. Diese laufzeitabhängige Kategorisierung greift grundsätzlich auch für die Kurzfristigkeit von Schulden.
2. Berichtswährung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).
3. Fremdwährungsumrechnung
Die Delignit North America Inc. berechnet das Liefergeschäft in Euro, allerdings werden in geringem Umfang Dienstleistungen vor Ort in USD eingekauft. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 1,1326 USD. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 1,1827 USD.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligungswerte der in 2010 entkonsolidierten Unternehmen werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,9490 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,9215 RON.
4. Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres auf Angemessenheit überprüft.
Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.
Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben. Dieser Zeitraum entspricht der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.
Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.
Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.
Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.
5. Geschäfts- und Firmenwerte
Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.
6. Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.
Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.
Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauern herangezogen:
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| Gebäude- und Außenanlagen: | 10 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen: | 5 bis 16 Jahre |
| Computer Hardware: | 3 Jahre |
| Sonstige Büroausstattung: | 5 bis 14 Jahre |
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft. Im Falle Technischer Anlagen und Maschinen wurde in 2021 bei Neuinvestitionen die Nutzungsdauer im Einzelfall von 15 Jahren auf 16 Jahre heraufgesetzt, im Falle sonstiger Büroausstattung von 13 Jahren auf 14 Jahre. Im Falle der Gebäude- und Außenanlagen wurde in der Vergangenheit eine maximale Nutzungsdauer von 25 Jahren angegeben, obwohl die Nutzungsdauer in Einzelfällen 30 bzw. 50 Jahre betrug. Die Korrektur dieser Anhangsangabe hat keine finanzielle Auswirkung.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.
7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.
Vermögenswerte aus ehemaligen Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
Zahlungen für Leasingverhältnisse, sofern diese eine Laufzeit bis zu einem Jahr haben oder von geringfügigem Umfang (kleiner EUR 5.000) sind, werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Bei langfristigen Leasingverhältnissen werden gemäß IFRS 16 die Vermögenswerte als Anlagevermögen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages planmäßig abgeschrieben. In 2021 wurde von einer Berechnung auf monatlicher Basis auf eine tagesgenaue Berechnung umgestellt. Die sich hieraus ergebenden Unterschiede sind als unwesentlich zu betrachten. Der Barwert aus den Leasingzahlungen wird als abgezinste Verbindlichkeit passiviert. Es wurden Zinssätze zwischen 0,09 % und 1,52 % in Abhängigkeit von der jeweiligen Restlaufzeit des Leasingvertrages verwendet. Die Zinssätze wurden auf Basis marktüblicher Zinssätze für Unternehmen mit vergleichbarem Rating ermittelt und um eine Leasingrisikoprämie erhöht. Gemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern somit für die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, d. h., diese Leasingverträge sind in der Bilanz ausgewiesen.
8. Wertminderung von Vermögenswerten
Im Geschäftsjahr 2021 sind keine Wertminderungen oder Wertaufholungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen überprüft bzw. häufiger, wenn Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass Wertminderungen vorliegen könnten. Sonstige Vermögensgegenstände werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert möglicherweise nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsaufwand wird in der Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögensgegenstandes seinen erzielbaren Wert übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der Veräußerungskosten, und Nutzungswert (Value in Use). Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für einzelne Vermögenswerte zu schätzen, werden diese zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten sind. Nicht finanzielle Vermögenswerte mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, die von einer Wertminderung betroffen waren, werden zum Ende jeder Berichtsperiode auf mögliche Wertaufholungen überprüft.
9. Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.
10. Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös im gewöhnlichen Geschäftsverlauf abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten zur Veräußerung notwendigen Kosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet und werden teilweise retrograd ermittelt. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden erstmalig Zwischengewinne auf die Vorräte bei der US-amerikanischen Gesellschaft eliminiert. In den Vorjahren wurde als Wesentlichkeitsgründe hier auf verzichtet.
11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens
Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.
12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.
13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
14. Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Konzerngesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.
15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 0,8 % (Vj. 0,6 %) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
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| in T€ | 31.12.2021 | Veränderung 2021 | 31.12.2020 | Veränderung 2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) | -870 | -22 | -848 | 10 | -858 |
| Steuereffekt | 261 | 7 | 255 | -2 | 257 |
| Im OCI zu erfassendes Ergebnis: | -609 | -15 | -594 | 7 | -601 |
16. Finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Leasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.
17. Ertragsrealisierung
Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:
Verkauf von Waren und Erzeugnissen
Erträge werden erfasst, wenn die Kontrolle an den verkauften Waren und Erzeugnissen auf den Käufer übergegangen ist. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.
Zinserträge
Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.
18. Steuern
Tatsächliche Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
19. Eventualschulden und Eventualforderungen
Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögens wertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Aktive latente Steuern
Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Rückstellungen
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
III. Erläuterungen zur Konzernbilanz
Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.911 | 5.078 |
| Unfertige Erzeugnisse | 4.812 | 3.315 |
| Fertige Erzeugnisse | 3.210 | 2.708 |
| 15.933 | 11.101 |
Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, angemessene Wertabschläge auf die Vorräte vorgenommen. Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.296 | 3.796 |
| abzüglich Einzelwertberichtigungen | -100 | -624 |
| abzüglich Anpassung nach IFRS 9 | -9 | -15 |
| 5.187 | 3.157 |
Einzelwertberichtigungen wurden nach dem Vorsichtsprinzip für noch nicht realisierte Forderungen nach der Methode erwarteter Kreditverluste gebildet. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale zusammengefasst und bewertet. Die erwarteten Verlustquoten bilden insoweit einen angemessenen Näherungswert ab.
In der Vergangenheit wurden Risiken aus Gewährleistung als Zahlungsrisiko unter den Einzelwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt. Diese Einzelwertberichtigungen sind in 2021 auf 100 T€ (Vj. 624 T€) zurückgegangen. Risiken aus Gewährleistungsfällen wurden in 2021 erstmalig als Rückstellung in Höhe von 396 T€ (Vj. 0 €) gebildet.
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1 T€ (Vj. 0 T€) gegenüber der OBO Werke, Stadthagen.
4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Forderung aus Factoring | 263 | 110 |
| Forderung aus Ertragsteuern | 121 | 255 |
| Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten | 68 | 58 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 326 | 14 |
| 778 | 437 |
Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Umsatzsteuervorauszahlungen, Entschädigungsleistungen für Coronafälle, Kurzarbeitergeld und Factoring.
5. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel in Höhe von 241 T€ bestehen im Wesentlichen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
Langfristige Vermögenswerte
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
6. Geschäfts- oder Firmenwert
Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Anteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.
Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurde 9,3 % (Vj. 9,0 %) verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet. Der Diskontierungssatz wurde auf Basis der gewichteten Kapitalkosten von börsennotierten Unternehmen der Automobilbranche sowie auf Basis marktüblicher Fremdkapitalzinssätze für deutsche Staatsanleihen und europäische Industrieanleihen ermittelt. Im Zinssatz wurde eine Marktrisikoprämie berücksichtigt.
Der durchgeführte Impairment-Test führte nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.
7. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahre abgeschrieben.
8. Sachanlagen
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen. Abnutzbare Sachanlagen werden mit dem niedrigeren Wert aus dem Zeitwert und den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Abnutzbares Anlagevermögen wird linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Im Jahr 2021 wurde eine Anlageninventur durchgeführt. Es wurden nicht mehr genutzte Anlagen mit ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 4.324 T€ ausgebucht. Der Nettobuchwert betrug 0 T€.
9. Verpflichtungen aus Leasing und Miete
Die Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.
Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz. Der Standort DHK automotive GmbH hat einen Mietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2026 für die Anmietung einer Gewerbefläche unterzeichnet.
Alle Leasingvereinbarungen des Konzerns werden gemäß IFRS 16 als Vermögenswert aus dem Recht zur Nutzung eines Leasinggegenstandes sowie als eine finanzielle Verbindlichkeit für Mietzahlungen angesetzt. Ausgenommen hiervon sind kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Aus Sicht des Konzerns werden dabei als kurzfristige Leasingverträge alle Verträge mit einer Laufzeit unter 12 Monaten eingestuft. Als geringwertige Leasingverträge werden alle Verträge mit Anschaffungskosten unter 5 T€ eingestuft, wobei jedes Wirtschaftsgut einzeln bewertet wird, auch wenn ein Leasingvertrag mehrere selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter umfasst.
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Vermögenswert aus Mietzahlungen Gebäude | 848 | 1.026 |
| Vermögenswert aus Leasing Kraftfahrzeugen | 172 | 135 |
| 1.020 | 1.161 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (kurzfristig) | 244 | 231 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (langfristig) | 796 | 947 |
| 1.040 | 1.178 |
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 247 | 242 |
| Zinsaufwand im Geschäftsjahr | 15 | 18 |
| 262 | 260 |
10. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 sind Aufwendungen in Höhe von 144 T€ angefallen.
11. Latente Steuern
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2021 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
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| 31.12.2021 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| aktiv | passiv | |
| --- | --- | --- |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 241 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 3 |
| - Wertberichtigungen | 3 | 14 |
| - Vorräte | 38 | 0 |
| - Forderungen | 0 | 8 |
| - Anlagevermögen | 7 | 644 |
| 289 | 669 |
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2020 wurde wie folgt ausgewiesen:
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| 31.12.2020 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| aktiv | passiv | |
| --- | --- | --- |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 265 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 155 |
| - Wertberichtigungen | 0 | 6 |
| - Vorräte | 36 | 0 |
| - Anlagevermögen | 12 | 744 |
| 313 | 865 |
12. Rückstellungen
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt
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| Stand 01.01.2021 | Verbrauch | Zuführung | Stand 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Rückstellungen | ||||
| Jubiläen | 22 | 5 | 6 | 23 |
| Altersteilzeit | 152 | 139 | 44 | 57 |
| 174 | 144 | 50 | 80 | |
| Steuerrückstellungen (kurzfristige Rückstellungen) | ||||
| Gewerbesteuer | 509 | 403 | 15 | 121 |
| Körperschaftsteuer | 374 | 214 | 71 | 231 |
| 883 | 617 | 86 | 352 | |
| 1.057 | 761 | 136 | 432 |
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| Stand 01.01.2020 | Verbrauch / Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Rückstellungen | ||||
| Jubiläen | 16 | 0 | 6 | 22 |
| Altersteilzeit | 111 | 0 | 41 | 152 |
| 127 | 0 | 47 | 174 | |
| Steuerrückstellungen (kurzfristige Rückstellungen) | ||||
| Gewerbesteuer | 206 | 109 | 412 | 509 |
| Körperschaftsteuer | 132 | 128 | 370 | 374 |
| Sonstige | 4 | 4 | 0 | 0 |
| 342 | 240 | 781 | 883 | |
| 469 | 240 | 828 | 1.057 |
Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.
Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
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| bis zu einem Jahr | mehr als ein und bis zu fünf Jahren | mehr als fünf Jahre | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.973 | 1.083 | 0 | 4.056 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.651 | 0 | 0 | 3.651 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 2.093 | 0 | 0 | 2.093 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.767 | 2.082 | 0 | 3.849 |
| Stand 31.12.2021 | 10.484 | 3.165 | 0 | 13.649 |
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 352 T€ und die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter sind in der IFRS-Konzernbilanz in der Position "Sonstige kurzfristige Rückstellungen" summiert.
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| bis zu einem Jahr | mehr als ein und bis zu fünf Jahren | mehr als fünf Jahre | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.627 | 1.714 | 0 | 5.341 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.180 | 0 | 0 | 2.180 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 1.176 | 0 | 0 | 1.176 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.786 | 2.444 | 230 | 4.460 |
| Stand 31.12.2020 | 8.769 | 4.158 | 230 | 13.157 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,5 % und 3,3 % (Vj. 0,5 % und 3,3 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen, Vorräte und Warenforderungen sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 7.823 T€ (Vj. 8.432 T€).
14. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter
Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ungewisse Verbindlichkeiten | 867 | 96 |
| Garantierückstellungen | 396 | 0 |
| Ausstehende Rechnungen | 381 | 465 |
| Löhne und Gehälter | 243 | 380 |
| Urlaubsansprüche | 101 | 123 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 95 | 85 |
| Boni | 10 | 27 |
| 2.093 | 1.176 |
In den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm nach IFRS 2 für das Management in Höhe von 796 T€ (Vj. 40 T€) enthalten.
Für Gewährleistungsfälle wurde in 2021 erstmalig eine Rückstellung in Höhe von 396 T€ (Vj. 0 T€) gebildet. In der Vergangenheit wurden Risiken aus Gewährleistung als Zahlungsrisiko unter den Einzelwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt. Diese sind in 2021 auf 100 T€ (Vj. 624 T€) zurückgegangen.
15. Sonstige Verbindlichkeiten
Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristig | ||
| Verbindlichkeiten Leasing und Mietkauf | 656 | 692 |
| Löhne und Gehälter | 633 | 554 |
| Lohnsteuer | 370 | 357 |
| Sonstige Debitoren | 73 | 151 |
| Umsatzsteuer | 34 | 32 |
| Übrige | 1 | 0 |
| 1.767 | 1.786 | |
| Langfristig | ||
| Verbindlichkeiten Leasing und Mietkauf | 1.960 | 2.523 |
| Unterstützungskasse | 122 | 151 |
| 2.082 | 2.674 | |
| 3.849 | 4.460 |
16. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie GmbH. Die Rückstellung wurde gemäß Sterbetafel Heubeck 2019 ermittelt.
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres | 1.100 | 1.220 |
| - Inanspruchnahme | -115 | -117 |
| + Zuführung zu Rückstellung | 6 | 7 |
| -/+ versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste | 22 | -10 |
| Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres | 1.013 | 1.100 |
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 0,80 | 0,60 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Gehaltstrend | 0,00 | 0,00 |
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:
Bei einem Zinssatz von 0,3 % und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.045 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 32 T€.
Bei einem Zinssatz von 0,8 % und einer Rentensteigerung um 2,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.042 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 29 T€.
Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.
Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im "Other Comprehensive Income" (folgend auch Pensionsrücklage) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 594 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:
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| Pensionsrücklage 31.12.2020: | 594 T€ |
| Versicherungsmathematischer Verlust | 22 T€ |
| Latente Steuern: | -7 T€ |
| Pensionsrücklage 31.12.2021: | 609 T€ |
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2022 betragen 117 T€.
Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Eigenkapital
17. Gezeichnetes Kapital
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2020 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. August 2025 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 25. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. August 2025 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2020).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 03. Juni 2024 unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes (§ 53 a AktG) eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, ausgeübt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handelns in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2021".
Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:
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| MBB SE: | 75,5 % |
| Streubesitz: | 24,5 % |
18. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.
Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
19. Gewinnrücklage
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2021 wurden 1.000.000,00 € aus dem Bilanzgewinn per 31.12.2020 in die Gewinnrücklage eingestellt.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 30.395 | 26.540 |
| EU | 29.387 | 27.432 |
| Sonstige | 8.546 | 4.721 |
| 68.328 | 58.693 |
Prozentual ergibt sich damit die folgende Umsatzaufteilung nach Regionen:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Deutschland | 44,5 % | 45,2 % |
| EU | 43,0 % | 46,7 % |
| Sonstige | 12,5 % | 8,1 % |
| 100,0 % | 100,0 % |
Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 40,8 % (Vj. 36,2 %) und bei dem zweitgrößten 32,7 % (Vj. 32,9 %).
Der Konzern erwirtschaftet Erlöse aus der Übertragung von Gütern zeitpunktbezogen. Auf eine eventuell notwendige zeitraumbezogene Realisierung wird aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. Der Delignit Konzern stellt im Regelfall keine Produkte her, die auf einen speziellen Abnehmer in der Form zugeschnitten sind, dass sie ausschließlich für diesen Kunden Verwendung finden können.
Zum Bilanzstichtag bestand allerdings eine spezifische Abnahmeverpflichtung von speziellen Produkten eines OEM-Kunden. Da aber keine vollständige und abnahmefähige Auslieferungsmenge zum Bilanzstichtag vorhanden war, hat der Delignit Konzern aus fertiggestellten aber noch nicht gelieferten Produkten keinen zeitraumbezogenen Umsatz nach IFRS 15 realisiert.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 421 | 59 |
| Übrige Erträge | 136 | 334 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 69 | 83 |
| Erträge aus Schadensersatz und Versicherungsentschädigungen | 9 | 54 |
| Erträge aus früheren Geschäftsjahren | 6 | 9 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 0 | 46 |
| 641 | 585 |
3. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Rohstoffe | 26.005 | 19.727 |
| Aufwendungen für Handelswaren | 4.831 | 4.328 |
| Frachtkosten | 3.358 | 2.943 |
| Fremdleistungen | 2.775 | 1.431 |
| Sonstiges Material und Energie | 3.670 | 2.699 |
| 40.639 | 31.119 |
4. Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 14.642 | 12.642 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 3.082 | 2.756 |
| 17.744 | 15.398 |
Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen und Inanspruchnahmen aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 756 T€ (Vj. 3 T€). Wir verweisen bzgl. der Einzelheiten auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands im Abschnitt VII (Sonstige Pflichtangaben).
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 2.150 | 2.374 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 176 | 215 |
| 2.326 | 2.589 |
Wertanpassungen aus Wertminderungen oder Zuschreibungen von Vermögenswerten gemäß IAS 36 wurden in 2021 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Instandhaltungsaufwendungen | 3.325 | 1.814 |
| Fremdleistungen | 812 | 652 |
| Recht und Beratung | 759 | 495 |
| Versicherungen | 352 | 259 |
| Verwaltungskosten | 294 | 337 |
| EDV Kosten | 254 | 159 |
| Entwicklungs- und Zertifizierungskosten | 243 | 151 |
| Reisekosten/KFZ-Kosten | 106 | 89 |
| Miete, Pacht, Leasing | 78 | 94 |
| Gebühren und Beiträge | 73 | 74 |
| Telefon, Porto, Datenfernübertragung | 54 | 50 |
| Werbungskosten | 52 | 48 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 33 | 33 |
| Zuführung zu Wertberichtigungen | 25 | 458 |
| Übrige | 244 | 565 |
| 6.704 | 5.278 |
7. Zinsaufwendungen
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Bankzinsen | 122 | 183 |
| Sonstige Zinsen | 26 | 68 |
| 148 | 251 |
8. Steuern
Die Steuern gliedern sich wie folgt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ertragsteuern | 764 | 630 |
| Sonstige Steuern | 66 | 66 |
| 830 | 696 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein einheitlicher Steuersatz von 30,0 % für die Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 stellt sich wie folgt dar:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 3.167 | 2.779 |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30,0 %) | -950 | -834 |
| Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | 186 | 204 |
| -764 | -630 |
In den Ertragsteuern sind Erstattungen für Vorjahre in Höhe von 37 T€ (Vj. 125 T€) enthalten.
9. Ergebnis je Aktie
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis | 2.337.000 € | 2.083.000 € |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie | 8.193.900 | 8.193.900 |
| Ergebnis je Aktie | 0,29 € | 0,25 € |
Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.
VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 6.668 T€ (Vj. 4.440 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedlichen Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, sofern keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 13. "Verbindlichkeiten".
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.
Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2021 noch in 2020 vorgenommen.
2. Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
3. Finanzrisikomanagement
Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittel- zu- und -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
4. Marktrisiken
Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.
Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.363 T€ (Vj. 3.000 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 27 T€ niedriger (höher) gewesen.
5. Zeitwertrisiko
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
VII. Sonstige Pflichtangaben
1. Sonstige Pflichtangaben
Vorstand
Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2021 an:
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| • | Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender |
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| (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations) |
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| • | Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand |
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| (Bereiche Marketing und Vertrieb) |
Aufsichtsrat
Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2021 an:
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| • | Gert-Maria Freimuth, |
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| Aufsichtsratsvorsitzender (seit 15.06.2021, zuvor stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | |
| (auch: Stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen, sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE, Tostedt (bis zum 10. Februar 2021), und der Friedrich Vorwerk Management SE, Tostedt (bis zum 10. Februar 2021)) |
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| • | Dr. Christof Nesemeier, |
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| Mitglied des Aufsichtrats (zuvor bis 15.06.2021 Aufsichtsratsvorsitzender) (auch: Vorsitzender des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats der Aumann AG, Beelen, Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE, Tostedt, und der Friedrich Vorwerk Management SE, Tostedt) |
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| • | Anton Breitkopf, |
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| stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (auch: Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, Mitglied des Aufsichtsrats der Friedrich Vorwerk Group SE, Tostedt (bis zum 10. Februar 2021), und der Friedrich Vorwerk Management SE, Tostedt (bis zum 10. Februar 2021)) |
2. Bezüge des Vorstands
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung und über eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Virtuelles Aktienoptionsprogramm
Es laufen für den Vorstand aktuell zwei virtuelle Aktienoptionsprogramme
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| • | Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) |
| • | Aktienoptionsprogramm II Vorstandsverträge 2017) |
Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013)
Für das virtuelle Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) waren sämtliche der ursprünglich gewährten 300.000 virtuellen Aktienoptionen bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2018 zugeteilt und ausübungsreif. Von den Vorständen wurden bis zum 31. Dezember 2021 insgesamt 290.000 Aktienoptionen ausgeübt, sodass sich aus dem Aktienoptionsprogramm I ein verbleibender Anspruch von 10.000 Stück ergibt. Bei einem Startkurs von 1,30 € sowie einem relevanten Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 von 9,4635 € ergibt sich ein verbleibender Wert des Aktienoptionsprogramms in Höhe von 81.634,92 €.
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| Gesamt | Zugeteilt | Ausübungsreif | Ausgeübt | Verbleibend | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl gewährte virtuelle Aktien | 300.000 | 300.000 | 300.000 | 290.000 | 10.000 |
| Startkurs | 1,3000 € | ||||
| Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 | 9,4635 € | ||||
| Differenz aus Startkurs und Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 | 8,1635 € | ||||
| Wert des Aktienoptionsprogramms I zum 31. Dezember 2021 | 81.634,92 € |
Aktienoptionsprogramm II (Vorstandsverträge 2017)
Für das virtuelle Aktienoptionsprogramm II (Vorstandsverträge 2017) waren zum 31. Dezember 2021 240.000 der insgesamt gewährten 300.000 virtuellen Aktienoptionen zugeteilt und 195.000 Aktienoptionen ausübungsreif (pro rata). Von den Vorständen wurden bis zum 31. Dezember 2021 keine der ausübungsreifen Aktienoptionen ausgeübt, sodass sich aus dem Aktienoptionsprogramm II ein verbleibender Anspruch von 195.000 Stück ergibt. Bei einem Startkurs von 5,82 € sowie einem relevanten Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 von 9,4635 € ergibt sich ein aktueller Wert des Aktienoptionsprogramms in Höhe von 710.480,95 €.
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| Gesamt | Zugeteilt | Ausübungsreif (pro rata) | Ausgeübt | Verbleibend | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl gewährte virtuelle Aktien | 300.000 | 240.000 | 195.000 | 0 | 195.000 |
| Startkurs | 5,8200 € | ||||
| Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 | 9,4635 € | ||||
| Differenz aus Startkurs und Ausübungskurs zum 31. Dezember 2021 | 3,6435 € | ||||
| Wert des Aktienoptionsprogramms II zum 31. Dezember 2021 | 710.480,95 € |
Der beizulegende Wert beider virtueller Aktienoptionsprogramme betrug nach IFRS 2 zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 somit insgesamt 792.115,87 €. Nach Abzug der bereits im Vorjahr zum 31. Dezember 2020 festgestellten und bilanzierten Rückstellungen in Höhe von 40.104,92 € ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 daher eine Erhöhung der Rückstellungen für die Aktienoptionsprogramme I und II in Höhe von kumuliert 752.010,95 €. Die Rückstellungen für die verbleibenden Optionen beider Vorstandsmitglieder werden im Bereich der Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erhöhung der Rückstellung ist in der GuV entsprechend als Aufwand aus den Ansprüchen der Optionsprogramme im Geschäftsjahr 2021 reflektiert (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 2.896,53 €).
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Fixgehalt | 430 | 380 |
| Geschäftsjahresbonus | 193 | 189 |
| Virtuelles Aktienoptionsprogramm | 752 | 3 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 1.375 | 572 |
3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen
a) Nahestehende Unternehmen
Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Beherrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin (HRB 165458, Amtsgericht Berlin-Charlottenburg). Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.
b) Vorstand
Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.
c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2021 fixe Vergütungen in Höhen von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
Die Aufsichtsräte haben folgende Vergütung für 2021 erhalten:
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| • | Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 17,5 T€ |
| • | Stellvertretender Vorsitzender, Anton Breitkopf, 12,5 T€ |
| • | Mitglied, Dr. Christof Nesemeier, 15 T€ |
4. Anzahl der Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich beschäftigt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 386 | 379 |
Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 391 Mitarbeiter.
5. Kosten Abschlussprüfer
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2021 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| a) Abschlussprüfung: | 56 | 54 |
| b) Steuerberatung: | 24 | 23 |
| 80 | 77 |
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Durch den Beginn des Krieges in der Ukraine sind weitere Störungen der Lieferketten eingetreten. Diese Störungen führen zu verändertem Bestellverhalten insbesondere der OEM-Kunden. Die finanziellen Auswirkungen dieser Störungen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht quantifizieren. Es wird auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
7. Gewinnverwendung
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2021 in Höhe von 2.318.272,57 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 29. März 2022 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, aufgrund der aktuell hohen wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg ergibt, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von 2.318.272,57 € auf neue Rechnung vorzutragen.
8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 25. März 2022
Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray, Vorstand
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| Gesamte Anschaffungs- und Herstellungskosten | Zugänge des Geschäftsjahres | Abgänge des Geschäftsjahres | Abschreibung in ihrer gesamten Höhe | Abgänge Abschreibungen des Geschäftsjahres | |
|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.124 | 2 | 174 | 1.030 | 174 |
| 2. Aktivierte Entwicklungskosten | 761 | 0 | 0 | 761 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.000 | 0 | 0 | 1.000 | 0 |
| 4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert | 2.178 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6.063 | 2 | 174 | 2.791 | 174 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.925 | 14 | 1 | 10.466 | 1 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 26.386 | 23 | 1.814 | 18.730 | 1.814 |
| 3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.730 | 460 | 2.335 | 6.020 | 2.335 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 1.164 | 0 | 0 | 0 |
| 51.040 | 1.661 | 4.150 | 35.217 | 4.150 | |
| 57.103 | 1.663 | 4.324 | 38.008 | 4.324 |
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| Buchwert am Ende des Geschäftsjahres | Buchwert am Ende des Vorjahres | Abschreibungen des Geschäftsjahres | |
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 922 | 1.096 | 176 |
| 2. Aktivierte Entwicklungskosten | 0 | 0 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 |
| 4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert | 2.178 | 2.178 | 0 |
| 3.100 | 3.274 | 176 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.471 | 5.688 | 230 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.865 | 6.949 | 1.108 |
| 3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 835 | 1.188 | 813 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.164 | 0 | 0 |
| 13.335 | 13.824 | 2.150 | |
| 16.435 | 17.098 | 2.326 |
An die Delignit AG, Blomberg
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Delignit AG, Blomberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Delignit AG, Blomberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 25. März 2022
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Stramitzer, Wirtschaftsprüfer
Wiethe, Wirtschaftsprüfer
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2021 der Delignit AG
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| in T€ | in T€ | |
| --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | 6.062 | 6.062 |
| Anlagevermögen | 6.062 | 6.062 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 11.133 | 9.713 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 232 | 473 |
| Umlaufvermögen | 11.365 | 10.186 |
| Bilanzsumme | 17.427 | 16.248 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 15.501 | 14.502 |
| Rückstellungen | 1.104 | 949 |
| Sonstige Passiva | 822 | 797 |
| Bilanzsumme | 17.427 | 16.248 |
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| in T€ | in T€ | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.400 | 1.092 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 26 | 37 |
| Personalaufwand | 1.465 | 672 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 633 | 493 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 2.249 | 1.759 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 143 | 119 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 10 | 5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 464 | 491 |
| Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss | 1.245 | 1.347 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.319 | 972 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -1.000 | 0 |
| Ausschüttung an die Aktionäre | 246 | 0 |
| Bilanzgewinn | 2.318 | 2.319 |
Finanzkalender
Geschäftsbericht 2021:
April 2022
Hauptversammlung 2022:
02. Juni 2022
Halbjahresbericht 2022:
August 2022
Ende des Geschäftsjahres 2022:
31. Dezember 2022
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