Annual Report • May 26, 2020
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer


Geschäftsbericht 2019
www.delignit.com

Geschäftsbericht 2019
Delignit AG
| Kurzporträt der Delignit AG | 4 |
|---|---|
| Delignit Konzern auf einen Blick | 5 |
| Grußwort des Vorstands | 7 |
| Der Vorstand | 9 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 |
| Der Aufsichtsrat | 13 |
| Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 Delignit AG, Blomberg | 14 |
| Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft | 14 |
| Geschäfts- und Rahmenbedingungen | 14 |
| Marktumfeld des Delignit Konzerns | 16 |
| Organisation | 18 |
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 20 |
| Sicherungsgeschäfte | 23 |
| Vergütungsbericht | 23 |
| Risikobericht | 23 |
| Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns | 26 |
| Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 28 |
| Nachtragsbericht zum Geschäftsjahr 2019 | 28 |
| Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen | |
| zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG | 28 |
| Sonstige Angaben | 28 |
| Prognosebericht | 29 |
| IFRS-Konzernbilanz 2019 der Delignit AG | 32 |
| IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung | |
| für das Geschäftsjahr 2019 der Delignit AG | 34 |
| IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung | |
| zum 31. Dezember 2019 der Delignit AG | 36 |
| IFRS-Konzernkapitalflussrechnung | |
| zum 31. Dezember 2019 der Delignit AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019 der Delignit AG |
37 38 |
| Methoden und Grundsätze | 38 |
| Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 44 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 54 |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 65 |
| IFRS-Konzernkapitalflussrechnung | 69 |
| Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements | 69 |
| Sonstige Pflichtangaben | 72 |
| Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2019 der Delignit AG | 76 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 77 |
| Kurzfassung des Jahresabschlusses 2019 der Delignit AG | 81 |
| Finanzkalender | 83 |
| Kontakt | 83 |
| Impressum | 83 |
Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz.
Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.
Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.
Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:
Der Zielmarkt Automotive ist in die Produktgruppen LCV (Transporter, engl. light commercial vehicle), Reisemobile und PKW (engl. passenger cars) aufgeteilt. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Herstellung und der Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) wie auch der Nachrüstung (After Sales) umfangreiche Verwendung. Für den Reisemobile-Bereich werden Interieur-Ausstattungen wie z. B. Schranksysteme geliefert. Im Bereich PKW kommen z. B. Kofferraumabdeckungen bei namhaften OEMs zur Verwendung.
Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment (Gebäudeausstattung), Compressed Wood (Kunstharzpressholz), Railfloor (Schienenfahrzeugausrüstungen) und Spezialanwendungen aufgeteilt. Im Bereich Building Equipment werden z. B. Fußbodenlösungen für die Herstellwerke der Automobilhersteller wie auch für Warenverteilzentren sowie Buchen-Multiplex-Sortimente über den Holzhandel geliefert. Der Bereich Compressed Wood fasst hoch- und –mittelverdichtete Materialien zusammen, die für Anwendungen im Anlagen-, Maschinen- und Transformatorenbau zum Einsatz kommen. Der Bereich Railfloor bedient die Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Bodensystemlösungen zur Erfüllung internationaler Brandschutz- und Schallschutzkonzepte. Im Bereich Spezial sind diverse Sonderprodukte für Anwendungen z. B. im Modellbau sowie für Musikinstrumente und Sportgeräte zusammengefasst.
| Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) | 2019 IFRS |
2018 IFRS |
∆ 2019/ 2018 |
|---|---|---|---|
| Ergebniszahlen | T€ | T€ | % |
| Umsatzerlöse | 64.360 | 60.273 | 6,8% |
| Betriebsleistung | 67.627 | 60.803 | 11,2% |
| Materialaufwand | -40.585 | -33.937 | 19,6% |
| Personalaufwand | -16.556 | -16.330 | 1,4% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.669 | -4.897 | 15,8% |
| EBITDA | 4.817 | 5.639 | -14,6% |
| EBITDA-Marge | 7,1 % | 9,3 % | -2,2%* |
| EBIT | 2.328 | 4.024 | -42,1% |
| EBIT-Marge | 3,4 % | 6,6 % | -3,2%* |
| EBT | 2.044 | 3.842 | -46,8% |
| EBT-Marge | 3,0 % | 6,3 % | -3,3%* |
| Konzernjahresergebnis | 1.399 | 2.572 | -45,6% |
| Anzahl Aktien | 8.193.900 | 8.193.900 | 0,0% |
| EPS in € | 0,17 | 0,31 | -45,6% |
| Bilanzzahlen | T€ | T€ | % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 20.842 | 18.815 | 10,8% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 19.307 | 19.510 | -1,0% |
| Darin enthaltene liquide Mittel | 1.499 | 298 | 403,0% |
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 8.194 | 8.194 | 0,0% |
| Sonstiges Eigenkapital | 11.408 | 10.452 | 9,1% |
| Eigenkapital ingesamt | 19.602 | 18.646 | 5,1% |
| Eigenkapitalquote | 48,8 % | 48,7 % | 0,2%* |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 8.074 | 5.817 | 38,8% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 12.473 | 13.862 | -10,0% |
| Bilanzsumme | 40.149 | 38.325 | 4,8% |
| Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) | -9.576 | -7.824 | 17,7% |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) | |||
|---|---|---|---|
| Deutschland | 390 | 361 | 8,0% |
* Veränderung in Prozentpunkten, Rundungsdifferenzen aufgrund Nachkommastellen
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir schauen auf ein besonders dynamisches und dazu weichenstellendes Geschäftsjahr 2019 zurück. Der Konzernumsatz der Delignit AG stieg im Jahresvergleich um 6,8 % auf ein neues Rekordniveau in Höhe von 64,4 Mio. € und liegt damit im Rahmen der im August 2019 angepassten Prognose. Die EBITDA-Marge des Konzerns wurde mit 7,1 % am oberen Ende der angestrebten Bandbreite zwischen 6 und 7 % festgestellt. Das Konzernergebnis belief sich auf 1,4 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,6 Mio. €.
Zurückblickend zeigte sich unser Zielmarkt Automotive und insbesondere das Marktumfeld im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge stabil bis leicht wachsend. Uns ist es dank einer weiter verbreiterten Kunden- und Projektbasis gelungen, in diesem Zielmarkt wieder deutlich zuzulegen. Vor dem Hintergrund eines sehr dynamischen Jahresauftaktes und im Vertrauen auf für das restliche Geschäftsjahr 2019 avisierte weitere volumenstarke Projektabrufe hatten wir jedoch mit kostenintensiven Maßnahmen entsprechend notwendige Kapazitäten geschaffen. Leider wurden die gesteigerten Abrufe dann nicht im angekündigten Maße getätigt und die Nachlaufkosten der veranlassten Kapazitätsanpassungen begleiteten uns das gesamte Geschäftsjahr. Positiv zur Umsatzsteigerung hat des Weiteren ein neuer Großauftrag im Bereich Reisemobile beigetragen, der uns die Tür in diesen vielversprechenden Markt der Reisemobilindustrie öffnete. Allerdings ist dieser Neuauftrag zugleich der wesentliche Grund für die Belastung der Konzernprofitabilität. Für die Serienfertigung der Ausstattungskomponenten eines neu auf den Markt gekommenen Modells führten Anlaufinvestitionen und Änderungen am Lieferumfang kurz vor Serienstart zu ungeplanten Zusatzaufwendungen. Ein gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufiger Umsatzverlauf im Zielmarkt Technological Applications belastete die Konzernprofitabilität zusätzlich. Ohne den Verlust aus dem Reisemobilgeschäft hätte dennoch eine EBITDA-Marge von rund 9 % erreicht werden können.
Ein weiterer strategischer Meilenstein aus dem vergangenen Jahr war der Ausbau der Zusammenarbeit mit einem weltweit führenden Nutzfahrzeughersteller aus den USA. Die Serienlieferverträge zur Ausstattung von Systemen für Laderaumschutz und Ladungssicherung stärken die Position der Delignit AG in der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) und bieten vor dem Hintergrund der auf OEM-Seite anstehenden Kooperationen eine gute Ausgangsposition für die anstehenden Gespräche von neu zu entwickelnden Fahrzeuggenerationen.
Im laufenden Geschäftsjahr 2020 hat sich die zunächst sehr gute wirtschaftliche Ausgangslage der Delignit AG innerhalb weniger Wochen dramatisch verändert. Der Ausbruch des Coronavirus stellt die Delignit AG, das Management und sämtliche Beschäftigte vor eine in dieser Ausprägung einmalige Herausforderung. Wir haben aufgrund der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Produktionsstillständen bei zahlreichen Automobilherstellern einen deutlichen Rückgang der Nachfragetätigkeit zu verzeichnen. Die Produktionskapazitäten wurden unverzüglich unter Nutzung von Kurzarbeit bis hin zu eigenen Werkschließungen bedarfsorientiert angepasst. Auch für weite Teile der Verwaltung musste Kurzarbeit angemeldet werden. Der gesundheitliche Schutz der Belegschaft wurde konsequent an die erste Stelle der Entscheidungstreiber gestellt.
Vor diesem Hintergrund konnte die im Februar 2020 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nicht aufrechterhalten werden. Eine neue Prognose werden wir als Vorstand kommunizieren, sobald sich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie abschätzen lassen. Unter Berücksichtigung der möglichen Effekte des Coronavirus auf die weitere Geschäftsentwicklung schlagen wir zudem vor, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten.
Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Herausforderung gemeinsam meistern werden und bleiben bei allen Widrigkeiten für den weiteren Weg der Delignit AG grundsätzlich positiv gestimmt.
Abschließend möchten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Danke sagen für ihr Engagement, ihren tatkräftigen Einsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr sowie der konsequenten Umsetzung hinsichtlich der durch uns früh ergriffenen notwendigen Coronamaßnahmen. Wir danken auch Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen in die Delignit AG. Wir freuen uns, wenn Sie die weitere Entwicklung der Delignit AG auch in diesen herausfordernden Zeiten weiter begleiten.
Mit herzlichen Grüßen
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Markus Büscher
Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.
Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.
Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 28. März 2019, 04. Juni 2019, 25. September 2019 sowie der am 22. November 2019 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen befasst und hierzu mit dem Vorstand diskutiert. Derzeit bestehen sowohl der Aufsichtsrat der Delignit AG (drei Mitglieder) als auch der Vorstand (zwei Mitglieder) ausschließlich aus männlichen Personen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass das maßgebliche Kriterium bei der Führungskräfteauswahl die fachliche und persönliche Eignung sein muss. Gleichwohl ist es das Ziel des Aufsichtsrats, bei Neubesetzungen in den Organen verstärkt auf eine Erhöhung des Frauenanteils (Diversität) zu achten.
Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde zuletzt in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2017 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2019 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2019 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 12. März 2020 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 12. März 2020 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 18. März 2020 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 18. März 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und hat den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die COVID-19 Pandemie stellt eine außerordentliche Herausforderung für die Delignit AG dar. Seit Ende Februar 2020 befinden sich Aufsichtsrat und Vorstand im regelmäßigen Austausch zu den anstehenden Maßnahmen. Höchste Priorität gilt dabei dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter der Delignit Gruppe sowie dem weitgehenden Erhalt der wirtschaftlichen Substanz der Unternehmensgruppe.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse und wünscht allen in dieser Zeit gute Gesundheit und viel Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen.
Blomberg, den 18. März 2020
Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin, sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Aumann AG, Beelen. Herr Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert.
Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.
Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1998 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft
Der Delignit Konzern entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische Werkstoffe und Systemlösungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Als anerkannter Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant führender Automobilkonzerne ist der Delignit Konzern u. a. Weltmarktführer für die Belieferung der Automobilindustrie mit Laderaumschutz- und Ladungssicherungs-Systemen zur Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge. Mit einer branchenweit einmaligen Anwendungsvielfalt und Fertigungstiefe bedient der Delignit Konzern zahlreiche weitere Technologiebranchen z. B. als weltweiter Systemlieferant namhafter Schienenfahrzeugkonzerne. Die Delignit-Lösungen verfügen über außergewöhnliche technische Eigenschaften und werden des Weiteren u. a. als Kofferraumladeboden in PKWs, Interieur-Ausstattungen für Reisemobile, Spezialböden für Fabrikations- und Logistikhallen sowie zur Verbesserung des Sicherheitsstandards von Gebäuden eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert überwiegend auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings merklich verlangsamt. Dies ist insbesondere auf die Schwäche der Industrie zurückzuführen. Die gesamtwirtschaftliche Leistung nahm im Jahr 2019 um 0,6 % zu. Dies war zwar etwas mehr als zuletzt erwartet, aber deutlich weniger als in den letzten zehn vorangegangenen Jahren, in denen das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich etwa 1,3 % pro Jahr stieg (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2020).
Gestützt wurde das Wachstum im Jahr 2019 vor allen vom Konsum. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wuchsen stärker als in den beiden Jahren zuvor. Darüber hinaus sind die Bruttoanlageinvestitionen kräftig gestiegen. In Bauten wurde preisbereinigt 3,8 % mehr investiert als ein Jahr zuvor. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Investitionen in Forschung und Entwicklung gehören, lagen mit 2,7 % weit über dem Vorjahresniveau. Die Ausrüstungsinvestitionen - darunter fallen hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - entwickelten sich dagegen weniger dynamisch und stiegen nur um 0,4 % (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2020).
Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2018. Die preisbereinigten Importe stiegen mit 1,9 % stärker (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2020).
Die Europäische Kommission stellt in ihrer Herbstprognose 2019 fest, dass die europäische Wirtschaft im Jahr 2019 das siebte Jahr in Folge wächst. Die Arbeitsmärkte sind robust und die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück. Allerdings fördern die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Wachstum weit weniger als zuvor und die Unsicherheit ist hoch. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China und die hohe politische Unsicherheit, insbesondere im Handel, bremsen die Investitionen, das verarbeitende Gewerbe und den internationalen Handel (Quelle: Herbstprognose 2019 der Europäischen Kommission).
Der Prognose im Herbstgutachten der Europäischen Kommission zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums 2019 um 1,1 % wachsen. Gegenüber der im Juli veröffentlichten Sommerprognose 2019 wurde die Wachstumserwartung für 2019 um 0,1 Prozentpunkte (von vormals 1,2 %) heruntergeschraubt.
Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich unterschiedlich entwickelt. Während der Bereich Automotive im Geschäftsjahr positive Wachstumsraten aufweist, hat sich der Markt im Bereich der Holzwerkstoffindustrie rückläufig entwickelt.
Die Zulassungszahlen leichter Nutzfahrzeuge stiegen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %, nachdem 2018 ein Wachstum von 3,1 % zu verzeichnen war. Die größeren Märkte für leichte Nutzfahrzeuge zeigen im Jahr 2019 weiterhin ein leichtes Wachstum. So beträgt das Wachstum in Frankreich 4,5 %, in Italien 3,4 % und 2,4 % in Großbritannien. In Spanien reduzierte sich das Wachstum der Zulassungszahlen dagegen deutlich von 7,8 % im Vorjahr auf nunmehr 0,3 % (Quelle: ACEA).
Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern bedeutsamen deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 6,9 % (Vj. 5,4 %). Die Zulassungszahlen im PKW-Markt sind mit 5,0 % Wachstum in Deutschland nach dem Stillstand im Vorjahr (0,2 %) wieder ansteigend (Quelle: ACEA).
In den Märkten der Holzwerkstoffindustrie ist der Umsatz in Deutschland von Januar bis Dezember 2019 um -4,5 % (Vj. -1,4 %) gesunken. Die Umsätze der Holzwerkstoffindustrie lagen in fast allen Monaten unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatzrückgang beim Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien fiel im gleichen Zeitraum mit -7,5 % noch deutlicher aus, während im Vorjahr noch ein leichtes Wachstum von 1,0 % erzielt werden konnte (Quelle: Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie).
Im Geschäftsjahr 2019 konnten die Umsatzerlöse des Delignit Konzerns um 6,8 % auf 64.360 T€ (Vj. 60.273 T€) gesteigert werden. Der Umsatz steigerte sich seit dem Geschäftsjahr 2010 um jährlich durchschnittlich 10,8 % und hat sich im Mehrjahresvergleich wie in dem folgenden Diagramm dargestellt entwickelt:

Abbildung I: Umsatzentwicklung seit 2010 Delignit Konzern in T€
Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 17,8 % (Vj. 23,8 %) von 46.662 T€ auf 54.967 T€ gesteigert werden. Der Jahresverlauf entwickelte sich dabei sehr unterschiedlich. In den ersten Monaten des Jahres war die Wachstumsdynamik im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge sehr ausgeprägt und schloss sich somit an die Entwicklung zum Jahresende 2018 nahtlos an. Dieses im Vergleich zum Gesamtmarkt überproportionale Wachstum wurde hauptsächlich aus Sonderabrufen, die aus Projektgeschäften der großen OEM-Kunden getragen wurden, generiert. Die für die Sonderabrufe geschaffenen Kapazitäten konnten seit Frühsommer nicht mehr ausgelastet werden und wurden entsprechend zum Jahresende wieder zurückgefahren. Parallel dazu generierte auch das NAFTA-Geschäft zunächst erheblich hinter den Erwartungen zurückbleibende Stückzahlen. Die Umsätze im Bereich der Passenger Cars waren rückläufig erwartet worden, jedoch wirkten sich die verspäteten WLTP-Zulassungen zusätzlich negativ in diesem Bereich aus.
Der bereits im Geschäftsjahr 2018 vermeldete Serienauftrag im Bereich Reisemobile konnte bereits einen deutlichen Anteil zum Umsatzwachstum beitragen. Verspäteter Serienanlauf und umfangreiche Auftragsänderungen führten aber auch in diesem Bereich zu einem hinter den Erwartungen liegenden Verlauf. Anhand der avisierten Abrufmengen ist nach derzeitigem Stand jedoch lediglich ein zeitlicher Versatz der beauftragten Mengen zu erwarten.

In den Zielmärkten der Technological Applications kam es nach einem bereits erfolgten Umsatzrückgang um 9,3 % im Geschäftsjahr 2018 zu einem deutlichen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2019 von 13.611 T€ auf 9.392 T€. Dieser Rückgang um 31,0 % stammt dabei aus allen Produktgruppen. Insbesondere gingen aber auch die Umsätze im Schienenverkehrsgeschäft aufgrund fehlender Anschlussaufträge zurück.

Abbildung III: Umsatz im Zielmarkt Technological Applications seit 2010 in T€
Das Umsatzwachstum des Delignit Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2019 aus geografischer Sicht ausschließlich durch die Exportmärkte getragen, während der innerdeutsche Umsatz aufgrund der Verlagerung von Kundenaufträgen ins Ausland um rund 12,6 % gesunken ist. So konnte die Exportquote auf 53,9 % (Vj. 43,7 %) gesteigert werden, was einem Exportumsatz in Höhe von 34.680 T€ (Vj. 26.328 T€) entspricht.

Abbildung IV: Exportentwicklung in T€
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der Delignit Konzern-Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin erfolgreich entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte des Delignit Konzerns durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2: Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte starke und teilweise überproportionale Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern hervorragende Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum geschaffen.
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 sowie in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2023 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn entsprechend von 361 Mitarbeitern auf 390 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 58 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2019 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.
Der Delignit Konzern blickt auf ein herausforderndes Jahr 2019 zurück. Oberstes Ziel war es, auf der einen Seite die Kapazitäten für die Sonderabrufe im Nutzfahrzeugbereich zu schaffen, parallel jedoch auch den Produktionsbeginn (SOP) für Ausstattungskomponenten im für die Delignit AG neuen Zielmarkt "Reisemobile" umzusetzen. Beides konnte realisiert werden, führte jedoch zu erheblichen Kosten und hat die Ertragslage im gesamten Geschäftsjahr 2019 belastet. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch die verringerten, in der Regel margenträchtigen Umsätze im Schienenbereich belastet. Hier fehlten insbesondere Anschlussaufträge zu ausgelaufenen Projekten.
Der Delignit Konzern hat im Jahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 64.360 T€ (Vj. 60.273 T€) erzielt. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 67.627 T€ (Vj. 60.803 T€) und wurde somit überproportional um 11,2 % gesteigert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus der Auflösung einer Gewährleistungsrückstellung sowie die Auflösung einer Wertberichtigung zu einer Forderung enthalten, die im Vorjahr aus Vorsichtsgründen gebildet worden waren, aus denen der Delignit Konzern aber nicht mehr in Anspruch genommen wird.
Die Materialaufwendungen betrugen 60,0 % der Betriebsleistung und liegen über dem Vorjahresniveau (Vj. 55,8 %). Die Gründe hierfür liegen zum einen in einem veränderten Produktmix, im Wesentlichen verursacht durch den Umsatzrückgang der in der Regel margenträchtigeren Produkte aus dem Bereich Technological Applications, zum anderen haben kurzfristige Auftragsänderungen bei der Herstellung von Reisemobilausstattungen zu einem höheren Materialverbrauch als geplant geführt. Schließlich wurden auch notwendige temporäre Zusatzkapazitäten für Sonderabrufe im Nutzfahrzeugbereich zugekauft, was die Materialquote bis zum Ende des Geschäftsjahres ebenfalls belastet hat.
Die Personalaufwendungen betrugen 16.556 T€ nach 16.330 T€ im Vorjahr. Der Anstieg resultiert dabei aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl als auch aus Lohn- und Gehalterhöhungen, während sich die im Vorjahr gebuchten Aufwendungen bzw. Rückstellungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm zugunsten des Managements deutlich reduzierten. Im Berichtszeitraum wurden aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm 50.000 Aktien von insgesamt möglichen 120.000 ausübungsreifen Aktien (Vj. 60.000) durch das Management realisiert. Für die verbleibenden virtuellen Aktienoptionen wurden ratierlich Rückstellungen gebildet. Die Personalaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr durch die überproportional gestiegene Betriebsleistung um 2,4 Prozentpunkte auf 24,5 % gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ("SBA"') sind gegenüber dem Vorjahr um 772 T€ angestiegen. Dieser Anstieg liegt insbesondere in gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen aufgrund zum einen einer höheren Maschinenauslastung und zum anderen erhöhter Forderungen der Brandschutzversicherer begründet. Trotz der zusätzlichen Ausgaben stieg die SBA-Quote lediglich moderat auf 8,4 % nach 8,1 % im Vorjahr.
Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.817 T€ (Vj. 5.639 T€) und ist somit um 14,6 % gesunken (Vj. +15,9 %). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 7,1 % bezogen auf die Betriebsleistung im Vergleich zu 9,3 % im Vorjahr. Hauptgrund für diesen Ergebnisrückgang war insbesondere ein nicht geplanter Verlust bei dem neuen Großauftrag zur Ausstattung von Reisemobilen in Höhe eines knapp siebenstelligen Betrages. Die EBITDA-Marge bezogen auf die Betriebsleistung sank entsprechend von 9,3 % im Vorjahr auf 7,1 %. Bereinigt um diesen Effekt wäre eine EBITDA-Marge von rund 9 % erzielt worden. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch die Kapazitätssteigerungen für avisierte Sonderabrufe im Nutzfahrzeugbereich belastet, die allerdings nicht im avisierten Umfang abgerufen wurden. Aufgrund dieses Effektes wurden auch die Bestände deutlich erhöht, sodass eine positive Bestandsveränderung in Höhe von über 2 Mio. € ausgewiesen wird. Bezogen auf den Umsatz von 64,4 Mio. € ergibt sich eine EBITDA-Marge von 7,5 % zu 9,4 % im Vorjahr.
Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2019 bei 2.489 T€ (Vj. 1.615 T€). Die Erhöhung der Abschreibungen im Geschäftsjahr resultiert aus den umfangreichen Investitionen in Maschinen und technische Anlagen in diesem wie auch im vorangegangenen Geschäftsjahr. Aus der erstmaligen Anwendung der Regelungen zu IFRS 16 ergaben sich zusätzliche Abschreibungen in Höhe von 227 T€ sowie zusätzliche Zinsaufwendungen von 11 T€. Demgegenüber reduzierte sich der Leasingaufwand im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 238 T€.
Im Berichtszeitraum verringerte sich das EBIT auf 2.328 T€ nach 4.024 T€ im Vorjahr.
Im Bereich der Produktentwicklung sind im Geschäftsjahr 2019 die hierfür aufgewandten Kosten nochmals gestiegen. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 195 T€ (Vj. 164 T€) verbucht worden. Hinzu kommen Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern direkt als Aufwand verbucht.
Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen auf 19.265 T€ (Vj. 17.333 T€). Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die Vorräte beliefen sich auf 15.157 T€ nach 10.302 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 3.481 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Sonstigen Forderungen konnten durch Verbesserungen beim Ankauf von Factoringforderungen und durch die Realisierung von Steuerrückforderungen gegenüber dem Vorjahr um 2.775 T€ reduziert werden.
Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern. Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 19.602 T€ (Vj. 18.646 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 48,8 % (Vj. 48,7 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:

Abbildung VII: Entwicklung des Eigenkapitals seit 2010 in T€
Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 1.499 T€ (Vj. 298 T€). Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 7.244 T€ (Vj. 8.122 T€), wovon 4.881 T€ kurzfristig sind. Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 9.576 T€ (Vj. 7.824 T€). Die Erhöhung der Nettoverschuldung ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung von Verbindlichkeiten aus Leasing gemäß IFRS 16 sowie Verbindlichkeiten aus Mietkauf zurückzuführen.
Einerseits sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 3.481 T€ gesunken. Darüber hinaus sind auch die sonstigen kurzfristigen Forderungen gesunken. Der Rückgang der kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Verringerung von noch nicht angekauften sich in Prüfung befindlichen Factoring-Forderungen sowie aus der Einzahlung von Erstattungsansprüchen für Steuervorauszahlungen.
Gegenläufig ist der Aufbau der Vorräte um 4.855 T€, welche auf das gestiegene Geschäftsvolumen und neue Geschäftsbereiche zurückzuführen ist.
Nach 2018 war auch das Jahr 2019 von umfangreichen Investitionsmaßnahmen geprägt. Insbesondere wurde in neue Kapazitäten zur Aufnahme der Serienfertigung im Bereich Reisemobile sowie in ein ERP-Programm investiert. Der Mittelabfluss aus Investitionsmaßnahmen im Jahr 2019 betrug 2.864 T€ (Vj. 3.042 T€).
Insgesamt führten das EBITDA und die Verringerung des working capital zu einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 5.864 T€ (Vj. -245 T€).
Der Delignit Konzern verfügt über hinreichende Kreditlinien zur Finanzierung des working capital. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Dies gilt auch für die Delignit North America Inc., die lediglich für bezogene Dienstleistungen innerhalb der USA in Fremdwährung abrechnet. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang hat, betreibt der Delignit Konzern bislang keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weiterhin wurden für die Erreichung von verschiedenen Unternehmenszielen Boni ausgeschüttet. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.
Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Beschreibung des virtuellen Aktienoptionsprogramms finden sich im Anhang des Konzernabschlusses.
Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:
Der zunehmende Umfang an OEM-Serienbelieferungen ist marktstrategisch von höchster Bedeutung. Dadurch erhöht sich jedoch auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns von einzelnen Großkunden und der Automobilindustrie insgesamt. Dem wird mit dem weiteren Aufbau anderer Kunden in dieser oder artverwandten Branchen, aber auch mit der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche begegnet.
Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien Folgende genannt:
Qualitätsmanagementsystem:
Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur IATF 16949).
Vertragsmanagement:
Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.
Personalentwicklung:
Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
Betriebliche Investitionstätigkeit:
Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.
Lieferantenmanagement:
Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns
Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern insbesondere zwei ökologisch getriebene Trends:
Des Weiteren richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierender, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wird daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.
Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:
Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive werden auf der IAA Nutzfahrzeuge 2020 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene werden auf der Messe Innotrans 2020 in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2020 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung in den vergangenen Jahren soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen des Marktbereichs Technological Applications verstärkt weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

Abbildung VIII: Strategische Ausrichtung des Delignit Konzerns
Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die das Geschäftsjahr 2019 betreffen.
12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/ oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 03. Juni 2024 unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes (§ 53 a AktG) eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, ausgeübt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handelns in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 6,8 % auf 64.360 T€ bei einer EBITDA-Marge (bezogen auf die Betriebsleistung) von 7,1 % erreicht. Damit wurde die im August angepasste Prognose im Umsatz erreicht und die EBITDA-Marge am oberen Ende der Prognosespanne leicht übertroffen.
Die im folgenden Teil des Prognoseberichts getroffenen Aussagen basieren auf der von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung der Delignit AG. Grundlage dieser Planung sind die gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der Leitmärkte. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf einem Kenntnisstand zu Beginn des Jahres 2020.
Wirtschaftliches Umfeld des Prognoseteils
Für das Jahr 2020 sind die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa weiterhin leicht positiv.
So erwartet die Europäische Kommission in ihrer Winterprognose für die europäische Wirtschaft im Jahr 2020 ein stabiles, aber gedämpftes Wachstum. Das Euro-Währungsgebiet erlebt derzeit seine längste Phase nachhaltigen Wachstums seit der Einführung des Euro im Jahr 1999. Nach Einschätzung der Kommission wird das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im Euro-Währungsgebiet in den Jahren 2020 und 2021 stabil 1,2 % pro Jahr betragen. Für Deutschland rechnet die Kommission in beiden Jahren mit einem Wachstum von je 1,1 % (Quelle: Winterprognose 2020 der Europäischen Kommission).
Dabei geht die Europäische Kommission von schwierigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Dank der kontinuierlichen Schaffung von Arbeitsplätzen und eines robusten Lohnwachstums dürfte die europäische Wirtschaft auf einem gemäßigten Wachstumspfad bleiben. Mit einer sich abzeichnenden Stabilisierung des verarbeitenden Gewerbes und einer vermuteten Überwindung des Rückgangs der globalen Handelsströme dürfte dies der europäischen Wirtschaft zu einer weiteren Expansion verhelfen (Quelle: Winterprognose 2020 der Europäischen Kommission).
Für die Bundesrepublik Deutschland berichtet die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2020, dass die konjunkturelle Dynamik zum Jahresauftakt 2020 zwar noch verhalten bleiben soll, im weiteren Verlauf dürfte dem Bericht zufolge die Wirtschaft aber leicht an Fahrt aufnehmen. Für das Jahr 2020 erwartet die Bundesregierung einen preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandprodukts um 1,1 %. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bei 5,0 % bleiben, die Zahl der Beschäftigten allerdings auf ein neues Rekordhoch steigen. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt dabei weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Die internationalen Handelskonflikte, der Brexit und geopolitische Risiken dämpfen auch im Jahr 2020 den Welthandel und die globale Industrieproduktion. Für den Standort Deutschland soll die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität weiter gestärkt werden, wozu vor allem auch die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen gehört (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2020 der Bundesregierung).
Insgesamt sieht die Delignit AG eingangs des Geschäftsjahres 2020 gute Rahmenbedingungen für ein erneut dynamisches Wachstum.
Prognose des Delignit Konzerns
Der Markt der Nutzfahrzeugindustrie wird insgesamt als robust eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund und dank diverser neu gewonnener Serienlieferverträge wird für das Segment Automotive im Geschäftsjahr 2020 auch weiterhin ein Wachstum erwartet. Der Auftrag aus dem Reisemobilbereich konnte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich zum erreichten Umsatzwachstum beitragen und soll auch 2020 maßgeblicher Treiber des weiteren Wachstums sein.
In den Märkten der Technological Applications erwartet die Delignit AG für das Geschäftsjahr 2020 wieder steigende Umsätze, nachdem in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 jeweils ein Umsatzrückgang zu verzeichnen gewesen war.
Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen, einer stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten, plankonformer Entwicklung des Reisemobilauftrages sowie einem Aufwand aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management wie im Vorjahr geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2020 auf mehr als 70 Mio. € steigern zu können und eine EBITDA-Marge von über 8 % zu erreichen.
Nachtrag
Die Prognose des Konzerns wurde erstmals mit Pressemitteilung vom 24. Februar veröffentlicht. Die danach einsetzende Verschärfung der Corona-Infektionswelle war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Prognose für das Jahr 2020 für den Delignit Konzern versteht sich nunmehr vorbehaltlich eines noch nicht abschließend quantifizierbaren Effekts aus den Corona-induzierten Folgen.
Blomberg, den 12. März 2020
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
| Anhang | 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Vorräte | III. 1. | 15.157 | 10.302 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
III. 2. | 1.800 | 5.281 |
| 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
III. 3. | 1 | 4 |
| 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte |
III. 4. | 850 | 3.625 |
| 5. Liquide Mittel | III. 5. | 1.499 | 298 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 19.307 | 19.510 | |
| B. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | III. 6. | 2.178 | 2.178 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
III. 7. | 1.369 | 1.240 |
| 3. Sachanlagen | III. 8. | 15.718 | 13.915 |
| 4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
III. 10. | 1.283 | 1.201 |
| 5. Aktive latente Steuern | III. 11. | 294 | 281 |
| Langfristige Vermögenswerte | 20.842 | 18.815 | |
| Aktiva, gesamt | 40.149 | 38.325 |
| Anhang | 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen | III. 12./14. | 1.414 | 2.990 |
| 2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | III. 13. | 4.881 | 5.090 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
III. 13. | 4.145 | 4.312 |
| 4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | III. 15. | 2.033 | 1.470 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
12.473 | 13.862 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | III.16. | 1.220 | 1.192 |
| 2. Sonstige langfristige Rückstellungen | III.12. | 127 | 81 |
| 3. Passive latente Steuern | III.11. | 1.037 | 1.106 |
| 4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | III.13. | 2.363 | 3.032 |
| 5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | III.15. | 3.327 | 406 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
8.074 | 5.817 | |
| C. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | III. 17. | 8.194 | 8.194 |
| 2. Kapitalrücklagen | III. 18. | 1.063 | 1.063 |
| 3. Gewinnrücklagen | III. 19. | 3.000 | 0 |
| 4. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge |
-601 | -568 | |
| 5. Ergebnisvortrag | 6.547 | 7.385 | |
| 6. Konzern-Ergebnis | 1.399 | 2.572 | |
| Eigenkapital | 19.602 | 18.646 | |
| Passiva, gesamt | 40.149 | 38.325 |
| Anhang | 2019 T€ |
2018 T€ |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | IV. 1. | 64.360 | 60.273 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | IV. 2. | 1.228 | 281 |
| 3. | Bestandsveränderungen | 2.039 | 249 | |
| 4. | Materialaufwand | IV. 3. | -40.585 | -33.937 |
| 5. 6. |
Personalaufwand Abschreibungen auf immaterielle |
IV. 4. | -16.556 | -16.330 |
| Vermögenswerte und auf Sachanlagen |
IV. 5. | -2.489 | -1.615 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV. 6. | -5.669 | -4.897 |
| 8. | Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) |
2.328 | 4.024 | |
| 9. | Zinsaufwendungen | IV. 7. | -284 | -182 |
| 10 | Finanzergebnis | -284 | -182 | |
| 11. | Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.044 | 3.842 | |
| 12. Ertragsteuern | IV. 8. | -578 | -1.244 | |
| 13. Sonstige Steuern | IV. 8. | -67 | -26 | |
| 14. Konzernjahresergebnis | 1.399 | 2.572 | ||
| 15. Ergebnis je Aktie in € | IV. 9. | 0,17 | 0,31 | |
| 16. Konzernjahresergebnis 17. Versicherungsmathematische |
1.399 | 2.572 | ||
| Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
II. 15. | -33 | -24 | |
| 18. | Sonstiges Konzernergebnis | -33 | -24 | |
| 19. | Konzerngesamtergebnis inklusive OCI |
1.366 | 2.548 |
| Anhang | 2019 T€ |
2018 T€ |
||
|---|---|---|---|---|
| 20. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
33 | 24 | ||
| 21. | Konzerngesamtergebnis exklusive OCI |
1.399 | 2.572 | |
| 22. Ergebnisvortrag | 9.957 | 7.795 | ||
| 23. Einstellung in die Gewinnrücklagen | -3.000 | 0 | ||
| 24. Dividendenausschüttung | -410 | -410 | ||
| 25. Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag |
7.946 | 9.957 |
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2019 der Delignit AG, Blomberg Gezeichnetes
| Kapital T€ |
Kapitalrücklage T€ |
Gewinnrück lage T€ |
Rücklage Pensi onen (OCI) T€ |
umrechnung Währungs T€ |
Konzern ergebnis T€ |
eigenkapital Konzern T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mber 2017 Stand 31. Deze |
8.194 | 1.063 | 0 | -544 | 0 | 7.795 | 16.508 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -410 | -410 |
| m Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] Direkt i |
0 | 0 | 0 | -24 | 0 | 0 | -24 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.572 | 2.572 |
| mtergebnis (Total me) mprehensive Inco Konzerngesa Co |
0 | 0 | 0 | -24 | 0 | 2.162 | 2.138 |
| mber 2018 Stand 31. Deze |
8.194 | 1.063 | 0 | -568 | 0 | 9.957 | 18.646 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -410 | -410 |
| m Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] Direkt i |
0 | 0 | 0 | -33 | 1 | -1 | -33 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 3.000 | 0 | 0 | -1.601 | 1.399 |
| mtergebnis (Total me) mprehensive Inco Konzerngesa Co |
0 | 0 | 3.000 | -33 | 1 | -2.012 | 956 |
| mber 2019 Stand 31. Deze |
8.194 | 1.063 | 3.000 | -601 | 1 | 7.945 | 19.602 |
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 2.328 | 4.024 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.489 | 1.615 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen | -701 | -214 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -101 | -121 |
| Zwischensumme | 4.015 | 5.304 |
| Veränderung des Working Capital: | ||
| Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
214 | -5.183 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva |
1.988 | 688 |
| Zwischensumme | 2.202 | -4.495 |
| Ertragsteuerzahlungen | -353 | -1.054 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 5.864 | -245 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögens | -294 | -399 |
| Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen | -2.570 | -2.643 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.864 | -3.042 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Dividenden | -410 | -410 |
| Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten | 1.967 | 4.303 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -2.845 | -1.152 |
| Auszahlung für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit | -227 | 0 |
| Zinsauszahlungen | -284 | -183 |
| Erhaltene Investitionsförderung | 0 | 85 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.799 | 2.643 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | ||
| (Summe der einzelnen Cashflows) | 1.201 | -644 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 298 | 942 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode | 1.499 | 298 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.499 | 298 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.499 | 298 |
Grundlegende Informationen zur Bilanzierung
1. Informationen zum Unternehmen
Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.
Der IFRS-Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) zum 31. Dezember 2019 wird voraussichtlich am 18. März 2020 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens (größter Konsolidierungskreis), der MBB SE, Berlin, HRB 165458, Amtsgericht Berlin, einbezogen.
2. Rechnungslegungsgrundsätze
Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315e HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.
Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2019 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.
Anwendung von neuen und geänderten Standards
Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2019 erstmalig verpflichtend oder freiwillig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.
Die folgenden Änderungen wurden geprüft, und, soweit verpflichtend, im Konzernabschluss der Delignit AG berücksichtigt:
| Standard/ Interpretation | Anwendungs pflicht im Geschäftsjahr |
Übernahme durch EU Kommission |
Auswir kungen |
|
|---|---|---|---|---|
| IFRS 16 | Leasing | 2019 | Ja | siehe folgende Ausfüh rungen |
| IFRIC 23 | Bilanzierung von Unsi cherheit in Bezug auf Ertragsteuern |
2019 | Ja | Keine |
| IAS 28 | Änderungen - Klarstel lung Anwendung Wert minderungsvorschrif ten auf langfristige Anteile an assoziierte Unternehmen |
2019 | Ja | Keine |
| IFRS 9 | Geringfügige Ände rung für finanzielle Vermögenswerte mit sogenannten symme trischen Kündigungs rechten |
2019 | Ja | Keine |
| Annual Im provements 2015-2017 |
Verbesserungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
2019 | Ja | Keine |
| IAS 19 | Klarstellung zu Ände rung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans |
2019 | Ja | Keine |
IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung: 13.01.2016, EU-Endorsement: 31.10.2017): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung des IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind die Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nicht-regenerativen Ressourcen; Rechte und Lizenzverträge über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15. Wir verweisen zu den Auswirkungen der Einführung des Standards auf III. 9 des Anhangs "Verpflichtung aus Leasing und Miete".
Es wurden für das Geschäftsjahr 2019 keine weiteren Vorgaben zum ersten Mal übernommen, die wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Anzuwenden ab dem 01.01.2020 oder später:
| Standard/ Interpretation | Anwendungs pflicht im Geschäftsjahr |
Übernahme durch EU Kommission |
Auswir kungen |
|
|---|---|---|---|---|
| Conceptual Framework1 |
Geringfügige überar beitete Definitionen von Vermögenswerten und Schulden sowie neue Leitlinien zur Bewertung und Aus buchung, Ausweis und Angaben |
2020 | Ja | siehe folgende Ausfüh rungen |
| IFRS 3 | Änderungen bei der Unterscheidung, ob ein Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben wurde |
2020 | Ja | Keine |
| IAS 18 | Klarstellung zur Definiti on von Wesentlichkeit |
2020 | Ja | Keine |
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 |
Auswirkung der IBOR-Reform auf die Finanzberichterstat tung |
2020 | Ja | Keine |
| IFRS 10/ IAS 28 |
Transaktionen mit einem assozierten Un ternehmen oder Joint Venture |
2021 | Nein | Keine |
| IFRS 17 | Bilanzierung von Ver sicherungsverträgen, ersetzt den Über gangsstandard IFRS 4 |
2021 | Ja | Keine |
| IAS 1 | Klarstellung der Klassi fizierung von Schulden als kurz- oder langfris tig |
2022 | Nein | Keine |
| IFRS 14 | Erfassung von regu latorischen Abgren zungsposten nach Übergang auf IFRS |
n.n. | Nein | Keine |
1 sowie Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards mit Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32
Konsolidierungskreis
Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:
Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
Delignit North America Inc., Atlanta/Georgia, USA (100,0 %)
Die Blomberger Holzindustrie GmbH hat für das Geschäftsjahr 2019 von ihrem Wahlrecht nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, die Vorschriften des Vierten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des HGB (§§ 325 bis 329 HGB) nicht anzuwenden.
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind
S.C. Cildro Plywood S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (24,0 %), und
S.C. Cildro S.A., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (17,9 %).
Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der ebenfalls in 2010 entkonsolidierten S.C. Cildro Service S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien.
Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Sitz | Anteil in % |
Eigenkapital € |
Ergebnis € |
|---|---|---|---|---|
| Blomberger Holzindustrie GmbH |
Blomberg | 100 3.563.945,95 | 0,00* | |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft Hausmann Verwaltungs gesellschaft mbH |
Blomberg | 100 | 117.601,52 | 3.448,51 |
| Delignit Immobilien gesellschaft mbH |
Blomberg | 100 | 318.110,55 | 98.140,07 |
| DHK automotive GmbH | Oberlungwitz | 100 2.800.494,86 | 597.241,54 | |
| Delignit North America Inc. Atlanta/Geor | gia, USA | 100 | 106.775,36 | 70.369,17 |
*Das Ergebnis des Jahres wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrags vom 05. April 2017 an die Delignit AG abgeführt.
Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Sitz | Anteil in % |
Eigenkapital* RON |
Ergebnis* RON |
|---|---|---|---|---|
| S.C. Cildro Plywood S.R.L. | Drobeta Turnu Severin, Rumänien |
24,0 | 10.823.093,61 | 700.427,37 |
| S.C. CILDRO S.A. | Drobeta Turnu Severin, Rumänien |
17,9 | 21.748.634,95 | -22.255,94 |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft S.C. Cildro Services S.R.L |
Drobeta Turnu Severin, Rumänien |
100 | 1.828.437,59 | 718.000,07 |
*Vorläufige, ungeprüfte Zahlen des Geschäftsjahres 2019
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden.
Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Kalenderjahres.
Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.
Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.
Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).
Die Delignit North America Inc. berechnet das Liefergeschäft in Euro, allerdings werden in geringem Umfang Dienstleistungen vor Ort in USD eingekauft. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 0,8916 USD. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 0,8933 USD.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligungswerte, der in 2010 entkonsolidierten Unternehmen, werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,7793 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,7509 RON.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres auf Angemessenheit überprüft.
Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.
Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben.
Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.
Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.
Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.
Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.
Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.
Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:
| Gebäude- und Außenanlagen: | 10 bis 25 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen: | 5 bis 15 Jahre |
| Computer Hardware: | 3 Jahre |
| Sonstige Büroausstattung: | 5 bis 13 Jahre |
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.
Die Erstanwendung von IFRS 16 erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des Standards modifiziert retrospektiv. Nach diesem Ansatz wurden die Vergleichsinformationen nicht angepasst. Die Auswirkungen waren nicht wesentlich, es ergaben sich keine Änderungen in den Gewinnrücklagen.
Vermögenswerte aus ehemaligen Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Für diese Finanzierungsleasingverträge wurde der Buchwert des Nutzungsrechtes und der Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 mit dem Buchwert des Leasinggegenstands und der Leasingverbindlichkeit gemäß IAS 17 unmittelbar vor diesem Zeitpunkt angesetzt. Die bilanziellen Auswirkungen zum 01.01.2019 stellen sich wie folgt dar:
| 01.01.2019 T€ |
|
|---|---|
| Vermögenswert aus Mietzahlungen Gebäude | 1.383 |
| Vermögenswert aus Leasing Kraftfahrzeugen | 101 |
| 16.330 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (kurzfristig) | 207 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (langfristig) | 1.277 |
| 1.484 |
Zahlungen für Leasingverhältnisse, sofern diese eine Laufzeit bis zu einem Jahr haben oder von geringfügigem Umfang sind, werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Bei langfristigen Leasingverhältnissen werden seit dem 01.01.2019 gemäß IFRS 16 die Vermögenswerte als Anlagevermögen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages planmäßig abgeschrieben. Der Barwert aus den Leasingzahlungen wird als abgezinste Verbindlichkeit passiviert. Es wurden Zinssätze zwischen 0,32 % und 1,52 % in Abhängigkeit von der jeweiligen Restlaufzeit des Leasingvertrages verwendet. Die Zinssätze wurden auf Basis marktüblicher Zinssätze für Unternehmen mit vergleichbarem Rating ermittelt und um eine Leasingrisikoprämie erhöht. Gemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern für somit die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, d. h., diese Leasingverträge sind in der Bilanz ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2019 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet und werden teilweise retrograd ermittelt. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.
Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.
In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 0,6 % (Vorjahr: 1,4 %) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| in T€ | 31.12.2019 | Verän derung 2019 |
31.12.2018 | Verän derung 2018 |
31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) |
-858 | -47 | -811 | -34 | -777 |
| Steuereffekt | 257 | 14 | 243 | 10 | 233 |
| Im OCI zu erfassendes Ergebnis: | -601 | -33 | -568 | -24 | -544 |
Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.
Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:
Erträge werden erfasst, wenn die Kontrolle an den verkauften Waren und Erzeugnissen auf den Käufer übergegangen ist. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.
Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.156 | 4.637 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.741 | 2.528 | |
| Fertige Erzeugnisse | 4.260 | 3.137 | |
| 15.157 | 10.302 |
Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, angemessene Wertabschläge auf die Vorräte vorgenommen. Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.218 | 5.695 | |
| abzüglich Einzelwertberichtigungen | -416 | -409 | |
| abzüglich Anpassung nach IFRS 9 | -2 | -5 | |
| 1.800 | 5.281 |
Einzelwertberichtigungen wurden nach dem Vorsichtsprinzip für noch nicht realisierte Forderungen gebildet.
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1 T€ (Vj. 4 T€) bestehen gegenüber der OBO Werke GmbH, Stadthagen.
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderung aus Steuern | 456 | 1.243 |
| Forderung aus Factoring | 100 | 2.249 |
| Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten | 64 | 41 |
| Erstattungsansprüche Energiesteuer | 62 | 39 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 168 | 53 |
| 850 | 3.625 |
Der Rückgang der kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der noch nicht angekauften Factoring-Forderungen sowie aus dem Geldeingang von Erstattungsansprüchen für Steuervorauszahlungen.
Die liquiden Mittel in Höhe von 1.499 T€ bestehen im Wesentlichen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Anteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.
Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden 5,6 % (Vorjahr: 11,0 %) verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet. Der Diskontierungssatz wurde auf Basis der gewichteten Kapitalkosten von börsennotierten Unternehmen der Automobilbranche sowie auf Basis marktüblicher Fremdkapitalzinssätze für deutsche Staatsanleihen und europäische Industrieanleihen ermittelt. Im Zinssatz wurde eine Marktrisikoprämie berücksichtigt. Die Veränderung des Diskontierungssatz zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch einen niedrigeren Beta-Faktor der Vergleichsgruppe bedingt.
Der durchgeführte Impairment-Test führte nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 – 10 Jahre abgeschrieben.
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen. Abnutzbare Sachanlagen werden mit dem niedrigeren Wert aus dem Zeitwert und den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Abnutzbares Anlagevermögen wird linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.
Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz. Der Standort DHK automotive GmbH hat einen Mietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2026 für die Anmietung einer Gewerbefläche unterzeichnet.
Alle Leasingvereinbarungen des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2019 erstmalig gemäß den ab 01. Januar 2019 anzuwendenden IFRS 16 als Vermögenswert aus dem Recht zur Nutzung eines Leasinggegenstandes sowie als eine finanzielle Verbindlichkeit für Mietzahlungen angesetzt. Ausgenommen hiervon sind kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Aus Sicht des Konzerns werden dabei als kurzfristige Leasingverträge alle Verträge mit einer Laufzeit unter 12 Monaten eingestuft. Als geringwertige Leasingverträge werden alle Verträge mit Anschaffungskosten unter 5 T€ eingestuft, wobei jedes Wirtschaftsgut einzeln bewertet wird, auch wenn ein Leasingvertrag mehrere selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter umfasst.
| 31.12.2019 T€ |
|
|---|---|
| Vermögenswert aus Mietzahlungen Gebäude | 1.204 |
| Vermögenswert aus Leasing Kraftfahrzeugen | 125 |
| 1.329 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (kurzfristig) | 227 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing (langfristig) | 1.112 |
| 1.339 | |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 227 |
| Zinsaufwand im Geschäftsjahr | 21 |
| 248 |
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen in Höhe von 82 T€ angefallen.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2019 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| 31.12.2019 T€ aktiv |
31.12.2019 T€ passiv |
|
|---|---|---|
| 289 | 0 | |
| 0 | 77 | |
| 0 | 6 | |
| 5 | 954 | |
| 294 | 1.037 | |
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2018 wurde wie folgt ausgewiesen:
| 31.12.2018 T€ aktiv |
31.12.2018 T€ passiv |
||
|---|---|---|---|
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | |||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 278 | 0 | |
| - sonstige Rückstellungen | 3 | 117 | |
| - Wertberichtigungen | 0 | 21 | |
| - Anlagevermögen | 0 | 968 | |
| 281 | 1.106 |
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt
| Stand 01.01.2019 T€ |
Verbrauch T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2019 T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | ||||
| Jubiläen | 19 | 3 | 0 | 16 |
| Altersteilzeit | 62 | 33 | 82 | 111 |
| 81 | 36 | 82 | 127 | |
| Steuerrückstellungen (kurzfristige Rückstellungen) |
||||
| Gewerbesteuer | 654 | 560 | 112 | 206 |
| Körperschaftsteuer | 410 | 408 | 130 | 132 |
| Sonstige | 79 | 75 | 0 | 4 |
| 1.143 | 1.044 | 243 | 342 | |
| 1.224 | 1.080 | 325 | 469 | |
| Stand 01.01.2018 T€ |
Verbrauch T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2018 T€ |
|
| Langfristige Rückstellungen | ||||
| Jubiläen | 19 | 2 | 2 | 19 |
| Altersteilzeit | 0 | 0 | 62 | 62 |
| 19 | 2 | 64 | 81 | |
| Steuerrückstellungen (kurzfristige Rückstellungen) |
||||
| Gewerbesteuer | 468 | 310 | 496 | 654 |
| Körperschaftsteuer | 361 | 381 | 430 | 410 |
Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.
Sonstige 10 10 79 79
839 701 1.005 1.143
858 703 1.069 1.224
Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
| bis zu einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
mehr als fünf Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.881 | 2.085 | 278 | 7.244 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferun gen und Leistungen |
4.145 | 0 | 0 | 4.145 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
1.072 | 0 | 0 | 1.072 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.033 | 2.778 | 549 | 5.360 |
| Stand 31.12.2019 | 12.131 | 4.863 | 827 | 17.821 |
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 342 T€ und die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter sind in der IFRS-Konzernbilanz in der Position "Sonstige kurzfristige Rückstellungen" summiert.
| bis zu einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
mehr als fünf Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| 5.090 | 2.375 | 657 | 8.122 |
| 4.312 | 0 | 0 | 4.312 |
| 1.847 | 0 | 0 | 1.847 |
| 1.470 | 220 | 186 | 1.876 |
| 12.719 | 2.595 | 843 | 16.157 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,7 % und 3,3 % (Vj. 1,0 % und 4,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 9.066 T€ (Vj. 6.520 T€).
Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 367 | 330 |
| Ungewisse Verbindlichkeiten | 252 | 768 |
| Löhne und Gehälter | 186 | 275 |
| Urlaubsansprüche | 139 | 250 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 83 | 106 |
| Boni | 45 | 45 |
| Sonstige Rückstellungen | 0 | 73 |
| 1.072 | 1.847 |
In den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm nach IFRS 2 für das Management in Höhe von 37 T€ (Vj. 349 T€) enthalten. Ferner werden 300 T€ unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern (siehe Punkt 15.) ausgewiesen.
Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:
| 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Kurzfristig | ||
| Löhne und Gehälter | 875 | 466 |
| Verbindlichkeiten Leasing und Mietkauf | 673 | 90 |
| Lohnsteuer | 373 | 323 |
| Sonstige Debitoren | 105 | 420 |
| Umsatzsteuer | 0 | 66 |
| Übrige | 7 | 105 |
| 2.033 | 1.470 | |
| Langfristig | ||
| Verbindlichkeiten Leasing und Mietkauf | 3.157 | 220 |
| Unterstützungskasse | 170 | 186 |
| 3.327 | 406 | |
| 5.360 | 1.876 |
Die Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern beinhalten 300 T€ aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management. Dieser Wert ergab sich aus der Realisierung von 50.000 Aktien der per 31.12.2019 ausübungsreifen 120.000 Aktien. Die Kursfixierung fand im Juli 2019 statt, während die Auszahlung erst im Januar 2020 erfolgte. Insofern wurde diese Position nicht als Rückstellung, sondern als sonstige Verbindlichkeit bilanziert.
Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie GmbH.
| 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres |
1.192 | 1.365 |
| - Inanspruchnahme | -116 | -144 |
| + Zuführung zu Rückstellung | 17 | 18 |
| -/+ versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste |
127 | -47 |
| Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres |
1.220 | 1.192 |
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:
| 31.12.2019 % |
31.12.2018 % |
||
|---|---|---|---|
| Rechnungszins | 0,60 | 1,40 | |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:
Bei einem Zinssatz von 1,1 % und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.180 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.
Bei einem Zinssatz von 0,6 % und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.180 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.
Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.
Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im "Other Comprehensive Income" (folgend auch Pensionsrücklage) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 568 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:
| Pensionsrücklage 31.12.2018: | 568 T€ |
|---|---|
| Versicherungsmathematischer Verlust | 47 T€ |
| Latente Steuern: | -14 T€ |
| Pensionsrücklage 31.12.2019: | 601 T€ |
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2020 betragen 111 T€.
Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 03. Juni 2024 unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes (§ 53 a AktG) eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, ausgeübt werden. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handelns in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2019".
Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:
| MBB SE: | 76,1 % | |
|---|---|---|
| Streubesitz: | 23,9 % |
Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.
Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2019 wurden 3.000.000,00 € aus dem Bilanzgewinn per 31.12.2018 in die Gewinnrücklage eingestellt.
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Deutschland | 29.680 | 33.945 |
| EU | 29.361 | 23.448 |
| Sonstige | 5.318 | 2.880 |
| 64.360 | 60.273 |
Prozentual ergibt sich damit die folgende Umsatzaufteilung nach Regionen:
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Deutschland | 46,1% | 56,3% |
| EU | 45,6% | 38,9% |
| Sonstige | 8,3% | 4,8% |
| 100,0% | 100,0% |
Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 35,1 % (Vj. 33,3 %) und bei dem zweitgrößten 30,6 % (Vj. 28,8 %).
Die Realisierung von Umsätzen entsprechend den Vorschriften nach IFRS 15 wurde geprüft. Der Delignit Konzern stellt im Regelfall keine Produkte her, die auf einen speziellen Abnehmer in der Form zugeschnitten sind, dass sie ausschließlich für diesen Kunden Verwendung finden können.
Zum Bilanzstichtag bestand allerdings eine spezifische Abnahmeverpflichtung von speziellen Produkten eines OEM Kunden. Da aber keine vollständige und abnahmefähige Auslieferungsmenge zum Bilanzstichtag vorhanden war, hat der Delignit Konzern aus fertiggestellten aber noch nicht gelieferten Produkten keinen zeitraumbezogenen Umsatz nach IFRS 15 realisiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus früheren Geschäftsjahren | 633 | 53 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
296 | 6 |
| Erträge aus Schadensersatz und Versicherungsentschädigungen |
121 | 31 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 1 | 94 |
| Erträge aus Bonusvereinbarungen | 0 | 36 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 76 | 29 |
| Übrige Erträge | 101 | 32 |
| 1.228 | 281 |
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Rohstoffe | 24.766 | 21.480 |
| Aufwendungen für Handelswaren | 6.179 | 4.525 |
| Frachtkosten | 3.399 | 2.619 |
| Fremdleistungen | 2.778 | 2.451 |
| Sonstiges Material und Energie | 3.463 | 2.862 |
| 40.585 | 33.937 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 13.535 | 13.839 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung |
3.021 | 2.481 |
| Sonstige Personalkosten | 0 | 10 |
| 16.556 | 16.330 |
Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen und Inanspruchnahmen aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von -12 T€ (Vj. 1.240 T€). Wir verweisen bzgl. der Einzelheiten auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands im Abschnitt VII (Sonstige Pflichtangaben).
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte |
2.324 | 1.405 |
| 165 | 210 | |
| 2.489 | 1.615 |
Wertanpassungen aus Wertminderungen oder Zuschreibungen von Vermögenswerten gemäß IAS 36 wurden in 2019 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Instandhaltungsaufwendungen | 2.458 | 1.839 |
| Fremdleistungen | 549 | 270 |
| Verwaltungskosten | 400 | 338 |
| Recht und Beratung | 354 | 349 |
| Versicherungen | 337 | 172 |
| Entwicklungs- und Zertifizierungskosten | 195 | 164 |
| Reisekosten/KFZ-Kosten | 178 | 229 |
| Miete, Pacht, Leasing | 139 | 250 |
| EDV Kosten | 103 | 106 |
| Zuführung zu Wertberichtigungen | 84 | 315 |
| Gebühren und Beiträge | 73 | 54 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 52 | 85 |
| Werbungskosten | 47 | 175 |
| Telefon, Porto, Datenfernübertragung | 41 | 53 |
| Übrige | 659 | 498 |
| 5.669 | 4.897 |
7. Zinsaufwendungen
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Bankzinsen | 236 | 127 |
| Sonstige Zinsen | 48 | 55 |
| 284 | 182 |
Die Steuern gliedern sich wie folgt:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 578 | 1.244 |
| Sonstige Steuern | 67 | 26 |
| 645 | 1.270 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein einheitlicher Steuersatz von 30,0 % für die Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 stellt sich wie folgt dar:
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.044 | 3.842 |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30,0 %) | -613 | -1.153 |
| Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | 35 | -91 |
| -578 | -1.244 |
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutter unternehmens zuzurechnendes Ergebnis |
1.399.000 € | 2.572.000 € |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie |
8.193.900 | 8.193.900 |
| Ergebnis je Aktie | 0,17 € | 0,31 € |
Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.
Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie langund kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 3.934 T€ (Vj. 10.111 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedlichen Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, sofern keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 13. "Verbindlichkeiten".
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.
Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2019 noch in 2018 vorgenommen.
Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzu- und -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.
Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 4.213 T€ (Vj. 4.402 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 84,0 T€ niedriger (höher) gewesen.
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
1. Sonstige Pflichtangaben
Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2019 an:
Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2019 an:
(auch: Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford)
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm der Vorstandsverträge 2013 waren sämtliche Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) zum Ende des Geschäftsjahres 2018 zugeteilt und ausübungsreif. Im Juli 2019 wurden 50.000 Aktien im Kurs fixiert, womit sich ein Realisierungskurs von 7,3069 €/Aktie ergeben hat. Der Startkurs je Aktie wurde im Aktienoptionsprogramm I mit 1,30 €/Aktie festgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Ordnungsmäßigkeit der Berechnung und die Zuteilungsreife der Aktien festgestellt und somit die Zahlung in Höhe von 300.345,00 € freigegeben. Die Zahlung erfolgte Anfang 2020. Diese Verpflichtung wird zum 31. Dezember 2019 unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zum Jahresende 2019 ergibt sich ein verbleibender Anspruch aus dem Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) von 10.000 Aktien (Startkurs 1,30 €) sowie dem Aktienoptionsprogramm II (Vorstandsverträge 2017) pro rata ein Anspruch von weiteren 75.000 Aktien (Startkurs 5,82 €). Der relevante Ausübungskurs zum 31. Dezember 2019 wurde mit 5,0208 €/Aktie ermittelt. Der beizulegende Wert nach IFRS 2 sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 damit insgesamt 337.553,47 €.
Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des relevanten Ausübungskurses von 6,8585 €/Aktie zum 31. Dezember 2018 festgestellten und bilanzierten Rückstellung in Höhe von 349.085,59 € ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 somit eine Reduktion der Rückstellungen/Verbindlichkeiten für die Aktienoptionsprogramme I und II in Höhe von kumuliert 11.532,12 €. Dies entspricht dem kumulierten GuV-relevanten Ertrag aus den Ansprüchen der Aktienoptionsprogramme im Geschäftsjahr 2019 nach einem Aufwand in Höhe von 1.239.885,59 € im Vorjahr. Die Rückstellungen für die verbleibenden Optionen beider Vorstandsmitglieder werden im Bereich der Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen.
| 2019 | 2018 |
|---|---|
| 380 T€ | 329 T€ |
| 100 T€ | 168 T€ |
| -12 T€ | 1.240 T€ |
| 468 T€ | 1.737 T€ |
Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Beherrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.
Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2019 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich beschäftigt:
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 383 | 352 |
Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 390 Mitarbeiter.
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2019 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| a) Abschlussprüfung: | 54,0 T€ | 54,0 T€ |
| b) Steuerberatung: | 37,0 T€ | 41,3 T€ |
| 91,0 T€ | 95,3 T€ |
Die aufgetretene Coronainfektion (SARS-CoV-2) führt inzwischen zu wirtschaftlichen Auswirkungen (Schließung von Betrieben und eine dadurch bedingte Beeinträchtigung von Liefer- und Absatzprozessen). Da diese sprunghaften Entwicklungen erst ab dem Januar 2020 aufgetreten sind, ist davon auszugehen, dass das Auftreten des Coronavirus, als weltweite Gefahr, als wertbegründend einzustufen ist. Bilanzielle Konsequenzen sind demnach erst in Abschlüssen mit Stichtag nach dem 31. Dezember 2019 zu berücksichtigen. Die wirtschaftlichen Konsequenzen lassen sich derzeit nicht abschließend beurteilen. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2019 in Höhe von 972.126,04 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 18. März 2020 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, ausnahmsweise aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten durch die aufgetretene Coronainfektion (SARS-CoV-2), keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn in Höhe von 972.126,04 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 12. März 2020
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2019 der Delignit AG, Blomberg
| Anschaffungs und Herstel lungskosten Gesamte T€ |
Zugänge des Geschäfts- jahres T€ |
Umbuchung T€ |
Abschreibung gesamten in ihrer Höhe T€ |
Buchwert am Geschäfts Ende des jahres T€ |
am Ende Buchwert Vorjahres des T€ |
bungen des Geschäfts Abschrei jahres T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| materielle Vermögensgegenstände m I. I |
|||||||
| Werten 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und und ähnliche Rechte und |
1.295 | 382 | 451 | 872 | 1.256 | 564 | 141 |
| wicklungskosten 2. Aktivierte Ent |
761 | 0 | 0 | 649 | 112 | 224 | 112 |
| wert 3. Geschäfts- oder Firmen |
1.000 | 0 | 0 | 1.000 | 0 | 0 | 0 |
| wert 4. Konzern Geschäfts- oder Firmen |
2.178 | 0 | 0 | 0 | 2.178 | 2.178 | 0 |
| 5. Geleistete Anzahlungen | 451 | 0 | -451 | 0 | 0 | 451 | 0 |
| 5.685 | 382 | 0 | 2.521 | 3.547 | 3.418 | 254 | |
| II. Sachanlagen | |||||||
| Rechte und Bauten einschließlich der mden Grundstücken 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Bauten auf fre |
12.581 | 1.542 | 0 | 8.268 | 5.855 | 4.715 | 402 |
| Maschinen 2. Technische Anlagen und |
22.951 | 1.204 | 1.991 | 18.124 | 8.022 | 5.959 | 1.131 |
| 3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
9.051 | 1.167 | 0 | 8.503 | 1.715 | 1.249 | 702 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und m Bau Anlagen i |
1.991 | 125 | -1.991 | 0 | 125 | 1.991 | 0 |
| 46.574 | 4.038 | 0 | 34.895 | 15.718 | 13.915 | 2.235 | |
| 52.259 | 4.420 | 0 | 37.416 | 19.265 | 17.333 | 2.489 |
Wir haben den Konzernabschluss der Delignit AG, Blomberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Delignit AG, Blomberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 12. März 2020
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Stramitzer Wiethe Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Bilanz | |||
|---|---|---|---|
| Aktiva | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| in T€ | in T€ | ||
| Finanzanlagen | 6.062 | 10.429 | |
| Anlagevermögen | 6.062 | 10.429 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
7.879 | 3.653 | |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
56 | 258 | |
| Umlaufvermögen | 7.935 | 3.910 | |
| Bilanzsumme | 13.997 | 14.339 | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 13.155 | 12.791 | |
| Rückstellungen | 466 | 1.468 | |
| Sonstige Passiva | 376 | 80 | |
| Bilanzsumme | 13.997 | 14.339 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| in T€ | in T€ | ||
| Umsatzerlöse | 635 | 610 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28 | 117 | |
| Personalaufwand | 545 | 1.825 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 261 | 378 | |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 695 | 3.394 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 569 | 444 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1 | 0 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 347 | 741 | |
| Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss |
773 | 1.621 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 3.608 | 2.397 | |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -3.000 | 0 | |
| Ausschüttung an die Aktionäre | 410 | 410 | |
| Bilanzgewinn | 972 | 3.608 |
April 2020
August 2020
Investor Relations
Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 www.delignit.com eMail: [email protected]
© Delignit AG 2020 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn
| Notizen: | ||
|---|---|---|

Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.