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Delignit AG

Annual Report May 7, 2019

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2018

www.delignit.com

Geschäftsbericht 2018

Delignit AG

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 4
Delignit Konzern auf einen Blick 5
Grußwort des Vorstands 7
Der Vorstand 9
Bericht des Aufsichtsrats 10
Der Aufsichtsrat 13
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Delignit AG, Blomberg 14
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 14
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 14
Marktumfeld des Delignit Konzerns 15
Organisation 17
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 19
Sicherungsgeschäfte 22
Vergütungsbericht 22
Risikobericht 22
Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns 24
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 26
Nachtragsbericht 27
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG 27
Sonstige Angaben 27
Prognosebericht 27
IFRS-Konzernbilanz 2018 der Delignit AG 30
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2018 der Delignit AG 32
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
zum 31. Dezember 2018 der Delignit AG 34
IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung
zum 31. Dezember 2018 der Delignit AG
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018 der Delignit AG
35
36
Methoden und Grundsätze 36
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 42
Erläuterungen zur Konzernbilanz 51
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 61
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung 65
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 66
Sonstige Pflichtangaben 68
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2018 der Delignit AG 72
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 73
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2018 der Delignit AG 77
Finanzkalender 79
Kontakt 79
Impressum 79

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:

Zielmarkt Automotive:

Der Zielmarkt Automotive ist in die Produktgruppen LCV (Transporter, engl. light commercial vehicle), Reisemobile und PKW (engl. passenger cars) aufgeteilt. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Herstellung und der Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie –Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) wie auch der Nachrüstung (After Sales) umfangreiche Verwendung. Für den Reisemobile-Bereich werden Interieur-Ausstattungen wie z. B. Schranksysteme geliefert. Im Bereich PKW kommen z. B. Kofferraumabdeckungen bei namhaften OEMs zur Verwendung.

Zielmarkt Technological Applications:

Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment (Gebäudeausstattung), Compressed Wood (Kunstharzpressholz), Railfloor (Schienenfahrzeugausrüstungen) und Spezialanwendungen aufgeteilt. Im Bereich Building Equipment werden z. B. Fußbodenlösungen für die Herstellwerke der Automobilhersteller wie auch für Warenverteilzentren sowie Buchen-Multiplex-Sortimente über den Holzhandel geliefert. Der Bereich Compressed Wood fasst hoch- und –mittelverdichtete Materialien zusammen, die für Anwendungen im Anlagen-, Maschinen- und Transformatorenbau zum Einsatz kommen. Der Bereich Railfloor bedient die Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Bodensystemlösungen zur Erfüllung internationaler Brandschutz- und Schallschutzkonzepte. Im Bereich Spezial sind diverse Sonderprodukte für Anwendungen z. B. im Modellbau sowie für Musikinstrumente und Sportgeräte zusammengefasst.

Delignit Konzern auf einen Blick

Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) 2018
IFRS
2017
IFRS
∆ 2018/
2017
Ergebniszahlen T€ T€ %
Umsatzerlöse 60.273 52.683 14,4%
Betriebsleistung 60.803 52.745 15,3%
Materialaufwand -33.937 -29.275 15,9%
Personalaufwand -16.330 -14.583 12,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.897 -4.022 21,8%
EBITDA 5.639 4.865 15,9%
EBITDA-Marge 9,3 % 9,2 % 0,1%*
EBIT 4.024 3.132 28,5%
EBIT-Marge 6,6 % 5,9 % 0,7%*
EBT 3.842 2.936 30,9%
EBT-Marge 6,3 % 5,6 % 0,8%*
Konzernjahresergebnis 2.572 1.928 33,4%
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0%
eps in 0,31 0,24 33,4%
Bilanzzahlen T€ T€ %
Langfristige Vermögenswerte 18.815 17.282 8,9%
Kurzfristige Vermögenswerte 19.510 15.266 27,8%
Darin enthaltene liquide Mittel 298 942 -68,4%
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0%
Sonstiges Eigenkapital 10.452 8.314 25,7%
Eigenkapital ingesamt 18.646 16.508 13,0%
Eigenkapitalquote 48,7 % 50,7 % -2,1%*
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.817 6.581 -11,6%
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 13.862 9.459 46,5%
Bilanzsumme 38.325 32.548 17,7%
Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) -7.824 -4.038 93,8%

Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)

Deutschland 361 330 9,4%

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

2018 war ein weiteres ereignisreiches Jahr für die Delignit AG. Wir sind schneller gewachsen als erwartet und haben erstmals die Marke von 60 Mio. Euro überschritten. Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 14 % auf 60,3 Mio. Euro und übertrifft damit die zu Beginn des Jahres veröffentlichte Umsatzprognose. Die Ergebnismarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) liegt mit 9,3 % leicht oberhalb der Vorjahresmarge von 9,2 %. Damit steigt das EBITDA 2018 auf 5,6 Mio. Euro nach 4,9 Mio. Euro im Vorjahr. Auch beim Konzernergebnis konnten wir von 1,9 Mio. Euro in 2017 deutlich auf 2,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018 zulegen.

Im aus unserer Sicht nach wie vor erfreulich laufenden Zielmarkt Automotive konnte insbesondere der Bereich leichte Nutzfahrzeuge zum dynamischen Umsatzwachstum beitragen. Wesentliche Treiber waren hierbei hohe Abrufmengen aus den Serienlieferverträgen sowie eine verstärkte Nachfrage nach unseren Systemlösungen im Bereich Ladungssicherung. Konkret belief sich das Wachstum im Automotive-Bereich auf 24 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte zudem mit der ersten Serienbeauftragung im Bereich Reisemobile eine Übertragung des erfolgreichen Geschäftsmodells in ein weiteres Geschäftsfeld vermeldet werden. Für die Serienfertigung der Ausstattungskomponenten eines neu auf den Markt kommenden Modells wurden erhebliche Vorleistungen im Bereich Produktentwicklung - aber auch für neue Anlagentechnik - geleistet, um den Start of Production (SOP) sicherzustellen. Der Zielmarkt Technological Applications war hingegen mit einer heterogenen Geschäftsentwicklung im Jahr 2018 konfrontiert. Rückläufige Umsätze im Bereich der Lösungen für Gebäudeausstattungen sowie im Handelswarengeschäft mit Standardware konnten auch nicht durch ein starkes Liefergeschäft im Bereich der Schienenverkehrslösungen kompensiert werden.

Das internationale Geschäft läuft weiterhin hervorragend. Mit der strategischen Ausrichtung auf geografische Expansion konnte die Delignit AG den Exportanteil von rund 37 % im Jahr 2017 auf 44 % steigern. Zur positiven Entwicklung soll zukünftig auch die Delignit North America Inc. beitragen, welche im Herbst 2018 ihre operative Geschäftstätigkeit für den nordamerikanischen Markt aufgenommen hat.

Die Rekordergebnisse des vergangenen Jahres, gepaart mit der positiven operativen Entwicklung, bestärken uns hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung. Strategisches Ziel bleibt dabei der Ausbau der System- und Entwicklungskompetenz in den kommenden Jahren. Passend dazu konnten wir auf der Innotrans 2018, der weltgrößten Messe für Schienenverkehrstechnik, ein neu entwickeltes Produktprogramm für die Schienenverkehrsanwendungen präsentieren und uns als Innovationstreiber in einem wachsenden Marktumfeld positionieren.

Wir haben im Geschäftsjahr 2018 viel bewegt und sehen die Delignit AG für ein nachhaltiges Umsatzwachstum in den kommenden Jahren gut gerüstet. Dies wäre nicht möglich ohne den unermüdlichen Einsatz und kollegialen Teamgeist unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Entsprechend möchten wir uns an dieser Stelle für den geleisteten Einsatz ganz herzlich bedanken. Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern, bei denen wir auf eine partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit vertrauen. Nicht zuletzt möchten wir uns als Vorstand auch bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen bedanken. Wir freuen uns, wenn Sie die Entwicklung der Delignit AG weiter begleiten.

Mit herzlichen Grüßen

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Der Vorstand

Markus Büscher

Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.

Thorsten Duray

Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)

Bericht des Aufsichtsrats

1. Berichterstattung

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.

Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 20. März 2018, 19. Juni 2018, 12. September 2018 sowie der am 22. November 2018 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

Im Juni 2018 hat der Vorstand den Aufsichtsrat darüber in Kenntnis gesetzt, dass dieser einen Großteil der ausübungsreifen Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) realisert. Aufgrund der Höhe des Auszahlungsbetrages hat der Aufsichtsrat mit separater Beschlussfassung vom 28. Juni 2018 die Ordnungsmäßigkeit der Berechnung und die Zuteilungsreife der Aktien festgestellt. Dafür lagen dem Aufsichtsrat zur Beurteilung der vertragskonformen Berechnung eine Stellungnahme der Kanzlei Mc-Dermott Will & Emery Rechtsanwälte Steuerberater LLP, Frankfurt, vor. Die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit wurde ebenfalls überprüft und durch die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, bestätigt.

2. Organisation

Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde zuletzt in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2017 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.

3. Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2018 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2018 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 20. März 2019 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 20. März 2019 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 28. März 2019 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 28. März 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse.

Blomberg, den 28. März 2019

Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der Aumann AG, Beelen. Herr Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert.

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Anton Breitkopf ist Mitglied des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1998 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Der Delignit Konzern entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische Werkstoffe und Systemlösungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Als anerkannter Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant führender Automobilkonzerne ist der Delignit Konzern u. a. Weltmarktführer für die Belieferung der Automobilindustrie mit Laderaumschutz- und Ladungssicherungs-Systemen zur Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge. Mit einer branchenweit einmaligen Anwendungsvielfalt und Fertigungstiefe bedient der Delignit Konzern zahlreiche weitere Technologiebranchen z. B. als weltweiter Systemlieferant namhafter Schienenfahrzeugkonzerne. Die Delignit-Lösungen verfügen über außergewöhnliche technische Eigenschaften und werden des Weiteren u. a. als Kofferraumladeboden in PKWs, Interieur-Ausstattungen für Reisemobile, Spezialböden für Fabrikations- und Logistikhallen sowie zur Verbesserung des Sicherheitsstandards von Gebäuden eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert überwiegend auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2018 durch ein stabiles Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen, wobei das Wachstum allerdings an Schwung verloren hat. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt jeweils um 2,2 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 aber immer noch über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 % liegt (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2018 vor allem aus dem Inland. Sowohl die privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als im Vorjahr. Die Zuwächse fielen aber deutlich geringer aus als in den letzten drei Jahren.

Die preisbereinigten Bruttoanlageinvestitionen legten im Jahr 2018 nochmals deutlich mit 4,8 % zu. In Ausrüstungen, im Wesentlichen Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, wurde preisbereinigt 4,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Auch die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2018 weiter zulegen, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 % höher als im Vorjahr, während die Importe im gleichen Zeitraum mit 3,4 % stärker zulegen konnten (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Konjunkturaussichten innerhalb der EU haben sich im Jahr 2018 aufgrund verschiedener Unwägbarkeiten gegenüber dem Vorjahr eingetrübt. In der am 07. Februar 2019 veröffentlichten Winterprognose 2019 der Europäischen Kommission wird für den Euroraum im Jahr 2018 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 1,9 % vorausgesagt, nachdem noch im Vorjahr ein Wachstum von 2,4 % erreicht worden war. Die Konjunkturdynamik war zu Beginn des Jahres verhalten, die Fundamentalfaktoren bleiben jedoch weiterhin positiv. Unwägbarkeiten ergaben sich aus dem Risiko, dass die chinesische Konjunktur drastischer an Tempo verlieren könne als zunächst erwartet und die globalen Finanzmärkte und viele aufstrebende Märkte für abrupte Veränderungen anfällig sind (Quelle: Winterprognose 2019 der Europäischen Kommission).

Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2018 positiv entwickelt.

Die Zulassungszahlen leichter Nutzfahrzeuge stiegen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 %, nachdem 2017 ein Wachstum von 3,9 % zu verzeichnen war. Insbesondere die größeren Märkte für leichte Nutzfahrzeuge haben im Jahr 2018 leicht an Dynamik verloren. So reduzierte sich das Wachstum der Zulassungszahlen in Spanien von 15,5 % im Vorjahr auf nunmehr 7,8 % und das Wachstum in Frankreich von 7,1 % auf 4,6 %. Die Zulassungszahlen in Italien und Großbritannien verringerten sich sogar um 6,0 % bzw. 1,3 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 5,4 % (Vj. 4,9 %), wohingegen die Zulassungszahlen im PKW-Markt um 0,2 % (Vj. 3,4 %) gegenüber dem Vorjahr gesunken sind (Quelle: ACEA).

In den Märkten der Holzwerkstoffindustrie ist der Umsatz in Deutschland von Januar bis November 2018 moderat um 0,3 % (Vj. +1,3 %) gesunken. Während im ersten Halbjahr 2018 fast ausschließlich positive Wachstumsraten ausgewiesen wurden, fielen die Umsätze der Holzwerkstoffindustrie in der zweiten Jahreshälfte deutlich zurück. Insbesondere in den Monaten September und November erreichten die Umsätze nur 92,5 % bzw. 93,4 % des Vorjahresniveaus. Deutlich belebter zeigte sich der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien. Hier wurde ein Wachstum von 1,9 % in den ersten elf Monaten erzielt (Vj. 3,1 %) (Quelle: Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie).

3. Marktumfeld des Delignit Konzerns

Im Geschäftsjahr 2018 konnten die Umsatzerlöse des Delignit Konzerns um 14,4 % auf 60.273 T€ (Vj. 52.683 T€) gesteigert werden. Damit konnte der Delignit Konzern erstmalig in seiner Unternehmensgeschichte ein Umsatzniveau von über 60 Mio. € generieren. Der Umsatz steigerte sich seit dem

Abbildung I: Umsatzentwicklung seit 2010 Delignit Konzern in T€

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 23,8 % (Vj. +7,0 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie eine weiter zunehmende Ausstattungsquote analog der Unternehmensstrategie "mehr Umsatz je Fahrzeug".

Abbildung II: Umsatz im Zielmarkt Automotive seit 2010 in T€

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte der im Vorjahr noch um 12,3 % gesteigerte Umsatz nicht gehalten werden. Verhältnismäßig schwache Umsätze in den Bereichen Building Equipment und Standard führten trotz weiter wachsender Umsätze im Zielmarkt Schiene zu einem kumulierten Umsatzrückgang von 9,3 % in diesen Märkten.

Abbildung III: Umsatz im Zielmarkt Technological Applications seit 2010 in T€

Das Umsatzwachstum des Delignit Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2018 aus geografischer Sicht erneut vornehmlich durch die Exportmärkte getragen, während der innerdeutsche Umsatz mit rund 2 % Wachstum nur leicht zulegen konnte. So konnte die Exportquote auf 43,7 % (Vj. 36,8 %) gesteigert werden, was einem Exportumsatz in Höhe von 26.328 T€ (Vj. 19.396 T€) entspricht.

Abbildung IV: Exportentwicklung in T€

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der Delignit Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin sehr erfolgreich und im Vergleich zu den Zielmärkten überwiegend überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte des Delignit Konzerns durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2: Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte starke und teilweise überproportionale Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern hervorragende Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 sowie in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2023 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

c. Beteiligungsunternehmen

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

Nicht produktive Einheit: Delignit Immobiliengesellschaft mbH (100,0 %) Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH (100,0 %)

Gesellschaften zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Die Delignit AG hält eine 17,9 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro S.A. / S.C. Cildro Service S.R.L. Die Blomberger Holzindustrie GmbH hält eine 24 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro Plywood S.R.L.

Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2018

Abbildung V: Organigramm des Delignit Konzerns

Die im Vorjahr im Organigramm abgebildete HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz, wurde mit Wirkung zum 01. Juli 2018 auf die DHK automotive GmbH verschmolzen.

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren lediglich die zwei Vorstände tätig.

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn entsprechend von 330 Mitarbeitern auf 361 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 52 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Abbildung VI: Entwicklung Personalbestand seit 2010

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2018 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit Konzern blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.

Ertragslage

Der Delignit Konzern hat im Jahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 60.273 T€ (Vj. 52.683 T€) erzielt. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 60.803 T€ (Vj. 52.745 T€).

Die Materialaufwendungen betrugen 55,8 % der Betriebsleistung und liegen auf dem Vorjahresniveau.

Die Personalaufwendungen betrugen 16.330 T€ nach 14.583 T€ im Vorjahr. Der Anstieg resultiert dabei aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl, Lohnerhöhungen sowie aus zusätzlichen Aufwendungen bzw. Rückstellungen im Rahmen des virtuellen Aktienoptionsprogramms für das Management. Im Berichtszeitraum wurden aus dem Aktienoptionsprogramm 240.000 Aktien von möglichen 300.000 Aktien (aus den laufenden Dienstverträgen) durch das Management realisiert. Der sich im Wesentlichen aufgrund des starken Kursanstiegs im ersten Halbjahr ergebene effektive Aufwand für die Realisierung wurde bereits im Unternehmensergebnis zum Halbjahr erfasst. Für die verbleibenden Aktienoptionen werden zusätzlich ratierlich Rückstellungen gebildet. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung sank die Personalaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 26,9 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sind gegenüber dem Vorjahr um 875 T€ angestiegen. Dieser Anstieg wurde insbesondere durch höhere Instandhaltungsaufwendungen für den Maschinenpark verursacht. Bedingt durch die umsatzbedingt höhere Maschinenbeanspruchung wurden auch im Jahr 2018 zusätzliche Reparaturen und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen notwendig. Trotz der zusätzlichen Ausgaben stieg die SBA-Quote lediglich moderat auf 8,1 % nach 7,6 % im Vorjahr.

Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.639 T€ (Vj. 4.865 T€) und konnte somit um 15,9% gesteigert werden. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9,3 % im Vergleich zu 9,2 % im Vorjahr.

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2018 bei 1.615 T€ (Vj. 1.733 T€). Die Reduzierung der Abschreibungen resultiert aus dem Wegfall der Abschreibung einer im Jahr 2017 vorgenommenen Vollabschreibung einer nicht genutzten Kaschierpresse und einer Klebeanlage.

Im Berichtszeitraum erhöhte sich das EBIT auf 4.024 T€ nach 3.132 T€ im Vorjahr.

Im Bereich der Produktentwicklung sind auch im Geschäftsjahr 2018 nicht unerhebliche Kosten entstanden. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 164 T€ (Vj. 163 T€) verbucht worden. Hinzu kommen Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern direkt als Aufwand verbucht.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen auf 17.333 T€ (Vj. 15.992 T€). Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die Vorräte beliefen sich auf 10.302 T€ nach 10.024 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen.

Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern.

Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 18.646 T€ (Vj. 16.508 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 48,7 % (Vj. 50,7 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:

Abbildung VII: Entwicklung des Eigenkapitals seit 2010 in T€

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 298 T€ (Vj. 942 T€). Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 8.122 T€ (Vj. 4.980 T€), wovon 5.090 T€ kurzfristig sind. Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 7.824 T€ (Vj. 4.038 T€). Der starke Anstieg der Nettoverschuldung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen.

Einerseits sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 2.952 T€ angestiegen, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass Lieferungen an einen OEM-Kunden aufgrund einer kundenseitigen Systemumstellung beim Kunden vorübergehend nicht bezahlt wurden.

Darüber hinaus sind auch die sonstigen kurzfristigen Forderungen angestiegen. Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus noch nicht angekauften sich in Prüfung befindlichen Factoring-Forderungen und aus Erstattungsansprüchen für Steuervorauszahlungen.

Andererseits war auch das Jahr 2018 von umfangreichen Investitionsmaßnahmen geprägt. Insbesondere wurde in neue Kapazitäten zur Aufnahme der Serienfertigung im Bereich Reisemobile investiert. Der Mittelabfluss aus Investitionsmaßnahmen im Jahr 2018 betrug 3.042 T€.

Insgesamt führte die Erhöhung des working capital zu einem negativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von -245 T€ (Vj. 3.390 T€).

Der Delignit Konzern verfügt über hinreichende Kreditlinien zur Finanzierung des working capital. Die Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weiterhin wurden für die Erreichung von verschiedenen Unternehmenszielen Boni ausgeschüttet. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Beschreibung des virtuellen Aktienoptionsprogramms findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

  • Der zunehmende Umfang an OEM-Serienbelieferungen ist marktstrategisch von höchster Bedeutung. Dadurch erhöht sich jedoch auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns von einzelnen Großkunden und der Automobilindustrie insgesamt. Dem wird mit dem weiteren Aufbau anderer Kunden in dieser oder artverwandten Branchen, aber auch mit der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche begegnet.
  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch als auch strategisch abgesichert werden. Durch die unvermindert starke Verwendung von Holz als Energieträger muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit Konzern mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen". Des Weiteren muss dem in den letzten Jahren witterungsbedingt zunehmenden Trend verkürzter Erntesaisons zur Verbreiterung der Beschaffungsbasis mit dem Aufbau weiterer Lieferquellen begegnet werden.

  • Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.

  • Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Mögliche Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.
  • Auf den Beschaffungsmärkten kann es bei (Haupt-)Lieferanten zu einem Ausfall kommen.
  • Aus der fortschreitenden Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken. Durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden, aber auch bei Lieferanten können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Internationale Trends bzw. Regularien (beispielsweise WLTP) können zu Marktveränderungen führen, auf die nur zeitverzögert reagiert werden kann.
  • Aus der Gründung der Delignit North America Inc. und daraus resultierenden Geschäftstätigkeit im NAFTA-Raum können regionale bzw. länderspezifische Risiken, Haftungsrisiken und auch Währungskursrisiken entstehen.
  • Aufgrund vermehrter Serienanläufe in beiden Marktbereichen, kann es auch aufgrund der zunehmenden Komplexität zu Kostenbelastungen kommen, die nicht an den Kunden weitergegeben werden können. Beispielsweise seien hier Sachverhalte wie Produktionsunterbrechungen (intern und extern), erhöhter Ausschuss, notwendiger Mehrarbeitsaufwand und zuzukaufende Beratungsdienstleistungen genannt.
  • Aufgrund der demografischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern. Aber auch die betrieblichen Fertigungskapazitäten sind auf die unterschiedlichen Neuanläufe auszurichten.

Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien Folgende genannt:

Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).

Vertragsmanagement:

Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.

Personalentwicklung:

Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.

Betriebliche Investitionstätigkeit:

Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.

  • Lieferantenmanagement: Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.
  • 9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern insbesondere zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Einerseits das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Andererseits einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Des Weiteren richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierender, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wird daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.

Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive wurden auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene wurden auf der Messe Innotrans 2018 in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2019 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • Geografische Übertragung

Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung in den vergangenen Jahren soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen des Marktbereichs Technological Applications verstärkt weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.

  • Auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung werden unverändert als Trend und Treiber erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das vorhandene Prozess-Know-how und die hohe Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
  • Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" "Kaskade" zu nutzen.

Die Wachstumsstrategie beruht auf einer Diversifikation in Nischen, basierend auf einer technologischen Marktführerschaft:

Abbildung VIII: Strategische Ausrichtung des Delignit Konzerns

10. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:

  • Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Hieran wird stetig im Rahmen eines bestehenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gearbeitet.
  • Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt durch eine intensive Ausbildung von Jugendlichen, Weiterbildung in allen Konzernbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards und gezielte Förderung des Führungsnachwuchses.
  • Der Vorstand hat Umwelt- und Klimaschutz als ein wichtiges Unternehmensziel festgelegt. Neben den beispielsweise bereits umgesetzten Standards der PEFC-Normen besteht ein Energiemanagementsystem, welches nach DIN ISO 50001 und ein Umweltmanagementsystem, welches nach DIN ISO 14001 zertifiziert ist.

11. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

13. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

14. Prognosebericht

Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzwachstum von 14,4 % bei einer EBITDA-Marge von 9,3 % erreicht und damit die Wachstumsprognose von 8,0 % und die Margenprognose von 9,2 % für das Jahr übertroffen.

Für das Jahr 2019 sind die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung trotz verschiedener Unsicherheiten positiv.

In allen Ländern der EU wird im Jahr 2019 weiteres Wirtschaftswachstum erwartet. Trotz der positiven Ausrichtung erwartet die Europäische Kommission im Jahr 2019 jedoch ein Abflachen des Wirtschaftswachstums in fast allen Mitgliedsländern der EU. Im Rahmen der Winterprognose der Europäischen Kommission wurde das erwartete Wirtschaftswachstum in der EU um 0,6 % auf 1,3 % gegenüber der Herbstprognose 2018 nach unten korrigiert. Gründe hierfür sind insbesondere in den handelspolitischen Spannungen zu suchen, die das Wirtschaftsklima derzeit belasten. Darüber hinaus könnte die chinesische Konjunktur drastisch eintrüben. Aus EU-Sicht stellen die Brexit-Verhandlungen und die sich daraus ergebenden Folgen einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor dar (Quelle: Winterprognose 2019 der Europäischen Kommission).

Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2019 einen sich fortsetzenden Anstieg des Bruttoinlandsprodukts. Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft das zehnte Jahr in Folge auf Wachstumskurs. So erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2019 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,0 %, was allerdings eine Verringerung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Gemäß dem Bericht bleibt der binnenwirtschaftliche Konsum für das Wirtschaftswachstum ein wichtiger Faktor.

Die vorausschauenden Konjunkturindikatoren wie z. B. die Geschäftserwartungen oder die Auftragseingänge des verarbeitenden Gewerbes sind moderat rückläufig. Allerdings befindet sich die deutsche Wirtschaft unverändert in einer wenngleich nur leichten Überauslastung der Produktionskapazitäten, sodass aus binnenwirtschaftlicher Sicht kein abrupter Abbruch der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung zu befürchten ist. Allerdings dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft und des Euroraums im Jahr 2019 etwas nachlassen. Die Risiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld haben sich allerdings deutlich erhöht (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2019 der Bundesregierung).

Der Wirtschaftsbereich Kraftwagen und Kraftwagenteile ist, gemessen an der Wertschöpfung, der größte Wirtschaftszweig des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Seit dem 01. September 2018 ist in der Europäischen Union das neue Messverfahren WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) verbindlich für die Erstzulassung von PKWs mit Otto- und Dieselmotoren vorgeschrieben. Mit dem neuen Verfahren sollen die Angaben für die Abgasemissionen und den Kraftstoffverbrauch realitätsnäher ermittelt werden. Da zum Einführungstermin allerdings nur beschränkte Kapazitäten auf den Prüfständen vorhanden waren, haben die Hersteller mit Produktionsdrosselungen reagiert. Im September 2018 kam es dann zu einem Einbruch der Neuzulassungen um mehr als 40 % gegenüber dem Vormonat. Die konjunkturellen Auswirkungen der Einführung des neuen Prüfstandards dürften zu Beginn des Jahres 2019 immer noch spürbar sein. Im weiteren Jahresverlauf sollte sich die PKW-Produktion in Deutschland jedoch wieder stärker an der globalen Nachfrage orientieren (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2019 der Bundesregierung).

Die Delignit AG sieht für das Geschäftsjahr 2019 gute Rahmenbedingungen für ein erneut dynamisches Wachstum. Die Einführung des WLTP-Messverfahrens zum 01. September 2018 stellt für die Delignit AG ein derzeit zwar existentes, gemessen an den Abrufplanungen der OEM-Kunden jedoch in seiner Auswirkung ein untergeordnetes Risiko dar.

Der Markt der Nutzfahrzeugindustrie wird insgesamt als robust eingeschätzt. Bei der Delignit AG wird 2019 ein Serienliefergeschäft im Exportmarkt UK ohne Kompensation auslaufen, aber dank des Neuanlaufes des OEM-Reisemobilauftrages sowie erweiterter Lieferumfänge und stabilen Abrufzahlen aus Bestandsgeschäft geht die Delignit AG von einer sehr starken Entwicklung im Marktbereich Automotive aus. In den Märkten der Technological Applications erwartet die Delignit AG für das Geschäftsjahr 2019 leicht rückläufige Umsätze.

Effekte aus der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung gemäß des IFRS 15 sind aufgrund eines neuen Kundenauftrages ab 2019 noch nicht abschätzbar.

Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen, einer stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten, plankonformen Serienanlaufkosten für den Reisemobilauftrag sowie eines normalisierten Aufwands aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 auf über 70 Mio. € steigern zu können und eine EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Blomberg, den 20. März 2019

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

IFRS-Konzernbilanz der Delignit AG zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

Anhang 31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 10.302 10.024
2. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
III. 2. 5.281 2.329
3. Forderungen gegen nahe
stehende Unternehmen
III. 3. 4 6
4. Sonstige kurzfristige
Forderungen/Vermögenswerte
III. 4. 3.625 1.965
5. Liquide Mittel III. 5. 298 942
Kurzfristige Vermögenswerte 19.510 15.266
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 6. 2.178 2.178
2. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
III. 7. 1.240 1.055
3. Sachanlagen III. 8. 13.915 12.759
4. Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
III. 10. 1.201 906
5. Aktive latente Steuern III. 11. 281 384
Langfristige Vermögenswerte 18.815 17.282
Aktiva, gesamt 38.325 32.548

PASSIVA

Anhang 31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 12./13./14. 2.990 3.093
2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten III. 13. 5.090 1.379
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
III. 13. 4.312 2.618
4. Erhaltene Anzahlungen 0 970
5. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 15. 1.470 1.399
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
13.862 9.459
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III.16. 1.192 1.365
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III.12. 81 19
3. Passive latente Steuern III.11. 1.106 1.083
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III.13. 3.032 3.601
5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III.15. 406 513
Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
5.817 6.581
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 17. 8.194 8.194
2. Kapitalrücklagen III. 18. 1.063 1.063
3. Direkt im Eigenkapital erfasste
Beträge
-568 -544
4. Ergebnisvortrag 7.385 5.867
5. Konzern-Ergebnis 2.572 1.928
Eigenkapital 18.646 16.508
Passiva, gesamt 38.325 32.548

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2018 der Delignit AG

Anhang 2018
T€
2017
T€
1. Umsatzerlöse IV. 1. 60.273 52.683
2. Sonstige betriebliche Erträge IV. 2. 281 327
3. Bestandsveränderungen 249 -265
4. Materialaufwand IV. 3. -33.937 -29.275
5. Personalaufwand IV. 4. -16.330 -14.583
6. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
Sachanlagen
IV. 5. -1.615 -1.733
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 6. -4.897 -4.022
8. Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT)
4.024 3.132
9. Zinsaufwendungen IV. 7. -182 -196
10 Finanzergebnis -182 -196
11. Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.842 2.936
12. Ertragsteuern IV. 8. -1.244 -947
13. Sonstige Steuern IV. 8. -26 -61
14. Konzernjahresergebnis 2.572 1.928
15. Ergebnis je Aktie in € IV. 9. 0,31 0,24
16. Konzernjahresergebnis
17. Versicherungsmathematische
2.572 1.928
Gewinne/Verluste aus Pensions
verpflichtungen
II. 15. -24 48
18. Sonstiges Konzernergebnis -24 48
19. Konzerngesamtergebnis
inklusive OCI
2.548 1.976
Anhang 2018
T€
2017
T€
20. Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensions
verpflichtungen
24 -48
21. Konzerngesamtergebnis
exklusive OCI
2.572 1.928
22. Ergebnisvortrag 7.795 6.113
23. Dividendenausschüttung -410 -246
24. Konzerngesamtergebnis
inklusive Ergebnisvortrag
9.957 7.795

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2018 der Delignit AG, Blomberg

Gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Rücklage
Pensionen
(OCI)
T€
Konzern
ergebnis
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Stand 31. Dezember 2016 8.194 1.063 -592 6.113 14.777
Dividendenausschüttung 0 0 0 -246 -246
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 48 0 48
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.928 1.928
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 48 1.682 1.731
Stand 31. Dezember 2017 8.194 1.063 -544 7.795 16.508
Dividendenausschüttung 0 0 0 -411 -411
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -24 0 -24
Konzernjahresergebnis 0 0 0 2.572 2.572
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -24 2.160 2.138
Stand 31. Dezember 2018 8.194 1.063 -568 9.955 18.646

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2018 der Delignit AG, Blomberg

2018
T€
2017
T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 4.024 3.132
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.615 1.733
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -214 995
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -121 249
Zwischensumme 5.304 6.109
Veränderung des Working Capital:
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva
-5.183 -243
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva
688 -1.586
Zwischensumme -4.495 -1.829
Ertragsteuerzahlungen -1.054 -890
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -245 3.390
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen -399 -77
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen -2.643 -2.492
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.042 -2.569
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Dividenden -410 -246
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten 4.303 0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.152 -980
Zinsauszahlungen -183 -197
Erhaltene Investitionsförderung 85 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.643 -1.423
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) -644 -602
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 942 1.544
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 298 942
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 298 942
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 298 942

Delignit AG, Blomberg Konzernanhang für 2018

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.

Der IFRS-Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) zum 31. Dezember 2018 wird voraussichtlich am 28. März 2019 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens (größter Konsolidierungskreis), der MBB SE, Berlin, HRB 165458, Amtsgericht Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315e HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2018 erstmalig verpflichtend oder freiwillig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.

Die folgenden Änderungen wurden geprüft, und, soweit verpflichtend, im Konzernabschluss der Delignit AG berücksichtigt:

Anzuwenden ab dem 01.01.2018:

IFRS 9 Financial Instruments (IASB Veröffentlichung: 24.07.2014, EU-Endorsement: 22.11.2016): Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Insbesondere wurden die Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte überarbeitet. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (IASB Veröffentlichung: 28.05.2014, EU-Endorsement: 22.09.2016): Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 'Revenue', IAS 11 'Construction Contracts' und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden - die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzierungsinstrumente und Versicherungsverträge.

Die am 28.05.2014 veröffentliche Fassung von IFRS 15 sah eine Erstanwendung für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 01.01.2017 beginnen. Der IASB hat am 11.09.2015 "Effective Date of IFRS 15" verabschiedet und damit das Datum der erstmaligen verpflichtenden Anwendung von IFRS 15 auf den 01.01.2018 verschoben. Weiterhin hat der IASB am 12.04.2016 "Clarifications to IFRS 15" veröffentlicht. Die Änderungen adressieren die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal/Agent-Erwägungen und Lizenzen) und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte und abgeschlossene Verträge ab.

IFRS 2 Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions (IASB Veröffentlichung: 20.06.2016, EU-Endorsement: 26.02.2018): Die Änderungen beschäftigen sich mit den einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentlichste Änderung bzw. Ergänzung besteht darin, dass in IFRS 2 nun Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen.

IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung: 12.09.2016, EU-Endorsement: 03.11.2017): Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestand zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen von Versicherern genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz.

IFRIC 22 Foreign Currency Transaction and Advance Consideration (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016, EU-Endorsement: 28.03.2018): Die Interpretation zielt darauf ab, die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten.

IAS 40 Transfers of Investment Property (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016, EU-Endorsement: 14.03.2018): Die Änderungen dienen der Klarstellung der Vorschriften in Bezug auf Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Insbesondere geht es darum, ob im Bau oder in der Erschließung befindliche Immobilien, die vorher als Vorräte klassifiziert wurden, in die Kategorie der der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert werden können, wenn eine offensichtliche Nutzungsänderung gegeben hat.

Annual Improvements 2014 - 2016 (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016, EU-Endorsement: 07.02.2018): Verbesserungen an IFRS 1 und IAS 28

Anzuwenden ab dem 01.01.2019

IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung: 13.01.2016, EU-Endorsement: 31.10.2017): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung des IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind die Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nicht-regenerativen Ressourcen; Rechte und Lizenzverträge über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15. Wir verweisen zu den Auswirkungen der Einführung des Standards auf III. 9 des Anhangs "Verpflichtung aus Leasing und Miete".

IFRIC 23 Uncertainity over Income Tax Treatments (IASB Veröffentlichung: 07.06.2017, EU-Endorsement: 23.10.2018): Der IASB hat die vom IFRS Interpretations Committee entwickelte Interpretation IFRIC 23 herausgegeben, um die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern klarzustellen.

IAS 28 Long-term Interests in Associates and Joint Ventures (IASB Veröffentlichung: 12.10.2017, EU-Endorsement: 08.02.2019): Die Änderungen stellen klar, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, IFRS 9 Finanzinstrumente einschließlich dessen Wertminderungsvorschriften auf langfristige Anteile an assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nicht nach der Equity-Methode abgebildet werden. Die Anwendung von IFRS 9 geht somit der Anwendung von IAS 28 vor.

IFRS 9 Prepayment Features with Negative Compensation (IASB Veröffentlichung: 12.10.2017, EU-Endorsement: 22.03.2018): Geringfügige Änderung an IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte mit sogenannten symmetrischen Kündigungsrechten, um deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt zur Modifikation von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zur Ausbuchung führen, eine Klarstellung.

Annual Improvements 2015 – 2017 (IASB Veröffentlichung: 12.12.2017, EU-Endorsement: offen): Verbesserungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23.

IAS 19 Plan Amendment, Curtailment of Settlement (IASB Veröffentlichung: 07.02.2018, EU-Endorsement: offen): Durch die Änderungen an IAS 19 wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Der IASB hat ferner in IAS 19 Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze ("asset Ceiling") auswirkt.

Anzuwenden ab dem 01.01.2020

Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards (IASB Veröffentlichung: 29.03.2018, EU-Endorsement: offen): Im neuen Rahmenkonzept (Framework) sind überarbeitete Definitionen von Vermögenswerten und Schulden sowie neue Leitlinien zur Bewertung und Ausbuchung, Ausweis und Angaben enthalten. Das neue Rahmenkonzept stellt keine grundlegende Überarbeitung des Dokuments dar, wie ursprünglich beabsichtigt war, als das Projekt 2004 aufgenommen wurde. Vielmehr hat sich der IASB auf jene Themengebiete beschränkt, die bis dato ungeregelt waren oder die erkennbare Defizite aufwiesen, die es abzustellen galt. Das überarbeitete Rahmenkonzept ist nicht Gegenstand des Endorsementverfahrens.

Zusammen mit dem überarbeiteten Rahmenkonzept hat der IASB auch Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards herausgegeben. Darin finden sich Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32. Die Änderungen an den IFRS-Standards infolge der Veröffentlichung des neuen Rahmenkonzepts sind Gegenstand des Endorsementverfahrens.

IFRS 3 Definition of a Business (Amendments to IFRS 3) (IASB Veröffentlichung: 22.10.2018, EU-Endorsement: offen): Die eng umrissenen Änderungen an IFRS 3 zielen darauf ab, die Probleme zu lösen, die aufkommen, wenn ein Unternehmen bestimmt, ob es einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben hat. Die Probleme resultieren daraus, dass die Bilanzierungsvorschriften für Geschäfts- oder Firmenwerte, Erwerbskosten und latenten Steuern beim Erwerb eines Geschäftsbetriebs anders sind als beim Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten.

Definition of Material (Amendments to IAS 1 und IAS 8) (IASB Veröffentlichung: 31.10.2018, EU-Endorsement: offen): Der International Accounting Standards Board (IASB) hat Definition von wesentlich (Änderungen an IAS 1 und IAS 8) herausgegeben, um die Definition von 'wesentlich' zu schärfen und um die verschiedenen Definitionen im Rahmenkonzept und in den Standards selbst zu vereinheitlichen.

Anzuwenden ab dem 01.01.2021

IFRS 17 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung: 18.05.2017, EU-Endorsement: offen): Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet. Darunter wird für eine Gruppe von Versicherungsverträgen beim erstmaligen Ansatz der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon, worauf sich Änderungen der zugrundeliegenden Parameter beziehen, wird im Rahmen der Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zunächst zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge kommen, die erst in späteren Perioden die GuV berührt.

IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (IASB Veröffentlichung: 11.09.2014, EU-Endorsement: offen): Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assozierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist vom IASB im Dezember 2015 auf unbestimmte Zeit verschoben worden, bis das Forschungsprojekt zur Bilanzierung nach der Equity-Methode abgeschlossen ist.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:

Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz, zum 01.07.2018 verschmolzen auf die DHK automotive GmbH (100,0 %)

Delignit North America Inc., Atlanta/Georgia, USA (100,0 %)

Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften

S.C. Cildro Plywood S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (24,0 % - at equity), und

S.C. Cildro S.A., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (17,9 % - at equity).

Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der ebenfalls in 2010 entkonsolidierten S.C. Cildro Service S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (at equity).

Konsolidierungskreis

Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Anteil
in %
Eigenkapital
Ergebnis
Blomberger Holzindustrie
GmbH
Blomberg 100 3.563.945,95 0,00*
Mit ihrer Tochtergesellschaft
Hausmann Verwaltungs
gesellschaft mbH
Blomberg 100 114.153,01 2.079,55
Delignit Immobilien
gesellschaft mbH
Blomberg 100 219.970,48 79.980,09
DHK automotive GmbH Oberlungwitz 100 2.205.000,32 678.575,38
Delignit North America Inc. Atlanta/Geor gia, USA 100 34.701,63 13.027,40

*Das Ergebnis des Jahres wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrags vom 05. April 2017 an die Delignit AG abgeführt.

Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Anteil
in %
Eigenkapital*
RON
Ergebnis*
RON
S.C. Cildro Plywood S.R.L. Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
24,0 10.255.335,35 1.258.118,19
S.C. CILDRO S.A. Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
17,9 21.887.596,26 194.697,61
Mit ihrer Tochtergesellschaft
S.C. Cildro Services S.R.L
Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
100 1.393.860,82 343.540,22

*Vorläufige, ungeprüfte Zahlen des Geschäftsjahres 2018

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Kalenderjahres.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen aus Gründen der Wesentlichkeit nicht notwendig, da alle größeren Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden. Mit der Gründung der Delignit North America Inc. wird die Fremdwährungsumrechnung eine zunehmende Bedeutung erhalten. Das Liefergeschäft wird zwar in Euro berechnet, allerdings werden Dienstleistungen vor Ort in USD eingekauft.

Die at equity bilanzierten Beteiligungswerte werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,664 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,654 RON.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres auf Angemessenheit überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 15 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2018 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,4 % (Vj. 1,4 %) zugrunde gelegt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:

in T€ 31.12.2018 Verän
derung
2018
31.12.2017 Verän
derung
2017
31.12.2016
Versicherungsmathematischer
Gewinn (+) / Verlust (-)
-811 -34 -777 68 -845
Steuereffekt 243 10 233 -20 253
Im OCI zu erfassendes Ergebnis: -568 -24 -544 48 -592

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

.

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die Kontrolle an den verkauften Waren und Erzeugnissen auf den Käufer übergegangen ist. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Der Konzern wendet den IFRS 15 retrospektiv an. Die Auswirkungen waren nicht wesentlich, es ergaben sich keine Änderungen in den Gewinnrücklagen. Die Vergleichszahlen 2017 wurden nicht angepasst.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.637 4.608
Unfertige Erzeugnisse 2.528 2.413
Fertige Erzeugnisse 3.137 3.003
Buchwert zum 31.12. 10.302 10.024

Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 210 T€ (Vj. 88 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.695 2.466
abzüglich Einzelwertberichtigungen -409 -137
abzüglich Anpassung nach IFRS 9 -5 0
Buchwert zum 31.12. 5.281 2.329

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist darauf zurückzuführen, dass Lieferungen an einen OEM-Kunden aufgrund einer Falscherfassung bei dem Kunden vorübergehend nicht im Gutschriftenverfahren abgerechnet und bezahlt wurden. Aufgrund einer vom Kunden abgelehnten Rechnung wurde aus Vorsichtsgründen eine Einzelwertberichtigung gebildet, woraus der Anstieg der Einzelwertberichtigungen zurückzuführen ist.

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.

3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 4 T€ (Vj. 6 T€) bestehen gegenüber der OBO Werke GmbH.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
Forderung aus Factoring 2.249 1.304
Forderung aus Steuern 1.243 523
Übrige sonstige Vermögenswerte 53 64
Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten 41 35
Erstattungsansprüche Energiesteuer 39 39
Buchwert zum 31.12. 3.625 1.965

Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus noch nicht angekauften sich in Prüfung befindlichen Factoring-Forderungen und aus Erstattungsansprüchen für Steuervorauszahlungen.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel in Höhe von 298 T€ bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

6. Geschäfts- oder Firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Anteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

7. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

8. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen. Abnutzbare Sachanlagen werden mit dem niedrigeren Wert aus dem Zeitwert und den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Abnutzbares Anlagevermögen wird linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

9. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Finance Lease

Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.

Operating Lease und Miete

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht. Die Leasingverbindlichkeiten werden nicht in der Bilanz ausgewiesen.

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Mindestleasingzahlungen aus Operating
Leasingverhältnissen in Folgejahren
99 141
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus unkündbaren Operating
Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 49 56
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 50 85
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 896 1.085
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die
wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 189 189
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 707 756
Über fünf Jahre 0 140

Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.

Der Delignit Konzern hat alle Leasingvereinbarungen des Konzerns im Hinblick auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften für Leasingverträge laut IFRS 16 überprüft. Der Standard wird sich auf die Bilanzierung der unkündbaren Operating-Leasingverhältnisse und den Mietverpflichtungen des Konzerns ab dem 01. Januar 2019 auswirken. Der Konzern wird den Standard verpflichtend übernehmen.

Dabei wird ein Vermögenswert aus dem Recht zur Nutzung eines Leasinggegenstandes und eine finanzielle Verbindlichkeit für Mietzahlungen angesetzt. Ausgenommen hiervon sind kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Aus Sicht des Konzerns werden dabei als kurzfristige Leasingverträge alle Verträge mit einer Laufzeit unter 12 Monaten eingestuft. Als geringwertige Leasingverträge werden alle Verträge mit Anschaffungskosten unter 5 T€ eingestuft, wobei jedes Wirtschaftsgut einzeln bewertet wird, auch wenn ein Leasingvertrag mehrere selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter umfasst.

Operating Leasingverträge werden für betrieblich genutzte Firmenfahrzeuge i.d.R. über vier Jahre abgeschlossen. Der Leasingaufwand pro Jahr beträgt ca. 45 T€, sodass der Ansatz eines Vermögenswertes und einer Verbindlichkeit bei einer durchschnittlichen Leasingdauer von zwei Jahren mit 90 T€ erwartet wird. Der Ersatz der Leasingzahlungen durch Abschreibungen wird zu einer Erhöhung des EBITDA in Höhe der nicht mehr verbuchten Leasingzahlungen führen, da die Abschreibungen für die Vermögenswerte erst nach dem EBITDA ausgewiesen werden. Ein wesentlicher Einfluss auf das Konzernergebnis wird nicht erwartet.

Für den Standort der DHK automotive GmbH in Oberlungwitz wurde ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren für die Anmietung einer Gewerbefläche unterzeichnet. Die verbleibende Verpflichtung aus dem Mietvertrag beträgt zum Stichtag 31.12.2018 noch 896 T€, die zum 01.01.2019 als Basis für den Ansatz eines bilanziellen Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit verwendet wird. Wie bei den Operating Leasingverträgen wird der Ersatz des Mietaufwands durch die Abschreibung zu einer Erhöhung des EBTDA in voraussichtlicher Höhe einer Jahresmiete führen. Ein wesentlicher Einfluss auf das Konzernergebnis wird nicht erwartet.

10. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2018 sind Aufwendungen in Höhe von 106 T€ angefallen.

11. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2018 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2018
T€
aktiv
31.12.2018
T€
passiv
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 278 0
- sonstige Rückstellungen 3 117
- Wertberichtigungen 0 21
- Anlagevermögen 0 968
281 1.106

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2017 wurde wie folgt ausgewiesen:

31.12.2017
T€
aktiv
31.12.2017
T€
passiv
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 56 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 328 0
- sonstige Rückstellungen 0 54
- Wertberichtigungen 0 22
- Anlagevermögen 0 1.007
384 1.083

Seite 55 von 80

12. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt

Stand
01.01.2018
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2018
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 19 0 2 0 2 19
Altersteilzeit 0 0 0 0 62 62
19 0 2 0 64 81
Steuerrückstel-
lungen (kurzfris-
tige Rückstel-
lungen)
Gewerbesteuer 468 0 310 0 496 654
Körperschaft
steuer
361 0 381 0 430 410
Sonstige 10 0 10 0 79 79
839 0 701 0 1.005 1.143
858 0 703 0 1.069 1.224
Stand
01.01.2017
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2017
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 19 0 2 0 2 19
19 0 2 0 2 19
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 128 0 0 0 340 468
Körperschaft
steuer
164 0 0 0 197 361
Sonstige 8 0 0 0 2 10
300 0 0 0 539 839
319 0 2 0 541 858

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

13. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

bis zu
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
5.090 2.375 657 8.122
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
4.312 0 0 4.312
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.848 0 0 1.848
Sonstige Verbindlichkeiten 1.470 220 186 1.876
Stand 31.12.2018 12.720 2.595 843 16.158

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.143 T€ und die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter in Höhe von 1.847 T€ sind in der IFRS-Konzernbilanz in der Position "Sonstige kurzfristige Rückstellungen" summiert.

bis zu
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.379 2.541 1.060 4.980
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
2.618 0 0 2.618
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
2.254 0 0 2.254
Erhaltene Anzahlungen 970 0 0 970
Sonstige Verbindlichkeiten 1.399 311 202 1.912
Stand 31.12.2017 8.620 2.852 1.262 12.734

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 1,0 % und 4,5 % (Vj. 0,9 % und 4,5 %) unverändert verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 6.520 T€ (Vj. 7.702 T€).

14. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Ungewisse Verbindlichkeiten 768 1.401
Ausstehende Rechnungen 330 152
Löhne und Gehälter 275 162
Urlaubsansprüche 250 224
Sonstige Rückstellungen 74 166
Abschluss- und Prüfungskosten 106 96
Boni 45 53
1.848 2.254

In den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 419 T€ (Vj. 1.323 T€) enthalten.

15. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Kurzfristig
Sonstige Debitoren 420 405
Löhne und Gehälter 466 404
Lohnsteuer 323 279
Umsatzsteuer 66 237
Verbindlichkeiten Mietkauf 90 41
Sonstige 105 33
1.470 1.399
Langfristig
Verbindlichkeiten Mietkauf 220 311
Unterstützungskasse 186 202
406 513
1.876 1.912

16. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie GmbH.

2018
T€
2017
T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn
des Geschäftsjahres
1.365 1.498
- Inanspruchnahme -144 -144
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 18 59
-/+ versicherungsmathematische Gewinne/
Verluste (inkl. darauf entfallender latenter
Steuern)
-47 -48
Pensionsrückstellungen am Ende
des Geschäftsjahres
1.192 1.365

Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:

2018
%
2017
%
Rechnungszins 1,40 1,40
Rententrend 2,00 2,00

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:

Bei einem Zinssatz von 1,9 % und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.150 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 41 T€.

Bei einem Zinssatz von 1,4 % und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.150 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 41 T€.

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 544 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:

Pensionsrücklage 31.12.2017: 544 T€
Versicherungsmathematischer Verlust: + 34 T€
Latente Steuern: - 10 T€
Pensionsrücklage 31.12.2018: 568 T€

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2019 betragen 114 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

17. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2018".

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB SE: 76,1 %
Streubesitz: 23,9 %

18. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.

Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2018
T€
2017
T€
Deutschland 33.945 33.287
EU 23.448 15.969
Sonstige 2.880 3.427
60.273 52.683

Prozentual ergibt sich damit die folgende Umsatzaufteilung nach Regionen:

2018 2017
Deutschland 56,3 % 63,2 %
EU 38,9 % 30,3 %
Sonstige 4,8 % 6,5 %
100,0 % 100,0 %

Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 33,3 % (Vj. 34,5 %) und bei dem zweitgrößten 28,8 % (Vj. 24,3 %).

Die Realisierung von Umsätzen entsprechend den Vorschriften nach IFRS 15 wurde geprüft. Da der Delignit Konzern bisher keine Produkte herstellt, die auf einen speziellen Abnehmer in der Form zugeschnitten sind, dass sie ausschließlich für diesen Kunden Verwendung finden können, konnte das Unternehmen nicht mit einer Gegenleistung für fertiggestellte Produkte rechnen. Eine spezifische Abnahmeverpflichtung für Produkte für Kunden bestand zum Bilanzstichtag nicht. Der Delignit Konzern hat aus fertiggestellten aber noch nicht gelieferten Produkten keinen Umsatz realisiert.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2018
T€
2017
T€
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen
94 11
Erträge aus früheren Geschäftsjahren 53 10
Erträge aus Bonusvereinbarungen 36 122
Erträge aus Schadensersatz 31 35
Erträge aus Weiterberechnungen 29 29
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
6 57
Sonstige Erträge 32 63
281 327

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2018
T€
2017
T€
Aufwendungen für Rohstoffe 21.480 18.238
Aufwendungen für Handelswaren 4.525 5.155
Frachtkosten 2.619 1.378
Fremdleistungen 2.451 1.965
Sonstiges Material und Energie 2.862 2.539
33.937 29.275

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2018
T€
2017
T€
Löhne und Gehälter 13.839 12.021
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
2.481 2.362
Sonstige Personalkosten 10 200
16.330 14.583

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen und Inanspruchnahmen aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 1.240 T€ (Vj. 709 T€). Wir verweisen bzgl. der Einzelheiten auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands im Abschnitt VII (Sonstige Pflichtangaben).

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:

2018
T€
2017
T€
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
210 216
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.404 1.517
1.615 1.733

Wertanpassungen aus Wertminderungen oder Zuschreibungen von Vermögenswerten gemäß IAS 36 wurden in 2018 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2018 2017
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.839 1.561
Recht und Beratung 349 333
Zuführung zu Wertberichtigungen 315 299
Fremdleistungen 270 204
Miete, Pacht, Leasing 250 270
Reisekosten/KFZ-Kosten 229 197
Gewährleistungsaufwand 227 56
Werbungskosten 175 84
Versicherungen 172 154
Entwicklungskosten 164 163
Nebenkosten Geldverkehr 85 100
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 53 41
Gebühren und Beiträge 54 37
Prozesskosten 0 13
Übrige 715 510
4.897 4.022

7. Finanzaufwendungen

2018
T€
2017
T€
Bankzinsen 127 153
Sonstige Zinsen 55 43
182 196

8. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2018
T€
2017
T€
Ertragsteuern 1.244 947
Sonstige Steuern 26 61
1.270 1.008

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 stellt sich wie folgt dar:

2018 2017
T€
3.842 2.936
-1.153 -881
-91 -66
-1.244 -947
T€

9. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2018 2017
Den Inhabern von Stammaktien des Mutter
unternehmens zuzurechnendes Ergebnis
2.572.700 € 1.927.346 €
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
des Ergebnisses je Aktie
8.193.900 8.193.900
Ergebnis je Aktie 0,31 € 0,24 €

V. IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 10.111 T€ (Vj. 5.206 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, sofern keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 13. "Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2018 noch in 2017 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 4.402 T€ (Vj. 494 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 88,0 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2018 an:

  • Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations)
  • Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2018 an:

  • Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats der Aumann AG)
  • Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen)
  • Anton Breitkopf

(auch: Mitglied des Verwaltungsrats der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford)

2. Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm der Vorstandsverträge 2013 ist für das Geschäftsjahr 2018 ein zusätzlicher Anspruch auf 45.000 Aktien entstanden, sodass sämtliche Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsverträge 2013) im Geschäftsjahr 2018 zugeteilt und ausübungsreif wurden. Im Juni 2018 hat der Vorstand 240.000 Aktien im Kurs fixiert und zur Realisierung angezeigt. Der Aufsichtsrat hat mit Beschlussfassung vom 28. Juni 2018 die Ordnungsmäßigkeit der Berechnung und die Zuteilungsreife der Aktien festgestellt und somit die Zahlung in Höhe von insgesamt 2.217.100 € für den Vorstand freigegeben.

Zum Jahresende ergibt sich ein verbleibender Anspruch aus dem Aktienoptionsprogramm I (Vorstandsvertrag 2013) von 60.000 Aktien (Startkurs 1,30 €) sowie dem Aktienoptionsprogramm II (Vorstandsverträge 2017) pro rata ein Anspruch von weiteren 15.000 Aktien (Startkurs 5,82 €). Der relevante Ausübungskurs zum 31. Dezember 2018 wurde mit 6,86 €/Aktie ermittelt. Der beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 damit insgesamt 349.085,59 €.

Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des Stichtagskurses von 6,49 €/ Aktie zum 31. Dezember 2017 festgestellten und bilanzierten Rückstellung in Höhe von 1.326.300,00 € ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 somit ein Aufwand aus den Aktienoptionsprogrammen I und II in Höhe von kumuliert 1.239.885,59 €.

2018 2017
T€ T€
Fixgehalt 329 T€ 312 T€
Geschäftsjahresbonus 168 T€ 146 T€
Virtuelles Aktienoptionsprogramm 1.240 T€ 710 T€
Gesamtbezüge des Vorstands 1.737 T€ 1.168 T€

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Nahestehende Unternehmen

Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

b) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.

c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2018 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • Vorsitzender, Herr Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
  • Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
  • Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€

4. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich beschäftigt:

2018 2017
Mitarbeiter 352 326

Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 361 Mitarbeiter.

5. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2018 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

b) Steuerberatung:
41,3 T€
a) Abschlussprüfung: 54,0 T€

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

7. Gewinnverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2018 in Höhe von 3.608.360,93 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 28. März 2019 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, einen Betrag in Höhe von 3.000.000,00 € in die Gewinnrücklage einzustellen, eine Dividende in Höhe von 409.695,00 € bzw. 5 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 198.665,93 € auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Blomberg, den 20. März 2019

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
Gesamte
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
Umbuchung Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
Buchwert am
Ende des
Geschäfts
jahres
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
materielle Vermögensgegenstände
m
I. I
Werte sowie
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrech
Werten
Lizenzen an solchen Rechten und
te und ähnliche Rechte und
1.288 7 0 731 564 659 101
wicklungskosten
2. Aktivierte Ent
761 0 0 537 224 336 112
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 1.000 0 0 0
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 2.178 2.178 0
5. Geleistete Anzahlungen 59 392 0 0 451 59 0
5.287 399 0 2.268 3.418 3.232 213
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
mden Grundstücken
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Bauten auf fre
12.558 24 0 7.867 4.715 4.916 225
Maschinen
2. Technische Anlagen und
19.169 -33 3.815 16.991 5.959 2.868 691
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
8.390 657 0 7.797 1.250 1.079 486
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
3.896 1.910 -3.815 0 1.991 3.896 0
44.012 2.558 0 32.655 13.915 12.759 1.402
49.299 2.957 0 34.923 17.333 15.992 1.615

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Delignit AG, Blomberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Delignit AG, Blomberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Delignit AG, Blomberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
  • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, den 20. März 2019

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stramitzer gez. Wiethe Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2018 der Delignit AG

Bilanz

Aktiva 31.12.2018 31.12.2017
in T€ in T€
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen 10.429 9.488
Anlagevermögen 10.429 9.488
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
3.652 3.794
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
258 263
Umlaufvermögen 3.910 4.057
Bilanzsumme 14.339 13.545
Passiva
Eigenkapital 12.791 11.580
Rückstellungen 1.468 1.852
Sonstige Passiva 80 113
Bilanzsumme 14.339 13.545
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2018 31.12.2017
in T€ in T€
Umsatzerlöse 610 616
Sonstige betriebliche Erträge 117 0
Personalaufwand 1.825 1.179
Sonstige betriebliche Aufwendungen 378 252
Erträge aus Beteiligungen 0 0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.394 3.253
Zinsen und ähnliche Erträge 444 266
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 2.362 2.704
Steuern vom Einkommen und Ertrag 741 641
Jahresüberschuss 1.621 2.063
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.397 580
Ausschüttung an die Aktionäre 410 246
Bilanzgewinn 3.608 2.397

Finanzkalender

Geschäftsbericht 2018:

bis Ende April 2019

Hauptversammlung 2019:

  1. Juni 2019

Halbjahresbericht 2019:

bis Ende August 2019

Ende des Geschäftsjahres 2019:

  1. Dezember 2019

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

Impressum

© Delignit AG 2019 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn

Notizen:

Delignit AG

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