Annual Report • Apr 9, 2018
Annual Report
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Geschäftsbericht 2017
Delignit AG
| Kurzporträt der Delignit AG | 5 |
|---|---|
| Delignit Konzern auf einen Blick | 6 |
| Grußwort des Vorstands | 7 |
| Der Vorstand | 9 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 |
| Der Aufsichtsrat | 13 |
| Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Delignit AG, Blomberg | 14 |
| Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft | 14 |
| Geschäfts- und Rahmenbedingungen | 14 |
| Marktumfeld des Delignit Konzerns | 15 |
| Organisation | 17 |
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 19 |
| Sicherungsgeschäfte | 21 |
| Vergütungsbericht | 21 |
| Risikobericht | 22 |
| Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns | 23 |
| Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 25 |
| Nachtragsbericht | 25 |
| Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen | |
| zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG | 25 |
| Sonstige Angaben | 26 |
| Prognosebericht | 27 |
| IFRS-Konzernbilanz 2017 der Delignit AG | 28 |
| IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017 der Delignit AG |
30 |
| IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung | |
| zum 31. Dezember 2017 der Delignit AG | 32 |
| IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung | |
| zum 31. Dezember 2017 der Delignit AG | 33 |
| Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017 der Delignit AG | 34 |
| Methoden und Grundsätze | 34 |
| Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 39 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 49 |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 59 |
| IFRS-Konzernkapitalflussrechnung | 63 |
| Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements | 63 |
| Sonstige Pflichtangaben | 66 |
| Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2017 der Delignit AG | 69 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 70 |
| Kurzfassung des Jahresabschlusses 2017 der Delignit AG | 71 |
| Finanzkalender | 73 |
| Kontakt | 73 |
| Impressum | 73 |
Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.
Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.
Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.
Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:
Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung. In der Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.
Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind u. a. in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u. a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z. B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).
| Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) | 2017 IFRS |
2016 IFRS |
∆ 2017/ 2016 |
|---|---|---|---|
| Ergebniszahlen | T€ | T€ | % |
| Umsatzerlöse | 52.683 | 48.565 | 8,5 % |
| Betriebsleistung | 52.745 | 49.478 | 6,6% |
| Materialaufwand | -29.275 | -28.926 | 1,2% |
| Personalaufwand | -14.583 | -13.474 | 8,2% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.022 | -3.356 | 19,8% |
| EBITDA | 4.865 | 3.722 | 30,7% |
| EBITDA-Marge | 9,2 % | 7,5 % | 1,7%* |
| EBIT | 3.132 | 2.360 | 32,7% |
| EBIT-Marge | 5,9 % | 4,8 % | 1,2%* |
| EBT | 2.936 | 2.140 | 37,2% |
| EBT-Marge | 5,6 % | 4,3 % | 1,2%* |
| Konzernjahresergebnis | 1.928 | 1.448 | 33,1% |
| Anzahl Aktien | 8.193.900 | 8.193.900 | 0,0% |
| eps in | 0,24 | 0,18 | 33,1% |
| Bilanzzahlen | T€ | T€ | % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 17.282 | 16.784 | 3,0% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.266 | 15.687 | -2,7% |
| Darin enthaltene liquide Mittel | 942 | 1.544 | -39,0% |
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 8.194 | 8.194 | 0,0% |
| Sonstiges Eigenkapital | 8.314 | 6.583 | 26,3% |
| Eigenkapital ingesamt | 16.508 | 14.777 | 11,7% |
| Eigenkapitalquote | 50,7 % | 45,5 % | 5,2%* |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 6.581 | 7.352 | -10,5% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 9.459 | 10.342 | -8,5% |
| Bilanzsumme | 32.548 | 32.471 | 0,2% |
| Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) | -4.038 | -4.457 | -9,4% |
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)
| Deutschland | 330 | 318 | 3,8% |
|---|---|---|---|
* Veränderung in Prozentpunkten
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
zum wiederholten Male freuen wir uns, Ihnen an dieser Stelle einen Umsatzrekord der Delignit AG vermelden zu können. Mit einer Steigerung von über 8 % konnten wir den Konzernumsatz erstmalig über die Schwelle von 50 Mio. Euro heben; konkret wurden im Geschäftsjahr 2017 Umsätze in Höhe von 52,7 Mio. Euro generiert. Zu diesem Wachstum trugen beide Zielmärkte bei, also sowohl der Marktbereich Automotive als auch der Marktbereich Technological Applications. Insbesondere im letzteren fiel das Wachstum mit einer Umsatzsteigerung von über 12 % stark aus. Maßgeblicher Wachstumstreiber war hier die hohe Nachfrage nach unseren Lösungen im Bereich der Schienenverkehrsanwendungen. Auch in unseren Bemühungen, das Geschäftsmodell geografisch zu übertragen, waren wir sehr erfolgreich. So erzielten wir im vergangenen Jahr bereits rund 37 % des Umsatzes in Exportmärkten, ebenfalls ein Rekordwert.
Mindestens ebenso erfreulich ist – gemessen an der Umsatzsteigerung – das überproportionale Wachstum des Unternehmensergebnisses. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2017 um fast 31 % auf 4,9 Mio. Euro, und das Konzernergebnis legte um mehr als 33 % auf 1,9 Mio. Euro zu.
So sehr wir vor dem Hintergrund dieser Erfolgszahlen mit dem Geschäftsjahr 2017 zufrieden sein dürfen, so sehr behalten wir die Zukunft im Auge. Die guten Zahlen gingen nämlich erneut einher mit operativen Erfolgen, die sich nachhaltig positiv auf die zukünftige Geschäftsentwicklung auswirken werden. So ist es uns unter Nutzung unserer starken Marktstellung und hohen Innovationskraft gelungen, mehrere bedeutsame Aufträge in beiden Zielmärkten zu gewinnen. Gleich von zwei Automobilkonzernen haben wir beispielsweise Beauftragungen für die Lieferung von Ladungssicherungspaketen inklusive Befestigungstechnik für Pick-Up-Fahrzeuge erhalten und uns damit erfolgreich in diesem Markt etablieren können. Weitere Impulse erwarten wir in diesem Jahr von den anstehenden Leitmessen "IAA Nutzfahrzeuge" in Hannover und "Innotrans" in Berlin.
Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung in beiden Zielmärkten und getragen von dem durchaus fundierten Optimismus, dass es uns auch weiterhin gelingen wird, das Geschäftsmodell der Delignit AG geografisch wie auch anwendungsseitig zu übertragen, werden wir auch zukünftig in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten und in die Optimierung der Abläufe investieren.
An den Erfolgen des abgelaufenen Geschäftsjahres und an jenen, auf die wir künftig zusteuern, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Unternehmen des Delignit Konzerns entscheidenden Anteil. Zu allererst gilt daher ihnen unser ganz besonderer Dank für unermüdlichen Einsatz und kollegialem Teamgeist. Hervorheben möchten wir auch die partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern. Unseren Aktionärinnen und Aktionären danken wir für ihr Vertrauen. Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf eine weiterhin prosperierende Entwicklung unseres Unternehmens und damit auf neue Rekorde.
Mit herzlichen Grüßen
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Markus Büscher
Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.
Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.
Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 20. April 2017, 20. Juni 2017, 18. September 2017, 14. November sowie der am 11. Dezember 2017 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 11. Dezember 2017 wurden mit dem Vorstandsvorsitzenden Markus Büscher und dem Vorstand Thorsten Duray Verträge für eine weitere Amtszeit vom 01. Oktober 2018 bis 30. September 2023 geschlossen. Der Aufsichtsrat freut sich darüber, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Vorstand somit langfristig fortgesetzt werden kann.
Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde zuletzt in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2017 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2017 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2017 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 08. März 2018 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 08. März 2018 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem […] Bericht des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2018 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 20. März 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse.
Blomberg, den 20. März 2018
Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin. Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert.
Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.
Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1998 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Geschäftsführender Direktor (CFO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford.
Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
Der Delignit Konzern entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische Werkstoffe und Systemlösungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Als anerkannter Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant führender Automobilkonzerne ist der Delignit Konzern u. a. Weltmarktführer für die Belieferung der Automobilindustrie mit Laderaumschutz- und Ladungssicherungs-Systemen zur Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge. Mit einer branchenweit einmaligen Anwendungsvielfalt und Fertigungstiefe bedient der Delignit Konzern zahlreiche weitere Technologiebranchen z. B. als weltweiter Systemlieferant namhafter Schienenfahrzeugkonzerne. Die Delignit-Lösungen verfügen über außergewöhnliche technische Eigenschaften und werden des Weiteren u. a. als Kofferraumladeboden in PKWs, Spezialböden für Fabrikations- und Logistikhallen sowie zur Verbesserung des Sicherheitsstandards von Gebäuden eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert überwiegend auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2 -neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse.
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 durch ein starkes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten 10 Jahre lag (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2017 primär aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,0 %. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten im Jahr 2017 mit 3,0 % zu. In Ausrüstungen, im Wesentlichen Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr.
Auch die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2017 weiter zulegen. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 % höher als im Vorjahr, während die Importe im gleichen Zeitraum mit 5,2 % stärker zulegen konnten (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das Jahr 2017 zum Teil kräftige Wachstumsraten auf. In der am 09. November 2017 veröffentlichten Herbstprognose der Europäischen Kommission wird für den Euroraum im Jahr 2017 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % vorausgesagt. Die Wirtschaft im Euroraum ist damit im Jahr 2017 so kräftig gewachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Alles in allem hat sich die europäische Wirtschaft in diesem Jahr erheblich besser entwickelt als erwartet, was einem robusten privaten Konsum, einer lebhafteren Weltkonjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit zu verdanken ist. Auch die Investitionen ziehen im Euroraum an, da die Finanzierungsbedingungen günstig sind und sich das Geschäftsklima mit nachlassenden Unsicherheiten deutlich aufgehellt hat (Quelle: Herbstprognose 2017 der Europäischen Kommission).
Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2017 ebenfalls positiv entwickelt.
Die Zulassungszahlen leichter Nutzfahrzeuge stiegen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 %, nachdem 2016 ein Wachstum von 11,9 % zu verzeichnen war. Das Wachstum wurde dabei insbesondere durch Spanien (+15,5 %) und Frankreich (+7,1 %) getrieben, während die Zulassungszahlen in Großbritannien und in Italien um 3,6 % bzw. 3,4 % zurückgegangen sind. In Italien waren die Zulassungszahlen jedoch im Vorjahr um 50,0 % angestiegen, sodass die Zulassungszahlen im Jahr 2017 trotz des moderaten Rückgangs auf einem hohen Niveau verblieben. Mit wenigen Ausnahmen stiegen die Zulassungszahlen in allen weiteren Ländern Europas an (Quelle: ACEA).
Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 4,9 % (Vj. 8,5 %) und im PKW-Markt um 3,4 % (Vj. 4,5 %) an (Quelle: ACEA).
In den Märkten der Holzwerkstoffindustrie erhöhte sich der Umsatz von Januar bis November 2017 moderat um 1,3 % (Vj. -1,0 %). Während im ersten Halbjahr 2017 sowohl positive wie auch negative monatliche Wachstumsraten ausgewiesen wurden, stabilisierten sich in der zweiten Jahreshälfte die monatlichen Wachstumsraten des Umsatzes zwischen 0,7 % und 5,9 %. Deutlich belebter zeigte sich der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien. Hier wurde ein Wachstum von 3,1 % in den ersten elf Monaten erzielt (Vj. -0,3 %) (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Im Geschäftsjahr 2017 konnten die Umsatzerlöse des Delignit Konzerns um 8,5 % auf 52.683 T€ (Vj. 48.565 T€) gesteigert werden. Damit konnte der Delignit Konzern auch im vierten Jahr in Folge einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Der Umsatz steigerte sich seit dem Geschäftsjahr 2010 um jährlich durchschnittlich 10,8 % und hat sich im Mehrjahresvergleich wie in der folgenden Tabelle dargestellt entwickelt:
Abbildung I: Umsatzentwicklung seit 2010 Delignit Konzern in T€
Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 7,0 % (Vj. +8,4 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den neu angelaufenen Serienaufträgen für OEM-Kunden.
Abbildung II: Umsatz im Zielmarkt Automotive seit 2010 in T€
In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum erreicht werden. Mit einem Wachstum von 12,3 % im Geschäftsjahr konnte an die Steigerungsrate des Vorjahres in Höhe von 12,1 % angeknüpft werden. Stärkster Wachstumsträger waren die Spezialanwendungen, die auch die Schienenverkehrslösungen umfassen. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit und die technologische Positionierung hat sich der Delignit Konzern in diesem Bereich weltweit ein hohes Ansehen verschafft, sodass er vermehrt zu den bedeutenden Ausschreibungen eingeladen wird.
Abbildung III: Umsatz im Zielmarkt Technological Applications seit 2010 in T€
Wesentlicher Treiber des Umsatzwachstums war auch im Jahr 2017 das Exportwachstum, während der innerdeutsche Umsatz leicht rückläufig war. So konnte die Exportquote auf 36,8 % (Vj. 30,1 %) gesteigert werden, was einem Exportumsatz in Höhe von 19.396 T€ (Vj. 14.599 T€) entspricht.
Die dynamische Exportentwicklung erkennt man an folgendem Schaubild:
Abbildung IV: Exportentwicklung in T€
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der Delignit Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin sehr erfolgreich und im Vergleich zu den Zielmärkten überwiegend überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte des Delignit Konzerns durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 : Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte starke und teilweise überproportionale Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern hervorragende Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum geschaffen.
a. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 sowie in der Hauptversammlung vom 20. Juni 2017 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Personal, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2023 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:
Abbildung V: Organigramm des Delignit Konzerns
Für die Delignit AG waren lediglich die zwei Vorstände tätig.
Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn entsprechend von 318 Mitarbeitern auf 330 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 46 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.
Abbildung VI: Entwicklung Personalbestand seit 2010
Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2017 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.
Der Delignit Konzern blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.
Der Delignit Konzern hat im Jahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 52.683 T€ (Vj. 48.565 T€) erzielt. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 52.745 T€ (Vj. 49.478 T€).
Die Materialaufwendungen betrugen 55,5 % der Betriebsleistung und liegen 3,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau von 58,5 %. Die Verringerung ist insbesondere auf einen veränderten Produktmix zurückzuführen.
Die Personalaufwendungen betrugen 14.583 T€ nach 13.474 T€ im Vorjahr. Der Anstieg resultiert dabei aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie aus zusätzlichen Rückstellungen im Rahmen des virtuellen Aktienoptionsprogramms des Vorstands. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung stieg die Personalaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 27,7 %.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sind gegenüber dem Vorjahr um 666 T€ angestiegen. Dieser Anstieg wurde insbesondere durch höhere Instandhaltungsaufwendungen für den Maschinenpark verursacht. Bedingt durch die umsatzbedingt höhere Maschinenbeanspruchung wurden zusätzliche Reparaturen und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen notwendig. Trotz der zusätzlichen Ausgaben stieg die SBA-Quote lediglich moderat auf 7,6% nach 6,8 % im Vorjahr.
Das EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.865 T€ (Vj. 3.722 T€) und konnte somit um 30,7 % gesteigert werden. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9,2 % nach 7,5 % im Vorjahr.
Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 1.733 T€ (Vj. 1.362 T€). Der Anstieg resultiert dabei u. a. aus der Vollabschreibung einer nicht genutzten Kaschierpresse und einer Klebeanlage (insgesamt 237 T€).
Im Berichtszeitraum erhöhte sich das EBIT somit auf 3.132 T€ nach 2.360 T€ im Vorjahr.
Im Bereich der Produktentwicklung sind auch im Geschäftsjahr 2017 nicht unerhebliche Kosten entstanden. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 163 T€ (Vj. 107 T€) verbucht worden. Hinzu kommen Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern direkt als Aufwand verbucht.
Zum Bilanzstichtag belief sich das Anlagevermögen auf 15.992 T€ (Vj. 15.156 T€). Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die Vorräte beliefen sich auf 10.024 T€ nach 9.030 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen.
Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie aus Löhnen und Gehältern.
Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 16.508 T€ (Vj. 14.777 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 50,7 % (Vj. 45,5 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:
Abbildung VII: Entwicklung des Eigenkapitals seit 2010 in T€
Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 942 T€ (Vj. 1.544 T€). Der Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Investitionen, den Aufbau der Vorratsbestände und den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 4.980 T€ (Vj. 6.001 T€), wovon 1.379 T€ kurzfristig sind. Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 4.038 T€ (Vj. 4.457 T€). Die Kreditzinsen konnten weiter auf einem niedrigen Niveau gehalten werden und liegen zwischen 0,9 % und 4,2 %.
Der generierte operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 3.390 T€ (Vj. 1.831 T€) wurde im Wesentlichen für Investitionen in das Sachanlagevermögen verwendet. Dabei entfiel die Hauptinvestitionssumme auf die Erweiterung der CNC-Kapazitäten sowie auf die Anschaffungskosten für eine neue Pressenanlage, mit deren Bau im Jahr 2016 begonnen wurde und deren Übergabe in den Serienfertigungsprozess für 2018 geplant ist. Darüber hinaus wurde im Bereich des immateriellen Anlagevermögens eine Anzahlung für die Einführung eines neuen ERP-Systems aktiviert.
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.
Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Beschreibung des virtuellen Aktienoptionsprogramms findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.
Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:
Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern. Aber auch die betrieblichen Fertigungskapazitäten sind auf die unterschiedlichen Neuanläufe auszurichten.
Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien Folgende genannt:
Qualitätsmanagementsystem:
Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
Vertragsmanagement:
Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.
Personalentwicklung:
Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
Betriebliche Investitionstätigkeit:
Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.
Lieferantenmanagement: Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns
Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern insbesondere zwei ökologisch getriebene Trends:
Des Weiteren richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierender, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wird daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.
Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:
Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive werden zur IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene werden zur Messe Innotrans 2018 in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2018 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung aus dem Geschäftsjahr 2017 soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen des Marktbereichs Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.
Übertragung aus Anwendungssicht
Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.
Auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung werden unverändert als Trend und Treiber erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das vorhandene Prozess-Know-how und die hohe Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen.
Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuld-verschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Trotz verschiedener Unsicherheiten sind die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2018 positiv.
Mögliche internationale Abwärtsrisiken ergeben sich aus erhöhten geopolitischen Spannungen (z. B. auf der koreanischen Halbinsel) und der Ausweitung protektionistischer Maßnahmen. Als EU-Risiken sind die Brexit-Verhandlungen, eine stärkere Aufwertung des Euro und ein Anstieg der langfristigen Zinsen zu sehen (Quelle: Herbstprognose 2017 der Europäischen Kommission).
Die Bundesregierung erwartet in ihrer Herbstprojektion für 2018 gleichwohl einen deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts. Die Wirtschaftsprognose wurde in der Herbstprojektion um 0,3 % auf 1,9 % Wachstum angehoben. Gründe für die guten Aussichten sind neben der seit Jahren stabilen Binnennachfrage der Aufschwung in der Eurozone. Die Weltwirtschaft und der Welthandel werden sich weiter beleben. Davon profitiert besonders die deutsche Exportwirtschaft. So wird für das Jahr 2018 ein Zuwachs der Exportumsätze von 4,0 % nach 3,5 % in 2017 erwartet. Mit der Zunahme der Exporte und der überdurchschnittlichen Auslastung der Kapazitäten in der Industrie wird eine deutliche Ausweitung der Investitionstätigkeit erwartet. Der deutliche Zuwachs bei der Beschäftigung sowie die anziehenden Lohnzuwächse werden zu höheren Konsumausgaben der privaten Haushalte führen. Insgesamt befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament (Quelle: Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie).
Die Delignit AG sieht im Marktbereich Automotive auf Basis der Neuanläufe aus den gewonnenen OEM-Verträgen gute Rahmenbedingungen für dynamisches Wachstum im Geschäftsjahr 2018. In den Märkten der Technological Applications erwartet die Delignit AG positive Impulse insbesondere aus dem Anwendungsgebiet der Schienenverkehrslösungen. Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen, einer stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten sowie eines Aufwands aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management auf Vorjahresniveau geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um mehr als 8 % steigern zu können und eine EBITDA-Marge zu erzielen, die mindestens auf Vorjahresniveau liegt.
Blomberg, den 08. März 2018
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
| Anhang | 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Vorräte | III. 1. | 10.024 | 9.030 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
III. 2. | 2.329 | 3.028 |
| 3. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen |
III. 3. | 6 | 7 |
| 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte |
III. 4. | 1.965 | 2.078 |
| 5. Liquide Mittel | III. 5. | 942 | 1.544 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.266 | 15.687 | |
| B. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | III. 7. | 2.178 | 2.178 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
III. 8. | 1.055 | 1.194 |
| 3. Sachanlagen | III. 9. | 12.759 | 11.784 |
| 4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
III. 11. | 906 | 844 |
| 5. Aktive latente Steuern | III. 12. | 384 | 784 |
| Langfristige Vermögenswerte | 17.282 | 16.784 | |
| Aktiva, gesamt | 32.548 | 32.471 |
| Anhang | 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen | III. 13. | 3.093 | 1.966 |
| 2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
III. 14. | 1.379 | 1.508 |
| und Leistungen | III. 14. | 2.618 | 3.331 |
| 4. Erhaltene Anzahlungen | III. 17. | 970 | 2.469 |
| 5. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | III. 14. | 1.399 | 1.068 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
9.459 | 10.342 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | III. 18. | 1.365 | 1.498 |
| 2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. | 19 | 19 | |
| 3. Passive latente Steuern | III. 12. | 1.083 | 1.125 |
| 4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | III. 14. | 3.601 | 4.493 |
| 5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | III. 14. | 513 | 217 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
6.581 | 7.352 | |
| C. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | III. 19. | 8.194 | 8.194 |
| 2. Kapitalrücklagen | III. 20. | 1.063 | 1.063 |
| 3. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge |
-544 | -592 | |
| 4. Ergebnisvortrag | 5.867 | 4.664 | |
| 5. Konzern-Ergebnis | 1.928 | 1.448 | |
| Eigenkapital | 16.508 | 14.777 | |
| Passiva, gesamt | 32.548 | 32.471 |
| Anhang | 2017 T€ |
2016 T€ |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | IV. 1. | 52.683 | 48.565 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | IV. 2. | 327 | 257 |
| 3. | Bestandsveränderungen | -265 | 656 | |
| 4. | Materialaufwand | -29.275 | -28.926 | |
| 5. | Personalaufwand | IV. 3. | -14.583 | -13.474 |
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen |
IV. 4. | -1.733 | -1.362 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV. 5. | -4.022 | -3.356 |
| 8. | Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) |
3.132 | 2.360 | |
| 9. Zinserträge | IV. 6. | 0 | 1 | |
| 10. Zinsaufwendungen | IV. 7. | -196 | -221 | |
| 11. Finanzergebnis | -196 | -220 | ||
| 12. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.936 | 2.140 | ||
| 13. Ertragsteuern | IV. 8. | -947 | -637 | |
| 14. Sonstige Steuern | IV. 8. | -61 | -55 | |
| 15. Konzernjahresergebnis | 1.928 | 1.448 | ||
| 16. Ergebnis je Aktie in € | IV. 9. | 0,24 | 0,18 | |
| 17. Konzernjahresergebnis | 1.928 | 1.448 | ||
| 18. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
II. 15. | 48 | -101 | |
| 19. | Sonstiges Konzernergebnis | 48 | -101 | |
| 20. Konzerngesamtergebnis inklusive OCI |
1.976 | 1.347 |
| Anhang | 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|---|
| 21. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
-48 | 101 | |
| 22. Konzerngesamtergebnis exklusive OCI |
1.928 | 1.448 | |
| 23. Ergebnisvortrag | 6.113 | 4.911 | |
| 24. Dividendenausschüttung | -246 | -246 | |
| 25. Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag |
7.795 | 6.113 |
| Gezeich netes Kapital T€ |
Kapital rücklage T€ |
Rücklage Pensionen (OCI) T€ |
Konzern ergebnis T€ |
Konzern eigen kapital T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -246 | -246 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] |
0 | 0 | -101 | 0 | -101 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.448 | 1.448 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) |
0 | 0 | -101 | 1.201 | 1.100 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 8.194 | 1.063 | -592 | 6.113 | 14.777 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -246 | -246 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] |
0 | 0 | 48 | 0 | 48 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.928 | 1.928 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive |
|||||
| Income) | 0 | 0 | 48 | 1.682 | 1.731 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 8.194 | 1.063 | -544 | 7.795 | 16.508 |
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 3.132 | 2.360 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.733 | 1.362 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen | 995 | 194 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 249 | -374 |
| Zwischensumme | 6.109 | 3.542 |
| Veränderung des Working Capital: | ||
| Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-243 | -3.614 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten | ||
| aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -1.586 | 2.353 |
| Zwischensumme | -1.829 | -1.261 |
| Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern | -890 | -451 |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 1 |
| Zwischensumme | -890 | -450 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 3.390 | 1.831 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen | -77 | -15 |
| Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen | -2.492 | -3.444 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.569 | -3.459 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Dividenden | -246 | -246 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -980 | -656 |
| Zinsauszahlungen | -197 | -222 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.423 | -1.124 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | ||
| (Summe der einzelnen Cashflows) | -602 | -2.752 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 1.544 | 4.296 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode | 942 | 1.544 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 942 | 1.544 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 942 | 1.544 |
Grundlegende Informationen zur Bilanzierung
Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG notiert im Börsensegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.
Der IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wird voraussichtlich am 20. März 2018 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315e HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.
Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2017 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.
Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2017 erstmalig verpflichtend oder freiwillig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.
Die folgenden Änderungen wurden geprüft, allesamt hatten sie aber keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:
Anzuwenden ab dem 01.01.2017:
IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses (IASB Veröffentlichung 19.01.2016, EU-Endorsement: 09.11.2017): Die Änderungen an IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen, die in der Praxis derzeit unterschiedlich gehandhabt wird.
IAS 7 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung: 29.01.2016, EU-Endorsement: 22.11.2017): Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten beurteilen zu können.
Anzuwenden ab dem 01.01.2018:
IFRS 9 Financial Instruments (IASB Veröffentlichung: 24.07.2014, EU-Endorsement: 22.11.2016): Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (IASB Veröffentlichung: 28.05.2014, EU-Endorsement: 22.09.2016): Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 'Erlöse', IAS 11 'Fertigungsaufträge' und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzierungsinstrumente und Versicherungsverträge.
Die am 28.05.2014 veröffentliche Fassung von IFRS 15 sah eine Erstanwendung für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 01.01.2017 beginnen. Der IASB hat am 11.09.2015 "Effective Date of IFRS 15" verabschiedet und damit das Datum der erstmaligen verpflichtenden Anwendung von IFRS 15 auf den 01.01.2018 verschoben. Weiterhin hat der IASB am 12.04.2017 "Clarifications to IFRS 15" veröffentlicht. Die Änderungen adressieren drei von fünf identifizierten Themen (Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal/Agent-Erwägungen und Lizenzen) und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte und abgeschlossene Verträge ab.
IFRS 2 Classification and Measurement of Sharebased Payment Transactions (IASB Veröffentlichung: 20.06.2016, EU-Endorsement: offen): Die Änderungen beschäftigen sich mit den einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentlichste Änderung bzw. Ergänzung besteht darin, dass in IFRS 2 nun Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen.
IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung: 12.09.2016, EU-Endorsement: 09.11.2017): Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestand vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen von Versicherern genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz.
IFRIC 22 Foreign Currency Transaction and Advance Consideration (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016, EU-Endorsement: offen): Die Interpretation zielt darauf ab, die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten.
IAS 40 Transfers of Investment Property (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016, EU-Endorsement: offen): Die Änderungen dienen der Klarstellung der Vorschriften in Bezug auf Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Insbesondere geht es darum, ob im Bau oder in der Erschließung befindliche Immobilien, die vorher als Vorräte klassifiziert wurden, in die Kategorie der der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert werden können, wenn eine offensichtliche Nutzungsänderung gegeben hat.
Annual Improvements 2014 - 2016 (IASB Veröffentlichung: 08.12.2016 EU-Endorsement: offen): Verbesserungen an IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28.
IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung: 13.01.2016, EU-Endorsement: 09.11.2017): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung des IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind die Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nichtregenerativen Ressourcen; Rechte und Lizenzverträge über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15.
IFRIC 23 Uncertainity over Income Tax Treatments (IASB Veröffentlichung: 07.06.2017, EU-Endorsement: offen): Der IASB hat die vom IFRS Interpretations Committee entwickelte Interpretation IFRIC 23 herausgegeben, um die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern klarzustellen.
IAS 28 Long-term Interests in Associates and Joint Ventures (IASB Veröffentlichung: 12.10.2017, EU-Endorsement: offen): Die Änderungen stellen klar, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, IFRS 9 Finanzinstrumente einschließlich dessen Wertminderungsvorschriften auf langfristige Anteile an assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nicht nach der Equity-Methode abgebildet werden. Die Anwendung von IFRS 9 geht somit der Anwendung von IAS 28 vor.
IFRS 9 Prepayment Features with Negative Compensation (IASB Veröffentlichung: 12.10.2017, EU-Endorsement: offen): Geringfügige Änderung an IFRS 9 Finanzinstrumente für finanzielle Vermögenswerte mit sogenannten symmetrischen Kündigungsrechten, um deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt zur Modifikation von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zur Ausbuchung führen, eine Klarstellung.
Annual Improvements 2015 – 2017 (IASB Veröffentlichung: 12.12.2017, EU-Endorsement: offen): Verbesserungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23.
IFRS 17 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung: 18.05.2017, EU-Endorsement: offen): Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS 17 ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet. Darunter wird für eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon, worauf sich Änderungen der zugrunde liegenden Parameter beziehen, wird im Rahmen der Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemargen kommen, die erst in späteren Perioden die GuV berühren.
Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)
Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
Delignit North America Inc., Atlanta/Georgia, USA (100,0 %)
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften.
S.C. Cildro Plywood S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (24,0 % - at equity), und
S.C. Cildro S.A., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (17,9 % - at equity).
Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der ebenfalls in 2010 entkonsolidierten S.C. Cildro Service S.R.L., Drobeta Turnu Severin, Rumänien (at equity).
Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Sitz | Anteil in % |
Eigenkapital € |
Ergebnis € |
|---|---|---|---|---|
| Blomberger Holzindustrie GmbH |
Blomberg | 100 3.563.945,95 | 0,00* | |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft Hausmann Verwaltungs |
Blomberg | 100 | 112.073,46 | 335,90 |
| gesellschaft mbH | ||||
| Delignit Immobilien gesellschaft mbH |
Blomberg | 100 | 139.990,39 | 17.774,89 |
| DHK automotive GmbH | Oberlungwitz | 100 | 530.872,78 | 137.035,22 |
| HTZ Holztrocknung GmbH | Oberlungwitz | 100 | 946.116,27 | 64.383,14 |
| Delignit North America Inc. Atlanta/Geor | gia, USA | 100 | 21.760,28 | 907,92 |
*Das Ergebnis des Jahres wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrags an die Delignit AG abgeführt.
Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Sitz | Anteil in % |
Eigenkapital* RON |
Ergebnis* RON |
|---|---|---|---|---|
| S.C. Cildro Plywood S.R.L. | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
24,0 | 9.613.771,33 1.126.938,25 | |
| S.C. CILDRO S.A. | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
17,9 | 24.093.066,49 3.550.302,45 | |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft | ||||
| S.C. Cildro Services S.R.L. | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
100 | 1.564.397,22 1.476.403,43 |
*Vorläufige, ungeprüfte Zahlen
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden.
Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.
Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.
Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.
Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).
Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden. Die at equity bilanzierten Beteiligungswerte werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,6585 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,5688 RON.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.
Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.
Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.
Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.
Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.
Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.
Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.
Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.
Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:
| Gebäude- und Außenanlagen: | 10 bis 25 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen: | 10 bis 12 Jahre |
| Computer Hardware: | 3 Jahre |
| Sonstige Büroausstattung: | 5 bis 13 Jahre |
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.
Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Im Geschäftsjahr 2017 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.
Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.
In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,4 % (Vj. 1,0 %) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| Verän derung |
Verän derung |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2017 | 2017 | 31.12.2016 | 2016 | 31.12.2015 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) |
-777 | 68 | -845 | -145 | -700 |
| Steuereffekt | 233 | -20 | 253 | 44 | 209 |
| Im OCI zu erfassendes Ergebnis: | -544 | 48 | -592 | -101 | -491 |
Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.
Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:
Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.
Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
Kurzfristige Vermögenswerte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.608 | 3.349 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.413 | 2.619 | |
| Fertige Erzeugnisse | 3.003 | 3.062 | |
| Buchwert zum 31.12. | 10.024 | 9.030 |
Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 88 T€ (Vj. 209 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.466 | 3.034 |
| abzüglich Einzelwertberichtigungen | -137 | -6 |
| Buchwert zum 31.12. | 2.329 | 3.028 |
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 6 T€ (Vj. 7 T€) bestehen gegenüber OBO Werke GmbH.
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderung aus Factoring | 1.304 | 1.634 |
| Forderung aus Steuern | 523 | 285 |
| Erstattungsansprüche Energiesteuer | 39 | 39 |
| Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten | 35 | 44 |
| Forderungen gegen Dritte | 0 | 16 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 64 | 60 |
| Buchwert zum 31.12. | 1.965 | 2.078 |
Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Anteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.
Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.
Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.
10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete
Finance Lease
Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.
| 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen in Folgejahren |
141 | 108 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind: |
||
| Bis zu einem Jahr | 56 | 53 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 85 | 55 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
| Mindestmietzahlungen in Folgejahren | 1.085 | 1.274 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind: |
||
| Bis zu einem Jahr | 189 | 189 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 756 | 756 |
| Über fünf Jahre | 140 | 329 |
Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.
Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 sind Aufwendungen in Höhe von 36 T€ angefallen.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2017 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| 31.12.2017 T€ aktiv |
31.12.2017 T€ passiv |
|
|---|---|---|
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
56 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 328 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 54 |
| - Wertberichtigungen | 0 | 22 |
| - Anlagevermögen | 0 | 1.007 |
| 384 | 1.083 |
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 wurde wie folgt ausgewiesen:
| 31.12.2016 T€ aktiv |
31.12.2016 T€ passiv |
|
|---|---|---|
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
420 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 364 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 53 |
| - Anlagevermögen | 0 | 1.072 |
| 784 | 1.125 |
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt
| Stand 01.01.2017 T€ |
Kurs schwan kungen T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2017 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||
| Jubiläen | 19 | 0 | 2 | 0 | 2 | 19 |
| 19 | 0 | 2 | 0 | 2 | 19 | |
| Steuerrück stellungen |
||||||
| Gewerbesteuer | 128 | 0 | 0 | 0 | 340 | 468 |
| Körperschaft steuer |
164 | 0 | 0 | 0 | 197 | 361 |
| Sonstige | 8 | 0 | 0 | 0 | 2 | 10 |
| 300 | 0 | 0 | 0 | 539 | 839 | |
| 319 | 0 | 2 | 0 | 541 | 858 | |
| Stand 01.01.2016 T€ |
Kurs schwan kungen T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2016 T€ |
|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||
| Jubiläen | 23 | 0 | 8 | 0 | 4 | 19 |
| 23 | 0 | 8 | 0 | 4 | 19 | |
| Steuerrück stellungen |
||||||
| Gewerbesteuer | 0 | 0 | 0 | 0 | 128 | 128 |
| Körperschaft steuer |
115 | 0 | 13 | 0 | 62 | 164 |
| Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 | 8 |
| 115 | 0 | 13 | 0 | 198 | 300 |
Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.
138 0 21 0 202 319
Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
| bis zu einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
über fünf Jahre T€ |
gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.379 | 2.541 | 1.060 | 4.980 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.618 | 0 | 0 | 2.618 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
2.254 | 0 | 0 | 2.254 |
| Erhaltene Anzahlungen | 970 | 0 | 0 | 970 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.399 | 311 | 202 | 1.912 |
| Stand 31.12.2017 | 8.620 | 2.852 | 1.262 | 12.734 |
| bis zu einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
über fünf Jahre T€ |
gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.508 | 3.284 | 1.209 | 6.001 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.331 | 0 | 0 | 3.331 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
1.665 | 0 | 0 | 1.665 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.794 | 675 | 0 | 2.469 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.068 | 0 | 217 | 1.285 |
| Stand 31.12.2016 | 9.366 | 3.959 | 1.426 | 14.751 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,9 % und 4,5 % (Vj. 0,9 % und 4,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 7.702 T€ (Vj. 5.606 T€).
15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter
Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Ungewisse Verbindlichkeiten | 1.401 | 687 |
| Urlaubsansprüche | 224 | 245 |
| Löhne und Gehälter | 162 | 154 |
| Ausstehende Rechnungen | 152 | 138 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 96 | 96 |
| Boni | 53 | 137 |
| Sonstige Rückstellungen | 166 | 208 |
| 2.254 | 1.665 |
In den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 1.323 T€ (Vj. 614 T€) enthalten.
Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:
| 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Kurzfristig | ||
| Sonstige Debitoren | 405 | 235 |
| Löhne und Gehälter | 404 | 403 |
| Lohnsteuer | 279 | 277 |
| Umsatzsteuer | 237 | 137 |
| Verbindlichkeiten Mietkauf | 41 | 0 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 33 | 16 |
| 1.399 | 1.068 | |
| Langfristig | ||
| Verbindlichkeiten Mietkauf | 311 | 0 |
| Unterstützungskasse | 202 | 217 |
| 513 | 217 | |
| 1.912 | 1.285 |
Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 970 T€ umfassen erhaltene Einzahlungen, die über die voraussichtliche Vertragsdauer aufgelöst werden.
Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres |
1.498 | 1.535 |
| - Inanspruchnahme | -144 | -165 |
| + Zuführung zu Rückstellung (interest cost) | 59 | 27 |
| -/+ versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste (inkl. darauf entfallender latenter Steuern) |
-48 | 101 |
| Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres |
1.365 | 1.498 |
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:
| 2017 % |
2016 % |
|
|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,40 | 1,00 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:
Bei einem Zinssatz von 1,9 % und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.314 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 51 T€.
Bei einem Zinssatz von 1,4 % und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.314 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 51 T€.
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 63 T€.
Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.
Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 592 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:
| Pensionsrücklage 31.12.2016: | 592 T€ |
|---|---|
| Versicherungsmathematischer Verlust: | - 68 T€ |
| Latente Steuern: | + 20 T€ |
| Pensionsrücklage 31.12.2017: | 544 T€ |
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2018 betragen 130 T€.
Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuld verschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2017" zu diesem Anhang.
Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:
| MBB SE: | 76,1 % | |
|---|---|---|
| Streubesitz: | 23,9 % |
Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.
Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|||
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 33.287 63,2 % | 33.966 | 69,9 % | |
| EU | 15.969 30,3 % | 10.676 | 22,0 % | |
| Sonstige | 3.427 | 6,5 % | 3.923 | 8,1 % |
| 52.683 100,0 % | 48.565 100,0 % |
Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 34,5 % (Vj. 40,3 %) und bei dem zweitgrößten 24,3 % (Vj. 10,7 %)
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Bonusvereinbarungen | 122 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
57 | 25 |
| Erträge aus Schadensersatz | 35 | 27 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 29 | 23 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen |
11 | 64 |
| Erträge aus früheren Geschäftsjahren | 10 | 29 |
| Sonstige Erträge | 63 | 89 |
| 327 | 257 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 12.021 | 11.089 |
|---|---|
| 2.362 | 2.278 |
| 200 | 107 |
| 14.583 | 13.474 |
Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter enthalten Zuführungen zu den Rückstellungen und Inanspruchnahmen aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm für das Management in Höhe von 710 T€ (Vj. 311 T€). Im Jahr 2017 wurden, wie im Vorjahr, keine Inanspruchnahmen realisiert.
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte |
216 | 198 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 1.517 | 1.164 |
| 1.733 | 1.362 |
Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2017 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Instandhaltungsaufwendungen | 1.561 | 1.154 |
| Recht und Beratung | 333 | 272 |
| Miete, Pachten, Leasing | 270 | 281 |
| Fremdleistungen | 204 | 247 |
| Reisekosten/KFZ-Kosten | 197 | 188 |
| Entwicklungskosten | 163 | 107 |
| Versicherungen | 154 | 146 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 100 | 78 |
| Werbungskosten | 84 | 158 |
| Gewährleistungsaufwand | 56 | 45 |
| Telefon, Porto, Datenfernübertragung | 41 | 43 |
| Gebühren und Beiträge | 37 | 34 |
| Prozesskosten | 13 | 90 |
| Aufwendungen frühere Geschäftsjahre | 0 | 40 |
| Übrige | 809 | 473 |
| 4.022 | 3.356 |
6. Finanzerträge
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Bankzinsen | 0 | 1 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Bankzinsen | 153 | 191 |
| Sonstige Zinsen | 43 | 30 |
| 196 | 221 |
Die Steuern gliedern sich wie folgt:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 947 | 637 |
| Sonstige Steuern | 61 | 55 |
| 1.008 | 692 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 stellt sich wie folgt dar:
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.936 | 2.140 |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30,0 %) | -881 | -642 |
| Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | -66 | 5 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -947 | -637 |
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutter unternehmens zuzurechnendes Ergebnis |
1.927.346 € | 1.448.383 € |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie |
8.193.900 | 8.193.900 |
| Ergebnis je Aktie | 0,24 € | 0,18 € |
Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.
Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 5.206 T€ (Vj. 6.657 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.
Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2017 noch in 2016 vorgenommen.
Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.
Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 494 T€ (Vj. 534 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 9,9 T€ niedriger (höher) gewesen.
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
1. Sonstige Pflichtangaben
Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2017 an:
Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2017 an:
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2017 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, sodass zum 31. Dezember 2017 ein Gesamtanspruch von 255.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2017 wurde mit 6,49 €/Aktie ermittelt. Der für 2017 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 damit insgesamt 1.323 T€.
Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des Stichtagskurses von 4,45 €/ Aktie zum 31. Dezember 2016 festgestellten Wertes in Höhe von 614 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 somit ein Zuwachs des Bonusanspruches aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm in Höhe von 710 T€.
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Fixgehalt | 312 T€ | 312 T€ |
| Geschäftsjahresbonus | 146 T€ | 137 T€ |
| Virtuelles Aktienoptionsprogramm | 710 T€ | 311 T€ |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 1.168 T€ | 760 T€ |
3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.
Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2017 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich beschäftigt:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 326 | 302 |
Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 330 Mitarbeiter.
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2017 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| a) Abschlussprüfung: | 50,0 T€ |
|---|---|
| b) Steuerberatung: | 41,3 T€ |
| Summe: | 91,3 T€ |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2017 in Höhe von 2.397.473,13 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 20. März 2018 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 409.695,00 € bzw. 5 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 1.987.778,13 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 08. März 2018
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2017 der Delignit AG, Blomberg
| Anschaffungs und Herstel lungskosten Gesamte T€ |
Zugänge des Geschäfts- jahres T€ |
Umbuchung T€ |
Abschreibun gen in ihrer gesamten Höhe T€ |
Buchwert am Ende des Geschäfts jahres T€ |
am Ende Buchwert Vorjahres des T€ |
bungen des Geschäfts Abschrei jahres T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| materielle Vermögensgegenstände m I. I |
|||||||
| Werte sowie Werten 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrech Lizenzen an solchen Rechten und te und ähnliche Rechte und |
1.271 | 17 | 0 | 630 | 659 | 746 | 104 |
| wicklungskosten 2. Aktivierte Ent |
761 | 0 | 0 | 425 | 336 | 448 | 112 |
| wert 3. Geschäfts- oder Firmen |
1.000 | 0 | 0 | 1.000 | 0 | 0 | 0 |
| wert 4. Konzern Geschäfts- oder Firmen |
2.178 | 0 | 0 | 0 | 2.178 | 2.178 | 0 |
| 5. Geleistete Anzahlungen | 0 | 59 | 0 | 0 | 59 | 0 | 0 |
| 5.210 | 77 | 0 | 2.055 | 3.233 | 3.372 | 216 | |
| II. Sachanlagen | |||||||
| Rechte und Bauten einschließlich der mden Grundstücken 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Bauten auf fre |
12.558 | 0 | 0 | 7.643 | 4.916 | 5.139 | 223 |
| Maschinen 2. Technische Anlagen und |
18.959 | 154 | 55 | 16.300 | 2.868 | 3.607 | 948 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7.843 | 369 | 178 | 7.311 | 1.079 | 878 | 346 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und m Bau Anlagen i |
2.160 | 1.969 | -233 | 0 | 3.896 | 2.160 | 0 |
| 41.520 | 2.492 | 0 | 31.254 | 12.759 | 11.784 | 1.517 | |
| 46.730 | 2.569 | 0 | 33.309 | 15.992 | 15.156 | 1.733 |
Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Bestimmungen liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 8. März 2018
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
gez. Stramitzer gez. Kottenhagen
Bilanz
| Aktiva | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| in T€ | in T€ | |
| Sachanlagen | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 9.488 | 9.666 |
| Anlagevermögen | 9.488 | 9.666 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
3.794 | 711 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
263 | 254 |
| Umlaufvermögen | 4.057 | 965 |
| Bilanzsumme | 13.545 | 10.631 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 11.580 | 9.763 |
| Rückstellungen | 1.852 | 828 |
| Bilanzsumme | 13.545 | 10.631 |
|---|---|---|
| Sonstige Passiva | 113 | 40 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| in T€ | in T€ | |
| Umsatzerlöse | 616 | 616 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 0 |
| Personalaufwand | 1.179 | 746 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 252 | 195 |
| Erträge aus Beteiligungen | 0 | 250 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 3.253 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 266 | 265 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||
| Geschäftstätigkeit | 2.704 | 190 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 641 | 24 |
| Jahresüberschuss | 2.063 | 214 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 580 | 612 |
| Ausschüttung an die Aktionäre | 246 | 246 |
| Bilanzgewinn | 2.397 | 580 |
April 2018
bis Ende August 2018
Investor Relations
Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com
Impressum
© Delignit AG 2018 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn
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Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com
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