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Delignit AG

Annual Report Jun 13, 2017

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2016

www.delignit.com

Geschäftsbericht 2016

Delignit AG

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 4
Delignit Konzern auf einen Blick 5
Grußwort des Vorstands 6
Der Vorstand 8
Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2016 9
Der Aufsichtsrat 11
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 Delignit AG, Blomberg 12
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 12
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 12
Marktumfeld des Delignit Konzerns 13
Organisation 14
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 16
Sicherungsgeschäfte 17
Vergütungsbericht 18
Risikobericht 18
Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns 20
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 21
Nachtragsbericht 21
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG 22
Sonstige Angaben 22
Prognosebericht 23
IFRS-Konzernbilanz 2016 der Delignit AG 24
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2016 der Delignit AG 26
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
28
zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG 29
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016 der Delignit AG 30
Methoden und Grundsätze 30
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 37
Erläuterungen zur Konzernbilanz 46
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 57
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung 60
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 60
Sonstige Pflichtangaben 63
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2016 der Delignit AG 66
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 67
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2016 der Delignit AG 68
Finanzkalender 70
Kontakt 70
Impressum 70

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:

Zielmarkt Automotive:

Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung. In der Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.

Zielmarkt Technological Applications:

Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u. a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z. B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).

Delignit Konzern auf einen Blick

Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) 2016
IFRS
2015
IFRS
∆ 2016/
2015
2014
IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 48.565 44.402 9,4 % 42.718
Betriebsleistung 49.478 45.929 7,7 % 44.094
Materialaufwand -28.926 -26.728 8,2 % -25.909
Personalaufwand -13.474 -12.670 6,3 % -11.202
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.356 -3.076 9,1 % -3.466
EBITDA 3.722 3.455 7,7 % 3.517
EBITDA-Marge 7,5 % 7,5 % 0,0 %* 8,0 %
EBIT 2.360 1.964 20,2 % 2.037
EBIT-Marge 4,8 % 4,3 % 0,5 %* 4,6 %
EBT 2.140 1.699 26,0 % 1.731
EBT-Marge 4,3 % 3,7 % 0,6 %* 3,9 %
Konzernjahresergebnis 1.448 1.107 30,8 % 1.031
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0 % 8.193.900
eps in € 0,18 0,14 30,8 % 0,13
Bilanzzahlen T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 16.784 14.605 14,9% 14.309
Kurzfristige Vermögenswerte 15.687 14.969 4,8% 12.438
Darin enthaltene liquide Mittel 1.544 4.296 -64,1% 2.626
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0% 8.194
Sonstiges Eigenkapital 6.583 5.483 20,1% 4.479
Eigenkapital ingesamt 14.777 13.677 8,0% 12.673
Eigenkapitalquote 45,5 % 46,2 % -0,7%* 47,4 %
Langfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
7.352 8.398 -12,5% 6.437
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
10.342 7.499 37,9 % 7.637
Bilanzsumme 32.471 29.574 9,8 % 26.747
Nettofinanzschulden (net debt (-) / net
cash (+))
-4.457 -2.402 85,6 % -2.356
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)
Deutschland 318 294 8,2 % 268

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Delignit AG hat auch im Geschäftsjahr 2016 nahtlos an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre angeknüpft. Unterm Strich weist die Delignit AG einen Umsatzanstieg in Höhe von rund 9,4 % auf 48,6 Mio. Euro aus. Damit wurde abermals ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte mit dieser Entwicklung Schritt halten und verbesserte sich um rund 7,7 % auf 3,7 Mio. Euro. Beim Konzernergebnis lag der Zuwachs sogar bei rund 30,8 % und erreichte 1,4 Mio. Euro.

Natürlich freuen wir uns über diese konstant positive Entwicklung und wir sehen die vergangenen Jahre auch als Bestätigung der erfolgreichen Positionierung der Delignit AG als Entwicklungs- und Projektpartner sowie als Serienlieferant in ihren Märkten. Aber was uns besonders positiv stimmt und wofür unser ausdrücklicher Dank allen Beteiligten gilt, ist das noch nicht direkt messbar Erreichte des Geschäftsjahres 2016.

So konnten wir im vergangenen Jahr eine strategisch wichtige Folgebeauftragung im Bereich leichter Nutzfahrzeuge mit einer parallelen Ausweitung des Lieferumfanges vereinbaren. Zudem wurden wir von einem führenden deutschen Automobilhersteller neu beauftragt für die Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge sowohl mit Laderaumschutz- als auch ergänzend mit Ladungssicherungslösungen. Beide Aufträge sind ausgelegt für eine Zusammenarbeit von mehr als zehn Jahren und sind für uns eindrucksvoller Beleg dafür, dass unsere neu entwickelten Lösungen zur Ladungssicherung ein Volltreffer sind. Dies wurde uns auch nochmals auf der IAA Nutzfahrzeuge augenscheinlich, da unsere Lösungen ein bis dahin noch nicht erreichtes Maß an Aufmerksamkeit erzeugen konnten.

Ein ähnlich hohes Interesse haben wir auch im Bereich Schiene auf der Leitmesse für Bahn- und Verkehrstechnik, der Innotrans in Berlin, erfahren. Umso erfreulicher natürlich, dass wir im Herbst dann einen weiteren bedeutenden Auftrag im Bereich Schiene mit einem Neukunden abschließen konnten, der teilweise bereits 2016 umsatzwirksam wurde. Wir sehen diesen Auftrag als weitere wichtige Referenz, die zudem aufzeigt, dass in diesem von uns seit Jahren entwickelten Geschäftsbereich ebenfalls weiteres Umsatzpotenzial vorhanden ist.

Aufgrund dieser positiven Perspektiven hat die Delignit AG 2016 ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgesetzt. Dieses auf 24 Monate angesetzte Programm zur Kapazitätserweiterung und zur Effizienzsteigerung verfügt über ein Investitionsvolumen von bis zu 6 Mio. Euro. Neben einer innovativen Pressentechnologie steht dabei auch die Erweiterung der CNC-Kapazitäten im Vordergrund. Mit diesem Investitionsprogramm schaffen wir die Voraussetzungen bei der Kapazität, um auch in Zukunft weiter wachsen zu können.

Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung und die Nutzung der sich bietenden Wachstumschancen sind nur durch hochmotivierte, qualifizierte Mitarbeiter möglich. Entsprechend möchten wir uns an dieser Stelle für den geleisteten Einsatz bei unseren Mitarbeitern ganz herzlich bedanken. Unser Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern für ihre vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Ihre Zufriedenheit ist unser Ansporn. Und unser Dank gilt nicht zuletzt unseren Aktionärinnen und Aktionären. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Entwicklung Ihrer Delignit AG auch in Zukunft eng begleiten.

Mit unseren herzlichsten Grüßen

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Der Vorstand

Markus Büscher

Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.

Thorsten Duray

Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)

Bericht des Aufsichtsrats

1. Berichterstattung

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.

Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 05. April 2016, 05. Juli 2016, 20. September 2016 sowie der am 10. November 2016 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.

2. Organisation

Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 13. Juli 2007 und sodann erneut am 10. Juli 2012 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das am vorhergehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

3. Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2016 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2016 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 28. Februar 2017 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 28. Februar 2017 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem […] Bericht des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
  • 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.""

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2017 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 20. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse.

Blomberg, den 20. April 2017

Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender

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Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin. Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Dr. Nesemeier war zudem bis zum 13. April 2016 Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin.

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1997 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Geschäftsführender Direktor (CFO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford, und war bis zum 09. Februar 2017 Aufsichtsrat der Aumann AG, Beelen.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u. a. als Einbausysteme in leichten Nutzfahrzeugen, Kofferraumladeböden in PKWs und Systemböden für Zugausstattungen eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2 -neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 wiederum durch ein solides und stetes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den beiden ersten Quartalen des Jahres kumuliert um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, während in den letzten beiden Quartalen des Jahres ein Wachstum von kumuliert 0,8 % erreicht wurde. Für das gesamte Jahr 2016 ergibt sich daraus ein Anstieg von 1,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2 % im Vergleich deutlich stärker (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Trotz des Anstiegs globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten hat sich der deutsche Außenhandel im Jahr 2016 erneut sehr gut entwickelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden Waren im Rekordwert von 1.207,5 Mrd. Euro exportiert, ein Plus von 1,2 % im Vorjahresvergleich.

Für das Jahr 2017 wird mit einem weiteren Wachstum der Ausfuhren um bis zu 2,5 % gerechnet. Dennoch können Unsicherheiten, wie der Austritt Großbritanniens aus der EU, das gescheiterte Referendum in Italien und tendenzielle Unwägbarkeiten in der US-Wirtschaftspolitik erhebliche Einflüsse auf die Ausfuhrentwicklung haben (Quelle: Außenhandelsverband BGA).

Die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das Jahr 2016 moderate Wachstumsraten auf. In der am 09. November 2016 veröffentlichten Herbstprognose der Europäischen Kommission wird für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % im Jahr 2016 und in Höhe von 1,5 % im Jahr 2017 erwartet. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 auch hier weiterhin der Privatkonsum sein, der durch die Erwartung weiter steigender Beschäftigungszahlen und leicht steigender Löhne begünstigt wird (Quelle: Europäische Kommission).

Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2016 unterschiedlich entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,9 % nach 11,6 % im Vorjahr. In Europas größten Märkten stiegen die Zulassungszahlen in Italien um 50,0 %, in Spanien um 11,2 % und in Frankreich um 8,2 %. Insgesamt haben die Zulassungszahlen in nahezu allen Ländern Europas zugelegt (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern noch immer bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 8,5 % (Vj. 4,2 %) und im PKW-Markt um 4,5 % (Vj. 9,3 %) (Quelle: ACEA).

Im Bereich der Holzwerkstoffindustrien reduzierte sich der Umsatz von Januar bis November 2016 moderat um 1,0 %. Während im ersten Halbjahr 2016 noch ein leichtes Wachstum in Höhe von 0,9 % erreicht werden konnte, war der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte deutlich schwächer im Vergleich zum Vorjahr. Einen ähnlichen Verlauf zeigte der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien. Insgesamt sank der Umsatz im gleichen Zeitraum im Auslandsbereich um 0,3 %.

3. Marktumfeld des Delignit Konzerns

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Umsatzerlöse im Delignit Konzern deutlich um 9,4 % gesteigert und erhöhten sich auf 48.565 T€. Damit konnte der Delignit Konzern im dritten Jahr in Folge einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Der Umsatz steigerte sich seit dem Geschäftsjahr 2010 um jährlich durchschnittlich 11,2 % und hat sich im Mehrjahresvergleich wie in der folgenden Tabelle dargestellt entwickelt:

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 8,4 % (Vj. +7,8 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den neu angelaufenen Serienaufträgen für Fahrzeughersteller.

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ein deutliches Um-

satzwachstum erreicht werden. Mit einem Wachstum von 12,1 % im Geschäftsjahr konnte der Umsatzrückgang des Vorjahres in Höhe von 5,2 % deutlich überkompensiert werden. Stärkster Wachstumsträger waren die Spezialanwendungen, die auch die Schienenverkehrslösungen umfassen. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern in diesem Bereich ein weltweit hohes Ansehen verschafft, sodass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird.

Aus geografischer Sicht kann festgestellt werden, dass der Delignit Konzern sein Umsatzwachstum 2016 in den Exportmärkten generiert hat, während der innerdeutsche Umsatz konstant geblieben ist. So konnte die Exportquote abermals auf jetzt über 30 % gesteigert werden, sodass ein Exportumsatz von 14.599 T€ erreicht wurde.

Die Exportentwicklung erkennt man an folgendem Schaubild:

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner in der Regel holzbasierten Produkte im Geschäftsjahr 2016 weiterhin erfolgreich und teilweise im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 : Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte stärkere Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

c. Beteiligungsunternehmen GRUPPENSTRUKTUR DELIGNIT AG

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

Delignit Immobiliengesellschaft mbH (100,0 %) Gesellschaften zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Die Delignit AG hält eine 17,9 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro S.A. / S.C. Cildro Service S.R.L. Die Blomberger Holzindustrie GmbH hält eine 24 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro Plywood S.R.L.

Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2016

d. Mitarbeiter

Nicht produktive Einheit:

Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu ei-

ner hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 294 Mitarbeiter auf 318 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 52 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.

Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 48.565 T€ (Vj. 44.402 T€) erreicht und bewegt sich somit innerhalb der Prognose. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 49.478 T€ (Vj. 45.929 T€).

Die Materialkosten betrugen 58,5 % der Betriebsleistung und liegen annähernd auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 58,2 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 13.474 T€ (Vj. 12.670 T€) verbucht worden. Die absoluten Personalkosten sind vornehmlich durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern angestiegen. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung sank die Personalquote allerdings gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 27,2 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sind gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % angestiegen. Dabei resultiert ein Teil der Kostensteigerung aus der Teilnahme an zwei Messen, und zwar an der Innotrans in Berlin und der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Trotz der zusätzlichen Messekosten konnte die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr bei 6,8 % annähernd stabil gehalten werden (Vj. 6,7 %).

Das EBITDA beträgt 3.722 T€ (Vj. 3.455 T€) und konnte somit um 7,7 % gesteigert werden.

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 1.362 T€ (Vj. 1.491 T€), sodass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.360 T€ (Vj. 1.964 T€) erreicht wurde.

Im Bereich der Produktentwicklung sind auch im Geschäftsjahr 2016 nicht

unerhebliche Kosten entstanden. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 107 T€ (Vj. 136 T€) verbucht worden. Hinzu kommen die Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern wurden direkt als Aufwand verbucht.

Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 14.777 T€ (Vj. 13.677 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 45,5 % (Vj. 46,2 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:

Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 1.544 T€ (Vj. 4.296 T€). Der Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Investitionen sowie der Erhöhung von Forderungsbeständen zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 6.001 T€ (Vj. 6.698 T€). Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 4.457 T€ (Vj. 2.402 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.508 T€ kurzfristige Darlehen und 4.493 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen konnten weiter auf einem niedrigen Niveau gehalten werden und liegen zwischen 0,9 % und 4,2 %.

Der generierte operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.831 T€ (Vj. 1.594 T€) wurde im Wesentlichen für Investitionen in das Anlagevermögen verwendet. Dabei entfiel die Hauptinvestitionssumme auf die Erweiterung der CNC-Kapazitäten sowie auf die Anzahlung für eine neue Pressenanlage.

Die Vorräte beliefen sich auf 9.030 T€ nach 8.508 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 15.156 T€ (Vj. 13.108 T€) und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie aus Löhne und Gehälter.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

  • Der zunehmende Umfang an OEM-Serienbelieferungen ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns von einzelnen Großkunden und der Automobilindustrie insgesamt. Dem ist mit dem weiteren Aufbau anderer Kunden in dieser oder artverwandten Branchen, aber auch mit der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche zu begegnen.
  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • ° Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch als auch strategisch abgesichert werden. Durch die unvermindert starke Verwendung von Holz als Energieträger muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit Konzern mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen". Des Weiteren muss dem in den letzten Jahren witterungsbedingt zunehmenden Trend verkürzter Erntesaisons zur Verbreiterung der Beschaffungsbasis mit dem Aufbau weiterer Lieferquellen begegnet werden.
  • ° Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.

  • ° Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.

  • Auf den Beschaffungsmärkten kann es bei (Haupt-)Lieferanten zu einem Ausfall kommen.
  • Aus der fortschreitenden Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken. Durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden, aber auch bei Lieferanten können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Aufgrund der demografischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern. Aber auch die betrieblichen Fertigungskapazitäten sind auf die unterschiedlichen Neuanläufe auszurichten.

Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

  • Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
  • Vertragsmanagement:

Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.

• Personalentwicklung:

Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.

  • Betriebliche Investitionstätigkeit: Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.
  • Lieferantenmanagement: Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.

9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Parallel richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierenden, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.

Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive wurden zur IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene wurden zur Messe Innotrans 2016 in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2017 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • ° Geographische Übertragung

Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung aus dem Geschäftsjahr 2016 soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

° Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.

  • Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung werden unverändert als Trend und Treiber erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und zuletzt auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
  • Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen.

10. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:

  • Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Hieran wird stetig im Rahmen eines bestehenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gearbeitet.
  • Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt durch eine intensive Ausbildung von Jugendlichen, Weiterbildung in allen Konzernbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards und gezielte Förderung des Führungsnachwuchses.
  • Der Vorstand hat Umwelt- und Klimaschutz als ein wichtiges Unternehmensziel festgelegt. Neben den beispielsweise bereits umgesetzten Standards der PEFC-Normen wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Energiemanagementsystem eingeführt, welches nach DIN ISO 50001 zertifiziert wurde.

11. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

13. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben.

14. Prognosebericht

Auch für das Geschäftsjahr 2017 ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft trotz volkswirtschaftlich überwiegend positiver Einschätzungen von verschiedenen Unsicherheiten belastet.

So rechnet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose 2016 mit einer weiterhin in moderatem Tempo wachsenden Wirtschaft. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 weiterhin der Privatkonsum sein. Das Beschäftigungswachstum werde voraussichtlich weiterhin relativ stabil bleiben, auch wenn in 2017 und 2018 mit einer leichten Abschwächung zu rechnen sei. Das Investitionsniveau habe sich deutlich aufgehellt; es wird ein Anstieg der Investitionsausgaben im Jahr 2017 um 3,1 % und im Jahr 2018 um 3,5 % gerechnet (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission).

Die Prognoserisiken haben allerdings zugenommen und neigen tendenziell in eine negative Richtung. Grund hierfür sind der Austritt Großbritanniens aus der EU, die unsicheren wirtschaftlichen Tendenzen in führenden Volkswirtschaften sowie die Gefahr der Eskalation geopolitischer Konflikte (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission).

Die deutsche Wirtschaft blickt positiv in die Zukunft. So stellt die deutsche Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2017 fest, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer guten Verfassung befinde. Für 2017 wird mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 % gerechnet. Durch höhere Lohn- und Gehaltseinkommen werden sich die Konsumausgaben weiter erhöhen, es wird voraussichtlich kräftig in Wohnbauten investiert (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung).

Die Delignit AG sieht insbesondere durch die im Geschäftsjahr 2016 erreichten Folgebeauftragungen sowie Neubeauftragungen aus dem Bereich Automotive gute Rahmenbedingungen für dynamisches Wachstum im Geschäftsjahr 2017 in diesem Marktbereich. Auch in den Märkten der Technological Applications konnte die Kundenbasis weiter verbreitert werden. Dies insbesondere dank der Neuaufträge im Bereich der Schienenverkehrslösungen. Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen sowie der stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um weitere 10 bis 15 % steigern zu können. Die EBITDA-Marge soll sich dabei, auch abhängig vom effektiven Produktmix, zwischen 7,5 bis 8,3 % bewegen.

Blomberg, den 28. Februar 2017

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

IFRS-Konzernbilanz der Delignit AG zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

Anhang 31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 9.030 8.508
2. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
III. 2. 3.028 846
3. Forderungen gegen nahe
stehende Unternehmen
III. 3. 7 8
4. Sonstige kurzfristige
Forderungen/Vermögenswerte
III. 4. 2.078 1.311
5. Liquide Mittel III. 5. 1.544 4.296
Kurzfristige Vermögenswerte 15.687 14.969
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 7. 2.178 2.178
2. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
III. 8. 1.194 1.392
3. Sachanlagen III. 9. 11.784 9.538
4. Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
III. 11. 844 700
5. Aktive latente Steuern III. 12. 784 797
Langfristige Vermögenswerte 16.784 14.605
Aktiva, gesamt 32.471 29.574

PASSIVA

Anhang 31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 13. 1.966 1.730
2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
III. 14. 1.508 1.268
und Leistungen III. 14. 3.331 3.262
4. Erhaltene Anzahlungen III. 17. 2.469 0
5. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 14. 1.068 1.239
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
10.342 7.499
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III. 18. 1.498 1.535
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. 19 23
3. Passive latente Steuern III. 12. 1.125 1.178
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 4.493 5.430
5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III. 14. 217 232
Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
7.352 8.398
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 19. 8.194 8.194
2. Kapitalrücklagen III. 20. 1.063 1.063
3. Direkt im Eigenkapital erfasste
Beträge
-592 -491
4. Ergebnisvortrag 4.664 3.804
5. Konzern-Ergebnis 1.448 1.107
Eigenkapital 14.777 13.677
Passiva, gesamt 32.471 29.574

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2016 der Delignit AG

Anhang 2016
T€
2015
T€
1. Umsatzerlöse IV. 1. 48.565 44.402
2. Andere aktivierte Eigenleistungen IV. 2. 0 360
3. Sonstige betriebliche Erträge IV. 3. 257 721
4. Bestandsveränderungen 656 446
5. Materialaufwand -28.926 -26.728
6. Personalaufwand IV. 4. -13.474 -12.670
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
Sachanlagen IV. 5. -1.362 -1.491
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 6. -3.356 -3.076
9. Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) 2.360 1.964
10. Zinserträge IV. 7. 1 1
11. Zinsaufwendungen IV. 8. -221 -266
12. Finanzergebnis -220 -265
13. Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.140 1.699
14. Ertragsteuern IV. 9. -637 -532
15. Sonstige Steuern IV. 9. -55 -60
16. Konzernjahresergebnis 1.448 1.107
17. Ergebnis je Aktie in € 0,18 0,14
18. Konzernjahresergebnis 1.448 1.107
19. Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensions
verpflichtungen
II. 15. -101 143
20. Sonstiges Konzernergebnis -101 143
21. Konzerngesamtergebnis
inklusive OCI
1.347 1.250
Anhang 2016
T€
2015
T€
22. Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensions
verpflichtungen
101 -143
23. Konzerngesamtergebnis
exklusive OCI
1.448 1.107
24. Ergebnisvortrag 4.911 4.050
25. Dividendenausschüttung -246 -246
26. Konzerngesamtergebnis
inklusive Ergebnisvortrag
6.112 4.911

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG, Blomberg

Gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Rücklage
Pensionen
(OCI)
T€
Konzern
ergebnis
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Stand 01. Januar 2015 8.194 1.063 -634 4.051 12.673
Dividendenausschüttung 0 0 0 -246 -246
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 143 0 143
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.107 1.107
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 143 861 1.003
Stand 31. Dezember 2015 8.194 1.063 -491 4.912 13.677
Dividendenausschüttung 0 0 0 -246 -246
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -101 0 -101
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.448 1.448
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -101 1.201 1.100
Stand 31. Dezember 2016 8.194 1.063 -592 6.113 14.777

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG, Blomberg

2016
T€
2015
T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2.360 1.964
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.362 1.491
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 194 576
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -374 532
Zwischensumme 3.542 4.563
Veränderung des Working Capital:
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva
-3.614 -1.561
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva
2.353 -655
Zwischensumme -1.261 -2.216
Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern -451 -754
Erhaltene Zinsen 1 1
Zwischensumme -450 -753
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.831 1.594
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen -15 -363
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen -3.444 -765
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.459 -1.128
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Dividenden -246 -246
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten 0 2.830
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -656 -1.114
Zinsauszahlungen -222 -266
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.124 1.204
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) -2.752 1.670
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 4.296 2.626
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 1.544 4.296
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.544 4.296
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.544 4.296

Delignit AG, Blomberg Konzernanhang für 2016

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.

Der IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wird voraussichtlich am 20. April 2017 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.

Die folgenden Änderungen wurden geprüft, allesamt hatten sie aber keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:

Anzuwenden ab dem 01.01.2016:

IFRS 14 (IASB Veröffentlichung 30.01.2014, EU-Endorsement offen): Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.

IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (IASB Veröffentlichung 06.05.2014, EU-Endorsment 24.11.2015): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

IAS 16/IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (IASB Veröffentlichung 12.05.2014, EU-Endorsement 02.12.2015): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft.

IAS 16/IAS 41 Bearer Plants (IASB Veröffentlichung 30.06.2014, EU-Endorsement 23.11.2015): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.

IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements (IASB Veröffentlichung 12.08.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Durch die Änderungen wird die Equity Methode als Bilanzposition für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.

IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (IASB Veröffentlichung 11.09.2014, EU-Endorsement offen): Durch die Änderung wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Annual Improvements 2012-2014 (IASB Veröffentlichung 25.9.2014, EU-Endorsement 15.12.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

IAS 1 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen.

IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 Consolidation Exception (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsmaßnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben.

IAS 19 Employee Contributions (IASB Veröffentlichung 21.11.2013, EU-Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen dritter Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.

Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:

IFRS 5: Leitlinien zur Umklassifizierung in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten bzw. andersherum.

IFRS 7: Leitlinien, ob ein Verwaltungsvertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögensgegenstand darstellt.

IAS 34: Angaben von Informationen "an anderer Stelle" im Zwischenbericht. Die Änderungen sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist.

Annual Improvements 2010-2012 (IASB Veröffentlichung 12.12.2013, EU-Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

Anzuwenden ab dem 01.01.2017:

IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses (IASB Veröffentlichung 19.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen an IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen, die in der Praxis derzeit unterschiedlich gehandhabt wird.

IAS 7 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 29.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit beurteilen zu können.

Anzuwenden ab dem 01.01.2018:

IFRS 9 Financial Instruments (IASB Veröffentlichung 24.07.2014, EU-Endorsement 22.11.2016): Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzierungsinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (IASB Veröffentlichung 28.05.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

IFRS 2 Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions (IASB Veröffentlichung 20.06.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentlichsten Änderungen bzw. Ergänzungen bestehen darin, dass in IFRS 2 nur Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen.

IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung 12.09.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen vom Versicherer genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz.

Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:

IFRS 2: Definition von Ausübungs- (vesting conditions) und Marktbedingungen (market conditions)

IFRS 3: Bilanzierung bedingter Gegenleistungen (contingent consideration) im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen

IFRS 8: Angaben zur Zusammenfassung von Segmenten und Erfordernis einer Überleitungsrechnung für Segmentvermögenswerte

IFRS 13: Weiterhin Verzicht auf Abzinsung bei der Fair-Value-Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten möglich, sofern der Effekt unwesentlich ist

IAS 16 und IAS 38: Neubewertungsmethode – Ermittlung der kumulierten Abschreibungen zum Zeitpunkt einer Neubewertung

IAS 24: Erweiterung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen um Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung erbringen (management entities)

Die Änderungen sind in der EU erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist.

Annual Improvements 2014-2016 (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

IFRIC 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Diese Interpretation zielt darauf ab, die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten.

IAS 40 Transfers of Investment Property (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen dienen der Klarstellung der Vorschriften in Bezug auf Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Insbesondere geht es darum, ob im Bau oder in der Erschließung befindliche Immobilien, die vorher als Vorräte klassifiziert wurden, in die Kategorie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert werden können, wenn es eine offensichtliche Nutzungsänderung gegeben hat.

Anzuwenden ab dem 01.01.2019:

IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung 13.01.2016, EU-Endorsement offen): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nicht regenerativen Ressourcen; Rechte aus Lizenzverträgen über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15.

Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Streichung einer kurzzeitigen Erleichterungsvorschrift für Erstanwender – IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Klarstellung, dass die Angaben auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5 fallen.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Klarstellung, dass das Wahlrecht zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen beim erstmaligen Ansatz für jede Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann.

Die Änderungen an IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochterund Enkelgesellschaften:

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)

Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften:

S.C. Cildro Plywood S.R.L., Rumänien (24,0 % - at equity), und

S.C. Cildro S.A., Rumänien (17,9 % - at equity).

Darüber hinaus hält die Delignit AG direkt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity).

Konsolidierungskreis in Zahlen

Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:

Name % Sitz Eigenkapital
Ergebnis
Blomberger Holzindustrie
GmbH
100 Blomberg 3.563.945,95 1.307.345,67
Mit ihrer Tochtergesellschaft
Hausmann Verwaltungs
gesellschaft mbH
100 Blomberg 111.737,56 1.780,38
Delignit Immobilien
gesellschaft mbH
100 Blomberg 122.215,50 56.731,63
DHK automotive GmbH 100 Oberlungwitz 393.837,56 100.979,57
HTZ Holztrocknung GmbH 100 Oberlungwitz 881.733,13 46.757,30

Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen:

Name % Sitz Eigenkapital
RON
Ergebnis
RON
S.C. Cildro Plywood S.R.L. 24,0 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
8.516.372,67 3.246.515,83
S.C. CILDRO S.A. 17,9 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
20.542.125,39 2.883.413,74
Mit ihrer Tochtergesellschaft
S.C. Cildro Services S.R.L. 100 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
513.046,59 725.664,83

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden. Die at equity bilanzierten Beteiligungswerte werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,53091 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,52939 RON.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten

Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2016 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,0 % (Vj. 1,9 %) zugrunde gelegt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:

in T€ 31.12.2014 Verän
derung
2015
31.12.2015 Verän
derung
2016
31.12.2016
Versicherungsmathematischer
Gewinn (+) / Verlust (-)
-903 203 -700 -145 -845
Steuereffekt 269 -60 209 44 253
Im OCI zu erfassendes Ergebnis: -634 143 -491 -101 -592

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine

Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.349 3.483
Unfertige Erzeugnisse 2.619 2.126
Fertige Erzeugnisse 3.062 2.899
Buchwert zum 31.12. 9.030 8.508

Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 209 T€ (Vj. 220 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.034 858
abzüglich Einzelwertberichtigungen -6 -12
Buchwert zum 31.12. 3.028 846

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.

3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 7 T€ (Vj. 8 T€) bestehen gegenüber OBO Werke GmbH.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2016 31.12.2015
T€ T€
Forderung aus Factoring 1.634 717
Forderung aus Steuern 285 312
Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten 44 12
Erstattungsansprüche Energiesteuer 39 37
Forderungen gegen Dritte 16 20
Boni 0 40
Übrige sonstige Vermögenswerte 60 173
Buchwert zum 31.12. 2.078 1.311

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

9. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.

10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Finance Lease

Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.

Operating Lease und Miete

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Mindestleasingzahlungen aus Operating
Leasingverhältnissen in Folgejahren
108 144
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus unkündbaren Operating
Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 53 60
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 55 84
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 1.274 1.463
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die
wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 189 189
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 756 756
Über fünf Jahre 329 518

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.

Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.

11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen in Höhe von 6 T€ angefallen.

12. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2016
T€
aktiv
31.12.2016
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
420 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 364 0
- sonstige Rückstellungen 0 53
- Anlagevermögen 0 1.072
784 1.125

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 wurde wie folgt ausgewiesen:

31.12.2015
T€
aktiv
31.12.2015
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
440 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 357 0
- sonstige Rückstellungen 0 39
- Anlagevermögen 0 1.139
797 1.178

13. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt

Stand
01.01.2016
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2016
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 23 0 8 0 4 19
23 0 8 0 4 19
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 0 0 0 0 128 128
Körperschaft
steuer
115 0 13 0 62 164
Sonstige 0 0 0 0 8 8
115 0 13 0 198 300
138 0 21 0 202 319
Stand
01.01.2015
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2015
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 8 0 4 23
Altersteilzeit 24 0 24 0 0 0
51 0 32 0 4 23
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 804 0 804 0 0 0
Körperschaft
steuer
0 0 0 0 115 115
Sonstige 0 0 0 0 0 0
804 0 804 0 115 115
855 0 836 0 119 138

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.508 3.284 1.209 6.001
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.331 0 0 3.331
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.665 0 0 1.665
Erhaltene Anzahlungen 1.794 675 0 2.469
Sonstige Verbindlichkeiten 1.068 0 217 1.285
Stand 31.12.2016 9.366 3.959 1.426 14.751
bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.268 3.161 2.269 6.698
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.262 0 0 3.262
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.615 0 0 1.615
Sonstige Verbindlichkeiten 1.239 0 232 1.471
Stand 31.12.2015 7.384 3.161 2.501 13.046

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,9 % und 4,5 % (Vj. 1,0 % und 4,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 5.606 T€ (Vj. 7.833 T€).

15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Ungewisse Verbindlichkeiten 687 338
Urlaubsansprüche 245 232
Löhne und Gehälter 154 195
Ausstehende Rechnungen 138 135
Boni 137 136
Abschluss- und Prüfungskosten 96 80
Investitionszuschüsse 0 362
Sonstige Rückstellungen 208 137
1.665 1.615

16. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Kurzfristig
Löhne und Gehälter 403 409
Lohnsteuer 277 270
Sonstige Debitoren 235 410
Umsatzsteuer 137 95
Sozialversicherungsbeiträge 16 55
1.068 1.239
Langfristig
Unterstützungskasse 217 232
1.285 1.471

17. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.469 T€ umfassen erhaltene Einzahlungen, die über die voraussichtliche Vertragsdauer aufgelöst werden.

18. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn
des Geschäftsjahres
1.535 1.857
- Inanspruchnahme -165 -218
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 27 39
-/+ versicherungsmathematische Gewinne/
Verluste (inkl. darauf entfallender latenter
Steuern)
101 -143
Pensionsrückstellungen am Ende
des Geschäftsjahres
1.498 1.535

Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:

2016
%
2015
%
Rechnungszins 1,00 1,90
Rententrend 2,00 2,00

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:

Bei einer Zinssteigerung von 1,5 Prozentpunkten und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€.

Bei einer Zinssteigerung um 1,0 Prozentpunkte und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€.

Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 76 T€.

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 491 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:

Pensionsrücklage 31.12.2015: 491 T€ Versicherungsmathematischer Gewinn: 145 T€ Latente Steuern: - 44 T€

Pensionsrücklage 31.12.2016: 592 T€
------------------------------ --------

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2017 betragen 139 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

19. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016" zu diesem Anhang.

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB SE: 76,1 %
Streubesitz: 23,9 %

20. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.

Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2016
T€
2015
T€
Deutschland 33.966 69,9 % 33.537 75,5 %
EU 10.676 22,0 % 7.993 18,0 %
Sonstige 3.923 8,1 % 2.872 6,5 %
48.565 44.402

Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 40,3 % und bei dem zweitgrößten 10,7 %.

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

2016
T€
2015
T€
Aktivierte Entwicklungsleistungen 0 360

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2016
T€
2015
T€
Erträge aus der Auflösung von Wert
berichtigungen
64 17
Erträge aus früheren Geschäftsjahren 29 103
Erträge aus Schadensersatz 27 19
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
25 405
Erträge aus Weiterberechnungen 23 77
Sonstige Erträge 89 100
257 721

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Löhne und Gehälter 11.089 10.254
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
2.278 2.364
Sonstige Personalkosten 107 52
13.474 12.670

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
198 242
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.164 1.249
1.362 1.491

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2016 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2016 2015
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.154 1.179
Miete, Pachten, Leasing 281 281
Recht und Beratung 272 288
Fremdleistungen 247 223
Reisekosten/KFZ-Kosten 188 181
Werbungskosten 158 52
Versicherungen 146 116
Entwicklungskosten 107 136
Prozesskosten 90 0
Nebenkosten Geldverkehr 78 83
Gewährleistungsaufwand 45 16
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 43 42
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 40 116
Gebühren und Beiträge 34 30
Übrige 473 333
3.356 3.076

7. Finanzerträge

2016
T€
2015
T€
Bankzinsen 1 1
1 1

8. Finanzaufwendungen

2016
T€
2015
T€
Bankzinsen 191 196
Sonstige Zinsen 30 70
221 266

9. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2016 2015
T€ T€
Ertragsteuern 637 532
Sonstige Steuern 55 60
692 592

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 stellt sich wie folgt dar:

2016
T€
2015
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.140 1.699
Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30,0 %) -642 -510
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen 5 -22
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -637 -532

10. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2016 2015
Den Inhabern von Stammaktien des Mutter
unternehmens zuzurechnendes Ergebnis
1.448.383 1.106.586
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
des Ergebnisses je Aktie
8.193.900 8.193.900
Ergebnis je Aktie 0,18 0,14

V. IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 6.657 T€ (Vj. 6.461 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2016 noch in 2015 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des

Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 534 T€ (Vj. 573 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 10,7 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:

  • O Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations)
  • O Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:

  • O Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin)
  • O Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen)
  • O Anton Breitkopf

(auch: Geschäftsführender Direktor (CFO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsrat der Aumann AG, Beelen (bis 09.02.2017))

2. Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und über eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2016 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, so dass zum 31. Dezember 2016 ein Gesamtanspruch von 195.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2016 wurde mit 4,45 €/Aktie ermittelt. Der für 2016 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 damit insgesamt 614 T€.

Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des Stichtagskurses von 3,55 €/Aktie zum 31. Dezember 2015 festgestellten Wertes in Höhe von 304 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 somit ein Zuwachs des Bonusanspruches aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm in Höhe von 311 T€.

2016
T€
2015
T€
Fixgehalt 312 312
Bonus 2016 137 108
Virtuelles Aktienoptionsprogramm 311 115
Gesamtbezüge des Vorstands 760 535

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Nahestehende Unternehmen

Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

b) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.

c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2016 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • O Vorsitzender, Herr Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
  • O Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
  • O Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€

4. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich beschäftigt:

2016 2015
Mitarbeiter 302 285

Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 318 Mitarbeiter.

5. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2016 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüfung: 44,4 T€
b) Steuerberatung: 12,3 T€
Summe: 56,7 T€

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

7. Gewinnverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2016 in Höhe von 580.358,69 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 20. April 2017 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 334.541,69 € auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Blomberg, den 28. Februar 2017

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Seite 66 von 72 Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG, Blomberg Gesamte

Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
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jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
materielle Vermögensgegenstände
m
I. I
Werte sowie
Werten
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrech
Lizenzen an solchen Rechten und
te und ähnliche Rechte und
1.256 15 0 526 746 831 95
wicklungskosten
2. Aktivierte Ent
761 0 0 313 448 561 72
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 1.000 0 0 0
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 2.178 2.178 0
5.195 15 0 1.839 3.372 3.570 167
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
mden Grundstücken
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Bauten auf fre
12.558 0 0 7.419 5.139 5.364 229
Maschinen
2. Technische Anlagen und
17.917 665 377 15.352 3.607 3.314 732
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
7.241 602 0 6.964 878 500 234
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
360 2.177 -377 0 2.160 360 0
38.076 3.444 0 29.735 11.784 9.538 1.195
43.271 3.459 0 31.574 15.156 13.108 1.362

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Bestimmungen liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 28. Februar 2017

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Stramitzer Kottenhagen Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2016 der Delignit AG

Bilanz

Aktiva 31.12.2016 31.12.2015
in T€ in T€
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen 9.666 9.737
Anlagevermögen 9.666 9.737
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
711 375
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
254 260
Umlaufvermögen 965 635
Bilanzsumme 10.631 10.372
Passiva
Eigenkapital 9.763 9.795
Rückstellungen 828 519
Bilanzsumme 10.631 10.372
Sonstige Passiva 40 58
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2016
in T€
31.12.2015
in T€
Umsatzerlöse 616 616
Sonstige betriebliche Erträge 0 130
Personalaufwand 746 580
Sonstige betriebliche Aufwendungen 195 230
Erträge aus Beteiligungen 250 0
Zinsen und ähnliche Erträge 265 282
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 3
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 190 215
Steuern vom Einkommen und Ertrag 24 103
Jahresüberschuss 214 112
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 612 746
Ausschüttung an die Aktionäre 246 246
Bilanzgewinn 580 612

Finanzkalender

Hauptversammlung 2017:

  1. Juni 2017

Halbjahresbericht 2017:

bis Ende August 2017

Geschäftsbericht 2017:

bis Ende Mai 2018

Ende des Geschäftsjahres 2017:

  1. Dezember 2017

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

Impressum

© Delignit AG 2017 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn

Notizen:
Notizen:

Delignit AG

Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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