Annual Report • Jun 13, 2017
Annual Report
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Geschäftsbericht 2016
www.delignit.com
Geschäftsbericht 2016
Delignit AG
| Kurzporträt der Delignit AG | 4 |
|---|---|
| Delignit Konzern auf einen Blick | 5 |
| Grußwort des Vorstands | 6 |
| Der Vorstand | 8 |
| Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2016 | 9 |
| Der Aufsichtsrat | 11 |
| Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 Delignit AG, Blomberg | 12 |
| Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft | 12 |
| Geschäfts- und Rahmenbedingungen | 12 |
| Marktumfeld des Delignit Konzerns | 13 |
| Organisation | 14 |
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 16 |
| Sicherungsgeschäfte | 17 |
| Vergütungsbericht | 18 |
| Risikobericht | 18 |
| Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns | 20 |
| Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 21 |
| Nachtragsbericht | 21 |
| Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen | |
| zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG | 22 |
| Sonstige Angaben | 22 |
| Prognosebericht | 23 |
| IFRS-Konzernbilanz 2016 der Delignit AG | 24 |
| IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung | |
| für das Geschäftsjahr 2016 der Delignit AG | 26 |
| IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung | |
| zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG IFRS-Konzernkapitalflussrechnung |
28 |
| zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG | 29 |
| Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016 der Delignit AG | 30 |
| Methoden und Grundsätze | 30 |
| Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 37 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 46 |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 57 |
| IFRS-Konzernkapitalflussrechnung | 60 |
| Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements | 60 |
| Sonstige Pflichtangaben | 63 |
| Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2016 der Delignit AG | 66 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 67 |
| Kurzfassung des Jahresabschlusses 2016 der Delignit AG | 68 |
| Finanzkalender | 70 |
| Kontakt | 70 |
| Impressum | 70 |
Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.
Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.
Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.
Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:
Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u. a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung. In der Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.
Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u. a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z. B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).
| Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.) | 2016 IFRS |
2015 IFRS |
∆ 2016/ 2015 |
2014 IFRS |
|---|---|---|---|---|
| Ergebniszahlen | T€ | T€ | % | T€ |
| Umsatzerlöse | 48.565 | 44.402 | 9,4 % | 42.718 |
| Betriebsleistung | 49.478 | 45.929 | 7,7 % | 44.094 |
| Materialaufwand | -28.926 | -26.728 | 8,2 % | -25.909 |
| Personalaufwand | -13.474 | -12.670 | 6,3 % | -11.202 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.356 | -3.076 | 9,1 % | -3.466 |
| EBITDA | 3.722 | 3.455 | 7,7 % | 3.517 |
| EBITDA-Marge | 7,5 % | 7,5 % | 0,0 %* | 8,0 % |
| EBIT | 2.360 | 1.964 | 20,2 % | 2.037 |
| EBIT-Marge | 4,8 % | 4,3 % | 0,5 %* | 4,6 % |
| EBT | 2.140 | 1.699 | 26,0 % | 1.731 |
| EBT-Marge | 4,3 % | 3,7 % | 0,6 %* | 3,9 % |
| Konzernjahresergebnis | 1.448 | 1.107 | 30,8 % | 1.031 |
| Anzahl Aktien | 8.193.900 | 8.193.900 | 0,0 % | 8.193.900 |
| eps in € | 0,18 | 0,14 | 30,8 % | 0,13 |
| Bilanzzahlen | T€ | T€ | % | T€ |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.784 | 14.605 | 14,9% | 14.309 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.687 | 14.969 | 4,8% | 12.438 |
| Darin enthaltene liquide Mittel | 1.544 | 4.296 | -64,1% | 2.626 |
| Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) | 8.194 | 8.194 | 0,0% | 8.194 |
| Sonstiges Eigenkapital | 6.583 | 5.483 | 20,1% | 4.479 |
| Eigenkapital ingesamt | 14.777 | 13.677 | 8,0% | 12.673 |
| Eigenkapitalquote | 45,5 % | 46,2 % | -0,7%* | 47,4 % |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
7.352 | 8.398 | -12,5% | 6.437 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
10.342 | 7.499 | 37,9 % | 7.637 |
| Bilanzsumme | 32.471 | 29.574 | 9,8 % | 26.747 |
| Nettofinanzschulden (net debt (-) / net cash (+)) |
-4.457 | -2.402 | 85,6 % | -2.356 |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) | ||||
| Deutschland | 318 | 294 | 8,2 % | 268 |
* Veränderung in Prozentpunkten
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Delignit AG hat auch im Geschäftsjahr 2016 nahtlos an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre angeknüpft. Unterm Strich weist die Delignit AG einen Umsatzanstieg in Höhe von rund 9,4 % auf 48,6 Mio. Euro aus. Damit wurde abermals ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte mit dieser Entwicklung Schritt halten und verbesserte sich um rund 7,7 % auf 3,7 Mio. Euro. Beim Konzernergebnis lag der Zuwachs sogar bei rund 30,8 % und erreichte 1,4 Mio. Euro.
Natürlich freuen wir uns über diese konstant positive Entwicklung und wir sehen die vergangenen Jahre auch als Bestätigung der erfolgreichen Positionierung der Delignit AG als Entwicklungs- und Projektpartner sowie als Serienlieferant in ihren Märkten. Aber was uns besonders positiv stimmt und wofür unser ausdrücklicher Dank allen Beteiligten gilt, ist das noch nicht direkt messbar Erreichte des Geschäftsjahres 2016.
So konnten wir im vergangenen Jahr eine strategisch wichtige Folgebeauftragung im Bereich leichter Nutzfahrzeuge mit einer parallelen Ausweitung des Lieferumfanges vereinbaren. Zudem wurden wir von einem führenden deutschen Automobilhersteller neu beauftragt für die Ausstattung leichter Nutzfahrzeuge sowohl mit Laderaumschutz- als auch ergänzend mit Ladungssicherungslösungen. Beide Aufträge sind ausgelegt für eine Zusammenarbeit von mehr als zehn Jahren und sind für uns eindrucksvoller Beleg dafür, dass unsere neu entwickelten Lösungen zur Ladungssicherung ein Volltreffer sind. Dies wurde uns auch nochmals auf der IAA Nutzfahrzeuge augenscheinlich, da unsere Lösungen ein bis dahin noch nicht erreichtes Maß an Aufmerksamkeit erzeugen konnten.
Ein ähnlich hohes Interesse haben wir auch im Bereich Schiene auf der Leitmesse für Bahn- und Verkehrstechnik, der Innotrans in Berlin, erfahren. Umso erfreulicher natürlich, dass wir im Herbst dann einen weiteren bedeutenden Auftrag im Bereich Schiene mit einem Neukunden abschließen konnten, der teilweise bereits 2016 umsatzwirksam wurde. Wir sehen diesen Auftrag als weitere wichtige Referenz, die zudem aufzeigt, dass in diesem von uns seit Jahren entwickelten Geschäftsbereich ebenfalls weiteres Umsatzpotenzial vorhanden ist.
Aufgrund dieser positiven Perspektiven hat die Delignit AG 2016 ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgesetzt. Dieses auf 24 Monate angesetzte Programm zur Kapazitätserweiterung und zur Effizienzsteigerung verfügt über ein Investitionsvolumen von bis zu 6 Mio. Euro. Neben einer innovativen Pressentechnologie steht dabei auch die Erweiterung der CNC-Kapazitäten im Vordergrund. Mit diesem Investitionsprogramm schaffen wir die Voraussetzungen bei der Kapazität, um auch in Zukunft weiter wachsen zu können.
Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung und die Nutzung der sich bietenden Wachstumschancen sind nur durch hochmotivierte, qualifizierte Mitarbeiter möglich. Entsprechend möchten wir uns an dieser Stelle für den geleisteten Einsatz bei unseren Mitarbeitern ganz herzlich bedanken. Unser Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern für ihre vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Ihre Zufriedenheit ist unser Ansporn. Und unser Dank gilt nicht zuletzt unseren Aktionärinnen und Aktionären. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Entwicklung Ihrer Delignit AG auch in Zukunft eng begleiten.
Mit unseren herzlichsten Grüßen
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.
Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.
Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 05. April 2016, 05. Juli 2016, 20. September 2016 sowie der am 10. November 2016 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor.
Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 13. Juli 2007 und sodann erneut am 10. Juli 2012 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das am vorhergehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2016 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2016 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 28. Februar 2017 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 28. Februar 2017 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem […] Bericht des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 20. April 2017 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 20. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse.
Blomberg, den 20. April 2017
Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender
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Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und Geschäftsführender Direktor (CEO) der MBB SE, Berlin. Dr. Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Dr. Nesemeier war zudem bis zum 13. April 2016 Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin.
Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG, Beelen. Herr Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.
Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1997 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Geschäftsführender Direktor (CFO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford, und war bis zum 09. Februar 2017 Aufsichtsrat der Aumann AG, Beelen.
Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats
Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u. a. als Einbausysteme in leichten Nutzfahrzeugen, Kofferraumladeböden in PKWs und Systemböden für Zugausstattungen eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2 -neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 wiederum durch ein solides und stetes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den beiden ersten Quartalen des Jahres kumuliert um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, während in den letzten beiden Quartalen des Jahres ein Wachstum von kumuliert 0,8 % erreicht wurde. Für das gesamte Jahr 2016 ergibt sich daraus ein Anstieg von 1,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2 % im Vergleich deutlich stärker (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Trotz des Anstiegs globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten hat sich der deutsche Außenhandel im Jahr 2016 erneut sehr gut entwickelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden Waren im Rekordwert von 1.207,5 Mrd. Euro exportiert, ein Plus von 1,2 % im Vorjahresvergleich.
Für das Jahr 2017 wird mit einem weiteren Wachstum der Ausfuhren um bis zu 2,5 % gerechnet. Dennoch können Unsicherheiten, wie der Austritt Großbritanniens aus der EU, das gescheiterte Referendum in Italien und tendenzielle Unwägbarkeiten in der US-Wirtschaftspolitik erhebliche Einflüsse auf die Ausfuhrentwicklung haben (Quelle: Außenhandelsverband BGA).
Die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das Jahr 2016 moderate Wachstumsraten auf. In der am 09. November 2016 veröffentlichten Herbstprognose der Europäischen Kommission wird für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % im Jahr 2016 und in Höhe von 1,5 % im Jahr 2017 erwartet. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 auch hier weiterhin der Privatkonsum sein, der durch die Erwartung weiter steigender Beschäftigungszahlen und leicht steigender Löhne begünstigt wird (Quelle: Europäische Kommission).
Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2016 unterschiedlich entwickelt.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,9 % nach 11,6 % im Vorjahr. In Europas größten Märkten stiegen die Zulassungszahlen in Italien um 50,0 %, in Spanien um 11,2 % und in Frankreich um 8,2 %. Insgesamt haben die Zulassungszahlen in nahezu allen Ländern Europas zugelegt (Quelle: ACEA).
Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern noch immer bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 8,5 % (Vj. 4,2 %) und im PKW-Markt um 4,5 % (Vj. 9,3 %) (Quelle: ACEA).
Im Bereich der Holzwerkstoffindustrien reduzierte sich der Umsatz von Januar bis November 2016 moderat um 1,0 %. Während im ersten Halbjahr 2016 noch ein leichtes Wachstum in Höhe von 0,9 % erreicht werden konnte, war der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte deutlich schwächer im Vergleich zum Vorjahr. Einen ähnlichen Verlauf zeigte der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien. Insgesamt sank der Umsatz im gleichen Zeitraum im Auslandsbereich um 0,3 %.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Umsatzerlöse im Delignit Konzern deutlich um 9,4 % gesteigert und erhöhten sich auf 48.565 T€. Damit konnte der Delignit Konzern im dritten Jahr in Folge einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Der Umsatz steigerte sich seit dem Geschäftsjahr 2010 um jährlich durchschnittlich 11,2 % und hat sich im Mehrjahresvergleich wie in der folgenden Tabelle dargestellt entwickelt:
Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 8,4 % (Vj. +7,8 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den neu angelaufenen Serienaufträgen für Fahrzeughersteller.
In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ein deutliches Um-
satzwachstum erreicht werden. Mit einem Wachstum von 12,1 % im Geschäftsjahr konnte der Umsatzrückgang des Vorjahres in Höhe von 5,2 % deutlich überkompensiert werden. Stärkster Wachstumsträger waren die Spezialanwendungen, die auch die Schienenverkehrslösungen umfassen. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern in diesem Bereich ein weltweit hohes Ansehen verschafft, sodass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird.
Aus geografischer Sicht kann festgestellt werden, dass der Delignit Konzern sein Umsatzwachstum 2016 in den Exportmärkten generiert hat, während der innerdeutsche Umsatz konstant geblieben ist. So konnte die Exportquote abermals auf jetzt über 30 % gesteigert werden, sodass ein Exportumsatz von 14.599 T€ erreicht wurde.
Die Exportentwicklung erkennt man an folgendem Schaubild:
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner in der Regel holzbasierten Produkte im Geschäftsjahr 2016 weiterhin erfolgreich und teilweise im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 : Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte stärkere Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen.
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt.
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z. B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:
Delignit Immobiliengesellschaft mbH (100,0 %) Gesellschaften zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Die Delignit AG hält eine 17,9 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro S.A. / S.C. Cildro Service S.R.L. Die Blomberger Holzindustrie GmbH hält eine 24 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro Plywood S.R.L.
Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2016
Nicht produktive Einheit:
Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.
Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu ei-
ner hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 294 Mitarbeiter auf 318 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 52 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.
Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.
Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.
Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 48.565 T€ (Vj. 44.402 T€) erreicht und bewegt sich somit innerhalb der Prognose. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 49.478 T€ (Vj. 45.929 T€).
Die Materialkosten betrugen 58,5 % der Betriebsleistung und liegen annähernd auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 58,2 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 13.474 T€ (Vj. 12.670 T€) verbucht worden. Die absoluten Personalkosten sind vornehmlich durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern angestiegen. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung sank die Personalquote allerdings gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 27,2 %.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sind gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % angestiegen. Dabei resultiert ein Teil der Kostensteigerung aus der Teilnahme an zwei Messen, und zwar an der Innotrans in Berlin und der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Trotz der zusätzlichen Messekosten konnte die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr bei 6,8 % annähernd stabil gehalten werden (Vj. 6,7 %).
Das EBITDA beträgt 3.722 T€ (Vj. 3.455 T€) und konnte somit um 7,7 % gesteigert werden.
Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 1.362 T€ (Vj. 1.491 T€), sodass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.360 T€ (Vj. 1.964 T€) erreicht wurde.
Im Bereich der Produktentwicklung sind auch im Geschäftsjahr 2016 nicht
unerhebliche Kosten entstanden. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 107 T€ (Vj. 136 T€) verbucht worden. Hinzu kommen die Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern wurden direkt als Aufwand verbucht.
Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 14.777 T€ (Vj. 13.677 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 45,5 % (Vj. 46,2 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf:
Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 1.544 T€ (Vj. 4.296 T€). Der Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Investitionen sowie der Erhöhung von Forderungsbeständen zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 6.001 T€ (Vj. 6.698 T€). Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 4.457 T€ (Vj. 2.402 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.508 T€ kurzfristige Darlehen und 4.493 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen konnten weiter auf einem niedrigen Niveau gehalten werden und liegen zwischen 0,9 % und 4,2 %.
Der generierte operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.831 T€ (Vj. 1.594 T€) wurde im Wesentlichen für Investitionen in das Anlagevermögen verwendet. Dabei entfiel die Hauptinvestitionssumme auf die Erweiterung der CNC-Kapazitäten sowie auf die Anzahlung für eine neue Pressenanlage.
Die Vorräte beliefen sich auf 9.030 T€ nach 8.508 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 15.156 T€ (Vj. 13.108 T€) und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie aus Löhne und Gehälter.
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.
Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.
Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:
° Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.
° Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.
Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:
Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.
• Personalentwicklung:
Der Delignit Konzern reagiert auf die demografische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:
Parallel richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierenden, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt.
Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:
Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive wurden zur IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene wurden zur Messe Innotrans 2016 in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2017 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung aus dem Geschäftsjahr 2016 soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.
Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf zusätzliche Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.
Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Auch für das Geschäftsjahr 2017 ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft trotz volkswirtschaftlich überwiegend positiver Einschätzungen von verschiedenen Unsicherheiten belastet.
So rechnet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose 2016 mit einer weiterhin in moderatem Tempo wachsenden Wirtschaft. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 weiterhin der Privatkonsum sein. Das Beschäftigungswachstum werde voraussichtlich weiterhin relativ stabil bleiben, auch wenn in 2017 und 2018 mit einer leichten Abschwächung zu rechnen sei. Das Investitionsniveau habe sich deutlich aufgehellt; es wird ein Anstieg der Investitionsausgaben im Jahr 2017 um 3,1 % und im Jahr 2018 um 3,5 % gerechnet (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission).
Die Prognoserisiken haben allerdings zugenommen und neigen tendenziell in eine negative Richtung. Grund hierfür sind der Austritt Großbritanniens aus der EU, die unsicheren wirtschaftlichen Tendenzen in führenden Volkswirtschaften sowie die Gefahr der Eskalation geopolitischer Konflikte (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission).
Die deutsche Wirtschaft blickt positiv in die Zukunft. So stellt die deutsche Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2017 fest, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer guten Verfassung befinde. Für 2017 wird mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 % gerechnet. Durch höhere Lohn- und Gehaltseinkommen werden sich die Konsumausgaben weiter erhöhen, es wird voraussichtlich kräftig in Wohnbauten investiert (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung).
Die Delignit AG sieht insbesondere durch die im Geschäftsjahr 2016 erreichten Folgebeauftragungen sowie Neubeauftragungen aus dem Bereich Automotive gute Rahmenbedingungen für dynamisches Wachstum im Geschäftsjahr 2017 in diesem Marktbereich. Auch in den Märkten der Technological Applications konnte die Kundenbasis weiter verbreitert werden. Dies insbesondere dank der Neuaufträge im Bereich der Schienenverkehrslösungen. Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen sowie der stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um weitere 10 bis 15 % steigern zu können. Die EBITDA-Marge soll sich dabei, auch abhängig vom effektiven Produktmix, zwischen 7,5 bis 8,3 % bewegen.
Blomberg, den 28. Februar 2017
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
| Anhang | 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Vorräte | III. 1. | 9.030 | 8.508 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
III. 2. | 3.028 | 846 |
| 3. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen |
III. 3. | 7 | 8 |
| 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte |
III. 4. | 2.078 | 1.311 |
| 5. Liquide Mittel | III. 5. | 1.544 | 4.296 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.687 | 14.969 | |
| B. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | III. 7. | 2.178 | 2.178 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
III. 8. | 1.194 | 1.392 |
| 3. Sachanlagen | III. 9. | 11.784 | 9.538 |
| 4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
III. 11. | 844 | 700 |
| 5. Aktive latente Steuern | III. 12. | 784 | 797 |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.784 | 14.605 | |
| Aktiva, gesamt | 32.471 | 29.574 |
| Anhang | 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen | III. 13. | 1.966 | 1.730 |
| 2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
III. 14. | 1.508 | 1.268 |
| und Leistungen | III. 14. | 3.331 | 3.262 |
| 4. Erhaltene Anzahlungen | III. 17. | 2.469 | 0 |
| 5. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | III. 14. | 1.068 | 1.239 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
10.342 | 7.499 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | III. 18. | 1.498 | 1.535 |
| 2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. | 19 | 23 | |
| 3. Passive latente Steuern | III. 12. | 1.125 | 1.178 |
| 4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | III. 14. | 4.493 | 5.430 |
| 5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | III. 14. | 217 | 232 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
7.352 | 8.398 | |
| C. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | III. 19. | 8.194 | 8.194 |
| 2. Kapitalrücklagen | III. 20. | 1.063 | 1.063 |
| 3. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge |
-592 | -491 | |
| 4. Ergebnisvortrag | 4.664 | 3.804 | |
| 5. Konzern-Ergebnis | 1.448 | 1.107 | |
| Eigenkapital | 14.777 | 13.677 | |
| Passiva, gesamt | 32.471 | 29.574 |
| Anhang | 2016 T€ |
2015 T€ |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | IV. 1. | 48.565 | 44.402 | |
| 2. | Andere aktivierte Eigenleistungen | IV. 2. | 0 | 360 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | IV. 3. | 257 | 721 |
| 4. | Bestandsveränderungen | 656 | 446 | |
| 5. | Materialaufwand | -28.926 | -26.728 | |
| 6. | Personalaufwand | IV. 4. | -13.474 | -12.670 |
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf |
|||
| Sachanlagen | IV. 5. | -1.362 | -1.491 | |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV. 6. | -3.356 | -3.076 |
| 9. | Ergebnis der betrieblichen | |||
| Tätigkeit (EBIT) | 2.360 | 1.964 | ||
| 10. Zinserträge | IV. 7. | 1 | 1 | |
| 11. Zinsaufwendungen | IV. 8. | -221 | -266 | |
| 12. Finanzergebnis | -220 | -265 | ||
| 13. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.140 | 1.699 | ||
| 14. Ertragsteuern | IV. 9. | -637 | -532 | |
| 15. Sonstige Steuern | IV. 9. | -55 | -60 | |
| 16. Konzernjahresergebnis | 1.448 | 1.107 | ||
| 17. | Ergebnis je Aktie in € | 0,18 | 0,14 | |
| 18. Konzernjahresergebnis | 1.448 | 1.107 | ||
| 19. Versicherungsmathematische | ||||
| Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
II. 15. | -101 | 143 | |
| 20. Sonstiges Konzernergebnis | -101 | 143 | ||
| 21. | Konzerngesamtergebnis inklusive OCI |
1.347 | 1.250 |
| Anhang | 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|---|
| 22. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensions verpflichtungen |
101 | -143 | |
| 23. Konzerngesamtergebnis exklusive OCI |
1.448 | 1.107 | |
| 24. Ergebnisvortrag | 4.911 | 4.050 | |
| 25. Dividendenausschüttung | -246 | -246 | |
| 26. Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag |
6.112 | 4.911 |
| Gezeich netes Kapital T€ |
Kapital rücklage T€ |
Rücklage Pensionen (OCI) T€ |
Konzern ergebnis T€ |
Konzern eigen kapital T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2015 | 8.194 | 1.063 | -634 | 4.051 | 12.673 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -246 | -246 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] |
0 | 0 | 143 | 0 | 143 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.107 | 1.107 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) |
0 | 0 | 143 | 861 | 1.003 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 8.194 | 1.063 | -491 | 4.912 | 13.677 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -246 | -246 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] |
0 | 0 | -101 | 0 | -101 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.448 | 1.448 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) |
0 | 0 | -101 | 1.201 | 1.100 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 8.194 | 1.063 | -592 | 6.113 | 14.777 |
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 2.360 | 1.964 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.362 | 1.491 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen | 194 | 576 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -374 | 532 |
| Zwischensumme | 3.542 | 4.563 |
| Veränderung des Working Capital: | ||
| Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-3.614 | -1.561 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
2.353 | -655 |
| Zwischensumme | -1.261 | -2.216 |
| Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern | -451 | -754 |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 1 |
| Zwischensumme | -450 | -753 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1.831 | 1.594 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen | -15 | -363 |
| Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen | -3.444 | -765 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.459 | -1.128 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Dividenden | -246 | -246 |
| Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 2.830 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -656 | -1.114 |
| Zinsauszahlungen | -222 | -266 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.124 | 1.204 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | ||
| (Summe der einzelnen Cashflows) | -2.752 | 1.670 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 4.296 | 2.626 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode | 1.544 | 4.296 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.544 | 4.296 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1.544 | 4.296 |
Grundlegende Informationen zur Bilanzierung
Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.
Der IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wird voraussichtlich am 20. April 2017 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.
Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.
Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.
Die folgenden Änderungen wurden geprüft, allesamt hatten sie aber keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:
IFRS 14 (IASB Veröffentlichung 30.01.2014, EU-Endorsement offen): Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.
IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (IASB Veröffentlichung 06.05.2014, EU-Endorsment 24.11.2015): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.
IAS 16/IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (IASB Veröffentlichung 12.05.2014, EU-Endorsement 02.12.2015): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft.
IAS 16/IAS 41 Bearer Plants (IASB Veröffentlichung 30.06.2014, EU-Endorsement 23.11.2015): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.
IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements (IASB Veröffentlichung 12.08.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Durch die Änderungen wird die Equity Methode als Bilanzposition für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.
IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (IASB Veröffentlichung 11.09.2014, EU-Endorsement offen): Durch die Änderung wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Annual Improvements 2012-2014 (IASB Veröffentlichung 25.9.2014, EU-Endorsement 15.12.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.
IAS 1 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen.
IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 Consolidation Exception (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsmaßnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben.
IAS 19 Employee Contributions (IASB Veröffentlichung 21.11.2013, EU-Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen dritter Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.
Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:
IFRS 5: Leitlinien zur Umklassifizierung in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten bzw. andersherum.
IFRS 7: Leitlinien, ob ein Verwaltungsvertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögensgegenstand darstellt.
IAS 34: Angaben von Informationen "an anderer Stelle" im Zwischenbericht. Die Änderungen sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist.
Annual Improvements 2010-2012 (IASB Veröffentlichung 12.12.2013, EU-Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.
Anzuwenden ab dem 01.01.2017:
IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses (IASB Veröffentlichung 19.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen an IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen, die in der Praxis derzeit unterschiedlich gehandhabt wird.
IAS 7 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 29.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit beurteilen zu können.
Anzuwenden ab dem 01.01.2018:
IFRS 9 Financial Instruments (IASB Veröffentlichung 24.07.2014, EU-Endorsement 22.11.2016): Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzierungsinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (IASB Veröffentlichung 28.05.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.
IFRS 2 Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions (IASB Veröffentlichung 20.06.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentlichsten Änderungen bzw. Ergänzungen bestehen darin, dass in IFRS 2 nur Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen.
IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung 12.09.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen vom Versicherer genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz.
Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:
IFRS 2: Definition von Ausübungs- (vesting conditions) und Marktbedingungen (market conditions)
IFRS 3: Bilanzierung bedingter Gegenleistungen (contingent consideration) im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen
IFRS 8: Angaben zur Zusammenfassung von Segmenten und Erfordernis einer Überleitungsrechnung für Segmentvermögenswerte
IFRS 13: Weiterhin Verzicht auf Abzinsung bei der Fair-Value-Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten möglich, sofern der Effekt unwesentlich ist
IAS 16 und IAS 38: Neubewertungsmethode – Ermittlung der kumulierten Abschreibungen zum Zeitpunkt einer Neubewertung
IAS 24: Erweiterung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen um Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung erbringen (management entities)
Die Änderungen sind in der EU erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist.
Annual Improvements 2014-2016 (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.
IFRIC 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Diese Interpretation zielt darauf ab, die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten.
IAS 40 Transfers of Investment Property (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen dienen der Klarstellung der Vorschriften in Bezug auf Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Insbesondere geht es darum, ob im Bau oder in der Erschließung befindliche Immobilien, die vorher als Vorräte klassifiziert wurden, in die Kategorie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert werden können, wenn es eine offensichtliche Nutzungsänderung gegeben hat.
Anzuwenden ab dem 01.01.2019:
IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung 13.01.2016, EU-Endorsement offen): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nicht regenerativen Ressourcen; Rechte aus Lizenzverträgen über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15.
Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen:
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Streichung einer kurzzeitigen Erleichterungsvorschrift für Erstanwender – IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Klarstellung, dass die Angaben auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5 fallen.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Klarstellung, dass das Wahlrecht zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen beim erstmaligen Ansatz für jede Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann.
Die Änderungen an IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Konsolidierungskreis
Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochterund Enkelgesellschaften:
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)
Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften:
S.C. Cildro Plywood S.R.L., Rumänien (24,0 % - at equity), und
S.C. Cildro S.A., Rumänien (17,9 % - at equity).
Darüber hinaus hält die Delignit AG direkt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity).
Konsolidierungskreis in Zahlen
Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | % | Sitz | Eigenkapital € |
Ergebnis € |
|---|---|---|---|---|
| Blomberger Holzindustrie GmbH |
100 | Blomberg | 3.563.945,95 1.307.345,67 | |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft Hausmann Verwaltungs gesellschaft mbH |
100 | Blomberg | 111.737,56 | 1.780,38 |
| Delignit Immobilien gesellschaft mbH |
100 | Blomberg | 122.215,50 | 56.731,63 |
| DHK automotive GmbH | 100 | Oberlungwitz | 393.837,56 | 100.979,57 |
| HTZ Holztrocknung GmbH | 100 | Oberlungwitz | 881.733,13 | 46.757,30 |
Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | % | Sitz | Eigenkapital RON |
Ergebnis RON |
|---|---|---|---|---|
| S.C. Cildro Plywood S.R.L. | 24,0 | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
8.516.372,67 3.246.515,83 | |
| S.C. CILDRO S.A. | 17,9 | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
20.542.125,39 2.883.413,74 | |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft | ||||
| S.C. Cildro Services S.R.L. | 100 | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien |
513.046,59 | 725.664,83 |
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden.
Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.
Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.
Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.
Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).
Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden. Die at equity bilanzierten Beteiligungswerte werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,53091 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,52939 RON.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.
Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.
Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.
Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.
Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.
Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.
Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten
Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.
Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.
Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:
| Gebäude- und Außenanlagen: | 10 bis 25 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen: | 10 bis 12 Jahre |
| Computer Hardware: | 3 Jahre |
| Sonstige Büroausstattung: | 5 bis 13 Jahre |
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.
Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Im Geschäftsjahr 2016 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.
Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.
In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,0 % (Vj. 1,9 %) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| in T€ | 31.12.2014 | Verän derung 2015 |
31.12.2015 | Verän derung 2016 |
31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) |
-903 | 203 | -700 | -145 | -845 |
| Steuereffekt | 269 | -60 | 209 | 44 | 253 |
| Im OCI zu erfassendes Ergebnis: | -634 | 143 | -491 | -101 | -592 |
Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.
Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:
Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.
Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine
Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
Kurzfristige Vermögenswerte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.349 | 3.483 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.619 | 2.126 |
| Fertige Erzeugnisse | 3.062 | 2.899 |
| Buchwert zum 31.12. | 9.030 | 8.508 |
Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 209 T€ (Vj. 220 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.034 | 858 |
| abzüglich Einzelwertberichtigungen | -6 | -12 |
| Buchwert zum 31.12. | 3.028 | 846 |
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 7 T€ (Vj. 8 T€) bestehen gegenüber OBO Werke GmbH.
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderung aus Factoring | 1.634 | 717 |
| Forderung aus Steuern | 285 | 312 |
| Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten | 44 | 12 |
| Erstattungsansprüche Energiesteuer | 39 | 37 |
| Forderungen gegen Dritte | 16 | 20 |
| Boni | 0 | 40 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 60 | 173 |
| Buchwert zum 31.12. | 2.078 | 1.311 |
Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.
Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.
Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.
Finance Lease
Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen in Folgejahren |
108 | 144 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind: |
||
| Bis zu einem Jahr | 53 | 60 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 55 | 84 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
| Mindestmietzahlungen in Folgejahren | 1.274 | 1.463 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind: |
||
| Bis zu einem Jahr | 189 | 189 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 756 | 756 |
| Über fünf Jahre | 329 | 518 |
Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.
Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen in Höhe von 6 T€ angefallen.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| 31.12.2016 T€ aktiv |
31.12.2016 T€ passiv |
|
|---|---|---|
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
420 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 364 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 53 |
| - Anlagevermögen | 0 | 1.072 |
| 784 | 1.125 |
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 wurde wie folgt ausgewiesen:
| 31.12.2015 T€ aktiv |
31.12.2015 T€ passiv |
|
|---|---|---|
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
440 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 357 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 39 |
| - Anlagevermögen | 0 | 1.139 |
| 797 | 1.178 |
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt
| Stand 01.01.2016 T€ |
Kurs schwan kungen T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||
| Jubiläen | 23 | 0 | 8 | 0 | 4 | 19 |
| 23 | 0 | 8 | 0 | 4 | 19 | |
| Steuerrück stellungen |
||||||
| Gewerbesteuer | 0 | 0 | 0 | 0 | 128 | 128 |
| Körperschaft steuer |
115 | 0 | 13 | 0 | 62 | 164 |
| Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 | 8 |
| 115 | 0 | 13 | 0 | 198 | 300 | |
| 138 | 0 | 21 | 0 | 202 | 319 | |
| Stand 01.01.2015 T€ |
Kurs schwan kungen T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung T€ |
Zuführung T€ |
Stand 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||
| Jubiläen | 27 | 0 | 8 | 0 | 4 | 23 |
| Altersteilzeit | 24 | 0 | 24 | 0 | 0 | 0 |
| 51 | 0 | 32 | 0 | 4 | 23 | |
| Steuerrück stellungen |
||||||
| Gewerbesteuer | 804 | 0 | 804 | 0 | 0 | 0 |
| Körperschaft steuer |
0 | 0 | 0 | 0 | 115 | 115 |
| Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 804 | 0 | 804 | 0 | 115 | 115 | |
| 855 | 0 | 836 | 0 | 119 | 138 | |
Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.
Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
| bis einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
über fünf Jahre T€ |
gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.508 | 3.284 | 1.209 | 6.001 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.331 | 0 | 0 | 3.331 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
1.665 | 0 | 0 | 1.665 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.794 | 675 | 0 | 2.469 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.068 | 0 | 217 | 1.285 |
| Stand 31.12.2016 | 9.366 | 3.959 | 1.426 | 14.751 |
| bis einem Jahr T€ |
mehr als ein und bis zu fünf Jahren T€ |
über fünf Jahre T€ |
gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.268 | 3.161 | 2.269 | 6.698 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.262 | 0 | 0 | 3.262 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
1.615 | 0 | 0 | 1.615 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.239 | 0 | 232 | 1.471 |
| Stand 31.12.2015 | 7.384 | 3.161 | 2.501 | 13.046 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,9 % und 4,5 % (Vj. 1,0 % und 4,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 5.606 T€ (Vj. 7.833 T€).
Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Ungewisse Verbindlichkeiten | 687 | 338 |
| Urlaubsansprüche | 245 | 232 |
| Löhne und Gehälter | 154 | 195 |
| Ausstehende Rechnungen | 138 | 135 |
| Boni | 137 | 136 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 96 | 80 |
| Investitionszuschüsse | 0 | 362 |
| Sonstige Rückstellungen | 208 | 137 |
| 1.665 | 1.615 |
Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Kurzfristig | ||
| Löhne und Gehälter | 403 | 409 |
| Lohnsteuer | 277 | 270 |
| Sonstige Debitoren | 235 | 410 |
| Umsatzsteuer | 137 | 95 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 16 | 55 |
| 1.068 | 1.239 | |
| Langfristig | ||
| Unterstützungskasse | 217 | 232 |
| 1.285 | 1.471 |
Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.469 T€ umfassen erhaltene Einzahlungen, die über die voraussichtliche Vertragsdauer aufgelöst werden.
Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres |
1.535 | 1.857 |
| - Inanspruchnahme | -165 | -218 |
| + Zuführung zu Rückstellung (interest cost) | 27 | 39 |
| -/+ versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste (inkl. darauf entfallender latenter Steuern) |
101 | -143 |
| Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres |
1.498 | 1.535 |
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:
| 2016 % |
2015 % |
||
|---|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,00 | 1,90 | |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:
Bei einer Zinssteigerung von 1,5 Prozentpunkten und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€.
Bei einer Zinssteigerung um 1,0 Prozentpunkte und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€.
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 76 T€.
Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.
Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 491 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:
Pensionsrücklage 31.12.2015: 491 T€ Versicherungsmathematischer Gewinn: 145 T€ Latente Steuern: - 44 T€
| Pensionsrücklage 31.12.2016: | 592 T€ |
|---|---|
| ------------------------------ | -------- |
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2017 betragen 139 T€.
Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Gezeichnetes Kapital
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016" zu diesem Anhang.
Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:
| MBB SE: | 76,1 % | |
|---|---|---|
| Streubesitz: | 23,9 % |
Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.
Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|||
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 33.966 | 69,9 % | 33.537 | 75,5 % |
| EU | 10.676 | 22,0 % | 7.993 | 18,0 % |
| Sonstige | 3.923 | 8,1 % | 2.872 | 6,5 % |
| 48.565 | 44.402 |
Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM-Kunden 40,3 % und bei dem zweitgrößten 10,7 %.
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 360 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Wert berichtigungen |
64 | 17 |
| Erträge aus früheren Geschäftsjahren | 29 | 103 |
| Erträge aus Schadensersatz | 27 | 19 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter |
25 | 405 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 23 | 77 |
| Sonstige Erträge | 89 | 100 |
| 257 | 721 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 11.089 | 10.254 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung |
2.278 | 2.364 |
| Sonstige Personalkosten | 107 | 52 |
| 13.474 | 12.670 |
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte |
198 | 242 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 1.164 | 1.249 |
| 1.362 | 1.491 |
Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2016 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Instandhaltungsaufwendungen | 1.154 | 1.179 |
| Miete, Pachten, Leasing | 281 | 281 |
| Recht und Beratung | 272 | 288 |
| Fremdleistungen | 247 | 223 |
| Reisekosten/KFZ-Kosten | 188 | 181 |
| Werbungskosten | 158 | 52 |
| Versicherungen | 146 | 116 |
| Entwicklungskosten | 107 | 136 |
| Prozesskosten | 90 | 0 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 78 | 83 |
| Gewährleistungsaufwand | 45 | 16 |
| Telefon, Porto, Datenfernübertragung | 43 | 42 |
| Aufwendungen frühere Geschäftsjahre | 40 | 116 |
| Gebühren und Beiträge | 34 | 30 |
| Übrige | 473 | 333 |
| 3.356 | 3.076 |
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Bankzinsen | 1 | 1 |
| 1 | 1 |
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Bankzinsen | 191 | 196 |
| Sonstige Zinsen | 30 | 70 |
| 221 | 266 |
Die Steuern gliedern sich wie folgt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Ertragsteuern | 637 | 532 |
| Sonstige Steuern | 55 | 60 |
| 692 | 592 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 stellt sich wie folgt dar:
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.140 | 1.699 |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand (30,0 %) | -642 | -510 |
| Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | 5 | -22 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -637 | -532 |
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutter unternehmens zuzurechnendes Ergebnis |
1.448.383 | 1.106.586 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie |
8.193.900 | 8.193.900 |
| Ergebnis je Aktie | 0,18 | 0,14 |
Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.
Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 6.657 T€ (Vj. 6.461 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.
Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2016 noch in 2015 vorgenommen.
Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des
Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.
Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 534 T€ (Vj. 573 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 10,7 T€ niedriger (höher) gewesen.
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
1. Sonstige Pflichtangaben
Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:
Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:
(auch: Geschäftsführender Direktor (CFO) der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsrat der Aumann AG, Beelen (bis 09.02.2017))
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und über eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2016 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, so dass zum 31. Dezember 2016 ein Gesamtanspruch von 195.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2016 wurde mit 4,45 €/Aktie ermittelt. Der für 2016 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 damit insgesamt 614 T€.
Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des Stichtagskurses von 3,55 €/Aktie zum 31. Dezember 2015 festgestellten Wertes in Höhe von 304 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 somit ein Zuwachs des Bonusanspruches aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm in Höhe von 311 T€.
| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Fixgehalt | 312 | 312 |
| Bonus 2016 | 137 | 108 |
| Virtuelles Aktienoptionsprogramm | 311 | 115 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 760 | 535 |
3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.
Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2016 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich beschäftigt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 302 | 285 |
Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 318 Mitarbeiter.
5. Kosten Abschlussprüfer
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2016 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| a) Abschlussprüfung: | 44,4 T€ |
|---|---|
| b) Steuerberatung: | 12,3 T€ |
| Summe: | 56,7 T€ |
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2016 in Höhe von 580.358,69 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 20. April 2017 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 334.541,69 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 28. Februar 2017
Markus Büscher Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray Vorstand
Seite 66 von 72 Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2016 der Delignit AG, Blomberg Gesamte
| Anschaffungs und Herstel lungskosten T€ |
Zugänge des Geschäfts- jahres T€ |
Umbuchung T€ |
Abschreibun gen in ihrer gesamten Höhe T€ |
Buchwert am Ende des Geschäfts jahres T€ |
am Ende Buchwert Vorjahres des T€ |
bungen des Geschäfts Abschrei jahres T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| materielle Vermögensgegenstände m I. I |
|||||||
| Werte sowie Werten 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrech Lizenzen an solchen Rechten und te und ähnliche Rechte und |
1.256 | 15 | 0 | 526 | 746 | 831 | 95 |
| wicklungskosten 2. Aktivierte Ent |
761 | 0 | 0 | 313 | 448 | 561 | 72 |
| wert 3. Geschäfts- oder Firmen |
1.000 | 0 | 0 | 1.000 | 0 | 0 | 0 |
| wert 4. Konzern Geschäfts- oder Firmen |
2.178 | 0 | 0 | 0 | 2.178 | 2.178 | 0 |
| 5.195 | 15 | 0 | 1.839 | 3.372 | 3.570 | 167 | |
| II. Sachanlagen | |||||||
| Rechte und Bauten einschließlich der mden Grundstücken 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Bauten auf fre |
12.558 | 0 | 0 | 7.419 | 5.139 | 5.364 | 229 |
| Maschinen 2. Technische Anlagen und |
17.917 | 665 | 377 | 15.352 | 3.607 | 3.314 | 732 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7.241 | 602 | 0 | 6.964 | 878 | 500 | 234 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und m Bau Anlagen i |
360 | 2.177 | -377 | 0 | 2.160 | 360 | 0 |
| 38.076 | 3.444 | 0 | 29.735 | 11.784 | 9.538 | 1.195 | |
| 43.271 | 3.459 | 0 | 31.574 | 15.156 | 13.108 | 1.362 |
Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Bestimmungen liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 28. Februar 2017
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Stramitzer Kottenhagen Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Bilanz
| Aktiva | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| in T€ | in T€ | |
| Sachanlagen | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 9.666 | 9.737 |
| Anlagevermögen | 9.666 | 9.737 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
711 | 375 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
254 | 260 |
| Umlaufvermögen | 965 | 635 |
| Bilanzsumme | 10.631 | 10.372 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 9.763 | 9.795 |
| Rückstellungen | 828 | 519 |
| Bilanzsumme | 10.631 | 10.372 |
|---|---|---|
| Sonstige Passiva | 40 | 58 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 31.12.2016 in T€ |
31.12.2015 in T€ |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 616 | 616 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 130 |
| Personalaufwand | 746 | 580 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 195 | 230 |
| Erträge aus Beteiligungen | 250 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 265 | 282 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 3 |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||
| Geschäftstätigkeit | 190 | 215 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 24 | 103 |
| Jahresüberschuss | 214 | 112 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 612 | 746 |
| Ausschüttung an die Aktionäre | 246 | 246 |
| Bilanzgewinn | 580 | 612 |
bis Ende August 2017
bis Ende Mai 2018
Kontakt
Investor Relations
Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com
Impressum
© Delignit AG 2017 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn
| Notizen: | |
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| Notizen: | ||
|---|---|---|
Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com
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