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Delignit AG — Annual Report 2014
Jan 21, 2016
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Annual Report
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Publication
Delignit AG
Blomberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Delignit AG, Blomberg
1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft
Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Seit dem 01. Oktober 2013 gehören die Gesellschaften DHK automotive GmbH sowie die HTZ Holztrocknung GmbH, beide in Oberlungwitz (Sachsen) angesiedelt, zum Konzernverbund. Ab diesem Zeitpunkt wird auf gleicher strategischer Grundlage, also auf Basis nachwachsender Rohstoffe, auch das PKW-Segment bedient.
2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Nach einem starken Jahresauftakt kam das Wirtschaftswachstum in Deutschland in den beiden Sommerquartalen zum Erliegen. Erst zum Jahresausgang berichtet das Statistische Bundesamt wieder davon, dass die deutsche Wirtschaft Fahrt aufgenommen hat. Für das Gesamtjahr 2014 konnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland saison- und kalenderbereinigt um 1,6 % zulegen, nachdem im Vorjahr ein nur moderates Wachstum von 0,2 % erreicht wurde. Die traditionell exportabhängige deutsche Wirtschaft konnte dabei im Schlussquartal 2014 insbesondere von einer starken Binnennachfrage in den Segmenten Konsum aber auch bei Anlagegütern profitieren. Aber auch der Export konnte allen weltweiten ökonomischen als auch politischen Krisen zum Trotz mit einem Ausfuhrvolumen von 1.133,6 Mrd. € einen erneuten Rekord verzeichnen und legte nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes somit um 3,7 % zu.
Die Situation in der EU ist ausgangs 2014 ebenfalls von positiven Kennzahlen geprägt. In ihrer Herbstprognose berichtet die Europäische Kommission entsprechend von einer langsamen Erholung bei einer äußerst niedrigen Inflation. Das BIP (‚Bruttoinlandsprodukt‘) soll demnach in 2014 um 1,3 % in der EU zulegen. Im Euro-Raum wird ein Wirtschaftswachstum von nur 0,8 % erwartet. Ein Signal der Schwäche im Euro-Raum, das sich schon bei den Exportzahlen deutscher Ausfuhren bemerkbar gemacht hat. Deutschland konnte innerhalb der EU deutlich stärker in den Nicht-Euro-Ländern zulegen. Ähnlich wie das Bruttoinlandsprodukt entwickelten sich die Geschäftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland. Gemäß ifo-Konjunkturtest im verarbeitenden Gewerbe stieg die Geschäftserwartung im Januar 2014 zunächst noch auf einen Indexwert von 108,3 Punkten, schwächte sich dann jedoch bis Oktober kontinuierlich auf 98,8 ab, ehe sich der Wert zum Jahresende wieder auf 101,3 Punkte erholen konnte. Mehr noch als an den BIP-Werten kann man aus dieser Entwicklung die Verunsicherung der gewerblichen Wirtschaft in Bezug auf die weltweit ungelösten fiskalischen als auch politischen Probleme ablesen.
Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2014 deutlich positiv entwickelt.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,3 %, nachdem in den beiden vorangegangenen Jahren noch Rückgänge verzeichnet werden mussten. Dabei legten die vormals vom Rückgang am stärksten betroffenen Länder am deutlichsten zu. So konnte Irland mit + 51,2 % vor Portugal mit + 43,8 % und Griechenland mit + 41,5 % am deutlichsten verlorengegangene Zulassungszahlen aufholen. Die traditionell stärksten Nutzfahrzeugmärkte in Europa zeichnen ein uneinheitliches Bild. Während der größte Markt Frankreich nur um 1,5 % zulegen konnte, stiegen die Nutzfahrzeugzulassungen im Vereinigten Königreich als zweitstärkstem Markt um immerhin 18,7 %. Der Markt für PKW entwickelte sich in 2014 in Europa mit + 5,7 % (Vj. - 1,7 %) ebenfalls deutlich aufwärtsgerichtet (Quelle: ACEA).
Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern relevanten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 7,3 % (Vj. - 3,1 %) und im PKW-Markt um 2,9 % (Vj. - 4,2 %) (Quelle: ACEA).
Im Bereich der Holzwerkstoffindustrie konnte mit einem Umsatzwachstum der Furnier-, Sperrholz-, Holzfaserplatten- und Spanplattenwerke von + 8,0 % in den ersten elf Monaten des Geschäftsjahres 2014 ebenfalls ein deutlicher Sprung auf jetzt 4,4 Mrd. Euro Umsatz erreicht werden. Der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrie konnte mit 1,5 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum um 12,3 % zulegen, verlor jedoch zuletzt an Dynamik (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Die Umsatzerlöse des Delignit Konzerns erreichten im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 42.718 T€ nach 35.299 T€ im Vorjahr, was einem Umsatzanstieg von 21,0 % entspricht. Ein Teil des Umsatzwachstums in Höhe von 7.419 T€ wurde durch die zum 01. Oktober 2013 erworbenen und erstmals für das gesamte Geschäftsjahr konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH generiert. Die beiden Gesellschaften konnten zusammen 5.237 T€ zum Gesamtumsatz beisteuern. Entsprechend konnte auch der Umsatz des ursprünglichen Delignit Konzerns um 10,4 % und damit erneut deutlich über den Zuwachsraten des für den Delignit Konzern relevanten Markts zulegen. Somit ist es dem Delignit Konzern erneut gelungen, seinen Marktanteil nicht nur zu halten, sondern weitere Marktanteile zu gewinnen.
Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 25,5 % (Vj. + 11,2 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerungen waren der erstmals ganzjährig mitkonsolidierte Umsatz aus der Übernahme der DHK automotive GmbH, das stark laufende OEM-Geschäft sowie bereits erste Impulse aus dem Ende 2014 erfolgten Serienanlauf als Erstausrüster für einen namhaften Hersteller.
In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ein erfreuliches Wachstum von 11,4 % (Vj. - 10,6 %) generiert werden. Somit konnte der Umsatzrückgang des Vorjahres wieder kompensiert werden. Zum Wachstum beigetragen haben dabei insbesondere die Produktgruppen der Gebäudeausstattungen und der Spezialanwendungen, welche auch den Bereich der Schienenverkehrsanwendungen umfassen. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen eine deutliche Belebung der Nachfragetätigkeit und anziehende Umsätze im Bereich der Projektgeschäfte im Ausland, und hier insbesondere im asiatischen Raum.
Getragen durch die dynamische Ausweitung des Umsatzes und der Betriebsleistung konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3.517 T€ (Vj. 3.468 T€) gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung von zunächst nur 1,4 %. Bereinigt man das Vorjahresergebnis um den ausgewiesenen Ertrag aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) in Höhe von 763 T€, konnte das operative Ergebnis jedoch um 30,0 % und damit überproportional gesteigert werden.
Die Nettofinanzschulden des Delignit Konzerns erhöhten sich im Geschäftsjahr durch die Ausweitung des operativen Geschäftes, der Investitionstätigkeit und durch Steuerzahlungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2011 um insgesamt 469 T€ auf 2.356 T€ (Vj. 1.887 T€).
3. Marktumfeld des Delignit Konzerns
Parallel zu der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung begann das Geschäftsjahr 2014 für den Delignit Konzern sehr schwungvoll. In der zweiten Jahreshälfte kam zu den traditionell schwachen Umsatzmonaten August und Dezember eine Beruhigung des internationalen Projektgeschäftes hinzu. Dennoch konnte der Umsatz kumuliert um 21,0 % und damit erneut überproportional gesteigert werden. Somit verzeichnet der Delignit Konzern mit einem Gesamtumsatz von 42.718 T€ einen neuen Rekordumsatz.
Aufgrund des überproportionalen Wachstums des Delignit Konzerns in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Entwicklung in ihren Zielmärkten, kann die Marktpositionierung des Konzerns als gut bis sehr gut angesehen werden. Der Delignit Konzern hat im Geschäftsjahr seine Marktposition nicht nur gehalten, sondern seinen Marktanteil nach Schätzung der Gesellschaft nochmals weiter ausbauen können.
Als weiteres Indiz für die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns steht auch die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden in allen Geschäftsbereichen. Insbesondere im Projektgeschäft hat sich der Delignit Konzern durch seine Präsenz am Markt und durch seine erfolgreiche Systemlösungskompetenz ein hohes Ansehen verschafft, das auch international immer mehr anerkannt wird. Dies wird insbesondere dadurch bestätigt, dass die technologischen Produkte des Delignit Konzerns verstärkt aus dem Ausland angefragt werden. Entsprechend konnte die Exportquote des Delignit Konzerns von 15,9 % in 2013 auf 23,9 % in 2014 gesteigert werden.
Im Bereich der Schienenverkehrslösungen konnte dank eines starken Auftragseinganges der Umsatzrückgang des Vorjahres überkompensiert werden. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern ein weltweit hohes Ansehen verschafft, so dass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird. Mit der Beauftragung für das Großprojekt Intercity Express Programm (IEP) aus Mai 2014 durch die Hitachi Rail Europe konnte erstmals ein Großauftrag als Systemlösung gewonnen werden. Die technischen Entwicklungen in den vorangegangenen Geschäftsjahren sollen auch dank dieses Auftrages zu einem zusätzlichen Umsatzbeitrag und somit zu einer weiteren Diversifizierung und Absicherung des Geschäftes führen.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner holzbasierten Produkte, die sich besonders durch technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte - Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid) - im Geschäftsjahr 2014 weitere Marktanteile sichern konnte. Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz und insbesondere durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.
4. Organisation
a. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2016, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.
b. Vorstand
Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:
Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.
Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.
c. Beteiligungsunternehmen
Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

d. Mitarbeiter
Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.
Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer guten Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 258 Mitarbeitern auf 268 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 39 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.
Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2014 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.
5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die beiden neu erworbenen Gesellschaften zu integrieren, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter auf die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei galt es die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.
Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 42.718 T€ (Vj. 35.299 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 44.094 T€ (Vj. 36.854 T€).
Die Materialkosten betrugen 58,8 % der Betriebsleistung und liegen damit zwei Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau in Höhe von 56,8 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 11.202 T€ (Vj. 9.584 T€) verbucht worden und haben sich vornehmlich durch die in 2014 erstmalig ganzjährig konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH um 16,9 % erhöht. Die Personalquote konnte um 0,6 Prozentpunkte auf 25,4 % reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls maßgeblich durch die ganzjährige Berücksichtigung der neuen Gesellschaften um 600 T€, so dass die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant bei 7,9 % blieb.
Das EBITDA beträgt 3.517 T€ und verbesserte sich um 49 T€. Bereinigt um den Ertrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 763 T€ lag das EBITDA 2013 bei 2.705 T€. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2014 bei 1.480 T€ (Vj. 1.020 T€), so dass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.037 T€ (Vj. 2.448 T€) erreicht wurde. Im Ergebnis enthalten sind auch die signifikanten Aufwendungen für Produktentwicklungen, die sich ergeben aus den Kosten für externe Entwicklungsaufträge in Höhe von 112 T€ zuzüglich zu den internen Prüfserien und Personalkosten und die Kosten für den Serienanlauf als Erstausrüster für einen namhaften Hersteller.
Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 12.673 T€ (Vj. 11.952 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 47,4 % (Vj. 46,0 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Geschäftsjahresende 2.626 T€ (Vj. 2.101 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 4.982 T€ (Vj. 3.988 T€). Die Nettoverschuldung zum Stichtag betrug zum Stichtag 2.356 T€ (Vj. 1.887 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.690 T€ kurzfristige Darlehen und 3.292 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen liegen zwischen 1,5 % und 5,5 %.
Der generierte operative Cashflow in Höhe von 786 T€ wurde im Wesentlichen für eine verstärkte Investitionstätigkeit, den Aufbau von Working Capital als auch für die aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2011 zu zahlenden Steuern verwendet.
Insbesondere hervorzuheben sind in Bezug auf die Investitionstätigkeit der Erwerb einer Gewerbeimmobilie in Höhe von 759 T€ und die Investition in neue Pressentechnik in Höhe von 400 T€.
Die Vorräte beliefen sich auf 7.778 T€ nach 7.044 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.491 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.
Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900. Gemäß Geschäftsbericht der MBB SE, Berlin, werden - wie im Vorjahr - 76,1 % der Aktien per 31. Dezember 2014 durch diese Gesellschaft gehalten. Der FreeFloat beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9 %.
6. Sicherungsgeschäfte
Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
7. Vergütungsbericht
Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.
Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.
8. Risikobericht
Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:
| • | Die Serienbelieferung der OEM-Kunden ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns. Dem ist mit dem weiteren Ausbau anderer Kunden in dieser oder artverwandter Branchen, aber auch in der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche zu begegnen. |
| • | Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten o Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Durch die unvermindert starke Verwendung von Holz als Energieträger muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich ansteigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit Konzern mit der Initiative „Holz verantwortungsvoll nutzen“. o Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis. |
| • | Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können. |
| • | Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss davon ausgegangen werden, dass es im Bereich der Zulieferer zu Insolvenzen kommen kann. Diesem Risiko wird damit begegnet, dass für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden soll. |
| • | Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken, und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen. |
| • | Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können. |
| • | Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern. |
Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:
| • | Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949). |
| • | Vertragsmanagement: Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung. |
| • | Der Delignit Konzern reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz. |
| • | Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten maßvoll und zielgerichtet erweitern. |
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns
Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:
| • | Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden. |
| • | Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen. |
Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt weiterverfolgt.
Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
| • | Werkstoffentwicklung und Qualifizierung: Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften, dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive wurden zur IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover vorgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2015 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist. |
| • | Übertragung des Geschäftsmodells: o Geographische Übertragung Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. Parallel sollen insbesondere die Produktgruppen „Gebäudeausstattungen“ und „Spezialanwendungen“ für die Zielmärkte der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden. o Übertragung aus Anwendungssicht Die Vielzahl der Produktenwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. So sollen insbesondere gewichtsoptimierte Verbundwerkstoffe weiter entwickelt werden. Dafür wird die Gesellschaft auch die intensiven Bemühungen zur Entwicklung eines Holz-Carbonverbundes vorantreiben. Unter dem Markennamen carbonwood® wurden erste Prototypen gefertigt und einem Fachpublikum präsentiert. |
| • | Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung wird unverändert als Megatrend erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und zuletzt auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll. |
| • | Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren „Nachhaltigkeit“ und „Kaskadennutzung“ zu nutzen. Um den ökologischen Aspekt weiter zu unterstreichen, ist die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG nach den Richtlinien der FSC- und PEFC-Standards zertifiziert. |
10. Nachtragsbericht
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
11. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
12. Sonstige Angaben
Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 T€ ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.097 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).
In der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 ausgegeben werden oder seither von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.
13. Prognosebericht
Auch für das Geschäftsjahr 2015 bleibt die Situation in der Gesamtwirtschaft schwierig zu prognostizieren.
So stehen auf der einen Seite unklare Refinanzierungsbemühungen in Griechenland, die Ukrainekrise und ein sich abschwächendes Wachstum in China. Ebenfalls strahlen der schwache Eurowechselkurs und ein sehr niedriger Ölpreis auf die Wirtschaft aus. Unbesehen davon blickt die deutsche Wirtschaft positiv in die Zukunft. So erwartet die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein Wachstum von 1,5 % in Deutschland für das Geschäftsjahr 2015. Auch der durch das ifo-Institut berichtete Geschäftserwartungsindex konnte im Januar 2015 nochmals auf 102 Punkte zulegen, so dass sich die Geschäftserwartungen seit Oktober 2014 kontinuierlich verbessert haben.
In dem für den Delignit Konzern wesentlichen Markt der Automobilindustrie weisen die Statistiken weiterhin dynamisches Wachstum auf. Im Monat Dezember 2014 stiegen die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) in den traditionell starken Märkten Vereinigtes Königreich (+ 26,6 %), Deutschland (+ 15,0 %) und Frankreich (+ 7,2 %) dynamisch an (Quelle: ACEA). Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden des Delignit Konzerns zeigen für das erste Halbjahr 2015 eine stabile Produktionsplanung auf.
Der Bereich Technological Applications wird insbesondere durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft bestimmt. Das positive Geschäftsklima führte in den letzten Monaten des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Belebung in der Anfragetätigkeit. Sollten sich die positiven Stimmungsindikatoren und Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft als berechtigt herausstellen, geht der Delignit Konzern von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus.
Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Erfolges des Delignit Konzerns soll weiterhin die Unternehmensstrategie „technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs“ sein. Dazu gilt es, das in den Kernmärkten erfolgreiche Geschäftsmodell konsequent in weitere Märkte aus geographischer und aus Anwendungssicht zu übertragen. Der Vorstand der Delignit AG geht davon aus, dass diese Strategie auch 2015 erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dabei müssen zur Untermauerung des Erfolges und zur nachhaltigen Sicherstellung der erarbeiteten Marktposition die Kernkompetenzen Forschung & Entwicklung, Logistik sowie die Sortimentsabrundung über Handelsware weiter ausgebaut werden.
Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand der Delignit AG gute Rahmenbedingungen für den Delignit Konzern und eine stabile Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Durch verstärkte Absatzbemühungen bei den technischen Produkten, insbesondere auf internationaler Ebene, und der erstmaligen Beauftragung über einen Serienliefervertrag eines ausländischen Herstellers von leichten Nutzfahrzeugen geht der Vorstand der Delignit AG für das Jahr 2015 von einem moderaten Umsatzwachstum des Delignit Konzerns aus.
Blomberg, den 16. März 2015
Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray, Vorstand
IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
der Delignit AG
AKTIVA
| Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Vorräte | III.1. | 7.778 | 7.044 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III.2. | 1.022 | 1.312 |
| 3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | III.3. | 87 | 60 |
| 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte | III.4. | 925 | 994 |
| 5. Liquide Mittel | III.5. | 2.626 | 2.101 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 12.438 | 11.512 | |
| B. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | III.7. | 2.178 | 2.178 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | III.8. | 1.271 | 1.498 |
| 3. Sachanlagen | III.9. | 10.021 | 9.809 |
| 4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | III.11. | 21 | 0 |
| 5. Aktive latente Steuern | III.12. | 817 | 978 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.309 | 14.464 | |
| Aktiva, gesamt | 26.747 | 25.975 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| T€ | T€ | ||
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen | III.13. | 804 | 1.051 |
| 2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | III.14. | 1.690 | 1.000 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | III.14. | 3.084 | 3.005 |
| 4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | III.14. | 2.059 | 2.429 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 7.637 | 7.485 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | III.17. | 1.857 | 2.024 |
| 2. Sonstige langfristige Rückstellungen | III.13. | 51 | 143 |
| 3. Passive latente Steuern | III.12. | 991 | 1.125 |
| 4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | III.14. | 3.292 | 2.988 |
| 5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | III.14. | 246 | 258 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 6.437 | 6.538 | |
| C. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | III.18. | 8.194 | 8.194 |
| 2. Kapitalrücklagen | III.19. | 1.063 | 1.063 |
| 3. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge | -634 | -570 | |
| 4. Ergebnisvortrag | 3.019 | 1.534 | |
| 5. Konzern-Ergebnis | 1.031 | 1.731 | |
| Eigenkapital | 12.673 | 11.952 | |
| Passiva, gesamt | 26.747 | 25.975 |
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014
der Delignit AG
| Anhang | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | IV.1. | 42.718 | 35.299 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | IV.2. | 1.113 | 1.525 |
| 3. Bestandsveränderungen | 263 | 30 | |
| 4. Materialaufwand | -25.909 | -20.936 | |
| 5. Personalaufwand | IV.3. | -11.202 | -9.584 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen | IV.4. | --1,480 | --1,020 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV.5. | -3.466 | -2.866 |
| 8. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 2.037 | 2.448 | |
| 9. Zinserträge | IV.6. | 1 | 1 |
| 10. Zinsaufwendungen | IV.7. | -307 | -248 |
| 11. Finanzergebnis | -306 | -247 | |
| 12. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 1.731 | 2.201 | |
| 13. Ertragsteuern | IV.8. | -672 | -444 |
| 14. Sonstige Steuern | -28 | -26 | |
| 15. Konzernjahresergebnis | 1.031 | 1.731 | |
| 16. Ergebnis je Aktie in € | 0,13 | 0,21 | |
| 17. Konzernjahresergebnis | 1.031 | 1.731 | |
| 18. Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen | II.15. | -64 | -285 |
| 19. Sonstiges Konzernergebnis | -64 | -285 | |
| 20. Konzerngesamtergebnis inklusive OCI | 967 | 1.446 | |
| 21. Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen | 64 | 285 | |
| 22. Konzerngesamtergebnis exklusive OCI | 1.031 | 1.731 | |
| 23. Ergebnisvortrag | 3.265 | 1.534 | |
| 24. Dividendenausschüttung | -245 | 0 | |
| 25. Konzerngesamtergebnis inklusive Ergebnisvortrag | 4.050 | 3.265 |
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2014
der Delignit AG
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage Pensionen (OCI) | Konzernergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2013 | 8.194 | 1.063 | -285 | 1.534 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | 0 | 0 | -285 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.731 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 0 | 0 | -285 | 1.731 |
| 31. Dezember 2013 | 8.194 | 1.063 | -570 | 3.265 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -245 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | 0 | 0 | -64 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.031 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 0 | 0 | -64 | 786 |
| 31. Dezember 2014 | 8.194 | 1.063 | -634 | 4.051 |
| Konzerneigenkapital | Minderheftenanteile | Konzerneigenkapital | |
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2013 | 10.506 | 0 | 10.506 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | -285 | 0 | -285 |
| Konzernjahresergebnis | 1.731 | 0 | 1.731 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 1.446 | 0 | 1.446 |
| 31. Dezember 2013 | 11.952 | 0 | 11.952 |
| Dividendenausschüttung | -245 | 0 | -245 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (nach Steuern) [OCI] | -64 | 0 | -64 |
| Konzernjahresergebnis | 1.031 | 0 | 1.031 |
| Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) | 721 | 0 | 721 |
| 31. Dezember 2014 | 12.673 | 0 | 12.673 |
IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2014
der Delignit AG
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| 1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 2.037 | 2.448 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.480 | 1.020 |
| Zunahme (+) der Rückstellungen | -615 | 1.263 |
| Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -560 | -1.223 |
| Zwischensumme | 2.342 | 3.508 |
| Veränderung des Working Capital: | ||
| Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -241 | -1.117 |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva | -303 | -137 |
| Zwischensumme | -544 | -1.254 |
| Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern | -1.013 | -291 |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 1 |
| Zwischensumme | -1.012 | -290 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 786 | 1.964 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen (-) in das immateriellen Anlagevermögens | -36 | -22 |
| Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen | -667 | -1.186 |
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen (Unternehmensanteilen) | 0 | -13 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -703 | -1.221 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen für Dividenden | -245 | 0 |
| Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten | 1.992 | 1.500 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -998 | -2.381 |
| Zinsauszahlungen | -307 | -248 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 442 | -1.129 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe der einzelnen Cashflows) | 525 | -386 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode | 2.101 | 2.487 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode | 2.626 | 2.101 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.626 | 2.101 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.626 | 2.101 |
Konzernanhang für 2014
I. Methoden und Grundsätze Grundlegende Informationen zur Bilanzierung
1. Informationen zum Unternehmen
Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2 6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.
Der freiwillig erstellte IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wird voraussichtlich am 26. März 2015 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.
2. Rechnungslegungsgrundsätze Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standard (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.
Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.
Anwendung von neuen und geänderten Standards
Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2014 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.
Die folgenden Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:
Anzuwenden ab dem 01.01.2014:
IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities): Die Änderungen stellen lediglich eine Klarstellung der bisherigen Saldierungsregeln dar.
IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 (Investment Entities): Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer „Investmentgesellschaft“ erfüllt. Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.
IAS 36 (Recoverable Disclosures for Non-Financial Assets): Die Änderungen betreffen die Angabe von Informationen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser Betrag auf dem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten basiert.
IAS 39 (Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting): Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Novation zur Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderung führt.
IFRIC 21: Die Interpretation bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird.
Anzuwenden ab dem 01.07.2014:
IAS 19 (Employee Contributions): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.
Im Konzernabschluss der Delignit AG wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt.
Anzuwenden ab dem 01.01.2016:
IFRS 14: Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.
IFRS 11 (Accounting for Acquistions of Interests in Joint Operations): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und aus anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien des IFRS 11 stehen.
IAS 16/IAS 38 (Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft.
IAS 16/IAS 41 (Bearer Plants): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, so dass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.
IAS 27 (Equity Method in Separate Financial Statements): Durch die Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.
IFRS 10/IAS 28 (Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture): Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen.
IAS 1 (Disclosure Initiative): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen.
IFRS 10/IFRS 12, IAS 28 (Consolidation Exception): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben.
Anzuwenden nicht vor dem 01.01.2017:
IFRS 15: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 „Erlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.
Anzuwenden nicht vor dem 01.01.2018:
IFRS 9: Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.
3. Konsolidierung
Konsolidierungskreis
Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg (100,0 %)
Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)
DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften.
S.C. Cildro Plywood S.R.L., Rumänien (24,0 % - at equity), und S.C. Cildro S.A., Rumänien (17,9 % - at equity).
Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity).
Konsolidierungskreis
| Name | % | Sitz | Eigenkapital | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Blomberger Holzindustrie Bg Hausmann GmbH & Co. KG | 100 | Blomberg | 1.712.834,29 | 1.167.593,08 |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft | ||||
| Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH | 100 | Blomberg | 108.386,51 | 933,16 |
| Delignit Immobiliengesellschaft mbH | 100 | Blomberg | 23.615,82 | -1.186,44 |
| DHK automotive GmbH | 100 | Oberlungwitz | 281.079,81 | 51.987,66 |
| HTZ Holztrocknung GmbH | 100 | Oberlungwitz | 794.809,15 | 197.887,70 |
| Beteiligungen: | ||||
| S.C. Cildro Plywood S.R.L. | 24,0 | Drobeta Turnu Severin/Rumänien | 387.961,43 | 211.282,55 |
| S.C. CILDRO S.A. | 17,9 | Drobeta Turnu Severin/Rumänien | 3.743.827,55 | -26.293,49 |
| Mit ihrer Tochtergesellschaft | ||||
| S.C. Cildro Services S.R.L. | 100 | Drobeta Turnu Severin/ Rumänien | -86.590,62 | 163.240,43 |
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.
Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.
Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.
Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.
Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Allgemeines
Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Berichtswährung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).
3. Fremdwährungsumrechnung
Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenwerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden.
4. Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs-oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.
Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.
Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.
Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.
Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.
Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.
Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.
Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.
5. Geschäfts- und Firmenwert
Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.
6. Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.
Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.
Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:
| Gebäude- und Außenanlagen: | 10 bis 25 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen: | 10 bis 12 Jahre |
| Computer Hardware: | 3 Jahre |
| Sonstige Büroausstattung: | 5 bis 13 Jahre |
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.
7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.
Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
8. Wertminderung von Vermögenswerten
Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.
9. Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.
10. Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.
11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens
Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.
12. Sonstige kurzfristige Forderungen / Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.
13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Der Finanzmittelfond in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
14. Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.
15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als „defined benefit plan“ angesehen und daher mittels der „projected unit credit method“ versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 2,2 % (Vj. 3,3 %) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als „Other Comprehensive Income“ (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| 31.12.2012 | Veränderung 2013 | 31.12.2013 | Veränderung 2014 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Gewinn (+) / Verlust (-) | -407 | -404 | -811 | -92 | -903 |
| Steuereffekt | 122 | 119 | 241 | 28 | 269 |
| Im OCI zu erfassendes Ergebnis: | -285 | -285 | -570 | -64 | -634 |
16. Finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristige Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.
17. Ertragsrealisierung
Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:
Verkauf von Waren und Erzeugnissen
Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.
Zinserträge
Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).
18. Steuern
Tatsächliche Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
19. Eventualschulden und Eventualforderungen
Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.
Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Aktive latente Steuern
Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Rückstellungen
Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.
III. Erläuterungen zur Konzernbilanz
Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.199 | 2.729 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.722 | 2.140 |
| Fertige Erzeugnisse | 2.857 | 2.175 |
| Buchwert zum 31.12. | 7.778 | 7.044 |
Die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Vorräte betrugen 493 T€ (Vj. 446 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.057 | 1.331 |
| abzüglich Einzelwertberichtigungen | -35 | -19 |
| Buchwert zum 31.12. | 1.022 | 1.312 |
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 87 T€ bestehen gegenüber der Cildro Plywood S.R.L.
4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Forderung aus Factoring | 703 | 750 |
| Forderung aus Steuern | 86 | 0 |
| Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten | 76 | 7 |
| Erstattungsansprüche Energiesteuer | 35 | 60 |
| Forderungen gegen Dritte | 20 | 20 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 5 | 157 |
| Buchwert zum 31.12. | 925 | 994 |
5. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
Langfristige Vermögenswerte
6. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich.
7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert
Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.
Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.
Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.
8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.
9. Sachanlagen
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.
Finance Lease
Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.
Operating Lease und Miete
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Folgejahren | 133 | 139 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind | ||
| Bis zu einem Jahr | 69 | 60 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 64 | 79 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
| Mindestmietzahlungen in Folgejahren | 1.701 | 1.957 |
| Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind | ||
| Bis zu einem Jahr | 189 | 285 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 756 | 756 |
| Über fünf Jahre | 756 | 916 |
Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst sowie Flurfahrzeuge für den Produktionsbereich. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.
Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.
11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 47 T€ enthalten ausschließlich einen verzinslichen Geldmarkt-Fond in Euro zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Diese werden mit den Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 26 T€ saldiert, sodass sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 21 T€ in der Bilanz ausgewiesen werden.
12. Latente Steuern
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2014 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| 31.12.2014 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| aktiv | passiv | |
| --- | --- | --- |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 430 | 0 |
| Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen | 43 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 344 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 36 |
| - Anlagevermögen | 0 | 955 |
| 817 | 991 |
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie zukünftigen Belastungen oder Minderungen derselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind.
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2013 wurde wie folgt ausgewiesen:
| 31.12.2013 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| aktiv | passiv | |
| --- | --- | --- |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 387 | 0 |
| Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen | 208 | 0 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen | ||
| - Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit | 383 | 0 |
| - sonstige Rückstellungen | 0 | 37 |
| - Anlagevermögen | 0 | 1.088 |
| 978 | 1.125 |
13. Rückstellungen
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Stand 01.01.2014 | Kursschwankungen | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Jubiläen | 27 | 0 | 3 | 0 | 3 | 27 |
| Altersteilzeit | 116 | 0 | 92 | 0 | 0 | 24 |
| 143 | 0 | 95 | 0 | 3 | 51 | |
| Steuerrückstellungen | ||||||
| Gewerbesteuer | 591 | 0 | 0 | 0 | 213 | 804 |
| Körperschaftsteuer | 436 | 0 | 436 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 24 | 0 | 24 | 0 | 0 | 0 |
| 1.051 | 0 | 460 | 0 | 213 | 804 | |
| 1.194 | 0 | 555 | 0 | 216 | 855 |
| Stand 01.01.2013 | Kursschwankungen | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Jubiläen | 27 | 0 | 3 | 0 | 3 | 27 |
| Altersteilzeit | 204 | 0 | 98 | 0 | 10 | 116 |
| 231 | 0 | 101 | 0 | 13 | 143 | |
| Steuerrückstellungen | ||||||
| Gewerbesteuer | 413 | 0 | 256 | 0 | 434 | 591 |
| Körperschaftsteuer | 169 | 0 | 0 | 0 | 267 | 436 |
| Sonstige | 9 | 0 | 0 | 0 | 15 | 24 |
| 591 | 0 | 256 | 0 | 716 | 1.051 | |
| 822 | 0 | 357 | 0 | 729 | 1.194 |
Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.
Mit drei Arbeitnehmern waren Altersteilzeitverhältnisse nach dem Blockmodell vereinbart. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 besteht noch eine Vereinbarung über Altersteilzeit mit einer Person. Danach erbringt der Arbeitnehmer in der Beschäftigungsphase die volle Arbeitsleistung und ist in der Freistellungsphase vollständig von der Arbeitspflicht befreit. Die Rückstellung beinhaltet den während der Beschäftigungsphase aufgebauten Erfüllungsrückstand des Konzerns.
Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
14. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
| bis einem Jahr | mehr als ein und bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.690 | 2.613 | 679 | 4.982 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.084 | 0 | 0 | 3.084 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 1.095 | 0 | 0 | 1.095 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 964 | 0 | 246 | 1.210 |
| Stand 31.12.2014 | 6.833 | 2.613 | 925 | 10.371 |
| bis einem Jahr | mehr als ein und bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.000 | 2.663 | 325 | 3.988 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.005 | 0 | 0 | 3.005 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 1.209 | 0 | 0 | 1.209 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.220 | 0 | 258 | 1.478 |
| Stand 31.12.2013 | 6.434 | 2.663 | 583 | 9.680 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 1,5 % und 5,5 % (Vj. 2,1 % und 5,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Patente und Schutzrechte, Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen sicherungsübereignet bzw. verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 23.751 T€ (Vj. 19.723).
15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter
Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ausstehende Rechnungen | 278 | 80 |
| ungewisse Verbindlichkeiten | 277 | 525 |
| Urlaubsansprüche | 153 | 241 |
| Boni | 126 | 109 |
| Löhne und Gehälter | 120 | 159 |
| Abschluss und Prüfungskosten | 88 | 68 |
| Sonstige Rückstellungen | 53 | 27 |
| 1.095 | 1.209 |
16. Sonstige Verbindlichkeiten
Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristig | ||
| Löhne und Gehälter | 347 | 443 |
| Lohnsteuer | 260 | 230 |
| Sonstige Debitoren | 202 | 331 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 103 | 14 |
| Umsatzsteuer | 49 | 5 |
| Übrige | 3 | 197 |
| 964 | 1.220 | |
| Langfristig | ||
| Unterstützungskasse | 246 | 258 |
| 1.210 | 1.478 |
17. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres | 2.024 | 1.849 |
| - Inanspruchnahme | -297 | -290 |
| + Zuführung zu Rückstellung (interest cost) | 63 | 61 |
| -/+ versicherungsmathematische Gewinne / Verluste (inkl. darauf entfallender latenter Steuern) | 67 | 404 |
| Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres | 1.857 | 2.024 |
Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zugrunde gelegt:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 2,20 | 3,30 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z.B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:
Bei einer Zinssteigerung von 0,5 Prozentpunkte und einer konstanten Rentensteigerung beträgt die Verpflichtung 1.817 T€ D.h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.
Bei einem konstanten Zinssatz und einer Reduzierung der Rentensteigerung um 0,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.817 T€ D.h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.
Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 95 T€.
Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.
Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 570 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:
| Pensionsrücklage 31.12.2013: | 570 T€ |
| Versicherungsmathematischer Verlust: | 92 T€ |
| latente Steuern: | - 28 T€ |
| Pensionsrücklage 31.12.2014: | 634 T€ |
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2015 betragen 208 T€.
Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
18. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).
In der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.103.750,00 € einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.103.750,00 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage „IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2014“ zu diesem Anhang.
Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:
| MBB SE: | 76,1 % |
| Streubesitz: | 23,9 % |
19. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 32.511 | 29.672 |
| EU | 6.514 | 2.998 |
| Sonstige | 3.693 | 2.629 |
| 42.718 | 35.299 |
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 659 | 281 |
| Erlöse aus Schadensersatz | 138 | 20 |
| Sonstige Erträge | 160 | 171 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 71 | 0 |
| Erträge aus früheren Geschäftsjahren | 58 | 290 |
| Erträge aus Weiterberechnungen | 27 | 0 |
| Erträge aus Kapitalkonsolidierung | 0 | 763 |
| 1.113 | 1.525 |
3. Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 9.204 | 7.820 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 1.974 | 1.753 |
| Sonstige Personalkosten | 24 | 11 |
| 11.202 | 9.584 |
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 264 | 161 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 1.216 | 859 |
| 1.480 | 1.020 |
Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2014 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Instandhaltungsaufwendungen | 1.312 | 921 |
| Miete, Pachten, Leasing | 488 | 266 |
| Fremdleistungen | 328 | 114 |
| Reisekosten / KFZ-Kosten | 197 | 213 |
| Recht und Beratung | 196 | 208 |
| Werbungskosten | 146 | 122 |
| Entwicklungskosten | 112 | 112 |
| Versicherungen | 103 | 73 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 73 | 86 |
| Telefon, Porto, Datenfernübertragung | 39 | 33 |
| Gebühren und Beiträge | 35 | 38 |
| Aufwendungen frühere Geschäftsjahre | 22 | 46 |
| Gewährleistungsaufwand | 2 | 200 |
| Wertberichtigungen | 0 | 61 |
| Übrige | 413 | 373 |
| 3.466 | 2.866 |
6. Finanzerträge
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Bankzinsen | 1 | 1 |
| 1 | 1 |
7. Finanzaufwendungen
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Bankzinsen | 205 | 175 |
| Sonstige Zinsen | 102 | 73 |
| 307 | 248 |
8. Steuern
Die Steuern gliedern sich wie folgt:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ertragsteuern | -672 | 444 |
| Sonstige Steuern | -28 | -26 |
| -700 | -470 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.
Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 stellt sich wie folgt dar:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und vor Minderheitenanteilen | 1.731 | 2.201 |
| Rechnerischer Ertragsteuerertrag/-aufwand (30,0 %) | -519 | -661 |
| Steueraufwand aus der Betriebsprüfung | -160 | 0 |
| Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen | -21 | 191 |
| Tatsächlicher Ertragsteuerertrag/-aufwand | -700 | -470 |
9. Ergebnis je Aktie
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis | 1.031.775 | 1.731.034 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie | 8.193.900 | 8.193.900 |
| Ergebnis je Aktie | 0,13 | 0,21 |
V. IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit-Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.
Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht-zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.
VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 4.660 T€ (Vj. 4.467 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. „Verbindlichkeiten“.
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. „Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. „Finanzielle Verbindlichkeiten“ in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.
Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2014 noch in 2013 vorgenommen.
2. Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
3. Finanzrisikomanagement
Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie der Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzu- und -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
4. Marktrisiken
Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.
Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit-Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.619 T€ (Vj. 1.209 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 32,4 T€ niedriger (höher) gewesen.
5. Zeitwertrisiko
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
VI. Sonstige Pflichtangaben
1. Sonstige Pflichtangaben
Vorstand
Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 an:
| Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F & E, Investor Relations) | |
| Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb) |
Aufsichtsrat
Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 an:
| Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Vorsitzender Geschäftsführender Direktor MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin) | |
| Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster) | |
| Anton Breitkopf (auch: Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin, Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford) |
2. Bezüge des Vorstands
Die Gesamtbezüge des Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 betrugen 559 T€. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.
Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2014 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, so dass zum 31. Dezember 2014 ein Gesamtanspruch von 75.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014 wurde mit 3,74 €/Aktie ermittelt. Der für 2014 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 insgesamt 183.000,00 €. Für sonstige Bonusansprüche aus dem Geschäftsjahr 2014 wurden Rückstellungen in Höhe von 84 T€ gebildet.
3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen
a) Nahestehende Unternehmen
Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.
b) Vorstand
Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.
c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG
Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2014 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
Vorsitzender, Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€
4. Anzahl der Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich beschäftigt:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 268 | 222 |
Zum Stichtag beschäftigte der Konzern in Deutschland 268 Mitarbeiter.
5. Kosten Abschlussprüfer
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2014 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
Honorar Abschlussprüfung: 44 T€
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.
7. Gewinnverwendung
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2014 in Höhe von 746.167,51 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 26. März 2015 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 500.350,51 € auf neue Rechnung vorzutragen.
8. Versicherung der gesetzlichen Vertreten
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und das die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 16. März 2015
Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender
Thorsten Duray, Vorstand
Der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 wurden am 26. März 2015 vom Aufsichtsrat gebilligt.
Bestätigungsvermerk
An die Delignit AG, Blomberg:
Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Köln, den 16. März 2015
Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer
gez. Kottenhagen, Wirtschaftsprüferin