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Delignit AG

Annual Report Jun 14, 2016

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2015

www.delignit.com

Geschäftsbericht 2015

Delignit AG

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 4
Delignit Konzern auf einen Blick 5
Grußwort des Vorstands 6
Der Vorstand 8
Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2015 9
Der Aufsichtsrat 11
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 Delignit AG, Blomberg 12
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 12
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 12
Marktumfeld des Delignit Konzerns 13
Organisation 14
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 16
Sicherungsgeschäfte 17
Vergütungsbericht 17
Risikobericht 17
Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns 19
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 20
Nachtragsbericht 21
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG 21
Sonstige Angaben 21
Prognosebericht 22
IFRS-Konzernbilanz 2015 der Delignit AG 24
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2015 der Delignit AG 26
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
zum 31. Dezember 2015 der Delignit AG
28
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
zum 31. Dezember 2015 der Delignit AG 29
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015 der Delignit AG 30
Methoden und Grundsätze 30
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 35
Erläuterungen zur Konzernbilanz 44
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 55
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung 58
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 58
Sonstige Pflichtangaben 61
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2015 der Delignit AG 64
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 65
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2015 der Delignit AG 66
Finanzkalender 68
Kontakt 68
Impressum 68

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen – zumeist einbaufertigen – Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:

Zielmarkt Automotive:

Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u.a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung. In der Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.

Zielmarkt Technological Applications:

Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z.B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).

Delignit Konzern auf einen Blick

Geschäftsjahr (01.01.–31.12.) 2015
IFRS
2014
IFRS
∆ 2015/
2014
2013
IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 44.402 42.718 3,9 % 35.299
Betriebsleistung 45.929 44.094 4,2 % 36.854
Materialaufwand -26.728 -25.909 3,2 % -20.936
Personalaufwand -12.670 -11.202 13,1 % -9.584
EBITDA 3.455 3.517 -1,8 % 3.468
EBITDA-Marge 7,5 % 8,0 % -0,5 %* 9,4 %
EBIT 1.964 2.037 -3,6 % 2.448
EBIT-Marge 4,3 % 4,6 % -0,3 %* 6,6 %
EBT 1.699 1.731 -1,8 % 2.201
EBT-Marge 3,7 % 3,9 % -0,2 %* 6,0 %
Konzernjahresergebnis 1.107 1.031 7,4 % 1.731
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0 % 8.193.900
eps in € 0,14 0,13 7,4 % 0,21
Bilanzzahlen T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 14.605 14.309 2,1 % 14.464
Kurzfristige Vermögenswerte 14.969 12.438 20,3 % 11.512
Darin enthaltene liquide Mittel 4.296 2.626 63,6 % 2.101
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0 % 8.194
Sonstiges Eigenkapital 5.483 4.479 22,4 % 3.758
Eigenkapital insgesamt 13.677 12.673 7,9 % 11.952
Eigenkapitalquote 46,2 % 47,4 % -1,1 %* 46,0 %
Langfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
8.398 6.437 30,5 % 6.538
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen 7.499 7.637 -1,8 % 7.485
Bilanzsumme 29.574 26.747 10,6 % 25.975
Nettofinanzschulden (net debt (-) /
net cash (+))
-2.402 -2.356 2,0 % -1.887
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Delignit AG hat mit 44,4 Mio. Euro Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2015 den Rekordumsatz des Vorjahres nochmals um rund 4 % übertroffen und damit den erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen können. Diese positive operative Entwicklung fiel zusammen mit Erfolgen beim Abschluss neuer beziehungsweise der Verlängerung bestehender Serienlieferverträge. Das bestätigt uns in unserer Überzeugung, die Delignit AG mit ihren nachhaltigen, technologisch anspruchsvollen Systemlösungen wettbewerbsfähig im Markt positioniert zu haben. Wir sind entsprechend mit dem Erreichten sehr zufrieden.

Dabei haben sich unsere Zielmärkte unterjährig unterschiedlich entwickelt: Im Bereich Automotive konnten wir 2015 über das gesamte Jahr hinweg eine konstant gute Geschäftsentwicklung verzeichnen. Parallel haben wir mehrere Folgebeauftragungen im Bereich leichter Nutzfahrzeuge sowie im PKW-Bereich gewinnen können. Zusätzlich wurde erstmals ein Serienliefervertrag mit einem namhaften ausländischen Automobilkonzern gezeichnet, und zum Jahresausklang konnten wir – ebenfalls als Premiere – ein Serienliefergeschäft mit einem Kunden außerhalb der EU vermelden. Im Bereich Technological Applications hatten wir hingegen 2015 eine im Jahresverlauf heterogene Geschäftsentwicklung zu verbuchen. Das erste Halbjahr war von einer deutlichen Zurückhaltung der Kunden in Asien geprägt. Im Jahresverlauf hat sich dann das Geschäft im Bereich der Technological Applications insgesamt deutlich belebt, so dass wir den Umsatzrückgang des ersten Halbjahres im Gesamtjahr noch weitgehend ausgleichen konnten. Insbesondere der Bereich Schiene entwickelte sich sehr dynamisch. Damit profitiert die Delignit AG zunehmend von den erheblichen Vorleistungen der vergangenen Jahre in diesem Bereich.

Unser erklärtes Ziel war und ist es, das internationale Geschäft der Delignit AG weiter auszubauen. Mit 24,5 % haben wir 2015 nun die höchste Exportquote der Firmengeschichte erzielt. Im Vorjahr lag der Auslandsanteil noch bei 23,9 %. Wie erfolgreich wir bei den Bemühungen zur Internationalisierung bereits sind, zeigt der Vergleich mit 2013. Damals lag der Auslandsanteil noch bei 15,9 %. Wir fühlen uns hier bestätigt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und wollen zukünftig die Marktchancen, die sich im Exportgeschäft bieten, vermehrt nutzen.

Auch beim Konzernjahresergebnis konnten wir leicht von 1,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 auf 1,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 zulegen. Dabei haben wir erneut erhebliche Vorleistungen im Bereich der Produktentwicklung, aber auch für den Serienanlauf neuer Lieferumfänge gestemmt. Eine wesentliche Rolle bei der Ausrichtung des Unternehmens auf das erwartete weitere Umsatzwachstum soll die erweiterte Nutzung der im letzten Jahr in unmittelbarer Nähe zu Blomberg erworbenen Gewerbeimmobilie spielen. In unserer Planung dienen uns die vorhandenen 20.000 Quadratmeter Hallenfläche nicht mehr nur als Logistik, sondern zukünftig auch als Produktionsstandort.

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2016 haben wir uns wieder viel vorgenommen. So sehen wir uns als europäischer Marktführer im Bereich des Laderaumschutzes für leichte Nutzfahrzeuge in der positiven Pflicht, unsere Bemühungen zum Ausbau unserer Kompetenz im Bereich Ladegutsicherung ins Ziel zu bringen. Dies analog der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug". Passend zu der in diesem Jahr wieder stattfindenden Leitmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover sehen wir uns auf einem guten Weg, unsere Marktführerschaft unter Beweis zu stellen.

Im Bereich der Schienenverkehrsanwendungen sind wir optimistisch, dass wir rechtzeitig zur Leitmesse Innotrans – auch dank weiterer Beauftragungen – unsere Marktpositionierung festigen und ausbauen können.

Aufgrund dieser positiven Erwartungshaltung sehen wir die Delignit AG für weiteres kontinuierliches Umsatzwachstum in den kommenden Jahren gut positioniert. Entsprechend arbeiten wir intensiv an einem umfangreichen Investitionsprogramm zur Ausweitung unserer Kapazitäten.

Bei unseren Mitarbeitern möchten wir uns erneut aufs Herzlichste bedanken. Ohne den unermüdlichen Einsatz und die konsequente Ausrichtung auf höchste Kundenzufriedenheit wäre die gute Entwicklung der Delignit AG nicht möglich. Dank gilt auch unseren Geschäftspartnern. Wir freuen uns auf eine auch in Zukunft partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Last but not least gilt unser Dank natürlich Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin Ihr Vertrauen schenken und die Entwicklung Ihrer Delignit AG auch in Zukunft eng begleiten.

Blomberg, im April 2016

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Der Vorstand

Markus Büscher

Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.

Thorsten Duray

Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie GmbH in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)

Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2015

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.

Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 26. März 2015, 07. Juli 2015, 26. August 2015 sowie der am 10. November 2015 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert.

Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 13. Juli 2007 und sodann erneut am 10. Juli 2012 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das am vorhergehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2015 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2015 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk jeweils vom 11. März 2016 für die Delignit AG beziehungsweise für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 11. März 2016 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem […] Bericht des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
  • 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.""

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Abhängigkeitsbericht gemäß §§ 171, 314 AktG geprüft, mit dem Wirtschaftsprüfer in der Aufsichtsratssitzung am 05. April 2016 eingehend diskutiert und sich von diesem über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unter Einschluss des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems berichten lassen. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Den Bericht des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernlagebericht, den Abhängigkeitsbericht nebst der Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 05. April 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Ergebnisse.

Blomberg, den 05. April 2016

Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und als Chief Executive Officer (CEO) Vorsitzender Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin. Dr. Christof Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Dr. Nesemeier war zudem bis zum 13. April 2016 Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin.

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Gert-Maria Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin. Zudem ist er als Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster, tätig. Herr Gert-Maria Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1997 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin, und als Chief Financial Officer für den Bereich Finanzen der MBB SE zuständig. Außerdem ist er Aufsichtsratmitglied der DTS IT AG, Herford.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u. a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Kofferraumladeboden in PKWs eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den beiden ersten Quartalen des Jahres jeweils um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr, während in den letzten beiden Quartalen des Jahres ein Wachstum von jeweils 0,3 % erreicht wurde. Für das gesamte Jahr 2015 ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Anstieg von 1,7 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Positive Impulse kamen hierbei aus dem Inland, in dem der Staat seine Konsumausgaben deutlich, die privaten Haushalte noch einmal leicht erhöhten. Darüber hinaus entwickelten sich auch die Investitionen positiv. Vor allem in Bauten wurde deutlich mehr investiert (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Ebenfalls deutlich zugelegt und damit zum Wachstum beigetragen hat der deutsche Außenhandel. Im Jahr 2015 wurden aus Deutschland Waren im Wert von 1.195,8 Milliarden € exportiert und Waren im Wert von 948,0 Milliarden € importiert. Damit übertrafen die Exporte den Vorjahreswert um 6,4 %, die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,2 %. Die Exporte und Importe übertrafen im Jahr 2015 die bisherigen Höchstwerte aus dem Jahr 2014 (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Auch die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das Jahr 2015 stabile Wachstumsraten auf. So stieg das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den ersten beiden Quartalen 2015 um jeweils 0,6 % und 0,5 %, schwächte sich dann aber im dritten und vierten Quartal auf 0,4 % bzw. 0,3 % ab. Für das gesamte Jahr 2015 stieg das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum um 1,5 % und in den EU 28 Staaten um 1,8 % (Quelle: Eurostat).

Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2015 deutlich positiv entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,6 % nach 11,3 % im Vorjahr. So stiegen in Europas größten Märkten die Zulassungszahlen: in Spanien um 36,1 %, in Großbritannien um 15,6 %, in Italien um 12,4 % und in Frankreich um 2,0 %. Insgesamt haben die Zulassungszahlen in nahezu allen Ländern Europas zugelegt (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern noch immer bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 4,2 % (Vj. 7,3 %) und im PKW-Markt um 9,3 % (Vj. 2,9 %) (Quelle: ACEA).

Die Märkte im Bereich der Holzwerkstoffindustrien zeigten im Zeitraum Januar bis Oktober 2015 ein stabiles Umsatzwachstum. Der Gesamtumsatz der Furnier-, Sperrholz-, Holzfaserplatten- und Spanplattenwerke erhöhte sich um + 2,1 % auf 4,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrie konnte mit 1,4 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum um 5,7 % zulegen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Nach Einschätzung des Verbands der deutschen Holzwerkstoffindustrie hat sich die gute Baukonjunktur, unterstützt durch das niedrige Zinsniveau, positiv auf die Holzbranche ausgewirkt.

3. Marktumfeld des Delignit Konzerns

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Umsatzerlöse im Delignit Konzern um 3,9 % gesteigert und erhöhten sich auf 44.402 T€. Damit konnte der Delignit Konzern im zweiten Jahr in Folge einen neuen Umsatzrekord aufstellen.

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 7,8 % (Vj. + 25,5 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerungen waren das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den in den Jahren 2014 und 2015 neu angelaufenen Serienaufträgen für Fahrzeughersteller.

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte an die Zuwachsraten des Vorjahres nicht angeknüpft werden. Insbesondere im asiatischen Raum wurden aufgrund der nachlassenden Konjunkturerwartungen Gebäudeprojekte zurückgestellt oder völlig aus der Planung herausgenommen, was sich auch auf die Umsatzzahlen des Delignit Konzerns ausgewirkt hat. Lag der Umsatz allerdings noch zum Halbjahr 18,8 % unter dem des Vorjahres, konnte in der zweiten Jahreshälfte ein Teil des Umsatzrückgangs wieder aufgeholt werden. Die Umsatzrückgänge im Projektgeschäft konnten insbesondere durch gute Umsatzzuwächse im Bereich der Schienenverkehrslösungen teilweise kompensiert werden. Im Gesamtjahr sanken die Umsatzzahlen des Delignit Konzerns in den Produktgruppen der Technological Applications dennoch um 5,2 %, nachdem im Vorjahr noch ein Wachstum von 11,4 % erreicht werden konnte.

Im Detail betrachtet konnte im Anwendungsbereich der Schienenverkehrslösungen der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt werden. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern ein weltweit hohes Ansehen verschafft, sodass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird. Durch die Beauftragung für das Großprojekt Intercity Express Programm (IEP) im Mai 2014 durch die Hitachi Rail Europe konnte erstmals ein Großauftrag aus dem Schienenverkehrsbereich als Systembodenlösung geliefert werden. Die technischen Entwicklungen in den vorangegangenen Geschäftsjahren sollen auch dank dieses Auftrages zu zusätzlichen Beauftragungen und somit zu einer weiteren Umsatzsteigerung sowie Diversifizierung und Absicherung des Konzernumsatzes führen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner in der Regel holzbasierten Produkte im Geschäftsjahr 2015 erfolgreich behauptet hat und trotz konjunktureller Widerstände im Asiengeschäft weiteres Wachstum generieren konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2: Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte stärkere Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

c. Beteiligungsunternehmen

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt: GRUPPENSTRUKTUR DELIGNIT AG

Nicht produktive Einheit:

Delignit Immobiliengesellschaft mbH (100,0 %)

Gesellschaften zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Die Delignit AG hält eine 17,9 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro S.A. / S.C. Cildro Service S.R.L. Die Blomberger Holzindustrie GmbH hält eine 24 %ige Beteiligung an der S.C. Cildro Plywood S.R.L.

Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2015

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer guten Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 268 Mitarbeiter auf 294 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 38 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2015 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2015 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2015 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter auf die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei galt es, die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.

Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 44.402T€ (Vj. 42.718T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 45.929 T€ (Vj. 44.094 T€).

Die Materialkosten betrugen 58,2 % der Betriebsleistung und liegen damit leicht unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 58,8 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 12.670 T€ (Vj. 11.202 T€) verbucht worden. Die Lohnkosten sind vornehmlich durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern sowie durch die tariflichen Lohnerhöhungen angestiegen. Die Personalquote stieg um 2,2 Prozentpunkte auf 27,6 %. Maßgeblich für die Erhöhung der Personalquote sind die Verschiebungen im Produktmix, welche durch die Umsatzausfälle in den margenstarken Technological Applications begründet sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ('SBA') sanken durch geringere Reparaturaufwendungen sowie durch den Wegfall von Zahlungen aus Fremdmieten. Die SBA-Quote sank im Vergleich zum Vorjahr von 7,9 % auf 6,7 %.

Das EBITDA beträgt 3.455 T€ (Vj. 3.517 T€) und stabilisierte sich somit auf dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2015 bei 1.491 T€ (Vj. 1.480 T€), sodass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 1.964 T€ (Vj. 2.037 T€) erreicht wurde. Im Ergebnis enthalten sind wiederum signifikante Aufwendungen für Produktentwicklungen, die sich aus den Kosten für externe Entwicklungsaufträge in Höhe von 136 T€ zuzüglich den Kosten der internen Prüfserien, den Personalkosten der Entwicklungsabteilung und den Kosten für den Serienanlauf als Erstausrüster bei verschiedenen Herstellern ergeben.

Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 13.677 T€ (Vj. 12.673 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 46,2 % (Vj. 47,4 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 4.296 T€ (Vj. 2.626 T€). Zur Sicherstellung der geplanten Investitionstätigkeit wurde im Rahmen eines günstigen Finanzierungsumfelds die Barliquidität durch die Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten aufgestockt. Darüber hinaus wurden kurzfristige Bankverbindlichkeiten in langfristige Bankverbindlichkeiten umgewandelt, wobei die Freigabe von Sicherheiten im Vordergrund stand. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 6.698 T€ (Vj. 4.982 T€). Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 2.402 T€ (Vj. 2.356 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.268 T€ kurzfristige Darlehen und 5.430 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen konnten weiter optimiert werden und liegen zwischen 1,0 % und 4,5 %.

Der generierte operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.593 T€ (Vj. 786 T€) wurde im Wesentlichen für Investitionen in das Anlagevermögen verwendet. Dabei entfiel die Hauptinvestitionssumme auf die Erweiterung der CNC-Kapazitäten.

Die Vorräte beliefen sich auf 8.508 T€ nach 7.778 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.108 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900. Gemäß Geschäftsbericht der MBB SE, Berlin, werden - wie im Vorjahr - 76,1 % der Aktien per 31. Dezember 2015 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9 %.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

• Der zunehmende Umfang an OEM-Serienbelieferungen ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns von einzelnen Großkunden und der Automobilindustrie insgesamt. Dem ist mit dem weiteren Aufbau anderer Kunden in dieser oder artverwandter Branchen, aber auch mit der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche zu begegnen.

  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • ° Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Durch die unvermindert starke Verwendung von Holz als Energieträger muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich steigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit Konzern mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen". Des Weiteren muss dem in den letzten Jahren witterungsbedingt zunehmenden Trend verkürzter Erntesaisons zur Verbreiterung der Beschaffungsbasis mit dem Aufbau weiterer Lieferquellen begegnet werden.
  • ° Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.
  • Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.
  • Auf den Beschaffungsmärkten kann es bei (Groß-)Lieferanten zu einem Ausfall kommen.
  • Aus der fortschreitenden Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden, aber auch bei Lieferanten können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern. Aber auch die betrieblichen Fertigungskapazitäten sind auf die unterschiedlichen Neuanläufe auszurichten.

Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

• Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).

• Vertragsmanagement:

Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.

• Personalentwicklung:

Der Delignit Konzern reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.

  • Betriebliche Investitionstätigkeit: Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten zielgerichtet erweitern.
  • Lieferantenmanagement: Für alle relevanten Rohstoffe soll, wo möglich, eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden.
  • 9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt weiterverfolgt.

Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten, den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive werden zur IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover vorgestellt. Produktinnovationen im Bereich Schiene werden zur Messe Innotrans in Berlin ausgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2016 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

Für Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 1.410 T€ angefallen. Von diesem Betrag wurden ein Betrag in Höhe von 360 T€ für die Entwicklung einer neuen Fahrzeuginnenraumlösung aktiviert, die zur Serienreife gebracht wurde. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betrug damit 25,5 %. Auf aktivierte Entwicklungskosten wurden Abschreibungen in Höhe von 40 T€ vorgenommen.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • ° Geographische Übertragung

Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. An die Erfolge der Internationalisierung aus dem Geschäftsjahr 2015 soll entsprechend angeknüpft werden. Parallel sollen die Produktgruppen der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

° Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. Dabei werden aktuell insbesondere die Zielmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) auf Basis der Strategie "mehr Umsatz je Fahrzeug" und der Schienenverkehrsindustrie in den Fokus der Entwicklungstätigkeit gestellt.

  • Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung wird unverändert als Megatrend erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und zuletzt auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
  • Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen. Um den ökologischen Aspekt weiter zu unterstreichen, ist die Blomberger Holzindustrie GmbH nach den Richtlinien der FSC- und PEFC-Standards zertifiziert.

10. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:

  • Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Hieran wird stetig im Rahmen eines bestehenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gearbeitet.
  • Die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt durch eine intensive Ausbildung von Jugendlichen, Weiterbildung in allen Konzernbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards und gezielte Förderung des Führungsnachwuchses.
  • Die Geschäftsleitung hat Umwelt- und Klimaschutz als ein wichtiges Unternehmensziel festgelegt. Neben den beispielsweise bereits umgesetzten Standards der FSC- und PEFC-Normen wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Energiemanagementsystem eingeführt, das nach DIN ISO 50001 zertifiziert wurde.

11. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

13. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 ausgegeben werden oder seither von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben.

14. Prognosebericht

Auch für das Geschäftsjahr 2016 ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft trotz volkswirtschaftlich überwiegend positiver Einschätzungen von verschiedenen Unsicherheiten belastet.

So berichtet die Europäische Kommission in ihrem Jahreswachstumsbericht 2016, dass sich die Wirtschaftstätigkeit in der Europäischen Union schrittweise beschleunigen wird. Der Erholung kommen temporäre Faktoren zugute, u.a. niedrige Ölpreise, ein relativ schwacher Euro und die aktuelle Niedrigzinspolitik. Gleichzeitig haben sich die Sicherheitslage und die geopolitischen Spannungen verschärft, und die weltwirtschaftlichen Aussichten werden hierdurch schwieriger. Insgesamt rechnet die Europäische Kommission trotzdem mit einem BIP-Wachstum von 1,9 % im Jahr 2015, 2,0 % im Jahr 2016 und 2,1 % im Jahr 2017 (Quelle: Jahreswachstumsbericht 2016 der Europäischen Kommission).

Auch die deutsche Wirtschaft blickt positiv in die Zukunft. So rechnet die Bundesregierung in ihrer Wirtschaftsprognose für das Jahr 2016 nochmals mit einem stabilen Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Das ifo-Institut berichtet allerdings in ihrem jüngsten Konjunkturtest, dass sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen zum Jahresbeginn 2016 verschlechtert hat. Während die chemische Industrie vom niedrigen Ölpreis profitiert, trübte sich die Stimmung in vielen anderen Branchen, wie dem Maschinen- und Fahrzeugbau, ein. Dies ist vor allem auf schlechtere Exportaussichten zurückzuführen (Quelle: CESifo-Gruppe München).

In dem für den Delignit Konzern wesentlichen Markt der Automobilindustrie weisen die Statistiken weiterhin dynamisches Wachstum auf. Im Monat Dezember 2015 lagen die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) in der Europäischen Union um 13,5 % über dem vergleichbaren Vorjahresmonat.

Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden des Delignit Konzerns zeigen für das erste Halbjahr 2016 eine stabile Produktionsplanung auf, sodass der Delignit Konzern in diesen Märkten mit weiterhin stabilen und steigenden Umsätzen rechnen kann.

Die Märkte für Technological Applications sind stark durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft insbesondere in den internationalen Märkten bestimmt. Trotz der eingetrübten Konjunkturaussichten im asiatischen Raum, einem der Hauptzielmärkte des Delignit Konzerns für Gebäudeausstattungsprodukte, wächst die internationale Nachfrage nach Speziallösungen, insbesondere im Schienenverkehrsbereich. Hier erwartet der Delignit Konzern aufgrund seiner hohen Systemkompetenz in den nächsten Jahren weiteres Wachstum. Insgesamt rechnet der Delignit Konzern in diesem Bereich mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2015.

Durch nochmals verstärkte Absatzbemühungen sowohl in dem bereits seit Jahren dynamisch wachsenden Markt der Automotiveanwendungen als auch bei den Technological Applications geht der Vorstand der Delignit AG für 2016 von weiter steigenden Umsätzen aus und sieht gute Chancen, den Wachstumspfad in den Folgejahren fortzusetzen.

Blomberg, den 11. März 2016

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

IFRS-Konzernbilanz der Delignit AG, Blomberg zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Anhang 31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 8.508 7.778
2. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
III. 2. 846 1.022
3. Forderungen gegen nahe
stehende Unternehmen
III. 3. 8 87
4. Sonstige kurzfristige
Forderungen/Vermögenswerte
III. 4. 1.311 925
5. Liquide Mittel III. 5. 4.296 2.626
Kurzfristige Vermögenswerte 14.969 12.438
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 7. 2.178 2.178
2. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
III. 8. 1.392 1.271
3. Sachanlagen III. 9. 9.538 10.021
4. Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
III. 11. 700 21
5. Aktive latente Steuern III. 12. 797 817
Langfristige Vermögenswerte 14.605 14.309
Aktiva, gesamt 29.574 26.747

PASSIVA

Anhang 31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 13. 1.730 804
2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 1.268 1.690
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen III. 14. 3.262 3.084
4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 14. 1.239 2.059
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen 7.499 7.637
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III. 17. 1.535 1.857
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. 23 51
3. Passive latente Steuern III. 12. 1.178 991
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 5.430 3.292
5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III. 14. 232 246
Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten 8.398 6.437
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 18. 8.194 8.194
2. Kapitalrücklagen III. 19. 1.063 1.063
3. Direkt im Eigenkapital erfasste
Beträge
-491 -634
4. Ergebnisvortrag 3.804 3.019
5. Konzern-Ergebnis 1.107 1.031
Eigenkapital 13.677 12.673
Passiva, gesamt 29.574 26.747

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2015 der Delignit AG

Anhang 2015
T€
2014
T€
1. Umsatzerlöse IV. 1. 44.402 42.718
2. Andere aktivierte Eigenleistungen IV. 2. 360 0
3. Sonstige betriebliche Erträge IV. 3. 721 1.113
4. Bestandsveränderungen 446 263
5. Materialaufwand -26.728 -25.909
6.
7.
Personalaufwand
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
IV. 4. -12.670 -11.202
Sachanlagen IV. 5. -1.491 -1.480
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 6. -3.076 -3.466
9. Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT)
1.964 2.037
10. Zinserträge IV. 7. 1 1
11. Zinsaufwendungen IV. 8. -266 -307
12. Finanzergebnis -265 -306
13. Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.699 1.731
14. Ertragsteuern IV. 9. -532 -672
15. Sonstige Steuern IV. 9. -60 -28
16. Konzernjahresgebnis 1.107 1.031
17. Ergebnis je Aktie in € 0,14 0,13
18. Konzernjahresergebnis 1.107 1.031
19. Versicherungsmathematische Ver
luste aus Pensionsverpflichtungen
II. 15. 143 -64
20. Sonstiges Konzernergebnis 143 -64
21. Konzerngesamtergebnis
inklusive OCI
1.250 967
Anhang 2015
T€
2014
T€
22. Versicherungsmathematische
Verluste aus Pensionsver
pflichtungen
-143 64
23. Konzerngesamtergebnis
exklusive OCI
1.107 1.031
24. Ergebnisvortrag 4.050 3.265
25. Dividendenausschüttung -246 -245
26. Konzerngesamtergebnis
inklusive Ergebnisvortrag
4.911 4.050

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2015 der Delignit AG, Blomberg

Gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Rücklage
Pensionen
(OCI)
T€
Konzern
ergebnis
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Stand 01. Januar 2014 8.194 1.063 -570 3.265 11.952
Dividendenausschüttung 0 0 0 -245 -245
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -64 0 -64
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.031 1.031
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -64 786 721
Stand 31. Dezember 2014 8.194 1.063 -634 4.051 12.673
Dividendenausschüttung 0 0 0 -246 -246
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 143 0 143
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.107 1.107
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 143 861 1.003
Stand 31. Dezember 2015 8.194 1.063 -491 4.912 13.677

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2015 der Delignit AG, Blomberg

2015
T€
2014
T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 1.964 2.037
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.491 1.480
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 576 -615
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 532 -560
Zwischensumme 4.563 2.342
Veränderung des Working Capital:
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva
-1.561 -241
Abnahme (-) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva
-655 -303
Zwischensumme -2.216 -544
Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern -754 -1.013
Erhaltene Zinsen 1 1
Zwischensumme -753 -1.012
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.594 786
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen -363 -36
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen -765 -667
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.128 -703
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Dividenden -246 -245
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten 2.830 1.992
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.114 -998
Zinsauszahlungen -266 -307
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.204 442
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) 1.670 525
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 2.626 2.101
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 4.296 2.626
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.296 2.626
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.296 2.626

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015 der Delignit AG, Blomberg

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.

Der freiwillig erstellte IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wird voraussichtlich am 05. April 2016 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2015 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.

Die folgenden Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:

Anzuwenden ab dem 01.01.2015:

Annual Improvements 2011 – 2013 (IASB Veröffentlichung: 12.12.2013, EU – Endorsement 18.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab dem 01.01.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

Annual Improvements 2010 – 2012 (IASB Veröffentlichung 12.12.2013, EU – Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab dem 01.02.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

IAS 19 (Employee Contributions): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.

Anzuwenden ab dem 01.01.2016:

IFRS 5 (zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche): Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräußerung gehalten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten umklassifiziert oder anders herum; Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in denen die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken gehalten beendet wird.

IFRS 7 (Finanzierungsinstrumente: Angaben): Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsvertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögenswert darstellt, zwecks Bestimmung der erforderlichen Angaben.

IFRS 14 (Regulatorische Abgrenzungsposten): Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.

IFRS 11 (Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und aus anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien des IFRS 11 stehen.

IAS 16/IAS 38 (Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft.

IAS 16/IAS 41 (Bearer Plants): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, so dass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.

IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer): Klarstellung, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen.

IAS 27 (Equity Method in Separate Financial Statements): Durch die Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.

IAS 34 (Zwischenberichterstattung): Klarstellung der Bedeutung von "an anderer Stelle im Zwischenbericht" und Aufnahme einer Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle aufzunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Berichts liegt.

IFRS 10/IAS 28 (Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture): Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen.

IAS 1 (Disclosure Initiative): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen.

IFRS 10/IFRS 12, IAS 28 (Consolidation Exception): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben.

Annual Improvements 2012 – 2014 (IASB Veröffentlichung 25.09.2014, EU – Endorsement 15.12.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS.

Anzuwenden ab dem 01.01.2017:

IAS 12 (Ertragsteuern): Mit der Änderung Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste werden folgende Sachverhalte klargestellt: Nicht realisierte Verluste bei schuldrechtlichen Instrumenten, die zum beizulegenden Wert bewertet werden, deren steuerliche Basis aber die Anschaffungskosten sind, führen zu abzugsfähigen temporären Differenzen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Halter erwartet, den Buchwert des Vermögenswerts dadurch wiederzuerlangen, dass er diesen bis zur Fälligkeit hält und sämtliche vertraglichen Zahlungen vereinnahmt, oder ihn zu veräußern beabsichtigt.

Anzuwenden ab dem 01.01.2018:

IFRS 15: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

IFRS 9: Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.

Anzuwenden ab dem 01.01.2019:

IFRS 16 (Leasingverhältnisse): Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

Blomberger Holzindustrie GmbH, Blomberg (100,0 %)

Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften:

S.C. Cildro Plywood S.R.L., Rumänien (24,0 % - at equity), und

S.C. Cildro S.A., Rumänien (17,9 % - at equity).

Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity).

Konsolidierungskreis in Zahlen

Name % Sitz Eigenkapital
Ergebnis
Blomberger Holzindustrie
GmbH
100,0 Blomberg 2.506.600,28 793.764,99
Mit ihrer Tochtergesellschaft
Hausmann Verwaltungs
gesellschaft mbH
100,0 Blomberg 109.957,18 1.570,67
Delignit Immobilien
gesellschaft mbH
100,0 Blomberg 65.483,87 41.868,05
DHK automotive GmbH 100,0 Oberlungwitz 292.857,99 11.778,18
HTZ Holztrocknung GmbH 100,0 Oberlungwitz 834.975,83 40.166,68
Beteiligungen:
S.C. Cildro Plywood S.R.L. 24,0 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
1.167.719,48 814.145,19
S.C. CILDRO S.A. 17,9 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
3.906.493,07 229.759,36
Mit ihrer Tochtergesellschaft
S.C. Cildro Services S.R.L. 100,0 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
-46.916,08 42.629,42

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2015 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,9 % (Vj. 2,2 %) zugrunde gelegt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:

Verän
derung
Verän
derung
in T€ 31.12.2013 2014 31.12.2014 2015 31.12.2015
Versicherungsmathematischer
Gewinn (+) / Verlust (-) -811 -92 -903 203 -700
Steuereffekt 241 28 269 -60 209
Im OCI zu erfassendes Ergebnis: -570 -64 -634 143 -491

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.483 3.199
Unfertige Erzeugnisse 2.126 1.722
Fertige Erzeugnisse 2.899 2.857
Buchwert zum 31.12. 8.508 7.778

Die kumulierten Wertminderungen auf Vorräte betrugen 220 T€ (Vj. 493 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 858 1.057
abzüglich Einzelwertberichtigungen -12 -35
Buchwert zum 31.12. 846 1.022

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.

3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 8 T€ bestehen gegenüber OBO Werke GmbH & Co. KG.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2015 31.12.2014
T€ T€
Forderung aus Factoring 717 703
Forderung aus Steuern 312 86
Boni 40 0
Erstattungsansprüche Energiesteuer 37 35
Forderungen gegen Dritte 20 20
Transitorische
Rechnungsabgrenzungsposten
12 76
Übrige sonstige Vermögenswerte 173 5
Buchwert zum 31.12. 1.311 925

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich.

7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

9. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.

10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Finance Lease

Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.

Operating Lease und Miete

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Mindestleasingzahlungen aus Operating
Leasingverhältnissen in Folgejahren
144 133
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus unkündbaren Operating
Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 60 69
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 84 64
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 1.463 1.701
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die
wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 189 189
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 756 756
Über fünf Jahre 518 756

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst sowie Flurfahrzeuge für den Produktionsbereich. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.

Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.

11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten einen verzinslichen Geldmarkt-Fonds in Euro zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Die Altersteilzeitverpflichtungen sind im Geschäftsjahr ausgelaufen, sodass die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ausgezahlt wurden.

Bei den Zugängen im Bereich der langfristigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2015 sind noch keine Aufwendungen angefallen.

12. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2015
T€
aktiv
31.12.2015
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
440 0
Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen 0 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 357 0
- sonstige Rückstellungen 0 39
- Anlagevermögen 0 1.139
797 1.178

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2014 wurde wie folgt ausgewiesen:

31.12.2014
T€
aktiv
31.12.2014
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
430 0
Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen 43 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 344 0
- sonstige Rückstellungen 0 36
- Anlagevermögen 0 955
817 991

13. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand
01.01.2015
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2015
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 8 0 4 23
Altersteilzeit 24 0 24 0 0 0
51 0 32 0 4 23
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 804 0 804 0 0 0
Körperschaft
steuer
0 0 0 0 115 115
Sonstige 0 0 0 0 0 0
804 0 804 0 115 115
855 0 836 0 119 138
Stand
01.01.2014
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2014
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 3 0 3 27
Altersteilzeit 116 0 92 0 0 24
143 0 95 0 3 51
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 591 0 0 0 213 804
Körperschaft
steuer
436 0 436 0 0 0
Sonstige 24 0 24 0 0 0
1.051 0 460 0 213 804
1.194 0 555 0 216 855

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Mit einem Arbeitnehmer war ein Altersteilzeitverhältnis nach dem Blockmodell vereinbart. Danach erbringt der Arbeitnehmer in der Beschäftigungsphase die volle Arbeitsleistung und ist in der Freistellungsphase vollständig von der Arbeitspflicht befreit. Zum Stichtag 31.12.2015 ist diese Vereinbarung ausgelaufen.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

bis mehr
als ein
und bis
über
einem
Jahr
T€
zu fünf
Jahren
T€
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.268 3.161 2.269 6.698
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.262 0 0 3.262
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.615 0 0 1.615
Sonstige Verbindlichkeiten 1.239 0 232 1.471
Stand 31.12.2015 7.384 3.161 2.501 13.046
bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.690 2.613 679 4.982
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.084 0 0 3.084
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.095 0 0 1.095
Sonstige Verbindlichkeiten 964 0 246 1.210

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 1,0 % und 4,5 % (Vj. 1,5 % und 5,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 7.833 T€ (Vj. 23.751 T€).

15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Investitionszuschüsse 362 0
Ungewisse Verbindlichkeiten 338 277
Urlaubsansprüche 232 153
Löhne und Gehälter 195 120
Boni 136 126
Ausstehende Rechnungen 135 278
Abschluss- und Prüfungskosten 80 88
Sonstige Rückstellungen 137 53
1.615 1.095

Bei den Investitionszuschüssen handelt es ich um eine bereits gewährte Zahlung für ein zukünftiges, innovatives Investitionsprojekt in der Presstechnologie.

16. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Kurzfristig
Sonstige Debitoren 410 202
Löhne und Gehälter 409 347
Lohnsteuer 270 260
Umsatzsteuer 95 49
Sozialversicherungsbeiträge 55 103
Übrige 0 3
1.239 964
Langfristig
Unterstützungskasse 232 246
1.471 1.210

17. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn
des Geschäftsjahres
1.857 2.024
- Inanspruchnahme -218 -297
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 39 63
-/+ versicherungsmathematische Gewinne/
Verluste (inkl. darauf entfallender latenter Steuern)
-143 67
Pensionsrückstellungen am Ende
des Geschäftsjahres
1.535 1.857

Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt:

2015
%
2014
%
Rechnungszins 1,90 2,20
Rententrend 2,00 2,00

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z.B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:

Bei einer Zinssteigerung von 0,5 Prozentpunkten und einer konstanten Rentensteigerung beträgt die Verpflichtung 1.490T€, d.h.: ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 46 T€.

Bei einem konstanten Zinssatz und einer Reduzierung der Rentensteigerung um 0,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.490T€, d.h.: ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 46 T€.

Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 75 T€.

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 634 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:

Pensionsrücklage 31.12.2014: 634 T€
Versicherungsmathematischer Verlust: - 203 T€
Latente Steuern: + 60 T€

Pensionsrücklage 31.12.2015: 491 T€

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2016 betragen 144 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

18. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015).

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Optionsoder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2015" zu diesem Anhang.

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB SE: 76,1 %
Streubesitz: 23,9 %

19. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2015
T€
2014
T€
Deutschland 33.537 32.511
EU 7.993 6.514
Sonstige 2.872 3.693
44.402 42.718

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

2015 2014
T€ T€
Aktivierte Entwicklungsleistungen 360 0

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2015
T€
2014
T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
405 659
Erträge aus früheren Geschäftsjahren
Erträge aus Weiterberechnungen
103
77
58
27
Erlöse aus Schadensersatz 19 138
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen
17 71
Sonstige Erträge 100 160
721 1.113

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2015
T€
2014
T€
Löhne und Gehälter 10.254 9.204
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
2.364 1.974
Sonstige Personalkosten 52 24
12.670 11.202

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2015
T€
2014
T€
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
242 264
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.249 1.216
1.491 1.480

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2015 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2015 2014
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.179 1.312
Recht und Beratung 288 196
Miete, Pachten, Leasing 281 488
Fremdleistungen 223 328
Reisekosten/KFZ-Kosten 181 197
Entwicklungskosten 136 112
Versicherungen 116 103
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 116 22
Nebenkosten Geldverkehr 83 73
Werbungskosten 52 146
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 42 39
Gebühren und Beiträge 30 35
Gewährleistungsaufwand 16 2
Übrige 333 413
3.076 3.466

7. Finanzerträge

2015 2014
T€ T€
Bankzinsen 1 1
1 1

8. Finanzaufwendungen

2015
T€
2014
T€
Bankzinsen 196 205
Sonstige Zinsen 70 102
266 307

9. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2015
T€
2014
T€
Ertragsteuern -532 -672
Sonstige Steuern -60 -28
-592 -700

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 stellt sich wie folgt dar:

2015
T€
2014
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.699 1.731
Rechnerischer Ertragsteuerertrag/
-aufwand (30,0 %)
-510 -519
Steueraufwand aus der Betriebsprüfung 0 -160
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen -22 -21
Tatsächlicher Ertragsteuerertrag/-aufwand -532 -700

10. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2015 2014
Den Inhabern von Stammaktien des Mutter
unternehmens zuzurechnendes Ergebnis
1.106.586 1.031.775
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
des Ergebnisses je Aktie
8.193.900 8.193.900
Ergebnis je Aktie 0,14 0,13

V. IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 6.461 T€ (Vj. 4.660 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2015 noch in 2014 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit – insbesondere von Großkunden – Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 573T€ (Vj. 1.619 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 11,5 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2015 an:

  • O Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E, Investor Relations)
  • OThorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2015 an:

  • O Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Mitglied des Verwaltungsrats und Chief Executive Officer der MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin)
  • O Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster)
  • O Anton Breitkopf

(auch: Chief Financial Officer der MBB SE, Berlin, stellvertretender Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford, sowie Geschäftsführer der MBB Technologies GmbH, Beelen)

2. Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2015 betrugen 535 T€. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2015 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, sodass zum 31. Dezember 2015 ein Gesamtanspruch von 135.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/ Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2015 wurde mit 3,55 €/ Aktie ermittelt. Der für 2015 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 insgesamt 304 T€. Für sonstige Bonusansprüche aus dem Geschäftsjahr 2015 wurden Rückstellungen in Höhe von 108 T€ gebildet.

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Nahestehende Unternehmen

Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

b) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.

c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2015 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • O Vorsitzender, Herr Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
  • O Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
  • O Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€

4. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich beschäftigt:

2015 2014
Mitarbeiter 285 268

Zum Stichtag beschäftigte der Konzern in Deutschland 294 Mitarbeiter.

5. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2015 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüfung: 44 T€
b) Steuerberatung: 12 T€
Summe: 56 T€

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

7. Gewinnverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2015 in Höhe von 611.955,49 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 05. April 2016 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 366.138,49 € auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Blomberg, den 11. März 2016

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

mberg Abschreibun
Abgänge
mber 2015 der Delignit AG, Blo
m 31. Deze
mögens zu
wicklung des IFRS-Konzernanlagever
Ent
Gesamte
Seite 64 von 70
Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Geschäfts
Abgänge
jahres
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T€
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gen in ihrer
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Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
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jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
materielle Vermögensgegenstände
m
I. I
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Werten
Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
und ähnliche Rechte und
1.253 3 0 0 420 836 931 97
wicklungskosten
2. Aktivierte Ent
401 360 0 0 205 556 241 45
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 0 1.000 0 100 100
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 0 2.178 2.178 0
4.832 363 0 0 1.625 3.570 3.450 242
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
mden Grundstücken
Bauten auf fre
12.488 70 0 0 7.194 5.364 5.586 292
Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
2. Technische Anlagen und
17.855 35 27 0 14.603 3.314 4.005 753
Geschäftsausstattung 6.941 300 0 0 6.741 500 402 204
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
27 360 -27 0 0 360 27 0
37.311 765 0 0 28.538 9.538 10.020 1.249
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 47 0 0 47 0 0 47 0
42.190 1.128 0 47 30.163 13.108 13.517 1.491

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Bestimmungen liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 11. März 2016

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Stramitzer Kottenhagen

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2015 der Delignit AG

Bilanz

Aktiva 31.12.2015 31.12.2014
in T€ in T€
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen 9.737 9.381
Anlagevermögen 9.737 9.381
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
375 112
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
260 856
Umlaufvermögen 635 968
Bilanzsumme 10.372 10.349
Passiva
Eigenkapital 9.795 9.929
Rückstellungen 519 358

Sonstige Passiva 58 62

Bilanzsumme 10.372 10.349

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2015
in T€
31.12.2014
in T€
Umsatzerlöse 616 599
Sonstige betriebliche Erträge 130 143
Personalaufwand 580 575
Sonstige betriebliche Aufwendungen 230 223
Erträge aus Beteiligungen 0 500
Zinsen und ähnliche Erträge 282 255
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3 1
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 215 698
Steuern vom Einkommen und Ertrag 103 292
Jahresüberschuss 112 406
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 746 586
Ausschüttung an die Aktionäre 246 246
Bilanzgewinn 612 746

Finanzkalender

Halbjahresbericht 2016:

bis Ende August 2016

Hauptversammlung 2016:

  1. Juli 2016

Geschäftsbericht 2016:

bis Ende Mai 2017

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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