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Delignit AG

Annual Report May 8, 2015

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2014

www.delignit.com

Geschäftsbericht 2014

Delignit AG

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 4
Delignit Konzern auf einen Blick 5
Grußwort des Vorstands 6
Der Vorstand 8
Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2014 9
Der Aufsichtsrat 11
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 Delignit AG, Blomberg 12
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 12
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 12
Marktumfeld des Delignit Konzerns 14
Organisation 15
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 16
Sicherungsgeschäfte 18
Vergütungsbericht 18
Risikobericht 18
Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns 20
Nachtragsbericht 21
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG 21
Sonstige Angaben 21
Prognosebericht 22
IFRS-Konzernbilanz 2014 der Delignit AG 24
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2014 der Delignit AG 26
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
zum 31. Dezember 2014 der Delignit AG
28
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
zum 31. Dezember 2014 der Delignit AG 29
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 der Delignit AG 30
Methoden und Grundsätze 30
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 34
Erläuterungen zur Konzernbilanz 44
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 55
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung 58
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 58
Sonstige Pflichtangaben 61
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2014 der Delignit AG 64
Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens 2013 der Delignit AG 65
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 66
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2014 der Delignit AG 68
Finanzkalender 70
Kontakt 70
Impressum 70

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische, in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen - zumeist einbaufertigen - Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Zielmärkte aufgeteilt:

Zielmarkt Automotive:

Der Zielmarkt Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u.a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung.

Mit Übernahme der DHK automotive GmbH im Oktober 2013 wurde die Sparte Automotive um die Produktgruppe PKW (engl. passenger cars) erweitert. In diesem Bereich werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEMs geliefert.

Zielmarkt Technological Applications:

Die Produkte des Zielmarkts Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z.B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).

Delignit Konzern auf einen Blick

Geschäftsjahr (01.01.–31.12.) 2014
IFRS
2013
IFRS
∆ 2014/
2013
2012
IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 42.718 35.299 21,0 % 34.140
Betriebsleistung 44.094 36.854 19,6 % 35.376
Materialaufwand -25.909 -20.936 23,8 % -20.456
Personalaufwand -11.202 -9.584 16,9 % -9.468
EBITDA 3.517 3.468 1,4 % 3.079
EBITDA-Marge 8,0 % 9,4 % -1,4 %* 8,7 %
EBIT 2.037 2.448 -16,8 % 2.217
EBIT-Marge 4,6 % 6,6 % -2,0 %* 6,3 %
EBT 1.731 2.201 -21,4 % 1.935
EBT-Marge 3,9 % 6,0 % -2,1 %* 5,5 %
Konzernjahresergebnis 1.031 1.731 -40,4 % 1.249
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0 % 8.193.900
eps in € 0,13 0,21 -40,4 % 0,15
Bilanzzahlen T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 14.309 14.464 -1,1 % 11.334
Kurzfristige Vermögenswerte 12.438 11.512 8,0 % 10.031
Darin enthaltene liquide Mittel 2.626 2.101 25,0 % 2.487
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0 % 8.194
Sonstiges Eigenkapital 4.479 3.758 19,2 % 2.312
Eigenkapital insgesamt 12.673 11.952 6,0 % 10.506
Eigenkapitalquote 47,4 % 46,0 % 1,4 %* 49,2 %
Langfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
6.437 6.538 -1,5 % 6.367
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
7.637 7.485 2,0 % 4.492
Bilanzsumme 26.747 25.975 3,0 % 21.365
Nettofinanzschulden (net debt (-) /
net cash (+))
-2.356 -1.887 24,9 % -712
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)
Deutschland 268 258 3,9 % 213

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Delignit AG hat die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre auch im Geschäftsjahr 2014 fortsetzen können und im Berichtszeitraum wichtige, zum Teil auch strategisch relevante Erfolge erreicht. So haben wir im vergangenen Geschäftsjahr den höchsten Umsatz der über 200 Jahre zurückreichenden Firmengeschichte verzeichnet. Die Umsatzerlöse stiegen um rund 21 % auf 42,7 Mio. Euro. Auch mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, auf dem Niveau des Vorjahres von 3,5 Mio. Euro sind wir sehr zufrieden. Im Vorjahr enthielt das Ergebnis noch einen positiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen in Höhe von knapp 0,8 Mio. Euro. Neutralisiert man diesen Sondereinfluss, entwickelte sich das EBITDA 2014 mit rund 30 % Wachstum zum Vorjahr überproportional zum Umsatz.

Doch nicht nur die reinen Geschäftszahlen sind erfreulich. Es ist uns zudem gelungen, die Delignit AG auch strategisch weiterzuentwickeln. Die im Herbst 2013 erworbenen Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH konnten im vergangenen Jahr erfolgreich in die Delignit AG integriert werden. Durch die neuen Gesellschaften ist der Delignit AG der Einstieg in das PKW-Segment gelungen. Zudem haben wir dadurch unsere Produktionskapazitäten erweitern können. Angesichts der deutlichen Ausweitung unseres Geschäftsvolumens war dieser Schritt auch notwendig. Die beiden neuen Gesellschaften stellen somit nach kurzer Zeit bereits einen wichtigen Eckpfeiler in unserem Konzern dar.

Am Standort Blomberg haben wir des Weiteren in die zielgerichtete Erweiterung und Modernisierung unserer Kapazitäten investiert. Im Hinblick auf das erwartete weitere Wachstum der Gesellschaft ist uns durch den im März 2015 vermeldeten Erwerb eines Logistikzentrums in der Nähe unseres Stammsitzes ein Zukauf gelungen, mit dem wir langfristig unseren weiteren Flächenbedarf decken können. Das Objekt ist uns dabei bestens bekannt, da wir zuvor schon als Mieter eine Teilfläche genutzt haben.

Innovationen sehen wir weiter als einen wesentlichen Schlüssel für unseren unternehmerischen Erfolg. Entsprechend haben wir auch 2014 intensiv in neue Produkte investiert. So konnten die neu entwickelten und zertifizierten Systeme im Bereich Ladungssicherung auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover erfolgreich präsentiert werden. Auch auf der Innotrans, der internationalen Fachmesse für Schienenverkehrstechnik, waren wir vertreten und haben unsere in den vergangenen Jahren entwickelten Lösungen im Bereich Bodengruppenanwendungen vorgestellt. Für unsere Neuvorstellungen erhielten wir durchweg positive Resonanz und konnten feststellen, dass unsere Systemlösungen auch international immer stärker Beachtung finden. Unserer Strategie "mehr Umsatz pro Fahrzeug" wollen wir daher auch für die Zukunft treu bleiben, indem wir durch innovative Produkte zusätzliche Potenziale heben. Dabei setzen wir im Bereich der Produktentwicklung verstärkt auch auf Verbundwerkstoffe.

Dass unsere erheblichen Anstrengungen in neue Produkte und den Ausbau des Vertriebs Früchte tragen, zeigen auch die gewonnenen Neukunden. So konnten wir im vergangenen Jahr im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge einen weiteren Serienanlauf für einen namhaften Automobilhersteller verzeichnen. Nach unseren Berechnungen konnte die Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 erneut Marktanteile in diesem Fahrzeugsegment hinzugewinnen. Im März 2015 haben wir zudem den ersten Auftrag aus dem Ausland für eine Serienbelieferung vermeldet. Die Delignit AG wird in den kommenden Jahren für einen international bekannten Automobilkonzern eine Fertigungsstätte in Großbritannien beliefern.

Auch im Bereich Technological Applications sehen wir Wachstumspotenzial im internationalen Geschäft. So haben wir mit Hitachi Rail Europe eine Zusammenarbeit bei der Ersatzbeschaffung von Hochgeschwindigkeitszügen in Großbritannien geschlossen. Insgesamt erhalten 122 Züge einen Delignit-Systemboden. Wir sehen diesen Auftrag als Bestätigung der in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen im Bereich Schiene. Wir leiten daraus aber auch den Ansporn ab, die zuletzt erfolgreiche Internationalisierung der Delignit AG weiter voranzutreiben.

Abschließend möchten wir uns bei unseren Mitarbeitern bedanken, die sich auch 2014 wieder mit vollem Einsatz für die positive Entwicklung der Delignit AG eingesetzt haben. Unser Dank gilt auch unseren Kunden und unseren Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.

Wir sehen für die Delignit AG auch in 2015 gute Rahmenbedingungen und erwarten eine stabile Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Delignit AG weiter eng begleiten. Bleiben Sie uns gewogen.

Blomberg, im April 2015

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Der Vorstand

Markus Büscher

Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F & E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit Konzern als Geschäftsführer eingetreten.

Thorsten Duray

Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)

Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2014

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG sowie des Delignit Konzerns.

Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 25. März 2014, 15. Juli 2014, 25. September 2014 sowie der am 13. November 2014 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder und die zwei Vorstände persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Im Besonderen wurde der Erwerb der Gewerbeimmobilie in Lothe ausführlich diskutiert und beschlossen. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert.

Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 9. Juli 2007 gewählt worden und wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 13. Juli 2007 und sodann erneut am 10. Juli 2012 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das am vorhergehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt. Der Aufsichtsrat hat am 24. Mai 2013 beschlossen, die Vorstandsverträge von Markus Büscher als CEO und Thorsten Duray als CSO bis zum 30. September 2018 zu verlängern.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2014 wurde nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für die Delignit AG zum 31. Dezember 2014 wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk vom 23. Februar 2015 für die Delignit AG beziehungsweise 16. März 2015 für den Delignit Konzern versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und am 23. Februar 2015 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem […] Bericht des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
  • 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.""

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss und den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG geprüft und mit dem Wirtschaftsprüfer in der Sitzung am 26. März 2015 eingehend diskutiert. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Den Bericht des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 26. März 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten guten Ergebnisse.

Blomberg, den 26. März 2015

Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender

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Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats und als Chief Executive Officer (CEO) Vorsitzender Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin. Dr. Christof Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Dr. Nesemeier ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin.

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin. Zudem ist er als Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster, tätig. Herr Gert-Maria Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB SE.

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1997 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Er ist Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin, und als Chief Financial Officer für den Bereich Finanzen der MBB SE zuständig. Außerdem ist er Aufsichtsratmitglied der DTS IT AG, Herford.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Seit dem 01. Oktober 2013 gehören die Gesellschaften DHK automotive GmbH sowie die HTZ Holztrocknung GmbH, beide in Oberlungwitz (Sachsen) angesiedelt, zum Konzernverbund. Ab diesem Zeitpunkt wird auf gleicher strategischer Grundlage, also auf Basis nachwachsender Rohstoffe, auch das PKW-Segment bedient.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Nach einem starken Jahresauftakt kam das Wirtschaftswachstum in Deutschland in den beiden Sommerquartalen zum Erliegen. Erst zum Jahresausgang berichtet das Statistische Bundesamt wieder davon, dass die deutsche Wirtschaft Fahrt aufgenommen hat. Für das Gesamtjahr 2014 konnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland saison- und kalenderbereinigt um 1,6 % zulegen, nachdem im Vorjahr ein nur moderates Wachstum von 0,2 % erreicht wurde. Die traditionell exportabhängige deutsche Wirtschaft konnte dabei im Schlussquartal 2014 insbesondere von einer starken Binnennachfrage in den Segmenten Konsum aber auch bei Anlagegütern profitieren. Aber auch der Export konnte allen weltweiten ökonomischen als auch politischen Krisen zum Trotz mit einem Ausfuhrvolumen von 1.133,6 Mrd. € einen erneuten Rekord verzeichnen und legte nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes somit um 3,7 % zu.

Die Situation in der EU ist ausgangs 2014 ebenfalls von positiven Kennzahlen geprägt. In ihrer Herbstprognose berichtet die Europäische Kommission entsprechend von einer langsamen Erholung bei einer äußerst niedrigen Inflation. Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) soll demnach in 2014 um 1,3 % in der EU zulegen. Im Euro-Raum wird ein Wirtschaftswachstum von nur 0,8 % erwartet. Ein Signal der Schwäche im Euro-Raum, das sich schon bei den Exportzahlen deutscher Ausfuhren bemerkbar gemacht hat. Deutschland konnte innerhalb der EU deutlich stärker in den Nicht-Euro-Ländern zulegen. Ähnlich wie das Bruttoinlandsprodukt entwickelten sich die Geschäftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland. Gemäß ifo-Konjunkturtest im verarbeitenden Gewerbe stieg die Geschäftserwartung im Januar 2014 zunächst noch auf einen Indexwert von 108,3 Punkten, schwächte sich dann jedoch bis Oktober kontinuierlich auf 98,8 ab, ehe sich der Wert zum Jahresende wieder auf 101,3 Punkte erholen konnte. Mehr noch als an den BIP-Werten kann man aus dieser Entwicklung die Verunsicherung der gewerblichen Wirtschaft in Bezug auf die weltweit ungelösten fiskalischen als auch politischen Probleme ablesen.

Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2014 deutlich positiv entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,3 %, nachdem in den beiden vorangegangenen Jahren noch Rückgänge verzeichnet werden mussten. Dabei legten die vormals vom Rückgang am stärksten betroffenen Länder am deutlichsten zu. So konnte Irland mit + 51,2 % vor Portugal mit + 43,8 % und Griechenland mit + 41,5 % am deutlichsten verlorengegangene Zulassungszahlen aufholen. Die traditionell stärksten Nutzfahrzeugmärkte in Europa zeichnen ein uneinheitliches Bild. Während der größte Markt Frankreich nur um 1,5 % zulegen konnte, stiegen die Nutzfahrzeugzulassungen im Vereinigten Königreich als zweitstärkstem Markt um immerhin 18,7 %. Der Markt für PKW entwickelte sich in 2014 in Europa mit + 5,7 % (Vj. - 1,7 %) ebenfalls deutlich aufwärtsgerichtet (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern relevanten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 7,3 % (Vj. - 3,1 %) und im PKW-Markt um 2,9 % (Vj. - 4,2 %) (Quelle: ACEA).

Im Bereich der Holzwerkstoffindustrie konnte mit einem Umsatzwachstum der Furnier-, Sperrholz-, Holzfaserplatten- und Spanplattenwerke von + 8,0 % in den ersten elf Monaten des Geschäftsjahres 2014 ebenfalls ein deutlicher Sprung auf jetzt 4,4 Mrd. Euro Umsatz erreicht werden. Der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrie konnte mit 1,5 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum um 12,3 % zulegen, verlor jedoch zuletzt an Dynamik (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Umsatzerlöse des Delignit Konzerns erreichten im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 42.718 T€ nach 35.299 T€ im Vorjahr, was einem Umsatzanstieg von 21,0 % entspricht. Ein Teil des Umsatzwachstums in Höhe von 7.419 T€ wurde durch die zum 01. Oktober 2013 erworbenen und erstmals für das gesamte Geschäftsjahr konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH generiert. Die beiden Gesellschaften konnten zusammen 5.237 T€ zum Gesamtumsatz beisteuern. Entsprechend konnte auch der Umsatz des ursprünglichen Delignit Konzerns um 10,4 % und damit erneut deutlich über den Zuwachsraten des für den Delignit Konzern relevanten Markts zulegen. Somit ist es dem Delignit Konzern erneut gelungen, seinen Marktanteil nicht nur zu halten, sondern weitere Marktanteile zu gewinnen.

Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 25,5 % (Vj. + 11,2 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerungen waren der erstmals ganzjährig mitkonsolidierte Umsatz aus der Übernahme der DHK automotive GmbH, das stark laufende OEM-Geschäft sowie bereits erste Impulse aus dem Ende 2014 erfolgten Serienanlauf als Erstausrüster für einen namhaften Hersteller.

In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ein erfreuliches Wachstum von 11,4 % (Vj. - 10,6 %) generiert werden. Somit konnte der Umsatzrückgang des Vorjahres wieder kompensiert werden. Zum Wachstum beigetragen haben dabei insbesondere die Produktgruppen der Gebäudeausstattungen und der Spezialanwendungen, welche auch den Bereich der Schienenverkehrsanwendungen umfassen. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen eine deutliche Belebung der Nachfragetätigkeit und anziehende Umsätze im Bereich der Projektgeschäfte im Ausland, und hier insbesondere im asiatischen Raum.

Getragen durch die dynamische Ausweitung des Umsatzes und der Betriebsleistung konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3.517 T€ (Vj. 3.468 T€) gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung von zunächst nur 1,4 %. Bereinigt man das Vorjahresergebnis um den ausgewiesenen Ertrag aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) in Höhe von 763 T€, konnte das operative Ergebnis jedoch um 30,0 % und damit überproportional gesteigert werden.

Die Nettofinanzschulden des Delignit Konzerns erhöhten sich im Geschäftsjahr durch die Ausweitung des operativen Geschäftes, der Investitionstätigkeit und durch Steuerzahlungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2011 um insgesamt 469 T€ auf 2.356 T€ (Vj. 1.887 T€).

3. Marktumfeld des Delignit Konzerns

Parallel zu der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung begann das Geschäftsjahr 2014 für den Delignit Konzern sehr schwungvoll. In der zweiten Jahreshälfte kam zu den traditionell schwachen Umsatzmonaten August und Dezember eine Beruhigung des internationalen Projektgeschäftes hinzu. Dennoch konnte der Umsatz kumuliert um 21,0 % und damit erneut überproportional gesteigert werden. Somit verzeichnet der Delignit Konzern mit einem Gesamtumsatz von 42.718 T€ einen neuen Rekordumsatz.

Aufgrund des überproportionalen Wachstums des Delignit Konzerns in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Entwicklung in seinen Zielmärkten, kann die Marktpositionierung des Konzerns als gut bis sehr gut angesehen werden. Der Delignit Konzern hat im Geschäftsjahr seine Marktposition nicht nur gehalten, sondern seinen Marktanteil nach Schätzung der Gesellschaft nochmals weiter ausbauen können.

Als weiteres Indiz für die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns steht auch die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden in allen Geschäftsbereichen. Insbesondere im Projektgeschäft hat sich der Delignit Konzern durch seine Präsenz am Markt und durch seine erfolgreiche Systemlösungskompetenz ein hohes Ansehen verschafft, das auch international immer mehr anerkannt wird. Dies wird insbesondere dadurch bestätigt, dass die technologischen Produkte des Delignit Konzerns verstärkt aus dem Ausland angefragt werden. Entsprechend konnte die Exportquote des Delignit Konzerns von 15,9 % in 2013 auf 23,9 % in 2014 gesteigert werden.

Im Bereich der Schienenverkehrslösungen konnte dank eines starken Auftragseinganges der Umsatzrückgang des Vorjahres überkompensiert werden. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern ein weltweit hohes Ansehen verschafft, so dass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird. Mit der Beauftragung für das Großprojekt Intercity Express Programm (IEP) aus Mai 2014 durch die Hitachi Rail Europe konnte erstmals ein Großauftrag als Systemlösung gewonnen werden. Die technischen Entwicklungen in den vorangegangenen Geschäftsjahren sollen auch dank dieses Auftrages zu einem zusätzlichen Umsatzbeitrag und somit zu einer weiteren Diversifizierung und Absicherung des Geschäftes führen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner holzbasierten Produkte, die sich besonders durch technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte auszeichnen - Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid) -, im Geschäftsjahr 2014 weitere Marktanteile sichern konnte. Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz und insbesondere durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2016, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

GRUPPENSTRUKTUR DELIGNIT AG c. Beteiligungsunternehmen

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer guten Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 258 Mitarbeitern auf 268 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 39 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2014 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die beiden neu erworbenen Gesellschaften zu integrieren, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter auf die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei galt es, die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden.

Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 42.718 T€ (Vj. 35.299 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 44.094 T€ (Vj. 36.854 T€).

Die Materialkosten betrugen 58,8 % der Betriebsleistung und liegen damit zwei Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau in Höhe von 56,8 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 11.202 T€ (Vj. 9.584 T€) verbucht worden und haben sich vornehmlich durch die in 2014 erstmalig ganzjährig konsolidierten Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrocknung GmbH um 16,9 % erhöht. Die Personalquote konnte um 0,6 Prozentpunkte auf 25,4 % reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls maßgeblich durch die ganzjährige Berücksichtigung der neuen Gesellschaften um 600 T€, so dass die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant bei 7,9 % blieb.

Das EBITDA beträgt 3.517 T€ und verbesserte sich um 49 T€. Bereinigt um den Ertrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 763 T€ lag das EBITDA 2013 bei 2.705 T€. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2014 bei 1.480 T€ (Vj. 1.020 T€), so dass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.037 T€ (Vj. 2.448 T€) erreicht wurde. Im Ergebnis enthalten sind auch die signifikanten Aufwendungen für Produktentwicklungen, die sich ergeben aus den Kosten für externe Entwicklungsaufträge in Höhe von 112 T€ zuzüglich zu den internen Prüfserien und Personalkosten und die Kosten für den Serienanlauf als Erstausrüster für einen namhaften Hersteller.

Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 12.673 T€ (Vj. 11.952 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 47,4 % (Vj. 46,0 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Geschäftsjahresende 2.626 T€ (Vj. 2.101 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 4.982 T€ (Vj. 3.988 T€). Die Nettoverschuldung zum Stichtag betrug 2.356 T€ (Vj. 1.887 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.690 T€ kurzfristige Darlehen und 3.292 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen liegen zwischen 1,5 % und 5,5 %.

Der generierte operative Cashflow in Höhe von 786 T€ wurde im Wesentlichen für eine verstärkte Investitionstätigkeit, den Aufbau von Working Capital als auch für die aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2011 zu zahlenden Steuern verwendet.

Insbesondere hervorzuheben sind in Bezug auf die Investitionstätigkeit der Erwerb einer Gewerbeimmobilie in Höhe von 759 T€ und die Investition in neue Pressentechnik in Höhe von 400 T€.

Die Vorräte beliefen sich auf 7.778 T€ nach 7.044 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.491 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900. Gemäß Geschäftsbericht der MBB SE, Berlin, werden - wie im Vorjahr - 76,1 % der Aktien per 31. Dezember 2014 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9 %.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

  • Die Serienbelieferung der OEM-Kunden ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit des Delignit Konzerns. Dem ist mit dem weiteren Ausbau anderer Kunden in dieser oder artverwandten Branchen, aber auch in der Aufrechterhaltung der angestammten Geschäftsbereiche zu begegnen.
  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • ° Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Durch die unvermindert starke Verwendung von Holz als Energieträger muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich ansteigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet der Delignit Konzern mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen".

  • ° Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.

  • Auf den Absatzmärkten kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.
  • Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss davon ausgegangen werden, dass es im Bereich der Zulieferer zu Insolvenzen kommen kann. Diesem Risiko wird damit begegnet, dass für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert werden soll.
  • Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken, und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges des Delignit Konzerns. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern.

Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

  • Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
  • Vertragsmanagement:

Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.

  • Der Delignit Konzern reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
  • Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten maßvoll und zielgerichtet erweitern.

9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt weiterverfolgt.

Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des Delignit Konzerns stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Der Delignit Konzern beabsichtigt im Rahmen seiner Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiterzuentwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive wurden zur IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover vorgestellt. Auch im Geschäftsjahr 2015 sollen wieder intensive Bemühungen im Bereich der Produktentwicklung betrieben werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • ° Geographische Übertragung

Die insbesondere in den Automotivemärkten erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. Parallel sollen insbesondere die Produktgruppen "Gebäudeausstattungen" und "Spezialanwendungen" für die Zielmärkte der Technological Applications weltweit vermarktet werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

° Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktentwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. So sollen insbesondere gewichtsoptimierte Verbundwerkstoffe weiterentwickelt werden. Dafür wird die Gesellschaft auch die intensiven Bemühungen zur Entwicklung eines Holz-Carbonverbundes vorantreiben. Unter dem Markennamen carbonwood® wurden erste Prototypen gefertigt und einem Fachpublikum präsentiert.

  • Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung wird unverändert als Megatrend erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft und zuletzt auch im Schienenverkehrsmarkt soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-how und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.
  • Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes, genutzt werden: Der Delignit Konzern erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen. Um den ökologischen Aspekt weiter zu unterstreichen, ist die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG nach den Richtlinien der FSC- und PEFC-Standards zertifiziert.

10. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

11. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

12. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 T€ ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.097 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

In der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 ausgegeben werden oder seither von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

13. Prognosebericht

Auch für das Geschäftsjahr 2015 bleibt die Situation in der Gesamtwirtschaft schwierig zu prognostizieren.

So stehen auf der einen Seite unklare Refinanzierungsbemühungen in Griechenland, die Ukrainekrise und ein sich abschwächendes Wachstum in China. Ebenfalls strahlen der schwache Eurowechselkurs und ein sehr niedriger Ölpreis auf die Wirtschaft aus. Unbesehen davon blickt die deutsche Wirtschaft positiv in die Zukunft. So erwartet die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht ein Wachstum von 1,5 % in Deutschland für das Geschäftsjahr 2015. Auch der durch das ifo-Institut berichtete Geschäftserwartungsindex konnte im Januar 2015 nochmals auf 102 Punkte zulegen, so dass sich die Geschäftserwartungen seit Oktober 2014 kontinuierlich verbessert haben.

In dem für den Delignit Konzern wesentlichen Markt der Automobilindustrie weisen die Statistiken weiterhin dynamisches Wachstum auf. Im Monat Dezember 2014 stiegen die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) in den traditionell starken Märkten Vereinigtes Königreich (+ 26,6 %), Deutschland (+ 15,0 %) und Frankreich (+ 7,2 %) dynamisch an (Quelle: ACEA). Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden des Delignit Konzerns zeigen für das erste Halbjahr 2015 eine stabile Produktionsplanung auf.

Der Bereich Technological Applications wird insbesondere durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft bestimmt. Das positive Geschäftsklima führte in den letzten Monaten des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Belebung in der Anfragetätigkeit. Sollten sich die positiven Stimmungsindikatoren und Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft als berechtigt herausstellen, geht der Delignit Konzern von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus.

Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Erfolges des Delignit Konzerns soll weiterhin die Unternehmensstrategie "technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs" sein. Dazu gilt es, das in den Kernmärkten erfolgreiche Geschäftsmodell konsequent in weitere Märkte aus geographischer und aus Anwendungssicht zu übertragen. Der Vorstand der Delignit AG geht davon aus, dass diese Strategie auch 2015 erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dabei müssen zur Untermauerung des Erfolges und zur nachhaltigen Sicherstellung der erarbeiteten Marktposition die Kernkompetenzen Forschung & Entwicklung, Logistik sowie die Sortimentsabrundung über Handelsware weiter ausgebaut werden.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand der Delignit AG gute Rahmenbedingungen für den Delignit Konzern und eine stabile Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Durch verstärkte Absatzbemühungen bei den technischen Produkten, insbesondere auf internationaler Ebene, und die erstmalige Beauftragung über einen Serienliefervertrag eines ausländischen Herstellers von leichten Nutzfahrzeugen geht der Vorstand der Delignit AG für das Jahr 2015 von einem moderaten Umsatzwachstum des Delignit Konzerns aus.

Blomberg, den 16. März 2015

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

IFRS-Konzernbilanz der Delignit AG, Blomberg zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

Anhang 31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 7.778 7.044
2. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
III. 2. 1.022 1.312
3. Forderungen gegen nahe
stehende Unternehmen
III. 3. 87 60
4. Sonstige kurzfristige
Forderungen/Vermögenswerte
III. 4. 925 994
5. Liquide Mittel III. 5. 2.626 2.101
Kurzfristige Vermögenswerte 12.438 11.512
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 7. 2.178 2.178
2. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
III. 8. 1.271 1.498
3. Sachanlagen III. 9. 10.021 9.809
4. Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
III. 11. 21 0
5. Aktive latente Steuern III. 12. 817 978
Langfristige Vermögenswerte 14.309 14.464
Aktiva, gesamt 26.747 25.975

PASSIVA

Anhang 31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 13. 804 1.051
2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 1.690 1.000
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
III. 14. 3.084 3.005
4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 14. 2.059 2.429
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
7.637 7.485
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III. 17. 1.857 2.024
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. 51 143
3. Passive latente Steuern III. 12. 991 1.125
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 3.292 2.988
5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III. 14. 246 258
Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
6.437 6.538
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 18. 8.194 8.194
2. Kapitalrücklagen III. 19. 1.063 1.063
3. Direkt im Eigenkapital erfasste
Beträge
-634 -570
4. Ergebnisvortrag 3.019 1.534
5. Konzern-Ergebnis 1.031 1.731
Eigenkapital 12.673 11.952
Passiva, gesamt 26.747 25.975

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014 der Delignit AG

Anhang 2014
T€
2013
T€
1. Umsatzerlöse IV. 1. 42.718 35.299
2.
3.
Sonstige betriebliche Erträge
Bestandsveränderungen
IV. 2. 1.113
263
1.525
30
4. Materialaufwand -25.909 -20.936
5. Personalaufwand IV. 3. -11.202 -9.584
6. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
Sachanlagen IV. 4. -1.480 -1.020
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 5. -3.466 -2.866
8. Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT)
2.037 2.448
9. Zinserträge IV. 6. 1 1
10. Zinsaufwendungen IV. 7. -307 -248
11. Finanzergebnis -306 -247
12. Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.731 2.201
13. Ertragsteuern IV. 8. -672 -444
14. Sonstige Steuern -28 -26
15. Konzernjahresgebnis 1.031 1.731
16. Ergebnis je Aktie in € 0,13 0,21
17. Konzernjahresergebnis 1.031 1.731
18. Versicherungsmathematische Ver
luste aus Pensionsverpflichtungen
II. 15. -64 -285
19. Sonstiges Konzernergebnis -64 -285
20. Konzerngesamtergebnis
inklusive OCI
967 1.446
Anhang 2014
T€
2013
T€
21. Versicherungsmathematische
Verluste aus Pensionsver
pflichtungen
64 285
22. Konzerngesamtergebnis
exklusive OCI
1.031 1.731
23. Ergebnisvortrag 3.265 1.534
24. Dividendenausschüttung -245 0
25. Konzerngesamtergebnis
inklusive Ergebnisvortrag
4.050 3.265

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2014 der Delignit AG, Blomberg

Gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Rücklage
Pensionen
(OCI)
T€
Konzern
ergebnis
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Minder
heiten
anteile
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Stand 01. Januar 2013 8.194 1.063 -285 1.534 10.506 0 10.506
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -285 0 -285 0 -285
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.731 1.731 0 1.731
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -285 1.731 1.446 0 1.446
Stand 31. Dezember 2013 8.194 1.063 -570 3.265 11.952 0 11.952
Dividendenausschüttung 0 0 0 -245 -245 0 -245
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -64 0 -64 0 -64
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.031 1.031 0 1.031
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -64 786 721 0 721
Stand 31. Dezember 2014 8.194 1.063 -634 4.051 12.673 0 12.673

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2014 der Delignit AG, Blomberg

2014
T€
2013
T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2.037 2.448
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.480 1.020
Zunahme (+) der Rückstellungen -615 1.263
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -560 -1.223
Zwischensumme 2.342 3.508
Veränderung des Working Capital:
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva
-241 -1.117
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -303 -137
Zwischensumme -544 -1.254
Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern -1.013 -291
Erhaltene Zinsen 1 1
Zwischensumme -1.012 -290
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 786 1.964
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen -36 -22
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen -667 -1.186
Erwerb von konsolidierten Unternehmen (Unternehmensanteilen) 0 -13
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -703 -1.221
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Dividenden -245 0
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten 1.992 1.500
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -998 -2.381
Zinsauszahlungen -307 -248
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 442 -1.129
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) 525 -386
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 2.101 2.487
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 2.626 2.101
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.626 2.101
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.626 2.101

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014 der Delignit AG, Blomberg

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2 – 6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.

Der freiwillig erstellte IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wird voraussichtlich am 26. März 2015 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2014 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.

Die folgenden Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:

Anzuwenden ab dem 01.01.2014:

IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities): Die Änderungen stellen lediglich eine Klarstellung der bisherigen Saldierungsregeln dar.

IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 (Investment Entities): Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.

IAS 36 (Recoverable Disclosures for Non-Financial Assets): Die Änderungen betreffen die Angabe von Informationen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser Betrag auf dem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten basiert.

IAS 39 (Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting): Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Novation zur Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderung führt.

IFRIC 21: Die Interpretation bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird.

Anzuwenden ab dem 01.07.2014:

IAS 19 (Employee Contributions): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.

Im Konzernabschluss der Delignit AG wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt.

Anzuwenden ab dem 01.01.2016:

IFRS 14: Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.

IFRS 11 (Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und aus anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien des IFRS 11 stehen.

IAS 16/IAS 38 (Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft.

IAS 16/IAS 41 (Bearer Plants): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, so dass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können.

IAS 27 (Equity Method in Separate Financial Statements): Durch die Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.

IFRS 10/IAS 28 (Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture): Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen.

IAS 1 (Disclosure Initiative): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen.

IFRS 10/IFRS 12, IAS 28 (Consolidation Exception): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben.

Anzuwenden nicht vor dem 01.01.2017:

IFRS 15: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

Anzuwenden nicht vor dem 01.01.2018:

IFRS 9: Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg (100,0 %)

Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften:

S.C. Cildro Plywood S.R.L., Rumänien (24,0 % - at equity), und

S.C. Cildro S.A., Rumänien (17,9 % - at equity).

Darüber hinaus hält die Delignit AG indirekt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity).

Konsolidierungskreis in Zahlen

Name % Sitz Eigenkapital
Ergebnis
Blomberger Holzindustrie
B. Hausmann GmbH &
Co. KG
100,0 Blomberg 1.712.834,29 1.167.593,08
Mit ihrer Tochtergesellschaft
Hausmann Verwaltungs
gesellschaft mbH
100,0 Blomberg 108.386,51 933,16
Delignit Immobilien
gesellschaft mbH
100,0 Blomberg 23.615,82 -1.186,44
DHK automotive GmbH 100,0 Oberlungwitz 281.079,81 51.987,66
HTZ Holztrocknung GmbH 100,0 Oberlungwitz 794.809,15 197.887,70
Beteiligungen:
S.C. Cildro Plywood S.R.L. 24,0 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
387.961,43 211.282,55
S.C. CILDRO S.A. 17,9 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
3.743.827,55 -26.293,49
Mit ihrer Tochtergesellschaft
S.C. Cildro Services S.R.L. 100,0 Drobeta Turnu
Severin/
Rumänien
-86.590,62 163.240,43

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfond in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 2,2 % (Vj. 3,3 %) zugrunde gelegt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:

in T€ 31.12.2012 Verän
derung
2013
31.12.2013 Verän
derung
2014
31.12.2014
Versicherungsmathematischer
Gewinn (+) / Verlust (-)
Steuereffekt
-407
122
-404
119
-811
241
-92
28
-903
269
Im OCI zu erfassendes Ergebnis: -285 -285 -570 -64 -634

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2014 31.12.2013
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.199 2.729
Unfertige Erzeugnisse 1.722 2.140
Fertige Erzeugnisse 2.857 2.175
Buchwert zum 31.12. 7.778 7.044

Die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Vorräte betrugen 493 T€ (Vj. 446 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2014 31.12.2013
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.057 1.331
abzüglich Einzelwertberichtigungen -35 -19
Buchwert zum 31.12. 1.022 1.312

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht.

3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 87 T€ bestehen gegenüber der Cildro Plywood S.R.L.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2014 31.12.2013
T€ T€
Forderung aus Factoring 703 750
Forderung aus Steuern 86 0
Transitorische
Rechnungsabgrenzungsposten
76 7
Erstattungsansprüche Energiesteuer 35 60
Forderungen gegen Dritte 20 20
Übrige sonstige Vermögenswerte 5 157
Buchwert zum 31.12. 925 994

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich.

7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

9. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.

10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Finance Lease

Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt.

Operating Lease und Miete

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Mindestleasingzahlungen aus Opera
ting-Leasingverhältnissen in Folgejahren
133 139
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus unkündbaren Operating
Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 69 60
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 64 79
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 1.701 1.957
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die
wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 189 285
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 756 756
Über fünf Jahre 756 916

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst sowie Flurfahrzeuge für den Produktionsbereich. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.

Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.

11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 47 T€€ enthalten ausschließlich einen verzinslichen Geldmarkt-Fonds in Euro zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Diese werden mit den Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 26 T€ saldiert, sodass sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 21 T€ in der Bilanz ausgewiesen werden.

12. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2014 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2014
T€
aktiv
31.12.2014
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
430 0
Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen 43 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 344 0
- sonstige Rückstellungen 0 36
- Anlagevermögen 0 955
817 991

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie zukünftigen Belastungen oder Minderungen derselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind.

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2013 wurde wie folgt ausgewiesen:

31.12.2013
T€
aktiv
31.12.2013
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
387 0
Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen 208 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 383 0
- sonstige Rückstellungen 0 37
- Anlagevermögen 0 1.088
978 1.125

13. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand
01.01.2014
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2014
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 3 0 3 27
Altersteilzeit 116 0 92 0 0 24
143 0 95 0 3 51
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 591 0 0 0 213 804
Körperschaft
steuer
436 0 436 0 0 0
Sonstige 24 0 24 0 0 0
1.051 0 460 0 213 804
1.194 0 555 0 216 855
Stand
01.01.2013
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2013
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 3 0 3 27
Altersteilzeit 204 0 98 0 10 116
231 0 101 0 13 143
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 413 0 256 0 434 591
Körperschaft
steuer
169 0 0 0 267 436
Sonstige 9 0 0 0 15 24
591 0 256 0 716 1.051
822 0 357 0 729 1.194

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Mit drei Arbeitnehmern waren Altersteilzeitverhältnisse nach dem Blockmodell vereinbart. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 besteht noch eine Vereinbarung über Altersteilzeit mit einer Person. Danach erbringt der Arbeitnehmer in der Beschäftigungsphase die volle Arbeitsleistung und ist in der Freistellungsphase vollständig von der Arbeitspflicht befreit. Die Rückstellung beinhaltet den während der Beschäftigungsphase aufgebauten Erfüllungsrückstand des Konzerns.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.690 2.613 679 4.982
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.084 0 0 3.084
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.095 0 0 1.095
Sonstige Verbindlichkeiten 964 0 246 1.210
Stand 31.12.2014 6.833 2.613 925 10.371
bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.000 2.663 325 3.988
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.005 0 0 3.005
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.209 0 0 1.209
Sonstige Verbindlichkeiten 1.220 0 258 1.478
Stand 31.12.2013 6.434 2.663 583 9.680

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 1,5 % und 5,5 % (Vj. 2,1 % und 5,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Patente und Schutzrechte, Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen sicherungsübereignet bzw. verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 23.751 T€ (Vj. 19.723 T€).

15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die kurzfristigen Rückstellungen mit mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
ausstehende Rechnungen 278 80
ungewisse Verbindlichkeiten 277 525
Urlaubsansprüche 153 241
Boni 126 109
Löhne und Gehälter 120 159
Abschluss- und Prüfungskosten 88 68
Sonstige Rückstellungen 53 27
1.095 1.209

16. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Kurzfristig
Löhne und Gehälter 347 443
Lohnsteuer 260 230
Sonstige Debitoren 202 331
Sozialversicherungsbeiträge 103 14
Umsatzsteuer 49 5
Übrige 3 197
964 1.220
Langfristig
Unterstützungskasse 246 258
1.210 1.478

17. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn
des Geschäftsjahres
2.024 1.849
- Inanspruchnahme -297 -290
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 63 61
-/+ versicherungsmathematische Gewinne /
Verluste (inkl. darauf entfallender latenter Steuern)
67 404
Pensionsrückstellungen am Ende
des Geschäftsjahres
1.857 2.024

Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zugrunde gelegt:

2014
%
2013
%
Rechnungszins 2,20 3,30
Rententrend 2,00 2,00

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z.B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken:

Bei einer Zinssteigerung von 0,5 Prozentpunkten und einer konstanten Rentensteigerung beträgt die Verpflichtung 1.817 T€. D.h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.

Bei einem konstanten Zinssatz und einer Reduzierung der Rentensteigerung um 0,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.817T€. D.h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 40 T€.

Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 95 T€.

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 570 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat:

Pensionsrücklage 31.12.2013: 570 T€
Versicherungsmathematischer Verlust: 92 T€
latente Steuern: - 28 T€
Pensionsrücklage 31.12.2014: 634 T€

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2015 betragen 208 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

18. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

In der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.103.750,00 € einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.103.750,00 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2014" zu diesem Anhang.

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB SE: 76,1 %
Streubesitz: 23,9 %

19. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2014
T€
2013
T€
Deutschland 32.511 29.672
EU 6.514 2.998
Sonstige 3.693 2.629
42.718 35.299

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2014
T€
2013
T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
659 281
Erlöse aus Schadensersatz 138 20
Sonstige Erträge 160 171
Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen
71 0
Erträge aus früheren Geschäftsjahren 58 290
Erträge aus Weiterberechnungen 27 0
Erträge aus Kapitalkonsolidierung 0 763
1.113 1.525

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2014
T€
2013
T€
Löhne und Gehälter 9.204 7.820
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
1.974 1.753
Sonstige Personalkosten 24 11
11.202 9.584

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2014
T€
2013
T€
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
264 161
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.216 859
1.480 1.020

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2014 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2014 2013
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.312 921
Miete, Pachten, Leasing 488 266
Fremdleistungen 328 114
Reisekosten / KFZ-Kosten 197 213
Recht und Beratung 196 208
Werbungskosten 146 122
Entwicklungskosten 112 112
Versicherungen 103 73
Nebenkosten Geldverkehr 73 86
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 39 33
Gebühren und Beiträge 35 38
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 22 46
Gewährleistungsaufwand 2 200
Wertberichtigungen 0 61
Übrige 413 373
3.466 2.866

6. Finanzerträge

2014 2013
T€ T€
Bankzinsen 1 1
1 1

7. Finanzaufwendungen

2014
T€
2013
T€
Bankzinsen 205 175
Sonstige Zinsen 102 73
307 248

8. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2014
T€
2013
T€
Ertragsteuern -672 -444
Sonstige Steuern -28 -26
-700 -470

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 stellt sich wie folgt dar:

2014
T€
2013
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern und vor
Minderheitenanteilen
1.731 2.201
Rechnerischer Ertragsteuerertrag/-aufwand
(30,0 %)
-519 -661
Steueraufwand aus der Betriebsprüfung -160 0
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen -21 191
Tatsächlicher Ertragsteuerertrag/-aufwand -700 -470

9. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2014
T€
2013
T€
Den Inhabern von Stammaktien des Mutter
unternehmens zuzurechnendes Ergebnis
1.031.775 1.731.034
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
des Ergebnisses je Aktie 8.193.900 8.193.900
Ergebnis je Aktie 0,13 0,21

V. IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung

Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht-zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 4.660 T€ (Vj. 4.467 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2014 noch in 2013 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie der Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.619 T€ (Vj. 1.209 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 32,4 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 an:

  • O Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F & E, Investor Relations)
  • OThorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 an:

  • O Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Vorsitzender Geschäftsführender Direktor MBB SE, Berlin, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin)
  • O Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster)
  • O Anton Breitkopf

(auch: Geschäftsführender Direktor der MBB SE, Berlin, Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford)

2. Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2014 betrugen 559 T€. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2014 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, so dass zum 31. Dezember 2014 ein Gesamtanspruch von 75.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014 wurde mit 3,74 €/Aktie ermittelt. Der für 2014 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 insgesamt 183.000,00 €. Für sonstige Bonusansprüche aus dem Geschäftsjahr 2014 wurden Rückstellungen in Höhe von 84 T€ gebildet.

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Nahestehende Unternehmen

Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

b) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt.

c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2014 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • O Vorsitzender, Herr Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
  • O Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
  • O Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€

4. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich beschäftigt:
2014 2013
Mitarbeiter 268 222

Zum Stichtag beschäftigte der Konzern in Deutschland 268 Mitarbeiter.

5. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2014 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

Honorar Abschlussprüfung: 44 T€

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

7. Gewinnverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2014 in Höhe von 746.167,51 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 26. März 2015 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 500.350,51 € auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Blomberg, den 16. März 2015

Markus Büscher Seite 63 von 70 Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

mberg Abschreibun
mber 2014 der Delignit AG, Blo Abgänge
m 31. Deze
mögens zu
wicklung des IFRS-Konzernanlagever
Ent
Gesamte
Seite 64 von 70
Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Geschäfts
Abgänge
jahres
des
T€
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
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jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
materielle Vermögensgegenstände
m
I. I
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Werten
Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
und ähnliche Rechte und
1.316 37 0 100 322 930 1.018 124
wicklungskosten
2. Aktivierte Ent
401 0 0 0 160 241 281 40
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 0 900 100 200 100
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 0 2.178 2.178 0
4.895 37 0 100 1.382 3.449 3.677 264
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Maschinen
mden Grundstücken
2. Technische Anlagen und
Bauten auf fre
11.729
16.511
759
503
0
841
0
0
13.850
6.902
5.586
4.005
5.066
3.445
239
784
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.804 137 0 0 6.539 403 457 193
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
841 27 -841 0 0 27 841 0
35.885 1.426 0 0 27.291 10.021 9.809 1.216
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 97 0 0 0 0 47 97 0
40.877 1.463 0 100 28.673 13.517 13.583 1.480
mberg
mber 2013 der Delignit AG, Blo
m 31. Deze
mögens zu
wicklung des IFRS-Konzernanlagever
Ent
Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
Gesamte
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Geschäfts
Abgänge
jahres
des
T€
gen in ihrer
Abschreibun
gesamten
Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
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jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
materielle Vermögensgegenstände
m
I. I
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Werten
Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
und ähnliche Rechte und
275 1.041 0 0 298 1.018 13 36
wicklungskosten
2. Aktivierte Ent
401 0 0 0 120 281 321 40
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 0 800 200 300 100
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 0 2.178 2.178 0
3.854 1.041 0 0 1.218 3.677 2.812 176
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
mden Grundstücken
Bauten auf fre
11.717 12 0 0 6.663 5.066 5.294 240
Maschinen
2. Technische Anlagen und
14.283 1.771 457 0 13.066 3.445 1.713 496
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.574 267 0 37 6.347 457 298 108
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
457 841 -457 0 0 841 457 0
33.031 2.891 0 37 26.076 9.809 7.762 844
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 162 0 0 65 0 97 162 0
37.047 3.932 0 102 27.294 13.583 10.736 1.020

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Delignit AG, Blomberg:

Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Köln, den 16. März 2015

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Stramitzer Kottenhagen

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Seite 67 von 70

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2014 der Delignit AG

Bilanz

Aktiva 31.12.2014 31.12.2013
in T€ in T€
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen 9.381 9.449
Anlagevermögen 9.381 9.449
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
112 22
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
856 1.001
Umlaufvermögen 968 1.023
Bilanzsumme 10.349 10.472
Passiva
Eigenkapital 9.929 9.769
Rückstellungen 358 637
Sonstige Passiva 62 66

Bilanzsumme 10.349 10.472

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2014
in T€
31.12.2013
in T€
Umsatzerlöse 599 808
Sonstige betriebliche Erträge 143 122
Personalaufwand 575 521
Sonstige betriebliche Aufwendungen 223 186
Erträge aus Beteiligungen 500 0
Zinsen und ähnliche Erträge 255 227
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 698 450
Steuern vom Einkommen und Ertrag 292 282
Jahresüberschuss 406 168
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 586 418
Ausschüttung an die Aktionäre 246 0
Bilanzgewinn 746 586

Finanzkalender

Halbjahresbericht 2015:

bis Ende August 2015

Hauptversammlung 2015:

bis Ende August 2015

Geschäftsbericht 2015:

bis Ende Mai 2016

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 www.delignit.com eMail: [email protected]

Impressum

© Delignit AG 2015 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn

Delignit AG

Königswinkel 2 - 6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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