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Delignit AG

Annual Report May 8, 2014

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2013

www.delignit.com

Geschäftsbericht 2013

Delignit AG

Inhalt

Kurzporträt der Delignit AG 4
Delignit-Konzern auf einen Blick 5
Grußwort des Vorstands 6
Der Vorstand 8
Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2013 9
Der Aufsichtsrat 11
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der Delignit AG 12
Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft 12
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 12
Marktumfeld der Delignit AG 14
Organisation 15
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 17
Sicherungsgeschäfte 18
Vergütungsbericht 18
Risikobericht 18
Strategische Ausrichtung und Chancen der Delignit AG 20
Nachtragsbericht 21
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG 22
Sonstige Angaben 22
Prognosebericht 23
IFRS - Konzernbilanz 2013 der Delignit AG 26
IFRS - Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2013 der Delignit AG 28
IFRS - Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
zum 31. Dezember 2013 der Delignit AG
29
IFRS - Konzernkapitalflussrechnung
zum 31. Dezember 2013 der Delignit AG 30
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2013 der Delignit AG 31
Methoden und Grundsätze 31
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 39
Erläuterungen zur Konzernbilanz 48
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 58
Konzernkapitalflussrechnung 61
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 61
Sonstige Pflichtangaben 64
Entwicklung des IFRS - Konzernanlagevermögens 2013 der Delignit AG 68
Entwicklung des IFRS - Konzernanlagevermögens 2012 der Delignit AG 69
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 70
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2013 der Delignit AG 72
Finanzkalender 74
Kontakt 74
Impressum 74

Kurzporträt der Delignit AG

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische in der Regel laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2 -neutralen Rohstoff Holz.

Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil- und die Luftfahrtindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme.

Diese finden Verwendung in Form von spezifischen - zumeist einbaufertigen - Bauteilen, Komponenten wie auch System- und Modullösungen. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist in zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt:

Geschäftsbereich Automotive:

Der Geschäftsbereich Automotive umfasst im Wesentlichen Herstellung und Vertrieb von Laderaumschutzsystemen und Sicherheitsausstattungen (Interieur) für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge (Transporter, engl. light commercial vehicle = LCV). Diese Systeme finden als Laderaum-Boden, -Wand sowie -Trennwand u.a. bei führenden Herstellern leichter Nutzfahrzeuge in der Erstausstattung (OEM) und Nachrüstung (SHOP) umfangreiche Verwendung.

Mit Übernahme der DHK automotive GmbH im Oktober 2013 wurde die Sparte Automotive um die Produktgruppe PKW (engl. Passenger cars) erweitert. In diesem Bereich werden ebenfalls auf Basis nachwachsender Rohstoffe Ausstattungen für PKW-Innenräume (z. B. Kofferraumabdeckungen) an namhafte OEM´s geliefert.

Geschäftsbereich Technological Applications:

Die Produkte des Geschäftsbereichs Technological Applications sind in die Produktgruppen Building Equipment, Spezialanwendungen und Standard untergliedert. Anwendungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich von Böden für Produktionsstätten und Schienenfahrzeuge, Brand- und Schallschutzausstattungen von öffentlichen Gebäuden, Sicherheitsausstattungen wie Bauelemente (Tür, Fenster, Trennwand) sowie im Werkzeugbau (z.B. Herstellung von Blech-Umformungswerkzeugen).

Delignit-Konzern auf einen Blick

Geschäftsjahr (01.01.–31.12.) 2013
IFRS
2012
IFRS
∆ 2013/
2012
2011
IFRS
Ergebniszahlen T€ T€ % T€
Umsatzerlöse 35.299 34.140 3,4 % 30.628
Betriebsleistung 36.854 35.376 4,2 % 30.516
Materialaufwand -20.936 -20.456 2,3 % -17.592
Personalaufwand -9.584 -9.468 1,2 % -8.830
EBITDA 3.468 3.079 12,6 % 2.077
EBITDA-Marge 9,4 % 8,7 % 0,7 %* 6,8 %
EBIT 2.448 2.217 10,4 % 1.285
EBIT-Marge 6,6 % 6,3 % 0,4%* 4,2 %
EBT 2.201 1.935 13,7 % 738
EBT-Marge 6,0 % 5,5 % 0,5 %* 2,4 %
Konzernjahresergebnis 1.731 1.249 38,6 % 725
Anzahl Aktien 8.193.900 8.193.900 0,0 % 8.193.900
eps in € 0,21 0,15 38,6 % 0,09
Bilanzzahlen T€ T€ % T€
Langfristige Vermögenswerte 14.464 11.334 27,6 % 11.718
Kurzfristige Vermögenswerte 11.512 10.031 14,8 % 10.396
Darin enthaltene liquide Mittel 2.101 2.487 -15,5 % 3.711
Gezeichnetes Kapital (Grundkapital) 8.194 8.194 0,0 % 8.194
Sonstiges Eigenkapital 3.758 2.312 62,5 % 1.063
Eigenkapital ingesamt 11.952 10.506 13,8 % 9.257
Eigenkapitalquote 46,0 % 49,2 % -3,2 %* 41,9 %
Langfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
6.538 6.367 2,7 % 8.072
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
7.485 4.492 66,6 % 4.785
Bilanzsumme 25.975 21.365 21,6 % 22.114
Nettofinanzschulden (net debt (-) /
net cash (+))
-1.887 -712 165,0 % -1.858
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.)

* Veränderung in Prozentpunkten

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Delignit AG kann erneut auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung zurückblicken. In einem rückläufigen Marktumfeld konnten wir im vergangenen Jahr den Umsatz um 3 % auf 35,3 Mio. Euro steigern. Noch erfreulicher hat sich das Nettoergebnis mit einem Zuwachs von 39 % auf 1,7 Mio. Euro entwickelt. Damit konnten wir die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2013 sowohl bei Umsatz als auch Ertrag übertreffen. Zu dieser positiven Entwicklung haben auch die Akquisitionen der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH per 01. Oktober 2013 beigetragen, die wir als ideale Ergänzung für die Delignit AG sehen. Die DHK automotive GmbH bietet Innenraumausstattungen für PKW an, die direkt an namhafte deutsche Automobilhersteller geliefert werden. Durch die Akquisition ist der Delignit AG entsprechend der Einstieg in das vielversprechende PKW-Segment gelungen. Neben dieser Abrundung unserer Produktpalette konnten wir uns durch den Zukauf auch zusätzliche Produktionskapazitäten sichern. Diese Kapazitäten zusammen mit dem am Standort Blomberg umgesetzten Investitionsprogramm zur Ausweitung der Produktionsmöglichkeiten geben uns Raum für das erwartete Wachstum ab 2014.

Aber auch unser etabliertes Geschäft mit Innenraumverkleidungen für leichte Nutzfahrzeuge hat sich 2013 erfreulich entwickelt. Obwohl die Zulassungszahlen für leichte Nutzfahrzeuge in Deutschland, unserem wichtigsten Markt, abermals gegenüber dem Vorjahr nachgaben, haben wir unseren Umsatz im Bereich Automotive steigern können. Unsere Strategie "mehr Umsatz pro Fahrzeug" hat sich damit auch 2013 bewährt. Nach unseren Berechnungen ist es der Delignit AG damit auch 2013 gelungen, Marktanteile zu gewinnen. Unser Leistungsversprechen, "technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs" anzubieten, bietet uns zusehends Vorteile am Markt. So konnten wir 2013 in allen Geschäftsbereichen erfolgreich Neukunden gewinnen. Wir nehmen dies als Ansporn und freuen uns darauf, die neu entwickelten und kürzlich zertifizierten Systeme der Ladungssicherung auf der Leitmesse IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover einem breiten Publikum zu präsentieren.

Eine ähnlich positive Entwicklung wünschen wir uns für den Bereich Technological Applications. Nachdem das Projektgeschäft 2013 eine deutlich rückläufige Entwicklung aufzeigte, verzeichnen wir insbesondere aus dem zuletzt intensiv bearbeiteten asiatischen Markt eine rege Anfrage- und Ordertätigkeit zu Beginn des neuen Geschäftsjahres. Der Bereich Schiene entwickelt sich parallel weiter sehr erfreulich. Die Delignit AG konnte sich bei einer stabilen Geschäftsentwicklung in diesem Segment so positionieren, dass sie nunmehr bei Ausschreibungen namhafter Hersteller berücksichtigt wird - ein Erfolg der umfangreichen Entwicklungstätigkeit der vergangenen Jahre. Aus den aktuellen Ausschreibungsverfahren gehen wir daher bereits für das Geschäftsjahr 2014 von weiteren nennenswerten Beauftragungen aus. Zusätzliche Impulse erwarten wir aus der Leitmesse Innotrans, die dieses Jahr wieder in Berlin statt finden wird.

Innovationen sehen wir auch zukünftig als Schlüssel für den Unternehmenserfolg. So versprechen wir uns entsprechend von unserer neu erworbenen dunacore®-Wabenkonstruktion mittelfristig ein gutes Marktpotenzial. Vereint das Produkt doch in guter Delignit-Tradition Nachhaltigkeit mit hoher Stabilität und kombiniert dies neu mit einer ultraleichten Bauweise. Das Produkt besetzt damit Zukunftstrends im Automobilbau.

Für die Geschäftsentwicklung 2014 sind wir optimistisch. So haben wir zum Jahresanfang eine sehr erfreuliche Auftragsentwicklung verzeichnet. Zudem steht für die zweite Jahreshälfte 2014 der Anlauf weiterer Serienbelieferungen im Nutzfahrzeugmarkt an.

Mit einer Eigenkapitalquote von rd. 46,0 % ist die Delignit AG finanziell gut gerüstet für das weitere Wachstum. Unsere positive Einschätzung der Zukunftsperspektiven möchten wir durch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013 zum Ausdruck bringen. Ziel ist es natürlich, die Delignit AG auch in Zukunft ertragreich weiterzuentwickeln.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz besonders bei unseren Mitarbeitern bedanken, ohne deren Motivation und sportlichen Ehrgeiz der Erfolg der Delignit AG nicht möglich wäre. Bedanken möchten wir uns zudem bei unseren Kunden und unseren Aktionären für das auch 2013 entgegengebrachte Vertrauen. Es ist Ansporn für uns, die über 200-jährige Geschichte der Delignit AG mit Innovationen und nachhaltigen Produkten erfolgreich weiterzuentwickeln. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Entwicklung der Delignit AG auch zukünftig begleiten.

Blomberg, im April 2014

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

Der Vorstand

Markus Büscher

Markus Büscher ist Vorsitzender des Vorstands. Seine Zuständigkeiten umfassen die Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F & E, Investor Relations. Herr Büscher ist Betriebswirt (VWA). Bis zum Jahr 2003 war Herr Büscher als Prokurist bei der klr-mediapartner GmbH & Co. KG kaufmännischer Leiter. Im Jahre 2003 wechselte Herr Büscher als Geschäftsführer zur Freund Victoria Gartengeräte GmbH, wo er als Sprecher der Geschäftsführung für die wesentlichen Gesellschaftsbereiche zuständig war. Im Jahr 2007 ist er in den Delignit-Konzern als Geschäftsführer eingetreten.

Thorsten Duray

Thorsten Duray ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Er ist zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Herr Duray hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Fachwirt im Bereich Marketing absolviert. Seit 1991 war er für die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in verschiedenen Positionen tätig, zunächst im Bereich Verkaufsförderung und Marketing. Seit 2001 baute er als Teamleiter Sales den Bereich Commercial Vehicle Equipment maßgeblich auf. Im Jahre 2006 wurde er Leiter Sales und Marketing. Seit dem 01. Januar 2007 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.

Das Vorstandsteam Markus Büscher (CEO) und Thorsten Duray (CSO)

Bericht des Aufsichtsrats der Delignit AG für das Geschäftsjahr 2013

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft sowie über aktuelle Ereignisse und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delignit AG als auch des Delignit-Konzerns.

Dies geschah sowohl in regelmäßigen persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands als auch im Rahmen der am 23. Januar 2013, 16. April 2013, 06. August 2013 sowie der am 06. November 2013 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder und die zwei Vorstände persönlich teilgenommen haben. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der Delignit AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Im Besonderen wurde der Erwerb der beiden Gesellschaften DHK automotive GmbH und HTZ Holztrockung GmbH, beide Oberlungwitz, ausführlich diskutiert und beschlossen. Darüber hinaus wurden alle Aufsichtsratsmitglieder außerhalb von Sitzungen vom Vorstand stets über den Gang der Geschäfte informiert.

Personelle Veränderungen ergaben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Delignit AG ist mit drei Mitgliedern besetzt. Dies sichert ein effizientes Arbeiten. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesen Gründen vom Aufsichtsrat bisher nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus den Herren Dr. Christof Nesemeier, Gert-Maria Freimuth sowie Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt worden und wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Der Aufsichtsrat hat zudem am 13. Juli 2007 und sodann erneut am 10. Juli 2012 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das am vorgehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt. Der Aufsichtsrat hat am 24. Mai 2013 beschlossen, die Vorstandsverträge von Markus Büscher als CEO und Thorsten Duray als CSO um weitere fünf Jahre bis zum 30. September 2018 zu verlängern.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte MAZARS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Der Jahresabschluss der Delignit AG zum 31. Dezember 2013 und der Konzernlagebericht für die Delignit AG wurden nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten MAZARS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk vom 07. März 2014 versehen. Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der Delignit AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der MAZARS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und am 07. März 2014 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach Durchführung unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht zu erheben. Die Berichterstattung des Vorstands der Delignit AG, Blomberg, über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 entspricht im Ganzen den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft. Wir erteilen dem Bericht daher nachfolgenden Prüfvermerk:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
  • 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
  • 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.""

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernlagebericht, den Konzernabschluss und den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG geprüft und mit dem Wirtschaftsprüfer in der Sitzung am 25. März 2014 eingehend diskutiert. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Den Bericht des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 25. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delignit AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im Konzernlagebericht und schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Delignit-Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten guten Ergebnisse.

Blomberg, den 25. März 2014

Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Christof Nesemeier ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG und Vorstand sowie Gründungsaktionär der MBB Industries AG, Berlin. Dr. Christof Nesemeier hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Münster studiert und wurde an der Universität St. Gallen, Schweiz, promoviert. Dr. Nesemeier ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin.

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Freimuth ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG und Aufsichtsratsvorsitzender der MBB Industries AG, Berlin. Zudem ist er als Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster, tätig. Herr Gert-Maria Freimuth hat Wirtschaftswissenschaften und Christliche Sozialethik an der Universität Münster studiert und ist neben Herrn Dr. Nesemeier Gründungsaktionär der MBB Industrie AG.

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Anton Breitkopf hat an der Fachhochschule Köln Betriebswirtschaft studiert und war bis 1997 im Bereich Finance und Controlling von Daimler Benz tätig. Seit 1997 ist er für die MBB-Gruppe und als Executive Vice President für die MBB Industries AG, Berlin, tätig und in dieser Funktion für die Bereiche Accounting, Finance, Businesscontrolling und Projektcontrolling zuständig. Außerdem ist er Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford.

Dr. Christof Nesemeier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gert-Maria Freimuth Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Anton Breitkopf Mitglied des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 Delignit AG, Blomberg

1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft

Die Delignit-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Die Delignit-Gruppe ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil- und Luftfahrtindustrie als auch in der Sicherheitstechnik. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Innovation in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das operative Geschäft der Delignit-Gruppe umfasst die Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Seit dem 01. Oktober 2013 gehören die Gesellschaften DHK automotive GmbH sowie die HTZ Holztrocknung GmbH, beide in Oberlungwitz (Sachsen) angesiedelt, zum Konzernverbund. Seitdem wird auf gleicher strategischer Grundlage, also auf Basis nachwachsender Rohstoffe, auch das PKW-Segment bedient.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Trotz leichter konjunktureller Abkühlung hat sich die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich auch im Jahr 2013 gut behauptet. Nachdem die Wirtschaftsleistung zum Jahresbeginn zunächst stagniert hatte, konnte in den drei folgenden Quartalen ein positives Wachstum verzeichnet werden. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2013 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % gestiegen. Damit wuchs die Wirtschaftsleistung das vierte Jahr in Folge und erreichte mit einem Index von 111,60 den historisch höchsten Stand (Basis 2005 = 100). Nach den beiden dynamischen Wachstumsjahren 2010 und 2011, welche auf den signifikanten Einbruch des Jahres 2009 folgten, verlor das Wachstum der Wirtschaftsleistung jedoch deutlich an Fahrt.

Für zahlreiche andere europäische Länder, ebenso wie für die Eurozone insgesamt, wird auch im Jahr 2013 wieder mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung gerechnet. So geht die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose 2013 davon aus, dass die reale Wirtschaftsleistung in den 18 Ländern der Europäischen Wirtschaftsunion um 0,4 % zurückgegangen ist.

Ähnlich wie das Bruttoinlandsprodukt entwickelten sich die Geschäftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland. Gemäß ifo-Konjunkturtest im verarbeitenden Gewerbe stieg die Geschäftserwartung seit Anfang 2009 von dem damals historischen tiefsten Index 78,8 kontinuierlich auf einen Index von 110,8 im Dezember 2010. Seit Januar 2011 hat sich dieser Index vor dem Hintergrund der notwendigen Sparmaßnahmen in den EU–Ländern und einer damit verbundenen möglichen Wirtschaftsrezession wieder verschlechtert.

Im September 2012 fiel der Index auf 93,4. Durch die sich allmählich beruhigende Währungskrise und die sich allmählich abzeichnende Stabilisierung der Haushalte in den problematischen EURO–Ländern ist das Vertrauen in die Wirtschaft seitdem wieder kontinuierlich angestiegen. Die Geschäftserwartungen erreichten zuletzt im Dezember 2013 wieder einen Index von 107,4. Die Geschäftserwartungen lagen damit in allen Monaten 2013 über der Schwelle von 100 Indexpunkten.

Die speziellen Zielmärkte der Delignit AG, also die Märkte im Geschäftsbereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2013 beide leicht rückläufig entwickelt.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 0,2 %, nachdem bereits im Vorjahr die Zulassungszahlen um 13,3 % zurückgegangen waren. Absolut betrachtet waren vor allem die Märkte in Italien, Frankreich und Deutschland betroffen, während die Zulassungszahlen in Spanien mit 11,1 % und in England mit 13,1 % deutlich zulegen konnten. Im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge stiegen die Zulassungszahlen um 8,6 %, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 9,4 % verzeichnet worden war. Einen maßgeblichen Anteil an dem Zuwachs hatten die Niederlande mit 12,5 %, Polen mit 19,1 % und England mit 31,1 % (Quelle: ACEA).

Die Zulassungszahlen in dem für die Delignit AG relevanten deutschen Markt sanken im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 3,1 % (Vj. - 6,0 %), während im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge ein leichter Zuwachs von 0,2 % erreicht wurde (Vj. + 9,6 %) (Quelle: ACEA). Somit setzte sich der negative Trend in Deutschland aus den Vorjahren weiter fort. Man kann jedoch auch festhalten, dass der Markt der leichten Nutzfahrzeuge im zweiten Halbjahr in Deutschland deutlich an Schwung gewonnen hat. Diese positive Trendwende gilt ebenso für den PKW-Markt, der in Europa allein im Dezember 13,3 % zulegen konnte (Quelle ACEA).

Im Bereich der Holzwerkstoffindustrie konnten ebenfalls keine Wachstumsimpulse festgestellt werden. Gegenüber dem Vorjahr sank der Umsatz um 1 % auf 4,1 Mrd. EURO (Zeitraum Januar bis November). Der Auslandsumsatz hat nach einem schwachen Jahresbeginn im Verlauf der Monate kontinuierlich zugenommen und erreichte Ende November 2013 mit - 0,5 % das Niveau von 2012. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Umsatzerlöse der Delignit AG erreichten im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 35.299 T€ nach 34.140 T€ im Vorjahr. Der Umsatz konnte damit entgegen der beschriebenen gegenläufigen Marktentwicklungen nochmals um 3,4 % (Vj. 11,5 %) gesteigert werden.

Im Geschäftsbereich Automotive konnte der Umsatz um 11,2 % (Vj. 12,6 %) gesteigert werden. Maßgeblich war hierfür der erstmals seit dem 01. Oktober 2013 erstkonsolidierte Umsatz aus der Übernahme der DHK automotive GmbH in Höhe von 1.350 T€. Im angestammten Automotive-Bereich konnte der Umsatz leicht um 4,9 %, also entgegen dem Markttrend, nochmals gesteigert werden. Die OEM-Liefermengen konnten auf einem hohen Niveau stabilisiert werden, während weitere Umsatzzuwächse im Bereich neuer technischer Anwendungen und Fahrzeugausstattungen generiert werden konnten.

Im Geschäftsbereich Technological Applications konnte das Umsatzwachstum des Vorjahres nicht gehalten werden. Insbesondere im Bereich der Projektgeschäfte war eine deutliche Zurückhaltung, insbesondere aus dem Ausland, zu verspüren. Insgesamt sank der Umsatz im Bereich Technological Applications um 10,6 %, nachdem im Vorjahr ein Anstieg von 10,0 % erreicht worden war.

Die Bankverbindlichkeiten des Delignit-Konzerns konnten durch einen positiven Cashflow zunächst weiter verringert werden. Durch die Übernahme von Bankverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH haben sich die Nettofinanzschulden von 712 T€ im Jahr 2012 auf 1.887 T€ im Jahr 2013 erhöht.

3. Marktumfeld der Delignit AG

Das Geschäftsjahr war gekennzeichnet von einer deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Nachfragetätigkeit im Bereich der Projektgeschäfte. Die hieraus resultierenden Umsatzverluste konnten jedoch weitgehend durch Umsatzzuwächse im Bereich Automotive kompensiert werden. Dank der zusätzlichen Umsätze aus der DHK automotive GmbH, die seit dem 01. Oktober 2013 umsatzwirksam wurden, konnten die Konzernumsätze entsprechend um 1.159 T€ auf 35.299 T€ gesteigert werden.

Aufgrund des überproportionalen Wachstums der Delignit AG in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Entwicklung in ihren Zielmärkten kann die Marktpositionierung des Konzerns als gut bis sehr gut angesehen werden. Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr trotz eines schwierigen Marktumfelds ihre Marktposition nicht nur gehalten, sondern ihren Marktanteil nach Schätzung der Gesellschaft sogar weiter ausbauen können.

Als weiteres Indiz für die gute Marktpositionierung der Delignit AG steht auch die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden in allen Geschäftsbereichen. Insbesondere im Projektgeschäft hat sich die Delignit AG durch ihre Präsenz am Markt und durch ihre erfolgreiche Systemlösungskompetenz ein hohes Ansehen verschafft, das auch international immer mehr anerkannt wird. Dies wird insbesondere dadurch bestätigt, dass die technologischen Produkte der Delignit AG verstärkt aus dem Ausland angefragt werden. Die im Geschäftsjahr eingetretenen Umsatzverluste im Projektgeschäft können als vorübergehend angesehen werden. Die Nachfrage nach Projektlösungen hat sich im zweiten Halbjahr wieder deutlich erhöht, so dass im Geschäftsjahr 2014 wieder mit einer deutlichen Umsatzbelebung in diesem Geschäftsfeld gerechnet werden kann.

Im Bereich der Schienenverkehrslösungen konnte das gute Umsatzniveau des Vorjahres annähernd gehalten werden. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich die Delignit AG ein weltweit hohes Ansehen verschafft, so dass sie an den wesentlichen Ausschreibungen beteiligt wird. Für das Geschäftsjahr 2014 werden entsprechend weitere Auftragsvergaben an die Delignit AG im Rahmen von Ausschreibungsverfahren erwartet. Die technischen Entwicklungen in den vorangegangenen Geschäftsjahren werden zu einem zusätzlichen Umsatzbeitrag und somit zu einer weiteren Diversifizierung und Absicherung des Geschäfts führen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Delignit AG auf Basis ihrer holzbasierten Produkte, die sich besonders durch technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte - Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid) - im Geschäftsjahr 2013 weitere Marktanteile sichern konnte. Dank der Akquisition der DHK automotive GmbH verfügt die Delignit AG nun auch über eine Leichtbauslösung in Wabenstruktur, die ebenfalls auf nachwachsenden Rohstoffen beruht. Bedingt durch diese erweiterte Werkstoffkompetenz, und insbesondere durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz hat die Delignit AG die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum geschaffen.

4. Organisation

a. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2016, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

b. Vorstand

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

GRUPPENSTRUKTUR DELIGNIT AG c. Beteiligungsunternehmen

Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt:

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2013 hat die Delignit AG die DHK automotive GmbH und die HTZ Holztrocknung GmbH in Oberlungwitz übernommen.

Die DHK automotive GmbH zählt zu den führenden Herstellern von Innenraumausstattungen für PKW wie z.B. Kofferraumabdeckungen und fungiert als Direktlieferant namhafter deutscher Automobilhersteller.

Die HTZ Holztrocknung GmbH ist ein qualifizierter Fertigungsbetrieb mit eigenem Maschinenpark, der in erster Linie als Zulieferer für die DHK automotive GmbH fungiert.

d. Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die gute Auftragslage während des Geschäftsjahres führte zu einer guten Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten. Zum 31. Dezember 2013 wurden 258 Mitarbeiter beschäftigt, wovon jeweils 23 Mitarbeiter aus der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH durch Erwerb der Anteile hinzugekommen sind. Darüber hinaus wurden im Laufe des Jahres bis zu 35 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen vergeben.

Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2013 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2013 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Delignit AG blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2013 zurück. Oberstes Ziel war es, die vorhandenen Technologien zu nutzen und weiterzuentwickeln und entsprechend die Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens anzupassen und zu verbessern, ohne dabei die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe zu gefährden. Darüber hinaus wurde mit dem Erwerb der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH das strategische Ziel verfolgt und erreicht, Zutritt zu neuen Technologien, Märkten und Anwendungen zu bekommen.

Der Delignit-Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 35.299 T€ (Vj. 34.140 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 36.854 T€ (Vj. 35.376 T€).

Die Materialkosten betrugen 56,8 % der Betriebsleistung und liegen damit leicht unter dem Vorjahresniveau in Höhe von 57,8 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 9.584 T€ (Vj. 9.468 T€) verbucht worden und haben sich um 1,2 % erhöht. Die Betriebsleistung konnte mit dem vorhandenen Personalbestand in den jeweiligen Gesellschaften erreicht werden, so dass die Lohnquote sich damit im Verhältnis zur gestiegenen Betriebsleistung auf 26,0 % nach 26,8 % im Vorjahr verbesserte. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 493 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultierte einerseits durch einen verstärkten Zukauf von Dienstleistungen und Instandhaltungsmaßnahmen für Maschinen und technische Anlagen, um einen weiteren Umsatzanstieg abzusichern, und andererseits aus den neu konsolidierten Aufwendungen der neuen Gesellschaften.

Das EBITDA beträgt 3.468 T€ und verbesserte sich um 389 T€. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2013 bei 1.020 T€ (Vj. 862 T€), so dass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.448 T€ (Vj. 2.217 T€) erreicht wurde. In diesen Zahlen ist ein bargain purchase, bedingt durch die Erstkonsolidierung der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH, in Höhe von 763 T€ enthalten.

Das Eigenkapital des Delignit-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 11.952 T€ (Vj. 10.506 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 46,0 % (Vj. 49,2 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit-Konzerns beträgt zum Geschäftsjahresende 2.101 T€ (Vj. 2.487 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 3.988 T€ (Vj. 3.199 T€). Die Nettoverschuldung zum Stichtag betrug zum Stichtag 1.887 T€ (Vj. 712 T€). Dabei stieg die Nettoverschuldung aufgrund der Übernahme der Bankverbindlichkeiten aus den neuen Gesellschaften in Höhe von 1.633 T€ an. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.000 T€ kurzfristige Darlehen und 2.988 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen liegen zwischen 2,1 % und 5,5 %. Der generierte operative Cashflow in Höhe von 1.964 T€ wurde unter anderem dazu verwendet, die Kapazitäten zu erweitern und weiter zu optimieren. Die Investitionssumme einschließlich der Zugänge von technischen Anlagen und Maschinen aus den hinzuerworbenen Unternehmen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 3.932 T€.

Die Vorräte beliefen sich auf 7.044 T€ nach 6.310 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 13.486 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt 8.193.900. Nach Angabe der MBB Industries AG, Berlin, werden - wie im Vorjahr - 76,1 % der Aktien per 31. Dezember 2013 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9 %.

6. Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt die Delignit AG bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

7. Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

8. Risikobericht

Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

  • Die Serienbelieferung der OEM-Kunden ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit der Delignit AG. Dem ist mit dem weiteren Ausbau anderer Kunden in dieser oder artverwandter Branchen, aber auch in der Aufrechterhaltung der verbliebenen Geschäftsbereiche zu begegnen.
  • Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten
  • ° Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Holz wird als Rohstoff im gesamten Konsumentenverhalten und auch im Bereich der Energieversorgung eine stetig

steigende Bedeutung erfahren. Durch die vermehrte Verwendung von Holz als Energieträger und durch parallel weiter steigende Ölpreise muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich ansteigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet die Delignit AG mit der Initiative "Holz verantwortungsvoll nutzen".

  • ° Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime, Filme und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis.
  • Auf den Absatzmärkten kann es zum einen auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können. Zum anderen muss die anhaltende Schwäche auf den Zielmärkten der Delignit AG als Risiko betrachtet werden.
  • Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss davon ausgegangen werden, dass es im Bereich der Zulieferer zu weiteren Insolvenzen kommen wird. Diesem Risiko wird damit begegnet, dass für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert wird.
  • Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäftes resultieren länderspezifische Risiken, und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden können regionale Unruhen oder politische Einflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.
  • Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen. Ferner kann es nach Jahren der Zurückhaltung im Bereich der Personalkosten zu erhöhten Tarifabschlüssen kommen. Diese werden nur teilweise oder zeitversetzt an die Märkte weitergegeben werden können.
  • Die Unternehmensstrategie zur weiteren Internationalisierung und auch zur weiteren Werkstoffqualifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Erfolges der Delignit AG. Diesen Anforderungen stehen intern limitierte Kapazitäten gegenüber. Sofern nicht rechtzeitig auf Kundenanforderungen reagiert werden kann, können sich bestehende oder potenzielle Kunden alternativen Lösungen zuwenden. Es gilt daher, die Beratungs-, Entwicklungs- und Anwendungskompetenz im Unternehmen weiter zu steigern.

Diesen Risiken begegnet die Delignit AG mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

  • Qualitätsmanagementsystem: Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
  • Vertragsmanagement:

Zum einen sind wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert. Zum anderen durchlaufen internationale Liefer- oder Kooperationsverträge eine juristische Vorprüfung.

  • Die Delignit AG reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein intensives Qualifizierungsprogramm zum weiteren Ausbau der technischen Beratungskompetenz.
  • Ein auf die betrieblichen Belange abgestimmtes Investitionsprogramm soll weitere Rationalisierungspotenziale heben und die Kapazitäten maßvoll und zielgerichtet erweitern.

9. Strategische Ausrichtung und Chancen der Delignit AG

Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt die Delignit AG zwei ökologisch getriebene Trends:

  • Zunächst das Bestreben, nachwachsende Rohstoffe, sofern diese technologisch wettbewerbsfähig sind, als Ersatz für endliche Produkte zu verwenden.
  • Parallel einen ungeminderten Entwicklungsdruck in Richtung möglichst gewichtsoptimierter Systemlösungen.

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher bei der Delignit AG gezielt weiterverfolgt. Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung der Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Die Delignit AG beabsichtigt, im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Produktinnovationen im Bereich Automotive werden zur IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover vorgestellt werden. Für das Geschäftsjahr 2014 sollen wieder verstärkt die Produkte und Anwendungslösungen im Geschäftsbereich Technological Applications in den Markt gebracht werden. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.

Durch den Erwerb der DHK automotive GmbH und der HTZ Holztrocknung GmbH beabsichtigt die Delignit AG neue Märkte im Bereich der PKW-Fabrikation mit Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu erschließen. Durch den Ausbau der bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen und durch das vorhandene Know-How der erworbenen Gesellschaften werden Synergien und zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für das vorhandene Produktprogramm der Delignit AG erwartet. Die erworbene Kompetenz im Bereich Leichtbau wird unter anderem vor ausgewähltem Publikum während des Leichtbausgipfels in Würzburg präsentiert.

  • Übertragung des Geschäftsmodells:
  • ° Geographische Übertragung

Die insbesondere im Geschäftsbereich Automotive erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-How in weitere Märkte zu transferieren. Parallel sollen insbesondere die Produktgruppen "Gebäudeausstattungen" und "Spezialanwendungen" aus dem Geschäftsbereich Technological Applications weltweit vermarktet werden. Hier soll an die Erfolge des Geschäftsjahres 2012 angeknüpft werden. Dazu sollen sowohl die Vertriebsorganisation weiter ausgebaut als auch die Globalisierungsbemühungen unserer Kunden begleitet werden.

° Übertragung aus Anwendungssicht

Die Vielzahl der Produktenwicklungen aus den vergangenen Jahren stellt eine sehr gute Basis für die Ausweitung auf weitere Anwendungsfelder dar. So sollen insbesondere gewichtsoptimierte Verbundwerkstoffe und Produktzertifikate auf artverwandte Anwendungsgebiete übertragen werden.

Aber auch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen und Konzerne und damit einhergehend die Internationalisierung wird als Megatrend erkannt. Daraus resultierend ergibt sich für die Beschaffungsorganisationen ein erhöhter Anspruch in Richtung Systemkompetenz der Lieferanten. Die gute Marktpositionierung als Systemlieferant im Automotive-OEM-Geschäft soll genutzt werden, um weitere Serienaufträge zu akquirieren. Ziel ist es, das dokumentiert vorhandene Prozess-Know-How und die Marktreputation zu nutzen, um eine weitere Marktdurchdringung zu erreichen, was parallel zu einer erhöhten Planungssicherheit führen soll.

° Schließlich soll der Rohstoffvorteil des nachhaltigsten aller Werkstoffe, des Holzes genutzt werden: Die Delignit AG erkennt die Chance, Marktmöglichkeiten durch eine verstärkte Herausstellung der ökologischen Faktoren "Nachhaltigkeit" und "Kaskadennutzung" zu nutzen.

Um den ökologischen Aspekt weiter zu unterstreichen, hat sich die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG nach den Richtlinien der FSCund PEFC-Standards im Geschäftsjahr 2013 zertifizieren lassen.

10. Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

11. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

12. Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.097 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

Ebenfalls ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen.

13. Prognosebericht

Die Situation in der Gesamtwirtschaft bleibt schwierig zu prognostizieren.

So berichtet die Bundesagentur für Arbeit, dass die deutsche Wirtschaft 2013 mit 0,4 % nur wenig gewachsen sei. Dieses schwache Wachstum sei vor allem eine Folge der europäischen Rezession und Ausdruck der Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrise. "Als sich viele europäische Volkswirtschaften im Jahresverlauf aus der Rezession herausarbeiteten, schwenkte auch die deutsche Wirtschaft auf einen stabilen, aber flachen Aufwärtspfad ein". Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich weiterhin positiv. Die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit kontinuierlich, und auch der Indikator für die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern, der BA-X, ist aufwärts gerichtet. Inzwischen erreichten viele Indikatoren – vor allem die Erwartungsindizes bezüglich der Investitionen, der Exporte und des Konsums – wieder das Niveau vom Frühjahr 2011, bevor die Rezession begann. "Solche Anstiege der Konjunkturerwartungen lassen auf eine deutliche Beschleunigung des Wachstumstempos im Jahr 2014 schließen". (Quelle: Monatsbericht Januar 2014 der Bundesagentur für Arbeit)

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Januar 2014 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage ist auf den höchsten Wert seit Juni 2012 gestiegen. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf waren fast drei Jahre lang nicht mehr so optimistisch wie im Januar. So berichtet der ifo-Konjunkturtest im Januar 2014 "die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsfroh ins neue Jahr". Auch das ifo Exportklima verzeichnete eine deutliche Verbesserung im dritten Quartal 2013. Insgesamt verbesserte sich das Vertrauen der Unternehmen im Auslandsgeschäft. (Quelle: ifo Konjunkturtest Januar 2014)

Für eine Verbesserung des Weltwirtschaftsklimas waren die europäischen Länder verantwortlich, insbesondere Österreich, Belgien, Großbritannien, Portugal, Spanien und Tschechien. Neben Europa sorgten auch die USA für Impulse. Die in Asien gedämpfte Aktivität zeigt sich auch in den Stimmungsindikatoren, deren Werte weiter unterdurchschnittlich sind. (Quelle: ifo Exportklima Dezember 2013)

In der Automobilindustrie weisen die Statistiken seit März 2013 wieder ein stetiges Wachstum auf. Im Monat Dezember 2013 konnte das bisher stärkste Wachstum in den Zulassungszahlen verzeichnet werden. So stiegen die Zulassungszahlen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge (LCV) gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,2 %, im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge (HCV) stiegen die Zulassungszahlen sogar um 135,9 %. (Quelle ACEA).

Die Planungen der wichtigsten OEM-Kunden der Delignit AG zeigen für das erste Halbjahr 2014 eine stabile Produktionsplanung auf. Ein erneutes Indiz dafür, dass sich die Delignit AG mit Ihren Produkten, Systemlösungen und Großkunden erfolgreich am Markt positioniert hat.

Der Bereich Technological Applications wird insbesondere durch die allgemeine Konjunkturlage und die sich daraus ableitende Investitionsbereitschaft bestimmt. Das verbesserte Geschäftsklima im investiven Bereich führte in den letzten Monaten des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Belebung in der Anfragetätigkeit. Sollten sich die positiven Stimmungsindikatoren und Geschäftserwartungen der deutschen Wirtschaft als berechtigt herausstellen, geht die Delignit AG von positiven Impulsen und wieder steigenden Umsätzen aus.

Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Erfolges der Delignit AG soll weiterhin die Unternehmensstrategie "technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs" sein. Dazu gilt es, das in den Kernmärkten erfolgreiche Geschäftsmodell konsequent in weitere Märkte aus geographischer und aus Anwendungssicht zu übertragen. Die Delignit AG geht davon aus, dass diese Strategie auch 2014 erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dabei müssen zur Untermauerung des Erfolges und zur nachhaltigen Sicherstellung der erarbeiteten Marktposition die Kernkompetenzen Forschung & Entwicklung, Logistik sowie die Sortimentsabrundung über Handelsware weiter ausgebaut werden.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet der Vorstand der Delignit AG aufgrund der nach wie vor positiven Erwartungen an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung gute Rahmenbedingungen für das Unternehmen und eine stabile Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Durch verstärkte Absatzbemühungen bei den technischen Produkten, insbesondere auf internationaler Ebene, und die Bearbeitung neuer Märkte und Absatzkanäle geht der Vorstand der Delignit AG für das Jahr 2014 von einem Umsatzwachstum in den angestammten Bereichen aus. Weitere Umsatzzuwächse wird die Delignit AG aus der Integration der neu in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften generieren. Insgesamt rechnet der Vorstand mit einer deutlichen Umsatzerhöhung auf erstmalig mehr als 40 Mio. €.

Blomberg, den 07 März 2014

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

IFRS-Konzernbilanz der Delignit AG, Blomberg zum 31. Dezember 2013

AKTIVA

Anhang 31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 7.044 6.310
2. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
III. 2. 1.312 293
3. Forderungen gegen nahe
stehende Unternehmen
III. 3. 60 246
4. Sonstige kurzfristige
Forderungen/Vermögenswerte
III. 4. 994 695
5. Liquide Mittel III. 5. 2.101 2.487
Kurzfristige Vermögenswerte 11.512 10.031
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 7. 2.178 2.178
2. Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
III. 8. 1.498 634
3. Sachanlagen III. 9. 9.809 7.762
4. Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
III. 11 0 162
5. Aktive latente Steuern III. 12. 978 598
Langfristige Vermögenswerte 14.464 11.334
Aktiva, gesamt 25.975 21.365

PASSIVA

Anhang 31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 13. 1.051 591
2. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 1.000 320
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
III. 14. 3.005 1.374
4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 14. 2.429 2.207
Kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
7.485 4.492
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III. 17. 2.024 1.849
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 13. 143 231
3. Passive latente Steuern III. 12. 1.125 1.138
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III. 14. 2.988 2.879
5. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III. 14. 258 270
Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
6.538 6.367
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 18. 8.194 8.194
2. Kapitalrücklagen III. 19. 1.063 1.063
3. Direkt im Eigenkapital erfasste
Beträge
-570 -285
4. Ergebnisvortrag 1.534 112
5. Konzern-Ergebnis 1.731 1.422
Eigenkapital 11.952 10.506
Passiva, gesamt 25.975 21.365

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013 der Delignit AG

Anhang 2013
T€
2012
T€
1. Umsatzerlöse IV.1. 35.299 34.140
2. Sonstige betriebliche Erträge IV.2. 1.525 647
3. Bestandsveränderungen 30 589
4. Materialaufwand -20.936 -20.456
5. Personalaufwand IV.3. -9.584 -9.468
6. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
Sachanlagen IV.4. -1.020 -862
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV.5. -2.866 -2.373
8. Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT)
2.488 2.217
9. Zinserträge IV.6. 1 14
10. Zinsaufwendungen IV.7. -248 -296
11. Finanzergebnis -247 -282
12. Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.201 1.935
13. Ertragsteuern IV.8. -444 -658
14. Sonstige Steuern -25 -28
15. Konzernjahresgebnis 1.731 1.249
16. Ergebnis je Aktie in € 0,21 0,15
17. Konzernjahresergebnis 1.731 1.249
18. Anpassung nach IAS 8 0 173
19. Versicherungsmathematische Ver
luste aus Pensionsverpflichtungen
II.15. -285 -173
20. Sonstiges Konzernergebnis -285 0
21. Konzerngesamtergebnis 1.446 1.249

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2013 der Delignit AG, Blomberg

Gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Rücklage
Pensionen
(OCI)
T€
Konzern
ergebnis
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Minder
heiten
anteile
T€
Konzern
eigen
kapital
T€
Stand 01. Januar 2012 8.194 1.063 0 0 9.257 0 9.257
Änderung der
Bilanzierungsmethode
(nach Steuern)
0 0 -112 112 0 0 0
Stand 01. Januar 2012 8.194 1.063 -112 112 9.257 0 9.257
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -173 0 -173 0 -173
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.422 1.422 0 1.422
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -173 1.422 1.249 0 1.249
Stand 31. Dezember 2012 8.194 1.063 -285 1.534 10.506 0 10.506
Direkt im Eigenkapital
erfasste Beträge
(nach Steuern) [OCI]
0 0 -285 0 -285 0 -285
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.731 1.731 0 1.731
Konzerngesamtergebnis
(Total Comprehensive
Income)
0 0 -285 1.731 1.446 0 1.446
Stand 31. Dezember 2013 8.194 1.063 -570 3.265 11.952 0 11.952

IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2013 der Delignit AG, Blomberg

2013
T€
2012
T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2.448 2.217
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.020 862
Zunahme (+) der Rückstellungen 1.263 359
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.223 -659
Zwischensumme 3.508 2.779
Veränderung des Working Capital:
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva
-1.117 -626
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -137 13
Zwischensumme -1.254 -613
Gezahlte Ertragsteuern und sonstige Steuern -291 -28
Erhaltene Zinsen 1 14
Zwischensumme -290 -14
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.964 2.152
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) in das immaterielle Anlagevermögen -22 -7
Investitionen (-) in das Sachanlagevermögen -1.186 -815
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) in das Finanzanlagevermögen 0 113
Erwerb von konsolidierten Unternehmen (Unternehmensanteilen) -13 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.221 -709
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzkrediten 1.500 0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -2.381 -2.370
Zinsauszahlungen -248 -296
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.129 -2.666
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) -386 -1.224
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 2.487 3.711
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 2.101 2.487
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.101 2.487
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.101 2.487

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2013 der Delignit AG, Blomberg

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2 – 6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit-Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen.

Der freiwillig erstellte IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wird voraussichtlich am 25. März 2014 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB Industries AG, Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standard (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2013 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2013 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt.

Die folgenden Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG:

Anzuwenden ab dem 01.01.2013:

IFRS 10: Der Standard ersetzt die Konsolidierungsleitlinien in IAS 27 und SIC– 12 durch die Einführung eines einzigen Konsolidierungsmodells für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung, unabhängig von der Art des Investitionsempfängers (also unabhängig davon, ob das Unternehmen durch Stimmrechte von Investoren oder durch andere vertragliche Vereinbarungen, wie bei Zweckgesellschaften üblich, kontrolliert wird).

IFRS 11: Mit der Änderung werden neue Bilanzierungsvorschriften für gemeinsame Vereinbarungen eingeführt, die IAS 31 - Anteile an Joint Ventures ersetzen. Die Möglichkeit, die anteilige Konsolidierungsmethode bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden, ist gestrichen worden. Darüber hinaus werden mit IFRS 11 gemeinschaftlich beherrschte Vermögenswerte abgeschafft. Es bleiben nur gemeinsame Geschäftstätigkeit und Joint Ventures erhalten.

IAS 27: Die Vorschriften für separate Abschlüsse bleiben unverändert Bestandteil des geänderten IAS 27. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.

IAS 28: Die Änderungen im Standard enthalten Folgeänderungen, die sich aus den Veröffentlichungen von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ergeben.

IFRIC 20: Mit der Interpretation werden folgende Sachverhalte adressiert: Wann Abraumkosten aus der Produktion als Vermögenswert anzusetzen sind, wie die Erstbewertung des Vermögenswertes aus der Abraumaktivität auszusehen hat und wie die Folgebewertung des Vermögenswertes aus der Abraumaktivität erfolgt.

IFRS 1: Die Änderungen des Standards betreffen unverzinsliche Kredite der öffentlichen Hand. Erstanwender müssen bei der Bilanzierung derartiger Kredite keine vollständig retrospektive Anwendung der IFRS vornehmen. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt "1. Januar 2004" durch "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS". Die zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRSkonformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation unterlag.

IFRS 7: Die Änderungen an den Angabevorschriften in IFRS 7 erfordern Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten, die im Einklang mit IAS 32 saldiert werden. Darüber hinaus werden auch Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten gefordert, die einer durchsetzbaren Globalverrechnungsoder ähnlichen Vereinbarung unterliegen, auch wenn sie nach IAS 32 nicht saldiert werden.

IFRS 1: Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt "1. Januar 2004" durch "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS". Die zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation unterlag.

IAS 12: Die Änderung bietet eine praktische Lösung für das Problem der Abgrenzung der Frage, ob der Buchwert eines Vermögenswertes durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird, durch die Einführung der widerlegbaren Vermutung, dass die Realisierung des Buchwertes im Normalfall durch Veräußerung erfolgt.

Die folgenden Änderungen wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG berücksichtigt. Die Auswirkung der Änderungen wird bei den einzelnen Anhangangaben erläutert.

IFRS 12: Mit der Änderung des Standards werden verbesserte Angaben sowohl zu konsolidierten wie auch zu nicht konsolidierten Unternehmen gefordert, bei denen ein Unternehmen engagiert ist.

IFRS 13: Durch die Änderung des Standards werden die bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Standards in den einzelnen aktuellen IFRS–Verlautbarungen durch einen einzigen Standard ersetzt. Es wird der beizulegende Zeitwert definiert, es werden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes zur Verfügung gestellt und Angaben über die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes gefordert.

IAS 19: Die Hauptänderung gegenüber der bisherigen Fassung besteht in dem Ansatz von Änderungen in der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus leistungsorientierten Plänen einschließlich der Erfassung von leistungsorientierten Kosten, der Aufgliederung von leistungsorientierten Kosten nach Bestandteilen, dem Ansatz von Neubewertungen im sonstigen Gesamtergebnis sowie Planänderungen, Plankürzungen und Erfüllungen.

Im Konzernabschluss der Delignit AG wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt. Die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden geprüft.

Anzuwenden ab dem 01.01.2014:

IAS 32: Die Änderungen stellen lediglich eine Klarstellung der bisherigen Saldierungsregeln dar.

IFRS 10, IFRS 12, IAS 27: Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer 'Investmentgesellschaft' erfüllt. Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.

IAS 36: Die Änderungen betreffen die Angabe von Informationen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser Betrag auf dem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten basiert.

IAS 39: Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Novation zur Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderung führt.

IFRIC 21: Die Interpretation bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird.

Anzuwenden ab dem 01.07.2014:

IAS 19: Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist.

Anzuwenden ab dem 01.01.2016:

IFRS 14: Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt.

Anzuwenden nicht vor dem 01.01.2017:

IFRS 9: Die Neuerung behandelt den Ansatz, die Klassifizierung und die Bewertung von Finanzinstrumenten und ersetzt IAS 39. Die Kerninhalte sind: zwei Bewertungskategorien, keine Trennung eingebetteter Derivate, sofern der Basisvertrag ein finanzieller Vermögenwert ist, das Wahlrecht, Wertänderungen von bestimmten EK-Instrumenten erfolgsneutral zu erfassen, die weitgehende Beibehaltung der Regelung für finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme einer erfolgsneutralen Abbildung des eigenen Ausfallrisikos bei Ausübung der Fair Value Option.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %)

Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg (100,0 %)

Delignit Immobiliengesellschaft mbH, Blomberg (100,0 %), gegründet am 18. Juni 2013 (keine operative Einheit)

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2013 wurden die Anteile der folgenden Gesellschaften käuflich erworben und erstmals zum 31.12.2013 im Konzernabschluss der Delignit AG konsolidiert:

DHK automotive GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

HTZ Holztrocknung GmbH, Oberlungwitz (100,0 %)

Am 19. Juni 2013 wurden Anteile an den rumänischen Gesellschaften S.C. Cildro Plywood S.R.L. und S.C. Cildro S.A. für einen Euro verkauft. Die Beteiligungshöhe beträgt nach Verkauf an der S.C. Cildro Plywood S.R.L. 24,0 %, an der S.C. Cildro S.A. 17,9 % und damit auch an der S.C. Cildro S.R.L. 17,9 %. Die genannten Gesellschaften werden aufgrund der geänderten Eigentumsverhältnisse nicht mehr als assozierte Unternehmen im Konzernabschluss erfasst.

Erwerb von Tochterunternehmen

Die Delignit AG hat mit Wirkung zum 01. Oktober 2013 insgesamt 100,0 % der Anteile an der DHK automotive GmbH in Oberlungwitz übernommen. Die DHK automotive GmbH zählt zu den führenden Herstellern von Innenraumausstattungen für PKW wie z.B. Kofferraumabdeckungen und fungiert als Direktlieferant namhafter deutscher Automobilhersteller. Seitdem wird auf gleicher strategischer Grundlage, also auf Basis nachwachsender Rohstoffe, auch das PKW-Segment bedient.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:

in T€

Zahlungsmittel 0
Eigenkapitalinstrumente 0
Ersatz von Vergütungsprämien 0
Bedingte Gegenleistung 0
Erfüllung einer vorher bestehenden Beziehung 0
Gesamte übertragene Gegenleistung 0

Im Konzern sind mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 10T€ für Rechtsberatungsgebühren und Due Dilligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind unter den Rechts-und Beratungskosten erfasst worden.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfasst:

in T€

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.465
Finanzielle Verbindlichkeiten -1.294
Rückstellungen -543
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1
Sonstige Vermögensgegenstände 50
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 663
Vorräte 380
Sachanlagen 1.400
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 12
Immaterielle Vermögenswerte 987

Geschäfts oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde aufgrund des Erwerbs wie folgt erfasst:

in T€
Übertragene Gegenleistung 0
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren
Netto-Vermögenswerte
-184
Geschäfts- oder Firmenwert -184

Der negative Geschäfts- oder Firmenwert wurde erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht.

Darüber hinaus hat die Delignit AG mit Wirkung zum 01. Oktober 2013 insgesamt 100,0 % der Anteile an der HTZ Holztrocknung GmbH übernommen. Die HTZ Holztrocknung GmbH ist ein qualifizierter Fertigungsbetrieb mit eigenem Maschinenpark, der als Zulieferer für die DHK automotive GmbH fungiert.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:

in T€

Zahlungsmittel 0
Eigenkapitalinstrumente 0
Ersatz von Vergütungsprämien 0
Bedingte Gegenleistung 0
Ersatz von Vergütungsprämien 0
Gesamte übertragene Gegenleistung 0

Im Konzern sind mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 10 T€ für Rechtsberatungsgebühren und Due Dilligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind unter den Rechts- und Beratungskosten erfasst worden.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfasst:

in T€

Immaterielle Vermögenswerte 32
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 46
Sachanlagen 244
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 941
Sonstige Vermögensgegenstände 13
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6
Rückstellungen -295
Finanzielle Verbindlichkeiten -376
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -30
Sonstige Verbindlichkeiten -2
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 579

Geschäfts oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde aufgrund des Erwerbs wie folgt erfasst:

in T€

Übertragene Gegenleistung 0
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren
Netto-Vermögenswerte
-579
Geschäfts- oder Firmenwert -579

Der negative Geschäfts- oder Firmenwert wurde erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht.

Bestimmung der beizulegenden Werte

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögensgegenstände waren wie folgt:

Sachanlagen: Das Bewertungsmodell berücksichtigt Marktpreise für ähnliche Gegenstände, wenn diese verfügbar sind, und gegebenenfalls fortgeführte Wiederbeschaffungskosten. Fortgeführte Wiederbeschaffungskosten spiegeln Anpassungen für eine physische Verschlechterung sowie funktionale Überholung und wirtschaftliche Veralterung wider.

Immaterielle Wirtschaftsgüter: Die Lizenzpreisanalogiemethode berücksichtigt die abgezinsten geschätzten Zahlungen von Nutzungsentgelten, die voraussichtlich dadurch eingespart werden, dass sich die Patente oder Warenzeichen im eigenen Besitz befinden. Die Residualwertmethode berücksichtigt den Barwert der Cashflows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit Ausnahme aller Cashflows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind.

Vorräte: Der beizulegende Zeitwert wird aufgrund des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Die Bewertung von im Rahmen von Unternehmenserwerben neu identifizierten Vermögenswerten erfolgt zum im Erwerbszeitpunkt ermittelten Zeitwert (Marktwert), die in den Folgeperioden planmäßig abgeschrieben werden.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2013 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Delignit AG eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern die Delignit AG für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 3,3 % (Vj. 3,5 %) zugrunde gelegt.

Aufgrund der Änderung an IAS 19 wurde im Geschäftsjahr erstmals der Ausweis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung angewendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als "Other Comprehensive Income" (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Änderungen ergeben:

in T€ 31.12.2011 Verän
derung
2012
31.12.2012 Verän
derung
2013
31.12.2013
Versicherungsmathematischer
Gewinn (+)/Verlust (-)
-160 -247 -407 -404 -811
Steuereffekt 48 74 122 119 241
Im OCI zu erfassendes Ergebnis: -112 -173 -285 -285 -570

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristige Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen der Delignit AG zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2013 31.12.2012
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.729 2.025
Unfertige Erzeugnisse 2.140 1.909
Fertige Erzeugnisse 2.175 2.376
Buchwert zum 31.12. 7.044 6.310

Die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Vorräte betrugen 446 T€ (Vj. 416 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2013 31.12.2012
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.331 308
abzüglich Einzelwertberichtigungen -19 -15
Buchwert zum 31.12. 1.312 293

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos besteht nicht, da aufgrund der Breite des Kundenstamms keine Korrelationen bestehen.

3. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen

Die Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen in Höhe von 60 T€ bestehen gegenüber der S.C. Cildro Plywood S.R.L. in Höhe von 39 T€ und gegenüber der OBO Werke GmbH & Co. KG in Höhe von 21 T€.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2013 31.12.2012
T€ T€
Forderung aus Factoring 750 462
Erstattungsansprüche Energiesteuer 60 100
Forderungen gegen Dritte 20 69
Transitorische
Rechnungsabgrenzungsposten
7 33
Übrige sonstige Vermögenswerte 157 31
Buchwert zum 31.12. 994 695

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 12,0% verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

9. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.

10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Finance Lease

Folgende Vermögenswerte werden im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt:

31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungskosten 01.01.
0 1.484
Zugänge 0 0
Abgänge 0 -1.484
Anschaffungskosten 31.12. 0 0
Abschreibungen 01.01. 0 -782
Abgänge 0 782
Abschreibungen lfd. Jahr 0 0
Abschreibungen 31.12. 0 0
Buchwert zum 31.12. 0 0

Die Vermögenswerte wurden im Jahr 2012 zum Restwert erworben und in das Anlagevermögen überführt. Es wurden keine neuen Finance-Leasingverträge abgeschlossen. Zahlungsverpflichtungen aus Finance-Leasingverhältnisse waren zum Stichtag nicht vorhanden.

Operating Lease und Miete

31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Mindestleasingzahlungen aus Opera
ting-Leasingverhältnissen in Folgejahren
139 126
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus unkündbaren Operating
Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind
Bis zu einem Jahr 60 69
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 79 57
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 1.957 96
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die
wie folgt fällig sind
Bis zu einem Jahr 285 96
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 756 0
Über fünf Jahre 916 0

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst sowie Flurfahrzeuge für den Produktionsbereich. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.

Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um eine angemietete Lagerhalle in Schieder-Lothe sowie um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz.

11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 97 T€ enthalten ausschließlich einen verzinslichen Geldmarkt-Fonds in Euro zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr mit den Altersteilzeitverpflichtungen saldiert. Die Auszahlungen aus den Alterszeitverpflichtungen im Folgejahr wurden mit 95 T€ berechnet, dem gegenüber stehen Einzahlungen aus dem Planvermögen in Höhe von 73 T€.

12. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2013 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2013
T€
aktiv
31.12.2013
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
387 0
Latente Steuern auf Drohverlustrückstellungen 208 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 383 0
- sonstige Rückstellungen 0 37
- Anlagevermögen 0 1.088
978 1.125

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2012 wurde wie folgt ausgewiesen:

31.12.2012
T€
aktiv
31.12.2012
T€
passiv
Latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge
249 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 344 0
- sonstige Rückstellungen 5 12
- Anlagevermögen 0 1.126
598 1.138

13. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt

Stand
01.01.2013
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2013
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 3 0 3 27
Altersteilzeit 204 0 98 0 10 116
231 0 111 0 13 143
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 413 0 256 0 434 591
Körperschaft
steuer
169 0 0 0 267 436
Sonstige 9 0 0 0 15 24
591 0 256 0 716 1.051
822 0 367 0 729 1.194
Stand
01.01.2012
T€
Kurs
schwan
kungen
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2012
T€
Langfristige
Rückstellungen
Jubiläen 27 0 3 0 3 27
Altersteilzeit 334 0 142 0 12 204
361 0 145 0 15 231
Steuerrück
stellungen
Gewerbesteuer 0 0 0 0 413 413
Körperschaft
steuer
0 0 0 0 169 169
Sonstige 0 0 0 0 9 9
0 0 0 0 591 591
Kurzfristige
Rückstellungen
Übrige 47 0 0 47 0 0
47 0 0 47 0 0
408 0 145 47 606 822

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Mit drei Arbeitnehmern sind Altersteilzeitverhältnisse nach dem Blockmodell vereinbart. Danach erbringt der Arbeitnehmer in der Beschäftigungsphase die volle Arbeitsleistung und ist in der Freistellungsphase vollständig von der Arbeitspflicht befreit. Die Rückstellung beinhaltet den während der Beschäftigungsphase aufgebauten Erfüllungsrückstand des Konzerns.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

31. Dezember 2013 bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.000 2.663 325 3.988
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.005 0 0 3.005
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.209 0 0 1.209
Sonstige Verbindlichkeiten 1.220 0 258 1.478
Stand 31.12.2013 6.434 2.663 583 9.680
31. Dezember 2012 bis
einem
Jahr
T€
mehr
als ein
und bis
zu fünf
Jahren
T€
über
fünf
Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
320 2.001 878 3.199
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.374 0 0 1.374
Rückstellungen mit
Verbindlichkeitscharakter
1.041 0 0 1.041
Sonstige Verbindlichkeiten 1.166 0 270 1.436
Stand 31.12.2012 3.901 2.001 1.148 7.050

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 2,1 % und 5,5 % (Vj. 4,0 % und 5,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 19.723 T€ (Vj. 14.365 T€).

15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
ungewisse Verbindlichkeiten 525 0
Urlaubsansprüche 241 113
Löhne und Gehälter 159 326
Boni 109 159
ausstehende Rechnungen 80 210
Abschluss- und Prüfungskosten 68 33
Sonstige Rückstellungen 27 79
Werbekostenzuschüsse 0 121
1.209 1.041

16. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Kurzfristig
Löhne und Gehälter 443 286
Kreditorische Debitoren 331 558
Lohnsteuer 230 222
Sozialversicherungsbeiträge 14 0
Umsatzsteuer 5 53
Übrige 197 48
1.220 1.167
Langfristig
Unterstützungskasse 258 270
Sonstige 0 0
1.478 1.437

17. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und ehemaligen Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie.

31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn
des Geschäftsjahres
1.849 1.779
- Inanspruchnahme -290 -256
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 61 79
-/+ versicherungsmathematische Gewinne /
Verluste
404 247
Pensionsrückstellungen am Ende
des Geschäftsjahres
2.024 1.849

Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zu Grunde gelegt:

2013
%
2012
%
Rechnungszins 3,30 3,50
Rententrend 2,00 2,00

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden erstmals im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Rücklage für Pensionen wurde für die Vergangenheit mit 285 T€ vorgetragen und hat sich in 2013 wie folgt entwickelt:

Rücklage für Pensionen 31.12.2012: 285 T€
Versicherungsmathematischer Verlust: 404 T€
latente Steuern: -119 T€

Rücklage für Pensionen 31.12.2013: 570 T€

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2014 betragen 262 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Eigenkapital

18. Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ist der Vorstand unter Aufhebung der teilweise noch nicht durch die Kapitalerhöhung vom 08. November 2010 ausgenutzten Ermächtigung gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 (genehmigtes Kapital 2010) ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. August 2016 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

In der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber–Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.103.750,00 € einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.103.750,00 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2013".

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB Industries AG: 76,1 % Streubesitz: 23,9 %

19. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31.12.2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31.12.2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2013
T€
2012
T€
Deutschland 29.672 27.555
EU 2.998 3.824
Sonstige 2.629 2.761
35.299 34.140

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2013
T€
2012
T€
Erträge aus Kapitalkonsolidierung 763 0
Erträge aus früheren Geschäftsjahren 290 89
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
281 185
Sonstige Erträge 171 162
Erlöse aus Schadensersatz 20 140
Erträge aus Weiterberechnungen 0 24
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 47
1.525 647

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2013
T€
2012
T€
Löhne und Gehälter 7.820 7.548
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
1.753 1.877
Sonstige Personalkosten 11 43
9.584 9.468

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:

2013
T€
2012
T€
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
161 141
Abschreibungen auf Sachanlagen 859 721
1.020 862

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2013 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2013 2012
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 921 762
Miete, Pachten, Leasing 266 205
Reisekosten / KFZ-Kosten 213 114
Recht und Beratung 208 152
Gewährleistungsaufwand 200 174
Werbungskosten 122 151
Fremdleistungen 114 390
Entwicklungskosten 112 57
Nebenkosten Geldverkehr 86 86
Versicherungen 73 73
Wertberichtigungen 61 0
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 46 71
Gebühren und Beiträge 38 30
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 33 36
Übrige 373 72
2.866 2.373

6. Finanzerträge

2013
T€
2012
T€
Bankzinsen 1 14
1 14

7. Finanzaufwendungen

2013
T€
2012
T€
Bankzinsen 175 233
Sonstige Zinsen 73 63
248 296

8. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2013
T€
2012
T€
Ertragsteuern -444 -658
Sonstige Steuern -26 -28
-470 -686

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0% für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 stellt sich wie folgt dar:

2013
T€
2012
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.201 1.935
Rechnerischer Ertragsteuerertrag/-aufwand
(30,0%)
-661 -580
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen 191 -78
Tatsächlicher Ertragsteuerertrag/-aufwand -470 -658

9. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2013 2012
Den Inhabern von Stammaktien des Mutter
unternehmens zuzurechnendes Ergebnis
1.731.034 1.248.615*
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
des Ergebnisses je Aktie
8.193.900 8.193.900
Ergebnis je Aktie in € 0,21 0,15

*vor Anpassung der Pensionsrückstellungen nach IAS 8

V. Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit-Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nichtzahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen.

Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 4.467 T€ (Vj. 3.883 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. "Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit-Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. "Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. "Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2013 noch in 2012 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass die Delignit AG keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie der Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzuund -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit-Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.209 T€ (Vj. 1.002 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 24,2 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Delignit AG umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2013 an:

  • O Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender (Bereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F & E, Investor Relations)
  • OThorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand (Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2013 an:

  • O Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Vorstand MBB Industries AG, Berlin, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG, Berlin)
  • O Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (auch: Aufsichtsratsvorsitzender der MBB Industries AG, Berlin, Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, Herford, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der United Labels AG, Münster)
  • O Anton Breitkopf (auch: Executive Vice President der MBB Industries AG, Berlin, Aufsichtsrat der DTS IT AG, Herford)

2. Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert, und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der anteilig für 2013 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen aus den neuen Vorstandsverträgen beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2013 insgesamt 30.000,00 €.

Die Gesamtbezüge des aktiven Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2013 betragen 511 T€. Es wurde eine variable Vergütung gezahlt. Für Bonusansprüche des laufenden Jahres wurde eine Rückstellung in Höhe von 87 T€ gebildet.

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Nahestehende Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

b) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit-Konzern getätigt.

c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2013 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • O Vorsitzender, Dr. Christof Nesemeier, 20 T€
  • O Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15 T€
  • O Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10 T€

4. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich beschäftigt:

2013 2012
Mitarbeiter 222 211

Zum Stichtag beschäftigte der Konzern in Deutschland 258 Mitarbeiter.

5. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2013 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

Honorar Abschlussprüfung: 35 T€

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

7. Gewinnverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahres 2013 in Höhe von 586.444,41 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 25. März stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 340.627,41 € auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Blomberg, den 07. März 2014

Markus Büscher Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray Vorstand

mberg Abschreibun
mber 2013 der Delignit AG, Blo Abgänge
m 31. Deze
mögens zu
wicklung des IFRS-Konzernanlagever
Gesamte
Ent
Seite 68 von 74
Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Geschäfts
Abgänge
jahres
des
T€
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
Geschäfts
jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
werte
materielle Vermögens
m
I. I
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Werten
Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
und ähnliche Rechte und
275 1.041 0 0 298 1.018 13 36
wicklungskosten
2. aktivierte Ent
401 0 0 0 120 281 321 40
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 0 800 200 300 100
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 0 2.178 2.178 0
3.854 1.041 0 0 1.218 3.677 2.812 176
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
mden Grundstücken
Bauten auf fre
11.717 12 0 0 6.663 5.066 5.294 240
Maschinen
2. Technische Anlagen und
14.283 1.771 457 0 13.066 3.445 1.713 496
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.574 267 0 37 6.347 457 298 108
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
457 841 -457 0 0 841 457 0
33.031 2.891 0 37 26.076 9.809 7.762 844
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 162 0 0 65 0 97 162 0
37.047 3.932 0 102 27.294 13.583 10.736 1.020
mberg
mber 2012 der Delignit AG, Blo
m 31. Deze
mögens zu
wicklung des IFRS-Konzernanlagever
Ent
Anschaffungs
und Herstel
lungskosten
Gesamte
T€
Zugänge des
Geschäfts-
jahres
T€
Umbuchung
T€
Geschäfts
Abgänge
jahres
des
T€
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
T€
Buchwert am
Ende des
Geschäfts
jahres
T€
am Ende
Buchwert
Vorjahres
des
T€
bungen des
Geschäfts
Abschrei
jahres
T€
werte
materielle Vermögens
m
I. I
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
Werten
Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
und ähnliche Rechte und
268 7 0 0 262 13 7 1
wicklungskosten
2. aktivierte Ent
401 0 0 0 80 321 361 40
wert
3. Geschäfts- oder Firmen
1.000 0 0 0 700 300 400 100
wert
4. Konzern Geschäfts- oder Firmen
2.178 0 0 0 0 2.178 2.178 0
3.847 7 0 0 1.042 2.812 2.946 141
II. Sachanlagen
Rechte und Bauten einschließlich der
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
mden Grundstücken
Bauten auf fre
11.716 1 0 0 6.423 5.294 5.575 283
Maschinen
2. Technische Anlagen und
14.045 238 0 0 12.570 1.713 1.817 342
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.469 119 0 14 6.276 298 275 96
4. Geleistete Anzahlungen und
m Bau
Anlagen i
3 457 0 3 0 457 0 0
32.233 815 0 17 25.269 7.762 7.667 721
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 275 55 0 168 0 162 275 0
36.355 877 0 185 26.311 10.736 10.888 862

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Delignit AG, Blomberg:

Wir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 07. März 2014

MAZARS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stramitzer Kottenhagen

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2013 der Delignit AG

Bilanz

Aktiva 31.12.2013 31.12.2012
in T€ in T€
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen 9.449 7.900
Anlagevermögen 9.449 7.900
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
22 22
Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
1.001 2.125
Umlaufvermögen 1.023 2.147
Bilanzsumme 10.472 10.047
Passiva
Eigenkapital 9.769 9.602
Bilanzsumme 10.472 10.047
Sonstige Passiva 66 50
Rückstellungen 637 395
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2013
in T€
31.12.2012
in T€
Umsatzerlöse 808 891
Sonstige betriebliche Erträge 122 247
Personalaufwand 521 534
Sonstige betrieblichen Aufwendungen 186 249
Zinsen und ähnliche Erträge 227 202
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
450 558
Steuern vom Einkommen und Ertrag 282 139
Jahresüberschuss 168 418
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 418 0
Bilanzgewinn 586 418

Finanzkalender

Halbjahresbericht 2014:

August 2014

Hauptversammlung 2014:

  1. Juli 2014

Geschäftsbericht 2014:

Mai 2015

Kontakt

Investor Relations

Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 www.delignit.com eMail: [email protected]

Impressum

© Delignit AG 2014 Herausgeber Delignit AG Königswinkel 2-6 D-32825 Blomberg Design RLS jakobsmeyer GmbH, Paderborn

Delignit AG

Königswinkel 2–6 D-32825 Blomberg Tel.: +49-5235-966-100 Fax: +49-5235-966-105 eMail: [email protected] www.delignit.com

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