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Delignit AG Annual Report 2010

Jan 30, 2012

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Annual Report

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Publication

Delignit AG

Blomberg

Konzern-Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht und Konzernlagebericht 2010

Delignit AG, Blomberg

Die Delignit AG entwickelt, fertigt und vertreibt in ihren Konzerngesellschaften ökologische Produkte basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz. Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil- und die Luftfahrtindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Delignit AG in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Holz ist im Unterschied zu vielen anderen Rohstoffen in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und damit anderen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Auf die im Jahr 2008 begonnene Wirtschaftskrise mit sich drastisch ändernden Marktbedingungen sowohl im nationalen wie auch im internationalen Geschäftsumfeld hat die Delignit AG unmittelbar und konsequent mit einem Kostensenkungsprogramm in allen Bereichen reagiert. Die erreichten Fortschritte führten jedoch im ersten Halbjahr noch nicht dazu, dass bei den veränderten Rahmenbedingungen ein positives operatives Ergebnis hätte generiert werden können. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Vorstand dazu, die nachhaltig schwächeren Aussichten in den Produktsegmenten der Standardware und des Geschäftsbereiches VENEER zum Anlass zu nehmen, sich von diesen Geschäftsfeldern zu trennen. Von den für diese Segmente verantwortlichen rumänischen Beteiligungen wurden entsprechend mit Kaufvertrag vom 30.09.2010 insgesamt je 51,0% der Anteile veräußert. Die Delignit AG hat direkt 51,0% ihrer Beteiligung an der S.C. Cildro S.A. und somit auch an der S.C. Cildro Service S.R.L. veräußert. Die Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG (im Folgenden BHID), an der die Delignit AG zu 99,4% beteiligt ist, hat zum gleichen Zeitpunkt 51,0% ihrer Anteile an der S.C. Delignit Romania S.R.L. veräußert. Der Beteiligungsansatz wurde sowohl in den Einzelgesellschaften als auch im Konzern komplett abgeschrieben. Der Verlust hieraus wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position „Entkonsolidierungsverlust" ausgewiesen. Im Folgenden wird in den einzelnen Sachgebieten auf die Auswirkungen der Beteiligungsveräußerung Bezug genommen.

Das operative Geschäft der Delignit AG ist nach der Restrukturierung in die zwei Geschäftsbereiche AUTOMOTIVE und TECHNOLOGICAL APPLICATIONS segmentiert.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2010 war von einer Erholungstendenz in Deutschland gekennzeichnet. Konnte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2010 noch um 2,2% zulegen, so reduzierte sich dieser Indikator auf 0,7% im dritten und weiter auf 0,4% im vierten Quartal. Diese nur verhaltene Erholungstendenz lies sich auch in den Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft ablesen. Gemäß des ifo-Konjunkturtests im Verarbeitenden Gewerbe nahm die Geschäftserwartung seit Anfang 2009 von dem damals historischen Tiefstwert (rund 60,0% der Befragten äußersten sich pessimistisch bezüglich der Geschäftserwartung) bis Anfang 2010 kontinuierlich zu. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 konnte aber keine weitere Verbesserung festgestellt werden. Zum Jahresende sank der Stimmungsindikator sogar wieder leicht ab.

In den speziellen Zielmärkten der Delignit AG, also in den Märkten im Geschäftsbereich AUTOMOTIVE wie auch in denen der Holzwerkstoffindustrie, konnte eine ähnliche Entwicklung beobachtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen wieder um 8,7% und im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge um 8,4% an. Die Zulassungszahlen in dem für die Delignit AG relevanten deutschen Markt erhöhten sich im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 16,0% und im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge um 21,4% (Quelle: ACEA). Diese Werte relativieren sich vor dem Hintergrund der signifikant gesunkenen Zulassungszahlen im Geschäftsjahr 2009 (-30,5% im Bereich der leichten und -48,3% im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge in den EU- und EFTA-Ländern).

Die Statistiken der Holzwerkstoffindustrie konnten sich erst durch gute Sommermonate über die Werte des Vorjahres entwickeln, nachdem im Januar 2010 nochmals ein extremer Umsatzrückgang von -8,3% zu verzeichnen war. Kumuliert konnten die Umsätze in der Holzwerkstoffindustrie inklusive dem Segment Sperrholz im Geschäftsjahr 2010 um 2,8% wachsen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Anzumerken ist jedoch, dass in den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 der Produktionsoutput bereits wieder unter den Werten des Vorjahres lag (Quelle: VHI). Dies dokumentiert sich auch in einer seit August 2010 wieder überwiegend pessimistischen Geschäftserwartung in der deutschen Holzwerkstoffindustrie. Erst zum Jahresausgang verbesserte sich die Einschätzung der Marktteilnehmer wieder (Quelle: ifo Geschäftsklimaindex Holzindustrie).

Der neben dem Mengenrückgang zusätzlich mit der Wirtschaftskrise eingetretene Preisverfall konnte trotz der sich in 2010 bei der Delignit AG belebenden Nachfrage nicht ausgeglichen werden. Insbesondere für die Standardprodukte waren die Preise trotz des rumänischen Produktionsstandortes nicht mehr kostendeckend. Diese Preisentwicklung war ein weiterer entscheidender Faktor, um sich von den rumänischen Beteiligungen zu trennen.

Die Umsatzerlöse des Delignit-Konzerns erreichten im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 25.651 T€ nach 22.424 T€ im Vorjahr. Am erfreulichsten entwickelte sich der Kernbereich AUTOMOTIVE mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 18,4%. Innerhalb dieses Geschäftsbereiches entwickelten sich die Produktgruppen LCV (Transporter engl. light commercial verhicles = LCV) mit einem Zuwachs von 17,0% und HCV (Auflieger engl. heavy commercial vehicles = HCV) mit einem Zuwachs von 33,5% annähernd konform zu der Entwicklung der Zulassungszahlen in Deutschland.

Im Geschäftsbereich TECHNOLOGICAL APPLICATIONS wurde ein ähnlich guter Zuwachs in Höhe von 20,5% erreicht. Kumuliert konnte somit der Umsatz des entkonsolidierten Delignit-Konzerns um 14,4% gesteigert werden. Die massiven Umsatzrückgänge aus dem Vorjahr wurden jedoch nicht wieder aufgeholt.

Dank eines laufenden und stabilen Qualitätsmanagementprozesses konnten im Geschäftsjahr 2010 unverändert die Liefertermine und die Qualitätsziele der Kunden eingehalten werden. Die Lieferantenbewertung bei unseren OEM-Kunden konnte einheitlich auf dem A-Rating-Niveau gehalten werden.

Die Trennung von den rumänischen Aktivitäten hat per viertem Quartal zu einer Vollauslastung der reduzierten Kapazitäten bei der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG geführt. Hinzu kamen steigende Auftragseingänge in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, die die vorhandenen Kapazitäten zusätzlich ausgelastet haben. Mit dem Betriebsrat wurde bereits im Rahmen der Veräußerung der rumänischen Mehrheitsbeteiligung die Einführung von Leiharbeit als dauerhaft zur Verfügung stehendes Instrument vereinbart. Kurzarbeit musste nur noch im ersten Halbjahr 2010 als Instrument der Auslastungssteuerung verwendet werden. Durch die vorgenannte Entwicklung konnte auf die Umsetzung eines im Haustarifvertrag der BHID (geschlossen in 2009) vorgesehenen Sozialplans verzichtet werden. Die im Jahr 2009 hierfür gebildete Rückstellung wurde entsprechend erfolgswirksam aufgelöst (330 T€).

Die durchgeführte Restrukturierung wurde begleitet durch einen Forderungsverzicht und Tilgungsaussetzungen der beteiligten Banken und fand ihren Abschluss in der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung im November 2010, mit der der Gesellschaft weiteres Eigenkapital und Liquidität in Höhe von 2.143 T€ nach Abzug der Kosten für die Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellt werden konnte. Die Entkonsolidierung führte insgesamt zu einer deutlichen Reduzierung der Verschuldung und zu einem signifikanten Abbau der Verbindlichkeiten. Parallel führte unmittelbar nach Abschluss der Restrukturierung das operative Geschäft zu deutlich positiven Ertragszahlen und zu einem Cash-Flow, der zum weiteren Schuldenabbau genutzt wurde. Die Konzernbilanzsumme konnte aus diesen Gründen um 17.160 T€ auf nun 21.975 T€ reduziert werden, und die Eigenkapitalquote stieg somit sogar um 1,0% auf 41,2%.

Strategische Ausrichtung der Delignit AG

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde gezielt weiterverfolgt. Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten, strategischen Ziele verfolgt:

Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung der Geschäftsbereiche AUTOMOTIVE und TECHNOLOGICAL APPLICATIONS stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Die Delignit AG beabsichtigt, im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenanforderungen zu qualifizieren. Die neuen Produktfamilien im Bereich AUTOMOTIVE und Schienenverkehrslösungen sind zur Marktreife geführt worden. Die Erkenntnisse aus diesen Entwicklungen wird die Delignit AG nutzen, um weitere Produktinnovationen zu forcieren. Dabei steht im Mittelpunkt der Entwicklung immer die Leitlinie, ökologische Produkte für technologische Anwendungen zu entwickeln. Es sollen daher auch die Marktchancen und Vorteile genutzt und herausgestellt werden, die ein nachwachsender Rohstoff im Vergleich zu endlichen Rohstoffen aufweist.
Übertragung des Geschäftsmodells:

Die insbesondere im Geschäftsbereich AUTOMOTIVE erfolgreich platzierten Produktneuheiten sollen genutzt werden, um die bereits in Deutschland erreichte Marktführerschaft im Bereich der Laderaumsicherung für leichte Nutzfahrzeuge weiter auszubauen und dieses Know-how in weitere Märkte zu transferieren. Diese Transformation soll sowohl geographisch als auch für artverwandte Märkte umgesetzt werden. Dabei sieht die Gesellschaft insbesondere gute Ansätze in den BENELUX-Ländern sowie in Asien. Entsprechende Partnerschaften zur Marktbearbeitung wurden bereits geschlossen. Aufgrund der Entkonsolidierung der rumänischen Beteiligungen wird die Exportquote zunächst zurückgehen (2010 = 17,6%). Die strategische Zielsetzung einer Exportquote von größer 20,0% behält aber unverändert ihre Gültigkeit.

Marktumfeld der Delignit AG

Im Geschäftsjahr 2010 war der Markt insbesondere in der ersten Jahreshälfte noch durch eine sehr vorsichtige Ordertätigkeit aller Kunden geprägt. Es konnte jedoch eine Belebung im Bereich der Projektgeschäfte festgestellt werden, die im Vorjahr noch häufig vorübergehend verschoben oder gänzlich aufgegeben worden waren. Auch die Lagerbestände insbesondere der Handelspartner wurden auf niedrigem Niveau gehalten.

Trotz des im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 noch geringen Umsatzniveaus kann die Marktpositionierung der Delignit AG in ihren verbleibenden Geschäftsbereichen als weiterhin gut bis sehr gut angesehen werden. Der mit der Wirtschaftskrise eingetretene Umsatzrückgang basierte entsprechend auch nicht auf dem Verlust von Kunden oder Listungen, sondern ganz maßgeblich auf dem gesunkenen Marktvolumen.

Durch den Verkauf der rumänischen Aktivitäten wird die Delignit AG sich zukünftig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die Bereiche LCV, Gebäudeausstattungen und Spezialanwendungen sollen weiter ausgebaut werden. Im Bereich der Standardprodukte wird man nur noch mit kostendeckenden Produkten am Markt vertreten sein. Diese werden auch bei der S.C. Delignit Romania S.R.L. bezogen. Entsprechende Handelsvereinbarungen wurden geschlossen.

Die Delignit AG hat trotz der schwierigen Umsatz- und Ertragssituation in zahlreichen Märkten ihre technische Führungsposition nicht nur erhalten, sondern auch konsequent weiter ausgebaut. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Verlust der technischen Marktführerschaft in den nächsten Jahren eintreten wird. Die Substitutionsgefahr durch alternative Werkstoffe (wie z. B. Birke, Kunststoffverbundsysteme, HDF) darf jedoch nicht unterschätzt werden. Die BHID tritt dieser potenziellen Gefahr aktiv mit einer umfassenden Forschung und Entwicklung und den daraus hervorgehenden innovativen Konzepten entgegen.

Die Entwicklung im Bereich der Schienenverkehrslösungen ist unverändert nicht zufriedenstellend. Die mit hohem internen und externen Aufwand entwickelten Produkte konnten zur Marktreife geführt werden. Die Beauftragungsprozesse laufen jedoch über eine unerwartet lange Dauer, so dass auch in 2010 noch keine signifikanten Beauftragungen realisiert werden konnten.

Innerhalb der holzbasierten Produkte zeichnen sich die aus Buchenholz hergestellten Delignit-Werkstoffe durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast) aus. Buche ist eine der zähesten und festesten Holzarten. Holzprodukte sind zudem langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid).

Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz, aber auch durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz, hat die Delignit AG eine exponierte Marktposition eingenommen, die ihr strategisch wieder dynamisches Wachstumspotenzial eröffnen kann.

Organisation

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 9. Juli 2007 gewählt worden. Der Aufsichtsrat hat am 13. Juli 2007 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2012, die über die Entlastung für das vorangegangene am 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Wischer obliegen die Geschäftsbereiche Strategische Entwicklung, Finanzen und Rechnungswesen, Recht sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb. Herr Volker Dietzel zeichnet für die Bereiche Produktion sowie F&E verantwortlich. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2013 bestellt.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

Beteiligungsunternehmen

Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren im Geschäftsjahr 2010 nur die drei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Der Personalbestand in Deutschland wurde vor dem Hintergrund der bis zum dritten Quartal in Deutschland unverändert schwachen Auslastung über das Aussprechen betriebsbedingter Kündigungen und auch durch natürliche Fluktuation seit dem 31.12.2009 von 190 Mitarbeitern nochmals auf 178 Mitarbeiter zum 31.12.2010 reduziert.

Der Delignit-Konzern beschäftigte somit durch die Entkonsolidierung der rumänischen Beteiligungen zum Ende des Geschäftsjahres 2010 insgesamt 178 Mitarbeiter (zum 31.12.2009 190 Mitarbeiter in Deutschland und 548 Mitarbeiter in Rumänien). Aufgrund der seit dem vierten Quartal sehr guten Auslastung wurden zum Bilanzstichtag bereits zusätzlich 32 Leiharbeiter beschäftigt.

Bei der Tochtergesellschaft der Delignit AG, der BHID, handelt es sich um einen renommierten Ausbildungsbetrieb, der seine Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifiziert und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integriert. Die BHID hat auch in dem schwierigen Geschäftsjahr 2010 weiterhin ausgebildet und wird sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Delignit AG und ihre Tochtergesellschaften blicken auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2010 zurück. Oberstes Ziel war es, in diesem Umfeld die Strukturen des Unternehmens auf die neuen Gegebenheiten anzupassen, ohne dabei die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe zu gefährden.

Im Folgenden wird zunächst auf die Delignit AG und dann auf den Delignit-Konzern näher eingegangen. Der Konzernabschluss zum 31.12.2010 wurde gemäß der IFRS aufgestellt.

Delignit AG

Die Delignit AG hat ihre operative Tätigkeit mit dem Börsengang am 26.09.2007 aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt hat die Delignit AG mit der Berechnung von Managementdienstleistungen an Konzerngesellschaften Umsätze erzielt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt 672 T€ (Vj. 833 T€) an Managementdienstleistungen berechnet. Seit dem 01.08.2010 werden an die rumänischen Gesellschaften keine Managementleistungen mehr berechnet. Die Gesamtleistung erreichte im Geschäftsjahr 685 T€ (Vj. 834 T€).

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt 12 T€ (Vj. 173 T€).

Die Delignit AG hat wie im Vorjahr keine Erträge aus Beteiligungen erwirtschaftet. Das Nettozinsergebnis beträgt 156 T€ (Vj. 36 T€), davon 124 T€ (Vj. 94 T€) aus verbundenen Unternehmen. Unter Berücksichtigung der genannten Positionen und den Ertragssteuern erwirtschaftete die Delignit AG einen operativen Jahresüberschuss in Höhe von 160 T€ (Vj. 130 T€).

Durch den Verkauf der rumänischen Gesellschaften wurde bei der Delignit AG die Abschreibung von Beteiligungswerten und Forderungen notwendig. Insgesamt entstanden hieraus außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 7.687 T€.

Das Eigenkapital der Delignit AG wurde mit Beschluss des Vorstands vom 08. November 2010 um einen Betrag in Höhe von 1.986 T€ durch Ausgabe neuer Aktien erhöht. Der die Erhöhung des Grundkapitals übersteigende Emissionserlös in Höhe von 198 T€ wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 8.889 T€ (Vj. 14.231 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 98,6% (Vj. 97,4%). Der Finanzmittelbestand der Delignit AG betrug zum Geschäftsjahresende 2.113 T€ (Vj. 25 T€) und entspricht dem Nettofinanzmittelbestand.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) erhöhte sich im Rahmen der Kapitalerhöhung um 1.986.400 auf 8.193.900. Gemäß Geschäftsbericht der MBB Industries AG, Berlin, werden 76,1% (Vj. 80,6%) der Aktien per 31.12.2010 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 23,9%.

Delignit-Konzern

Der Delignit-Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2010 einen Umsatz in Höhe von 25.651 T€ (Vj. 22.424 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge, in denen maßgeblich ein Bankverzicht in Höhe von 1.500 T€ und die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 397 T€ verbucht wurden, bei 27.610 T€.

Die Materialkosten betrugen 60,0% der Betriebsleistung und liegen damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten sind mit 7.787 T€ (Vj. 7.584 T€) verbucht warden und haben sich um 2,7% erhöht. Grund hierfür sind unter anderem die Personalkosten der zusätzlich seit September beschäftigten Leiharbeitnehmer. Die Personalquote belief sich damit auf 28,2% der Betriebsleistung nach 32,4% im Vorjahr.

Das EBITDA beträgt unter Berücksichtigung des Entkonsolidierungsverlusts -9.232 T€ (Vj. -187 T€). Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2010 bei 762 T€ und führten zu einem EBIT in Höhe von -9.994 T€ (Vj. -959 T€) im Berichtszeitraum.

Das Eigenkapital des Delignit-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 9.052 T€ und führt zu einer leicht erhöhten Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 41,2% (Vj 40,2%). Der Finanzmittelbestand des Delignit-Konzerns beträgt zum Geschäftsjahresende 2.145 T€ (Vj. 2.057 T€). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 6.184 T€ (Vj. 12.671 T€). Das ROCE aus dem Geschäft, bereinigt um den Endkonsolidierungsverlust, belief sich auf 3,8% (Vj. -3,8%).

Die Vorräte beliefen sich auf 5.267 T€ nach 8.544 T€ im Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 11.359 T€ und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen.

Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt die Delignit AG bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die variable Komponente hat für 2010 zu keinen Einkünften geführt. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

Risikobericht

Sechs wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:

Die Serienbelieferung der OEM-Kunden ist marktstrategisch von äußerster Bedeutung. Auf der anderen Seite erhöht sich damit auch die Abhängigkeit der Delignit AG. Dem ist mit dem weiteren Ausbau anderer Kunden in dieser oder artverwandter Branchen, aber auch in der Aufrechterhaltung der verbliebenen Geschäftsbereiche zu begegnen.

Versorgungssicherheit und Preisspirale auf den Rohstoffmärkten

Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch wie auch strategisch abgesichert werden. Holz wird als Rohstoff im gesamten Konsumentenverhalten und auch im Bereich der Energieversorgung eine stetig steigende Bedeutung erfahren. Durch die vermehrte Verwendung von Holz als Energieträger und bei parallel stark gestiegenen Ölpreisen muss davon ausgegangen werden, dass Holz als Rohstoff eine Verknappung erfährt und die Beschaffungspreise weiter deutlich ansteigen werden. Der Fehlallokation von Rundholz als Energieträger, ohne das Holz zuvor technologisch genutzt zu haben, begegnet die Delignit AG mit der Initiative „Holz verantwortungsvoll nutzen".
Die in der Holzwerkstoffindustrie eingesetzten Leime und Harze sowie die zugekaufte Energie unterliegen einer direkten oder indirekten Preisbindung zum Rohölpreis. Dieses führte bereits in den vergangenen Monaten zu einem 10%igen Anstieg des Erzeugerpreisindexes in der gesamten Holzwerkstoffindustrie (Quelle: VHI).

Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen Refinanzierungsmöglichkeiten muss davon ausgegangen werden, dass es

im Bereich der Zulieferer zu weiteren Insolvenzen kommen wird. Diesem Risiko wird damit begegnet, dass für alle relevanten Rohstoffe eine zweite Lieferquelle qualifiziert wird.
Ferner kann es auch bei (Groß-)Kunden zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits kommen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.

Aufgrund der demographischen Entwicklung kann es bei einer weiter ansteigenden Betriebsauslastung zu Personalengpässen und zu einem Mangel an Fachkräften kommen.

Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäfts resultieren länderspezifische Risiken, und durch die Verkettung internationaler Warenflüsse insbesondere bei den OEM-Kunden können regionale Unruhen oder Umwelteinflüsse zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen.

Das Verhältnis von Fremdfinanzierung und Cash Flow sowie insbesondere die Vorfinanzierung von Working Capital für derzeitige und zukünftige Projekte in der Automobilindustrie sowie die Vorfinanzierung des Rundholzeinkaufes stellen ein Risiko dar, dem durch langfristige Finanzierungsstrukturen bei zusätzlicher Ergebnisverbesserung als strategisches Ziel begegnet werden soll.

Diesen Risiken begegnet die Delignit AG mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

Controlling:

Ein umfangreiches Controllingsystem, das tägliche, wöchentliche und monatliche Berichterstattung vorsieht, ist implementiert.
Qualitätsmanagementsystem:

Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949).
Vertragsmanagement:

Wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen sind über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert.
Die Delignit AG reagiert auf die demographische Entwicklung mit einer zielgerichteten und ausgeweiteten Berufsausbildung sowie über ein weiter intensiviertes Qualifizierungsprogramm.

Bericht über Chancen

Für die Delignit AG bieten sich nach Einschätzung des Vorstandes zukünftig folgende Chancen:

Ausweitung des operativen Geschäftes durch weitere Internationalisierung des Geschäftsmodells.

Gewinnung von Neukunden in den Bereichen AUTOMOTIVE und TECHNOLOGICAL APPLICATIONS, basierend auf dem in 2009 und 2010 neu entwickelten Produktportfolio.

Ausweitung der Marktmöglichkeiten durch verstärkte Nutzung der ökologischen Faktoren „Nachhaltigkeit" und „Kaskadennutzung". Folgende Argumente lassen eine unverändert positive Beurteilung des Rohstoffeffektes zu:

Seit dem Kopenhagener Abkommen aus 2009 gelten auch die Holzwerkstoffe als CO2-Speicher. Man kann davon ausgehen, dass diese Entscheidung auch zu weiteren Forschungsaktivitäten und zu einer weiteren Förderung des Rohstoffes Holz führen wird.
Die Inventurauswertungen des deutschen Forstes (erstellt aufgrund der Vereinbarungen zum Kyoto-Abkommen) stellen fest, dass der Zuwachs an Laubholz unverändert unter dem Verbrauch durch Nutzung liegt. Insbesondere in dem Kernrohstoff, der Buche, liegt die Nutzung noch deutlich unter dem jährlichen Zuwachs (Nutzung = 87,0% des nutzbaren Nachwuchses; Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut).

Die genannten Chancen sprechen für eine erfolgreiche Entwicklung der Delignit AG.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.194 T€ ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. Juli 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.104 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 dazu ermächtigt, ab dem 8. Juli 2010 bis zum 06. Juli 2015 eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10,0% des Grundkapitals. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Ebenfalls wurde in der Hauptversammlung der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075 T€ und mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.104 T€ einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.104 T€ bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010)

Prognosebericht

Die Situation in der Gesamtwirtschaft muss als uneinheitlich und mit schwierig zu prognostizierenden Rahmenbedingungen bezeichnet werden. Erfreulich entwickelt sich der Markt der Nutzfahrzeuge. Die Zulassungszahlen in den EU- und EFTA-Ländern im Bereich leichter Nutzfahrzeuge sind im Februar 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat um weitere 14,3% (Quelle: ACEA) in den EU- und EFTA-Ländern gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird gemäß ifo-Geschäftsklimaindex im Februar 2011 positiv bewertet. Auch die Erwartungen der nächsten sechs Monate werden deutlich optimistisch gesehen: „Der Aufschwung in Deutschland ist robust" (Quelle: ifo Konjunkturtest Deutschland). In der Detailanalyse des ifo-Institutes muss jedoch für die Holzwerkstoffindustrie eine etwas vorsichtigere Geschäftserwartung festgestellt werden und auch das GfK-Konsumklima ist im März 2011 erstmalig wieder rückläufig. Insbesondere die stark angestiegenen Rohstoffkosten können in der Holzwerkstoffindustrie nur teilweise oder zeitversetzt weitergegeben werden.

In der Delignit AG führten die jüngsten Umsätze und der Auftragseingang dazu, dass die vorhandenen Kapazitäten sehr gut ausgelastet sind. Eine Erweiterung der Schichtarbeit und damit einhergehend die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl wird bereits in Erwägung gezogen.

Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Erfolges der Delignit AG soll weiterhin die Unternehmensstrategie „technologische Produkte und Systemlösungen auf Basis eines ökologischen Werkstoffs" sein. Dazu gilt es, das in den Kernmärkten erfolgreiche Geschäftsmodell konsequent in weitere Märkte aus geographischer und aus Anwendungssicht zu übertragen. Die Delignit AG geht davon aus, dass diese Strategie in 2011 erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dabei müssen zur Untermauerung des Erfolges und zur nachhaltigen Sicherstellung der erarbeiteten Marktposition die Kernkompetenzen Forschung & Entwicklung, Logistik, Sortimentsabrundung über Handelsware und deckungsbeitragsorientiertes Controlling weiter ausgebaut werden.

Die Delignit AG ist in Ableitung dieser Strategie weiter von einem reinen Produktanbieter auf einen Systemanbieter auszurichten, der es versteht, komplexe Teile der Wertschöpfungskette selbst durchzuführen und den hierdurch geschaffenen Mehrwert in Form von höheren Margen abzuschöpfen. Die hierdurch eingeschlagene Richtung stellt die Chance auf die Generierung (zu verteidigender) Wettbewerbsvorteile dar.

Ingesamt besteht die Chance, die Delignit AG zu einem der führenden Marktteilnehmer mit nachhaltiger Wettbewerbsposition im Bereich der technologischen Nutzung von Holzwerkstoffen zu entwickeln. Dieser Positionierung liegt folgende Strategie zugrunde.

Der strategische Schwerpunkt der Delignit AG liegt innerhalb des Geschäftsbereiches AUTOMOTIVE in der Produktgruppe Light Commercial Vehicle (LCV). Dieser beinhaltet zum einen den Bereich OEM-Projekte für die Nutzfahrzeugindustrie, und zum anderen werden Nachrüstsätze im Rahmen eines Shopkonzeptes angeboten. Ziel ist es, die Delignit AG dort als Marktführer zu etablieren und die Marktstellung weiter zu verbessern. Um diese Strategie erfolgreich zu implementieren, sind folgende Schritte notwendig, um den steigenden Anforderungen des Marktes und der Kunden Rechnung zu tragen:

(1) Für neue Auslandsmärkte und Anwendungsfelder wurden spezifische Produktlösungen entwickelt. Diese sind nun in den Märkten zu etablieren. Entsprechend wird weiter in den Vertrieb investiert.
(2) Die Produktionsschritte Beschichtung, Endbearbeitung und Veredlung erfahren eine höhere Bedeutung und sind daher auszubauen.

Der zweite Geschäftsbereich TECHNOLOGICAL APPLICATIONS mit seinen Produktgruppen Gebäudeausstattung, Spezialanwendungen und Standard ist als Ausgleich nachhaltig zu betreiben und soll insbesondere im Bereich Spezialanwendungen strategisch weiter an Bedeutung gewinnen. Im Bereich Schienenverkehr muss noch bewiesen werden, dass das entwickelte Produktprogramm marktfähig ist.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die Delignit AG aufgrund der Neuausrichtung und der verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Erholungstendenzen in allen Geschäftsbereichen. Durch diese Faktoren und die verstärkten Absatzbemühungen bei den technischen Produkten und der Bearbeitung neuer Märkte und Absatzkanäle geht die Delignit AG davon aus, dass der Umsatz in diesen Segmenten weiter steigen wird. Der Umsatzverlust, der aus der Aufgabe des Geschäftsbereiches VENEER und aus der Veräußerung der rumänischen Beteiligungen resultiert, wird jedoch nicht vollständig aufgeholt werden können.

Die Ertragslage wird sich voraussichtlich für das Geschäftsjahr 2011 vor dem Hintergrund der Neuausrichtung verbessern. Insgesamt rechnet der Vorstand bei zumindest gleichbleibenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mit einem positiven operativen Ergebnis.

Blomberg, den 19. April 2011

Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender

Volker Dietzel, Vorstand

Thorsten Duray, Vorstand

IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

der Delignit AG

AKTIVA

Anhang 31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- --- ---
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte III. 1. 5.267 8.544
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III. 2. 644 1.390
3. Sonstige kurzfristige Forderungen/ Vermögenswerte III. 3. 601 1.776
4. Liquide Mittel III. 4. 2.145 2.057
Kurzfristige Vermögenswerte 8.657 13.767
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert III. 6. 2.178 2.396
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte III. 7. 909 1.026
3. Sachanlagen III. 8. 8.272 20.935
4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte III. 10. 363 390
5. Aktive latente Steuern III. 11. 1.596 621
Langfristige Vermögenswerte 13.318 25.368
Aktiva, gesamt 21.975 39.135
PASSIVA
Anhang 31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen III. 12. 77 455
2. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 0 122
3. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten III. 13. 1.171 6.286
4. Erhaltene Anzahlungen III. 13. 0 106
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen III. 13. 1.351 3.271
6. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 15. 1.057 1.579
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.656 11.819
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen III. 16. 1.796 1.792
2. Sonstige langfristige Rückstellungen III. 12. 483 609
3. Passive latente Steuern III. 11. 1.673 2.413
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten III. 13. 5.013 6.385
5. Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen III. 13. 14 98
6. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten III. 15. 288 296
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 9.267 11.593
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital III. 17. 8.194 6.208
2. Kapitalrücklagen III. 18. 7.512 7.355
3. Gewinnvortrag 3.605 5.804
4. Differenz aus Währungsumrechnung 0 -1.696
5. Konzern-Ergebnis -10.227 -2.199
6. Minderheitenanteile -32 251
Eigenkapital 9.052 15.723
Passiva, gesamt 21.975 39.135

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010

der Delignit AG

Anhang 2010 2009
T€ T€
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse IV. 1. 25.651 22.424
2. Sonstige betriebliche Erträge IV. 2. 2.423 1.242
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0 401
4. Bestandsveränderungen -464 -680
5. Materialaufwand -16.576 -14.371
6. Personalaufwand IV. 3. -7.787 -7.584
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen IV. 4. -762 -772
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 5. -1.864 -1.619
9. Entkonsolidierungsverlust I. 3. -10.615 0
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -9.994 -959
11. Zinserträge IV. 6. 33 88
12. Zinsaufwendungen IV. 7. -671 -603
13. Finanzergebnis -638 -515
14. Ergebnis vor Steuern (EBT) -10.632 -1.474
15. Ertragsteuern IV. 8. 1.073 384
16. Sonstige Steuern IV. 8. -27 -26
17. Periodenergebnis -9.586 -1.116
18. Anteil anderer Gesellschafter -3 8
19. Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen -9.589 -1.108
20. Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen in € -1,48 -0,18
21. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen IV. 9. -638 -1.091
22. Konzernergebnis nach Minderheiten -10.227 -2.199
23. Ergebnis je Aktie in € -1,57 -0,35
Anhang 2010 2009
T€ T€
--- --- --- ---
Perioden-Ergebnis -10.224 -2.207
Ergebnisanteil Minderheiten -3 8
Konzernergebnis nach Minderheiten -10.227 -2.199
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen
aus Währungsumrechnungen 1.696 -543
Konzerngesamtergebnis der Berichtsperiode -8.531 -2.742
davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens -8.248 -2.705
Nicht-kontrollierende Gesellschafter -283 -37

Konzernanhang für 2010

I. Methoden und Grundsätze

Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2 - 6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit-Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen. Die Delignit-AG ist seit dem 01.10.2010 nur noch in Deutschland tätig. Die Mehrheitsanteile an den rumänischen Gesellschaften wurden mit Anteilsverkauf- und Übertragungsvertrag vom 30.09.2010 verkauft.

Der freiwillig erstellte IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2010 wird voraussichtlich am 05. Mai 2011 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB Industries AG, Berlin, einbezogen.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standard (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (!FRIG). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31.12.2010 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Folgende Rechnungslegungsvorschriften hat die Delignit AG erstmalig — sofern relevant — angewandt:

Am 16.04.2009 wurde im Rahmen des zweiten „annual improvements project" die „lmprovements to IFRSs" zur Änderung einer Reihe von Standards veröffentlicht. Der „Improvements to IFRSs"-Standard enthält insgesamt 15 kleinere Änderungen an bestehenden 10 Standards und 2 Interpretationen. Die Änderungen sind, soweit im jeweiligen Standard nichts anderes bestimmt ist, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden, wobei eine frühere Anwendung grundsätzlich zulässig ist. Die EU hat die Änderungen am 23.03.2010 endorsed. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG.
Am 27.11.2008 wurde eine überarbeitete Version des IFRS 1„Erstmalige Anwendung der IFRS" veröffentlicht. Die veröffentlichten Änderungen betreffen primär den formalen Aufbau von IFRS 1; der Inhalt des Standards bleibt unverändert. Die EU hat die Änderungen am 25.11.2009 endorsed. Laut EU-Verordnung sind die geänderten Regelungen verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 31.12.2009 beginnen. Die Änderungen haben nur Relevanz für IFRS-Erstanwender und somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG.
Am 23. Juli 2009 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS". Nach den Änderungen zu IFRS 1 können Unternehmen, die im Erdöl- und Erdgasbereich tätig sind und auf IFRS umstellen, die Buchwerte zugrunde legen, die nach ihren vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen für Erdöl- und Erdgasvorkommen ermittelt wurden. Die Unternehmen, die sich zur Nutzung dieser Ausnahme entschließen, sollten gehalten sein, Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Erdöl- und Erdgasvorkommen gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen zu bewerten und die Verbindlichkeit in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die Änderungen zu IFRS 1 betreffen auch die Neubeurteilung der Feststellung eines Leasingverhältnisses. Der geänderte IFRS 2 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 23.03.2010. Die Änderungen haben nur Relevanz für IFRS-Erstanwender und somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG.
Der IASB hat am 18.06.2009 Änderungen zu IFRS 2 „Group Cash-settled Share-based Payment Transactions" veröffentlicht. Mit den Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb des Konzerns im Einzelabschluss klargestellt. Zudem werden mit den Änderungen die Beschlüsse gemäß IFRIC 8 und IFRIC 11 in den IFRS 2 integriert. Der geänderte IFRS 2 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 23.03.2010. Für die Delignit AG haben die Änderungen mangels entsprechender Geschäfte in 2010 keine Relevanz.
IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" wurden im Januar 2008 in geänderten Fassungen veröffentlicht. Die Änderungen betreffen zahlreiche Aspekte der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen und der Konsolidierung von Tochterunternehmen, insbesondere die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile, die Erstkonsolidierung bei sukzessivem Unternehmenserwerb, die bilanzielle Behandlung bei Änderungen der Beteiligungsquoten mit und ohne Verlust der Beherrschung, die Behandlung von Anschaffungsnebenkosten, die mögliche Anpassung der Anschaffungskosten aufgrund bedingter Kaufpreiszahlungen sowie Effekte aus der Abwicklung von bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen. Der geänderte IFRS 3 (2008) ist verpflichtend anzuwenden für Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt in Geschäftsjahre fällt, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen. Der geänderte IAS 27 (2008) ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen. Die EU hat die Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 (2008) am 03.06.2009 endorsed. Für die Delignit AG hatten die Änderungen mangels entsprechender Geschäfte in 2010 keine Relevanz.
Die im Rahmen des im Mai 2008 veröffentlichten „Improvements of IFRS" vorgenommenen Änderungen des IFRS 5 sind erstmalig für am oder nach dem 01.07.2009 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. Für die Delignit AG haben die Änderungen mangels entsprechender Geschäfte in 2010 keine Relevanz.
Im Juli 2008 wurden Ergänzungen zum IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" veröffentlicht. Die Ergänzungen stellen klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in zwei speziellen Situationen — der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft — anzuwenden sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die EU hat die Änderungen am 15.09.2009 endorsed. Für die Delignit AG haben die Änderungen mangels entsprechender Geschäfte in 2010 keine Relevanz.
IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen", herausgegeben im November 2005, behandelt Fragen zur bilanziellen Behandlung von Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere öffentliche Institution Aufträge an private Betreiber vergibt, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen. IFRIC 12 gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 29.03.2009 beginnen. Die EU hat IFRIC 12 am 25.03.2009 endorsed. Auf den Konzernabschluss der Delignit AG hat die erstmalige Anwendung des IFRIC 12 keine Auswirkungen.
IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate", herausgegeben im Juni 2008, definiert die Kriterien, nach denen sich die Erfassung bei Immobilienprojektentwicklungsgeschäften zu richten hat. Das EU-Endorsement erfolgte am 22.07.2009. Laut EU-Verordnung ist IFRIC 15 erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen, anzuwenden. Für die Delignit AG hat IFRIC 15 mangels der entsprechenden Geschäfte keine Relevanz.
Am 03. Juli 2008 veröffentlichte der IASB IFRIC 16 „Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb". In IFRIC 16 wird klargestellt, wie in Fällen, in denen ein Unternehmen das aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb resultierende Fremdwährungsrisiko absichert, die Anforderungen von IAS 21 und IAS 39 zu erfüllen sind. IFRIC 16 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 04.06.2009. Für die Delignit AG hat IFRIC 16 mangels der entsprechenden Geschäfte keine Relevanz.
IFRIC 17 „Sachdividende an Eigentümer", herausgegeben am 27.11.2008, regelt die Bilanzierung einer Verbindlichkeit zur Sachdividendenausschüttung, die zu dem Zeitpunkt anzusetzen ist, ab dem die Ausschüttung nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. IFRIC 17 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.11.2009, beginnen anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 26.11.2009. Für die Delignit AG hat IFRIC 17 mangels der entsprechenden Geschäfte keine Relevanz.
Am 29.01.2009 veröffentlichte der IASB IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden". In IFRIC 18 wird klargestellt und erläutert, wie die Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder Erwerb einer Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist. IFRIC 18 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.11.2009 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 27.11.2009. Für die Delignit AG hat IFRIC 18 mangels der entsprechenden Geschäfte keine Relevanz.

Folgende vom IASB neu herausgegebene bzw. überarbeitete Standards oder Interpretationen, die im vorliegenden Abschluss noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, hat die Delignit AG nicht freiwillig vorzeitig angewandt; z. T. steht die EU-Übernahme noch aus:

Am 06.05.2010 wurde im Rahmen des dritten „annual improvements project" die Improvements to IFRSs" zur Änderung einer Reihe von Standards veröffentlicht. Der „Improvements to IFRSs"-Standard enthält insgesamt 11 Änderungen an sechs Standards und einer Interpretation. Die Änderungen sind zu verschiedenen Zeitpunkten, frühestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden, wobei eine frühere Anwendung grundsätzlich zulässig ist. Das EU-Endorsement steht noch aus. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat am 23.07.2009 und am 21.12.2010 Änderungen zu IFRS 1 veröffentlicht. Der geänderte IFRS 1 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2010 bzw. 01.07.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement der ersten Änderung im Juli 2009 erfolgte am 30.06.2010, das der Änderungen im Dezember 2010 steht noch aus. Die Änderungen haben nur Relevanz für IFRS-Erstanwender und somit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG.
Der IASB hat am 07.10.2010 Änderungen zu IFRS 7 als Teil des Projekts „Derecognition" veröffentlicht. Die Änderungen ermöglichen Nutzern von Finanzberichten einen besseren Einblick in Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten (z. B. Verbriefungen). Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Das EU-Endorsement steht noch aus. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Am 12.11.2009 hat der IASB IFRS 9 „Financial Instruments" neu erlassen. Mit Erlass des IFRS 9 wird die erste Phase der drei Phasen des IASB-Projektes zur Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und damit zum Ersatz von IAS 39 eingeführt. Kernbestandteile des IFRS 9 sind neue, weniger komplexe Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Am 28.10.2010 wurde IFRS 9 um Vorschriften zur Bilanzierung von Verbindlichkeiten ergänzt. IFRS 9 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat am 21.12.2010 Änderungen zu IAS 12 erlassen. Der geänderte IAS 12 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement steht noch aus. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat am 04.11.2009 eine überarbeitete Fassung des IAS 24 „Angaben zu Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" veröffentlicht. Die Überarbeitung vereinfacht die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist. Zudem ist die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person grundlegend überarbeitet worden. Der geänderte IAS 24 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 19.07.2010. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat am 08.10.2009 Änderungen zu IAS 32 „Classification of Rights Issues" veröffentlicht. Der geänderte IAS 32 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.02.2010 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 23.12.2009. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat am 26.11.2009 Änderungen zu IFRIC 14 „Prepayments of a Minimum Funding Requirements" erlassen. Der geänderte IFRIC 14 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 19.07.2010. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Am 26. November 2009 veröffentlichte der IASB IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente". IFRIC 19 soll Leitlinien für die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten liefern, die ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit zu deren vollständiger oder teilweiser Tilgung ausgibt. IFRIC 19 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2010 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte am 23.07.2010. Die Delignit AG prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

3. Veräußerung von Tochterunternehmen

Mit Anteilsverkauf- und Übertragungsvertrag vom 30.09.2010 hat die Delignit AG die Mehrheit der Anteile an den rumänischen Tochtergesellschaften S.C. Delignit Romania S.R.L und die der S.C. Cildro S.A. sowie deren 100%ige Tochtergesellschaft S.C. Cildro Service S.R.L abgegeben. Käufer der Mehrheit der Anteile ist das lokale Management in Rumänien. Nach der Abgabe beträgt die Beteiligung der Delignit AG an der S.C. Delignit Romania S.R.L. 49,0% und an der S.C. Cildro S.A. 42,9%. Aufgrund der Übergabe der Anteile werden die rumänischen Gesellschaften entkonsolidiert und als aufgegebene Geschäftsbereiche dargestellt. Der aus der Entkonsolidierung resultierende Verlust setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

31.12.2010
T€
--- ---
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmittel 0
Aufgrund von Kontrollrechten abgegebene Vermögenswerte und Schulden
A. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.301
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 649
Sonstige Vermögensgegenstände 1.133
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 162
B. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 307
Sachanlagen 11.541
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.140
Darlehensverbindlichkeiten -2.173
Rückstellungen und latente Steuerschulden -915
Sonstige Verbindlichkeiten -462
D. Langfristige Verbindlichkeiten
Darlehensverbindlichkeiten -1.319
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0
Veräußertes Nettovermögen 9.084
E. Sonstiges
Auflösung von Währungsdifferenzen 1.789
Auflösung von Fremdanteilen am Kapital -258
Gesamtabgang Nettovermögen 10.615
Veräußerungsverlust aus dem Abgang von Tochterunternehmen
Erhaltene Gegenleistung 0
Veräußertes Nettovermögen 10.615
Veräußerungsverlust -10.615

4. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0%)
Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg (99,4%)

Mit Anteilsverkauf- und Übertragungsvertrag vom 30.09.2010 wurden 51,0% der Gesellschaftsanteile an der S.C. Delignit Romania S.R.L. sowie 51,0% der Gesellschaftsanteile an der S.C. Cildro S.A. an das lokale Management verkauft. Zum gleichen Stichtag wurde die Leitung der Unternehmen auf das lokale Management übertragen. Die Zahlen der veräußerten Gesellschaften wurden bis zum 30.09.2010 in den Konzernabschluss (im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen berücksichtigt, siehe Anlage 3 Seite 42) einbezogen. Die Bilanzen der veräußerten Gesellschaften wurden zum 01.10.2010 entkonsolidiert. Auf die Anwendung der Equitymethode zum 31.12.2010 wurde verzichtet, da ein maßgeblicher Einfluss der Delignit AG auf die veräußerten Unternehmen nicht mehr besteht und für die Zukunft keine Gewinne erwartet werden.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres. Die Zahlen der veräußerten rumänischen Gesellschaften wurden bis zum 30. September des Geschäftsjahres (im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen berücksichtigt, siehe Anlage 3 Seite 42) einbezogen.

Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht und endet, wenn diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen. Der auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Anteil der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens wird ebenfalls zum Zeitwert angesetzt. Ein Firmenwert wird jedoch nur insoweit ausgewiesen, als er auf die Delignit AG entfällt.

Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf-oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

3. Fremdwährungsumrechnung

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Auf Konzernebene werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag wird bei Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebes erfolgswirksam aufgelöst.

Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebes entstehende Geschäfts- und Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebes resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebes bilanziert.

Folgende Kurse wurden zugrunde gelegt (für 1,00 €):

30. September 2010
Stichtagskurs Durchschnittskurs
--- --- ---
Rumänischer Leu (RON) 4,2674 4,1972
31. Dezember 2009
Stichtagskurs Durchschnittskurs
--- --- ---
Rumänischer Leu (RON) 4,2282 4,2373

4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.

Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung, der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen.

5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines lmpairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Die Bewertung von im Rahmen von Unternehmenserwerben neu identifizierten Vermögenswerten erfolgt zum im Erwerbszeitpunkt ermittelten Zeitwert (Marktwert), die in den Folgeperioden planmäßig abgeschrieben werden.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von EUR 0,00 berechnet.

Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen.

7. Bilanzierung der Leasingverhältnissen

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

8. Wertminderung von Vermögenswerten

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Beteiligungen an den rumänischen Gesellschaften verkauft. Alle Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften wurden im Konzernabschluss entkonsolidiert. Der hieraus entstandene Konsolidierungsverlust wurde erfolgswirksam erfasst. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr keine Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten eingetreten.

9. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens

Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst.

12. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt.

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

14. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Delignit AG eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern die Delignit AG für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst.

15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als „defined benefit plan" angesehen und daher mittels der „projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 4,6% (Vj. 5,5%) zu Grunde gelegt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden in jeder Periode erfolgswirksam erfasst.

16. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristige Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen.

17. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen der Delignit AG zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

18. Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern und Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Delignit AG einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der Steuererstattungsansprüche gegen Steuerschulden hat und sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts bezieht, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

19. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, auf Grund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswerts schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

1. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.135 2.547
Unfertige Erzeugnisse 1.536 2.551
Fertige Erzeugnisse 2.596 3.433
Geleistete Anzahlungen 0 13
Buchwert zum 31.12. 5.267 8.544

Die im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen auf Vorräte betrugen 308 T€. Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt.

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) entwickeln sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 661 1.411
abzüglich Einzelwertberichtigungen -17 -21
Buchwert zum 31.12. 644 1.390

Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos besteht nicht, da aufgrund der Breite des Kundenstammes keine Korrelationen bestehen.

3. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Forderung aus Factoring 274 323
Forderungen gegen Dritte 155 487
Forderungen aus Steuern von Einkommen und Ertrag 53 292
Erstattungsansprüche Energiesteuer 38 25
Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten 16 551
Übrige sonstige Vermögenswerte 65 98
Buchwert zum 31.12. 601 1.776

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.

Langfristige Vermögenswerte

5. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010

Gesamte Anschaffungs und Herstellungskosten Zugänge des Geschäftsjahres Umbuchung Abgänge des Geschäftsjahres Währungskurs-

differenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396 0 0 128 0
2. aktivierte Entwicklungskosten 401 0 0 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.000 0 0 0 0
4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 2.403 79 0 304 0
4.200 79 0 432 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.203 0 0 7.651 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.388 212 0 12.555 0
3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.502 14 0 74 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365 0 0 218 0
52.458 227 0 20.498 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 390 116 0 142 0
390 116 0 142 0
57.048 421 0 21.072 0
Abschreibung in ihrer gesamten Höhe Buchwert am Endes des Geschäftsjahres Buchwert am Ende des Vorjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260 8 25 14
2. aktivierte Entwicklungskosten 0 401 401 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 500 500 600 100
4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 0 2.178 2.396 7
760 3.087 3.422 121
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.893 5.659 10.528 545
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.891 2.155 9.779 777
3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.128 314 385 73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 143 243 0
23.915 8.272 20.935 1.394
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 363 390 0
0 363 390 0
24.675 11.722 24.748 1.515

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2009

Gesamte Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge des Geschäftsjahres Umbuchung Abgänge des Geschäftsjahres Währungskurs-

differenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396 0 0 0 0
2. aktivierte Entwicklungskosten 0 401 0 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.000 0 0 0 0
4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 2.403 0 0 0 0
3.799 401 0 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.203 0 0 0 -494
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.396 43 100 151 -918
3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.488 14 0 0 -9
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 460 30 -100 26 -121
52.547 88 0 177 -1.543
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 298 151 0 59 0
298 151 0 59 0
56.643 640 0 236 -1.542
Abschreibung in ihrer gesamten Höhe Buchwert am Endes des Geschäftsjahres Buchwert am Ende des Vorjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 371 25 38 11
2. aktivierte Entwicklungskosten 0 401 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 400 600 700 100
4. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 7 2.396 2.396 0
778 3.422 3.134 111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.181 10.528 11.344 532
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.691 9.779 11.191 986
3. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.108 385 457 86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 243 350 0
29.980 20.935 23.342 1.604
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 390 298 0
0 390 299 0
30.758 24.748 26.775 1.715

6. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs von 18,3% der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 12,0% verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt.

7. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben.

8. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen.

Finance Lease

Folgende Vermögenswerte werden im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungskosten 01.01. 1.484 1.484
Zugänge 0 0
Anschaffungskosten 31.12. 1.484 1.484
Abschreibungen 01.01. -485 -336
Abschreibungen lfd. Jahr -148 -149
Abschreibungen 31.12. -633 -485
Buchwert zum 31.12. 851 999

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen für die oben beschriebenen Finance-Leasingverhältnisse betragen:

bis zu einem Jahr Zwischen 1 und 5 Jahren Mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
--- --- --- ---
Leasingzahlungen 90 14 0
Abzinsungsbeträge -3 0 0
Barwerte 87 14 0

Die Barwerte der Mindestleasingzahlungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden im Konzernabschluss als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Leasingverträge wurden für verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Produktionsbereich geschlossen. Im Geschäftsjahr sind drei der ursprünglich vier Leasingverträge ausgelaufen. Die Maschinen wurden zum Restwert angekauft. Der verbliebene Leasingvertrag läuft bis Anfang des Jahres 2012 aus. Die Delignit AG plant, die Anlage am Ende der Laufzeit zu erwerben.

9. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Operating Lease und Miete

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Folgejahren 192 254
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind
Bis zu einem Jahr 86 118
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 106 136
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen in Folgejahren 89 89
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind
Bis zu einem Jahr 89 89
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 0 0
Über fünf Jahre 0 0

Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst sowie Flurfahrzeuge für den Produktionsbereich. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht.

10. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten ausschließlich einen verzinslichen Geldmarkt-Fond in Euro zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen.

11. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2010 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

31.12.2010 31.12.2010
T€ T€
--- --- ---
Aktiv Passiv
--- --- ---
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 1.236 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 360 0
- sonstige Rückstellungen 0 34
- Anlagevermögen 0 1.639
1.596 1.673

Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2009 ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

31.12.2009 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Aktiv Passiv
--- --- ---
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 257 0
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 364 0
- sonstige Rückstellungen 0 53
- Anlagevermögen 0 2.360
621 2.413

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie zukünftigen Belastungen oder Minderungen derselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind.

12. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt

Stand 01.01.2010 Kursschwankungen Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2010
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Rückstellungen
Jubiläen 27 0 5 0 2 24
Altersteilzeit 582 0 230 0 107 459
609 0 235 0 109 483
Steuerrückstellungen
Gewerbesteuer 1 0 1 0 0 0
Körperschaftsteuer 115 0 115 0 0 0
Sonstige 6 0 6 0 0 0
122 0 122 0 0 0
Kurzfristige Rückstellungen
Restrukturierung 330 0 0 330 0 0
Übrige 125 0 58 67 77 77
455 0 58 397 77 77
1.186 0 415 397 186 560

Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40- bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung.

Mit 11 Arbeitnehmern sind Altersteilzeitverhältnisse nach dem Blockmodell vereinbart. Danach erbringt der Arbeitnehmer in der Beschäftigungsphase die volle Arbeitsleistung und ist in der Freistellungsphase vollständig von der Arbeitspflicht befreit. Die Rückstellung beinhaltet den während der Beschäftigungsphase aufgebauten Erfüllungsrückstand des Konzerns.

Die Restrukturierungsrückstellung wurde aufgrund der geplanten Reorganisation der Furnierfertigung an den sperrholzfertigenden Standorten gebildet. Durch den Verkauf der rumänischen Gesellschaften war die Grundlage für die Reorganisation nicht mehr gegeben, so dass die Rückstellung aufgelöst werden konnte.

Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

13. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

31. Dezember 2010 bis zu einem Jahr mehr als ein und bis zu fünf Jahren über fünf Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.171 5.013 0 6.184
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.351 0 0 1.351
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 436 0 0 436
Sonstige Verbindlichkeiten 621 14 288 923
Stand 31.12.2010 3.579 5.027 288 8.894
31. Dezember 2009 bis zu einem Jahr mehr als ein und bis zu fünf Jahren über fünf Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.286 6.385 0 12.671
Erhaltene Anzahlungen 106 0 0 106
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.271 98 0 3.369
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 315 0 0 315
Sonstige Verbindlichkeiten 1.264 0 296 1.560
Stand 31.12.2009 11.242 6.483 296 18.021

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 3,9% und 6,8% (Vorjahr: 3,8% und 17,2%) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 14.183 T€ (Vj. 20.935 T€).

14. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter

Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten u. a. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, insbesondere Werbekostenzuschüsse (101 T€), Energie (95 T€), Abschluss- und Beratungskosten (92 T€) und Boni (47 T€). Diese Positionen gleichen von ihrem Charakter her eher Verbindlichkeiten als Rückstellungen, deshalb erfolgte in diesem Abschluss ihre Umgliederung aus den Rückstellungen in die Verbindlichkeiten.

15. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Kurzfristig
Löhne und Gehälter 233 427
Umsatzsteuer 162 112
Lohnsteuer 137 146
Kreditorische Debitoren 60 136
soziale Abgaben 0 245
Übrige 29 198
621 1.264
Langfristig
Unterstützungskasse 288 296
Übrige 14 0
302 296
923 1.560

16. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.

31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
--- --- ---
Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres 1.792 1.803
- Inanspruchnahme -244 -248
+ Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 92 105
-/+ versicherungsmathematische Gewinne /Verluste 156 132
Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres 1.796 1.792

Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zu Grunde gelegt:

2010 2009
% %
--- --- ---
Rechnungszins 4,60 5,50
Rententrend 1,75 2,00

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Zuführung zu Rückstellung (interest cost) -92 -105
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -156 -132
-248 -237

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2011 betragen 220 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Eigenkapital

17. Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 06. Juli 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.104 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).

Unter teilweiser Ausnutzung der vorstehend wiedergegebenen Ermächtigung hat der Vorstand am 08. November 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag beschlossen, das Grundkapital von 6.207.500,00 € im Wege der Barkapitalerhöhung um 1.986.400,00 € auf 8.193.900,00 € durch Ausgabe von 1.986.400 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennbetrag von 1,00 € je Aktie zu erhöhen.

Insgesamt beläuft sich das gezeichnete Kapital zum Abschlussstichtag damit auf 8.193.900,00 € und ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage ,,Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für 2010" zu diesem Anhang.

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

MBB Industries AG: 76,1 %
Streubesitz: 23,9 %

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 dazu ermächtigt, ab dem 08. Juli 2010 bis zum 06. Juli 2015 eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10% des Grundkapitals. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 08. Juli 2010 bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Ebenfalls wurde in der Hauptversammlung der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 06. Juli 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 62.075.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahres auszugeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber - Stückaktien der Delignit AG mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 3.103.750,00 € einzuräumen. Hierzu wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 3.103.750,00 € bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010)

18. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emmisionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt.

19. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ergaben sich aus der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode.

Die Differenz ergab sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der Tochtergesellschaften, die in Fremdwährung bilanziert haben zum Durchschnittskurs sowie der Bilanzposten zum Stichtagskurs einerseits und des Eigenkapitals der jeweiligen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung andererseits.

Durch den Verkauf und die Entkonsolidierung der Tochtergesellschaften sind die Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung entfallen. Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern keine Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Deutschland 21.130 17.952
EU 2.784 3.727
Sonstige 1.737 745
25.651 22.424

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Erträge aus Darlehensverzicht Dritter 1.500 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 397 821
Erlöse aus Schadensersatz 39 19
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 44 0
Sonstige Erträge 443 402
2.423 1.242

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Löhne und Gehälter 6.012 6.052
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung 1.564 1.532
Sonstige Personalkosten 211 0
7.787 7.584

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte 101 103
Abschreibungen auf Sachanlagen 661 669
762 772

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2010 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Instandhaltungsaufwendungen 419 315
Recht und Beratung 293 296
Reisekosten / KFZ Kosten 173 200
Miete, Pachten, Leasing 170 204
Nebenkosten Geldverkehr 123 120
Werbungskosten 101 26
Ausgleichszahlungen 100 0
Versicherungen 93 102
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 79 10
Fremdleistungen 69 62
Wertberichtigungen 53 19
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 41 44
Entwicklungskosten 41 24
Gebühren und Beiträge 16 26
Übrige 93 171
1.864 1.619

6. Finanzerträge

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Bankzinsen 1 2
Sonstige Zinsen 32 86
33 88

7. Finanzaufwendungen

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Bankzinsen 656 449
Sonstige Zinsen 15 154
671 603

8. Steuern

Die Steuern gliedern sich wie folgt:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Ertragsteuern 1.073 384
Sonstige Steuern -27 -26
1.046 358

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0% für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 stellt sich wie folgt dar:

2010 2009
T€ T€
--- --- ---
Ergebnis vor Ertragsteuern und vor Minderheitenanteilen -11.297 -2.591
Rechnerischer Ertragsteuerertrag/-aufwand (30,0%) -3.389 -777
Internationale Steuersatzunterschiede 0 326
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen 2.316 67
Tatsächlicher Ertragsteuerertrag/-aufwand -1.073 -384

9. Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

01.01.- 30.09.2010 01.01.- 31.12.2009
Umsatzerlöse 8.347 10.343
Übrige betriebliche Erträge 350 772
Erhöhung (+)/Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 168 3
Betriebsleistung 8.865 11.118
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -4.241 -5.137
Aufwendungen für bezogene Leistungen -733 -538
Materialaufwand -4.974 -5.675
Löhne und Gehalter -1.257 -1.678
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -346 -460
Sonstige Personalkosten -428 -664
Personalaufwand -2.031 -2.802
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.539 -2.216
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 321 425
Abschreibungen -754 -943
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -433 -518
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -251 -427
Finanzergebnis -251 -427
Ergebnis vor Steuern (EBT) -684 -945
Steuern vom Einkommen und Ertrag 8 -120
Sonstige Steuern 0 -21
Ergebnisanteil Minderheiten 38 -5
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -638 -1.091
Ergebnis je Aktie (in €) -0,10 -0,18

Die aufgegebenen Geschäftsbereiche umfassen in 2010 und 2009 die rumänischen Gesellschaften (vgl. Gliederungspunkt 3)

10. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2010 2009
--- --- ---
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis -10.227.110 -2.198.840
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie 6.495.936 6.207.500
Ergebnis je Aktie -1,57 -0,35

V. Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel der Delignit AG durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird aus den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet.

Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht-zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang-und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 3.753 T€ (Vorjahr: 5.613 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 13. „Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden der Delignit AG ist unter den Gliederungspunkten I. 11 „Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und I. 16 „Finanzielle Verbindlichkeiten" in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2010 noch in 2009 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, eine finanzielle Flexibilität bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass die Delignit AG keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie der Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzu- und -abflösse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash Flows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird in der Delignit AG durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.171 T€ (Vorjahr 7.678 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 23,4 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Delignit AG umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige Pflichtangaben

Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2010 an:

Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender

(Bereiche strategische Entwicklung, Finanzen und Rechnungswesen,

Einkauf, IT, Investor Relations)
Volker Dietzel, Dipl. Ing., Vorstand,

(Bereiche Forschung, Entwicklung und Produktionsleitung)
Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand

(Bereiche Marketing und Vertrieb)

Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2010 an:

Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender

(auch: Vorstandsvorsitzender MBB Industries AG, Berlin, sowie

Aufsichtsratsmitglied der InVision Software AG, Ratingen)
Gert-Maria Freimuth, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

(auch: Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der MBB Industries AG, Berlin)
Anton Breitkopf

(auch: Executive Vice President der MBB Industries AG, Berlin)

2. Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert, und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken-und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2010 betrugen 399 T€.

Es wurden keine variablen Vergütungen gezahlt.

3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

a) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstandes verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit der Delignit AG getätigt.

b) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2010 fixe Vergütungen in Höhe von 36.000 € erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

Vorsitzender, Dr. Christof Nesemeier, 16.000,00 €
Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 12.000,00 €
Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 8.000,00 €

4. Anzahl der Mitarbeiter

Die im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter waren an folgenden Standorten beschäftigt:

2010 2009
Deutschland 186 204
Rumänien 566 607
752 811

Zum Stichtag beschäftigte der Konzern in Deutschland 178 Mitarbeiter. In Rumänien waren zum 30. September 2010 insgesamt 559 Mitarbeiter beschäftigt.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

6. Versicherung der gesetzlichen Vertreten

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahrs beschrieben sind.

Blomberg, den 19. April 2011

Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender

Volker Dietzel, Vorstand

Thorsten Duray, Vorstand

Gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2010

Die Konzerngesellschaft hält folgende Beteiligungen:

Name Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
%
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S.C. Cildro S.A. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 42,9 3.094.217,64 -712.220,27
- S.C. Cildro Service S.R.L. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 100,0 -329.953,11 48.448,72
Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG Blomberg 99,4 -1.680.684,50 -4.307.258,55
- S.C. Delignit Romania S.R.L. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 49,0 2.683.144,12 -197.426,23
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Blomberg 100,0 100.572,85 1.047,43

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2010

Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapital-

differenz aus

Währungs-

umrechnung
Konzernergebnis Eigenkapital
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Stand 31. Dezember 2008 6.208 7.355 -1.153 5.804 18.214
Konzernfehlbetrag 0 0 0 -2.199 -2.199
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 0 0 -543 0 -543
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 0 -543 -2.199 -2.742
Stand 31. Dezember 2009 6.208 7.355 -1.696 3.605 15.472
Konzernfehlbetrag 0 0 0 -10.227 -10.227
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 0 0 1.696 0 1.696
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 0 1.696 -10.227 -8.531
Einzahlung aus Kapitalmaßnahmen 1.986 198 0 0 2.184
Aufwendungen Kapitalmaßnahmen 0 -41 0 0 -41
Stand 31. Dezember 2010 8.194 7.512 0 -6.622 9.084
Minderheitenanteile Summe
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Stand 31. Dezember 2008 288 18.502
Konzernfehlbetrag -2 -2.201
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse -35 -578
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge -37 -2.779
Stand 31. Dezember 2009 251 15.723
Konzernfehlbetrag -3 -10.230
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse -280 1.416
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge -283 -8.814
Einzahlung aus Kapitalmaßnahmen 0 2.184
Aufwendungen Kapitalmaßnahmen 0 -41
Stand 31. Dezember 2010 -32 9.052

Konzern-Kapitalflussrechnung

2010 2009
T€ T€
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1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) -9.994 -959
Berichtigungen um zahlungsunwirksame Vorgänge:
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 762 772
Verluste / Gewinn aus Anlagenabgängen 0 0
Verlust/Gewinn aus Entkonsolidierung 10.615 0
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -325 -327
Übrige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -641 -1.083
Zwischensumme 417 -1.597
Veränderungen des Working Capital:
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 952 1.539
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva -158 -466
Zwischensumme 794 1.073
Gezahlte Ertragsteuern -163 122
Erhaltene Zinsen 33 88
Zwischensumme -130 210
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.081 -314
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) des immateriellen Anlagevermögens -79 -401
Investitionen (-) / Desinvestionen (+) in das Sachanlagevermögen -227 -88
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 0 0
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) in das Finanzanlagevermögen 26 -92
Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0 0
Verkauf von konsolidierten Unternehmen (abzüglich abgegebener liquider Mittel) 0 0
Veränderungen aus Fremdwährungsumrechnung 930 1.837
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 650 1.256
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Erlöse aus der Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten 2.143 0
Gewinnausschüttungen an Gesellschafter 0 0
Zahlungseingänge aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 2.500
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -2.989 -1.668
Auszahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen -88 0
Zinsauszahlungen -671 -603
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.605 229
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe der einzelnen Cashflows) 126 1.171
Auswirkungen von Wechselkursänderungen (nicht zahlungswirksam) -38 -580
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 2.057 1.466
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 2.145 2.057
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.145 2.057
Wertpapiere 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.145 2.057

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 der Gesellschaft wurde am 17. August 2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von Delignit AG freiwillig aufgestellten IFRS Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Delignit AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des freiwillig aufgestellten IFRS Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der freiwillig aufgestellte IFRS Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem IFRS Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 26. April 2011

**Verhülsdonk & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Dr. Hüchtebrock, Wirtschaftsprüfer

Grote, Wirtschaftsprüfer