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Delignit AG Annual Report 2008

Jan 22, 2010

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Annual Report

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Publication

Delignit AG

Blomberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht und Konzernlagebericht 2008

Die Delignit Aktiengesellschaft (im Folgenden Delignit AG, mit ihren Tochtergesellschaften Delignit-Gruppe) entwickelt, fertigt und vertreibt in ihren Konzerngesellschaften ökologische Produkte basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz. Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil- und die Luftfahrtindustrie liegt der heutige Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Delignit-Gruppe mit ihren knapp 900 Mitarbeitern in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im wesentlichen auf Buchenholz basiert. Holz ist im Unterschied zu vielen anderen Rohstoffen in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und damit anderen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Dank der ausgeprägten Systemkompetenz konnte die Delignit-Gruppe in den vergangenen Jahren systematisch ihren Marktanteil ausbauen und die Marktführerschaft im Bereich der holzbasierten technologischen Anwendungen weiter ausbauen. Auf die sich eintrübenden Marktbedingungen im internationalen Geschäftsumfeld hat die Delignit AG unmittelbar und konsequent mit einem Kostensenkungsprogramm reagiert.

Das operative Geschäft der Delignit-Gruppe ist in drei Geschäftsbereiche segmentiert: AUTOMOTIVE, TECHNOLOGICAL APPLICATIONS und VENEER.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2008 mit 39.229 T€ gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden (+ 4,4 %). Die Delignit AG sieht diese Entwicklung vor dem Hintergrund der bereits in 2008 eingebrochenen Umsätze in der deutschen Holzwerkstoffindustrie (- 9,3 %) als Indiz für die Wettbewerbsstärke der Unternehmensgruppe. Nach einer guten Entwicklung im ersten Halbjahr ging die Nachfrage insbesondere im Geschäftsbereich AUTOMOTIVE bedingt durch die Kapitalmarktkrise erheblich zurück. Die Umsatzrückgänge konnten nur teilweise dank der Diversifikationsstrategie der Unternehmensgruppe und der technischen Qualität der Produkte aufgefangen werden.

Die Marktpositionierung in den weiteren Geschäftsfeldern der Delignit-Gruppe liefert zusätzliche Potentiale zur Umsatzgenerierung. Die Delignit-Gruppe hat in zahlreichen Märkten ihre technische Führungsposition nicht nur erhalten, sondern auch konsequent weiter ausgebaut. Es ist nicht davon auszugehen, dass ein Verlust der technischen Marktführerschaft in den nächsten Jahren eintreten wird. Die Substitutionsgefahr durch alternative Werkstoffe (wie z.B. Birke, Kunststoffverbundsysteme, HDF) insbesondere bei den Standardprodukten darf jedoch nicht unterschätzt werden. Die Delignit-Gruppe tritt dieser potentiellen Gefahr aktiv mit innovativen Konzepten entgegen. Darüber hinaus wird in einem laufenden Prozess die Produktivität des Unternehmens überwacht und Maßnahmen zu deren Verbesserung umgesetzt.

Nach einer lebhaften ersten Jahreshälfte in allen Produktbereichen mit stabilen Preisen kamen die Absatzpreise insbesondere für Standardprodukte in der zweiten Jahreshälfte, bedingt durch einen signifikanten Nachfragerückgang unter Druck. Die Delignit-Gruppe kann im Bereich der Standardprodukte auf die strategische Entscheidung zur Fertigung in Rumänien zurückgreifen. So konnten trotz des im zweiten Halbjahr einsetzenden Preisverfalls bei den Standardprodukten aufgrund des Lohnkostenvorteils noch zufriedenstellende Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden.

Insbesondere im vierten Quartal des Jahres wurden in der Delignit-Gruppe umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Kostensituation des Unternehmens den geänderten Rahmen- und Beschäftigungsbedingungen anzupassen. Es wurden hierbei erhebliche und nachhaltige Einsparungen im Material-, Personal- und Gemeinkostenbereich erreicht. Neben dem Auslaufen befristeter Verträge wurde auch seit November 2008 das Instrument der Kurzarbeit eingesetzt. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen umfassen ferner das Aussprechen betriebsbedingter Kündigungen. Für alle eingeleiteten Maßnahmen wurden entsprechende Rückstellungen in den Einzelgesellschaften gebildet. Für die bereits Ende des Geschäftsjahres 2007 geplanten Restrukturierungsbemühungen in Rumänien waren im Geschäftsjahr 2007 entsprechende Restrukturierungsrückstellungen gebildet worden, die analog des Fortschreitens der umgesetzten Maßnahmen im Geschäftsjahr 2008 teilweise (bis auf 217 T€) aufgelöst wurden.

Die Anstrengungen aus Investitionen und Prozessoptimierungen des ersten Halbjahres, die von der Annahme einer weiter steigenden Umsatzkurve getrieben wurden, sind entsprechend abgeschlossen, aber nicht weiter vorangetrieben worden.

Notwendig wurden diese kostensenkenden Maßnahmen, nachdem sich die Nachfrage im Bereich des Kernmarktes leichter Nutzfahrzeuge (Light Commercial Vehicle = LCV´s bis 3,5 Tonnen) weiter eintrübte. Die Zulassungszahlen in den EU- und EFTA-Ländern sanken im Dezember 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,3 % (Quelle ACEA).

Strategische Ausrichtung der Delignit-Gruppe

Die erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz soll gezielt weiterverfolgt werden. Hierzu sollen insbesondere die nachfolgend dargestellten, strategischen Ziele verfolgt werden:

• Werkstoffentwicklung und Qualifizierung:

Ein wesentliches Fundament für die erfolgreiche Entwicklung der Geschäftsbereiche AUTOMOTIVE und TECHNOLOGICAL APPLICATIONS stellt der Delignit-Werkstoff mit seinen besonderen, zumeist technischen Eigenschaften dar. Die Delignit-Gruppe beabsichtigt, im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten den Delignit-Werkstoff weiter zu entwickeln und für spezielle Anwendungen wie auch Kundenforderungen zu qualifizieren. Vor diesem Hintergrund wurden bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Produktfamilien im Geschäftsbereich AUTOMOTIVE zur IAA Nutzfahrzeuge in Hannover und in der Produktgruppe „Schienenverkehr“ auf der Innotrans in Berlin vorgestellt.

• Internationale Expansion:

Neben der weiteren Produktdiversifikation beabsichtigt die Delignit AG, die Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit, insbesondere in den Geschäftsbereichen AUTOMOTIVE und TECHNOLOGICAL APPLICATIONS, voranzutreiben. Neben der weiteren Erschließung der bedeutenden europäischen Märkte stehen dabei strategisch insbesondere die Märkte CEE (Central East Europe) und die Türkei im Fokus. Hierzu wurden bereits Vertriebspartnerschaften in Frankreich, Italien, Polen und der Türkei abgeschlossen.

• Aufrechterhaltung der guten Wettbewerbsposition im Geschäftsbereich VENEER: Im Geschäftsbereich VENEER gestalteten sich die Marktbedingungen bereits mit Ausgang des Geschäftsjahres 2007 schwieriger. Im Geschäftsjahr 2008 musste der Geschäftsbereich entsprechend deutliche Umsatzrückgänge verzeichnen. Durch die hohe Qualität der VENEER-Produkte und das exzellente Produktions-Know How konnte sich die Delignit-Gruppe aber am Furniermarkt durchsetzen und nicht nur die bestehenden Kunden halten, sondern auch zusätzliche Kunden hinzugewinnen. Insgesamt hat bereits im abgelaufenen Jahr eine Marktbereinigung im Bereich der Furniererstellung stattgefunden, die die Marktstellung der Delignit-Gruppe weiter verbessern wird. Zielsetzung ist es, vor dem Hintergrund eines weiter eingetrübten Marktumfeldes den eigenen Marktanteil und damit die Auslastung des Unternehmens weiter zu verbessern.

• Risikodiversifikation durch verschiedene Geschäftsbereiche und Standorte: Durch die Verteilung der Aktivitäten auf drei verschiedene Geschäftsbereiche und die Produktion an verschiedenen Standorten beabsichtigt die Delignit-Gruppe, auch zukünftig eine Diversifikation von Standortrisiken, Branchenrisiken und Produktrisiken zu erreichen. Durch die optimale Diversifikation konnten in der Vergangenheit mehrfach negative standort- und produktbezogene Einflüsse kompensiert werden.

Marktumfeld der Delignit-Gruppe

Die Delignit-Gruppe trifft in ihren drei Geschäftsbereichen auf unterschiedliche Markt- und Wettbewerbssituationen. Hierbei liegen Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz im Fokus der Betrachtung.

Aufgrund des Trends zu ökologisch nachhaltigen Werkstoffen, werden holzbasierte Alternativen regelmäßig den Produkten vorgezogen, die nicht auf nachwachsenden Rohstoffen basieren.

Innerhalb der holzbasierten Produkte zeichnen sich die buchenbasierten Delignit-Werkstoffe durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z.B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast) aus. Buche ist eine der zähesten und festesten Holzarten. Holzprodukte sind zudem langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2 (ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid).

Auf Basis dieser Werkstoffkompetenz, aber auch durch die am Markt nicht übliche Anwendungs- und Systemkompetenz, hat die Delignit-Gruppe eine exponierte Marktposition eingenommen, die der Gruppe strategisch weiteres dynamisches Wachstumspotential eröffnet.

Organisation

Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn Gert-Maria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 9. Juli 2007 gewählt worden. Der Aufsichtsrat hat am 13. Juli 2007 Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Vertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2012, die über die Entlastung für das am vorgehenden 31. Dezember endende Geschäftsjahr beschließt.

Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt:

Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche Strategische Entwicklung, Finanzen und Rechnungswesen, Recht sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb. Herr Volker Dietzel zeichnet für die Bereiche Produktion sowie F&E verantwortlich. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2010 bestellt.

Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (zum Beispiel Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.

Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften.

Beteiligungsunternehmen

Die Delignit AG ist außerdem mit 5,2 % an der Obo-Industrieanlagen GmbH, Stadthagen, beteiligt.

Mitarbeiter

Für die Delignit AG waren im Geschäftsjahr 2008 nur die drei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig.

Die Delignit-Gruppe beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2008 insgesamt 895 Mitarbeiter (zum 31.12.2007 985 Mitarbeiter). Von diesen Mitarbeitern waren angestellt:

in Deutschland: 247 Mitarbeiter
in Rumänien: 648 Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl konnte durch die Realisierung weiterer Rationalisierungspotentiale, aber auch durch die Anpassung an die geänderte Auslastungssituation in Deutschland und Rumänien im Laufe des Geschäftsjahres 2008 weiter reduziert werden. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen in 2009 zu einer weiteren Reduzierung des Personalstammes führen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit viel Engagement Wert auf die Erhaltung attraktiver und sicherer Arbeitsplätze im Konzern gelegt. Strategisches Ziel ist es auch, hiermit die guten Voraussetzungen zur weiteren Gewinnung qualifizierter und engagierter Mitarbeiter in einem längerfristig enger werdenden Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten. Bei den Unternehmen der Delignit-Gruppe handelt es sich überwiegend um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integriert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Delignit AG und die Delignit-Gruppe blicken trotz der Kapitalmarktkrise auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurück.

Im Folgenden wird zunächst auf die Delignit AG und dann auf die Delignit-Gruppe näher eingegangen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde gemäß der IFRS aufgestellt.

Delignit AG

Die Delignit AG hat ihre operative Tätigkeit mit dem Börsengang am 26. September 2007 aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt hat die Delignit AG mit der Berechnung von Managementdienstleistungen an Konzerngesellschaften Umsätze erzielt. Im Geschäftsjahr 2008 wurden ingesamt 888 T€ (Vj. 419 T€) an Managementdienstleistungen berechnet Die Gesamtleistung erreichte in 2008 890 T€ (Vj. 448 T€).

Demgegenüber standen Gehälter in Höhe von 454 T€ (Vj. 103 T€), die die Vergütung des Vorstands der Delignit AG betreffen.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern) beträgt 98 T€ (Vj. 1.128 T€).

Die Delignit AG hat im Geschäftsjahr keine Erträge aus Beteiligungen erzielt (Vj. 871 T€). Das Nettozinsergebnis beträgt 42 T€ (Vj. 74 T€), davon 6 T€ (Vj. 62 T€) aus verbundenen Unternehmen. Unter Berücksichtigung der genannten Positionen und der Ertragssteuern erwirtschaftete die Delignit AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 94 T€ (Vj. 319 T€).

Das Eigenkapital der Delignit AG beträgt zum Bilanzstichtag 14.100 T€ (Vj. 14.316 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 97,9 % (Vj. 98,3 %). Der Finanzmittelbestand der Delignit AG betrug zum Geschäftsjahresende 1.197 T€ (Vj. 3.383 T€) und entspricht dem Nettofinanzmittelbestand.

Die Zahl der auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beträgt unverändert 6.207.500. Gemäß Geschäftsbericht der MBB Industries AG, Berlin, werden 80,55 % der Aktien per 31.12.2008 durch diese Gesellschaft gehalten. Der Free-Float beträgt nach Information der Gesellschaft somit 19,45 %.

Delignit-Konzern

Der Delignit-Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2008 einen Umsatz in Höhe von 39.229 T€ (Vj. 37.577 T€) erreicht. Die Betriebsleistung liegt bei 41.782 T€. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden maßgeblich die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Rumänien verbucht.

Die Materialkosten betrugen 47,2 % der Betriebsleistung und liegen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten sind mit 13.789 T€ (Vj. 12.988 T€) verbucht worden und beliefen sich damit auf 33,0 % der Betriebsleistung.

Das EBITDA beträgt 3.212 T€ (Vj. 5.784 T€). Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2008 bei 1.932 T€ und führten zu einem EBIT in Höhe von 1.280 T€ (Vj. 3.606 T€) im Berichtszeitraum.

Das Eigenkapital des Delignit-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 18.502 T€ und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 44,2 % (Vj 45,0 %). Der Finanzmittelbestand des Delignit-Konzerns beträgt zum Geschäftsjahresende 1.466 T€. Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 11.839 T€ (Vj. 12.735 T€). Das ROCE belief sich auf - 1,8 % (Vj. 13,3 %).

Das Sachanlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 23.341 T€ und beinhaltet maßgeblich die Werte für Grund und Boden in Deutschland und Rumänien.

Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit-Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die variable Komponente wird für 2008 zu keinen Einkünften führen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O-Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages.

Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

Risikobericht

• Die Delignit-Gruppe ist von Großprojekten und einzelnen Kunden, mit denen auch Systempartnerschaften eingegangen wurden, abhängig. Insbesondere in der Anlaufphase von Großprojekten und Systempartnerschaften tritt zusätzlich ein hoher Finanzierungsbedarf auf.

• Die Delignit-Gruppe ist insbesondere bei ihrer Rohstoffversorgung von natürlichen, wetterbedingten Umweltbegebenheiten abhängig. Auch eine drastische Steigerung der Rohstoffpreise kann zu einer Verschlechterung der Ertragslage führen.

• Die Materialversorgung mit Rundholz muss sowohl taktisch als auch strategisch abgesichert werden. Holz wird als Rohstoff im gesamten Konsumentenverhalten und auch im Bereich der Energieversorgung eine stetig steigende Bedeutung erfahren, auch wenn der positive Trend „hin zum Holz“ aktuell durch einen deutlichen Preisverfall beim Rohöl gebremst wird. Die Gesellschaft schätzt diesen Trend als kurzfristige Marktreaktion ein.

• Die von der Delignit-Gruppe vertriebenen Produkte könnten Mängel aufweisen. Ferner könnten sich aus dem operativen Geschäft Gewährleistungsfälle, Fälle von Umweltbelastungen oder Produktionsausfälle ergeben.

• Die sich weiter eintrübende Weltkonjunktur kann neben einer weiteren Abkühlung des Marktes bei Großkunden der Delignit-Gruppe zu einer Insolvenzgefahr oder zu einer Streichung des Kreditlimits führen. Diese Umsatzeinbrüche würden nur längerfristig kompensiert werden können.

• Aus der beabsichtigten Internationalisierung des Geschäfts resultieren länderspezifische Risiken.

Diesen Risiken begegnet die Delignit-Gruppe mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:

• Controlling:

Ein umfangreiches Controllingsystem, das tägliche, wöchentliche und monatliche Berichterstattung vorsieht, wurde implementiert.

• QM-System:

Die Gesellschaften verfügen über funktionale Qualitätsmanagementsysteme (bis hin zur ISO TS 16949). Vor dem Hintergrund der Strategie des Ausbaus der Qualitätsführerschaft wurde im Oktober 2008 die Cildro S.A. nach dem Qualitätsmangementsystem DIN ISO 9001:2000 erfolgreich zertifiziert.

• Vertragsmanagement:

Wichtige Lieferanten- und Kundenbeziehungen sind über langfristig ausgelegte Lieferverträge abgesichert.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen in der Delignit-Gruppe nicht.

Bericht über Chancen

Der Delignit-Gruppe bieten sich nach Einschätzung des Vorstandes zukünftig folgende Chancen:

Ausweitung des operativen Geschäftes durch Internationalisierung des Geschäftsmodells.
Ausweitung des operativen Geschäftes durch gezielte Produktweiterentwicklung in bereits bestehenden Märkten.
Erschließung neuer Geschäftsfelder im Bereich Schiene, basierend auf dem in 2008 erarbeiteten und auf der Innotrans in Berlin vorgestellten neuen Produktportfolios.
Ausweitung der Marktmöglichkeiten durch verstärkte Nutzung der ökologischen Faktoren „Nachhaltigkeit“ und „Kaskadennutzung“. Die ökologische Kompetenz des Delignit-Werkstoffes wird seit Erteilung im Juni 2008 auch durch das Zertifikat des „Blauen Engels“ untermauert.

Die Vielzahl der genannten Chancen sprechen für eine erfolgreiche Entwicklung der Delignit-Gruppe.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Prognosebericht

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008 wurden beeinflusst durch die Kapitalmarktkrise. Die Situation in der Gesamtwirtschaft, insbesondere aber in der Automobilindustrie, hat sich weiter verschlechtert. Die unsichere Situation in der Gesamtwirtschaft lässt bestenfalls Trendaussagen zu.

Die Zulassungszahlen in den EU- und EFTA-Ländern im Bereich leichter Nutzfahrzeuge sind im Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals zurückgegangen (LCV´s bis 3,5 Tonnen im Januar - 36,6 %; Quelle ACEA). Auch die Geschäftsentwicklung der nächsten sechs Monate wird durch die Marktteilnehmer in der Holzwerkstoffindustrie sehr kritisch gesehen (Quelle ifo Konjunkturtest Deutschland). Die Delignit-Gruppe konnte sich von diesem Trend Anfang 2009 nicht lösen. Die weiter zurückgehende Nachfrage führte in den ersten Monaten des Geschäftsjahres zu einer Ausweitung der Kurzarbeit und zu einer weiteren Anpassung des Personalbestandes, indem auslaufende Arbeitsverträge nicht verlängert wurden.

Die Delignit AG geht aber davon aus, dass in den Folgejahren der eingeschlagene, operative Wachstumspfad weiter fortgesetzt werden kann. Prognosen über künftige Großaufträge oder weitere Serienbelieferungsaufträge lassen sich auch durch die hohe Verunsicherung aller Marktteilnehmen noch nicht abgeben, allerdings sichert das breit aufgestellte und sehr gut entwickelte Produktionsprogramm sowie die Systemkompetenz der Delignit-Gruppe der Sales-Organisation immer neue Ansatzpunkte bei der Erarbeitung neuer Umsatzpotentiale. Die starke Eigenkapitalstruktur der Delignit AG lässt bei aller Vorsicht zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet die Delignit AG nach einer sehr verhaltenen ersten Jahreshälfte im Geschäftsbereich AUTOMOTIV eine leichte Wiederbelebung in der zweiten Jahreshälfte. Durch die verstärkten Absatzbemühungen bei den technischen Produkten und der Bearbeitung neuer Märkte und Absatzkanäle geht die Delignit AG davon aus, dass die wegfallenden Umsätze im Geschäftsbereich AUTOMOTIVE ab dem zweiten Halbjahr teilweise aufgefangen werden können. Insgesamt erwartet die Delignit AG einen Umsatz, der signifikant unter dem des im Jahr 2008 erreichten liegen wird.

Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Sonstige Angaben

Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 6.208 T€ ist aufgeteilt in 6.207.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 08. Juli 2012 einmalig oder mehrmalig bis zu insgesamt 2.500 T€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.

Der Vorstand ist durch Beschluß der Hauptversammlung am 03. Juli 2008 ermächtigt worden, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG seit dem 07. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2009 eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals. Der Erwerbspreis hat sich am aktuellen Börsenpreis zu orientieren.

Blomberg, 13. April 2009

Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray

Volker Dietzel

Vorstand

Konzern-Bilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2008

der Delignit AG

AKTIVA

Anhang 31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
A. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Vorräte II. 2. 10.035 8.710
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen II. 3. 1.675 1.907
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 121
4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte II. 4. 1.539 1.862
5. Liquide Mittel II. 5. 1.466 3.607
Kurzfristige Vermögenswerte 14.715 16.207
B. Langfristige Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwert II. 8. 2.396 2.403
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte II. 9. 738 899
3. Sachanlagen II. 10. 23.342 25.446
4. Beteiligungen 1 1
5. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte II. 11. 298 212
6. Aktive latente Steuern II. 12. 385 618
Langfristige Vermögenswerte 27.160 29.579
Bilanzsumme 41.875 45.786

PASSIVA

Anhang 31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
1. Sonstige kurzfristige Rückstellungen II. 13. 1.604 2.028
2. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 388 333
3. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten II. 14. 7.463 8.307
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen II. 14. 2.730 2.924
5. Erhaltene Anzahlungen II. 14. 112 144
6. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten II. 15. 1.348 1.313
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 13.645 15.049
B. Langfristige Verbindlichkeiten
1. Rückstellungen für Pensionen II. 16. 1.803 1.936
2. Sonstige langfristige Rückstellungen II. 13. 447 431
3. Passive latente Steuern II. 12. 2.417 2.424
4. Langfristige Finanzverbindlichkeiten II. 14. 4.376 4.428
5. Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen II. 14. 382 625
6. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten II. 15. 303 312
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 9.728 10.156
C. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital II. 20. 6.208 6.208
2. Kapitalrücklagen II. 21. 7.355 7.355
3. Gewinnvortrag 6.004 3.973
4. Differenz aus Währungsumrechnung - 1.153 315
5. Konzern-Ergebnis - 200 2.306
6. Minderheitenanteile 288 424
Eigenkapital 18.502 20.581
Bilanzsumme 41.875 45.786

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS vom 01. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008

der Delignit AG

Anhang 2008

T€
2007

T€
1. Umsatzerlöse III. 1. 39.229 37.577
2. Sonstige betriebliche Erträge III. 2. 1.733 3.772
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3 1
4. Bestandsveränderungen 817 212
5. Materialaufwand - 19.725 - 18.382
6. Personalaufwand III. 3. - 13.789 - 12.988
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen III. 4. - 1.932 - 2.178
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen III. 5. - 5.056 - 4.408
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 1.280 3.606
10. Zinserträge III. 6. 44 21
11. Zinsaufwendungen III. 7. - 1.295 - 1.247
12. Finanzergebnis - 1.251 - 1.226
13. Ergebnis vor Steuern (EBT) 29 2.380
14. Ertragsteuern III. 8. - 329 - 108
15. Konzernfehlbetrag/-überschuss - 300 2.272
16. Anteil anderer Gesellschafter 100 34
17. Konzern-Ergebnis - 200 2.306

Konzernanhang für 2008

I. Methoden und Grundsätze

1. Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1.1. Informationen zum Unternehmen

Die Delignit AG, Blomberg (im folgenden „Delignit“ oder „Muttergesellschaft“) mit Sitz in Königswinkel 2 – 6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen. Der Delignit-Konzern ist in Deutschland und Rumänien tätig.

Der freiwillig erstellte IFRS Konzernabschluss wird voraussichtlich am 11. Mai 2009 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben.

1.2. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standard (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Es werden im Konzernabschluss alle für das zum 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr gültigen IFRS, IFRIC und SIC angewendet. Im vorliegenden Konzernabschluss werden IFRS 7 „Finanzierungsinstrumente“ (der Standard hat Einfluss auf Art und Umfang der Veröffentlichung von Informationen über Finanzinstrumente, nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung im Konzernabschluss) und die Inhalte des IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ (die Änderungen des Standards haben Einfluss auf die Anhangsangaben in Bezug auf Ziel, Richtlinien und Verfahren des Eigenkapitalmanagements, nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung im Konzernabschluss) berücksichtigt. Die Änderungen in IFRIC 7, IFRIC 8, IFRIC 9 und IFRIC 10 sind ohne Auswirkungen für die Gesellschaft.

IFRS 8 (Geschäftssegmente) ist erstmalig für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden, eine frühere Anwendung wird jedoch empfohlen. Die Delignit Gruppe ist dieser Empfehlung nicht gefolgt. Die von der Delignit Gruppe gefertigten und vertriebenen Produkte und Leistungen stellen ein einheitliches Geschäftssegment dar. Kern des Geschäftssegmentes ist die Produktion von Sperrholz und Furnieren. Es werden keine Leistungen erbracht, die keinen Bezug zu den produzierten Erzeugnissen haben. Insofern bilden Produktion und Vertrieb eine integrale Einheit. Die innerhalb der Delignit Gruppe besetzten geografischen Märkte stellen ein einheitliches geografisches Segment dar. In allen Märkten werden die gleichen Produkte und Leistungen vertrieben, sämtliche Regionen stehen unter einer einheitlichen, regional übergreifenden Leitung, und Ressourcen werden überregional eingesetzt.

IFRIC 16 (hedges of a net investment in a foreign operation) wurde vorzeitig freiwillig angewendet.

Im Vergleich zum vorangegangenen Konzernabschluss waren die folgenden Interpretationen erstmalig anzuwenden: IFRIC 11, IFRIC 12 und IFRIC 14. Da IFRIC 12 noch nicht von der EU übernommen wurde, wurden lediglich IFRIC 11 und 14 erstmalig berücksichtigt. Die Anwendung hat keine Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss. Die Änderungen des IAS 39 infolge der Finanzmarktkrise sind ebenfalls ohne Auswirkung auf den vorliegenden Konzernabschluss.

Änderungen zu folgenden Standards, Interpretationen oder bzw. neue Standards und Interpretationen, die erst verpflichtend ab dem 1. Januar 2009 anzuwenden sind bzw. von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden nicht vorzeitig angewendet: IFRS 1 (Amendment relating to cost of an investment on first-time adoption), IFRS 2 (Amendment relating to vesting conditions and cancellation), IFRS 3 (Comprehensive revision on applying the acquisition method), IAS 1 (comprehensive revision and amendments relating to disclosure of puttable instruments arising on liquidation), IAS 23 (Comprehensive revision to prohibit immediate expensing), IAS 27 (amendment relating to cost of an investment on first-time adoption), IAS 28 (consequential amendments arising from amendments to IFRS 3), IAS 31 (consequential amendments arising from amendments to IFRS 3), IAS 32 (amendments relating to puttable instruments and obligations arising on liquidation), IAS 39 (amendments for eligible hedges), diverse Ergänzungen aus Mai 2008 im Rahmen des Annual Improvements to IFRS, IFRIC 13 (customer loyalty programmes), IFRIC 15 (agreements for the construction of real estate), IFRIC 17 (distribution of non-cash assets to owners), IFRIC 18 (transfers of assets from customers).

Die Auswirkungen dieser Änderungen werden zurzeit noch ermittelt und können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht angegeben werden.

2. Konsolidierungskreis

Neben der Delignit AG sind die unten aufgeführten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsquoten wurden durch Multiplikation der jeweiligen Geschäftsanteile ermittelt. Die aufgeführten Unternehmen halten Beteiligungen an den darunter genannten Gesellschaften. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang beigelegt.

Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg (99,4 %)

Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg (100,0 % )
S.C. DELIGNIT ROMANIA S.R.L., Drobeta Turnu Severin/Rumänien (99,4 % )

S.C. CILDRO S.A. Drobeta Turnu Severin/Rumänien (93,93 % )

S.C. CILDRO SERVICE S.R.L., Drobeta Turnu Severin/Rumänien (93,93 % )

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Delignit AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

3.1. Tochterunternehmen

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Der auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Anteil der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens wird ebenfalls zum Zeitwert angesetzt. Ein Firmenwert wird jedoch nur insoweit ausgewiesen, als er auf den Konzern entfällt.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig verrechnet. Dies gilt auch für die Zwischengewinne sowie die konzerninternen Umsätze, Erträge und Aufwendungen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen wurden entsprechend vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

4. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1. Allgemeines

Die Bilanz wurde gemäß IFRS 1.51 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.2. Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€).

4.3. Fremdwährungsumrechnung

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus den Währungsdifferenzen dieser Fremdwährungskredite entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebes entstehende Geschäfts- und Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebes resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebes bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag wird bei Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebes erfolgswirksam aufgelöst.

Folgende Kurse wurden zugrunde gelegt (für 1,00 €):

31. Dezember 2008

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Rumänische Leu (RON) 3,9852 3,6827

31. Dezember 2007

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Rumänische Leu (RON) 3,6102 3,3378

4.4. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Immaterielle Vermögenswerte werden dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.

Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

4.5. Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttestes überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet.

4.6. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als zusätzliche Kosten der Sachanlagen aktiviert.

Die Bewertung der Maschinen, maschinelle Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beruht auf Schätzungen des Marktwertes.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von EUR 0,00 berechnet. Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computer Hardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

4.7. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

4.8. Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte. Für die Werthaltigkeitsprüfung ist der erzielbare Betrag (“recoverable amount“) des Vermögenswertes bzw. der Zahlungsmittelgenerierenden Einheit (“ZGE“) zu ermitteln. Für Vermögenswerte ist dies der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (“fair value less costs to sell“) und dem Nutzungswert (“value in use“). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist definiert als der Preis, der im Rahmen des Verkaufs eines Vermögenswerts oder einer ZGE zwischen zwei sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer ZGE wird durch den Barwert eines im Rahmen der gegenwärtigen Verwendung geschätzten, erwarteten Cashflows ermittelt.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert (außer für Firmenwerte) aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung (bzw. Verringerung der Wertminderung) eines Vermögenswertes wird jedoch nur soweit erfasst, wie er den Buchwert nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre (unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte).

4.9. Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2008 und zum 31. Dezember 2007 über ausgereichte Kredite, Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen ist, erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraumes vorschreiben.

Ausgereichte Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Für die von dem Konzern zum 31. Dezember 2008 und zum 31. Dezember 2007 ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte lagen Marktwerte vor.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderung überprüft. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten die Gesellschaft nicht alle laut Vertragsbedingungen fälligen Beträge von Darlehen, Forderungen oder von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen eintreiben kann, so wird eine Wertminderung oder Wertberichtigung auf Forderungen ergebniswirksam erfasst. Der Wertminderungsverlust ist definiert als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bewertet mit der Effektivzinsmethode. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (bzw. Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, als sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre. Eine Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn dieser als uneinbringlich eingestuft wird.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

4.10. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Die Bewertung erfolgt zu Durchschnittskosten. Fremdkapitalkosten im Sinne von IAS 23 werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

4.11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

4.12. Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

4.13. Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst. Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen werden grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Bei erfolgter Abzinsung wird die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung als Zinsaufwand erfasst.

Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter werden für solche Verpflichtungen gebildet, bei denen ein Leistungsaustausch stattgefunden hat und die Höhe der Gegenleistung mit hinreichender Sicherheit feststeht. Der Ausweis der Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter erfolgt gesondert innerhalb der Rückstellungen.

4.14. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet.

Die Pensionszusagen wurden hierbei als „defined benefit plan“ angesehen und daher mittels der „projected unit credit method“ versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 6,25 % (Vj. 5,5 % ) zu Grunde gelegt.

Die versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

4.15. Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

a) Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

b) Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

c) Dividenden

Erträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

4.16. Steuern

a) Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

b) Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern und Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Umrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sie sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

4.17. Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nur bei überwiegender Wahrscheinlichkeit ihrer Inanspruchnahme im Abschluss angesetzt. Ist dies nicht der Fall, so werden sie im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

5. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

5.1. Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, auf Grund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

a) Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Schätzung des Nutzungswerts schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

b) Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2008 1.803 T€ (2007: 1.936 T€).

c) Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Kurzfristige Vermögenswerte

2. Vorräte

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.185 2.513
Unfertige Erzeugnisse 2.791 1.975
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.994 4.137
Geleistete Anzahlungen 65 85
10.035 8.710

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.695 1.961
abzüglich Einzelwertberichtigungen - 20 - 54
1.675 1.907

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt. Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Forderungen Versicherungsentschädigung 629 935
Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten 475 450
Forderungen aus Factoring 315 249
Erstattungsansprüche Energiesteuer 47 66
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 73 162
1.539 1.862

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel bestehen ausschließlich aus Guthaben bei Kreditinstituten. Diese sind täglich verfügbar.

6. Langfristige Vermögenswerte

7. Anlagevermögen

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

8. Geschäfts- oder Firmenwert

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften S.C. DELIGNIT ROMANIA S.R.L., der S.C. CILDRO SERVICE S.R.L. sowie der Konsolidierung des Erwerbs von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie.

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte jeder Zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("ZGE") wurde ein Impairment-Test durchgeführt, die keinen Abwertungsbedarf ergaben.

Grundlage der Impairment-Tests war jeweils der Nutzungswert der ZGEs, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden 12 % verwendet, auf einen Wachstumsabschlag im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

9. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software, gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung wurden die entgeltlich erworbene und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre und der entgeltlich erworbene Firmenwert planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben.

10. Sachanlagen

Bezüglich der Entwicklung des gesamten Anlagevermögens inkl. Sachanlagen und Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespiegel.

11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um langfristige Festgeldanlagen zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen.

12. Latente Steuern

Aktive latente Steuern 31.12.2008

T€
Passive latente Steuern 31.12.2008

T€
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellungen/Altersteilzeit 350 0
- sonstige Rückstellungen 35 40
- Anlagevermögen 0 2.377
385 2.417
Aktive latente Steuern 31.12.2007

T€
Passive latente Steuern 31.12.2007

T€
Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen
- Pensionsrückstellung/Altersteilzeit 342 0
- sonstige Rückstellungen 276 0
- Anlagevermögen 0 2.424
618 2.424

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden zwischen IFRS Bilanz und der Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen, der Altersteilzeitrückstellung und aus Finance Lease.

Die passiven latenten Steuern resultieren vor allem aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen.

Entwicklung der Nettoposition

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Latente Steuerschulden - 2.417 - 2.424
Latente Steuerforderungen 385 618
- 2.032 - 1.806

13. Rückstellungen

Die kurz- und langfristigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

01.01.2008

T€
Währungskursdifferenzen

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
31.12.2008

T€
Langfristige Rückstellungen
Jubiläen 25 0 0 0 4 29
Altersteilzeit 406 0 66 0 78 418
431 0 66 0 82 447
kurzfristige Steuerrückstellungen
Gewerbesteuer 176 0 0 0 56 232
Körperschaftsteuer 131 0 0 0 16 147
Sonstige 26 0 21 0 4 9
333 0 21 0 76 388
Kurzfristige Rückstellungen
Restrukturierung 0 0 0 0 550 550
Weihnachtsgeld 0 0 0 0 200 200
Urlaub 183 0 183 0 82 82
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 60 0 58 2 75 75
Aufwendungen zur Projektbeendigung
CILDRO 1.564 147 0 1.200 0 217
Boni 0 0 0 0 48 48
Ausstehende Rechnungen 24 0 24 0 0 0
Berufsgenossenschaft 20 0 0 20 14 14
Übrige 177 0 162 8 411 418
2.028 147 427 1.230 1.380 1.604
2.792 147 514 1.230 1.538 2.439

Der Ressourcenabfluss wird für die wesentlichen kurzfristigen Rückstellungen im folgenden Geschäftsjahr erwartet.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

31. Dezember 2008 Restlaufzeit Gesamt

T€
bis 1 Jahr

T€
1 bis 5 Jahre

T€
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.463 4.376 11.839
Erhaltene Anzahlungen 112 0 112
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.730 382 3.112
Sonstige Verbindlichkeiten 1.348 303 1.651
Stand 31. Dezember 2008 11.653 5.061 16.714
31. Dezember 2007 Restlaufzeit Gesamt

T€
bis 1 Jahr

T€
1 bis 5 Jahre

T€
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.307 4.428 12.735
Erhaltene Anzahlungen 144 0 144
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.924 625 3.549
Sonstige Verbindlichkeiten 1.313 312 1.625
Stand 31. Dezember 2007 12.688 5.365 18.053

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden sowohl zu festen als auch zu variablen Zinssätzen zwischen 5,1 % und 21,99 % verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögensgegenstände beträgt zum Abschlussstichtag 23.342 T€ (Vj. 23.645 T€).

15. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet:

2008

T€
2007

T€
Kurzfristig
Löhne und Gehälter 330 417
Umsatzsteuer 319 410
Lohnsteuer 151 267
soziale Abgaben 63 111
Übrige 485 108
1.348 1.313
Langfristig
Unterstützungskasse 303 312
303 312
1.651 1.625

16. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG.

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Pensionsrückstellungen zu Beginn des Geschäftsjahres 1.936 2.123
- Inanspruchnahme - 244 - 242
+ Zuführung zu Rückstellungen (interest cost) + 120 + 90
- / + versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 9 - 35
Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres 1.803 1.936

Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zu Grunde gelegt:

2008 2007
Rechnungszins 5,75 % 5,5 %
Rententrend 2,0 % 2,0 %
Gehaltstrend n/a n/a

Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO).

Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:

2008

T€
2007

T€
Zuführung zu Rückstellungen (interest cost) - 120 - 90
versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 9 +35
- 129 - 55

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2009 betragen 241 T€.

Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen.

17. Finance Lease

Folgende Vermögensgegenstände werden im Rahmen von Finance-Leasing-verhältnissen genutzt:

31.12.2008

T€
31.12.2007

T€
Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungskosten 01.01. 1.484 1.084
Zugänge 0 400
Anschaffungskosten 31.12. 1.484 1.484
Abschreibungen 01.01. - 188 - 66
Abschreibungen lfd. Jahr - 148 - 122
Abschreibungen 31.12. - 336 - 188
Buchwert 1.148 1.296

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen für die oben beschriebenen Finance-Leasingverhältnisse betragen:

Kurzfristig

T€
langfristig

T€
Leasingzahlungen 310 416
Abzinsungsbeträge - 30 - 16
Barwerte 280 400

18. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

Operating Lease und Miete

Werte in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen 280 186
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 108 67
Mehr als ein Jahr und bis zu 5 Jahren 172 119
Über fünf Jahre 0 0
Mindestmietzahlungen 89 37
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 89 37
Mehr als ein Jahr und bis zu 5 Jahren 0 0
Über fünf Jahre 0 0
Aufwendungen im Berichtsjahr aus Operate Lease und Mietverhältnissen 369 233

Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen.

19. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage „Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2008“ zu diesem Anhang.

20. Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital 6.207.500,00 € ist aufgeteilt in 6.207.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft.

Im Jahr 2007 wurde das Grundkapital um 4.970.000,00 € durch Sachkapitalerhöhung, durch Ausgabe aus den auf den Inhaber lautende Stückaktien in Höhe von 750.000,00 € sowie in Höhe von 457.500,00 € durch weitere Sacheinlagen auf 6.207.500,00 € erhöht.

Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten:

31.12.2008 31.12.2007
Stück % Stück %
--- --- --- --- ---
MBB Industries AG 5.000.000 80,55 5.000.000 80,55
Freefloat 1.207.500 19,45 1.207.500 19,45
6.207.500 100,00 6.207.500 100,00

Der Vorstand ist ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 08. Juli 2012 einmalig oder mehrmalig um bis insgesamt 2.500.000,00 € gegen bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).

Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03. Juli 2008 zum Erwerb und Verkauf eigener Aktien bis zu einer Höhe von 10 % des Grundkapitals ab dem 07. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2009 ermächtigt.

21. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250,0 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 441,5 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG in Höhe von 2.516,3 T€ sowie ein Agio in Höhe von 30,0 T€ aus der Sachkapitalerhöhung der S.C. CILDRO S.A.

22. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode.

Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der Tochtergesellschaften, die in Fremdwährung bilanziert haben zum Durchschnittskurs und des Eigenkapitals der jeweiligen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung einerseits und zum Stichtagskurs andererseits.

Unter erstmaliger Anwendung von IFRIC 16 (hedges of a net investment in a foreign operation) wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 die Differenzen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung der in Euro ausgereichten Darlehen in die funktionale Währung der rumänischen Gesellschaften ergeben haben, erfolgsneutral mit der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung verrechnet. Eine Sicherungsbeziehung besteht zwischen den rumänischen Gesellschaften und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaft Blomberger Holzindustrie.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:

2008

T€
2007

T€
Deutschland 30.847 29.726
EU 5.373 5.549
Sonstige 3.009 2.302
39.229 37.577

2. Sonstige betriebliche Erträge

2008

T€
2007

T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.230 112
Erträge aus Kursdifferenzen 108 0
Erträge aus Verkauf von Nebenprodukten an Dritte 82 0
Erlöse aus Versicherungserstattungen 54 1.605
Erträge aus der Auflösung von negativen Unterschiedsbeträgen 0 1.470
Erstattung Energiesteuer 47 68
Erträge aus früheren Geschäftsjahren 12 76
Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen 0 50
Sonstige Erträge 200 391
1.733 3.772

3. Personalaufwand

2008

T€
2007

T€
Löhne und Gehälter 10.894 10.351
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.539 2.320
Personalnebenkosten 356 317
13.789 12.988
- davon aus Versorgungsleistungen 246 242

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

2008

TEUR
2007

TEUR
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte 176 192
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.756 1.986
1.932 2.178

Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2008 nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2008

T€
2007

T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.494 1.375
Fremdleistungen 964 456
Sonstige Dienstleistungen 375 298
Miete, Pachten, Leasing 422 233
Reisekosten/KFZ Kosten 330 303
Nebenkosten des Geldverkehrs 264 199
Versicherungen 245 141
Aufwendungen frühere Geschäftsjahre 225 180
Werbungskosten 212 67
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 107 84
Gebühren und Beiträge 60 79
Währungskursdifferenzen 34 96
Übrige 324 897
5.056 4.408

6. Finanzerträge

2008

T€
2007

T€
Bankzinsen 44 21
44 21

7. Finanzaufwendungen

2008

T€
2007

T€
Bankzinsen 1.129 1.055
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 119 145
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing 47 47
1.295 1.247

8. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern gliedern sich wie folgt:

2008

T€
2007

T€
Ertragsteuern - 103 - 697
latente Steuern - 226 589
- 329 - 108

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt, für die rumänischen Tochtergesellschaften der lokale Steuersatz.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2008 und 2007 stellt sich wie folgt dar:

2008

T€
2007

T€
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 29 2.380
Anzuwendender (gesetzlicher) Steuersatz 30 % 40 %
Erwarteter Steueraufwand 9 952
2008

T€
2007

T€
T€ T€
Rechnerischer Ertragsteueraufwand/-ertrag (30 %) 9 952
Internationale Steuersatzunterschiede 278 319
Steuersatzänderungen 0 - 515
IPO-Aufwendungen 0 - 294
Steuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen 42 - 354
Tatsächlicher Steueraufwand 329 108

9. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

2007

2007

Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis - 199.792 2.306.076
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie 6.207.500 5.288.125
Ergebnis je Aktien - 0,03 0,44

IV. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme der Kapitalflussrechnung sind getrennt nach den Teilbereichen „laufende Geschäftstätigkeit“, „Investitionstätigkeit“ und „Finanzierungstätigkeit“ dargestellt, wobei die Summe der Zahlungsmittelbewegungen aus diesen drei Teilbereichen der Änderung des Finanzmittelfonds entspricht.

Die Ermittlung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode. Die ausgewiesenen liquiden Mittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung durch Dritte. Die Unternehmensgruppe hat keine Zahlungen für außerordentliche Geschäftsvorfälle geleistet. Zahlungen für Ertragssteuern und Zinsen sind gesondert ausgewiesen.

V. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 3.512 T€ (Vorjahr: 4.102 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Rund 3 % der Forderungen waren am Abschlussstichtag älter als 30 Tage.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt „Verbindlichkeiten“.

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden der Delignit-Gruppe ist unter den Gliederungspunkten I. 4.9. „Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte sowie I. 4.12. „Finanzielle Verbindlichkeiten“ in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Über erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten verfügte der Konzern weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen. Neueinstufungen wurden weder 2008 noch 2007 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich Zahlungsmittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft.

Die Kapitalstruktur stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

31.12.2008 31.12.2007
Eigenkapital in T€ 18.502 20.581
- als % vom Gesamtkapital 44,2 % 44,9 %
Verbindlichkeiten in T€ 23.373 25.205
- als % vom Gesamtkapital 55,8 % 55,1 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten in T€ 13.645 15.049
- als % vom Gesamtkapital 32,6 % 32,9 %
Langfristige Verbindlichkeiten in T€ 9.728 10.156
- als % vom Gesamtkapital 23,2 % 22,2 %
Nettoverschuldungsgrad* 1,18 1,05

* berechnet als Verbindlichkeiten abzgl. flüssige Mittel im Verhältnis zum Eigenkapi tal

Durch die Vereinbarung von mehreren Financial Covenants bei der Aufnahme von Darlehen ist der Konzern zur Einhaltung von bestimmten Eigenkapitalquoten angehalten.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Liquiditäts- und Kreditrisiken. Geschäftsverbindungen werden grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit insbesondere von Großkunden werden Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass der Delignit-Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in € bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit-Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Die Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgte nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 9.232 T€. Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 184,6 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit-Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2008 an:

Markus Büscher, Dipl. Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender, Detmold

(Bereiche strategische Entwicklung, Finanzen und Rechnungswesen, Einkauf, IT, Investor Relations)
Volker Dietzel, Dipl. Ing., Vorstand, Bückeburg

(Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktionsleitung der Standorte Blomberg und Rumänien)
Thorsten Duray, Industriekaufmann, Vorstand, Detmold

(Bereiche Marketing und Vertrieb)

2. Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2008 an:

Dr. Christof Nesemeier, Aufsichtsratsvorsitzender, Berlin (auch Vorstandvorsitzender der MBB Industries AG, Berlin sowie auch Aufsichtsratsmitglied der InVision Software AG, Ratingen )
Gert-Maria Freimuth, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Münster (auch Vorstand der MBB Industries AG, Berlin)
Anton Breitkopf, Executive Vice President der MBB Industries AG, Niederkassel

3. Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Monaten. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart.

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Delignit AG im Geschäftsjahr 2008 betrugen 441 T€.

Es wurden keine variablen Vergütungen gezahlt.

4. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden Unternehmen und Personen betrachtet, die über die Möglichkeit verfügen, den Delignit Konzern zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben.

4.1. Nahestehende Personen

a) Vorstand

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstandes verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit-Konzern getätigt.

b) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2008 fixe Vergütungen in Höhe von 45.000 € erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

Vorsitzender, Dr. Christof Nesemeier, 20.000,00 €,
Stellvertretender Vorsitzender, Herr Gert-Maria Freimuth, 15.000,00 €
Mitglied, Herr Anton Breitkopf, 10.000,00 €

4.2. Nahestehende Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

5. Anzahl der Mitarbeiter

Die im Geschäftsjahr 2008 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter waren an folgenden Standorten beschäftigt:

2008 2007
Deutschland 259 259
Rumänien 675 543*
934 802

* Die Beteiligungen CILDRO SA und der CILDRO SERVICE Srl. wurden ab dem 01. Juli 2007 erstkonsolidiert.

6. Kosten der Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2008 erfasste Honorar beträgt 51,9 T€ und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfung.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezüglich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Operating Leasing.

9. Versicherung der gesetzlichen Vertreten

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzern so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahrs beschrieben sind.

Blomberg, 13. April 2009

Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender

Thorsten Duray

Volker Dietzel

Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2007

Gesamte Anschaffungs- und Herstellungskosten

TEUR
Zugänge des Geschäftsjahres

TEUR
Zugänge aus Erstkonsolidierung

TEUR
Umbuchung

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzesionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282 4 99 0 0
2. Geschäfts- oder Fimenwert 1.000 0 0 0 0
3. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 145 2.258 0 0 0
1.427 2.262 99 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.322 58 6.763 0 61
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.012 518 5.184 949 18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.450 142 36 23 199
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.031 1.223 87 - 971 0
37.815 1.941 12.070 0 277
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 63 0 0 0 63
3. Sonstige Ausleihungen 80 134 0 0 2
145 134 0 0 65
39.386 4.337 12.170 0 343
Währungskursdifferenzen

TEUR
Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe

TEUR
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres

TEUR
Buchwert am Ende des Vorjahres

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzesionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5 291 99 131 92
2. Geschäfts- oder Fimenwert 0 200 800 900 100
3. Konzern Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 2.403 145 0
5 491 3.302 1.176 192
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286 7.052 12.318 7.538 395
2. Technische Anlagen und Maschinen 328 13.745 11.227 6.170 1.495
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 6 5.926 520 435 96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 0 1.381 1.031 0
618 26.722 25.446 15.174 1.986
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 63 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 212 80 0
0 0 213 143 0
623 27.213 28.960 16.493 2.178

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2008

Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens

Gezeichnetes Kapital

T€
Kapitalrücklage

T€
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

T€
Stand 31. Dezember 2006 30 0 172
Konzernüberschuss 0 0 0
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 0 0 143
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge
Transaktionskosten 0 - 735 0
Steuervorteil 0 294 0
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 - 441 143
Erstkonsolidierung Blomberger Holzindustrie 0 0 0
Erstkonsolidierung CILDRO 0 0 0
Emissionserlös 750 5.250 0
Sacheinlage CILDRO 4.970 30 0
Sacheinlage Blomberger Holzindustrie 458 2.516 0
Stand 31. Dezember 2007 6.208 7.355 315
Konzernfehlbetrag 0 0 0
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 0 0 - 1.468
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 0 - 1.468
Ausschüttungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 6.208 7.355 - 1.153
Konzernergebnis

T€
Eigenkapital

T€
Minderheitenanteile

T€
Summe

T€
Stand 31. Dezember 2006 3.973 4.175 928 5.103
Konzernüberschuss 2.306 2.306 - 34 2.272
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 0 143 - 1 142
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge
Transaktionskosten 0 - 735 0 - 735
Steuervorteil 0 294 0 294
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 2.306 2.008 - 35 1.973
Erstkonsolidierung Blomberger Holzindustrie 0 0 - 898 - 898
Erstkonsolidierung CILDRO 0 0 429 429
Emissionserlös 0 6.000 0 6.000
Sacheinlage CILDRO 0 5.000 0 5.000
Sacheinlage Blomberger Holzindustrie 0 2.974 0 2.974
Stand 31. Dezember 2007 6.279 20.157 424 20.581
Konzernfehlbetrag - 200 - 200 - 101 - 301
Währungsdifferenz aus Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse 35 - 1.433 - 35 - 1.468
Insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge - 165 - 1.633 - 136 - 1.769
Ausschüttungen - 310 - 310 0 - 310
Stand 31. Dezember 2008 5.804 18.214 288 18.502

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2008

2008

T€
2007

T€
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen 1.280 3.606
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.932 2.178
- Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 0 - 50
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge - 346 - 1.095
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva - 416 - 2.274
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva - 936 - 1.723
- Gezahlte Ertragsteuern - 103 - 108
- Erhaltene Zinsen 44 21
- Gezahlte Zinsen - 1.295 - 1.247
\= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 160 - 692
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 1.057 - 1.945
+ Erlöse aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 50 277
- Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 125 - 134
+ Erlöse aus dem Abgang von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 38 65
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 1.094 - 1.737
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Börsengang) 0 6.000
- Dividenden - 310 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.184 2.416
- Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten - 2.081 - 2.500
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 1.207 5.916
Zahlungwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 2.141 3.487
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.607 120
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.466 3.607

Gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2008

Die Konzerngesellschaft hält folgende Beteiligungen:

Name Sitz Anteil

%
Eigenkapital

Ergebnis des Geschäftsjahres

S.C. CILDRO S.A. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 93,93 5.472.948,91 - 1.383.720,19
S.C. CILDRO SERVICES S.R.L. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 100,0 - 433.006,59 - 698.495,72
Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG Blomberg 99,4 1.553.970,63 - 49.741,67
S.C. DELIGNIT ROMANIA S.R.L. Drobeta Turnu Severin/ Rumänien 99,9 2.518.055,67 - 655.884,33
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Blomberg 100,0 98.619,48 445,91
OBO-Industrieanlagen GmbH Stadthagen 5,2 260.138,38 21.096,08

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von Delignit AG freiwillig aufgestellten IFRS Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Delignit AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des freiwillig aufgestellten IFRS Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der freiwillig aufgestellte IFRS Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem IFRS Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 14. April 2009

**Verhülsdonk & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Grote, Wirtschaftsprüfer