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Datron AG — Interim / Quarterly Report 2024
Sep 10, 2024
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Interim / Quarterly Report
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DATION

Vorwort
3 Vorwort
Konzern-Lagebericht
4 Konzern-Lagebericht
Halbjahresabschluss
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Konzern-Bilanz
16 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
17 Konzern-Anhang
24 Konzern-Anlagenspiegel
25 Konzern-Eigenkapitalspiegel
VORWORT
Sehr geehrte
Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte
Geschäftspartner, Freunde und Partner der DATRON AG,
wir freuen uns Ihnen den Halbjahresbericht 2024 der DATRON AG vorzustellen. In den vergangenen sechs Monaten haben wir in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Marktumfeld unsere strategischen Ziele konsequent weiterverfolgt und passable Ergebnisse erzielt. Diese wären ohne das Engagement unserer Mitarbeitenden, die Loyalität unserer Partner sowie das Vertrauen von Ihnen nicht möglich.
Auf übergeordneter Ebene waren es weiterhin geopolitische Unsicherheiten, Inflation und hohe Zinsen, die einen dämpfenden Effekt auf die allgemeine Wirtschaftslage bzw. Nachfrage nach Investitionsgütern hatten.
Die DATRON AG generierte im Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2024 einen Umsatz in Höhe von TEUR 30.759 (Vorjahreswert TEUR 32.046), einen Auftragseingang in Höhe von TEUR 26.674 (Vorjahreswert TEUR 32.537) und ein EBIT in Höhe von TEUR 2.169 (Vorjahreswert TEUR 3.033). Das Ergebnis je DATRON Aktie betrug EUR 0,41 (Vorjahreswert EUR 0,56 ).
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wurde mit der Ad-Hoc-Mitteilung vom 14.08.2024 für den DATRON Konzern im aktuellen Geschäftsjahr angepasst. Der DATRON Konzern rechnet nun im Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von rund EUR 58 Mio. bis EUR 63 Mio. sowie einem Auftragseingang in einer Spanne von rund EUR 53 Mio. bis EUR 60 Mio. Die geplante EBIT-Marge wird nun in einer Spanne von 5,0 \% bis 7,0 \% erwartet. Das geplante Ergebnis je DATRON Aktie beträgt zwischen EUR 0,40 und EUR 0,66 .
Wir danken Ihnen für Ihr anhaltendes Vertrauen in unser Unternehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vorstand der DATRON AG
Michael Daniel
Vorstandsvorsitzender (CEO)
Jonas Gillmann
Vorstand Technik
(CTO)
KONZERN-LAGEBERICHT DER DATRON AG
I Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell der DATRON Unternehmensgruppe
Die DATRON AG mit Sitz in Mühltal-Traisa ist auf die Entwicklung, Fertigung und den Verkauf von HighSpeed Fräsmaschinen, Präzisionsdosiermaschinen, Fräswerkzeugen, maßgeschneiderter Software sowie umfangreichen Kundendienstleistungen ausgerichtet. Die Fräsmaschinen von DATRON ermöglichen die genaue Bearbeitung von Materialien wie Aluminium und Verbundwerkstoffen mit hohen Geschwindigkeiten, während die Hochleistungs-Dosiermaschinen vor allem in der industriellen Dicht- und Klebetechnik zum Einsatz kommen. Das Angebot von DATRON wird durch selbst entwickelte und in-house geschliffene Fräswerkzeuge und ein breites Spektrum an Kundendienstleistungen, einschließlich Schulungen, technischer Service sowie den Verkauf von Zubehör und Ersatzteilen komplettiert.
DATRON setzt auf einen technologiegetriebenen Ansatz, der Innovation und kundenorientierte Lösungen betont. Rund $22 \%$ der Belegschaft sind direkt in technologischen Bereichen tätig, was das Unternehmen in die Lage versetzt, schnell auf Marktveränderungen und neue Verarbeitungsmethoden zu reagieren.
Im Bereich der Fräsbearbeitung, wo jede Anforderung einzigartige Herausforderungen mit sich bringt, hat sich DATRON durch seine langjährige Praxiserfahrung und sein modulares Produktangebot etabliert. Das Unternehmen bietet kundenspezifische Lösungen an, die von der 3-achsigen bis hin zur hochpräzisen oder kosteneffizienten Mehrachsenbearbeitung reichen. Die CNC-Fräsmaschinen von DATRON zeichnen sich durch ihre Robustheit, Langlebigkeit, intelligente Steuerung und modulares Zubehör aus. Insbesondere in Kombination mit den kleinen Werkzeugen von DATRON erzielen diese Maschinen ausgezeichnete Ergebnisse bei der Bearbeitung verschiedenster Materialien.
DATRON Fräsmaschinen überzeugen nicht nur in der Bearbeitung von Aluminiumplatten und -profilen, sondern auch bei der Umsetzung von komplexen Freiformen, anspruchsvollen 3D-Gravuren, hochglänzenden Oberflächen und bei der präzisen Kleinteilfertigung. Anwendungen aller Art werden mit hoher Qualität bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch ermöglicht. Zu den weltweit nachgefragten Modellen zählen die Maschinenlösungen DATRON neo, DATRON M8Cube und DATRON MLCube, ergänzt durch die industriefokussierte DATRON MXCube.
Seit über 30 Jahren entwickelt DATRON eigene Steuerungslösungen, wobei die Einführung der DATRON next Steuerungsgeneration im Jahr 2016 eine bedeutende Marktposition sicherte. Diese innovative Maschinensoftware ermöglicht die Bedienung aller DATRON Maschinentypen durch intuitive Wisch- und TouchGesten. Mit dem DATRONToolAssist, einem Werkzeugwechsler, der außerhalb des Bearbeitungsraums platziert ist, setzt das Unternehmen neue Standards in Bedienkomfort, Effizienz und Werkzeugmanagement.
Die DATRON Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 310 Mitarbeitende, nicht eingerechnet Vorstände und Auszubildende. Neben Standorten in Deutschland (DATRON AG und DATRON Tool Technology GmbH) werden Tochtergesellschaften in Frankreich (DATRON France SAS und DATRON Real Estate France SAS), Österreich (DATRON Austria GmbH), der Slowakei (DATRON-Technology s.r.o., einschließlich der mittelbaren Beteiligung in Tschechien) und Singapur (DATRON SEA Pte. Ltd.) unterhalten. Mit Ausnahme der Besitzgesellschaft DATRON Real Estate France SAS unterhalten alle Tochtergesellschaften unabhängige
Vertriebs- und Servicestrukturen.
Mit Wirkung zum 01. April 2024 erwarb die DATRON AG im laufenden Geschäftsjahr die Mehrheitsbeteiligung in Höhe von $51 \%$ an der DATRON DYNAMICS Inc. Diese Beteiligung wurde am 07. Juni 2024 durch einen weiteren Anteilserwerb in Höhe von $5 \%$ auf insgesamt $56 \%$ erhöht.
Die Konzernstruktur des DATRON Konzems stellt sich zum 30.06.2024 somit wie folgt dar:

Die DATRON Gruppe hat sich global etabliert, indem sie Industrieprodukte durch Direktvertrieb und über Handelspartner vermarktet und verkauft. Ihre Zielgruppen umfassen vor allem Fertigungsunternehmen, die Bauteile aus Aluminium, Komposit-Materialien und Kunststoff herstellen. Diese Teile finden in verschiedenen Branchen Verwendung, darunter die Elektro- und Automobilindustrie sowie der Werkzeug- und Formenbau. Auch in der Dentalindustrie hat sich DATRON mit seinen High-Speed Fräswerkzeugen als zuverlässiger Anbieter bewiesen. Das Produkt-Portfolio beinhaltet ebenso Nischenprodukte wie beispielsweise Dosiersysteme für Dicht- und Klebstoffe, die zu den erfolgreichen Technologie-Spezialisierungen gehören.
Dank der modularen Konzeption der DATRON Maschinen lässt sich eine spezifische Anpassung an die Bedürfnisse einzelner Kunden einfach umsetzen. Ihre innovative Konstruktion sorgt für eine hohe Energieeffizienz, was sie auch unter aktuellen energiewirtschaftlichen Bedingungen im Vergleich zu ähnlichen Maschinen kosteneffektiver macht.
Effizienz ist eine der zentralen Tugenden aller DATRON Technologie-Lösungen. Die Effizienz der Maschinen, gekennzeichnet durch ihren geringen Platzbedarf bei gleichzeitig großem Arbeitsbereich, hoher Leistungsfähigkeit und niedrigem Energieverbrauch, hat dazu beigetragen, dass die Bearbeitung von Aluminium in der Elektroindustrie sowie die Metall- und Kunststoffverarbeitung in verschiedenen Branchen zu den gewinnbringenden Hauptgeschäftsfeldern von DATRON zählen. DATRON Maschinen sind deutlich kompakter als die
großvolumigen Bearbeitungszentren der Marktbegleiter. Zu den weiteren technischen Alleinstellungsmerkmalen gehören unter anderem die Verwendung von Minimalmengenkühlschmierung mit Ethanol statt herkömmlicher Kühlmethoden, äußerst hohe Drehzahlen und der Einsatz kleiner Werkzeuge.
Seit ihrer Gründung Mitte 2018 konzentriert sich die DATRON Tool Technology GmbH innerhalb der DATRON Firmengruppe auf die Forschung, Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Diese Fokussierung spiegelt den zunehmenden Wert qualitativ hochwertiger Fräswerkzeuge im Portfolio des Gesamtunternehmens wider und adressiert die ambitionierten Ziele der DATRON AG. Dazu gehören die Verbesserung des internen technischen Wissens, die Festigung der Marktposition und die Erweiterung der Erfolge bei der Anmeldung von Patenten in der Sparte der High-Speed Zerspanungswerkzeuge. Bei der DATRON Tool Technology GmbH leisten Top-Experten mit umfassender Erfahrung in Fräs- und Schleiftechnologien einen wesentlichen Beitrag zum Nutzen der Kunden.
Die Expertise von DATRON im Segment der Zerspanungswerkzeuge beruht seit 1988 auf kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit, einschließlich der Zusammenarbeit mit namhaften Instituten wie dem PTW der TU Darmstadt und renommierten Partnern im Bereich der Schleiftechnik. Als zentrale Einheit der Unternehmensgruppe verbindet die DATRON Tool Technology GmbH Experten verschiedener Fachrichtungen an einem strategischen Knotenpunkt, um Synergien sowohl intern als auch mit externen Partnern zu fördern.
Seit der Firmengründung im Jahr 1969 hat sich DATRON, mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilie, von einem Auftragsentwickler zu einem Hersteller von Spezialmaschinen entwickelt und blickt auf eine beeindruckende Wachstumsgeschichte zurück. Herzstück von DATRON sind von jeher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auch zukünftig mit ihrem Fachwissen und ihrer hohen Einsatzbereitschaft die fortlaufende Innovationskraft des Unternehmens sichern. Das überwiegend positive Feedback der Kunden motiviert sie täglich, sich in ihren vielfältigen Tätigkeiten zu verbessern und neue Höchstleistungen zu erzielen.
Forschung und Entwicklung
Mit der technischen Fertigstellung des neuen DATRON evo 600 Dosiersystems konnte DATRON einen bedeutenden Meilenstein im Bereich Forschung \& Entwicklung passieren. Diese hochpräzise Dosieranlage setzt völlig neue Maßstäbe in der Dosiertechnologie. Ausgestattet mit einer zukunftsweisenden Pumpensteuerung und der bewährten DATRON next Steuerung liefert die DATRON evo 600 eine herausragende Dosierqualität bei einfachster Handhabung. Die Maschine zeichnet sich durch äußerst kurze Haupt- und Nebenzeiten sowie maximale Dosiergeschwindigkeiten aus. Anwender profitieren von erhöhter Produktivität und technischer High-Performance. Das ergonomische Maschinendesign und die intuitive Steuerung gewährleisten eine höchst bedienerfreundliche Nutzung. Dank der Möglichkeit zur schnellen Umrüstung auf eine kabinenlose Variante ist die DATRON evo 600 zudem hervorragend für die Integration in Automationsstraßen und somit für die industrielle Serienfertigung geeignet.
Im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr 2024 lag ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten am DATRON Hauptstandort auf der technischen Überarbeitung der Kompaktfräsmaschine DATRON neo, mit der sich das Unternehmen seit ihrer Einführung vor acht Jahren sehr erfolgreich am Markt etabliert hat. Durch eine umfassende Revision mit den Schwerpunkten Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, der Bearbeitungsgenauigkeit und Prozesssicherheit liefert die DATRON neo nun eine überragende Performance.
Bedeutende Fortschritte wurden auch in der elektronischen und mechanischen Weiterentwicklung der für alle
DATRON Maschinen relevanten Messtechnik erzielt. Dabei konnte die Präzision um das Fünffache gesteigert werden. Für den Kunden zahlt sich diese Verbesserung der Messtechnik einerseits in einer zuverlässigen Qualitätssicherung direkt im Bearbeitungsraum der Maschine und andererseits in präzisen Messwerten für Diagnosezwecke während Montage, Einrichtung und Service aus.
Organisatorisch verankerte der Unternehmensbereich Forschung \& Entwicklung im abgelaufenen Geschäftshalbjahr seine Teildisziplin Softwareentwicklung mit einer eigenständigen Produktverantwortung im Produktmanagement, um die große Bedeutung der Software als Innovationsmotor innerhalb des Unternehmens zusätzlich zu unterstreichen. Gleichzeitig wurden die Release-Zyklen der DATRON next Maschinensoftware von jährlich auf quartalsweise erhöht, so dass im Geschäftsjahr 2024 erstmals vier Hauptreleases der DATRON next Software auf den Markt kommen werden. Zielsetzung dabei ist eine noch schnellere und regelmäßige Verfügbarkeit von neuen DATRON next Mehrwerten für die Produktionsstätten der DATRON MaschinenKunden. Besonders wertvoll sind die damit einhergehenden Synergieeffekte, die gleichermaßen aus den Innovationen der Fräs- und der Dosiertechnologie in die Steuerungsentwicklung einfließen.
II Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gemäß dem Konjunkturbarometer des Branchenverbandes VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) vom 01. August 2024 gestaltet sich die Situation in Bezug auf den Auftragseingang in der Maschinenbaubranche im Geschäftsjahr 2024 weiterhin andauernd herausfordernd. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Minus von insgesamt $26 \%$ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von diesem Rückgang war das Inland mit einem Minus von $7 \%$ weniger stark betroffen als das Ausland, das ein Minus von $33 \%$ verzeichnen musste.
Als Indikator für den Ausblick nennt der VDW den Auftragseingangsrückgang des Monats Juni um 39 \% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Reduzierung relativiert sich durch die Feststellung, dass der Vorjahreszeitraum eine hohe Basis darstellt. Er war der stärkste Monat des vergangenen Jahres. Gleichzeitig ist jedoch evident, dass eine Trendumkehr in der Branche noch nicht in Sicht ist. Die Inlandsbestellungen im Juni sanken um $16 \%$, während die Bestellungen aus dem Ausland um $47 \%$ einbrachen. Hierbei fällt mit $55 \%$ der Euroraum stärker als der Nichteuroraum mit minus $40 \%$ ins Gewicht.
Die Umsätze gingen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 um insgesamt $8 \%$ zurück. Der Juni verzeichnet hier ein Minus von $2 \%$ knapp unter dem Vorjahresniveau.
Ein wachsender Teil der Branchen-Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, die Produktion angesichts deutlich sinkender Bestelleingänge durch Auftragsbestände ausreichend abzupuffern. So klagten im April dieses Jahres $40 \%$ der Unternehmen über zu hohe technische Kapazitäten.
Die im gesamtwirtschaftlichen Kontext des Branchenumfeldes beobachtbaren Auswirkungen sind in der Entwicklung der ersten Geschäftsjahreshälfte ebenfalls im DATRON Konzern erkennbar. Dieser kann sich im ersten Halbjahr 2024 beim Umsatz, trotz einer Verringerung um $4 \%$, als auch beim Auftragseingang mit einer Reduzierung von $18 \%$ moderat positiv von den negativen Entwicklungen der Branche absetzen.
Geschäftsverlauf der DATRON Unternehmensgruppe
Der DATRON Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 fußte unter anderem auf den festgelegten Zielmärkten, Wettbewerbsstrategien und Investitionsentscheidungen. Zentrale Aspekte waren dabei die Marktpositionierung, die Innovationsfähigkeit und das Risikomanagement, um den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des DATRON Konzerns zu sichern. Zu den konkreten strategischen Zielsetzungen gehörte dabei der Erwerb von mittlerweile $56 \%$ der Unternehmensanteile am früheren langjährigen Vertriebspartner DATRON Dynamics Inc. in den USA. Die Umsetzung dieses Plans zum 1. April 2024 gehört zu den außerordentlichen Meilensteinen der Unternehmensgeschichte.
Über ein Vierteljahrhundert der gemeinsamen Geschäftstätigkeit wurden aus Handelspartnern enge Vertraute. Die Hauptbeweggründe für dieses nachhaltige M\&A-Projekt waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die sich daraus für den DATRON Konzern ergeben werden. Die USA sind nach Deutschland der zweitgrößte Einzelmarkt für die Vermarktung aller DATRON Technologien. In Kombination mit den zahlreichen synergetischen Effekten innerhalb der DATRON Organisation, die dieser Kauf für das Unternehmen mit sich bringt, kommt mit dieser neuesten Tochtergesellschaft im DATRON Konzern geografisch wie auch buchhalterisch zusammen, was schon immer zusammengehörte. Die langjährigen Beziehungen zu Kunden und Entscheidern an der Ostund Westküste gepaart mit dem unternehmerischen Teamgeist des US-Managements wurden als ideale Voraussetzungen für die Wachstumspläne des DATRON Konzerns in den kommenden Jahren angesehen.
Bezüglich seiner weltweiten Markt-Aktivitäten bot das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 dem DATRON Konzern eine Vielzahl von internationalen Fachveranstaltungen und Messen. Die DATRON AG, ihre Tochterunternehmen und Vertriebspartner nutzten diese Gelegenheiten, um sich ihren Zielgruppen vor Ort mit DATRON Lösungen unter Live-Bedingungen zu präsentieren. Den Auftakt machte im Februar die SamuExpo im italienischen Pordenone, gefolgt vom traditionellen DATRON Sales Partner Meeting. Rund 20 Vertreter von Tochter- und Partnerunternehmen trafen sich in diesem Jahr in Darmstadt, um das Netzwerk untereinander zu stärken, die neuesten DATRON Produktinnovationen kennenzulernen und ihr Verständnis über das bewährte Produktportfolio zu vertiefen.
Im März folgte die MESCPE, die mittlerweile bedeutendste Messe für die Fertigungsindustrie in Italien. Die DATRON AG nutzte diese Plattform, um ausgewählte und weltweit bewährte Maschinen- und Werkzeug-Highlights für das italienische Fachpublikum zu präsentieren. Im gleichen Monat standen DATRON Produktionslösungen auch auf der Techni-Show im niederländischen Utrecht und auf der Global Industrie in Paris im Fokus.
Der Folgemonat April wartete ebenfalls mit zahlreichen weltweiten Gelegenheiten zur aktiven Marktbearbeitung auf. Gemeinsam mit seinen Vertriebspartnern und affiliierten Unternehmen konnte der DATRON Konzern auf der Advanced Machine Tools in Barcelona, auf der MACH in Birmingham, auf der Australian Manufacturing Week (AMW) in Sydney und auf der Intertool in Wels, Österreich, seine Technologiekompetenzen unter Beweis stellen. Den Abschluss des Aprils bildete die zweitägige Inhouse-Veranstaltungsreihe bestehend aus DATRON Tech Day und DATRON Open House. Die beiden Events richteten sich an Partnerfirmen, Anwender, Entscheider und Geschäftsführer aus den Kunden- und Interessenten-Zielgruppen gleichermaßen. Wie in der Vergangenheit erfolgreich erprobt, präsentierte ein gemischtes DATRON Team aus unterschiedlichen Fachabteilungen im DATRON Technologiezentrum und in der DATRON Tech Academy am Hauptstandort Mühltal die neuesten Produktentwicklungen und alle bewährten Lösungen rund um die DATRON Fräs- und Dosiertechnik
Absolutes Highlight war die öffentliche Enthüllung der brandneuen Dosiermaschine DATRON evo 600 vor Fachpublikum, einhergehend mit dem Markstart in Deutschland. Die Resonanz der Fachleute auf die Vorstellung der DATRON evo 600 war äußerst positiv und gab den verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen einen
Vorgeschmack auf das erwartete wohlwollende Feedback auf den kommenden Fachmessen. Darüber hinaus wurde das Maschinendesign der DATRON evo 600 im Frühsommer mit dem weltweit renommierten Red Dot Design Award 2024 ausgezeichnet. Für DATRON ist das der siebte Red Dot Award für herausragendes InhouseIndustriedesign seit dem Start seines Maschinenbau-Segments.
Im Rahmen der Aktivitäten zur Berufsorientierung für Schüler und Studenten nutzte das DATRON Team aus Unternehmenskommunikation und Personalwesen den Tech Day erneut als Plattform, um insbesondere Teenager für eine technische Berufsausbildung zu begeistern.
Der Monat Mai bot für den DATRON Konzern weitere vielfältige Messe-Auftritte in Europa. DATRON Maschinen- und Werkzeug-Technologien wurden erfolgreich auf der ELMIA im schwedischen Jönköping, auf der Maakindustrie Expo im niederländischen Hardenberg, auf der baltTECHNICA im litauischen Vilnius und während des DATRON Technologie Seminars im tschechischen Brünn eindrucksvoll - selbstverständlich live unter Span - demonstriert.
Den Messe-Auftakt für den Monat Juni machte für DATRON die ITM Industry Europe/MACHTOOL im polnischen Poznań gefolgt von der BIEHM im spanischen Bilbao und der CIMES in Schanghai.
DATRON stellte die Leistungsfähigkeit der DATRON evo 600 Dosieranlage auf der internationalen Fachmesse „The Battery Show" auf seiner Messe-Präsenz Ende Juni mit Live-Demos zur Schau und brachte damit das Fachpublikum in Stuttgart zum Staunen. Das erste Geschäftshalbjahr 2024 schloss die DATRON AG mit der ordentlichen Hauptversammlung ab. Diese Veranstaltung wurde wie im Vorjahr digital abgehalten und aus der DATRON Tech Academy per Livestream an die teilnehmenden Aktionäre übertragen.
Verkaufsseitig bewegte sich DATRON im ersten Halbjahr 2024 vor allem im Bereich Maschinensysteme annähernd auf Vorjahresniveau. Der Schwerpunkt, der im ersten Halbjahr 2024 verkauften rund 110 Maschinen, lag im Bereich der industriellen CNC-Frästechnologie mit knapp 40 Maschinen der Baureihen DATRON M8Cube und DATRON MLCube und über 50 DATRON neo Kompaktfräsmaschinen. Die drei Geschäftsfelder CNC-Fräsmaschinen, DATRON Dosiermaschinen, sowie Dental-CAM Fräs-/Schleifmaschinen sind in dem Geschäftsbereich DATRON Maschinensysteme zusammengefasst.
In der nachfolgenden Tabelle werden die einzelnen Geschäftsbereiche inklusive der Vorjahreswerte und der prozentualen Veränderung im Hinblick auf Umsatz und Auftragseingang dargestellt.
| Umsatz TEUR |
Auftragseingang TEUR |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| $\begin{gathered} 2024 \ (1 \mathrm{HJ}) \end{gathered}$ | $\begin{gathered} 2023 \ (1 \mathrm{HJ}) \end{gathered}$ | in \% | |||
| DATRON Maschinensysteme | 18.132 | 19.291 | $-6 \%$ | 13.832 | 19.391 |
| CNC/Dental Fräswerkzeuge | 5.980 | 6.133 | $-2 \%$ | 5.786 | 6.341 |
| Service und Sonstige | 6.647 | 6.622 | $0 \%$ | 7.056 | 6.805 |
| Gesamt | 30.759 | 32.046 | $-4 \%$ | 26.674 | 32.537 |
Im After Sales-Umsatzbereich „Service und Sonstige" sind in dieser Darstellung auch die sonstigen Erlöse gem. BilRUG in Höhe von T€ 390 inkludiert. Bei den Auftragseingängen werden diese sonstigen Erlöse jedoch nicht erfasst. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug (bereinigt um diesen BilRUGEffekt) in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 demnach 0,88 (Vorjahreswert 1,03).
Die regionale Herkunft des Umsatzes bzw. Auftragseingangs im Berichtszeitraum (Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres in Klammern) zeigte zum 30.06.2024 folgendes Bild:
| 2024 (2023) | Deutschland | EU | USA/Kanada | Sonstige |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | $48 \%(47 \%)$ | $33 \%(30 \%)$ | $8 \%(11 \%)$ | $11 \%(12 \%)$ |
| Auftragseingang | $39 \%(45 \%)$ | $37 \%(36 \%)$ | $12 \%(11 \%)$ | $12 \%(8 \%)$ |
Insgesamt entwickelte sich der DATRON Konzern auf allen Ebenen positiv. Weiterhin ist besonders der Auftragseingang an großvolumigen Maschinensystemen, national wie international, hervorzuheben.
3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
a) Ertragslage
Die Umsatzerlöse verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum um insgesamt T€ 1.287 (-4,0 \%). Diese Reduzierung untergliedert sich in einen Rückgang der Umsatzerlöse im Inland um T€ 291 sowie im Ausland von T€ 996. Im Produktbereich resultiert die Reduzierung der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Maschinensystemen in Höhe von T€ 1.159 (-6,0 \%) sowie gesunkenen Erlösen im Bereich der Fräswerkzeuge in Höhe von T€ 153 (-2,0 \%). Dem gegenüber stehen um T€ 25 (+0,4 \%) gestiegene Erlöse im Bereich After Sales Service (inklusive der sonstigen BilRUG-Erlöse).
Die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrugen T€ -487.
Die Gesamtleistung in Höhe von T€ 30.272 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.621 (-8,0 \%).
Die sonstigen betrieblichen Erlöse befinden in Höhe von T€ 68 auf Vorjahresniveau und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie Erlöse aus dem Verkauf von Anlageabgängen.
Bezogen auf die Umsatzerlöse lag die um die Bestandsveränderungen bereinigte Materialquote bei 40,3 \% (Vorjahr 41,4 \%).
Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 183 (+1,6 \%) und befindet sich somit annähernd auf Vorjahresniveau. In Relation zu den Umsatzerlösen betrug die Personalquote rund 35,9 \% (Vorjahr 33,9 \%).
Die Aufwendungen für Abschreibungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um T€ 43 (-7,2 \%). Die Aufwendungen beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände, auf Sachanlagen und die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter.
Die Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigerte sich insgesamt um T€ 372 (+8,5 \%).
Dies ist im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Miet- und Mietnebenkosten um T€ 209, eine Steigerung der EDV-Kosten um T€ 144, erhöhte Werbe- und Reisekosten um T€ 47, eine Steigerung der KFZ-Kosten um T€ 33 sowie gestiegene Kosten für Versicherungen um T€ 16. Dem gegenüber stehen geringere Kosten für sonstige verschiedene Aufwendungen in Höhe von T€ 77. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 15,4 \% in Relation zu den Umsatzerlösen (Vorjahr 13,6 \%).
Insgesamt kann der DATRON-Konzern für den Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss von in Höhe von T€ 1.646 (Vorjahr T€ 2.253) ausweisen.
b) Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 10.670 (+50,4 \%). Diese Steigerung untergliedert sich in eine Erhöhung der Immateriellen Vermögensgegenstände um T€ 1.151, maßgeblich begründet durch die Aktivierung eines Geschäfts- und Firmenwertes im Rahmen der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft DATRON Dynamics Inc. sowie eine Steigerung der Sachanalagen um T€ 9.519. Diese ist vor allem auf die Erhöhung der geleisteten Anzahlungen für Grundstücke und Gebäude zur Errichtung des zukünftigen Hauptstandortes in Höhe von T€ 9.710 zurückzuführen. Dem entgegen steht die Verringerung der Restbuchwerte für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten in Höhe von T€ 67, für technische Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 50 sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 74. Im Saldo derVeränderung der Restbuchwerte sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 548 enthalten.
Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen / AHK Sachanlagen) betrug 25,8 \%. Die Abschreibungsquote (Abschreibungen auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter / AHK Sachanlagen) betrug 1,3 \%.
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um insgesamt T€ 624 (-1,8 \%). Dies untergliedert sich in eine Erhöhung des Vorratsvermögens in Höhe von T€ 3.948 sowie der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 74 bei gleichzeitiger Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.275 sowie des Bestandes der liquiden Mittel um T€ 371. Innerhalb des Vorratsvermögens steht der Zunahme des Bestandes an Fertigerzeugnissen (+T€ 3.091) sowie den geringeren erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (-T€ 1.925), eine Verminderung der geleisteten Anzahlungen (-T€ 360), der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (-T€ 144) sowie der unfertigen Erzeugnisse (-T€ 564) gegenüber.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im Geschäftsjahreshalbjahr um T€ 86 (+ 26,9 \%) auf T€ 568 und die Position der aktiven latenten Steuern betrugT€ 577.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung erhöhte sich um T€ 86 (+T€ 17,9 \%), bedingt durch eine Erhöhung der verpfändeten Finanzanlagen in Höhe von T€ 52 bei gleichzeitiger Reduzierung der saldierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 34.
Der laufende Kapitalbedarf der Konzernunternehmen bleibt im Wesentlichen eigenfinanziert. Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 14.704 Diese begründen sich in Höhe von T€ 14.656 auf die Finanzierung des Neubaus der Firmenzentrale und eine Darlehensaufnahme einer ausländischen Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 48.
Die Rückstellungen verringerten sich um insgesamt T€ 213. Der Reduzierung der Steuerrückstellungen um T€ 581 steht eine Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um T€ 368 gegenüber. Die sonstigen Rückstellungen betrafen Personal und Steuern, Gewährleistungsverbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Aufwendungen im
Rahmen der Auflösung von Miet- und Dienstleistungsverträgen.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um T€ 10.233 (+100,5 \%). Diese Steigerung untergliedert sich in eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 8.846, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 451 sowie der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 936. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten gründet sich im Wesentlichen auf die Dividendenzahlung in Höhe von T€ 796 .
Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 10.503 (+ 18,6 \%) auf T€ 67.100.
Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Anzahlungen für Bauten auf eigenen Grundstücken sowie Ersatzinvestitionen bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen.
Die Finanzpolitik und die Liquiditätssituation des DATRON Konzerns sind darauf ausgerichtet, alle Verpflichtungen stets termingerecht und gegebenenfalls unter Skontoabzug zu erfüllen. Die Finanzierung der Neubaukosten ist vollumfänglich durch entsprechende fristenkongruente Eigen- und Fremdmittel gesichert.
4. Gesamtaussage
Insgesamt hat sich die VFE (Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage) des DATRON Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahrhalbjahr 2024 im Rahmen der Prognoseerwartungen entwickelt. Die dem Kapitalmarkt kommunizierten Planwerte im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragslage konnten planmäßig erreicht werden. In der ersten Geschäftsjahreshälfte 2024 zeigten sich auf Quartalsebene zyklische Schwankungen der Umsatz- und Ertragslage, welche aber als durchaus charakteristische saisonale Einflüsse für den Geschäftsverlauf des DATRON Konzerns innerhalb eines Kalenderjahres angesehen werden.
5. Prognosebericht sowie Chancen und Risiken
Gemäß der Veröffentlichung des Branchenverbandes VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) vom 16.07.2024, wurde laut der aktuellen Sommerprognose von Oxford Economics die globale Wachstumsrate von 2,4 auf 2,6 \% leicht angehoben. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 wird nur mit einer allmählichen Stabilisierung gerechnet. Hingegen wird für 2025 eine spürbare und regional breiter abgestützte konjunkturelle Erholung prognostiziert, die in einen Aufschwung bis 2026 hineinmündet. Der VDW gründet seine Zuversicht, dass sich die Auftragslage in der zweiten Jahreshälfte erholen könnte, unter anderem auf folgende Indikatoren: gesunkene Inflation, niedrigere Energiepreise sowie die Aussicht auf erste Zinsschritte.
Für die DATRON Gruppe ergeben sich für das zweite Halbjahr 2024, trotz des angespannten gesamtwirtschaftlichen Kontextes, Chancen, weiter Marktanteile mit den industriefokussierten Maschinensystemen DATRON MXCube, DATRON M8Cube und DATRON MLCube auszubauen und dem Branchentrend zu trotzen. Aufgrund branchenuntypischer kurzer Lieferzeiten des breiten Produktspektrums mit hohem industriellem Fokus erreicht der Konzern auch in neuen Kundensegmenten hohe Aufmerksamkeit. Unter der Voraussetzung, dass sich sowohl die gesamtwirtschaftliche Lage nicht weiter eintrübt, die globalen Lieferketten trotz bekannter und gegebenenfalls neuer geopolitischer Risiken aufrechterhalten werden und die Materialpreisentwicklung nach den erheblichen Steigerungen der vergangenen Jahre weitestgehend stabil bleibt, geht der DATRON Konzern für das gesamte Geschäftsjahr von einem Umsatz in einer Spanne von rund EUR 58 Mio. bis EUR 63 Mio., sowie einem Auftragseingang in der Bandbreite von rund EUR 53 Mio. bis EUR 60 Mio. und einer EBIT
Marge zwischen $5 \%$ und $7 \%$ aus.
Ba. Risikoberichterstattung
Der unternehmensweiten Risikobegrenzung (IKS) misst die DATRON Gruppe einen hohen Stellenwert bei. Das Risikomanagement der DATRON Gruppe hat das Ziel, potenzielle Risiken sehr frühzeitig zu identifizieren, zu klassifizieren und systematisch zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Zur Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken wird ein wöchentliches Risikomanagementsystem mit einer aussagekräftigen Analyse der wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz genutzt. Abweichungen und Besonderheiten werden dadurch zeitnah festgestellt und unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Operative Risiken, die in den Bereichen Einkauf, Produktion, Service, Logistik und F\&E möglicherweise entstehen können, werden durch Kontrollmechanismen des Qualitätsmanagementsystems (QM) der DATRON AG frühzeitig erkannt und offengelegt, so dass ein rasches Handeln und Gegensteuern ermöglicht wird. Das QM-System sichert zudem einen gleichbleibenden Standard des Workflows. Die gleichbleibende Qualität der Produkte und des Service der DATRON AG wird dadurch sichergestellt.
Darüber hinaus räumt die DATRON Gruppe dem Forderungsmanagement und der Planung der Liquiden Mittel höchste Priorität ein. Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für die sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da die Geschäfte der DATRON Gruppe weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der Liquiden Mittel erfolgt wöchentlich mit rollierenden 3-Monats-Forecasts.
Die DATRON Gruppe wird sich auch in Zukunft auf die permanente Optimierung des Risikomanagements konzentrieren.
bb. Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferrisiken
Preisänderungsrisiken, denen teils auch nur bedingt begegnet werden kann, bestehen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf. Allerdings werden absehbare Lieferkontingente und Produkte teilweise durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert. Die DATRON AG überprüft zudem regelmäßig die Bonität der ALieferanten und vergrößert die Zuliefererbasis, um dem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie dem Qualitätsstandard der DATRON AG gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.
Mühltal, den 04. September 2024
gez. Dipl. Kfm. (FH) Michael Daniel
Vorstandsvorsitzender (CEO)
gez. Jonas Gillmann
Vorstands Vorsitzender (CTO)
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2024
DATRON AG, Mühltal | vom 01.01. bis 30.06.2024
| Jahresüberschuss | TEUR 1.646 |
|---|---|
| - Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 548 |
| - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | $-4$ |
| - Zuführung zu Rückstellungen | 1.681 |
| - Auflösung von Sonstigen Rückstellungen | $-1$ |
| - Cash wirksamer Verbrauch der Sonstigen Rückstellungen | $-1.313$ |
| - Zunahme der Vorräte | $-3.910$ |
| - Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte | $-1.925$ |
| - Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.276 |
| - Zunahme der Sonstigen Vermögensgegenstände | $-74$ |
| - Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 450 |
| - Zunahme anderer Aktiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | $-458$ |
| - Zugang anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 1.302 |
| - Zinserträge | $-119$ |
| - Zinsaufwendungen | 75 |
| - Ertragssteueraufwand | 456 |
| - Ertragssteuerzahlungen | $-1.036$ |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.594 |
| - Auszahlungen für erstellte Demomaschinen des Vorratsvermögens | $-38$ |
| - Auszahlungen für Investitionen in Gebäude | $-9.711$ |
| - Auszahlungen für sonstige Gegenstände des Sachanlagevermögens | $-312$ |
| - Erhaltene Zinsen | 119 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | $-9.942$ |
| - Auszahlungen an Aktionäre | $-796$ |
| - Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 8.888 |
| - Auszahlungen aus derTilung von Krediten | $-41$ |
| - Gezahlte Zinsen | $-75$ |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.976 |
| Summe der Cashflows | $-372$ |
| - Finanzmittelfonds am 01.01.2024 | 5.563 |
| Finanzmittelfonds am 30.06.2024 | 5.191 |
KONZERN-BILANZ
DATRON AG, Mühltal | zum 30.06.2024
| AKTIVA | 30.06.2024 EUR |
|---|---|
| A. Anlagevermögen | |
| I. Immatarielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.255.597,92 |
| 1.255.597,92 | |
| II. Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.360.813,16 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 791.729,58 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.292.974,73 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 25.131.600,15 |
| 30.576.917,62 | |
| 31.832.515,54 | |
| B. Umlaufvermögen | |
| I. Vorräte | |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.489.101,89 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 4.665.236,82 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 9.502.071,03 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 292.661,00 |
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | $-1.135.056,69$ |
| 21.814.014,05 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.175.639,44 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.224.259,64 |
| 6.399.899,09 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 5.191.467,06 |
| 33.405.380,19 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 716.863,05 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 568.112,28 |
| E. Aktive latente Steuern | 577.120,00 |
| 67.099.991,06 |
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Eigene Anteile
Eingefordertes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen
- Gesetzliche Rücklage
- Andere Gewinnrücklagen
- $34328.599,88$
- Konzernbilanzgewinn
VI. Nicht beherrschende Anteile
B. Rückstellungen - Steuermückstellungen
- Sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
| 1. | Verbindungskeilen gegenüber Kreditinstituten | |
|---|---|---|
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | € | 798 (VJ:TE 8) |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | € | 3.658.953 (VJ:TE 2.616) |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | € | 1.925.664 (VJ:TE 1.090) |
| - davon aus Steuern: | € | 92.710 (VJ:TE 309) |
| 318.453,41 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten |
| 30.06.2024 EUR | 31.12.2023 EUR |
|---|---|
| 4.000.000,00 | 4.000.000,00 |
| -21.576,00 | -21.576,00 |
| 3.978.424,00 | 3.978.424,00 |
| 9.343.750,00 | 9.343.750,00 |
| 227.455,36 | 227.455,36 |
| 28.422.571,48 | 24.622.346,24 |
| 28.660.026,84 | 24.859.801,60 |
| -18.290,58 | 0,00 |
| 1.562.846,72 | 4.535.152,60 |
| -417.850,45 | 201.859,41 |
| 43.108.906,53 | 42.918.987,61 |
| 0,00 | 580.599,31 |
| 3.259.211,14 | 2.891.512,57 |
| 3.259.211,14 | 3.472.111,88 |
| 3.259.211,14 | 2.891.512,57 |
| 14.703.802,27 | 5.857.280,88 |
| 3.658.953,38 | 3.208.469,20 |
| 2.050.664,33 | 1.114.434,64 |
| 20.413.419,98 | 10.180.184,72 |
| 318.453,41 | 25.615,86 |
| 67.099.991,06 | 58.596.900,07 |
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
DATRON AG, Mühltal | zum 30.06.2024
| 01.01.2024 - 30.06.2024 EUR |
01.01.2023 - 30.06.2023 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 30.759.263,81 | 32.045.601,24 |
| 2. Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | $-486.956,44$ | 847.442,59 |
| 3. Aktivierte Eigenleistungen | 40.000,00 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | $68.275,37$ | 70.713,96 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | $-11.454 .671,06$ | $-13.559 .983,99$ |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | $-439.287,52$ | $-565.499,00$ |
| 6. Personalaufwand | $-11.893 .958,58$ | $-14.125 .482,99$ |
| a) Löhne und Gehälter | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | $-9.194 .422,28$ | $-9.073 .404,10$ |
| davon für Altersversorgung: $€ 31.763,67$, im Vorjahr T€ 44 | $-1.835 .304,92$ | $-1.773 .016,81$ |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | $-11.029 .727,20$ | $-10.846 .420,91$ |
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | $-548.039,60$ | $-590.680,99$ |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | $-4.740 .176,74$ | $-4.368 .002,05$ |
| 9. EBIT | 2.168.680,62 | 3.033.170,85 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanlagevermögens | 103.511,03 | 22.507,79 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 124.676,23 | 189.613,87 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | $-101.427,18$ | $-39.327 .34$ |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $-177.527,88$ | $-7.571,73$ |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | $-455.786,98$ | $-930.977,01$ |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 1.662.125,84 | 2.267.416,43 |
| 16. Sonstige Steuern | $-16.104,95$ | $-14.085,04$ |
| 17. Jahresüberschuss | 1.646.020,89 | 2.253.331,39 |
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.535.152,60 | 4.149.991,57 |
| 19. Gewinnausschüttung | $-795.684,80$ | $-791.721,80$ |
| 20. Einstellung in Gewinnrücklagen | $-3.800 .000,00$ | $-3.300 .000,00$ |
| 21. Nicht beherrschende Anteile | $-22.641,97$ | $-56.034,79$ |
| 22. Bilanzgewinn | 1.562.846,72 | 2.255.566,37 |
KONZERN-ANHANG
DATRON AG, Mühltal | zum 30.06.2024
DATRON AG
Sitz:
In den Gänsäckern 5
64367 Mühltal
Registergericht Darmstadt
HRB 86874
Konsolidierungsgrundsätze
Allgemeine Grundsätze
Gemäß § 297 HGB, § 18 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:
- Konzernstichtag ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB der Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft. Grundlage für die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilden die zum 30.06.2024 nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Abschlüsse dieser Unternehmen.
- Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, wobei die Bewertung dem Grundsatz der „Einheitlichen Bewertung" nach § 308 HGB folgt.
- Die Konsolidierung erfolgt unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 bis 315 a HGB.
- Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 HGB.
- Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen sind gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegenseitig aufgerechnet.
- Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt in Einklang mit §305 Abs. 1 HGB.
- Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 298 ff HGB aufgestellt.
- Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Übereinstimmung mit den $\S \S 242$ bis 256 und 264 bis 286 HGB sowie 150 ff. AktG aufgestellt.
- Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren und § 158 AktG.
- Die Währungsumrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt in Übereinstimmung mit § 308 a HGB.
- Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 01.01.2017.
- Die Vorjahreswerte der Bilanz beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023.
- Die Vorjahreswerte der GUV beziehen sich auf den Vergleichszeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2023.
Konsolidierungskreis
Die in diesen Konzernabschluss neben der Muttergesellschaft auf Grundlage der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind in nachfolgender Aufstellung aufgeführt:
| Name der Gesellschaft | Sitz | Stammkapital | Anteil in \% |
|---|---|---|---|
| DATRON France SAS | 3610 route d'Albertville 74320 Sevrier Frankreich | € 46.250,00 | $80 \%$ |
| DATRON Austria GmbH | Ramsau 149 8972 Ramsau am Dachstein Österreich |
€ 35.000,00 | $80 \%$ |
| DATRONToolTechnology GmbH | Am Raupenstein 12 64678 Lindenfels Deutschland | € 100.000,00 | $80 \%$ |
| DATRON Technology s.r.o | A. Hlinku2 96212 Detva Slowakei |
€ 10.000,00 | $80 \%$ |
| DATRON Real Estate France SAS | 3610 route d'Albertville 74320 Sevrier Frankreich | € 100.000,00 | $100 \%$ |
| DATRON SEA Pte. Ltd. | 25 International Business Park #03-79 German Centre Singapore (609916) |
SGD 100.000,00 | $100 \%$ |
| DATRON Dynamics Inc. | 115 Emerson Road Milford 03055, NH USA |
USD 15.000,00 | $56 \%$ |
Die DATRON Technology s.r.o. ist mit einer Anteilsquote von $100 \%$ an der DATRON Technology s.r.o. Tschechien, beteiligt. Daher hält die DATRON AG an dieser Gesellschaft einen mittelbaren Anteil von $80 \%$. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt CZK 10.000. Die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz dieser Gesellschaft sind in der DATRON Technology s.r.o. (SVK) konsolidiert.
Der Erwerb der Anteile an der DATRON Dynamics Inc. erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Beachtung des § 301 HGB. Die Gesellschaft DATRON Dynamics Inc. ist mit Wirkung zum 01.04.2024 eine Tochterunternehmung der DATRON AG.
A. Aktivseite der Bilanz
- Der Ausweis des Anlagespiegels bzw. Anlagegitters erfolgt in der Anlage zum Anhang.
- Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den An-schaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Es wurde haupt sächlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Bei den Anlagegütern der EDV-Hardware und Software wurde ab dem Geschäftsjahr 2021 eine einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Sachanlagen enthalten T€ 25.132 (T€ 14.265) an Investitionen in Grundstücke und Gebäude.
- Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Einklang mit § 253 Absatz 1 HGB i.V.m. § 255 Absatz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips und der Grundsätze der verlustfreien Bewertung. Dabei kommt das gleitende Durchschnittsverfahren zur Anwendung. Hierbei enthalten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten die angemessenen und notwendigen Fertigungs- und Material
gemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch sachgerechte Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden analog der Verfahrensweise in Vorjahren nicht berücksichtigt.
4. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.176 (VJT€ 9.451) sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Der nach Abzug der zweifelhaften Forderungen verbleibende Gesamtbetrag in Höhe von T€ 5.279 (VJT€ 9.547) wurde aus diesem Grunde zusätzlich einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 103 (VJT€ 96) unterzogen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist geringer als ein Jahr.
5. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet worden
6. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 1.224 (VJT€ 1.150) beinhalten debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 396 (VJT€ 15), Forderungen aufgrund von Steuervorauszahlungen in Höhe von T€ 205 (VJT€ 0), Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 183 (VJT€ 12), Forderungen aus Kundenzahlungen T€ 83 (VJT€ 91), Forderungen gegeüber Personal in Höhe von T€ 50 (VJT€ 50), Forderungen aus Kautionszahlungen in Höhe von T€ 44 (VJT€ 44) sowie verschiedene sonstige Forderungen in Höhe von T€ 263 (VJ T€ 938). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen.
7. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen in Höhe von T€ 44.
8. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt.
9. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen.
10. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB sind für die Altersversorgungsverpflichtungen der Rückstellungswert und das Vermögen der Rückdeckungsversicherung zu saldieren, sofern die Vermögensgegenstände dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die Vermögenswerte sind hierbei mit ihrem Zeitwert anzusetzen. Übersteigt der Zeitwert der Vermögensgegenstände die Höhe der Verpflichtungszusage, ist der übersteigende Betrag als aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auszuweisen.
11. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß 246 Abs. 2 Satz 3 HGB setzt sich per 30.06.2024 wie folgt zusammen:
| 30.06.2024 TEUR |
31.12.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aktivseite | ||
| Finanzdepot, verpfändet zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen gemäß $\$ 246$ Abs 2 HGB | 1.515 | 1.413 |
| Anschaffungskosten zum 30.06.24 =T€ 1.185 | ||
| Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 93 | 89 |
| Deckungsvermögen Rückdeckungsversicherung für Zeitwertkonten mit Garantie gem. $\$ 246$ Abs. 2 HGB | 374 | 428 |
| Saldo Aktivseite | 1.982 | 1.930 |
| Passivseite | ||
| Pensionsrückstellung gem. BilMoG zum 30.06.2024 | 1.040 | 1.020 |
| Rückstellung aus Verpflichtungen aus Zeitwertkonten | 374 | 428 |
| Summe der Erfüllungsbeträge der Schulden | 1.414 | 1.448 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 568 | 482 |
B. Passivseite der Bilanz
- Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens i.H. v. $€ 4.000 .000,00$ ist zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus 4.000.000 Stückaktien zum Nennwert von je einem Euro.
- Die Konzernergebnisverwendung ist in dem Konzern-Eigenkapitalspiegel per 30.06.2024 als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.
- Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der DATRON AG vom 30.06.2023 wird der Vorstand des Mutterunternehmens ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29.06.2028 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, ein- oder mehrmalig, um insgesamt bis zu $€ 2.000 .000,00$ zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
- Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| 30.06.2024 TEUR |
31.12.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalverpflichtungen | 1.400 | 1.201 |
| Garantieleistungen | 696 | 522 |
| Bewertungsabschläge | 330 | 228 |
| Noch nicht berechnete Leistungen | 266 | 179 |
| Urlaubsansprüche | 197 | 324 |
| Berufsgenossenschaft | 77 | 95 |
| Abschlussprüfung und Steuerberatung | 28 | 72 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 581 |
| Sonstige Rückstellungen | 265 | 270 |
| Rückstellungen | 3.259 | 3.472 |
- Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst und führen nur zu unwesentlichen Abweichungen vom Nominalwert.
- Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen im Rahmen der Beendigung von Miet- und Vertragsverhältnissen in Höhe von T€ 200 (VJT€ 200).
- Die Pensionsrückstellungen wurden nach der Projected-Unit-Credit (PUC) Methode mit einem Rechnungszins per 30.06.2024 von 1,84 \% (VJ 1,83 \%) und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G bewertet. Trendannahmen wurden nicht getroffen. Der Erfüllungsbetrag zum 30.06.2024 beträgt T€ 1.039 (VJT€ 1.021). Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer A 10 dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert.
- Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte mit Ausnahme der Dienstleistungsrechnungen. Die Bankverbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen der entsprechend finanzierten maschinellen Anlagen besichert.
- Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
- Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| 30.06.2024 TEUR |
davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis zu einem Jahr | mehr als 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.704 | 1 | 48 | 14.655 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.659 | 3.659 | 0 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.050 | 1.925 | 125 | 0 |
| - aus Steuern | 93 | 93 | 0 | 0 |
| - im Rahmen der sozialen Sicherheit | 74 | 74 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 20.413 | 5.585 | 173 | 14.655 |
- Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien (T€ 1.398 p.a.) sowie aus sonstigen Verpflichtungen aus KFZ-Leasingverträgen und für Büro- und Geschäftsausstattung (T€ 355).
C. Gewinn- und Verlustrechnung
- Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform in Übereinstimmung mit § 275 Abs. 1. HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
- Die Umsatzerlöse werden gemäß den Vorschriften des BilRUG (§277 Abs. 1 HGB) ermittelt.
Die Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen stellt sich wie folgt dar:
| 30.06.2024 TEUR |
30.06.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Maschinensysteme | 18.132 | 19.291 |
| CNC-/Dental-Fräswerkzeuge | 5.980 | 6.133 |
| After Sales Service und Sonstige | 6.257 | 6.187 |
| Sonstige Erlöse gem. BilRUG | 390 | 435 |
| Nettoumsatzerlöse | 30.759 | 32.046 |
DieregionalenUmsatzerlöse untergliedern sich folgendermaßen:
| 30.06.2024 TEUR |
30.06.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Deutschland | 14.669 | 14.974 |
| Europäische Union | 10.249 | 9.703 |
| Europäisches Ausland | 1.329 | 2.347 |
| USA/Kanada | 2.412 | 3.663 |
| Asien | 1.564 | 244 |
| Sonstige | 536 | 1.115 |
| Nettoumsatzerlöse | 30.759 | 32.046 |
- Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 68 (VJT€ 71) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen.
- Der Personalaufwand in Höhe von insgesamt T€ 11.030 (VJT€ 10.846) untergliedert sich im Berichtsjahr in Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 9.194 (VJT€ 9.073) sowie in Aufwendungen für soziale Aufwendungen T€ 1.836 (VJT€ 1.773), davon für Altersversorgung in Höhe von T€ 32 (VJT€ 44).
- Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2024 TEUR |
30.06.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 1.060 | 860 |
| EDV-Kosten | 813 | 669 |
| Werbe- und Reisekosten | 783 | 736 |
| Kosten der Warenabgabe | 668 | 639 |
| Fahrzeugkosten | 364 | 331 |
| Versicherungen, Beiträge und Abgaben | 241 | 225 |
| Fremdleistungen | 223 | 230 |
| Rechts- und Beratungskosten | 132 | 188 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 95 | 87 |
| Büro- und Kommunikationskosten | 92 | 96 |
| Sonstige Aufwendungen | 269 | 307 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.740 | 4.368 |
Die sonstigen Aufwendungen betrafen Aufwendungen für Fortbildung (T€ 53), Werkzeuge und Kleingeräte und Betriebsbedarf (T€ 23), Leasinggebühren (T€ 17), für Kantinenkosten (T€ 13) sowie sonstige verschiedene Aufwendungen (T€ 163)
- Die Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gem. §246 Abs. 2 S. 2 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2024 TEUR |
30.06.2023 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen für Zeitwertkonten | $-3$ | $-4$ |
| Aufwand aus Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen | $-1$ | $-1$ |
| Fondsetrräge aus verpfändetem Vermögen | 2 | 3 |
| Aufwand / Ertrag aus der Auflösung / Zuführung des Rückdeckungsvermögens zum Zeitwert | 101 | 37 |
| Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen | 0 | $-16$ |
| Aufwand (-) / Ertrag aus der Saldierung von Pensionsverpflichtungen gem. § 246 Absatz 2 HGB | 99 | 19 |
D. Sonstige Angaben
-
Als Vorstand ist im Geschäftsjahr 2024 berufen:
-
Dipl.-Kfm. (FH) Michael Daniel. Herr Daniel ist Vorstandsvorsitzender der DATRON AG, sowie Geschäftsführer bei der DATRONToolTechnology GmbH sowie der DATRON SEA Pte. Ltd.
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Jonas Gillmann. Seit dem 1. März 2024 verantwortet Herr Gillmann als Vorstand Technik (CTO) die Unternehmensbereiche Technik und Produktion.
-
Der Aufsichtsrat der DATRON AG bestand zum Stichtag 30.06.2024 aus:
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Dr.Thomas Milde. Herr Dr. Milde ist Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rechtsanwalt und Notar, wohnhaft in Griesheim.
- Manfred Krieg. Herr Krieg ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, wohnhaft in Mühltal.
- Achim Kopp. Herr Kopp ist Geschäftsführer der KOPP Schleiftechnik GmbH in Lindenfels, wohnhaft in Lindenfels.
-
Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele. Herr Prof. Abele ist emeritierter Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen derTU Darmstadt, wohnhaft in Bühl.
-
Die durchschnittliche Zahl der Konzernmitarbeiter betrug 2024 ohne Berücksichtigung der Vorstände und Auszubildenden (16) insgesamt 310 und verteilte sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
| 30.06 .2024 | 31.12 .2023 | |
|---|---|---|
| Vertrieb und Marketing | 65 | 63 |
| Finanzen und Verwaltung | 42 | 41 |
| Technik und Produktion | 203 | 207 |
| Gesamt | $\mathbf{3 1 0}$ | $\mathbf{3 1 1}$ |
Mühltal, den 04. September 2024
Dipl. Kfm. (FH) Michael Daniel
Vorstandsvorsitzender (CEO)
Jonas Gillmann
Vorstand Technik (CTO)
KONZERN-ANLAGENSPIEGEL
DATRON AG, Mühltal | zum 30.06.2024

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL
DATRON AG, Mühltal | vom 01.01. bis 30.06.2024

DATRON AG | In den Gänsäckern 5 | 64367 Mühltal, Germany +49 (0) 6151 - 1419-0 | [email protected] | www.datron.de