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Datron AG Audit Report / Information 2023

May 2, 2024

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Audit Report / Information

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Konzernabschluss

03 Konzern-Lagebericht

18 Konzern-Kapitalflussrechnung

19 Konzern-Bilanz

21 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

22 Konzern-Anhang

32 Konzern-Anlagenspiegel

  • 33 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 34 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

KONZERN-LAGEBERICHT

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell der DATRON Unternehmensgruppe

Die DATRON AG mit Sitz in Mühltal-Traisa ist auf die Entwicklung, Fertigung und den Verkauf von High-Speed Fräsmaschinen, dazu passenden Fräswerkzeugen, Präzisionsdosiermaschinen, maßgeschneiderter Software sowie umfangreichen Kundendienstleistungen ausgerichtet. Die Fräsmaschinen von DATRON ermöglichen die genaue Bearbeitung von Materialien wie Aluminium und Verbundwerkstoffen mit hohen Geschwindigkeiten, während die Hochleistungs-Dosiermaschinen vor allem in der industriellen Dicht- und Klebetechnik zum Einsatz kommen. Das Angebot von DATRON wird durch selbst entwickelte Fräswerkzeuge und ein breites Spektrum an Kundendienstleistungen, einschließlich Schulungen, Serviceleistungen sowie den Verkauf von Zubehör und Ersatzteilen, komplettiert.

DATRON setzt auf einen technologiegetriebenen Ansatz, der Innovation und kundenorientierte Lösungen betont. Rund 22 % der Belegschaft sind direkt in technologischen Bereichen tätig, was das Unternehmen in die Lage versetzt, schnell auf Marktveränderungen und neue Verarbeitungsmethoden zu reagieren.

Im Bereich der Fräsbearbeitung, wo jede Anforderung einzigartige Herausforderungen mit sich bringt, hat sich DATRON durch seine langjährige Praxiserfahrung und sein modulares Produktangebot etabliert. Das Unternehmen bietet kundenspezifische Lösungen an, die von der 3-achsigen bis hin zur hochpräzisen oder kosteneffizienten Mehrachsenbearbeitung reichen. Die CNC-Fräsmaschinen von DATRON zeichnen sich durch ihre Robustheit, Langlebigkeit, intelligente Steuerung und modulares Zubehör aus. Insbesondere in Kombination mit den kleinen Werkzeugen von DATRON erzielen diese Maschinen ausgezeichnete Ergebnisse bei der Bearbeitung verschiedenster Materialien.

DATRON Fräsmaschinen überzeugen zudem nicht nur in der Bearbeitung von Aluminiumplatten und -profilen, sondern auch bei der Umsetzung von komplexen Freiformen, anspruchsvollen 3D-Gravuren, hochglänzenden Oberflächen und bei der präzisen Kleinteilfertigung. Anwendungen aller Art werden mit hoher Qualität bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch ermöglicht. Zu den weltweit nachgefragten Modellen zählen die DATRON neo, DATRON M8Cube und DATRON MLCube, ergänzt durch die industriefokussierte DATRON MXCube.

Seit über 30 Jahren entwickelt DATRON eigene Steuerungslösungen, wobei die Einführung der DATRON next Steuerungsgeneration im Jahr 2016 eine bedeutende Marktposition sicherte. Diese innovative Maschinensoftware ermöglicht die Bedienung aller DATRON Maschinentypen durch intuitive Wisch- und Touch-Gesten. Mit dem DATRON ToolAssist, einem Werkzeugwechsler, der außerhalb des Bearbeitungsraums platziert ist, setzt das Unternehmen neue Standards in Bedienkomfort, Effizienz und Werkzeugmanagement.

Die DATRON Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 311 Mitarbeitende, nicht eingerechnet Vorstände und Auszubildende. Neben Standorten in Deutschland (DATRON AG und DATRON Tool Technology GmbH) werden Tochtergesellschaften in Frankreich (DATRON France SAS und DA-TRON Real Estate France SAS), Österreich (DATRON Austria GmbH), der Slowakei (DATRON-Technology s.r.o., einschließlich der mittelbaren Beteiligung in Tschechien) und Singapur (DATRON SEA Pte. Ltd.) unterhalten. Mit Ausnahme der Besitzgesellschaft DATRON Real Estate France SAS unterhalten alle Tochtergesellschaften unabhängige Vertriebs- und Servicestrukturen.

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der DATRON FRANCE SAS wurden 10 % des Stammkapitals mit Wirkung zum 08. Dezember 2023 an die dort langjährig erfolgreich tätige Geschäftsführerin übertragen.

Die Konzernstruktur der DATRON Gruppe stellt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 wie folgt dar:

Die DATRON Gruppe hat sich global etabliert, indem sie Industrieprodukte durch Direktvertrieb und über Handelspartner vermarktet und verkauft. Ihre Zielgruppen umfassen vor allem Fertigungsunternehmen, die Bauteile aus Aluminium, Komposit-Materialien und Kunststoff herstellen. Diese Teile finden in verschiedenen Branchen Verwendung, darunter die Elektro- und Automobilindustrie sowie der Werkzeug- und Formenbau. Auch in der Dentalindustrie hat sich DATRON mit seinen High-Speed Fräswerkzeugen als zuverlässiger Anbieter bewiesen. Das Produkt-Portfolio beinhaltet ebenso Nischenprodukte wie beispielsweise Dosieranlagen für Dicht- und Klebstoffe, die zu den erfolgreichen Technologie-Spezialisierungen gehören.

Dank der modularen Konzeption der DATRON Maschinen lässt sich eine spezifische Anpassung an die Bedürfnisse einzelner Kunden einfach umsetzen. Ihre innovative Konstruktion sorgt für eine hohe Energie-Effizienz, was sie, auch unter aktuellen energiewirtschaftlichen Bedingungen, im Vergleich zu ähnlichen Maschinen kosteneffektiver macht.

Effizienz ist eine der zentralen Tugenden aller DATRON Technologie-Lösungen. Die Effizienz der Maschinen, gekennzeichnet durch ihren geringen Platzbedarf bei gleichzeitig großem Arbeitsbereich, hoher Leistungsfähigkeit und niedrigem Energieverbrauch, hat dazu beigetragen, dass die Bearbeitung von Aluminium in der Elektroindustrie sowie die Metall- und Kunststoffverarbeitung in verschiedenen Branchen zu den gewinnbringenden Hauptgeschäftsfeldern von DATRON zählen. DATRON Maschinen sind deutlich kompakter als die großvolumigen Bearbeitungszentren der Konkurrenz. Zu den weiteren technischen Alleinstellungsmerkmalen gehören unter anderem die Verwendung von Minimalmengenkühlschmierung mit Ethanol statt herkömmlicher Kühlmethoden, äußerst hohe Drehzahlen und der Einsatz kleiner Werkzeuge.

KONZERN-LAGEBERICHT

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Seit ihrer Gründung Mitte 2018 konzentriert sich die DATRON Tool Technology GmbH innerhalb der DATRON Firmengruppe auf die Forschung, Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Diese Fokussierung spiegelt den zunehmenden Wert qualitativ hochwertiger Fräswerkzeuge im Portfolio des Gesamtunternehmens wider und adressiert die ambitionierten Ziele der DATRON AG. Dazu gehören die Verbesserung des internen technischen Wissens, die Festigung der Marktposition und die Erweiterung der Erfolge bei der Anmeldung von Patenten in der Sparte der High-Speed Zerspanungswerkzeuge. Bei der DATRON Tool Technology GmbH leisten Top-Experten mit umfassender Erfahrung in Fräs- und Schleiftechnologien einen wesentlichen Beitrag zum Nutzen der Kunden.

Die Expertise von DATRON im Segment der Zerspanungswerkzeuge beruht seit 1988 auf kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit, einschließlich der Zusammenarbeit mit namhaften Instituten wie dem PTW der TU Darmstadt und renommierten Partnern im Bereich der Schleiftechnik. Als zentrale Einheit der Unternehmensgruppe verbindet die DATRON Tool Technology GmbH Experten verschiedener Fachrichtungen an einem strategischen Knotenpunkt, um Synergien sowohl intern als auch mit externen Partnern zu fördern.

Seit der Firmengründung im Jahr 1969 hat sich DATRON, mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilie, von einem Auftragsentwickler zu einem Hersteller von Spezialmaschinen entwickelt und blickt auf eine beeindruckende Wachstumsgeschichte zurück. Herzstück von DATRON sind von jeher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auch zukünftig mit ihrem Fachwissen und ihrer hohen Einsatzbereitschaft die fortlaufende Innovationskraft des Unternehmens sichern. Das überwiegend positive Feedback der Kunden motiviert sie täglich, sich in ihren vielfältigen Tätigkeiten zu verbessern und neue Höchstleistungen zu erzielen.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 stand das Thema Effizienz-Steigerung in der Fräsbearbeitung erneut im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf dem DATRON Tech Day im April enthüllte das Unternehmen Automatisierungslösungen, die im späteren Messe-Herbst das Fachpublikum in ihren Bann zogen.

Dazu gehörte eine neue Variante der DATRON MLCube, die mit dem DATRON ToolAssist für automatischen Werkzeugwechsel und einem Späneförderer ausgestattet wurde. Sie ermöglicht durch zwei weit öffnende Fronttüren eine einfache Beladung trotz des umfangreichen Bearbeitungsraums, inklusive der Option zur Kranbeladung. Der neue Greifer DATRON CoboLoad optimiert die automatisierte Bearbeitung von Plattenmaterial, indem er sich nahtlos in die Vakuumspanntechnik integriert und an einem 6-Achs-Roboter montiert, Rohteile in variierender Dicke entsprechend der Programmierung des Bauteils handhabt. Nach Fertigstellung legt der Greifer die Teile gesammelt in einem Lager für Fertigteile ab. Die Wechseltischlösung DATRON ShuttleLoad steigert die Effizienz der DATRON MXCube in der Serienproduktion durch eine optionale Erweiterung mit zwei unabhängigen Wechseltischen, die auf Bedarf in den Arbeitsbereich einfahren und nach Bearbeitung wieder herausfahren. Dies ermöglicht dem Bediener, während des Fräsvorgangs auf einer Tischseite, die andere Seite neu zu bestücken.

Im Rahmen eines Kundenprojektes konnte eine innovative Automatisierungslösung umgesetzt werden, die den Einsatz von zwei DATRON MXCube Maschinen mit Portal-Ladern und einer ausgefeilten Spanntechnologie umfasst. Ein darüber installierter Drei-Achs-Linear-Portalroboter führt die Rohteile mittels der automatischen Fronttür von oben in die Maschine ein. Die Bearbeitung der Teile erfolgt in drei Schritten, nach denen sie vom Portalroboter automatisch gereinigt und umpositioniert werden. Diese Konfiguration ermöglicht einen effizienten, vollautomatischen Betrieb über den ganzen Tag, was zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz führt.

Die Neuentwicklung einer neuen Dosiermaschine ging im Geschäftsjahr mit großen Schritten voran. Noch in 2023 konnten mehrere Prototypen gebaut und Vorserien-Maschinen bei Testkunden eingebracht werden. Bis zum Jahresende waren alle Vorbereitungen für den Marktstart auf dem Tech Day im April 2024 abgeschlossen. Dieses Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Auch im Bereich des CNC-Zubehörs wurden beachtliche Weiterentwicklungen erzielt. Der DATRON ToolAssist Werkzeugwechsler konnte durch gezielte Softwareanpassungen in seiner Einmess-Genauigkeit und der Präzision der Wechselposition signifikant verbessert werden. Auch der DATRON 3D-Messtaster erfuhr eine umfassende Überarbeitung, bei der insbesondere die Konstruktion der Messkapsel mechanisch stark verbessert und die Wärmebeständigkeit des Arms mittels einer Kunststoffummantelung des Aluminiumkerns gesteigert wurde. Auch dieses Produkt wird auf dem nächsten DATRON Tech Day erstmalig dem Fachpublikum vorgestellt. Diese innovativen Sprühdüsen sind nun unter anderem in der Lage, neben Ethanol auch spezielle Öle zu vernebeln und das Kühlschmiermittel in einem präzisen Strahl direkt auf die Schneide zu lenken. Die Einstellung von Blaskraft und Fördermenge erfolgt dabei unabhängig voneinander, was selbst bei höchsten Drehzahlen eine effiziente Kühlmittelzufuhr zur Werkzeug-Schneide und eine Unterstützung beim Späne-Abtransport gewährleistet.

Um DATRON Kunden zukünftig in Bezug auf die DATRON next Maschinensteuerung noch schneller adäquaten Mehrwert bieten zu können, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Optimierung der Prozesse begonnen. Finales Ziel ist es, die Anzahl der DATRON next Software-Releases auf vier pro Jahr zu steigern und den gesamten Prozess von der Anfrage bis zur Verfügbarkeit für den Kunden zu beschleunigen.

Mit der DATRON next Version 3.0 konnte ein wesentliches technologisches Update der systemimmanenten Infrastruktur durchgeführt werden, in Zuge dessen der CNC-Kern, TwinCat und .Net 7 (Framework) aktualisiert wurden. Diese Anpassungen erweitern den Funktionsumfang, verbessern die Leistung und bereiten die Software- Infrastruktur auf kontinuierliche Weiterentwicklungen vor. Zudem fördern Investitionen in die Architektur der nächsten Generation zukünftige Erweiterungen und erhöhen die Effizienz des DATRON Software- Entwicklungsteams.

Im Fokus der Software-Entwicklungstätigkeiten stand in 2023 die Erweiterung der Nutzbarkeit von DATRON next für Dosiermaschinen, wodurch das Erfolgsmodell einem breiteren Spektrum an Maschinen und somit einer größeren Kundengruppe zugänglich gemacht wird. Darüber hinaus ermöglicht die Entwicklung einer Infrastruktur für die Integration externer Hardware eine Vereinfachung der Kompatibilität mit externer Hardware bei Dosiermaschinen und erleichtert Automatisierungsprojekte sowie kundenspezifische Entwicklungen. Dies ermöglicht es DATRON, Kunden schneller die benötigten Lösungen bereitzustellen. Darüber hinaus wurden viele neue DATRON next Features entwickelt, die neben anderen Technologie-Vorteilen das Messen, die Übersichtlichkeit und Bedienfreundlichkeit und erleichterte Anbindung via API-Schnittstelle betrafen.

Ein weiterer Meilenstein für den DATRON Qualitätsstandard ist das hausinterne Geometrieprotokoll, welches Kunden seit kurzem erhalten. Es hält die beim Bau der Maschine durchgeführten Messungen nach erfolgter Kompensation fest und weist so den tadellosen geometrischen Zustand der Kundenmaschine bei Auslieferung nach.

Ein neuer Qualitätsbenchmark wurde mit der Einführung des neuen DATRON Prüfwerkstücks gesetzt. Dieses dient als Maßstab für die Präzision der Fertigung mit DATRON Fräsmaschinen und findet Anwendung in Vergleichsanalysen zur Bewertung von Maschinen. Dabei werden Aspekte wie Statik, Dynamik, Robustheit und Fertigungsgenauigkeit untersucht. Das Prüfwerkstück hilft bei der Optimierung, bietet eine Grundlage für Analysen und unterstützt die regelmäßige Überprüfung der Maschinenleistung. Es ist ein wertvolles Instrument bei der Anschaffung und beim Verkauf von Maschinen, ermöglicht die Bewertung der Systemleistung vor dem Ablauf der Garantie- und Gewährleistungsfristen und unterstützt die Wartungsprozesse.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 3.133 (Vorjahr T€ 3.178) und lagen bei rund 4,9 % der Konzernumsatzerlöse (Vorjahr 5,3 %).

KONZERN-LAGEBERICHT

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und den Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+ 10 %), das Vereinigte Königreich (+ 5 %) und China (+ 2 %) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real - 3 bzw. - 1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (- 5 %) und Japan (- 6 %) ausgefallen.

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf + 0,5 % geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+ 3,4 %). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von + 6,4 % im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um + 1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit + 4 % abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preisund kalenderbereinigt um - 1,4 %, nach + 5 % Wachstum im Vorjahr.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (- 0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+ 3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Laut den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau 2023 im Jahresvergleich um real 0,6 % abgenommen. Trotz einer anfänglichen Stabilisierung durch hohe Auftragsbestände im ersten Halbjahr ließ diese Unterstützung nach, da die Auftragsdynamik durchweg schwach blieb. Schon zu Beginn des Jahres waren deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Eine positive Wende blieb aus. Ein schwieriges Wirtschaftsumfeld mit großer Unsicherheit führte zu einer merklichen Zurückhaltung bei den Bestellungen, was in einem um 12 % geringeren Bestellvolumen im Vergleich zum Vorjahr resultierte. Obwohl die Auftragsreichweite Ende des Jahres mit 10,2 Monaten immer noch hoch war, hat sie im Vergleich zum Höchststand von 12,2 Monaten im Juli und August 2022 deutlich abgenommen.

Die durchschnittliche Auftragsreichweite verbirgt jedoch eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Branche. Eine Umfrage ergab, dass 60 % der Unternehmen bereits eine unterdurchschnittliche Auftragsreichweite verzeichnen, und 34 % meldeten Produktionsbehinderungen wegen Auftragsmangels. Dies führte zu einer Reduzierung der Kapazitätsauslastung von 88,8 % im Juli auf 85,9 % im Oktober. Die wirtschaftliche Abkühlung beeinflusst zunehmend mit sinkenden Einstellungszahlen auch den Arbeitsmarkt. Trotzdem konnte die Beschäftigtenzahl in größeren Betrieben dank des Arbeitskräftemangels und der demografischen Entwicklung um 1,3 % steigen, was einem Zuwachs von ca. 13.600 Stellen entspricht.

Trotz der sinkenden Produktion führten höhere Durchschnittspreise für Maschinenbauprodukte zu einem nominalen Umsatzwachstum von 7 %. Der Produktionswert wurde am Jahresende auf etwa 254 Milliarden Euro geschätzt, während der Umsatz auf 264 Milliarden Euro anstieg.

KONZERN-LAGEBERICHT

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Geschäftsverlauf der DATRON Unternehmensgruppe 2.

Insgesamt konnte der DATRON Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 280 Maschinen verkaufen, wobei der Schwerpunkt im Bereich der industriellen CNC-Fräsmaschinen lag. Rund 100 Maschinen der kompakten DATRON neo Fräsmaschine und über 120 Maschinen der Baureihen DATRON M8Cube und DATRON MLCube waren darin enthalten. Die deutliche Mehrzahl der Maschinenverkäufe beinhaltete die (r)evolutionäre Steuerungssoftware "DATRON next". Die im Geschäftsjahr 2019 im deutschen Markt eingeführte DATRON MXCube komplettiert das Produktportfolio im Bereich der High-Speed CNC-Fräsmaschinen und ermöglicht automatisierbare Produktionslösungen. Um die Leistungsfähigkeit der kompakten Fräsmaschine DATRON neo noch weiter zu erhöhen, wurde die Maschine weiterentwickelt und verspricht in der neuen Modellreihe "DATRON neo Series 2", eine noch höhere Produktivität und Prozesssicherheit für den Anwender. Mit einem Verkauf von rund 20 Dosiermaschinen bewegte sich in diesem Segment die Anzahl der verkauften Maschinen auf Vorjahresniveau.

Auch das Produktsegment der Werkzeuge und die damit verbundenen Dienstleistungen im Servicebereich zeigten eine positive Entwicklung, wobei die überproportionalen Wachstumsraten im Servicebereich hier hervorstechen. Insbesondere Fräswerkzeuge für Anwendungen im Dentalbereich stellen nach wie vor einen bedeutsamen Markt innerhalb des Segments dar.

In der beigefügten Tabelle sind die verschiedenen Geschäftsfelder zusammen mit den Werten des Vorjahres und den prozentualen Veränderungen im Hinblick auf den Umsatz und den Auftragseingang aufgeführt.

Umsatz (in T€) Auftragseingang (in T€)
2023 2022 in % 2023 2022 in %
DATRON Maschinensysteme 37.652 35.628 6 % 38.306 39.336 - 3 %
CNC/Dental Fräswerkzeuge 12.116 11.693 4 % 12.141 11.917 2 %
Service und Sonstige 14.048 12.581 12 % 13.233 11.827 12 %
Gesamt 63.816 59.902 7 % 63.680 63.080 1 %

Der Umsatzbereich Service und Sonstige inkludiert in dieser Darstellung auch die sonstigen Erlöse gem. BilRUG in Höhe von T€ 895 (Vorjahreswert T€ 639). Bei den Auftragseingängen werden diese sonstigen Erlöse jedoch nicht erfasst. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug (bereinigt um diesen BilRUG Effekt) für das Geschäftsjahr 2023 demnach 1,01 (Vorjahreswert 1,06).

Bei der geografischen Verteilung des Umsatzes bzw. des Auftragseingangs nach Regionen im Berichtszeitraum (Vergleich zum Vorjahr in Klammern) zeigt sich folgendes prozentuales Bild:

2023 (2022) Deutschland EU USA/Kanada Sonstige
Umsatz 45 % (45 %) 32 % (30 %) 10 % (11 %) 13 % (14 %)
Auftragseingang 46 % (45 %) 34 % (32 %) 9 % (12 %) 11 % (11 %)

Im Laufe des Berichtsjahres verzeichneten nahezu alle Regionen Wachstumstendenzen. Die Region USA/Kanada hingegen blieb hinter dem Vorjahr zurück. In der Europäischen Union zeigten sich überproportional positive Entwicklungen in Österreich, der Slowakei sowie in Frankreich. Rund 50 % der Werte aus der Region "Sonstige" resultierten aus dem EU-Ausland, maßgeblich aus der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

DATRON France bestätigte nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr das hohe Niveau mit einem Auftragswachstum von 67,62 % und einer Umsatzsteigerung von 16,0 % gegenüber dem Vorjahr, was zu einem profitablen Ergebnis führte.

DATRON Real Estate France, welches seine gewerbliche Immobilie in der Nähe von Annecy im Südosten Frankreichs an die DATRON France SAS sowie seit dem 01.01.2023 das im Gebäude befindliche Appartement an die DATRON AG vermietet und über keine eigenen Vertriebs- oder Servicestrukturen verfügt, erzielte im Geschäftsjahr 2023, wie geplant, erstmals ein leicht positives Jahresergebnis.

Die DATRON Austria GmbH verzeichnete trotz einer Steigerung des Auftragseinganges um 11,5 % sowie einer Umsatzsteigerung von 19,6 % aufgrund unvorhergesehener Kostensteigerungen ein leicht negatives Jahresergebnis.

Die DATRON Tool Technology GmbH setzte ihren Erfolgskurs seit der Gründung im Mai 2018 und dem Produktionsstart im Januar 2019 fort und erzielte erneut Zuwächse beim Auftragseingang sowie beim Umsatz um jeweils 12,0 % und verzeichnete wiederholt ein profitables Jahresergebnis.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 trug DATRON Technology s.r.o. mit Standorten in der Slowakei und Tschechien als Standort für Vertrieb und Service im osteuropäischen Bereich der DATRON Unternehmensgruppe mit einem Anstieg des Auftragseingangs um 8,9 % und einem Umsatzwachstum von 24,6 % sowie einem positiven Jahresergebnis zum Erfolg des Konzerns bei.

Zur Neuordnung der vertrieblichen Aktivitäten im asiatischen Markt erwarb die DATRON AG den mit der DATRON SEA bei Gründung Mitte 2021 geschlossenen exklusiven Vertriebsvertrag zwischen diesen beiden Gesellschaften. Der diesbezügliche Veräußerungserlös beeinflusst das Jahresergebnis der DATRON SEA als Einmaleffekt.

"Das Jahr 2023 stellte den DATRON Konzern aufgrund geopolitischer Spannungen vor eine Vielzahl von Schwierigkeiten. Dennoch haben wir es geschafft, ein starkes und positives Ergebnis zu erzielen. Diesen Erfolg verdanken wir der harten Arbeit und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei DATRON und unseren Partnern auf der ganzen Welt, denen wir unseren tiefsten Dank aussprechen möchten. Auch unsere Tochterunternehmen entwickelten sich im Jahr 2023 positiv weiter. Wie schon im Vorjahr trugen nahezu alle mit einem gesamten EBIT von rund TEUR 6.033 entscheidend zum Konzernerfolg bei. Mit einem Kassenbestand von etwa 5,6 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2023 bleibt der DATRON Konzern solide aufgestellt, um die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2024 zu meistern. Wir beabsichtigen, unser profitables Wachstum nachhaltig fortzusetzen",

kommentierte Michael Daniel, CEO der DATRON AG, die Finanzzahlen 2023.

Im Laufe des Jahres 2023, nach einer Phase der Zurückhaltung im Vorjahr, erlebte die Welt eine Renaissance von Branchenevents und Fachmessen. Die DATRON AG, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern, nutzte diese Gelegenheit, um ihre Zielgruppen mit den DATRON Lösungen bei Live-Veranstaltungen wieder persönlich anzusprechen. Den Auftakt machte das DATRON Sales Partner Meeting im Februar, das zum ersten Mal seit dem Ausbruch der COVID-Pandemie wieder in Präsenz stattfinden konnte. Mehr als 20 Vertreter aus dem Netzwerk der Tochter- und Partnerunternehmen kamen, nahe des Hauptsitzes in Mühltal zusammen, um Beziehungen zu festigen, neue DATRON Produkte zu entdecken und die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks zu intensivieren.

Im März präsentierte sich DATRON auf der InnoteQ in Bern, der führenden Messe für die Fertigungsindustrie in der Schweiz, und stellte ausgewählte, global anerkannte Maschinen- und Werkzeughighlights vor. Gleichzeitig fokussierte DATRON France S.A.S. auf der Global Industrie in Lyon auf den Energieverbrauch von Produktionsanlagen und effizientes Ressourcenmanagement.

KONZERN-LAGEBERICHT

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Die 100. IDS in Köln markierte eine Rückkehr zu normalen Bedingungen und bot der DATRON AG die Plattform, um ihre Neuausrichtung im Werkzeugbereich unter dem neuen Markennamen DATRON Tool Technology zu präsentieren, welcher nun Werkzeuge für dentale und industrielle Anwendungen umfasst. Das farbenfrohe Messekonzept von DATRON hob sich deutlich von den Mitbewerbern ab und erhielt positive Rückmeldungen.

Im ersten Halbjahr 2023 stellte DATRON in Zusammenarbeit mit seinen Partnern seine Technologielösungen auf führenden europäischen Industriemessen erfolgreich vor, darunter die MESCPE in Bologna, die Advanced Machine Tools in Barcelona und weitere. Ein Highlight war das jährliche Technologie-Seminar in Brünn sowie die Teilnahme an der Australian Manufacturing Week.

In der D-A-CH-Region fand der traditionelle DATRON Tech Day im April am Hauptstandort in Mühltal-Traisa statt, der ein dynamisches Live-Programm bot und die neuesten Produktentwicklungen präsentierte. Besonders gefeiert wurden Anwendungen, die DATRONs Kompetenzen in Automatisierung und Präzisionsfrästechnik demonstrierten. Der Tech Day diente auch als erfolgreiche Plattform für das Recruiting von Nachwuchs- und Fachkräften.

Für den deutschen Markt organisierte das DATRON Produktmarketing im Juni eine Reihe von Open House-Veranstaltungen, die die Bedeutung persönlicher Beziehungen zu den Zielgruppen unterstrichen. Das erste Geschäftshalbjahr wurde mit der digital durchgeführten ordentlichen Hauptversammlung abgeschlossen, die aus der DATRON Tech Academy gestreamt wurde.

Auch das zweite Halbjahr 2023 war eine durchweg höchst geschäftige Phase für die marktbearbeitenden DATRON Spezialisten-Teams. In Vorbereitung der baldigen Marktreife der Innovationsprodukte im Dosierbereich wurde der Internationale Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Fahrzeugkongress & Ausstellung (FCVC), der Bedeutung für die nachhaltige Mobilität im Juli hervorhob, erster Fokus-Termin. Kurz darauf folgte im gleichen Monat Juli ein Messe-Auftritt auf der EMAX in Malaysia, auf der sich DATRON SEA im Umfeld der neuesten Trends im Maschinenbau und in der Elektromobilität mit ausgewählten Technologie-Lösungen präsentierte.

Im Herbst fand endlich die langersehnte EMO wieder in Hannover statt, nachdem sie in 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. DATRON hatte sich für diese allergrößte Branchen-Messe umfangreich vorbereitet und stellte den Kundennutzen in all seinen Facetten unter dem Slogan "Optimizing Efficiency" in den Fokus seiner Fachmesse-Aktivitäten. Auf einem großzügigen Show-Floor demonstrierte DATRON sein komplettes Produkt-Spektrum für die Metallbearbeitung live und unter Span.

Trotz der geopolitischen Umstände erfreuten sich Aussteller und Gäste an der Präsenz auf dieser Weltleitmesse. Der persönliche Kontakt unter Partnern und Kunden ist nach wie vor der erfolgreichste Ansatz bei der Anbahnung von Verkäufen erklärungsbedürftiger Investitionsgüter. Entsprechend groß war der Zuspruch der Besucher, auch auf dem DATRON Messestand, auf dem digitale Monitoring-Produkte und die Maschinensteuerung DATRON next, kollaborative Robotik mit DATRON CoboLoad und die High-Speed-Fräsmaschine DATRON MXCube zu den größten Besuchermagneten gehörten.

Im Oktober zeigte DATRON ausgewählte Werkzeugmaschinen auf zwei parallel stattfindenden Veranstaltungen: Die Motek, die in Zusammenarbeit mit einem Automationsanbieter durchgeführt wurde und die MSV Brünn, auf der DATRON durch die Tochtergesellschaft DATRON Technology s.r.o. vertreten war.

Die Formnext im November bot die Gelegenheit für einen tiefen Einblick in die Welt des 3D-Drucks und der additiven Fertigung, bei der DATRON Maschinenlösungen sich vor allem zur hochpräzisen Nachbearbeitung von Oberflächen anbieten.

Gegen Ende des Monats November fanden DATRON Inhouse-Events in den Vertriebsgebieten Süd (DATRON Technologiezentrum Ulm) und Nord (DATRON Technologiezentrum Nord in Isernhagen bei Hannover) statt, die beide regionales Netzwerken und spezifische Branchenlösungen in den Mittelpunkt rückten.

Parallel lud DATRON Austria zum mehrtägigen Christkindlmarkt nach Ramsau am Dachstein ein und interpretierte den informellen "DATRON Rocks"-Marketingansatz zu Gunsten des fachlichen Austausches zwischen Geschäftspartnern und Kunden im gemütlichen Weihnachtsmarkt-Ambiente.

Das Geschäftsjahr 2023 hat sich im Messe- und Event-Angebot an die Vor-Corona-Jahre angenähert. Auf Grund sich zunehmend steigernder Preise richtete der DATRON Konzern besonderes Augenmerk auf die Sinnhaftigkeit bestimmter Veranstaltungen und ging bei der Auswahl der Fokus-Veranstaltungen besonders selektiv vor. Die Erfahrung zeigte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr, dass trotz aller Digitalisierung Präsenz-Events, die die richtigen Zielgruppen ansprechen, das effektivste Medium im Marketing-Mix waren.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist gekennzeichnet durch eine Steigerung der Umsatzerlöse über alle Regionen und Warengruppen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 3.914 (+ 6,5 %). Diese Erhöhung untergliedert sich geographisch in eine Steigerung der Umsatzerlöse um T€ 904 im Inland (inklusive der sonstigen Erlöse aus BilRuG) sowie um T€ 3.010 im Ausland. Hierbei gründet sich der Umsatzzuwachs im Ausland maßgeblich auf die Steigerung der Umsatzerlöse in Indien um T€ 964 sowie im Wirtschaftsraum der Europäischen Union auf die Erhöhungen der Umsatzerlöse in der Slowakei um T€ 682, in Italien um T€ 674, in Frankreich um T€ 600, in Österreich um T€ 499 sowie in Ungarn um T€ 471. Dem entgegen stehen entsprechend in Summe Umsatzrückgänge in sonstigen verschiedenen Regionen um T€ 880.

In Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsportfolio des DATRON Konzerns untergliedert sich die Steigerung der Umsatzerlöse in den Zuwachs bei den Maschinensystemen um T€ 1.970 (+ 5,5 %), bei den Fräswerkzeugen um T€ 423 (+ 3,6 %) sowie im Bereich Customer Care um T€ 1.266 (+ 10,7 %). Dies wird durch die Zunahme der sonstigen Erlöse aus BilRUG um T€ 255 (+ 40,0 %) ergänzt.

Die Bestandsveränderungen der noch in der Produktion befindlichen unfertigen Erzeugnisse sowie der verkaufsbereiten fertigen Erzeugnisse betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt + T€ 1.737.

Die erstmals im Zuge des Neubaus der Firmenzentrale anderen aktivierten Eigenleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 80.

Die Gesamtleistung erhöhte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.818 (+ 7,9 %).

Im Berichtsjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um T€ 799 (+ 352,7 %). Begründet wird diese Steigerung maßgeblich durch gewährte Zuschüsse von staatlichen Fördereinrichtungen.

Bezogen auf die Umsatzerlöse lag die um die Bestandsveränderungen bereinigte Materialquote bei 41,3 % (Vorjahr 40,9 %). Die Erhöhung der Materialquote um 0,4 % steht in kausalem Zusammenhang mit den allseits beobachteten Preisentwicklungen in Bezug auf Lieferketten.

Der Personalaufwand steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.202 (+ 11,0 %). Dies begründet sich im Geschäftsjahr einerseits durch höhere Aufwendungen für reguläre laufende Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Prämien- und Bonuszahlungen und einmalige Inflationsausgleichszahlungen. In Relation zu den ebenfalls gestiegenen Umsatzerlösen beträgt die Personalquote 34,7 % (Vorjahr 33,3 %).

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Die Aufwendungen für Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 73 (- 5,9 %). Sie beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, auf Sachanlagen und die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich in Summe auf T€ 864 (+ 10,4 %). Dies begründet sich durch höhere Werbe- und Reisekosten (+ T€ 295), gestiegene Raumkosten (+ T€ 229), höhere EDV-Kosten (+ T€ 152), gestiegene KFZ-Kosten (+ T€ 95) sowie höhere verschiedene sonstige Aufwendungen (+ T€ 244). Dem gegenüber stehen gesunkene Aufwendungen für Büro- und Kommunikationskosten (-T€ 115) sowie reduzierte Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung (-T€ 36). Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich in Relation zu den Umsatzerlösen auf 14,4 % und lag damit über dem Vorjahresniveau von 13,9 %.

Insgesamt weist der DATRON Konzern für den Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 4.547 aus.

b) Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 14.020 (+ 196,3 %). Dies ist maßgeblich begründet durch die Investitionen und geleisteten Anzahlungen für Grundstücke und Gebäude zur Errichtung des zukünftigen Hauptstandort in Höhe von insgesamt T€ 14.265. Während die immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund von Investitionen in IT-Software eine Steigerung um T€ 47 aufwiesen, erhöhte sich das sonstige Sachanlagevermögen um T€ 914. Dieses beinhaltet Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 212 und Investitionen in Kraftfahrzeuge in Höhe von T€ 390 sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 312. Bei dem Sachanlagevermögen kam es zu Abgängen in Höhe von T€ 3.141, im Wesentlichen im Vorgriff auf den Umzug an den neuen Hauptstandort in Ober-Ramstadt. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen bei den immateriellen Vermögensgegenständen T€ 81 und bei den Sachanlagen T€ 1.093. Die Abschreibung auf die Abgänge der Sachanlagen betrug T€ 3.128.

Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen / Sachanlagen) betrug 55,2 %.

Die Abschreibungsquote (Abschreibungen auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter / Sachanlagen) betrug 4,0 %.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich um insgesamt T€ 5.644 (- 14,2 %). Dies resultiert aus einer Erhöhung des Vorratsbestandes um T€ 105, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.284 sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 322. Dem gegenüber steht eine Reduzierung der liquiden Mittel um T€ 7.355. Die Zunahme des Vorratsbestandes untergliedert sich in einen um T€ 1.380 niedrigeren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und einen um T€ 345 höheren Bestand an erhaltenen Anzahlungen bei gleichzeitiger Zunahme des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und vorgebauten Baugruppen in Höhe von T€ 1.024, einer Zunahme der Fertigerzeugnisse um T€ 713 sowie einer Steigerung der geleisteten Anzahlungen um T€ 93.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 137 (+ 32,1 %) auf T€ 565 und die Position der aktiven latenten Steuern betrug T€ 358.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung erhöhte sich um T€ 89 (+ 22,8 %), bedingt durch eine Erhöhung der verpfändeten Finanzanlagen in Höhe von T€ 11 bei gleichzeitiger Reduzierung der saldierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 78. Der laufende Kapitalbedarf des Unternehmens bleibt im Wesentlichen eigenfinanziert. Bankverbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 5.768 im Rahmen der Finanzierung des Neubaus der Firmenzentrale und für ein Darlehen der DATRON Technology s.r.o. in Höhe von T€ 89.

Im abgelaufenen Berichtsjahr reduzierten sich die Rückstellungen insgesamt um T€ 1.368 (- 28,3 %).

Während sich die Steuerrückstellungen um T€ 1.167 reduzierten, entwickelte sich der Bestand der sonstigen Rückstellungen um T€ 201 rückläufig. Die sonstigen Rückstellungen betrafen im Wesentlichen Personal, Steuern, Gewährleistungsverbindlichkeiten und Rückstellungen für Bewertungsabschläge bei den verpfändeten Finanzanlagen sowie Rückstellungen im Rahmen der Geschäftsverlagerung in Zusammenhang mit der Beendigung von Miet- und Vertragsverhältnissen.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um T€ 5.996 (+ 143,3 %). Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 592 erhöhten, reduzierten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 100. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Rahmen der Finanzierung der neuen Firmenzentrale um T€ 5.504. Die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 8.566 (+ 17,8 %) auf T€ 56.597.

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Anzahlungen für Bauten auf eigenen Grundstücken sowie Ersatzinvestitionen bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Die Finanzpolitik und die Liquiditätssituation des DATRON Konzerns sind darauf ausgerichtet, alle Verpflichtungen stets termingerecht und gegebenenfalls unter Skontoabzug zu erfüllen. Die Finanzierung der Neubaukosten ist vollumfänglich durch entsprechende fristenkongruente Eigenund Fremdmittel gesichert.

c) Kennzahlen, die der Unternehmenssteuerung dienen
Kennzahl Ermittlung 2023 2022
Pro-Kopf-Umsatz Durchschnittliche Mitarbeiterzahl / Umsatzerlöse T€ 205 T€ 207
Umsatzrentabilität Gewinn vor Steuern / Umsatzerlöse 10,0 % 10,3 %
Kapitalumschlagsfaktor Umsatzerlöse / Gesamtkapital 1,1 1,2
Return on Investment (ROI) Gewinn vor Steuern / Gesamtkapital 11,3 % 12,9 %
Gesamtkapitalrentabilität EBIT / Gesamtkapital 10,7 % 12,7 %
Cashflow zu Umsatz Cash Flow / Umsatzerlöse -11,5 % -2,4 %
Materialumschlagsfaktor Materialaufwand / Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe 3,26 2,5
Abschreibungsquote Abschreibung auf Sachanlagen und GWG / Sachanlagen 4,0 % 5,2 %
EBIT-Marge EBIT / Umsatzerlöse 9,5 % 10,2 %
Days Sales Outstanding Forderungen aus LuL / Umsatzerlöse *365 54 50
Eigenkapitalrendite (ROE) (Gewinn nach Steuern / Eigenkapital) *100 % 10,7 % 11,1 %
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Gesamtkapital 75,8 % 81,0 %
Rückstellungsquote Rückstellungen / Gesamtkapital 6,1 % 10,2 %
Liquidität 1. Grades Liquide Mittel / kurzfristiges Fremdkapital 71,1 % 147,5 %
FuE-Quote FuE Aufwand / Umsatzerlöse 4,9 % 5,3 %

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Im Berichtsjahr lag die Gewährleistungsquote als Verhältnis der Gewährleistungsaufwendungen zu den Umsatzerlösen bei 0,90 % (VJ. 1,13 %).

Während im Geschäftsjahr 2023 die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 8,2 Jahren (VJ. 7,0 Jahre) lag, betrug das Durchschnittsalter der Beschäftigten der DATRON AG 42,3 Jahre (VJ. 40,6 Jahre).

Gesamtaussage 4.

Insgesamt hat sich die VFE (Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage) des DATRON Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Die dem Kapitalmarkt kommunizierten Planwerte im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragslage konnten plangemäß erreicht werden. Im Jahresverlauf 2023 zeigten sich auf Quartalsebene zyklische Schwankungen der Umsatz- und Ertragslage, welche aber als durchaus charakteristische saisonale Einflüsse für den Geschäftsverlauf des DATRON Konzerns innerhalb eines Kalenderjahres angesehen werden.

Prognosebericht sowie Chancen und Risiken 5.

Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 %, was dem relativ schwachen Wachstum des Vorjahres 2023 entspricht. Obwohl der IWF zu Beginn des Jahres 2024 eine optimistischere Haltung als im Herbst 2023 einnahm, prognostiziert er für die entwickelten Wirtschaftsnationen einen leichten Rückgang der Wachstumsdynamik um 0,1 Prozentpunkte. Dies beruht auf der Annahme, dass sowohl die Wirtschaft der USA als auch Japans sich langsamer entwickeln werden. Für die Eurozone wird ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet, während Deutschland mit einem Wachstum von nur 0,5 % erneut hinter den allgemeinen Erwartungen zurückbleiben dürfte. Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein konstantes Wachstum von 4,1 % vorhergesagt. China und Indien sollen mit einem Wachstum von 4,6 % bzw. 6,5 % leicht schwächer als 2023 wachsen, ähnlich wie Lateinamerika mit einem erwarteten Wachstum von 1,9 %. Hingegen sieht der IWF für den Mittleren Osten/Zentralasien und Subsahara-Afrika mit Wachstumsraten von 2,9 % bzw. 3,8 % mehr Dynamik.

Mögliche Risiken für diese Prognose umfassen geopolitische Spannungen, besonders eine Eskalation des Nahostkonflikts und den fortwährenden Krieg in der Ukraine, wetterbedingte Ausnahmesituationen, eine kontinuierliche Erhöhung der Kerninflation und eine Verlangsamung des Wachstums in China. Andererseits könnte eine raschere wirtschaftliche Erholung in China auch zu positiven globalen Wachstumsimpulsen führen. Ein stärkerer wirtschaftlicher Aufschwung könnte ebenfalls eintreten, falls die Inflation schneller als angenommen sinkt und die Zentralbanken die Zinssätze schneller senken.

Die Volkswirte des VDMA prognostizieren für das Jahr 2024 eine anhaltende Stagnation des weltweiten Maschinenumsatzes, gemessen in konstanten Preisen. Ein Wachstum wird allerdings für alle vier großen Produktionszentren in Asien erwartet, wobei Indien mit einer erwarteten Zunahme von 5 % erneut an der Spitze stehen könnte. Die Situation in den anderen drei asiatischen Ländern variiert deutlich: Nach einem beträchtlichen Rückgang im Jahr 2023 ist in Süd-Korea und Japan nur ein geringfügiger Anstieg um jeweils 1 % zu erwarten. China dürfte ein Wachstum von 2 % verzeichnen, was im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie einen spürbaren Rückgang der Wachstumsrate bedeutet. Aufgrund der in der EU-27 und den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Auftragseingänge wird für 2024 ein realer Rückgang des Umsatzes um jeweils 2 % erwartet.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 mit einem prognostizierten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % nur marginal ausfallen wird. Dieses bescheidene Wachstum wird durch geopolitische Konflikte und eine straffere Geldpolitik beeinträchtigt. Trotz einer erwarteten Inflationsrate von 2,8 % im Jahr 2024, die über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 % liegt, wird ein Anstieg der verfügbaren Einkommen der Haushalte um 3,8 % vorhergesagt. Diese Entwicklung, zusammen mit einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, dürfte zu einer leichten Erholung der Binnenwirtschaft führen. Auch die Exporte werden voraussichtlich um 0,6 % ansteigen, was die wirtschaftliche Lage etwas verbessert. Dennoch steht der deutsche Wirtschaftsstandort unter anhaltendem Druck.

Um dieser wirtschaftlichen Flaute entgegenzuwirken, plant die Bundesregierung gezielte und umfangreiche Maßnahmen, um den Standort Deutschland zu stärken. Ein zentrales Element dieser Strategie ist das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die Wirtschaft vorsieht, die Investitionsdynamik ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigern sollen. Zusätzlich ist geplant, die Forschungszulage zu erhöhen, um Innovationen zu fördern, und übermäßige Bürokratie abzubauen, zum Beispiel bei der Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.

Das Jahr 2024 gestaltet sich für den deutschen Maschinenbau als besonders schwierig. Volkswirte des VDMA prognostizieren einen Rückgang der realen Produktion um 4 %, wobei diese Einschätzung von zahlreichen Unsicherheiten geprägt ist, da die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von vielen schwer vorhersehbaren Faktoren abhängt. Die globale Wirtschaftskonjunktur befindet sich weiterhin in einer Delle, und die Stimmung innerhalb der Maschinenbaubranche ist, wie aus dem ifo-Geschäftsklimaindex hervorgeht, höchstens verhalten. Der Auftragseingang im Januar 2024 zeigt mit einem realen Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr eine Fortsetzung der schwachen Performance am Ende des Jahres 2023. Während bei einigen Segmenten des Auslandsgeschäfts leise Hoffnungen auf eine Stabilisierung bestehen, darf dies noch nicht als Zeichen einer allgemeinen Trendwende gewertet werden. Die Belastungen und Herausforderungen bleiben weitestgehend unverändert im Vergleich zum Beginn des Jahres 2023, wobei der Konflikt im Nahen Osten und politisch bedingte Verunsicherungen als zusätzliche negative Faktoren hinzugetreten sind. Diese Situation spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider: Viele Betriebe haben ihre Pläne für Neueinstellungen vorerst zurückgestellt. Dennoch bleibt der Mangel an Fachkräften, verschärft durch den demografischen Wandel, eine zentrale Herausforderung. Die Unternehmen sind daher bestrebt, trotz der widrigen Umstände an ihrem Kernpersonal festzuhalten.

Im Jahr 2024 stehen dem DATRON Konzern verschiedene Chancen und Risiken gegenüber, die den Geschäftserfolg maßgeblich beeinflussen könnten. Die Gruppe profitiert von ihrem Angebot an vielfach technologisch zukunftsweisenden und qualitativ hochwertigen Produkten. Damit kann das Unternehmen branchenbezogene wie auch strategische Vorteile ausspielen. Durch ein effektives Management von Chancen und Risiken ist das Unternehmen in der Lage, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen zu reagieren. In diesem Zusammenhang spielen auch umfassende Marktanalysen eine wichtige Rolle, die gesamtwirtschaftliche Trends sowie branchenspezifische Entwicklungen beleuchten und in die Strategieplanung einfließen lassen.

Für das Geschäftsjahr 2024 stehen für DATRON weiterhin industrielle CNC-Fräsmaschinen insbesondere zur Aluminiumzerspanung und der weitere Ausbau der Bereiche Werkzeuge und Customer Care im Fokus. Darüber hinaus erhalten Automationsanbindungen an die DATRON Standardmaschinen in Zusammenarbeit mit namhaften Industrie-Playern Priorität. Für den Nischenmarkt der Dosiertechnologie hat eine Maschineninnovation die Marktreife erreicht, die im Frühling 2024 erstmalig im inländischen Markt lanciert wird.

Die internationalen Fokusregionen der DATRON Unternehmensgruppe liegen in Europa und USA.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der DATRON Konzern zum aktuellen Zeitpunkt eine positiv seitwärts verlaufende Geschäftsentwicklung. Die Prognose sieht für den DATRON Konzern im Geschäftsjahr 2024 sowohl einen Umsatz als auch einen Auftragseingang in einer Spanne von rund EUR 65 Mio. bis EUR 70 Mio. vor. Die geplante EBIT-Marge liegt in einer Spanne von 8,0 % bis 10,0 %. Das geplante Ergebnis je DATRON Aktie beträgt zwischen EUR 0,84 und EUR 1,17.

DATRON AG, Mühltal | Zum 31.12.2023

Neben dieser operativen Geschäftsentwicklung plant die DATRON in Q4/2024 den Beginn ihres graduellen Umzugs, der die Konsolidierung der Standorte am geplanten neuen Hauptsitz der DATRON Unternehmensgruppe in Ober-Ramstadt gegen Ende Q4/ 2024 zum Ziel hat. Die operativen DATRON Standorte Mühltal, Darmstadt und Reinheim sowie die Tochtergesellschaft DATRON Tool Technology GmbH werden in einem gemeinsamen Neubaukomplex zusammengeführt.

5a. Risikoberichterstattung

Der unternehmensweiten Risikobegrenzung (IKS) misst der DATRON Konzern einen hohen Stellenwert bei. Das Risikomanagement des DATRON Konzerns hat das Ziel, potenzielle Risiken sehr frühzeitig zu identifizieren, zu klassifizieren und systematisch zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Zur Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken wird ein wöchentliches Risikomanagement-System mit einer aussagekräftigen Analyse der wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz genutzt. Abweichungen und Besonderheiten werden dadurch zeitnah festgestellt und unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Operative Risiken, die in den Bereichen Einkauf, Produktion, Service, Logistik und F&E möglicherweise entstehen können, werden durch Kontrollmechanismen des Qualitätsmanagementsystems (QM) der DATRON AG frühzeitig erkannt und offengelegt, so dass ein rasches Handeln und Gegensteuern möglich ist. Das QM-System sichert zudem einen gleichbleibenden Workflow-Standard. Die gleichbleibende Qualität der Produkte und Services der DATRON AG werden dadurch sichergestellt.

Darüber hinaus räumt der DATRON Konzern dem Forderungsmanagement und der Planung der liquiden Mittel höchste Priorität ein. Die Forderungslaufzeit (DSO) betrug zum Stichtag 31.12.2023 54 Tage (Vorjahr 50 Tage). Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für die sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da die Geschäfte des DATRON Konzerns weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der liquiden Mittel erfolgen wöchentlich mit rollierenden Forecasts in 3-Monatsschritten.

Die DATRON Gruppe wird sich auch in Zukunft auf die permanente Optimierung des Risikomanagements konzentrieren.

5b. Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferrisiken

Preisänderungsrisiken, denen teils auch nur bedingt begegnet werden kann, bestehen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf. Allerdings werden absehbare Lieferkontingente und Produkte teilweise durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert. Die DATRON AG überprüft zudem regelmäßig die Bonität der A-Lieferanten und vergrößert die Zuliefererbasis, um dem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie dem Qualitätsstandard der DATRON AG gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.

Mühltal, den 28. März 2024

Dipl.-Kfm. (FH) Michael Daniel Jonas Gillmann Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand Technik (CTO)

Konzern-Kapitalflussrechnung 2023

(Nach DRS21) | Vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Jahresüberschuss 2023
TEUR
4.547
2022
TEUR
4.323
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.173 1.218
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -57 -80
+ Zuführung zu Rückstellungen 1.741 1.767
- Auflösung von Rückstellungen -66 -263
- Cashwirksamer Verbrauch der Rückstellungen -1.876 -2.048
- Zunahme der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Unfertigen Erzeugnisse 0 -5.095
+ Abnahme der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Unfertigen Erzeugnisse
+ Zunahme erhaltene Anzahlungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie
Unfertigen Erzeugnisse
370
251
0
1.298
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.284 -1.794
- Zunahme der Sonstigen Vermögensgegenstände -322 -189
- Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 -299
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 592 1.915
- Zunahme anderer Aktiva die nicht der Investitions- oder Finanzierung-
tätigkeit zuzuordnen sind
-329 0
+ Abnahme anderer Aktiva die nicht der Investitions- 0 98
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
+ Zunahme anderer Passiva die nicht der Investitions-
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
0 279
- Abnahme anderer Passiva die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-12 0
- Zinserträge -406 -127
+ Zinsaufwendungen 54 0
+ Ertragssteueraufwand 1.792 1.837
- Ertragssteuerzahlungen -2.959 -779
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.209 2.061
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 89 12
- Auszahlungen für Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens
-47 -150
- Auszahlungen für Investitionen in den Fuhrpark -390 -384
- Auszahlungen für Investitionen in Gebäude -14.234 -1.130
- Auszahlungen für Investitionen in Grundstücke -30 -65
- Auszahlungen für sonstige Gegenstände des Sachanlagevermögens -524 -538
- Auszahlungen für erstellte Demomaschinen des Vorratsvermögens -727 -627
+ Erhaltene Zinsen 406 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -15.457 -2.882
- Auszahlungen an Aktionäre -792 -788
+ Einzahlungen in Stammkapital 5 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 5.768 0
- Auszahlungen aus der Tilung von Krediten -264 0
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von eigenen Anteilen 200 162
+ Einzahlungen aus der Gewährung von Darlehen von Minderheitsgesellschafter 0 40
- Auszahlungen aus der Rückführung von Darlehen von Minderheitsgesellschafter -40 0
- Gezahlte Zinsen
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen
-54
70
-32
9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.893 -609
Summe der Cashflows -7.355 -1.430
+ Finanzmittelfonds am 01.01.2023 12.918 14.348
Finanzmittelfonds am 31.12.2023 5.563 12.918

Konzern-Bilanz AKTIVA

DATRON AG, Mühltal | Zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A.
I.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konz
essionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 104.428,51 157.670,52
II. Sachanlagen 104.428,51 157.670,52
1. Grundstücke, grundstücks 3.428.735,23 3.542.982,70
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und
Maschinen
842.222,07 933.144,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.366.677,64 1.322.336,27
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
15.420.954,04 1.187.020,41
21.058.588,98 6.985.483,62
21.163.017,49 7.143.154,14
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.633.191,65 10.013.941,52
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige
Leistungen
5.229.492,31 4.205.196,83
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.410.450,67 5.697.345,26
4. Geleistete Anzahlungen 652.251,80 559.153,55
5. erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
-3.059.561,29 -2.715.038,94
17.865.825,14 17.760.598,22
II. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
9.451.201,41 8.167.078,17
2. Sonstige Vermögensgegen
stände
1.150.042,71 828.286,61
III. 10.601.244,12 8.995.364,78
Schecks Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und
5.562.530,62 12.918.024,95
34.029.599,88 39.673.987,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 564.738,00 427.621,21
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung 481.734,70 392.251,80
E. Aktive latente Steuern 357.810,00 394.230,00
56.596.900,07 48.031.245,10

Konzern-Bilanz PASSIVA

DATRON AG, Mühltal | Zum 31. Dezember 2023

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. I. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
4.000.000,00 4.000.000,00
Eigene Anteile -21.576,00 -41.391,00
Eingefordertes Kapital 3.978.424,00 3.958.609,00
II. Kapitalrücklage 9.343.750,00 9.343.750,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rück 237.455,36 237.455,36
lage
2. Andere Gewinnrück
lagen
24.622.346,24 21.142.722,24
24.859.801,60 21.380.177,60
IV. Konzernbilanzgewinn 4.535.152,60 4.149.991,57
V. Nicht beherrschende
Anteile
201.859,41 150.337,39
42.918.987,61 38.982.865,56
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 580.599,31 1.747.667,79
2. Sonstige Rückstellun
gen
2.891.512,57 3.092.861,87
3.472.111,88 4.840.529,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinsti
tuten
- davon mit einer Rest
laufzeit
bis zu einem Jahr: € 8.135 (VJ: T€ 233) 5.857.280,88 353.240,00
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leis
tungen
- davon mit einer Rest
laufzeit
bis zu einem Jahr: € 3.208.469 (VJ: T€ 2.616) 3.208.469,20 2.616.080,29
3. Sonstige Verbindlich
keiten
- davon mit einer Rest
laufzeit
bis zu einem Jahr: € 1.114.435 (VJ: T€ 1.090)
- davon aus Steuern: € 290.901 (VJ: T€ 309) 1.114.434,64 1.214.529,59
10.180.184,72 4.183.849,88
D. Rechnungsabgrenzungs 25.615,86 24.000,00
posten
56.596.900,07 48.031.245,10

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

DATRON AG, Mühltal | Vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

vom 01.01.2023
bis 31.12.2023
vom 01.01.2022
bis 31.12.2022
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 63.816.173,08 59.901.568,47
2. Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
1.737.400,89 914.614,87
3. Aktivierte Eigenleistung 80.000,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.025.693,68 226.574,57
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-27.188.243,61 -24.495.240,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -914.394,77 -907.302,09
-28.102.638,38 -25.402.542,75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.568.515,52 -16.740.272,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-3.580.548,53 -3.207.170,73
davon für Altersversorgung: € -74.404
im Vorjahr T€ -108
-22.149.064,05 -19.947.442,74
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
-1.173.454,20 -1.247.009,09
und Sachanlagen -1.173.454,20 -1.247.009,09
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.201.140,98 -8.337.498,98
9. Betriebsergebnis / EBIT 6.032.970,04 6.108.264,35
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
69.411,51 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 405.825,32 126.700,55
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
-82.953,19 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -53.731,71 -46.993,61
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.792.095,09 -1.837.477,59
15. Ergebnis nach Steuern 4.579.426,88 4.350.493,70
16. Sonstige Steuern -32.511,24 -27.512,10
17. Konzern-Jahresüberschuss 4.546.915,64 4.322.981,60
18. Gewinnvortrag Vorjahr 4.149.991,57 3.398.542,94
19. Gewinnausschüttung Vorjahr -791.721,80 -788.441,80
20. Einstellung in Gewinnrücklagen -3.300.000,00 -2.700.000,00
21. Nicht beherrschende Anteile -70.032,81 -83.091,17
22. Konzern-Bilanzgewinn 4.535.152,60 4.149.991,57

DATRON Konzern-Anhang

Geschäftsjahr 2023

ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

DATRON AG

Sitz:

In den Gänsäckern 5 64367 Mühltal

Registergericht Darmstadt HRB 86874

Konsolidierungsgrundsätze

Allgemeine Grundsätze

Gemäß § 297 HGB, § 18 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:

  • Konzernstichtag ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB der Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft. Grundlage für die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilden die zum 31.12.2023 nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse dieser Unternehmen.
  • Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, wobei die Bewertung dem Grundsatz der "Einheitlichen Bewertung" nach § 308 HGB folgt.
  • Die Konsolidierung erfolgt unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 bis 315a HGB.
  • Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 HGB.
  • Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen sind gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegenseitig aufgerechnet.
  • Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt in Einklang mit § 305 Abs. 1 HGB.
  • Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 298 ff HGB aufgestellt.
  • Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Übereinstimmung mit den §§ 242 bis 256 und 264 bis 286 HGB sowie §§ 150 ff. AktG aufgestellt.
  • Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren und § 158 AktG.
  • Die Währungsumrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt in Übereinstimmung mit § 308a HGB.
  • Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 01.01.2017.
  • Das Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Konsolidierungskreis

Die in diesen Konzernabschluss neben der Muttergesellschaft auf Grundlage der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind in nachfolgender Aufstellung aufgeführt:

Name der Gesellschaft Sitz Stammkapital Anteil in %
DATRON France SAS 3610 Route d'Albertville
74320 Sevrier
Frankreich
€ 46.250,00 80 %
DATRON Austria GmbH Ramsau 149
8972 Ramsau am Dachstein
Österreich
€ 35.000,00 80 %
DATRON Tool Technology GmbH Am Raupenstein 12
64678 Lindenfels
Deutschland
€ 100.000,00 80 %
DATRON Technology s.r.o. A. Hlinku2
96212 Detva
Slowakei
€ 10.000,00 80 %
DATRON Real Estate France SAS 3610 Route d'Albertville
74320 Sevrier
Frankreich
€ 100.000,00 100 %
DATRON SEA Pte. Ltd. 25 International
Business Park #03-79
German Centre
Singapore (609916)
SGD 100.000,00 100 %

Die DATRON Technology s.r.o. ist mit einer Anteilsquote von 100% an der DATRON Technology s.r.o. Tschechien, beteiligt. Daher hält die DATRON AG an dieser Gesellschaft einen mittelbaren Anteil von 80%. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt CZK 10.000. Die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz dieser Gesellschaft sind in der DATRON Technology s.r.o. (SVK) konsolidiert.

Die Anteilsübertragung an der DATRON France SAS erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Beachtung des § 301 HGB.

DATRON Konzern-Anhang

Geschäftsjahr 2023

AKTIVSEITE DER BILANZ A.

    1. Der Ausweis des Anlagespiegels bzw. Anlagegitters erfolgt in der Anlage zum Anhang.
    1. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Bei den Anlagegütern der EDV-Hardware und Software wurde ab dem Geschäftsjahr 2021 eine einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Sachanlagen enthalten T€ 14.265 (VJ T€ 1.065) an Investitionen in Grundstücke und Gebäude.
    1. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Einklang mit § 253 Absatz 1 HGB i.V.m. § 255 Absatz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips und der Grundsätze der verlustfreien Bewertung. Dabei kommt das gleitende Durchschnittsverfahren zur Anwendung. Hierbei enthalten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten die angemessenen und notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch sachgerechte Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden analog der Verfahrensweise in Vorjahren nicht berücksichtigt.
    1. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 9.451 (VJ T€ 8.167) sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Der nach Abzug der zweifelhaften Forderungen verbleibende Gesamtbetrag in Höhe von T€ 9.547 (VJ T€ 8.250) wurde aus diesem Grunde zusätzlich einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 96 (VJ T€ 83) unterzogen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist geringer als ein Jahr.
    1. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet.
    1. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 1.150 (VJ T€ 828) beinhalten Forderungen aufgrund von Zuschüssen gegenüber staatlichen Fördereinrichtungen in Höhe von T€ 810 (VJ T€ 0), Forderungen aus Kundenzahlungen T€ 91 (VJ T€ 0), Forderungen gegenüber Personal in Höhe von T€ 50 (VJ T€ 36), Forderungen aus Kautionszahlungen in Höhe von T€ 44 (VJ T€ 44), debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 15 (VJ T€ 24), Forderungen gegenüber Behörden in Höhe von T€ 13 (VJ T€ 32), Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 12 (VJ T€ 557) sowie verschiedene sonstige Forderungen in Höhe von T€ 115 (VJ T€ 135). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen.
    1. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt.
    1. Die Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf T€ 565 (VJ T€ 428) und beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen.
    1. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB sind für die Altersversorgungsverpflichtungen der Rückstellungswert und das Vermögen der Rückdeckungsversicherung zu verrechnen, sofern die Vermögensgegenstände dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die Vermögenswerte sind hierbei mit ihrem Zeitwert anzusetzen. Übersteigt der Zeitwert der Vermögensgegenstände die Höhe der Verpflichtungszusage, ist der übersteigende Betrag als aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auszuweisen. Aufwendungen und Erträge, die aus den im aktiven Unterschiedsbetrag verrechneten Positionen resultieren, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ebenfalls miteinander verrechnet.
  • Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß 246 Abs. 2 Satz 3 HGB setzt sich per 31.12.2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Aktivseite TEUR TEUR
Finanzdepot, verpfändet zur Rückdeckung von Pensionsver
pflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB
Anschaffungskosten zum 31.12.2023 = T€ 1.185
1.413 1.330
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 89 84
Deckungsvermögen Rückdeckungsversicherung für Zeitwert
konten mit Garantie gemäß §246 Abs. 2 HGB
428 504
Saldo Aktivseite 1.930 1.918
Passivseite
Pensionsrückstellung gemäß BilMoG zum 31.12.2023 1.020 1.022
Rückstellung aus Verpflichtungen aus Zeitwertkonten 428 504
Summe der Erfüllungsbeträge der Schulden 1.448 1.526
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 482 392
  1. Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 358 (VJ 394) angesetzt. Diese sind ausschüttungsgesperrt und setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Steuern aus Zwischengewinneliminierung gemäß §306 HGB: T€ 122

Latente Steuern aus Verlustvorträgen: T€ 61

Latente Steuern aus Bewertungs- und Ansatzdifferenzen der Rückstellungen: T€ 175

Bei der Ermittlung kam ein Durchschnittssteuersatz von 26,37 % zur Anwendung.

PASSIVSEITE DER BILANZ B.

    1. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens i.H. v. € 4.000.000,00 ist zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus 4.000.000 Stückaktien zum Nennwert von je einem Euro.
    1. Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird im beigefügten Eigenkapitalspiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

DATRON Konzern-Anhang

Geschäftsjahr 2023

    1. Durch Beschluss auf der ordentlichen Hauptversammlung am 30.06.2023 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Juni 2028 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückatien gegen bar und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu € 2.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
    1. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst und führen nur zu unwesentlichen Abweichungen vom Nominalwert.
    1. Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalverpflichtungen 1.201 1.175
Steuerrückstellungen 581 1.748
Garantieleistungen 522 709
Urlaubsansprüche 324 337
Bewertungsabschläge 228 145
Noch nicht berechnete Leistungen 179 192
Berufsgenossenschaft 95 91
Abschlussprüfung und Steuerberatung 72 60
Sonstige Rückstellungen 270 384
Rückstellungen 3.472 4.841
    1. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen eine Rückstellung im Rahmen der Geschäftsverlagerung in Zusammenhang mit der Beendigung von Miet- und Vertragsverhältnissen in Höhe von T€ 200 (VJ 0).
    1. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der PUC Methode mit einem Rechnungszins von 1,83 % (VJ 1,78 %) und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G bewertet. Trendannahmen wurden nicht getroffen. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum 31.12.2023 T€ 1.020 (VJ T€ 1.022). Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer A.9.) dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert. Für die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus der Lebensversicherung wurde das Aktivprimat gemäß IDW RH FAB 1.021 angewendet.
    1. Nach § 253 Absatz 6 HGB muss der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitts- und dem 7-Jahresdurchschnittssatz ermittelt werden. Der Unterschiedsbetrag betrug zum Stichtag 31.12.2023:
Erfüllungsbetrag Erfüllungsbetrag Unterschiedsbetrag
10-Jahresdurch
schnittszinssatz
7-Jahresdurch
schnittszinssatz
§ 253 Absatz 6
HGB
TEUR TEUR TEUR
Ausgeschiedene Anwärter 1.020 1.036 16
Rechnungszinssatz 1,83 % p.a. 1,75 % p.a.
  1. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

  2. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Spiegel 31.12.2023 davon Restlaufzeit
Gesamt bis zu einem
Jahr
mehr als 1
Jahr
mehr als 5
Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.857 8 89 5.760
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.208 3.208 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.115 1.115 0 0
- aus Steuern 291 291 0 0
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 69 69 0 0
Verbindlichkeiten 10.180 4.331 89 5.760
    1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 5.768 stehen in Zusammenhang mit dem Neubau der Firmenzentrale des Konzernmutterunternehmens und sind durch Grundschulden besichert. Weiter besteht ein Darlehen der slowakischen Tochtergesellschaft DATRON Technology s.r.o. in Höhe von T€ 89.
    1. Analog der Vorjahre bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte mit Ausnahme der Dienstleistungsrechnungen.
    1. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien in Höhe von T€ 1.154 (VJ T€ 1.037 p.a.) sowie aus sonstigen Verpflichtungen für Büro- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 356 (VJ T€ 273).

DATRON Konzern-Anhang

Geschäftsjahr 2023

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG C.

    1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 1 HGB i.V.m. § 158 AktG aufgestellt.
    1. Die Umsatzerlöse wurden gemäß den Vorschriften des BilRUG gemäß § 277 Abs. 1 HGB ermittelt.

Die Umsatzaufteilung nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

Nettoumsatzerlöse 63.816 59.902
Sonstige Erlöse gemäß BilRUG 895 639
After Sales Service und Sonstige 13.153 11.942
CNC- /Dental-Fräswerkzeuge 12.116 11.693
Maschinensysteme 37.652 35.628
TEUR TEUR
2023 2022

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse untergliedert sich wie folgt:

Nettoumsatzerlöse 63.816 59.902
Sonstige Regionen 3.979 2.390
USA/Kanada 6.662 6.795
Europäisches Ausland 4.106 5.044
Europäische Union 20.418 17.928
Deutschland 28.651 27.745
TEUR TEUR
2023 2022
  1. Im Berichtsjahr werden erstmals andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 80 ausgewiesen, die vollumfänglich in Zusammenhang mit Planungsleistungen im Rahmen des Neubaus der Firmenzentrale stehen.

    1. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 1.026 (VJ T€ 227). Diese Position untergliedert sich in gewährte Zuschüsse von staatlichen Fördereinrichtungen in Höhe von T€ 810 (VJ T€ 0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 72 (VJ T€ 20), Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von T€ 57 (VJ T€ 93) sowie sonstige verschiedene Erträge in Höhe von T€ 87 (VJ T€ 114).
    1. Der Personalaufwand in Höhe von insgesamt T€ 22.149 (VJ T€ 19.947) unterteilt sich Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 18.569 (VJ T€ 16.740) und soziale Aufwendungen in Höhe von T€ 3.580 (VJ T€ 3.207), davon für Altersversorgung T€ 74 (VJ T€ 108).
    1. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2023 2022
TEUR TEUR
Raumkosten 1.814 1.585
Kosten der Warenabgabe 1.559 1.564
EDV-Kosten 1.419 1.267
Werbe- und Reisekosten 1.332 1.038
Fahrzeugkosten 676 580
Fremdleistungen 439 458
Rechts- und Beratungskosten 408 401
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 384 364
Büro- und Kommunikationskosten 134 249
Reparaturen und Instandhaltung 125 161
Sonstige Aufwendungen 911 671
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.201 8.338

Die Fremdleistungen betrafen überwiegend Logistikdienstleistungen (T€ 61), Personal- (T€ 294) und Beratungsdienste (T€ 22) und verschiedene weitere Dienstleistungen (T€ 62).

Die Sonstigen Aufwendungen betrafen Aufwendungen für Fortbildung (T€ 148), für Werkzeuge, Kleingeräte, GWG und Betriebsbedarf (T€ 125), für Marketingzuschüsse (T€ 90), für Nebenkosten des Geldverkehrs (T€ 85), für Wertberichtigungen (T€ 45), für Kantinenkosten (T€ 44), für Aufsichtsratsvergütungen (T€ 42), für Leasinggebühren (T€ 33), für Gewährleistungen (T€ 19) sowie für verschiedene sonstige Aufwendungen (T€ 280).

DATRON Konzern-Anhang

Geschäftsjahr 2023

  1. Die Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gemäß §246 Abs. 2 S.2 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
2023 2022
TEUR TEUR
Aufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen für Zeitwertkonten -6 -13
Aufwand aus Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherung -1 -1
Erträge aus verpfändetem Vermögen 17 22
Aufwand / Ertrag aus Verminderung / Erhöhung des Rück
deckungsvermögens zum Zeitwert
75 -234
Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen -15 -22
Aufwand (-) / Ertrag aus der Saldierung von Pensions
verpflichtungen gem. § 246 Absatz 2 HGB
70 -248

NACHTRAGSBERICHT D.

Ab dem 1. März 2024 tritt Prokurist Jonas Gillmann die Position Vorstand Technik (CTO) im Unternehmen an und verantwortet ab diesem Zeitpunkt die Unternehmensbereiche Technik und Produktion.

Am 14.03.2024 erwarb die DATRON AG die Mehrheitsanteile in Höhe von 51 % an dem USamerikanischen Handelspartner DATRON DYNAMICS Inc., Milford, NH. Mit Wirkung zum 01.04.2024 wird die Gesellschaft zum vollkonsolidierten Tochterunternehmen der DATRON Gruppe.

Die weiterhin andauernden kriegerischen Konflikte führen anhaltend zu Einschränkungen im weltwirtschaftlichen Geschäftsverkehr. Die Aufrechterhaltung bestehender beziehungsweise Erweiterung staatlicher Maßnahmen wie wirtschaftliche Sanktionen können sich negativ auswirken, ohne dass diese Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorhersehbar wären.

Darüber hinaus bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

ERGEBNISVERWENDUNG E.

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat die folgende Verwendung des Bilanzgewinns der DATRON AG in Höhe von € 4.618.439,20 vor: Auszahlung einer Dividende in Höhe von € 795.684,80, Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von € 3.800.000,00 und Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von € 22.754,40.

SONSTIGE ANGABEN F.

    1. Als Vorstand war im Geschäftsjahr 2023 berufen:
    2. Dipl.-Kfm. (FH) Michael Daniel (Kaufmann). Herr Daniel ist Vorstandsvorsitzender der DATRON AG (CEO) und war im abgelaufenen Geschäftsjahr gesamtverantwortlich für die Unternehmensbereiche Finanzen, Verwaltung, Investor Relations, Service, Marketing, Vertrieb, Personal, Technik und Produktion. Zudem war Herr Daniel Geschäftsführer bei der DATRON Tool Technology GmbH sowie der DATRON SEA Pte. Ltd.
    1. Dem Aufsichtsrat der DATRON AG gehörten im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Personen an:
    2. Dr. Thomas Milde. Herr Dr. Milde ist Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rechtsanwalt und Notar, wohnhaft in Griesheim.
    3. Manfred Krieg. Herr Krieg ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, wohnhaft in Mühltal.
    4. Achim Kopp. Herr Kopp ist Geschäftsführer der KOPP Schleiftechnik GmbH in Lindenfels, wohnhaft in Lindenfels.
    5. Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele. Herr Prof. Abele ist emeritierter Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt, wohnhaft in Bühl.
    1. Auf die Angabe der Gesamtbezüge für Vorstandsmitglieder wird nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.
    1. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen T€ 42 (VJ T€ 26).
    1. Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers für Abschlussprüfungsleistungen im Berichtsjahr betrug T€ 44.
    1. Die durchschnittliche Zahl der Konzernmitarbeiter betrug 2023 ohne Berücksichtigung der Vorstände und Auszubildenden insgesamt 311 und verteilte sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
2023 2022
Vertrieb und Marketing 63 56
Finanzen und Verwaltung 41 43
Technik und Produktion 207 191
Gesamt 311 290

Mühltal, den 28.03.2024

Dipl. Kfm. (FH) Michael Daniel Jonas Gillmann
Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstand Technik (CTO)
el
g
e
pi
s
n
e
g
a
nl
A Mühltal-Traisa
n- N AG,
er
z O
n
o ATR
K
D

32

I.

Anschaffungskosten Ku mulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen
des
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 01.01.2023 Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
materielle Vermö
gensgegenstände
Im
liche Schutzrechte und
Konzessionen, gewerb
Werte sowie Lizenzen
ähnliche Rechte und
an solchen Rechten
und Werten
1.596.931,98 47.305,00 311.550,28 1.332.686,70 1.439.261,46 80.757,85 291.761,12 1.228.258,19 104.428,51 157.670,52
materielle
m
me I
m
Su
Vermögensgegen
stände
1.596.931,98 47.305,00 311.550,28 1.332.686,70 1.439.261,46 80.757,85 291.761,12 1.228.258,19 104.428,51 157.670,52
Sachanlagen
schließlich der Bauten
1. Grundstücke, grund
stücksgleiche Rechte
und Bauten ein
Grundstücken
auf fremden
5.161.282,21 30.158,63 0,00 5.191.440,84 1.618.299,51 144.406,10 0,00 1.762.705,61 3.428.735,23 3.542.982,70
Technische Anlagen
und Maschinen
2.
2.090.931,28 211.993,49 0,00 2.302,924,77 1.157.787,04 302.915,66 0,00 1.460.702,70 842.222,07 933.144,24
triebs- und Geschäfts
Andere Anlagen, Be
ausstattung
3.
7.026.829,98 701.473,06 3.141.125,59 4.587.177,45 5.704.493,71 645.374,59 3.129.368,49 3.220.499,81 1.366.677,64 1.322.336,27
geleistete Anzahlungen
m Bau
und Anlagen i
4.
1.187.020,41 14.233.933,63 0,00 15.420.954,04 0,00 0,00 0,00 0,00 15.420.954,04 1.187.020,41
me Sachanlagen
m
Su
15.466.063,88 15.177.558,81 3.141.125,59 27.502.497,10 8.480.580,26 1.092.696,35 3.129.368,49 6.443.908,12 21.058.588,98 6.985.483,62
Anlagevermögen
me
Sum
17.062.995,86 15.224.863,81 3.452.675,87 28.835.183,80 9.919.841,72 1.173.454,20 3.421.129,61 7.672.166,31 21.163.017,49 7.143.154,14

II.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

DATRON AG, Mühltal | für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-
kapital
Korrigiertes gezeichnetes Kapital Rücklagen zernbilanz- gewinn
Entwicklung Kon
Eigenkapital
Summe
herrschende
Auf nicht be
Summe
Gezeichnetes
Kapital
eigene Anteile Summe gesetzliche
Rücklage
lage für
eigene
Anteile
Rück
andere Gewinnrück
lagen
Kapitalrück-
lage
Summe unternehmens
des Mutter
beherrschende
Anteile
Nicht
entfallende
Gewinne
Anteile
Summe
Stand am 01.01.2022 -
4.000.000,00
-57.791,00 3.942.209,00 237.455,36 - 18.296.762,24 9.343.750,00 27.877.967,60 3.398.542,94 35.218.719,54 92.941,37 - 25.695,15 67.246,22 35.285.965,76
Kapitalerhöhung /
-herabsetzung
Gewinn/- Verlust auf nicht
beherrschende Anteile
83.091,17 -
-
83.091,17 83.091,17 83.091,17 -
Verkauf eigener Anteile 16.400,00 16.400,00 145.960,00 145.960,00 162.360,00 162.360,00
-
Einstellung in / Entnahme
aus Rücklagen
2.700.000,00 2.700.000,00 - 2.700.000,00 - -
Sonstige Veränderungen - - 20.690,67
-
20.690,67 - -
-
Ausschüttung 788.441,80 -
-
788.441,80 - 788.441,80
-
- -
Konzernjahresüberschuss 4.322.981,60 4.322.981,60 - 4.322.981,60
-
Stand am 31.12.2022 -
4.000.000,00
41.391,00 3.958.609,00 237.455,36 - 21.142.722,24 9.343.750,00 30.723.927,60 4.149.991,57 38.832.528,17 72.250,70 78.086,69 150.337,39 38.982.865,56
Kapitalerhöhung / -herab
setzung
5.150,00 5.150,00 5.150,00
Gewinn/- Verlust auf nicht
beherrschende Anteile
70.032,81 -
-
70.032,81 70.032,81 70.032,81 -
Verkauf eigener Anteile 19.815,00 19.815,00 179.624,00 179.624,00 199.439,00 199.439,00
Einstellung in / Entnahme
aus Rücklagen
3.300.000,00 3.300.000,00 - 3.300.000,00 - - -
Ausschüttung 791.721,80 -
-
791.721,80 -
23.660,79
-
23.660,79 815.382,59
-
-
Konzernjahresüberschuss 4.546.915,64 4.546.915,64 - 4.546.915,64
-
Stand am 31.12.2023 -
4.000.000,00
-21.576,00 3.978.424,00 237.455,36 - 24.622.346,24 9.343.750,00 34.203.551,60 4.535.152,60 42.717.128,20 77.400,70 124.458,71 201.859,41 42.918.987,61

BESTÄTIGUNGSVERMERK

des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DATRON AG

Bestätigungsvermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DATRON AG, Mühltal - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DATRON AG, Mühltal, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
  • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
  • Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonsti- gen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür ver- antwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammen- hang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsle- gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu Bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Kon-zernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt- schaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen

BESTÄTIGUNGSVERMERK

des unabhängigen Abschlussprüfers

Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zu- grundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern da gestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung bei der DATRON AG feststellen."

Karlsruhe, den 15. April 2024

RWM GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

gez. Weber gez. Mumm

DATRON AG | In den Gänsäckern 5 | 64367 Mühltal, Germany +49(0)6151-1419-0 | [email protected] | www.datron.de

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