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Datron AG Annual Report 2023

Jun 27, 2024

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Annual Report

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Publication

DATRON AG

Mühltal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT Zum 31.12.2023

DATRON AG, Mühltal

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell der DATRON AG

Die DATRON AG mit Sitz in Mühltal-Traisa ist auf die Entwicklung, Fertigung und den Verkauf von High-Speed Fräsmaschinen, dazu passenden Fräswerkzeugen, Präzisionsdosiermaschinen, maßgeschneiderter Software sowie umfangreichen Kundendienstleistungen ausgerichtet. Die Fräsmaschinen von DATRON ermöglichen die genaue Bearbeitung von Materialien wie Aluminium und Verbundwerkstoffen mit hohen Geschwindigkeiten, während die Hochleistungs-Dosiermaschinen vor allem in der industriellen Dicht- und Klebetechnik zum Einsatz kommen. Das Angebot von DATRON wird durch selbst entwickelte Fräswerkzeuge und ein breites Spektrum an Kundendienstleistungen, einschließlich Schulungen, Serviceleistungen sowie den Verkauf von Zubehör und Ersatzteilen, komplettiert.

DATRON setzt auf einen technologiegetriebenen Ansatz, der Innovation und kundenorientierte Lösungen betont. Rund 20 % der Belegschaft sind direkt in technologischen Bereichen tätig, was das Unternehmen in die Lage versetzt, schnell auf Marktveränderungen und neue Verarbeitungsmethoden zu reagieren.

Im Bereich der Fräsbearbeitung, wo jede Anforderung einzigartige Herausforderungen mit sich bringt, hat sich DATRON durch seine langjährige Praxiserfahrung und sein modulares Produktangebot etabliert. Das Unternehmen bietet kundenspezifische Lösungen an, die von der 3-achsigen bis hin zur hochpräzisen oder kosteneffizienten Mehrachsenbearbeitung reichen. Die CNC-Fräsmaschinen von DATRON zeichnen sich durch ihre Robustheit, Langlebigkeit, intelligente Steuerung und modulares Zubehör aus. Insbesondere in Kombination mit den kleinen Werkzeugen von DATRON erzielen diese Maschinen ausgezeichnete Ergebnisse bei der Bearbeitung verschiedenster Materialien.

DATRON Fräsmaschinen überzeugen zudem nicht nur in der Bearbeitung von Aluminiumplatten und -profilen, sondern auch bei der Umsetzung von komplexen Freiformen, anspruchsvollen 3D-Gravuren, hochglänzenden Oberflächen und bei der präzisen Kleinteilfertigung. Anwendungen aller Art werden mit hoher Qualität bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch ermöglicht. Zu den weltweit nachgefragten Modellen zählen die DATRON neo, DATRON M8Cube und DATRON MLCube, ergänzt durch die industriefokussierte DATRON MXCube.

Seit über 30 Jahren entwickelt DATRON eigene Steuerungslösungen, wobei die Einführung der DATRON next Steuerungsgeneration im Jahr 2016 eine bedeutende Marktposition sicherte. Diese innovative Maschinensoftware ermöglicht die Bedienung aller DATRON Maschinentypen durch intuitive Wisch- und Touch-Gesten. Mit dem DATRON ToolAssist, einem Werkzeugwechsler, der außerhalb des Bearbeitungsraums platziert ist, setzt das Unternehmen neue Standards in Bedienkomfort, Effizienz und Werkzeugmanagement.

Die DATRON AG beschäftigt 276 Mitarbeitende, nicht eingerechnet Vorstände und Auszubildende, in Deutschland (DATRON AG und DATRON Tool Technology GmbH) und unterhält Tochtergesellschaften in Frankreich (DATRON France SAS und DATRON Real Estate France SAS), Österreich (DATRON Austria GmbH), der Slowakei (DATRON-Technology s.r.o., einschließlich der mittelbaren Beteiligung in Tschechien) und Singapur (DATRON SEA Pte. Ltd.). Mit Ausnahme der Besitzgesellschaft DATRON Real Estate France SAS unterhalten alle Tochtergesellschaften unabhängige Vertriebs- und Servicestrukturen.

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der DATRON FRANCE SAS wurden 10 % des Stammkapitals mit Wirkung zum 08. Dezember 2023 an die dort langjährig erfolgreich tätige Geschäftsführerin übertragen.

Die mittelbare sowie die unmittelbaren Beteiligungen der DATRON AG an ihren Tochtergesellschaften stellen sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wie folgt dar:

Die DATRON AG hat sich global etabliert, indem sie Industrieprodukte durch Direktvertrieb und über Handelspartner vermarktet und verkauft. Ihre Zielgruppen umfassen vor allem Fertigungsunternehmen, die Bauteile aus Aluminium, Komposit-Materialien und Kunststoff herstellen. Diese Teile finden in verschiedenen Branchen Verwendung, darunter die Elektro- und Automobilindustrie sowie der Werkzeug- und Formenbau. Auch in der Dentalindustrie hat sich DATRON mit seinen High-Speed Fräswerkzeugen als zuverlässiger Anbieter bewiesen. Das Produkt-Portfolio beinhaltet ebenso Nischenprodukte wie beispielsweise Dosieranlagen für Dicht- und Klebstoffe, die zu den erfolgreichen Technologie-Spezialisierungen gehören.

Dank der modularen Konzeption der DATRON Maschinen lässt sich eine spezifische Anpassung an die Bedürfnisse einzelner Kunden einfach umsetzen. Ihre innovative Konstruktion sorgt für eine hohe Energie-Effizienz, was sie, auch unter aktuellen energiewirtschaftlichen Bedingungen, im Vergleich zu ähnlichen Maschinen kosteneffektiver macht.

Effizienz ist eine der zentralen Tugenden aller DATRON Technologie-Lösungen. Die Effizienz der Maschinen, gekennzeichnet durch ihren geringen Platzbedarf bei gleichzeitig großem Arbeitsbereich, hoher Leistungsfähigkeit und niedrigem Energieverbrauch, hat dazu beigetragen, dass die Bearbeitung von Aluminium in der Elektroindustrie sowie die Metall- und Kunststoffverarbeitung in verschiedenen Branchen zu den gewinnbringenden Hauptgeschäftsfeldern von DATRON zählen. DATRON Maschinen sind deutlich kompakter als die großvolumigen Bearbeitungszentren der Konkurrenz. Zu den weiteren technischen Alleinstellungsmerkmalen gehören unter anderem die Verwendung von Minimalmengenkühlschmierung mit Ethanol statt herkömmlicher Kühlmethoden, äußerst hohe Drehzahlen und der Einsatz kleiner Werkzeuge.

Seit ihrer Gründung Mitte 2018 konzentriert sich die Tochtergesellschaft DATRON Tool Technology GmbH innerhalb der DATRON Firmengruppe auf die Forschung, Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Diese Fokussierung spiegelt den zunehmenden Wert qualitativ hochwertiger Fräswerkzeuge im Portfolio des Gesamtunternehmens wider und adressiert die ambitionierten Ziele der DATRON AG. Dazu gehören die Verbesserung des internen technischen Wissens, die Festigung der Marktposition und die Erweiterung der Erfolge bei der Anmeldung von Patenten in der Sparte der High-Speed Zerspanungswerkzeuge.

Die Expertise von DATRON im Segment der Zerspanungswerkzeuge beruht seit 1988 auf kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit, einschließlich der Zusammenarbeit mit namhaften Instituten wie dem PTW der TU Darmstadt und renommierten Partnern im Bereich der Schleiftechnik. Als zentrale Einheit der Unternehmensgruppe verbindet die DATRON Tool Technology GmbH Experten verschiedener Fachrichtungen an einem strategischen Knotenpunkt, um Synergien sowohl intern als auch mit externen Partnern zu fördern.

Seit der Firmengründung im Jahr 1969 hat sich DATRON, mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilie, von einem Auftragsentwickler zu einem Hersteller von Spezialmaschinen entwickelt und blickt auf eine beeindruckende Wachstumsgeschichte zurück. Herzstück von DATRON sind von jeher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auch zukünftig mit ihrem Fachwissen und ihrer hohen Einsatzbereitschaft die fortlaufende Innovationskraft des Unternehmens sichern. Das überwiegend positive Feedback der Kunden motiviert sie täglich, sich in ihren vielfältigen Tätigkeiten zu verbessern und neue Höchstleistungen zu erzielen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 stand das Thema Effizienz-Steigerung in der Fräsbearbeitung erneut im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auf dem DATRON Tech Day im April enthüllte das Unternehmen Automatisierungslösungen, die im späteren Messe-Herbst das Fachpublikum in ihren Bann zogen.

Dazu gehörte eine neue Variante der DATRON ML Cube, die mit dem DATRON Tool-Assist für automatischen Werkzeugwechsel und einem Späneförderer ausgestattet wurde. Sie ermöglicht durch zwei weit öffnende Fronttüren eine einfache Beladung trotz des umfangreichen Bearbeitungsraums, inklusive der Option zur Kranbeladung. Der neue Greifer DATRON CoboLoad optimiert die automatisierte Bearbeitung von Plattenmaterial, indem er sich nahtlos in die Vakuumspanntechnik integriert und an einem 6-Achs-Roboter montiert, Rohteile in variierender Dicke entsprechend der Programmierung des Bauteils handhabt. Nach Fertigstellung legt der Greifer die Teile gesammelt in einem Lager für Fertigteile ab. Die Wechseltischlösung DATRON ShuttleLoad steigert die Effizienz der DATRON MXCube in der Serienproduktion durch eine optionale Erweiterung mit zwei unabhängigen Wechseltischen, die auf Bedarf in den Arbeitsbereich einfahren und nach Bearbeitung wieder herausfahren. Dies ermöglicht dem Bediener, während des Fräsvorgangs auf einer Tischseite, die andere Seite neu zu bestücken.

Im Rahmen eines Kundenprojektes konnte eine innovative Automatisierungslösung umgesetzt werden, die den Einsatz von zwei DATRON MXCube Maschinen mit Portal-Ladern und einer ausgefeilten Spanntechnologie umfasst. Ein darüber installierter Drei-Achs-Linear-Portalroboter führt die Rohteile mittels der automatischen Fronttür von oben in die Maschine ein. Die Bearbeitung der Teile erfolgt in drei Schritten, nach denen sie vom Portalroboter automatisch gereinigt und umpositioniert werden. Diese Konfiguration ermöglicht einen effizienten, vollautomatischen Betrieb über den ganzen Tag, was zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz führt.

Die Neuentwicklung einer neuen Dosiermaschine ging mit großen Schritten voran. Noch in 2023 konnten mehrere Prototypen gebaut und Vorserien-Maschinen bei Testkunden eingebracht werden. Bis zum Jahresende waren alle Vorbereitungen für den Marktstart auf dem Tech Day im April 2024 abgeschlossen. Dieses Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Auch im Bereich des CNC-Zubehörs wurden beachtliche Weiterentwicklungen erzielt. Der DATRON Tool Assist Werkzeugwechsler konnte durch gezielte Softwareanpassungen in seiner Einmess-Genauigkeit und der Präzision der Wechselposition signifikant verbessert werden. Auch der DATRON 3D-Messtaster erfuhr eine umfassende Überarbeitung, bei der insbesondere die Konstruktion der Messkapsel mechanisch stark verbessert und die Wärmebeständigkeit des Arms mittels einer Kunststoffummantelung des Aluminiumkerns gesteigert wurde. Auch dieses Produkt wird auf dem nächsten DATRON Tech Day erstmalig dem Fachpublikum vorgestellt. Diese innovativen Sprühdüsen sind nun unter anderem in der Lage, neben Ethanol auch spezielle Öle zu vernebeln und das Kühlschmiermittel in einem präzisen Strahl direkt auf die Schneide zu lenken. Die Einstellung von Blaskraft und Fördermenge erfolgt dabei unabhängig voneinander, was selbst bei höchsten Drehzahlen eine effiziente Kühlmittelzufuhr zur Werkzeug-Schneide und eine Unterstützung beim Späne-Abtransport gewährleistet.

Um DATRON Kunden zukünftig in Bezug auf die DATRON next Maschinensteuerung noch schneller adäquaten Mehrwert bieten zu können, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Optimierung der Prozesse begonnen. Finales Ziel ist es, die Anzahl der DATRON next Software-Releases auf vier pro Jahr zu steigern und den gesamten Prozess von der Anfrage bis zur Verfügbarkeit für den Kunden zu beschleunigen.

Mit der DATRON next Version 3.0 konnte ein wesentliches technologisches Update der systemimmanenten Infrastruktur durchgeführt werden, in Zuge dessen der CNC-Kern, TwinCat und Net 7 (Framework) aktualisiert wurden. Diese Anpassungen erweitern den Funktionsumfang, verbessern die Leistung und bereiten die Software-Infrastruktur auf kontinuierliche Weiterentwicklungen vor. Zudem fördern Investitionen in die Architektur der nächsten Generation zukünftige Erweiterungen und erhöhen die Effizienz des DATRON Software-Entwicklungsteams.

Im Fokus der Software-Entwicklungstätigkeiten stand in 2023 die Erweiterung der Nutzbarkeit von DATRON next für Dosiermaschinen, wodurch das Erfolgsmodell einem breiteren Spektrum an Maschinen und somit einer größeren Kundengruppe zugänglich gemacht wird. Darüber hinaus ermöglicht die Entwicklung einer Infrastruktur für die Integration externer Hardware eine Vereinfachung der Kompatibilität mit externer Hardware bei Dosiermaschinen und erleichtert Automatisierungsprojekte sowie kundenspezifische Entwicklungen. Dies ermöglicht es DATRON, Kunden schneller die benötigten Lösungen bereitzustellen. Darüber hinaus wurden viele neue DATRON next Features entwickelt, die neben anderen Technologie-Vorteilen das Messen, die Übersichtlichkeit und Bedienfreundlichkeit und erleichterte Anbindung via API-Schnittstelle betrafen.

Ein weiterer Meilenstein für den DATRON Qualitätsstandard ist das hausinterne Geometrieprotokoll, welches Kunden seit kurzem erhalten. Es hält die beim Bau der Maschine durchgeführten Messungen nach erfolgter Kompensation fest und weist so den tadellosen geometrischen Zustand der Kundenmaschine bei Auslieferung nach.

Ein neuer Qualitätsbenchmark wurde mit der Einführung des neuen DATRON Prüfwerkstücks gesetzt. Dieses dient als Maßstab für die Präzision der Fertigung mit DATRON Fräsmaschinen und findet Anwendung in Vergleichsanalysen zur Bewertung von Maschinen. Dabei werden Aspekte wie Statik, Dynamik, Robustheit und Fertigungsgenauigkeit untersucht. Das Prüfwerkstück hilft bei der Optimierung, bietet eine Grundlage für Analysen und unterstützt die regelmäßige Überprüfung der Maschinenleistung. Es ist ein wertvolles Instrument bei der Anschaffung und beim Verkauf von Maschinen, ermöglicht die Bewertung der Systemleistung vor dem Ablauf der Garantie- und Gewährleistungsfristen und unterstützt die Wartungsprozesse.

Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 3.133 (Vorjahr T€ 3.178) und lagen bei rund 5,2 % der Umsatzerlöse der Gesellschaft (Vorjahr 5,6 %).

1. II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+ 5 %) und China (+ 2 %) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real - 3 bzw. - 1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (- 5 %) und Japan (- 6 %) ausgefallen.

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf + 0,5 % geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+ 3,4 %). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von + 6,4 % im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um + 1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit + 4 % abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um - 1,4 %, nach + 5 % Wachstum im Vorjahr.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (- 0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+ 3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+ 0,7 %). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Laut den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau 2023 im Jahresvergleich um real 0,6 % abgenommen. Trotz einer anfänglichen Stabilisierung durch hohe Auftragsbestände im ersten Halbjahr, ließ diese Unterstützung nach, da die Auftragsdynamik durchweg schwach blieb. Schon zu Beginn des Jahres waren deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Eine positive Wende blieb aus. Ein schwieriges Wirtschaftsumfeld mit großer Unsicherheit führte zu einer merklichen Zurückhaltung bei den Bestellungen, was in einem um 12 % geringeren Bestellvolumen im Vergleich zum Vorjahr resultierte. Obwohl die Auftragsreichweite Ende des Jahres mit 10,2 Monaten immer noch hoch war, hat sie im Vergleich zum Höchststand von 12,2 Monaten im Juli und August 2022 deutlich abgenommen.

Die durchschnittliche Auftragsreichweite verbirgt jedoch eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Branche. Eine Umfrage ergab, dass 60 % der Unternehmen bereits eine unterdurchschnittliche Auftragsreichweite verzeichnen, und 34 % meldeten Produktionsbehinderungen wegen Auftragsmangels. Dies führte zu einer Reduzierung der Kapazitätsauslastung von 88,8 % im Juli auf 85,9 % im Oktober. Die wirtschaftliche Abkühlung beeinflusst mit sinkenden Einstellungszahlen zunehmend auch den Arbeitsmarkt. Trotzdem konnte die Beschäftigtenzahl in größeren Betrieben dank des Arbeitskräftemangels und der demografischen Entwicklung um 1,3 % steigen, was einem Zuwachs von ca. 13.600 Stellen entspricht.

Trotz der sinkenden Produktion führten höhere Durchschnittspreise für Maschinenbauprodukte zu einem nominalen Umsatzwachstum von 7 %. Der Produktionswert wurde am Jahresende auf etwa 254 Milliarden Euro geschätzt, während der Umsatz auf 264 Milliarden Euro anstieg.

2. Geschäftsverlauf der DATRON AG

Insgesamt konnte die DATRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 280 Maschinen verkaufen, wobei der Schwerpunkt im Bereich der industriellen CNC-Fräsmaschinen lag. Rund 100 Maschinen der kompakten DATRON neo Fräsmaschine und über 120 Maschinen der Baureihen DATRON M8Cube und DATRON MLCube waren darin enthalten. Die deutliche Mehrzahl der Maschinenverkäufe beinhaltete die (r)evolutionäre Steuerungssoftware "DATRON next". Die im Geschäftsjahr 2019 im deutschen Markt eingeführte DATRON MXCube komplettiert das Produktportfolio im Bereich der High-Speed CNC-Fräsmaschinen und ermöglicht automatisierbare Produktionslösungen. Um die Leistungsfähigkeit der kompakten Fräsmaschine DATRON neo noch weiter zu erhöhen, wurde die Maschine weiterentwickelt und verspricht in der neuen Modellreihe "DATRON neo Series 2", eine noch höhere Produktivität und Prozesssicherheit für den Anwender. Mit einem Verkauf von rund 20 Dosiermaschinen bewegte sich in diesem Segment die Anzahl der verkauften Maschinen auf Vorjahresniveau.

Auch das Produktsegment der Werkzeuge und die damit verbundenen Dienstleistungen im Servicebereich zeigten eine positive Entwicklung, wobei die überproportionalen Wachstumsraten im Servicebereich hier hervorstechen. Insbesondere Fräswerkzeuge für Anwendungen im Dentalbereich stellen nach wie vor einen bedeutsamen Markt innerhalb des Segments dar.

Die nachfolgende Tabelle stellt die einzelnen Geschäftsbereiche inklusive der Vorjahreswerte und der prozentualen Veränderung im Hinblick auf Umsatz und Auftragseingang dar.

Umsatz

(in T€)
Auftragseingang

(in T€)
2023 2022 in % 2023 2022 in %
--- --- --- --- --- --- ---
DATRON Maschinensysteme 35.731 34.323 4 % 33.998 38.161 - 11 %
CNC/Dental Fräswerkzeuge 11.830 11.393 4 % 12.011 11.589 4 %
Service und Sonstige 12.175 11.376 7 % 11.251 10.751 5 %
Gesamt 59.736 57.092 5 % 57.260 60.501 -5 %

Der Umsatzbereich Service und Sonstige inkludiert in dieser Darstellung auch die sonstigen Erlöse gem. BilRUG in Höhe von T€ 962 (Vorjahreswert T€ 694). Bei den Auftragseingängen werden diese sonstigen Erlöse jedoch nicht erfasst. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug (bereinigt um diesen BilRUG Effekt) für das Geschäftsjahr 2023 demnach 0,97 (Vorjahreswert 1,07).

Bei der geografischen Verteilung des Umsatzes bzw. des Auftragseingangs nach Regionen im Berichtszeitraum (Vergleich zum Vorjahr in Klammern) zeigt sich folgendes prozentuales Bild:

2023 Deutschland EU USA/Kanada Sonstige
(2022)
--- --- --- --- ---
Umsatz 48 % 27 % 11 % 14 %
(48 %) (27 %) (12 %) (13 %)
Auftragseingang 51 % 27 % 10 % 12 %
(47 %) (28 %) (13 %) (12 %)

Im Laufe des Berichtsjahres verzeichneten nahezu alle Regionen Wachstumstendenzen. Die Region USA/Kanada hingegen blieb hinter dem Vorjahr zurück. In der Europäischen Union zeigten sich überproportional positive Entwicklungen in Österreich, der Slowakei sowie in Frankreich. Rund 50 % der Werte aus der Region "Sonstige" resultierten aus dem EU-Ausland, maßgeblich aus der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

Nach einer Phase der Zurückhaltung im Vorjahr, erlebte die Welt im Geschäftsjahr 2023 eine Renaissance von Branchenevents und Fachmessen. Die DATRON AG, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern, nutzte diese Gelegenheit, um ihre Zielgruppen mit den DATRON Lösungen bei Live-Veranstaltungen wieder persönlich anzusprechen. Den Auftakt machte das DATRON Sales Partner Meeting im Februar, das zum ersten Mal seit dem Ausbruch der COVID-Pandemie wieder in Präsenz stattfinden konnte. Mehr als 20 Vertreter aus dem Netzwerk der Tochter- und Partnerunternehmen kamen, nahe des Hauptsitzes in Mühltal zusammen, um Beziehungen zu festigen, neue DATRON Produkte zu entdecken und die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks zu intensivieren.

Im März präsentierte sich DATRON auf der InnoteQ in Bern, der führenden Messe für die Fertigungsindustrie in der Schweiz, und stellte ausgewählte, global anerkannte Maschinen- und Werkzeughighlights vor. Gleichzeitig fokussierte DATRON France S.A.S. auf der Global Industrie in Lyon auf den Energieverbrauch von Produktionsanlagen und effizientes Ressourcenmanagement.

Die 100. IDS in Köln markierte eine Rückkehr zu normalen Bedingungen und bot der DATRON AG die Plattform, um ihre Neuausrichtung im Werkzeugbereich unter dem neuen Markennamen DATRON Tool Technology zu präsentieren, welcher nun Werkzeuge für dentale und industrielle Anwendungen umfasst. Das farbenfrohe Messekonzept von DATRON hob sich deutlich von den Mitbewerbern ab und erhielt positive Rückmeldungen.

Im ersten Halbjahr 2023 stellte DATRON in Zusammenarbeit mit seinen Partnern seine Technologielösungen auf führenden europäischen Industriemessen erfolgreich vor, darunter die MESCPE in Bologna, die Advanced Machine Tools in Barcelona und weiteren. Ein Highlight war das jährliche Technologie-Seminar in Brünn sowie die Teilnahme an der Australian Manufacturing Week.

In der D-A-CH-Region fand der traditionelle DATRON Tech Day im April am Hauptstandort in Mühltal-Traisa statt, der ein dynamisches Live-Programm bot und die neuesten Produktentwicklungen präsentierte. Besonders gefeiert wurden Anwendungen, die DATRONs Kompetenzen in Automatisierung und Präzisionsfrästechnik demonstrierten. Der Tech Day diente auch als erfolgreiche Plattform für das Recruiting von Nachwuchs- und Fachkräften.

Für den deutschen Markt organisierte das DATRON Produktmarketing im Juni eine Reihe von Open House-Veranstaltungen, die die Bedeutung persönlicher Beziehungen zu den Zielgruppen unterstrichen. Das erste Geschäftshalbjahr wurde mit der digital durchgeführten ordentlichen Hauptversammlung abgeschlossen, die aus der DATRON Tech Academy gestreamt wurde.

Auch das zweite Halbjahr 2023 war eine durchweg höchst geschäftige Phase für die marktbearbeitenden DATRON Spezialisten-Teams. In Vorbereitung der baldigen Marktreife der Innovationsprodukte im Dosierbereich wurde der Internationale Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Fahrzeugkongress & Ausstellung (FCVC), der Bedeutung für die nachhaltige Mobilität im Juli hervorhob, erster Fokus-Termin. Kurz darauf folgte im gleichen Monat Juli ein Messe-Auftritt auf der EMAX in Malaysia, auf der sich DATRON SEA im Umfeld der neuesten Trends im Maschinenbau und in der Elektromobilität mit ausgewählten Technologie-Lösungen präsentierte.

Im Herbst fand endlich die langersehnte EMO wieder in Hannover statt, nachdem sie in 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. DATRON hatte sich für diese allergrößte Branchen-Messe umfangreich vorbereitet und stellte den Kundennutzen in all seinen Facetten unter dem Slogan "Optimizing Efficiency" in den Fokus seiner Fachmesse-Aktivitäten. Auf einem großzügigen Show-Floor demonstrierte DATRON sein komplettes Produkt-Spektrum für die Metallbearbeitung live und unter Span.

Trotz der geopolitischen Umstände erfreuten sich Aussteller und Gäste an der Präsenz auf dieser Weltleitmesse. Der persönliche Kontakt unter Partnern und Kunden ist nach wie vor der erfolgreichste Ansatz bei der Anbahnung von Verkäufen erklärungsbedürftiger Investitionsgüter. Entsprechend groß war der Zuspruch der Besucher, auch auf dem DATRON Messestand, auf dem digitale Monitoringprodukte und die Maschinensteuerung DATRON next, kollaborative Robotik mit DATRON CoboLoad und die High-Speed-Fräsmaschine DATRON MXCube zu den größten Besuchermagneten gehörten.

Im Oktober zeigte DATRON ausgewählte Werkzeugmaschinen auf zwei parallel stattfindenden Veranstaltungen: Die Motek, die in Zusammenarbeit mit einem Automationsanbieter durchgeführt wurde und die MSV Brünn, auf der DATRON durch die Tochtergesellschaft DATRON Technology s.r.o. vertreten war.

Die Formnext im November bot die Gelegenheit für einen tiefen Einblick in die Welt des 3D-Drucks und der additiven Fertigung, bei der DATRON Maschinenlösungen sich vor allem zur hochpräzisen Nachbearbeitung von Oberflächen anbieten.

Gegen Ende des Monats November fanden DATRON Inhouse-Events in den Vertriebsgebieten Süd (DATRON Technologiezentrum Ulm) und Nord (DATRON Technologiezentrum Nord in Isernhagen bei Hannover) statt, die beide regionales Netzwerken und spezifische Branchenlösungen in den Mittelpunkt rückten.

Parallel lud DATRON Austria zum mehrtägigen Christkindlmarkt nach Ramsau am Dachstein ein und interpretierte den informellen "DATRON Rocks"-Marketingansatz zu Gunsten des fachlichen Austausches zwischen Geschäftspartnern und Kunden im gemütlichen Weihnachtsmarkt-Ambiente.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist gekennzeichnet durch eine Steigerung der Umsatzerlöse über alle Regionen und Warengruppen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 2.644 (+ 4,6 %). Diese Erhöhung untergliedert sich geographisch in eine Steigerung der Umsatzerlöse um T€ 954 im Inland (inklusive der sonstigen Erlöse aus BilRuG) sowie um T€ 1.690 im Ausland. Hierbei gründet sich der Umsatzzuwachs im Ausland maßgeblich auf die Steigerung der Umsatzerlöse in Indien um T€ 964, im Wirtschaftsraum der Europäischen Union auf die Erhöhungen in Italien um T€ 674 sowie in Ungarn um T€ 471. Dem entgegen stehen entsprechend in Summe Umsatzrückgänge in sonstigen verschiedenen Regionen um T€ 419.

In Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsportfolio der DATRON AG untergliedert sich die Steigerung der Umsatzerlöse in den Zuwachs bei den Maschinensystemen um T€ 1.408 (+ 4,1 %), bei den Fräswerkzeugen um T€ 437 (+ 3,8 %) sowie im Bereich Customer Care um T€ 531 (+ 5,0 %). Dies wird durch die Zunahme der sonstigen Erlöse aus BilRUG um T€ 268 (+ 38,8 %) ergänzt.

Die Bestandsveränderungen der noch in der Produktion befindlichen unfertigen Erzeugnisse sowie der verkaufsbereiten fertigen Erzeugnisse betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt + T€ 962.

Die erstmals im Zuge des Neubaus der Firmenzentrale anderen aktivierten Eigenleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 80.

Die Gesamtleistung erhöhte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.703 (+ 6,4 %).

Im Berichtsjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um T€ 771 (+ 325,3 %). Begründet wird diese Steigerung maßgeblich durch gewährte Zuschüsse von staatlichen Fördereinrichtungen.

Bezogen auf die Umsatzerlöse lag die um die Bestandsveränderungen bereinigte Materialquote bei 44,5 % (Vorjahr 44,2 %). Die Erhöhung der Materialquote um 0,3 % steht in kausalem Zusammenhang mit den allseits beobachteten Preisentwicklungen in Bezug auf Lieferketten.

Der Personalaufwand steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.688 (+ 9,2 %). Dies begründet sich im Geschäftsjahr einerseits durch höhere Aufwendungen für reguläre laufende Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Prämien- und Bonuszahlungen und einmalige Inflationsausgleichszahlungen. In Relation zu den gestiegenen Umsatzerlösen befindet sich die Personalquote dennoch mit 33,4 % über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 32,0 %).

Die Aufwendungen für Abschreibungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 40 (- 5,0 %). Sie beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, auf Sachanlagen und die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich in Summe auf T€ 606 (+ 8,2 %). Dies begründet sich durch höhere Werbe- und Reiskosten (+ T€ 263), gestiegene EDV-Kosten (+ T€ 153), höhere Raumkosten (+ T€ 112), gestiegene KFZ-Kosten (+ T€ 80), höhere Aufwendungen für Versicherungen, Beiträge und Abgaben (+ T€ 21) sowie höhere verschiedene sonstige Aufwendungen (+ T€ 179). Dem gegenüber stehen gesunkene Aufwendungen für Büro- und Kommunikationskosten (- T€ 105) sowie Kosten der Warenabgabe (- T€ 97). Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich in Relation zu den Umsatzerlösen auf 13,3 % und lag damit über dem Vorjahresniveau von 12,9 %.

Insgesamt weist die DATRON AG für den Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 4.608 aus.

b) Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt T€ 14.405 (+ 177,2 %). Dies ist maßgeblich begründet durch die Investitionen und geleistete Anzahlungen für Grundstücke und Gebäude zur Errichtung des zukünftigen Hauptstandortes in Höhe von insgesamt T€ 14.265. Während die immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund von Investitionen in IT-Software eine Steigerung um T€ 447 aufwiesen, erhöhte sich das sonstige Sachanlagevermögen um T€ 763. Dieses beinhaltet Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 187 und Investitionen in Kraftfahrzeuge in Höhe von T€ 390 sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 185. Bei dem Sachanlagevermögen kam es zu Abgängen in Höhe von T€ 3.053, im Wesentlichen im Vorgriff auf den Umzug an den neuen Hauptstandort in Ober-Ramstadt. Die planmäßige Abschreibung betrug bei den immateriellen Vermögensgegenständen T€ 76 und bei den Sachanlagen T€ 681. Die Abschreibung auf die Abgänge der Sachanlagen betrug T€ 3.313.

Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen / Sachanlagen) betrug 63,2 %.

Die Abschreibungsquote (Abschreibungen auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter / Sachanlagen) betrug 2,9 %.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich um insgesamt T€ 5.631 (- 15,0 %). Dies resultiert aus einer Reduzierung des Vorratsbestandes um T€ 297 und der liquiden Mittel um T€ 7.023 sowie einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.137, der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 21 sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 530. Die Verringerung des Vorratsbestandes untergliedert sich in einen um T€ 1.377 niedrigeren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und einen um T€ 527 höheren Bestand bei erhaltenen Anzahlungen bei gleichzeitiger Zunahme des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und vorgebauten Baugruppen in Höhe von T€ 1.024, einer Erhöhung der Fertigerzeugnisse um T€ 534 sowie eine Zunahme der geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 48.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 93 (+ 24,5 %) auf T€ 470.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung erhöhte sich um T€ 89 (+ 22,8 %), bedingt durch eine Erhöhung der verpfändeten Finanzanlagen in Höhe von T€ 11 bei gleichzeitiger Reduzierung der saldierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 78.

Der laufende Kapitalbedarf des Unternehmens bleibt im Wesentlichen eigenfinanziert.

Im abgelaufenen Berichtsjahr reduzierten sich die Rückstellungen insgesamt um T€ 1.324 (- 28,7 %). Die Steuerrückstellungen reduzierten sich um T€ 1.116 und der Bestand der sonstigen Rückstellungen reduzierte sich um T€ 208. Die wesentlichen Rückstellungen betrafen Personal, Steuern, Gewährleistungsverbindlichkeiten und Rückstellungen für Bewertungsabschläge bei den verpfändeten Finanzanlagen sowie Rückstellungen im Rahmen der Beendigung von Miet- und Dienstleistungsverträgen.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um T€ 6.264 (+ 201,3 %). Während zum Berichtsstichtag erstmals Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 5.768 ausgewiesen werden, die vollumfänglich mit der Refinanzierung des Neubaus der Firmenzentrale in Zusammenhang stehen und durch Grundschulden besichert sind, erhöhten sich im Berichtszeitraum die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 486 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 10.

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 8.956 (+ 19,3 %) auf T€ 55.466.

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Anzahlungen für Bauten auf eigenen Grundstücken sowie Ersatzinvestitionen bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Die Finanzpolitik und die Liquiditätssituation der DATRON AG sind darauf ausgerichtet, alle Verpflichtungen stets termingerecht und gegebenenfalls unter Skontoabzug zu erfüllen. Die Finanzierung der Neubaukosten ist vollumfänglich durch entsprechende fristenkongruente Eigen- und Fremdmittel gesichert.

c) Kennzahlen, die der Unternehmenssteuerung dienen

Kennzahl Ermittlung 2023 2022
Pro-Kopf-Umsatz Durchschnittliche Mitarbeiterzahl / Umsatzerlöse T€ 216 T€ 220
Umsatzrentabilität Gewinn vor Steuern / Umsatzerlöse 10,4 % 10,2 %
Kapitalumschlagsfaktor Umsatzerlöse / Gesamtkapital 1,08 1,2
Return on Investment (ROI) Gewinn vor Steuern / Gesamtkapital 11,2 % 12,6 %
Gesamtkapitalrentabilität EBIT / Gesamtkapital 10,0 % 12,2 %
Cashflow zu Umsatz Cash Flow / Umsatzerlöse - 11,8 % - 3,8 %
Materialumschlagsfaktor Materialaufwand / Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe 3,3 2,6
Abschreibungsquote Abschreibung auf Sachanlagen und GWG / Sachanlagen 2,9 % 6,2 %
EBIT-Marge EBIT / Umsatzerlöse 9,3 % 9,9 %
Days Sales Outstanding Forderungen aus LuL / Umsatzerlöse* 365 50 45
Eigenkapitalrendite (ROE) (Gewinn nach Steuern / Eigenkapital)* 100 % 10,8 % 10,5 %
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Gesamtkapital 77,2 % 83,4 %
Rückstellungsquote Rückstellungen / Gesamtkapital 5,9 % 9,9 %
Liquidität 1. Grades Liquide Mittel / kurzfristiges Fremdkapital 59,1 % 143,7 %
FuE-Quote FuE Aufwand / Umsatzerlöse 5,2 % 5,6 %

Im Berichtsjahr lag zudem die Gewährleistungsquote als Verhältnis der Gewährleistungsaufwendungen zu den Umsatzerlösen bei 0,90 % (VJ. 1,13 %).

Während im Geschäftsjahr 2023 die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 8,2 Jahren (VJ. 7,0 Jahre) lag, betrug das Durchschnittsalter der Beschäftigten der DATRON AG 42,3 Jahre (VJ. 40,6 Jahre).

4. Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die VFE (Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage) der DATRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Die dem Kapitalmarkt kommunizierten Planwerte im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragslage konnten planmäßig erreicht werden. Im Jahresverlauf 2023 zeigten sich auf Quartalsebene zyklische Schwankungen der Umsatz- und Ertragslage, welche aber als durchaus charakteristische saisonale Einflüsse für den Geschäftsverlauf der DATRON AG innerhalb eines Kalenderjahres angesehen werden.

Der Vorstand erklärt in diesem Zusammenhang auch ergänzend gem. § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat

5. Prognosebericht sowie Chancen und Risiken

Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1%, was dem relativ schwachen Wachstum des Vorjahres 2023 entspricht. Obwohl der IWF zu Beginn des Jahres 2024 eine optimistischere Haltung als im Herbst 2023 einnahm, prognostiziert er für die entwickelten Wirtschaftsnationen einen leichten Rückgang der Wachstumsdynamik um 0,1 Prozentpunkte. Dies beruht auf der Annahme, dass sowohl die Wirtschaft der USA als auch Japans sich langsamer entwickeln werden. Für die Eurozone wird ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet, während Deutschland mit einem Wachstum von nur 0,5 % erneut hinter den allgemeinen Erwartungen zurückbleiben dürfte. Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein konstantes Wachstum von 4,1 % vorhergesagt. China und Indien sollen mit einem Wachstum von 4,6 % bzw. 6,5 % leicht schwächer als 2023 wachsen, ähnlich wie Lateinamerika mit einem erwarteten Wachstum von 1,9 %. Hingegen sieht der IWF für den Mittleren Osten/ Zentralasien und Subsahara-Afrika mit Wachstumsraten von 2,9 % bzw. 3,8 % mehr Dynamik.

Mögliche Risiken für diese Prognose umfassen geopolitische Spannungen, besonders eine Eskalation des Nahostkonflikts und den fortwährenden Krieg in der Ukraine, wetterbedingte Ausnahmesituationen, eine kontinuierliche Erhöhung der Kerninflation und eine Verlangsamung des Wachstums in China. Andererseits könnte eine raschere wirtschaftliche Erholung in China auch zu positiven globalen Wachstumsimpulsen führen. Ein stärkerer wirtschaftlicher Aufschwung könnte ebenfalls eintreten, falls die Inflation schneller als angenommen sinkt und die Zentralbanken die Zinssätze schneller senken.

Die Volkswirte des VDMA prognostizieren für das Jahr 2024 eine anhaltende Stagnation des weltweiten Maschinenumsatzes, gemessen in konstanten Preisen. Ein Wachstum wird allerdings für alle vier großen Produktionszentren in Asien erwartet, wobei Indien mit einer erwarteten Zunahme von 5 % erneut an der Spitze stehen könnte. Die Situation in den anderen drei asiatischen Ländern variiert deutlich: Nach einem beträchtlichen Rückgang im Jahr 2023 ist in Süd-Korea und Japan nur ein geringfügiger Anstieg um jeweils 1 % zu erwarten. China dürfte ein Wachstum von 2 % verzeichnen, was im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie einen spürbaren Rückgang der Wachstumsrate bedeutet. Aufgrund der in der EU-27 und den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Auftragseingänge wird für 2024 ein realer Rückgang des Umsatzes um jeweils 2 % erwartet.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 mit einem prognostizierten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % nur marginal ausfallen wird. Dieses bescheidene Wachstum wird durch geopolitische Konflikte und eine straffere Geldpolitik beeinträchtigt. Trotz einer erwarteten Inflationsrate von 2,8 % im Jahr 2024, die über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 % liegt, wird ein Anstieg der verfügbaren Einkommen der Haushalte um 3,8 % vorhergesagt. Diese Entwicklung, zusammen mit einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, dürfte zu einer leichten Erholung der Binnenwirtschaft führen. Auch die Exporte werden voraussichtlich um 0,6 % ansteigen, was die wirtschaftliche Lage etwas verbessert. Dennoch steht der deutsche Wirtschaftsstandort unter anhaltendem Druck.

Um dieser wirtschaftlichen Flaute entgegenzuwirken, plant die Bundesregierung gezielte und umfangreiche Maßnahmen, um den Standort Deutschland zu stärken. Ein zentrales Element dieser Strategie ist das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die Wirtschaft vorsieht, die Investitionsdynamik ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigern sollen. Zusätzlich ist geplant, die Forschungszulage zu erhöhen, um Innovationen zu fördern und übermäßige Bürokratie abzubauen, zum Beispiel bei der Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.

Das Jahr 2024 gestaltet sich für den deutschen Maschinenbau als besonders schwierig. Volkswirte des VDMA prognostizieren einen Rückgang der realen Produktion um 4 %, wobei diese Einschätzung von zahlreichen Unsicherheiten geprägt ist, da die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von vielen schwer vorhersehbaren Faktoren abhängt. Die globale Wirtschaftskonjunktur befindet sich weiterhin in einer Delle und die Stimmung innerhalb der Maschinenbaubranche ist, wie aus dem ifo-Geschäftsklimaindex hervorgeht, höchstens verhalten. Insbesondere sind die Zukunftserwartungen aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen eher düster. Der Auftragseingang im Januar 2024 zeigt mit einem realen Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr eine Fortsetzung der schwachen Performance am Ende des Jahres 2023. Während bei einigen Segmenten des Auslandsgeschäfts leise Hoffnungen auf eine Stabilisierung bestehen, darf dies noch nicht als Zeichen einer allgemeinen Trendwende gewertet werden. Die Belastungen und Herausforderungen bleiben weitestgehend unverändert im Vergleich zum Beginn des Jahres 2023, wobei der Konflikt im Nahen Osten und politisch bedingte Verunsicherungen als zusätzliche negative Faktoren hinzugetreten sind. Diese Situation spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider: Viele Betriebe haben ihre Pläne für Neueinstellungen vorerst zurückgestellt. Dennoch bleibt der Mangel an Fachkräften, verschärft durch den demografischen Wandel, eine zentrale Herausforderung. Die Unternehmen sind daher bestrebt, trotz der widrigen Umstände, an ihrem Kernpersonal festzuhalten.

Im Jahr 2024 stehen der DATRON AG verschiedene Chancen und Risiken gegenüber, die den Geschäftserfolg maßgeblich beeinflussen könnten. Die DATRON AG profitiert von ihrem Angebot an vielfach technologisch zukunftsweisenden und qualitativ hochwertigen Produkten. Damit kann das Unternehmen branchenbezogene wie auch strategische Vorteile ausspielen. Durch ein effektives Management von Chancen und Risiken ist das Unternehmen in der Lage, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und mit gezielten Maßnahmen zu reagieren. In diesem Zusammenhang spielen auch umfassende Marktanalysen eine wichtige Rolle, die gesamtwirtschaftliche Trends sowie branchenspezifische Entwicklungen beleuchten und in die Strategieplanung einfließen lassen.

Für das Geschäftsjahr 2024 stehen für DATRON weiterhin industrielle CNC-Fräsmaschinen insbesondere zur Aluminiumzerspanung und der weitere Ausbau der Bereiche Werkzeuge und Customer Care im Fokus. Darüber hinaus erhalten Automationsanbindungen an die DATRON Standardmaschinen in Zusammenarbeit mit namhaften Industrie-Playern Priorität. Für den Nischenmarkt der Dosiertechnologie hat eine Maschineninnovation die Marktreife erreicht, die im Frühling 2024 erstmalig im inländischen Markt lanciert wird. Die internationalen Fokusregionen der DATRON Unternehmensgruppe liegen in Europa und USA.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die DATRON AG zum aktuellen Zeitpunkt eine positiv seitwärts verlaufende Geschäftsentwicklung. Die Prognose sieht für die DATRON AG im Geschäftsjahr 2024 sowohl einen Umsatz als auch einen Auftragseingang in einer Spanne von rund EUR 60 Mio. bis EUR 65 Mio. vor. Die geplante EBIT-Marge liegt in einer Spanne von 8,0 % bis 10,0 %.

Neben dieser operativen Geschäftsentwicklung plant die DATRON in Q4/2024 den Beginn ihres graduellen Umzugs, der die Konsolidierung der Standorte am geplanten neuen Hauptsitz der DATRON AG in Ober-Ramstadt bis Q4/2024 zum Ziel hat. Die operativen DATRON Standorte Mühltal, Darmstadt und Reinheim sowie die Tochtergesellschaft DATRON Tool Technology GmbH werden in einem gemeinsamen Neubaukomplex zusammengeführt.

5a. Risikoberichterstattung

Der unternehmensweiten Risikobegrenzung (IKS) misst die DATRON AG einen hohen Stellenwert bei. Das Risikomanagement der DATRON AG hat das Ziel, potenzielle Risiken sehr frühzeitig zu identifizieren, zu klassifizieren und systematisch zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Zur Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken wird ein wöchentliches Risikomanagement-System mit einer aussagekräftigen Analyse der wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz genutzt. Abweichungen und Besonderheiten werden dadurch zeitnah festgestellt und unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Operative Risiken, die in den Bereichen Einkauf, Produktion, Service, Logistik und F&E möglicherweise entstehen können, werden durch Kontrollmechanismen des Qualitätsmanagementsystems (QM) der DATRON AG frühzeitig erkannt und offengelegt, so dass ein rasches Handeln und Gegensteuern möglich ist. Das QM-System sichert zudem einen gleichbleibenden Workflow-Standard. Die gleichbleibende Qualität der Produkte und Services der DATRON AG werden dadurch sichergestellt.

Darüber hinaus räumt die DATRON AG dem Forderungsmanagement und der Planung der liquiden Mittel höchste Priorität ein. Die Forderungslaufzeit (DSO) betrug zum Stichtag 31.12.2023 50 Tage (Vorjahr 45 Tage). Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für die sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da die Geschäfte der DATRON AG weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der liquiden Mittel erfolgen wöchentlich mit rollierenden Forecasts in 3-Monatsschritten.

Die DATRON AG wird sich auch in Zukunft auf die permanente Optimierung des Risikomanagements konzentrieren.

5b. Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferrisiken

Preisänderungsrisiken, denen teils auch nur bedingt begegnet werden kann, bestehen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf. Allerdings werden absehbare Lieferkontingente und Produkte teilweise durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert. Die DATRON AG überprüft zudem regelmäßig die Bonität der A-Lieferanten und vergrößert die Zuliefererbasis, um dem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie dem Qualitätsstandard der DATRON AG gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.

Mühltal, den 27. März 2024

gez. Dipl.-Kfm. (FH) Michael Daniel, Vorstandsvorsitzender (CEO)

gez. Jonas Gillmann, Vorstand Technik (CTO)

Bilanz Zum 31. Dezember 2023

DATRON AG, Mühltal

AKTIVA

31.12.2023

Euro
31.12.2022

Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 493.614,00 122.339,00
493.614,00 122.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.558.088,75 2.638.341,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 246.629,00 94.270,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.156.463,41 1.126.244,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.420.954,04 1.187.020,41
19.382.135,20 5.045.876,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 507.429,77 507.429,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.152.000,00 2.455.000,00
2.659.429,77 2.962.429,77
22.535.178,97 8.130.645,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.585.279,18 9.962.070,44
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.229.492,31 4.205.196,83
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.241.822,41 4.707.547,35
4. Geleistete Anzahlungen 602.787,87 554.796,26
19.659.381,77 19.429.610,88
abzgl. Erhaltene Anzahlungen -2.737.313,99 -2.210.318,15
auf Bestellungen 16.922.067,78 17.219.292,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.177.781,03 7.041.169,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.512.373,09 1.490.577,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.291.589,03 761.102,92
10.981.743,15 9.292.849,06
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 4.075.220,23 11.097.652,08
31.979.031,16 37.609.793,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 469.921,53 377.343,57
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 481.734,70 392.251,80
55.465.866,36 46.510.034,75
PASSIVA
31.12.2023

Euro
31.12.2022

Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
Eigene Anteile -21.576,00 -41.391,00
3.978.424,00 3.958.609,00
II. Kapitalrücklage 9.343.750,00 9.343.750,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 237.455,36 237.455,36
2. Andere Gewinnrücklagen 24.622.571,48 21.142.947,48
24.860.026,84 21.380.402,84
IV. Bilanzgewinn 4.618.439,20 4.101.795,94
42.800.640,04 38.784.557,78
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 569.475,87 1.685.319,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.718.955,97 2.927.528,69
3.288.431,84 4.612.847,69
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.768.134,88 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 8.135
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.877.378,51 2.391.854,65
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.877.379 (VJ: T€ 2.392)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 731.281,09 720.774,63
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 731.281 (VJ: T€ 721)
- davon aus Steuern : € 321.454 (VJ: T€ 398)
9.376.794,48 3.112.629,28
55.465.866,36 46.510.034,75

Gewinn- und Verlustrechnung Vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

DATRON AG, Mühltal

2023

Euro
2022

Euro
1. Umsatzerlöse 59.735.897,91 57.091.989,56
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.558.570,54 596.077,81
3. andere aktivierte Eigenleistungen 80.000,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.007.429,55 220.688,60
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -27.243.350,91 -24.942.792,41
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -912.346,58 -906.752,59
-28.155.697,49 -25.849.545,00
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -16.867.543,14 -15.429.710,88
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
- davon für Altersvorsorge: € -55.051 (VJ: T€ -88) -3.075.009,91 -2.825.240,75
-19.942.553,05 -18.254.951,63
7. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -757.317,30 -796.997,63
-757.317,30 -796.997,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.961.692,42 -7.355.623,30
9. Betriebsergebnis / EBIT 5.564.637,74 5.651.638,41
10. Erträge aus Beteilungen 213.524,21 0,00
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 69.411,51 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon von verbundenen Unternehmen: € 82.590,00 480.631,40 221.500,67
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -82.953,19 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -40.017,65 -32.178,09
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.568.977,72 -1.728.332,33
16. Ergebnis nach Steuern 4.636.256,30 4.112.628,66
17. Sonstige Steuern -27.891,24 -23.018,10
18. Jahresüberschuss 4.608.365,06 4.089.610,56
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.101.795,94 3.500.627,18
20. Gewinnausschüttung -791.721,80 -788.441,80
Vorjahr
21. Einstellung in Gewinnrücklage -3.300.000,00 -2.700.000,00
22. Bilanzgewinn 4.618.439,20 4.101.795,94

Anhang

DATRON

Geschäftsjahr 2023

ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

DATRON AG

Sitz:

In den Gänsäckern 5

64367 Mühltal

Registergericht Darmstadt

HRB 86874

VORBEMERKUNGEN

Gemäß § 264 HGB, § 160 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften unter Anwendung der gesetzlichen Regelungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstellt.
Das Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wurden in Übereinstimmung mit den §§ 242 bis 256 und §§ 264 bis 286 HGB sowie §§ 150 ff. AktG aufgestellt.
Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des vorliegenden Jahresabschlusses ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß § 266 HGB sowie § 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren und § 158 AktG.
Auf das Wahlrecht aktive latente Steuern zu bilanzieren, ist verzichtet worden.

A. AKTIVSEITE DER BILANZ

1. Der Ausweis des Anlagespiegels bzw. Anlagegitters erfolgt in der Anlage zum Anhang.

2. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Bei den Anlagegütern der EDV-Hardware und Software wurde ab dem Geschäftsjahr 2021 eine einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu 800,- Euro wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Sachanlagen enthalten T€ 14.265 (VJ T€ 1.044) an Investitionen in Grundstücke und Gebäude.

3. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Einklang mit § 253 Absatz 1 HGB i.V.m. § 255 Absatz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips und der Grundsätze der verlustfreien Bewertung. Dabei kommt das gleitende Durchschnittsverfahren zur Anwendung. Hierbei enthalten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten die angemessenen und notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch sachgerechte Abwertungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden analog der Verfahrensweise in Vorjahren nicht berücksichtigt.

4. Die Bewertungen der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten vorgenommen.

5. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.178 (VJ T€ 7.041) sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Der nach Abzug der zweifelhaften Forderungen verbleibende Gesamtbetrag in Höhe von T€ 8.273 (VJ T€ 7.124) wurde einer Pauschalwertberichtigung von 1 % des Forderungsvolumens in Höhe von T€ 96 (VJ T€ 83) unterzogen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist geringer als ein Jahr.

6. Forderungsverluste entstanden einschließlich der Einstellungen in die Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 16 (VJ T€ 25).

7. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet worden.

8. Die Forderungen an verbundene Unternehmen auf T€ 1.512 (VJ T€ 1.491) und untergliedern sich in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die DATRON France SAS in Höhe von T€ 998 (VJ T€ 1.091), die DATRON Technology s.r.o. in Höhe von T€ 259 (VJ T€ 219), die DATRON Austria GmbH in Höhe von T€ 201 (VJ T€ 111), die DATRON Real Estate SAS in Höhe von T€ 20 (VJ T€ 40), die DATRON SEA Pte. Ltd. in Höhe von T€ 20 (VJ T€ 30) sowie an die DATRON Tool Technology GmbH in Höhe von T€ 14 (VJ T€ 0). Die Restlaufzeit der Forderungen an verbundene Unternehmen beträgt weniger als ein Jahr.

9. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 1.292 (VJ T€ 761) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber staatlichen Fördereinrichtungen aufgrund von gewährten Zuschüssen in Höhe von T€ 810 (VJ T€ 3), Erstattungsansprüche im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung in Höhe von T€ 209 (VJ T€ 550) und Forderungen aus Kundenzahlungen in Höhe von T€ 91 (VJ T€ 0). Weiterhin sind in dieser Position Forderungen aus Kautionszahlungen in Höhe von T€ 42 (VJ T€ 42), Forderungen gegenüber Personal in Höhe von T€ 30 (VJ T€ 29), Forderungen aufgrund debitorischer Kreditoren in Höhe von T€ 15 (VJ T€ 24), Forderungen gegenüber Behörden (KUG) in Höhe von T€ 13 (VJ T€ 32) sowie verschiedene sonstige Forderungen in Höhe von T€ 82 (VJ T€ 81) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen.

10. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt.

11. Die Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf T€ 470 (VJ T€ 377) und beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen.

12. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB sind für die Altersversorgungsverpflichtungen der Rückstellungswert und das Vermögen der Rückdeckungsversicherung zu saldieren, sofern die Vermögensgegenstände dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die Vermögenswerte sind hierbei mit ihrem Zeitwert anzusetzen. Übersteigt der Zeitwert der Vermögensgegenstände die Höhe der Verpflichtungszusage, ist der übersteigende Betrag als aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auszuweisen. Aufwendungen und Erträge, die aus den im aktiven Unterschiedsbetrag verrechneten Positionen resultieren, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ebenfalls miteinander verrechnet.

13. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB setzt sich per 31.12.2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Aktivseite
Finanzdepot, verpfändet zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB Anschaffungskosten zum 31.12.2023 = T€ 1.185 1.413 1.330
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung 89 84
Deckungsvermögen Rückdeckungsversicherung für Zeitwertkonten mit Garantie gemäß §246 Abs. 2 HGB 428 504
Saldo Aktivseite 1.930 1.918
Passivseite
Pensionsrückstellung gemäß BilMoG zum 31.12.2022 1.020 1.022
Rückstellung aus Verpflichtungen aus Zeitwertkonten 428 504
Summe der Erfüllungsbeträge der Schulden 1.448 1.526
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 482 392

B. PASSIVSEITE DER BILANZ

1. Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 4.000.000,00 ist zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus 4.000.000 Stückaktien zum rechnerischen Wert (Nennwert) von jeweils einem Euro.

2. Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird im beigefügten Eigenkapitalspiegel als Anlage zum Anhang dargelegt.

3. Im September 2023 wurden im Rahmen des DATRON Mitarbeiteraktienprogramms aus dem vorhandenen Bestand der eigenen Anteile 19.815 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Der übersteigende Nennbetrag aus dem Verkauf der Aktien wurde den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

Die eigenen Aktien sind wie folgt im gezeichneten Kapital und den Gewinnrücklagen ausgewiesen:

31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 4.000 4.000
eigene Anteile - Kapitalrückzahlung -22 -41
Eingefordertes Kapital 3.978 3.959
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 237 237
Andere Gewinnrücklagen 24.623 21.143
24.860 21.380
Eigene Anteile 2023 Anzahl Stück Anteil am Grundkapital

%
Anteil am Grundkapital

Sonstige Gewinnrücklagen

Bestand am 31.12.2022 41.391 1,03 % 41.391 454.499
Verkauf an Mitarbeiter -19.815 -0,49 % -19.815 -179.624
Bestand am 31.12.2023 21.576 0,54 % 21.576 274.875

4. Durch Beschlussfassung auf der ordentlichen Hauptversammlung am 30.06.2023 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Juni 2028 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen bar und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 2.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

5. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in Höhe von € 10.074,14 vorgetragen, in Höhe von € 3.300.000,0 den Gewinnrücklagen zugeführt und in Höhe von € 791.721,80 als Dividende ausgezahlt.

6. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der PUC Methode mit einem Rechnungszins von 1,83 % (VJ 1,78 %) und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G bewertet. Trendannahmen wurden nicht getroffen. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum 31.12.2023 T€ 1.020 (VJ T€ 1.022). Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer A.12 dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert. Für die Bewertung der Rückdeckungsansprüche aus der Lebensversicherung wurde das Aktivprimat gemäß IDW RH FAB 1.021 angewendet.

7. Nach § 253 Absatz 6 HGB muss der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitts- und dem 7-Jahresdurchschnittssatz ermittelt werden. Der Unterschiedsbetrag betrug zum Stichtag 31.12.2023:

Erfüllungsbetrag 10-Jahresdurchschnittszinssatz

T€
Erfüllungsbetrag 7-Jahresdurchschnittszinssatz

T€
Unterschiedsbetrag § 253 Absatz 6 HGB

T€
Ausgeschiedene Anwärter 1.020 1.036 16
Rechnungszinssatz 1,83 % p.a 1,75 % p.a.

8. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst und führen nur zu unwesentlichen Abweichungen vom Nominalwert.

9. Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Körperschaftssteuer inklusive Solidaritätszuschlag 137 913
Gewerbesteuer 432 772
569 1.685

Die Steuerrückstellungen betreffen das abgelaufene sowie das vorangegangene Geschäftsjahr.

10. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Rückstellungen für Garantieleistungen 497 688
Rückstellungen für Bonuszahlungen / Tantiemen 587 890
Rückstellungen für Personalkosten 316 0
Rückstellungen für Urlaubsansprüche 254 281
Rückstellungen für noch nicht berechnete Leistungen 166 169
Rückstellungen für Bewertungsabschläge 228 145
Rückstellungen für Arbeitgeberbeiträge Soz.Vers. 107 141
Rückstellungen für Prämien und Provisionen 143 108
Rückstellungen für Berufsgenossenschaft 95 91
Rückstellungen für Abschlussprüfung 44 40
Rückstellungen f. Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 33 33
Rückstellungen für Steuerberatung 12 12
Rückstellungen für Urlaubsgeld 9 6
Sonstige Rückstellungen 228 324
2.719 2.928

11. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen eine Rückstellung im Rahmen der Geschäftsverlagerung in Zusammenhang mit der Beendigung von Miet- und Vertragsverhältnissen in Höhe von T€ 200.

12. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

13. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 davon Restlaufzeit
T€ bis zu einem Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.768.135 8.135 0 5.760.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.877.378 2.877.378 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 731.281 731.281 0 0
- aus Steuern 321.454 321.454 0 0
- im Rahmen sozialer Sicherheit 414 414 0 0
Verbindlichkeiten 9.376.794 3.616.794 0 5.760.000

14. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen vollumfänglich in Zusammenhang mit dem Neubau der Firmenzentrale und sind durch Grundschulden besichert.

15. Sonstige Verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von T€ 731 (VJ T€ 721). Diese resultieren aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 400 (VJ T€ 316), den finanziellen Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von T€ 321 (VJ T€ 398) sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von T€ 4 (VJ T€ 6) und sonstigen weiteren Verbindlichkeiten in Höhe von T € 4 (VJ T€ 6).

16. Analog der Vorjahre bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte mit Ausnahme der Dienstleistungsrechnungen.

17. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien in Höhe von T€ 943 (VJ T€ 864 p.a.) sowie aus sonstigen Verpflichtungen für Büro- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 195 (VJ T€ 168).

C. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Absatz 1 HGB).

2. Die Umsatzerlöse wurden gemäß den Vorschriften des BilRuG (§ 277 Absatz 1 HGB) ermittelt.

Die Umsatzaufteilung nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

2023

T€
2022

T€
Maschinensysteme 35.731 34.323
CNC- /Dental-Fräswerkzeuge 11.830 11.393
After Sales Service und Sonstige 11.213 10.682
Sonstige Erlöse gemäß BilRUG 962 694
Nettoumsatzerlöse 59.736 57.092

Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2023

T€
2022

T€
Deutschland 28.715 27.745
Europäische Union 16.388 15.107
Europäisches Ausland 4.106 5.044
USA/Kanada 6.662 6.795
Sonstige Regionen 3.865 2.401
Nettoumsatzerlöse 59.736 57.092

3. Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft erstmals andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 80 aus, die vollumfänglich in Zusammenhang mit Planungsleistungen im Rahmen des Neubaus der Firmenzentrale stehen.

4. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt T€ 1.007 (VJ T€ 221). Diese Position der Gewinn- und Verlustrechnung untergliedert sich in gewährte Zuschüsse von staatlichen Fördereinrichtungen T€ 810 (VJ T€ 0), Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von T€ 50 (VJ T€ 86), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 50 (VJ T€ 0) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 9 (VJ T€ 80) und sonstige verschiedene Erträge in Höhe von T€ 88 (VJ T€ 55).

5. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 19.943 (VJ T€ 18.255) unterteilt sich in Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 16.868 (VJ T€ 15.430) sowie für soziale Aufwendungen in Höhe von T€ 3.075 (VJ T€ 2.825). Hiervon entfielen T€ 55 (VJ T€ 88) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

6. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

2023

T€
2022

T€
Kosten der Warenabgabe 1.518 1.615
Raumkosten 1.565 1.453
EDV-Kosten 1.375 1.222
Werbe- und Reisekosten 985 722
Fremdleistungen 451 438
Fahrzeugkosten 503 423
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 341 320
Rechts- und Beratungskosten 314 319
Büro- und Kommunikationskosten 106 211
Reparaturen und Instandhaltung 44 71
Sonstige Aufwendungen 760 562
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.962 7.356

Die Fremdleistungen betrafen überwiegend Logistikdienstleistungen (T€ 182), Personal- (T€ 211) und Beratungsdienste (T€ 22) und verschiedene Dienstleistungen (T€ 36).

Die Sonstigen Aufwendungen betrafen Aufwendungen für Fortbildung (T€ 119), für Werkzeuge, Kleingeräte und Betriebsbedarf (T€ 98), für Gewährleistungen (T€ 19), für Nebenkosten des Geldverkehrs (T€ 56), für Spenden (T€ 45), für Kantinenkosten (T€ 70), für Leasinggebühren (T€ 33), für Aufsichtsratsvergütungen (T€ 42) sowie für verschiedene sonstige Aufwendungen (T€ 278).

7. Die Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gem. § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB setzen sich wie folgt zusammen:

2023

T€
2022

T€
Aufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen für Zeitwertkonten -6 -13
Aufwand aus Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherung -1 -1
Erträge aus verpfändetem Vermögen 17 22
Aufwand / Ertrag aus Verminderung / Erhöhung des Rückdeckungsvermögens zum Zeitwert 75 -234
Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen -15 -22
Aufwand (-) / Ertrag aus der Saldierung von Pensionsverpflichtungen gem. § 246 Absatz 2 HGB 70 -248

D. NACHTRAGSBERICHT

Ab dem 1. März 2024 tritt Prokurist Jonas Gillmann die Position Vorstand Technik (CTO) im Unternehmen an und verantwortet ab diesem Zeitpunkt die Unternehmensbereiche Technik und Produktion.

Am 14.03.2024 erwarb die DATRON AG die Mehrheitsanteile in Höhe von 51 % an dem US-amerikanischen Handelspartner DATRON DYNAMICS Inc., Milford, NH. Mit Wirkung zum 01.04.2024 wird die Gesellschaft zum vollkonsolidierten Tochterunternehmen der DATRON Gruppe.

Die weiterhin andauernden kriegerischen Konflikte führen anhaltend zu Einschränkungen im weltwirtschaftlichen Geschäftsverkehr. Die Aufrechterhaltung bestehender beziehungsweise Erweiterung staatlicher Maßnahmen wie wirtschaftliche Sanktionen können sich negativ auswirken, ohne dass diese Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorhersehbar wären.

Darüber hinaus bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

E. ERGEBNISVERWENDUNG

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat die folgende Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von € 4.618.439,20 vor: Auszahlung einer Dividende in Höhe von € 795.684,80, Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von € 3.800.000,00 und Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von € 22.754,40.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Als Vorstände waren im Geschäftsjahr 2023 berufen:

Dipl.-Kfm. (FH) Michael Daniel (Kaufmann). Herr Daniel ist Vorstandsvorsitzender (CEO) und war im abgelaufenen Geschäftsjahr gesamtverantwortlich für die Unternehmensbereiche Finanzen, Verwaltung, Investor Relations, Service, Marketing, Vertrieb, Personal, Technik und Produktion.

2. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Personen an:

Dr. Thomas Milde. Herr Dr. Milde ist Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rechtsanwalt und Notar, wohnhaft in Griesheim.

Manfred Krieg. Herr Krieg ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, wohnhaft in Mühltal.

Achim Kopp. Herr Kopp ist Geschäftsführer der KOPP Schleiftechnik GmbH in Lindenfels, wohnhaft in Lindenfels.

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele. Herr Prof. Abele ist emeritierter Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt, wohnhaft in Bühl.

3. Auf die Angabe der Gesamtbezüge für Vorstandsmitglieder wird nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet

4. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen T€ 42 (VJ T€ 26).

5. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Vorstände und Auszubildende (18) betrug im Jahr 2023 276 (VJ 260) und verteilte sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:

2023 2022
Vertrieb und Marketing 56 49
Finanzen und Verwaltung 35 37
Technik und Produktion 185 174
Gesamt 276 260

6. Die DATRON AG besitzt zum Bilanzstichtag Anteile an den folgenden verbundenen Unternehmen:

DATRON France SAS 3610 Route d'Albertville
74320 Sevrier Frankreich

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 80 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ 182, der Jahresüberschuss betrug T€ 132.

DATRON Austria GmbH Ramsau 149
8972 Ramsau am Dachstein
Österreich

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 80 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ - 48, der Jahresfehlbetrag betrug T€ 37.

DATRON Tool Technology GmbH Am Raupenstein 12
64678 Lindenfels
Deutschland

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 80 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ 712, der Jahresüberschuss betrug T€ 292.

DATRON Technology s.r.o. (SVK) A. Hlinku2
96212 Detva
Slowakei

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 80 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ 268, der Jahresüberschuss betrug T€ 25.

DATRON Technology s.r.o. (CZ) Podnikatelská 2902
612 00 Brno-Královo
Pole, Tschechien

An dieser Gesellschaft besteht eine mittelbare Beteiligung in Höhe von 80 %, die Geschäftsanteile werden zu 100 % von der DATRON Technology s.r.o. (SVK) gehalten. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ 14, der Jahresüberschuss betrug T€ 0.

DATRON Real Estate France SAS 3610 Route d'Albertville
74320 Sevrier
Frankreich

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 100 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ - 65, der Jahresüberschuss betrug T€ 12.

DATRON SEA Pte. Ltd. 25 International
Business Park 03-79
German Centre
Singapore (609916)

Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 100 %. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2023 T€ 135, der Jahresüberschuss betrug T€ 218.

Mühltal, den 27.03.2024

Dipl. Kfm. (FH) Michael Daniel, Vorstandsvorsitzender (CEO)

Jonas Gillmann, Vorstand Technik (CTO)

Anlagenspiegel

DATRON AG, Mühltal

Anschaffungskosten
01.01.2023

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Zuschreibungen

EUR
31.12.2023

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.509.967,01 447.305,00 270.004,03 0,00 0,00 1.687.267,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.509.967,01 447.305,00 270.004,03 0,00 0,00 1.687.267,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.123.007,59 30.158,63 0,00 0,00 0,00 4.153.166,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 344.160,70 186.892,90 0,00 0,00 0,00 531.053,60
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.159.884,79 575.621,60 3.052.941,15 0,00 0,00 3.682.565,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.187.020,41 14.233.933,63 0,00 0,00 0,00 15.420.954,04
Summe Sachanlagen 11.814.073,49 15.026.606,76 3.052.941,15 0,00 0,00 23.787.739,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 507.429,77 0,00 0,00 0,00 0,00 507.429,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.455.000,00 50.000,00 353.000,00 0,00 0,00 2.152.000,00
Summe Finanzanlagen 2.962.429,77 50.000,00 353.000,00 0,00 0,00 2.659.429,77
Summe Anlagevermögen 16.286.470,27 15.523.911,76 3.675.945,18 0,00 0,00 28.134.436,85
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2023

EUR
31.12.2023

EUR
31.12.2022

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.387.628,01 75.974,00 269.948,03 1.193.653,98 493.614,00 122.339,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.387.628,01 75.974,00 269.948,03 1.193.653,98 493.614,00 122.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.484.665,67 110.411,80 0,00 1.595.077,47 2.558.088,75 2.638.341,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.890,70 34.533,90 0,00 284.424,60 246.629,00 94.270,00
0,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.033.640,38 536.397,60 3.043.936,15 2.526.101,83 1.156.463,41 1.126.244,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 15.420.954,04 1.187.020,41
Summe Sachanlagen 6.768.196,75 681.343,30 3.043.936,15 4.405.603,90 19.382.135,20 5.045.876,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 507.429,77 507.429,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.152.000,00 2.445.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.659.429,77 2.962.429,77
Summe Anlagevermögen 8.155.824,76 757.317,30 3.313.884,18 5.599.257,88 22.535.178,97 8.130.645,51

Eigenkapitalspiegel

DATRON AG, Mühltal-Traisa | für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2023

Eigenkapital DATRON AG
Korrigiertes gezeichnetes Kapital Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
Gezeichnetes Kapital eigene Anteile Summe gesetzliche Rücklage Rücklage für eigene Anteile andere Gewinnrücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2022 4.000.000,00 - 57.791,00 3.942.209,00 237.455,36 - 18.296.987,48
Kapitalerhöhung / -herabsetzung
Verkauf eigener Anteile 16.400,00 16.400,00 145.960,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 2.700.000,00
Ausschüttung
Jahresüberschuss / -fehlbetrag
Stand am 31.12.2022 4.000.000,00 - 41.391,00 3.958.609,00 237.455,36 - 21.142.947,48
Kapitalerhöhung / -herabsetzung
Verkauf eigener Anteile 19.815,00 19.815,00 179.624,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 3.300.000,00
Ausschüttung
Jahresüberschuss / -fehlbetrag
Stand am 31.12.2023 4.000.000,00 - 21.576,00 3.978.424,00 237.455,36 - 24.622.571,48
Eigenkapital DATRON AG
Rücklagen Summe
--- --- --- --- ---
Kapitalrücklage Summe Bilanzgewinn Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2022 9.343.750,00 27.878.192,84 3.500.627,18 35.321.029,02
Kapitalerhöhung / -herabsetzung
Verkauf eigener Anteile 145.960,00 162.360,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 2.700.000,00 - 2.700.000,00 -
Ausschüttung - 788.441,80 - 788.441,80
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 4.089.610,56 4.089.610,56
Stand am 31.12.2022 9.343.750,00 30.724.152,84 4.101.795,94 38.784.557,78
Kapitalerhöhung / -herabsetzung
Verkauf eigener Anteile 179.624,00 199.439,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 3.300.000,00 - 3.300.000,00 -
Ausschüttung - 791.721,80 - 791.721,80
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 4.608.365,06 4.608.365,06
Stand am 31.12.2023 9.343.750,00 34.203.776,84 4.618.439,20 42.800.640,04

BESTÄTIGUNGSVERMERK

des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DATRON AG

Bestätigungsvermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DATRON AG, Mühltal - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DATRON AG, Mühltal, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung bei der DATRON AG feststellen."

Karlsruhe, den 15. April 2024 Mu/We/Bu/Fu

**RWM GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Weber, Wirtschaftsprüfer

gez. Mumm, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

DATRON AG, Mühltal

1. Das Geschäftsjahr 2023 stellte die Weltgemeinschaft erneut vor bedeutende geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen: der anhaltende Konflikt in der Ukraine, zunehmende Spannungen zwischen den USA und China, sowie globale Inflation und Energiekrisen beeinträchtigten das wirtschaftliche Wachstum und verschärften die geopolitische Unsicherheit.

Inmitten all dieser anhaltenden Risiken konnte die DATRON AG ihre Geschäftstätigkeit dennoch erfolgreich fortführen. 2023 erlebte eine globale Renaissance von Branchen-Events, bei denen die DATRON AG und ihre Partner durch Teilnahme an Fachmessen und Meetings persönliche Kontakte zu Zielgruppen neu knüpften oder reaktivierten. Zu den Highlights gehörten im Dental-Bereich die IDS in Köln und in der Industrie die EMO in Hannover sowie regionale und internationale Veranstaltungen, bei denen die Gesellschaft vorrangig Produktpräsentationen und Netzwerkbildung fokussierte. Trotz Digitalisierung zählten Präsenz-Events zu den erfolgreichsten Marketing-Tools der DATRON AG.

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten stand im Geschäftsjahr 2023 die Steigerung der Effizienz. Exemplarisch sind hier diverse Ergonomie- und Automatisierungslösungen für die Fräsbearbeitung und neue Zubehörprodukte zu nennen. Im Bereich der inhouse entwickelten Maschinensteuerungssoftware DATRON next wurde das Release DATRON next 3.0 mit einem erweiterten Funktionsumfang zur Leistungssteigerung aller DATRON Fräsmaschinen veröffentlicht. Darüber hinaus schritt die Neuentwicklung einer neuen Dosiermaschine im Geschäftsjahr 2023 mit großen Schritten voran.

Die operative Umsetzung der Pläne für die Standortkonsolidierung in Ober-Ramstadt nahm ab dem offiziellen Spatenstich am "Innovationsfeld" Ende März 2023 rasch konkrete Formen an. Innerhalb der folgenden 9 Monate konnte die DATRON AG nicht nur die aufwändigen Erdarbeiten, sondern auch den Tiefbau sowie große Teile des Hochbaus des Technik- und Verwaltungskomplexes eindrucksvoll bewältigen. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die zunehmenden Baufortschritte und weitere projektimmanente Details informiert. Es gab mehrfach Gelegenheit, das "Innovationsfeld" persönlich in Augenschein zu nehmen. Die Vorfreude auf die Bezugsfertigkeit hält an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 beschäftigte sich der Aufsichtsrat regelmäßig aktiv mit der Geschäftstätigkeit und der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Er nahm alle ihm laut Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahr, beriet den Vorstand und überwachte seine Arbeit sorgfältig. Der Vorstand der DATRON AG informierte uns zeitnah und ausführlich in den Aufsichtsratssitzungen sowie durch schriftliche und mündliche Berichte zwischen den Sitzungsterminen über die jeweils aktuelle Geschäftssituation, die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft, die strategischen Vorhaben sowie über alle wesentlichen Aspekte der Unternehmensführung. Dazu gehörte auch die Berichterstattung über die Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Das Risikomanagement der Gesellschaft wird durch ein internes Kontrollsystem gewährleistet.

2. Der Aufsichtsrat bestand im gesamten Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 aus den Mitgliedern Dr. Thomas Milde (Vorsitzender), Manfred Krieg (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele und Achim Kopp. Der Aufsichtsrat trat zu ordentlichen Sitzungen am 13.02., 09.03., 24.04., 08.09. und 13.12.2023 überwiegend in hybrider Form zusammen.

3. Bei seinen ordentlichen Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat stets mit der aktuellen Geschäftsentwicklung der DATRON AG und insbesondere auch mit der Internationalisierungsstrategie sowie der technologischen Weiterentwicklung der Produktbereiche CNC-Fräsmaschinen, CNC/Dental Fräswerkzeuge und der Neuentwicklung der Dosiermaschine sowie mit der operativen Umsetzung der Standortkonsolidierung in Ober-Ramstadt. Bei sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrates waren alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend. Alle Beschlüsse des Aufsichtsrates wurden einstimmig gefasst.

4. In seiner Sitzung am 24.04.2024 prüfte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023, den jeweiligen Lagebericht und die jeweiligen Berichte des Abschlussprüfers, die beide einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk enthalten, nachdem die Abschlüsse sowohl durch den Vorstand als auch durch den Abschlussprüfer vorab mündlich erläutert worden waren.

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers an und stellte im Rahmen des abschließenden Ergebnisses seiner eigenen Prüfung fest, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in dieser Sitzung einstimmig und stellte ihn damit fest.

5. Der Aufsichtsrat überprüfte ferner den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG, der vom Vorstand am 25.03.2024 erstellt worden war, und vom Abschlussprüfer der Gesellschaft, Herrn WP StB Dipl.-Kaufmann Marcus Mumm, geprüft worden war. Der Aufsichtsrat prüfte zudem die Prüfberichte des Abschlussprüfers für die Gesellschaft und den Konzern. Der Abschlussprüfer erteilte in beiden Fällen die folgenden, uneingeschränkten Bestätigungsvermerke: "Wir haben den Konzernabschluss der DATRON AG, Mühltal, und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DATRON AG, Mühltal, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat." Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärungen des Vorstandes und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

6. Der Aufsichtsrat schließt sich hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns dem Vorschlag des Vorstands an, welcher wie folgt lautet:

Der Bilanzgewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 4.618.439,20 € wird wie folgt verwendet:

a) Ausschüttung an die Aktionäre:

795.684,80 € (0,20 € je dividendenberechtigter Stückaktie)

b) Einstellung in die Gewinnrücklage:

3.800.000,00 €

c) Vortrag auf neue Rechnung

22.754,40 €.

Darmstadt, den 26.04.2024

gez. Dr. Thomas Milde, Aufsichtsratsvorsitzender