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Datron AG — Annual Report 2010
Nov 21, 2011
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Annual Report
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Publication
DATRON AG
Mühltal
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Aufsichtsratsbeschluss
der DATRON AG AG
(„DATRON" oder „Gesellschaft")
„Unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristvorschriften für die Beschlussfassung des Aufsichtsrates beschließt der Aufsichtsrat der Datron AG, eingetragen im Handelsregister unter HRB 86874 bestehend aus den Personen Dr. Thomas Milde, Manfred Krieg und Gerhard Schulte im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens einstimmig folgendes:
1. Dem Aufsichtsrat liegt der geänderte Jahresabschluss 2010 der Gesellschaft in der Fassung vom 14. Februar 2011, testiert vom Wirtschaftsprüfer Horst Zang am 17. März 2011 vor.
2. Der Aufsichtsrat hat den geänderten Jahresabschluss 2010 geprüft.
3. Der Aufsichtsrat billigt den geänderten Jahresabschluss und stellt diesen damit fest im Sinne von § 172 AktG.
4. Der außerordentlichen Hauptversammlung am 28. März 2011 soll vorgeschlagen werden, den Bilanzgewinn der DATRON AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 1.615.567,34 wie folgt zu verwenden:
| a) Ausschüttung einer Dividende von € 0,10 je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 dividendenberechtigter Stückaktie: | € 318.750,00 |
| b) Gewinnvortrag: | € 1.296.817,34 |
| Bilanzgewinn | € 1.615.567,34" |
Beschlussfassung
1. Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren
X Ich stimme der Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren zu.
□ Ich stimme der Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren nicht zu.
□ Ich enthalte mich der Stimme.
(zutreffendes bitte ankreuzen)
2. Beschlussfassung über Zustimmung zu Ziffer 3 (Feststellung des Jahresabschlusses)
X Ich stimme dein Beschluss zu.
□ Ich stimme dem Beschluss nicht zu.
□ Ich enthalte mich der Stimme.
(zutreffendes bitte ankreuzen)
(bitte jeweils vervollständigen und unterschreiben)
3. Beschlussfassung über Zustimmung zu Ziffer 4 (Vorschlag über Verwendung des Bilanzgewinns)
X Ich stimme dem Beschluss zu.
□ Ich stimme dein Beschluss nicht zu.
□ Ich enthalte mich der Stimme. (zutreffendes bitte ankreuzen)
(bitte jeweils vervollständigen und unterschreiben)
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010
VORBEMERKUNGEN
Gemäß 264 HGB, § 160 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:
| • | Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Übereinstimmung mit den §§ 242 bis 256 und 264 bis 283 HGB sowie 150 ff. AktG aufgestellt. |
| • | Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. |
| • | Die Bilanz ist gemäß 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem gemäß § 275 Abs 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren und § 158 AktG. |
| • | Die im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BiIMoG) geänderten Vorschriften des HGB wurden im vorliegenden Jahresabschluss erstmalig angewandt, es wurde eine geänderte Eröffnungsbilanz zum 01.01.2010 erstellt. Eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist deshalb nicht uneingeschränkt gegeben. |
| • | Im vorliegenden Jahresabschluss bestehen durch die geänderten Vorschriften Abweichungen bei der Rückstellungsbewertung. |
| • | Auf das Wahlrecht aktive latente Steuern zu bilanzieren, ist verzichtet worden. |
A. AKTIVSEITE DER BILANZ
1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen. Dort ist auch die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres in einer Gliederung des Anlagevermögens in entsprechender Aufgliederung angegeben. Die Anpassung des Anlagevermögens an die Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung 2009 ist bei den Zugängen der Anschaffungskosten in Höhe von €243.524,00 sowie bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von €67.567,00 ausgewiesen. Der hierdurch aktivierte Restbuchwert in Höhe von €175.957,00 ist im Gewinnvortrag ausgewiesen. Die Anpassung an die geänderten Vorschriften des BilMog hinsichtlich der Saldierung von Pensionsverbindlichkeiten wurden auf den 01.01.2010 ausgeführt und reduzierten den auf den 01.01.2010 vorgetragenen Anschaffungswert der Finanzanlagen um €581.221,12.
2. Der Bestand an Gebäuden, Geräten und Einrichtungen hat sich auf €1.816.168,40 erhöht (VJ €1.142.491,84).
3. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Es wurde hauptsächlich die linear-degressive Abschreibungsmethode angewendet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag wurden in Höhe von €77.712,93 vorgenommen und betreffen 3 aktivierte, selbst erstellte Vorführmaschinen älterer Bauart. Diese Abschreibungen stehen im Einklang mit § 253 Abs.3. HGB.
4. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Die Sammelpostenregelung des Vorjahres wurde nicht beibehalten.
5. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Bestände wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die Bewertung steht im Einklang mit § 255 Abs.2. HGB.
6. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Der nach Abzug der zweifelhaften Forderungen verbleibende Gesamtbetrag von €2.112.481,27 (VJ €1.466.985,14) wurde mit €20.287,00 (= ca. 1%) pauschal wertberichtigt. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
7. Im Geschäftsjahr sind Forderungsverluste von €216,26 entstanden.
8. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet worden.
9. Gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB sind für die Pensionsverpflichtungen der Rückstellungswert und das Vermögen der Rückdeckungsversicherung zu saldieren, sofern die Vermögensgegenstände dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die Vermögenswerte sind hierbei mit ihrem Zeitwert anzusetzten. Im vorliegenden Jahresabschluss ist bei den sonstigen Vermögensgegenständen ein Saldo von €477.515,02 ausgewiesen. Dieser ergibt sich durch die Addition eines Finanzdepots der Aktivseite mit dem beizulegenden Zeitwert von €584.673,20 (Anschaffungskosten €562.230,89) und den Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen der Aktivseite (€23.077,84), saldiert mit den Pensionsrückstellungen der Passivseite (€128.568; siehe Ziffer 15). Das Finanzdepot wurde mit den Stichtagskursen zum 31.12.2010 bewertet, der Zuwachs in Höhe von €21.525,16 ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aus Wertpapieren ausgewiesen und der Ertrag aus der Erhöhung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von €5.004,78 ist bei den Sonstigen Erträgen ausgewiesen.
10. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt.
11. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen
B. PASSIVSEITE DER BILANZ
12. Das gezeichnete Kapital wurde durch Beschluss der Hauptversammlung im August 2010 durch Umwandlung aus dem vorgetragenen Gewinn auf €3.187.500 erhöht (VJ €2.550.000). Es ist zum Nennbetrag bilanziert.
13. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 23. Juni 2013 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen bar und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu €1.275.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008).
14. Im Bilanzgewinn von € 1.615.567,34 ist ein Gewinnvortrag von € 318.218,03 enthalten. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Gewinnvortrag gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 18. August 2010 € 142.261,03
Gewinnvortrag durch Anpassung der handelsrechtlichen Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar 2010 an die Ergebnisse der steuerlichen Außenprüfung gemäß Ziffer 1 des Anhangs € 175.957,00
Die sich aus der Betriebsprüfung des Finanzamtes 2009 ergebenen Veränderungen, im wesentlichen Nachaktivierungen zum Anlagevermögen, wurden erstmalig in der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2010 ausgewiesen und der Gewinnvortrag zum 01.01.2010 wurde entsprechend angepasst.
Aus dem vorgetragenen Gewinn wurde ein Betrag in Höhe von €637.500 dem gezeichneten Kapital zugeführt (siehe Ziffer 12) und in Höhe von €255.000 als Dividende ausgezahlt.
15. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der Projected-Unit-Credit (PUC) Methode bewertet, mit einem Rechnungszins von 5,15% und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Gehaltssteigerungen wurden nicht berechnet. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum 01.01.2010 €79.115 und zum 31.12.2010 €100.122. Da die bestehende Pensionsrückstellung aus dem Vorjahr in Höhe von €128.568 den Erfüllungsbetrag übersteigt, macht die Gesellschaft von ihrem Optionsrecht gemäß § 67 Abs 1 EG HGB Gebrauch, diese Rückstellung zu belassen. Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer 9 dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert.
16. Die Steuerrückstellungen betragen €454.221,93 und setzen sich wie folgt zusammen:
| Körperschaftssteuer | 243.829,00 € |
| Solidaritätszuschlag | 13.411,93 € |
| Gewerbesteuer | 198.981,00 € |
| 454.221,93 € |
17. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| RSt f. Garantieleistungen | 201.753,40 € | 276.977,28 € |
| RSt f. Urlaubsansprüche | 265.683,00 € | 263.130,00 € |
| RSt f. Berufsgenossenschaft | 24.000,00 € | 29.067,00 € |
| RSt f. Steuerberatung | 9.000,00 € | 8.000,00 € |
| RSt f. Abschlussprüfung | 14.000,00 € | 12.000,00 € |
| RSt f. n.n. berechnete Lieferungen | 47.767,64 € | 88.116,00 € |
| RSt f. Gleitzeitüberhang | 837.009,85 € | 837.009,85 € |
| RSt f. Aufbew. v. Geschäftsunterlagen | 15.113,75 € | 20.503,00 € |
| RSt f. Bonuszahlungen | 375.928,00 € | 0,00 € |
| RSt f. Tantiemen | 143.112,00 € | 0,00 € |
| Sonstige Rückstellungen | 426.150,00 € | 199.500,00 € |
| 2.359.517,64 € | 1.734.303,13 € |
18. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages
19. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von €502.623,55 (VJ €554.239,92), die mit privaten Grundpfandrechten und Bürgschaften voll besichert sind. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr in Höhe von €462.971,90 und zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von €39.651,75. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von mehr als 5 Jahren.
20. Die Verbindlichkeiten aufgrund erhaltener Anzahlungen in Höhe von €1.485.467,05 (VJ €632.662,76) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind mit einem Betrag von €348.727,00 durch Anzahlungsavale besichert
21. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von €437.109,44 (VJ €327.841,06) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
22. Sonstige Verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von €696.044,39 (VJ €1.595.288,05), davon für erhaltene Darlehen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr €334.299,98 (VJ €1.424.914,28) und mit einer Restlaufzeit von mehr einem und weniger als fünf Jahren €139.247,00 (VJ € 0,00). Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten finanzielle Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von €213.297,25 (VJ €665.782,21), gegenüber Gesellschaftern in Höhe €0,00 (VJ €127.819,61), aus Darlehen in Höhe von €334.299,98 (VJ €666.787,31) aus Steuern €128.684,08 (VJ €71.923,99) und sonstigen Verpflichtungen €19.763,08 (VJ €62.974,93).
23. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
24. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund bestehender Verträge in Höhe von €2.123.537 (VJ €1.978.448). Diese resultieren aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien (€1.320.684), aus Belastungen aus KFZ-Leasingverträgen (€187.400), aus sonstigen Leasing und Wartungsverträgen (€223.853) sowie aus Beraterverträgen (€391.600).
25. Die Passivierung der latenten Steuern wurde erstmals im Geschäftsjahr 2010 vorgenommen. Die passiven latenten Steuern betragen €8.032,14 und wurden den sonstigen Gewinnrücklagen zugeführt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte auf folgender Basis:
| Gewinnminderung durch Neubewertung der Pensions-Rückstellung | 16.966,00 € |
| Gewinnminderung durch Neubewertung des saldierten Finanzdepots zu Herstellkosten | 19.857,12 € |
| Erhöhung des Gewinns durch Abzinsung | -8.205,31 € |
| 28.617,81 € | |
| 28.617 € * 15% = passive latente KöSt | 4.292,55 € |
| 4.292,55 € * 5,5% = passiver latenter SolZ | 236,09 € |
| 28.600 € * 3,5 % 350% = passive latente GewSt | 3.503,50 € |
| 8.032,14 € |
C. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Die Gesamtleistung beträgt €21.235.105,03 (VJ €14.462.443,46).
2. Die Personalaufwand beträgt für Löhne und Gehälter €5.359.035,72 (VJ €3.888.537,92) und für soziale Aufwendungen €851.665,08 (VJ €769.877,11), davon für Altersversorgung €34.662,93 (VJ €44.082,51).
3. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf €398.026,97 (VJ €376.226,61). In diesem Betrag ist im Geschäftsjahr 2010 ein Betrag in Höhe von €102.425,78 aus Erträgen für die Weiterbelastung von Frachtkosten ausgewiesen. Diese waren im Vorjahr bei den Umsatzerlösen ausgewiesen.
4. Die „verschiedenen betrieblichen Kosten" setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Fremdleistungen u. Fremdarbeiten | 715.350,15 | 329.547,47 |
| Porto | 38.039,49 | 36.539,69 |
| Telefon, Fax, Internet | 157.444,74 | 139.738,18 |
| EDV Kasten | 324.450,76 | 140.476,39 |
| Bürobedarf | 28.754,38 | 21.263,02 |
| Fortbildungskosten | 19.811,10 | 14.222,80 |
| Rechts- und Beratungskosten | 200.535,80 | 120.128,11 |
| Werkzeuge-, Kleingeräte und Betrieb | 31.375,42 | 17.404,99 |
5. Die Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von € 535.756,94 (VJ €262.769,88) sind wie folgt zuzuordnen:
| Körperschaftssteuer | 271.507,00 |
| Solidaritätszuschlag | 14.932,93 |
| Gewerbesteuer | 236.985,25 |
| Zinsabschlagsteuer | 11.688,91 |
| Solidaritätszuschlag auf Zinsabschl.S | 642,85 |
| 535.756,94 |
6. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt €1.912.366,61 (VJ €306.247,52)
D. SONSTIGE ANGABEN
1. Als Vorstände waren im Geschäftsjahr berufen:
| • | Dr. rer. pol. Arne Brüsch. Herr Dr. Brüsch ist Vorstandsvorsitzender und im Vorstand verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Personal und Soziales. |
| • | Dipl. Ing. Erwin Sowa. Herr Sowa ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für die Bereiche Marketing und Vertrieb. |
| • | Dipl. Ing. Matthias Reck. Herr Reck ist Vorstand für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Produktion. |
| • | Thorsten Müller. Herr Müller ist Vorstand für die Bereiche Dienstleistung und interne Organisation. |
2. Der Aufsichtsrat bestand im Wirtschaftsjahr 2010 aus:
| • | Dr. Thomas Milde. Herr Dr. Milde ist Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rechtsanwalt und Notar, wohnhaft in Darmstadt. |
| • | Manfred Krieg. Herr Krieg ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Darmstadt, wohnhaft in Mühltal. |
| • | Gerhard Schulte. Herr Schulte ist Diplom Ingenieur, wohnhaft in Mühltal. |
3. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Wirtschaftsjahr 2010 €593.083 (VJ €614.369). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen €10.150 (VJ €7.500).
4. Mit einem Vorstandsmitglied besteht eine Darlehensvereinbarung über €50.000, mit einer Laufzeit vom 12.03.08 bis spätestens zum 11.03.2013. Dieses Darlehen wir jährlich mit 5,0 % verzinst. Sondertilgungen von jährlich bis zu €10.000 sind möglich, der Betrag ist mit den Firmenanteilen des Darlehensnehmers abgesichert. Der Darlehensbetrag beträgt zum Stichtag 31.12.10 €30.000.
5. Mit einem Mitglied des Aufsichtsrats besteht ein Beratervertrag mit einer Laufzeit vom 01.06.2008 bis 31.05.2014. Die Gesamtvergütung betrug im Geschäftsjahr 2010 €59.500 zuzüglich Umsatzsteuer.
6. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2010: 128 Mitarbeiter incl. 8 Auszubildende (VJ 124/8),
7. Ein Beteiligungsverhältnis besteht mit der nachfolgend aufgeführten Gesellschaft:
Datron-Technology UK Ltd.
Kiln Farm 6, Potters Lane/MK 11 3HE
Milton Keynes - Grossbritannien
Der Anteil der Geschäftsanteile der DATRON AG beträgt 31,06%.
Der letzte Geschäftsjahresabschluß erfolgte zum Stichtag 31.03.2010.
Das Eigenkapital betrug am Stichtag GBP 986.749, die Umsatzerlöse betrugen GBP 1.135.286 und der Jahresüberschuss betrug GBP 2.045.
Die Befreiung nach § 293 Abs. 1 HGB findet Anwendung.
Mühltal, den 16. März 2011
Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender (CEO)
ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2010
DATRON AG, Mühltal
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 183.333,35 | 33.240,00 | 119.692,21 | 96.881,14 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 183.333,35 | 33.240,00 | 119.692,21 | 96.881,14 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 349.314,66 | 200.000,00 | 549.314,66 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.200,00 | 1.200,00 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.128.387,88 | 1.009.614,53 | 444.801,58 | 2.693.200,83 |
| Summe Sachanlagen | 2.478.902,54 | 1.209.614,53 | 444.801,58 | 3.243.715,49 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | ||
| 2. Beteiligungen | 272.135,11 | 272.135,11 | ||
| 3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | ||
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.099.992,04 | 819.666,04 | 280.326,00 | |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 41.100,00 | 3.680,20 | 44.780,20 | |
| 6. Rückdeckungsansprüche | 18.073,08 | 5.004,78 | 23.077,86 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 1.431.300,23 | 8.684,98 | 842.743,90 | 597.241,31 |
| Summe Anlagevermögen | 4.093.536,12 | 1.251.539,51 | 1.407.237,69 | 3.937.837,94 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 EUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 165.647,35 | 40.019,36 | 119.682,21 | 85.984,50 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 165.647,35 | 40.019,36 | 119.682,21 | 85.984,50 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 31.257,66 | 60.459,92 | 91.717,58 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 740,00 | 240,00 | 980,00 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.304.413,04 | 234.553,32 | 202.602,57 | 1.336.363,79 |
| Summe Sachanlagen | 1.336.410,70 | 295.253,24 | 202.602,57 | 1.429.061,37 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | ||
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | ||
| 3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | ||
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | ||
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | ||
| 6. Rückdeckungsansprüche | 0,00 | 0,00 | ||
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 1.502.058,05 | 335.272,60 | 322.284,78 | 1.515.045,87 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.896,64 | 17.686,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.896,64 | 17.686,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 457.597,08 | 318.057,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 220,00 | 460,00 |
| 0,00 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.356.837,04 | 823.974,84 |
| Summe Sachanlagen | 1.814.654,12 | 1.142.491,84 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 272.135,11 | 272.135,11 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 280.326,00 | 1.099.992,04 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 44.780,20 | 41.100,00 |
| 6. Rückdeckungsansprüche | 0,00 | 18.073,08 |
| Summe Finanzanlagen | 597.241,31 | 1.431.300,23 |
| Summe Anlagevermögen | 2.422.792,07 | 2.591.478,07 |
Lagebericht zum 31.12.2010
der DATRON AG
1. Geschäftsverlauf (§289 Abs.1 HGB)
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich im Verlaufe des Jahres 2010 kontinuierlich gebessert. Das dritte und vierte Quartal waren, besonders auch für den Werkzeugmaschinenbau, durch Wachstum geprägt. Die DATRON AG hat diese Trendwende frühzeitig aufgenommen und deutlich stärker als der Branchendurchschnitt umgesetzt. 2010 konnte der Umsatz insgesamt um 42% gegenüber 2009 auf 20,9 Mio. Euro gesteigert werden.
Noch deutlicher bildet der Auftragseingang die Trendwende ab: Mit einem Auftragseingang von 23,8 Mio. Euro konnte die DATRON AG den bisher höchsten Auftragseingang in der Firmengeschichte verzeichnen. Alle Produkt- und Dienstleistungsbereiche sind in 2010 zweistellig gewachsen. Im Bereich der CNC-Werkzeuge, dem Service und der Technologiedienstleistung gelang es sogar, die Umsatzergebnisse des sehr starken Jahres 2008 zu übertreffen. Die Umsatzverteilung 2010 im Vergleich zum Jahr 2009 stellt sich wie folgt dar:
Umsatzverteilung 2010 (2009) Verkaufsbereiche

Bei der umsatzstärksten Produktgruppe, den CNC-Werkzeugmaschinen, wurde ein Umsatz von 11,1 Mio. Euro erzielt. Dies entspricht einem Zuwachs von + 36% gegenüber 2009. Ein wichtiger Faktor für den Marktzuwachs liegt in der zunehmenden Marktausweitung durch die leistungsfähigere neue Steuerungsgeneration und die ebenfalls neu verfügbare Maschine M10Pro für Märkte mit hohen Genauigkeits- und Produktivitätsanforderungen.
Mit einem Umsatz von 1,6 Mio. Euro und einem Auftragseingang von 2,8 Mio. Euro hat der im Jahr 2009 neu eingeführte Produktbereich „Dental-CAM Fertigungssysteme" im Jahr 2010 stark an Bedeutung gewonnen. Die im Jahr 2010 neu entwickelte 5-Achs-Dentalfräsmaschine D5 hat nach der Produktvorstellung Anfang September 2010 rasch eine sehr gute Marktposition erreicht.
Mit insgesamt 31% Umsatzanteil haben die Bereiche des Handels mit CNC-Zerspanungswerkzeugen und der Kundendienst weiterhin einen großen Anteil am Gesamtumsatz. Mit Zuwachsraten von + 37% (Werkzeuge) und + 22% (Service) wurde im Schwerpunkt der Umsatz mit Bestandskunden weiter ausgebaut. Wachstumsimpulse in Richtung neuer Märkte ergaben sich durch die Ausweitung des Produktspektrums und der Vermarktung neuer Werkzeuge für High-Tech-Materialien aus der Dental- und Medizintechnik.
Im Bereich der Dosiertechnik für flüssige Kleb- und Dichtstoffe lag das Wachstum bei + 10%. Positive Konjunktureinflüsse greifen hier in der Regel etwas später, da die Anlagen meist in der Großserienproduktion eingesetzt werden. Mit 7% Umsatzanteil hat dieser Produktbereich seine Position gegenüber dem Vorjahr behaupten können.
Der Exportanteil lag mit 34% im Bereich des Vorjahres. Hierbei sind die für die DATRON AG bedeutendsten Abnehmerregionen die Länder der europäischen Union, die Schweiz, Russland und USA. Asien hat für DATRON weiterhin nur eine geringere Bedeutung.
Mit intensiven Maßnahmen im Bereich des Marketings und der Werbung konnte die Bekanntheit von DATRON in den Zielmärkten weiter erhöht werden. Ein Schwerpunkt des Marketings lag in 2010 in der Dentaltechnik. Über die Teilnahme an Fachmessen, eigene Hausmessen und Workshops und einer großen Anzahl an Direktmarketingmaßnahmen wurde DATRON als wichtiger Lieferant in diesem Markt bekannt gemacht. Auf insgesamt 31 nationalen und internationalen Messen wurden die Produkte der DATRON AG im Jahr 2010 präsentiert.
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (§289 Abs.1 HGB)
Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 6.773 (+ 47 %).
Die Sonstigen Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 22 (+ 6 %), im Wesentlichen durch den Ausweis der Erlöse aus der Weiterbelastung von Frachtkosten, die im Vorjahr noch bei den Umsatzerlösen ausgewiesen wurden.
Die Materialquote liegt bei 42 % (Vorjahr 43%). Auch mit den neuen Baureihen wird das Prinzip der Gleichteilefertigung und der modularen Bauweise konsequent verfolgt und trägt dabei im Hinblick auf Fertigungsoptimierung und Kostenreduzierung zu einer erwarteten weiteren Reduzierung der Materialquote bei.
Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.552 (+ 33 %) erhöht, im Wesentlichen dadurch bedingt, dass das Unternehmen im Vorjahr mehrere Monate kurzarbeiten ließ. In Relation zum Umsatz ist die Personalquote auf 30% gesunken (Vorjahr 32%) und liegt damit weiterhin unter den allgemeinen Vergleichswerten des VDMA. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter (m/w) erhöhte sich auf 102 (Vollzeitäquivalente; darunter 8 Auszubildende).
Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich die Fremdleistungen um T€ 386 (+ 117 %) im Wesentlichen bedingt durch externe Dienstleistungen bei der Entwicklung und Produktion neuer Maschinentypen. Auf den Einsatz von Fremdpersonal wurde wie im Vorjahr weitgehend verzichtet.
Die EDV Aufwendungen erhöhten sich um T€ 184 (+ 131%) im Wesentlichen bedingt durch externe IT-Serviceleistungen. Die Aufwendungen sind damit wieder auf dem Niveau des Referenzjahres 2008.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt um T€ 880 erhöht (+ 25 %), der Anteil in Relation zum Umsatz hat sich jedoch auf 21 % reduziert (Vorjahr 24 %).
Insgesamt können wir für den Berichtszeitraum ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 1.912 und einen Jahresüberschuss von T€ 1.366 ausweisen.
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Bereich der Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenstände um T€ 665 (+ 57%), im Wesentlichen aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen Vorführmaschinen. Die Finanzanlagen reduzierten sich um T€ 834 (-58%) aufgrund des Verkaufs von Wertpapieren des Anlagevermögens (- T€ 253) und der Umgliederung von Finanzanlagen und Rückdeckungsansprüchen, die gemäß den Regelungen des BilMog zukünftig mit den Pensionsverpflichtungen saldiert werden und als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung auszuweisen sind.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um T€ 2.008 (+ 31%), resultierend aus dem Anstieg bei den Vorräten (+ T€ 844/+ 39%) und dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 638/+44%) beides als Folge des deutlichen Anstiegs bei den Auftragseingängen und Fakturen des letzten Quartals, aus dem Anstieg bei den Sonstigen Vermögensgegenständen (+T€ 469) im Wesentlichen als Folge Ausweises des nach BilMog zu saldierenden Wertes aus Rückdeckungen und Rückstellungen der Pensionsverpflichtungen, sowie des Anstiegs beim sonstigen Umlaufvermögen von T€ 75.
Die Rückstellungen erhöhten sich um T€ 619 (+ 28 %). Die wesentlichen Rückstellungen betreffen Personal und Steuern.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 11. Dies beinhaltet die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (+ 853/+ 135%) dies begründet durch den starken Anstieg bei den Auftragseingängen im letzten Quartal 2010, durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ T€ 109/+ 33%) und aus Steuern (+ T€ 57/+ 79%), den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- T€ 52/- 9%) und gegenüber Personal (- T€ 452/- 68 %), sowie dem Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten (- T€ 504/- 59%)
Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme auf T€ 10.966 (+ T€ 1.916/+21 %).
3. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken (§289 Abs.1 S.4 HGB)
Nach den starken Zuwächsen der letzten Monate erwartet der Branchenverband VDMA eine konjunkturelle Beruhigung. Für 2011 wird dennoch im Bereich des Maschinenbaus ein Produktionszuwachs von 8% prognostiziert. Laut VDMA bestehen jedoch weiterhin Risiken in der Marktentwicklung. Zyklen im Maschinenbau könnten auch in Zukunft kürzer und heftiger werden.
Auf das Geschäftsjahr 2011 blickt die DATRON AG mit Optimismus. Wir rechnen mit einer weiteren Zunahme der weltweiten Nachfrage nach Spezialmaschinen. Mit der bestehenden Produktpalette sehen wir uns auch im Branchenvergleich besonders gut aufgestellt. Zunehmend wichtige Qualitäts- und Leistungsmerkmale wie Produktivität, niedriger Energieverbrauch und niedrigster „Total Cost of Ownership" (TCO) werden von DATRON Maschinen schon jetzt überdurchschnittlich gut erfüllt. Wachsende Bedeutung gewinnt weiter - gerade im Hinblick auf immer komplexer werdende Prozessanforderungen - die Beratungskompetenz in unserem Technologiezentrum.
Mit dem bestehenden und weiteren Wachstum im Bereich Handel und Kundendienstleistungen wird eine mögliche Zyklusabhängigkeit weiter abgeschwächt. Mit der neuen, erst im letzten Quartal 2010 eingeführten Dentalfräsmaschine „D5" besteht weiteres Wachstumspotential im Bereich der dentalen CAM-Technologie auf hohem Niveau. Durch die Ausweitung und Verstärkung unserer Vertriebskapazität sind wir gut aufgestellt für ein überproportionales Wachstum in internationalen Märkten.
Auf der Umsatzseite erwarten wir für 2011 einen angemessenen Zuwachs, der von allen Produkt- und Dienstleistungsbereichen getragen werden wird.
4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des WJ 2010 (§289 Abs.2 N.1 HGB)
- Keine -
5a. Risikomanagementziele (§289 Abs.2 N. 2a HGB)
Der unternehmensweiten Risikobegrenzung messen wir einen hohen Stellenwert bei. Mit den Instrumentarien des Risikomanagements werden Risiken identifiziert, klassifiziert, systematisch überwacht, gesteuert und minimiert. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts- und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden.
Unserem Forderungsmanagement und der Planung der Liquiden Mittel räumen wir höchste Priorität ein. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit (DSO) konnte zum Stichtag 31.12.2010 auf 30 Tage reduziert werden (Vorjahr 49 Tage) Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für unsere sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da unsere Geschäfte weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der Liquiden Mittel erfolgt wöchentlich mit rollierenden 3-Monats Forecasts.
Wir wollen uns auch in Zukunft auf die weitere Optimierung des Risikomanagements konzentrieren.
5b. Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferisiken (§289 Abs.2 N. 2b HGB)
Die Auswirkungen des anhaltenden Preis- und Margendrucks sind auch auf Lieferantenebene zu spüren. Wir überprüfen regelmäßig die Bonität unserer A Lieferanten und haben unsere Zuliefererbasis vergrößert, um unserem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie unserem Qualitätsstandard gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.
6. Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2010 wurde intensiv an Produktneu- und -weiterentwicklungen gearbeitet. Mit der 5-achsigen Dentalmaschine „D5" wurde auf Basis der neuen DATRON-Steuerungstechnologie eine besonders präzise und vielseitige Maschine für diesen Wachstumsmarkt entwickelt. Das neuartige Bedienkonzept und die funktionale Gestaltung wurden mit dem wichtigen „Red Dot" Design-Preis ausgezeichnet. Durch eine bereits integrierte Automatisierung und sehr geringen Platz- und Energiebedarf ist diese Maschine besonders wirtschaftlich.
Die präzise und leistungsstarke Fräsmaschine M10Pro wurde ebenso für die präzise 5-achsige-Bearbeitung erweitert. Somit können auf Basis dieser Technologie weitere Märke und Anwendungen im Formen- und Modellbau und der allgemeinen CNC-Bearbeitung erreicht werden.
Neu entwickelte Werkzeuge für Grünkeramik-, Titan- und Composite-Werkstoffe haben die Position der DATRON AG auch im Bereich der Zerspanungswerkzeuge gestärkt und bilden eine solide Basis für weitere Marktausweitung.
7. Erklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG:
„Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei dem im Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2010 ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen und unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden."
Mühltal, den 14. Februar 2011
Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender (CEO)
BILANZ zum 31. Dezember 2010
DATRON AG, Mühltal
AKTIVA
| Euro | 31.12.2010 Euro |
31.12.2009 Euro |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.896,64 | 17.686,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 457.597,08 | 318.057,00 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 220,00 | 460,00 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.356.837,04 | 823.974,84 | |
| 1.814.654,12 | 1.142.491,84 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 272.135,11 | 272.135,11 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 280.326,00 | 1.099.992,04 | |
| 3. sonstige Ausleihungen | 44.780,20 | 41.100,00 | |
| 1.413.227,15 | |||
| 4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 0.00 | 18.073,08 | |
| 597.241,31 | 1.431.300,23 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.527.809,63 | 1.013.533,08 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 880.025,31 | 682.623,29 | |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 569.932,99 | 476.383,71 | |
| 4. geleistete Anzahlungen | 50.129,24 | 11.280,91 | |
| 3.027.897,17 | 2.183.820,99 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.092.194,27 | 1.453.985,14 | |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 143.961,98 | 152.113,10 | |
| 2.236.156,25 | 1.606.098,24 | ||
| III. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 153.662,80 | 150.294,02 | |
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 2.589.282,06 | 2.517.876,27 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 58.967,21 | 300,00 | |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 477.515,02 | 0,00 | |
| 10.966.272,58 | 9.049.867,59 | ||
| PASSIVA | |||
| Euro | 31.12.2010 Euro |
31.12.2009 Euro |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.187.500,00 | 2.550.000,00 | |
| II. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklage | 122.742,66 | 54.461,12 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 97.446,44 | 105.478,58 | |
| 220.189,10 | 159.939,70 | ||
| III. Bilanzgewinn | 1.615.567,34 | 1.034.761,03 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 0,00 | 128.568,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 454.221,93 | 332.263,94 | |
| 3. sonstige Rückstellungen | 2.359.517,64 | 1.734.303,13 | |
| 2.813.739,57 | 2.195.135,07 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 502.623,55 | 554.239,92 | |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.485.467,05 | 632.662,76 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 437.109,44 | 327.841,06 | |
| 1.514.743,74 | |||
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 696.044,39 | 1.595.288,05 | |
| 3.121.244,43 | 3.110.031,79 | ||
| D. Passive latente Steuern | 8.032,14 | 0,00 | |
| 10.966.272,58 | 9.049.867,59 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2010 bis 31.12.2010
DATRON AG, Mühltal
| Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 20.944.154,03 | 14.698.742,60 |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 290.951,00 | -236.299,14 |
| 3. Gesamtleistung | 21.235.105,03 | 14.462.443,46 |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | ||
| a) ordentliche betriebliche Erträge | ||
| sonstige ordentliche Erträge | 278.379,96 | 118.178,05 |
| b) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens | 4.873,95 | 0,00 |
| c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 66.064,31 | 37.953,43 |
| d) sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 48.708,75 | 220.095,13 |
| 398.026,97 | 376.226,61 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 8.685.247,22 | 6.208.896,72 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 210.170,36 | 98.772,56 |
| 8.895.417,58 | 6.307.669,28 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 5.359.035,72 | 3.888.537,92 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 851.665,08 | 769.877,11 |
| 6.210.700,80 | 4.658.415,03 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 267.705,60 | 143.208,40 |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) ordentliche betriebliche Aufwendungen | ||
| aa) Raumkosten | 641.504,97 | 642.310,67 |
| ab) Versicherungen, Beiträge und Abgaben | 184.046,33 | 149.844,68 |
| ac) Reparaturen und Instandhaltungen | 37.957,28 | 30.208,94 |
| ad) Fahrzeugkosten | 228.220,74 | 219.641,70 |
| ae) Werbe- und Reisekosten | 690.176,93 | 601.154,59 |
| af) Kosten der Warenabgabe | 952.892,33 | 915.433,19 |
| ag) verschiedene betriebliche Kosten | 1.553.307,80 | 825.425,12 |
| 4.288.106,38 | 3.384.018,89 | |
| b) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 66.143,63 | 98.796,16 |
| c) Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen | 0,00 | –563,06 |
| d) sonstige Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 15.765,84 | 8.181,12 |
| 4.370.015,85 | 3.490.433,11 | |
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 28.331,82 | 47.900,53 |
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 86.988,81 | 128.921,59 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 92.246,19 | 109.518,85 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.912.366,61 | 306.247,52 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 535.756,94 | 186.794,54 |
| 14. sonstige Steuern | 10.978,82 | 8.821,85 |
| 546.735,76 | 195.616,39 | |
| 15. Jahresüberschuss | 1.365.630,85 | 110.631,13 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 318.218,03 | 929.661,46 |
| 17. Einstellungen in Gewinnrücklagen in die gesetzliche Rücklage | 68.281,54 | 5.531,56 |
| 18. Bilanzgewinn | 1.615.567,34 | 1.034.761,03 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DATRON AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Rodgau, den 17. März 2011
Horst Zang, Wirtschaftsprüfer