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DATAGROUP SE Annual Report 2017

Feb 21, 2018

4525_10-k_2018-02-21_d3e75aad-fb0e-46e6-a1bf-607e49716358.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2016/2017 We manage IT

UMSATZENTWICKLUNG (in Mio. Euro) UMSATZANTEILE (in Prozent / Euro)

MITARBEITERENTWICKLUNG (Stände zum 30.09.)

2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17

* Vor a.o. Aufwendungen. Nach a.o. Aufwendungen 10.796 TEUR. ** Vor a.o. Aufwendungen. Nach a.o. Aufwendungen 10.286 TEUR.

EBITDA (in Tsd. Euro) und EBITDA-MARGE (in Prozent)

Angaben in TEUR 2011 / 2012 2012 / 2013 2013 / 2014 2014 / 2015 2015 / 2016 2016 / 2017
Umsatzerlöse 146.183 156.935 152.380 157.574 174.918 223.142
davon Services 97.265 94.861 93.237 92.166 101.681 151.436
davon Solutions &
Consulting 50.642 64.773 63.015 71.919 79.934 81.429
davon Sonstige /
Konsolidierung – 1.724 – 2.699 – 3.872 – 6.511 – 6.697 – 9.723
davon Dienstleistung
und Wartung 102.980 116.082 114.413 120.773 135.907 180.631
davon Handel 42.923 40.541 37.707 36.592 38.821 42.297
davon Sonstige /
Konsolidierung 280 312 260 209 190 214
Andere aktivierte
Eigenleistungen 600 422 127 348 487 627
Gesamtleistung 146.783 157.357 152.507 157.922 175.405 223.769
Materialaufwand /
Aufwand für bezogene Leistungen 56.103 56.593
54.990
53.176
58.172
64.230
Rohertrag 90.680 100.764 97.517 104.746 117.233 159.539
Personalaufwand 67.472 74.401 71.507 77.087 85.710 119.851
Sonstige Erträge etc. 3.198 3.758 2.999 4.581 8.416 9.103
Sonstige Aufwendungen etc. 16.857 17.568 17.323 16.901 20.836 21.750
EBITDA 9.549 12.553 11.686 15.339 19.103 27.041
Abschreibungen aus PPA 2.751 3.297 2.900 2.789 2.642 3.189
Sonstige Abschreibungen 3.006 3.165 2.573 2.946 3.786 5.262
EBIT 3.792 6.091 6.213 9.604 12.675 18.590
Finanzergebnis – 209 – 1.853 – 2.456 – 1.824 – 2.584 – 1.991
Restrukturierungs
aufwendungen 0 1.757 1.400 0 0 0
EBT 3.583 2.481 2.357 7.780 10.091 16.599
Steuern vom Einkommen
und Ertrag 1.034 582 1.266 2.857 4.376 5.400
Periodenüberschuss 2.549 1.899 1.091 4.923 5.715 11.199
Shares1) (in Tsd. Stück) 6.892 7.572 7.572 7.572 7.572 7.940
EPS (in Euro) 0,37 0,25 0,14 0,65 0,75 1,41
1) darüber hinaus Aktien in
Eigenbesitz (in Tsd. Stück) 8 18 18 18 18 18

Kennzahlenübersicht

Geschäftsbericht der DATAGROUP SE, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr 2016 / 2017

Inhaltsverzeichnis

AN UNSERE AKTIONÄRE

WE MANAGE IT

KONZERNLAGEBERICHT

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNANHANG

Dass wir mit unserem Angebot als Reaktion auf die Bedürfnisse des Marktes richtigliegen, bestätigen auch unabhängige Quellen. Erneut führt uns Lünendonk unter den führenden IT-Service-Providern Deutschlands auf und auch im Vergleich zum Gesamtmarkt für IT-Services, welcher laut Auskunft des Branchenverbandes BITKOM 2016 / 2017 ein Wachstum von rund 2,3 % verzeichnet, haben wir uns erneut um ein Vielfaches besser entwickelt. Der an dieser Stelle wohl aber wichtigste und erfreulichste Indikator ergibt sich aus der jährlich durchgeführten europaweit größten unabhängigen Studie zum IT-Outsourcing von Whitelane Research und Navisco. Im deutschen Teil der Studie erzielten wir bei der Kundenzufriedenheit unter 27 führenden internationalen und nationalen IT-Outsourcing-Anbietern bereits im vergangenen Jahr den zweiten Platz – und verbesserten uns damit gegenüber dem Vorjahr um eine Position. Mit dem klaren Ziel vor Augen, die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern, haben sich unsere Bemühungen zum Abschluss des Geschäftsjahres 2016 / 2017 nun bezahlt gemacht: DATAGROUP konnte ihren 2. Rang behaupten und in der allgemeinen Kundenzufriedenheit einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr zulegen. Unsere allgemeine Kundenzufriedenheit beträgt dieses Jahr 80%, d. h. deutlich über dem Durchschnitt von 68 %.

Maßgeblich ermöglicht hat dieses Ergebnis die konsequente und unablässige Weiterentwicklung des DATAGROUP Leistungsportfolios und der CORBOX. Zuletzt im Sinne einer Cloud Enabling Platform, die Angebote von Cloud-Dienstleistern integriert und gelingsicher mit den DATAGROUP eigenen Cloud- und Outsourcing-Services kombiniert. Es ist abzusehen, dass diese Entwicklung weiterhin an Relevanz gewinnen wird, weshalb wir diesem Thema auch im kommenden Geschäftsjahr große Aufmerksamkeit schenken werden. Der Weiterentwicklung des Leistungsportfolios ebenfalls zuträglich sind die strategischen Akquisitionen des Unternehmens. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat die DATAGROUP SE mit der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH und der ikb Data GmbH die Unternehmen 19 und 20 seit dem Börsengang erworben. Beides erfolgreiche Anbieter hochwertiger Cloud- und Outsourcing-Services, beides profitable Unternehmen, die mit ihren Kompetenzen, Erfahrungen und Kapazitäten auf eine Weiterentwicklung der Kerngeschäftsfelder von DATAGROUP einzahlen.

Um bilanziell die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen, diese seit vielen Jahren bewährte Erfolgsstrategie auch weiterhin fortzuführen, wurde im April 2017 eine bezugsrechtslose Kapitalerhöhung um 10 % auf nunmehr 8,349 Mio. Stückaktien beschlossen. Durch breites Platzieren 759.000 neuer Anteile bei institutionellen Investoren flossen der Gesellschaft rund 21 Mio. Euro an frischen Mitteln zu. Die Eigenkapitalquote hat sich zum Bilanzstichtag auf 27,9 % erhöht. Der erhöhte Streubesitz verbessert gleichzeitig die Attraktivität der DATAGROUP-Aktie, was sich bereits in einer signifikanten Steigerung des durchschnittlichen Handelsvolumens niedergeschlagen hat. So verdoppelte sich der Kurs der DATAGROUP-Aktie innerhalb von zwölf Monaten und erreichte im Geschäftsjahr 2016 / 2017 mit 41,48 Euro seinen neuen Höchstkurs. Seit dem Börsengang im Jahr 2006 (Emissionspreis 3,20 Euro) stieg der Preis eines Anteils damit um knapp 1.200 %.

Wir sehen uns auf einem guten Weg unser Ziel, Marktführer als Outsourcer für Firmen mit 100 Mio.- 5.000 Mio. Euro Jahresumsatz zu werden. Im kommenden Jahr 2017 / 2018 gilt es nun weiter zu wachsen und die Chancen, die der Markt uns bietet, konsequent zu nutzen.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr stolz blicken wir auf das vergangene Geschäftsjahr 2016 / 2017 zurück, das wir ein weiteres Mal mit einem Rekordergebnis abschließen durften. Nach einem sehr guten Vorjahresverlauf sind wir bereits optimistisch in das Jahr gestartet, unser erklärtes Ziel: ein Umsatz erstmals über 200 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von mindestens 20 Mio. Euro. Innerhalb von zwölf Monaten haben wir unsere Prognosen gleich zweimal nach oben korrigiert, dass wir diese am Ende noch übertreffen sollten, wagten wir damals jedoch nicht zu hoffen. Mit einem um 27,6 % gestiegenen Umsatzerlös von 223,1 Mio. Euro und einem EBITDA in Höhe von 27,0 Mio. Euro, das mit 41,6 % im Verhältnis zum Umsatz überproportional gestiegen ist, belegen wir die qualitative Ausrichtung unseres Wachstumskurses einmal mehr und schreiben die Erfolgsgeschichte im Sinne der Strategie DATAGROUP 2020 weiter fort. Der Periodenüberschuss verdoppelte sich sogar nahezu von 5,7 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro.

Die Treiber unseres aktuellen Erfolgs sind dabei vielfältig.

Betrachtet man das Marktumfeld und die aktuellen Entwicklungen, stehen die Zeichen günstig. Digitalisierung und Industrie 4.0 betreffen heute jeden – unabhängig von Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße. Es muss umgedacht, angepasst und umgestellt werden, denn wer sich dem evolutionären Prozess der digitalen Transformation sperrt, droht, salopp gesagt, über kurz oder lang von der Bildfläche zu verschwinden. Vermehrt sind IT-Dienstleister gefragt, die den Bedarf an kompetenter Beratung für Konzeption, Implementierung und den Betrieb immer komplexer werdender IT-Infrastrukturen abzudecken verstehen. Eine einzigartige Chance für DATAGROUP, die mit ihrem umfassenden Service-Portfolio und reich an Erfahrung all diese Anforderungen klar erfüllt und auf Augenhöhe und aus einer Hand bedient.

Trotz dieser günstigen Rahmenbedingungen ist die positive Entwicklung kein Selbstläufer. DATAGROUP hat in der Dekade seit dem Börsengang einen evolutionären Prozess vollzogen. Mit strategischem Kalkül und großem Einsatz haben wir uns vom einstmaligen Systemhaus mit einem hohen Handelsumsatzanteil konsequent zum Anbieter hochwertiger Cloud- und Outsourcing-Services gewandelt. Zu Gunsten des Kunden, der DATAGROUP damit als One-Stop-Shop erfährt und zur Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs und damit zum Wohle unserer Aktionäre.

Eine Strategie, die aufgeht, wie sich auch aus unserer Vertriebsbilanz zeigt. Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 konnten wir 18 große Neukunden im CORBOX-Umfeld gewinnen und bei 8 Bestandskunden erfolgreiches Upselling betreiben. Das Geschäft mit den margenstarken Outsourcing-Verträgen verzeichnete mit einem Anstieg auf 56 % des Umsatzes den stärksten Zuwachs und sichert langfristig zukünftige Umsätze auf Basis der langen Vertragslaufzeiten.

Der Vorstand

An dieser tollen Entwicklung wollen wir natürlich auch unsere Aktionäre teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deshalb in diesem Jahr eine erneute Anhebung der Dividende auf 45 Cent pro Aktie vorschlagen.

Unseren Aktionären, Kunden und Partnern danken wir herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonderer Dank gilt unseren mittlerweile über 1.900 Mitarbeitern, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den Erfolg von DATAGROUP möglich gemacht haben.

Max H.-H. Schaber Dirk Peters CEO der DATAGROUP SE COO der DATAGROUP SE

Von links nach rechts: Max H.-H. Schaber, CEO der DATAGROUP SE Dirk Peters, COO der DATAGROUP SE

MAX H.-H. SCHABER

ist seit Februar 2006 Mitglied und Vorsitzender des Vorstands (CEO) der DATAGROUP SE und für die Ressorts Finanzen, Recht, Personal und Unternehmensentwicklung verantwortlich.

1983 gründete Max H.-H. Schaber die DATAPEC, Gesellschaft für Datenverarbeitung mbH und legte damit den Grundstein für die spätere DATAGROUP GmbH. Zuvor war er als System-Ingenieur, später als Assistent der Geschäftsleitung der Friedrich Co. Gesellschaft für Software- und System-Entwicklung mbH tätig. Sein Studium im Bereich Maschinenbau an der Universität Stuttgart sowie an den Fachhochschulen Augsburg und Reutlingen schloss er 1981 als Diplom Ingenieur (FH) ab.

Herr Schaber ist in mehreren Beiräten tätig sowie Mitglied im IHK Gremium Reutlingen.

DIRK PETERS

ist seit 2008 Vorstand der DATAGROUP SE als COO und Geschäftsführer der DATAGROUP Hamburg GmbH. Sein Verantwortungsbereich als Vorstand umfasst das Ressort Servicemanagement.

Dirk Peters gründete 1992 die HDT Hanseatische Datentechnik, die im Jahr 2008 als DATAGROUP Hamburg GmbH in die DATAGROUP AG eingegliedert wurde. Er entwickelte die HDT von einem klassischen Systemhaus hin zu einer leistungsstarken Unternehmensgruppe im IT Service Management. Vor seiner Selbstständigkeit war er in leitenden Positionen bei der Ashton-Tate Corporation und der ALSO ABC tätig. Sein Informatikstudium absolvierte Dirk Peters berufsbegleitend, während er ab 1983 im Vertrieb der HOSS GmbH tätig war.

Nebenberuflich engagiert sich Herr Peters für die Förderung von Nachwuchskräften im Segelsport.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Berichtszeitraum (01.10.2016 bis 30.09.2017) kam der Aufsichtsrat zu insgesamt fünf Präsenzsitzungen zusammen (5.12.16, 19.1.17, 22.3.17, 23.6.17, 18.9.17) sowie zu einer telefonischen Sitzung am 15.08.17.

Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig schriftlich und mündlich vom Vorstand – insbesondere über den aktuellen Geschäftsverlauf in Relation zum vom Aufsichtsrat verabschiedeten Budget – berichten lassen und den Vorstand beratend begleitet. In allen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden und stets umfassend informiert.

Von links nach rechts: Dr. Helmut Mahler, Aufsichtsrat; Dr. Carola Wittig, stv. Aufsichtsratsvorsitzende; Heinz Hilgert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der DATAGROUP SE

Geschäfte, die nach Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtig sind, wurden beraten und vom Aufsichtsrat genehmigt. Dies betraf in diesem Geschäftsjahr in erster Linie die Akquisitionen der HanseCom GmbH im April und der ikb Data GmbH im August sowie die Übernahme deren Mitarbeiter.

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Jahr insbesondere mit der Personalentwicklung des Führungskreises beschäftigt. Um die Führungspotentiale von DATAGROUP besser ausschöpfen zu können, wurde ein externer Dienstleister mit einer Standortbestimmung und der Definition eines Entwicklungsprogramms beauftragt. Die Maßnahmen werden im laufenden Geschäftsjahr weitergeführt.

Es wurden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig durch die Berichte des Risikomanagementsystems führen. Existenzbedrohende Risiken lagen nach gemeinsamer Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat zu keinem Zeitpunkt vor.

Der Jahresabschluss der DATAGROUP SE, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DATAGROUP SE sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der DATAGROUP SE sind durch die zur Abschlussprüfung gewählte und beauftragte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestr. 67–74, 70184 Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahres- und Konzernabschluss mit Konzernlagebericht sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gingen den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld zu.

Der Aufsichtsrat hat die Feststellungen der Wirtschaftsprüfer:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung des Berichts des Vorstands der DATAGROUP SE, Pliezhausen, über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt Ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war; soweit dies war, ob Nachteile ausgeglichen worden sind.
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

zustimmend zur Kenntnis genommen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 22.01.2018, in der der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat und für Fragen zur Verfügung stand, hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 30.09.2017 nach ausgiebiger Prüfung gebilligt und damit festgestellt. Ebenso wurde der Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht zum 30.09.2017 in gleicher Weise geprüft und gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes sowie des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich mit Beschluss vom 22.01.2018 dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an.

Dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DATAGROUP SE gilt der aufrichtige Dank und Respekt des Aufsichtsrats für die geleistete, nachhaltig erfolgreiche Arbeit.

Pliezhausen, 22. Januar 2018

Heinz Hilgert Vorsitzender des Aufsichtsrats

We manage IT

INHALT

10 Agilität und Kundenorientierung sind unser Erfolgsrezept

  • 11 DATAGROUP: Agiler Partner für die digitale Transformation
  • 14 DATAGROUP ist Spitzenklasse bei der Kundenzufriedenheit
  • 15 CORBOX die Cloud Enabling Platform aus Deutschland
  • 19 Wachstumsschub durch Firmenkauf: HanseCom + ikb Data

Agilität und Kundenorientierung sind unser Erfolgsrezept

Der Markt für IT-Services verändert sich mit großer Geschwindigkeit. Zum Beispiel durch neue Technologien wie Cloud Computing, die es Unternehmen ermöglichen, viel effizienter und flexibler zu werden. Oder durch die Mobilisierung der IT: Smartphone, Tablet und Co. verändern nachhaltig, wie und wo wir arbeiten. Und unter dem Stichwort Industrie 4.0 wird sogar die nächste, IT-gestützte industrielle Revolution ausgerufen.

IT ist zum unverzichtbaren Produktionsmittel für Unternehmen aller Branchen geworden. Mehr noch: Die IT wird selbst zum Treiber der unternehmerischen Entwicklung. Dieser dynamische Wandel bietet IT-Dienstleistern große Wachstumschancen. Um sie zu nutzen, sind Veränderungsbereitschaft und ein starker Gestaltungswille notwendig. Und vor allem die Nähe zu den Kunden.

Genau dafür steht DATAGROUP. Agilität ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil unserer Unternehmens-DNA – und das soll auch so bleiben. Denn wir wissen aus Erfahrung: Wir müssen uns immer weiterentwickeln, um unsere Kunden von uns zu überzeugen und erfolgreich zu bleiben.

Deshalb heißt unsere Vision:

Wir sind der agile IT-Dienstleister mit der höchsten Kundenzufriedenheit.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, wie wir Agilität und konsequente Kundenorientierung bei DATAGROUP leben.

DATAGROUP: Agiler Partner für die digitale Transformation

Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend – und sie stellt Unternehmen aller Branchen vor große Herausforderungen. Um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern, brauchen sie einen Partner auf Augenhöhe. Einen Partner, der sie stärkt und entlastet, damit sie sich ganz auf die digitale Weiterentwicklung ihres Kerngeschäfts konzentrieren können. Mit CORBOX haben wir eine passgenaue Lösung für diese Herausforderungen geschaffen. CORBOX setzt einen neuen Standard für Gelingsicherheit, Effizienz und Flexibilität im IT-Betrieb – und wird so zur optimalen Plattform für die digitale Transformation.

CORBOX, das steht für "Corporate IT – Out of the Box". Dahinter steckt eine modulare Suite von IT-Services, die alle Bereiche des IT-Betriebs in Unternehmen abdeckt. Was ist das Neuartige an CORBOX? Wir machen IT-Services zu Produkten mit genau definierten Qualitätsmerkmalen, die Kunden aus einem Katalog auswählen können. Sie sind perfekt kompatibel, individuell kombinierbar und können dadurch sehr flexibel an den tatsächlichen Bedarf im Unternehmen angepasst werden. Die IT wird zum zuverlässigen und leistungsfähigen Produktionsmittel. So ermöglichen wir unseren Kunden, die digitale Transformation ihres Business voranzutreiben.

BUSINESS CONTINUITY

FLEXIBEL

Alexandra Mülders, Geschäftsführerin DATAGROUP Köln GmbH

Lokale Standorte und zentrale Servicefabriken für eine optimale Kombination aus Wirtschaftlichkeit und Kundennähe

Hochstandardisierte Prozesse und Services, die wir beständig verbessern, sind die eine Seite der Erfolgsmedaille. Nähe zu unseren Kunden die andere! Wir setzen dafür auf eine optimale Kombination von lokaler und zentraler Produktion. Das bedeutet: Teile unserer Serviceproduktion – Service Desk, Data Center und SAP-Services – sind virtuell in Service Fabriken zentralisiert. Das bringt Skalen- und Qualitätsvorteile durch Spezialisierung und eine bessere Auslastung von Experten und Systemen.

Die übrigen CORBOX-Leistungen wie End User und Printing Services produzieren wir an den lokalen Standorten in allen wichtigen Wirtschaftsregionen Deutschlands. Auch das gesamte Service Management und damit die Verantwortung gegenüber dem Kunden, dass das Leistungsversprechen eingehalten wird, liegt bei den lokalen DATAGROUP-Gesellschaften vor Ort. Sie sind mit ihrem jeweiligen Geschäftsführer an der Spitze der zentrale Ansprechpartner auf Augenhöhe für die Kunden.

Durch das kombinierte Liefermodell mit lokalen Standorten und virtuell zentralisierten Service-Fabriken können wir alle CORBOX Services effizient und in höchster Güte in Deutschland produzieren und bleiben gleichzeitig nahe an unseren Kunden.

Unsere CORBOX garantiert höchste Qualität

C Alle COBROX IT-Services basieren auf standardisierten und beherrschten Prozessen und folgen den Gütekriterien industrieller Produktion. Das gewährleistet eine gleichbleibend hohe Prozess- und Servicequalität und fabrikmäßig reproduzierbare Leistungen.

Data Center
Services
Network
Services
End User
Services
Application
Management
Services
SAP
Services
Printing
Services
Communi-
$cation +$
Collabora-
tion
Services
Big Data
Services
Service
Desk

B O X CORBOX gibt Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität. Das Baukastensystem mit 12 Servicefamilien ermöglicht ihnen, genau diejenigen Leistungen auszuwählen und individuell miteinander zu kombinieren, die sie benötigen – und zwar exakt in der jeweils erforderlichen Qualität. "made in Germany": Das garantiert die strikte Einhaltung der strengen inländischen Datenschutzbestimmungen. Für ein Maximum an IT-Sicherheit sind unsere Data Center zusätzlich freiwillig nach ISO 27001 zertifiziert.

Die kontinuierliche Verbesserung

O R ture Library, kurz ITIL®. Professionalität ist bei uns kein Lippenbekenntnis, sondern Teil unserer Unternehmens-DNA. Das dokumentiert unsere umfassende Zertifizierung nach ISO 20000 – die höchstmögliche Norm für professio-

unserer Services und Prozesse ist fester Teil unseres IT Service Management Systems – und für uns eine Selbstverständlichkeit! Zum Beispiel mit neuen Leistungen in den Bereichen Cloud Computing und SAP.

Alle CORBOX IT-Services sind nelles IT Service Management.

Service Level Agreements garantieren maximale Leistungsund Kostentransparenz. Das ist die Basis für eine wirtschaftliche IT. Grundlage unserer Services sind die Best Practices der IT Infrastruc-

Eva Türk, Geschäftsführerin DATAGROUP Service Desk GmbH

DATAGROUP ist Spitzenklasse bei der Kundenzufriedenheit

Wir sind überzeugt: Nur wer sich konsequent an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, wird langfristig erfolgreich sein. Deshalb streben wir danach, neue Anforderungen möglichst frühzeitig zu erkennen und in effiziente, flexible und qualitativ hochwertige Lösungen zu übersetzen. Das schätzen unsere Kunden: Unter den führenden IT-Dienstleistern Deutschlands sind wir spitze bei der Kundenzufriedenheit! Auch 2017 zeigt dies das Ergebnis der IT-Outsourcing-Studie von Whitelane Research und der Sourcing-Beratung Navisco.

Für den deutschen Teil der europaweit größten unabhängigen Vergleichsstudie zum Thema IT-Outsourcing wurden 27 internationale und mittelständische IT-Service-Provider von ihren jeweiligen Kunden beurteilt. Die Bewertungen von 500 Outsourcing-Verträgen flossen in die Studie ein. Mit einem erfolgreichen zweiten Platz konnte sich DATAGROUP damit erneut an der Spitze des Rankings behaupten.

Bei der allgemeinen Kundenzufriedenheit konnten wir uns im Vorjahresvergleich steigern und liegen mit einer Zufriedenheitsrate von 80 % deutlich über dem Mittelwert von 68 %. Auch in wichtigen Detailkategorien wie Qualität der Serviceerbringung, Flexibilität und Proaktivität erzielt DATAGROUP eine rundum sehr hohe Kundenzufriedenheit. Besonders in den Kategorien Account Management und Transformation Quality ist es uns gelungen, uns erfolgreich gegen unsere Wettbewerber durchzusetzen und mit 83 % und 78 % jeweils Platz 1 zu erzielen.

Auf dieses hervorragende Abschneiden sind wir sehr stolz – denn es zeigt, dass wir nahe an unseren Kunden sind und die richtigen Antworten auf ihre Fragen geben. Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf www.whitelane.com und www.navisco.com.

CORBOX – die Cloud Enabling Platform aus Deutschland

Cloud Computing ist die Schlüsseltechnologie für die IT der Zukunft. Die Cloud macht die IT flexibler und Unternehmen agiler. Mit CORBOX bieten wir unseren Kunden eine Cloud Enabling Platform, die gleichzeitig Effizienz und Sicherheit der IT maximiert. Mit Partnerprogrammen und neuen Lösungen für maximale Zuverlässigkeit machen wir CORBOX noch attraktiver für Cloud-Kunden.

Cloud Computing bedeutet, dass Daten und Anwendungen in Rechenzentren gespeichert und über das Internet bereitgestellt werden. Office-Programme werden zum Beispiel nicht mehr auf jedem einzelnen Arbeitsplatzrechner installiert. Stattdessen greifen die Mitarbeiter von ihrem PC, Notebook, Tablet oder Smartphone auf ein Programm zu, das tatsächlich in einem Rechenzentrum läuft. Dadurch wird eine große, sehr leistungsfähige Computerumgebung von vielen Anwendern geteilt – ein Riesenvorteil für die Wirtschaftlichkeit.

Gleichzeitig sitzt die cloud-basierte IT immer wie angegossen. Denn die cloud-basierten Arbeitsplätze können jederzeit flexibel um zusätzliche Anwendungen von anderen Cloud-Anbietern und aus verschiedenen Rechenzentren erweitert werden. So kann die IT problemlos an neue Anforderungen angepasst werden. In einer Wirtschafts- und Arbeitswelt, die zunehmend durch Mobilität, globale Vernetzung, Projekt- und Teamarbeit und temporäre Strukturen geprägt ist, wird dies immer wichtiger.

Als Cloud Enabler integrieren wir bestehende Cloud-Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft, veredeln sie durch zusätzliche Leistungen und kombinieren sie gelingsicher mit unseren eigenen Cloud- und Outsourcing-Services. Das macht CORBOX zur perfekten Cloud Enabling Platform für unsere Kunden.

Anteil der Unternehmen, die Cloud-Lösungen offen gegenüberstehen Quelle: Cloud Monitor 2017, Bitkom Research und KPMG

Jedes zweite Unternehmen vertraut auf Cloud-Lösungen.

35%

2012

40%

Georedundanz garantiert maximale Ausfallsicherheit – selbst im Katastrophenfall

Für ein Maximum an Sicherheit betreibt DATAGROUP in Frankfurt, dem wichtigsten weltweiten Internetknoten, zwei Data-Center-Standorte in Georedundanz.

Dies stellt sicher, dass selbst im unwahrscheinlichen Katastrophenfall und dem Totalausfall eines Rechenzentrums die Anwendungen vollkommen unterbrechungsfrei weiterlaufen. Die IT-Anwender bemerken von dieser Umschaltung nichts. Um sicherzustellen, dass im Katastrophenfall tatsächlich alles reibungslos funktioniert, werden regelmäßig umfangreiche und strenge Testverfahren durchgeführt, zum Beispiel Katastrophensimulationen mit der plötzlichen Abschaltung von Systemen.

Wir managen den Umgang mit hybriden Multi-Cloud-Szenarien und dienen als "Single Point of Contact" für unseren Kunden. Somit stehen wir ihm auch in dieser immer komplizierter werdenden IT-Welt als vertrauensvoller und verlässlicher IT-Partner und Navigator zur Seite.

Wir haben exzellente "Bausteine" für Hybrid Clouds an Bord

Wir haben für hybride Cloud-Szenarien sehr gute Produktionspartner – so sind zum Beispiel mit Microsoft und Amazon zwei der wesentlichen Public Cloud Anbieter direkt in den von uns ebenfalls benutzten Co-Location Rechenzentren zu finden.

Alle Anwendungen und Daten unterliegen dadurch auch bei hybriden Cloud-Szenarien den strengen inländischen Datenschutzregelungen. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil für uns – gerade im sicherheitsbewussten deutschen Mittelstand. Zusätzlich lassen wir unser Data Center freiwillig nach den international anerkannten Standards der ISO 27001 und unsere Prozesse nach der ISO 20000 für professionelles IT Service Management zertifizieren. Das gibt unseren Kunden die Gewissheit, dass ihre Daten in guten Händen sind.

Co-Location bietet maximale Zukunftsfähigkeit bei sinkenden Kosten

Die Data Center sind bei zwei der führenden Anbieter von Co-Location untergebracht. Co-Location bedeutet, dass wir keine eigenen Gebäude bauen, sondern Räume in einem hochmodernen Rechenzentrumscampus anmieten. Damit entfällt die Unterhaltung der Räumlichkeiten, das Kümmern um Klima und Elektrizität. Stattdessen können wir uns ganz auf den reinen IT-Betrieb des Data Centers konzentrieren. Jeder der beiden Standorte verfügt über redundante Sicherheitssysteme für die Internetanbindung, Strom, Kühlung, Feuerschutz sowie eine lückenlose Zugangskontrolle. Co-Location bietet eine hochmoderne und hochsichere Umgebung für unsere Data Center und ermöglicht uns, flexibel und nahezu beliebig skalierbar mit den Anforderungen unserer Kunden zu wachsen.

Die Welt bewegt sich hin zur "Hybrid Cloud"

DATAGROUP versteht sich immer mehr als vollumfänglicher "Digitalisierungspartner" – und muss deshalb für die heute vorherrschenden Betriebsszenarien "On Premise", "Private Cloud" und "Public Cloud" Angebote machen können. "Hybrid Cloud"-Szenarien erlauben ein sehr schnelles Wachstum – schnelles Hinzufügen von Kapazität "on Demand" ist so einfacher möglich. Wir bieten so auch IT-Abdeckung außerhalb Deutschlands, wo diese vom Kunden gefordert und notwendig ist.

Wachstumsschub durch Firmenkauf: HanseCom + ikb Data

Bei DATAGROUP bedeutet Agilität auch: neue Wachstumschancen und Technologiekompetenz durch Firmenkäufe sichern.

Die erste Akquisition des Geschäftsjahres 2016 / 2017 konnte im April 2017 mit der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH (HanseCom) einer Tochtergesellschaft der Siemens AG und der Hamburger Hochbahn AG abgeschlossen werden.

HanseCom betreibt IT-Infrastrukturen für mittelständische Unternehmen und berät Kunden bei der Weiterentwicklung ihrer IT. Das Unternehmen bietet Managed Services für alle Bereiche des IT-Betriebs an. HanseCom verfügt über besondere Expertise in den Bereichen Cloud und SAP Services sowie im Application Management und stärkt damit das Full-Service-Portfolio CORBOX von DATAGROUP.

Mit der Übernahme stärkt DATAGROUP ihre Vor-Ort-Präsenz in Hamburg und Norddeutschland. Die regionale Nähe zu den Kunden ist insbesondere für große mittelständische Unternehmen, die Kernzielgruppe von DATAGROUP, sehr wichtig und ein Wettbewerbsvorteil.

Große Outsourcingverträge der HanseCom, die mit dem Kauf zu DATAGROUP übergegangen sind, konnten seit der Übernahme signifikant verlängert werden.

Volle Verantwortung für Gelingsicherheit in der Cloud

Im Gegensatz zum reinen Hosting, also der Zurverfügungstellung von Speicherplatz und Rechenkapazität, tragen wir gegenüber unseren Kunden die volle Betriebsverantwortung: Wir stehen dafür ein, dass die IT Services aus der Cloud gelingsicher und mit vereinbarten Leistungsparametern funktionieren! Erst dadurch wird die IT zum leistungsfähigen und zuverlässigen Produktionsmittel für den Unternehmenserfolg.

Das erfordert auch ein Maximum an Ausfallsicherheit. Die Cloud ist das "digitale Herz" der Unternehmens-IT: Fällt sie aus, stehen auch große Teile des Unternehmens still. Deshalb steigt die Nachfrage nach Lösungen, die dieses Risiko minimieren. Business Continuity, also die Sicherstellung des Betriebs selbst im Katastrophenfall, ist eines der wichtigen Zukunftsthemen der Unternehmens-IT. DATAGROUP hat hierfür mit intelligenter Vernetzung und modernster Technik eine Lösung entwickelt. Der Schlüssel dazu heißt Georedundanz.

Cloud Enabling mit CORBOX und hybride Cloud-Szenarien für hochverfügbare und hochsichere Cloud-Lösungen – zwei Beispiele dafür, wie wir mit innovativen Technologien und Prozessen Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Torsten Langer, Geschäftsführer DATAGROUP Data Center GmbH

Jörg Pauseback, Geschäftsführer DATAGROUP Financial IT Services GmbH

Bereits im August 2017 erfolgte mit Übernahme der ikb Data GmbH, einem Spezialisten für IT-Outsourcing und Datensicherheit, die zweite Akquisition des Geschäftsjahres. Die heutige DATAGROUP Financial IT Services GmbH ist die 20. Übernahme seit dem Börsengang im Jahr 2006. DATAGROUPs ausgewiesene Expertise und Erfahrung bei der Eingliederung von Unternehmen trug maßgeblich dazu bei, dass wir uns gegen andere namhafte Kaufinteressenten durchsetzen konnten.

DATAGROUP baut durch diese Übernahme das Kerngeschäft mit hochwertigen Services und IT Betriebsdienstleistungen insbesondere im Finanzbereich weiter massiv aus. Die DATAGROUP Financial IT Services GmbH soll zukünftig als internes Kompetenzzentrum die Aktivitäten von DATAGROUP im Banken- und Finanzsektor bündeln und vorantreiben.

Die ikb Data wurde 2004 als Shared Service Center der IKB Deutsche Industriebank AG gegründet und sorgte als Tochtergesellschaft des Finanzkonzerns für dessen zuverlässigen und sicheren IT-Betrieb. Von den langjährigen Erfahrungen beim Umgang mit den sensiblen Daten einer Bank profitieren mittlerweile auch zahlreiche Kunden aus anderen Branchen. Die besondere Expertise der DATAGROUP Financial IT Services GmbH wird durch zahlreiche einschlägige Zertifizierungen dokumentiert, zum Beispiel ISO 20000 und ISO 27001 sowie ISAE 3402.

Auch in Zukunft will DATAGROUP durch Firmenkäufe wachsen. Wir sind mit vielen verkaufswilligen Unternehmen im Gespräch und sind zuversichtlich auch im Geschäftsjahr 2017 / 2018 weitere Akquisitionen tätigen zu können.

INHALT

  • 22 Konzern-Überblick
  • 27 Rahmenbedingungen
  • 29 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns
  • 35 Aktie
  • 38 Risiko- und Chancenbericht
  • 43 Prognosebericht
  • 45 Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem
  • 46 Sonstige Angaben

Konzernlagebericht

DATAGROUP ist mit Standorten in ganz Deutschland vertreten.

Die DATAGROUP SE ist die Dachgesellschaft des bundesweit tätigen IT-Dienstleisters DATAGROUP. Zur DATAGROUP SE gehören im Wesentlichen die Beteiligungen, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind. Unter dem Dach der DATAGROUP SE sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen.

Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 wurde das Segment "Services" um zwei zusätzliche Gesellschaften erweitert: die DATAGROUP Operate IT GmbH und die DATAGROUP Financial IT Services GmbH. Mit dem Zukauf der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH (im Folgenden kurz: HanseCom; jetzt: DATAGROUP Operate IT GmbH) im April diesen Jahres verstärkt der Konzern seine Schlagkraft in wichtigen, zukunftweisenden Technologien wie Cloud, SAP Services und Application Management. Die Übernahme der ikb Data GmbH (kurz: ikb Data; jetzt: DATAGROUP Financial IT Services GmbH), einem Spezialisten für hochwertige Cloud- und IT-Betriebsdienstleistungen verhilft der DATAGROUP SE zu einer

1. Konzern-Überblick

Organisatorische und rechtliche Struktur des DATAGROUP-Konzerns

bedeutenden Portfolio-Erweiterung im Bereich der Finanz-IT. Mit insgesamt rund 140 Mitarbeitern erweitern beide Unternehmen die Manpower des Unternehmens um wertvolle Experten sowie die Kundenlandschaft.

Die drei Tochtergesellschaften DATAGROUP Service Desk GmbH, DATAGROUP Data Center GmbH und DATAGROUP Enterprise Services GmbH verstehen sich als spezialisierte Service-Fabriken. Mit Ausnahme der DATAGROUP Enterprise Services, die außerdem eigene Kunden hält, treten sie nicht selbst am Markt auf, sondern erbringen als interne Kompetenz- und Leistungszentren im DATAGROUP-Konzern Services für die Unternehmenskunden der übrigen DATAGROUP-Tochtergesellschaften.

Innerhalb des DATAGROUP-Konzerns übernimmt die DATAGROUP SE die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Sie erbringt zentrale Dienste wie Rechnungswesen, Personalwesen und zentrale IT-Services für die Konzerngesellschaften. Außerdem übernimmt die DATAGROUP SE Dienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen und Personalwesen für den Hauptaktionär HHS Beteiligungsgesellschaft mbH und dessen Tochtergesellschaften.

Seit dem Börsengang 2006 erwarb die DATAGROUP SE 20 Unternehmen bzw. Unternehmensteile. Die Akquisitionsstrategie fokussiert sich vor allem auf IT-Services-Unternehmen in Deutschland. Sie folgt einer "buy and build-Strategie" (d. h. die zugekauften Unternehmen ergänzen oder verstärken das bestehende DATAGROUP-Leistungsportfolio) und einer "buy and turn around-Strategie" (d. h. die erworbenen Unternehmen sind in Umbruchsituationen).

Die DATAGROUP SE gliedert die übernommenen Unternehmen in den Konzern ein. Dabei bleiben die einzelnen Gesellschaften möglichst erhalten, um die Nähe zum Kunden und die teilweise jahrzehntelangen Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.

Alle Gesellschaften werden unter der bundesweit einheitlichen Marke DATAGROUP geführt. Neu akquirierte Unternehmen werden nach einer Übergangsphase umbenannt. Zuletzt die HanseCom in DATAGROUP Operate IT GmbH und die ikb Data in DATAGROUP Financial IT Services GmbH.

Die Wahrnehmung von DATAGROUP und die Steigerung ihrer Bekanntheit bei relevanten Zielgruppen werden durch eine deutschlandweite Dachmarkenkampagne forciert.

Auch zukünftig soll der DATAGROUP-Konzern im Rahmen der beschriebenen Akquisitionsstrategie und verstärkt organisch wachsen.

Tätigkeitsschwerpunkte, Absatzmärkte und Wettbewerbsposition von DATAGROUP

We manage IT – dieser Claim fasst die Kernkompetenz von DATAGROUP prägnant zusammen. Die Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften besteht aus Betrieb und Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen ihrer Kunden.

Im Fokus der DATAGROUP IT-Services steht der gelingsichere Betrieb von IT-Infrastrukturen. Mit CORBOX, einer Suite von IT-Services, bietet DATAGROUP ihren Kunden eine modulare Komplettlösung für den sorgenfreien IT-Betrieb. CORBOX ist gleichzeitig eine Cloud Enabling Platform, mit der Cloud-Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft integriert und durch zusätzliche Leistungen veredelt sowie mit eigenen Cloudund Outsourcing-Services kombiniert werden. Damit deckt CORBOX alle Bereiche des IT-Betriebs in Unternehmen ab: vom Service Desk, der kompetenten und zuverlässig erreichbaren zentralen Anlaufstelle für alle Fragen und Störungsmeldungen der Anwender, über das Management und den Vor-Ort-Support stationärer und mobiler IT-Arbeitsplätze bis hin zur kompletten Bandbreite an Cloud- und Rechenzentrums-Dienstleistungen. Auch das Management von Business-Applikationen sowie von SAP-Systemen gehört zum Leistungsumfang von CORBOX. DATAGROUP liefert Unternehmen mit CORBOX alle benötigten Leistungen für den IT-Betrieb aus einer Hand. Kunden wählen aus 12 kombinierbaren und perfekt kompatiblen CORBOX-Servicefamilien exakt diejenigen aus, die ihr Business

optimal unterstützen. Definierte Service Level Agreements garantieren dabei maximale Leistungs- und Kostentransparenz. Die Sicherheit aller zentralisierten CORBOX-Services gewährleisten ISO 27001-zertifizierte DATAGROUP Data Center in Deutschland. Kontinuierliches Monitoring von Performance, Kapazitäten und Sicherheitsstatus stellt die optimale Verfügbarkeit der Services sicher.

Seit September 2012 ist DATAGROUP ISO 20000-zertifiziert – das ist die höchstmögliche ISO-Zertifizierung für professionelles IT Service Management. DATAGROUP hat sich dem aufwändigen Prüfverfahren unterzogen, um ihre IT-Services nach industriellen Maßstäben zu gestalten und beständig zu verbessern. CORBOX-Kunden profitieren von der zertifizierten Güte: Ihre IT-Services sind immer auf dem neuesten Stand – Sicherheit und Compliance inbegriffen. Alle CORBOX-Services basieren auf ISO 20000-zertifizierten Prozessen nach ITIL® und folgen den Gütekriterien industrieller Produktion. Das gewährleistet gleichbleibend hohe Prozessqualität, Servicequalität und Sicherheit. DATAGROUP ist einer von wenigen Anbietern von IT-Services in Deutschland, der seine kompletten Serviceprozesse nach ISO-

Vorgaben standardisiert hat. Im September 2015 wurde die ISO 20000-Zertifizierung erfolgreich um drei Jahre verlängert. Mit CORBOX wird Unternehmens-IT damit zum zuverlässigen und leistungsfähigen Produktionsmittel für den Geschäftserfolg.

IT-Berater und Lösungsexperten von DATAGROUP unterstützen Kunden zudem bei der Digitalisierung ihres Unternehmens. Sie sorgen mit innovativen Lösungen und Technologien dafür, dass die Unternehmens-IT die Geschäftsprozesse optimal unterstützt. Zum Beispiel mit SAP HANA, einer Technologieplattform, die für die digitale Transformation von Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein wird. Mit der Übernahme und erfolgreichen Eingliederung von 306 IT-Spezialisten für SAP und Application Management Services auf Basis einer Teilübernahme von Hewlett Packard Enterprise GmbH (kurz: HPE, heute: DXC Technology, kurz: DXC) im Jahr 2016 beschäftigt DATAGROUP eines der größten SAP HANA-Teams in der deutschen Providerlandschaft. Mit der unternehmenseigenen Systemarchitektur HANAflex stellt DATAGROUP eindrücklich ihre Kompetenz in diesem Bereich unter Beweis. Durch zahlreiche Carve-out-Projekte im Rahmen der Auslagerung von

Dr. Tobias Hüttner, Chief Information Officer DATAGROUP SE

Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung steigt weiter und die Verbraucherpreise sind stabil. In ihrer Herbstprojektion geht die Bundesregierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 2,0 % aus.

Die größeren Impulse kamen von der binnenwirtschaftlichen Seite. Das Wachstum im produzierenden Gewerbe blieb in der Tendenz aufwärtsgerichtet, auch wenn es im Juni und Juli an Dynamik einbüßte. Das Geschäftsklima in der Wirtschaft ist weiterhin sehr zuversichtlich. Die Verbraucherpreise haben sich vor dem Hintergrund stabiler Energiepreise normalisiert, die Kauflaune der Verbraucher blieb hoch, die Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv.

Auch die mittelständische Wirtschaft läuft weiter auf Hochtouren. Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt im September um 2,4 Zähler auf jetzt 30,7 Saldenpunkte. Das ist bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass sich die Rekordmarke nach oben verschiebt. Sowohl bei der Bewertung der aktuellen Lage, als auch der Geschäftsaussichten, sind die deutschen Mittelständler positiv gestimmt.

Branche

Für das Jahr 2017 weist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ("ITK") einen Umsatz von insgesamt 161 Mrd. Euro (+1,3 %) aus. Mit einem Umsatz von 86 Mrd. Euro und einem Wachstum von 2,7 % zeigt sich die Informationstechnologie erneut als Treiber der positiven Entwicklung. Besonders gefragt sind auch in diesem Jahr die Anbieter von Software (+6,3 %) und IT-Services (+2,3 %), deren Geschäfte auf ein Volumen von 23 Mrd. bzw. 39 Mrd. Euro

anwachsen sollen. Die Umsätze in IT-Hardware bleiben dagegen stabil bei 24 Mrd. Euro1.

Die Unternehmen der ITK Branche blicken mit viel Optimismus auf das laufende Jahr. Acht von zehn Unternehmen (82 %) erwarten nach Angaben der BITKOM für die zweite Jahreshälfte steigende Umsätze. Besonders optimistisch sind dabei die Anbieter von IT-Dienstleistungen, diese gehen zu 86 % von einem Anstieg aus. Maßgeblich befeuert, wird das Wachstum im IT-Services-Bereich durch die digitale Transformation der Unternehmen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Cloud Computing als Basistechnologie der Digitalisierung. Hierzu zählt BITKOM die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten und Business-Applikationen über Internet oder Intranet. Laut dem Cloud Monitor 2017 des BITKOM und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat die Cloud-Nutzung deutscher Unternehmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Der Anteil der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, stieg zwischen 2011 und 2016 von 28 % auf 65 %. Weitere 18 % der Unternehmen diskutieren oder planen den Einsatz von Cloud-Lösungen in der Zukunft.

Gesamteinschätzung

2. Rahmenbedingungen

Sarah Berger-Niemann, Leitung Unternehmenskommunikation DATAGROUP SE

DATAGROUP ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt für IT-Services. Im strategischen Fokus des DATAGROUP Geschäftsmodells stehen mehr denn je langfristige Verträge mit wiederkehrenden Erträgen. Die IT-Dienstleistungen, die DATAGROUP im Rahmen ihrer modularen Komplettlösung CORBOX anbietet, sind für funktionierende Geschäftsprozesse der Kundenunternehmen unverzichtbar. Die Geschäftsentwicklung von DATAGROUP ist deshalb durch ein hohes Maß an Planbarkeit und Stabilität gegenüber konjunkturellen Schwankungen gekennzeichnet. Die konsequente Umsetzung der Zukunftsstrategie DATAGROUP 2020 hat dazu geführt, dass in einem insgesamt guten gesamtwirtschaftlichen Umfeld ein noch steilerer Wachstumspfad eingeschlagen wurde als zuvor. 1 BITKOM, EITO Oktober 2017

Unternehmensteilen und durch weitere IT-Transformationsprojekte hat sich DATAGROUP zu einem Experten für IT Landscape Transformation entwickelt, wie durch die SAP Recognized Expertise in der Kategorie Landscape Transformation belegt wird. Auch im Bereich der Software-Entwicklung verfügt DATAGROUP über jahrzehntelange Erfahrung in der Erstellung, Erweiterung und Pflege von Business-Applikationen, die individuell auf Geschäftsprozesse und Marktanforderungen zugeschnitten sind. Das Leistungsspektrum erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen. Außerdem entwickelt und betreibt DATAGROUP Highend-Lösungen für mobile Anwendungen. Dazu gehören beispielsweise intuitiv bedienbare Tablet- und Smartphone-Anwendungen für Warenwirtschaft und Vertrieb, die den Kunden die Mobilisierung ihrer Geschäftsprozesse und signifikante Effizienzsteigerungen ermöglichen.

DATAGROUP arbeitet ausschließlich für Geschäftskunden. Der Fokus liegt auf mittelständischen und großen Unternehmen sowie öffentlichen Auftraggebern. Als großes mittelständisches Unternehmen zeichnet sich DATAGROUP selbst durch persönliche Nähe und den Kontakt auf Augenhöhe zu ihren Kunden aus. Mit dem Full-Outsourcing-Angebot CORBOX richtet sich DATAGROUP primär an Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 100 Mio. und 5.000 Mio. Euro. Größere Kunden bedient DATAGROUP mit selektiven IT-Services aus ihrem Full-Outsourcing-Portfolio.

DATAGROUP gehört heute zu den führenden IT-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland (Quelle: Lünendonk).

DATAGROUP profitiert vom langfristigen Trend zum IT-Outsourcing und der verstärkten Nutzung von Cloud-Lösungen, insbesondere bei mittleren und großen Unternehmen. IT ist heute in Unternehmen zu einem zentralen Produktionsmittel geworden, das absolut zuverlässig verfügbar sein muss. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Sicherheit und die Flexibilität der Unternehmens-IT beständig, so dass deren Betrieb zunehmend aufwändiger wird. Die Digitalisierung stellt Unternehmen aller Branchen vor neue Herausforderungen. Damit die internen IT-Spezialisten sich auf diese strategischen Aufgaben konzentrieren können, lagern immer mehr Firmen ihren IT-Betrieb aus.

Mit dem Full-Service-Angebot CORBOX und ihrem Consulting- und Solutions-Portfolio ist DATAGROUP sehr gut aufgestellt, um die Wachstumspotenziale im Markt für IT-Services optimal zu nutzen. Der Anteil zentralisiert erbrachter und über das Internet bereitgestellter Cloud-Dienstleistungen wurde im Geschäftsjahr erneut ausgebaut. DATAGROUP betreibt ihre nach höchsten Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren ausschließlich in Deutschland. Damit erfüllt DATAGROUP die hohen Sicherheitsanforderungen, die vor allem Kunden aus dem gehobenen Mittelstand – der primären Zielgruppe von DATAGROUP – an IT-Dienstleister adressieren. Zugleich hat das Unternehmen

Ralf Heinze, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Pliezhausen

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns

3.1. Ertragslage

PERIODENÜBERSCHUSS, EBT, EBIT, EBITDA

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 223,1 Mio. Euro, das EBITDA betrug 27,0 Mio. Euro.

Der Periodenüberschuss stieg im Geschäftsjahr 2016 / 2017 um 96,0 % auf 11.199 TEUR nach 5.715 TEUR im Vorjahr. Das EPS lag bei 141 Cent2 pro Aktie, im Vorjahr hatte es 75 Cent betragen. Der Vorstand der DATAGROUP SE schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung von 45 Cent pro Aktie zu beschließen.

2 Basierend auf der gewichteten, durchschnittlichen Aktienzahl von 7,940 Mio. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 / 2017 wurde positiv beeinflusst durch den Erwerb der HanseCom. Der negative Unterschiedsbetrag zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Nettovermögen der erworbenen Gesellschaft in Höhe von 2.792 TEUR wurde im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst (näheres hierzu unter 8. Sonstige Angaben und im Konzernanhang unter I.3. Konsolidierungskreis). Im Vorjahr 2015 / 2016

entstanden positive Effekte aus der Transaktion mit der HPE in Höhe von 2.535 TEUR.

Im Vorjahr 2015 / 2016 wurde zudem das Ergebnis des DATAGROUP-Konzerns einmalig durch einen Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1.237 TEUR belastet, davon 558 TEUR Zins- und 682 TEUR Steueraufwand. Ursache dafür war das Ergebnis einer Betriebsprüfung, wonach ein im Jahr 2012 aufgekündigter Ergebnisabführungsvertrag zwischen Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns rückwirkend als steuerlich unwirksam eingestuft wurde. Der Vorstand der DATAGROUP SE hält diese Bewertung für unzutreffend und hat gegen die vorliegenden Steuerbescheide Rechtsmittel eingelegt.

Das EBT – Ergebnis vor Steuern – stieg von 10.091 TEUR im Jahr 2015 / 2016 um 64,5 % auf 16.599 TEUR im laufenden Geschäftsjahr.

Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2016 / 2017 -1.991 TEUR nach -2.584 TEUR im Vorjahr. Die deutliche Verminderung der Netto-Aufwandsposition ist hauptsächlich auf den besagten Sondereffekt aus der

die Standardisierung und Industrialisierung der Leistungsprozesse vorangetrieben und damit die Grundlage für weitere nachhaltige Effizienz- und Qualitätssteigerungen in der Produktion und im Vertrieb gelegt.

Die Weiterentwicklung der DATAGROUP Fabriken wurde konsequent vorangetrieben. Insbesondere konnten die bereits im vergangenen Geschäftsjahr übernommenen Mitarbeiter der HPE sehr erfolgreich in die DATAGROUP SAP Fabrik (DATAGROUP Enterprise Services GmbH) eingegliedert werden. Darüber hinaus bringt die virtuelle Zentralisierung von Service Desk und Rechenzentrum Effizienzgewinne und Qualitätsvorteile.

Diese optimale Kombination von lokalen Vertriebsund zentralen Produktionsstandorten gewährleistet die Augenhöhe und Nähe zum Kunden.

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der erneuten Aufnahme von DATAGROUP in die Liste der führenden IT-Dienstleister Deutschlands durch das Marktforschungsunternehmen Lünendonk wider. Und auch in einer groß angelegten unabhängigen Umfrage unter Outsourcing-Kunden von Whitelane Research und Navisco belegt DATAGROUP einen erfolgreichen 2. Platz mit einer im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbesserten Kundenzufriedenheit.

Betriebsprüfung im Vorjahr über 558 TEUR zurückzuführen. Im Geschäftsjahr hingegen konnte aus eben diesem Sachverhalt auf Grundlage einer Neubewertung der Steuerbehörden eine Rückerstattung von Zinsen auf Steuern über 374 TEUR verzeichnet werden.

Deutlich stärker wird das Finanzergebnis durch die Ausweitung des Volumens an der Abzinsung unterliegenden Pensions- und sonstigen Rückstellungen belastet. Die Aufwendungen aus der Verzinsung von Rückstellungen erhöhten sich von 403 TEUR im Vorjahr auf 908 TEUR in 2016 / 2017.

Der Finanzierungsaufwand für aufgenommene Bankdarlehen stieg um 10,6 %; die Erhöhung resultiert aus dem Anstieg des durchschnittlichen Darlehensvolumens nach der Aufnahme einer weiteren Tranche an Schuldscheindarlehen über 30.000 TEUR im April 2016. Bedingt durch einen Rückgang des Darlehensvolumens aus Finance Leases verminderten sich deren Zinserträge und Zinsaufwendungen. Aus der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen entstanden Aufwendungen über 49 TEUR. Dieser Effekt ist auf den günstigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens zurückzuführen.

Das EBIT – Ergebnis vor Steuern und Finanzierung – hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 46,7 % verbessert. Es betrug im Berichtszeitraum 18.590 TEUR gegenüber 12.675 TEUR im Vorjahr.

Die Abschreibungen stiegen von 6.428 TEUR im Vorjahr auf 8.451 TEUR im Geschäftsjahr 2016 / 2017. Die Abschreibungen auf Auftragsbestände und Kundenstämme und sonstige im Rahmen der Purchase Price Allocation aktivierten Vermögenswerte erhöhten sich um 547 TEUR auf 3.189 TEUR. Die sonstigen Abschreibungen erhöhten sich, bedingt durch die Unternehmenserwerbe und Investitionen in die IT-Infrastruktur, um 39,0 % auf 5.262 TEUR.

Abschreibungen auf Firmenwerte waren weder im Geschäftsjahr 2016 / 2017 noch in den Vorjahren notwendig. Die durchgeführten Impairment-Tests ließen keinen Abschreibungsbedarf erkennen.

Das EBITDA – Ergebnis vor Steuern, Finanzierung und Abschreibungen – betrug im Geschäftsjahr 2016 / 2017 27.041 TEUR nach 19.103 TEUR im Vorjahr. Dies bedeutet eine Erhöhung um 41,6 %. Die Guidance des Vorjahres von "über 20 Mio. Euro" wurde deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge stieg von 10,9 % im Vorjahr auf 12,1 % im Geschäftsjahr 2016 / 2017.

UMSATZERLÖSE UND AUFTRÄGE

Auf Grundlage der erklärten Wachstumsstrategie, die sich ebenso auf Unternehmenserwerbe und operatives Wachstum stützt, konnte der DATAGROUP-Konzern in den letzten Jahren kontinuierlich erhebliche Umsatzsteigerungen vermelden: In den Geschäftsjahren 2005 / 2006 bis 2016 / 2017 haben sich die Umsatzerlöse durchschnittlich jedes Jahr um 21,0 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 war sogar ein Anstieg um 27,6 % nach 11,0 % im Geschäftsjahr 2015 / 2016 zu verzeichnen; die Umsatzerlöse beliefen sich auf 223.142 TEUR nach 174.918 TEUR im Vorjahr. Nach 175.405 TEUR im Vorjahr erreichte die Gesamtleistung des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 / 2017 einen Betrag von 223.769 TEUR. Die Guidance des Vorjahres mit "mehr als 200 Mio. Euro" wurde übererfüllt.

Entsprechend der vorgegebenen DATAGROUP-Konzernzielsetzung stand der Ausbau des höhermargigen Cloud- und Outsourcinggeschäfts im Fokus. Der Dienstleistungsanteil konnte von 77,7 % im Vorjahr auf 80,9 % im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Der Anteil der Handelserlöse an der Gesamtleistung verminderte sich auf 19,0 % (im Vorjahr 2015 / 2016 22,2 %).

Das Segment Solutions und Consulting erreichte unkonsolidiert Umsatzerlöse in Höhe von 81.429 TEUR (im Vorjahr 79.934 TEUR). Dies entspricht 36,5 % der gesamten Umsatzerlöse. Im Vorjahr betrug der Anteil 45,7 %. Im Segment Services wurden Umsatzerlöse über 151.436 TEUR (im Vorjahr 101.681 TEUR) erwirtschaftet (gleichermaßen unkonsolidiert).

Die DATAGROUP SE erbringt Management- und sonstige technische und administrative Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen sowie gegenüber der Mehrheitsaktionärin HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS). Die an die HHS verrechneten Leistungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 175 TEUR und sind damit zum Vorjahr gleichgeblieben.

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen auf den Standort Deutschland fokussiert. Der Anteil des Auslandsgeschäfts betrug 2016 / 2017 3.413 TEUR bzw. 1,5% (im Vorjahr 2.789 TEUR bzw. 1,6%).

Während DATAGROUP im Dienstleistungsgeschäft überwiegend mittel- und langfristige Vertragsbeziehungen mit entsprechend sehr gut planbaren Erlösen eingeht, beruht das klassische Handelsgeschäft stärker auf kurzfristigen Vertragsverhältnissen und unterliegt dadurch größeren Schwankungen. Die Auftragseingänge entsprechen weitgehend den Umsatzerlösen.

ROHERTRAG

Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 36,1 % auf 159.539 TEUR. Die Rohertragsmarge erhöhte sich von 66,8 % im Vorjahr 2015 / 2016 auf 71,3 % im laufenden Geschäftsjahr.

PERSONALAUFWAND

Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 119.851 TEUR nach 85.710 TEUR im Vorjahr. Die Erhöhung betraf zum erheblichen Teil das Segment "Services" (mit 32.056 TEUR) und ist auf die Übernahme von Mitarbeitern der HPE sowie auf den Erwerb der HanseCom und der ikb Data zurückzuführen.

3.2. Finanz- und Vermögenslage

ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Eine geordnete Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns ist Grundbedingung für die Durchführbarkeit der erklärten Akquisitionsstrategie. Aus diesem Grund steht das Finanzmanagement im Fokus der DATAGROUP-Unternehmenssteuerung.

Ziel des Finanzmanagements ist es, die ständige Liquidität des Unternehmens zu sichern. Dazu wird wöchentlich der Liquiditätsstatus der einzelnen Konzernunternehmen sowie des Gesamtkonzerns untersucht und eine kurzund mittelfristige Liquiditätsplanung erstellt. Mit Hilfe einer mittelfristigen Planung und Lenkung der Ergebnisse und der Liquiditätslage der Konzernunternehmen wird damit garantiert, dass die Finanzierung des DATAGROUP-Konzerns auch langfristig gesichert ist. Die eingesetzten

Andreas Baresel, Geschäftsführer DATAGROUP Business Solutions GmbH

Angaben in TEUR 30.09.2017 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 102.864 92.178 68.062 60.754 66.109
Kurzfristige Vermögenswerte 110.526 67.568 35.284 34.344 35.590
213.390 159.746 103.346 95.098 101.699
PASSIVA
Eigenkapital 59.581 28.367 24.051 21.264 22.511
Langfristige Verbindlichkeiten 95.881 97.367 39.013 44.056 49.420
Kurzfristige Verbindlichkeiten 57.928 34.012 40.282 29.778 29.768
213.390 159.746 103.346 95.098 101.699

Finanzierungsmittel wie Aufnahme von Schuldscheindarlehen, Aufnahme und Verlängerung von Bankkrediten, Finance Leasing und Factoring werden ständig überprüft und soweit notwendig optimiert und angepasst.

Mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung um 10 % auf nunmehr 8,349 Mio. Stückaktien wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2016 / 2017 auch die Voraussetzung für eine Fortsetzung des Wachstumskurses geschaffen. Durch breites Platzieren 759.000 neuer Anteile bei institutionellen Investoren flossen der Gesellschaft rund 21 Mio. Euro an frischen Mitteln zu.

Darüber hinaus verfügt der DATAGROUP-Konzern zur Verkürzung der Debitorenreichweite und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen über ein straffes Debitorenmanagement.

Im April 2016 hat DATAGROUP erneut Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 30.000 TEUR platziert mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahre. Schon im Jahr 2013 waren Schuldscheindarlehen emittiert worden, damals im Volumen von 23.500 TEUR. So konnte der finanzielle Spielraum des DATAGROUP-Konzerns deutlich erhöht sowie die Struktur der Darlehen auf eine langfristige Basis gestellt werden.

KAPITALSTRUKTUR

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Dies betrifft mit rund 30 Mio. Euro die durchgeführten Unternehmenserwerbe. Zudem führte auch die getätigte Kapitalerhöhung zu einer Erhöhung der Bilanzsumme um weitere gut 20 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote des DATAGROUP-Konzerns ist zum 30.09.2017 auf 27,9 %, nach 17,8 % zum Vorjahresstichtag, gestiegen. Unter Einbeziehung von Nachrangdarlehen in das Eigenkapital belief sich die Eigenkapitalquote auf 28,9 %.

Die liquiden Mittel erhöhten sich unter anderem bedingt durch weitere erhaltene Ausgleichs- und sonstige Zahlungen aus der Transaktion mit HPE sowie aus dem Erwerb der HanseCom und der ikb Data auf 53.179 TEUR nach 24.424 TEUR zum 30.09.2016. Damit einhergehend erhöhte sich auch das Net Working Capital als Differenz zwischen den kurzfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich, es erreichte zum 30.09.2017 einen Wert von 52.599 TEUR nach 33.557 TEUR zum 30.09.2016.

Der Geschäfts- und Firmenwert erhöhte sich insbesondere durch den Erwerb der ikb Data um 1.107 TEUR, die weiteren immateriellen Vermögenswerte stiegen um 6.136 TEUR, die im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierten immateriellen Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand und Kundenbeziehungen wurden durch die Unternehmenserwerbe um 7.271 TEUR aufgestockt (Zugang), während sich die Abschreibungen auf diese Vermögenswerte auf 3.189 TEUR beliefen.

Die Anlagenintensität als Verhältnis des Anlagevermögens (ohne Geschäfts- und Firmenwert) zur Bilanzsumme erhöhte sich auf 17,7 % zum 30.09.2017; zum 30.09.2016 lag der Wert bei 12,3 %. Das Anlagevermögen betrifft neben den aus Unternehmenskäufen resultierenden Auftragsbeständen und Kundenbeziehungen hauptsächlich die DATAGROUP-Rechenzentren sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung der DATAGROUP-Unternehmen. Im Geschäftsjahr wurden im Zusammenhang mit der Neugewinnung von Kundensituationen rund 6 Mio. Euro in die Erweiterung der CORBOX-Infrastruktur investiert, daneben wurden auch Ersatzbeschaffungen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

Das Vorratsvermögen spielt im DATAGROUP-Konzern bei zunehmender Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft eine untergeordnete Rolle. Die Vorratshaltung (Vorratsvermögen zu Umsatzerlösen) stieg dennoch auf 1,6 % nach 0,8 % zum 30.09.2016. Der Anstieg ist auf Rollout-Projekte um den Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 10.692 TEUR auf 26.760 TEUR zum Bilanzstichtag gegenüber 16.068 TEUR zum 30.09.2016. Die Debitorenreichweite – dies ist das Verhältnis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Umsatzerlösen multipliziert mit 365 (Tagen) – stieg von 34 Tagen im Vorjahr auf 44 Tage im Geschäftsjahr. Der Anstieg ist auf Projektgeschäft um den Bilanzstichtag sowie auf die Neuerwerbe3 zurückzuführen.

Die Finanzverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen – von 55.374 TEUR zum 30.09.2016 auf 63.817 TEUR zum Bilanzstichtag. Der Langfristanteil betrug zum 30.09.2017 52.691 TEUR nach 51.837 TEUR zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg betrifft das unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene Instrument für die Zinssicherung der von HPE erworbenen Pensionsverpflichtungen4.

Aufgrund des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit über 32.477 TEUR und bedingt durch die im April 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung über 21.130 TEUR konnte die Nettofinanzverschuldung fast vollständig aufgehoben werden: Sie beträgt nunmehr noch 4.124 TEUR nach 24.724 TEUR zum 30.09.2016. Gegenläufige Effekte stammen aus der Auszahlung der Dividende sowie aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Unter Nettofinanzverschuldung wird die Differenz von lang- und kurzfristigen, nicht nachrangigen Finanzverbindlichkeiten einerseits sowie Forderungen aus Finance Lease-Geschäften, liquiden Mitteln und kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren andererseits verstanden.

Roland Bihler, Geschäftsführer DATAGROUP Stuttgart GmbH

Die Höhe der Rückstellungen änderte sich kaum. Nach 46.351 TEUR zum 30.09.2016 betrug sie zum 30.09.2017 46.348 TEUR. Die Bilanzposition enthält 4 Zu Einzelheiten siehe Konzernanhang Abschnitt III.14. Sicherungsinstrument.

3 Bei Neuerwerben stehen den in voller Höhe aktivierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Umsatzerlöse nur für wenige Monate gegenüber, bei der ikb Data sogar nur für einen einzigen Monat.

insbesondere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (37.593 TEUR nach 41.829 TEUR per 30.09.2016), für sonstige Personalkosten und Restrukturierung (3.695 TEUR) und aus ungünstigen Vertragsverhältnissen (256 TEUR). Die Rückstellung aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betrifft überhöhte Mietverpflichtungen. Die Entwicklung der Rückstellungen ist stark geprägt durch Zinseffekte: Der Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsrückstellung stieg von 1,20 % bzw. 1,40 % per 30.09.2016 auf 1,75 % bis 2,20 % zum 30.09.2017.

LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

Die stabile Finanzlage des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen begründet in einem deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit von 32.477 TEUR. Auch nach Abzug der im Konzernanhang in Abschnitt VI Angaben zur Kapitalflussrechnung beschriebenen einmaligen Sondereffekte beläuft sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit noch auf 17.551 TEUR.

Der Cashflow erreicht damit eine Höhe von 14,5 % der Gesamtleistung. Im Vorjahr hatte der Cashflow 9.518 TEUR betragen (5,4 % der Gesamtleistung). Die Entschuldungsdauer als Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum Cashflow verminderte sich von 2,7 Jahren per 30.09.2016 auf 0,1 Jahre zum Bilanzstichtag. Der Rückgang der Entschuldungsdauer resultiert aus dem Anstieg des operativen Cashflows sowie dem Rückgang der Nettofinanzverschuldung auf 4.124 TEUR nach 24.724 TEUR im Vorjahr.

GESAMTAUSSAGE

Die Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns steht auf einer stabilen Grundlage. Die Erfolgskennzahlen belegen dies eindrücklich: So betrug das EBITDA im Geschäftsjahr 2016 / 2017 27.041 TEUR, der Periodenüberschuss erreichte 11.199 TEUR und die Umsatzerlöse beliefen sich auf 223.142 TEUR. Auch zukünftig betrachtet zeigt insbesondere die Fokussierung auf das Geschäft mit hochmargigen Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen weitere wesentliche Chancen auf.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettofinanzverschuldung konnte auf 4.124 TEUR zurückgeführt werden. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bedingt durch die durchgeführte Kapitalerhöhung auf 27,9 %. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 53.179 TEUR. Die ermittelten Bilanzkennziffern zeigen eine nochmals verbesserte Vermögenslage auf.

4. Aktie

DATAGROUP-AKTIE ERNEUT OUTPERFORMER

Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 waren deutsche Aktien für Anleger wieder eine gute Wahl. Die Werte der wichtigsten Indizes legten auf breiter Front zu. DAX® und MDAX®, die Kursbarometer der 30 größten inländischen Unternehmen bzw. der 50 wichtigsten Aktien der zweiten Reihe, erwirtschafteten rund 26 % bzw. 27 % Plus. Noch besser schnitten die 50 kleineren im SDAX® sowie die 30 im Technologieindex TecDAX® zusammengefassten Unternehmen ab: Ihre Preise kletterten um rund 33 % bzw. 45 % nach oben. Die DATAGROUP-Aktie wiederum ließ alle genannten Indizes deutlich hinter sich. Notierten die Anteile zum Eröffnungskurs am 04.10.2016 noch bei 19,40 Euro, lag der Schlusskurs am 29.09.2017 bei einem neuen Höchstkurs von 41,48 Euro. Das entspricht einem Kursanstieg von rund 114 % über zwölf Monate. Seit dem Börsengang im September 2006 stieg die Aktie damit um insgesamt knapp 1.200 %.

KAPITALERHÖHUNG ZUM PREIS VON 28,60 EURO PLATZIERT

Mit Blick auf die Marktkapitalisierung des Unternehmens war die Wertentwicklung sogar noch besser: Zum Ende des Geschäftsjahres belief sich der Unternehmenswert an der Börse auf 346 Mio. Euro, zwölf Monate zuvor standen noch 147 Mio. Euro zu Buche – das entspricht einem Zuwachs um 135 %. Ursache für die Differenz zwischen der Entwicklung von Aktienkurs und Unternehmenswert war die im April 2017 vorgenommene Kapitalerhöhung, durch die sich die Zahl der Aktien um 10 % des Grundkapitals auf 8,349 Mio. Stück erhöht hat. Durch die Ausgabe 759.000 neuer, für das abgelaufene Geschäftsjahr voll gewinnberechtigter Aktien flossen der Gesellschaft 21,1 Mio. Euro zu. Die neuen Anteile wurden innerhalb eines Handelstags ausschließlich bei institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert. Der Verkauf der neuen Aktien erfolgte unter Nutzung des vereinfachten Bezugsrechtsauschlusses

Hendrik Schultz, Geschäftsführer DATAGROUP Enterprise Services GmbH

und einer prospektfreien Privatplatzierung zum Preis von 28,60 Euro je Aktie. Damit lag der Bezugspreis um 4 % unter dem Schlusskurs des Vortages. Aufgrund der hohen Nachfrage für die angebotenen Aktien erklärte sich die Mehrheitsgesellschafterin der DATAGROUP SE, die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS), dazu bereit, 400.000 von ihr gehaltene Aktien, an nicht bei der Zuteilung berücksichtigte Interessenten zu veräußern. Der Anteilsbesitz der HHS verringerte sich somit in Verbindung mit der Ausgabe der neuen Aktien von 61,1 % auf 50,8 %.

Motiv für die Kapitalerhöhung war die Stärkung der Bilanzstruktur. Die erfolgreiche Übernahme von 306 IT-Spezialisten der Hewlett-Packard Enterprise im vorangegangenen September sowie die Ausgabe eines Schuldscheindarlehens hatten zum Ende des letzten Geschäftsjahres 2015 / 2016 zu einer Bilanzverlängerung um 55 % geführt. Trotz der sehr guten und margenstarken Entwicklung des operativen Geschäfts war die Eigenkapitalquote dadurch auf 18 % gesunken. Durch die Kapitalerhöhung stieg die Eigenkapitalquote auf rund 28 % und somit deutlich über das angestrebte Mindestniveau von 20 %. Damit wurde die bilanzielle Grundlage auch für das künftige Wachstum geschaffen. Dies wurde auch von den Anlegern honoriert, weshalb für die nicht bezugsberechtigten Altaktionäre aufgrund der anhaltend positiven Kursentwicklung trotz Verwässerung kein negativer Vermögenseffekt auftrat.

POSITIVE ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT

Die Platzierung der neuen Aktien und die Umplatzierung von Anteilen aus dem Bestand der HHS erhöhten den Anteil des Streubesitzes auf 45 %. Dieser ist aktuell bei Small Cap Fonds, Vermögensverwaltern und privaten Anlegern breit verteilt. Das Vergrößern des "Free float" entsprach dem vielfach geäußerten Wunsch von Aktionärsseite nach einem liquideren Handel. Der signifikante Anstieg des durchschnittlichen monatlichen Handelsvolumens von 2,5 Mio. Euro im Vorjahr um mehr als das Vierfache auf nunmehr 11,3 Mio. Euro zeigt, dass die Maßnahme ihre Wirkung nicht verfehlt hat.

Zum nachhaltigen Anstieg von Liquidität und Kurs der Aktie haben dabei eine ganze Reihe von Faktoren beigetragen. An erster Stelle sind hier das konsequente Umsetzen und das Weiterentwickeln der Unternehmensstrategie zu nennen; beides spiegelt sich in der stetigen Verbesserung wichtiger wirtschaftlicher Kennzahlen wider. Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte DATAGROUP sorgt wiederum für kontinuierlich steigendes Anlegerinteresse. Die erhöhte Liquidität und Marktkapitalisierung erschließen dem Unternehmen zudem neue Investorengruppen im In- und Ausland.

Eine weitere Schlüsselrolle übernimmt die konstante, transparente und zeitnahe Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern. So hatten das Investor Relations-

(Angaben zum 30.09.2017)

Durchschnittliches Handelsvolumen der DATAGROUP-Aktie pro Monat (in TEUR), Quelle: Deutsche Börse

Team und der Vorstand der DATAGROUP SE mit weit über 100 Gesprächen innerhalb eines Jahres so viele persönliche Investorenkontakte wie nie zuvor. Die Anleger werden aktuell von vier Research-Institutionen mit unabhängigen Analysen über DATAGROUP versorgt: Die Baader Bank, Hauck & Aufhäuser, Warburg und Edison Research veröffentlichen regelmäßig Berichte.

Gemeinsam mit den betreuenden Banken wurden Termine mit Fondsmanagern und Analysten auf Roadshows in London, Frankfurt, Köln, Paris, Zürich, Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Warschau wahrgenommen. Der Vorstand präsentierte das Unternehmen zudem deutschlandweit auf zehn Kapitalmarktkonferenzen. Privaten wie institutionellen Investoren stand der Vorstand im Rahmen der telefonisch durchgeführten Bilanzkonferenz Rede und Antwort. Die Hauptversammlung, die am 22.03.2017 am Unternehmenssitz in Pliezhausen stattfand, besuchten 205 Aktionäre.

Der im März 2017 erfolgte Wechsel in das neue Qualitätssegment "Scale", dem Nachfolger des "Entry Standards" im Freiverkehr der Deutschen Börse, war ein weiterer Schritt, der die Sichtbarkeit des Unternehmens im Kapitalmarkt verbesserte. Die erweiterten Kommunikationspflichten des Segments für kleine und mittelständische Unternehmen hatte DATAGROUP zuvor schon freiwillig übererfüllt. Mittelfristig strebt die Gesellschaft einen Wechsel in den "Prime Standard" an – das Segment im Regulierten Markt mit den höchsten Transparenzanforderungen an die Emittenten. Auf der letzten Hauptversammlung hat sich der Vorstand in Form eines Vorratsbeschlusses dazu ermächtigen lassen, zu gegebener Zeit einen prospektpflichtigen Wechsel in den Regulierten Markt zu vollziehen.

Olaf Schaefers, Geschäftsführer DATAGROUP Operate IT GmbH

5. Risiko- und Chancenbericht

RISIKOMANAGEMENT

Die Risikopolitik von DATAGROUP ist auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig und zeitnah über alle erkennbaren Risiken informiert. DATAGROUP reagiert sehr rasch auf erkennbare Risiken, z. B. durch Anpassung der Kostenstrukturen und Vertriebsbemühungen. Risiken und Chancen werden sowohl in den operativen Konzerneinheiten als auch zentral in der Konzernmuttergesellschaft laufend analysiert. Alle Konzerngesellschaften agieren dabei nach einem konzernweit einheitlichen Verfahren.

Aufgabe des Risikomanagements ist die systematische Risikobewertung anhand eines einheitlichen Risikokataloges, die regelmäßige Risikokommunikation durch Risikoberichte und schließlich die zentrale Risikosteuerung und -kontrolle. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ausgehend von standardisierten Frühwarnsystemen erstellen die operativ tätigen Konzerngesellschaften nach einheitlichen Risikokatalogen standardisierte halbjährliche Risikoberichte. Risiken werden anhand des Risikokatalogs identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Konsolidierung der Risikoberichte, die Bewertung der Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen erfolgt zentral in der Konzernmuttergesellschaft. Die Frühwarnsysteme umfassen die Vertriebsplanung, die Liquiditätsplanung, die kurzfristige Erfolgsrechnung und ein qualitatives Management Summary zur Leistungserbringung. Dem spezifischen Risiko aus Unternehmensakquisitionen wird durch ein explizites Risikomanagement und eine separate Risikobewertung Rechnung getragen.

Helge Viehof, Geschäftsführer DATAGROUP Consulting Services GmbH Bezogen auf die Risiken der Rechnungslegung baut das Risikomanagementsystem auf das interne Kontrollsystem auf. Durch das interne Kontrollsystem werden alle rechnungslegungsbezogenen Risiken im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt. Das interne Kontrollsystem und eindeutige konzerninterne Regelungen stellen dabei die Konformität des Konzernabschlusses sicher.

Neben den im Abschnitt "Risiken" genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

CHANCENMANAGEMENT

Das dynamische Marktumfeld der Informationstechnologie mit seinen neuen Trends und steten technologischen Innovationen bietet ständig neue Chancen. Diese Chancen wahrzunehmen und schließlich auch zu nutzen, ist Aufgabe des Chancenmanagements und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg und das Wachstum von DATAGROUP. Chancen und Risiken sind eng miteinander verbunden und werden deshalb im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements auch in einem ganzheitlichen, integrierten Ansatz betrachtet. Chancen und Risiken gehen sowohl in die Beurteilung von Marktchancen als auch in die Geschäftsplanungen angemessen ein. Im Rahmen des Chancenmanagements liegt der Fokus auf Markt- und Wettbewerbsanalysen und der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Ziel des Chancenmanagements ist die Analyse von internen und externen Potenzialen, die eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung bewirken können.

RISIKEN

Wirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig durch Analysen überwacht und gesteuert.

Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Kredit- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert DATAGROUP durch Liquiditätsreserven in Form von

Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt die ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Alle Tochtergesellschaften sind Bestandteil einer zentralen Liquiditätsplanung, durch die die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt wird.

Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns sind überschaubar, da ein Großteil der Umsätze mit öffentlichen Auftraggebern sowie soliden großen mittelständischen Unternehmen bzw. Finanzinstituten abgewickelt wird. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Alle Kunden durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm – als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem niedrigen Niveau. Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 lagen die Forderungsausfälle bei 66 TEUR.

Die Entwicklung des Zinsniveaus kann Einfluss auf die Finanzierungskosten im DATAGROUP-Konzern haben. Zur Sicherung des derzeit günstigen Zinsniveaus hat DATAGROUP zuletzt im April 2016, ein Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 30.000 TEUR platziert, das über eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren und größtenteils über eine festgelegte Verzinsung verfügt. Bei überschaubaren Kosten für die Zinssicherung wird so eine hinreichende Eingrenzung des Zinsänderungsrisikos erreicht. Bei einem Anstieg bzw. einer Verminderung der Verzinsung um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um 108.000,00 EUR (im Vorjahr um 30.000,00 EUR) verbessert bzw. verschlechtert.

Soweit die DATAGROUP SE oder ihre Tochtergesellschaften auf nicht dem Euro zugehörigen Märkten tätig werden oder von Herstellern abhängig sein sollten, die auf solchen Märkten produzieren, bestehen Wechselkursrisiken. Der wichtigste Absatz- und Beschaffungsmarkt der DATAGROUP-Gesellschaften ist jedoch der deutsche Markt, weshalb Risiken aus Wechselkursschwankungen für DATAGROUP von absolut untergeordneter Bedeutung sind. Sicherungsgeschäfte werden wegen dieser untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns nicht abgeschlossen.

Auf dem Markt für Informationstechnologie herrscht ein hoher Konkurrenzdruck. Der Wettbewerb wird sich in

den nächsten Jahren voraussichtlich weiter verschärfen. Der Branchenverband BITKOM prognostiziert für 2017 ein Wachstum des Marktes für Informationstechnologie um 1,3 %, wobei Cloud Computing einer der wichtigsten Technologie- und Markttrends sein wird und weiter kräftig wächst. Gerade hier ist DATAGROUP durch ihre nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren in Frankfurt, Nürnberg und Bremen sehr gut aufgestellt. Hinzu kommen innovative, neue Produktlösungen wie CORBOX – die modulare Komplettlösung für den sorgenfreien IT-Betrieb – die DATAGROUP strategisch entwickelt und positioniert. DATAGROUP sieht deshalb Chancen für Wachstum und eine positive Geschäftsentwicklung.

Die operative Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften ist mit Absatz- und Beschaffungsrisiken sowie mit personalwirtschaftlichen Risiken verbunden.

DATAGROUP konnte in der Vergangenheit erfolgreich Geschäfte mit Großkunden abschließen. Ein Risiko ergibt sich aus der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Da aus dem Geschäft mit dem größten DATAGROUP-Kunden nicht mehr als fünf Prozent des Rohertrages des DATAGROUP-Konzerns erwirtschaftet wird, wird das Großkunden-Klumpenrisiko als gering eingestuft.

Der anhaltende Wettbewerbsdruck im IT-Markt kann zur Verdrängung von DATAGROUP durch Konkurrenten und damit zu Umsatzeinbußen führen. Sollte DATAGROUP in Zukunft ihren Lieferungs- oder Leistungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen können, kann das Risiko von Schadensersatzverpflichtungen aus Gewährleistung und Haftung entstehen. Grundlage für die Bereitstellung von hochwertigen Dienstleistungen sind die qualifizierten Mitarbeiter und das Management von DATAGROUP sowie professionelle Unternehmensprozesse. Die regelmäßige Überprüfung der Leistungsqualität und der ordnungsgemäßen Auftragsabwicklung wird durch ein internes Projektcontrolling sichergestellt. Die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, erfolgreiche Vertriebsanstrengungen und hohe Qualitätsanforderungen an das eigene Leistungsportfolio sollen die Position von DATAGROUP im Markt sicherstellen. Insgesamt wird das Risiko aus der Wettbewerbssituation am IT-Markt als gering eingestuft.

Als IT-Dienstleister und Anbieter von IT-Produkten arbeitet DATAGROUP mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. Lieferengpässe, Preiserhöhungen und Änderungen in der Produktstrategie des Lieferanten können nachteilige Folgen auf den Erfolg von DATAGROUP haben. Lieferrisiken werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert. Negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Tochtergesellschaften könnten sich ergeben, wenn die vorteilhaften Beschaffungskonditionen durch die Mitgliedschaft in der Einkaufsorganisation Computer Compass wegfallen. Derzeit gibt es hierfür keine Anhaltspunkte, so dass das Risiko – insbesondere auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Dienstleistungsanteils im DATAGROUP-Konzern – als gering eingeschätzt werden kann.

Personalwirtschaftliche Risiken können aus der potenziellen Fluktuation von Mitarbeitern und Managern in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Führungskräften sowie Managern und Mitarbeitern kann sich nachteilig auf DATAGROUP auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidaten zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik im DATAGROUP-Konzern. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträgern wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung und der geringen Personalfluktuation in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt.

Die Geschäftstätigkeit wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Informationstechnologien dienen dabei als Instrument für die betrieblichen Abläufe und haben für DATAGROUP als Anbieter von IT-Services und Solutions eine besondere Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall der eingesetzten Informationstechnologien können die Arbeitsabläufe bei DATAGROUP und bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Durch die Organisation des Betriebes und die Nutzung geeigneter Architekturen wird ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt. DATAGROUP betreibt ein ganzheitliches IT Service Management System, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheits-Management mit einschließt. Sämtliche zentralen IT-Systeme werden im Data Center Frankfurt von der DATAGROUP Data Center GmbH betrieben. Die Data Center in Frankfurt, Bremen und Nürnberg sowie alle DATAGROUP-Standorte werden jährlich nach dem international anerkannten Standard ISO 27001 auditiert. Daneben erfolgt zusätzlich eine Auditierung für ausgewählte Kundeninstallationen nach dem nationalen Standard ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz. Das Management-System für den übergreifenden Geschäftsprozess "IT Service Management" wird jährlich gemäß dem internationalen Standard ISO 20000 überprüft. Die erstmalige Zertifizierung erfolgte im Jahr 2012, eine Re-Zertifizierung wurde 2015 durchgeführt. Zudem unterliegt der Geschäftsprozess "IT Service Management" jährlichen Überwachungsaudits. Last but not least besteht ein angemessener Versicherungsschutz für Betriebsunterbrechungen im eigenen Unternehmen sowie bei Kunden.

Die DATAGROUP SE beabsichtigt, auch in Zukunft weitere Unternehmen zu erwerben. Der Kauf eines Unternehmens ist meist eine kapitalintensive und risikobehaftete Investition. Eine nachhaltige Wertschöpfung gelingt dabei nur durch eine erfolgreiche Eingliederung und die Realisierung von Synergieeffekten. Erfüllen sich die Erwartungen an das erworbene Unternehmen in der Zukunft nur teilweise, wurden Eingliederungskosten unterschätzt und Synergieeffekte zu hoch bewertet, so kann sich dies negativ auf die Entwicklung von DATAGROUP auswirken. Unternehmen, die für einen Erwerb in Frage kommen, werden deshalb hinsichtlich der Ausrichtung und Struktur sowie hinsichtlich der Eingliederungsmöglichkeiten intensiv untersucht. Nur wenn das Unternehmen zur Strategie und Organisation des DATAGROUP-Konzerns passt, wird die Unternehmenstransaktion durchgeführt.

Die Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren bekannt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

Dr. Sabine Laukemann, Strategische Konzernaufgaben DATAGROUP SE

GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKOSITUATION

Während des Geschäftsjahres 2016 / 2017 bestanden für DATAGROUP keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Ziele des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind neben der Risikominimierung auch die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses gefährden könnten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Das IKS wird laufend überprüft und weiterentwickelt.

Ziel des rechnungslegungsbezogenen IKS ist die Sicherstellung einer ordnungsmäßigen Aufstellung von Konzernabschluss und Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Das interne Kontrollsystem besteht aus Richtlinien und Arbeitsanweisungen und sieht sowohl die Trennung von Funktionen als auch definierte systemtechnische sowie manuelle Abstimmroutinen vor. Das Vier-Augen-Prinzip mit klaren Prüfungs- und Freigabeprozessen durchdringt den gesamten Rechnungslegungsprozess. Ferner dienen die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen der Risikosteuerung und Kontrolle.

Die DATAGROUP-Konzerngesellschaften erstellen ihre lokalen Abschlüsse dezentral. Die Konzerngesellschaften übernehmen dabei die Verantwortung für die Beachtung lokaler Rechnungslegungsvorschriften, aber auch für die Einhaltung der konzernweit gültigen Rechnungslegungs-Richtlinien im Rahmen der Datenmeldung an das Konzernrechnungswesen. Die ordnungsgemäße Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse (Handelsbilanz I)

zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II) wird dabei durch Arbeitsanweisungen abgesichert. Durch eindeutige Vorgaben wird der Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden eingeschränkt und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringert.

Aufgabe des Konzernrechnungswesens ist die Prüfung der dezentral erstellten Konzernreporting-Packages auf Plausibilität und Ordnungsmäßigkeit. Die Koordination der Konzernabschluss-Erstellungsprozesse erfolgt zentral. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Unternehmenszusammenschlüssen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans bei der Datenmeldung und die zentrale Pflege des Kontenrahmens im Konzernrechnungswesen wird die einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gesichert. Konsolidierungsmaßnahmen und Abstimmungen erfolgen zentral. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z.B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen, erfolgen zumeist manuell und sind organisatorisch sichergestellt. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen der Abschlusstätigkeiten die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.

CHANCEN

Die weiterhin konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie in Form von organischem Wachstum und Akquisitionen eröffnet die Chance, Umsatz und Profitabilität weiterhin zu steigern.

Christian Sauter, Vorstand DATAGROUP Mobile Solutions AG

6. Prognosebericht

Das allgemeine Marktumfeld von DATAGROUP entwickelt sich weiterhin positiv. Ende 2017 ist die deutsche Wirtschaft 14 Quartale in Folge gewachsen und dieser Trend wird sich laut Aussagen des Handelsblatt Research Institute (HRI) auch 2018 fortsetzen und sich mit 2,5 %5 plus gegenüber 2017 sogar nochmals beschleunigen. Auch der ITK-Markt verspricht ein erneutes Wachstum, so der Branchenverband BITKOM in seiner Herbstprognose für das Jahr 2017. Mit einem Plus von 3,4 % verzeichnet das Segment Informationstechnologie dabei weiterhin das größte Wachstum und absolute Marktvolumen. Im Verhältnis besonders gefragt, sind erneut die Anbieter von Software (+6,3 %) und IT-Services (+2,3 %), deren des Wandels schon verstanden – mehr als jedes zweite 5 HRI Konjunkturprognose Herbst 2017

Geschäfte gar auf ein Volumen von 23 Mrd. bzw. 39 Mrd. Euro anwachsen werden.

Maßgebliche Treiber der steigenden Nachfrage von IT-Services sind die digitale Transformation und der ungebrochene Trend zum Cloud Computing. Neben Industrie 4.0, beides Themen, um die ein Unternehmen in der aktuellen Wirtschaft nicht mehr herumkommt. Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk unter IT-Sourcing-Beratern und CIOs in Deutschland von November 2017 zu Folge befinden sich Unternehmen aus allen Branchen inmitten großer Veränderungs- und Transformationsprozesse. Haben, wie die Studie belegt, viele Unternehmen die Dringlichkeit

Stefan Huhn, Geschäftsführer DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Einen starken Wachstumsschub bedeuten darüber hinaus die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten zwei strategischen Akquisitionen. Beide Unternehmen sind sehr profitabel und verstärken die Kompetenzen und Kapazitäten in den Kerngeschäftsfeldern. Mit dem Zukauf der HanseCom im Mai des Berichtsjahres verstärkt der Konzern seine Schlagkraft in wichtigen, zukunftsweisenden Technologien, wie Cloud, SAP Services und Application Management. DATAGROUP Financial IT Services GmbH hingegen, im August erworben, stellt mit ihrer langjährigen Expertise im Finanzdienstleistungssektor und ihrem Know-how im Umgang mit besonders sensiblen Daten eine hervorragende Ergänzung des Dienstleitungsportfolios von DATAGROUP dar. Der Unternehmensteil soll als spezialisierte Einheit für die Erbringung bankenspezifischer IT-Services im Konzern ausgebaut werden und somit eine bedeutende Portfolio-Erweiterung im Bereich Finanz-IT darstellen. Als Bestätigung der bisherigen Leistungen und Stoßleistern ganz vorne mit dabei zu sein. Nach Platz 3 vor zwei Jahren und Platz 2 im vergangenen Jahr erzielte DATAGROUP einen erfolgreichen 2. Platz mit einer nochmals verbesserten Kundenzufriedenheit. Die konsequente Ausrichtung auf den Kunden und der Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen haben sich bezahlt gemacht. In der B2B-Kommunikation geht nichts über erfolgreiche Mundpropaganda und so sind wir uns sicher, dass sich diese Investition für unsere Zukunft weiterhin lohnen wird. Auch im Geschäftsjahr 2017 / 2018 fokussiert sich DATAGROUP, treu ihrer Wachstumsstrategie, auf den weiteren organischen und anorganischen Ausbau margenstarker Dienstleistungen in den Bereichen Cloud Computing, Outsourcing und Transformation. Ziel ist es, die Umsatzqualität nachhaltig weiter zu verbessern. Diese Fokussierung geht mit dem bewussten Verzicht auf margenschwache Dienstleistungs- und Handelsumsätze einher.

richtung einerseits und potentiellem Wachstumstreiber andererseits erfreut sich DATAGROUP auch in diesem Jahr daran im Rahmen der Whitelane Studie bei den Umfrageergebnissen zum Thema Kundenzufriedenheit unter den führenden deutschen IT-Dienst-Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2017 / 2018 deutlich bessere Umsätze und ein weiter verbessertes EBITDA.

befragte Unternehmen gab an, dass es eine grundsätzliche Cloud-Strategie bereits verfolgt – scheut der Rest der Befragten vor den Herausforderungen und Unwägbarkeiten des Trends noch zurück. Hieraus ergibt sich ein hoher Orientierungs- und Umsetzungsbedarf, wie auch die deutlich gestiegene Investitionsbereitschaft für IT-Sourcingthemen der Anwenderunternehmen belegt. Klar im Fokus der Mehrausgaben steht dabei neben der Neuausrichtung der IT-Abteilungen zur engeren Verzahnung mit den Fachbereichen, der Bedarf an Unterstützung bei der Planung und Transformation von Cloud-Sourcingprojekten. Dabei wird an den Berater bzw. direkt den IT-Provider der Anspruch gestellt, das Angebot der Migration in die Cloud unternehmensspezifisch zu konzipieren. Beispielsweise ist zu beobachten, dass immer mehr Unternehmen Teile ihrer betrieblichen Anwendungen in die Cloud verlagern, während sie aber bestimmte, häufig kritische Anwendungen, im eigenen Rechenzentrum belassen. Hybride Cloud-Szenarien beziehungsweise die Multi-Cloud, also das Zusammenspiel von diversen Cloud-Lösungen, scheinen die Architekturen der Zukunft zu sein. Hinzu kommt der Wunsch des Kunden nach einem Gesamtdienstleister, der ihn bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle maßgeblich unterstützt und bei ihrer Einführung begleitet. Hier geht es vor allem um Erfahrungswerte und Innovationskraft, die Kunden für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle nur selten in ausreichendem Umfang im eigenen Unternehmen haben und daher immer häufiger extern einkaufen.

DATAGROUP ist mit ihrem Full-Outsourcing-Angebot CORBOX und ihren Consulting- und Solutions-Spezialisten sehr gut aufgestellt, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden und von den aufgezeigten Wachstumstrends stark zu profitieren. DATAGROUP verbindet eine hochstandardisierte, nach ISO 20000 zertifizierte Serviceproduktion auf höchstem Qualitätsniveau mit der persönlichen Nähe und Verlässlichkeit eines großen Mittelständlers. Diese Kombination wird besonders von Kunden des gehobenen Mittelstandes geschätzt und resultiert in einer hohen Wettbewerbsfähigkeit. Der Vorstand erwartet daher, dass sich die positive Auftragsentwicklung weiter verstärkt. Die Verlagerung des Geschäfts in Richtung langfristig vertragsgebundener Dienstleistungs- und Wartungsumsätze wird weiterhin intensiv betrieben.

7. Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem

Das zentrale Instrument zur Unternehmenssteuerung der gesamten Gruppe ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird in vereinfachter Form monatlich eine Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit erstellte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont bis zum 30.09. des jeweils laufenden Geschäftsjahres, mindestens aber auf den nachfolgenden Monat ausgerichtet. Darüber hinausgehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

Jürgen Venhofen, Geschäftsführer DATAGROUP Financial IT Services GmbH

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 wurden durchschnittlich 1.776 (im Vorjahr 1.404) Mitarbeiter beschäftigt. Zum 30.09.2017 gehörten DATAGROUP 1.790 (im Vorjahr 1.630) Mitarbeiter an. Inklusive Geschäftsführung und Auszubildenden belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30.09.2017 auf 1.905.

DATAGROUP ist traditionell sehr engagiert in Rekrutierung und Förderung von Nachwuchskräften. Zum 30.09.2017 waren insgesamt 70 Auszubildende (zum 30.09.2016 55) insbesondere in den Lehrberufen Fachinformatiker /-in für Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie IT-Systemkauffrau /-mann beschäftigt.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN

Die in Kundenprojekten und durch die aktive IT-Marktbeobachtung gewonnenen Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse werden wertschöpfend in der Entwicklung eigener kundenorientierter Innovationen umgesetzt. DATAGROUP reagiert dabei sensibel auf neue Kundenund Marktanforderungen. So entstehen vor allem im Segment Solutions und Consulting eigene Produktlösungen wie zum Beispiel das DATAGROUP BAföG-Verfahren.

ANPASSUNG DER KONZERNSTRUKTUR

Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

  • Erwerb von 100% der Geschäftsanteile der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH. Die Gesellschaft wurde in DATAGROUP Operate IT GmbH umfirmiert.
  • Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile der ikb Data GmbH. Die erworbene Gesellschaft firmiert nunmehr unter DATAGROUP Financial IT Services GmbH. Der Erwerb erfolgte durch die ebenfalls im Geschäftsjahr gekaufte Blitz S17-416 GmbH, die nunmehr unter DATAGROUP Invest 5 GmbH firmiert.
  • Verschmelzung der DATAGROUP Business Services GmbH auf die DATAGROUP Köln GmbH.

Gründung der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. mit Sitz in Krakow / Polen.

Erwerb der Geschäftsanteile an der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH, jetzt DATAGROUP Operate IT GmbH

Die DATAGROUP SE hat mit Kaufvertrag vom 03.04.2017 100 % der Geschäftsanteile an der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH (HanseCom) von der Siemens AG sowie der Hamburger Hochbahn AG erworben. Die Anschaffung erfolgte mit Wirkung zum 30.04.2017.

Die HanseCom betreibt IT-Infrastrukturen für mittelständische Unternehmen und berät Kunden bei der Weiterentwicklung ihrer IT. Das Unternehmen bietet Managed Services für alle Bereiche des IT-Betriebs an. Die HanseCom verfügt über besondere Expertise in den Bereichen Cloud und SAP Services sowie im Application Management und stärkt damit das Full-Service-Portfolio CORBOX von DATAGROUP.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26.05.2017 wurde die HanseCom in die DATAGROUP Operate IT GmbH umfirmiert.

Erwerb der Geschäftsanteile an der ikb Data GmbH, jetzt DATAGROUP Financial IT Services GmbH durch die ebenfalls neu erworbene DATAGROUP Invest 5 GmbH

Im Rahmen der Akquisition der ikb Data GmbH wurde mit Kaufvertrag vom 09.08.2017 die Blitz S17-416 GmbH von der Blitzstart Holding AG erworben. Übertragungsstichtag war der 09.08.2017. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 09.08.2017 wurde die erworbene Gesellschaft in DATAGROUP Invest 5 GmbH umfirmiert.

Die DATAGROUP Invest 5 GmbH hat mit Kaufvertrag vom 15.08.2017 100 % der Geschäftsanteile an der ikb Data GmbH (ikb Data) von der IKB Deutsche

8. Sonstige Angaben

Industriebank AG erworben. Die Anschaffung erfolgte mit Wirkung zum 01.09.2017.

Die ikb Data wurde 2004 als Shared Service Center der IKB Deutsche Industriebank AG gegründet und sorgt als Tochtergesellschaft des Finanzkonzerns für dessen zuverlässigen und sicheren IT-Betrieb. Von den langjährigen Erfahrungen beim Umgang mit den sensiblen Daten einer Bank profitieren mittlerweile auch zahlreiche Kunden aus anderen Branchen. Die besondere Expertise der ikb Data wird durch zahlreiche einschlägige Zertifizierungen dokumentiert, zum Beispiel ISO 20000 und ISO 27001 sowie ISAE 3402. Die ikb Data soll zukünftig als internes Kompetenzzentrum die Aktivitäten von DATAGROUP im Banken- und Finanzsektor bündeln und vorantreiben.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.09.2017 wurde die ikb Data in die DATAGROUP Financial IT Services GmbH umfirmiert.

Verschmelzung der DATAGROUP Business Services GmbH auf die DATAGROUP Köln GmbH

Auf Grundlage des Vertrages vom 23.05.2017 wurde die DATAGROUP Business Services GmbH als übertragende auf die DATAGROUP Köln GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP Köln GmbH vom 23.05.2017 sowie der DATAGROUP Business Services GmbH vom 23.05.2017 stimmten dem Verschmelzungsvertrag jeweils zu. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2016. Sämtliche Arbeitsverhältnisse der zum Verschmelzungsstichtag bei der DATAGROUP Business Services GmbH beschäftigten Arbeitnehmer gingen gemäß § 613a BGB auf die DATAGROUP Köln GmbH über.

Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 31.05.2017.

Gründung der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o.

Die DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. wurde mit Gründungsvertrag vom 29.05.2017 von den Gesellschaften DATAGROUP Business Solutions GmbH und DATAGROUP Inshore Services GmbH errichtet. Das Stammkapital beläuft sich auf 5.000 PLN, die DATAGROUP Business Solutions GmbH ist mit einem Anteil von 4.000 PLN (80 %), die DATAGROUP Inshore Services GmbH mit einem Anteil von 1.000 PLN (20 %) an der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. beteiligt.

Die Eintragung ins polnische Handelsregister (Krajowy Rejestr Sadowy) erfolgte am 25.07.2017 unter der KRS Nummer 0000682536.

Die Gesellschaft beschäftigt derzeit noch keine eigenen Arbeitnehmer. Durch den mittelfristigen Aufbau von Kapazitäten an qualifizierten und gleichzeitig preisgünstigen polnischen IT-Spezialiten und Entwicklern jedoch kann DATAGROUP zukünftig die Anforderungen unserer Kunden aus dem Automotive-Umfeld noch besser abdecken.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2016 / 2017 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

Pliezhausen, den 19. Januar 2018

DATAGROUP SE

Der Vorstand

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

INHALT

  • 50 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 50 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 51 Konzernbilanz
  • 52 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 54 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 56 Entwicklung des Anlagevermögens

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Angaben in EUR 01.10.2016 – 30.09.2017 01.10.2015 – 30.09.2016
Periodenüberschuss 11.198.994,24 5.715.468,66
Sonstiges Ergebnis vor Steuern1
Neubewertung aus
leistungsorientierten Verpflichtungen 1.405.874,53 651.023,64
Ertragsteuereffekte aus dem Sonstigen Ergebnis 418.922,16 156.747,59
Gesamtergebnis 12.185.946,61 6.209.744,71

1 Es handelt sich ausschließlich um Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzernbilanz

Angaben in EUR Anhang 30.09.2017 30.09.2016
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 1 39.630.139,23 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2 15.932.860,04 9.796.635,28
Sachanlagen 3 19.250.577,71 7.304.107,42
Langfristige Finanzanlagen 4 2.645.350,81 2.575.595,87
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen
für Pensionsverpflichtungen 5.150.007,60 5.350.256,50
Sonstige Vermögenswerte 5 15.672.469,73 23.939.880,77
Latente Steuern 6 4.582.301,44 4.688.287,15
102.863.706,56 92.178.182,64
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 3.464.207,60 1.393.196,96
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 26.759.509,28 16.067.991,82
Kurzfristige Finanzanlagen 4 2.401.505,62 2.985.407,07
Fertigungsaufträge 9 2.558.761,35 3.050.462,10
Sonstige Vermögenswerte 10 22.163.642,90 19.646.579,63
Zahlungsmittel
11
53.179.030,87 24.424.218,26
110.526.657,62 67.567.855,84
213.390.364,18 159.746.038,48
PASSIVA
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 8.349.000,00 7.590.000,00
Kapitalrücklagen 32.337.372,27 11.796.385,73
Kapitalrückzahlung -98.507,73 -98.507,73
Erwirtschaftetes Eigenkapital 21.483.100,75 12.555.844,21
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis -2.489.585,81 -3.476.538,18
59.581.379,48 28.367.184,03
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 13 52.690.913,07 51.837.063,55
Pensionsrückstellungen 15 37.593.187,93 41.828.897,33
Sonstige Rückstellungen 15 1.312.031,67 802.667,11
Sonstige Verbindlichkeiten 17 2.368.710,73 18.941,91
Latente Steuern 6 1.915.719,05 2.879.833,45
Angaben in EUR Anhang 30.09.2017 30.09.2016
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 1 39.630.139,23 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2 15.932.860,04 9.796.635,28
Sachanlagen 3 19.250.577,71 7.304.107,42
Langfristige Finanzanlagen 4 2.645.350,81 2.575.595,87
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen
für Pensionsverpflichtungen 5.150.007,60 5.350.256,50
Sonstige Vermögenswerte 5 15.672.469,73 23.939.880,77
Latente Steuern 6 4.582.301,44 4.688.287,15
102.863.706,56 92.178.182,64
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 3.464.207,60 1.393.196,96
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 26.759.509,28 16.067.991,82
Kurzfristige Finanzanlagen 4 2.401.505,62 2.985.407,07
Fertigungsaufträge 9 2.558.761,35 3.050.462,10
Sonstige Vermögenswerte 10 22.163.642,90 19.646.579,63
Zahlungsmittel 11 53.179.030,87 24.424.218,26
110.526.657,62 67.567.855,84
213.390.364,18 159.746.038,48
PASSIVA
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 8.349.000,00 7.590.000,00
Kapitalrücklagen 32.337.372,27 11.796.385,73
Kapitalrückzahlung -98.507,73 -98.507,73
Erwirtschaftetes Eigenkapital 21.483.100,75 12.555.844,21
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis -2.489.585,81 -3.476.538,18
59.581.379,48 28.367.184,03
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 13 52.690.913,07 51.837.063,55
Pensionsrückstellungen 15 37.593.187,93 41.828.897,33
Sonstige Rückstellungen 15 1.312.031,67 802.667,11
Sonstige Verbindlichkeiten 17 2.368.710,73 18.941,91
Latente Steuern 6 1.915.719,05 2.879.833,45
95.880.562,45 97.367.403,35
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13 11.126.248,64 3.537.825,30
Rückstellungen 15 7.442.708,76 3.719.902,80
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.454.387,66 2.646.036,61
Passivischer Überhang aus Fertigungsaufträgen
16
9
379.640,42 21.782,02
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.043.520,57 1.077.475,40
Sonstige Verbindlichkeiten 17 29.481.916,20
57.928.422,25
23.008.428,97
34.011.451,10
Angaben in EUR Anhang 01.10.2016 – 30.09.2017 01.10.2015 – 30.09.2016
Umsatzerlöse 1 223.141.679,36 174.918.139,04
Andere aktivierte Eigenleistungen - 627.384,94 486.946,14
Gesamtleistung 223.769.064,30 175.405.085,18
Sonstige betriebliche Erträge 2 9.103.388,04 8.416.219,61
Materialaufwand /
Aufwand für bezogene Leistungen 3 64.230.823,90 58.172.295,19
Personalaufwand 4 119.851.226,40 85.709.870,06
Abschreibungen auf
Geschäfts- und Firmenwerte 5 0,00 0,00
Abschreibungen auf Sachanlagen und
andere immaterielle Vermögenswerte 5 8.451.096,83 6.427.726,69
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 21.749.615,44 20.835.969,21
Betriebsergebnis 18.589.689,77 12.675.443,64
Finanzierungserträge 826.287,98 890.593,62
Finanzierungsaufwendungen 2.817.315,91 3.475.032,97
Finanzergebnis 7 -1.991.027,93 -2.584.439,35
Ergebnis vor Steuern 16.598.661,85 10.091.004,29
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag 8 5.399.667,61 4.375.535,63
Periodenüberschuss 11.198.994,24 5.715.468,66

Konzern-Kapitalflussrechnung

Zu Einzelheiten sei auf den Konzernanhang, Abschnitt VI. Angaben zur Kapitalflussrechnung verwiesen.

Angaben in EUR 01.10.2016 –
30.09.2017
01.10.2015 –
30.09.2016
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Periodenüberschuss 11.198.994,24 5.715.468,66
darin Ertragsteuererstattungen 2.320.867,49 EUR (i.Vj. 133.729,90 EUR)
darin Ertragsteuerzahlungen 6.147.728,15 EUR (i.Vj. 10.264.300,06 EUR)
Erhaltene Zinsen -187.675,79 -70.451,22
Bezahlte Zinsen 1.504.018,94 1.195.121,31
Abschreibungen im Umlaufvermögen 0,00 0,00
Abschreibungen im Anlagevermögen 8.451.096,83 6.427.726,69
Veränderung der Pensionsrückstellungen -7.722.501,47 -50.179,67
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen 2.604,93 -1.855,35
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen bzw. der Verbindlichkeiten
gegenüber Anteilseignern, verbundenen und Beteiligungsunternehmen 754.311,73 -564.427,54
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva 4.707.457,33 -5.104.538,66
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva 16.219.028,39 5.673.591,07
Ergebnis aus Unternehmenstransaktion -2.791.864,80 -3.694.909,41
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 341.433,27 -7.418,88
Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 32.476.903,59 9.518.126,99
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9.451,14 79.416,72
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.542.697,01 -1.828.635,94
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 159.803,37 234.752,98
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1.913.916,34 -1.495.074,11
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -7.835.000,00 -4.195.375,53
Einzahlungen aus der Rückführung von Finanzanlagen 8.684.242,78 5.420.000,00
Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen -10.499.129,74 -1.821.460,01
Auszahlungen aus Unternehmenstransaktion 0,00 -174.972,21
Erhaltene Zinsen 187.675,79 70.451,22
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -19.749.570,01 -3.710.896,88
01.10.2016 – 01.10.2015 –
Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 21.129.868,90 0,00
Auszahlung für Dividendenausschüttung -2.271.737,70 -1.893.114,75
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (-) für Finance Lease Verträge
im Rahmen der Investition in eigenes Sachanlagevermögen -1.076.791,49 -1.117.131,95
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -250.000,00 -9.250.000,00
Einzahlungen aus der Aufnahme von
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 30.000.000,00
Bezahlte Zinsen -1.504.018,94 -1.195.121,31
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 16.027.320,77 16.544.631,99
Veränderung der liquiden Mittel 28.754.654,36 22.351.862,10
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 24.424.218,26 2.072.356,16
Liquide Mittel am Ende der Periode 53.178.872,62 24.424.218,26

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

01.10.2016 bis 30.09.2017 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Angaben in EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Kapitalrück-
zahlung
Erwirtschaftetes
Konzern-
eigenkapital
Erfolgsneutrale
Veränderungen
Ergebnis aus
versicherungs
mathematischen
Gewinnen und
Verlusten
Summe Gesamt
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 -98.507,73 12.555.844,21 -1.625.377,21 -1.851.160,97 -3.476.538,18 28.367.184,03
Kapitalerhöhung 759.000,00 20.540.986,54 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 21.299.986,54
Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 -2.271.737,70 0,00 0,00 0,00 -2.271.737,70
Periodenüberschuss 0,00 0,00 0,00 11.198.994,24 0,00 0,00 0,00 11.198.994,24
Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 986.952,37 986.952,37 986.952,37
Stand am Ende des Geschäftsjahres 8.349.000,00 32.337.372,27 -98.507,73 21.483.100,75 -1.625.377,21 -864.208,60 -2.489.585,81 59.581.379,48

01.10.2015 bis 30.09.2016 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis Ergebnis aus versicherungs-Erwirtschaftetes mathematischen Gezeichnetes Kapitalrück- Konzern- Erfolgsneutrale Gewinnen und Angaben in EUR Kapital Kapitalrücklage zahlung eigenkapital Veränderungen Verlusten Summe Gesamt Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 -98.507,73 8.733.490,30 -1.625.377,21 -2.345.437,02 -3.970.814,23 24.050.554,07 Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 -1.893.114,75 0,00 0,00 0,00 -1.893.114,75 Periodenüberschuss 0,00 0,00 0,00 5.715.468,66 0,00 0,00 0,00 5.715.468,66 Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 494.276,05 494.276,05 494.276,05 Stand am Ende des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 -98.507,73 12.555.844,21 -1.625.377,21 -1.851.160,97 -3.476.538,18 28.367.184,03

Gesamt
28.367.184.03
21.299.986.54
$-2.271.737,70$
11.198.994,24
986.952.37
59.581.379.48
Gesamt
24.050.554,07
$-1.893.114.75$
5.715.468.66
494.276.05
28.367.184.03

Entwicklung des Anlagevermögens

01.10.2016 bis 30.09.2017 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Angaben in EUR Stand
01.10.2016
Zugänge Veränderungen
Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2017
Stand
01.10.2016
Zugänge Veränderungen
Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2017
Stand
30.09.2017
Stand
30.09.2016
Geschäfts- und Firmenwert 38.523.419,65 0,00 1.106.719,58 0,00 39.630.139,23 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 39.630.139,23 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Auftragsbestand 1.205.000,00 0,00 3.992.000,00 0,00 5.197.000,00 1.205.000,00 192.417,00 0,00 0,00 1.397.417,00 3.799.583,00 0,00
3. Kundenbeziehungen 18.475.400,00 0,00 3.279.000,00 0,00 21.754.400,00 12.904.939,00 2.163.481,00 0,00 0,00 15.068.420,00 6.685.980,00 5.570.461,00
4. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte
Software 2.504.875,38 511.925,22 0,00 0,00 3.016.800,60 1.008.334,44 360.569,66 0,00 0,00 1.368.904,10 1.647.896,50 1.496.540,94
5. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Software u.a. 12.001.374,92 1.401.991,12 10.451.661,44 1.449.822,57 22.405.204,91 9.271.741,58 1.670.957,82 8.951.324,17 1.288.219,20 18.605.804,37 3.799.400,54 2.729.633,34
34.186.650,30 1.913.916,34 17.722.661,44 1.449.822,57 52.373.405,51 24.390.015,02 4.387.425,48 8.951.324,17 1.288.219,20 36.440.545,47 15.932.860,04 9.796.635,28
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 41.830,27 5.362,00 0,00 0,00 47.192,27 13.004,00 18.366,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
23.016.201,43 9.120.013,39 31.994.546,73 1.109.669,68 63.021.091,87 15.730.460,01 4.058.309,35 25.107.422,41 1.099.413,61 43.796.778,16 19.224.313,71 7.285.741,42
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 13.260,00 0,00 0,00 13.260,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 13.260,00 0,00
23.076.397,70 9.133.273,39 31.994.546,73 1.109.669,68 63.094.548,14 15.772.290,28 4.063.671,35 25.107.422,41 1.099.413,61 43.843.970,43 19.250.577,71 7.304.107,42
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 523.922,41 0,00 0,00 0,00 523.922,41 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 523.922,41 523.922,41
2. Forderungen an Leasingnehmer 2.042.323,46 3.011.176,38 0,00 2.941.421,44 2.112.078,40 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.112.078,40 2.042.323,46
3. Sonstige Ausleihungen 9.383,88 0,00 0,00 0,00 9.383,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 9.350,00 9.350,00
2.575.629,75 3.011.176,38 0,00 2.941.421,44 2.645.384,69 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.645.350,81 2.575.595,87
98.362.097,39 14.058.366,11 50.823.927,75 5.500.913,69 157.743.477,56 40.162.339,18 8.451.096,83 34.058.746,58 2.387.632,81 80.284.549,78 77.458.927,78 58.199.758,21

Einen Überblick über die Wertentwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und Finanzanlagen gewährt die nachfolgende Tabelle:

01.10.2015 bis 30.09.2016 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen

Veränderungen Veränderungen
Stand Konsoli- Stand Stand Konsoli- Stand Stand Stand
Angaben in EUR 01.10.2015 Zugänge dierungskreis Abgänge 30.09.2016 01.10.2015 Zugänge dierungskreis Abgänge 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2015
Geschäfts- und Firmenwert 38.523.419,65 0,00 0,00 0,00 38.523.419,65 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38.523.419,65 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 1.401.000,00 0,00 0,00 1.401.000,00 0,00 1.401.000,00 0,00 0,00 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00
2. Auftragsbestand 1.205.000,00 0,00 0,00 0,00 1.205.000,00 1.205.000,00 0,00 0,00 0,00 1.205.000,00 0,00 0,00
3. Kundenbeziehungen 18.475.400,00 0,00 0,00 0,00 18.475.400,00 10.636.586,00 2.268.353,00 0,00 0,00 12.904.939,00 5.570.461,00 7.838.814,00
4. Selbst erstellte
immaterielle Vermögenswerte
Software 1.952.227,44 586.147,94 0,00 33.500,00 2.504.875,38 753.213,58 288.619,86 0,00 33.499,00 1.008.334,44 1.496.540,94 1.199.013,86
5. Erworbene
immaterielle Vermögenswerte
Software u.a. 11.214.526,67 1.604.926,17 0,00 818.077,92 12.001.374,92 8.807.085,52 1.047.977,00 0,00 583.320,94 9.271.741,58 2.729.633,34 2.407.441,15
34.248.154,11 2.191.074,11 0,00 2.252.577,92 34.186.650,30 22.802.885,10 3.604.949,86 0,00 2.017.819,94 24.390.015,02 9.796.635,28 11.445.269,01
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 36.468,27 5.362,00 0,00 0,00 41.830,27 18.366,00 23.728,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 22.545.171,43 2.888.312,79 0,00 2.417.282,79 23.016.201,43 15.252.771,60 2.817.414,83 0,00 2.339.726,42 15.730.460,01 7.285.741,42 7.292.399,83
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.605.367,70 2.888.312,79 0,00 2.417.282,79 23.076.397,70 15.289.239,87 2.822.776,83 0,00 2.339.726,42 15.772.290,28 7.304.107,42 7.316.127,83
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 338.546,88 185.375,53 0,00 0,00 523.922,41 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 523.922,41 338.546,88
2. Forderungen an Leasingnehmer 3.474.618,01 611.781,49 0,00 2.044.076,04 2.042.323,46 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.042.323,46 3.474.618,01
3. Sonstige Ausleihungen 9.383,88 0,00 0,00 0,00 9.383,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 9.350,00 9.350,00
3.822.548,77 797.157,02 0,00 2.044.076,04 2.575.629,75 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.575.595,87 3.822.514,89
99.199.490,23 5.876.543,92 0,00 6.713.936,75 98.362.097,39 38.092.158,85 6.427.726,69 0,00 4.357.546,36 40.162.339,18 58.199.758,21 61.107.331,38

Konzernanhang

INHALT

  • Grundlagen des Konzernabschlusses
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten
  • Kapitalmanagement
  • Angaben zur Kapitalflussrechnung
  • Segmentinformationen
  • Sonstige Angaben

I. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die DATAGROUP SE ist die Muttergesellschaft des DATAGROUP-Konzerns. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Wilhelm-Schickard-Straße 7, D-72124 Pliezhausen und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 758721 eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns umfasst den Betrieb von IT-Infrastrukturen, den Vertrieb und die Erbringung von IT-Services, Technologieberatung und die Entwicklung von IT-Lösungen. Die Konzerngesellschaften sind in zwei Segmente gruppiert:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen – die helfende Hand für alle IT-Probleme und -Fragen der Anwender.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards

Der Konzernabschluss der DATAGROUP SE zum 30. September 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt freiwillig. Der aufgestellte Konzernabschluss wird durch den Vorstand dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden ergänzend die Vorschriften des § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt.

Der Konzernabschluss der DATAGROUP SE wurde unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und in Euro (EUR) aufgestellt. Im Sinne einer besseren Lesbarkeit erfolgten teilweise gerundete Angaben auf Tausend Euro (TEUR) oder Millionen Euro (Mio. EUR). Die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgte dem Gesamtkostenverfahren. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

Michael Heide, Geschäftsführer DATAGROUP Hamburg GmbH

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Es werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee berücksichtigt, sofern diese für den DATAGROUP-Konzern von Bedeutung sind.

Folgende Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, soweit sie für den DATAGROUP-Konzern grundsätzlich von Bedeutung sein können, waren im Geschäftsjahr 2016 / 2017 erstmalig anzuwenden:

Neue oder geänderte Standards Inhalt Erstmalige
Anwendung für
Geschäftsjahre
EU-Endorsed Wesentliche
Auswirkung
auf den
Konzern
IAS 1 Anpassung Angabeninitiative (Änderung an IAS 1):
Klarstellungen zur Wesentlichkeit und
Anpassbarkeit im Aufbau des Abschlusses
2016 / 2017 ja keine
IAS 16, IAS 38 Anpassung Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 2016 / 2017
(Einschränkung umsatzbezogener
Abschreibungsmethoden)
ja keine
IAS 27 Anpassung Equity-Methode im separaten Abschluss 2016 / 2017 ja keine
IFRS 10, IFRS 12,
IAS 28
Anpassung Investmentgesellschaften:
Änderung der Konsolidierungsausnahme
2016 / 2017 ja keine
IFRS 11 Anpassung Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an
einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit
2016 / 2017 ja keine
IFRS 5, IFRS 7,
IAS 19, IAS 34
Anpassung Annual Improvement
Project 2012 - 2014
2016 / 2017 ja keine

Die Anwendung einiger Standards und Anpassungen setzt deren Annahme im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") voraus.

Alle neuen oder geänderten Standards werden erst angewendet, wenn die Anwendung verpflichtend und das Endorsement erfolgt ist.

VERÖFFENTLICHTE, ABER IM LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat folgende neue Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist:

Ursula Cerny, Transformation & Integration DATAGROUP SE

Erstmalige
Anwendung für
Wesentliche
Auswirkung
auf den
Neue oder geänderte Standards Inhalt Geschäftsjahre EU-Endorsed Konzern
IAS 12 Anpassung Ansatz von Vermögenswerten aus latenten
Steuern für nicht realisierte Verluste
2017 / 2018 ja keine
IAS 7 Anpassung Angabeninitiative: zusätzliche Anhangangaben
zu finanziellen Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsaktivitäten
2017 / 2018 ja keine
IFRS 9 Neu Finanzinstrumente: Überarbeitung und
Ersetzen aller bestehenden Standards -
Klassifizierung und Bewertung von
finanziellen Vermögensgegenständen
2018 / 2019 ja siehe unten
IFRS 15 Neu Erlöse aus Verträgen mit Kunden 2018 / 2019 ja siehe unten
IFRS 2 Anpassung Klassifizierung und Bewertung von
Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierten
Vergütungen (Klarstellungen)
voraussichtlich
2018 / 2019
offen keine
IFRS 1, IFRS 12,
IAS 28
Anpassung Annual Improvement
Project 2014 - 2016
voraussichtlich
2018 / 2019
offen keine
IAS 21 Anpassung Bestimmung des Wechselkurses bei
Vorauszahlungen in Fremdwährung
2018 / 2019 offen keine
IAS 40 Anpassung Übertragung von als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien
2018 / 2019 offen keine
IFRS 16 Neu Leasingverhältnisse 2019 / 2020 ja siehe unten
IFRS 3, IFRS 11,
IFRS 12, IFRS 23
Anpassung Annual Improvement
Projekt 2015 - 2017
2019 / 2020 nein keine
IFRIC 23 Neu Klarstellende Interpretation zur
Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug
auf Ertragsteuern.
2019 / 2020 offen keine
IAS 28 Anpassung Klarstellung, dass IFRS 9 in bestimmten
Fällen auf langfristige Anteile an assoziierten
Unternehmen oder Gemeischaftunternehmen
anzuwenden ist und somit Vorrang vor
den Regelungen des IAS 28 hat.
2019/2020 offen keine
IFRS 9 Änderung Änderungen hinsichtlich finanzieller
Vermögenswerte mit sog. symmetrischen
Kündigungsrechten sowie Klarstellung zur
Modifikation von finanziellen Verbindlichkeiten,
die nicht zur Ausbuchung führen.
2019/2020 offen keine
IAS 12 Anpassung Berücksichtigung von Unsicherheiten
bei der ertragsteuerlichen Behandlung
offen offen keine
IFRS 10, IAS 28 Anpassung Veräußerung oder Einbringung von
Vermögenswerten zwischen einem Investor
und einem assoziierten Unternehmen
oder Joint Venture
offen ausgesetzt keine

DATAGROUP wird IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" erstmalig im Geschäftsjahr 2018 / 2019 anwenden. IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse". Der neue Standard sieht nunmehr ein fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell mit den Stufen 1. "Identifizierung des Vertrages", 2. "Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtungen", 3. "Bestimmung des Transaktionspreises", 4. "Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen" und 5. "Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen" vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist.

Bei Abschluss eines Vertrages ist festzustellen, ob aus dem Vertrag resultierende Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Anhand bestimmter Kriterien ist zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren sind hierfür beispielsweise der rechtliche Eigentumsübergang, die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt von input- oder output-orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist.

DATAGROUP erbringt seine Leistungen sowohl über gesondert identifizierbare Verträge mit Kunden, als auch in Kombination von Gütern und / oder verschiedenen Dienstleistungen. Bei Verträgen, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung darstellt, werden sich die neuen Regelungen voraussichtlich nicht wesentlich auf den Konzernabschluss auswirken. Bei der Erbringung von Dienstleistungen ist nach vorläufiger Einschätzung

davon auszugehen, dass diese über einen Zeitraum erbracht werden, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und der diesen gleichzeitig verbraucht. Daher wird nicht mit wesentlichen Auswirkungen aus diesen Dienstleistungsverträgen gerechnet. Im Rahmen von Verträgen mit einer Kombination aus unterschiedlichen Leistungen kann es durch die Identifizierung der einzelnen Leistungsverpflichtungen, des jeweiligen darauf entfallenden Transaktionspreises und des Zeitpunktes der Umsatzrealisation zu Verschiebungen der Umsätze und damit auch der jeweiligen projektbezogenen Marge in Folgeperioden kommen.

Bei nicht abgeschlossenen Projektaufträgen, die bisher nach IAS 11 als Fertigungsaufträge bilanziert werden, wird es zukünftig darauf ankommen, ob DATAGROUP einen kundenspezifischen Vermögenswert ohne alternative Nutzungsmöglichkeit herstellt und für den Fall, dass der Kunde aus eigenen, nicht von DATAGROUP zu vertretenden, Gründen kündigt, jederzeit das Recht zur Abrechnung der bereits erbrachten Leistungen hat. Für den Fall, dass diese Voraussetzungen für Fertigungsaufträge, die bisher nach IAS 11 bilanziert wurden, nicht vorliegen, können diese Umsätze erst in der Periode der Fertigstellung realisiert werden. DATAGROUP bilanziert zum 30.09.2017 Fertigungsaufträge in Höhe von 2.559 TEUR (im Vorjahr: 3.050 TEUR), die in der Regel eine Projektlaufzeit von höchstens zwei Jahren haben. Da davon auszugehen ist, dass der skizzierte Fall die Ausnahme darstellt, ist der Effekt einer möglichen Periodenverschiebung aus dieser Art von Projektgeschäft als gering einzustufen.

Auch weitere neue oder klargestellte Aspekte von IFRS 15, wie die geänderten Regelungen zur Behandlung von Vertragskosten und von Finanzierungskomponenten, haben nach der bisherigen, noch nicht vollumfänglich abgeschlossenen Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen.

DATAGROUP wird den neuen IFRS 16 "Leasingverträge" voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2019 / 2020 anwenden. Gemäß IFRS 16 liegt ein Leasingverhältnis vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierbaren Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasingnehmer erhält. Der Leasingnehmer hat nach dem einheitlichen Leasingnehmerbilanzierungsmodell für derartige Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Der neue Standard führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Miet- und Leasingverhältnisse künftig, vergleichbar mit der jetzigen Bilanzierung von Finance-Lease-Verhältnissen, bilanziell zu erfassen sind. Unter Zugrundelegung der zum 30.09.2017 ermittelten Mindestleasingzahlungen aus bestehenden Immobilien-, Kfz- und sonstigen Mietverträgen (siehe Abschnitt VIII.8) würde sich aus der Anwendung des IFRS 16 ohne Berücksichtigung von Abzinsungseffekten eine Erhöhung der Bilanzsumme um rund 25 Mio. Euro ergeben. Die Eigenkapitalquote dürfte sich auf ca. 25 % statt derzeit 27,9 % vermindern. Andererseits wird sich das EBITDA deutlich erhöhen.

Der IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde am 24.07.2014 veröffentlicht und ist von DATAGROUP erstmalig im Geschäftsjahr 2018 / 2019 anzuwenden. Eine zulässige, frühzeitige Anwendung ist nicht beabsichtigt. Gegenüber dem IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung von Finanzinstrumenten weitgehend unverändert. Jedoch wird ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vorgesehen. Die Folgebewertung richtet sich künftig nach drei Kategorien. Die Kategorisierung ergibt sich in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments und des Geschäftsmodells, in dem das Instrument gehalten wird. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften weitestgehend übernommen. Das neue Wertminderungsmodell sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Außerdem wurden die Regelungen zum Hedge-Accounting überarbeitet. Eine Detailanalyse der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 ist noch nicht vorgenommen worden.

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in %
1 DATAGROUP SE, Pliezhausen 100,0
2 DATAGROUP Stuttgart GmbH, Stuttgart 100,0
3 DATAGROUP Bremen GmbH, Bremen 100,0
4 DATAGROUP Offenburg GmbH, Offenburg 100,0
5 DATAGROUP Ludwigsburg GmbH, Ludwigsburg 100,0
6 DATAGROUP Hamburg GmbH, Hamburg 100,0
7 DATAGROUP Operate IT GmbH, Hamburg 100,0
8 DATAGROUP Invest 3 GmbH, Pliezhausen 100,0
9 DATAGROUP Köln GmbH, Köln 100,0
10 DATAGROUP IT Solutions GmbH, Pliezhausen 100,0
11 DATAGROUP Consulting GmbH, Pliezhausen 100,0
12 DATAGROUP Consulting Services GmbH, Mainz 100,0
13 DATAGROUP Business Solutions GmbH, Siegburg 100,0
14 DATAGROUP Inshore Services GmbH, Rostock 100,0
15 DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o., Krakow / Polen 100,0
16 DATAGROUP Mobile Solutions AG, Stuttgart 100,0
17 DATAGROUP Invest 5 GmbH, Pliezhausen 100,0
18 DATAGROUP Financial IT Services GmbH, Düsseldorf 100,0
19 DATAGROUP Service Desk GmbH, Pliezhausen 100,0
20 DATAGROUP Data Center GmbH, Frankfurt am Main 100,0
21 DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg 100,0

3. Konsolidierungskreis

DEFINITION DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen, auf die ein beherrschender Einfluss gemäß IFRS10 ausgeübt werden kann. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft DATAGROUP SE 19 weitere inländische sowie ein ausländisches Tochterunter-nehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Die Gesellschaft InDemand Printing Solutions GmbH i.I., Köln, wird wegen eines laufenden Insolvenzverfahrens nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde im Rahmen des arxes-Erwerbs (heute DATAGROUP Köln GmbH), der aus der Insolvenz der TDMi AG erfolgte, mit erworben.

VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Geschäftsjahr 2016 / 2017 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

  • Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH. Die Gesellschaft wurde in DATAGROUP Operate IT GmbH umfirmiert.
  • Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile der ikb Data GmbH. Die erworbene Gesellschaft firmiert nunmehr unter DATAGROUP Financial IT Services GmbH. Der Erwerb erfolgte durch die ebenfalls im Geschäftsjahr gekaufte Blitz S17-416 GmbH, die nunmehr unter DATAGROUP Invest 5 GmbH firmiert.
  • Gründung der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. mit Sitz in Krakow / Polen.

Verschmelzung der DATAGROUP Business Services GmbH auf die DATAGROUP Köln GmbH.

Erwerb der Geschäftsanteile an der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH, jetzt DATAGROUP Operate IT GmbH

Die DATAGROUP SE hat mit Kaufvertrag vom 03.04.2017 100 % der Geschäftsanteile an der HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH (HanseCom) von der Siemens AG sowie der Hamburger Hochbahn AG erworben. Die Anschaffung erfolgte mit Wirkung zum 30.04.2017.

Die HanseCom betreibt IT-Infrastrukturen für mittelständische Unternehmen und berät Kunden bei der Weiterentwicklung ihrer IT. Das Unternehmen bietet Managed Services für alle Bereiche des IT-Betriebs an. Die HanseCom verfügt über besondere Expertise in den Bereichen Cloud und SAP Services sowie im Application Management und stärkt damit das Full-Service-Portfolio CORBOX von DATAGROUP.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26.05.2017 wurde die HanseCom in DATAGROUP Operate IT GmbH umfirmiert.

Sebastian Hein, Vertriebsleiter DATAGROUP Hamburg GmbH

Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 578.106,09 3.149.106,09 Sachanlagen 1.091.919,33 1.091.919,33 Vorräte 32.800,71 32.800,71 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.221.863,67 2.221.863,67 Fertigungsaufträge 1.209,06 1.209,06 Sonstige Vermögenswerte 856.746,41 856.746,41 Zahlungsmittel 1.383.050,33 1.383.050,33 Latente Steueransprüche 192.751,03 0,00 6.358.446,63 8.736.695,60 Schulden Rückstellungen 686.882,32 686.882,32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398.309,11 398.309,11

Angaben in EUR Buchwerte Beizulegende
Zeitwerte bei
Akquisition
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 578.106,09 3.149.106,09
Sachanlagen 1.091.919,33 1.091.919,33
Vorräte 32.800,71 32.800,71
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.221.863,67 2.221.863,67
Fertigungsaufträge 1.209,06 1.209,06
Sonstige Vermögenswerte 856.746,41 856.746,41
Zahlungsmittel 1.383.050,33 1.383.050,33
Latente Steueransprüche 192.751,03 0,00
6.358.446,63 8.736.695,60
Schulden
Rückstellungen 686.882,32 686.882,32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398.309,11 398.309,11
Sonstige Verbindlichkeiten 2.918.199,10 2.918.199,10
Latente Steuern 0,00 612.743,27
4.003.390,53 4.616.133,80
Summe des identifizierbaren Nettovermögens 2.355.056,10 4.120.561,80

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2.221.863,67 EUR. Der Nennwert der Forderungen beträgt 2.231.458,17 EUR. Auf den Bruttoansatz sind Wertberichtigungen in Höhe von 9.594,50 EUR gebildet worden.

Gegenleistung

Gemäß dem abgeschlossenen Kaufvertrag wurde der Kaufpreis auf Grundlage der Stichtagsbilanz zum 30.04.2017 als Differenz bestimmter Aktiva (genannt "Zahlungsmittel") und bestimmter Passiva (bezeichnet mit "Verbindlichkeiten") ermittelt. Hinzu kam ein Grundbetrag von 500.000,00 EUR. Insgesamt wurde ein Betrag von 1.328.697,00 EUR entrichtet. Eine darüber hinausgehende bedingte Gegenleistung (Earn Out) wurde nicht vereinbart.

Negativer Unterschiedsbetrag

Die Summe des identifizierbaren Nettovermögens beläuft sich auf 4.120.561,80 EUR. Da die durch die DATAGROUP SE erbrachte Gegenleistung 1.328.697,00 EUR beträgt, entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag von 2.791.864,80 EUR. Nach nochmaliger Überprüfung der Fair Values der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurde der negative Unterschiedsbetrag in voller Höhe in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die erfolgswirksame Erfassung ist dem Segment "Services" zuzuordnen:

Angaben in EUR

Kaufpreis Barkomponente 1.328.697,00
Summe des identifizierbaren Nettovermögens 4.120.561,80
Negativer Unterschiedsbetrag -2.791.864,80

Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der HanseCom stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Sandra Kiemes, Mitglied der Geschäftsleitung DATAGROUP Financial IT Services GmbH

Analyse des Zahlungsmittelabflusses aufgrund des Unternehmenserwerbs Bis zum 30.09.2017 ergaben sich aus der Transaktion folgende Zahlungsströme:

Angaben in EUR

Kaufpreis Barkomponente -1.328.697,00
Transaktionskosten des Unternehmenserwerbs -124.571,85
Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 1.383.050,33
Gesamt -70.218,52
Angaben in EUR
Kaufpreis -27.000,00
Transaktionskosten des Unternehmenserwerbs -356,90
Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 23.930,00
Gesamt -3.426,90

Einfluss auf Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern

Die HanseCom hat in der abgelaufenen Berichtsperiode mit unkonsolidiert 7.530.616,51 EUR zu den Umsatzerlösen und mit 985.670,12 EUR zum Periodenergebnis des Konzerns (vor Steuern) beigetragen. Hinzu kommt der negative Unterschiedsbetrag über 2.791.864,80 EUR, der unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. Hätte der Zusammenschluss zu Geschäftsjahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf rund 17.000.000 EUR belaufen.

Erwerb der Geschäftsanteile an der ikb Data GmbH, jetzt DATAGROUP Financial IT Services GmbH durch die ebenfalls neu erworbene DATAGROUP Invest 5 GmbH

Im Rahmen der Akquisition der ikb Data GmbH wurde mit Kaufvertrag vom 09.08.2017 die Blitz S17-416 GmbH von der Blitzstart Holding AG erworben. Übertragungsstichtag war der 09.08.2017. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 09.08.2017 wurde die erworbene Gesellschaft in DATAGROUP Invest 5 GmbH umfirmiert.

Im Rahmen des Kaufs wurden Vermögenswerte (Bankguthaben) in Höhe von 23.930,00 EUR erworben. Der Kaufpreis belief sich auf 27.000,00 EUR, der Geschäfts- und Firmenwert über 3.070,00 EUR wird dem Segment "Sonstige / Holding" zugeordnet. Unter Berücksichtigung von Transaktionskosten über 356,90 EUR entstand im Zusammenhang mit dem Kauf der Blitz S17-416 GmbH ein Zahlungsmittelabfluss von 3.426,90 EUR:

Unter anderem weil bei der Gesellschaft die mit dem Erwerb der ikb Data GmbH im Zusammenhang stehenden Anschaffungsnebenkosten anfielen, die nach den IFRS-Regelungen als Aufwand zu verarbeiten sind, trug die DATAGROUP Invest 5 GmbH mit -129.949,51 EUR zum Konzernergebnis (vor Steuern) bei.

Die DATAGROUP Invest 5 GmbH hat mit Kaufvertrag vom 15.08.2017 100 % der Geschäftsanteile an der ikb Data GmbH (ikb Data) von der IKB Deutsche Industriebank AG erworben. Die Anschaffung erfolgte mit Wirkung zum 01.09.2017.

Die ikb Data wurde 2004 als Shared Service Center der IKB Deutsche Industriebank AG gegründet und sorgt als frühere Tochtergesellschaft des Finanzkonzerns für dessen zuverlässigen und sicheren IT-Betrieb. Von den langjährigen Erfahrungen beim Umgang mit den sensiblen Daten einer Bank profitieren mittlerweile auch zahlreiche Kunden aus anderen Branchen. Die besondere Expertise der ikb Data wird durch zahlreiche einschlägige Zertifizierungen dokumentiert, zum Beispiel ISO 20000 und ISO 27001 sowie ISAE 3402. Die ikb Data soll zukünftig als internes Kompetenzzentrum die Aktivitäten von DATAGROUP im Banken- und Finanzsektor bündeln und vorantreiben.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.09.2017 wurde die ikb Data in DATAGROUP Financial IT Services GmbH umfirmiert.

Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der ikb Data stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Angaben in EUR Buchwerte Beizulegende
Zeitwerte bei
Akquisition
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 922.231,18 5.622.231,18
Sachanlagen 5.795.204,99 5.795.204,99
Vorräte 8.292,75 8.292,75
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.451.622,55 3.451.622,55
Sonstige Vermögenswerte 3.941.223,00 3.941.223,00
Zahlungsmittel 5.844.322,61 5.844.322,61
Latente Steueransprüche 1.980.431,21 507.921,21
21.943.328,29 25.170.818,29
Schulden
Pensionsrückstellungen 4.892.666,60 4.892.666,60
Sonstige Rückstellungen 527.253,48 527.253,48
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.866.914,37 1.866.914,37
Ertragsteuerverbindlichkeiten 444.203,00 444.203,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.788.857,03 2.788.857,03
10.519.894,48 10.519.894,48
Summe des identifizierbaren Nettovermögens 11.423.433,81 14.650.923,81
Angaben in EUR Buchwerte Beizulegende
Zeitwerte bei
Akquisition
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 922.231,18 5.622.231,18
Sachanlagen 5.795.204,99 5.795.204,99
Vorräte 8.292,75 8.292,75
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.451.622,55 3.451.622,55
Sonstige Vermögenswerte 3.941.223,00 3.941.223,00
Zahlungsmittel 5.844.322,61 5.844.322,61
Latente Steueransprüche 1.980.431,21 507.921,21
21.943.328,29 25.170.818,29
Schulden
Pensionsrückstellungen 4.892.666,60 4.892.666,60
Sonstige Rückstellungen 527.253,48 527.253,48
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.866.914,37 1.866.914,37
Ertragsteuerverbindlichkeiten 444.203,00 444.203,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.788.857,03 2.788.857,03
10.519.894,48 10.519.894,48
Summe des identifizierbaren Nettovermögens 11.423.433,81 14.650.923,81

Karl-Heinz Augustin, Geschäftsführer DATAGROUP Offenburg GmbH

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 3.451.622,55 EUR. Der Zeitwert entspricht dem Nennwert der Forderungen, Wertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Gegenleistung

Im Rahmen des Kaufvertrages wurde ein Kaufpreis in Höhe von 16.000.000,00 EUR festgelegt. Ergänzend wurde vereinbart, dass das zwischen dem 01.04.2017 und dem Übertragungsstichtag 31.08.2017 aufgelaufene, nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) ermittelte Ergebnis dem Käufer zusteht. Zur Ermittlung des Ergebnisses wurde eine Übertragungsbilanz erstellt und geprüft. Da bis zum 31.08.2017 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der ikb Data als Organgesellschaft und der IKB Deutsche Industriebank AG als Organträger bestanden hat, muss das aufgelaufene Ergebnis über 245.426,61 EUR an die Verkäuferin abgeführt werden. Die Abführung kann allerdings erst zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem der Gewinnabführungsvertrag keine Gültigkeit mehr hat, deswegen wird die Abführung steuerlich wie eine Gewinnausschüttung behandelt, es muss Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag an das Finanzamt abgeführt werden. Gemäß der Kaufvereinbarung tritt die Verkäuferin ihre Forderung an die ikb Data aus der Gewinnabführung über den Netto-Betrag von 180.695,34 EUR (nach Abzug der Steuern) an die DATAGROUP Invest 5 GmbH ab. Zudem wird gemäß Vertrag der Kaufpreis um die abgeführte Steuer in Höhe von 64.731,27 EUR gemindert:

Eine darüber hinausgehende bedingte Gegenleistung (Earn Out) wurde nicht vereinbart.

Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.103.649,58 EUR umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Er wird in voller Höhe dem Segment "Services" zugeordnet:

Analyse des Zahlungsmittelabflusses aufgrund des Unternehmenserwerbs Bis zum 30.09.2017 ergaben sich aus der Transaktion folgende Zahlungsströme:

Angaben in EUR
Kaufpreis
Grundbetrag 16.000.000,00
Anpassung des Kaufpreises in Höhe des im Zeitraum 01.04.2017 bis 31.08.2017 bei
der ikb Data GmbH aufgelaufenen, nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) ermittelten,
im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages an die Verkäuferin IKB Deutsche Industriekreditbank AG
abzuführenden Ergebnisses über 245.426,61 EUR:
Kaufpreisminderung in Höhe der von der Zielgesellschaft ikb Data GmbH
abgeführten Kapitalertragsteuer / Solidaritätszuschlag
-64.731,27
Entstehen einer Forderung an die Zielgesellschaft ikb Data GmbH durch Abtretung
des Netto-Anspruchs aus der Ergebnisabführung vom Verkäufer an den Käufer
(nach Abzug der abzuführenden Kapitalertragsteuer / Solidaritätszuschlag)
-180.695,34
Gesamt 15.754.573,39
Gesamt 1.103.649,58
Summe des identifizierbaren Nettovermögens 14.650.923,81
Gegenleistung 15.754.573,39
Angaben in EUR
Gesamt -10.256.815,58
Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 5.844.322,61
Transaktionskosten des Unternehmenserwerbs -101.138,19
Grundbetrag -16.000.000,00
Angaben in EUR

Einfluss auf Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern Die ikb Data hat in der abgelaufenen Berichtsperiode mit 2.214.701,88 EUR zu den Umsatzerlösen und mit 290.697,88 EUR zum Periodenergebnis des Konzerns (vor Steuern) beigetragen. Hätte der Zusammenschluss zu Geschäftsjahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 27.500.000 EUR belaufen.

Verschmelzung der DATAGROUP Business Services GmbH auf die DATAGROUP Köln GmbH

Auf Grundlage des Vertrages vom 23.05.2017 wurde die DATAGROUP Business Services GmbH als übertragende auf die DATAGROUP Köln GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP Köln GmbH vom 23.05.2017 sowie der DATAGROUP Business Services GmbH vom 23.05.2017 stimmten dem Verschmelzungsvertrag jeweils zu. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2016. Sämtliche Arbeitsverhältnisse der zum Verschmelzungsstichtag bei der DATAGROUP Business Services GmbH beschäftigten Arbeitnehmer gingen gemäß § 613a BGB auf die DATAGROUP Köln GmbH über.

Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 31.05.2017.

Gaby Dimter, Bereichsleiterin DATAGROUP Consulting GmbH

Gründung der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o.

Die DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. wurde mit Gründungsvertrag vom 29.05.2017 von den Gesellschaften DATAGROUP Business Solutions GmbH und DATAGROUP Inshore Services GmbH errichtet. Das Stammkapital beläuft sich auf PLN 5.000, die DATAGROUP Business Solutions GmbH ist mit einem Anteil von 4.000 PLN (80 %), die DATAGROUP Inshore Services GmbH mit einem Anteil von 1.000 PLN (20 %) an der DATAGROUP Automotive Services Sp. z o.o. beteiligt.

Die Eintragung ins polnische Handelsregister (Krajowy Rejestr Sadowy) erfolgte am 25.07.2017 unter der KRS Nummer 0000682536.

Die Gesellschaft beschäftigt derzeit noch keine eigenen Arbeitnehmer. Durch den mittelfristigen Aufbau von Kapazitäten von qualifizierten und gleichzeitig preisgünstigen polnischen IT-Spezialisten und Entwicklern jedoch kann DATAGROUP zukünftig die Anforderungen unserer Kunden aus dem Automotive-Umfeld noch besser abdecken.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Abschlussstichtag der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses. Nur bei einem neu erworbenen Unternehmen musste zum 30.09.2017 ein Zwischenabschluss erstellt werden. Alle sonstigen Konzernunternehmen verfügen über ein Geschäftsjahr vom 01.10. bis 30.09.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird hierbei auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten allokiert. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden zunächst in voller Höhe mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird anschließend als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einem Abschreibungsbedarf führen kann. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen verrechnet. Die Zwischenergebniseliminierung wird auf konzerninterne Weiterveräußerungen von Anlagevermögen und Kundenaufträgen vorgenommen. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Im Geschäftsjahr waren verschiedene Standards bzw. Anpassungen von Standards erstmals anzuwenden (siehe Abschnitt I.2.). Eine Anpassung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden war jedoch nicht notwendig.

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses mussten Ermessensentscheidungen getroffen und musste zu einem gewissen Grad auf Schätzwerte zurückgegriffen werden. Diese Schätzungen und Annahmen hatten einen Einfluss auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Das Management geht davon aus, dass bestehende Risiken durch die getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen ausreichend abgedeckt sind. Die Schätzungen und Annahmen beruhen dabei auf Erfahrungswerten und anderen Informationsquellen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend beurteilt wurden. Die Schätzungen und Annahmen werden permanent überprüft. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von den genannten Schätzungen und Annahmen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Dieter Braun, Geschäftsführer DATAGROUP Ludwigsburg GmbH

Auf die Bilanzierung folgender Vermögenswerte und Schulden hatten die getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen eine besondere Auswirkung:

  • Immaterielle Vermögenswerte
  • Fertigungsaufträge
  • Forderungen
  • Earn Out-Verpflichtungen
  • Rückstellungen

Die im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen anzuwendende Erwerbsmethode verwendet Schätzwerte bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte insbesondere von immateriellen Vermögenswerten wie Marken, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen und von Earn Out-Verpflichtungen zum Erwerbsstichtag. Die Kaufverträge enthalten in einigen Fällen Earn Out-Klauseln, wonach sich der Kaufpreis abhängig von der Erreichung festgelegter Ziele erhöht. Sowohl die erwartete Nutzungsdauer der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte, als auch die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Einschätzungen der Unternehmensführung. Bei der Beurteilung der Zeitwerte von immateriellen Vermögenswerten und Earn Out-Verpflichtungen spielen Schätzungen von künftigen Cashflows eine bedeutende Rolle. Die identifizierten immateriellen Vermögenswerte wurden in der Bilanz mit einem Buchwert in Höhe von 10.773.175,00 EUR (im Vorjahr 6.691.021,00 EUR) ausgewiesen, der Geschäfts- und Firmenwert betrug zum 30.09.2017 39.630.139,23 EUR (im Vorjahr 38.523.419,65 EUR). Earn Out-Verpflichtungen bestanden zum 30.09.2017 nicht (im Vorjahr 346.000,00 EUR).

Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften erfolgte – sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind – nach der Percentage-of-Completion-Methode. Für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads nach der Cost-to-Cost-Methode wurden die gesamten Auftragskosten mit einem gewissen Ermessensspielraum des Managements ermittelt. Zum Bilanzstichtag wurden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 2.558.761,35 EUR (im Vorjahr 3.050.462,10 EUR), mit passivischem Saldo von 379.640,42 EUR (im Vorjahr 21.782,02 EUR) ausgewiesen.

Dem Risiko von möglichen Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen begegnet. Bei der Bildung der Wertberichtigungen wurden die Forderungen einzeln betrachtet und auf Wertminderungen beurteilt. Zum Bilanzstichtag bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 377.067,83 EUR (im Vorjahr 253.371,75 EUR).

Als Rückstellung gilt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines verpflichtenden Ereignisses in der Vergangenheit, die bezüglich Zeitpunkt und / oder Höhe des Ressourcenabflusses ungewiss ist. Für die Bilanzierung der Rückstellungen in Höhe von 47.391.315,96 EUR (im Vorjahr 46.351.467,24 EUR) mussten Annahmen und Schätzungen über die Höhe und die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses vom Management getroffen werden.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Berichtswährung ist der Euro, welcher auch die funktionale Währung der Muttergesellschaft darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen unter Anwendung des Kurses zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ermittelten Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Realisierung von Erträgen / Umsatzrealisation

Erträge werden realisiert, sobald der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens als wahrscheinlich eingeschätzt wird und die Höhe der Erträge zuverlässig bestimmbar ist. Die Höhe der Erträge wird durch den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bestimmt. Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus dem Verkauf von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Die realisierten Umsatzerlöse aus Dienstleistungen basieren auf Aufträgen in Form von Werk- oder Dienstverträgen. Diese Geschäfte werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird nach Maßgabe der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren werden im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs unter Berücksichtigung von erwarteten Retouren erfasst.

In einem Mehrkomponentenvertrag kann die Lieferung und Leistung eines ganzen Leistungsportfolios vereinbart werden. Der beizulegende Wert der einzelnen Komponenten bestimmt dabei die Höhe des als realisiert zu betrachtenden Umsatzerlöses.

Zinserträge wurden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst.

Katharina Grebenstein, Referentin Sales & Business Development DATAGROUP Stuttgart GmbH

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist eine Kennziffer, die das Ergebnis einer Aktiengesellschaft der durchschnittlichen Anzahl ihrer Aktien gegenüberstellt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stellt das den Stammaktionären der DATAGROUP SE zustehende Periodenergebnis der durchschnittlichen gewichteten Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien gegenüber.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und dem Wert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen einerseits über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des gekauften Unternehmens andererseits.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt die Gesamtgegenleistung (Initialkaufpreis, Wert von Earn Out- und sonstigen Verpflichtungen) unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- und Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Eine Zuschreibung einmal vorgenommener Abschreibungen auf Geschäftsund Firmenwerte erfolgt nicht. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich (zum 30.09. des Jahres) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hinweisen, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt, denen der Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- und Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Wertminderungstests des Geschäfts- und Firmenwertes und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen.
  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

Geschäfts- und Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013
Segment Services 17.428.917,87 16.325.268,29 16.325.268,29 16.325.268,29 16.325.268,29
Segment Solutions und
Consulting 22.192.268,03 22.192.268,03 22.192.268,03 18.459.247,17 18.459.247,17
Sonstige (Holding) 8.953,33 5.883,33 5.883,33 8.828,75 8.828,75
Geschäfts- und
Firmenwert 39.630.139,23 38.523.419,65 38.523.419,65 34.793.344,21 34.793.344,21

Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) mit Hilfe eines Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die zugrunde gelegten Cashflows basieren auf einer vom Management verabschiedeten Budgetplanung. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen für zukünftige Jahre wurde auf eine Wachstumsrate von 1 % abgestellt. Diese Wachstumsrate entspricht der vom Management langfristig erwarteten Wachstumsrate für die IT-Services-Branche. In Folge dieser Analyse konnten keine Anzeichen einer Wertminderung festgestellt werden.

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten beziehen sich auf die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen für die Mehrjahresplanung zugrunde gelegt wurde.

Carsten Wink, Leiter SAP Application Management Services DATAGROUP Business Solutions GmbH

Abzinsungssätze

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zugeordneten Risiken dar. Hierbei werden der Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Vermögenswerte berücksichtigt. Der Abzinsungssatz berücksichtigt die Risiken des Konzerns und seiner Segmente und Gesellschaften, die sich für eine vergleichbare Anlage am Kapitalmarkt ergeben würden und basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde mit einem einheitlichen Abzinsungssatz von 5,27 % (2016: 4,95 %) gerechnet.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Im Rahmen des Wertminderungstests wurden Szenario-Analysen mit abweichenden Annahmen erstellt. So wurden Vergleichsrechnungen mit einer Schwankung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte sowie der Wachstumsrate um 0,5 % kalkuliert. Keines der für möglich gehaltenen Szenarien führte zu einem Übersteigen des Buchwerts über den beizulegenden Zeitwert.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Marken, Auftragsbestände, Kundenstämme, selbst erstellte und erworbene Software, Lizenzen sowie Wettbewerbsverbote.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in Höhe des Nutzens angesetzt, der sich aus dem Markennamensrecht ergibt. In Zusammenhang mit der DATAGROUP-Dachmarkenstrategie wird in der Regel davon ausgegangen, dass erworbene Unternehmen mittelfristig die Firmenbezeichnung "DATAGROUP" erhalten. Aus diesem Grund wird für erworbene Marken von einer begrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Anschaffungskosten für die aktivierten Marken werden linear auf die ermittelte Nutzungsdauer abgeschrieben. Derzeit ist keine Marke mehr aktiviert.

Auftragsbestände und Kundenstämme sowie Wettbewerbsverbote werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Wertermittlung von in Zusammenhang mit Unternehmenserwerben erstandenen Auftragsbeständen und Kundenstämmen sowie Wettbewerbsverboten orientiert sich am Nutzen für das erwerbende Unternehmen. Es wird von Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren ausgegangen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten, nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Aufwendungen für die Forschung werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern bei drei bis zehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Da immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben werden, wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich durch einen Werthaltigkeitstest nachgewiesen. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, so wird die Werthaltigkeit auf der Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet.

Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung ganz oder teilweise entfallen sind, wird eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgswirksam verbucht.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern im Regelfall zwischen einem und 15, in Einzelfällen auch bis 33 Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung. Liegt dabei der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr gegeben sind, wird eine Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen sich auf der Basis der gewichteten Durchschnittskosten. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.

Martin Voelker, Geschäftsführer DATAGROUP Consulting Services GmbH

Fertigungsaufträge

Soweit das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich geschätzt werden kann, werden die für den einzelnen Auftrag zu erwartenden Gesamterlöse entsprechend dem Leistungsfortschritt, also dem Verhältnis der bereits erbrachten zu den insgesamt zu erwartenden Gesamtkosten des einzelnen Projektes, aktiviert. Change Requests fließen in die Bewertung der aktivierten Fertigungsaufträge ein. Erkennbare Verluste werden sofort und in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Bereits erhaltene Anzahlungen werden von den Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit keine verlässliche Schätzung des Ergebnisses möglich ist, werden die angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Ein zu erwartender Verlust wird als Aufwand berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Gesamterlöse werden neben ursprünglich im Vertrag vereinbarten Erlösen auch Zahlungen für Change Requests zugrunde gelegt.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Termingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt kategorisiert:

    1. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bilanziert werden
    1. Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind 3. Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden 4.Kredite und Forderungen
  • 5.Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Des Weiteren wurde die Kategorie "Derivatives Finanzinstrument (Sicherungsinstrument)" ergänzt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf Abschnitt III.14. Sicherungsinstrument.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ersten Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Marktwertschwankungen sind erfolgswirksam zu behandeln.

Die Bewertung der Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind, erfolgt gleichermaßen zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen im Marktwert werden grundsätzlich erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – verrechnet. Ausschließlich dauerhafte Wertminderungen sowie Währungskurseffekte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Mit dem Abgang des Vermögenswertes werden die im Eigenkapital erfolgsneutral angesammelten kumulierten Bewertungsunterschiede erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) oder unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Bildung und Auflösung erfolgswirksam erfolgt. Letzteres gilt insbesondere für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Wertberichtigungen sowohl zur Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken als auch für das allgemeine Kreditrisiko gebildet werden. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen nicht mehr gegeben sind, wird eine entsprechende Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Gemäß IFRS 7.25 ist für jede Kategorie an Finanzinstrumenten der beizulegende Zeitwert anzugeben.

Die für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen durchweg den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 1 und 2 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden sowie Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind). Für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 3 bis 5 (Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) ist der Buchwert als ein hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen.

Zur Bestimmung der Effektivität für die Zeitwert-Angabe der Finanzinstrumente werden die folgenden drei Stufen unterschieden:

  • Stufe 1: Die Bewertung beruht auf an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unverändert übernommenen notierten Preisen.
  • Stufe 2: Die Bewertung erfolgt anhand von Inputfaktoren, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
  • Stufe 3: Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten orientiert sich an nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren.

Derivative Finanzinstrumente

Sowohl die erstmalige Bilanzierung als auch die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte kann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral durch eine Verrechnung im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst werden. Hierbei ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht zwischen dem Sicherungsgeschäft und dem gesicherten Grundgeschäft keine wirksame Sicherungsbeziehung (ineffektiver Teil), wird die Wertänderung der beizulegenden Zeitwerte grundsätzlich erfolgswirksam berücksichtigt.

In nicht derivative Basisverträge eingebettete Derivate werden als freistehende Derivate behandelt, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Es handelt sich um ein Derivat im Sinne der IFRS-Regelungen.
  • Ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken sind nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden.
  • Der gesamte Vertrag wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen

Einzelne Sicherungsinstrumente (z.B. eingebettete Derivate) werden im Rahmen der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Hedges) designiert. Zu Beginn des Hedge Accounting wird die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft einschließlich der Risikomanagementziele dokumentiert. Des Weiteren wird sowohl beim Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts gemäß dem abgesicherten Risiko in hohem Maße effektiv ist.

Grundsätzlich werden im DATAGROUP-Konzern keine derivativen Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. In einem speziellen Fall ist DATAGROUP hiervon abgewichen. Weitere Ausführungen sowie die Angabe zu den beizulegenden Zeitwerten der für Sicherungszwecke eingesetzten Derivate sind in Abschnitt III.14. aufgeführt.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren in Übereinstimmung mit IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" ermittelt. Die Versorgungsverpflichtung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und berücksichtigt dabei auch künftig wahrscheinliche Erhöhungen von Renten und Gehältern. Das Planvermögen wird zu Marktwerten mit der Versorgungsverpflichtung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige, aufgrund eines vergangenen Ereignisses begründete ungewisse Verpflichtungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führen werden. Der Betrag der Verpflichtung muss verlässlich ermittelbar sein und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages, wobei eventuell vorhandene Rückgriffsansprüche nicht verrechnet werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Soweit eine zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, wird keine Rückstellung bilanziert, sondern eine Eventualverbindlichkeit im Anhang angegeben.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Steuern

Der tatsächliche Ertragssteueraufwand wird auf der Basis des zu versteuernden Einkommens und unter Heranziehung der für das einzelne Unternehmen anzuwendenden Steuersätze ermittelt. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und tatsächliche Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag angesetzt, der zu erwarten ist.

Latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" unter Anwendung der bilanzorientierten Liability-Methode auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz errechnet. Ferner werden latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet werden wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz verwendet. Dieser Steuersatz entspricht dem erwarteten Steuersatz für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt nur insoweit, als dass eine Identität der Steuergläubiger besteht.

Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft.

Trägt der Leasinggeber alle wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), so wird der Vermögenswert in der Bilanz des Leasinggebers aktiviert. Zahlungen für Leasingverträge, die als Operating Leases klassifiziert werden, werden beim Leasingnehmer über die Laufzeit des Leasingvertrages aufwandswirksam erfasst. Beim Leasinggeber erfolgt die Verbuchung der eingehenden Leasingraten in gleicher Weise, nämlich über die Laufzeit verteilt.

Soweit der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Vertrag übernimmt, erfolgt die Bilanzierung des Vermögenswertes beim Leasingnehmer (Finance Lease). Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen setzt der Leasingnehmer zu Beginn der Laufzeit des Leasingvertrages Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe, nämlich zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen an. In nachfolgenden Perioden werden für die Ermittlung des bilanzierten Darlehens die Leasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil zerlegt. Die Finanzierungskosten sind so über die Laufzeit des Vertrages zu verteilen, dass ein konstanter Zinssatz auf die jeweils verbleibende Restschuld entsteht. Der Wert, mit dem der Vermögenswert zu Beginn aktiviert wird, wird unter Berücksichtigung eines möglicherweise vereinbarten Restwertes linear über die Laufzeit des Vertrages abgeschrieben. Beim Leasinggeber wird zu Beginn des Leasingvertrages eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die eingehenden Leasingraten werden in gleicher Weise wie beim Leasingnehmer in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgesplittet.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich in der Periode erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, in der die Aufwendungen anfallen, für deren Kompensation die Zuwendungen bereitgestellt werden. Eine Erfassung als Ertrag unterbleibt, soweit nicht mit hinreichender Sicherheit gewährleistet werden kann, dass die für die Gewährung der Zuwendung zu erfüllenden Bedingungen auch erreicht werden können.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Dienstleistung und Wartung 180.630.823,98 135.907.157,89
Handel 42.297.065,62 38.820.586,09
Sonstige 213.789,76 190.395,06
Umsatzerlöse 223.141.679,36 174.918.139,04
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen 1.680.010,60 1.581.484,82
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 690.468,99 441.758,80
Erträge aus Umbewertung von Forderungen
und Verbindlichkeiten 110.634,24 82.583,19
Mieterträge 167.163,54 145.417,43
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 56.505,28 59.362,38
Erträge aus dem Erwerb von (Teil-)Geschäftsbetrieben 2.791.864,80 5.736.895,82
Ertrag aus Abgrenzung Upfront-Payment aus HPE-Transaktion 1.091.778,00 90.782,00
Erstattung Restrukturierungsaufwendungen 1.632.608,00 0,00
Übrige 882.354,59 277.935,17
Sonstige betriebliche Erträge 9.103.388,04 8.416.219,61
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Materialaufwand 36.161.488,92 33.176.295,77
Aufwand für bezogene Leistungen 28.069.334,98 24.995.999,42
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen 64.230.823,90 58.172.295,19
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Löhne und Gehälter 102.638.712,60 73.403.137,34
Soziale Abgaben 15.879.593,34 12.016.864,17
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.332.920,46 289.868,55
Personalaufwand 119.851.226,40 85.709.870,06
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
auf immaterielle Vermögenswerte
selbst erstellt 360.569,66 288.619,86
entgeltlich erworben 4.026.855,82 3.316.330,00
auf Sachanlagen 4.063.671,35 2.822.776,83
Abschreibungen 8.451.096,83 6.427.726,69

Das Auslandsgeschäft spielt für den DATAGROUP-Konzern nur eine untergeordnete Rolle, 98,5 % (im Vorjahr 98,4 %) der Umsätze wurden in Deutschland erzielt.

Im Geschäftsjahr steigt der Dienstleistungsanteil an den Umsatzerlösen weiter, nämlich auf 80,9 % nach 77,7 % im Vorjahr. Das Segment "Solutions und Consulting" hat 36,5 % der Umsatzerlöse (nach 45,7 % im Vorjahr) erwirtschaftet. Weitere ausführliche Informationen zu der Entwicklung der Umsatzerlöse befinden sich im Lagebericht unter Abschnitt 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Im Rahmen des Kaufs der HanseCom wurde vereinbart, dass Restrukturierungsaufwendungen unter bestimmten Bedingungen bis zu einem vorgegebenen Gesamtvolumen an den Verkäufer weiterbelastet werden können. Dem Ertrag aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen über 1.632.608,00 EUR stehen in gleicher Höhe Personalaufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung für Restrukturierung gegenüber.

3. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen beziehen sich auf nachfolgende Vermögenswerte:

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in starkem Maße durch die Unternehmenserwerbe hervorgerufen: Die im Rahmen von Unternehmenserwerben anzusetzenden Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand und Kundenstamm belasten in den Folgejahren das Ergebnis. Im Geschäftsjahr belaufen sich die Abschreibungen aus Unternehmenserwerben auf 3.188.846,00 EUR nach 2.641.545,00 EUR im Vorjahr.

2016/2017 2015/2016
36.161.488.92 33.176.295.77
28.069.334.98 24.995.999.42
64.230.823.90 58.172.295.19
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Finanzierungserträge
Beteiligungserträge 117.316,65 64.803,30
Zinserträge aus
Finance Lease 115.291,50 135.504,05
Sonstige 569.919,25 690.014,77
Sonstige Finanzerträge 23.760,58 271,50
826.287,98 890.593,62
Finanzierungsaufwand
Bankdarlehen 1.181.233,89 1.068.460,22
Finance Lease 197.858,84 243.632,58
Effektivzinsmethode 908.168,37 403.227,81
Factoring 334.890,83 329.227,54
Neubewertung Earn Out-Verpflichtungen 48.735,68 222.295,48
Sonstige 146.428,30 1.208.189,34
2.817.315,91 3.475.032,97
Finanzergebnis -1.991.027,93 -2.584.439,35

Im Vorjahr waren in den sonstigen Finanzierungsaufwendungen Zinsaufwendungen aus Steuern über 1.108.650,30 EUR, in der Position "Sonstige Zinserträge" Zinserträge aus Steuern in Höhe von 551.007,30 EUR enthalten, die aus den Ergebnissen einer durchgeführten Betriebsprüfung resultierten. Aus dem gleichen Sachverhalt entstanden im Geschäftsjahr auf Grundlage vorliegender Steuerbescheide Zinserträge aus Steuern über 373.681,56 EUR – abgebildet unter den sonstigen Zinserträgen.

Der Finanzierungsaufwand für aufgenommene Bankdarlehen stieg um gut 10 %. Das Finance Leasing ist leicht rückläufig, das Factoringvolumen ist stabil.

In den Rechts-, Gerichts- und Beratungskosten des Vorjahres waren 2.041.986,41 EUR an Transaktionskosten aus dem Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH enthalten.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen unter Konzernlagebericht Abschnitt 8. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

Die Position "Sonstige" enthält insbesondere Aufwendungen aus der Erhöhung von Garantierückstellungen, Forderungsverluste sowie Umsatzsteuer.

7. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ergibt sich wie folgt:

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen folgendes Bild:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Reise- und Fahrzeugkosten 5.134.670,33 5.202.737,56
Raumkosten 4.609.679,78 4.208.662,32
Personalnebenkosten 3.310.800,89 2.302.341,17
Verwaltungsaufwendungen 3.566.552,92 3.135.804,19
Werbekosten 1.617.118,02 1.424.089,46
Rechts-, Gerichts- und Beratungskosten 1.508.461,76 3.485.948,89
Versicherungs- und sonstige Beiträge, Gebühren und Bankspesen 933.969,02 744.831,32
Sonstige 1.068.362,72 331.554,30
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.749.615,44 20.835.969,21

Daniel Mayr, Service Manager DATAGROUP Köln GmbH

8. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden neben den tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Tatsächliche Steuern 6.781.540,52 5.694.621,75
Latente Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden -2.283.342,91 924.406,88
aus Verlustvorträgen 901.470,00 -2.243.493,00
-1.381.872,91 -1.319.086,12
Ertragsteuern 5.399.667,61 4.375.535,63
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Ergebnis vor Steuern 16.598.661,85 10.091.004,29
Konzernsteuersatz: 31,60 % (Vorjahr 31,40 %)
Erwarteter Steueraufwand 5.245.177,14 3.168.575,35
Steueraufwand und -ertrag früherer Jahre 189.014,01 2.538.604,38
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie
gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 294.631,60 519.415,74
Nicht gebuchte latente Steuern auf permanente Differenzen -822.927,54 -37.746,00
Steuersatzänderung auf latente Steuern -3.645,18 14.508,91
Unterschiede zu lokalen Steuersätzen 104.236,72 -2.515,46
Auswirkung aus der Neubewertung von Verlustvorträgen 393.180,86 -1.825.307,29
Tatsächlicher Steueraufwand 5.399.667,61 4.375.535,63

Tatsächliche Steuerquote: 32,53 % (Vorjahr 43,36 %)

(entspricht dem Verhältnis des tatsächlichen Steueraufwands zum Ergebnis vor Steuern)

In den latenten Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden sind Steuern, die auf Abschreibungen für im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögensgegenständen entfallen, in Höhe von 995.465,51 EUR (im Vorjahr 829.692,73 EUR) enthalten. Diese führen zu einer Verminderung der Steuerbelastung.

Steuern vom Einkommen und Ertrag werden von den DATAGROUP-Unternehmen ausschließlich in Deutschland gezahlt. Die individuellen Steuersätze liegen – abhängig von den Hebesätzen der verschiedenen Gemeinden – zwischen 28,075 % und 32,275 % (im Vorjahr zwischen 28,075 % und 32,450 %). Der konzerneinheitliche Steuersatz wurde als Mittelwert daraus mit 31,6 % (im Vorjahr 31,4 %) ermittelt. Ausgehend von diesem konzerneinheitlichen Steuersatz kann der rechnerisch zu erwartende Steueraufwand auf das tatsächliche Steuerergebnis wie folgt übergeleitet werden:

Die tatsächliche Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 2016 / 2017 32,53 %. Die in den vergangenen Jahren festzustellenden Abweichungen zwischen tatsächlicher und rechnerisch zu erwartender Steuerquote resultierten generell aus Steueraufwendungen aus Vorjahren, aus der Neubewertung von Verlustvorträgen, aus der Anpassung von nicht der Versteuerung unterliegenden permanenten Bewertungsunterschieden wie der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen oder Beteiligungsbuchwerten sowie aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen.

Konkrete Ursache für die hohe Steuerquote des Vorjahres 2015 / 2016 ist das Ergebnis einer Betriebsprüfung durch die Finanzbehörden, wonach ein im Jahr 2012 aufgekündigter Ergebnisabführungsvertrag zwischen Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns rückwirkend als steuerlich unwirksam eingestuft wurde. Der Vorstand der DATAGROUP SE hält diese Bewertung für unzutreffend und hat gegen die vorliegenden Steuerbescheide Rechtsmittel eingelegt. Ohne diesen Sondereinfluss, der zu zusätzlichen Netto-Zinsaufwendungen von 554.796,52 EUR sowie Steueraufwendungen über 682.396,80 EUR geführt hätte, würde sich die Steuerquote des Vorjahres auf 34,7 % belaufen.

Michael Freuwörth, Vertriebsleiter DATAGROUP Köln GmbH

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Services
Anfangsbestand 16.325.268,29 16.325.268,29
Zugang 1.103.649,58 0,00
17.428.917,87 16.325.268,29
Solutions und Consulting 22.192.268,03 22.192.268,03
Sonstige (Holding)
Anfangsbestand 5.883,33 5.883,33
Zugang 3.070,00 0,00
8.953,33 5.883,33
Geschäfts- und Firmenwert 39.630.139,23 38.523.419,65

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

2. Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt zusammen:

Für die aktivierten Auftragsbestände wurde eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren festgelegt, die Kundenbeziehungen unterliegen Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren abgeschrieben, in Ausnahmefällen auch innerhalb von bis zu fünfzehn Jahren. Für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gelten Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht Abschnitt 8. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

3. Sachanlagen

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Technische Anlagen 13.004,00 18.366,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.224.313,71 7.285.741,42
Geleistete Anzahlungen 13.260,00 0,00
Sachanlagen 19.250.577,71 7.304.107,42
30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 523.922,41 523.922,41
Forderungen an Anteilseigner 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere 105.739,00 0,00 0,00 105.739,00
Forderungen aus Finance Lease 2.295.766,62 2.112.078,40 0,00 4.407.845,02
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.350,00 9.350,00
Finanzanlagen 2.401.505,62 2.112.078,40 533.272,41 5.046.856,43
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 523.922,41 523.922,41
Forderungen an Anteilseigner 800.801,80 0,00 0,00 800.801,80
Wertpapiere 212.022,50 0,00 0,00 212.022,50
Forderungen aus Finance Lease 1.972.582,77 2.042.323,46 0,00 4.014.906,23
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.350,00 9.350,00
Finanzanlagen 2.985.407,07 2.042.323,46 533.272,41 5.561.002,94
Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Auftragsbestand / Kundenbeziehungen 10.485.563,00 5.570.461,00
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Software 1.647.896,50 1.496.540,94
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 3.799.400,54 2.729.633,34
Übrige immaterielle Vermögenswerte 15.932.860,04 9.796.635,28

Unter Betriebs- und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finance Lease-Verträgen erworbene Vermögenswerte im Wert von 2.395.802,00 EUR (im Vorjahr 2.910.145,31 EUR) ausgewiesen.

Die Sachanlagen unterliegen Nutzungsdauern zwischen einem und zehn, in Einzelfällen auch bis zu 33 Jahren.

4. Langfristige sowie kurzfristige Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

5. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Forderungen an Steuerbehörden 163.988,10 49.474,64
Kautionen 564.607,44 22.237,23
Sonstige 14.943.874,19 23.868.168,90
Sonstige Vermögenswerte 15.672.469,73 23.939.880,77

Die Position "Sonstige" betrifft im Wesentlichen die Hewlett-Packard GmbH und resultiert aus der im Vorjahr durchgeführten Transaktion. Es handelt sich um den verzinsten langfristigen Anteil des Kompensationsbetrages aus der Übernahme von Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 14.824.298,00 EUR (im Vorjahr 23.773.819,00 EUR).

6. Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf folgende Aktiv- und Passivposten gebildet:

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegen einer regelmäßigen, mindestens quartalsweise durchgeführten Werthaltigkeitsprüfung. Es wird untersucht, ob bzw. in welchem Umfang in den nächsten fünf Jahren damit zu rechnen ist, dass die bestehenden Verlustvorträge durch positive Ergebnisse der einzelnen Konzerngesellschaft in Anspruch genommen werden können. Im Geschäfts- und Vorjahr konnten die auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern im Wesentlichen ohne Wertberichtigungsbedarf angesetzt werden.

Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden 104.810,33 EUR eigenkapitalmindernd (im Vorjahr 156.747,59 EUR eigenkapitalmindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Sie betreffen die Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen.

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Aktive latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge 2.902.195,00 3.803.665,00
Sachanlagen 146.964,03 0,00
Vorräte 8.989,23 0,00
Fertigungsaufträge 232.757,49 0,00
sonstige Vermögenswerte 87.317,58 257.160,56
Rückstellungen 12.361.600,20 13.250.490,11
Finanzverbindlichkeiten 4.197.601,09 1.312.197,82
19.937.424,62 18.623.513,49
Saldierung -15.355.123,18 -13.935.226,34
Aktive latente Steuern 4.582.301,44 4.688.287,15
Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Passive latente Steuern auf
übrige immaterielle Vermögenswerte 3.867.548,83 2.540.977,40
Sachanlagen 0,00 57.347,05
Finanzanlagen 1.230.500,50 1.099.699,62
Fertigungsaufträge 0,00 368.968,05
sonstige Verbindlichkeiten 12.172.792,90 12.748.067,67
17.270.842,23 16.815.059,79
Saldierung -15.355.123,18 -13.935.226,34
Passive latente Steuern 1.915.719,05 2.879.833,45

Bei der Position "Fertige Erzeugnisse und Waren" handelt es sich im Wesentlichen um Hard- und Software. Von den Vorräten waren 316.684,19 EUR (im Vorjahr 320.253,08 EUR) als Sicherheit für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet. Der diesbezügliche Kreditrahmen wurde zum 30.09.2017 nicht in Anspruch genommen.

7. Vorräte

Unter den Vorräten werden folgende Vermögenswerte ausgewiesen:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Unfertige Leistungen 62.601,21 185.095,00
Fertige Erzeugnisse und Waren brutto 3.364.051,89 1.193.251,96
Geleistete Anzahlungen 37.554,50 14.850,00
Vorräte 3.464.207,60 1.393.196,96

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Die Wertberichtigung hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 27.136.577,11 16.321.363,57
Wertberichtigungen -377.067,83 -253.371,75
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.759.509,28 16.067.991,82
2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017
Angaben in EUR Einzelwert-
berichtigung
Pauschalierte
Einzelwert
berichtigung
Summe
Anfangsbestand 108.971,75 144.400,00 253.371,75
Zugänge durch Veränderungen im Konsolidierungskreis 407,04 9.187,46 9.594,50
Verbrauch 3.007,04 11.100,00 14.107,04
Zuführungen 1.396,08 126.812,54 128.208,62
Endbestand 107.767,83 269.300,00 377.067,83

Mit Ausnahme des geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalts – zum Teil im Handelsgeschäft vereinbart – sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht besichert. Damit unterliegt der DATAGROUP-Konzern dem Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Dem wurde durch die Bildung angemessener – auch pauschalierter – Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der DATAGROUP-Konzern hatte zum 30.09.2017 Forderungen in Höhe von 1.668.205,51 EUR im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind. Von diesen Forderungen waren 65.999,05 EUR mehr als 30 Tage, 50.177,74 EUR mehr als 60 Tage und 34.292,23 EUR mehr als 90 Tage überfällig.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge schlagen sich unter Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz wie folgt nieder:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Fertigungsaufträge, brutto 4.189.555,15 3.761.188,15
Erhaltene Anzahlungen 2.010.434,22 732.508,07
Fertigungsaufträge, netto 2.179.120,93 3.028.680,08
Aktivischer Überhang 2.558.761,35 3.050.462,10
Passivischer Überhang 379.640,42 21.782,02
Fertigungsaufträge, netto 2.179.120,93 3.028.680,08

In den Fertigungsaufträgen sind Auftragskosten von 3.347.753,14 EUR (im Vorjahr 2.525.868,64 EUR) enthalten. Die ausgewiesenen Gewinne betragen 841.802,01 EUR (im Vorjahr 1.235.319,51 EUR).

Im Geschäftsjahr sind an Auftragserlösen 10.673.673,06 EUR (im Vorjahr 10.310.498,34 EUR) angefallen.

Die Position "Sonstige" betrifft im Wesentlichen die Transaktion mit der Hewlett-Packard GmbH und enthält den Betrag für die noch nicht erhaltenen Gegenleistungsbeträge sowie den verzinsten Kurzfristanteil des Kompensationsbetrages aus der Übernahme von Altersversorgungsverpflichtungen über 6.008.105,83 EUR (im Vorjahr 5.943.455,00 EUR).

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.377,36 33.430,08
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 381.329,00 343.677,40
Forderungen gegenüber dem Finanzamt 4.336.725,72 3.464.146,07
Forderungen aus Factoring 3.137.491,58 2.707.947,77
Sonstige 14.303.719,23 13.097.378,31
Sonstige Vermögenswerte 22.163.642,89 19.646.579,63

10. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen, unter den kurzfristigen Aktiva ausgewiesenen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016
Bankguthaben 53.164.337,17 24.409.298,17
Kassenbestände 14.693,70 14.920,09
Zahlungsmittel 53.179.030,87 24.424.218,26
Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Stand zum 01.10. 7.590.000,00 7.590.000,00
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 759.000,00 0,00
Stand zum 30.09. 8.349.000,00 7.590.000,00

12. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals kann aus den Übersichten der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

11. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten ausschließlich Sichtguthaben bei Banken und Kassenbestände:

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 8.349.000,00 EUR und ist in 8.349.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1,00 EUR je Stückaktie.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu nominal 759.000,00 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II 2013). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 05.04.2017 Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 759.000,00 EUR erhöht.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu nominal 3.036.000,00 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I 2013).

Bedingtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11.03.2020 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 30.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern oder Gläubigern der jeweiligen unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Optionsrechte oder -pflichten oder Wandlungsrechte oder -pflichten auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der DATAGROUP SE mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 3.795.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Die Schuldverschreibungen können mit einer festen oder variablen Verzinsung ausgestattet werden. Ferner kann die Verzinsung auch wie bei einer Gewinnschuldverschreibung vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der DATAGROUP SE abhängig sein. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Stand zum 01.10. 11.796.385,73 11.796.385,73
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 20.540.986,54 0,00
Stand zum 30.09. 32.337.372,27 11.796.385,73

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

ERWIRTSCHAFTETES KONZERNEIGENKAPITAL

In der Hauptversammlung vom 22.03.2017 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015 / 2016 eine Dividende von 0,30 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der Auszahlungsbetrag belief sich für 7.572.459 Stückaktien auf 2.271.737,70 EUR.

Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2016 / 2017 eine Dividende von 0,45 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen.

30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.873.811,89 31.111.046,40 9.000.000,00 47.984.858,29
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 3.252.436,75 3.601.261,03 0,00 6.853.697,77
Verbindlichkeiten für den Earn Out
aus dem Kauf von Tochterunternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00
Marktwert derivativer Finanzinstrumente 0,00 8.978.605,64 0,00 8.978.605,64
Finanzverbindlichkeiten 11.126.248,64 43.690.913,07 9.000.000,00 63.817.161,70
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 38.777.066,62 9.042.895,99 48.069.962,61
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 2.941.825,30 4.017.100,94 0,00 6.958.926,24
Verbindlichkeiten für den Earn Out aus
dem Kauf von Tochterunternehmen 346.000,00 0,00 0,00 346.000,00
Marktwert derivativer Finanzinstrumente 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzverbindlichkeiten 3.537.825,30 42.794.167,56 9.042.895,99 55.374.888,85
Datum Anzahl
Tage
Anzahl
Aktien
30.09.2016
06.04.2017 188 7.590
30.09.2017 177 8.349
365
Durchschnitt: 7.958
davon eigene Anteile 18
7.940

Im Vorjahr wurde der Berechnung für das Ergebnis je Aktie eine Anzahl von 7.272.000 Aktien zugrunde gelegt. Bei einer Berechnung auf Grundlage von 7.940.000 Aktien hätte sich das Ergebnis je Aktie auf 72 Cent belaufen.

KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNIS

Über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von 11.198.994,24 EUR (im Vorjahr 5.715.468,66 EUR) hinaus wurden 986.952,37 EUR (im Vorjahr 494.276,05 EUR) an sonstigem Ergebnis erzielt. Das sonstige Ergebnis betrifft die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit 1.405.874,53 EUR, die durch darauf entfallende latente Steuern über 418.922,16 EUR gemindert werden.

ERGEBNIS JE AKTIE

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ein Ergebnis je Aktie von 141 Cent erwirtschaftet. Im Vorjahr konnten 75 Cent je Aktie erreicht werden.

Der Berechnung für die Kennziffer "Ergebnis je Aktie" liegt die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien zugrunde. Vor der am 06.04.2017 durchgeführten 10 %-igen Kapitalerhöhung waren dies 7.590.000, danach 8.349.000 Stück. Die Berechnung ergibt sich wie folgt:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Stand zum 01.10. -3.476.538,18 -3.970.814,23
Sonstiges Ergebnis 986.952,37 494.276,05
Stand zum 30.09. -2.489.585,81 -3.476.538,18

Weitere, das kumulierte sonstige Konzernergebnis betreffende Effekte waren im Geschäftsjahr 2016 / 2017 nicht zu verzeichnen.

Zusammengefasst lässt sich die Entwicklung des kumulierten sonstigen Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2016 / 2017 im Vergleich zum Vorjahr 2015 / 2016 wie folgt darstellen:

KAPITALRÜCKZAHLUNG / EIGENE ANTEILE

Die Gesellschaft wurde durch die Hauptversammlung vom 22.03.2017 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zum 22.03.2017 oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung gilt bis zum 21.03.2022.

Der Kauf eigener Anteile erfolgt insbesondere, um diese im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Aktien oder sonstigen Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung zu gewähren.

Der Bestand der Gesellschaft an eigenen Anteilen blieb im Geschäftsjahr unverändert bei 17.541 Stück bzw. nominal 17.541,00 EUR. Dies entspricht 0,21 % des Grundkapitals.

13. Langfristige sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zusammensetzung und Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zum 30.09.2017 und zum 30.09.2016:

Die mit dem Kauf der Excelsis-Gruppe (jetzt DATAGROUP Mobile Solutions AG) eingegangenen Earn Out-Verpflichtungen wurden per 31.12.2016 endgültig festgestellt und abgerechnet. Auf Grundlage der verbesserten Istdaten der Gesellschaft für das Quartal vom 01.10.2016 bis zum 31.12.2016 reichte die zum 30.09.2016 gebildete Finanzverbindlichkeit nicht aus. Es entstand ein Aufwand aus der Neubewertung der Earn Out-Verpflichtung über 48.735,68 EUR.

14. Sicherungsinstrument

Im Vorjahr erwarb die DATAGROUP Enterprise Services GmbH zum 01.09.2016 einen Teil-Geschäftsbetrieb von der Hewlett-Packard GmbH (kurz HPE, jetzt DXC Technology). Im Rahmen des Vertrages wurden Altersversorgungsverpflichtungen übernommen, die zum 01.09.2016 mit insgesamt 50.793.008,00 EUR bewertet worden sind. Diese Verpflichtungen sind in Höhe von 21.085.249,36 EUR durch Treuhandvermögen unterlegt, das an den von DATAGROUP eingesetzten Treuhänder übertragen worden ist. Der Differenzbetrag über 29.707.758,64 EUR wurde als Barausgleichsanspruch zum 30.09.2016 bilanziert. Dieser hat eine Laufzeit bis zum 31.08.2020. In den Barausgleichsanspruch ist ein Derivat in Form eines Zinstermingeschäftes eingebettet. Der Wert des Zinsderivats bestimmt sich durch den zugrunde gelegten Zins zum jeweiligen Bewertungsstichtag.

Als Referenzzinssatz fungiert der Diskontierungszinssatz für den zum 01.09.2016 ermittelten Bestand an Pensionsverpflichtungen, wie er nach den Bestimmungen des Vertrages zu ermitteln ist. Der Zins orientiert sich an den Zinssätzen zur IFRS-Bewertung von Pensionsverpflichtungen mit einer Duration von 16 Jahren.

Das Derivat ist aufgrund der vertraglichen Bedingungen geeignet, die Cashflows aus dem Basiskontrakt erheblich zu modifizieren. Die ökonomischen Merkmale und Risiken der beiden Komponenten des hybriden Finanzinstruments sind nicht eng verbunden. Insofern sind Basiskontrakt und Derivat getrennt zu bilanzieren, da von der Ausübung der Fair Value-Option abgesehen wird.

DATAGROUP hat das Derivat zum 01.10.2016 als Sicherungsinstrument designiert, um den Teil der Wertänderungen der Pensionsverpflichtung, der aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes resultiert, auszugleichen (Fair Value Hedge).

Als Grundgeschäft der Sicherungsbeziehung wurde unter Auslegung der Regelungen des IAS 39 und Festlegung einer unternehmensspezifischen Vorgehensweise im Sinne von IAS 8.10 ein Teil der beim Erwerb des Teilbetriebs auf DATAGROUP übergegangenen Pensionsverpflichtung designiert. Designiert wird allein die zinsinduzierte Wertänderung der Pensionsverpflichtung als Grundgeschäft, um das diesbezüglich bestehende Einzelrisiko in der finanziellen Schuld abzusichern.

Grundsätzlich werden Wertänderungen des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäftes bei einem Fair Value Hedge erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Da dies im hier vorliegenden Fall der Pensionsrückstellung zu einer Durchbrechung des Grundsatzes der erfolgsneutralen Wertänderung führen würde, werden die Bilanzierungsregeln des Grundgeschäftes auf das Sicherungsinstrument angewendet. Die das abgesicherte Risiko betreffenden Wertänderungen werden, ebenso wie der unwirksame Teil der gegenläufigen Zeitwertänderungen, im sonstigen Ergebnis erfasst.

Das Sicherungsinstrument dient dazu, zinsinduzierte Anpassungen der Pensionsrückstellungen aus dem per 01.09.2016 übernommenen Bestand an Pensionsverpflichtungen auszugleichen. Das Derivat verfügt über eine Laufzeit bis zum 31.08.2020. Die Entwicklung der Pensionsrückstellung aus der Andienung oder aus sonstigen Bestandsänderungen wird ausdrücklich nicht gesichert. Auf Grundlage der gewählten vertraglichen Konstruk-

Datum Grund-
geschäft
Rechnungszins
Sicherungs-
instrument
Spezifische
zinsinduzierte
Veränderung
der zugrunde-
liegenden
Rückstellung
(- = Aktiv-
überhang)
Wert
Derivat
Sicherungs-
instrument
(- = Passiv-
posten)
Ineffektiver
Teil
Angaben in EUR I II III
= I - II
01.10.2016 1,40 % 1,18 % 0,00 0,00 0,00
30.09.2017 2,20 % 1,90 % -9.091.850,00 -8.978.606,00 113.244,00
30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017 30.09.2016
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Rückstellungen für Pensionen 0,00 37.593.187,93 37.593.187,93 41.828.897,33
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen Vertragsverhältnissen 81.900,00 173.900,00 255.800,00 336.100,00
für Restrukturierung 2.139.183,80 0,00 2.139.183,80 186.967,81
für sonstige Personalkosten 569.852,00 986.271,04 1.556.123,04 1.595.283,79
für Gewährleistungen 165.100,00 0,00 165.100,00 146.035,90
für übrige Verpflichtungen 4.486.672,96 151.860,63 4.638.533,59 2.258.182,41
Rückstellungen 7.442.708,76 38.905.219,60 46.347.928,36 46.351.467,24

15. Langfristige sowie kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Die Rückstellungen aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betreffen eine überhöhte Mietverpflichtung.

Unter den Rückstellungen für übrige Verpflichtungen wird eine Rückstellung über 418.600,00 EUR ausgewiesen, die Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Errichtung einer Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern betrifft. Die in voran gegangenen Jahren erhaltenen Zuwendungen wurden in voller Höhe passiviert, da die Bedingungen für deren Gewährung nicht in vollem Umfang erfüllt sind.

tion liegt der Kalkulation des Sicherungsinstruments ein Rechnungszins zugrunde, der sich für eine angenommene Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung (Duration) von 16 Jahren ergibt. Dieser belief sich per 30.09.2016 auf 1,18 %. Der Wert des Instruments per 30.09.2016 betrug 0,00 EUR. Für die Ermittlung der Pensionsrückstellung muss von einer Duration von mehr als 20 Jahren ausgegangen werden, der hierfür anzuwendende Rechnungszins betrug zum 30.09.2016 1,40 %.

Die zugrundeliegenden Zinssätze sowie die Werte des Sicherungsinstruments und des zugehörigen Grundgeschäftes sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Rückstellungen für Pensionen werden zur Abdeckung von leistungsorientierten Versorgungszusagen gegenüber einzelnen – z.T. ehemaligen – Mitarbeitern der DATAGROUP Enterprise Services GmbH, der DATAGROUP Business Solutions GmbH, der DATAGROUP Financial IT Services GmbH sowie der DATAGROUP Stuttgart GmbH gebildet.

Die für die Abdeckung der Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH notwendigen finanziellen Mittel werden teilweise durch einen Treuhänder verwaltet, für weitere Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH sowie auch der DATAGROUP Financial IT Services GmbH und der DATAGROUP Business Solutions GmbH bestehen zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

Die DATAGROUP-Gesellschaften tragen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen.

Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Im DATAGROUP-Konzern wurden im Geschäftsjahr 2016 / 2017 rund 7.500.000,00 EUR (im Vorjahr ca. 5.700.000,00 EUR) an Rentenversicherungsbeiträgen als Arbeitgeberanteil entrichtet.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen beruhen auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen, die zum Teil durch Betriebsübergang nach § 613a BGB erworben wurden. Es handelt sich durchweg um geschlossene Versorgungssysteme; es ist derzeit nicht vorgesehen, dass weitere aktive Mitarbeiter Ansprüche erwerben können. Verpflichtungen bestehen gegenüber Beschäftigten, Versorgungsempfängern und auch gegenüber einzelnen ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Versorgungsansprüchen.

Auf Grundlage der bestehenden Versorgungsordnungen werden Altersrenten, Invaliditätsrenten sowie Witwen- und Waisenrenten gewährt. Die Höhe der Versorgungsansprüche ist in der Regel abhängig von der Anzahl der zurückgelegten Dienstjahre und vom Gehalt der Anspruchsberechtigten. Für einen Teil der Versorgungszusagen wird eine einmalige Todesfall-Leistung gewährt, soweit der Todesfall noch vor dem Erreichen des Rentenalters eintritt. Im sogenannten Erlebensfall, also bei Erreichen des Rentenalters, kann der Versorgungsempfänger zwischen einer Rente und einer Kapitalzahlung wählen.

01.10.16 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 30.09.17
Veränderung
Konsolidierungs
Angaben in EUR Stand kreis Verbrauch Auflösung Zinszuführung Zuführung Stand
Rückstellungen für Pensionen 41.828.897,33 4.892.666,60 532.671,09 10.584.728,04 855.378,21 1.133.644,92 37.593.187,93
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen Vertragsverhältnissen 336.100,00 0,00 80.300,00 0,00 0,00 0,00 255.800,00
für Restrukturierung 186.967,81 0,00 116.975,26 0,00 0,00 2.069.191,25 2.139.183,80
für sonstige Personalkosten 1.595.283,79 677.324,32 1.109.418,34 343.728,07 488,58 736.172,76 1.556.123,04
für Gewährleistungen 146.035,90 0,00 90.435,90 0,00 0,00 109.500,00 165.100,00
für übrige Verpflichtungen 2.258.182,41 200.903,48 2.039.653,61 130.425,45 0,00 4.349.526,76 4.638.533,59
Rückstellungen 46.351.467,24 5.770.894,40 3.969.454,20 11.058.881,56 855.866,79 8.398.035,69 46.347.928,36

Walburga Speth, Service und Recruiting Manager DATAGROUP Inshore Services GmbH

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP
Enterprise Business Financial IT DATAGROUP Enterprise Business DATAGROUP
Angaben in % Services GmbH Solutions GmbH Services GmbH Stuttgart GmbH Services GmbH Solutions GmbH Stuttgart GmbH
Rechnungszins 2,20 1,75 2,00 1,75 1,40 1,20 1,20
Rententrend 1,75 1,75 1,75 1,75 1,75 1,75 1,75
Entgelttrend 2,00 2,00 3,00 0,00 2,00 2,00 0,00

Zur Abdeckung der Versorgungverpflichtungen wurden zum Teil Treuhandvereinbarungen zur Sicherung des angesparten Treuhandvermögens sowie auch Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Das zum Bilanzstichtag vorhandene Treuhandvermögen wird in vollem Umfang mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Eine Saldierung der Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen erfolgt nur dann, wenn die Ansprüche an die Versorgungsberechtigten verpfändet worden sind.

Die Rückstellung wird nach Maßgabe der Projected Unit Credit Method auf Grundlage der Heubeck'schen Sterbetafeln 2005 G unter Verwendung folgender Parameter berechnet:

Angesichts der abweichenden Bestandsstruktur wurden für die Erstellung der Gutachten der einzelnen Konzernunternehmen unterschiedliche Rechnungszinssätze gewählt. Während die DATAGROUP Enterprise Services GmbH fast ausschließlich über einen aktiven Bestand verfügt, handelt es sich bei den übrigen DATAGROUP-Gesellschaften um Mischbestände.

Die Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Stuttgart GmbH sind nicht gehaltsabhängig.

Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und beizulegende Zeitwerte des Planvermögens aus Treuhandvermögen und Rückdeckungsversicherungen lassen sich über die Jahre wie folgt überleiten:

Angaben in EUR 30.09.2017 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013
Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung 66.503.433,62 64.661.039,33 14.573.986,00 13.702.557,00 12.439.902,00
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 28.910.245,69 22.832.142,00 1.751.644,00 1.757.749,42 1.764.979,42
Rückstellungen für Pensionen 37.593.187,93 41.828.897,33 12.822.342,00 11.944.807,58 10.674.922,58

Der Anwartschaftsbarwert für die Pensionsverpflichtungen hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP
Enterprise Business Financial IT DATAGROUP Enterprise Business DATAGROUP
Angaben in EUR Services GmbH Solutions GmbH Services GmbH Stuttgart GmbH Summe Services GmbH Solutions GmbH Stuttgart GmbH Summe
Anwartschaftsbarwert zum 01.10. 47.804.522,00 16.420.914,33 0,00 435.603,00 64.661.039,33 0,00 14.211.691,00 362.295,00 14.573.986,00
Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises /
aus der Übernahme von Mitarbeitern 0,00 0,00 10.987.695,96 0,00 10.987.695,96 50.793.008,00 0,00 0,00 50.793.008,00
Laufender Dienstzeitaufwand 1.096.233,00 24.531,00 25.636,92 3.411,00 1.149.811,92 91.352,00 28.776,00 2.527,00 122.655,00
Geleistete Pensionszahlungen 30.688,00 602.323,00 13.722,09 12.826,00 659.559,09 0,00 588.382,67 12.826,00 601.208,67
Zinsaufwand 669.264,47 193.437,00 30.185,07 5.150,00 898.036,54 49.947,00 334.020,00 8.541,00 392.508,00
Erwarteter Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 49.539.331,47 16.036.559,33 11.029.795,86 431.338,00 77.037.024,66 50.934.307,00 13.986.104,33 360.537,00 65.280.948,33
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus Änderung finanzmathematischer Annahmen -9.219.726,60 -1.607.015,97 0,00 -36.302,00 -10.863.044,57 -3.129.785,00 2.406.761,00 76.066,00 -646.958,00
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 330.293,53 0,00 0,00 -840,00 329.453,53 0,00 28.049,00 -1.000,00 27.049,00
Summe -8.889.433,07 -1.607.015,97 0,00 -37.142,00 -10.533.591,04 -3.129.785,00 2.434.810,00 75.066,00 -619.909,00
Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 40.649.898,40 14.429.543,36 11.029.795,86 394.196,00 66.503.433,62 47.804.522,00 16.420.914,33 435.603,00 64.661.039,33

Die Anwartschaftsbarwerte betreffen die Anspruchsberechtigten wie folgt:

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP
Enterprise Business Financial IT DATAGROUP Enterprise Business DATAGROUP
Angaben in EUR Services GmbH Solutions GmbH Services GmbH Stuttgart GmbH Summe Services GmbH Solutions GmbH Stuttgart GmbH Summe
Aktive Anwärter 39.567.033,40 1.059.431,00 6.996.987,33 92.161,00 47.715.612,73 47.402.896,00 996.648,00 100.588,00 48.500.132,00
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 829.122,00 2.447.932,00 803.051,00 88.592,00 4.168.697,00 0,00 3.257.703,00 97.515,00 3.355.218,00
Rentenempfänger 253.743,00 10.922.180,36 3.229.757,53 166.930,00 14.572.610,89 401.626,00 12.166.563,33 185.343,00 12.753.532,33
Witwen und Waisen 0,00 0,00 0,00 46.513,00 46.513,00 0,00 0,00 52.157,00 52.157,00
Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 40.649.898,40 14.429.543,36 11.029.795,86 394.196,00 66.503.433,62 47.804.522,00 16.420.914,33 435.603,00 64.661.039,33

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Angaben in EUR DATAGROUP
Enterprise
Services GmbH
DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Financial IT
Services GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
Summe DATAGROUP
Enterprise
Services GmbH
DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
Summe
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 01.10. 21.085.248,00 1.746.894,00 0,00 0,00 22.832.142,00 0,00 1.751.644,00 0,00 1.751.644,00
Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises /
aus der Übernahme von Mitarbeitern
0,00 0,00 6.095.029,36 0,00 6.095.029,36 21.085.249,36 0,00 0,00 21.085.249,36
Zuführungen zum Planvermögen 0,00 16.167,00 0,00 0,00 16.167,00 0,00 41.075,00 0,00 41.075,00
Zahlungen aus dem Planvermögen 34.549,00 92.339,00 0,00 0,00 126.888,00 0,00 92.339,00 0,00 92.339,00
Erwarteter Ertrag bzw. Aufwand aus dem Planvermögen 0,00 20.490,00 22.168,33 0,00 42.658,33 0,00 15.398,00 0,00 15.398,00
Erwarteter beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 30.09.
21.050.699,00 1.691.212,00 6.117.197,69 0,00 28.859.108,69 21.085.249,36 1.715.778,00 0,00 22.801.027,36
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0,00 51.137,00 0,00 0,00 51.137,00 -1,36 31.116,00 0,00 31.114,64
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 30.09.
21.050.699,00 1.742.349,00 6.117.197,69 0,00 28.910.245,69 21.085.248,00 1.746.894,00 0,00 22.832.142,00

Das Planvermögen betrifft Treuhandvermögen und Ansprüche aus Versicherungsverträgen.

17. Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 2017 / 2018
Pensionszahlungen 1.016.978,45
Rentenzahlungen aus dem Planvermögen 92.497,28
Arbeitgeberbeiträge für das Planvermögen 564.208,00
Summe 1.488.689,17
30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017 30.09.2016
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 254.719,96 0,00 254.719,96 218.850,79
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.414.633,21 0,00 2.414.633,21 1.687.591,77
Erhaltene Anzahlungen 307.905,42 0,00 307.905,42 4.116.845,16
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Finanzamt 3.821.085,51 0,00 3.821.085,51 5.547.458,85
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Personal 13.456.702,81 0,00 13.456.702,81 7.873.939,77
Verbindlichkeiten aus
ausstehenden Rechnungen 5.912.667,15 0,00 5.912.667,15 1.416.546,67
Übrige Verbindlichkeiten 3.314.202,14 2.368.710,73 5.682.912,87 2.166.137,87
Sonstige Verbindlichkeiten 29.481.916,20 2.368.710,73 31.850.626,93 23.027.370,88

Im nachfolgenden Geschäftsjahr ist mit folgenden Zahlungszuflüssen und -abflüssen für Pensionsverpflichtungen zu rechnen (- = Zuflüsse):

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als kurzfristig einzustufen. Soweit die Verbindlichkeiten Lieferungen betreffen, unterliegen diese zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen (Duration) beträgt rund 22 Jahre.

Zur Verdeutlichung der möglichen Schwankungsbreite für die Höhe der Rückstellung, die sich aus einer Veränderung der der Berechnung zugrundeliegenden Parameter ergibt, wurde eine Sensitivitätsanalyse mit verschiedenen Szenarien durchgeführt. Hierbei wurden die wichtigsten Parameter für die Berechnung der Rückstellung jeweils in zwei Richtungen verändert. Es wurde bei jedem einzelnen Szenario jeweils nur ein Parameter angepasst, die übrigen blieben unverändert. Die Anpassung der wichtigsten Parameter führt zu nachfolgenden Ergebnissen:

2016 / 2017 2015 / 2016
Angaben in % Erhöhung bzw. Sinken des
Anwartschaftsbarwertes
Erhöhung bzw. Sinken des
Anwartschaftsbarwertes
Zins -0,5 % 11,42 12,99
Zins +0,5 % -8,32 -11,04
Rententrend -0,5 % -6,55 -6,92
Rententrend +0,5 % 7,24 7,69
Lebenserwartung -1 Jahr -2,35 -3,78
Lebenserwartung +1 Jahr 2,31 3,79

In der Gewinn- und Verlustrechnung schlagen sich die Pensionsaufwendungen wie folgt nieder:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Laufender Dienstzeitaufwand = Personalaufwand 1.149.811,92 122.655,00
Zinsertrag 42.658,33 15.398,00
Zinsaufwand 898.036,54 392.508,00

Im Sonstigen Ergebnis wird die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen abgebildet. Sie setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 2016 / 2017 2015 / 2016
Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen aus
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 10.584.728,04 651.023,64
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen -200.247,51 0,00
Sicherungsinstrument -8.978.606,00 0,00
Summe 1.405.874,53 651.023,64

Anna-Lena Arndt, Assistenz der Geschäftsführung DATAGROUP Consulting Services GmbH

IV. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten

Klassifizierung der Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente des DATAGROUP-Konzerns lassen sich wie folgt den Kategorien zuordnen:

Der Kategorie I "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte" sind ausschließlich auf den Inhaber lautende festverzinsliche Wertpapiere zugeordnet. Diese werden zum Zeitwert angesetzt. Da sämtliche Wertpapiere börsennotiert sind, entspricht der Zeitwert dem Börsenkurs am jeweiligen Bilanzstichtag (Stufe 1).

Die den Kategorien II und III zugeordneten Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Wertansatz ist als hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen (Stufe 3); eine Zeitwertangabe erübrigt sich entsprechend.

30.09.17 30.09.17 30.09.17 30.09.17 30.09.17 30.09.16 30.09.16 30.09.16 30.09.16 30.09.16
Kategorie I II III IV I II III IV
Erfolgswirksam
zum Fair Value
Derivatives
Finanzinstrument
Erfolgswirksam
zum Fair Value
Derivatives
Finanzinstrument
Angaben in EUR bewertete
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich-
keiten
(Sicherungs-
instrument)
Summe bewertete
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich-
keiten
(Sicherungs
instrument)
Summe
AKTIVA
Forderungen aus
Finance Lease-Verträgen 0,00 4.407.845,02 0,00 4.407.845,02 0,00 4.014.906,23 0,00 4.014.906,23
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 0,00 26.759.509,28 0,00 26.759.509,28 0,00 16.067.991,82 0,00 16.067.991,82
Zahlungsmittel 0,00 53.179.030,87 0,00 53.179.030,87 0,00 24.424.218,26 0,00 24.424.218,26
Sonstige Vermögenswerte 105.739,00 25.645.620,09 0,00 25.751.359,09 212.022,50 39.299.539,70 0,00 39.511.562,20
Finanzforderungen 105.739,00 109.992.005,26 0,00 110.097.744,26 212.022,50 83.806.656,01 0,00 84.018.678,51
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease-Verträgen
0,00 6.853.697,77 0,00 6.853.697,77 0,00 6.958.926,24 0,00 6.958.926,24
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0,00 4.454.387,66 0,00 4.454.387,66 0,00 2.646.036,61 0,00 2.646.036,61
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0,00 47.984.858,29 0,00 47.984.858,29 0,00 48.069.962,61 0,00 48.069.962,61
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 3.500.553,36 8.978.605,64 12.479.159,00 0,00 2.601.892,20 0,00 2.601.892,20
Finanzverbindlichkeiten 0,00 62.793.497,08 8.978.605,64 71.772.102,72 0,00 60.276.817,66 0,00 60.276.817,66

Der Kategorie IV ist das derivative Finanzinstrument zugeordnet. Der Wertansatz für dieses Sicherungsinstrument wird unter Heranziehung des öffentlich zugänglichen Inputfaktors "Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen mit einer Duration von 16 Jahren" ermittelt (Stufe 2). Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Weitere derivative Finanzinstrumente werden vom DATAGROUP-Konzern nicht eingesetzt.

Nettoergebnis sowie Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten setzen sich wie folgt zusammen:

Risikomanagement

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt – bezogen auf die Finanzinstrumente – im Wesentlichen dem Ausfall-, Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiko. Das Währungsrisiko spielt praktisch keine Rolle, da praktisch sämtliche Unternehmen des Konzerns ihren Sitz in Deutschland haben und nur in zu vernachlässigendem Umfang aus Nicht-Euro-Ländern Waren und Dienstleistungen beziehen bzw. in Nicht-Euro-Länder Waren und Dienstleistungen liefern.

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017
Erfolgswirksam
zum Fair Value
Derivatives
Finanzinstrument
bewertete Kredite und Verbindlich- (Sicherungs
Angaben in EUR Vermögenswerte Forderungen keiten instrument) Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 33.543,90 208.515,06 -1.832.914,51 0,00 -1.590.855,54
Währungsumrechnung 0,00 -1.698,14 0,00 0,00 -1.698,14
Ergebnis aus der erfolgswirk
samen Bewertung zum Fair Value -8.444,64 0,00 0,00 0,00 -8.444,64
Wertberichtigung und
Ergebnis aus dem Abgang 0,00 -148.984,94 44.337,71 0,00 -104.647,23
25.099,26 57.831,98 -1.788.576,80 0,00 -1.705.645,56
Sonstiges Ergebnis
Ergebnis aus der
erfolgsneutralen Bewertung
zum Fair Value 0,00 0,00 0,00 -8.978.606,00 -8.978.606,00
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Erfolgswirksam Derivatives

Das zentrale Werkzeug zur Steuerung der finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken des DATAGROUP-Konzerns ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird monatlich eine vereinfachte Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit durchgeführte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont bis zum 30.09. des laufenden Geschäftsjahres, mindestens aber auf die nachfolgenden fünf Wochen ausgerichtet. Darüber hinausgehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

Bezüglich einer umfassenderen Beschreibung der finanzwirtschaftlichen Risiken des DATAGROUP-Konzerns verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt 5. Risiko- und Chancenbericht.

Martina Göhl, Vertrieb DATAGROUP Köln GmbH

Erfolgswirksam Derivatives
zum Fair Value Finanzinstrument
Angaben in EUR bewertete
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich-
keiten
(Sicherungs
instrument)
Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 9.841,75 229.394,28 -1.754.961,16 0,00 -1.515.725,13
Währungsumrechnung 0,00 -1.224,56 0,00 0,00 -1.224,56
Ergebnis aus der erfolgswirk
samen Bewertung zum Fair Value -3.240,00 0,00 0,00 0,00 -3.240,00
Wertberichtigung und
Ergebnis aus dem Abgang 0,00 3.735,04 -216.238,24 0,00 -212.503,20
6.601,75 231.904,76 -1.971.199,40 0,00 -1.732.692,89
Sonstiges Ergebnis
Ergebnis aus der
erfolgsneutralen Bewertung
zum Fair Value 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2017 2017 / 2018 2018 / 2019 2019 / 2020 2020 / 2021 2021 / 2022 ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 6.853.697,77 3.376.830,51 1.963.543,09 1.479.468,25 198.373,13 45.391,15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.454.387,66 4.454.387,66 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.984.858,29 8.731.791,36 10.627.626,05 9.007.917,66 13.008.613,23 9.282.060,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.500.553,36 3.500.553,36 0,00 0,00 0,00 0,00
62.793.497,08 20.063.562,89 12.591.169,14 10.487.385,91 13.206.986,36 9.327.451,15
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 124.393,76 61.421,01 21.406,66 2.355,67 331,25
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 981.633,11 710.958,05 591.249,66 279.449,23 282.060,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.106.026,88 772.379,07 612.656,32 281.804,90 282.391,25
Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2016 2016 / 2017 2017 / 2018 2018 / 2019 2019 / 2020 2020 / 2021 ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 6.958.926,24 3.089.523,61 2.460.117,90 989.880,73 628.126,29 60.012,55
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.646.036,61 2.646.036,61 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.069.962,61 1.245.421,32 9.231.633,11 10.627.626,05 9.007.917,66 21.790.673,23
Sonstige Verbindlichkeiten 2.601.892,20 2.601.892,20 0,00 0,00 0,00 0,00
60.276.817,66 9.582.873,74 11.691.751,01 11.617.506,78 9.636.043,95 21.850.685,78
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 147.698,31 78.423,20 32.791,22 9.454,66 367,45
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 995.421,32 981.633,11 710.958,05 591.249,66 561.509,23
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.143.119,63 1.060.056,32 743.749,27 600.704,32 561.876,68

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können bzw. benötigte Zahlungsmittel nicht beschaffen zu können. Die wichtigste Einflussgröße für die Minimierung des Liquiditätsrisikos ist die Ertragskraft des DATAGROUP-Konzerns, also die Fähigkeit, immer einen ausreichenden operativen Cashflow erwirtschaften zu können. Siehe hierzu die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Zahlungsüberschüsse aus dem Geschäftsbetrieb der DATAGROUP-Gesellschaften sind Grundlage für die Bedienung der in Zukunft zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen insbesondere aus bestehenden Darlehens- und Finance Lease-Verträgen. Die Zins- und Tilgungsleistungen können zum Bilanzstichtag 30.09.2017 – auch im Vergleich zum Vorjahresstichtag 30.09.2016 – wie folgt zusammengefasst werden:

Ausdruck dafür, dass das Liquiditätsrisiko des Konzerns überschaubar ist, ist die Tatsache, dass die zum Stichtag eingeräumten Kontokorrentkreditlinien nicht in Anspruch genommen worden sind.

Zinsänderungsrisiken

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt dem Risiko, bei steigendem Zinsniveau in Zukunft höhere Kapitalkosten für die Beschaffung der benötigten Darlehen aufbringen zu müssen. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns entsteht sowohl aus laufendem Geschäft als auch aus der Akquisitionstätigkeit.

Zur Minimierung des Risikos wird der mittelfristig zu erwartende Liquiditätsbedarf – nicht nur aus der Ausweitung des Konzernkreises – durch die Platzierung von Schuldscheindarlehen sowie durch den Abschluss mittelfristiger Darlehensverträge mit in der Regel verbindlich festgelegten Zinssätzen finanziert. Die derzeit aufgenommenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 45.000.000,00 EUR verfügen über Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren bei in der Regel fester Verzinsung. Bei überschaubaren Kosten für die Zinssicherung wird so eine hinreichende Eingrenzung des Zinsänderungsrisikos erreicht. Bei einem Anstieg bzw. einer Verminderung der Verzinsung um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um 108.000,00 EUR (im Vorjahr um 30.000,00 EUR) verbessert bzw. verschlechtert.

Zudem hat DATAGROUP das Risiko zu tragen, bei sinkendem Zinsniveau und damit abnehmenden Zinserträgen höheren Ansparanstrengungen zu unterliegen, um mittel- und langfristig anfallende Verpflichtungen auf Pensionszahlungen bedienen zu können. Diesem Risiko wird bilanziell durch eine Erhöhung der Pensionsrückstellung Rechnung getragen. Die rechnungszinsinduzierte Erhöhung der Pensionsrückstellung schlägt sich nicht im Finanzergebnis nieder sondern führt über die Abbildung im sonstigen Ergebnis direkt zu einer Eigenkapital-Minderung. Zur Absicherung dieses Risiko für die von HPE übernommenen Pensionsverpflichtungen hat DATAGROUP ein Sicherungsinstrument erworben. Zu Einzelheiten siehe Abschnitt III.14. Sicherungsinstrument. Weitere erfolgsneutrale Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht.

Ausfallrisiken

DATAGROUP ist dem Risiko ausgesetzt, berechtigte Forderungen insbesondere aus dem operativen Geschäft nicht durchsetzen zu können. Das Risiko ist darin zu sehen, dass einzelne Kunden zahlungsunfähig werden könnten. Diesem Risiko wird durch eine breite Streuung des Kundenkreises sowie durch regelmäßig insbesondere bei Aufnahme des Geschäftes durchgeführte Bonitätsprüfungen Rechnung getragen.

Die Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Karin Günderoth, Kundenzentrum DATAGROUP Stuttgart GmbH

2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017
Forderungen aus
Pauschalierte Lieferungen und
Einzelwert- Einzelwert- Leistungen –
Angaben in EUR berichtigung berichtigung Summe brutto
Anfangsbestand 108.971,75 144.400,00 253.371,75 16.321.363,57
Zugänge durch Veränderungen
im Konsolidierungskreis 407,04 9.187,46 9.594,50
Verbrauch 3.007,04 11.100,00 14.107,04
Zuführungen 1.396,08 126.812,54 128.208,62
Endbestand 107.767,83 269.300,00 377.067,83 27.136.577,11

Dem DATAGROUP-Konzern ist im Geschäftsjahr ein Forderungsausfall für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 66.366,84 EUR (im Vorjahr 64.686,91 EUR) entstanden. Dies entspricht 0,03 % der Umsatzerlöse nach 0,04 % im Vorjahr.

Der DATAGROUP-Konzern hatte zum 30.09.2017 Forderungen in Höhe von 1.668.205,51 EUR im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind. Von diesen Forderungen waren 65.999,05 EUR mehr als 30 Tage, 50.177,74 EUR mehr als 60 Tage und 34.292,23 EUR mehr als 90 Tage überfällig.

V. Kapitalmanagement

Im Rahmen des Kapitalmanagements verfolgt der DATAGROUP-Konzern vorrangig das Ziel, die bestehende Kapitalstruktur zu optimieren und eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, um den notwendigen Spielraum für organisches Wachstum und für weitere Unternehmenskäufe sicherzustellen. Zudem ist der DATAGROUP-Konzern in Zusammenhang mit der Aufnahme von Schuldscheindarlehen verpflichtet, für folgende Bilanzkennzahlen (sog. Covenants) vertraglich festgelegte Mindestrelationen einzuhalten:

  • Wirtschaftliche Eigenkapitalquote: Wirtschaftliches Eigenkapital
  • (= Summe aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen) zur Bilanzsumme in Prozent
  • Nettofinanzverschuldung (Total Net Debt) zum EBITDA

Zum 30.09.2017 erreichte der DATAGROUP-Konzern eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 28,9 % nach 19,0 % zum 30.09.2016. Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde ein Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu EBITDA von 0,15 nach 1,29 im Vorjahr erreicht. Nach durchgeführter Kapitalerhöhung erhöhte sich die Eigenkapitalquote um 9,9 Prozentpunkte. Das Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu EBITDA konnte wiederum gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Die erreichten Covenants liegen deutlich über den einzuhaltenden Vorgaben.

Dem Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung unter anderem dieser Kennzahlen Bericht erstattet. Weiteren externen Mindestkapitalanforderungen unterliegt der DATAGROUP-Konzern nicht.

VI. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds) während der Berichtsperiode. Der Finanzmittelfonds umfasst Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Eine Finanzinvestition wird nur dann dem Finanzmittelfonds zugerechnet, wenn eine Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten gegeben ist. Kontokorrentkredite, die auf Anforderung rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Unternehmens bilden, sind ebenfalls dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22.958.776,60 EUR auf 32.476.903,59 EUR (im Vorjahr 9.518.126,99 EUR). Der Cashflow des Vorjahres wie des Geschäftsjahres war durch folgende einmalige Sondereinflüsse stark beeinflusst:

Nach- und Rückzahlungen als Ergebnis aus der Betriebsprüfung durch die Finanzbehörden Eingang von Zahlungen in Zusammenhang mit der mit Stichtag 01.09.2016 durchgeführten Transaktion mit der Hewlett Packard GmbH

Der Cashflow des Vorjahres war durch die Entrichtung von Steuern und Zinsen als Ergebnis einer steuerlichen Betriebsprüfung über insgesamt 6.000.000,00 EUR zusätzlich belastet. Im Geschäftsjahr konnten aus eben diesem Vorgang Zahlungseingänge über insgesamt 2.675.071,06 EUR verzeichnet werden.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett Packard GmbH und der damit verbundenen Übernahme von Mitarbeitern und deren Pensions- und sonstigen Ansprüche erhielt die DATAGROUP Enterprise Services GmbH im Geschäftsjahr Ausgleichs- und sonstige Zahlungen über insgesamt 17.250.856,55 EUR (im Vorjahr 1.867.014,20 EUR). Gegenläufig ist eine im Vorjahr erhaltene Anzahlung, die zu einer Verschiebung zwischen den beiden Geschäftsjahren in Höhe von 5.000.000,00 EUR führt.

Unter Berücksichtigung dieser einmaligen Sondereffekte beläuft sich der bereinigte Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 / 2017 auf 17.550.975,98 EUR (im Vorjahr 8.651.112,79 EUR). Die bereinigte Veränderung beträgt 8.899.863,19 EUR und ist auf die verbesserte Ergebnissituation des Konzerns zurückzuführen.

Im Berichtsjahr stehen geleisteten Steuerzahlungen in Höhe von 6.147.728,15 EUR (im Vorjahr 10.264.300,06 EUR) einem Zahlungsmittelzufluss aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 2.320.867,49 EUR (im Vorjahr 133.729,90 EUR) gegenüber.

Alexander Wolf, Vertriebsleiter DATAGROUP Hamburg GmbH

VII. Segmentinformationen

Im DATAGROUP-Konzern sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten "Services" und "Solutions und Consulting" angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

Die DATAGROUP-Gesellschaften haben Firmensitz und Niederlassungen praktisch ausschließlich in Deutschland. Aus diesem Grund ist eine regionale Berichterstattung nur in eingeschränktem Umfang hilfreich.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeiten betrugen im Berichtsjahr 19.749.570,01 EUR (im Vorjahr 3.710.896,88 EUR). Die im Rahmen der Expansionsstrategie getätigten Unternehmenserwerbe führten zu Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen in Höhe von netto – also unter Abzug der im Rahmen der Transaktionen erworbenen Zahlungsmittel –10.499.129,74 EUR (im Vorjahr 1.821.460,01 EUR). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 10.456.613,35 EUR (im Vorjahr 3.323.710,05 EUR) resultieren im Wesentlichen aus dem Aufbau der CORBOX-Infrastruktur und betreffen darüber hinaus Ersatzinvestitionen, die sich in einem für DATAGROUP üblichen Rahmen bewegen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr waren Netto-Mittelzuflüsse von 16.027.320,77 EUR nach 16.544.631,99 EUR im Vorjahr zu verzeichnen. Die Durchführung der 10 %-igen Kapitalerhöhung führte in 2016/2017 zu einem Mittelzufluss in Höhe von 21.129.868,90 EUR. Der Mittelzufluss im Vorjahr wurde durch die Emission von Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 30.000.000,00 EUR generiert, der eine Tilgung von Bankkrediten über 9.250.000,00 EUR gegenüberstand. Im Geschäftsjahr wurde eine Tilgung von Bankdarlehen über 250.000,00 EUR geleistet. Die Dividendenausschüttung belief sich im Berichtsjahr auf 2.271.737,70 EUR (im Vorjahr 1.893.114,75 EUR). Aus Finance Lease-Verträgen entstanden im Geschäftsjahr Netto-Zahlungsmittelabflüsse über 1.076.791,49 EUR (im Vorjahr 1.117.131,95 EUR).

Tobias Schwedhelm, Standortleiter Köln DATAGROUP Service Desk GmbH

Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt und folgt dem sogenannten "Management Approach", also der Orientierung an der internen Berichterstattung im DATAGROUP-Konzern. Die monatlich aktualisierte interne Berichterstattung unterliegt genau den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wie die externe Berichterstattung im Konzernabschluss. Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation werden ausschließlich auf Gesamtunternehmensebene abgebildet und nicht einzelnen Segmenten zugerechnet. Die zwischen den Segmenten abgewickelten Geschäfte werden zu Marktpreisen berechnet.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GEOGRAFISCHEN BEREICHEN

Services Solutions &
Consulting
Sonstiges &
Konsolidierung
Summe Services Solutions &
Consulting
Sonstiges &
Konsolidierung
Summe
Angaben in EUR 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Umsatzerlöse mit externen Kunden 147.489.380,78 75.129.004,09 523.294,49 223.141.679,36 99.398.008,75 74.804.827,64 715.302,64 174.918.139,04
Umsatzerlöse mit anderem Segment 3.946.438,27 6.299.838,54 -10.246.276,81 0,00 2.282.641,24 5.129.277,23 -7.411.918,47 0,00
Umsatzerlöse des Segments 151.435.819,05 81.428.842,63 -9.722.982,32 223.141.679,36 101.680.649,99 79.934.104,87 -6.696.615,83 174.918.139,04
Materialaufwand / Aufwand für
bezogene Leistungen 51.591.374,97 20.645.431,53 -8.005.982,60 64.230.823,90 43.935.641,30 20.283.846,27 -6.047.192,38 58.172.295,19
Personalaufwand 70.406.840,11 43.557.152,24 5.887.234,05 119.851.226,40 38.350.942,38 42.521.950,92 4.836.976,76 85.709.870,06
Planmäßige Abschreibungen
und Amortisation 2.116.991,41 2.623.162,83 3.710.942,59 8.451.096,83 745.773,97 2.649.060,17 3.032.892,55 6.427.726,69
Betriebsergebnis 15.611.478,77 5.611.420,71 -2.633.209,70 18.589.689,77 14.526.742,14 5.290.165,88 -7.141.464,39 12.675.443,64
Zinserträge 685.210,75 825.518,82
Zinsaufwendungen 2.760.135,59 3.249.225,99
Ergebnis vor Steuern 16.598.661,85 10.091.004,29
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.399.667,61 4.375.535,63
Periodenüberschuss 11.198.994,24 5.715.468,66
Mitarbeiteranzahl zum Stichtag 1.151 610 29 1.790 712 892 26 1.630
Investitionen 10.434.263,43 2.695.448,75 8.199.653,93 21.329.366,11 1.158.493,77 2.926.023,39 1.792.026,76 5.876.543,92
Investitionen durch Veränderung
des Konsolidierungskreises 17.083.270,39 0,00 27.000,00 17.110.270,39 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsegment-Vermögenswerte 120.603.160,59 37.940.546,81 127.778.909,03 286.322.616,43 32.357.601,96 87.443.087,05 96.269.943,82 216.070.632,83
intersegmentäre Konsolidierung -4.902.681,53 -1.469.655,18 -66.559.915,54 -72.932.252,25 -8.678.580,48 -5.846.057,68 -41.799.956,19 -56.324.594,35
Vermögenswerte 115.700.479,06 36.470.891,63 61.218.993,49 213.390.364,18 23.679.021,48 81.597.029,37 54.469.987,63 159.746.038,48
Gesamtsegment-Verbindlichkeiten 74.596.732,10 32.732.065,76 63.620.635,34 170.949.433,20 10.012.253,34 72.418.784,94 65.534.019,39 147.965.057,67
intersegmentäre Konsolidierung -2.577.911,31 -2.534.506,48 -12.028.030,71 -17.140.448,50 2.277.371,57 -1.257.039,36 -17.606.535,43 -16.586.203,22
Verbindlichkeiten 72.018.820,79 30.197.559,28 51.592.604,63 153.808.984,70 12.289.624,91 71.161.745,58 47.927.483,96 131.378.854,45
Inland EU-Ausland Drittland Summe Inland EU-Ausland Drittland Summe
Angaben in EUR 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2016 / 2017 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Umsatzerlöse mit externen Kunden 219.728.899,43 2.603.516,88 809.263,05 223.141.679,36 172.129.327,57 1.397.830,29 1.390.981,18 174.918.139,04

Das Segment "Services" hat im Geschäftsjahr Umsätze von 151.435.819,05 EUR erwirtschaftet. Dies sind 49.755.169,05 EUR oder 48,9 % mehr als im Geschäftsjahr 2015 / 2016. Das EBITDA betrug 17.728.470,18 EUR (im Vorjahr 15.272.516,11 EUR). Die EBITDA-Marge belief sich auf 11,7 % nach 15,0 % im Vorjahr.

Im Segment "Solutions und Consulting" stiegen die Umsatzerlöse um 1,9 % auf 81.428.842,63 EUR. Die EBITDA-Marge dieses Segmentes erreichte 10,1 % nach 9,9 % im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse im Segment "Sonstiges & Konsolidierung" betreffen die für andere Konzernunternehmen erbrachten Dienstleistungen insbesondere der DATAGROUP SE sowie gegenläufige Konsolidierungsbuchungen.

2015/2016
174.918.139,04
0.00
174.918.139,04
58.172.295,19
85.709.870,06
6.427.726,69
12.675.443,64
825.518,82
3.249.225,99
10.091.004,29
4.375.535,63
5.715.468,66
1.630
5.876.543,92
0,00
216.070.632,83
$-56.324.594.35$
159.746.038,48
147.965.057,67
-16.586.203,22
131.378.854,45
Summe
2015/2016
174.918.139,04

Felicia Effertz, Marketingspezialistin DATAGROUP Köln GmbH

4. Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 3.567.188,15 EUR. Darin sind variable Vergütungen in Höhe von 1.676.670,00 EUR enthalten.

In den Gesamtbezügen sind Vergütungen für die operative Geschäftsführung bei Tochterunternehmen in Höhe von 741.928,50 EUR (davon 300.000,00 EUR variabel) enthalten.

5. Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf 80.000,00 EUR.

6. Geschäfte mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen

Als verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen wurden die Vorstände und Geschäftsführer der einzelnen DATAGROUP-Gesellschaften sowie deren nahe Familienangehörige, die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS) und deren Tochterunternehmen identifiziert.

Geschäfte mit verbundenen sowie nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen den Verrechnungsverkehr, Kontokorrent- und Darlehensbeziehungen sowie Dienstleistungsverträge.

Für die Erbringung von Dienstleistungen durch die DATAGROUP SE für die HHS und deren Tochterunternehmen hat die DATAGROUP SE an die HHS eine Konzernumlage von 175.200,00 EUR (im Vorjahr 175.200,00 EUR)

VIII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2016 / 2017 waren 1.776 (im Vorjahr 2015 / 2016 1.404) Arbeitnehmer bei DATAGROUP beschäftigt. Zum 30.09.2017 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.790 (zum 30.09.2016 1.630). Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiterzahl zum 30.09.2017 1.905. Zum 30.09.2017 waren bei DATAGROUP 70 Auszubildende angestellt.

2. Vorstand

Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind:

HERR HANS-HERMANN SCHABER Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer – CEO) Vorstand Finanzen / Personal / Organisation

HERR DIRK PETERS Chief Operating Officer (COO) Vorstand Servicemanagement

3. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:

HERR HEINZ HILGERT Geschäftsführender Gesellschafter der TransVise GmbH, Frankfurt a.M. Vorsitzender

FRAU DR. CAROLA WITTIG Vorsitzende Richterin am Landgericht Stuttgart, Stuttgart stellvertretende Vorsitzende

HERR DR. HELMUT MAHLER (AB 07.12.2016) Geschäftsführender Gesellschafter der Code White GmbH, Stuttgart

HERR KLAUS HARDY MÜHLECK (BIS 19.11.2016) CIO/Director-General im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin (bis zur Niederlegung des Aufsichtsrats-Mandates Senior Vice President / CIO thyssenkrupp AG, Essen)

Manfred Clar, Leiter Service-Prozesse DATAGROUP Business Solutions GmbH

30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017 30.09.2017
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.376.830,51 3.686.775,62 0,00 7.063.606,13
Barwert 3.252.436,75 3.601.261,03 0,00 6.853.697,77
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 7.656.711,59 12.793.057,53 3.798.569,72 24.248.338,84
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 2.364.079,54 2.155.709,53 0,00 4.519.789,07
Barwert 2.295.766,62 2.112.078,40 0,00 4.407.845,02
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.089.523,61 4.138.137,47 0,00 7.227.661,08
Barwert 2.941.825,30 4.017.100,94 0,00 6.958.926,24
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 4.393.188,66 8.938.337,45 1.383.215,14 14.714.741,25
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.089.523,61 4.138.137,47 0,00 7.227.661,08
Barwert 1.972.582,77 2.042.323,46 0,00 4.014.906,2

verrechnet. Darüber hinaus erbrachte die DATAGROUP SE für die HHS sonstige Dienstleistungen im Wert von 29.953,10 EUR (im Vorjahr 1.857,31 EUR). Die DATAGROUP SE bezog von der HHS im Geschäftsjahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von 354.476,44 EUR (im Vorjahr 352.381,43 EUR).

Im Berichtsjahr bezog die DATAGROUP SE wie auch im Vorjahr keine Waren oder Dienstleistungen von Tochterunternehmen der HHS. Die DATAGROUP SE erbrachte im Berichtsjahr Dienstleistungen gegenüber verschiedenen Tochterunternehmen der HHS über 471,82 EUR (im Vorjahr 1.281,44 EUR).

Die DATAGROUP SE gewährte der HHS im Geschäftsjahr einen Kontokorrentkredit mit einem Kreditrahmen von 6.000.000,00 EUR. Das Darlehen war zum Berichtszeitpunkt vollständig zurückgeführt. Im Geschäftsjahr fielen Zinserträge in Höhe von 79.460,99 EUR (im Vorjahr 58.094,86 EUR) an.

Alle diese Geschäfte wurden jeweils zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

8. Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft. Der DATAGROUP-Konzern hat sowohl Operating Lease- als auch Finance Lease-Verträge abgeschlossen und tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.

Miet- und Leasingverträge haben die DATAGROUP-Gesellschaften insbesondere für die Nutzung bzw. Finanzierung von Rechenzentren, für Hard- und Software sowie für Gebäude und Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Verschiedene Unternehmen des DATAGROUP-Konzerns bieten zudem den Großkunden im Gesamtpaket mit Service- und Wartungsdienstleistungen auch Finanzierungslösungen für die Beschaffung ihrer IT-Infrastruktur an. Die Refinanzierung erfolgt über professionelle Leasinganbieter, zum Teil über die Leasinggesellschaften der Lieferanten. Als Finance Leases werden die Leasinggeschäfte mit IT-Lösungen, gleich ob DATAGROUP als Leasinggeber oder Leasingnehmer auftritt, eingestuft. Die übrigen Miet- und Leasingverträge werden IAS 17 folgend im Jahresabschluss als Operating Leases behandelt.

Buchwerte = Barwerte sowie Mindestleasingzahlungen können wie folgt dargestellt werden:

Nicht garantierte Restwerte wurden in Verträgen mit Kunden (mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasinggeber) nicht vereinbart.

Die Laufzeiten der Finance Leasing-Verträge – sowohl mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber – betragen zwischen 36 und 60 Monaten. Die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden kalkulierten internen Zinssätze betragen im Wesentlichen zwischen 1,5 % und 4,5 %.

Die Leasingvereinbarungen aus Operating Leasing sind – bedingt durch die unterschiedlichen zugrundeliegenden Sachverhalte – sehr facettenreich ausgestaltet. Die Laufzeit der Kfz-Leasingverträge beträgt in der Regel drei Jahre.

9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte wurden nicht betrieben.

10. Honorar des Abschlussprüfers

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses der DATAGROUP SE wurde die BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, (BANSBACH) beauftragt. Im Konzernabschluss sind die nachfolgenden Aufwendungen für Leistungen von BANSBACH enthalten:

Von diesem Aufwand waren zum Bilanzstichtag 372.750,00 EUR (im Vorjahr 292.950,00 EUR) zurückgestellt. Das Ergebnis aus der Abwicklung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung betrug -18.822,70 EUR (im Vorjahr 5.831,29 EUR).

11. Einbeziehung in den Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, Pliezhausen, zum 30.09.2017 einbezogen werden (größter Konzernkreis). Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 353224 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 30.09.2017 soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

12. Anteilsmeldung von Aktionären (nach § 20 Abs. 4 AktG)

Die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals DATAGROUP GmbH), Pliezhausen, hat der DATAGROUP SE (vormals DATAGROUP IT Services Holding AG), Pliezhausen, mit Schreiben vom 22.01.2006 folgende Mitteilung gemacht: "Gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG teilt die DATAGROUP GmbH, Sitz Pliezhausen, mit, dass der Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung an der DATAGROUP IT Services Holding AG unmittelbar gehört."

Angaben in EUR 2016/2017 2015/2016
Abschlussprüfungsleistungen 216.906,02 184.931,50
Steuerberatungsleistungen 139.326,35 137.415,99
Sonstige Leistungen 127.614,00 84.215,24
Honorar der Abschlussprüfer 483.846,37 406.562,73

13. Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

In Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP Stuttgart GmbH, der DATAGROUP Bremen GmbH, der DATAGROUP IT Solutions GmbH und der DATAGROUP Consulting GmbH wurde jeweils beschlossen, von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen und auf Aufstellung und Veröffentlichung von Anhang und Lagebericht zum 30.09.2017 zu verzichten. Die Beschlüsse wurden gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

14. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 14.678.649,72 EUR eine Dividende von 0,45 EUR pro dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Restbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

15. Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses

Die Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses zum 30.09.2016 wurde durch den Vorstand am 20.01.2017 erteilt. Die Offenlegung erfolgte zeitgerecht auf unserer Homepage Ende Januar 2017, im elektronischen Handelsregister am 16.08.2017.

Pliezhausen, den 19. Januar 2018

DATAGROUP SE

Der Vorstand

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

Genehmigung zur Offenlegung des Konzernabschlusses

Der Vorstand hat am 23.01.2018 beschlossen, den Konzernabschluss der DATAGROUP SE mit dem Stichtag vom 30.09.2017 für die Veröffentlichung freizugeben.

Impressum

HERAUSGEBER

DATAGROUP SE Wilhelm-Schickard-Straße 7 D-72124 Pliezhausen Fon: +49 7127 970-000 Fax: +49 7127 970-033 E-Mail: [email protected] www.datagroup.de

INVESTOR RELATIONS

DATAGROUP SE Claudia Erning Wilhelm-Schickard-Straße 7 D-72124 Pliezhausen Fon: +49 7127 970-015 Fax: +49 7127 970-033 E-Mail: [email protected]

GESTALTUNG UND SATZ

Marlene Kern Design, Kreativagentur München www.marlenekerndesign.de

FOTOGRAFIE Klaus Mellenthin, Stuttgart / Berlin

Erschienen im Februar 2018

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der DATAGROUP SE, Pliezhausen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang inklusive Segmentberichterstattung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der DATAGROUP SE, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 19. Januar 2018

BANSBACH GmbH gez. gez. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Neubert Tiemann Steuerberatungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wir denken anders. Wir arbeiten anders.

Wir finden bessere Lösungen.