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DATAGROUP SE Annual Report 2016

Mar 8, 2017

4525_10-k_2017-03-08_74082098-0c92-4be7-875f-631f27c76c11.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2015/2016 We manage IT

Angaben in TEUR 2010 / 2011 2011 / 2012 2012 / 2013 2013 / 2014 2014 / 2015 2015 / 2016
Umsatzerlöse 108.550 146.183 156.935 152.380 157.574 174.918
davon Services 94.200 97.265 94.861 93.237 92.166 101.681
davon Solutions &
Consulting 14.673 50.642 64.773 63.015 71.919 79.934
davon Sonstige /
Konsolidierung – 323 – 1.724 – 2.699 – 3.872 – 6.511 – 6.697
davon Dienstleistung
und Wartung 66.391 102.980 116.082 114.413 120.773 135.907
davon Handel 41.838 42.923 40.541 37.707 36.592 38.821
davon Sonstige /
Konsolidierung 321 280 312 260 209 190
Andere aktivierte
Eigenleistungen 467 600 422 127 348 487
Gesamtleistung 109.017 146.783 157.357 152.507 157.922 175.405
Materialaufwand /
Aufwand für bezogene Leistungen 46.280 56.103 56.593 54.990 53.176 58.172
Rohertrag 62.737 90.680 100.764 97.517 104.746 117.233
Personalaufwand 47.836 67.472 74.401 71.507 77.087 85.710
Sonstige Erträge etc. 2.481 3.198 3.758 2.999 4.581 8.416
Sonstige Aufwendungen etc. 11.366 16.857 17.568 17.323 16.901 20.836
EBITDA 6.016 9.549 12.553 11.686 15.339 19.103
Abschreibungen aus PPA 1.030 2.751 3.297 2.900 2.789 2.642
Sonstige Abschreibungen 1.336 3.006 3.165 2.573 2.946 3.786
EBIT 3.650 3.792 6.091 6.213 9.604 12.675
Finanzergebnis – 910 – 209 – 1.853 – 2.456 – 1.824 – 2.584
Restrukturierungs
aufwendungen 0 0 1.757 1.400 0 0
EBT 2.740 3.583 2.481 2.357 7.780 10.091
Steuern vom Einkommen
und Ertrag – 622 1.034 582 1.266 2.857 4.376
Periodenüberschuss 3.362 2.549 1.899 1.091 4.923 5.715
Shares1) (in Tsd. Stück) 5.722 6.892 7.572 7.572 7.572 7.572
EPS (in Euro) 0,59 0,37 0,25 0,14 0,65 0,75
1) darüber hinaus Aktien in
Eigenbesitz (in Tsd. Stück) 98 8 18 18 18 18

Geschäftsbericht der DATAGROUP SE, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr 2015 / 2016

Kennzahlenübersicht

UMSATZENTWICKLUNG (in Mio. Euro) UMSATZANTEILE (in Prozent / Euro)

MITARBEITERENTWICKLUNG (Stände zum 30.09.)

2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16

* Vor a.o. Aufwendungen. Nach a.o. Aufwendungen 10.796 TEUR. ** Vor a.o. Aufwendungen. Nach a.o. Aufwendungen 10.286 TEUR.

EBITDA (in Tsd. Euro) und EBITDA-MARGE (in Prozent)

Inhaltsverzeichnis

AN UNSERE AKTIONÄRE

WE MANAGE IT

KONZERNLAGEBERICHT

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNANHANG

einer Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation. Dort sind wir in die Spitzengruppe der führenden Dienstleister in Deutschland vorgestoßen. Dadurch konnten wir bereits erste neue Kunden für unser Full-Service-Angebot CORBOX gewinnen. Der HPE-Deal hat uns unserem Ziel, bis 2020 der führende Outsourcer und Cloud-Anbieter in Deutschland für Unternehmen mit 250 bis 5.000 IT-Arbeitsplätzen zu werden, ein gutes Stück nähergebracht.

Auch mit der Vertriebsbilanz sind wir außerordentlich zufrieden. Die fortschreitende Digitalisierung der Unternehmen führt zu einer steigenden Nachfrage nach Cloud- und Outsourcing-Services. CORBOX etabliert sich dafür als feste Größe im Markt. Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 konnten wir 18 große Neukunden im CORBOX-Umfeld gewinnen und bei 8 Bestandskunden erfolgreiches Upselling betreiben. Wir bauen das Geschäft mit langfristig vertragsgebundenen Cloud-Services konsequent aus und steigern damit den Anteil der wiederkehrenden Erträge am Umsatz. Das bringt uns eine hohe Sicherheit und Vorhersagbarkeit des Geschäftsverlaufs und minimiert Konjunktur- und Marktrisiken.

Wir entwickeln CORBOX ständig weiter, um die Kundenbedürfnisse noch besser zu bedienen. Ein Schlüssel dafür ist die Cloud Enabling Platform: Wir integrieren bestehende Angebote von Cloud-Dienstleistern in CORBOX, veredeln sie durch zusätzliche Leistungsbestandteile und kombinieren sie gelingsicher mit unseren eigenen Cloud- und Outsourcing-Services. Zum Beispiel sind wir einer von wenigen deutschen Anbietern, die Microsoft Cloud Services aus unseren eigenen inländischen Rechenzentren anbieten dürfen. Das Konzept der Cloud Enabling Platform wird unser Cloud-Geschäft weiter beflügeln.

Von links nach rechts: Max H.-H. Schaber, CEO der DATAGROUP SE Dirk Peters, COO der DATAGROUP SE

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2015 / 2016 war für DATAGROUP sehr erfolgreich – und sehr ereignisreich. Wir haben ein starkes zweistelliges Wachstum und ein Rekordergebnis erzielt und gleichzeitig wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Dazu zählt vor allem die gelungene Übernahme von 306 SAP- und Applikationsspezialisten der Hewlett-Packard Enterprise (HPE), eine der größten Transaktionen der Unternehmensgeschichte. Auch die Umwandlung der DATAGROUP AG in eine europäische Aktiengesellschaft Societas Europaea genau zehn Jahre nach dem Börsengang war ein wichtiger Schritt in die Zukunft.

Kurz gesagt: Es war ein Jahr, das perfekt zu DATAGROUP passt. Denn Agilität, Gestaltungswille und Innovationskraft sind feste Bestandteile unserer Unternehmens-DNA. Sei es bei der Adaption neuer Technologien, der konsequenten Anpassung unserer Serviceproduktion an veränderte Kundenanforderungen oder anorganischen Wachstumsschüben durch gezielte Firmenübernahmen: Der Markt für IT-Services verändert sich sehr dynamisch, und wir wollen diesen Wandel im Rahmen unserer langfristigen Wachstumsstrategie DATAGROUP 2020 aktiv mitgestalten. Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 haben wir dies erneut unter Beweis gestellt.

Die bisherigen Höchstmarken bei Umsatz und Ergebnis wurden im Berichtszeitraum signifikant übertroffen. Die Umsatzerlöse kletterten um 11 % auf 174,9 Mio. Euro und erreichten damit den oberen Rand unserer Prognose von 167-175 Mio. Euro. Insbesondere das Kerngeschäft mit margenstarken Cloud Services konnten wir deutlich ausbauen und die Umsätze sogar um ein Drittel auf 76 Mio. Euro steigern. Diese hervorragende Entwicklung trug maßgeblich dazu bei, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 25 % auf 19,1 Mio. Euro sprang. Die EBITDA-Marge kletterte erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,9 %. Das EBITDA lag damit ebenfalls am oberen Bereich unserer Guidance (15,5-20 Mio. Euro). Die hohe Planungstreue ist uns sehr wichtig. Denn sie belegt, dass Agilität und Dynamik bei DATAGROUP Hand in Hand mit einer verlässlichen, langfristig orientierten Unternehmensplanung gehen.

Neben einer starken Verbesserung des operativen Ergebnisses trug der negative Kaufpreis beim HPE-Deal zum Rekordergebnis bei. Dem standen einmalige ergebnismindernde Sondereinflüsse gegenüber: außerordentliche Steuer- und Zinsaufwendungen in Folge einer Betriebsprüfung, die Kosten der Umwandlung in eine europäische Aktiengesellschaft sowie akquisitionsbedingte Restrukturierungskosten bei der DATAGROUP Vega. Trotz dieser außerordentlichen Aufwendungen stieg der Periodenüberschuss kräftig von 4,9 Mio. Euro auf 5,7 Mio. Euro, das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 75 Cent. Ohne die negativen Sondereinflüsse hätte das Ergebnis je Aktie sogar 99 Cent betragen.

Das wichtigste Ereignis des Jahres war zweifellos die Übernahme der IT-Spezialisten von HPE, mit der wir Profitabilität und Wachstumschancen erheblich verbessern. Bei der Eingliederung dieser neuen Mitarbeiter sind wir sehr gut vorangekommen. Zum 1. September 2016 hat DATAGROUP die Betriebsverantwortung für die Bestandskunden von HPE übernommen. Das hat außergewöhnlich reibungslos funktioniert. Ebenso wichtig ist es, dass wir die neuen Mitarbeiter langfristig an uns binden. Auch hier gibt es Erfreuliches zu berichten: Vier Monate nach dem Betriebsübergang sind noch 301 von ursprünglich 306 übernommenen HPE-Mitarbeitern an Bord. Das ist ein großer Vertrauensbeweis in die Zukunftsfähigkeit von DATAGROUP, über den wir uns sehr freuen.

Mit den neuen Kollegen haben wir unser technologisches Know-how und unsere Innovationskraft erheblich ausgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit von DATAGROUP nachhaltig gestärkt. Zum Beispiel im Bereich SAP HANA,

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Berichtszeitraum (01.10.2015 bis 30.09.2016) kam der Aufsichtsrat zu insgesamt vier Präsenz-Sitzungen zusammen (27.1.16, 17.3.16, 13.6.16, 29.9.16). Hinzu kamen die konstituierenden Sitzungen des neu gewählten Aufsichtsrates der DATAGROUP am 17.03.2016 sowie drei telefonische Sitzungen vor allem zur Übernahme der Mitarbeiter der Hewlett Packard Enterprise (10.02.2016, 24.05.2016, 05.07.2016). Am 05.09.2016 fand zudem ein Strategieworkshop mit dem Vorstand statt, um die Ausrichtung der DATAGROUP im Rahmen der Unternehmensstrategie DATAGROUP 2020 und darüber hinaus zu diskutieren.

Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig schriftlich und mündlich vom Vorstand – insbesondere über den aktuellen Geschäftsverlauf in Relation zum vom Aufsichtsrat verabschiedeten Budget – berichten lassen und den Vorstand beratend begleitet. In allen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden und stets umfassend informiert.

Geschäfte, die nach Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtig sind, wurden beraten und vom Aufsichtsrat genehmigt. Dies betraf in diesem Geschäftsjahr in erster Linie die Übernahme der Mitarbeiter der Hewlett Packard Enterprise.

Es wurden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig durch die Berichte des Risikomanagementsystems führen. Existenzbedrohende Risiken lagen nach gemeinsamer Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat zu keinem Zeitpunkt vor.

Der Jahresabschluss der DATAGROUP SE, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DATAGROUP SE sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der DATAGROUP SE sind durch die zur Abschlussprüfung gewählte und beauftragte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestr. 67-74, 70184 Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahres- und Konzernabschluss mit Konzernlagebericht sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gingen den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld zu.

Der Aufsichtsrat hat die Feststellungen der Wirtschaftsprüfer:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung des Berichts des Vorstands der DATAGROUP SE, Pliezhausen, über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 01.10.2015 bis 30.09.2016 bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt Ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war; soweit dies war, ob Nachteile ausgeglichen worden sind.
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

zustimmend zur Kenntnis genommen.

Dass DATAGROUP sich so hervorragend entwickelt liegt vor allem auch daran, dass wir nahe an unseren Kunden sind. Hohe Kundenzufriedenheit ist ein Schlüssel unseres Erfolgs. Viele Kunden unserer strategischen Zielgruppe, dem gehobenen Mittelstand, wechseln von ihrem alten Dienstleister zu uns, weil sie einen IT-Partner auf Augenhöhe suchen, der mit ihnen von Unternehmer zu Unternehmer spricht. Dass DATAGROUP spitze bei der Kundenzufriedenheit ist, hat die europaweit größte unabhängige Studie zum IT-Outsourcing bestätigt. Im deutschen Teil der Studie erzielten wir bei der Kundenzufriedenheit den zweiten Platz unter 22 führenden internationalen und nationalen IT-Outsourcing-Anbietern – und verbesserten uns damit gegenüber dem Vorjahr nochmals um eine Position. Auf dieses ausgezeichnete Abschneiden wir sehr stolz – und arbeiten hart daran, die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern!

Unsere Marschrichtung für das Geschäftsjahr 2016 / 2017 und die Folgejahre steht fest: Wir wollen weiter wachsen und die Chancen, die der Markt uns bietet, konsequent nutzen. Das Geschäftsjahr 2015 / 2016 hat dafür eine hervorragende Ausgangsbasis geschaffen. An dieser tollen Entwicklung wollen wir natürlich auch unsere Aktionäre teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deshalb in diesem Jahr eine erneute Anhebung der Dividende vorschlagen.

Unseren Aktionären, Kunden und Partnern danken wir herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den Erfolg von DATAGROUP möglich gemacht haben.

Max H.-H. Schaber Dirk Peters CEO der DATAGROUP SE COO der DATAGROUP SE

In der Aufsichtsratssitzung vom 19.01.2017, in der der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat und für Fragen zur Verfügung stand, hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 30.09.2016 nach ausgiebiger Prüfung gebilligt und damit festgestellt. Ebenso wurde der Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht zum 30.09.2016 in gleicher Weise geprüft und gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes sowie des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich mit Beschluß vom 19.01.2017 dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an.

Dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DATAGROUP SE gilt der aufrichtige Dank und Respekt des Aufsichtsrats für die geleistete, nachhaltig erfolgreiche Arbeit.

Pliezhausen, 19. Januar 2017

Heinz Hilgert Vorsitzender des Aufsichtsrats

Von links nach rechts: Dr. Helmut Mahler, Aufsichtsrat; Dr. Carola Wittig, stv. Aufsichtsratsvorsitzende; Heinz Hilgert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der DATAGROUP SE

We manage IT

INHALT

Agilität und Kundenorientierung sind unser Erfolgsrezept

Der Markt für IT-Services verändert sich mit großer Geschwindigkeit. Zum Beispiel durch neue Technologien wie Cloud Computing, die es Unternehmen ermöglichen, viel effizienter und flexibler zu werden. Oder durch die Mobilisierung der IT: Smartphone, Tablet und Co. verändern nachhaltig, wie und wo wir arbeiten. Und unter dem Stichwort Industrie 4.0 wird sogar die nächste, IT-gestützte industrielle Revolution ausgerufen.

IT ist zum unverzichtbaren Produktionsmittel für Unternehmen aller Branchen geworden. Mehr noch: Die IT wird selbst zum Treiber der unternehmerischen Entwicklung. Dieser dynamische Wandel bietet IT-Dienstleistern große Wachstumschancen. Um sie zu nutzen, sind Veränderungsbereitschaft und ein starker Gestaltungswille notwendig. Und vor allem die Nähe zu den Kunden.

Genau dafür steht DATAGROUP. Agilität ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil unserer Unternehmens-DNA – und das soll auch so bleiben. Denn wir wissen aus Erfahrung: Wir müssen uns immer weiterentwickeln um unsere Kunden von uns zu überzeugen und erfolgreich zu bleiben.

Deshalb heißt unsere Vision:

Wir sind der agile IT-Dienstleister mit der höchsten Kundenzufriedenheit.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, wie wir Agilität und konsequente Kundenorientierung bei DATAGROUP leben.

DATAGROUP: Agiler Partner für die digitale Transformation

Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend – und sie stellt Unternehmen aller Branchen vor große Herausforderungen. Um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern, brauchen sie einen Partner auf Augenhöhe. Einen Partner, der sie stärkt und entlastet, damit sie sich ganz auf die digitale Weiterentwicklung ihres Kerngeschäfts konzentrieren können. Mit CORBOX haben wir eine passgenaue Lösung für diese Herausforderungen geschaffen. CORBOX setzt einen neuen Standard für Gelingsicherheit, Effizienz und Flexibilität im IT-Betrieb – und wird so zur optimalen Plattform für die digitale Transformation.

CORBOX, das steht für "Corporate IT – Out of the Box". Dahinter steckt eine modulare Suite von IT-Services, die alle Bereiche des IT-Betriebs in Unternehmen abdeckt. Was ist das Neuartige an CORBOX? Wir machen IT-Services zu Produkten mit genau definierten Qualitätsmerkmalen, die Kunden aus einem Katalog auswählen können. Sie sind perfekt kompatibel, individuell kombinierbar und können dadurch sehr flexibel an den tatsächlichen Bedarf im Unternehmen angepasst werden. Die IT wird zum zuverlässigen und leistungsfähigen Produktionsmittel. So ermöglichen wir unseren Kunden, die digitale Transformation ihres Business voranzutreiben.

AGILER IT-DIENSTLEISTER SAP HANA AGIL DYNAMISCHPLATTFORM BUSINESS CONTINUITY CLOUD COMPUTING FLEXIBEL TOP 100 SERVICES

ÜBER DIE STUDIE:

Spezialisierte Soucing-Berater spielen eine immer wichtigere Rolle auf dem IT-Outsourcing-Markt. DATAGROUP hat deshalb vor drei Jahren gemeinsam mit Lünendonk die Studie ins Leben gerufen, um Strukturen und Entwicklungen unter diesen wichtigen Marktakteuren besser kennenzulernen. Für die Studie werden jährlich über 100 CIOs von Mittelständlern und Großunternehmen sowie die führenden IT-Sourcing-Berater in Deutschland befragt. Die gesamte Studie können Sie auf unserer Website unter https://www.datagroup.de/it-sourcing-studie kostenlos herunterladen.

Im Zuge des digitalen Umbaus setzen die deutschen Unternehmen verstärkt auf Outsourcing. Zu diesem Ergebnis kommt das renommierte Marktforschungsunternehmen Lünendonk in seinen Studien über den Markt für IT-Sourcing-Beratung in Deutschland 2015 und 2016. Demnach wächst der Anteil der extern eingekauften IT-Leistungen im Sourcing-Mix der deutschen Mittelständler und Großunternehmen zwischen 2015 und 2017. Planten die CIOs im Jahr 2015 noch ein Viertel der IT-Leistungen outzusourcen und drei Viertel intern zu erbringen, so soll der Outsourcing-Anteil im Jahr 2017 bereits auf 36 % steigen.

Planungen der CIOs: Durchschnittlicher Anteil der IT-Leistungen in mittelständischen und Großunternehmen, der an externe Dienstleister vergeben werden soll. (Quelle: Lünendonk 2015 und 2016)

Lokale Standorte und zentrale Servicefabriken für eine optimale Kombination aus Wirtschaftlichkeit und Kundennähe

Hochstandardisierte Prozesse und Services, die wir beständig verbessern, sind die eine Seite der Erfolgsmedaille. Nähe zu unseren Kunden die andere! Wir setzen dafür auf eine optimale Kombination von lokaler und zentraler Produktion. Das bedeutet: Teile unserer Serviceproduktion – Service Desk, Data Center und SAP-Services – sind virtuell in Service Fabriken zentralisiert. Das bringt Skalen- und Qualitätsvorteile durch Spezialisierung und eine bessere Auslastung von Experten und Systemen.

Die übrigen CORBOX-Leistungen wie End User und Printing Services produzieren wir an den lokalen Standorten in allen wichtigen Wirtschaftsregionen Deutschlands. Auch das gesamte Service Management und damit die Verantwortung gegenüber dem Kunden, dass das Leistungsversprechen eingehalten wird, liegt bei den lokalen DATAGROUP-Gesellschaften vor Ort. Sie sind mit ihrem jeweiligen Geschäftsführer an der Spitze der zentrale Ansprechpartner auf Augenhöhe für die Kunden.

Durch das kombinierte Liefermodell mit lokalen Standorten und virtuell zentralisierten Service-Fabriken können wir alle CORBOX Services effizient und in höchster Güte in Deutschland produzieren und bleiben gleichzeitig nahe an unseren Kunden.

Alexandra Mülders, Geschäftsführerin DATAGROUP Köln GmbH

Unsere CORBOX garantiert höchste Qualität

C Alle COBROX IT-Services basieren auf standardisierten und beherrschten Prozessen und folgen den Gütekriterien industrieller Produktion. Das gewährleistet eine gleichbleibend hohe Prozess- und Servicequalität und fabrikmäßig reproduzierbare Leistungen.

CORBOX gibt Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität. Das Baukastensystem mit 12 Servicefamilien ermöglicht ihnen, genau diejenigen Leistungen auszuwählen und individuell miteinander zu kombinieren, die sie benötigen – und zwar exakt in der jeweils erforderlichen Qualität.

B O X Alle CORBOX IT-Services sind "made in Germany": Das garantiert die strikte Einhaltung der strengen inländischen Datenschutzbestimmungen. Für ein Maximum an IT-Sicherheit sind unsere Data Center zusätzlich freiwillig nach ISO 27001 zertifiziert.

O R Service Level Agreements garantieren maximale Leistungsund Kostentransparenz. Das ist die Basis für eine wirtschaftliche IT.

Die kontinuierliche Verbesserung unserer Services und Prozesse

ist fester Teil unseres IT Service Management Systems – und für uns eine Selbstverständlichkeit! Zum Beispiel mit neuen Leistungen in den Bereichen Cloud Computing und SAP.

Grundlage unserer Services sind die Best Practices der IT Infrastructure Library, kurz ITIL©. Professionalität ist bei uns kein Lippenbekenntnis, sondern Teil unserer Unternehmens-DNA. Das dokumentiert unsere umfassende Zertifizierung nach ISO 20000 – die höchstmögliche Norm für professionelles IT Service Management.

Data Center
Services
Network
Services
End User
Services
Application
Management
Services
SAP
Services
Printing
Services
Communi-
cation +
Collabora-
tion
Services
Big Data
Services
Service
Desk

Kundenreferenz: CHRIST Juweliere und Uhrmacher seit 1863

Die CHRIST Juweliere und Uhrmacher seit 1863 GmbH mit Sitz in Hagen ist Deutschlands Nr. 1 der Juweliere und betreibt über 220 Filialfachgeschäfte mit mehr als 2.400 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich. Als Juwelier fürs Leben ist CHRIST die erste Adresse, wenn es um Diamanten, glanzvollen Schmuck und Uhrmacherkunst geht. Seit 1863 schlägt unser Herz dafür, zu begeistern, zu inspirieren und Freude zu schenken – mit Leidenschaft, Exzellenz und Innovation.

Was wir für den Kunden leisten:

Im Rahmen ihres Verkaufs durch den damaligen Mutterkonzern suchte CHRIST einen Partner, der die IT-Systeme sauber aus der Konzern-IT herauslösen und anschließend zuverlässig betreiben kann. Im Ausschreibungsprozess setzte DATAGROUP sich als Expertin für komplexe Carve-out-Projekte und ISO-zertifizierte Serviceprozesse gegen namhafte Wettbewerber durch.

Seit 2016 tragen wir die Verantwortung für den Betrieb der IT-Infrastruktur von CHRIST: von den Netzwerken über E-Mail-Systeme bis hin zur Softwareverteilung auf die Arbeitsplatzrechner. Zudem wurden alle Daten und Anwendungen von CHRIST in das DATAGROUP Data Center umgezogen, darunter auch die komplette SAP-Landschaft. CHRIST profitiert nun von der hohen Flexibilität der CORBOX Shared Services. Der Leistungsumfang kann an den dynamischen Bedarf des Retail-Geschäfts angepasst werden, zum Beispiel in der besonders umsatzstarken Vorweihnachtszeit. DATAGROUP und CHRIST nutzen durchgängig dasselbe IT Service Management Tool und die entsprechenden ISO 20000-zertifizierten Prozesse. So ist sichergestellt, dass alle Bereiche der Unternehmens-IT reibungslos und vollständig kompatibel miteinander funktionieren.

Und das sagt unser Kunde:

"DATAGROUP hat sich als absolut zuverlässiger Partner auf Augenhöhe erwiesen. Insbesondere beeindruckt hat uns das eingehaltene Versprechen, die durchaus komplexe Transition im Rahmen des Carve Outs tatsächlich im angebotenen Budget zu leisten!"

Melanie Thomann-Bopp, Geschäftsführung, CHRIST Juweliere und Uhrmacher seit 1863 GmbH

Data Center Network End User
Services Services Services
Application
Management
Services
SAP
Services
Printing
Services
Communi-
$cation +$
Collabora-
tion
Services
Big Data
Services
Service
Desk
Security Monitoring Continuity
Services Services Services

DATAGROUP ist Spitzenklasse bei der Kundenzufriedenheit

Wir sind überzeugt: Nur wer sich konsequent an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, wird langfristig erfolgreich sein. Deshalb streben wir danach, neue Anforderungen möglichst frühzeitig zu erkennen und in effiziente, flexible und qualitativ hochwertige Lösungen zu übersetzen. Das schätzen unsere Kunden: Unter den führenden IT-Dienstleistern Deutschlands sind wir spitze bei der Kundenzufriedenheit! Das ist das Ergebnis der IT-Outsourcing-Studie 2016 von Whitelane Research und der Sourcing-Beratung Navisco.

Für den deutschen Teil der europaweit größten unabhängigen Vergleichsstudie zum Thema IT-Outsourcing wurden 22 internationale und mittelständische IT-Service-Provider von ihren jeweiligen Kunden beurteilt. Die Bewertungen von über 400 Outsourcing-Verträgen flossen in die Studie ein. In diesem Ranking erreichte DATAGROUP den zweiten Platz – und konnte sich damit im Vorjahresvergleich nochmals um einen Rang verbessern!

Bei der allgemeinen Kundenzufriedenheit erzielen wir eine Zufriedenheitsrate von 79 %. Das liegt deutlich über dem Mittelwert von 70 %. Auch in wichtigen Detailkategorien wie Qualität der Serviceerbringung, Flexibilität und Account Management sind DATAGROUP Kunden sehr zufrieden.

Auf dieses hervorragende Abschneiden sind wir sehr stolz – denn es zeigt, dass wir nahe an unseren Kunden sind und die richtigen Antworten auf ihre Fragen geben. Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf whitelane.com und navisco.com.

TCS 81%
DATAGROUP 79%
Cognizant 77%
NTT Data (Itelligence) 76%
Computacenter 76%
QSC (Info AG) 75%
Verizon 75%
Accenture 73%
CGI 70%
Fujitsu 70%
Bechtle 69%
HP 69%
IBM 68%
T-Systems 66%
Capgemini 66%
Infosys 66%
CSC 64%
At&T 64%
Atos 63%
Wipro 62%
BT 60%
Orange Business Services 60%

Allgemeine Kundenzufriedenheit Quelle: IT Outsourcing Study 2016 Germany / Austria, Whitelane Research und Navisco

©BillionPhotos.com/Fotolia

CORBOX – die Cloud Enabling Platform aus Deutschland

Cloud Computing ist die Schlüsseltechnologie für die IT der Zukunft. Die Cloud macht die IT flexibler und Unternehmen agiler. Mit CORBOX bieten wir unseren Kunden eine Cloud Enabling Platform, die gleichzeitig Effizienz und Sicherheit der IT maximiert. Mit Partnerprogrammen und neuen Lösungen für maximale Zuverlässigkeit machen wir CORBOX noch attraktiver für Cloud-Kunden.

Cloud Computing bedeutet, dass Daten und Anwendungen in Rechenzentren gespeichert und über das Internet bereitgestellt werden. Office-Programme werden zum Beispiel nicht mehr auf jedem einzelnen Arbeitsplatzrechner installiert. Stattdessen greifen die Mitarbeiter von ihrem PC, Notebook, Tablet oder Smartphone auf ein Programm zu, das tatsächlich in einem Rechenzentrum läuft. Dadurch wird eine große, sehr leistungsfähige Computerumgebung von vielen Anwendern geteilt – ein Riesenvorteil für die Wirtschaftlichkeit.

Gleichzeitig sitzt die cloud-basierte IT immer wie angegossen. Denn die cloud-basierten Arbeitsplätze können jederzeit flexibel um zusätzliche Anwendungen von anderen Cloud-Anbietern und aus verschiedenen Rechenzentren erweitert werden. So kann die IT problemlos an neue Anforderungen angepasst werden. In einer Wirtschafts- und Arbeitswelt, die zunehmend durch Mobilität, globale Vernetzung, Projekt- und Teamarbeit und temporäre Strukturen geprägt ist, wird dies immer wichtiger.

Als Cloud Enabler integrieren wir bestehende Cloud-Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft, veredeln sie durch zusätzliche Leistungen und kombinieren sie gelingsicher mit unseren eigenen Cloud- und Outsourcing-Services. Das macht CORBOX zur perfekten Cloud Enabling Platform für unsere Kunden und zur Grundlage für den Arbeitsplatz der Zukunft.

Kundenreferenz: Drees & Sommer

Drees & Sommer begleitet private und öffentliche Bauherren sowie Investoren seit über 45 Jahren bei allen Fragen rund um die Immobilie. Das partnergeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart ist mit rund 2.150 Mitarbeitern an weltweit 40 Standorten und Repräsentanzen vertreten und setzt Maßstäbe in den Bereichen Infrastrukturberatung, Projektmanagement, Immobilienberatung und Engineering.

Was wir für den Kunden leisten:

Drees & Sommer ist ein innovatives und stark wachsendes Unternehmen, das mit Nachdruck die digitale Transformation vorantreibt. Damit die internen IT-Spezialisten sich stärker auf diese strategische Aufgabe konzentrieren können, entschied Drees & Sommer, den Service Desk an einen externen Dienstleister auszulagern. Im Ausschreibungsverfahren überzeugte DATAGROUP durch hohe Service- und Prozessqualität, partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, unternehmerisches Denken und eine starke Kundenorientierung.

Seit September 2016 ist der DATAGROUP Service Desk die zentrale Anlaufstelle für alle IT-Anwender weltweit, auf Deutsch und Englisch. Drees & Sommer legt besonderen Wert auf hohe Erstlösungsquoten und schnelle Reaktionszeiten, d.h. dass die Service-Desk-Mitarbeiter den Großteil der Anfragen und Störungen sofort lösen und nicht erst an nachgelagerte Serviceeinheiten weiterleiten müssen. So wird die Arbeitsfähigkeit der Anwender schnellstmöglich wiederhergestellt. Dies gelingt, weil DATAGROUP ausschließlich gut ausgebildete IT-Fachkräfte in Deutschland einsetzt.

Und das sagt unser Kunde:

"Die Auslagerung unseres Service Desk war mit einem engen Zeitplan und sehr hohen Qualitätsanforderungen gekoppelt. Die Wahl bei der Umsetzung fiel auf DATAGROUP, da schnell klar war, dass dieses Projekt dort aufgrund der hohen Kompetenz und der schwäbischen Zuverlässigkeit in guten Händen ist. Dieses gute Gefühl hat uns während der ganzen Transitionphase begleitet und lässt uns auch im laufenden Betrieb nicht los. Wir haben eine gute Wahl getroffen."

Ralf Schneller, Leiter IT-Einkauf, Drees & Sommer

Data Center
Services
Network
Services
End User
Services
Application
Management
Services
SAP.
Services
Printing
Services
Communi-
$cation +$
Collabora-
tion.
Services
Big Data
Services
Service
Desk
Security Monitoring Continuity

Anteil der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen. Quelle: Cloud Monitor 2016, Bitkom Research und KPMG

Mehr als jedes zweite Unternehmen nutzt Cloud-Dienste.

Roland Bihler, Geschäftsführer DATAGROUP Stuttgart GmbH

Microsoft Cloud Services direkt aus unserem deutschen Data Center

Wir sind einer von wenigen Microsoft Cloud Solution Providern (CSP) mit dem höchsten Partnerschaftsstatus in Deutschland. Als sogenannter Tier 1-Partner können wir Microsofts Cloud-Technologie Azure direkt aus unserem eigenen Data Center in Deutschland liefern, ebenso wie Microsoft Office 365. So können unsere Kunden Microsofts Cloud-Lösungen einfach, flexibel und besonders sicher über die CORBOX Cloud nutzen.

Alle Anwendungen und Daten unterliegen dadurch den strengen inländischen Datenschutzregelungen. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil für uns – gerade im sicherheitsbewussten deutschen Mittelstand. Zusätzlich lassen wir unser Data Center freiwillig nach den international anerkannten Standards der ISO 27001 und unsere Prozesse nach der ISO 20000 für professionelles IT Service Management zertifizieren. Das gibt unseren Kunden die Gewissheit, dass ihre Daten in guten Händen sind.

Volle Verantwortung für Gelingsicherheit in der Cloud

Im Gegensatz zum reinen Hosting, also der Zurverfügungstellung von Speicherplatz und Rechenkapazität, tragen wir gegenüber unseren Kunden die volle Betriebsverantwortung: Wir stehen dafür ein, dass die IT aus der Cloud gelingsicher funktioniert! Erst dadurch wird die IT zum leistungsfähigen und zuverlässigen Produktionsmittel für den Unternehmenserfolg.

Das erfordert auch ein Maximum an Ausfallsicherheit. Die Cloud ist das "digitale Herz" der Unternehmens-IT: Fällt sie aus, stehen auch große Teile des Unternehmens still. Deshalb steigt die Nachfrage nach Lösungen, die dieses Risiko minimieren. Business Continuity, also die Sicherstellung des Betriebs selbst im Katastrophenfall, ist eines der wichtigen Zukunftsthemen der Unternehmens-IT. DATAGROUP hat hierfür mit intelligenter Vernetzung und modernster Technik eine Lösung entwickelt. Der Schlüssel dazu heißt Georedundanz.

Georedundanz garantiert maximale Ausfallsicherheit – selbst im Katastrophenfall

Für dieses Maximum an Sicherheit hat DATAGROUP in Frankfurt, dem wichtigsten europäischen Internetknoten, einen zweiten Data-Center-Standort in Betrieb genommen. Dieser ist rund 10 Kilometer von unserem bisherigen Frankfurter Rechenzentrum entfernt. Beide Data-Center-Standorte sind über zwei Glasfaserleitungen direkt miteinander verbunden. Die Verbindung ist so schnell, dass alle Daten praktisch in Echtzeit synchronisiert werden, also gleichzeitig an beiden Standorten vorliegen. Es ist, als stünden die Server in zwei nebeneinanderliegenden Räumen desselben Gebäudes.

Diese Georedundanz stellt sicher, dass selbst im unwahrscheinlichen Katastrophenfall und dem Totalausfall eines Rechenzentrums die Anwendungen vollkommen unterbrechungsfrei weiterlaufen. Die IT-Anwender bemerken von dieser Umschaltung nichts. Um sicherzustellen, dass im Katastrophenfall tatsächlich alles reibungslos funktioniert, werden umfangreiche und strenge Testverfahren durchgeführt, zum Beispiel die halbjährliche Katastrophensimulation mit der plötzlichen Totalabschaltung eines Standorts.

Co-Location bietet maximale Zukunftsfähigkeit bei sinkenden Kosten

Die Data Center sind bei zwei der führenden Anbieter von Co-Location untergebracht. Co-Location bedeutet, dass wir keine eigenen Gebäude bauen, sondern für unsere Server streng gesicherte Räume in einem hochmodernen Rechenzentrumscampus anmieten. Wir kümmern uns nicht um Gebäude, Klima und Elektrizität, sondern können uns ganz auf den reinen IT-Betrieb des Data Centers konzentrieren. Jeder der beiden Standorte verfügt über redundante Sicherheitssysteme für die Internetanbindung, Strom, Kühlung, Feuerschutz sowie eine lückenlose Zugangskontrolle. Co-Location bietet eine hochmoderne und hochsichere Umgebung für unser Data Center und ermöglicht uns, flexibel und nahezu beliebig skalierbar mit den Anforderungen unserer Kunden zu wachsen.

Cloud Enabling mit CORBOX und ein georedundantes Data Center für hochverfügbare und hochsichere Cloud-Lösungen – zwei Beispiele dafür, wie wir mit innovativen Technologien und Prozessen Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Kundenreferenz: NetConnect Germany

Unter dem Dach der NetConnect Germany (NCG) kooperieren sechs Gasfernleitungsnetzbetreiber und schaffen gemeinsam das größte deutsche Marktgebiet für Erdgas. Etwa zwei Drittel der durch Letztverbraucher genutzten Gasmengen in Deutschland werden über das NCG Marktgebiet transportiert. NCG verantwortet die operative Abwicklung der Marktgebietskooperation, zum Beispiel die tägliche Bilanzierung, welche Gasmengen ins Netz eingespeist und welche Mengen ausgespeist werden.

Was wir für den Kunden leisten:

Seit November 2016 trägt DATAGROUP die Betriebsverantwortung für die Geschäftsprozess-IT der NCG. In deren Zentrum steht eine Cloud-Lösung in unserem Data Center in Frankfurt, wo die Spezialapplikationen der NCG laufen. Die zwei Data-Center-Standorte sind rund zehn Kilometer voneinander entfernt und durch einen Glasfaserring direkt miteinander verbunden. Dadurch liegen alle Daten zeitgleich an beiden Standorten vor. Diese sogenannte Georedundanz stellt sicher, dass selbst bei einem sehr unwahrscheinlichen Totalausfall eines Rechenzentrums die Anwendungen vollkommen unterbrechungsfrei weiterlaufen. Das gewährleistet die erforderliche Hochverfügbarkeit von 99,8 % für den gesamten IT-System-Verbund im Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Außerdem managt DATAGROUP Netzwerkverbindungen zu den über 400 regionalen Marktpartnern wie zum Beispiel Stadtwerken und ermöglicht so einen reibungslosen und fristgerechten Datentransfer.

DATAGROUP ist für die NCG als Full Service Provider tätig. Das heißt wir stellen nicht nur Speicherplatz in unserem Data Center zur Verfügung, sondern sorgen mit modernster Technologie und unserem zertifizierten Betriebs- und Prozess-Know-how dafür, dass die Spezialapplikationen der NCG zuverlässig, leistungsfähig und sicher funktionieren.

Und das sagt unser Kunde:

"Der Betrieb unserer Prozess-IT erfordert ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Flexibilität. Hier sehen wir DATAGROUP als richtigen Partner für diese Serviceerbringung unter kostenoptimalen Gesichtspunkten."

Andreas Manderfeld, Leiter Operations, und Frank Zantis, Leiter IT & Applikationsmanagement, NetConnect Germany

Data Center Network End User
Services Services Services
Application
Management
Services
SAP.
Services
Printing
Services
Communi-
$cation +$
Collabora-
tion.
Services
Big Data
Services
Service
Desk
Security Monitoring Continuity
Services Services Services

Wachstumsschub durch Firmenkauf: DATAGROUP wird zum SAP HANA-Spezialisten

Bei DATAGROUP bedeutet Agilität auch: neue Wachstumschancen und Technologiekompetenz durch Firmenkäufe sichern. So wie bei unserer jüngsten Tochterfirma, der DATAGROUP Enterprise Services. Sie entstand auf Basis der Übernahme von 306 IT-Spezialisten der Hewlett-Packard Enterprise (HPE) in Deutschland. Eine Folge dieser Übernahme: DATAGROUP ist heute einer der führenden Anbieter im Bereich SAP HANA, einer Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation in Unternehmen.

Genau zehn Jahre nach dem Börsengang hat DATAGROUP im September 2016 mit der Übernahme der HPE-Fachkräfte die nächste Stufe der Unternehmensentwicklung gezündet – zahlenmäßig und beim Know-how. Denn bei den neuen Mitarbeitern handelt sich um Spezialisten für SAP und Application Management Services, zwei strategischen Wachstumsfeldern der Vision DATAGROUP 2020.

Mit der Übernahme ist DATAGROUP aus dem Stand in eine führende Position unter den SAP HANA-Dienstleistern gesprungen. Über 100 HANA-Experten betreuen Systeme namhafter internationaler und mittelständischer Industrieunternehmen. Damit arbeitet nun eines der größten Teams in der deutschen Providerlandschaft unter dem Dach von DATAGROUP.

Stefan Huhn, Geschäftsführer DATAGROUP Enterprise Services GmbH

SAP HANA ist eine Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung

HANA ist eine Plattform für alle SAP-Geschäftsanwendungen, die In-Memory-Technologie unterstützen. Das Besondere daran: HANA nutzt den Arbeitsspeicher des Servers anstatt die Festplatte zur Datenspeicherung. So lassen sich große Datenmengen leistungsfähiger und schneller als bisher verarbeiten, ein wichtiger Baustein für zum Beispiel Industrie 4.0 und Business Intelligence. Das macht HANA zu einer Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation der Wirtschaft – und DATAGROUP zu einem bevorzugten Partner für Unternehmen, die mit SAP HANA ihr Business fit für die Zukunft machen wollen.

Unsere Experten beraten Kunden im Hinblick auf sinnvolle und effiziente Einsatzmöglichkeiten von SAP HANA und verfügen über langjährige Erfahrung bei der Einführung bzw. beim Umstieg auf diese innovative Technologie. Hinzu kommt unsere Betriebskompetenz: In unserem Data Center bieten wir Kunden sowohl eine flexible und skalierbare Umgebung auf einer geteilten HANA-Infrastruktur als auch dedizierte Lösungen. Unsere Kunden erhalten somit alle Leistungen, die für einen erfolgreichen Einsatz von HANA notwendig sind, aus einer Hand.

Wir gestalten den Markt aktiv mit

Die Transaktion unterstreicht erneut unseren Anspruch, die Konsolidierung auf dem Markt für IT-Services aktiv mitzugestalten. Für DATAGROUP war es bereits die achtzehnte Übernahme seit dem Börsengang vor 10 Jahren.

Anorganisches Wachstum ist eine zentrale Säule unserer Zukunftsstrategie DATAGROUP 2020. Zielstrebige Firmenkäufe sind Ausdruck unserer Agilität und zugleich ein wichtiges Instrument, um unsere Innovationskraft und unsere Zukunftsfähigkeit weiter zu stärken.

Kundenreferenz: MEZ GmbH

Die MEZ GmbH ist der führende Anbieter von Handarbeitsprodukten in Europa. Der Name MEZ steht für eine über 200-jährige Geschichte, viel Erfahrung auf dem Gebiet der Handarbeit und eine lange Tradition. Diese Expertise und innovative Produkte und Konzepte ermöglichen es Endverbrauchern auf der ganzen Welt, ihre kreativen Ideen in die Tat umzusetzen und die Freude am Handarbeiten erleben zu können.

Was wir für den Kunden leisten:

Die AURELIUS Gruppe kaufte 2015 die heutige MEZ GmbH von einem britischen Konzern und beauftragte DATAGROUP damit, zukünftig die SAP Services für das neue Tochterunternehmen zu erbringen. Hierfür musste DATAGROUP zunächst die relevanten SAP-Systeme und Daten im Rahmen eines Carve-Out-Projekts aus der gemeinsamen SAP-Umgebung des alten Mutterkonzerns herauslösen und ins DATAGROUP Data Center migrieren. Für diese komplexe Aufgabe wurden teilweise eigens entwickelte Verfahren eingesetzt, die auf der langjährigen und umfangreichen Expertise von DATAGROUP im Bereich IT Landscape Transformation beruhen.

Um den Betrieb der Systeme zuverlässig gewährleisten zu können war es außerdem nötig, das notwendige Know-how über die Business- und SAP-Systemprozesse von den bisher verantwortlichen Entwicklern und Beratern zu übernehmen. Auch dies geschah mittels eigens entwickelter Verfahren. Im Dezember 2015 übernahm DATAGROUP schließlich die Betriebsverantwortung für die SAP Systeme der MEZ GmbH sowie damit verbundene Leistungen in den Bereichen Service Desk, Data Center und Network Services.

Und das sagt unser Kunde:

"Wir haben uns für DATAGROUP entschieden, weil wir uns auf die Entwicklung des Geschäfts unserer neuen Konzerngesellschaft konzentrieren müssen. Der Betrieb der sensiblen ERP-Systeme muss geräuschlos erfolgen, parallel erforderte die kurzfristige Herauslösung innerhalb von vier Monaten ein sehr hohes Maß an Professionalität."

Dr. Philipp Diekmann, CEO, MEZ-Gruppe

Data Center Network End User
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Services
SAP
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Collabora-
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DATAGROUP ist "SAP HANA Rising Star 2017"

Aufgrund des herausragenden Know-hows und Erfahrungsschatzes haben die Analysten von Experton und West Trax in ihrer jüngsten Marktstudie DATAGROUP als "Rising Star 2017" unter den SAP HANA-Dienstleistern eingestuft.

"DATAGROUP bündelt als langjähriger Dienstleister im IT und Outsourcing Markt nicht nur außergewöhnlich viele SAP Kompetenzen unter einem Dach, sondern sie kombiniert zudem fundiertes technologisches SAP Know-how mit ausgeprägtem Prozess- und Transformationsdenken. Dies und die Übernahme von über 300 IT-Fachkräften von Hewlett-Packard Enterprise macht DATAGROUP im Rahmen der Digitalen Transformation zu einem sehr ernst zu nehmenden Player auf dem SAP HANA und S / 4HANA Markt."

Diana Bohr, Chefanalystin und Chief Technology Officer, West Trax

FinTech-Agilität für Banken und Sparkassen – mit Apps von DATAGROUP

Wie schnell und stark die Digitalisierung die Wirtschaft verändert, lässt sich sehr gut an der Finanzbranche beobachten. Sogenannte FinTechs setzen Banken und Sparkassen mit innovativen Services auf Basis neuer Technologien gehörig unter Zugzwang. Mit mobilen Apps und dynamischen Projektmethoden unterstützt DATAGROUP Finanzdienstleister bei der digitalen Transformation und der Etablierung neuer Geschäftsmodelle.

Der Wandel kommt rasant: Alleine im Jahr 2016 haben 19 % aller Bankkunden neu damit begonnen, ihre Bankgeschäfte online abzuwickeln, so eine Studie des Bundesverbands der deutschen Banken. Mehr als jeder zweite Kunde nutzt bereits die Möglichkeit, seine Bankgeschäfte von zuhause oder unterwegs abzuwickeln. Und laut Infratest bereiten sich sogar 86 % der Kunden online auf den Erwerb eines Finanzproduktes vor.

Von dieser Entwicklung profitieren vor allem FinTechs. Das sind zumeist kleine Startup-Unternehmen, die sich sehr schnell an neue Trends anpassen und diese auch vorantreiben. Die etablierten Banken tun sich angesichts dieser Konkurrenz wesentlich schwerer, ihre angestammten Geschäftsmodelle und -prozesse an die neue, digitale Welt des Bankings anzupassen.

Mobile Banking – Schlüssel für erfolgreiche Digitalisierung

Hier kommen die Experten der DATAGROUP Mobile Solutions ins Spiel. Sie entwickeln High-end-Apps, mit denen die Dienstleister den Sprung ins Mobile Banking erfolgreich vollziehen können. Die Mobilisierung ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Digitalisierungsstrategie, denn Bankkunden greifen immer häufiger über Smartphone und Tablet auf das Internet zu.

Das Credo lautet also "Mobile First": Mobile Online-Banking-Lösungen stehen im Fokus der Nutzererfahrung. Wesentliche Fragen, etwa über gewünschte Funktionen und das Design, müssen aus dieser Nutzererfahrung heraus beantwortet werden. Und der Erfolg solcher Apps hängt wesentlich davon ab, dass ihre Entwicklung aus der Kundensicht erfolgt, also konsequent auf den Kundennutzen ausgerichtet ist.

Agile Methoden verkürzen die Entwicklungszeit dramatisch

Zu den Erfolgsfaktoren gehört ebenfalls ein agiles Projektvorgehen. Das bedeutet die Entwicklung der App wird in kurze Zyklen unterteilt, sogenannte Sprints, die zum Bespiel jeweils zwei Wochen dauern. Am Ende jedes Sprints wird dem Auftraggeber der Zwischenstand präsentiert und von ihm abgenommen, oder es werden Änderungen festgelegt. Diese werden im nächsten Sprint bearbeitet. Das agile Vorgehen erhöht die Flexibilität des Entwicklungsprozesses dramatisch. Ein Projektstart ist auch möglich, wenn bisher lediglich eine Vision oder Idee existiert, die erst noch reifen muss. Neue Anforderungen können während des laufenden Prozesses zeitnah realisiert und integriert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Projektmethoden verkürzt sich die Zeit von der ersten Idee bis zur Markteinführung der Lösung erheblich.

Mit ihrem Fokus auf mobile Technologien und agile Methoden liefert DATAGROUP innovative und zukunftsweisende Digitalisierungs-Lösungen für Banken und Finanzinstitute, zum Beispiel eine Kundenservice-App für die Sparda Banken, die erste Versicherungs-App der Allianz oder eine Flotten-App für die Deutsche Leasing.

High-end-Apps und CORBOX Cloud Services – eine perfekte Kombination

Die Finanzbranche ist nur eines von vielen Beispielen, wie wir mit High-end-Apps die digitale Transformation unserer Kunden unterstützen und beschleunigen. Der besondere Clou unseres Angebots: Banken und Versicherungen können ihre individuellen Apps auch direkt auf Basis der CORBOX Cloud aufsetzen. Anwendungen, auf die die App zugreift und die sie mobil macht, kommen dann direkt aus dem DATAGROUP Data Center in Deutschland. Die verwendeten Kunden-, Produkt- und Unternehmensdaten sind so automatisch nach den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien und durch unser zertifiziertes Sicherheitsmanagement geschützt. Als One-Stop-Shop bündeln wir innovative Mobile Solutions und höchste Expertise bei Cloud und Application Management Services in einer Hand.

Hendrik Schultz, Geschäftsführer DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Kundenreferenz: Asset Go – die Investment-App der BW-Bank

Die Investment-App AssetGo erweitert das Angebot der BW-Bank für Privatanleger. Nutzer der App können aktuelle Marktdaten, Analysen des LBBW Research, Depotführung und eine persönliche Videoberatung mobil abrufen.

Was wir für den Kunden leisten:

Im Rahmen des agilen Projekts umfasst die Leistung von DATAGROUP die Unterstützung bei der Konzeption, das User Interface Design, die native App-Entwicklung und das Application Management der App für iOS und Android. Die App berücksichtigt gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards des Banking-Umfelds und die Anforderungen an die User Experience und intuitive Bedienung.

Funktionen:

  • Abruf aktueller Marktdaten
  • Erstellung persönlicher Watchlist
  • Analysen von LBBW Research

  • Mobile Depotführung und Brokerage

  • Video- und Telefonberatung per WebRTC Investmentrechner

Und das sagt unser Kunde:

"Das agile Vorgehen ermöglicht eine flexible Verwirklichung unserer Digitalisierungsstrategie. Mit AssetGo haben wir unsere erste innovative mobile Lösung im Investmentbereich realisiert. Asset-Go ist unsere Antwort auf die FinTech-Lösungen am Markt."

Andreas Bätz, Projektleiter, BW-Bank

DATAGROUP: Top-Innovator 2016

DATAGROUP gehört zur Innovationselite des deutschen Mittelstands. Im Juni 2016 wurden wir mit dem Siegel TOP 100 ausgezeichnet. Grundlage der Entscheidung war ein anspruchsvoller, wissenschaftlicher Auswahlprozess, in dem Innovationsmanagement und Innovationserfolg untersucht wurden. Es war die erste Teilnahme von DATAGROUP an dem Wettbewerb – die prompt mit der Ehrung "Top-Innovator 2016" belohnt wurde.

DATAGROUP wächst rasant: Innovationen bei Prozessen und Produkten spielen dabei eine zentrale Rolle, beispielsweise die konsequente Industrialisierung und Modularisierung der Serviceproduktion, Cloud Enabling und mobile High-end-Lösungen für den Arbeitsplatz der Zukunft. Die Jury um Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar überzeugte vor allem die erfolgreiche Markteinführung von CORBOX sowie die Entwicklung der unternehmerischen Zukunftsstrategie DATAGROUP 2020. Über 4.000 Unternehmen interessierten sich in diesem Jahr für eine Teilnahme an TOP 100, insgesamt 238 wurden in verschiedenen Größenklassen ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde bereits zum 23. Mal vergeben.

Ranga Yogeshwar, Mentor des Wettbewerbs (im Bild rechts), übergibt die Auszeichnung TOP 100 im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits 2016 in Essen an Alexandra Mülders, Geschäftsführerin DATAGROUP Köln, und Michael Heide, Geschäfts-

Industrie 4.0 – Die digitale Revolution in der Produktion erfolgreich meistern

Die digitale Transformation verändert auch die Art und Weise, wie Unternehmen produzieren: Unter der Überschrift "Industrie 4.0" wurde die nächste industrielle Revolution eingeläutet. Mit modularen Services, die nach industriellen Standards produziert werden, und passgenauen Solutions unterstützt DATAGROUP Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalisierten Produktion.

Die Grundidee von Industrie 4.0 klingt verheißungsvoll: Durch Vernetzung von Maschinen, Produkten, Systemen, Logistik und Menschen wird die Produktion effizienter, schneller und zuverlässiger. Doch einfach umzusetzen ist sie nicht! Alleine die Datenmengen, die unzählige Sensoren in Maschinen und Produkten liefern müssen, sind riesig. Außerdem steigt die Komplexität der Systeme. Nicht nur durch die vielen Komponenten der Produktions-IT, sondern auch durch deren Vernetzung mit der ursprünglichen Unternehmens-IT.

Nur durch eine sinnvolle Verknüpfung mit Steuerungssystemen wie SAP können zum Beispiel die Materialbedarfsplanung automatisiert oder umgekehrt neue Aufträge direkt in die Produktion durchgegeben werden. Und nicht zuletzt wachsen durch die zunehmende Komplexität auch die Anforderungen an Zuverlässigkeit und Sicherheit der gesamten IT-Landschaft.

CORBOX-Services für die digitalisierte Produktion

DATAGROUP unterstützt Unternehmen mit einer Vielzahl von Lösungen bei der Digitalisierung ihrer Produktion. Als Technologie-Plattform für komplexe Industrie 4.0-Umgebungen kann CORBOX seine Stärken voll ausspielen: ModuAuch für die zweite zentrale Komponente von Industrie 4.0-Landschaften, die Netzwerke, bieten wir mit CORBOX Network Services modulare und gelingsichere Lösungen. Darüber hinaus sorgen CORBOX Monitoring, Security und Continuity Services dafür, dass Sicherheitsrisiken minimiert und die Produktionsprozesse zuverlässiger werden.

Außerdem können Standard-Services wie der CORBOX Service Desk so erweitert werden, dass Aufgaben des Business Service Managements oder der Prozess-Steuerung ebenfalls bearbeitet und unterstützt werden. Zum Beispiel nimmt der DATAGROUP Service Desk in diesem Fall als Single Point of Contact Fehlermeldungen von Anlagen und Maschinen auf, klassifiziert sie und leitet sie an die zuständigen Servicetechniker des Produzenten oder Herstellers weiter.

Darüber hinaus entwickeln wir innovative Solutions, mit denen unsere Kunden die Digitalisierung ihrer Produktion vorantreiben – angefangen von der Komplettlösung zur Qualitätssicherung in der Produktion bis hin zu Apps, die die Daten der verschiedenen Systeme zusammenführen und auf Smartphones und Tablets verfügbar machen.

larität, hochstandardisierte Prozesse und eine Serviceerbringung nach industriellen Gütekriterien. Als einer von wenigen IT-Dienstleistern in Deutschland sind wir nach ISO 20000 zertifiziert und unterliegen damit einem strengen Qualitätsmanagementsystem, wie man es sonst nur aus der industriellen Produktion kennt. Kurz gesagt: Wir sprechen dieselbe Sprache wie unsere Kunden!

Mit CORBOX unterstützen wir Kunden zum Beispiel beim Betrieb von sicheren und hochverfügbaren Cloud-Umgebungen. Dort werden die Datenströme aller Komponenten erfasst, gespeichert und von der Software der Produktions-IT, den sogenannten Industrial Control Systems, weiterverarbeitet. Kunden profitieren dabei von unserer umfassenden Expertise im Betrieb von Spezialapplikationen und Individualsoftware sowie von der hochsicheren deutschen Data-Center-Infrastruktur.

Knackpunkt Datensicherheit: Firmen setzen bei Industrie 4.0 auf den Standort Deutschland.

Bedenken zur Datensicherheit sind laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu Industrie 4.0. Über die Hälfte der befragten Industrieunternehmen in Deutschland würde zwar ihre IT-Systeme an externe Dienstleister auslagern, mehrheitlich jedoch nur innerhalb Deutschlands.

Eva Türk, Geschäftsführerin DATAGROUP Service Desk GmbH

Quelle: Industry 4.0 – How to navigate digitization of the manufacturing sector, McKinsey 2015

57% Ja

Kommt IT-Outsourcing für Sie in Frage?

An welchen Ort würden Sie Ihre IT outsourcen?

Kundenreferenz: BITBW

Die Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg, kurz BITBW, ist die zentrale Dienstleisterin für moderne Informationstechnologie in der Landesverwaltung. Die BITBW wurde zum 1. Juli 2015 als Kernstück der IT-Neuordnung im Land gegründet. Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für den sicheren Betrieb, die Pflege und Weiterentwicklung der Landes-IT. Alle Einrichtungen und Dienststellen der unmittelbaren Landesverwaltung kaufen IT-Dienstleistungen als Kunden bei der BITBW ein.

Was wir für den Kunden leisten:

Um die Leistungsfähigkeit der Landes-IT weiter zu verbessern hat die BITBW beschlossen, den Service Desk sowie den Vor-Ort-Support für bis zu 45.000 IT-Anwender an einen externen Dienstleister auszulagern. In einer europaweiten Ausschreibung konnte sich DATAGROUP mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis durchsetzen. Ein weiterer Pluspunkt war die ausgewiesene und ISO-zertifizierte Prozesskompetenz, da die Einrichtungen des Landes besonders hohe Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit stellen.

In 2017 erfolgt zunächst eine sukzessive Übernahme der Service Desk Services, d.h. der DATAGROUP Service Desk wird zur ersten Anlaufstelle für die Anwender bei Störungen, Bestellungen und allen anderen Aufträgen. Zusätzlich rollt DATAGROUP neue Hardware aus und übernimmt anschließend deren Betreuung. Durch ein Netz eigener Servicetechniker, die mit "rollenden Werkstätten" über das ganze Bundesland verteilt sind, garantiert DATAGROUP flächendeckend auch dann schnelle und qualifizierte Hilfe, wenn Hand an Notebooks, Kopierer oder Netzwerkgeräte gelegt werden muss.

Und das sagt unser Kunde:

"Die Firma DATAGROUP hat uns mit ihrem ISO-zertifizierten Servicekonzept überzeugt. Die vorgelegten Dokumente waren schlüssig und die Präsentation der Dienstleistung erfolgte sehr kompetent. Derzeit befinden wir uns in der geplanten Transitionsphase und erarbeiten gemeinsam und partnerschaftlich die notwendigen Prozesse zur Betriebsaufnahme bei und für die Kunden der BITBW."

Christian Leinert, Präsident, BITBW

Data Center Network End User
Services Services Services
Application
Management
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SAP
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Big Data
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Security Monitoring Continuity
Services Services Services

INHALT

Konzernlagebericht

DATAGROUP ist mit Standorten in ganz Deutschland vertreten.

Die DATAGROUP SE (vormals DATAGROUP AG) ist die Dachgesellschaft des bundesweit tätigen IT-Dienstleisters DATAGROUP. Zur DATAGROUP SE gehören im Wesentlichen die Beteiligungen, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind.

Unter dem Dach der DATAGROUP SE sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen.

Die drei Tochtergesellschaften DATAGROUP Service Desk GmbH, DATAGROUP Data Center GmbH und DATAGROUP Enterprise Services GmbH sind spezialisierte Service-Fabriken. Sie treten nicht selbst am Markt auf, sondern erbringen als interne Kompetenz- und Leistungszentren im DATAGROUP-Konzern Services für die Unternehmenskunden der übrigen DATAGROUP-Tochtergesellschaften. Zum 1. September 2016 wurden in die DATAGROUP Enterprise Services GmbH 306 IT-Spezialisten für SAP und Application Management

Services der Hewlett-Packard GmbH (HPE) in Deutschland übernommen.

Innerhalb des DATAGROUP-Konzerns übernimmt die DATAGROUP SE die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Sie erbringt zentrale Dienste wie das Rechnungswesen, das Personalwesen und die zentralen IT-Services für die Konzerngesellschaften. Außerdem übernimmt die DATAGROUP SE Dienstleistungen in den

1. Konzern-Überblick

Organisatorische und rechtliche Struktur des DATAGROUP-Konzerns

DATAGROUP SE, Pliezhausen
Segment "Services" Segment "Solutions und Consulting"
DATAGROUP Bremen
DATAGROUP Hamburg
DATAGROUP Köln
DATAGROUP Ludwigsburg
DATAGROUP Offenburg
DATAGROUP Stuttgart
DATAGROUP Business Solutions
DATAGROUP Consulting
DATAGROUP Consulting Services
DATAGROUP IT Solutions
DATAGROUP Mobile Solutions
"Service-Fabriken"
DATAGROUP Data Center
DATAGROUP Enterprise Services
DATAGROUP Service Desk

DATAGROUP-Konzern (Stand: 30.09.2016)

Bereichen Rechnungswesen und Personalwesen für den Hauptaktionär HHS Beteiligungsgesellschaft mbH und dessen Tochtergesellschaften.

Seit dem Börsengang 2006 erwarb die DATAGROUP SE 18 Unternehmen bzw. Unternehmensteile, darunter im Geschäftsjahr 2015 / 2016 die Übernahme der 306 Spezialisten von HPE. Die Akquisitionsstrategie fokussiert sich vor allem auf IT-Services-Unternehmen in Deutschland. Sie folgt einer "buy and build-Strategie" (d. h. die zugekauften Unternehmen ergänzen oder verstärken das bestehende DATAGROUP-Leistungsportfolio) und einer "buy and turn around-Strategie" (d. h. die erworbenen Unternehmen sind in Umbruchsituationen).

Die DATAGROUP SE gliedert die übernommenen Unternehmen in den Konzern ein. Dabei bleiben die einzelnen Gesellschaften möglichst erhalten, um die Nähe zum Kunden und die teilweise jahrzehntelangen Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.

Alle Gesellschaften werden unter der bundesweit einheitlichen Marke DATAGROUP geführt. Neu akquirierte Unternehmen werden nach einer Übergangsphase umbenannt. Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 firmierte die Excelsis Business Technology AG in DATAGROUP Mobile Solutions AG um. Die Wahrnehmung von DATAGROUP und die Steigerung ihrer Bekanntheit bei relevanten Zielgruppen werden durch eine deutschlandweite Dachmarkenkampagne forciert.

Auch zukünftig soll der DATAGROUP-Konzern im Rahmen der beschriebenen Akquisitionsstrategie wachsen.

Tätigkeitsschwerpunkte, Absatzmärkte und Wettbewerbsposition von DATAGROUP

We manage IT – dieser Claim fasst die Kernkompetenz von DATAGROUP prägnant zusammen. Die Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften besteht aus Betrieb und Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen ihrer Kunden.

Im Fokus der DATAGROUP IT-Services steht der gelingsichere Betrieb von IT-Infrastrukturen. Mit CORBOX, einer Suite von IT-Services, bietet DATAGROUP ihren Kunden eine modulare Komplettlösung für den sorgenfreien IT-Betrieb. CORBOX ist auch eine Cloud Enabling Platform, in die DATAGROUP Cloud-Lösungen von Drittanbietern wie Microsoft integriert, sie durch zusätzliche Leistungen veredelt und mit eigenen Cloud- und Outsourcing-Services kombiniert. Damit deckt CORBOX alle Bereiche des IT-Betriebs in Unternehmen ab: vom Service Desk, der kompetenten und zuverlässig erreichbaren zentralen Anlaufstelle für alle Fragen und Störungsmeldungen der Anwender, über das Management und den Vor-Ort-Support stationärer und mobiler IT-Arbeitsplätze bis hin zur kompletten Bandbreite an Cloud- und Rechenzentrums-Dienstleistungen. Auch das Management von Business-Applikationen sowie von SAP-Systemen gehört zum Leistungsumfang von CORBOX. DATAGROUP liefert Unternehmen mit CORBOX alle benötigten Leistungen für den IT-Betrieb aus einer Hand. Kunden wählen aus 12 kombinierbaren und perfekt kompatiblen CORBOX-Servicefamilien exakt diejenigen aus, die ihr Business optimal unterstützen. Definierte Service Level Agreements garantieren dabei maximale Leistungs- und Kostentransparenz. Die Sicherheit aller zentralisierten CORBOX-Services gewährleisten ISO 27001-zertifizierte DATAGROUP Data Center in Deutschland. Kontinuierliches Monitoring von Performance, Kapazitäten und Sicherheitsstatus gewährleistet die optimale Verfügbarkeit der Services.

Seit September 2012 ist DATAGROUP ISO 20000-zertifiziert – das ist die höchstmögliche ISO-Zertifizierung für professionelles IT Service Management. DATAGROUP hat sich dem aufwändigen Prüfverfahren unterzogen, um ihre IT-Services nach industriellen Maßstäben zu gestalten und beständig zu verbessern. CORBOX-Kunden profitieren von der zertifizierten Güte: Ihre IT-Services sind immer auf dem neuesten Stand – Sicherheit & Compliance inbegriffen. Alle CORBOX-Services basieren auf ISO 20000-zertifizierten Prozessen nach ITIL® und folgen den Gütekriterien industrieller Produktion. Das gewährleistet gleichbleibend hohe Prozessqualität, Servicequalität und Sicherheit. DATAGROUP ist einer von wenigen Anbietern von IT-Services in Deutschland, der seine kompletten Serviceprozesse nach ISO-Vorgaben standardisiert hat. Im September 2015 wurde die ISO 20000-Zertifizierung erfolgreich um drei Jahre verlängert. Mit CORBOX wird Unternehmens-IT zum zuver-

lässigen und leistungsfähigen Produktionsmittel für den Geschäftserfolg.

IT-Berater und Lösungsexperten von DATAGROUP unterstützen Kunden zudem bei der Digitalisierung ihres Unternehmens. Sie sorgen mit innovativen Lösungen und Technologien dafür, dass die Unternehmens-IT die Geschäftsprozesse optimal unterstützt. Zum Beispiel mit SAP HANA, einer Technologieplattform, die für die digitale Transformation von Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein wird. DATAGROUP beschäftigt eines der größten SAP HANA-Teams in der deutschen Providerlandschaft und wurde im Oktober 2016 von den Marktanalysten Experton und West Trax als "Rising Star" der deutschen SAP HANA-Anbieterlandschaft ausgezeichnet. Durch zahlreiche Carve-out-Projekte im Rahmen der Auslagerung von Unternehmensteilen und durch weitere IT-Transformationsprojekte hat sich DATAGROUP zu einem Experten für IT Landscape Transformation entwickelt. Auch im Bereich der Software-Entwicklung verfügt DATAGROUP über jahrzehntelange Erfahrung in der Erstellung, Erweiterung und Pflege von Business-Applikationen, die individuell auf Geschäftsprozesse und Marktanforderungen zugeschnitten sind. Das Leistungsspektrum erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen. Außerdem entwickelt und betreibt DATAGROUP Highend-Lösungen für mobile Anwendungen. Dazu gehören beispielsweise intuitiv bedienbare Tablet- und Smartphone-Anwendungen für Warenwirtschaft und Vertrieb, die den Kunden die Mobilisierung ihrer Geschäftsprozesse und signifikante Effizienzsteigerungen ermöglichen.

DATAGROUP arbeitet ausschließlich für Geschäftskunden. Der Fokus liegt auf mittelständischen und großen Unternehmen sowie öffentlichen Auftraggebern. Als großes mittelständisches Unternehmen zeichnet sich DATAGROUP durch persönliche Nähe und den Kontakt auf Augenhöhe zu ihren Kunden aus. Mit dem Full-Outsourcing-Angebot CORBOX richtet sich DATAGROUP primär an Unternehmen mit 250 bis 5.000 IT-Arbeitsplätzen und in einem Umsatzbereich zwischen 100 Mio. Euro und 5 Mrd. Euro. Größere Kunden bedient DATAGROUP mit selektiven IT-Services aus ihrem Full-Outsourcing-Portfolio.

DATAGROUP gehört heute zu den führenden IT-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland (Quelle: Lünendonk).

Torsten Langer, Geschäftsführer DATAGROUP Data Center GmbH

Gesamtwirtschaft

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2015 / 2016 von solidem Wachstum geprägt. Zu dieser Einschätzung gelangt die Bundesregierung in ihrer Herbstprojektion 2016. Sie erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % nach 1,7 % im Vorjahr. Wachstumsimpulse kamen vor allem von den binnenwirtschaftlichen Kräften. Bauinvestitionen, Konsumausgaben des Staates und Bruttoanlageninvestitionen stiegen 2016 deutlich gegenüber dem Vorjahr an. Auch die Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte entwickelten sich durch solide Beschäftigungs- und Lohnzuwächse weiterhin günstig.

Das außenwirtschaftliche Umfeld blieb hingegen schwierig. Während von niedrigem Ölpreis und Wechselkurs positive Einflüsse auf die Exportwirtschaft ausgingen, trübten die insgesamt zögerliche Entwicklung der Weltkonjunktur sowie die Unsicherheiten aus der Brexit-Entscheidung die Exportaussichten. Die Ausrüstungsinvestitionen der exportorientierten deutschen Wirtschaft wachsen deshalb 2016 voraussichtlich weniger stark als 2015.

Branche

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) erwartet für das Jahr 2016 ein Wachstum des deutschen ITK-Marktes auf 160,5 Milliarden Euro. Das bedeutet ein solides Plus von 1,7 %. Mit einem Umsatz von 38,2 Milliarden Euro entfällt knapp ein Viertel des gesamten Marktvolumens auf das Segment IT-Services. Hierzu zählen Outsourcing-Leistungen, Wartungsverträge sowie IT-Beratung. BITKOM erwartet, dass der Markt für IT-Services im Jahr 2016 um 2,7 % wächst – und damit erneut stärker als in den Vorjahren.

Maßgeblich befeuert wird das Wachstum im IT-Services-Bereich durch die digitale Transformation der Unternehmen. Eine zentrale Rolle spielt das Cloud Computing als Basistechnologie der Digitalisierung. Hierzu zählt BITKOM die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten und Business-Applikationen über Internet oder Intranet. Laut Cloud Monitor 2016 von BITKOM und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat die Cloud-Nutzung deutscher Unternehmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Der Anteil der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, stieg zwischen 2011 und 2014 von 28 % auf 44 % und sprang 2015 auf 54 %. Weitere 18 % der Unternehmen diskutieren oder planen den Einsatz von Cloud-Lösungen in der Zukunft.

Gesamteinschätzung

DATAGROUP hat im Geschäftsjahr 2015 / 2016 mit einem Umsatzwachstum von 11 % und einem Anstieg des EBITDA um 24,5 % den oberen Rand ihrer Guidance erreicht und ist erneut deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt für IT-Services. Im strategischen Fokus des DATAGROUP Geschäftsmodells stehen mehr denn je langfristige Verträge mit wiederkehrenden Erträgen. Die IT-Dienstleistungen, die DATAGROUP im Rahmen ihrer modularen Komplettlösung CORBOX anbietet, sind für funktionierende Geschäftsprozesse der Kundenunternehmen unverzichtbar. Die Geschäftsentwicklung von DATAGROUP ist deshalb durch ein hohes Maß an Planbarkeit und Stabilität gegenüber konjunkturellen Schwankungen gekennzeichnet. Die konsequente Umsetzung der Zukunftsstrategie DATAGROUP 2020 hat dazu geführt, dass in einem insgesamt guten gesamtwirtschaftlichen Umfeld ein steilerer Wachstumspfad eingeschlagen wurde.

DATAGROUP profitiert von dem langfristigen Trend zum IT-Outsourcing und der verstärkten Nutzung von Cloud-Lösungen, insbesondere bei mittleren und großen Unternehmen. IT ist in Unternehmen zu einem zentralen Produktionsmittel geworden, das absolut zuverlässig verfügbar sein muss. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Sicherheit und die Flexibilität der Unternehmens-IT beständig, so dass deren Betrieb zunehmend aufwändiger wird. Die Digitalisierung stellt Unternehmen aller Branchen vor neue Herausforderungen. Damit die internen IT-Spezialisten sich auf diese strategischen Aufgaben konzentrieren können, lagern immer mehr Firmen ihren IT-Betrieb aus.

Mit dem Full-Service-Angebot CORBOX und ihrem Consulting- und Solutions-Portfolio ist DATAGROUP sehr gut aufgestellt, um die Wachstumspotenziale im Markt für IT-Services optimal zu nutzen. Die Übernahme von 306 Mitarbeitern der Hewlett-Packard GmbH in Deutschland hat die Kompetenzen und Ressourcen von DATAGROUP in stark nachgefragten Kernbereichen des Leistungsportfolios erheblich gestärkt. Auch der Anteil zentralisiert erbrachter und über das Internet bereitgestellter Cloud-Dienstleistungen wurde im Geschäftsjahr erneut ausgebaut. DATAGROUP betreibt ihre nach höchsten Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren ausschließlich in Deutschland. Damit erfüllt DATAGROUP die hohen Sicherheitsanforderungen, die vor allem Kunden aus dem gehobenen Mittelstand – der primären Zielgruppe von DATAGROUP – an IT-Dienstleister adressieren. Zugleich hat das Unternehmen die Standardisierung und Industrialisierung der Leistungsprozesse vorangetrieben und damit die Grundlage für weitere nachhaltige Effizienz- und Qualitätssteigerungen in der Produktion und im Vertrieb gelegt.

Die positive Entwicklung spiegelt sich in der erneuten Aufnahme von DATAGROUP in die Liste der führenden IT-Dienstleister Deutschlands durch das Marktforschungsunternehmen Lünendonk wider.

2. Rahmenbedingungen

Sarah Berger, Prokuristin DATAGROUP Enterprise Services GmbH

3.1. Ertragslage

PERIODENÜBERSCHUSS, EBT, EBIT, EBITDA

Der Periodenüberschuss stieg im Geschäftsjahr 2015 / 2016 um 16,1 % auf TEUR 5.715 nach TEUR 4.923 im Vorjahr. Das EPS lag bei 75 Cent pro Aktie, im Vorjahr hatte es 65 Cent betragen. Der Vorstand der DATAGROUP SE schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung von EUR 0,30 pro Aktie zu beschließen.

Das Ergebnis des DATAGROUP-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2015 / 2016 einmalig durch einen Sondereffekt in Höhe insgesamt TEUR 1.237 belastet, davon TEUR 555 Zins- und TEUR 682 Steueraufwand. Ursache dafür war das Ergebnis einer Betriebsprüfung, wonach ein im Jahr 2012 aufgekündigter Ergebnisabführungsvertrag zwischen Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns rückwirkend als steuerlich unwirksam eingestuft wird. Der Vorstand der DATAGROUP SE hält diese Bewertung für unzutreffend und kündigte an, gegen die zu erwartenden Steuerbescheide Rechtsmittel einzulegen. Demgegenüber stehen positive Effekte in Höhe von TEUR 2.535 aus der Transaktion mit der Hewlett-Packard GmbH (näheres hierzu unter "9. Sonstige Angaben" und im Konzernanhang unter "3. Konsolidierungskreis").

Trotz dieser Zusatzbelastung stieg das EBT – Ergebnis vor Steuern – von TEUR 7.780 im Jahr 2014 / 2015 um 29,7 % auf TEUR 10.091 im laufenden Geschäftsjahr.

Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2015 / 2016 TEUR –2.584 nach TEUR –1.824 im Vorjahr. Die deutliche Erhöhung der Netto-Aufwandsposition ist hauptsächlich auf den besagten Sondereffekt aus der Betriebsprüfung zurückzuführen. Der Finanzierungsaufwand für aufgenommene Bankdarlehen blieb durch das gesunkene Zinsniveau trotz einer Ausweitung des Darlehensvolumens im Wesentlichen konstant. Bedingt durch einen Rückgang des Darlehensvolumens aus Finance Leases verminderten sich zudem Zinserträge und Zinsaufwendungen. Auch das Factoringvolumen war rückläufig. Aus der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen entstanden Aufwendungen über TEUR 222 nach TEUR 175 im Vorjahr. Dies ist auf den günstigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens zurückzuführen.

Das EBIT – Ergebnis vor Steuern und Finanzierung – hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 32,0 % verbessert. Es betrug im Berichtszeitraum TEUR 12.675 gegenüber TEUR 9.604 im Vorjahr.

Die Abschreibungen stiegen von TEUR 5.735 im Vorjahr auf TEUR 6.428 im Geschäftsjahr 2015 / 2016. Die Abschreibungen auf Auftragsbestände und Kundenstämme und sonstige im Rahmen der Purchase Price Allocation aktivierten Vermögenswerte verminderten sich um TEUR 147 auf TEUR 2.642. Die sonstigen Abschreibungen erhöhten sich um 28,5 % auf TEUR 3.786.

Abschreibungen auf Firmenwerte waren weder im Geschäftsjahr 2015 / 2016 noch in den Vorjahren notwendig. Die durchgeführten Impairment-Tests ließen keinen Abschreibungsbedarf erkennen. Dies ist als Indiz dafür zu werten, dass die Konditionen für die in der Vergangenheit getätigten Unternehmenserwerbe als günstig eingestuft werden können und dass die DATAGROUP SE keine unangemessen hohen Firmenwerte ausweist.

Das EBITDA – Ergebnis vor Steuern, Finanzierung und Abschreibungen – betrug im Geschäftsjahr 2015 / 2016 TEUR 19.103 nach TEUR 15.339 im Vorjahr. Dies bedeutet eine Erhöhung um 24,5 %. Die EBITDA-Marge stieg von 9,7 % im Vorjahr auf 10,9 % im Geschäftsjahr 2015 / 2016 und war damit erstmals zweistellig.

UMSATZERLÖSE UND AUFTRÄGE

Auf Grundlage der erklärten Wachstumsstrategie konnte der DATAGROUP-Konzern in den letzten Jahren kontinuierlich erhebliche Umsatzsteigerungen vermelden: In den Geschäftsjahren 2005 / 2006 bis 2015 / 2016 haben sich die Umsatzerlöse durchschnittlich jedes Jahr um 20,3 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 war ein Anstieg um 11,0 % nach 3,4 % im Geschäftsjahr 2014 / 2015 zu verzeichnen; die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 174.918 nach TEUR 157.574 im Vorjahr. Nach TEUR 157.922 im Vorjahr erreichte die Gesamtleistung des Konzerns im Geschäftsjahr 2015 / 2016 einen Betrag von TEUR 175.405.

Entsprechend der vorgegebenen DATAGROUP-Konzernzielsetzung stand der Ausbau des höhermargigen Cloud- und Outsourcinggeschäfts im Fokus. Der Dienstleistungsanteil konnte von 76,6 % im Vorjahr auf 77,7 % im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Der Anteil der Handelserlöse an der Gesamtleistung verminderte sich auf 22,2 % (im Vorjahr 2014 / 2015 23,2 %).

Das Segment Solutions und Consulting erreichte unkonsolidiert Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 79.934 (im Vorjahr TEUR 71.919). Dies entspricht 45,7 % der gesamten Umsatzerlöse. Im Vorjahr betrug der Anteil 45,6 %. Im Segment Services wurden Umsatzerlöse über TEUR 101.681 (im Vorjahr TEUR 92.166) erwirtschaftet (gleichermaßen unkonsolidiert).

Die DATAGROUP SE erbringt Management- und sonstige technische und administrative Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen sowie gegenüber der Mehrheitsaktionärin HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS). Die an die HHS verrechneten Leistungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 175 (im Vorjahr TEUR 175).

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen auf den Standort Deutschland fokussiert. Der Anteil des Auslandsgeschäftes betrug 2015 / 2016 TEUR 2.789 oder 1,6 % (im Vorjahr TEUR 1.561 oder 1,0 %).

Ralf Heinze, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Pliezhausen

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns

Während DATAGROUP im Dienstleistungsgeschäft überwiegend mittel- und langfristige Vertragsbeziehungen mit entsprechend sehr gut planbaren Erlösen eingeht, beruht das klassische Handelsgeschäft stärker auf kurzfristigen Vertragsverhältnissen und unterliegt dadurch größeren Schwankungen. Handelsaufträge werden daher vor allem im Zusammenhang mit langfristigen Serviceverträgen forciert. Die Auftragseingänge entsprechen weitgehend den Umsatzerlösen.

ROHERTRAG

Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % auf TEUR 117.233. Die Rohertragsmarge erhöhte sich von 66,3 % im Vorjahr 2014 / 2015 auf 66,8 % im laufenden Geschäftsjahr.

PERSONALAUFWAND

Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 85.710 nach TEUR 77.087 im Vorjahr. Die Erhöhung betraf zum erheblichen Teil das Segment "Solutions & Consulting" (mit TEUR 4.578) und ist auf die Übernahme von Mitarbeitern von der Vega Deutschland GmbH im Vorjahr zurückzuführen. Darüber hinaus führte insbesondere die Übernahme von Mitarbeitern von der Hewlett-Packard GmbH (HPE) zu einer

Erhöhung des Personalaufwands (insgesamt TEUR 2.776) im Segment "Services".

3.2. Finanz- und Vermögenslage

ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Eine geordnete Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns ist Grundbedingung für die Durchführbarkeit der erklärten Akquisitionsstrategie. Insbesondere auch aus diesem Grund steht das Finanzmanagement im Fokus der DATAGROUP-Unternehmenssteuerung.

Ziel des Finanzmanagements ist es, die ständige Liquidität des Unternehmens zu sichern. Dazu wird wöchentlich der Liquiditätsstatus der einzelnen Konzernunternehmen sowie des Gesamtkonzerns untersucht und eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung erstellt. Mit Hilfe einer mittelfristigen Planung und Lenkung der Ergebnisse und der Liquiditätslage der Konzernunternehmen wird sichergestellt, dass die Finanzierung des DATAGROUP-Konzerns auch langfristig gesichert ist. Die eingesetzten Finanzierungsmittel wie Aufnahme und Verlängerung von Bankkrediten, Aufnahme von Schuldscheindarlehen, Finance Leasing und Factoring werden ständig überprüft und soweit notwendig optimiert und angepasst.

Darüber hinaus verfügt der DATAGROUP-Konzern zur Verkürzung der Debitorenreichweite und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen über ein straffes Debitorenmanagement.

Im April 2016 hat DATAGROUP erneut Schuldscheindarlehen platziert, diesmal im Gesamtvolumen von TEUR 30.000 mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahre. Schon im Jahr 2013 waren Schuldscheindarlehen emittiert worden, damals im Volumen von TEUR 23.500. So konnte der finanzielle Spielraum des DATAGROUP-Konzerns deutlich erhöht sowie die Struktur der Darlehen auf eine langfristige Basis gestellt werden.

KAPITALSTRUKTUR

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Transaktion mit HPE zurückzuführen, die zu einem Anstieg insbesondere der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sowie von Forderungen an HPE – unter anderem aus Ausgleichszahlungen für Pensionsverpflichtungen – geführt hat. Insgesamt führte die Transaktion zu einer Erhöhung der Bilanzsumme um rund 40 Mio. Euro.

Zudem führte auch die Neuaufnahme von Schuldscheindarlehen zu einer Erhöhung der Bilanzsumme um weitere rund 20 Mio. Euro. Der Platzierung von Schuldscheindarlehen über TEUR 30.000 standen planmäßige Tilgungen von Bankkrediten über TEUR 9.250 gegenüber.

Bedingt durch die Bilanzsummenverlängerung um 54,6% sank die Eigenkapitalquote des DATAGROUP-Konzerns auf 17,8 % zum 30.09.2016 nach 23,3 % zum Vorjahresstichtag. Unter Einbeziehung von Nachrangdarlehen in das Eigenkapital belief sich die Eigenkapitalquote auf 19,0 %.

Die liquiden Mittel erhöhten sich unter anderem auch bedingt durch die Transaktion mit HPE und die Neuaufnahme von Schuldscheindarlehen auf TEUR 24.424 nach TEUR 2.265 zum 30.09.2015.

Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um TEUR 1.649, die im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierten immateriellen Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand und Kundenbeziehungen wurden durch die HPE-Transaktion um TEUR 696 aufgestockt (Zugang), während sich die Abschreibungen auf diese Vermögenswerte auf TEUR 2.642 beliefen.

Die Anlagenintensität als Verhältnis des Anlagevermögens (ohne Geschäfts- und Firmenwert) zur Bilanzsumme verminderte sich auf 12,3 % zum 30.09.2016; zum 30.09.2015 lag der Wert bei 21,9 %. Das Anlagevermögen betrifft neben den aus Unternehmenskäufen resultierenden Auftragsbeständen und Kundenbeziehungen hauptsächlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung der DATAGROUP-Unternehmen. Bei den im Geschäftsjahr getätigten, im Wesentlichen die Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffenden Investitionen handelt es sich größtenteils um Ersatzbeschaffungen. Daneben werden auch finanzielle Mittel in bestehende und zu erweiternde Rechenzentren gebunden.

Das Vorratsvermögen spielt im DATAGROUP-Konzern bei zunehmender Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft eine untergeordnete Rolle. Die Vorratshaltung (Vorratsvermögen zu Umsatzerlösen) sank auf 0,8 % nach 1,0 % zum 30.09.2015.

Andreas Baresel, Geschäftsführer DATAGROUP Business Solutions GmbH

Angaben in TEUR 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2011
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 92.178 68.062 60.754 66.109 69.647 36.861
Kurzfristige Vermögenswerte 67.568 35.284 34.344 35.590 31.019 23.132
159.746 103.346 95.098 101.699 100.666 59.993
PASSIVA
Eigenkapital 28.367 24.051 21.264 22.511 22.698 18.064
Langfristige Verbindlichkeiten 97.367 39.013 44.056 49.420 32.416 17.075
Kurzfristige Verbindlichkeiten 34.012 40.282 29.778 29.768 45.552 24.854
159.746 103.346 95.098 101.699 100.666 59.993

Der Kapitalumschlag – dies ist das Verhältnis der Umsatzerlöse zur Bilanzsumme – verminderte sich auf 1,1 zum Bilanzstichtag nach 1,5 per 30.09.2015.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit TEUR 16.068 zum Bilanzstichtag gegenüber TEUR 16.667 zum 30.09.2015 im Wesentlichen konstant. Die Debitorenreichweite – dies ist das Verhältnis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Umsatzerlösen multipliziert mit 365 (Tagen) – sank von 39 Tagen im Vorjahr auf 34 Tage im Geschäftsjahr.

Nach der neuerlichen Platzierung von Schuldscheindarlehen über insgesamt TEUR 30.000 im April 2016 und der damit erreichten Verlängerung der Darlehensfristigkeiten sowie bedingt durch die Zahlungszuflüsse aus der HPE-Transaktion erreichte das Net Working Capital als Differenz zwischen den kurzfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30.09.2016 einen Wert von TEUR 33.557 nach TEUR – 4.997 zum 30.09.2015.

Die Finanzverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen – von TEUR 39.218 zum 30.09.2015 auf TEUR 55.374 zum Bilanzstichtag. Der Langfristanteil betrug zum 30.09.2016 TEUR 51.837 nach TEUR 24.634 zum Vorjahres-Stichtag.

Auch aufgrund des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit über TEUR 9.518 war eine deutliche Verminderung der Nettofinanzverschuldung von TEUR 28.154 im Vorjahr auf TEUR 24.724 zum 30.09.2016 zu verzeichnen. Diese wird als Differenz von lang- und kurzfristigen, nicht nachrangigen Finanzverbindlichkeiten einerseits sowie Forderungen aus Finance Lease-Geschäften, liquiden Mitteln und kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren andererseits gebildet. Der Rückgang ist zudem auf die Zahlungsmittelzuflüsse aus der HPE-Transaktion zurückzuführen. Gegenläufige Effekte stammen aus dem Abfluss von Earn Out-Zahlung aus dem Excelsis-Kauf, aus der Auszahlung der Dividende sowie aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen.

Die Rückstellungen erhöhten sich von TEUR 16.061 zum 30.09.2015 auf TEUR 46.351 zum Bilanzstichtag. Der Anstieg ist im Wesentlichen aus der Übernahme von Rückstellungen für Pensionsansprüche und andere Personalverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 30.788 aus der HPE-Transaktion zurückzuführen. Die Bilanzposition enthält insbesondere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (TEUR 41.829 nach TEUR 12.822 per 30.09.2015), für sonstige Personalkosten (TEUR 1.595) und aus ungünstigen Vertragsverhältnissen (TEUR 336). Die Rückstellung aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betrifft überhöhte Mietverpflichtungen. Die Entwicklung der Rückstellungen ist zudem geprägt durch wesentliche Zinseffekte: Der Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsrückstellung sank von 2,4 % per 30.09.2015 auf 1,2 % bzw. 1,4 % zum 30.09.2016.

LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

Die stabile Finanzlage des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen begründet in einem deutlich positiven Cashflow von TEUR 9.518. Trotz des negativen Sondereffekts aus der unter 3.1 Ertragslage beschriebenen Betriebsprüfung mit einem Zahlungsmittelabfluss von TEUR 6.000 erreicht der Cashflow damit eine Höhe von 5,2 % der Gesamtleistung. Im Vorjahr hatte der Cashflow TEUR 9.431 betragen (6,0 % der Gesamtleistung). Die Entschuldungsdauer als Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum Cashflow verminderte sich von 3,0 Jahren per 30.09.2015 auf 2,7 Jahre zum Bilanzstichtag.

GESAMTAUSSAGE

Die Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns steht auf einer stabilen Grundlage. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2015 / 2016 TEUR 19.103, der Periodenüberschuss erreichte TEUR 5.715. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 174.918. Insbesondere die Fokussierung auf das Geschäft mit hochmargigen Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen mit der Produktlinie CORBOX zeigt wesentliche neue Chancen auf.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettofinanzverschuldung konnte auf TEUR 24.724 zurückgeführt werden. Die Eigenkapitalquote verminderte sich angesichts der getätigten Übernahme auf 17,8 %. Die liquiden Mittel belaufen sich auf TEUR 24.424. Die ermittelten Bilanzkennziffern zeigen eine gleichbleibend gute Vermögenslage auf.

DER DEUTSCHE AKTIENMARKT

Der deutsche Aktienmarkt entwickelte sich über den Zeitraum des Geschäftsjahres 2015 / 2016 insgesamt positiv. Die wichtigsten Indizes konnten teils zweistellige Wertzuwächse erzielen. Ausgehend von einem Eröffnungskurs von 9.757 Punkten am 01.10.2015 legte der DAX in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres zunächst kräftig zu (alle Werte: XETRA). Am 30.11. schloss er mit 11.382 Punkten rund 17 % im Plus, gab die Gewinne in den Folgemonaten jedoch wieder ab. Vor allem die Bankenwerte verloren massiv an Wert, die Sorge vor einer massiven Abkühlung der Weltkonjunktur setzte jedoch auch andere exportorientierte Werte stark unter Druck. Am 11.02.2016 verzeichnete der DAX mit 8.753 Punkten sein Jahrestief, von dem sich der deutsche Leitindex jedoch rasch wieder erholte. Die Brexit-Entscheidung am 23.06.2016 führte zwar kurzeitig erneut zu einem deutlichen Rücksetzer an den internationalen Aktienmärkten, die Verluste waren jedoch bis Mitte August wieder aufgeholt. Am 30.09.2016 schloss der DAX mit einem Schlusskurs von 10.511 Punkten. Er lag damit rund 8 % über dem Eröffnungskurs zu Beginn des Geschäftsjahres.

Der Technologieindex TecDAX folgte einem ähnlichen Verlauf, konnte zum Jahresende hin jedoch nicht an die gute Performance des DAX anknüpfen und schloss mit einem Zugewinn von lediglich 2,4 %. Eine bessere Entwicklung verzeichneten die Unternehmen des SDAX. Ihr Index war durch geringere Rücksetzer bestimmt, was über das Gesamtjahr betrachtet zu einem Kursverlauf oberhalb von DAX und TecDAX führte. Der SDAX schloss dementsprechend mit einem etwas stärkeren Plus von 11 %.

ENTWICKLUNG DER DATAGROUP-AKTIE

Die DATAGROUP-Aktie zeigte im Geschäftsjahr eine weit überdurchschnittliche Performance und entwickelte sich deutlich besser als die deutschen Indizes. Sie eröffnete am 01.10.2015 bei 12,25 Euro und schloss am 30.09.2016 mit einem Kurs von 19,20 Euro. Das entspricht einem Zugewinn von 57 % im Jahresverlauf. Am 27.09.2016 wurde mit 20,25 Euro der Jahreshöchstkurs festgestellt und damit erstmals die Marke von 20 Euro je Aktie überschritten. Nach einem verhaltenen Start ins Geschäftsjahr stieg der Aktienkurs erstmals Mitte November 2015 deutlich an und entwickelte sich bis Anfang Mai überwiegend seitwärts. Im Anschluss an die Veröffentlichung der sehr positiven Halbjahreszahlen setzte eine starke Aufwärtsbewegung ein, die bis zum Ende des Geschäftsjahres und darüber hinaus anhielt. Am 16.11.2016, dem Tag der Veröffentlichung der vor-

4. Aktie

läufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 / 2016, schloss die DATAGROUP-Aktie bei einem Kurs von 23,50 Euro.

Ebenfalls sehr positiv entwickelte sich das Handelsvolumen in der DATAGROUP-Aktie, das im Vergleich zum Vorjahr deutlich anstieg. Der durchschnittliche monatliche Umsatz mit DATAGROUP-Aktien an den deutschen Börsen legte kräftig um 60 % zu und erreichte mit 2,5 Mio. Euro einen neuen Höchststand. Im Vorjahr hatte das durchschnittliche monatliche Handelsvolumen noch 1,5 Mio. Euro betragen.

Die Aktionärsstruktur setzt sich aus zwei wesentlichen Investorenkreisen zusammen: Hauptaktionär mit 61,4 % der Anteile ist die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, die im Wesentlichen von Unternehmensgründer Max H.-H. Schaber gehalten wird. Die übrigen 38,6 % halten institutionelle Investoren, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, Family Offices, Vermögensverwalter, Mitarbeiter von DATAGROUP und Privataktionäre.

INVESTOR RELATIONS

DATAGROUP ist der Kontakt zu Investoren und interessierten Anlegern sehr wichtig. Investor Relations wird als Managementaufgabe gesehen und ist daher organisatorisch direkt dem CEO zugeordnet. DATAGROUP legt größten Wert auf Erreichbarkeit, Dialog und Offenheit. Über die Pflichten des Entry-Standard-Regulariums hinaus veröffentlichte DATAGROUP deshalb freiwillig Quartalsabschlüsse sowie zusätzlich alle für den Kapitalmarkt relevanten Informationen in deutscher und englischer Sprache. Durch zwei Berichte zum Verlauf des ersten Quartals (01.10. – 31.12.) und des dritten Quartals (01.04. – 30.06.) wurde die Geschäftsentwicklung unterjährig für Investoren transparent und nachvollziehbar dargestellt.

Darüber hinaus hat DATAGROUP im Geschäftsjahr die Investor-Relations- und Public-Relations-Arbeit erheblich intensiviert. Im Fokus stand neben der Pflege der bestehenden Investorenkontakte die Internationalisierung der Investor Relations durch Teilnahme an Konferenzen, Roadshows sowie das persönliche Gespräch in One-to-One-Meetings. DATAGROUP präsentierte sich im Geschäftsjahr 2015 / 2016 u.a. beim Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt, der Baader Investment Conference in München, dem European Small Mid Cap Forum in London, der Stuttgarter Small Cap Conference, bei Roadshows in Zürich, Genf, London, Dublin, Helsinki und Kopenhagen sowie bei Investorenveranstaltungen in mehreren deutschen Städten.

Im Berichtszeitraum wurde die Aktie von drei Analystenhäusern gecovered. Die bisherigen Analysten von Warburg Research und Landesbank Baden-Württemberg haben ihre Kursziele jeweils deutlich angehoben. Im August 2016 hat zudem Baader Helvea Equity Research die Coverage der Aktie aufgenommen und eine Kaufempfehlung abgegeben. Auf die Analystenstudien nahmen zahlreiche Veröffentlichungen Bezug und dienten als Multiplikatoren der Kaufempfehlungen in die interessierte Öffentlichkeit. Auch die allgemeine Medienresonanz auf die Entwicklung von DATAGROUP im Geschäftsjahr 2015 / 2016 entwickelte sich sehr gut. Zahlreiche Veröffentlichungen in Finanz-, Wirtschafts-, Tages- und Fachmedien nahmen auf Services, Lösungen und Geschäftsentwicklung von DATAGROUP Bezug.

RISIKOMANAGEMENT

Die Risikopolitik von DATAGROUP ist auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig und zeitnah über alle erkennbaren Risiken informiert. DATAGROUP reagiert sehr rasch auf erkennbare Risiken, z. B. durch Anpassung der Kostenstrukturen und Vertriebsbemühungen. Risiken und Chancen werden sowohl in den operativen Konzerneinheiten als auch zentral in der Konzernmuttergesellschaft laufend analysiert. Alle Konzerngesellschaften agieren dabei nach einem konzernweit einheitlichen Verfahren.

Aufgabe des Risikomanagements ist die systematische Risikobewertung anhand eines einheitlichen Risikokataloges, die regelmäßige Risikokommunikation durch Risikoberichte und schließlich die zentrale Risikosteuerung und -kontrolle. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ausgehend von standardisierten Frühwarnsystemen erstellen die operativ tätigen Konzerngesellschaften nach einheitlichen Risikokatalogen standardisierte vierteljährliche Risikoberichte. Risiken werden anhand des Risikokatalogs identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Konsolidierung der Risikoberichte, die Bewertung der Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen erfolgt zentral in der Konzernmuttergesellschaft. Die Frühwarnsysteme umfassen die Vertriebsplanung, die Liquiditätsplanung, die kurzfristige Erfolgsrechnung und ein qualitatives Management Summary zur Leistungserbringung. Dem spezifischen Risiko aus Unternehmensakquisitionen wird durch ein explizites Risikomanagement und eine separate Risikobewertung Rechnung getragen.

Bezogen auf die Risiken der Rechnungslegung baut das Risikomanagementsystem auf das interne Kontrollsystem auf. Durch das interne Kontrollsystem werden alle

5. Risiko- und Chancenbericht

Durchschnittliches Handelsvolumen der DATAGROUP-Aktie pro Monat (in TEUR), Quelle: Deutsche Börse

Dr. Tobias Hüttner, Chief Information Officer DATAGROUP SE

Helge Viehof, Geschäftsführer DATAGROUP Consulting Services GmbH

RISIKEN

Wirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig durch Analysen überwacht und gesteuert.

Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Kredit- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert DATAGROUP durch Liquiditätsreserven in Form von Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt die ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Alle Tochtergesellschaften sind Bestandteil einer zentralen Liquiditätsplanung, durch die die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt wird.

Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns sind überschaubar, da ein Großteil der Umsätze mit öffentlichen Auftraggebern sowie soliden Großkonzernen bzw. Finanzinstituten abgewickelt wird. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Alle Kunden durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm – als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem niedrigen Niveau. Im Geschäftsjahr fielen Forderungsausfälle in Höhe von TEUR 65 an.

Die Entwicklung des Zinsniveaus kann Einfluss auf die Finanzierungskosten im DATAGROUP-Konzern haben. Zur Sicherung des bestehenden Zinsniveaus nimmt DATAGROUP in der Regel festverzinsliche Darlehen auf. So zuletzt im April 2016, in dem Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von TEUR 30.000 platziert worden sind, die über eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren und größtenteils über eine festgelegte Verzinsung verfügen. Bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um TEUR 30 verschlechtert. Derzeit werden keine Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos wie z. B. Zinsswaps eingegangen.

Soweit die DATAGROUP SE oder ihre Tochtergesellschaften auf nicht dem Euro zugehörigen Märkten tätig werden oder von Herstellern abhängig sein sollten, die auf solchen Märkten produzieren, bestehen Wechselkursrisiken. Der wichtigste Absatz- und Beschaffungsmarkt der DATAGROUP-Gesellschaften ist jedoch der deutsche Markt, weshalb Risiken aus Wechselkursschwankungen für DATAGROUP von absolut untergeordneter Bedeutung sind. Sicherungsgeschäfte werden wegen dieser untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns nicht abgeschlossen.

Auf dem Markt für Informationstechnologie herrscht ein hoher Konkurrenzdruck. Der Wettbewerb wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter verschärfen. Für die DATAGROUP-Akquisitionsstrategie stellt dies eine ideale Voraussetzung dar, um weitere interessante IT-Dienstleister zu übernehmen. Der Branchenverband BITKOM prognostiziert für 2016 ein Wachstum des Marktes für Informationstechnologie um 1,7 %, wobei Cloud Computing einer der wichtigsten Technologie- und Markttrends sein wird und weiter kräftig wächst. Gerade hier ist DATAGROUP durch ihre nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren in Frankfurt, Nürnberg und Bremen sehr gut aufgestellt. Hinzu kommen innovative, neue Produktlösungen wie CORBOX – die modulare Komplettlösung für den sorgenfreien IT-Betrieb – und das Cloud-Produkt IT-Flatrate, die DATAGROUP strategisch entwickelt und positioniert. DATAGROUP sieht deshalb Chancen für Wachstum und eine positive Geschäftsentwicklung.

Die operative Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften ist mit Absatz- und Beschaffungsrisiken sowie mit personalwirtschaftlichen Risiken verbunden.

DATAGROUP konnte in der Vergangenheit erfolgreich Geschäfte mit Großkunden abschließen. Ein Risiko ergibt sich aus der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Da aus dem Geschäft mit dem

rechnungslegungsbezogenen Risiken im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt. Das interne Kontrollsystem und eindeutige konzerninterne Regelungen stellen dabei die Konformität des Konzernabschlusses sicher.

Neben den im Abschnitt "Risiko" genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

CHANCENMANAGEMENT

Das dynamische Marktumfeld der Informationstechnologie mit seinen neuen Trends und steten technologischen Innovationen bietet ständig neue Chancen. Diese Chancen wahrzunehmen und schließlich auch zu nutzen, ist Aufgabe des Chancenmanagements und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg und das Wachstum der DATAGROUP. Chancen und Risiken sind eng miteinander verbunden und werden deshalb im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements auch in einem ganzheitlichen, integrierten Ansatz betrachtet. Chancen und Risiken gehen sowohl in die Beurteilung von Marktchancen als auch in die Geschäftsplanungen angemessen ein. Im Rahmen des Chancenmanagements liegt der Fokus auf Markt- und Wettbewerbsanalysen und der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Ziel des Chancenmanagements ist die Analyse von internen und externen Potenzialen, die eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung bewirken können.

größten DATAGROUP-Kunden nicht mehr als sechs Prozent des Rohertrages des DATAGROUP-Konzerns erwirtschaftet wird, wird das Großkunden-Klumpenrisiko als gering eingestuft.

Der anhaltende Wettbewerbsdruck im IT-Markt kann zur Verdrängung von DATAGROUP durch Konkurrenten und damit zu Umsatzeinbußen führen. Sollte DATAGROUP in Zukunft ihren Lieferungs- oder Leistungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen können, kann das Risiko von Schadensersatzverpflichtungen aus Gewährleistung und Haftung entstehen. Grundlage für die Bereitstellung von hochwertigen Dienstleistungen sind die qualifizierten Mitarbeiter und das Management von DATAGROUP sowie professionelle Unternehmensprozesse. Die regelmäßige Überprüfung der Leistungsqualität und der ordnungsgemäßen Auftragsabwicklung wird durch ein internes Projektcontrolling sichergestellt. Die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, erfolgreiche Vertriebsanstrengungen und hohe Qualitätsanforderungen an das eigene Leistungsportfolio sollen die Position von DATAGROUP im Markt sicherstellen. Insgesamt wird das Risiko aus der Wettbewerbssituation am IT-Markt als gering eingestuft.

Als IT-Dienstleister und Anbieter von IT-Produkten arbeitet DATAGROUP mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. Lieferengpässe, Preiserhöhungen und Änderungen in der Produktstrategie des Lieferanten können nachteilige Folgen auf den Erfolg von DATAGROUP haben. Lieferrisiken werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert. Negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Tochtergesellschaften könnten sich ergeben, wenn die vorteilhaften Beschaffungskonditionen durch die Mitgliedschaft in der Einkaufsorganisation Computer Compass wegfallen. Derzeit gibt es hierfür keine Anhaltspunkte, so dass das Risiko – insbesondere auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Dienstleistungsanteils im DATAGROUP-Konzern – als gering eingeschätzt werden kann.

Personalwirtschaftliche Risiken können aus der potenziellen Fluktuation von Mitarbeitern und Managern in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Führungskräften sowie Managern und Mitarbeitern kann sich nachteilig auf DATAGROUP auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidaten zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik im DATAGROUP-Konzern. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträgern wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung und der geringen Personalfluktuation in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt.

Die Geschäftstätigkeit wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Informationstechnologien dienen dabei als Instrument für die betrieblichen Abläufe und haben für DATAGROUP als Anbieter von IT-Services und Solutions eine besondere Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall der eingesetzten Informationstechnologien können die Arbeitsabläufe bei DATAGROUP und bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Durch die Organisation des Betriebes und die Nutzung geeigneter Architekturen wird ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt. DATAGROUP betreibt ein ganzheitliches IT Service Management System, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheits-Management mit einschließt. Sämtliche zentralen IT-Systeme werden im Data Center Frankfurt von der DATAGROUP Bremen GmbH betrieben. Die Data Center-Aktivitäten wurden ab Ende 2015 in einer eigenständigen Gesellschaft, der DATAGROUP Data Center GmbH, zusammengeführt, sodass der Fokus auf diese Aktivitäten verstärkt und weitere Synergieeffekte gehoben werden konnten. Die Data Center in Frankfurt, Bremen und Nürnberg sowie alle DATAGROUP-Standorte werden jährlich nach dem international anerkannten Standard ISO 27001 auditiert. Daneben erfolgt zusätzlich eine Auditierung für ausgewählte Kundeninstallationen nach dem nationalen Standard ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz. Das Management-System für den übergreifenden Geschäftsprozess "IT Service Management" wird jährlich gemäß dem internationalen Standard ISO 20000 überprüft. Die erstmalige Zertifizierung erfolgte im Jahr 2012, eine Re-Zertifizierung wurde in 2015 durchgeführt. Zudem unterliegt der Geschäftsprozess "IT Service Management" jährlichen Überwachungsaudits.

Die DATAGROUP SE beabsichtigt, auch in Zukunft weitere Unternehmen zu erwerben. Der Kauf eines Unternehmens ist meist eine kapitalintensive und risikobehaftete Investition. Eine nachhaltige Wertschöpfung gelingt dabei nur durch eine erfolgreiche Eingliederung und die Realisierung von Synergieeffekten. Erfüllen sich die Erwartungen an das erworbene Unternehmen in der Zukunft nur teilweise, wurden Eingliederungskosten unterschätzt und Synergieeffekte zu hoch bewertet, so kann sich dies negativ auf die Entwicklung von DATAGROUP auswirken. Unternehmen, die für einen Erwerb in Frazur Strategie und Organisation des DATAGROUP-Konzerns passt, wird die Unternehmenstransaktion durchgeführt. Die Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren bekannt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

ge kommen, werden hinsichtlich der Ausrichtung und Struktur sowie hinsichtlich der Eingliederungsmöglichkeiten intensiv untersucht. Nur wenn das Unternehmen

Christian Sauter, Vorstand DATAGROUP Mobile Solutions AG

GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKOSITUATION

Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 bestanden für DATAGROUP keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Ziele des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind neben der Risikominimierung auch die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses gefährden könnten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Das IKS wird laufend überprüft und weiterentwickelt.

Ziel des rechnungslegungsbezogenen IKS ist die Sicherstellung einer ordnungsmäßigen Aufstellung von Konzernabschluss und Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Das interne Kontrollsystem besteht aus Richtlinien und Arbeitsanweisungen und sieht sowohl die Trennung von Funktionen als auch definierte systemtechnische sowie manuelle Abstimmroutinen vor. Das Vier-Augen-Prinzip mit klaren Prüfungs- und Freigabeprozessen durchdringt den gesamten Rechnungslegungsprozess. Ferner dienen die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen der Risikosteuerung und Kontrolle.

Die DATAGROUP-Konzerngesellschaften erstellen ihre lokalen Abschlüsse dezentral. Die Konzerngesellschaften übernehmen dabei die Verantwortung für die Beachtung lokaler Rechnungslegungsvorschriften, aber auch für die Einhaltung der konzernweit gültigen Rechnungslegungs-Richtlinien im Rahmen der Datenmeldung an das Konzernrechnungswesen. Die ordnungsgemäße Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse (Handelsbilanz I) zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II) wird dabei durch Arbeitsanweisungen abgesichert. Durch eindeutige Vorgaben wird der Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden eingeschränkt und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringert.

Aufgabe des Konzernrechnungswesens ist die Prüfung der dezentral erstellten Konzernreporting-Packages auf Plausibilität und Ordnungsmäßigkeit. Die Koordination der Konzernabschluss-Erstellungsprozesse erfolgt zentral. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z. B. sachverständige Gutachter werden insbesondere im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Unternehmenszusammenschlüssen oder bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans bei der Datenmeldung und die zentrale Pflege des Kontenrahmens im Konzernrechnungswesen wird die einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gesichert. Konsolidierungsmaßnahmen und Abstimmungen erfolgen zentral. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z. B. der Schulden- oder der Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen zumeist manuell und sind organisatorisch sichergestellt. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen der Abschlusstätigkeiten die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.

CHANCEN

Die weiterhin konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie in Form von organischem Wachstum und Akquisitionen eröffnet die Chance, Umsatz und Profitabilität weiterhin zu steigern.

Ursula Cerny, Transformation & Integration DATAGROUP SE

6. Nachtragsbericht

Mit Eintragung ins Handelsregister am 16. November 2016 wurde die Umwandlung der DATAGROUP AG in eine europäische Aktiengesellschaft Societas Europaea, kurz SE, vollzogen. Rund zehn Jahre nach Börsengang wurde damit aus der DATAGROUP AG die DATAGROUP SE. Der Vorstand sieht in der Umwandlung eine logische Konsequenz des starken Wachstumskurses von DATAGROUP, da mit der Kundengröße auch die Anforderungen an ein internationales Erscheinungsbild zunehmen, die der Kunde von seinem IT-Dienstleister erwartet. Die SE als führende europäische Rechtsform stärkt somit die Wettbewerbsposition von DATAGROUP und passt ideal zu den weiteren Wachstumszielen im Rahmen der Zukunftsstrategie DATAGROUP 2020. Die Hauptversammlung hatte dem vom Vorstand vorgelegten Verschmelzungsplan im März 2016 einstimmig zugestimmt.

Im operativen Geschäft wird sich die DATAGROUP SE weiterhin auf den deutschen Markt konzentrieren. Darüber hinaus wird DATAGROUP wie bisher die internationalen Aktivitäten ihrer Kunden im Rahmen einer Follow-the-Customer-Strategie von Deutschland aus betreuen.

In der DATAGROUP SE sind Vorstand und Aufsichtsrat weiterhin personell getrennt. Die DATAGROUP SE folgt damit in ihrer Führungsstruktur dem bewährten dualistischen System. Ebenso bleibt der Firmensitz in Pliezhausen bei Stuttgart.

Von der Umwandlung verspricht sich der Vorstand eine höhere Attraktivität der DATAGROUP-Aktie für internationale Investoren. Die Rechtsform SE soll dazu beitragen, die Aufmerksamkeit internationaler Anleger noch stärker auf die Wachstumsgeschichte des Unternehmens zu richten.

Dieter Braun, Geschäftsführer DATAGROUP Ludwigsburg GmbH

7. Prognosebericht

Das allgemeine Marktumfeld von DATAGROUP entwickelt sich positiv. Der Branchenverband BITKOM erwartet in seiner Herbstprognose für das Jahr 2016 ein Wachstum des IT-Service-Marktes um 2,7 % auf 38,2 Mrd. Euro. Der Zuwachs fiele damit erneut etwas stärker aus als in den Vorjahren. Die steigende Nachfrage nach IT-Services wird vor allem durch die digitale Transformation der Wirtschaft und den ungebrochenen Trend zum Cloud Computing vorangetrieben. Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk unter IT-Sourcing-Beratern und CIOs in Deutschland vom Oktober 2016 zu Folge planen die deutschen Unternehmen, den Anteil der ausgelagerten IT-Services in den kommenden zwei Jahren deutlich auszuweiten. Die IT-Entscheider wollen demnach in zwei Jahren bereits 36 % ihrer IT-Leistungen von externen Dienstleistern einkaufen. Gegenwärtig sind es lediglich rund 30 %. Insbesondere der gehobene Mittelstand – die Kernzielgruppe von DATAGROUP – verspricht laut der Studie starke Wachstumspotentiale.

8. Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem

DATAGROUP ist mit ihrem Full-Outsourcing-Angebot CORBOX und ihren Consulting- und Solutions-Spezialisten sehr gut aufgestellt, um von den Wachstumstrends stark zu profitieren und erneut überproportional und sehr profitabel zu wachsen. DATAGROUP verbindet eine hochstandardisierte, nach ISO 20000 zertifizierte Serviceproduktion auf höchstem Qualitätsniveau mit der persönlichen Nähe und Verlässlichkeit eines großen Mittelständlers. Diese Kombination wird besonders von Kunden des gehobenen Mittelstandes geschätzt und resultiert in einer hohen Wettbewerbsfähigkeit. Der Vorstand erwartet daher, dass sich die sehr positive Auftragsentwicklung weiter verstärkt. Die Verlagerung des Geschäfts in Richtung langfristig vertragsgebundener Dienstleistungs- und Wartungsumsätze wird weiterhin intensiv betrieben.

Einen starken Wachstumsschub bringt darüber hinaus die Übernahme von 306 IT-Spezialisten von der Hewlett-Packard GmbH in Deutschland zum 01.09.2016. Sie geht mit einer mehrjährigen vertraglichen Abnahmeverpflichtung von HPE an DATAGROUP einher, die sich alleine im Geschäftsjahr 2016 / 2017 auf ein Umsatzvolumen von rund 33 Mio. Euro beläuft und über die maximale Laufzeit von 7 Jahren ein Gesamtvolumen von

rund 189 Mio. Euro umfasst. Mit den neuen Mitarbeitern hat DATAGROUP darüber hinaus ihr technologisches Know-how, ihre Innovationskraft und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt. Unter den übernommenen Mitarbeitern sind mehr als 100 Spezialisten für SAP HANA, eine Technologieplattform, die für die digitale Transformation von Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Damit beschäftigt DATAGROUP nun eines der größten SAP HANA-Teams in der deutschen Providerlandschaft. Die Marktanalysten von Experton und West Trax haben DATAGROUP deshalb im Oktober 2016 als "Rising Star" der deutschen SAP HANA-Anbieterlandschaft ausgezeichnet.

Auch im Geschäftsjahr 2015 / 2016 fokussiert sich DATAGROUP auf den weiteren organischen und anorganischen Ausbau margenstarker Dienstleistungen in den Bereichen Cloud Computing und Outsourcing. Ziel ist es, die Umsatzqualität nachhaltig weiter zu verbessern. Diese Fokussierung geht mit dem bewussten Verzicht auf margenschwache Dienstleistungsund Handelsumsätze einher. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2016 / 2017 Umsatzerlöse von über 200 Mio. Euro und ein EBITDA von über 20 Mio. Euro.

Das zentrale Instrument zur Unternehmenssteuerung der gesamten Gruppe ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird in vereinfachter Form monatlich eine Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit erstellte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont bis zum 30.09. des laufenden Geschäftsjahres, mindestens aber auf den nachfolgenden Monat ausgerichtet. Darüber hinausgehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

leistungen in den Bereichen SAP und Application Management Services für Bestandskunden von HPE. Der Vertrag umfasst eine Laufzeit von 64 Monaten und kann danach um weitere 20 Monate verlängert werden.

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH hat die den übernommenen Mitarbeitern zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen und Zeitwertkonten, die mit diesen Rückstellungen in Verbindung stehenden Planvermögenswerte sowie sonstige auf den Übertragungsstichtag abgegrenzte, zum Teil vom Veräußerer zu erstattende Personalverpflichtungen übernommen.

Als Kompensation für die Übernahme der Altersvorsorgeverpflichtungen erhält die Gesellschaft den Differenzbetrag zwischen den Rückstellungsbeträgen der Pensionen, ermittelt nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und im Vertrag vereinbarter Parameter, und den zugehörigen Contractual Trust Arrangements (CTA).

Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH und Umfirmierung in DATAGROUP Consulting Services GmbH

Mit Vertrag vom 30.05.2016 wurde die DATAGROUP Vega GmbH auf den aufnehmenden Rechtsträger DATAGROUP BGS GmbH mit Wirkung zum 02.10.2015 verschmolzen. Die Dienstverhältnisse sämtlicher zu diesem Zeitpunkt beschäftigten Arbeitnehmer der DATAGROUP Vega GmbH gingen mit allen Rechten und Pflichten im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB auf die DATAGROUP BGS GmbH über.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 30.05.2016 wurde zudem die Firma der DATAGROUP BGS GmbH auf DATAGROUP Consulting Services GmbH geändert.

Voraussetzung für die Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH war

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 wurden durchschnittlich 1.404 (im Vorjahr 1.267) Mitarbeiter beschäftigt. Zum 30.09.2016 gehörten DATAGROUP 1.630 (im Vorjahr 1.330) Mitarbeiter an. Inklusive Geschäftsführung und Auszubildenden belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30.09.2016 auf 1.710.

DATAGROUP ist traditionell sehr engagiert in Rekrutierung und Förderung von Nachwuchskräften. Zum 30.09.2016 waren insgesamt 55 Auszubildende (zum 30.09.2015 53) insbesondere in den Lehrberufen Fachinformatiker/-in für Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie IT-Systemkauffrau /-mann beschäftigt.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS-AKTIVITÄTEN

Die in Kundenprojekten und durch die aktive IT-Marktbeobachtung gewonnenen Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse werden wertschöpfend in der Entwicklung eigener kundenorientierter Innovationen umgesetzt. DATAGROUP reagiert dabei sensibel auf neue Kunden- und Marktanforderungen. So entstehen vor allem im Segment Solutions und Consulting eigene Produktlösungen wie zum Beispiel das DATAGROUP BAföG-Verfahren.

ANPASSUNG DER KONZERNSTRUKTUR

Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

  • Rechtsformwechsel der DATAGROUP AG zur DATAGROUP SE.
  • Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH durch die neu gegründete DATAGROUP Enterprise Services GmbH.
  • Verschmelzung der DATAGROUP Invest GmbH auf die DATAGROUP SE sowie – daran anschließend – Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH. Aus der Verschmelzung der beiden zuletzt genannten Gesellschaften entstand die DATAGROUP Consulting Services GmbH.

Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH auf die Excelsis Business Technology AG. Im Rahmen der Verschmelzung wurde die Excelsis Business Technology AG in DATAGROUP Mobile Solutions AG umfirmiert.

Rechtsformwechsel der DATAGROUP AG zur DATAGROUP SE

Die DATAGROUP AG hat mit Vertrag vom 10.11.2015 sämtliche Aktien der Corallo AG mit Sitz in Wien erworben mit der Intention, die Gesellschaft auf die DATAGROUP AG als aufnehmendem Rechtsträger zu verschmelzen und so der DATAGROUP AG einen Rechtsformwechsel in eine SE (Societas Europaea) zu ermöglichen. Die Hauptversammlung der DATAGROUP AG vom 17.03.2016 hat dem vorgelegten Verschmelzungsplan vom 28.01.2016 zwischen der DATAGROUP AG und der Corallo AG zugestimmt. Verschmelzungsstichtag ist der 31.12.2015. Die im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel abzuschließende Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer gemäß § 21 SEBG wurde am 17.08.2016 unterzeichnet.

Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH durch die neu gegründete DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Durch notariell beurkundeten Beschluss vom 30.05.2016 gründete die DATAGROUP SE die Gesellschaft DATAGROUP Enterprise Services GmbH. Durch einen weiteren Beschluss vom 15.07.2016 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Gesellschaft verfügt nunmehr über ein Stammkapital von EUR 1.000.000,00.

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH erwarb einen Teil-Geschäftsbetrieb von der Hewlett-Packard GmbH (kurz HPE). Die Transaktion wurde durch ein Master Services Agreement mit HPE begründet, auf dessen Grundlage im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB insgesamt 306 IT-Spezialisten übernommen wurden. Zugleich sicherte sich die DATAGROUP Enterprise Services GmbH einen Großauftrag mit HPE zur Erbringung von IT-Servicedienst-

Mischel Sollner, Bereichsleiter DATAGROUP Enterprise Services GmbH

9. Sonstige Angaben

es, dass die Muttergesellschaft DATAGROUP SE unmittelbar die Anteile an beiden Unternehmen hielt. Vor der Verschmelzung hielt die DATAGROUP SE die DATAGROUP Vega GmbH aber nur mittelbar über die DATAGROUP Invest GmbH. Aus diesem Grund wurde zwischen der DATAGROUP SE als aufnehmender Gesellschaft und der DATAGROUP Invest GmbH als übertragender Gesellschaft mit Datum vom 25.04.2016 ein Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2015.

Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH auf die Excelsis Business Technology AG und Umfirmierung in DATAGROUP Mobile Solutions AG

Auf Grundlage des Vertrages vom 25.02.2016 wurde die Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH als übertragender auf die Excelsis Business Technology AG als aufnehmender Gesellschaft umgesetzt. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2015. Sämtliche Arbeitsverhältnisse der zum Verschmelzungsstichtag bei der Excelsis Informationssysteme GmbH beschäftigten Arbeitnehmer gingen gemäß § 613a BGB auf die Excelsis Business Technology AG über.

Zudem wurde die Excelsis Business Technology AG in DATAGROUP Mobile Solutions AG umfirmiert.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2015 / 2016 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

Pliezhausen, den 17. Januar 2017 DATAGROUP SE

Der Vorstand

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

INHALT

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in EUR Anhang 01.10.2015 – 30.09.2016 01.10.2014 – 30.09.2015
Umsatzerlöse 1 174.918.139,04 157.574.027,64
Andere aktivierte Eigenleistungen 486.946,14 347.574,10
Gesamtleistung 175.405.085,18 157.921.601,74
Sonstige betriebliche Erträge 2 8.416.219,61 4.580.813,96
Materialaufwand /
Aufwand für bezogene Leistungen 3 58.172.295,19 53.175.031,31
Personalaufwand 4 85.709.870,06 77.086.665,16
Abschreibungen auf Geschäfts- und
Firmenwerte 5 0,00 0,00
Abschreibungen auf Sachanlagen und
andere immaterielle Vermögenswerte 5 6.427.726,69 5.735.246,42
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 20.835.969,21 16.901.449,85
Betriebsergebnis 12.675.443,64 9.604.022,96
Finanzierungserträge 890.593,62 553.757,74
Finanzierungsaufwendungen 3.475.032,97 2.378.151,72
Finanzergebnis 7 – 2.584.439,35 – 1.824.393,98
Ergebnis vor Steuern 10.091.004,29 7.779.628,98
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag 8 4.375.535,63 2.856.597,11
Periodenüberschuss 5.715.468,66 4.923.031,88

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Angaben in EUR 01.10.2015 – 30.09.2016 01.10.2014 – 30.09.2015
Periodenüberschuss 5.715.468,66 4.923.031,88
Sonstiges Ergebnis vor Steuern1
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus Pensionsrückstellungen 651.023,64 – 883.609,00
Ertragsteuereffekte aus dem Sonstigen Ergebnis 156.747,59 – 261.301,77
Gesamtergebnis 6.209.744,71 4.300.724,65

1 Es handelt sich ausschließlich um Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzernbilanz

Angaben in EUR Anhang 30.09.2016 30.09.2015
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 1 38.523.419,65 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2 9.796.635,28 11.445.269,01
Sachanlagen 3 7.304.107,42 7.316.127,83
Langfristige Finanzanlagen 4 2.575.595,87 3.822.514,90
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen
für Pensionsverpflichtungen 5.350.256,50 5.354.911,90
Sonstige Vermögenswerte 5 23.939.880,77 134.889,32
Latente Steuern 6 4.688.287,15 1.464.480,04
92.178.182,64 68.061.612,65
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 1.393.196,96 1.532.497,41
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 16.067.991,82 16.667.072,92
Kurzfristige Finanzanlagen 4 2.985.407,07 5.477.056,77
Fertigungsaufträge 9 3.050.462,10 2.994.874,95
Sonstige Vermögenswerte 10 19.646.579,63 6.348.504,81
Zahlungsmittel 11 24.424.218,26 2.264.789,71
67.567.855,84 35.284.796,57
159.746.038,48 103.346.409,22
PASSIVA
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 7.590.000,00 7.590.000,00
Kapitalrücklagen 11.796.385,73 11.796.385,73
Kapitalrückzahlung – 98.507,73 – 98.507,73
Erwirtschaftetes Eigenkapital 12.555.844,21 8.733.490,30
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis – 3.476.538,18 – 3.970.814,23
28.367.184,03 24.050.554,07
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 13 51.837.063,55 24.633.738,97
Pensionsrückstellungen 14 41.828.897,33 12.822.342,00
Sonstige Rückstellungen 14 802.667,11 775.192,84
Sonstige Verbindlichkeiten 16 18.941,91 0,00
Latente Steuern 6 2.879.833,45 782.107,01
97.367.403,35 39.013.380,81
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13 3.537.825,30 14.583.861,69
Rückstellungen 14 3.719.902,80 2.463.011,85
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 2.646.036,61 4.748.518,08
Passivischer Überhang aus Fertigungsaufträgen 9 21.782,02 50.989,47
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.077.475,40 3.062.851,29
Sonstige Verbindlichkeiten 16 23.008.428,97 15.373.241,96
34.011.451,10 40.282.474,34
159.746.038,48 103.346.409,22
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Passivischer Überhang aus Fertigungsaufträgen
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten

Konzern-Kapitalflussrechnung

Zu Einzelheiten sei auf den Konzernanhang, Abschnitt VI. Angaben zur Kapitalflussrechnung verwiesen.

Angaben in EUR 01.10.2015 –
30.09.2016
01.10.2014 –
30.09.2015
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Periodenüberschuss 5.715.468,66 4.923.031,88
darin Ertragsteuererstattungen EUR 133.729,90 (i.Vj. EUR 238.474,08)
darin Ertragsteuerzahlungen EUR 10.264.300,06 (i.Vj. EUR 1.760.744,38)
Erhaltene Zinsen – 70.451,22 – 347.848,97
Bezahlte Zinsen 1.195.121,31 1.671.058,00
Abschreibungen im Umlaufvermögen 0,00 5.545,44
Abschreibungen im Anlagevermögen 6.427.726,69 5.735.246,42
Veränderung der Pensionsrückstellungen – 50.179,67 – 6.074,58
Cashflow 13.217.685,77 11.980.958,18
Gewinn (–) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen – 1.855,35 – 58.760,18
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Forderungen bzw. der Verbindlichkeiten
gegenüber Anteilseignern, verbundenen und Beteiligungsunternehmen – 564.427,54 611.476,35
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva – 5.104.538,66 – 1.502.092,19
Zunahme (+) / Abnahme (–) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva 5.673.591,07 – 1.129.716,71
Ergebnis aus Unternehmenstransaktion – 3.694.909,41 – 786.778,69
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge – 7.418,88 316.266,21
Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 9.518.126,99 9.431.352,97
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens 79.416,72 118.327,42
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen – 1.828.635,94 – 2.113.606,09
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 234.752,98 2.132,49
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 1.495.074,11 – 1.559.507,51
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 4.195.375,53 – 3.462.000,00
Einzahlungen aus der Rückführung von Finanzanlagen 5.420.000,00 1.895.653,72
Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen – 1.821.460,01 – 4.523.497,11
Auszahlungen aus Unternehmenstransaktion – 174.972,21 0,00
Erhaltene Zinsen 70.451,22 347.848,97
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel – 3.710.896,88 – 9.294.648,11
Angaben in EUR 01.10.2015 –
30.09.2016
01.10.2014 –
30.09.2015
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlung für Dividendenausschüttung – 1.893.114,75 – 1.514.491,80
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (–) für Finance Lease Verträge im Rahmen
der Investition in eigenes Sachanlagevermögen
1.141.312,73 696.116,04
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (–) für Leasingverträge mit Kunden – 2.258.444,69 – 1.390.109,30
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – 9.250.000,00 – 4.132.600,00
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 30.000.000,00 500.000,00
Bezahlte Zinsen – 1.195.121,31 – 1.671.058,00
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 16.544.631,99 – 7.512.143,05
Veränderung der liquiden Mittel 22.351.862,10 – 7.375.438,19
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 2.072.356,16 9.447.794,35
Liquide Mittel am Ende der Periode 24.424.218,26 2.072.356,16

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

01.10.2015 bis 30.09.2016 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Angaben in EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Kapitalrück-
zahlung
Erwirtschaftetes
Konzern-
eigenkapital
Erfolgsneutrale
Veränderungen
Ergebnis aus
versicherungs
mathematischen
Gewinnen und
Verlusten
Summe Gesamt
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 98.507,73 8.733.490,30 – 1.625.377,21 – 2.345.437,02 – 3.970.814,23 24.050.554,07
Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 – 1.893.114,75 0,00 0,00 0,00 – 1.893.114,75
Periodenüberschuss 0,00 0,00 0,00 5.715.468,66 0,00 0,00 0,00 5.715.468,66
Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 494.276,05 494.276,05 494.276,05
Stand am Ende des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 98.507,73 12.555.844,21 – 1.625.377,21 – 1.851.160,97 – 3.476.538,18 28.367.184,03

versicherungs-

01.10.2014 bis 30.09.2015 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis Ergebnis aus Erwirtschaftetes mathematischen Gezeichnetes Kapitalrück- Konzern- Erfolgsneutrale Gewinnen und Angaben in EUR Kapital Kapitalrücklage zahlung eigenkapital Veränderungen Verlusten Summe Gesamt Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 98.507,73 5.324.950,22 – 1.625.377,21 – 1.723.129,79 – 3.348.507,00 21.264.321,22

Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 – 1.514.491,80 0,00 0,00 0,00 – 1.514.491,80
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 4.923.031,88 0,00 0,00 0,00 4.923.031,88
Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 – 622.307,23 – 622.307,23 – 622.307,23
Gesamt
24.050.554,07
$-1.893.114,75$
5.715.468.66
494.276.05
чезанн
21.264.321,22
– 1.514.491.80
4.923.031.88
-622.307.23

Stand am Ende des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 98.507,73 8.733.490,30 – 1.625.377,21 – 2.345.437,02 – 3.970.814,23 24.050.554,07

Entwicklung des Anlagevermögens

01.10.2015 bis 30.09.2016 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Angaben in EUR Stand
01.10.2015
Zugänge Veränderungen
Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2016
Stand
01.10.2015
Zugänge Veränderungen
Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2016
Stand
30.09.2016
Stand
30.09.2015
Geschäfts- und Firmenwert 38.523.419,65 0,00 0,00 0,00 38.523.419,65 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38.523.419,65 38.523.419,65
Übrige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 1.401.000,00 0,00 0,00 1.401.000,00 0,00 1.401.000,00 0,00 0,00 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00
2. Auftragsbestand 1.205.000,00 0,00 0,00 0,00 1.205.000,00 1.205.000,00 0,00 0,00 0,00 1.205.000,00 0,00 0,00
3. Kundenbeziehungen 18.475.400,00 0,00 0,00 0,00 18.475.400,00 10.636.586,00 2.268.353,00 0,00 0,00 12.904.939,00 5.570.461,00 7.838.814,00
4. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte
Software 1.952.227,44 586.147,94 0,00 33.500,00 2.504.875,38 753.213,58 288.619,86 0,00 33.499,00 1.008.334,44 1.496.540,94 1.199.013,86
5. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Software u.a. 11.214.526,67 1.604.926,17 0,00 818.077,92 12.001.374,92 8.807.085,52 1.047.977,00 0,00 583.320,94 9.271.741,58 2.729.633,34 2.407.441,15
34.248.154,11 2.191.074,11 0,00 2.252.577,92 34.186.650,30 22.802.885,10 3.604.949,86 0,00 2.017.819,94 24.390.015,02 9.796.635,28 11.445.269,01
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 36.468,27 5.362,00 0,00 0,00 41.830,27 18.366,00 23.728,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 22.545.171,43 2.888.312,79 0,00 2.417.282,79 23.016.201,43 15.252.771,60 2.817.414,83 0,00 2.339.726,42 15.730.460,01 7.285.741,42 7.292.399,83
22.605.367,70 2.888.312,79 0,00 2.417.282,79 23.076.397,70 15.289.239,87 2.822.776,83 0,00 2.339.726,42 15.772.290,28 7.304.107,42 7.316.127,83
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 338.546,88 185.375,53 0,00 0,00 523.922,41 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 523.922,41 338.546,88
2. Forderungen an Leasingnehmer 3.474.618,01 611.781,49 0,00 2.044.076,04 2.042.323,46 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.042.323,46 3.474.618,01
3. Sonstige Ausleihungen 9.383,88 0,00 0,00 0,00 9.383,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 9.350,00 9.350,00
3.822.548,77 797.157,02 0,00 2.044.076,04 2.575.629,75 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.575.595,87 3.822.514,89
99.199.490,23 5.876.543,92 0,00 6.713.936,75 98.362.097,39 38.092.158,85 6.427.726,69 0,00 4.357.546,36 40.162.339,18 58.199.758,21 61.107.331,38

Einen Überblick über die Wertentwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und Finanzanlagen gewährt die nachfolgende Tabelle:

01.10.2014 bis 30.09.2015 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen

Veränderungen Veränderungen
Angaben in EUR Stand
01.10.2014
Zugänge Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2015
Stand
01.10.2014
Zugänge Konsoli-
dierungskreis
Abgänge Stand
30.09.2015
Stand
30.09.2015
Stand
30.09.2014
Geschäfts- und Firmenwert 34.793.344,21 0,00 3.730.075,44 0,00 38.523.419,65 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38.523.419,65 34.793.344,21
Übrige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00 1.401.000,00 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00 1.401.000,00 0,00 0,00
2. Auftragsbestand 1.198.000,00 0,00 7.000,00 0,00 1.205.000,00 1.198.000,00 7.000,00 0,00 0,00 1.205.000,00 0,00 0,00
3. Kundenbeziehungen 17.466.400,00 0,00 1.009.000,00 0,00 18.475.400,00 8.183.605,00 2.452.981,00 0,00 0,00 10.636.586,00 7.838.814,00 9.282.795,00
4. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte
Software 1.441.678,33 510.549,11 0,00 0,00 1.952.227,44 515.203,33 238.010,25 0,00 0,00 753.213,58 1.199.013,86 926.475,00
5. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Software u.a. 9.121.006,81 1.084.402,84 1.064.893,00 55.775,98 11.214.526,67 7.637.427,01 959.648,26 263.648,74 53.638,49 8.807.085,52 2.407.441,15 1.483.579,80
30.628.085,14 1.594.951,95 2.080.893,00 55.775,98 34.248.154,11 18.935.235,34 3.657.639,51 263.648,74 53.638,49 22.802.885,10 11.445.269,01 11.692.849,80
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 31.106,27 5.362,00 0,00 0,00 36.468,27 23.728,00 29.090,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 16.897.449,66 5.311.484,67 727.067,67 390.830,57 22.545.171,43 13.008.219,10 2.072.244,91 503.575,92 331.268,33 15.252.771,60 7.292.399,83 3.889.230,56
16.957.645,93 5.311.484,67 727.067,67 390.830,57 22.605.367,70 13.039.325,37 2.077.606,91 503.575,92 331.268,33 15.289.239,87 7.316.127,83 3.918.320,56
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 146.546,88 192.000,00 0,00 0,00 338.546,88 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 338.546,88 146.546,88
2. Forderungen an Leasingnehmer 2.565.163,41 5.125.825,09 0,00 4.216.370,49 3.474.618,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.474.618,01 2.565.163,41
3. Sonstige Ausleihungen 2.533,88 0,00 6.850,00 0,00 9.383,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 9.350,00 2.500,00
2.714.244,17 5.317.825,09 6.850,00 4.216.370,49 3.822.548,77 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 3.822.514,89 2.714.210,29
85.093.319,45 12.224.261,71 6.544.886,11 4.662.977,04 99.199.490,23 31.974.594,59 5.735.246,42 767.224,66 384.906,82 38.092.158,85 61.107.331,38 53.118.724,86

Konzernanhang

INHALT

I. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die DATAGROUP SE (vormals DATAGROUP AG) ist die Muttergesellschaft des DATAGROUP-Konzerns. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Wilhelm-Schickard-Straße 7, D - 72124 Pliezhausen und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 758721 (vormals HRB 354615) eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns umfasst den Betrieb von IT-Infrastrukturen, den Vertrieb und die Erbringung von IT-Services, Technologieberatung und die Entwicklung von IT-Lösungen. Die Konzerngesellschaften sind in zwei Segmente gruppiert:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen – die helfende Hand für alle IT-Probleme und -Fragen der Anwender.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards

Der Konzernabschluss der DATAGROUP SE zum 30. September 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt freiwillig. Der aufgestellte Konzernabschluss wird durch den Vorstand dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden ergänzend die Vorschriften des § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt.

Der Konzernabschluss der DATAGROUP SE wurde unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und in Euro (EUR) aufgestellt. Im Sinne einer besseren Lesbarkeit erfolgten teilweise gerundete Angaben auf Tausend Euro (TEUR) oder Millionen Euro (Mio. EUR). Die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgte dem Gesamtkostenverfahren. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

Michael Heide, Geschäftsführer DATAGROUP Hamburg GmbH

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Es werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee berücksichtigt, sofern diese für den DATAGROUP-Konzern von Bedeutung sind.

Folgende Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, soweit sie für den DATAGROUP-Konzern grundsätzlich von Bedeutung sein können, waren im Geschäftsjahr 2015 / 2016 erstmalig anzuwenden:

Erstmalige
Anwendung für
Geschäftsjahre,
die am oder nach
dem Stichtag …
Wesentliche
Auswirkung
auf den
Neue oder geänderte Standards Inhalt beginnen EU-Endorsed Konzern
IAS 19 Anpassung Änderungen bei der Erfassung von
Beiträgen an Arbeitnehmer oder Dritte zu
leistungsorientierten Pensionsplänen, die
unabhängig vom Anzahl der Dienstjahre sind.
1. Februar 2015 ja keine
IFRS 2, IFRS 3,
IFRS 8, IFRS 13,
IAS 16, IAS 24, IAS 38
Anpassung Annual Improvement Project 2010 - 2012:
Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen
1. Februar 2015 ja keine
IFRS 1, IFRS 3,
IFRS 13, IAS 40
Anpassung Annual Improvement Project 2011 - 2013:
Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen
1. Januar 2015 ja keine

Die Anwendung einiger Standards und Anpassung setzt deren Annahme im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") voraus.

Alle neuen oder geänderten Standards werden erst angewendet, wenn die Anwendung verpflichtend ist und das Endorsement erfolgt ist.

DATAGROUP wird IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" erstmalig im Geschäftsjahr 2018 / 2019 anwenden. IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse". Der neue Standard sieht nunmehr ein fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell mit den Stufen 1. "Identifizierung des Vertrages", 2. "Identifizierung der eigenständigen Leistungsverpflichtungen", 3. "Bestimmung des Transaktionspreises", 4. "Verteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen" und 5. "Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen" vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist.

Bei Abschluss eines Vertrages ist festzustellen, ob aus dem Vertrag resultierende Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Anhand bestimmter Kriterien ist zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren sind hierfür beispielsweise der rechtliche Eigentumsübergang, die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt von input- oder output-orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist.

VERÖFFENTLICHTE, ABER IM LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat folgende neue Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist:

Thomas Bauer, Vertrieb DATAGROUP Stuttgart GmbH

Erstmalige
Anwendung für
Geschäftsjahre,
die am oder nach
dem Stichtag …
Wesentliche
Auswirkung
auf den
Neue oder geänderte Standards Inhalt beginnen EU-Endorsed Konzern
IFRS 9 Neu Finanzinstrumente: Überarbeitung und
Ersetzen aller bestehenden Standards –
Klassifizierung und Bewertung von
finanziellen Vermögensgegenständen
1. Januar 2018 ja keine
IFRS 15 Neu Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018 ja siehe unten
IFRS 16 Neu Leasingverhältnisse 1. Januar 2019 nein siehe unten
IFRS 14 Neu Regulatorische Abgrenzungsposten
für Unternehmen, die erstmalig einen
IFRS-Abschluss aufstellen
1. Januar 2016 abgelehnt keine
IFRS 11 Anpassung Bilanzierung von Erwerben von
Anteilen an einer gemeinsamen
Geschäftstätigkeit
1. Januar 2016 ja keine
IAS 1 Anpassung Angabeninitiative (Änderung an IAS 1):
Klarstellungen zur Wesentlichkeit
und Anpassbarkeit im Aufbau des
Abschlusses
1. Januar 2016 ja keine
IFRS 10, IFRS 12,
IAS 28
Anpassung Investmentgesellschaften: Änderung
der Konsolidierungsausnahme
1. Januar 2016 ja keine
IAS 16, IAS 38 Anpassung Klarstellung akzeptabler Abschreibungs-
methoden (Einschränkung umsatz
bezogener Abschreibungsmethoden)
1. Januar 2016 ja keine
IAS 16, IAS 41 Anpassung Fruchttragende Pflanzen 1. Januar 2016 ja keine
IAS 27 Anpassung Equity-Methode im separaten
Abschluss
1. Januar 2016 ja keine
IAS 12 Anpassung Ansatz von Vermögenswerten aus latenten
Steuern für nicht realisierte Verluste
1. Januar 2017 nein keine
IAS 7 Anpassung Angabeninitiative: zusätzliche Anhang-
angaben zu finanziellen Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsaktivitäten
1. Januar 2017 nein keine
IFRS 2 Anpassung Klassifizierung und Bewertung von
Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierten
Vergütungen (Klarstellungen)
1. Januar 2018 nein keine
IFRS 5, IFRS 7,
IAS 19, IAS 34
Anpassung Annual Improvement Project 2012 – 2014 1. Juli 2016 ja keine
IFRS 1, IFRS 12,
IAS 28
Anpassung Annual Improvement Project 2014 – 2016 1. Januar 2018 nein keine
IFRS 10, IAS 28 Anpassung Veräußerung oder Einbringung von
Vermögenswerten zwischen einem Investor
und einem assoziierten Unternehmen oder
Joint Venture
offen ausgesetzt keine
IAS 12 Anpassung Berücksichtigung von Unsicherheiten
bei der ertragsteuerlichen Behandlung
offen nein keine
IAS 21 Anpassung Bestimmung des Wechselkurses bei
Vorauszahlungen in Fremdwährung
offen nein keine
IAS 40 Anpassung Übertragung von als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien
1. Januar 2018 nein keine

DATAGROUP erbringt seine Leistungen sowohl über gesondert identifizierbare Verträge mit Kunden, als auch in Kombination von Gütern und / oder verschiedenen Dienstleistungen. Bei Verträgen, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung darstellt, werden sich die neuen Regelungen voraussichtlich nicht wesentlich auf den Konzernabschluss auswirken. Bei der Erbringung von Dienstleistungen ist nach vorläufiger Einschätzung davon auszugehen, dass diese über einen Zeitraum erbracht werden, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und der diesen gleichzeitig verbraucht. Daher wird nicht mit wesentlichen Auswirkungen aus diesen Dienstleistungsverträgen gerechnet. Im Rahmen von Verträgen mit einer Kombination aus unterschiedlichen Leistungen kann es durch die Identifizierung der einzelnen Leistungsverpflichtungen, des jeweiligen darauf entfallenden Transaktionspreises und des Zeitpunktes der Umsatzrealisation zu Verschiebungen der Umsätze und damit auch der jeweiligen projektbezogenen Marge in Folgeperioden kommen.

DATAGROUP wird den neuen IFRS 16 "Leasingverträge" erst nach erfolgtem Endorsement im Geschäftsjahr 2019 / 2020 anwenden. Gemäß IFRS 16 liegt ein Leasingverhältnis vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierbaren Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasingnehmer erhält. Der Leasingnehmer hat nach dem einheitlichen Leasingnehmerbilanzierungsmodell für derartige Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Der neue Standard führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Miet- und Leasingverhältnisse künftig, vergleichbar mit der jetzigen Bilanzierung von Finance-Lease-Verhältnissen, bilanziell zu erfassen sind. Nach derzeitiger Einschätzung ergeben sich aus der zukünftigen Anwendung des IFRS 16 c.p. eine Erhöhung der Bilanzsumme, eine Verringerung der Eigenkapitalquote und eine Zunahme des EBITDA.

Kim Laura Hoffmann, Marketing DATAGROUP Business Solutions GmbH

3. Konsolidierungskreis

DEFINITION DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen, auf die ein beherrschender Einfluss gemäß IFRS 10 ausgeübt werden kann. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft DATAGROUP SE 17 weitere inländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Die Gesellschaften arxes Consulting GmbH i.I., Köln, und InDemand Printing Solutions GmbH i.I., Köln, werden wegen laufender Insolvenzverfahren nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die beiden Gesellschaften wurden im Rahmen des arxes-Erwerbs (heute DATAGROUP Köln GmbH), der aus der Insolvenz der TDMi AG erfolgte, mit erworben.

VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Geschäftsjahr 2015 / 2016 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

  • Rechtsformwechsel der DATAGROUP AG zur DATAGROUP SE.
  • Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH durch die neu gegründete DATAGROUP Enterprise Services GmbH.
  • Verschmelzung der DATAGROUP Invest GmbH auf die DATAGROUP SE sowie daran anschließend Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH. Aus der Verschmelzung der beiden zuletzt genannten Gesellschaften entstand die DATAGROUP Consulting Services GmbH.
  • Im Rahmen der Verschmelzung wurde die Excelsis Business Technology AG in DATAGROUP Mobile Solutions AG umfirmiert.

Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH auf die Excelsis Business Technology AG.

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in %
1 DATAGROUP SE, Pliezhausen
(vormals DATAGROUP AG, Pliezhausen) 100,0
2 DATAGROUP Stuttgart GmbH, Stuttgart 100,0
3 DATAGROUP Bremen GmbH, Bremen 100,0
4 DATAGROUP Offenburg GmbH, Offenburg 100,0
5 DATAGROUP Ludwigsburg GmbH, Ludwigsburg 100,0
6 DATAGROUP Hamburg GmbH, Hamburg 100,0
7 DATAGROUP Invest 3 GmbH, Pliezhausen 100,0
8 DATAGROUP Köln GmbH, Köln 100,0
9 DATAGROUP Business Services GmbH, Köln 100,0
10 DATAGROUP Consulting Services GmbH, Mainz
(vormals DATAGROUP BGS GmbH, Mainz) 100,0
11 DATAGROUP IT Solutions GmbH, Pliezhausen 100,0
12 DATAGROUP Consulting GmbH, Pliezhausen 100,0
13 DATAGROUP Business Solutions GmbH, Siegburg 100,0
14 DATAGROUP Inshore Services GmbH, Rostock 100,0
15 DATAGROUP Mobile Solutions AG, Stuttgart
(vormals Excelsis Business Technology AG, Stuttgart) 100,0
16 DATAGROUP Service Desk GmbH, Pliezhausen 100,0
17 DATAGROUP Data Center GmbH, Frankfurt am Main 100,0
18 DATAGROUP Enterprise Services GmbH, Siegburg 100,0

Rechtsformwechsel der DATAGROUP AG zur DATAGROUP SE

Die DATAGROUP AG hat mit Vertrag vom 10.11.2015 sämtliche Aktien der Corallo AG mit Sitz in Wien erworben mit der Intention, die Gesellschaft auf die DATAGROUP AG als aufnehmendem Rechtsträger zu verschmelzen und so der DATAGROUP AG einen Rechtsformwechsel in eine SE (Societas Europaea) zu ermöglichen. Die Hauptversammlung der DATAGROUP AG vom 17.03.2016 hat dem vorgelegten Verschmelzungsplan vom 28.01.2016 zwischen der DATAGROUP AG und der Corallo AG zugestimmt. Verschmelzungsstichtag ist der 01.01.2016. Der Verschmelzungsplan wurde am 17.03.2016 notariell beurkundet. Die im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel abzuschließende Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer gemäß § 21 SEBG wurde am 17.08.2016 unterzeichnet. Die Eintragung des Rechtsformwechsels in das Handelsregister erfolgte am 16.11.2016.

Die Umwandlung in eine SE dient der Stärkung der Wettbewerbsposition der DATAGROUP-Gruppe in einem zunehmend global agierenden Markt und schafft zudem eine höhere Attraktivität der DATAGROUP-Aktie für internationale Investoren. In der DATAGROUP SE werden Vorstand und Aufsichtsrat auch weiterhin personell getrennt bleiben (dualistisches System).

Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH durch die neu gegründete DATAGROUP Enterprise Services GmbH

Durch notariell beurkundeten Beschluss vom 30.05.2016 gründete die DATAGROUP SE die Gesellschaft DATAGROUP Enterprise Services GmbH. Die Zustimmung des Aufsichtsrates der DATAGROUP SE erfolgte mit Beschluss vom 02.06.2016. Durch einen weiteren Beschluss vom 15.07.2016 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Gesellschaft verfügt nunmehr über ein Stammkapital von EUR 1.000.000,00. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte für die Gründung am 10.06.2016 und für die Kapitalerhöhung am 26.07.2016.

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH erwarb zum 01.09.2016 einen Teil-Geschäftsbetrieb von der Hewlett-Packard GmbH (kurz HPE). Die Transaktion wurde durch ein Master Services Agreement mit HPE begründet, auf dessen Grundlage im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB insgesamt 306 IT-Spezialisten übernommen wurden. Zugleich sicherte sich die DATAGROUP Enterprise Services GmbH einen Großauftrag mit HPE zur Erbringung von IT-Servicedienstleistungen in den Bereichen SAP und Application Management Services für Bestandskunden von HPE. Der Vertrag umfasst eine Laufzeit von 64 Monaten und kann danach um weitere 20 Monate verlängert werden.

Auf Grundlage der gewählten Vertragskonstruktion wird sichergestellt, dass die übernommenen Mitarbeiter in den bestehenden Kundensituationen auch weiterhin eingesetzt werden können. Mittelfristig ist angedacht, das Potential der übernommenen Mitarbeiter auch an anderer Stelle im DATAGROUP-Konzern nutzen zu können. DATAGROUP übernimmt einen Mitarbeiterstamm in einem funktionierenden Umfeld und auf Grundlage von Verfahren und Prozessen, Standards und Konventionen des Kundenstamms von HPE. Deswegen ist die Transaktion als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 einzustufen.

Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Aktiva und der übernommenen Passiva stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Sebastian Hein, Vertriebsleiter DATAGROUP Hamburg GmbH

01.09.2016 01.09.2016
Beizulegende
Zeitwerte bei
Angaben in EUR Buchwerte Akquisition
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 0,00 696.000,00
Sonstige Vermögenswerte 23.773.818,64 23.773.818,64
23.773.818,64 24.469.818,64
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 5.972.974,48 5.972.974,48
Zahlungsmittel 0,00 0,00
5.972.974,48 5.972.974,48
Summe der Vermögenswerte 29.746.793,12 30.442.793,12
Schulden
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionsrückstellungen 29.707.758,64 29.707.758,64
Sonstige Rückstellungen 29.519,48 29.519,48
Latente Steuern 0,00 36.257,85
29.737.278,12 29.773.535,97
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 1.079.793,53 1.079.793,53
1.079.793,53 1.079.793,53
Summe der Schulden 30.817.071,65 30.853.329,50
Summe des identifizierbaren Nettovermögens – 1.070.278,53 – 410.536,38

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH hat von HPE im Rahmen des Vertrages Altersversorgungsverpflichtungen übernommen, die zum 01.09.2016 mit insgesamt EUR 50.793.008,00 bewertet worden sind. Diese Ver-

pflichtungen sind in Höhe von EUR 21.085.249,36 durch Treuhandvermögen unterlegt, das dem von DATAGROUP eingesetzten Treuhänder übertragen worden ist. Der hinsichtlich der zu erwartenden Rechnungszinsentwicklung für fünf Jahre abgesicherte Differenzbetrag über EUR 29.707.758,64 wird DATAGROUP in fünf Tranchen bereitgestellt werden.

Darüber hinaus waren weitere Personalverpflichtungen zu übernehmen, denen zum Teil Ausgleichsforderungen gegenüberstehen oder die ebenfalls durch ein übertragenes Treuhandvermögen unterlegt waren.

Die im Vertrag vereinbarte mietfreie Nutzung von Räumlichkeiten über einen Zeitraum von 9 Monaten wurde als immaterieller Vermögensgegenstand (vorteilhafter Vertrag) identifiziert.

Gegenleistung

Im Rahmen der Transaktion wurden keine expliziten Anschaffungskosten durch die DATAGROUP Enterprise Services GmbH aufgewendet. Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH erhält stattdessen Zahlungen vom Veräußerer in Form von sogenannten "Funding Requirements" über insgesamt EUR 9.667.014,20. Dieser Betrag betrifft zum Teil den getätigten Unternehmenskauf – ist also der Übernahme des Mitarbeiterstamms zuzuordnen – und teilweise separate durch DATAGROUP zu erbringende Leistungen (entsprechend abgegrenzt). Auf den Unternehmenskauf entfallen EUR 6.147.431,89.

Negativer Unterschiedsbetrag

Die Summe des identifizierbaren Nettovermögens beläuft sich auf EUR – 410.536,38. Da die durch die DATAGROUP Enterprise Services GmbH erbrachte Gegenleistung EUR – 6.147.431,89 beträgt, entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag von EUR 5.736.895,82. Nach nochmaliger Überprüfung der Fair Values der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurde der negative Unterschiedsbetrag in voller Höhe in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die erfolgswirksame Erfassung ist dem Segment "Services" zuzuordnen:

Karl-Heinz Augustin, Geschäftsführer DATAGROUP Offenburg GmbH

Analyse des Zahlungsmittelabflusses aufgrund des Unternehmenserwerbs Bis zum 30.09.2016 ergaben sich aus der Transaktion folgende Zahlungsströme:

Angaben in EUR
Kaufpreis Barkomponente
(= Erstattung zu erwartender Aufwendungen) 1.867.014,20
Transaktionskosten des
Unternehmenserwerbs – 2.041.986,41
Mit dem Tochterunternehmen
erworbene Zahlungsmittel 0,00
Gesamt – 174.972,21
Angaben in EUR
Kaufpreis Barkomponente
(= Erstattung zu erwartender Aufwendungen) – 6.147.432,20
abzüglich identifizierbares Nettovermögen – 410.536,38
Negativer Unterschiedsbetrag – 5.736.895,82

Einfluss auf Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern

Die DATAGROUP Enterprise Services GmbH hat in der abgelaufenen Berichtsperiode mit EUR 3.161.836,84 zu den Umsatzerlösen und unter Berücksichtigung des sonstigen betrieblichen Ertrages aus dem negativen Unterschiedsbetrag sowie unter Einbeziehung der angefallenen Transaktionskosten mit EUR 3.945.234,19 zum Periodenergebnis des Konzerns (vor Steuern) beigetragen. Hätte der Zusammenschluss zu Geschäftsjahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf ca. EUR 34.500.000 belaufen.

Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH und Umfirmierung in DATAGROUP Consulting Services GmbH Mit Vertrag vom 30.05.2016 wurde die DATAGROUP Vega GmbH auf den aufnehmenden Rechtsträger DATAGROUP BGS GmbH mit Wirkung zum 02.10.2015 verschmolzen. Die jeweils am 30.05.2016 abgehaltenen Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP BGS GmbH und der DATAGROUP Vega GmbH haben dem Verschmelzungsvertrag zugestimmt. Die Dienstverhältnisse sämtlicher zu diesem Zeitpunkt beschäftigten Arbeitnehmer der DATAGROUP Vega GmbH gingen mit allen Rechten und Pflichten im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB auf die DATAGROUP BGS GmbH über.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 30.05.2016 wurde zudem die Firma der DATAGROUP BGS GmbH in DATAGROUP Consulting Services GmbH geändert.

Voraussetzung für die Verschmelzung der DATAGROUP Vega GmbH auf die DATAGROUP BGS GmbH war es, dass die Muttergesellschaft DATAGROUP SE unmittelbar die Anteile an beiden Unternehmen hielt. Vor der Verschmelzung hielt die DATAGROUP SE die DATAGROUP Vega GmbH aber nur mittelbar über die DATAGROUP Invest GmbH. Aus diesem Grund wurde zwischen der DATAGROUP SE als aufnehmender Gesellschaft und der DATAGROUP Invest GmbH als übertragender Gesellschaft mit Datum vom 26.04.2016 ein Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2015. Die Eintragung in das Handelsregister der DATAGROUP SE erfolgte am 09.06.2016.

Justine Kleindienst, Vertrieb DATAGROUP Stuttgart GmbH

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Im Geschäftsjahr waren verschiedene Standards bzw. Anpassungen von Standards erstmals anzuwenden (siehe Abschnitt I.2.). Eine Anpassung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden war jedoch nicht notwendig.

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses mussten Ermessensentscheidungen getroffen und musste zu einem gewissen Grad auf Schätzwerte zurückgegriffen werden. Diese Schätzungen und Annahmen hatten einen Einfluss auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Das Management geht davon aus, dass bestehende Risiken durch die getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen ausreichend abgedeckt sind. Die Schätzungen und Annahmen beruhen dabei auf Erfahrungswerten und anderen Informationsquellen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend beurteilt wurden. Die Schätzungen und Annahmen werden permanent überprüft. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von den genannten Schätzungen und Annahmen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Eintragung der Verschmelzungen und der Umfirmierung ins Handelsregister erfolgte für die DATAGROUP Consulting Services GmbH am 22.06.2016 und für die DATAGROUP SE am 09.06.2016.

Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH auf die Excelsis Business Technology AG und Umfirmierung in DATAGROUP Mobile Solutions AG

Auf Grundlage des Vertrages vom 25.02.2016 wurde die Verschmelzung der Excelsis Informationssysteme GmbH als übertragender auf die Excelsis Business Technology AG als aufnehmender Gesellschaft umgesetzt. Der Aufsichtsrat der Excelsis Business Technology AG stimmte der Verschmelzung in seiner Sitzung am 03.03.2016 zu. Verschmelzungsstichtag ist der 01.10.2015. Sämtliche Arbeitsverhältnisse der zum Verschmelzungsstichtag bei der Excelsis Informationssysteme GmbH beschäftigten Arbeitnehmer gingen gemäß § 613a BGB auf die Excelsis Business Technology AG über.

Zudem wurde die Excelsis Business Technology AG in DATAGROUP Mobile Solutions AG umfirmiert.

Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 27.04.2016.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Abschlussstichtag der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist der Stichtag des Konzernabschlusses. Die Erstellung eines Zwischenabschlusses war für kein einbezogenes Unternehmen notwendig. Alle Konzernunternehmen verfügen über ein Geschäftsjahr vom 01.10. bis 30.09.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird hierbei auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten allokiert. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden zunächst in voller Höhe mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird anschließend als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einem Abschreibungsbedarf führen kann. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen verrechnet. Die Zwischenergebniseliminierung wird auf konzerninterne Weiterveräußerungen von Anlagevermögen und Kundenaufträgen vorgenommen. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Frank Wolf, Vorstand DATAGROUP Mobile Solutions AG

reichung festgelegter Ziele erhöht. Sowohl die erwartete Nutzungsdauer der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte, als auch die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Einschätzungen der Unternehmensführung. Bei der Beurteilung der Zeitwerte von immateriellen Vermögenswerten und Earn Out-Verpflichtungen spielen Schätzungen von künftigen Cashflows eine bedeutende Rolle. Die identifizierten immateriellen Vermögenswerte wurden in der Bilanz mit einem Buchwert in Höhe von EUR 6.691.021,00 (im Vorjahr EUR 8.636.566,00) ausgewiesen, der Geschäfts- und Firmenwert betrug zum 30.09.2016 wie im Vorjahr EUR 38.523.419,65. Earn Out-Verpflichtungen wurden mit EUR 346.000,00 (im Vorjahr EUR 1.945.164,52) bewertet.

Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften erfolgte – sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind – nach der Percentage-of-Completion-Methode. Für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads nach der Cost-to-Cost-Methode wurden die gesamten Auftragskosten mit einem gewissen Ermessensspielraum des Managements ermittelt. Zum Bilanzstichtag wurden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von EUR 3.050.462,10 (im Vorjahr EUR 2.994.874,95), mit passivischem Saldo von EUR 21.782,02 (im Vorjahr EUR 50.989,47) ausgewiesen.

Dem Risiko von möglichen Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen begegnet. Bei der Bildung der Wertberichtigungen wurden die Forderungen einzeln betrachtet und auf Wertminderungen beurteilt. Zum Bilanzstichtag bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 253.371,75 (im Vorjahr EUR 241.463,75).

Als Rückstellung gilt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines verpflichtenden Ereignisses in der Vergangenheit, die bezüglich Zeitpunkt und / oder Höhe des Ressourcenabflusses ungewiss ist. Für die Bilanzierung der Rückstellungen in Höhe von EUR 46.351.467,24 (im Vorjahr EUR 16.060.546,69) mussten Annahmen und Schätzungen über die Höhe und die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses vom Management getroffen werden.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Berichtswährung ist der Euro, welcher auch die funktionale Währung der Muttergesellschaft darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen unter Anwendung des Kurses zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ermittelten Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Realisierung von Erträgen / Umsatzrealisation

Erträge werden realisiert, sobald der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens als wahrscheinlich eingeschätzt wird und die Höhe der Erträge zuverlässig bestimmbar ist. Die Höhe der Erträge wird durch den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bestimmt. Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus dem Verkauf von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Die realisierten Umsatzerlöse aus Dienstleistungen basieren auf Aufträgen in Form von Werk- oder Dienstverträgen. Diese Geschäfte werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird nach Maßgabe der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren werden im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs unter Berücksichtigung von erwarteten Retouren erfasst.

In einem Mehrkomponentenvertrag kann die Lieferung und Leistung eines ganzen Leistungsportfolios vereinbart werden. Der beizulegende Wert der einzelnen Komponenten bestimmt dabei die Höhe des als realisiert zu betrachtenden Umsatzerlöses.

Zinserträge wurden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst.

Auf die Bilanzierung folgender Vermögenswerte und Schulden hatten die getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen eine besondere Bedeutung:

  • Immaterielle Vermögenswerte
  • Fertigungsaufträge
  • Forderungen
  • Earn Out-Verpflichtungen
  • Rückstellungen

Die im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen anzuwendende Erwerbsmethode verwendet Schätzwerte bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte insbesondere von immateriellen Vermögenswerten wie Marken, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen und von Earn Out-Verpflichtungen zum Erwerbsstichtag. Die Kaufverträge enthalten in einigen Fällen Earn Out-Klauseln, wonach sich der Kaufpreis abhängig von der Er-

Marc Fischer, Service Manager DATAGROUP Hamburg GmbH

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist eine Kennziffer, die das Ergebnis einer Aktiengesellschaft der durchschnittlichen Anzahl ihrer Aktien gegenüberstellt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stellt das den Stammaktionären der DATAGROUP SE zustehende Periodenergebnis der durchschnittlichen gewichteten Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien gegenüber.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und dem Wert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen einerseits über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des gekauften Unternehmens andererseits.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt die Gesamtgegenleistung (Initialkaufpreis, Wert von Earn Out- und sonstigen Verpflichtungen) unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- und Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Eine Zuschreibung einmal vorgenommener Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt nicht. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich (zum 30.09. des Jahres) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hinweisen, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt, denen der Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- und Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Wertminderungstests des Geschäfts- und Firmenwertes und

der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen.
  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.
Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013 30.09.2012
Segment Services 16.325.268,29 16.325.268,29 16.325.268,29 16.325.268,29 16.325.268,29
Segment Solutions
und Consulting
22.192.268,03 22.192.268,03 18.459.247,17 18.459.247,17 18.459.247,17
Sonstige (Holding) 5.883,33 5.883,33 8.828,75 8.828,75 8.828,75
Geschäfts- und
Firmenwert 38.523.419,65 38.523.419,65 34.793.344,21 34.793.344,21 34.793.344,21

Geschäfts- und Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) mit Hilfe eines Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die zugrunde gelegten Cashflows basieren auf einer vom Management verabschiedeten Budgetplanung. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen für zukünftige Jahre wurde auf eine Wachstumsrate von 1 % abgestellt. Diese Wachstumsrate entspricht der vom Management langfristig erwarteten Wachstumsrate für die IT-Services-Branche. In Folge dieser Analyse konnten keine Anzeichen einer Wertminderung festgestellt werden.

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten beziehen sich auf die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen für die Mehrjahresplanung zugrunde gelegt wurde.

Angelika Barduhn, Service Managerin DATAGROUP Hamburg GmbH

Abzinsungssätze

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zugeordneten Risiken dar. Hierbei werden der Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Vermögenswerte berücksichtigt. Der Abzinsungssatz berücksichtigt die Risiken des Konzerns und seiner Segmente und Gesellschaften, die sich für eine vergleichbare Anlage am Kapitalmarkt ergeben würden und basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde mit einem einheitlichen Abzinsungssatz von 4,95 % (2015: 6,54 %) gerechnet.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Im Rahmen des Wertminderungstests wurden Szenario-Analysen mit abweichenden Annahmen erstellt. So wurden Vergleichsrechnungen mit einer Schwankung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte sowie der Wachstumsrate um 0,5 % kalkuliert. Keines der für möglich gehaltenen Szenarien führte zu einem Übersteigen des Buchwerts über den beizulegenden Zeitwert.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Marken, Auftragsbestände, Kundenstämme, selbst erstellte und erworbene Software, Lizenzen sowie Wettbewerbsverbote.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in Höhe des Nutzens angesetzt, der sich aus dem Markennamensrecht ergibt. In Zusammenhang mit der DATAGROUP-Dachmarkenstrategie wird in der Regel davon ausgegangen, dass erworbene Unternehmen mittelfristig die Firmenbezeichnung "DATAGROUP" erhalten. Aus diesem Grund wird für erworbene Marken von einer begrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Anschaffungskosten für die aktivierten Marken werden linear auf die ermittelte Nutzungsdauer abgeschrieben. Derzeit ist keine Marke mehr aktiviert.

Auftragsbestände und Kundenstämme sowie Wettbewerbsverbote werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Wertermittlung von in Zusammenhang mit Unternehmenserwerben erstandenen Auftragsbeständen und Kundenstämmen sowie Wettbewerbsverboten orientiert sich am Nutzen für das erwerbende Unternehmen. Es wird von Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren ausgegangen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten, nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Aufwendungen für die Forschung werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern bei drei bis zehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Da immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben werden, wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich durch einen Werthaltigkeitstest nachgewiesen. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, so wird die Werthaltigkeit auf der Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet.

Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung ganz oder teilweise entfallen sind, wird eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgswirksam verbucht.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern im Regelfall zwischen einem und 10, in Einzelfällen auch bis 33 Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung. Liegt dabei der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr gegeben sind, wird eine Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen sich auf der Basis der gewichteten Durchschnittskosten. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.

Fertigungsaufträge

Soweit das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich geschätzt werden kann, werden die für den einzelnen Auftrag zu erwartenden Gesamterlöse entsprechend dem Leistungsfortschritt, also dem Verhältnis der bereits erbrachten zu den insgesamt zu erwartenden Gesamtkosten des einzelnen Projektes, aktiviert. Change Requests fließen in die Bewertung der aktivierten Fertigungsaufträge ein. Erkennbare Verluste werden sofort und in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Bereits erhaltene Anzahlungen werden von den Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit keine verlässliche Schätzung des Ergebnisses möglich ist, werden die angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Ein zu erwartender Verlust wird als Aufwand berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Gesamterlöse werden neben ursprünglich im Vertrag vereinbarten Erlösen auch Zahlungen für Change Requests zugrunde gelegt.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Termingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt kategorisiert:

    1. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bilanziert werden
    1. Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind
    1. Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden
    1. Kredite und Forderungen
    1. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ersten Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Marktwertschwankungen sind erfolgswirksam zu behandeln.

Die Bewertung der Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind, erfolgt gleichermaßen zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen im Marktwert werden grundsätzlich erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – verrechnet. Ausschließlich dauerhafte Wertminderungen sowie Währungskurseffekte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Mit dem Abgang des Vermögenswertes werden die im Eigenkapital erfolgsneutral angesammelten kumulierten Bewertungsunterschiede erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) oder unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Bildung und Auflösung erfolgswirksam erfolgt. Letzteres gilt insbesondere für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Wertberichtigungen sowohl zur Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken als auch für das allgemeine Kreditrisiko gebildet werden. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen nicht mehr gegeben sind, wird eine entsprechende Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Gemäß IFRS 7.25 ist für jede Kategorie an Finanzinstrumenten der beizulegende Zeitwert anzugeben.

Die für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen durchweg den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 1 und 2 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sowie Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind). Für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 3 bis 5 (Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) ist der Buchwert als ein hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen.

Zur Bestimmung der Effektivität für die Zeitwert-Angabe der Finanzinstrumente werden die folgenden drei Stufen unterschieden:

  • Stufe 1: Die Bewertung beruht auf an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unverändert übernommenen notierten Preisen.
  • Stufe 3: Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten orientiert sich an nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt anhand von Inputfaktoren, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen.

Derivative Finanzinstrumente

Sowohl die erstmalige Bilanzierung als auch die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte kann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral durch eine Verrechnung im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst werden. Hierbei ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht zwischen dem Sicherungsgeschäft und dem gesicherten Grundgeschäft keine wirksame Sicherungsbeziehung, wird die Wertänderung der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam berücksichtigt. Im DATAGROUP-Konzern wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen und keine derivativen Finanzinstrumente erworben.

Carsten Wink, Leiter SAP Application Management Services DATAGROUP Business Solutions GmbH

Frank Suhrcke, Vertriebsleiter DATAGROUP Consulting Services GmbH

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Steuern

Der tatsächliche Ertragssteueraufwand wird auf der Basis des zu versteuernden Einkommens und unter Heranziehung der für das einzelne Unternehmen anzuwendenden Steuersätze ermittelt. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und tatsächliche Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag angesetzt, der zu erwarten ist.

Latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" unter Anwendung der bilanzorientierten Liability-Methode auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz errechnet. Ferner werden latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet werden wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz verwendet. Dieser Steuersatz entspricht dem erwarteten Steuersatz für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt nur insoweit, als dass eine Identität der Steuergläubiger besteht.

Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft.

Trägt der Leasinggeber alle wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), so wird der Vermögenswert in der Bilanz des Leasinggebers aktiviert. Zahlungen für Leasingverträge, die als Operating Leases klassifiziert werden, werden beim Leasingnehmer über die Laufzeit des Leasingvertrages aufwandswirksam erfasst. Beim Leasinggeber erfolgt die Verbuchung der eingehenden Leasingraten in gleicher Weise, nämlich über die Laufzeit verteilt.

Soweit der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Vertrag übernimmt, erfolgt die Bilanzierung des Vermögenswertes beim Leasingnehmer (Finance Lease). Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen setzt der Leasingnehmer zu Beginn der Laufzeit des Leasingvertrages Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe, nämlich zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen an. In nachfolgenden Perioden werden für die Ermittlung des bilanzierten Darlehens die Leasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil zerlegt. Die Finanzierungskosten sind so über die Laufzeit des Vertrages zu verteilen, dass ein konstanter Zinssatz auf die jeweils verbleibende Restschuld entsteht. Der Wert, mit dem der Vermögenswert zu Beginn aktiviert wird, wird unter Berücksichtigung eines möglicherweise vereinbarten Restwertes linear über die Laufzeit des Vertrages abgeschrieben. Beim Leasinggeber wird zu Beginn des Leasingvertrages eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die eingehenden Leasingraten werden in gleicher Weise wie beim Leasingnehmer in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgesplittet.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich in der Periode erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, in der die Aufwendungen anfallen, für deren Kompensation die Zuwendungen bereitgestellt werden. Eine Erfassung als Ertrag unterbleibt, soweit nicht mit hinreichender Sicherheit gewährleistet werden kann, dass die für die Gewährung der Zuwendung zu erfüllenden Bedingungen auch erreicht werden können.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren in Übereinstimmung mit IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" ermittelt. Die Versorgungsverpflichtung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und berücksichtigt dabei auch künftig wahrscheinliche Erhöhungen von Renten und Gehältern. Das Planvermögen wird zu Marktwerten mit der Versorgungsverpflichtung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige, aufgrund eines vergangenen Ereignisses begründete ungewisse Verpflichtungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führen werden. Der Betrag der Verpflichtung muss verlässlich ermittelbar sein und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages, wobei eventuell vorhandene Rückgriffsansprüche nicht verrechnet werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Soweit eine zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, wird keine Rückstellung bilanziert, sondern eine Eventualverbindlichkeit im Anhang angegeben.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Das Auslandsgeschäft spielt für den DATAGROUP-Konzern nur eine untergeordnete Rolle, 98,4 % (im Vorjahr 99,0 %) der Umsätze wurden in Deutschland erzielt.

Im Geschäftsjahr steigt der Dienstleistungsanteil an den Umsatzerlösen weiter, nämlich auf 77,7 % nach 76,6 % im Vorjahr. Das Segment "Solutions und Consulting" hat 45,7 % der Umsatzerlöse (nach 45,6 % im Vorjahr) erwirtschaftet. Weitere ausführliche Informationen zu der Entwicklung der Umsatzerlöse befinden sich im Lagebericht unter Abschnitt 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

3. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Dienstleistung und Wartung 135.907.157,89 120.773.260,24
Handel 38.820.586,09 36.592.050,14
Sonstige 190.395,06 208.717,26
Umsatzerlöse 174.918.139,04 157.574.027,64

In den Rechts-, Gerichts- und Beratungskosten sind EUR 2.041.986,41 an Transaktionskosten aus dem Erwerb eines Teil-Geschäftsbetriebs von der Hewlett-Packard GmbH enthalten.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen unter Konzernlagebericht Abschnitt 9. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen 1.581.484,82 1.442.219,68
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 441.758,80 803.014,80
Erträge aus Umbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten 82.583,19 66.130,88
Mieterträge 145.417,43 184.821,64
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 59.362,38 89.381,59
Erträge aus dem Erwerb von (Teil-)Geschäftsbetrieben 5.736.895,82 786.778,69
Übrige 368.717,17 1.208.466,68
Sonstige betriebliche Erträge 8.416.219,61 4.580.813,96
Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Materialaufwand 33.176.295,77 31.321.209,91
Aufwand für bezogene Leistungen 24.995.999,42 21.853.821,40
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen 58.172.295,19 53.175.031,31

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen beziehen sich auf nachfolgende Vermögenswerte:

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in starkem Maße durch die Unternehmenserwerbe hervorgerufen: Die im Rahmen von Unternehmenserwerben anzusetzenden Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand und Kundenstamm belasten in den Folgejahren das Ergebnis. Im Geschäftsjahr belaufen sich die Abschreibungen aus Unternehmenserwerben auf EUR 2.641.545,00 nach EUR 2.789.241,00 im Vorjahr.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen folgendes Bild:

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Löhne und Gehälter 73.403.137,34 66.044.443,04
Soziale Abgaben 12.016.864,17 10.779.200,03
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 289.868,55 263.022,09
Personalaufwand 85.709.870,06 77.086.665,16
Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Reise- und Fahrzeugkosten 5.202.737,56 4.803.520,53
Raumkosten 4.208.662,32 3.977.846,98
Personalnebenkosten 2.302.341,17 2.142.373,06
Verwaltungsaufwendungen 3.135.804,19 2.662.857,86
Werbekosten 1.424.089,46 1.235.057,21
Rechts-, Gerichts- und Beratungskosten 3.485.948,89 831.651,52
Versicherungs- und sonstige Beiträge, Gebühren und Bankspesen 744.831,32 687.174,11
Sonstige 331.554,30 560.968,58
Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.835.969,21 16.901.449,85
Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
auf immaterielle Vermögenswerte
selbst erstellt 288.619,86 238.010,25
entgeltlich erworben 3.316.330,00 3.419.629,26
auf Sachanlagen 2.822.776,83 2.077.606,91
Abschreibungen 6.427.726,69 5.735.246,42

7. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ergibt sich wie folgt:

In den sonstigen Finanzierungsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus Steuern über EUR 1.108.650,30, in den sonstigen Finanzierungserträgen Zinserträge aus Steuern in Höhe von EUR 551.007,30 enthalten, die auf den Ergebnissen einer durchgeführten Betriebsprüfung resultieren.

Der Finanzierungsaufwand für aufgenommene Bankdarlehen blieb bei sinkendem Zinsniveau trotz einer Ausweitung des Darlehensvolumens im Wesentlichen konstant. Das Factoringvolumen ist rückläufig.

8. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden neben den tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Finanzierungserträge
Beteiligungserträge 64.803,30 100.743,33
Zinserträge aus
Finance Lease 135.504,05 240.819,82
Sonstige 690.014,77 212.102,09
Sonstige Finanzerträge 271,50 92,50
890.593,62 553.757,74
Finanzierungsaufwand
Bankdarlehen 1.068.460,22 1.049.090,86
Finance Lease 243.632,58 322.400,94
Effektivzinsmethode 403.227,81 416.325,53
Factoring 329.227,54 363.431,55
Neubewertung Earn Out-Verpflichtungen 222.295,48 175.737,00
Sonstige 1.208.189,34 51.165,84
3.475.032,97 2.378.151,72
Finanzergebnis – 2.584.439,35 – 1.824.393,98
Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Tatsächliche Steuern 5.694.621,75 3.054.667,53
Latente Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 924.407,71 – 640.313,73
aus Verlustvorträgen – 2.243.493,83 442.243,31
– 1.319.086,12 – 198.070,42
Ertragsteuern 4.375.535,63 2.856.597,11

Steuern vom Einkommen und Ertrag werden von den DATAGROUP-Unternehmen ausschließlich in Deutschland gezahlt. Die individuellen Steuersätze liegen – abhängig von den Hebesätzen der verschiedenen Gemeinden – wie im Vorjahr zwischen 28,075 % und 32,450 %. Der konzerneinheitliche Steuersatz wurde als Mittelwert daraus mit 31,4 % (im Vorjahr 32,3 %) ermittelt. Bei konstant gebliebenen Steuersätzen einzelner Konzernunternehmen ist die Verminderung des Konzernsteuersatzes darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr Konzerngesellschaften mit vergleichsweise niedrigen Steuersätzen in größerem Umfang zum Ergebnis (EBT = Ergebnis vor Steuern) beigetragen haben als im Vorjahr 2014 / 2015. Ausgehend von diesem konzerneinheitlichen Steuersatz kann der rechnerisch zu erwartende Steueraufwand auf das tatsächliche Steuerergebnis wie folgt übergeleitet werden:

In den latenten Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden sind Steuern, die auf Abschreibungen für im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögensgegenständen entfallen, in Höhe von EUR 829.692,73 (im Vorjahr EUR 929.936,96) enthalten. Diese führen zu einer Verminderung der Steuerbelastung.

Die tatsächliche Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 2015 / 2016 43,36 %. Die in den vergangenen Jahren festzustellenden Abweichungen zwischen tatsächlicher und rechnerisch zu erwartender Steuerquote resultieren generell aus Steueraufwendungen aus Vorjahren, aus der Neubewertung von Verlustvorträgen, aus der Anpassung von nicht der Versteuerung unterliegenden permanenten Bewertungsunterschieden wie der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen oder Beteiligungsbuchwerten sowie aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen.

Konkrete Ursache für die hohe Steuerquote des Geschäftsjahres 2015 / 2016 ist das Ergebnis einer Betriebsprüfung durch die Finanzbehörden, wonach ein im Jahr 2012 aufgekündigter Ergebnisabführungsvertrag zwischen Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns rückwirkend als steuerlich unwirksam eingestuft wird. Der Vorstand der DATAGROUP SE hält diese Bewertung für unzutreffend und kündigte an, gegen die zu erwartenden Steuerbescheide Rechtsmittel einzulegen. Ohne diesen Sondereinfluss, der zu zusätzlichen Netto-Zinsaufwendungen von EUR 554.796,52 sowie Steueraufwendungen über EUR 682.396,80 führt, würde sich die Steuerquote auf 34,7 % belaufen.

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Ergebnis vor Steuern 10.091.004,29 7.779.628,98
Konzernsteuersatz: 31,40 % (Vorjahr 32,30 %)
Erwarteter Steueraufwand 3.168.575,35 2.512.820,16
Steueraufwand und -ertrag früherer Jahre 2.538.604,38 105.923,48
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie
gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 519.415,74 68.318,00
Nicht gebuchte latente Steuern auf permanente Differenzen – 37.746,00 217.087,52
Steuersatzänderung auf latente Steuern 14.508,91 – 43.974,93
Unterschiede zu lokalen Steuersätzen – 2.515,46 – 10.710,40
Auswirkung aus der Neubewertung von Verlustvorträgen – 1.825.307,29 7.133,27
Tatsächlicher Steueraufwand 4.375.535,63 2.856.597,11

Tatsächliche Steuerquote: 43,36 % (Vorjahr 36,72 %) (entspricht dem Verhältnis des tatsächlichen Steueraufwands zum Ergebnis vor Steuern)

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Services 16.325.268,29 16.325.268,29
Solutions und Consulting
Anfangsbestand 22.192.268,03 18.459.247,17
Zugang 0,00 3.730.075,44
Umgliederung 0,00 2.945,42
22.192.268,03 22.192.268,03
Sonstige (Holding)
Anfangsbestand 5.883,33 8.828,75
Umgliederung 0,00 – 2.945,42
5.883,33 5.883,33
Geschäfts- und Firmenwert 38.523.419,65 38.523.419,65

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Im Vorjahr war folgende Veränderung festzustellen:

2. Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Auftragsbestand / Kundenbeziehungen 5.570.461,00 7.838.814,00
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Software 1.496.540,94 1.199.013,86
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 2.729.633,34 2.407.441,15
Übrige immaterielle Vermögenswerte 9.796.635,28 11.445.269,01

Für die aktivierten Auftragsbestände wurde eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren festgelegt, die Kundenbeziehungen unterliegen Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren abgeschrieben, in Ausnahmefällen auch innerhalb von bis zu fünfzehn Jahren. Für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gelten Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht Abschnitt 9. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

3. Sachanlagen

Unter Betriebs- und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finance Lease-Verträgen erworbene Vermögenswerte im Wert von EUR 2.910.145,31 (im Vorjahr EUR 3.016.265,95) ausgewiesen.

Die Sachanlagen unterliegen Nutzungsdauern zwischen einem und zehn, in Einzelfällen auch bis zu dreiunddreißig Jahren.

4. Langfristige sowie kurzfristige Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Technische Anlagen 18.366,00 23.728,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.285.741,42 7.292.399,83
Sachanlagen 7.304.107,42 7.316.127,83
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 523.922,41 523.922,41
Forderungen an Anteilseigner 800.801,80 0,00 0,00 800.801,80
Wertpapiere 212.022,50 0,00 0,00 212.022,50
Forderungen aus Finance Lease 1.972.582,77 2.042.323,46 0,00 4.014.906,23
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.350,00 9.350,00
Finanzanlagen 2.985.407,07 2.042.323,46 533.272,41 5.561.002,94
30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 338.546,88 338.546,88
Forderungen an Anteilseigner 2.152.706,94 0,00 0,00 2.152.706,94
Wertpapiere 215.262,50 0,00 0,00 215.262,50
Forderungen aus Finance Lease 3.109.087,33 3.474.618,02 0,00 6.583.705,35
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.350,00 9.350,00
Finanzanlagen 5.477.056,77 3.474.618,02 347.896,88 9.299.571,67

5. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die Position "Sonstige" betrifft im Wesentlichen die Hewlett-Packard GmbH und resultiert aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Transaktion. Es handelt sich um den verzinsten langfristigen Anteil des Kompensationsbetrages aus der Übernahme von Altersversorgungsverpflichtungen (siehe hierzu auch die Ausführungen unter I.3.).

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Forderungen an Steuerbehörden 49.474,64 58.476,94
Kautionen 22.237,23 32.035,23
Sonstige 23.868.168,90 44.377,15
Sonstige Vermögenswerte 23.939.880,77 134.889,32

6. Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf folgende Aktiv- und Passivposten gebildet:

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegen einer regelmäßigen, mindestens quartalsweise durchgeführten Werthaltigkeitsprüfung. Es wird untersucht, ob bzw. in welchem Umfang in den nächsten fünf Jahren damit zu rechnen ist, dass die bestehenden Verlustvorträge durch positive Ergebnisse der einzelnen Konzerngesellschaft in Anspruch genommen werden können. Im Geschäfts- und Vorjahr konnten die auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern im Wesentlichen ohne Wertberichtigungsbedarf angesetzt werden.

Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden EUR 156.747,59 eigenkapitalmindernd (im Vorjahr EUR 261.301,77 eigenkapitalerhöhend) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Sie betreffen das versicherungsmathematische Ergebnis aus der Pensionsrückstellung.

7. Vorräte

Unter den Vorräten werden folgende Vermögenswerte ausgewiesen:

Bei der Position "Fertige Erzeugnisse und Waren" handelt es sich im Wesentlichen um Hard- und Software. Von den Vorräten waren EUR 320.253,08 (im Vorjahr EUR 164.408,07) als Sicherheit für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet. Der diesbezügliche Kreditrahmen wurde zum 30.09.2016 nicht in Anspruch genommen.

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Unfertige Leistungen 185.095,00 8.917,11
Fertige Erzeugnisse und Waren brutto 1.193.251,96 1.526.194,30
Wertminderungen 0,00 – 4.000,00
Geleistete Anzahlungen 14.850,00 1.386,00
Vorräte 1.393.196,96 1.532.497,41

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Die Wertberichtigung hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

Mit Ausnahme des geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalts – zum Teil im Handelsgeschäft vereinbart – sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht besichert. Damit unterliegt der DATAGROUP-Konzern dem Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Dem wurde durch die Bildung angemessener – auch pauschalierter – Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der DATAGROUP-Konzern hatte zum 30.09.2016 keine Forderungen im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind.

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 16.321.363,57 16.908.536,67
Wertberichtigungen – 253.371,75 – 241.463,75
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.067.991,82 16.667.072,92
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Pauschalierte
Einzelwert- Einzelwert
Angaben in EUR berichtigung berichtigung Summe
Anfangsbestand 99.963,75 141.500,00 241.463,75
Zugänge durch Veränderungen im Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Verbrauch 1.100,00 11.100,00 12.200,00
Zuführungen 10.108,00 14.000,00 24.108,00
Endbestand 108.971,75 144.400,00 253.371,75
Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Aktive latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge 3.803.665,00 1.560.172,00
Finanzanlagen 0,00 163.270,25
sonstige Vermögenswerte 257.160,56 214.364,15
Rückstellungen 13.250.490,11 2.179.616,13
Finanzverbindlichkeiten 1.312.197,82 2.237.097,67
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 114.262,96
18.623.513,49 6.468.783,16
Saldierung – 13.935.226,34 – 5.004.303,12
Aktive latente Steuern 4.688.287,15 1.464.480,04
Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Passive latente Steuern auf
übrige immaterielle Vermögenswerte 2.540.977,40 3.066.378,94
Sachanlagen 57.347,05 138.584,98
Finanzanlagen 1.099.699,62 2.062.806,04
Fertigungsaufträge 368.968,05 402.001,67
sonstige Verbindlichkeiten 12.748.067,67 116.638,50
16.815.059,79 5.786.410,13
Saldierung – 13.935.226,34 – 5.004.303,12
Passive latente Steuern 2.879.833,45 782.107,01

10. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen, unter den kurzfristigen Aktiva ausgewiesenen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Die Position "Sonstige" betrifft im Wesentlichen die Transaktion mit der Hewlett-Packard GmbH und enthält den Betrag für die noch nicht erhaltenen Gegenleistungsbeträge sowie den verzinsten Kurzfristanteil des Kompensationsbetrages aus der Übernahme von Altersversorgungsverpflichtungen (siehe hierzu auch die Ausführungen unter I.3.).

11. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten ausschließlich Sichtguthaben bei Banken und Kassenbestände:

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 33.430,08 10.826,29
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 343.677,40 352.398,35
Forderungen gegenüber dem Finanzamt 3.464.146,07 123.174,16
Forderungen aus Factoring 2.707.947,77 2.658.105,07
Sonstige 13.097.378,31 3.204.000,94
Sonstige Vermögenswerte 19.646.579,63 6.348.504,81
Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Bankguthaben 24.409.298,17 2.250.442,61
Kassenbestände 14.920,09 14.347,10
Zahlungsmittel 24.424.218,26 2.264.789,71

12. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals kann aus den Übersichten der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 7.590.000,00 und ist in 7.590.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt EUR 1,00 je Stückaktie.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu nominal EUR 3.036.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I 2013).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu nominal EUR 759.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II 2013).

Bedingtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11.03.2020 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 30.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern oder Gläubigern der jeweiligen unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten oder Wandlungsrechte oder -pflichten auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der DATAGROUP SE mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 3.795.000,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Die Schuldverschreibungen können mit einer festen oder variablen Verzinsung ausgestattet werden. Ferner kann die Verzinsung auch wie bei einer Gewinnschuldverschreibung vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der DATAGROUP SE abhängig sein. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.

ERWIRTSCHAFTETES KONZERNEIGENKAPITAL

In der Hauptversammlung vom 17.03.2016 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 / 2015 eine Dividende von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der Auszahlungsbetrag belief sich für 7.572.459 Stückaktien auf EUR 1.893.114,75.

Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2015 / 2016 eine Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge schlagen sich unter Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz wie folgt nieder:

In den Fertigungsaufträgen sind Auftragskosten von EUR 2.525.868,64 (im Vorjahr EUR 2.854.384,80) enthalten. Die ausgewiesenen Gewinne betragen EUR 1.235.319,51 (im Vorjahr EUR 1.330.435,05).

Im Geschäftsjahr sind an Auftragserlösen EUR 10.310.498,34 (im Vorjahr EUR 11.009.680,41) angefallen.

Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015
Fertigungsaufträge, brutto 3.761.188,15 4.184.819,85
Erhaltene Anzahlungen 732.508,07 1.240.934,37
Fertigungsaufträge, netto 3.028.680,08 2.943.885,48
Aktivischer Überhang 3.050.462,10 2.994.874,95
Passivischer Überhang 21.782,02 50.989,47
Fertigungsaufträge, netto 3.028.680,08 2.943.885,48

KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNIS

Über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 5.715.468,66 (im Vorjahr EUR 4.923.031,88) hinaus wurde EUR 494.276,05 (im Vorjahr EUR – 622.307,23) an sonstigem Ergebnis erzielt. Das sonstige Ergebnis betrifft die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit EUR 651.023,64, die durch darauf entfallende latente Steuern über EUR 156.747,59 gemindert werden.

Weitere, das kumulierte sonstige Konzernergebnis betreffende Effekte waren im Geschäftsjahr 2015 / 2016 nicht zu verzeichnen.

Zusammengefasst lässt sich die Entwicklung des kumulierten sonstigen Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2015 / 2016 im Vergleich zum Vorjahr 2014 / 2015 wie folgt darstellen:

13. Langfristige sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zusammensetzung und Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zum 30.09.2016 und zum 30.09.2015:

KAPITALRÜCKZAHLUNG / EIGENE ANTEILE

Die Gesellschaft wurde durch die Hauptversammlung vom 09.05.2012 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zum 09.05.2012 oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung gilt bis zum 08.05.2017.

Der Kauf eigener Anteile erfolgt insbesondere, um diese im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Aktien oder sonstigen Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung zu gewähren.

Der Bestand der Gesellschaft an eigenen Anteilen blieb im Geschäftsjahr unverändert bei 17.541 Stück bzw. nominal EUR 17.541,00. Dies entspricht 0,23 % des Grundkapitals.

Die mit dem Kauf der Excelsis-Gruppe (jetzt DATAGROUP Mobile Solutions AG) eingegangenen Earn Out-Verpflichtungen valutieren zum 30.09.2016 mit EUR 346.000,00. Auf Grundlage der verbesserten, zum Bilanzstichtag nunmehr vorliegenden Ist- und Plandaten für das Jahr 2016 wurden die gebildeten Verbindlichkeiten für noch nicht erbrachte Earn Out-Verpflichtungen per 30.09.2016 um insgesamt EUR 222.295,48 gewinnmindernd erhöht. Der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis.

Da die passivierten Earn Out-Verpflichtungen kurzfristiger Natur sind, erfolgte die Bewertung mit dem Nominalbetrag.

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Stand zum 01.10. – 3.970.814,23 – 3.348.507,00
Sonstiges Ergebnis 494.276,05 – 622.307,23
Stand zum 30.09. – 3.476.538,18 – 3.970.814,23
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 38.777.066,62 9.042.895,99 48.069.962,61
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 2.941.825,30 4.017.100,94 0,00 6.958.926,24
Verbindlichkeiten für den Earn Out aus
dem Kauf von Tochterunternehmen
346.000,00 0,00 0,00 346.000,00
Finanzverbindlichkeiten 3.537.825,30 42.794.167,56 9.042.895,99 55.374.888,85
30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.442.724,85 18.015.367,83 229.163,00 27.687.255,68
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 4.020.197,32 5.564.983,14 0,00 9.585.180,46
Verbindlichkeiten für den Earn Out aus
dem Kauf von Tochterunternehmen
1.120.939,52 824.225,00 0,00 1.945.164,52
Finanzverbindlichkeiten 14.583.861,69 24.404.575,97 229.163,00 39.217.600,66
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 38.777.066,62 9.042.895,99 48.069.962,61
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 2.941.825,30 4.017.100,94 0,00 6.958.926,24
Verbindlichkeiten für den Earn Out aus
dem Kauf von Tochterunternehmen 346.000,00 0,00 0,00 346.000,00
Finanzverbindlichkeiten 3.537.825,30 42.794.167,56 9.042.895,99 55.374.888,85
30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015
Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.442.724,85 18.015.367,83 229.163,00 27.687.255,68
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 4.020.197,32 5.564.983,14 0,00 9.585.180,46
Verbindlichkeiten für den Earn Out aus
dem Kauf von Tochterunternehmen 1.120.939,52 824.225,00 0,00 1.945.164,52
Finanzverbindlichkeiten 14.583.861,69 24.404.575,97 229.163,00 39.217.600,66

Stefanie Schirmer, Service Managerin DATAGROUP Köln GmbH

30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2015
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Rückstellungen für Pensionen 0,00 41.828.897,33 41.828.897,33 12.822.342,00
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen Vertragsverhältnissen 80.150,00 255.950,00 336.100,00 414.440,00
für Restrukturierung 186.967,81 0,00 186.967,81 434.985,39
für sonstige Personalkosten 1.182.205,24 413.078,55 1.595.283,79 591.379,05
für Gewährleistungen 146.035,90 0,00 146.035,90 94.371,05
für übrige Verpflichtungen 2.124.543,85 133.638,56 2.258.182,41 1.703.029,20
Rückstellungen 3.719.902,80 42.631.564,44 46.351.467,24 16.060.546,69

Martin Voelker, Vertriebsleiter DATAGROUP SE

Die DATAGROUP-Gesellschaften tragen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen.

Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Im DATAGROUP-Konzern wurden im Geschäftsjahr 2015 / 2016 rund EUR 5.700.000,00 (im Vorjahr ca. EUR 5.100.000,00) an Rentenversicherungsbeiträgen als Arbeitgeberanteil entrichtet.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen beruhen auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen, die zum Teil durch Betriebsübergang nach § 613a BGB erworben wurden. Es handelt sich durchweg um geschlossene Versorgungssysteme; es ist derzeit nicht vorgesehen, dass weitere aktive Mitarbeiter Ansprüche erwerben können. Verpflichtungen bestehen gegenüber Beschäftigten, Versorgungsempfängern und auch gegenüber einzelnen ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Versorgungsansprüchen.

Die Rückstellungen aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betreffen eine überhöhte Mietverpflichtung.

Unter den Rückstellungen für sonstige Personalkosten ist eine Rückstellung über EUR 418.600,00 enthalten, die Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Errichtung einer Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern betrifft. Die in den letzten Jahren erhaltenen Zuwendungen wurden in voller Höhe passiviert, da die Bedingungen für deren Gewährung nicht in vollem Umfang erfüllt sind.

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Rückstellungen für Pensionen werden zur Abdeckung von leistungsorientierten Versorgungszusagen gegenüber einzelnen – z. T. ehemaligen – Mitarbeitern der DATAGROUP Business Solutions GmbH sowie der DATAGROUP Stuttgart GmbH gebildet. Zudem bestehen für die von der Hewlett-Packard GmbH durch die DATAGROUP Enterprise Services GmbH per 01.09.2016 übernommenen Mitarbeiter leistungsorientierte Versorgungszusagen.

Die für die Abdeckung der Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH notwendigen finanziellen Mittel werden teilweise durch einen Treuhänder verwaltet, für weitere Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH sowie auch der DATAGROUP Business Solutions GmbH bestehen zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

14. Langfristige sowie kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

01.10.2015 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 30.09.2016
Angaben in EUR Stand Verbrauch Auflösung Zinszuführung Zuführung Stand
Rückstellungen für Pensionen 12.822.342,00 524.267,67 0,00 351.433,00 29.179.390,00 41.828.897,33
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen Vertragsverhältnissen 414.440,00 328.500,00 0,00 7.600,00 242.560,00 336.100,00
für Restrukturierung 434.985,39 434.456,54 528,85 0,00 186.967,81 186.967,81
für sonstige Personalkosten 591.379,05 287.123,23 15.596,42 0,00 1.306.624,39 1.595.283,79
für Gewährleistungen 94.371,05 68.171,05 0,00 0,00 119.835,90 146.035,90
für übrige Verpflichtungen 1.703.029,20 2.005.268,05 82.970,51 0,00 2.643.391,77 2.258.182,41
Rückstellungen 16.060.546,69 3.647.786,54 99.095,78 359.033,00 33.678.769,87 46.351.467,24

Michael Freuwörth, Vertriebsleiter DATAGROUP Köln GmbH

30.09.2010
------------ --
Angaben in EUR 30.09.2016 30.09.2015 30.09.2014 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2011 30.09.2010
Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung 64.661.039,33 14.573.986,00 13.702.557,00 12.439.902,00 12.422.098,00 260.700,00 291.300,00
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 22.832.142,00 1.751.644,00 1.757.749,42 1.764.979,42 1.773.157,42 0,00 0,00
Rückstellungen für Pensionen 41.828.897,33 12.822.342,00 11.944.807,58 10.674.922,58 10.648.940,58 260.700,00 291.300,00
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015 2014 / 2015
Angaben in % DATAGROUP
Enterprise
Services GmbH
DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
Rechnungszins 1,40 1,20 1,20 2,40 2,40
Rententrend 1,75 1,75 1,75 1,75 1,75
Entgelttrend 2,00 2,00 0,00 2,00 0,00

Angesichts der abweichenden Bestandsstruktur wurden für die Erstellung der Gutachten der einzelnen Konzernunternehmen unterschiedliche Rechnungszinssätze gewählt. Während die DATAGROUP Enterprise Services GmbH ausschließlich über einen aktiven Bestand verfügt, handelt es sich bei der DATAGROUP Business Solutions GmbH und der DATAGROUP Stuttgart GmbH um Mischbestände.

Die Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Stuttgart GmbH sind nicht gehaltsabhängig.

Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und beizulegende Zeitwerte des Planvermögens aus Treuhandvermögen und Rückdeckungsversicherungen lassen sich über die Jahre wie folgt überleiten:

Auf Grundlage der bestehenden Versorgungsordnungen werden Altersrenten, Invaliditätsrenten sowie Witwen- und Waisenrenten gewährt. Die Höhe der Versorgungsansprüche ist in der Regel abhängig von der Anzahl der zurückgelegten Dienstjahre und vom Gehalt der Anspruchsberechtigten. Für einen Teil der Versorgungszusagen wird eine einmalige Todesfall-Leistung gewährt, soweit der Todesfall noch vor dem Erreichen des Rentenalters eintritt. Im sogenannten Erlebensfall, also bei Erreichen des Rentenalters, kann der Versorgungsempfänger zwischen einer Rente und einer Kapitalzahlung wählen.

Zur Abdeckung der Versorgungverpflichtungen wurden zum Teil Treuhandvereinbarungen zur Sicherung des angesparten Treuhandvermögens sowie auch Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Das zum Bilanzstichtag vorhandene Treuhandvermögen wird in vollem Umfang mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Eine Saldierung der Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen erfolgt nur dann, wenn die Ansprüche an die Versorgungsberechtigten verpfändet worden sind.

Die Rückstellung wird nach Maßgabe der Projected Unit Credit Method auf Grundlage der Heubeck'schen Sterbetafeln 2005 G unter Verwendung folgender Parameter berechnet:

Der Anwartschaftsbarwert für die Pensionsverpflichtungen hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

Die Anwartschaftsbarwerte betreffen die Anspruchsberechtigten wie folgt:

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Das Planvermögen betrifft Treuhandvermögen und Ansprüche aus Versicherungsverträgen.

Summe
13.702.557.00
0.00
42.870,40
479.682.40
403.882.00
13.669.627,00
1.079.901.00
–175.542.00
904.359.00
Summe
862.371,00
2.859.570,00
10.806.930.00
45.115,00
14.573.986.00
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015
Angaben in EUR DATAGROUP
Enterprise
Services GmbH
DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
Summe DATAGROUP
Business
Solutions GmbH
DATAGROUP
Stuttgart GmbH
Summe
Anwartschaftsbarwert zum 01.10. 0,00 14.211.691,00 362.295,00 14.573.986,00 13.369.780,00 332.777,00 13.702.557,00
Zugang aus der Übernahme von Mitarbeitern 50.793.008,00 0,00 0,00 50.793.008,00 0,00 0,00 0,00
Laufender Dienstzeitaufwand 91.352,00 28.776,00 2.527,00 122.655,00 40.723,00 2.147,40 42.870,40
Geleistete Pensionszahlungen 0,00 588.382,67 12.826,00 601.208,67 466.855,00 12.827,40 479.682,40
Zinsaufwand 49.947,00 334.020,00 8.541,00 392.508,00 394.091,00 9.791,00 403.882,00
Erwarteter Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 50.934.307,00 13.986.104,33 360.537,00 65.280.948,33 13.337.739,00 331.888,00 13.669.627,00
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus Änderung finanzmathematischer Annahmen – 3.129.785,00 2.406.761,00 76.066,00 – 646.958,00 1.048.350,00 31.551,00 1.079.901,00
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 0,00 28.049,00 – 1.000,00 27.049,00 – 174.398,00 – 1.144,00 – 175.542,00
Summe – 3.129.785,00 2.434.810,00 75.066,00 – 619.909,00 873.952,00 30.407,00 904.359,00
Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 47.804.522,00 16.420.914,33 435.603,00 64.661.039,33 14.211.691,00 362.295,00 14.573.986,00
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015
DATAGROUP DATAGROUP DATAGROUP
Enterprise Business DATAGROUP Business DATAGROUP
Angaben in EUR Services GmbH Solutions GmbH Stuttgart GmbH Summe Solutions GmbH Stuttgart GmbH Summe
Aktive Anwärter 47.402.896,00 996.648,00 100.588,00 48.500.132,00 791.239,00 71.132,00 862.371,00
Ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbarer Anwartschaft 0,00 3.257.703,00 97.515,00 3.355.218,00 2.785.063,00 74.507,00 2.859.570,00
Rentenempfänger 401.626,00 12.166.563,33 185.343,00 12.753.532,33 10.635.389,00 171.541,00 10.806.930,00
Witwen und Waisen 0,00 0,00 52.157,00 52.157,00 0,00 45.115,00 45.115,00
Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 47.804.522,00 16.420.914,33 435.603,00 64.661.039,33 14.211.691,00 362.295,00 14.573.986,00
2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015
DATAGROUP
DATAGROUP DATAGROUP Business
Enterprise Business DATAGROUP Solutions GmbH
Angaben in EUR Services GmbH Solutions GmbH Stuttgart GmbH Summe = Summe
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 01.10. 0,00 1.751.644,00 0,00 1.751.644,00 1.757.749,42
Zugang aus der Übernahme von Mitarbeitern 21.085.249,36 0,00 0,00 21.085.249,36 0,00
Zuführungen zum Planvermögen 0,00 41.075,00 0,00 41.075,00 13.966,00
Zahlungen aus dem Planvermögen 0,00 92.339,00 0,00 92.339,00 92.339,42
Erwarteter Ertrag bzw. Aufwand aus dem Planvermögen 0,00 15.398,00 0,00 15.398,00 51.518,00
Erwarteter beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 30.09. 21.085.249,36 1.715.778,00 0,00 22.801.027,36 1.730.894,00
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – 1,36 31.116,00 0,00 31.114,64 20.750,00
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 30.09. 21.085.248,00 1.746.894,00 0,00 22.832.142,00 1.751.644,00

Im nachfolgenden Geschäftsjahr ist mit folgenden Zahlungszuflüssen und -abflüssen für Pensionsverpflichtungen zu rechnen (– = Zuflüsse):

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen beträgt rund 15 Jahre.

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als kurzfristig einzustufen. Soweit die Verbindlichkeiten Lieferungen betreffen, unterliegen diese zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

16. Sonstige Verbindlichkeiten

Karin Günderoth, Kundenzentrum Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

DATAGROUP Stuttgart GmbH

Zur Verdeutlichung der möglichen Schwankungsbreite für die Höhe der Rückstellung, die sich aus einer Veränderung der der Berechnung zugrundeliegenden Parameter ergibt, wurde eine Sensitivitätsanalyse mit verschiedenen Szenarien durchgeführt. Hierbei wurden die wichtigsten Parameter für die Berechnung der Rückstellung jeweils in zwei Richtungen verändert. Es wurde bei jedem einzelnen Szenario jeweils nur ein Parameter angepasst, die übrigen blieben unverändert. Die Anpassung der wichtigsten Parameter führt zu nachfolgenden Ergebnissen:

2015 / 2016 2014 / 2015
Angaben in % Erhöhung bzw. Sinken des
Anwartschaftsbarwertes
Erhöhung bzw. Sinken des
Anwartschaftsbarwertes
Zins – 0,5 % 12,99 6,88
Zins + 0,5 % – 11,04 – 6,21
Rententrend – 0,5 % – 6,92 – 5,53
Rententrend + 0,5 % 7,69 6,03
Lebenserwartung – 1 Jahr – 3,78 – 2,86
Lebenserwartung + 1 Jahr 3,79 2,82
Angaben in EUR 2016 / 2017
Pensionszahlungen 720.571,17
Rentenzahlungen aus dem Planvermögen 575.539,00
Arbeitgeberbeiträge für das Planvermögen 1.112.400,00
Summe 2.408.510,17
30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2015
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 218.850,79 0,00 218.850,79 331.789,48
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.687.591,77 0,00 1.687.591,77 2.125.197,78
Erhaltene Anzahlungen 4.116.845,16 0,00 4.116.845,16 255.399,79
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Finanzamt 5.547.458,85 0,00 5.547.458,85 1.994.638,53
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Personal 7.873.939,77 0,00 7.873.939,77 6.931.589,54
Verbindlichkeiten aus
ausstehenden Rechnungen 1.416.546,67 0,00 1.416.546,67 2.038.905,26
Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 2.147.195,96 18.941,91 2.166.137,87 1.695.721,58
Sonstige Verbindlichkeiten 23.008.428,97 18.941,91 23.027.370,88 15.373.241,96

In der Gewinn- und Verlustrechnung schlagen sich die Pensionsaufwendungen wie folgt nieder:

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Laufender Dienstzeitaufwand = Personalaufwand 122.655,00 42.870,40
Zinsertrag 15.398,00 51.518,00
Zinsaufwand 392.508,00 403.882,00

Trotz einer Ausweitung der Bankdarlehen durch die erneute Emission von Schuldscheindarlehen blieben die Zinsaufwendungen bei sinkendem Zinsniveau konstant. Unter den Wertberichtigungen auf Finanzverbindlichkeiten sind "Aufwendungen" für die Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen über EUR 222.295,48 (im Vorjahr EUR 175.737,00) enthalten.

2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Kredite und Verbindlich
Angaben in EUR Vermögenswerte Forderungen keiten Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 9.841,75 229.394,28 – 1.754.961,16 – 1.515.725,13
Währungsumrechnung 0,00 – 1.224,56 0,00 – 1.224,56
Ergebnis aus der erfolgswirksamen
Bewertung zum Fair Value – 3.240,00 0,00 0,00 – 3.240,00
Wertberichtigung und Ergebnis
aus dem Abgang 0,00 3.735,04 – 216.238,24 – 212.503,20
6.601,75 231.904,76 – 1.971.199,40 – 1.732.692,89
2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015
Erfolgswirksam
zum Fair Value
Angaben in EUR bewertete
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich
keiten
Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 9.812,50 292.556,50 – 1.748.483,48 – 1.446.114,48
Währungsumrechnung 0,00 2.178,18 0,00 2.178,18
Ergebnis aus der erfolgswirksamen
Bewertung zum Fair Value – 6.847,50 0,00 0,00 – 6.847,50
Wertberichtigung und Ergebnis
aus dem Abgang 0,00 – 30.110,87 – 153.650,72 – 183.761,59
2.965,00 264.623,81 – 1.902.134,20 – 1.634.545,39
30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015
Kategorie I II III
Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Kredite und Verbindlich
Angaben in EUR Vermögenswerte Forderungen keiten Summe
AKTIVA
Forderungen aus Finance Lease-Verträgen 0,00 6.583.705,34 6.583.705,34
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 16.667.072,92 16.667.072,92
Zahlungsmittel 0,00 2.264.789,71 2.264.789,71
Sonstige Vermögenswerte 215.262,50 7.170.659,33 7.385.921,83
Finanzforderungen 215.262,50 32.686.227,30 32.901.489,80
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 0,00 9.585.180,46 9.585.180,46
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 4.748.518,08 4.748.518,08
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 27.687.255,68 27.687.255,68
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 4.824.192,65 4.824.192,65
Finanzverbindlichkeiten 0,00 46.845.146,87 46.845.146,87

Der Kategorie I "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte" sind ausschließlich auf den Inhaber lautende festverzinsliche Wertpapiere zugeordnet. Diese werden zum Zeitwert angesetzt. Da sämtliche Wertpapiere börsennotiert sind, entspricht der Zeitwert dem Börsenkurs am jeweiligen Bilanzstichtag (Stufe 1). Derivative Finanzinstrumente werden vom DATAGROUP-Konzern nicht eingesetzt.

Die den beiden weiteren Kategorien zugeordneten Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Wertansatz ist als hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen (Stufe 3); eine Zeitwertangabe erübrigt sich entsprechend.

Die in der Berichtsperiode festzustellenden Kursschwankungen (Kategorie I) bzw. Zu- und Abschreibungen sowie die Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen (Kategorien II und III) werden in vollem Umfang erfolgswirksam verbucht. Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich wie folgt zusammen:

30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Kategorie I II III
Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Kredite und Verbindlich
Angaben in EUR Vermögenswerte Forderungen keiten Summe
AKTIVA
Forderungen aus Finance Lease-Verträgen 0,00 4.014.906,23 4.014.906,23
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 16.067.991,82 16.067.991,82
Zahlungsmittel 0,00 24.424.218,26 24.424.218,26
Sonstige Vermögenswerte 212.022,50 39.299.539,70 39.511.562,20
Finanzforderungen 212.022,50 83.806.656,01 84.018.678,51
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 0,00 6.958.926,24 6.958.926,24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2.646.036,61 2.646.036,61
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 48.069.962,61 48.069.962,61
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 2.601.892,20 2.601.892,20
Finanzverbindlichkeiten 0,00 60.276.817,66 60.276.817,66

IV. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten

Klassifizierung der Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente des DATAGROUP-Konzerns lassen sich wie folgt den Kategorien zuordnen:

Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2016 2016 / 2017 2017 / 2018 2018 / 2019 2019 / 2020 2020 / 2021ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 6.958.926,24 3.089.523,61 2.460.117,90 989.880,73 628.126,29 60.012,55
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.646.036,61 2.646.036,61 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.069.962,61 1.245.421,32 9.231.633,11 10.627.626,05 9.007.917,66 21.790.673,23
Sonstige Verbindlichkeiten 2.601.892,20 2.601.892,20 0,00 0,00 0,00 0,00
60.276.817,66 9.582.873,74 11.691.751,01 11.617.506,78 9.636.043,95 21.850.685,78
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 147.698,31 78.423,20 32.791,22 9.454,66 367,45
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 995.421,32 981.633,11 710.958,05 591.249,66 561.509,23
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.143.119,63 1.060.056,32 743.749,27 600.704,32 561.876,68

Marino Simunic, Leiter Service Management DATAGROUP Stuttgart GmbH

Risikomanagement

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt – bezogen auf die Finanzinstrumente – im Wesentlichen dem Ausfall-, Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiko. Das Währungsrisiko spielt praktisch keine Rolle, da sämtliche Unternehmen des Konzerns ihren Sitz in Deutschland haben und nur in zu vernachlässigendem Umfang aus Nicht-Euro-Ländern Waren und Dienstleistungen beziehen bzw. in Nicht-Euro-Länder Waren und Dienstleistungen liefern.

Das zentrale Werkzeug zur Steuerung der finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken des DATAGROUP-Konzerns ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird monatlich eine vereinfachte Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit durchgeführte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont bis zum 30.09. des laufenden Geschäftsjahres, mindestens aber auf die nachfolgenden fünf Wochen ausgerichtet. Darüber hinausgehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

Bezüglich einer umfassenderen Beschreibung der finanzwirtschaftlichen Risiken des DATAGROUP-Konzerns verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt 5. Risiko- und Chancenbericht.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können bzw. benötigte Zahlungsmittel nicht beschaffen zu können. Die wichtigste Einflussgröße für die Minimierung des Liquiditätsrisikos ist die Ertragskraft des DATAGROUP-Konzerns, also die Fähigkeit, immer einen ausreichenden operativen Cashflow erwirtschaften zu können. Siehe hierzu die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Zahlungsüberschüsse aus dem Geschäftsbetrieb der DATAGROUP-Gesellschaften sind Grundlage für die Bedienung der in Zukunft zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen insbesondere aus bestehenden Darlehens- und Finance Lease-Verträgen. Die Zins- und Tilgungsleistungen können zum Bilanzstichtag 30.09.2016 – auch im Vergleich zum Vorjahresstichtag 30.09.2015 – wie folgt zusammengefasst werden:

Ausdruck dafür, dass das Liquiditätsrisiko des Konzerns überschaubar ist, ist die Tatsache, dass die zum Stichtag eingeräumten Kontokorrentkreditlinien nach neuerlicher Ausgabe von Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 30.000.000,00 nicht in Anspruch genommen worden sind.

Zinsänderungsrisiken

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt dem Risiko, bei steigendem Zinsniveau in Zukunft höhere Kapitalkosten für die Beschaffung der benötigten Darlehen aufbringen zu müssen. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns entsteht sowohl aus laufendem Geschäft als auch aus der Akquisitionstätigkeit. Zur Minimierung des Risikos wird der mittelfristig zu erwartende Liquiditätsbedarf – nicht nur aus der Ausweitung des Konzernkreises – durch die Platzierung von Schuldscheindarlehen sowie durch den Abschluss mittelfristiger Darlehensverträge mit in der Regel verbindlich festgelegten Zinssätzen finanziert. Die derzeit aufgenommenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von EUR 45.000.000,00 verfügen über Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren bei in der Regel fester Verzinsung. Bei überschaubaren Kosten für die Zinssicherung wird so eine hinreichende Eingrenzung des Zinsänderungsrisikos erreicht. Bei einem Anstieg bzw. einer Verminderung der Verzinsung um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um EUR 30.000,00 (im Vorjahr um EUR 130.000,00) verbessert bzw. verschlechtert. Eine erfolgsneutrale Auswirkung auf das Eigenkapital ergibt sich nicht.

Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2015 2015 / 2016 2016 / 2017 2017 / 2018 2018 / 2019 2019 / 2020 ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 9.585.180,46 4.231.436,74 2.757.160,33 2.043.364,62 632.172,75 326.152,53
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.748.518,08 4.748.518,08 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.687.255,68 10.237.812,37 886.853,13 8.873.604,11 1.269.596,05 8.960.816,64
Sonstige Verbindlichkeiten 4.824.192,65 3.999.967,65 824.225,00 0,00 0,00 0,00
46.845.146,87 23.217.734,84 4.468.238,46 10.916.968,73 1.901.768,80 9.286.969,17
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 211.239,42 115.250,53 55.163,40 19.355,84 4.097,32
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 795.378,82 636.853,13 623.603,11 352.928,05 314.985,64
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.006.618,24 752.103,66 678.766,52 372.283,90 319.082,96

Christian Funken, Service Manager DATAGROUP Köln GmbH

Ausfallrisiken

DATAGROUP ist dem Risiko ausgesetzt, berechtigte Forderungen insbesondere aus dem operativen Geschäft nicht durchsetzen zu können. Das Risiko ist darin zu sehen, dass einzelne Kunden zahlungsunfähig werden könnten. Diesem Risiko wird durch eine breite Streuung des Kundenkreises sowie durch regelmäßig insbesondere bei Aufnahme des Geschäftes durchgeführte Bonitätsprüfungen Rechnung getragen.

Die Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Dem DATAGROUP-Konzern ist im Geschäftsjahr ein Forderungsausfall für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 64.686,91 (im Vorjahr EUR 49.545,50) entstanden. Dies entspricht 0,04 % der Umsatzerlöse nach 0,03 % im Vorjahr.

Der DATAGROUP-Konzern hatte zum 30.09.2016 keine Forderungen im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind.

Sylvia Molt, Bid & Transition Managerin DATAGROUP Köln GmbH

V. Kapitalmanagement

Im Rahmen des Kapitalmanagements verfolgt der DATAGROUP-Konzern vorrangig das Ziel, die bestehende Kapitalstruktur zu optimieren und eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, um den notwendigen Spielraum für organisches Wachstum und für weitere Unternehmenskäufe sicherzustellen. Zudem ist der DATAGROUP-Konzern in Zusammenhang mit der Aufnahme von Schuldscheindarlehen verpflichtet, für folgende Bilanzkennzahlen (sog. Covenants) vertraglich festgelegte Mindestrelationen einzuhalten:

Wirtschaftliche Eigenkapitalquote: Wirtschaftliches Eigenkapital (= Summe aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen) zur Bilanzsumme in Prozent Nettofinanzverschuldung (Total Net Debt) zum EBITDA

Zum 30.09.2016 erreichte der DATAGROUP-Konzern eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 19,0 % nach 25,2 % zum 30.09.2015. Für das Geschäftsjahr 2015 / 2016 wurde ein Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu EBITDA von 1,29 nach 1,82 im Vorjahr erreicht. Die Transaktion mit der Hewlett-Packard GmbH sowie die Neuaufnahme von Schuldscheindarlehen haben zu einer deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme um 56,4 Mio. Euro geführt. Die Eigenkapitalquote sank erwartungsgemäß um 6,5 Prozentpunkte. Zur Berücksichtigung der HPE-Transaktion wurden die Covenants-Vorgaben entsprechend angepasst. Das Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu EBITDA konnte wiederum gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Die erreichten Covenants liegen deutlich über den einzuhaltenden Vorgaben.

Dem Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung unter anderem dieser Kennzahlen Bericht erstattet. Weiteren externen Mindestkapitalanforderungen unterliegt der DATAGROUP-Konzern nicht.

VI. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds) während der Berichtsperiode. Der Finanzmittelfonds umfasst Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Eine Finanzinvestition wird nur dann dem Finanzmittelfonds zugerechnet, wenn eine Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten gegeben ist. Kontokorrentkredite, die auf Anforderung rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Unternehmens bilden, sind ebenfalls dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cashflow hat sich im Geschäftsjahr 2015 / 2016 gegenüber dem Vorjahr 2014 / 2015 um EUR 1.236.727,59 auf EUR 13.217.685,77 erhöht. Dies ist im Wesentlichen der Verbesserung der Ergebnissituation geschuldet.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 86.774,02 auf EUR 9.518.126,99 (im Vorjahr EUR 9.431.352,97).

2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016
Pauschalierte Forderungen aus
Lieferungen und
Einzelwert- Einzelwert- Leistungen –
Angaben in EUR berichtigung berichtigung Summe brutto
Anfangsbestand 99.963,75 141.500,00 241.463,75 16.908.536,67
Zugänge durch Veränderungen
im Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Verbrauch 1.100,00 11.100,00 12.200,00
Zuführungen 10.108,00 14.000,00 24.108,00
Endbestand 108.971,75 144.400,00 253.371,75 16.321.363,57

Alexander Wolf, Vertriebsleiter DATAGROUP Hamburg GmbH

Im Berichtsjahr stehen geleisteten Steuerzahlungen in Höhe von EUR 10.264.300,06 (im Vorjahr EUR 1.760.744,38) einem Zahlungsmittelzufluss aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von EUR 133.729,90 (im Vorjahr EUR 238.474,08) gegenüber. Die deutliche Erhöhung der geleisteten Steuerzahlungen ist der guten Ergebnissituation geschuldet und resultiert aus Betriebsprüfungsergebnissen (siehe hierzu Abschnitt II.8. Ertragsteuern).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeiten betrugen im Berichtsjahr EUR 3.710.896,88 (im Vorjahr EUR 9.294.648,11). Die im Rahmen der Expansionsstrategie getätigten Unternehmenserwerbe führten zu Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen in Höhe von EUR 1.821.460,01 (im Vorjahr EUR 4.523.497,11). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 3.323.710,05 (im Vorjahr EUR 3.673.113,60) resultieren unter anderem aus dem Aufbau der CORBOX-Infrastruktur und betreffen darüber hinaus Ersatzinvestitionen, die sich in einem für DATAGROUP üblichen Rahmen bewegen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr waren insbesondere beeinflusst durch die Emission von Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von EUR 30.000.000,00 Netto-Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit von EUR 16.544.631,99 zu verzeichnen. Dem standen im Vorjahr Netto-Mittelabflüsse über EUR 7.512.143,05 gegenüber. Bestehende Bankdarlehen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 9.250.000,00 (im Vorjahr EUR 4.132.600,00) planmäßig getilgt. Die Dividendenausschüttung belief sich im Berichtsjahr auf EUR 1.893.114,75 (im Vorjahr EUR 1.514.491,80). Aus Finance Lease-Verträgen entstanden im Geschäftsjahr Netto-Zahlungsmittelabflüsse über EUR 1.117.131,95 (im Vorjahr Netto-Abflüsse über EUR 693.993,26).

VII. Segmentinformationen

Im DATAGROUP-Konzern sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten "Services" und "Solutions und Consulting" angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

Die DATAGROUP-Gesellschaften haben Firmensitz und Niederlassungen ausschließlich in Deutschland. Aus diesem Grund ist eine regionale Berichterstattung nur in eingeschränktem Umfang hilfreich.

Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt und folgt dem sogenannten "Management Approach", also der Orientierung an der internen Berichterstattung im DATAGROUP-Konzern. Die monatlich aktualisierte interne Berichterstattung unterliegt genau den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wie die externe Berichterstattung im Konzernabschluss. Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation werden ausschließlich auf Gesamtunternehmensebene abgebildet und nicht einzelnen Segmenten zugerechnet. Die zwischen den Segmenten abgewickelten Geschäfte werden zu Marktpreisen berechnet.

Solutions & Sonstiges & Solutions & Sonstiges &
Services Consulting Konsolidierung Summe Services Consulting Konsolidierung Summe
Angaben in EUR 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015
Umsatzerlöse mit externen Kunden 99.398.008,75 74.804.827,64 715.302,64 174.918.139,04 89.732.902,06 68.484.300,87 – 643.175,29 157.574.027,64
Umsatzerlöse mit anderem Segment 2.282.641,24 5.129.277,23 – 7.411.918,47 0,00 2.433.340,36 3.434.491,32 – 5.867.831,68 0,00
Umsatzerlöse des Segments 101.680.649,99 79.934.104,87 – 6.696.615,83 174.918.139,04 92.166.242,42 71.918.792,19 – 6.511.006,97 157.574.027,64
Materialaufwand / Aufwand
für bezogene Leistungen 43.935.641,30 20.283.846,27 – 6.047.192,38 58.172.295,19 39.901.231,70 18.071.297,47 – 4.797.497,86 53.175.031,31
Personalaufwand 38.350.942,38 42.521.950,92 4.836.976,76 85.709.870,06 35.574.489,28 37.943.540,35 3.568.635,53 77.086.665,16
Planmäßige Abschreibungen und Amortisation 745.773,97 2.649.060,17 3.032.892,55 6.427.726,69 627.033,76 2.111.659,15 2.996.553,51 5.735.246,42
Betriebsergebnis 14.526.742,14 5.290.165,88 – 7.141.464,39 12.675.443,64 9.720.095,05 6.577.231,86 – 6.693.303,95 9.604.022,96
Zinserträge 825.518,82 452.921,91
Zinsaufwendungen 3.249.225,99 2.371.211,72
Ergebnis vor Steuern 10.091.004,29 7.779.628,98
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.375.535,63 2.856.597,11
Periodenüberschuss 5.715.468,66 4.923.031,88
Mitarbeiteranzahl zum Stichtag 712 892 26 1.630 707 600 23 1.330
Investitionen 1.158.493,77 2.926.023,39 1.792.026,76 5.876.543,92 5.575.035,15 5.077.776,06 1.571.450,50 12.224.261,71
Investitionen durch Veränderung
des Konsolidierungskreises
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.502.099,44 0,00 7.502.099,44
Gesamtsegment–Vermögenswerte 32.357.601,96 87.443.087,05 96.269.943,82 216.070.632,83 38.294.489,89 37.942.704,55 91.093.507,32 167.330.701,75
intersegmentäre Konsolidierung – 8.678.580,48 – 5.846.057,68 – 41.799.956,19 – 56.324.594,35 – 8.219.103,53 – 9.555.170,82 – 46.210.018,19 – 63.984.292,54
Vermögenswerte 23.679.021,48 81.597.029,37 54.469.987,63 159.746.038,48 30.075.386,36 28.387.533,73 44.883.489,13 103.346.409,22
Gesamtsegment-Verbindlichkeiten 10.012.253,34 72.418.784,94 65.534.019,39 147.965.057,67 14.713.492,33 29.802.487,88 59.733.559,21 104.249.539,42
intersegmentäre Konsolidierung 2.277.371,57 – 1.257.039,36 – 17.606.535,43 – 16.586.203,22 5.207.700,32 7.822.320,03 – 37.983.704,62 – 24.953.684,27
Verbindlichkeiten 12.289.624,91 71.161.745,58 47.927.483,96 131.378.854,45 19.921.192,65 37.624.807,91 21.749.854,59 79.295.855,15

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GEOGRAFISCHEN BEREICHEN

Das Segment "Services" hat im Geschäftsjahr Umsätze von EUR 101.680.649,99 erwirtschaftet. Dies sind EUR 9.514.407,57 oder 10,3 % mehr als im Geschäftsjahr 2014 / 2015. Das EBITDA betrug EUR 15.272.516,11 (im Vorjahr EUR 10.347.128,81). Die EBITDA-Marge belief sich auf 15,0 % nach 11,2 % im Vorjahr.

Im Segment "Solutions und Consulting" stiegen die Umsatzerlöse um 11,1 % auf EUR 79.934.104,87. Die EBITDA-Marge dieses Segmentes erreichte 9,9 % nach 12,1 % im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse im Segment "Sonstiges & Konsolidierung" betreffen die für andere Konzernunternehmen erbrachten Dienstleistungen insbesondere der DATAGROUP SE sowie gegenläufige Konsolidierungsbuchungen.

Summe
2014/2015
157.574.027,64
0,00
157.574.027,64
53.175.031,31
77.086.665,16
5.735.246,42
9.604.022,96
452.921,91
2.371.211,72
7.779.628,98
2.856.597,11
4.923.031,88
1.330
12.224.261,71
7.502.099,44
167.330.701,75
-63.984.292,54
103.346.409,22
104.249.539,42
24.953.684,27
Summe
2014/2015
157.574.027.64
Inland EU-Ausland Drittland Summe Inland EU-Ausland Drittland Summe
Angaben in EUR 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2015 / 2016 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015 2014 / 2015
Umsatzerlöse mit externen Kunden 172.129.327,57 1.397.830,29 1.390.981,18 174.918.139,04 156.013.341,39 280.005,71 1.280.680,54 157.574.027,64

Maren Pöpperl, Service Managerin DATAGROUP Hamburg GmbH

HERR DR. VOLKMAR WECKESSER (BIS 17.03.2016) Vorsitzender der Geschäftsführung der Gothaer Systems GmbH, Molfsee

4. Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf EUR 2.554.328,55. Darin sind variable Vergütungen in Höhe von EUR 1.511.995,18 enthalten.

In den Gesamtbezügen sind Vergütungen für die operative Geschäftsführung bei Tochterunternehmen in Höhe von EUR 620.341,68 (davon EUR 285.995,18 variabel) enthalten.

5. Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 67.167,00.

6. Geschäfte mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen

Als verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen wurden die Vorstände und Geschäftsführer der einzelnen DATAGROUP-Gesellschaften sowie deren nahe Familienangehörige, die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS) und deren Tochterunternehmen identifiziert.

VIII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2015 / 2016 waren 1.404 (im Vorjahr 2014 / 2015 1.267) Arbeitnehmer beschäftigt. Zum 30.09.2016 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.630 (zum 30.09.2015 1.330). Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiterzahl zum 30.09.2016 1.710. Zum 30.09.2016 waren bei DATAGROUP 55 Auszubildende angestellt.

2. Vorstand

Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind:

HERR HANS-HERMANN SCHABER Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer – CEO) Vorstand Finanzen / Personal / Organisation

HERR DIRK PETERS Chief Operating Officer (COO) Vorstand Servicemanagement

3. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:

HERR HEINZ HILGERT Geschäftsführer TransVise GmbH, Frankfurt a.M. Vorsitzender

FRAU DR. CAROLA WITTIG (AB 17.03.2016) Vorsitzende Richterin am Landgericht Stuttgart, Stuttgart stellvertretende Vorsitzende (ab 17.03.2016)

HERR DR. HELMUT MAHLER (AB 07.12.2016) Geschäftsführender Gesellschafter der Code White GmbH, Stuttgart

HERR KLAUS HARDY MÜHLECK (AB 17.03.2016 BIS 19.11.2016) Senior Vice President / CIO thyssenkrupp AG, Ebersbach

HERR KARL-HEINZ EISEMANN (BIS 17.03.2016) Unternehmensberater, Stuttgart stellvertretender Vorsitzender (bis 17.03.2016)

Manfred Clar, Leiter Service-Prozesse DATAGROUP Business Solutions GmbH

8. Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft. Der DATAGROUP-Konzern hat sowohl Operating Lease- als auch Finance Lease-Verträge abgeschlossen und tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.

Miet- und Leasingverträge haben die DATAGROUP-Gesellschaften insbesondere für die Nutzung bzw. Finanzierung von Rechenzentren, für Hard- und Software sowie für Gebäude und Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Verschiedene Unternehmen des DATAGROUP-Konzerns bieten zudem den Großkunden im Gesamtpaket mit Service- und Wartungsdienstleistungen auch Finanzierungslösungen für die Beschaffung ihrer IT-Infrastruktur an. Die Refinanzierung erfolgt über professionelle Leasinganbieter, zum Teil über die Leasinggesellschaften der Lieferanten. Als Finance Leases werden die Leasinggeschäfte mit IT-Lösungen, gleich ob DATAGROUP als Leasinggeber oder Leasingnehmer auftritt, eingestuft. Die übrigen Miet- und Leasingverträge werden IAS 17 folgend im Jahresabschluss als Operating Leases behandelt.

Buchwerte = Barwerte sowie Mindestleasingzahlungen können wie folgt dargestellt werden:

Geschäfte mit verbundenen sowie nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen den Verrechnungsverkehr, Kontokorrent- und Darlehensbeziehungen sowie Dienstleistungsverträge.

Für die Erbringung von Dienstleistungen durch die DATAGROUP SE für die HHS und deren Tochterunternehmen hat die DATAGROUP SE an die HHS eine Konzernumlage von EUR 175.200,00 (im Vorjahr EUR 175.200,00) verrechnet. Darüber hinaus erbrachte die DATAGROUP SE für die HHS sonstige Dienstleistungen im Wert von EUR 1.857,31 (im Vorjahr EUR 262,58). Die DATAGROUP SE bezog von der HHS im Geschäftsjahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von EUR 352.381,43 (im Vorjahr EUR 255.296,16).

Im Berichtsjahr bezog die DATAGROUP SE wie auch im Vorjahr keine Waren oder Dienstleistungen von Tochterunternehmen der HHS. Die DATAGROUP SE erbrachte im Berichtsjahr Dienstleistungen gegenüber verschiedenen Tochterunternehmen der HHS über EUR 1.281,44 (im Vorjahr EUR 656,44).

Die DATAGROUP SE gewährte der HHS im Geschäftsjahr einen Kontokorrentkredit in Höhe von EUR 4.500.000,00, der zum Berichtszeitpunkt mit einem Betrag von EUR 800.801,80 valutierte. Im Geschäftsjahr fielen Zinserträge in Höhe von EUR 58.094,86 (im Vorjahr EUR 32.593,16) an.

Alle diese Geschäfte wurden jeweils zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016 30.09.2016
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.089.523,61 4.138.137,47 0,00 7.227.661,08
Barwert 2.941.825,30 4.017.100,94 0,00 6.958.926,24
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 4.393.188,66 8.938.337,45 1.383.215,14 14.714.741,25
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.089.523,61 4.138.137,47 0,00 7.227.661,08
Barwert 1.972.582,77 2.042.323,46 0,00 4.014.906,23
30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015 30.09.2015
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen 4.231.436,74 5.758.850,23 0,00 9.990.286,97
Angaben in EUR
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Barwert
4.020.197,32 5.564.983,14 0,00 9.585.180,46
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 4.401.842,30 7.635.435,90 849.740,07 12.887.018,27
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.236.522,30 3.563.204,85 0,00 6.799.727,15

Nicht garantierte Restwerte wurden in Verträgen mit Kunden (mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasinggeber) nicht vereinbart.

Die Laufzeiten der Finance Leasing-Verträge – sowohl mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber – betragen zwischen 36 und 60 Monaten. Die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden kalkulierten internen Zinssätze betragen im Wesentlichen zwischen 1,5 % und 4,5 %.

Die Leasingvereinbarungen aus Operating Leasing sind – bedingt durch die unterschiedlichen zugrundeliegenden Sachverhalte – sehr facettenreich ausgestaltet. Die Laufzeit der Kfz-Leasingverträge beträgt in der Regel drei Jahre.

9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte wurden nicht betrieben.

10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sei auf die Ausführungen im Konzernlagebericht unter Abschnitt 6. Nachtragsbericht verwiesen.

11. Honorar des Abschlussprüfers

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses der DATAGROUP SE wurde die BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, (BANSBACH) beauftragt. Im Konzernabschluss sind die nachfolgenden Aufwendungen für Leistungen von BANSBACH enthalten:

Angaben in EUR 2015 / 2016 2014 / 2015
Abschlussprüfungsleistungen 184.931,50 171.911,18
Steuerberatungsleistungen 137.415,99 71.148,32
Sonstige Leistungen 84.215,24 64.110,01
Honorar der Abschlussprüfer 406.562,73 307.169,51

Von diesem Aufwand waren zum Bilanzstichtag EUR 292.950,00 (im Vorjahr EUR 246.000,00) zurückgestellt. Die Erhöhung der Steuerberatungsleistungen ist unter anderem auf eine Betriebsprüfung durch die Finanzbehörden zurückzuführen. Das Ergebnis aus der Abwicklung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung betrug EUR 5.831,29 (im Vorjahr EUR – 1.180,85).

12. Einbeziehung in den Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, Pliezhausen, zum 30.09.2016 einbezogen werden (größter Konzernkreis). Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 353224 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 30.09.2016 soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

13. Anteilsmeldung von Aktionären (nach § 20 Abs. 4 AktG)

Die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals DATAGROUP GmbH), Pliezhausen, hat der DATAGROUP SE (vormals DATAGROUP IT Services Holding AG), Pliezhausen, mit Schreiben vom 22.01.2006 folgende Mitteilung gemacht: "Gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG teilt die DATAGROUP GmbH, Sitz Pliezhausen, mit, dass der Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung an der DATAGROUP IT Services Holding AG unmittelbar gehört."

14. Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

In Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP Stuttgart GmbH, der DATAGROUP Bremen GmbH, der DATAGROUP IT Solutions GmbH und der DATAGROUP Consulting GmbH wurde jeweils beschlossen, von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen und auf Aufstellung und Veröffentlichung von Anhang und Lagebericht zum 30.09.2016 zu verzichten. Die Beschlüsse wurden gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

15. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.993.363,94 eine Dividende von EUR 0,30 pro dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Restbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

16. Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses

Die Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses zum 30.09.2015 wurde durch den Vorstand am 28.01.2016 erteilt. Die Offenlegung erfolgte zeitgerecht auf unserer Homepage Ende Januar 2016, im elektronischen Handelsregister am 29.09.2016.

Pliezhausen, den 17. Januar 2017 DATAGROUP SE

Der Vorstand

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

Genehmigung zur Offenlegung des Konzernabschlusses

Der Vorstand hat am 19.01.2017 beschlossen, den Konzernabschluss der DATAGROUP SE mit dem Stichtag vom 30.09.2016 für die Veröffentlichung freizugeben.

Impressum

HERAUSGEBER

DATAGROUP SE Wilhelm-Schickard-Straße 7 D-72124 Pliezhausen Fon: +49 7127 970-000 Fax: +49 7127 970-033 E-Mail: [email protected] www.datagroup.de

INVESTOR RELATIONS

DATAGROUP SE Dr. Michael Klein Wilhelm-Schickard-Straße 7 D-72124 Pliezhausen Fon: +49 7127 970-059 Fax: +49 7127 970-033 E-Mail: [email protected]

GESTALTUNG UND SATZ

Marlene Kern Design, Kreativagentur München www.marlenekerndesign.de

FOTOGRAFIE

Klaus Mellenthin, Stuttgart / Berlin DATAGROUP

Erschienen im Januar 2017

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der DATAGROUP SE, Pliezhausen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang inklusive Segmentberichterstattung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der DATAGROUP SE, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, den 18. Januar 2017

BANSBACH GmbH gez. gez. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Tiemann Dr. Neubert Steuerberatungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer