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DATAGROUP SE Annual Report 2013

Mar 18, 2014

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2012/2013 We manage IT

an unsere Aktionäre

The Beat of DATAGROUP

Dienstleistungen als industrielles Produkt aus der Fabrik – ein Widerspruch?

konzernLagebericht

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns

Konzernabschluss

  • Brief an die Aktionäre 2
  • Bericht des Aufsichtsrats 5

  • 30 Jahre Zukunft 8

  • We manage IT 11
  • IT-Betrieb im Full Service 13
  • 19
  • Megatrend Cloud Computing 21

  • Konzern-Überblick 24

  • Rahmenbedingungen 28
  • 30
  • Aktie 36
  • Risikobericht 38
  • Nachtragsbericht 46
  • Prognosebericht 48
  • Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem 49
  • Sonstige Angaben 50

KOnzernAnhang

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 54
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung 55
  • Konzernbilanz 56
  • Konzern-Kapitalflussrechnung 58
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 60
  • Entwicklung des Anlagevermögens 64

  • Grundlagen des Konzernabschlusses

  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 90
  • Erläuterungen zur Konzernbilanz 95
  • Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten 112
  • Angaben zur Kapitalflussrechnung 119
  • Segmentinformationen 121
  • Sonstige Angaben 124
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 131
  • Impressum 133

70

Inhaltsverzeichnis

EBITDA (in Tsd. Euro)

Alle Daten zum 30.09.

Veränderung zum Vorjahr

Mitarbeiterentwicklung

Umsatzentwicklung (in Mio. Euro)

Veränderung zum Vorjahr

Umsatzanteile (in %)

Geschäftsbericht der DATAGROUP AG, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr 2012/ 2013

Kennzahlenübersicht

Angaben in TEUR 2012 / 2013 2011 / 2012 2010 / 2011 2009 / 2010
Umsatzerlöse 156.935 100,0 % 146.183 100,0 % 108.550 100,0 % 79.254 100,0 %
davon Services 94.861 60,4 % 97.265 66,5 % 94.200 86,8 % 78.877 99,5 %
davon Solutions & Consulting 64.773 41,3 % 50.642 34,6 % 14.673 13,5 % 0 0,0 %
davon Sonstige/
Konsolidierung – 2.699 – 1,7 % –1.724 –1,2 % – 323 – 0,3 % 377 0,5 %
davon Dienstleistung
und Wartung 116.082 74,0 % 102.980 70,4 % 66.391 61,2 % 40.237 50,8 %
davon Handel 40.541 25,8 % 42.923 29,4 % 41.838 38,5 % 38.640 48,8 %
davon Sonstige/
Konsolidierung 312 0,2 % 280 0,2 % 321 0,3 % 377 0,5 %
Andere aktivierte
Eigenleistungen 422 600 467 0
Gesamtleistung 157.357 100,0 % 146.783 100,0 % 109.017 100,0 % 79.254 100,0 %
Materialaufwand/Aufwand für bezo
gene Leistungen 56.593 36,0 % 56.104 38,2 % 46.281 42,5 % 36.087 45,5 %
Rohertrag 100.764 64,0 % 90.679 61,8 % 62.736 57,5 % 43.167 54,5 %
Personalaufwand 74.401 47,3 % 67.472 46,0 % 47.836 43,9 % 31.678 40,0 %
Sonstige Erträge etc. 3.758 2,4 % 3.198 2,2 % 2.481 2,3 % 2.033 2,6 %
Sonstige Aufwendungen etc. 17.568 11,2 % 16.856 11,5 % 11.365 10,4 % 7.984 10,1 %
EBITDA 12.553 8,0 % 9.549 6,5 % 6.016 5,5 % 5.538 7,0 %
Abschreibungen aus PPA 3.297 2,1 % 2.751 1,9 % 1.030 0,9 % 1.464 1,8 %
Sonstige Abschreibungen 3.165 2,0 % 3.006 2,0 % 1.336 1,2 % 1.033 1,3 %
EBIT 6.091 3,9 % 3.792 2,6 % 3.650 3,3 % 3.041 3,8 %
Finanzergebnis – 1.853 – 1,2 % – 209 – 0,1 % – 910 – 0,8 % – 332 – 0,4 %
Restrukturierungsaufwendungen 1.757 1,1 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 %
EBT 2.481 1,6 % 3.583 2,4 % 2.740 2,5 % 2.709 3,4 %
Steuern vom Einkommen
und Ertrag 582 0,4 % 1.034 0,7 % – 622 – 0,6 % 1.050 1,3 %
Periodenüberschuss 1.899 1,2 % 2.549 1,7 % 3.362 3,1 % 1.659 2,1%
Shares 1) 7.572 7.157 5.764 5.709
EPS 0,25 0,36 0,58 0,29
EPS vor Restrukturierungsauf
wendungen
0,41
1 darüber hinaus Aktien in Eigenbesitz 18 8 98 111

* Vor a.o. Aufwendungen. Nach a.o. Aufwendungen 10.796 TEUR.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das vergangene Geschäftsjahr 2012 / 2013 war außerordentlich erfolgreich: Wir haben Rekordergebnisse erwirtschaftet. Der Umsatz stieg von 146,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 156,9 Mio. Euro – ein Plus von 7,4 % in einem Markt, der laut Branchenverband BITKOM selbst nur um 2,4 % gewachsen ist. Außerdem haben wir das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) deutlich ausgebaut: Vor außerordentlichen Aufwendungen stieg es um 31,5 % und erreichte mit 12,6 Mio. Euro einen neuen Höchstwert. Der Grund für die verbesserte Profitabilität ist vor allem der weitere Ausbau des hochwertigen Dienstleistungsgeschäfts. Dessen Anteil am Umsatz ist von 70,4 % im Vorjahr auf 74,0 % gestiegen.

In den vergangenen Monaten haben uns zahlreiche Unternehmen ihre IT neu anvertraut oder die bestehende Zusammenarbeit erweitert. Dazu gehören die Outsourcing-Verträge mit dem Technologiekonzern Thales und dem Informations- und Kommunikationstechnik-Dienstleister brightONE, der Support des SAP-Basis-Betriebs für die MAN Truck & Bus AG sowie die Betreuung der SAP-Landschaft des Windenergieanlagenherstellers Nordex SE. Alle Verträge haben eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren. Insbesondere durch langfristige Outsourcing- und Cloud Computing-Verträge haben wir uns Umsätze im dreistelligen Millionenbereich für die nächsten Jahre gesichert.

Mit unserer strategischen Positionierung als Service Factory und One Stop Shop für IT-Dienstleistungen treffen wir den Kern der Bedürfnisse mittelständischer und großer Unternehmen und Institutionen. Hier macht sich unsere Investition in die ISO 20000-Zertifizierung als ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bezahlt. Das ISO-Zertifikat garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität und Sicherheit unserer Leistungserbringung – beides essenziell wichtige Aspekte eines zuverlässigen IT-Betriebs. Nicht zuletzt führte die erfolgreiche Eingliederung des SAP-Spezialisten DATAGROUP Business Solutions (vormals Consinto) zu einem erheblichen Anstieg der Cross-Selling-Effekte und daraus resultierender Dienstleistungsaufträge. Im Zuge der konsequenten Umsetzung unserer IT Service Fabrik werden wir weiterhin aktiv die Umsatzqualität hin zu höherwertigen Dienstleistungen verbessern und auf niedrigmargige Umsätze verzichten, die nicht mehr zu unserem Kernportfolio gehören.

Einer unserer Schwerpunkte dabei ist Cloud Computing. Dieses strategische Geschäftsfeld werden wir weiter ausbauen. Stand heute machen Cloud-Lösungen bereits 24 % des Umsatzes aus – Tendenz steigend. Mit unseren drei nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren in Deutschland sind wir am Markt sehr gut aufgestellt. Wir sorgen für den reibungslosen IT-Betrieb unserer Kunden, deshalb entscheiden sich immer mehr Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen für unsere Cloud-Angebote.

Von links nach rechts: Dirk Peters, COO der DATAGROUP AG Max H.-H. Schaber, CEO der DATAGROUP AG

Das aktuelle Geschäftsjahr 2013 / 2014 hat vertriebsseitig sehr gut begonnen. Vorderstes Ziel bleibt die qualitative Verbesserung des Umsatzes. Durch die konsequente Fokussierung auf höhermargige Angebote werden wir die EBITDA-Marge weiter in Richtung der 10 %-Marke ausbauen. Mit einer EBITDA-Marge von 8,0 % vor Restrukturierungskosten im letzten Geschäftsjahr sind wir auf einem sehr guten Weg. Vor allem ein steigender Anteil an Umsätzen mit Cloud Services und Dienstleistungen aus der IT Service Fabrik sollen dazu beitragen, dass die operative Profitabilität deutlich zulegen wird.

Dabei richten wir den Blick nicht nur auf das laufende Geschäftsjahr, sondern weit darüber hinaus. "DATAGROUP 2020" ist die Vision und die Strategie, die das Top Management der DATAGROUP, das sich im Übrigen selbst als beruflicher Freundeskreis bezeichnet und versteht, in einem mehrmonatigen Prozess entwickelt hat. Unsere Mission: Wir möchten Unternehmen stärken und entlasten, indem wir den IT-Betrieb für sie übernehmen. So geben wir unseren Kunden zum einen den Freiraum, sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Und zugleich sorgen wir dafür, dass viele elementare Geschäftsprozesse zuverlässig laufen. Wie? Durch eine funktionierende IT-Basis getreu unseres Leitsatzes "We manage IT" und unseres Anspruchs "Wir denken anders. Wir arbeiten anders. Wir finden bessere Lösungen". Die Vision "DATAGROUP 2020" mit ihren konkreten strategischen Zielen und Leitlinien werden wir nun in gelebte Praxis umsetzen und verankern. Wir freuen uns darauf!

Neben der strategischen Weiterentwicklung der DATAGROUP prüfen wir potenzielle Übernahmemöglichkeiten, um auch anorganisch zu wachsen und das Geschäft mit Cloud Computing und langfristig vertragsgebundenen Outsourcing-Dienstleistungen weiter auszubauen. Dazu haben wir im vergangenen Geschäftsjahr an der Optimierung unserer Finanzierungsstruktur gearbeitet, indem wir ein Schuldscheindarlehen über 23,5 Mio. Euro erfolgreich platziert haben. Vormals kurzfristige Finanzierungsrahmen wurden auf eine langfristig zinsgesicherte Basis umgestellt. Hierdurch haben wir die Finanzierungssicherheit verbessert und zugleich Spielräume für weitere Akquisitionen geschaffen. Hinzu kommt unser sehr starker Cashflow, der die planmäßige Verringerung der Verschuldung und die Stärkung unseres Eigenkapitals ermöglicht.

2014 wird es eine weitere Neuerung geben: Wir beginnen mit der Veröffentlichung von freiwilligen Quartalsberichten. Auf diese Weise möchten wir Ihnen, unseren Aktionären, eine größere Transparenz und einen besseren Einblick in die unterjährige Geschäftsentwicklung ermöglichen.

Die Verwaltung wird der Hauptversammlung auch in diesem Jahr wieder eine attraktive Dividende vorschlagen und die Aktionäre auf diesem Wege am Erfolg der Gesellschaft beteiligen. Unseren Aktionären, Kunden und Lieferanten danken wir herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich zum Erfolg der DATAGROUP beigetragen haben.

Max H.-H. Schaber CEO der DATAGROUP AG

Dirk Peters COO der DATAGROUP AG

Bericht des Aufsichtsrats

im Berichtszeitraum (01.10.2012 bis 30.09.2013) kam der Aufsichtsrat zu insgesamt fünf Präsenz-Sitzungen zusammen (21.11.2012, 24.01.2013, 20.03.2013, 12.06.2013 und 25.09.2013). Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig schriftlich und mündlich vom Vorstand – insbesondere über den aktuellen Geschäftsverlauf in Relation zum vom Aufsichtsrat verabschiedeten Budget – berichten lassen und den Vorstand beratend begleitet. In allen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden und stets umfassend informiert.

Geschäfte, die nach Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtig sind, wurden beraten und vom Aufsichtsrat genehmigt. Dies betraf in diesem Geschäftsjahr in erster Linie die Aufnahme des Schuldschein-Darlehens. Es wurden keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig durch die Berichte des Risikomanagementsystems führen. Existenzbedrohende Risiken lagen nach gemeinsamer Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat zu keinem Zeitpunkt vor.

Der Jahresabschluss der DATAGROUP AG, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DATAGROUP AG sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der DATAGROUP AG sind durch die zur Abschlussprüfung gewählte und beauftragte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft BANSBACH SCHÜBEL BRÖSZTL & PARTNER GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Gänsheidestr. 67-74, 70184 Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahres- und Konzernabschluss mit Konzernlagebericht sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gingen den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld zu.

Der Aufsichtsrat hat die Feststellungen der Wirtschaftsprüfer: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung des Berichts des Vorstands der DATAGROUP AG, Pliezhausen, über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 01.10.2012 bis 30.09.2013 bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war; soweit dies war, ob Nachteile ausgeglichen worden sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." zustimmend zur Kenntnis genommen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23.01.2014, in der der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat und für Fragen zur Verfügung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Von links nach rechts: Dr. Volkmar Weckesser, Aufsichtsrat; Heinz Hilgert, Vorsitzender des Aufsichtsrats; Karlheinz Eisemann, stv. Aufsichtsratsvorsitzender der DATAGROUP AG

The Beat of DATAGROUP

inhalt

  • 8 30 Jahre Zukunft
  • 11 We manage IT
  • 13 IT-Betrieb im Full Service
  • 19
  • 21 Megatrend Cloud Computing

Dienstleistungen als industrielles Produkt aus der Fabrik – ein Widerspruch?

stand, hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 30.09.2013 nach ausgiebiger Prüfung gebilligt und damit festgestellt. Ebenso wurde der Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht zum 30.09.2013 in gleicher Weise geprüft und gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich mit Beschluß vom 23.01.2014 dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an.

Dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DATAGROUP AG gilt der aufrichtige Dank und Respekt des Aufsichtsrats für die geleistete, nachhaltig erfolgreiche Arbeit.

Pliezhausen, 23. Januar 2014

Heinz Hilgert Vorsitzender des Aufsichtsrats

30 Jahre Zukunft

"Liebe Geschäftsfreunde, liebe Mitarbeiter, liebe Partner, Freunde und Weggefährten,

herzlich willkommen zum Beat der DATAGROUP!

Der Beat der DATAGROUP, das sind der ständige Wille und die Bereitschaft sich weiterzuentwickeln und diese Veränderungen in der Realität auch tatsächlich umzusetzen. Beat to Beat oder Schlag auf Schlag.

Der erste Beat war die Weigerung meines früheren Chefs, mir eine Beteiligung an seinem Unternehmen einzuräumen. Das führte Schlag auf Schlag zu einer Kündigung meinerseits und zur Neugründung, übrigens nicht in einer Garage, sondern in einem damals viel zu großen 120 qm Büro in Filderstadt bei Stuttgart. Wir nannten das Unternehmen DATAPEC. PEC steht für Personal Computing, damals eine Revolution, weil der PC gerade erst erfunden worden war.

Aber die ersten Monate waren hart. Mein Partner und ich stritten uns darum, wer zum Briefkasten gehen darf in der Hoffnung, dass ein Auftrag oder wenigstens eine Anfrage zu finden sein würde. Meistens Fehlanzeige.

Klinkenputzen und unermüdliches Telefonieren führten schließlich zu einem ersten Auftrag: ein Abrechnungssystem für eine Physiotherapiepraxis. Leider haben wir das System nur einmal verkauft.

Aber Gott sei Dank gab es andere Aufträge und nach drei Jahren waren wir bereits 80 Mitarbeiter und machten 10 Mio. DM Umsatz mit Audi, AEG und vielen anderen namhaften Unternehmen.

Wir haben die Gewinne in die Gründung neuer Unternehmen gesteckt und damals schon getreu unseres Mottos "Wir denken anders. Wir arbeiten anders. Wir finden bessere Lösungen." als Business Inkubator gearbeitet. Damit haben wir jungen, ambitionierten Managern aus anderen Firmen den Schritt in die Selbstständigkeit ermöglicht.

Daraus entstand der nächste Beat: eine europaweite Kette von Hardware-Handelsunternehmen. Wir waren einer der Wegbereiter von Katalogvertriebssystemen und haben alle sechs Monate hunderttausende von Katalogen in ganz Europa versandt.

Am 01. Oktober 1983 gründeten Max H.-H. Schaber und Herbert Schwarzkopf in der Nähe von Stuttgart ein Unternehmen – DATAGROUP. 30 Jahre später, am 01. Oktober 2013, gab es daher einen Grund zu feiern. Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, Weggefährten und Freunde des Hauses trafen sich am Firmenhauptsitz in Pliezhausen und erlebten den Beat der DATAGROUP. Max H.-H. Schaber blickte dabei auf 30 Jahre Zukunft zurück:

Einige Jahre ging das sehr gut, bis die Margen im Hardware-Handel stetig zurück gingen. Wir haben deshalb auf einen Schlag den nächsten Beat eingeleitet, alle europäischen Töchter verkauft und uns der Gesundheitsbranche zugewandt. Mit sehr großem Erfolg.

Nach vier Jahren hatten wir das innovativste Krankenhausinformationssystem Deutschlands entwickelt und an 36 große Krankenhäuser verkauft. Dazwischen wurde quasi nebenher dieses Haus, unser heutiger Firmenhauptsitz, geplant, gebaut und bezogen.

Dann kam die Gesundheitsreform unter Horst Seehofer. Keiner wusste, was kommen würde und hat natürlich nicht investiert. Wir haben 12 Monate lang kein neues System verkauft. Uns ging das Geld aus. Was tun? Den Neuen Markt gab es damals noch nicht, Venture Kapital war auch noch nicht in aller Munde. Die Lösung war der Verkauf an Jenoptik, damals übrigens schweren Herzens.

Nach einer gewissen Beruhigungsphase – wir hatten ja immer noch einige andere Geschäftsfelder – war's dann wieder Zeit für einen neuen Beat. IT-Services war das Zauberwort. Gesagt, getan. Wir haben ein erstes großes Unternehmen gekauft und 2006 den Börsengang gewagt. Damit hatten wir eine gut finanzierte Ausgangsbasis für den nächsten Beat: Seit 2006 haben wir 15 Unternehmen bzw. Unternehmensteile gekauft und sind jedes Jahr um rund 30 Prozent gewachsen. Heute gehören wir zu den führenden IT-Dienstleistern Deutschlands.

Hinter uns liegen 30 Jahre Zukunft voller Arbeit, schönen Festen, Freude, Sorgen, Misserfolg und Erfolg.

And the Beat goes on."

Mehr über "30 Jahre DATAGROUP" finden Sie auf YouTube

We manage IT

Welchen Stellenwert Informationstechnik hat, wird sofort deutlich, wenn sie ausfällt: Die Kommunikation mit der Außenwelt, mit Kunden und Lieferanten, wird ohne funktionierende E-Mail-Systeme unterbrochen. Aufträge können nicht abgewickelt werden, wenn das Warenwirtschaftssystem nicht zur Verfügung steht. Die Fertigung kommt zum Erliegen. Eine gut durchdachte und verlässlich betriebene IT hingegen unterstützt Geschäftsprozesse in Unternehmen und kann ein erheblicher Wettbewerbsvorteil sein.

Dabei gilt es nicht nur das Heute, sondern auch das Morgen in den Blick zu nehmen. Wohin entwickelt sich ein Unternehmen? Wie muss sich mit ihm die IT entwickeln? Wie kann sie die Geschäftsprozesse noch besser unterstützen? Diese Fragen zeigen die Breite und Facettenhaftigkeit von IT auf. Die Notwendigkeit von Zuhören und Verstehen, von Überblick und Expertenwissen sowie von Konzeption, Implementierung und Betrieb spiegelt sich im Leistungsspektrum der DATAGROUP. We manage IT – das bringt unsere Kernkompetenz auf den Punkt. DATAGROUP steht für funktionierende IT. Dafür sorgen über 1.300 DATAGROUP-Spezialisten jeden Tag. Nicht umsonst gehört DATAGROUP laut Marktforschungsinstitut Lünendonk zu den führenden IT-Dienstleistern Deutschlands.

Unsere IT-Dienstleistungen sind ISO 20000 zertifiziert. Durch die Erfüllung der Norm hat DATAGROUP den Nachweis hoher Güte und Qualität für alle IT Service Management Prozesse erbracht – als eines von ganz wenigen IT-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Mit der ISO 20000-Zertifizierung lebt DATAGROUP die kontinuierliche Optimierung; gleichzeitig stellen Kunden ihre IT-Governance und Compliance auf feste Füße. DATAGROUP ist zur IT-Fabrik geworden, getreu unseres Anspruchs: Wir denken anders. Wir arbeiten anders. Wir finden bessere Lösungen.

Unsere Kunden managen ihr Kerngeschäft, wir managen ihre IT. Das ist die Essenz unseres Geschäfts. Arbeitsplätze ohne Informationstechnik sind undenkbar geworden. Ob öffentliche Verwaltung, Maschinenbau oder Dienstleistungsbereich – längst hat sich IT branchenübergreifend als elementares Produktionsmittel etabliert und wird von den Verantwortlichen auch als solches gesehen. Zum Kerngeschäft von Unternehmen gehört IT jedoch in den wenigsten Fällen. Deshalb vertrauen immer mehr Unternehmen ihren IT-Betrieb DATAGROUP an.

ZERTIFIKAT

Die Zertifizierungsstelle der TÜV SÜD Management Service GmbH bescheinigt, dass das Unternehmen

DATAGROUP AG Bereich IT Services Wilhelm-Schickard-Straße 7, D-72124 Pliezhausen

einschließlich der Standorte und Geltungsbereiche gemäß Anlage

ein Managementsystem für IT-Services eingeführt hat und anwendet.

Das Service Management System, das die Erbringung aller im Service Katalog enthaltenen Services für alle Kunden des Bereiches IT Services der DATAGROUP AG unterstützt.

Durch ein Audit, Bericht-Nr. 70793815, wurde der Nachweis erbracht, dass die Forderungen der

ISO/IEC 20000-1:2011

erfüllt sind. Dieses Zertifikat ist gültig bis 2015-09-25 Zertifikat-Registrier-Nr. 12 410 44148 TMS

München, 2012-09-27

Seite 1 von 2

Für die IT-Anwender ist die ständige Funktionsfähigkeit ihrer IT-Arbeitsplätze entscheidend. Ein wesentliches Element ist der qualifizierte Service Desk als zentrale Anlaufstelle für alle IT-Anfragen der Anwender. Seine wichtigste Aufgabe: die schnellstmögliche Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Lässt sich eine Anfrage nicht unmittelbar per Telefon oder Remote-Zugriff lösen, geben die Service Desk Experten diese an nachgelagerte Supporteinheiten weiter. Sie steuern auch die Vor-Ort-Unterstützung, bei denen spezialisierte Techniker Störungen oder Anfragen rund um alle Hardware-Endgeräte wie PCs, Notebooks, Drucker, Scanner und mobile Datengeräte lösen.

DATAGROUP ist für Schiffszertifizierer der Single Point of Contact (SPOC) 24 x 7 weltweit

Der Germanische Lloyd (GL), seit Januar 2014 Bestandteil der DNV GL Group, bietet in den Geschäftsfeldern "Maritime Dienste" und "Industrie Dienste" weltweit technische Dienstleistungen an. Die wertschöpfenden Geschäftsprozesse des GL werden in hohem Maße durch IT-Anwendungen unterstützt. Diese verlangen unter anderem eine ausfallsichere IT-Infrastruktur. Seit 2003 unterstützt DATAGROUP den GL mit einem eigenen Service Desk sowie im Bereich Client Support. DATAGROUP betreut zentral aus Hamburg 1.600 IT-Anwender vor Ort und ist für insgesamt über 7.500 User weltweit der Single Point of Contact. Über 5.000 Anrufe werden pro Monat im Service Desk entgegen genommen. Über diese Tätigkeiten hinaus hat DATAGROUP die Standardisierung des Clientumfelds maßgeblich vorangetrieben und umgesetzt. Auch der Betrieb des Rechenzentrums beim GL wird durch DATAGROUP sichergestellt.

DATAGROUP deckt alle Aspekte des IT-Betriebs ab – auf der Anwender-, Infrastrukturund Rechenzentrumsseite. In drei Rechenzentren in Deutschland sorgt DATAGROUP für den reibungslosen Betrieb der IT-Infrastruktur ihrer Kunden. Die Unterstützung

DATAGROUP bietet IT-Dienstleistungen nach höchsten Standards – vom Support einzelner PCs bis hin zur Cloud-Lösung, die Daten und Applikationen bereit stellt. Basis der Leistungen sind die mit dem Kunden definierten Anforderungen, die in Service Level Agreements festgehalten werden. Dadurch erhalten Kunden klar definierte und messbare Leistungen aus der ISO 20000-zertifizierten IT Service Fabrik DATAGROUP.

IT-Betrieb im Full Service

bemisst sich immer am Bedarf des Kunden und reicht von der Übernahme des kompletten IT-Betriebs über den Betrieb einzelner Komponenten bis zur Unterstützung der kundeninternen IT-Prozesse. Die DATAGROUP Data Center in Bremen, Frankfurt und Nürnberg sind redundant ausgelegt und an die Datenautobahnen Deutschlands angeschlossen.

PC im Pfarramt. Cloud-Lösung für die Evangelische Landeskirche

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg besteht aus rund 1.400 Kirchengemeinden, 100 Gesamtkirchengemeinden und rund 2,2 Millionen Mitgliedern. Bereits seit vielen Jahren setzen Pfarrämter IT breit gefächert ein und nutzen PC, Internet, E-Mail und mobile Kommunikation als tägliches Werkzeug. Mit dem "PC im Pfarramt" können sie eine effiziente, kostengünstige und sichere IT-Ausstattung inklusive Full Service des laufenden Betriebs nutzen. Die Daten der Pfarrämter wurden in das BSI- und ISO-zertifizierte Rechenzentrum der DATAGROUP transferiert. Dadurch sind sie bestens geschützt und hoch verfügbar für die berechtigten Benutzer.

Ausgezeichnet und hoch sicher – das wurde den DATAGROUP Data Center durch die ISO 27001-Zertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bescheinigt. Neben einer klaren Infrastruktur des Rechenzentrums, durchdachten und sicheren Backup-Lösungen sowie der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit einem externen Datenschutzbeauftragten attestierten die Auditoren DATAGROUP ein überzeugendes Security-Konzept. Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen entscheiden sich für die Cloud-Angebote der DATAGROUP. Neben der Gewährleistung eines effizienten IT-Betriebs entlasten die DATAGROUP-Experten die IT-Abteilung des Kunden von vielen Know-how-intensiven und Routine-Aufgaben und ermöglichen ihr so, sich auf strategische Themen zu konzentrieren. Hierbei können oft Kostensenkungspotenziale gehoben werden. Ergänzt um weitere Leistungen wie zum Beispiel Service Desk, Vor-Ort-Service und Trainings erhalten DATAGROUP-Kunden eine ganzheitliche Betreuung. Dieses Leistungspaket gibt es für kleine und mittelständische Unternehmen als Pauschalangebot. Mit dem Produkt IT-Flatrate erhalten Unternehmen vollständig ausgestattete IT-Arbeitsplätze mit Rundumbetreuung für eine monatliche Pauschale.

Im Fokus des IT-Betriebs stehen Stabilität und Verfügbarkeit. Dazu zählt zum Beispiel die ständige Verfügbarkeit von Software-Anwendungen, die in Unternehmen täglich genutzt werden. Beispiel: SAP. Diese Applikation ist für ganze Abteilungen des Kunden das wesentliche Werkzeug der täglichen Arbeit. Die SAP-Experten der DATAGROUP stellen den kontinuierlichen IT-Betrieb sicher, wobei die Betriebskompetenz ganz unterschiedliche SAP-Systeme sowie die Betreuung der SAP Basis umfasst.

IT-Betreuung der zehn deutschen Standorte des Thales-Konzerns

Der Technologiekonzern Thales ist ein internationaler Player in den Bereichen Aerospace, Defence, Security und Transportation. Die Weiterentwicklung der IT und deren Anpassung an die sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen ist für Thales von zentraler und unternehmenskritischer Bedeutung. DATAGROUP berät und begleitet Thales auf diesem Weg. Im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags ist DATAGROUP unter anderem für den Betrieb der SAP-Systeme, die Betreuung der Engineering-Umgebung sowie der Mail-Server-Landschaft und den Service Desk für alle IT-Arbeitsplätze verantwortlich. Die Zusammenarbeit wurde jüngst erweitert: Thales beauftragte DATAGROUP mit dem Upgrade von über 4.100 IT-Arbeitsplätzen auf Windows 7.

Roland Bihler, Geschäftsführer DATAGROUP Stuttgart GmbH

Unternehmen stehen nicht still. Sie verändern und entwickeln sich weiter – und mit ihnen ihre IT. Im Fokus der DATAGROUP steht daher neben dem Betrieb des Heute auch die Entwicklung des Morgen. Die IT-Dienstleistungen der DATAGROUP beginnen mit der Beratung von Kunden und der Konzeption einer adäquaten IT-Lösung. Dafür sind spezialisierte Technologie- und Lösungsberater notwendig, die den Kunden verstehen, seine Sprache sprechen und gleichzeitig hoch qualifiziert sind in IT-Belangen, um Anforderungen in Lösungskonzepte übersetzen zu können. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit sind Planung und Optimierung komplexer IT-Landschaften und Geschäftsprozesse. Nur wenn alle Aspekte und Abhängigkeiten eines IT-Projektes transparent gemacht und die Anforderungen aller Beteiligten von Anfang an berücksichtigt werden, lassen sich auf Dauer niedrige Betriebskosten erzielen und IT-Entscheidungen schneller umsetzen. In Unternehmen und Verwaltungen finden sich zwar immer dieselben Geschäftsprozesse. Aber nur auf den ersten Blick. Somit gilt es, IT im Detail auf Abläufe und Aufgabenstellungen einer Organisation abzustimmen. Nur dann ist IT ein probates und sinnvolles Arbeitsmittel.

Hendrik Schultz, Geschäftsführer DATAGROUP Business Solutions GmbH

Landscape Design und Full Outsourcing für brightOne

An 15 Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Polen und Indien bietet brightONE moderne Technologie- und Produktentwicklung sowie Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT). DATAGROUP übernimmt konzernweit den kompletten Betrieb der IT-Systeme – vom einzelnen PC-Arbeitsplatz über die Druck-, Archivierungs- und Netzwerkinfrastruktur bis hin zu den SAP-Anwendungen. Die Leistungen werden aus dem DATAGROUP-Rechenzentrum erbracht. Vor der Übernahme des Betriebs hat DATAGROUP bereits das zukünftige ICT Landscape Design für den Neukunden brightONE konzeptionell unterstützt. Thomas Bernard, verantwortlich für ICT bei brightONE: "Wir haben uns für DATAGROUP entschieden, weil uns die hohe fachliche Expertise in den Bereichen Transition, IT-Services und SAP überzeugt hat. Auch waren wir ausgesprochen positiv beeindruckt von der gezeigten Flexibilität, das Angebot genau an unsere Bedürfnisse anzupassen. Aus ICT-Sicht können wir uns somit vollkommen auf die Unterstützung der Geschäftseinheiten und die Optimierung unserer Geschäftsprozesse konzentrieren."

Steht das Konzept, folgt dessen Realisierung. Ob Software-Applikation, Infrastruktur-Projekt oder SAP-Lösung – im Fokus steht immer die maßgeschneiderte Lösung für den Kunden. Und die möglichst geräuschlose Implementierung in den Geschäftsbetrieb. Die maßgeschneiderten SAP-Lösungen der DATAGROUP beispielsweise bieten Kunden das komplette Spektrum vom Applikationsmanagement bis zum Betrieb der IT-Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum. Mit über 150 SAP-Beratern verfügt DATAGROUP über ausgewiesene SAP-Kompetenz und -Erfahrung sowie vielfach zertifiziertes Knowhow. Im Bereich der SAP System Transformation erhielt DATAGROUP als erster SAP-Partner die Validated Expertise Designation der SAP AG im Einsatz des Tools SAP LT (Landscape Transformation).

Eine erfolgreiche Gesamtlösung für den Kunden beinhaltet auch die Beschaffung von Hard- und Software. Hierzu arbeitet DATAGROUP eng mit zertifizierten Herstellern wie HP, Dell, IBM, Fujitsu, Lenovo und Microsoft zusammen. Darüber hinaus sind profunde Kenntnisse über die Anbieterlandschaft, herstellerunabhängige Beratung, performante Lieferanten und garantierte Service-Leistungen gefragt. DATAGROUP steuert den gesamten Prozess von der Bedarfsmeldung über die Beschaffung vom Hersteller oder Distributor bis zur Konfiguration von zum Beispiel Server- und Storagesystemen. Bedarfsanalysen und Produktevaluierungen gehören genauso zum Leistungsumfang wie die Abwicklung von Rahmen- bzw. Konzernverträgen oder Leasingformalitäten.

DATAGROUP übernimmt nicht nur die "reine" Belieferung von Clients, Druckern, Infrastrukturlösungen, Servern und Storages, sondern den gesamten Rollout – und das deutschlandweit. Über 100.000 IT-Arbeitsplätze und Server haben die Rollout-Spezialisten der DATAGROUP bereits "ausgerollt", d.h. funktionsbereit an die Schreibtische der Endanwender und ins Rechenzentrum gebracht. Sie verfügen über große Erfahrung in allen notwendigen planerischen, organisatorischen und logistischen Schritten, die ein effizienter und geräuschloser Rollout bedingt.

Konzeption, Implementierung und Betrieb von Server- und Storage-Umgebung für die QuestBack GmbH

QuestBack ist europäischer Marktführer für Enterprise Feedback Management-Software. Das Unternehmen führt Befragungen im Auftrag seiner Kunden durch, deshalb gelten allerhöchste Ansprüche an Datenschutz und Datensicherheit. Zudem stellt die IT-Infrastruktur eine geschäftskritische Anwendung dar. Mit dem Bedarf einer neuen, hoch verfügbaren Storage-Lösung entschied sich QuestBack, DATAGROUP mit deren Konzeption und Implementierung sowie dem Betrieb von Server- und Storage-Umgebung samt Backup zu betrauen. Thorsten Grote, Head of Group IT Operations der QuestBack GmbH: "Für uns hat Datensicherheit höchste Priorität, da uns unsere Kunden sensible Daten anvertrauen. Wir haben uns für das Hosting bei DATAGROUP entschieden, da die BSI-zertifizierten Server höchste Sicherheit gewährleisten."

Wir betrachten die IT unserer Kunden ganzheitlich und sorgen für die Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen sowie für die Leistungsfähigkeit von IT-Arbeitsplätzen. Das ist unser Wirkungsversprechen. Kurzum: We manage IT.

Dienstleistungen als industrielles Produkt aus der Fabrik – ein Widerspruch?

Dieses konsequente Prozessdesign macht DATAGROUP zur IT Service Fabrik. IT-Dienstleistungen werden nach industriellen Maßstäben produziert. Sie basieren dabei sowohl auf beherrschten und transparenten Prozessen als auch auf einer gelebten kontinuierlichen Verbesserungskultur. Dadurch erreicht DATAGROUP optimale Ergebnisse hinsichtlich Servicequalität und Wirtschaftlichkeit.

Seit 2012 gehört DATAGROUP zu den wenigen IT-Anbietern in Deutschland, deren IT-Services nach der international anerkannten Norm zum IT Service Management, der ISO 20000, zertifiziert sind. Diese Norm legt die Anforderungen für ein professionelles IT Service Management System fest. Mit dem Zertifikat garantieren wir unseren Kunden eine gleichbleibend hohe Qualität und Sicherheit der Leistungserbringung.

Alexandra Mülders, Geschäftsführerin DATAGROUP Köln GmbH

Die Zertifizierung umfasst den kompletten IT Service Management Prozess – über alle Standorte und Gesellschaften des Konzerns hinweg. Dadurch unterscheidet sich DATAGROUP von den anderen rund 80 ISO 20000-zertifizierten IT-Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Denn diese haben der Zertifizierung vielfach

nur einzelne Leistungselemente oder Unternehmensstandorte unterworfen.

Kunden profitieren mehrfach von der zertifizierten Güte unserer IT-Service-Leistungen: Ihre IT-Services sind immer auf dem neuesten Stand – Sicherheit & Compliance inbegriffen. Die standardisierten Prozesse und die daraus folgenden Routinen der Leistungserbringung führen zu Effektivität und Wirtschaftlichkeit, aus denen Kostenvorteile entstehen können. Die Verpflichtung zur steten Weiterentwicklung garantiert Kunden zudem, dass neue IT-Entwicklungen mit proaktivem Handeln seitens DATAGROUP einhergehen.

Die ISO 20000-zertifizierte Service Fabrik ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal am Markt. Das hat sich bereits in zahlreichen Beauftragungen großer mittelständischer Unternehmen niedergeschlagen, die DATAGROUP in jeweils mehrjährigen Verträgen ihre IT anvertraut haben, darunter MAN Truck & Bus, BYK, Nordex SE und Thales Deutschland.

Betrieb der IT-Infrastruktur für BYK Additives & Instruments

BYK Additives & Instruments ist ein Geschäftsbereich der Altana AG und führender Anbieter von Additiven und Messinstrumenten. DATAGROUP verantwortet den Betrieb von ca. 400 Servern im 24 x 7 Service sowie die Rechenzentren, die Netzwerkinfrastruktur und diverse Nutzeranwendungen. Darüber hinaus berät DATAGROUP BYK bei der laufenden Anpassung der IT-Infrastruktur an die sich ändernden Geschäfts- und Marktanforderungen. Die mit der ISO 20000-Zertifizierung der DATAGROUP belegten Kompetenzen bei den Themen Qualität, Datenschutz und IT-Sicherheit waren wesentliche Faktoren für den Vertragsabschluss.

Cloud Computing ist einer der zentralen Megatrends der IT. Unternehmen sehen Cloud-Lösungen nicht mehr als vom Rest der IT losgelöste Technologie, sondern rücken diese als zentrale IT-Plattform in den Fokus. In der Studie "Cloud Computing in Deutschland 2013" des Marktforschungsunternehmens IDC gaben über die Hälfte der befragten Organisationen an, Cloud Services zu nutzen (33 %) oder zu implementieren (22 %). Weitere 17 % planen, Cloud Services innerhalb von 12 bis 24 Monaten einzuführen, und weitere 10 % beschäftigen sich damit.

Megatrend Cloud Computing

Cloud Computing ist seit Jahren eines der strategischen Kerngeschäftsfelder der DATAGROUP. In eigenen, nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren in Deutschland erwirtschaftet DATAGROUP bereits 24 % des Umsatzes mit Cloud-Lösungen – Tendenz steigend.

Vor der Entscheidung für die Nutzung der Cloud prüfen Unternehmen genau, welche Potenziale und Risiken das für ihren Geschäftserfolg bietet. Ganz oben auf der Liste ihrer Fragen stehen dabei Sicherheitsaspekte, insbesondere die verlässliche Verfügbarkeit betriebsnotwendiger Informationen und der Schutz wichtiger Daten vor fremdem Zugriff. Aber auch die Wirtschaftlichkeit des Cloud Computings wird kritisch hinterfragt.

Mit ihren Cloud Computing-Angeboten aus der IT Service Fabrik gibt DATAGROUP Antworten auf die wichtigsten Fragen und zeigt, warum gerade mittelständische Unternehmen von der Cloud profitieren können.

Ein Begriff, zwanzig Definitionen: Was versteht DATAGROUP unter Cloud Computing?

Das Thema Cloud Computing ist in aller Munde, und so gibt es entsprechend viele unterschiedliche Definitionen. DATAGROUP versteht unter Cloud Computing zentralisiert erbrachte Betriebs- und Infrastruktur-Dienste, die für Geschäftskunden über das Internet erbracht werden. Technologisch betrachtet ist Cloud Computing ein hoch aktuelles und modernes Thema, doch das unternehmerische Prinzip dahinter ist altbewährt: Es ist das Prinzip des Teilens, denn mehrere Unternehmen nutzen gemeinsame IT-Ressourcen. Die Cloud ist somit eine Art virtuelle Einkaufsgemeinschaft für Unternehmen.

Wie sicher sind die Daten in der Cloud?

Bei DATAGROUP hat der Kunde stets die volle Gewalt über seine Daten. Die drei Rechenzentren in Deutschland, aus denen die Cloud-Services der DATAGROUP erbracht werden, unterliegen den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien und sind

durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach ISO 27001 zertifiziert. Ein weiterer Baustein im Sicherheitskonzept ist der Verzicht auf Applikationen, die auf ausländischen Servern von Herstellern installiert sind. Die Software-Installation in den eigenen Rechenzentren ist wichtig, weil DATAGROUP den Kunden so volle Transparenz und Kontrolle über Daten und Software in der Cloud gewährleisten kann. Auch auf die Kompetenz zur sicheren Anbindung an die Cloud können sich die Kunden der DATAGROUP verlassen. Schließlich zeigen die aktuellen Diskussionen um den NSA-Abhörskandal, dass der Stellenwert des Datenschutzes von Land zu Land verschieden ist. Die hohe Sensibilität der Deutschen für dieses Thema ist gewissermaßen ein kultureller Standortvorteil deutscher Cloud-Anbieter, weil sie die Erwartungen und Sicherheitsansprüche des deutschen Mittelstandes verstehen und besonders ernst nehmen.

Für wen lohnt sich eine Cloud Computing Lösung?

Cloud Computing Lösungen sind für all die Unternehmen interessant, die aufwändige IT-Investitionen in Hardware, Software, die Rechenzentrums-Facilities und Mitarbeiterressourcen scheuen. Vor allem letztere sind in Zeiten des Fachkräftemangels in der IT-Branche oft schwer zu finden. Die standardisierten und zuverlässigen Cloud-Dienste aus der DATAGROUP IT Service Fabrik ermöglichen es mittelständischen Unternehmen, sich ganz auf ihr eigentliches Kerngeschäft zu konzentrieren. Viele Cloud Computing Lösungen basieren auf flexiblen Kostenmodellen, meist in Abhängigkeit von der Nutzungsintensität. Als virtuelle Einkaufsgemeinschaft bietet die Cloud dadurch gerade für mittelständische Unternehmen wirtschaftliche Vorteile.

Ralf Hensel, Geschäftsführer DATAGROUP Köln GmbH

Konzernlagebericht

inhalt

36

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns

  • 24 Konzern-Überblick
  • 28 Rahmenbedingungen
  • 30
  • Aktie
  • 38 Risikobericht
  • 46 Nachtragsbericht
  • 48 Prognosebericht
  • 49 Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem
  • 50 Sonstige Angaben

Die DATAGROUP AG ist die Dachgesellschaft des bundesweit tätigen IT-Dienstleisters DATAGROUP. Zur DATAGROUP AG gehören im Wesentlichen folgende Beteiligungen. Diese sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

Unter dem Dach der DATAGROUP AG sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen.

1. Konzern-Überblick

Organisatorische und rechtliche Struktur des DATAGROUP-Konzerns

DATAGROUP-Konzern

Innerhalb des DATAGROUP-Konzerns übernimmt die DATAGROUP AG die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Sie erbringt zentrale Dienste wie das Rechnungswesen, das Personalwesen und die zentralen IT-Services für die Konzerngesellschaften. Außerdem übernimmt die DATAGROUP AG Dienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen und Personalwesen für den Hauptaktionär HHS Beteiligungsgesellschaft mbH und dessen Tochtergesellschaften.

Seit dem Börsengang 2006 erwarb die DATAGROUP AG 15 Unternehmen bzw. Unternehmensteile. Die Akquisitionsstrategie fokussiert sich auf IT-Services-, IT-Solutions- bzw. IT-Consulting-Unternehmen in Deutschland. Sie folgt einer "buy and build-Strategie" (d.h. die zugekauften Unternehmen ergänzen oder

Aktuell ist DATAGROUP an 17 Standorten in Deutschland vertreten, um nah bei den Kunden zu sein.

DATAGROUP-Standorte Rechenzentrumsstandort verstärken das bestehende Leistungsportfolio der DATAGROUP) bzw. einer "buy and turn around-Strategie" (d.h. die erworbenen Unternehmen sind in Umbruchsituationen). Die DATAGROUP AG gliedert diese Unternehmen in den Konzern ein. Dabei bleiben die einzelnen Gesellschaften möglichst erhalten, um die Nähe zum Kunden und die teilweise jahrzehntelangen Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.

Alle Gesellschaften werden unter der bundesweit einheitlichen Marke DATAGROUP geführt. Die Wahrnehmung der DATAGROUP und die Steigerung ihrer Bekanntheit bei relevanten Zielgruppen werden durch eine deutschlandweite Dachmarkenkampagne forciert.

Auch zukünftig soll der DATAGROUP-Konzern im Rahmen der beschriebenen Akquisitionsstrategie wachsen.

Tätigkeitsschwerpunkte, Absatzmärkte und Wettbewerbsposition der DATAGROUP

We manage IT – dieser Claim fasst die Kernkompetenz der DATAGROUP prägnant zusammen. Die Geschäftstätigkeit der DATAGROUP-Gesellschaften besteht aus der Betreuung und Weiterentwicklung von IT-Infrastrukturen ihrer Kunden.

Im Fokus der DATAGROUP IT-Services steht der stabile Betrieb von IT-Infrastrukturen, damit IT für Kunden ein verlässliches Produktionsmittel ist. Dazu gehören Rechenzentrumsleistungen der nach höchsten Sicherheitsmaßstäben zertifizierten DATAGROUP Data Center. Sie sorgen für den reibungslosen und ständig verfügbaren Einsatz von Applikationen und Daten. Wichtiger Bestandteil der IT-Services ist außerdem der Service Desk, die helfende Hand für alle IT-Probleme und -Fragen der Anwender. Die schnellstmögliche Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Anwender ist seine wichtigste Aufgabe. Die IT-Experten der DATAGROUP kümmern sich zudem um alle Aufgaben rund um IT-Arbeitsplätze. Dazu gehört deren Auswahl und Beschaffung, ihre Inbetriebnahme vor Ort, deren komplette Betreuung und schließlich der Austausch und die Entsorgung der Altgeräte.

IT-Berater und Lösungsexperten der DATAGROUP unterstützen Kunden zudem bei der Weiterentwicklung ihrer IT. Wohin kann und wird sich ein Unternehmen mittelfristig entwickeln? Wie kann IT diese Entwicklung unterstützen oder gar fördern? Im Dialog mit dem Kunden tragen die speziell qualifizierten DATAGROUP-Berater dazu bei, dass schon frühzeitig die richtigen Fragen gestellt und zukunftsweisende Lösungen entwickelt werden können. Als Spezialisten analysieren, planen und optimieren sie in enger Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern ihrer Kunden Geschäftsprozesse, entwickeln Konzepte und begleiten deren Umsetzung. Dazu zählt auch die Entwicklung von Softwarelösungen. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel Fachverfahren für öffentliche Verwaltungen und Medienunternehmen ebenso wie kundenspezifisch angepasste Applikationen wie SAP. Durch permanente

Dieter Braun, Geschäftsführer DATAGROUP Ludwigsburg GmbH

Ausbildung sowie den Erfahrungsaustausch in und zwischen den Geschäftsfeldern setzt DATAGROUP stets aktuelle Methoden und erprobte Lösungsmuster ein.

Im September 2012 wurde DATAGROUP mit dem ISO 20000 Zertifikat ausgezeichnet – dem höchstmöglichen ISO-Zertifikat für professionelles IT Service Management. DATAGROUP hat sich dem aufwändigen Prüfverfahren unterzogen, um ihre IT-Services nach industriellen Maßstäben zu gestalten und beständig zu verbessern. Kunden profitieren von der zertifizierten Güte der IT Service Fabrik der DATAGROUP: Ihre IT-Services sind immer auf dem neuesten Stand – Sicherheit und Compliance inbegriffen. DATAGROUP ist einer von wenigen Anbietern von IT-Services in Deutschland, der seine kompletten Serviceprozesse nach ISO-Vorgaben standardisierte.

DATAGROUP fokussiert sich ausschließlich auf Geschäftskunden. Den Schwerpunkt bilden mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber. Vor vier Jahren begann eine strategische Vertriebsoffensive, die auf die Top 600 Unternehmen Deutschlands zielt. Diese 600 Unternehmen setzen sich aus den 500 wirtschaftsstärksten Unternehmen Deutschlands sowie 100 weiteren Großunternehmen zusammen. Aus dieser Zielgruppe werden sukzessive Unternehmen als Neukunden gewonnen. Kleine Unternehmen adressiert DATAGROUP mit dem Produkt IT-Flatrate. Zu den unter diesem Produktnamen vermarkteten vollständig ausgestatteten IT-Arbeitsplätzen zum monatlichen Festpreis gehört die Nutzung von Office-Anwendungen aus dem DATAGROUP-Rechenzentrum, Anwenderunterstützung durch den DATAGROUP Service Desk sowie das Sichern und Schützen der Kundendaten in höchster Qualität.

DATAGROUP gehört heute zu den führenden IT-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland (Quelle: Lünendonk).

Gesamtwirtschaft

Deutschland ist auf einem soliden Wachstumskurs – so lautet das Fazit der Herbstprojektion der Bundesregierung, die am 23.10.2013 veröffentlicht wurde. Die Bundesregierung erwartet einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent im Jahr 2013 und von 1,7 Prozent im Jahr 2014. Da das weltwirtschaftliche Umfeld nach wie vor fragil sei, sieht die Herbstprojektion als tragende Säulen des Wachstums die binnenwirtschaftlichen Kräfte: Die Verunsicherung der Unternehmen aufgrund der Euroschuldenkrise klingt ab. Die Investitionen als wichtiger Konjunkturmotor springen an. Schon im zweiten Vierteljahr haben die Unternehmen ihre Investitionen in Ausrüstungen erstmals seit Ende 2011 wieder ausgeweitet. Sie werden zwar im Jahresdurchschnitt 2013 aufgrund der Vorbelastung aus dem Jahr 2012 und dem schwachen ersten Quartal noch um 1,6 Prozent rückläufig sein. Im kommenden Jahr ist aber mit einer kräftigen Zunahme von 4,6 Prozent zu rechnen.

Branche

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) veröffentlichte am 22.10.2013 seine Prognosen für den deutschen Markt für Informationstech-

2. Rahmenbedingungen

Michael Heide, Geschäftsführer DATAGROUP Hamburg GmbH

nologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK). BITKOM erwartet für 2013, dass der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik auf dem Rekordwert von 152 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent) stabil bleibt und 2014 um 1,6 Prozent auf 154,4 Milliarden Euro wächst.

Die Informationstechnologie wächst der BITKOM-Prognose zufolge in diesem Jahr um 2,0 Prozent auf 74,7 Milliarden Euro, 2014 um 2,8 Prozent auf 76,8 Milliarden Euro. Deutlich zulegen kann im laufenden Jahr das Geschäft mit Software, das um 4,9 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro wächst. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen wie Outsourcing und Wartung steigen um 2,4 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro. Schwächer entwickelt sich der Markt für IT-Hardware, der in diesem Jahr voraussichtlich um 1,1 Prozent auf 21 Milliarden Euro schrumpfen wird. Während das Geschäft mit Desktop PCs und Laptops deutlich rückläufig ist, verstärkt sich der Verkaufsboom bei Tablet Computern. In diesem Jahr soll der Umsatz laut BITKOM um 48 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro steigen – im Frühjahr war nur ein Plus von rund 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro erwartet worden.

Gesamteinschätzung

DATAGROUP hat im Geschäftsjahr seine Position im Markt sehr gut weiterentwickeln können. Der Fokus des Vorstands lag auf dem Zusammenwachsen des Konzerns und dem konsequenten Ausbau der IT Service Factory. DATAGROUP ist zu einem One-Stop-Shop geworden, der Kunden ganzheitlich betreuen und in allen wesentlichen IT-Bedarfen unterstützen kann. Mit der ISO 20000 Zertifizierung weist DATAGROUP ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb auf, das in ein erheblich gestiegenes Maß an Ausschreibungseinladungen und Angebotsaufforderungen mündete. DATAGROUP möchte ihre Marktposition auch in den Folgejahren ausbauen.

Auch auf der Finanzierungsseite hat sich DATAGROUP zukunftsorientiert aufgestellt und durch Platzierung eines Schuldscheindarlehens im Gesamtvolumen von 23,5 Millionen Euro den finanziellen Spielraum deutlich erhöht sowie kurzfristige gegen langfristige Verbindlichkeiten eingetauscht.

Im Hinblick auf die Zielsetzung, eine bundesweit einheitliche Marke DATAGROUP zu etablieren, wurde 2013 eine weitere Gesellschaft umbenannt. So firmiert nunmehr die Consinto GmbH unter DATAGROUP Business Solutions GmbH.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns

3.1. Ertragslage

Periodenüberschuss, EBT, EBIT, EBITDA

Der Periodenüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 / 2013 auf TEUR 1.899 nach TEUR 2.549 im Vorjahr. Das EPS liegt bei 25 Cent pro Aktie. Im Vorjahr betrug es 36 Cent. Im Geschäftsjahr wurden verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Diese schlugen sich mit TEUR 1.757 im Ergebnis nieder. Unter Eliminierung der Restrukturierungsaufwendungen erwirtschaftete DATAGROUP im Geschäftsjahr einen Periodenüberschuss von TEUR 3.108, das EPS liegt bei 41 Cent und damit deutlich höher als im Vorjahr. Der Vorstand der DATAGROUP AG schlägt der Hauptversammlung vor, wiederum eine Ausschüttung von EUR 0,20 pro Aktie zu beschließen.

Bedingt durch die Restrukturierungsaufwendungen über TEUR 1.757 sowie durch einen positiven Sondereffekt aus der Bewertung von Earn Out-Verpflichtungen, der das Ergebnis des Vorjahres 2011/ 2012 in Höhe von TEUR 1.505 entlastete, verminderte sich das EBT – Ergebnis vor Steuern – von TEUR 3.583 im Vorjahr auf TEUR 2.481 im laufenden Geschäftsjahr.

Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2012 / 2013 TEUR – 1.853 nach TEUR – 209 im Vorjahr. Die deutliche Erhöhung der Aufwandsposition ist auf den bereits angesprochenen Sondereffekt aus der Neukalkulation der Earn Out-Verpflichtungen aus dem Kauf der DATAGROUP Business Solutions-Gruppe zurückzuführen. Die zusätzliche Zinsbelastung, die sich aus der Finanzierung des Kaufpreises für die DATAGROUP Business Solutions-Gruppe ergibt, führte hingegen nur zu vergleichsweise geringen Aufwandssteigerungen; die Zinsaufwendungen für Bankdarlehen erhöhten sich um TEUR 206 auf TEUR 1.117 im Geschäftsjahr 2012 / 2013. Der moderate Anstieg ist auf das konstant niedrige Zinsniveau zurückzuführen. Durch die Aufnahme von Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von TEUR 23.500 konnte das günstige Zinsniveau auch mittelfristig gesichert werden.

Das EBIT – Ergebnis vor Steuern, Finanzierung und Restrukturierungsaufwendungen – hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 60,6 % verbessert. Es beträgt nunmehr TEUR 6.091 gegenüber TEUR 3.792 im Vorjahr.

Die Abschreibungen sind von TEUR 5.757 im Vorjahr auf TEUR 6.462 gestiegen. Dies resultiert daraus, dass die DATAGROUP Business Solutions-Gruppe erstmals mit einem vollen Geschäftsjahr in den Konzernabschluss einbezogen worden ist. So sind die Abschreibungen auf Auftragsbestände und Kundenstämme und sonstige im Rahmen der Purchase Price Allocation aktivierte Vermögenswerte um TEUR 546 auf TEUR 3.297 gestiegen. Die sonstigen Abschreibungen unterlagen einer Erhöhung um 5,3 % auf TEUR 3.165.

Abschreibungen auf Firmenwerte waren weder im Geschäftsjahr 2012 / 2013 noch in den Vorjahren notwendig. Die durchgeführten Impairment-Tests ließen keinen Abschreibungsbedarf erkennen. Dies ist als Indiz dafür zu werten, dass die Konditionen für die in der Vergangenheit getätigten Unternehmenserwerbe als günstig eingestuft werden können und dass die DATAGROUP AG keine unangemessen hohen Firmenwerte ausweist.

Das EBITDA erreichte im Geschäftsjahr eine neue Bestmarke von TEUR 10.796. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Verbesserung um TEUR 1.247 oder 13,1 %. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 6,5 % im Vorjahr auf 6,9 % im Geschäftsjahr 2012 / 2013. Unter Eliminierung der Restrukturierungsaufwendungen beläuft sich das EBITDA auf TEUR 12.553, die EBITDA-Marge auf 8,0 %. Gerade die jüngste Akquisition DATAGROUP Business Solutions GmbH hat einen positiven Beitrag zur Verbesserung der EBITDA-Marge geleistet.

Umsatzerlöse und Aufträge

Auf Grundlage der erklärten Wachstumsstrategie konnte der DATAGROUP-Konzern in den letzten Jahren kontinuierlich erhebliche Umsatzsteigerungen vermelden: In den letzten sieben Jahren haben sich die Umsatzerlöse durchschnittlich jedes Jahr um 28,3 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 betrug der Anstieg 7,4 % nach 34,7 % im Jahr 2011/ 2012; die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 156.935 nach TEUR 146.183 im Vorjahr. Nach TEUR 146.783 im Vorjahr erreichte die Gesamtleistung des Konzerns im Geschäftsjahr 2012 / 2013 einen Betrag von TEUR 157.357.

Entsprechend der vorgegebenen Konzernzielsetzung konnte der Dienstleistungsanteil von 70,4 % im Vorjahr auf 74,0 % im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden. Der Anteil der Handelserlöse an der Gesamtleistung verminderte sich auf 25,8 % (im Vorjahr 2011 / 2012 29,4 %).

Das Segment Solutions und Consulting erreichte nach der Akquisition der DATAGROUP Business Solutions-Gruppe im Februar 2012 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 64.773. Dies entspricht 41,3 % der gesamten Umsatzerlöse. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 34,6 %.

Die DATAGROUP AG erbringt Management- und sonstige technische und administrative Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen sowie gegenüber der Mehrheitsaktionärin HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS). Die an die HHS verrechneten Leistungen belaufen sich auf TEUR 175 (im Vorjahr TEUR 191).

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen auf den Standort Deutschland fokussiert. Der Anteil des Auslandsgeschäftes beläuft sich auf TEUR 976 oder 0,6 % (im Vorjahr TEUR 1.836 oder 1,3 %).

Das Handelsgeschäft beruht im Wesentlichen auf kurzfristigen Vertragsverhältnissen, in einigen Fällen sind die Geschäfte auch mit Rahmenvereinbarungen unterlegt. Das Dienstleistungsgeschäft ist in der Regel auf kurz- und mittelfristigen vertraglichen Regelungen begründet. Die Auftragseingänge entsprechen weitgehend den Umsatzerlösen.

Rohertrag

Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,1 % auf TEUR 100.764. Damit konnte die Rohertragsmarge erneut gesteigert werden, nämlich von 61,8 % im Vorjahr auf 64,0 % im Geschäftsjahr.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 74.401 nach TEUR 67.472 im Vorjahr. Davon betrafen das Segment Solutions und Consulting TEUR 32.789. Unter Berücksichtigung des Effektes aus der erstmals vollständigen Einbeziehung der DATAGROUP Business Solutions-Gruppe entwickelte sich der Personalaufwand leicht rückläufig.

3.2. Finanz- und Vermögenslage

Ziele des Finanzmanagements

Eine geordnete Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns ist Grundbedingung für die Durchführbarkeit der erklärten Akquisitionsstrategie. Insbesondere auch aus diesem Grund steht das Finanzmanagement im Fokus der DATAGROUP-Unternehmenssteuerung.

Ziel des Finanzmanagements ist es, die ständige Liquidität des Unternehmens zu sichern. Dazu wird in regelmäßigen Abständen der Liquiditätsstatus der einzelnen Konzernunternehmen sowie des Gesamtkonzerns untersucht und eine kurzfristige Liquiditätsplanung erstellt. Mit Hilfe einer mittelfristigen Planung und Lenkung der Ergebnisse und Liquiditätslage der Konzernunternehmen wird sichergestellt, dass die Finanzierung des DATAGROUP-Konzerns auch auf längere Sicht gesichert ist. Die eingesetzten Finanzierungsmittel wie Aufnahme und Verlängerung von Bankkrediten, Finance Leasing und auch Factoring werden ständig überprüft und soweit notwendig optimiert und angepasst.

Darüber hinaus verfügt der DATAGROUP-Konzern zur Verkürzung der Debitorenreichweite und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen über ein straffes Debitorenmanagement.

Im Geschäftsjahr hat DATAGROUP Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von TEUR 23.500 mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahren platziert und konnte so den finanziellen Spielraum deutlich erhöhen sowie die Struktur der Darlehen auf eine längerfristige Basis stellen.

Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist über die Jahre stetig angewachsen.

Angaben in TEUR 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2011 30.09.2010 30.09.2009
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 66.109 69.647 36.861 25.672 20.696
Kurzfristige Vermögenswerte 35.589 31.019 23.132 17.978 15.464
101.698 100.666 59.993 43.650 36.160
Passiva
Eigenkapital 22.511 22.698 18.064 10.357 9.243
Langfristige Verbindlichkeiten 49.420 32.416 17.075 13.390 13.700
Kurzfristige Verbindlichkeiten 29.767 45.552 24.854 19.903 13.217
101.698 100.666 59.993 43.650 36.160

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur moderat erhöht. Die langfristigen Bankdarlehen stiegen um TEUR 20.264, während die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 12.521 zurückgingen. Andererseits stiegen die liquiden Mittel auf TEUR 11.399 nach TEUR 3.233 zum 30.09.2012. Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um TEUR 3.303, davon betreffen TEUR 3.297 Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle

Torsten Langer, Geschäftsführer DATAGROUP Bremen GmbH

Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand oder Kundenbeziehungen.

Die Eigenkapitalquote des DATAGROUP-Konzerns lag bei 22,1 % zum 30.09.2013 nach 22,5 % zum Vorjahresstichtag. Unter Einbeziehung von Nachrangdarlehen in das Eigenkapital beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 24,1 %.

Die Anlagenintensität als Verhältnis des Anlagevermögens (ohne Geschäfts- und Firmenwert) zur Bilanzsumme verminderte sich auf 23,2 % zum 30.09.2013; zum 30.09.2012 lag der Wert bei 26,8 %. Das Anlagevermögen betrifft neben den aus Unternehmenskäufen resultierenden Auftragsbeständen und Kundenbeziehungen hauptsächlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung der DATAGROUP-Unternehmen. Bei den im Geschäftsjahr getätigten, im Wesentlichen die Betriebsund Geschäftsausstattung betreffenden Anschaffungen handelt es sich größtenteils um Ersatzbeschaffungen. Daneben werden auch finanzielle Mittel in bestehende und zu erweiternde Rechenzentren gebunden.

Das Vorratsvermögen spielt im DATAGROUP-Konzern bei zunehmender Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft eine untergeordnete Rolle. Die Vorratshaltung (Vorratsvermögen zu Umsatzerlösen) sank auf 1,0 % nach 1,4 % zum 30.09.2012.

Der Kapitalumschlag – dies ist das Verhältnis der Umsatzerlöse zur Bilanzsumme – blieb mit 1,5 per 30.09.2013 gegenüber dem Vorjahr konstant. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich von TEUR 15.508 im Vorjahr auf TEUR 13.914 zum Bilanzstichtag. Die Debitorenreichweite – dies ist das Verhältnis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Umsatzerlösen multipliziert mit 365 (Tagen) – sank von 39 Tagen im Vorjahr auf 32 Tage im Geschäftsjahr.

Nach Platzierung der Schuldscheindarlehen über TEUR 23.500 und der damit erreichten Verlängerung der Darlehensfristigkeiten erreichte das Net Working Capital als Differenz zwischen den kurzfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Verbindlichkeiten einen Wert von TEUR 5.822. Im Vorjahr lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch deutlich über den Kurzfrist-Forderungen; das Net Working Capital belief sich per 30.09.2012 auf TEUR – 14.533, unter Eliminierung der Geldmarktdarlehen aus den kurzfristigen Verpflichtungen auf TEUR – 9.983.

Die Finanzverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr in Zusammenhang mit der Aufnahme der Schuldscheindarlehen gestiegen – von TEUR 40.399 zum 30.09.2012 auf TEUR 43.521 zum Bilanzstichtag. Der Langfristanteil beträgt zum 30.09.2013 nunmehr TEUR 35.868 nach TEUR 17.800 zum Vorjahres-Stichtag.

Bedingt durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit war eine deutliche Verminderung der Nettofinanzverschuldung als Differenz von lang- und kurzfristigen nicht nachrangigen Finanzverbindlichkeiten einerseits sowie Forderungen aus Finance Lease-Geschäften, liquiden Mitteln und kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren andererseits von TEUR 31.114 im Vorjahr auf TEUR 23.675 zum 30.09.2013 zu verzeichnen.

Die Rückstellungen erhöhten sich von TEUR 13.663 zum 30.09.2012 auf TEUR 14.300 zum Bilanzstichtag. Die Bilanzposition enthält insbesondere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (TEUR 10.675 nach TEUR 10.649 per 30.09.2012), aus ungünstigen Vertragsverhältnissen (TEUR 555) sowie für Restrukturierung (TEUR 758). Die Rückstellung aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betrifft eine im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene überhöhte Mietverpflichtung.

Liquiditätsentwicklung

Die stabile Finanzlage des DATAGROUP-Konzerns ist im Wesentlichen begründet in einem Cashflow von TEUR 8.428 nach TEUR 8.404 im Vorjahr. Der Cashflow sank im Verhältnis zur Gesamtleistung auf einen Wert von 5,4 % nach 5,7 % im Vorjahr. Die Entschuldungsdauer als Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum Cashflow verminderte sich von 3,7 Jahren per 30.09.2012 auf 2,8 Jahre zum Bilanzstichtag.

Gesamtaussage

Zum Berichtszeitpunkt lässt sich folgende Gesamtaussage zur Lage des DATAGROUP-Konzerns treffen: Der Periodenüberschuss hat sich im Geschäftsjahr 2012 / 2013 vermindert, das EBIT und das EBITDA entwickelten sich deutlich positiv. Im Vergleich zum Vorjahr war eine Umsatzsteigerung von 7,4 % zu verzeichnen. Die Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns steht auf einer stabilen Grundlage. Insbesondere die Fokussierung auf die Akquisitionsstrategie zeigt wesentliche neue Chancen auf.

Bedingt durch den stabilen operativen Cashflow ist die Nettofinanzverschuldung um 23,9 % gesunken. Die Eigenkapitalquote blieb mit 22,1% im Wesentlichen konstant. Die liquiden Mittel sind erheblich höher als im Vorjahr, der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist deutlich positiv. Die ermittelten Bilanzkennziffern zeigen eine gleichbleibend gute Vermögenslage auf.

4. Aktie

Entwicklung des deutschen Aktienmarkts

2013 war für den deutschen Aktienmarkt insgesamt ein sehr gutes Jahr. Der DAX konnte sich nach einem Tief im April sehr gut erholen und stieg vor allem ab September auf eine neue Rekordhöhe: Am 27.12.2013 erreichte er ein Allzeithoch von 9589 Punkten.

Der Entry Standard Index war Schwankungen unterworfen. Nach einem guten Start ins Jahr 2013 gaben die Kurse im April und Juli nach, der Juli markierte das Jahrestief. Im Sommer und Herbst stieg der Index kontinuierlich und erreichte sein Jahreshoch Ende Oktober.

Entwicklung der DATAGROUP-Aktie

Die Aktie entwickelte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 / 2013 nach zunächst schwachem Beginn in der Folge sehr gut. Die Aktie eröffnete am 01.10.2012 mit einem Kurs von 5,30 Euro (alle Angaben Xetra) und erreichte am 11.02.2013 das Jahreshoch des Geschäftsjahres 2012 / 2013 von 7,76 Euro. Im März 2013 gab der Kurs nach, erholte sich jedoch wieder und stieg bis zum Geschäftsjahresende stetig an. Die Aktie schloss am 30.09.2013 bei 6,79 Euro. Der durchschnittliche Tagesumsatz betrug 7.325 Aktien – eine deutliche Steigerung zum Vorjahreswert von 3.553 Aktien.

Verlauf des Aktienkurses der DATAGROUP-Aktie (Xetra, in Euro)

Die Aktionärsstruktur setzt sich aus zwei wesentlichen Investorenkreisen zusammen: Hauptaktionär mit 59,3 % der Anteile ist die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, die im Wesentlichen vom Unternehmensgründer Hans-Hermann Schaber gehalten wird. Die übrigen 40,7 % halten institutionelle Investoren, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, family offices, Mitarbeiter der DATAGROUP, Vermögensverwalter und Privataktionäre.

Investor Relations

DATAGROUP ist der Kontakt zu Investoren und interessierten Anlegern sehr wichtig. Investor Relations wird als Managementaufgabe gesehen und ist daher organisatorisch direkt dem CEO zugeordnet. DATAGROUP legt größten Wert auf Erreichbarkeit, Dialog und Offenheit.

Über die Pflichten des Entry Standard-Regulariums wie die Quasi-ad-hoc-Pflicht und die Halbjahresberichterstattung hinaus betreibt DATAGROUP intensive Investor Relations- und Public Relations-Arbeit. Dabei ist die Kontaktpflege zu bestehenden Investoren, zu potentiellen Aktionären sowie zur Wirtschafts-, Finanzund Fachpresse eine der wesentlichen Aufgaben. Im Vordergrund steht die Teilnahme an Konferenzen und Roadshows sowie das Gespräch in One-to-Ones. DATAGROUP präsentierte sich im Geschäftsjahr 2012 / 2013 beim Deutschen Eigenkapitalforum, dem Stuttgarter Small-Cap-Forum, der Münchner Kapitalmarkt Konferenz, dem Investorenforum der Börse Stuttgart, der Deutsche Börse Frühjahrskonferenz sowie der Small Cap Conference der DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. Außerdem nahm DATAGROUP an Investorenveranstaltungen teil und führte Roadshows durch.

Die Medienresonanz auf die Entwicklung der DATAGROUP im Geschäftsjahr 2012 / 2013 war sehr gut. Rund 300 Veröffentlichungen in Finanz-, Wirtschafts-, Tages- und Fachmedien beschäftigten sich mit DATAGROUP. Warburg Research veröffentlichte im Berichtszeitraum vier Analystenstudien, die Landesbank Baden-Württemberg eine Studie sowie zahlreiche Kommentierungen in werktäglichen Newsflashs bzw. Marktstudien. Die meisten der veröffentlichten Research-Studien votierten mit KAUFEN. Darauf nahmen zahlreiche Veröffentlichungen Bezug und dienten damit als Multiplikatoren dieser Kaufempfehlung in die interessierte Öffentlichkeit.

Aktionärsstruktur der DATAGROUP AG (Angaben zum 20.03.2013)

  • HHS Beteiligungsgesellschaft mbH
  • Streubesitz
  • Vorstand, Aufsichtsrat, Geschäftsführer, Mitarbeiter

5. Risikobericht

Aufgabe des Risikomanagements ist die systematische Risikobewertung anhand eines einheitlichen Risikokataloges, die regelmäßige Risikokommunikation durch Risikoberichte und schließlich die zentrale Risikosteuerung und -kontrolle. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ausgehend von standardisierten Frühwarnsystemen erstellen die operativ tätigen Konzerngesellschaften nach einheitlichen Risikokatalogen standardisierte vierteljährliche Risikoberichte. Risiken werden anhand des Risikokatalogs identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Konsolidierung der Risikoberichte, die Bewertung

Risikomanagement

Die Risikopolitik von DATAGROUP ist auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig und zeitnah über alle erkennbaren Risiken informiert. DATAGROUP reagiert sehr rasch auf erkennbare Risiken, z.B. durch Anpassung der Kostenstrukturen und Vertriebsbemühungen. Risiken und Chancen werden sowohl in den operativen Konzerneinheiten als auch zentral in der Konzernmuttergesellschaft laufend analysiert. Alle Konzerngesellschaften agieren dabei nach einem konzernweit einheitlichen Verfahren.

Sarah Berger, Geschäftsführerin DATAGROUP Offenburg GmbH

das Wachstum der DATAGROUP. Chancen und Risiken sind eng miteinander verbunden und werden deshalb im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements auch in einem ganzheitlichen, integrierten Ansatz betrachtet. Chancen und Risiken gehen sowohl in die Beurteilung von Marktchancen als auch in die Geschäftsplanungen angemessen ein. Im Rahmen des Chancenmanagements liegt der Fokus auf Markt- und Wettbewerbsanalysen und der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Ziel des Chancenmanagements ist die Analyse von internen und externen Potenzialen, die eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung bewirken können.

Risiko

Wirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig durch Analysen überwacht und gesteuert.

Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Kreditsowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert DATAGROUP durch Liquiditätsreserven in Form von Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt die ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Alle Tochtergesellschaften sind Bestandteil einer zentralen Liquiditätsplanung, durch die die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt wird.

der Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen erfolgt zentral in der Konzernmuttergesellschaft. Die Frühwarnsysteme umfassen die Vertriebsplanung, die Liquiditätsplanung, die kurzfristige Erfolgsrechnung und ein qualitatives Management Summary zur Leistungserbringung. Dem spezifischen Risiko aus Unternehmensakquisitionen wird durch ein explizites Risikomanagement und eine separate Risikobewertung Rechnung getragen.

Bezogen auf die Risiken der Rechnungslegung baut das Risikomanagementsystem auf das interne Kontrollsystem auf. Durch das interne Kontrollsystem werden alle rechnungslegungsbezogenen Risiken im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt. Das interne Kontrollsystem und eindeutige konzerninterne Regelungen stellen dabei die Konformität des Konzernabschlusses sicher.

Neben den im Abschnitt "Risiko" genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Chancenmanagement

Das dynamische Marktumfeld der Informationstechnologie mit seinen neuen Trends und steten technologischen Innovationen bietet ständig neue Chancen. Diese Chancen wahrzunehmen und schließlich auch zu nutzen, ist Aufgabe des Chancenmanagements und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg und Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns sind überschaubar, da ein Großteil der Umsätze mit öffentlichen Auftraggebern sowie soliden Großkonzernen bzw. Finanzinstituten abgewickelt wird. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Alle Kunden durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm – als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem niedrigen Niveau. Im Geschäftsjahr fielen Forderungsausfälle in Höhe von TEUR 26 an. Die im vorigen Jahr gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr aufgebraucht. Insgesamt entstand unter Berücksichtigung zu bildender Wertberichtigungen im Konzern ein Aufwand in Höhe von TEUR 44.

Die Entwicklung des Zinsniveaus kann Einfluss auf die Finanzierungskosten im DATAGROUP-Konzern haben. Zur Sicherung des bestehenden Zinsniveaus nimmt DATAGROUP regelmäßig festverzinsliche Darlehen (Betriebsmittelkredite oder Anschaffungsdarlehen) auf. So auch und insbesondere im Geschäftsjahr 2012 / 2013, in dem Schuldscheindarlehen im Ge-

Michael Oberdorfer, Leiter Finanzen & Controlling DATAGROUP AG

samtvolumen von TEUR 23.500 platziert worden sind, die über eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren und größtenteils über eine festgelegte Verzinsung verfügen. Bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um überschaubare TEUR 200 verschlechtert. Derzeit werden keine Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos wie z.B. Zinsswaps eingegangen.

Soweit die DATAGROUP AG oder ihre Tochtergesellschaften auf nicht dem Euro zugehörigen Märkten tätig werden oder von Herstellern abhängig sein sollten, die auf solchen Märkten produzieren, bestehen Wechselkursrisiken. Der wichtigste Absatz- und Beschaffungsmarkt der DATAGROUP ist jedoch der deutsche Markt, weshalb Risiken aus Wechselkursschwankungen für DATAGROUP von absolut untergeordneter Bedeutung sind. Sicherungsgeschäfte werden wegen dieser untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns nicht abgeschlossen.

Auf dem Markt für Informationstechnologie herrscht ein hoher Konkurrenzdruck. Der Wettbewerb wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter verschärfen. Für die Akquisitionsstrategie der DATAGROUP stellt dies eine ideale Voraussetzung dar, um weitere interessante IT-Dienstleister zu übernehmen. Der Branchenverband BITKOM prognostiziert für 2014 ein Wachstum des gesamten ITK-Marktes um 1,6 %, wobei Cloud Computing einer der wichtigsten Technologie- und Markttrends sein wird. Gerade hier ist DATAGROUP sehr gut aufgestellt durch ihre drei nach höchsten deutschen Sicherheitsstandards zertifizierten Rechenzentren in Bremen, Frankfurt und Nürnberg. Hinzu kommen innovative, neue Produktlösungen wie das Cloud-Produkt IT-Flatrate, die DATAGROUP strategisch entwickelt und positioniert. DATAGROUP sieht deshalb Chancen für Wachstum und eine positive Geschäftsentwicklung.

Die operative Geschäftstätigkeit der DATAGROUP ist mit Absatz- und Beschaffungsrisiken sowie mit personalwirtschaftlichen Risiken verbunden.

DATAGROUP konnte in der Vergangenheit erfolgreich Geschäfte mit Großkunden abschließen. Ein Risiko ergibt sich aus der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Da aus dem Geschäft mit dem größten DATAGROUP-Kunden nicht mehr als sechs Prozent des Rohertrages des DATAGROUP-Konzerns erwirtschaftet wird, wird das Großkunden-Klumpenrisiko als gering eingestuft.

Der anhaltende Wettbewerbsdruck im IT-Markt kann zur Verdrängung der DATAGROUP durch Konkurrenten und damit zu Umsatzeinbußen führen. Sollte DATAGROUP in Zukunft ihren Lieferungsoder Leistungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen können, kann das Risiko von Schadensersatzverpflichtungen aus Gewährleistung und Haftung entstehen. Grundlage für die Bereitstellung von hochwertigen Dienstleistungen sind die qualifizierten Mitarbeiter und das Management der DATAGROUP sowie professionelle Unternehmensprozesse. Die regelmäßige Überprüfung der Leistungsqualität und der ordnungsgemäßen Auftragsabwicklung wird durch ein internes Projektcontrolling sichergestellt. Die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, erfolgreiche Vertriebsanstrengungen und hohe Qualitätsanforderungen an das eigene Leistungsportfolio sollen die Position der DATAGROUP im Markt sicherstellen. Insgesamt wird das Risiko aus der Wettbewerbssituation am IT-Markt als gering eingestuft.

Als IT-Dienstleister und Anbieter von IT-Produkten arbeitet DATAGROUP mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. Lieferengpässe, Preiserhöhungen und Änderungen in der Produktstrategie des Lieferanten können nachteilige Folgen auf den Erfolg der DATAGROUP haben. Lieferrisiken werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert. Negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Tochtergesellschaften könnten sich ergeben, wenn die vorteilhaften Beschaffungskonditionen durch die Mitgliedschaft in der Einkaufsorganisation Computer Compass wegfallen. Derzeit gibt es hierfür keine Anhaltspunkte, so dass das Risiko – insbesondere auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Dienstleistungsanteils im DATAGROUP-Konzern – als gering eingeschätzt werden kann.

Personalwirtschaftliche Risiken können aus der potentiellen Fluktuation von Mitarbeitern und Managern in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Mitgliedern des Vorstands sowie Managern und Mitarbeitern kann sich nachteilig auf DATAGROUP auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidaten zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik im DATAGROUP-Konzern. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträgern wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung und der geringen Personalfluktuation in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt.

Die Geschäftstätigkeit wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Informationstechnologien dienen dabei als Instrument für die

Andreas Holm, CPO (Chief Process Officer) DATAGROUP AG

betrieblichen Abläufe und haben für DATAGROUP als Anbieter von IT-Services und Solutions eine besondere Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall der eingesetzten Informationstechnologien können die Arbeitsabläufe bei DATAGROUP und bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Durch die Organisation des Betriebs und die Nutzung geeigneter Architekturen wird ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt. DATAGROUP betreibt ein ganzheitliches IT Service Management System, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheits-Management mit einschließt. Sämtliche zentralen IT-Systeme werden im Data Center Frankfurt von der DATAGROUP Bremen GmbH betrieben und jährlich sowohl nach dem international anerkannten Standard ISO 27001 sowie nach dem nationalen Standard ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz auditiert. Das Management System für IT-Services wird jährlich gemäß des internationalen ISO 20000 überprüft, eine erste Zertifizierung erfolgte im Jahr 2012.

Die DATAGROUP AG beabsichtigt, auch in Zukunft weitere Unternehmen zu erwerben. Der Kauf eines Unternehmens ist meist eine kapitalintensive und risikobehaftete Investition. Eine nachhaltige Wertschöpfung gelingt dabei nur durch eine erfolgreiche Eingliederung und die Realisierung von Synergieeffekten. Erfüllen sich die Erwartungen an das erworbene Unternehmen in der Zukunft nur teilweise, wurden Eingliederungskosten unterschätzt und Synergieeffekte zu hoch bewertet, so kann sich dies negativ auf die Entwicklung der DATAGROUP auswirken. Unternehmen, die für einen Erwerb in Frage kommen, werden hinsichtlich der Ausrichtung und Struktur sowie hinsichtlich der Eingliederungsmöglichkeiten intensiv untersucht. Nur wenn das Unternehmen zur Strategie und Organisation des DATAGROUP-Konzerns passt, wird die Unternehmenstransaktion durchgeführt.

Die Gesellschaften des DATAGROUP-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichtsoder Schiedsverfahren bekannt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

Die Tochtergesellschaft DATAGROUP Köln GmbH hat im Wege der Abspaltung zur Aufnahme Vermögenswerte von der TDMi AG, Köln, übernommen. Sie haftet für Verbindlichkeiten der TDMi AG, soweit diese am 29.01.2009 bestanden haben, für fünf Jahre nach. Im Zusammenhang mit der Insolvenz der TDMi AG und weiterer Unternehmen des TDMi-Konzerns kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Haftungsansprüche geltend gemacht werden können. Das Risiko ist aber eher als niedrig einzustufen.

Die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS) hat mit Einbringungsverträgen vom 12.05.2011 Vermögenswerte und Schulden als Teilbetriebe in die Gesellschaften DATAGROUP IT Solutions GmbH und DATAGROUP Consulting GmbH eingebracht. Die beiden Gesellschaften sind in einem zweiten Schritt per Sachkapitalerhöhung in die DATAGROUP AG eingebracht worden. Die Gesellschaften DATAGROUP IT Solutions GmbH und DATAGROUP Consulting GmbH haften für Verbindlichkeiten der HHS, soweit diese am 11.05.2011 bestanden haben, für fünf Jahre nach. Da die Umstrukturierung innerhalb des HHS-Gesamtkonzerns erfolgte und alle beteiligten Gesellschaften durch das gleiche Management geführt werden, ist das beschriebene Risiko von untergeordneter Bedeutung.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 bestanden für DATAGROUP keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Ziele des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind neben der Risikominimierung auch die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses gefährden könnten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Das IKS wird laufend überprüft und weiterentwickelt.

Ziel des rechnungslegungsbezogenen IKS ist die Sicherstellung einer ordnungsmäßigen Aufstellung von Konzernabschluss und Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Das interne Kontrollsystem besteht aus Richtlinien und Arbeitsanweisungen und sieht sowohl die Trennung von Funktionen als auch definierte systemtechnische sowie manuelle Abstimmroutinen vor. Das Vier-Augen-Prinzip mit klaren Prüfungs- und Freigabeprozessen durchdringt den gesamten Rechnungslegungsprozess. Ferner dienen die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und adäquate Zugriffsregelungen auf Basis eines konzerneinheitlichen Berechtigungskonzepts in den abschlussrelevanten Informations- und Rechnungslegungssystemen der weiteren Risikosteuerung und Kontrolle.

Die DATAGROUP-Konzerngesellschaften erstellen ihre lokalen Abschlüsse dezentral. Die Konzerngesellschaften übernehmen dabei die Verantwortung für die Beachtung lokaler Rechnungslegungsvorschriften, aber auch für die Einhaltung der konzernweit gültigen Rechnungslegungs-Richtlinien im Rahmen der Datenmeldung an das Konzernrechnungswesen. Die ordnungsgemäße Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse (Handelsbilanz I) zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II) wird dabei durch Arbeitsanweisungen und Bilanzierungsrichtlinien abgesichert. Insbesondere das Bilanzierungshandbuch soll durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden einschränken und somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken verringern.

Aufgabe des Konzernrechnungswesens ist die Prüfung der dezentral erstellten Konzernreporting-Packages auf Plausibilität und Ordnungsmäßigkeit. Die Koordination der Konzernabschluss-Erstellungsprozesse erfolgt zentral. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie z.B. sachverständige Gutachter werden insbesondere im Rahmen der Kaufpreisallokation bei Unternehmenszusammenschlüssen oder auch bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen hinzugezogen.

Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans bei der Datenmeldung und die zentrale Pflege des Kontenrahmens im Konzernrechnungswesen wird die einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gesichert. Konsolidierungsmaßnahmen und Abstimmungen erfolgen zentral. Die in den Konsolidierungsprozessen wie z.B. der Schulden- oder der Aufwandsund Ertragskonsolidierung durchzuführenden Kontrollen erfolgen zumeist manuell und sind organisatorisch sichergestellt. Der Abschlussprüfer beurteilt im Rahmen der Abschlusstätigkeiten die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.

Chancen

Die weiterhin konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie in Form von organischem Wachstum und Akquisitionen eröffnet die Chance, Umsatz und Profitabilität weiterhin zu steigern.

Helge Viehof, Geschäftsführer DATAGROUP BGS GmbH

6. Nachtragsbericht

DATAGROUP ist sehr gut ins Geschäftsjahr 2013 / 2014 gestartet. Bereits in den ersten Wochen des Geschäftsjahres erhielt DATAGROUP mehrjährige IT-Betriebs-Aufträge von Neu- und Bestandskunden. So erneuerte der NDR nicht nur seine Servicevereinbarung mit DATAGROUP, sondern baute diese zugleich aus. DATAGROUP betreut den Norddeutschen Rundfunk bereits seit vier Jahren an den beiden Hamburger Standorten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Nun wurden Service Desk und Client Support für alle vier Standorte neu ausgeschrieben und DATAGROUP konnte sich auf Basis eines wirtschaftlich überzeugenden Konzepts und der Referenz des zuverlässigen Supports in Hamburg den Zuschlag der weiteren Standorte sichern. Vereinbart wurde die Bereitstellung des Service Desks am Standort Hamburg für zwei Jahre mit einer optionalen Verlängerung um weitere zwei Jahre sowie des Client Supports an allen Standorten für drei Jahre. Die erweiterte Betreuung von insgesamt ca. 6.000 IT-Arbeitsplätzen umfasst nicht nur die Landesfunkhäuser in Hannover, Kiel und Schwerin, sondern auch die zahlreichen Außenstudios.

Neben dem NDR erweiterte auch der Technologiekonzern Thales seine Zusammenarbeit mit DATAGROUP. Das Unternehmen beauftragte DATAGROUP Ende 2012 mit der IT-Betreuung seiner zehn deutschen Standorte. Der Outsourcing-Vertrag läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren und beinhaltet unter anderem den Betrieb der SAP-Systeme, die Betreuung der Engineering-Umgebung und der Mail-Server-Landschaft sowie den Service Desk für alle IT-Arbeitsplätze. Jetzt hat der Konzern die Umstellung aller PCs und Notebooks auf das Betriebssystem Windows 7 in Auftrag gegeben. DATAGROUP ist für die Umstellung der Rechner an zehn Unternehmensstandorten in Deutschland und Dänemark verantwortlich. Das Leistungspaket umfasst die vollständige Planung und Abwicklung des Projekts. Beide Beauftragungen belegen die Leistungsfähigkeit der DATAGROUP und die daraus resultierende Kundenzufriedenheit.

Neben dem Wachstum mit Bestandskunden ist auch die Neukundengewinnung elementarer Bestandteil der Vertriebsaktivitäten. Mit Erfolg bereits wenige Wochen nach Beginn des neuen Geschäftsjahres: Der internationale Informations- und Kommunikationstechnik-Dienstleister brightONE hat DATAGROUP mit dem Betrieb der IT-Systeme im Full Outsourcing beauftragt. Der Vertrag wurde für eine Laufzeit von drei Jahren geschlossen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 6,5 Mio. Euro. DATAGROUP übernimmt im Frühjahr 2014 konzernweit den kompletten Betrieb der IT-Systeme – vom einzelnen PC-Arbeitsplatz, über die Druck-, Archivierungs- und Netzwerkinfrastruktur bis hin zu den SAP-Anwendungen. Die Leistungen werden aus dem DATAGROUP-Rechenzentrum erbracht. Vor der Übernahme des Betriebs hat DATAGROUP bereits das zukünftige ICT Landscape Design für den Neukunden brightONE konzeptionell unterstützt. Thomas Bernard, verantwortlich für ICT bei brightONE: "Wir haben uns für DATAGROUP entschieden, weil uns die hohe fachliche Expertise in den Bereichen Transition, IT-Services und SAP überzeugt hat. Auch waren wir ausgesprochen positiv beeindruckt von der gezeigten Flexibilität, das Angebot genau an unsere Bedürfnisse anzupassen. Aus ICT-Sicht können wir uns somit vollkommen auf die Unterstützung der Geschäftseinheiten und die Optimierung unserer Geschäftsprozesse konzentrieren."

Für 2014 erwartet der Branchenverband BITKOM erneut ein Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK). So wird ein Plus von 1,6 % erwartet bei einem Gesamtvolumen des ITK-Marktes von 154,4 Milliarden Euro. Zu den Technologietrends der kommenden Jahre zählt laut Marktforschungsunternehmen Gartner die vermehrte Nutzung mobiler Geräte und Anwendungen sowie Cloud Computing. Die Nachfrage nach Verlagerungen von Rechenleistungen und Speicherplatz in Rechenzentren würde demnach weiterhin deutlich ansteigen. Laut Experton Group werden im Jahr 2017 50 % der IT-Budgets für Cloud Lösungen ausgegeben. Auch DATAGROUP sieht in diesen Bereichen eine große Nachfrage auf Kundenseite. Cloud Computing ist eines der strategischen Kompetenzfelder der DATAGROUP. Diesen Bereich hat DATAGROUP kontinuierlich ausgebaut und ist mit drei nach höchsten deutschen Standards zertifizierten Rechenzentren auf deutschem Boden daher sehr gut aufgestellt, um die weiterhin steigende Nachfrage von Unternehmen bedienen zu können.

Der Vorstand erwartet in Zusammenhang mit der bei möglichen Kunden geplanten Auslagerung des IT-Betriebs bzw. Teilbereichen davon eine weiterhin sehr positive Auftragsentwicklung. DATAGROUP agiert als One-Stop-Shop am Markt. Insbesondere mittelständische Unternehmen können alle wesentlichen IT-Leistungen bei DATAGROUP aus einer Hand erhalten. Die ISO 20000 zertifizierte Service Fabrik der DATAGROUP liefert IT-Services standardisiert aus und stellt ein erhebliches Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb dar. Dieses Asset hat sich bereits in zahlreichen Auftragsgewinnen niedergeschlagen. Der Vorstand erwartet, dass sich diese Entwicklung verstärkt. Die Verlagerung des Geschäfts in Richtung Dienstleistungs- und Wartungsumsätze wird weiterhin intensiv betrieben.

Das derzeitige Marktumfeld bietet für die Akquisitionsstrategie der DATAGROUP nachhaltig gute Rahmenbedingungen, daher rechnet der Vorstand mit weiteren Akquisitionen im Geschäftsjahr 2013 / 2014 und den Folgejahren.

Auch im Geschäftsjahr 2013 / 2014 fokussiert sich DATAGROUP auf den weiteren Ausbau des margenstarken Dienstleistungsgeschäfts. Dadurch können Umsatzqualität und Konzernergebnis nachhaltig weiter verbessert werden. Diese Fokussierung geht mit dem bewussten Verzicht auf margenschwache Handelsumsätze einher. Zudem erwartet der Vorstand ein weiterhin positives Konzernergebnis.

7. Prognosebericht

8. Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem

Das zentrale Instrument zur Unternehmenssteuerung der gesamten Gruppe ist ein so genanntes "rolling forecast"- System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird in vereinfachter Form monatlich eine Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit erstellte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont von einem Monat ausgerichtet. Mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

Gaby Dimter, Bereichsleiterin DATAGROUP Consulting GmbH

waren insgesamt 56 Auszubildende (zum 30.09.2012 60) insbesondere in den Lehrberufen Fachinformatiker/-in für Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie IT-Systemkauffrau/ mann beschäftigt.

Um den Bedarf an Fach- und Nachwuchskräften zu decken, entschied sich DATAGROUP Anfang 2012 für die Gründung einer eigenen Aus- und Weiterbildungsakademie. Die DATAGROUP Akademie richtet sich an IT-affine Quereinsteiger. In einer mehrmonatigen Qua-

9. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden durchschnittlich 1.298 (im Vorjahr 1.199) Mitarbeiter beschäftigt. Zum 30.09.2013 gehörten DATAGROUP 1.282 (im Vorjahr 1.301) Mitarbeiter an. Inklusive Geschäftsführung und Auszubildenden belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30.09.2013 auf 1.340.

DATAGROUP ist traditionell sehr engagiert in Rekrutierung und Förderung von Nachwuchskräften. Zum 30.09.2013

Elisabeth Mette, Service Managerin DATAGROUP Hamburg GmbH

lifizierung werden die Akademie-Teilnehmer zum Junior Service Desk Engineer ausgebildet und nach erfolgreicher Absolvierung in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Die Ausbildung erfolgt drei Monate lang an der Akademie und neun Monate lang im training on the job. Das Konzept ging auf: Die Plätze sind stark nachgefragt und die Übernahmequote beträgt deutlich über 90 %.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die in Kundenprojekten und durch aktive IT-Marktbeobachtung gewonnenen Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse werden wertschöpfend in der Entwicklung eigener kundenorientierter Innovationen umgesetzt. DATAGROUP reagiert dabei sensibel auf neue Kunden- und Marktanforderungen und so entstehen vor allem im Segment Solutions und Consulting eigene Produktlösungen. So führte insbesondere die DATAGROUP Business Solutions GmbH auch im Geschäftsjahr die Entwicklung von Anwendungssoftware für den Bereich der Logistik fort.

Anpassung der Konzernstruktur

Mit Vertrag vom 14.08.2012 wurden 100 % des Stammkapitals der DATAGROUP Hamburg GmbH von der DATAGROUP AG mit Sachkapitalerhöhung in die DATAGROUP Offenburg GmbH eingebracht. Das Stammkapital der DATAGROUP Offenburg GmbH wurde um EUR 20.000 auf EUR 150.000 erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister erfolgte zum 15.10.2012.

Auf Grundlage des Schreibens vom 14.08.2012 wurde der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der DATAGROUP AG und der DATAGROUP Hamburg GmbH mit Wirkung ab dem 30.09.2012 gekündigt. Mit Datum vom 14.08.2012 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der DATAGROUP Offenburg GmbH und der DATAGROUP Hamburg GmbH abgeschlossen. Der Ergebnisabführungsvertrag trat am 01.10.2012 in Kraft und ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags mit der DATAGROUP AG und der Neuabschluss des Ergebnisabführungsvertrags mit der DATAGROUP Offenburg GmbH wurden mit Datum vom 11.10.2012 ins Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen.

Mit Vertrag vom 20.09.2013 erwarb die DATAGROUP AG den gesamten durch einen Minderheitsgesellschafter gehaltenen Anteil an der DATAGROUP Consulting Köln GmbH. Dieser Anteil belief sich auf 25,2 %. Damit stehen nunmehr sämtliche DATAGROUP-Gesellschaften zu 100 % im Eigentum der DATAGROUP AG.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

Pliezhausen, den 10. Januar 2014 DATAGROUP AG

Der Vorstand

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

Konzernabschluss

inhalt

  • 54 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 55 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 56 Konzernbilanz
  • 58 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 60 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 64 Entwicklung des Anlagevermögens

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in EUR Anhang 01.10.2012 – 30.09.2013 01.10.2011 – 30.09.2012
Umsatzerlöse 1 156.935.370,86 146.183.432,08
Andere aktivierte
Eigenleistungen 421.539,71 599.756,06
Gesamtleistung 157.356.910,57 146.783.188,14
Sonstige betriebliche
Erträge
2 3.758.110,27 3.197.743,85
Materialaufwand / Auf
wand für bezogene
Leistungen 3 56.593.179,14 56.103.246,83
Personalaufwand 4 74.400.685,55 67.471.531,12
Abschreibungen auf Ge
schäfts- und Firmenwerte
5 0,00 0,00
Abschreibungen auf
Sachanlagen und
andere immaterielle
Vermögenswerte 5 6.462.117,97 5.756.816,21
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 6 17.567.851,11 16.857.464,77
Betriebsergebnis vor
Restrukturierung
6.091.187,07 3.791.873,05
Restrukturierungs
aufwendungen 7 1.757.081,38 0,00
Betriebsergebnis 4.334.105,69 3.791.873,05
Finanzierungserträge 1.043.100,98 2.260.058,73
Finanzierungs
aufwendungen
2.895.661,84 2.469.028,48
Finanzergebnis 8 – 1.852.560,86 – 208.969,75
Ergebnis vor Steuern 2.481.544,83 3.582.903,30
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag 9 582.466,92 1.033.835,03
Periodenüberschuss 1.899.077,91 2.549.068,27
davon Anteile der
Minderheitsgesellschafter 1.300,06 – 26.196,66
davon Anteile der
DATAGROUP AG
1.897.777,85 2.575.264,93
Angaben in EUR 01.10.2012 – 30.09.2013 01.10.2011 – 30.09.2012
Periodenüberschuss 1.899.077,91 2.549.068,27
Sonstiges Ergebnis vor Steuern1
Versicherungsmathematische Gewinne und
Verluste aus Pensionsrückstellungen
40.347,00 – 1.351.797,23
Ertragsteuereffekte aus dem
Sonstigen Ergebnis
16.627,86 – 429.320,49
Gesamtergebnis 1.922.797,05 1.626.591,53
davon Anteile der Minderheitsgesellschafter 1.300,06 – 26.196,66
davon Anteile der DATAGROUP AG 1.921.496,99 1.652.788,19

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1 Es handelt sich ausschließlich um Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzernbilanz

Angaben in EUR Anhang 30.09.2013 30.09.2012
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 1 34.793.344,21 34.793.344,21
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2 14.761.092,36 18.063.885,59
Sachanlagen 3 4.651.891,85 6.665.632,90
Langfristige Finanzanlagen 4 4.164.106,97 2.211.094,50
Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen 5.350.396,84 5.372.891,14
Sonstige Vermögenswerte 5 468.659,00 553.892,97
Latente Steuern 6 1.919.756,95 66.109.248,17 1.986.569,42 69.647.310,73
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 1.513.019,11 1.989.211,89
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 13.914.373,53 15.508.461,17
Kurzfristige Finanzanlagen 4 2.350.590,29 1.990.754,51
Fertigungsaufträge 9 1.264.881,89 1.259.293,00
Sonstige Vermögenswerte 10 5.147.976,41 7.038.182,58
Zahlungsmittel 11 11.398.657,15 35.589.498,38 3.233.038,14 31.018.941,29
101.698.746,55 100.666.252,02
PASSIVA
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 7.590.000,00 7.590.000,00
Kapitalrücklagen 11.796.385,73 11.796.385,73
Kapitalrückzahlung – 98.507,73 – 40.007,73
Erwirtschaftetes Eigenkapital 5.748.288,15 5.367.002,10
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis – 2.524.933,30 – 2.013.652,43
Minderheitenanteile 13 0,00 22.511.232,85 – 1.300,06 22.698.427,61
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 14 35.868.372,60 17.799.924,79
Pensionsrückstellungen 15 10.674.922,58 10.648.940,58
Sonstige Rückstellungen 15 591.662,76 669.161,73
Sonstige Verbindlichkeiten 17 228.313,51 461.629,65
Latente Steuern 6 2.057.164,36 49.420.435,81 2.836.525,91 32.416.182,66
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 14 7.652.197,59 22.598.644,89
Rückstellungen 15 3.033.171,17 2.344.724,04
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 4.993.641,94 6.486.975,45
Passivischer Überhang aus Fertigungsaufträgen 9 0,00 1.480,00
Ertragsteuerverbindlichkeiten 865.269,25 650.350,82
Sonstige Verbindlichkeiten 17 13.222.797,95 29.767.077,90 13.469.466,55 45.551.641,75
101.698.746,55 100.666.252,02

Konzern-Kapitalflussrechnung

Angaben in EUR 01.10.2012 –
30.09.2013
01.10.2011 –
30.09.2012
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Periodenüberschuss 1.899.077,91 2.549.068,27
– darin Ertragsteuererstattungen EUR 356.096,61 (i.Vj. EUR 378.110,86)
– darin Ertragsteuerzahlungen EUR 860.085,93 (i.Vj. EUR 1.824.017,37)
– darin erhaltene Zinsen EUR 537.415,82 (i.Vj. EUR 190.991,10)
– darin bezahlte Zinsen EUR 1.699.245,95 (i.Vj. EUR 1.650.002,30)
Abschreibungen im Umlaufvermögen 0,00 57.241,34
Abschreibungen im Anlagevermögen 6.462.117,97 5.756.816,19
Veränderung der Pensionsrückstellungen 66.329,00 40.946,67
Cashflow 8.427.524,88 8.404.072,47
Gewinn (–) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen 32.848,14 – 113.035,47
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Forderungen bzw. der Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern, verbundenen und Beteiligungsunternehmen – 1.027.742,21 – 255.339,63
Zunahme (–) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva
4.574.329,25 5.762.354,89
Zunahme (+) / Abnahme (–) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva
– 1.790.354,24 – 3.623.675,88
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge – 431.238,49 – 1.718.330,07
Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 9.785.367,33 8.456.046,31
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Veräußerung von Gegenständen
des Sachanlagevermögens
232.503,44 259.851,87
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen – 2.304.318,84 – 2.709.881,14
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 35.253,64 761.261,88
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 749.430,57 – 1.206.175,27
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0,00 – 1.000,00
Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen – 2.960.900,00 – 15.053.644,23
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel – 5.746.892,33 – 17.949.586,88
JADEN IN EUN
ashflow aus Finanzierungstä
Angaben in EUR 01.10.2012 –
30.09.2013
01.10.2011 –
30.09.2012
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile – 58.500,00 – 57.300,00
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile 0,00 550.000,00
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 0,00 3.677.985,73
Auszahlung für Dividendenausschüttung – 1.516.491,80 – 1.162.491,80
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (–) für Finance Lease Verträge im Rahmen
der Investition in eigenes Sachanlagevermögen
– 759.062,42 270.685,72
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (–) für Leasingverträge mit Kunden – 1.277.259,45 29.130,45
Einzahlungen durch Darlehensaufnahme von verbundenen Unternehmen 0,00 500.000,00
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
– 15.411.463,67 – 4.522.032,68
Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
23.500.000,00 12.770.000,00
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 4.477.222,66 12.055.977,42
Veränderung der liquiden Mittel 8.515.697,66 2.562.436,84
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 2.882.959,49 320.522,65
Liquide Mittel am Ende der Periode 11.398.657,15 2.882.959,49

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

01.10.2012 bis Mutterunternehmen Konzern
eigenkapital
30.09.2013 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapitalrück Erwirt
schaftetes
Konzern
Erfolgsneutrale Ergebnis aus
versicherungs
mathematischen
Gewinnen und
Minderheiten
Angaben in EUR Kapital rücklage zahlung eigenkapital Veränderungen Verlusten Summe Gesamt kapital
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 40.007,73 5.367.002,10 – 1.090.377,21 – 923.275,22 – 2.013.652,43 22.699.727,67 – 1.300,06 22.698.427,61
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung durch Kauf von Anteilen
an vollkonsolidierten Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 – 535.000,00 0,00 – 535.000,00 – 535.000,00 0,00 – 535.000,00
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 – 58.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 – 58.500,00 0,00 – 58.500,00
Verkauf eigener Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 – 1.516.491,80 0,00 0,00 0,00 – 1.516.491,80 0,00 – 1.516.491,80
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 1.897.777,85 0,00 0,00 0,00 1.897.777,85 1.300,06 1.899.077,91
Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 23.719,13 23.719,13 23.719,13 0,00 23.719,13
Stand am Ende des Geschäftsjahres 7.590.000,00 11.796.385,73 – 98.507,73 5.748.288,15 – 1.625.377,21 – 899.556,09 – 2.524.933,30 22.511.232,85 0,00 22.511.232,85
01.10.2011 bis Mutterunternehmen Minderheiten
gesellschafter
Konzern
eigenkapital
30.09.2012 Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Angaben in EUR Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Sonder
posten
Sachkapital
erhöhung
Kapital
rück
zahlung
Erwirt
schaftetes
Konzern
eigenkapital
Erfolgsneutrale
Veränderungen
Ergebnis aus
versicherungs
mathematischen
Gewinnen und
Verlusten
Summe Gesamt Minderheiten
kapital
Stand zu Beginn des
Geschäftsjahres
5.820.000,00 3.278.800,00 6.609.600,00 – 513.243,90 3.954.228,97 – 1.109.841,04 – 798,48 – 1.110.639,52 18.038.745,55 24.896,60 18.063.642,15
Kapitalerhöhung 1.770.000,00 8.517.585,73 – 6.609.600,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.677.985,73 0,00 3.677.985,73
Veränderung durch Kauf von
Anteilen an vollkonsolidierten
Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 0,00 – 57.300,00 0,00 0,00 0,00 0,00 – 57.300,00 0,00 – 57.300,00
Verkauf eigener Anteile 0,00 0,00 0,00 530.536,17 0,00 19.463,83 0,00 19.463,83 550.000,00 0,00 550.000,00
Ausschüttung Dividende 0,00 0,00 0,00 0,00 – 1.162.491,80 0,00 0,00 0,00 – 1.162.491,80 0,00 – 1.162.491,80
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 2.575.264,93 0,00 0,00 0,00 2.575.264,93 – 26.196,66 2.549.068,27
Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 – 922.476,74 – 922.476,74 – 922.476,74 0,00 – 922.476,74
Stand am Ende des
Geschäftsjahres
7.590.000,00 11.796.385,73 0,00 – 40.007,73 5.367.002,10 – 1.090.377,21 – 923.275,22 – 2.013.652,43 22.699.727,67 – 1.300,06 22.698.427,61

Entwicklung des Anlagevermögens

Einen Überblick über die Wertentwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und Finanzanlagen gewährt die nachfolgende Tabelle:

01.10.2012 bis Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
30.09.2013 Stand
01.10.2012
Zugänge Verände
rungen
Konsolidie
rungskreis
Abgänge Stand
30.09.2013
Stand
01.10.2012
Zugänge Verände
rungen
Konsolidie
rungskreis
Abgänge Stand
30.09.2013
Stand
30.09.2013
Angaben in EUR
Geschäfts- und Firmenwert
34.793.344,21 0,00 0,00 0,00 34.793.344,21 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 34.793.344,21 34.793.344,21
Übrige immaterielle
Vermögenswerte
1. Marken 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00 1.401.000,00 1.316.416,66 67.667,00 0,00 0,00 1.384.083,66 16.916,34
2. Auftragsbestand 1.198.000,00 0,00 0,00 0,00 1.198.000,00 415.971,90 399.333,34 0,00 0,00 815.305,24 382.694,76
3. Kundenbeziehungen 17.640.209,25 0,00 0,00 173.809,25 17.466.400,00 3.440.829,14 2.623.168,42 0,00 173.809,25 5.890.188,31 11.576.211,69 14.199.380,11
4. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte
Software 916.208,13 398.156,83 0,00 0,00 1.314.364,96 108.922,90 176.283,06 0,00 0,00 285.205,96 1.029.159,00
5. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Software u.a. 8.821.191,39 351.273,74 0,00 141.131,12 9.031.334,01 6.630.582,58 772.023,97 0,00 127.383,11 7.275.223,44 1.756.110,57 2.190.608,81
29.976.608,77 749.430,57 0,00 314.940,37 30.411.098,97 11.912.723,18 4.038.475,79 0,00 301.192,36 15.650.006,61 14.761.092,36 18.063.885,59
Sachanlagen
1. Technische Anlagen
und Maschinen
60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 20.381,27 5.362,00 0,00 0,00 25.743,27 34.453,00
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
24.090.007,61 2.968.473,47 0,00 9.333.507,33 17.724.973,75 17.476.193,02 2.418.280,18 0,00 6.786.938,31 13.107.534,89 4.617.438,85 6.613.814,58
3. Geleistete Anzahlungen 12.003,32 33.015,42 0,00 45.018,74 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.162.207,20 3.001.488,89 0,00 9.378.526,07 17.785.170,02 17.496.574,29 2.423.642,18 0,00 6.786.938,31 13.133.278,16 4.651.891,85 6.665.632,90
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 66.546,88 0,00 0,00 0,00 66.546,88 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Forderungen an 66.546,88
Leasingnehmer 2.142.047,62 4.840.559,63 0,00 2.887.547,17 4.095.060,08 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.095.060,08 2.142.047,62
3. Sonstige Ausleihungen 2.533,88 0,00 0,00 0,00 2.533,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.500,00
2.211.128,38 4.840.559,63 0,00 2.887.547,17 4.164.140,84 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 4.164.106,96 2.211.094,50
91.143.288,55 8.591.479,09 0,00 12.581.013,61 87.153.754,03 29.409.331,35 6.462.117,97 0,00 7.088.130,67 28.783.318,65 58.370.435,38 61.733.957,20
01.10.2011 bis Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
30.09.2012 Stand Verände
rungen
Konsolidie
Stand Stand Verände
rungen
Konsolidie
Stand Stand
Angaben in EUR 01.10.2011 Zugänge rungskreis Abgänge 30.09.2012 01.10.2011 Zugänge rungskreis Abgänge 30.09.2012 30.09.2012 30.09.2011
Geschäfts- und Firmenwert 22.085.296,88 0,00 12.708.047,32 0,00 34.793.344,21 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 34.793.344,21 22.085.296,88
Übrige immaterielle
Vermögenswerte
1. Marken 1.401.000,00 0,00 0,00 0,00 1.401.000,00 1.248.750,00 67.666,66 0,00 0,00 1.316.416,66 84.583,34 152.250,00
2. Auftragsbestand 1.198.000,00 0,00 0,00 0,00 1.198.000,00 16.638,56 399.333,34 0,00 0,00 415.971,90 782.028,10 1.181.361,44
3. Kundenbeziehungen 7.450.809,25 0,00 10.189.400,00 0,00 17.640.209,25 1.262.785,06 2.178.044,08 0,00 0,00 3.440.829,14 14.199.380,11 6.188.024,19
4. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte
Software 571.081,87 576.235,82 0,00 231.109,56 916.208,13 32.114,91 124.520,53 0,00 47.712,54 108.922,90 807.285,23 538.966,96
5. Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Software u.a. 4.936.023,02 715.251,95 4.334.136,61 1.164.220,19 8.821.191,39 4.338.869,70 620.659,06 2.285.132,12 614.078,30 6.630.582,58 2.190.608,81 597.153,32
15.556.914,14 1.291.487,77 14.523.536,61 1.395.329,75 29.976.608,77 6.899.158,23 3.390.223,67 2.285.132,12 661.790,84 11.912.723,18 18.063.885,59 8.657.755,91
Sachanlagen
1. Technische Anlagen
und Maschinen
60.196,27 0,00 0,00 0,00 60.196,27 15.018,27 5.363,00 0,00 0,00 20.381,27 39.815,00 45.178,00
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
7.529.973,40 2.697.877,81 14.858.019,83 995.863,43 24.090.007,61 5.599.254,79 2.361.229,52 10.251.720,27 736.011,56 17.476.193,02 6.613.814,58 1.930.718,61
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 12.003,32 0,00 0,00 12.003,32 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 12.003,32
7.590.169,67 2.709.881,13 14.858.019,83 995.863,43 24.162.207,20 5.614.273,06 2.366.592,52 10.251.720,27 736.011,56 17.496.574,29 6.665.632,90 1.975.896,61
Langfristige Finanzanlagen
1. Beteiligungen 66.546,88 0,00 0,00 0,00 66.546,88 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 66.546,88 66.546,88
2. Forderungen an
Leasingnehmer 1.673.486,26 2.435.742,17 0,00 1.967.180,81 2.142.047,62 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 2.142.047,62 1.673.486,26
3. Sonstige Ausleihungen 1.533,88 1.000,00 0,00 0,00 2.533,88 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.500,00 1.500,00
1.741.567,02 2.436.742,17 0,00 1.967.180,81 2.211.128,38 33,88 0,00 0,00 0,00 33,88 2.211.094,50 1.741.533,14
46.973.947,71 6.438.111,08 42.089.603,76 4.358.374,00 91.143.288,55 12.513.465,16 5.756.816,19 12.536.852,39 1.397.802,40 29.409.331,35 61.733.957,20 34.460.482,55

Konzernanhang

inhalt

  • 70 Grundlagen des Konzernabschlusses
  • 90 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • 95 Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • 112 Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten
  • 119 Angaben zur Kapitalflussrechnung
  • 121 Segmentinformationen
  • 124 Sonstige Angaben
  • 131 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • 133 Impressum

I. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die DATAGROUP AG ist die Muttergesellschaft des DATAGROUP-Konzerns. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Wilhelm-Schickard-Straße 7, D-72124 Pliezhausen und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 354615 eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns umfasst den Betrieb von IT-Infrastrukturen, den Vertrieb und die Erbringung von IT-Services, Technologieberatung und die Entwicklung von IT-Lösungen. Die Konzerngesellschaften sind in zwei Segmente gruppiert:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen – die helfende Hand für alle IT-Probleme und -Fragen der Anwender.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards

Der Konzernabschluss der DATAGROUP AG zum 30.09.2013 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt freiwillig. Der aufgestellte Konzernabschluss wird vom Vorstand an den Aufsichtsrat zur Billigung weitergegeben.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden ergänzend dazu die Vorschriften des § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS, International Accounting Standards (IAS) sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) – vormals Standing Interpretations Committee (SIC) – wurden angewandt.

Der Konzernabschluss der DATAGROUP AG wurde unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und in Euro (EUR) aufgestellt. Im Sinne einer besseren Lesbarkeit erfolgten teilweise gerundete Angaben auf Tausend Euro (TEUR) oder Millionen Euro (Mio. EUR). Die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Es werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS und Interpretationen des IFRIC berücksichtigt, sofern diese für den DATAGROUP-Konzern von Bedeutung sind.

Im Juni 2011 wurde durch das International Accounting Standards Board (IASB) die Änderung zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen eine geänderte Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses sind in Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, und Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, aufzuteilen. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2012 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung der Änderungen hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns.

Thomas Lerner, Bereichsleiter DATAGROUP IT Solutions GmbH

Es gab keine weiteren neuen Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2012 / 2013 erstmalig anzuwenden waren.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Das IASB hat folgende neue Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist:

  • Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards, nämlich IFRS 10 "Consolidated Financial Statements", IFRS 11 "Joint Arrangements" und IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities". Damit zusammenhängend wurden zudem die Standards IAS 27 "Separate Financial Statements (as amended in 2011)" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures (as amended in 2011)" angepasst. Die neuen Standards sowie die Anpassungen der bestehenden Standards wurden im Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2014 beginnen.
  • Durch IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" werden Prinzipien zur Darstellung und Aufstellung von Konzernabschlüssen festgelegt. Im Standard wird das Prinzip der Beherrschung definiert und Beherrschung als Grundlage für die Definition einer Mutter-Tochter-Beziehung festgelegt. Ferner enthält der Standard Bilanzierungsvorschriften zur Darstellung von Konzernabschlüssen.
  • IFRS 11 "Joint Arrangements" beschäftigt sich mit der Bestimmung und Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Hierbei wird die Art der gemeinsamen Vereinbarung mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen bestimmt und Regelungen zur Bilanzierung gegeben.
  • IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" umschreibt den Umfang zu machender Angaben über das Wesen der Beteiligung an anderen Einheiten und die damit verbundenen Risiken sowie die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Einführung der IFRS 10 bis 12 und die Änderung von IAS 27 und IAS 28 haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns.

Die Veröffentlichung des IFRS 13 "Fair Value Measurement" erfolgte ebenfalls im Mai 2011 und wurde auch im Dezember 2012 von der EU in europäisches Recht übernommen. IFRS 13 beinhaltet eine Definition des Begriffs des beizulegenden Zeitwerts und gibt weiterführende Regelungen zu dessen Bemessung. IFRS 13 gelangt (bis auf einige Ausnahmen) zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet oder Angaben über die Bemessung

Christiane Höckele, Personalreferentin DATAGROUP AG

des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen. Der neue Standard hat keine Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns.

Das IASB hat im Juni 2011 die endgültige Fassung der Änderungen an IAS 19 "Employee Benefits" herausgegeben. Die sogenannte Korridormethode, also die Glättung der Ergebnisse durch Verteilung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste auf Folgeperioden, wird abgeschafft. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden nunmehr im sonstigen Ergebnis (Gesamtergebnis) gezeigt. Darüber hinaus werden die Angabepflichten zu den Pensionsverpflichtungen erweitert. Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen. Die Änderungen wurden im Juni 2012 von der EU in europäisches Recht übernommen. Da DATAGROUP auch in der Vergangenheit die Korridormethode nicht angewendet hat, werden die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns haben.

Andreas Baresel, Director DATAGROUP Business Solutions GmbH

Am 16.12.2011 hat das IASB die beiden Standards IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures – Transfers of Financial Assets" und IAS 32 "Financial Instruments: Presentation; Classification of Rights Issues" geändert. Die Anpassungen betreffen Klarstellungen im Zusammenhang mit der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden. Die Bedingungen, unter denen eine Saldierung von Vermögenswerten und Schulden vorzunehmen ist, sind unverändert geblieben. Es werden aber Anhangangaben notwendig werden. Die Änderungen an IAS 32 sowie die neuen Anhangvorschriften nach IFRS 7 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns haben.

Das IASB hat am 13.03.2012 Änderungen zu IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Darlehen der öffentlichen Hand" verabschiedet. Der Standard regelt die Bilanzierung und Bewertung von Darlehen der öffentlichen Hand mit einer Verzinsung unter Marktniveau. Für Unternehmen, die bereits nach IFRS bilanzieren, ist die Neuregelung prospektiv anzuwenden. Die Änderung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Die Änderung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns haben.

Am 17.05.2012 hat das IASB die jährlichen Verbesserungen (Annual Improvements) 2009 – 2011 endgültig verabschiedet. Die Änderungen beziehen sich auf die Standards IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS, IAS 1 Darstellung des Abschlusses, IAS 16 Sachanlagen, IAS 32 Finanzinstrumente – Ausweis und IAS 34 Zwischenberichterstattung. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns haben.

Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. Der neue Standard regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2015 beginnen. Der neue Standard wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DATAGROUP-Konzerns haben.

3. Konsolidierungskreis

Definition des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen, auf die ein beherrschender Einfluss gemäß IAS 27 ausgeübt werden kann. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft DATAGROUP AG 19 weitere inländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in %
1 DATAGROUP AG, Pliezhausen
2 DATAGROUP Stuttgart GmbH, Stuttgart 100,0
3 DATAGROUP Bremen GmbH, Bremen 100,0
4 DATAGROUP Offenburg GmbH, Offenburg 100,0
5 DATAGROUP Ludwigsburg GmbH, Ludwigsburg 100,0
6 DATAGROUP Hamburg GmbH, Hamburg 100,0
7 DATAGROUP Invest GmbH, Pliezhausen 100,0
8 DATAGROUP Invest 2 GmbH, Pliezhausen 100,0
9 DATAGROUP Invest 3 GmbH, Pliezhausen 100,0
10 DATAGROUP Köln GmbH, Köln 100,0
11 DATAGROUP Business Services GmbH, Köln 100,0
12 DATAGROUP Consulting Köln GmbH, Köln 100,0
13 DATAGROUP BGS GmbH, Mainz 100,0
14 DATAGROUP IT Solutions GmbH, Pliezhausen 100,0
15 DATAGROUP Consulting GmbH, Pliezhausen 100,0
16 PC-Feuerwehr Franchise & Interactive Media GmbH, Hamburg 100,0
17 PC-Feuerwehr Hamburg-Mitte GmbH, Hamburg 100,0
18 PC-Feuerwehr Eimsbüttel GmbH, Hamburg 100,0
19 DATAGROUP Business Solutions GmbH, Siegburg 100,0
20 DATAGROUP Inshore Services GmbH, Rostock 100,0

Die Gesellschaften arxes Consulting GmbH i.I., Köln, und InDemand Printing Solutions GmbH i.I., Köln, werden wegen laufender Insolvenzverfahren nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die beiden Gesellschaften wurden im Rahmen des arxes-Erwerbs (heute DATAGROUP Köln GmbH), der aus der Insolvenz der TDMi AG erfolgte, mit erworben.

Veränderung des Konsolidierungskreises

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsgrundsätze

Der Abschlussstichtag der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist grundsätzlich der Stichtag des Konzernabschlusses. Für ein Konzernunternehmen, das bezüglich seiner wirtschaftlichen Bedeutung von eher untergeordneter Bedeutung ist, wurde wegen abweichenden Wirtschaftsjahres ein Zwischenabschluss per 30.09.2013 erstellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird hierbei auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten allokiert. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden zunächst in voller Höhe mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird anschließend als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einem Abschreibungsbedarf führen kann. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen verrechnet. Die Zwischenergebniseliminierung wird auf konzerninterne Weiterveräußerungen von Anlagevermögen und Kundenaufträgen vorgenommen. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Geschäftsjahr waren bis auf die Änderung zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" keine neu aufgelegten oder geänderten Standards anzuwenden. Eine Anpassung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden war nicht notwendig.

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses mussten Ermessensentscheidungen getroffen und musste zu einem gewissen Grad auf Schätzwerte zurückgegriffen werden. Diese Schätzungen und Annahmen hatten einen Einfluss auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Das Management geht davon aus, dass bestehende Risiken durch die getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen ausreichend abgedeckt sind. Die Schätzungen und Annahmen beruhen dabei auf Erfahrungswerten und anderen Informationsquellen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend beurteilt wurden. Die Schätzungen und Annahmen werden permanent überprüft. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von den genannten Schätzungen und Annahmen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Auf die Bilanzierung folgender Vermögenswerte und Schulden hatten die getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen eine besondere Bedeutung:

  • Immaterielle Vermögenswerte
  • Fertigungsaufträge
  • Forderungen
  • Earn Out-Verpflichtungen
  • Rückstellungen

Martina Goehl, Vertrieb DATAGROUP Köln GmbH

Die im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen anzuwendende Erwerbsmethode verwendet Schätzwerte bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere von immateriellen Vermögenswerten wie Marken, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen und von Earn Out-Verpflichtungen zum Erwerbsstichtag. Die Kaufverträge enthalten in einigen Fällen Earn Out-Klauseln, wonach sich der Kaufpreis abhängig von der Erreichung festgelegter Ziele erhöht. Sowohl die erwartete Nutzungsdauer der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte als auch die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Einschätzungen der Unternehmensführung. Bei der Beurteilung der Zeitwerte von immateriellen Vermögenswerten und Earn Out-Verpflichtungen spielen Schätzungen von künftigen Cashflows eine bedeutende Rolle. Die identifizierten immateriellen Vermögenswerte wurden in der Bilanz mit einem Buchwert in Höhe von EUR 12.617.485,29 (im Vorjahr EUR 15.914.304,05) ausgewiesen, der Geschäfts- und Firmenwert betrug gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 34.793.344,21. Earn Out-Verpflichtungen wurden mit EUR 1.742.726,63 (im Vorjahr EUR 4.388.903,77) bewertet.

Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen erfolgte nach der Percentage-of-Completion Methode. Für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads nach der Cost-to-Cost Methode wurden die gesamten Auftragskosten mit einem gewissen Ermessensspielraum des

Ralf Heinze, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Pliezhausen DATAGROUP IT Solutions GmbH

Managements ermittelt. Zum Bilanzstichtag wurden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von EUR 1.264.881,89 (im Vorjahr EUR 1.259.293,00), mit passivischem Saldo von EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 1.480,00) ausgewiesen.

Dem Risiko von möglichen Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen begegnet. Bei der Bildung der Wertberichtigungen wurden die Forderungen einzeln betrachtet und auf Wertminderungen beurteilt. Zum Bilanzstichtag bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 345.357,64 (im Vorjahr EUR 596.628,01).

Als Rückstellung gilt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines verpflichtenden Ereignisses in der Vergangenheit, die bezüglich Zeitpunkt und /oder Höhe des Ressourcenabflusses ungewiss ist. Für die Bilanzierung der Rückstellungen in Höhe von EUR 14.299.756,51 (im Vorjahr EUR 13.662.826,35) mussten Annahmen und Schätzungen über die Höhe und die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses vom Management getroffen werden.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Berichtswährung ist der Euro, welcher auch die funktionale Währung der Muttergesellschaft darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen unter Anwendung des Kurses zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ermittelten Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Realisierung von Erträgen / Umsatzrealisation

Erträge werden realisiert, sobald der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens als wahrscheinlich eingeschätzt wird und die Höhe der Erträge zuverlässig bestimmbar ist. Die Höhe der Erträge wird durch den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bestimmt. Unter den Umsatzerlösen werden Erlöse aus dem Verkauf von Waren und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Die realisierten Umsatzerlöse aus Dienstleistungen basieren auf Aufträgen in Form von Werk- oder Dienstverträgen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren werden im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs unter Berücksichtigung von erwarteten Retouren erfasst. Umsatzerlöse aus Dienstverträgen werden realisiert, sobald die vereinbarten Dienstleistungen erbracht wurden. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen werden gemäß der Percentage-of-Completion Methode nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird nach Maßgabe der Cost-to-Cost Methode ermittelt.

In einem Mehrkomponentenvertrag kann die Lieferung und Leistung eines ganzen Leistungsportfolios vereinbart werden. Der beizulegende Wert der einzelnen Komponenten bestimmt dabei die Höhe des als realisiert zu betrachtenden Umsatzerlöses.

Zinserträge wurden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist eine Kennziffer, die das Ergebnis einer Aktiengesellschaft der durchschnittlichen Anzahl ihrer Aktien gegenüberstellt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stellt das den Stammaktionären der DATAGROUP AG zustehende Periodenergebnis der durchschnittlichen gewichteten Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien gegenüber.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Überschuss der übertragenden Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und dem Wert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen einerseits über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des gekauften Unternehmens andererseits.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt die Gesamtgegenleistung (Initialkaufpreis, Wert von Earn Out- und sonstigen Verpflichtungen) unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- und Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Eine Zuschreibung einmal vorgenommener Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt nicht. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich (zum 30.09. des Jahres) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hinweisen, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt, denen der Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- und Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Wertminderungstests des Geschäfts- und Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen.
  • Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

Geschäfts- und Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) mit Hilfe eines Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die zugrunde gelegten Cashflow-Planungen basieren auf einer vom Management für den Zeitraum von fünf Geschäftsjahren genehmigten Mehrjahresplanung. Die nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows wurden mit einer langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate von jeweils 1 % extrapoliert. Diese Wachstumsrate entspricht der vom Management langfristig erwarteten Wachstumsrate für die IT-Services-Branche. In Folge dieser Analyse konnten keine Anzeichen einer Wertminderung festgestellt werden.

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten beziehen sich auf die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen für die Mehrjahresplanung zugrunde gelegt wurde.

Abzinsungssätze

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zugeordneten Risiken dar. Hierbei werden der Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Vermögenswerte berücksichtigt. Der Abzinsungssatz berücksichtigt die Risiken des Konzerns und seiner Segmente

Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2011 30.09.2010 30.09.2009
Segment Services 16.325.268,29 16.325.268,29 16.204.992,38 16.204.992,38 13.737.414,73
Segment Solutions
und Consulting
18.459.247,17 18.459.247,17 5.871.475,75 0,00 0,00
Sonstige (Holding) 8.828,75 8.828,75 8.828,75 8.828,75 8.828,75
Geschäfts- und
Firmenwert
34.793.344,21 34.793.344,21 22.085.296,88 16.213.821,13 13.746.243,48

und Gesellschaften, die sich für eine vergleichbare Anlage am Kapitalmarkt ergeben würden, und basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde mit einem einheitlichen Abzinsungssatz von 5,89 % (2012: 6,26 %) gerechnet.

Wachstumsrate

Den Wachstumsraten liegen Einschätzungen des Managements über die mittel- und langfristige Entwicklung der Gesellschaften zugrunde. Die zugrunde gelegten Planungen decken den Zeitraum der Geschäftsjahre 2013 / 2014 bis 2017 / 2018 ab und zeigen Wachstumsraten zwischen 3,8 % und 5,5 % innerhalb der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (2012: zwischen 3,3 % und 7,8 %). Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb der Mehrjahresplanung wurde auf eine Wachstumsrate von 1 % abgestellt. Dies spiegelt gemäß dem Management die langfristigen Wachstumserwartungen aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Im Rahmen des Wertminderungstests wurden Szenario-Analysen mit abweichenden Annahmen erstellt. So wurden Vergleichsrechnungen mit einer Schwankung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte sowie der Wachstumsrate um 0,5 % kalkuliert. Keines der für möglich gehaltenen Szenarien führte zu einem Übersteigen des Buchwerts über den beizulegenden Zeitwert.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Marken, Auftragsbestände, Kundenstämme, selbst erstellte und erworbene Software sowie Wettbewerbsverbote.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in Höhe des Nutzens angesetzt, der sich aus dem Markennamensrecht ergibt. In Zusammenhang mit der DATAGROUP-Dachmarkenstrategie wird in der Regel davon ausgegangen, dass erworbene Unternehmen mittelfristig die Firma "DATAGROUP" erhalten. Aus diesem Grund wird für erworbene Marken von einer begrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Anschaffungskosten für die aktivierten Marken werden linear auf die ermittelte Nutzungsdauer – derzeit drei Jahre – abgeschrieben.

Auftragsbestände und Kundenstämme sowie Wettbewerbsverbote werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von in Zusammenhang mit Unternehmenserwerben erstandenen Auftragsbeständen und Kundenstämmen sowie Wettbewerbsverboten orientieren sich am Nutzen für das erwerbende Unternehmen. Es wird von Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren ausgegangen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten, nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Aufwendungen für die Forschung werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern bei drei bis zehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Marcus Schäfer, Projektleiter DATAGROUP Stuttgart GmbH

Da immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben werden, wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich durch einen Werthaltigkeitstest nachgewiesen. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, so wird die Werthaltigkeit auf der Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet.

Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung ganz oder teilweise entfallen sind, wird eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgswirksam verbucht.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im DATAGROUP-Konzern zwischen einem und 33 Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung. Liegt dabei der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig

Dr. Tobias Hüttner, CSO (Chief Security Officer) DATAGROUP AG

abgeschrieben. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr gegeben sind, wird eine Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte werden nach IAS 2 "Inventories" mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsoder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen sich auf der Basis der gewichteten Durchschnittskosten. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.

Fertigungsaufträge

Soweit das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden kann, werden die für den einzelnen Auftrag zu erwartenden Gesamterlöse entsprechend dem Leistungsfortschritt, also dem Verhältnis der bereits erbrachten zu den insgesamt zu erwartenden Gesamtkosten des einzelnen Projekts, aktiviert. Change Requests fließen in die Bewertung der aktivierten Fertigungsaufträge ein. Erkennbare Verluste werden sofort und in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Bereits erhaltene Anzahlungen werden von den Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit keine verlässliche Schätzung des Ergebnisses möglich ist, werden die angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Ein zu erwartender Verlust wird als Aufwand berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Gesamterlöse werden neben ursprünglich im Vertrag vereinbarten Erlösen auch Zahlungen für Change Requests zugrunde gelegt.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Termingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt kategorisiert:

    1. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bilanziert werden
    1. Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind
    1. Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden
    1. Kredite und Forderungen
    1. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ersten Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Marktwertschwankungen sind erfolgswirksam zu behandeln.

Die Bewertung der Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind, erfolgt gleichermaßen zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen im Marktwert werden grundsätzlich erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – verrechnet. Ausschließlich dauerhafte Wertminderungen sowie Währungskurseffekte sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Mit dem Abgang des Vermögenswerts werden die im Eigenkapital erfolgsneutral angesammelten kumulierten Bewertungsunterschiede erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung berücksichtigt.

Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert) oder unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Bildung und Auflösung erfolgswirksam erfolgt. Letzteres gilt insbesondere für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Wertberichtigungen sowohl zur Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken als auch für das allgemeine Kreditrisiko gebildet werden. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen Wertminderungen nicht mehr gegeben sind, wird eine entsprechende Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Gemäß IFRS 7.25 ist für jede Kategorie an Finanzinstrumenten der beizulegende Zeitwert anzugeben.

Die für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen durchweg den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 1 und 2 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sowie Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar sind). Für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 3 bis 5 (Vermögenswerte, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) ist der Buchwert als ein hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen.

Derivative Finanzinstrumente

Sowohl die erstmalige Bilanzierung als auch die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte kann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral durch eine Verrechnung im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst werden. Hierbei ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden ist. Besteht zwischen dem Sicherungsgeschäft und dem gesicherten Grundgeschäft keine wirksame Sicherungsbeziehung, wird die Wertänderung der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam berücksichtigt. Im DATAGROUP-Konzern wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren in Übereinstimmung mit IAS 19 "Employee Benefits" ermittelt. Die Versorgungsverpflichtung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und berücksichtigt dabei auch künftig wahrscheinliche Erhöhungen von Renten und Gehältern. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste fließen in voller Höhe in den Wertansatz der Pensionsrückstellung ein; die Korridormethode wird nicht angewendet. Das Planvermögen wird zu Marktwerten mit der Versorgungsverpflichtung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital – unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung – erfasst.

Felicia Effertz, Marketing und Presse DATAGROUP Köln GmbH

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige, aufgrund eines vergangenen Ereignisses begründete, ungewisse Verpflichtungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führen werden. Der Betrag der Verpflichtung muss verlässlich ermittelbar sein und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages, wobei eventuell vorhandene Rückgriffsansprüche nicht verrechnet werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Soweit eine zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, wird keine Rückstellung bilanziert, sondern eine Eventualverbindlichkeit im Anhang angegeben.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Steuern

Der tatsächliche Ertragssteueraufwand wird auf der Basis des zu versteuernden Einkommens und unter Heranziehung der für das einzelne Unternehmen anzuwendenden

Mirka Meier, Vertriebsleiterin Service Management DATAGROUP Hamburg GmbH

Steuersätze ermittelt. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und tatsächliche Steuerverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Latente Steuern werden nach IAS 12 "Income Taxes" unter Anwendung der bilanzorientierten Liability-Methode auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz errechnet. Ferner werden latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet werden wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Bei der Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre und quasi-permanente Differenzen wird der unternehmensindividuelle Steuersatz verwendet. Dieser Steuersatz entspricht dem erwarteten Steuersatz für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt nur insoweit, als dass eine Identität der Steuergläubiger besteht.

Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird nach IAS 17 "Leases" demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft.

Trägt der Leasinggeber alle wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), so wird der Vermögenswert in der Bilanz des Leasinggebers aktiviert. Zahlungen für Leasingverträge, die als Operating Leases klassifiziert werden, werden beim Leasingnehmer über die Laufzeit des Leasingvertrags aufwandswirksam erfasst. Beim Leasinggeber erfolgt die Verbuchung der eingehenden Leasingraten in gleicher Weise, nämlich über die Laufzeit verteilt.

Soweit der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Vertrag übernimmt, erfolgt die Bilanzierung des Vermögenswerts beim Leasingnehmer (Finance Lease). Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen setzt der Leasingnehmer zu Beginn der Laufzeit des Leasingvertrags Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe, nämlich mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen an. In nachfolgenden Perioden werden für die Ermittlung des bilanzierten Darlehens die Leasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil zerlegt. Die Finanzierungskosten sind so über die Laufzeit des Vertrags zu verteilen, dass ein konstanter Zinssatz auf die jeweils verbleibende Restschuld entsteht. Der Wert, mit dem der Vermögenswert zu Beginn aktiviert wird, wird unter Berücksichtigung eines möglicherweise vereinbarten Restwerts linear über die Laufzeit des Vertrags abgeschrieben. Beim Leasinggeber wird zu Beginn des Leasingvertrags eine Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die eingehenden Leasingraten werden in gleicher Weise wie beim Leasingnehmer in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgesplittet.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Das Auslandsgeschäft spielt für den DATAGROUP-Konzern nur eine untergeordnete Rolle, 99,4 % (im Vorjahr 98,7 %) der Umsätze wurden in Deutschland erzielt.

Das deutliche Wachstum der Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Wartung ist vor allem auf die Akquisition der DATAGROUP Business Solutions-Gruppe (vormals Consinto-Gruppe) zurückzuführen. Damit steigt der Dienstleistungsanteil an den Umsatzerlösen weiter, nämlich auf 74,0 % nach 70,4 % im Vorjahr. Das Segment "Solutions und Consulting" hat 41,3 % der Umsatzerlöse (nach 34,6 % im Vorjahr) erwirtschaftet. Weitere ausführliche Informationen zu der Entwicklung der Umsatzerlöse befinden sich im Lagebericht unter Abschnitt 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des DATAGROUP-Konzerns.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Dienstleistung und Wartung 116.081.676,15 102.979.861,24
Handel 40.540.699,25 42.923.396,24
Sonstige 312.995,46 280.174,59
Umsatzerlöse 156.935.370,86 146.183.432,08
Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen 1.429.062,97 1.351.225,26
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
684.851,90 941.654,05
Erträge aus Neubewertung von Forderungen
und Verbindlichkeiten
549.316,01 258.008,20
Mieterträge 205.452,87 126.000,00
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 90.192,32 110.281,00
Übrige 799.234,20 410.575,34
Sonstige betriebliche Erträge 3.758.110,27 3.197.743,85

3. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen beziehen sich auf nachfolgende Vermögenswerte:

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in starkem Maße durch die Unternehmenserwerbe hervorgerufen: Die im Rahmen von Unternehmenserwerben anzusetzenden Vermögenswerte wie Marke, Auftragsbestand und Kundenstamm belasten in den Folgejahren das Ergebnis. Im Geschäftsjahr belaufen sich die Abschreibungen aus Unternehmenserwerben auf EUR 3.296.818,76 nach EUR 2.751.454,09 im Vorjahr.

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Materialaufwand 36.591.886,49 41.297.451,91
Aufwand für bezogene Leistungen 20.001.292,65 14.805.794,92
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen 56.593.179,14 56.103.246,83
Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Löhne und Gehälter 63.453.386,84 57.676.261,26
Soziale Abgaben 10.694.681,69 9.617.842,52
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 252.617,02 177.427,34
Personalaufwand 74.400.685,55 67.471.531,12
Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
auf immaterielle Vermögenswerte
selbst erstellt 176.283,06 124.520,53
entgeltlich erworben 3.862.192,73 3.265.703,14
auf Sachanlagen 2.423.642,18 2.366.592,53
Abschreibungen 6.462.117,97 5.756.816,20

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen folgendes Bild:

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen unter

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Reise- und Fahrzeugkosten 5.258.941,05 4.772.939,30
Raumkosten 3.612.926,19 3.432.106,28
Personalnebenkosten 2.126.859,55 2.153.709,10
Verwaltungsaufwendungen 2.995.631,09 2.682.451,69
Werbekosten 1.356.104,41 1.278.472,30
Rechts-, Gerichts- und Beratungskosten 748.956,04 1.087.667,77
Versicherungs- und sonstige Beiträge,
Gebühren und Bankspesen 826.503,20 731.876,47
Sonstige 641.929,58 718.241,86
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.567.851,11 16.857.464,76

Christoph Voelter, Leitung Service DATAGROUP Stuttgart GmbH

Konzernlagebericht Abschnitt 9. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

7. Restrukturierungsaufwendungen

Die Restrukturierungsaufwendungen fallen an in Zusammenhang mit der Strategie des DATAGROUP-Konzerns, die Umsatzqualität hin zu höherwertigen Dienstleistungen zu verbessern. Damit einher geht ein bewusster Abbau von niedrigmargigen Umsätzen, die nicht mehr zum Kernportfolio gehören. Die Restrukturierung wird bereits im Geschäftsjahr 2014 / 2015 zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

8. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ergibt sich wie folgt:

Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen ist auf zusätzlich aufgenommene Kreditvolumina (Schuldscheindarlehen) zurückzuführen. Zudem werden die Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich durch die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Verpflichtungen belastet. Der Rückgang der Finanzerträge gegenüber dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen die 'Erträge' aus der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen.

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Finanzierungserträge
Beteiligungserträge 86.402,97 80.627,58
Zinserträge aus
Finance Lease 436.760,54 158.890,00
Sonstige 129.228,72 114.242,48
Neubewertung Earn Out-Verpflichtungen 389.000,00 1.894.472,42
Sonstige Finanzerträge 1.708,75 11.826,25
1.043.100,98 2.260.058,73
Finanzierungsaufwand
Bankdarlehen 1.116.524,72 910.486,46
Finance Lease 575.103,33 453.863,31
Effektivzinsmethode 642.306,86 504.834,15
Factoring 387.229,51 357.752,74
Sonstige 174.497,42 242.091,82
2.895.661,84 2.469.028,48
Finanzergebnis – 1.852.560,86 – 208.969,75
2012 / 2013 2011 / 2012
86.402,97 80.627,58
436.760,54 158.890,00
129.228,72 114.242,48
389.000,00 1.894.472,42
1.708,75 11.826,25
1.043.100,98 2.260.058,73
1.116.524,72 910.486,46
575.103,33 453.863,31
642.306,86 504.834,15
387.229,51 357.752,74
174.497,42 242.091,82
2.895.661,84 2.469.028,48
– 1.852.560,86 – 208.969,75

9. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden neben den tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

In den latenten Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden sind Steuern, die auf Abschreibungen für im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögensgegenständen entfallen, in Höhe von EUR 1.044.931,22 (im Vorjahr EUR 848.633,79) enthalten. Diese führen zu einer Verminderung der Steuerbelastung.

Steuern vom Einkommen und Ertrag werden von den DATAGROUP-Unternehmen ausschließlich in Deutschland gezahlt. Die individuellen Steuersätze liegen – abhängig von den Hebesätzen der verschiedenen Gemeinden – zwischen 27,725 % und 32,450 % (Vorjahr zwischen 27,725 % und 32,625 %). Der konzerneinheitliche Steuersatz wurde als Mittelwert daraus mit 31,2 % (im Vorjahr 31,6 %) ermittelt. Ausgehend von diesem konzerneinheitlichen Steuersatz kann der rechnerisch zu erwartende Steueraufwand auf das tatsächliche Steuerergebnis wie folgt übergeleitet werden:

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Tatsächliche Steuern 1.311.643,86 1.389.153,71
Latente Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden – 857.957,94 – 498.771,72
aus Verlustvorträgen 128.781,00 143.453,04
– 729.176,94 – 355.318,68
Ertragsteuern 582.466,92 1.033.835,03
Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Ergebnis vor Steuern 2.481.544,83 3.582.903,30
Konzernsteuersatz: 31,20 % (Vorjahr 31,60 % )
Erwarteter Steueraufwand 769.661,39 1.132.197,44
Steueraufwand und -ertrag früherer Jahre 80.158,78 301.953,11
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie
gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 211.243,02 – 23.938,28
Nicht gebuchte latente Steuer auf permante Differenzen – 274.218,83 – 665.650,52
Steuersatzänderung auf latente Steuern – 26.399,97 129.911,11
Unterschiede zu lokalen Steuersätzen 64.845,64 – 28.692,46
Auswirkung aus der Neubewertung von Verlustvorträgen – 242.823,10 175.241,74
Sonstige Effekte 0,00 12.812,89
Tatsächlicher Steueraufwand 582.466,92 1.033.835,03

Tatsächliche Steuerquote: 23,47 % (Vorjahr 28,85 % )

(entspricht dem Verhältnis des tatsächlichen Steueraufwands zum Ergebnis vor Steuern)

1. Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert unterlag im Geschäftsjahr keiner Veränderung. Im Vorjahr ergaben sich durch getätigte Akquisitionen folgende Entwicklungen:

Ab dem Geschäftsjahr 2011/ 2012 liegt der Fokus der Geschäftsführung im Hinblick auf die Steuerung des Konzerns auf den Segmenten "Services" sowie "Solutions und Consulting". Der Impairment Test wird für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Services" sowie "Solutions und Consulting" durchgeführt.

2. Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Vergleich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Services
Anfangsbestand 16.325.268,29 16.204.992,38
Zugang 0,00 120.275,91
Abschreibungen 0,00 0,00
16.325.268,29 16.325.268,29
Solutions und Consulting
Anfangsbestand 18.459.247,17 5.871.475,75
Zugang 0,00 12.587.771,42
Abschreibungen 0,00 0,00
18.459.247,17 18.459.247,17
Sonstige (Holding) 8.828,75 8.828,75
Geschäfts- und Firmenwert 34.793.344,21 34.793.344,21
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Marken 16.916,34 84.583,34
Auftragsbestand/Kundenbeziehungen 11.958.906,45 14.981.408,21
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte/Software 1.029.159,00 807.285,23
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 1.756.110,57 2.190.608,81
Übrige immaterielle Vermögenswerte 14.761.092,36 18.063.885,59

Derzeit ist ausschließlich die Marke "BGS" aktiviert. Die übrigen im Rahmen von Unternehmenserwerben identifizierten Marken sind entweder mit einem Wert von EUR 0,00 angesetzt oder mangels wirtschaftlichen Nutzens vollständig abgeschrieben worden. Dies ist im Wesentlichen auf die Dachmarkenstrategie zurückzuführen, in deren Rahmen in der Regel eine Umfirmierung der vom DATAGROUP-Konzern erworbenen Unternehmen erfolgt. Die Marke "BGS" wird auf drei Jahre abgeschrieben.

Für die aktivierten Auftragsbestände wurde eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren festgelegt, die Kundenbeziehungen unterliegen Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel innerhalb von drei Jahren abgeschrieben, in Ausnahmefällen auch innerhalb von bis zu fünfzehn Jahren.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des DATAGROUP-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht Abschnitt 9. Sonstige Angaben – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden.

3. Sachanlagen

Ernst Schönberner, Niederlassungsleiter München DATAGROUP Köln GmbH

Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Technische Anlagen 34.453,00 39.815,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.617.438,85 6.613.814,58
Geleistete Anzahlungen 0,00 12.003,32
Sachanlagen 4.651.891,85 6.665.632,90

Unter Betriebs- und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finance Lease-Verträgen erworbene Vermögenswerte im Wert von EUR 1.300.884,65 (im Vorjahr EUR 4.174.985,99) ausgewiesen. Der starke Rückgang beruht auf einer Neugestaltung des Rahmenvertrags mit einem Großkunden. Der aus nachfolgendem Abschnitt 4. Langfristige sowie kurzfristige Finanzanlagen zu ersehende deutliche Anstieg der Darlehensforderungen aus Finance Leases ist ebenfalls auf diesen Sachverhalt zurückzuführen.

4. Langfristige sowie kurzfristige Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

5. Sonstige langfristige Vermögenswerte

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 66.546,88 66.546,88
Wertpapiere 210.702,76 0,00 0,00 210.702,76
Forderungen aus
Finance Lease
2.139.887,53 4.095.060,09 0,00 6.234.947,62
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 2.500,00 2.500,00
Finanzanlagen 2.350.590,29 4.095.060,09 69.046,88 6.514.697,26
30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Beteiligungen 0,00 0,00 66.546,88 66.546,88
Wertpapiere 212.870,00 0,00 0,00 212.870,00
Forderungen aus
Finance Lease
1.697.042,69 2.142.047,62 0,00 3.839.090,31
Sonstige Ausleihungen 80.841,82 0,00 2.500,00 83.341,82
Finanzanlagen 1.990.754,51 2.142.047,62 69.046,88 4.201.849,01
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Forderungen an Steuerbehörden 358.819,72 454.801,58
Kautionen 53.751,41 60.065,07
Sonstige 56.087,87 39.026,32
Sonstige Vermögenswerte 468.659,00 553.892,97

6. Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf folgende Aktiv- und Passivposten gebildet:

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. Es wird untersucht, ob bzw. in welchem Umfang in den nächsten fünf Jahren damit zu rechnen ist, dass die bestehenden Verlustvorträge durch positive Ergebnisse der einzelnen Konzerngesellschaft in Anspruch genommen werden können. Im Geschäfts- und Vorjahr konnten die auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern im Wesentlichen ohne Wertberichtigungsbedarf angesetzt werden.

Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden EUR 16.627,86 eigenkapitalmindernd (im Vorjahr EUR 429.320,49 eigenkapitalerhöhend) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Sie betreffen das versicherungsmathematische Ergebnis aus der Pensionsrückstellung.

Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Aktive latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge 2.424.767,00 2.553.548,00
Geschäfts- und Firmenwerte 0,00 0,00
Finanzanlagen 138.931,57 70.654,83
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.910,00 12.910,00
Fertigungsaufträge 495.607,94 323.540,89
sonstige Vermögenswerte 0,00 0,00
Rückstellungen 1.622.009,33 1.732.982,54
Finanzverbindlichkeiten 2.134.228,87 2.726.153,58
sonstige Verbindlichkeiten 91.965,16 108.157,20
6.920.419,87 7.527.947,04
Saldierung – 5.000.662,92 – 5.541.377,62
Aktive latente Steuern 1.919.756,95 1.986.569,42
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Passive latente Steuern auf
übrige immaterielle Vermögenswerte 4.236.856,07 5.222.485,07
Sachanlagen 256.442,73 1.332.876,17
Finanzanlagen 1.864.829,95 1.130.138,43
sonstige Vermögenswerte – 103.723,43 202.898,69
Rückstellungen 0,00 0,00
Finanzverbindlichkeiten 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 803.421,96 489.505,18
7.057.827,28 8.377.903,54
Saldierung – 5.000.662,92 – 5.541.377,63
Passive latente Steuern 2.057.164,36 2.836.525,91

7. Vorräte

Unter den Vorräten werden folgende Vermögenswerte ausgewiesen:

Bei den fertigen Erzeugnissen und Waren handelt es sich im Wesentlichen um Hardund Software.

8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Max Hüber, IT-Systemtechniker DATAGROUP Stuttgart GmbH

Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Unfertige Leistungen 0,00 77.327,20
Fertige Erzeugnisse und Waren brutto 1.517.019,11 1.915.884,69
Wertminderungen – 4.000,00 – 4.000,00
Vorräte 1.513.019,11 1.989.211,89
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 14.259.731,17 16.105.089,18
Wertberichtigungen – 345.357,64 – 596.628,01
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.914.373,53 15.508.461,17

Die Wertberichtigung hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

Mit Ausnahme des geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalts – zum Teil im Handelsgeschäft vereinbart – sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht besichert. Damit unterliegt der DATAGROUP-Konzern dem Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Dem wurde durch die Bildung an-

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Angaben in EUR Einzelwert
berichtigung
Pauschalierte
Einzelwert
berichtigung
Summe
Anfangsbestand 478.028,01 118.600,00 596.628,01
Verbrauch 348.600,00 16.700,00 365.300,00
Auflösungen 0,00 600,00 600,00
Zuführungen 99.629,63 15.000,00 114.629,63
Endbestand 229.057,64 116.300,00 345.357,64

Christine Koke, Service Managerin DATAGROUP Hamburg GmbH

gemessener – auch pauschalierter – Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der DATAGROUP-Konzern hat keine Forderungen im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge schlagen sich unter Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz wie folgt nieder:

In den Fertigungsaufträgen sind Auftragskosten von EUR 3.976.736,64 (im Vorjahr EUR 2.353.474,18) enthalten. Die ausgewiesenen Gewinne betragen EUR 254.139,43 (im Vorjahr EUR 460.635,99).

Im Geschäftsjahr sind an Auftragserlösen EUR 4.738.378,12 (im Vorjahr EUR 2.706.066,81) angefallen.

10. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen, unter den kurzfristigen Aktiva ausgewiesenen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

gaben in EUR
-------------- -- -- --
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 168.440,85 110.748,56
Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
596.433,29 191.126,91
Forderungen gegenüber dem Finanzamt 331.123,46 462.329,41
Forderungen aus Factoring 2.539.952,01 3.907.200,94
Sonstige 1.512.026,80 2.366.776,76
Sonstige Vermögenswerte 5.147.976,41 7.038.182,58
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Fertigungsaufträge, brutto 4.230.876,07 2.814.110,17
Erhaltene Anzahlungen 2.965.994,18 1.556.297,17
Fertigungsaufträge, netto 1.264.881,89 1.257.813,00
Aktivischer Überhang 1.264.881,89 1.259.293,00
Passivischer Überhang 0,00 1.480,00
Fertigungsaufträge, netto 1.264.881,89 1.257.813,00

11. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten ausschließlich Sichtguthaben bei Banken und Kassenbestände:

12. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals kann aus den Übersichten der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

Gezeichnetes Kapital / Sonderposten aus Sachkapitalerhöhung

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 7.590.000,00 und ist in 7.590.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt EUR 1,00 je Stückaktie.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig um bis zu nominal EUR 3.036.000,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I 2013).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19.03.2018 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig um bis zu nominal EUR 759.000,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II 2013).

Bedingtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.02.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 23.02.2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 12.000.000,00 auszugeben und den Inhabern von Optionsanleihen bzw. Optionsgenussrechten oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte und -pflichten bzw. den Inhabern von Wandelanleihen bzw. Wandelgenussrechten oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten auf neue auf den Inhaber lautende Aktien der DATAGROUP AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 2.500.000,00 zu

Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012
Bankguthaben 11.379.640,91 3.211.088,26
Kassenbestände 19.016,24 21.949,88
Zahlungsmittel 11.398.657,15 3.233.038,14

gewähren bzw. den Inhabern der Schuldverschreibungen aufzuerlegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

In der Hauptversammlung vom 20.03.2013 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011 / 2012 eine Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der Auszahlungsbetrag belief sich für 7.582.459 Stückaktien auf EUR 1.516.491,80.

Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 eine Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen.

Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Über den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 1.897.777,85 (im Vorjahr EUR 2.575.264,93) hinaus wurde EUR 23.719,13 (im Vorjahr EUR – 922.476,74) an sonstigem Ergebnis erzielt. Das sonstige Ergebnis betrifft die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bewertung der Pensionsrückstellung mit EUR 40.347,00, die durch darauf entfallende latente Steuern über EUR 16.627,87 gemindert werden.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft für den Kauf des noch verbleibenden außenstehenden Anteils von 25,2 % an der DATAGROUP Consulting Köln GmbH einen Betrag von EUR 535.000,00 aufgebracht, der direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden ist.

Tobias Großhans, Vertrieb DATAGROUP Stuttgart GmbH Weitere, das kumulierte sonstige Konzernergebnis betreffende Effekte waren im Geschäftsjahr 2012 / 2013 nicht zu verzeichnen.

Zusammengefasst lässt sich die Entwicklung des kumulierten sonstigen Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2012 / 2013 im Vergleich zum Vorjahr 2011/ 2012 wie folgt darstellen:

Kapitalrückzahlung / Eigene Anteile

Die Gesellschaft wurde durch die Hauptversammlung vom 09.05.2012 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zum 09.05.2012 oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

Der Kauf eigener Anteile erfolgt insbesondere, um diese im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Aktien oder sonstigen Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung zu gewähren. Der Bestand an eigenen Anteilen hat sich wie folgt entwickelt:

13. Minderheitenanteile

Unter den Minderheitenanteilen war ein 25,2 %-Anteil außenstehender Dritter an der DATAGROUP Consulting Köln GmbH ausgewiesen. Der Minderheitenanteil wurde im

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Stand zum 01.10. – 2.013.652,43 – 1.110.639,52
Sonstiges Ergebnis 23.719,13 – 922.476,74
Veränderung des Konsolidierungskreises – 535.000,00 0,00
Ergebnis aus dem Verkauf eigener Anteile 0,00 19.463,83
Stand zum 30.09. – 2.524.933,30 – 2.013.652,43
Anzahl
Aktien
Zeitpunkt
des
Erwerbs
anteiliger
Betrag des
Grundkapitals
Anteil am
Grundkapital
Erwerbs-/
Veräußerungs
preis
Stück Datum EUR % EUR
Bestand zum 01.10.2012 7.541 7.541,00 0,10
Zu-/Abgänge in
2012 / 2013
Erwerb 10.000 26.06.2013 10.000,00 0,13 58.500,00
Bestand zum
30.09.2013 17.541 17.541,00 0,23

Laufe des Geschäftsjahres von der DATAGROUP AG in voller Höhe erworben. Der Kaufpreis in Höhe von EUR 535.000,00 wurde direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Minderheitenanteile mehr.

14. Langfristige sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zusammensetzung und Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zum 30.09.2013 und zum 30.09.2012:

Im Zusammenhang mit dem Kauf der DATAGROUP Business Solutions-Gruppe (vormals Consinto) wurden Earn Out-Verpflichtungen eingegangen, die zum 30.09.2013 mit einem Betrag von insgesamt EUR 1.706.000,00 bilanziert sind. Aus der Neubewertung der Earn Out-Verpflichtung zum Bilanzstichtag entstand ein positives Ergebnis von EUR 389.000,00, das im Finanzergebnis ausgewiesen ist.

Die mit dem Kauf der PC-Feuerwehr Franchise & Interactive Media GmbH eingegangenen Earn Out-Verpflichtungen valutieren mit EUR 36.726,63. Ein Ergebnis aus Neubewertung entstand im Geschäftsjahr nicht.

Die Bewertung der Earn Out-Verpflichtungen erfolgte auf Grundlage der Discounted Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,97 %.

30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
509.126,39 0,00 0,00 509.126,39
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
15.761.542,32 7.873.000,00 2.812.500,00 26.447.042,32
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease
3.430.269,15 5.405.421,02 0,00 8.835.690,17
Verbindlichkeiten für den
Earn Out aus dem Kauf von
Tochterunternehmen
Sonstiges
2.679.900,00
217.807,03
1.709.003,77
0,00
0,00
0,00
4.388.903,77
217.807,03
Finanzverbindlichkeiten 22.598.644,89 14.987.424,79 2.812.500,00 40.398.569,68
30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Angaben in EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
3.240.400,00 21.257.485,72 9.692.292,73 34.190.178,45
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease
2.686.897,59 4.900.767,52 0,00 7.587.665,10
Verbindlichkeiten für den
Earn Out aus dem Kauf von
Tochterunternehmen
1.724.900,00 17.826,63 0,00 1.742.726,63
Finanzverbindlichkeiten 7.652.197,59 26.176.079,87 9.692.292,73 43.520.570,18

15. Langfristige sowie kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Die Rückstellungen aus ungünstigen Vertragsverhältnissen betreffen eine im Rahmen des Erwerbs der DATAGROUP BGS GmbH nach IFRS 3.23 gebildete Rückstellung für eine überhöhte Mietverpflichtung.

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden zur Abdeckung von leistungsorientierten Versorgungszusagen gegenüber einzelnen – z.T. ehemaligen – Mitarbeitern der DATAGROUP Business Solutions GmbH sowie der DATAGROUP Stuttgart GmbH gebildet. Für die Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Business Solutions GmbH bestehen Rückdeckungsversicherungen. Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und beizulegende Zeitwerte des Planvermögens aus den Rückdeckungsversicherungen lassen sich über die Jahre wie auf der nächsten Seite dargestellt überleiten.

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2012
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Rückstellungen für
Pensionen
0,00 10.674.922,58 10.674.922,58 10.648.940,58
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen
Vertragsverhältnissen
94.540,00 460.180,00 554.720,00 637.120,00
für Restrukturierung 758.300,00 0,00 758.300,00 106.000,00
für sonstige
Personalkosten
289.897,70 32.782,76 322.680,46 886.322,24
für Gewährleistungen 110.700,00 0,00 110.700,00 137.790,80
für übrige Verpflichtungen 1.779.733,47 98.700,00 1.878.433,47 1.246.652,73
Rückstellungen 3.033.171,17 11.266.585,34 14.299.756,51 13.662.826,35
01.10.2012 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 30.09.2013
Angaben in EUR Stand Veränderung
Konsoli
dierungskreis
Verbrauch Auflösung Zinszuführung Zuführung Stand
Rückstellungen für Pensionen 10.648.940,58 0,00 375.023,40 40.347,00 396.248,00 45.104,40 10.674.922,58
Sonstige Rückstellungen
aus ungünstigen Vertragsverhältnissen 637.120,00 0,00 94.110,00 0,00 11.710,00 0,00 554.720,00
für Restrukturierung 106.000,00 0,00 83.000,00 23.000,00 0,00 758.300,00 758.300,00
für sonstige Personalkosten 886.322,24 0,00 535.627,34 222.747,83 0,00 194.733,39 322.680,46
für Gewährleistungen 137.790,80 0,00 26.010,80 45.880,00 0,00 44.800,00 110.700,00
für übrige Verpflichtungen 1.246.652,73 0,00 199.363,49 118.863,93 0,00 950.008,16 1.878.433,47
Rückstellungen 13.662.826,35 0,00 1.313.135,03 450.838,76 407.958,00 1.992.945,95 14.299.756,51

Stefanie Schirmer, Junior Service Managerin DATAGROUP Köln GmbH

Der Anwartschaftsbarwert für die Pensionsverpflichtungen hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:

Die Rückstellung wird nach Maßgabe der Projected Unit Credit Method auf Grundlage der Heubeck'schen Sterbetafeln 2005 G unter Verwendung folgender Parameter berechnet:

2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012
Angaben in EUR DATAGROUP
Business
Solutions
GmbH
DATAGROUP
Stuttgart
GmbH
Summe DATAGROUP
Business
Solutions
GmbH
DATAGROUP
Stuttgart
GmbH
Summe
Anwartschaftsbarwert
zum 01.10. 12.094.598,00 327.500,00 12.422.098,00 0,00 260.700,00 260.700,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 10.769.754,00 0,00 10.769.754,00
Laufender Dienstzeitaufwand 43.156,00 1.948,40 45.104,40 24.204,44 2.501,10 26.705,54
Geleistete Pensionszahlungen 454.535,00 12.827,40 467.362,40 278.229,37 11.570,10 289.799,47
Zinsaufwand 450.959,00 10.915,00 461.874,00 287.246,70 12.776,00 300.022,70
Erwarteter Anwartschaftsbarwert
zum 30.09. 12.134.178,00 327.536,00 12.461.714,00 10.802.975,77 264.407,00 11.067.382,77
Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste – 14.776,00 – 7.036,00 – 21.812,00 1.291.622,23 63.093,00 1.354.715,23
Anwartschaftsbarwert zum 30.09. 12.119.402,00 320.500,00 12.439.902,00 12.094.598,00 327.500,00 12.422.098,00
Angaben in EUR 30.09.2013 30.09.2012 30.09.2011 30.09.2010 30.09.2009
Anwartschaftsbarwert
der leistungsorientierten
Verpflichtung 12.439.902,00 12.422.098,00 260.700,00 291.300,00 249.500,00
Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens 1.764.979,42 1.773.157,42 0,00 0,00 0,00
Rückstellungen für
Pensionen 10.674.922,58 10.648.940,58 260.700,00 291.300,00 249.500,00
2012 / 2013 2012 / 2013 2011 / 2012 2011 / 2012
DATAGROUP
Business
Solutions
DATAGROUP
Stuttgart
DATAGROUP
Business
Solutions
DATAGROUP
Stuttgart
Angaben in % GmbH GmbH GmbH GmbH
Rechnungszins 3,80 3,50 3,80 3,40
Rententrend 1,75 2,00 1,75 2,00
Entgelttrend 2,00 0,00 2,00 0,00

Dr. Christoph Schröder, Leiter Rechnungswesen DATAGROUP AG

Mit der Verwendung unterschiedlicher Parameter für die Pensionsverpflichtungen der beiden Gesellschaften wird der unterschiedlichen Altersstruktur der Bestände sowie der unterschiedlichen vertraglichen Ausgestaltung Rechnung getragen.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

In der Gewinn- und Verlustrechnung schlagen sich die Pensionsaufwendungen wie folgt nieder:

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als kurzfristig einzustufen. Soweit die Verbindlichkeiten Lieferungen betreffen, unterliegen diese zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2011 / 2012
Angaben in EUR DATAGROUP
Business
Solutions
GmbH
DATAGROUP
Stuttgart
GmbH
Summe DATAGROUP
Business
Solutions
GmbH
= Summe
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 01.10. 1.773.157,32 0,00 1.773.157,32 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 1.774.257,32
Zuführungen zum Planvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Zahlungen aus dem Planvermögen 92.339,00 0,00 92.339,00 69.254,00
Erwarteter Ertrag bzw. Aufwand
aus dem Planvermögen
65.626,10 0,00 65.626,10 65.236,00
Erwarteter beizulegender Zeitwert
des Planvermögens zum 30.09. 1.746.444,42 0,00 1.746.444,42 1.770.239,32
Versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste – 18.535,00 0,00 – 18.535,00 – 2.918,00
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 30.09. 1.764.979,42 0,00 1.764.979,42 1.773.157,32
Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Laufender Dienstzeitaufwand = Personalaufwand 45.104,40 26.705,54
Zinsertrag 65.626,00 65.236,00
Zinsaufwand 461.874,00 300.022,70

17. Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2012
Angaben in EUR Kurzfristanteil Langfristanteil Summe Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
27.935,64 0,00 27.935,64 41.794,30
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.422.376,21 0,00 1.422.376,21 1.544.976,52
Erhaltene Anzahlungen 1.449.197,53 0,00 1.449.197,53 306.663,29
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Finanzamt
2.228.815,04 0,00 2.228.815,04 2.607.908,71
Verbindlichkeiten gegenüber dem Personal 5.514.835,72 0,00 5.514.835,72 6.316.617,55
Verbindlichkeiten aus
ausstehenden Rechnungen
809.651,58 0,00 809.651,58 967.354,68
Darlehen 180.000,00 195.000,00 375.000,00 555.000,00
Übrige Verbindlichkeiten 1.589.986,23 33.313,51 1.623.299,74 1.590.781,15
Sonstige Verbindlichkeiten 13.222.797,95 228.313,51 13.451.111,46 13.931.096,20

Yvonne Jurcic, Prokuristin, Leitung Finanzen DATAGROUP Hamburg GmbH

Klassifizierung der Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente des DATAGROUP-Konzerns lassen sich wie folgt den Kategorien zuordnen:

IV. Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Kategorie I II III
Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Ver Kredite und Verbindlich
Angaben in EUR mögenswerte Forderungen keiten Summe
AKTIVA
Forderungen aus Finance Lease-Verträgen 0,00 6.234.947,61 6.234.947,61
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 0,00 13.914.373,53 13.914.373,53
Zahlungsmittel 0,00 11.398.657,15 11.398.657,15
Sonstige Vermögenswerte 210.702,76 3.887.308,82 4.098.011,58
Finanzforderungen 210.702,76 35.435.287,11 35.645.989,87
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease-Verträgen 0,00 7.587.665,10 7.587.665,10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 0,00 4.993.641,94 4.993.641,94
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 34.190.178,45 34.190.178,45
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 3.748.100,44 3.748.100,44
Finanzverbindlichkeiten 0,00 50.519.585,93 50.519.585,93

Der Kategorie I "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Vermögenswerte" sind ausschließlich auf den Inhaber lautende festverzinsliche Wertpapiere zugeordnet. Diese werden zum Zeitwert angesetzt. Da sämtliche Wertpapiere börsennotiert sind, entspricht der Zeitwert dem Börsenkurs am jeweiligen Bilanzstichtag. Derivative Finanzinstrumente werden vom DATAGROUP-Konzern nicht eingesetzt.

Die den beiden weiteren Kategorien zugeordneten Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Wertansatz ist als hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen; eine Zeitwertangabe erübrigt sich entsprechend.

Die in der Berichtsperiode festzustellenden Kursschwankungen (Kategorie I) bzw. Zu- und Abschreibungen sowie die Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen

30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012
Kategorie I II III
Angaben in EUR Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Ver
mögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich
keiten
Summe
AKTIVA
Forderungen aus Finance Lease-Verträgen 0,00 3.839.090,31 3.839.090,31
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
0,00 15.508.461,17 15.508.461,17
Zahlungsmittel 0,00 3.233.038,14 3.233.038,14
Sonstige Vermögenswerte 212.870,00 5.760.571,33 5.973.441,33
Finanzforderungen 212.870,00 28.341.160,95 28.554.030,95
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease-Verträgen
0,00 8.835.690,17 8.835.690,17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
0,00 6.486.975,45 6.486.975,45
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 26.447.042,32 26.447.042,32
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 6.877.283,22 6.877.283,22
Finanzverbindlichkeiten 0,00 48.646.991,16 48.646.991,16

(Kategorien II und III) werden in vollem Umfang erfolgswirksam verbucht. Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich wie folgt zusammen:

Der Anstieg der Zinsaufwendungen ist auf die im Rahmen der getätigten Akquisitionen zusätzlich aufgenommenen Kreditvolumina (Schuldscheindarlehen) zurückzuführen. Unter den Wertberichtigungen auf Finanzverbindlichkeiten ist ein 'Ertrag' aus der Neubewertung von Earn Out-Verpflichtungen über EUR 389.000,00 (im Vorjahr EUR 1.894.472,42) enthalten.

Risikomanagement

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt – bezogen auf die Finanzinstrumente – im Wesentlichen dem Ausfall-, Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiko. Das Währungsrisiko spielt praktisch keine Rolle, da sämtliche Unternehmen des Konzerns ihren Sitz in Deutschland haben und nur in zu vernachlässigendem Umfang aus Nicht-Euro-Ländern Waren und Dienstleistungen beziehen bzw. in Nicht-Euro-Länder Waren und Dienstleistungen liefern.

2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013
Angaben in EUR Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Ver
mögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich
keiten
Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 9.241,43 483.613,60 – 2.370.804,70 – 1.877.949,67
Währungsumrechnung 0,00 – 3.317,07 0,00 – 3.317,07
Ergebnis aus der erfolgswirksamen
Bewertung zum Fair Value
1.708,75 0,00 0,00 1.708,75
Wertberichtigung 0,00 128.440,58 649.217,93 777.658,51
Ergebnis aus dem Abgang 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzverbindlichkeiten 10.950,18 608.737,11 – 1.721.586,77 – 1.101.899,48
2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012
Angaben in EUR Erfolgswirksam
zum Fair Value
bewertete Ver
mögenswerte
Kredite und
Forderungen
Verbindlich
keiten
Summe
Nettoergebnis
Zinsergebnis 8.106,25 187.314,76 – 2.128.851,17 – 1.933.430,16
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis aus der erfolgswirksamen
Bewertung zum Fair Value
11.826,25 0,00 0,00 11.826,25
Wertberichtigung 0,00 – 158.538,68 1.935.228,16 1.776.689,48
Ergebnis aus dem Abgang 0,00 0,00 44.728,98 44.728,98
Finanzverbindlichkeiten 19.932,50 28.776,08 – 148.894,03 – 100.185,45

Moritz Schirmbeck, Syndikusanwalt DATAGROUP AG

Das zentrale Werkzeug zur Steuerung der finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken des DATAGROUP-Konzerns ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird monatlich eine vereinfachte Konzernbilanz erstellt.

Eine wöchentlich konzernweit erstellte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die wöchentliche Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont von einem Monat ausgerichtet. Mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt.

Bezüglich einer umfassenderen Beschreibung der finanzwirtschaftlichen Risiken des DATAGROUP-Konzerns verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt 5. Risikobericht.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können bzw. benötigte Zahlungsmittel nicht beschaffen zu können. Die wichtigste Einflussgröße für die Minimierung des Liquiditätsrisikos ist die Ertragskraft des DATAGROUP-Konzerns, also die Fähigkeit, immer einen ausreichenden operativen Cashflow erwirtschaften zu können. Siehe hierzu die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Zahlungsüberschüsse aus dem Geschäftsbetrieb der DATAGROUP-Gesellschaften sind Grundlage für die Bedienung der in Zukunft zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen insbesondere aus bestehenden Darlehens- und Finance Lease-Verträgen. Die Zins- und Tilgungsleistungen können zum Bilanzstichtag 30.09.2013 – auch im Vergleich zum Vorjahresstichtag 30.09.2012 – wie folgt zusammengefasst werden:

Ausdruck dafür, dass das Liquiditätsrisiko des Konzerns überschaubar ist, ist die Tatsache, dass die zum Stichtag eingeräumten Kontokorrentkreditlinien nicht in Anspruch genommen worden sind.

Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2013 2013 / 2014 2014 / 2015 2015 / 2016 2016 / 2017 2017 / 2018 ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 7.587.665,10 2.983.284,10 2.939.521,92 1.659.690,09 441.064,87 70.253,31
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.993.641,94 4.993.641,94 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.190.178,45 4.275.010,04 5.031.768,12 9.544.840,63 886.853,13 19.104.016,81
Sonstige Verbindlichkeiten 3.748.100,45 3.520.111,32 233.637,50 15.000,00 0,00 0,00
50.519.585,94 15.772.047,40 8.204.927,54 11.219.530,72 1.327.917,99 19.174.270,12
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 296.386,51 155.888,80 44.314,17 8.623,31 936,39
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.029.931,59 899.168,12 794.840,63 636.853,13 1.291.516,81
Sonstige Verbindlichkeiten 13.837,50 6.810,87 0,00 0,00 0,00
1.340.155,60 1.061.867,78 839.154,80 645.476,44 1.292.453,20
Buchwert Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow Cashflow
Angaben in EUR 30.09.2012 2012 / 2013 2013 / 2014 2014 / 2015 2015 / 2016 2016 / 2017 ff.
Gesamt (Zins- und Tilgungszahlungen)
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 8.835.690,17 3.746.701,93 2.017.886,53 1.487.817,42 2.184.197,33 43.495,06
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.486.975,45 6.486.975,45 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.447.042,32 16.347.936,16 3.613.702,21 4.327.831,49 379.953,13 3.185.078,13
Sonstige Verbindlichkeiten 6.877.283,22 4.799.766,95 2.069.787,50 204.637,50 15.000,00 0,00
48.646.991,16 31.381.380,49 7.701.376,24 6.020.286,41 2.579.150,46 3.228.573,19
davon Zinszahlungen
Verbindlichkeiten aus Finance Lease-Verträgen 316.432,79 182.244,37 106.015,96 39.273,52 441,47
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 586.393,84 373.302,21 195.231,49 129.953,13 122.578,13
Sonstige Verbindlichkeiten 83.287,50 121.158,32 7.462,91 0,00 0,00
986.114,13 676.704,90 308.710,36 169.226,65 123.019,60

Zinsänderungsrisiken

Der DATAGROUP-Konzern unterliegt dem Risiko, bei steigendem Zinsniveau in Zukunft höhere Kapitalkosten für die Beschaffung der benötigten Darlehen aufbringen zu müssen. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns entsteht sowohl aus laufendem Geschäft als auch aus der Akquisitionstätigkeit.

Zur Minimierung des Risikos wird der mittelfristig zu erwartende Liquiditätsbedarf – nicht nur aus der Ausweitung des Konzernkreises – durch den Abschluss mittelfristiger Darlehensverträge mit in der Regel verbindlich festgelegten Zinssätzen finanziert. Im Geschäftsjahr wurden zudem Schuldscheindarlehen in einem Gesamtvolumen von EUR 23.500.000,00 mit Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren und im Wesentlichen einer festen Verzinsung platziert. Bei überschaubaren Kosten für die Zinssicherung wird so eine hinreichende Eingrenzung des Zinsänderungsrisikos erreicht. Bei einem Anstieg bzw. einer Verminderung der Verzinsung um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des DATAGROUP-Konzerns um EUR 200.000,00 (im Vorjahr um EUR 221.000,00) verbessert bzw. verschlechtert. Eine erfolgsneutrale Auswirkung auf das Eigenkapital ergibt sich nicht.

Ausfallrisiken

DATAGROUP ist dem Risiko ausgesetzt, berechtigte Forderungen insbesondere aus dem operativen Geschäft nicht durchsetzen zu können. Das Risiko ist darin zu sehen, dass einzelne Kunden zahlungsunfähig werden könnten. Diesem Risiko wird durch eine breite Streuung des Kundenkreises sowie durch regelmäßig insbesondere bei Aufnahme des Geschäfts durchgeführte Bonitätsprüfungen Rechnung getragen.

Die Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Forderungen
aus Liefe
Pauschalierte rungen und
Einzelwert Einzelwert Leistungen –
Angaben in EUR berichtigung berichtigung Summe brutto
Anfangsbestand 478.028,01 118.600,00 596.628,01 16.105.089,18
Verbrauch 348.600,00 16.700,00 365.300,00
Auflösungen 0,00 600,00 600,00
Zuführungen 99.629,63 15.000,00 114.629,63
Endbestand 229.057,64 116.300,00 345.357,64 14.259.731,17

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds) während der Berichtsperiode. Der Finanzmittelfonds umfasst Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Eine Finanzinvestition wird nur dann dem Finanzmittelfonds zugerechnet, wenn eine Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten gegeben ist. Kontokorrentkredite, die auf Anforderung rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Unternehmens bilden, sind ebenfalls dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cashflow hat sich im Geschäftsjahr 2012 / 2013 gegenüber dem Vorjahr 2011/ 2012 um EUR 23.452,40 auf EUR 8.427.524,88 erhöht.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 1.329.321,02 auf EUR 9.785.367,33 (im Vorjahr EUR 8.456.046,31).

Im Berichtsjahr stehen geleistete Steuerzahlungen in Höhe von EUR 860.085,93 (im Vorjahr EUR 1.824.017,37) einem Zahlungsmittelzufluss aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von EUR 356.096,61 (im Vorjahr EUR 378.110,86) gegenüber. Für Zinszahlungen wurden Zahlungsmittel in Höhe von EUR 1.699.245,95 (im Vorjahr EUR 1.650.002,30) verwendet, während Zahlungsmittel in Höhe von EUR 537.415,82 (im Vorjahr EUR 190.991,10) aus Zinseinnahmen erzielt werden konnten.

V. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Unter Berücksichtigung der Veränderung der Wertberichtigungen ist dem DATAGROUP-Konzern im Geschäftsjahr ein Netto-Forderungsausfall für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 43.972,65 (im Vorjahr EUR 158.538,68) entstanden. Dies entspricht 0,03 % der Umsatzerlöse nach 0,11 % im Vorjahr.

Der DATAGROUP-Konzern hat keine Forderungen im Bestand, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind (im Vorjahr EUR 827.018,88).

Heiner Flossbach, IT Architekt DATAGROUP Köln GmbH

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeiten betrugen im Berichtsjahr EUR 5.746.892,33 (im Vorjahr EUR 17.949.586,88) und sind entscheidend durch Zahlungen aus Earn Out-Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben geprägt. Die im Rahmen der Expansionsstrategie getätigten Unternehmenserwerbe führten zu Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von EUR 2.960.900,00 (im Vorjahr EUR 15.053.644,23). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 3.053.749,41 (im Vorjahr EUR 3.916.056,41) stellen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen dar und bewegen sich in einem für DATAGROUP üblichen Rahmen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen im Berichtsjahr EUR 4.477.222,66 (im Vorjahr EUR 12.055.977,42). Die DATAGROUP AG hat im Geschäftsjahr Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von EUR 23.500.000,00 platziert und damit die Im DATAGROUP-Konzern sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten "Services" und "Solutions und Consulting" angeordnet. Diese Segmente folgen dem Leistungsportfolio, das die jeweiligen Gesellschaften schwerpunktmäßig erbringen:

Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen.

Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht.

Die DATAGROUP-Gesellschaften haben Firmensitz und Niederlassungen ausschließlich in Deutschland. Aus diesem Grund ist eine regionale Berichterstattung nur in eingeschränktem Umfang hilfreich.

Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt und folgt dem sogenannten "Management Approach". Grundsätzlich unterliegt die monatlich aktualisierte interne Berichterstattung genau den gleichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen wie die externe Berichterstattung im Konzernabschluss. Allerdings werden Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation nicht auf Ebene der Segmente abgebildet. Die zwischen den Segmenten abgewickelten Geschäfte werden zu Marktpreisen berechnet.

VI. Segmentinformationen

Finanzierung des Konzerns auf längerfristiger Basis neu aufgestellt. Bestehende Darlehen konnten in Höhe von EUR 15.411.463,67 abgelöst bzw. planmäßig getilgt werden. Die Dividendenausschüttung belief sich im Berichtsjahr auf EUR 1.516.491,80 (im Vorjahr EUR 1.162.491,80). Aus Finance Lease-Verträgen entstanden im Geschäftsjahr Zahlungsmittelabflüsse über EUR 2.036.321,87 (im Vorjahr Zuflüsse über EUR 299.816,17). Für den Kauf eigener Anteile flossen in 2012 / 2013 EUR 58.500,00 ab; im Vorjahr entstand aus der Veräußerung und dem Erwerb von eigenen Aktien ein Netto-Zahlungsmittelzufluss in Höhe von EUR 492.700,00.

Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen

Segmentberichterstattung nach geografischen Bereichen

Das Segment "Services" hat im Geschäftsjahr Umsätze von EUR 94.860.797,70 erwirtschaftet. Dies sind EUR 2.404.206,32 oder 2,47 % weniger als im Geschäftsjahr 2011 / 2012. Das EBITDA betrug EUR 8.904.542,32. Die EBITDA-Marge belief sich auf 9,4 % nach 7,7 % im Vorjahr.

Solutions & Sonstiges &
Konsoli
Solutions & Sonstiges &
Konsoli
Services Consulting dierung Summe Services Consulting dierung Summe
Angaben in EUR 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012
Umsatzerlöse mit externen Kunden 92.965.959,76 63.790.644,47 178.766,63 156.935.370,86 95.639.396,11 50.346.379,10 197.656,87 146.183.432,08
Umsatzerlöse mit anderem Segment 1.894.837,94 982.662,59 – 2.877.500,53 0,00 1.625.607,91 295.885,44 – 1.921.493,35 0,00
Umsatzerlöse des Segments 94.860.797,70 64.773.307,06 – 2.698.733,90 156.935.370,86 97.265.004,02 50.642.264,54 – 1.723.836,48 146.183.432,08
Materialaufwand / Aufwand für
bezogene Leistungen
40.065.715,48 18.558.373,89 – 2.030.910,23 56.593.179,14 42.539.826,62 14.322.273,23 – 758.853,02 56.103.246,83
Personalaufwand 38.936.560,36 32.789.489,31 2.674.635,88 74.400.685,55 39.666.875,29 25.480.809,93 2.323.845,90 67.471.531,12
Planmäßige Abschreibungen
und Amortisation
634.151,24 2.170.886,61 3.657.080,12 6.462.117,97 646.098,11 1.996.428,58 3.114.289,52 5.756.816,21
Betriebsergebnis 7.865.098,70 2.179.344,83 – 5.710.337,84 4.334.105,69 6.830.649,06 2.831.165,66 – 5.869.941,67 3.791.873,05
Zinserträge 954.989,26 2.167.604,90
Zinsaufwendungen 2.892.440,65 2.469.028,48
Ergebnis vor Steuern 2.481.544,83 3.582.903,30
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 582.466,92 1.033.835,03
Periodenüberschuss 1.899.077,91 2.549.068,27
Mitarbeiteranzahl zum Stichtag 818 447 17 1.282 866 478 17 1.361
Investitionen 2.924.028,29 5.344.006,38 323.444,42 8.591.479,09 3.075.261,90 3.008.212,05 354.637,12 6.438.111,08
Investitionen durch Veränderung
des Konsolidierungskreises
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 23.548.610,82 0,00 23.548.610,82
Gesamtsegment-Vermögenswerte 40.668.684,73 40.889.192,50 68.248.842,65 149.806.719,88 24.514.572,58 45.272.248,23 63.025.610,81 132.812.431,62
intersegmentäre Konsolidierung – 4.677.963,82 – 3.919.042,82 – 39.510.966,69 – 48.107.973,33 – 1.589.530,98 – 3.608.266,94 – 26.948.381,68 – 32.146.179,60
Vermögenswerte 35.990.720,91 36.970.149,68 28.737.875,96 101.698.746,55 22.925.041,60 41.663.981,29 36.077.229,13 100.666.252,02
Gesamtsegment-Verbindlichkeiten 19.563.238,68 27.823.521,35 45.192.076,31 92.578.836,34 21.133.372,29 31.338.946,69 37.501.325,85 89.973.644,83
intersegmentäre Konsolidierung – 937.147,98 2.039.241,13 – 14.493.415,79 – 13.391.322,64 – 4.484.092,70 2.583.361,92 – 10.105.089,64 – 12.005.820,42
Verbindlichkeiten 18.626.090,70 29.862.762,48 30.698.660,52 79.187.513,70 16.649.279,59 33.922.308,61 27.396.236,21 77.967.824,41
Inland EU-Ausland Drittland Summe Inland EU-Ausland Drittland Summe
Angaben in EUR 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2012 / 2013 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012 2011 / 2012
Umsatzerlöse mit externen Kunden 155.959.114,20 376.249,78 600.006,88 156.935.370,86 144.347.609,37 936.972,52 898.850,19 146.183.432,08

Im Segment "Solutions und Consulting" konnten nach dem Erwerb der DATAGROUP Business Solutions GmbH (vormals Consinto GmbH) weitere Steigerungen in Umsatzerlösen und EBITDA verzeichnet werden. So stiegen die Umsatzerlöse um 27,9 % auf EUR 64.773.307,06. Die EBITDA-Marge dieses Segments erreichte 8,8 % nach 9,5 % im Vorjahr.

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2012 / 2013 waren 1.298 (im Vorjahr 2011 / 2012 1.199) Arbeitnehmer beschäftigt. Zum 30.09.2013 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 1.282 (zum 30.09.2012 1.301). Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiterzahl zum 30.09.2013 1.340.

2. Vorstand

Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind:

Herr Hans-Hermann Schaber Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer – CEO) Vorstand Finanzen / Personal / Organisation

Herr Dirk Peters Chief Operating Officer (COO) Vorstand Servicemanagement

3. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:

Herr Heinz Hilgert Geschäftsführer TransVise GmbH, Frankfurt a.M. Vorsitzender

Herr Karlheinz Eisemann

Unternehmensberater, Stuttgart stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Volkmar Weckesser

Mitglied der Geschäftsführung der Gothaer Systems GmbH, Molfsee

VII. Sonstige Angaben

4. Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf EUR 1.463.490,76. Darin sind variable Vergütungen in Höhe von EUR 845.109,00 enthalten.

In den Gesamtbezügen sind Vergütungen für die operative Geschäftsführung bei Tochterunternehmen in Höhe von EUR 359.125,55 (davon EUR 222.709,00 variabel) enthalten.

5. Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 56.500,00.

6. An Vorstandsmitglieder gewährte Vorschüsse

Dem Vorstand der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr keine Darlehen oder Vorschüsse gewährt.

7. Geschäfte mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen bzw. Personen

Als verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen wurden die Vorstände und Geschäftsführer der einzelnen DATAGROUP-Gesellschaften sowie deren nahe Familienangehörige, die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (HHS) und deren Tochterunternehmen identifiziert.

Geschäfte mit verbundenen sowie nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen den Verrechnungsverkehr, Kontokorrent- und Darlehensbeziehungen sowie Dienstleistungsverträge.

Für die Erbringung von Dienstleistungen durch die DATAGROUP AG für die HHS und deren Tochterunternehmen hat die DATAGROUP AG an die HHS eine Konzernumlage von EUR 175.200,00 (im Vorjahr EUR 191.300,00) verrechnet. Die DATAGROUP AG bezog von der HHS im Geschäftsjahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von EUR 360.172,68 (im Vorjahr EUR 336.130,88).

Im Berichtsjahr bezog die DATAGROUP AG Waren und Dienstleistungen von Tochterunternehmen der HHS in Höhe von EUR 171,83 (im Vorjahr EUR 12.931,43). Die DATAGROUP AG erbrachte im Berichtsjahr Dienstleistungen gegenüber verschiedenen Tochterunternehmen der HHS über EUR 3.232,26.

Die HHS gewährte der DATAGROUP AG einen Kontokorrentkredit in Höhe von EUR 500.000,00. Dieses Darlehen war zum Berichtszeitpunkt vollständig zurückgeführt. Im Geschäftsjahr fielen Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 2.847,22 an.

Die DATAGROUP AG gewährte der HHS im Geschäftsjahr ein Darlehen über EUR 1.650.000,00. Das Darlehen war bis zum 25.09.2013 befristet und wurde zurückgeführt. Aus dem Darlehensvertrag erzielte die DATAGROUP AG im Berichtsjahr einen Zinsertrag in Höhe von EUR 9.110,00.

Alle diese Geschäfte wurden jeweils zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen die folgenden Haftungsverhältnisse nach § 133 Abs. 1 UmwG:

Die Tochtergesellschaft DATAGROUP Köln GmbH hat im Wege der Abspaltung zur Aufnahme Vermögenswerte von der TDMi AG, Köln, übernommen. Sie haftet für Verbindlichkeiten der TDMi AG, soweit diese am 29.01.2009 bestanden haben, für fünf Jahre nach. Im Zusammenhang mit der Insolvenz der TDMi AG und weiterer Unternehmen des TDMi-Konzerns kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Haftungsansprüche geltend gemacht werden können.

Die DATAGROUP GmbH, die nunmehr unter HHS Beteiligungsgesellschaft mbH firmiert (HHS), hat mit Einbringungsverträgen vom 12.05.2011 Vermögenswerte und Schulden als Teilbetriebe in die Gesellschaften DATAGROUP IT Solutions GmbH und DATAGROUP Consulting GmbH eingebracht. Die beiden Gesellschaften sind in einem zweiten Schritt per Sachkapitalerhöhung vom 14.09.2011 in die DATAGROUP AG eingebracht worden. Die Gesellschaften DATAGROUP IT Solutions GmbH und DATAGROUP Consulting GmbH haften für Verbindlichkeiten der HHS, soweit diese am 12.05.2011 bestanden haben, für fünf Jahre nach.

9. Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an geleasten Vermögenswerten wird demjenigen Vertragspartner zugeordnet, der die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt. Leasingverhältnisse werden insofern in Operating Lease und in Finance Lease eingestuft. Der DATAGROUP-Konzern hat sowohl Operating Leaseals auch Finance Lease-Verträge abgeschlossen und tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.

Miet- und Leasingverträge haben die DATAGROUP-Gesellschaften insbesondere für die Nutzung bzw. Finanzierung von Rechenzentren, für Hard- und Software sowie für Gebäude und Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Verschiedene Unternehmen des DATAGROUP-Konzerns bieten zudem den Großkunden im Gesamtpaket mit Service- und Wartungsdienstleistungen auch Finanzierungslösungen für die Beschaffung ihrer IT-Infrastruktur an. Die Refinanzierung erfolgt über professionelle Leasinganbieter, zum Teil über die Leasinggesellschaften der Lieferanten. Als Finance Leases werden die Leasinggeschäfte mit IT-Lösungen, gleich ob DATAGROUP als Leasinggeber oder Leasingnehmer auftritt, eingestuft. Die übrigen Miet- und Leasingverträge werden IAS 17 folgend im Jahresabschluss als Operating Leases behandelt.

Buchwerte = Barwerte sowie Mindestleasingzahlungen können wie folgt dargestellt werden:

Nicht garantierte Restwerte wurden in Verträgen mit Kunden (mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasinggeber) nicht vereinbart.

30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013 30.09.2013
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 2.983.284,10 5.110.530,19 0,00 8.093.814,29
Barwert 2.686.897,59 4.900.767,52 0,00 7.587.665,10
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 6.054.424,48 6.015.072,61 1.005.363,06 13.074.860,15
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 2.361.497,40 4.251.125,89 0,00 6.612.623,29
Barwert 2.139.887,53 4.095.060,08 0,00 6.234.947,61
30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012 30.09.2012
Angaben in EUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Leasingverpflichtungen
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 3.746.701,93 5.733.396,34 0,00 9.480.098,27
Barwert 3.430.269,15 5.405.421,02 0,00 8.835.690,17
Operating Lease
Mindestleasingzahlungen 4.182.683,03 10.641.838,16 1.258.354,70 16.082.875,89
Leasingansprüche
Finance Lease
Mindestleasingzahlungen 1.808.070,25 2.241.589,21 0,00 4.049.659,46
Barwert 1.697.042,69 2.142.047,62 0,00 3.839.090,31

Die Laufzeiten der Finance Leasing-Verträge – sowohl mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber – betragen in der Regel zwischen 36 und 72 Monate. In Einzelfällen ist auch eine Laufzeit unter 36 Monaten, aber nicht unter 20 Monaten vereinbart. Die den Leasingverhältnissen zugrunde liegenden kalkulierten internen Zinssätze betragen im Wesentlichen zwischen 2 % und 8 %.

Die Leasingvereinbarungen aus Operating Leasing sind – bedingt durch die unterschiedlichen zugrundeliegenden Sachverhalte – sehr facettenreich ausgestaltet. Die Laufzeit der Kfz-Leasingverträge beträgt in der Regel drei Jahre.

10. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte wurden nicht betrieben.

Stefanie Arendt, Vertriebsinnendienst DATAGROUP Hamburg GmbH

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sei auf die Ausführungen im Konzernlagebericht unter Abschnitt 6. Nachtragsbericht verwiesen.

12. Honorar des Abschlussprüfers

Mit der Prüfung des Jahresabschlusses der DATAGROUP AG wurde die Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, (Bansbach) beauftragt. Im Konzernabschluss sind die nachfolgenden Aufwendungen für Leistungen von Bansbach enthalten:

Von diesem Aufwand waren zum Bilanzstichtag EUR 224.800,00 (im Vorjahr EUR 218.126,25) zurückgestellt. Die Erhöhung der Steuerberatungsleistungen ist auf eine Betriebsprüfung durch die Finanzbehörden zurückzuführen. Das Ergebnis aus der Abwicklung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung betrug EUR 4.503,25 (im Vorjahr EUR – 32.727,34). Das Entstehen des Abwicklungsverlustes im Vorjahr ist durch die erstmalige Erstellung des IFRS-Konzernabschlusses zu erklären.

13. Einbeziehung in Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, Pliezhausen, zum 30.09.2013 einbezogen werden. Diese ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 353224 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 30.09.2013 soll zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden.

14. Anteilsmeldung von Aktionären (nach § 20 Abs. 4 AktG)

Die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals DATAGROUP GmbH), Pliezhausen, hat der DATAGROUP AG (vormals DATAGROUP IT Services Holding AG), Pliezhausen, mit Schreiben vom 22.01.2006 folgende Mitteilung gemacht: "Gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG teilt die DATAGROUP GmbH, Sitz Pliezhausen, mit, dass der Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung an der DATAGROUP IT Services Holding AG unmittelbar gehört."

Angaben in EUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Abschlussprüfungsleistungen 195.597,14 217.890,80
Steuerberatungsleistungen 71.974,09 51.529,90
Sonstige Leistungen 47.078,75 57.195,00
Honorar der Abschlussprüfer 314.649,98 326.615,70

15. Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

In Gesellschafterversammlungen der DATAGROUP Stuttgart GmbH und der DATAGROUP Ludwigsburg GmbH wurde jeweils beschlossen, von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch zu machen und auf Aufstellung und Veröffentlichung von Anhang und Lagebericht zum 30.09.2013 zu verzichten. Die Beschlüsse wurden gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

16. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.453.316,30 eine Dividende von EUR 0,20 pro dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Restbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

17. Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses

Die Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses zum 30.09.2012 wurde durch den Vorstand am 25.01.2013 erteilt. Die Offenlegung erfolgte zeitgerecht auf unserer Homepage Ende Januar 2013, im elektronischen Handelsregister Anfang Dezember 2013.

Pliezhausen, den 10. Januar 2014 DATAGROUP AG

Der Vorstand

Genehmigung zur Offenlegung des Konzernabschlusses

Der Vorstand hat am 24.01.2014 beschlossen, den Konzernabschluss der DATAGROUP AG mit dem Stichtag vom 30.09.2013 für die Veröffentlichung freizugeben.

Hans-Hermann Schaber Dirk Peters

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der DATAGROUP AG, Pliezhausen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang inklusive Segmentberichterstattung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der DATAGROUP AG, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter

Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, den 17. Januar 2014

Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Neubert Wirtschaftsprüfer

gez. Tiemann Wirtschaftsprüfer

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Fotografie

Wolfgang List Klaus Mellenthin, Stuttgart / Berlin Sina Preikschat, Hamburg

Druck

Leibfarth & Schwarz GmbH & Co.KG Dettingen / Erms

Erschienen im März 2014

Wir denken anders. Wir arbeiten anders.

Wir finden bessere Lösungen.