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CPU Softwarehouse — Audit Report / Information 2014
May 20, 2015
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Audit Report / Information
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CPU Softwarehouse AG
Augsburg
Jahresabschluss der CPU Softwarehouse AG 2014
Jahresabschluss (nach HGB) 2014
Lagebericht der CPU Softwarehouse AG, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
Grundlagen des Unternehmens
Die CPU Softwarehouse AG mit Sitz in Augsburg (Konzernobergesellschaft) konzentriert sich als Holding auf die Führung, Verwaltung und strategische Ausrichtung ihrer Tochtergesellschaften und erbringt für diese interne Dienstleistungen. Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklung. Die operative Geschäftstätigkeit im Konzern liegt bei den Tochtergesellschaften.
Der CPU-Konzern (CPU) ist ein Softwarehaus für Kunden aus der Bankenbranche. CPU liefert Banken anwenderspezifische Lösungen für die Abbildung deren interner Bearbeitungs- sowie Kundenprozesse - von der Entwicklung der Software über die Einrichtung bis zur laufenden Betreuung - und erbringt IT-Dienstleistungen im Bankenumfeld. Das zentrale Know-how von CPU liegt in der softwaretechnischen Umsetzung bei den Fachthemen Kredit, Anlageberatung und Bankcontrolling. Bei den IT-Dienstleistungen deckt CPU insbesondere den Bereich der Qualitätssicherung und des Projektmanagements ab. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CPU Softwarehouse AG wird wesentlich von den Ergebnissen der Konzerngesellschaften bestimmt.
Der Konzern ist in Deutschland und in der Schweiz an insgesamt vier Standorten vertreten und betreut Kunden im Bankenumfeld in den Zielmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Rechnungslegung der CPU Softwarehouse AG erfolgt im Einzelabschluss nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Darüber hinaus erstellt die CPU Softwarehouse AG als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB einen freiwilligen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht, ohne jedoch die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB zu überschreiten.
Die Aktien der CPU Softwarehouse AG notieren an der Börse München im Freiverkehr (m:access).
Wirtschaftsbericht
Konjunkturelle Entwicklung im Geschäftsjahr 2014
Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2014 um 3,3 Prozent gestiegen. Damit lag das Wachstum exakt auf Vorjahresniveau. Innerhalb der einzelnen Volkswirtschaften zeigte sich jedoch eine sehr unterschiedliche Wachstumsdynamik. In den USA legte das BIP um 2,4 Prozent zu, nach 2,2 Prozent im Jahr 2013. Dabei profitierten die USA von weiteren Verbesserungen am Arbeitsmarkt. Dagegen rutschte Japan in eine erneute Rezession und erreichte lediglich ein Wachstumsplus von 0,1 Prozent. Russland litt unter den Sanktionen der USA und von Europa, die wegen des Konflikts Russlands mit der Ukraine verhängt wurden. Hier reduzierte sich das BIP-Wachstum nach IWF-Angaben auf 0,6 Prozent. 2013 kam es noch um 1,3 Prozent voran. In China sank die BIP-Zuwachsrate von 7,8 auf 7,4 Prozent, lag aber weiterhin auf hohem Niveau.
Deutsche Wirtschaft trotzt internationalen Krisen
In Deutschland ist die Wirtschaft im Jahresverlauf 2014 so stark gestiegen wie zuletzt im Jahr 2011. Laut dem Statistischen Bundesamt kletterte das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Jahressicht um 1,5 Prozent. Im Vorjahr hatte der Zuwachs bei 0,2 Prozent gelegen. Beflügelt von einer starken Binnenkonjunktur trotzte die heimische Wirtschaft den vielen internationalen Krisen, darunter dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft waren die Ausgaben der privaten und öffentlichen Haushalte. Auf dem Arbeitsmarkt erreichte die Zahl der Erwerbstätigen das achte Jahr in Folge einen Höchststand.
Neben Deutschland gehören auch Österreich und die Schweiz zu den Absatzmärkten für die CPU Softwarehouse AG. Laut der Wirtschaftskammer Österreich verlor in unserem Nachbarland die Konjunktur im zweiten und dritten Quartal 2014 kräftig an Schwung. Bis zum Frühjahr 2015 wird mit keiner spürbaren Verbesserung gerechnet, wenngleich auch keine Hinweise auf ausgeprägte rezessive Tendenzen zu erkennen sind. 2014 soll das BIP in der Alpenrepublik um 0,4 Prozent (Vorjahr: 0,2 Prozent) gewachsen sein. In der Schweiz zeigte sich die Konjunktur im Berichtsjahr solide aufwärtsgerichtet. Nach einem schwächeren zweiten Quartal verstärkte sich die Wirtschaftsdynamik im dritten Quartal wieder. Laut Berechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft wird das BIP-Wachstum in der Schweiz demnach 1,8 Prozent betragen haben.
IT-Markt bleibt Wachstumssäule in Deutschland
Der Markt für Informationstechnologie ist im Jahr 2014 erneut deutlich gewachsen. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) kletterte das Volumen in der Informationstechnik um 4,3 Prozent auf 77,8 Mrd. Euro. Die für CPU wichtigen Teilmärkte Software und IT-Services entwickelten sich mit unterschiedlicher Dynamik: Die Softwareumsätze stiegen um 5,6 Prozent auf 19,1 Mrd. Euro und die IT-Services um 2,7 Prozent auf 36,3 Mrd. Euro.
Branchenumfeld
CPU ist auf Bankensoftware spezialisiert und somit maßgeblich von der Entwicklung und der Investitionsbereitschaft im Finanzsektor abhängig. Die Kreditinstitute sahen sich jedoch auch im Berichtsjahr unverändert mit großem Druck auf die Gewinnmargen konfrontiert. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld belastete die Zinserträge aus dem Einlagengeschäft. Dabei gelang es kaum, die verringerte Zinsspanne durch Provisionserträge auszugleichen. Auch im Geschäftsjahr 2015 sehen wir Anzeichen dafür, dass sich das äußerst wettbewerbsintensive Klima im Finanzgewerbe nicht wesentlich verbessert.
Gestiegene Kundenanforderungen, beispielsweise bei der Sicherheit im Internet-Banking oder beim Service, erfordern weitere Investitionen. Zudem stellt der demografische Wandel hinsichtlich Kundenansprache, Produktangebot und örtlicher Verfügbarkeit die Banken vor neue Herausforderungen. Im Spannungsfeld zwischen niedrigen Zinsmargen und dem intensiven Werben um Kunden belasten außerdem die aktuellen und zukünftigen regulatorischen Anforderungen an den Finanzsektor. Diese binden Kapital und Managementkapazitäten.
Geschäftsverlauf und Ertragslage 2014
Auch im Geschäftsjahr 2014 zeichnet sich der Bankenmarkt durch eine hohe Investitionszurückhaltung aus. Nach wie vor müssen sich Kreditinstitute durch das anhaltend niedrige Zinsniveau weiter auf sinkende Margen einstellen. Deshalb bewegt sich die CPU Softwarehouse AG und deren Tochtergesellschaften auch weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld. Dies bekommt im Konzern vor allem der Produktbereich mit seinen Leistungslinien Kredit, Anlage und Bankcontrolling mit den Tochtergesellschaften CPU Bankensoftware AG, St. Gallen, und CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg, zu spüren. Im Dienstleistungsbereich zeichnet sich ein weiteres Wachstum ab.
Die Ertragslage der CPU Softwarehouse AG wird operativ im Wesentlichen durch die Höhe der Umlagenerträge und die Gewinnabführungen von Tochtergesellschaften zur Abdeckung der Holdingkosten bestimmt. Kostenerhöhungen von rund 0,1 Mio. Euro und Aufwendungen aus Verlustübernahme von ca. 0,1 Mio. Euro trugen zur Ergebnisbelastung im Geschäftsjahr 2014 bei.
Trotz geringfügig gesteigerter Umlagenerträge resultierte für die CPU Softwarehouse AG ein negatives EBITDA von rund minus 0,2 Mio. Euro.
Durch die Ertragsaussichten brauchten im Geschäftsjahr keine weiteren Abschreibungen auf Unternehmensbeteiligungen bzw. lediglich geringfügige Abschreibungen auf Ausleihungen in Höhe von TEUR 38 vorgenommen werden (Vj.: 0,8 Mio. Euro auf Beteiligungsbuchwerte bzw. Ausleihungen und rund 0,5 Mio. Euro auf Forderungen). Somit ergab sich ein negatives EBIT von rund 0,3 Mio Euro (Vj.: 1,3 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Zinsaufwandes und der Zinserträge ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 0,3 Mio Euro (Vj.: 1,3 Mio. Euro). Dies ist eine signifikante Verbesserung gegenüber 2013.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es der CPU Gruppe gelungen, bei IT-Dienstleistungen deutliche Umsatzzuwächse, bei gleichzeitiger EBIT-Erhöhung um 25,4 Prozent, zu erzielen. Die Umsatzrendite betrug hier wie im Vorjahr 7,0 Prozent. Leider hat sich für CPU Gruppe im Produktbereich dieser positive Trend nicht erfüllt. Hier ergaben sich deutliche Rückgänge beim Umsatz und Ertrag. Die Umsatzrendite, d. h. das Verhältnis aus EBIT zu Umsatzerlösen, sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Insgesamt stellt sich der Geschäftsverlauf im Produktbereich nicht zufriedenstellend dar. Diesem haben wir durch deutliche Kosteneinsparungen ab dem 1. Quartal 2015 Rechnung getragen und erwarten uns somit eine Stabilisierung auf der Produktseite.
Der Rechtsstreit mit einem Kunden aus dem Jahr 2011 wurde gerichtlich entschieden. Das Gericht gab der sachlichen Position der CPU 100-prozentig recht, jedoch kam es zu einer anderen monetären Bewertung der Sachlage, woraus im Geschäftsjahr eine letztmalige Belastung für die Schweizer Tochtergesellschaft resultierte.
Vermögens-, Kapitalstruktur und Liquidität
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der CPU Softwarehouse AG resultiert aus der Funktion als Holding. Größte Bilanzposition bleibt unverändert der Anteilsbesitz mit 5,1 Mio. Euro oder rd. 85 Prozent der Bilanzsumme (Vj.: 5,1 Mio. Euro oder rd. 82 Prozent). Die verbleibenden Forderungen im Umlaufvermögen gegen verbundene Unternehmen nach der Wertberichtigung von rd. 0,4 Mio. Euro betragen rd. 0,4 Mio. Euro (Vj.: 0,6 Mio. Euro) und machen noch rd. 7 Prozent der Bilanzsumme aus (Vj.: rd. 10 Prozent). Sämtliche langfristige Bilanzpositionen sind vollständig durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt.
Das Gezeichnete Kapital beträgt 4,1 Mio. Euro (Vj.: 4,1 Mio. Euro). Insgesamt belief sich das bilanzielle Eigenkapital der CPU Softwarehouse AG zum Geschäftsjahresende unter Berücksichtigung der Kapitalrücklagen sowie des Bilanzverlusts auf rd. 5,3 Mio. Euro (Vj.: 5,5 Mio. Euro). Das sind rd. 88 Prozent der Bilanzsumme (Vj.: 90 Prozent).
Die CPU Softwarehouse AG finanziert sich im Wesentlichen über die internen Umlagen, die den Tochtergesellschaften belastet werden und aus abgeführten Gewinnen. Der Cash-Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen und Abwertungen auf Forderungen) betrug im Geschäftsjahr minus 0,2 Mio. Euro (Vj.: 0,0 Mio. Euro).
Die Aufgaben und Ziele des Finanzmanagements bestehen in erster Linie in der Sicherstellung der Liquidität für alle Tochtergesellschaften bei gleichzeitig möglichst optimaler Ressourcenallokation. Das Finanzmanagement des CPU-Konzerns wird im Wesentlichen zentral durch die CPU Softwarehouse AG für die einzelnen Tochtergesellschaften wahrgenommen. Im Berichtsjahr wurde hierdurch die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen bei der CPU Softwarehouse AG sowie den Tochtergesellschaften koordiniert und sichergestellt.
Personalbericht
Zum 31.12.2014 waren bei der CPU Softwarehouse AG sechs Mitarbeiter (Vj.: drei Mitarbeiter) in Verwaltung, Rechnungswesen und Systemadministration beschäftigt. In dieser Summe sind Teilzeitkräfte enthalten.
Aktienkapital
Das Grundkapital der CPU Softwarehouse AG beträgt 4.093.953,00 Euro und ist in 4.093.953 nennwertlose Stückaktien (Vj.: 4.093.953 Stückaktien) eingeteilt. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung erfordert eine Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beträgt.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt. Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien entsprechen den gesetzlichen Regelungen.
Es sind keine Arbeitnehmer der CPU Softwarehouse AG und deren Konzerngesellschaften derart am Kapital beteiligt, dass eine unmittelbare Ausübung der Kontrollrechte durch die Arbeitnehmer stattfände. Da es sich bei den begebenen Anteilscheinen um Inhaberaktien handelt, liegen der Gesellschaft aber keine verlässlichen Angaben über Aktionäre und damit einen eventuell privaten Anteilsbesitz von Arbeitnehmern vor.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. August 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.046.976,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2012 ist ferner das Grundkapital bis zum 31. August 2017 um bis zu EUR 2.046.976,00 durch Ausgabe auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Das bedingte Kapital dient der Ausübung von Wandel- bzw. Optionsrechten. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Wandel- oder Optionsrechten aus den aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2012 bis zum 31. August 2017 von der CPU Softwarehouse AG zu begebenden Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandel- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Darüber hinaus entsprechen die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien den gesetzlichen Regelungen. Eine Ermächtigung zum Rückkauf liegt nicht vor. Vereinbarungen der Gesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes wurden nicht getroffen.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag haben sich nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Unternehmensentwicklung nach sich ziehen könnten. Zum 31.01.2015 hat Herr Oliver Gosemann sein Amt als stellvertretender Aufsichtsrat niedergelegt.
Chancen- und Risikobericht
Aktives Risikomanagement erfordert die frühzeitige, systematische Identifikation unternehmerischer Chancen und Risiken, um auf die geänderten Rahmenbedingungen adäquat und rechtzeitig reagieren zu können. Die CPU Softwarehouse AG setzt deshalb seit Jahren ein für die Unternehmensgröße geeignetes Risikomanagementsystem ein, welches für den gesamten Konzern angewendet wird. Dementsprechend steuert und koordiniert die CPU Softwarehouse AG im Rahmen des Risikomanagements das konzernweite interne Berichtswesen.
Die CPU Softwarehouse AG ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften abhängig. Deshalb stellen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften bzw. die Chancen und Risiken der jeweiligen Geschäftsfelder mittelbar auch wesentliche Chancen und Risiken der Muttergesellschaft bzw. des Konzerns dar.
Aus diesem Grund kommt der Konzernsteuerung eine besondere Bedeutung zu. Verschlechterungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei Tochtergesellschaften können sich bei der CPU Softwarehouse AG in der Beteiligungsbewertung, der Bewertung der Konzernforderungen und unmittelbar in der Liquiditätssituation niederschlagen. Seit Jahren verwendet die CPU Softwarehouse AG für den Konzern Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Angebots- und Projektsteuerung sowie bei Liquidität und Personal.
Risikomanagement
Das Risikomanagementsystem der CPU definiert und umfasst die Steuerung und Kontrolle aller für den Bestand und die Unternehmensentwicklung wichtigen Unternehmensbereiche und Prozesse. Zum Risikomanagement gehören insbesondere die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen sowie die Risikoinventur mit dem internen Kontrollsystem und einem kennzahlengestützten Früherkennungssystem.
Die Verantwortung und Umsetzung für das Risikomanagement liegt grundsätzlich beim Vorstand. Der Aufsichtsrat berät ebenfalls über das Risikomanagement und ist vor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung des BilMoG explizit mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, insbesondere deren Unabhängigkeit, befasst.
Die strategische Unternehmensplanung gibt die grundsätzliche strategische Ausrichtung mit den für jedes Segment bzw. Geschäftsfeld beschriebenen Positionierungen und Maßnahmen vor. Dies soll langfristig gewährleisten, dass Wettbewerbsvorteile erkannt und genutzt werden können und eine effiziente Allokation von Ressourcen erfolgt. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung werden für alle Geschäftsfelder die Positionierungen und Segmentstrategien entwickelt, aus denen sich Maßnahmen und Handlungsanweisungen für die kommenden Jahre ableiten. Eine grundsätzliche Überarbeitung der strategischen Unternehmensplanung erfolgt ca. alle drei Jahre. Auf Geschäftsfeldebene werden jedoch jährlich bei Strategietreffen mit den Führungskräften des Konzerns die grundlegenden Parameter und Annahmen überprüft. Diese Strategietreffen stellen auch die Basis für die Etatplanung des künftigen Geschäftsjahres der CPU Gruppe dar.
Für die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgt konzernweit ein einheitliches Reporting auf Basis monatlicher Meldungen und Quartalsabschlüsse sowie von Umsatz- und Ertragsprognosen bzw. Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Im Rahmen der Projektsteuerung besteht ebenso ein einheitliches monatliches Reporting und Beurteilungssystem, um die Effizienz bzw. die Chancen und Risiken aus den Projekten einschätzen zu können.
Das interne Berichtswesen steuert und kontrolliert kurzfristig alle relevanten Vorgänge des laufenden Geschäftsjahres. Dies erfolgt auf Geschäftsfeldebene bzw. auf Ebene der Tochtergesellschaften durch das Monatsreporting, welches im Wesentlichen die Erlös- und Kostenstrukturen wiedergibt. Die Zusammenfassung des Monatsreportings erfolgt auf Konzernebene quartalsweise, bei Bedarf jedoch auch ad-hoc.
Die Risikoinventur deckt systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der CPUGruppe ab. Sie ermittelt und bewertet alle für die Konzernunternehmen kritischen Bereiche. Die regelmäßige Überwachung der Risiken erstreckt sich sowohl auf kurzfristige Risiken als auch auf lang- und mittelfristige Risikobereiche. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifische Besonderheiten als auch die relevanten gesetzlichen Vorschriften und überprüft, welche gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen (Compliance).
Aus der Bewertung der Risiken werden Maßnahmen abgeleitet, die das Risiko reduzieren sollen. Im Rahmen von regelmäßigen Reviews wird der Status der aufgrund der Risikoinventur eingeleiteten Maßnahmen vom Vorstand überwacht. Wenn erforderlich, werden weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung festgelegt und nachgehalten.
Das interne Kontrollsystem unterstützt die Steuerung und Kontrolle der Unternehmen durch die konzernweit einheitliche organisatorische Implementierung von Prozessen und Strukturen. Dazu gehört u. a. die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Regeln.
Der Aufsichtsrat lässt sich vom Abschlussprüfer in der Bilanzsitzung über die im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellten Kontrollschwächen, soweit vorhanden, berichten. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und umfassend durch den Vorstand informiert, plausibilisiert die getroffenen Annahmen und überprüft auf diesen Grundlagen die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die turnusmäßige Berichterstattung erfolgt in Abhängigkeit der Themen zu jeder Aufsichtsratssitzung bzw. monatlich und quartalsweise.
Besondere Geschäftsrisiken
Die Investitionsbereitschaft der Bankenbranche bestimmt wie in den Vorjahren, als kritischer und nicht beeinflussbarer Erfolgsfaktor, die Umsatzentwicklung der CPU. Insbesondere vor dem Hintergrund der mittlerweile nun lang anhaltenden Niedrigzinsphase besteht bei fast allen Banken ein erheblicher Kostendruck, da die Margen aus den Bankgeschäften sinken und damit weniger zur Abdeckung der Fixkosten beitragen. Des Weiteren erhöht sich seit Jahren die Regulationsdichte und die Anzahl der zu beachtenden Vorschriften. Dies führt tendenziell auch zu einer geringeren Investitionsneigung, die sich insbesondere bei der CPU in einem rückläufigen Produktgeschäft bemerkbar macht. Umgekehrt besteht die Chance, dass sich der erhöhte Kostendruck mittelfristig auch wieder in einer höheren Nachfrage nach Softwareprodukten niederschlägt, um die Workflows effizienter abbilden zu können.
Ferner verbleibt als Risiko, dass sich Besonderheiten des Zielmarktes, z. B. ein noch stärkerer Konzentrationsprozess bei den Banken oder die Verlagerung von IT-Infrastruktur auf Rechenzentren, negativ auswirken können. Damit wächst die Gefahr, dass Software-Bestandskunden verloren gehen und Neukunden sich nur vereinzelt gewinnen lassen. CPU versucht, dieser Entwicklung durch Kooperationen und Vertriebs- und Implementierungspartnerschaften entgegen zu wirken. Damit besteht die Chance neue, für CPU bisher nicht erreichbare Marktpotentiale zu erschließen.
Nach wie vor besteht ein Risiko aufgrund der schwankenden Investitionsbereitschaft in der Bankbranche und der immer noch schmalen Projekt- und Kundenbasis. Bei Wegfall einzelner Aufträge oder Verzögerung fest in Aussicht gestellter Aufträge besteht die Gefahr, dass Umsatz- und Ergebnisprognosen nicht eingehalten werden können, da die notwendigen Kostenanpassungen nur verspätet wirken. Dadurch besteht das Risiko, bei dauerhaft negativen Jahresergebnissen der Tochtergesellschaften, der Notwendigkeit, Beteiligungen und Forderungen an Tochtergesellschaften abzuwerten bzw. vollständig abzuschreiben.
Des Weiteren besteht wegen der momentanen Größe der Gesellschaften die Gefahr, dass bei vollständigem Verlust von größeren Bestandskunden notwendige Kapazitätsanpassungen nicht mehr in ausreichendem Maße durchgeführt werden können, um die aus dem Umsatzrückgang resultierenden Einnahmenverluste abzufangen. Außerdem besteht das Risiko, dass sich die Abhängigkeit von einzelnen Kunden erhöht.
In vielen Projekten haben die Kunden im Testmanagement bzw. in der Durchführung der Tests Kapazitätsengpässe. Zudem bestehen zum Teil zunehmend Abhängigkeiten von anderen Projektbeteiligten und Zuliefersystemen. Dies kann insbesondere die für die kaufmännische Abrechnung von Projekten entscheidende Abnahme verzögern. CPU versucht, durch Unterstützung der Kunden im Abnahmeprozess und durch strukturiertes Vorgehen solche Verzögerungen zu vermeiden. Dennoch verbleibt ein nur bedingt steuerbares Restrisiko, dass sich kundenseitig die Abnahmen und Zulieferleistungen verzögern, sich nicht verrechenbare Zusatzaufwendungen ergeben und sich somit die geplanten Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge bei der CPU Softwarehouse AG und im Konzern verschieben können.
Es besteht durch unzureichende Jahresergebnisse die Gefahr, dass die operativen Gesellschaften nicht die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vornehmen können und diese damit ihre Konkurrenzfähigkeit und den Anschluss an den technologischen Fortschritt verlieren. CPU hat deshalb entschieden, neue Software-Produkte ausschließlich unter wirtschaftlicher Einbeziehung des Kunden zu entwickeln.
Aus der Rechtsform und Börsennotierung entstehen noch immer jährliche Kosten von über 0,1 Mio. Euro, die von den operativen Tochtergesellschaften erwirtschaftet werden müssen und im Verhältnis zur momentanen Größe des Konzerns unangemessen hoch sind. Bei der derzeitigen Größe des Unternehmensverbundes und der unterschiedlichen Ergebnissituation in den Geschäftsfeldern ist es unabdingbar, dass alle Tochtergesellschaften zumindest kostendeckend und die Mehrzahl der Gesellschaften profitabel arbeiten, um den Liquiditätsbedarf der CPU Softwarehouse AG decken zu können.
Um sicherzustellen, dass sich das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensabläufe nicht nur auf einzelne Mitarbeiter konzentriert, investiert CPU in notwendige Schulungsmaßnahmen. Diese helfen uns, um unsere Mitarbeiter technisch auf aktuellen Stand zu halten und um besondere Kompetenz am Markt darstellen zu können. Durch geeignete Personalentwicklung und leistungsbezogene Vergütungssysteme wird eine gute Mitarbeiterbindung gewährleistet. Damit verringert CPU das Risiko, dass Know-How-Träger die Tochterunternehmen verlassen.
Bei annähernder Erreichung der Ertragsziele besteht auch weiterhin kein existenzbedrohendes Risiko in der Ertrags- und Liquiditätssituation für Konzern und Holding.
Prognosebericht
Der IWF rechnet im Jahr 2015 mit einem Zuwachs für die Weltwirtschaft. Gemäß dieser Einschätzung wird das globale Wachstum 3,5 Prozent betragen. Konjunkturlokomotive mit einem BIP-Wachstum von 3,6 Prozent sollen dabei erneut die USA sein. Für den Euro-Raum fallen die Erwartungen mit einem Plus von 1,2 Prozent deutlich niedriger aus. Wegen anhaltender Sanktionen der EU und des derzeit niedrigen Ölpreises wird in Russland mit einer um 3,0 Prozent sinkenden Wirtschaftsleistung gerechnet. China und Indien führen mit prognostizierten Wachstumsraten von 6,8 bzw. 6,3 Prozent die Emerging Markets an. Allerdings würde China damit die starken Zuwächse der Vorjahre von über sieben Prozent nicht mehr erreichen.
In den für CPU relevanten Kernmärkten wird ebenfalls mit einem Aufschwung gerechnet, dieser wird jedoch deutlich unter den IWF-Prognosen für die USA liegen. Das Bundesfinanzministerium erwartet für Deutschland einen Zuwachs beim BIP von 1,5 Prozent und die Wirtschaftskammer Österreich schätzt für ihren Heimatmarkt ein Wachstum von 0,5 Prozent. Durch die Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 und der daraus folgenden Höherbewertung des Franken im Vergleich zum Euro rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft in der Schweiz aktuell mit negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Auf Basis einer weitgehend unveränderten Währungskurssituation hatte das Staatssekretariat zuvor noch ein Plus von 2,1 Prozent prognostiziert.
In der Software-Branche ist der Ausblick unverändert positiv. Laut BITKOM wird der Umsatz mit Software, IT-Dienstleistungen und IT-Hardware voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro steigen. Die Software-Umsätze sollen demnach mit einem Plus von 5,5 Prozent auf 20,2 Mrd. Euro zulegen und damit nahezu das hohe Vorjahreswachstum (+5,6 Prozent) erreichen. Bei den IT-Leistungen wird ein Zuwachs um 3,0 Prozent auf 37,4 Mrd. Euro prognostiziert.
Für das kommende Geschäftsjahr 2015 halten wir, wie schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014, an einer noch stärkeren Fokussierung und Intensivierung der Aktivitäten auf den Dienstleistungsbereich fest. Im Produktbereich wird CPU vorerst etwas zurückhaltender agieren und überschüssige Kapazitäten in den Dienstleistungsbereich verlagern. Sollte sich mittelfristig wieder die Chance für ein stärkeres Wachstum im Produktbereich ergeben, so besteht dort jederzeit die Möglichkeit, die Nachfrage im Markt mit moderner Software bedienen zu können.
Insgesamt wird sich die Aufwärtsentwicklung im Dienstleistungsbereich der letzten Jahre fortsetzen, durch den der Anteil der Dienstleistungserlöse am Gesamtumsatz im Konzern stetig steigt. Für das kommende Geschäftsjahr 2015 wird mit einem Anteil von rund 80 Prozent an moderat steigenden Gesamterlösen gerechnet. Das EBIT im Dienstleistungsbereich wird im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls moderat steigen. Im Produktbereich gehen wir von leicht sinkenden Umsätzen und einem ebenfalls leicht sinkendem EBIT aus.
CPU hält an dem Ziel fest, im Konzern ein ausreichendes Ertragsniveau zu erreichen, das alle operativen Gesellschaften in die Lage versetzt, die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vorzunehmen. Die Umsatzrendite bei CPU im Konzern soll auf mittlere Sicht wieder bei drei bis fünf Prozent liegen. Für das kommende Jahr wird im Konzern mit einer leicht positiven Umsatzrendite gerechnet.
Bei annähernder Erreichung der Ertragsziele der Tochtergesellschaften wird davon ausgegangen, dass bei der CPU Softwarehouse AG mit einer leichten Ergebnisverbesserung beim EBITDA, EBIT und einem leicht positiven Jahresergebnis für 2015 gerechnet wird.
Augsburg, den 18. März 2015
Roger Heinz
Vorstand
Jahresabschluss 2014 nach HGB
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktivseite
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| 31.12.2014 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13 | 11 |
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14 | 16 |
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.061 | 5.061 |
| 2. | Sonstige Ausleihungen | 0 | 14 |
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 426 | 633 |
| 2. | Sonstige Vermögensgegenstände | 397 | 373 |
| II. | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 71 | 57 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 1 | 3 |
| 5.983 | 6.168 |
Passivseite
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| 31.12.2014 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 4.094 | 4.094 |
| II. | Kapitalrücklage | 2.100 | 2.100 |
| III. | Bilanzverlust | -932 | -668 |
| 5.262 | 5.526 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. | Rückstellungen für Pensionen | 463 | 426 |
| 2. | Sonstige Rückstellungen | 159 | 86 |
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 37 | 75 |
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 19 |
| 3. | Sonstige Verbindlichkeiten | 39 | 36 |
| davon aus Steuern 35 TEUR (Vj. 35 TEUR) | |||
| 5.983 | 6.168 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
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| 2014 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. | Vertriebskosten | -145 | -146 |
| 2. | Allgemeine Verwaltungskosten | -701 | -621 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 503 | 453 |
| 4. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -60 | -491 |
| 5. | Erträge aus Gewinnabführung | 309 | 293 |
| 6. | Aufwendungen aus Verlustübernahme | -109 | 0 |
| 7. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 38 | 39 |
| 8. | Abschreibungen auf Finanzanlagen | -50 | -792 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -49 | -35 |
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Jahresfehlbetrag | -264 | -1.300 |
| 11. | Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -668 | 632 |
| 12. | Bilanzverlust | -932 | -668 |
Anhang der CPU Softwarehouse AG, Augsburg
I. Allgemeine Angaben
Die CPU Softwarehouse AG, Augsburg, ist ein Unternehmen, dessen Aktien im Freiverkehr (m:access) der Börse München notieren.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der CPU Softwarehouse AG (CPU AG) wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die CPU Softwarehouse AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB. Dementsprechend übt sie aus Vereinfachungsgründen bei der Abschlusserstellung die gesetzlichen Wahlrechte (größenabhängigen Erleichterung gem. § 274a HGB) zur Angabe bzw. Nichtangabe bestimmter Vermerkpflichten aus. Auch von den Anhangangaben gem. § 285 HGB Nr. 2, Nr. 3, Nr. 3a, Nr. 6, Nr. 9 a) und b), Nr. 11, Nr. 17, Nr. 19 und Nr. 29 wurde entsprechend der gesetzlichen Vorschriften der §§ 286 Abs. 3 Nr. 2 und 288 Abs. 1 HGB sowie des § 285 Nr. 10 HGB hinsichtlich der Angaben für börsennotierte Gesellschaften abgesehen. Die Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt.
II. Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung bewertet. Soweit sich aus den Kursen zum Bilanzstichtag noch nicht realisierte Gewinne oder Verluste ergeben, werden diese entsprechend realisiert.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Es gelten generell und unabhängig von den tatsächlich ausgewiesenen Bilanzpositionen die unten folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Aktiva
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nennwerten bzw. im Falle von Rückdeckungsversicherungen mit den Rückkaufswert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Soweit eine gesetzliche Aufrechnungslage gegeben ist, werden Forderungen mit Verbindlichkeiten saldiert und dementsprechend saldiert ausgewiesen.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktwert. Sofern der Marktwert der Wertpapiere über dem jeweiligen Buchwert liegt, erfolgt eine Wertaufholung bis zur Höhe des jeweiligen Marktwerts.
Die liquiden Mittel sind mit den Nominalwerten ausgewiesen.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Aktive latente Steuern werden nicht bilanziert.
Passiva
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit eine gesetzliche Aufrechnungslage gegeben ist, werden Verbindlichkeiten mit Forderungen saldiert und dementsprechend saldiert ausgewiesen.
IV. Angaben zur Bilanz
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Softwareprogramme.
Für die Abschreibungen der Softwareprogramme wird eine Nutzungsdauer von einem bis vier Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer der gewerblichen Schutzrechte beträgt zehn Jahre und umfasst damit die durch die Eintragung gewährte Schutzdauer. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.
Bei dem Sachanlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Hardware und Büroausstattung. Die Nutzungsdauer der Sachanlagegüter beträgt zwischen zwei und zehn Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear.
Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, wenn der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes EUR 150,00 nicht übersteigt. Für die Anlagegüter, die einen Wert von EUR 150,00 im Einzelnen übersteigen, aber nicht EUR 1.000,00, wird entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen und im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut des Sammelpostens aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.
Finanzanlagen
Die Ermittlung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt anhand eines Unternehmensbewertungsmodells auf Basis der Discounted Cash Flow-Methode, soweit erforderlich. Dabei werden, unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen sowie der Umsatzerwartungen, die erwarteten Cash Flows auf Basis der genehmigten Budgets für einen Drei-Jahres-Zeitraum fortgeschrieben und anschließend mit einer Wachstumsrate von 1% geplant. Die Abzinsung der Cash Flows erfolgt mit einem Diskontierungssatz in Abhängigkeit von den jeweiligen erwarteten Markt-, Produkt- und Unternehmensentwicklungen von 11,28% (Schweiz) bzw. 10,3% (Deutschland) vor Steuern. Hieraus ergaben sich für das Geschäftsjahr 2014 außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 38.
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| Anteilsbesitz | Anteilsbesitz | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- |
| CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg | 100% | 100% |
| ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn | 100% | 100% |
| CPU Bankensoftware AG, St. Gallen | 100% | 100% |
| CPU Softwarehouse s.r.o. i.L., Prag | 100% | 100% |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 372) eine Laufzeit von über einem Jahr.
Von dem unter der Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesenen Betrag sind TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) als Sicherheit für Mietavale hinterlegt.
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von TEUR 1 enthalten.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 4.093.953,00 (Vorjahr: EUR 4.093.953,00) und ist in 4.093.953 (Vorjahr: 4.093.953) nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit gleichen Rechten eingeteilt.
Die Aufteilung der Kapitalrücklage stellt sich wie folgt dar:
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| Stand 31.12.2014 | |
|---|---|
| EUR | |
| --- | --- |
| gebundene Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 1 HGB und § 237 (5) AktG |
1.052.732,00 |
| freie Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 4 HGB |
1.046.863,64 |
| 2.099.595,64 |
Bilanzverlust
Der Posten hat sich wie folgt entwickelt:
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| EUR | |
|---|---|
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2013 | -667.363,71 |
| Jahresfehlbetrag 2014 | -264.493,55 |
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2014 | -931.857,26 |
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. August 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu EUR 2.046.976,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) für Spitzenbeträge;
b) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 409.395,00, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlage zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz);
c) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 2.046.976,00, sofern die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2012 ist ferner das Grundkapital bis zum 31. August 2017 um bis zu EUR 2.046.976,00 durch Ausgabe auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Das bedingte Kapital dient der Ausübung von Wandel- bzw. Optionsrechten. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Wandel- oder Optionsrechten aus den aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2012 bis zum 31. August 2017 von der CPU Softwarehouse AG zu begebenden Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandel- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Pensionsrückstellungen
Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgte in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 30 nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren.
Die versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005 G nach Dr. Klaus Heubeck und folgenden Bewertungsparametern:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins: | 4,54% | 4,89% |
| Rententrend ab Pensionierungsalter: | 2,00% p.a. | 2,00% p.a |
| Zinsaufwand: | TEUR 45 | TEUR 29 |
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
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| Gesamtbetrag | bis zu 1 Jahr | zwischen 1 und 5 Jahren | größer 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 37 | 37 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (75) | (38) | (37) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 23 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (19) | (19) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 39 | 39 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (36) | (36) | (0) | (0) |
| 99 | 99 | 0 | 0 | |
| (Vorjahr) | (130) | (93) | (37) | (0) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Globalzession abgesichert.
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Personalaufwand des Geschäftsjahres:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 444 | 378 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen | ||
| für Altersversorgung und Unterstützung | 55 | 58 |
| (davon für Altersversorgung) | (15) | (28) |
| 499 | 436 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen der CPU AG sind im Wesentlichen Erträge aus Konzernumlagen, aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1), Aufwendungen aus Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 490) und Zuführungen zu den Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Erträge aus Gewinnabführung beinhalteten in beiden Geschäftsjahren die Ergebnisabführung der ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn, sowie für das Geschäftsjahr 2013 die Ergebnisabführung der CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg. Im Wirtschaftsjahr 2014 beinhalten die Aufwendungen aus Verlustübernahme den Verlust der CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg.
Die Zinserträge der CPU AG betragen TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 39). Davon betreffen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 38) verbundene Unternehmen.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen mit TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 792) Ausleihungen (und im Vorjahr Anteile) an verbundenen Unternehmen sowie mit TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige Ausleihungen.
VI. Sonstige Angaben
Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2014 waren bei der CPU AG durchschnittlich 4 Arbeitnehmer (Vorjahr: 3 Arbeitnehmer) beschäftigt, welche in der Verwaltung tätig waren.
Zum Jahresende waren folgende Personengruppen (darin sind Teilzeitkräfte enthalten) bei der CPU AG beschäftigt:
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| Stand 31.12.2014 | Stand 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Vorstand | 1 | 2 |
| Verwaltung und Systemadministration |
6 | 3 |
| 7 | 5 |
Angaben zu den Organen
Vorstand:
Roger Heinz, Augsburg (ab 10.03.2014)
Vorstand Vertrieb und Marketing
Werner Binder, Augsburg (bis 31.03.2014)
Sprecher des Vorstandes
Sven Wollenhaupt, Augsburg (bis 31.03.2014)
Vorstand Finanzen und Administration
Aufsichtsrat:
Dr. Heiko Frank, Friedberg
Vorstandsmitglied IMAP M&A Consultants AG, Mannheim
Aufsichtsratsvorsitzender
Oliver Gosemann, Forst (bis 31.01.2015)
Geschäftsführender Gesellschafter der GOSFAM Investments GmbH, Forst
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Reinhard Ender
Unternehmensberater, Köln
VII. Ergebnisverwendung
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 264.493,55 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 667.363,71 auf neue Rechnung vorzutragen.
Augsburg, den 18.03.2015
Roger Heinz
Vorstand
Bericht des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre
die CPU Softwarehouse AG ist im Geschäftsjahr 2014 trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds im Finanzsektor wieder gewachsen. Nachdem das Geschäft in den vergangenen Jahren noch von Erlösrückgängen geprägt war, stieg der Umsatz im Berichtsjahr um fast sechs Prozent auf rund 6,0 Mio. Euro. Durch Investitionen in Personal und Infrastruktur sowie Abschreibungen auf Produkte, sank das jedoch EBIT. Operativ hat der seit April 2014 für CPU tätige Alleinvorstand Roger Heinz die Strategie seiner beiden Amtsvorgänger Werner Binder und Sven Wollenhaupt entscheidend weiterentwickelt.
Bereits im Vorjahr hatten sich einschneidende strukturelle Veränderungen bei CPU abgezeichnet. Während das Produktgeschäft immer stärker unter der Investitionszurückhaltung im Kreditgewerbe litt, erwirtschaftete die Gesellschaft im Dienstleistungsgeschäft Zuwächse mit entsprechendem EBIT. Mit den dazugehörigen strategischen Weichenstellungen galt es, diese Entwicklung für zukünftiges Wachstum zu nutzen. Um weitere Kunden im Dienstleistungsgeschäft hinzuzugewinnen, geht das Management neue Wege: Neben Banken und Finanzdienstleistern rücken auch Unternehmen aus verwandten Branchen in den Fokus. Das Know-how ist vorhanden. Außerdem arbeitet das Unternehmen an der Integration seiner Banken-Applikationen auf mobile Endgeräte. Das ist ein weiterer potenzieller Wachstumsmarkt für CPU, denn der Finanzsektor wird mit einem geänderten Kundenverhalten bezüglich der zeitlichen und örtlichen Beratung konfrontiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist unabhängig von Ort und Zeit der direkte Zugriff auf alle Daten erforderlich.
Personelle Veränderung im Aufsichtsrat
Nach dem Vorstandswechsel im Geschäftsjahr 2014 kommt es nun auch im Aufsichtsrat zu personellen Veränderungen. Mit Wirkung zum 31. Januar 2015 hat Herr Oliver Gosemann sein Mandat niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Gosemann für die langjährige, sehr konstruktive, erfolgreiche Zusammenarbeit. Herr Reinhard Ender, bislang Aufsichtsratsmitglied, wird zukünftig den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Neues Mitglied im Gremium wird Herr Martin Nußpickel.
Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat alle ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und den Vorstand unterstützend und beratend begleitet. Im Geschäftsjahr 2014 traf sich der Aufsichtsrat zu insgesamt sechs Präsenzsitzungen. Diese fanden am 20. Februar, 16. April, 21. Mai, 21. Juli, 21. Oktober und am 21. November statt, wobei alle Mitglieder des Aufsichtsrats bei diesen Sitzungen anwesend waren. Darüber hinaus wurde am 4. November eine Telefonkonferenz durchgeführt, an der das Gremium ebenfalls geschlossen teilnahm. In seinen 7 Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Geschäftsentwicklung der Einzelgesellschaften und des Konzerns, um die Gesellschaft trotz ungünstiger Rahmenbedingungen erfolgreich am Markt zu positionieren. Diverse organisatorische und strukturelle Änderungen wurden gestartet oder weiterentwickelt. Der Aufsichtsrat prüfte alle vom Vorstand geplanten geschäftspolitischen Maßnahmen auf Plausibilität. Im ersten Quartal 2014 schloss das Gremium zudem die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für die zum 31.3.2014 ausscheidenden Vorstände erfolgreich ab.
Schwerpunkt der Beratungen
Im Mittelpunkt der Beratungen standen Weiterentwicklung und Ergänzung der Unternehmensstrategie, die durch die veränderte Gewichtung der beiden Geschäftsfelder "Dienstleistung" und "Produkt" bereits im Geschäftsjahr 2013 angestoßen wurden. Weitere Schwerpunkte lagen auf der geplanten Integration der CPU-Applikationen auf mobile Endgeräte und Investitionen in qualifiziertes Personal. Der Aufsichtsrat wurde in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden und durch den Vorstand im Rahmen schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Dabei ging es um relevante Fragen zur Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns einschließlich der Risikoeinschätzung sowie das Risikomanagement.
In den Aufsichtsratssitzungen berichtete der Vorstand zudem über die aktuelle wirtschaftliche Lage, strategische Optionen sowie Chancen und Risiken in der Gesellschaft. In der Bilanzsitzung wurden der Jahresabschluss der CPU Softwarehouse AG, der Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht in Gegenwart des Abschlussprüfers besprochen. Der Vorstand führte auch außerhalb der regulären Sitzungen des Aufsichtsrates regelmäßig Gespräche mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und informierte ihn über aktuelle Themen.
Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung
Der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG beauftragte die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft, München, mit der Prüfung. Die KPMG hat Rechnungslegung, Buchführung, Jahresabschluss sowie Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In seiner Sitzung am 22. April diskutierte der Aufsichtsrat die Inhalte und Ergebnisse der Prüfung. Dabei lagen alle notwendigen Unterlagen sowie die jeweiligen Prüfungsberichte den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer wurde der Prüfbericht erörtert, intern beraten und dem Ergebnis des Wirtschaftsprüfers zugestimmt. Gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss bestanden keinerlei Einwände, auch dem Konzernlagebericht wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss ordnungsgemäß nach § 172 AktG festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, der Geschäftsleitung der Tochtergesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2014. Sie alle haben zum Erfolg der CPU Softwarehouse AG beigetragen.
Augsburg, im April 2015
Dr. Heiko Frank
- Vorsitzender des Aufsichtsrats -
CPU Softwarehouse AG
August-Wessefs-Straße 27
D-86156 Augsburg
Telefon: +49(821)46 02-0
Telefax: +49 (821)46 02-179
www.cpu-ag.com