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CPU Softwarehouse Annual Report 2011

Jun 5, 2012

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Annual Report

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CPU Softwarehouse AG

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Jahresabschluss (nach HGB) 2011

Lagebericht der CPU Softwarehouse AG, Augsburg,

für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

Konzernstruktur, Tätigkeitsschwerpunkte und rechtliche Rahmenbedingungen

Die CPU Softwarehouse AG mit Sitz in Augsburg konzentriert sich als Holdinggesellschaft auf die Führung, Verwaltung und strategische Ausrichtung ihrer Tochtergesellschaften im Konzern und erbringt für diese Unterstützungsleistungen.

Der CPU-Konzern (CPU) ist ein Softwarehaus für Kunden aus der Bankenbranche. CPU unterstützt diese bei anwenderspezifischen Lösungen für deren Kundenprozesse - von der Entwicklung über die Einrichtung bis zur laufenden Betreuung. Dabei bietet CPU integrierte, bedarfsgerechte Lösungen, die sich aus eigenen Leistungen sowie Fremdkomponenten zusammensetzen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CPU Softwarehouse AG wird wesentlich von den Ergebnissen der Konzerngesellschaften bestimmt. Diese sind in der Softwarebranche tätig.

Der Konzern ist in Deutschland und in der Schweiz an insgesamt vier Standorten vertreten und betreut Kunden in den Zielmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Rechnungslegung der CPU Softwarehouse AG erfolgt im Einzelabschluss nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Darüber hinaus erstellt die CPU Softwarehouse AG als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB einen freiwilligen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht, ohne jedoch die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB zu überschreiten.

Die Aktien der CPU Softwarehouse AG notieren an der Börse München im Freiverkehr (m:access).

Geschäftsentwicklung 2011

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft konnte 2011 nicht auf dem Erholungspfad bleiben, den sie 2010 nach dem Rezessionsjahr 2009 vorübergehend eingeschlagen hatte. Nach aussichtsreichem Start wirken sich im Jahresverlauf 2011 die Euro-Schuldenkrise, die restriktivere Zins- und Geldpolitik einiger Schwellenländer sowie punktuell auch die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan dämpfend aus. Es zeigte sich vor allem, dass wichtige Wirtschaftszentren wie Europa und die USA ihre strukturellen Probleme noch immer nicht im Griff haben. Viele Länder der Eurozone kämpfen um eine Stabilisierung der öffentlichen Haushalte, riskieren dabei aber, den stockenden Wachstumsmotor völlig abzuwürgen.

Die USA waren mit einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit konfrontiert und mussten wegen der hohen Staatsverschuldung zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg die Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's hinnehmen. Wesentliche Gegenmaßnahmen wurden wegen der politischen Blockadesituation zwischen Demokraten und Republikanern nicht eingeleitet, was vermutlich bis zur Präsidentschaftswahl Ende 2012 so bleiben wird.

Deutschland entwickelte sich 2011 positiv, was sowohl einer soliden Binnennachfrage als auch einem sehr kräftigen Export zu verdanken war. Die Binnenkonjunktur profitierte von einer Arbeitslosigkeit auf historischem Tiefstand: Zuletzt suchten vor 20 Jahren so wenige Menschen wie heute eine Stelle. Die deutschen Ausfuhren erreichten den Rekordwert von 1060 Milliarden Euro, das waren laut Statistischem Bundesamt 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Als zweitgrößte Exportnation der Welt profitierte Deutschland vor allem von lebhafter Nachfrage aus China und Osteuropa. Im Dezember 2011 schwächte sich der Außenhandel allerdings durch die schlechtere Konjunktur der Weltwirtschaft deutlich ab.

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg die deutsche Wirtschaftsleistung 2011 um 3,0 Prozent nach 3,6 Prozent im Jahr zuvor. Damit war die deutsche Konjunktur deutlich dynamischer als die in der gesamten Euro-Währungszone, die ein Wachstum von 1,6 Prozent verzeichnete. Die neben Deutschland für CPU wichtigen Absatzmärkte Österreich und die Schweiz blieben 2011 mit 2,9 bzw. 1,8 Prozent Plus hinter der Bundesrepublik zurück, waren aber wachstumsstärker als der EU-Durchschnitt. Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung expandierte 2011 nach IWF-Berechnungen um 1,8 Prozent, die Weltwirtschaft insgesamt um 3,8 Prozent. Getragen wurde diese Entwicklung von dem anhaltend starken Aufschwung in China (9,2 Prozent Wachstum) und Indien (7,4 Prozent), während Japan wegen der Katastrophenbewältigung ein um 0,9 Prozent kleineres Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftete.

Die Wertpapiermärkte waren unter dem Eindruck von Japan-Katastrophe, Euro-Krise und anhaltenden politischen Unsicherheiten im arabisch-islamischen Raum in überwiegend stagnierender bis schwacher Verfassung. Von 30 Werten des deutschen Leitindex DAX verzeichneten 23 im Börsenjahr 2011 einen Kursrückgang. Wer zu Beginn des Jahres in einen DAX-Fonds investiert hat, musste bis Dezember 14,7 Prozent Verlust hinnehmen. Der New Yorker Börsenindex Standard & Poor's 500 schloss am letzten Handelstag des Jahres 2011 nahezu auf dem Niveau des Jahresbeginns, der technologieorientierte Nasdaq Composite verlor binnen Jahresfrist 1,8 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average 5,5 Prozent Zugewinn verbuchte.

Für 2012 rechnen Konjunkturexperten mit einer stark nachlassenden Dynamik der Weltwirtschaft; auch eine Rezession in manchen Ländern ist nicht ausgeschlossen. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsregionen äußerst unterschiedlich. Während der IWF für China und Indien anhaltend hohe Wachstumsraten von 8,2 bzw. 7,0 Prozent prognostiziert, geht er für die Eurozone insgesamt von einem 0,5-prozentigen Konjunkturrückgang aus. Im Detail gesehen kann sich Deutschland mit einer Wachstumsprognose von 0,3 Prozent jedoch gerade noch in der Pluszone behaupten, während der IWF für Länder wie Spanien und Italien BIP-Rückgänge von über zwei Prozent erwartet. Die CPU-Kernmärkte Österreich und Schweiz können nach den von den Wirtschaftskammern Österreich aggregierten Zahlen 2012 mit 0,9 bzw. 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum rechnen.

CPU als Spezialist für Bankensoftware ist nicht nur den allgemeinen Konjunktureinflüssen ausgesetzt, sondern hängt insbesondere von der Situation der Bankenbranche ab. Für die Finanzinstitute im deutschsprachigen Raum brachte das Jahr 2011 Licht und Schatten. Den Vorteilen einer vor allem in Deutschland dynamischen Konjunktur und einer Zentralbankpolitik des billigen Geldes standen hohe Risiken gegenüber. Viele Institute führen noch milliardenschwere Anleihen angeschlagener Euroländer wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien in den Büchern. Zudem zwingen schärfere Anforderungen von Regulatoren und Politik die Banken, dickere Eigenkapitalpolster zu bilden ("Basel III"). In Deutschland trat 2011 zudem die Bankenabgabe in Kraft, mit der die Geldinstitute künftig Restrukturierungs- und Abwicklungsmaßnahmen von in Schieflage geratenen systemrelevanten Banken selbst finanzieren sollen. Hierfür sollen die Institute pro Jahr etwa eine Milliarde Euro in einen Fonds einbringen. Die 2011er Gewinne vieler Banken sind in diesem Umfeld geringer ausgefallen als zu Jahresbeginn prognostiziert, so u. a. bei Deutscher Bank, Commerzbank und der Schweizer UBS. Experten sehen auch die Aussichten der Bankbranche durchwachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass den Banken wegen der Euroschuldenkrise bis zu 200 Milliarden Euro an Kapital fehlen könnten und forderte die europäischen Staaten auf, ihre Banken mit frischem Kapital zu unterstützen.

Günstiger sind die Aussichten für die Softwarebranche. Die Nachfrage nach Software wird laut einer Prognose des European Information Technology Observatory (EITO) den IT-Markt insgesamt sehr beleben. Für 2012 berechnet EITO Umsätze mit System- und Anwendungssoftware in Europa im Volumen von 73 Milliarden Euro voraus, 4,5 Prozent mehr als 2011.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2011 schloss mit einer schwarzen Null ab. Im Vorjahr konnte noch ein Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Hintergrund dieser Entwicklung waren überwiegend die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträge, die niedrigere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten und die um rd. 0,2 Mio. Euro geringeren Gewinnabführungen. Die im Berichtsjahr erzielten Kostenersparnisse konnten die Ertragsrückgänge jedoch nicht komplett kompensieren.

In den gesunkenen Gewinnabführungen spiegelt sich vor allem der Rückgang im Dienstleistungsgeschäft und die geänderte Umlagenverteilung wider. Insgesamt verminderte sich das Beteiligungsergebnis aus dem Produkt - und Dienstleistungsbereich auf rd. 0,4 Mio. Euro, nach rd. 0,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Zwar erhöhte sich der über die CPU Softwarehouse AG an Tochtergesellschaften durchgeleitete Dienstleistungsumsatz auf rd. 0,6 Mio. Euro (Vj.: 0,5 Mio. Euro), im Gegenzug litt der Dienstleistungsbereich an anderer Stelle unter deutlichen Umsatzrückgängen. Hieraus ergab sich demnach mit knapp 0,2 Mio. Euro eine geringere Gewinnabführung als noch im Vorjahr (0,4 Mio. Euro).

Im Produktgeschäft gestaltete sich die Entwicklung im Jahr 2011 teilweise recht unterschiedlich. Während sich im Bereich der CPU Kredit-Net-Basisplattform aussichtsreiche Impulse für Deutschland ergaben, verlief das Geschäft in anderen Bereichen eher schleppend. Die Ergebnisabführung betrug hier 0,2 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Die Ende 2010 neu eingeführte Partnerstrategie konnte im Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden, wurde jedoch von der Schulden- und Finanzmarktkrise beeinträchtigt.

Die Verwaltungskosten konnten im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt rd. 0,8 Mio. Euro (Vj. 1,0 Mio. Euro) reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge, die im Wesentlichen die Konzernumlagen sowie die Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Erträgen enthalten, lagen bei rd. 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro).

Die Zinserträge stammten überwiegend aus der Verrechnung konzerninterner Forderungen, während die Zinsaufwendungen im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen den Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsrückstellung abbildeten.

Vermögens-, Kapitalstruktur und Liquidität

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert. Für die im Konzern angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurde erstmalig ein Darlehen aufgenommen, das zum 31.12.2011 voll valutierte.

In der Vermögensstruktur der CPU Softwarehouse AG spiegelt sich die Funktion als Holding wider. Größte Bilanzpositionen waren unverändert der Anteilsbesitz mit 6,1 Mio. Euro oder rd. 77 Prozent der Bilanzsumme (Vj.: 6,1 Mio. Euro oder rd. 79 Prozent) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vj.: 0,5 Euro) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vj.: 0,6 Mio. Euro). Diese Positionen sind nahezu vollständig durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt.

Insgesamt belief sich das bilanzielle Eigenkapital der CPU Softwarehouse AG zum Geschäftsjahresende 31.12.2011 auf rd. 7,2 Mio. Euro (Vj.: 7,2 Mio. Euro). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr rd. 90 Prozent der Bilanzsumme (Vj.: 93 Prozent).

Die CPU Softwarehouse AG finanziert sich im Wesentlichen über die internen Umlagen, die den Tochtergesellschaften belastet werden und aus abgeführten Gewinnen. Der Cash-Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) war ausgeglichen und lag leicht über 0,0 Mio. Euro (Vj.: rd. 0,2 Mio. Euro).

Die Aufgaben und Ziele des Finanzmanagements bestehen in erster Linie in der Sicherstellung der Liquidität für alle Tochtergesellschaften bei gleichzeitig möglichst optimaler Ressourcenallokation. Das Finanzmanagement des CPU-Konzerns wird im Wesentlichen zentral durch die CPU Softwarehouse AG für die einzelnen Tochtergesellschaften wahrgenommen. Im Berichtsjahr wurde hierdurch die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen bei der CPU Softwarehouse AG sowie den Tochtergesellschaften koordiniert und sichergestellt.

Personalbericht

Zum 31.12.2011 waren bei der CPU Softwarehouse AG wie im Vorjahr vier Mitarbeiter in Verwaltung, Rechnungswesen und Systemadministration beschäftigt. In dieser Summe sind Teilzeitkräfte enthalten.

Aktienkapital

Das Grundkapital der CPU Softwarehouse AG beträgt unverändert 3.509.103 Euro und ist in 3.509.103 nennwertlose Stückaktien (Vj.: 3.509.103 Stückaktien) eingeteilt. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung erfordert eine Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beträgt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt. Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

Es sind keine Arbeitnehmer der CPU Softwarehouse AG und deren Konzerngesellschaften derart am Kapital beteiligt, dass eine unmittelbare Ausübung der Kontrollrechte durch die Arbeitnehmer stattfände. Da es sich bei den begebenen Anteilscheinen um Inhaberaktien handelt, liegen der Gesellschaft aber keine verlässlichen Angaben über Aktionäre und damit einen eventuell privaten Anteilsbesitz von Arbeitnehmern vor.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.631.000 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Darüber hinaus entsprechen die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien den gesetzlichen Regelungen. Eine Ermächtigung zum Rückkauf liegt nicht vor. Vereinbarungen der Gesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes wurden nicht getroffen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag haben sich nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Unternehmensentwicklung nach sich ziehen könnten.

Risikobericht

Ein aktives Risikomanagement erfordert eine frühzeitige systematische Identifikation und Bewertung von unternehmerischen Chancen und Risiken. Die CPU Softwarehouse AG setzt deshalb seit vielen Jahren ein speziell auf die Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem ein, welches konzernweit Anwendung findet. Sie steuert und koordiniert im Rahmen des Risikomanagements auch das konzernweite interne Berichtswesen.

Die CPU Softwarehouse AG ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften abhängig. Deshalb stellen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften bzw. die Chancen und Risiken der jeweiligen Geschäftsfelder gegebenenfalls mittelbar auch wesentliche Chancen und Risiken der Muttergesellschaft dar.

Aus diesem Grund kommt der Konzernsteuerung eine besondere Bedeutung zu. Verschlechterungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei Tochtergesellschaften können sich bei der CPU Softwarehouse AG in der Beteiligungsbewertung, der Bewertung der Konzernforderungen und unmittelbar in der Liquiditätssituation niederschlagen. Seit Jahren verwendet die CPU Softwarehouse AG im Konzern Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Angebots- und Projektsteuerung sowie bei Liquidität und Personal.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der CPU definiert und umfasst die Steuerung und Kontrolle aller für den Bestand und die Unternehmensentwicklung wichtigen Unternehmensbereiche und Prozesse. Zum Risikomanagement gehören insbesondere die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen sowie die Risikoinventur mit dem internen Kontrollsystem und einem kennzahlengestützten Früherkennungssystem.

Die Verantwortung und Umsetzung für das Risikomanagement liegt grundsätzlich beim Vorstand. Der Aufsichtsrat berät ebenfalls über das Risikomanagement und ist vor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung des BilMoG explizit mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, insbesondere deren Unabhängigkeit, befasst.

Die strategische Unternehmensplanung gibt die grundsätzliche strategische Ausrichtung mit den für jedes Segment bzw. Geschäftsfeld beschriebenen Positionierungen und Maßnahmen vor. Dies soll langfristig gewährleisten, dass Wettbewerbsvorteile erkannt und genutzt werden können und eine effiziente Allokation von Ressourcen erfolgt. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung werden für alle Geschäftsfelder die Positionierungen und Segmentstrategien entwickelt, aus denen sich Maßnahmen und Handlungsanweisungen für die kommenden Jahre ableiten. Eine grundsätzliche Überarbeitung der strategischen Unternehmensplanung erfolgt ca. alle drei Jahre. Auf Geschäftsfeldebene werden jedoch jährlich bei Strategietreffen mit den Führungskräften des Konzerns die grundlegenden Parameter und Annahmen überprüft. Diese Strategietreffen stellen auch die Basis für die Etatplanung des künftigen Geschäftsjahres der CPU Gruppe dar.

Für die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgt konzernweit ein einheitliches Reporting auf Basis monatlicher Meldungen und Quartalsabschlüsse sowie von Umsatz- und Ertragsprognosen bzw. Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Im Rahmen der Projektsteuerung besteht ebenso ein einheitliches monatliches Reporting und Beurteilungssystem, um die Effizienz bzw. die Chancen und Risiken aus den Projekten einschätzen zu können.

Das interne Berichtswesen steuert und kontrolliert kurzfristig alle relevanten Vorgänge des laufenden Geschäftsjahres. Dies erfolgt auf Geschäftsfeldebene bzw. auf Ebene der Tochtergesellschaften durch das Monatsreporting, welches im Wesentlichen die Erlös- und Kostenstrukturen wiedergibt. Die Zusammenfassung des Monatsreportings erfolgt auf Konzernebene quartalsweise, bei Bedarf jedoch auch ad-hoc.

Die Risikoinventur deckt systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der CPU-Gruppe ab. Sie ermittelt und bewertet alle für die Konzernunternehmen kritischen Bereiche. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung einer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer geschätzten Schadenshöhe. Die regelmäßige Überwachung der Risiken erstreckt sich sowohl auf kurzfristige Risiken als auch auf lang- und mittelfristige Risikobereiche. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifische Besonderheiten als auch die relevanten gesetzlichen Vorschriften und überprüft, welche gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen (Compliance).

Aus der Bewertung der Risiken werden Maßnahmen abgeleitet, die das Risiko reduzieren sollen. Im Rahmen von regelmäßigen Reviews wird der Status der aufgrund der Risikoinventur eingeleiteten Maßnahmen vom Vorstand überwacht. Wenn erforderlich, werden weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung festgelegt und nachgehalten.

Das interne Kontrollsystem unterstützt die Steuerung und Kontrolle der Unternehmen durch die konzernweit einheitliche organisatorische Implementierung von Prozessen und Strukturen. Dazu gehört u. a. die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Regeln.

Der Aufsichtsrat lässt sich vom Abschlussprüfer in der Bilanzsitzung über die im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellten Kontrollschwächen, soweit vorhanden, berichten. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und umfassend durch den Vorstand informiert, plausibilisiert die getroffenen Annahmen und überprüft auf diesen Grundlagen die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die turnusmäßige Berichterstattung erfolgt in Abhängigkeit der Themen zu jeder Aufsichtsratssitzung bzw. monatlich und quartalsweise.

Besondere Geschäftsrisiken

Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Konzern, insbesondere im Dienstleistungsbereich, bedarf höherer finanzieller Vorleistungen. Grundsätzlich ist die CPU Softwarehouse AG mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet, um das vorhandene und gegebenenfalls etwas höhere Geschäftsvolumen finanzieren zu können. Die Verzögerung von Projekten oder Zahlungsverzögerungen bei Kunden können jedoch zu Liquiditätsengpässen führen, die nur begrenzt ausgeglichen werden können.

Weiterhin verbleibt als Risiko, dass sich Besonderheiten des Zielmarktes, z. B. ein noch stärkerer Konzentrationsprozess bei den Banken oder die Verlagerung von IT-Infrastruktur auf Rechenzentren, negativ auswirken können. Damit wächst die Gefahr, dass Bestandskunden verloren gehen und Neukunden sich nur vereinzelt gewinnen lassen. CPU versucht, dieser Entwicklung durch Kooperationen und Vertriebs- und Implementierungspartnerschaften entgegen zu wirken. Damit besteht die Chance neue, für CPU bisher nicht erreichbare Marktpotentiale zu erschließen. Sofern diese neue, vertriebliche Vorgehensweise jedoch nicht greift besteht das Risiko, dass die notwendige Neukundengewinnung mit eigenen Kräften nur unzureichend erfolgen kann. Als Konsequenz wären Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte vorzunehmen, da die erfolgreiche Markterschließung und Neukundengewinnung in den Prämissen der Unternehmensbewertungen enthalten sind.

Nach wie vor besteht ein Risiko aufgrund der schwankenden Investitionsbereitschaft in der Bankbranche und der immer noch ausbaufähigen Projekt- und Kundenbasis. Bei Wegfall einzelner Aufträge oder Verzögerung fest in Aussicht gestellter Aufträge besteht die Gefahr, dass Umsatz- und Ergebnisprognosen nicht eingehalten werden können. Deshalb ist CPU auf einen bestimmten Anteil an Neukundengewinnung angewiesen, um ein die Existenz sicherndes Umsatzvolumen zu erzielen. Dadurch besteht das Risiko von Liquiditätsengpässen und gegebenenfalls die Notwendigkeit, Beteiligungen und Forderungen an Tochtergesellschaften abzuwerten bzw. vollständig abzuschreiben.

Des Weiteren besteht wegen der momentanen Größe der Gesellschaften die Gefahr, dass bei vollständigem Verlust von größeren Bestandskunden notwendige Kapazitätsanpassungen nicht mehr in ausreichendem Maße durchgeführt werden können, um die aus dem Umsatzrückgang resultierenden Einnahmenverluste abzufangen. Außerdem besteht das Risiko, dass sich die Abhängigkeit von einzelnen Kunden erhöht.

In vielen Projekten haben die Kunden im Testmanagement bzw. in der Durchführung der Tests Kapazitätsengpässe. Zudem bestehen zum Teil zunehmend Abhängigkeiten von anderen Projektbeteiligten und Zuliefersystemen. Dies kann insbesondere die für die kaufmännische Abrechnung von Projekten entscheidende Abnahme verzögern. CPU versucht, durch Unterstützung der Kunden im Abnahmeprozess und durch strukturiertes Vorgehen solche Verzögerungen zu vermeiden. Dennoch verbleibt ein nur bedingt steuerbares Restrisiko, dass sich kundenseitig die Abnahmen und Zulieferleistungen verzögern, sich nicht verrechenbare Zusatzaufwendungen ergeben und sich somit die geplanten Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge bei der CPU Softwarehouse AG und im Konzern verschieben können. Bei dauerhaft negativen Jahresergebnissen von Tochtergesellschaften besteht grundsätzlich neben dem Ausfallrisiko für die jeweiligen konzerninternen Forderungen auch ein Risiko bezüglich der Werthaltigkeit der gehaltenen Anteile.

Nachdem ein Jahr erfolglos versuchte wurde ausstehende Forderungen aus einem Projektvertrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro zu erhalten musste eine Konzerngesellschaft im Klageweg diese Forderungen geltend machen. Die Beklagte ihrerseits hat 4 Monate nach Klageerhebung bzw. 18 Monate nach Abnahme Widerklage erhoben, möchte vom Vertrag zurücktreten und macht Forderungen über 1,4 Mio. Euro geltend. Für den Fall, dass der Widerklage stattgegeben wird, müsste die CPU Softwarehouse AG Abschreibungen auf Beteiligungen und Forderungen über insgesamt rd. 2,4 Mio. Euro vornehmen. Die Aussichten auf Erfolg der Widerklage werden jedoch als gering eingeschätzt.

Durch die zum Teil abnehmenden bzw. stagnierenden Geschäftsvolumina und Mitarbeiterzahlen bei den Konzerngesellschaften konzentriert sich das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensabläufe zum Teil auf wenige Mitarbeiter. Damit besteht das Risiko, dass Know-how-Träger in der Fach- und Führungsebene die Tochterunternehmen verlassen und der hiermit einhergehende Wissensverlust nur bedingt oder nur durch einen erheblichen Investitionsaufwand aufgefangen werden kann. Es ist daher eine gleichbleibend wichtige Aufgabe, durch geeignete Personalentwicklung und leistungsbezogene Vergütungssysteme die Mitarbeiter weiter an die Gesellschaften zu binden. Es wird in den nächsten Jahren eine Herausforderung bleiben, gemeinsam mit den Mitarbeitern auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren und eine hohe Mitarbeiterbindung zu erreichen.

Einerseits besteht durch unzureichende Jahresergebnisse die Gefahr, dass die operativen Gesellschaften nicht die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vornehmen können und diese damit ihre Konkurrenzfähigkeit und den Anschluss an den technologischen Fortschritt verlieren. Andererseits besteht für die umgesetzten Produktneuentwicklungen das Risiko, dass diese nicht den erwarteten Geschäftserfolg bringen und sich somit als Fehlinvestitionen herausstellen.

Aus der Rechtsform und Börsennotierung entstehen noch immer jährliche Kosten von rd. 0,2 Mio. Euro, die von den operativen Tochtergesellschaften erwirtschaftet werden müssen und im Verhältnis zur momentanen Größe des Konzerns unangemessen hoch sind. Bei der derzeitigen Größe des Unternehmensverbundes und der unterschiedlichen Ergebnissituation in den Geschäftsfeldern ist es unabdingbar, dass alle Tochtergesellschaften zumindest kostendeckend und die Mehrzahl der Gesellschaften profitabel arbeiten, um den Liquiditätsbedarf der CPU Softwarehouse AG decken zu können.

Bei annähernder Erreichung der Ertragsziele besteht auch weiterhin kein existenzbedrohendes Risiko in der Ertrags- und Liquiditätssituation für Konzern und Holding.

Zukünftige Unternehmensentwicklung (Prognosebericht)

Die europäische Schulden- und Finanzmarktkrise hat seit Mitte des Geschäftsjahres 2011 in unseren Zielmärkten zu einer großen Verunsicherung und somit zur Verschiebung von Investitionen geführt. Das betrifft besonders die Budgets der Kreditinstitute für Informationstechnologie. Die Auswirkungen dieser Krise auf die Folgejahre lassen sich nur sehr schwer abschätzen, was wiederum eine Geschäftsprognose für die zukünftige Entwicklung erschwert.

Zwar bedient CPU vor allem mittelständische Bankklientel, die von den Verwerfungen an den internationalen Märkten nicht so stark betroffen sind wie weltweit agierende Universalbanken. Wegen der vorgezogenen, schärferen Regeln der Finanzmarktaufsicht überdenken jedoch auch mittelständisch geprägte Geldhäuser ihre Strategien und Investitionen. Dies kann zu Verzögerungen oder gar zur Stornierung von sicher geglaubten Aufträgen führen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2012 ist deshalb eher von einer zurückhaltenden Auftragsvergabe auszugehen, obwohl im Berichtsjahr trotz der internationalen Krisensituation im Produktbereich und im Dienstleistungsbereich neue Kunden gewonnen und neue Produkte platziert werden konnten. Es bleibt dennoch abzuwarten, ob es gelingt, die erweiterte Kundenbasis noch auszubauen.

Zudem kann aus heutiger Sicht nur schwer beurteilt werden ob und wenn ja wie schnell vor dem Hintergrund des eingetrübten Geschäftsumfeldes die neue Partnerstrategie weiter greifen wird. Zwar konnten schon mehrere Vertriebs- und Implementierungskooperationen aufgebaut werden, der Gesamtmarktentwicklung können sich unsere Partner und deren Kunden aber auch nicht entziehen.

Nach wie vor gilt, dass im Produktbereich die Value-Mirror-Produktfamilie hohes Wachstumspotenzial mit Perspektiven in allen drei Zielmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz besitzt. Value Mirror unterstützt Banken in ihrer Effizienzsteigerung und wird in eher weniger regulierten Bereichen eingesetzt. Mit dem "CPU Refinanzierungsregister", das bereits Anfang 2012 bei einem Neukunden in Produktion geht, wurde eine neue Produktlinie entwickelt, von der eine höhere Nachfrage erwartet werden kann. Damit wurde erneut die Leistungsfähigkeit der CPU Basisplattform unter Beweis gestellt. Bei den anderen beiden Produktfamilien "Kredit" und "Anlage", die im Frontend-Bereich der Banken angesiedelt sind und in der Kundenberatung eingesetzt werden, üben die Banken noch tendenziell Investitionszurückhaltung. Trotz eines hohen grundsätzlichen Bedarfs, z. B. in der Wertpapierberatung und EDV-gestützter Workflows, ist mit einer grundsätzlichen Änderung der Situation vorerst nicht zu rechnen. Dies gilt, obwohl Banken die zunehmenden gesetzlichen Regelungen vom Grundsatz her nur im Rahmen von neuen oder optimierten Softwarelösungen effizient abbilden können.

Im Dienstleistungsbereich bzw. Professional Service ist es gelungen, sich bei einem weiteren, größeren Kunden zu etablieren, der auf die Qualität und das Know-how der CPU setzt. Die bestehenden Kundenbeziehungen müssen im nächsten Jahr ausgebaut werden, um die Wachstumsraten vergangener Jahre erreichen zu können. Hierzu bedarf es auch in hohem Maße weiterer Neukundenakquise, wobei CPU sich gegen die größeren Dienstleistungsunternehmen in ausgewählten Bereichen profilieren muss.

CPU hält an dem obersten Ziel fest, im Konzern ein ausreichendes Ertragsniveau zu erreichen, was alle operativen Gesellschaften in die Lage versetzt, die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vorzunehmen. Die Umsatzrendite bei CPU soll auf mittlere Sicht wieder bei drei bis fünf Prozent liegen. Ob angesichts der derzeitigen Verwerfungen auf den Finanzmärkten dieses Ziel schon in den nächsten zwei Jahren erreicht werden kann, muss offen bleiben, bis sich die Märkte wieder stabilisiert haben.

Augsburg, 28. Februar 2012

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Werner Binder Sven Wollenhaupt
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktivseite

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31.12.2011 Vorjahr
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
8 9
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20 32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.149 6.149
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 470 499
3. sonstige Ausleihungen 1 1
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125 118
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 763 631
3. sonstige Vermögensgegenstände 332 307
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 83 33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5 0
7.957 7.780

Passivseite

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31.12.2011 Vorjahr
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.509 3.509
II. Kapitalrücklage 2.100 2.100
III. Bilanzgewinn 1.608 1.608
7.217 7.217
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 365 344
2. sonstige Rückstellungen 84 170
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 150 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 25
3. sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern 37 TEUR (Vj. 23 TEUR)
106 24
7.957 7.780

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

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2011 Vorjahr
TEUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 560 455
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -560 -455
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0
4. Vertriebskosten -150 -149
5. Allgemeine Verwaltungskosten -755 -898
6. Sonstige betriebliche Erträge 548 705
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -63 -40
8. Erträge aus Gewinnabführung 419 565
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43 46
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -19 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22 -29
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1 200
13. Sonstige Steuern -1 0
14. Jahresüberschuss 0 200
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.608 1.408
16. Bilanzgewinn 1.608 1.608

Anhang der CPU Softwarehouse AG, Augsburg

I. Allgemeine Angaben

Die CPU Softwarehouse AG, Augsburg, ist ein Unternehmen, dessen Aktien im Freiverkehr (m:access) der Börse München notieren.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der CPU Softwarehouse AG (CPU AG) wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die CPU Softwarehouse AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB. Dementsprechend übt sie aus Vereinfachungsgründen bei der Abschlusserstellung die gesetzlichen Wahlrechte (größenabhängigen Erleichterung gem. § 274a HGB) zur Angabe bzw. Nichtangabe bestimmter Vermerkpflichten aus. Auch von den Anhangsangaben gem. § 285 HGB Nr. 2, Nr. 3, Nr. 3a, Nr. 6, Nr. 9 a) und b), Nr.11, Nr. 17, Nr. 19, und Nr. 29 wurde entsprechend der gesetzlichen Vorschriften der §§ 286 Abs. 3 Nr. 2 und 288 Abs. 1 HGB abgesehen. Die Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt.

II. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung bewertet. Soweit sich aus den Kursen zum Bilanzstichtag noch nicht realisierte Gewinne oder Verluste ergeben, werden diese entsprechend realisiert. Nicht realisierte Kursgewinne werden nicht angesetzt, sofern es sich um Forderungen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr handelt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Es gelten generell und unabhängig von den tatsächlich ausgewiesenen Bilanzpositionen die unten folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Soweit eine gesetzliche Aufrechnungslage gegeben ist, werden Forderungen mit Verbindlichkeiten saldiert und dementsprechend saldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktwert. Sofern der Marktwert der Wertpapiere über dem jeweiligen Buchwert liegt, erfolgt eine Wertaufholung bis zur Höhe des jeweiligen Marktwerts.

Die liquiden Mittel sind mit den Nominalwerten ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Aktive latente Steuern werden nicht bilanziert.

Passiva

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit eine gesetzliche Aufrechnungslage gegeben ist, werden Verbindlichkeiten mit Forderungen saldiert und dementsprechend saldiert ausgewiesen.

IV. Angaben zur Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Softwareprogramme.

Für die Abschreibungen der Softwareprogramme wird eine Nutzungsdauer von einem bis vier Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer der gewerblichen Schutzrechte beträgt zehn Jahre und umfasst damit die durch die Eintragung gewährte Schutzdauer. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Bei dem Sachanlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Hardware und Büroausstattung. Die Nutzungsdauer der Sachanlagegüter beträgt zwischen zwei und zehn Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear.

Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, wenn der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes 150 EUR nicht übersteigt. Für die Anlagegüter, die einen Wert von 150 EUR im Einzelnen übersteigen, aber nicht 1.000 EUR, wird entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen und im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut des Sammelpostens aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Ermittlung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt anhand eines Unternehmensbewertungsmodells auf Basis der Discounted Cash Flow-Methode, soweit erforderlich. Dabei werden, unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen sowie der Umsatzerwartungen, die erwarteten Cash Flows auf Basis der genehmigten Budgets für einen Drei-Jahres-Zeitraum fortgeschrieben und anschließend mit einer Wachstumsrate von 1% geplant. Die Abzinsung der Cash Flows erfolgt mit einem Diskontierungssatz in Abhängigkeit von den jeweiligen erwarteten Markt-, Produkt- und Unternehmensentwicklungen von 8,37% (Schweiz) bzw. 9,17% (Deutschland) vor Steuern.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 304) eine Laufzeit von über einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 340) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 411 verrechnet.

Von dem unter der Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesenen Betrag sind TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) als Sicherheit für Mietavale hinterlegt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von TEUR 5 enthalten.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.509.103 (Vorjahr: EUR 3.509.103) und ist in 3.509.103 (Vorjahr: 3.509.103) nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit gleichen Rechten eingeteilt.

Die Aufteilung der Kapitalrücklage stellt sich wie folgt dar:

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Stand 31.12.
EUR
--- ---
gebundene Rücklagen

nach § 272 (2) Nr. 1 HGB und § 237 (5) AktG
1.052.732,00
freie Rücklagen

nach § 272 (2) Nr. 4 HGB
1.046.863,64
2.099.595,64

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

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EUR
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2011 1.608.114,68
Jahresüberschuss 2011 90,75
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 1.608.205,43

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 03. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 03. Juli 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.631.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) für Spitzenbeträge;

b) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 1.052.730,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlage zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz);

c) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 2.631.000,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgte in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 30 nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren.

Die versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005 G nach Dr. Klaus Heubeck und folgenden Bewertungsparametern:

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2011 2010
Rechnungszins: 5,14% 5,16%
Rententrend ab Pensionierungsalter: 2,00% p.a. 2,00% p.a.
Zinsaufwand TEUR 19 TEUR 28

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

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Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr zwischen

1 und 5 Jahren
größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 150 38 112 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 35 0 0
(Vorjahr) (25) (25) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 106 106 0 0
(Vorjahr) (24) (24) (0) (0)
291 179 112 0
(Vorjahr) (49) (49) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Globalzession abgesichert.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der CPU AG, die ausschließlich im Inland erwirtschaftet wurden, entfallen auf folgende Tätigkeitsbereiche:

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2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Dienstleistung 560 425
Erlöse Softwarewartung 0 30
560 455

Der Materialaufwand der CPU AG beträgt im Geschäftsjahr TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 455) und betrifft ausschließlich bezogene Leistungen.

Personalaufwand des Geschäftsjahres:

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2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter 421 513
Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und Unterstützung
62 70
(davon für Altersversorgung) (28) (28)
483 583

In den sonstigen betrieblichen Erträgen der CPU AG sind im Wesentlichen Erträge aus Konzernumlagen, aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus weiterbelasteten Rechnungen enthalten.

Die Erträge aus Gewinnabführung beinhalteten in beiden Geschäftsjahren die Ergebnisabführung der CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg und der ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn.

Die Zinserträge der CPU AG betragen TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 46). Davon betreffen TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 45) verbundene Unternehmen.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2011 waren bei der CPU AG durchschnittlich 4 Arbeitnehmer (Vorjahr: 4 Arbeitnehmer) beschäftigt, welche in der Verwaltung tätig waren.

Zum Jahresende waren folgende Personengruppen bei der CPU AG beschäftigt:

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Stand

31.12.2011
Stand

31.12.2010
Vorstand 2 2
Verwaltung und Systemadministration 4 4
6 6

Haftungsverhältnisse

Für Verbindlichkeiten einer Tochtergesellschaft besteht eine Bürgschaftsverpflichtung aus der die Gesellschafterin in Anspruch genommen werden kann. Die Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 180. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren die Verbindlichkeiten aus der Bürgschaft komplett beglichen. Weitere angabepflichtige Haftungsverhältnisse der CPU Softwarehouse AG gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Angaben zu den Organen

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (a.) und Kontrollgremien entsprechend § 125 Abs. 1 S. 5 AktG (b.):

Vorstand:

Werner Binder, Augsburg

Vorstand Vertrieb und Marketing

b. Präsident des Verwaltungsrates CPU Bankensoftware AG, St. Gallen

Sven Wollenhaupt, Augsburg

Vorstand Finanzen und Administration

b. Verwaltungsratsmitglied CPU Bankensoftware AG, St. Gallen

Aufsichtsrat:

Dr. Heiko Frank, Friedberg

Vorstandsvorsitzender der Tefen AG, Augsburg

Aufsichtsratsvorsitzender

a. Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender SchwabenMobil Nahverkehr Service GmbH, Bobingen

a. Aufsichtsratsmitglied A3 (hoch3) Innovationsfonds GmbH, Augsburg

b. Beiratsmitglied Göppel Bus GmbH, Ehrenhain

b. Beiratsmitglied CCM (Cross Content Media GmbH, München)

b. Beiratsmitglied Your Coach 24-7, München (ab 12.05.2011)

b. Beiratsvorsitzender der Alphasystems, Augsburg

Oliver Gosemann, Forst

Vorsitzender der Geschäftsführung der Talis Management Holding GmbH, Heidenheim an der Brenz

a. Aufsichtsratsvorsitzender der inge watertechnologies AG, Greifenberg (bis 11.08.2011)

a. Aufsichtsratsmitglied der Phoenix Solar AG, Sulzemoos

Alfred Möckel, Berlin

Bankkaufmann, Dipl. Kfm.

a. Aufsichtsratsmitglied eSolve AG, München

a. Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Prime Capital Asset Management AG, Frankfurt

b. Mitglied des Beirats der ARIAD Asset Management GmbH, Hamburg

VII. Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 90,75 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.608.114,68 auf neue Rechnung vorzutragen.

Augsburg, 28. Februar 2012

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Werner Binder Sven Wollenhaupt
Sprecher des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionäre,

Das abgelaufene Geschäftsjahr stand ganz unter dem Einfluss der Mitte des Jahres 2011 unerwartet hereinbrechenden Schulden- und Finanzmarktkrise. Damit konnte auch die CPU die für das Geschäftsjahr gesteckten Ziele nicht erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte bei reduzierten Umsätzen nur noch ein ausgeglichenes EBIT erreicht werden. Das Jahresergebnis war leicht negativ. Dies soll die CPU jedoch nicht davon abhalten, den eingeschlagenen Weg der vertrieblichen Neuausrichtung weiter fortzusetzen.

Mit dem im letzten Jahr beschlossenen Strategiewechsel, die Marktbearbeitung über eine erweiterte Partnerstrategie durchzuführen, darf für die Zukunft ein größeres Akquisepotential erwartet werden. Insbesondere die Value Mirror - Produktlinie bietet hier gute Ansatzpunkte für eine breitere Markterschließung als bisher. So freut es uns, dass im August des Geschäftsjahres 2011 mit einem österreichischen Kooperationspartner eine Vereinbarung für den dortigen Markt unterzeichnet werden konnte. Damit verfügt CPU bereits in der Schweiz und Österreich über Kooperationspartner. Deutschland dürfte folgen, da hier erfolgversprechende Termine bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 stattgefunden haben, die erfolgreich in 2012 abgeschlossen werden sollen.

Daneben gibt es auch andere erfreuliche Entwicklungen zu berichten. So konnte im Jahr 2011 erstmals ein Auftrag auf Basis der neuen .Net-Basisplattform gewonnen werden. Auf dieser Basis wurde das Produkt "Refinanzierungsregister" entwickelt. Mit Produktivsetzung beim Kunden zu Beginn des zweiten Quartals 2012 wird die CPU damit über eine weitere, zukunftsträchtige Applikation in einem noch recht jungen Marktumfeld verfügen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens durch regelmäßige Beratungen unterstützt und seine Geschäftsführung überwacht. Die Beratungen erstreckten sich auf die wirtschaftliche Lage der CPU Softwarehouse AG und deren Tochtergesellschaften. Sämtliche für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden auf Basis der Berichte des Vorstands im Aufsichtsrat ausführlich erörtert. Über die Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Tochtergesellschaften einschließlich der Risikoeinschätzung wurde zeitnah informiert. Der Vorstand hat mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt.

Der Aufsichtsrat wurde in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden und durch den Vorstand im Rahmen schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, die Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und durch den Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Der Vorstand hat mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden über die Sitzungen des Aufsichtsrates hinaus regelmäßig Gespräche geführt und ihn über laufende Sachthemen in Kenntnis gesetzt.

Im Geschäftsjahr 2011 haben insgesamt acht Sitzungen stattgefunden, teilweise auch per Telefonkonferenz. Die Präsenz in den Aufsichtsratssitzungen betrug wie im Vorjahr 100%. Die Unterlagen für die Sitzungen sind zur Vorbereitung rechtzeitig an alle Mitglieder verteilt worden. Eine Effizienzprüfung des Aufsichtsrates wurde durchgeführt.

Die in den Sitzungen behandelten Themen betrafen neben der laufenden Berichtserstattung des Vorstandes, aktuelle Entwicklungen in den jeweiligen Märkten und bei Kunden, der Stand der Umsetzung der erweiterten Partnerstrategie. In seiner Bilanzsitzung standen der Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2010 sowie die Berichterstattung des Abschlussprüfers auf der Tagesordnung. Ferner fand wie in jedem Jahr eine gemeinsame, zweitätige Strategiesitzung mit Vorstand und Aufsichtsrat statt. In seiner letzten Sitzung des Geschäftsjahres 2011 wurden der Etat für das neue Geschäftsjahr 2012 verabschiedet.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag der CPU Softwarehouse AG an die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft, München erteilt. Die KPMG hat Rechnungslegung, Buchführung, Jahresabschluss sowie Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die KPMG hat den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Hierbei wurden die vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen (IDW PS 900) beachtet. Demnach sind keine Sachverhalte festgestellt worden, die nicht in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften stehen oder ein unzutreffendes Bild von der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.

Die Berichte der Abschlussprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Abschlussprüfer haben in der Sitzung vom 19. April 2012 ihre Feststellungen persönlich und detailliert vorgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte am 19. April 2012 nach eingehender Beratung und eigener Prüfung des vorgelegten Jahresabschlusses der CPU Softwarehouse AG und des Konzernabschlusses sowie der Prüfung des Lageberichtes und des Konzernlageberichtes dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigte den Jahres- und Konzernabschluss. Somit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Unternehmensleitungen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte Arbeit in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2011.

Augsburg, 19. April 2012

Dr. Heiko Frank

- Vorsitzender des Aufsichtsrats -

CPU Softwarehouse AG

August-Wessels-Straße 27

D-86156 Augsburg

Telefon: +49 (821)46 02-0

Telefax: +49 (821) 46 02-179

[email protected]

www.cpu-ag.com