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CPU Softwarehouse Annual Report 2009

Apr 28, 2010

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Annual Report

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Publication

CPU Softwarehouse AG

Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

im zurückliegenden Geschäftsjahr 2009 erreichte die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt. Wie schon 2008 bereitete die schwerste Rezession seit Jahrzehnten der CPU Gruppe äußerst schwierige Rahmenbedingungen, die wir aber unter Einsatz aller Kräfte zufrieden stellend meistern konnten. Unser Umsatz wuchs beachtlich um rund 18 Prozent auf 7,5 Mio. Euro. Das ist der höchste Wert seit sieben Jahren. Er zeigt, dass sich unsere Investitionen in Produkte und Vertrieb, in Mitarbeiter und kundenorientierte Strukturen auszahlen.

Ein weiterer Meilenstein in der Gesundung des Unternehmens: CPU überschritt 2009 zum dritten Mal in Folge die Break-Even-Schwelle, und zum ersten Mal waren auch sämtliche Segmente auf EBIT-Basis profitabel bzw. ausgeglichen. Dieses Ergebnis freut uns umso mehr, als wir 2009 unsere beherzte, zukunftssichernde Investitionspolitik fortgesetzt haben.

Besonders dynamisch und ertragsstark zeigte sich 2009 das Segment Kredit, das Banken Komplettlösungen für das Privat- und Firmenkundengeschäft bietet. Auch unsere Angebote für Bankcontrolling (Software für die betriebswirtschaftliche Unternehmensteuerung) und Professional Services (IT-Projektmanagement und -Beratung) wurden vom Markt vermehrt nachgefragt, in beiden Segmenten stieg der Umsatz. Nach wie vor unter der Finanzkrise zu leiden hat das Segment Anlage, das Banken im Wertpapiergeschäft unterstützt. Erst wenn Privatanleger wieder verstärkt an die Kapitalmärkte zurückkehren, ist in diesem Segment mit lebhafteren Geschäften für CPU zu rechnen. 2009 konnten wir hier den Umsatz zumindest stabilisieren und ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.

Das Geschäftsergebnis 2009 und die Markterwartungen für 2010 bestätigen uns darin, den eingeschlagenen Weg der Unternehmensstrategie fortzusetzen. Die bewährten Elemente sind: Stärkung des Vertriebs, Investitionen in die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter mit dem 2007 aufgesetzten und 2009 komplett implementierten Personalkonzept, einheitliche Vermarktung der gesamten CPU-Leistungspalette, Nutzung von Synergien im Konzern.

Oberstes Ziel all dieser Maßnahmen ist die nachhaltige Gesundung der CPU Gruppe mit einem Ertragsniveau, das allen operativen Gesellschaften die nötigen Investitionen in Mitarbeiter, Produkte und Vertrieb ermöglicht. Mittelfristig haben wir uns das Ziel einer Umsatzrendite von drei bis fünf Prozent gesetzt. 2010 indes müssen unsere Erwartungen angesichts der Marktbedingungen in einem realistischen Rahmen bleiben. Da der Auftragseingang in den letzten Monaten 2009 und den ersten Monaten 2010 unter dem jeweiligen Vorjahresniveau lag, bleibt es eine Herausforderung, 2010 das Umsatzniveau von 2009 zu halten oder sogar zu übertreffen.

Augsburg, im März 2010

Werner Binder

Sprecher des Vorstands

Sven Wollenhaupt

Vorstand

Die CPU Gruppe

CPU ist ein zukunftsorientiertes Softwarehouse für das Bankwesen. Alle Unternehmen der CPU Gruppe richten ihre Kernkompetenzen auf die strategischen und operativen Ziele der Banken in der Beratung und Bearbeitung von Kredit- und Wertpapiergeschäften sowie im Bankcontrolling aus. Dazu plant, entwickelt, implementiert und betreut die CPU anwenderspezifische Lösungen zur Organisation und Optimierung traditioneller und zukünftiger Kundenprozesse. Zielmärkte der CPU sind in erster Linie Deutschland, Österreich und die Schweiz.

CPU konzentriert sich auf das mittlere Bankensegment und deckt dessen Bedürfnisse durch ihre IT-Kompetenz und ihr Bank-Know-how optimal und zu einem fairen Preis ab. Ausgehend von den Erfahrungen der letzten 15 Jahre steht CPU bei den Kunden und im Bankenumfeld für eine hohe Qualität von Softwareprogrammen, die durch die Kombination aus fachlicher Beratung und technischer Umsetzung erzielt wird.

CPU hat sich durch ihre Leistungen eine langjährige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihren Kunden erarbeitet.

Unsere Leistungen

CPU KREDIT

Software für das Kreditgeschäft

INVESTMENT ADVISOR

Software für Beratung und Betreuung von Vermögensanlagen

VALUE MIRROR

Software für das betriebliche Rechnungswesen, Unternehmensplanung, Vertriebscontrolling und Erfolgsmessung

PROFESSIONAL SERVICES

Unterstützung in der Projektarbeit, Qualitätsmanagement und Entwicklung von individuellen Softwarelösungen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009

der CPU Softwarehouse AG, Augsburg

Konzernstruktur, Tätigkeitsschwerpunkte und rechtliche Rahmenbedingungen

Der CPU-Konzern (CPU) ist ein Softwarehaus für Kunden aus der Bankbranche. Das zentrale Know-how von CPU liegt in den Geschäftsfeldern Kredit, Anlageberatung und Bankcontrolling. Hinzu kommt profunde Erfahrung im Management und der Qualitätssicherung von Projekten im Geschäftsfeld Professional Services. Banken erhalten von CPU anwenderspezifische Lösungen für Kundenprozesse - von der Entwicklung über die Einrichtung bis zur laufenden Betreuung. Dabei bietet CPU integrierte, bedarfsgerechte Lösungen, die sich aus eigenen Leistungen sowie Fremdkomponenten zusammensetzen.

Der Konzern ist in Deutschland und in der Schweiz an insgesamt fünf Standorten vertreten und betreut Kunden in den Zielmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als Muttergesellschaft und Holding konzentriert sich die CPU Softwarehouse AG mit Sitz in Augsburg auf die Führung und Verwaltung der Tochtergesellschaften im Konzern und erbringt Unterstützungsleistungen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird damit im Wesentlichen von den Ergebnissen der operativen Konzerngesellschaften bestimmt. Die CPU Softwarehouse AG ist seit April 1999 börsennotiert und wird nach ihrem Wechsel am 21. Juli 2009 von Frankfurt nach München im Regulierten Markt der Börse München (General Standard) gehandelt.

Die Rechnungslegung für den Konzernabschluss erfolgt nach den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB), - den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Im Geschäftsfeld Kredit stellt die CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg, mit "CPU KREDIT" regelbasierte Systemlösungen und Komponenten für die Beratung und Sachbearbeitung im gesamten Kreditgeschäft zur Verfügung. Diese Softwareprodukte bieten Lösungen für das Privatkunden- und Firmenkundengeschäft in Client-Server-Technologie oder als Web-Technologie in Abhängigkeit von der vorhandenen oder gewünschten technischen Infrastruktur.

Das Geschäftsfeld Anlage wurde im Geschäftsjahr 2009 und in den vorangegangenen Jahren von der CPU Inexsys Bankensoftware AG, Zürich, repräsentiert. Im Fokus steht, fundierte Analysedaten über Märkte und Unternehmen mit der Anlagepolitik der Bank sowie mit der individuellen Investitions- und Risikostrategie des Bankkunden in Einklang zu bringen. Das Softwarepaket und Expertensystem "INVESTMENT ADVISOR" unterstützt Banken, ihren Retail- und gehobenen Privatkunden im Anlagegeschäft das passende Portefeuille zusammenzustellen. "INVESTMENT ADVISOR" liefert auf den Bankkunden zugeschnittene Anlage- oder Umschichtungsvorschläge. Abgestimmt auf die Depotgröße und die dem Kundenprofil entsprechende Verteilung des Anlagevermögens (Asset Allocation) stellt "INVESTMENT ADVISOR" ein Angebot aus dem Sortiment der jeweiligen Bank zusammen. Es ist vorgesehen, die Aktivitäten des Geschäftsfeldes Anlage künftig in der CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen, anzusiedeln.

Die CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen, ist Spezialist für Komplettlösungen im Bereich Bankcontrolling. Mit der Standardsoftware "VALUE MIRROR" lassen sich Business Intelligence und Data Warehousing praktisch umsetzen, d. h. es können standardisierte Berichte für das gesamte Unternehmen einheitlich definiert werden. So lassen sich sämtliche steuerungsrelevanten Dimensionen und Kennzahlen in beliebigen Detaillierungsstufen darstellen, auswerten und exportieren. Banken erhalten eine effiziente Anwendung zur umfassenden Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen im Controllingbereich und in der Unternehmenssteuerung.

Das Geschäftsfeld PROFESSIONAL SERVICES, das im Wesentlichen von der ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn, getragen wird, vereint unter diesem Dach IT Kompetenz, professionelles Projektmanagement und fundiertes Qualitäts- und Testmanagement. Kunden erhalten eine sachverständige Einschätzung, Bewertung und Abwicklung von Projekten einschließlich Qualitätssicherung sowie Beratung für nutzenoptimierte IT-Lösungen.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft erlebte 2009 die schwerste Rezession seit vielen Jahrzehnten. Die in 2008 als Banken- und Finanzmarktkrise begonnenen Verwerfungen wuchsen sich zu einer globalen Konjunkturkrise von erheblichem Ausmaß aus, in deren Verlauf so gut wie alle Wirtschaftsbranchen und der private Konsum von großer Investitions- und Kaufzurückhaltung geprägt waren. Laut dem Gemeinschaftsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute brach das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 um fünf Prozent ein - und damit noch etwas stärker als der EU-27-Durchschnitt von minus vier Prozent. Österreich und die Schweiz - neben Deutschland die wichtigsten Absatzmärkte von CPU - waren unterdurchschnittlich betroffen:

Das österreichische BIP sank laut Österreichischer Nationalbank 2009 um 3,5 Prozent, während die Schweiz sich mit minus 1,6 Prozent vom allgemeinen Abwärtstrend noch am stärksten abkoppeln konnte, wie aus Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft hervorgeht. Das US-amerikanische BIP ging nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds 2009 um 2,5 Prozent zurück, die Weltwirtschaftsleistung insgesamt hingegen nur um 0,8 Prozent, da vor allem Länder wie China trotz nachlassender Dynamik immer noch ein beachtliches Wirtschaftswachstum zeigten.

Der schwere weltweite Konjunktureinbruch hat inzwischen nach Expertenmeinung seinen Höhepunkt überschritten, sodass 2010 alle wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren bzw. ihre Wachstumsdynamik verstärken dürften. In Europa und den USA werden jedoch noch nicht wieder die Wachstumsraten von vor der Krise erwartet.

Für Deutschland geht die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einem BIP-Plus von 1,2 Prozent aus. Damit läge die exportorientierte deutsche Wirtschaft deutlich über den erwarteten Wachstumsraten für den EU-27-Durchschnitt von 0,6 Prozent. Die Österreichische Nationalbank rechnet für ihr Land mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent, während die Schweiz 0,7 Prozent Zuwachs erwartet. Den USA prognostiziert der Internationale Währungsfonds ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent, die Weltwirtschaft insgesamt soll wegen der wieder größeren Dynamik in Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien um insgesamt 3,9 Prozent expandieren.

Die Gründe für die scharfe Rezession von 2009, deren Folgen auch 2010 noch zu spüren sein werden, liegen in einem Übergreifen der 2008 begonnenen Banken- und Finanzmarktkrise auf die gesamte Weltwirtschaft. In einer auch hochgradig psychologisch geprägten Gemengelage kam es auf breiter Front zu Investitionsreduzierungen bzw. gänzlichem Investitionsstopp, der Zurückstellung von Projekten und Kapazitätsabbau in vielen Branchen weltweit. Hierunter litt vor allem die technologie- und exportorientierte deutsche Wirtschaft. Erschwerend wirkte die Angst vor einer Kreditklemme und damit Liquiditätsengpässen bei Unternehmen. Auch der private Konsum stockte, da Menschen weltweit von Arbeitsplatzverlust oder -sorgen und teilweise erheblichen Wertminderungen ihrer Kapital- und Immobilienanlagen betroffen waren. Die Börsen überstanden das historische Krisenjahr 2009 vergleichsweise robust: Der deutsche Leitindex DAX gewann auf Jahressicht 25 Prozent hinzu, der US-Leitindex Dow Jones legte seit seinem Tiefstand im März 2009 bis Jahresende um rund 60 Prozent zu.

CPU als Spezialist für Bankensoftware konnte sich den Folgen der schweren Rezession nicht vollständig entziehen. Bei der Kundengruppe der Banken wurde dank massiver staatlicher Stützung eine größere Insolvenz wie in den USA abgewendet. Vielen Instituten brachen jedoch die Gewinne massiv ein, manche rutschten in die Verlustzone. Entsprechend verfolgt die Branche eine strikte Sparpolitik bei den Investitionen - unter anderem auch für Informationstechnologie.

Auch die Konsolidierung der Bankenszene wird voranschreiten, denn vor allem in Westeuropa sehen Experten für das klassische Geschäft mit Privat- und Firmenkunden kein grundsätzliches Wachstumspotenzial mehr, der Markt gilt vielmehr schon als überbesetzt. Folglich streben die Institute Effizienzgewinne an, wie sie unter anderem Zusammenschlüsse bringen könnten. Eine Neuordnung und Verkleinerung des staatlichen deutschen Landesbanken-Systems wird zusätzlich wegen der sehr angespannten Lage der öffentlichen Haushalte immer wahrscheinlicher, aus denen 2009 Landesbanken teilweise in erheblichem Umfang gestützt wurden.

Die nach wie vor belastete Situation der Bankbranche eröffnet der CPU wie im Geschäftsjahr 2009 zugleich auch Chancen. Als Partner von Banken in Deutschland, Österreich und der Schweiz für professionelle Softwarelösungen bietet CPU IT-Lösungen, mit denen die Geldinstitute Kosten senken, Effizienz steigern und Geschäft ankurbeln können. Derartige IT-Investitionen, die einen messbaren Nutzen für den wirtschaftlichen Erfolg versprechen, haben auch in angespannten Zeiten Erfolgspotenzial, das CPU für sich in der Vergangenheit nutzen konnte und auch weiter nutzen will. Forrester Research rechnet damit, dass 2010 die IT-Ausgaben weltweit um rund acht Prozent zulegen werden, nachdem sie 2009 um fast neun Prozent eingebrochen waren. Dabei wird dem Markt in Westeuropa noch eine größere Dynamik zugetraut als dem US-Markt. Laut einer aktuellen Umfrage des IT-Bundesverband BITKOM rechnen vier von fünf Hightech-Unternehmen in Deutschland 2010 mit steigender Nachfrage.

Dennoch muss die CPU Gruppe nach wie vor in ihrem Umfeld auch weiterhin mit einer eingeschränkten Investitionsneigung rechnen. Es besteht immer noch eine starke Zurückhaltung und der Sparzwang dominiert. Auch wenn bei vielen Instituten der Branche zwischenzeitlich Gewinne geschrieben werden, so resultieren diese doch vielfach aus dem Investmentbanking.

Die klassischen Kundenbereiche der Banken stagnieren und liefern nur teilweise Ergebnisbeiträge, die Neuinvestitionen rechtfertigen würden. Demzufolge wird auch vertriebsseitig genutzte Beratungssoftware im Kredit- und Anlagesegment nicht hoch priorisiert. Erst wenn das Beratungsgeschäft durch ein höheres Interesse und einen höheren Bedarf in der Wertpapierberatung aufgrund erwarteter, nachhaltig steigender Aktienkurse anzieht, kann auch von einer stärkeren, marktseitigen Belebung für CPU ausgegangen werden. Sofern jedoch die strengeren, gesetzlichen Anforderungen und Regularien im Beratungsgeschäft steigen, könnten sich hieraus Wachstumsimpulse ergeben.

Im Kreditbereich steht einer hohen Nachfrage nach Krediten eine starke Zurückhaltung bei der Kreditvergabe gegenüber. In Summe führt diese Nachfrage zu höheren Durchlaufzeiten und Bearbeitungskosten im Kreditbereich einer Bank. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen können jedoch verschoben werden, ohne dass unmittelbar ein messbarer bzw. nachweisbarer Nachteil bei der Bank entsteht. Lediglich gesetzliche Änderungen müssen auch in den Altapplikationen berücksichtigt werden. Wesentliche Wachstumsimpulse resultieren hieraus für CPU nicht.

In den Segmenten Bankcontrolling und Professional Services besteht grundsätzlich ein höherer Bedarf an den Produkten und Dienstleistungen der CPU. Ein Teil der Banken ist aber noch mit anderen IT-Projekten beschäftigt, so dass interne Kapazitäten der Bank ausgeschöpft sind, nicht zur Verfügung stehen und Neuaufträge sich verzögern. Deshalb ist in diesen Bereichen von einem, wenn auch langsamen Wachstum auszugehen. Mit einer verzögerten Beauftragung ist jedoch auch in diesen Bereichen zu rechnen.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2009 weitere Fortschritte zur Vervollständigung der Produktpalette erreicht. Insgesamt waren in Höhe von 0,2 Mio. Euro die Voraussetzungen für eine Bilanzierung nach den in IAS 38 erforderlichen Kriterien erfüllt. Die übrigen Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Segment Bankcontrolling wurden Schnittstellenerweiterungen zu einem Kernbankenanbieter realisiert, wodurch sich die Qualität der Controllinglösung aufgrund des höheren auswertbaren Datenvolumens nochmals verbessert. Die angefallenen Kosten hierfür wurden im Aufwand belassen. Mit dem vollständig neu entwickelten BI-Connector besteht erstmals die Möglichkeit, sowohl individuelle als auch Standard BI-Tools für das Reporting an den VALUE MIRROR anzubinden. Die Aufwendungen für diese Neuentwicklung wurden aktiviert.

Die im Segment Anlage erfolgten Entwicklungen im Bereich der Schnittstellenanbindung sowie in fachlichen Funktionsbereichen wurden nach IAS 38.20 allesamt als Aufwand erfasst.

Im Segment Kredit wurde die im Vorjahr begonnene Entwicklung einer neuen technologischen Plattform auf .Net-Basis abgeschlossen. Die hierfür angefallenen Kosten wurden aktiviert und bereits anteilig im Geschäftsjahr abgeschrieben. Auch in diesem Segment erfolgten fachliche Erweiterungsinvestitionen, die im Aufwand erfasst wurden.

Geschäftsentwicklung 2009

Geschäftsverlauf und Ertragslage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2009 war trotz der Finanzmarktkrise durch ein recht beachtliches Umsatzwachstum gekennzeichnet. So stiegen die Konzernerlöse von 6,3 Mio. Euro in 2008 auf 7,5 Mio. Euro in 2009. Dies entspricht einem Wachstum von rd. 18 Prozent. Seit über 7 Jahren wurde kein höherer Umsatz mehr erzielt. Ergebnistechnisch wurde im dritten Jahr in Folge die Break-Even-Schwelle überschritten. Das EBIT betrug rd. 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,0 Mio. Euro).

Zum ersten Mal lagen auch sämtliche Segmente auf EBIT-Ebene über der Break-Even-Schwelle. Erfreulich ist, dass sich das Segment Anlage erstmals seit der Konzernzugehörigkeit im Geschäftsjahr 2000 leicht profitabel darstellte. Am profitabelsten zeigte sich das Segment Kredit mit 0,4 Mio. Euro.

Zu der erfreulichen Ergebnisentwicklung hat sicherlich auch beigetragen, dass die Bruttomarge und damit die Effizienz der Leistungserstellung im Konzern von 29,7% auf 35,9% gesteigert werden konnte, auch wenn hier noch kein zufriedenstellendes Ergebnis infolge von erhöhten Gewährleistungsaufwendungen im Segment Professional Services erreicht wurde.

Auf der Kostenseite stiegen die Vertriebskosten infolge von Neueinstellungen um etwas mehr als 0,1 Mio. Euro. Diese Kostensteigerung konnte durch Einsparungen in den Verwaltungskosten kompensiert werden, so dass sich insgesamt bei den Kosten im Verwaltungs- und Vertriebsbereich im Vergleich zum Vorjahr bei höheren Umsätzen keine Veränderungen ergaben.

Änderungen ergaben sich vor allem bei den Forschungs- und Entwicklungskosten. Diese stiegen um rd. 0,2 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Damit wurde das Wachstum auch für dringend gebotene Weiterentwicklungen und Anpassungen bestehender Applikationen genutzt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei rd. 0,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren noch 0,4 Mio. Euro an sonstigen betrieblichen Erträgen, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungskursgewinne angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen unverändert rd. 0,1 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro).

Nach Zinsen und Steuern wurde ein Konzernjahresüberschuss von 0,3 Mio. Euro erwirtschaftet (Vj. 0,1 Mio. Euro).

Der Auftragseingang im Konzern lag im Geschäftsjahr 2009 bei 5,0 Mio. Euro und damit unter dem des Geschäftsjahres 2008 (5,6 Mio. Euro). Dies zeigt die anhaltende Zurückhaltung und Verzögerungen bei den Beauftragungen. Die CPU Gruppe startet deshalb im Vergleich zum Vorjahr mit einem niedrigeren Auftragsbestand von rd. 1,8 Mio. Euro (Vj. rd. 2,7 Mio. Euro) ins neue Jahr. Deshalb ist im ersten halben Jahr nicht unbedingt von einer Vollauslastung der Kapazitäten auszugehen.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung folgt den definierten Geschäftsfeldern der CPU Gruppe und entspricht im Wesentlichen den Zuständigkeitsbereichen der einzelnen Tochtergesellschaften, unterteilt in, Kredit, Anlage, Bankcontrolling und Professional Services. Die CPU Softwarehouse AG übernimmt im Wesentlichen Verwaltungs- und Steuerungsfunktion. Im EBIT des Konzerns ist das Ergebnis der Zentrale mit minus 0,5 Mio. Euro (Vj. minus 0,3 Mio. Euro) enthalten. Die Segmenteinteilung erfolgt entsprechend der internen Steuerung und des Berichtswesens.

Kredit

Das Segment Kredit startete mit einem guten Auftragspolster in das Geschäftsjahr 2009 und wickelte die Aufträge effizient ab. Der Umsatz betrug 1,6 Mio. Euro (Vj. 1,3 Mio. Euro) und stieg damit um rd. 23%. Das Ergebnis auf EBIT-Basis stieg infolge der besseren Auslastung auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 23,2% (Vj. 8,4%).

Anlage

Das Segment Anlage hatte bisher am deutlichsten unter den Auswirkungen der Bankenkrise zu leiden. Durch die Einsparungen im Personalbereich konnte bei in etwa unveränderten Umsätzen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro) ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden (Vj. rd. minus 0,3 Mio. Euro).

Bankcontrolling

Das Segment Bankcontrolling konnte Umsatzzuwächse verzeichnen. Der Umsatz stieg um knapp 0,4 Mio. Euro auf rd. 1,8 Mio. Euro (Vj. 1,5 Mio. Euro). Trotz der durch Einstellungen im Vertrieb und erhöhte Vertriebstätigkeit gestiegene Kosten verbesserte sich das Ergebnis auf rd. 0,2 Mio. Euro (Vj. 0,0 Mio. Euro). Die Umsatzrendite betrug rd. 9%.

Professional Services

Die Umsätze des Segments Professional Services erhöhten sich erneut und konnten um 17% auf knapp 3,6 Mio. Euro (Vj. 3,0 Mio. Euro) gesteigert werden. Infolge von Gewährleistungsarbeiten sank das EBIT um 0,2 Mio. Euro und belief sich auf 0,1 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro). Die Umsatzrendite auf EBIT-Basis verringerte sich dementsprechend auf rd. 4% (Vj. 10%).

Vermögens-, Kapitalstruktur und Liquidität

Die größte Bilanzposition innerhalb der Vermögenswerte sind die Firmenwerte in Höhe von knapp 1,2 Mio. Euro (Vj. 1,2 Mio. Euro). Weitere große Vermögensposition sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro) sowie Forderungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,9 Mio. Euro). Die Veränderung bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen ergibt sich aus mehreren gegen Ende des Geschäftsjahres fertig gestellten Aufträgen. Zusätzlich bestehen Forderungen aus Fertigungsaufträgen mit 0,1 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro).

Bei den Schulden sind die wesentlichen Bilanzpositionen die sonstigen Rückstellungen über 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus Fertigungsaufträgen über 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro).

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich durch das Konzernergebnis um 0,2 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Es betrug zum Geschäftsjahresende 31.12.2009 damit rd. 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,9 Mio. Euro) oder knapp 63% der Bilanzsumme (Vj. rd. 57%). Die langfristigen Vermögenswerte sind vollständig über das Eigenkapital gedeckt. Der Konzern ist mit Ausnahme der geschäftsnotwendigen bzw. geschäftsüblichen Verbindlichkeiten und Rückstellungen vollständig eigenkapitalfinanziert.

Aus der betrieblichen Tätigkeit flossen der CPU rd. 0,2 Mio. Euro zu (Vj. minus 0,4 Mio. Euro). Durch die Aktivierung selbsterstellter Software sowie durch Investitionen in andere Vermögenswerte resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von rd. 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Saldiert mit den Einzahlungen (Vj. Auszahlungen) aus Festgeldern ergab sich ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 0,2 Mio. Euro (Vj. 0,2 Mio. Euro). Insgesamt verringerten sich die Liquiden Mittel und die in den im Vorjahr unter den Forderungen ausgewiesenen Zahlungsäquivalente um knapp 0,1 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

Aufgaben und Ziele des Finanzmanagements bestehen in erster Linie in der Sicherstellung der Liquidität in allen Gesellschaften bei gleichzeitig möglichst optimaler Ressourcenallokation. Das Finanzmanagement des CPU-Konzerns wird im Wesentlichen zentral durch die CPU Softwarehouse AG für die einzelnen Tochtergesellschaften wahrgenommen. Hierdurch wurde die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen bei der CPU Softwarehouse AG sowie den Tochtergesellschaften sichergestellt.

Eine Kreditaufnahme im Geschäftsjahr 2009 war nicht erforderlich und ist im Geschäftsjahr 2010 nicht vorgesehen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag haben sich nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzernentwicklung nach sich ziehen könnten.

Personalbericht

Durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 verzeichnete die CPU eine Erhöhung der Belegschaft auf 57 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt. Im Geschäftsjahr 2008 beschäftigte der CPU-Konzern durchschnittlich 48 Mitarbeiter. In dieser Summe sind Teilzeitkräfte enthalten. Zum 31.12.2009 betrug die Zahl der Mitarbeiter 57 (Vj. 55).

Die Fluktuationsrate verminderte sich von rd. 16% im Vorjahr auf rd. 14% im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009. Damit liegt die Rate immer noch zu hoch, was insbesondere auf die Schweizer Gesellschaften zurückzuführen ist. Mittelfristig soll die Fluktuationsrate unter 10% liegen. Die Dauer der Betriebszugehörigkeit lag im Schnitt bei 5,6 Jahren (Vj. 5,2 Jahre).

Im Geschäftsjahr 2009 wurde für das Geschäftsjahr 2008 zusätzlich zum Fixgehalt eine variable Vergütungskomponente für Mitarbeiter gezahlt. Diese ist für alle Mitarbeiter an die jeweiligen Unternehmensziele und zum Teil an individuelle Ziele geknüpft. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 103 TEUR für Boni zurückgestellt (Vj. 146 TEUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter beibehalten. So betrugen die internen und externen Kosten hierfür rd. 160 TEUR (Vj. 170 TEUR). Zum Vergleich: Im Jahr 2006 wurden rd. 40 TEUR für Aus- und Weiterbildung ausgegeben.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundsätze für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Er orientiert sich an den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex und entspricht den gesetzlichen Regelungen des HGB.

Laut Satzung und gesetzlichen Vorschriften werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt oder abberufen. Die Zahl der Mitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgesetzt. Der Vorstand kann auch aus einer Person bestehen.

Über die Festlegung der Vorstandsvergütung entscheidet gemeinschaftlich der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG. Einen Personalausschuss gibt es nicht. Die Vergütung teilt sich in einen fixen und einen variablen Anteil auf. Bestimmend für das Festgehalt sind die Erfahrungen des Vorstandsmitglieds, der Umfang seines Verantwortungsbereiches, die Größe des Unternehmens, die wirtschaftliche Situation bzw. Stellung im Markt sowie die Anforderungen einer Börsennotierung.

Die variable Vergütung ist vom Erreichen bestimmter Umsatz- und Ergebnisziele abhängig. Aktienbasierte Vergütungen oder Aktienoptionen wurden nicht gewährt. Tätigkeiten als Organe von Konzerngesellschaften werden nicht vergütet.

Es wurden keine Vereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes bzw. Klauseln infolge eines "Kontrollwechsels" geschlossen. Mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern wurden keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aus anderen Gründen wurden ebenfalls keine Zusagen (z. B. Abfindungen, Pensionszusagen, Überbrückungsgelder) vereinbart. Leistungen von Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind auch nicht zugesagt.

Für ein ehemaliges Organmitglied besteht seit 1995 eine Versorgungszusage. Der Barwert der nach IAS 19 ausgewiesenen Pensionsrückstellung betrug unter Verrechnung mit der hierfür vorgesehenen Rückdeckungsversicherung 105.011 Euro (Vj. 109.038 Euro).

Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr folgende Bezüge gewährt:

Fix Variabel Gesamt
Werner Binder 133.184 Euro 0 Euro 133.184 Euro
(Vorjahr) (130.350 Euro) (0 Euro) (130.350 Euro)
Sven Wollenhaupt 130.922 Euro 0 Euro 130.922 Euro
(Vorjahr) (131.505 Euro) (0 Euro) (131.505 Euro)

In den Fixgehältern sind Beiträge zu Direktversicherungen im Rahmen der steuerlichen Höchstbeträge und der Privatanteil der Pkw-Nutzung enthalten.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist durch die Satzung der CPU Softwarehouse AG festgelegt. Sie umfasst eine fixe Aufwandsentschädigung von 10.000 Euro pro Jahr. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte dieser Vergütung. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden sämtliche im Zusammenhang mit ihrer Aufsichtsratstätigkeit verbundenen Reisekosten und Auslagen ersetzt.

Geschäfte mit den Organmitgliedern oder mit diesen nahe stehenden, privaten oder juristischen Personen sind durch gesetzliche Regelungen in Deutschland genehmigungspflichtig. Die CPU AG bezog von nahestehenden Unternehmen eines Organmitglieds in Deutschland Beratungsleistungen i.H.v. 5 TEUR (Vj. 0 TEUR). Es handelt sich um die Gesellschaft Tefen AG in Augsburg. Verbindlichkeiten hieraus bestanden zu den Bilanzstichtagen nicht.

Für Vorstand und Aufsichtsrat bestanden Vermögenschadenhaftpflichtversicherungen (D&O) über 5,0 Mio. Euro. Ein Selbstbehalt ist aufgrund der bestehenden, dienstvertraglichen Regelungen nicht vereinbart. Für diese Versicherungen wurden im Geschäftsjahr 19 TEUR aufgewandt.

Weder an Mitglieder des Vorstands und Verwaltungsrates noch an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden Kredite gewährt. Ebenso wurden keine Avalverpflichtungen für Organmitglieder durch die CPU Softwarehouse AG oder Konzerngesellschaften übernommen.

Aktienkapital und Gesellschafterstruktur

Das Grundkapital der CPU Softwarehouse AG beträgt 3.509.103 Euro (Vj. 3.509.103 Euro) und ist in 3.509.103 nennwertlose Stückaktien (Vj. 3.509.103 Euro) eingeteilt. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen sind nicht bekannt. Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

Arbeitnehmer der CPU und deren Konzerngesellschaften sind nicht derart am Kapital beteiligt, dass eine nicht unmittelbare Ausübung der Kontrollrechte durch die Arbeitnehmer stattfände. Aufgrund der Inhaberaktien liegen der Gesellschaft aber keine verlässlichen Angaben über Aktionäre und damit einen eventuell privaten Anteilsbesitz von Arbeitnehmern vor.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.631.000 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Darüber hinaus entsprechen die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien den gesetzlichen Regelungen. Eine Ermächtigung zum Rückkauf liegt nicht vor. Vereinbarungen der Gesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes wurden nicht getroffen.

Zum 31.12.2009 ergab sich nach den der Gesellschaft vorliegenden Informationen folgende Aktionärsstruktur: Als größter Einzelaktionär hielt die msg systems ag, Ismaning, 20,8% der Anteile. Des Weiteren lagen 15,7% der Anteile bei der Argon Finance AG, Wiesbaden. Demnach betrug der Streubesitz 63,5%. Die Meldungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz sowie deren Veröffentlichung sind form- und fristgerecht erfolgt.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die Erklärung zur Erfüllung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist auf der Internetseite der CPU Softwarehouse AG abrufbar (www.cpu-ag.com).

Risikobericht

Unternehmerisches Handeln bedeutet Chance und Risiko zugleich. Deshalb gilt es, durch ein aktives Risikomanagement Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Die CPU Softwarehouse AG als Muttergesellschaft setzt deshalb seit Jahren ein auf die Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem ein, welches konzernweit Anwendung findet. Sie steuert und koordiniert im Rahmen des Risikomanagements auch das konzernweite interne Berichtswesen. Dieses basiert auf den vom Aufsichtsrat verabschiedeten Etatwerten, welche im Rahmen einer Szenarioanalyse plausibilisiert werden.

Als Holding ist die CPU Softwarehouse AG von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften bzw. als Konzern von der Entwicklung der Geschäftsfelder abhängig. Deshalb stellen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften bzw. die Chancen und Risiken der jeweiligen Geschäftsfelder gegebenenfalls mittelbar auch wesentliche Chancen und Risiken der Muttergesellschaft dar. Somit kommt der Konzernsteuerung eine besondere Bedeutung zu. Seit Jahren verwendet die CPU im Konzern Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Angebots- und Projektsteuerung sowie bei Liquidität und Personal.

CPU hat geeignete Steuerungsinstrumente entwickelt, die in der Lage sind, die notwendigen, entscheidungsrelevanten Informationen rechtzeitig zu liefern. Die Analyse und Bewertung im engeren und weiteren geschäftlichen Umfeld erfolgt bei der CPU sowohl auf Konzernebene als auch auf Gesellschaftsebene im Rahmen des Risikomanagements und durch entsprechende Strategietreffen mit den Führungskräften des Konzerns. CPU sieht sich deshalb in der Lage, wesentliche Entwicklungen konzernweit rechtzeitig zu erkennen und Entscheidungsgrundlagen zu erhalten.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der CPU definiert und umfasst die Steuerung und Kontrolle aller für den Bestand und die Unternehmensentwicklung wichtigen Unternehmensbereiche und Prozesse. Zum Risikomanagement gehören insbesondere die Strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen, die Risikoinventur mit dem internen Kontrollsystem und einem kennzahlengestützten Früherkennungssystem.

Die Verantwortung und Umsetzung für das Risikomanagement liegt grundsätzlich beim Vorstand. Der Aufsichtsrat berät ebenfalls über das Risikomanagement und ist vor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes künftig explizit mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, insbesondere deren Unabhängigkeit befasst.

Die strategische Unternehmensplanung gibt die grundsätzliche, strategische Ausrichtung mit den für jedes Segment bzw. Geschäftsfeld beschriebenen Positionierungen und Maßnahmen vor. Dies soll langfristig gewährleisten, dass Wettbewerbsvorteile erkannt und genutzt werden können und eine effiziente Allokation von Ressourcen erfolgt. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung werden für alle Geschäftsfelder die Positionierungen und Segmentstrategien entwickelt, aus denen sich Maßnahmen und Handlungsanweisungen für die kommenden Jahre ableiten. Eine grundsätzliche Überarbeitung der strategischen Unternehmensplanung erfolgt ca. alle drei Jahre. Auf Geschäftsfeldebene werden jedoch jährlich bei Strategietreffen mit den Führungskräften des Konzerns die grundlegenden Parameter und Annahmen überprüft. Diese Strategietreffen stellen auch die Basis für die Etatplanung des künftigen Jahres der CPU Gruppe dar.

Für die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgt konzernweit ein einheitliches Reporting auf Basis monatlicher Meldungen und Quartalsabschlüsse sowie von Umsatz- und Ertragsprognosen bzw. Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Im Rahmen der Projektsteuerung besteht ebenso ein einheitliches monatliches Reporting und Beurteilungssystem, um die Effizienz bzw. die Chancen und Risiken aus den Projekten einschätzen zu können.

Mit dem internen Berichtswesen erfolgt die kurzfristige Steuerung und Kontrolle aller relevanten Vorgänge des laufenden Geschäftsjahres. Das interne Berichtswesen erfolgt auf Geschäftsfeldebene bzw. Ebene der Tochtergesellschaften durch das Monatsreporting, welches im Wesentlichen die Erlös- und Kostenstrukturen wider gibt. Die Zusammenfassung des Monatsreportings erfolgt auf Konzernebene quartalsweise, bei Bedarf jedoch auch ad-hoc.

Die Risikoinventur deckt systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der CPU Gruppe ab. Die Risikoinventur ermittelt und bewertet alle für die Konzernunternehmen kritischen Bereiche. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung einer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer geschätzten Schadenshöhe. Die regelmäßige Überwachung der Risiken erstreckt sich sowohl auf kurzfristige Risiken als auch auf lang- und mittelfristige Risikobereiche. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifischen Besonderheiten als auch die relevanten gesetzlichen Vorschriften und überprüft, welche gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen (Compliance).

Aus der Bewertung der Risiken werden Maßnahmen initiiert, die das Risiko reduzieren sollen. Im Rahmen von regelmäßigen Reviews wird der Status der aufgrund der Risikoinventur eingeleiteten Maßnahmen vom Vorstand überwacht. Wenn erforderlich, werden weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung festgelegt und nachgehalten.

Das interne Kontrollsystem unterstützt die Steuerung und Kontrolle der Unternehmen durch die konzernweit einheitliche, organisatorische Implementierung von Prozessen und Strukturen. Dazu gehört u. a. auch die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Regeln. Das interne Kontrollsystem wird regelmäßig jedes Jahr reviewed und gegebenenfalls überarbeitet, falls neue Prozesse oder geänderte Strukturen notwendig sind.

Der Aufsichtsrat lässt sich vom Abschlussprüfer in der Bilanzsitzung über die im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellten Kontrollschwächen, soweit vorhanden, berichten. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und umfassend durch den Vorstand informiert, plausibilisiert die getroffenen Annahmen und überprüft auf diesen Grundlagen die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die turnusmäßige Berichterstattung erfolgt in Abhängigkeit der Themen zu jeder Aufsichtsratssitzung bzw. monatlich und quartalsweise. Alle in den Konzern einbezogenen Unternehmen unterliegen einer gesetzlichen oder einer entsprechenden freiwilligen Abschlussprüfung.

Konzernrechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und konzernrechnungslegungsbezogene, interne Kontrollsysteme

Generell umfassen das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse, die installierten Kontrollen und erfassen bestehende Risiken. Das interne Kontrollsystem ist so ausgerichtet, dass es ausreichend Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses gewährleistet. Darüber hinaus unterliegen alle in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften einmal jährlich einer Abschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.

Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess sind die wesentlichen Merkmale des bei der CPU bestehenden, internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wie folgt:

Für alle wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird das Prinzip der Funktionstrennung beachtet, und es sind interne und externe Kontrollen installiert (u. a. Vier-Augenprinzip, analytische Prüfungen).
Die eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird soweit möglich, Standardsoftware verwendet.
Alle im Rahmen des Risikomanagementsystems erfassten und analysierten Risiken werden, unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsaspekten, auf ihren Einfluss auf die (Konzern-) Rechnungslegung bewertet, um wesentliche Fehlaussagen zu vermeiden.
Die Erstellung des Jahres- bzw. des Konzernabschlusses unterliegen einer externen Qualitätssicherung, um die Verlässlichkeit und Aussagekraft der Abschlüsse zu gewährleisten. Weitere prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bestehen in Form von High-level controls, die im besonderen Auftrag der gesetzlichen Vertreter oder durch diese selbst vorgenommen werden.
Es gibt im CPU-Konzern eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden rechnungslegungsrelevante Schlüsselfunktionen zentral über die CPU Softwarehouse AG gesteuert. Die Funktionen der im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar geregelt.
Durch die Beschäftigung von qualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung sowie die Einhaltung des Vier-Augenprinzips gewährleistet CPU die Beachtung der lokalen (z. B. HGB und nationales Steuerrecht) und internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) in Jahres- und Konzernabschluss.
Bedingt durch Unternehmensgröße und Geschäftsmodell der CPU wird großer Wert auf die Kommunikation zwischen Projektmanagement und dem Rechnungswesen gelegt, um die Projektstrukturen richtig bewerten zu können. Daneben erfolgt im Rahmen des laufenden Projektcontrolling sowie bei Erstellung des Jahres- bzw. des Konzernabschlusses eine formalisierte Berichterstattung und Kontrolle, um sensitive, (konzern-) rechnungslegungsbezogene Informationen, beispielsweise zur Umsatzrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode, zum Ansatz und Bewertung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten sowie zur Ermittlung von eventuellen Rückstellungen bei Fertigungsaufträgen zu erhalten und damit die Vollständigkeit und Richtigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten.

Besondere Geschäftsrisiken

Zwar konnte die CPU Gruppe trotz der Finanzkrise Umsatzzuwächse erzielen und neue Kunden gewinnen, dennoch besteht auch weiterhin ein hohes Risiko durch die Investitionszurückhaltung in der Branche und bei einzelnen Banken. Dies gilt vor allem wegen der noch immer zu schmalen Kundenbasis bei CPU, aus der noch kein verlässliches und ausreichendes Folgegeschäft erzielt werden kann. Deshalb ist CPU auf einen bestimmten Anteil an Neukundengewinnung angewiesen, um ein, die Existenz sicherndes Umsatzvolumen zu erzielen.

Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Konzern, insbesondere im Dienstleistungsbereich, bedarf höherer, finanzieller Vorleistungen. Grundsätzlich ist die CPU mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet, um das vorhandene und gegebenenfalls etwas höhere Geschäftsvolumen finanzieren zu können. Die Verzögerung von Projekten oder Zahlungsverzögerungen bei Kunden können jedoch zu Liquiditätsengpässen führen, die nur begrenzt ausgeglichen werden können.

Der Wegfall einzelner Aufträge oder die Verzögerung fest in Aussicht gestellter Aufträge kann relativ kurzfristig zu Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsverschlechterungen führen, ohne dass hierfür eine Kompensation möglich ist. Außerdem besteht das Risiko, dass sich die Abhängigkeit von einzelnen Kunden erhöht. Es bleibt das mittelfristige Ziel, einen so großen Kundenstamm aufzubauen, dass durch das Bestandskundengeschäft ein Existenz sichernder Umsatz mit hoher Verlässlichkeit erreicht werden kann.

Des Weiteren besteht aufgrund der momentanen Größe der Gesellschaften die Gefahr, dass bei vollständigem Verlust von größeren Bestandskunden notwendige Kapazitätsanpassungen nicht mehr in ausreichendem Maß durchgeführt werden können, um die aus dem Umsatzrückgang resultierenden Einnahmenverluste abzufangen.

Weiterhin verbleibt als Risiko, dass sich Spezifika des Zielmarktes, z. B. ein noch stärkerer Konzentrationsprozess bei den Banken oder die Verlagerung von IT-Infrastruktur auf Rechenzentren, negativ auswirken können. Damit wächst die Gefahr, dass Bestandskunden abwandern und Neukunden sich nur vereinzelt gewinnen lassen. CPU versucht, dieser Entwicklung durch Kooperationen entgegen zu wirken.

In vielen Projekten haben die Kunden im Testmanagement bzw. in der Durchführung des Testings Kapazitätsengpässe. Des Weiteren bestehen zum Teil zunehmend Abhängigkeiten von anderen Projektbeteiligten und Zuliefersystemen. Dies kann insbesondere die für die kaufmännische Abrechnung von Projekten entscheidende Abnahme verzögern. CPU versucht, durch Unterstützung der Kunden im Abnahmeprozess und durch strukturiertes Vorgehen, solche Verzögerungen zu vermeiden. Es bleibt aber ein nur bedingt steuerbares Restrisiko, dass sich kundenseitig die Abnahmen und Zulieferleistungen verzögern, nicht verrechenbare Zusatzaufwendungen ergeben und sich die geplanten Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge bei der CPU und im Konzern verschieben können.

Durch die bis in das Jahr 2008 hinein abnehmenden bzw. stagnierenden Geschäftsvolumina und Mitarbeiterzahlen bei den Konzerngesellschaften hat sich das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensabläufe zum Teil auf wenige Mitarbeiter konzentriert. Daran hat auch das Wachstum des abgelaufenen Geschäftsjahres nichts ändern können, da hier ein langfristiger Know-how-Aufbau erfolgen muss. Damit bleibt das Risiko von Know-how-Verlust bestehen, wenn Mitarbeiter der Fach-und Führungsebene die Unternehmen verlassen und der Wissensverlust nur bedingt oder nur durch einen erheblichen Investitionsaufwand aufgefangen werden kann. Es ist daher eine gleichbleibend wichtige Aufgabe, durch geeignete Personalentwicklung und leistungsbezogene Vergütungssysteme die Mitarbeiter weiter an die Gesellschaften zu binden.

Einerseits besteht durch unzureichende Jahresergebnisse die Gefahr, dass die operativen Gesellschaften nicht die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vornehmen und damit Konkurrenzfähigkeit sowie den Anschluss an den technologischen Fortschritt verlieren. Andererseits besteht für die umgesetzten Produktneuentwicklungen das Risiko, dass diese nicht den erwarteten Geschäftserfolg bringen und sich als Fehlinvestitionen herausstellen. Unzureichende Jahresergebnisse der operativen Gesellschaften bzw. der mit den Gesellschaften verbundenen Geschäftsfelder können auch zu im Rahmen von Impairments notwendigen Abschreibungen der Geschäfts- und Firmenwerte sowie der aktivierten Entwicklungskosten führen, die erheblichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hätte.

Aus der Börsennotierung und Rechtsform entstehen jährliche Kosten von ca. 0,3 Mio. Euro, die von den operativen Tochtergesellschaften erwirtschaftet werden müssen und im Verhältnis zur momentanen Größe des Konzerns unangemessen hoch sind. Bei der momentanen Größe des Unternehmensverbundes und der unterschiedlichen Ergebnissituation in den Geschäftsfeldern ist es unabdingbar, dass alle Tochtergesellschaften zumindest kostendeckend und die Mehrzahl der Gesellschaften profitabel arbeiten, um den Liquiditätsbedarf der CPU decken zu können.

Bei annähernder Erreichung der Ertragsziele besteht jedoch auch weiterhin kein existenzbedrohendes Risiko in der Ertrags- und Liquiditätssituation für Konzern und Holding.

Zukünftige Unternehmensentwicklung (Prognosebericht)

Für das kommende Geschäftsjahr 2010 muss wohl von einer anhaltend kritischen Situation im Bankenmarkt ausgegangen werden, auch wenn sich zum Teil schon wieder erste, positive Signale im gesamtwirtschaftlichen Umfeld abzeichnen. Dabei kommt die Erholung im Bankensektor stärker aus dem Investmentbanking denn aus den klassischen Kundensegmenten. Dies bedeutet für die CPU und die Gruppe, dass grundsätzlich mit einer zurückhaltenden Auftragsvergabe gerechnet werden muss. Darüber hinaus liegt der Fokus bei einzelnen Kunden in anderen Projekten und dementsprechend steht kein bzw. nur ein eingeschränktes Budget für Produkte und Dienstleistungen aus dem CPU-Konzern zur Verfügung.

Dennoch hat sich gerade im abgelaufenen Geschäftsjahr gezeigt, dass auch in Krisenzeiten durchaus Chancen bestehen, die Geschäftstätigkeit auszuweiten. Die Banken in allen drei Ländern des Zielmarktes, wie generell in allen anderen Ländern auch, werden durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften stark reguliert. Damit besteht, neben der Notwendigkeit Software an geänderte Marktbedingungen anzupassen, auch aufgrund der Fülle an gesetzlichen Änderungen ein hoher Anpassungsbedarf an Software. Wachstumsimpulse könnten sich in den nächsten Jahren auch über erfolgreiche Partnerschaften mit mittleren Anbietern von Kernbankensystemen ergeben, die ihrerseits den Bedarf haben, ihren Kunden eine vollständige Applikationslandschaft von Bankanwendungen bereit zu stellen. Dabei soll die ganze Lösungspalette der CPU Gruppe mit einbezogen werden.

Als Wachstumssegment mit Perspektiven in allen drei Zielmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz kann das Segment Bankcontrolling angesehen werden, da hier stark betriebswirtschaftlich und weniger an rechtlichen Vorgaben orientiert, Produkte eingesetzt werden können. Damit können dem Grunde nach auch länderübergreifend mit der bestehenden Produktlinie alle Bestandskunden bedient werden. Ziel wird es demnach sein, die VALUE MIRROR Familie aus der Schweiz in einem weiteren Land einzuführen. Der Bedarf dürfte überall gegeben sein, da Steuerungsinformationen dringender denn je für die Geschäftsführung vorliegen müssen.

In den weiteren Segmenten Kredit und Anlage ist die Zurückhaltung bei den Investitionen deutlicher zu spüren, da im Bereich der Front-Ends zwar kundenorientierte Beratungssoftware für eine standardisierte und einheitliche Bearbeitung in vielen Fällen notwendig wäre, aber bestehende Applikationen und Umgehungslösungen kurzfristig für den Geschäftsbetrieb ausreichen und vorhandene IT-Ressourcen anderweitig eingesetzt werden.

Zwar wollen viele Banken sich wieder auf die klassischen Bereiche Kredit und Wertpapierberatung zurück besinnen. Jedoch erfolgt die Kreditvergabe in Krisenzeiten tendenziell eher zurückhaltend. Dementsprechend wird neue Software für eine höhere Effizienz in der Kreditvergabe- und -bearbeitung erst bei einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit beschafft werden.

In der Wertpapierberatung wird mit einer Belebung gerechnet, sobald in die Aktienmärkte wieder größeres Vertrauen vorherrscht und der Beratungsbedarf steigt. Dementsprechend geht CPU in diesen beiden Segmenten zum Teil nur von einer stagnierenden Entwicklung aus, auch wenn aus organisatorischen Gründen die zunehmenden gesetzlichen Regelungen nur im Rahmen von Software effizient und prozessoptimiert abgebildet werden können.

Im Segment Professional Services wird sich in den kommenden zwei Jahren zeigen, ob die Wachstumsraten der letzten Jahre beibehalten werden können. Dies ist in hohem Maße von der Neukundenakquise abhängig, wobei CPU sich hier gegen die größeren Dienstleistungsunternehmen in ausgewählten Bereichen profilieren muss.

Das Mitte 2007 erstmals aufgesetzte Personalkonzept enthält seit dem Jahr 2009 nun alle Komponenten der geplanten Personalarbeit und Personalentwicklung. Jetzt gilt es, dieses auch konsequent umzusetzen. Die im vergangenen Jahr verstärkten Fortbildungsangebote für Mitarbeiter werden 2010 fortgeführt. CPU kann sich bei Kunden nur über die Erfahrung und Qualität seiner Mitarbeiter profilieren und so langfristig am Markt bestehen.

CPU hält an dem obersten Ziel fest, im Konzern ein ausreichendes Ertragsniveau zu erreichen. Alle operativen Gesellschaften sollen in der Lage sein, die notwendigen Investitionen in Produkte, Märkte und Mitarbeiter vorzunehmen, ohne dass dies die Renditeziele der Gesellschaft bzw. des Konzerns gefährdet.

Der Auftragseingang in den letzten Monaten des Geschäftsjahrs 2009 sowie in den Anfangsmonaten 2010 liegt unter denen der Vergleichsperioden im Vorjahr. CPU startet im Vergleich zum Vorjahr mit einem niedrigeren Auftragsbestand in das neue Geschäftsjahr 2010. Damit bleibt es eine Herausforderung, das Umsatzniveau des Vorjahres zu erreichen oder gar zu übertreffen.

CPU strebt trotz der nach wie vor hohen Abhängigkeit von einzelnen Projekten, Aufträgen und Kunden bei einem gleichbleibenden bis leicht ansteigenden Umsatzniveau an, die Ertragsseite weiter zu verbessern und eine Umsatzrendite zwischen 3 bis 5 Prozent in den nächsten zwei Jahren zu erzielen.

Augsburg, 31. März 2010

Werner Binder, Sprecher des Vorstands

Sven Wollenhaupt, Mitglied des Vorstands

Vorstand

Werner Binder

- Sprecher -

Vertrieb und Marketing

Sven Wollenhaupt

Finanzen und Administration

Aufsichtsrat

Dr. Heiko Frank

Aufsichtsratsvorsitzender

Vorstandsvorsitzender der Tefen AG,

Augsburg

Oliver Gosemann

Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Vorstandsvorsitzender der Knürr AG,

Arnstorf

Alfred Möckel

Aufsichtsratsmitglied

Bankkaufmann / Dipl.-Kfm.

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Die Aktie der CPU Softwarehouse AG wird seit dem 21. Juli 2009 im Regulierten Markt der Börse München gelistet. Die Notierung im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse wurde zum 31.07.2009 eingestellt.

Das CPU-Papier notiert im variablen Handel der Börse München und wird auch in mehreren Regionalbörsen gehandelt. Die Kursfeststellung erfolgt mittels der Continuous Auction.

Aufgrund des Börsenplatzwechels ergeben sich folgende Kennzahlen für die CPU-Aktie in 2009:

Notierung in Frankfurt vom 01.01.2009 bis 31.07.2009:

Wertpapierkennnummer (WKN) A0WMPN
Börsenkürzel CPU2
Höchstkurs 0,92 Euro
Tiefstkurs 0,22 Euro
Abschlusskurs 0,71 Euro
Marktkapitalisierung 2.491.463,13 Euro
Anzahl der Aktien 3.509.103
Erstnotierung 19.04.1999
Aktienperformance im obigen Zeitraum: -12,35%

Notierung in München ab dem 21.07.2009 bis 31.12.2009:

Wertpapierkennnummer (WKN) A0WMPN
Börsenkürzel CPU2
Höchstkurs 1,10 Euro
Tiefstkurs 0,49 Euro
Jahresabschlusskurs 1,10 Euro
Marktkapitalisierung 3.860.013,30 Euro
Anzahl der Aktien 3.509.103
Aktienperformance im obigen Zeitraum: +30,18%

(Aktien - Werte - Börsenplatz München, variabler Handel)

Investor Relations

Termine

Donnerstag, 15.04.2010 Veröffentlichung Jahresabschluss 2009 HGB
Donnerstag, 15.04.2010 Veröffentlichung Geschäftsbericht für 2009
Freitag, 14.05.2010 Veröffentlichung Zwischenmitteilung erstes Quartal
Montag, 14.06.2010 Ordentliche Hauptversammlung - Augsburg
Freitag, 27.08.2010 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2009
Freitag, 12.11.2010 Veröffentlichung Zwischenmitteilung drittes Quartal

Kontakt

Bei Fragen im Bereich Investor Relations erreichen Sie uns unter:

E-Mail: [email protected]

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

auch das Jahr 2009 war weltweit durch die internationale Finanzkrise geprägt. Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen und hoher Investitionen in der Produktentwicklung konnte eine erfreuliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung erreicht werden. Dies spiegelt auch der Aktienkurs wider, der sich nach dem Tiefststand am 22.01.2009 in Frankfurt mit 0,22 Euro zwischenzeitlich deutlich erholt zeigte. Im Juli 2009 wechselte die CPU Softwarehouse AG ihren Börsenplatz von Frankfurt nach München. Mit dem Jahresschlusskurs von 1,10 Euro verließ das CPU-Papier aufgrund der beschlossenen Kapitalmaßnahmen und einer sehr guten Performance den sog. "Pennystock-Bereich" und markierte zugleich einen neuen Jahreshöchstwert.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wieder mit großer Sorgfalt wahrgenommen, den Vorstand im Berichtsjahr 2009 bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmen laufend überwacht. In der Erfüllung seiner gesetzlichen Kontrollpflicht hat der Aufsichtsrat die geplanten geschäftspolitischen Maßnahmen kritisch hinterfragt und auf Plausibilität getestet.

Der Aufsichtsrat wurde in alle wesentliche Entscheidungen eingebunden und durch den Vorstand im Rahmen schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns einschließlich der Risikoeinschätzung sowie über das Risikomanagement informiert.

Die Berichte des Vorstands wurden im Aufsichtsrat analysiert und zusammen mit dem Vorstand in den jeweiligen Sitzungen diskutiert und hat den Beschlussvorschlägen des Vorstands nach eingehender Prüfung und Beratung, soweit dies nach gesetzlichen bzw. satzungsmäßigen Vorschriften erforderlich war, seine Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand auch außerhalb der regulären Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig in Kontakt, hat mit dem Vorstand über unternehmensrelevante Fragen und Themenstellungen gesprochen und wurde über laufende Sachthemen in Kenntnis gesetzt.

Der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG hat sich in seinen sieben Sitzungen im vergangenen Jahr ausführlich mit der Geschäftsentwicklung der Einzelgesellschaften und des Konzerns auseinander gesetzt. Die Präsenz in den Aufsichtsratssitzungen betrug wie in den Vorjahren 100%. Die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats wurde entsprechend Ziffer 5.6 des Corporate Governance Kodex durchgeführt. Die Unterlagen für die Sitzungen wurden zur Vorbereitung rechtzeitig an alle Mitglieder verteilt.

In seiner ersten Sitzung des Jahres am 16. Februar 2009 berichtete der Vorstand auf Basis von vorläufigen Zahlen über die Geschäftsentwicklung von Konzern und den Einzelgesellschaften für das Geschäftsjahr 2008. Insbesondere die Bewertung der Tochtergesellschaften bzw. der Segmente wurden eingehend besprochen. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat auch unter Compliance Aspekten intensiv mit dem Risikomanagementsystem und dem Risikobericht. Des Weiteren wurden im Rahmen des Personalberichts aktuelle Entwicklungen bei den Personalstrukturen besprochen. Zusammen mit dem Beschluss über die Vertragsverlängerung der Vorstandsverträge wurde in dieser Aufsichtsratssitzung eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand in Kraft gesetzt. Der Vorstand berichtete weiter über die neuesten Erkenntnisse in Sachen Segmentwechsel.

Am 24. März 2009 fand die Bilanzsitzung der CPU Softwarehouse AG statt. Gegenstand der Sitzung waren die ausführliche Erörterung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Lageberichts und Konzernlageberichts. Die Abschlussprüfer der AWT Horwath GmbH nahmen an der Sitzung teil, berichteten über den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Prüfung und beantworteten die Fragen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat erörterte mit dem Abschlussprüfer ferner, die Geschäftsrisiken sowie im Zusammenhang mit dem Risikomanagement die Risikofaktoren und ließ sich bestätigen, dass das Risikofrüherkennungssystem für die Überwachung bestandsgefährdender Risiken geeignet und ausreichend ist. Des Weiteren wurden im Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Tagesordnungspunkte für die Hauptversammlung, insbesondere die Satzungsänderungen besprochen und verabschiedet. Ferner beriet und verabschiedete der Aufsichtsrat den Corporate Governance Bericht, den Bericht des Aufsichtsrats sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für den Geschäftsbericht 2008.

In den Sitzungen am 30. Juli und 15. September 2009 ließ sich der der Aufsichtsrat ausführlich über die Geschäftsentwicklung sowie die Umsatz- und Ergebnisrisiken berichten. Dabei wurden die Projektstati wesentlicher Kundenprojekte durch den Vorstand erläutert. Die Besprechung im Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Effizienzprüfung erfolgte in der Sitzung am 15. September 2009.

Am 16. September 2009 fand eine Strategiesitzung von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Dabei wurden die grundsätzlichen, strategischen Rahmenbedingungen für die CPU Gruppe und ihre Geschäftsfelder analysiert sowie strategische Handlungsoptionen weiterentwickelt.

In seiner Sitzung am 16. November 2009 erfolgte eine intensive Beschäftigung mit der positiven Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009, der Zwischenmitteilung und der damit verbundenen Ad-hoc-Meldung. Sowohl die Entwicklung der Risikokennzahlen als auch die Besprechung des Etatentwurfs für das Geschäftsjahr 2010 waren Gegenstand der Beratungen dieser Sitzung wie auch die Vertriebsaktivitäten der Konzerngesellschaften.

In seiner letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2009 am 17. Dezember wurde nach nochmaliger, eingehender Plausibilisierung der Etat für das kommende Geschäftsjahr 2010 sowie diverse organisatorische Änderungen verabschiedet. Die Schwierigkeiten in einem Wartungsprojekt sowie die Umsatz- und Ergebnisprognosen wurden vom Vorstand ausführlich erläutert.

Corporate Governance, Entsprechenserklärung und Compliance

Corporate Governance steht bei der CPU Softwarehouse AG für größtmögliche Transparenz, gute Unternehmensführung und den Anspruch, alle Zielgruppen gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Aufsichtsrat und Vorstand befassen sich in jedem Geschäftsjahr eingehend mit den wichtigen Themen, die sich aus den Grundsätzen des Corporate Governance Kodex ergeben. Entsprechend der neuen gesetzlichen Vorschriften wurde die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Diese ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Vorgaben geben den Rahmen für die Compliance-Aktivitäten im Konzern vor. Hierbei stehen im Mittelpunkt: die kapitalmarkt- und insiderrechtlichen Vorschriften, die gesetzlichen Grundlagen der Rechnungslegung sowie arbeits- und datenschutzrechtliche Vorschriften und Gesetze.

Im Internet können sich Aktionäre und potenzielle Anleger jederzeit über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Ausführliche Informationen zur Corporate Governance im Unternehmen sowie einen detaillierten Bericht zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand finden sich im "Corporate Governance Bericht".

Die aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist auch Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Beide Erklärungen sind den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Die CPU Softwarehouse AG entspricht mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung genannten Punkte den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nach der aktuellen Fassung des Kodex vom 18. Juni 2009.

Die CPU wird mit Ausnahme der in der Entsprechenserklärung genannten Punkte auch zukünftig die Empfehlungen des Kodex einhalten.

Feststellung der Abschlüsse

Die CPU Softwarehouse AG erstellt einen Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Der Konzernabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften IFRS (International Financial Reporting Standards), ergänzt um die handelsrechtlichen Vorschriften nach § 315a Abs. 1 HGB, aufgestellt. Für die Aufstellung der jeweiligen Abschlüsse ist der Vorstand verantwortlich. Die AWT Horwarth GmbH (AWT), München, hat Rechnungslegung, Buchführung, Jahresabschluss sowie Lagebericht und Konzernlagebericht der CPU Softwarehouse AG für das Geschäftsjahr 2009 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen.

Die AWT wurde auf der Hauptversammlung vom 15. Juni 2009 erneut zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend den Prüfungsauftrag der CPU Softwarehouse AG an die AWT Horwarth GmbH, München, erteilt.

Die Prüfungsberichte wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Abschlussprüfer haben in den Sitzungen vom 26. März 2010 bzw. 12. April 2010 die Prüfungsergebnisse für den Jahresabschluss bzw. den Konzernabschluss persönlich und detailliert vorgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte am 12. April 2010 nach eingehender Beratung und eigener Prüfung des vorgelegten Jahresabschlusses der CPU Softwarehouse AG und des Konzernabschlusses sowie der Prüfung des Lageberichtes und des Konzernlageberichtes dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigte den Jahres- und Konzernabschluss. Somit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Unternehmensleitungen der operativen Tochtergesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2009.

Augsburg, 12. April 2010

Dr. Heiko Frank, Vorsitzender des Aufsichtsrats

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2009

Die CPU Softwarehouse AG sieht in den Prinzipien des Corporate Governance eine der Voraussetzungen für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung. Unter Corporate Governance wird eine verantwortungsvolle und transparente Führung und Kontrolle des Unternehmens verstanden. Die CPU Softwarehouse AG fühlt sich dem Stakeholder-Prinzip verpflichtet, das neben den Aktionärsinteressen auch die Belange der Mitarbeiter und Geschäftspartner berücksichtigt.

Der Corporate Governance Kodex (im Folgenden auch "Kodex" genannt) stellt neben den wesentlichen gesetzlichen Vorschriften zur Unternehmensführung (Leitung und Kontrolle) auch international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung dar. Dabei soll der Kodex das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar gestalten. Ziel ist es, das Vertrauen von Anlegern, Kunden und Mitarbeitern in börsennotierte deutsche Gesellschaften zu steigern.

Der Corporate Governance Bericht erfolgt gemäß Ziffer 3.10 des Corporate Governance Kodex und ist durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft gemeinsam verabschiedet. Der Corporate Governance Bericht ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB, die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.

Der Kodex wird von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex systematisch weiterentwickelt um den wachsenden Anforderungen an Transparenz, Investorenschutz und der Compliance gerecht zu werden. Dies zeigt sich auch in seiner letzten Änderung zum 18. Juni 2009. Vorstand und Aufsichtsrat haben diese Änderungen auf Ihre Anwendbarkeit für die CPU Gruppe hin überprüft und bei Ihren Entscheidungen berücksichtigt.

In diesem Zusammenhang spiegelt sich die Anwendung der Grundsätze des Corporate Governance Kodex in der verantwortungsbewussten Unternehmensleitung der CPU Gruppe wider. Vorstand und Aufsichtsrat verstehen unter der Umsetzung der Kodex-Maßstäbe auch eine nachhaltige Wertschaffung und -steigerung für den CPU-Konzern. Dies wird durch eine offene und transparente Informationspolitik erreicht, indem die Leistungen und Erfolge der CPU-Gesellschaften der interessierten Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Somit wird das in die CPU gesetzte Vertrauen von Aktionären, Kunden, Partnern und Mitarbeitern bestätigt und gerechtfertigt.

Die CPU Softwarehouse AG entspricht mit wenigen Ausnahmen den Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009. Die Ausnahmen sind in der aktuellen Entsprechenserklärung aufgeführt, die von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben wurde. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und wird, wie der Corporate Governance Bericht, als eigenständiges Dokument auf der Internetseite der CPU Softwarehouse AG der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Im weiteren Verlauf werden die Begrifflichkeiten des Corporate Governance Kodex verwendet und die wichtigsten Empfehlungen und Anregungen des Kodex, welche die CPU Gruppe betreffen im Rahmen des Corporate Governance Berichtes dargestellt:

Aktionäre und Hauptversammlung

Insbesondere wegen der großen Anzahl an Aktionären, die sich aus dem hohen Streubesitz in Höhe von 63,52% ergibt, ist die CPU Softwarehouse AG besonders bestrebt, in angemessener Offenheit und Fairness über die aktuelle und künftige Finanz- und Ertragssituation zu berichten. Dazu stellt die CPU der interessierten Öffentlichkeit nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtveröffentlichungen wie Finanzberichte und Ad-hoc-Meldungen zur Verfügung, sondern es werden darüber hinaus Pressemitteilungen publiziert, die über die Leistungen und Erfolge der CPU Gruppe berichten. Aktionärsanfragen oder Anfragen weiterer Interessenten, die uns überwiegend auf dem elektronischen Weg per E-Mails erreichen, werden zeitnah und vollumfänglich über dieses Medium beantwortet.

Auf der Hauptversammlung, als Ort des Zusammentreffens von Anteilseignern und Gesellschaftsleitung, soll ein weitergehender Informationsaustausch zwischen Aktionären und Vorstand stattfinden. Dabei sollen nicht nur die wirtschaftliche Situation der CPU Gruppe und die Möglichkeit zur Ausübung der Aktionärsrechte im Vordergrund stehen. Vielmehr wird hier die Möglichkeit angeboten mit der Unternehmensleitung über vergangene und aktuelle Entscheidungen und Themen zu diskutieren.

Durch den technischen Fortschritt und die Vielseitigkeit, die das Internet anbietet, eröffnen sich auch neue Wege in der Veranstaltung und Durchführung der Hauptversammlung. In diesem Zusammenhang werden in den nächsten Jahren vermehrt sogenannte Online-Hauptversammlung abgehalten werden. Dies ist unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten der CPU Softwarehouse AG nicht angemessen. Daher zieht die CPU die traditionelle Durchführung der Hauptversammlung mit dem persönlichen Kontakt zum Anteilseigner einer unpersönlichen und distanzierten OnlineAktionärsversammlung vor.

Die Einladung zu den Hauptversammlungen erfolgt innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen und wird auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger sowie in einem Börsenpflichtblatt veröffentlicht, um eine zahlreiche Teilnahme der Aktionäre der Gesellschaft zu erreichen. Des Weiteren werden auf der Homepage der CPU alle zu Informationszwecken benötigten Unterlagen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden die entsprechenden Unterlagen am Sitz der Gesellschaft zur Einsichtnahme und während der Hauptversammlung ausgelegt.

Die Gesellschaft benennt einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter. Diesem obliegt die weisungsgebundene Ausübung der ihm gegenüber abgegebenen Stimmen. Der Stimmrechtsvertreter ist während der Hauptversammlung anwesend und stimmt für die von ihm vertretenen Aktionäre ab.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften eigenverantwortlich. Hierbei werden im Rahmen einer ordnungsmäßigen Unternehmensführung die gesetzlichen Vorschriften, die Satzung sowie die durch den Aufsichtsrat vorgegebene Geschäftsordnung beachtet.

In diesem Zusammenhang ist der Vorstand zur Wahrnehmung eines angemessenen Risikomanagements und der Einhaltung der relevanten Compliance-Vorschriften angehalten. Der Vorstand hat keine Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate, außerhalb des Unternehmens bzw. des Konzerns übernommen.

Seit dem 20. November 2006 setzt sich der Vorstand der Gesellschaft aus zwei Mitgliedern zusammen, wie der Kodex in Ziffer 4.2.1 empfiehlt, wurde ein Vorstand zum Sprecher des Vorstands ernannt. Die erlassene Geschäftsordnung wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 ergänzt und am 16. Februar 2009 verabschiedet. Die Vergütung des Vorstands wird gemäß Ziffer 4.2.2 des Kodex vom Aufsichtsrat überprüft und im Rahmen des Vergütungsberichtes näher erläutert, der im weiteren Verlauf dieses Berichtes zu finden ist.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeiten des Vorstands. Dazu wird er in regelmäßigen Zeitabständen und sofern erforderlich auch außerhalb dieses Zyklus durch den Vorstand über die Vorgänge innerhalb des CPU-Konzerns zeitnah informiert.

Der Aufsichtsrat besteht seit der Satzungsänderung vom 3. Juli 2007 aus drei Mitgliedern.

Die Mitglieder sind entsprechend der Satzung für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über ihre Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Ersatzmitglieder sind bisher nicht gewählt worden; eine kürzere Amtszeit der Aufsichtsräte wurde bisher nicht bestimmt. Alle Aufsichtsräte verfügen aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen als Vorstandsvorsitzender bzw. ihrer Vorstandstätigkeit bzw. ihrer ehemaligen Vorstandstätigkeit in börsennotierten Aktiengesellschaften über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats sind vom Unternehmen und Vorstand unabhängig. Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm gestellten Aufgaben soweit dies nach gesetzlichen Vorschriften und der Satzung erforderlich ist. Er berät und überwacht den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Als Grundlage für die Arbeit des Aufsichtsrats dient, neben den gesetzlichen Vorschriften, seine Geschäftsordnung.

Aufgrund der Unternehmensgröße und der daraus resultierenden Größe des Aufsichtsrats befasst sich dieser als Gesamtorgan grundsätzlich mit allen Aufgaben der Aufsichtsratstätigkeit. Daher findet eine separate Bildung von Ausschüssen, wie im Kodex empfohlen, nicht statt. Die Gesellschaft hat entsprechend der Satzung eine angemessene D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt vorsieht. Vorstand und Aufsichtsrat gehen davon aus, dass durch die Vereinbarung eines der gesetzlichen Regelung für den Vorstand entsprechenden Selbstbehaltes die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht weiter erhöht werden kann.

Die Aufsichtsratsmitglieder verfolgen keine Tätigkeit oder üben keine Funktion bei konkurrierenden Unternehmen aus, die sie in Interessenskonflikte verwickeln könnten. Somit ist die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder gewahrt. Sollten dennoch unvermeidbare Interessenskonflikten der Mitglieder des Aufsichtsrats auftreten, so sind diese dazu verpflichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah darüber in Kenntnis zu setzen.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in diesem Corporate Governance Bericht ausführlich dargestellt. Die Vergütung der Aufsichtsräte richtet sich ausschließlich nach der Satzung, die auf der Homepage der Gesellschaft unter der Rubrik "Investor Relations - Corporate Governance" hinterlegt ist. Die Aufsichtsräte erhalten eine fixe Vergütung, welche vergleichsweise niedrig bemessen ist. Die Aufsichtsratsvergütungen sind in der Satzung der Gesellschaft geregelt und enthalten keine variablen Bestandteile. Die Satzung sieht jedoch vor, dass die Hauptversammlung den Mitgliedern des Aufsichtsrats Sondervergütungen gewähren kann und schließt erfolgsbezogene Vergütungen für den Aufsichtsrat damit nicht aus. Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist diese flexible Regelung der vom Kodex empfohlenen starren Regelung vorzuziehen. Bisher wurde der Hauptversammlung ein solcher Vorschlag aus Gründen der Kosteneffizienz und Vermeidung von Zusatzkosten nicht unterbreitet.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat sind dazu angehalten, die Grundsätze einer ordnungsmäßigen Unternehmensführung einzuhalten. Zum Wohle der Gesellschaft arbeiten beide Organe eng zusammen. Durch regelmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats, in denen auch der Vorstand anwesend ist und welche gegebenenfalls als Telefonkonferenz abgehalten werden können, wird diese enge Zusammenarbeit erreicht.

Im Berichtsjahr fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Darüber hinaus besteht ein intensiver Informationsaustausch zwischen Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Die Information des Aufsichtsrats erfolgt durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah, ausführlich und in der Regel schriftlich. Im Rahmen des neu überarbeiteten und umfänglichen Reportingsystems befassten sich die Sitzungen inhaltlich mit der Entwicklung der Konzerngeschäfts- und Konzernfinanzlage, einschließlich wichtiger Projekte sowie der strategischen Ausrichtung der CPU Gruppe einschließlich Compliance und der Risikoerkennung, -überwachung und -vermeidung.

Sofern erforderlich, wird bei wesentlichen Vorkommnissen unverzüglich und außerhalb der regelmäßigen Berichtserstattung der Aufsichtsrat hierüber informiert. Dabei wird der Vorsitzende des Aufsichtsrats bereits vorab informiert und kommunikativ eingebunden, so dass er die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats in Kenntnis setzen und gegebenenfalls eine außerordentliche Sitzung einberufen kann.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundsätze für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Er orientiert sich an den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex und entspricht den gesetzlichen Regelungen des HGB.

Laut Satzung und gesetzlichen Vorschriften werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt oder abberufen. Die Zahl der Mitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgesetzt. Der Vorstand kann auch aus einer Person bestehen.

Über die Festlegung der Vorstandsvergütung entscheidet gemeinschaftlich der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG. Einen Personalausschuss gibt es nicht. Die Vergütung teilt sich in einen fixen und einen variablen Anteil auf. Bestimmend für das Festgehalt sind die Erfahrungen des Vorstandmitglieds, der Umfang seines Verantwortungsbereiches, die Größe des Unternehmens, die wirtschaftliche Situation bzw. Stellung im Markt sowie die Anforderungen einer Börsennotierung.

Die variable Vergütung ist vom Erreichen bestimmter Umsatz- und Ergebnisziele abhängig. Aktienbasierte Vergütungen oder Aktienoptionen wurden nicht gewährt. Tätigkeiten als Organe von Konzerngesellschaften werden nicht vergütet.

Es wurden keine Vereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes bzw. Klauseln infolge eines "Kontrollwechsels" geschlossen. Mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern wurden keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aus anderen Gründen wurden ebenfalls keine Zusagen (z. B. Abfindungen, Pensionszusagen, Überbrückungsgelder) vereinbart. Leistungen von Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind auch nicht zugesagt.

Für ein ehemaliges Organmitglied besteht seit 1995 eine Versorgungszusage. Der Barwert der nach IAS 19 ausgewiesenen Pensionsrückstellung betrug unter Verrechnung mit der hierfür vorgesehenen Rückdeckungsversicherung 105.011 Euro (Vj. 109.038 Euro).

Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr folgende Bezüge gewährt:

Fix Variabel Gesamt
Werner Binder 133.184 Euro 0 Euro 133.184 Euro
(Vorjahr) (130.350 Euro) (0 Euro) (130.350 Euro)
Sven Wollenhaupt 130.922 Euro 0 Euro 130.922 Euro
(Vorjahr) (131.505 Euro) (0 Euro) (131.505 Euro)

In den Fixgehältern sind Beiträge zu Direktversicherungen im Rahmen der steuerlichen Höchstbeträge und der Privatanteil der Pkw-Nutzung enthalten.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist durch die Satzung der CPU Softwarehouse AG festgelegt. Sie umfasst eine fixe Aufwandsentschädigung von 10.000 Euro pro Jahr. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache, der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte dieser Vergütung. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden sämtliche im Zusammenhang mit ihrer Aufsichtsratstätigkeit verbundenen Reisekosten und Auslagen ersetzt.

Geschäfte mit den Organmitgliedern oder mit diesen nahe stehenden, privaten oder juristischen Personen sind durch gesetzliche Regelungen in Deutschland genehmigungspflichtig. Die CPU AG bezog von nahestehenden Unternehmen eines Organmitglieds in Deutschland Beratungsleistungen i.H.v. 5 TEUR (Vj. 0 TEUR). Es handelt sich um die Gesellschaft Tefen AG in Augsburg. Verbindlichkeiten hieraus bestanden zu den Bilanzstichtagen nicht.

Für Vorstand und Aufsichtsrat bestanden Vermögenschadenhaftpflichtversicherungen (D&O) über 5,0 Mio. Euro. Ein Selbstbehalt ist aufgrund der bestehenden, dienstvertraglichen Regelungen nicht vereinbart. Für diese Versicherungen wurden im Geschäftsjahr 19 TEUR aufgewandt.

Weder an Mitglieder des Vorstands und Verwaltungsrates noch an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden Kredite gewährt. Ebenso wurden keine Avalverpflichtungen für Organmitglieder durch die CPU Softwarehouse AG oder Konzerngesellschaften übernommen.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Rechnungslegung

Der jährliche Konzernabschluss der CPU Gruppe wird seit dem Geschäftsjahr 2005 auf Grundlage der "International Financial Reporting Standards (IFRS)", der Einzelabschluss des Mutterunternehmens (CPU Softwarehouse AG) nach dem deutschen Handelsrecht aufgestellt und vom Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Alle Finanzberichte werden auf der Homepage (www.cpu-ag.com) unter der Rubrik "Investor Relations - Finanzdaten" der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

CPU ist bemüht, die Fristen des Corporate Governace Kodex zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses und des Halbjahresfinanzberichts einzuhalten. Die Einhaltung der Fristen kann jedoch aufgrund der vorhandenen personellen Kapazitäten im Rechnungswesen und der Notwendigkeit der Konsolidierung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften nicht immer gewährleistet werden, insbesondere dann, wenn Änderungen von Rechnungslegungsnormen zu berücksichtigen sind. Alle gesetzlichen Veröffentlichungsfristen wurden und werden eingehalten.

Abschlussprüfung

Auf der vergangenen Aktionärsversammlung vom 15. Juni 2009 wurde die AWT Horwath GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Prüfungsunternehmen für den Konzern- und Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2009 gewählt.

Eine Erklärung von AWT bestätigt der CPU Softwarehouse AG, dass sämtliche Anforderungen des Corporate Governance Kodex zur Unabhängigkeit des Abschlussprüfers beachtet werden. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen CPU und AWT sind damit erfüllt. Die Abschlussprüfungen beinhaltet aus Zeit- und Kostengründen nicht die Prüfung der Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex.

Augsburg, im März 2010

Für den Aufsichtsrat

Dr. Heiko Frank, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für den Vorstand

Werner Binder, Sprecher des Vorstands

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

in TEUR Note 01.01.-31.12.2009 01.01.-31.12.2008
Umsatzerlöse (1) 7.457 6.321
Herstellungskosten des Umsatzes -4.780 -4.442
Bruttoergebnis 2.677 1.879
Vertriebskosten -987 -884
Allgemeine Verwaltungskosten -1.172 -1.275
Forschungs- und Entwicklungskosten -281 -56
Sonstige betriebliche Erträge (2) 134 420
Sonstige betriebliche Aufwendungen -92 -79
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 279 5
Zinserträge (7) 8 28
Wertminderungen auf langfristige Finanzielle Vermögenswerte -2 -2
Zinsaufwendungen (8) -5 -26
Ergebnis vor Ertragsteuern 260 5
Ertrag aus Ertragsteuern (9) 0 106
Aufwand aus Ertragsteuern (9) -9 0
Konzernergebnis 251 111
Davon Konzernergebnis (für Aktionäre der CPU Softwarehouse AG) 251 111
Davon Konzernergebnis für Minderheitengesellschafter 0 0
Ergebnis je Aktie in EURO (unverwässert und verwässert) (10) 0,07 0,03

Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode

in TEUR 01.01.-31.12.2009 01.01.-31.12.2008
Konzernergebnis 251 111
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 12
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen 0 12
Gesamtergebnis der Periode 251 123
Davon Gesamtergebnis (für Aktionäre der CPU Softwarehouse AG) 251 123
Davon Gesamtergebnis für Minderheitengesellschafter 0 0

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009

in TEUR Note 31.12.2009 31.12.2008
VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11) 568 628
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12) 904 625
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (13) 99 277
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (14) 27 149
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (14) 29 25
Steuererstattungsanspruch aus Ertragsteuern (15) 1 1
Rechnungsabgrenzungsposten (16) 35 20
Kurzfristige Vermögenswerte 1.663 1.725
Firmenwerte (18) 1.164 1.150
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (19) 383 213
Sachanlagen (20) 89 100
Finanzielle Vermögenswerte (21) 11 15
Steuererstattungsanspruch aus Ertragsteuern (15) 5 5
Latente Steuern (22) 115 124
Langfristige Vermögenswerte 1.767 1.607
Summe Vermögenswerte 3.430 3.332
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (23) 392 412
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (24) 12 266
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 24 6
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (25) 206 127
Erhaltene Anzahlungen (26) 0 40
Rückstellungen für Ertragsteuern (27) 0 25
Sonstige Rückstellungen (27) 486 422
Rechnungsabgrenzungsposten (29) 59 30
Kurzfristige Schulden 1.179 1.328
Pensionsrückstellungen (27) 105 109
Summe Schulden 1.284 1.437
Gezeichnetes Kapital (30) 3.509 3.509
Kapitalrücklage (30) 2.100 2.100
Währungsumrechnungsdifferenzen (30) -81 -81
Ergebnisvortrag (30) -3.633 -3.744
Konzernergebnis 251 111
Eigenkapitalanteil der Aktionäre der CPU Softwarehouse AG 2.146 1.895
Minderheitenanteile 0 0
Summe Eigenkapital 2.146 1.895
Summe Eigenkapital und Schulden 3.430 3.332

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

in TEUR Note 01.01.-31.12.2009 01.01.-31.12.2008
Ergebnis vor Ertragsteuern 260 5
Nicht zahlungswirksames Ergebnis aus Konsolidierungskreisänderung 1 0
Zinsergebnis incl. Wertminderung auf langfristige Finanzielle Vermögenswerte 19 0
Abschreibungen 101 104
Zu- / Abnahme Rückstellungen 45 -328
Zu- / Abnahme Vermögenswerte -123 -60
Zu- / Abnahme Schulden -183 -130
Erhaltene Ertragsteuern 3 1
Gezahlte Zinsen -5 0
Erhaltene Zinsen 6 26
Gewinne / Verluste aus Abgang Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 0 -1
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 124 -383
Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -276 -148
Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 -100
Einzahlungen aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten 100 0
Einzahlungen aus Abgang Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 4 11
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -172 -237
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -48 -620
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Wechselkursänderungen 0 13
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -12 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 628 1.235
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. (11/V) 568 628

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnungsdifferenzen
Stand am 01.01.2008 10.527 1.053 -93
Jahresergebnis 0 0 0
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 0 0 12
Insgesamt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 0 12
Kapitalherabsetzung -7.018 1.047 0
Stand am 31.12.2008 3.509 2.100 -81
Stand am 01.01.2009 3.509 2.100 -81
Jahresergebnis 0 0 0
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 0 0 0
Insgesamt im Eigenkapital erfasst Aufwendungen und Erträge 0 0 0
Stand am 31.12.2009 3.509 2.100 -81
in TEUR Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital der Aktionäre der CPU Softwarehouse AG Minderheitenanteile
Stand am 01.01.2008 -9.715 1.772 0
Jahresergebnis 111 111 0
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 0 12 0
Insgesamt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 111 123 0
Kapitalherabsetzung 5.971 0 0
Stand am 31.12.2008 -3.633 1.895 0
Stand am 01.01.2009 -3.633 1.895 0
Jahresergebnis 251 251 0
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 0 0 0
Insgesamt im Eigenkapital erfasst Aufwendungen und Erträge 251 251 0
Stand am 31.12.2009 -3.382 2.146 0
in TEUR Summe Eigenkapital
Stand am 01.01.2008 1.772
Jahresergebnis 111
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 12
Insgesamt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 123
Kapitalherabsetzung 0
Stand am 31.12.2008 1.895
Stand am 01.01.2009 1.895
Jahresergebnis 251
direkt im Eigenkapitel erfasste Währungsdifferenzen 0
Insgesamt im Eigenkapital erfasst Aufwendungen und Erträge 251
Stand am 31.12.2009 2.146

Siehe auch Anhangsangabe (30)

Darstellung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 nach IAS 1.10f

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
01.01.2008

TEUR
VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 568 628 1.235
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 904 625 663
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 99 277 118
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 27 149 53
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 29 25 31
Steuererstattungansprüche aus Ertragsteuern 1 1 0
Rechnungsabgrenzungsposten 35 20 14
Kurzfristige Vermögenswerte 1.663 1.725 2.114
Firmenwerte 1.164 1.150 1.032
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 383 213 124
Sachanlagen 89 100 139
Finanzielle Vermögenswerte 11 15 15
Steuererstattungsanspruch aus Ertragsteuern 5 5 0
Latente Steuern 115 124 0
Langfristige Vermögenswerte 1.767 1.607 1.310
Summe Vermögenswerte 3.430 3.332 3.424
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392 412 438
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 12 266 137
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 24 6 15
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 206 127 133
Erhaltene Anzahlungen 0 40 107
Rückstellungen für Ertragsteuern 0 25 0
Sonstige Rückstellungen 486 422 646
Rechnungsabgrenzungsposten 59 30 13
Kurzfristige Schulden 1.179 1.328 1.489
Pensionsrückstellungen 105 109 163
Summe Schulden 1284 1.437 1.652
Gezeichnetes Kapital 3.509 3.509 10.527
Kapitalrücklage 2.100 2.100 1.053
Währungsumrechnungsdifferenzen -81 -81 -93
Ergebnisvortrag -3.633 -3.744 -9.965
Konzernergebnis 251 111 250
Eigenkapitalanteile der Aktionäre der CPU Softwarehouse AG 2.146 1.895 1.772
Minderheitenanteile 0 0 0
Summe Eigenkapital 2.146 1.895 1.772
Summe Eigenkapital und Schulden 3.430 3.332 3.424

Konzernanhang 2009

der CPU Softwarehouse AG, Augsburg

I. Allgemeine Grundsätze

Grundlagen der Rechnungslegung

Die CPU Softwarehouse AG (die "Gesellschaft" oder "CPU"), Augsburg, Deutschland wurde am 16. November 1982 gegründet. Seit April 1999 ist sie ein börsennotiertes Unternehmen und wird nach ihrem Wechsel von Frankfurt im Regulierten Markt der Börse München (General Standard) gehandelt.

Die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen entwickeln und vertreiben Software und realisieren Softwareprojekte für das Aktiv- und Passivgeschäft von Banken.

Die CPU Softwarehouse AG ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Augsburg. Sie ist in den Geschäftsbereichen Softwareentwicklung, -Lizenzierung, -Wartung sowie IT-Dienstleistungen tätig.

Die CPU Softwarehouse AG ist als Mutterunternehmen nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Als börsennotiertes Unternehmen erstellt die Gesellschaft pflichtgemäß nach § 315a HGB einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie gemäß EU-Verordnung Nr. 1606/2002 vom 19. Juli 2002 in der Europäischen Union anzuwenden sind. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2009 anzuwendenden IAS, IFRS, die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC, SIC), die bis zum Zeitpunkt der Erstellung von der EU zur Anwendung übernommen sind und die nach § 315a HGB ergänzenden handelsrechtlichen Regelungen beachtet.

Der Konzernabschluss der CPU Softwarehouse AG wird - soweit nichts anderes angegeben - in TEUR dargestellt.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

a) Im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Für das Geschäftsjahr 2009 wurden die IAS/IFRS bzw. SIC/IFRIC zugrunde gelegt, welche verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die, wie das Geschäftsjahr der CPU, am 1. Januar 2009 beginnen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Geschäftsjahr 2009 erstmalig anzuwendenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen:

Standard Titel Veröffentlicht durch das IASB Inkrafttreten* EU-Endorsement
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 8 Geschäftssegmente 30.11.2006 01.01.2009 22.11.2007
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme 28.06.2007 01.01.2009 17.12.2008
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden 29.01.2009 01.11.2009** 01.12.2009
Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Amendments)
IAS 23 Fremdkapitalkosten 29.03.2007 01.01.2009 17.12.2008
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 06.09.2007 01.01.2009 18.12.2008
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (Ausübungsbedingungen und Annullierungen) 17.01.2008 01.01.2009 17.12.2008
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Kündbare Instrumente) 14.02.2008 01.01.2009 22.01.2009
Diverse Verbesserungen der IFRS (Annual Improvement Project 2006 - 2008) 22.05.2008 01.01.2009 24.01.2009
IFRS 1 / IAS 27 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen 22.05.2008 01.01.2009 24.01.2009
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 05.03.2009 01.01.2009 01.12.2009
IAS 39 / IFRIC 9 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung / Neubeurteilung eingebetteter Derivate 12.03.2009 01.01.2009 01.12.2009

* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

** für Übertragungen, die ein Unternehmen am oder nach diesem Datum erhält

Von diesen Standards bzw. Interpretationen waren die nachfolgend dargestellten für die CPU relevant:

Änderung von IAS 1 (Darstellung des Abschlusses)

Die überarbeitete Version des IAS 1 enthält im Wesentlichen Änderungen zur Darstellung der nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen, zur verpflichtenden Darstellung einer Eröffnungsbilanz der frühesten Vergleichsperiode in bestimmten Fällen, zu Darstellungsbesonderheiten bei den direkt im Eigenkapital erfassten Erfolgsbestandteilen („kumuliertes übriges Eigenkapital") sowie Vorschläge zu Bezeichnungsänderungen von Abschlussbestandteilen. Bei der CPU werden die Abschlussbestandteile unverändert bezeichnet. Neu hinzugekommen als Abschlussbestandteil ist die sog. Gesamtergebnisrechnung. CPU hat nach IAS 1.12 i.V.m. IAS 1.81 (b) den sog. „two statement approach" gewählt.
IFRS 8 (Geschäftssegmente)

Die externe Segmentberichterstattung ist an die interne Berichterstattung anzupassen (sog. Management Approach). Für CPU haben sich hieraus keine wesentlichen inhaltlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Berichterstattung nach IAS 14 ergeben. Anpassungen an den geänderten Standard erfolgten vor allem in der Darstellung. Darüber hinaus wurde das ehemals als Holding geführte Segment (CPU Softwarehouse AG) nicht mehr aufgeführt, da die Holdinggesellschaft nicht den Abgrenzungskriterien des neuen Standards für ein Segment entspricht.
Änderung von IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben"

Die Änderungen haben zu geringfügig erweiterten Angaben zur Fair Value Bewertung von Finanzinstrumenten geführt. Darüber hinaus wurde hinsichtlich der Angaben zum Liquiditätsrisiko klargestellt, dass die Restlaufzeitenanalyse für nicht-derivative Finanzverbindlichkeiten auch Verträge über abgegebene Finanzgarantien mit einschließt. Die Fälligkeitsanalyse von derivativen Finanzverbindlichkeiten muss deren vertragliche Restlaufzeiten enthalten, sofern diese wesentlich für das Verständnis des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind. Die beiden vorstehenden Punkte haben für die CPU keine Auswirkung, da nicht vorliegend. Bei der erstmaligen Anwendung dieser Änderungen im Geschäftsjahr sind Vorjahresvergleichsangaben nicht erforderlich.

Die Anwendung dieser Standards bzw. Interpretationen erfolgte in Übereinstimmung mit den jeweiligen Übergangsvorschriften. Soweit in einzelnen Standards bzw. Interpretationen nicht ausdrücklich geregelt und nachfolgend gesondert erläutert, erfolgte die Anwendung rückwirkend, d. h. die Darstellung erfolgte so, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bereits immer angewandt worden wären. Soweit erforderlich, wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

b) Herausgegebene, noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die herausgegebenen, aber im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen:

Standard Titel Veröffentlicht durch das IASB Inkrafttreten* EU-Endorsement
Neue Standards und Interpretationen
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 27.11.2008 01.07.2009 27.11.2009
IFRS for SMEs IFRS für kleine und mittlere Unternehmen 09.07.2009 - Noch offen
IFRS 9 Finanzinstrumente: Überarbeitung und Ersetzen aller bestehenden Standards - Klassifizierung und Bewertung 12.11.2009 01.01.2013 Noch offen
IFRIC 15 Vereinbarungen über den Bau von Immobilien 03.07.2008 01.01.2010 23.07.2009
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 03.07.2008 01.07.2009 05.06.2009
IFRIC 19 Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten) 26.11.2009 01.07.2010 Erwartet Q2 2010
Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Amendments)
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 10.01.2008 01.07.2009 12.06.2009
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse 10.01.2008 01.07.2009 12.06.2009
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Geeignete Grundgeschäfte) 31.07.2008 01.07.2009 16.09.2009
IFRS 1 Umstrukturierung des Standards 27.11.2008 01.07.2009 26.11.2009
Diverse Verbesserungen der IFRS (Annual Improvement Project 2007 - 2009) 16.04.2009 verschieden**** Erwartet Q1 2010
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (Group-cash-settled share-based payment transactions) 18.06.2009 01.01.2010 Erwartet Q2 2010
IFRS 1 Zusätzliche Ausnahmen für die erstmalige Anwendung der IFRS 23.07.2009 01.01.2010 Erwartet Q2 2010
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Klassifizierung von Bezugsrechten) 08.10.2009 01.02.2010 24.12.2009
IAS 24 Nahe stehende Unternehmen und Personen 04.11.2009 01.01.2011 Erwartet Q2 2010
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen 30.11.2006 01.01.2010 26.03.2009
IFRIC 14 / IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung (Prepayments of a Minimum Funding Requirement) 26.11.2009 01.01.2011 Erwartet Q2 2010
IFRS 1 Limited Exemption from comparative IFRS 7 Disclosures for First-Time Adapters 28.01.2010 01.07.2010 Erwartet Q2 2010

* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

** für Übertragungen, die ein Unternehmen am oder nach diesem Datum erhält

*** für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum enden

**** früheste Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen.

Für sämtliche der hier dargestellten (geänderten) Standards und Interpretationen plant CPU momentan keine vorzeitige Anwendung.

Auf Basis unseres derzeitigen Kenntnisstandes in Bezug auf das Geschäftsmodell und der im CPU-Konzern vorkommenden Geschäftsvorfälle wird allenfalls IFRS 9 zu Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und Berichterstattung führen, wobei wir diese, mit Ausnahme der Anhangsangaben, im CPU-Konzern für gering halten. In Anbetracht der Komplexität des Themas, ist eine exakte Aussage über die Auswirkungen im Detail derzeit kaum möglich. Eine Anwendung des Standards vor dem Geschäftsjahr 2013 ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Darüber hinaus könnte es transaktionsbezogen Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung bzw. Berichterstattung und Offenlegung im Konzernabschluss von CPU durch die Änderungen der Standards IFRS 3 und IAS 27 kommen. Da CPU derzeit keine Unternehmenstransaktionen plant, hat lediglich die Änderung von IAS 27 unwesentliche Auswirkungen auf die Verrechnung und Darstellung negativer Minderheitenergebnisse.

Bei allen anderen Standards erwartet CPU mangels Relevanz in Bezug auf das Geschäftsmodell oder die im CPU-Konzern vorkommenden Geschäftsmodelle keine Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und Berichterstattung. Dementsprechend werden diese Standards bzw. Interpretationen nicht mehr näher beschrieben.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss enthält die Jahresabschlüsse der CPU Softwarehouse AG und ihrer Tochterunternehmen.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bestanden zu den Stichtagen 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 nicht.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 durch die Entkonsolidierung der Finsys Software GmbH, Augsburg geändert. Die Entkonsolidierung wurde vorgenommen, da die Gesellschaft bereits zum Anfang des Jahres 2008 ihre operative Tätigkeit eingestellt hat. In den Konzernabschluss des Vorjahres wurde die Gesellschaft noch einbezogen, da aufgrund einer zum Jahresende erforderlichen Rückstellung für Ertragsteuern aus erfolgter Betriebsprüfung eine Unwesentlichkeit für die Ertragslage des Geschäftsjahres 2008 im Konzern nicht unterstellt werden konnte. Diese Steuerrückstellung wurde im Berichtsjahr verbraucht.

Da das operative Geschäft der Finsys Software GmbH von der CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen übernommen wurde, hat dies keinen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns. Der Entkonsolidierungserfolg in Höhe von minus 1 TEUR ist in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Der Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 12 TEUR wird in der Kapitalflussrechnung als separater Posten ausgewiesen. Die Mehrheitsbeteiligung an der CPU Inexsys Bankensoftware AG, Zürich, haben wir durch unterjährigen Aktienkauf in Höhe von 13 TEUR um 3,43% auf 99,09% aufgestockt. Daraus resultiert ein Firmenwert in Höhe von 13 TEUR. Der Erwerb dieser zusätzlichen Anteile an einem bereits voll konsolidierten Tochterunternehmen erfolgte nach der sog. "parent-entity-extension"-Methode.

Alle operativ tätigen oder wesentlichen Tochterunternehmen, die von der CPU Softwarehouse AG gemäß IAS 27 direkt oder indirekt beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konsolidierungskreis umfasst zwei (Vj. drei) inländische und zwei (Vj. zwei) ausländische Tochterunternehmen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der CPU wird unter der Nummer HRB 2005 beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Übermittlung an das Unternehmensregister eingereicht.

Voll konsolidierte Unternehmen Anteilsbesitz % 2009 Anteilsbesitz % 2008
a) inländische Gesellschaften
CPU Bankensoftware GmbH, Augsburg 100% 100%
ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn 100% 100%
Finsys Software GmbH i.L., Augsburg 100%
b) ausländische Gesellschaften
CPU Inexsys Bankensoftware AG, Zürich 99,09% 95,66%
CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen 100% 100%
Nicht konsolidierte Unternehmen
a) inländische Gesellschaften
Finsys Software GmbH i.L., Augsburg 100%
b) ausländische Gesellschaften
CPU Softwarehouse s.r.o. i.L., Prag 100% 100%

Die nicht konsolidierten Unternehmen befinden sich in Liquidation und üben keine operative Geschäftstätigkeit mehr aus. Sie haben daher keinen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen, den IFRS, wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind, entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2009) aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei Unternehmenszusammenschlüssen nach der Erwerbsmethode. Dabei werden zum Erwerbszeitpunkt die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses verteilt, indem die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zu ihren, zu diesem Zeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerten angesetzt werden. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung bestimmt sind, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ein, sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den nach IFRS angesetzten Anteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ergebender, aktiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt.

Im Geschäftsjahr wie auch in den Vorjahren erfolgte die Kapitalkonsolidierung beim Erwerb zusätzlicher Anteile an einem bereits voll konsolidierten Tochterunternehmen nach der sog. "parent-entity-extension"-Methode, nach der ein positiver oder negativer Firmenwert in Höhe der Differenz zwischen Kaufpreis und anteiligem Vermögen (nach IFRS-Buchwerten) ermittelt wird. In der Folge werden die positiven oder negativen Firmenwerte analog zu den aus Unternehmenszusammenschlüssen entstehenden bilanziert.

Die Folgebewertung der Firmenwerte erfolgte nach den Regelungen des IAS 36. Danach wird die Werthaltigkeit des Firmenwertes mindestens einmal jährlich durch einen Impairmenttest überprüft und bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben.

Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am Konzernergebnis werden getrennt von dem auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteil ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der Geschäftstätigkeiten der Gesellschaften außerhalb Deutschlands ist die Währung des primären Wirtschaftsraumes (Land), in dem die Unternehmen tätig sind. Da die ausländischen Gesellschaften der CPU Softwarehouse AG ihre Geschäfte selbständig betreiben, sind sie als ausländische Geschäftsbetriebe im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Entsprechend werden alle Vermögenswerte und Schulden außerhalb Deutschlands unter Verwendung des Stichtagskurses am Jahresende in Euro umgerechnet. Umsätze und Aufwendungen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Kumulierte Umrechnungsgewinne und -verluste sind bzw. werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaft werden jeweils mit den Währungskursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt. Wechselkursdifferenzen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Konzerngesellschaft ergebniswirksam erfasst.

Das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften wird zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und ist in der Spalte "Währungsumrechnungsdifferenzen" der Entwicklung des Konzerneigenkapitals enthalten.

Soweit es sich bei Forderungen um Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb handelt, werden diese im Konzernabschluss zunächst als separater Bestandteil des Eigenkapitals und bei Veräußerung im Ergebnis erfasst.

In der Darstellung der Entwicklung der Firmenwerte, Sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanziellen Vermögenswerte (vgl. Note 17) werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt. Die Darstellung der Entwicklung der Rückstellungen erfolgt entsprechend.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zum Euro gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

Stichtagskurs (1 Euro) 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung der Fremdwährung

in %
Schweizer Franken 1,4836 1,4850 -0,09%
Durchschnittskurs (1 Euro) 2009 2008 Veränderung der Fremdwährung

in %
Schweizer Franken 1,5100 1,5874 -4,88%

Verwendung von Schätzwerten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen durch die Mitglieder des Managements, die die Höhe und den Ausweis der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, den Ausweis von schwebenden Vermögenswerten und Schulden zum Zeitpunkt des Abschlusses sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen und sich auf die Höhe und den Ausweis von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz und die Bewertung der Firmenwerte und der immateriellen Vermögenswerte, die aktiven latenten Steuern, die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen, die Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und der sonstigen Rückstellungen sowie der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Die derzeit nicht absehbaren Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stellen ein erhebliches Prognoserisiko dar, so dass sich durch außerhalb des Einflussbereiches des Managements liegende Entwicklungen Abweichungen zwischen den sich tatsächlich einstellenden Beträgen und den ursprünglich erwarteten Schätzungen ergeben können. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich und soweit nach IFRS zulässig, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden erfolgswirksam angepasst.

Die ausgewiesenen Firmenwerte beinhalten größere Unsicherheiten bei der Schätzung. Die der Bewertung des Firmenwerts zugrunde liegenden Planungsannahmen erstrecken sich über mehrere Jahre und unterstellen positive Cashflows. Insofern besteht ein beträchtliches Risiko, dass innerhalb der nächsten Jahre erneut Anpassungen vorgenommen werden müssen, wenn die Planungsannahmen sich nicht bestätigen.

Die Bestimmung der unterstellten künftigen Cashflows enthalten Schätzungen über am Markt zu erzielende Erlöse, künftige Kostenfaktoren- und Steigerungsraten, Verkaufsvoluminas, über das Zinsniveau, Nutzungsdauern sowie Annahmen über Projektfortschritte bzw. Fertigstellungsgrade und Annahmen über das wirtschaftliche Umfeld von CPU. Alle Annahmen werden nach bestem Wissen, auf Basis von Erfahrungen und weiterer relevanter Faktoren getroffen. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die getroffenen Schätzungen und Annahmen angemessen sind, können die getroffenen Annahmen und Schätzung sich als falsch herausstellen oder es können sich Veränderungen der Annahmen oder Umstände ergeben, so dass für die Zukunft Wertminderungen möglich sind.

Im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Note 18 "Firmenwert" des Konzernanhangs wurden die wesentlichen Annahmen, die dem zum Stichtag durchgeführten Werthaltigkeitstest der Firmenwerte zugrunde gelegt worden sind, dargestellt.

Die als immaterielle Vermögenswerte aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen Produktneuentwicklungen von Software, deren Werte in besonderem Maße Unsicherheiten unterworfen sind, da der Markterfolg sowie die Nutzungsdauer dieser Produkte und die erwarteten Cashflows daraus nicht immer verlässlich vorhergesagt werden können.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt CPU, ob die Nutzung künftiger Steuervorteile aus Verlustvorträgen sowie sonstigen temporären Differenzen für den Ansatz aktiver latenter Steuern ausreichend verlässlich ist. Dies erfordert vor allem die Planbarkeit künftiger Unternehmensgewinne auf der Ebene von Tochtergesellschaften. Damit unterliegt auch der Ansatz der latenten Steuern ähnlichen Unsicherheiten, Schätzungen und Prämissen wie die Bewertung der Firmenwerte (Goodwill). Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern können sich verringern und müssen erfolgswirksam ausgebucht werden, wenn die bei den Planungsannahmen unterstellte positive Geschäftsentwicklung der jeweiligen Tochtergesellschaft in der Zukunft nicht eintritt; sie können sich jedoch auch im Fall einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung erhöhen, wenn bislang wertberichtigte latente Steuern aktiviert und erfolgswirksam ausgewiesen werden müssen. Sachverhalte, die einer erfolgsneutralen Behandlung der latenten Steuern bedürfen, liegen nicht vor.

Die CPU bilanziert Fertigungsaufträge nach der "percentage of completion method", die eine Umsatz- und Erlösrealisation nach dem Grad der Fertigstellung zur Folge hat. Deshalb können die erforderlichen Schätzungen in Bezug auf die Ermittlung der noch anfallenden Kosten bzw. der Gesamtkosten und des sich daraus ergebenden Fertigstellungsgrads erhebliche Auswirkung auf das EBIT und das Konzernergebnis haben. Das Management überprüft kontinuierlich die Einschätzungen in Bezug auf die Fertigstellungsgrade sowie die mit den Projekten zusammenhängenden Auftragskosten und sonstigen Auftragsrisiken.

Die Bewertung der Pensionen erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Verfahren. Die Bewertung beruht vor allem auf Annahmen von Renditen, Gehalts- und Rententrends sowie von der durchschnittlichen Lebenserwartung der Bevölkerung, die mit der tatsächlichen Lebenserwartung der Person, die eine Zusage erhalten hat nicht übereinstimmen muss. Dementsprechend kann die tatsächliche Entwicklung dieser Parameter zu späteren Änderungen in der Höhe der Verpflichtungen und damit zu erfolgswirksamen Anpassungen führen.

Ansatz und Bewertung der sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen sind zum Teil in erheblichem Maß Schätzungen unterworfen. Die vom Management getroffenen Annahmen über den Eintritt und die Höhe der Inanspruchnahmen erfolgen unter Nutzung der vorhandenen Informationen und Erfahrungen aus vergleichbaren Sachverhalten. Trotzdem unterliegen insbesondere die Beurteilung des Erfordernisses und die Bemessung der Höhe von Gewährleistungsrückstellungen größeren Schätzungsunsicherheiten, die zu erfolgswirksamen Anpassungen in den Folgejahren führen können, sofern später die tatsächliche Entwicklung von den heutigen Schätzungen abweicht.

Anpassung von Vorjahreswerten

Im Berichtsjahr 2009 erfolgten Ausweisänderungen in der Bilanz und als Folge auch in der Kapitalflussrechnung. Erstmalig wurden die Positionen sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten aufgenommen. Des Weiteren wurden einzelne Beträge aus den sonstigen Rückstellungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Dementsprechend wurden die Vorjahreswerte in der Bilanz und in der Kapitalflussrechnung auf die neue Darstellung angepasst. Insgesamt handelt es sich um Änderungen, die weder einen Einfluss auf das Eigenkapital und das Konzernergebnis, noch auf die Liquidität und die Ertragslage haben. Auf die Ausführungen unter den Positionen (14), (23), (25), (27) und V wird verwiesen.

31.12.2008 Darstellung lfd. Jahr 31.12.2008 Darstellung Vorjahr Anpassung
Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 149 174 -25
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 25 0 25
Summe 174 174
Finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6 133 -127
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 127 0 127
Summe 133 133
Rückstellungen / Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 412 318 94
Sonstige Rückstellungen 422 516 -94
Summe 834 834
01.01.2008 Darstellung lfd. Jahr 01.01.2008 Darstellung Vorjahr Anpassung
Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 53 84 -31
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 31 0 31
Summe 84 84
Finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15 148 -133
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 133 0 133
Summe 148 148
Rückstellungen / Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 438 272 166
Sonstige Rückstellungen 646 812 -166
Summe 1.084 1.084

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt Umsätze aus der Lizenzierung von Software, deren Anpassung sowie aus Dienstleistungen und aus Miet- und Wartungsverträgen.

Umsatz aus separaten Lizenzverträgen wird gebucht, wenn ein unwiderruflicher Lizenzvertrag unterschrieben wurde, das Softwareprodukt geliefert wurde, keine Unsicherheit bezüglich der Annahme des Produktes besteht, die Lizenzgebühr feststeht und der Zahlungseingang als wahrscheinlich angesehen wird.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen sowie aus Werkleistungs- und Werklieferverträgen bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden gemäß IAS 18.20 ff. bzw. IAS 11.22 ff. entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage of Completion Method "PoC"), wenn die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der CPU Softwarehouse AG zufließen wird, und die für das Geschäft angefallenen Kosten sowie die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich ermittelt werden können. Hierbei wird der Fertigstellungsgrad ermittelt, indem die angefallenen Kosten in das Verhältnis zu den geplanten Gesamtkosten gesetzt werden ("cost-to-cost"). Kann das Ergebnis nicht verlässlich geschätzt werden, werden Umsatzerlöse gemäß IAS 18.26 bzw. IAS 11.32 nur in Höhe der angefallenen Aufwendungen erfasst, die wiedererlangt werden können.

Umsätze aus Miet- und Wartungsverträgen werden gleichmäßig über die Laufzeit des Vertrages realisiert. Dienstleistungsverträge, bei denen eine Abrechnung auf Basis der geleisteten Stunden erfolgt, werden in Abhängigkeit zur erbrachten Leistung gemäß IAS 18 realisiert.

Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertung beziehungsweise Rückstellungen gedeckt. Sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt.

Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.

Herstellungskosten des Umsatzes

Die Herstellungskosten des Umsatzes enthalten alle Aufwendungen, die den Umsatzerlösen direkt oder über eine angemessene Allokation zurechenbar sind.

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten, sonstige betriebliche Aufwendungen

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, müssen seit dem 1. Januar 2009 gemäß dem geänderten IAS 23 als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert werden. Andere Fremdkapitalkosten müssen in der Periode ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst werden. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23 sind im CPU-Konzern nicht angefallen.

Originäre Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Schulden richten sich nach den Vorschriften des IAS 39 und sind grundsätzlich in folgende Kategorien unterteilt:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen
Finanzielle Verpflichtungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

CPU bilanziert lediglich Finanzinstrumente die den Kategorien "Kredit und Forderungen" und "Finanzielle Verpflichtungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden". Die Zuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente zu den o. g. Kategorien kann den Anhangsangaben unter (28) entnommen werden. Zu jedem Bilanzstichtag werden zum einen Hinweise auf vorzunehmende Umklassifizierungen, zum anderen objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes überprüft.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Sicherung von Bilanzpositionen und Zahlungsströmen gegen Fremdwährungsrisiken können derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Zudem werden nach den Regeln des IAS 39 auch bestimmte Verträge als derivative Finanzinstrumente eingestuft. Derivative Finanzinstrumente liegen bei CPU nicht vor.

Finanzielle Vermögenswerte

Unter den finanziellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Kredite und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente erfasst.

Im Geschäftsjahr vorliegende langfristige finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit vorliegend, entsprechen die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Die unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Kredite und Forderungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Die Bewertung der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung vorzunehmender Abwertungen auf den beizulegenden Zeitwert.

Bei objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird, den Vorgaben des IAS 39 folgend, ggf. ein niedrigerer beizulegender Zeitwert ermittelt und dieser angesetzt. Die Wertminderung erfolgt anhand der Beurteilung des jeweiligen Einzelfalls unter Würdigung der jeweiligen Umstände, insbesondere der Wahrscheinlichkeit des Forderungsausfalls bzw. Uneinbringlichkeit. Die bei Ausbuchung entstehenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeldbestände und Bankeinlagen mit einer Fälligkeit von weniger als drei Monaten zum Zeitpunkt der Anlage. Die Bargeldbestände und Bankeinlagen werden zum Zeitpunkt der Erstbewertung mit dem beizulegenden Zeitwert, in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - zum Zugangszeitpunkt mit ihrem Zeitwert bilanziert und in der Folge mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen bewertet. Bei der Erstbewertung entspricht der Zeitwert grundsätzlich dem Transaktionspreis, d. h. dem Wert der hingegebenen oder empfangenen Gegenleistung. Wertminderungen, die dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung tragen, können in Form von Einzelwertberichtigungen oder auch auf Portfoliobasis vorgenommen werden, wenn ein Ausfall erwartet werden kann. Die Verbuchung erfolgt auf separaten Wertberichtigungskonten. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der Forderung. Die Wertminderung erfolgt grundsätzlich anhand der Beurteilung des jeweiligen Einzelfalles unter Würdigung der jeweiligen Umstände, insbesondere der Wahrscheinlichkeit des Forderungsausfalles bzw. Uneinbringlichkeit.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

In diesen Positionen werden kundenspezifische Fertigungsaufträge ausgewiesen, die gemäß IAS 18 i.V.m. IAS 11 entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad, bzw. in Höhe ihrer angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten realisiert werden. Der Fertigstellungsgrad errechnet sich in der Regel aus dem Anteil der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten an den insgesamt erwarteten Auftragskosten ("cost-to-cost-method"). Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Auftrages nicht sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst. Der Ausweis erfolgt für Aufträge, bei denen die Auftragskosten inklusive der ausgewiesenen Ergebnisse die Teilabrechnungen an den Kunden übersteigen, unter den Forderungen. Unter den Verbindlichkeiten werden diejenigen Aufträge ausgewiesen, bei denen die Teilabrechnungen die Auftragskosten inklusive ausgewiesener Ergebnisse übersteigen. Die Auftragskosten umfassen die direkten Kosten in Verbindung mit dem bestimmten Vertrag, alle allgemein dem Vertrag zurechenbaren Kosten sowie sonstige Kosten, die dem Kunden vertragsgemäß gesondert in Rechnung gestellt werden können. Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert, indem die aktivierten Vermögenswerte wertberichtigt und darüber hinaus Rückstellungen gebildet werden.

Immaterielle Vermögenswerte

Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden, unter Berücksichtigung von Nebenkosten und Kostenminderungen, zu Anschaffungskosten aktiviert und jeweils über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren linear abgeschrieben.

Aus der Kapitalkonsolidierung entstandene bzw. erworbene Firmenwerte werden aktiviert und gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben, sondern unterliegen jährlich mindestens einem Impairmenttest entsprechend IAS 36.

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht, und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein. Soweit diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden neben den Forschungs- auch die Entwicklungskosten sofort aufwandswirksam erfasst. Diese Forschungs- und Entwicklungskosten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Position ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert und ab ihrer Fertigstellung über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs Jahren linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen Kosten, die der Entwicklungsphase des Vermögenswertes direkt zurechenbar sind.

Aktivierungspflichtige Fremdkapitalkosten im Sinne des IAS 23 sind im CPU-Konzern nicht angefallen. Immaterielle oder sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer bestehen im CPU-Konzern nicht.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear.

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Sachanlagen werden durch den Vergleich des Buchwertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von Vermögenswerten zu testen.

Für Vermögenswerte, die einer Abschreibung unterliegen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen.

Für immaterielle Vermögenswerte, die keiner Abschreibung unterliegen oder deren Nutzungsbereitschaft noch nicht vorliegt, erfolgt unabhängig von Anhaltspunkten die Überprüfung der Werthaltigkeit im Rahmen eines jährlichen Impairmenttests.

Neben den jährlichen Werthaltigkeitstest können besondere Umstände (triggering events) auch unterjährig dazu führen, dass eine Überprüfung erfolgt, ob die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen wertgemindert sind. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bei den regelmäßig jährlich stattfindenden Werthaltigkeitstest.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel mit Hilfe eines Discounted-cash-flow Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows erstellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln die Annahme des Managements wider.

Eventuelle Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden erfolgswirksam erfasst. Diese werden innerhalb der Kosten des jeweiligen Funktionsbereichs bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibung auf Firmenwerte wird erfolgswirksam erfasst und gesondert ausgewiesen.

Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese immateriellen Vermögenswerte sowie Sachanlagen bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung für zuvor abgeschriebene Firmenwerte ist nicht zulässig.

Latente Steuern

Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode. Hiernach werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanzen und der Konzernbilanz latente Steuern ermittelt (Temporary Concept). Zudem werden latente Steuern auf ertragsteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, sofern deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die Ermittlung der erwarteten Steuerbe- bzw. -entlastung für nachfolgende Geschäftsjahre erfolgt mit den Steuersätzen, deren Gültigkeit für die Periode der voraussichtlichen Realisation erwartet wird. Dabei werden Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht. Gemäß IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristig ausgewiesen. Aktivierte aktive latente Steuern werden zum Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Ist deren Realisierung unwahrscheinlich wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand oder -ertrag. Soweit die Veränderung aus Sachverhalten resultiert, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des Erfüllungstages angesetzt und - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie werden ausgebucht, wenn sie durch Tilgung, Aufhebung oder Auslauf erfüllt sind.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenwärtige, aus einem vergangenen Ereignis resultierende, rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten bestehen, die künftig wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und sich diese Vermögensbelastungen zuverlässig schätzen lassen. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und nicht mit Erstattungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schätzungen.

Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, erfolgt der Ansatz zum Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected unit credit method) unter Berücksichtigung künftiger Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen werden zum Fair Value bewertet und mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Die versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf den RICHTTAFELN 2005 G nach Dr. Klaus Heubeck.

III. Erläuterung zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsätze verteilen sich wie folgt:

in TEUR 2009 2008
Produktbezogenes Projektgeschäft 2.018 1.433
Dienstleistungen 3.668 3.377
Miete und Wartung 1.771 1.511
Summe 7.457 6.321

In den Umsatzerlösen aus dem Produktbezogenen Projektgeschäft sind 2.018 TEUR (Vj. 1.433 TEUR) aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen enthalten.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Jahr 2009 im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 83 TEUR (Vj. 137 TEUR), aus Währungs- und Kursdifferenzen über 16 TEUR (Vj. 139 TEUR), aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von 5 TEUR (Vj. 56 TEUR) und aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 1 TEUR (Vj. 5 TEUR) enthalten.

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 1.600 TEUR (Vj. 1.511 TEUR) und beinhaltet 1.519 TEUR (Vj. 1.503 TEUR) bezogene Leistungen und 81 TEUR (Vj. 8 TEUR) bezogene Waren.

(4) Personalaufwand

in TEUR 2009 2008
Löhne und Gehälter 3.936 3.316
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 630 551
(davon für Altersversorgung) (15) (17)
Summe 4.566 3.867

(5) Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 101 TEUR (Vj. 104 TEUR).

(6) Ergebnisse aus Währungsumrechnung

Von den per Saldo im Ergebnis erfassten Währungs- und Kursdifferenzen in Höhe von 2 TEUR (Vj. 127 TEUR) sind 16 TEUR (Vj. 139 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden 13 TEUR (Vj. 12 TEUR) erfasst.

(7) Zinserträge

Die Zinserträge belaufen sich auf 8 TEUR (Vj. 28 TEUR).

(8) Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen des Konzerns betragen 25 TEUR (Vj. 26 TEUR).

(9) Aufwand und Ertrag aus Ertragsteuern

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern des Konzerns wie folgt:

in TEUR 2009 2008
Tatsächliche Steuern
Laufende Steuern Inland 0 -18
Laufende Steuern Ausland 0 0
0 -18
Latente Steuern
Latente Steuern Inland 0 0
Latente Steuern Ausland -9 124
-9 124
Summe Ertag aus Ertragsteuern -9 106

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses in den einzelnen Ländern zu den erwarteten Realisierungszeitpunkten gelten. In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15% (Vj. 15%). Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuerhebesatzes von 435% bzw. 490% (Vj. 435% bzw. 490%) sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5% (Vj. 5,5%) zur Körperschaftsteuer ermittelt sich für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 31,05% bzw. 32,98% (Vj. 31,05% bzw. 32,98%). Der Steuersatz im Ausland beträgt 16,88% bzw. 21,14% (Vj. 16,88% bzw. 21,14%).

Der ausgewiesene Aufwand aus Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 9 TEUR ist um 72 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern in Höhe von 81 TEUR, der sich bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 31,05% auf Konzernebene ergeben würde. Im Vorjahr war der ausgewiesene Ertrag aus Ertragsteuern in Höhe von 106 TEUR um 108 TEUR höher als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern in Höhe von 2 TEUR, bei gleichem Steuersatz. Die Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Ergebnis aus Ertragsteuern für beide Jahre sind nachfolgend erläutert:

in TEUR 2009 2008
Ergebnis vor Steuern 260 5
Erwarteter Ertragsteueraufwand/-erstattung -81 -2
Steuersatzbedingte Abweichungen 5 -24
Steuerminderungen (+)/Steuermehrungen (-) aufgrund steuerfreier Erträge bzw. steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -6 -5
Steueraufwand/-ertrag für Vorjahre 0 -18
Auswirkung von Steuersatzänderungen 0 -20
Auswirkung von gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen 0 0
Nutzung von Verlustvorträgen und temporären Unterschieden die im Vorjahr nicht aktiviert waren 0 54
Sonstige Anpassung Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 115 -94
Wertaufholung auf aktive latente Steuern -46 124
Wechelkursbedingte Änderung 0 87
Sonstige Abweichungen 4 4
Ausgewiesenes Ertragsteuerergebnis -9 106

(10) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie (in Tausend außer den pro Aktie-Beträgen):

in Tausend 2009 2008
Konzernergebnis (für die Aktionäre der CPU Softwarehouse AG) 251 111
Durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien 3.509 3.509
Ergebnis pro Aktie (in Euro) 0,07 0,03

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien hatte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2008 durch die erfolgte Kapitalherabsetzung um 7.018 Tausend Stück verringert. In Übereinstimmung mit IAS 33.64 wurde dies bei der durchschnittlich gewichteten Anzahl der Aktien für 2008 rückwirkend zum 01.01.2008 berücksichtigt. Verwässerungseffekte bestanden zu beiden Bilanzstichtagen nicht.

IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz

(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Diese Position umfasst Bargeldbestände und Bankeinlagen mit einer Fälligkeit von weniger als drei Monaten zum Zeitpunkt der Anlage. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Konzernkapitalflussrechnung zu entnehmen.

(12) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 904 TEUR (Vj. 625 TEUR) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in TEUR Buchwert weniger als 30 Tage zwischen 30 und 60 Tagen zwischen 61 und 360 Tagen mehr als 360 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
zum 31.12.2009 904 823 23 0 58 0
zum 31.12.2008 625 625 0 0 0 0
in TEUR 2009 2008
Stand Wertberichtigungen per 01.01. 4 6
Zuführung 1 1
Verbrauch 0 -3
Auflösung 0 0
Stand Wertberichtigungen per 31.12. 5 4

Die Zuführung wurde aufgrund der Erhöhung der Portfoliowertberichtigungen vorgenommen. Der Verbrauch im Vorjahr betrifft eine Einzelwertberichtigung. Zu den Bilanzstichtagen 31.12.2009 sowie 31.12.2008 bestanden keine Einzelwertberichtigungen. Bei dem zum Abschlussstichtag nicht wertgeminderten Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

(13) Forderungen aus Fertigungsaufträgen

in TEUR 2009 2008
Auftragskosten inkl. erfasster Ergebnisse 875 962
Teilabrechnungen -776 -685
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 99 277

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Summe der aktivisch und passivisch unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen Auftragskosten einschließlich erfasster Ergebnisse für Fertigungsaufträge beläuft sich auf 916 TEUR (Vj. 1.359 TEUR). Zum Stichtag wurden insgesamt 829 TEUR (Vj. 1.348 TEUR) Teilabrechnungen bei den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen verrechnet.

Für diese Aufträge wurden Anzahlungen in Höhe von 635 TEUR (Vj. 1.267 TEUR) vereinnahmt.

(14) Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2009 davon Restlaufzeit über ein Jahr 2008 davon Restlaufzeit über ein Jahr
Finanzinstrumente i. S. d. IFRS 7 27 0 149 0
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 29 0 25 0
56 0 174 0

Die sonstigen Vermögenswerte werden unterteilt in finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum 31.12.2009 vor allem Mietkautionen als Finanzinstrumente i. S. d. IFRS 7. Zum 31.12.2008 war noch eine Festgeldanlage über 6 Monate zum Zeitpunkt der Anlage in dieser Position enthalten. Als nicht finanzielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuerüberzahlungen und gegen Sozialversicherungsträger enthalten. Die hier dargestellten Vermögenswerte sind weder wertgemindert, noch überfällig.

Da im Vorjahr der Ausweis beider Bilanzpositionen zusammengefasst unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgte, wurden die Bilanzpositionen nunmehr jeweils separat dargestellt und das Vorjahr entsprechend angepasst. Auf die Gesamtdarstellung "Anpassung von Vorjahreswerten" bei den Grundlagen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2009 2008*
Forderungen aus Festgeld 0 100
Forderungen aus Mietkautionen 27 49
Summe 27 149

* Die angegebenen Werte für 2008 wurden entsprechend angepasst.

Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 2009 2008*
Forderungen aus Steuern 14 25
Forderungen aus Sozialversicherungsbeiträgen 15 0
Summe 29 25

* Die angegebenen Werte für 2008 wurden entsprechend angepasst.

(15) Steuererstattungsanspruch aus Ertragsteuern

Das hier ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in gleichen Raten ausgezahlt. Auf eine Abzinsung wurde aufgrund des geringen Betrages verzichtet.

(16) Rechnungsabgrenzungsposten

In dem kurzfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen enthalten, die Aufwand für das nächste Geschäftsjahr darstellen.

(17) Entwicklung der Firmenwerte, Sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanziellen Vermögenswerte

Geschäftsjahr 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2009 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Firmenwerte 18.169 3 13 0 18.185
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 225 2 221 0 448
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 741 0 0 0 741
966 2 221 0 1.189
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 0 0 0 3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386 1 41 5 1.423
1.389 1 41 5 1.426
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 10 0 0 0 10
Sonstige Ausleihungen 58 0 2 4 56
68 0 2 4 66
Summe 20.592 6 277 9 20.866
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Stand 01.01.2009 Währungsdifferenzen Zuführungen Abgänge Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Firmenwerte 17.019 2 0 0 17.021
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 39 0 53 0 92
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 714 0 0 0 714
753 0 53 0 806
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 0 0 0 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.287 1 48 1 1.335
1.289 1 48 1 1.337
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 10 0 0 0 10
Sonstige Ausleihungen 43 0 2 0 45
53 0 2 0 55
Summe 19.114 3 103 1 19.219
Nettobuchwerte
in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
--- --- ---
Firmenwerte 1.164 1.150
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 356 186
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27 27
383 213
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88 99
89 100
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Ausleihungen 11 15
11 15
Summe 1.647 1.478

Geschäftsjahr 2008

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2008 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Stand 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Firmenwerte 17.874 295 0 0 18.169
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 113 12 100 0 225
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 856 8 21 144 741
969 20 121 144 966
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 0 0 2 3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.957 79 27 677 1.386
1.962 79 27 679 1.389
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.981 0 0 9.971 10
Sonstige Ausleihungen 56 0 2 0 58
10.037 0 2 9.971 68
Summe 30.842 394 150 10.794 20.592
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
in TEUR Stand 01.01.2008 Währungsdifferenzen Zuführungen Abgänge Stand 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Firmenwerte 16.842 177 0 0 17.019
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 7 3 29 0 39
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 838 6 13 143 714
845 9 42 143 753
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 0 0 2 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.819 74 62 668 1.287
1.823 74 62 670 1.289
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.981 0 0 9.971 10
Sonstige Ausleihungen 41 0 2 0 43
10.022 0 2 9.971 53
Summe 29.532 260 106 10.784 19.114
Nettobuchwerte
in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
--- --- ---
Firmenwerte 1.150 1.032
Immaterielle Vermögenswerte
Selbst geschaffene Software 186 106
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27 18
213 124
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99 138
100 139
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Ausleihungen 15 15
15 15
Summe 1.478 1.310

(18) Firmenwert

Die Firmenwerte betragen insgesamt 1.164 TEUR (Vj. 1.150 TEUR). Davon entfallen 713 TEUR (Vj. 712 TEUR) auf die Cash-Generating-Unit (CGU) Bankcontrolling und 451 TEUR (Vj. 438 TEUR) auf die Cash-Generating-Unit Anlage.

Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgt anhand eines Unternehmensbewertungsmodells auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden, unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen sowie der Umsatzerwartungen, für jede cash-generating-unit die erwarteten Cashflows auf Basis der genehmigten Budgets für einen Drei-Jahres-Zeitraum, bzw. einen Vier-Jahres-Zeitraum fortgeschrieben und anschließend mit einer Wachstumsrate von 1% bzw. 3% (Vj. 1% bzw. 3%) geplant.

Die Abzinsung der Cashflows erfolgt mit einem Diskontierungssatz in Abhängigkeit von den jeweilig erwarteten Markt-, Produkt und Unternehmensentwicklungen von 17,5% (Vj. 17,5%) vor Steuern.

Aus den auf Ebene der Cash-Generating-Units durchgeführten Impairmenttests ergaben sich in beiden Geschäftsjahren keine Wertminderungen.

Die Entwicklung der Buchwerte und die Grundlagen des Impairmenttests sind nachfolgend dargestellt:

2009 Segment Anlage Segment Bankcontrolling
Buchwert
per 01.01.2009 438 TEUR 712 TEUR
Wertminderung - -
Differenz aus Währungsumrechnung 13 TEUR 1 TEUR
per 31.12.2009 451 TEUR 713 TEUR
Parameter
Umsatzwachstum p.a. Planungszeitraum -10,2% bis 9,8% -9,8% bis 17,0%
Free-Cash-Flow-Marge Planungszeitraum 2,9% bis 16,8% 9,7% bis 17,2%
Dauer Planungszeitraum 4 Jahre 3 Jahre
Free-Cash-Flow-Marge nach Ende Planungszeitraum 16,9% 17,1%
Wachstum der Free-Cash-Flow's am Ende des Planungszeitraums 1,0% 3,0%
Diskontierungssatz 17,5% 17,5%
2008 Segment Anlage Segment Bankcontrolling
Buchwert
per 01.01.2008 393 TEUR 639 TEUR
Wertminderung - -
Differenz aus Währungsumrechnung 45 TEUR 73 TEUR
per 31.12.2008 438 TEUR 712 TEUR
Parameter
Umsatzwachstum p.a. Planungszeitraum 3,2% bis 27,0% 5,3% bis 17,8%
Free-Cash-Flow-Marge Planungszeitraum 4,1% bis 19,5% 5,9% bis 19,4%
Dauer Planungszeitraum 4 Jahre 3 Jahre
Free-Cash-Flow-Marge nach Ende Planungszeitraum 17,1% 17,9%
Wachstum der Free-Cash-Flow's am Ende des Planungszeitraums 1,0% 3,0%
Diskontierungssatz 17,5% 17,5%

Die zentralen Prämissen wurden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen, die im Folgenden dargestellt ist.

Wenn der Diskontierungssatz (WACC) vor Steuern, der bei der Berechnung des Nutzungswerts verwendet wurde, um 10% oberhalb der derzeitigen Annahme läge - also bei 19,25% (Vj. 19,25%) statt der zu Grunde gelegten 17,5% (Vj. 17,5%) - hätten sich keine Impairments bei der jeweiligen CGU ergeben.

Läge die tatsächliche Free-Cash-Flow-Marge zum Ende des Planungszeitraums 10% unter der derzeitigen Planungsannahme und würde sich dieser Effekt auch auf die nach diesem Zeitraum prognostizierten Cashflows auswirken, würden sich keine Impairments bei der jeweiligen CGU ergeben.

Läge die nach dem Planungszeitraum unterstellte Wachstumsrate der Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit um 10% unter den derzeitigen Annahmen - also 0,9% bzw. 2,7% (Vj. 0,9% bzw. 2,7%) statt der derzeit unterstellten 1,0% bzw. 3,0% (Vj. 1,0%, bzw. 3,0%) - würden sich keine Impairments bei der jeweiligen CGU ergeben.

(19) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen selbst geschaffene und erworbene Software. Die Abschreibung erfolgt bei selbst geschaffener Software ab Fertigstellung linear über 6 Jahre. Die darüber hinaus hier enthaltenen sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren linear abgeschrieben; die Abgänge in dieser Position im Geschäftsjahr 2008 entfallen im Wesentlichen auf nicht mehr genutzte Software. Die von uns erstellte Software beinhaltet zum einen den ValueMirrorTMPlanner, eine Planungssoftware für das Bankcontrolling, welche zum Jahresende noch eine Nutzungsdauer von 1,75 Jahren und einen Buchwert von 55 TEUR hat. Die bereits im Vorjahr gestartete Neuentwicklung einer .Net BasisPlattform konnte im September 2009 abgeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden hierfür insg. 201 TEUR aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen hierfür belaufen sich auf 8 TEUR, der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich daher auf 193 TEUR. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr mit der Neuentwicklung einer eigenständigen Auswertungsplattform (BI Connector) für das Reporting begonnen, welche bis zum Stichtag mit einem Betrag in Höhe von 87 TEUR aktiviert wurde. Planmäßige Abschreibungen erfolgten aufgrund der noch nicht hergestellten Betriebsbereitschaft hierfür nicht. Abgeschlossen werden konnte im Berichtsjahr die Entwicklung einer Basisfunktionalität für eine Vorprüfung von Eingangsdaten aus Schnittstellen (Gate one). Hierfür wurden insgesamt 25 TEUR aktiviert, die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf 1 TEUR, der Buchwert beträgt demzufolge 24 TEUR. Die Abschreibungen auf immaterialle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 53 TEUR sind in der Position Herstellkosten des Umsatzes in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Wertminderungen aufgrund eines Impairmenttests waren in allen Fällen nicht vorzunehmen.

(20) Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen EDV-Hardware, Büroausstattung und Fahrzeuge. Die Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen 2 und 13 Jahren. Die Abgänge resultieren im Wesentlichen aus nicht mehr genutzter EDV-Hardware. Für die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, welche ausschließlich Mietereinbauten enthalten, beträgt die Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear.

(21) Finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entfallen ausschließlich auf die sonstigen Ausleihungen und beinhalten Darlehen an Mitarbeiter bzw. ausgeschiedene Mitarbeiter.

(22) Aktive und passive latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern, die nach der Verbindlichkeitenmethode ermittelt wurden, ergibt sich für die einzelnen Bilanzpositionen aus nachfolgender Aufstellung:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Forderungen / Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 2 16 7 4
Übrige Vermögenswerte 0 0 16 24
Steuerliche Geschäfts- und Firmenwerte aus Steuerbilanzen 3.465 4.067 0 0
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte 84 114 76 31
Finanzielle Vermögenswerte 0 0 3 3
Steuerliche Verlustvorträge 28.781 28.333 0 0
Kurzfristige Schulden 1 0 7 8
Pensionsrückstellungen 23 22 0 0
Summe 32.356 32.552 109 70
Saldierung -109 -70 -109 -70
Abwertung -32.132 -32.358 0 0
Summe 115 124 0 0

Die aktiven latenten Steuern aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 3.465 TEUR (Vj. 4.067 TEUR) betreffen ausschließlich steuerbilanzielle Firmenwerte, welche über die steuerliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden.

Eine Abwertung auf aktive latente Steuern wird vorgenommen, wenn die Realisierbarkeit des steuerlichen Nutzens nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung dieser Abwertung werden alle positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmenden Einschätzungen können in Abhängigkeit von künftigen Entwicklungen Änderungen unterliegen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2008 wurde aufgrund des in den beiden Vorjahren nachweislich verbesserten Umfeldes in einem Steuerrechtskreis ein Teil der früheren Abwertung eines latenten Steueranspruches auf abzugsfähige aktive temporärer Differenzen (12 TEUR) und noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge (112 TEUR) aufgehoben und erstmals aktive latente Steuern in Höhe von 124 TEUR angesetzt.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 130 TEUR abzgl. passiver temporärer Differenzen in Höhe von 15 TEUR, insgesamt also 115 TEUR als aktive latente Steuern ausgewiesen. Die Differenz zum Vorjahr in Höhe von 9 TEUR ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Aufwand aus Ertragsteuern" ausgewiesen.

In zwei Steuerrechtskreisen wurden zum 31.12.2009 trotz Verlusthistorie aktive Steuerlatenzen gebildet, da eine steuerliche Verlustnutzung mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten wird.

Es ist geplant, Aktivitäten eines Geschäftsfeldes zukünftig in einem anderen Steuerrechtskreis anzusiedeln. Für den Steuerrechtskreis, in dem o. g. Geschäftsfeld im Geschäftsjahr 2009 und in den vorangegangenen Jahren angesiedelt war, wurden auf Basis der Steuerplanung erstmalig aktive Steuerlatenzen auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 46 TEUR aktiviert.

Die Ansiedlung o. g. Geschäftsfelds ist in dem Steuerrechtskreis vorgesehen, für den bereits im Vorjahr aktive Steuerlatenzen bilanziert wurden. Auf Basis einer Worst-Case-Planung wurden in diesem Steuerrechtskreis zum 31.12.2009 aktive Steuerlatenzen in Höhe von 69 TEUR aktiviert (aktive Steuerlatenz auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 84 TEUR abzüglich passive Steuerlatenz infolge des Überhangs passiver temporärer Differenzen in Höhe von 15 TEUR).

Der von der Gesellschaft errechnete, in Deutschland unbegrenzt vortragsfähige körperschaftsteuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2009 beträgt ca. 92.040 TEUR (Vj. 90.283 TEUR), der vortragsfähige gewerbesteuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf ca. 90.490 TEUR (Vj. 88.735 TEUR). Für die hierauf entfallenden aktiven latenten Steuern wurde kein Steueranspruch aktiviert. Für die Schweiz ermittelte die Gesellschaft einen begrenzte Zeit vortragsfähigen Verlust für die Bundessteuern sowie für die Staats- u. Gemeindesteuern mit ca. 2.261 TEUR (Vj. 2.664 TEUR), von dem nach Abzug der vorstehend genannten Aktivierung und der Nutzung für passive temporäre Differenzen, aufgrund von Fristenkongruenz und Identität des Steuergläubigers, ein Betrag in Höhe von ca. 1.620 TEUR (Vj. 1.969 TEUR) verbleibt, für den kein Steueranspruch auf aktive latente Steuern aktiviert wurde und dessen Verfallsdaten sich auf einen Zeitraum von 2010 bis 2016 (Vj. 2009 bis 2015) erstrecken.

Für aktive temporäre Differenzen in Höhe von 11.212 TEUR (Vj. 13.422 TEUR) wurden keine latenten Steueransprüche aktiviert.

Die Abnahme der Abwertung gegenüber dem Vorjahr ist, neben der Abnahme aktiver temporärer Differenzen auf die steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerte, im Wesentlichen auf den Verfall von Verlustvorträgen in der Schweiz zurückzuführen.

(23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Sie enthalten nunmehr die Verbindlichkeiten für die externen Kosten der Jahresabschlussprüfungen, für die Erstellung der Steuererklärungen sowie für ausstehende Rechnungen. Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine betragen zu beiden Stichtagen bis zu 30 Tage. Da der Vorjahresausweis teilweise unter den sonstigen Rückstellungen erfolgte, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst, da die Werte hinreichend bestimmbar sind. Auf die Gesamtdarstellung "Anpassung von Vorjahreswerten" bei den Grundlagen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Aufstellung der umgegliederten Beträge

in TEUR 2009 2008*
Verbindlichkeiten aus Abschluss- und Prüfungskosten 80 78
Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen 12 8
Verbindlichkeiten aus Rechts- und Beratungskosten 4 7
Summe 96 93

* Die angegebenen Werte für 2008 wurden entsprechend angepasst.

(24) Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

in TEUR 2009 2008
Auftragskosten inkl. erfasster Ergebnisse -41 -397
Teilabrechnungen 53 663
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 12 266

Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(25) Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren größer 5 Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente i. S. d. IFRS 7 24 24 0 0
(Vorjahr) (6) (6) (0) (0)
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 206 206 0 0
(Vorjahr) (127) (127) (0) (0)
230 230 0 0
(Vorjahr) (133) (133) (0) (0)

In den sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind Finanzinstrumente i. S. d. IFRS 7 enthalten, die zu den Stichtagen vertraglich vereinbarte Fälligkeitstermine von bis zu 30 Tagen haben.

Da im Vorjahr der Ausweis beider Bilanzpositionen zusammengefasst unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgte, wurden die Bilanzpositionen nunmehr jeweils separat dargestellt und das Vorjahr entsprechend angepasst. Auf die Gesamtdarstellung "Anpassung von Vorjahreswerten" bei den Grundlagen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR 2009 2008*
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 11 6
Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufsichtsrat 13 0
Summe 24 6

* Die angegebenen Werte für 2008 wurden entsprechend angepasst.

Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR 2009 2008*
Verbindlichkeiten aus Steuern 193 124
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 13 3
Summe 206 127

* Die angegebenen Werte für 2008 wurden entsprechend angepasst.

(26) Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betrafen im Vorjahr Vorauszahlungen für Fertigungsaufträge. Zum Bilanzstichtag war unter dieser Position kein Ausweis veranlasst.

(27) Rückstellungen

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2009

in TEUR Buchwert 01.01.2009 Abgang aus dem Konsolidierungskreis Währungsumrechnung Zuführung Inanspruchnahme Auflösung
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 235 0 0 264 208 25
Rechts- u. Beratungskosten 19 0 0 13 0 0
Gewährleistungen 138 0 0 87 12 58
Sonstiges 30 4 0 11 4 0
Summe sonstige Rückstellungen 422 4 0 375 224 83
in TEUR Buchwert 31.12.2009
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 266
Rechts- u. Beratungskosten 32
Gewährleistungen 155
Sonstiges 33
Summe sonstige Rückstellungen 486

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2008

in TEUR Buchwert 01.01.2008 Abgang aus dem Konsolidierungskreis Währungsumrechnung Zuführung Inanspruchnahme Auflösung
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 330 0 12 218 280 45
Rechts- u. Beratungskosten 19 0 0 0 0 0
Gewährleistungen 119 0 2 31 6 8
Sonstiges 178 0 1 12 77 84
Summe sonstige Rückstellungen 646 0 15 261 363 137
in TEUR Buchwert 31.12.2008
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 235
Rechts- u. Beratungskosten 19
Gewährleistungen 138
Sonstiges 30
Summe sonstige Rückstellungen 422

Die sonstigen Rückstellungen haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr. Auf eine Abzinsung wurde deshalb verzichtet. Die Personalrückstellungen enthalten unter anderem die variablen Vergütungen. In den Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten ist auch ein Einzelrisiko aus Prozesskosten enthalten. Die Gewährleistungsrückstellungen bestehen für die gesetzlichen und vertraglichen Garantieverpflichtungen sowie für die Kulanz gegenüber Kunden. In der Rückstellungsgruppe "Sonstiges" sind Verpflichtungen aus einer Vielzahl von Einzelposten, unter anderem für Mietverträge und Archivierung, enthalten. Erstattungen für die gebildeten Rückstellungen erwartet CPU nicht. Der Vorstand der CPU sieht keine wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die vorgenommenen Schätzungen und den erwarteten Abfluss aus den Rückstellungen innerhalb eines Jahres.

Die im Vorjahr unter dieser Position ausgewiesenen Beträge für die Kosten der Jahresabschlussprüfungen, für die Erstellung der Steuererklärungen sowie für ausstehende Rechnungen erfolgte unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da die Beträge hinreichend bestimmbar sind. Die in vorstehender Tabelle dargestellten Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Auf die Gesamtdarstellung "Anpassung von Vorjahreswerten" bei den Grundlagen der Rechnungslegung wird verwiesen.

Bei der Pensionsrückstellung handelt es sich um eine fixe Pensionszusage an ein bereits ausgeschiedenes Organmitglied der Gesellschaft in Deutschland.

Diese leistungsorientierte Zusage ist durch eine, zu Gunsten des Pensionsberechtigten verpfändete, Rückdeckungslebensversicherung abgesichert, welche hier aufgeführt wird und den Rückstellungsbetrag vermindert.

Parameter

Inländische Pläne
in % 2009 2008
--- --- ---
Rechnungszins 5,6 5,6
Erwartete Rendite des Planvermögens 4,2 4,2
Rentensteigerungsrate 2,0 2,0

Als biometrische Rechnungsgrundlage für die Altersversorgung wurden die "RICHTTAFELN 2005 G", herausgegeben von der HEUBECK-RICHTTAFELN-GmbH, verwendet.

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

Veränderung des Anwartschaftsbarwertes

Inländische Pensionspläne
in TEUR 2009 2008
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert 01.01. 364 395
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 20 22
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) -1 -53
Anwartschaftsbarwert 31.12. 383 364

Veränderungen des Planvermögens

Inländische Pensionspläne
in TEUR 2009 2008
--- --- ---
Planvermögen zum Zeitwert 01.01. 255 232
erwartete Erträge des Planvermögens 6 5
Beiträge durch die Arbeitgeber 20 20
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/ Verluste (-) -3 -2
Planvermögen zum Zeitwert 31.12. 278 255
Rückstellung für Pensionen 105 109

Die erwartete langfristige Rendite des Planvermögens variiert in Abhängigkeit der Kapitalmarkterwartungen.

Der Anwartschaftsbarwert, der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die daraus resultierende Rückstellung für die leistungsorientierte Pensionszusage stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2009 2008 2007 2006 2005
Anwartschaftsbarwert 31.12. 383 364 395 394 396
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert 31.12. 278 255 232 210 188
Rückstellung für Pensionen 31.12. 105 109 163 184 208

Erfahrungsbedingte Anpassungen für den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen haben sich wie folgt ergeben:

In

TEUR
2009 2008 2007 2006 2005
Anwartschaftsbarwert -3 -2 -1 20 -22
Planvermögen -3 -2 -7 -6 -1

[ Verluste (-), Gewinne (+)]

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden jährlich in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.

Die Anwartschaftsbarwerte sind durch eine Rückdeckungslebensversicherung gedeckt. Die Höhe der Rückdeckung ergibt sich aus dem oben angeführten Wert des Planvermögens. Die tatsächlichen Erträge aus der Rückdeckungsversicherung belaufen sich auf 3 TEUR (Vj. 3 TEUR).

Die erwarteten Beiträge des Konzerns an das Planvermögen für das Geschäftsjahr 2010 betragen 20 TEUR (Vj. 20 TEUR).

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand und Ertrag bezüglich der Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2009 2008
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 20 22
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 1 -51
erwartete Erträge des Planvermögens -6 -5
Summe 15 -34

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zinsaufwand in der Position Zinsaufwendungen erfasst. Der Saldo aus versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten und den erwarteten Erträgen des Planvermögens wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

(28) Zusätzliche Informationen zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien per 31.12.2009

in TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2009 Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (LaR) 568 568
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LaR) 904 904
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (LaR) 99
Finanzinstrumente aus Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten (LaR) 27 27
Finanzinstrumente aus Sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten (LaR) 11 11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (FLAC) 392 392
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (FLAC) 24 24
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 1.609 1.510
Zu fortgeführten Anschaffungkosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 416 416
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 105
in TEUR Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam gemäß Leistungsfortschritt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 99
Finanzinstrumente aus Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten
Finanzinstrumente aus Sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 99
Zu fortgeführten Anschaffungkosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 105
in TEUR Fair Value 31.12.2009
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 568
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 904
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 99
Finanzinstrumente aus Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 27
Finanzinstrumente aus Sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten 11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 24
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 1.609
Zu fortgeführten Anschaffungkosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 416
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 105

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien per 31.12.2008

in TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2008 Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (LaR) 628 628
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LaR) 625 625
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (LaR) 277
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Vermögenswerten (LaR) 149 149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (FLAC) 412 412
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (FLAC) 6 6
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 1.679 1.402
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 418 418
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 109
in TEUR Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam gemäß Leistungsfortschritt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 277
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Vermögenswerten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 277
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 109
in TEUR Fair Value 31.12.2008
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 628
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 625
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 277
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Vermögenswerten 149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 412
Finanzinstrumente aus Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 6
Summe der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen (LaR) 1.679
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 418
Gesonderte Klassen gemäß IFRS 7.6
Pensionsrückstellungen 109

Bis auf die Pensionsrückstellungen haben die Finanzinstrumente im Wesentlichen sehr kurzfristige Restlaufzeiten, daher entsprechen die Buchwerte zu den Abschlussstichtagen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Bei der Pensionsrückstellung stellt der bilanzierte Betrag, auf Grund der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste bei dem Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung und dem damit verrechneten Planvermögen, ebenfalls die bestmögliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtung dar.

Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Um der Erheblichkeit der in die Bewertungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einfließenden Faktoren Rechnung zu tragen, wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hierarchisch in drei Stufen eingestuft. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise;
Stufe 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen beobachten) lassen;
Stufe 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Bei CPU waren an den Bilanzstichtagen lediglich die Pensionsrückstellung und das Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese sind der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.

Von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind 27 TEUR (Vj. 25 TEUR) für Mietavale verpfändet.

Von den unter Zinserträgen ausgewiesenen Werten wurden 4 TEUR (Vj. 23 TEUR) durch Finanzinstrumente der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" erwirtschaftet. Von den in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfolgswirksam erfassten Währungsdifferenzen sind den, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten, Finanzinstrumenten unter "Kredite und Forderungen" 0 TEUR (Vj. 1 TEUR) zuzurechnen. Aus konzerninternen Transaktionen sind 1 TEUR (Vj. 116 TEUR) angefallen. Gewinne aus derivaten Finanzinstrumenten (Vj. 10 TEUR) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen (Vj. 7 TEUR) wurden im Geschäftsjahr nicht realisiert. Für die Pensionsrückstellungen wurden 5 TEUR (Vj. 56 TEUR) aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie aus dem erwarteten Ertrag des Planvermögens in den sonstigen betrieblichen Erträgen und 20 TEUR (Vj. 22 TEUR) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst.

Zur Darstellung der Sensitivität verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkung hypothetischer Änderungen im Zins- und Fremdwährungsbereich auf Ergebnis und Eigenkapital zeigt. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Wären die Zinssätze am 31.12.2009 um 0,5% höher gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis um 2 TEUR (Vj. 3 TEUR) höher ausgefallen, was auf die höheren Zinserträge aus den zu variablen Zinsen angelegten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen wäre. Wären die Zinssätze am 31.12.2009 um 0,5% niedriger gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis um 2 TEUR (Vj. 3 TEUR) niedriger ausgefallen, was auf die niedrigeren Zinserträge aus den zu variablen Zinsen angelegten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen gewesen wäre. Auf das kumulierte übrige Eigenkapital hätten sich hieraus keine Auswirkungen ergeben. Die Sensitivität ist im Geschäftsjahr niedriger als im Vorjahr, da zum einen die verzinslichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag niedriger waren als zum Vorjahresstichtag. Zum anderen wurde im Vorjahr eine Änderung des Zinsniveaus von +/- 1% unterstellt, im Berichtsjahr wurde aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus (3-Monats-Euribor liegt schon unter 1%) mit +/- 0,5% gerechnet; die Vorjahreszahl wurde angepasst. Die Pensionsrückstellungen sind ebenfalls von veränderlichen Zinsen abhängig. Hierbei wirken die drei Parameter Rechnungszins, erwartete Rendite des Planvermögens und Rentensteigerungsrate wie folgt auf das Konzernergebnis. Bei steigendem Rechnungszinssatz, steigender erwarteter Rendite des Planvermögens und fallender Rentensteigerungsrate erhöht sich das Konzernergebnis, im umgekehrten Fall verringert sich das Konzernergebnis. Bei einer saldierten 1%-igen Abweichung der vorgenannten Parameter würde sich der Betrag hieraus in einer Größenordnung zwischen minus 93 TEUR und 139 TEUR bewegen. Im Schnitt entspricht dies einer Schwankungsbreite von rd. 100 TEUR (Vj. ca. 50 TEUR).

Wäre am 31.12.2009 der Euro gegenüber dem CHF um 10% abgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis nach Steuern um 144 TEUR (Vj. 130 TEUR) höher gewesen. Wäre umgekehrt am 31.12.2009 der Euro gegenüber dem CHF um 10% aufgewertet gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Konzernergebnis nach Steuern um 144 TEUR (Vj. 130 TEUR) niedriger. Die im Vergleich zu 2008 höhere Sensitivität des Konzernergebnisses ist auf die Erhöhung offener konzerninterner Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, bzw. in ausländischen Tochtergesellschaften zurückzuführen.

(29) Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Vorauszahlungen von Kunden im Zusammenhang mit Erlösen aus Wartungsverträgen. Die Auflösung der Abgrenzung und Ertragserfassung erfolgt in der Periode, in der die Leistung erbracht wird.

(30) Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.509.103 Euro (Vj. 3.509.103 Euro) und ist in 3.509.103 (Vj. 3.509.103) nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit gleichen Rechten eingeteilt. Es ist voll eingezahlt.

Zum 31. Dezember 2009 sind 3.509.103 Stück (Vj. 3.509.103 Stück) Aktien ausgegeben. Davon befinden sich 3.509.103 Stück (Vj. 3.509.103 Stück) im Umlauf.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.631.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) für Spitzenbeträge;

b) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 1.052.730,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlage zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 S. 4 AktG);

c) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 2.631.000,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Die Veränderungen des Eigenkapitals sind in der "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" dargestellt.

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die CPU und die entsprechend den Beschlüssen vom 9. Juni 2008 eingestellten Beträge aus der ordentlichen Kapitalherabsetzung und der Herabsetzung des Grundkapitals durch vereinfachte Einziehung. Die Aufteilung der Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und stellt sich wie folgt dar:

in Euro Stand 31.12.
gebundene Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 1 HGB und § 237 (5) AktG 1.052.732,00
freie Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 4 HGB 1.046.863,64
2.099.595,64

Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung des Konzerns werden in der Position Währungsumrechnungsdifferenzen erfasst.

Die Ziele des Kapitalmanagements der CPU sind zurzeit die Überwachung eines möglichen Werteverzehrs des Eigenkapitals. Hierbei wird neben der Kontrolle der Nominalbeträge auch eine Verhältniszahl zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme (EK-Quote) gebildet. Ziel im Geschäftsjahr 2009 war es, eine Verschlechterung der EK-Quote zu vermeiden. Die EK-Quote im Geschäftsjahr 2009 betrug 62,6% (Vj. 56,9%).

V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 568 TEUR (Vj. 628 TEUR) sind identisch mit der entsprechenden Bilanzposition. In dieser Position sind ausschließlich kurzfristige Bargeldbestände und Bankeinlagen ausgewiesen. Hiervon sind 541 TEUR (Vj. 603 TEUR) frei verfügbar. Durch Ausweisänderungen in der Bilanz haben sich Folgeänderungen innerhalb der Kapitalflussrechnung ergeben. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst, d. h. für das Geschäftsjahr 2008 wurde die Abnahme der Rückstellungen von 401 TEUR um -73 TEUR auf 328 TEUR sowie die Abnahme der Schulden von 57 TEUR um 73 TEUR auf 130 TEUR angepasst.

VI. Segmentberichterstattung

Der Vorstand der Gesellschaft verwendet die Umsatzinformation sowie insbesondere das IFRS-EBIT je Segment zur Analyse der Geschäftstätigkeit und zur Beschlussfassung hinsichtlich Ressourceneinsatz und Erschließung neuer Geschäftsfelder. Die nachfolgend beschriebenen Segmente entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur für den Konzern. Die Segmente stellen die fortgeführten Geschäftsbereiche des Konzerns dar. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Geschäftsbereiche aufgegeben. Die Bewertungsgrundsätze sind identisch mit den in den aufgeführten Anhangsangaben beschriebenen Grundsätzen. Die Segmentberichterstattung ist für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 erstmals nach IFRS 8 (Operating Segments - Geschäftssegmente) aufgestellt. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Zentrale Größen für die Beurteilung und Steuerung des jeweiligen Segments sind das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Umsatzerlöse. Die dargestellten Werte der externen Berichterstattung nach IFRS entsprechen der internen Berichterstattung. Eine Überleitungsrechnung auf IFRS war somit nicht erforderlich. Die Spalte Überleitungsrechnung enthält demnach lediglich die Konsolidierungsbuchungen sowie die Werte der Zentrale, wie das EBIT der Zentrale in Höhe von -472 TEUR (Vj. -349 TEUR), das Ergebnis vor Steuern der Zentrale in Höhe von -438 TEUR (Vj. -332 TEUR) sowie das Vermögen der Zentrale in Höhe von 1.276 TEUR (Vj. 1.269 TEUR) und die Schulden der Zentrale in Höhe von 340 TEUR (Vj. 311 TEUR).

Die Angaben zu den Segmentinvestitionen und den Segmentabschreibungen ergeben sich grundsätzlich anhand der Aufteilung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen auf die Segmente, die den auf IFRS übergeleiteten Bilanzen und Erfolgsrechnungen der einzelnen Konzerngesellschaften entsprechen. Die Zuordnung der Umsatzerlöse und Kosten, damit auch der Ergebnisse vor Zinsen und Steuern können durch eine andere Segmentzuordnung von den Erfolgsrechnungen der Konzerngesellschaften abweichen.

Für im Segmentvermögen des Segments Bankcontrolling enthaltene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 269 TEUR (Vj. 363 TEUR) sind im Segmentergebnis keine planmäßigen Abschreibungen enthalten.

Die CPU Gruppe war im Wesentlichen in den folgenden Geschäftssegmenten tätig:

Kredit: Hier bietet CPU regelbasierte Systemlösungen für Beratung und Sachbearbeitung im gesamten Kreditgeschäft an.

Anlage: Dieses Segment liefert unseren Kunden Software- und Expertensysteme für den Portefeuillebau von Anlagekunden im Retail- und Privatkundensegment.

Bankcontrolling: Dieses Segment bietet Komplettlösungen zum Thema Bankcontrolling zur praktischen Umsetzung komplexer betriebswirtschaftlicher Aufgaben.

Professional Service: Unter diesem Segment (im Vj. Projektgeschäft) bietet CPU ihren Kunden als Dienstleistungsunternehmen Unterstützung bei Projektvorbereitung, -durchführung und -planung genauso wie Steuerung und Kontrolle von IT-Projekten, bis hin zur Entwicklung individuell zugeschnittener Softwarelösungen.

Die Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

Das Segment-Vermögen entspricht der Bilanzsumme der Unternehmensbereiche. Die SegmentSchulden ergeben sich aus dem Segment-Vermögen abzüglich des Eigenkapitals.

Die Geschäftssegmente stellen sich wie folgt dar:

Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2009

in TEUR Kredit Anlage Professional Service Bankcontrolling Konsolidierung / Überl. Zentrale Konzern
Auftragseingang 840 242 3.515 417 0 5.014
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.445 680 3.516 1.816 0 7.457
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 175 12 49 0 -236 0
Umsatzerlöse gesamt 1.620 692 3.565 1.816 -236 7.457
Segmentergebnis (IFRS-EBIT) 375 24 135 171 -426 279
Zinserträge 2 2 2 1 1 8
Zinsaufwendungen 0 -22 0 -36 33 -25
Ergebnis vor Steuern 375 4 137 136 -392 260
Planmäßige Abschreibung -17 -9 -11 -44 -20 -101
Wertminderungen -2 0 0 0 0 -2
Einkommensteueraufwand 0 0 0 0 -9 -9
Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Zuführung sonstiger Rückstellungen -84 -8 -182 -69 -32 -375
Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen 5 0 59 18 1 83
Segmentvermögen 715 180 603 940 992 3.430
Segmentschulden 485 619 513 1.332 -1.665 1.284
Anlagenzugänge (Investitionen) 105 0 7 143 21 276

Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2008

in TEUR Kredit Anlage Professional Service Bankcontrolling Konsolidierung / Überl. Zentrale Konzern
Auftragseingang 664 445 2.938 1.568 0 5.615
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1.192 682 2.990 1.457 0 6.321
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 136 61 45 0 -242 0
Umsatzerlöse gesamt 1.328 743 3.035 1.457 -242 6.321
Segmentergebnis (IFRS-EBIT) 112 -338 308 -7 70 5
Zinserträge 13 1 2 2 10 28
Zinsaufwendungen 0 -9 0 -25 8 -26
Ergebnis vor Steuern 123 -346 310 -30 -52 5
Planmäßige Abschreibung -14 -15 -10 -41 -24 -104
Wertminderungen -2 0 0 0 0 -2
Einkommensteueraufwand 0 0 0 -25 131 106
Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Zuführung sonstiger Rückstellungen -64 -5 -72 -123 3 -261
Zahlungsunwirksames Ergebnis aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen 27 6 7 13 84 137
Segmentvermögen 329 218 768 1.071 946 3.332
Segmentschulden 202 626 678 1.519 -1.588 1.437
Anlagenzugänge (Investitionen) 112 5 6 4 21 148

Die Informationen über geografische Gebiete stellen sich wie folgt dar, wobei die Zuordnung der Umsatzerlöse auf Basis des Sitz des Kunden erfolgt sowie die Nutzung des langfristigen Vermögens und der Anlagenzugänge dort wo investiert wurde.

Die Umsätze mit externen Kunden in Deutschland werden fast ausschließlich von den Geschäftssegmenten Professional Service und Kredit erzielt. Die Umsätze in der Schweiz erzielen die Geschäftssegmente Bankcontrolling und Anlage. In Österreich sind die Geschäftssegmente Anlage und Kredit tätig.

Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2009 nach geografischen Segmenten

in TEUR Deutschland Schweiz Österreich Konzern
Umsatzerlöse mit externen Kunden 4.839 2.131 487 7.457
Langfristiges Vermögen 255 1.381 0 1.636
Anlagenzugänge (Investitionen) 120 156 0 276

Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2008 nach geografischen Segmenten

in TEUR Deutschland Schweiz Österreich Konzern
Umsatzerlöse mit externen Kunden 4.143 1.639 539 6.321
Langfristiges Vermögen 183 1.280 0 1.463
Anlagenzugänge (Investitionen) 139 9 0 148

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse mit einem wichtigen Kunden im Segment Professional Service in Höhe von 3.385 TEUR erzielt.

VII. Sonstige Angaben

Art und Management finanzieller Risiken

Allgemeine Angaben

Die CPU Softwarehouse AG sowie die verbundenen Unternehmen unterliegen hinsichtlich ihrer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie mit den durch das Geschäftsmodell verbundenen Transaktionen bestimmten, finanziellen Risiken. Dabei kann es sich grundsätzlich um Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken handeln.

Das Management dieser Risiken hat das Ziel, die möglichen und negativen Auswirkungen auf die erwarteten Cashflows zu begrenzen bzw. Chancen zu nutzen. Das Management der CPU beobachtet deshalb jährlich, ob sich die Risiken verändert haben und ob die getroffenen Maßnahmen für eine Risikobegrenzung noch ausreichen.

Das Management der Finanzinstrumente ist auf den Umfang der Risikosituation angepasst.

Kreditrisiken

Ein Ausfallrisiko bei der CPU besteht grundsätzlich durch die notwendigen Vorarbeiten während der Projektlaufzeiten, um insbesondere bei den Werkliefer- und -leistungsverträgen die vertraglich geschuldete Leistung zu erbringen. Das maximale Kreditrisiko wird durch den Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Durch die grundsätzlich vereinbarten Anzahlungen wird dem Risiko Rechnung getragen, dass ein Kunde bereits erbrachte Vorleistungen nicht bezahlen kann.

Auch generell ist das Risiko nicht oder nur sehr begrenzt auszuschließen, dass Kunden fakturierte Rechnungen nicht bezahlen können. Aufgrund der bestehenden Kundenstruktur im relevanten Zielmarkt ist jedoch nur ein geringes Risiko vorhanden, dass die Auftraggeber oder Besteller zahlungsunfähig werden. Eine besondere Methode zur Überwachung und Steuerung ist deshalb nicht erforderlich. Die Überwachung der Zahlungseingänge und möglicher Überschreitung der Fälligkeiten geschieht im Rahmen der laufenden Debitoren- und Finanzbuchhaltung.

Liquiditätsrisiken

Die CPU Gruppe verfügt über einen Liquiditätsbestand von über 550 TEUR (Vj. über 700 TEUR), der als Liquiditätsreserve zur Verfügung steht. Laufende Zahlungen können aus der operativen Geschäftstätigkeit erbracht werden. Rückzahlungsverpflichtungen z. B. aus Darlehen bestehen nicht.

Um keine Risiken für die Zahlungsfähigkeit der CPU Gruppe einzugehen, sind alle Liquiden Mittel, die nicht unmittelbar für operative Zwecke verwendet werden müssen, auf Geldmarktkonten oder Festgeldern angelegt. Liquiditätsrisiken sind deshalb nicht zu erwarten. Bei annähernder Erreichung der unternehmensweiten Zielvorgaben besteht auch für die Liquiditätssituation weiterhin kein existenzbedrohendes Risiko.

Währungsrisiken

Ein grundsätzliches Währungsrisiko besteht im CPU-Konzern dann, wenn im Rahmen der Geschäftstätigkeit Rechnungen aus der Schweiz in den EU-Raum oder Rechnungen aus dem EU-Raum an Schweizer Gesellschaften gestellt werden. Weitergehende Geschäftsvorfälle (z. B. das Eingehen von Kreditverbindlichkeiten bzw. Kreditvergaben) in fremder Währung oder unüblich lange Laufzeiten bzw. Termingeschäfte, die ein erhöhtes Währungsrisiko generieren können, kommen zurzeit nicht vor. Aufgrund der geringen Anzahl von Transaktionen bzw. der geringen Höhe der einzelnen Transaktion, die ein Währungsrisiko generieren sowie der kurzen Projektlaufzeiten, gibt es keine Notwendigkeit für eine besondere Absicherung. Größere Währungsdifferenzen können grundsätzlich nur aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen. Da diese Währungsdifferenzen überwiegend aus der Umrechnung der funktionalen Währung in die Berichtswährung sowie der Stichtagsbewertung resultiert und damit fast ausschließlich bilanzieller Natur ist, erfolgt keine Absicherung.

Zinsrisiken

Zinsrisiken sind faktisch nicht vorhanden, da die CPU grundsätzlich weder Kredite beansprucht noch Kredite vergibt. Ein besonderes Zinsänderungsrisiko besteht deshalb nicht. Die Änderung des allgemeinen Zinsniveaus kann jedoch einen geringen Einfluss auf die Cashflows und die Zinserträge aus den Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten haben (vgl. auch die Ausführungen zur Sensitivitätsanalyse). Erheblichen Abwertungsbedarf aus der Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus, wie z. B. bei festverzinslichen Wertpapieren im Falle steigender Zinsen, sind aber durch die bisherige Anlagepolitik nicht zu erwarten.

Rechtsverfahren

Zurzeit bestehen keine Rechtstreitigkeiten, die nicht bilanziert sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Konzern bestehen im Wesentlichen Miet- bzw. Operating Leasingverträge für Geschäftsgebäude und Kraftfahrzeuge. Die Laufzeiten der Mietverträge für Geschäftsgebäude betragen zwischen 2 und 6 Jahren und haben teilweise Verlängerungsoptionen von 1 - 5 Jahren. Die Laufzeiten des PKW-Leasings betragen 36 Monate. Es bestehen keine Kaufoptionen sowie übliche Vereinbarungen über jährliche Laufleistungen und damit zusammenhängende bedingte Mietzahlungen (Gj. 0 TEUR / Vj. 0 TEUR). Die Leasingzahlungen aus Operating Leasingverträgen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Im Geschäftsjahr wurden 229 TEUR (Vj. 228 TEUR) aus Miet- und Leasingverträgen als Aufwand erfasst. Als Ertrag aus Untermietverträgen wurde im Geschäftsjahr 0 TEUR (Vj. 1 TEUR) erfasst. Die künftigen Zahlungen aus Miet- bzw. Operating Leasingverträgen haben bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge folgende Fälligkeiten:

in TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Miete 147 249 0 396
Leasing 65 55 0 120
212 304 0 516

Im Vorjahr ergab sich folgendes Bild:

in TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Miete 155 287 0 442
Leasing 57 61 0 118
212 348 0 560

Eventualschulden

Angabepflichtige Eventualschulden bestanden zum Bilanzstichtag 31.12.2009 und zum 31.12.2008 nicht.

Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2009 waren durchschnittlich 57 Arbeitnehmer (Vj. 48 Arbeitnehmer) beschäftigt.

2009 31.12.2009 2008 31.12.2008
Geschäftsleitung 4 4 4 4
Entwicklung 46 46 37 43
Verwaltung 7 7 7 8
Vertrieb/Consulting 4 4 4 4
Summe 61 61 52 59

Bezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands setzten sich wie folgt zusammen:

in TEUR Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamt Gewährte Aktienoptionen
Vorstand 264 0 264 0
(Vorjahr) (262) (0) (262) (0)

Die oben aufgeführten Bezüge des Vorstands enthalten die Vergütungen des Vorstands der CPU Softwarehouse AG bei dieser. Vergütungen des Vorstands bei konsolidierten Tochtergesellschaften wurden nicht gewährt. Im Geschäftsjahr wurden 19 TEUR (Vj. 16 TEUR) für eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O) aufgewandt. Die individualisierte Darstellung der Bezüge des Vorstands der CPU Softwarehouse AG erfolgt unter Nutzung des Wahlrechts nach § 315 (2) Nr. 4 HGB im Lagebericht des Konzerns.

Die Bezüge des Aufsichtsrats setzten sich wie folgt zusammen:

in TEUR Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamt Gewährte Aktienoptionen
Aufsichtsrat 45 0 45 0
(Vorjahr) (45) (0) (45) (0)

Die angegebenen Bezüge des Aufsichtsrats enthalten die Vergütungen für die unter der Position "Mitglieder des Aufsichtsrats" aufgeführten Mitglieder des Aufsichtsrats der CPU Softwarehouse AG.

Beziehungen zu nahe stehende Personen und Unternehmen

Die CPU AG bzw. deren Tochtergesellschaften bezogen von nahe stehenden Unternehmen zweier (Vj. eines) Managementmitglieder in Deutschland und der Schweiz (Vorjahr nur Schweiz) Dienstleistungen. Von der Firma K+K Corporate Developement AG, Glattzentrum wurden Beratungsleistungen in Höhe von 1 TEUR (Vj. 3 TEUR) bezogen, aus denen sich zu den Bilanzstichtagen keine Verbindlichkeiten ergaben. Ebenso wurden im Geschäftsjahr Beratungsleistungen in Höhe von 5 TEUR (Vj. 0 TEUR) von der Firma Tefen AG, Augsburg bezogen, aus ihnen bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten.

Angabepflichtige Umsätze mit nahestehenden Personen oder Unternehmen wurden im Berichtszeitraum nicht getätigt (Vj. 48 TEUR). Daraus resultierende Forderungen bestanden zu den Bilanzstichtagen nicht. Von einem Tochterunternehmen der msg systems ag, Ismaning wurden für 7 TEUR (Vj. 20 TEUR) Dienstleistungen bezogen, aus denen zu beiden Stichtagen keine Verbindlichkeiten bestanden. Bezüglich der offenen Posten zu den Bilanzstichtagen bestehen keine besonderen Vertragsbedingungen.

Honorar Abschlussprüfer

Für die Prüfung der Jahresabschlüsse der CPU Softwarehouse AG, der deutschen Tochtergesellschaften und des Konzerns wurden an die AWT Horwath GmbH, München, Aufwendungen in Höhe von insgesamt 50 TEUR (Vj. 50 TEUR) berücksichtigt. Weitere Honorare sind für die AWT Horwath GmbH, München, nicht angefallen.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Gesellschaft hat die nach § 161 AktG erforderliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex auf der Homepage der CPU Softwarehouse AG unter www.cpu-ag.com eingestellt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. Dezember 2009 ergaben sich keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss.

Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand der CPU Softwarehouse AG hat den Konzernabschluss am 31. März 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (a.) und Kontrollgremien gemäß § 125 Abs. 1 S. 3 AktG (b.):

Dr. Heiko Frank, Friedberg

Vorstandsvorsitzender der Tefen AG, Augsburg

Aufsichtsratsvorsitzender

a. Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Schwaben Mobil Nahverkehr Service GmbH, Bobingen

a. Aufsichtsratsmitglied Franz Industrie Beteiligungs AG, Augsburg

b. Beiratsmitglied Göppel Bus GmbH, Ehrenhain

b. Beiratsvorsitzender der alphasystems GmbH, Augsburg (ab 21.12.2009)

Oliver Gosemann, Forst

Vorstandsvorsitzender der Knürr AG, Arnstorf

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

a. Aufsichtsratsvorsitzender der inge watertechnologies AG, Greifenberg

b. Verwaltungsratspräsident der Knürr AG, Fällanden / Schweiz

Alfred Möckel, Berlin

Bankkaufmann, Dipl. Kfm.

a. Aufsichtsratsmitglied eSolve AG, München

a. Aufsichtsratsmitglied Reutax AG, Heidelberg (bis 06.11.2009)

a. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Prime Capital Asset Management AG, Frankfurt

b. Mitglied des Beirats der ARIAD Asset Management GmbH, Hamburg

Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands sind Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (a.) und Kontrollgremien entsprechend § 125 Abs. 1 S. 3 AktG (b.):

Werner Binder, Augsburg

Vorstand für Vertrieb und Marketing

b. Verwaltungsratsmitglied CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen

Sven Wollenhaupt, Augsburg

Vorstand für Finanzen und Administration

b. Verwaltungsratsmitglied CPU Finsys Bankensoftware AG, St. Gallen

Augsburg, den 31.03.2010

Werner Binder, Sprecher des Vorstands

Sven Wollenhaupt, Mitglied des Vorstands

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Augsburg, den 31. März 2010

Werner Binder, Sprecher des Vorstands

Sven Wollenhaupt, Mitglied des Vorstands

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der CPU Softwarehouse AG, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode, Entwicklung des Eigenkapitals, Darstellung der Bilanz nach IAS 1.10f, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der CPU Softwarehouse AG, Augsburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 12. April 2010

**AWT Horwath GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

B. Erdt , Wirtschaftsprüfer

ppa. E. Jarraß, Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 (Auszug)

der CPU Softwarehouse AG

CPU Softwarehouse AG

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der CPU Softwarehouse AG (CPU AG) wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 3 HGB enthaltenen Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Die nachfolgende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Erläuterungen zum Eigenkapital und der Ergebnisverwendungsvorschlag wurden dem Jahresabschluss der CPU AG entnommen. Der vollständige Jahresabschluss ist auf der Homepage der Gesellschaft eingestellt und wird im eBundesanzeiger veröffentlicht.

Bilanz zum 31. Dezember 2009

der CPU Softwarehouse AG

Aktivseite

31.12.2009

TEUR
Vorjahr

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12 16
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19 26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.149 6.178
2. sonstige Ausleihungen 1 5
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 111 28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.071 998
3. sonstige Vermögensgegenstände 287 266
II. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 0 0
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 33 174
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9 0
7.693 7.692
Passivseite
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.509 3.509
II. Kapitalrücklage 2.100 2.100
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.408 1.517
7.017 7.126
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 441 364
2. sonstige Rückstellungen 107 82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 26
3. sonstige Verbindlichkeiten 102 18
davon aus Steuern 87 TEUR (Vj. 17 TEUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 TEUR (Vj. 0 TEUR)
7.693 7.692

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009

der CPU Softwarehouse AG

2009

TEUR
Vorjahr

TEUR
1. Umsatzerlöse 245 307
2. Herstellungskosten des Umsatzes -245 -307
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 0 0
4. Vertriebskosten -145 -167
5. Allgemeine Verwaltungskosten -883 -753
6. Sonstige betriebliche Erträge 603 2.470
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -55 -178
8. Erträge aus Gewinnabführung 429 350
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55 39
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -113 -441
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -109 1.320
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 6
13. Jahresüberschuss / -fehlbetrag -109 1.326
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (Vorjahr: Verlustvortrag) 1.517 -5.780
15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0 7.018
16. Einstellung in die Kapitalrücklage 0 -1.047
17. Bilanzgewinn / -verlust 1.408 1.517

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.509.103 (Vorjahr: EUR 3.509.103) und ist in 3.509.103 (Vorjahr: 3.509.103) nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit gleichen Rechten eingeteilt.

Die Aufteilung der Kapitalrücklage stellt sich wie folgt dar:

Stand 31.12.

TEUR
gebundene Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 1 HGB und § 237 (5) AktG 1.052.732,00
freie Rücklagen nach § 272 (2) Nr. 4 HGB 1.046.863,64
2.099.595,64

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.631.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) für Spitzenbeträge;

b) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 1.052.730,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlage zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 S. 4 AktG);

c) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt 2.631.000,00 Euro, sofern die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 14. Juni 2010 vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 109.856,10 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.517.552,12 zu verrechnen und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 1.407.696,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CPU Softwarehouse AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der CPU Softwarehouse AG den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 30. März 2010

**AWT Horwath GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. B. Erdt, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. E. Jarraß, Wirtschaftsprüfer

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die CPU Softwarehouse AG, Augsburg, ist eine deutsche, börsennotierte Aktiengesellschaft.

Dementsprechend unterliegt die Unternehmensführung den gesetzlichen Regelungen, insbesondere den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches. Daneben richten sich Vorstand und Aufsichtsrat nach den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, wie sie auch im Corporate Governance Kodex verankert sind. Dazu gehören vor allem die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, eine auf das Geschäftsmodell angepasste Unternehmenssteuerung sowie eine transparente und faire Kommunikation gegenüber Anteilseignern, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Vorstand und Aufsichtsrat fühlen sich verpflichtet, den Bestand der Gesellschaft zu gewährleisten und für eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Deutschen Aktiengesellschaften ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Damit sind beide Organe mit eigenständigen Kompetenzen und Verantwortungsbereichen ausgestattet, welche sich aus Gesetz und Satzung ergeben. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll und eng zusammen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, entwickelt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Strategie und sorgt für deren Umsetzung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst. Für Geschäftsvorgänge mit grundlegender Bedeutung besteht ein Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf und über wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft. Zurzeit besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern. Die einzelnen Zuständigkeiten ergeben sich aus der Ressortverteilung und aus der Personalverantwortung für die nachfolgende Führungsebene.

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Die Grundsätze der Zusammenarbeit sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zusammengefasst. Der Aufsichtsrat besteht zurzeit aus drei Mitgliedern; er fasste seine Beschlüsse immer als Gesamtorgan. Ausschüsse bestehen keine.

Alle Aufsichtsräte verfügen aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen als Vorstandsvorsitzender bzw. ihrer Vorstandstätigkeit bzw. ihrer ehemaligen Vorstandstätigkeit in börsennotierten, Aktiengesellschaften über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

Corporate Governance

Die CPU Softwarehouse AG sieht in den Prinzipien einer verantwortungsvoller und transparenter Corporate Governance die Voraussetzung für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung. Weitere Einzelheiten sind dem jährlichen Corporate Governance Bericht zu entnehmen welcher gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und auf der Homepage der Gesellschaft (http://cpu-ag.com/Corporate-Governance.111192.0.html) veröffentlicht wurde.

Die nachfolgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wird jährlich überprüft und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Die Entsprechenserklärung ist ebenfalls auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

"Die Gesellschaft hat in den abgelaufenen Geschäftsjahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in seiner jeweiligen Fassung mit denjenigen Ausnahmen entsprochen, die in den Erklärungen gemäß § 161 AktG für die Vorjahre aufgeführt sind. Vom Geschäftsjahr 2010 an wird die Gesellschaft den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

1. Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Kodex Ziffer 3.8)

Die Gesellschaft hat entsprechend der Satzung eine angemessene D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt vorsieht. Vorstand und Aufsichtsrat gehen davon aus, dass durch die Vereinbarung eines der gesetzlichen Regelung für den Vorstand entsprechenden Selbstbehaltes die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht weiter erhöht werden kann.

2. Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats (Kodex Ziffer 5.3)

Der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG besteht nur aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Da jedem beschließenden Ausschuss kraft Gesetzes ebenfalls drei Personen angehören müssten, ist die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats weder erforderlich noch zweckmäßig.

3. Aufsichtsratsvergütung (Kodex Ziffer 5.4.6)

Die Aufsichtsratsvergütungen sind in der Satzung der Gesellschaft geregelt und enthalten keine variablen Bestandteile. Die Satzung sieht jedoch vor, dass die Hauptversammlung den Mitgliedern des Aufsichtsrats Sondervergütungen gewähren kann und schließt erfolgsbezogene Vergütungen für den Aufsichtsrat damit nicht aus. Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist diese flexible Regelung der vom Kodex empfohlenen starren Regelung vorzuziehen. Bisher wurde der Hauptversammlung ein solcher Vorschlag aus Gründen der Kosteneffizienz und Vermeidung von Zusatzkosten nicht unterbreitet.

4. Rechnungslegung (Kodex Ziffer 7.1.2 und 7.2.3)

CPU ist bemüht, die Fristen des Corporate Governace Kodex zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses und des Halbjahresfinanzbericht einzuhalten. Die Einhaltung der Fristen kann jedoch aufgrund der vorhandenen personellen Kapazitäten im Rechnungswesen und der Notwendigkeit der Konsolidierung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften nicht immer gewährleistet werden, insbesondere dann, wenn Änderungen von Rechnungslegungsnormen zu berücksichtigen sind. Alle gesetzlichen Veröffentlichungsfristen wurden und werden eingehalten. Die Prüfungsgesellschaft hat uns bestätigt, dass sämtliche Anforderungen des Corporate Governance Kodex zur Unabhängigkeit des Abschlussprüfers beachtet werden. Die Abschlussprüfungen beinhaltet aus Zeit- und Kostengründen nicht die Prüfung der Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex."

Augsburg, im März 2010

Für den Aufsichtsrat

Dr. Heiko Frank, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für den Vorstand

Werner Binder, Sprecher des Vorstands

Konzernkennzahlen (2005 - 2009)

01.01.-31.12.2009

Mio.EUR
01.01.-31.12.2008

Mio.EUR
01.01.-31.12.2007

Mio.EUR
01.01.-31.12.2006

Mio.EUR
01.01.-31.12.2005

Mio.EUR
Umsatzerlöse 7,5 6,3 6,5 6,0 6,4
Personalaufwand 4,5 3,9 3,6 4,0 4,0
Abschreibungen 0,1 0,1 0,1 1,4 0,5
davon Goodwill, Beteiligungswerte und sonstige außerplanmäßige Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 1,3 0,4
F&E 0,3 0,1 0,2 0,2 0,4
EBITDA 0,4 0,1 0,4 -0,2 0,3
EBIT 0,3 0,0 0,2 -1,6 -0,2
Konzernergebnis 0,3 0,1 0,3 -1,5 -0,2
Ergebnis je Aktie in Euro 0,07 0,03 0,07 -0,43 -0,07
Bilanzsumme 3,4 3,3 3,4 3,2 5,7
Eigenkapitalquote 63% 57% 52% 48% 55%
Beschäftigte per 31.12. 61 59 47 46 57
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 61 52 47 52 53

CPU Softwarehouse AG

August-Wessels-Straße 27

D-86156 Augsburg

Telefon: +49 (821) 46 02-0

Telefax: +49 (821) 46 02-179

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