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CPU Softwarehouse — Annual Report 2005
Jan 10, 2007
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2005 kann als das bisher erfolgreichste Jahr für die CPU Softwarehouse AG seit dem Börsengang in 1999 bezeichnet werden. Die hochgesteckten Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2005 wurden erreicht.
Als weiteres ist der Erwerb der FINSys AG in St.Gallen, Schweiz, und die damit einhergehende veränderte Marktpositionierung des Konzerns zu nennen. Neben all den positiven Aspekten ergeben sich auch zusätzliche Herausforderungen, die in Verbindung mit der Integration des neuen Unternehmens in den Konzern auftreten.
Einen triftigen Beweis für die Fähigkeiten des Unternehmens, Herausforderungen nicht nur anzunehmen sondern auch erfolgreich umzusetzen, ist die Kosten- und Termingerechte Abwicklung Umsatz relevanter Aufträge für Großbanken durch verschiedene Tochterunternehmen des Konzerns. Die erfolgreiche Umsetzung von besonders Zeit kritischen Großprojekten, auch bei Neukunden im Zusammenspiel zwischen Fachbereich und Rechenzentrum, bietet erhebliche Chancen sowohl für die Gewinnung neuer Kunden als auch bei der Bestandssicherung.
Die Mobilisierung der eigenen Kräfte für die Weiterentwicklung des Unternehmens wurde im ersten Quartal 2005 erheblich durch die Verzögerung von Auftragseingängen auf eine sehr harte Probe gestellt. Gründe hierfür waren u.a. die weiterhin lahmende gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die immer noch nicht abgeschlossenen massiven Veränderungen im Bankenumfeld.
Insgesamt konnte das Gesamtziel des Jahres erfreulicher Weise dennoch erreicht werden, nachdem sich die anfängliche Zurückhaltung der Kunden bei der Auftragsvergabe schrittweise gelöst hatte.
Augsburg, im März 2006
Manfred W. Köhler Vorstand der CPU Softwarehouse AG

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| Wer wir sind | 6 |
|---|---|
| Unsere Vision | 10 |
| Märkte im Wandel | 11 |
| Konzernlagebericht | 13 |
| Strategisches Grundkonzept | 13 |
| Geschäftsentwicklung 2005 | 14 |
| Zukünftige Unternehmensentwicklung | 20 |
| Ausblick | 24 |
| Vorstand | 25 |
| Vorstand, Aufsichtsrat | 26 |
| CPU-Aktie | 27 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 28 |
| Corporate Governance Bericht………………………………………………………………………………29 | |
| Konzernanhang | 34 |
| Bestätigungsvermerk | 76 |
| Konzerngewinn- und Verlustrechnung …………………………………………………………………… 77 | |
| Konzernbilanz | 78 |
| Konzernkapitalflussrechnung | 79 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 80 |
| Entwicklung der Konzernrückstellung……………………………………………………………………… 81 | |
| Entwicklung des Anlagevermögens………………………………………………………………………… 82 | |
| Konzernkennzahlen | 83 |

Wer wir sind
Die CPU Softwarehouse AG ist ein zukunftsorientiertes Softwarehaus für die Finanzdienstleistungsbranche. Das Unternehmen richtet seine Kernkompetenzen auf die strategischen und operativen Ziele der Finanzdienstleister aus.
Wir sind gleichermaßen Berater und Partner des Auftrag gebenden Fachressorts, der IT-Abteilung sowie für die Ebene der Unternehmenssteuerung und gewährleisten damit den notwendigen Konsens zwischen betriebswirtschaftlichem Anspruch und technischer Umsetzung.
Die CPU hat heute ihre Zielmärkte in erster Linie in den Länder mit Euro-Währung, der Schweiz sowie die Beitrittsländer zur Europäischen Union.
Der CPU Konzern
Der CPU-Konzern fokussiert seine Kernkompetenz auf integrative Anwendungen für das Anlage-, Kredit- und Projektgeschäft sowie auf das Thema Bankcontrolling. Ergänzt wird das Angebot durch bereichsübergreifende Consultingleistungen.
Unser Ziel ist es, den innovativen Vorsprung der CPU Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden zu nutzen. Dazu haben wir heute die Strukturen, Prozesse und Lösungen von morgen vorausgedacht. Eine "innovative" Forschungs- und Entwicklungsarbeit garantiert das schnelle und effiziente Anpassen der CPU Systeme und Tools an neue Technologien. So kommt die CPU ihrem Ziel, die Potenziale neuer Technologien auszuschöpfen und für Ihre Kunden in echte Marktvorteile zu transformieren, einen beträchtlichen Schritt näher.

CPU Softwarehouse AG
Die 1982 gegründete und seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte CPU Softwarehouse AG agiert als Dachgesellschaft des CPU-Konzerns und zeichnet in dieser Funktion für die strategische und operative Ausrichtung der Holding verantwortlich. Der CPU-Konzern ist in Deutschland in Augsburg, Gelnhausen, München und Waldbronn sowie in der Schweiz in Zürich und St. Gallen vertreten.
inexsys AG
Die 1985 in der Schweiz gegründete inexsys AG, Gesellschaft für Informatik und Expertensysteme, ist auf die Konzeption, die Entwicklung und den Betrieb von Standardsoftware für das Anlagegeschäft fokussiert, wobei die Übernahme und Unterstützung von Projektmanagement Aufgaben sowie die Modellierung und Implementierung einheitlicher Beratungsprozesse im Anlagegeschäft das Angebotsspektrum abrunden.
CPUsoftware Lab GmbH & Co. KG
Die CPUsoftware Lab GmbH & Co. KG zeichnet für die Konzeption und den Betrieb von Standardsoftware für das Kreditgeschäft verantwortlich und verfügt in den Themenbereichen Baufinanzierung, MaK und Prozessoptimierung über besondere Markt- und Fachkompetenz, mit der Tendenz verstärkt fachliche Beratungsunterstützung anzubieten, insbesondere bei Kunden, die im engen Verbund mit eigenen Rechenzentren stehen.
ISMC GmbH
Die ISMC GmbH versteht sich als Dienstleistungsunternehmen der Informatikbranche. Das Leistungsspektrum der ISMC GmbH reicht von der Unterstützung in der Projektvorbereitung und -durchführung über die komplette Planung, Steuerung und Kontrolle von IT-Projekten bis hin zur Entwicklung individueller auf spezifische Kundenanforderungen zugeschnittener Softwarelösungen sowie deren Wartung und Pflege.
FINSys AG
Die FINSys AG ist der Spezialist für Komplettlösungen aus einer Hand zum Thema Bankcontrolling. Die vielfältigen Themenprodukte lösen komplexe betriebswirtschaftliche Aufgaben in diesem Fachgebiet von der Erarbeitung der Aufgabenstellung für die technische und organisatorische Integration bis hin zur Darstellung der Entscheidungsgrundlage.

Unsere Vision
Der CPU Konzern hat die Vision, einer der marktführenden Anbieter von spezifischer Software für Finanzdienstleister in den Ländern mit Euro-Währung, der Schweiz sowie in den Beitrittsländern zur Europäischen Union zu sein.
Mit unserer Markt-, Fach- und Lösungskompetenz optimieren wir Kunden-Prozesse auf allen Wertschöpfungsstufen. Die klare Ausrichtung auf die Kernkompetenzen garantiert zukunftsfähige und dem Anpassungsbedarf gerecht werdende Produkte. Ausgewählte Partnerschaften sichern bei komplexen IT-Projekten das effiziente Vernetzen durch die Planung und Realisierung notwendiger Schnittstellen.
Damit erschließen wir das Rationalisierungs- und Differenzierungspotenzial, das unseren Kunden mehr Effizienz und damit den notwendigen Zusatznutzen bringt.

Märkte im Wandel
Kein Aufatmen, sondern ein Luftholen
Die Jahresergebnisse der großen Universalbanken zeigten 2005 eine Verbesserung ihrer Aufwand-Ertrag-Relation. Die Abwärtsspirale der letzten Jahre scheint damit gestoppt, durchbrochen ist sie jedoch noch nicht.
Banken und Kreditinstitute hatten auch 2005 mit einem anhaltenden Kosten-, Margen- und Effizienzdruck zu kämpfen. Dass inländische Finanzdienstleister dabei im internationalen Renditevergleich meist nur zweite Sieger geblieben sind, liegt nicht zuletzt daran, dass viele Institute nach wie vor zu klein sind und eine zu große "Fertigungstiefe" haben. Dazu kommen verschärfte formalrechtliche Rahmenbedingungen und ein verändertes Kundenverhalten.
Die Institute sehen sich gleich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. Bei insgesamt reduzierten Budgets müssen sie einerseits den Verschlankungsprozess ihrer Geschäftsabläufe vorantreiben, andererseits sind sie gezwungen, ihre Beratungs- und Servicequalität zu verbessern, um eine effiziente wie auch effektive Verfügbarkeit attraktiver Finanzprodukte zu gewährleisten.
Viele Bankinstitute haben sich intensiv mit Kostensenkungsmaßnahmen beschäftigt. Sie haben den Managementfokus dabei allerdings vorwiegend auf operative Steuerungsmaßnahmen gelenkt und strategische Überlegungen zur mittel- bis langfristigen Weiterentwicklung ihrer Institute nicht ausreichend berücksichtigt. Vor allem nutzen Banken und Sparkassen die Potenziale eines zukunftsweisenden Informationsmanagements nicht konsequent genug zur Integration und Optimierung ihrer Leistungs-und Wertschöpfungskette.
Strategische Handlungsfelder sieht die CPU Softwarehouse AG für die Jahre 2006 und 2007 daher vor allem bei der Prozess-Standardisierung und –Optimierung, der Multikanalintegration, der Verbesserung der Beratungsqualität, der Steigerung der Cross-Selling-Quote sowie beim Risikomanagement im Kredit- wie auch im Anlagegeschäft – stets unter der Vorgabe, eine kundenzentrierte Strategie zu verfolgen. Diese darf keineswegs lediglich eine Marketingidee der Führungsebene sein, sondern muss das Handeln der Mitarbeiter prägen.
Dass der Kundenorientierung eine zentrale Bedeutung zukommt, belegt unter anderem eine internationale Studie von Deloitte & Touche zum Thema Kundenloyalität im Retailbanking. Deloitte stellt fest, dass die Loyalität der Kunden zu ihrer Hausbank weiter sinkt. 81 Prozent der Befragten erwogen im Herbst 2005 sogar einen Wechsel ihrer Bank. Dabei entscheiden Bequemlichkeit, persönlicher Nutzen und ein gutes Dienstleistungsangebot über die Loyalität eines Kunden zu seiner Bank.
Trotz der steigenden Attraktivität des Internets bleibt die Beratungsqualität ein wichtiges Kriterium für die Zufriedenheit der Bankkunden mit ihrem Institut. Die CPU Softwarehouse AG sieht mithin in der systematischen Unterstützung der Kundenfokussierung mit Themenbezogenen Lösungen auf der Basis anerkannter Standards sowohl in der Online-Beziehung als auch im Filialbetrieb einen entscheidenden Beitrag zu einer stärkeren Kundenbindung. Das Unternehmen ist gut gerüstet, mit seinem ganzheitlichen Lösungsangebot eine weitergehende Integration von Frontend und Backoffice sowie Bankcontrolling nachhaltig zu unterstützen und so die Unternehmensentwicklung insgesamt zu fördern.
Als mittelständisches Unternehmen geht die CPU Softwarehouse AG davon aus, dass fachliche Herausforderungen bei ihren Kunden mittel- bis langfristig gegenüber technischen Problemstellungen dominieren werden. Mit ihrem konsequent Themenbezogenen Angebotsportfolio verzichtet sie auf große monolithische Software und stellt dem einzelnen Kreditinstitut exakt jene Funktionen zur Verfügung, die es für einen bestimmten Geschäftsprozess benötigt.
Damit leistet die CPU einen wesentlichen Beitrag, das in der Finanzbranche mittlerweile omnipräsente Stichwort der Industrialisierung praktisch umzusetzen und die Wertschöpfungsprozesse ihrer Kunden nachhaltig zu verbessern.

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der CPU Softwarehouse AG, Augsburg
Strategisches Grundkonzept
Der CPU Konzern versteht sich als Softwarehaus, das insbesondere anwenderspezifische Lösungen für Kundenprozesse für die Finanzdienstleistungsbranche entwickelt, implementiert und betreut. Hierbei werden durch die jeweiligen Konzerngesellschaften sowohl die eigenen Leistungskomponenten als auch Fremd- bzw. Individualprogramme entsprechend den Kundenerfordernissen berücksichtigt und im Rahmen von Projekten aufeinander abgestimmt.
Die Kernkompetenzen liegen traditionell in den Bereichen Kredit, Wertpapierberatung sowie Internetapplikationen und neuerdings, seit dem 25. Mai 2005, durch den Erwerb der FINSys AG, St. Gallen, auch im Bereich Bankcontrolling. Zudem besteht seit Jahren ein fundiertes Know-how im Projektmanagement zur Entwicklung von hochkomplexen und sicherheitskritischen Anwendungen.
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2002 konzentriert sich die CPU Softwarehouse AG in ihrer Funktion als Holding auf die Führung und Verwaltung der Konzerngesellschaften und auf die Erbringung von Unterstützungsleistungen. Die Softwareentwicklung und damit die operative Geschäftstätigkeit wurden auf die Tochtergesellschaften übertragen. Damit wird die Ertragslage der CPU Softwarehouse AG durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bestimmt.
Der Konzern ist in Deutschland und in der Schweiz an insgesamt 6 Standorten vertreten und betreut von diesen Standorten aus seine Kunden in den Ländern Deutschland, Österreich und in der Schweiz.
Mit dem Geschäftsjahr 2005 wurde der Konzernabschluss auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) umgestellt. Sämtliche Zahlenangaben für den Konzern beziehen sich deshalb auf"IFRS-Werte".
Konzernlagebericht
Geschäftsentwicklung 2005
Geschäftsverlauf
Mit dem Geschäftsjahr 2005 konnten wichtige Meilensteine in der Geschäftsentwicklung erreicht werden. So stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rd. 20 % für den Altkonzern (ohne die im Geschäftsjahr akquirierte FINSys AG, St. Gallen) und um 42% für den Neukonzern (inklusive FINSys AG). Durch die Umsatzsteigerungen und weiteren Einsparungen im Kostenbereich, insbesondere bei den Personalkosten konnte eine effizientere Kapazitätsauslastung erzielt werden. Erstmalig waren alle Geschäftsbereiche des Altkonzerns operativ Break-even.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibung betrug ca. 0,2 Mio. Euro. Nach Abschreibungen in Höhe von rd. 0,3 Mio. Euro auf den Firmenwert im Segment Controlling sowie Zinsen und Steuern ergab sich ein Konzernjahresfehlbetrag von rd. minus 0,2 Mio. Euro (Vj. rd. minus 0,4 Mio. Euro), der sich demzufolge um 0,2 Mio. Euro verbesserte.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit war im Konzern mit 0,1 Mio. Euro erstmalig positiv. Damit bestätigt sich die Richtigkeit der vormals eingeschlagenen Konsolidierungsmaßnahmen.
Des Weiteren ist das abgelaufene Geschäftsjahr auch durch die Neuakquisition der FINSys AG, St. Gallen, geprägt, mit der sich weitergehende strategische Ziele im Marktauftritt gegenüber dem Wettbewerb verbinden. Hierbei ist es gelungen, mit der Argon Finance AG, Wiesbaden, einen neuen strategischen Investor zu finden.
Die FINSys AG wurde im Wege der Sacheinlage durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital in die CPU Softwarehouse AG eingebracht. Die gesamten Kosten in Höhe von rd. 0,4 Mio. Euro für die mit der Akquisition im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten des Übernahmeprozesses und die Börsenzulassung der Aktien wurden ebenfalls aus dem Genehmigten Kapital durch eine Barkapitalerhöhung finanziert.
Zur Straffung der Konzernstruktur wurden zwei nicht mehr operativ tätige Konzerngesellschaften auf die CPU Softwarehouse AG verschmolzen. Ergänzend wurde das Personal bei der Holding der CPU Softwarehouse AG weiter verringert und in diesem Veränderungsprozess den Tochtergesellschaften wieder mehr Eigenständigkeit aber gleichzeitig auch mehr Verantwortung übertragen. Die Holding beschäftigt nunmehr 4 Personen inklusive Teilzeitkräften.
Demnach verbleiben in der Holding nur konzernübergreifende Verantwortungsbereiche sowie der Investor-Relations-Bereich. Darüber hinaus leistet die Holding Managementunterstützung und Koordination bei unternehmensübergreifenden Maßnahmen und Vertriebstätigkeiten.
Der Jahresüberschuss der Holding im Einzelabschluss nach HGB beträgt 0,2 Mio. Euro (Vj. rd. 0,4 Mio. Euro) und ist wesentlich durch die außerordentlichen Aufwendungen des Akquisitionsprozesses und den damit zusammenhängenden Kosten der Kapitalerhöhung und der Beteiligungsbewertung der Tochtergesellschaften beeinflusst.
Die Akquisitionskosten sowie die Kosten der Börsenzulassung betrugen insgesamt rd. 0,4 Mio. Euro. In der Beteiligungsbewertung spiegelt sich insbesondere die erfreuliche Fortsetzung des positiven Trends bei der CPUsoftware Lab GmbH & Co. KG, Augsburg, mit einer Zuschreibung in Höhe von 2,0 Mio. Euro wider. Aufgrund geringerer Ertragserwartungen und dem nicht erwarteten Ergebniseinbruch bei der FINSys AG wurden Anpassungen der Beteiligungsbuchwerte bei der inexsys AG, Zürich und der FINSys AG, St. Gallen, vorgenommen, die zu Abschreibungen von insgesamt 0,9 Mio. Euro führten. Insgesamt betragen die Beteiligungsbuchwerte für die Anteile an verbundenen Unternehmen bei der CPU Softwarehouse AG rd. 7,0 Mio. Euro; dies entspricht rd. 75% der Bilanzsumme.
Nach wie vor belasten die relativ hohen Kosten der Rechtsform und Börsennotierung in Höhe von rd. 0,4 Mio. Euro das Ergebnis und sind der Größenordnung der Gesellschaft und des Konzerns nicht angemessen. Das Eigenkapital im Einzelabschluss nach HGB beträgt rd. 8,5 Mio. Euro. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit beläuft sich auf rd. minus 0,3 Mio. Euro (Vj. rd. minus 1,5 Mio. Euro).
Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung entspricht den Zuständigkeitsbereichen der einzelnen Tochtergesellschaften, unterteilt in Holding, Kreditgeschäft, Projektgeschäft, Anlagegeschäft und Controlling. Die Darstellung erfolgt nach IFRS entsprechend der Angaben im Konzernanhang vor pauschalen Verwaltungskostenumlagen. Die Segmente werden entsprechend der internen Steuerung und des Berichtswesens dargestellt.
Holding (CPU AG und konsolidierte Beteiligungen)
Die an Tochtergesellschaften weitergeleiteten Umsätze betrugen 0,5 Mio. Euro.
Die Kosten konnten im Vergleich zum Vorjahr nochmals verringert werden. Die Einsparungen betrugen rd. 0,2 Mio. Euro bei den Personalkosten sowie 0,1 Mio. Euro bei den Sachkosten.
Das positive Segmentergebnis nach IFRS ist hauptsächlich durch Zuschreibungen im Finanzanlagevermögen in Höhe von rd. 2,0 Mio. Euro geprägt, die sich im Konzernabschluss jedoch nicht niederschlagen. Dagegen werden jedoch die vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von rd. 0,9 Mio. Euro nur durch entsprechende Wertminderungen der Geschäfts- und Firmenwerte über rd. 0,3 Mio. Euro im Konzern berücksichtigt.
Das EBIT verbesserte sich um rd. 2,7 Mio. Euro auf rd. 1,6 Mio. Euro (Vj. minus 1,1 Mio. Euro). Bereinigt um Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Beteiligungen von rd. 0,9 Mio. Euro betrug die Verbesserung rd. 1,8 Mio. Euro.
Kreditgeschäft
Der Umsatz im Segment Kreditgeschäft (CPUsoftware Lab GmbH & Co. KG, Augsburg) stieg erstmalig seit den letzten Jahren wieder an. Es wurden Umsätze von 2,3 Mio. Euro (Vj. 2,2 Mio. Euro) erzielt. Die Steigerungsrate betrug 4% (rd. 0,1 Mio. Euro). Dies ist vor allem auf das Neukundengeschäft im Beratungs- bzw. Dienstleistungsbereich zurückzuführen. Das EBIT belief sich auf rd. 0,6 Mio. Euro (Vj. rd. 0,4 Mio. Euro). Die Ergebnisverbesserung auf EBIT-Basis betrug rd. 0,2 Mio. Euro bzw. 33%. Auch die Umsatzrendite erhöhte sich in Folge von weiteren Einsparungen und Personalreduzierungen und lag bei rd. 26% (Vj. rd. 20%).
Projektgeschäft
Die Umsätze des Segments Projektgeschäft (ISMC GmbH, Waldbronn) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro oder 38% und betrugen rd. 1,4 Mio. Euro (Vj. rd. 1,0 Mio. Euro). Das EBIT belief sich auf rd. 0,2 Mio. Euro verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Es wurde eine Umsatzrendite von rd. 16% erzielt (Vj. 19%).
Anlagegeschäft
Der Umsatz des Segments Anlagegeschäft (inexsys AG, Zürich) stieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 0,4 Mio. Euro oder rd. 25% auf rd. 1,8 Mio. Euro (Vj. rd. 1,4 Mio. Euro), wobei insbesondere das Neukundengeschäft zu der positiven Entwicklung beitrug. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um rd. 0,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr und war damit erstmals Break-even (Vj. minus 0,3 Mio. Euro). Im Betriebsergebnis sind im Wesentlichen außerordentliche Wertberichtigungen in Höhe von rd. 0,1 Mio. Euro enthalten.
Controlling
Das Segment Controlling (FINSys AG, St. Gallen) wurde im Geschäftsjahr 2005 zum 25.5.2005 erstmalig in den Konzernabschluss der CPU einbezogen. Dementsprechend sind die Zahlen nur anteilig im Abschluss enthalten. Im Segment wurden Umsätze in Höhe von rd. 1,0 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen betrug infolge von Managementfehlern der FINSys bei der Auftragsannahme und -abwicklung gerundet minus 0,1 Mio. Euro. Bei Konsolidierung des gesamten Geschäftsjahres 2005 hätte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen minus 0,6 Mio. Euro betragen.
Das EBIT enthält die im Geschäftsjahr 2005 notwendig gewordene Firmenwertabschreibung in Höhe von rd. 0,3 Mio. Euro und beträgt damit rd. minus 0,5 Mio. Euro. Der verbleibende Firmenwert beläuft sich auf rd. 2,0 Mio. Euro.
Kapitalstruktur und Liquidität
Das bilanzielle Eigenkapital der CPU Softwarehouse AG beträgt rd. 8,5 Mio. Euro (Vj. 5,9 Mio. Euro) oder rd. 90% der Bilanzsumme (Vj. 71%). Damit ist die Holding fast vollständig eigenkapitalfinanziert. Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns beläuft sich auf rd. 3,1 Mio. Euro (Vj. 1,3 Mio. Euro) oder rd. 50% der Bilanzsumme (Vj. 30%). Die über das Eigenkapital hinausgehende Finanzierung erfolgt brachenüblich und im Wesentlichen über Anzahlungen auf erhaltene Aufträge und darüber hinaus durch kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen.
Durch die laufende Geschäftstätigkeit flossen dem Konzern liquide Mittel in Höhe von insgesamt rd. 0,1 Mio. Euro (Vj. rd. minus 1,6 Mio. Euro) aus der operativen Geschäftstätigkeit zu. Bereinigt um außerordentliche Effekte des Geschäftsjahres 2004 betrug die Verbesserung des operativen Cashflows rd. 0,8 Mio. Euro.
Einhergehend mit der Rückzahlung eines Darlehens verringerten sich die liquiden Mittel um insgesamt 0,7 Mio. Euro. Bereinigt um die Bankverbindlichkeiten des jeweiligen Jahres haben sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr jedoch um rund 0,3 Mio. Euro erhöht.
Die verfügbaren liquiden Mittel und Wertpapierbestände lagen zum Bilanzstichtag im Konzern bei knapp 1,8 Mio. Euro (Vj. 2,5 Mio. Euro). Von diesen liquiden Mitteln entfallen rd. 0,5 Mio. Euro auf Bestände bei der CPU Softwarehouse AG.Das Wertpapierportefeuille setzte sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Geldmarktfonds zusammen
Personalbericht
Zum 31.12.2005 waren im Konzern 62 festangestellte Mitarbeiter an 6 Standorten beschäftigt. Hiervon entfielen etwa 66 Prozent auf Mitarbeiter in den Bereichen IT sowie 23 Prozent auf Verwaltung und 11 Prozent auf Vertrieb. In der Holding waren inklusive Teilzeitkräften 4 Personen beschäftigt. Die Fluktuationsrate des Gesamtjahres verringerte sich zum Vorjahr auf 6,3%.
In den regelmäßig durchgeführten Mitarbeiterversammlungen wurde die Belegschaft umfassend und zeitnah über die Unternehmensentwicklungen und –veränderungen informiert.
Nachdem sich im Geschäftsjahr 2005 der Mitarbeiterstamm erweitert hat und die notwendige Kontinuität wieder gegeben ist, wird es im Geschäftsjahr 2006 eine besondere Herausforderung sein, gemeinsam mit den Mitarbeitern, das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensabläufe zu fördern und zu optimieren um eine hohe Mitarbeiterbindung zu erreichen.
Forschung und Entwicklung
Auch im Geschäftsjahr 2005 erfolgten wie im Vorjahr mit Ausnahme bei der FINSys AG nur eine projektbezogene und kostendeckende Weiterentwicklung der Kernprodukte. Dies führte im Altkonzern zu einer nochmaligen Verringerung der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Dies schließt nicht aus, dass in Einzelfällen unbezahlte Vorleistungen erbracht werden, jedoch nur dann, wenn das Gesamtergebnis dadurch nicht gefährdet wird.

Gesellschafterstruktur und eigene Aktien
Bedingt durch die beiden Kapitalerhöhungen haben sich die Kapitalanteile der Aktionäre und mit dem Eintritt eines neuen, strategischen Investors auch die Aktionärsstruktur im Geschäftsjahr 2005 wesentlich verändert. Zum 31.12.2005 ergab sich folgende Aktionärsstruktur:

.
Als größter Einzelaktionär hielt die msg systems, Ismaning, rd. 20,8% der Anteile. Des Weiteren lagen rd.15,7% der Anteile bei der Argon Finance AG, Wiesbaden, sowie rd. 5,5% der Anteile bei Herrn Daniel Teufer. Demnach betrug der Streubesitz rd. 58,0%.
Die Meldungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz sowie deren Veröffentlichung sind form- und fristgerecht erfolgt. Die veröffentlichten Meldungen beziehen sich jedoch zum Teil auf die Werte vor der zweiten Kapitalerhöhung und weichen demnach aufgrund des Verwässerungseffektes geringfügig von den o. a. Werten ab.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Die Erklärung zur Erfüllung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist auf der Homepage der CPU Softwarehouse AG abrufbar.
Konzernlagebericht
Zukünftige Unternehmensentwicklung
Geschäftsentwicklung
Mit dem Geschäftsjahr 2005 wurde eine positive Unternehmensentwicklung erreicht, die es in den folgenden Jahren konsequent fortzuführen gilt. Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Auftragsbestandes in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vj. 2,0 Mio. Euro) wird die hohe Steigerungsrate des abgelaufenen Geschäftsjahres beim Umsatz und Ergebnis im Jahr 2006 und in den kommenden Jahren wesentlich moderater ausfallen.
Auf der Ergebnisseite stellt die Integration und Stabilisierung der FINSys AG eine besondere Herausforderung für das Jahr 2006 dar, die es zu meistern gilt, um das Konzernergebnis 2006 auf vergleichbarem Niveau des Jahres 2005 zu festigen und möglicherweise auch erhöhen zu können.

Das Hauptaugenmerk im Jahr 2006 und auch für die kommenden Jahre ist nach wie vor die Gewinnung von Neukunden sowie der Erhalt der Bestandskunden. Um der Erweiterung des Kundenkreises nachhaltig Rechnung zu tragen, werden aktive Vertriebspartnerschaften angestrebt, die eine gewichtige Rolle im Zielmarkt spielen.
Die Zusammensetzung des Lösungsportfolios des CPU-Konzerns adressiert installierte Kernbanksysteme. Damit eröffnen sich Möglichkeiten zur Schaffung einer Banking Platform, die in ihrer Gesamtheit den CPU-Konzern als einen Anbieter qualifiziert, der sich künftig insbesondere durch gewichtige Partnerschaften aus der Einstufung eines Nischenanbieters nachhaltig entfernen wird. Einhergehend sieht sich der CPU Konzern bezogen auf das Gesamtangebot einem begrenzten Wettbewerb ausgesetzt.
Im Kreditbereich setzt sich bei den Kunden im Sparkassenumfeld der Trend zur Verarbeitung im Rechenzentrum fort. Diese Veränderung sollte, wie in den Vorjahren, durch die Gewinnung von einigen Neukunden kompensiert werden können. Ausschlaggebend für das Wachstum ist aber eine, über das Normalmaß hinausgehende, erfolgreiche Akquisetätigkeit im oberen Segmentbereich und ganz besonders die erweiterte Zusammenarbeit mit allen unseren Referenzkunden.
Der Anlagebereich verfügt mittlerweile über ein verbessertes stabiles Bestandskundengeschäft, welches es auszubauen und effizient zu nutzen gilt, so dass sich eine erhöhte Aussagesicherheit bei der Umsatzentwicklung einstellen sollte. Die festen Kundenbeziehungen im Projektgeschäft sowie die sich abzeichnenden Möglichkeiten der Erweiterung der Kundenstruktur lassen nochmals eine nennenswerte Steigerungsrate im Umsatz und eine adäquate Erhöhung im Ergebnis erwarten.
Im Controlling ist in erster Linie die erfolgreiche Abwicklung von laufenden Projekten notwendig, bei denen ein konsequentes Projektmanagement in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und Partnern erfolgen muss, um hier zumindest eine Break-even-Situation herbeizuführen. Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen und zur Vermeidung einer Überschuldung wird der FINSys AG, St. Gallen, ein Darlehen mit Rangrücktritt über rd. 0,3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Es ist später beabsichtigt, das Darlehen in Eigenkapital zu wandeln.
In der Konzernstruktur ergeben sich durch die Reduzierung der Anzahl von Mantelgesellschaften weitere Vereinfachungen. Weiterhin ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 gelungen, die langfristigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere bei Mietverträgen, in Höhe von 0,4 Mio. Euro nachhaltig zu mindern, was sich bereits im neuen Geschäftsjahr wie auch in den Folgejahren positiv bemerkbar machen wird und das Risiko von Überkapazitäten in diesen Bereichen erheblich mindern dürfte. In der Holding muss die Fixkostenbelastung durch weitere Kosteneinsparungen weiter verringert werden, obwohl die Kostensenkungspotentiale mittlerweile weitgehend ausgeschöpft sind.
Risikobericht

Die Risikosteuerung im Rahmen eines Risikomanangements erfordert ein systematisches und rechtzeitiges Erkennen und Analysieren von Chancen und Risiken im Unternehmen aber auch im Unternehmensumfeld.
Die CPU Softwarehouse AG bedient sich deshalb seit Jahren geeigneter Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Projektsteuerung sowie Liquidität und Personal. Insbesondere für die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgt konzernweit ein einheitliches Reporting auf Basis monatlicher Meldungen. Die CPU sieht sich deshalb in der Lage, wesentliche und entscheidungsrelevante Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen.
Wie in den Vorjahren bestimmt, als kritischer und nicht beeinflussbarer Er-
folgsfaktor, die Investitionsbereitschaft der Bankenbranche die Umsatzentwicklung der CPU. Zwar hat sich das Investitionsklima leicht verbessert, es verbleibt aber weiter die Unsicherheit, ob die CPU wie im abgelaufenen Geschäftsjahr, im erforderlichen Maße davon profitieren kann.
Es besteht auch weiterhin das Risiko, dass Kundenaufträge verschoben oder nicht vergeben werden, so dass die Planziele nicht erreicht werden können.
Weiterhin verbleibt als Risiko, dass sich Spezifika des Zielmarktes, z. B. ein noch stärkerer Konzentrationsprozess auf Rechenzentren, negativ auswirken können. Dadurch wächst die Gefahr, dass Bestandskunden abwandern und Neukunden sich nur vereinzelt gewinnen lassen. Die CPU versucht, dieser Entwicklung durch Kooperationen entgegen zu wirken.
Die CPU konnte durch ihre Fach- und Lösungskompetenz neue Kunden insbesondere im Anlagenbereich gewinnen und die Kundenbasis nachhaltig erweitern. Auch in den Geschäftsfelder Kredit und Projekt konnten durch überzeugende Dienstleistungen neue Kunden gewonnen bzw. die Kundenangebote erweitert werden.
Aus der Börsennotierung und Rechtsform bleiben die externen und internen Kostenbelastungen von rd. 0,4 Mio. Euro, die von den operativen Tochtergesellschaften erwirtschaftet werden müssen. Bei der momentanen Größe des Unternehmensverbundes und der unterschiedlichen Ergebnissituation in den Segmenten ist es unabdingbar, dass alle Tochtergesellschaften zumindest kostendeckend und die Mehrzahl der Gesellschaften profitabel arbeiten.
Dennoch ist es im Geschäftsjahr 2005 in dem neu hinzugekommenen Geschäftsbereich Controlling bedingt durch Fehler im Vertrieb, Projektmanagement und insbesondere in der Auftragskalkulation sowie der Projektabwicklung zu einem massiven Ertragseinbruch gekommen. Das nicht konsolidierte Segmentergebnis des vollen Geschäftsjahres 2005 (ohne Firmenwertabschreibungen) betrug rd. minus 0,6 Mio. Euro und hat zu einem entsprechenden Abfluss an liquiden Mitteln geführt. Für die Restrukturierung der FINSys wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das es umzusetzen gilt, um einen erneuten Verlust, insbesondere in dieser Höhe, zu vermeiden.
Es ist nicht auszuschließen, dass bei der FINSys AG durch einzelne Projekte im Auftragsbestand Verluste auch im Geschäftsjahr 2006 entstehen, die das Ergebnis und die Liquidität des Konzerns negativ beeinflussen können. Außerdem verbleibt das Risiko, dass auch eine Verlustsituation der einen oder anderen Tochtergesellschaft nachhaltige Ergebnis- und Liquiditätsauswirkungen auf den Gesamtkonzern haben kann.
Bei annähernder Erreichung der unternehmensweiten Zielvorgaben im Ertrag besteht jedoch auch weiterhin kein existenzbedrohendes Risiko in der Liquiditätssituation für Konzern und Holding.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor eines jeden Unternehmens sind die Mitarbeiter und deren Qualifizierung. Angesichts der in den letzten Jahren notwendigen Anpassung der Mitarbeiterzahlen an die Umsatzentwicklung hat sich bei allen Konzerngesellschaften das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensabläufe auf wenige Mitarbeiter konzentriert.
Somit besteht das Risiko, dass Know-how-Träger in der Fach- und Führungsebene die Unternehmen verlassen. Auch in den nächsten Jahren wird es deshalb eine Herausforderung bleiben, gemeinsam mit den Mitarbeitern auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren und eine hohe Mitarbeiterbindung zu erreichen.
Ausblick
Nach einem insgesamt erfolgreichen Jahr 2005 könnte man leicht der Versuchung verfallen, sich bei der Beschreibung zukünftiger Entwicklungen zu stark retroperspektiv von den Erfolgsfaktoren der Vergangenheit leiten zu lassen.
Erfolg ist jedoch nicht speicherbar, Erfolg muss immer wieder neu erarbeitet werden und nicht nur das, Erfolg ist oftmals von Parametern abhängig, die außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegen.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die gegenwärtig positive Tendenzen erkennen lässt und zumindest im mittleren Zeithorizont eine Belebung des Marktes zur Folge haben wird. Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung hängt jedoch eindeutig von der konsequenten Initiierung und Umsetzung wirtschaftspolitischer Veränderungen ab.
Entscheidend ist auch in welchem Maße die immer noch andauernden, starken strukturellen und inhaltlichen Veränderungen in den Geschäftsmodellen von Banken und Sparkassen, dem Zielmarkt der CPU Softwarehouse AG, durchgeführt werden können.
Die Banken sehen sich immer stärker dem Wettbewerb um Marktanteile ausgesetzt und das bei einer sich weiter verändernden Kundenloyalität, die einen differenzierten Anspruch auf Beratung, Qualität und Preis erhebt. Diese Erkenntnisse sind den Entscheidungsträgern, insbesondere in deutschen Banken, nicht neu. Dennoch haben sie die Zeit nicht in allen Bereichen ausreichend effizient genutzt, um optimal auf neue Marktgegebenheiten und – anforderungen zu reagieren. In der Zwischenzeit ist die Bereitschaft der Banken, sich konkret dieser Aufgabe zu stellen, gewachsen. Verstärkt werden interne Ressourcen aktiviert, die sich in einem neuen Findungsprozess zusammenschließen. So erhöht sich u. a. der fachliche Beratungsbedarf insbesondere bei großen Kunden, die in einem engen Verbund mit eigenen Rechenzentren stehen.
Die CPU Softwarehouse AG verzeichnet in diesem Anspruchsumfeld eine erhöhte Nachfrage und sieht gestiegene Chancen, Dienstleistungen und Produkte aus dem eigenen Lösungsportfolio einzubringen. Zudem ist durch den Erwerb der FINSys AG ein wesentlicher Schritt eingeleitet worden, um als Anbieter von Gesamtlösungen im Markt wahrgenommen zu werden und das bisherige Angebot der Beratung und Entscheidung in den Bereichen Kreditgewährung und Anlageoptimierung auf das Thema Bankcontrolling sowie Gesamtbanksteuerung auszudehnen.
Die CPU Softwarehouse AG ist mit ihrer Markt-, Fach- und Lösungskompetenz in der Lage, sich den Herausforderungen des Marktes im Jahre 2006 erfolgreich zu stellen.
Augsburg, 20 März 2006
Manfred W. Köhler
Vorstand
Manfred W. Köhler, geboren 1941, ist seit 04.08.2000 Mitglied des Vorstandes der CPU Softwarehouse AG. Seit 1. März 2001 zeichnet er als Alleinvorstand für sämtliche Ressorts der CPU Softwarehouse AG verantwortlich.
Manfred W. Köhler war zuletzt Vice President der Dun&Bradstreet Deutschland GmbH sowie der Schimmelpfennig Inkasso GmbH. Zuvor war Manfred W. Köhler in verschiedenen nationalen und internationalen Management-Positionen für die amerikanischen IT- und Telekommunikations-Konzerne NCR GmbH und AT&T GmbH tätig, zuletzt als Assistant Vice President und Geschäftsführer Deutschland.

Manfred W. Köhler Alleinvorstand
Augsburg
Vorstand Aufsichtsrat
Andreas Witte Aufsichtsratsvorsitzender Rechtsanwalt, München
Dr. Wolfgang Metz Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Geschäftsführer, Creditreform Gummersbach Dr. Metz KG, Gummersbach
Prof. Dr. Beate Kremin-Buch Aufsichtsratsmitglied Hochschullehrerin, Ludwigshafen
Egbert Becker
Aufsichtsratsmitglied (ab 23.08.2005) CEO, Argon Finance AG, Wiesbaden
Alfred Möckel
Aufsichtsratsmitglied (ab 23.08.2005) Bankkaufmann/ Dipl. Kfm., Berlin
Johann Wolfgang Posselt Aufsichtsratsmitglied Managing Partner, Aurelia Private Equity, Frankfurt am Main
Reinhard Carl
Aufsichtsratsmitglied (bis 23.08.2005) Unternehmensberater, metamorf business consulting GmbH, Bochum
Hannes Keller
Aufsichtsratsmitglied (bis 22.08.2005) Verwaltungsrat, visipix.com AG, Niederglatt (CH)
CPU-Aktie
Die CPU-Aktie auf einen Blick
| Wertpapierkennnummer | (WKN) 545 430 |
|---|---|
| Börsenkürzel | CPU |
| Höchstkurs | 1,18 Euro |
| Tiefstkurs | 0,64 Euro |
| Jahresabschlusskurs | 0,78 Euro |
| Marktkapitalisierung | 8.211.302 Euro |
| Anzahl der Aktien | 10.527.310 |
| Erstnotierung | 19.04.1999 |
(Aktien – Werte – Börsenplatz XETRA)
Weder die Mitglieder des Vorstandes noch die des Aufsichtsrates hielten zum 31.12.2005 Aktien des Unternehmens.
Investor Relations Termine
Dienstag, 22.08.2006 Hauptversammlung
IR-Kontakt
Marlies Ott Tel.: +49 (821) 46 02 14 5 Fax: +49 (821) 46 02 17 9 E-Mail: [email protected] URL: http://www.cpu-ag.com
Bericht des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Berichtsjahr stand abermals im Zeichen des Wachstums und der Ergebnisverbesserung. Erstmals wird ein Umsatzwachstum ausgewiesen. Außerdem wurden die Aktivitäten im Schweizer Markt durch den Erwerb der FinSys AG forciert.
Im Rahmen dieser Transaktion sind Integrationsprobleme aufgetreten, die der Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2006 lösen will, vor allem im Hinblick auf die erreichte Break-even Schwelle, die nun durchgängig überschritten werden soll.
Die konsequente Fortsetzung der eingeschlagenen Vorgehensweise prägt daher weiterhin die ehrgeizigen Ziele, deren Erreichung die Basis der überwachenden und beratenden Funktion des Aufsichtsrates ist.
Aufgrund der Berichte und der vom Vorstand erteilten Auskünfte hat sich der Aufsichtsrat in sechs Sitzungen vom ordnungsgemäßen Geschäftsgang überzeugt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31.12.2005 sind von der BDO Deutsche Warentreuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Auf Basis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts stimmen wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, der Jahresabschluss der CPU AG ist damit festgestellt.
Wir danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Dem Vorstand und den Mitarbeitern des Hauses gilt unser Dank für ihren außerordentlichen Einsatz, ohne den das Erreichte nicht möglich gewesen wäre.
Augsburg, im März 2006
Andreas Witte Vorsitzender des Aufsichtsrates

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2005
Die CPU Softwarehouse AG fühlt sich dem Stakeholder-Prinzip verpflichtet, das neben den Aktionärsinteressen auch die Belange der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten berücksichtigt. Dies bedeutet umso mehr, dass das Unternehmen einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung unterliegt.
Die Rahmenbedingungen für die CPU sind durch die gesetzlichen Regelungen insbesondere des Aktiengesetztes bzw. andere nationaler Vorschriften sowie der börsenrechtlichen Vorschriften vorgegeben und werden durch den Corporate Governance Kodex ergänzt.
Der Corporate Governance Bericht erfolgt gemäß Ziffer 3.10 des Corporate Governance Kodex und ist durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft gemeinsam verabschiedet. Begrifflichkeiten werden im Sinne des Kodex verwendet.
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die auf der Homepage der Gesellschaft eingestellt ist. Nachfolgend wird zu den wichtigsten Empfehlungen und Anregungen des Kodex eingegangen:
Aktionäre und Hauptversammlung
Die CPU Softwarehouse AG ist insbesondere durch einen Freefloat von 63 Prozent und der damit vorhandenen breiten Streuung ihrer Aktien aufgefordert, transparent und fair über die aktuelle und zukünftige Entwicklung zu berichten. Dies geschieht nicht nur in regelmäßigen Veröffentlichungen, sondern auch durch die jährliche Hauptversammlung, welche immer wieder eine Herausforderung darstellt.
Um jedem Aktionär die Möglichkeit zu geben die Wahrnehmung seiner persönlichen Rechte zu erleichtern, stellt die Gesellschaft sämtliche, notwendigen Informationen auf ihrer Homepage zeitnah zur Verfügung. Für die Ausübung seiner Stimme hat die Gesellschaft einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter benannt, der auch während der Hauptversammlung anwesend ist und entsprechend der vorgegebenen Weisung abstimmt.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln einer ordnungsmäßigen Unternehmensführung und arbeiten eng zusammen. Dies geschieht regelmäßig in den ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates sowie bei einzelnen Sachverhalten fallbezogen u. a. durch Telefonkonferenzen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah, umfassend und schriftlich über die Geschäftsentwicklung und die Risikolage und gegebenenfalls bei wesentlichen Sachverhalten unverzüglich und auch außerhalb der Regelberichte.
Darüber hinaus wird der Vorsitzende des Aufsichtsrates vorab bei wesentlichen Sachverhalten bzw. Entwicklungen kommunikativ eingebunden, so dass er die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates informieren und gegebenenfalls eine außerordentliche Sitzung einberufen kann. Im Geschäftsjahr 2005 mussten keine außerordentlichen Sitzungen einberufen werden.
Die Gesellschaft hat entsprechend der Satzung eine für Vorstand und Aufsichtsrat angemessene D&O Versicherung abgeschlossen, die auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften mit einschließt. Ein nennenswerter Selbstbehalt kann in Anbetracht der Höhe der Vergütungen nicht zugemutet werden.
Vorstand
Der Vorstand leitet das Unternehmen operativ und in eigener Verantwortung. Hierbei werden im Rahmen einer ordnungsmäßigen Unternehmensführung die gesetzlichen Vorschriften, die Satzung sowie die durch den Aufsichtsrat vorgegebene Geschäftsordnung beachtet. Der Vorstand hat keine Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens übernommen.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht seit fünf Jahren aus einer Person. Angesichts der Größenordnung der Gesellschaft und des Konzerns sowie der bestehenden Herausforderungen wurde bewusst nur ein Alleinvorstand bestellt. Nicht zuletzt sprechen Gründe der Kostenersparnis dafür kein weiteres Vorstandsmitglied einzusetzen. Ferner ist die zweite Führungsebene sehr eng in die Arbeit des Vorstands eingebunden.
Die Vergütung des Vorstands wird nicht veröffentlicht, da nach auch der Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft Anspruch auf Vertraulichkeit sensibler und persönlicher Daten hat. Über die Grundzüge des Vergütungssystems wird üblicherweise anlässlich der Hauptversammlung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden berichtet.
Bei der anstehenden Neubesetzung der Vorstandsposition im Rahmen der Nachfolgeplanung- und Regelung werden künftig weitere, erfolgsabhängige Komponenten mit in die Gesamtvergütung einbezogen und das Vergütungssystem auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht werden.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bei der CPU besteht aus sechs Mitgliedern, die alle vom Unternehmen und Vorstand unabhängig sind. Der Aufsichtsrat erfüllt die ihm nach Gesetz und Satzung zu kommenden Aufgaben. Er berät und überwacht den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen mit eingebunden. Der Aufsichtsrat arbeitet auf der Basis seiner Geschäftsordnung.
Die Mitglieder sind entsprechend der Satzung für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über ihre Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Die letzten Wahlen zum Aufsichtsrat fanden in der Hauptsversammlung am 23. August 2005 statt, in der sämtliche Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden. Ersatzmitglieder sind nicht gewählt; eine kürzere Amtszeit wurde nicht bestimmt. Zur Zeit ist kein Aufsichtsratsmitglied gerichtlich bestellt.
Die Wahlen zum Aufsichtsrat wurden bisher immer traditionell als Blockwahl durchgeführt. Bei zukünftigen Wahlen ist beabsichtigt, den Empfehlungen des Kodex zu entsprechen.
Aufsichtsratsausschüsse werden grundsätzlich nicht gebildet, da diese bei Unternehmen in der Größenordnung der CPU und bei Aufsichtsräten mit nur sechs Mitgliedern einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand und Kosten verursachen. Dies vermeidet unnötige Abstimmungen und erhöht die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit.
Unter den Aufsichtsratsmitgliedern sind jedoch entsprechend der persönlichen Kenntnisse und Erfahrungen eindeutige Zuständigkeitsbereiche definiert. So ist z. B. für Fragen der Rechnungslegung Frau Professor Beate Kremin-Buch zuständig, die insbesondere auf dem Gebiet der Rechnungslegung und dem Controlling profunde Kenntnisse und Erfahrungen vorzuweisen hat.
Die Vergütungen der Aufsichtsräte richten sich ausschließlich nach der Satzung, welche auf der Homepage der Gesellschaft eingestellt ist. Die Aufsichtsratsvergütungen enthalten keine variablen Bestandteile.
Die Aufsichtsratsvergütung ist vergleichsweise nieder bemessen. Eine Erhöhung der Festvergütung durch eine variable Vergütung ist derzeit nicht vorgesehen. Die Bezüge sind aufgrund der o. g. Sachverhalte transparent. Eine gesonderte Offenlegung ist deshalb nicht notwendig.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind aufgefordert, Interessenskonflikte zu vermeiden und gegebenenfalls den Aufsichtsratsvorsitzenden über Interessenskonflikte zu informieren.
Transparenz
Die Gesellschaft erfüllt die gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf ihre Veröffentlichungspflichten, insbesondere die Mitteilungen nach dem WpHG und versucht, durch die unverzügliche Veröffentlichung sämtlicher, kapitalmarktrelevanten Informationen eine Gleichbehandlung aller Aktionäre zu erreichen.
Darüber hinaus wird grundsätzlich über wesentliche Transaktionen in Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstand, Aufsichtsratsmitglieder oder sonstigen Personen mit Führungsaufgaben sowie mit ihnen in einer engen Beziehung stehenden Personen berichtet. Nach den Erkenntnissen der Gesellschaft war eine Berichterstattung im Geschäftsjahr 2005 nicht geboten.
Ebenso wird über die Besitzverhältnisse an Aktien von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern berichtet, sofern die Schwelle von 1% überschritten wird. Nach den Erkenntnissen der Gesellschaft halten keine Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsrates direkt Aktien der Gesellschaft. Da die Argon Finance AG, Wiesbaden, jedoch im Sinne des Corporate Governance Kodex als nahe stehende Person zu Herrn Egbert Becker zu werten ist, werden demzufolge mittelbar 15,7 % der Anteile von einem Aufsichtsratsmitglied gehalten.
Sämtliche o. g. Angaben sind über die Homepage der Gesellschaft und soweit gesetzlich oder satzungsmäßig vorgeschrieben in den jeweiligen Pflichtblättern veröffentlicht. Alle wesentlichen Termine der Gesellschaft werden im Unternehmenskalender auf der Homepage bekannt gegeben.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Rechnungslegung
Die Gesellschaft bilanziert seit dem Geschäftsjahr 2005 auf Konzernebene nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens wird nach dem deutschen Handelsgesetzbuch aufgestellt.
Der testierte Jahresabschluss (vorläufig) der CPU sowie der testierten Konzernabschluss (vorläufig) werden zum 31. März jedes Jahres auf der Homepage der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht; die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr werden in der Regel zur Hauptversammlung, Ende August, auf der Homepage der Gesellschaft eingestellt.
Die CPU hat im Jahr 2001 das bis dahin bestehende Aktienoptionsprogramm geändert und fortgeführt. Insgesamt wurden 142.347 Optionen gezeichnet. Davon entfallen 1.000 Stück auf den Vorstand der CPU. Die Ausübungspreise liegen bei 2,04 bzw. 1,05 Euro. Das Optionsprogramm war bis zum 31.12.2005 befristet und wurde nicht verlängert. Bis zum 31. Dezember 2005 waren 89.315 Optionen erloschen. Weitere Angaben finden sich auf Seite 69 im Geschäftsbericht der Gesellschaft bei "Aktienorientierte Vergütung".
Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung vom 23. August 2005 hat die BDO Deutsche Warentreuhand AG, Hamburg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2005 gewählt. Die BDO hat uns bestätigt, dass sämtliche Anforderungen des Corporate Governance Kodex zur Unabhängigkeit des Abschlussprüfers beachtet werden.
Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrates zur Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung unterrichtet.
München / Augsburg, im Juni 2006
Andreas Witte Manfred W. Köhler
Für den Aufsichtsrat der Vorstand der CPU Softwarehouse AG CPU Softwarehouse AG
Konzernanhang der CPU Softwarehouse AG, Augsburg
I. Allgemeine Grundsätze
Grundlagen der Rechnungslegung
Die CPU Softwarehouse AG (die "Gesellschaft" oder "CPU"), Augsburg, Deutschland wurde am 16. November 1982 gegründet. Seit 11. November 2002 ist sie am Geregelten Markt in Frankfurt gelistet.
Die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen entwickeln und vertreiben Software und realisieren Softwareprojekte für das Aktiv- und Passivgeschäft von Banken.
Die CPU Softwarehouse AG ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Augsburg. Sie ist in den Geschäftsbereichen Softwareentwicklung, -Lizenzierung, -Wartung sowie IT-Dienstleistungen tätig.
Die CPU Softwarehouse AG ist als Mutterunternehmen nach §290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Als börsennotiertes Unternehmen ist die Gesellschaft nach §315a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen.
Der Konzernabschluss zum 31.12.2005 der CPU Softwarehouse AG, Augsburg, ist erstmals pflichtgemäß nach der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 vom 19.Juli 2002, in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) – den International Financial Reporting Standards (IFRS) – aufgestellt. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2005 anzuwendenden IAS, IFRS und entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC – vormals SIC) beachtet.
Der Konzernabschluss der CPU Softwarehouse AG wird – soweit nichts anders angegeben – in TEUR dargestellt.
Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss enthält die Jahresabschlüsse der CPU Softwarehouse AG und ihrer Tochterunternehmen.
Beteiligungen an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 20%, aber nicht mehr als 50% der Anteile hält und auf die sie einen wesentlichen Einfluss ausübt, werden "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Beteiligungen dieser Art bestanden zu den Stichtagen nicht. Unternehmen, auf die die Gesellschaft keinen wesentlichen Einfluss ausübt, wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Gesellschaften, auf die die CPU keinen Einfluss nehmen kann, werden nicht in die Konsolidierung einbezogen.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2004 durch die Erstkonsolidierung der Gesellschaft FINSys AG, St. Gallen, Schweiz und der FINSys Software GmbH, München, Deutschland, beide tätig im Bereich Controlling, verändert. Diese Gesellschaften wurden am 25. Mai 2005 mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von 250 TCHF und 25 TEUR erworben und konsolidiert. Die im Vorjahr vollkonsolidierte CoreView GmbH, Augsburg, wurde im Geschäftsjahr 2004 auf die CPU verschmolzen. Die Mehrheitsbeteiligung an der inexsys AG, Zürich, haben wir durch mehrere unterjährige Aktienkäufe um 1,34% auf 86,03% aufgestockt. Weitere Änderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem 31. Dezember 2004 haben sich nicht ergeben.
Alle operativ tätigen oder wesentlichen Tochterunternehmen, die von der CPU Softwarehouse AG gemäß IAS 27 direkt oder indirekt beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis umfasst vier inländische und zwei ausländische Tochterunternehmen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Augsburg unter der Nummer HRB 2005 hinterlegt.
| Konsoldierte Unternehmen | Anteilsbesitz % |
|---|---|
| a) inländische Gesellschaften | |
| CPUsoftware Lab GmbH & Co. KG, Augsburg | 100% |
| ISMC Information System Management & Consulting GmbH, Waldbronn | 100% |
| inexsys GmbH & Co. KG, Augsburg | 100% |
| FINSys Software GmbH, München | 100% |
| b) ausländische Gesellschaften | |
| inexsys AG, Zürich | 86,03% |
| FINSys AG, St. Gallen | 100% |
| Nicht konsolidierte Untenehmen | |
| a) inländische Gesellschaften | |
| CPU Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | 100% |
| inexsys Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | 100% |
| T&R Gesellschaft für DV Organisation und Beratung mbH & Co. KG, Augsburg | 100% |
| b) ausländische Gesellschaften | |
| ISMC AG, Zürich | 100% |
| CPU Softwarehouse s.r.o. i.L., Prag | 100% |
Akquisitionen
Im Geschäftsjahr 2005 wurde die FINSys AG, St. Gallen, erworben. Die FINSys wurde im Wege der Sacheinlage in die CPU Softwarehouse AG, Augsburg, eingebracht. Die Sacheinlage wurde am 25. Mai 2005 in das Handelsregister eingetragen.
Die FINSys ist im gleichen Zielmarkt wie der CPU Konzern tätig. Sie bietet produktorientierte Dienstleistungen für den Bereich Bankcontrolling und teilweise auch in der Gesamtbanksteuerung an.
Der Kaufpreis betrug 1.931.496 Euro für 100% der Anteile an der erworbenen Gesellschaft. Der Kaufpreis wurde vollständig gegen die Ausgabe von 1.931.496 Stück auf den Inhaberlautenden Stückaktien bezahlt. Nebenkosten im Zusammenhang mit der Akquisition, insbesondere Vermittlungsprovisionen, Due-Diligence-Kosten und Kosten der Rechtsberatung fielen in Höhe von 187.917,47 Euro an.
Die Bewertung der Aktien erfolgte nicht zu dem am Stichtag gültigen Börsenkurs von 0,78 Euro je Aktie, sondern zu einem Wert von einem Euro je Aktie. Da in dieser Zeit nur eine geringe Liquidität in dem Papier der CPU vorhanden war und relativ kleinere Stückzahlen wesentlichen Einfluss auf den Tageskurs haben konnten, wurde deshalb der Preis pro Aktie in Höhe von einem Euro der Transaktion zugrunde gelegt. Unter anderem sind auch fremde Dritte bereit gewesen, einen Preis über dem Börsenkurs zu bezahlen; im Juni konnte bei der sich anschließende Barkapitalerhöhung ebenfalls ein (Mindest-) Preis von einem Euro je Aktie erzielt werden.
Mit dem Erwerb der FINSys AG bieten sich eine Reihe von möglichen Synergien mit anderen Konzerngesellschaften, insbesondere in der Markterschließung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Darüber hinaus besteht durch eine Integration in den Konzernverbund nicht nur die Möglichkeit zur Realisierung von Kosten- und Kapazitätsoptimierung im Personalbereich, sondern auch die Möglichkeit zur Nutzung des vorhandenen Know-hows der Leistungsträger und deren persönlichen Kundenbeziehungen. Deshalb war der Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes geboten. Eine Ansatzmöglichkeit von anderen, immateriellen Vermögenswerten, die die Vorschriften der IFRS 3.45 und 3.46 erfüllen, war nicht gegeben. Die Buchwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden nach IFRS des erworbenen Unternehmens vor dem Zusammenschluss wurden deshalb mit Ausnahme eines Geschäfts- und Firmenwertes unverändert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt.
Die FINSys ist im Konzernabschluss bei einem konsolidierten Umsatz von 996 TEUR mit einem Ergebnisbeitrag von minus 481 TEUR enthalten. Bei einer Konsolidierung zum 01.01.2005 hätte bei Umsätzen von 1.490 TEUR das Ergebnis minus 909 TEUR betragen.
Konsolidierungsgrundsatz
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen, den IFRS entsprechenden Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätzen, auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2005) aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden zum Erwerbszeitpunkt die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses verteilt, indem die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zu ihren, zu diesem Zeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerten angesetzt werden. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung bestimmt sind, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Der Firmenwert wird zum Erwerbszeitpunkt zu seinen Anschaffungskosten angesetzt und bewertet, der sich als der Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den nach IFRS angesetzten Anteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden darstellt.
Die Erstkonsolidierung der vor dem 31. Dezember 2003 erstkonsolidierten Gesellschaften wurde auf Basis der Neubewertungsmethode nach §301 Abs. 1 Nr. 2 HGB durchgeführt. Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaften mit den Anschaffungs-/Gründungskosten verrechnet. Für die Erstkonsolidierung, ab dem Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS-Bilanzierung, dem 1. Januar 2004, wurden die Regelungen des IFRS 3 angewandt. Die Folgekonsolidierungen wurden aus der Erstkonsolidierung abgeleitet.
Die Gesellschaft behält gemäß dem Wahlrecht des IFRS 1.15 die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach HGB und die sich daraus zum Zeitpunkt der Umstellung auf neue IFRS Rechnungslegung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte bei.
Die zuvor nach handelsrechtlicher Bilanzierung aktivierten Firmenwerte waren zum Transformationszeitpunkt von HGB auf IFRS bereits voll abgeschrieben. Die Bewertung der zum bzw. nach dem Übergangszeitpunkt entstandenen Firmenwerte erfolgte für das Geschäftsjahr 2005, das Vorjahr und den Übergangszeitpunkt nach den Regelungen des IAS 36. Danach wird die Werthaltigkeit des Firmenwertes einmal jährlich durch einen Impairmenttest überprüft und bei tatsächlichem Wertverlust abgeschrieben.
Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von dem auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteil ausgewiesen.
Währungsumrechnung
Die funktionale Währung der Geschäftstätigkeiten der Gesellschaften außerhalb Deutschlands ist die Währung des jeweiligen Landes. Da die Gesellschaften der CPU Softwarehouse AG ihre Geschäfte selbständig betreiben, sind sie als ausländische Geschäftsbetriebe im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Entsprechend werden alle Vermögenswerte und Schulden außerhalb Deutschlands unter Verwendung des Stichtagskurses am Jahresende in Euro umgerechnet. Umsätze und Aufwendungen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Kumulierte Umrechnungsgewinne und –verluste werden als separate Eigenkapitalkomponente ausgewiesen. Währungsgewinne und –verluste aus laufenden Geschäftsvorfällen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Das jeweilige Eigenkapital der Tochtergesellschaften wird zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und ist in der Spalte Währungsrumrechnung des Eigenkapitalspiegels enthalten.
Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in den GuV-Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.
Im Anlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Spalte als Kursdifferenz gezeigt. Die Darstellung des Rückstellungsspiegels erfolgt analog dem Anlagenspiegel.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zum Euro gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:
| Stichtagskurs (1 EUR) | 31.12.2005 | 31.12.2004 | Veränderung derFremdwährung in % |
|---|---|---|---|
| Schweizer Franken | 1,5551 | 1,5429 | 0,79% |
| Durchschnittskurs (1 EUR) | 2005 | 2004 | Veränderung derFremdwährung in % |
| Schweizer Franken | 1,5483 | 1,5441 | 0,27% |
Verwendung von Schätzwerten
Die Aufstellung von Jahresabschlüssen in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsgemäßer Rechnungslegung erfordert Prognosen und Annahmen durch die Geschäftsführung der Gesellschaft, die die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, den Ausweis von schwebenden Vermögenswerten und Schulden zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses sowie die ausgewiesenen Umsatzerlöse und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen. Dies betrifft insbesondere die Höhe der Pensionsverpflichtungen, der sonstigen Rückstellungen, sowie die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Prognosen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanz erfolgswirksam geändert.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt Umsätze aus der Lizenzierung von Software, deren Anpassung sowie Dienstleistungen und aus Wartungsverträgen.
Umsatz aus Lizenzverträgen wird gebucht, wenn ein unwiderruflicher Lizenzvertrag unterschrieben wurde, das Softwareprodukt geliefert wurde, keine Unsicherheit bezüglich der Annahme des Produktes besteht, die Lizenzgebühr feststeht und der Zahlungseingang als wahrscheinlich angesehen wird.
Umsatzerlöse und Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen, sowie Werkleistung- und Werklieferverträgen bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden gemäß IAS 11 bzw. IAS 18 entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage of Completion Method "PoC"), wenn die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der CPU Softwarehouse AG zufließen wird, und die für das Geschäft angefallenen Kosten sowie die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich ermittelt werden können. Hierbei wird der Fertigstellungsgrad ermittelt, indem die angefallenen Kosten in das Verhältnis zu den geplanten Gesamtkosten gesetzt werden ("cost-to-cost").
Umsätze aus Wartungsverträgen werden gleichmäßig über die Laufzeit des Vertrages realisiert.
Dienstleistungsverträge, bei denen eine Abrechnung auf Basis der geleisteten Stunden erfolgt, werden in Abhängigkeit der erbrachten Leistungen realisiert.
Bei kleineren Aufträgen wird die Completed-Contract-Methode (CC-Methode) angewandt, soweit sichergestellt ist, dass dadurch die sachgerechte Darstellung der Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt wird. Daneben wird die CC-Methode bei einzelnen Aufträgen angewandt, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrags anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können.
Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Abwertung beziehungsweise Rückstellungen gedeckt. Sie werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt.
Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.
Herstellungskosten des Umsatzes
Die Herstellungskosten umfassen Produktionsbezogene Vollkosten auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten den Aufträgen direkt zurechenbare Einzelkosten sowie fixe bzw. variable Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungsoder Herstellungskosten aktiviert.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht, und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein. Diese Voraussetzungen sind wie in den Vorjahren nicht gegeben. Deshalb werden neben den Forschungs- auch die Entwicklungskosten sofort aufwandswirksam erfasst. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Position ausgewiesen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Liquide Mittel werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Die liquiden Mittel umfassen Bargeldbestände und Bankeinlagen mit einer Fälligkeit von weniger als drei Monaten zum Zeitpunkt der Anlage.
Wertpapiere
Wertpapiere werden mit Marktpreisen bewertet, sofern diese verfügbar sind. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren, die zum Zweck des Eigenhandels zur kurzfristigen Veräußerung bestimmt sind (Handelsbestand oder "trading"-Papiere), werden ergebniswirksam erfasst. Trading-Papiere sind zu den Bilanzstichtagen nicht vorhanden. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus allen anderen zu Marktpreisen bewerteten Wertpapieren (Anlagebestand oder "available-for-sale"-Papiere) werden, unter Berücksichtigung von Steuern, als Bestandteil des Kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) ausgewiesen.
Unfertige Leistungen
Unter den unfertigen Leistungen werden diejenigen Fertigungsaufträge ausgewiesen, die gemäß der Completed-Contract-Methode nur in Höhe der bisher angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten bewertet wurden.
Die Auftragskosten enthalten neben den Einzelkosten, den angemessenen Teil der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Forderungen aus Lieferung und Leistung
Die Forderungen aus Lieferung und Leistung werden zum Zeitwert der Realisation des Umsatzes ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen bewertet.
Forderungen aus der Vergabe von Softwarelizenzen werden erst dann bilanziert, wenn ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechte verstrichen sind und die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde.
Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht Einzelabwertungen wegen Ausfallrisiken erforderlich waren. Des Weiteren sind grundsätzlich auch die noch nicht fakturierten Leistungen enthalten, die entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad realisiert werden. Nicht fakturierte Leistungen bestanden zu beiden Bilanzstichtagen nicht.
Sonstige Vermögenswerte
Die Bewertung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Abwertungen auf den jeweiligen beizulegenden Zeitwert werden vorgenommen.
Firmenwert
Firmenwerte aus der Konsolidierung werden gem. IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen einem jährlichen Impairmentest.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und jeweils über eine Nutzungsdauer von vier Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer wie Geschäfts- oder Firmenwert, werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen aus dem jährlich durchgeführten Impairmenttest bewertet.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear.
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
Sobald Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen vorliegen, werden erfolgswirksame Abschreibungen vorgenommen.
Wertminderungen werden innerhalb der Kosten des jeweiligen Funktionsbereichs bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Finanzanlagen
Finanzanlagen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung, wird den Vorgaben des IAS 39 folgend, ggf. ein niedriger beizulegenden Zeitwert ermittelt und dieser angesetzt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für Bewertungsunterschiede zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und dem Konzernabschluss gebildet. Ferner wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden gebildet, wenn es nicht hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein Steuervorteil realisiert werden wird.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, soweit eine gegenwärtige, aus einem vergangenen Ereignis resultierende, rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schätzungen.
Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, erfolgt der Ansatz zum Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected unit credit method) unter Berücksichtigung künftiger Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen werden zum Fair Value bewertet und mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Die versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005G bzw. 1998 nach Dr. Klaus Heubeck.
III. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Umsätze verteilen sich wie folgt:
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Produktbezogenes Projektgeschäft | 3.158 | 2.329 |
| Dienstleistungen | 1.760 | 1.076 |
| Miete und Wartung | 1.496 | 1.098 |
| Summe | 6.414 | 4.503 |
Die Umsatzerlöse aus dem Produktbezogenen Projektgeschäft spiegeln die Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen wider.
(2) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Jahr 2005 im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 435 TEUR (Vorjahr: 490 TEUR) und der Realisierung von Kursgewinnen in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr: 172 TEUR) enthalten.
(3) Materialaufwand
Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 962 TEUR (Vorjahr: 548 TEUR) und betrifft im Wesentlichen bezogene Leistungen.
(4) Personalaufwand
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Löhne und GehälterSoziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und | 3.361 | 2.981 |
| Unterstützung | 646 | 616 |
| (- davon für Altersversorgung) | (253) | (227) |
| Summe | 4.007 | 3.597 |
(5) Ertragsteuern
Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Konzerns wie folgt:
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Inland | -10 | -1 |
| Laufende Steuern Ausland | 0 | 0 |
| -10 | -1 | |
| Latente Steuern Inland | 0 | 0 |
| Latente Steuern Ausland | 0 | 0 |
| 0 | 0 | |
| Summe | -10 | -1 |
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses in den einzelnen Ländern zu erwarteten Realisierungszeitpunkten gelten. In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent. Unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuerhebesatzes von 455 bzw. 490 Prozent (Vorjahr: 470 Prozent) sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ermittelt sich für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 40,02 bzw. 40,86 Prozent (Vorjahr: 40,38 Prozent). Der Steuersatz im Ausland beträgt 21,29 Prozent (Vorjahr: 21,29 Prozent).
Der ausgewiesene Aufwand aus Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2005 in Höhe von -10 TEUR (Vorjahr: -1 TEUR) ist um 102 TEUR höher als der erwartete Ertrag aus Ertragsteuern in Höhe von 92 TEUR (Vorjahr: 166 TEUR), der sich bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 40,02 Prozent (Vorjahr: 40,38 Prozent) auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Ertrag aus Ertragsteuern ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -228 | -412 |
| Erwartete Ertragsteuererstattung | 92 | 166 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 1 | -51 |
| Steuerminderungen (+)/Steuermehrungen (-) aufgrund steuerfreier | ||
| Erträge bzw. steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -170 | 45 |
| Auswirkung von Steuersatzänderungen | -375 | 0 |
| Auswirkung aufgrund Konsolidierungskreisänderungen | 149 | 0 |
| Anpassung Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 301 | -162 |
| Ausländische Quellensteuern | 0 | -1 |
| Sonstige Abweichungen | -8 | 2 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -10 | -1 |
(6) Zinserträge
Die Zinserträge belaufen sich auf 16 TEUR (Vorjahr: 138 TEUR). Davon betreffen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) verbundene Unternehmen.
(7) Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen des Konzerns betragen 69 TEUR (Vorjahr: 136 TEUR). Davon wurden 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen aufgebracht.
(8) Ergebnis je Aktie
Die folgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Verlustes pro Aktie für das Geschäftsjahr bis zum 31.Dezember 2005 (in Tausend außer den pro Aktie-Beträgen):
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Nettoverlust (der Stammaktionäre des Mutterunternehmens) | -221 | -329 |
| Nettogewinn/ -verlust ohne Firmenwertabschreibungen | 127 | -329 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien | 9.554 | 8.176 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien(inkl. potentieller Aktienoptionen) | 9.607 | 8.244 |
| Ergebnis pro Aktie | -0,02 | -0,04 |
| Ergebnis pro Aktie (ohne Firmenwertabschreibung) | 0,01 | -0,04 |
| Verwässerter Ergebnis pro Aktie | n.a. | n.a. |
| Verwässerter Ergebnis pro Aktie (ohneFirmenwertabschreibungen) | n.a. | n.a. |
Da aufgrund der Ausübungshürden der Aktienoptionspläne derzeit nicht mit der Ausgabe neuer Aktien gerechnet wird, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz
(9) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Diese Position umfassen neben Bargeldbeständen und Bankeinlagen mit einer Fälligkeit von weniger als drei Monaten zum Zeitpunkt der Anlage, auch äußerst liquide Geldmarktfonds.
(10) Forderungen und sonstige Vermögenswerte
| 2005TEUR | Davon Rest-laufzeit überein JahrTEUR | 2004TEUR | Davon Restlaufzeit überein JahrTEUR | |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen undLeistungen | 824 | 0 | 655 | 0 |
| Forderungen gegen verbundeneUnternehmen | 1 | 0 | 1 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 272 | 0 | 362 | 179 |
| 1.097 | 0 | 1.018 | 179 |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden alle erkennbaren Risiken für die Uneinbringlichkeit durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen, bei denen die Uneinbringlichkeit feststeht, werden abgeschrieben. Die Gesellschaft bildet Wertberichtigungen grundsätzlich nach dem Prinzip der Einzelbewertung. Hierbei erfolgt die Bewertung unter Berücksichtigung der aktuell verfügbaren Informationen, Erfahrungswerte und Einschätzung des Managements. Im Geschäftsjahr wurden Einzelabwertungen in Höhe von 65 TEUR erfasst.
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verrechnungskonten. Es bestehen Wertberichtigungen in Höhe von 5.907 TEUR (Vorjahr: 6.499 TEUR).
Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung, Forderungen aus Mietkautionen und gegen Sozialversicherungsträger. Erkennbare Risiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr wurden 7 TEUR Währungsumrechungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst.
(11) Unfertige Leistungen
Unter den unfertigen Leistungen sind Fertigungsaufträge ausgewiesen, die gemäß der Completed-Contract-Methode bewertete wurden. Der Betrag umfasst ausschließlich die bisher angefallenen und aktivierungsfähigen Kosten, wovon 237 TEUR auf das Geschäftsjahr entfallen. Gewinne wurden nicht realisiert.
(12) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
In dem kurzfristigen Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen enthalten, die Aufwand für das nächste Geschäftsjahr darstellen. Die langfristigen Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stellen Aufwand für den Zeitraum Januar 2007 bis Februar 2008 dar.
(13) Firmenwert
Die Firmenwerte betragen insgesamt 2.119 TEUR. Davon entfallen 1.986 TEUR auf das Segment Controlling und 133 TEUR auf das Segment Anlagegeschäft.
Die Werthaltigkeit der Firmenwerte ist mindestens ein Mal jährlich im Rahmen eines Impairmenttest zu überprüfen. Hierbei werden die Buchwerte der Segmente (Cash-Generating Units), denen ein Firmenwert zugeordnet ist, mit den jeweiligen Nutzungswerten verglichen. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der Nutzungswert kleiner ist als der Buchwert einschließlich des zugeordneten Firmenwertes.
Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgt anhand eines Unternehmensbewertungsmodells auf Basis der Discounted–Cashflow-Methode. Dabei werden unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen für jedes Segment die erwarteten Cashflows auf Basis der genehmigten Budgets für einen Drei-Jahres-Zeitraum fortgeschrieben und ab dem vierten Jahr unter der Annahme einer einprozentigen Wachstumssteigerung geplant.
Die Abzinsung der Cashflows erfolgt mit Diskontierungssätzen in Abhängigkeit von den jeweilig erwarteten Markt- Produkt und Unternehmensentwicklungen zwischen 11% und 14%.
Die auf Ebene der Cash-Generation Unit durchgeführten Impairmenttests führten im Segment Controlling zu einer Wertminderung des ursprünglichen Firmenwertes von 2.334 TEUR auf 1.986 TEUR. Die Firmenwertabschreibung betrug damit 348 TEUR. Für das Segment Anlagegeschäft ergab sich hingegen keine außerplanmäßige Abschreibung.
(14) Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen erworbene Software, die über 4 Jahre linear abgeschrieben wird.
(15) Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen EDV-Hardware, Fahrzeuge und Büroausstattung. Die Nutzungsdauer der Sachanlagegüter beträgt zwischen vier und zehn Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear.
(16) Finanzanlagen
Die Finanzanlagen beinhalten im Geschäftsjahr die Darlehen an Mitarbeiter bzw. ausgeschiedenen Mitarbeitern. Im Vorjahr waren darüber hinaus Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen enthalten.
(17) Aktive und passive latente Steuern
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern, die nach der Verbindlichkeitenmethode ermittelt wurden, für die einzelnen Bilanzpositionen ergibt sich aus nachfolgender Aufstellung:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 |
| Wertpapiere | 0 | 37 | 0 | 0 |
| Unfertige Leistungen | 0 | 11 | 0 | 0 |
| Umlaufvermögen | 55 | 57 | 0 | 0 |
| Steuerliche Geschäfts- und Firmen-wert aus Ergänzungsbilanzen | 7.572 | 8.425 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 26 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 12 | 0 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 35.785 | 34.185 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 69 | 20 | 4 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 59 | 97 | 0 | 0 |
| Summe | 43.566 | 42.832 | 16 | 0 |
| Saldierung | -16 | 0 | -16 | 0 |
| Abwertung | -43.550 | -42.832 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die aktiven latenten Steuern aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 7.572 TEUR (Vorjahr 8.425 TEUR) betreffen ausschließlich Firmenwerte aus Ergänzungsbilanzen, die steuerlich auf 15 Jahre abgeschrieben werden.
Eine Abwertung auf aktive latente Steuern wird vorgenommen, wenn die Realisierbarkeit nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung dieser Abwertung werden alle positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmenden Einschätzungen können in Abhängigkeit von künftigen Entwicklungen Änderungen unterliegen.
Der von der Gesellschaft errechnete, in Deutschland unbegrenzt vortragsfähige körperschaftsteuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2005 beträgt ca. 88.258 TEUR (Vorjahr: 85.751 TEUR), der gewerbesteuerliche Verlustvortrag zum 31. Dezember 2005 beläuft sich auf ca. 79.737 TEUR (Vorjahr: 78.457 TEUR). Für die Schweiz ermittelte die Gesellschaft einen auf sieben Jahren begrenzt vortragsfähigen Verlust für die Bundessteuern sowie für die Staats- u. Gemeindesteuern mit ca. 2.950 TEUR (Vorjahr: 2.708 TEUR).
(18) Verbindlichkeiten
| in TEUR | Gesamtbetrag | bis zu1 Jahr | Zwischen1 und 5 Jahren | Größer5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 96 | 96 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (1.140) | (1.044) | (96) | (0) |
| Erhaltene Anzahlungen | 1.190 | 1.190 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferungen und Leistungen | 363 | 363 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (269) | (269) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | 4 | 4 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (41) | (41) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 344 | 344 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (321) | (221) | (100) | (0) |
| Summe | 1.997 | 1.997 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (1.771) | (1.575) | (196) | (0) |
Es besteht ein kurzfristiges Bankdarlehen in Höhe von 96 TEUR (Vj. 1.140 TEUR), welches seit dem Jahr 1999 jährlich mit 96 TEUR über acht Jahre getilgt wird. Das Darlehen wird mit einem festen Zins von 5,0% p.a. verzinst und ist am 30.09.2006 fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Forderungsabtretung besichert.
Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen für Kundenprojekte.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sie umfassen eine Vielzahl von Einzelposten. Sie enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Umsatz- und Lohnsteuer, sowie Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen und die Entschädigungsansprüche aus der Auflösung eines Mietvertrages, welche im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr und einem Tag hatten.
(19) Rückstellungen
Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um fixe Pensionszusagen an einen Personenkreis in Deutschland. Bei den zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden Zusagen handelt es sich ausschließlich um Zusagen an bereits ausgeschiedene Organmitglieder der Gesellschaft.
Diese leistungsorientierten Zusagen sind durch Rückdeckungs-Lebensversicherungen abgesichert, die den Rückstellungsbetrag teilweise abdecken. Der Teil der Rückdeckungsversicherungen, der zu Gunsten der Pensionsberechtigten verpfändet ist, wird hier aufgeführt und vermindert den Rückstellungsbetrag.
Parameter
| in % | Inländische Pläne | ||
|---|---|---|---|
| 2005 | 2004 | ||
| Rechnungszins | 4,5 | 4,5 | |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 4,2 | 4,2 | |
| Rentensteigerungsrate | 1,5 | 1,5 - 2,0 |
Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Fondsvermögens stellen sich wie folgt dar:
Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes
| Inländische Pensionspläne | ||
|---|---|---|
| In TEUR | 2005 | 2004 |
| Anwartschaftsbarwert 01.01. | 833 | 938 |
| Zugang zum Konsolidierungskreis | 39 | 0 |
| Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Zinsaufwand | 16 | 36 |
| Auswirkungen von Kürzungen oder AbgeltungenVersicherungsmathematische Gewinne (-)/ | -279 | -25 |
| Verluste (+) | 22 | 113 |
| Abfindung von Pensionsansprüchen | -235 | -229 |
| Anwartschaftsbarwert 31.12. | 396 | 833 |
Veränderungen des Planvermögens
| Inländische Pensionspläne | ||
|---|---|---|
| In TEUR | 2005 | 2004 |
| Planvermögen zum Zeitwert 01.01. | 167 | 375 |
| Erträge des Planvermögens | 7 | 6 |
| Beiträge durch die Arbeitgeber | 15 | 15 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/ Verluste (-) | -1 | 0 |
| Abfindungen von Pensionsansprüche | -229 | |
| Planvermögen zum Zeitwert 31.12. | 188 | 167 |
| Rückstellungen für Pensionen | 208 | 666 |
Die Versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden jährlich in voller Höhe ergebniswirksam erfasst.
Die Anwartschaftsbarwerte sind durch Rückdeckungs-Lebensversicherungen gedeckt. Die Höhe der Rückdeckung ergibt sich aus dem oben angeführten Wert des Planvermögens. Zum 31.12.2004 bestand darüber hinaus eine nicht verpfändete Rückdeckungs-Lebensversicherung in Höhe von 179 TEUR, die unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen ist.
Die erwarteten Beiträge des Konzerns an das Planvermögen für das Geschäftsjahr 2006 betragen 15 TEUR.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand und Ertrag bezüglich der Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Zinsaufwand | 16 | 36 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / | ||
| Verluste (+) | 21 | 113 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | -7 | -6 |
| Abfindungen, Übertragungen und Kürzungen | -279 | -25 |
| Summe | -249 | 118 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Aufwand, soweit er nicht Zinsaufwand betraf, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. Die Erträge wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
(20) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Vorauszahlungen von Kunden im Zusammenhang mit Erlösen aus Wartungsverträgen. Die Auflösung der Abgrenzung und Ertragserfassung erfolgt in der Periode, in der die Leistung erbracht wird.
(21) Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 10.527.310 Euro und ist in 10.527.310 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
Zum 31. Dezember 2005 sind 10.527.310 Stück (Vorjahr: 8.175.814 Stück) Aktien ausgegeben. Davon befinden sich 10.527.310 Stück (Vorjahr: 8.175.814 Stück) im Umlauf.
Der Vorstand wurde mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. August 2000 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. August 2005 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu Euro 4.087.907 zur erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Der Vorstand wurde darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen
- (a) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt Euro 817.581, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz);
- (b) für einen Anteil am Genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt Euro 4.087.907, sofern die neuen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben, und sofern der Erwerb des Unternehmers oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital zu ändern.
Die Ermächtigung ist am 23. August 2005 ausgelaufen*.*
Der Vorstand der CPU hat am 25. April 2005 mit einem Teilbetrag von Euro 1.931.496 von der Ermächtigung gemäß §4 Absatz 3 der Satzung teilweise Gebrauch gemacht und beschlossen, das Grundkapital gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von Euro 8.175.814 um insgesamt Euro 1.931.496 auf Euro 10.107.310 durch Ausgabe von insgesamt 1.931.496 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen.
Des Weiteren hat der Vorstand der CPU am 25. Mai 2005 mit einem Teilbetrag von Euro 2.021.462 von der Ermächtigung gemäß §4 Absatz 3 der Satzung teilweise Gebrauch gemacht und beschlossen, das Grundkapital gegen Bareinlage unter Einräumung eines mittelbaren Bezugsrechtes um insgesamt Euro 2.021.462 auf bis zu Euro 12.128.772 durch Ausgabe von bis zu 2.021.462 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen und den Aktionären die Aktien zum Bezug anzubieten. Insgesamt wurden 420.000 Stück aus der Barkapitalerhöhung gezeichnet.
Der Aufsichtsrat hat am 25. April 2005 bzw. am 30. Mai 2005 den Beschlüssen des Vorstands zugestimmt.
Die vorstehenden Beschlüsse wurden am 25.05.2005 bzw. am 23.06.2005 in das Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg eingetragen.
Das Grundkapital ist um bis zu Euro 500.000 durch Ausgabe von bis zu Stück 500.000 Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten an Mitarbeiter der Gesellschaft (einschließlich leitender Angestellter) und Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. April 1999. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten von ihrem Recht Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung des bedingten Kapitalerhöhung festzulegen, es sei denn, es sollen Optionsrechte an Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden; in diesem Fall legt der Aufsichtsrat die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung fest.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Die Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von 187.917,47 Euro sind in den Kapitalrücklagen enthalten.
(22) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
In den Finanzmittelfonds (2.068 TEUR) ist die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten. In dieser Position sind außer Bargeldbeständen und Bankeinlagen ausschließlich kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur geringen Kursschwankungen unterliegen, ausgewiesen. Hiervon sind 1.724 TEUR frei verfügbar.
Der Kaufpreis für die im Geschäftsjahr erworbene FINSys AG, St. Gallen und Ihrer Tochtergesellschaft betrug 1.931 TEUR und wurde durch Ausgabe von Aktien bezahlt. Diese nicht zahlungswirksame Transaktion ist nicht in der Kapitalflussrechnung enthalten. Der Abfluss an Liquiden Mitteln bezüglich der Anschaffungsnebenkosten (u. a. Aufwendungen für Due-Diligence FINSys) in Höhe von 184 TEUR ist im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. In den Investitionen ist ein Zugang an Liquiden Mitteln in Höhe von 314 TEUR aus dem Erwerb der FINSys AG enthalten. Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt betrugen die Vermögenswerte und Schulden der Erworbenen Tochtergesellschaften 94 TEUR Anlagevermögen, 800 TEUR Umlaufvermögen und 1.443 TEUR Rückstellungen und Verbindlichkeiten.
V. Erläuterung zur Segmentberichterstattung
Der Vorstand der Gesellschaft verwendet die Segment-Umsatzinformation zur Analyse der Geschäftstätigkeit und zur Beschlussfassung hinsichtlich Ressourceneinsatz und Erschließung neuer Geschäftsfelder. Die Bewertungsgrundsätze sind identisch mit den in den aufgeführten Anhangsangaben beschriebenen Grundsätzen. Die Segmentberichterstattung ist nach IAS 14 (Segment Reporting) aufgestellt.
Die Gesellschaft war im Wesentlichen in folgenden Berichtssegmenten tätig:
Holding, Kreditgeschäft, Projektgeschäft und Anlagegeschäft und im Geschäftsjahr 2005 ist durch den Erwerb der FINSys AG erstmalig das Segment "Controlling" hinzugekommen.
Die in der Konsolidierungsspalte gezeigten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr 732 TEUR) betreffen die vom Holding-Segment an das Segment Kredit durchgereichten Umsätze. Die Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgten zu marktüblichen Konditionen.
Das Vermögen entspricht der konsolidierten Bilanzsumme der Unternehmensbereiche. Die Schulden ergeben sich aus dem Vermögen abzüglich des Eigenkapitals. Die Anlagenzugänge beinhalten die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Bezüglich der geographischen Verteilung der Segmente ist zu bemerken, dass die Segmente Holding, Kredit und Projekt in Deutschland ansässig sind und ihre Umsätze im Wesentlichen in Deutschland tätigen. Die Segmente Anlage und Controlling sind in der Schweiz ansässig und tätigen Ihre Umsätze im Wesentlichen in Österreich und der Schweiz.
Das Segment Controlling enthält ausschließlich die Werte der am 25.05.2005 neu erworbene FINSys ab der Erstkonsolidierung. Für das gesamt Jahr 2005 würde sich ein Segmentumsatz in Höhe von 1.490 TEUR und ein Segmentfehlbetrag in Höhe von 561 TEUR (incl. der Firmenwertabschreibung in Höhe von 348 TEUR betrüge der Segmentfehlbetrag 909 TEUR) ergeben. Für den Gesamtkonzern ergäbe sich hieraus ein Umsatz von 6.908 TEUR und ein Jahresfehlbetrag vor Minderheiten in Höhe von 666 TEUR.
Die Darstellung erfolgt vor pauschalen Verwaltungskostenumlagen.
Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2005
| in TEUR | Holding | Kredit | Anlage | Projekt | Konsolidierung | Konzernalt | Controlling | Konzernneu |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 553 | 2.269 | 1.759 | 1.390 | -553 | 5.418 | 996 | 6.414 |
| Herstellungskosten | -553 | -1.275 | -997 | -977 | 697 | -3.105 | -534 | -3.639 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 994 | 762 | 413 | 144 | 2.313 | 462 | 2.775 |
| Vertriebskosten | -16 | -145 | -315 | -94 | 5 | -565 | -98 | -663 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.207 | -211 | -274 | -53 | 178 | -1.567 | -309 | -1.876 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | -58 | -8 | 0 | -66 | -333 | -399 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.848 | 13 | 16 | 12 | -2.344 | 545 | 166 | 711 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -163 | -1 | -140 | -50 | 4 | -350 | -21 | -371 |
| Erträge aus Ergebnisabführung | 92 | -92 | 0 | 0 | ||||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | ||||||||
| Firmenwertabschreibungen | 1.554 | 592 | 41 | 228 | -2.105 | 310 | -133 | 177 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | -348 | -348 | |||||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1.554 | 592 | 41 | 228 | -2.105 | 310 | -481 | -171 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 55 | 3 | 5 | 1 | -49 | 15 | 1 | 16 |
| Abschreibungen aus Finanzanlagen und auf | ||||||||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | -876 | 872 | -4 | -4 | ||||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -74 | -40 | 45 | -69 | -69 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 659 | 555 | 46 | 229 | -1.237 | 252 | -480 | -228 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 1 | -10 | -9 | -1 | -10 | |||
| Ergebnisabführung | -92 | 92 | 0 | 0 | ||||
| Konzernjahresergebnis * | 660 | 555 | 46 | 127 | -1.145 | 243 | -481 | -238 |
| Vermögen | 9.596 | 563 | 890 | 718 | -8.480 | 3.287 | 2.958 | 6.245 |
| Schulden | 880 | 1.336 | 213 | 628 | -1.290 | 1.767 | 1.332 | 3.099 |
| Anlagenzugänge (Investitionen) | ||||||||
| planmäßige Abschreibung | 8 | 12 | 27 | 6 | 0 | 53 | 2.452 | 2.505 |
| 45 | 16 | 29 | 10 | 0 | 100 | 22 | 122 |
* vor pauschalen Verwaltungskostenumlagen
Segmentberichterstattung vom 01.01. bis 31.12.2004
| in TEUR | Holding | Kredit | Anlage | Projekt | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 643 | 2.176 | 1.408 | 1.008 | -732 | 4.503 |
| Herstellungskosten | -641 | -1.087 | -749 | -720 | 732 | -2.465 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2 | 1.089 | 659 | 288 | 0 | 2.038 |
| Vertriebskosten | -22 | -312 | -420 | -110 | -864 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.431 | -39 | -202 | -36 | -1.708 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | -217 | -108 | 0 | -325 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.033 | 57 | 5 | 48 | 1.143 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -684 | -135 | -225 | -1 | 347 | -698 |
| Erträge aus Ergebnisabführung | 0 | |||||
| Erträge aus anderen Wertpapieren undAusleihungen des Finanzanlagevermögens | 0 | |||||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | ||||||
| Firmenwertabschreibungen | -1.102 | 443 | -291 | 189 | 347 | -414 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | |||||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -1.102 | 443 | -291 | 189 | 347 | -414 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 561 | 2 | 36 | 2 | -463 | 138 |
| Abschreibungen aus Finanzanlagen und auf | ||||||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -161 | -84 | -15 | 0 | 124 | -136 |
| Ergebnis vor Steuern | -702 | 361 | -270 | 191 | 8 | -412 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -1 | 0 | 0 | -1 | ||
| Ergebnisabführung | 0 | 0 | 0 | |||
| Konzernjahresergebnis * | -703 | 361 | -270 | 191 | 8 | -413 |
| Vermögen | 8.311 | 98 | 1.448 | 378 | -5.864 | 4.371 |
| Schulden | 2.818 | 1.674 | 772 | 288 | -2.500 | 3.052 |
| Anlagenzugänge (Investitionen) | 20 | 11 | 141 | 1 | 0 | 173 |
| planmäßige Abschreibung | 71 | 13 | 51 | 15 | 0 | 150 |
* vor pauschalen Verwaltungskostenumlagen
VI. Erstmalige Anwendung von IFRS
Wesentliche Unterschiede bei der Rechnungslegung zwischen IFRS und deutschem Handelsrecht
Bilanzierung und Bewertung
Die erstmalige Anwendung der International Accounting Standards (IAS) bzw. International Financial Reporting Standards (IFRS) erfolgt gemäß IFRS 1 mit rückwirkender Wirkung. Danach sind die für die erstmalige Anwendung der IAS/IFRS erforderlichen Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden rückwirkend so vorzunehmen, als ob schon immer nach IAS/IFRS bilanziert worden wäre.
Wesentliche abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum deutschen Handelsrecht sind:
-
Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Impairmenttest unterzogen, es erfolgt keine planmäßige Abschreibung.
-
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, auch wenn dieser die Anschaffungskosten übersteigt. Kursgewinne und -verluste werden erfolgsneutral im Kumulierten Other Comprehensive Income innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.
-
Die Umsatzrealisierung von Fertigungsaufträgen gemäß IAS 11 erfolgt nach dem Leistungsfortschritt. Bei kleineren Aufträgen wird die Completed-Contract-Methode (CC-Methode) angewandt, soweit sichergestellt ist, das dadurch die sachgerechte Darstellung der Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt wird. Daneben wird die CC-Methode bei einzelnen Aufträgen angewandt, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrags anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können. Die Auftragskosten enthalten keine allgemeinen Verwaltungskosten.
-
Abschreibungen auf Gebäude erfolgen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und nicht nach steuerrechtlichen Staffelsätzen.
-
Rückstellungen werden nur dann gebildet, wenn Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, sofern die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme mindestens 50 Prozent beträgt. Mittel- und langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung und andere Aufwandsrückstellungen wurden nicht gebildet.
-
Die Pensionsrückstellungen wurden entsprechend der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet.
-
Für latente Steuern besteht nach IFRS eine generelle Ansatzpflicht auf alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz, wobei auch quasi-permanente Differenzen als temporär zu klassifizieren sind. Zur Berechnung der latenten Steuern ist der künftig geltende Steuersatz im Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Steuerlatenz auf Basis der Rechtslage in den einzelnen Ländern am Bilanzstichtag anzuwenden. Nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften müssen nur die passiven latenten Steuern und die aktiven latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen zwingend angesetzt werden. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Basis der am Bilanzstichtag aktuell geltenden Steuersätze. Für quasipermanente Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und der Konzernbilanz, die sich erst über einen längerfristigen Zeitraum oder bei Veräußerung des Vermögenswertes oder Liquidation auflösen, dürfen keine latenten Steuern angesetzt werden. Nach IFRS sind aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren, soweit der künftige Steuervorteil mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann.
-
Monetäre Posten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.
Notes zur Überleitung der Bilanz zum 1. Januar 2004 nach HGB auf IFRS:
- (1) Die unfertigen Leistungen nach HGB wurden soweit sie auf Fertigungsaufträge gemäß IAS 11 entfielen - entsprechend dem Leistungsfortschritt incl. der anteiligen Marge realisiert.
- (2) Der Effekt resultiert aus der Marktbewertung von Wertpapieren. Die Bewertungsänderung wurde innerhalb des Eigenkapitals ergebnisneutral in der Position Kumuliertes Other comprehensive income erfasst.
- (3) Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen resultiert aus den unterschiedlichen Bewertungsgrundsätzen in HGB und IAS.
- (4) Das Ergebnis aus der Konsolidierung der inexsys GmbH & Co. KG, Augsburg resultiert in Höhe von 281 TEUR aus dem Impairment des Goodwills aus der Erstkonsolidierung und in Höhe von 222 TEUR aus der Rücknahme der existierenden Forderungs-Abschreibung.
Überleitung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2004 von HGB nach IFRS
| Note | in TEUR | |
|---|---|---|
| Eigenkapital nach HGB zum 01.01.2004 | 2.075 | |
| Anpassung Fertigungsaufträge | (1) | -43 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | (2) | 243 |
| Pensionsrückstellung | (3) | -157 |
| Konsolidierung inexsys GmbH & Co. KG | (4) | -59 |
| Eigenkapital nach IFRS zum 01.01.2004 | 2.059 |
Überleitung der Bilanz zum 31. Dezember 2004 von HGB nach IFRS
| Summe Passiva | 4.382 | 156 | -167 | 4.371 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe Eigenkapital | 1.763 | -444 | 0 | 1.319 | |
| KonzernjahresergebnisMinderheitenanteile | (3) | -54111 | -275-7 | -329104 | |
| Verlustvortrag | (5) | -114.581 | -247 | -114.828 | |
| Kumuliertes Other Comprehensive Income | (1) | 0 | 61 | 61 | |
| KapitalrücklageWährungsumrechnungsdifferenzen | (6) | 108.147-35 | 24 | 108.147-11 | |
| Gezeichnetes Kapital | 8.175 | 8.175 | |||
| Summe Verbindlichkeiten | 2.619 | 600 | -167 | 3.052 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 425 | 604 | -167 | 862 | |
| Passive Latente Steuern | 0 | 0 | |||
| PensionsrückstellungenRechnungsabgrenzungsposten | (4) | 2290 | 604 | -167 | 6660 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 100 | 100 | |||
| Unternehmen | 0 | 0 | |||
| Langfristige BankverbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber verbundenen | 96 | 96 | |||
| RechnungsabgrenzungspostenKurzfristige Verbindlichkeiten | 02.194 | -4 | 0 | 02.190 | |
| Sonstige Rückstellungen | (4) | 614 | 1 | 615 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0 | 0 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 221 | 221 | |||
| Unternehmen | (4) | 46 | -5 | 41 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und LeistungenVerbindlichkeiten gegenüber verbundenen | 269 | 269 | |||
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 1.044 | 1.044 | |||
| PASSIVA | |||||
| Summe Aktiva | 4.382 | 156 | -167 | 4.371 | |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 620 | 193 | -167 | 646 | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 167 | 179 | -167 | 179 |
| SachanlagenFinanzanlagen | (4) | 24071 | 6 | 24077 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | (4) | 38 | 2 | 40 | |
| Firmenwerte | (3) | 104 | 6 | 110 | |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 3.762 | -37 | 0 | 3.725 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 15 | 15 | |||
| Unfertige Leistungen | (2) | 136 | -50 | 86 | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 181 | 2 | 183 | |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1 | 1 | |||
| WertpapiereForderungen aus Lieferung und Leistungen | (1+7) | 1.865655 | 11 | -217 | 1.659655 |
| Zahlungsmittel und Zahlmitteläquivalente | (7) | 909 | 217 | 1.126 | |
| AKTIVA | |||||
| in TEUR | 31.12.2004 | Umbuchung | Umgliederung | 31.12.2004 | |
| wirksame | neutrale | ||||
| Eigenkapital | Eigenkapital | ||||
| Note | HGB | Erfolgs-/ | Erfolgs-/ | IFRS |
Notes zur Überleitung der Bilanz zum 31.Dezember 2004 nach HGB auf IFRS:
- (1) Der Effekt resultiert aus der Marktbewertung von Wertpapieren. Diese wurden innerhalb des Eigenkapitals ergebnisneutral in der Position Kumuliertes Other Comprehensive Income erfasst.
- (2) Per 31.12.2004 haben keine angearbeiteten Aufträge bestanden, die entsprechend dem Leistungsfortschritt (Percentage of Completion Method) zu bewerten waren. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte in Abweichung zu den Herstellkosten nach HGB ohne die Kosten der allgemeinen Verwaltung.
- (3) In 2004 wurde eine Mehrheitsbeteilung aufgestockt. Die Veränderung des daraus resultierenden Firmenwerts ergibt sich, ebenso wie die Veränderung der Minderheitenanteile, aus den durch die IFRS-Regelungen veränderten Vermögenswerten und Schulden der Tochtergesellschaft. Eine lineare Abschreibung des Firmenwertes ist nach IFRS nicht gestattet und wird ab dem Geschäftsjahr 2004 nicht mehr vorgenommen.
- (4) Die Änderungen ergeben sich im Wesentlichen aus den Unterschieden in der Bewertung der Pensionsverpflichtung, sowie aus der Konsolidierung der inexsys GmbH & Co. KG.
- (5) Dem Verlustvortrag wurden die Differenzen aus der Erstmaligen Anwendung der IFRS zugeordnet.
- (6) Die Differenzen aus der Währungsumrechnung betreffen im Wesentlichen Fremdwährungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung*.*
- (7) Die hier vorgenommenen Umgliederungen betreffen die Wertpapiere, die aus IFRS-Sicht nicht als Zahlungsmitteläquivalente anzusehen sind.
| Note | in TEUR | |
|---|---|---|
| Eigenkapital nach HGB zum 31.12.2004 | 1.763 | |
| Anpassung Fertigungsaufträge | (2) | -50 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | (1) | 11 |
| Pensionsrückstellung | (4) | -129 |
| Konsolidierung inexsys GmbH & Co. KG | (4) | -282 |
| Firmenabschreibung / Minderheitenanteil | (3) | 6 |
| Eigenkapital nach IFRS zum 31.12.2004 | 1.319 |
Überleitung des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2004 von HGB nach IFRS
Überleitung des Periodenergebnisses zum 31. Dezember 2004 von HGB nach IFRS
| Note | in TEUR | |
|---|---|---|
| Periodenergebnis nach HGB zum 31.12.2004 | -54 | |
| Anpassung Fertigungsaufträge | (2) | -6 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | (1) | -50 |
| Pensionsrückstellungen | (4) | 28 |
| Konsolidierung inexsys GmbH & Co. KG | (4) | -221 |
| Firmenwertabschreibung / Minderheitenanteil | (3) | 36 |
| Währungsdifferenz aus Schuldenkonsolidierung | (7) | -59 |
| Sonstiges | -3 | |
| Periodenergebnis nach IFRS zum 31.12.2004 | -329 |
VII. Sonstige Angaben
(1) Marktrisiken und der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten
Als im europäischen Wirtschaftsraum operierendes Unternehmen ist die CPU Softwarehouse AG in nur geringem Umfang unterschiedlichen Wechselkursrisiken ausgesetzt
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist deshalb nicht notwendig.
(2) Rechtsverfahren
Zur Zeit bestehen keine Rechtstreitigkeiten, die nicht bilanziert sind.
(3) Sonstige finanziellen Verpflichtungen
Im Konzern bestehen im Wesentlichen Miet- bzw. Operating Leasingverträge für Geschäftsgebäude und Kraftfahrzeuge. Die Leasingzahlungen aus Operating Leasingverträgen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
| in TEUR | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Miete | 225 | 463 | 6 | 694 |
| Leasing | 91 | 129 | 0 | 220 |
| 316 | 592 | 6 | 914 | |
| Erwartete Erträge | ||||
| aus Untervermietungen | 10 | 2 | 0 | 12 |
(4) Haftungsverhältnisse
Es wurden in 2003 steuerliche Haftungsbescheide in Höhe von 20 TEUR erlassen. Eine Inanspruchnahme ist bis heute nicht erfolgt und in dieser Höhe auch nicht wahrscheinlich.
Weitere angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
(5) Beschäftigte
Im Geschäftsjahr 2005 waren durchschnittlich 54 Arbeitnehmer (Vorjahr: 45,5 Arbeitnehmer) beschäftigt.
| 31.12.2005 | 31.12.2004 | |
|---|---|---|
| Geschäftsleitung | 5 | 2 |
| Entwicklung | 38 | 32 |
| Verwaltung | 8 | 7 |
| Vertrieb/Consulting | 6 | 7 |
| Summe | 57 | 48 |
(6) Aktienorientierte Vergütung
Die ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre der Gesellschaft vom 19. Juni 2001 hat den Vorstand unter Abänderung des Beschlusses vom 12. April 1999 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft (Gruppe 1), an die Mitglieder der Vorstände bzw. Geschäftsführer von im Sinne der §15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (Gruppe 2) und an Mitarbeiter der Gesellschaft und verbundener Unternehmen im Sinne der §§15 ff. AktG (Gruppe 3) bis zum Ende des Jahres 2005 in bis zu vier Tranchen insgesamt Stück 360.000 Optionsrechte zur Zeichnung anzubieten (im nachfolgenden: "Optionsrechte"). Das Gesamtvolumen der Optionsrechte verteilt sich auf die drei Gruppen wie folgt: Die Bezugsberechtigten der Gruppe 1 erhalten zusammen höchstens 10% der Bezugsrechte, die Bezugsberechtigten der Gruppe 2 höchstens 30% der Bezugsrechte und die Bezugsberechtigten der Gruppe 3 höchstens 60% der Bezugsrechte.
Den Optionsberechtigten wurden in einer ersten Tranche im Jahre 1999 insgesamt 180.000 Optionsrechte zur Zeichnung angeboten. Die Optionsrechte wurden nicht ausgeübt. Nicht ausgeübte Optionsrechte der ersten Tranche sind gemäß §8 der Optionsbedingungen aus dem Jahre 1999 im Jahre 2004 erloschen, da der Optionsplan nur bis 2004 gültig war. Eine Ausübung ist daher nicht mehr möglich.
Gemäß §3 der Optionsbedingungen aus dem Jahre 2001 kann der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat 360.000 Optionsrechte bis zum Ende des Jahres 2005 den Bezugsberechtigten zur Zeichnung anbieten. Am 28. Juni 2001 beschloss der Vorstand der Gesellschaft, in einer zweiten Tranche sämtlichen Begünstigten (mit Ausnahme des Vorstands der Gesellschaft) pro Person 1000 Optionsrechte zur Zeichnung anzubieten. Daraufhin wurden im Geschäftsjahr 2001 64.215 Optionen gezeichnet und ausgegeben (63.215 von Angestellten und 1.000 vom Vorstand der Gesellschaft). Der Aufsichtsrat hat ordnungsgemäß die Optionen an den Vorstand gewährt. Im Geschäftsjahr 2002 wurden weitere 78.132 Optionen von Angestellten gezeichnet. Jedes Optionsrecht gewährt das Recht, nach näherer Bestimmung der Optionsbedingungen von der Gesellschaft eine auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaft mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR je Aktie zu erwerben.
Die gewährten Optionsrechte können vor dem Ablauf einer Sperrfrist von zwei Jahren nach der Gewährung nicht ausgeübt werden. Danach ist die Ausübung der gewährten Optionsrechte ab dem folgenden Tag möglich:
| Anteil der ausübbaren Optionsrechte | Ausübung möglich ab |
|---|---|
| 1/3 | Erster Bankarbeitstag nach Ablauf der Sperrfrist |
| Weiteres 1/3 | Erster Bankarbeitstag nach Ablauf eines Jahresnach Ablauf der Sperrfrist |
| Weiteres 1/3 | Erster Bankarbeitstag nach Ablauf von zweiJahren nach Ablauf der Sperrfrist |
Diese ausübbaren Optionsrechte können vorbehaltlich der Regelungen im nachfolgenden Abschnitt nur innerhalb von 10 Bankarbeitstagen alternativ nach Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung der CPU, der Veröffentlichung des Berichts über das zweite oder dritte Quartal eines Geschäftsjahres sowie innerhalb der letzten 30 Bankarbeitstage vor dem Verfall der Bezugsrechte am Laufzeitende ausgeübt werden.
Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Schlusskurs der Aktien der CPU im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an mindestens einem Handelstag während der jeweiligen Laufzeit der Bezugsrechte 125% des Ausübungspreises erreicht hat.
Der Optionspreis darf den auf die einzelne CPU-Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 EUR nicht unterschreiten. Sofern dies gegeben ist, wird der Optionspreis um den Betrag ermäßigt, der dem Durchschnittskurs des den Aktionären gewährten Bezugsrechts am Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse entspricht. Eine Ermäßigung entfällt, wenn den Inhabern der Optionsrechte ein Bezugsrecht eingeräumt wird, dessen Wert dem Bezugsrecht der Aktionäre entspricht. Die Optionen haben einen vertraglichen Optionszeitraum von fünf Jahren bzw. bei Ausscheiden des Optionsberechtigten als Mitarbeiter oder Mitglied des Vorstandes. CPU hat keinerlei gesetzliche oder faktische Verpflichtung zum Rückkauf bzw. zum Barausgleich der Optionen.
Änderungen in der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen und der betreffenden gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
| 2005 | 2004 | |||
|---|---|---|---|---|
| DurchschnittlicherAusübungspreisje Aktie (in EUR) | Optionen(in Tausend) | DurchschnittlicherAusübungspreisje Aktie (in EUR) | Optionen(in Tausend) | |
| Stand 1. Januar | 67.841 | 74.423 | ||
| Gewährt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verfallen | 0 | 14.809 | 0 | 6.582 |
| Ausgeübt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgelaufen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember | 53.032 | 67.841 |
Von den 53.032 ausstehenden Optionen (2004: 67.841), sind 0 Optionen (2004: 0) ausübbar. Optionen, die 2005 ausgeübt wurden, führten zur Ausgabe von 0 Aktien (2004: 0 Aktien) zum Preis von 0 EUR je Aktie (2004: 0 EUR). Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs zum Ausübungszeitpunkt belief sich auf 0 EUR (2004: 0 EUR). Die dazugehörigen Transaktionskosten beliefen sich auf 0 EUR (2003: 0 EUR) und wurden mit den erhaltenen Erlösen verrechnet.
Die am Ende des Jahres ausstehenden Aktienoptionen (in Tausend) haben die folgenden Verfallsdaten und Ausübungspreise:
| Verfallsdatum | Ausübungspreis | Aktien | |
|---|---|---|---|
| 2005 | 2004 | ||
| 2005 | |||
| 2006 | 2,04 | 20.040 | 26.215 |
| 2007 | 1,05 | 32.992 | 41.626 |
| 53.032 | 67.841 |
Die Gewährung der Zusagen erfolgten alle vor November 2002, somit war kein Aufwand zu erfassen.
(7) Organbezüge
Die Organbezüge für das Geschäftsjahr 2005 setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | FixeVergütung | VariableVergütung | Gesamt | GewährteAktienoptionen |
|---|---|---|---|---|
| Management | 543 | 85 | 628 | 0 |
| Aufsichtsrat | 54 | 0 | 54 | 0 |
Die oben aufgeführten Bezüge des Managements enthalten neben den Vergütungen des Vorstands der CPU Softwarehouse AG auch die Vergütungen der konsolidierten Tochtergesellschaften für Geschäftsführung und Verwaltungsrat (Schweiz). Die Vergütungen enthalten die Sozialversicherungsbeiträge.
Die angegebenen Bezüge des Aufsichtsrats enthalten die Vergütungen für die unter Nr. 11 aufgeführten Mitglieder des Aufsichtsrats der CPU Softwarehouse AG.
(8) Honorar Abschlussprüfer
Das Honorar des Konzernabschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungen | 38 |
| Due-Diligence-Kosten der Kapitalerhöhung und Erwerb FINSys | 34 |
(9) Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Gesellschaft hat die nach §161 AktG erforderliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex auf der Homepage der CPU Softwarehouse AG unter www.cpu-ag.com eingestellt.
(10) Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung
Der Vorstand der CPU Softwarehouse AG hat den Konzernabschluss am 16. März 2006 genehmigt.
(11) Mitglieder des Aufsichtsrats:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (a.) und Kontrollgremien gemäß §125 Abs. 1 S.3 AktG (b.):
Andreas Witte, selbständiger Rechtsanwalt, München Aufsichtsratsvorsitzender
keine
Dr. Wolfgang Metz, Geschäftsführer Creditreform Gummersbach Dr. Metz KG, Gummersbach, Geschäftsführender Gesellschafter der Creditreform s.r.o., Prag und Generalbevollmächtigter der INPLAN RUHR Informationstechnik GmbH, Oberhausen Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied Much-Net AG, Bonn a. Aufsichtsratsmitglied Europäischer Wirtschaftssenat e. V.
Egbert Becker, CEO der Argon Finance AG, Wiesbanden Aufsichtsratsmitglied ab 23.08.2005
a. Aufsichtsragsmitglied MIL AG, Köln
Reinhard Carl, Geschäftsführender Gesellschafter, metamorf business consulting GmbH, Bochum Aufsichtsratsmitglied bis 23.08.2005
keine
Hannes Keller, Verwaltungsrat visipix.com AG, Niederglatt (CH) Aufsichtsratsmitglied bis 22.08.2005
keine
Prof. Dr. Beate Kremin-Buch, Hochschullehrerin, Ludwigshafen / Rhein Aufsichtsratsmitglied
keine
Konzernanhang
Alfred Möckel, Bankkaufmann, Dipl. Kfm., Berlin Aufsichtsratsmitglied ab 23.08.2005
a. Aufsichtsratsmitglied Reutax AG, Heidelberg
b. Mitglied des Beirats der ARIAD Asset Management GmbH, Hamburg
J.-Wolfgang Posselt, Managing Partner, Aurelia Private Equity GmbH, Frankfurt / Main Aufsichtsratsmitglied
keine
(12) Vorstand:
Der Alleinvorstand ist Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (a.) und Kontrollgremien entsprechend §125 Abs. 1 S.3 AktG (b.):
Dipl.-Ing. Manfred W. Köhler, Augsburg
b. Mitglied des Verwaltungsrates inexsys AG, Zürich (CH)
b. Mitglied des Verwaltungsrats der FINSys AG, St. Gallen (CH)
Augsburg, den 16.03.2006
Manfred W. Köhler
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir haben den von der CPU Softwarehouse AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. März 2006
BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Graßl ppa. Vogel Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005
| Note | 01.01.-31.12.2005 | 01.01.-31.12.2004 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| Umsatzerlöse | (1) | 6.414 | 4.503 | |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -3.639 | -2.465 | ||
| Bruttoergebnis | 2.775 | 2.038 | ||
| Vertriebskosten | -663 | -864 | ||
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.876 | -1.708 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -399 | -325 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 711 | 1.143 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -371 | -698 | ||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen | 177 | -414 | ||
| Firmenwertabschreibung | (13) | -348 | 0 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -171 | -414 | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge | (6) | 16 | 138 | |
| Abschreibungen aus Finanzanlagen und auf Wertpapieredes Umlaufvermögens | -4 | 0 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (7) | -69 | -136 | |
| Ergebnis vor Steuen | -228 | -412 | ||
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | (5) | -10 | -1 | |
| Konzernjahresergebnis | -238 | -413 | ||
| Davon für Aktionäre der CPU Softwarehouse AG | -221 | -329 | ||
| Davon für Minderheitengesellschafter | 17 | 84 | ||
| Ergebnis je Aktie in EURO | (8) | -0,02 | -0,04 | |
| Ergebnis je Aktie in EURO (verwässert) | (8) | n.a. | n.a | |
| Ergebnis je Aktie in EURO (ohne Wertminderung auf Firmenwert) | (8) | 0,01 | -0,04 | |
| Ergebnis je Aktie in EURO (ohne Wertminderung auf Firmenwert - verwässert) | (8) | n.a. | n.a. |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2005
| Note | 31.12.2005 | 31.12.2004 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (9) | 2.068 | 1.126 | |
| Wertpapiere | 0 | 1.659 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (10) | 824 | 655 | |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | (10) | 1 | 1 | |
| Sonstige Vermögenswerte | (10) | 272 | 183 | |
| Unfertige Leistungen | (11) | 562 | 86 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (12) | 46 | 15 | |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 3.773 | 3.725 | ||
| Firmenwerte | (13) | 2.119 | 110 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (14) | 32 | 40 | |
| Sachanlagen | (15) | 242 | 240 | |
| Finanzanlagen | (16) | 73 | 77 | |
| Sonstige Vermögenswerte | (10) | 0 | 179 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (12) | 6 | 0 | |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 2.472 | 646 | ||
| Summe Aktiva | 6.245 | 4.371 | ||
| PASSIVA | ||||
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | (18) | 96 | 1.044 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 363 | 269 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (18) | 4 | 41 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (18) | 344 | 221 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (18) | 1.190 | 0 | |
| Steuerrückstellungen | (19) | 10 | 0 | |
| Sonstige Rückstellungen | (19) | 854 | 615 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (20) | 30 | 0 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.891 | 2.190 | ||
| Langfristige Bankverbindlichkeiten | (18) | 0 | 96 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (18) | 0 | 100 | |
| Pensionsrückstellungen | (19) | 208 | 666 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 208 | 862 | ||
| Summe Verbindlichkeiten | 3.099 | 3.052 | ||
| Gezeichnetes Kapital | (21) | 10.527 | 8.175 | |
| Kapitalrücklage | (21) | 107.960 | 108.147 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -39 | -11 | ||
| Kumuliertes Other comprehensive income | 0 | 61 | ||
| Verlustvortrag | -115.157 | -114.828 | ||
| Konzernjahresergebnis | -221 | -329 | ||
| Minderheitenanteile | 76 | 104 | ||
| Summe Eigenkapital | 3.146 | 1.319 | ||
| Summe Passiva | 6.245 | 4.371 |
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1.1.2005 bis 31.12.2005
| in TEUR | 1.1-31.12.2005 | 1.1. - 31.12.2004 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -221 | -329 |
| Ertragsteuern | 9 | 1 |
| Zinsergebnis incl. Zu- / Abschreibung Finanzanlagevermögen | 16 | -262 |
| Zu- / Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagvermögens | 470 | 150 |
| Zu- / Abnahme Rückstellungen | -487 | -1.082 |
| Zu-/ Abnahme anderer Aktiva | 142 | 418 |
| Zu-/ Abnahme anderer Passiva | 137 | -553 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1 | |
| Gezahlte Zinsen | -53 | -100 |
| Erhaltene Zinsen | 81 | 152 |
| Gewinne / Verluste Anlageverkäufe | 0 | 34 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 94 | -1.572 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögensgegenstände | -61 | -172 |
| Investitionen in Finanzanlagevermögen | 0 | -31 |
| Einzahlung aus Erwerb Liquider Mittel FINSys | 314 | 0 |
| Auszahlungen für Anschaffungsnebenkosten FINSys | -184 | 0 |
| Einzahlungen aus Anlagenverkäufen | 18 | 271 |
| Veränderung Wertpapiere des Umlaufvermögens | 1.659 | 3.194 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 1.746 | 3.262 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 420 | 0 |
| Kosten Kapitalerhöhungen | -187 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 270 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -1.314 | -1.563 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -811 | -1.563 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.029 | 127 |
| Wechselkurs-, Konsolidierungskreis und bewertungsbedingte | ||
| Änderung des Finanzmittelfonds | -87 | -411 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 1.126 | 1.410 |
| Finanzmittelfonds am 31.12 | 2.068 | 1.126 |
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
| inTEUR | Gez.Kaitalp | Kaitalpücklagre | Währungs-hnumrecung | KulierOhetestmurCoheivemprensIncome | irtshafteerwcsKonzernigkaitaleenp | EigkailtaenpMutterhmterunneen | AnileteMindeheitenrllschaftergese | Konzern-igkailtaeenp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sd a01.01.2004tanm | 8.175 | 108.147 | 34- | 243 | 114.828- | 1.703 | 356 | 2.059 |
| Peiodebnisrnerge | -329 | -329 | 84- | -413 | ||||
| Whrudifferängsenzen | 23 | 23 | 10- | 13 | ||||
| /- ailableforle+vasa | 182- | -182 | -182 | |||||
| ÜbrigVedeänerrungen | 0 | 158- | -158 | |||||
| Sd a31.12.2004tanm | 8.175 | 108.147 | 11- | 61 | 115.157- | 1.215 | 104 | 1.319 |
| Sd a5tan01.01.200m | 58.17 | 108.147 | 11- | 61 | 5.51117- | 51.21 | 104 | 1.319 |
| Peiodebnisrnerge | -221 | -221 | 17- | -238 | ||||
| Währudifferngsenzen | 28- | -28 | 2- | -30 | ||||
| Kaitalerhhuöpng | 2.352 | 2.352 | 2.352 | |||||
| Trktionkotenansass | 187- | -187 | -187 | |||||
| /- ailableforle+vasa | 61- | -61 | -61 | |||||
| ÜbrigVedeänerrungen | 0 | 9- | -9 | |||||
| Sd a31.12.2005tanm | 10.527 | 107.960 | 39- | 0 | 115.378- | 3.070 | 76 | 3.146 |
Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2005
| inTEUR | Buhwtcer01.01.2005 | ZugangmzuKolidiensokreisrungs | Währungs-hnumrecung | Zuführung | Inah-nspruchmnae | Auflösung | Buhwt 3cer1.12.2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ionücPekstellunnssrg | 666 | 39 | 17 | 235 | 279 | 208 | |
| Sücksllunteuteerrgen | 0 | 15 | 10 | 15 | 10 | ||
| SoigRücksllunttensegen | |||||||
| Pelrückslluntersonagen | 205 | 87 | 1- | 340 | 277 | 15 | 339 |
| RehBekots-tutencurangssäisGehrletudwngenun | 101 | 4 | 105 | 99 | 5 | 106 | |
| Drhvlusteoer | 92 | 42 | 130 | 92 | 35 | 137 | |
| Soigtnses | 217 | 164 | 2- | 170 | 176 | 101 | 227 |
| SuigRücksllunttemme sonsegen | 615 | 297 | 3- | 745 | 644 | 156 | 854 |
| daiineRelaufzeit ettvon mrs1Jahr> | 666 | 39 | 0 | 17 | 235 | 297 | 208 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2005
| AnschaffndHellunkosrstetenungs- ugs | Aufgelaufene Abschreibungen | Nettobuchrtewe | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEURImmrielleVeögeateertrmnswe | Stand01.01.2005 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | nd 31.Sta12.2005 | nd 01.Sta01.2005 | Währungs- differenzen | üh- runZufgen | Zusei- bunchrgen | Abängge | nd 31.Sta12.2005 | 31.12.2005 | 31.12.2004 |
| Firmerteenw | 15.399 | -27 | 2.382 | 0 | 17.754 | 15.289 | -2 | 348 | 15.635 | 2.119 | 110 | ||
| ScKonsiorblichehutchtzesnen, gewezreeundähnlicheRechted WwieerteunsoLizeolchenRechtundnzen an sen | 1.443 | -1 | 17 | 0 | 1.459 | 1.403 | -1 | 25 | 1.427 | 32 | 40 | ||
| 16.842 | -28 | 2.399 | 0 | 19.213 | 16.692 | -3 | 373 | 0 | 0 | 17.062 | 2.151 | 150 | |
| Sachanlagen | |||||||||||||
| Grundstücke,ndstücksgleicheRechtegruundBainschließlichder Bauteuten enfreGruundmdndstückenAndAnlagBetriebsereen,Geundschäftsstattunausg | 401.790 | 0-6 | 41325 | 3855 | 62.054 | 391.551 | 0-5 | 11319 | 3849 | 21.816 | 4238 | 1239 | |
| 1.830 | -6 | 329 | 93 | 2.060 | 1.590 | -5 | 320 | 0 | 87 | 1.818 | 242 | 240 | |
| Finanlanzagen | |||||||||||||
| AnteilerbundeUnternehmanvenenenBeteiligungenAusleihUntehmungenanernen,mitdeein | 28.07416 | 00 | 00 | 5116 | 28.0230 | 28.04216 | 4 | 2316 | 28.0230 | 00 | 320 | ||
| nenBeteiligrhältnisbehtsteungsveSonstige Ausleihungen | 1.056125 | 00 | 00 | 1.05613 | 0112 | 1.05680 | 41 | 1.0560 | 039 | 073 | 045 | ||
| 29.271 | 0 | 0 | 1.136 | 28.135 | 29.194 | 0 | 4 | 41 | 1.095 | 28.062 | 73 | 77 | |
| Summe | 47.943 | -34 | 2.728 | 1.229 | 49.408 | 47.476 | -8 | 697 | 41 | 1.182 | 46.942 | 2.466 | 467 |
| 1 daaliger EinbeziehunFINSysrstmvonaus eg | 307 | 223 |
Konzernkennzahlen
| 01.01.-31.12.2005Mio. EUR | 01.01.-31.12.2004Mio. EUR | 01.01.-31.12.2003Mio. EUR | 01.01.-31.12.2002Mio. EUR | 01.01.-31.12.2001Mio. EUR | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6,4 | 4,5 | 5,6 | 6,3 | 12,3 |
| Personalaufwand | 4,0 | 3,6 | 5,1 | 5,4 | 11,2 |
| Abschreibungen | 0,5 | 0,2 | 0,4 | 1,2 | 9,8 |
| davon Goodwill, Beteiligungswerte undsonstige außerplanmäßige Abschreibungen | 0,4 | 0,0 | 0,2 | 0,6 | 8,8 |
| F&E | 0,4 | 0,3 | 1,8 | 1,4 | 1,1 |
| EBITDA | 0,3 | -0,3 | -1,0 | -2,4 | -6,7 |
| EBIT | -0,2 | -0,4 | -1,4 | -3,6 | -16,5 |
| Konzernjahresergebnis | -0,2 | -0,4 | -1,6 | -5,5 | -19,2 |
| Ergebnis je Aktie | 0,0 | 0,0 | -0,2 | -0,7 | -2,4 |
| Cash Flow (operativ) | 0,1 | -1,6 | -1,9 | -3,4 | -4,8 |
| Bilanzsumme | 6,2 | 4,4 | 8,3 | 11,0 | 18,5 |
| Eigenkapitalquote | 50% | 30% | 25% | 30% | 48% |
| Mitarbeiter per 30.06. / 31.12.Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 5754 | 4846 | 4359 | 7682 | 100130 |
Jahre 2002 und 2003 nach HGB Jahr 2001 nach US-GAAP

August-Wessels-Straße 27 86156 Augsburg
Telefon: +49 (821) 46 02 0 Telefax: +49 (821) 46 02 179 E-Mail: [email protected] URL: http://www.cpu-ag.com