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Covestro AG — Audit Report / Information 2015
May 25, 2016
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Audit Report / Information
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Publication
Covestro Deutschland AG
Leverkusen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und Lagebericht
für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015
Lagebericht
1 Geschäft und Rahmenbedingungen
1.1 Unternehmensstruktur
Die Covestro Deutschland AG mit Sitz in Leverkusen ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Covestro AG, Leverkusen. Mit Wirkung zum 1. September 2015 hat die Bayer AG, Leverkusen, als vorherige alleinige Anteilseignerin ihre Anteile an der Covestro Deutschland AG in die am 20. August 2015 neu gegründete Covestro AG, Leverkusen, eingelegt.
Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG, Leverkusen, abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrages gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG, Leverkusen, aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages zu verwenden oder als Gewinn abzuführen.
Im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung des Covestro-Konzerns sind mit Kaufvertrag vom 14. September 2015 Vermögensgegenstände und Schulden für die zentralen Unternehmensfunktionen Finanzen, Steuern, Portfolio & Projektmanagement, Recht, Patentverwaltung und Compliance, sowie Corporate Office von der Covestro Deutschland AG auf die Covestro AG, Leverkusen, übergegangen. Die in diesen Funktionen tätigen Mitarbeiter sind im Rahmen eines Betriebsübergangs mit wirtschaftlicher Wirkung zum 15. September 2015 in die Covestro AG, Leverkusen, gewechselt.
Die bereits im ersten Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. August 2015 begonnenen Aktivitäten zur rechtlichen und strukturellen Trennung des operativen Geschäfts der Covestro-Gruppe vom Bayer-Konzern wurden im zweiten Rumpfgeschäftsjahr fortgesetzt. In diesem Zusammenhang hat die Covestro Deutschland AG zum 1. September 2015 99,99 % ihrer Anteile an der Bayer Thai Company Limited, Bangkok, Thailand, an die Bayer Holding (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand, veräußert. Der daraus realisierte Gewinn betrug 302 Mio. €. Alle Aktivitäten des Covestro-Konzerns in Thailand werden nunmehr von der Covestro (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand, abgewickelt. In diesem Zusammenhang wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 65 Mio. € durch die Covestro Deutschland AG durchgeführt.
Auch das Geschäft in Mexiko wurde vollständig auf die Covestro S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko, übertragen. Für diese Gesellschaft wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 64 Mio. € durchgeführt. Darüber hinaus hat die Covestro Deutschland AG 100 % der Anteile an der Covestro Polymers (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen, Volksrepublik China, zu einem Kaufpreis in Höhe von 16 Mio. € erworben.
Am 4. Dezember 2015 stimmte der Aufsichtsrat der Covestro Deutschland AG zu, die MDI-Produktion am Standort Tarragona (Spanien) zum Jahresende 2017 zu schließen. Vor diesem Hintergrund wurde der Beteiligungsbuchwert an der Covestro S.L., Barcelona, Spanien, um 55 Mio. € abgewertet.
Vor dem Hintergrund der rechtlichen Verselbständigung des Covestro-Konzerns wurde das bisher beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegte Sicherungsvermögen auf den Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, übertragen. Zu diesem Zweck hat die Covestro Deutschland AG mit dem Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, einen Aufhebungsvertrag sowie mit dem Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, mehrere neue, rechtlich gleichwertige Treuhandvereinbarungen abgeschlossen. Die Vereinbarungen erfüllen die Voraussetzungen, die an handelsrechtliches Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 gestellt werden. Die Dotierung der neuen Treuhandvereinbarungen erfolgte zum Stichtag 27. Oktober 2015.
Zur Finanzierung bzw. zur Ablösung vorhandener Darlehen der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr zusätzliche Finanzmittel von der Covestro AG, Leverkusen, in Höhe von 3.200 Mio. € aufgenommen.
Die im Folgenden beschriebenen Geschäfts- und Rahmenbedingungen beziehen sich zum einen auf die Geschäfts- und Rahmenbedingungen der Covestro Deutschland AG selbst, zum anderen auf globale Geschäfts- und Rahmenbedingungen, die für die Covestro Deutschland AG als operative Konzernführungsgesellschaft relevant sind.
Die Covestro Deutschland AG entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Produkte im Bereich Polyurethane, Polycarbonate, Lack- und Klebstoffrohstoffe sowie Spezialitäten. Ferner produziert und vermarktet sie ausgewählte anorganische Grundchemikalien. Die Gesellschaft ist in die Business Units Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties unterteilt. Die oben genannten Produkte vertreibt die Covestro Deutschland AG an externe Kunden sowie an verbundene Unternehmen in den Regionen EMLA (Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko), NAFTA (USA, Kanada und Mexiko) sowie APAC (Asien und Pazifik).
1.2 Wirtschaftliches Umfeld
Nach Aussage des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) fällt die Bilanz der chemischen Industrie in Deutschland für das Gesamtjahr 2015 durchwachsen aus. Die Produktion habe zwar leicht zulegen können, aber der Umsatz stagniere wegen der erneut sinkenden Herstellerpreise. Während die Exporte nach Übersee insbesondere durch die Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar deutlich zulegten, sei die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen im Inland schwach geblieben. Insgesamt sei die Produktion 2015 um 1 % gestiegen. Bei rückläufigen Preisen von -2,5 % lag der Gesamtumsatz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland trotz leicht gestiegener Produktionsmenge auf dem Niveau des Vorjahres. Im Inland sei der Umsatz wegen des Preiseffektes um 1,5 % gesunken. Durch die Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar habe das Exportgeschäft jedoch deutlich zugelegt.
1.3 Einkauf
Der Einkauf der Covestro Deutschland AG wird zentral durch die Organisationseinheit „Procurement“ gesteuert und verwaltet. Der Einkauf stellt die weltweite, termingerechte Versorgung mit Waren und Dienstleistungen zu den entsprechenden Marktkonditionen, in der erforderlichen Qualität und unter Einbeziehung ethischer, ökologischer und sozialer Prinzipien im Konzern sicher. Die Grundsätze der Einkaufspolitik sind in einer konzernweiten, für alle Mitarbeiter bindenden Richtlinie definiert.
Wesentliche Grundstoffe der Produkte sind petrochemische Rohstoffe wie beispielsweise Benzol, Toluol, Phenol und Aceton. Der Betrieb der Produktionsanlagen benötigt neben petrochemischen Grundstoffen in größerem Umfang Energie, vorrangig in Form von Strom und Dampf.
Zur Minimierung von einkaufsbezogenen Risiken wie Lieferengpässen oder größeren Preisschwankungen erfolgt die Beschaffung wichtiger Einsatzstoffe und Materialien auf Basis langfristiger Lieferverträge sowie eines aktiven Lieferantenmanagements. Um das Preisänderungsrisiko bei Energien zu minimieren, setzt der Einkauf bei der Strom- und Dampferzeugung auf eine marktnahe Preisindexierung, eine Diversifikation der Brennstoffe sowie auf einen Mix von externem Einkauf und Eigenerzeugung. Durch regelmäßige Überprüfung der Nachhaltigkeit und Qualität der Lieferanten wird zudem sichergestellt, dass interne und externe Standards eingehalten werden.
Die Covestro Deutschland AG will die Abhängigkeit von erdölbasierten Rohstoffen verringern und entwickelt konkrete Substitutions-Verfahren. So plant das Unternehmen für 2016 den Produktionsbeginn und die Markteinführung von Pentamethylen-Diisocyanat (PDI), einem Isocyanat, das aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen wird.
Für die Covestro Deutschland AG ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette ein elementarer Wertschöpfungsfaktor und zugleich wichtiger Hebel, um Risiken zu minimieren. Bei der Auswahl neuer sowie bei bestehenden Lieferanten gelten daher neben wirtschaftlichen auch soziale, ethische, ökologische und Governance-Standards. Diese sind im Verhaltenskodex für Lieferanten der Covestro Deutschland AG definiert, der in 13 Sprachen online verfügbar ist und die Basis der Zusammenarbeit darstellt. Er leitet sich ab aus den Prinzipien des UN Global Compact sowie der Menschenrechtsposition des Covestro-Konzerns und ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge integriert. Zudem sind in neuen und erneuerten relevanten Lieferverträgen spezielle Klauseln enthalten, die den Lieferanten zur Einhaltung der im Kodex definierten Nachhaltigkeitsanforderungen verpflichten und die Covestro Deutschland AG berechtigen, die Einhaltung zu überprüfen.
1.4 Produktion
Die Produktionsstandorte der Covestro Deutschland AG befinden sich in Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen. In diesen Produktionsstätten verfolgt Covestro das ambitionierte Ziel hinsichtlich Produktionsvolumen, Qualität, Effizienz und Sicherheit auch zukünftig Führungspositionen einzunehmen und weiter auszubauen. Zur kontinuierlichen technologischen Optimierung der Anlagen kommen fortschrittliche und umweltverträgliche Produktionsverfahren zum Einsatz.
Die Covestro Deutschland AG hat sehr hohe Ansprüche an die Qualität der verwendeten Rohstoffe und deren Weiterverarbeitung zu hochwertigen Kunststoffen und Polymer-Vorprodukten. Daher wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert, das nach dem internationalen Standard ISO 9001 zertifiziert ist.
Die Covestro Deutschland AG setzt auf Produktionsanlagen mit einer großen Fertigungskapazität, die eine länderübergreifende Marktversorgung ermöglichen. Darüber hinaus werden von der Covestro Deutschland AG sowie ihren Tochterunternehmen in ausgewählten Ländern eine größere Anzahl von kleineren und flexibleren Produktionsanlagen betrieben. In diesen Anlagen erfolgt die Abmischung und Bereitstellung von kundenindividuellen Polyurethan-Systemen („Systemhäuser“), die kundenindividuelle Compoundierung von Polycarbonat-Granulaten und die Herstellung von Halbzeugen (Polycarbonat-Platten). Zudem gibt es regionale Produktionsstätten für Derivate des Segments Coatings, Adhesives, Specialties sowie regionale Produktionsstätten für funktionale Folien aus Polycarbonat und thermoplastischen Polyurethanen.
1.5 Produkte, Vertrieb und Logistik
Die innovativen Produkte des Covestro-Konzerns, zu welchem die Covestro Deutschland AG gehört, werden in wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie, der Bauwirtschaft, der Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie, dem Sport- und Freizeitsektor sowie der Elektro- und Elektronikindustrie eingesetzt. Zum Portfolio zählen Rohstoffe für Polyurethan-Schaumstoffe, der hochwertige Kunststoff Polycarbonat sowie Rohstoffe für Lacke, Kleb-, Dichtstoffe und Spezialprodukte, darunter Spezialfolien und Elastomere. Zudem produziert die Covestro Deutschland AG wichtige chemische Zwischenprodukte wie Chlor, Natronlauge und Salzsäure im Wesentlichen für den eigenen Bedarf.
In der Business Unit Polyurethanes (PUR) produziert die Covestro Deutschland AG in erster Linie Toluylen-Diisocyanat (TDI) und Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) sowie Polyether-Polyole (PET) – chemische Vorprodukte zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoff, die ständig weiterentwickelt werden. In weicher Form findet sich der Schaumstoff u. a. in Matratzen, Polstermöbeln und Autositzen und sorgt so für mehr Komfort im Alltag. Polyurethan-Hartschaum dient u. a. zur effizienten Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten und trägt damit zu einer Senkung des Energieverbrauchs bei. Außerdem bietet die Covestro Deutschland AG thermoplastische Polyurethane an, die in unterschiedlichen Produktgruppen wie Kleidungsstücken, mobilen elektronischen Geräten und Sportartikeln zum Einsatz kommen.
Die Business Unit Polycarbonates (PCS) entwickelt, produziert und vertreibt den gleichnamigen Hochleistungskunststoff. Er ist besonders leicht, hochtransparent, sehr robust, hitzebeständig sowie beliebig form- und färbbar. In Form von Granulaten, Verbundwerkstoffen und Halbzeugen wird das Material in verschiedensten Endprodukten wie Fahrzeugen, Gebäuden, Elektro-, Elektronik-und Haushaltsgeräten, medizinischen Apparaturen und optischen Datenträgern verwendet.
In der Business Unit Coatings , Adhesives , Specialties (CAS) entwickelt, produziert und vertreibt die Covestro Deutschland AG als weltweit führender Anbieter mehrheitlich Polyurethan-basierte Rohstoffe für Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialfolien, Elastomere und weitere Spezialprodukte. Haupteinsatzgebiete sind Transport und Verkehr, Infrastruktur und Bau sowie Holzverarbeitung und Möbel. Die Materialien schützen, verkleben, versiegeln oder funktionalisieren verschiedenste Oberflächen. Diese werden dadurch z. B. unempfindlicher gegen Witterung, Steinschlag und Abrieb oder vor Korrosion geschützt. Die Spezialitäten werden auch in Bereichen wie Kosmetik, Medizin und Textilien verwendet.
Die Covestro Deutschland AG hat eine regionale Vertriebs- und Marketingstruktur. Jede Business Unit steuert Vertrieb und Vermarktung der eigenen Produkte sowohl über die eigene Vertriebsorganisation als auch über Handelshäuser und lokale Distributoren. Letztere sind vor allem für das Geschäft mit Kleinabnehmern zuständig. Weltweit operierende Großkunden werden von Key-Account-Managern direkt betreut. Der Verkauf und die Vermarktung bestimmter chemischer Zwischenprodukte wie Salzsäure werden innerhalb des Covestro-Konzerns zentral gesteuert, während der Verkauf weiterer Zwischenprodukte durch die jeweilige Business Unit verantwortet wird.
Bei der Vermarktung der Produkte über regionale und lokale Vertriebskanäle bilden drei regionale „Supply Chain Center“ für die Regionen EMLA, NAFTA und APAC das zentrale Bindeglied zu den Kunden und bündeln alle Informationsströme von der Auftragsannahme über die Versanddisposition bis zur Lieferung und Beschwerdeannahme. Dadurch wird gewährleistet, dass Aufträge besonders schnell und reibungslos abgewickelt werden.
Der Transport der Produkte zum Kunden erfolgt durch Logistikdienstleister. Diese werden anhand strenger Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätskriterien ausgewählt und bewertet. Neben dem Schutz von Mensch und Umwelt ist die Lieferzuverlässigkeit besonders wichtig. Transporte werden bevorzugt auf dem Schienenweg oder intermodal, also über eine Kombination verschiedener Verkehrsträger, abgewickelt. Bei der Wahl des Transportweges wird auch auf Energieeffizienz und die Minimierung von CO2-Emissionen geachtet. Die Kunden werden aus produktionsnahen Lägern beliefert, sofern Transportzeit und Lieferzuverlässigkeit dies zulassen. Bei längeren Distanzen wird Ware in regionalen Distributionszentren zwischengelagert und dann kurzfristig ausgeliefert.
2 Strategie
Langfristig profitabel wachsen – das ist das übergeordnete Ziel der Covestro Deutschland AG, auf das die Unternehmensstrategie ausgerichtet ist. Durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen möchte Covestro zum einen an der auch künftig erwarteten positiven Entwicklung seiner Abnehmerbranchen partizipieren. Zum anderen ist der Konzern konsequent auf Nachhaltigkeit und Innovation ausgerichtet; Produktions- und Kostenstrukturen werden fortlaufend optimiert. Diese Strategie wird in allen Bereichen des Unternehmens umgesetzt.
Die von der Covestro Deutschland AG belieferten Industrien werden nach Ansicht unabhängiger Experten in den kommenden Jahren stärker wachsen als die Weltwirtschaft. Als wesentliche Wachstumstreiber werden Makrotrends wie der Klimawandel, die Verknappung fossiler Ressourcen, die Zunahme der Weltbevölkerung, das Wachstum der Städte und die zunehmende Mobilität angesehen. Diese Herausforderungen sollen mit den Produkten und Lösungen von Covestro bewältigt werden – gemäß der Unternehmensvision „To make the world a brighter place“, also die Welt lebenswerter zu machen.
Nachhaltigkeit stellt ein zentrales Anliegen der Unternehmensführung dar. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit sollen durch profitables Wachstum zusätzliche ökonomische Werte geschaffen werden, gleichzeitig strebt Covestro danach, die Umwelt zu bewahren und die Gesellschaft voranzubringen. Dieser ganzheitliche Ansatz bestimmt das Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffbeschaffung über Produktion, Logistik und Vertrieb bis zur Verwendung der Produkte und deren Entsorgung bzw. Wiederverwertung.
Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter werden genauso wie der verantwortungsvolle Umgang mit nicht erneuerbaren Ressourcen als langfristige Erfolgsfaktoren des Unternehmens angesehen. In diesem Zusammenhang ist Covestro bestrebt, Alternativen für die verwendeten petrochemischen Derivate zu finden und seine Rohstoffbasis zu diversifizieren. Das Unternehmen überprüft seine Produktionsprozesse zudem fortlaufend auf wiederverwertbare Materialien und ist bestrebt, seine spezifischen CO2-Emissionen und den spezifischen Energiekonsum stetig zu reduzieren. Durch die Gewährleistung sicherer Produktionsprozesse und das Vorlegen einer weiterhin überdurchschnittlichen Sicherheitsbilanz sollen zugleich zentrale Anforderungen der Kunden von Covestro erfüllt werden.
Um die Profitabilität dauerhaft zu steigern, arbeitet die Covestro Deutschland AG daran, die Effizienz der einzelnen Werke – unter Beibehaltung eines sehr hohen technologischen Standards hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit – zu erhöhen.
Die Covestro Deutschland AG verbessert kontinuierlich die Effizienz und Effektivität im gesamten Unternehmen und stellt damit wettbewerbsfähige Kostenstrukturen sicher. Ziel ist es, im Branchenvergleich zu den Kostenführern zu gehören. Erreicht werden soll dies z. B. durch die weitere und konsequente Optimierung der Servicefunktionen und der IT-Infrastruktur sowie durch eine Verschlankung des Vertriebs auf Segmentebene.
3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
3.1 Ertragslage
Aufgrund der Berichtsperiode für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 ist eine Vergleichbarkeit der Ertragslage mit der des vorherigen Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. August 2015 nur eingeschränkt möglich. Deshalb wurde in einigen Fällen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (Vorjahresvergleichszeitraum) verglichen.
Der Umsatz der Covestro Deutschland AG belief sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 auf 1.680 Mio. €.
In der Business Unit Polyurethanes (PUR) belief sich der Umsatz auf 680 Mio. €. In allen Produktgruppen kam es zu einem starken Rückgang der Absatzpreise. Die Absatzmengen in den Produktgruppen Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) und Polyether-Polyole (PET) konnten im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2014 jeweils deutlich gesteigert werden. Der negative Preiseffekt konnte aber nicht vollumfänglich kompensiert werden. Bei Toluylen-Diisocyanat (TDI) hingegen waren auch die Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum rückläufig.
Die Business Unit Polycarbonates (PCS) erzielte einen Umsatz von 406 Mio. €. Die Absatzmengen konnten deutlich gesteigert werden, was insbesondere auf eine verbesserte Nachfrage in der Automobilindustrie zurückzuführen ist. Die Absatzpreise fielen insgesamt leicht unter das Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.
In der Business Unit Coatings , Adhesives , Specialties (CAS) betrug der Umsatz 369 Mio. €. Insgesamt konnte die Business Unit CAS einen leichten Zuwachs der Absatzmengen sowie der Absatzpreise gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum verzeichnen.
Mit sonstigen Geschäftsaktivitäten wurde ein Umsatz von 225 Mio. € erreicht. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Umsätze aus Koppelprodukten, die bei der Chlorproduktion entstehen, sowie um Lizenzerlöse.
Die Herstellungskosten beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 auf 1.340 Mio. €. Der Anteil der Herstellungskosten liegt mit 79,8 % nahezu auf Niveau des ersten Rumpfgeschäftsjahres (80,0 %). Ursächlich hierfür sind die weiterhin niedrigen Rohstoffkosten. So lagen beispielsweise die Bezugspreise für Benzol im Zeitraum 1. September bis 31. Dezember 2015 rund 40 % unterhalb der Vergleichsperiode 1. September bis 31. Dezember 2014. Der Rohstoff Phenol konnte zu ca. 34 % geringeren Preisen bezogen werden, bei Toluol lag das Niveau etwa 20 % unterhalb des Vorjahresvergleichszeitraumes.
Die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz sind um 2 %-Punkte auf 8,4 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Auflösung der stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH, Monheim, und dem damit verbundenen Wegfall der Lizenzgebühren (77 Mio. €) im zweiten Rumpfgeschäftsjahr zurückzuführen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bezogen auf den Umsatz liegen mit 3,7 % nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,2 %). Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten im Verhältnis zum Umsatz auf 5,9 % (Vorjahr: 4,6 %) ist vor allem auf die vergrößerte Organisationsstruktur im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung des Covestro-Konzerns zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 8 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus Mieterlösen und der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9 Mio. € spiegeln sich vor allem Mietaufwendungen, Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie Versicherungsaufwendungen wider.
Das operative Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 betrug somit 36 Mio. €.
Das Finanzergebnis von 196 Mio. € ist durch die im Kapitel „Unternehmensstruktur“ beschriebene Veräußerung der Anteile an der Bayer Thai Company Limited, Bangkok, Thailand, geprägt. Dem Veräußerungsgewinn steht die Abwertung des Beteiligungsbuchwerts der Covestro S.L., Barcelona, Spanien, gegenüber. Das Vorjahr ist mit dem Berichtsjahr insoweit nicht vergleichbar, als der Wegfall der atypisch stillen Beteiligung mit 114 Mio. € im Beteiligungsergebnis einen besonderen positiven Effekt und die Ausgleichszahlung für Altpensionäre in Höhe von 217 Mio. € einen besonderen belastenden Effekt in den sonstigen finanziellen Aufwendungen beinhaltet. Aufgrund der im Vorjahr fehlenden Stichtagsidentität mit Tochtergesellschaften ergeben sich bei den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen für das Berichtsjahr höhere Erträge in Höhe von 14 Mio. €.
Aufgrund des seit dem 1. September 2015 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Covestro AG, Leverkusen, wurde der Gewinn des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 232 Mio. € vollständig an die Covestro AG, Leverkusen, abgeführt.
3.2 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Covestro Deutschland AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum 31. August 2015 um 2.125 Mio. € auf 9.674 Mio. €. Der Vermögenszuwachs resultierte im Wesentlichen aus der signifikanten Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.723 Mio. € sowie der Kassenbestände und Bankguthaben um 590 Mio. €. Die Bilanzsummenerhöhung resultiert hauptsächlich aus der Konzerninnenfinanzierung der Covestro-Gesellschaften und der Liquiditätsbündelung in der Covestro Deutschland AG aus der erweiterten Funktion als Cash-Pool-Führer. Zu diesem Zweck und zur Ablösung vorhandener Darlehen wurden zusätzliche Finanzmittel von der Covestro AG, Leverkusen, in Höhe von 3.200 Mio. € aufgenommen.
Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände um 5 Mio. € ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Rechten und Patenten von der Sumika Covestro Urethane Co. Ltd, Amagasaki, Japan, zurückzuführen.
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich leicht um 3 Mio. € auf 813 Mio. €. Gegenläufig zu kleineren Investitionsprojekten wirkten sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5 Mio. € aus.
Das Finanzanlagevermögen sank im Vergleich zum 31. August 2015 um 109 Mio. € auf 4.871 Mio. € (Vorjahr: 4.979 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung vorgenommenen und im Kapitel „Unternehmensstruktur“ beschriebenen Transaktionen zurückzuführen.
Die Vorräte betrugen zum 31. Dezember 2015 392 Mio. € und lagen somit 15 Mio. € unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 407 Mio. €). Bei Anwendung der LiFo-Methode zum Stichtag würden die Vorratsbestände nach Berücksichtigung des Niederstwertprinzips 389 Mio. € betragen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 34 Mio. € auf 630 Mio. €. Der Rückgang ist dem vom Vorjahr abweichenden Stichtag geschuldet.
Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 2.151 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen begründet durch die Forderungen aus kurzfristigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.993 Mio. €.
Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 Mio. € auf 46 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Einstufung als Stromerzeuger im Sinne des StromStG zum 1. Januar 2015 zurückzuführen und dem damit verbundenen Rückgang der Forderungen aus Stromsteuer.
Das Gesamtvermögen zum 31. Dezember 2015 ist unverändert zum Vorjahr mit 1.783 Mio. € (Vorjahr: 1.783 Mio. €) durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote ist von 23,6 % zum 31. August 2015 auf 18,4 % gesunken. Der Anstieg des Fremdkapitals um 2.125 Mio. € auf 7.891 Mio. € ist auf die Konzerninnenfinanzierung der Covestro-Gesellschaften und der Liquiditätsbündelung in der Covestro Deutschland AG aus der Funktion als Cash-Pool-Führer zurückzuführen. Diese führte insbesondere zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.095 Mio. €. Der Anstieg der Pensions- sowie Personalrückstellungen ist im Wesentlichen auf den höheren Mitarbeiterbestand aufgrund der Betriebsübergänge zurückzuführen.
Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum 31. August 2015 um 54 Mio. € auf 921 Mio. € erhöht. Begründet ist dies insbesondere durch einen Anstieg der Pensionsrückstellungen auf 644 Mio. € (Vorjahr: 619 Mio. €) sowie der Verpflichtungen für Personalsachverhalte auf 244 Mio. € (Vorjahr: 218 Mio. €). Diese Effekte sind vor allem auf die zum 1. September 2015 zur Covestro Deutschland AG gewechselten Mitarbeiter der Bayer AG, Leverkusen, der Bayer Business Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Direct Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Real Estate GmbH, Leverkusen, der Bayer Intellectual Property GmbH, Monheim, sowie der Pallas AG, Leverkusen, sowie auf die Änderung des Rechnungszinssatzes zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 490 Mio. € und lagen somit rund 57 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 547 Mio. €). Der Rückgang ist zum einen dem vom Vorjahr abweichenden Stichtag und zum anderen dem Wegfall diverser Leistungszukäufe bei Gesellschaften des Bayer-Konzerns geschuldet.
Weiterhin sind die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.095 Mio. € auf 6.388 Mio. € angestiegen, dies ist vor allem auf die Aufnahme von zusätzlichen Darlehen bei der Covestro AG, Leverkusen, in Höhe von 3.200 Mio. € zurückzuführen, welche teilweise zur Verminderung des Darlehens von der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, verwendet wurden.
Zum 31. Dezember 2015 bestehen Verbindlichkeiten, die der Unternehmensfinanzierung zuzuordnen sind, gegen die Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, in Höhe von 2.094 Mio. € (Vorjahr 3.816 Mio. €). Diese sind am 30. März 2016 und am 29. Juni 2016 zur Rückzahlung fällig. Die Refinanzierung wird über die Covestro AG, Leverkusen, erfolgen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund eines von der Bayer BV, Mijdrecht, Niederlande, übertragenen Darlehen sowie gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus Bonusvereinbarungen um insgesamt 28 Mio. € auf 83 Mio. € erhöht.
Die Liquidität und die Finanzierung der Covestro Deutschland AG waren im Berichtsjahr jederzeit gesichert. Zukünftige Liquiditätsengpässe sind nicht absehbar. Die Versorgung der Covestro Deutschland AG mit Finanzmitteln erfolgt durch die Muttergesellschaft Covestro AG, Leverkusen, deren Finanzabteilung die Liquidität des Covestro-Konzerns steuert.
4 Forschung, Entwicklung und Innovation
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Covestro Deutschland AG beliefen sich auf 62 Mio. €, die F&E-Quote lag damit bei 3,7 % vom Umsatz (Vorjahr: 3,2 %).
Forschung und Entwicklung sind für Covestro ein Kernelement der Unternehmensstrategie, um die eigene Position im Wettbewerb zu halten und auszubauen. Dabei wird kontinuierlich an Neuerungen und Verbesserungen sowohl bei Produkten als auch bei Herstellungs-, Verarbeitungs- und Geschäftsprozessen gearbeitet. Der stetige Innovationsprozess wird unternehmensübergreifend einheitlich und effizient gesteuert. So wird sichergestellt, dass die laufenden Vorhaben und die Projekt-Pipeline den aktuellen und künftigen Bedürfnissen der Kunden und Abnehmerindustrien und letztlich der Endverbrauchermärkte von Covestro entsprechen.
Inhaltlich liegt der Fokus auf der Erhaltung bestehender und der Entwicklung höherwertiger Anwendungen. Weitere Schwerpunkte sind die Steigerung von Funktionalitäten, Flexibilität im Design, kostensparende Produktionsprozesse und Nachhaltigkeit, wobei sich Covestro auch mit Alternativen zu petrochemischen Rohstoffen befasst.
Neben der engen Zusammenarbeit mit Kunden und Anwendern ist die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Start-up-Unternehmen und Ausgründungen im akademischen Bereich sehr wichtig.
In der Business Unit Polyurethanes (PUR) entwickelt Covestro u. a. neue Materialien wie mikrozellulare Schäume, die zur Dämmung von Gebäuden und Kühlketten dienen. Außerdem arbeitet der Bereich daran, den Flammschutz zu erhöhen. Ein weiteres aktuelles Thema sind leichtgewichtige Verbundwerkstoffe. Hierzu zählen Anwendungen in der Automobilindustrie, die zu Gewichtseinsparungen bei höherer Produktivität und verbessertem Komfort beitragen.
Auf dem Gebiet der Prozessentwicklung wird die Nutzung von Kohlendioxid als neue Kohlenstoffquelle vorangetrieben, um die Abhängigkeit von petrochemischen Rohstoffen zu verringern. 2016 soll erstmals eine neuartige Form der Polyurethan-Komponente Polyol auf CO2-Basis im Markt eingeführt werden.
Im Segment Polycarbonates (PCS) werden vor allem Produkte für die Automobil- sowie die Elektro- und Elektronikindustrie entwickelt. Ziele dabei sind die Gewichtsverringerung, verbesserte Energieeffizienz und Sicherheit sowie größere Designfreiheit.
Im Bereich Lichttechnik steht vor allem die Förderung der LED-Technologie im Fokus. Leuchtdioden verbrauchen deutlich weniger Energie und halten länger als traditionelle Leuchtmittel. Hier hat Covestro spezielle Materialien zur Lenkung, Streuung und Reflexion von LED-Licht sowie der Ableitung der entstehenden Abwärme entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Fortentwicklung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen auf Basis von Polycarbonat. Vor allem bei hochwertigen IT-Produkten und Automobilkomponenten können diese die Leistungsfähigkeit erhöhen.
Im Segment Coatings , Adhesives , Specialties (CAS) werden Polyurethan-Rohstoffe für hochwertige Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialitäten entwickelt. Ein Ziel dabei ist es, für die Kernprodukte neue Anwendungsmöglichkeiten und neue Märkte zu erschließen.
Außerdem wird an Lösungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe gearbeitet. So hat das Unternehmen 2015 einen neuartigen Härter für Polyurethan-Lacke vorgestellt. Das Produkt auf Basis von Pentamethylen-Diisocyanat (PDI) wird zu 70 % aus Biomasse gewonnen, welche nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht.
Ferner wurde ein thermolatenter Härter für Automobillacke entwickelt, der sich bei deutlich geringeren Temperaturen als Standardprodukte verarbeiten lässt. Das senkt den Energieverbrauch und beschleunigt die Produktionszeiten. Für Textilien und Kunstleder bietet Covestro eine neue Generation Polyurethan-Dispersionen an, die Ressourcen schonen und komplett ohne organische Lösungsmittel auskommen.
5 Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2015 beschäftigte die Covestro Deutschland AG 5.888 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.271 Mitarbeiter). Damit hat sich die Mitarbeiterzahl aufgrund nachstehender Betriebsübergänge gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Der Personalaufwand belief sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 auf 235 Mio. €.
Zum 1. September 2015 sind die Mitarbeiter der Bayer AG, Leverkusen, der Bayer Business Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Direct Services GmbH, Leverkusen, der Bayer Real Estate GmbH, Leverkusen, der Bayer Intellectual Property GmbH, Monheim und der Pallas AG, Leverkusen, die Covestro zuzurechnen sind, per Betriebsübergang auf die Covestro Deutschland AG übergegangen.
Die im Rahmen der entsprechenden Kaufverträge übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden waren bereits zum 31. August 2015 auf die Covestro Deutschland AG übergegangen.
Anschließend sind zum 15. September 2015 158 Mitarbeiter, die in den zentralen Unternehmensfunktionen Finanzen, Steuern, Portfolio & Projektmanagement, Recht, Patentverwaltung und Compliance sowie Corporate Office tätig sind, auf die Covestro AG, Leverkusen, übergegangen.
Der wirtschaftliche Erfolg von Covestro entsteht erst durch das Wissen, Können und Engagement aller Mitarbeiter. Ihre Neugier, stets nach neuen Lösungen zu suchen, und ihr Mut, bekannte Wege zu verlassen, sind Qualitäten, die Covestro an seinen Mitarbeitern schätzt und sich auch bei zukünftigen Mitarbeitern wünscht. Alle Mitarbeiter von Covestro arbeiten gemeinsam an der Vision des Unternehmens mit: „To make the world a brighter place“ – also die Welt lebenswerter machen. Dieses Motto ist eng an die Werte „Curious“ (neugierig), „Courageous“ (mutig) und „Colorful“ (bunt) geknüpft und wird derzeit im Zuge des Employer Brandings intern und extern positioniert.
Covestro kombiniert ein aufgabenbezogenes Grundgehalt mit erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen sowie umfangreichen Zusatzleistungen. Dadurch wird den Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld geschaffen, das ihnen ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit bietet und eine international wettbewerbsfähige Vergütung sichergestellt. Neben einer weltweit fairen Vergütung legt Covestro großen Wert darauf, die Mitarbeiter transparent über die Zusammensetzung ihrer Gesamtvergütung zu informieren.
Das Grundgehalt wird auf Basis einer personenunabhängigen Stellenbewertung bestimmt, die für den gesamten leitenden Bereich konzernweit einheitlich auf international anerkannten Bewertungsmethoden basiert. In den Unternehmens- oder Tätigkeitsbereichen, die durch einen verbindlichen Entgelttarifvertrag geregelt sind, sind geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede für gleichwertige Tätigkeiten grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt auch für die Ausbildungsvergütungen.
Für das obere Management besteht derzeit mit dem „Aspire“-Programm ein konzernweit einheitliches und langfristig an der Aktienkursentwicklung orientiertes Vergütungsprogramm. Für das Senior Management ist zusätzlich ein angemessenes Eigeninvestment in Unternehmensaktien Voraussetzung für die Teilnahme am „Aspire“-Programm. Dieses Programm wird für das Jahr 2016 durch ein aktienbasiertes Barvergütungsprogramm mit vierjährigen Performance-Perioden ersetzt.
Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in Führungspositionen
Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom Mai 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die betroffenen Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30. September 2015 beschlossen haben. Dabei darf bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist gesetzlich nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen.
Der Aufsichtsrat der Covestro Deutschland AG hat für den Frauenanteil im Vorstand der Covestro Deutschland AG eine Zielgröße von mindestens 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Damit wird der aktuelle Stand festgehalten. Für den Aufsichtsrat gilt ein gesetzlicher Mindestanteil von jeweils 30 % Frauen und 30 % Männern, der im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits erreicht wurde.
Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Covestro Deutschland AG eine Zielgröße von mindestens 10 % und eine Umsetzungsfrist bis zum Ablauf des 30. Juni 2017 beschlossen. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine Zielgröße von mindestens 20 % und eine Umsetzungsfrist ebenfalls bis zum Ablauf des 30. Juni 2017 beschlossen. Die Umsetzungsfrist schöpft den zulässigen Rahmen für die erstmalige Festlegung der Umsetzungsfrist aus.
6 Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
7 Umweltschutz
Covestro arbeitet kontinuierlich daran, Belastungen für die Umwelt zu verringern sowie innovative Produktlösungen zu entwickeln. Diese unterstützen die Kunden des Unternehmens dabei, ihre eigene Ressourceneffizienz zu steigern und Emissionen zu verringern. Ökoeffiziente Prozesse helfen, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig die Kosten für Material, Energie, Emissionen und Entsorgung zu senken.
Für die operative Umsetzung dieses Engagements wurden ein integriertes Managementsystem etabliert und entsprechende global gültige Mindeststandards in Form von Vorschriften und Regelungen definiert, die sich in Übereinstimmung mit international anerkannten Normen und Regelwerken wie ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 50001 (Energiemanagement) befinden.
Die Einhaltung der Prozesse wird bei regelmäßig durchgeführten internen und externen (Zertifizierungs)-Audits überprüft. Die Erkenntnisse der Audits sowie sich daraus eventuell ergebende Anpassungen des Managementsystems fließen in die regelmäßige Managementbewertung ein. Jeder Prozess unterliegt hierdurch einer fortlaufenden Überwachung. Im Jahr 2015 ergaben sich aus dieser Evaluation keine geänderten Anforderungen an das globale Managementsystem. Darüber hinaus erfasst Covestro alle Compliance-Verdachtsfälle konzernweit nach einheitlichen Kriterien.
8 Chancen- und Risikobericht
Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist die Covestro Deutschland AG permanent einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen der finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.
Die unternehmerischen Entscheidungen, die täglich im Zuge der Geschäftsprozesse getroffen werden, basieren auf einem ausgewogenen Umgang mit Chancen und Risiken. Das Risikomanagement wird deshalb als wesentlicher Bestandteil des Business-Management-Systems und nicht als Aufgabe einer speziellen organisatorischen Einheit betrachtet. Das Risikomanagement von Covestro beginnt mit den Strategie- und Planungsprozessen des Unternehmens, von denen relevante externe und interne Chancen und Risiken wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Art abgeleitet werden. Die Chancen und Risiken werden durch die Beobachtung und Analyse von Trends sowie makroökonomischen, branchenspezifischen, regionalen und lokalen Entwicklungen identifiziert. Die erkannten Chancen und Risiken werden anschließend bewertet und in die strategischen und operativen Strukturen von Covestro integriert. Risiken sollen durch geeignete Gegenmaßnahmen vermieden oder begrenzt bzw. soweit wie möglich und wirtschaftlich vertretbar auf Dritte übertragen werden (z. B. Versicherungsgesellschaften). Beherrschbare und kontrollierbare Risiken, die in vernünftigem Verhältnis zu den erwarteten Chancen stehen, werden bewusst in Kauf genommen. Sie werden als allgemeines Risiko der Geschäftstätigkeit betrachtet. Die Chancen und Risiken werden laufend anhand von Indikatoren überwacht, damit z. B. Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld früh erkannt und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können.
Damit der Vorstand und der Aufsichtsrat die wesentlichen Geschäftsrisiken gemäß den gesetzlichen Vorschriften überwachen können, werden die folgenden Systeme angewendet: ein internes Kontrollsystem, das die ordnungsgemäße und korrekte Finanzberichterstattung gemäß § 289 Absatz 5 und § 315 Absatz 2 Nr. 5 des deutschen Handelsgesetzbuchs gewährleistet, ein Compliance-Management-System und ein Frühwarnsystem für Risiken gemäß § 91 Absatz 2 des deutschen Aktiengesetzes.
Die verschiedenen Managementsysteme basieren auf unterschiedlichen Risikoarten, Risikoniveaus und Zeitrahmen. Deshalb werden auch unterschiedliche Prozesse, Methoden und IT-Systeme zur Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken eingesetzt. Die Grundsätze, die den verschiedenen Systemen zugrunde liegen, sind in Konzernrichtlinien dokumentiert, die in den zentralen Unternehmensprozess zur Dokumentenkontrolle integriert sind und allen Mitarbeitern über das Covestro-Intranet zur Verfügung stehen. Die Gesamtverantwortung für die Effektivität und Zweckdienlichkeit des Systems trägt der Finanzvorstand.
Die Risiken werden anhand des geschätzten potenziellen Verlusts, der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und ihrer Relevanz für unsere externen Stakeholder bewertet. Alle wesentlichen Risiken und die jeweiligen Gegenmaßnahmen werden in einer konzernweiten Datenbank dokumentiert. Das Risikofrühwarnsystem wird während des Jahres laufend überprüft. Wesentliche Änderungen müssen umgehend in die Datenbank eingegeben werden und der Vorstand muss sofort darüber informiert werden. Mindestens einmal jährlich wird dem Aufsichtsrat ein Bericht zum Risikoportfolio vorgelegt. Die folgende Matrix zeigt die finanziellen Kriterien, anhand derer ein Risiko als hoch, mittel oder gering eingestuft wird.
Bewertungsmatrix nach finanziellen Kriterien
| Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sehr Gering | Gering | Mittel | Hoch | Sehr Hoch | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kumulierter Schaden in Mio € |
|||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ≥ 116 | M | M | M | H | H |
| 61-115 | L | M | M | H | H |
| ≤ 60 | L | L | L | L | L |
H = Hohes Risiko, M = Mittleres Risiko, L = Niedriges Risiko
Die Effektivität unserer Managementsysteme wird regelmäßig durch den Bereich Corporate Audit einer unabhängigen und objektiven Untersuchung unterzogen, bei der schwerpunktmäßig die Konformität mit Gesetzen und Richtlinien überprüft wird. Corporate Audit unterstützt das Unternehmen außerdem bei der Erreichung seiner Ziele, indem es die Effizienz und Effektivität von Governance-, Risikomanagement- und Kontrollprozessen systematisch prüft und Hilfestellung bei ihrer Verbesserung gibt. Die Auswahl der Prüfgegenstände erfolgt anhand eines risikobasierten Ansatzes. Corporate Audit erfüllt seine Aufgaben gemäß international anerkannten Standards und erbringt zuverlässige Prüfleistungen. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird jährlich ein Bericht über das interne Kontrollsystem und seine Effektivität vorgelegt.
Risiken in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit, Umweltschutz und Produktqualität werden durch spezifische HSEQ-Prüfungen (Health, Safety, Environment and Quality) bewertet.
Zudem bewertet der externe Prüfer im Rahmen seiner Prüfung des Jahresabschlusses die grundsätzliche Eignung des Frühwarnsystems zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Prüfer berichtet über die Erkennung von eventuellen Schwächen im internen Kontrollsystem regelmäßig an den Konzernvorstand und den Aufsichtsrat. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden bei der kontinuierlichen Verbesserung der Managementprozesse von Covestro Berücksichtigung.
Im Folgenden werden Risiken, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, erläutert. Als wesentlich werden Risiken angesehen, deren potenzielle Schadenshöhe von Covestro auf größer als 60 Mio. € geschätzt wird, auch wenn zum Teil von einer sehr niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen wird. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken. Die Risiken werden stärker aggregiert als in unserer internen Dokumentation.
8.1 Umfeld
Ethisches Verhalten ist ein Thema mit essenzieller Bedeutung für die Gesellschaft. Viele Aktionäre beurteilen Unternehmen nicht nur danach, ob sie „legal“, sondern auch, ob sie „legitim“ handeln. Der Covestro-Konzern bekennt sich zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen seines wirtschaftlichen Handelns. Verstöße gegen diese Selbstverpflichtung können zu einer negativen Berichterstattung in den Medien und somit zu einer negativen Wahrnehmung des Covestro-Konzerns in der Öffentlichkeit führen. Diesem Risiko wird durch eine verantwortungsvolle Unternehmensführung begegnet, die darauf abzielt, neben wirtschaftlichem auch ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen zu generieren.
Die wirtschaftlichen Bedingungen weltweit und vor allem in den geografischen Regionen, in denen Covestro tätig ist, wirken sich entscheidend auf die Ergebnisse des Unternehmens aus. Ihr Einfluss auf die Branchen, denen die direkten und indirekten Kunden von Covestro angehören, entscheidet mit über die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens.
Negative Wirtschaftsentwicklungen haben in der Regel nachteilige Auswirkungen auf die Absatzmärkte der Produkte von Covestro, die meist zum Rückgang der Absatzmengen und des operativen Ergebnisses des Unternehmens führen. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf die Absatzmengen und das operative Ergebnis hängen zudem von der Kapazitätsauslastung in der Branche ab und diese wiederum vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage für die branchenspezifischen Produkte. Ein Rückgang der Nachfrage führt zu verminderten Absatzmengen und letzten Endes zu einer verringerten Kapazitätsauslastung, die sich negativ auf die Margen auswirkt.
Ein konjunktureller Abschwung oder das veränderte Marktverhalten bestehender Wettbewerber bzw. der Eintritt neuer Konkurrenten kann zu intensiverem Wettbewerb und damit zu Überkapazitäten auf dem Markt oder auch einem erhöhten Preisdruck führen.
Durch seine internationale Ausrichtung ist das Geschäft von Covestro den Einflüssen durch größere Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen und den damit verbundenen Risiken ausgesetzt. Diese können sich nachteilig auf das Geschäft des Unternehmens auswirken und seine Erfolgsaussichten erheblich schmälern. In der Vergangenheit gab es in den Märkten für die meisten der Produkte des Covestro-Konzerns Zeiten mit knappem Angebot, das zum Anstieg der Preise und der Gewinnmargen führte, gefolgt von Phasen mit starker Kapazitätsausweitung, die zu einem Überangebot mit rückläufigen Preisen und Gewinnmargen führten. Solche wechselnden Phasen werden häufig durch neue World-Scale-Anlagen oder die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen zur Erzielung oder Erhaltung von positiven Skaleneffekten in den einzelnen Segmenten der Branche ausgelöst, auf die ein Rückgang der branchenweiten Auslastungsraten folgt.
Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzt das Management von Covestro das organische Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Expertenteams leiten daher sowohl den Due-Diligence-Prozess als auch die Integration. Im Rahmen der Due Diligence werden risikobehaftete Aspekte wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen an den Produktionsstandorten überprüft.
Weitere Chancen und Risiken können sich aus den Abweichungen zu den Einschätzungen des Unternehmens hinsichtlich der konjunkturellen Weiterentwicklung der Märkte ergeben, die im Kapitel „Konjunkturausblick“ geschildert werden. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebniserwartung von Covestro haben. Mit Hilfe laufender Analysen des wirtschaftlichen Umfelds und der Konjunkturprognosen werden die erkannten Chancen verfolgt und wird Risiken mit einer Anpassung der Geschäftsstrategie begegnet.
8.2 Innovation
Covestro analysiert globale Trends und begegnet ihnen mit der Entwicklung innovativer Lösungen. Auf diese Weise werden die durch die Trends entstehenden Herausforderungen bewältigt und gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahrgenommen.
8.3 Schonung der natürlichen Ressourcen und des Klimas
Die Begrenztheit von natürlichen Ressourcen und die Bemühungen zum Klimaschutz führen zu einer verstärkten Nachfrage nach innovativen Produkten und Technologien, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und Emissionen senken. Diese Entwicklungen werden durch steigende regulatorische Anforderungen sowie eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen weiter forciert. In diesem Kontext entwickelt Covestro neue Werkstoffe, die dazu beitragen, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen und Emissionen zu verringern. Beispielsweise wird von Covestro hergestelltes Polyurethan mit einer positiven Energiebilanz in der Bauindustrie zur Wärmedämmung eingesetzt und Polycarbonat in der Automobilindustrie verwendet, um das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren.
8.4 Produkte und Produktverantwortung
Der Covestro-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, dass sein guter Ruf durch negative Berichterstattung, Pressespekulationen und potenzielle oder tatsächliche rechtliche Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit seinen geschäftlichen Aktivitäten geschädigt wird. Wenn die chemische Industrie allgemein oder die Prozesse und Produkte von Covestro im Besonderen negativ durch die Gesellschaft wahrgenommen werden, kann dies dem Ruf des Unternehmens ebenfalls schaden. Auch die unsachgemäße Anwendung und Handhabung unserer Produkte durch Dritte können sich rufschädigend auswirken.
Darüber hinaus können Bedenken bezüglich der Produktsicherheit und der Umweltverträglichkeit Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Produkte und Aktivitäten von Covestro, die Wirtschaftlichkeit bestimmter Produkte, den Ruf des Unternehmens und die Fähigkeit zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern haben. Um in vollem Umfang zu verstehen, welche Auswirkungen die chemischen Verbindungen haben können, die in den Produkten des Unternehmens und bei deren Herstellung verwendet werden, sind Fachkenntnisse erforderlich. Deshalb können Behauptungen, diese Verbindungen seien schädlich, zu Rufschädigungen führen, auch wenn diese Behauptungen letztendlich entkräftet werden. Derartige Behauptungen können zu verändertem Verbraucherverhalten oder zusätzlichen behördlichen Bestimmungen führen, selbst wenn eine schädliche Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist oder sogar wissenschaftliche Gegenbeweise vorliegen.
8.5 Einkauf und Produktion
In dem von Covestro vorgegebenen Verhaltenskodex für Lieferanten sind die Nachhaltigkeitsgrundsätze und Anforderungen gegenüber den Partnern des Unternehmens in der Wertschöpfungskette beschrieben. Dieser fordert von den Lieferanten, die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie die Achtung der Menschenrechte und somit z. B. den Verzicht auf jegliche Art der Kinderarbeit. Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für das Unternehmen. Anhand von Lieferanten-Bewertungen und Lieferanten-Audits überprüft Covestro, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in der Lieferkette umgesetzt und eingehalten werden. Der Lieferantenkodex des Unternehmens basiert auf den Prinzipien des UN Global Compact und der Menschenrechtsposition von Covestro. Der Kodex bildet die grundsätzliche Basis für die Zusammenarbeit. Er ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge rechtsverbindlich integriert.
Covestro benötigt signifikante Mengen an Energien und petrochemischen Rohstoffen für die Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Energie und Rohstoffe können aufgrund der Marktbedingungen oder der Gesetzgebung erheblich schwanken. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass gestiegene Herstellungskosten nicht immer über Preisanpassungen an Kunden weitergegeben werden können.
Neben der Produktsicherheit hat der Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt für Covestro hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.
Covestro verwendet bei seinen Produktionsprozessen große Mengen von Gefahrstoffen. Bei der Produktion entsteht Sondermüll und es werden Abwässer sowie Luftschadstoffe emittiert. Deshalb unterliegen die Aktivitäten von Covestro in zahlreichen Rechtsgebieten innerhalb der Regionen APAC, EMLA und NAFTA umfassenden internationalen, nationalen und lokalen Gesetzen, Bestimmungen, Regelungen und Verordnungen in Bezug auf den Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz (Environment, Health and Safety – EHS). Die EHS-Bestimmungen gelten für die meisten Aktivitäten von Covestro, und das Unternehmen muss erhebliche Ressourcen aufwenden, um sie zu erfüllen. Die für die Einhaltung der EHS-Bestimmungen anfallenden Kosten sind Teil der Betriebskosten von Covestro und müssen letztendlich durch die Preise gedeckt sein, zu denen das Unternehmen seine Produkte verkaufen kann. Bei Wettbewerbern von Covestro, die nicht in gleichem Maße von EHS-Bestimmungen betroffen sind, können die Betriebskosten unter Umständen niedriger sein, sodass sie ihre Produkte zu einem niedrigeren Preis anbieten können als Covestro.
An den Standorten von Covestro kann es zu Betriebsunterbrechungen u. a. durch Elementarereignisse, Brand/Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten kommen. Diesem Risiko wird mit einer Verteilung der Produktion für bestimmte Produkte auf mehrere Standorte bzw. mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen begegnet. Zudem wurde für die Produktionsstandorte als verpflichtender Bestandteil des HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement implementiert. Es dient dem Schutz von Mitarbeitern und Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den o. g. Risiken. Die Grundlage hierfür bildet die Konzernregelung „Sicherheits- und Krisenmanagement“.
Im Hinblick auf ein gestiegenes ökologisches Bewusstsein eröffnen sich für Covestro Chancen in doppelter Hinsicht. Zum einen erschließen sich Marktpotenziale aus der Entwicklung von innovativen Werkstoffen für die Kunden von Covestro. Zum anderen können neben einer Entlastung der Umwelt Kostenvorteile realisiert werden, wenn es gelingt, die Energieeffizienz der eigenen Produktionsprozesse weiter zu steigern. So soll mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und der Anwendung international anerkannter Energiemanagementsysteme dazu beigetragen werden, steigende regulatorische Umweltschutzbestimmungen zu erfüllen, Emissionen und Abfall weiter zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen. Hierdurch leistet Covestro nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz und zur Schonung der natürlichen Ressourcen, sondern erzielt auch einen Kosten- bzw. Wettbewerbsvorteil.
8.6 Mitarbeiter
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Insbesondere in Ländern mit Vollbeschäftigung werden qualifizierte Fachkräfte von den Unternehmen intensiv umworben. Sollte es nicht gelingen, in diesen Ländern im erforderlichen Ausmaß Mitarbeiter zu rekrutieren und an Covestro zu binden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Unternehmensentwicklung haben.
Basierend auf der Analyse der zukünftigen Bedürfnisse entwickelt Covestro entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -entwicklung. So sollen u. a. durch ein umfassendes Personalmarketing („Employer-Branding-Kampagne“) die Zielgruppen von den Vorteilen des Unternehmens überzeugt werden. Die Personalpolitik basiert auf den Grundsätzen der Menschenrechts-position von Covestro, der Corporate Compliance Policy und den Unternehmenswerten. Wichtige Bestandteile dieser Personalpolitik sind eine wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversity) ermöglicht zudem die Ausschöpfung des gesamten Arbeitsmarktpotenzials.
Covestro ist auf gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitern, den Gewerkschaften und den Mitarbeitervertretern angewiesen, um Arbeitsniederlegung zu vermeiden, Restrukturierungsprogramme umzusetzen, bestehende Tarifverträge abzuändern und faire, angemessene Löhne sowie andere wichtige Arbeitsbedingungen aushandeln zu können.
8.7 Informationstechnologie
Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Covestro-Konzerns basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen. Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit der internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.
Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei Covestro von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko wird mit entsprechenden Maßnahmen, z. B. in Form eines Berechtigungskonzepts, begegnet.
Des Weiteren wurde ein Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie und Architektur der IT-Systeme sowie entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Durch diese Maßnahmen soll ein Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielt werden.
8.8 Recht und Compliance
Die Covestro Deutschland AG ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen das Unternehmen entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.
Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund möglicher Verletzungen von gesetzlichen Vorschriften oder regulatorischen Bestimmungen, wie etwa wegen potenzieller Verstöße gegen Kartellgesetze oder bestimmter Marketing- und Vertriebspraktiken, können straf- und zivilrechtliche Sanktionen einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller Nachteile zur Folge haben. Sie können der Reputation von Covestro schaden und sich letztlich nachteilig auf den Unternehmenserfolg auswirken.
Mit einer CO-Versorgungsleitung sollen die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbunden und das schon bestehende Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen ergänzt werden. Damit soll eine sichere, reibungslose und standortübergreifende Versorgung mit Kohlenmonoxid (CO) sichergestellt werden. Die Inbetriebnahme der Ende 2009 nahezu fertiggestellten Pipeline ist aufgrund gerichtlicher Verfahren und eines laufenden Planänderungsverfahrens derzeit noch nicht möglich. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf 2011 die wesentlichen Aspekte des Planfeststellungsbeschlusses, insbesondere die Sicherheit der verwendeten Materialien und die Rechtskonformität des Rohrleitungsgesetzes, bestätigt hatte, gingen die Kläger und die beklagte Bezirksregierung in Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte 2014 keine Einwände gegen die Sicherheit und Trassenwahl der Pipeline, stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes in Frage, welches die rechtliche Basis des Projektes darstellt. Über die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Die Covestro Deutschland AG teilt die Zweifel des Oberverwaltungsgerichts Münster an der Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes nicht und sieht gute Chancen für die Inbetriebnahme der Pipeline.
8.9 Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Die Covestro Deutschland AG ist finanziellen Chancen und Risiken in Form von Marktpreisänderungen sowie Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Zur Steuerung der finanziellen Chancen und Risiken sind Prozesse etabliert und dokumentiert. Einen Baustein bildet dabei die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs und des künftigen Devisenrisikos dient. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert. Seit dem 1. September 2015 wird das Liquiditätsrisiko der Covestro Deutschland AG vom Bereich Finanzen des Covestro-Konzerns, der bei der Covestro AG, Leverkusen, angesiedelt ist, zentral ermittelt und gesteuert.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel durch Liquiditätsbündelung (Cash-Pooling-Agreements) oder durch interne Kredite bereitgestellt, um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können.
Devisen
Devisenchancen und -risiken von Finanztransaktionen ergeben sich für die Covestro Deutschland AG aus Änderungen von Devisenkursen und den damit verbundenen Wertänderungen.
Materielle Forderungen und Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit und finanziellen Positionen werden in der Regel für liquide Währungen in voller Höhe mit Devisentermingeschäften gesichert.
Geplante und kontrahierte Zahlungseingänge und -ausgänge (antizipiertes Exposure) werden seit dem 1. September 2015 weiterhin gemessen, jedoch findet vorerst keine Sicherung statt. Sollte sich das Wechselkursrisiko signifikant erhöhen, wird die Sicherung der geplanten zukünftigen Zahlungseingänge und -ausgänge wieder aufgenommen.
Marktpreisänderungen
Chancen und Risiken aus Änderungen von Marktpreisen ergeben sich im Devisen- sowie im Zinsbereich. Diese werden seit dem 1. September zentral durch den Bereich Finanzen des Covestro-Konzerns gesteuert. Im Rahmen der Steuerung werden Risiken zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente eliminiert bzw. begrenzt.
Zinsen
Zinschancen und -risiken ergeben sich für die Covestro Deutschland AG durch Änderungen von Kapitalmarktzinsen, die wiederum zu Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie zu veränderten Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten führen können.
Kreditrisiken
Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten der Covestro Deutschland AG kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die Covestro Deutschland AG schließt für nicht-derivative Finanzinstrumente mit seinen Kunden keinen Rahmenvertrag zur Aufrechnung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten (Master-Netting-Agreement) ab. Hier stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten können bei Vorliegen entsprechender Rahmenvereinbarungen mit negativen Marktwerten saldiert werden.
Zur Steuerung der Kreditrisiken aus Handelsforderungen sind verantwortliche Kreditmanager benannt, die regelmäßig Bonitätsanalysen durchführen und für jeden Kunden ein Kreditlimit festlegen. Sicherheiten liegen für einen Teil dieser Forderungen vor und werden in Abhängigkeit der lokalen Rahmenbedingungen genutzt; hierzu zählen insbesondere Anzahlungen, Akkreditive, Bürgschaften und der Eigentumsvorbehalt. Darüber hinaus werden alle Kreditlimits für Schuldner mit einem Gesamtrisikoexposure von mehr als 10 Mio. € sowohl vom lokalen Kreditmanagement beurteilt als auch dem konzernweiten Risikokomitee vorgelegt.
Kapitalmarktentwicklungen als Risiko für Pensionsverpflic h tungen
Die Covestro Deutschland AG hat Verpflichtungen gegenüber jetzigen und früheren Mitarbeitern aus Pensionszusagen. Veränderungen relevanter Bewertungsparameter wie Zinssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Erhöhung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen bedingen, was zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich macht. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt. Rückläufige oder gar negative Erträge aus den Anlagen des Planvermögens können sich ungünstig auf den zukünftig beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken. Beide Effekte können die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen und/oder zusätzliche Zahlungen des Unternehmens notwendig machen.
Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens wird durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen begegnet.
8.10 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken
Die aktuelle Bewertung zeigt, dass keines der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend ist. Darüber hinaus konnten keine Interdependenzen identifiziert werden, die sich zu einer Bestandsgefährdung der Covestro Deutschland AG aufbauen könnten.
Aufgrund des Produktportfolios, des Know-how und der Innovationskraft des Unternehmens ist das Management davon überzeugt, die aus dem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen nutzen und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.
9 Konjunkturausblick
Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2016 stärker wachsen als im Vorjahr. Unterstützend wirkt weiterhin die insgesamt expansive Geldpolitik. Einen Schub für die Konjunktur bringt auch der anhaltend niedrige Ölpreis, der die Verbraucher entlastet und den Konsum fördert. Bremsend wirken dagegen in vielen Ländern die nach wie vor hohen Schulden privater und öffentlicher Haushalte.
Für die Europäische Union rechnen wir mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung. Dazu trägt – neben der niedrigen Inflation und der Abwertung des Euro – vor allem der anhaltende Aufschwung in Großbritannien sowie stärkeres Wachstum in Deutschland bei.
Wir erwarten für 2016 ein weiterhin solides Wachstum in den USA. Die Haupttreiber der Entwicklung werden voraussichtlich der private Konsum sowie ein Anstieg der öffentlichen Ausgaben sein.
Für die Schwellenländer wird im Jahr 2016 eine leichte Erholung prognostiziert. China dürfte mit Blick auf industrielle Überkapazitäten und eine hohe Verschuldung langsamer wachsen, während wir in Indien ein etwas stärkeres Wachstum erwarten. Die Rezessionen in Russland und Brasilien werden voraussichtlich auch 2016 anhalten. Die Rohstoffpreise dürften ihren Tiefpunkt erreichen und das Wachstum in den anderen Schwellenländern unterstützen.
Wir erwarten, dass das Wachstum in der Automobilindustrie 2016 wieder auf ein normales Niveau zwischen 3 % und 4 % zurückkehrt. Dabei werden Asien und Nordamerika voraussichtlich die Wachstumstreiber bleiben. Der Automobilsektor wird in Russland weiterhin vor Herausforderungen stehen, während in Südamerika der Tiefpunkt erreicht sein sollte.
Die globale Bauwirtschaft dürfte 2016 leicht wachsen. Für Europa erwarten wir, dass sich die Erholung der Konjunktur fortsetzt. Nordamerika und Asien, exklusive China, sollten von einem stabilen Investitionsklima profitieren. Für die Bauwirtschaft in Lateinamerika und China rechnen wir 2016 mit einer leichten Verbesserung.
Wir erwarten, dass die globale Elektroindustrie 2016, getrieben durch Produktinnovation, wieder stärker wachsen wird. Asien wird weiterhin der Hauptwachstumstreiber in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte bleiben, wobei Indien und die südostasiatischen Staaten die Rolle des Wachstumsmotors übernehmen dürften. In Europa sollte sich die Nachfrage nach IT-Geräten erholen. Der hochentwickelte US-Markt wird 2016 wohl nur ein langsames, aber stabiles Wachstum verzeichnen. In Südamerika bleibt das Umfeld aufgrund der schwachen Kaufkraft weiterhin schwierig.
In der globalen Möbelindustrie erwarten wir 2016 ein etwas geringeres Wachstum. In Nordamerika gehen wir von einem robusten Nachfrageanstieg aus, von dem auch die Möbelproduzenten im asiatischen Raum weiterhin profitieren dürften. In Asien wird sich der Möbelmarkt voraussichtlich etwas schwächer entwickeln, da insbesondere die chinesische Nachfrage durch das langsamere Wirtschaftswachstum beeinflusst wird. Wir erwarten eine fortschreitende Erholung der europäischen Möbelindustrie sowie eine sich entspannende Situation in Lateinamerika.
10 Umsatz- und Ergebnisprognose
Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen:
Die zum 31. August 2015 formulierte Umsatz- und Ergebnisprognose wurde vollumfänglich realisiert. Die Summe der Umsatzerlöse der beiden Rumpfgeschäftsjahre liegt auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014. Das kumulierte operative Ergebnis der beiden Rumpfgeschäftsjahre hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 signifikant erhöht.
Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir davon aus, dass wir den Umsatz trotz sinkender Verkaufspreise durch höhere Verkaufsmengen stabil auf dem Niveau der Geschäftsjahre 1. Januar bis 31. August 2015 und 1. September bis 31. Dezember 2015 in Summe halten können. Zurzeit gehen wir für das Gesamtjahr 2016 von Rohstoffpreisen leicht über dem Niveau des Jahres 2015 aus.
Für 2016 rechnen wir, bedingt durch den Wegfall der Sondereinflüsse im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung, mit einem deutlich höheren operativen Ergebnis der Covestro Deutschland AG als die Summe der operativen Ergebnisse der beiden Rumpfgeschäftsjahre 2015. Eine genaue Prognose ist jedoch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten sehr schwierig.
Leverkusen, 8. Februar 2016
Covestro Deutschland AG
Der Vorstand
Patrick Thomas
Frank H. Lutz
Dr. Klaus Schäfer
Dr. Markus Steilemann
Bilanz
Aktiva
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 151.522 | 156.035 |
| Sachanlagen | 810.102 | 812.981 |
| Finanzanlagen | 4.979.415 | 4.870.832 |
| Summe Anlagevermögen | 5.941.039 | 5.839.848 |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 108.233 | 105.598 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 113.898 | 89.998 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 184.534 | 196.664 |
| Summe Vorräte | 406.665 | 392.260 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 664.338 | 629.886 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | (346.931) | (375.480) |
| davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (4.396) | (4.273) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 427.863 | 2.150.657 |
| Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 14 | 14 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 60.258 | 45.531 |
| Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.152.473 | 2.826.088 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.995 | 592.457 |
| Summe Umlaufvermögen | 1.561.133 | 3.810.805 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 20.233 | 9.827 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 26.351 | 13.697 |
| SUMME AKTIVA | 7.548.756 | 9.674.177 |
| Passiva | ||
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 100.000 | 100.000 |
| Kapitalrücklage | 1.665.999 | 1.665.999 |
| Andere Gewinnrücklage | 10.000 | 10.000 |
| Bilanzgewinn Bilanzgewinn | 6.687 | 0 |
| Gewinnvortrag | 0 | 6.687 |
| Summe Eigenkapital | 1.782.686 | 1.782.686 |
| Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse | 2.242 | 2.594 |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 619.084 | 644.241 |
| Sonstige Rückstellungen | 247.946 | 277.196 |
| Summe Rückstellungen | 867.030 | 921.437 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19 | 2.920 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 300 | 316 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 546.873 | 490.160 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | (282.130) | (234.664) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.293.381 | 6.388.195 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.073 | 83.081 |
| davon aus Steuern | (32.642) | (38.870) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (2.518) | (4.469) |
| 4.895.646 | 6.964.672 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.152 | 2.788 |
| 7.548.756 | 9.674.177 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.01.-31.08.2015 T€ |
01.09.-31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.583.392 | 1.680.218 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -2.865.499 | -1.340.042 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 717.893 | 340.176 |
| Vertriebskosten | -373.024 | -141.708 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -113.990 | -62.449 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -163.701 | -98.591 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 22.445 | 7.817 |
| davon aus Währungsumrechnung | (12.194) | (837) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.407 | -9.387 |
| davon aus Währungsumrechnung | (24) | (8) |
| Operatives Ergebnis | 66.216 | 35.858 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4.850 | 2.310 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (4.614) | (1.831) |
| Erträge aus stillen Beteiligungen | 113.459 | 0 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (113.459) | (0) |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 459 | 15.982 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -130 | -2.176 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -59.542 |
| Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen | 0 | 302.040 |
| Beteiligungsergebnis | 118.638 | 258.614 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 11 | 0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 220 | 17.368 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (16) | (17.343) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -85.921 | -66.453 |
| davon an verbundene Unternehmen | -(9.648) | -(11.100) |
| davon Aufwendungen aus Aufzinsungen | -(76.903) | -(54.750) |
| Zinsergebnis | -85.690 | -49.085 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 53.913 | 117.088 |
| davon aus Währungsumrechnung | -(3.649) | (5.520) |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -310.182 | -130.340 |
| davon aus Währungsumrechnung | -(9.785) | -(6.264) |
| Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen | -256.269 | -13.252 |
| Finanzergebnis | -223.321 | 196.277 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -157.105 | 232.135 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 920 | -423 |
| Erträge aus Verlustübernahme / | ||
| Aufwendungen aus Gewinnabführung | 150.270 | -231.712 |
| Jahresüberschuss / - fehlbetrag | -5.915 | 0 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 12.602 | |
| Entnahmen aus dem Bilanzgewinn | ||
| Bilanzgewinn | 6.687 |
Anhang
Grundlagen
Der Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Covestro Deutschland AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom an Fremdunternehmen und ist damit ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG. Darüber hinaus ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen.
Mit Aufhebungsvertrag vom 14. August 2015 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungs-vertrag zwischen der Bayer AG und der Covestro Deutschland AG mit Wirkung zum 31. August 2015 beendet. Aus diesem Grund legte die Covestro Deutschland AG ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. August 2015 ein. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde das abweichende Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr geändert. Aus diesem Grund legt die Gesellschaft ein zweites Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 ein.
Das Vergleichsjahr umfasst das erste, acht Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr, insofern ergibt sich im Hinblick auf den nur vier Monate umfassenden Berichtszeitraum des zweiten Rumpf-geschäftsjahres für die Gewinn- und Verlustrechnung eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Werte.
Bedingt durch die Beendigung der atypischen stillen Gesellschaftsbeteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH, Monheim, im ersten Rumpfgeschäftsjahr, sind im Geschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 keine vergleichbaren Erträge aus stiller Beteiligung mehr vereinnahmt worden. Dementsprechend sind im zweiten Rumpfgeschäftsjahr keine Vertriebskosten aus der Rücklizensierung der Rechte und Patente mehr angefallen.
Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG, Leverkusen, abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrages gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG, Leverkusen, aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages zu verwenden oder als Gewinn abzuführen.
Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der rechtlichen Umstrukturierung innerhalb des Covestro-Konzerns Vermögensgegenstände und Schulden an die Covestro AG, Leverkusen, und die Covestro First Real Estate GmbH, Monheim, verkauft.
Vor dem Hintergrund der rechtlichen Verselbständigung wurde das bisher beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegte Sicherungsvermögen auf den Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, übertragen. Zu diesem Zweck hat die Covestro Deutschland AG mit dem Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, einen Aufhebungsvertrag, sowie mit dem Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, mehrere neue, rechtlich gleichwertige Treuhandvereinbarungen abgeschlossen. Die Vereinbarungen erfüllen die Voraussetzungen, die an handelsrechtliches Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 gestellt werden. Die Dotierung der neuen Treuhandvereinbarungen erfolgte zum Stichtag 27. Oktober 2015.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Einsicht in die Ertragslage werden die Forschungskosten sowie die Erträge aus stillen Beteiligungen gesondert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die Covestro Deutschland AG war bis zum 31. August 2015 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Mit Einbringungsvertrag vom 31. August 2015 hat die Bayer AG sämtliche Aktien an der Covestro Deutschland AG zum 1. September 2015 in die Covestro AG, Leverkusen, eingebracht. Die Covestro Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, und in den Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, einbezogen. Der Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die Covestro Deutschland AG ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und auf der Internetseite http://investor.covestro.com veröffentlicht.
Aufgrund der Darstellung der Werte in T€ können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen ergeben.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Aufgrund des Erwerbs des Teilbetriebs von der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 31. August 2015 hat die Gesellschaft einen Gesch ä fts- oder Firmenwert in Höhe von 32.042 T€ aktiviert. Die dem Teilbetrieb zugehörigen Mitarbeiter bzw. deren spezifischen Kenntnisse über die Covestro-Anlagen sind als Entstehungsgrund für den aus der Transaktion entstandenen Geschäfts- oder Firmenwertes anzusehen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der voraussichtlichen Verbleibensdauer der Mitarbeiter bis zum Renteneintritt. Diese Verbleibensdauer beträgt durchschnittlich 15 Jahre.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen zugrunde gelegt worden:
Nutzungsdauern
| Geschäfts- oder Firmenwert | |
| Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Gebäude | |
| Infrastrukturanlagen | 2 - 25 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 2 - 25 Jahre |
| Maschinen und Apparate | 2 - 21 Jahre |
| Labor- und Forschungseinrichtungen | 2 - 11 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 12 Jahre |
| Informationstechnik | |
| Transportmittel |
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 € nicht übersteigen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber.
Unter den Vorräten sind die Hilfs- und Betriebsstoffe mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten
(gleitender Durchschnittspreis) angesetzt. Die Bewertung der Anschaffungs- und Herstellkosten der Rohstoffe, Packmittel, Handelswaren und Erzeugnisse wurden im Geschäftsjahr 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015 von der LIFO-Methode gleichfalls auf die Durchschnittsbewertung umgestellt.
Mit diesem Wechsel wurde die Bewertung an wirtschaftliche Erfordernisse angepasst, und die HGB Bilanzierung der Vorräte wurde damit an die Bilanzierung nach IFRS angepasst. Die Bewertung mit dem gleitenden Durchschnittspreis bietet bei der Vorratsbewertung durch die in den Rohstoffmärkten vorhandene Volatilität einen marktgerechteren Einblick in die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens. Der Bewertungsmethodenwechsel erfolgte auch vor dem Hintergrund des Wechsels der Gesellschafterstruktur aufgrund der Verselbständigung der Covestro-Gruppe.
Die Umstellung von der LIFO-Methode auf die Durchschnittsbewertung hat im vorliegenden Abschluss zu einer Aufwertung der Vorräte um 4.963 T€ geführt. Davon entfallen 434 T€ auf Rohstoffe und Packmittel und 4.529 T€ auf unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren.
Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellkosten eingerechnet. Im Rahmen der Niederstwertermittlung werden ggf. notwendige Abschreibungen auf niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte vorgenommen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge i.H.v. 2 % berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst.
Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel in grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie in geldmarktnahe Produkte investiert. Diese Mittel werden treuhänderisch für die Covestro Deutschland AG verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Investments sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet.
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Covestro AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse, diese werden entsprechend des Abschreibungsverlaufs der bezuschussten Anlagen aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00 % aus. Rentensteigerungen erwarten wir in ebenfalls unveränderter Höhe von 1,75 % p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 1. Januar 2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 3,89 % (Vorjahr: 4,12 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2015 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die anderen Rückstellungenberücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen, wie solche für Mitarbeiterjubiläen, findet dabei ein Zinssatz von 3,89 % (Vorjahr: 4,12 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2015 drei Jahre, der Rechnungszins 2,34 % (Vorjahr: 2,60 %). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2015 erwarteten Zinssätze.
Die Verbindlichkeitenwerden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Bankguthaben werden mit dem Nennwert bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Umsätze in den strategischen Geschäftseinheiten gliedern sich wie folgt:
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Polyurethanes (PUR) | 1.495.641 | 680.200 |
| Polycarbonates (PCS) | 839.671 | 406.324 |
| Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) | 845.994 | 368.998 |
| Sonstige Segmente | 402.086 | 224.696 |
| 3.583.392 | 1.680.218 |
Eine Aufstellung der Umsatzerlöse nach regionalen Märkten gliedert sich wie folgt:
Umsatzerlöse nach Regionen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko | 3.073.145 | 1.443.612 |
| USA, Kanada und Mexiko | 194.568 | 88.368 |
| Asien / Pazifik | 315.679 | 148.238 |
| 3.583.392 | 1.680.218 |
Zur Entwicklung der Umsatzerlöse wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der Covestro Deutschland AG verwiesen.
(2) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Mieterlöse | 4.795 | 2.041 |
| Sonstige Sicherungsgeschäfte | 2.090 | 0 |
| Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen | 714 | 42 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 63 | 1.445 |
| Erstattung von Dritten | 567 | 658 |
| Eingebettete Derivate | 182 | 70 |
| Investitions-/Aufwandszuschüsse | 109 | 561 |
| Erträge aus Devisentermingeschäften | 63 | 0 |
| Übrige | 13.925 | 2.998 |
| 22.508 | 7.817 | |
| davon periodenfremde Erträge | 771 | 1.619 |
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Werte aus der Auflösung von im Vorjahr gebildeten Pauschalwertberichtungen auf Forderungen (1.445 T€) sowie aus der Auflösung von nicht beanspruchten sonstigen Rückstellungen (42 T€).
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Verluste aus Devisentermingeschäften | -4.514 | 0 |
| Mietaufwendungen | -4.353 | -1.797 |
| Versicherungsprämien | -3.013 | -1.829 |
| Spenden | -2.980 | -1 |
| Pauschale Wertberichtigung auf Forderungen | -1.876 | 0 |
| Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen | -1.455 | -2.689 |
| Kursverluste aus Rückstellungen/Lizenzabgrenzungen | -1.296 | -31 |
| Übrige | -3.921 | -3.041 |
| -23.407 | -9.387 | |
| davon periodenfremde Aufwendungen | -639 | -707 |
Die periodenfremden Aufwendungen resultieren in Höhe von 251 T€ aus der Auflösung von sonstigen Forderungen aus der Abrechnung von Strom und Energiesteuer für das Jahr 2012. Darüber hinaus ergab sich für das Jahr 2011 eine Nachzahlung für Wasserentnahmeentgelt in Höhe von 109 T€. Aus der Abrechnung der Strompreiskompensation für das Jahr 2014 ergab sich eine Nachbelastung in Höhe von 268 T€.
(4) Zinsergebnis
In den Aufwendungen aus Aufzinsungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 52.836 T€ enthalten, die neben dem Aufwand aus Aufzinsung und aus Änderung des Rechnungszinses auch Verluste aus der Vermögensanlage des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, beinhalten.
Die Aufwendungen aus dem beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, angelegten Vermögen für Arbeitszeitguthaben sowie die zugehörigen Aufwendungen aus der Aufzinsung und dem Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes der Rückstellungen ergeben für den Zeitraum 01. September 2015 bis 31. Dezember 2015 einen Gesamtaufwand in Höhe von 530 T€, der unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird.
Die beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten neben den Aufwendungen aus Aufzinsung auch 10.364 T€ gezahlte Zinsen für diverse Darlehen. Hiervon entfallen 5.757 T€ auf bei der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, aufgenommene Darlehen und 3.999 T€ auf bei der Covestro AG, Leverkusen, aufgenommene Darlehen.
(5) Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Von der Bayer AG weiterbelasteter Aufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | -250.287 | 0 |
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | ||
| - Realisierte Kursverluste | -50.078 | -124.073 |
| - Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung | -9.785 | -6.264 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | ||
| - Realisierte Kursgewinne | 57.556 | 111.459 |
| - Unrealisierte Erträge aus der Bewertung | -3.649 | 5.520 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | -32 | -3 |
| Übrige finanzielle Erträge | 6 | 109 |
| -256.269 | -13.252 |
Unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen sind im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.
(6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Covestro Deutschland AG weist im Geschäftsjahr Aufwendungen für im Ausland entrichtete Ertragsteuern in Höhe von 423 T€ aus.
(7) Sonstige Steuern
Soweit die sonstigen Steuern den Bereichen Herstellung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden konnten, sind sie in den entsprechenden Funktionskosten, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Insgesamt beliefen sie sich auf 2.822 T€.
(8) Materialaufwand
Materialaufwand
| 01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.011.969 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 31.809 |
| 1.043.778 |
(9) Personalaufwand / Mitarbeiter
Personalaufwand
| 01.09.- 31.12.2015 | |
|---|---|
| T€ | |
| --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 209.821 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 25.402 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | 11.649 |
| 235.222 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Covestro Deutschland AG 5.439 Mitarbeiter beschäftigt, hiervon sind 4.577 Männer und 862 Frauen. Von den Mitarbeitern sind 3.739 Tarifmitarbeiter, 1.485 außertarifliche Mitarbeiter und 215 Auszubildende bzw. Praktikanten. In diesen Angaben sind auf Teilzeitbasis beschäftigte Mitarbeiter entsprechend ihres Beschäftigungsgrads berücksichtigt.
(10) Abschreibungen
Im Geschäftsjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens in Höhe von 4.955 T€ an. Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe von 59.542 T€ wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen.
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt.
(12) Vorratsvermögen
Die Zusammensetzung und Entwicklung der Vorräte ergibt sich wie folgt:
| 31.08.2015 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte T€ |
Wertberichtigungen T€ |
Bilanzwerte T€ |
Bruttowerte T€ |
Wertberichtigungen T€ |
Bilanzwerte T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Rohstoffe | 56.199 | 1.918 | 54.281 | 54.400 | 3.049 | 51.351 |
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 54.496 | 543 | 53.953 | 54.400 | 152 | 54.248 |
| Erzeugnisbestände | ||||||
| Chemische Erzeugnisse | 268.655 | 4.227 | 264.428 | 268.407 | 6.671 | 261.736 |
| Unfertige Leistungen *) | 1.248 | 0 | 1.248 | 936 | 0 | 936 |
| Handelswaren | 33.716 | 961 | 32.755 | 26.296 | 2.307 | 23.989 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 414.314 | 7.649 | 406.665 | 404.439 | 12.179 | 392.260 |
*) Anlagenerstellung für Tochtergesellschaften
Zum 31. Dezember 2015 wurde entschieden, wieder von der LIFO-Bewertung auf die Durchschnittsmethode zurückzukehren. Die in den Vorjahren gebuchten Abwertungen aufgrund der LIFO-Methode wurden zum 31. Dezember 2015 zurückgenommen. Dies führt zu einer Aufwertung in Höhe von 4.963 T€. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der erstmaligen Anwendung der Durchschnittsmethode bei den Vorratsbeständen gegenüber der bisher verwendeten LIFO-Methode ergibt, beträgt 2.890 T€. Der im Berichtsjahr unterlassene Wertabschlag führt dazu, dass der Vorjahreswert nicht mehr mit dem Berichtsjahr vergleichbar ist. Der Vorjahreswert der Vorratsbestände nach der Durchschnittsmethode unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips beläuft sich auf 411.627 T€.
(13) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind im Insolvenzfalle des Arbeitsgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktiver Unterschiedsbetrag von 13.697 T€, der mit 6.533 T€ auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, sowie mit 7.164 T€ auf Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene entfällt.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten | 21.237 | 21.586 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 27.230 | 28.120 |
| Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 5.993 | 6.533 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 25.812 | 28.257 |
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionen für die obere Führungsebene | 36.197 | 34.388 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 47.459 | 41.552 |
| Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Pensionen für die obere Führungsebene (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 11.262 | 7.164 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 45.962 | 42.138 |
Für weitere Informationen über das Sicherungsvermögen des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, wird auf die Ausführungen im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ verwiesen.
Beim Sicherungsvermögen handelt es sich um grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie geldmarktnahe Produkte.
Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser belief sich per 31. Dezember 2015 auf 266.305 T€. Aus der Verrechnung von Sicherungsvermögen in Höhe von 69.672 T€ mit zugrunde liegenden Verpflichtungen kam es zu einem Vermögens-, in Höhe der verbleibenden 196.633 T€ zu einem Verpflichtungsüberhang. Abhängig davon erfolgte der Ausweis entweder als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ oder unter den Pensionsrückstellungen.
(14) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Covestro Deutschland AG beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 100.000 T€, ist eingeteilt in 100.000.000 nennbetragslose Aktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.
(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 665.726 | 840.874 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 46.642 | 196.633 |
| Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) | 619.084 | 644.241 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 43.102 | 199.405 |
(16) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (243.800 T€). Darüber hinaus sind Rückstellungen für drohende Verluste aus Währungsderivaten sowie aus Einkaufs- und Verkaufskontrakten (19.719 T€), für Kundenboni (1.765 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (11.912 T€) erfasst.
(17) Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
| 31.08.2015 | |||
|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 300 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 546.860 | 12 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.274.832 | 9.113 | 9.437 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 53.018 | 1.673 | 382 |
| 4.875.010 | 10.798 | 9.819 |
| 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.920 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 316 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 490.107 | 53 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.370.292 | 9.248 | 8.655 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70.893 | 2.863 | 9.325 |
| 6.934.528 | 12.164 | 17.980 |
Sonstige Erläuterungen
(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt 238.586 €. Hiervon entfallen 172.487 € auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 30.838 € im Jahr 2016, 82.189 € in den Jahren 2017 bis 2020 und 125.558 € nach 2021 fällig.
Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Verkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 3.343.694 €T€. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Verkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen entfallen 1.017.541 T€ auf verbundene Unternehmen. Hiervon fallen 1.554.650 T€ im Jahr 2016, 1.406.853 T€ in den Jahren 2017 bis 2020 und 382.190 T€ nach 2021 an.
(19) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten
Die Covestro Deutschland AG und weitere Gesellschaften des Covestro-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zur Währungssicherung werden Devisentermin-geschäfte eingesetzt. Die Covestro Deutschland AG hat interne und externe Derivate und ist zuständig für die Steuerung und Absicherung des Fremdwährungsrisikos für den Covestro-Konzern.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Covestro Deutschland AG, Leverkusen, den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Die internen und externen Derivate teilen sich zum 31.12.2015 wie folgt auf:
Derivative Finanzinstrumente
| Nominalwerte 31.12.2015 T€ |
Beizulegende Zeitwerte 31.12.2015 T€ |
Buchwerte 31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Bilanzielles Exposure | |||
| Devisenterminkontrakte | |||
| - positive Marktwerte | 1.804.980 | 25.006 | 0 |
| - negative Marktwerte | 1.561.674 | -29.843 | -1.608 |
| 3.366.654 | -4.837 | -1.608 |
Ein Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen ist das bilanzielle Exposure. Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus gewährten und aufgenommenen Darlehen der Covestro Deutschland AG sowie der Covestro-Konzernunternehmen schloss die Covestro Deutschland AG Devisenkontrakte mit Vertragspartnern im Nominalvolumen von 3.366.654 T€ ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug für interne Kontrakte 331 T€ und für externe Kontrakte -5.168 T€.
Das bilanzielle Fremdwährungsexposure wurde soweit möglich mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannten Portfolio Hedges zusammengefasst, welche überwiegend im Jahr 2016 fällig werden (ein Geschäft wird in 2019 fällig).
Beim Portfolio Hedge werden pro Währungspaar gleichartige Grundgeschäfte mit einem oder mehrere Sicherungsgeschäften zusammengefasst. Die Planung des Währungsexposures findet im Rahmen des Treasury Management Systems Quantum statt, woraus auch gleich entsprechende Vorschläge für Hedging Positionen erstellt werden. Sowohl die finale Exposureplanung als auch die Hedging Geschäfte werden final durch das Risikomanagement des zentralen Treasury abgestimmt. Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden durch eine Zuordnung zu Accounting Portfolios klar als Hedging Instrumente gekennzeichnet und anschließend pro Währung den Grundgeschäften gegenübergestellt.
Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurden die Devisenkontrakte mit negativen Zeitwerten (Ineffektivität) in Höhe von 1.608 T€ gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.
(20) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Covestro Deutschland AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Covestro Deutschland AG unterliegen.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte.
(21) Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und Kredite
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG mit 6.905 T€ passiviert.
Aktive Vorstandsmitglieder erhalten ihre Vergütungen ausschließlich von der Covestro AG, Leverkusen.
Die Bezüge des Aufsichtrats beliefen sich im zweiten Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 auf 20 T€. Seit dem 1. Oktober 2015 besteht Personenidentität in den Aufsichtsräten der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen. Die Vergütung wird ab diesem Zeitpunkt von der Covestro AG, Leverkusen, übernommen.
Zum 31.12.2015 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.
(22) Organe der Gesellschaft
| Vorstand | |
|---|---|
| Patrick W. Thomas | Vorstandsvorsitzender |
| Frank H. Lutz | Vorstand für Finanzen und Personal |
| Michael Bernhardt | Vorstand für Personal, ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Klaus Schäfer | Vorstand für Produktion und Technik, bestellt seit 01.09.2015 |
| Dr. Markus Steilemann | Vorstand für Innovationen, bestellt seit 01.09.2015 |
| Aufsichtsrat zum 31.12.2015 | |
| Dr. Richard Pott | Vorsitzender; Diplomphysiker |
| Petra Kronen | Stellvertretende Vorsitzende; Vorsitzende des Betriebsrats - Standort Uerdingen |
| Dr. Rainer Schwarz | Bayer AG; Leiter Corporate Audit; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Hartmut Klusik | Mitglied des Vorstands Bayer Health Care AG; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Stephan Semrau | Bayer AG; Leiter Commercial and Public Law; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Ferdinando Falco Beccalli | Vorstandsvorsitzender Falco Enterprises AG, bestellt zum 01.09.2015 |
| Dr. Christine Bortenlänger | Geschäftsführender Vorstand Deutsches Aktieninstitut e. V., Frankfurt am Main; bestellt zum 01.09.2015 |
| Johannes Dietsch | Mitglied des Vorstands der Bayer AG (CFO) |
| Dr.-Ing. Thomas Fischer | Vorsitzender des Sprecherausschusses |
| Peter Hausmann | Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie |
| Irena Küstner | Mitglied des Betriebsrats |
| Michael Mostert | Jurist und Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie |
| Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher | Wirtschaftsprüfer in eigener Praxis; bestellt zum 01.09.2015 |
| Regine Stachelhaus | Juristin; bestellt zum 01.09.2015 |
| Sabine Wirtz | Chemielaborfachwerkerin; Mitglied des Betriebsrats |
(23) Honorare des Abschlussprüfers
Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Konzernabschluss der Covestro AG enthalten. Insoweit wird für das Rumpfgeschäftsjahr die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.
(24) Angaben nach §6b Abs. 2 EnWG
Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.
(25) Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Covestro Deutschland AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2015; die Werte sind gerundet.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
| Gesellschaftsname | Sitz der Gesellschaft | Kapitalanteil in % |
Eigenkapital T€ |
Jahresüberschuss Jahresfehlbetrag T€ |
Fußnoten |
|---|---|---|---|---|---|
| Bayer Pearl Polyurethane Systems FZCO | Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 51,0 | 19.723 | 4.828 | 2 |
| Bayer Pearl Polyurethane Systems L.L.C | Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 49,0 | 163 | 28 | 2 |
| CleanTech NRW GmbH | Leverkusen / Deutschland | 100,0 | 57 | 10 | 2 |
| Covestro (France) S.N.C. | Fos-sur-Mer / Frankreich | 100,0 | 47.551 | 1.595 | 2 |
| Covestro (Hong Kong) Limited | Hongkong / China | 100,0 | 82.228 | -1.504 | 2 |
| Covestro (India) Private Limited | Thane / Indien | 100,0 | 35.004 | 8.649 | 3 |
| Covestro (Shanghai) Management Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 14.218 | 3.107 | 2 |
| Covestro (Taiwan) Ltd. | Kaohsiung / Taiwan | 95,5 | 31.436 | 6.364 | 2 |
| Covestro (Thailand) Co., Ltd. | Bangkok / Thailand | 100,0 | 106.698 | 19.878 | 2 |
| Covestro (Tielt) NV | Tielt / Belgien | 100,0 | 31.389 | 3.244 | 2 |
| Covestro (Vietnam) Company Limited | Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam | 100,0 | 211 | -57 | 2 |
| Covestro A/S | Otterup / Dänemark | 100,0 | 8.876 | 4.789 | 2 |
| Covestro B.V. | Foxhol / Niederlande | 100,0 | 89.777 | 2.960 | 2 |
| Covestro Brunsbüttel Energie GmbH | Brunsbüttel / Deutschland | 100,0 | 39 | 2.802 | 1,2 |
| Covestro Darmstadt GmbH | Darmstadt / Deutschland | 100,0 | 89.859 | 6.523 | 1,2 |
| Covestro Elastomers S.A.S. | Romans-sur-Isère / Frankreich | 100,0 | 59.321 | 3.393 | 2 |
| Covestro Far East (Hongkong) Limited | Hongkong / China | 100,0 | 23.685 | 21.428 | 2 |
| Covestro GmbH | Leverkusen / Deutschland | 100,0 | 5.325 | -2.176 | 1,2 |
| Covestro Indústria e Comércio de Polimeros Ltda. | São Paulo / Brasilien | 100,0 | 8.343 | -2.243 | 2 |
| Covestro International SA | Fribourg / Schweiz | 100,0 | 232.802 | 70.943 | 2 |
| Covestro Japan Ltd. | Tokio / Japan | 100,0 | 1.647 | 476 | 2 |
| Covestro Korea Corporation | Seoul / Südkorea | 100,0 | 2.707 | -9.111 | 2 |
| Covestro LLC | Pittsburgh / Vereinigte Staaten | 100,0 | 1.158.945 | 291.246 | 2 |
| Covestro NV | Antwerpen / Belgien | 100,0 | 181.269 | 30.219 | 2 |
| Covestro Oldenburg GmbH & Co. KG | Oldenburg / Deutschland | 100,0 | 9.594 | 3.315 | 2 |
| Covestro PO LLC | New Martinsville / Vereinigte Staaten | 100,0 | 325.574 | 51.418 | 2 |
| Covestro Polimer Anonim Sirketi | Istanbul / Türkei | 100,0 | 99 | 89 | 2 |
| Covestro Polymers (China) Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 909.351 | -167.632 | 2 |
| Covestro Polymers (Qingdao) Co., Ltd. | Qingdao / China | 100,0 | 7.984 | 1.106 | 2 |
| Covestro Polymers (Shenzhen) Co., Ltd. | Shenzhen / China | 100,0 | 15.446 | 202 | 2 |
| Covestro Polymers (Tianjin) Co., Ltd. | Tianjin / China | 100,0 | 2.789 | 92 | 2 |
| Covestro Polyurethanes B.V. | Nieuwegein / Niederlande | 100,0 | 36.524 | 17.957 | 2 |
| Covestro Pty Ltd | Cheltenham / Australien | 100,0 | 382 | 3.761 | 2 |
| Covestro S.A. de C.V. | Mexiko-Stadt / Mexiko | 100,0 | 60.950 | -1.632 | 2 |
| Covestro S.p.A. | Mailand / Italien | 99,0 | 7.525 | 1.078 | 2 |
| Covestro S.r.l. | Mailand / Italien | 100,0 | 63.524 | 9.987 | 2 |
| Covestro, S.L. | Barcelona / Spanien | 100,0 | 32.235 | -64.747 | 2 |
| Covestro Verwaltungs GmbH Oldenburg | Oldenburg / Deutschland | 100,0 | 35 | 2 | 2 |
| DIC Covestro Polymer Ltd. | Tokio / Japan | 50,0 | 16.213 | 3.902 | 2 |
| Epurex Films Geschäftsführungs-GmbH | Bomlitz / Deutschland | 100,0 | 81 | 6 | 2 |
| Epurex Films GmbH & Co. KG | Bomlitz / Deutschland | 100,0 | 14.465 | 6.657 | 1,2 |
| Guangzhou Covestro Polymers Co., Ltd. | Guangzhou / China | 100,0 | 19.440 | -1.322 | 2 |
| LyondellBasell Covestro Manufacturing Maasvlakte V.O.F. | Rotterdam / Niederlande | 50,0 | 26.104 | -3.225 | 2 |
| MS Global AG | Köniz / Schweiz | 100,0 | 2.286 | 374 | 2 |
| MS Holding B.V. | Nieuwegein / Niederlande | 100,0 | 1.109.496 | 116 | 2 |
| OOO Covestro | Moskau / Russland | 100,0 | 4.164 | -952 | 2 |
| Paltough Industries (1998) Ltd. | Kibbuz Ramat Yochanan / Israel | 25,0 | 87.324 | 5.190 | 2 |
| PO JV, LP | Wilmington, Vereinigte Staaten | 39,4 | 474.981 | -55.641 | 2 |
| PT Covestro Polymers Indonesia | Jakarta / Indonesien | 99,9 | 40.840 | 12.182 | 2 |
| Shanghai Baulé Polyurethane Technology Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 592 | 375 | 2 |
| Sumika Covestro Urethane Company, Ltd. | Amagasaki / Japan | 60,0 | 3.029 | 14.679 | 2 |
| Technology JV, L.P. | Wilmington / Vereinigte Staaten | 50,0 | 285.946 | 1 | 2 |
| Thermoplast Composite GmbH | Markt Bibart / Deutschland | 100,0 | 15.708 | -2.432 | 2 |
1) Ergebnis vor Übernahme
2) Vorläufiges Jahresergebnis
3) Jahresabschluss zum 31.03.2015
Leverkusen, 8. Februar 2016
Covestro Deutschland AG
Der Vorstand
Patrick Thomas
Frank H. Lutz
Dr. Klaus Schäfer
Dr. Markus Steilemann
Anlagevermögen
| Bruttowerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.09.2015 T€ |
Zugänge T€ |
Umbuchungen Umgliederungen T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 176.185 | 9.218 | 2.581 | 0 | 187.984 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 32.046 | 0 | 0 | -4 | 32.042 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 13.119 | 1.540 | -2.581 | 0 | 12.078 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 221.350 | 10.754 | 0 | 0 | 232.104 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 77.964 | 104 | 420 | 0 | 78.488 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.818.446 | 11.893 | 19.712 | -1.047 | 1.849.004 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.537 | 1.554 | 692 | -144 | 74.639 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 147.055 | 23.407 | -20.824 | -1.939 | 147.699 |
| Summe Sachanlagen | 2.116.002 | 36.958 | 0 | -3.130 | 2.149.830 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.005.811 | 145.235 | 273 | -196.662 | 4.954.657 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 3.211 | 0 | 0 | -739 | 2.472 |
| 3. Beteiligungen | 21.521 | 291 | -273 | 0 | 21.539 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 580 | 2.834 | 0 | 0 | 3.414 |
| Summe Finanzanlagen | 5.031.123 | 148.360 | 0 | -197.401 | 4.982.082 |
| Anlagevermögen gesamt | 7.368.475 | 196.072 | 0 | -200.531 | 7.364.016 |
| kumulierte Abschreibungen | |
|---|---|
| Stand 31.12.2015 T€ |
|
| --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 75.357 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 712 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 76.069 |
| II. Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.081 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.266.960 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.530 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 278 |
| Summe Sachanlagen | 1.336.849 |
| III. Finanzanlagen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 105.149 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 6.101 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 111.250 |
| Anlagevermögen gesamt | 1.524.168 |
| Nettowerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2015 T€ |
Stand 31.08.2015 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 112.627 | 106.357 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 31.330 | 32.046 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 12.078 | 13.119 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 156.035 | 151.522 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 65.407 | 66.318 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 582.044 | 579.176 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.109 | 17.831 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 147.421 | 146.777 |
| Summe Sachanlagen | 812.981 | 810.102 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.849.508 | 4.960.204 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 2.472 | 3.211 |
| 3. Beteiligungen | 15.438 | 15.420 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 3.414 | 580 |
| Summe Finanzanlagen | 4.870.832 | 4.979.415 |
| Anlagevermögen gesamt | 5.839.848 | 5.941.039 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss − bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang − unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortungdes Vorstandsder Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses vom 1. September bis 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Essen, den 9. Februar 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ursula Kretzschmar, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats
der Covestro Deutschland AG
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im verkürzten Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.
Der Jahresabschluss für das verkürzte Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das verkürzte Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch über den Lagebericht wurde Einvernehmen erzielt.
Angesichts des bis zum 31. August 2015 mit der Bayer AG und ab dem 1. September 2015 mit der Covestro AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.
Leverkusen, den 22. Februar 2016
Für den Aufsichtsrat
Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 22.02.2016 festgestellt.