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Covestro AG Annual Report 2016

Mar 20, 2017

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Annual Report

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Publication

Covestro Deutschland AG

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur

Die Covestro Deutschland AG mit Sitz in Leverkusen ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Covestro AG, Leverkusen (Covestro AG).

Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrages gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages zu verwenden oder als Gewinn abzuführen.

Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft.

Die im Folgenden beschriebenen Geschäfts- und Rahmenbedingungen beziehen sich zum einen auf die Geschäfts- und Rahmenbedingungen der Covestro Deutschland AG selbst, zum anderen auf globale Geschäfts- und Rahmenbedingungen, die für die Covestro Deutschland AG als operative Konzernführungsgesellschaft relevant sind.

Die Covestro Deutschland AG entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Produkte im Bereich Polyurethane, Polycarbonate, Lack- und Klebstoffrohstoffe sowie Spezialitäten. Ferner produziert und vermarktet sie ausgewählte anorganische Grundchemikalien. Die Gesellschaft ist in die Business Units Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties unterteilt. Ihre Produkte vertreibt die Covestro Deutschland AG an externe Kunden sowie an verbundene Unternehmen in den Regionen EMLA (Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko), NAFTA (USA, Kanada und Mexiko) sowie APAC (Asien und Pazifik).

Wirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft war 2016 mit 2,5 % schwächer als im Vorjahr. Die Wirtschaft in den USA blieb hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurück. Ausschlaggebend waren ein schwaches Wachstum im ersten Halbjahr aufgrund des verlängerten Lagerzyklus und der andauernden Exportschwäche angesichts eines starken US-Dollar sowie der insgesamt schwächeren Weltwirtschaft. Trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Europa wuchs die Wirtschaft in dieser Region mit 1,9 % und damit wie prognostiziert, gestützt durch einen schwachen Euro und die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. China verzeichnete nach wie vor ein hohes, wenn auch abgeschwächtes Wachstum. Positive Impulse für die Weltwirtschaft kamen vor allem von der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken in den Industrieländern sowie vom weiterhin relativ niedrigen Ölpreis.

Nach Aussage des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) fällt die Bilanz der chemischen Industrie in Deutschland für das Gesamtjahr 2016 durchwachsen aus. Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes habe Deutschlands drittgrößte Branche Investitionen, Kapazitätsauslastung und Beschäftigung stabil halten können. Die Produktion sei weniger gewachsen als erwartet. Gleichzeitig ging der Umsatz wegen der erneut sinkenden Herstellerpreise zurück. Insgesamt sei die Chemie-Produktion (inkl. Pharmazeutika) 2016 um 0,5 % gestiegen. Ohne Pharmazeutika stagniere die Produktionsmenge. Bei rückläufigen Preisen von -2,0 % lag der bereinigte Gesamtumsatz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland nach Schätzung des VCI rund 3,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Inland sei der Umsatz um 4,0 % gesunken. Der Auslandsumsatz habe sich um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr verringert.

Einkauf

Der Einkauf der Covestro Deutschland AG wird zentral durch die Organisationseinheit „Procurement“ gesteuert und verwaltet. Der Einkauf stellt die weltweite, termingerechte Versorgung mit Waren und Dienstleistungen zu den entsprechenden Marktkonditionen, in der erforderlichen Qualität und unter Einbeziehung ethischer, ökologischer und sozialer Prinzipien im Konzern sicher. Die Grundsätze der Einkaufspolitik sind in einer konzernweiten, für alle Mitarbeiter bindenden Richtlinie definiert.

Wesentliche Grundstoffe der Produkte sind petrochemische Substanzen wie Benzol, Toluol, Propylen bzw. Propylenoxid, Phenol und Aceton. Der Betrieb unserer Produktionsanlagen benötigt neben solchen petrochemischen Grundstoffen in größerem Umfang Energie, vorrangig in Form von Strom und Dampf.

Das Preisänderungsrisiko bei Energien minimieren wir, indem wir bei der Strom- und Dampferzeugung auf eine marktnahe Preisindexierung, eine Diversifikation der Brennstoffe sowie auf einen Mix aus externem Einkauf und Eigenerzeugung setzen. Durch regelmäßige Überprüfung der Nachhaltigkeit und Qualität unserer Lieferanten stellen wir zudem sicher, dass interne und externe Standards eingehalten werden.

Kritische Rohstoffe wie Chlor oder Propylenoxid beschaffen wir intern bzw. über Joint Ventures, um die Abhängigkeit von externen Bezugsquellen zu reduzieren.

Für die Covestro Deutschland AG ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette ein elementarer Wertschöpfungsfaktor und zugleich ein wichtiger Hebel, um Risiken zu minimieren. Bei der Auswahl neuer sowie bei bestehenden Lieferanten werden daher neben wirtschaftlichen auch soziale, ethische, ökologische und „Governance“-Standards angewendet. Diese sind im Verhaltenskodex für Lieferanten der Covestro Deutschland AG definiert, der in 13 Sprachen online verfügbar ist und die Basis der Zusammenarbeit darstellt. Er leitet sich ab aus den Prinzipien des „UN Global Compact“ sowie der Menschenrechtsposition des Covestro-Konzerns und ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge integriert. Zudem sind in neuen und erneuerten relevanten Lieferverträgen spezielle Klauseln enthalten, die den Lieferanten zur Einhaltung der im Kodex definierten Nachhaltigkeitsanforderungen auffordern und die Covestro Deutschland AG berechtigen, deren Einhaltung zu überprüfen.

Produktion

Die Produktionsstandorte der Covestro Deutschland AG befinden sich in Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen. In den vergangenen Jahren hat Covestro in großem Maßstab in moderne Produktionsanlagen investiert und damit seine Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Produktionsvolumen, Qualität, Effizienz und Sicherheit langfristig gestärkt.

Die Covestro Deutschland AG hat sehr hohe Ansprüche an die Qualität der verwendeten Rohstoffe und setzt Maßstäbe bei deren Weiterverarbeitung zu hochwertigen Kunststoffen und Polyurethan-Vorprodukten. Dazu wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert, das nach dem internationalen Standard ISO 9001 zertifiziert ist.

Die Covestro Deutschland AG setzt auf Produktionsanlagen mit einer großen Fertigungskapazität, die besonders der effizienten und zuverlässigen Versorgung von Kunden im globalen Maßstab dienen. Zusätzlich werden von der Covestro Deutschland AG sowie ihren Tochtergesellschaften in ausgewählten Ländern kleinere Produktionsanlagen für die Bereitstellung von kundenindividuellen Polyurethan-Systemen („Systemhäuser“), die kundenindividuelle Abmischung und Bearbeitung (Compoundierung) von Polycarbonat-Granulaten und die Herstellung von Polycarbonat-Platten betrieben. Zudem gibt es regionale Produktionsstätten für Derivate des Segments Coatings, Adhesives, Specialties sowie für hochwertige Spezialfolien aus Polycarbonat und thermoplastischen Polyurethanen und Elastomeren.

Produkte, Vertrieb und Logistik

Die Produkte des Covestro-Konzerns, zu welchem die Covestro Deutschland AG gehört, werden rund um den Globus in verschiedensten Branchen eingesetzt. Dazu zählen v. a. die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro- und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Unsere Produkte, Technologien und Anwendungslösungen entwickeln wir unter genauer Beobachtung der Branchen und Segmente, in denen Covestro tätig ist, sowie in enger Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft stetig weiter. Das Portfolio umfasst Vorprodukte für Polyurethan-Schaumstoffe und den Hochleistungskunststoff Polycarbonat, außerdem Rohstoffe für Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie für Spezialprodukte, zu denen etwa hochqualitative Folien gehören. Daneben stellt das Unternehmen Vorprodukte wie Chlor und Kuppelprodukte wie Styrol her.

In der Business Unit Polyurethanes (PUR) entwickelt, produziert und vertreibt die Covestro Deutschland AG im Wesentlichen drei chemische Vorprodukte zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoffen und thermoplastischen Polyurethanen: Toluylen-Diisocyanate (TDI), Diphenylmethan-Diisocyanate (MDI) und Polyether-Polyole. Polyurethan-Weichschaum findet sich u. a. in Matratzen, Polstermöbeln und Autositzen und sorgt so für mehr Komfort im Alltag. In harter Form dient das Material v. a. zur effizienten Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten, womit es zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt. Thermoplastische Polyurethane kommen in unterschiedlichen Produktgruppen wie Kleidungsstücken, mobilen elektronischen Geräten und Sportartikeln zum Einsatz.

Die Business Unit Polycarbonates (PCS) befasst sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb des gleichnamigen Hochleistungskunststoffs. In Form von Granulaten, Verbundwerkstoffen und Halbzeugen wird das vielseitige Material in unterschiedlichsten Produkten etwa für Fahrzeuge, Gebäude, Elektro- und Elektronikgeräte und medizinische Apparaturen verwendet.

Die Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) gehört zu den weltweit führenden Anbietern von aliphatischen und aromatischen Isocyanaten und deren Derivaten sowie von Polyurethan-Dispersionen. Diese werden zur Herstellung von Lacken, Kleb- und Dichtstoffen sowie Spezialitäten benötigt. Letztere umfassen Elastomere, hochwertige Folien sowie Rohstoffe für Kosmetika, Textilien und medizinische Güter. Die Materialien schützen, verkleben, versiegeln oder funktionalisieren verschiedenste Oberflächen. Haupteinsatzgebiete sind die Bereiche Transport und Verkehr, Infrastruktur und Bau sowie Holzverarbeitung und Möbel.

Die Covestro Deutschland AG hat eine regionale Vertriebs- und Marketingstruktur. Jede Business Unit steuert den Vertrieb und die Vermarktung der eigenen Produkte sowohl über die eigene Vertriebsorganisation als auch über Handelshäuser und lokale Distributoren. Letztere sind vor allem für das Geschäft mit Kleinabnehmern zuständig. Weltweit operierende Großkunden werden von Key-Account-Managern direkt betreut. Der Verkauf und die Vermarktung bestimmter chemischer Nebenprodukte wie Salzsäure werden innerhalb des Covestro-Konzerns zentral gesteuert, während der Verkauf weiterer Nebenprodukte, wie z. B. Styrol, durch die jeweilige Business Unit verantwortet wird.

Bei der Vermarktung der Produkte über regionale und lokale Vertriebskanäle bilden drei regionale „Supply Chain Center“ für die Regionen EMLA, NAFTA und APAC das zentrale Bindeglied zu den Kunden und bündeln alle Informationsströme von der Auftragsannahme über die Versanddisposition bis zur Lieferung und Beschwerdeannahme. Dadurch sind wir in der Lage, Aufträge besonders schnell und reibungslos abzuwickeln.

Der Transport der Produkte zum Kunden erfolgt durch Logistikdienstleister. Diese werden anhand strenger Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätskriterien ausgewählt und bewertet. Neben dem Schutz von Mensch und Umwelt ist die Lieferzuverlässigkeit besonders wichtig. Transporte werden bevorzugt auf dem Schienenweg oder intermodal, also über eine Kombination verschiedener Verkehrsträger, abgewickelt. Bei der Wahl des Transportweges wird auch auf Ressourceneffizienz und die damit verbundene Minimierung von CO2-Emissionen geachtet. Die Kunden werden aus produktionsnahen Lägern beliefert, sofern Transportzeit und Lieferzuverlässigkeit dies zulassen. Bei längeren Distanzen wird Ware in regionalen Distributionszentren zwischengelagert und dann kurzfristig ausgeliefert.

2. Strategie

Unternehmenswerte

Die Unternehmenskultur des Covestro-Konzerns, zu welchem die Covestro Deutschland AG gehört, basiert auf drei zentralen Werten „C3“, die sich im Denken und Handeln widerspiegeln und die alle Menschen im Konzern leiten sollen:

„Curious“ – neugierig

Wir sind stolz auf unsere Herkunft, aber nicht durch sie festgelegt. Wir geben uns nie zufrieden mit dem Status quo oder damit, Dinge immer schon so gemacht zu haben. Unsere Neugier veranlasst uns, Kunden und Lieferanten zuzuhören und dann Lösungen zu präsentieren, die kreativ und unerwartet sind.

Wir reagieren auf das, was in der Welt passiert, und glauben, dass uns Schnelligkeit und Flexibilität Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern bringen. Wir sind offen für neue Ideen und hungrig nach Fortschritt.

Neugier treibt uns an.

„Courageous“ – mutig

Wir blicken der Zukunft entgegen und erkennen Möglichkeiten, wo andere Grenzen sehen. Auf ein „Warum?“ antworten wir „Warum nicht?“. Mut durchdringt unser gesamtes Handeln – von Partnerschaften bis zu Geschäftsmodellen.

Durch unser Wissen und unsere Erfahrung können wir mutig handeln und bei Innovationen die Grenzen des Machbaren verschieben.

Wir sind mutig und integer: Wir gehen den richtigen Weg und nicht den einfachsten.

„Colorful“ – vielfältig

In einem unternehmerischen Umfeld, das oft eintönig und wenig anregend ist, sind wir bunt. Wir sind optimistisch und einfallsreich und nutzen die gesamte Farbpalette für Lösungen, die unsere Kunden und Partner inspirieren.

Wir meinen: Vielfalt macht kreativ, und unterschiedliche Blickwinkel führen zu innovativen Lösungen.

Wir schätzen starke Beziehungen zu unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern, und wir glauben, dass uns Menschlichkeit hilft, eine Vielzahl an Möglichkeiten zu schaffen.

Strategische Ziele und Maßnahmen

Covestro stellt innovative Produkte, Lösungen und Technologien bereit, die dazu beitragen, globale Herausforde-rungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Bevölkerungswachstum zu bewältigen und die Welt lebenswerter zu machen. Unsere Aktivitäten sollen der Gesellschaft nützen, Umweltauswirkungen verringern und gleichzeitig wirtschaftlichen Wert schaffen. Wir richten den gesamten Konzern konsequent weiter auf Innovation und Nachhaltigkeit aus und optimieren fortlaufend unsere Produktions- und Kostenstrukturen.

Wachstumschancen nutzen

Covestro hat sich ein langfristiges profitables Wachstum zum Ziel gesetzt. Die Bereiche der Polymer-Industrie, in denen wir tätig sind, werden nach unserer Einschätzung in den kommenden Jahren weiter stärker wachsen als die Weltwirtschaft. An dem erwarteten Branchenwachstum wollen wir partizipieren, indem wir bedarfsgerecht innovative und nachhaltige Produkte, Technologien und Anwendungslösungen bereitstellen.

Nachhaltigkeit forcieren

Nachhaltigkeit ist uns ein zentrales Anliegen und bestimmt unser Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette – beginnend mit der Beschaffung von Rohstoffen und Energie über Produktion, Logistik und Vertrieb bis zur Verwendung unserer Produkte und deren Entsorgung bzw. Wiederverwertung. Zudem haben die Sicherheit unserer Prozesse sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter für uns absoluten Vorrang.

Konkret haben wir uns fünf langfristige Ziele gesetzt:

Wir wollen unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte an den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) ausrichten.
Im Einkauf streben wir an, unsere eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen auch bei sämtlichen Lieferanten zu verankern.
Mit Blick auf die Produktion planen wir, unsere spezifischen Treibhausgasemissionen weiter deutlich zu verringern.
Mit unseren Produkten möchten wir speziell die Lebensverhältnisse von Menschen in unterversorgten Märkten verbessern.
Wir beabsichtigen, das wichtige Element Kohlenstoff, das unseren Produkten zugrunde liegt, so intelligent wie möglich zu verwenden, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Innovationskraft stärken

Mit fokussierter Forschung und Entwicklung wollen wir unsere Position im globalen Wettbewerb halten und ausbauen. Entsprechend zielen wir darauf ab, Produkte, Technologien und Anwendungslösungen weiterzuentwickeln bzw. mit diesen benachbarte Anwendungsgebiete zu erschließen. Dabei achten wir stets darauf, dass unsere Aktivitäten nachhaltige Wirkung erzielen. Außerdem sind wir permanent damit befasst, unsere Produktions- und Geschäftsprozesse zu verbessern.

Effiziente Produktion

Wir optimieren laufend unsere Anlagen und Herstellungsprozesse, um die Profitabilität und Ressourceneffizienz dauerhaft zu steigern. Dazu überprüfen wir u. a. regelmäßig die Aufstellung unserer Produktionsbasis. So haben wir im Jahr 2016 beschlossen, am deutschen Standort Brunsbüttel eine bereits stillgelegte Anlage für das Weichschaum-Vorprodukt TDI auf die Produktion von MDI umzustellen und damit die Kapazität für diese Hartschaum-Komponente dort in etwa zu verdoppeln. Ferner arbeiten wir kontinuierlich daran, durch prozessoptimierende und organisatorische Maßnahmen die Effizienz, Sicherheit und Umweltverträglichkeit unserer Werke und Anlagen zu erhöhen.

Wettbewerbsfähige Kosten

Covestro verbessert kontinuierlich die Effizienz und Effektivität im gesamten Unternehmen und stellt damit wett-bewerbsfähige Kostenstrukturen sicher. Unser Ziel ist es, im Branchenvergleich weiterhin zu den Kostenführern zu gehören. Erreichen wollen wir dies z. B. durch den Betrieb hochmoderner, ressourcensparender Produktionsanlagen und die weitere Optimierung unserer Servicefunktionen und der IT-Infrastruktur.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Da das Vorjahr ein Rumpfgeschäftsjahr mit einem lediglich vier Monate (1. September bis 31. Dezember 2015) umfassenden Berichtszeitraum war, ist die Ertragslage mit der des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 nur eingeschränkt vergleichbar. Deshalb wurde in einigen Fällen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (Vorjahresvergleichszeitraum) verglichen. Der Vorjahresvergleichszeitraum umfasst die Summe der Rumpfgeschäftsjahre vom 1. Januar 2015 bis 31. August 2015 sowie vom 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015.

Wirtschaftlicher Erfolg wird im Covestro-Konzern anhand der Leistungsindikatoren „Wachstum“, „Profitabilität“ und „Liquidität“ beurteilt. Das Wachstum wird durch Steigerung der Absatzmengen im Kerngeschäft gemessen. Diese Kennzahl ist nur indirekt abhängig von den Entwicklungen der Rohstoffpreise oder Währungseffekten. Die Profitabilität wird durch den Return on Capital Employed (ROCE) ausgewiesen, ergänzend wird zur Bewertung der operativen Profitabilität das Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Finanzergebnis, Ertragsteueraufwand und Abschreibungen (EBITDA) ermittelt. Die Fähigkeit, Zahlungsmittelüberschüsse zu generieren, wird anhand des Free Operating Cash Flow (FOCF) beurteilt.

Aufgrund der Konzernstruktur werden diese Kennzahlen nicht auf Ebene einzelner Gesellschaften gemessen, sondern auf Konzernebene. Es wird daher auf das entsprechende Kapitel im zusammengefassten Lagebericht der Covestro AG verwiesen.

Der Umsatz der Covestro Deutschland AG belief sich im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 auf 5.001 Mio. €.

In der Business Unit Polyurethanes (PUR) belief sich der Umsatz auf 2.059 Mio. €. In allen Produktgruppen konnten die Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum zum Teil deutlich gesteigert werden. Der teils erhebliche negative Preiseffekt konnte in den Produktgruppen Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) und Polyether-Polyole aber nicht vollumfänglich kompensiert werden. Für die Produktgruppe Toluylen-Diisocyanat (TDI) hingegen blieben die Preise im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum nahezu stabil.

Die Business Unit Polycarbonates (PCS) erzielte einen Umsatz von 1.152 Mio. €. Die Umsatzerlöse liegen damit sowohl preis- als auch mengengetrieben unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.

In der Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) betrug der Umsatz 1.159 Mio. €. Die Umsatzerlöse in dieser Produktgruppe liegen damit ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Der negative Preiseffekt überwiegt hier neben nur leicht rückläufigen Absatzmengen.

Mit sonstigen Geschäftsaktivitäten wurde ein Umsatz von 631 Mio. € erreicht. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Umsätze aus Kuppelprodukten, die bei der Chlorproduktion entstehen, sowie um Lizenzerlöse.

Die Herstellungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 3.984 Mio. €. Der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz liegt mit 79,7 % nahezu auf dem Niveau des zweiten Rumpfgeschäftsjahres (79,8 %). Ursächlich hierfür sind die weiterhin niedrigen Rohstoffkosten. Im Vergleich zur Periode 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 sind die Bezugspreise für Toluol im Zeitraum 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 noch einmal um rund 19 % gesunken. Die Bezugspreise für Benzol und Phenol blieben hingegen relativ stabil und gaben im Geschäftsjahr 2016 lediglich um 6 % bzw. 4 % im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum nach.

Die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz sind um 0,7 Prozentpunkte auf 9,1 % gestiegen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bezogen auf den Umsatz liegen mit 3,7 % auf Vorjahresniveau. Die allgemeinen Verwaltungskosten im Verhältnis zum Umsatz sind im Geschäftsjahr 2016 auf 3,7 % (Vorjahr: 5,9 %) zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf im Vorjahr angefallene Einmalaufwendungen im Rahmen der rechtlichen Verselbstständigung des Covestro-Konzerns zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 59 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus einer Versicherungsentschädigung für einen Schadensfall aus dem Jahr 2012 in Höhe von 30 Mio. €. Darüber hinaus erstattete die Bayer AG, Leverkusen, der Covestro Deutschland AG 12 Mio. € Kosten, die im Rahmen der VerseIbstständigung des Covestro-Konzerns im Jahr 2015 angefallen waren. Weitere 6 Mio. € entfallen auf die Auflösung nicht beanspruchter sonstiger Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 22 Mio. € spiegeln sich vor allem Versicherungsaufwendungen, Kursverluste auf Lizenzabgrenzungen sowie Verluste aus Abgängen des Sachanlagevermögens wider.

Das operative Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 betrug 228 Mio. €.

Das Finanzergebnis von 361 Mio. € enthält Beteiligungserträge in- und ausländischer Tochtergesellschaften sowie Erträge aus Gewinnabführungen im Gesamtwert von 399 Mio. €. Demgegenüber stehen Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von -40 Mio. €.

Aufgrund des seit dem 1. September 2015 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Covestro AG wurde der Gewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 589 Mio. € vollständig an die Covestro AG abgeführt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Covestro Deutschland AG reduzierte sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 468 Mio. € auf 9.206 Mio. €. Der Vermögensrückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der Kassenbestände und Bankguthaben um 409 Mio. € sowie dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 289 Mio. €. Demgegenüber steht ein Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 149 Mio. €. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft 433 Mio. € in Form von Wertpapieren in das Deckungsvermögen für Altersversorgungsverpflichtungen eingebracht. Dies führte zu einem entsprechenden Abfluss von Liquidität.

Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände um 19 Mio. € ist im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung von Vertriebsrechten und Software sowie des in 2015 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zurückzuführen.

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 21 Mio. € auf 834 Mio. €. Gegenläufig zu den planmäßigen Abschreibungen wirkte sich hier insbesondere der Anstieg der geleisteten Anzahlungen auf Investitionsprojekte in Höhe von 28 Mio. € aus.

Das Finanzanlagevermögen sank im Wesentlichen aufgrund einer Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 17 Mio. € auf 4.854 Mio. € (Vorjahr: 4.871 Mio. €).

Die Vorräte betrugen zum 31. Dezember 2016 399 Mio. € und lagen somit 7 Mio. € über Vorjahresniveau (Vorjahr: 392 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 7 Mio. € auf 623 Mio. €.

Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.862 Mio. € (Vorjahr: 2.151 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch die reduzierten Forderungen aus kurzfristigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.668 Mio. € (Vorjahr: 1.993 Mio. €).

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 149 Mio. € auf 194 Mio. €. Dies ist auf kurzfristige Ausleihungen an Banken zurückzuführen, die im Rahmen des Liquiditätsmanagements getätigt werden.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung der Verpflichtungen aus der Altersversorgung und Arbeitszeitguthaben mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögen beträgt 105 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Der Anstieg ist zurückzuführen auf die bereits genannte Einbringung in das Deckungsvermögen.

Das Gesamtvermögen zum 31. Dezember 2016 ist unverändert zum Vorjahr mit 1.783 Mio. € (Vorjahr: 1.783 Mio. €) durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote ist von 18,4 % auf 19,4 % zum 31. Dezember 2016 gestiegen. Der Rückgang des Fremdkapitals um 468 Mio. € auf 7.423 Mio. € ist hauptsächlich auf die Aufstockung des Deckungsvermögens zu den bestehenden Altersversorgungsverpflichtungen und dem damit verbundenen Rückgang der ausgewiesenen Pensionsrückstellungen um 386 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 222 Mio. € reduziert.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 312 Mio. € auf 609 Mio. € reduziert. Begründet ist dies insbesondere durch den oben beschriebenen Rückgang der Pensionsrückstellungen auf 259 Mio. € (Vorjahr: 644 Mio. €). Demgegenüber steht ein Anstieg der Verpflichtungen aus sonstigen lang- und kurzfristigen Personalrückstellungen um 74 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 581 Mio. € und lagen somit rund 91 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 490 Mio. €). Der Anstieg ist zum großen Teil auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, da die im Dezember gebuchten Transferpreis-Ausgleiche noch nicht ausgezahlt waren.

Weiterhin sind die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 222 Mio. € auf 6.166 Mio. € gesunken, dies ist vor allem auf die vollständige Tilgung des Darlehens von der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, zurückzuführen. Für die Tilgung in Höhe von 2.094 Mio. € mussten zusätzliche 1.565 Mio. € als Darlehen von der Covestro AG aufgenommen werden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund geringerer Verbindlichkeiten für ausländische Umsatzsteuern, reduzierter Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie niedrigerer Verbindlichkeiten aus Bonusvereinbarungen um insgesamt 21 Mio. € auf 62 Mio. € reduziert.

Die Liquidität und die Finanzierung der Covestro Deutschland AG waren im Berichtsjahr jederzeit gesichert. Zukünftige Liquiditätsengpässe sind nicht absehbar. Die Versorgung der Covestro Deutschland AG mit Finanzmitteln erfolgt durch die Muttergesellschaft Covestro AG, deren Finanzabteilung die Liquidität des Covestro-Konzerns steuert.

Aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrages mit der Covestro AG prägt die Covestro Deutschland AG wesentlich das Ergebnis der Covestro AG. Folglich existiert keine eigenständige Dividendenpolitik, da diese von der Konzernmutter definiert wird. Die Covestro Deutschland AG vereinnahmt die Ergebnisse ihrer Tochtergesellschaften über Dividendenzahlungen oder Ergebnisabführungsverträge. Hierdurch soll der Konzernmutter ermöglicht werden, eine attraktive und nachhaltige Dividendenpolitik zu realisieren.

4. Forschung, Entwicklung und Innovation

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Covestro Deutschland AG beliefen sich auf 184 Mio. €, die F&E-Quote lag damit bei 3,7 % vom Umsatz (Vorjahr: 3,7 %).

Für Covestro ist Innovation ein Kernelement der Strategie und Teil der eigenen Identität. Unserem erweiterten Innovationsverständnis entsprechend sehen wir über die klassische Forschung und Entwicklung hinaus im gesamten Unternehmen ein hohes Kreativitätspotenzial und betrachten Innovation als Anliegen jedes einzelnen Mitarbeiters.

Neben der engen Zusammenarbeit mit Kunden und Anwendern ist die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Start-up-Unternehmen und Ausgründungen im akademischen Bereich sehr wichtig.

In der Business Unit Polyurethanes (PUR) arbeiten wir u. a. daran, den Flammschutz und die Dämmeigenschaften von Polyurethan-Schäumen stetig zu verbessern. Ein weiteres Forschungsgebiet sind leichtgewichtige Verbundwerkstoffe.

Zudem suchen wir nach Alternativen zu petrochemischen Rohstoffen. In diesem Zusammenhang treiben wir die Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff weiter voran. So hat Covestro bspw. ein neuartiges Polyol als Komponente für Polyurethan-Weichschaum entwickelt, das zu 20 % aus CO2 besteht. In entsprechender Menge wird der traditionelle Rohstoff aus Erdöl eingespart. Seit 2016 wird das Polyol erstmals in industriellem Maßstab in einer neuen Anlage am Standort Dormagen produziert, die eine Produktionskapazität von 5.000 Tonnen pro Jahr besitzt. Das verwendete CO2 fällt bei einem benachbarten Chemieunternehmen als Abfallprodukt an.

Ferner übertragen wir unser Produkt- und Technologie-Know-how auf neue Märkte und Anwendungsgebiete. Im Bereich Windenergie bspw. trägt ein neues Polyurethanharz dazu bei, die Herstellung von Rotorblättern zu verein-fachen und zu beschleunigen. Im Vergleich zu dem üblicherweise eingesetzten Epoxidharz werden zudem Stabilität und Haltbarkeit erhöht.

In der Business Unit Polycarbonates (PCS) entwickeln wir u. a. neue Kunststoffmischungen auf Polycarbonat-Basis sowie maßgeschneiderte individuelle Produkte, um die zunehmend komplexen Anforderungen unserer Kunden zu bedienen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, das Gewicht unserer Materialien zu senken, ihre Energieeffizienz und Sicherheit zu erhöhen sowie die Designmöglichkeiten zu erweitern.

In diesem Zusammenhang haben wir 2016 u. a. ein neues Konzept für die Gestaltung von Elektrofahrzeugen vor-gestellt, das zusammen mit Designstudenten und Partnern aus der Industrie entstanden ist. Zu den zahlreichen Neuerungen gehört eine Rundumverscheibung der Fahrgastzelle mit Polycarbonat.

Ferner gilt unser Augenmerk der stetigen Verbesserung von Technologien und Herstellungsverfahren mit Blick auf Umwelt und Wirtschaftlichkeit. So testen wir seit 2016 ein neues Verfahren zur Wiederverwendung von salzhaltigem Prozessabwasser. Dazu wurden an den Standorten Krefeld-Uerdingen (Deutschland) und Shanghai (China) Pilotanlagen in Betrieb genommen. Mit dieser neuen Technologie lassen sich bei der Chloralkali-Elektrolyse jährlich erhebliche Mengen an Salz und Wasser einsparen.

Im Jahr 2016 haben wir u. a. unsere innovative Polyaspartic-Technologie weiterentwickelt, die für Bo-denbeschichtungen sowie den Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen etwa bei Brücken und Windkraftanlagen verwendet wird. Durch die Neuerungen werden weniger Lackschichten benötigt und die Trocknungszeiten stark verkürzt.

5. Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2016 beschäftigte die Covestro Deutschland AG 5.919 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.888 Mitarbeiter). Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 737 Mio. €.

Covestro fördert seine Mitarbeiter in der beruflichen und persönlichen Entwicklung und bietet ihnen neben einer ansprechenden Vergütung ein wertschätzendes, kollaboratives und inspirierendes Arbeitsumfeld sowie umfassende Leistungen zur Gesundheitsförderung.

Covestro kombiniert ein aufgabenbezogenes Grundgehalt mit erfolgsabhängigen Bestandteilen und umfangreichen Zusatzleistungen zu einer international wettbewerbsfähigen und fairen Gesamtvergütung, über die die Mitarbeiter transparent informiert werden. Das Grundgehalt der Mitarbeiter mit Leitungsfunktion sowie der fachlichen Mitarbeiter ohne unterstellte Angestellte wird auf Basis einer personenunabhängigen Stellenbewertung bestimmt, die auf einer international anerkannten Bewertungsmethode basiert. Wir honorieren herausragendes Verhalten, Engagement und Leistung aller Mitarbeiter im Hinblick auf unsere Werte zeitnah.

Wir beteiligen unsere Mitarbeiter jährlich mit einer einheitlich errechneten Bonuszahlung am Erfolg des Unternehmens. Zudem wurde 2016 das Aktienbeteiligungsprogramm „Covestment“ aufgelegt, mit dem alle Mitarbeiter in Deutschland Covestro-Aktien zu vergünstigten Konditionen erwerben können. Für die obere Führungsebene besteht ebenfalls seit 2016 das Programm „Prisma“, das eine aktienbasierte Barvergütung vorsieht.

Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. Mai 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die betroffenen Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30. September 2015 beschlossen haben. Dabei darf bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist gesetzlich nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen.

Der Aufsichtsrat der Covestro Deutschland AG hat für den Frauenanteil im Vorstand der Covestro Deutschland AG eine Zielgröße von mindestens 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Damit wird der aktuelle Stand festgehalten. Für den Aufsichtsrat gilt ein gesetzlicher Mindestanteil von jeweils 30 % Frauen und 30 % Männern, der bereits im Jahr 2015 erreicht wurde.

Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Covestro Deutschland AG gemäß § 76 Absatz 4 AktG beschlossen, dass der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 10 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 20 % betragen soll. Beide Zielgrößen sollen zum 30. Juni 2017 erreicht werden.

6. Umweltschutz

Umweltschutz und effiziente Ressourcennutzung sind grundlegende Treiber des Handelns von Covestro. Dies gilt sowohl für die eigenen Geschäftstätigkeiten als auch für die Entwicklung innovativer Produktlösungen. So sind wir kontinuierlich bestrebt, Effizienzsteigerungen mit Blick auf Material- und Energieeinsatz sowie im Kontext von Emissionen und Abfallaufkommen zu erzielen. Unsere innovativen Produkte unterstützen darüber hinaus unsere Kunden in der Automobilindustrie, im Bauwesen und im Elektroniksektor sowie in der Möbel-, Sport- und Textilindustrie, ihre eigene Ressourceneffizienz zu steigern und Emissionen zu verringern.

Um die Umsetzung unserer hohen Ansprüche in den Bereichen Ressourcenschonung und Verringerung der Emissionen sicherzustellen, haben wir u. a. ein integriertes HSEQ-Managementsystem etabliert. Weltweit gültige Mindeststandards wurden in Übereinstimmung mit international anerkannten Normen und Regelwerken wie ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 50001 (Energiemanagement) mithilfe von Vorschriften und Regelungen festgelegt. Wir analysieren und bewerten jedes Jahr die Auswirkungen, die unsere Aktivitäten auf die Umwelt haben. Dies ist in unserer HSEQ-Richtlinie verankert. Wir leiten aus der Bewertung unserer Umweltperformance entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung und Minimierung von Umwelteinwirkungen ab.

Die Einhaltung der Prozesse und Abläufe wird durch regelmäßig durchgeführte interne Audits und externe Zertifi-zierungen sichergestellt. Die Erkenntnisse daraus fließen in die jährliche Managementbewertung ein. Jeder Pro-zess unterliegt hierdurch einer fortlaufenden Überwachung und wird entsprechend den Erfordernissen angepasst. Im Jahr 2016 haben wir begonnen, unser bestehendes HSEQ-Managementsystem an die aktualisierten Anforderungen der Normenrevisionen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 anzupassen. Wir streben an, gegen Ende 2017 unser integriertes Managementsystem auf der Grundlage der neuen ISO-Normen zertifizieren zu lassen.

Im Bereich Energie wurde das im Jahr 2008 eingeführte Energiemanagementsystem nach ISO 50001 bereits zum fünften Mal an den deutschen Standorten rezertifiziert. Im Einklang mit den genannten ISO-Normen sind spezifische Ziele definiert worden. Diese werden bei Audits regelmäßig betrachtet und bewertet.

7. Chancen- und Risikobericht

Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist die Covestro Deutschland AG permanent einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen der finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.

Unsere unternehmerischen Entscheidungen, die wir täglich im Zuge der Geschäftsprozesse treffen, basieren auf einem ausgewogenen Umgang mit Chancen und Risiken. Wir betrachten das Management unserer Chancen und Risiken deshalb als wesentlichen Bestandteil unseres Business-Managementsystems und nicht als Aufgabe einer speziellen organisatorischen Einheit. Unser Chancen- und Risikomanagement beginnt mit Strategie- und Planungsprozessen, aus denen relevante externe und interne Chancen und Risiken wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Art abgeleitet werden. Die Chancen und Risiken werden durch die Beobachtung und Analyse von Trends sowie makroökonomischen, branchenspezifischen, regionalen und lokalen Entwicklungen identifiziert. Die erkannten Chancen und Risiken werden anschließend bewertet und in unsere strategischen und operativen Prozesse integriert. Wir versuchen, Risiken durch geeignete Gegenmaßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen bzw. sie so weit wie möglich und wirtschaftlich vertretbar auf Dritte zu übertragen (z. B. Versicherungsgesellschaften). Gleichzeitig versuchen wir, die Chancen durch entsprechende Berücksichtigung bei unseren unternehmerischen Entscheidungen bestmöglich zu nutzen. Wir nehmen bewusst überschaubare und kontrollierbare Risiken in Kauf, die in einem vernünftigen Verhältnis zu den erwarteten Chancen stehen. Diese betrachten wir als allgemeines Risiko der Geschäftstätigkeit. Die Chancen und Risiken werden laufend anhand von Indikatoren überwacht, damit z. B. Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld früh erkannt und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können.

Damit der Vorstand und der Aufsichtsrat die wesentlichen Geschäftsrisiken gemäß den gesetzlichen Vorschriften überwachen können, werden die folgenden Systeme angewendet: ein internes Kontrollsystem, das die ordnungsgemäße und korrekte Finanzberichterstattung gemäß §§ 289 Absatz 5 und 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB gewährleistet, ein Compliance-Managementsystem und ein Früherkennungssystem für Risiken gemäß § 91 Absatz 2 AktG.

Die verschiedenen Managementsysteme basieren auf unterschiedlichen Risikoarten, Risikoniveaus und Zeitrahmen. Deshalb werden auch unterschiedliche Prozesse, Methoden und IT-Systeme zur Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken eingesetzt. Die Grundsätze, die den unterschiedlichen Systemen zugrunde liegen, sind in Konzernrichtlinien dokumentiert, die in unseren zentralen Prozessen zur Dokumentenkontrolle integriert sind und allen Mitarbeitern über das Covestro-Intranet zur Verfügung stehen. Die Gesamtverantwortung für die Effektivität und Zweckdienlichkeit des Gesamtsystems trägt der Finanzvorstand.

Die Risiken werden anhand des geschätzten potenziellen Schadens, der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und ihrer Relevanz für unsere externen Stakeholder bewertet. Alle wesentlichen Risiken und die jeweiligen Gegenmaßnahmen werden in einer konzernweiten Datenbank dokumentiert. Das Risikofrüherkennungssystem wird unterjährig regelmäßig überprüft. Wesentliche Änderungen müssen umgehend in die Datenbank eingegeben und dem Vorstand mitgeteilt werden. Darüber hinaus wird dem Prüfungsausschuss der Covestro AG mehrmals unterjährig und dem Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich ein Bericht zum Risikoportfolio vorgelegt. Die folgende Matrix zeigt die finanziellen und indirekten finanziellen Kriterien, anhand derer ein gewichtetes Risiko als hoch, mittel oder niedrig eingestuft wird.

1 Für die Einstufung eines Einzelrisikos, das sowohl finanziellen als auch indirekten finanziellen Schaden in unterschiedlicher Ausprägung zur Folge haben kann, ist stets die höhere Ausprägung maßgeblich.

Kriterien zur Klassifizierung indirekter finanzieller Schäden
Indirekter finanzieller Schaden
Moderat Bedeutend Erheblich Schwerwiegend
Moderater Einfluss auf die Zielerreichung / nationale Berichterstattung Bedeutender Einfluss auf die Zielerreichung / nationale Berichterstattung Erheblicher Einfluss auf die Zielerreichung / internationale Berichterstattung in wesent- lichen Absatzmärkten Schwerwiegender Einfluss auf die Zielerreichung / ständige internationale Bericht- erstattung in Absatzmärkten von großer Bedeutung

Prozessunabhängige Überwachung

Die Effektivität unserer Managementsysteme wird regelmäßig durch den Bereich Corporate Audit der Covestro AG einer unabhängigen und objektiven Untersuchung unterzogen, bei der schwerpunktmäßig die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien überprüft wird. Corporate Audit unterstützt das Unternehmen außerdem bei der Erreichung seiner Ziele, indem es die Effizienz und Effektivität von Governance-, Risikomanagement- und Kontrollprozessen systematisch prüft und Hilfestellungen bei deren Verbesserung gibt. Die Auswahl der Prüfgegenstände erfolgt anhand eines risikobasierten Ansatzes. Corporate Audit erfüllt seine Aufgaben gemäß international anerkannten Standards und erbringt zuverlässige Prüfleistungen. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Covestro AG wird jährlich ein Bericht über das interne Kontrollsystem und seine Effektivität vorgelegt.

Risiken in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit, Umweltschutz und Produktqualität werden durch spezifische HSEQ-Prüfungen (Health, Safety, Environment and Quality) bewertet.

Das Risikofrüherkennungssystem wird vom externen Abschlussprüfer im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung daraufhin geprüft, ob es grundsätzlich geeignet ist, Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu identifizieren, sodass geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Der Abschlussprüfer unterrichtet den Konzernvorstand und den Aufsichtsrat außerdem regelmäßig über die Ergebnisse der Prüfung und eventuell festgestellte Schwächen im internen Kontrollsystem. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2016 mit der Überprüfung des Compliance-Managementsystems gemäß dem Prüfungsstandard 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) begonnen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden auch bei der kontinuierlichen Verbesserung unserer Managementprozesse Berücksichtigung.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Die Gesamtchancen- und -risikoposition der Covestro Deutschland AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die aktuelle Bewertung zeigt, dass keines der im Folgenden berichteten Risiken bestandsgefährdend ist. Darüber hinaus konnten wir keine Interdependenzen erkennen, die sich zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten.

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-how und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen nutzen und den Herausforderungen, die sich aus den im Folgenden genannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Im Folgenden werden Risiken erläutert, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Als wesentlich werden Risiken angesehen, deren potenzielle Schadenshöhe von Covestro auf 60 Mio. € oder größer geschätzt wird oder die – ungeachtet ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit – potenziell mindestens einen moderaten indirekten finanziellen Einfluss haben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird in der internen Steuerung dazu verwendet, Schwerpunktgebiete für das Corporate Risk Committee festzulegen. Die Risiken werden in diesem Bericht stärker aggregiert als in unserer internen Dokumentation. Das folgende Schaubild zeigt die Risikoausprägungen, die den einzelnen Risiken innerhalb der jeweiligen Risikokategorie zugeordnet werden. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken.

Geschäftliches Umfeld

Die wirtschaftlichen Bedingungen weltweit und vor allem in den geografischen Regionen, in denen Covestro tätig ist, wirken sich entscheidend auf die Ergebnisse des Unternehmens aus. Ihr Einfluss auf die Branchen, denen die direkten und indirekten Kunden von Covestro angehören, entscheidet mit über die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens.

Negative Wirtschaftsentwicklungen haben in der Regel nachteilige Auswirkungen auf die Absatzmärkte unserer Produkte, die meist zum Rückgang der Absatzmengen und des operativen Ergebnisses des Unternehmens führen. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf die Absatzmengen und das operative Ergebnis hängt zudem von der Kapazitätsauslastung in der Branche ab und diese wiederum vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage der jeweiligen Produkte. Ein Rückgang der Nachfrage führt zu verminderten Absatzmengen und letzten Endes zu einer verringerten Kapazitätsauslastung, die sich negativ auf die Margen auswirkt. Ein positives, von Wachstum und konjunkturellem Aufschwung gekennzeichnetes wirtschaftliches Umfeld führt dagegen üblicherweise zu einer Verbesserung des Unternehmenserfolgs.

In der Vergangenheit gab es in den Märkten für die meisten unserer Produkte Zeiten mit knappem Angebot, woraus ein Anstieg der Preise und der Gewinnmargen resultierte. Demgegenüber führten Phasen mit starker Kapazitätsausweitung zu einem Überangebot mit rückläufigen Preisen und Gewinnmargen. Solche wechselnden Phasen werden häufig durch neue World-Scale-Anlagen oder die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen zur Erzielung oder Erhaltung von positiven Skaleneffekten in den einzelnen Segmenten der Branche ausgelöst, auf die ein Rückgang der branchenweiten Auslastungsraten folgt.

Ein konjunktureller Abschwung oder das veränderte Verhalten unserer Wettbewerber bzw. der Eintritt neuer Konkurrenten kann zu intensiverem Wettbewerb und damit zu Überkapazitäten auf dem Markt oder auch einem erhöhten Preisdruck führen.

Durch seine internationale Ausrichtung ist das Geschäft von Covestro den Einflüssen durch größere Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen und daraus resultierenden Vorschriften der Länder ausgesetzt, in denen Covestro vertreten ist. Die damit verbundenen Chancen und Risiken können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Geschäft des Unternehmens auswirken und seine Erfolgsaussichten erheblich beeinflussen.

Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzen wir unser organisches Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Durch die Nutzung von Synergiepotenzialen oder Skaleneffekten kann der Unternehmenserfolg dabei positiv beeinflusst werden. Ist die Geschäftsintegration jedoch nicht erfolgreich oder mit unerwartet hohen Integrationskosten verbunden, kann dies die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Um dies zu vermeiden, werden sowohl der Due-Diligence- als auch der Integrationsprozess von Expertenteams begleitet. Im Rahmen der Due Diligence werden zudem risikobehaftete Aspekte, wie bspw. die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen, an den Produktionsstandorten überprüft.

Politische Stabilität, Wohlergehen und gesicherte Einkommen sind die Hauptvoraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg in Entwicklungsländern. Aufgrund besserer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern erwarten wir, dass sich der steigende Lebensstandard mittel- bis langfristig in höheren Verkaufszahlen und besseren Geschäftsperspektiven niederschlägt.

Weitere Chancen und Risiken können sich aus den Abweichungen von unseren Einschätzungen hinsichtlich der konjunkturellen Weiterentwicklung der Märkte ergeben, die wir im Kapitel „Konjunkturausblick“ geschildert haben. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebniserwartung haben. Laufende Analysen des wirtschaftlichen Umfelds und der Konjunkturprognosen erlauben es uns, die erkannten Chancen zu verfolgen und den Risiken mit einer Anpassung unserer Geschäftsstrategie zu begegnen.

Innovation

Wir analysieren globale Trends und entwickeln zu ihrer Bewältigung innovative Lösungen. Wir begegnen so den durch die Trends entstehenden Herausforderungen und nehmen gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahr.

Ein Beispiel für Chancen durch Innovation ist die additive Fertigung, auch 3-D-Druck genannt. Hierbei handelt es sich um einen neuen Markt mit beträchtlichem Wachstumspotenzial für unsere Produkte. Covestro ist ein etablierter Akteur im Industriesegment für Polymere und verfügt über tief greifendes technologisches Verständnis auf diesem Gebiet. Dadurch sind wir gut aufgestellt, um durch Fortschritte im Bereich der additiven Fertigung einen Mehrwert für unser Unternehmen zu erzielen.

Durch ein wachsendes Umweltbewusstsein und Interesse am Umweltschutz entscheiden sich Kunden immer häufiger für nachhaltige Produkte. Die Strategie von Covestro konzentriert sich gezielt auf Nachhaltigkeit und effiziente Produktion. Unser Produktportfolio bietet nachhaltige Lösungen für verschiedene Bereiche des täglichen Lebens. Daher sehen wir hier eine Möglichkeit, unsere entsprechenden Marktanteile auszuweiten und in diesen Segmenten zu wachsen.

Die Begrenztheit natürlicher Ressourcen und die Bemühungen um den Klimaschutz führen zu einer verstärkten Nachfrage nach innovativen Produkten und Technologien, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und Emissionen senken. Diese Entwicklungen werden durch steigende regulatorische Anforderungen sowie eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen weiter forciert. In diesem Kontext entwickelt Covestro neue Werkstoffe, die dazu beitragen, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen und Emissionen zu verringern. Bspw. wird von Covestro hergestelltes Polyurethan mit einer positiven Energiebilanz in der Bauindustrie zur Wärmedämmung eingesetzt und Polycarbonat in der Automobilindustrie verwendet, um das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren.

Produktverantwortung

Der Covestro-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, dass seine Reputation durch negative Berichterstattung, Pressespekulationen und potenzielle oder tatsächliche rechtliche Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit seinen geschäftlichen Aktivitäten geschädigt wird. Wenn die chemische Industrie allgemein oder die Prozesse und Produkte sowie die externe Kommunikation von Covestro im Besonderen negativ durch die Gesellschaft wahrgenommen werden, kann dies dem Unternehmen ebenfalls schaden. Auch die unsachgemäße Anwendung und Handhabung unserer Produkte durch Dritte können sich rufschädigend auswirken.

Darüber hinaus können Bedenken bezüglich der Produktsicherheit und der Umweltverträglichkeit Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Produkte und Aktivitäten von Covestro, die Wirtschaftlichkeit bestimmter Produkte, den Ruf des Unternehmens und die Fähigkeit zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern haben. Um in vollem Umfang zu verstehen, welche Auswirkungen die chemischen Bestandteile unserer Produkte haben, sind Fachkenntnisse erforderlich. Deshalb können Behauptungen, diese Verbindungen seien schädlich, zu Rufschädigungen führen, auch wenn diese Behauptungen durch Experten entkräftet werden können. Derartige Äußerungen können zu verändertem Verbraucherverhalten oder zusätzlichen behördlichen Bestimmungen führen, selbst wenn eine schädliche Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist oder sogar wissenschaftliche Gegenbeweise vorliegen.

Einkauf

In unserem Verhaltenskodex für Lieferanten sind unsere Nachhaltigkeitsgrundsätze und Anforderungen gegenüber unseren Partnern in der Wertschöpfungskette beschrieben. Dieser fordert von unseren Lieferanten, Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie Menschenrechte zu achten und somit z. B. auf jegliche Art der Kinderarbeit zu verzichten. Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für unser Unternehmen. Mit Lieferantenbewertungen und -audits überprüfen wir, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in der Lieferkette umgesetzt und eingehalten werden. Der Lieferantenkodex von Covestro basiert auf den Prinzipien des UN Global Compact und unserer Menschenrechtsposition. Der Kodex bildet die grundsätzliche Basis für unsere Zusammenarbeit. Er ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge rechtsverbindlich integriert.

Covestro benötigt signifikante Mengen an Energien und petrochemischen Rohstoffen für die Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Energie und Rohstoffe können aufgrund der Marktbedingungen oder der Gesetzgebung erheblich schwanken. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass gestiegene Herstellungskosten nicht immer über Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden können. Demgegenüber können sinkende Rohstoffpreise, die sich nicht unmittelbar in vollem Umfang verkaufspreisreduzierend auswirken, zu einer Verbesserung der Margen führen.

Produktion und Wertschöpfung

Neben der Sicherheit unserer Produkte hat der Schutz unserer Mitarbeiter und der Umwelt hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen-, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadensersatzzahlungen zur Folge haben.

Covestro verwendet bei seinen Produktionsprozessen große Mengen von Gefahrstoffen. Bei der Produktion entsteht Sondermüll, und es werden Abwässer und Luftschadstoffe emittiert. Deshalb unterliegen die Aktivitäten von Covestro in zahlreichen Rechtsgebieten umfassenden internationalen, nationalen und lokalen Gesetzen, Bestimmungen, Regelungen und Verordnungen in Bezug auf den Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz (Environment, Health and Safety, EHS). Zur Erfüllung dieser EHS-Bestimmungen sowie darüber hinausgehender Selbstverpflichtungen muss das Unternehmen erhebliche Ressourcen aufwenden. Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung und Einhaltung von EHS-Bestimmungen sind Teil der Betriebskosten von Covestro und müssen somit durch die Preise gedeckt sein, zu denen das Unternehmen seine Produkte verkaufen kann. Bei Wettbewerbern von Covestro, die nicht gleichermaßen von den strengen EHS-Bestimmungen betroffen sind, können die Betriebskosten unter Umständen niedriger sein, sodass sie ihre Produkte zu einem niedrigeren Preis anbieten können als Covestro.

An unseren Standorten kann es zu Betriebsunterbrechungen kommen, bspw. durch Elementarereignisse, Brände / Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten. Diesem Risiko begegnen wir, indem wir soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll die Fertigung bestimmter Produkte auf mehrere Standorte verteilen und Sicherheitsbestände aufbauen. Zudem wurde als verpflichtender Bestandteil unseres HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement für unsere Produktionsstandorte implementiert. Es dient dem Schutz von Mitarbeitern und Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den oben genannten Risiken. Die Grundlage hierfür bildet die Konzernregelung „Sicherheits- und Krisenmanagement“.

Covestro operiert in Märkten mit einer relativ ausgeglichenen Angebots- und Nachfragesituation. Sollte es jedoch zu geplanten oder ungeplanten Schließungen oder sogar zum Ausscheiden eines unserer Wettbewerber kommen, könnte sich für Covestro die Möglichkeit ergeben, Kunden und deren Bedarf zu übernehmen.

Im Hinblick auf ein gestiegenes ökologisches Bewusstsein eröffnen sich für Covestro Chancen in doppelter Hinsicht. Zum einen erschließen sich Marktpotenziale aus der Entwicklung von innovativen Werkstoffen für unsere Kunden. Zum anderen können neben einer Entlastung der Umwelt Kostenvorteile realisiert werden, wenn es gelingt, die Energieeffizienz der eigenen Produktionsprozesse weiter zu steigern. So wollen wir mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und der Anwendung international anerkannter Energiemanagementsysteme dazu beitragen, steigende regulatorische Umweltschutzbestimmungen zu erfüllen, Emissionen und Abfall weiter zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen. Hierdurch leisten wir nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz und zur Schonung der natürlichen Ressourcen, sondern erzielen auch einen Kosten- bzw. Wettbewerbsvorteil.

Mitarbeiter

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Insbesondere in Ländern mit Vollbeschäftigung werden qualifizierte Fachkräfte und vor allem Mitarbeiter in Schlüsselpositionen von den Unternehmen intensiv umworben. Sollte es uns nicht gelingen, in diesen Ländern im erforderlichen Ausmaß Mitarbeiter zu rekrutieren und an Covestro zu binden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Unternehmensentwicklung haben.

Basierend auf der Analyse der zukünftigen Bedürfnisse entwickeln wir entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -entwicklung. So möchten wir u. a. durch ein umfassendes Personalmarketing („Employer-Branding-Kampagne“) unsere Zielgruppen von den Vorteilen unseres Unternehmens überzeugen. Unsere Personalpolitik basiert auf den Grundsätzen unserer Menschenrechtsposition, der Corporate Compliance Policy und unseren Unternehmenswerten. Wichtige Bestandteile dieser Personalpolitik sind eine wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversity) ermöglicht zudem die Ausschöpfung des gesamten Arbeitsmarktpotenzials.

Covestro ist auf gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitern, den Gewerkschaften und den Mitarbeitervertretern angewiesen, um Arbeitsniederlegungen vermeiden, Restrukturierungsprogramme umsetzen, bestehende Tarifverträge abändern und faire, angemessene Löhne sowie andere wichtige Arbeitsbedingungen vereinbaren zu können.

Informationstechnologie

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation des Covestro-Konzerns basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen. Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit unserer internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen, wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne, definiert und laufend weiterentwickelt.

Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei uns von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und / oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, z. B. in Form eines detaillierten Berechtigungskonzepts.

Des Weiteren wurde ein Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur und IT-Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Durch diese Maßnahmen wollen wir einen Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielen.

Recht und Compliance

Die Covestro Deutschland AG ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen das Unternehmen entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.

Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund einer möglichen Verletzung von gesetzlichen Vorschriften oder regulatorischen Bestimmungen, wie etwa ein potenzieller Verstoß gegen das Kartellrecht, oder aufgrund bestimmter Marketing- und Vertriebspraktiken können straf- und zivilrechtliche Sanktionen, einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller Nachteile, zur Folge haben. Sie können der Reputation von Covestro schaden und sich letztlich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken.

Mit einer CO-Versorgungsleitung sollen die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbunden und das schon bestehende Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen ergänzt werden. Damit soll eine sichere, reibungslose und standortübergreifende Versorgung mit Kohlenmonoxid (CO) sichergestellt werden. Die Inbetriebnahme der Ende 2009 nahezu fertiggestellten Pipeline ist aufgrund gerichtlicher Verfahren und eines laufenden Planänderungsverfahrens derzeit noch nicht möglich. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf 2011 die wesentlichen Aspekte des Planfeststellungsbeschlusses, insbesondere die Sicherheit der verwendeten Materialien und die Rechtskonformität des Rohrleitungsgesetzes, bestätigt hatte, gingen die Kläger und die beklagte Bezirksregierung in Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) hatte 2014 keine Einwände gegen die Sicherheit und Trassenwahl der Pipeline, stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes in Frage, welches die rechtliche Basis des Projektes darstellt. Am 21. Dezember 2016 wies das Bundesverfassungsgericht die Vorlagefrage des OVG Münster mit Beschluss als unzulässig zurück und bestätigte damit die rechtliche Einschätzung der Covestro Deutschland AG. Nunmehr hat sich das OVG Münster wieder in der Sache mit dem Berufungsverfahren inhaltlich auseinanderzusetzen. Die Covestro Deutschland AG sieht weiterhin gute Chancen für die Inbetriebnahme der Pipeline.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Covestro Deutschland AG ist Fremdwährungs- und Zinschancen und -risiken, Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Zur Steuerung der finanziellen Chancen und Risiken sind entsprechende Prozesse etabliert und dokumentiert. Einen Baustein bildet dabei die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs und des Fremdwährungsrisikos dient. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert.

Im weiteren Verlauf werden finanzwirtschaftliche Risiken aufgeführt, welche – unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit – von Bedeutung für das Unternehmen sind und deren potenzielle Schadenshöhe auch unterhalb von 60 Mio. € liegen kann.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Der Liquiditätsstatus aller wesentlichen Konzerngesellschaften wird kontinuierlich geplant und überwacht. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt durch Liquiditätsbündelung (Cash Pooling Agreements) sowie interne und externe Finanzierungen. Eine syndizierte revolvierende Kreditfazilität bietet zusätzlichen Liquiditätsspielraum.

Fremdwährungschancen und -risiken

Fremdwährungschancen und -risiken ergeben sich für die Covestro Deutschland AG aus Änderungen von Devisenkursen und den damit verbundenen Wertänderungen.

Materielle Forderungen und Verbindlichkeiten aus operativer und finanzieller Geschäftstätigkeit werden für liquide Währungen in voller Höhe mit Devisentermingeschäften gesichert.

Die Fremdwährungsposition aus geplanten Forderungen und Verbindlichkeiten wird mittels eines Value-at-Risk-Ansatzes gesteuert. Die geplante Fremdwährungsposition ist im Berichtsjahr nicht gesichert worden, da das definierte Gruppenlimit nicht überschritten wurde. Im Falle eines signifikanten Anstiegs des Fremdwährungsrisikos wird die Sicherung über Devisentermingeschäfte wieder aufgenommen.

Zinschancen und -risiken

Zinschancen und -risiken ergeben sich für die Covestro Deutschland AG durch Änderungen von Kapitalmarktzinsen. Diese Bewegung kann zu einer Änderung des Zeitwerts von festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie von Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten führen. Um ungünstige Auswirkungen zu minimieren, wird das Zinsänderungsrisiko zentral über eine laufzeitoptimierte Verschuldungsstruktur gesteuert.

Kreditrisiken

Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten der Covestro Deutschland AG kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungs- oder sonstigen Leistungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zur Steuerung der Kreditrisiken aus Forderungen sind verantwortliche Kreditmanager benannt, die regelmäßig Bonitätsanalysen durchführen und für jeden Kunden ein Kreditlimit festlegen. Die Covestro Deutschland AG schließt für nicht-derivative Finanzinstrumente mit ihren Kunden keinen Rahmenvertrag zur Aufrechnung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten (Master-Netting-Agreement) ab. Hier stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten können, bei Vorliegen entsprechender Rahmenverträge, mit negativen Marktwerten saldiert werden.

Kapitalmarktentwicklungen als Risiko für Pensionsverpflichtungen

Die Covestro Deutschland AG hat Verpflichtungen gegenüber jetzigen und früheren Mitarbeitern aus Pensionszusagen. Veränderungen relevanter Bewertungsparameter, wie Zinssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten, können eine Erhöhung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen bedingen, was zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich macht. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen des Unternehmens ist durch Planvermögen gedeckt. Rückläufige oder gar negative Erträge aus den Anlagen des Planvermögens können sich ungünstig auf den zukünftig beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken. Beide Effekte können die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen und zusätzliche Zahlungen des Unternehmens notwendig machen.

Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens wird durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen begegnet.

8. Konjunkturausblick

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2017 stärker wachsen als im vergangenen Jahr. Maßgeblich dafür sind u. a. eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken sowie die angekündigten bzw. fortgeführten Konjunkturprogramme in den USA und China.

Für die Europäische Union rechnen wir mit einem im Vergleich zum vergangenen Jahr schwächeren Wachstum in Höhe von 1,6 %. Dabei wirkt sich insbesondere die unsichere politische Situation im Jahr 2017 negativ aus: Neben dem möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU sowie dem abgelehnten Referendum für die Verfassungsreform in Italien stehen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden Neuwahlen an. Die Europäische Zentralbank wird die Konjunktur in der EU hingegen mit einer expansiven Geldpolitik wahrscheinlich weiter stützen, zudem wird erwartet, dass der schwächere Euro die Exporte ankurbelt.

Wir erwarten für 2017 eine Verbesserung der Wirtschaft in den USA, vor allem weil die negativen Effekte des Vorjahres, wie Lagerbestandskorrekturen und der schwächelnde Energiesektor, keinen oder erheblich weniger Einfluss haben werden. Die positive Entwicklung der US-Wirtschaft wird zudem durch mögliche Steuersenkungen und Konjunkturprogramme unterstützt.

Die Wirtschaft in China dürfte im Jahr 2017 weiterhin relativ stark, wenn auch leicht schwächer als 2016 wachsen. Gestützt wird das Wachstum durch das fortgesetzte Konjunkturprogramm. Gegenläufig wirken sich die bestehenden industriellen Überkapazitäten sowie ein schwächeres Wachstum in der chinesischen Automobilindustrie aus.

Hauptabnehmerbranchen

Für 2017 erwarten wir in der weltweiten Automobilindustrie ein deutlich schwächeres Wachstum als im Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund der angekündigten Reduzierung von Steueranreizen in China und dem daraus resultierenden Nachfragerückgang. Unsere globale Prognose für dieses Jahr liegt bei ca. 2 %.

Für 2017 rechnen wir für die globale Bauwirtschaft mit einem gegenüber Vorjahr leicht höheren Zuwachs von 2 bis 3 %. Eine Fortsetzung der Erholung in Europa, ein stabiles Investitionsklima in Nordamerika sowie eine weiterhin positive Entwicklung in Asien tragen hierzu bei. Für Lateinamerika erwarten wir weiterhin negative Wachstumsraten.

In der globalen Elektroindustrie rechnen wir 2017 mit einem leicht ansteigenden Wachstum von weltweit ca. 4 %. Wie im Vorjahr wird das Wachstum in Höhe von ca. 5 % in den Schwellenländern vornehmlich in Asien generiert, während die Industrieländer nur moderat mit ca. 2 % wachsen.

In der globalen Möbelindustrie rechnen wir 2017 ebenfalls mit einem leicht ansteigenden Wachstum von weltweit 3 bis 4 %. In Nordamerika gehen wir von einem robusten Nachfrageanstieg aus, von dem auch die Möbelproduzenten im asiatischen Raum profitieren dürften. Das Wachstum der europäischen Möbelindustrie wird sich etwas verlangsamen, während wir eine sich deutlich entspannende Situation in Lateinamerika erwarten.

9. Umsatz- und Ergebnisprognose

Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen:

Die zum 31. Dezember 2015 formulierte Umsatz- und Ergebnisprognose konnte weitestgehend erreicht werden. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 lagen leicht unter dem Niveau der beiden Rumpfgeschäftsjahre vom 1. Januar bis 31. August 2015 sowie vom 1. September bis 31. Dezember 2015. In unserer Prognose gingen wir von leicht steigenden Rohstoffkosten aus. Dieser Anstieg ist nicht eingetreten und das Mengenwachstum konnte die durchschlagenden Preiseffekte im Umsatz nicht kompensieren. Das operative Ergebnis 2016 liegt jedoch wie prognostiziert deutlich über dem kumulierten operativen Ergebnis der beiden Rumpfgeschäftsjahre.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir eine ähnlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung wie in 2016. Bei den Absatzmengen im Kerngeschäft wird eine weitere Steigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich für möglich gehalten. Wir gehen davon aus, dass wir den Umsatz durch höhere Verkaufsmengen und geringfügig steigende Verkaufspreise insgesamt leicht über das Niveau des vergangenen Geschäftsjahres steigern können. Derzeit gehen wir für das Gesamtjahr 2017 von leicht steigenden Rohstoffpreisen aus.

Für 2017 rechnen wir mit einem stabilen operativen Ergebnis der Covestro Deutschland AG, welches geringfügig über dem Vergleichszeitraum 2016 liegen könnte. Eine genaue Prognose ist jedoch aufgrund der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten sehr schwierig.

Leverkusen, 13. Februar 2017

Covestro Deutschland AG

Der Vorstand

Patrick Thomas

Frank H. Lutz

Dr. Klaus Schäfer

Dr. Markus Steilemann

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der Covestro Deutschland AG

Aktiva

31.12.2015

in T€
31.12.2016

in T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 156.035 137.492
Sachanlagen 812.981 834.181
Finanzanlagen 4.870.832 4.853.649
5.839.848 5.825.322
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 105.598 116.839
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 89.998 100.844
Fertige Erzeugnisse und Waren 196.664 181.446
392.260 399.129
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 629.886 622.569
davon gegen verbundene Unternehmen 375.480 357.095
davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.273 4.466
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.150.657 1.862.138
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14 0
Sonstige Vermögensgegenstände 45.531 194.451
2.826.088 2.679.158
Guthaben bei Kreditinstituten 592.457 183.826
3.810.805 3.262.113
Rechnungsabgrenzungsposten 9.827 14.140
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 13.697 104.713
9.674.177 9.206.288
Passiva
31.12.2015

in T€
31.12.2016

in T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 100.000 100.000
Kapitalrücklage 1.665.999 1.665.999
Andere Gewinnrücklagen 10.000 10.000
Gewinnvortrag 6.687 6.687
1.782.686 1.782.686
Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse 2.594 2.256
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 644.241 258.531
Steuerrückstellungen 0 2
Sonstige Rückstellungen 277.196 350.723
921.437 609.256
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.920 354
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 316 952
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 490.160 580.643
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 234.664 281.661
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.388.195 6.166.441
Sonstige Verbindlichkeiten 83.081 62.097
davon aus Steuern 38.870 34.383
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.469 670
6.964.672 6.810.487
Rechnungsabgrenzungsposten 2.788 1.603
9.674.177 9.206.288

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2016

der Covestro Deutschland AG

01.09.-31.12.2015

T€
2016

T€
Umsatzerlöse 1.680.218 5.000.836
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -1.340.042 -3.984.039
Bruttoergebnis vom Umsatz 340.176 1.016.797
Vertriebskosten -141.708 -457.226
Forschungs- und Entwicklungskosten -62.449 -183.869
Allgemeine Verwaltungskosten -98.591 -185.322
Sonstige betriebliche Erträge 7.817 59.794
davon aus Währungsumrechnung 837 2.230
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.387 -21.854
davon aus Währungsumrechnung 8 829
Operatives Ergebnis 35.858 228.320
Erträge aus Beteiligungen 2.310 389.065
davon aus verbundenen Unternehmen 1.831 389.065
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 15.982 10.654
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -2.176 -923
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -59.542 -18.137
Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen 302.040 0
Beteiligungsergebnis 258.614 380.659
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5 52
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.368 49.546
davon aus verbundenen Unternehmen 17.343 48.461
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -66.458 -29.069
davon an verbundene Unternehmen -11.100 -20.334
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -54.750 -7.326
Zinsergebnis -49.085 20.529
Sonstige finanzielle Erträge 117.088 271.996
davon aus Währungsumrechnung 116.979 271.996
Sonstige finanzielle Aufwendungen -130.340 -312.486
davon aus Währungsumrechnung -130.337 -312.399
Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen -13.252 -40.490
Finanzergebnis 196.277 360.698
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 232.135 589.018
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -423 0
Ergebnis nach Steuern 231.712 589.018
Erträge aus Verlustübernahme / Aufwendungen aus Gewinnabführung -231.712 -589.018
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0

Anhang

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft mit Sitz in Leverkusen ist unter der Nummer HRB 49892 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen. Die Covestro Deutschland AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom an Fremdunternehmen und ist damit ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG. Darüber hinaus ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen.

Das Vergleichsjahr umfasst das nur vier Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015, insofern ergibt sich im Hinblick auf den das volle Kalenderjahr 2016 umfassenden aktuellen Berichtszeitraum für die Gewinn- und Verlustrechnung eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Werte.

Aufgrund der Vereinheitlichung der Darstellung und des Layouts im Covestro-Konzern weicht die Darstellung des Jahresabschlusses 2016 von den vorangegangenen Jahresabschlüssen ab.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Einsicht in die Ertragslage werden die Forschungskosten sowie die Erträge aus stillen Beteiligungen gesondert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Finanzbereiches, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, (Covestro AG) besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrages gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages zu verwenden oder als Gewinn abzuführen.

Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft.

Die Covestro Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, und in den Konzernabschluss der Covestro AG einbezogen. Der Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss der Covestro AG stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die Covestro Deutschland AG ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Covestro AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und auf der Internet-seite http://investor.covestro.com veröffentlicht.

Für das Geschäftsjahr 2016 finden erstmals die Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften Anwendung. Sofern sich aus diesen beiden Gesetzen Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergaben, sind diese im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ wiedergegeben.

Aufgrund der Darstellung der Werte in T€ können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Aufgrund des Erwerbs des Teilbetriebs von der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2015 bis 31. August 2015 hat die Gesellschaft einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 32.042 T€ aktiviert. Die dem Teilbetrieb zugehörigen Mitarbeiter bzw. deren spezifischen Kenntnisse über die Covestro-Anlagen sind als Entstehungsgrund für den aus der Transaktion entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert anzusehen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der voraussichtlichen Verbleibensdauer der Mitarbeiter bis zum Renteneintritt. Diese Verbleibensdauer beträgt durchschnittlich 15 Jahre.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen zugrunde gelegt worden:

Nutzungsdauern
Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre
Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 1 - 20 Jahre
Gebäude 2 - 33 Jahre
Infrastrukturanlagen 2 - 25 Jahre
Betriebsvorrichtungen 2 - 25 Jahre
Maschinen und Apparate 2 - 21 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 2 - 11 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 12 Jahre
Informationstechnik 2 - 15 Jahre
Transportmittel 2 - 12 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 € nicht übersteigen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber.

Unter den Vorräten sind die Hilfs- und Betriebsstoffe, Rohstoffe, Packmittel, Handelswaren und Erzeugnisse mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) angesetzt.

Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt (verlustfreie Bewertung).

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge i.H.v. 2 % berücksichtigt.

Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel in grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie in geldmarktnahe Produkte investiert. Diese Mittel werden treuhänderisch für die Covestro Deutschland AG verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Investments sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Covestro AG als Organträger berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagen aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,75 % (Vorjahr: 3,00 %) aus. Rentensteigerungen erwarten wir in Höhe von 1,50 % (Vorjahr: 1,75 %) p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 1. Januar 2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31. Dezember 2016 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 4,01 % (Vorjahr: 3,89 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2016 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Diese Rückstellungen wurden bis einschließlich 2015 mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Ab 2016 erfolgt nun die Abzinsung mit dem oben genannten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre.

Für den Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Rechnungszinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 n. F. besteht nach § 253 Absatz 6 n. F. eine Ausschüttungssperre. Eine entsprechende Abführungssperre für Gesellschaften mit einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht nicht.

Die anderen Rückstellungenberücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen, wie solche für Mitarbeiterjubiläen, findet dabei ein Zinssatz von 3,24 % (Vorjahr: 3,89 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2016 drei Jahre, der Rechnungszins 1,81 % (Vorjahr: 2,34 %). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2016 erwarteten Zinssätze.

Die Verbindlichkeitenwerden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Bankguthaben werden mit dem Nennwert bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Aufgrund der erweiterten Definition der Umsatzerlöse im Rahmen der Einführung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BilRUG) ergibt sich ab dem Geschäftsjahr 2016 eine Verschiebung von Erlösen aus dem Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge in die Umsatzerlöse sowie eine Verschiebung der korrespondierenden Aufwendungen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Herstellungskosten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Erträge und Aufwendungen aus Vermietungsgeschäften.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

in T€
Geschäfts- oder Firmenwert

in T€
Geleistete Anzahlungen

in T€
Summe

in T€
--- --- --- --- ---
Bruttowerte 01.01.2016 187.985 32.043 12.077 232.105
Zugänge 542 0 2.726 3.268
Umbuchungen / Umgliederungen 9.169 0 -9.185 -16
Abgänge -28 0 0 -28
Bruttowerte 31.12.2016 197.668 32.043 5.618 235.329
Abschreibungen 01.01.2016 75.357 712 0 76.069
Abschreibungen 2016 19.659 2.137 0 21.796
Abgänge -28 0 0 -28
Abschreibungen 31.12.2016 94.988 2.849 0 97.837
Nettowerte 31.12.2016 102.680 29.194 5.618 137.492
Nettowerte 01.01.2016 112.628 31.331 12.077 156.036

2. Sachanlagen

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

in T€
Technische Anlagen und Maschinen

in T€
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

in T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

in T€
Summe

in T€
--- --- --- --- --- ---
Bruttowerte 01.01.2016 78.489 1.849.004 74.640 147.697 2.149.830
Zugänge 434 22.267 5.764 83.072 111.537
Umbuchungen / Umgliederungen 19 52.022 2.840 -54.865 16
Abgänge -63 -18.328 -1.663 0 -20.054
Bruttowerte 31.12.2016 78.879 1.904.965 81.581 175.904 2.241.329
Abschreibungen 01.01.2016 13.081 1.266.960 56.530 278 1.336.849
Abschreibungen 2016 4.321 78.758 5.161 0 88.240
Außerplanmäßige Abschreibungen 2016 0 837 8 0 845
Abgänge -63 -17.096 -1.627 0 -18.786
Abschreibungen 31.12.2016 17.339 1.329.459 60.072 278 1.407.148
Nettowerte 31.12.2016 61.540 575.506 21.509 175.626 834.181
Nettowerte 01.01.2016 65.408 582.044 18.110 147.419 812.981

3. Finanzanlagen

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen

in T€
Ausleihungen an verbundene Unternehmen

in T€
Beteiligungen

in T€
Sonstige Ausleihungen

in T€
Summe

in T€
--- --- --- --- --- ---
Bruttowerte 01.01.20161 4.954.180 2.472 21.521 3.902 4.982.075
Zugänge 1.049 0 0 51 1.100
Abgänge 0 0 0 -145 -145
Bruttowerte 31.12.2016 4.955.229 2.472 21.521 3.807 4.983.029
Abschreibungen 01.01.2016 105.142 0 6.101 0 111.243
Außerplanmäßige Abschreibungen 2016 18.137 0 0 0 18.137
Abschreibungen 31.12.2016 123.279 0 6.101 0 129.380
Nettowerte 31.12.2016 4.831.950 2.472 15.420 3.807 4.853.649
Nettowerte 01.01.20161 4.849.038 2.472 15.420 3.902 4.870.832

1 Anpassung Vorjahreswert

4. Vorratsvermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Vorräte ergibt sich wie folgt:

Vorräte 31.12.2015 31.12.2016
Bruttowerte

in T€
Wertberichtigungen

in T€
Bilanzwerte

in T€
Bruttowerte

in T€
Wertberichtigungen

in T€
Bilanzwerte

in T€
--- --- --- --- --- --- ---
Rohstoffe 54.400 3.049 51.351 59.856 1.462 58.394
Hilfs- und Betriebsstoffe 54.400 152 54.248 59.036 590 58.446
Erzeugnisbestände
Chemische Erzeugnisse 268.407 6.671 261.736 258.719 5.505 253.214
Unfertige Leistungen1 936 0 936 699 0 699
Handelswaren 26.296 2.307 23.989 30.576 2.200 28.376
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
404.439 12.179 392.260 408.886 9.757 399.129

1 Anlagenerstellung für Tochtergesellschaften

5. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 22.902 T€ (Vorjahr: 28.334 T€) für Vermögensgegenstände enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Steuerforderungen.

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind im Insolvenzfall des Arbeitsgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktiver Unterschiedsbetrag von 104.713 T€, der mit 8.471 T€ auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und mit 96.242 T€ auf Pensionszusagen entfällt.

31.12.2015

in T€
31.12.2016

in T€
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 21.586 27.393
Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 28.120 35.864
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) 6.533 8.471
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 28.257 34.482
31.12.2015

in T€
31.12.2016

in T€
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 34.388 205.385
Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 41.552 301.627
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Pensionszusagen (Aktiver Unterschiedsbetrag) 7.164 96.242
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 42.167 293.420

Für weitere Informationen über das Sicherungsvermögen des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, wird auf die Ausführungen im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ verwiesen.

Beim Sicherungsvermögen handelt es sich um grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie geldmarktnahe Produkte.

Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 730.695 T€. Aus der Verrechnung von Sicherungsvermögen in Höhe von 337.491 T€ mit zugrunde liegenden Verpflichtungen kam es zu einem Vermögens-, in Höhe der verbleibenden 393.204 T€ zu einem Verpflichtungsüberhang. Abhängig davon erfolgte der Ausweis entweder als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ oder unter den Pensionsrückstellungen.

Zum 28. Dezember 2016 hat die Gesellschaft eine Sacheinlage im Wert von 433.242 T€ in das Treuhandvermögen vorgenommen.

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Covestro Deutschland AG beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 100.000 T€, ist eingeteilt in 100.000.000 nennbetragslose Aktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.

Angaben zu ausschüttungs- bzw. abführungsgesperrten Beträgen im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB und § 253 Absatz 6 HGB

Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Agreements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Metzler Fond eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 730.695 T€ und liegt damit um 11.415 T€ über den Anschaffungskosten von 719.280 T€. Dem Mehrbetrag von 11.415 T€ stehen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von 1.682.485 T€ gegenüber. Diese sind somit in Höhe des Mehrbetrags ausschüttungs- und abführungsgesperrt.

8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.12.2015

in T€
31.12.2016

in T€
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 840.874 651.735
Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 196.633 393.204
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 644.241 258.531
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 199.405 391.378

Der Unterschiedsbetrag aus der Rechnungszinsänderung im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2016 122.392 T€.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (314.745 T€). Darüber hinaus sind Rückstellungen für drohende Verluste aus Währungsderivaten sowie aus Einkaufs- und Verkaufskontrakten (23.935 T€), für Kundenboni (4.044 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (7.999 T€) erfasst.

10. Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

in T€
Sonstige Verbindlichkeiten

in T€
Summe

in T€
--- --- --- --- --- --- ---
Fälligkeit im Jahr 2016 2.920 316 490.107 6.370.292 70.893 6.934.528
Fälligkeit im Jahr 2017 und später 0 0 53 17.903 12.188 30.144
davon Fälligkeit in 2021 und später 0 0 0 8.655 9.325 17.980
2.920 316 490.160 6.388.195 83.081 6.964.672
31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

in T€
Sonstige Verbindlichkeiten

in T€
Summe

in T€
--- --- --- --- --- --- ---
Fälligkeit im Jahr 2017 354 952 580.643 6.148.603 55.779 6.786.331
Fälligkeit im Jahr 2018 und später 0 0 0 17.838 6.317 24.155
davon Fälligkeit in 2022 und später 0 0 0 6.346 5.705 12.051
354 952 580.643 6.166.441 62.096 6.810.486

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Ab dem Geschäftsjahr 2016 enthalten die Umsatzerlöse aufgrund der Änderungen durch das BilRUG auch Erlöse aus Vermietungsgeschäften. Bis 2015 wurden diese Erlöse unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Ausweisänderung hätte für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015 zu einem Gesamtumsatz in Höhe von 1.682.259 T€ geführt.

Die Umsätze in den strategischen Geschäftseinheiten gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen 01.09.-31.12.2015

in T€
2016

in T€
Polyurethanes (PUR) 680.200 2.059.580
Polycarbonates (PCS) 406.324 1.151.736
Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) 368.998 1.158.781
Sonstige Segmente 224.696 630.739
1.680.218 5.000.836

Eine Aufstellung der Umsatzerlöse nach Vertriebsregionen gliedert sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Regionen 01.09.-31.12.2015

in T€
2016

in T€
Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko 1.443.612 4.303.114
USA, Kanada und Mexiko 88.368 259.372
Asien / Pazifik 148.238 438.350
1.680.218 5.000.836

Zur Entwicklung der Umsatzerlöse wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der Covestro Deutschland AG verwiesen.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge 01.09.-31.12.2015

in T€
2016

in T€
Mieterlöse (ab 01.01.2016 Ausweis in den Umsatzerlösen) 2.041 0
Kursgewinne bei Rückstellungen / Lizenzabgrenzungen 837 3.068
Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen 42 5.426
Auflösung von Wertberichtigungen 1.445 644
Erstattung von Dritten 658 42.409
Eingebettete Derivate 70 1.138
Investitions- / Aufwandszuschüsse 561 2.941
Erträge aus Sachanlagenabgang 0 18
Übrige 2.163 4.150
Summe sonstige betriebliche Erträge 7.817 59.794
davon periodenfremde Erträge 1.619 50.657

Die Covestro Deutschland AG vereinnahmte in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Geschäftsjahr 2016 eine Versicherungsentschädigung in Höhe von 30.000 T€ für einen Schaden aus dem Jahr 2012 sowie eine Erstattung der Bayer AG, Leverkusen, für Kosten, die im Rahmen der Verselbstständigung des Covestro-Konzerns entstanden sind, in Höhe von 11.904 T€.

Neben den zwei genannten Posten beinhalten die periodenfremden Erträge im Wesentlichen Werte aus der Auflösung von im Vorjahr gebildeten Wertberichtungen auf Forderungen (644 T€) sowie aus der Auflösung von nicht beanspruchten sonstigen Rückstellungen (5.426 T€).

13 . Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 01.09.-31.12.2015

in T€
2016

in T€
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen -54 -1.856
Mietaufwendungen (ab 01.01.2016 Ausweis in den Herstellungskosten) -1.797 0
Versicherungsprämien -1.828 -5.465
Aufwandsteuern -211 -2.014
Spenden -1 -82
Pauschale Wertberichtigung auf Forderungen 0 -86
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens 0 -679
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen -2.689 -1.485
Eingebettete Derivate 19 -1.127
Kursverluste aus Rückstellungen / Lizenzabgrenzungen -31 -3.189
Übrige -2.795 -5.871
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.387 -21.854
davon periodenfremde Aufwendungen -707 -3.736

Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Nachbelastungen für Netzentgelte gemäß Stromnetzentgeltverordnung in Höhe von 3.007 T€ für die Jahre 2014 und 2015 sowie aus nachträglichen Abrechnungen von Serviceleistungen eines verbundenen Unternehmens.

14. Zinsergebnis

Den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 16.165 T€, die neben dem Aufwand aus Aufzinsung auch Erträge aus der Änderung des Rechnungszinses enthalten, stehen Erträge aus der Vermögensanlage des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, in Höhe von 13.428 T€ gegenüber.

Die beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten neben den Aufwendungen aus Aufzinsung auch 19.164 T€ gezahlte oder abgegrenzte Zinsen für diverse Darlehen. Hiervon entfallen 3.602 T€ auf bei der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, aufgenommene Darlehen und 10.253 T€ auf bei der Covestro AG aufgenommene Darlehen.

15. Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge

Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge 01.09.-31.12.2015

in T€
2016

in T€
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
Realisierte Kursverluste -124.073 -309.668
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung -6.264 -2.731
Erträge aus der Währungsumrechnung
Realisierte Kursgewinne 111.459 259.386
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 5.520 12.610
Übrige finanzielle Aufwendungen -3 -87
Übrige finanzielle Erträge 109 0
-13.252 -40.490

Unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen sind im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

16. Sonstige Steuern

Soweit die sonstigen Steuern den Bereichen Herstellung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden konnten, sind sie in den entsprechenden Funktionskosten, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Insgesamt beliefen sie sich auf 4.488 T€.

17. Materialaufwand

Materialaufwand 2016

in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.954.467
Aufwendungen für bezogene Leistungen 100.180
3.054.647

18. Personalaufwand / Mitarbeiter

Personalaufwand 2016

in T€
Löhne und Gehälter 672.303
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 64.578
davon Aufwendungen für Altersversorgung 31.102
736.881

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Covestro Deutschland AG 5.748 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf die folgenden Gruppen verteilen.

Mitarbeiter 2016
weiblich männlich
--- --- ---
Obere Führungskräfte und Leitende Angestellte 119 753
Tarifmitarbeiter und Leitende Mitarbeiter 875 4.001
994 4.754

Darüber hinaus beschäftigte die Covestro Deutschland AG im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 424 Auszubildende und Praktikanten.

In diesen Angaben sind auf Teilzeitbasis beschäftigte Mitarbeiter entsprechend ihres Beschäftigungsgrads berücksichtigt.

19. Abschreibungen

Im Geschäftsjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens in Höhe von 846 T€ an. Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe von 18.137 T€ wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen.

Sonstige Erläuterungen

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultieren Verpflichtungen von insgesamt 224.767 T€. Hiervon entfallen 162.197 T€ auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 29.940 T€ im Jahr 2017, 65.083 T€ in den Jahren 2018 bis 2021 und 129.744 T€ nach 2022 fällig.

Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 2.652.245 T€. Hiervon entfallen 1.065.731 T€ auf verbundene Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Verkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen sind 1.641.344 T€ im Jahr 2017, 728.957 T€ in den Jahren 2018 bis 2021 und 281.944 T€ nach 2022 fällig.

21. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten

Die Covestro Deutschland AG und weitere Gesellschaften des Covestro-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Die Covestro Deutschland AG hat interne und externe Derivate und ist zuständig für die Steuerung und Absicherung des Fremdwährungsrisikos für den Covestro-Konzern.

Ziel des Einsatzes von derivativen FX-Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Covestro Deutschland AG den Banken bonitätsabhängige Kontrahentenlimite zu.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Die internen und externen Derivate teilen sich zum 31.12.2016 wie folgt auf:

Derivative Finanzinstrumente 31.12.2016
Nominal- werte

in T€
Beizulegende Zeitwerte

in T€
Buchwerte

in T€
--- --- --- ---
Bilanzielles Exposure
Devisenterminkontrakte
- positive Marktwerte 1.143.191 15.272 0
- negative Marktwerte 1.535.913 -31.841 -3.717
2.679.104 -16.569 -3.717

Ein Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen ist das bilanzielle Exposure. Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus gewährten und aufgenommenen Darlehen der Covestro Deutschland AG sowie der Covestro-Konzernunternehmen schloss die Covestro Deutschland AG Devisenkontrakte mit Vertragspartnern im Nominalvolumen von 2.679.104 T€ ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug für interne Kontrakte 424 T€ und für externe Kontrakte -16.993 T€.

Das bilanzielle Fremdwährungsexposure wurde soweit möglich mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannten Portfolio Hedges zusammengefasst, welche überwiegend im Jahr 2017 fällig werden (ein Geschäft wird in 2019 fällig).

Beim Portfolio Hedge werden pro Währungspaar gleichartige Grundgeschäfte mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften zusammengefasst. Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden durch eine Zuordnung zu Accounting-Portfolios klar als Hedging-Instrumente gekennzeichnet und anschließend pro Währung den Grundgeschäften gegenübergestellt.

Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurden die Devisenkontrakte mit negativen Zeitwerten (Ineffektivität) in Höhe von 3.717 T€ gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.

22. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Covestro Deutschland AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Covestro Deutschland AG unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte.

23. Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und Kredite

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG mit 6.576 T€ passiviert.

Aktive Vorstandsmitglieder erhalten ihre Vergütungen ausschließlich von der Covestro AG.

Bis zum 10. Februar 2017 bestand mit einer Ausnahme (zeitverzögerte Nachbesetzung eines Aufsichtsratsmitglieds in der Covestro AG) Personenidentität in den Aufsichtsräten der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG. Die Vergütung wurde entsprechend von der Covestro AG übernommen.

Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.

24. Organe der Gesellschaft

Vorstand
Patrick W. Thomas Vorstandsvorsitzender
Frank H. Lutz Vorstand für Finanzen und Arbeitsdirektor
Dr. Klaus Schäfer Vorstand für Produktion und Technik
Dr. Markus Steilemann Vorstand für Innovation
Aufsichtsrat
Dr. Richard Pott Vorsitzender; ehemaliges Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Bayer AG
Petra Kronen Stellvertretende Vorsitzende; Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Uerdingen
Ferdinando Falco Beccalli Vorstandsvorsitzender Falco Enterprises AG
Dr. Christine Bortenlänger Geschäftsführender Vorstand Deutsches Aktieninstitut e. V.
Johannes Dietsch Mitglied des Vorstands der Bayer AG (CFO)
Dr.-Ing. Thomas Fischer Vorsitzender des Sprecherausschusses
Peter Hausmann Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie
Irena Küstner Vorsitzende des Betriebsrats am Standort Leverkusen
Michael Mostert Mitarbeiter der IG Bergbau, Chemie, Energie; ausgeschieden zum 14.09.2016
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher Wirtschaftsprüfer in eigener Praxis
Regine Stachelhaus Ehemaliges Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der E.ON AG
Frank Werth Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie – Bezirk Leverkusen; bestellt zum 14.09.2016
Sabine Wirtz Chemielaborfachwerkerin

25. Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Konzernabschluss der Covestro AG enthalten. Insoweit wird für das Geschäftsjahr die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.

26. Angaben nach § 6b Absatz 2 EnWG

Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG sind und nach § 6b Absatz 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.

27. Nachtragsbericht

Seit dem 1. Januar 2017 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG erwarten.

28. Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Covestro Deutschland AG unmittelbar oder mittelbar Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2016; die Werte sind gerundet.

Aufstellung des Anteilsbesitzes
Gesellschaftsname Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Eigenkapital

in T€
Jahresüberschuss / -fehlbetrag

in T€
Fußnoten
--- --- --- --- --- ---
Bayer Pearl Polyurethane Systems FZCO Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 51,0 23.800 6.262 2
Bayer Pearl Polyurethane Systems L.L.C Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 49,0 201 31 2
CleanTech NRW GmbH Leverkusen / Deutschland 100,0 10 -38 2
Covestro (France) SNC Fos-sur-Mer / Frankreich 100,0 52.688 5.546 2
Covestro (Hong Kong) Limited Hongkong / China 100,0 121.356 37.177 2
Covestro (India) Private Limited Thane / Indien 100,0 43.108 204 3
Covestro (Shanghai) Management Co., Ltd. Shanghai / China 100,0 17.077 3.082 2
Covestro (Taiwan) Ltd. Kaohsiung / Taiwan 95,5 41.946 7.163 2
Covestro (Thailand) Co., Ltd. Bangkok / Thailand 100,0 197.750 83.838 2
Covestro (Tielt) NV Tielt / Belgien 100,0 33.788 2.449 2
Covestro (Viet Nam) Company Limited Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam 100,0 774 542 2
Covestro A/S Otterup / Dänemark 100,0 6.928 3.059 2
Covestro B.V. Foxhol / Niederlande 100,0 105.519 15.734 2
Covestro Brunsbüttel Energie GmbH Brunsbüttel / Deutschland 100,0 39 -923 1,2
Covestro Darmstadt GmbH Darmstadt / Deutschland 100,0 89.859 999 1,2
Covestro Elastomers SAS Romans-sur-Isère / Frankreich 100,0 61.359 2.038 2
Covestro Far East (Hong Kong) Limited Hongkong / China 100,0 141 36 2
Covestro GmbH Leverkusen / Deutschland 100,0 5.325 2.795 1,2
Covestro Indústria e Comércio de Polimeros Ltda. São Paulo / Brasilien 100,0 11.120 -4.632 2
Covestro International SA Fribourg / Schweiz 100,0 168.034 110.232 2
Covestro International Trade Services Corp. Wilmington / Vereinigte Staaten 100,0 42.737 40.724 2
Covestro Japan Ltd. Tokio / Japan 100,0 4.384 2.699 2
Covestro Korea Corporation Seoul / Südkorea 100,0 20 -2.024 2
Covestro LLC Pittsburgh / Vereinigte Staaten 100,0 1.224.816 245.212 2
Covestro NV Antwerpen / Belgien 100,0 202.520 20.823 2
Covestro Oldenburg GmbH & Co. KG Oldenburg / Deutschland 100,0 11.582 5.303 2
Covestro PO LLC New Martinsville / Vereinigte Staaten 100,0 326.626 72.181 2
Covestro Polímer Anoním Şírketí Istanbul / Türkei 100,0 137 59 2
Covestro Polymers (China) Co., Ltd. Shanghai / China 100,0 998.257 122.394 2
Covestro Polymers (Qingdao) Co., Ltd. Qingdao / China 100,0 5.731 -1.940 2
Covestro Polymers (Shenzhen) Co., Ltd. Shenzhen / China 100,0 16.042 1.197 2
Covestro Polymers (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin / China 100,0 2.719 40 2
Covestro Polyurethanes B.V. Nieuwegein / Niederlande 100,0 35.793 12.780 2
Covestro Pty Ltd Cheltenham / Australien 100,0 1.395 987 2
Covestro S.A. de C.V. Mexiko-Stadt / Mexiko 100,0 64.800 9.986 2
Covestro (Slovakia) Services s.r.o. Bratislava / Slowakei 100,0 4 -1 2
Covestro S.p.A. Mailand / Italien 99,0 9.378 1.654 2
Covestro S.r.l. Mailand / Italien 100,0 76.640 11.347 2
Covestro, S.L. Barcelona / Spanien 100,0 42.245 9.994 2
Covestro UK Limited Cheadle / Großbritannien 100,0 5.160 963 2
Covestro Verwaltungs GmbH Oldenburg Oldenburg / Deutschland 100,0 35 2 4
DIC Covestro Polymer Ltd. Tokio / Japan 50,0 19.181 6.322 2
Epurex Films Geschäftsführungs-GmbH Bomlitz / Deutschland 100,0 87 7 2
Epurex Films GmbH & Co. KG Bomlitz / Deutschland 100,0 14.465 7.575 1,2
Guangzhou Covestro Polymers Co., Ltd. Guangzhou / China 100,0 19.430 747 2
LyondellBasell Covestro Manufacturing Maasvlakte V.O.F Rotterdam / Niederlande 50,0 33.094 -1.510 2
MS Global AG Köniz / Schweiz 100,0 3.983 1.435 2
MS Holding B.V. Nieuwegein / Niederlande 100,0 1.158.624 229.539 2
OOO Covestro Moskau / Russland 100,0 350 -3.893 2
Paltough Industries (1998) Ltd. Kibbuz Ramat Yochanan / Israel 25,0 88.482 5.031 2
PO JV, LP Wilmington / Vereinigte Staaten 39,4 467.332 -53.450 2
PT Covestro Polymers Indonesia Jakarta / Indonesien 99,9 47.958 3.369 2
Shanghai Baulé Polyurethane Technology Co., Ltd. Shanghai / China 100,0 563 -6 2
Sumika Covestro Urethane Company, Ltd. Amagasaki / Japan 60,0 23.622 20.832 2
Technology JV, L.P. Wilmington / Vereinigte Staaten 50,0 295.332 - 2
Thermoplast Composite GmbH Markt Bibart / Deutschland 100,0 15.508 -165 2

1) Ergebnis vor Übernahme

2) Vorläufiges Jahresergebnis

3) Jahresabschluss zum 31.03.2016

4) Jahresabschluss zum 31.12.2015

Leverkusen, 13. Februar 2017

Covestro Deutschland AG

Der Vorstand

Patrick Thomas

Frank H. Lutz

Dr. Klaus Schäfer

Dr. Markus Steilemann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss − bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang − unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG, liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Essen, den 14. Februar 2017

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ursula Kretzschmar, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

der Covestro Deutschland AG

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch über den Lagebericht wurde Einvernehmen erzielt.

Angesichts des mit der Covestro AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes für den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.

Leverkusen, den 17. Februar 2017

Für den Aufsichtsrat

Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 17.02.2017 festgestellt.