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Continental AG

Quarterly Report Aug 9, 2022

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 31147614

Continental Aktiengesellschaft

Hannover

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

Continental-Aktie und -Anleihen

Kursentwicklung der Continental-Aktie im Jahr 2022 im Vergleich zu ausgewählten Indizes

indexiert auf den 1. Januar 2022

Aktienmärkte mit negativer Entwicklung

Die Aktienmärkte wurden im ersten Halbjahr 2022 insbesondere durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine belastet. Vor allem die Verteuerung von Erdöl und Erdgas, aber auch Preissteigerungen und Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten infolge von gestörten Lieferketten führten im Verlauf des Berichtszeitraums zu deutlichen Preiserhöhungen von Konsumgütern. Stark steigende Inflationsraten in vielen Volkswirtschaften weltweit waren die Folge. Zudem belasteten die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in China die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort und durch geschlossene Häfen auch die Lieferketten weltweit.

Zur Eindämmung der Inflation vollzogen verschiedene Notenbanken im zweiten Quartal eine Kehrtwende in ihrer bislang expansiven Geldpolitik und erhöhten ihre Leitzinsen (wie z. B. die US-amerikanische Notenbank Fed, die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank SNB) oder kündigten dies für das zweite Halbjahr an (wie die Europäische Zentralbank EZB). Im Juni resultierten daraus weitere Kursverluste an den Aktienmärkten. Der DAX beendete das erste Halbjahr 2022 bei 12.783,77 Punkten. Gegenüber seinem Stand vom Jahresende 2021 mit 15.884,86 Punkten ergab sich ein Rückgang um 19,5 %. Sehr ähnlich zum DAX entwickelte sich der EURO STOXX 50. Er verlor im ersten Halbjahr 19,6 % und schloss Ende Juni bei 3.454,86 Punkten.

Deutliche Verluste der Automobilwerte

Viele Automobilwerte waren von den Entwicklungen im ersten Halbjahr 2022 direkt oder zumindest indirekt betroffen. Preissteigerungen für Halbleiter und andere Elektronikprodukte belasteten im Verlauf des Berichtszeitraums primär Zulieferer für Automobilkomponenten und -systeme, während Reifenhersteller von den spürbar steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie betroffen waren. Den Automobilherstellern ermöglichte dagegen eine starke Pkw-Nachfrage, für viele Modelle Preisanhebungen durchzusetzen sowie Verbesserungen des Produktmix zu erzielen. Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts sank im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Jahresende 2021 um 24,8 % auf 496,36 Punkte.

Continental-Aktie mit schwacher Performance

Im ersten Quartal 2022 wurde die Kursentwicklung der Continental-Aktie - wie die anderer Automobilzuliefererwerte auch - nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine aufgrund zunehmender Sorgen vieler Investoren hinsichtlich niedrigerer Produktionsvolumina sowie der Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energie stark belastet. Diesem Kurseinbruch folgte im zweiten Quartal eine Phase der Stabilisierung auf einem Niveau zwischen 60 € und 75 €. Am 2. Mai 2022 erfolgte der Abschlag der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende von 2,20 € für das Geschäftsjahr 2021.

Ende Juni 2022 notierte die Continental-Aktie bei 66,50 €. Gegenüber dem Jahresendkurs 2021 von 93,11 € ergab sich ein Minus von 28,6 % bzw. ein Minus von 26,1 % unter Berücksichtigung einer Reinvestition der gezahlten Dividende am Tag der Ausschüttung.

Continental-Anleihen mit Kursverlusten

Die Zinssätze für europäische Unternehmensanleihen stiegen im Berichtszeitraum infolge des allgemein steigenden Zinsniveaus kräftig an, wodurch sich die Anleihekurse spürbar verringerten. Auch die ausstehenden Continental-Anleihen notierten Ende Juni 2022 im Vergleich zum Jahresende 2021 niedriger.

Ausstehende wesentliche Continental-Anleihen zum 30. Juni 2022

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WKN/​ISIN Kupon Fälligkeit Volumen in Mio € Emissionskurs Kurs am 30.06.2022 Kurs am 31.12.2021
A2YPE5/​XS2051667181 0,000 % 12. September 2023 500,0 99,804 % 98,042 % 100,209 %
A28XTQ/​XS2178585423 2,125 % 27. November 2023 750,0 99,559 % 100,255 % 103,946 %
A28YEC/​XS2193657561 1,125 % 25. September 2024 625,0 99,589 % 97,987 % 102,625 %
A2YPAE/​XS2056430874 0,375 % 27. Juni 2025 600,0 99,802 % 93,792 % 100,627 %
A28XTR/​XS2178586157 2,500 % 27. August 2026 750,0 98,791 % 98,946 % 109,623 %

Kreditrating der Continental AG

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30.06.2022 31.12.2021
Standard & Poor's 1
Langfristig BBB BBB
Kurzfristig A-2 A-2
Ausblick negativ negativ
Fitch 2
Langfristig BBB BBB
Kurzfristig F2 F2
Ausblick stabil stabil
Moody's 3
Langfristig Baa2 Baa2
Kurzfristig P-2 P-2
Ausblick negativ negativ

1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.

2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.

3 Vertragsverhältnis seit 1. Januar 2019.

Kreditrating der Continental AG unverändert

Die Ratingagentur Fitch bestätigte am 8. April 2022 ihr langfristiges Kreditrating BBB und ließ den Ausblick unverändert auf stabil.

Auch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's behielten im Berichtszeitraum ihr jeweiliges Kreditrating unverändert bei.

Investor Relations online

Weitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen und zum Kreditrating sind unter www.continental-ir.de im Internet abrufbar.

Kennzahlen Continental-Konzern

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode grundsätzlich die Werte der fortgeführten Aktivitäten, wobei in der Vergleichsperiode der Free Cashflow (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) und das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis sowie das Ergebnis pro Aktie sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten beziehen.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 18.722,4 16.929,7 9.444,1 8.354,4
EBITDA 1.780,9 2.245,9 848,6 1.032,3
in % vom Umsatz 9,5 13,3 9,0 12,4
EBIT 210,7 1.135,3 -164,6 472,7
in % vom Umsatz 1,1 6,7 -1,7 5,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -5,3 992,9 -250,7 545,3
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1.509,7 1.330,5 738,5 706,1
in % vom Umsatz 8,1 7,9 7,8 8,5
Abschreibungen 1 1.570,2 1.110,6 1.013,2 559,6
davon Wertminderungen 2 443,9 9,8 447,0 8,4
Investitionen 3 987,5 623,2 543,2 380,2
in % vom Umsatz 5,3 3,7 5,8 4,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 20.471,6 17.834,0
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 194.577 193.754
Umsatz bereinigt 5 18.654,4 16.844,2 9.410,1 8.314,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 849,0 1.240,1 410,5 512,1
in % des bereinigten Umsatzes 4,6 7,4 4,4 6,2
Free Cashflow (fortgeführte Aktivitäten) -870,6 764,4 -697,4 431,8
Free Cashflow (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) -870,6 919,2 -697,4 281,6
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 5.433,9 4.054,0
Gearing Ratio in % 37,8 n. a.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Konzern-Zwischenlagebericht

Continental bringt erste Reifen mit Polyester aus recycelten PET-Flaschen auf den Markt

Als erster Reifenhersteller führte Continental im April 2022 recyceltes Polyestergarn in ihre Serienproduktion ein, das aus PET-Kunststoffflaschen in einem neuen Verfahren gewonnen wird. Der neue Hochleistungswerkstoff kommt im ersten Schritt in ausgewählten Dimensionen der Continental Sommerreifen PremiumContact 6 und EcoContact 6 sowie dem Ganzjahresreifen AllSeasonContact zum Einsatz. So wird das herkömmlich verwendete Polyester in der Karkasse der Reifen vollständig ersetzt. Bei einem Satz Pkw-Reifen kommen rund 40 recycelte PET-Flaschen zum Einsatz.

Continental hatte die eigens entwickelte sogenannte ContiRe.Tex-Technologie im September 2021 erstmals vorgestellt. Mit ihr kommt Polyestergarn zum Einsatz, das ohne jegliche chemische Zwischenschritte aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen wird, die nicht anderweitig wiederverwertet werden.

Continental erhält Serienauftrag für V-förmiges Display

Continental erweitert ihr Displayportfolio um einen Serienauftrag für V-förmige Displays. Die Lösung wird in mehreren Fahrzeugmodellen eines global agierenden asiatischen Fahrzeugherstellers integriert. Die V-Form besteht aus flachen Displays mit Hintergrundbeleuchtung, die mit einem geschwungenen Glas bedeckt sind. Die Lösung erstreckt sich vom Fahrerbereich bis zur Mittelkonsole und verbindet optisch die beiden Bildschirme des Kombi-Instruments und des Zentraldisplays unter einer Oberfläche. Radius und Winkel der Displaylösung sind auf die Fahrerperspektive zentriert, sodass sich die Fahrerin oder der Fahrer im Mittelpunkt der Informationsausgabe befindet. Die Ergonomie des Displays macht es noch einfacher, relevante Informationen schneller wahrzunehmen, was die Ablenkung reduziert und das Fahren sicherer machen kann. Der Produktionsstart ist für 2023 geplant.

Continental-Technologie im Elektrofahrzeug BMW iX schafft intuitives Nutzererlebnis

Continental liefert wesentliche Elemente für ein intuitives Nutzererlebnis im neuen BMW iX. Das Elektrofahrzeug integriert den Cockpit-Hochleistungsrechner von Continental als Antwort auf die Digitalisierung im Fahrzeug. Er steuert die steigende Softwarekomplexität sowie den rapide wachsenden Funktionsumfang im Cockpit. Außerdem stellt der Computer die nötige Rechenleistung für die Funktionen im Head-up-Display sowie die großflächige Displaylandschaft im Fahrzeug zur Verfügung. Zusammen mit der im digitalen Kombi-Instrument integrierten Fahrerkamera, bietet Continental damit wesentliche Bausteine für eine nahtlose Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug und ein neuartiges Nutzererlebnis. Darüber hinaus stattet Continental das Elektromodell mit Ultra-Breitband-Sendeempfängern für den digitalen Fahrzeugzugang mit dem Smartphone aus. Weitere Lösungen von Continental wie das integrierte Smartphone-Terminal mit Nahfeldkommunikation für induktives Laden, die Elektronik für das intelligente Panoramadach sowie weiche und emissionsarme Oberflächenmaterialien sorgen für Komfort, Ergonomie und Nutzerfreundlichkeit.

Continental investiert in zwei deutsche Standorte für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren

Continental baut ihre globalen Aktivitäten im Bereich Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren weiter aus und stärkt Entwicklungsstandorte in Deutschland. So startet das Technologieunternehmen mit der Erweiterung des Standorts in Memmingen und der Planung eines neuen, zentralen Standorts in Neu-Ulm.

Der Spatenstich für einen neuen Entwicklungscampus in Memmingen fand am 30. März 2022 statt. Fertigstellung und Bezug des Neubaus sind für Mitte 2023 geplant. In Neu-Ulm werden Beschäftigte von bisher drei Standorten in Ulm und Neu-Ulm zusammengezogen, um Kompetenzen zu bündeln. Der Baubeginn ist für Dezember 2022 und die Fertigstellung im Jahr 2024 geplant.

Continental investiert in den Bau einer Produktionsstätte für Hydraulikschläuche

Continental baut ihr Hydraulikgeschäft in Nordamerika aus. In San Luis Potosi, Mexiko, wird eine neue, hochmoderne Produktionsstätte für industrielle Hydraulikschläuche errichtet, um die Fertigungskapazitäten in der Region und darüber hinaus zu erweitern und zu ergänzen.

Hydraulikprodukte unterstützen viele Schlüsselindustrien, dazu gehören die Landwirtschaft, die Bau- und Energieindustrie, der Maschinenbau sowie der Fluidtransport in Agrar-, Bau- und vielen anderen Industriefahrzeugen. Die Produktentwicklung konzentriert sich dabei auf Klimaneutralität und eine zu 100 % verantwortungsvolle Wertschöpfungskette.

Mit dem Bau des Werks soll noch in diesem Jahr begonnen und der Betrieb soll im Jahr 2024 aufgenommen werden. Die Investition trägt dazu bei, die regionalen Produktionskapazitäten und die Effizienz der Lieferkette zu steigern. Sie schafft Kapazitäten für mehrere Standorte in der Region und ist Teil des Wachstums von Continental in Nordamerika.

Continental weiht in Pune Werk für Oberflächenlösungen ein Continental hat im April 2022 ihr neues Werk in Pune, Indien, eingeweiht. Es stellt Oberflächenmaterialien hauptsächlich für den indischen Automobil- und Zweiradmarkt her, aber auch für den Export. Continental investiert dabei in Anlagen und Maschinen zur Herstellung von hochwertigen Oberflächenmaterialien für die Innenausstattung von Autos, einschließlich Elektrofahrzeugen, und für Zweiradsitze.

Der neue Standort ist das 16. Werk für Oberflächenlösungen von Continental weltweit. Das Unternehmen stellt bekannte Oberflächenmaterialien wie Acella Eco her, die von den führenden Automobilherstellern und -marken verwendet werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das weltweite Wirtschaftswachstum wird sich 2022 nach aktueller Prognose der Weltbank von 5,7 % im Jahr 2021 auf 2,9 % in diesem Jahr stark verlangsamen. Der Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise zusammen mit den Versorgungs- und Handelsunterbrechungen, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden, und die Normalisierung der Leitzinsen diverser Zentralbanken sind gemäß Weltbank für den größten Teil des geringeren Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in vielen Ländern verantwortlich. Daneben gibt es weiterhin negative Effekte aus der anhaltenden COVID-19-Pandemie. Insbesondere die zeitweisen Lockdowns in China führten im ersten Halbjahr 2022 zu erheblichen Beeinträchtigungen der lokalen Produktion und des globalen Handels.

Der globale Ausblick unterliegt laut Weltbank erheblichen Abwärtsrisiken, darunter wachsende geopolitische Spannungen, zunehmender stagflationärer Gegenwind, steigende finanzielle Instabilität, anhaltende Lieferengpässe und sich verschärfende Ernährungsunsicherheit. Die Weltbank mahnt die Weltgemeinschaft, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die durch den Krieg in der Ukraine und weitere Konflikte verursachten humanitären Krisen zu mildern, die Ernährungsunsicherheit zu lindern und den Zugang zu Impfstoffen zu erweitern, um ein dauerhaftes Ende der COVID-19-Pan-demie zu gewährleisten.

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) 2022

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Juni 2022 1 April 20222 Januar 20223
Europa
Deutschland 1,9 % 4 2,1 % 3,8 %
Euroraum 2,5 % 2,8 % 3,9 %
Vereinigtes Königreich 3,5 % 5 3,7 % 4,7 %
Russland -8,9 % -8,5 % 2,8 %
Amerika
USA 2,3 % 6 3,7 % 4,0 %
Brasilien 1,5 % 0,8 % 0,3 %
Asien
China 4,3 % 4,4 % 4,8 %
Japan 1,7 % 2,4 % 3,3 %
Indien 7,5 % 8,2 % 9,0 %
Welt 2,9 % 3,6 % 4,4 %

Quellen:

1 Weltbank, Global Outlook, Juni 2022.

2 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, April 2022.

3 IWF, World Economic Outlook Update, Januar 2022.

4 Deutsche Bundesbank, Juni 2022.

5 BCC - British Chambers of Commerce, Juni 2022.

6 IWF, Juli 2022.

Entwicklung wesentlicher Abnehmerbranchen und Absatzregionen

Die Automobilindustrie - mit Ausnahme des Ersatzgeschäfts - bildet mit einem Anteil von 61 % (Vj. 63 %) am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2022 den bedeutendsten Kundenkreis für Continental. Den wesentlichen Anteil steuerte hierzu der Unternehmensbereich Automotive bei, aber auch die Unternehmensbereiche Tires und ContiTech erwirtschafteten in diesem Marktsegment signifikante Umsatzerlöse.

Das zweitgrößte Marktsegment für Continental ist mit 28 % (Vj. 26 %) vom Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2022 das weltweite Ersatzreifengeschäft. Wegen des deutlich höheren Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen am Ersatzreifengeschäft ist dessen Entwicklung von besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg.

Das drittgrößte Marktsegment für Continental ist mit rund 9 % (Vj. 9 %) vom Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2022 das weltweite Geschäft mit Industriekunden und Ersatzteilen des Unternehmensbereichs ContiTech.

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

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H1 2022 2022
Europa -12 % 1 % bis 4 %
Nordamerika 5 % 12 % bis 14 %
China 1 % 0 % bis 2 %
Weltweit -2 % 4 % bis 6 %

Quelle: S&P Global (ehemals IHS Marklt Inc.)

Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa Inkl. Russland und Türkei. Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Die gestörten Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und der Pandemie-bedingten Lockdowns in China belasteten im ersten Halbjahr 2022 in den meisten Regionen die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Besonders betroffen war nach vorläufigen Daten Europa mit einem Rückgang um 12 % gegenüber dem relativ schwachen Vorjahreswert, auf den sich die zunehmende Knappheit von Halbleitern bereits auswirkte. In China sank die Produktion infolge der zeitweisen Werkschließungen im zweiten Quartal, wodurch die Fertigung im gesamten Berichtszeitraum nur um 1 % anstieg. Dagegen erhöhte sich die Produktion in Nordamerika um 5 %. Weltweit sank das Produktionsvolumen nach vorläufigen Daten um 2 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer leicht verbesserten Liefersituation bei Halbleitern und anderen Vorprodukten, wodurch das Produktionsvolumen wieder zunehmen sollte. Für das Gesamtjahr belassen wir unsere Prognose für die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t unverändert bei 4 % bis 6 %.

Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen

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H1 2022 2022
Europa -12 % -14 % bis -10 %
Nordamerika 13 % 11 % bis 15 %

Quelle: S&P Global (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei). Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Die Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen > 6 t wurde im Berichtszeitraum in unserem Kernmarkt Europa durch gestörte Lieferketten belastet. Insbesondere in Osteuropa und in Russland wurde die Fertigung zudem durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine stark beeinträchtigt. Dagegen führte das kräftige Wachstum der Wirtschaft in Nordamerika zu einer deutlichen Belebung der Nachfrage und Produktion.

Für das Gesamtjahr erwarten wir aktuell eine Fortsetzung der jeweiligen Entwicklung. Für Europa rechnen wir mit einem Rückgang der Fertigung von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen um 10 % bis 14 %. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 erwarteten wir noch einen Anstieg von 5 % bis 8 %. Für Nordamerika rechnen wir aktuell mit einem Wachstum um 11 % bis 15 %. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 schätzten wir das Wachstum auf 17 % bis 20 %.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

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H1 2022 2022
Europa 3 % -1 % bis 1 %
Nordamerika 1 % 0 % bis 2 %
China -16 % -4 % bis -2 %
Weltweit 0 % -2 % bis 0 %

Quelle: vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Im Berichtszeitraum stieg der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t in Europa und Nordamerika nur leicht an. Nach einem noch starken ersten Quartal zeigte sich im zweiten Quartal in beiden Kernregionen ein deutlicher Rückgang der Nachfrage. Die Preisanhebungen infolge der erheblichen Kostensteigerungen durch den Krieg in der Ukraine hatten vorgezogene Käufe der Reifenhändler ausgelöst. In China führten die Eindämmungsmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie vor allem im zweiten Quartal zu einem Absatzeinbruch.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir in Europa inflationsbedingt einen leichten Rückgang der Nachfrage. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer Nachfrage in Europa auf Vorjahresniveau und in Nordamerika leicht darüber. Für China erwarten wir nach der Beendigung der COVID-19-Maßnahmen in den für uns wesentlichen Regionen eine deutliche Absatzerholung im zweiten Halbjahr. Diese dürfte jedoch den Absatzeinbruch des ersten Halbjahres nicht vollständig kompensieren. Weltweit rechnen wir mit einem leichten Absatzrückgang von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

von bis zu 2 %. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 erwarteten wir noch eine stabile Entwicklung (-1 % bis 1 %) auf Vorjahresniveau.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge

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H1 2022 2022
Europa 7 % 1 % bis 3 %
Nordamerika 8 % 1 % bis 3 %

Quelle: vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Die inflationsbedingten Preiserhöhungen führten im Berichtszeitraum in unseren Kernmärkten Europa sowie Nordamerika zu einer kräftigen Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge > 6 t aufgrund von vorgezogenen Käufen der Reifenhändler.

Infolge der gefüllten Läger erwarten wir für das zweite Halbjahr eine Abschwächung der Nachfrage. Für das Gesamtjahr 2022 rechnen wir nun in beiden Kernregionen mit einer in Summe leicht höheren Nachfrage von 1 % bis 3 %. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021 erwarteten wir einen Anstieg von jeweils 0 % bis 2 %.

Entwicklung der Industrieproduktion

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Q1 2022 Q2 2022 2022
Euroraum 0,2 % -0,4 % 0 % bis 2 %
USA 5,2 % 5,6 % 4 % bis 6 %
China 5,0 % 0,6 % 3 % bis 5 %

Quelle: Bloomberg, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Neben der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzgeschäft für die Automobilindustrie ist die Entwicklung verschiedener weiterer Industrien entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmensbereichs ContiTech. Produkte von ContiTech werden insbesondere in Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen für den Schienenverkehr, den Bergbau, die Agrarindustrie sowie für weitere wichtige Schlüsselindustrien verwendet. Als übergeordneter Indikator für die Entwicklung des ContiTech-Geschäfts mit Industriekunden wird daher neben der allgemeinen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts insbesondere die Entwicklung der Industrieproduktion angesehen.

Im Berichtszeitraum wurde die Industrieproduktion im Euroraum durch gestörte Lieferketten und gestiegene Kosten hauptsächlich im zweiten Quartal belastet. Dagegen stieg die Industrieproduktion in den USA kräftig. In China beeinträchtigten die zeitweisen Lockdowns zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie vor allem die Entwicklung im zweiten Quartal 2022.

Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Belebung der Industrieproduktion im Euroraum sowie in China. Für die USA rechnen wir mit einer Fortsetzung der derzeitigen Dynamik.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode grundsätzlich die Werte der fortgeführten Aktivitäten, wobei in der Vergleichsperiode der Free Cashflow (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) und das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis sowie das Ergebnis pro Aktie sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten beziehen.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 18.722,4 16.929,7 9.444,1 8.354,4
EBITDA 1.780,9 2.245,9 848,6 1.032,3
in % vom Umsatz 9,5 13,3 9,0 12,4
EBIT 210,7 1.135,3 -164,6 472,7
in % vom Umsatz 1,1 6,7 -1,7 5,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -5,3 992,9 -250,7 545,3
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1.509,7 1.330,5 738,5 706,1
in % vom Umsatz 8,1 7,9 7,8 8,5
Abschreibungen 1 1.570,2 1.110,6 1.013,2 559,6
davon Wertminderungen 2 443,9 9,8 447,0 8,4
Investitionen 3 987,5 623,2 543,2 380,2
in % vom Umsatz 5,3 3,7 5,8 4,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 20.471,6 17.834,0
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 194.577 193.754
Umsatz bereinigt 5 18.654,4 16.844,2 9.410,1 8.314,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 849,0 1.240,1 410,5 512,1
in % des bereinigten Umsatzes 4,6 7,4 4,4 6,2
Free Cashflow (fortgeführte Aktivitäten) -870,6 764,4 -697,4 431,8
Free Cashflow (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) -870,6 919,2 -697,4 281,6
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 5.433,9 4.054,0
Gearing Ratio in % 37,8 n. a.

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Ertragslage

Umsatzanstieg um 10,6 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 6,6 %

Während der ersten sechs Monate 2022 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,6 % auf 18.722,4 Mio € (Vj. 16.929,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 6,6 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 31,5 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 391,1 Mio € bzw. 31,5 % auf 849,0 Mio € (Vj. 1.240,1 Mio €) und entspricht 4,6 % (Vj. 7,4 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 81,4 %

Das operative Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 924,6 Mio € bzw. 81,4 % auf 210,7 Mio € (Vj. 1.135,3 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 1,1 % (Vj. 6,7 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2022

Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2022 in Höhe von 546,2 Mio €. Hiervon entfielen 397,3 Mio € auf Automotive, 77,3 Mio € auf Tires, 70,7 Mio € auf ContiTech, 0,8 Mio € auf Contract Manufacturing und 0,1 Mio € auf die Holding.

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). Der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus stellt einen Hinweis auf eine mögliche Wertminderung dar. Aufgrund dieses Triggering Event und der weiteren wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wie der Free Cashflows, der Diskontierungszinssätze, deren Parameter sowie nachhaltiger Wachstumsraten, ergaben sich im Unternehmensbereich Automotive eine Wertminderung des Goodwill in Höhe von 57,3 Mio € sowie eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 31 3,1 Mio €.

Aufgrund der aktuellen Sanktionen gegen bzw. durch Russland wurde in den russischen Gesellschaften die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen überprüft. Dies führte zu einer vollständigen Wertberichtigung aller immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Insgesamt ergaben sich hieraus Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 74,2 Mio € (Automotive 0,1 Mio €, Tires 69,0 Mio €, ContiTech 5,1 Mio €) sowie auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio € im Unternehmensbereich Tires.

Zusammen mit den vorgenannten Effekten ergaben sich aus Wertminderungen auf Sachanlagen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 390,5 Mio € (Automotive 316,4 Mio €, Tires 69,0 Mio €, ContiTech 5,1 Mio €, Contract Manufacturing 0,0 Mio €). Außerdem entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,5 Mio € im Unternehmensbereich Automotive. In diesen Werten sind Wertminderungen und Wertaufholungen, die im Rahmen von Restrukturierungen entstanden sind, nicht enthalten.

Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 18,6 Mio € (Automotive 8,8 Mio €, Tires 4,9 Mio €, ContiTech 4,8 Mio €, Contract Manufacturing 0,0 Mio €, Holding 0,1 Mio €).

Im Unternehmensbereich Automotive entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,5 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen Erträge in Höhe von 4,9 Mio €.

Im Unternehmensbereich Tires ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,1 Mio € enthalten.

Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 64,3 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,0 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,4 Mio €. Darin sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,4 Mio € enthalten.

Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio €.

Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 27,5 Mio € (Automotive 21,2 Mio €, Tires 2,8 Mio €, ContiTech 2,6 Mio €, Contract Manufacturing 0,9 Mio €).

Aus der Veräußerung von Gesellschaften ergaben sich Erträge in Höhe von insgesamt 1,1 Mio € (Tires 0,4 Mio €, ContiTech 0,7 Mio €).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2021

Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2021 in Höhe von 42,8 Mio €. Hiervon entfielen 26,4 Mio € auf Automotive, 10,4 Mio € auf ContiTech, 11,9 Mio € auf Contract Manufacturing und 1,1 Mio € auf die Holding. Im Unternehmensbereich Tires ergab sich insgesamt eine Entlastung durch Sondereffekte in Höhe von 7,0 Mio €.

Im Zusammenhang mit der Abspaltung von Vitesco Technologies ergaben sich Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1 7,6 Mio € (Automotive 16,9 Mio €, Holding 0,7 Mio €).

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstanden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1 4,1 Mio € (Automotive 3,5 Mio €, Tires 0,1 Mio €, Contract Manufacturing 10,5 Mio €). Außerdem entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen im Unternehmensbereich Automotive in Höhe von 5,4 Mio €. In diesen Werten sind Wertminderungen und Wertaufholungen, die im Rahmen von Restrukturierungen entstanden sind, nicht enthalten.

Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 45,2 Mio € (Automotive 25,6 Mio €, Tires 1 0,2 Mio €, ContiTech 7,5 Mio €, Contract Manufacturing 1,5 Mio €, Holding 0,4 Mio €).

Im Unternehmensbereich Automotive ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio €. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 36,5 Mio €.

Im Unternehmensbereich Tires entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,3 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio € enthalten. Außerdem ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 19,6 Mio €.

Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6,6 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,4 Mio €.

Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 22,5 Mio € (Automotive 20,8 Mio €, ContiTech 1,7 Mio €).

Der Unternehmensbereich Automotive verzeichnete einen Ertrag aus der Veräußerung eines nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens in Höhe von 0,3 Mio €.

Zudem entstanden im Unternehmensbereich Automotive Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Rückführung des Geschäfts aus dem ehemals assoziierten Unternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH, München, Deutschland, in Höhe von 1,5 Mio €.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,5 % auf 1.509,7 Mio € (Vj. 1.330,5 Mio €), entsprechend 8,1 % des Umsatzes (Vj. 7,9 %). Davon entfiel der wesentliche Anteil auf Automotive mit 1.270,3 Mio € (Vj. 1.102,7 Mio €), entsprechend 1 4,8 % des Umsatzes (Vj. 1 3,9 %).

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis erhöhte sich im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 76,4 Mio € auf 99,0 Mio € (Vj. 22,6 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf sonstige Bewertungseffekte zurückzuführen.

Die Zinserträge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 35,5 Mio € auf 57,1 Mio € (Vj. 21,6 Mio €). Ein wesentlicher Effekt resultiert aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2021, demzufolge der bislang zugrunde gelegte Zinssatz von 6 % p. a. für die Verzinsung von Steuernachforderungen und -erstattungen verfassungswidrig ist. Zum Jahresende 2021 erfolgte eine erste Anpassung der Rückstellungen für mögliche Zinszahlungen auf Ertragsteuerverbindlichkeiten auf Basis eines reduzierten Zinssatzes von 3 % p. a. Im ersten Halbjahr 2022 entstanden erneut positive Effekte aufgrund der weiteren Reduzierung dieses Zinssatzes auf 1,8 % p. a. Erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds werden nunmehr saldiert mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Der sich ergebende Netto-Aufwand ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst dargestellt.

Die Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 auf insgesamt 110,9 Mio € und lagen damit um 14,5 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 96,4 Mio €. Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden nunmehr saldiert mit den erwarteten Erträgen aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds ausgewiesen. Der sich ergebende Netto-Aufwand in Höhe von 30,0 Mio € (Vj. 21,2 Mio €) ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Hierin sind der Aufwand aus der Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen sowie die Zinserträge auf das Fondsvermögen der Pensionskassen nicht enthalten. Die Werte der Vergleichsperiode sind entsprechend angepasst dargestellt. Der Zinsaufwand, der im Wesentlichen aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 80,9 Mio € leicht oberhalb des Vorjahresniveaus in Höhe von 75,2 Mio €.

Die von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance BV., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen führten zu Aufwendungen in Höhe von 25,6 Mio € und liegen somit auf Vorjahresniveau (Vj. 25,5 Mio €).

Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im ersten Halbjahr 2022 zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 0,4 Mio € (Vj. negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von 40,5 Mio €). Gegenläufig wirkten die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte mit einem Aufwand in Höhe von insgesamt 45,6 Mio € (Vj. Ertrag in Höhe von 92,7 Mio €).

Auf sonstige Bewertungseffekte entfiel im Finanzergebnis im Berichtszeitraum ein Ertrag in Höhe von 1,9 Mio € (Vj. 106,4 Mio €). Im Vorjahr resultierte dieser Effekt insbesondere aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Ausleihungen sowie der Auflösung einer Rückstellung für Kreditzusagen an das ehemals assoziierte Unternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH, München, Deutschland, und zwei ihrer Tochtergesellschaften. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten ergab sich hieraus insgesamt ein Ertrag von 105,8 Mio €.

Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im ersten Halbjahr 2022 eine Ergebnisbelastung in Höhe von 47,1 Mio € (Vj. 54,2 Mio €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2022 beliefen sich auf 99,5 Mio € (Vj. 199,7 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 89,1 % (Vj. 1 7,9 %). Dies ist im Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische Effekte im Zusammenhang mit dem durch die Wertminderungen belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis verringerte sich um 1 00,5 % auf -5,3 Mio € (Vj. 992,9 Mio €). Nach den ersten sechs Monaten 2022 lag das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei -0,03 € (Vj. 4,96 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Finanzlage

Cashflow-Überleitung

Die folgenden Erläuterungen zur Cashflow-Überleitung beziehen sich im Berichtsjahr auf die fortgeführten Aktivitäten und im Vergleichsjahr auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten.

Das EBIT verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2022 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 um 1.1 27,6 Mio € auf 210,7 Mio € (Vj. 1.338,3 Mio €).

Die Zinszahlungen sanken um 40,3 Mio € auf 46,6 Mio € (Vj. 86,9 Mio €).

Die Auszahlungen für Ertragsteuern verringerten sich um 149,2 Mio € auf 275,8 Mio € (Vj. 425,0 Mio €).

Die Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen stiegen um 302,9 Mio € auf 1.570,2 Mio € (Vj. 1.267,3 Mio €).

Der zahlungsmittelwirksame Aufbau des Working Capital führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 1.185,6 Mio € (Vj. 654,0 Mio €).

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2022 mit 154,5 Mio € um 1.726,9 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert (Vj. Mittelzufluss in Höhe von 1.572,4 Mio €).

Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2022 ein Mittelabfluss in Höhe von 71 6,1 Mio € (Vj. 653,2 Mio €).

Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Leasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 98,3 Mio € von 626,0 Mio € auf 724,3 Mio €. Aus dem Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 1 0,0 Mio € (Vj. 28,3 Mio €).

Der im ersten Halbjahr 2022 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelabfluss in Höhe von 870,6 Mio € (Vj. Mittelzufluss in Höhe von 919,2 Mio €). Damit verringerte sich der Free Cashflow um 1.789,8 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2022 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns bei 5.433,9 Mio €. Sie erhöhten sich um 1.379,9 Mio € gegenüber dem Vorjahresniveau von 4.054,0 Mio € sowie um 1.668,4 Mio € gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2021 von 3.765,5 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom 30. Juni 2021 ist im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow der letzten zwölf Monate in Höhe von 564,7 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 440,0 Mio € im Mai 2022 zurückzuführen. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom Jahresende 2021 ist ebenfalls im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow der letzten sechs Monate in Höhe von 870,6 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 440,0 Mio € im Mai 2022 zurückzuführen. Der Finanzierungsbedarf wurde im Wesentlichen durch die Begebung von Commercial Paper gedeckt. Die Gearing Ratio belief sich zum ersten Halbjahr 2022 auf 37,8 % (Vj. 25,7 %). Der Vorjahreswert der Gearing Ratio bezieht sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten.

Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu unveränderten Konditionen verlängert. Diese Kreditlinie wurde Ende Juni 2022, wie auch im Vorjahr, nicht in Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2021.

Zum 30. Juni 2022 verfügte der Continental-Konzern über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 6.804,4 Mio € (Vj. 6.933,7 Mio €), davon 1.907,4 Mio € (Vj. 2.162,8 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 4.897,0 Mio € (Vj. 4.770,9 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2022 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.404,9 Mio € (Vj. 1.866,3 Mio €).

Herleitung der Netto-Finanzschulden

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Mio € 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2021
Langfristige Finanzschulden 4.686,4 4.643,2 4.691,5
Kurzfristige Finanzschulden 2.879,5 1.617,3 1.866,4
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -11 6,0 -113,2 -146,6
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -108,6 -112,7 -194,5
Flüssige Mittel -1.907,4 -2.269,1 -2.162,8
Netto-Finanzschulden 5.433,9 3.765,5 4.054,0

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Netto-Finanzschulden der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten am Anfang der Periode 3.765,5 4.139,1 4.117,0 3.561,7
Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -154,5 1.572,4 -278,8 686,3
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -716,1 -653,2 -418,6 -404,7
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -870,6 919,2 -697,4 281,6
Gezahlte Dividende -440,0 - -440,0 -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern -21,9 -26,8 -22,4 -11,7
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -363,5 4,3 -165,5 76,3
Sonstiges - - - -
Wechselkurseffekte 27,6 28,6 8,4 1,7
Veränderung der Netto-Finanzschulden -1.668,4 925,3 -1.316,9 347,9
Netto-Finanzschulden der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende der Periode 5.433,9 3.213,8 5.433,9 3.213,8
Abzüglich Netto-Finanzschulden der nicht fortgeführten Aktivitäten n. a. -840,2 n. a. -840,2
Netto-Finanzschulden der fortgeführten Aktivitäten am Ende der Periode 5.433,9 4.054,0 5.433,9 4.054,0

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

Investitionen (Bilanzzugang)

Im ersten Halbjahr 2022 wurden 987,5 Mio € (Vj. 623,2 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Zur Steigerung in Höhe von 364,3 Mio € haben die Unternehmensbereiche Automotive und Tires beigetragen, während die Investitionen in den Unternehmensbereichen ContiTech und Contract Manufacturing stabil bzw. rückläufig waren. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 5,3 % (Vj. 3,7 %).

Auf den Unternehmensbereich Automotive entfielen 571,7 Mio € (Vj. 346,7 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 6,7 % (Vj. 4,4 %) des Umsatzes. Investiert wurde hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden die Fertigungskapazitäten an den europäischen Niedrigkostenstandorten sowie in Deutschland, Mexiko, den USA und China erweitert. In Novi Sad, Serbien, und New Braunfels, USA, wurde in den Aufbau neuer Produktionsstandorte investiert.

Der Unternehmensbereich Tires investierte 304,1 Mio € (Vj. 163,3 Mio €), entsprechend 4,6 % (Vj. 2,9 %) des Umsatzes. Es wurde in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den europäischen Niedrigkostenstandorten, in den USA, Deutschland, China und Thailand investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.

Auf den Unternehmensbereich ContiTech entfielen 82,0 Mio € (Vj. 82,0 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 2,6 % (Vj. 2,7 %) des Umsatzes. Es wurden die Fertigungskapazitäten in Deutschland, in den USA, China, Brasilien, Mexiko und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten in selektierten Wachstumsmärkten für die Geschäftsfelder Mobile Fluid Systems, Advanced Dynamics Solutions, Power Transmission Group und Surface Solutions. Darüber hinaus wurden in allen Geschäftsfeldern Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Der Unternehmensbereich Contract Manufacturing investierte 5,3 Mio € (Vj. 6,6 Mio €), entsprechend 1,4 % (Vj. 1,3 %) des Umsatzes. Die Investitionen entfielen hauptsächlich auf Produktionsausrüstungen zur Herstellung spezifischer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien.

Vermögenslage

Gegenüber dem 30. Juni 2021 stieg der Goodwill um 115,7 Mio € auf 3.721,3 Mio € (Vj. 3.605,6 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 87,5 Mio € auf 1.029,1 Mio € (Vj. 1.116,6 Mio €). Die Sachanlagen stiegen um 149,8 Mio € auf 11.240,6 Mio € (Vj. 11.090,8 Mio €). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 404,7 Mio € auf 2.137,8 Mio € (Vj. 2.542,5 Mio €). Die Vorräte verzeichneten eine Zunahme um 1.746,8 Mio € auf 6.295,2 Mio € (Vj. 4.548,4 Mio €) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 2.001,9 Mio € auf 8.146,4 Mio € (Vj. 6.144,5 Mio €). Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen verringerten sich um 85,9 Mio € auf 108,6 Mio € (Vj. 194,5 Mio €). Die flüssigen Mittel waren mit 1.907,4 Mio € (Vj. 2.162,8 Mio €) um 255,4 Mio € niedriger als am entsprechenden Vorjahresstichtag. Zum Berichtsstichtag wurden keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte ausgewiesen (Vj. 7.326,7 Mio €). Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 30. Juni 2022 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 3.792,0 Mio € auf 37.517,8 Mio € (Vj. 41.309,8 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz veränderte sich im Vergleich zum 30. Juni 2021 um 1.864,9 Mio € auf 14.377,5 Mio € (Vj. 12.512,6 Mio €). Dies resultierte aus dem Rückgang der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 1.002,3 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich gegenläufig um 2.81 2,0 Mio € auf -555,6 Mio € (Vj. -3.367,6 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf eine Anpassung der Pensionsrückstellungen an die gestiegenen Diskontierungszinssätze zurückzuführen. Die langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer reduzierten sich um 2.752,3 Mio € auf 1.998,1 Mio € (Vj. 4.750,4 Mio €). Dieser Rückgang ist ebenfalls im Wesentlichen auf die Neubewertung der leistungsorientierten Pensionspläne aufgrund gestiegener Diskontierungszinssätze zurückzuführen. Zudem führte der Rückerwerb von Anteilen an der ContiTech AG, Hannover, vom Continental Pension Trust e. V., Hannover, in Höhe von insgesamt 496,3 Mio € zur weiteren Reduzierung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer. Zum Berichtsstichtag wurden keine zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten ausgewiesen (Vj. 3.777,3 Mio €).

Die Gearing Ratio veränderte sich von 25,7 % zum 30. Juni 2021 auf 37,8 % zum 30. Juni 2022. Die Eigenkapitalquote stieg auf 38,3 % (Vj. 30,3 %). Die Vorjahreswerte der Posten des Eigenkapitals, der Gearing Ratio und der Eigenkapitalquote beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 erhöhte sich die Bilanzsumme um 1.677,0 Mio € auf 37.517,8 Mio € (Vj. 35.840,8 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.056,9 Mio € auf 8.146,4 Mio € (Vj. 7.089,5 Mio €) und die Zunahme der Vorräte um 1.301,5 Mio € auf 6.295,2 Mio € (Vj. 4.993,7 Mio €). Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz stieg im Vergleich zum Jahresende 2021 um 1.734,3 Mio € auf 14.377,5 Mio € (Vj. 12.643,2 Mio €). Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um 2.179,9 Mio € auf -555,6 Mio € (Vj. -2.735,5 Mio €). Die Anpassung der Pensionsrückstellungen an die gestiegenen Diskontierungszinssätze führte dabei zu einer Erhöhung der erfolgsneutralen Rücklagen in Höhe von 1.441,8 Mio € (Vj. 477,1 Mio €). Der entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals stand eine Reduzierung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 2.041,7 Mio € (Vj. 642,8 Mio €) gegenüber. Zudem führte der Rückerwerb von Anteilen an der ContiTech AG, Hannover, vom Continental Pension Trust e. V., Hannover, in Höhe von insgesamt 496,3 Mio € zur weiteren Reduzierung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer. Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnis ergab sich ein Rückgang in Höhe von 5,3 Mio €. Die Gearing Ratio veränderte sich von 29,8 % zum 31. Dezember 2021 auf 37,8 % zum 30. Juni 2022.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Ende des zweiten Quartals 2022 waren im Konzern 194.577 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg um 3.702 Personen im Vergleich zum Jahresende 2021. Aufgrund von Personalaufbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie Volumenerhöhungen erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten im Unternehmensbereich Automotive in Summe um 3.868. Im Unternehmensbereich Tires führten die Anpassung an eine bedarfsgerechte Produktion sowie ein Abbau in den Handelsgesellschaften zu einem Rückgang um 28 Personen. Gegenläufig zur Umsetzung von Struktur- und Effizienzprogrammen resultierten höhere Auftragsvolumina im Unternehmensbereich ContiTech insgesamt in einem Anstieg der Beschäftigten um 454. Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 61 5 Personen.

Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 823 Personen.

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Summe Aktiva/​Bilanzsumme 15.442,4 10.827,1 4.825,8 961,5 5.461,0 37.517,8
Flüssige Mittel - - - - 1.907,4 1.907,4
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen - - - - 224,6 224,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 51,2 29,4 5,5 0,1 19,3 105,5
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 51,2 29,4 5,5 0,1 2.151,3 2.237,5
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 7,9 47,1 5,7 0,3 566,1 627,1
Aktive latente Steuern - - - - 2.137,8 2.137,8
Ertragsteuerforderungen - - - - 348,9 348,9
Abzüglich Ertragsteuervermögen - - - - 2.486,7 2.486,7
Segmentvermögen 15.383,3 10.750,6 4.814,6 961,1 256,9 32.166,5
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 8.442,4 4.327,9 2.264,7 349,4 7.755,9 23.140,3
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - 7.565,9 7.565,9
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - 507,1 507,1
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - 8.073,0 8.073,0
Passive latente Steuern - - - - 94,6 94,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten - - - - 762,5 762,5
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen - - - - 857,1 857,1
Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten 2.060,9 970,7 728,4 90,4 -1.335,1 2.515,3
Segmentschulden 6.381,5 3.357,2 1.536,3 259,0 160,9 11.694,9
Operative Aktiva 9.001,8 7.393,4 3.278,3 702,1 96,0 20.471,6

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2021 der fortgeführten Aktivitäten

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Summe Aktiva/​Bilanzsumme 13.635,4 9.418,5 4.442,0 388,4 6.128,8 34.013,1
Flüssige Mittel - - - - 2.162,8 2.162,8
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen - - - - 341,1 341,1
Andere finanzielle Vermögenswerte 65,6 17,5 2,3 0,3 16,3 102,0
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 65,6 17,5 2,3 0,3 2.520,2 2.605,9
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 32,7 52,9 0,6 -33,3 596,8 649,7
Aktive latente Steuern - - - - 2.542,5 2.542,5
Ertragsteuerforderungen - - - - 219,0 219,0
Abzüglich Ertragsteuervermögen - - - - 2.761,5 2.761,5
Segmentvermögen 13.537,1 9.348,1 4.439,1 421,4 250,3 27.996,0
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 8.636,2 3.794,9 2.179,1 374,8 10.034,9 25.019,9
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - 6.557,9 6.557,9
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - 2.178,5 2.178,5
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - 8.736,4 8.736,4
Passive latente Steuern - - - - 244,6 244,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten - - - - 630,5 630,5
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen - - - - 875,1 875,1
Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten 3.056,5 993,5 785,4 73,0 338,0 5.246,4
Segmentschulden 5.579,7 2.801,4 1.393,7 301,8 85,4 10.162,0
Operative Aktiva 7.957,4 6.546,7 3.045,4 119,6 164,9 17.834,0

Entwicklung der Unternehmensbereiche

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Automotive in Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 8.561,0 7.910,2 4.315,0 3.796,0
EBITDA 188,0 452,4 127,9 148,0
in % vom Umsatz 2,2 5,7 3,0 3,9
EBIT -714,2 -47,8 -509,9 -103,2
in % vom Umsatz -8,3 -0,6 -11,8 -2,7
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1.270,3 1.102,7 618,3 591,8
in % vom Umsatz 14,8 13,9 14,3 15,6
Abschreibungen 1 902,2 500,2 637,8 251,2
davon Wertminderungen 2 371,7 -1,9 370,5 -1,9
Investitionen 3 571,7 346,7 310,0 205,8
in % vom Umsatz 6,7 4,4 7,2 5,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.001,8 7.957,4
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 93.218 89.778
Umsatz bereinigt 5 8.493,0 7.910,2 4.281,0 3.796,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 -264,0 10,9 -99,2 -85,9
in % des bereinigten Umsatzes -3,1 0,1 -2,3 -2,3

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Automotive

Absatz

Die Absatzentwicklung im Unternehmensbereich Automotive ist durch negative Auswirkungen der Pandemie-bedingten Lockdowns in China, den Krieg in der Ukraine und anhaltende Lieferprobleme in der Halbleiterindustrie beeinflusst. Im Geschäftsfeld Safety and Motion sank der Absatz von elektronischen Bremssystemen. Die Verkaufszahlen von Bremskraftverstärkern und -sätteln mit integrierter elektrischer Parkbremse verringerten sich deutlich, während der Absatz von Airbagsteuergeräten stieg. Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility erhöhte sich der Absatz. In den Geschäftsfeldern Architecture and Networking, Smart Mobility und User Experience lag das Absatzvolumen von nahtlosen Vernetzungstechnologien, Fahrzeugelektronik und Hochleistungsrechnern sowie im Nutzfahrzeug- und unabhängigen Ersatzteilgeschäft weltweit über dem Vorjahresniveau, die Verkaufszahlen von Displaylösungen lagen unter dem Vorjahr.

Umsatzanstieg um 8,2 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,1 %

Während der ersten sechs Monate 2022 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Automotive im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum um 8,2 % auf 8.561,0 Mio € (Vj. 7.91 0,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,1 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 2.522,0 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Automotive reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 274,9 Mio € bzw. 2.522,0 % auf -264,0 Mio € (Vj. 10,9 Mio €) und entspricht -3,1 % (Vj. 0,1 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 1.394,1 %

Der Unternehmensbereich Automotive verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 666,4 Mio € bzw. 1.394,1 % auf -714,2 Mio € (Vj. -47,8 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf -8,3 % (Vj. -0,6 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2022 und 2021 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 8 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Tires in Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 6.676,2 5.631,1 3.381,0 2.888,2
EBITDA 1.436,9 1.373,9 671,7 723,1
in % vom Umsatz 21,5 24,4 19,9 25,0
EBIT 947,6 967,6 389,7 520,1
in % vom Umsatz 14,2 17,2 11,5 18,0
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 160,3 148,5 80,4 74,4
in % vom Umsatz 2,4 2,6 2,4 2,6
Abschreibungen 1 489,3 406,3 282,0 203,0
davon Wertminderungen 2 69,5 1,0 69,4 -
Investitionen 3 304,1 163,3 177,3 113,4
in % vom Umsatz 4,6 2,9 5,2 3,9
Operative Aktiva (zum 30.06.) 7.393,4 6.546,7
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 57.189 57.081
Umsatz bereinigt 5 6.676,2 5.631,1 3.381,0 2.888,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 1.032,0 969,7 467,0 514,5
in % des bereinigten Umsatzes 15,5 17,2 13,8 17,8

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Tires

Absatz

Die Verkaufszahlen lagen in den ersten sechs Monaten 2022 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft und im Pkw-Reifenersatzgeschäft bedingt durch Lockdowns in China aufgrund der COVID-19-Pandemie sowie den Krieg in der Ukraine unter dem Vorjahresniveau. Im Nutzfahrzeugreifengeschäft konnten die Verkaufszahlen im Berichtszeitraum auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden.

Umsatzanstieg um 18,6 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 14,3 %

Während der ersten sechs Monate 2022 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Tires im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 8,6 % auf 6.676,2 Mio € (Vj. 5.631,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 14,3 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 6,4 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Tires erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 62,3 Mio € bzw. 6,4 % auf 1.032,0 Mio € (Vj. 969,7 Mio €) und entspricht 15,5 % (Vj. 17,2 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 2,1 %

Der Unternehmensbereich Tires verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 20,0 Mio € bzw. 2,1 % auf 947,6 Mio € (Vj. 967,6 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 14,2 % (Vj. 17,2 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2022 und 2021 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 8 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
ContiTech in Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 3.183,7 3.012,0 1.613,3 1.491,3
EBITDA 220,7 395,6 76,4 178,0
in % vom Umsatz 6,9 13,1 4,7 11,9
EBIT 61,9 233,9 -7,4 98,1
in % vom Umsatz 1,9 7,8 -0,5 6,6
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 79,1 79,5 39,8 40,0
in % vom Umsatz 2,5 2,6 2,5 2,7
Abschreibungen 1 158,8 161,7 83,8 79,9
davon Wertminderungen 2 2,7 0,3 7,1 0,2
Investitionen 3 82,0 82,0 43,5 41,9
in % vom Umsatz 2,6 2,7 2,7 2,8
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.278,3 3.045,4
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 41.414 43.312
Umsatz bereinigt 5 3.183,7 2.926,5 1.613,3 1.451,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 164,7 264,9 79,2 114,4
in % des bereinigten Umsatzes 5,2 9,1 4,9 7,9

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Umsatzanstieg um 5,7 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 5,0 %

Während der ersten sechs Monate 2022 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 % auf 3.183,7 Mio € (Vj. 3.012,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,0 %. Während der Umsatz in der Automobilerstausrüstung leicht unter Vorjahresniveau lag, stieg der Umsatz im Industrie- und Ersatzgeschäft gegenüber dem Vergleichszeitraum teilweise deutlich. Die moderate Entwicklung des Automobilerstausrüstungsgeschäfts ist auf reduzierte Volumina, im Wesentlichen bedingt durch externe Lieferkettenengpässe, zurückzuführen. Realisierte Preiserhöhungen konnten negative Volumeneffekte nicht vollständig kompensieren. Das Industrie- und Ersatzgeschäft entwickelte sich insbesondere im Bereich der Industrieschläuche sowie bei Transportbändern und Luftfedersystemen begleitet von flächendeckend wirkenden Preismaßnahmen positiv.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 37,8 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs ContiTech reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1 00,2 Mio € bzw.

37,8 % auf 164,7 Mio € (Vj. 264,9 Mio €) und entspricht 5,2 % (Vj. 9,1 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 73,5 %

Der Unternehmensbereich ContiTech verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 172,0 Mio € bzw. 73,5 % auf 61,9 Mio € (Vj. 233,9 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 1,9 % (Vj. 7,8 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2022 und 2021 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 8 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Contract Manufacturing in Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatz 388,9 490,1 179,0 225,2
EBITDA 33,8 99,1 12,6 21,5
in % vom Umsatz 8,7 20,2 7,0 9,5
EBIT 15,3 61,4 3,6 -2,0
in % vom Umsatz 3,9 12,5 2,0 -0,9
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 0,0 -0,2 0,0 -0,1
in % vom Umsatz 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 1 18,5 37,7 9,0 23,5
davon Wertminderungen 2 0,0 10,4 0,0 10,1
Investitionen 3 5,3 6,6 3,3 5,8
in % vom Umsatz 1,4 1,3 1,8 2,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 702,1 119,6
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 2.289 3.130
Umsatz bereinigt 5 388,9 490,1 179,0 225,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 16,1 73,3 4,0 8,4
in % des bereinigten Umsatzes 4,1 15,0 2,2 3,7

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Contract Manufacturing

Absatz

Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing sank das Absatzvolumen in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies entspricht dem vertraglich vereinbarten Vorgehen zwischen Continental und Vitesco Technologies. Die Entwicklung der Absatzvolumina wurde darüber hinaus durch Lieferengpässe im Halbleiterbereich sowie die COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst.

Umsatzrückgang um 20,6 %; Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 22,2 %

Während der ersten sechs Monate 2022 reduzierte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Contract Manufacturing im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,6 % auf 388,9 Mio € (Vj. 490,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 22,2 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 78,0 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Contract Manufacturing reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 57,2 Mio € bzw. 78,0 % auf 16,1 Mio € (Vj. 73,3 Mio €) und entspricht 4,1 % (Vj. 1 5,0 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 75,1 %

Der Unternehmensbereich Contract Manufacturing verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 46,1 Mio € bzw. 75,1 % auf 1 5,3 Mio € (Vj. 61,4 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 3,9 % (Vj. 12,5 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2022 und 2021 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 8 f.

Risiko- und Chancenbericht

Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Versorgungsengpässe von Halbleitern, der COVID-19-Pandemie und des fortwährenden Kriegs in der Ukraine besteht weiterhin das Risiko wesentlicher negativer Effekte auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte des Continental-Konzerns. Dies umfasst u. a. auch das Risiko möglicher Unsicherheiten bei der Energieversorgung aufgrund ausbleibender oder reduzierter Gaslieferungen aus Russland. Aufgrund der dadurch zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen können sich negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergeben.

Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen. Zu den Details der weiteren wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2021.

Prognosebericht und Ausblick

Wie im Wirtschaftsbericht auf Seite 5 f. dargelegt, geht Continental für 2022 unverändert von einem Anstieg der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahr aus. Für das Reifenersatzgeschäft erwarten wir im zweiten Halbjahr in Summe eine Abschwächung der Nachfrage aufgrund vorgezogener Käufe im ersten Halbjahr. Für das Industriegeschäft rechnen wir weltweit mit einer stabilen Entwicklung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres.

Im zweiten Halbjahr werden sich die negativen Auswirkungen der Kostensteigerungen für wichtige Zulieferungen, insbesondere für ölbasierte Rohstoffe sowie im Energiebereich und in der Logistik für Tires und ContiTech, wie erwartet nochmals verstärken.

Auf Basis aller genannten Annahmen und der aktuellen Wechselkurse erwartet Continental weiterhin folgende Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2022:

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Der Konzernumsatz wird bei rund 38,3 Mrd € bis 40,1 Mrd € und die bereinigte EBIT-Marge bei rund 4,7 % bis 5,7 % erwartet.
Für den Unternehmensbereich Automotive erwartet Continental einen Umsatz zwischen rund 1 7,8 Mrd € und 18,8 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge in einer Spanne von rund -0,5 % bis 1 %. Hierbei sind wie bisher erhöhte Beschaffungs- und Logistikaufwendungen von rund 1 Mrd € sowie zusätzliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Geschäftsfeld Autonomous Mobility von rund 100 Mio € berücksichtigt.
Der Umsatz des Unternehmensbereichs Tires wird zwischen rund 13,8 Mrd € und 14,2 Mrd € und die bereinigte EBIT-Marge zwischen rund 1 2,0 % und 1 3,0 % erwartet. Die Spanne für die bereinigte EBIT-Marge geht von einem Anstieg der Beschaffungs- und Logistikkosten im Vergleich zum Vorjahr von rund 1,9 Mrd € aus.
Für den Unternehmensbereich ContiTech erwartet Continental einen Umsatz von rund 6,3 Mrd € bis 6,5 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen rund 6,0 % und 7,0 %. Die Spanne für die bereinigte EBIT-Marge geht von einem Anstieg der Beschaffungs- und Logistikkosten im Vergleich zum Vorjahr von rund 600 Mio € aus.
Für den Unternehmensbereich Contract Manufacturing werden ein Umsatz von rund 600 Mio € bis 700 Mio € sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 0 % bis 1,0 % erwartet.
Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden voraussichtlich rund 6 % vom Umsatz betragen.
Der bereinigte Free Cashflow für das Geschäftsjahr 2022 wird voraussichtlich zwischen rund 0,6 Mrd € und 1,0 Mrd € liegen.

Daneben rechnet Continental mit den folgenden Effekten für das Gesamtjahr:

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Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen werden wie im Vorjahr voraussichtlich wieder bei rund 1 50 Mio € liegen und hauptsächlich die Unternehmensbereiche Automotive und ContiTech betreffen.
Außerdem rechnen wir mit negativen Sondereffekten in Höhe von rund 650 Mio € (zuvor rund 150 Mio €). Dies wirkt sich nicht auf den Ausblick der bereinigten EBIT-Margen aus.
Das negative Finanzergebnis vor Effekten aus Währungsumrechnung sowie vor Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen Bewertungseffekten erwarten wir für 2022 bei unter 200 Mio €.
Die Steuerquote sollte bei rund 27 % liegen.

Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich gar verschlechtern, kann dies weitere nachhaltige Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage verursachen. Außerdem können sich weitere negative Auswirkungen aus der andauernden COVID-19-Pandemie sowie einer möglichen Unterbrechung der Energieversorgung in Europa, insbesondere in Deutschland, und aus der damit verbundenen Versorgungssituation ergeben. Je nach Ausmaß könnten sowohl der Umsatz, aber insbesondere auch das Ergebnis aller Unternehmensbereiche und damit des Konzerns insgesamt niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Die einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zeigen in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode die Werte der fortgeführten Aktivitäten. Das Ergebnis aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern ergibt in der Vergleichsperiode das Konzernergebnis.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 18.722,4 16.929,7 9.444,1 8.354,4
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -14.663,3 -12.734,5 -7.451,3 -6.320,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.059,1 4.195,2 1.992,8 2.033,8
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.998,1 -1.700,9 -1.000,6 -883,7
Vertriebs- und Logistikkosten -1.257,5 -1.167,0 -640,6 -598,6
Allgemeine Verwaltungskosten -550,8 -511,8 -289,9 -269,3
Sonstige Erträge 738,8 752,3 397,5 384,3
Sonstige Aufwendungen -784,5 -444,9 -623,4 -201,2
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 3,1 12,0 -1,0 7,0
Übriges Beteiligungsergebnis 0,6 0,4 0,6 0,4
EBIT 210,7 1.135,3 -164,6 472,7
Zinserträge 1 57,1 21,6 14,7 15,0
Zinsaufwendungen 1 -110,9 -96,4 -62,8 -48,6
Effekte aus Währungsumrechnung 0,4 -40,5 -4,9 -36,5
Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte -45,6 92,7 -14,7 132,1
Finanzergebnis -99,0 -22,6 -67,7 62,0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 111,7 1.112,7 -232,3 534,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -99,5 -199,7 -9,7 -72,5
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern 12,2 913,0 -242,0 462,2
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern n. a. 102,2 n. a. 100,5
Konzernergebnis 12,2 1.015,2 -242,0 562,7
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -17,5 -22,3 -8,7 -17,4
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -5,3 992,9 -250,7 545,3
Ergebnis pro Aktie in € bezogen auf
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten den Anteilseignern zuzurechnen, unverwässert -0,03 4,45 -1,26 2,22
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen, unverwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten den Anteilseignern zuzurechnen, verwässert -0,03 4,45 -1,26 2,22
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen, verwässert -0,03 4,96 -1,26 2,72

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds und Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden saldiert in der Zeile Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst dargestellt.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Die einzelnen Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zeigen in der Berichtsperiode die fortgeführten Aktivitäten. Die Werte der Vergleichsperiode zeigen die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten. Zudem wird das Gesamtergebnis der Vergleichsperiode in fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten aufgeteilt dargestellt.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
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Konzernergebnis 12,2 1.015,2 -242,0 562,7
Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 1 2.310,5 644,7 1.620,8 -22,0
Zeitwertveränderungen 1 2.332,6 659,1 1.638,2 -26,5
Währungsumrechnung 1 -22,1 -14,4 -17,4 4,5
Sonstige Finanzanlagen -1,2 113,8 -1,2 114,2
Zeitwertveränderungen 1 -0,8 114,1 -0,9 114,1
Währungsumrechnung 1 -0,4 -0,3 -0,3 0,1
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen -688,5 -165,9 -492,2 5,3
Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten
Währungsumrechnung 1 561,3 421,5 245,9 64,1
Effekte aus Währungsumrechnung 1 561,3 423,1 245,9 65,7
Erfolgswirksame Umgliederung 1 - -1,6 - -1,6
Sonstiges Ergebnis 2.182,1 1.014,1 1.373,3 161,6
Gesamtergebnis 2.194,3 2.029,3 1.131,3 724,3
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis -19,7 -34,5 -4,9 -21,8
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 2.174,6 1.994,8 1.126,4 702,5
Der den Anteilseignern zuzurechnende Anteil am Gesamtergebnis teilt sich wie folgt auf:
Fortgeführte Aktivitäten 2.174,6 1.756,6 1.126,4 623,4
Nicht fortgeführte Aktivitäten n. a. 238,2 n. a. 79,1

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Inklusive Fremdanteile.

Konzernbilanz

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Sämtliche Posten in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode zum 31. Dezember 2021 stellen die fortgeführten Aktivitäten dar. Die Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der Vergleichsperiode zum 30. Juni 2021 in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten ausgewiesen. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der Vergleichsperiode zum 30. Juni 2021 in den zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten dargestellt.

Aktiva

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in Mio € 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2021
Goodwill 3.721,3 3.711,8 3.605,6
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.029,1 1.087,7 1.116,6
Sachanlagen 11.240,6 11.411,6 11.090,8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12,1 12,0 11,8
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 313,6 305,9 336,1
Sonstige Finanzanlagen 183,2 169,4 119,7
Aktive latente Steuern 2.137,8 2.529,5 2.542,5
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 110,4 101,6 81,4
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 116,0 113,2 146,6
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 261,2 229,6 301,0
Langfristige sonstige Vermögenswerte 109,9 113,7 16,7
Langfristige Vermögenswerte 19.235,2 19.786,0 19.368,8
Vorräte 6.295,2 4.993,7 4.548,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.146,4 7.089,5 6.144,5
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 117,2 94,0 99,9
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 134,1 118,4 129,2
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 1.224,8 1.066,1 1.116,0
Ertragsteuerforderungen 348,9 303,4 219,0
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 108,6 112,7 194,5
Flüssige Mittel 1.907,4 2.269,1 2.162,8
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte - 7,9 7.326,7
Kurzfristige Vermögenswerte 18.282,6 16.054,8 21.941,0
Bilanzsumme 37.517,8 35.840,8 41.309,8

Passiva

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in Mio € 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2021
Ausgegebenes/​Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.155,6 4.155,6 4.155,6
Kumulierte einbehaltene Gewinne 9.813,2 10.258,6 10.815,5
Erfolgsneutrale Rücklagen -555,6 -2.735,5 -3.367,6
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 13.925,2 12.190,7 12.115,5
Anteile in Fremdbesitz 452,3 452,5 397,1
Eigenkapital 14.377,5 12.643,2 12.512,6
Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.998,1 4.743,0 4.750,4
Passive latente Steuern 94,6 101,6 244,6
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 827,8 787,7 888,5
Langfristige Finanzschulden 4.686,4 4.643,2 4.691,5
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10,7 10,3 6,9
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 7,2 7,6 6,8
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 21,3 36,0 62,9
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.646,1 10.329,4 10.651,6
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.173,9 1.243,5 1.146,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.765,5 5.865,4 5.132,0
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 255,8 265,2 185,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten 762,5 672,9 630,5
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 1.077,2 1.130,7 1.209,1
Kurzfristige Finanzschulden 2.879,5 1.617,3 1.866,4
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.726,4 1.265,0 3.351,3
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 853,4 808,2 846,8
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten - - 3.777,3
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 15.494,2 12.868,2 18.145,6
Bilanzsumme 37.517,8 35.840,8 41.309,8

Die Abspaltung von Vitesco Technologies am 1 5. September 2021 führte in der Vergleichsperiode zur Anwendung von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Vitesco Technologies wird in der Vergleichsperiode als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Die einzelnen Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung zeigen in der Berichtsperiode die fortgeführten Aktivitäten. Die Werte der Vergleichsperiode zeigen die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten. Zudem wird in der Vergleichsperiode der Mittelzufluss/​-ab-fluss aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit in fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten aufgeteilt dargestellt.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
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Konzernergebnis 12,2 1.015,2 -242,0 562,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 99,5 308,5 9,7 129,7
Finanzergebnis 99,0 14,6 67,7 -74,0
EBIT 210,7 1.338,3 -164,6 618,4
Gezahlte Zinsen -46,6 -86,9 -32,2 -55,7
Erhaltene Zinsen 24,9 25,8 13,7 17,8
Gezahlte Ertragsteuern -275,8 -425,0 -167,5 -276,6
Erhaltene Dividenden 2,1 0,9 1,7 0,9
Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen 1.570,2 1.267,3 1.013,2 584,2
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen -3,7 0,0 0,4 5,0
Gewinne/​Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen -6,6 -11,4 -5,5 -7,0
Veränderungen der
Vorräte -1.110,6 -954,9 -636,3 -488,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -833,1 -11,2 -224,2 484,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 758,1 312,1 198,3 -15,8
Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen -129,0 176,7 -228,4 -171,5
übrigen Aktiva und Passiva -315,1 -59,3 -47,4 -8,5
Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -154,5 1.572,4 -278,8 686,3
Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -154,5 1.308,5 -278,8 766,4
Mittelzufluss/​-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten n. a. 263,9 n. a. -80,1
Mittelzufluss/​-abfluss aus Abgängen von Vermögenswerten 36,9 36,6 25,1 19,9
Investitionen in Sachanlagen und Software -724,3 -626,0 -423,0 -389,5
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige -18,7 -35,5 -10,0 -14,7
Mittelzufluss/​-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -0,6 2,8 0,4 2,3
Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -9,4 -31,1 -11,1 -22,7
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -716,1 -653,2 -418,6 -404,7
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten -716,1 -544,1 -418,6 -334,6
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten n. a. -109,1 n. a. -70,1

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
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Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -870,6 919,2 -697,4 281,6
Veränderung der Finanzschulden 894,3 -751,9 710,9 -274,7
Gezahlte Dividende -440,0 - -440,0 -
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern -21,9 -26,8 -22,4 -11,7
Mittelabfluss/​-zufluss aus Finanzierungstätigkeit 432,4 -778,7 248,5 -286,4
Mittelabfluss/​-zufluss aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 432,4 -766,6 248,5 -285,7
Mittelabfluss/​-zufluss aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten n. a. -12,1 n. a. -0,7
Veränderung der flüssigen Mittel -438,2 140,5 -448,9 -4,8
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 2.269,1 2.938,7 2.323,9 3.142,4
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel 76,5 55,4 32,4 -3,0
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.907,4 3.134,6 1.907,4 3.134,6
Abzüglich flüssiger Mittel der nicht fortgeführten Aktivitäten n. a. -971,8 n. a. -971,8
Flüssige Mittel der fortgeführten Aktivitäten am Ende der Periode 1.907,4 2.162,8 1.907,4 2.162,8

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Ausgegebenes/​Gezeichnetes Kapital 1 Kapitalrücklage Kumulierte einbehaltene Gewinne Sukzessive Erwerbe 2 Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne Währungsumrechnung
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Stand 01.01.2021 512,0 4.155,6 11.960,2 -302,1 -2.817,0 -1.232,7
Konzernergebnis - - 992,9 - - -
Sonstiges Ergebnis - - - - 478,6 409,5
Konzerngesamtergebnis - - 992,9 - 478,6 409,5
Gezahlte/​ beschlossene Dividende - - - - - -
Sachdividende aufgrund der beschlossenen Abspaltung - - -2.137,6 - - -
Sukzessive Erwerbe - - - 0,1 - -
Sonstige Veränderungen - - - -4,2 - -
Stand 30.06.2021 512,0 4.155,6 10.815,5 -306,2 -2.338,4 -823,2
Stand 01.01.2022 512,0 4.155,6 10.258,6 -311,8 -1.994,9 -507,8
Konzernergebnis - - -5,3 - - -
Sonstiges Ergebnis - - - - 1.621,1 560,0
Konzerngesamtergebnis - - -5,3 - 1.621,1 560,0
Gezahlte/​ beschlossene Dividende - - -440,0 - - -
Sonstige Veränderungen 4 0,0 0,0 -0,1 - - -
Stand 30.06.2022 512,0 4.155,6 9.813,2 -311,8 -373,8 52,2

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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Finanzinstrumenten 3 Summe Anteile in Fremdbesitz Gesamt
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Stand 01.01.2021 -13,6 12.262,4 376,7 12.639,1
Konzernergebnis - 992,9 22,3 1.015,2
Sonstiges Ergebnis 113,8 1.001,9 12,2 1.014,1
Konzerngesamtergebnis 113,8 1.994,8 34,5 2.029,3
Gezahlte/​ beschlossene Dividende - - -14,2 -14,2
Sachdividende aufgrund der beschlossenen Abspaltung - -2.137,6 - -2.137,6
Sukzessive Erwerbe - 0,1 - 0,1
Sonstige Veränderungen - -4,2 0,1 -4,1
Stand 30.06.2021 100,2 12.115,5 397,1 12.512,6
Stand 01.01.2022 79,0 12.190,7 452,5 12.643,2
Konzernergebnis - -5,3 17,5 12,2
Sonstiges Ergebnis -1,2 2.179,9 2,2 2.182,1
Konzerngesamtergebnis -1,2 2.174,6 19,7 2.194,3
Gezahlte/​ beschlossene Dividende - -440,0 -24,8 -464,8
Sonstige Veränderungen 4 - -0,1 4,9 4,8
Stand 30.06.2022 77,8 13.925,2 452,3 14.377,5

1 Eingeteilt in 200.005.983 (Vj. 200.005.983) dividenden- und stimmberechtigte im Umlauf befindliche Stückaktien.

2 Die Vergleichsperiode beinhaltet einen Anteil in Höhe von 0,1 Mio € aus sukzessiven Erwerben von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen sowie einen Anteil in Höhe von -4,2 Mio € aus Effekten infolge der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.

3 Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultierte aus sonstigen Finanzanlagen in Höhe von -1,2 Mio € (Vj. 113,8 Mio €).

4 Sonstige Veränderungen der Anteile in Fremdbesitz durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhungen.

Erläuternde Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss

Alle Tabellen zur Segmentberichterstattung zeigen in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode für alle Segmente ausschließlich die Werte der fortgeführten Aktivitäten. Mit der seit dem 1. Januar 2022 neuen Organisationsstruktur stellen Automotive, Tires, ContiTech und Contract Manufacturing die berichtspflichtigen Segmente dar. Alle Kennzahlen der Segmentberichterstattung spiegeln die Neusegmentierung für die gesamte Berichtsperiode und entsprechend angepasst auch für die Vergleichsperiode wider.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 8.560,1 6.626,1 3.147,4 388,8 - 18.722,4
Konzerninterner Umsatz 09 50,1 36,3 0,1 -87,4 -
Umsatz (gesamt) 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
EBIT (Segmentergebnis) -714,2 947,6 61,9 15,3 -99,9 210,7
in % vom Umsatz -8,3 14,2 1,9 3,9 - 1,1
Abschreibungen 1 902,2 489,3 158,8 18,5 1,4 1.570,2
davon Wertminderungen 2 371,7 69,5 2,7 0,0 - 443,9
Investitionen 3 571,7 304,1 82,0 5,3 24,4 987,5
in % vom Umsatz 6,7 4,6 2,6 1,4 - 5,3
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.001,8 7.393,4 3.278,3 702,1 96,0 20.471,6
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 93.218 57.189 41.414 2.289 467 194.577
Umsatz bereinigt 5 8.493,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.654,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 -264,0 1.032,0 164,7 16,1 -99,8 849,0
in % des bereinigten Umsatzes -3,1 15,5 5,2 4,1 - 4,6

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 7.873,6 5.587,8 2.979,2 489,1 - 16.929,7
Konzerninterner Umsatz 36,6 43,3 32,8 1,0 -113,7 -
Umsatz (gesamt) 7.910,2 5.631,1 3.012,0 490,1 -113,7 16.929,7
EBIT (Segmentergebnis) -47,8 967,6 233,9 61,4 -79,8 1.135,3
in % vom Umsatz -0,6 17,2 7,8 12,5 - 6,7
Abschreibungen 1 500,2 406,3 161,7 37,7 4,7 1.110,6
davon Wertminderungen 2 -1,9 1,0 0,3 10,4 - 9,8
Investitionen 3 346,7 163,3 82,0 6,6 24,6 623,2
in % vom Umsatz 4,4 2,9 2,7 1,3 - 3,7
Operative Aktiva (zum 30.06.) 7.957,4 6.546,7 3.045,4 119,6 164,9 17.834,0
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 89.778 57.081 43.312 3.130 453 193.754
Umsatz bereinigt 5 7.910,2 5.631,1 2.926,5 490,1 -113,7 16.844,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 10,9 969,7 264,9 73,3 -78,7 1.240,1
in % des bereinigten Umsatzes 0,1 17,2 9,1 15,0 - 7,4

Mit Anwendung des IFRS 5 wurde der Teil des Außenumsatzes von Vitesco Technologies, der aus Liefer- und Leistungsbeziehungen des Segments Contract Manufacturing mit Vitesco Technologies resultiert, vor dem Hintergrund des Fortbestehens der Liefer- und Leistungsbeziehungen bereits als Außenumsatz des Segments Contract Manufacturing gezeigt. Der Außenumsatz der nicht fortgeführten Aktivitäten wurde um diesen Teil reduziert.

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.

3 Investitionen in Sachanlagen und Software.

4 Ohne Auszubildende.

5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.

6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Umsatz 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Konsolidierungskreisveränderungen 1 -68,0 - - - - -68,0
Umsatz bereinigt 8.493,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.654,4
EBITDA 188,0 1.436,9 220,7 33,8 -98,5 1.780,9
Abschreibungen 2 -902,2 -489,3 -158,8 -18,5 -1,4 -1.570,2
EBIT -714,2 947,6 61,9 15,3 -99,9 210,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 37,3 7,1 32,1 - - 76,5
Konsolidierungskreisveränderungen 1 15,6 - - - - 15,6
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill 57,3 - - - - 57,3
Wertminderungen 3 312,9 69,4 5,1 0,0 - 387,4
Restrukturierungen 4 -2,9 0,6 58,9 -0,1 - 56,5
Restrukturierungsbezogene Belastungen 21,2 2,8 2,6 0,9 - 27,5
Abfindungen 8,8 4,9 4,8 0,0 0,1 18,6
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - -0,4 -0,7 - - -1,1
Sonstiges - - - - - -
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) -264,0 1.032,0 164,7 16,1 -99,8 849,0

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.

2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen und Goodwill.

4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 36 Mio € (Automotive 1,5 Mio €; Tires 0,1 Mio €; ContiTech 2,0 Mio €) sowie eine Wertaufholung im Segment ContiTech Höhe von 4,4 Mio € enthalten.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Umsatz 7.910,2 5.631,1 3.012,0 490,1 -113,7 16.929,7
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - - -85,5 - - -85,5
Umsatz bereinigt 7.910,2 5.631,1 2.926,5 490,1 -113,7 16.844,2
EBITDA 452,4 1.373,9 395,6 99,1 -75,1 2.245,9
Abschreibungen 2 -500,2 -406,3 -161,7 -37,7 -4,7 -1.110,6
EBIT -47,8 967,6 233,9 61,4 -79,8 1.135,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 32,3 9,1 37,4 - - 78,8
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - - -16,8 - - -16,8
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill - - - - - -
Wertminderungen 3 -1,9 0,1 - 10,4 - 8,6
Restrukturierungen 4 -36,3 -17,3 1,2 - - -52,4
Restrukturierungsbezogene Belastungen 20,8 - 1,7 - - 22,5
Abfindungen 25,6 10,2 7,5 1,5 0,4 45,2
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -0,3 - - - - -0,3
Sonstiges 5 18,5 - - - 0,7 19,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 10,9 969,7 264,9 73,3 -78,7 1.240,1

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.

2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.

3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen und Goodwill.

4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1,2 Mio € (Tires 0,9 Mio €; ContiTech 0,3 Mio €) enthalten.

5 Unter Sonstiges werden im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abspaltung von Vitesco Technologies in Höhe von insgesamt 17,6 Mio € erfasst.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2022 2021 2022 2021
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Automotive -714,2 -47,8 -509,9 -103,2
Tires 947,6 967,6 389,7 520,1
ContiTech 61,9 233,9 -7,4 98,1
Contract Manufacturing 15,3 61,4 3,6 -2,0
Sonstiges/​Holding/​Konsolidierung -99,9 -79,8 -40,6 -40,3
EBIT 210,7 1.135,3 -164,6 472,7
Finanzergebnis -99,0 -22,6 -67,7 62,0
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 111,7 1.112,7 -232,3 534,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -99,5 -199,7 -9,7 -72,5
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern 12,2 913,0 -242,0 462,2
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern n. a. 102,2 n. a. 100,5
Konzernergebnis 12,2 1.015,2 -242,0 562,7
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -17,5 -22,3 -8,7 -17,4
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -5,3 992,9 -250,7 545,3

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

Segmentberichterstattung

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der vier Segmente bzw. Unternehmensbereiche des Continental-Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2022.

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung, in verkürzter Form. Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2021 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2021 ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2022 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2021.

Die zum 30. Juni 2022 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Finanzberichte davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf die Rechnungslegung im Berichtszeitraum

Auch während des Berichtszeitraums wurden fortlaufend auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen die Auswirkungen der andauernden COVID-19-Pandemie auf die Rechnungslegung des Continental-Konzerns überprüft. Die Analyse zu den Auswirkungen auf die Rechnungslegung des Continental-Konzerns führte dabei zu keinen wesentlichen Anpassungen zum 30. Juni 2022. Die Dynamik der Pandemieentwicklung und die diesbezüglich fehlenden Erfahrungswerte erhöhten jedoch im Berichtszeitraum die Unsicherheit bei der Vornahme von Schätzungen im Vergleich zu den Berichtszeiträumen vor der COVID-19-Pandemie.

Auswirkung des Kriegs in der Ukraine auf die Rechnungslegung im Berichtszeitraum

Die Entwicklung der geopolitischen Lage, insbesondere in Osteuropa, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer prognostizierbar. Die Auswirkungen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und die damit verursachten Störungen in der Produktion, den Lieferketten und der Nachfrage auf die Rechnungslegung sind nicht absehbar. Die Unsicherheit bei der Vornahme von Schätzungen ist im Vergleich zu vorherigen Berichtsperioden erhöht. Continental überprüfte daher auf Basis der im Berichtszeitraum zur Verfügung stehenden Informationen die Auswirkungen des Kriegs auf die Rechnungslegung des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2022.

Insbesondere die Einschätzung bezüglich der Beherrschung über Tochterunternehmen nach IFRS 10, Konzernabschlüsse, IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen ist in der vorliegenden Situation kritisch zu überprüfen. Die im Continental-Konzern dahingehend erfolgte Beurteilung wurde anhand der Prinzipien der Standards sowie der zum Beurteilungszeitpunkt vorliegenden Rahmenbedingungen vorgenommen. Alle Tatsachen und Umstände des Einzelfalls wurden berücksichtigt. In Bezug auf die bislang festgehaltenen Verhältnisse ergab die Analyse keine Veränderungen. Insbesondere der Verlust von Kontrolle nach IFRS 10 konnte im Berichtszeitraum ausgeschlossen werden.

Im Rahmen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten hat der Continental-Konzern Wertberichtigungen in den Fällen vorgenommen, bei denen nach Beurteilung des Kreditmanagements mit einer höheren Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass Forderungen nicht einbringbar sind. Der Continental-Konzern führt eine regelmäßige Überprüfung des Modells der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9, Finanzinstrumente, durch, um potenzielle Auswirkungen auf das Modell zu identifizieren und ggf. erforderliche Anpassungen vorzunehmen. Eine Überprüfung auf Basis der aktuellen Informationslage ergab keinen Anpassungsbedarf zum 30. Juni 2022.

Für die Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen nach IAS 36, Wertminderung von Vermögenswerten, in den russischen Gesellschaften des Continental-Konzerns verweisen wir auf den Abschnitt Außerplanmäßige Abschreibungen.

Im Hinblick auf die weiteren Entwicklungen der COVID-19-Pande-mie sowie des Kriegs in der Ukraine überprüft der Continental-Konzern weiterhin kontinuierlich mögliche Auswirkungen auf die Rechnungslegung.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 470 (Vj. 551) inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 1 0, Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 392 (Vj. 434) vollkonsolidiert und 78 (Vj. 117) nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2021 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt zwei Gesellschaften verringert. Sieben Gesellschaften wurden gegründet. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind auf Verschmelzungen, Verkäufe und Liquidationen zurückzuführen.

Gegenüber dem 30. Juni 2021 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 81 Gesellschaften verringert. Elf Gesellschaften wurden neu gegründet. 67 Gesellschaften wurden im Zusammenhang mit der Abspaltung von Vitesco Technologies entkonsolidiert.

Dadurch hat sich der Konsolidierungskreis um 42 vollkonsolidierte und 25 nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen verringert. 1 3 Gesellschaften wurden verkauft und elf Gesellschaften wurden verschmolzen. Weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises resultieren aus Erwerben und Liquidationen.

Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen

Im Segment Tires erfolgte ein Asset Deal. Der Kaufpreis in Höhe von insgesamt 0,4 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Aus der Kaufpreisallokation ergaben sich immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2022.

Im Segment Tires wurden Teilaktivitäten des Geschäftsfelds Replacement EMEA veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte ein Ertrag von 0,1 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2022.

Im Segment Tires ergab sich ein Gewinn aus der Veräußerung eines nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens in Höhe von 0,3 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2022.

Im Segment ContiTech ergab sich ein Ertrag aus der Veräußerung einer Gesellschaft in Höhe von 0,7 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2022.

Im Segment Automotive erfolgte aus Veränderungen der vorläufigen Kaufpreisermittlung für die 2021 vollzogene Rückabwicklung des ehemals gemeinsamen Unternehmens OSRAM CONTINENTAL GmbH, München, Deutschland, eine Erhöhung des Kaufpreises um 0,4 Mio €. Die daraus resultierende Veränderung der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab eine Erhöhung des Goodwill um 0,4 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2022.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederungen der Umsatzerlöse nach IFRS 1 5, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, nach geografischen Hauptmärkten, Segmenten und Kundengruppen.

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Deutschland 1.812,7 790,1 593,1 157,9 -44,1 3.309,7
Europa ohne Deutschland 2.140,1 2.532,4 847,2 94,2 -11,8 5.602,1
Nordamerika 2.090,6 2.005,8 930,4 78,6 -20,8 5.084,6
Asien 2.306,6 926,3 593,7 58,1 -2,9 3.881,8
Übrige Länder 211,0 421,6 219,3 0,1 -7,8 844,2
Umsatz nach Regionen 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Automobilerstausrüstungsgeschäft 8.025,0 1.493,8 1.475,3 378,7 -21,6 11.351,2
Industrie-/​Ersatzgeschäft 536,0 5.182,4 1.708,4 10,2 -65,8 7.371,2
Umsatz nach Kundengruppen 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Physische Güter 8.390,0 6.307,5 3.026,7 388,5 -72,9 18.039,8
Dienstleistungen 84,2 368,7 63,4 0,4 -4,1 512,6
Projektgeschäft 86,8 - 93,6 - -10,4 170,0
Umsatz nach Produktart 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2021

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract Manufacturing Sonstiges/​Holding/​ Konsolidierung Konzern
Deutschland 1.643,4 722,6 589,5 191,5 -41,2 3.105,8
Europa ohne Deutschland 2.224,5 2.236,4 821,8 145,9 -17,9 5.410,7
Nordamerika 1.775,0 1.482,2 837,3 76,9 -28,3 4.143,1
Asien 2.090,0 844,4 579,8 73,4 -20,4 3.567,2
Übrige Länder 177,3 345,5 183,6 2,4 -5,9 702,9
Umsatz nach Regionen 7.910,2 5.631,1 3.012,0 490,1 -113,7 16.929,7
Automobilerstausrüstungsgeschäft 7.444,9 1.283,0 1.502,6 480,3 -59,3 10.651,5
Industrie-/​Ersatzgeschäft 465,3 4.348,1 1.509,4 9,8 -54,4 6.278,2
Umsatz nach Kundengruppen 7.910,2 5.631,1 3.012,0 490,1 -113,7 16.929,7
Physische Güter 7.757,8 5.451,2 2.878,8 489,6 -99,8 16.477,6
Dienstleistungen 90,2 179,9 63,5 0,5 -3,0 331,1
Projektgeschäft 62,2 - 69,7 - -10,9 121,0
Umsatz nach Produktart 7.910,2 5.631,1 3.012,0 490,1 -113,7 16.929,7

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event).

Der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus stellt einen Hinweis auf eine mögliche Wertminderung dar. Aufgrund dieses Triggering Event und der weiteren wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wie der Free Cashflows, der Diskontierungszinssätze, deren Parameter sowie nachhaltiger Wachstumsraten, ergaben sich im Segment Automotive in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Safety and Motion eine Wertminderung des Goodwill in Höhe von 57,3 Mio € und in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Architecture and Networking eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 313,1 Mio €. Diese Wertminderungen sind in den sonstigen Aufwendungen erfasst und betreffen ganz überwiegend Produktionsanlagen. In der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Original Equipment des Segments Tires übersteigt der Buchwert den Nutzungswert um 442,0 Mio €. Aufgrund des unwesentlichen Goodwill wurde die Werthaltigkeit der einzelnen Vermögenswerte überprüft. Diese Überprüfung ergab keinen Wertminderungsbedarf, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der einzelnen Vermögenswerte deren jeweiligen Buchwert übersteigt.

Der erwartete Cashflow der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird aus deren Langfristplanung abgeleitet, die einen Zeithorizont von fünf Jahren umfasst. Für diesen unterjährigen Impairment-Test wurden die Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Automotive und Contract Manufacturing mit einem Zinssatz vor Steuern in Höhe von 1 2,8 % (31. Dezember 2021: 10,7 %) diskontiert, die des Segments Tires mit einem Zinssatz von 11,0 % (31. Dezember 2021: 8,6 %) und die des Segments Conti-Tech mit einem Zinssatz von 11,7 % (31. Dezember 2021: 9,2 %). Diesen Vorsteuer-WACC lag zum Durchführungszeitpunkt die Kapitalstruktur der jeweils relevanten Peergroup im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zugrunde. Der risikofreie Zinssatz belief sich einheitlich auf 1,64 % (31. Dezember 2021: -0,07 %) und die Marktrisikoprämie einheitlich auf 7,5 % (31. Dezember 2021: 7,5 %). Die Fremdkapitalkosten wurden als Summe des risikolosen Zinssatzes zuzüglich der Credit Spreads der von Standard & Poor's, Moody's oder Fitch eingestuften Peergroup-Unternehmen ermittelt.

Im Durchschnitt belief sich die Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Automotive auf 1 2,7 % (31. Dezember 2021: 15,7 %), Tires auf 0,4 % (31. Dezember 2021: 4,4 %) und ContiTech auf 4,1 % (31. Dezember 2021: 5,5 %). Im Segment Contract Manufacturing wird die Auftragsfertigung für Vitesco Technologies ausgewiesen, die zum Ende des Detailplanungszeitraums beendet sein wird. Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden

Einheiten des Segments Automotive lag bei 1,0 % (31. Dezember 2021: 1,0 %), der Segmente Tires und ContiTech bei 0,5 % (31. Dezember 2021: 0,5 %) und die des Segments Contract Manufacturing bei 0,0 % (31. Dezember 2021: 0,0 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Märkte, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Die Unterstellung eines um 1,0 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes würde gegebenenfalls zu einem zusätzlichen Asset Impairment in Höhe von rund 1 55 Mio € bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Architecture and Networking führen. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Safety and Motion würde dies zu einer zusätzlichen Wertberichtigung des Goodwill in Höhe von rund 193 Mio € führen. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Original Equipment würde der Buchwert den Nutzungswert um weitere rund 118 Mio € übersteigen. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils 0,5 Prozentpunkte würde bei Architecture and Networking gegebenenfalls zu einem zusätzlichen Asset Impairment in Höhe von rund 65 Mio € führen. Bei Safety and Motion würde dies zu einer zusätzlichen Wertberichtigung des Goodwill in Höhe von rund 75 Mio € führen. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Original Equipment würde der Buchwert den Nutzungswert um weitere rund 47 Mio € übersteigen. Würde sich der Umsatz in der ewigen Rente um 5,0 % verringern und sich in der Folge der Free Cashflow als wesentlicher Planungsparameter reduzieren, würde dies gegebenenfalls zu einem zusätzlichen Asset Impairment bei Architecture and Networking in Höhe von rund 80 Mio € führen. Bei Safety and Motion würde dies zu einer Wertberichtigung des Goodwill in Höhe von rund 88 Mio € führen. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Original Equipment würde der Buchwert den Nutzungswert um weitere rund 56 Mio € übersteigen.

Aufgrund der aktuellen Sanktionen gegen bzw. durch Russland wurde in den russischen Gesellschaften die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen überprüft. Dies führte zu einer vollständigen Wertberichtigung aller immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Diese Wertminderungen sind in den sonstigen Aufwendungen erfasst und betreffen im Wesentlichen Produktionsanlagen. Im Segment Tires entstanden Aufwendungen in Höhe von 69,4 Mio €, im Segment ContiTech in Höhe von 5,1 Mio € und im Segment Automotive in Höhe von 0,1 Mio €.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2022 beliefen sich auf 99,5 Mio € (Vj. 199,7 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 89,1 % (Vj. 1 7,9 %). Dies ist im Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische Effekte im Zusammenhang mit dem durch die Wertminderungen belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.

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Mio € 30.06.2022 31.12.2021
Grundstücke und Bauten 1.241,1 1.120,8
Technische Anlagen und Maschinen 4,6 4,4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67,4 699
Summe Nutzungsrechte 1.313,1 1.195,1

Die Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Mio € 30.06.2022 31.12.2021
Leasingverbindlichkeiten 1.409,6 1.274,1
Kurzfristig 407,9 288,2
Langfristig 1.001,7 985,9

Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2022 ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 eine Erhöhung der erfolgsneutralen Rücklagen um 1.441,8 Mio € (Vj. 477,1 Mio €), die aus einem Anstieg der Diskontierungszinssätze resultierte. Der entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals stand eine Reduzierung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 2.041,7 Mio € (Vj. 642,8 Mio €) gegenüber. Die für die Neubewertung verwendeten Diskontierungszinssätze für die wesentlichen Länder zum 30. Juni 2022 betragen dabei 3,39 % in Deutschland (31. Dezember 2021: 1,25 %), 4,80 % in den USA (31. Dezember 2021: 2,80 %), 3,84 % im Vereinigten Königreich (31. Dezember 2021: 1,90 %) und 3,40 % in Frankreich (31. Dezember 2021: 1,10 %).

In der Berichtsperiode hat die Continental AG einen Anteil in Höhe von 475,6 Mio € an der ContiTech AG, Hannover, vom Continental Pension Trust e. V., Hannover, zurückerworben. Darüber hinaus wurde ein Zusatzkaufpreis in Höhe von 20,7 Mio € für den Verkauf der bisherigen Ausgleichszahlung durch die ContiTech AG, Hannover, vereinbart. Der Kaufpreis sowie der Zusatzkaufpreis werden spätestens am 31. Januar 2023 fällig. Die Kaufpreisforderung des Continental Pension Trust e. V., Hannover, erfüllt die Planvermögenseigenschaft nach IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, und wird mit den dazugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Diese Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 haben die Gesellschaften des Konzerns 52,3 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 14,8 Mio €).

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 auf insgesamt 121,0 Mio € (Vj. 119,6 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 6,6 Mio € (Vj. 7,1 Mio €).

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1. Januar bis 30. Juni 2022
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
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Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 103,4 1,6 0,8 1,0 11,0 117,8
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 33,1 15,1 0,7 3,9 5,6 58,4
Erwartete Erträge der Pensionsfonds -10,6 -15,7 -0,7 -4,1 -2,1 -33,2
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - - - 0,0 0,0
Übrige Pensionserträge/​ -aufwendungen - 0,8 0,1 - 0,1 1,0
Netto-Pensionsaufwendungen 125,9 1,8 0,9 0,8 14,6 144,0

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1. Januar bis 30. Juni 2021
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
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Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 151,9 2,4 1,0 1,2 19,1 175,6
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 26,2 13,6 1,5 3,1 4,6 49,0
Erwartete Erträge der Pensionsfonds -5,5 -13,8 -1,3 -2,9 -2,2 -25,7
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - 0,0 - 0,0 0,0
Übrige Pensionserträge/​ -aufwendungen - 0,9 0,2 - -0,6 0,5
Netto-Pensionsaufwendungen 172,6 3,1 1,4 1,4 20,9 199,4

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen in der Berichtsperiode der fortgeführten Aktivitäten und in der Vergleichsperiode der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni
Mio € 2022 2021
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Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 0,4 0,7
Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen 2,1 2,4
Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen 2,5 3,1

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2022 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns bei 5.433,9 Mio €. Sie erhöhten sich um 1.379,9 Mio € gegenüber dem Vorjahresniveau von 4.054,0 Mio € sowie um 1.668,4 Mio € gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2021 von 3.765,5 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom 30. Juni 2021 ist im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow der letzten zwölf Monate in Höhe von 564,7 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 440,0 Mio € im Mai 2022 zurückzuführen. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom Jahresende 2021 ist ebenfalls im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow der letzten sechs Monate in Höhe von 870,6 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 440,0 Mio € im Mai 2022 zurückzuführen. Der Finanzierungsbedarf wurde im Wesentlichen durch die Begebung von Commercial Paper gedeckt. Die Gearing Ratio belief sich zum ersten Halbjahr 2022 auf 37,8 % (Vj. 25,7 %). Der Vorjahreswert der Gearing Ratio bezieht sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten.

Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu unveränderten Konditionen verlängert. Diese Kreditlinie wurde Ende Juni 2022, wie auch im Vorjahr, nicht in Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2021.

Zum 30. Juni 2022 verfügte der Continental-Konzern über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 6.804,4 Mio € (Vj. 6.933,7 Mio €), davon 1.907,4 Mio € (Vj. 2.162,8 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 4.897,0 Mio € (Vj. 4.770,9 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2022 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.404,9 Mio € (Vj. 1.866,3 Mio €).

Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden. Zudem werden die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9, Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 1 3, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts , dargestellt.

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Mio € Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 30.06.2022 Beizulegender Zeitwert 30.06.2022 davon Stufe 1 davon Stufe 2 davon Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen 1 FVOCIwoR 173,1 173,1 - - 173,1
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 5,1 5,1 - 5,1 -
Schuldinstrumente FVPL 71,7 71,7 71,7 - -
Schuldinstrumente At cost 147,8 147,8 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 7.899,6 7.899,6 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 232,3 232,3 - 232,3 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 10,7 10,7 - 10,7 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 122,2 122,2 - 122,2 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 255,4 255,4 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 1.837,9 1.837,9 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 69,5 69,5 69,5 - -
Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen 10.825,3 10.825,3 141,2 370,3 173,1
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 49,5 49,5 - 49,5 -
Sonstige Finanzschulden At cost 6.106,8 6.041,2 3.189,9 469,2 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 6.765,5 6.765,5 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 1.737,1 1.737,1 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 14.658,9 14.593,3 3.189,9 518,7 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 232,3
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 173,1
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 279,2
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 10.140,7
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 49,5
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 14.609,4

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

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Mio € Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2021 Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 davon Stufe 1 davon Stufe 2 davon Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen 1 FVOCIwoR 159,5 159,5 - - 159,5
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 25,1 25,1 - 25,1 -
Schuldinstrumente FVPL 81,2 81,2 81,2 - -
Schuldinstrumente At cost 119,6 119,6 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 6.795,9 6.795,9 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 282,6 282,6 - 282,6 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 7,7 7,7 - 7,7 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 114,2 114,2 - 114,2 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 216,7 216,7 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 1.672,1 1.672,1 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 597,0 597,0 597,0 - -
Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen 10.071,6 10.071,6 678,2 429,6 159,5
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 21,3 21,3 - 21,3 -
Sonstige Finanzschulden At cost 4.965,1 5.113,0 3.348,0 477,8 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 5.865,4 5.865,4 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 1.275,3 1.275,3 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 12.127,1 12.275,0 3.348,0 499,1 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 282,6
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 159,5
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 825,2
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 8.804,3
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 21,3
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 12.105,8

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen der Abkürzungen:

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At cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
FVOCIwR, Fair Value through other comprehensive income with reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, mit Reklassifizierung
FVOCIwoR, Fair Value through other comprehensive income without reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne Reklassifizierung
FVPL, Fair Value through profit and loss, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet

Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:

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Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente
Stufe 2: notierte Preise in aktiven Märkten für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen
Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei denen die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Für zum FVOCIwoR bilanzierte Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente (Stufe 1) oder für ähnliche Instrumente vorliegen oder keine Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input-Faktoren auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen, werden sie herangezogen. Liegen derartige Informationen nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem Bewertungsverfahren, das im

jeweiligen Fall als angemessen und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der Discounted-Cashflow-Methode oder per Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei vergleichbaren Transaktionen basierenden Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neue Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die zum FVOCIwoR bilanzierten Finanzinstrumente werden hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen nicht beobachtbaren Input-Faktoren zentral überwacht und kontinuierlich auf Wertschwankungen überprüft.

In der folgenden Tabelle werden die Änderungen der Finanzinstrumente in Stufe 3 dargestellt:

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Mio € Sonstige Finanzanlagen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 01.01.2021 109,2 33,5 142,7
Transfers in Stufe 1 - -33,5 -33,5
Wechselkurseffekte 0,4 - 0,4
Stand 30.06.2021 109,6 - 109,6
Stand 01.01.2022 159,5 - 159,5
Zugänge 10,2 - 10,2
Umwandlung Convertible Note 0,5 - 0,5
Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Gewinne/​Verluste -0,7 - -0,7
Wechselkurseffekte 3,6 - 3,6
Stand 30.06.2022 173,1 - 173,1

Zu Beginn des Jahres 2021 war der Fair Value von sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 33,5 Mio € auf Basis nicht beobachtbarer Marktdaten ermittelt worden (Stufe 3). Da für diese Instrumente zum Halbjahresabschluss 2021 ein verlässlicher notierter Marktpreis vorlag, wurden sie bis zum Verkauf anhand des Marktpreises bewertet und der Stufe 1 zugeordnet.

Innerhalb der in Stufe 3 verbliebenen Finanzinstrumente bestanden zum Stichtag keine Hinweise auf eine signifikante Wertänderung der Finanzanlagen. Auf eine Sensitivitätsanalyse wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Zu den im Geschäftsbericht 2021 erläuterten Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und Sachverhalte.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Gegenüber den im Geschäftsbericht 2021 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2022 keine wesentlichen Veränderungen.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2021 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 2.591,6 Mio € (Vj. 6.038,9 Mio €) aus. Am 29. April 2022 hat die Hauptversammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe von 2,20 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme beläuft sich somit bei 200.005.980 dividendenberechtigten Stückaktien auf 440.013.1 56,00 €. Der verbleibende Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie verringerte sich im ersten Halbjahr 2022 auf -0,03 € (Vj. 4,96 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2022 auf -1,26 € (Vj. 2,72 €). Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen inhaltlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2021. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2021.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite des ContinentalKonzerns dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2022

Am 1. Juli 2022 erwarb die ContiTech USA, Inc., Fairlawn, USA, 100 % der Anteile an der WCCO Belting LLC, Wahpeton, USA, mit dem Ziel, das Agrargeschäft in dem Geschäftsfeld Conveying Solutions zu stärken. Der vorläufige Kaufpreis beträgt rund 77 Mio €.

Darüber hinaus liegen keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2022 vor.

Hannover, 22. Juli 2022

Continental Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hannover, 22. Juli 2022

Continental Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie erläuternden Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Hannover, 2. August 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Sven Rosorius Dr. Arne Jacobi
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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